Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Der Schrott

Militärische Rettungsaktion mit schwerverbrechenden Rekruten

Bei meinem Versuch, hier auf dem Filmschrottplatz nach und nach jedem großen, kleinen und absolut gescheitertem Actionhelden der 80er und 90er mindestens einen Beitrag zu widmen, fiel mir neulich mal wieder einer ein, der hier völlig zu Unrecht noch gar nicht präsent war. Das muss sich natürlich ändern und deshalb gibt es heute:

SOLDIER BOYZ – USA – 1995 – 90 Min.

Louis Morneau führte Regie und ich muss schon sagen, der Mann hat durchaus ein paar brauchbare Filme in seinem Repertoire. Okay, eigentlich nur einen: RETROACTIVE. Aber JOYRIDE 2 und THE HITCHER 2 klingen auch … ähm … aufregend.
Autor Darryl Quarles hat unter anderem BIG MOMMAS HOUSE verbrochen, wofür wir ihn ewig hassen sollten.
Hauptdarsteller Michael Dudikoff kennen wir natürlich alle aus Knallern wie AMERICAN NINJA Teil 1 bis 42. Cary-Hiroyuki Tagawa begegnete uns hier schon als Shang Tsung in der MORTAL KOMBAT Verfilmung. Der restliche Cast ist nicht unbedingt der Rede wert, auch wenn der ein oder andere durchaus mal eine Mini-Rolle in bekannteren Filmen hatte. Aber ich habe jetzt keinen Bock, das alles aufzulisten. Ich will jetzt coole, toughe Typen sehen, die böse, arschlochige Typen wegballern. Also los:

Die Story hier ist natürlich ganz schnell abgehakt. In Vietnam lässt der unfassbar böse Vinh Moc ein Flugzeug von den vereinten Nationen abschießen. Als absoluter König der schlechten One-Liner ballert er dann noch ein paar Typen weg. Zum Beispiel: „Wir wollen Ihrem Volk helfen.“ „Ich bin das Volk.“ Peng. „Sir, wir machen zu viele Fehler.“ „Du bist der Fehler.“ Peng. Ich hoffe, dass sein gesamter Dialog in diesem Film nur aus solchen Sprüchen besteht.

In dem Flugzeug saß die Tochter von dem hohen Tier Prescott und der will jetzt Major Toliver aus dem Knast holen, damit der sie rettet. Dudikoff hat aber keinen Bock und mischt sich lieber in einen Bandenkrieg im Knast ein. Einer der Gangs hat das mit der Tochter mitgekriegt und bietet sich an, die Tochter zu finden. Alle anderen haben auch Bock und Toliver hat eine geniale Idee: Er will den Auftrag nur annehmen, wenn er ein paar Knastis mitnehmen darf und alle Überlebenden nach dem Einsatz begnadigt werden. Dazu veranstaltet er eine Art Casting, bei dem er alle Knastis interviewt. Warum ist da eigentlich eine Frau bei? Sind die Geschlechter im Knast etwa nicht mehr getrennt?

Toliver baut sich also sein eigenes Spezialkommando aus Mördern, Vergewaltigern und anderen Arschlöchern zusammen, die sich allesamt nicht gerade reumütig zeigen. Mit anderen Worten: Als unparteiischer Zuschauer kann ich ihnen allen nur einen grausamen Tod wünschen.

Ich gehe jetzt mal nicht auf die Flashbacks der einzelnen Mitglieder ein, die nur noch mehr vorheben, dass sie alle Arschlöcher sind, die, einfach mal so nebenbei, Leute umgebracht haben. Und sie finden sich alle gegenseitig absolut zum Kotzen. Läuft ja jetzt schon super. Dudikoff zeigt mal kurz, wer der Boss ist und haut allen vor die Fresse und drillt die Truppe dann, indem er ihnen die Eier quetscht.

Nach und nach zeigen dann auch mal ein oder zwei von den Arschlöchern ein bisschen Dankbarkeit bei Toliwer, für diese zweite Chance. Natürlich darf die unausweichliche Szene, in der die Gruppe zu Dudelmusik durch die Walachei tapert, nicht fehlen. Weil sich die Truppe natürlich wie die letzten Trottel anstellt, fallen sie direkt mal den Terroristen – oder was auch immer die sein sollen – in die Arme, aber können sich mit einer grandiosen Rettungsaktion, voller Geballer und Schlangen den Kopf abbeißen, befreien.

Am Abend wird gefeiert und eigentlich finden sich alle immer noch scheiße, bandeln aber langsam an. Die Terroristen kommen vorbei und knallen ein paar Dorfbewohner ab, um die Amis rauszulocken. Als Ass im Ärmel haben sie auch noch eine Geisel von Tolivers Trupp. Den müssen sie natürlich befreien, also wird rumgeballert. Lopez stirbt und … er war ein Arschloch, also was solls? Oh, Ziegen. Und sie spielen ihre Rolle besser, als alle anderen in dem Schwachsinn hier.

Als ein Helikopter angreift, retten sich Toliver und seine Leute in eine Kirche. Also die, die noch am Leben sind oder nicht gerade im offenen Gelände herumstehen und eigentlich dem Feind auch fröhlich zuwinken könnten, um noch besser abgeknallt werden zu können. Also verlässt man die Kirche wieder und rennt in den Wald. Taktik sieht auch irgendwie anders aus, aber Toliver weiß sicher, was er tut. Schließlich war er mal Major. Oder ist es immer noch. Wie zur Hölle er diesen Rang erreicht hat, ist mir immer noch nicht klar. Klar, seine Truppe ist nicht die Feinste auf Erden, aber deshalb muss er ja nicht jedesmal mit denen stur ins Verderben rennen.

Nazibob mit seinem Hakenkreuztattoo auf der Brust hat einen Nervenzusammenbruch, der ihm leider nicht das Leben kostet, also muss ich ihn weiter ertragen. Vinh Moc brabbelt die entführte Tochter voll, weil er will, dass sie Waffen für ihn ins Land schmuggelt, oder so. Ach nee, viel zu kompliziert. Sie soll natürlich eine Botschaft vorlesen, die Vinh Moc auf Video aufnimmt. Das kleine Terroristen-Einmaleins muss hier schließlich noch schnell abgearbeitet werden.

Im Dschungel latscht einer der Honks auf eine Mine und Toliver muss sie entschärfen. Der Rest der Truppe muss derweil den ankommenden Feind ablenken, da sie sonst den Minentreter entdecken. Der Naziheinz rennt also los und es gibt die Willem-Dafoe-in-Platoon-Gedenkszene in so richtig schlecht. Man muss es einfach lieben. Jetzt sind also nur noch vier übrig. Toliver, der Minenlatscher, der Schwarze und die Frau. Was für eine Mischung. Das Finale wird sicher grandios.

Der Plan sieht folgendermaßen aus: Toliver will die Tochter befreien, während die anderen drei möglichst viele von den Gegnern abknallen, die eindeutig in der Überzahl sind. Ich sags ja: Toliver ist ein absolutes Taktikgenie. Es wird also ohne Ende rumgeballert und überall fliegt Krempel in die Luft. Der Schwarze ist natürlich ein Meister darin, Autos kurzuschließen und so ist es kein Problem, mit einem Jeep abzuhauen. Vinh Moc verfolgt diesen aber mit seinem Helikopter und Toliver muss ihn mit einer Panzerfaust vom Himmel holen.

Mission erfolgreich. Alle fliegen nach Hause und denken zurück an saudumme, aber ganz coole Action. Ich gehe mich mit Arschlöchern im Knast anfreunden …

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Prähistorische Übersetzungslücken

Geschichtliche Zeitdokumente auf Zelluloid gebannt, gibt es hier auf dem Filmschrottplatz eher selten. Das liegt nicht unbedingt daran, dass es nicht bestimmt auch eine Menge geschichtlich fragwürdig verzerrende Werke da draußen gibt. Aber die Themen sind meist dann einfach nicht so meins. Heute reisen wir aber mal ganz weit in die Vergangenheit und gucken uns mal an, wie das eigentlich damals alles so war, als die Höhlenmenschen und Dinosaurier die Erde bevölkerten. Okay, das war nie der Fall, aber ich sage ja: geschichtlich verzerrt. Einen interessanten Einblick in unsere Vergangenheit kriegen wir dabei aber vielleicht trotzdem.

CAVEMAN – USA – Mexiko – 1981 -91 Min.

Regie bei dieser geschichtlichen Aufarbeitung der Anfänge des aufrechtgehenden Menschen führte Carl Gottlieb, der eigentlich eher als Drehbuchautor von unter anderem den ersten drei DER WEIßE HAI Filme von sich reden machte. Wie er dann hier gelandet ist, weiß er wohl nur selbst.
Das Drehbuch hier verfasste er gemeinsam mit Rudy de Luca, der unter anderem einige Drehbücher für Mel Brooks verfasste und in SPACEBALLS sogar die Rolle des wandelnden Fotoautomaten Vinnie spielte. Sollte doch ein Fotoautomat sein, oder?
Das Staraufgebot kann sich hier wirklich sehen lassen und bis heute werden sich vermutlich alle Beteiligten fragen, warum sie hier mitgemacht haben. Unter anderem haben wir da Ringo Starr als Atouk, den der ein oder andere vielleicht als Mitglied einer vierköpfigen Band kennt, die in den 60ern recht bekannt war. Dennis Quaid kennt man nicht aus einer Band, sondern aus einem ganzen Haufen Hollywoodproduktionen. Und auch Shelley Long ist eine Unbekannte, was Hollywood und große Filme angeht, wobei ihre bekannteste Rolle wohl in der langlebigen Serie CHEERS gewesen sein dürfte. Außerdem turnt auch noch John Matuszak in den Höhlen rum, den man als Sloth aus THE GOONIES kennt. Man sieht also, hier hat man alles aufgefahren, was nicht bei drei in der Höhle war. Ob das Ergebnis dementsprechend ausfällt, darf angezweifelt werden, aber schauen wir mal:

Die fröhlichen Höhlenmenschen sammeln Beeren und Früchte und nehmen Atouk die besten Bananen weg. Was für ein fieser Haufen. Da muss man ja direkt Mitleid mit Ringo haben. Und dann latscht er auch noch in eine fleischfressende Pflanze, die ihm unter den Lendenschurz schlingert. Er hat wirklich keinen guten Tag. Das wird endgültig klar, als er von einem Riesenchamäleon verfolgt wird. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie sehr ich Stop Motion Effekte liebe? Selbst, wenn die Dinosaurier so lächerlich aussehen, wie dieses Riesenchamäleon, ist das einfach immer großartig. Die Höhlenmenschen retten sich auf einen Baum, haben aber wohl Größe und Kraft des Chamäleons unterschätzt, das den Baum einfach umwirft und einen der Höhlenmenschen mitnimmt.

In den Höhlen warten schon die Frauen in ihren Leopardenfellbikinis. Die Enttäuschung darüber, dass die Männer aufgrund eines Chamäleonangriffs nicht zu Essen mitgebracht haben, ist groß. Einer der Höhlenmenschen erklärt, dass Atouk Schuld ist und alle finden ihn jetzt kacke. Nebenbei wird hier scheinbar alles mit Höhlensprache wiedergegeben, was durchaus ein interessanter Ansatz ist, finde ich. Zumindest bisher habe ich nicht ein einziges Wort verstanden.

Atouk gibt Lana eine Frucht, aber die poppt lieber mit Tonda. Am nächsten Tag darf Atouk eine neue Beerenart auf die Essbarkeit testen. Natürlich ist die nicht unbedingt gesund und er fällt ihn Ohnmacht. Mit den Beeren kann man aber natürlich ganz hervorragend seine Mithöhlenmenschen ausknocken. Zum Beispiel Lana, damit man die dann doch mal knallen kann, während sie bewusstlos ist. Ähm, grenzwertig wäre an dieser Stelle noch eine Untertreibung. Der Umstand, dass Atouk selbst für eine Vergewaltigung zu doof ist, macht die Sache nun wirklich nicht besser. Und lustiger sowieso nicht.

Tonda schmeißt Atouk aus der Höhle und der trifft draußen Lar, dem er beigebracht hat, auf einem Bein zu hüpfen, nachdem der sich verletzt hatte. Als sie Gog, dem blinden Vater von Tala, das Leben retten, verliebt sich Tala in Atouk. Nach einer Verfolgung durch einen T-Rex, bei dem ich nur sagen kann „Vergesst JURASSIC PARK. Ich bin sicher, die sahen genau so aus“, den Atouk zufällig erlegt, wird er zum Stammesführer der drei Bekloppten enannt, oder sowas.

Atouk hat aber weiterhin nur ein Ziel, das einem Protagonisten wirklich gerecht wird: Er will immer noch Lana knallen und versucht sie, zu entführen. Die hat da aber verständlicherweise gar keinen Bok drauf und Tonda ist jetzt so richtig angepisst. Also müssen die Vier in der Wildnis übernachten.

Oh mein Gott, das Riesenchamäleon ist zurück!!! Atouk kann ihm einen Riesenkürbis in die Fresse werfen und es haut ab. Atouk ist also erneut der Held, den wir alle gesucht haben. Inzwischen hat sich die Gruppe auch vergrößert, nachdem man irgendwelche anderen Fatzken aufgegabelt hat. Gemeinsam tapert man durch den Wald. Während eines Gewitters rettet man sich unter einen Baum, der vom Blitz getroffen wird und so wurde das Feuer entdeckt.

An dem Feuer sind auch andere interessiert. Unter anderem jemand, der versucht, die Dinge zu übersetzen. Bobo heißt Freund, Araka heißt Feuer und Zag Zag heißt Ficken. Ich belasse es mal dabei, denn ausschweifende und tiefgründige Dialoge sind hier ohnehin nicht zu erwarten. Irgendwie entdeckt man dann auch noch die Musik für sich, indem man Stöcke gegeneinander kloppt. Wundert mich, dass sie nichts von den Beatles spielen, aber das war wohl trotz Ringo nicht im Budget.

Rex is back!!! Atouk ist aber sowas von intelligent, dass er genau weiß, wie er ihn los wird. Nämlich, indem er ihn in das mickrige Lagerfeuer latschen lässt. Das würde der zwar einfach austreten, aber ich bin mal nicht so. Sieht schon lustig aus, wenn ein T-Rex auf einem Bein aus dem Wald humpelt.

Ich frage mich ja wirklich, ob es jemals Vogeleier gab, die so groß wie ein Mensch sind. Ich meine, was schlüpft, wächst ja anschließend auch noch. Und auch, wenn die Dinos zum Teil recht groß waren, so riesig waren sie dann halt auch nicht. Aber gut, so ein Riesenei tragen jedenfalls Atouks Leute gerade durch die Walachei, als Tonda und seine Leute auftauchen und eine mitreißende Verfolgungsjagd rund um das Ei entbrennt. Natürlich können sich Tonda und Co. das Ei unter den Nagel reißen. Dann kommt allerdings Mami angeflogen und bestätigt meine Annahme, dass sie nie im Leben dieses Riesenei gelegt hat, das doppelt so groß ist wie sie selbst. Das Ei fällt von einer Klippe in einen Geysir und wird direkt gebraten. Atouk und seine Gang nehmen das Frühstück dankend an.

Hilarity ensues, wenn ins Feuer gefurzt wird und Tonda seinen Hexenschuss behandeln lässt. Der T-Rex guckt auch mal wieder um die Ecke und schleicht hinter Atouks Stamm her. Atouk schiebt ihm einen Strauch mit den KO-Beeren in die Schnauze und Rex taumelt von einer Klippe. Atouk ist schon ein echter Held, muss ich sagen. Weiß immer genau, was zu tun ist und macht dann etwas anderes, bei dem er einfach nur einen Haufen Glück hat.

Tonda und Lana angeln, was im Endeffekt bedeutet, dass Tonda Lana unter Wasser hält, bis die einen Fisch mit bloßen Händen gefangen hat. Lana wird von der Strömung erfasst und Atouk muss zur Rettung eilen. Tonda sucht derweil im Wasser nach seiner Frau/Freundin/Matratze und wird von einem Krebs in die Nase gezwickt. Lar fällt in den Fluss und Atouk ist ganz traurig. Aber auf der anderen Seite hat er jetzt Lana mal für sich und kan vielleicht endlich mal die geplante Vergewaltigung durchziehen. Es bleibt also spannend.

Lar wird vom Fluss in eine nahegelegene Eiszeit getragen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Gezeiten so selbst damals nicht funktioniert haben. Ein Eisaffe liegt auf der Lauer und beobachtet Lar, der auf dem Eis umher rutscht.

Atouk hat jetzt keine Zeit zum Vergewaltigen und bricht mit seinem Stamm auf, um Lar zu suchen. In der nahegelegenen Eiszeit finden sie eine Spur und einen eingefrorenen Eisaffen, den sie versehentlich mit einer Fackel auftauen.Eine lustige Verfolgung auf dem Glatteis später, bleibt der Eisaffe enttäuscht alleine in der nahegelegenen Eiszeit zurück.

Tala tapert zu Tonda, der sich gerade eine neue Frau sucht, indem er den anwesenden Frauen in den Felltanga guckt. Tala führt ihn zu Atouks Lager, wo Tonda alle Frauen entführen lässt, oder so. Wisst ihr, wenn man kein einziges Wort versteht, ist es gar nicht so leicht, einer nicht vorhandenen Handlung zu folgen.

Atouk ist natürlich der Held, den die Steinzeit verdient hat und er will alle Frauen retten. Und sie anschließend vermutlich vergewaltigen. Dazu werden kurzerhand Steinwaffen wie Speere, Äxte und Schleudern erfunden. Es bahnt sich also ein spektakuläres Finale an.

Gestartet wird dieses spektakuläre Finale mit einer Rauchbombe, bei dir ich mir wirklich nicht sicher bin, wie sie die gebaut haben. Vermutlich war es einfach nur eine brennende Banane oder sowas. Bin ich nebenbei eigentlich alleine mit der Meinung, dass es für die „Guten“ einer Geschichte eher unpassend ist, mit einem unfairen Vorteil wie Waffen anzugreifen? Und weil das noch nicht reicht, reitet Atouk jetzt auch noch auf dem Riesenchamäleon in die Schlacht.

Tala ist traurig, weil Atouk nach der gewonnenen Schlacht mit Lana aptapert. Aber dann stellt er sich als der Held heraus, den Tala verdient hat und wirft Lana in einen Haufen Dinoscheiße. Tala freut sich, dass sie das neuerwählte Vergewaltigungsopfer sein wird und alle sind glücklich und zufrieden bis die nahegelegene Eiszeit vermutlich in ein bis zwei Tagen die Höhle erreicht hat.

Was nach diesem Film wenig verwundert, ist, dass Ringo Starr keine steile Filmkarriere hingelegt hat. Was mehr verwundert, ist, dass Quaid und Long es trotz des Films geschafft haben. Ich gehe mein Steinzeitisch aufpolieren …

Außerirdisch invasierendes Zeitgespringe

Alieninvasionen versprechen eigentlich immer jede Menge Action und Dummheit und dumme Action und actionreichen Blödsinn. Also sind sie genau richtig für den Filmschrottplatz. Ganz besonders richtig ist mit Sicherheit folgende Produktion, von der es keinen ersten Teil gibt, was der deutsche Verleih aber gekonnt ignoriert hat:

ALIENATE – BATTLEFORCE 2: RÜCKKEHR DER ALIENKRIEGER – USA – 2016 – 90 Min.

Regie führte Michael Shumway, der weder verwandt noch verschwägert mit Gordon Shumway ist, obwohl das wirlich perfekt gepasst hätte. Nach diesem Streifen hat er nebenbei absolut nichts mehr gemacht in der Filmbranche. Klingt also jetzt schon vielversprechend.
Autor Rick Hansberry war ähnlich erfolgreich in seiner weiteren Karriere. Und in der vorherigen auch.
Und auch die Darsteller Blake Webb, Tatum Langton und Jaclyn Hales haben nichts gemacht, was auch nur ansatzweise der Rede wert wäre. Das hier kann also nur ein absolutes Desaster epischen Ausmaßes werden. Ich habe Bock drauf. Ihr auch? Gut. Dann los:

Eine Gruppe von Leuten will zu einer Basis aufbrechen, weil es hier in den Suburbs nicht mehr sicher ist. Wer die Filme der 80er kennt, weiß zwar, dass es da nie sicher war, aber lassen wir das. Jedenfalls sind nicht alle überzeugt von der Idee, aber das spielt ohnehin keine Rolle, denn sie werden alle von Aliens weggeballert. Alle außer ein Mädel, das scheinbar nur „Babe“ heißt. Die hat aber ohnehin schon die ganze Zeit Schiss ohne Ende, also wird sie es wohl auch nicht mehr lange machen.

Erfahren wir aber erstmal nicht, denn vorher müssen wir in der Zeit zurückspringen, wie es bei lahmen Filmen immer der Fall ist und lernen David und andere Spaten kennen, die allesamt dermaßen uninteressant sind, dass es schon wieder fast Kunst ist. Alles, was ich aus dem Klamüser hier herausziehen kann, ist, dass David wohl nach Denver muss, weil ihn irgendeine Tussi angerufen hat und irgendwen erwähnt hat, der Leute killt. Und zwar kein Mensch, sondern was anderes.

David trifft eine Gruppe von anderen absolut uninteressanten Leuten und … irgendwie springt der Film völlig willkürlich in den Zeiten hin und her. Jetzt labern die über die ersten Abstürze. Gerade lagen noch tausend Leichen rum und keiner solle das Wasser trinken. Wenn man schon einen Scheißfilm dreht, der keine nennenswerte Story hat, kann man natürlich wunderbar versuchen, das durch eine völlig unnötige unchronologische Erzählweise zu verbergen. Klappt natürlich überhaupt nicht.

David durchbricht eine Straßensperre … okay, aufgrund des geringen Budgets durchbricht er gar nichts, sondern fährt einfach nur eine Straße entlang, die er nicht entlang fahren darf. Das Budget ging dann für den anschließenden UFO-Absturz am Straßenrand drauf. David ruft Amy an und will ihr sagen, dass er nach Hause kommt, aber er fährt durch einen Tunnel und die Verbindung bricht ab. Amy geht raus und es folgt die berühmte ID Szene, wo alle in den Himmel gucken, wo sich was eigenartiges zusammenbraut. In diesem Fall: Ein paar schwarze Wolken. Amy sollte ihren Regenmantel holen.

Zeitsprung: Denver ist hinüber, aber natürlich will David nach seiner Frau Amy suchen. Hoffentlich findet er sie schnell, damit der Film nicht mehr lange dauert. Vorher nimmt er erstmal einen äußerst gesprächigen Typen mit, der nicht gerne Lichter sieht. Und wo kommen jetzt plötzlich die anderen Leute her und warum stehen die alle auf einem Feld, über das ein UFO fliegt? Dieser unchronologischen Scheiße kann doch keine Sau folgen.

An dieser Stelle mal kurz ein Exkurs in die Kunst des Schreibens: Wenn man keine Ahnung hat, wie man eine Geschichte sinnvoll unchronologisch erzählt, um das beispielsweise für den Spannungsaufbau zu nutzen, dann sollte man die verfickte Geschichte einfach ganz normal erzählen. Scheiße bleibt sie sowieso, aber wenigstens kann der Leser/Zuschauer/Werauchimmer der ganzen Scheiße dann folgen und ist nicht bereits nach 10 Minuten komplett raus.

Irgendwo stirbt Sam an Altersschwäche. Er ist übrigens der Nachbar von Amy und hat ihr was vermacht, oder so. Dann Lichter im Supermarkt, wo David und der Lichterheinz rumhängen. Lichter auf dem Feld, wo David und irgendwelche Leute rumhängen. Dann Lasergeballer auf dem Feld. David und eine Blondine retten sich auf einen Baum und dann ins Auto. Ich blicke hier einfach absolut nicht durch, was eigentlich wann und wo passiert.

Brad ist bei Amy und die hat einen kranken Hund. Wenn der Hund als einziger diese Scheiße überlebt, hat man den Film am Ende doch noch irgendwie gerettet. Sollte ich an dieser Stelle eigentlich mal auf das unfassbar gestelzte Geschnulze eingehen, dass von Brad zu Amy übergeht? Nein? Gut, habe ich nämlich auch keinen Bock drauf. Nur so viel: Amy fährt nicht mit Brad mit. David ruft sie an und blah. Warum ist der jetzt eigentlich schon wieder alleine unterwegs? Wo ist die Blondine hin? Wie hieß sie noch? Samantha oder so?

Da ist sie wieder. Okay, ich versuche das jetzt mal logisch anzugehen. Das hier muss später sein, denn David hat einen Dreitagebart und seine Frisur sieht kacke aus. Andererseits könnte es natürlich auch sein, dass er beim Losfahren so aussah und sich zwischendurch rasiert und frisiert hat. Habe ich nicht drauf geachtet. Wer konnte auch ahnen, dass man hier selbst den Ablauf zusammenpuzzlen muss? Und es ist immer dunkel, also ist auch das kein Anhaltspunkt. Samantha flennt rum und das soll wohl sowas wie Charakterdefinierung sein. Mir ist sie weiterhin scheißegal.

Es ist hell und David und Amy sitzen in der Küche. Das wird wohl vorher sein. Also noch vor der Invasion oder was auch immer das denn überhaupt ist hier. Dann sind sie plötzlich … woanders und fahren nach Hause. Der Film macht mich fertig.

Amy kriegt einen Anruf von Ryan, der besoffen ist und ich bin jetzt einfach raus hier. Ich weiß nicht, wer die Leute sind. Ich weiß nicht, wo die Leute sind. Ich weiß nicht, wann die Leute sind. Ich hoffe einfach, dass sie alle jetzt sofort verrecken. Und der Autor von diesem langweiligen undurchsichtigen Müll gleich mit.

Rasur-David trifft Farmer Pumpgun-Joe mit seiner Schrotflinte. Der erklärt, dass irgendwas im Wasser ist und dass SIE es da rein getan haben. Und SIE haben seine Familie geholt. Und dann ballert er rum und David rettet sich ins Haus. Eigentlich könnte das ganze an dieser Stelle wunderbar in SIGNS abdriften, aber das würde natürlich auch nichts mehr retten. Okay, Shyamalan hat ohnehin selten irgendwas gerettet, also vergessen wir das. Pumpgun-Joe hat die Hintertür nicht abgeschlossen und jetzt ist irgendwas im Haus. Pumpgun-Joe geht nachschauen und stirbt … vermute ich mal.

Brad will eine Firma zusammen mit Amy gründen. Ach so, das ist hier wieder ein Zeitsprung. Dann entbrennt ein Streit über das Telefon und es wird absolut klar, dass die beiden wirklich mal eine dieser Acting Masterclasses hätten mitmachen sollen.

Uh, Action im Farmhaus von Pumpgun-Joe. Die Aliens sehen übrigens aus wie die CONEHEADS im Latexanzug. Also richtig kacke. Passend zum Film. David haut ab und fährt weiter.

David und Samantha überfahren einen Außerirdischen und Samantha schlägt vor, die Laserknarre von dem Vieh mitzunehmen. Und dann springt das Auto natürlich nicht mehr an. Und dann kommt natürlich eine Alien-Drohne oder sowas und scannt den überfahrenen Alien. Und das Auto. David und Samantha sind so schlau sich zu verstecken und die Drohne haut ab. Am folgenden Tag wird Samantha von einem Helikopter eingesammelt und David tapert alleine weiter.

In der Stadt – ich schätze mal, es handelt sich um Denver, aber ich habe wie wohl aufgefallen ist, komplett den Überblick verloren – will er zwei Aliens mit der Laserknarre wegballern, aber ist zu doof, das Teil zu bedienen. Hätte er vielleicht vorher mal ausprobieren sollen. Zu seinem Glück hat er wohl den Selbstzerstörungsmechanismus der Waffe bedient und sie explodiert im Gesicht der Aliens. Dann kommt aber eine Drohne angeflogen und ballert rum. David erinnert sich an seine Zeit mit Amy und stirbt jetzt hoffentlich endlich mal.

Nee, erstmal stürmen panische Massen aus der Stadt und überall ballern Laser rum. Und David steht mittendrin und guckt wie ein schläfriges Opossum doof in der Gegend rum. Und da rennt Amy. Was für ein Zufall. Sie haben sich gefunden. Aber Amy wird von einem Laser abgeknallt und es ist alles so unfassbar dramatisch und traurig und … öde.

Aber es gibt auch positives zu vermelden: Der lahmarschige, völlig unübersichtliche Scheißfilm ist endlich vorbei. Ich gehe die Chronologie meines Lebens sortieren …

Feministisch aufgeklärte Dschungelexpedition

Es gibt ja so Filmtitel, da weiß man direkt, das kann nix werden, denn der Titel ist einfach zu großartig, um dem Film selbst auch nur ansatzweise gerecht zu werden. So einen Vertreter betrachten wir heute:

CANNIBAL WOMEN IN THE AVOCADO DJUNGLE OF DEATH – KANNIBALINNEN IM DSCHUNGEL DES TODES – USA – 1989 – 90 Min.

Regisseur und Autor dieses Streifens war J.F. Lawton, der uns hier schon als Autor der Videospielverfilmung DOA: DEAD OR ALIVE begegnete. Aber er hat auch andere Drehbücher verfasst. Unter anderem ALARMSTUFE ROT mit Steven Seagal und PRETTY WOMAN. Wenn das mal nicht eine absolut grandiose Mischung ist, weiß ich es auch nicht.
Bei der Darstellerriege hat man ebenfalls alles aufgefahren, was zu der Zeit möglich war (also alles, was nicht gerade doch was besseres zu tun hatte). Shannon Tweed spielt Dr. Margo Hunt und ist natürlich bekannt aus langweiligen Seifenopern und spannenden Bildern im Playboy. Bill Maher, der eigentlich eher für seine politischen (unkorrekten) Shows bekannt ist, spielt hier Jim. Adrienne Barbeau ist Dr. Kurtz (Ähnlichkeiten mit APOCALYPSE NOW sind nicht rein zufällig) und hat in ihrer Karriere durchaus in einigen nennenswerten Produktionen mitgewirkt. Zum Beispiel THE FOG und ARGO. Eventuell noch erwähnenswert ist, dass Brett Stimely bereits zweimal Präsident Kennedy verkörpert hat: In WATCHMEN und in TRANSFORMERS: DARK OF THE MOON. Hat natürlich auch nicht geholfen. Genau so wenig wie er hier als Jean-Pierre (Nachname vermutlich Kennedy) helfen wird.

Wie nicht anders zu erwarten, befinden wir uns im Dschungel und dudelnde Abenteuermusik begleitet uns und zwei Abenteurer, die ein paar Frauen beim Nacktbaden und Wasserballspielen beobachten. Sam ist ein echter Draufgänger und will sich den Mädels direkt mal vorstellen. Die erschießen ihn allerdings mit ihren Bögen und verfolgen den anderen Abenteurer durch das Gehölz. Lange müssen sie ihn nicht jagen, denn er läuft in eine Falle und hängt kopfüber an einem Baum.

An der Schule unterrichtet Dr. Margo Hunt Gleichberechtigung und wird von der lispelnden Bunny vollgeseiert. Irgendwelche Regierungsmitglieder kommen vorbei und erklären, dass Avocados sehr wichtig für die Sicherheit der Nation sind. Allerdings gibt es Probleme bei der Ernte und Dr. Hunt soll in den Dschungel der Avocado-Bucht in Kalifornien reisen, um dort nach den sagenumwobenen Piranha-Frauen zu suchen, die eine emanzipierte Gruppe sind, die sich in den Dschungel zurückgezogen haben, um dort Männer zu grillen und zu essen. Selbst die Armee konnte nichts ausrichten und die Piranha-Frauen töteten sie alle, da das Militär mit den altmodischen Waffen der Amazonen nicht klar kam. Klingt alles unfassbar logisch.

Es wurde bereits eine andere Emanzipierte in den Dschungel geschickt. Dr. Kurtz, die deutsche Autorin des Werkes „Frauen sind klug und Männer Idioten“ kam aber nicht zurück. Bei so einem Buchtitel wundert es schon fast, dass sie überhaupt den Weg dahin gefunden hat. Dr. Hunt nimmt den Auftrag an und nimmt Bunny mit, damit die nicht auf eine Sex-Party mit den männlichen Schülern geht. Bunnys saudummes Gelispel geht mir nebenbei jetzt schon tierisch auf die Klötze. Wenn das nicht für eine Art Charakterentwicklung genutzt wird, dann … warum glaube ich überhaupt, dass das für irgendwas genutzt wird, außer für saudumme Comedy? Vergessen wir den Gedanken einfach.

In einer Bar rekrutieren die Frauen einen Dschungelführer. Nachdem sich ein paar irre Vietnam-Veteranen, Ninjas und Gewichtheber beworben haben, entscheidet sich Margo für den echten Abenteurer Jim, der sich erstmal auf die Fresse legt. Margo und Jim kennen sich und waren mal ein Paar, bevor Margo zur Feministin wurde oder sowas in der Art. Okay, es war nur ein One-Night-Stand, aber Jim hat Margo nie vergessen. Herrjeh, ist das alles schlimm und unlustig.

Und so geht es auch im Dschungel weiter mit grausamen Unterhaltungen und Bunny, die einen Gepard streichelt und Jim, der in den Fluss fällt, weil er ein absolutes Navigationstalent ist. MIt einem zusammengeflickten Boot schippern sie am nächsten Morgen über den Fluss. Und dann greift ein Flusspferd an. Und Margo knallt es mit ihrem Revolver ab. Tierschützerin ist sie offensichtlich nicht. Jim wird von einem Stein am Kopf getroffen und die Crew schaut mal nach, wer denn da im Dschungel hockt.

Es ist ein Stamm von … Männern, mit bescheuerten Hüten und zum ersten Mal sagt Jim etwas wahres, als er darauf hindeutet, dass die Typen „Schwachsinnige“ sind. Margo erklärt, dass die Männer aufgrund dessen, was ihnen angetan wurde (was auch immer das sein mag), so drauf sind, aber Jim will davon nichts hören, denn für ihn müssen Männer stark und kantig sein. Also beschließt er, aus ihnen richtige Männer zu machen, indem er sich mit ihnen ein Six-Pack Bier teilt und ihnen Anmachsprüche wie „Hey, Sexy Mama, willst du mal auf meinen Schoß“ beibringt. Bunny wird dann beinahe zum ersten Opfer des neugeborenen Vergewaltiger-Stamms, aber Margo kann schlimmeres verhindern.

Nachdem ich gelernt habe, dass Katzenhaie auf Eiweiß stehen und Margo ihre Periode in 2 Wochen kriegt, will Margo Jim knallen und ich verstehe einfach nicht, was zum Geier dieser Film mir vermitteln will … warum glaube ich überhaupt, dass mir der Streifen überhaupt etwas vermitteln will? Vergessen wir den Gedanken einfach.

Die Kannibalinnen tauchen auf und bringen die Gruppe zu Dr. Kurtz. Die ist die Kaiserin des Avocado-Dschungels und regiert die Piranha-Frauen. Dr. Kurtz erklärt, dass die Avocados nur ein Vorwand waren, denn eigentlich ist Margos Mission, die Piranha-Frauen zu vernichten. Aber Kaiserin Kurtz lässt das natürlich nicht zu, denn es herrscht Krieg zwischen Männern und Frauen und die einzige Lösung ist der Kannibalismus. Da sich Dr. Hunt nicht anschließen will, soll Jim mariniert werden, was der gar nicht gut findet, weil es krebserregend ist. Die Kaiserin gibt Margo ein Ultimatum bis morgen früh, um sich zu entscheiden sich ihnen anzuschließen, sonst sterben sie alle.

Butler Jean-Pierre soll Margos Opfer sein. Aber sie will ihn nicht töten und essen. Stattdessen schlägt sie vor, Jean-Pierre zu knallen. Kaiserin Kurtz ist nicht überzeugt von der Idee. Ich nebenbei auch nicht. Was ist das hier alles für ein Käse? Bunny will sich den Piranha-Frauen aber anschließen und soll Jim töten. Irgendwie resultiert daraus die Flucht für Margo, bei der auch Jean-Pierre hilft. Diese Flucht ist aber nicht wirklich erfolgreich und Margo fällt in die Hände der Barracuda-Frauen, die im Konflikt mit den Piranha-Frauen stehen, weil sie sich nicht auf die richtige Sauce für Männerfleisch einigen konnten. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das alles tatsächlich irgendwie lustig sein könnte, wenn es nicht so schlecht wäre.

Margo kehrt mit den Barracudas zurück zu den Piranhas, um dort eine Rettungsaktion zu starten. Die kommt auch im richtigen Moment, denn Bunny will gerade Jim erdolchen. Aber sie kann es nicht durchziehen, da sie sich in Jim verliebt hat. Also sollen beide ins Piranha-Becken geworfen werden. Margo fordert Kurzt zum Kampf heraus und es folgt der mit weitem Abstand schlechteste Endkampf der Filmgeschichte. Margo sticht Kurtz ab und die hält noch schnell einen grauenhaften Sterbedialog, bevor sie ins Piranha-Becken fällt. „Der Horror … der Horror“ ist dieser Film, der jetzt auch noch Colonel Kurtz zitiert.

Margo stellt dann noch schnell die Typen zur Rede, die sie in den Dschungel geschickt haben und dann heiraten Bunny und Jim, weil am Ende muss eben immer geheiratet werden. Ist schließlich ein Frauenfilm hier. Oder was auch immer das überhaupt sein sollte. Ich gehe meine Piranhas füttern …

Pseudofeministisches Geisterjagdrecycling

Zum heutigen Film habe ich eigentlich schon eine ewig lange Abhandlung hier im Blog verfasst. Deshalb kann ich auch auf eine lange Einleitung verzichten und einfach dahin verlinken. Trotzdem hat der Film einfach seinen eigenen Eintrag in den Archiven des Filmschrottplatzes verdient und deshalb tue ich mir den Krampf halt nochmal an:

GHOSTBUSTERS – USA – Australien – 2016 – 116 Min.

Regie führte, wie wir alle wissen, Frauenversteher und Ultrafeminist Paul Feig. Die Tatsache, dass er seither bei keinem Film mehr Regie geführt hat, sollte eigentlich schon aussagekräftig genug sein. Das Arschloch kann wegen mir aber auch in der verfickten Gosse enden, denn er geht mir tierisch auf die Klötze.
Geschrieben hat er den Müll zusammen mit Katie Dippold, die immerhin ein paar Episoden der fantastischen Comedyserie PARKS & RECREATION verfasste und somit bewiesen hat, dass sie es eigentlich besser kann und es nicht nötig haben sollte, bei so einer Scheiße wie dieser mitzuwirken.
Der Cast kann sich wirklich sehen lassen und SPOILER ist das mit weitem Abstand beste am ganzen Film. Melissa McCarthy ist ja leider sehr festgefahren in der Rolle als übergewichtige Slapstickgranate, dabei könnte sie sicher mehr, was sie vermutlich auch schon bewiesen hat, aber ich kenne kaum etwas mit ihr. Kristen Wiig, Leslie Jones und Kate McKinnon dürften in erster Linie durch SATURDAY NIGHT LIFE bekannt sein, was aber schon reicht, um zu beweisen, dass sie mehr können, als sich in dieser Grütze durch das lahme Drehbuch zu kämpfen. Chris Hemsworth ist bekanntlich THOR und sonst eigentlich gar nichts, so wie seine Rolle hier einfach nur saudoof ist und sonst eigentlich gar nichts. Passt also irgendwie.

Der Film beginnt mit einer Führung durch ein altes Anwesen und mit spukiger Musik, die wohl vermitteln soll, dass es hier ganz schön spooky zugehen wird. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass das absolut nicht der Fall sein wird, denn Paul Feig ist absolut unfähig irgendwas anderes zu drehen, als Leute, die auf die Fresse fallen. Wenig überraschend wird der Führungsheinz am Abend von einem Geist angegriffen, was ihn aber nicht daran hindert, noch zu kommentieren, was er gerade vorhat, wie man das eben in Gefahrensituationen tut. Zum Beispiel: „Ich muss diesen Hocker durchs Fenster werfen, damit ich fliehen kann.“ Oder: „Ich würde mir in die Hose pissen, aber die ganze Scheiße wirkt einfach überhaupt nicht bedrohlich, also locker bleiben.“

Erin probt an einer Universität ihre Lehrereigenschaften und wird unterbrochen, weil sie im Auftrag von Rektor Charles Dance ein wissenschaftliches Team zusammenstellen soll, dass noch besser als das von Princeton ist. Also sucht sie Abby auf, die ein Buch veröffentlicht hat, das sie gemeinsam geschrieben haben, ohne sie zu fragen. Nebenbei hat sie Barry dabei, der einfach nur strunzdoof ist, wie absolut jeder Mann in dieser Grütze in Filmtarnung. Abby ist aber auch nicht das hellste Ektoplasma und die Dialoge sind einfach nur das pure Grauen. Fliegende Bücher, fliegende Babys und andere unlustige Scheiße gibt hier das Programm an.

Jillian ist auch da und es folgen Furzwitze, weil das Niveau noch lange nicht niedrig genug liegt. Jedenfalls will man zu dem Anwesen, in dem es spuken soll. Erin lässt sich darauf ein, im Gegenzug soll ihr Buch vom Markt. Natürlich finden sie einen Geist, der nebenbei ganz okay aussieht, aber lange nicht so gut, wie in den alten Filmen. CGI heutzutage ist eben bonbonfarbene Pisse, die aussehen muss, als wäre es von einem Einhorn gekotz worden. Aber lassen wir das. Apropos kotzen: Der Geist kotzt natürlich Erin an und Jillian frisst genüsslich ihre Chips, als ob sie schon zum hundertsten Mal einen Geist gesehen hätte.

Charles Dance feuert Erin, weil die im Internet hysterisch über die Existenz von Geistern quatscht. Die beiden anderen werden ebenfalls gefeuert, in erster Linie, weil der Direktor ein Mann und somit in diesem Film ein absoluter Vollidiot ist.

Patty verkauft U-Bahn-Fahrkarten und muss einen Typen in einen U-Bahn-Tunnel verfolgen, da sie als Ticketverkäuferin offensichtlich auch für die Sicherheit verantwortlich ist. Immerhin hat sie wirklich Schiss vor dem Geist, der plötzlich auftaucht und ist damit noch das menschlichste Wesen in diesem Haufen Zelluloidschrott. Der Typ aus der U-Bahn wird nebenbei mal kurz zum Antagonisten, aber das ist so unfassbar unwichtig, dass es eigentlich keine Rolle spielt.

Die Mädels mieten einen Raum, um dort das Übernatürliche zu untersuchen. Jillian tanzt zu einem Kacksong und ich kann nicht anders, als zu denken, dass das einfach zu jeder anderen Figur besser gepasst hätte, als zu ihr. Hat sich hier wirklich niemand im Vorfeld wenigstens etwas Gedanken um Charakterzeichnung gemacht? Kevin bewirbt sich um den Job des Sekretärs und beweist, dass dem absolut nicht so ist. Er ist einfach nur saudoof und Erin ist einfach nur saugeil auf ihn und damit ist dazu auch alles gesagt. Oder wollt ihr vielleicht ein paar Beispiele dafür, wie doof er ist? Okay. Er trägt eine Brille ohne Gläser, weil die immer schmutzig werden, also hat er sie rausgenommen. Als Erin ihn fragt, ob er gerade jemanden „sieht“, also im Sinne von Freundin und Co., antwortet er, dass er gerade die drei Frauen vor sich sieht. Und sein Hund heißt „Mycat“, damit man einen Wahnsinnsbrüllergag bringen kann. Er hätte seinen Hund besser „Rohrkrepierer“ genannt, aber das wäre ja schon zu kreativ für dieses Drehbuch gewesen. Natürlich kriegt er den Job.

Patty sucht die Mädels auf und erzählt ihnen Geschichten über die Historie von New York. Mit anderen Worten, sie hat tatsächlich sowas wie eine interessante Charaktereigenschaft. Sie interessiert sich für die Geschichte der Stadt. Natürlich wird das im Verlauf des Films nicht wieder aufgegriffen und deshalb ist es absolut scheißegal. Im U-Bahn-Tunnel begegnen sie dem Geist und wollen ihn mit einem selbstgebauten Protonenstrahler einfangen. Allerdings funktioniert das nicht so gut und der Geist wird von einer U-Bahn überfahren, was irgendwie keinen Sinn ergibt, oder? Kann der nicht einfach durch Wände gehen und solche Sachen. Aber lassen wir das.

Patty schließt sich der Gruppe an, weil sie New York kennt und einen Leichenwagen besorgen kann, mit dem sie durch die Stadt gurken können. Kevin ist immer noch doof und Erin bekommt etwas Charaktertiefe, indem sie von einer Geistersichtung aus ihrer Kindheit erzählt.

In den Nachrichten wird Bill Murray interviewt, der ein Geisterexperte ist und den ganzen Kram mit den ganzen Geistern für Quatsch hält. Und nebenbei ist seine Performance sowas von gelangweilt, dass man sich fragen muss, warum man ihn überhaupt gezwungen hat, bei dieser Scheiße mitzumachen. Wird aber gleich noch schlimmer werden, also abwarten.

Die Ghostbusters haben durch die Medien jetzt ihren Namen und einen Auftrag in einem Theater, in dem gerade ein Rockkonzert stattfindet. Patty wird von einer Schaufensterpuppe verfolgt und ist dabei tatsächlich unterhaltsam, was in diesem Film ein absolutes Novum darstellt. Die Puppe verwandelt sich in einen Drachen und die Jagd verlagert sich in die Konzerthalle. Dort scheint es aber niemanden zu tangieren, dass gerade ein Geist anwesend ist. Nicht mal die Band reagiert, als ihr Sänger angegriffen wird, als würde es zur Show gehören. Ozzy Ozborne feierts ab.

Nachdem der Geist gefangen wurde, besucht Dr. Heiss aka Bill „I don’t wanna be here“ Murray die Ghostbusters. Der ist zwar gelangweilt, aber würde gerne den Geist sehen. Nach kurzem Disput lässt Erin den Geist frei und der wirft Murray aus dem Fenster. Damit hat er das Grauen immerhin hinter sich. Ich habe noch die Hälfte vor mir und es wird nicht besser werden.

Homeland Security will, dass sich die Ghostbusters zurückziehen, damit sie keine Aufmerksamkeit auf Geister lenken. Jillian hat ein paar Utensilien gebastelt, die jetzt in einer abgelegenen Gasse getestet werden. Von der Gasse bleibt nicht viel übrig. Homeland hat wohl Gerüchte gestreut, dass die Ghostbusters Betrüger sind, aber davon lassen die sich natürlich nicht abschrecken. Man bringt den lahmen Plan mit den Geistersichtungen, die auf einer Karte ein X ergeben und in der Mitte ist natürlich das Böse oder so. Nebenbei hätte man in einem Anfall von Genialität mal Patty das herausfinden lassen können, wo sie doch diejenige ist, die sich in der Stadt auskennt. Aber wie gesagt: Spielt hier keine Rolle, wer was kann oder nicht kann. Und das ist jede Menge.

Nach einem kurzen Cameo von Janine aus den Originalfilmen, finden sie den Antagonisten, dessen Namen ich gerade absolut nicht weiß, was auch nicht verwundert, da er bisher genau 30 Sekunden Screentime hatte. Und dann begeht er Suizid und das wars. Wow. Das war sowas von sinnlos, dass es schon fast einen Preis verdient hätte. Homeland Security verhaftet die Ghostbusters und der Film könnte jetzt eigentlich einfach zu Ende sein, aber so viel Glück habe ich natürlich nicht. Denn eigentlich sind sie nichtmal wirklich verhaftet, sondern einfach nur … gar nichts. Alles so wie zuvor.

Abby wird von einem Geist angegriffen, der von ihr Besitz ergreift und Erin findet heraus, dass der Antagonist sich gekillt hat, um die Geister frei zu lassen. Wo zum Geier hängt die da eigentlich rum? In einem Hotelzimmer? Warum ist die nicht bei den anderen? Geisterabby vermöbelt Jillian und Patty, aber nichts, was man mit einer Ohrfeige nicht austreiben könnte. Der Geist fährt in Kevin und erhöht damit schlagartig seinen IQ von einer negativen Zahl auf eine positive dreistellige.

Erin warnt den Bürgermeister Andy Garcia vor der drohenden Gefahr, aber der will davon natürlich nichts hören. Immerhin gibt es einen lustigen Moment, als er sich darüber aufregt, dass er mit dem Bürgermeister aus „Jaws“ verglichen wird. Und dann bricht natürlich die Hölle los und überall sind Geister und Taxifahrer Dan Aykroyd, der keine Angst vor Geistern hat.Slimer klaut ECTO-1 und die Ghostbusters müssen gegen Ballons kämpfen, wovon einer der Marshmallow Man ist.

Kevin schickt dann seine gesamte Geisterarmee los, um die Ghostbusters zu erledigen und es zeigt sich, dass Paul Feig auch absolut keine gute Action inszenieren kann, aber wen wundert das wirklich? Richtig. Niemanden. Zum krönenden Abschluss werden die Ghostbusters dann von ihrem eigenen Logo durch die Stadt gejagt und wenn es jemals einen dämlicheren Meta-Moment in der Geschichte der Fiktion gab, würde es mich doch stark wundern.

Mit einer Atomexplosion schließt man dann das Portal oder kehrt die Funktion um oder wasweißich und nachdem man dem Logo in die nicht vorhandenen Eier geschossen hat – FEMINISMUS FUCK YEAH! – sind dann auch alle Geister wieder im Portal verschwunden und die Stadt ist gerettet. Auf die dämliche Szene, in der Abby und Erin in das Portal fallen und mit weißen Haaren wieder rauskommen, gehe ich gar nicht erst ein.

Der Bürgermeister streitet natürlich ab, das wirklich Geister in der Stadt waren und schiebt es auf Terroristen, die das Wasser mit Halluzinogenen verseucht haben. Pattys Onkel Ernie Hudson will das Auto zurück haben. Kevin bleibt saudoof und Jillian baut eine Geisterfalle, die Geister nach Michigan transportiert. Sigourney Weaver läuft auch noch mal durch den Abspann und ich gehe- ZUUUUUUUUUUUUUUUUUUUL …

Christliche Schlangenjagd mit göttlicher Unterstützung

Tierhorror geht immer. Let’s go:

JAWS OF SATAN – USA – 1981 – 92 Min.

Regie führte Bob Claver, von dem wir alle mit ziemlicher Sicherheit noch nie zuvor gehört haben, obwohl er hunderte Serienepisoden (und eben diesen Film) regissiert hat.
Drehbuchautor Gerry Holland verfasste das Drehbuch basierend auf einer Idee von James Callaway und von beiden hat man danach nie wieder etwas gehört. Könnte ein schlechtes Zeichen sein, aber ich bin ja einiges gewohnt.
Bei den Darstellern kennt der ein oder andere vielleicht Fritz Weaver, der in einem ganzen Haufen Filmen mitgespielt hat, die durchaus bekannt sind, wie DER MARATHON MANN oder DIE THOMAS CROWN AFFÄRE. Gretchen Corbett hingegen kennt man eher nicht. Und alle anderen vermutlich auch nicht. Außer natürlich: Christina Applegate, die hier ihre erste Filmrolle hatte. Das sollte uns jawohl als Qualitätsmerkmal völlig ausreichen.

Da kommt der Zug und scheinbar fährt er direkt am Tierheim vorbei, wo Lockenkalle gerade mit Würfeln spielt. Ach so, nee, das Tierheim ist IM Zug. Und darin eine Schlange, die Lockenkalle aus dem Zug schmeißt. Das fängt ja schon gut an. Hippieheinz kommt auch mal gucken und wird von einem Hund in die Hand gebissen. Und dann kommt die Schlange und beißt ihm auch noch in die Nase. Ein schlechter Tag für alle Tierheimzugbesitzer.

Pater Tom Farrow betrinkt sich mit Wein und erklärt gerade, warum ein Schwein tot besser dran ist, als lebend: Weil es nach seinem Tod mehr Gebete hört, als zu Lebzeiten. Knallergag. Den muss ich mir unbedingt merken, damit ich ihn nicht versehentlich mal irgendwo erzähle. Dann sieht er irgendwas. Oder findet irgendwas heraus. Oder er ist einfach nur besoffen vom Wein. Oder wasauchimmer.

Dinnerpartys sind immer das Grauen. So auch hier. Deshalb besäuft sich Farrow direkt wieder. Irgendeine Tussi sieht dann etwas in seinem Kaffesatz und ich glaube, das wird ganz großer Quatsch hier. Farrow ist angeblich in Gefahr, aber er glaubt natürlich nicht an solch schnöden Krempel wie Kaffeesatzgelese. Schließlich ist er Priester und glaubt nur an wirklich wahre Dinge. Wie einen alten Sack mit langem Bart, der alles erschaffen hat und so. Das sagt er zwar nicht, aber ist halt so.

Irgendein Bauer wird beim Holzhacken von einer Schlange attackiert. Als guter Priester kennt Farrow natürlich alle seine Schäfchen und eilt direkt ins Krankenhaus. Dort arbeitet Dr. Maggie Sheridan, die der ganzen Sache auf den Grund gehen will und einen Schlangenexperten einschaltet. Der hat noch nie so einen Schlangenbiss gesehen, was mich zu der Annahme verleitet, dass er nicht der beste Experte ist, den man hätte kriegen können, sondern einfach nur der günstigste, der zu kriegen war. Falls ihr mal einen Schlangenexperten braucht: Ich bin für einen geringen Betrag jederzeit verfügbar und habe absolut keine Ahnung von Schlangen.

Im lokalen Supermarkt erschießt ein Polizist eine Schlange und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich bereits jetzt alles gesehen habe, was der Streifen zu bieten hat. Außer natürlich: Christina Applegate. Wo turnt die bitte rum?

Maggie ist zuhause und die unausweichliche Duschszene bahnt sich an. Der Kameramann hat keinen Preis verdient, denn man sieht leider nichts von Maggie. Dafür aber die Schlange, die in ihrer Dusche herumhängt, es sich dann aber anders überlegt und ins Schlafzimmer … schlangoniert. Maggie ist beim Angriff also bereits wieder angezogen und mein Eindruck bestätigt sich: Ich habe alles gesehen, was der Film zu bieten hat. Maggie ruft Schlangenschorsch an und der eilt zur Rettung. Da die Schlange genau drei Tage und 14 Stunden zu brauchen scheint, um mal zuzbeißen, kommt er rechtzeitig an. MIt seinem patentierten Schlangenwürgehaken kann er die Gefahr unschädlich machen und ihr mit einer von Robert Colt patentierten Pistole den Kopf wegpusten.

Irgendwas stimmt hier nicht: Farrow hat keinen Drink in der Hand. Er erfährt, dass die Kaffesatzleserin tot ist und trifft sich mit Maggie und Schlangenschorsch. Die erzählen von den ganzen Schlangentoten und Farrow braucht bestimmt erstmal einen Drink. Jedenfalls haut er ab.

Irgendein Typ, ich vermute mal, es ist der Bürgermeister, will die ganze Sache verschleiern. Was der Film besser auch verschleiert hätte, ist die Tatsache, dass Farrow gerade von einem Oberpriester erfährt, dass es sich bei den Schlangen um Satan selbst handelt und nur Farrow ihn aufhalten kann. Genau diese Wende hat der Film gebraucht, um endgültig absolut lächerlich zu werden.

Polizist Jack ist das nächste Schlangenopfer. Farrow beerdigt die Kaffeesatzleserin und der Oberpriester erklärt mal wieder was, das mit der Farrow-Familie zu tun hat. Nur diese Blutlinie kann Satan besiegen. Hatten wir das nicht schon? Farrow glaubt den Quatsch nicht, denn er glaubt nur an Dinge, die wirklich existieren, so wie Leute, die Wasser zu Wein machen oder mal eben übers Wasser latschen. Eine Schlange kommt vorbei und jagt die beiden über den Friedhof. Lauf, Farrow, lauf. Nur du kannst sie alle retten. Schlauerweise flüchtet er in ein leeres Grab und ich frage mich, was die Schlange daran hindert, einfach in das Grab zu … schlangonieren. Ah, scheinbar das Kruzifix, das Farrow hochhält. Toll. Der Oberpriester stirbt nebenbei an einem Herzinfarkt.

Der Bürgermeister hält eine Ansprache und will, dass die Leute endlich mit dem Schlangenquatsch aufhören. Farrow hat andere Pläne und berichtet mal schnell allen vom Schlangenangriff auf dem Friedhof und löst so einen Hauch von Panik aus. Und eine große Suchaktion nach Schlangen mit Hubschraubern, was ich für die vielleicht dämlichste Idee in der langen Geschichte von dämlichen Ideen halte. Immerhin landen die Leute dann doch mal und suchen zu Fuß weiter, was irgendwie mehr Sinn ergibt, würde ich sagen.

Maggie wird von einem Motorradfahrer von der Straße gedrängt und ich habe wirklich nicht die geringste Ahnung, was der Quatsch jetzt soll. Er bedroht sie mit seiner Waffe, aber dann kommt eine Schlange und verjagt ihn und Maggies Auto springt nicht an und ich habe gerade wohl die mit weitem Abstand überflüssigste Filmszene aller Zeiten gesehen. Und davon gab es hier schon so einige.

DA! Christina Applegate und ihre Katze. Beide kriegen Hausarrest, weil sie draußen waren. Schade, dass Hausarrest nicht auch für die Schule gilt, denn da wird sie im absoluten Overactiongmodus von einer Schlange gebissen. Sie überlebt zwar, aber auftauchen wird sie hier nicht mehr.

Mit der großen Parade in der Stadt läuft dann hoffentlich mal alles aufs Finale hinaus hier. Auch wenn Schlangenschorsch immer noch im Wald ist und Maggie da auch gerade ankommt, während übrigens zwischendurch die Sonne unter- und wieder aufging. Farrow hält gerade eine Messe ab, aber dann hat er eine Eingebung oder sowas und latscht zu einer Höhle. Ist da eigentlich alles nur drei Meter Luftlinie voneinander entfernt oder wie ist der jetzt so schnell da angekommen? Und warum liegen da Schlangenschorsch und Maggie rum? Und warum ruft Farrow dauernd „Satan! Satan!“? Solche Bekloppten würde man heutzutage völlig zu Recht einweisen lassen.

Farrow nimmt den Platz von Maggie auf einem Opferaltar ein, der da zufällig herumsteht und brabbelt ein bisschen Latein. Die Schlange geht in Flammen auf und das wars wohl hier. Was war das denn für ein lahmes Ende. Da hat die Satanschlange alles in der Höhle versammelt, was Rang und Namen hat und dann hockt sie einfach nur da rum und lässt den Papst rumpalavern, bis sie selbst abfackelt?

Immerhin war das mal wieder einer dieser Streifen, die so dämlich und unfreiwillig komisch sind, dass sie fast durchgehend Spaß machen. Ich gehe … schlangonieren …

Günstige Körper-wechsel-dich-Action an der Pforte zur Hölle

Ich versuche ja trotz des Horrorthemenmonats Oktober immer ein bisschen Abwechslung reinzubringen. Deshalb fügen wir dem Horror heute noch Fantasy und Action hinzu. Und das alles mit einem großen Star verziert, der ein Garant für Schrottfilme ist.

THE MINION – DER RITTER DER APOKALYPSE – USA – Kanada – 1998 – 95 Min.

Regie führte Jean-Marc Piché, der hier seine erste Regiearbeit ablieferte und innerhalb von 20 Jahren insgesamt auf 5 kommt, die allesamt vermutlich kein Mensch kennt. Karriere ausbaufähig.
Das Drehbuch ist eine Gemeinschaftsarbeit von Ripley Highsmith, der sonst nix gemacht hat, und Matt Roe, der sonst größtenteils erfolglos als Schauspieler unterwegs war. Klingt also vielversprechend.
Aber Dolph Lundgren wird das natürlich alles rumreißen. Die Unterstützung von Roc LaFortune oder Francoise Robertson (die beide vermutlich sowieso niemand kennt) hat er dabei natürlich gar nicht nötig, aber sie sind trotzdem dabei.

Die Wüste am 22. Dezember 999. Ein Mann tapert durch den Sand und findet eine Fahne, die von zwei Tempelrittern stammt, die ebenfalls am 22. Dezember 999 durch die Wüste tapern. Ich gehe jetzt mal besser nicht darauf ein, dass der Templerorden erst im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Die Ritter des Templerordens herbergen den Schlüssel zu Satans Gefängnis, oder so. Aber der „Minion“ ist frei und beißt den Mann, der plötzlich topfit ist und die beiden übriggebliebenen Tempelritter verfolgt. Einer ist ein Held und stellt sich dem Mann entgegen. Der andere soll den Schlüssel für die nächsten 1000 Jahre verstecken. Soweit, so simpel. Ich vermute mal, komplizierter wird es auch nicht werden.

Der wärmste Winter aller Zeiten in New York im Jahr 1999 wird natürlich dem Treibhauseffekt in die Schuhe geschoben. Ich erwarte Klimawandelleugner an jeder Ecke in diesem Film. Warum wünschen sich die Leute da eigentlich bereits am 22. Dezember schon „Frohe Weihnachten“? Das bringt doch bestimmt Pech. Und zack, da fallen die beiden Weihnachtsfans auch schon in ein Loch im U-Bahn-Tunnel und finden ein Skelett. Dr. Whatshername kennt sich aus und stellt fest, dass es sich um einen Templer handelt. Irgendein Opa greift an, aber Pastor Dolph kommt mit seinem Stahlhandschuh vorbei und macht ihn platt. Er nimmt den Schlüssel des Skeletts mit und Dr. Wieauchimmer folgt ihm. Die will aber den Schlüssel haben, denn sie wollte schon immer die größte Archäologin aller Zeiten werden. Sie muss Lara Croft wirklich abgrundtief hassen.

Der Weihnachtsheinz heißt übrigens Dante und ist jetzt von dem Minion besessen oder sowas und verfolgt Dolph und Dr. AhsieheißtKaren. Handschuhdolph erledigt auch ihn und Karen flieht, weil sie Dolph jetzt für einen Killer hält oder so. Vielleicht hat sie auch den Schlüssel geklaut. Habs nicht genau gesehen, weil alles so unglaublich spannend ist.

Eine unfassbar sympathische Polizistin erklärt gerade einem Mexikaner, dass sie die Einwanderungsbehörde ruft, wenn er nicht Englisch mit ihr spricht. Der Minion drückt ihr die Augen aus dem Kopf und wir müssen sie wohl nicht weiter ertragen. Ach so doch, denn der Minion ist jetzt in ihr und verfolgt Karen, die den Schlüssel hat. Die Dialoge sind nebenbei wirklich unfassbar schlecht. Das Schauspiel natürlich sowieso. Dolph kann es auch nicht mehr ertragen und boxt sie mit seinem Stachelhandschuh aus dem Fenster. Ich schätze mal, dass er und Karen jetzt auch noch von der Polizei verfolgt werden.

Dolph heißt übrigens Lukas und erklärt Karen den ganzen Kram mit Satan und der Apokalypse und den Templern. Und, dass er zum Flughafen muss, um den Schlüssel zu verstecken. Ich schätze mal, in einem Schließfach, denn da würde ein Dämon niemals suchen. Karen hat eine bessere Idee: Da der Minion eine menschliche Hülle braucht, will sie den Schlüssel irgendwo verstecken, wo kein Mensch hin kann. Und zwar in einer alten Mine in einem Indianerreservat, die voller Giftmüll und Atommüll ist. Wie sie das als Mensch anstellen will, bleibt offen.

Der Mexikaner erklärt dem ermittelnden Cop, was passiert ist und der will mit Dr. Schulman sprechen, der scheinbar Experte für … irgendwas ist. Der erklärt die Historie der Templer und auch von Karen, die bei ihm studiert hat. Ähm … interessant.

An einer Tankstelle palavern Lukas und Karen ewig und drei Tage rum und bremsen den Film dadurch noch mehr aus, als es ohnehin schon der Fall ist. Und dann werden sie verhaftet, damit hier gar nichts in die Gänge kommt.

Beim Cop und Schulman ist es auch nicht besser. Die recherchieren, was Lukas so für ein Typ ist und finden heraus, dass er einer Spezialeinheit angehörte und Blah. Wen interessiert diese ganze Scheiße? Ich will jetzt Dämonen und Action und Action mit Dämonen und Dämonen in Action und Dolph mit seinem Todeshandschuh, der Leuten die Fresse poliert sehen. Dafür guckt man diese Kacke schließlich.

Ah, da ist der Minion ja und ballert alle Bullen nieder. Das ist zwar nicht sonderlich spektakulär, aber besser, als das lahme Rumgelaber seit ner halben Stunde. Lukas und Karen machen den Minion mal wieder platt und können abhauen. Auf der Fahrt wird wieder rumgelabert und Karen hat Visionen oder sowas, weil das auf keinen Fall fehlen darf.

Der Cop und Schulman checken das Gemetzel und Schulman weiß, wo Karen hin will, weil … er es einfach weiß. Karen und Lukas kommen derweil schon im Reservat an, wo Opa Großer Bär Tee kocht. Grauer Adler will helfen und ich komme einfach nicht auf diese Klischeenamen klar. Wenn die Drehbuchautoren für diesen Krampf länger als 5 Minuten gebraucht haben, wundert es mich nicht, dass sie nie wieder was geschrieben haben.

Natürlich haben sich Großer Bär und Grauer Adler den Umständen angepasst und arbeiten in dem Atommülllager, für das ihr Reservat verseucht wurde. Denn wie wir alle wissen, geben die amerikanischen Ureinwohner einen Scheiß auf ihr Land und die Natur und alles andere. So können sie Lukas und Karen einschmuggeln und Großer Bär will den Schlüssel selbst wegbringen, weil Lukas und Karen zu auffällig sind. Ist sicher was dran, nur ist Opa zu alt, um gegen den Minion zu kämpfen und kriegt vors Fressbrett. Und er ward tot.

Der Minion hat also den Schlüssel und jetzt wird die Zeit knapp, denn er wartet nur noch auf den Fahrstuhl. Es kommt also zum großen Endkampf am verseuchten Wasserbecken. Der Minion hat nebenbei die Gestalt von Schulman angenommen, was aber halt auch einfach kackegal ist, wie alles andere hier auch. Der Cop kommt auch vorbei und auch das ist völlig wumpe, denn der ganze Handlungsstrang mit ihm hat nicht die geringste Bewandnis gehabt.

Der Minion kann tatsächlich mit dem Schlüssel entkommen und es war noch gar nicht der Endkampf. Schade. Der Minion will natürlich nach Jerusalem und Lukas und Karen brauchen mal schnell gefälschte Pässe von Grauer Adler, der das scheinbar innerhalb von 2 Minuten mal eben erledigen kann. Die Kunst der Dokumentfälschung war auch mal eine andere.

Der Minion kommt in Jerusalem im alten Tempel an und es folgt der wohl lahmste Shootout seit der Erfindung des Schwarzpulvers. Einer der Templer kann den Minion dann mal eben so töten, aber der fährt natürlich in seinen Körper und er öffnet die Tür zur Hölle oder was auch immer das jetzt genau sein soll.

Jetzt aber: Endkampf! Und ja, er ist genau so unspektakulär wie alles andere in diesem Film. Nur mit Schwertern. Wir wissen, wie es ausgeht: Am Ende ist die Welt gerettet und ich habe es endlich hinter mir.

Eigentlich hätte das hier mit etwas mehr Budget und damit verbundener besserer Action sogar ganz unterhaltsam sein können. So war es aber einfach nur billige Scheiße ohne jegliche Höhepunkte. Ich gehe meinen Minion beschwören …

Abgelegene Waldwanderungen am Rande des Glaubens

Weiter geht es im Horrormonat Oktober und da darf natürlich ein simpler Backwood-Slasher nicht fehlen. Ich muss gestehen, ich habe eine kleine Schwäche für das Subgenre, obwohl die Fime fast alle richtig scheiße sind. Oder vielleicht genau deswegen. Mal schauen, was der hier kann:

TIMBER FALLS – USA – 2007 – 97 Min.

Regie übernahm hier Tony Giglio, der unter anderem CHAOS mit Jason Statham und Wesley Snipes inszenierte und momentan an einer neuen Verfilmung des Videospiels DOOM arbeitet, weil der grauenhafte Film mit The Rock scheinbar noch nicht gereicht hat.
Dan Kay schrieb schon so 2-3 Drehbücher und alle Filme waren Grütze. Gehen wir da also besser nicht weiter drauf ein.
Die Darsteller Josh Randall, Brianna Brown oder Nick Searcy kennt man wohl höchstens aus irgendwelchen Nebenrollen.
Auf der Hülle wird zudem noch auf folgendes hingewiesen: „Von den Produzenten von STIRB LANGSAM 4.0 und LUCKY#SLEVIN“ Also absolut niemand mit Horrorerfahrung vertreten hier. Mit anderen Worten: Nur absolute Koryphäen sind hier vertreten, also kann das nur gut werden … oder eben nicht.

Natürlich beginnt der Streifen direkt mit einem ans Bett genagelten Opfer irgendwelcher Schnetzelfritzen in einer Waldhütte, wie sich das eben für diese Art von Film gehört. Wo kämen wir denn auch hin, wenn man mal was anders machen würde, als alle anderen Filme? Die Effekte sind nebenbei ganz nett gemacht, also an der Stelle erstmal nix zu meckern. Das Opfer befreit sich vom Bett und kann anschließend, trotz Löchern in den Händen, relativ schmerzfrei durch den Wald laufen und sich auch mal mit den löchrigen Pfoten abfangen, als sie auf die Fresse fliegt. Alles kein Problem. Da Sichelharry hinter ihr her ist, muss sie allerdings von einer Klippe in den Tod springen.

Der Film springt auch und zwar zu einer Gruppe anderer Saftnasen, die mit ihrem Audi durch die Pampa eiern und beim örtlichen Förster oder so ankommen. Sieht eher aus wie eine Art Ranger oder so. Keine Ahnung, jedenfalls ist die ganze Hütte voll mit taxidermierten Wald- und Wiesentieren. Das angereiste Paar will wandern gehen und kriegt dafür die passende Bergkarte ausgehändigt. Nebenbei halte ich es für äußerst unrealistisch, dass jemand, der so ein Auto fährt, sich nicht daran stört, dass die Karre gerade aussieht, als wäre sie aus einem Sumpf gezogen worden.

Irgendwo im Nirgendwo treffen sie eine andere Wanderin, die ihnen ein paar Tipps gibt, wo man hier am geilsten Wandern kann. Ich verstehe ja generell diese Faszination nicht. Wandern ist ja absolut okay, aber ist es letztlich nicht kackegal, wo man da lang latscht? Natur erkunden und so kann man schließlich auf jedem Weg. Auch dem nach Timber Falls, den die Wanderin gerade erwähnt. Uh, die ist bestimmt die Mutter der zurückgebliebenen Schnetzler oder sowas.

Nachdem das Paar Rehe beobachtet hat und ein bisschen im Wald rummacht, kommen die örtlichen Jäger vorbei und wollen auch ein Stück vom Pfirsich abhaben. Das Paar wird etwas verstört und muss mal kurz nen Schluck vom selbstgebrannten Gesöff nehmen. Und wo das Glas jetzt angebrochen ist, muss er es natürlich kaufen. Aber nur, weil seine Freundin ihn daran hindert, seine Waffe aus dem Rucksack zu ziehen. Und dann muss er auch noch seine Munition in den Fluss werfen, weil sie die absolute Pazifistin ist. Man, ist das alles spannend. Oder eben nicht.

Ranger Clyde kommt vorbei und gibt Tipps, wo man hier am besten sein Zelt aufschlagen kann. Was mich nebenbei noch wundert ist die Tatsache, dass die beiden immer noch nur zu zweit sind. Für gewöhnlich braucht so ein Film schließlich eine ganze Gruppe zum wegschnetzeln. Aber vielleicht kommen da ja noch ein paar Idioten vorbei. Zum Beispiel, während die beiden im Zelt rumvögeln, als hätten sie absolut nichts aus der Begegnung mit den Schnapsjägern gelernt. Der Schatten, der das Zelt beobachtet, wird von ihnen aber nicht bemerkt, denn sie sind zu sehr mit Poppen beschäftigt.

Am nächsten Morgen geht sie erstmal im See schwimmen und verschwindet dann einfach. Ich frage mich allerdings, wo plötzlich der See herkommt, nachdem die beiden am Vorabend das Zelt auf einem hohen Hang aufgestellt haben. Aber gut, ich kenne mich halt in dem Wald nicht aus. Er hört einen Schuss und sucht nach Sheryll, wie seine Freundin offenbar heißt, was mir nach einer halben Stunde dann aber auch einfach egal ist. Im Wald trifft er die Jäger mit Sherylls Handtuch und glaubt natürlich, dass sie es waren. Aber die sind keine Entführer, sondern nur absolute Arschlöcher. Ich hätte sie erschossen, aber er ist halt ein Lappen. Das wird sich noch rächen, schätze ich.

Mit einem gestohlenen Jagdgewehr ausgerüstet tapert Trottelkopf durch den Wald und latscht natürlich direkt in eine Bärenfalle. Nur mal so nebenbei: Sollten die Ranger die Wanderer nicht darauf hinweisen, dass es abseits des Pfades eventuell Fallen und irre Jäger und andere Gefahren geben könnte, anstatt ihnen einfach eine Karte in die Hand zu drücken und Waidmannsheil zu wünschen? Die andere Wanderin gabelt ihn auf und pflegt ihn in ihrer Hütte. Ihr Name ist Ida und ich denke, das kann ich mir merken.

Nach dem Anfang des Films dürfte klar sein, dass er gleich trotz Beinverletzung recht fröhlich gelenkig durch den Wald hüpfen wird. Aber erstmal will er mit Idas Funkgerät Hilfe rufen. Doch einer der Jäger klopft an und sucht ihn aber Ida wimmelt ihn ab. Mit dem Funkgerät erreicht sie niemanden und er ist nicht erfreut. Ida stellt mal schnell klar, dass in ihrem Haus nicht geflucht wird, weil sie ist eine von diesen völlig verballerten Religionsfanatikerinnen oder sowas. Deshalb kann sie es auch nicht gutheißen, dass die beiden gestern Nacht einfach so rumgevögelt haben, wo sie doch nicht verheiratet sind. Nun, ich hoffe Ida stirbt jetzt schnell, denn sie geht mir tierisch auf die Klötze mit ihrem Scheiß. Erstmal wird sie aber natürlich nur ausgeknockt, damit er im Keller nach seiner Freundin suchen kann, aber nur Einmachgläser mit Babyembryos findet.

Sheryll ist natürlich auch da und warnt ihren Freund, dass da ein Typ rumlatscht irgendwo. Ihr dämliches Rumgekreische ruft den natürlich auch direkt auf den Plan und die Dummheiten hier nehmen wohl gerade erst ihren Anfang. Sichelharry verfolgt Sheryll durch den Wald und die läuft Ranger Clyde vor die Karre. Der gehört natürlich zu den Irren und so findet sich unser geliebtes Paar wieder im Keller ein. Zu ihrer eigenen Zwangshochzeit. Wo ich mich jetzt ja irgendwie frage: Wenn die beiden jetzt heiraten, warum dürfen sie dann nicht gehen? Jetzt sind sie schließlich keine Sünder mehr.

Sichelharry ist natürlich entstellt und kann nicht reden. Und er ist der Bruder von Ida. Ranger Clyde hingegen ist ihr Mann, glaube ich. Und nebenbei Priester, der die Hochzeitszeremonie vollzieht. Aber gut, Sünder sind sie scheinbar immer noch und um das wieder gutzumachen, sollen sie den beiden ein Baby schenken, denn Ida hat ständig Fehlgeburten. Herrlich irre, die Bekloppten da. Und immerhin mal was anderes als die entstellten Atomkriegsopfer. Außer natürlich der Bruder, aber irgendeiner muss das Los nun mal ziehen, Schätze ich.

Während er ausgepeitscht wird, weil er seine Freundin nicht wie gewünscht geschwängert hat, wird ihr von Ida die Evolution erklärt und wie angeblich die Menschen in Zukunft ohne kleine Finger geboren werden, was in ihren Augen natürlich absoluter Quatsch ist, denn sie vertraut dem Herrn und hackt ihr den kleinen Finger ab. Evolution und so, versteht ihr? Nein? Ich auch nicht.

Der Jägersmann sucht immer noch nach dem Paar, aber Clive erzählt ihm, dass sie abgereist sind. Als Beweis wurde der versiffte Audi im See versenkt. Ranger Sam schickt Ranger Evelyn los, um Vermisstenflugblätter zu verteilen. Die beiden verbliebenen Jäger wollen die Belohnung kassieren und ich bleibe dabei, dass hier so ein bisschen Sinn und Verstand auf der Strecke bleiben. Ich meine, die Jäger scheinen da zu leben. Und unser frisch vermähltes Paar ist sicher nicht das erste, das verschwunden ist. Sollten die da nicht prinzipiell misstrauisch sein und sich nicht wie Arschlöcher Fremden gegenüber aufführen, sondern diese vielleicht mal warnen, wenn sie schon nicht gemeinsame Sache mit Ida und den Schwangerschaftsirren machen? Okay, vermutlich ist der Twist, dass sie mit ihnen gemeinsame Sache machen, was dann überhaupt keinen Sinn mehr ergeben würde. Also wird es wohl so sein.

Er wird mit einem Brandeisen gefoltert, sie wird vom entstellten Bruder abgeschlabbert, aber kann ihre Fesseln lösen und startet einen Fluchtversuch, der bereits an der Tür endet. Also ist sie genau einen Meter gekommen. Bruder Hackfresse geht zur Vergewaltigung über, aber sie beißt ihm einen Finger ab. Wo wir schon dabei sind, droht Ida, ihr die Finger abzuschneiden, wenn er nicht endlich sein Ding in sie reinhält. Sie ist aber bereits schwanger. Seit gestern im Zelt. Ida kann es nicht fassen. Ein uneheliches Kind. Ein Bastard. Alles ist verloren. Dieser Film irgendwie auch, aber die letzten 20 Minuten stehe ich wohl auch noch durch.

Die Jäger brechen in die Hütte ein und lenken die Bekloppten ab. Nützt aber nix, denn sie lassen sich innerhalb von 30 Sekunden abknallen. Ida und Clyde beschließen, das Paar umzunieten und auf das nächste zu warten. Und es beginnt natürlich zu regnen. Er hat sich befreit und sticht Clyde ab. Und wo er schon dabei ist, ballert er ihm mit dessen Flinte die linke Gesichtshälfte weg. Nur doof, dass er jetzt keine Munition mehr hat. Hätte er sich den Schuss mal aufgespart. Zum Beispiel für Ida, die mit einem Messer auf ihn einsticht. Seine Freundin kloppt sie um und es sollte klar sein, dass das noch nicht das Ende von Ida war.

Gesichtselfmeter sieht, wie Sheryll über Funk Hilfe rufen will und geht zum Angriff über. Ranger Evelyn, die bisher genau 42 Sekunden Screentime hatte, dürfte vermutlich gleich zur Rettung eilen. Vorerst hilft sich Sheryll aber selbst und sticht Bruder Entstellinus ein Kreuz ins Ohr. Draußen im absoluten Wolkenbruch findet sie ein Glas vom Selbstgebrannten und ein Feuerzeug, was sich selbst bei Starkregen wunderbar zum Molotovcocktail umfunktionieren lässt, wie es scheint. Der Bruder ist also nur noch Asche.

Aber wie erwartet kommt Ida noch mal vorbei, aber Sheryll hat die Schnauze gestrichen voll und säbelt ihr die völlig verwirrte Birne ab. Dann muss sie noch schnell ihren Freund verarzten, der einen Feuerhaken im Bauch stecken hat oder so. Wird er es überleben? Interessiert es überhaupt jemanden? Er heißt übrigens Mike …

Ein Jahr später haben sie ihr Kind. Ja, auch Mike lebt noch. Und Sichelharry lebt auch noch, aber die typisch angedrohte Fortsetzung bleibt mir zum Glück erspart. Bis auf ein paar gute Effekte war das hier dann doch alles recht lahm und unaufregend. Ich gehe sündigen …

Gezähmter Schulmädchenreport auf Basis von Frühstücksclubs

Leider ist es mir zeitlich dieses Jahr nicht möglich, im vollen Umfang am Horrorctober teilzunehmen. 13 Filme in einem Monat sprengen momentan einfach komplett den Rahmen. Ich habe im letzten halben Jahr vielleicht insgesamt 13 Filme gesehen. Dieses grässliche Ding namens Arbeit hat mich zur Zeit voll im Griff und so muss ich den Horrorctober leider abblasen. Aber ganz auf Horror wird hier auf dem Filmschrottplatz im Oktober natürlich trotzdem nicht verzichtet. Immerhin gibt es nach wie vor das wöchentliche Filmupdate hier und diesen Monat wird es zumindest wöchentlich einen Film geben, der aus dem Horrorgenre stammt oder dieses zumindest ankratzt. Für den Anfang habe ich mir natürlich eine absolute Perle heraus gesucht, die keine Sau kennt und von der noch nie jemand was gehört hat und bei der ich absolut keine Ahnung habe, wie sie überhaupt in meinem DVD-Regal gelandet ist. Aber da sie schon mal da ist …

ST. ANDREWS GIRLS – USA – 2003 – 76 Min.

Ich denke, bei der Einleitung kann ich mich heute kurz halten, denn absolut niemand kennt irgendjemanden, der an diesem Film beteiligt war. Weder Autor/Regisseur Andrew Warren, noch die Darstellerinnen Malindi Fickle, Alice Frank, Vani Kovich oder Wendy Walker. Und wir werden nach dem Film vermutlich auch niemanden davon vermissen, also los:

Der Streifen ist nebenbei sowas von Low Budget, dass man einfach ohne Erwähnung von Produktionsstudio oder ähnlich unnötigem Kram mitten rein springt und man für die Darstellerin in der ersten Szene nicht mal eine Hose übrig hatte. Die erschießt sich dann mit einem Revolver und wenn das das Ende wäre, hätte ich trotzdem schon genug zu meckern. Aber natürlich geht der Film noch weiter und jetzt gibt es zumindest mal Credits und die Erkenntnis, dass das Budget scheinbar für einen Soundtrack aus grottenschlechter Pop-Rock-Grütze rausgeschleudert wurde.

Jennifer kommt zu spät zum Nachsitzen und wenn das hier in Richtung BREAKFAST CLUB geht, könnte das doch noch was werden. Die anderen drei Tussis sitzen natürlich auch nach. Sie heißen Jessica, Veronica und Althea. Aber das habe ich bereits jetzt wieder vergessen, also lassen wir das mit den Namen. Stattdessen versuchen wir uns mal an Charakterisierungen: Jennifer kommt immer zu spät. Althea auch, weil sie ein Nachtmensch ist und sich für einen Vampir hält, oder sowas. Jessica fickt gerne rum und hats auch schon im Beichtstuhl gemacht. Und Veronica ist Asiatin. Das muss uns an dieser Stelle reichen.

Jessica bläst mal kurz dem Lehrer einen, damit sie alle abhauen können. Es folgt ein Haufen Blahblah über Lesben und Videospiele und hin und wieder werden auch mal kleine Einspieler von anderen Leuten gezeigt, die irgendwas rumlabern, was mich aber nicht die Bohne interessiert. Halt sowas wie ein Priester, der sich über den Kleidungsstil der Frauen aufregt. Glaube kaum, dass das noch wichtig wird, also ignoriere ich es.

Low Budget wird hier wirklich neu definiert: Die Mädels stehen im Wald und im Hintergrund regnet es. Da, wo sie stehen, kommt aber kein Tropfen runter. Und es ist jetzt nicht so, dass sie unter Bäumen geschützt wären. Es folgt noch mehr Blahblah, nur den Regen im Hintergrund erwähnt niemand und ich verliere langsam die Lust an der Nummer hier. Noch mehr, als es im Diner weiteres Blahblah gibt. Ein Typ namens Ryan gibt der Fickschnitte seine Nummer, weil er was zu Knallen sucht und Jessica da immer die richtige Adresse ist. Dann sticht die Vampirtrulla ihm eine Gabel in den Arm und saugt sein Blut aus. Hmmmmmkay … ich raffe es nicht. Ryan auch nicht und fährt nach Hause.

Nächstes Nachsitzen und Blah. Auf einer Wiese spielen sie Wahrheit oder Pflicht und die Vampirin ist sowas von zugedröhnt mit irgendwas, dass sie sich vermutlich schon fast für einen normalen Menschen hält. Bei dem Spiel erfährt man, dass die Asiatin noch Jungfrau ist und nachsitzen musste, weil sie einer Schülerin den Finger abgeschnitten hat, nachdem diese sich diesen unten reingeschoben hat. Die Vampirbekloppte muss nebenbei nachsitzen, weil sie ein Vampir ist. So zumindest ihre eigene Aussage. Jennifer ist von einem Lehrer schwanger und der Film ist schon fast zur Hälfte rum. Leute, kann jetzt hier mal was abgehen, oder was? Das ist doch langweilige Scheiße hier.

Jennifer trifft das Mädel, dem Asiagirl den Finger abgeschnitten hat und die erzählt, dass Veronica mit irgendeinem Yakuza oder so verwandt ist und alles erben will oder so. Keine Ahnung, warum das wichtig ist. Jennifer ist heute an der Reihe, die Mädels aus dem Nachsitzen zu holen und sie knockt den Lehrer aus. Ach ja, habe ich bereits erwähnt, dass das hier eine Horrorkomödie sein soll? Bisher weder Horror noch Komödie in Sicht. Aber es bleiben ja noch knapp 30 Minuten.

Da Vampirella mittlerweile sowas von zugedröhnt ist, dass selbst die drei Bitches vom Dienst das nicht mehr gut heißen können, bringen sie sie zum Dealer ihres Vertrauens. Hier wird der Film noch schlimmer, denn der Typ labert nur gequirlte Scheiße und dem Bild wurde auch noch irgendein grauenhafter Filter verpasst, damit alles leicht verschwommen erscheint. Nun ja, irgendwie hilft er Vampgirl und ich warte immer noch auf Horror und Humor. Oder einfach irgendwas, das nicht sterbenslangweilig ist.

Die asiatische Schlangenfrau und die Tussi mit dem Schlangenbiss erschrecken Zed mit Gummischlangen, weil der die absolut nicht leiden kann. Und nein, es ist nicht Zed aus PULP FICTION, denn der ist längst tot. Es ist Zed der Obertrottelnerd vom Dienst und Gummischlangen versetzen ihn in eine Art Trance. Und dann wird er durch eine höhere Macht oder sowas an die Tafel genagelt und hat plötzlich Stigmata. Okay, ich lasse das jetzt mal als Horror durchgehen, denn sonst wird das gar nix mehr hier.

Jennifer und Veronica rauchen erstmal eine und Jennifer stellt klar, dass sie keine Angst vor der Asiatin hat, die scheinbar alle um ihren Finger wickelt (oder eben andere abschneidet). Nach einer Warnung der Asiatin wird Jennifer von Jessica vollgequatscht, die gerade beichten war, weil, wenn man viel rumvögelt, muss man viel beichten. Jennifer weiß nicht, was sie mit ihrer Schwangerschaft anfangen soll und hat das Gefühl, dass sie in dem Fall sowieso nichts richtig machen kann. Jessica gibt Jennifer den Revolver und ja, Twist und so, die Szene vom Anfang war eigentlich schon das Ende oder so. Wir kennen und hassen das, also vergessen wir es einfach und hoffen, dass sich Jennifer jetzt schnell die Rübe wegpustet, damit die lahme Grütze hier ein Ende nimmt.

Irgendeine Nonne erschießt erstmal einen komischen Gothsänger, auf dessen Konzert Vampy gerade gehen wollte. Sie kann es kaum fassen, dass er tot ist. Ich kann es nicht fassen, dass diese Scheiße immer noch nicht vorbei ist.

Und damit sind wir also wieder am Anfang und Jennifer hat keine Hose an. Sie sitzt auf dem Bett und pustet sich das Gehirn raus und wir haben es geschafft. Nebenbei sollte ich vielleicht erwähnen, dass man weder hier noch am Anfang des Films gesehen hat, ob sie sich wirklich erschossen hat. Aber die Tatsache, dass die drei Bitches vom Dienst auf ihrer Beerdigung sind, sollte als Beweis wohl reichen. Reicht aber natürlich nicht, denn der Film springt zurück, damit ich mir Jenny Ohnehose ein drittes Mal angucken kann. Und dieses Mal drückt sie nicht ab. Was man dann zuvor jeweils für einen Schuss gehört haben soll, erklärt der Film natürlich nicht, denn das hätte erfordert, sich über irgendwas Gedanken zu machen.
Nach circa 10 Minuten kommt Veronica in den Garten gelatscht und schießt durchs Fenster auf Jennifer. Der Schuss verfehlt sie, aber sie lässt ihren Revolver fallen, von dem sich ebenfalls ein Schuss löst, der von einem Blech an der Wand (fragt mich nicht, warum da ein Blech hängt; die Teenies heutzutage haben das nun mal an der Wand hängen) abprallt und Jennifer in den Bauch trifft.

Jennifer erzählt dann, was nach ihrem Tod geschah. Sie kam in die Hölle, konnte aber raus, weil sie dem Teufel einen geblasen hat, wie es Jessica ihr beigebracht hat. Und jetzt hängt sie im Himmel herum und weiß alles. Zum Beispiel, dass die Asiatin Yakuzachefin wurde, aber dann abgeknallt wurde, weil das eben bei Yakuza üblich ist. Warum sie das Opfer einer Horde schießwütiger Rabbis wurde, wird nicht erklärt. Die Vampirlady war der erste Mensch auf dem Mars und fand eine Spezies mit 6 Brüsten. Jessica ist Lehrerin geworden und hat die Aufsicht beim Nachsitzen übernommen, damit sie sich jetzt von den Schülern lecken lassen kann.

Man, selbst der Abspann hat weder Horror noch Humor zu bieten. Das Marketing für diesen Streifen ist wirklich völlig daneben gegangen. Ich zitiere mal die englische Kurzbeschreibung: „Four Catholic school girls face killer nuns, gangsta Jews and giant lobsters.“ Wo zur Hölle war der Riesen Hummer? Häh? HÄH!!!???!!! So eine Riesenverarsche. Ich gucke nie wieder Schulfilme …

Kultschrott – Batman Staffel 1 Episoden 21 und 22

Einer von Batmans größten Gegenspielern ist zurück und überrascht mit einem Sinneswandel:

STAFFEL 1 EPISODE 21 – THE PENGUIN GOES STRAIGHT (ALLE MACHT DEM PINGUIN – TEIL 1)

Der Pinguin hat gerade eine Theatervorführung besucht, als ein Gangster die Gäste überfällt. Der Pinguin hat etwas dagegen und erledigt den Räuber mit seinem kugelsicheren Regenschirm. Hat er etwa die Seiten gewechselt? Und warum ist der eigentlich auf freiem Fuß? Die Strafen in Gotham scheinen recht milde zu sein, wenn man bedenkt, dass die ganzen Bösewichte alle paar Wochen aus dem Knast entlassen werden. Aber was hat es mit dem Sinneswandel des Pinguin auf sich? Nur einer kann Aufschluss bringen:

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!

Der spielt gerade Golf mit Dick und Tante May. Alfred berichtet, dass ein gewisser K. Riminell angerufen hat und Bruce und Dick machen sich direkt auf den Weg zu Commissioner Gordon. Der verhört gerade den Verbrecher und will wissen, was der Pinguin ihm für dieses Schauspiel geboten hat. Dann machen Batman und Robin noch Schattenspiele und der Verbrecher wird ohnmächtig, weil er Angst vor Fledermäusen hat.

In der Sauna bewahrt der Pinguin einen Typen vor einer Entführung, indem er Trockeneis aus seinem Schirm in den Dampf sprüht. Wie sich herausstellt, hat er eine Sicherheitsfirma gegründet und darf jetzt auf die berühmten Juwelen von Sophia Star aufpassen. Alfred wird als verdeckter Fotograf eingeschleust und tauscht den Zigarettenstummel des Pinguin mit einer Wanze aus. Der Pinguin hat allerdings einen Wanzenaufspürer und Alfred muss fliehen.

Dann gibt es endlich mal wieder eine der großartigen Kletterszenen des dynamischen Duos, die die Juwelen heimlich mit Duplikaten austauschen wollen, damit der Pinguin die Originale nicht stehlen kann. Aber dort wartet schon der Pinguin mit seinen Mitarbeitern und es gibt CRUNCH! POW! BOFF! Das dynamische Duo flieht und steht jetzt selbst unter Diebstahlverdacht.

Im Gotham Vergnügungspark schmeißt der Pinguin eine große Party und natürlich lassen sich Batman und Robin auch blicken. Die werden vom Pinguin niedergeschlagen und hinter der Schießbude aufgehängt. Commissioner Gordon soll dann sein Glück an der Schießbude versuchen und natürlich kriegt er ein Gewehr mit scharfer Munition in die Hand gedrückt.

Ist Commissioner Gordon ein guter Schütze? Wird sich das dynamische Duo befreien können? Und woher hat der Pinguin eigentlich einen Vergnügungspark? Antworten bietet vielleicht:

STAFFEL 1 EPISODE 22 – NOT YET, HE AIN’T (ALLE MACHT DEM PINGUIN – TEIL 2)

Wie üblich ist die Rettung unseres dynamischen Duos so simpel wie großartig. Beim Schuss heben sie die Füße, sodass ihre kugelsicheren Schuhsohlen sie retten. Durch den Abpraller wurde zudem auch noch Batmans Bat-Messer gelockert und er kann jetzt die Fesseln durchschneiden.

Zurück in der Bat-Höhle suchen Batman und Robin nach einem Plan, wie sie sich selbst reinwaschen und den Pinguin ans Messer liefern können. Da er nicht selbst geschossen hat, können sie ihn nicht wegen versuchten Mordes belangen. Den Vergnügungspark hat er legal gemietet, also geht auch da nix. Aber Batman hat einen Plan. Was für ein Glück, dass der Pinguin gerade bei Gordon ist und mal schnell das Bat-Phone nutzt, um Batman anzurufen. Der will sich mit ihm in 20 Minuten treffen. Die Polizei kommt auch mit.

Es dauert keine 20 Minuten, eher 20 Sekunden, dann gibt es Gekloppe mit dem Pinguin und seinen Vögeln. Es folgt eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit der Polizei und Batman und Robin fliehen zu Fuß in eine Gasse und werden erschossen. Der Pinguin will das Bat-Mobil klauen, aber da kann scheinbar nicht jeder mit fahren.

Commissioner Gordon kriegt die Rechnung für die Verfolgung und stellt fest, dass mit genau 297 Platzpatronen auf das dynamische Duo geschossen wurde. Die stehen in der Bat-Höhle und beobachten den Pinguin über eine versteckte Kamera im Bat-Mobil, deren Perspektive komischerweise einen Meter außerhalb des Fahrzeugs ist. Aber wer weiß schon, wie versteckte Bat-Kameras funktionieren.

Sophia Star heiratet und der Pinguin ist der Sicherheitschef. Aufgrund eines selbst verursachten Rohrbruchs verteilt der Pinguin Regenschirme an alle Gäste und lässt daraus zur Ablenkung Konfetti regnen, damit er die Hochzeitsgeschenke stehlen kann. Batman und Robin verfolgen ihn auf dem Bat-Motorrad. Der Pinguin spielt ein bisschen mit den versteckten Gadgets des Bat-Mobils herum. Seine Handlanger werden per Schleudersitz aus dem Fahrzeug befördert, die Türen öffnen sich und Batman steuert das Bat-Mobil mit der Fernsteuerung. Auf einer Landstraße treffen sie sich dann und der Pinguin wird in den Knast gebracht. Ich weiß zwar nicht so recht, wie sie beweisen wollen, dass der Pinguin der Dieb war, aber es gibt nur einen Mann, der auf alles eine Antwort hat:

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!