Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Pubertätsstudien auf Wurstbasis

Hach ja, die 80er. Ein Traum für jeden Filmfan, der auch nur ansatzweise Geschmack hat. Und gleichzeitig natürlich das Grauen für jeden Filmfan, der auch nur ansatzweise Geschmack hat. Worum es heute geht sollte klar sein. Wir graben eine gute, alte Sexkomödie aus, die in den 80ern ein echter Knaller war. Und das kann eigentlich nur bedeuten, dass man heute von der Sichtung direkt Gehirnblutungen erleidet. Genau richtig also für einen Eintrag auf dem Filmschrottplatz.

SCREWBALLS – DAS AFFENGEILE KLASSENZIMMER – Kanada – USA – 1983 – 80 Min.

Der deutsche Untertitel macht eigentlich schon klar, was uns hier erwartet. Es ist „Breakfast Club“, nur eben in AFFENGEIL!!! Und ohne wirklich was mit „Breakfast Club“ zu tun zu haben.Nebenbei gibt es noch einige Fortsetzungen, aber keine davon hat OBERAFFENTITTENGEIL im Untertitel, was nur bedeuten kann, dass sie absolut nicht der Rede wert sind.

Waren riesige Würste zwischen zwei Mädchen in den 80ern wirklich lustig? Wenn ja, muss ich dieses Jahrzehnt doch mal so richtig in Frage stellen. Waren Gummipuppen an Fahnenmasten in den 80ern wirklich lustig? Und was ist eigentlich so unterhaltsam an Jojos? Die 80er waren eine wirklich eigenartige Zeit.

Unser Protagonist – oder der Typ, den ich dafür halte – verkleidet sich als Schularzt, damit er den Brusttest bei den Mädels durchführen kann. Also ich bin ja kein Experte, aber was zur Hölle gibt es da überhaupt zu testen? Die Sexualität in den 80ern war ziemlich undurchsichtig.

Die Französischlehrerin ist wirklich das absolute Grauen in allen Belangen. Wieso kriegt die bitte einen Orgasmus, nur weil sie der Klasse zwei Wörter Französisch beibringt? Ich verstehe diesen Film nicht im Geringsten. Nicht, dass das groß was aussagen würde, denn letztlich sind es nur sinnlos aneinandergereihte Szenen, die sich darum drehen, ein paar Schüler zum Nachsitzen zu bringen, damit der „Plot“ – und ich nutze dieses Wort mit dem größtmöglichen Abstand von seiner eigentlichen Bedeutung – beginnen kann.

Und der sieht so aus: Rick, Brent van Dusen III (immerhin bei diesem Namen haben die Writer alles gegeben), Howie, Tim und Jerkovich (dreimal dürft ihr raten, wofür der nachsitzen muss) schließen den Pakt, dass einer von ihnen die heiße jungfräuliche Purity flachlegt. Fertig. Ich habe tatsächlich noch weniger erwartet. Purity wird nebenbei von niemand geringerer als Linda Speciale verkörpert. Berühmt für genau drei Rollen in ihrer 25-jährigen Karriere (wenn man das so nennen kann). Neben diesem Streifen hatte sie noch eine Rolle als Nutte in einer Folge von „Degrassi High“ und dann kam sie nach 20-jähriger Pause zurück aus dem Ruhestand um die heiße Nachbarin im Piloten von „Breaking Bad“ zu spielen. Wenn das mal nicht eine steile Karriere ist, weiß ich es auch nicht. Aber mit so einem Namen muss man seine Zeit eben für spezielle Auftritte freihalten.

Und so darf jeder mal versuchen, Purity in die Kiste zu kriegen. Als erstes versucht es der 1983er Justin Long Look-A-Like (Namen kann ich mir hier auf keinen Fall merken, also müssen wir so zurecht kommen) und macht natürlich mitten in der Nacht eine Riesenrandale vor ihrem Haus, was den Vater auf den Plan ruft. Long nutzt die Chance und schleicht ins Haus, nur um sich zu verlaufen und im Bett mit Puritys Mutter zu landen. Etwas vorhersehbarer Ausgang, würde ich sagen, aber man muss schon Tribut zollen: Long kam immerhin zum Schuss, wenn auch bei der Falschen.

Wir überspringen die grauenvoll unlustige Bibliotheksszene, mit der grauenvoll unlustigen Bibliothekarin, die jeden Ton verbietet und kümmern uns lieber um die Cheerleader im Park. Nicht, weil das eine sinnvolle, wichtige oder gar lustige Szene wäre, aber es sind eben Cheerleaderinnen und somit das mit Abstand beste an diesem Film.

Der Rick Moranis für Arme in der Gruppe versucht mit Hilfe der Riesenwurst vom Anfang die komplette Cheerleadertruppe im Schwimmbad unter Hypnose zu stellen. Fragt nicht wie. Es ist unfassbar dämlich. Die Cheerleaderinnen machen den Spaß mit und kommen im Zombiemodus auf ihn zu. Und vermöbeln ihn. Leider haben sie nicht sein Gehirn gegessen, damit wir den Affen los sind.

Die 5 Vollspaten müssen am Strand den Müll aufsammeln, was zu absolut keinem Gag führt. Also widmen wir uns dem Autokino, wo gerade irgendein billiges Tittenfilmchen läuft. Unfassbar. Wer guckt sich denn so einen Dreck an? Überall wird in den Autos rumgemacht und mir erschließt sich der Sinn dieser Szene mal wieder ganz und gar nicht. Na ja, immerhin gibt es Brüste zu sehen. Mehr kann man hier wohl nicht erwarten. Und dann kloppen sich Fake Justin Long und irgendjemand, weil der mit Fakelongs Schwester ausgegangen ist, glaube ich. Wer weiß schon genau, was in diesem Film passiert …

Kommen wir zum genialsten Plan aller genialen Pläne, die jemals geschmiedet wurden. Und er stammt natürlich von Jerkovich. Seht ihr, Purity hat am Strand einen Stammplatz. Eine Stelle, an der sie jeden Tag zur gleichen Zeit in der Sonne liegt. Was macht man also, wenn man an ihre Titten will? Man lässt sich genau an der Stelle in den Sand eingraben und wartet, bis sich Purity auf einen drauf legt. Im besten Fall natürlich mit den Brüsten direkt ins Gesicht. Vorher pissen natürlich noch Hunde auf einen drauf, aber das muss man nun mal in Kauf nehmen, wenn man Tüten sehen will.

Die Schule hat jetzt einen eigenen Flugzeugrepararturshop und ich habe keine Ahnung, was das bedeutet. Reparieren die Passagierflugzeuge? Und da fragen mich die Leute, warum ich noch nie geflogen bin.

Die nächste Viertelstunde verbringen wir mit Tanzen und Stripbowling, damit man hier so wenig Story wie möglich unterbringen muss.

Der Arzt-Gag vom Anfang wird wiederholt, nur dieses Mal mit Lehrerinnenverkleidung. Ich würde den Autoren jetzt Einfallslosigkeit unterstellen, aber das wäre nicht gerecht, schließlich hatten sie zu keinem Zeitpunkt überhaupt irgendeinen Einfall und es handelt sich eindeutig um einen Fall von Einfallsvakuum von Beginn an.

Stripclubszene ohne Sinn und Verstand, aber mit dicken Möpsen. Die Jungs machen ein Foto von den dicken Melonen, neben denen gerade zufällig der Schulrektor steht. Ich frage mich, ob man wirklich einfach so im Stripclub Fotos machen darf. Muss ja der feuchte Traum der Selfie-Generation sein.

Nach ein paar schlechten Wurstgags kommt es zum absoluten Masterplan der Jungs, um endlich die Tüten von Purity zu Gesicht zu bekommen. Die Lösung für das Problem lautet: Magnetismus. Fragt mich nicht, ich weiß es auch nicht. Purity singt beim großen Basketballspiel die Hymne und ich kann nur sagen: Das ist doch eindeutig Playback. Jedenfalls haben die Jungs zuvor jede Menge Metall in das Kleid genäht und dann wird der Magnet angeworfen und saugt alles an, von der Trompete, über den Reißverschluss an der Hose des Direktors bis zum Kleid von Purity, die somit endlich oben ohne dasteht.

Was für ein versöhnlicher Abschluss. Mit so einem Happy End hätte ich nicht gerechnet. Ich gehe meinen Magneten entstauben …

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Surf Nazis Must Die – Schrottsommer 2017

Eigentlich hat dieser Sommer noch gar kein Wetter geboten, um mal so richtig surfen zu gehen. Es ist also ein richtiger Schrottsommer, wenn man so will. Zum Abschluss gehen wir trotz des Kackwetters natürlich trotzdem surfen.

SURF NAZIS MUST DIE – USA – 1987 – 83 Min.

Selbstverständlich spielt die Geschichte in einer postapokalyptischen Zukunft, denn vorher wäre natürlich kein Nazi auf ein Surfbrett gestiegen. So hat man immerhin dieses politisch fragwürdige Problem gekonnt umschifft. Alle anderen natürlich nicht, wie wir gleich feststellen werden.

Eine Frau und ein Typ fahren Moped und der Kerl erklärt, dass Mengele ein Messer gekauft hat. Sie sagt, dass Mengele ein Arschloch ist und er das nie vergessen soll. Meine Güte, Zweideutigkeiten vom Feinsten hier. Eindeutiger geht es kaum.

Eleanor Washington zieht ins Altenheim ein. Nur noch mal zum mitschreiben: Das hier ist eine postapokalyptische Zukunftsvision, in der die Welt quasi im Arsch ist, aber es gibt noch Altenheime. Prioritäten ganz klar richtig gesetzt. Eleanor hängt sich eine Amerikaflagge an den Spiegel. Sie ist nebenbei schwarz aber offenbar trotzdem der pure Patriotismus. Ich frage mich, was dann die Surf Nazis eigentlich sind. Nicht, dass ich Rechtsextremität mit Patriotismus gleichsetzen will, aber wenn hier jeder Amerika abfeiert, wo ist denn dann der Konflikt?

Die Surf Nazis gehen surfen und haben die japanischste Hakenkreuzflagge der Geschichte dabei. Es sieht wirklich aus wie die Japanfahne, mit einem Hakenkreuz im roten Punkt. Internationale Volksverständigung dürfte in dieser Zukunftsvision ganz oben auf der politischen Agenda stehen, habe ich das Gefühl.

Nach mehreren Minuten voller aufregender Surf Nazi Surfszenen spielt Eleanor Karten mit den anderen Omas im Altenheim. Surf Nazi Adolf erklärt sich derweil zum Führer des Strandes. Wie kann es eigentlich sein, dass die sich selbst alle nicht absolut lächerlich vorkommen? Oh, einer tut es. Und wird dafür von Adolf abgestochen, während die anderen Surf Nazis Comics lesen. Das Verhalten von Nazis wurde hier wirklich 1A recherchiert.

Eleanor macht den Krankenschwestern im Altenheim Probleme, da sie sich nicht einleben will. Sie trinkt keinen Kaffee, sie guckt kein TV und sie zersägt einfach den Baum vor ihrem Fenster, damit sie eine bessere Aussicht hat. Nun, wer kann es ihr verdenken? Kaffee ist widerlich, im TV läuft nur Scheiße und der Ast war nun mal im Weg. Man merkt also bereits: Eleanor ist eine Frau, die sich um sich selbst kümmern kann. Warum zum Geier ist die überhaupt im Altenheim?

Die Surf Nazis schüchtern einen Rocker und seine Frau ein, die ich ab jetzt, sollten sie nochmal auftauchten nur noch ZZ Top und Honey Bunny nennen werde, weil sie genau so aussehen.

Adolf besteigt seine Freundin am Strand. Ich schätze mal, sie heißt Eva. Die Surf Nazis surfen währenddessen. Es ist alles unglaublich aufregend anzuschauen. Immerhin gibt es Brüste zu sehen. Zwischendurch haben die Surf Nazis noch kurz einen kleinen Zwist mit den Surf Asiaten. Ich vermute, es geht um die Japan-Hakenkreuz-Flagge, aber Beweise habe ich dafür nicht.

Eleanor kriegt Besuch von ihrem Sohn Leroy, der an dieser Stelle aus einem einzigen Grund in einer 5 Sekunden Szene eingeführt wird: Er wird von den Surf Nazis gekillt. Und damit ist Mama Eleanor natürlich ganz und gar nicht glücklich und kann jetzt auf einen Rachefeldzug gehen, damit der Streifen mal in die Gänge kommt.

Und wie startet man so einen Rachefeldzug am besten? Genau. Man fackelt die Surfboards der Surf Nazis ab. Macht sie das dann jetzt eigentlich einfach zu Nazis, wenn sie nicht mehr surfen können?

Asolf, selbsternannter Führer des Strands wenn ihr euch erinnert, gibt den Befehl zur Strandsäuberung. Niemand darf mehr hier surfen außer den Nazis. Das führt zu einigen Missverständnissen und Schlägereien mit den ansässigen Surfer Dudes, die sowas von bekifft scheinen, dass sie auch außerhalb des Wassers surfen könnten.

Die Asiaten tun sich mit den Hawaiihemden zusammen und wollen gegen Adolf und die Surf Nazis vorgehen. Eleanor kauft derweil eine Waffe und wo sie schon dabei ist noch ein paar Granaten.

Nachdem also alle entschieden haben, dass sie sich gegenseitig umbringen müssen, passiert erstmal 20 Minuten lang absolut überhaupt nix. Außer Surfen.

Und dann greifen die Asiaten an, zeigen, wie toll sie Kung Fu können und werden alle umgebracht. Äh … Plan B, I guess …

Die Hawaiihemden haben auch nicht mehr Glück und es bleibt wohl doch nur Eleanor, um die Surf Nazis zu stoppen. Und die kommt dann auch auf nem Mottorrad und wirft Granaten. Und holt dann Nachschub im Altenheim. Und dann geht es ins große Finale auf einem verlassenen Flugzeugfriedhof, oder einem Abstellplatz für alte Tanks, oder einem alten Baufahrzeugelager, oder Wasauchimmer. Und der große Showdown besteht daraus, dass Adolf und seine Freundin weglaufen und Eleanor irgendwelche Kacke labert, während sie die beiden sucht.

Zwei Minuten später sind wir wieder am Strand und Adolf und Eva fliehen auf ihren Surfbrettern. Eleanor nimmt mit einem Motorboot die Verfolgung auf, wobei ich mir die Frage stelle, wie schnell man wohl surfen kann, wenn es tatsächlich mehrere Minuten dauert, bis ein Motorboot sie eingeholt hat. Jedenfalls brettert sie mit dem Motorboot über Eva und macht die einen Kopf kürzer und dann wird Adolf abgeballert. Eleanor kann in Ruhe ihren Siegeszigarillo rauchen und anschließend noch ne Runde Motorrad fahren.

Leider sehr zurückhaltend in Gore und Over The Top Humor. Für einen Film mit so einem Titel war das leider eindeutig zu wenig. Genau wie dieser Sommer generell. Also passt es wohl wieder irgendwie.

Retrospektivische Gangformierung im Doppelpack

Post-apokalytische Welten sind ja immer so eine Sache. Natürlich gibt es großartige Ideen, wie Froschmutanten, die Frauen für ihren Harem entführen, aber manchmal wird so ein Setting auch einfach nur als Vorwand genutzt, damit man einfach ein paar Bekloppte, ohne Erklärung, in die Schlacht schicken kann. Um so einen Film handelt es sich bei:

EMPIRE OF ASH – CANADA – 1988 (1989) – 86 Min.

Wunderbar schlechte 80er-Rock-Musik im Vorspann. Da weiß man schon: Das kann nur gut werden. Im Titel steht hier nebenbei „Empire Of Ash II“, was daran liegt, dass die Produktionsfirma in einem Anflug völliger Genialität, den Müll nach einem Jahr einfach noch mal als Fortsetzung herausgebracht hat. Obwohl es sich haargenau um den selben Film handelt. Wundert mich eigentlich, dass sowas nicht öfter gemacht wird. Einfach immer wieder den selben Film als neu ins Kino bringen und abkassieren, klingt nach einer grandiosen Hollywood-Strategie.

Und da ist der Tod persönlich. Oder ein Typ mit Kapuze und der gammeligsten Sense, die die Menschheit je gesehen hat. Keine Ahnung, was das jetzt zu bedeuten hatte, denn als nächstes fahren irgendwelche Möchtegern-Rambos durch die Gegend und ballern mit ihren Gewehren in die Luft. Oh, es ist tatsächlich nur ein Kapuzenopa und er führt eine Armee durch den Wald.

Irgendein anderer Opa wird am See erschossen. Seine Enkelin ist nicht begeistert und knallt den Schützen ab. Sie rennt weg, aber die Verfolger kommen näher. Glücklicherweise ist der Todesopa mit seiner Armee von Bekloppten da und erledigt sie. Und das natürlich zu dem schlechten Rock-Song aus dem Vorspann. Nachdem die Gegner erledigt sind, wird das Mädchen von der Todesarmee entführt, während Kapuzenkarl schlaue Sprüche von sich gibt, die absolut keinen Sinn ergeben, aber wohl ganz besonders tiefgründig klingen sollen.

Auf dem Weg nach Irgendwo, werden ein paar Leute umgenietet, einfach weil sie eben gerade da sind. Währenddessen findet eine andere Tussi, mit Haarschnitt eines 15-jährigen Jungen, den toten Opa. Das erste Anzeichen dafür, dass es sich hier um eine postapokalyptische Welt handelt, sind nebenbei ihre Nippel, denn alle BHs scheinen mittlerweile zerstört zu sein. Irgendein Typ kommt vorbei und gemeinsam fahren sie irgendwo hin. Man muss hier vielleicht mal kurz erklären, dass sich der Dialog bisher auf ungefähr 5 Worte beschränkt und der Film bereits 20 Minuten läuft. Woher soll man also wissen, wer hier eigentlich was macht?

Action On The Road mit neuen Verfolgern, die alle aussehen wie die 80er-ISIS, denn wenn man nur drei Darsteller hat, die gleichzeitig 50 Widersacher spielen müssen, ist es die beste Lösung, ihnen eine Sonnenbrille aufzusetzen und ein Handtuch über den Kopf zu hängen. Natürlich werden die Verfolger platt gemacht und anschließend ein Lager aufgeschlagen.

Oh, Dialog. Die Tussi ist die Schwester der Entführten und will sie retten. Er soll ihr helfen. Nicht gerade die pure Innovation, aber immerhin weiß man jetzt, worum es hier geht. Während der unausweichlichen Duschszene greifen die Ray-Ban-Terroristen wieder an und entführen den Typen.

Die Frau muss also alleine nach ihrer Schwester suchen und latscht durch die Gegend. Sie findet eine Landkarte und weiß scheinbar direkt, wo es lang geht.

Die Entführer fahren auch nur rum und die Entführte sitzt irgendwo und scheint zu masturbieren. Zumindest sieht es danach aus. Keine Ahnung, was diese Bewegungen sonst darstellen sollen. Die Sicht ist leider versperrt und man sieht nur ihr Gesicht und einen Arm. Für mich relativ eindeutig, aber vielleicht versucht sie auch nur, ihre Fesseln zu lösen.

Ein Schrottplatz wird gestürmt. Auf dem Schrottplatz wohnen Cowboys. Ja, Cowboys. Die könnten aber etwas besser organisiert sein, denn nach 5 Minuten sind sie alle erledigt, ohne dass Kapuzenkalles Armee auch nur einen Mann verloren hat.

Der Typ, der die Schwester retten wollte, wird in einer alten Fabrik deponiert. Seine Begleiterin will ihn retten. Dann passiert ungefähr 10 Minuten lang gar nix, außer dass die Alte durch die Hallen schleicht. Anschließend natürlich Attacke und uninspiriertes Geballer, bei dem es das Mädchen nicht mal für nötig hält, irgendwo in Deckung zu gehen. Während 42 Terroristen auf sie schießen, steht sie einfach mitten im Raum und ballert einen nach dem anderen ab. Oh, der Typ ist auch wieder frei. Wie das? Egal. Die Flucht gelingt, wer braucht da schon Erklärungen. Zur Feier der gelungenen Rettungsaktion folgt etwas Beischlaf in einer Höhle.

Der Quark dümpelt weiter vor sich hin, ohne das irgendetwas erwähnenswertes passiert. Mal abgesehen davon, dass der Rock-Soundtrack immer beschissener wird. Wieso war in den 80ies die Musik eigentlich so unfassbar scheiße? Was ist da falsch gelaufen. Die 70er haben alles gerockt. Da muss ja irgendjemand gedacht haben, dass man das unbedingt ändern muss. Warum nur? Warum?

So, noch mal kurz zur Erinnerung: Vor wenigen Minuten haben die Todestheokämpfer einen Schrottplatz mit tausend Cowboys eingenommen, ohne Verluste zu verzeichnen. Ich erwähne das nur noch mal, weil sie gerade vergeblich versuchen, zwei bewaffnete Opas umzunieten und auf ganzer Linie scheitern. Wahrscheinlich handelt es sich hier um unterschwellige Kritik an Schrottplatzbetreibenden Cowboys.

Im zweiten Anlauf gelingt es dann aber doch. Wobei ich mich aber eh frage, wozu das alles gut sein soll, denn die machen einfach alles platt und fahren dann weiter. Scheint ein großer, undurchschaubarer Plan hinter zu stecken. ODer man wollte einfach möglichst viel sinnlose Action unterbringen.

Sinnlos ist übrigens auch die nächste Szene, in der eine Tucke mit der 80ersten (ja, ich weiß, das ist kein Wort, aber was solls) Frisur, die man sich vorstellen kann, Sex mit irgendeinem Typ hat.

Die beiden alten Säcke befreien sich und fesseln ihren Bewacher an eine Baggerschaufel. Dann passiert erst mal wieder überhaupt nichts, bis die Schwesternretter auf die Opas treffen und man gemeinsam die anderen Typen plätten will. Die Rettungsaktion läuft dann so ab: Die Tussi latscht ins Camp, holt ihre Schwester, der Typ ballert aus dem Auto den Kapuzenheini weg und sie wollen abhauen. Damit man aber doch noch ein paar Explosionen untergebracht kriegt, gelingt das nicht und man muss sich den Weg freiballern. Das geht aber nur mit beschissener Musik, deshalb schmeißt die Tussi eine Coverversion von Born To Be Wild ins Kassettendeck.

Nachdem man dann alles weggeballert hat, fährt man in eine ungewisse Zukunft davon, auf die in „Empire Of Ash III“ dann wohl näher eingegangen wird. Denn das ist tatsächlich eine richtige Fortsetzung. Ich kann es kaum erwarten.