Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Kein Schrott

Mal aktuell: Prison Break Season 05 Episode 04

Zuletzt hatte man ja sogar mal sowas wie Spannung aufgebaut. Mal schauen, wie man das diese Woche wieder zerstört.

The Prisoner’s Dilemma

Seife aufheben oder liegen lassen? Wird es um dieses Dilemma gehen, dem sich jeder im Knast irgendwann stellen muss, oder ist mit dem Titel etwas anderes gemeint?

Das Gefängnis steht kurz davor, von Terroristen überrannt zu werden, die natürlich mit dem Typen sympathisieren, den Michael letzte Woche mit der Uhr verarscht hat. Also muss Michael langsam mal abhauen. Allerdings sitzen er und seine Kumpel und der Uhrenarsch in Einzelzellen irgendwo im Keller rum. Natürlich hat er einen Plan, der aber in der Zelle des Terroristen anfängt und der hat keinen Bock mehr auf Scofield und seinen Scheiß.

T-Bag besucht Kellerman und will endlich wissen, wer die großen Drahtzieher sind. Knepper ist dabei natürlich mal wieder absolut großartig. Kellerman erzählt dann ein bisschen Verschwörungskram, der mich mal wieder nur nervt und dann kommen die Killer von Poseidon und erschießen ihn. T-Bag ruft dann mal schnell die Bullen und folgt dann den Poseidon Killern, die sich natürlich im Megatwist mit Saras Mann treffen.

Lincoln macht Nägel mit Köpfen und fährt zum Knast, um Michael zu befreien. Da muss er dann den Typen mit dem Schlüssel jagen, der alle anderen eingeschlossen hat, der dann von ISIS auf der Straße erschossen wird und es ist einfach nur komplett schwachsinnig was hier passiert. Dazu kommt dann ein Aufstand und irgendjemand will Kaniel Otis (also Michael) killen.

Der kann dann den Terroristen doch überreden mitzumachen und der Megaplan besteht daraus, dass der seine Zelle auseinandernimmt, mit der Hilfe von Utensilien, die Michael irgendwann schon mal vorsichtshalber da versteckt hat. Es ist sowas von todlangweilig, wenn man diese ganze Vorbereitung einfach überspringt.

Link kommt gerade im Knast an, als Michael und Co. über die Mauer hüpfen. Michael gibt dem Koreaner aus seiner Zelle dann bei der Flucht einen Zettel und sägt ihn vom Rest der Truppe ab. Aber natürlich verarscht auch Terrortheo den Rest der Truppe und will sie killen. Aber rein zufällig kommt Link im richtigen Moment um die Ecke gelatscht und schnappt sich eine Waffe und will alle umnieten. Dazu kommt es dann auch, weil Michaels Homofreund Terrortheo absticht und alles drunter und drüber geht. Dann Flucht und ISIS erklärt, dass der Jemen abgefackelt wird, wenn sie sich nicht stellen, oder so.

Okay, ich sehe schon, dass hier der Punkt erreicht ist, wo das Ganze für mich ganz extrem den Bach runter gehen wird. Im Knast ist nix mehr los, also ist es nicht mehr Prison Break und wir kommen zum Twist-WTF-SchmeißallenSinnundVerstandandieWand-Overkill. Das wird jetzt noch anstrengend, fürchte ich.

Mal aktuell: Lights Out

Wirklich viel gibt es zum heutigen Film gar nicht zu sagen. Schließlich ist es einer dieser typischen Horrorfilme mit einem Monster, das es halt zu erledigen gilt. Aber ein paar Sätze will ich dann doch dazu schreiben.

LIGHTS OUT – USA – 2016 – 81 Min.

Wie wohl mittlerweile jeder weiß, basiert der Film auf einem Kurzfilm des gleichen Regisseurs, der vor 3 Jahren im Netz rauf und runter lief. Die interessanteste Frage für mich war hier eigentlich, ob es gelingt, diese Idee auch über Spielfilmlänge aufrechtzuerhalten.

Das gelingt tatsächlich ganz gut. Etwas Zeit geht natürlich dafür drauf, die übliche Hintergrundgeschichte aufzudecken. Die ist nicht sonderlich originell und führt zudem dann auch noch zum leider recht lahmen Ende. Da fehlte mir zum Schluss einfach noch ein guter Kniff, um mich wirklich vollends von der Geschichte zu überzeugen. Aber gut, von einem Horrorfilm sollte man mehr wohl auch nicht erwarten.

Was der Film ganz gut macht, ist das Spiel mit dem Licht aus/Licht an-Gedanken, auf dem die ganze Idee nun mal beruht. Besonders gut hat mir gefallen, wie das Monster immer wieder verschwindet, wenn ein Schuss aus einer Pistole auf sie abgefeuert wird, weil es ja für den Bruchteil einer Sekunde hell wird. So richtig hat diese ganze Geschichte am Ende aber leider keine Bewandnis mehr. Soll heißen, die Bezwingung des Monsters hängt nicht im Geringsten davon ab, ob es nun hell oder dunkel, oder was auch immer ist.

Was man leider überhaupt nicht macht – und was ich mir hier ehrlich gesagt erwartet hatte – ist mit der Idee zu spielen, ob da überhaupt wirklich ein Monster in der Dunkelheit lauert, oder nicht. In der ersten Szene des Films lässt man diese Herangehensweise mal kurz aufblitzen, wirft das dann aber direkt über Bord. Der Rest sind dann größtenteils Jumpscares. Dazu muss man aber auch sagen, dass sich ein Monster wie dieses halt ohne Jumpscares kaum bis gar nicht umsetzen lässt.

Gruselig wurde es dadurch aber nun mal auch nie so richtig. Echte Horroratmosphäre kommt nie auf.Liegt aber wohl auch daran, dass ich das alles so schon tausend Mal gesehen habe.

Am Ende bleibt halt ein kurzweiliger Horrorschinken, der nicht wirklich schlecht ist, aber leider auch einiges an Potenzial liegen lässt. Kann man sich aber durchaus mal angucken.

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 06 Episode 10

Finale! Oho! Finale! Ohohoho! Scheißlied, weg damit.

Die letzte Folge dieser Staffel steht an und was soll ich sagen … ich bin nicht so richtig heiß drauf. Nachdem sich die Serie zuletzt doch sehr schlecht entwickelt hat wenn man mich fragt, mit ihren vorhersehbaren Ereignissen (Schlacht um Winterfell) und komplett dämlichen Handlungssträngen (Braavos und Dorne) und zum Teil komplett verhunzten Charakteren (Daenerys), hoffe ich eigentlich nur noch, dass man es mit der letzten Folge nicht noch schlimmer macht und mir dadurch nicht jegliche Vorfreude auf die nächste Staffel nimmt.

Denn mal ehrlich: Irgendwie ist das lange ungeduldige Warten zwischen den Staffeln auch ein wichtiger Aspekt einer guten Serie.

The Winds Of Winter

Ich könnte niemals König sein. Wie lange der wohl in der Garderobe rumstehen muss, bis ihn seine Zofen angezogen haben, mit all dem Wams und Kram und Bling Bling und Klimbim und dem ganzen Scheiß. Ich brauche nur meine Jogginghose und gegebenenfalls ein Shirt. Da ist die Lebenserwartung der Leute in Westeros schon so kurz und dann müssen sie noch Dreiviertel davon mit Anziehen verbringen. Muss die Hölle sein.

Der dramatische Anfang hat mir ganz gut gefallen. War mal ein etwas anderer Einstieg.

Wie schwer ist es Schwutten-Tyrell wohl gefallen, sein Recht auf die Ehe und eigene Kinder aufzugeben? Ich meine, wie groß waren denn die Chancen, dass das jemals für ihn passiert? Naja, jetzt hat er ein Zeichen auf der Stirn, also will ihn wohl eh keine mehr ficken.

Dass Cersei mal wieder ihr eigenes Ding durchzieht, war ja klar. Und auch wenn ich sie hasse wie die Pest, muss ich doch sagen: Ihre Entscheidungen sind immer sowas von geisteskrank und haben „Desaster“ in fetten Buchstaben auf die Stirn tätowiert, dass ich das einfach bewundern muss. Ich meine, für jemanden, der meint, genau zu wissen, wie man das „Game Of Thrones“ spielt, stellt die sich doch immer wieder bemerkenswert dämlich an.

Ganz im Gegensatz zu Margaery, die einfach immer genau zu wissen scheint, was abgeht. Aber leider baut man auch hier von Seiten der Writer wieder ganz große Scheiße: Ich bin zwar heilfroh, dass die Spatzen weg sind, aber nachdem jetzt die Tyrells direkt mit abgefackelt wurden, hat man mal wieder einen Brandherd mit jeder Menge Potenzial einfach so verpuffen lassen. Margaery hat ziemlich klar, nur ein Spiel mit den Spatzen gespielt, um einen Vorteil daraus zu ziehen. Und wozu? Um dann mit allen im Flammenmeer unterzugehen? So viel verschenktes Potenzial, dass es schon fast weh tut.

Um dann auch noch das letzte Bisschen Konfliktpotenzial zu killen, springt König Tommen noch aus dem Fenster und ich bin extrem verständnislos, was man da gerade für eine Kacke baut.

Jaime schafft es immerhin doch immer wieder sympathisch zu wirken. Auch wenn er ein Arschloch ist, kann man ihn einfach nicht hassen, wenn er Walder Frey mal so nebenbei zurecht stutzt und ihm klar macht, was für ein Lappen er ist.

Ach ja, Sam und Gilly sind auch noch unterwegs und blah. Wäre an sich ja ganz aufregend, wenn man nicht alles dafür getan hätte, dass man die Charaktere komplett vergessen hat. Hier wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, wie bei Bran mal eine Staffel komplett Pause zu machen, anstatt sie halt mal reinzuschmeißen, wenn man gerade 5 Minuten in einer Folge übrig hat. Aber sei es drum. Sie sind am Ziel und das ist mehr, als man von den meisten Charakteren behaupten kann.

Aber genug gemeckert. Davos gegen Melisandre war absolut fantastisch gespielt. Man hätte das zwar noch etwas besser aufbauen können in den Folgen davor, aber die Szene war einfach klasse von allen Beteiligten. Und es dürfte interessant werden, wo die Hexe jetzt wohl landet. Mir springt da ja als erstes die Bruderschaft ohne Banner in den Kopf. Melisandre und der Hound wären sicher eine lustige Kombo.

Dorne, bitte nicht! Ich dachte, man hätte das einfach aus dem Gedächtnis gestrichen. Aber gut, schauen wir mal: Wenn Lady Olenna das hier nicht retten kann, ist die Story endgültig verloren. Zusammen mit Varys stehen die Chancen gar nicht mal schlecht, dass das einigermaßen erträglich wird.

Die Szene mit Daenerys und Tyrion war dann auch ganz cool. Man hat hier glücklicherweise mal drauf verzichtet, Tyrion mit dummen Sprüchen um sich werfen zu lassen und so die Szene einfach mal wirken lassen. Tyrion wird hier zum ersten Mal das Gefühl gegeben, dass er gebraucht wird. Das kann man dann auch einfach mal so stehen lassen.

ICH RAFFE DIE ARYA STORY NICHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das verschenkte Potenzial, dass man noch vor wenigen Minuten zwischen Frey und Lannisters aufgebaut hat, muss ich wohl nicht erwähnen.

Littlefinger will also doch einfach nur den Thron und Sansa knallen. Kam jetzt wirklich nicht überraschend.

Kann mir mal irgendwer erklären, was uns diese Szene mit Bran und der Geburt von Jon Snow jetzt sagen sollte? Habe ich nicht kapiert.

Der Norden ist schon bemerkenswert. Da braucht es ein kleines Mädchen, um die alten Säcke davon zu überzeugen, dass die Kacke echt am dampfen ist und es eine gute Idee wäre, Jon Snow zu folgen. Immerhin hat er jetzt ein paar Leute zusammen, mit denen er dann gegen die White Walker antreten kann.

Okay, Moment mal … ich habe ja vorhin noch geschrieben, dass Cersei nie die Konsequenzen ihrer Taten bedenkt und natürlich hatte ich dabei im Hinterkopf, dass man mir ja verklickern wollte, wie viele Anhänger die Sekte hat. Aber wo zur Hölle sind die jetzt alle. Die können doch nicht alle im flammenden Inferno abgefackelt sein, oder? Das ergibt doch alles keinen Sinn, dass es scheinbar jetzt keine Sau mehr interessiert, dass die Spatzen einfach weg sind. Wo sind die Anhänger jetzt denn alle?

Und warum steht Varys plötzlich mit Daenerys aufm Boot, wenn der doch vorhin noch in Dorne war?

ICH KAPIERE DIESE SERIE NICHT MEHR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Dieses Finale fasst eigentlich perfekt zusammen, woraus sich die Serie mittlerweile zusammensetzt: dämliche Entscheidungen (Tyrells Massenmord), coole Inszenierung (Wildfire), lahmes Writing (Littlefinger), starke Einzelszenen in schwachen Einzelhandlungssträngen (Tyrion und Daenerys), alles liegt offensichtlich in der Nachbarschaft (Varys reist innerhalb einer Folge gefühlt 8 mal um die Welt) und komplett undurchsichtige Szenen, die so hingeschludert wirken, dass man eigentlich nur froh sein kann, dass man sie nicht nur als Storyboard eingefügt hat (Arya killt mal nebenbei Walder Frey).

Die Serie wandelt bei mir leider mehr und mehr auf dünnem Eis. Und große Hoffnung, dass man da noch die Kurve kriegt, habe ich leider nicht.

Thron-Tipp: Brans Onkel, der sich einfach wieder verpisst hat, ohne irgendeine Rolle gespielt zu haben

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 06 Episode 09

Ich spare mir lange Einleitungen, weil ich a) noch total im Arsch vom Wochenende bin und b) es ist Folge 9 also: SHIT WILL BE HAPPENING!

Battle Of The Bastards

Der Spaß beginnt mit einer 90er Kamerafahrt wie in Robin Hood. Ich erwarte jeden Moment Kevin Costner um die Ecke kommen und Mereen retten. Stattdessen kommen die Drachen dann doch mal aus der Höhle und ich raffe immer noch nicht, warum die jetzt plötzlich gehorsam sind. Ich weiß, dass sage ich jetzt schon seit drei Wochen, aber ich halte es nun mal für schlechtes Writing. Und das nervt mich nun mal tierisch.

Die Greyjoys kommen dann auch zufällig nach Ende der Schlacht an, weil in dieser Serie mittlerweile ja jeder rein zufällig zum richtigen Zeitpunkt auftaucht.

Immerhin können wir Mereen wohl endlich abhaken. Hat nur knapp 42 Folgen gedauert. Haben wir ja noch mal Glück gehabt.

Davos findet einen Hirsch. Ich musste jetzt etwas länger überlegen, aber ich denke mal, dass ihm das einen Hinweis auf die große Grillparty mit der Steintochter als Ehrengast gibt, zu der er ja nicht eingeladen war. Ich schätze mal, seine vorübergehende „Freundschaft“ mit Melisandre dürfte damit einen gehörigen Knacks kriegen.

Ramsay ist sowas von konsequent darin ein sadistisches Arschloch zu sein, dass er selbst auf dem Schlachtfeld noch Spielchen spielt. Ich werde ihn vermissen, nachdem er mit hunderprozentiger Sicherheit an seine eigenen Hunde verfüttert wird, weil er hat die ja so lange nicht gefüttert. Foreshadowing und so.

Die Schlacht an sich war dann aber erst mal eine herbe Enttäuschung. Anfangs hatte ich das Gefühl, dass Jon Snow alleine gegen alle kämpfen muss, während um ihn herum die Leute au ihren Pferden daran scheitern, eine Parade zu koordinieren. Vielleicht hätte man sich vorher noch mal Braveheart angucken sollen, um zu sehen, wie man das richtig inszeniert. Immerhin wurde Giantsbane als der knallharte Motherfucker dargestellt, der er nun mal ist. Nachdem die Kavalerie dann aber weg war, hat man doch noch einigermaßen die Kurve gekriegt. Aber so recht mitgerissen hat mich das einfach nicht.

Naja, die Baelish-Truppen retten dann natürlich allen den Arsch, weil sie REIN ZUFÄLLIG IM RICHTIGEN MOMENT ANGERITTEN KOMMEN und ich habe die Schnauze einfach voll. Sorry, aber das war alles irgendwie nicht cool inszeniert. Hat mich nicht gepackt, war mir zu unübersichtlich und einfach zu vorhersehbar. Da habe ich viel mehr erwartet. Nur die Szene mit den Wildlingen und den Schildtypen fand ich ganz cool, weil es so eine schöne taktische Komponente in das Chaos gebracht hat und man mal nicht tausend Schnitte in drei Sekunden ertragen musste.

Snow schlägt dann noch Bolton zu Matsch, was mich zusätzlich noch um einen gescheiten Kampf zwischen den Beiden bringt. Klar, passt irgendwie zu Ramsays Charakter, aber das war einfach alles Kacke. Und dann kommen halt die Hunde rein. Toll.

Schlechteste neunte Episode Ever. Auch wenn ich mit der Meinung wahrscheinlich recht alleine da stehe. Es hat mich einfach überhaupt nicht gepackt. Dazu dann natürlich das große CGI-Gewichse in Mereen und die komische Pferdeaction in Winterfell.

Größtes Problem war aber eindeutig die unfassbare Vorhersehbarkeit. Diese Folge macht eigentlich wie kaum eine andere deutlich, dass die Writer der Serie ohne die Vorlage einfach immer den sicheren, geraden Weg zu gehen scheinen. Keine Überraschungen, keine Umwege mehr, alles muss jetzt straight forward zum Ende geführt werden. Und damit droht die Serie mich doch langsam aber sicher einfach zu verlieren.

Thron-Tipp: I don’t give a fuck

Mal aktuell: Stolz und Vorurteil und Zombies

Es gibt ja so Filme, da reicht eigentlich schon der Titel, um zu wissen, dass das nur geiler Scheiß werden kann. Beispiele gab es hier auf dem Filmschrottplatz ja schon einige. Wer erinnert sich zum Beispiel nicht an SLAVE GIRLS FROM BEYOND INFINITY? Mit so einem Filmtitel kann quasi gar nichts mehr schief laufen. Oder natürlich das absolute Paradebeispiel: HELL COMES TO FROGTOWN! Da hat man doch direkt keine Fragen mehr, oder?

Nun läuft ein Film im Kino, bei dem der Titel eigentlich auch keine Fragen offen lässt. Ein Titel der einfach nur laut COOLNESS schreit. Schauen wir mal, wie cool der denn wirklich ist.

PRIDE AND PREJUDICE AND ZOMBIES – Stolz und Vorurteil und Zombies – USA – UK – 2016 –  107 Min.

Nach einem vielversprechenden Beginn mit Zombiejäger Darcy, der direkt mal einen Zombie aufspürt und wegschnetzelt geht quasi alles komplett den Bach runter. Eigentlich sieht man auch hier schon das große Problem des Films: er ist einfach zu harmlos für einen Zombiefilm. Im ganzen Film ist die härteste Szene die, in dem einem Zombie der Arm abgehackt wird. Und selbst da blutet nix. Alles andere geht in schnellen Schnitten aus der Epilepsiehölle unter. Es gibt keine Goreeffekte, kaum Blut, kein wirkliches Zombiegemetzel wie man es nun mal in einem Zombiefilm sehen will. Damit hat man also eine mögliche Zielgruppe schon mal verloren.

Bleibt also die Liebesgeschichte rund um die tausend Ischen und die tausend Verehrer, die allesamt Arschlöcher sind, oder einem einfach nur tierisch auf den Sack gehen. Dazu ist das halt auch alles möglichst simpel gehalten und bietet keine Überraschungen – selbst wenn man wie ich Stolz und Vorurteil nicht kennt. Also hat man auch diese Zielgruppe verloren.

Bleibt die Hoffnung auf coole Action mit coolen Sprüchen von arschtretenden coolen Ischen, die einfach cool sind und das ganze zu einem strunzdoofen aber unterhaltsamen coolen Trashspaß machen. Ich mache es kurz: Nein.

Der ganze Film düpelt einfach so dahin, bietet absolut keine Highlights, langweilt größtenteils zu Tode und verschenkt sein Potenzial wirklich in jeder verdammten Szene. Alles wirkt halbgar und einfach hingeschludert. Mal abgesehen von den Kostümen und den Sets. Da hat man sich tatsächlich etwas Mühe gegeben. Das bleibt aber auch das einzig gute an dem Film. Das und die Brüste von Lily James, die eine Art von Eigenleben zu entwickeln scheinen. Schade, dass das nicht zum Plot gehörte. Hätte Potenzial gehabt. Aber auch das hätte man hier sowieso liegen lassen. Russ Meyer hätte daraus bestimmt was geiles gemacht.

Es bleibt also ein Film, bei dem ich absolut keine Ahnung habe, für wen der gemacht sein soll. Denn alle Zielgruppen, die mir hierfür einfallen, werden keinen Spaß daran haben und sich einfach nur so langweilen, wie ich es getan habe. Das war einfach gar nichts.

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 06 Episode 08

Das Spiel der Throne,

interessiert keinen mehr die Bohne …

Zumindest macht es ein bisschen so den Eindruck, dass in der Serie eigentlich niemand mehr so recht an dem eigentlichen Thron interessiert ist, sondern irgendwelche anderen Schlachten schlägt. Selbst in Kings Landing ist der eigentliche Thron etwas zur Nebensache geworden. Mal schauen, ob sich diese Woche etwas in diese Richtung tut:

No One

Da dachte ich, wir kriegen jetzt doch die Theaterfolge, da kommt die abgestochene Arya angelatscht und zerstört meine Illusion. Und noch schlimmer: Die ganze Arya-Story beginnt wieder rumzudümpeln. Wieso kann die nicht endlich die Waif-Tussi schnetzeln und weiter ziehen? Wieso hat die sich in der letzten Folge wieder so unfassbar dämlich angestellt und sich abstechen lassen? Wieso haben es die Writer echt geschafft, diese Story, die mir mal am besten von allen gefallen hat, so unglaublich kaputt zu schreiben, indem sie einfach ewig dauert? Viele Fragen. Antworten gibt es wohl keine. Jedenfalls gammelt die jetzt echt bei der Theatertussi rum, die sie eigentlich killen sollte und ich habe das ungute Gefühl, dass es das für diese Staffel auch gewesen sein wird.

Kommen wir also zu etwas erfeulichem: DER HOUND SPLATTERT WIE IN ALTEN ZEITEN! Okay, die Story gefällt mir auch schon jetzt nicht mehr und dabei läuft sie erst eine Woche. Wenn da nicht noch eine gute Erklärung kommt, warum die Brotherhood Without Banners die Hippiekommune abgeschlachtet hat, macht das hier alles keinen Sinn. Denn als Massenmörder waren die nun wirklich nicht bekannt, oder?

Varys ist von Mereen offensichtlich genau so genervt wie ich und haut ab. Leider bleibt Tyrion da und wir werden wohl noch mal da hin gehen.

Cersei lässt endlich mal den Frankenmountain von der Kette. Hoffentlich darf der dann jetzt bald mal die Spatzen von den Dächern werfen und wir können diese Geschichte auch mal abhaken.

Bronns Training mit Podrick ist mal wieder ein echtes Highlight. Erstens weil es Bronn ist und zweitens weil es solche Szenen mittlerweile viel zu wenig gibt. Und dann gibt es sogar noch die Wiedervereinigung von Brienne und Jaime. Das weckt Erinnerungen an die Hochphase von Wald und Wiesen Jaime. Was ich aber hier jetzt mal so gar nicht kapiert habe: Brienne soll also Hilfe vom Blackfish holen, während der von den Lannisters belagert wird. Wie groß dachten die denn, dass die Chancen stehen, dass der wirklich einfach seine Burg aufgibt, um dann in den hoffnungslos scheinenden Kampf gegen die Boltons zu ziehen? Irgendwie ne dämliche Idee, oder verstehe ich da irgendwas nicht richtig?

Der König schafft den Trial By Combat ab? Das kann der doch nicht machen? Wie soll denn der Frankenmountain jetzt den Sieg für Cersei holen? Ich habe Befürchtungen, dass auch das noch etwas länger dauern wird.

Tyrion und Co. besaufen sich und erzählen sich Witze. Naja, was soll man dazu sagen. Immerhin hat man dadurch Grey Worm und die Dolmetscherin mal etwas von ihrem Stock im Arsch befreit, aber was das letztlich bringen soll, weiß ich absolut nicht. Das waren 5 Minuten völliger Sinnbefreitheit, nur damit man dann 3 Sekunden zeigen kann, wie die Schiffe ankommen.

Äh, was zur verfickten Hölle war das bitte für eine lahme Kacke mit Jaime und dem Tully-Typen. Jetzt wurde der Blackfish also einfach so nebenbei mal kurz gekillt? Und dafür hat man den vor 3 Folgen wiedergebracht? Ich fand den ja irgendwie cool. Man hätte zumindest noch zeigen können, wie er sich ein bisschen durch die Gegnerhorden schnetzelt. Schade.

Mereen unter Attacke sieht mal wieder gar nicht so gut aus. Animationen sind halt nicht so geil. Und dann kommt einfach mal Daenerys in die Pyramide gelatscht? Ist die jetzt einfach so durch die bombardierte Stadt getapert? Naja, immerhin geht dann vielleicht jetzt mal was voran da.

Und dann gibt es da doch noch die Erklärung und ich mag die Hound-Story wieder. Der Charakter ist einfach schon immer einer meiner Favoriten gewesen. Hoffentlich versauen die den nicht noch. Momentan aber auf jeden Fall voll auf der Höhe. Und die Brotherhood ist auch interessant und irgendwie passen die auch geil zusammen. Das ist ein Bündnis an das ich mich gewöhnen könnte, glaube ich.

Ich gebe zu, ich habe mich geirrt. Es geht doch noch weiter mit Arya und des Gesichtselfmetern. Arya gegen Waif Teil 42 war dann auch mal wieder so … naja. Ich bin echt froh, dass dieses Kapitel wohl endlich geschlossen wurde. Nur eine Frage: WAS HAT DIE GANZE SCHEIßE DENN JETZT BITTE GEBRACHT? A Girl ist wieder Arya Stark Of Winterfell. Und jetzt läuft sie halt einfach nach Hause? Dafür jetzt dieser ganze Zinnober 3 verfickte Staffeln lang? Come On!!!!!

Aber eigentlich ne ganz gute Folge. Immerhin hat man jetzt die Figuren wohl alle da, wo man sie fürs Finale braucht. Und nächste Woche wird es zur Sache gehen, wenn der – meiner Meinung nach viel zu offensichtliche – Titel der Episode hält, was er verspricht.

Thron-Tipp: Podrick der Anschleicher

Mal aktuell: The Nice Guys

Kommen wir zu dem Film, auf den ich mich in diesem Jahr am meisten gefreut habe. Seit der Ankündigung, das Shane Black eine neue Buddy-Action-Komödie im Stile von „Kiss Kiss Bang Bang“ macht, war mir klar, dass ich den sehen muss. Genau das ist jetzt geschehen.

THE NICE GUYS – USA – 21016 – 116 Min.

Ich denke, ich kann mich dieses Mal recht kurz halten, indem ich sage: Der Film ist genau das, was ich erwartet habe.

Shane Black liegt dieses Genre einfach wie keinem anderen. Er scheint einfach nur zwei ungleiche Partner für seine Geschichten zu brauchen und der Rest kommt dann scheinbar von ganz alleine. Jede Menge dumme Sprüche, Schlägereien und Schießereien, zwischen eigenartigen Charakteren. Das ist Shane Black in seinem Element.

Und auch hier geht diese Rechnung einfach wieder perfekt auf. Russel Crowe macht das, was er am besten kann und verprügelt Leute, während Ryan Gosling hier sein wirklich überraschend großartiges komödiantisches Können unter Beweis stellt. Wer ihn bisher nur als den toughen ruhigen Typen kennt, den er in den meisten Fällen verkörpert, wir hier schon alleine deshalb seinen Spaß haben, weil seine Rolle komplett auf links gedreht wurde. Alle anderen machen ebenfalls einen hervorragenden Job. Allen voran Angourie Rice in der Rolle von Goslings Tochter Holly. Bei Kindern ist die Grenze zwischen lustig und nervig bei mir sehr schmal. Bestes Beispiel ist der von Shane Black geschriebene Last Boy Scout, in dem mir die Tochter von Bruce Willis zwischendrin auch einfach mal tierisch auf den Sack geht. Das ist hier zum Glück überhaupt nicht der Fall.

Das 70er-Setting ist zur Abwechslung auch mal was frisches, auch wenn ich diese Disco-Ära absolut grauenhaft finde. Das Setting ist aber auch nicht beliebig gewählt, sondern trägt zur Story bei, da die Themen wie Pornos, Demonstrationen, Luftverschmutzungspanik und Killer Bienen damals eben eine große Rolle spielten, auch wenn der Zusammenhang zwischen alldem sich erst langsam erschließt.

Wer hier ein Actionfeuerwerk der neuen Schule erwartet wird zum Glück enttäuscht. Denn hier bleibt man schön bodenständig. Es fliegt nicht andauernd irgendwelche Scheiße in die Luft und die Charaktere ballern sich auch nicht wild durch irgendwelche Gegnerhorden, wie es in Actionfilmen mittlerweile üblich ist. Gegen Ende wird es etwas mehr, aber es bleibt immer auf einem nachvollziehbaren Level. Das ist einfach auch mal eine willkommene Abwechslung zum Over-The-Top-Kino, das einem heute ständig um die Ohren gehauen wird.

Ich kann also nur sagen, dass jeder, der einen guten Actionfilm sehen will, dieses Jahr nur ein Mal ins Kino muss. Und der Zeitpunkt ist jetzt. Einfach ein Riesenspaß von Shane Black dem unangefochten König der Buddy-Action-Filme.

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 06 Episode 07

Heute mal etwas kürzer, weil wenig Zeit.

The Broken Man

Die DHARMA-Initiative beginnt mit dem Aufbau ihrer Hippiekommune. Der Anfang war ja mal sowas von Lost für Anfänger, dass es schon fast nicht mehr schön ist. Aber eben nur fast. Denn die Lostanfänge waren immer geil. IMMER. Jedenfalls macht der Hound hier wohl demnächst den Bud Spencer in Vier Fäuste für ein Halleluja und verteidigt die schwachen Gläubigen gegen die einfallenden Horden. Könnte lustig werden.

Ich bin mir allerdings noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll, dass man jetzt die 1000 Totgeglaubten wiederbringt. Das kann man ja mal machen, aber muss man jetzt echt jede Woche irgendwelche Typen ausgraben, die seit 8 Jahren keine Rolle mehr gespielt haben. Wobei ich mich über den Hound schon sehr freue, denn der war immer cool und ich hatte immer das Gefühl, dass er einen besseren Abgang verdient hatte, als einfach da am Arsch der Welt im Dreck zu liegen.

Margaery spielt ein falsches Spiel und es überrascht mich überhaupt nicht. Habe das ja auch schon mal irgendwo hier geschrieben, dass die alle nur ausspielt.  Ich bin erst mal froh, dass sie überhaupt wieder eine Rolle spielt. Mal schauen wo das alles hinführt. Kann eigentlich nur in Tod und Verderben für viele Beteiligte enden.

Highlight des Ganzen ist erst mal wie Lady Olenna Cersei mal so richtig zur Sau macht und ihr erklärt, dass sie immer nur Scheiße baut, weil sie absolut keine Ahnung hat, was sie eigentlich treibt.

Jon Snow hat offenbar einige Problem, eine Armee für die Eroberung Winterfells aufzutreiben. Aber da er und vor allem Davos ganz besonders tolle Reden schwingen können, kriegt er dann doch noch jemanden. Also um genau zu sein 62. Ich hätte ja eher auf 42 getippt.

Wald und Wiesen Jamie is back. And with him is Bronn. Und sie zeigen den Frey-Fritzen erst mal, wie man richtig Krieg führt, indem Jamie dem einen Affen in die Fresse haut. Das ist der Jamie der mir gefällt. Bronn mag ich ja sowieso.Blackfish Castle aus der Ferne sieht nebenbei mal gar nicht gut aus. Also von der Animation her. Die Unterhaltung der beiden Kriegsführer war dann wohl eher nebensächlich.

Die Greyjoys gehen mir immer noch am Arsch vorbei und diese Woche sind sie wohl eh nur für die Tittenquote zuständig.

Arya wird mal kurz abgestochen und da will ich jetzt aber eine gute Erklärung kriegen, warum die das dann überlebt und nicht einfach auf der Straße verblutet.

Meine Bud Spencer Theorie geht wohl doch nicht auf, denn es ist kein schwacher Gläubiger zum verteidigen mehr da. Dafür ist aber der Hound jetzt so richtig zurück und wird sicher nicht zimperlich mit seinen Gegnern umgehen. Das dürfte spaßig werden.

Ganz gute Episode, aber auch wieder viel Leerlauf. Und vor allem zu viele Ortswechsel. Wieso muss man 5 Mal zum Hound springen? Kann man das nicht auch in 2 oder 3 Szenen regeln?

ThronTipp: Terence Hill

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 06 Episode 06

Nachdem die ganze Woche ein Riesengewese um die Türsteherfähigkeiten des kürzlich dahingeschiedenen Hodor gemacht wurde, sind wir natürlich alle gespannt, welchen Gesprächsstoff die Serie diese Woche wohl liefert. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: wenig.

Blood Of My Blood

Erinnert ihr euch noch an diese Rückblickfolgen in Comedyserien, bei denen man immer das Gefühl hatte, dass den Writern die Ideen ausgehen und sie jetzt einfach nur noch Schnipsel aus früheren Episoden aneinanderreihen? So fängt diese Folge auch an. Nur ohne die Lacher aus der Konserve.

Jedenfalls sind Bran und Meera noch unterwegs und ich habe mich letzte Woche schon gefragt, wie die jetzt eigentlich vor den White Walkern entkommen wollen. Die Antwort: Sie wissen es selbst nicht. Also muss ihnen Onkel Ben den Arsch retten. Und das sollte jetzt sicher eine ganz tolle Überraschung sein. Aber ich weiß nicht mal mehr, was der Typ vor 3 Staffeln gemacht hat, bevor er verschwand. Wahrscheinlich hat er ein Reis-Imperium aufgebaut. Und Brans Training geht quasi weiter, was generell einfach nur einen ganzen Strang an langweiligen Szenen nach sich ziehen kann, also bitte BITTE KILLT BRAN. Der Pisser geht mir auf den Sack und langweilt mich dabei zu Tode. Aber leider ist da ja zu wichtig. Kacke.

Sam und Gilly kommen also zu Hause an, der Vater ist immer noch ein Riesenarschloch, also haut man wieder ab. Wow. Das waren mal gefühlte 42 Minuten Zeitverschwendung. Aber immerhin hat Sam jetzt ein cooles Schwert.

Die Theatergruppe hat noch einen zweiten Teil am Start und er ist genau so gut wie Teil 1. Nebenbei ist mir letzte Woche noch gar nicht so recht bewusst geworden, dass Arya hier quasi Cersei töten soll, die ja bekanntlich auch auf ihrer Liste steht. Und wenn ich das jetzt richtig deute, kam der Auftrag von der Sansa-Darstellerin. Also soll Arya Cersei im Auftrag ihrer eigenen Schwester töten. Foreshadowing? Wahrscheinlich nicht, denn Arya hat wohl die Schnauze voll und macht sich dann mal auf den Weg. Vorher muss sie nur noch die Blondine schnetzeln. Das gibts dann wohl nächste Woche.

Die Sparrows. Tja, jetzt haben sie also auch den König. Aber ich bleibe dabei: Die Serie hat es einfach verkackt, diese Typen als Bedrohung oder Macht oder Wasweißichwas darzustellen. Und jetzt haben sie den König, der aber auch nur eine komplette Weichpappe ist. Klar, der hat zumindest was zu melden, aber trotzdem … mir gefällt diese Story nicht so wirklich. Immerhin darf Jaime die Stadt endlich wieder verlassen. Hoffentlich lässt er sich wieder einen Bart stehen und die Haare wachsen.

Walder Frey der alte Saftsack lebt auch noch. Und er präsentiert uns einen Gefangenen … wer zur Hölle ist der Typ da und warum soll mich das jetzt schocken? Das ist das Problem, wenn man die Leute 5 Jahre nicht zeigt. Man hat hier eine Serie mit achttausend Charakteren. Wie zur Hölle soll man sich die alle merken, wenn sie nicht ständig da sind?

Drache bla. Daenerys bla. Zum Glück geht es jetzt wohl doch mal Richtung Westeros. Aber wieso haben die Dothrakhi jetzt eigentlich ihre Angst vor dem Meer abgelegt? Nur weil eine Feuertussi auf einem Drachen eine beschissene Rede gehalten hat? Sorry, aber das ist mir dann doch wieder zu einfach. Egal. Bitte fahrt sofort los, damit diese ganze Wüstenscheiße vorbei ist und nicht mehr Woche für Woche dahin dümpelt.

 

Meiner Meinung nach die schwächste Folge dieser Staffel bisher. Alles plätscherte so dahin. Hatte quasi was von einem Staffelauftakt, wo man erst mal die Figuren wieder in Position bringen muss. Hoffentlich kommt da nächste Woche wieder mehr.

Thron-Tipp: Captain Jack Sparrow

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 06 Episode 05

Schon wieder die Hälfte rum von der aktuellen Staffel. Und bisher ist es eine mit Licht und Schatten. Das wird sich auch mit dieser Folge nicht ändern:

The Door

Es ist ja wirklich schön dass es schnell voran geht, aber man kann es auch übertreiben. Kommt jetzt alle 5 Minuten jemand an die Wall? Dadurch geht irgendwie komplett das Gefühl für die Entfernungen verloren. Generell wirkt die Welt in der Serie immer kleiner. Die Nasen in Mereen hängen immer in den gleichen drei Räumen ab. Dorne war ohnehin ein Desaster und bestand nur aus einem mickrigen Palast. Es fehlen einfach die Figuren, die mal für etwas längere Zeit in der Wildnis unterwegs sind, um wieder zu zeigen, dass die Orte hier nicht einfach aneinandergereiht nebeneinander stehen und man einfach von Tor zu Tor latschen kann.

Dass Sansa Littlefinger zur Rede stellt, fand ich ganz gut. Zwischenzeitlich hatte man ja in der letzten Staffel das Gefühl, dass Sansas Charakterentwicklung wieder komplett zerstört wurde, aber das ist glücklicherweise nicht der Fall. Ich mag sie zwar trotzdem überhaupt nicht, aber immerhin kriegt Baelish mal einen kleinen Dämpfer verpasst. Bin gespannt, was der als nächstes tut.

Aryas erster Auftrag ist eine Theatertussi. Äh, ja. Immerhin war die Szene, in der sie noch ein mal die ganze Geschichte der Starks in Kings Landing durchleben musste, gut gemacht. Ich will eine komplette GoT Folge nur mit diesen Theaterschauspielern. Oder noch besser: Die sollten mit denen für jede Folge ein Previously On GoT machen. Auch nachwirkend für die alten Folgen.

Also die Baumblagen haben durch einen gammeligen Ast die White Walker gemacht? Okay. Irgendwie … mir egal. Aber woher haben die überhaupt diese Kraft, das zu tun? Irgendwie checke ich diese Baumtypen nicht. Und sie sehen kacke aus. Ich hätte aber auch damit leben können, wenn man die White Walker nicht erklärt hätte. Die sind halt da. Sie sind arschgefährlich. Das reicht mir eigentlich.

Die Burg im Pisswettergebiet hat einen neuen König und es könnte mir nichts egaler sein. Theon und seine Schwester werden verfolgt und es könnte mir nichts egaler sein. Mal ehrlich, das ist doch wirklich alles sowas von belanglos. Ja, der Affe da will jetzt also Daenerys flachlegen und mit ihr zusammen die Welt erobern. Das ist doch völliger Humbug. Die macht den auf ihrem Weg nach Westeros platt und das wars. Ich schätze mal, die Story ist nur drin, weil man sonst nichts für Theon zu tun hätte. Den könnte man aber auch einfach um die Ecke bringen, denn ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass er mit der „Rettung“ von Sansa in der letzten Staffel seinen Soll in der Serie erfüllt hat und keine all zu große Rolle mehr spielen wird.

Kaum hat Daenerys ihre Armee reitet sie auch schon wieder sinnlos durch die Wüste. Aber ich muss zugeben, die Szene mit Jorah fand ich ganz gut gemacht. Ob es allerdings so spannend wird, ihm dabei zuzusehen, wie er von Arzt zu Arzt reitet, wage ich mal anzuzweifeln.

Mir werden das ja langsam zu viele Priester in der Serie. Jetzt kommt also auch eine nach Mereen und macht da … wasweißichdenn. Mich nerven die alle nur noch. Immerhin wurde die ganze Geschichte um Varys und seinen „Zauberkasten“ noch mal aufgegriffen. Das hatte ich schon wieder vergessen.

ENDLICH! Nach ganzen 5 1/2 Staffeln ist endlich was in Brans Storystrang passiert, das nicht komplett zum einpennen ist. Allerdings bleibt auch hier mal wieder ein Fragezeichen offen: Wozu waren jetzt diese ganzen Zeitreisen gut? Man hat eigentlich nichts erfahren, was irgendwie wichtig wäre. Und jetzt ist Baumbart tot. Kann Bran jetzt alleine durch die Zeit reisen, damit das noch mal eine Bewandtnis kriegt, oder war alles mit Bran mal wieder nur reine Zeitverschwendung?

Und wie machen die das bei Hodor wohl in der deutschen Version? Benennen die den nachträglich um in Hatür? Ich fand es aber ziemlich cool, dass man ihm diesen Moment gegeben hat. Jetzt hier irgendwelche Zeitreiseparadoxe einzubauen halte ich allerdings für absolut schwachsinnig und könnte erheblichen Schaden anrichten. Zeitreisen sind cool, aber es muss auch in die Welt passen. Ich mache mir Sorgen.

Wie schon erwähnt Licht und Schatten. Wobei das Licht doch überwiegt. Hat mir gut gefallen. Nur ein paar Handlungsstränge sind einfach mittlerweile zu belanglos oder nervig geworden. Wenn man die noch in die richtigen Bahnen lenkt, steht uns eine extrem spannende Zukunft bevor.

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