Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: Januar 2015

Short Story Collab # 12 – Neuanfang

Der erste Monat des Jahres ist rum und ich bin weiterhin krank. Um genau zu sein, wird es immer schlimmer. Zuletzt gesellte sich noch eine Grippe zu meinen anderen Leiden, wodurch ich die letzte Woche im kompletten Zombiemodus durchs Haus torkelte, oder einfach direkt den ganzen Tag im Bett geblieben bin. Deshalb ist hier momentan recht wenig los. da heute aber der letzte Tag im Januar ist, muss ich zumindest mal schnell die nächste Short Story raushauen, zu der David monatlich aufruft.

Leider war es mir durch besagte Krankheit nicht möglich, der Geschichte etwas Feinschliff zu verpassen, aber lesen könnt ihr es ja trotzdem.

Das Thema Neuanfang bot sich geradezu an, um eine Fortsetzung zur ersten hier veröffentlichten Short Story zu schreiben. Und natürlich driftet das Ganze wieder recht schnell in eine völlig andere Richtung. Aber lest halt selbst:

 

Leos Rachepläne gingen mit dem Schiff im Meer unter. Trotz seiner Ermahnungen, ließ sich Horst der Wer-Holzwurm nicht davon abhalten, sein Unwesen im Holzbug des Schiffs zu treiben und dieses letztlich versehentlich zu versenken. Horst stieg aus dem Meer, spuckte eine Suppe aus Salzwasser und Holzspänen in den Sand und stapfte, ein „Entschuldigung“ murmelnd, an Leo vorbei. Leo ließ den Kopf hängen, als der Hauptmast vor seinen Augen im Ozean versank.
„Willst du etwas Kokosnusssalat?“
Leo drehte sich um und sah Gertruds breites Lächeln. „Er ist ganz frisch“, sagte sie fröhlich.
Er blickte auf die Kokosnusshälfte in ihrer Hand, in der ein Brei aus grünen Blättern, roten Beeren und weißer Milch schwappte. Leo schlug das Frühstück weg und schlurfte davon in den Dschungel.

„Leo scheint schlecht drauf zu sein“, fiel Bruno auf. Er schaute in seine Kokosnusshälfte und verzog das Gesicht. Seit einem Monat hatten sich die Gestaltwandler davon ernährt. Er stellte den Salat weg. „Ich gucke mal, was mit ihm los ist.“
„Meinst du nicht, wir sollten uns langsam mal etwas organisieren?“, fragte Gertrud. „Wir werden wohl etwas länger hier sein. Wulf macht sich auch schon nützlich.“ Sie zeigte zum Werwolf, der ein Loch im Sand grub.
„Was macht er da?“
„Ich schätze, er gräbt ein Fundament, damit wir ein Haus bauen können.“
Wulf rollte eine Kokosnuss in das Loch und grub es zu.
„Oder er legt einen Essensvorrat an.“
„Okay, ruf alle zusammen. Wenn ich mit Leo wieder da bin, beginnen wir mit den Planungen zum Neuanfang auf der Insel.“
Bruno ging in den Dschungel. Seine Fährtensucherfahrungen beschränkten sich bisher darauf, Honiggläser in Küchenschränken aufzuspüren. Dabei hatte er einfach in alle Schränke geguckt, bis er den Honig fand. Leo war in keinem Schrank. Er war im Dickicht verschwunden, das vor Bruno aufragte. Der Werbär schlich durch Büsche und Sträucher. Moskitos summten herum. Es waren normale Moskitos. Bruno mochte keine normalen Tiere. Mit ihnen konnte man nicht verhandeln. Ein Moskito stach ihn und surrte fröhlich davon. „Kackvieh!“ Bruno rieb sich den Arm.
„Du-uh-ah-ah hättest etwas Schnittlau-uh-ah-ah-ch mitnehmen sollen.“ Albert der Weraffe hing mit einem Arm an einem Ast und schaukelte fröhlich hin und her, wie ein haariges Pendel. „Angeblich reagieren Moskitos darau-uh-ah-ah-f sensibel.“
„Danke für den Tipp“, brummte Bruno. „Wenn ich etwas Schnittlauch finde, werde ich so viel mitnehmen, wie ich tragen kann. Autsch.“ Summ. „Verdammte Mistviecher.“
„Da hinten habe ich Schnittlau-uh-ah-ah-ch gesehen. Ich kann dir zeigen wo es ist.“ Der Affe schwang an einer Liane davon. Bruno folgte ihm leise Fluchtiraden murmelnd und seinen anderen Arm reibend.

Bruno kam sich dämlich vor, wie er mit einer Schnittlauchkette um seinen Hals im Urwald stand. Immerhin hielten sich die Moskitos von ihm fern.
„Du-uh-ah-ah hattest Glück“, erklärte Albert und schälte eine Banane. „Ich habe noch nie von einem Dschu-uh-ah-ah-ngel gehört, in dem Schnittlau-uh-ah-ah-ch wächst.“ Er schob sich die Banane komplett zwischen die Backen und schwang davon.
Bruno seufzte. Von Leo fand sich keine Spur. Bruno irrte orientierungslos weiter zwischen den Bäumen umher. Ein lautes Brüllen sprach dafür, dass Leo sich in der Nähe befand. Bruno lief los, so schnell seine vier Pfoten ihn trugen.

Bruno erreichte eine Lichtung. Leo stand auf dem Weg und brüllte einen Vogel an.
„Was machst du da, Leo?“
Leo drehte sich um und sah Bruno an. das heißt, er hätte ihn angeschaut, wenn ihm nicht das Gestrüpp, das er seltsamerweise auf dem Kopf trug, über die Augen gerutscht wäre. Leo schob das Astgebilde hoch. „Ich streite mich mit diesem unhöflichen Vogel.“
„Warum?“
„Weil er mir Respekt zu zollen hat. Ich bin der König des Dschungels.“ Leo zeigte auf seine Stirn. „Siehst du nicht die Krone?“
„König des Dschungels? Man, Leo, du kennst dich im Dschungel doch gar nicht aus. Du bist gerade mal 5 Minuten hier drin.“
„Mir kommt es vor, wie eine Ewigkeit. Und als Löwe kenne ich mich aus Prinzip im Dschungel aus. Und dieser Vogel hat seinem König gefügig zu sein.“
„Was hat er denn getan?“
„Er hat mich beleidigt.“
Bruno ging näher an die Streitenden heran und betrachtete den bunten Vogel, der auf einem Ast saß und absolut kein Interesse an den beiden Gestaltwandlern zu zeigen schien. „Polly will nen Keks“, sagte der Vogel und stocherte mit seinem Schnabel in seinem Gefieder rum. Bruno vermutete, dass er dort seine Kekse verstaut hatte.
„Man, Leo, der Vogel ist doch völlig harmlos. Können wir jetzt zurück gehen? Die anderen werden langsam nervös und wollen Häuser bauen.“
„Ich gehe nicht zurück, Bruno. Ich bin als euer Anführer gescheitert …“
„Genau genommen, warst du nie unser Anführer, Leo.“
„Indirekt schon. Ist ja auch egal. Ich bleibe jedenfalls hier. Im Dschungel. Meinem Revier.“
„Dein Revier. Du weißt doch noch nicht mal genau, wo du dich befindest.“ Bruno sah den Weg zurück, den er gekommen war. „Um genau zu sein, weiß ich es auch nicht. Also vergiss den Vogel und lass uns den Weg zurück suchen.“
„Du kämpfst wie eine Kuh!“ Der bunte Vogel krächzte und flog davon.
„Der verdammte Vogel hat mich eine Kuh genannt.“ Leo brüllte. „Zum zweiten Mal.“ Leo rannte los.
Bruno seufzte und verfolgte ihn.

„Da ist er.“ Leo saß in einem Gebüsch und schielte durch die Blätter.
„Wo?“, fragte Bruno und setzte sich neben ihn.
„Auf der Schulter von dem Typen mit dem Holzbein, der Augenklappe und der Hakenhand.“
„Eigenartige Gestalten sind hier unterwegs. Selbst in der Stadt würde niemand so vor die Tür gehen.“
Leo warf die selbstgebastelte Krone weg. „Vielleicht muss ich die Königsherrschaft doch noch etwas verschieben. Ich habe einen Weg von der Insel gefunden.“
„Was? Wo denn?“
„Das Schiff. Wir werden es stehlen.“
Bruno schob einige Blätter zur Seite und sah das große Schiff, das im Wasser schwappte. Ihn beschlich ein ungutes Gefühl. Erst kürzlich waren sie einer wütenden Menschenhorde entkommen. Jetzt wollte Leo sich mit der nächsten anlegen, die zudem noch weniger nett aussah, als die Stadtbewohner. Oder zumindest verrückter. Bruno kannte sich mit verrückten aus und wusste, wie unberechenbar sie waren. Er war mit einer Horde davon auf der Insel gestrandet.
„Und den Vogel nehmen wir auch mit.“
„Vergiss doch den Scheißvogel, man.“
„Denk doch mal nach, Bruno. Er könnte wertvoll sein.“
„Wertvoll? Wieso das?“
„Wie viele sprechende Vögel kennst du?“
„Nun ja“, Bruno sah zurück in die Richtung, in der er den Strand vermutete, „den einen oder anderen.“
„Du weißt was ich meine“, knurrte Leo. „Er ist kein Wertier. Ein echter sprechender Vogel bringt bestimmt viel Geld. Und mit dem Geld können wir unsere Rache an den Stadtbewohnern finanzieren.“
„Man, Leo, bist du immer noch auf diesem Rachetrip? Vergiss das doch endlich mal.“
„Wir müssen schnell handeln.“ Leo ignorierte Brunos Ratschlag. „Lass uns zurück zum Strand gehen und die anderen holen. Wir müssen zuschlagen, bevor der Vollmond weg ist.“

Am Strand herrschte Chaos, was Bruno nicht überraschte. Auch wenn niemand Leo als Anführer anerkannte, war allen bewusst, dass er die Gruppe zusammenhielt und für Ordnung sorgte. Diese Ordnung war momentan völlig über den Haufen geworfen.
„Kathrin, was ist hier los?“, fragte Leo die Werkatze, die sich als Einzige nicht an den Streitereien beteiligte und stattdessen mit einer Fischgräte spielte.
Sie spuckte die Fischgräte aus. „Hm?“
„Vergiss es.“
Leo sorgte mit einem laut gebrüllten „Ruhe!“ für Ruhe. Er hörte sich die Beschwerden der Gestaltenwandler an, bei denen sich herausstellte, dass man sich nicht einig wurde, wer welches Zimmer im zukünftigen Strandtraumhaus beziehen durfte.
„Ihr habt noch nicht mal ein Haus gebaut“, sagte Leo. „Und wir werden auch keins bauen. Wir bleiben nicht hier.“
Leo erklärte die Sachlage. Alle hörten zu und nickten zustimmend. Alle außer Kathrin, die eine Kokosnuss über den Strand rollte.

Die Männer saßen um ein Lagerfeuer, tranken Rum und sangen schmutzige Lieder über hübsche Mädchen und Männer mit einem, zwei und drei Beinen. Die Wertiere dachten nicht weiter darüber nach, wie ein Mann mit drei Beinen aussehen könnte.
Der Plan war simpel und Idiotensicher. Zumindest hatte Leo das behauptet. Bruno hatte seine Zweifel. es gab verschiedene Abstufungen von Idioten. er wusste auf welchem Idiotengrad die meisten Wertiere wandelten. Alle Wertiere sollten sich an den betrunkenen Männern vorbei zum Schiff schleichen und dort auf Leo und Bruno warten, die mit dem sprechenden Vogel im Gepäck folgen würden. Leo war nicht weiter darauf eingegangen, wie er den Vogel von der Schulter des einäugigen, behakten Hinkenden beschaffen wollte. Diese Information war auch weniger wichtig, denn der Plan scheiterte bereits bei Phase eins, als Wulf der Werwolf, ängstlich zitternd, ein Rumfass umstieß, dessen Inhalt sich über den Strand ergoss, sich einen Weg ins Lagerfeuer schlängelte, und den Strand in helles Licht tauchte. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis alle Wertiere einen Säbel an der Kehle hatten.

Leos Erklärungsversuche blieben erfolglos. Die Wertiere fanden sich in einer ihnen aus der Stadt bekannten Umgebung wieder. In einem Käfig. Auf dem Schiff. Das auf dem Meer trieb.
Die Männer, die sich als Piraten vorgestellt hatten, verrieten, dass sie die sprechenden Tiere – abgesehen vom sprechenden Vogel Polly – in der Stadt verkaufen würden.
Leo grummelte, im Käfig hockend vor sich hin.
„Sieh es positiv, Leo“, versuchte Bruno ihn aufzumuntern. „Immerhin kommen wir zurück in die Stadt.“
„Fresse, Bruno.“

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Pseudopolitischer Freiheitskampf

„Theeeeeeeeeeeeee Laaaaaaaaaaaaand Of The Freeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee, And The Home Of The Braaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaave!“ – Randomsänger bei irgendeinem US-Sportevent

Findet ihr es eigentlich auch immer so unfassbar grausam, wenn diese Heulbojen vor Sportveranstaltungen die Nationalhymne jaulen, bis einem der Schädel platzt? Am Sonntag ist es wieder so weit, denn dann startet der SuperBowl. Das hat absolut nichts mit diesem Film zu tun, aber ich wollts halt mal erwähnt haben.

LAND OF THE FREE – USA – 1998 – 100 Min.

William Shatner weiß nicht nur, wie man Spinnen entkommt, sondern auch, was die Leute, die nicht unter einer Spinnenapokalypse zu leiden haben, wollen. Deshalb hält er gerade eine Wahlansprache. Mit seinem Gequatsche macht er sich aber nicht nur Freunde, denn ein Attentäter eröffnet das Feuer. Der Sicherheitsdienst nimmt die Verfolgung auf. Alles Hochsportler hier, denn die rennen 5 Minuten lang ohne Pause durch den Straßenverkehr und liefern sich dann noch nen Boxkampf auf offener Straße. Der Attentäter wird dann abgeknallt und es stellt sich heraus, dass es sich um ein Alien handelt. Zumindest ist das meine Vermutung, denn das Blut ist violett. Da keiner darauf eingeht, scheint es aber völlig normal zu sein. Schade, keine Aliens. Die hätten den Film bestimmt aufgewertet.

Aidan Carvell, so Shats Name hier, hat auch noch ein Buch geschrieben. Es heißt wie dieser Haufen Müll auf Zelluloid. Interview mit politischem Gebrabbel, das mir absolut am Arsch vorbei geht.

Frank Jennings hingegen … hat auch irgendeine Funktion. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube der organisiert die Wahlkampagne. Was ihn dafür qualifiziert, ist wohl seine Kampfsportausbildung, die er in einer Tiefgarage unter Beweis stellt, als er verfolgt wird. Er macht zwei FBI-Fritzen platt, aber bringt sie nicht direkt um, denn sie weisen sich dann doch mal aus. Das FBI glaubt, dass Carvell nur an die Macht will, um irgendeine militärische Übernahme zu starten. Jennings will der Sache auf den Grund gehen und dem FBI dann bescheid sagen, was abgeht.

Ne Frau hat er übrigens auch und er liebt sie. Um das klar zu machen wurden gerade 5 Minuten mit sinnlosem Geschnulze verplempert. Toll. Nehmt euch ein Zimmer.

Jennings Freund Fitz hat sich ein Zimmer genommen und turnt dort gerade mit ner Blonden durch die Betten. Jenings quatscht ihm auf den Anrufbeantworter, aber Fitz wird die Nachricht nicht mehr zu hören bekommen, denn Attentäter killen ihn und die Blondine unter der Dusche. Schade um das Mädchen. Fitz hingegen ist mir egal. Kannte den ja nicht und der sah nicht so gut aus, wie seine Freundin, also was interessierts mich.

Jennings Büro ist völlig verwüstet und der Sicherheitsdienst will ihm ans Leder. Aber als Kampfsportexperte kann er natürlich alle umhauen und aus dem Gebäude fliehen, indem er, wie John McClane, an einen Feuerwehrschlauch gebunden, vom Dach springt. Der abrupte Halt, als das Ende des Schlauchs erreicht ist, bricht ihm wunderlicherweise nicht die komplette Wirbelsäule in 42 Teile, und er kann ohne Rückenschmerzen weiterlaufen.

Franks Frau ist nicht begeistert, von seiner Zusammenarbeit mit dem FBI und dass er jetzt gejagt wird. Noch weniger begeistert ist sie, als sie ihren Hund am Baum erhangen findet.

Jennings stellt Carvell zur Rede, aber der ist unbeeindruckt.

4 Monate später ist Frank im Zeugenschutzprogramm und Carvell muss sich mit schlechter Publicity rumschlagen. In einem Interview erklärt er aber, dass er trotzdem erfolgreich sein wird und bla.

Frank Jennings heißt jetzt Jack Springer und wird, zusammen mit seiner Frau und Sohn, von irgendwelchen Typen verfolgt. Zum Schutz hat er eine Shotgun zu Hause, mit der er die Eindringlinge erledigt, die sich als Polizisten ausgewiesen haben. Keine Verschwörung ohne bestechliche Cops.

Jack telefoniert dann mit irgendwem und wird mal wieder durch die Stadt gejagt. Viel Geballer und Gekloppe und Gerenne und Gelangweile später, ist er wieder in einer Tiefgarage. Ab in die Karre, in der seine Familie wartet und es gibt eine Verfolgungsjagd, mit der lahmsten Musik, die ich jemals in einer Actionszene gehört habe. Und ihr wisst, ich habe schon so manches unpassendes gehört. Den Verfolger kann er abhängen, indem dieser durch einen Wohnwagen fliegt und abfackelt. Immerhin sah der Autostunt cool aus.

Wisst ihr, was lange nicht kam? Jack läuft durch die Stadt und vermöbelt Sicherheitsbeamte. Ah, ich dachte schon, die hätten vergessen, worum es hier eigentlich geht. Nun ja, er hat wieder allen das Fressbrett poliert und flieht mit einem Schulbus, damit man auch direkt die nächste Autoverfolgungsjagd anhängen kann.

Die Autostunts sind nebenbei gar nicht mal schlecht und wisst ihr warum? Weil die alle aus anderen Filmen geklaut und hier reingeschnitten wurden. Genial, was?

Jack oder Frank oder Horst, scheißegal wie er heißt, muss dann seine Familie aus den brennenden Bus retten, was natürlich kein Problem ist, und so kriegt man vor allem auch noch den unausweichlichen „Held in Front der gewaltigen Explosion Shot“ untergebracht.

Die Familie halb tot im Krankenhaus, aber Frank hat keinen Kratzer, obwohl er minutenlang an einem fahrenden Bus hing, vors Maul gekriegt hat und dann aus dem Bus geschleudert wurde. Das ist ein wahrer Held.

Frank beschließt, gegen Carvell auszusagen. Ich dachte, das hätte er schon längst gemacht. Wieso ist der denn sonst im Zeugenschutzprogramm? Jedenfalls folgt direkt die Gerichtsverhandlung, in der Carvell freigesprochen wird.

Frank hat kein Verständnis und kauft nen Fernseher. Fragt nicht, ich sage nur, wie es ist. Nachdem er das Carvell-Anwesen ausspioniert hat, besorgt er sich ein paar Detonatoren. Der Verkäufer will ihm helfen, weil er gerne Scheiße in die Luft jagt, aber Frank verzichtet.

Frank bombt noch eben zwei Typen weg, die ihm ins Hotel gefolgt sind, dann startet er die Attacke auf das Carvell-Grundstück. Ninja-mäßig wird der Gärtner umgenietet . Im Haus werden die Bomben an strategisch sinnvollen Stellen platziert. Also unter dem Bett und im Küchenschrank. Der Zeitzünder ist angebracht und Frank will ungesehen die Brenne machen. Aber das wird nichts, weil er ewig braucht, um sich zu entscheiden, welches Cabrio er aus der Garage klauen soll.

Carvell sitzt derweil schon im Helikopter nach irgendwo.

Die Bude geht hoch und Frank verfolgt den Hubschrauber über Feld und Wiese. Er hängt sich an den Heli und zieht Carvell runter. Beide hängen rum, Frank lässt sich fallen, hat aber zuvor eine Bombe am Hubi angebracht. Carvell springt auch ab und guckt zu, wie das Teil ungefähr ne Viertelstunde später hochgeht.

Frank wurde angeschossen und es kommt zum Bosskampf mit Carvell, der zur Verstärkung eine Zaunlatte mitgebracht hat. Die hilft aber nichts, denn Frank haut ihm vors Maul und ertränkt ihn im See.

Zu patriotischer Scheißmusik latscht Jennings zurück ins Krankenhaus, um mit seiner Familie zu feiern.

Ich feiere nur, dass dieser Scheiß hier endlich vorbei ist. Aber immerhin haben wir gelernt, dass man Stuntszenen ganz hervorragend wiederverwerten kann.

Filmschrott TV-Tipps 24.01. – 30.01.2015

Welchen Müll präsentieren die TV-Sender diese Woche? Hier erfahrt ihr es:

SAMSTAG

12.20 Uhr – RTL 2 – Metal Tornado – RTL 2 fackelt gar nicht lange und startet den Wahnsinn schon am Mittag. Den Start macht ein Tornado, der – und jetzt gut aufgepasst, denn das ist wichtig, um ihn von anderen Tornado-Filmen abzugrenzen – magnetisch ist. Was bei mir ja die Frage aufwirft: Äh … wieso? Ein Tornado saugt doch sein Umfeld ohnehin an, wenn ich da richtig informiert bin. Was macht es also für einen Unterschied, wenn das Teil zudem noch magnetisch ist? Die Antwort auf diese spannende Frage wird der Film liefern. Oder auch nicht. Was weiß ich. Jedenfalls genau das richtige Samstagmittags.

14.05 – RTL 2 – Disaster Zone – Aber das war noch nicht alles, denn nachdem der Magnettornado durch die USA gefegt ist und nichts metallenes zurückgelassen hat, bricht auch noch ein Vulkan in New York aus, um alles, was nicht aus Metall ist, niederzubrennen. Die Amerikaner haben aber auch wirklich gar keine Chance.

20.15 Uhr – TELE 5 – Dinoshark – Denn am Abend kommt dann auch noch ein prähistorischer Hai vorbei, um die letzten Überlebenden zu fressen. Wobei ich nicht glaube, dass nach den ganzen Katastrophen am Mittag noch irgendjemand schwimmen geht.

00.35 Uhr – SAT 1 – Against The Dark – Wenn es eine Sache gibt, auf die die Filmwelt gewartet hat, dann ist es natürlich Steven Seagal im Kampf gegen Vampire. Nun, der Wunsch wurde hiermit erfüllt.

SONNTAG

20.15 Uhr – RTL – Ghost Rider: Spirit Of Vengeance – Nicolas Cage und ein Motorrad. Mehr braucht guter Filmschrott einfach nicht.

22.45 Uhr – PRO 7 – Battle Of The Damned – Wenn es noch eine zweite Sache gibt, auf die die Filmwelt gewartet hat, dann ist es selbstverständlich Dolph Lundgren im Kampf gegen Zombies. Nun, auch dieser Wunsch wurde hiermit erfüllt.

Nachdem man bereits so viel Wahnsinn rausgeballert hat, gibt es erst mal ne längere Verschnaufpause. Aber zum Glück gibt es Adam Sandler, der sich aufmacht, die Schrottwoche zu retten.

DONNERSTAG

20.15 Uhr – PRO 7 – Leg dich nicht mit Zohan an – Sandler ist Friseur und Arschtreter. Und kann nichts davon. Genau so wie schauspielern. Aber neue Informationen bietet das jetzt auch alles nicht.

FREITAG

Puh, das wird die Qual der Wahl. TELE 5 und RTL 2 im direkten Duell. Wer bietet den größeren Scheiß, bis tief in die Nacht? Willkommen beim:

TRASH CLASH

20.15 Uhr – Tele 5 versucht auf Nummer sicher zu gehen und schickt einen Katastrophenfilm ins Rennen: Tsunami – Die Todeswelle. Ein Tsunami pustet Südkorea weg. Das dürfte schwer zu kontern sein.
Schauen wir mal, was RTL 2 dem entgegenzusetzen hat: Jurassic Park III. Dieser Film hat nicht umsonst bereits seinen Eintrag hier auf dem Schrottplatz.

Eine harte Auseinandersetzung, aber trotz nerviger Leute, die von Dinos gefressen werden, geht der Punkt hier an den Tsunami. Wie oft sieht man schon Südkoreaner durch die Gegend fliegen?

1:0 für Tele 5

22.00 Uhr – Aber RTL 2 hat eine Geheimwaffe im Gepäck. Es ist: Patrick Swayze (seines Zeichens dreckiger Tänzer), der als Türsteher eine gammelige Kackbar vor Ben Gazzara (der in The Big Lebowski Pornos produziert hat) verteidigen muss. Es handelt sich natürlich um: Road House.

Um 22.30 Uhr schlägt Tele 5 aber zurück und schickt Terroristen im Flugzeug los, die drohen die Maschine über einer US-Stadt abstürzen zu lassen, in: Airline Disaster.

Sorry, Tele 5, aber das ist mir zu uninspiriert. Ihr habt Terroristen, RTL 2 hat Action, coole Sprüche und Titten.

Ausgleich für RTL 2.

00.15 Uhr – Im Main Event kommt es zum Kampf der Titanen.
Tele 5 versucht den Sieg zu sichern und schickt Actiongranate Chuck Norris in den Ring. Cusack – Der Schweigsame gerät in einen Bandenkrieg, während er versucht, einen korrupten Polizisten zu überführen und dabei möglichst wenig zu reden.
Aber RTL 2 hat etwas viel besseres parat. Jean-Claude Van Damme und Jean-Claude Van Damme. Double Impact. Geballte Ladung. Zwei mal JCVD.

Klare Sache. Gegen zwei Van Dammes kommt ein Chuck Norris nicht an.

Sieg für RTL 2.

Habt ihr auch noch Tipps parat? Dann lasst nen Kommentar da.

A Good Day For Liebster Award – (Mehr oder weniger) intelligente Antworten auf interessante Fragen #6

Das Franzi ist eindeutig zu Schrottverliebt. Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären, dass der Schrottplatz bereits zum zweiten Mal von ihr für den Liebsten Award nominiert wurde. Wenn ich ein größeres Ego hätte, könnte ich natürlich auch auf die Idee kommen, dass sie mich mag und möglichst viel über mich herausfinden will, bevor sie mir ihre unendliche Liebe gesteht, aber ich glaube es ist eher eine psychologisch fragwürdige Leidenschaft für Filmschrott. Die ich in dem Fall mit ihr teile.

Hier jedenfalls ihre 11 Fragen inklusive Antwort.

 

1. Was ist dir wichtiger als Essen?

Essen mag zwar eine schöne Stadt sein, aber ich war da nie, deshalb ist sie mir nicht wirklich wichtig. Das kleine Kaff, in dem ich wohne, ist mir da schon wichtiger.

2. Welche religiöse Gruppierung ist dir am unheimlichsten?

Die katholische Kirche des Spätmittelalters, weil die einfach ganz entschieden geldgeile, machthungrige Geisteskranke waren, die vor absolut nichts zurückgeschreckt haben, um den ahnungslosen Vollidioten namens Volk in den Schädel zu hämmern, wie unfassbar toll sie eigentlich sind und dass ohne sie und ihren Scheißgott gar nix läuft.

Heute sind sie halt nur noch pädophile Arschlöcher, die immer noch extrem einen an der Waffel haben, aber das unheimliche ist verschwunden, weil es eben jeder weiß und sie nicht mehr in roten Inquisitionsroben unschuldige Mädchen anzünden, nur weil der Nachbar behauptet hat, sie hätte seinen Penis durch schwarze Magie schrumpfen lassen.

Die unheimliche Rolle übernehmen dann heute halt die ganzen anderen Nasen, die meinen im Namen ihres Kackgotts Leute umbringen zu müssen, weil sie tatsächlich so unfassbar dämlich zu sein scheinen, dass sie glauben, dass der das im Notfall nicht selber könnte, wenn ihm die Leute auf den Sack gehen. Da fragt man sich ja eigentlich schon mal grundsätzlich, woran diese Vollpfosten eigentlich wirklich glauben. Allerdings sind die nicht wirklich unheimlich, wie die Inquisition, einfach nur genau so doof.

Bevor ich jetzt aber hier weiter ausschweife und das Ganze zur Dissertation mutiert, mache ich es kurz. Ich glaube nicht an Gott (an keinen von den zur Auswahl stehenden 42.000) und halte Religion für eines der größten Übel, das sich die Menschheit jemals selbst auferlegt hat. Wer wissen will warum, kann ja einfach mal recherchieren wie viel Tot und Verderben daraus resultiert ist und im Vergleich dazu, was denn eigentlich positives dabei rauskam.

Ich lasse jedem seine Meinung. Wenn es jemandem hilft zu „glauben“, ist das absolut okay, solange er im Namen dessen nicht Leute abfackelt, nur weil die ne andere Meinung haben.

3. Welche Filme würdest du mir empfehlen, wenn ich Lust auf etwas existenzialistisches hätte?

Ich hab keinen Plan, ich weiß noch nicht mal genau, was das Wort bedeutet. Irgendwas mit freiem Denken, glaube ich. Also schon mal nichts mit Religion gucken, würde ich vorschlagen.

4. Was war dein letzter Magic Moment im Leben?

Nach reiflicher Überlegung musste ich feststellen, dass ich nie einen „Magic Moment“ hatte.  Ich bin einfach nicht so leicht zu beeindrucken, fürchte ich.

5. Findest du nicht auch, dass Menschen aus dem Hause Ravenclaw (wie ich beispielsweise) die tollsten sind? Außer Neville vielleicht…der ist wirklich DER tollste.

Da mir gerade überhaupt nicht einfallen will, wer denn überhaupt sonst noch in Ravenclaw war, sage ich einfach mal: Ja, weil du drin bist.

6. Wann und warum hast du das letzte Mal an eine Verschwörung gegen dich geglaubt?

Als ich in der Wüste erwachte, kam mir das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Ich stand auf und latschte los. Ich erreichte ein Schild auf dem stand: Willkommen in der Sahara. Es musste sich um eine Verschwörung handeln. Denn ich hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich in die Kalahari will. Wie es weiterging, weiß ich nicht mehr. Vielleicht Gedächtnisverlust durch Dehydration. Oder ich bin aus dem Traum aufgewacht.

7. Marilyn Monroe oder Audrey Hepburn?

Jetziger Stand: Hepburn. Find ich erstens hübscher und hab ich zweitens bisher mehr von gesehen. Vor allem, war alles, was ich mit ihr gesehen habe ziemlich gut. Bei Marilyn allerdings war bei den wenigen schon ein unfassbar langweiliger Schinken namens „Wie angelt man sich einen Millionär“ dabei. Da klau ich lieber mit Audrey ne Million.

8. Weltuntergang – Ja? Nein? Vielleicht? Und vor allem wann?

Ja. Wann ist da etwas schwieriger, aber für mich steht eindeutig fest, dass die Menschheit sich irgendwann selber auslöschen wird und den ganzen Planeten gleich mitnimmt. Es laufen einfach zu viele machtgierige Arschlöcher rum und das wird unserer Spezies irgendwann zum Verhängnis werden. Vielleicht haben wir es auch einfach nicht besser verdient.

Man irgendwie ist das alles so negativ heute. Liegt es an mir, oder an den Fragen?

9. East Coast oder West Coast?

Wo liegt Detroit? Da kommen viele coole Rockbands her.

10. Hast du auch die Hoffnung, dass Leute wie Betty White oder Christopher Lee uns alle überleben werden? Sie müssen doch unsterblich sein, oder?

Erst mal vorweg: Mit Betty White kann ich nicht wirklich was anfangen. Fand Golden Girls immer scheiße und auch sonst ist mir mit der nix im Gedächtnis geblieben, was mich irgendwie überzeugt hätte.

Christopher Lee ist Dracula, wenn also nicht jemand mit ner Knoblauchkanone und nem Holzpflock an seiner Tür klingelt, mach ich mir keine Sorgen, das der den Weltuntergang noch erleben wird und dann als einziger auf dem letzten Stück Erde stehen wird.

11. Welches ist dein liebstes Vorwort oder liebste Widmung in einem Buch?

Da fällt mir wirklich gar nix ein. Wahrscheinlich was von Pratchett oder Adams, aber ich komme nicht drauf. Irgendwie bleiben mir die Vorworte auch einfach nie im Gedächtnis.

Nachworte übrigens auch nicht, deshalb verzichte ich hier auf eins.

 

Nutzloses Filmwissen #17

Wir lernen wieder was:

Als Filmemacher muss man seinen Ekel zum Teil stark zurückschrauben. Zum Beispiel, wenn man einen ALIEN-Film dreht. In diesem wurde nämlich viel mit Tierinnereien herumhantiert. Das Innere der Alieneier bestand aus Rinderherzen und die Facehugger wurden aus Shafsnieren und Schafsdärmen gebastelt. Jetzt wissen wir auch, warum die solche Angst davor hatten, dass ihnen so ein Vieh ins Gesicht springt.

Ridley Scott war eigentlich gar nicht als Regisseur von ALIEN vorgesehen, da er zu dem Zeitpunkt mit einem anderen Projekt beschäftigt war. Dabei handelte es sich um TRISTAN + ISOLDE, bei dem aber einfach nichts voran ging und Scott stieg aus dem Projekt aus. Das war im Jahr 1979.

TRISTAN + ISOLDE schafften es dann aber doch noch auf die Leinwand. Im Jahr 2006! 27 Jahre nach dem ersten Versuch. Scott hatte mit dem ganzen dann nicht mehr viel zu tun. Aber James Franco spielte mit. Das hat zwar absolut nichts mit ALIEN oder Ridley Scott zu tun, aber irgendwie muss ich ja jetzt von TRISTAN + ISOLDE zu nem anderen Film kommen.

Jener James Franco hatte seine, meiner Meinung nach, beste Rolle in 127 HOURS, wo er in ner Felspalte hockte und sich den Arm abhackte. Gerade diese Szene sorgte dafür, dass einige Kinobesucher medizinische Hilfe brauchten. Die hätte der echte Aron Ralston, auf dessen Geschichte der Film basiert, auch gerne gehabt, schätze ich. Denn lieber Arm ab, als … ach nee, das ging anders.

Ebenfalls völlig anders (ich weiß, die Übergänge heute sind der absolute Wahnsinn) ist L.A. CONFIDENTIAL. Obwohl der Film aus heutiger Sicht ein echtes Staraufgebot zu bieten hat, muss man ihn wohl eher als Sprungbrett für einige Darsteller ansehen. Da Regisseur Curtis Hanson vom Studio nur 15 Millionen Dollar für die Produktion des Films zur Verfügung gestellt bekam, nachdem er sich geweigert hatte, wichtige Rollen aus dem Film zu streichen, musste er sich eben nach eher unbekannteren Gesichtern umsehen. Während Kevin Spacey gerade etwas im Aufschwung war, nach seinen Rollen in DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN und SIEBEN, aber dennoch erschwinglich für das Geld, kamen noch ein absolut unbekannter Guy Pearce, ein bis dato eher in kleinen Serienrollen aufgetauchter James Cromwell und ein Russel Crowe in seiner ersten wirklich großen Rolle dazu.

Einige Jahre später spielte er dann die Hauptrolle in GLADIATOR. Mit Ridley Scott als Regisseur. So hab ich wenigstens den Kreis doch wieder geschlossen.

Fortgeschrittene Fortbildung in ungewöhnlichen Wetterphänomenen

Machen wir es kurz. Ich hatte diese Woche keine Zeit, was Neues zu schreiben und musste gerade schnell einen fertigen Beitrag finden. Da gabs nur diesen, aber dafür regnet es wieder Haie.

SHARKNADO 2: THE SECOND ONE – USA – 2014 – 95 Min.

Ein Flugzeug. An Board die Creme de la Creme aus dem ersten Teil. Also Fin und April. Die hat ein Buch über die Ereignisse des ersten Teils geschrieben und muss Autogramme für Stewardessen geben. Sie sind auf dem Weg nach New York, zu einer Buchbesprechung. Fin ist völlig genervt von den Groupies in Flugzeugen. Um sich zu beruhigen, geht er pissen und sieht anschließend einen fliegenden Hai.

Die Co-Piotin isst nur Hühnchen. Keine Ahnung, ob das noch wichtig ist. Ich vermute mal nicht, aber man kanns ja trotzdem mal erwähnen.

Und dann ist man schon wieder mitten im Sharknado. Der Flieger stürzt ab und die Stewardess wird von einem Hai geköpft, der durchs Flugzeug segelt. Fin eilt zur Rettung und nutzt seine großartigen Surfkenntnisse, um das Flugzeug sicher zu landen. April verliert nebenbei ihre Hand, als sie scharfschützenmäßig auf Haie ballert.

April liegt im Krankenhaus. Die Hand ist ab. Sie glaubt, dass der Hai sie verfolgt hat und eine Narbe hatte. Ich ahne böses. Wenn Fin die Hand mit einer Kettensäge aus dem Narbenhai schneidet, geh ich sofort zum Baumarkt.

Der Wetterbericht kündigt einen Sharknado über New York an. Ja, der WETTERBERICHT!

Fin ist derweil schon wieder auf einer Rettungsmission, denn seine Verwandten leben in New York und gucken sich gerade ein Baseballspiel an. Das Spiel wird wegen schlechtem Wetter abgesagt und dann wird auch schon das Stadion von einem Haitornado zerlegt. Natürlich darf ein Homerun gegen einen Hai von einem der Spieler nicht fehlen.

Fin und seine Sippschaft eilen zur U-Bahn. In der Nähe latschen zwei Kanalarbeiter durch die Kanalisation und werden von einem Alligator gefressen, um mal etwas Abwechslung reinzubringen. Ich hoffe auf Alligatornado.

Fins Schwester Ellen steht am Wasser und sieht, wie ihre Mutter gefressen wird. Zum Glück hat sie einen Elektroschocker dabei, um den Hai zu erledigen.

In der U-Bahn greifen die Haie an und fressen die Waggons auf. Und natürlich auch ein paar Fahrgäste. Alle retten sich und Fin will sich mit Kettensäge und Bomben ausrüsten. Die spannende Frage, ob bei dem Scheißwetter noch ein Baumarkt geöffnet hat, hält den Film am leben. Und natürlich will Fin auch noch seine Schwester retten.

Die fährt gerade mit einem Müllwagen durch New York. Ein Müllmann wird vom Kopf der Freiheitsstatue überrollt, die dann in ein Hochhaus knallt. War wohl kein Riesenrad zu kriegen.

Fin und die Gang ist am Times Square angekommen und trennt sich, um sich zu bewaffnen. Dazu gehören unter anderem Wasserpistolen. Fragt mich nicht, ich weiß es auch nicht. Oh, und SCHWERTER!

Ach, übrigens, April ist auch noch da und irrt durchs Krankenhaus. Zusammen mit irgendeinem Blag, dass sie dort gefunden hat.

Das Wasser steigt und es folgt die ominöse Seilaktion. Nur dieses Mal ohne Schulbus. Fins Familie schwingt sich über den See in der Stadt. Der Taxifahrer schafft es nicht. Fin bleibt auf der falschen Seite zurück, also SPRINGT ER EINFACH VON HAI ZU HAI um auf die andere Seite zu gelangen. Das nennt man wohl Jumping The Shark. Allerdings bietet diese Szene auch Einblick in Fins Charakter, denn es sollte wohl klar sein, dass er ehemaliger Weltmeister im Frogger-spielen ist. Wisst ihr noch, Frogger. Damals wo Videospiele noch innovativ waren und nicht immer der selbe Scheiß? Das waren schöne Zeiten. Aber ich schweife ab.

Ellen und Nora finden Marty und Sohn. Fin ist mittlerweile auf dem Dach, um Mission Bombnado durchzuführen. Hilfe erhält er dabei von Skye und … Wetterbericht. Der Wettermann erklärt, was passiert, wenn die Sharknados sich vereinen. Nichts Gutes. Mehr konnte ich daraus jetzt irgendwie nicht ziehen.

Auf dem Dach regnet es Haie und Skye schwingt das Schwert, um Sushi zu machen. Währenddessen bastelt Fin eine Riesenschleuder auf dem Dach, um damit die Bomben in den Tornado zu schleudern.

Kurz darauf fallen brennende Haie vom Himmel und das Wasser steigt. Unten schwimmende Haie, oben brennende Haie. Lieder fällt mir gerade kein guter Feuerwasserspruch ein. Wenn jetzt Winnetou einen Cameo hinlegen würde, käme ich bestimmt drauf. Naja, was solls. Die Situation scheint ausweglos. Aber Fin hat immer einen Plan. Zum Beispiel eine Tür aufbrechen.

Wetterbericht.

Fin hat dann noch einen Plan. Da er die Stürme nicht durch heiße Bomben erledigen kann, will er sie jetzt mit Frost bekämpfen. Genialer Typ, dieser Fin. Ich bin jetzt schon gespannt, was er sich im dritten Teil einfallen lässt.

Wetterbericht.

Der Bürgermeister gibt Fin noch etwas Verstärkung mit, in Form einer Kettensäge. Fin hält dann noch eine Ansprache vor versammeltem Publikum und sägt einen Hai in der Mitte durch. Dann geht es mit April und Skye aufs Dach. April hat übrigens mittlerweile eine Kreissäge an ihrem Stumpen installiert und zerschnippelt Haie. Gemeinsam jagt man das Dach in die Luft und kälteschockt die Haie. Fragt mich nicht wie. Unten bewaffnen sich alle Passanten mit Schaufeln, Kettensägen und anderem Werkzeug und schnetzeln die Haie nieder.

Fin fliegt derweil durch die Luft und REITET AUF EINEM HAI! Und was für ein Zufall: Es ist der Hai, der Aprils Hand abgebissen hat. Die braucht man aber nicht mehr. Fin macht April einen Antrag und es ist Party angesagt.

Meine Fresse, da haben die ja tatsächlich noch einen drauf gesetzt. Und das meine ich nicht im positiven Sinn, denn dieser Müll will einfach viel zu sehr Trash sein, was einfach am Sinn von Trash vorbeigeht. Jetzt kann man nur geduldig auf Teil 3 warten. Der wird dann wohl endgültig jeden Rahmen des Verstands sprengen.

 

Hier geht es übrigens zu Teil 1.

Media Monday #186

Mitten in der Overtime zwischen den Seahawks und den Packers, widme ich mich nebenbei noch dem Media Monday. Spannender kann die Nacht kaum noch werden.

1. Morgan Freeman ist ja mittlerweile echt in die Jahre gekommen, dennoch werde ich nicht müde mir Filme mit ihm anzugucken. Heutzutage ist es nur etwas mehr Hit&Miss als früher. Da fand ich eigentlich alles mit dem super.

2. Die Oscar-Nominierungen sind da! Thema oder eher nicht und wieso? Seid ihr, so es euch denn interessiert, zufrieden oder könnt ihr euch gar nicht mit den Nominierungen anfreunden?

Ich verfolge es, habe die Nominierungen gesehen und festgestellt, dass ich wie jedes Jahr absolut nix davon gesehen habe. Trotzdem habe ich so 1-2 Favoriten. Allen voran würde ich mich für JK Simmons und Emma Stone freuen. Und was mir natürlich auch aufgefallen ist, ist die Ignorierung von Interstellar in den großen Kategorien. Kann ich zwar nachvollziehen, aber so wäre immerhin der Film dabei gewesen, den ich gesehen habe.

3. Star Wars oder Star Trek und warum?

Star Wars, weil ich Star Trek eher mit den ganzen Serien verbinde, von denen ich nicht wirklich viel gesehen habe, aber wenn, dann war es einfach unfassbar langweiliger Quark. Ich erinnere mich da noch an eine Episode, wo die Enterprise irgendwelche Viehzüchter an Bord geholt hat und dann wurde die ganze Zeit über Tierhaltung gequatscht, oder so. Ich werde nie verstehen, warum irgendjemand, der nicht Landwirt ist, diese Serie gut fand.

4. Größter Fehlgriff in den letzten Monaten war für mich ____ . Bei mir gibt es keine Fehlgriffe. Ich kaufe alles gezielt entweder zur Unterhaltung, oder für den Blog. Oder für beides.

5. Eine regelrecht tragische Figur, die ich wirklich nachvollziehen kann, ist Donnie Darko. Der arme Junge wollte doch einfach nur die hübsche Nachbarin knallen und dann wird er von einer Flugzeugturbine erschlagen. Ist fast wie in meinem Leben. Nur ohne die Flugzeugturbine. Und ohne die hübsche Nachbarin..

6. Die dämlichste Plattitüde ____ . Da länger keine politische Wahl stattfand, fällt mir da gerade nix ein. Aber im Zweifelsfall ist es immer: „Wir senken die Steuern.“ Dabei steuern die eigentlich immer mehr in die Versenkung.

7. Zuletzt gesehen habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .

Moment mal: Touchdown! Die Seahawks gewinnen das Ding echt noch. Ich fass es nicht. Wie war die Frage?

 

Filmschrott TV-Tipps 17.01. – 23.01.2015

Welchen Müll präsentieren die TV-Sender diese Woche? Hier erfahrt ihr es:

SAMSTAG

20.15 Uhr – TELE 5 – New Alcatraz – Selbstverständlich lässt es sich unser aller Lieblingssender Tele 5 auch in 2015 nicht nehmen, uns mit äußerst spannenden Knallern zu bedienen. Den Anfang macht Dean Cain, der in einem Gefängnis in der Antarktis seltsamen Vorkommnissen nachgeht. Es wird kalt und grausam. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

22.10 Uhr – TELE 5 – Frost Giant – Und dann gehts arschkalt weiter, mit einem Arktis-Alien auf einem Schiff aus dem neunzehnten Jahrhundert. Ich schätze, der große Twist, nachdem alle gestorben sind, ist, dass das Alien eigentlich friedfertig ist, aber einfach einen Scheiß Tag hatte, nachdem sich herausstellte, dass es mit dem Schiff nicht zurück zum Mars fliegen kann.

23.55 Uhr – TELE 5 – Abominable – Aus dem Eis in den Wald, wo Big Foot einen Rollstuhlfahrer jagt. Ich hab dazu ja nur eine Frage: Was zur Hölle macht ein Rollstuhlfahrer im Wald? Die Antwort bietet dieser Film ganz sicher … vielleicht … eher … nicht.

00.50 Uhr – SAT 1 – Virtuosity – Denzel Washington jagt Russel Crowe, der einen Killer spielt, DER AUS EINEM VIDEOSPIEL AUSGEBROCHEN IST! Also wenn das nicht absolut großartig ist, weiß ich es auch nicht.

SONNTAG

20.15 Uhr – PRO 7 – Stirb Langsam: Ein guter Tag zum Sterben – Muss ich nicht viel zu sagen, oder? Der Scheiß hier hat dieses Franchise endgültig begraben und wird deshalb hier auch noch seinen verdienten Eintrag kriegen. Der Text ist bereits geschrieben. Übrigens: in meiner Fernsehzeitung hat der Müll hier tatsächlich 5 von 6 möglichen Punkten. Dazu fällt mir wirklich gar nichts mehr ein. Vielleicht sollte ich demnächst auch Fernsehzeitschriften hier aufnehmen. Diese wäre die erste.

MONTAG

20.15 Uhr – TELE 5 – The Lost Planet: Something Is Out There – Und was wird es wohl sein? Ich hoffe ja auch Wowbagger Den Unendlich Verlängerten, dann könnte der Streifen richtig witzig werden. Aber am Ende sinds wohl doch nur blutrünstige Monsteraliens.

22.00 Uhr – TELE 5 – Retrogade – Dolph Lundgren muss die Zeit zurück drehen, als eine Seuche die Erde plättet. Irgendwie landet er dann wohl auf einem Eisplaneten. Fragt mich nicht, der Dolph kann sowas eben. Nebenbei frage ich mich die ganze Zeit: ist Retrogade nicht ein isotonisches Getränk?

DIENSTAG

20.15 Uhr – SAT 1 – Sexstreik! – Ich verzichte ja meistens darauf, die Sat1-TV-Film-Kacke hier aufzunehmen, weil eh jeder weiß, dass es totaler Scheiß ist, aber dieser hier hat eine Erwähnung verdient, einfach wegen der Story: Die Arbeitslosenquote in einem kleinen Kaff ist sehr hoch, aber der Bürgermeister hat einen genialen Plan. Er lässt gegen jede Menge Knete, Müll aus Italien im Kaff entsorgen. Die weiblichen Einwohner finden das richtig scheiße und lassen sich nicht mehr von ihren Männern flachlegen. Ich lasse das einfach mal so stehen.

MITTWOCH

23.55 Uhr – TELE 5 – Kinder des Zorns 5 – Davon gibt es ernsthaft 5 Teile? Moment mal …Kurze Recherchen haben ergeben: Es gibt sogar 8! Die muss ich natürlich irgendwann mal alle gucken. Gott steh uns allen bei.

DONNERSTAG

20.15 Uhr – PRO 7 – Jack & Jill – Adam Sandler und Adam Sandler. Also zwei Mal Adam Sandler. Und ein Mal Al Pacino, der sich tatsächlich für diesen unfassbaren Scheiß hier zur Verfügung gestellt hat. Ich werde es nie verstehen. Das sind so diese Momente, wo mich Filme traurig machen. Wenn sich herausstellt, dass meine Lieblingsdarsteller nur nochKacke drehen, weil es eben Knete bringt. Pacino geht hier mit schlechtem Beispiel voran. Traurig. Traurig. Einfach traurig. *heul*

FREITAG

20.15 Uhr – TELE 5 – Meteoriten – Doc Brown will einen Meteor aufhalten. Das ist stark. Nebenbei ist dies ein zweiteiliger Fernsehfilm und Tele 5 zieht es natürlich knallhart durch und zeigt beide hintereinander, wodurch hier fast 4 Stunden Action garantiert ist. Großer Gott!

01.00 Uhr – RTL 2 – Locked Down – Vinnie Jones, seines Zeichens ehemaliger Fußballprofi bzw. Rote Karten Sammler, sitzt im Knast und nimmt dort an Käfigkämpfen teil. Jones gewinnt sicher mit seinem patentierten Eierquetscher, der ihn beim Fußball schon sehr weit gebracht hat.

Habt ihr auch noch Tipps parat? Dann lasst nen Kommentar da.

Liebster Award Quadrilogy – (Mehr oder weniger) intelligente Antworten auf interessante Fragen #5

Der Liebste Award geht weiter um und der Stepnwolf hat mich nominiert.  Also weiter mit Teil 4 des beliebten Frage-Antwort-Spiels.

 

 

Warum heißt dein Blog so wie er/es heißt?

Naja, macht ja Sinn oder. Schließlich geht es hier um die größten Perlen der Zelluloidverschwendung. Mittlerweile gibt es zwar auch jede Menge anderen Quatsch hier, der mit Schrottfilmen eigentlich gar nix zu tun hat, aber das Kernstück sind halt trotzdem weiterhin die geisteskranken Auswüchse von Möchtegernfilmemachern, die scheinbar kurz vor Drehbeginn aus der anliegenden Klapsmühle geflohen sind und der Mainstreammüll, von geldgeilen Produzenten gesponsort, bei denen sich dann auch namhafte Darsteller nicht zu blöd sind, ihre Fresse in die Kamera zu halten, weil eben die Knete stimmt. Filmschrott eben.

Wenn dein Blog ein Film wäre, welches Genre bedient er/es und wer spielt darin die Hauptrolle?

Eine ausgezeichnete Frage, die bei jedem anderen Blog wahrscheinlich zu Kopfzerbrechen führt. Hier bei mir ist es natürlich realtiv einfach. Es wäre natürlich ein Horrorfilm, in dem alle Horrorgenres zusammenkommen, mit Riesenspinnen, Zombies, Vampiren, Geistern, Blondinen mit dicken Dingern, Haien, Riesenschlangen, pseudocoolen Collegefootballspielern, Riesenmonstern, Cyborgs, Dämonen, Rieseninsekten, Rittern, tödlichen Viren, Aliens und, einfach weil damit nix schief gehen kann, Piraten.

Der Cast wäre selbstverständlich der selbe, der auch in meiner großartigen Heat-Trilogie (Hier, hier und hier nachzulesen) seine darstellerischen Künste zum Besten geben durfte.

Bist du eher der stille Genießer oder der lautstarke Unterstützer?

Generell tendiere ich eher zum lautstarken Unterstützer, was wohl auch daran liegt, dass ich meine Fresse unmöglich länger als 15 Minuten halten kann und zu allem meinen Senf dazu geben muss. Ganz extrem war es früher eigentlich immer, wenn jemand vorgeschlagen hat, was zu unternehmen. Da wurde ich dann zum lautstarken Motivator, im Sinne von: „Jetzt kommt mal ausm Arsch ihr Spacken, ich will saufen.“

Das Einzige, was ich nicht mag, ist es, wenn während einem Film zu viel gequatscht wird. Ich gebe zwar auch hin und wieder mal nen Kommentar ab, weil das eben in gemütlicher Runde auch dazu gehört, aber wenn dann irgendwelche Nasen anfangen, während einem Film über ihre Wochenenderlebnisse zu diskutieren, werd ich zum lautstarken Anpisser und sag ihnen, dass sie die Fresse halten sollen. Und zwar genau so. Es sei denn, der Film ist scheiße, dann wird mir irgendwann gesagt, dass ich die Fresse halten soll. Da das dann nicht möglich ist, fang ich meistens an, darüber zu diskutieren, warum ich den Film kacke finde. Kommt nie gut an, aber was will man machen.

Was gab bei dir den Anstoss zu Bloggen?

Eigentlich war es so, dass ich schon länger bloggen wollte, eben weil ich gerne schreibe. Ich wusste aber nie, worüber, bis mir dann die Idee zu Filmschrott kam. ich weiß nicht mehr, wann und wo das war, aber ich tippe darauf, dass es während einem Film war, den ich scheiße fand und bei dem ich meine Fresse nicht halten konnte. Denn ganz ehrlich: Den Quatsch den ich hier so schreibe, gibt es so ähnlich dann auch als Zwischenkommentar, während ich nen Film mit anderen Leuten gucke und ich versuche, denen zu erklären, warum das alles Unsinn ist, der da gerade läuft.

Mir fällt da gerade ein, dass das ganz extrem war bei „Königreich der Himmel“ mit Orlando Bloom. Wir haben den zu 4 oder 5 Leuten geguckt und ich und mein Cousin fanden den einfach totlangweilig. Da mussten wir den anderen natürlich erklären warum. Die haben sich echt gefreut, da sie dadurch ungefähr ne halbe Stunde des Films nicht mitgekriegt haben. Am Ende fanden sie ihn trotzdem gut. Das bestätigt ja meine Theorie, dass der Film scheiße ist. Denn wenn man seine Meinung über einen Film nicht ändert, da man der lahmen Handlung noch folgen konnte, obwohl man 30 Minuten rumgequatscht hat, dann ist der Film einfach schlecht. Zumindest meine Meinung.

Massenpublikum oder spezielle Freak/Geek-Show?

Ich mag abgefahrene Leute, deshalb lieber die Freaks. Zum Glück findet man immer Gleichgesinnte auf den Veranstaltungen, wo man sich rumtreibt. Auf Rockkonzerten zum Beispiel rennen immer auch Bekloppte wie ich einer bin rum. Da findet man sofort ne Verbindung. Auch im Massenpublikum. Darin gehen eher die Normalen unter.

Kopf oder Herz?

Kopf. Aber ich kann das auch locker behaupten, denn ich hab keine Freundin, die das hier lesen könnte. Ansonsten gäbs bestimmt ne Grundsatzdiskussion darüber, warum ich immer nur Denke und sie nicht liebe, oder sowas. Frauen sind ja angeblich so. Ich kanns nicht beurteilen. Ich hab keine.

Heiratsangebote bitte an die Adresse im Impressum, per E-Mail an filmschrott@web.de oder einfach direkt öffentlich bei Twitter @filmschrott, damit auch alle anderen was davon haben.

2014 – für dich persönlich Fluch oder Segen?

Segen nicht wirklich, weil kaum positives zu vermelden. Außer natürlich die netten Bekanntschaften, die ich hier im Blog gemacht habe. Inklusive Brieffreundin, mit der ich wirklich gerne schreibe. Nach diesem Geschleime, das man ja auch mal bringen muss, es aber am besten (wie ich jetzt) in einem Absatz versteckt, kommen wir zur Kehrseite der Medaille. Negativ auch wenig, wenn man mal von ein paar gesundheitlichen Problem absieht. Im ersten Drittel des Jahres legte mich ein extrem übler Hexenschuss für längere Zeit lahm und Ende des Jahres ( um genau zu sein an Weihnachten) ereilte mich ein Schwindelanfall inklusive Zusammenbruch, bei dem es mir die Fresse zerfetzt hat, an dem ich bis heute noch zu knabbern habe. Also eher negativ, aber auch nicht unbedingt Fluch, weil so schlimm wars dann auch nicht.

Welche Serie gehört 2015 zu deinem Pflichtprogramm und warum?

Da gibt es mehrere:

Ganz oben steht natürlich Game Of Thrones, einfach weil es Game Of Thrones ist. Nach der vierten Staffel dürften sich jetzt auch die langweiligen Szenen in Grenzen halten, da Bran ja tatsächlich mal am Ziel angekommen ist und nicht ewig mit seinen Verbündeten durch die Gegend latscht bzw. sich tragen lässt. Die Hoffnung, dass bei Daeneris vor Ende der Serie auch mal wieder irgendetwas von Interesse passiert, sind auch noch nicht ganz gestorben. Ich hab Bock drauf.

Dann hätten wir da Shameless, ebenfalls mit Staffel 5, die schon immer klasse war, aber mit der vierten Staffel einfach einen perfekten Weg gefunden hat, um Comedy, Drama und völlig abgefuckten Scheiß zu mischen. Ich hoffe, dass man genau auf diesem Weg bleibt.

Außerdem noch die finale Staffel Justified, weil ich es immer gut finde, wenn eine Serie einen Endpunkt setzt, und ich auch glaube, dass der hier verdammt cool werden könnte.

Dazu kommen dann noch das Ende von Parenthood und Parks & Recreation und die (wahrscheinlich) letzte Season von Community.

Bei Neustarts sieht es dagegen ganz mager aus. Zumindest fällt mir gerade nix ein, was mich da interessieren würde.

Welches Lied charakterisiert dich am ehesten?

Ach du scheiße, solche Fragen find ich immer schwierig. Ich tendiere zu Queens Show Must Go On. Einfach, weil ich so eine generelle Das-Leben-geht-weiter-Einstellung habe. Ähm, ja, fällt mir jetzt gerade auch nicht mehr zu ein.

Welchen fiktiven Ort würdest du zu deinem persönlichen Wohnsitz bestimmen?

Ursa Minor Beta. Immer Samstagnachmittag, kurz bevor die Strandbars schließen und fast alles besteht aus subtropischer Küste. Da lässt es sich leben. Dazu kommt, dass dort ein Verlagsgebäude steht, wo vielleicht mein Roman veröffentlicht werden könnte. Handtuch einpacken und hin da.

Und wer würde dort zu deinen liebsten Nachbarn zählen (links, rechts und auf der gegenüberliegenden Straßenseite)?

Links mein bester Freund, damit ich nicht so weit laufen muss, um mal wieder nen Filmmarathon zu starten.

Rechts Quentin Tarantino, damit ich nicht so weit laufen muss, um bei ihm im Heimkino einen Filmmarathon zu starten.

Gegenüber meine Traumfrau, damit ich aus dem Fenster in der Küche beobachten kann, wie sie mit jemand anderem durchbrennt. Denn genau so ist das Leben.

 

Musikbasiertes Schminkgestocher

„Terror starts at home“ – Six Feet Under, 2001

Und dann geht der Terror auf Tour. Und auch wir starten unsere Schrotttour 2015 mit dem heutigen Film. Viele weitere großartige werden folgen.

TERROR ON TOUR – USA – 1989 – 90 Min.

Starring: The Soup Nazi (aber ich hab ihn nicht erkannt)

Die Tour beginnt mit schlechter Rockmusik, die wohl an KISS erinnern soll, aber einfach scheiße ist. Naja, was will man auch erwarten von einer Band namens „The Clowns“, die natürlich während dem Auftritt wie Clowns geschminkt sind? Wobei, das ist nicht ganz richtig. Eigentlich sehen sie tatsächlich aus wie KISS, nur mit schwarzen Clownsperücken. Also sehen sie aus wie Afro-Clowns, die beim Schminken Hilfe gebrauchen könnten. Ist aber auch einfach egal.

Eine Backgroundtänzerin wartet auf ihre Knete. Davon kann sie sich aber eh nix mehr kaufen, denn ein Clown metzelt sie mit einem Messer nieder.

Backstage freuen sich die Clowns über den erfolgreichen Auftritt. Und dann … passiert ewig gar nichts. Mal abgesehen von völlig uninteressantem Gelaber über … ich weiß es nicht.

Der nächste Auftritt steht an und irgendeine verwirrte Tussi meint, dass die Clowns besser als die Beatles und die Kinks sind. Ja, ist klar Mädel. Geh mit deinen Puppen spielen, damit du wieder klar denken kannst.

Dann ist Party angesagt und es passiert ewig gar nix. Kommt mir bekannt vor.

Irgendwo schminkt sich ein Typ als Clown.

Eine Blondine wird geil vom Koks und macht sich nackig, um an sich selbst rumzufummeln. Ein Clown sticht sie ab. Ich schätze mal, es ist der, der sich gerade geschminkt hat. Eigentlich ist es mir aber auch jetzt schon völlig egal.

Und dann wird auch die Tussi, die die Beatles und die Kinks nicht zu schätzen weiß, abgestochen. Natürlich auch nackt, weil das so sein muss.

Und da läuft auch schon die nächste Tucke oben ohne durch die Gegend und wird ein Opfer des Killerclowns. Irgendwo hier versteckt sich doch ne Message, ich komm nur noch nicht drauf.

Die Cops beginnen dann mal die Investigation und befragen die Band. Die wissen aber nix und nach genau zwei Fragen hauen die Bullen wieder ab. das nenne ich mal Arbeitsmoral. Ich schätze, der Fall wird zu den Akten gelegt.

Dann passiert ewig gar nix. Übrigens, wenn ich „gar nix“ schreibe, dann meine ich nichts von Bedeutung. Also hirnlose Gespräche der Bandmitglieder, die einfach ins Nichts führen, die Handlung nicht ein Stück voranbringen und auch mit dem Rest des Films nichts zu tun haben. Zum Beispiel eine aufregende Unterhaltung darüber, dass einem der Bandmitglieder die Karre verreckt ist. Wen interessiert der Scheiß?

Geschlagene 10 Minuten später, in denen es wirklich um absolut überhaupt gar nichts ging, bezahlt der Bandmanager eine Nutte, oder sowas in der Art, damit die seiner Frau nicht erzählt, dass er rumvögelt. Ich erwähne das nur, damit der Eintrag hier doch noch etwas länger wird, bin mir aber absolut sicher, dass das mit dem Rest des Films auch nichts zu tun haben wird.

Denn dann passiert ewig gar nix. Meine Fresse, ist das ein langweiliger, lahmer Scheißfilm.

Eine Blondine stript im Keller für den Killerclown. Wir wissen, wo das hinführt.

Nächster Auftritt. Moment mal, da haben die ja einfach mal auf „Let There Be Rock“ von AC/DC nen neuen, beschissenen Text gelegt und irgendwo einen Akkord geändert. Erinnert irgendwie an die heutigen Charts. Da ist das auch oft so.

Der Killerclown jagt ein Mädel durch den Keller. Die hat natürlich kein Shirt mehr an. Ich stelle hier einfach mal die Theorie auf, dass der Killer als Kind nicht von der Mutter gestillt wurde, und deshalb keine Brüste mag. Anders lässt sich das einfach nicht erklären.

Zufällig latscht gerade der Manager da rum und wird das nächste Opfer. Das Mädel nutzt die Chance, um durch den Keller zu torkeln und einen Fluchtversuch zu starten, der nebenbei ebenfalls ewig dauert. Sie findet einen Revolver und der Killer findet sie. Heißt also: Der Revolver nutzt nix.

Einer der Bandclowns findet die Leichen im Keller und dann den Killer. Der erklärt dann, dass Groupies scheiße sind, weil sie nur rumpoppen wollen. Deshalb musste er sie um die Ecke bringen. Also, ich fand meine Theorie irgendwie einleuchtender, aber was soll’s?

Der Killer verfolgt den Bandclown auf die Bühne, wo die anderen noch abrocken. Mitten auf der Bühne wird er vom Killer abgestochen, alle Leute gucken zu und …

DAS WAR’S!

Ähm, okay. Ich habe keine Ahnung wer hier wer war. Ich habe keine Ahnung was das alles sollte. Und ich habe keine Ahnung, wer denn jetzt der Mörder war. Wahrscheinlich der Gärtner.

Immerhin haben wir gelernt, dass Mädchen öfter mal ihre Klamotten anlassen sollten.