Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Der Schrott

Grundlose amazonische Urwalderkundung

Heute gibt es hier einen echten Leckerbissen. Nach all den Jahren hier auf dem Filmschrottplatz schafft es heute endlich einer der größten Regisseure aller Zeiten, seinen verdienten Platz hier einzunehmen. Die Rede ist natürlich von niemand geringerem als Tarantini. Wir kennen den ja alle durch Meisterwerke wie „Politess im Sittenstress“ oder „Flotte Bienen auf heißen Maschinen“ oder auch „Ausgestoßen – Nackte Gewalt im Frauengefängnis“  und vor allem „Helm auf – Hose runter“. Mit anderen Worten: Wir haben alle seine Lieblingstitten gesehen. Gucken wir mal, was für Titten es hier zu sehen gibt:

NUDO E SEVAGGIO – Massacre in Dinosaur Valley – Amazonas: Gefangen in der Hölle des Dschungels – Italien – Brasilien – 1985 – 88 Min.

Es ist also einer dieser Filme mit tausend Namen, von denen einer dämlicher als der andere ist. In Großbritannien kam der Spaß hier nebenbei unter anderem als „Cannibal Ferox 2“ auf den Markt. Es sollte also klar sein, was uns hier erwartet. Tolle Titten, tote Tiere, tödliche Langeweile. Na dann mal los.

Ich bin mir nicht sicher, ob es gut oder schlecht ist, dass der Film mit einer fröhlichen Busfahrt durch die Walachei, zu fröhlicher Dudelmusik beginnt. Ich erwarte jeden Moment Bud Spencer, der „Roar, roar, roar“ mit kleinen Kindern singt. Im Bus ist aber nicht Bud Spencer, sondern Professor Ibanez (der zwar aussieht wie Bud Spencer, aber viel dünner und weniger schlagfertig ist) mit seiner Tochter. Kurz darauf kommt Kevin (der aussieht wie Terence Hill, nachdem er durch den Wäschetrockner gelaufen ist) auf der Ladefläche eines Bananenlasters ebenfalls im Hotel an. Und auch irgendein Fotograf mit seinen Models ist da. Ich blende die schlechte Comedy mit dem fetten Fahrer, der die Models beim Umziehen bespannt, an der Stelle mal aus.

Kevin will ins Dinosaur Valley. Aber er findet niemanden, der ihn dahin fliegen will. Beim Hahnenkampf im Hotel treffen sich dann alle und es kommt zu Stress, als irgendein Perverser einem der Models einfach mal so die Titten aus der Bluse holt. Kevin eilt zur Hilfe und findet sich schnell zwischen zwei Kampfkolossen wieder, die er nicht mal mit einem Stuhl erledigen kann. Es folgt Gekloppe wie bei Terence Hill nur in grottenschlecht. Später kommt das Model zu Kevin ins Zimmer, um ihm zu danken. Terence war ja auch immer der Weiberheld. Das kann alles kein Zufall sein.

Kevin besucht am nächsten Morgen den Professor und überrascht erstmal dessen Tochter unter der Dusche. Der Tittencounter steigt kontinuierlich an. Jedenfalls will Kevin wohl, dass der Professor mit nach Dinosaur Valley kommt, weil … er ein Buch darüber geschrieben hat, glaube ich. Vor lauter Sexismus steig ich nicht mehr so ganz durch hier.

Jedenfalls sitzen dann alle im Flieger nach Dinosaur Valley. Warum die Models dabei sind, weiß ich nicht, aber sonst hätte man halt zu wenige Titten an Bord. Passt also. Ein Kriegsheld und seine Frau, die modisch irgendwo in den 50ern hängen geblieben ist und sich scheinbar für Marilyn Monroe hält, sind auch dabei. Um ehrlich zu sein, habe ich absolut keine Ahnung, warum überhaupt jemand in dem Flugzeug sitzt. Was Kevin im Dinosaur Valley will, wurde auch nie erklärt. Bei allen anderen sowieso nicht. Ist aber auch egal denn das Flugzeug stürzt ab. Mitten im Dschungel. Warum weiß ich nicht. Ich glaube, der Pilot war Franzose. Das muss als Erklärung an der Stelle reichen.

Unter Führung des Kriegshelden tapern die Überlebenden durch den Dschungel und folgen einem Fluss. Wo der hinführt ist wohl jedem klar. Nämlich zu aufgespießten Totenköpfen mitten im Busch. Gegen Abend machen sie Pause und Kriegsheld John muss seine Frau von Blutegeln befreien. Das gibt mir Zeit, mal zu gucken, wer eigentlich noch da ist. Also Kriegsheld John und Marilyn Monroe sind klar. Kevin sowieso. Der Fotograf ist auch am Start und zwei seiner Models. Vom Professor ist nur noch seine Tochter übrig, was die Frage aufwirft, warum der Professor dann als so wichtig hingestellt wurde. Tochter Prof wird von einer Schlange bedroht. Kevin wirft die Schlange todesmutig zurück in den Busch, aus dem sie kam. Ich gebe mal keinen Tipp ab, wer am Ende überleben wird.

Titten in Nahaufnahme, weil das einfach mal sein muss zwischendurch. Kurz darauf wird der Fotograf von Piranhas angefressen. Weil er heult wie ein kleines Mädchen, wird er von John abgestochen. Kevin und John geraten dann aneinander und Terence Hill wäre stolz auf den Kampf, den Kevin dem Kriegshelden liefert. Beide fallen in den Fluss und nur John kommt wieder raus. Kevin taucht aber natürlich an anderer Stelle wieder auf und muss sich alleine durch den Dschungel schlagen. Nebenbei ist das so beschissen geschnitten, dass ich fünf Minuten gebracht habe, um zu registrieren, dass beide noch leben.

Oh, Kannibalen. Wurde ja auch Zeit. Marilyn Monroe landet im Treibsand. John kann gerade nicht helfen, weil ihn Kannibalen jagen. Einige Pfeile in Rücken und Brust später, hätte er sich auch einfach in den Treibsand werfen können.

Kevin ist natürlich der Einzige, der die Frauen aus dem Kannibalendorf retten kann. Da laufen übrigens alle Frauen oben ohne rum, weil das in einem gut organisierten Kannibalendorf zum guten Ton gehört. Kevin schiebt alle Kanus in den Fluss, weil … er nicht gerne Boot fährt? Ich schätze mal, damit sie ihm nach der Rettungsaktion nicht folgen können. Aber abwarten.

Eine singende Strohgardine mit Eichel auf dem Kopf leitet das Ritual der Kannibalen ein. Dann kommt aber der absolute Oberkannibale mit seiner Triceratopsmaske, um weiterzumachen. Und ich sage es wie es ist: Ich will diese Maske haben. Die ist der Hammer. Mit seiner Megakralle schlitzt er einem Model die Titten auf. Kevin hat genug gesehen und wirft eine Granate ins Dorf. Fragt mich nicht, wo er die her hat. Anschließend flieht er mit den Mädels natürlich durch den Dschungel. Mit meiner Bootfluchttheorie lag ich nebenbei goldrichtig.

Nachdem man etwas rumgepaddelt ist, fährt man direkt in eine Falle. Aber Kevin ist der beste Schrotflintenschütze der Welt und kann aus zehn Meter Entfernung ein Netz damit so zerteilen, dass sie durchpaddeln können. Kurz darauf macht man mal Pause und es ist wirklich sowas von klar, wer hier überleben wird. Arme Blondie. Du wirst auch noch deine andere Brust verlieren, da bin ich sicher. Nach der obligatorischen „Wir werden sterben, lass uns ficken“- Szene, finden die zwei halbtote Inder im Wald. Und deren Besitzer Pistolenbob. Der betreibt scheinbar einen Sklavenhandel im Dschungel. Denke ich. Keine Ahnung, was man sonst mit halbtoten Indern im Busch machen könnte.

Jedenfalls lädt China, so der Name von Pistolenbob, sie zu sich nach Hause ein und da wird Kevin ausgeknockt und zu den Schweinen verfrachtet. Die Mädels werden natürlich eingesperrt und für spätere Sexsklaverei warm gehalten. Kevin wird richtig gemein und nennt China einen „fat, smelly, evil bastard“. Ich fürchte, davon wird der sich nie erholen. Während die beiden so rumschwadronieren, vernascht Chinas Frau, oder Geliebte, oder Schwester, oder Bekannte, oder Wasauchimmer, Blondie mit den Tittenkratzern. Kurz danach wird Kratztitte abgeknallt. Einfach so. Weil ja aus Prinzip immer nur ein Mann und eine Frau überleben dürfen.

China macht sich des nachts über Tochter Prof her und Kevin sitzt immer noch bei den Schweinen. Aber natürlich kann er sich dann irgendwann befreien. UNd zwar, indem er sich das Handgelenk blutig rubbelt und ein Schwein das Seil durchbeißt. Kevin baut sich ein paar Speere und geht zum Angriff über. Nach einigen Minuten des Speerwurfs für Fortgeschrittene, lenkt er China mit einer Schlange ab und erspeert ihn. Anschließend bombt er die Hütte weg und kapert den zufällig gerade vorbeikommenden Helikopter zur erfolgreichen Flucht und glücklicherweise dem Ende des Films.

Ein Fest für jeden Tittenfan. Ich gehe meine kannibalistische Diät erneuern …

Veraltete Käferpanik im Hinterwald

Erinnert ihr euch eigentlich noch an die Panik vor dem Millennium Virus? Damals zur Jahrtausendwende dachten ja alle, dass die ganze Technik abkacken würde, weil irgendjemand im Jahr 1954 beim Bau des ersten Computers mit eigenem Kalender vergessen hat, eine Zwei mit drei Nullen einzutippen. Oder so ähnlich. Natürlich eine tolle Vorlage für einen Film. Den man dann 11 Jahre später auch gemacht hat. Besser spät als nie, würde ich sagen.

THE MILLENNIUM BUG – USA – 2011 – 88 Min.

Das Produktionsstudio trägt nebenbei den wundervollen Namen „No CGI Films“. Ich liebe sie und werde alle ihre Filme kaufen. Leider haben sie nur diesen gemacht, also habe ich das scheinbar schon getan.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass der Film am 31. Januar 1999 spielt, oder? Und das man eine Weihnachtsmelodie dudelt, sollte auch klar sein, weil … Weihnachten ist ja noch nicht lange her. Und der Radiosender hatte scheinbar keine anderen Lieder. Jetzt mal ehrlich: Welcher Radiosender dieses Planeten spielt bitte „We wish you a Merry Christmas“ in einer reinen Piano-Acoustic-Version an Silvester? Das hört sich doch wirklich keine Sau an.

Außer Familie Haskin, bestehend aus Vater Byron, Tochter Clarissa und Stiefmutter Joany, natürlich, die gerade in die Berge fahren, wo sie sich Sicherheit vor dem drohenden Millennium Chaos versprechen. In den Bergen, oder besser gesagt im Wald, vermöbelt gerade ein selbsternannter Oberförster einen zurückgebliebenen Typen, weil der ein Reh erlegt hat. Dann wird der Oberförster von hinten erlegt und als er wieder aufwacht wird er in ein Loch gezogen und weggeschnetzelt.

In einer Hütte im Wald findet gerade eine Geburt statt. Da das Baby scheinbar nicht ganz normal ist, wird es direkt abgeknallt. Also, so wie mir das aussieht, haben wir es hier mit einem Mix aus Backwoodslasher mit irren Hillbillies und Monsterfilm zu tun. Das dürfte spaßig werden.

„Silent Night, Holy Night“. Was zur verfickten Hölle ist bloß los mit diesem Radiosender?

Irgendein Forscher forscht im Dickicht nach irgendwas, das man erforschen kann. Er hört einen Adler kreischen. Klingt verdächtig nach einem Adler, denkt er sich und forscht weiter, weil Adler bereits erforscht wurden.

Byron hat im Zeltlager die Weihnachtslichterketten aufgehangen. Ernsthaft: Wäre es nicht auf ganz simple Weise möglich gewesen, den Film am 24. Dezember 1999 spielen zu lassen, damit die Familienmitglieder hier nicht wie weihnachtsbesessene Irre rüberkommen?

Der Forscher hat irgendwas faszinierendes gefunden, was mit seismischen Geräuschen zu tun hat. Ich blicke nicht durch, also lasse ich ihn einfach quatschen.

Die Haskins werden natürlich von den Hillbillies entführt und wachen in ihrer gammeligen Hütte auf. Wie es sich für gute Hinterwäldler gehört, wollen sie natürlich die Tochter knallen. Vermutlich versprechen sie sich davon ein normales Baby, das sie nicht direkt erschießen müssen. Sie haben scheinbar noch nicht den Weihnachtswahn der Familie mitgekriegt, sonst würden sie sich nicht so große Hoffnung machen und direkt alle abknallen.

Joany soll Hilfe holen und verirrt sich nach genau 5 Metern im Wald. Deshalb tritt Plan B in Kraft und sie stürmt die Hütte, um sich auch vergewaltigen zu lassen. Bevor das passiert gibt es aber ein Erdbeben, das alles wackeln lässt und den Forscher draußen im Wald dazu veranlasst dämlich in die Gegend zu glotzen. Wer nur Weihnachten feiert kann so eine günstige Gelegenheit natürlich nicht nutzen und die Haskins bleiben in Gefangenschaft, weil sie eben zu doof sind, ihren Arsch zu retten.

Der Forscher steht vor einem Krater im Wald, holt irgendeine komische Figur hervor und erklärt in seine Kamera, dass er danach immer gesucht hat. Keine Ahnung, ob er den Krater oder die Figur meint. Aber die wird er ja schon vorher dabei gehabt haben. Jedenfalls erzählt er, dass nur alle 1000 Jahre ein Käfer geboren wird, der halt echt groß ist. Dieser Käfer frisst dann seine Notizen.

Byron wird von einem Zombie gefressen. Oder sowas in der Art. Ich habs nicht gerafft.

Nee, doch nicht, denn einen Moment später kommt der Zombietyp durchs Fenster geflogen. Gefolgt von einer Axt, die der Hillbilliemutter die Visage spaltet. Rambo Haskins, der vorhin noch eine Schulterverletzung und eine Patrone im Bein hatte, kloppt den Weg frei und will mit Joany abhauen. Die Tochter hat er scheinbar schon aufgegeben. Allerdings wird ihm die Fresse mit einer Schrotflinte weggeballert.

Der Forscher fällt den Hillbillies dann auch in die Hände und ich muss schon sagen, so langsam kann von mir aus dann mal der Käfer wüten. Die gehen mir alle auf den Sack hier. Das ändert sich auch innerhalb der nächsten Viertelstunde nicht, in der quasi gar nichts passiert. Und dann kommt der Millennium Bug und killt einen Hillbillie. Endlich.

Joany killt auch einen Hillbillie und kloppt um sich und dann bricht die Hütte zusammen, weil der Käfer wieder mal für ein Erdbeben sorgt. Und da steht er dann in voller Pracht und zerlegt die Hütte endgültig. Und mit ihr den Großteil der Hillbillies. Und ich bin ganz ehrlich: Sieht gar nicht aus wie ein Käfer. Aber ich will mal nicht kleinlich sein. Jedes Tier, dass die ganzen Affen in diesem Film wegmetzelt, ist mir prinzipiell sympathisch.

Joany befreit Clarissa und sie fliehen vor dem Käfer. Irgendein Hillbillie turnt auch noch rum und auch der Forscher lebt noch. Alle anderen dürften hinüber sein. Ah nee, der Käfer hat die blonde Hillbillietucke entführt, die das unnormale Kind gekriegt hat. Aber wer will die denn jetzt bitte retten? Ergibt irgendwie keinen Sinn. Jedenfalls wird sie vom Käfer vollgeschleimt und dann werden um sie herum Eier gelegt. Sie dient also wohl als Futter für die Kleinen. Und da sie nicht gerade Ellen Ripley ist, wirds wohl gleich vorbei sein.

Die Tussis und der Forscher fallen in die Hände des letzten Hillbillies. Man könnte den ja zu dritt vielleicht mal ausschalten, aber stattdessen lassen sie sich fesseln und als Köder auslegen. Der Forscher erklärt den Weibern dann, dass der Käfer bei Sonnenaufgang sterben wird. Scheinbar ist es ein Vampirkäfer. Ob die Trottel so lange noch leben werden, bezweifle ich allerdings.

Hillbillie ballert auf den Käfer, um ihn zu den Ködern zu locken. Sollte das nicht eigentlich andersherum laufen? Der Plan ist jedenfalls, den Käfer zu sprengen. Doof nur, dass der den Hillbillie zuerst frisst, weil einfach jeder in diesem Streifen den IQ von einem Haufen Käferscheiße hat. Außer der Forscher. Für den wäre Käferscheiße-IQ noch zu hoch, denn er stellt sich mit ausgebreiteten Armen vor den Käfer, damit der ihn fressen kann. Und dann erwischt es Joany. Und nur noch Clarissa ist übrig, die das Vieh dann mit dem Sprengsatz vom Hillbillie wegbombt.

Aber unterschätzen wir mal nicht die komplette Beschränktheit aller Charaktere hier. Clarissa fackelt die Hütte ab und latscht cool davon … und fällt in die Käfergrube, wo die Babykäfer noch an der blonden Trulla rumnagen. Clarissa guckt doof und wird wohl auch bald angenagt.

Interessante Idee, einen Slasher mit einem Monsterfilm zu verbinden. Wenn mir nicht alle Charaktere so auf den Sack gegangen wären (vor allem die Hillbillies), hätte der vermutlich mehr Spaß gemacht. Aber immerhin NO CGI. Ich gehe einen Kammerjäger bestellen …

Wunschrott – Eliminators

Ende letzten Jahres habe ich hier auf dem Filmschrottplatz dazu aufgerufen, mir Filme zu nennen, die ihr gerne mit einem Eintrag auf dem Filmschrottplatz verewigt sehen wollt. Der ein oder andere ist diesem Aufruf gefolgt, und heute gibt es dann auch mal einen dieser gewünschten Filme.

ELIMINATORS – USA – Spanien – 1986 – 96 Min.

Gewünscht von: Samuel David Herr

Es handelt sich hier übrigens um eine Charles Band Produktion. Wem das nix sagt, der Typ hat unter anderem tausend „Evil Bong“ und „Gingerbread Man“ Filme verbrochen. Das hier kann also nur unfassbar grauenhaft werden.

Ein ungeschriebenes Gesetz der 80er sieht vor, dass alles, was irgendwie mit Technik zu tun hat, von Asiaten bedient werden muss. Und so fuckeln auch hier zwei Asiaten an einem Computer rum und heraus kommt Kano von Mortal Kombat. Aber sie nennen ihn Mandroid. Er ist also halb Mann halb Android. Und da das hier ja sicher seine Schöpfer sind, auch zum Teil Asiate. Das heißt wohl, dass er einfach alles kann. Takada will nicht, dass der Mandroid zerstört wird, also will er mit ihm fliehen. Aber der andere Asiate ist dagegen und Takada stirbt. Der Mandroid will dann Reeves killen – wer auch immer das sein mag – und schießt sich auf beeindruckende Art und Weise durch die Gegnerhorden und flieht mit einem fahrbaren Untersatz, der sehr stark an den Unterbau von Nr.5 erinnert. Er ist also halb Mann, halb Maschine, teils Asiate und jetzt auch noch zum Teil Kettenfahrzeug. Ich glaube, er kann wirklich alles.

In New York (oder einer anderen Stadt; da stehen Hochhäuser ohne Ende also gehe ich einfach von New York aus) doktort eine Blondine an irgendeinem Roboterding rum. Und sie ist keine Asiatin. Das kann ja nur schief gehen. Jemand bricht ein und Spot – so heißt der Haustierroboter selbstverständlich – schlägt direkt Alarm bei der Blondine. Der Einbrecher ist Kano No. 5. Der sucht Colonel Hunter. Und Colonel Hunter ist natürlich die Blondine, die zumindest asiatsiche Vorfahren hat, so viel steht fest. Sie hat die ganzen Einzelteile gebaut, aus denen der Mandroid besteht. Der erzählt, dass Reeves noch lebt. Sie ist geschockt. Zumindest denke ich, dass diese darstellerische Glanztat Schockierung ausdrücken soll. Aber wer weiß das schon genau. Ich würde lieber mal wissen, was es mit diesem Reeves auf sich hat. Ist es vielleicht Keanu in einer frühen Rolle?

Zusammen geht es auf die Mission, Reeves zu killen. Und die beginnt selbstverständlich in Mexiko. Vorher werden sie aber noch von zwei Handtaschendieben überfallen, damit Hunter mal kurz ihre Karateskills unter Beweis stellen kann. Sie beherrscht genau einen Kick, soweit ich das beurteilen kann. Und etwas weiter beurteilt, wird das für diesen Film vermutlich mehr als reichen.

Großartige Comedy zwischen dem Mandroid und Spot, die sich um das Fernsehprogramm streiten bleibt uns erspart. Die Szene bietet keine Comedy.

Hunter verursacht eine Schlägerei in einem Tacoladen (oder irgendeiner anderen mexikanischen Fressbude), indem sie nach dem härtesten Typen fragt. Der Gewinner ist Harry Fontana, der zuletzt Betty ausschaltet. Ganz große Leistung seinerseits, würde ich sagen. Harry fährt die Truppe mit seinem Boot den Fluss hoch. Hoffnungen auf „Apocalypse Now“-Referenzen sind wohl eher nicht angebracht. Betty und Co. fahren hinterher. Eigentlich schade, dass Harry nicht vorher Bettys Surfbrett geklaut hat. Solche Vorlagen kann man doch nicht so einfach liegen lassen. Die Verfolgungsjagd ist an inszenatorischer Großartigkeit kaum zu überbieten. Harry wirft Fässer über Bord, damit die verfolgenden Boote da drüber fahren und explodieren. Ein ungeschriebenes Gesetz der 80er sieht vor, dass man auf einem Boot immer ein explosives Fass dabei haben muss.

Das Boot von Betty und Maurice wird mit einem Torpedo vom Mandroid erledigt und die beiden schwimmen nach Hause. Unterwegs treffen sie zwei Affen auf einem Boot, die den Mandroid jagen wollen, oder so. Ganz ehrlich ich weiß nicht, was das Ziel der beiden ist. Vielleicht auch nur Boot fahren mit Schrotflinte aufm Arm.

Hunter und der Mandroid, der jetzt plötzlich John heißt, wollen zu Fuß weiter gehen und lassen Harry mit seinem Boot alleine. Der wird dann von den beiden mexikanischen Jägern angehalten, die wissen wollen, wo seine Passagiere sind. Er sprüht sie mit einem Feuerlöscher ein und flieht, was zur nächsten Bootverfolgungsjagd führt. Ich verrate jetzt mal nicht, wessen Boot explodiert und wer dabei im Wasser landet.

Hunter und John finden das Flugzeugwrack, mit dem John einst abgestürzt ist und Hunter durchsucht es, um etwas über Johns Vergangenheit zu erfahren. Ich erwarte einen Megatwist am Ende. John war eigentlich Stewardess und weiß deshalb immer, wo alle Notausgänge sind, oder so. Harry kommt rechtzeitig vorbei, um Hunter aus dem absaufenden Wrack zu retten und dafür ein Drittel des Schatzes abzusahnen. Moment mal, was denn für ein Schatz? Ach so, nur Verarsche, damit er sie wieder den Fluss hochschippert. Warum sind die überhaupt erst ausgestiegen?

John sieht Dinge. Boah, nee, bitte keine Flashbackgrütze. Dann geht er über Bord und keiner findet ihn jemals wieder. Eigentlich wäre damit der Film natürlich vorbei, aber nicht mit Hunter. Die macht weiter.

Reeves bastelt derweil an seinem LaseRoboTerminator Arm mit Blitzeschleuderfunktion. Die mexikanischen Trottel berichten ihm vom Mandroid und werden dafür gebrutzelt. Aber sie versprechen natürlich, ihn aufzuhalten. Schön nebenbei, dass man kurz vor Schluss auch mal den Antagonisten zeigt.

John und Spot gehen an Land. Irgendwo im Busch treffen sie einen Asiaten, der sich nicht so gut mit Technik auskennt, aber der ein Ninja ist, weil genau das diesem Film noch gefehlt hat. Er ist der Sohn von Takada und heißt Kuji. Wie zum Kuckuck wird der Sohn eines Wissenschaftlers bitte zum Ninja?

Harry geht über Bord. Was zur Hölle ist bloß los mit diesen Trotteln? Hunter wird entführt und Harry taucht dann in einem Käfig wieder auf und wird ebenfalls mit ins Kannibalendorf genommen. Der Oberschamane zieht irgendein Ritual ab und Harry will noch schnell einen Kuss, bevor sie gegrillt werden. Dabei drückt er Hunter Munition in die Hand, die sie ins Feuer wirft. Die Wilden sind natürlich von dieser Wahnsinnszauberei extrem abgelenkt, schließlich haben sie gerade erst mit irgendwelchem Pulver den ganzen Urwald zugenebelt, was ähnliche magische Kenntnisse voraussetzen sollte, aber was weiß ich schon davon. Die Flucht führt dann alle wieder zusammen und natürlich kommt Ninja Kuji auch mit. Glücklicherweise hat jemand ein Floß gebaut, mit dem sie abhauen können. Wird wohl das von den Kannibalen sein. Johns Motorbootstiefel helfen ungemein bei der Flucht. Er ist also halb Mensch, halb Maschine, zum Teil Asiate (nicht mehr Kettenfahrzeug) und zum Teil Inspector Gadget.

Ein ungeschriebenes Gesetz der 80er sieht vor, dass ein Film mit Robotern und Ninjas auch noch eine Zeitmaschine haben muss. Von der erzählt Kuji, dem davon von seinem Vater Takada erzählt wurde. Hunter erklärt sich so die Kannibalen beziehungsweise Höhlenmenschen, die wohl von Reeves durch seine Zeitmaschine hergebracht wurden. Ergibt erstaunlich viel Sinn, diese Erklärung. Wenn man mal darüber hinwegsieht, dass das hier alles völliger Humbug ist.

Die mexikanischen Jäger kommen mit ihren Mopeds durch den Wald gefahren und es gibt Mörderaction vom Feinsten, inklusive ninjamäßigem Katanagefuchtel.

John will, dass Hunter ihn zerstört, weil er selbst das nicht kann, wegen der Programmierung und so. Hunter hält eine Ansprache über Menschlichkeit und John, halb Mensch, der er ist, will dann doch erstmal am Leben bleiben. Hunter küsst ihn. Diese Schlampe. Vorhin noch mit Harry rummachen und jetzt mit John. Am Ende kommt die sicher mit dem Ninja zusammen.

Spot explodiert und bringt noch schnell eine Hologramnachricht von Reeves, der kurz und knapp auf den Punkt bringt, dass sie besser abhauen, wenn sie nicht verrecken wollen. Sie gehen natürlich trotzdem weiter und infiltrieren Reeves‘ geheimen Stützpunkt (oder was auch immer) durch einen Schacht, in dem Kuji durch einen Ventilator springt, wie ein echte Ninja. John hingegen steht vor der Tür, aber keiner macht ihm auf. Scheint mir wieder äußerst durchdacht zu sein, das Ganze.

Es sollte klar sein, dass die absolute Mörderaction folgt, mit viel Geballer und viel Ninjagedöns (oder besser gesagt, drei Karatekicks). Reeves hat sich zum absoluten Obermandroid umgebaut und niemand kann ihm etwas anhaben. Nicht Hunter mit ihrem Kick, nicht John mit seinem Laser, nicht mal Kuji mit seinem Ninjagelöt. John stirbt und die anderen werden in einem Kraftfeld gefangen, aber Überraschung John ist gar nicht ganz tot und schaltet das Kraftfeld aus, indem er … keine Ahnung, die Energie davon aufsaugt und dann wirklich stirbt, oder sowas in der Art. Was war denn jetzt mit der ganzen Backstory von John? Gebt mir bloß keine Auflösung, das würde schließlich durchdachtes Writing erfordern.

Apropos „durchdachtes Writing“: Jeder, der schreibt, kann ein Lied davon singen, dass es schwer ist, ein gutes Ende zu schreiben. Aber zum Glück hatte man hier wirklich fähige Leute am Kugelschreiber und es folgt das große Finale. Der Höhepunkt. Der absolute Showdown. Und der sieht so aus: Reeves will sich mit seiner Zeitmaschine gerade auf den Weg ins alte Rom machen, um da als Mandroidlegionär zu rulen, aber Harry haut einfach mal den Computer zu Schrott und Reeves landet am Anfang der Erde, wo er gar nichts regieren kann, außer heiße Lava. Reeves ist nicht erfreut und der Film vorbei. Was für ein packendes Finale.

Guter Wunschfilm, muss ich sagen. Ich gehe meine Lavalampen regieren …

Sexuell fragwürdige Weltallabenteuer für Hühnerzüchter

„Flash! Ah Aaaaaaah! He’s A Miracle“ – Flash Gordon – 1980

Das einzige Wunder beim heutigen Film, ist die Tatsache, dass er überhaupt existiert. Ich laber nicht lange rum und präsentiere:

FLESH GORDON MEETS THE COSMIC CHEERLEADERS – Schande der Galaxis – Kanada – 1990 – 102 Min.

Schon das Intro ist einfach unfassbar großartiger Augsburger Puppenkiste-Style. Ich hoffe auf einen Cameo von Schlupp vom grünen Stern. Ich weiß gar nicht, wie ich hierüber jetzt noch was Schlechtes schreiben soll. Ich liebe das bereits alles.

Nun ja, Flash, gekleidet wie ein Zirkus-Superman-Clown, fliegt, gemeinsam mit seiner Crew von notgeilen Tussis, die sich darum streiten, wer ihm als nächste an den Steuerknüppel fassen darf, in einer phallusförmigen Rakete durchs All. Muss ich mehr sagen? Liebt ihr es nicht auch jetzt schon? Das hier kann nur absolut fantastisch werden.

Nach einer „perfekten“ Landung, bei der ein kompletter Alien-Vorort dem Erdboden gleich gemacht wurde, bekämpft Flash noch kurz ein Alien (aus Knete; ich liebe es) und dann … CUT!

Es waren alles nur Dreharbeiten zu einem Flesh Gordon Film. Wer jetzt aber denkt, dass das alles deshalb so billig war, irrt sich. Denn auch die originale Flesh Gordon Welt sieht so aus. Inklusive Knet-Aliens. Aus dieser Welt wird Flesh dann von geilen Cheerleaderinnen entführt.

Dr. Jerkoff (ja, der heißt wirklich so) kombiniert, dass die Cheerleaderinnen Flesh zu dem Planeten bringen, der plötzlich in der Nähe der Erde aufgetaucht ist. Also fliegt er, zusammen mit Dale Ardor, Fleshs Freundin, oder sowas, in einem, durch Hühnerkoitus betriebenen Raumschiff, zur Rettung.

Die Cheerleader testen Gordons Männlichkeit, weil auf ihrem Planeten alle gutbestückten Männer durch Impotenzstrahlen erledigt wurden.

Jerkoff und Dale fliegen durch einen Arschteroidengürtel. Dale verstopft die gasabsondernden Felsen mit Stöpseln und das Raumschiff kommt so gerade davon.

Irgendein Henker muss sich damit rumschlagen, dass eine fette Prinzessin sich über sein sexuelles Versagen aufregt. Meine Fresse, ist das alles schlecht.

Bator, der verrückte Professor, zeigt dem Henker ein Video von Flesh, um den gerade die nackten Cheerleaderinnen rumtanzen. Bator schlägt vor, Gordons Potenz auf den Henker zu übertragen, damit der der letzte Stecher im Universum ist. Geiler Plan.

Jerkoff und Dale müssen auf einem Planeten notlanden, und landen in einer Schule, wo Jerkoff auf der Mädchentoilette vor die Fresse kriegt. Irgendein Typ mit 42 Augen schickt die beiden dann zu Flesh und den Chearleederinnen. Dale ist eifersüchtig und wird eingefroren, als der Henker angreift.

Flesh macht sich natürlich auf, seine eifersüchtige, entführte Freundin zu retten. Da aber auch die Hühner von den Impotenzstrahlen beeinflusst wurden, fliegt das Schiff nicht. Also muss Flesh die Hühner ran nehmen. Oh man …

Flesh und Jerkoff landen auf einem Planeten, wo alle Hügel Nippel haben, und werden von einem Penis mit Beinen (nein, liebe Frauen, ich meine nicht einfach einen „Mann“) angegriffen. Also fliehen sie in eine Vaginahöhle, in die der Penis dann ejakuliert und die Helden tief unter die Erde spült.

Der verrückte Professor hat erfolgreich einer Frau eine Bockwurst angenäht. Ich … weiß nicht, was ich dazu sagen sollen.

Die Cheerleaderinnen rutschen auch die Höhle runter.

Dale kommt in den Persönlichkeitsumwandler und kriegt die Persönlichkeit von der Mutter des Henkers verpasst. Ödipus und so. Ihr wisst schon.

Flesh und Jerkoff landen in einem Café, in dem man die Muttermilch direkt aus der Quelle trinken kann. Ihr versteht schon.

Flesh, Jerkoff und Robunda Hooters treffen in den Höhlen auf Kackmenschen. Also wandelnde Scheißhaufen, mit denen sie dann Party machen.

Dale wird von einer Alienzunge … äh, befriedigt?

Flesh, Jerkoff und Hooters haben ausgefeiert und reisen jetzt zum Eisplaneten, wo der Henker, Bator und Prinzesin Frigida immer noch an Dale rumwurschteln.

Flesh und Co.landen in der Henker-Folterkammer und Flesh wird direkt auf den Tisch gelegt, damit sein Pimmel dem Henker transplantiert werden kann. Alter, ist das alles dämlich.

Die notgeilen Cheerleaderinnen kommen vorbei und Bator fällt in ein Loch. Flesh rettet Dale und die Flucht beginnt. Aus irgendeinem Grund muss Flesh dann die fette Prinzessin knallen, um ein Held zu werden. Ich war wohl kurz abwesend, denn ich weiß absolut nicht, warum. Naja, was solls.

Die beglückte Prinzessin erzählt Flesh dann, dass die Impotenzstrahlen in irgendeiner Box versteckt sind, oder so. Ich hab den Faden komplett verloren.

Endkampf-Time mit Cheerleaderinnen gegen Sex-Sklaven, Cyborgs gegen Footballspieler, Henker gegen Sex-Held. Hier ist einfach alles vertreten. Weil wir das noch nicht hatten, endet das ganze in einer Tortenschlacht.

Flesh und der Henker, der jetzt Cyborg-mäßig unterwegs ist, fallen in ein Loch und kämpfen, an einem Spinnennetz hängend, weiter. Der Henker sieht wie der sichere Sieger aus, doch eine Spinnentussi kommt vorbei und macht ihn platt. Flesh schwingt sich an einem Spinnenfaden zurück nach oben und man kann mit Hilfe eines Mega-Kondoms die Impotenzstrahlenkanone unschädlich machen.

Die Penisrakete fliegt von dannen und unsere Helden brechen zu weiteren Abenteuern auf, denen wir glücklicherweise nicht beiwohnen werden.

Ja, meine Herren, das war ja mal wieder unfassbar … äh … unglaublich … äh … einfach unglaublich. Punkt. Aber immerhin haben wir gelernt, dass man impotente Hühner ganz leicht wieder auf Touren bringen kann.

Herausfordernde Drehbuchschwächen auf Spannungsebene A

Ferienzeit. Also gehen wir in die Schule.

DIRTY DEEDS – 2005 – USA – 87 Min.

Schlechter Rock eröffnet den Reigen hier natürlich, schließlich handelt es sich um einen Highschoolfilm. Manchmal ist es einfach schon zu vorhersehbar. Schnell die Story, die hier in 30 Sekunden abgehandelt wird: An der Highschool gibt es die sogenannten „Dirty Deeds“. Herausforderungen, denen sich jeder stellen kann, um zu beweisen, was für ein toller Hecht er ist. Oder besser gesagt, was für ein Trottel. Denn niemand hat die Herausforderungen jemals alle bestanden.

Die Klischeesuppe tropft hier natürlich aus allen Poren. Der töfte Quarterback, die Nerds, der harte Trottel, der mit seinem Monstertruck ein Auto platt macht, das ihm den Parkplatz streitig gemacht hat. Und natürlich die heiße Schnecke, die jeder knallen will. Alle sind sie da. Dazu kommt dann Zack Harper, gespielt von dem Typen, der mal ein alleskönnender Held in Heroes war. Und hier kann er auch alles, wie sich noch herausstellen wird. O, und er ist ein absoluter Witzbold, der gerne Streiche spielt und nichts ernst nimmt. Mit anderen Worten: Er hält sich für unfassbar cool. Der Film macht auch nix, um das Gegenteil zu zeigen, also ist er wohl auch unfassbar cool.

Eine dauerfurzende Bibliothekarin ist der erste und hoffentlich einzige Gag des Films.

Die Footballer verarschen Trottel Kyle und lassen ihn Pisse saufen. Ich sehe schon, das hier hat mal wieder einen Humorlevel, der nicht messbar ist. Weil es sich gar nicht um Humor handelt. Kyle will jedenfalls Rache und fordert Quarterback Dan zu den Dirty Deeds heraus, um sich zu beweisen. Da Meg Zach bittet, ihrem Bruder Kyle den Scheiß auszureden, übernimmt er direkt die Dirty Deeds. Also soll ich jetzt dem Typen, der nix zu gewinnen hat, der nix ernst nimmt und dem sowieso alles scheißegal ist anfeuern, damit er die Herausforederungen besteht? Das wird nicht funktionieren, Herr Autor.

Um die Spannung – und ich nutze dieses Wort im abwertendsten Sinn – zu erhöhren, kriegt er nur 12 Stunden Zeit. Na dann haut mal rein, damit wir schnell fertig werden mit dem Quark hier.

Herausforderung Nummer 1: Ein Bier vor einem Polizisten trinken.

Zach ist natürlich ganz schlau und schüttet die Dose Bier in einen Becher um, da die Regeln nicht besagen, woraus er es trinken muss. Die Cops sind nebenbei stark auf Wache wegen den Deeds, die immer um diese Jahreszeit stattfinden.

Herausforderung Nummer 2: Den härtesten Typ in der Stadt hauen

Quarterback Dan bestimmt, wer der härteste ist und zu meiner und Zachs Enttäuschung ist es nicht er selbst. Nein, es ist irgendein Typ der nen schwarzen Gürtel hat, oder so. Es handelt sich natürlich um den Vogel mit dem Monster Truck, der gerade in einem Hinterhof irgendwelche Typen vermöbelt.

Nebenbei gibt es noch eine Story mit einer Houseparty bei einem Typen, der sturmfrei hat, aber eigentlich keine Party machen will. Ich lasse das mal links liegen, weil es mir einfach scheißegal ist.

Zach latscht zu Monster Truck Joe und kloppt ihn einfach um. Äh, irgendwie ist das alles zu einfach, oder? Außerdem war niemand dabei, um es zu sehen, also hätte er auch einfach behaupten können, dass er den Typen umgehauen hat.

Herausforderung Nummer 3: Im Supermarkt in ein Brot wichsen.

Nicht weiter schwierig. Hinterher wird noch eine geraucht. Der Rektor der Highschool kauft natürlich das Brot. Weil witzig, ihr wisst schon.

Monster Truck Joe sucht Harper, weil er sich natürlich rächen will. Aber er wird erstmal von den Cops abgefangen, weil er zu schnell gefahren ist und ein „Arsch nach Mitternacht“ war.

Herausforderung Nummer 4: Den Gnom von irgendeinem Schuppen durch die Stadt schleifen.

Es handelt sich natürlich um einen Werbeballon. Zach verkackt es aber trotzdem erstmal, denn dem Ballon geht direkt die Luft aus. Kyle ist nicht begeistert darüber, dass Zach ihm die Deeds weggenommen hat, aber er hilft ihm, den Ballon wieder aufzublasen und die Herausforderung zu bestehen.

Herausforderung Nummer 5: Eine Leiche klauen und auf dem Schulhof ablegen

Mit der Leiche auf der Rückbank wird er natürlich von den Bullen angehalten. Aber weil Spannung hier nicht wichtig ist, lässt er sie fahren.

Herausforderung Nummer 6: Besorge einen unterschrieben BH einer Homecoming Queen

Also irgendwie ist die Mischung bei diesen Herausforderungen ziemlicher Käse. Leichen klauen und dann einen BH besorgen. Nicht unbedingt eine Steigerung.

Herausforderung Nummer 7: Das Holzbein von einem Wachmann klauen

Ich hab da ja jetzt mal eine Frage: Diese Dirty Deeds soll es ja jetzt schon seit mehreren Jahren geben. Was ist denn, wenn der Holzbeintyp mittlerweile tot ist, oder der Gnom nicht mehr das Maskottchen von dem Schuppen da ist? Macht nicht viel Sinn das alles. Außer der BH natürlich.

Jedenfalls wird Zach fast erschossen von dem Wachmann aber Meg eilt zur Rettung und zeigt ihm ihre Tüten, woraufhin Zach abhauen kann.

Der kriegt dann vors Maul von Monster Truck Joe, aber wird abermals gerettet von … einem Typen mit Mütze. Der war vorhin schon mal irgendwo im Bild aber fragt mich nicht wer das ist.

Herausforderung Nummer 8: Ein Auto im Wert von 100.000$ klauen

Simpel. Einfach als Einparker vorm Restaurant verkleiden und fertig.

Herausforderung Nummer 9: Duncan Rime finden

Duncan Rime ist eine Legende. Jemand der angeblich bei den Deeds gestorben ist. Was die Frage aufwirft, wie sein Name in die Deeds gelangt ist. Was war denn dann seine neunte Herausforderung? Sterben? Aber natürlich ist in diesem Film nichts kompliziert und Duncan Rime kommt einfach um die Ecke gelatscht. Es ist der Mützentyp. Na, Wahnsinn.

Jedenfalls brabbelt Duncan Rime dann alle zu mit seiner traurigen Geschichte und Harper hat keinen Bock mehr. Aber dann kommen die Bullen und wollen ihn verhaften wegen Autodiebstahl. Aber dann kommt der Besitzer des Autos und sagt, dass alles gechillt ist. Wow, es ist lahmer „Twistoverkill – The Movie“.

Der Ferraribesitzer schickt dann alle nach Hause. Er ist natürlich ein Mafiosi und will mal ein Wörtchen mit Zach wechseln. Und ihm seine Karte geben, falls er mal was braucht. Dann kommt Dans Ex vorbei und erklärt, dass er die letzte Herausforderung machen will, damit Zach dafür in den Bau geht.

Herausforderung Nummer 10: Ruiniere die Homecoming Parade

Mafiabob gibt Zach sein Auto, damit er das verhindern kann und es ist mir unbegreiflich, wie man es schafft, eine Geschichte zu schreiben, in der wirklich alles einfach nur simpel für jeden ist, der sich aber gleichzeitig um Herausforderungen dreht. Der rast dann halt los und natürlich hat er schnell die Cops im Schlepptau und dann kommen alle an der Parade an und der Monster Truck explodiert, weil Mafiabob seinen Mafiajungs gesagt hat, die sollen da ne Bombe dran basteln. Dann schenkt er Zach den Ferrari, der kriegt natürlich auch noch Meg und gemeinsam fahren sie in den Sonnenuntergang. Oder irgendwo poppen, was wahrscheinlicher ist.

Das war schon reichlich lahm. Dabei fand ich die Idee gar nicht mal schlecht. Ich gehe mich den Herausforderungen des Lebens stellen …

Musikalische Glanzleistungen mit vorbeiziehenden Naturwundern im Garten der Sektengeschwister

Heute kriegt ein echter Klassiker des Filmschrotts seinen verdienten Eintrag hier auf dem Filmschrottplatz. Ein Film, der so grauenhaft schlecht ist, dass niemand der Beteiligten jemals wieder einen Film gemacht hat (außer die Forsetzung 50 Jahre später, aber das zählt nicht, weil heute jeder jeden Scheiß fortsetzt). Uns erwartet also vermutlich eine absolut fantastische Katastrophe auf allen filmischen Ebenen. Ohne weitere Umschweife präsentiere ich:

MANOS: THE HANDS OF FATE – USA – 1966 – 70 Min.

Drei Sekunden drin und die Dialoge sind jetzt schon die fürchterlichsten, die ich jemals gehört habe. Es ist fast, als hätte der „Autor“ – und ich nutze das Wort „Autor“ nur aus Mangel an Alternativen – niemals zuvor Menschen miteinander reden gehört. Immerhin ist der Blockflötensoundtrack schon jetzt der Knaller. Der sollte in jeder Schulcafeteria mindestens jährlich aufgeführt werden.

Die Familie ist jedenfalls auf dem Weg in den Urlaub. Vater, Mutter, Kind. Dem Kind ist kalt. Also macht man das Verdeck des Cabrios hoch. Drei Sekunden später hält sie ein Polizist an und das Verdeck ist wieder unten. War wohl doch nicht so kalt. Es folgen wundervolle Landschaftsaufnahmen, die der Kameramann ohne Frage nebenbei in seinem letzten Urlaub auf dem Bauernhof aus dem Seitenfenster seines Leihwagens gefilmt hat. Wiesen. Bäume. Eine Scheune. Bäume. Wiesen. Wenn ich hier aus dem Fenster gucke, bietet sich mir ein ähnliches Bild. Nicht gerade Neuseeland. Aber offenbar absolut filmenswert.

Weiter geht die wilde Fahrt – und ich nutze das Wort „wild“ nur aus Mangel an Adjektiven, die den Scheiß hier beschreiben können – und jetzt wird schön von der Rückbank aus gefilmt, wie sich Papa verfahren hat. Es ist quasi wie damals im 360 Grad Kino im Fort Fun Abenteuerland. Und man hat hier sogar dran gedacht, dass der Effekt viel besser ist, wenn man irgendwo vorfährt. Also fährt Papa einfach immer auf irgendwelche Sträucher, Hecken und Bäume zu und kurz bevor er sie rammen würde, wird weggeschnitten. Kein Wunder, dass der sich verfahren hat, wenn er in jede Hecke ballert.

Der Polizist stört zwei Teens beim rummachen in ihrem Auto mitten in der Wüste und schickt sie nach Hause. Das Acting – und ich nutze das Wort „Acting“ hier nur, weil in keiner Sprache der Welt ein Ausdruck existiert, der das gerade beschreiben kann – des Mädchens ist dabei das vielleicht größte Desaster seit … Immer.

Die Blockflöte wurde eingepackt, denn jetzt ist das Saxophon dran. Die Familie fragt an einem Haus nach dem Weg. Da treffen sie auf Torgo, der auf das Haus aufpasst, bis der Meister wieder da ist. Aber der Meister mag keine Kinder, deshalb dürfen sie natürlich im Haus des Meisters pennen. Das sollte den Charakteren ja eigentlich schon zu denekn geben, aber hier kann man ja froh sein, wenn die Handlung einfach schnell vorangetrieben wird, um das Grauen möglichst kurz zu halten. Torgo weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist und das Klavier setzt ein. Ernsthaft, die sollten diesen Film in der Musikschule zeigen. Da ist für jeden was dabei.

Im Haus hängt ein Bild des Meisters und die Familie ist sich einig: Dem wollen sie nicht im Dunkeln begegnen. Und im Hellen auch nicht. Also bleiben sie in seinem Haus, weil er da ganz sicher nicht auftauchen wird, oder was auch immer hier die Denkweise der Gehirnamputierten ist. Torgo erklärt dann, dass der Meister zwar diese Welt verlassen hat, aber er immer bei ihnen ist. Und er mag offensichtlich Margaret, die Ehefrau der Familie von Idioten. Und dann heult ein Kojote und der Hund haut ab. Also muss Michael hinterher rennen.

Nach einem Schnitt ist er wieder am Haus und erklärt seiner Frau, dass der Hund getötet wurde. Sie bricht in Tränen aus. Ihm ist das alles komplett hupe, wenn ich seine Stimmlage richtig deute. Es könnte aber auch sein,dass er sich versehentlich eine Überdosis Valium reingepfiffen hat und deshalb so desinteressiert wirkt.

Nach dem Vorfall wollen sie dann lieber abhauen und Torgo soll die Koffer ins Auto tragen. Kann Michael das nicht selber machen? Fauler Saftsack. Torgo erklärt, dass es gefährlich wäre, jetzt zu gehen, denn der Meister will Margaret, da er auf schöne Frauen steht. Klingt absolut einleuchtend. Da draußen ist es dunkel und gefährlich, also bleib lieber hier drin, damit der Meister dich vergewaltigen kann.

Margaret ist natürlich weniger überzeugt von der Idee und ist ganz böse auf Torgo. Und deshalb guckt sie ihn mitleidig an. 1A Regieanweisungen hier. Vom Timing fange ich besser gar nicht erst an.

Man bleibt dann halt doch da über Nacht und Tochter Debbie ist plötzlich verschwunden. 5 Minuten später kommt sie mit einem Dobermann um die Ecke. Panik bei den Eltern. Geflenne beim Kind. Grausamkeiten für Augen und Ohren des Zuschauers überall.

Kommen wir zu dem Ereignis, wegen dem wir alle hier sind: Die Opferung, oder Auferstehung, oder Beschwörung, oder Wasauchimmerung des Meisters. Der liegt auf einem Altar, umgeben von Ischen in pinken Kleidern, die sich von Torgo begrapschen lassen. Der haut dann aber erstmal ab, damit er durchs Fenster spannen kann, als Margaet sich auszieht. Anschließend knockt er draußen Michael aus und die Musik erreicht den absoluten Höhepunkt mit schiefen Tonlagen, während er Michael durch den Wald zieht. Minutenlang. Und er schafft genau drei Zentimeter. Eine Meisterleistung der Spannung hier. Immerhin fesselt er ihn noch an einen Baum. Glaube ich. Ist zu dunkel, um es genau zu erkennen.

Uh, der Meister ist erwacht. Fragt mich nicht wie, ich habe keine Ahnung. Der Film lässt das auch erstmal offen und es geht weiter mit den Teens, die mal wieder rumknutschen. Natürlich an genau der gleichen Stelle wie zuvor. Und natürlich kommen die Cops wieder vorbei. Und natürlich werden sie wieder nach Hause geschickt. Aufregend ist das alles ganz und gar nicht.

Was zum Kuckuck ist das eigentlich für ein Sack Reis auf dem Altar vom Meister? Und warum kippt der nicht um? Das wäre viel spannender als der Film. Der Meister beschwört also Manos, den Gott der Dunkelheit, oder sowas in der Art. Wenn ich irgendwann mal auf eine Halloweenparty gehen sollte, gehe ich definitiv in dem coolen Umhang des Meisters.

Äh, plötzlich palavern die ganzen Ischen in den pinken Kleidern rum. Es ist wie beim Kaffeeklatsch. Man versteht kein Wort, weil alle durcheinander reden. Fehlt nur Tante Erika, die immer die Kaffetasse umstößt, beim Versuch das letzte Stück Kuchen zu ergattern. Der Meister ist auch genervt von dem Gequatsche und overacted wie ein junger William Shatner. Nur eben nicht mal halb so cool.

Die Weiber streiten sich dann entweder um den Meister, Manos, die Tochter, oder Margaret. Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass in einer der großartigsten Stummfilmanspielungen aller Zeiten, die Weiber sich kloppen und das Sounddepartment einen Orgasmus nach dem anderen zu haben scheint.

Der Meister weckt derweil mal Torgo auf und kackt den an, weil der seine Ischen knallen will. Stress im Hause Manos. Das kann kein gutes Ende nehmen.

Stummfilmfrauenwrestling die Zweite.

Irgendwann gehts dann mal zur Opferung und das Opfer ist der arme Torgo, der doch nur mal eine geile Trulla poppen wollte.

Margaret sitzt währenddessen mit Tochter Debbie im Schlafzimmer und macht nix, außer zu flennen und auf Michael zu warten, damit der ihnen hilft. Sich einfach mal zu verpissen ist offenbar keine Option. Michael ist nebenbei auch noch da und wurde wohl doch nicht gefesselt, denn er steht einfach auf und latscht zurück zum Haus und ins Schlafzimmer zur Familie, die immer noch unbewacht rumflennt. Aber jetzt ist ja Michael da, um den Tag zu retten.

Torgo hat jetzt übrigens eine Hand weniger, denn die gehört jetzt dem Meister und fackelt ab, der sich darüber tierisch freut und aus dem Lachen gar nicht mehr raus kommt. Ich habe keine Ahnung, was so lustig ist und was er mit einer verkokelten Hand will, aber lassen wir ihn halt mal machen. Leute, die so schicke Umhänge tragen, werden schon wissen, was sie tun.

Die Familie will dann mal los und sich in der Wüste verstecken.

Der Meister verdrischt eine seiner Frauen.

Mich wundert, dass der Klavierspieler noch keinen Krampf hat, weil er immer die gleichen drei Tasten klimpert.

Die Cops sind auch noch unterwegs und äh … ja.

Die Familie ist einfach nur strunzdoof und hat die Flucht abgebrochen und ist jetzt doch wieder im Haus des irren Meisters. Ist es eigentlich Zufall, dass der mit seinem Dobermann neben sich ein bisschen an Hitler erinnert? Jedenfalls zieht Michael eine Knarre – wer weiß schon, wo er die plötzlich her hat – und erschießt den Meister. Oder auch nicht. Keine Ahnung. „Cut und weg“ ist in diesem Film die Devise.

Blockflötenbob und Klavierkarl geben nochmal einen zum besten und zwei Frauen fahren durch die Gegend und es gibt erneut wunderbare Landschaftsaufnahmen aus dem Urlaub des Kameramanns. Die Frauen kommen an dem Haus an und werden von Michael in Empfang genommen, der sich um das Huas kümmert, so lange der Meister nicht da ist.

Wow! Was für ein Ende. Damals sicher ein echter Knaller. Obwohl vermutlich nicht mal da. Ich gehe meinen Diener opfern …

Benachbarte Fremdwelterkundung (gesponsort vom Faschingskostümverleih)

Wisst ihr noch als damals jährlich ein Herr der Ringe Film ins Kino kam und alle nichts anderes mehr wollten, als in Mittelerde zu bleiben? Und wie dann einige Zeit später jährlich ein Hobbit Film ins Kino kam und alle nichts anderes wollten, als Mittelerde niederzubrennen um diese Scheiße nicht mehr ertragen zu müssen? Und wisst ihr noch, wie die Schweiz immer neutral geblieben ist und dann Mittelerde mitten innerhalb der eigenen Grenzen entdeckte? Nein? Na, zum Glück habt ihr mich, um euch diese spannende Geschichte zu erzählen:

THE RING THING – Schweiz – 2004 – 80 Min.

Es war ein mal ein Flugzeug. Das war so schlecht animiert, dass es nur ein Traum von Trottel Fredi sein konnte. Der hat öfters mal Tagträume und lutscht deshalb an den Fingern der männlichen Stewardess herum. Top-Humor sollte man hier wohl lieber nicht erwarten. Jedenfalls hat Fredi einen Ring gekauft, mit dem er Heidi, die absolut nichts, aber auch wirklich gar nichts von ihm wissen will, einen Heiratsantrag machen will. Aber selbstverständlich fällt er aus der Flugzeugtoilette und landet in einem See voller Fische, die so schlecht animiert sind, dass nicht mal Nemo die in seinen Film lassen würde. Nachdem er sich eines Aals entledigt hat und von einem sprechenden Baum erschrocken wurde, hat er dann endlich den Ring wieder und kann eine Klippe runterfallen, um unten vom schwarzen Ritter ausgeknockt zu werden. Das alles waren die ersten 5 Minuten dieses Mülls. Na, das wird sicher ein Riesenspaß.

Fredi wacht bei Almgandhi auf, einem alten Zauberer, der die Geschichte der Ringe erzählt, die an alle verteilt wurden, außer an Lord Sauraus, der dann beleidigt war und sich seinen eigenen Ring geschmiedet hat. Alle starben, aber Prinz Rackaroll hat sich gewehrt und den Ring gekriegt. Aber statt ihn im Berg Kronus zu zerstören, entschied er sich für ein Leben voller Party, Frauen und Drogen. Fredi erklärt dann, dass ihm der schwarze Ritter den Ring geklaut hat und Almgandhi tickt aus und erklärt, dass das Sauraus war und sie den Ring zurückholen müssen.

Boah, erst eine Viertelstunde hinter mir und das geht mir jetzt schon alles unfassbar auf den Sack. Schlechter Slapstick, schlechte Sprüche, schlechte Darsteller, schlechte Wortspiele, schlechte Kostüme, schlechte Story, schlechte Animationen … habe ich ja mal wieder eine hervorragende Wahl getroffen.

Nach einigen Knallergags wie dem Kaiser von China, der auf einem Felsen sitzt, Almgandhi in Strapsen und einem Monster, das statt einem Schwert eine Klobürste zieht, geht es weiter mit Kartentricks vom Almgandhi und Fredi verjagt das Pferd Hans-Peter. Also latscht man weiter zum magischen Tor von Wasweißich und man persifliert die Szene von den Minen von Moria, wie man es nur auf die billigste Art und Weise machen kann. Almgandhi bringt tolle Sprüche wie „Sesam öffne dich“ und „1,2, oder 3, du musst dich entscheiden …“ aber das geheime Passwort ist natürlich: „Mist“. Nach einigen tollen Gags, mit diesem äußerst einfallsreichen Passwort, geht es dann endlich mal in die Höhle. Und da wartet der DRACHE!!!! Und wenn ich Drache sage, meine ich natürlich einen Typen, der sich bei Peter Maffay ein Tabaluga-Kostüm geliehen hat. Das ist so scheiße, dass es nicht mal eine Schrott Awards Nominierung für das Kostüm geben wird.

Rackaroll erledigt den Drachen und rettet die Prinzessin, während Almgandhi sich ein Zauberduell mit Sauraus liefert. Ihr wisst sicher, was das bei diesem Film bedeutet. Bunte Taschentücher ausm Ärmel ziehen und so. Darauf, dass der Drache schwul ist, gehe ich jetzt mal besser nicht ein. Bei dem Zauberduell geht es in die Luft und das Flugeug mit Heidi stürzt ab. Fredi ist untröstlich, aber dann stellt er fest, dass es gar nicht Heidis Flugzeug sein kann, weil das schon lange gelandet sein muss. Almgandhi bricht kurz die vierte Wand und erklärt, dass das ein Film ist. Da ist alles möglich. Meine Herren, das wird wirklich immer schlechter und einfallsloser. Wie humorlos muss man sein, um sich so eine lahme Scheiße auszudenken?

Heidi lebt. Sauraus kommt vorbei und entführt sie, um sie gegen den Ring einzutauschen. Fredi will aber nicht, da er ohne Ring Heidi keinen Antrag machen kann. Wow, was für eine verzwickte Situation. Und was für eine verfickte Scheiße.

Almgandhi nippelt ab, weil er sich den Kopf an einem Stein angeschlagen hat, erklärt aber noch kurz, dass sie bis Mittag den Ring zerstören müssen, sonst wird die Welt mit Fondue überbacken. Ich … sage nichts mehr dazu. Wann ist diese Kacke endlich vorbei?

Rackaroll haut dann ab, um Hilfe bei den Elben zu holen. Die Prinzessin versucht derweil immer wieder, Fredi für sich zu gewinnen. Striptease und so. Nebenbei kommt noch der Gollum dieser Kackgeschichte, der mit sich selbst einen Ringkampf austrägt, bevor er den Ring klaut. Schleimli erzählt die Geschichte, wie er den Ring an seinem Ding hatte und alle daran knabbern wollten. Nachdem der Ring einmal beim pinkeln stecken blieb, hat er eine Tannenzapfenprothese. Man hat noch eine knappe halbe Stunde, um diesen Müll zu unterbieten. Ich bin sicher, man wird es zumindest versuchen.

Racknaroll kifft mit den Elben. Lustig ist anders.

Schleimli führt Fredi und Co. zu dem Tor hinter dem der Berg Kronus liegt. Das Tor wird von menschlichen Kühen bewacht. Fredi will sich anschleichen, aber versagt natürlich auf ganzer Linie und man muss fliehen. In der Nacht wird man von den Kuhviechern angegriffen, aber die Elfenprinzessin hat plötzlich eine Glatze und kann Kung Fu, mit dem sie die Gegner in die Flucht schlägt. Almgandhis Geist kommt dann auch noch mal vorbei und macht Puppentheater. Ich würde jetzt so viel lieber ein Kasperletheater gucken, als diese Kacke.

Ich hab die Schnauze voll. Ich kürze das jetzt ab. Mit dem schwulen Drachen fliegt man zum Berg und hat aus irgendeinem Grund Käsehüte auf. Natürlich werden Fredi und Almgandhi gefangen genommen, weil Pupsi sie verrät und offenbart, dass er dauernd in die Suppe gepisst hat, die Fredi gegessen hat. Sauraus schnappt sich den Ring, aber der funktioniert nicht, weil es eben nur ein Ehering ist, was Fredi dann mal wieder erklärt. Rackaroll kommt mit irgendwelchen Bauern vorbei und Action und so. Heidi rafft dann auch, dass sie Fredi ficken will und kloppt Pupsi um. Sauraus wird vom Drachen ins Fondue gekloppt und Fredi kriegt seinen Ring wieder. Damit ist diese abgrundtief unlustige Parodie endlich vorbei. Ich … frage mich ja wirklich, wie so eine unfassbar hingerotzte Scheiße jemals in Produktion gehen konnte. Mal ehrlich: Wenn jemand ein paar Freunde zusammentrommelt und so eine Scheiße im Wald dreht ist das ja okay (wenn auch trotzdem nicht lustig), aber das irgendein Studio so einen Scheiß unterstützt und dafür andere Drehbücher (die niemals schlechter sein können als das hier) liegen bleiben und niemals verfilmt werden ist der Grund, warum ich die Filmbranche einfach ab und zu hassen muss. Ich gehe was besseres schreiben … schon fertig …

Feministische Regierungsformen der nahfernenirgendwannhalt Zukunft

Ich machs kurz. Heute gibt es mal wieder einen Vertreter aus meinem absoluten Lieblingsgenre: Post-Apokalypse aus den 80er Jahren. Das kann nur gut werden.

AMERICA 3000 – USA – 1986 – 92 Min.

Die Menschen haben es endlich geschafft und sich zurück in die Steinzeit gebombt. 900 Jahre später sind sie immer noch nicht weiter fortgeschritten. 900 Jahre? Der Film wurde 1986 gedreht. Moment mal:

1986+900=2886
2+8+8+6=24
2886+24=2910
2+9+1+0=12
2886+12=2898
1 und 0 und 2=102
2898+102=3000 AMERICA 3000

So entstehen also Filmtitel.

Scheinbar nicht ausgestorben im Jahr 3000 ist grauenhaftes Gitarrengeschreddel aus den 1980ern. Aber die Zeiten haben sich wirklich geändert. Die Welt wird von den Frauen regiert und die Männer sind nur noch Sklaven. Anführerin Tiara ist die Obersklaventreiberin und ihre Tochter ist halt ihre Tochter. Gruss ist ein Mann und er ist ein echter Draufgänger, denn er flieht direkt mit irgendeinem anderen Typen aus dem Wüstenlager. Sie fliehen in die radioaktive Zone, weil sich die Frauen da nicht hintrauen, oder so.

Und dann wird eine Mauer gebaut. Eventuell führt Donald Trump das Camp an. Aber er würde es vermutlich nicht „Camp Reagan“ nennen. Protagonist Korvis findet jedenfalls ein Malbuch für kleine Kinder und dadurch heraus, dass er ein „Mann“ ist. Besser spät, als nie.

Im Wald greifen irgendwelche Zurückgebliebenen eine Truppe Frauen an und kriegt so richtig vor die Fresse. Also, so richtig man das eben von so einem Film erwarten kann. Eigentlich hüpfen alle nur dämlich rum und wedeln mit ihren Keulen ins Leere. Venus hat natürlich eine Peitsche dabei und wedelt mit der ins Leere.

Irgendwo anders muss irgendeine Tucke in einem Käfig gegen Big Foot kämpfen. Ich habe den Faden verloren. Hat länger gedauert, als ich dachte.

Ach so, Tiara ist gar kein Name, sondern der Rang in dem Stamm. Quasi die Sklavenkönigin. Namedropping vom Feinsten als sie abnippelt und das Rennen für die neue Tiara für eröffnet erklärt. Keine Ahnung, wie die Kandidatinnen heißen, aber scheinbar sind sie alle ihre Töchter und haben eigentlich gar keinen Bock auf den Job.

Amie ist ein Typ ohne Zunge, weil er ein Haustier war. Fragt mich nicht, ich sags nur, wie es mir der Film erklärt. Korvis findet ihn zufällig in einem niedergeschnetzelten Dorf.

Dann das große Treffen der Sklaventreiberinnen und ein großes Besäufnis, weil man das halt so macht, wenn eine Tiara den Löffel abgegeben hat. Das hat sich also nicht wirklich geändert. Auch im Jahr 3000 wird noch jede Gelegenheit genutzt, um sinnlos zu feiern.

Die Gruppe von aufständischen Kerlen rund um Korvis will die Party sprengen und das Camp abfackeln. Und das ausgerechnet jetzt, wo in jedem Zimmer scheinbar heiße Lesbenaction angesagt ist. Sie warten bis zum Morgen, als alle verkatert sind und infiltrieren das völlig unbewachte Camp, in de wirklich absolut niemand wach ist. Wie zur Hölle haben diese Frauen es geschafft, die Macht an sich zu reißen?

Die Männer um Korvis befreien also problemlos alle Sklaven und den Big Foot und legen halt Feuer. Spannend ist das alles nicht gerade. Schon gar nicht, wenn man genau das vorher genau so ankündigt.

Das ist sicher ein guter Moment, um mal die Sprache des Jahres 3000 zu erläutern. „Machos“ sind Sexsklaven. „Toys“ sind Typen ohne Zunge, die als Haustier gehalten werden. „Seeders“ sind für die Besamung zuständig. Und „Plastic“ heißt schlicht, dass etwas scheiße gelaufen ist. Keine Ahnung, warum ausgerechnet „Plastic“. Vielleicht, weil das so schlecht abbaubar ist wie ein Scheißtag, der auch nie endet.

Korvis hat auch einen Scheißtag, denn er wird mit einer Armbrust abgeballert, fällt gefühlt hundert Meter einen Canyon runter und landet in einer Höhle. Mich würds nicht wundern, wenn gleich die Morlocks auftauchen, aber den Cameo hatte zu der Zeit ja schon ein anderer Knaller erledigt. Korvis folgt also dem Höhlenverlauf und findet sich in einem alten Bunker wieder. Darin findet er das güldene Lieblingshemd von Prince, ein neues Buch und eine Laserwaffe, mit der er natürlich erstmal voller Begeisterung wild rumballert. Auch daran hat sich im Jahr 3000 nix geändert. Männer schießen immer noch willkürlich in der Gegend rum, sobald sie ein Rohr in der Hand halten.

Korvis verkleidet sich als Darth Vader vom Planeten Vulkan und trifft draußen irgendeinen Opa. Dann raffe ich absolut nix und er lacht sich kaputt. Oh, und er hat einen waschechten Ghettoblaster gefunden.

Die Tiara-Tussen zicken sich an. In Camp Reagan werden die Machos unter Wasser gedöppt, um sie zu Männern zu machen. Das sind ja Methoden. Noch nie was von Waterboarding gehört, oder was?

Korvis kommt mit grauenhafter Kackmucke angeritten. Warum müssen die in diesen Filmen eigentlich immer diese fürchterliche 80er Rockmusik benutzen? Er hat Granaten dabei und er ist jetzt der Präsident. Oh, und eine Dose Haarspray für Big Foot gibt es auch noch.Yay! Party!

Korvis präsentiert sich dann den Frauen in voller „Präsidentenkluft“. Also im Strahlenschutzanzug. Dazu veranstalten seine Freunde ein Feuerwerk mit Granaten und Lasershow und allem Brimborium, das dazu gehört. Der „Präsident“ will mit der blonden Tiaraanwärterin labern und eine andere Trulla fällt n Ohnmacht. Wie haben diese Frauen noch mal die Macht erlangt?

Morha ist skeptisch. Um genau zu sein, hält sie das alles für einen Trick. Immerhin eine hier, die was in der Birne hat. Die verschwört sich dann mit anderen Trullas und will mit Dynamit die Macht an sich reißen. Aha. Geht doch. Endlich mal jemand, mit einem Plan, der auch funktionieren kann.

Präsident Korvis nimmt Blondie mit nach wasweißichwohin. Morha und Co. kochen Suppe, oder so. Ach so, Korvis und Blondie sind in dem Bunker. Hab ich erst nicht erkannt, wegen dem komplett eingerichteten Schlafzimmer, das aussieht, als hätte JR Ewing da gewohnt. Uiuiui, Geknutsche. Was dieser Film eindeutig nicht gebraucht hat, ist eine Liebesgeschichte.

Deshalb gehe ich da mal nicht weiter drauf ein und gucke mir die spannende Action an, bei der Männer und Frauen wahllos Granaten durch die Gegend werfen und Big Foot mit dem Ghettoblaster übers Schlachtfeld tanzt. Willkommen in der Post-Apokalypse.

Der Präsident muss also eine Entscheidung treffen und entscheidet, dass es das beste ist, alle wieder wegzubomben wie damals 1986. Also vor 900 Jahren, ihr versteht schon. Aber Blondie redet ihm ins Gewissen und nach ungefähr 3000 Minuten des Palavers legen alle ihre Waffen nieder und Big Foot springt erfreut mit dem Ghettoblaster in die Luft.

Ich will gar nicht wissen, wie beschissen die Filme in 900 Jahren sein werden. Ich gehe mich einer Frau unterwerfen …

Tiefbohrendes Dentaldesaster

„I was attacked by a coked up whore and a – a fuckin‘ crazy dentist!“ – 12 Monkeys, 1995

Wer geht schon gerne zum Zahnarzt? Und wer geht schon gerne zu einem irren Zahnarzt? Die Patienten im folgenden Film offenbar schon. Irgendwas muss der also richtig machen. Schauen wir mal, was es ist.

THE DENTIST – USA – 1996 – 92 Min.

Oh, klassische Musik. Das heißt natürlich, dass dieser Film Kunst sein muss. Ein simpler Trick, der einfach immer funktioniert. Außer hier vermutlich.

Der Zahnarzt hat Hochzeitstag und kackt erst mal seine Alte an, weil die sein Hemd nicht richtig gebügelt hat, oder so. Szenen einer Ehe. Dann kackt er seine Alte an, weil sie nur einen Bademantel an hat. Szenen einer Ehe. Und dann kackt er seine Alte an, weil die heimlich geraucht hat. Szenen einer Ehe. Und dann kackt er den Poolreiniger an, weil der Zahnarzt einfach ein Arschloch ist. Szenen eines Arbeitsverhältnisses.

Der Zahnarzt hat eine Schmutzphobie wie Howard Hughes. Wenn er noch einen Pilotenschein macht, haben wir hier ein 1A Biopic. Vielleicht hat ja sogar Leonardo DiCaprio einen Cameo als Zahnarzthelferin.

Die Alte kaut dem Poolreiniger einen. Guter Start in den Tag, würde ich sagen .Morgens oral, abends Elmex. Der Zahnarzt ist aber bei dem Anblick ganz und gar nicht erfreut, denn wie wir alle wissen führt Blowjob direkt zu Parodontose. Er schnappt sich seine Waffe, die jeder gute Zahnarzt in der Schublade haben sollte, und verfolgt den Poolreiniger, der dann auch schon die nächste Trulla flachlegt. Er ist halt echt der Oberstecher. Bevor der Zahnarzt was machen kann, wird er von einem Hund angegriffen und muss den abknallen. Interessiert nebenbei scheinbar keine Sau in der Nachbarschaft, dass da gerade rumgeballert wurde.

Also geht Dr. Feinstone erst mal zur Arbeit. Da schneidet er erst mal einem Kind die Fresse auf, weil er Hallus schiebt. Dann ballert er sich ein paar Pillen rein, weil das immer hilft.

Zwei unfassbar kompetent wirkende Detectives ermitteln im Fall des toten Hundes. Und kombinieren direkt mal völlig verkehrt, dass der Hund von einem Serieneinbrecher erschossen wurde.

Feinstone bohrt eine Patientin mit seinem privaten Bohrer und erwürgt sie dann fast. Meine Fresse, ist das alles ein lahmer Käse. Feinstone kriegt dann für das Geficke einen vors Maul und schickt alle nach Hause. Sarah ist ganz traurig, weil sie heute die Zahnspange rauskriegen sollte und abends auf eine megacoole Party will. Was Sarah nicht weiß: Egal wie viele Zahnspangen da sind, keine Party ist jemals megacool. Also wird sie es wohl überleben.

Abends lädt Feinstone zum Hochzeitstag seine Alte dann in seine Praxis ein, um ihr seinen neuen Behandlungsraum zu zeigen. Wie zur Hölle hat der Affe überhaupt jemals eine Frau gefunden? Damit sie noch ein bisschen besser lutschen kann, zieht er ihr dann ein paar Zähne.

Detective Gibbs und Detective Sunshine (ja, der heißt wirklich so) befragen Feinstone zu dem toten Hund. Draußen im Pool findet der Poolreiniger währenddessen die Zunge von Frau Feinstone. Und dann wird er vom Zahnarzt abgestochen. Die Tatwaffe schmeißt Feinstone übrigens einfach in den Pool. Das perfekte Verbrechen sieht irgendwie anders aus, würde ich sagen.

Sarah hat ihre Party auf heute verschoben. Megacool wird sie trotzdem ganz sicher nicht werden.

Etwas Rumgebohre später folgt ein unfassbar aufregender Kampf auf Leben und Tod zwischen Feinstone und seiner Praktikantin, die ihn bei der Ärztekammer anzeigen will. Er gewinnt.

Durch die Kugel aus der Waffe kommen die Detectives Gibbs und Sunshine dem Zahnarzt auf die Schliche.

Sarah kommt immer noch nicht dran, weil Finanzheini Goldblum sich vordrängelt. Eine Minute später bereut er das natürlich.

Die Detectives finden Feinstones Frau. In der Praxis findet eine Helferin den halbverstümmelten Steuerberater. Klar, dass sie das nicht überlebt. Ich verstehe nebenbei nicht ganz, warum der Zahnarzt seine Angestellten direkt um die Ecke bringt, aber ausgerechnet einen Steuerberater am Laben lässt. Daran sieht man doch eindeutig, dass Feinstone einfach irre ist.

Uh, Sarah ist dran. Ich schätze, das große Happy End des Films ist, dass sie tatsächlich ihre Spange verliert und eine megacoole Party schmeißt. Und sie hätte es verdient, denn sie stellt sich als echte Kämpferin heraus. Als der Doc eine Waffe zieht, kloppt sie ihm die Lampe an die Murmel und beißt ihm in die Finger. Oh nein, wie soll er jemals wieder richtig bohren können? Nach kurzem Versteckspiel findet der Zahnarzt Sarah natürlich und will etwas bohren. Irgendwie klingt alles im Zusammenhang mit Zahnärzten einfach nur pervers, oder liegt das an mir?

Jedenfalls ist Sarah kurz davor, abgeknallt zu werden, aber dann verspricht sie, sich die Zähne dreimal täglich zu putzen. Ein guter Zahnarzt, der Feinstone ja zweifelsfrei ist, wie wir in der letzten Stunde unweigerlich feststellen durften, lässt sie für dieses ehrliche Versprechen natürlich am Leben.

Feinstone fährt dann an die Uni, wo er nebenbei auch noch unterrichtet und hat mal wieder Hallus ohne Ende. Detective Gibbs und Sunshine sind zur Stelle und nach kurzer und völlig unspektakulärer Verfolgung, ergibt er sich einfach und landet in der Klapsmühle, wo er weiter Hallus schieben kann. Ein unglaublich aufregendes Ende, dass sich hervorragend in den Rest des aufregenden Films einfügt. Ich gehe meinen Zahnarzttermin verschieben …

Chemieunterricht für fortgebildete Kampframbos

Nach Roddy Piper darf natürlich auch der Hulkster noch mal glänzen hier auf dem Filmschrottplatz. Die Vorbereitungen zum großen Kampf bei den Schrott Awards gehen unermüdlich weiter.

SHADOW WARRIORS: ASSAULT ON DEVIL ISLAND – USA – Kanada – 1997 – 96 Min.

Starring: Homepornhogan, eine Trulla, die besser ins Pornobusiness gepasst hätte und ein Opfer des Predator

Jemand hat Hogan Spaghetti an die Glatze geklebt … ach nee, das ist seine Perücke. Sieht wirklich täuschend echt aus. Wo isn der da? Ist das Nepal? Ich kapiere jetzt schon nichts mehr, außer, dass Hogan in einer Sauna Marke Eigenbau rumsitzt und Flashbacks vom Krieg hat, oder so. Weil das noch nicht sinnlos genug war, gibts einen Cut und Shannon Tweed boxt einen Sandsack während Carl Weathers mit Hammer und Meißel an einem Steinklotz rumkloppt. Bildhauerhobby ist zumindest mal was neues.

Irgendeine Trulla will Steinmetz-Carls Truppe anheuern, um ihre verschwundene Tochter zu finden, die halt weg ist. Und zwar ohne ihren Lieblingsteddy. Das geht natürlich nicht mit rechten Dingen zu. Hogan gehört selbstverständlich auch zu der Truppe. Und er guckt ganz besonders traurig – zumindest versucht er es.

Mike hat wieder Flashbacks.

In Österreich gibts ein Photoshooting mit dem entführten Blag und dem Vater. Denke ich. Man darf hier ja scheinbar wieder mal nichts raffen, sonst könnte man ja der dünnen Handlung folgen. Und das wollen die Produzenten natürlich nicht. Dann würde man ja merken, was das für eine Grütze ist … Moment … merkt man ja auch so.

Zu grandioser Musik, für die der Praktikant mindestens zwei Minuten gebraucht hat, um sie im Music Maker zusammenzuschustern, klettern Carl und Mike an einer Felswand rum. Ich habe absolut keine Ahnung, was hier der Plan ist. Mike hat dann erst mal wieder Flashbacks und stürzt ab. Leider nur nen halben Meter, da er an einer Sicherungsleine hängt. Ich habe da jetzt mal eine Frage an die Profibergsteiger hier: Wie kann es eigentlich sein, dass man beim Bergsteigen an einer Sicherheitsleine hängt, die ÜBER einem angebracht ist? Wie kriegt man denn die Leine bitte da hoch? Also, wenn man nicht Hollywood ist, meine ich natürlich. Wie die das machen ist ja klar. Hogan musste vorher einmal ohne Leine hoch und die da oben annageln und dann wieder runterklettern, um die Flashbackszene zu drehen. Aber wie macht man das, wenn kein Hulk Hogan da ist?

Der Entführer gibt wohl sowas wie eine Party. Ich finde das immer schwer zu beurteilen, bei so arroganten hochnäsigen Snobwichsern. Party ist für mich halt nicht doof mit einem Glas Champagner in der Ecke stehen und den anderen Snobwichsern dabei zugucken, wie sie ebenfalls doof mit einem Glas Champagner in der Ecke stehen. Aber jedem das Seine. Wird wohl eine Party sein. Auf der ist nebenbei auch Shannon Tweed von Team Carl. Was die da macht … weiß sie vermutlich selbst nicht.

AHA! Sie schleicht sich ins Zimmer des entführten Mädchens um die zu retten und … Meine Fresse, hat der reiche Schnösel jetzt echt zur Belustigung bayrische Schuhplattlertänzer in voller Lederhosentracht rangekarrt. Ich würde auf dieser Party einfach jedem in die Fresse hauen. Ist ja grauenhaft. Jedenfalls gerät Hunter, so heißt die Tussi on Team Carl, in Probleme mit irgendeiner anderen Tuse und Mike muss zur Rettung eilen und Leute vermöbeln. Mann, ist das alles spannend.

Auf die grandiose Flucht mit der Seilbahn gehe ich besser gar nicht erst ein. Ich frage mich nebenbei gerade, ob das schon alles an Handlung war und der Film jetzt vielleicht nur noch eine Stunde lang Actionszenen aneinander reiht. Ich würde es mir ja fast wünschen, so unfassbar aufregend wie das alles sein könnte, aber natürlich absolut nicht ist, weil hier nur unfähige Honks und Carl Weathers am Werk sind.

So, das Kind ist wieder bei der Mutter und das wars dann wohl. Was zur Hölle saugt man sich jetzt wohl für einen Quark aus den Fingern, um die weitere Stunde zu füllen? Jemand einen Tipp? Richtig: Hogan hat nen Flashback. Und dann findet er in einer Akte voller Kopfgelder zufällig das Bild von einem Typen, den er kennt. Es ist TATATA irgendein Typ, der seinen eigenen Tod vorgetäuscht hat und dann mit plastischer Chirurgie sein Aussehen verändert hat. Aber Mike erkennt ihn an den Augen. Oh mann, es ist noch dämlicher als ich es mir vorgestellt hatte. Und nebenbei war die komplette erste halbe Stunde des Films komplett überflüssig.

Mikes Frisur erklärt dann mal kurz, was eigentlich los war: Einsatz Team Hogan, viele Tote im Stacheldraht, die durch eine chemische Giftwaffe verreckt sind. Und Hogan hat den Entwickler der Waffe gefunden und seine Augen gesehen. Aber jemand hat ihn attackiert und ihm die Gasmaske runtergerissen. Und von dem Gift sind ihm tolle Haare gewachsen. Und der Chemiefritze ist natürlich entkommen. Aber Hogan erkennt ihn an den Augen, wie wir wissen. Und er wird ihn nicht ein zweites Mal entkommen lassen. Denn er will unbedingt ein neues Shampoo für sein wallendes Haar. Oder so. Wer weiß.

Seinfeld-Musik. Was zur Hölle ist bloß mit dem Sound Editor falsch gelaufen? Unfassbar.

Ich mache mal einen kleinen Sprung, weil 10 Minuten lang gar nichts passiert, womit quasi die Hälfte des Steifens komplett überflüssig ist. Dann ballert Mike in bester Rambomanier mit zwei Megamaschinengewehren ein ganzes Lager von Terroristen weg. Dabei will er eigentlich nur mit Jamal reden. Das hätte man vielleicht auch anders vermitteln können, als alle Leute zu töten. Aber ich kenne mich mit Verhandlungstaktiken in Terroristencamps nicht aus.

Mike trifft dann den Augentyp, den er für den Chemiker hält. Und es stellt sich überraschend heraus, dass es tatsächlich der Chemiker mit neuer Visage ist. Der will Mike dann ein Harrentfernungsmittel spritzen, aber im letzten Moment kommt Team Carl vorbei und rettet den Tag. Und Mikes Frisur. Woher die nebenbei wussten, wo genau am Arsch der Welt Hogan rumhängt, bleibt offen.

Nach ewigem Blahblah findet man dann heraus, wohin der Chemiker geflohen ist. Ich tippe mal spontan auf Devils Island. Die muss ja irgendwann mal ne Rolle spielen.

Durch einen verlassenen Minenstollen gelangt man ins Labor von Dr. Chemie irgendwo in einer alten Lagerhalle. Ob man auf Devils Island ist, habe ich nebenbei noch nicht mitgekriegt. Sieht eigentlich nicht wie eine Insel aus, aber was weiß ich schon. Aufgrund der Dramatik werden sie natürlich entdeckt und angegriffen.

Der Showdown zwischen dem Chemielehrer und Hogan ist dann der lahmste Scheiß ever. Eigentlich rennt Chem Ie die ganze Zeit nur weg und Hogan sucht ihn und ballert dabei nebenbei ein paar Gegner weg. Team Carl ballert ebenfalls Leute weg und verhindert dabei noch einen Raketenabschuss und zwar indem einer von ihnen aus einem Helikopter heraus mit einer Bazooka die gerade gestartete Rakete abschießt. Dass Team Carl ausschließlich aus Scharfschützen besteht und die Gegner nicht mal ein Scheunentor treffen würden wenn sie direkt davor stehen, versteht sich natürlich von selbst. Das mündet dann in einer Flucht mit einem Luftkissenboot. Auf dem spritzt Hogan seinem Erzrivalen dann eine Chemiekeule, die die Knochen in Stein und das Blut in Feuer verwandelt. Ich sage es, wie es ist: Ich habe weder Stein noch Feuer gesehen. Vermutlich kriegt man davon doch nur Nierensteine und es brennt beim Pissen. Ist ja auch unangenehm.

Verpasst nicht die Schrott Awards mit dem großen Kampf zwischen Roddy Piper und Mike Spaghetti-Haar. Nur hier auf dem Filmschrottplatz.