Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Schrottsommer 2015

Schrottsommer 2015: Eis essen

Was haben wir diesen Schrottsommer nicht schon alles erlebt. Wir waren am See, am Strand, in Blumenwiesen und zum Abschluss gibt es jetzt noch ne Runde Eis für alle.

ICE CREAM MAN – USA – 1995 – 84 Min.

Klingeling der Eismann kommt … und wird von Mafiosi erschossen, wie sich das gehört. Obwohl ich zugeben muss, dass mir gar nicht so klar war, dass selbst in einem Kaff mit gefühlt fünf Einwohnern, das organisierte Verbrechen sein Unwesen treibt. Vielleicht haben sie den Eismann auch einfach nur in seinem Eiswagen aus der Stadt bis dahin verfolgt. Jedenfalls ist ein toter Eismann, der auf der Straße ausblutet, kein Grund für den kleinen Gregory, sich nicht trotzdem ein Eis zu holen und daran rumzulecken, während er sich den verreckten Eisbluter anguckt. Herrjeh, ich sehe schon, das wird ganz großer Käse.

Einige Jahre später: Klingeling der Eisprinz kommt … und hat ganz derbe einen an der Klatsche. In manchen Kreisen würde man ihn wohl Psychopath nennen, aber ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen. Der Eisprinz ist übrigens Gregory. Ist klar, ne?

Die Blagen lutschen auf dem Spielplatz an ihrem Eis rum und irgendwie passiert in diesem Film einfach gar nichts. Das wird anstrengend, glaube ich.

Prinz Gregory der Erste killt nen Hund und dreht ihn durch den Fleischwolf, weil … er Hunde nicht mag? Ich hab keine Ahnung. Er ist halt doch ein Psycho.

Ein Kind wird vermisst und die Cops fragen als erstes natürlich Gregory. Der weiß selbstverständlich von gar nix. Wo sie schon mal da sind, kaufen die Bullen noch schnell ein Eis aus dem fahrenden Müllkübel, in dem sich Ratten und Kakerlaken im Eis tummeln. Gregory ist halt ein Psycho.

Die Nachbarschaftsnutte will auch ein Eis haben und schmeißt sich an Gregory ran, der ihr Literweise, oder Kiloweise (in was wird die Menge von Eis gemessen?) Eis vorbei bringen soll. Gregory kackt noch kurz die Blagen an und haut dann ab. Er ist nun mal ein Psycho.

Gregory findet sein nächstes Opfer in einem Jungen. Ein anderes Blag beobachtet das Geschlachte und rennt weg. Der Eiscremeprinz ruft ihm noch schnell hinterher, dass er weiß, wo er wohnt. Er ist eben ein Psycho.

Chris will seinen Eltern erzählen, was er gesehen hat, aber die kötten sich gerade rum, weil Vater Martin seine Sekretärin geknallt hat, oder sowas in der Art.

Boah, ist das alles laaaaaaaaaaaangweilig. Aber dann Megaaction, als Gregory Chris im Tante Emma Laden um die Ecke beim Sahne kaufen trifft und ihn durch die Gänge jagt. Und zwar ne Viertelstunde lang, ohne das irgendjemand in dem Laden was sagt, oder mitkriegt. Jedenfalls kann Chris fliehen und als Gregory in seine Eiscremefabrik kommt, stellen die Cops gerade alles auf den Kopf, weil sie vermuten, dass er ein Psycho ist.

Irgendwas … passiert und Gregory hat einen weiteren Jungen in seiner Fabrik sitzen. Ich sage es, wie es ist: Ich kann dem Quatsch hier irgendwie nicht folgen.

Die anschließende Kirchenszene hilft da wenig, denn WAS ZUR HÖLLE HAT DIE SCHEIßPREDIGT VON DEM PISSPAPST DA JETZT MIT DEM REST DES KACKFILMS ZU TUN? Ich bin überfordert. Ich gebe auf. ich lasse mich jetzt einfach berieseln.

Chris und seine Gang von Pissblagen verfolgen den Eismann auf ihren Fahrrädern nach irgendwo im Nirgendwo. An einem Grabstein sticht Gregory mit einem Messer auf nen Müllsack ein. Hat schon was von „Meine teuflischen Nachbarn“. Im Beutel ist natürlich Eiscreme. Gregory labert irgendwelchen Quark zum Grabstein und lässt eine Eistüte zurück.

Die Kids wollen den Bullen klar machen, dass der Eismann Kinder killt, aber die glauben kein Wort.

Gregory erledigt einen Typ mit nem Waffeleisen und bringt der Nachbarnutte von vorhin seinen Kopf auf ner Eiswaffel vorbei. Die ist weniger begeistert. Leider werden wir nie erfahren, was aus ihr geworden ist, denn es folgt einfach ein Cut … also nicht von gregory mit nem Eispickel, sondern ein Filmschnitt.

Das Blag von vorhin ist wieder in der Fabrik und Gregory bringt ihm bei, wie man Pulver richtig aus einem Eimer in einen Bottich schüttet. Das sind die wichtigsten Regeln beim Eismachen. Und wer weiß sonst schon, wie man nen Eimer auskippt? Zum Glück gibt es Gregory, sonst würden wir alle immer noch unsere Eimer falsch ausschütten.

Ich raffe wirklich gar nix mehr. Die Cops sind in der städtischen Klapsmühle, wo Gregory auch mal Gast war, und irgendein Typ an den Insassen rumexperimentiert. Alle ticken rum und die Bullen müssen sich den Weg freiprügeln.

Der Eismann verfolgt inzwischen die Fahrradgang und entführt eins der Blagen. Wenn der Eismann zu nem Kind sagt: „you are ice cream“ weiß man, dass man den richtigen Film ausgesucht hat.

Zum Showdown treffen sich dann alle an der Eisfabrik. Der Eismann köpft Leute und jagt die Blagen und macht den Puppenspieler mit den Köpfen seiner Opfer und weiterer unfassbar lustiger Kram passiert. Die Cops kommen auch irgendwann vorbei, werden aber mit Eislöffeln von Gregory ausgeknockt. Also ihr wisst schon. Diese winzigen Schöpfkellen für Eis, mit denen man nicht mal ein Eichhörnchen erschlagen könnte. Aber gut, Gregory weiß ja, wie man mit den Teilen umgeht.

Irgendwie, fragt mich nicht wie, denn ich habe absolut keinen Plan, wird Gregory dann von den Blagen mit einem Bild in die Fabrik gelockt, wo er in seine Eismaschine fällt und zu Eis verarbeitet wird. Traurigerweise hat man hier die Chance verpasst, eins der Kinder sagen zu lassen: „He is ice cream.“ Aber das hätte wohl zu viel Kreativität vom Drehbuchautoren gefordert.

Alles ist wieder ruhig im kleinen Städtchen Wasweißichwiedasscheißkaffheißt. Aber der kleine Paul, der beim Eismachen zugucken durfte sitzt immer noch in der Fabrik und grinst doof in die Kamera. Er ist eben ein Psycho.

Ich geh jetzt Eis essen. Der Sommer ist ja schon fast wieder vorbei.

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Schrottsommer 2015: Sonnen am Strand

Der Sommer des Schrotts geht weiter. Ich schätze, das erste, was jeder denkt, wenn er das Wort Sommer hört, ist: Am Strand in der Sonne liegen. Ich nicht. Was soll ich in dem heißen Sand rumsitzen und mir den Arsch verbrennen, wenn ich stattdessen im klimatisierten Heimbüro rumhängen kann? Okay, es ist nicht klimatisiert. Und Sand hab ich nur den, den ich unter meinen dreckigen Schuhen ins Zimmer geschleppt habe. Und das Dröhnen des DVD-Players, der jeden Moment in Flammen aufzugehen droht, ist auch nicht unbedingt so entspannend, wie das Rauschen des Ozeans. Also gut, überredet. Gehen wir halt doch an den Strand. Aber echte Kerle gehen nur an den:

BLOOD BEACH – Horror am Strand – USA -1980 – 92 Min.

Nach einer 10-minütigen Kamerafahrt über den Strand, an dem keine Sau ist, was aber auch nicht verwundert, da dort alles irgendwie völlig runtergekommen aussieht, spielt Harry mit dem Hund seiner Nachbarin und geht dann schwimmen. Wirklich viel los ist am Strand immer noch nicht. Nur die Nachbarin geht mit dem Hund spazieren. Der kann sie aber auch nicht retten, als sie von etwas in den Sand gezogen wird.

Die Cops sind ratlos und wissen nicht, wohin die Nachbarin verschwunden ist. Tochter Catherine, kurz Cat, holt den Hund ab … versteht ihr? CAT holt den HUND. Ich kann nicht mehr, es ist schon jetzt zu schlecht. Jedenfalls kennt Cat natürlich alle Leute im Kaff. Rettungsschwimmer Harry, dessen Partner Hoagie, den Hund, einfach alle. Und natürlich auch die Dorfpsychopathin, die ihr gerade klar macht, dass es nur eine Lösung des Falls gibt: Vergewaltigung und Mord. Denn das passiert jeden Tag. Ist zwar richtig, aber doch nun nicht unbedingt in nem Kaff mit ungefähr 5 Einwohnern.

Harry hat es nicht nötig, jemanden zu vergewaltigen, denn als Rettungsschwimmer ist bei ihm selbstverständlich immer Titten-Time. Die wird heute aber unterbrochen, denn der Hund wird vom Sandmann erwischt. Und hier kommt der beste Pathologe, den die Geschichte je gesehen hat. Mit seinen unfassbar genauen Angaben dürfte es für die Polizei kein Problem sein, den Hundekiller ausfindig zu machen. Gesucht wird: Ein großer Mann. Oder ein kleiner Mann mit großen Händen. Oder ein starker Mann. Oder ein langer Mann. Oder ein Mann mit scharfen Fingernägeln. Oder Freddy Krueger. Das Rätsel ist dann wohl gleich gelöst, und der Schwachsinn hier frühzeitig vorbei.

Um das Ganze doch noch etwas einzugrenzen fragt Sergeant Royko noch kurz, ob es Vergewaltigungsspuren gibt. Ich schätze mal, er ist mit der Psychopathin verheiratet.

Oh, viel los am Strand. Ein Bikini-Model wird am Bein verletzt und ist laut dem Polizeichef vielleicht für immer entstellt. Sah für mich zwar nur wie ein Kratzer aus, aber man weiß ja, wie die Weiber sind. Mit so ner 10 Millimeter-Narbe am Knie sind die Minirock-Zeiten vorbei.

Um herauszufinden, was sich da am Strand versteckt, wird erst mal alles umgegraben. Royko ist von Grund auf skeptisch und meint, man solle lieber die Nazis fragen, was Sache ist. Fragt nicht. Vielleicht hab ich es auch einfach nur falsch verstanden. Aber zurückspulen hab ich keinen Bock. Dann dauert der Schwachsinn nur noch länger.

Interessanterweise wird der Strand nicht abgesperrt. Eigentlich wird er täglich voller. Und des nachts geigt auch noch ein, nun ja, Geiger am Strand rum.

Der Spaß mutiert zu Blood Beach – The Musical, als Harry und seine heutige Titten-Tussi des Abends gemeinsam ein Lied singen. Die Tuse fährt mit ihrem Fahrrad nach Hause und hält dummerweise am Strand, um einer verletzten Möwe zu helfen. Aber das war wohl nur ein Trick eines Vergewaltigers. Hey, die Psychotante hatte recht. Der Vergewaltiger endet allerdings unterm Sand. Irgendwelche Blagen finden seinen Schwengel und bringen ihn zu Royko. Äh, ja. Weiter im Text.

Während Harry und Cat gemeinsam dinieren, findet das Sandmonster sein nächstes Opfer. Harry findet am nächsten Morgen zufällig ihren Hut und es ist klar: Es kann nur der Sandmann gewesen sein. Beim graben findet man ihr Auge.

Um noch schnell ne unglaublich sinnlose Nebenhandlung einzubauen, gibts irgendeine Gerichtsverhandlung. Ich bin versucht vorzuspulen, aber nach ner Minute ist es eh wieder vorbei.

Harry kombiniert, dass das Sandmonster irgendwo wohnen muss, wohin es sich zurückzieht. Ich tippe auf ne Sandburg, aber was weiß ich schon. Harry sucht jedenfalls überall nach dem Vieh. Und mit überall meine ich irgendwo in einer dunklen Höhle, oder nem dunklen Bergwerk, oder ner dunklen Straßenecke. Keine Ahnung, es ist einfach dunkel und ich erkenne absolut gar nix. Finden tut er das Sandungeheuer aber eh nicht. Also macht er das Nächstbeste und gibt mit Cat ein Livekonzert in einer billigen Absteige.

Die Cops sollen Unterstützung kriegen. Captain Pearson ist nicht erfreut und will endlich Ergebnisse sehen, selbst wenn das bedeutet, dass seine Leute mit ihren Frauen reden oder sich bekiffen müssen. Herrjeh, der Mann scheint verzweifelt zu sein. Wer redet denn schon freiwillig mit seiner Frau?

Irgendein halbtoter Typ steigt aus einem Gullydeckel. Royko ist gerade zufällig zur Stelle. Der Strand ist übrigens mittlerweile auch gesperrt. Nicht schlecht. Schon nach dem zweiundvierzigsten Opfer handelt man. Einen Polizisten erwischt es aber trotzdem noch. Und die Psychotussi hat zugeguckt.

Lieutenant Piantadosi (wer zur Hölle hat sich den Namen ausgedacht?) bittet Harry um Hilfe, da die Bullen auf der Stelle treten. Vielleicht könnte man mal den Gully checken, aus dem der zerfetzte Typ gekrochen ist, aber da hat man wohl den Zusammenhang noch nicht hergestellt. Jedenfalls erzählt Harry irgendeine Geschichte, die absolut nichts mit irgendwas zu tun hat und man erkundet den Keller von irgendeinem heruntergekommen Hotel, oder einem alten Schloss, oder wasauchimmer.

Man findet das Esszimmer des Ungeheuers und wie jeder gute Captain, hat auch Pearson einen Plan, der nicht scheitern kann. Nur so viel: Er beinhaltet Infrarotkameras und jede Menge Sprengstoff.

Während man wartet teilen sich Royko und Harry nen Schokoriegel. Eigentlich völlig egal, aber man will ja die Spannung bis ins Unermessliche treiben. Natürlich scheitert man komplett daran, aber immerhin hat mans versucht.

Und da kommt das Monster und es ist … einfach nur ein langer Tentakel an dessen Ende eine Art Blume mit Stacheln hängt. Okay, das war absolut enttäuschend.

Genau so, wie das große Finale, denn der Plan des Captains geht auf und man bombt schlicht alles weg und das Monster gleich mit.

Alles ist wieder gut am Strand. Sogar ne Sandburg wurde gebaut. Nachdem man 10 Minuten gezeigt hat, wie sich Leute am Strand vergnügen kommt der Abspann und man zeigt noch weiter fröhliche Menschen, die im Sand spielen. ABER WAS IST DAS? Plötzlich öffnen sich jede Menge Löcher im Sand und ich schätze mal, alle werden von Sandmonstern gefressen.

Perfekt. Haben wir den Strand für uns … HEY! Wer hat meine Schaufel genommen?

Schrottsommer 2015: Spaziergänge durch Blumenwiesen

„Consider the lilies.“ „He’s having a go at the flowers now.“ „Oh, give the flowers a chance.“ – Life Of Brian, 1979

Na gut, geben wir den Blumen halt ne Chance. Ist ja schließlich Schrottsommer und da blühen die am schönsten. Aber was, wenn die Blumen uns keine Chance geben? Dann kommt dabei das hier heraus:

THE HAPPENING – USA – 2008 – 91 Min.

Starring: Max Payne und die Sommer höchstpersönlich

Eigentlich muss man sich ja bei dem Cast des Films schon die Frage stellen, ob das folgende Desaster tatsächlich ernst gemeint war. Ich behaupte: Ja, war es. Und selbst wenn nicht, ist es trotzdem unfassbarer Müll. Aber lest selbst …

Ein sonniger Morgen im Central Park von New York City. Leute gehen mit Hunden spazieren, Tussis sitzen auf der Bank und lesen, eine Frau schreit, weil sie wahrscheinlich von einem Drogenjunkie überfallen wird … und dann bleibt alles stehen. Oh, und Claire sticht sich eine Stecknadel in den Hals. Sieht gar nicht aus wie ein Emo, aber so kann man sich irren.

An einer Baustelle springen Leute vom Dach in ihren Tod, weil sie diesen Scheiß jetzt schon nicht mehr ertragen können. Dabei haben sie noch gar nix gesehen, denn hier ist Marky Mark, Biologie-Lehrer und Pollunder-Model, als Elliot. Statt Modetipps gibt er der Klasse eine Lehrstunde in globaler Erwärmung, wird dann aber zu einer Lehrerversammlung geholt, auf der alle Lehrer über die Ereignisse in der Stadt aufgeklärt werden. Nebenbei scheint der Film in den 50ern zu spielen, oder laufen heute Schüler tatsächlich noch rum wie John Lennon?

Das interessanteste an dem Film steht an der Tafel: Laut Einstein hätte die Menschheit nur noch 4 Jahre zu leben, wenn die Biene ausstirbt. Interessante Theorie, über die es sich zu diskutieren lohnt. Aber später, denn im Moment ist viel wichtiger, dass Zooey Deschanel rumsitzt und nicht ans Telefon geht. Elliot kommt nach Hause und gemeinsam mit Frau Alma sieht er den Aufruf zur Evakuierung von New York im TV. Also hauen die beiden zusammen mit Julian und dessen Tochter ab.

Hoffentlich ist ihr Ziel nicht Philadelphia, wo gerade Stillstand herrscht und sich ein Cop das Hirn auf offener Straße rauspustet. Wo die Knarre eh schon da rumliegt, machen es ihm ein paar Passanten nach.

Im Zug macht sich Panik breit, als die Geschichte vom Philadelphia-Massensuizid die Runde macht. Komischerweise kommt niemand auf die Idee, mal zu gucken, ob nicht irgendein Sektenführer zur großen Lemmingaktion aufgerufen hat. Jedenfalls hält der Zug mitten im Nirgendwo. Hätte gar nicht gedacht, dass es in den USA noch so viel freie Natur gibt. Ich dachte, da stehen schon überall Militärbasen und Flakgeschütze. Man lernt nie aus.

Im Zoo lässt sich ein Typ im Löwengehege die Arme abbeißen. Richtig so. Wenn man schon den Freitod wählt, dann doch wenigstens auf coole Art.

Die Gang landet in einem Cafe am Arsch der Welt, wo mal wieder die Nachrichten laufen, bis der Strom ausfällt. Also fasst man den Entschluss, sich einfach zu verpissen. Die Gang bleibt zurück und trennt sich. Julian muss seine Frau suchen und Elliot und Alma fahren mit einem Alt-Hippie los, der seine eigene Marijuana-Plantage am Start hat. Perfekte Wahl. Bekifft ist der Schwachsinn vielleicht besser zu ertragen.

Der Wind pfeift und der Fahrer von Julians Wagen setzt die Karre absichtlich vor nen Baum. Naja, eine unnütze Nebenhandlung weniger.

Die Kiffer-Kolonne entdeckt Leichen auf der Straße und dreht lieber um. Irgendwo treffen sie dann einen Soldaten und tausend andere Leute, die zufällig gerade im Sekundentakt alle an der selben Kreuzung, mitten im unbewohnten Wald und Wiesen Gebiet, vorbeifahren. Naja, bla bla, man bleibt erst mal da. Julians Tochter ist auch irgendwie da gelandet und alle flennen, während sich der Hippie nen Haschisch-Hot Dog reinpfeift. Nebenbei ist man mittlerweile auch irgendwie auf den Trichter gekommen, dass das alles von den Pflanzen ausgeht. Fragt mich nicht wie, ich hab nicht aufgepasst.

Die Gruppe latscht los zu einer Kleinstadt, wo man sich Schutz verspricht. Vielleicht gibts da keine Blumen. Anti-Veganer-Gebiet, oder so. Wer weiß. Warum man nebenbei in der großen Pflanzenapokalypse nicht mit dem Auto fährt, und stattdessen quer über Felder und Wiesen latscht, stelle ich hier einfach mal nicht in Frage. Die ersten Opfer sind auch schnell gefunden, als der Soldat und ein paar andere sich selbst umnieten, wie der Cop zuvor in der Stadt. Die Szene war scheinbar so toll, dass man sie noch mal bringen musste.

Der Wind weht in den Weiden und die 5 Überlebenden stehen mitten drin. Aber zu Elliots Überraschung, passiert gar nichts. Mich überrascht das nicht so sehr, denn, naja, ich hab den Scheiß schon mal gesehen, und gucke ihn mir aus irgendeinem Grund noch mal an.

Es folgt das absolute Highlight des Films: Mark Wahlberg spricht mit einer Topfpflanze und wird dabei selbst von ihr darstellerisch in den Schatten gestellt.

Ausgerüstet mit dem empfangsstärksten Radio aller Zeiten, spaziert die Gruppe durch Blumenwiesen, um … irgendwas zu machen, das absolut keinen Sinn ergibt. Hat aber irgendwas mit Chemikalien zu tun. Ist auch scheißegal. Hier macht sowieso nix auch nur ansatzweise Sinn.

An einer Hütte wird einer der Jungs erschossen, die mit Elliot und Alma unterwegs sind. Keine Überraschung. Schließlich sind das hier immer noch die US of fucking A, da darf jeder jeden abknallen. Ob mit oder ohne Blumeninvasion. Und wo man schon dabei ist, ballert man auch den anderen Jungen weg, damit das ganze Fallobst weg ist, und Elliot, Alma und das Blag alleine weiter latschen können.

Und weil das alles so unglaublich aufregend war, geht man direkt zur nächsten Hütte. Da sitzt ne alte Tussi auf der Veranda und hat KEINE Waffe in der Hand. Die ist doch bestimmt erst kürzlich in die USA gezogen. Und dann lädt sie die anderen auch noch zum Essen ein. Ganz klar ne Ausländerin. Ich tippe auf Schwedin. Einfach so, weil mir gerade nichts anderes einfällt. Irgendwie hat die aber trotzdem einen an der Waffel, könnte also zumindest amerikanische Vorfahren haben. Sie glaubt, dass die in der Nacht ihre Sachen klauen und sie im Schlaf um die Ecke bringen wollen. Warum zur Hölle lädt die dann überhaupt Leute in ihre Kackbude ein? Was ist das denn für ne unfassbar dämliche Charakterzeichnung?

Naja, egal, die Alte tickt jedenfalls völlig aus und latscht dann zur Beruhigung in den Garten, um Tomaten zu pflücken. Der Wind kommt, die Alte mutiert aus irgendeinem Grund zum Zombie und schlägt die Scheiben vom Haus ein, damit der Wind hineinblasen kann und die Gäste müssen in verschiedene Keller fliehen.

Über Funkgeräte kommunizieren Elliot und Alma dann miteinander und stellen fest, dass das Ganze hier eigentlich nur ne getarnte Liebesschnulze ist und sie zusammen sterben wollen. Also gehen beide vor die Tür, stellen sich in den Wind und … ABSOLUT ÜBERHAUPT GANZ UND GAR NICHTS PASSIERT.

Also setzt man sich eben wieder in den Keller.

Drei Monate später ist alles wieder normal. Denn die Pflanzen haben nur ne Warnung abgegeben, dass die Menschheit endlich aufhören soll, den Regenwald zu roden.

Und dann gehts in Frankreich von vorne los.

Was soll man sagen? Der Meister der 1000 Twists M. Night Shyamalan hat wieder zugeschlagen. Und dieses Mal hat er seinen besten Twist rausgehauen. Hier ein Auszug aus seinem Gedankengang vor der Erschaffung des Films:

„I’ll make a movie called „The Happening“ and not a single fucking thing will happen in this piece of trash.“

Genial der Mann. Einfach nur genial.

Schrottsommer 2015 – Baden am See

Es ist Sommer. Schrottsommer, um genau zu sein. Und den wollen wir natürlich alle genießen. Die brütende Hitze. Der Schweiß, der einem in die Arschritze läuft. Das Rumgammeln am See. Nach Möglichkeit natürlich im Ausland. Zum Beispiel in Frankreich. Wären da nur nicht immer diese elenden Zombies, die ständig das ganze Bier verschütten …

LE LAC DES MORTS VIVANTS – Zombie’s Lake – Sumpf der lebenden Toten – Frankreich/Spanien – 1981 – 71 Min.

Und wie sich das für einen guten See gehört, schwimmt darauf ein majestätischer Schwan. Schaut ihn euch an. Das weiße Gefieder, das in der Sonne glänzt. Und da kommt eine Schwänin. Schaut sie euch an. Der weiße Minirock, der in der Sonne glänzt. Okay, ihr habt natürlich richtig erkannt: Es ist gar keine Schwänin, sondern irgendeine Trulla, die aus unerfindlichen Gründen im Minirock durch den Wald latscht. Man kann nur hoffen, dass sie Anti-Zecken-Spray in ihrem Handtäschchen hat.

Passend zu der dudeligen Softporno-Musik, zieht sich die Tussi natürlich erst mal aus, um nackt in der Sonne zu baden. Nahaufnamen aller vorhandenen weiblichen Geschlechtsmerkmale inklusive. Der Schwan hat auch schon keine Lust mehr und schwimmt davon. Die Tuse wirft einen Wegweiser um. Kennt sich wohl gut in der Umgebung aus. Oder man musste noch 3 Sekunden Zeit totschlagen, bis sie nackig in das kühle Nass abtaucht. Nahaufnahmen aller weiblichen Geschlechtsmerkmale inklusive.

Nachdem man der natürlichen Schönheit, mit den naturell fragwürdig großen Wassermelonen, ungefähr 10 Minuten beim schwimmen zusehen durfte, wird das Softporno-Gesäusel ersetzt, durch verstörende Klänge der Geisteskrankheit. Stellt euch vor, man würde einen atonalen Zombie in einen Proberaum mit freier Instrumentenwahl einsperren. Dabei käme ungefähr das heraus. Auch heraus kommt eine Hand aus dem Wasser und zieht die Badenixe unter Wasser. Schade, hatte mich gerade darauf eingestellt, ihr einfach 90 Minuten beim Nacktbaden zuzugucken. Ich vermute, das wäre aufregender gewesen, als das, was noch folgen wird.

Das ganze Dorf vermisst die Tittenmaus, was kein Wunder ist, wenn man sich mal anguckt, was für Schabracken da sonst so rumrennen. Der Bürgermeister will die Polizei einschalten, weil es einfach nicht klar geht, dass die geilste Ische im Dorf einfach so verschwindet, ohne ihm noch einen gekaut zu haben, oder so.

Zombie-Karl kommt aus dem See gestolpert, und verfolgt eine Frau, die eine Schubkarre vor sich herschiebt, in der sich nichts befindet, außer ein leerer Eimer, den man auch einfach hätte tragen können. Aber ich will ihr nicht in ihr System reinquatschen. Spielt auch sowieso keine Rolle, denn drei Sekunden später, in einer fantastischen Szene, die sich irgendwo zwischen sexueller Erregung und Todespanik zu befinden scheint, wird sie von dem Zombie gebissen. Wie das halt so üblich ist, tragen drei Bauern ihre Leiche quer durchs Dorf, um sie einfach vor der Tür des Bürgermeisters abzulegen. Soll der sich doch mit der vergammelnden Tussi rumplagen.

Der Bürgermeister hat aber ne bessere Idee, und befragt die Dorfblagen, die mit ihren 3 Jahren bestimmt unfassbar aussagekräftige Details zur Lösung des Falls liefern können. Die Polizei ist übrigens noch nicht eingetroffen, wie es scheint.

Etwas Handlungs-Bla-Bla mit einer Tussi, die offensichtlich Reporterin ist, die nach einer Story sucht, und sich deshalb von irgendeinem Typen zum Bürgermeister bringen lässt, damit der ihr vom sogenannten „See der Geister“ erzählt. Der Name scheint nebenbei nicht Copyright geschützt zu sein, denn 2 Sekunden später heißt er „See der Toten“ und weitere 5 Sekunden später „See der Verdammten“. Man wollte wohl keinen Zweifel daran lassen, dass der See nicht der beste Badeort ist. Oder man will die Schwäne nicht beim brüten stören.

Der Bürgermeister, der die Telefonnnummer der Polizei offensichtlich immer noch nicht gefunden hat, erzählt dann eine Geschichte über Nazis, die im zweiten Weltkrieg im See versenkt wurden und … äh, nix weiter. Warum die dann zu Zombies wurden, bedarf wohl keiner Erklärung. Ist ja schließlich der „See der Geistesgestörten“. Erklärt sich ja von selbst. Jedenfalls ist Flashback-Time und man wird ne Viertelstunde mit einer Szene gelangweilt, in der eine nackte Blondine einen nackten Nazi reitet, während draußen der Krieg tobt. Anschließend werden die Nazis halt im See entsorgt und die Blondine stirbt an Syphillis, oder so. Ich raffe es nicht, was wohl auch daran liegt, dass der Flashback ne halbe Stunde dauert, ohne überhaupt irgendwas zu erklären. Zum Beispiel, wer zur Hölle die Blonde Reiterin eigentlich ist.

Darstellerische Höchstleistungen kriegt man aber immerhin in den Kriegsszenen zu bewundern, wo ein Typ, dem ins Auge geschossen wird, auch mal 5 Minuten braucht, um umzufallen. Noch nie wurde so ästhetisch gestorben, wie in diesem Flashback.

Die Reporterin ist wohl um einiges schlauer als ich, denn sie versteht jetzt alles. Deshalb bin ich nie Reporter geworden. Meine Auffassungsgabe reicht dafür einfach nicht aus.

Nudistenvereinigungsausflug an den „See der Vollpfosten“. Natürlich sind die Männer zu Hause geblieben, damit man mehr Wasserballons präsentieren kann und nicht von unnötigen Schläuchen abgelenkt wird. Es wird fröhlich im See geplanscht. Nahaufnahmen … ihr wisst schon. Die Nazizombies kommen zum lustigen Wasserballett dazu und nur die Ische mit den dicksten Wasserbehältern überlebt, um dann oben ohne panisch ins Dorf zu laufen und nur vom See rumzustottern.

Jetzt reichts! Die Bullen sind da. Der Bürgermeister erzählt ihnen, dass Geister die Nackedeis gekillt haben. Die Cops halten ihn für völlig behämmert. Hoffentlich erzählt er noch mal die spannende Geschichte von den Nazis, die im See versenkt wurden. Da ginge schnell wieder ne halbe Stunde rum.

Der wild gerittene Zombie-Nazi besucht ein kleines Mädchen, das offensichtlich die Tochter, oder Enkelin, oder Schwippschwägerin dritten Grades, oder wasauchimmer, von der blonden Reitlehrerin ist, und schenkt ihr eine Kette. Was zur Hölle ist denn das für ein Scheiß-Zombie, der Halsketten verschenkt, anstatt Hälse kaputtzubeißen?

Die Polizisten stoßen nicht auf viel Gegenliebe im Kaff der Vollidioten, also müssen sie ohne Hilfe am See investigieren. Weit kommen sie aber nicht, denn die Nazi-Zombies greifen an. Immerhin bleibt einem erspart, dass die Bullen nackt schwimmen gehen.

Apropos nackt. Es gibt mal wieder dicke Hupen zu bewundern, die dann schnell zu Zombie-Hupen werden, denn die Zombies fallen im Dorf ein. Um ehrlich zu sein, beschäftigt mich die Frage, warum in dem Kaff alle Weiber offenbar ständig mit raushängenden Beuteln rumrennen, mehr, als die, warum die Nazis eigentlich zu Zombies wurden. Ich befürchte aber, dass keine meiner Fragen beantwortet werden wird.

Die überlebenden Dorfbewohner haben die Schnauze voll und wollen zum Gegenangriff übergehen. Deshalb fordert der Bürgermeister dazu auf, dass jeder, der eine Waffe besitzt (was selbstverständlich jeden im Dorf betrifft), mit ihm in den Krieg gegen die Killer-Nazi-Zombie-Geister aus dem „See des Schwachsinns“ in den Krieg zieht.

Zombie-Horst besucht derweil wieder das kleine Mädchen, um mit ihr … irgendwohin zu gehen. Dabei muss er sie gegen andere Nazi-Zombies verteidigen, was zu unglaublich großartigen Kampfszenen führt, die selbst in Zeitlupe nicht langsamer verlaufen könnten. Aber hey, es sind halt Zombies, da kann sich sowas schon mal etwas hinziehen. Etwas grandios choreografiertes Zeitlupen-Gewurschtel später, hat Horst die anderen Zombies gekillt (auch wenn er wohl selbst nicht weiß wie) und kann mit dem Mädchen weiter latschen zu … wohinauchimmer.

Am nächsten Morgen ist das Mädchen wieder zu Hause und erzählt Großmutter von den unfassbaren Kampfkünsten des Zeitlupen-Karate-Zombies.

Die anderen Zombies greifen mal wieder an und das Mädchen kocht ne Suppe für Zombie-Horst und seine Kumpanen. Fragt mich nicht, ich habe vor einer Stunde aufgehört hier irgendwas in Frage zu stellen. Jedenfalls schlürfen die Nazis die Suppe weg und die Dorfbewohner nutzen die Gelegenheit, um sie alle mit nem Flammenwerfer zu braten. Wow, das war ja ein Wahnsinns-Plan. Wer hätte gedacht, dass man Zombies mit sowas simplen, wie Suppe, erledigen kann?

Ich brauche ne Pause. Etwas Entspannung. Ich fahr jetzt an den See und jage Nazis.

Schrottsommer 2015

Nachdem ich die Nicht-Sommerpause gekonnt genutzt habe, um einige Blogparaden abzuarbeiten, geht es jetzt langsam wieder zurück zum ganz normalen Wahnsinn hier auf dem Filmschrottplatz. Und mit normalen Wahnsinn meine ich eine Reihe von Sommerfilmen, die im August hier ihren verdienten Eintrag finden werden. Freut euch also auf einige sommerliche Aktivitäten, die wir zusammen unternehmen werden:

Baden am See

Spaziergänge durch Blumenwiesen

Sonnen am Strand

Eis essen

Auf welchen Sommerspaß freut ihr euch am meisten?