Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Postapokalyptisches Verhalten Für Megapotente

HELL COMES TO FROGTOWN – USA – 1988 – 86 Min.

Aus gegebenem Anlass wird heute mal auf das übliche Palaver zu Beginn verzichtet, denn das würde nur von dem unfassbar großartigen Titel ablenken. Jetzt mal ohne Scheiß: Ein Film, in dessen Titel die Wörter Hölle und Froschstadt vorkommen, kann einfach nur unglaublich genial sein. Hier kommt der Beweis:

Nach einem Atomkrieg, der nur zehn Tage angedauert hat, liegt die Welt in Schutt und Asche. Zehn Jahre später wird ein Schwarzer mit Strohhut erschossen, was nebenbei absolut nix mit dem Rest des Films zu tun hat. Es folgt der wohl schlechteste Vorspann der Filmgeschichte.

Sam Hell hat den coolsten Namen den ein Mann nur haben kann. Das ändert aber nix an der Tatsache, dass er wegen sexueller Belästigung hinter Gittern sitzt. Was Sam Hell aber noch ne ganze Ecke cooler macht, ist der Fakt, dass er der letzte Mann auf Erden mit einer geladenen Waffe in der Hose ist. Mit anderen Worten: Nur er alleine kann die Ladys noch beglücken. Warum sich die ganzen anderen Typen noch nicht von ner Brücke gestürzt haben bleibt ungeklärt. Nebenbei ist ein weiterer Aspekt in dieser Zukunftsvision eines völlig Durchgeknallten das Verbot von Kondomen. Wobei die Frage erlaubt sein sollte warum es die Dinger eigentlich noch gibt, wenn doch sowieso keiner mehr ne Ladung zum Verschießen hat.

Nachdem man festgestellt hat, dass Hells Lachse noch Fluss aufwärts schwimmen wird entschieden, dass er als Befruchter aller weiblichen Überlebenden herhalten muss. Ein Traum wird wahr. Damit er beim Versuch die Erde neu zu bevölkern nicht auf die Idee kommt in fremde Betten zu hüpfen, wird Hell ein Keuschheitsgürtel verpasst, auf dem klar und deutlich zu lesen ist, dass das Paket zwischen seinen Beinen sich ab sofort im Besitz der Regierung befindet. Was noch erschwerend hinzukommt: Der Keuschheitsgürtel enthält eine Bombe, die Sams Privatsphäre in Stücke sprengt wenn er sich zu weit von seiner Bewacherin Spangle entfernt. Zusammen mit dieser und einer weiteren Tussi geht Hell auf eine Mission, um die empfangsbereitesten Frauen aus den Klauen der Froschmutanten in Frogtown zu retten.

Nur um das noch mal kurz zusammenzufassen: Der letzte potente Typ auf Erden wird mit einer Bombe an seinem Beutel bestückt und anschließend auf eine Selbstmordmission geschickt, um Frauen aus der Gefangenschaft eines Froschmutanten zu retten, der diese für seinen Harem braucht. AWESOME STUFF!

In einem pinken Pick-Up Truck geht es durch die Wüste. Die Grenzpatroullie macht kurze Probleme, aber mit einem Maschinengewehr kann man sie dann doch überzeugen sie weiterfahren zu lassen. Bei einem Boxenstopp versucht Hell zu fliehen, aber die Installation an seinem Gehänge bereitet ihm schnell Schmerzen. Flucht gescheitert.

Da Hell dermaßen überpotent ist, versucht er Spangle flachzulegen, die ihm direkt wieder Stromstöße durch den Sack jagt. Fraglich, wie potenzfördernd das auf Dauer sein mag. In der Nacht schleicht sich allerdings die andere Begleiterin in seinen Schlafsack. Spangle ist nicht erfreut. Allerdings frage ich mich, wie die Tussi überhaupt an sein bestes Stück rankommen wollte, ohne dass die Bombe hochgeht.

Nach einem Streit wird Mr. Potenz aus der Karre geschmissen und muss hinter den Weibern im Auto herrennen, damit sein Gehänge nicht plötzlich den Halt verliert. In der Nacht findet man ein Mädchen. Es stellt sich heraus, dass sie gerade extrem empfangsfreudig ist, weshalb man ein Kabel an Hells Ding anschließt damit er sie befruchten kann. Bei dem tut sich aber auf diese Weise nix in der Lendengegend und Spangle versucht ihn mit einem Striptease aufzugeilen. Das zeigt aber auch keine Wirkung und Spangle ist enttäuscht darüber, dass ihre Reize nix bewirken.

Am nächsten Tag erreicht man Frogtown und Spangle gibt sich als Hells Gefangene aus. Dazu legt sie sich eine Sadomaso-Kette um den Hals und lässt sich durch die Gegend führen.

Und hier ist Frogtown: EINE BAR MIT TANZENDEN FROSCHMÄDCHEN UND SAUFENDEN FROSCHMUTANTEN!

Hell bestellt erst mal nen Drink, stellt aber schnell fest, dass Mutanten wohl nen anderen Geschmack haben und kotzt die Bude voll. Dann trifft er seinen alten Kumpel Looney, der Uran an die Frösche verscherbelt. Ein Mutant mit Fez – denn Fezhüte sind cool – bringt Hell ein Bier. Der freut sich wie ein Schneekönig. Die Verhandlungen zwischen dem Fezfrosch und Hell beginnen, aber der Obermutant mischt sich ein und stellt Spangle zur Auktion frei … und kauft sie selbst für einen Schlag in die Fresse, der Hell ausknockt. Der wird von einer Froschin, oder Fröschin, oder Amphibierin, oder was auch immer wieder zu Bewusstsein gebracht, die ihm helfen will die Frauen zu befreien. Außerdem will sie ihn poppen, aber Sam besteht darauf, dass sie sich einen Sack über den Kopf zieht. Bevor es richtig abgehen kann, fängt Sams Hose an zu piepen, was das Warnsignal vor der großen Hodenexplosion ist, also muss er hinter Spangle her.

Sam wird gefangen genommen. Ein Frosch mit Kettensäge schneidet ihm die Bombe vom Lümmel, die dann in der Fresse des Kettensägenfrosches explodiert. Die Froschmutantin bindet Hell los, wird aber von einem Frosch gekillt, der darauf durch Hells Hand ebenfalls das Zeitliche segnet. Spangle muss derweil für den Anführer der Mutant Frogs den Tanz der drei Schlangen aufs Parkett legen. Looney feuert ne Leuchtrakete ab, was die Partnerin von Spangle auf den Plan ruft. Megafrog ist durch den Tanz ganz geil und will, äh, irgendwas mit Spangle anstellen. Wer weiß schon, was für perverse Spielchen Frösche so treiben, aber Spangle tritt ihm in die Schnauze. Hell kommt vorbei und man bewaffnet sich. Die Haremsdamen werden befreit und die Flucht aus Frogtown kann beginnen.

Looney gibt den Löffel ab. Die Frösche kommen mit ihrem Panzerwagen angeballert und die Action startet. Nach einigen Schusswechseln landet Hell mit dem Froschkönig auf nem Berg. Man kloppt sich rum, aber Hell kann sich mit dem guten, alten Stich in die Augen den Vorteil ergattern. Nachdem er dem Frosch mit seinem Yakuzaschwert die Hand abgehackt hat, fällt dieser in die Tiefe und Hell kann beruhigt nach Hause fahren, um die Haremsfrauen zu schwängern.

Wow! Einfach nur Wow! Das war entweder unfassbar genial, oder völlig dämlich. Ich bin mir nicht sicher. Entscheidet selbst. Immerhin haben wir gelernt, dass große Potenz nicht unbedingt immer von Vorteil ist.

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35 Antworten zu “Postapokalyptisches Verhalten Für Megapotente

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  18. filmschrott August 1, 2015 um 2:49 am

    Hat dies auf Filmschrott rebloggt und kommentierte:

    Aus traurigem Anlass krame ich mal einen älteren Post hervor. Roddy Piper ist im Alter von 61 Jahren verstorben. Hier gibts ein Highlight seiner Film-Karriere. Sein Kampf gegen Froschmutanten.

    Gefällt mir

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