Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: Juli 2015

Schau doch mal

Vor geraumer Zeit hat sich die liebe Amerdale in ihren Palast des Verstandes eingeschlossen, um über Serien nachzugrübeln, die aus Gründen die kein Mensch versteht, keine Sau kennt.

Okay, eigentlich sind uns allen die Gründe bekannt. Im TV ist kein Platz für Qualität. Da passt nix mehr, zwischen der ganzen Pseudo-Reality-Scheiße, die den ganzen Tag den Verstand des Zuschauers versaut und dessen Palast langsam aber sicher zum Einsturz bringt, bis die Irrenanstalt nur noch einen Schritt entfernt ist. Die eigentliche Frage hier wäre also, warum dieser ganze Rotz überhaupt so erfolgreich ist.

Die Antwort ist simpel. Hier nur ein paar grandiose Auszüge aus dem ganz normalen Fernsehwahnsinn:

„Ich denke, deine Brüste wiegen ungefähr so viel wie 125 Gramm Hack.“

„Wie schwer sind deine Eier?“

„In Zukunft lese ich mir den Vertrag durch und schaue mir Sendungen an, bevor ich mitmache.“

Seht ihr? Wer braucht denn da noch Qualitätsfernsehen, wenn selbst die Spastis, die bei der ganzen Scheiße mitmachen, nicht wissen, was sie da eigentlich treiben? Perfekte Unterhaltung. Asozialen Vollärschen, die sich für was ganz besonders tolles halten, dabei zusehen, wie sie sich zum Honk machen, ist der heiße Shit.

Aber gut. Da es nun mal gefragt ist, habe ich doch noch ein paar Geheimtipps auf Lager.

Ich verzichte hier mal bewusst auf Community oder Arrested Development, auch wenn diese Serien hier zu Lande einfach zu kurz kommen. Innerhalb der Bloggemeinde sind sie ja trotzdem sehr bekannt und zu Recht beliebt.

Ich habe stattdessen 3 andere Serien ausgegraben, die meiner Meinung nach nie die Anerkennung gekriegt haben, die sie verdient hätten.

MEN OF A CERTAIN AGE

Drei Typen im „gewissen Alter“, sprich der Midlife Crisis, schlagen sich mit alltäglichen Problemen herum. Das klingt erst mal nicht sonderlich spannend, oder lustig, oder überhaupt irgendwas, und das ist es auch irgendwie nicht. Trotzdem war die Serie einfach gut, was vor allen an den Darstellern (allen voran Andre Braugher, der nebenbei im Comedy-Geheimtipp Brooklyn Nine-Nine ebenfalls dabei ist) und den kleinen Geschichten lag. Hier gibt es kein großes Getöse und Gedöns. Die Serie bleibt immer bodenständig und man kann sich wunderbar in die Probleme der Figuren hineinversetzen, einfach weil sie aus dem wahren Leben gegriffen sind und man sich selbst, oder Bekannte, darin wiederfindet.

Leider brachte es das Ganze nur auf 2 relativ kurze Staffeln und in den deutschsprachigen Raum hat es die Serie nie geschafft.

BORED TO DEATH

Auch dieser Serie war keine lange Laufzeit beschert. 3 Staffeln mit insgesamt 24 Episoden gab es. Aber man, waren die Episoden fantastisch. Jason Schwartzman tut so, als wäre er ein Privat-Detektiv und rutscht dadurch in immer neue bekloppte Fälle, die er nur mit Hilfe seines bekloppten Freundes Zach Galifianakis und Boss Ted Danson lösen kann.

Das Ganze war ein Riesenspaß, mit abgefahrenem Humor und einfach einem perfekten Cast. Auch wenn die Serie gecancelt wurde, kann man nebenbei mit dem Ende leben. Lohnt sich also immer noch, sich den Spaß mal anzugucken.

OZ

Ich habe es hier schon mal irgendwo erwähnt, glaube ich. OZ ist die erste HBO-Eigenproduktion und eine fantastische Knastserie, die nebenbei einige Darsteller hervorgebracht hat, die später relativ große Karriere gemacht haben. Alleine für J.K. Simmons als Nazi-Anführer lohnt sich das Ganze.

Ich will gar nicht zu viel verraten. Nur so viel: Mittlerweile hat es die Serie auch nach Deutschland geschafft und ist hier, zumindest teilweise, auf DVD erhältlich. Also zieht euch den geilen Scheiß rein. Ihr werdet es nicht bereuen.

 

Wenn ihr auch Geheimtipps aus dem Bereich der Serien parat habt, macht mit bei dem Spaß hier und verlinkt euren Post bei der lieben Amerdale. Schließlich ist es ihre erste Blogparade. Und damit es nicht die letzte bleibt, sollten wir natürlich alle teilnehmen.

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Ist das Trash, oder kann das weg?

Das mag jetzt für den ein oder anderen eine Überraschung sein, aber hin und wieder gucke ich gerne schlechte Filme. Also so richtig schlechte Filme. Filme, die so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind, in ihrer Schlechtheit.

Manche Leute werden sich fragen, wie man sich solchen Scheiß reinziehen kann. Ich sage es euch: Nirgendwo findet man die Art von Humor, die ein Film entwickelt, der totaler Schwachsinn ist, dir aber versucht zu verkaufen, dass der ganze Scheiß, der da abgeht, wirklich ernst gemeint ist.

Leider hat sich mittlerweile die Trash-Szene in eine Richtung entwickelt, die genau das macht, was Trash eigentlich nicht ist. Trash besticht nicht mehr durch abstruse Geschichten, die ihren Reiz daraus ziehen, eben diese Geschichte mit einem Ansatz von Realismus, der einen glauben lässt, dass das alles doch so tatsächlich ablaufen könnte, zu erzählen. Stattdessen wird einfach generell alles komplett überzeichnet und dadurch lächerlich dargestellt, wodurch dem Zuschauer nicht mal die Möglichkeit gegeben wird, sich irgendwie in die Story reinzuversetzen.

Okay, ich gebe zu, es ist schon nicht so einfach, sich vorzustellen, dass ein Quallenmann sein Unwesen treibt. Oder dass Cyborgs die Erde invasieren. Oder dass Froschmutanten einen Harem mit Menschenweibchen gründen.

Aber all diese Filme versuchen immerhin, so etwas wie Stimmung zu erzeugen, die so einem Film gerecht wird. Und gerade das Scheitern genau daran, macht Trash aus. Denn gerade dieses Scheitern erzeugt diesen angesprochenen, einmaligen Humor, den eben nur ungewollter Trash hervorbringt.

Und da sind wir eben beim Problem. Heute versuchen die Filmmacher gar nicht mehr, ein Thema ernst anzugehen. Es wird alles direkt darauf getrimmt schlecht und selbstironisch zu sein. Was die Macher dabei aber schlicht vergessen, ist die Tatsache, dass ein von Grund auf schlechter Film nicht nur schlecht ist, sonder einfach scheiße. Denn dadurch wird es zu nichts anderem, als einer Marketing-Maschinerie, die dem Zuschauer vorgaukelt, dass er den Scheiß, der da gerade abläuft unterhaltsam zu finden hat, was er aber einfach nicht ist. Das beste Beispiel dürfte wohl das Hai-Getümmel namens Sharknado sein. Wo der erste Teil sogar noch in manchen Momenten den hirnlosen Charme echter Trash-Filme versprühte, verkam das Ganze bereits mit Teil 2 zur reinen Cameo-Parade für abgehalfterte Stars und Sternchen, die lieber in einem Scheißfilm Schaulaufen, statt sich irgendwo in einen Dschungel zu hocken und Känguruhoden zu essen. Dazu ist das alles einfach so extrem Over-The-Top, dass jeglicher Spaß daran verloren geht.

Und mit dem Erfolg dieses New-Trash beginnt das Grauen erst. Denn was machen große Produktionsfirmen, wenn sie ein funktionierendes System entdecken? Genau. Sie kopieren es. Und so werden nach und nach immer mehr New-Trash-Filme in die Kinos gepült. Manche Leute nennen sie auch „Blockbuster“. Ja, die Produktionskosten mögen höher sein und die Stars sind bekannter und somit noch einige Jahre entfernt von den Dschungelprüfungen, aber das Prinzip ist das Gleiche. Over-The-Top-Action-Getöse mit teils schlechten Effekten und hauchdünner Kackstory, die nur dazu dient, noch mehr Over-The-Top-Effektgewitter zu fabrizieren.

Das bringt mich zu dem Schluss, dass fast alles heutzutage Trash ist, aber nicht von der guten Sorte. Hingerotzter Müll, der sich selbst nicht ernst nimmt, ist kein Trash, sondern eben einfach nur hingerotzter Müll.

Und der kann weg.

Ich musste das jetzt einfach mal spontan loswerden und meine Meinung zur momentanen Filmbranche kundtun, da mir das schon länger auf den Sack geht.

Oder sehe ich da irgendwas falsch? Was meint ihr dazu? Wie seht ihr die Entwicklung des Trash und des Films an sich?

Zockstock

AAAAAARGH! Das ist nicht nur das Geräusch, dass ich mache, wenn ich morgens aufstehe, sondern auch der Name einer weiblichen Bloggerin. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schrecklich ihre Kindheit mit dem Nachnamen gewesen sein muss. Ich kenne zwar Frau Arghs Vornamen nicht, aber ich vermute, sie heißt Landratten Argh und ist damit definitiv die einzig wahre Piratenbraut. Deshalb mag sie bestimmt auch Monkey Island so sehr.

Und damit sind wir auch beim eigentlichen Thema. Videospiele, oder wie ältere Semester es nennen: „Musst du eigentlich den ganzen Tag auf diesen Scheißbildschirm glotzen? Draußen scheint die Sonne.“ Worauf jüngere Semester antworten: „Mama, geh mir nicht aufn Sack. Ich muss dieses Raumschiff in die Sonne steuern, um eine Supernova auszulösen, die das ganze Universum auslöscht, damit Eltern ihre Kinder nicht mehr damit nerven können, dass sie draußen spielen sollen. Dafür gibt’s als Bonus sogar ein Archievement.“ „Sei nicht so frech zu deiner Mutter. Sonst stelle ich den Strom ab.“ „Mach doch. Spiele ich eben auf dem Handy weiter.“ „Das reicht! Du hast 1 Woche Hausarrest!“ „Gut. Könnt ihr mich in der Woche in Ruhe spielen lassen?“ Kindererziehung ist gar nicht mehr so einfach. Früher war es noch eine Strafe, wenn man nicht vor die Tür durfte. Heute ist es eine Belohnung, wenn man den Blagen das, von der Sonne ausgehende, Vitamin D entzieht. Die Straßen und Spielplätze sind wie leergefegt. Alle nur noch am zocken. Es ist so furchtbar.

Ich war übrigens genau so. Und deshalb bin ich geradezu prädestiniert, bei Frau Arghs Zockstock mitzumachen.

ZOCKSTOCK

Ich sollte allerdings vielleicht vorher erwähnen, dass meine großen Zockertage hinter mir liegen und das Ganze hier wohl etwas zum Retroflash verkommen wird. Aber wie wusste schon Felix Rick damals bei GIGA: „Retro rockt derbe!“

Was war dein aller erstes Computerspiel (Konsole o.ä. zählt auch)?

Wenn ich mich recht erinnere war es so, dass ich damals Anfang der 90er zusammen mit meiner Schwester ein SEGA Mega Drive geschenkt gekriegt habe. Inklusive einer Knaller-Spiele-Compilation mit dem Motorradracer Super Hang-On, bei dem ich immer gnadenlos gescheitert bin, dem Fußball-Hammer Italia World Cup ’90, bei dem ich immer 42-0 gewonnen habe, da man immer mit dem gleichen Spielzug definitiv ein Tor erzielte (Fun Fact: Ich habe bevorzugt mit Teams in gelben Trikots gespielt, weil die dann ein bisschen aussahen wie Woodstock von den Peanuts; wer das Spiel kennt, weiß was ich meine) und dem Tetris-Ableger Columns, das ganz okay, für das ich aber zu doof war (und das außerdem die grausamste Musik aller Zeiten hatte). Viel wichtiger war aber die zweite Cartridge (so hießen die Dinger, meine ich) namens Sonic The Hedgehog. Ab der ersten Minute fand ich Sonic einfach saugeil. Der blaue Igel war halt tausend Mal cooler, als der Scheißklempner der Konkurrenz. Seit dem bin ich Sonic Fan und habe unter Tränen den kompletten Abstieg in die Unwichtigkeit verfolgt. Wenn es eine Serie gibt, die den Sprung zu 3D besser nicht vollzogen hätte, dann war es Sonic. Es war alles so schlimm. Aber trotzdem ist er cooler als Mario.

In dem Zusammenhang kann ich auch mal kurz erwähnen, dass ich nie auch nur eine einzige Nintendo-Konsole besessen habe. Damals war ich voll im SEGA-Lager und da konnte sich Nintendo halt mal ficken. Zu der Zeit war man entweder SEGA- oder Nintendo-Fan. Beides ging nicht. Dafür wurde man mit GameBoys und Game Gears beworfen, bis man heulend nach Hause lief. Nach dem Untergang von SEGA bin ich auf die PlayStation umgestiegen. Nintendo war mir schon immer irgendwie zu brav.

Computer oder Konsole?

Ich war eigentlich immer Konsolenzocker. Ausnahmen sind eigentlich nur Adventures, die am PC halt besser spielbar sind. Da ich gerade die Lucas Arts Adventures alle mehrmals durchgezockt habe, alles andere aber auf Konsole spiele, hält es sich wohl die Waage.

Mario oder Sonic?

Ja, habt ihr denn nicht aufmerksam gelesen? Sonic. Scheiß auf den Klempner und seinen Kackbruder. Sonic war immer cooler und hatte auch immer den besseren Sidekick. Schließlich hat Tails 2 Schwänze. Wenn das nicht gut ist … okay, zugegeben, ich weiß nicht mal was mit einem anzufangen, aber 2 wären trotzdem cool.

Play Station oder Xbox?

Ich sagte ja bereits, dass ich nach der SEGA-Phase ins Sony-Lager gewechselt bin. Und ich habe es nie bereut. Konsolen unterscheiden sich zwar nicht mehr groß voneinander, aber es steht und fällt halt mit den Exklusivtiteln. Und da hat Sony einfach meilenweit die Nase vorn, mit Little Big Planet, Der Puppenspieler, Heavy Rain und Uncharted. Und was hat Microsoft? Halo Teil 42.

HEY! HINTER DIR! EIN DREIKÖPFIGER AFFE!

Macht nix. Der kämpft wie eine Kuh!

Übrigens hätte ich gerne einen dreiköpfigen Affen. Drei Köpfe sind fast so cool, wie 2 Schwänze. Was man mit der Kombination alles anstellen könnte. Ich glaube, Zaphod Beeblebrox wäre auch begeistert von der Idee.

Dein liebstes Computerspiel ever?

Ist natürlich ne etwas schwierige Frage, aber ich muss wohl Frau Argh zustimmen, dass Monkey Island 1 und 2 ganz weit oben stehen. Dürften auch die Spiele sein, die ich am häufigsten gespielt habe. Und jetzt kriege ich auch wieder richtig Bock drauf.

Aus jüngerer Vergangenheit fallen mir dann noch Heavy Rain, dass eine nie zuvor erlebte Spielerfahrung war, bei der ich allerdings verstehen kann, wenn sie nicht jedem zusagt, und Uncharted 2, dass ein unfassbar geiles Actionfeuerwerk abgebrannt hat, das wohl nicht mehr zu toppen ist, ein. Ich zocke es gerade noch mal mit meinem besten Kollegen durch, um für ihn die Platin zu holen. Dann habe ich es 4 mal durchgezockt. Das kann nur eine handvoll Spiele von sich behaupten.

Außerdem noch GTA Vice City + Stories. Die habe ich tatsächlich beide auf 100% gebracht. Hab also wohl einige Zeit mit den Spielen verbracht.

So kultig, dass man es gespielt haben muss, weil man dann noch der Nachwelt davon berichten kann?

Neben der Affeninsel, gibt es da ja ein Spiel, dass ich immer gerne mal in den Raum werfe, dass aber leider kaum jemand kennt: Nebulus. Da war man ein kleines Alien mit Schweineschnauze und musste ganz simpel in Jump’N’Run-Manier Türme hochklettern. Das geile daran war, dass es quasi 3D-Effekte hatte und die Türme sich gedreht haben; auf dem C64! Hat einfach Bock gemacht und war sauschwer, wie es sich für alte Spiele gehört. Nicht so, wie diese neuartige Scheiße, bei der dich das Spiel jede Sekunde an die Hand nimmt, damit du auch ja nicht zu oft verreckst. Man, wir sind damals 420000 Mal krepiert und haben immer wieder von vorne angefangen, bis wir das Arschlochgame gepackt haben. Hört auf zu flennen, ihr Memmen!

So scheisse schwer, dass ich’s nie geschafft habe und kurz davor war meine Konsole/meinen Rechner an zu zünden…

Okay, das ist ein schwacher Moment für mich, denn das Spiel, um das es hier geht, ist gar nicht mal so schwer. Die Rede ist von God Of War. Das war nämlich so: Das ganze Spiel war einfach cool und dann ging es aufs Ende zu. Kurz bevor der Endgegner kommt, muss man gegen Millionen Klone von sich selbst antreten und dabei darauf achten, dass irgendeine Tucke nicht verreckt. Das ging mir schon derbe aufn Sack. Ich hasse Beschützermissionen. Und dann kommt halt der Boss, bei dem ich erst mal nicht gerafft habe, was ich eigentlich machen muss. Und dann bin ich natürlich abgekackt. Und dann musste ich bei der verfickten Beschützermission wieder anfangen. Nach weiteren tausend Versuchen hab ich die dann endlich mal wieder geschafft, nur um dann wieder beim Endgegner abzunippeln. Das ging dann so ein paar Mal, bis ich irgendwann einfach gesagt habe: „FICK DICH SPIEL! FICK DICH KRATOS! UND FICK DICH DU VERFICKTE BITCH, DIE NICHT MAL AUF SICH SELBST AUFPASSEN KANN! VERFICKTE SCHEIßE!“ Ich habe nie wieder einen God Of War Teil gespielt.

Ähnlich war es übrigens bei Metal Gear Solid 2 beim Endboss. Nur hab ich das dann doch geschafft, nachdem ich festgestellt habe, dass ich mich einfach zu doof angestellt habe. Ganz zufrieden war ich mit dem Ergebnis aber trotzdem nicht. Der Plan war nämlich, das Spiel durchzuzocken, ohne jemanden zu töten, um die Trophäe dafür zu kriegen. Und was ist? Am Ende steht da, dass ich EINEN Gegner gekillt habe. Ich weiß nicht wo, ich weiß nicht wann, ich weiß nicht wieso, ich weiß nur, dass ich extrem angepisst war. MGS3 hab ich trotzdem gespielt und es war geil.

Mit dem (Ur)Game Boy verbinde ich…?

Grau.

Zocke ich gerade?

Neben dem erwähnten Uncharted 2 hin und wieder am Wochenende eigentlich nix so wirklich. Ich fange immer mal wieder Spiele an und verliere dann das Interesse. The Cave, Abes Odyssey und Batman Arkham Origins sind solche Beispiele, die angezockt auf meiner Festplatte vor sich hinsiechen. Das Zurück in die Zukunft Adventure von Telltale Games habe ich mir für dieses Jahr noch fest vorgenommen, aber da wird es wohl ähnlich enden. Ich habe einfach keine große Lust mehr auf Videospiele.

MMORPG – geil oder nur was für Nerds und Vollpfosten?

Da ich schon normale RPGs immer zum einpennen langweilig fand, sind MMORPGs für mich einfach mal überhaupt nicht von Interesse.

Generell geht es mir ja ziemlich auf die Eier, dass heute in fast jedem Spiel RPG-Elemente vorkommen, mit aufleveln und bla. Lasst doch den Scheiß mal weg. Das braucht doch keine Sau. Ich will zocken, nicht stundenlang in irgendwelchen Scheißmenüs rumsuchen, und nix raffen.

Online oder Offline

Offline. Ich habe genau zwei Spiele für ungefähr 10 Minuten online gespielt. Uncharted 2 und Uncharted 3, jeweils, um die 2 Online-Trophys zu holen, damit ich dann Platin habe. Ansonsten ist Online einfach kacke. Wenn ich mit Leuten zusammen spiele, will ich, dass die mit mir im Raum sitzen.

Bevorzugte “Sparte” (Action, Adventure, Sport, Strategie, usw.?)

Am liebsten spiele ich eindeutig Adventures. In erster Linie die bereits erwähnten Lucas Arts Klassiker, wie MonkeyIsland oder Day Of The Tentacle. Auch wenn sie mich hin und wieder mit den Rätseln in den Wahnsinn treiben, mag ich einfach den abgefahrenen Humor und auch das Rumknobeln.

Ansonsten darf es auch mal Action sein, aber nicht so ein Ego-Shooter-Dauerballer-Kram. Ich brauche da schon etwas Abwechslung, wie kleine Rätseleinlagen oder sowas. Uncharted und die Batman-Spiele haben da ne ganz gute Mischung.

ICH BIN DER SCHWERTMEISTER!!! (oder doch nicht?)

Eher nicht. Ich bin Fernkämpfer. Aber auch nicht zu fern. Es ist irgendwie witzig. In Uncharted zum Beispiel kann ich mit der normalen Handwaffe einen Gegner auf 100 Meter mit nem Kopfschuss erledigen. Aber mit dem Scharfschützengewehr treffe ich kein Scheunentor. Bemerkenswert, ich weiß.

Zockt ihr auf dem smarten Phone/Tablet – wenn ja, was?

Eigentlich haben mich Mobile Games nie interessiert, bis ich dann Anfang des Jahres völlig kaputt war und tagelang nur im Bett lag. Auf der Suche nach einem Zeitvertreib stieß ich dann auf Simpsons Tapped Out, das ich seitdem ziemlich suchte. Macht irgendwie Bock, die gelben Figuren auf Jobs zu schicken, der Humor lehnt sich eher an die Hochzeit der Serie an und die Events sind zum Teil gut inszeniert. Ich muss mich nur manchmal zurückhalten, nicht mein ganzes Geld in das Spiel zu pumpen, um mir Dinge leisten zu können, für die es gerade eben nicht reicht. Ich meine, jede Stadt braucht doch ganz dringend ein Stahlwerk, in dem nachts Homosexuelle abtanzen, oder? Dafür kann man dann schon mal nen Euro ausgeben …

 

Nominierungen gibts bei diesem Stock nicht, aber wer Bock hat, darf sich gerne die Fragen schnappen und beantworten. Frau Landratten Argh schickt euch dafür sicher keinen dreiköpfigen Affen auf den Hals.

Media Monday #212

Es gibt ja so Tage, die braucht einfach keine Sau. Die Weihnachtsfeiertage zum Beispiel. Wobei man da immerhin frei hat, also haben die zumindest ne generelle Daseinsberechtigung. Oder Totensonntag. Da ist man doch immer wieder enttäuscht, dass da keine Zombies aus ihren Gräbern steigen und es nur ein ganz normaler Sonntag, wie jeder andere, ist. Und dann gibt es da noch den überflüssigsten Tag von allen: Montag. Jedes Mal wieder das Grauen. Und dann gibt es davon auch noch so viele. Offensichtlich bisher mindestens 212, wie uns der Media Monday lehrt. Und ich fürchte, es werden noch weitere Montage folgen. Aber überstehen wir erst mal diesen hier …

 

1. The Fall hätte man kaum besser drehen können, schließlich ist der Film schon fast ein Kunstwerk, mit seinen bunten Bildern und farbenfrohen Kostümen und der märchenhaften Geschichte und dem ganzen anderen Bla, den Kunstbanausen wie ich, eigentlich absolut scheiße finden. Aber in dem Streifen funktionierts einwandfrei.

2. Die Vorzüge von reinen Procedurals mit Fall der Woche gegenüber den Serials mit fortlaufender Handlung ist absolut, ganz und gar, komplett non-existent. Gerade die Möglichkeit, die lange Laufzeit einer Serie zum Erzählen einer Story zu nutzen, macht doch den Reiz von Serien aus. Okay, bei irgendwelchen hingerotzten Comedys brauch ich das nicht unbedingt, aber die laufen bei mir eh nur mal so nebenbei, ohne dass ich wirklich hingucke. Ansonsten will ich Story und keine 45-Minuten-Crime-Pisse wo der, vom Sonnenbrillenermittlerarsch überführte, Mörder sowieso immer der Scheißgärtner ist.

3. Peter Jacksons Herr der Ringe Trilogie ist regelrecht episch, denn da wurde noch mit echter Handarbeit richtig geiler Scheiß auf die Leinwand gezaubert. Und dann kam der Hobbit-CGI-Overkill-Kindergartenhumor-fickt-euch-alle-ich-hab-hier-eh-keinen-Bock-drauf-Mittelfinger von Jackson an alle, die die HdR Filme so geil fanden. So kann man seine Reputation auch zerstören. Glückwunsch, Mister Jackson, sie sind im Zeitalter der hingerotzten Scheißfilme-Blockbuster-Kacke ohne Sinn, Verstand und Unterhaltungswert angekommen.

Ist eigentlich schon ein Herr der Ringe Remake geplant? Wird ja langsam Zeit. Ist ja schon ein paar Jahre her und hat eindeutig zu wenige billige Kackeffekte.

4. Breaking Bad könnte ich mir ja immer wieder ansehen, doch ich muss ja zwischendurch auch mal was anderes gucken. Mache ich zwar irgendwie auch selten, aber zumindest der Wille ist da. Habt ihr eigentlich auch das Gefühl, dass in letzter Zeit nur noch Scheißserien rauskommen? Vor einigen Jahren habe ich da definitiv mehr geguckt, als heute. Irgendwie gibt es da ein kleines Tief in den letzten Jahren. Liegt aber vielleicht auch daran, dass einfach meine Interessengebiete nicht so richtig abgedeckt werden. Ich warte immer noch auf die erste Lesbenporno-Serie.

5. Allein [durch] die Dialoge sind die Filme von Quentin Tarantino immer wieder absolute Unterhaltung. Kaum jemand (wenn überhaupt einer) schafft es, seine Charaktere so unterhaltsam, über völlig belanglosen Scheiß labern zu lassen. Viele haben es versucht, niemand hat es geschafft. Wobei ich sagen muss, dass in den letzten Filmen die Sinnlos-Dialoge etwas abgenommen zu haben scheinen, was aber vielleicht auch den Settings geschuldet ist, in denen die letzten Filme stattfanden. Großartig sind sie aber natürlich trotzdem.

6. Damit Filmmusik mir so richtig gut gefällt, muss sie zum Film passen. Ich weiß, nicht die spektakulärste Antwort, aber was will man dazu sonst sagen? Erinnert ihr euch zum Beispiel noch an diese Songs, die so unfassbar gut zu den jeweiligen Filmen passen? Hach, das waren noch Zeiten. Da wurde Musik in Filmen noch groß geschrieben. Und jetzt? Nervt Hans Zimmer uns mit dem immer gleichen Score.

Übrigens bin ich sehr gespannt auf den Score von Ennio Morricone zu Tarantinos Hateful Eight. Das könnte mal wieder richtig gut werden.

7. Zuletzt habe ich das ganze Wochenende genutzt um vor mich hin zu prokrastinieren und das war ein voller Erfolg , weil ich absolut nichts geschafft habe, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Ich bin da echt ein absoluter Profi. Nur, dass ich mich hinterher immer ärgere, dass ich mal wieder nix auf die Reihe gekriegt habe, muss ich noch irgendwie ablegen.

Bücher-Todsündentag

Die 7 ist ja eine Zahl, die häufig verwendet wird, um klar zu machen, dass alles Scheiße ist. Wir kennen ja alle die Story: 7 Zwerge müssen über 7 Brücken gehen, um die 7 Weltwunder zu finden, wofür sie eine Woche (7 Tage) Zeit haben, da sich sonst die 7 Siegel der Hölle öffnen und 7 Dämonen die Erde heimsuchen und alles und jeden 7 Stunden lang vergewaltigen. Oder so ähnlich. Hab die Geschichte von Schneewittchen nicht mehr ganz im Kopf.

Viel interessanter ist aber ohnehin der Film Sieben, in dem sich alles um die 7 Todsünden dreht. Einzige Erkenntnis des Films ist zwar, dass wir alle zur Hölle fahren werden, aber der Film ist trotzdem großartig.

Jedenfalls geht es auch heute um die 7 Todsünden, aber in Papierform. Denn, wie die liebe Frau Of Arts richtig erkannt hat, schreibe ich in seltenen Fällen hier auch mal was über Bücher. Deshalb hat sie mich mit dem Todsünden-Bloggeäst beworfen und ich werde selbstverständlich antworten, sofern es mir möglich ist:

HABGIER

Welches war dein günstigstes Buch?

Das ist etwas schwierig, da ich die meisten Bücher, die ich besitze mir schenken lasse, oder günstig im Angebot kaufe (meistens gebraucht). Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es einer der Scheibenwelt-Romane ist. Da gibt es die ersten ja schon sehr günstig für ein paar Euro.

Welches war dein teuerstes Buch?

Gleiches Problem. Ich schätze mal, einer meiner Schreibratgeber. Die kosten hin und wieder schon mal etwas mehr.

ZORN

Für welches Buch empfindest du Liebe und Hass zugleich?

Als großer Fan von „Per Anhalter durch die Galaxis“ fällt mir da als erstes diese Reihe ein. Um genau zu sein, alles ab „Machts gut und danke für den Fisch“. Während die ersten drei Bücher absolut fantastischer Schwachsinn waren, ging es ab Teil 4 doch rapide bergab. Es war zwar immer wieder schön, die Charaktere wiederzutreffen, aber die Geschichten wurden einfach immer schlechter. Tiefpunkt dürfte wohl Band 5 sein, der zudem noch einen total dämlichen deutschen Titel mit „Einmal Rupert und zurück“ hat. Warum das Teil nicht einfach „Größtenteils Harmlos“ heißt, wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben. Der Abschluss „… und übrigens noch was“ war zwar etwas besser, kam aber ja leider nicht mehr von Douglas Adams selber. Ich lese die Reihe immer wieder gerne, aber ab der Hälfte geht dem ganzen einfach stark die Luft aus.

Welches Buch war am schwierigsten zu bekommen?

Muss ich passen. Habe bisher immer alles gefunden. Manchmal warte ich nur ewig, bis der Preis mal sinkt.

VÖLLEREI

Welches Buch macht dich hungrig?

Ich würde ja jetzt sagen: Kochbücher. Aber der Gag ist mir zu billig.

Deshalb sage ich: Rute + Rolle, das Anglermagazin. Denn ich hasse Fisch. Immer wenn es irgendwo Fisch gibt, suche ich nach was anderem zu essen. Meistens finde ich dann nichts und bin erst recht hungrig. Anglermagazine sollten verboten werden.

TRÄGHEIT

Welches Buch ignorierst du zu lesen weil du zu faul bist?

Zu faul, ist ja so ne Sache. Es gibt eine Trazillion an Büchern. Da hab ich dann keinen Bock, mich durch irgendwelchen anstrengenden Quark zu quälen. Ich habe mir aber eigentlich mal vorgenommen, „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace noch mal irgendwann zu versuchen. Der erste Versuch scheiterte daran, dass mir das einfach zu langweilig war. Ich fürchte, Versuch 2 wird auch so enden. Vor allem ist das Buch lang. Seeeehr laaaaang. Es sollte Unendliche Qual heißen, aber das hätte sich wohl nicht so gut vermarkten lassen.

Welches Buch hat dein Leben beeinflusst?

Puh, schwierige Sache. Also wenn man es genau nimmt, sind es eher die Schreibstile von Autoren wie Douglas Adams und Terry Pratchett, die mich zumindest dazu gebracht haben, selber zu schreiben. Also zumindest etwas Einfluss.

WOLLLUST

Welches Buch hat den attraktivsten Helden?

Traurig aber wahr: Mir fällt gerade kein Buch ein, das eine weibliche Protagonistin hätte, das ich gelesen habe. Ich glaube, ich nehme einfach „Gott bewahre“ von John Niven. Denn Hippie-Jesus ist cool. Attraktiv … weiß ich nicht.

NEID

Welches Buch würdest du am liebsten geschenkt bekommen?

„Zum Traumkörper durch Selbstbefriedigung“. Quasi das Kamasutra für alle Dauersingles wie mich. Würde mir extrem weiterhelfen, in allen Lebenslagen. Leider gibts so ein Buch wohl nicht.

HOCHMUT

Gibts hier offensichtlich nicht. Aber ich bin ja so unfassbar davon überzeugt, dass ich ein großer Schriftsteller werde, dass ich damit nur mal wieder so richtig auf die Fresse fallen kann. Denn Hochmut kommt vor dem Fall. Zum Glück war das alles gelogen. Ich weiß sowieso, dass ich scheitern werde. Das nennt sich wohl Tiefmut, oder so.

Ich werde mal wieder darauf verzichten, hier einzelne Leute mit Holz zu beschmeißen, weil ich sowieso nie weiß, wer schon mal dran war. Ich werfe einfach blind mit Stöcken um mich und wer Bock hat kann ja einen aufheben und den Spaß hier auf seinem Blog beantworten.

Liebster Award Never Dies – (Mehr oder weniger) intelligente Antworten auf interessante Fragen #8

Es scheint, als würde diese ganze Awarderei gar kein Ende mehr nehmen. Aber das schöne daran: Man kann Rekorde aufstellen, die absolut keine Sau interessieren. Zum Beispiel hat mich Franzi bereits zum dritten Mal nominiert. Dafür könnte man ihr natürlich jetzt einen Preis verleihen. Oder man könnte sich starke Sorgen um ihren geistigen Zustand machen, wenn sie ausgerechnet den Schwachsinn, den ich hier von mir gebe, so toll findet. Ich für meinen Teil kann nur sagen: Ich finds gut. Scheinbar habe ich nicht als einziger hier komplett einen an der Waffel. Partner im Geiste quasi.

1. Was war der surrealste Moment in deinem Leben?

Wie kommt es eigentlich, dass mir zu der ersten Frage bei diesen Dingern nie was einfällt? Ist doch irgendwie surreal.

2. Worüber ärgerst du dich bei dir selbst am meisten?

Mein unfassbar mangelndes Selbstbewusstsein, wenn es darum geht, Mädchen anzusprechen. Ich kann ja tatsächlich ununterbrochen Scheiße am Fließband labern, aber sobald es darum geht, mit einem hübschen Mädchen (selbst wenn das Mädchen sogar Interesse an mir zu zeigen scheint) zu sprechen und vielleicht sowas wie ein Date in die Wege zu leiten, bin ich überforderter, als ein armloser beim Armdrücker-Contest. Ich bin dafür einfach zu doof. Konnte ich nie. werde ich nie können. Vielleicht tätowiere ich mir einfach „Ewiger Single“ auf die Stirn. Dann kann ich solche Situationen vielleicht komplett umgehen.

3. Was willst du dieses Jahr unbedingt noch realisieren?

Gesund werden. Langweilig, ich weiß. Okay, dann halt noch, meinen zweiten Roman schreiben. Aber das hat nicht unbedingt Priorität momentan. Komme da auch nicht wirklich voran. Bin einfach zu unmotiviert.

4. Glaubst du, dass Liebe immer mehr zu einem trivialen Wort verkommt? Wo findest du Liebe in deinem Leben? Oder ist das alles nur verlogene Propaganda?

War Liebe jemals nicht trivial? Ist doch alles nur Gelaber. Ich liebe dies, ich liebe das, ich liebe dich. Ach, fick doch den Scheiß. Weiß überhaupt jemand, was Liebe ist? Ist es überhaupt mehr, als eine menschliche Erfindung, um das Blumengeschäft anzukurbeln? Und kommt am Ende bei Liebe nicht sowieso immer nur Scheiße bei rum? Trennung, Verlust, Tod, Alkoholismus, Drogensumpf, Nutten … Da kann man sich den Scheiß auch gleich sparen. Aber ich bin da auch kein Experte und sicher nicht der richtige Ansprechpartner. Schließlich ist mir Liebe nie wirklich passiert.

5. Wärst du gern in einer anderen Zeit geboren?

Um ehrlich zu sein nicht. Klar, es gab ganz coole Zeiten. Allen voran hätte ich ja gerne die 60er/70er erlebt. Aber wirklich bewusst erlebt hätte ich die eh nicht und wahrscheinlich wäre ich dem Club 27 beigetreten, also ist es wohl gut so, dass ich nicht dabei war. Aber wir leben in einer Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten. Man kann quasi alles erreichen. Ich zwar nicht, weil ich zu doof bin, aber mir reicht es erst mal, dass es theoretisch machbar wäre.

6. Warum bist DU besser als Bono?

Vielleicht, weil ich nicht so ein unfassbar nerviger Weltverbesserer bin. Ich mag ja sogar ein paar Songs von U2, aber wenn ich Bono sehe, wie er scheinbar mal wieder die Last der ganzen Welt auf den Schultern trägt, krieg ich Komplexe. Macht der eigentlich was anderes, außer Schnulzen zu schreiben und Scheiße zu labern, mit denen er jedem auf den Sack geht?

7. Warum ist Mike Patton Gott? (Und warum steht er auf Italienerinnen und nicht auf mich?)

Ich glaube nicht an Gott, aber es ist schon interessant zu wissen, dass er offenbar gerne italienische Pfirsiche vernascht. Liegt das wohl daran, dass da auch der Papst in der Nähe wohnt und den ganzen Tag kleine Kinder vergewaltigt?

8. Gibt es eigentlich irgendwen, der sein Leben auf die Reihe bekommt? Wie?

Da fragst du den falschen. Ich kann dir aber ganz genau sagen, wie es nicht geht: Du wirst geboren. Punkt.

Na gut, ich gehe noch etwas ins Detail. Du bist ein fauler Sack, der lieber säuft, statt sich um Schule, Ausbildung oder ähnliches zu kümmern. Nach einiger Zeit, in der du arbeitslos weiter gesoffen hast, bis deine Bierwampe dich daran hindert, eine Kiste Bier vom Boden hochzuheben, weil sie unter dem Fettpolster hängen bleibt. Egal, säuft man eben Schnaps. Da muss man immer nur ne Flasche tragen. Nachdem man sein Leben so gefristet hat, inzwischen immerhin einen Job gefunden hat, bei dem man nen Scheiß verdient, sein Dasein im Haus des Vaters fristet, weil man sich keine eigene Wohnung leisten kann, zu doof ist, mit Mädchen zu sprechen, und generell nix auf die Reihe kriegt, stellt man dann irgendwann fest, dass man was ändern muss. Das ist Phase 1 des Scheiterns im Leben. Zu Phase 2, die aus einem 50 Jahre Plan besteht, kann ich noch nicht viel sagen. Vielleicht kann ich nach Erfahrung dieser Phase die Frage sogar mit Ja beantworten. Ich halte es aber für sehr unwahrscheinlich. Prost.

9. Für was würdest du dich ernsthaft prügeln?

Ich prügel mich nie. Ich wurde immer nur verprügelt. Worum es dabei ging, kann ich nicht sagen. Ich schätze mal, es war etwas unfassbar Wichtiges, wie Frauen, Alkohol, oder der falsche Fußballverein.

10. In welchem Moment warst du stolz auf dich?

Das kam bisher genau zwei Mal vor.

Das zweite Mal ist noch gar nicht so lange her. Da habe ich einen Roman zu Ende geschrieben. Ein sich ewig hinziehendes Projekt. Als ich dann endlich eine tatsächlich lesbare Version fertig gestellt hatte, war ich erstens erleichtert, und zweitens unfassbar stolz, einfach wegen der Feststellung, dass ich so ein Projekt wirklich beenden kann.

Das erste Mal war, als ich in der Mathearbeit eine 1 geschrieben habe. Das war die einzige 1, die ich jemals hingekriegt habe.

Die nächste Arbeit war ne 6. Muss sich wohl alles ausgleichen. Hab das Jahr wiederholt. War nicht das einzige Mal. Mathe ist fürn Arsch. Aber nach meinen Berechnungen bin ich jetzt am Ende dieses Spaßes, der euch mal wieder viel zu Tiefe Einblicke in meine geläuterte Seele offenbart hat.

Media Monday #210

Da gerade das Wetter umschlägt und tatsächlich mal ein frischer Wind durchs Fenster weht, konnte ich mich heute aufraffen und unterbreche die Nicht-Sommerpause mal für den Media Monay.

 

1. Der gewiefteste Verbrecher Megan Fox, denn offenbar hat sie irgendeinen illegalen Deal am laufen. Anders ist jedenfalls nicht rational zu erklären, das jemand so viel Geld verdient, obwohl sie so unfassbar scheiße in allen Belangen ist.

2. Lost konnte mich als Serie vom ersten Moment an begeistern, weil mysteriöse Insel, gute Charaktere und einfach ein tolles Setting. Die Serie hatte zwar durchaus Durchhänger, insgesamt finde ich sie aber immer noch fantastisch.

3. Das Terminator-Franchise ist im Arsch. Ich muss ja gestehen, dass ich Salvation gar nicht mal so scheiße fand, wie er oft gemacht wird. Aber der neue kann doch einfach nur Müll sein, alleine schon, weil es wohl ein Reboot ist. Das braucht doch einfach keine Sau.

4. Das Wetter der letzten Woche lädt geradezu dazu ein, einfach mal wirklich gar nix zu machen. Und das habe ich auch komplett durchgezogen. Nicht gearbeitet, nicht ein Wort geschrieben, einfach nur rumgegammelt. Musste halt einfach mal sein und bei der Hitze ist es eh nicht anders möglich für mich. Ich hasse alles über 20 Grad Celsius.

5. Mein Buchtipp für die heißen Tage ist The Gates von John Connolly, denn das habe ich die Woche angefangen, und bin in 5 Tagen bis Seite 3 oder so gekommen. Dann wars mir zu warm zum lesen. Aber die ersten Seiten lasen sich schon mal gut.

6. Mad Max Fury Road war wohl eine der größten Überraschungen in 2015, schließlich quatschen alle immer noch davon und gehen mir damit aufn Sack, obwohl jeder weiß, dass ich ihn nicht gesehen habe. Aber bald kommt ja bestimmt die BluRay und dann kann ich endlich mitreden. Wahrscheinlich genau zu dem Zeitpunkt, an dem alle anderen über was neues labern.

7. Zuletzt habe ich die Lethal Weapon Reihe nach langer Zeit mal wieder gesehen und das war pure Unterhaltung , weil die Filme einfach gute Actioner sind. Gibt zwar Höhen und Tiefen, aber unterhaltsam sind sie alle. Seit dem überlege ich, ob ich nicht sparen soll, um mir einen Saxophonspieler zu mieten, der mich den ganzen Tag verfolgt, und immer wenn ich was cooles mache, nen smoothen Blues anstimmt.

Liebster Award Is Running Wild – (Mehr oder weniger) interessante Antworten auf intelligente Fragen #7

Ganz überraschend wurde ich mal wieder nominiert. Um ehrlich zu sein, wusste ich gar nicht, dass der Award hier immer noch durch die Blogsphäre schwirrt. Nun gut, Die Poe, oder Pö, was mich übrigens völlig irritiert, denn ich habe Poe nie als Pö gelesen, sondern als Poe, im Sinne von „Ist die wohl verwandt mit Edgar Allan Poe?“ Aber wie sich mittlerweile herausgestellt hat, ist die Poe nicht mit Poe verwandt. Und da drängt sich mir die Frage auf, ist die Pö stattdessen vielleicht mit Eckhart Albrecht Pö verwandt, dem Verfasser so großartiger Werke wie: „Der Kranich (The Craven)“, „Der verräterische Terz (The Tell-Tale Tart)“ und natürlich „Der Untergang des Hauses Arschhaar (The Fall Of The House Of Usher)“ …

Wie auch immer. Jedenfalls hat mich die liebe Pö nominiert und ich darf jetzt hier ein paar Fragen beantworten. Mache ich natürlich gerne. Da dieser Award aber wohl schon jeden gefühlt zweiundvierzig Mal erreicht hat, verzichte ich auf weitere Nominierungen. Irgendwann muss das einfach mal ein Ende nehmen. Versteht ihr! Ich ertrage das alles nicht mehr! Hört ihr! HÖRT IHR! ES REICHT! ICH KANN NICHT MEHR! AAAAAAHHHHHH!

Zu dramatisch? Na gut, kommen wir einfach zu den Fragen.

liebster

1. Als allererstes mal Eigenwerbung. Bei Herba und meinem Bloprojekt Mach was! ist das derzeitige Thema: Mach was mit Deiner Lieblingsstadt. Welche ist Deine Lieblingsstadt und warum? Oder hast Du keine?

Na das fängt ja gut an. Hier muss ich passen. Ich habe keine Lieblingsstadt, was unter anderem wohl auch daran liegen könnte, dass ich nicht viel rumkomme. Und wenn ich mal irgendwo war, war ich so besoffen, dass mir die Stadt scheißegal war. Das Bier schmeckt überall gleich.

2. Wenn MEGAN FOX mal eine Autobiographie schreibt, lese ich sie sofort!!!

Schließlich würde ich zu gerne wissen, was im Leben verkehrt laufen muss, damit man so eine unglaublich untalentierte, überbewertete, humorlose und beängstigend geisteskranke Tussi zu werden, die aus irgendeinem Grund jeder geil findet. Außerdem wäre bestimmt auch das Vorwort von Michael Bay höchst interessant. Hier ein möglicher Auszug: „Boom! Bam! Boom! Bang! Bang! Watch my new Movie Transturtles about crossdressing amphibians starring Megan Fox.“

3. Welches Gericht kannst Du gut kochen?

Nudeln. Zumindest manchmal. Aber ich habs auch schon mal geschafft, das zu verkacken. Ein großer Koch ist an mir nicht verloren gegangen. In seltenen Fällen schaffe ich es immerhin, mir ein Brot zu schmieren, ohne mir dabei in den Finger zu schneiden. Ich werte das als großen Erfolg.

4. Hast Du schonmal an Guerilla-Projekten teilgenommen (Guerilla-Gardening, Knitting oder was es sonst noch gibt)?

Was zur Hölle ist bitte Guerilla-Gardening? Klingt irgendwie nach Tatort Gartenzaun.

Um die Frage zu beantworten: Nö!

5. Twitter, Instagram, Facebook…. welche Social-Media-Plattform macht Dir am meisten Spaß/benutzt Du am häufigsten (ausserhalb der Blog-Welt)?

Als erstes angemeldet habe ich mich damals auf Wer kennt wen. Kennt das noch jemand? War ziemlicher Müll und ich war ungefähr 2 mal drauf. Danach folgte Facebook, aber auch da habe ich eigentlich nie wirklich viel gemacht. Eigentlich nutze ich das nur, um auf dem laufenden zu bleiben, was so in der Umgebung abgeht und wo was los ist. Für mehr ist der Scheiß ja eh nicht mehr zu gebrauchen, weil man ohne seine Posts zu bewerben, sowieso keine Sau mehr erreicht. Facebook ist halt nix weiter, als ne Gelddruckmaschine, bei der auf die Kunden komplett geschissen wird. Also fick den Kackladen.

Am aktivsten bin ich defintiv auf Twitter. Ich mag diese kurze Knappheit, mit der man mal eben seine Gedanken runtertippen kann. Außerdem entstehen bei Twitter im Gegensatz zu den ganzen anderen Plattformen auch mal interessante Diskussionen über Filme. Wer mich also auf Twitter stalken will: @filmschrott

Aber Warnung: Eigentlich schreibe ich da auch nur Schwachsinn.

6. Das schönste Liebespaar in der Serienlandschaft?

Ich bin ja kein großer Fan von diesem ständigen Geschnulze, dass in jeder Geschichte vorkommen muss. Nach langem überlegen und durchgucken aller Serien, die ich im Regal stehen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das beste Liebespaar Kermit und Miss Piggy aus der Muppet Show sind, denn die schnulzen nicht dauernd rum, sondern gehen sich nur gegenseitig auf den Sack. Eine Liebesgeschichte, wie im wahren Leben.

7. Und die besten Besten-Freunde?

Troy And Abed In The Mooooorning!

8. Was ist das erste Lied, an das Du beim Stichwort „Sonne“ denkst?

„Alle warten auf das Licht,

fürchtet euch, fürchtet euch nicht …“

Ja, der Heino hats schon drauf, ne?

9. Was findet man IMMER in Deinem Kühlschrank?

Gähnende Leere. Und wahrscheinlich ein weit über dem Verfallsdatum liegendes Stück Wurst. Denn hab ich Wurst, ist mir alles andere Wurst. Gott, war der schlecht. Selbst für meine Verhältnisse.

10. Welchen Comedian oder Satiriker findest Du witzig?

Ich beschäftige mich zwar schon lange nicht mehr wirklich damit, aber früher mochte ich Michael Mittermeier ganz gerne. Als ich aber letztens ein neueres Programm gesehen habe, fand ich das einfach nur erschreckend schlecht.

Wen ich mir hin und wieder ganz gerne angucke, ist Louis C.K. Aber ich würde jetzt auch nicht zu nem Liveauftritt rennen, wenn er nach Deutschland käme. Ein anderer fällt mir aber gerade nicht wirklich ein.

11. Traumvorstellung: Welche Bands gehören zu einem perfekten Festival-Line-Up (egal, ob lebend oder tot oder als Band nicht mehr zusammen)?

Das ist recht einfach. Nur Tote und Totgesagte.

Led Zeppelin steht ganz vorne, weil geilste Band aller Zeiten.

Jimi Hendrix mal live auf der Gitarre schreddeln sehen, wäre extrem cool.

The Doors in Urbesetzung mit einem völlig zugedröhnten Jim Morrison, alleine weil das mit Sicherheit jedes Mal ein einmaliges Erlebnis war. Bei deren Konzerten wusste man nie, was passiert und ob es länger als 5 Minuten dauert.

Und natürlich Queen mit Freddie Mercury. Am liebsten in der Pre-Rock-Pop-Ära. Also Queen der 70er. Danach waren sie zwar immer noch gut, aber die geilste Scheiße hatten sie bis dahin bereits rausgehauen.

Zum Abschluss performen sie dann den besten Song aller Zeiten Bohemian Rhapsody und ich kann glücklich nach Hause gehen. Oder höchstwahrscheinlich aufgrund von zu großem Alkoholkonsum getragen werden. Oder man lässt mich einfach da liegen. Ist auch scheißegal, denn danach könnte ich reuelos abtreten. Und außerdem: „Who Wants To Live Forever …“