Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Dreckig lachende Renovierungsarbeiten im Mörderhaus

MUAHAHAHAHA!

Dieses böse Lachen. Es verfolgt mich in meinen Träumen. Selbst wenn ich wach bin, kann ich es hören. Es ist überall. Es umgibt mich. Ich kann es nicht mehr ertragen. Mach, dass es aufhört …

EVIL LAUGH – USA – 1986 – 87 Min.

MUAHAHAHAHA!
Die Leute hier sind lachhaft.
MUAHAHAHAHA!
Lächerliche Nulpen.
MUAHAHAHAHA!
Alle nicht erwähnenswert.
MUAHAHAHAHA!

Nein … hör auf. Ich will es nicht mehr hören.

MUAHAHAHAHA!

MUAHAHAHAHA … Ruhe! Der Film beginnt.

Nein, Mr. Burns, geh nicht in das Haus. Da drin ist das böse Lachen. Siehst du denn nicht, dass jemand STAY AWAY an die Wand geschrieben hat? Warum rennst du mit dem FOR LEASE Schild weg? Ach so, du bist offenbar der Vermieter. Und Jeremy will einziehen. Nein, Jeremy, geh nicht in das Haus. Da drin ist das böse Lachen. Und scheinbar ein Messerstecher, dessen Messer bei jedem Stich ein eigenartiges Gummitwistgeräusch von sich gibt. Um Jeremy das Herz rauszuschneiden, reicht es immerhin. Und der Killer lacht.

MUAHAHAHAHA!

MUAHAHAHAHA!

Johnny, Mark und Barney fahren oben ohne durch die Gegend und Johnny pisst versehentlich auf ein Paar, das in der Sonne liegt. MUAHAHAHAHA!

Connie und Tina haben eine Panne, aber hier wird Emanzipation groß geschrieben und sie reparieren das Auto selbst. Ohne männliche Hilfe. Der Streifen sollte auf jeder Feminismusversammlung gezeigt werden. Als abschreckendes Beispiel. MUAHAHAHAHA!

Betty und Sammy Douglas Baxter der Dritte (ja, er heißt wirklich so und sieht auch so aus) sind einfach nur zum Kotzen und haben bescheuerte Mützen auf. MUAHAHAHAHA!

Sie alle sind unterwegs zu Jerry, der das böse Haus gekauft hat und wollen ihm bei der Renovierung helfen. Jerry sitzt aber gerade an einen Stuhl gefesselt im Keller, dabei steht er gar nicht auf S&M. Der Killer auch nicht, also tötet er ihn mit seiner Bohrmaschine. MUAHAHAHAHA!

Mr. Burns (leider nicht der von den Simpsons) begrüßt die ganzen Bekloppten, die Stimmen hören, und erklärt, dass sein Cousin auch Stimmen hörte, bevor er eingewiesen wurde. MUAHAHAHAHA!

Niemand findet es komisch, dass Jerry nicht da ist und auch nicht, dass da ein Herz in einer Schüssel in der Küche liegt. Barney will es sogar essen, weil er so hungrig ist. Weil man keine Zeit verschwenden will, beginnt man ohne Jerry mit der Renovierung. Und das geht natürlich am besten mit der absolut beschissensten Cindy Lauper Möchtegern Popmusik, die man sich nur vorstellen kann. Und wir wissen alle, dass Lauper selbst schon Scheiße war, also stellt euch diesen Ohrenkrebs vor. Oder tut es besser nicht. Und auch nicht, wie alle im Takt zu dem Müll tanzen und den Staubwedel schwingen.

Warum renoviert Mark eigentlich in seinen engen Sportshorts? Soll uns das irgendwas sagen? Oh, er geht mit Tina zur Sache, deshalb also. Und unterm Bett liegt Barney und grabscht Mark an den nackten Arsch, weil er dachte, es wäre Tinas. MUAHAHAHAHA!

Beim Abendessen streiten sich Sammy und Johnny, weil … sie Vollidioten sind. Barney hat Mark ein paar Rocky Mountain Oysters auf den Teller geschoben. Für die Gourmets am Tisch: Das sind Ochsenhoden. Mark kotzt fast. MUAHAHAHAHA!

Officer Cash sucht jemanden, der entlaufen ist und der Rest sollte klar sein. Jerry haut laut seiner Aussage wohl auch gerne mal für ein bis zwei Tage ab und kommt dann wieder. Cash wird nicht wieder kommen, denn er wird aufgeschlitzt.

Burns will seine Alte knallen, aber die Kids rufen an, weil das warme Wasser nicht funktioniert. Also muss er los und seine blauen Hoden noch ein wenig hängen lassen. MUAHAHAHAHA!

Sammy und Betty hingegen gehen in die Vollen. Betty ist ans Bett gefesselt und Sammy will sie auspeitschen. Allerdings muss Sammy erst mit Barney quatschen, der glaubt, dass ein irrer Killer sie alle töten wird. Hier ergibt wirklich nichts irgendeinen Sinn. Betty ist derweil ans Bett gefesselt und wird vom lachenden Killer besucht. MUAHAHAHAHA!

Mark hat den Megaplan und will mit Johnny gemeinsam Tina und Connie flachlegen, obwohl die eigentlich mit Jerry zusammen ist, der aber ja eh weg ist, also darf hier jeder jede ficken. Sehr plausibel, Mark. An anderer Stelle plant Connie bereits die Kinderzimmer für ihre Blagen mit Jerry. Und dann erzählt sie in spukiger Art und Weise von den Morden, die hier begangen wurden und dem Baby, dem die Zunge rausgeschnitten wurde und Tina muss fast kotzen.

Sammy kommt endlich zurück ins Schlafzimmer, um Betty zu peitschen. Die lebt noch. Er jetzt nicht mehr. MUAHAHAHAHA!

Plötzlich ist Poolparty und irgendwie stehen alle nur doof rum. Irgendjemand wird abgestochen, aber ich habe nicht mitgekriegt, wer es war. Mark und Johnny sind es nicht, denn die ziehen gerade ihren Stecherplan des Jahrhunderts durch, der so aussieht, den Mädels zu sagen, dass sie ficken wollen. Immerhin sind sie ehrlich. Tina und Mark landen tatsächlich in der Kiste. Erneut. Und dann endgültig, denn der Killer schwingt die Axt im Kleiderschrank.

Ähm, läuft einem wirklich das Blut aus den Ohren, wenn man den Kopf in die geöffnete Mikrowelle steckt? Ich bezweifle das ernsthaft. Aber was weiß ich schon. Bin ja kein lachender Massenmörder. MUAHAHAHAHA!

Connie findet die ganzen Leichen und wird vom Killer gestalkt. Und der Killer ist: Wer ist das denn? Ist das die Frau von Burns? Ach, scheiß drauf. Wen interessierts? Sie wird abgeknallt und fertig.

Connie duscht während im Radio über die Morde berichtet wird. Fun Fact: Die Darstellerin von Connie, weigerte sich, hier ihre Titten zu zeigen und bestand auf ein Body Double. Wenige Jahre päter drehte sie haufenweise Pornos. Mehr haben die ganzen Affen hier auch einfach nicht verdient.

Der Killer ist wieder da und jagt Connie durh die Wohnung. Doch es ist nur Barney, der mal wieder einen seiner grandiosen Witze macht. Connie findet das gar nicht lustig und sticht ihn mit einer Schere ab. Die Killerin lacht hysterisch. MUAHAHAHAHA!

Nein, ich kann es nicht mehr ertragen. Das Lachen. MUAHA … Lachen … MUAHAH … alle müssen lachen … MUAHAHAHAHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRGH …

Windige Minenerkundung in feuchter Umgebung

Offiziell nehme ich zwar nicht am Horrorctober teil, aber trotzdem steht der Oktober hier natürlich auch wieder im Zeichen des Horrors. Und wir beginnen mit etwas wirklich Eigenartigem:

THE STRANGENESS – ABWÄRTS INS GRAUEN – USA – 1985 – 90 Min.

Von den Machern und Beteiligten ist absolut niemand erwähnenswert, da niemand danach noch großartig was gemacht hat. Ob berechtigt oder nicht erfahren wir jetzt:

Amy und ihr Macker wandern den steinigsten Wanderweg der Erde entlang. Mal ehrlich, da ist weit und breit keine Pflanze. Wer wandert bitte in so einer Ödnis rum? Amy schreit. Um Himmels Willen, ist sie tot? Nein, sie tut nur so, um ihren Stecher zu verarschen. Der findet das genau so lustig wie ich. Sie sind an einer Mine und sie haben offenbar einen Job dort zu erledigen. Also sind sie gar keine Wanderer. Mein Fehler. Bryan kriecht in der Mine rum, um den Job – wie auch immer der lautet – zu erledigen und draußen sind die Batterien von Amys Taschenlampe leer. Schade, so kann ich nicht sehen, wie sie von irgendeinem Monster gefressen wird. Bryans Lampe hat dabei nebenbei auch nicht geholfen. So eine Mine ist schon echt finster.

Eine Gruppe von Vollhonks will die Mine erkunden, um dort irgendwas Wertvolles zu finden. Und einer will ein Buch darüber schreiben. Und meine Fresse, nervt er Typ jetzt schon mit seiner lahmen Prosa, mit der er alles kommentiert. Hoffentlich stirbt der zuerst. Und mit zuerst meine ich noch vor Amy und Bryan. Ich will, dass jemand in dem Film eine Zeitmaschine baut, nur um den Buchheini damit in die Vergangenheit zu schicken, wo er direkt von dem Monster gefressen wird. So sehr hasse ich den Typen jetzt schon.

Die Mine steht natürlich auf heiligem Indianerland. Ein Trope, der heutzutage viel zu selten für geilen Scheiß genutzt wird, wenn man mich fragt. Was mich aber nebenbei viel mehr interessieren würde: Wo zur Hölle sind die da eigentlich? Die hängen am Strand rum und hundert Meter entfernt ist eine Mine, die … dort absolut keinen Sinn ergibt. Würde man nicht nach drei Meter buddeln direkt absaufen? Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen.

Okay, sie sind fünf Sekunden lang einen Hügel hochgeklettert. Also könnte man wohl zumindest vier Meter buddeln, bevor man auf Wasser stößt.

Ich glaube nebenbei nicht, dass es ein Zufall ist, dass das hier aussieht wie ein Wanderausflug der Village People. Cowboyhut, Bauarbeiterhelm, Indianerland … Leider hat das Budget sicher nicht für die Rechte an „In The Navy“ gereicht, sonst hätte man das spielen können, wenn sie alle in der Mine ertrinken.

So ganz raffe ich noch nicht, wer diese Flachpfeifen eigentlich sind. Der Bauarbeiter labert was von einer Firma, der er Bericht erstatten muss oder so. Und irgendwas von einer halben Million Dollar, die in der Mine ist. Keine Ahnung. Sie werden wohl eh alle sterben und ich kann es kaum erwarten.

Sie latschen durch die Mine und irgendwie geht nichts voran. Sie finden irgendwas und jemand steckt es heimlich ein. Dann kann das Sterben ja jetzt endlich losgehen.

Vorher muss ich aber erst noch ein beklopptes Gespräch über den Atlantik, den britischen Humor und die generell Gehirnamputierten hier ertragen. Natürlich ist der Buchheini beteiligt und macht sich Notizen, die vorne und hinten nicht stimmen. Wird wohl kein Tatsachenbericht, was der Kasper da schreiben will.

Uh, da! Die erste wird vom Monster gefressen und es ist so billig, wie ich es mir vorgestellt habe. Dunkel. Kaum zu erkennen. Und die Trulla natürlich saudumm, wenn sie ein Geräusch hört und nachgucken will, was das ist.

Die anderen denken, sie ist bei einem Einsturz der Decke gestorben und graben, aber natürlich vergeblich. Nach kurzer Aufregung ist die Tote dann auch wieder vergessen und die Minenexpedition geht unvermittelt weiter. Wen interessiert schon das Leben einer Frau, wenn man in einer düsteren Mine nach irgendeinem Ding im Wert von einer halben Million suchen kann? Wonach genau die suchen, weiß ich nebenbei immer noch nicht.

Weit unten finden sie Glockenspiele, die böse Mächte abschrecken sollen und Wind. Es ist windig dort unten. Nicht nass, wie ich vermutet hatte. Nein, windig. Ist ja auch klar, denn am Meer geht immer viel Wind. Oder so. Was weiß ich. Einer meint, der Wind käme direkt aus der Hölle. Natürlich halten ihn alle für banane. Die werden sich noch wundern, schätze ich.

Mit Leuchtfackeln geht alles besser, also schmeißen sie mehrere davon in die Gegend und die Mine wird in rotes Licht getaucht. Sieht ganz nett aus. Wie die Hölle. Da kommt auch schon der Wind zurück. Aber mehr passiert irgendwie nicht. Nun ja, abgesehen davon, dass die Quotenblondine eine zerfetzte Leiche entdeckt. Dafür, dass es sich um die Frau handeln könnte, die mit ihnen durch die Mine gekrochen ist, bleiben die alle recht ruhig. Außer der Höllentheoretiker natürlich, der Panik schiebt.

Nachts … als ob die Tageszeit in der finsteren Mine eine Rolle spielt. Nochmal. Während alle schlafen, tapert der Buchschreiber alleine los und meine Hoffnung steigt, dass ich ihn gleich los bin. Jawoll! Da ist das Monster. Und es sieht aus wie … ein Octopus mit einer Vagina auf der Stirn. Logisch. Denn am Meer ist es immer feucht.

Die Quotenblondine tickt langsam aus, also muss Jeff ihr erstmal eine ballern. Der Höllenkasper warnt vor der Bestie. Hätte er das nicht vielleicht mal vorher machen sollen, anstatt nur halbherzig von der Hölle zu faseln?

Der Plan ist also, den Ausgang zu finden und ich frage mich ernsthaft, was sie daran hindert, einfach den Weg zurück zu nehmen, den sie gekommen sind. Natürlich finden sie das Nest des Monsters und wollen jetzt docjn zurück gehen. Ich kapiere es nicht. Der Höllenheinz sagt, dass es keinen Ausweg aus Ebene 3 gibt. Warum nicht? Wie zum Geier sind die denn auf Ebene 3 gekommen?

Der Rest des Films ist lahmes Minengetaper immer mit dem Vaginamonster im Rücken und nach und nach sterben die Flachpfeifen. Die Quotenblondine entscheidet dann, auf eigenem Weg rauszukommen und kloppt einen der Typen um. Und dann wirds richtig finster und ich erkenne absolut gar nichts mehr. Immer eine gute Entscheidung, einen Film dermaßen dunkel zu drehen, dass der Zuschauer nur raten kann, was eigentlichb los ist.

Das Vaginamoinster frisst einen Typen und die Stop-Motion-Effekte sind aus der Hölle. Und trotzdem besser als CGI.

Nur noch die Blondine und Jeff sind übrig und wir wissen, worauf das hinausläuft: Sie sprengen die Mine mit der Vagina drin und schwimmen ins Freie. Denn die Mine ist ja am Meer. Es ergibt alles einfach keinen Sinn. Ich gehe den Meeresspiegel senken …

Sumpfige Leichenwanderung unter Abwesenheit von Alligatoren

Graben wir uns doch mal wieder durch die absoluten Untiefen des Genrefilms. Da gibt es so schön viel Müll.

THE ALIEN DEAD – USA – 1980 – 74 Min.

Regie führte hier Fred Olen Ray, ein Mann, der bisher 155 Filme gemacht hat, von deren Titeln in ungefähr 142 das Wort „Bikini“ vorkommt. Es grenzt quasi an ein Wunder, dass ich zufällig einen ohne „Bikini“ genommen habe.
Das Drehbuch hat er gemeinsam mit Martin Nicholas verfasst, der sonst absolut nix geschrieben hat und nur mal als Hausmeister durch einen anderen Film laufen durfte.
Hauptdarsteller Buster Crabbe, der hier Sheriff Kowalski mimt, kann man als einen der ersten B-Movie-Stars bezeichnen. In den 30ern spielte er unter anderem FLASH GORDON und BUCK ROGERS sowie einige Westernhelden wie Billy The Kid in zahlreichen Low Budget Western. Der folgende Krampf ist quasi sein B-Movie-Abgang, denn er starb kurz darauf. Ob dieser Film zur Trauer beiträgt, darf bezweifelt werden.

Journalist Tom Corma tippt auf seiner Schreibmaschine herum und erzählt diese Geschichte aus einem Kaff, in dem niemand jemals vermutet hätte, dass da irgendwas Außergewöhnliches passieren könnte. Nebenbei zeigt das direkt mal die Attitüde, dass alles immer größer sein muss heutzutage. Heute spielen alle Filme in großen Städten, aber hier schippern Mr. und Ms. Griffith durch einen Sumpf am Arsch der Welt und unterbieten sich gegenseitig in ihrer darstellerischen Leistung. Ms. Griffith säuft ab, also muss ich zumindest nur noch einen von beiden ertragen.

Journalisten und Polizisten pokern und labern irgendwelchen Quark, dann kommt Mr. Griffith rein und … Acting.

Eine Blondine wird von einem Zombie … geirgendwast.

Tom ist am See und recherchiert. Dabei überrascht er Ms. Michaels, die gerade schwimmt und eindeutig viel zu viel dabei an hat. Tom ist sowas von investigativ, dass er weiß, dass im Sumpf eigentlich Alligatoren sein sollten, aber die sind alle weg. Mr. Michaels hat keine Erklärung dafür, außer natürlich ein deutsches Flugzeug, dass im zweiten Weltkrieg in den Sumpf gestürzt ist und selbstverständlich haben Indianer auch was damit zu tun und dann ist da ja noch das Riesenopossum … Leider endet der große Verschwörungsdialog und Tom geht spazieren, weil er gerade erfahren hat, dass es Opossum zum Essen gibt.

Eine Brünette und ihr Freund streiten sich und … Acting.

Die Brünette wird von einem Zombie verfolgt und sie stellt sich natürlich absolut dämlich an und stirbt.

Tom und Miss Michaels machen im Busch rum und finden die Leiche von Ms. Griffith. Da der Sheriff nichts unternehmen will, wird Tom persönlich den Sumpf nach Hinweisen absuchen. Vermutlich mit Miss Michaels, denn beim Rumknutschen finden sich Hinweise am besten.

Ein Holzfäller wird von den Zombies … gestreichelt. Okay, er wurde gefressen, es sah nur nicht danach aus. Seine Frau klingt exakt wie die Mutter von Brian von Nazareth, aber ich glaube nicht, dass Terry Gilliam hier mit was zu tun hatte. Sie wird von den Zombies auf eine Mistgabel gespießt und … Acting.

Tom und MM (wie ich Miss Michaels ab jetzt abkürzen werde) knutschen auf einem Boot rum und werden von den Zombies … geschüttelt. Also hauen sie ab. An Land wartet schon der Sheriff und glaubt nicht an Zombies. Stattdessen hat er eine Belohnung auf den Alligator ausgesetzt, der seiner Meinung nach Ms. Griffith gekillt hat. Also wird wohl gleich das gesamte Hinterwäldlerkaff im Sumpf rumballern. Könnte spaßig werden.

Tom zieht einen Biologen zu Rate, der mal checken soll, was das für Zombieviecher sind.

Eine nackte Blondine wird von den Zombies … in den See gedöppt. Eigentlich wäre ein Cop zur Stelle gewesen, der sie die ganze Zeit beim Nacktbaden bespannt hat, aber ausgerechnet kurz vor der Zombieattacke muss er zurück zu seinem Funkgerät. Der Sheriff hat nämlich irgendwas Verdächtiges am Highway, das unbedingt inspiziert werden muss.

Zu Countryklängen aus der Hölle torkeln die Zombies aus dem Wald und fallen über die Leute her, die scheinbar nicht mal in der Lage wären, einer Killerschnecke zu entkommen. Es ist halt schon irgendwie natürliche Selektion, wenn die lahmarschigen Zombies diese nutzlosen Heiopeis erledigen.

Ich glaube, es folgt sowas wie ein Rückblick. Ganz sicher kann man da nie sein, denn hier sieht einfach alles gleich aus. Jedenfalls erinnert sich wohl Ms. Hawkins, dass irgendwas explodiert ist oder so. Ich raffe es absolut nicht, weil man nichts erkennt, nichts gesagt wird und die Effekte komplette Grütze sind. Gehen wir einfach mal davon aus, dass ein Meteor eingeschlagen ist, weil ich das Wort gerade aufgeschnappt habe und hinterfragen nichts mehr.

Viel Zeit zum Hinterfragen bleibt ohnehin nicht, denn wir kommen zum großen Finale, voller lahmer Zombies, kreischender Frauen und einem Typen mit Schrotflinte. Was hier wie die Mörderaction klingt, könnte kaum langweiliger sein. Die letzten Überlebenden verschanzen sich in einer Hütte und schmiedet den genialen Plan, mit dem Auto abzuhauen. Dazu lenkt Miller die Zombies ab, indem er … irgendwas Explodierendes durch die Gegend wirft und sich fressen lässt.

Unser Liebespaar Tom und MM sind die letzten und rennen zum Auto …. wo zur Hölle steht das bitte? Müssen die durch den ganzen Wald? Moment mal, wer hat da jemanden am Baum aufgehangen? Zombies machen sowas nicht. Und warum nehmen die jetzt das Boot? Das war nicht der Plan? Wo ist das Auto? Das ergibt alles keinen Sinn.

Dass der Film dann vorbei ist nebenbei auch nicht, aber immerhin muss ich mich nicht noch länger quälen. Ich gehe im Sumpf nach Leichen tauchen …

Musikalisch inszeniertes Säbelgerassel abseits der sieben Weltmeere

Yar har har, lasst uns singen:

Ahoi und yo ho, ihr Landratten,
trinkt eine Buddel Rum,
denn heute geht ein Fest vonstatten,
mit Tanz, Musik und allem Dran und Drum,
wir fahren auf See und singen und lachen,
und machen lauter lustige Sachen,
jetzt geht der Spaß los, ich hab keine Reime mehr,
Darum geht es hier jetzt weitehr …

THE PIRATE MOVIE – Australien – 1982 – 98 Min.

Wir lagen vor Madagaskar
und hatten die Pest an Bord
in den Kesseln da faulte das Wasser
und täglich ging einer über Bord …

Was? Ach so, der Film, ja hier:

Regisseur Ken Annakin hat in den 60ern unter anderem DIE TOLLKÜHNEN MÄNNER IN IHREN FLIEGENDEN KISTEN und einen Teil von DER LÄNGSTE TAG inszeniert. Er ist also kein Unbekannter und auch kein Unfähiger. Aber es gibt eben Stoffe, da lässt sich nicht viel retten. So wie bei diesem hier.

Wir lagen direkt vor Kiel
und hatten die Gicht an Deck
das Wetter war ziemlich schwül
und täglich faulte ein Bein weg …

Jajaja, ist ja gut:

Trevor Farrant schrieb das Drehbuch. W.S. Gilbert steuerte die Piratensongs bei. Ja, das hier ist ein Piraten-Musical. Was soll da noch groß schiefgehen? Yo, ho, ho, ihr Landratten … ach, das hatten wir ja schon.

Und jetzt alle im Chor:

Ja, wir lagen vor Tortuga
und hatten die Ratten am Sack
an Land warteten nette Luder
und wir gaben ihnen ein paar Sackratten ab …

Immer nur Film hier Film da. Hier bleibt einfach keine Zeit für echte Kunst. Also schön hier:

Beim Cast sieht man auf den ersten Blick, was hier die Auswahlkriterien waren. Nicht etwa die Erfolge in anderen Produktionen zuvor. Nein, Kristy McNichol und Christopher Atkins haben einfach nur die exakt gleiche Frisur und das war scheinbar wichtig hier. Atkins hatte die gleiche Frisur nebenbei auch in DIE BLAUE LAGUNE, als er mit Brooke Shields schwimmen ging. Die hat aber für diesen Film nicht die richtigen Haare, deshalb ist sie nicht dabei. Erwähnen muss ich noch Ted Hamilton, den man zwar nicht wirklich kennt, der aber hier den Piratenkönig spielt und eine Erwähnung verdient, weil er dabei wirklich alles gibt.

Jetzt aber zum Film:

Wie glorreich sind die Piraten,
sie folgen nur Schatzkarten,
wie einsam sind Piraten,
sie müssen lange auf Dates warten,
aber dafür siegen sie immer,
ihre Gegner wimmern,
denn Piraten sind der Hit,
sie bringen Schätze mit,
Holländer flieg,
Piraten erringen immer den Sieg!

An Land und auf hoher See,
sie trinken keinen Tee,
Rum gibt es stattdessen,
und sie polieren Fressen,
lasst die Säbel rasseln,
und vermeidet Schlamassel,
denn Piraten sind der Hammer,
In jeder Schatzkammer,
Holländer flieg,
Piraten
erringen
immer
den
SIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEG!!!

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass das hier die Filmschrott-Musical-Episode wird? Stellt euch dazu einfach die Monkey Island Musik vor. Das wird schon passen.

Was ich auf jeden Fall erwähnen sollte, ist die Tatsache, dass der Streifen scheinbar in den 80ern spielt. Also 1980er. Nicht die 1680er, als Piraten noch der Schrecken der Meere waren. Dementsprechend laufen jede Menge Bikinigirls am Strand entlang und es ist Piraten Woche. Das bedeutet unter anderem, dass ein blinder Typ Gitarre spielt, um Geld zu sammeln und Frederic Leuten das Fechten beibringt. In diesem Moment bringt er der Brillenträgerin Mable bei, wie man einen Degen so richtig schwingt und megacool vom Boot hampelt. Der Typ geht mir jetzt schon tierisch auf die Klötze. Mable sieht nebenbei aus wie die Ausgeburt der Nerd-Hölle, mit ihrem Flanellhemd und der Brille, die ihr ständig von der Nase rutscht. Die Bikinitrullas fahren dann mit Frederic weg und Mable bleibt traurig zurück. Mit etwas Glück kommen jetzt die Piraten und killen direkt Frederic und die Bikinimädchen.

Nein, Mable fährt auf eigene Faust hinterher und fällt vom Boot ins Meer. Am Strand wird sie angespült und träumt jetzt von Piraten. Okay, der ganze Film wird also nur ein Traum sein? Was für eine bescheuerte Idee ist das denn? Jedenfalls träumt sie von einer epischen Schlacht zwischen zwei Piratencrews, von der wir aber nur das Unepische zu Gesicht kriegen. Zum Beispiel, wie ein Kung Fu Pirat gefühlt acht Meter an einem Glatzenmann vorbei tritt, der aber trotzdem vor Schmerz aufschreit. Frederic ist nebenbei einer der Piraten und segelt unter dem Piratenkönig, der ein lustiges Lied anstimmt, das absolut nicht so geht:

Ich bin der Piratenkönig,
alles andere interessiert mich wenig,
ich kopiere für mein Lied nur so viel vom Popeye-Thema,
dass mir niemand was kann, nicht mal die GEMA,
manche halten mich für einen Flegel,
doch ich rutsche herunter an meinem Segel,
das ich dabei mit meinem Dolch zerschneide,
der Wind kann nicht mehr greifen, wir bleiben hier wohl eine Weile,
doch das ist gar nicht schlimm,
denn ich bin der Pirate King.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich ein grottenschlechter Songwriter bin? Ich schätze, ich werde nie der Songwriterking …

Frederic hält die schlechteste Rede ever und will den Piratenkönig verlassen. Der ist außer sich, denn er versteht es absolut nicht. Frederic erklärt nebenbei mal, dass der Piratenking seinen Vater gekillt und ihn auf hoher See erzogen hat und jetzt will Frederic endlich mal sehen, was das Leben noch so zu bieten hat. Also Frauen und Liebe. Der Piratenkönig hält da gar nichts von, denn für ihn gibt es nur die See und die Piraterie. Schweren Herzens lässt er Frederic über die Planke gehen, damit der die Welt erkunden kann. Immerhin stellt er ihm noch ein Ruderboot und ein paar Bananen zur Verfügung.

Eine Gruppe von Frauen in Kleidern hüpft am Strand entlang und irgendwie wollen die alle heiraten oder so. Ich raffs nicht, weil sie mir jetzt schon komplett am Arsch vorbei gehen. Mable ist auch da und hat jetzt eine völlig andere Frisur, keine Brille mehr und stellt sich auch nicht so dämlich nerdig an, wie außerhalb ihres Traums. Nun, es ist eben ein Traum. Da ist natürlich jeder selbst der Oberknaller.

Frederic erblickt die Frauen,
in seiner Hose will sich was aufbauen,
er schwimmt so schnell er kann an Land,
und wird dort als Pirat erkannt,
die Mädchen rennen kreischend weg,
doch Fred zeigt, er hat keinen schwarzen Fleck,
kein Tattoo und keinen Jolly Roger,
der Strand sieht aus, wie in Kambodscha.

Mable erblickt den Freddy,
in ihrem Höschen wird es wetty,
denn es ist ihre erste Liebe,
auf den ersten Blick, ich krieg die Krise,
sie reiten den Strand entlang,
wer weiß, wo sie die Pferde her ha’m,
Liebe kennt halt keine Hürden,
Fred würde auch gern geritten werden.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass das hier eine richtig dumme Idee von mir war? Aber jetzt müssen wir da durch.

Jetzt kommen die Piraten wirklich zum Strand und die Mädchen haben allen Grund, kreischend wegzurennen. Frederic will sie aufhalten, aber der Piratenkönig lacht ihn natürlich nur aus und es folgt die Benny Hill Show mit Musik aus Super Mario. Was zum Geier gucke ich mir hier an?

Vater Mable kommt vorbei und er ist ein Major General, der ein Lied singt, das mir sehr bekannt vorkommt, um sich vorzustellen. Die Piraten hauen ab, weil er halt der Major General ist. Nebenbei verbietet er die Hochzeit zwischen Frederic und Mable, die sich seit 2 Minuten kennen, weil er ein Pirat ist. Und vor allem ist er arm. Also gibt es einen Plan: In der Nacht schwimmen Fred und Mable zum Piratenschiff rüber, um den Schatz zu klauen. Dafür muss Mable den Piratenkönig ablenken, denn der hat die Schatzkarte auf den Rücken tätowiert, die Frederic abmalen muss. Also gibt es die große Piratenkönigmuskelshow und ich gebe zu, Ted Hamilton als Piratenkönig ist einfach der Knaller. Zu schade, dass er sonst nichts nennenswertes gemacht hat.

Kurz bevor sie das Schiff verlassen können, werden sie natürlich von einem Papagei verraten, allerdings haben sie mal schnell das Schiff versenkt. Wie auch immer sie das angestellt haben.

Traum hin oder her, können wir mal kurz darüber reden, dass Frederic einen Taucheranzug an hat, der aussieht wie aus den 50ern? Ich meine nur: Wenn eine Frau aus den 80ern von Piraten träumt und darin schon ein Taucheranzug vorkommen muss, sollte das dann nicht einer aus den 80ern sein? Die sieht jetzt auch nicht wie die typische Marinehistorikerin aus, die nachts von historischen Taucheranzügen träumt. Wie dem auch sei: Sie finden den Schatz und bringen ihn zum Major General, um den davon zu überzeugen, dass Frederic und Mable füreinander gemacht sind. Um den endgültig zu überzeugen, muss er aber erst noch den Piratenkönig besiegen, einfach weil … Traum.

Frederic springt cool durchs Fenster,
er hält sich für nen echten Gangster,
er wird vom Piratenkönig gejagt,
und ich habe mich immer gefragt,
was nutzen Piraten eigentlich Schusswaffen,
wenn auf hoher See die ständig vernassen,
Ruth stellt Fred in der Bibliothek,
und versperrt ihm den weiteren Weg.

Fecht, fecht, fecht,
wir kreuzen die Degen,
fecht, fecht, fecht,
auf all unseren Wegen,
fecht, fecht, fecht,
fecht, fecht, fecht,
fecht, fecht, fecht,
wir degen uns wech.

Das Duell verlagert sich aufs Dach,
jetzt machen wir die Nachbarn wach,
der Piratenkönig ist nicht schwindelfrei,
zum Glück hat der Butler Tee dabei,
Teatime gilt auch für Piraten,
so viel Zeit kann man ruhig warten,
Kerzen trennen und schön zaubern,
aus dem Ärmel ein paar Taube(r)n.

Fecht, fecht, fecht,
wir kreuzen die Klingen,
fecht, fecht, fecht,
wenn wir am Kronleuchter schwingen,
fecht, fecht, fecht,
fecht, fecht, fecht,
fecht, fecht, fecht,
wir degen uns wech.

Deg, deg, deg,
da liegt ein Lichtschwert im Weg …

Frederic besiegt den Piratenkönig also, indem er ein Lichtschwert findet. Fragt mich nicht. Der Film wirft jetzt einfach irgendwelche Filmreferenzen rein, weil ohnehin alles egal ist. Der Piratenkönig weist Frederic aber auf seine Pflichten als Pirat hin und jetzt müssen sie gemeinsam einen Schatz finden, oder so. Vor lauter geilem Songgetexte habe ich nicht so richtig mitgekriegt, was da gerade passiert ist. Nicht, dass das wichtig wäre.

Frederic glaubt nicht, dass er ohne Mable leben kann und singt ein Lied darüber. So tief werde ich natürlich nicht sinken. Lovesongs kommen mir nicht auf meinen geliebten Schrottplatz. Hier singen wir nur über Piraten. Der Film sieht das anders und schiebt direkt noch ein Liebeslied von Mable hinterher, während Frederic in die weite Welt latscht. Müsste der nicht eigentlich zum Piratenschiff gehen oder wo will der jetzt hin?

Da kommen die tanzenden Polizisten aus England und ich raffe es mal wieder nicht. Mable reitet vorbei, weil sie Frederic helfen will oder so. Sie warnt die Bobbies vor den Piraten, also hauen die mal schnell ab. Und da kommt Inspector Clouseau (ja, er ist es wirklich, wenn auch natürlich schlecht gespielt, weil es nun mal nicht Peter Sellers ist). Keine Ahnung, was genau die Szene soll, außer den „Pirate“ „Parrot“ Gag totzuschlagen, der durch Clouseaus Akzent entsteht.

Der Piratenkönig ist unterwegs zum Palast und Mable mobilisiert die Taztruppen, um ihn aufzuhalten. Da sie es nur mit Lappen zu tun hat, dauert der Weg dahin gefühlt 3 Stunden. Jedenfalls landen die Piraten und Mable – jetzt aus irgendeinem Grund in Ritterrüstung – im Palast, wo General Mable und jede Menge leicht bekleideter Frauen rumhängen und ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll. Und warum hat Mable jetzt die Rüstung nicht mehr an? Und wo kommen jetzt die Bullen her?

Egal. Zeit für das große Finale. Seid ihr bereit? Nein? Ich auch nicht.

Yo ho, yo ho, ho ho ho,
Piraten kämpfen immer froh,
tralla la la la la la,
die Polizei ist auch schon da,
stöhn,stöhn, stöhn, stöhn, stöhn,
die Nutten können auch fechte(h)n,
okay, es sind keine Nutten,
aber woher soll man das wissen,
ein Kampfballet der Uniformen und Kutten,
mit Humor total beschissen.

Das epische Finale,
yo ho,
sorgt für viel Randale,
yo ho,
Piratensäbel klingen,
yo ho,
als würden sie schief singen.

Yo ho, yo ho, ho ho ho,
Papageien kreischen froh,
tralla la la la Lappen,
das sind die Polizeiattrappen,
stöhn … ach nee, das stimmt ja nicht,
der Zuschauer bekommt gleich Gicht,
denn es ist weder spannend noch witzig,
Piratenkönig stemmt Gewichte,
Frederic hält sich für wichtig,
Indiana Jones und Ninjas sind hier echt nicht richtig.

Das epische Finale,
arrrrrrrr,
ist echt ein Skandale,
arrrrrrrr,
denn nichts ergibt hier Sinn,
arrrrrrrr,
nicht mal der Piratenking,

Yo ho, yo ho, ho ho ho,
Freibeuter haben Haken,
tralla la la la Landratten,
jemand will die Nichtnutten begatten,
Pizza, Pizza, Pizza,
wird auch noch gebacken,
der Humor kennt keine Grenzen,
und mittendrin muss man es verkacken,
wenns zwischen Fred und Mable menschelt.

Das epische Finale,
ahoi,
Moment, ist das der Norris, Chuck?
ahoi,
der Streifen geht mir auf den Sack,
ahoi,
der Traum ist Gott sei Dank vorbei,
ahoi,
und das ganz ohne Meuterei.

Die epische DoppeLhochzeit,
ding dang dong,
Frederic und Mable sind lang bereit,
ding dang dong,
und alle machen mit und sing’n,
dong dang ding,
auch Ruth und der Piratenking.

Lasst die Glocken erkling’n,
besorgt ne große Torte,
denn das hier ist das Happy Ending,
eines von der besonders schlechten Sorte.

Mable erwacht am Strand und ist gar nicht verheiratet. Der Piratenkönig und Ruth übrigens auch nicht, aber die gab es ja auch nur in ihrem Traum. Frederic kommt vorbei und knutscht mit Mable rum, einfach weil … er eben der Stecher schlechthin ist. Und dann wird wirklich geheiratet und der beschissene Abschlusssong wird direkt wiederholt.

Werft Konfetti und Luftschlangen,
denn der Scheiß ist überstanden,
an Blödsinn kaum zu überbieten,
die Darsteller fast alle Nieten,
schreckliche Musik und Dialoge,
und viel zu wenig Piratengedrohe,
keine Inseln, keine Schätze,
kein Piratenfilm, sondern die Krätze,
schnell auf Zelluloid gedangelt,
ich hab kein‘ Bock mehr, ich geh angeln …

Fragen ohne Antwort #212

Diese Woche dreht sich bei Ginas FoA (ja, ich kürze das ab jetzt so ab, weil es einfacher ist) alles um Filme. Deshalb mache ich mal ganz spontan wieder mit und beantworte den Spaß. Vor allem auch, weil die Anzahl der Fragen mal recht übersichtlich bleibt und nicht schon ohne Beantwortung einen ganzen Blogpost füllen würde.

Wonach hast Du Dich als Kind immer gesehnt, durftest oder konntest es aber erst als Erwachsene(r)?

Okay, doch nicht alles mit Film, deshalb fällt mir zu der Frage auch nichts ein. Vielleicht Filme für Erwachsene gucken? Und nein, ich meine natürlich nicht die ganzen Metzelstreifen und Gruselschinken. Die habe ich schon immer geguckt. Ich meine natürlich Pornos …

Aus welchen Filmen hast Du Weisheiten für das Leben abgeleitet?

Natürlich aus den Monty Python Filmen. Seit denen weiß ich, dass selbst die süßesten Tiere zu großen Bestien werden können, wie schnell Schwalben fliegen und was der Sinn des Lebens ist. Mehr kann man jawohl kaum aus filmen lernen, oder?

Welche Filme haben Dich nachhaltig beeinflusst?

Wer den Filmschrottplatz regelmäßig besucht, wird wissen, dass ich vor allem den Output der 80er Jahre feiere und diese natürlich auch einen gewissen Einfluss auf mich haben und hatten. Das betrifft meinen Standpunkt zum Film aber auch zur Kreativität im Allgemeinen. Und ist auch der Grund, warum ich dem modernen Hollywood nicht eine Träne nachweinen würde, wenn es plötzlich von Froschmutanten ausgelöscht würde. ALL HAIL THE EIGHTIES!!!

Warum schaust Du Filme?

Um darüber abzukotzen wie scheiße sie sind natürlich. Und wie scheiße alle Beteiligten sind. Und wie scheiße Frauen sind. Und wie scheiße Schwarze sind. Und wie scheiße es generell ist, dass heute so wenige weiße Männer in weißen Unterhemden regelmäßig die Welt vor weißen Männern mit weißen Katzen retten. Das macht man doch heute so, oder?

Was muss ein Film haben, damit er eine gute Bewertung von Dir bekommt?

Weiße Männer in weißen Unterhemden, die die Welt vor weißen Männern mit weißen Katzen retten. Oder Froschmutanten.

Wie wichtig ist Filmmusik für Dich auf einer Skala von 1-10 und warum?

Ich mag einen guten Soundtrack wie jeder andere und gut platzierte Musik kann einen Film durchaus noch zusätzlich aufwerten. Ich habe aber auch nichts dagegen, wenn sich die Musik eher zurückhält und die Szenen für sich sprechen lässt. Was ich nebenbei ganz grauenhaft finde, ist die Verwurstung von tausend (Cover-)Popsongs in Filmen und Trailern. Eine weitere ganz grauenhafte Entwicklung, für die Hollywood von Froschmutanten überrannt gehört. Ich bevorzuge aber ohnehin einen Original Score, es sei denn, es handelt sich wirklich um einen Film, wo die moderne Popscheiße reinpasst, wie Teenkomödien und ähnlicher Kack, die sich dem grottigen Niveau der modernen Popsongs direkt anpassen. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die Musikbranche auch gerne von Froschmutanten abgefackelt werden darf?

Nach welchen Kriterien entscheidest Du, ob Du Dir einen Film ansiehst oder nicht?

Ob er existiert oder nicht. Gibt es den Film, gucke ich ihn vielleicht irgendwann an. Ich ziehe da keine Grenzen und gucke quasi alles. Ausnahmen: Anime und Bollywoodtanzgedöns. Ersteres, weil ich einfach mit ernsten oder dramatischen Themen in animierter Form nichts anfangen kann und zweiteres, weil Rumgetanze zu Kackmusik noch schlimmer ist, als beschissene Popsongs in Blockbustern, zu denen niemand tanzt.

Über welche Medien schaust Du Filme? Bluray/DVD, Kino, Streaming, TV? Welches Medium nutzt Du davon am häufigsten?

Wie vermutlich bekannt, bin ich so eine Art Sammler und kaufe noch immer DVDs und BluRays (wenn auch in letzter Zeit sehr wenig bis gar nichts, weil mein Budget es momentan nicht zulässt). Ich habe so knapp 1000 Scheiben hier rumstehen/rumliegen und bevorzuge es auch weiterhin, eine Scheibe in den Player zu schieben, anstatt auf Streaming zurückzugreifen. Das nutze ich eigentlich eher für Serien. Ins Kino gehe ich sehr selten, weil da nur Scheißfilme voller beschissener Popmusik laufen. Und TV schaue ich seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich weiß wirklich nicht, was der letzte Film oder die letzte Serienfolge war, die ich ganz regulär im Fernsehen geguckt habe. Muss irgendeine Premiere eines Heinz Erhardt Films gewesen sein oder so.

Gab es schon einmal einen Film, bei dem Du Dir nach Betrachtung die Frage gestellt hast, ob die Macher des Filmes verrückt sind?

Solche Gedanken liegen mir fern. Ich denke mir eher hinterher: „Warum sind die Macher des Films eigentlich nicht verrückt genug, um daraus einen richtig geilen Film zu machen und mal ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen, anstatt die immer gleiche generische Scheiße erneut auf die Leinwand zu bringen?“ Es gab mal wunderbar verrückte Geister in der Filmbranche, aber die wurden leider entweder alle durchs Hollywoodsystem gespült und kamen als ideenlose Lahmärsche wieder raus oder sie wurden direkt durch ideenlose Lahmärsche ersetzt. Aber wenn die Froschmutanten Hollywood übernommen haben, dann wird es endlich wieder verrückte Filmemacher geben.

Kannst Du Dich an Deinen ersten Kinobesuch erinnern? Wenn ja, welcher Film war es und wie alt warst Du da?

IN EINEM LAND VOR UNSERER ZEIT. Guter Film. Vermutlich auch heute noch. Müsste ich mal wieder angucken. Damals war ich übrigens 6 Jahre alt. 30 Jahre her. Und wo sind wir hingekommen? Nichtmal Dinosaurierfilme kriegt Hollywood noch hin.

Wenn Du die finanziellen Mittel dafür hättest und sogar die passende Immobilie, würdest Du ein Kino eröffnen? Egal ob ja oder nein, warum?

Nur unter der Bedingung, dass ich wirklich so viel Geld hätte, dass Einnahmen und so keine Rolle spielen. Ich würde nämlich höchstens ein Kino eröffnen, in dem nur geiler Scheiß läuft, den ich selbst geil finde. Also nichts Aktuelles. Nur cooler 80er-Jahre-Overkill, den sich 3 Zuschauer antun würden. Aber es wäre ja auch nicht für die. Es wäre nur, damit ich die ganzen geile Filme im Kino gucken könnte.

Vielleicht kann ich mir diesen Traum erfüllen, wenn meine Froschmutanten Hollywood eingenommen haben. Und jetzt marschiert, meine Froschmutanten. Marschiert gen Westen. Marschiert. MUAHAHAHAHAHA! MUAHAHAHAHA! MUAHAHAHAHA! Quak, ihr Affen.

Heldenlose Diktaturenzerschlagung in nicht ferner Zukunft

Blicken wir doch mal wieder in die unmittelbar bevorstehende Zukunft. Was wird uns im Jahr 2020 erwarten? Wird die italienische Post-Apokalypse endlich eintreten und wir alle nur noch in Wüstengebieten gegeneinander kämpfen? Laut dem heutigen Film ist die Antwort ein klares: Ja. Aber die Zukunftsvisionen der italienischen 80er sahen irgendwie alle so aus, also kann man sich wohl ein paar berechtigte Zweifel bewahren.

ANNO 2020: I GLADIOTORI DEL FUTURO – 2020 TEXAS GLADIATORS – Italien – 1982 – 91 Min.

Regie bei diesem Spaß führte Joe D’Amato, der vor allem mit Pornos sein Geld verdiente, bei denen sich die Leute (einschließlich mir) bis heute fragen, warum es dafür eigentlich einen Regisseur braucht.
Drehbuchautor George Eastman schrieb unter anderem den eventuell bekannten ANTROPOPHAGUS. Co-Autor Aldo Florio brachte nichts Erwähnenswertes zu Papier.
Darsteller Al Cliver bekämpfte für Lucio Fulci Zombies in ZOMBI 2. Harrison Muller begegnete uns hier vor langer Zeit schonmal im wunderbar bekloppten SHE. Peter Hooten ist niemand geringeres als der originale DR. STRANGE. Hal Yamanouchi hat auf der ganzen Welt mal seine Visage in die Kamera gehalten. Unter anderem drehte er mit Wes Anderson und dem italienischen KOMMISSAR REX. Donald O’Brien war IM NAMEN DER ROSE dabei und Geretta Geretta hat einen interessanten Namen.

Natürlich beginnt der Streifen mit Dudelmusik und einem Mann, der in einem alten Gemäuer Leute schnetzelt wie Rambo an seinem schlechtesten Tag. Sein Ziel ist es selbstverständlich, eine unschuldige Brünette aus den Klauen der scheinbar religiösen Bösewichte zu befreien. Moment, es sind sogar 5 Männer und nicht nur eine Frau. Das macht die Sache natürlich einfacher und die Mission gelingt. Nach erfolgreicher Rettung will einer von ihnen eine halbnackte Blondine vergewaltigen, aber das kann Nisus nicht zulassen. Weil er den Eid gebrochen hat, wird Catch Dog, so der Name des Vergewaltigers, aus der Gruppe geschmissen. Ich schätze mal, er ist dann später der Antagonist hier. Die Blondine ist die absolute Pazifistin, was in einer Welt wie dieser wohl nicht die größten Überlebenschancen mit sich bringt.

Blondie bringt die Gruppe auf ihren Mopeds zu irgendeiner Firma, wo irgendwas hochexplosives gemacht wird, das irgendwie Gefahr droht, irgendwie zu explodieren, wenn man es nicht irgendwie verhindert, was Nisus natürlich irgendwie tut. Ich sage es, wie es ist: Ich habe absolut keine Ahnung, was genau die da machen, aber 2 Minuten später ist Alarm und eine Motorradgang kommt angefahren und es wird wild rumgeballert. Dann kommt Glatzengerd mit seinem Panzerwagen voller Spezialeinheiten inklusive Schilden angefahren und das Geballer nutzt nichts mehr. Rückzug ist die Devise und nach minutenlanger Action, wähend der unschuldigen Frauen das Oberteil geklaut wird, und kleine Jungen zum Oralsex gezwungen werden (zumindest sah das so aus), sind fast alle tot und nur Blondie, Nisus und ein kleiner Junge (nicht der Orallutscher, sondern noch viel jünger) sind noch übrig. Die werden gefangen genommen und Blondie soll mal wieder vergewaltigt werden. Diesesmal von einem Snake Plissken für Arme. Catch Dog schaut sich das ganze an und Nisus schwört natürlich Rache und so.

Glatzengerd erklärt den Überlebenden (sind doch ein paar mehr), dass sie die „New Order“ sind und sie gefälligst tun, was sie ihnen sagen. Nisus hält davon natürlich überhaupt nix, stürmt wie ein Irrer auf Glatzengerd los und sticht den ab, wofür er selbst erschossen wird. Blondie ist untröstlich. Man hat also jetzt schon gekonnt jeden hier gekillt, der einen Namen hatte. Perfektes Writing.

Im Hauptquartier der „New Order“ wird geflippert und Russian Roulette gespielt, was nicht jeder überlebt. Vor allem nicht der Möchtergern-Vietnam-Veteran, der aussieht, als hätte er zu oft DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN gesehen. Ein Fremder kommt rein und fordert den Möchtergern-Cowboy heraus, mit ihm zu spielen und bescheißt irgendwie, was zu Gedresche führt und er muss 10 Jahre in der Mine arbeiten.

Der Film ist übrigens schon zur Hälfte durch und ich habe immer noch keine Ahnung, was hier eigentlich die Handlung oder wer der Protagonist sein soll. Läuft.

In der Mine verreckt ein Opa und niemand darf ihm helfen. Das findet Bartbob richtig scheiße und wird vermöbelt. Der Roulettebescheißer hilft ihm dann raus aus der Mine und irgendein Asiate ist auch noch dabei. Gemeinsam mit Blondie hauen sie dann in einem Auto ab und ich frage mich, ob die drei Typen eventuell schon bei der Rettungsmission am Anfang dabei waren. Namen wären echt hilfreich hier. Dafür bleibt aber keine Zeit, denn Mopeds, angeführt von Catch Dog, nehmen die Verfolgung auf. Ich checke es nicht. Irgendwie werden das immer mehr Leute, die anschließend in einem Canyon rumballern. Ich glaube, einer von ihnen hat sogar eine Laserwaffe.

Es passiert ewig und drei Tage absolut gar nichts und alle hängen nur in dem Canyon rum. Unsere namenlosen Helden klettern unbemerkt einen Hügel hoch, was eigentlich nur zeigt, dass die Bösen offensichtlich Brillen brauchen und Catch Dog löst dann eine Explosion aus und denkt, die Helden sind alle tot. Dafür wird er von General Glatze mit etwas Klimpergeld entlohnt.

Die Gruppe tapert derweil durch einen Wald und treffen auf Indianer, die keinen weißen Männern trauen. Darf ich mal kurz in den Raum werfen, dass da eine Frau und ein Asiate neben stehen, die nicht wirklich als „weißer Mann“ durchgehen? Wie auch immer, im Indianerdorf zeit Bartbob, was für ein töfter Kämpfer er ist und deshalb werden die Indianer sich dem Kampf gegen General Glatze anschließen.

Der hat gerade irgendwie herausgefunden, dass Catch Dog sie doch nicht gekillt hat und trägt ihm auf, den Job endlich zu erledigen. Der große Showdown steht also bevor und dafür trifft man sich auf einer Wiese zum Duell zwischen Mopeds und Autos, was natürlich einen Haufen Rumgeballer mit sich bringt. Die Schildspezialeinheit sichert schon mal General Glatze ab, damit der bloß nicht zu Schaden kommt. Mit den Indianern hat aber selbst der nicht gerechnet und aus irgendeinem Grund sind deren Pfeile viel wirkungsvoller gegen die Schildtypen, als es Gewehrkugeln jemals sein könnten.

Im alten Gemäuer kämpfen sie dann alle. Blondie ballert Catch Dog weg, Bartbob stirbt einen unspektakulären Tod, die Indianer erlegen die Schildheinis mit Pfeil und Bogen und Jeanswestenjohn beweist, dass er nicht nur beim Russian Roulette bescheißen, sondern auch General Glatze mit einer Wurfaxt killen kann, obwohl der scheinbar einen unüberwindbaren Laserschild vor sich hält.

Alle freuen sich ihres Lebens. Sogar die Indianer sind gut drauf und reiten fröhlich davon. Ich gehe in der Mine nach Salz suchen …

Tanzende Monsterbeschwörung auf abegelegenen Gefängnisinseln

Ein weiteres Jahr Filmschrott steht uns bevor. Und da ich bekanntermaßen groß darin bin, Dinge anzukündigen, die ich dann nicht einhalten kann, mache ich das auch dieses Jahr wieder. Denn ich habe ein paar Änderungen für den Filmschrottplatz geplant. Oder sagen wir besser „Erweiterungen“. Die Resonanz auf meine Besprechungen geht immer weiter zurück und mich beschleicht das Gefühl, dass sich das System ein bisschen abgenutzt hat. Deshalb will ich hier mal etwas frischen Wind reinbringen. Vermutlich gelingt mir das dann so 2025 rum, also abwarten. Bis dahin gibt es aber erst mal weiterhin die üblichen Schrottfilme und wir rocken mal wieder in das Schrottjahr:

SLAUGHTERHOUSE ROCK – USA – 1988 – 90 Min.

Dimitri Logothetis führte Regie und viel mehr gibt es über ihn auch nicht zu sagen. Er schrieb zuletzt die Drehbücher für die neuen Kickboxerfortsetzungen und das ist wohl wirklich alles, was man über ihn wissen muss.
Dieses Drehbuch wurde von Ted Landon geschrieben und das einzig absolut nicht erwähnenswerte zu dem Typen wäre noch, dass er hier im Film mitspielt. Für ein paar Sekunden. Mitgeschrieben haben auch noch Sandra Willard, die ansonsten nur für Kinderzeichentrickserien geschrieben hat. Und Nora Goodman, über die ich nur sagen kann, dass sie nicht mit John Goodman verwand ist, was aber ohnehin nichts geholfen hätte hier.
Jetzt könnte man natürlich sagen, bei dieser völlig wirren Mischung, können es nur die Darsteller retten. Nun, da wäre erstmal Toni Basil, die zumindest in EASY RIDER auftauchte, ansonsten aber eigentlich als Sängerin bekannt wurde. Ich persönlich kenne nicht einen Song von ihr. Nicholas Celozzi hatte seine 5 Minuten Ruhm in zwei Folgen vom A-TEAM. Hope Marie Carlton hat im ein oder anderen Trash mitgespielt und war auch mal auf der „Elm Street“ unterwegs. Jeff Speakman begegnete uns hier bereits im LAND OF THE FREE. Alle anderen sind genau so wenig erwähnenswert. Außerdem wird es jetzt mal Zeit, hier loszulegen:

Ratten und Getier krabbelt über ein Skelett in Dreckwasser und irgendwas oder irgendwer bahnt sich langsam einen Weg durch das Seuchengewässer. Ein angeketteter Honk soll sein Opfer sein, aber bevor er erwischt wird, wacht er auf. Ui, toll, eine Traumsequenz direkt zu beginn. Wie innovativ. Wenn das in dem Traum nebenbei Alcatraz gewesen sein soll, dann wohl eher aus einer Zeit irgendwann im Mittelalter. Hätte auch einfach irgendein Burgkeller sein können.

Zeit die Charaktere kennen zu lernen. Und wenn ich „Charaktere“ sage, meine ich natürlich das große Auflaufen der Abziehbilder vom Reißbrett. Und alle haben richtige Scheißfrisuren, wie sich das für die 80er gehört. Alex hat ein Date oder sowas und irgendwelche Hallus von Monstern, die aus der Wand kommen. Nach dem Traum die logische und absolut langweilige Weiterentwicklung. Irgendwie checke ich noch nicht so ganz, was die da eigentlich machen. Es sind zwei Typen und zwei Mädels und sie übernachten in einem Motel oder so. Sind sie im Urlaub? Wohnen die da? Und was hat das jetzt alles mit Alcatraz zu tun?

In der Nacht hat Alex natürlich wieder einen Traum und ich bin jetzt schon unfassbar gelangweilt von der ganzen Nummer. Und jetzt sitzen sie in der Schule. Ich kapiere es wirklich nicht. Die Szenen in der Billig-Disco lasse ich am besten ganz außen vor. Ann brennt es im Zimmer von Alex und er ist hinter Gitterstäben gefangen und ich habe einfach keinen Bock mehr. Und der Scheiß geht noch eine Stunde. Das wird wirklich übel.

Alex erzählt seinen Freunden von den Hallus und die recherchieren. Es gibt nur eine Erklärung: Irgendein Dämon von Alcatraz oder so ist dafür verantwortlich und Alex wurde ausgewählt, weil … ist halt so.

Mit einem Fischerboot macht man rüber zu Alcatraz und da ist es vor allem neblig und dunkel. Gut für die Filmemacher. Dann sieht man kaum was von dem Schwachsinn, der vermutlich folgen wird. Andererseits passiert hier einfach absolut gar nix, außer, dass die Gruppe durch die Gänge latscht und der Spaßvogel der Truppe dumme Witze reißt. Mittlerweile sind es übrigens 6 Leute. Also hat man mehr zum wegschnetzeln. Und damit könnte man jetzt langsam auch mal anfangen, denn sonst kann der Film ohnehin nix, wie bereits festgestellt wurde.

Alex wird von den anderen abgeschnitten und trifft auf eine Frau, die erklärt, dass sie tot und für seine Hallus verantwortlich ist. Sie hat ein Monster freigelassen und braucht Hilfe, um von der Insel frei zu kommen oder so. Richard geht ebenfalls verloren und tapert wie ein Zombie mit Zahnpasta vorm Mund durch die Gegend. Er ist natürlich irgendwie besessen und lockt eins der Mädchen in einen abgelegenen Raum. Die will unbedingt nach Hause, aber vorher kann man natürlich noch schnell ne Nummer schieben. Richard mutiert vor lauter Geilheit zum Monster und muss mit einer Kaffeekanne umgekloppt werden. Das Mädel flieht zum Rest der Gruppe und alle verfolgen Richard. Vielleicht sollte sie den anderen mal sagen, dass er ein Monster ist.

Irgendwoanders tanzt die tote Frau komisch rum und das bringt … keine Ahnung was. Aha, sie guckt mit Alex in die Vergangenheit, wo irgendein Kannibalenkommandant einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist. Die tote Frau namens Sammy hat eine ganze tote Band am Start und die sind wirklich aus allem zusammengewürfelt, was die Palette so hergibt. Einflüsse von AC/DC bis zu den Bee Gees sind vertreten. Sammy hat den Kannibalenkommandanten versehentlich losgelassen, weil sie gar nicht an Kannibalenkomandantenmonster glaubt. Aha, sehr aufschlussreich.

Die Gruppe findet Ratten und heraus, dass Richard ein Monster ist. Und das macht die Sache auch nicht spannender. Alex ist auch wieder unterwegs und findet Carolyn, die die einzige ist, die an diesen übernatürlichen Kram glaubt. Die anderen müssen sich weiterhin mit Monsterrichard herumschlagen. Kann hier jetzt mal jemand so richtig verrecken? Das ist doch alles langweilige Scheiße. Nur lahmes Herumgerenne. Und die Band hat noch nicht mal irgendeinen grottenschlechten Rocksong performt. Wirklich enttäuschend, das alles.

Alex muss irgendeine Tür öffnen, damit die Band die Insel verlassen kann. Ich glaube ja, das ist ein Trick. Damit lässt er bestimmt noch mehr Monster frei. In einer unglaublich spannenden Szene, watet Alex minutenlang durch knöchelhohes Wasser, um zu der Tür zu gelangen. Gleichzeitig verkloppen die Mädels Richard und zünden dann die Bude an. Alex erreicht die Tür und klopft an, was irgendwie nicht so ganz der Plan ist, wenn ich das richtig verstanden habe. Ach so, er versucht, die Tür aufzuschlagen. Das gelingt und gleißendes Licht dringt in die Katakomben von Alcatraz. Alle Monster fackeln ab, Alcatraz gleich mit und glücklicherweise habe ich den Krampf hier überstanden.

Alex kann plötzlich Piano spielen, denn scheinbar hat Sammy ihm eine musikalische Gabe als Dank für seine Bemühungen mitgegeben. Sie hätte ihm besser eine Zeitmaschine gegeben, mit der er mir diese Qual hätte ersparen können. Im Abspann gibt es dann auch endlich den schlechten Rocksong. Ich gehe Monster auf einer Insel suchen …

Galaktische Sexualkunde im Auftrag des Königs

Ihr wisst ja, wie das hier läuft: Wenn mir gerade nichts besseres einfällt, begebe ich mich ins Italien der 80er Jahre. Denn da wird man immer fündig, was grandiose Filme angeht. So auch heute, mit:

GIOCHI EROTICI NELLA TERZA GALASSIA – ESCAPE FROM GALAXY 3 – Italien – 1981 – 91 Min.

In manchen Ländern – unter anderem Deutschland – wurde der Spaß direkt als STARCRASH 2 vermarktet, was zum Einen daran liegt, dass es ähnlicher Quatsch ist und er zudem noch einige Szenen und Special Effects einfach direkt aus STARCRASH geklaut hat.
Regisseur Bitto Albertini ist wohl am ehesten bekannt für BLACK EMANUELLE, wenn man in dem Zusammenhang überhaupt von Bekanntheit sprechen kann.
Drehbuchautor John Thomas ist absolut unbekannt, denn außer diesem Streifen hat er gar nichts auf dem Kerbholz.
Mit den Darstellern brauchen wir uns auch nicht lange aufhalten, denn selbst abseits dieses Planeten kennt keine Spezies Sherry Buchanan oder Fausto Di Bella. Auch wenn ich der Meinung bin, dass jemand mit so einem grandiosen Namen bekannter sein sollte.

Der Weltraum. Unendliche Weiten … irgendwie habe ich das Gefühl, dass jede Besprechung zu einem Science Fiction-Film bei mir so anfängt. Also nochmal:

Der Weltraum. Unendliche Langeweile. Und da: Ein Raumschiff. Es gehört Oraclon und der pazifistische König Ceylon hat Angst, dass er das ganze Universum platt macht, oder so ähnlich. Also setzt er Plan Epsylon in Kraft, was auch immer das bedeuten mag. Oraclon sieht aus, als hätte er sein Kostüm direkt vom Kinderfasching mitgenommen und befiehlt Jemar, zum Angriff überzugehen, weil der König sich nicht einfach so ergibt. Ist aber auch eine bodenlose Frechheit, dass der pazifistische König plötzlich Gegenwehr leisten will. Wo kommen wir da denn hin, wenn das plötzlich alle Pazifisten machen?

Etwas aufregende Weltraum-Laser-Action später lacht Oraclon dreckig, denn das war erst der Anfang, wie er niemandem, außer dem Zuschauer verrät. Ohne Hilfe kann der König nicht gewinnen und er schickt seinen besten Mann Lithan zusammen mit seiner Tochter Belle Star los, um Verbündete zu finden. Der König hängt solange in seinem defekten Raumschiff ab, das vorerst durch den Schutzschild sicher vor Oraclons Angriffen sein wird. Aber nicht lange. Da müssen sie sich wohl beeilen. Gut so. Dann dauert der Quatsch nicht zu lange.

Oraclon ist gar nicht froh darüber, dass Lithan und Belle Star entkommen konnten und verfolgt sie. Noch ein Grund mehr, sich zu beeilen. Ich glaube, der Film wird immer kürzer.

Mit seinen Locken sieht Lithan aus, wie ein gescheiterter Pornodarsteller aus den Siebzigern. Belle Star hingegen sieht aus, als würde sie jedem Typen gleich in die Eier treten, wenn sie ihm begegnet. Was für ein Traumgespann. Sie können entkommen, aber Oraclon hat irgendein Thermometer-Universums-Scan-Ding an Bord, mit dem er mal eben die ganze Galaxie absuchen kann. Lange können sie sich also sicher nicht versteckt halten.

Lithan und Belle Star landen auf … einem Planeten, der wie die Erde aussieht aber erfahrungsgemäß auch etwas völlig anderes sein kann. Der Hintergrundmusik nach zu urteilen muss es aber eigentlich die Erde sein, denn nirgendwo sonst, findet man so ein unerträgliches Gedudel. Lithan versetzt eine Gruppe von Leuten mit seiner Laserpistole in Angst und Schrecken, nur um anschließend den Plan zu entwickeln, dass man ihnen irgendwie klar machen muss, dass sie in Frieden kommen. Hätte man vielleicht mal drüber nachdenken sollen, bevor man da wild rumballert.

Die beiden erkunden den unbekannten Planeten und Belle Star bespritzt Lithan mit Wasser aus einem See. Der macht sich dabei fast in die Hose, weil er scheinbar kein Wasser kennt. Zwei Rumknutschende veranlassen die zwei Expediteure, das auch mal zu versuchen, weil sie es für eine Art der Kommunikation halten. Nun, ganz weit weg sind sie mit der Annahme immerhin nicht. Schließlich kann Rumgeknutsche von „Ich bin echt scharf auf dich“ bis hin zu „Ich hab da was zwischen den Zähnen, kannst du das mal rauspulen?“ so ziemlich alles bedeuten.

Die Einwohner des Planeten planen die große Gefangenschaftsaktion und tapern durch die Walachei. Das Friedensangebot stößt auf taube Ohren und die Abenteurer werden in einer Höhle eingesperrt. Oh, und sie sollen bei lebendigem Leibe verbrannt und ihre Asche im Wind verstreut werden, um die Götter oder Geister oder Wasauchimmer zu beruhigen. Wir sehen also, wir haben es hier mit einer extrem alt eingesessenen Art von Idioten zu tun. Ich schätze mal, es handelt sich um Katholiken.

Lithan rettet nebenbei mal eben ein Kind und beweist dadurch, dass er doch ganz nett ist. Die Verbrennung ist also abgesagt. Wobei ich mich frage, warum sie nicht zumindest die Frau verbrennen. Die hat erstens nichts bewiesen und guckt zweitens immer noch, als würde sie am liebsten auf eine Kastrierungsmission gehen. Da hilft es auch nichts, dass sie sich nackig macht und im See baden geht, um sich anschließend von irgendeinem Honk mit einer Blume streicheln zu lassen. Und nein, Blume ist in diesem Fall kein Synonym für irgendwas anderes.

Lithan beeindruckt alle Anwesenden, indem er mal schnell einen Damm baut, weil er Felsbrocken einfach so durch die Gegend werfen kann wie Kieselsteine. Woher diese Kraft kommt, werden wir wohl nie erfahren, denn Belle Star bringt ihm jetzt erstmal alles übers Küssen und Ficken bei. Aber er ist ein Mann, also fühlt er gar nichts. Hilfe eilt aber bereits herbei in Form von ein paar notgeilen Ischen und einem Typen und es ist Rudelbumsen angesagt. Was zur verfickten Hölle ist das hier? Der große Science-Fiction-Porno? Ihr sollt euren verkackten König retten, ihr Affen!!!

Bevor es so richtig heiß hergeht, legt sich ein Schatten über das Land. Wir müssen nicht lange rätseln, es ist natürlich Oraclon. Es ist klar, was zu tun ist: Sich schnellstens von dem unbekannten Planeten verpissen, damit Oraclon diesen nicht zerstört. Der haut aber von ganz alleine wieder ab, weil … er vergessen hat, zuhause den Ofen auszumachen oder so.

Es knistert zwischen Lithan und Belle Star und ich kriege alleine von der Szene schon einen leichten Anfall von Syphilis. Sowas kennen die Bewohner des Planeten natürlich nicht und es wird überall rumgemacht und rumgetanzt und rumgewasweißicht. Oraclon, kannst du bitte zurückkommen und den Planeten niederbrennen? Das ist ja nicht mehr zu ertragen. Okay, vielleicht schaffen die das auch selbst, denn es folgt der große Fackeltanz mit anschließendem Übers-Feuer-Balancieren, bei dem sich irgendein Trottel den Arsch verbrennt.

Wird diese Szene jemals enden? Meine Fresse, jetzt macht mal voran! Das ist doch alles scheißlangweilig!! Und stellt diese unerträgliche Dudelmusik ab!!! Und hört endlich mit dem bekackten Rumgeschnulze auf und rettet euren verfickten König!!!!

Lithan und Belle Star wollen schon wieder abhauen, aber der Obermotz des Planeten ist dagegen, weil sie ihn und sein Volk gegen Oraclon beschützen sollen. Also ballert Lithan wieder mit seiner Laserknarre rum und Belle Star verteilt die stärksten Handkantenschläge jenseits von Hong Kong. Warum die sich nicht direkt verpisst haben, als sie es das erste Mal vor hatten, bleibt ein Rätsel. Und wofür diese ganze Scheiße auf dem Planeten jetzt gut gewesen sein soll ebenfalls. Ach nee, die beiden wissen jetzt, wie man rumvögelt und können sich so die Zeit auf dem Flug vertreiben. Dieser Sci-Fi-Softporno macht mich einfach komplett fertig. IHR SOLLT DEN SCHEIßKÖNIG RETTEN, IHR NOTGEILEN FICKER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Oraclon kann Lithan und Belle Star schnappen. Sie sollen seine Sklaven auf Lebenszeit werden. Aber vorher zeigt er ihnen noch ihren Planeten, den er ausgelöscht hat und der jetzt leblos im Universum rumhängt. Also so, wie dieser gesamte Film.

Alter, selbst in Gefangenschaft können die beiden nicht mit ihrem Geschnulze aufhören. Selbst Oraclon guckt, als hätte ihm jemand in die Eier getreten. Ich kann es nachvollziehen, Oraclon. Bitte töte sie einfach beide und beende mein Leiden.

Nein, Lithan ist der Oberkiller und schießt Laser aus seinen Augen. Also, der Typ kann einfach alles, aber keine Sau weiß, warum er es kann und er nutzt es auch nur, wenn es laut Drehbuch gerade nötig ist. Das einzige, was er nicht konnte, war ficken und das hat er jetzt auch gelernt. Lithan ist der absolute Über-Mann. Das Universum ist verloren.

Der Finale Endkampf hat nebenbei genau 2 Sekunden gedauert. Das ganze Geschnulze davor und danach für 2 Sekunden Laseraugenschießen. Ich.Habe.Die.Schnauze.Voll.

Natürlich kehren sie zurück zum Fickerplaneten und lebten fickend und zufrieden bis an ihr Lebensende. Ich gehe den König retten. Einer muss den Job ja erledigen …

Prähistorische Übersetzungslücken

Geschichtliche Zeitdokumente auf Zelluloid gebannt, gibt es hier auf dem Filmschrottplatz eher selten. Das liegt nicht unbedingt daran, dass es nicht bestimmt auch eine Menge geschichtlich fragwürdig verzerrende Werke da draußen gibt. Aber die Themen sind meist dann einfach nicht so meins. Heute reisen wir aber mal ganz weit in die Vergangenheit und gucken uns mal an, wie das eigentlich damals alles so war, als die Höhlenmenschen und Dinosaurier die Erde bevölkerten. Okay, das war nie der Fall, aber ich sage ja: geschichtlich verzerrt. Einen interessanten Einblick in unsere Vergangenheit kriegen wir dabei aber vielleicht trotzdem.

CAVEMAN – USA – Mexiko – 1981 -91 Min.

Regie bei dieser geschichtlichen Aufarbeitung der Anfänge des aufrechtgehenden Menschen führte Carl Gottlieb, der eigentlich eher als Drehbuchautor von unter anderem den ersten drei DER WEIßE HAI Filme von sich reden machte. Wie er dann hier gelandet ist, weiß er wohl nur selbst.
Das Drehbuch hier verfasste er gemeinsam mit Rudy de Luca, der unter anderem einige Drehbücher für Mel Brooks verfasste und in SPACEBALLS sogar die Rolle des wandelnden Fotoautomaten Vinnie spielte. Sollte doch ein Fotoautomat sein, oder?
Das Staraufgebot kann sich hier wirklich sehen lassen und bis heute werden sich vermutlich alle Beteiligten fragen, warum sie hier mitgemacht haben. Unter anderem haben wir da Ringo Starr als Atouk, den der ein oder andere vielleicht als Mitglied einer vierköpfigen Band kennt, die in den 60ern recht bekannt war. Dennis Quaid kennt man nicht aus einer Band, sondern aus einem ganzen Haufen Hollywoodproduktionen. Und auch Shelley Long ist eine Unbekannte, was Hollywood und große Filme angeht, wobei ihre bekannteste Rolle wohl in der langlebigen Serie CHEERS gewesen sein dürfte. Außerdem turnt auch noch John Matuszak in den Höhlen rum, den man als Sloth aus THE GOONIES kennt. Man sieht also, hier hat man alles aufgefahren, was nicht bei drei in der Höhle war. Ob das Ergebnis dementsprechend ausfällt, darf angezweifelt werden, aber schauen wir mal:

Die fröhlichen Höhlenmenschen sammeln Beeren und Früchte und nehmen Atouk die besten Bananen weg. Was für ein fieser Haufen. Da muss man ja direkt Mitleid mit Ringo haben. Und dann latscht er auch noch in eine fleischfressende Pflanze, die ihm unter den Lendenschurz schlingert. Er hat wirklich keinen guten Tag. Das wird endgültig klar, als er von einem Riesenchamäleon verfolgt wird. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie sehr ich Stop Motion Effekte liebe? Selbst, wenn die Dinosaurier so lächerlich aussehen, wie dieses Riesenchamäleon, ist das einfach immer großartig. Die Höhlenmenschen retten sich auf einen Baum, haben aber wohl Größe und Kraft des Chamäleons unterschätzt, das den Baum einfach umwirft und einen der Höhlenmenschen mitnimmt.

In den Höhlen warten schon die Frauen in ihren Leopardenfellbikinis. Die Enttäuschung darüber, dass die Männer aufgrund eines Chamäleonangriffs nicht zu Essen mitgebracht haben, ist groß. Einer der Höhlenmenschen erklärt, dass Atouk Schuld ist und alle finden ihn jetzt kacke. Nebenbei wird hier scheinbar alles mit Höhlensprache wiedergegeben, was durchaus ein interessanter Ansatz ist, finde ich. Zumindest bisher habe ich nicht ein einziges Wort verstanden.

Atouk gibt Lana eine Frucht, aber die poppt lieber mit Tonda. Am nächsten Tag darf Atouk eine neue Beerenart auf die Essbarkeit testen. Natürlich ist die nicht unbedingt gesund und er fällt ihn Ohnmacht. Mit den Beeren kann man aber natürlich ganz hervorragend seine Mithöhlenmenschen ausknocken. Zum Beispiel Lana, damit man die dann doch mal knallen kann, während sie bewusstlos ist. Ähm, grenzwertig wäre an dieser Stelle noch eine Untertreibung. Der Umstand, dass Atouk selbst für eine Vergewaltigung zu doof ist, macht die Sache nun wirklich nicht besser. Und lustiger sowieso nicht.

Tonda schmeißt Atouk aus der Höhle und der trifft draußen Lar, dem er beigebracht hat, auf einem Bein zu hüpfen, nachdem der sich verletzt hatte. Als sie Gog, dem blinden Vater von Tala, das Leben retten, verliebt sich Tala in Atouk. Nach einer Verfolgung durch einen T-Rex, bei dem ich nur sagen kann „Vergesst JURASSIC PARK. Ich bin sicher, die sahen genau so aus“, den Atouk zufällig erlegt, wird er zum Stammesführer der drei Bekloppten enannt, oder sowas.

Atouk hat aber weiterhin nur ein Ziel, das einem Protagonisten wirklich gerecht wird: Er will immer noch Lana knallen und versucht sie, zu entführen. Die hat da aber verständlicherweise gar keinen Bok drauf und Tonda ist jetzt so richtig angepisst. Also müssen die Vier in der Wildnis übernachten.

Oh mein Gott, das Riesenchamäleon ist zurück!!! Atouk kann ihm einen Riesenkürbis in die Fresse werfen und es haut ab. Atouk ist also erneut der Held, den wir alle gesucht haben. Inzwischen hat sich die Gruppe auch vergrößert, nachdem man irgendwelche anderen Fatzken aufgegabelt hat. Gemeinsam tapert man durch den Wald. Während eines Gewitters rettet man sich unter einen Baum, der vom Blitz getroffen wird und so wurde das Feuer entdeckt.

An dem Feuer sind auch andere interessiert. Unter anderem jemand, der versucht, die Dinge zu übersetzen. Bobo heißt Freund, Araka heißt Feuer und Zag Zag heißt Ficken. Ich belasse es mal dabei, denn ausschweifende und tiefgründige Dialoge sind hier ohnehin nicht zu erwarten. Irgendwie entdeckt man dann auch noch die Musik für sich, indem man Stöcke gegeneinander kloppt. Wundert mich, dass sie nichts von den Beatles spielen, aber das war wohl trotz Ringo nicht im Budget.

Rex is back!!! Atouk ist aber sowas von intelligent, dass er genau weiß, wie er ihn los wird. Nämlich, indem er ihn in das mickrige Lagerfeuer latschen lässt. Das würde der zwar einfach austreten, aber ich bin mal nicht so. Sieht schon lustig aus, wenn ein T-Rex auf einem Bein aus dem Wald humpelt.

Ich frage mich ja wirklich, ob es jemals Vogeleier gab, die so groß wie ein Mensch sind. Ich meine, was schlüpft, wächst ja anschließend auch noch. Und auch, wenn die Dinos zum Teil recht groß waren, so riesig waren sie dann halt auch nicht. Aber gut, so ein Riesenei tragen jedenfalls Atouks Leute gerade durch die Walachei, als Tonda und seine Leute auftauchen und eine mitreißende Verfolgungsjagd rund um das Ei entbrennt. Natürlich können sich Tonda und Co. das Ei unter den Nagel reißen. Dann kommt allerdings Mami angeflogen und bestätigt meine Annahme, dass sie nie im Leben dieses Riesenei gelegt hat, das doppelt so groß ist wie sie selbst. Das Ei fällt von einer Klippe in einen Geysir und wird direkt gebraten. Atouk und seine Gang nehmen das Frühstück dankend an.

Hilarity ensues, wenn ins Feuer gefurzt wird und Tonda seinen Hexenschuss behandeln lässt. Der T-Rex guckt auch mal wieder um die Ecke und schleicht hinter Atouks Stamm her. Atouk schiebt ihm einen Strauch mit den KO-Beeren in die Schnauze und Rex taumelt von einer Klippe. Atouk ist schon ein echter Held, muss ich sagen. Weiß immer genau, was zu tun ist und macht dann etwas anderes, bei dem er einfach nur einen Haufen Glück hat.

Tonda und Lana angeln, was im Endeffekt bedeutet, dass Tonda Lana unter Wasser hält, bis die einen Fisch mit bloßen Händen gefangen hat. Lana wird von der Strömung erfasst und Atouk muss zur Rettung eilen. Tonda sucht derweil im Wasser nach seiner Frau/Freundin/Matratze und wird von einem Krebs in die Nase gezwickt. Lar fällt in den Fluss und Atouk ist ganz traurig. Aber auf der anderen Seite hat er jetzt Lana mal für sich und kan vielleicht endlich mal die geplante Vergewaltigung durchziehen. Es bleibt also spannend.

Lar wird vom Fluss in eine nahegelegene Eiszeit getragen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Gezeiten so selbst damals nicht funktioniert haben. Ein Eisaffe liegt auf der Lauer und beobachtet Lar, der auf dem Eis umher rutscht.

Atouk hat jetzt keine Zeit zum Vergewaltigen und bricht mit seinem Stamm auf, um Lar zu suchen. In der nahegelegenen Eiszeit finden sie eine Spur und einen eingefrorenen Eisaffen, den sie versehentlich mit einer Fackel auftauen.Eine lustige Verfolgung auf dem Glatteis später, bleibt der Eisaffe enttäuscht alleine in der nahegelegenen Eiszeit zurück.

Tala tapert zu Tonda, der sich gerade eine neue Frau sucht, indem er den anwesenden Frauen in den Felltanga guckt. Tala führt ihn zu Atouks Lager, wo Tonda alle Frauen entführen lässt, oder so. Wisst ihr, wenn man kein einziges Wort versteht, ist es gar nicht so leicht, einer nicht vorhandenen Handlung zu folgen.

Atouk ist natürlich der Held, den die Steinzeit verdient hat und er will alle Frauen retten. Und sie anschließend vermutlich vergewaltigen. Dazu werden kurzerhand Steinwaffen wie Speere, Äxte und Schleudern erfunden. Es bahnt sich also ein spektakuläres Finale an.

Gestartet wird dieses spektakuläre Finale mit einer Rauchbombe, bei dir ich mir wirklich nicht sicher bin, wie sie die gebaut haben. Vermutlich war es einfach nur eine brennende Banane oder sowas. Bin ich nebenbei eigentlich alleine mit der Meinung, dass es für die „Guten“ einer Geschichte eher unpassend ist, mit einem unfairen Vorteil wie Waffen anzugreifen? Und weil das noch nicht reicht, reitet Atouk jetzt auch noch auf dem Riesenchamäleon in die Schlacht.

Tala ist traurig, weil Atouk nach der gewonnenen Schlacht mit Lana aptapert. Aber dann stellt er sich als der Held heraus, den Tala verdient hat und wirft Lana in einen Haufen Dinoscheiße. Tala freut sich, dass sie das neuerwählte Vergewaltigungsopfer sein wird und alle sind glücklich und zufrieden bis die nahegelegene Eiszeit vermutlich in ein bis zwei Tagen die Höhle erreicht hat.

Was nach diesem Film wenig verwundert, ist, dass Ringo Starr keine steile Filmkarriere hingelegt hat. Was mehr verwundert, ist, dass Quaid und Long es trotz des Films geschafft haben. Ich gehe mein Steinzeitisch aufpolieren …

Explosionsgefüllte Wüstenstolperei mit Sound so heiß wie die Sonne

Es ist mal wieder höchste Zeit hier für etwas grandiose 80er Jahre Post-Apokalypse-Action. Lange Worte der Einleitung kann ich mir wohl sparen, denn wir wissen alle, dass es nichts besseres gibt als grandiose 80er Jahre Post-Apokalypse-Action.

DESERT WARRIOR – USA – 1988 – 89 Min.

Regie hier führte niemand geringeres als Jim Goldman. Jetzt fragt ihr euch sicher, wer zur Hölle dieser Jim Goldman ist. Und da kann ich nur mit dem Kopf schütteln und sagen: „Ich habe absolut keine Ahnung.“ Denn mehr als diesen Streifen hat er nicht gemacht.
Beim Drehbuch sieht das etwas anders aus, denn das entstand von einem Duo. Da hören die Unterschiede aber auch schon wieder fast auf, denn von Bob Davies und Carl Kuntze hat man quasi auch nie wieder etwas gehört.
Aber vom Cast hat man noch was gehört. Was ist grün, stark und hat eine dämliche Frisur? Genau: Hulk. Oder eben Lou Ferrigno. Noch nicht überzeugt? Dann schafft das vielleicht Shari Shattuck, die nicht bekannt ist für ihre Rolle als Stewardess in „Spy Hard“ mit Leslie Nielsen und auch mal in „On Deadly Ground“ an Steven Seagal vorbei gelatscht ist. Na, wenn das mal nicht ein schlagkräftiges Argument für einen absoluten Knaller ist, dann weiß ich es auch nicht.

Knaller ist natürlich auch mal wieder die Musik während der Opening Credits. Besser hätte man das damals mit einem Musikbaukasten für 5 Mark nicht hinkriegen können. Dass mehr als diese 5 Mark nicht im Budget waren, sollte niemanden überraschen. Nach dieser musikalischen Glanzleistung töten irgendwelche Typen eine Ratte und werden dann selbst massakriert von einer Blondine und einer Brünetten. Lou Ferrigno ist scheinbar sowas wie ein Sheriff mit Augenklappe namens Zerak und sackt die Damen ein.

An anderer Stelle zeigt sich deutlich der schlechte Einfluss, den der dritte Teil der „Mad Max“ Trilogie auf die Filmwelt hatte, wo irgendwelche Gladiatoren und Scheichs gegeneinander in einem Käfig auf Leben und Tod kämpfen müssen. Der Gewinner ist ein Asiate, der direkt mal den Obermacker auf seinem Thron herausfordert. Augenklappenlou kommt aber zufällig gerade herein und nimmt stattdessen die Herausforderung für seinen König an. Der Sieger sollte klar sein.

Eine Frau kriegt ein Kind und der König ist nicht erfreut. Fragt mich nicht, ich weiß auch nicht warum. Zerak reißt einer Tussi die Perücke runter. Okay, es ist ein Beweis dafür, dass sie radioaktiv verstrahlt ist. Wie fast jeder in dieser Zukunftsvision.

In der Wüste haben sich Racela und ihr Macker am Arsch und entscheiden, dass diese Situation eindeutig Versöhnungssex erfordert. Der wird aber von einer Armee von Laserwaffenasiaten unterbrochen und die Soundeffekte sind ein Traum. Die wurden eindeutig mit dem gleichen Programm erstellt, wie die Musik.

Der Präsident, der aussieht wie eine Mischung aus Jabba The Hut und Helmut Kohl, verurteilt jemanden zu Tode, weil zwei Menschen in der Wüste verschollen sind (ich tippe mal auf Racela und ihren Stecher). Die werden natürlich irgendwo gefangen gehalten und ich muss schon sagen, für so einen Quatschfilm ist das alles schon zu komplex. Rafft doch keine Sau, wer hier mit wem in welcher Verbindung steht.

Zerak und seine Männer treffen sich in der Wüste mit den Laserwaffenasiaten und Zerak rennt cool einen Berg hoch. Dann kommt es zu Megaaction voller Explosionen und umfallender Statisten. Viele Explosionen und viele umfallende Statisten. Sehr viele Explosionen und sehr viele umfallende Statisten. Nach gefühlt 3 Tagen ist die Schlacht vorbei und Zerak wird im letzten Moment mit einem Maschinengewehr angeschossen, was einen Mann wie ihn aber natürlich nicht daran hindern kann, Racela zu befreien. Die Männer von Präsident Jabba The Vegetable kommen dann auch vorbei und es wird noch etwas rumgelasert.

Doctor Bartmann hat den gesamten Komplex samt Labor gebaut, in dem Präsident Helmut der Hut herumhängt und deshalb hat da eigentlich außer ihm keiner was zu melden. Schließlich steht er kurz vor einem großen Durchbruch, der die gesamte Menschheit retten kann. Ich vermute, er erfindet gerade Viagra.

Es ist Nacht und das bedeutet natürlich, dass es spooky Musik aus dem Baukasten geben muss, obwohl hier absolut nichts spooky ist. Commander Glattrasiert kämpft gegen einen Ninja. Mehr gibt es aus der Nacht nicht zu berichten.

Racela schleppt den verletzten Zerak durch die Wüste. Der kann aber irgendwann nicht mehr und Racela stolpert alleine weiter, bis sie in die Hände von irgendwelchen Typen fällt. Ah, es sind Zeraks Leute. Na, was für ein Zufall. König Langhaar lässt sich von Racela erstmal die Tüten zeigen und testet den Sitz ihrer Frisur. Da sie offensichtlich nicht verstrahlt ist (also radioaktiv; ansonsten sind die das hier ja alle eh) soll sie sicher aufbewahrt werden.

Commander Glattrasiert ist der Vater von Racela und befreit seine Tochter. Zerak hilft ihnen, weil … er eben Lou Ferrigno und somit der Gute hier ist. Zerak ist natürlich in Schwierigkeiten, weil sein König die Nummer nicht so geil fand und Racela sitzt flennend in der Wüste, weil sie Zerak geil findet, oder so. Also klaut sie einen Wüstengleiter und haut ab, um Zerak zu befreien. Das zieht natürlich etwas Lasergeballer nach sich.

Doktor Allesgehörtmir steht Präsident Jabba The Helmut Rede und Antwort und … irgendwie hat das jetzt zu gar nichts geführt.

Racela bringt Zerak zu ihrem Stützpunkt und ich weiß auch nicht, wozu das gut sein soll. Natürlich werden die beiden nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Commander Papa will seine Tochter mal wieder retten, die zum Tode verurteilt wird. Und Doctor Hilfdermenschheit will sein Serum an Zerak testen. Und heilt mit einem Laser sein kaputtes Auge, was alle in Begeisterung versetzt. Ich persönlich fand ihn mit Augenklappe ja cooler, aber was will man machen.

Dann kommen alle beim Stützpunkt an und Commander Daddy wird von den Asiaten angegriffen. Und der Doctor wird vom eigenen Mann erschossen, der scheinbar gerade die Seiten wechselt, was mich wahrlich nicht weniger interessieren könnte. Er entführt Racela und Zerak nimmt die Verfolgung auf. Klar, dass draußen in der Wüste dann die absolute Megaaction zwischen allen Gruppen abgeht und keine Sau mehr durchblickt, wer hier eigentlich wer ist. Aber das wusste man ja vorher auch schon nicht, also ist es ohnehin scheißegal. Explosionen ohne Ende. Lasergeballer vom Feinsten. Umfallende Statisten. Hier kriegt man wirklich alles. Also eigentlich nur genau das und es ist so aufregend wie es klingt. Nämlich gar nicht.

Immerhin ist Racela wieder mit Commander Papi vereint und Zerak verbrüdert sich wieder mit dem König. Und dann sind plötzlich alle Freunde, weil ich glaube, die Asiaten die eigentlichen Bösen waren oder so. Was weiß ich denn. Lou Ferrigno knutscht zum Abschluss Shari Shuttack vor einem Sonnenuntergang, während der Song „Love Will Find A Way“ dudelt, und ist es nicht genau das, worum es immer geht? Nein, nicht Liebe. Ich meine möglichst unpassende Schnulzszenen mit möglichst unpassendem Soundtrack, um in den letzten Sekunden den Film noch auf eine ganz neue, unerwartete und extrem niedrige Ebene zu hieven. Mission erfolgreich abgeschlossen. Ich gehe eine Frau im Sonnenuntergang suchen …