Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: Mai 2017

Raubfischangeln im Kinderbecken mit abgehalfterten Actionstars

Es herrschen sommerliche Temperaturen. Die Leute haben wieder nichts besseres zu tun, als am See rumzulungern. Da will ich natürlich in nichts nachstehen und gehe auch an den See. Und da kämpft zufällig Dolph Lundgren gegen Haie. Bester.Tag.Am.See.Ever…Not.

SHARK LAKE – USA – 2015 – 92 Min.

Der Film beginnt mit einer Polizistin, die durch ein Haus tapert und ein kleines Mädchen findet. Und dann einen Typen – der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird – in einem Van verfolgt. Und dabei ganz böse guckt. Durchgehend. Sie ist darstellerisch also auf einem Level mit Michelle Rodriguez. Und sieht auch so ähnlich aus. Der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, fährt durch eine coputeranimierte Leitplanke in den See und wird überraschenderweise nicht von dem Hai gefressen, der im Hintergrund rumschwimmt.

5 Jahre später kommt der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, aus dem Knast frei. Die Polizistin, die nicht von Michelle Rodriguez gespielt wird, heißt natürlich Meredith Hernandez und beschwert sich über irgendwas bei irgendwem in der Polizeistation. Ich würde näher darauf eingehen, aber die grauenhafte Musik verbunden mit dem hölzernen Spiel hält mich nicht gerade bei der Stange. Nicht mal die ganzen Bikinimodels am See schaffen das, denn auch wenn ich der MTV-Generation entstamme, fand ich diese Tittencompilations mit Dudelmucke schon damals einfach nur nervtötend. Nebenbei passiert am See absolut gar nichts, was diesen Zusammenschnitt von Tussis im Wasser noch überflüssiger macht.

Christopher und seine Frau sind im Wald. Seine Frau hat Angst vor Bären. Er nicht. Seine Frau geht kacken, oder so. Er nicht. Er geht in den See. Seine Frau ist megadämlich und legt sich einfach so auf die Fresse. Christopher schwimmt tot im See. Seine Frau würde die Acting Masterclass dermaßen rocken mit ihrem „Noooooooooooooiiiiiiiiiiiiiiiiooooooooooooooo!“ und anschließendem Geflenne. Ich hoffe ihr steht eine große Zukunft als Haifutter bevor.

Natürlich gehen alle von einer Bärenattacke aus. Alle außer Meredith, die da mal genauer nachforschen will. Währenddessen liefert sich der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, einen lahmarschigen Kampf mit zwei Honks, die irgendwas von ihm wollen. Keine Ahnung was. Hab nicht zugehört. Meredith geht mit ihrer Tochter – ich glaube, das ist das Mädchen vom Anfang – ins Diner und trifft dort einen Tierangriffexperten, der sicher noch wichtig wird.

Tittentangocompilation bei Nacht. Da fragt man sich glatt, warum man die Musiksender von früher überhaupt vermisst. Ein Paar von notgeilen Fickern latscht in den See. Sie überlebt. Ein Taucher am nächsten Tag auch und er findet offenbar irgendwas überraschendes, soweit ich das unter Wasser beurteilen kann.

Der Tierattackenexperte bringt Meredith eine Kühlbox mit Werweiswas drin, um zu beweisen, dass es kein Bär war. Ich schätze mal, er war der Taucher. Und da kommen die Haie und einer Paragliderin wird das Bein abgebissen und diese Animation alleine hat mindestens 2 Dollar gekostet. Wenn es mehr war, wurden die Filmemacher über den Tisch gezogen. Mal ehrlich: Ich erwarte ja nicht viel von so einem Film, aber versucht es doch wenigstens.

Der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, heißt tatsächlich nicht Dolph Lundgren, sondern Clint. Und er hat natürlich Schulden bei den falschen Leuten. Und jetzt passt auf, denn das ist wichtig (vermute ich): Der Boss, bei dem er die Schulden hat, will entweder das Geld oder Clint soll ihm den Hai fangen. Vermutlich hat er ein großes Aquarium gekauft und weiß jetzt nicht, was er sonst damit anfangen soll. Wenn die Mafia nur immer so zuvorkommend wäre. Wer braucht schon Geld, wenn er einen Hai kriegen kann? Ebenfalls den Hai fangen will irgendein Fernsehheini, der das ganze als Dokumentation aufziehen will. Meredith findet ihn zum kotzen und ich sie gleich sympathischer.

Der Fernsehfuzzi geht also auf Haijagd. Wie kann man das Vieh eigentlich darin übersehen? Der See ist ungefähr zwei Meter tief. Und zwar an jeder Stelle. Wenn man einen Eimer Sand da rein schütten würde, wäre der See quasi direkt verschwunden, so wenig Wasser ist da drin. Es sind übrigens mehrere Haie und der Fernsehaffe geht drauf.

Meredith kombiniert derweil, dass Clint vor fünf Jahren den Hai in den See geschmissen hat. Wie sie darauf kommt, habe ich komplett verpasst.

Es wird zur fröhlichen Haijagd aufgerufen. Der Tierattackenprofi rät davon ab und erklärt mal kurz, dass der Hai eine Haiin ist. Und schwanger. Keine Ahnung, was das für eine Rolle spielt, aber irgendwie muss man hier ja sowas wie eine Story vorgaukeln.

Meredith‘ Tochter ist zu Hause mit Oma Hernandez, oder der Babysitterin, oder irgendeiner Fremden, die einfach gerne auf Sofas pennt, oder Wasauchimmer. Tochter fährt Fahrrad. Oma geht mit dem Hund spazieren. Der springt in den See. Oma geht hinterher. Meredith kommt nach Hause und niemand ist da. Was macht sie also? Genau: Sie schnappt sich ihre Schrotflinte und rennt zum See, um den Hai abzuballern. Wie sie darauf kam, dass Oma am See ist, bleibt ungeklärt. Aber wer braucht schon Erklärungen, wenn man jede Menge Schrotflintenaction sieht? Leider sieht man davon gar nichts, weil das Budget bereits mit den 2 Dollar für die CGI-Effekte überschritten wurde.

Tochter Carly (bitte nennt eure Tochter nicht so), versteckt sich auf dem Boot von Clint, denn der ist ihr Vater. Die Cops glauben, er hat sie entführt, also soll er verhaftet werden, als er zum Boot kommt. Statt das Missverständnis aufzuklären macht Clint natürlich das einzig Richtige und haut dem Polizisten vor die Fresse und haut mit dem Boot – mit Carly drauf – ab. Ehrlich: Diese Logik löst die letzten Reste meines Verstandes langsam auf.

Tierattackentheo hat ein Boot, mit dem Meredith nach ihrer Tochter sucht. Ich spare mir jeden Kommentar zu der folgenden völlig beknackten Bootsunfallszene. Infolge dessen erschießt Meredith einen Hai und der Tierattackentyp stirbt bei einer Tierattacke. Meredith wird natürlich in letzter Sekunde von Clint aus dem See gefischt.

Es dürfte klar sein, dass Carly über Bord geht und Clint sie retten muss und dabei vermeintlich draufgeht, letztenendes aber doch dem Hai einen rechten Haken verpasst, der dann von Meredith abgeballert wird. Mit dem Rettungsboot geht es zurück an Land und hier haben wir eine glückliche Familie von Haijägern. Toll. Ich gehe Haie aussetzen …

Advertisements

Mal aktuell: Prison Break Season 05 Episode 08

Es bleibt die Hoffnung, dass man endlich komplett in den absoluten Schwachsinn abdriftet. Nah dran war man ja in den letzten Wochen schon.

Progency

Wenn schon das „Previously on …“ nur ein müdes Gähnen verursacht, weiß man, dass hier so einiges falsch läuft. Um nicht zu sagen: Einfach alles.

Es beginnt mit einem Rückblick darauf, wie Michael den Deal mit Poseidon eingegangen ist und mich interessiert das an dieser Stelle ganz und gar nicht mehr.

Die Schiffbrüchigen werden dann gerettet, weil hier nix spannend sein darf und Michael wird mit einer SMS von Saras Handy, die natürlich von ihrem Mann kommt, in eine Falle gelockt. Aber zum ersten Mal in dieser Staffel ist Scofield kein Vollhonk und durchschaut den Plan.

Trotzdem muss er natürlich schnell zurück in die Staaten, denn Poseidon hat seinen Sohn. Link hat eine Idee und ruft den Sohn von Abruzzi (der großartige Peter Stormare aus den ersten Staffeln) an, dem er Geld schuldet. Unter dem Vorwand, dass er die Kohle hat, will er sich von dem in die Staaten einschmuggeln lassen.

Den bescheißen sie dann mit der Hilfe von C-Note und Sheba, die immer noch ganz feucht wird, wenn sie sieht, wie wenig Charisma der Darsteller von Link mitbringt. C-Note verabschiedet sich und Sheba bleibt um bei der Stürzung von Poseidon zu helfen. Ja, war cool, dich für drei Sekunden noch mal zu sehen, C. Machs gut. Grüß T-Bag im nutzlosen Nebencharakter-Nirvana.

Apropos nutzlose Nebencharaktere: Die Killer diskutieren mal wieder. Der Typ will aussteigen, die Tussi denkt hoffentlich auch darüber nach aus dem Schauspielgeschäft auszusteigen, denn das ist einfach nur fürchterlich schlecht.

Whip ist auf Mission in Chicago und hat Koordinaten von Michael gekriegt, die mitten in Lake Michigan liegen.

In New York folgt ewig langes Stalling. Also darf man sich minutenlang Leute beim Spazierengehen angucken.

T-Bag betet … und ich kann einfach nicht in Worte fassen, wie sehr ich die Writer dafür hasse, wie sie diesen fantastischen Charakter komplett zerstört haben. Jedenfalls trifft er sich mit Whip und ich habe keine Ahnung warum und wie und überhaupt und wasweißich. Oh nee, ich glaube die bringen hier den „Ich bin dein Vater“-Schwachsinn. Das ist doch nicht deren ernst, oder?

Im Cliffhanger der Woche wird Link von Abruzzi weggeballert und Michael von der Killerin, die nicht spielen kann. Uiuiui, ist das mal ganz und gar nicht spannend, oder was?

Der Quark wird wöchentlich quarkiger. Immerhin hat man einen Punkt erreicht, wo es schon so scheiße ist, dass man gar nicht genug die Hand vor den Kopf schlagen kann. Ich hab Bock aufs grandiose Finale nächste Woche. Das wird ganz sicher richtig schön scheiße.

Fortbildung in amateurhafter Inkompetenz in allen möglichen Bereichen der filmischen Unfähigkeit

Vor geraumer Zeit hatte ich ja schon mal das zweifelhafte Vergnügen, einen Jochen Taubert Film hier zu besprechen, der … sagen wir, nicht gerade der Bringer war. Aber man sollte niemals unterschätzen, wie sehr man sich selbst unterbieten kann. Ich persönlich beweise das quasi jede Woche aufs neue. Und auch Jochen Taubert hat noch mal alles gegeben, um ein unfassbar fürchterliches Machwerk abzuliefern, das Fluch der Karibik 5 wie einen Kubrickfilm nach einem Drehbuch von Goethe erscheinen lassen wird. Passend zum Start des neuen Piratenfiaskos in den deutschen Kinos also hier ein Piratenfiasko, das es berechtigterweise nie bis ins Kino geschafft hat.

PIRATENMASSAKER – Deutschland – 2000 – 90 Min.

Es dauert genau den Bruchteil einer Hundertstelsekunde, um festzustellen, dass das hier mindestens genau so scheiße wird, wie der erste Taubert, der uns hier begegnet ist. Nur eben mit Piraten. Die Bildübergänge vermitteln allerdings eher den Eindruck von billigstem Cyberpunk. Vielleicht erleben wir hier also doch eine Überraschung … ach, machen wir uns nix vor. Das wird einfach wieder komplett hirn- und vor allem talentlos.

Schöne Unterwasserwelt. Ich frage mich, in welchem öffentlichen Aquarium die Haie gefilmt wurden. Und nur mal so als Tipp: Wenn man schon die Möglichkeit hat, ein Piratenschiff im Vergnügungspark um die Ecke zu filmen, dann wäre es vielleicht nicht ganz doof, einen Zeitpunkt abzuwarten, in dem nicht gefühlt 42 Wasserfontänen in die Luft spritzen und so direkt die Illusion zu zerstören, dass man hier im Piratenzeitalter rumschippert.

Okay, die Illusion will man wohl eh nicht aufrecht erhalten, denn ein normales Seegelboot zum Piratenschiff umzubauen funktioniert halt nur so semi. Und was zur verfickten Hölle geht eigentlich mit der Musik ab? Neben einem Fischerchor, der „Aloha He“ singt, dudelt noch irgendein Gedudel darunter her und jeder Bildübergang muss auch noch mit einem musikalischen Soundeffekt unterlegt werden. Remix des Todes. Wer da keinen Tinnitus kriegt, ist bereits taub.

So, jetzt aber genug der Grütze. Kommen wir zur Handlung. Die Piratencrew hat einen Mönch auf eine Insel gebracht. Und auf dieser Insel soll angeblich ein Messer vergraben liegen, auf dem eine Schatzkarte eingraviert ist. Moment mal. Die Schatzkarte ist auf dem Messer? Wie groß ist so ein Messer? 10 Zentimeter? Was für eine Schatzkarte passt da schon drauf? Wie gut versteckt kann der Schatz bitte sein? Der Mönch lacht, wie es eben ein echter Mönch damals getan hat. Da waren die noch nicht so ernst drauf mit Schweigegelübde und allem. Da konnte man auch mal ein Späßchen machen. Oder eben so tun, als wüsste man von gar nix.

Messerjockel will aber natürlich sofort zu dem Messer geführt werden. Der Mönch hebt die Arme, labert irgendwelchen Jibberisch und aus dem Wald kommen die Räuber. Oder Mönche. Oder maskierte Volldeppen in billigen Kutten. Oder wasauchimmer. Ich will jetzt wirklich nicht auf die Action und vor allem die unfassbaren Sterbeszenen eingehen, weil sie einfach unfassbar sind.

Viel wichtiger ist ohnehin die Frage, wo plötzlich der Musketier und seine blonde Ische hergekommen sind, die da durch die Gegend laufen.

Das Piratenschiff wird jedenfalls abgefackelt, wie uns einer der Charaktere verrät „Mein schönes Schiff brennt lichterloooooooooooh!“ und geht dann unter, wie uns die blonde Ische verrät „“Das Schiff sinkt.“ Zur passenden Atmosphäre trägt grottenschlechte Technomusik bei, denn die macht jede Szenerie direkt noch mal schlechter. Vor allem in einem PIRATENFILM!!! Wenn der Twist hier nicht ist, dass Guybrush Threepwood und sein Bruder Chuckie nur im Vergnügungspark Piraten spielen und dabei Techno hören, ist das alles komplette Scheiße im Quadrat. Und ich kenne die Antwort jetzt schon.

Der Käptn will einen Mönch lynchen, aber als er ihm die Maske abzieht, stellt er fest, dass es eine Frau ist. Also geht er einfach wieder und … hat der ernsthaft Turnschuhe an? Come on! Gebt euch doch wenigstens etwas Mühe.

In einem Anflug von ganz großer Comedy wird ein Pirat von einer Armbrust ins Bein getroffen und schlägt vor, dass die anderen besser ohne ihn weiterlaufen. Ein Gag, der niemals alt wird. Als ihn ein Speer endgültig erlegt, ist klar, dass er recht hatte. Hätte er mal glaubhafter gespielt. Diese Sterbeszenen sollten wirklich an jeder Schauspielschule als abschreckendes Beispiel verwendet werden.

Wer ist sie denn jetzt? Zwei Mönche verfolgen eine Frau in grünem Kleid und ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund, wird andauernd der Ton abgeschnitten und beginnt von vorne. Nicht mal den Sound kriegen die hin. Es ist unfassbar. Sie stirbt. Die Szene war also nicht nur scheiße, sondern auch völlig sinnlos.

Die übrigen Piraten verstecken sich in einem Loch und beobachten den mönchischen Kannibalismus. Den Geräuschen nach zu urteilen, könnten sie auch Zombies sein. Aber das wäre ja lächerlich.

Einer der Piraten wird angeschossen, als er den Schiffsjungen rettet, der kein Blut sehen kann und zusammenbricht.

Dann wird erstmal gepennt und geträumt. Von Titten natürlich. Und einem Mauscursor, der das Video mit besagten Titten startet. Schon die Piraten träumten also von Internetpornografie. Die anderen Piraten spielen am Ständer des Pornoträumenden rum, aber dann stirbt der Schiffsjunge, was diese grandiose Szene unterbricht. Nur der Angeschossene überlebt die nächste Attacke und liefert sich einen unglaublich spannenden Messerkampf mit einem Mönch … und verliert. Ach so, dass sich einer der Mönche den Ständer des toten Tagträumers reinpfeift muss ich wohl nicht erst erwähnen, oder?

Ich frage mich nebenbei, warum die Leichen so komisch rumstöhnen, wenn sie gefressen werden. Doch Zombies?

Oh, der Musketier und seine blonde Trulla sind auch noch da. Offenbar waren sie auf dem Piratenschiff, weil sie dachten, es wäre ein Handelsschiff. Moment mal … Also mal davon abgesehen, dass die Blondine und der Musketier wirklich nicht die schärfsten Degen im Fechtkampf sind, was sind das denn bitte für Piraten, die irgendwelche Honks einfach mal so durch die Gegend schippern? Betreiben die nebenbei ein Kreuzfahrtunternehmen, oder wie soll ich mir das vorstellen?

Und da ist noch ein Musketier. Und er läuft mit einem fetten Piraten durch die Gegend. Es ist schon bemerkenswert, wie es dieser Film schafft, so viele Charaktere unterzubringen, ohne auch nur einen einzigen Charakter zu haben. Irgendeine Tussi isst einen Arm und einer der Trottelpiraten schleicht sieben Stunden um sie herum, ohne sie zu bemerken. Vielleicht sollte er sich dem Musketier und der Blondine anschließen. Zusammen kriegen die vielleicht eine halbe Gehirnzelle zusammen. Kampf. Beide sterben. Mir egal.

Der Käptn latscht mittlerweile mit der Trulla durch die Gegend, die er vorhin nicht gekillt hat. Er versucht ihr zu erklären, dass er einen Schatz sucht. Scheinbar sind sie die Hauptcharaktere hier, denn sie verraten ihre Namen. Tia und Mick. Ich werde es in drei Sekunden vergessen haben. Immerhin zieht sie ihre Kutte aus und läuft ab jetzt im Amazonenlook rum.

Wisst ihr, was wir noch gar nicht hatten? Grottenschlechte Rockmusik. Passend zu unfassbar lahmer Action, die es hier ohnehin am Fließband gibt. Ich gehe jetzt mal nicht auf die Pulverfassszene ein. Nur soviel: Wunderkerzen, die zumindest den Eindruck einer Zündschnur vermitteln könnten, gibts zu hundert Stück schon unter 5 Euro. Hier hat man darauf verzichtet. Das Budget von dieser Scheiße sollte damit ausrechenbar sein.

D’Artagnan stirbt und Blondie muss alleine klar kommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht weit kommen wird. Und da wird sie auch schon von einem Kannibalenmönch geschnappt.

Der Peitschenaugust mit der Zipfelmütze peitscht eine rothaarige Trulla und ihre Freundin und frisst dann ihre Organe. Käptn Fatso und die Amazone beobachten das Treiben und gehen dann lieber mal weiter. Musketier B und der andere fette Pirat latschen auch noch rum. Sterben aber dann irgendwann völlig unspektakulär.

Die Amazone befreit Blondie, die noch lebt. An anderer Stelle latscht noch ein Pirat mit Blondie Zwo rum. Keine Ahnung, wo die herkommen. Habe ich wohl verpasst.

Zeit für grottenschlechten Schnulzenrock. Warum weiß nur Herr Taubert selbst. Das letzte, an das ich denke, wenn ich Vollhonks durch einen Wald tapern sehe, ist Schnulzenrock. Aber hey, jedem seinen Fetisch …

Ich denke, es ist für die geistige Gesundheit aller – vor allem meiner eigenen – besser, wenn ich den Rest etwas abkürze. Im Endeffekt passiert ohnehin nur noch 20 Minuten lang genau das, was schon in der letzten Stunde passiert ist. Mönche und Piraten töten sich gegenseitig im Wald. Irgendwann sind dann nur noch Käptn Fettbacke, die Amazone und die blonde Trulla übrig. Letztere kriegt einen Giftpfeil in die Titten, was die Amazone dazu veranlasst, ihr das Gift aus dem blutenden Bauchnabel zu saugen. Ernsthaft, in diesem Film kriegen die nicht mal sowas simples wie Kontinuität innerhalb von drei Sekunden gebacken. Und dann stirbt sie, ohne dass man jemals ihre Titten gesehen hat. Was für eine Zeitverschwendung.

Käptn Fatman findet das Messer – das jetzt nebenbei ein Dolch ist, was von Anfang an sinnvoller gewesen wäre – und flieht mit der Amazone vor den Mönchen. Die hat aber keinen Bock mehr zu fliehen und will stattdessen den Käptn knallen. Der kriegt aber einen Pfeil in den Arsch und stirbt auf der Stelle. Also: Giftpfeil in Titten = Lebenserwartung von gefühlt drei Stunden. Normaler Pfeil in Arsch = Instant Death. Muss an der Blutzirkulation liegen, die im Arsch einfach stärker ist, als in Titten. Immerhin lernt man hier was über Biologie.

Tia trifft dann einen Mönch, den sie kennt und es gibt Techno, während der Mönch Tia vor den anderen Mönchen verteidigt. Ich glaube ehrlich gesagt, ohne den Versuch von Handlung wäre der Film besser. Der Mönch stirbt und Tia haut ab. Jede Menge Gerenne und der übliche Käse eben, dann versteckt sie sich in einem Loch, hackt einem toten Mönch das Bein ab und wirft es in einen See, in dem offenbar ein Hai rumschwimmt, wie uns ein Cut ins Aquarium wohl weismachen will. Sie wirft auch noch den Dolch rein und einer der Mönche stürmt hinterher ins Meer. Ach, der Tümpel sollte der Ozean sein. Hätte ich um ein Haar nicht erkannt. Mit der Moral „Den Schatz des Lebens, sucht man oft vergebens“ endet der Müll und ich denke, es ist klar, dass man Talent manchmal auch vergebens sucht.

Tja, was soll man dazu noch sagen? Es ist alles so unglaublich schlecht, dass es noch nicht mal wieder gut ist. Ein Haufen Idioten im Wald, die sich beim Piratenspielen filmen ist eben kein Trash sondern einfach Crap, mit dem man den besten Freunden auf den Sack gehen kann, nachdem man die Dias vom letzten Urlaub durchgeguckt hat. Ist nämlich genau so spannend und genau so unterhaltsam. Also gar nicht. Ich gehe mein Messer suchen …

Mal aktuell: Alien Covenant

Wer hätte gedacht, dass ich mal in einen Ridley Scott Film ins Kino gehe? Der lahmarschigste Hollywoodfatzkenregisseur aller Zeiten lockt bei mir ja in 90% der Fälle nur ein müdes Gähnen hervor. Aber wenn die Xenomorphs rufen, dann muss ich halt doch mal gucken. In der Hoffnung, dass Scott die nicht komplett zerstört.

ALIEN: COVENANT – USA – 2017 – 123 Min.

Im Gegensatz zu vielen anderen, fand ich ja „Prometheus“ gar nicht mal so scheiße. Klar, kein Meisterwerk, aber kann man mal machen. Und wenn man einen machen kann, kann man natürlich noch mehr machen. Am besten gleich tausend Prequels, fortsetzend eben mit Alien: Covenant.

Und wenn man das schon macht, dann macht man es am besten so, wie es jeder Hollywoodblockbuster heutzutage macht. Also mit möglichst wenig Einsatz für möglichst hohe Einnahmen.

Das beginnt natürlich mal wieder mit den Charakteren. Oder den seelenlosen Hüllen, die man heutzutage so nennt. Da ist die Protagonistin namens Dani, deren Charakter es ist, eine Frau zu sein, die gerade ihren Mann James Franco verloren hat. Das würde vielleicht etwas mehr mitnehmen, wenn das nicht als allererstes passieren würde und ich weder Franco noch sie kenne. Es ist mir also scheißegal. Dann wäre da noch der Captain mit seinem Glauben, den man ja durchaus mal einbauen könnte, aber wozu denn. Zu sagen, dass er glaubt, reicht ja auch. Und dann ist da noch Danny McBride, der einen Hut hat. Und alle anderen haben keinen. Das unterscheidet ihn also vom Rest. Und sonst nix. Ach doch, alle sind verheiratet und haben ihre Ehepartner mit dabei. Das soll wohl sowas wie Dramatik erzeugen. Aber man lernt ja keinen davon kennen, also können die Ehepartner ruhig wie die Fliegen fallen. Es interessiert einfach nicht.

Das beste am Film ist wenig überraschend Michael Fassbender. Aber retten kann er den Quark hier natürlich auch nicht. Mal davon abgesehen, dass seine Doppelrolle für den vorhersehbarsten Twist in der Filmgeschichte genutzt wird.

Wer jetzt denkt, der Film könnte ja wenigstens Horroratmosphäre haben, wie damals Teil 1, dem kann ich nur sagen: Geh in deinen Keller, da ist es gruseliger. Zu keiner Sekunde kommt sowas wie Stimmung auf. Spannung existiert ebenfalls nicht, da ziemlich klar ist, wo der Alien lang läuft. Fremder Planet, Infizierung, Blahblah, Getöse, Alien im Raumschiff, raus damit, lahmer Twist, Feierabend.

Natürlich kann ich nicht anders, als auch noch auf die Effekte einzugehen. Und meine Herren, wer das CGI in diesem Film noch verteidigt, der ist endgültig komplett verblendet von der Hollywoodcomputereffekthascherei. Die Brustkorbszene könnte auch direkt aus einem billigen Asylumfilm stammen. Das kann doch wirklich nicht der Anspruch sein, den man bei einer Millionenproduktion hat.

Am Ende bleibt nicht viel hängen. Ich bin seit einer Stunde aus dem Kino und hab den Rest schon wieder vergessen. Schwacher, größtenteils langweiliger Film. Ridley Scott strikes again.

Wer labert die größte Scheiße

Spontan entstanden aus einem kleinen Facebookpost gibt es jetzt hier eine Auswahl des Kackgelabers, dass die Filmschaffenden so von sich geben. Weil, sind wir mal ehrlich: Die labern alle eine unfassbar gequirlte Kacke, das muss man einfach auch mal sammeln.

Fangen wir doch an mit meinem persönlichen Liebling Ridley Scott. Der Vogel gibt ja wirklich nur noch widersprüchlichen Käse von sich. Ist zwar schon ein paar Tage her, aber als er mal in einem Interview nach Superheldenfilmen gefragt wurde, meinte er, dass er zwar schon oft angefragt wurde, aber darauf keinen Bock hat, weil er lieber „gute Geschichten“ erzählen will. Lobenswerte Sache. Und jetzt macht er 4!!!! Alien-Filme UND ist im Gespräch für den Batman-Film. Man muss natürlich abwarten, was davon dann wirklich umgesetzt wird, aber die Aussagen sind einfach komplett widersprüchlich und das ist nicht das erste Mal bei ihm. Entweder merkt er selbst nicht mehr, was er für einen Scheiß labert oder es ist ihm einfach scheißegal. Ich tippe auf eine Mischung aus Beidem.

Johnny Depp ist wieder auf Schiffstour. Zum bereits fünften Mal spielt er Captain Jack Sparrow. Und wenn man seine ganzen anderen Rollen dazu nimmt, die alle an diesen Charakter angelehnt sind, spielt er ihn schon zum gefühlt 42. Mal. Diese Aussage ist mit etwas Vorsicht zu genießen, da sie nicht von ihm selbst kam, sondern vom Drehbuchautor des neuen Piratenschinkens, aber ich wollte sie trotzdem mit rein nehmen, weil sie so dermaßen dämlich ist. So hat laut dem Autor, Johnny Depp den ersten Entwurf des Drehbuchs zu „Fluch der Karibik 5 “ abgelehnt, weil „es eine weibliche Antagonistin gab und man das ja schon in ‚Dark Shadows‘ gehabt hätte, wodurch das unnötige Vergleiche nach sich ziehen könnte“. Äh, was? Also ist jeder Film mit einer weiblichen Antagonistin jetzt direkt wie „Dark Shadows“? Und ist dann nicht automatisch jeder Film mit einem männlichen Antagonisten wie … 99% aller Filme da draußen? Und ist nicht angeblich im neuen Film Barbossa wieder ein Antagonist? Und hatten wir das jetzt nicht auch schon mehrmals? Hoffentlich vergleicht jetzt keiner den Film mit Teil 1, sonst könnte man noch auf den Gedanken kommen, dass der neue Film komplette Scheiße ist. Ungefähr so scheiße, wie das Gelaber von Depp; sofern es denn der Wahrheit entspricht.

Unübertroffen dürfte momentan aber selbstverständlich Anthony Hopkins sein. Ihr wisst schon, der Mann, der einst Hannibal Lecter verkörperte und auch … andere Rollen gespielt hat. Mir fällt zwar gerade keine ein, aber sie werden wohl alle zumindest minimal besser gewesen sein, als in „Transformers“ mitzuspielen. Aber Hopkins sieht das komplett anders. Denn laut ihm ist „Michael Bay ein Genie“, das auf einer Stufe mit Oliver Stone, Steven Spielberg und Martin Scorsese steht. „Brilliant.“ Vermutlich hat er nie „Pearl Harbor“ gesehen. Oder er hat eine Vorliebe für explodierende Scheiße entdeckt, Scheiße labern kann er jedenfalls schon richtig gut.

 

Natürlich kann es auch sein, dass die ein oder andere Aussage aus dem Kontext gerissen wurde. Aber Scheiße labern sie trotzdem jede Menge. Falls ihr auch noch irgendwelches Kackgelaber habt, lasst es mich wissen. Dann kann ich demnächst noch einen weiteren Post machen, der zeigt, wie viel Scheiße die Stars labern.

Mal aktuell: Prison Break Season 05 Episode 07

Letzte Woche ist man auf dem absoluten Tiefpunkt der Serie angekommen, als man endgültig alles, was die Serie mal ausgemacht hat, wegwarf und zur reinen lahmarschigen Actionserie mutierte. Dementsprechend ist mir jetzt alles scheißegal und ich sehne nur noch das Ende herbei, bei dem hoffentlich alle sterben. Vor allem die Autoren dieser hirnlosen Kacke.

Wine Dark Sea

Oh, das erklärt natürlich alles. Die Autoren haben die ganze Zeit gesoffen und kamen dann auf diese glorreichen Anti-Ideen und diesen dämlichen Folgentitel. Ich habe gerade kurz darüber nachgedacht, ob es vielleicht die selben Autoren wie von den letzten „Dexter“-Staffeln sind, aber das wäre ein zu großer Zufall. Und in einer guten Welt würden die ohnehin nie wieder Arbeit finden.

Michael ist vergiftet und nur ein Doktor kann ihm helfen: Seine Frau. Eigentlich ja Ex-Frau. Wobei, wenn er gar nicht tot ist, sind die dann nicht noch verheiratet? Und würde das nicht bedeuten, dass sich Sara gerade einen Harem aufbaut mit ihrem neuen Mann und Michael? Jedenfalls bricht sie auf in die Wüste, um Michael zu retten.

Der Koreaner bleibt im sicheren Dorf, die anderen brechen auf. Die bösen Killer sind … böse Killer … und mir dermaßen scheißegal, dass ich nach drei Sekunden schon wieder vergessen habe, worüber sie gerade gesprochen haben.

Sara braucht genau 4,7 Minuten, um aus Amerika in den Jemen zu reisen. Das muss ein Rekord sein. Und natürlich rettet sie Michael das Leben. Der verrät dann im Megatwist, dass Saras Mann Poseidon ist. Wow. Ist ja nicht so, dass man das schon in Folge 1 in Minute 5 komplett vorausgesehen hat.

Link ruft Sucre an, damit der auch mal wieder vorkommt nachdem er ja schon in Folge 1 einen 2 Minuten Auftritt hatte. Dieser hier dauert nur 1 Minute, denn sie wollen von ihm abgeholt werden, da er auf einem Frachter rumschippert, mit dem sie nach Hause kommen können. 30 Sekunden später sind sie auch schon auf dem Frachter. Meine Fresse, kann man hier nicht mal irgendwie ein Gefühl von Zeit vermitteln? Oder noch besser, mal sowas wie Spannung aufbauen und nicht jedes Problem innerhalb von 5 Sekunden lösen.

Sucre hat eine Gummipuppensammlung in seinem Schrank. Ich sage da jetzt mal nix zu, bin mir aber ziemlich sicher, dass sie mit deren Hilfe später noch im Meer treiben werden. Sara ist schon wieder zu Hause. Der Rückflug hat sogar nur 3,6 Minuten gedauert. Sara bricht Rekorde am Fließband heute.

Navy-SEALS stürmen den Frachter und suchen nach Michael und Co. Sucre hat sich zur Ablenkung fesseln lassen, damit die anderen sich verpissen können. Hoffentlich haben sie sich gemerkt, wo die Gummipuppen sind. Sucre haut unterdessen den Käpten um und bringt den Frachter auf Kurs raus aus den internationalen Gewässern, damit die SEALS nix mehr machen können.

Bei Sara zu Hause geht mir alles am Arsch vorbei. Sara hat ne Waffe und will die Wahrheit von ihrem Mann wissen. Blah. Ach so, er hat natürlich ihren Sohn und Blah.

Die SEALS hauen ab und bomben den Frachter mit einer Rakete weg. In letzter Sekunde können die Jungs noch abspringen. Gummipuppenschwimmkurs incoming.

Was für eine unfassbare Grütze.

Die 5 Besten … Filmkreaturen

Letzte Woche war ich bei Goranas 5 Besten nicht dabei, einfach weil ichs irgendwie verpasst habe. Und Freitag hatte ich dann keine Zeit und so war das dann halt einfach nicht drin. Aber über Serien habe ich hier ja eh schon oft genug gequatscht. Guckt einfach „Shameless“ und dann habt ihr den geilsten Scheiß am Start. Heute ist das Thema ohnehin viel cooler, denn es geht um

DIE 5 BESTEN FILMKREATUREN

Wenn da der Filmschrottplatz nicht die absolut richtige Anlaufstelle ist, dann weiß ich auch nicht.

5 Die große Kralle aus „The Giant Claw“

Leider noch nicht auf dem Filmschrottplatz verewigt, aber eine Kreatur die aussieht wie der ultimative Todestruthahn muss natürlich in die Liste.

4 Die Mogwais aus „Gremlins“

Wenn man die Regeln beachtet das wohl süßeste Haustier der Welt. Wenn man sie bricht das wohl tödlichste Haustier der Welt. Ich will einen haben, auch wenn ich die Regeln sicher nicht beachten würde.

3 Xenomorphs aus „Alien“

Ich habe lange überlegt, aber sie müssen dann doch rein, weil die Viecher einfach der absolute Horrorshit sind. Sie sehen furchteinflößend aus, sie verhalten sich furchteinflößend und sie sind einfach furchteinflößend in allen Belangen.

2 Der Jellyfishman aus „Sting Of Death“

Wenn eine Killerkreatur aus einem mit Algen behangenem Taucheranzug und einem aufgeblasenen Müllbeutel besteht, sollte ziemlich klar sein, dass sie ganz weit oben in so eine Liste gehört.

1 Die Froschmutanten aus „Hell Comes To Frogtown“

Das sollte ja jetzt wirklich niemanden überraschen. Froschmutanten sind einfach die besten. Quak, ihr Affen.

HONORABLE MENTIONS: Der Pinata Dämon aus „Demon Island“, die Tremors, die Critters, Pulgasari, der Toxi Avenger, Predator

 

Grundlose amazonische Urwalderkundung

Heute gibt es hier einen echten Leckerbissen. Nach all den Jahren hier auf dem Filmschrottplatz schafft es heute endlich einer der größten Regisseure aller Zeiten, seinen verdienten Platz hier einzunehmen. Die Rede ist natürlich von niemand geringerem als Tarantini. Wir kennen den ja alle durch Meisterwerke wie „Politess im Sittenstress“ oder „Flotte Bienen auf heißen Maschinen“ oder auch „Ausgestoßen – Nackte Gewalt im Frauengefängnis“  und vor allem „Helm auf – Hose runter“. Mit anderen Worten: Wir haben alle seine Lieblingstitten gesehen. Gucken wir mal, was für Titten es hier zu sehen gibt:

NUDO E SEVAGGIO – Massacre in Dinosaur Valley – Amazonas: Gefangen in der Hölle des Dschungels – Italien – Brasilien – 1985 – 88 Min.

Es ist also einer dieser Filme mit tausend Namen, von denen einer dämlicher als der andere ist. In Großbritannien kam der Spaß hier nebenbei unter anderem als „Cannibal Ferox 2“ auf den Markt. Es sollte also klar sein, was uns hier erwartet. Tolle Titten, tote Tiere, tödliche Langeweile. Na dann mal los.

Ich bin mir nicht sicher, ob es gut oder schlecht ist, dass der Film mit einer fröhlichen Busfahrt durch die Walachei, zu fröhlicher Dudelmusik beginnt. Ich erwarte jeden Moment Bud Spencer, der „Roar, roar, roar“ mit kleinen Kindern singt. Im Bus ist aber nicht Bud Spencer, sondern Professor Ibanez (der zwar aussieht wie Bud Spencer, aber viel dünner und weniger schlagfertig ist) mit seiner Tochter. Kurz darauf kommt Kevin (der aussieht wie Terence Hill, nachdem er durch den Wäschetrockner gelaufen ist) auf der Ladefläche eines Bananenlasters ebenfalls im Hotel an. Und auch irgendein Fotograf mit seinen Models ist da. Ich blende die schlechte Comedy mit dem fetten Fahrer, der die Models beim Umziehen bespannt, an der Stelle mal aus.

Kevin will ins Dinosaur Valley. Aber er findet niemanden, der ihn dahin fliegen will. Beim Hahnenkampf im Hotel treffen sich dann alle und es kommt zu Stress, als irgendein Perverser einem der Models einfach mal so die Titten aus der Bluse holt. Kevin eilt zur Hilfe und findet sich schnell zwischen zwei Kampfkolossen wieder, die er nicht mal mit einem Stuhl erledigen kann. Es folgt Gekloppe wie bei Terence Hill nur in grottenschlecht. Später kommt das Model zu Kevin ins Zimmer, um ihm zu danken. Terence war ja auch immer der Weiberheld. Das kann alles kein Zufall sein.

Kevin besucht am nächsten Morgen den Professor und überrascht erstmal dessen Tochter unter der Dusche. Der Tittencounter steigt kontinuierlich an. Jedenfalls will Kevin wohl, dass der Professor mit nach Dinosaur Valley kommt, weil … er ein Buch darüber geschrieben hat, glaube ich. Vor lauter Sexismus steig ich nicht mehr so ganz durch hier.

Jedenfalls sitzen dann alle im Flieger nach Dinosaur Valley. Warum die Models dabei sind, weiß ich nicht, aber sonst hätte man halt zu wenige Titten an Bord. Passt also. Ein Kriegsheld und seine Frau, die modisch irgendwo in den 50ern hängen geblieben ist und sich scheinbar für Marilyn Monroe hält, sind auch dabei. Um ehrlich zu sein, habe ich absolut keine Ahnung, warum überhaupt jemand in dem Flugzeug sitzt. Was Kevin im Dinosaur Valley will, wurde auch nie erklärt. Bei allen anderen sowieso nicht. Ist aber auch egal denn das Flugzeug stürzt ab. Mitten im Dschungel. Warum weiß ich nicht. Ich glaube, der Pilot war Franzose. Das muss als Erklärung an der Stelle reichen.

Unter Führung des Kriegshelden tapern die Überlebenden durch den Dschungel und folgen einem Fluss. Wo der hinführt ist wohl jedem klar. Nämlich zu aufgespießten Totenköpfen mitten im Busch. Gegen Abend machen sie Pause und Kriegsheld John muss seine Frau von Blutegeln befreien. Das gibt mir Zeit, mal zu gucken, wer eigentlich noch da ist. Also Kriegsheld John und Marilyn Monroe sind klar. Kevin sowieso. Der Fotograf ist auch am Start und zwei seiner Models. Vom Professor ist nur noch seine Tochter übrig, was die Frage aufwirft, warum der Professor dann als so wichtig hingestellt wurde. Tochter Prof wird von einer Schlange bedroht. Kevin wirft die Schlange todesmutig zurück in den Busch, aus dem sie kam. Ich gebe mal keinen Tipp ab, wer am Ende überleben wird.

Titten in Nahaufnahme, weil das einfach mal sein muss zwischendurch. Kurz darauf wird der Fotograf von Piranhas angefressen. Weil er heult wie ein kleines Mädchen, wird er von John abgestochen. Kevin und John geraten dann aneinander und Terence Hill wäre stolz auf den Kampf, den Kevin dem Kriegshelden liefert. Beide fallen in den Fluss und nur John kommt wieder raus. Kevin taucht aber natürlich an anderer Stelle wieder auf und muss sich alleine durch den Dschungel schlagen. Nebenbei ist das so beschissen geschnitten, dass ich fünf Minuten gebracht habe, um zu registrieren, dass beide noch leben.

Oh, Kannibalen. Wurde ja auch Zeit. Marilyn Monroe landet im Treibsand. John kann gerade nicht helfen, weil ihn Kannibalen jagen. Einige Pfeile in Rücken und Brust später, hätte er sich auch einfach in den Treibsand werfen können.

Kevin ist natürlich der Einzige, der die Frauen aus dem Kannibalendorf retten kann. Da laufen übrigens alle Frauen oben ohne rum, weil das in einem gut organisierten Kannibalendorf zum guten Ton gehört. Kevin schiebt alle Kanus in den Fluss, weil … er nicht gerne Boot fährt? Ich schätze mal, damit sie ihm nach der Rettungsaktion nicht folgen können. Aber abwarten.

Eine singende Strohgardine mit Eichel auf dem Kopf leitet das Ritual der Kannibalen ein. Dann kommt aber der absolute Oberkannibale mit seiner Triceratopsmaske, um weiterzumachen. Und ich sage es wie es ist: Ich will diese Maske haben. Die ist der Hammer. Mit seiner Megakralle schlitzt er einem Model die Titten auf. Kevin hat genug gesehen und wirft eine Granate ins Dorf. Fragt mich nicht, wo er die her hat. Anschließend flieht er mit den Mädels natürlich durch den Dschungel. Mit meiner Bootfluchttheorie lag ich nebenbei goldrichtig.

Nachdem man etwas rumgepaddelt ist, fährt man direkt in eine Falle. Aber Kevin ist der beste Schrotflintenschütze der Welt und kann aus zehn Meter Entfernung ein Netz damit so zerteilen, dass sie durchpaddeln können. Kurz darauf macht man mal Pause und es ist wirklich sowas von klar, wer hier überleben wird. Arme Blondie. Du wirst auch noch deine andere Brust verlieren, da bin ich sicher. Nach der obligatorischen „Wir werden sterben, lass uns ficken“- Szene, finden die zwei halbtote Inder im Wald. Und deren Besitzer Pistolenbob. Der betreibt scheinbar einen Sklavenhandel im Dschungel. Denke ich. Keine Ahnung, was man sonst mit halbtoten Indern im Busch machen könnte.

Jedenfalls lädt China, so der Name von Pistolenbob, sie zu sich nach Hause ein und da wird Kevin ausgeknockt und zu den Schweinen verfrachtet. Die Mädels werden natürlich eingesperrt und für spätere Sexsklaverei warm gehalten. Kevin wird richtig gemein und nennt China einen „fat, smelly, evil bastard“. Ich fürchte, davon wird der sich nie erholen. Während die beiden so rumschwadronieren, vernascht Chinas Frau, oder Geliebte, oder Schwester, oder Bekannte, oder Wasauchimmer, Blondie mit den Tittenkratzern. Kurz danach wird Kratztitte abgeknallt. Einfach so. Weil ja aus Prinzip immer nur ein Mann und eine Frau überleben dürfen.

China macht sich des nachts über Tochter Prof her und Kevin sitzt immer noch bei den Schweinen. Aber natürlich kann er sich dann irgendwann befreien. UNd zwar, indem er sich das Handgelenk blutig rubbelt und ein Schwein das Seil durchbeißt. Kevin baut sich ein paar Speere und geht zum Angriff über. Nach einigen Minuten des Speerwurfs für Fortgeschrittene, lenkt er China mit einer Schlange ab und erspeert ihn. Anschließend bombt er die Hütte weg und kapert den zufällig gerade vorbeikommenden Helikopter zur erfolgreichen Flucht und glücklicherweise dem Ende des Films.

Ein Fest für jeden Tittenfan. Ich gehe meine kannibalistische Diät erneuern …

Der Fahrstuhl im Film

Franziska von Adoring Audience und dieser Typ, der einen eigenen Filmschrottplatz hat, haben was über Fahrstühle in Filmen geschrieben. Und es kommt nicht nur „Die Hard“ drin vor.

Leider bin ich zu doof zum rebloggen also gibts hier den Link. Lest mal rein und wer Lust hat darf gerne mitmachen.

FILMISCHE OBJEKTE: DER FAHRSTUHL

Mal aktuell: Prison Break Season 05 Episode 06

4 Folgen ham wa noch. Also noch jede Menge Zeit, todlangweiligen Scheiß aneinanderzureihen, den man genau so schon in den ersten 4 Staffeln gebracht hat. Wu-fucking-hu!

Phaecia

Die Flucht geht natürlich weiter und Michael freut sich, dass er mal wieder improvisieren kann. Diese Improvisation besteht daraus, sich ein Auto zu besorgen und mit tausend Verfolgern an der Stoßstange durch die Stadt zu brettern.

Die Killer von Poseidon dürfen auch mal für zwei Sekunden miteinander reden. Sie wollen natürlich Kaniel Outis töten. Sie ist dabei voll auf den Job fixiert, er meint, man könnte auch mal was hinterfragen. I don’t give a fuck. Können von mir aus beide verrecken.

Sheba ruft an und turtelt mit Link rum. Es ist einfach alles unfassbar grauenhaft und langweilig. Macht doch mal irgendwas cooles. Zum Beispiel an einer Tankstelle mitten in der Wüste anhalten und da dann einfach absolut nichts von Interesse zu machen, außer zu tanken. Poseidon sieht das alles über eine Drohne und rufen mal schnell den Ober-ISIS-Fritzen an, um ihm zu verraten, wo die Flüchtigen sind.

Wüsten-Mega-Baller-Action an der Tanke muss natürlich folgen. Anschließende Verfolgungsjagd durch die Wüste ebenso. Dabei geht der Wüstenführer drauf und jetzt steht man halt in der Wüste und weiß nicht wohin.

Michael lenkt dann den letzten Verfolger ab und killt ihn mit einem Schraubenzieher, wird dabei aber selbst verletzt und steht halbtot in der Wüste rum. Die anderen finden mit Hilfe der Möwen aus der Wüste, weil Möwen immer hilfsbereit sind.

Mit Feuerwerk zeigen Link und Co. Michael dann den Weg aus der Wüste und der kommt natürlich halbtot bei den anderen an. Der nächste Arzt ist aber in der Stadt, aus der sie gekommen sind. Uiuiui, wird Michael es schaffen? Wen interessierts …

Selten habe ich etwas so langweilig inszeniertes gesehen wie diese Folge. Es geht wöchentlich mehr bergab. T-Bag, Sara und Co. spielen gar keine Rolle mehr. Alles nur blah.