Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Warum Charaktere so wichtig für eine Geschichte sind

Ein kleiner Charakterexkurs anhand von Christopher Nolans „Dunkirk“.

Marcel Michaelsen

Anstoß zu diesem Post ist tatsächlich kein Buch, sondern die Filmlandschaft. Ich bin ja bekanntlich großer Filmfan – um nicht zu sagen unverbesserlicher Filmfreak – und gucke dementsprechend viele Streifen aus allen Epochen und allen Genres. Zuletzt gab es im Kino Christopher Nolans Kriegsfilm „Dunkirk“. Was ich genau von diesem Film halte, könnt ihr auf meinem Filmblog nachlesen (und nein, der Film ist kein Schrott, auch wenn der Blog so heißt).

Minimale Spoiler zum Film sind zu erwarten.

Auf eine Sache möchte ich aber hier etwas näher eingehen. Denn das ist ein Problem, dass sich in Hollywood mittlerweile offensichtlich etabliert hat und einige gute Filme daran hindert, fantastische Filme zu sein. Die Rede ist von Charakteren (der Titel dieses Posts hat euch sicher schon auf den Gedanken gebracht, dass es darum gehen könnte).

In „Dunkirk“ geht es um die zu Kriegsbeginn eingekesselten Soldaten in Dünkirchen, die auf Rettung warten, während…

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Der Fahrstuhl im Film

Franziska von Adoring Audience und dieser Typ, der einen eigenen Filmschrottplatz hat, haben was über Fahrstühle in Filmen geschrieben. Und es kommt nicht nur „Die Hard“ drin vor.

Leider bin ich zu doof zum rebloggen also gibts hier den Link. Lest mal rein und wer Lust hat darf gerne mitmachen.

FILMISCHE OBJEKTE: DER FAHRSTUHL

Mal aktuell: Lethal Weapon Season 01 Episode 13

The Seal Is Broken

Ich bin ehrlich: Wenn das ein Wortspiel ist und es in dieser Folge um einen psychisch labilen Seehund geht, hat mich die Serie doch noch überzeugt.

Wenn das ein Wortspiel ist und es um den psychisch labilen Exmann von Heidi Klum geht, hat die Serie mich endgültig verloren.

Aber es ist natürlich noch viel schlimmer, als ich es erwartet hätte. Es geht um die Kirche und ermordete Sünder und Riggs hat irgendeinen Selbstfindungstick weil er in der Nacht zuvor mit irgendeiner Tussi gepennt hat, die nicht seine Frau war, und alles ist einfach nur grauenhaft. Und ich meine nicht: „Ja, Riggs, ich verstehe, es ist alles so grauenhaft für dich.“ Ich meine: „Warum dümpelt diese Serie so grauenhaft lahmarschig und grauenvoll todlangweilig dahin?“

Bei dem Mord geht es nebenbei um Rache an einem Priester, der durch eine Beichte von einem anderen Mord weiß. Ist jetzt nicht komplett verkehrt. Immerhin gehts mal nicht um Drogen oder die Klischee-Asiaten.

Dazu kommt dann halt das übliche „Riggs ist irre und deshalb bringt er alle in Gefahr und das ist nicht gut für Roger“-Gedöns, bei dem sich seit genau 13 Wochen absolut nichts voran bewegt.

Und die Nebencharaktere sind weiterhin völlig unwichtig und machen absolut nichts, was nicht auch jeder andere machen könnte.

Die Serie bleibt ihrer Linie treu. Und das ist keine gute Sache.

Earth VS The Spider – Horrorctober 2016

Letztes Jahr hatten wir im Horrorctober Riesenameisen. Dieses Jahr legt der selbe Regisseur wir noch einen drauf und bringt uns das ultimative Riesenmonster. Eine Riesenspinne!!! Dam-Dam-Daaaaam!!!

EARTH VS THE SPIDER – USA – 1958 – 76 Min.

Schwarz-Weiß mag ich meine Spinnen am liebsten. Und meine Goreeffekte. Vor allem, wenn sie so fantastisch sind wie hier. Da fährt eine Mann mit Hut nichtsahnend die Straße entlang und auf einmal muss er laut schreien und Blut spritzt ihm ins Gesicht. Von wo das kam? Von wem das ist? Man wird es nie erfahren.

Carol ist besorgt, denn Vati ist gestern nicht nach Hause gekommen, als er ihr ein Geburtstagsgeschenk kaufen wollte. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag kommt also die Spinne um die Ecke. Was für eine Bitch. Jedenfalls fährt Carol mit Mike in die Walachei um Papa zu suchen und sie finden sein Auto und eine Höhle, in der sie ihn vermuten, weil … man aus Prinzip in dunklen, gammeligen Höhlen rumhängt, wenn draußen die Sonne scheint und man eine Panne hat. Panne sind hier wirklich mal wieder nur die Charaktere.

Statt einem Spinnenangriff müssen die beiden erst mal einen Stalaktitensturz überstehen, da Carol durch ihr „Dad!“-Gerufe alles zum Wackeln bringt. Dann finden sie ein Skelett, das noch ziemlich frisch aussieht. Könnte Papi sein. Gerade frisch ausgelutscht wie in Starship Troopers. Kurz darauf fallen beide in ein Gespann aus Stricken, das sich auf den zweiten Blick als Spinnennetz herausstellt. Mit viel Fantasie … bleibt es ein Gespann aus Stricken. Aber sind wir mal nicht so. Der Film ist alt. Viel wichtiger ist ohnehin, dass DIE SPINNE KOMMT!!! Und sie quietscht, als bräuchte sie mal einen Ölwechsel. Mike und Carol hauen mal lieber ab.

Im Kaff glaubt den beiden natürlich keine Sau, dass da eine Spinne ist. Was für Spatzenhirne. Man könnte ja immerhin mal einen Hundetrupp hinschicken, um das zu kontrollieren. Alternativ würde man vielleicht eine seltene Tierart entdecken. Risenspinnen zum Beispiel.

2 Minuten später macht man sich dann doch mal auf, um das zu checken. Carol hat das gleiche Kleid an wie immer. Mal davon abgesehen, dass das nicht gerade komfortabel für eine Höhlenexpedition aussieht, warum sind in den 50ern eigentlich alle Trullas im gleichen Fetzen rumgelatscht? Kein Wunder, dass da noch alle verheiratet waren. Sahen ja eh alle gleich aus. Konnteste einfach „Ene-Mene-Muh“ machen.

Fledermäuse greifen an. Oder sie fliegen rum. Das reicht dem Sheriff aber um mal gehörig mit seiner Schrotflinte rumzuballern. Und dann finden sie Papi der ausgelutscht und eingewickelt in der Ecke steht.

Nachdem man die Höhle mit irgendeiner chemischen Pisse eingesprüht hat, die man offensichtlich zufällig literweise dabei hatte, geht man erst mal wieder nach Hause.

Professor Kingman ist der Meinung, dass es sinnvoll wäre, die Spinne rauszulocken, damit man sie … um ehrlich zu sein, hat er seinen Plan nicht so ganz ausgelegt. Ich schätze mal, er will sie einfach mal im Licht sehen.

Moment mal: Die haben in der Schule eine Riesenspinne? Das ist ja wohl ein Präparat, oder? Aber wieso hat die dann Muskelzuckungen? Und haben Spinnen überhaupt Muskelzuckeungen, nachdem sie ausgestopft wurden? Dieser Film wirft einige Fragen auf, die sicher niemals beantwortet werden. Also nicht nur in diesem Film nicht, sondern einfach nie, weil keiner sich mit solchem Schwachsinn beschäftigen will.

Die Riesenspinne in der Schule erwacht zum Leben, als die Blagen darin ne Rock ’n’ Roll Party feiern. Hausmeister Hugo ruft mal lieber die Bullen. Der Sheriff stellt sich als der schlechteste Schütze im Westen heraus und trifft aus 2 Meter Entfernung die Spinne nicht. Und dann Fliegeralarm. Kommen jetzt auch noch die Deutschen?

Jake hat seine Matratze aufs Auto geschnallt und evakuiert sich selbst. Kingman rammt die Spinne mit seinem Auto, weil er schon immer mal eine rammen wollte. Dann lockt er sie aus der Stadt.

Mike und Carol finden eine Höhe in der Höhle und erfinden damit den Vorreiter von Inception. In der Höhle in der Höhle passiert … gar nix.

Dave ist tot. Ich habe keine Ahnung, wer das überhaupt war, aber er scheint nicht sonderlich beliebt gewesen zu sein, denn die Trauer hält sich stark in Grenzen. Um genau zu sein, ist es allen scheißegal und sie schmieden Spinnentötungspläne.

In der Höhle in der Höhle in der Höhle in der Höhle in der Höhle in der Höhle finden Carol und Mike George Weston, oder was von ihm übrig ist, der noch seinen Namen an die Wand kritzeln konnte, bevor er verhungert ist. Auf diesen Schock frisst man erst mal nen Schokoriegel. Oh man, sind die doof. Jeder weiß doch, dass Schokoriegel Riesenspinnen anlocken. Und da jault sie auch schon.

Draußen vor der Höhle plant Kingman die große Sprengung, um die Spinne vom Futter zu trennen. Also von allen Leuten. Geiler Plan. Warum man nicht einfach die Spinne direkt wegbombt bleibt wohl ein Geheimnis der 50er.

Mike und Carol sitzen im Netz fest. Und dann fallen Felsen von der Decke und alles fliegt in die Luft.

Draußen stellt man gerade fest, dass Carol und Mike noch in der Höhle sind und beschließt DIE HÖHLE WIEDER FREIZULEGEN!!! Wie selten dämlich sind die Affen in diesem Film eigentlich? Ich hoffe, die werden alle von der Spinne gefressen. Die liegt übrigens in der Höhle von Felsen erschlagen, was natürlich nur bedeuten kann, dass sie gleich wieder angreift, nachdem sie sich ausgeruht hat.

Irgendwann buddeln die sich also wieder in die Höhle und sie kommen mit einem Plan: Die Spinne wegbrutzeln, indem man sie mit einer Blitzschleuder beschießt. Klingt nach völligem Schwachsinn. Sollte also funktionieren. Und das tut es auch. Wahsninn, was so eine Blitzschleuder kann. Ich weiß zwar absolut nicht, was zur Hölle das für ein Ding sein soll, aber es schleudert Blitze, also erfüllt es seinen Zweck. Zur Sicherheit bombt man dann noch die Höhle weg und kann beruhigt nach Hause fahren und Kuchen essen, wie man es in den50ern sicher noch jeden Nachmittag gemacht hat. Mal ehrlich, Frühstück, Mittag, Mittagsschlaf, Kaffee und Kuchen, Abendbrot und das jeden Tag. Wieso waren die Leute damals nicht so fett wie heute? Ein Mysterium.

Mehr fetten Müll gibt es in der Horrorctober Übersicht.

WERBUNG — Marcel Michaelsen

Jetzt denkt ihr euch sicher: Toll, kaum ist der Spaten aus seiner Sommerpause zurück, versucht er uns schon irgendwelchen Müll zu verkaufen, den keine Sau braucht, wie diese Lackaffen im Fernsehen, die immer in diesen kleinen Kurzfilmen zwischen den spannenden Reality-TV-Shows über Schokolade, Stromanbieter und Slipeinlagen palavern. KEINE PANIK Ganz so schlimm wird es natürlich […]

über WERBUNG — Marcel Michaelsen

Freitags-Füller #371

Gleich gehts los. Hier noch schnell meine Fußball EM Tipps auch für die Schrottplatzbesucher.

Marcel Michaelsen

Passend zum Start der Fußball Europameisterschaft, bei der überbezahlte Trottel gegen einen Ball treten müssen, weil sie es ansonsten im Leben einfach zu nichts gebracht hätten, wie das ein oder andere Interview mit diesen Leuten eindrucksvoll bewiesen hat, steht der Freitags-Füller heute ganz im Zeichen des Fußballs. Olé olé oh nee …

1.   Heute beginnt das Wochenende. Und das ist auch gut so, denn die Woche war mal wieder viel zu lang. Ist ja immer der Fall, wenn sie Montags beginnt und sich dann ewig hinzuziehen scheint. War sonst noch was wichtiges heute?

2.    Wenn eine EM oder WM ansteht mutieren ja plötzlich alle zu Fußball-Experten. Da kommen dann so schlaue Sätze wie: „Da mussah doch abspiehln“ oder „Den hätte meine Oma rein gemacht“ oder auch „Wer zum Kuckuck ist das denn?“ Ich kann dazu nur sagen, dass es mir tierisch auf den Sack geht, wenn…

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Technische Probleme 2 – Die Rückkehr – Blog mal wieder geschlossen

Das gilt natürlich auch wieder für den Filmschrottplatz. Leider erst mal keine neuen Knaller mehr. Aber ich werde zumindest die Game Of Thrones Posts irgendwie hinklatschen. Wenn die nicht aktuell bleiben, macht es ja keinen Sinn.

Marcel Michaelsen

Tja, das wars dann also schon wieder. Leider habe ich einen großen Fehler gemacht und mir einen gebrauchten Laptop gekauft. Wie zu erwarten war, hat das Teil die Grätsche gemacht – okay, ich gebe zu, wie ein Irrer mit der Faust auf die Tastatur zu kloppen hat wahrscheinlich nicht unbedingt geholfen, aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen: das Teil ging mir auf den Sack und auch wenn ich sonst ein ruhiger und geduldiger Typ bin, reißt mir bei Computern schon nach Sekunden die Hutschnur. Jedenfalls ist das Teil inne Fritten. Ich hätte es halt besser wissen sollen. Gebraucht ist immer Müll. Mein Fehler. Auch wenn der eh nur zur Überbrückung gedacht war, bis ich mir was besseres leisten kann, hätte ich mir das einfach schenken sollen und wäre dem neuen Laptop schon ein ganzes Stück näher. Jetzt muss ich also wieder eine kleine Blogpause hier einlegen, da ich keinen…

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Technische Probleme – Blog vorrübergehend geschlossen

Wie bereits in meinem anderen Blog erwähnt – ich weiß, ich bin der König der billigen Eigenwerbung – ist mal kurz Blogpause angesagt, weil mein Laptop die Grätsche gemacht hat. Bis ich wieder voll Schreibfähig bin, passiert hier also erst mal nicht viel. Tröstet euch doch mit ein paar Higlights vergangener Tage. Den Schrott Awards zum Beispiel.

Neues Jahr, neuer Blog, neues Chaos

Frohes Neues Jahr ihr Schrottverpeilten!

Es wirkt vielleicht etwas unkonventionell, mit dem ersten Blogpost im neuen Jahr direkt mal billige Eigenwerbung zu machen, aber ihr kennt mich ja mittlerweile: Es ist mir scheißegal.

Aber ich halte mich kurz: Ich habe einen weiteren Blog. Da geht es ums Schreiben und allem, was dazu gehört. Es wird Geschichten geben und Anekdoten aus meinem Leben als Selbsternannter Schriftsteller und was weiß ich. Das Ganze ist noch etwas Work In Progress. Ich stürze mich ja gerne einfach in solche Projekte rein und gucke dann, wie es sich entwickelt. Da das hier auf dem Schrottplatz ganz gut funktioniert hat, wage ich jetzt eben den nächsten Schritt ins weitere Chaos der Blogosphäre.

Hier auf dem Schrottplatz wird es natürlich trotzdem mit dem gewohnten Wahnsinn weitergehen. Als nächstes erst mal mit den Schrott Awards.

Allerdings werde ich logischerweise alles, was nicht so recht mit Filmen zu tun hat, eher auf den anderen Blog verlagern. Wirklich viel gab es hier ja eh sonst nicht, also halten sich die Veränderungen in starken Grenzen.

Wer also Interesse daran hat, was ich außerhalb der Filmwelt noch von mir zu geben habe, kann ja mal reingucken beim Selbsternannten Schriftsteller. Ein bisschen was zu lesen gibt es da auch schon.

Danke für die Aufmerksamkeit. Folgt nur schnell dem neuen Blog, dann könnt ihr euch weiter vom Silvesterbesäufnis erholen.

Gastbeitrag: Hochwissenschaftliche Genexperimente in tropischer Umgebung

Zu Weihnachten gibt es noch etwas geballten Wahnsinn von mir an anderer Stelle. Mein Geschenk für Franzi:

Trivial

Dieses Jahr hatte die liebe Franzi zu Weihnachten nur drei bescheidene Wünsche. Zwei davon waren eine automatische GIF-Maschine und Mike Patton. Da mein technisches Know-How doch starken Einschränkungen unterliegt und ich Mike Patton’s Telefonnummer verlegt habe, kann ich ihr diese Wünsche leider nicht erfüllen.

Beim dritten Wunsch allerdings kann ich behilflich sein. Denn dabei geht es um eine Besprechung eines filmischen Meisterwerks gigantomanischen Ausmaßes. Aus den 90ern. Das kann ja nur gut werden.
Deshalb hier, nur für dich Franzi, dein Weihnachtsgeschenk:

THE ISLAND OF DR. MOREAU – D.N.A. – Experiment des Wahnsinns – USA – 1996 – 100 Min.

Starring: Ein Pate, ein Werwolf, ein Höllenjunge, eine Rassistin und Batman.

Bevor es losgeht kann ich nicht anders, als mal wieder über deutsche Filmtitel abzukotzen. Jetzt mal ernsthaft. Der folgende Scheiß basiert auf einem Roman von H.G. Wells – ihr wisst schon, der Zeitmaschinenfritze – mit dem Titel „Die Insel des…

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