Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Sumpfige Leichenwanderung unter Abwesenheit von Alligatoren

Graben wir uns doch mal wieder durch die absoluten Untiefen des Genrefilms. Da gibt es so schön viel Müll.

THE ALIEN DEAD – USA – 1980 – 74 Min.

Regie führte hier Fred Olen Ray, ein Mann, der bisher 155 Filme gemacht hat, von deren Titeln in ungefähr 142 das Wort „Bikini“ vorkommt. Es grenzt quasi an ein Wunder, dass ich zufällig einen ohne „Bikini“ genommen habe.
Das Drehbuch hat er gemeinsam mit Martin Nicholas verfasst, der sonst absolut nix geschrieben hat und nur mal als Hausmeister durch einen anderen Film laufen durfte.
Hauptdarsteller Buster Crabbe, der hier Sheriff Kowalski mimt, kann man als einen der ersten B-Movie-Stars bezeichnen. In den 30ern spielte er unter anderem FLASH GORDON und BUCK ROGERS sowie einige Westernhelden wie Billy The Kid in zahlreichen Low Budget Western. Der folgende Krampf ist quasi sein B-Movie-Abgang, denn er starb kurz darauf. Ob dieser Film zur Trauer beiträgt, darf bezweifelt werden.

Journalist Tom Corma tippt auf seiner Schreibmaschine herum und erzählt diese Geschichte aus einem Kaff, in dem niemand jemals vermutet hätte, dass da irgendwas Außergewöhnliches passieren könnte. Nebenbei zeigt das direkt mal die Attitüde, dass alles immer größer sein muss heutzutage. Heute spielen alle Filme in großen Städten, aber hier schippern Mr. und Ms. Griffith durch einen Sumpf am Arsch der Welt und unterbieten sich gegenseitig in ihrer darstellerischen Leistung. Ms. Griffith säuft ab, also muss ich zumindest nur noch einen von beiden ertragen.

Journalisten und Polizisten pokern und labern irgendwelchen Quark, dann kommt Mr. Griffith rein und … Acting.

Eine Blondine wird von einem Zombie … geirgendwast.

Tom ist am See und recherchiert. Dabei überrascht er Ms. Michaels, die gerade schwimmt und eindeutig viel zu viel dabei an hat. Tom ist sowas von investigativ, dass er weiß, dass im Sumpf eigentlich Alligatoren sein sollten, aber die sind alle weg. Mr. Michaels hat keine Erklärung dafür, außer natürlich ein deutsches Flugzeug, dass im zweiten Weltkrieg in den Sumpf gestürzt ist und selbstverständlich haben Indianer auch was damit zu tun und dann ist da ja noch das Riesenopossum … Leider endet der große Verschwörungsdialog und Tom geht spazieren, weil er gerade erfahren hat, dass es Opossum zum Essen gibt.

Eine Brünette und ihr Freund streiten sich und … Acting.

Die Brünette wird von einem Zombie verfolgt und sie stellt sich natürlich absolut dämlich an und stirbt.

Tom und Miss Michaels machen im Busch rum und finden die Leiche von Ms. Griffith. Da der Sheriff nichts unternehmen will, wird Tom persönlich den Sumpf nach Hinweisen absuchen. Vermutlich mit Miss Michaels, denn beim Rumknutschen finden sich Hinweise am besten.

Ein Holzfäller wird von den Zombies … gestreichelt. Okay, er wurde gefressen, es sah nur nicht danach aus. Seine Frau klingt exakt wie die Mutter von Brian von Nazareth, aber ich glaube nicht, dass Terry Gilliam hier mit was zu tun hatte. Sie wird von den Zombies auf eine Mistgabel gespießt und … Acting.

Tom und MM (wie ich Miss Michaels ab jetzt abkürzen werde) knutschen auf einem Boot rum und werden von den Zombies … geschüttelt. Also hauen sie ab. An Land wartet schon der Sheriff und glaubt nicht an Zombies. Stattdessen hat er eine Belohnung auf den Alligator ausgesetzt, der seiner Meinung nach Ms. Griffith gekillt hat. Also wird wohl gleich das gesamte Hinterwäldlerkaff im Sumpf rumballern. Könnte spaßig werden.

Tom zieht einen Biologen zu Rate, der mal checken soll, was das für Zombieviecher sind.

Eine nackte Blondine wird von den Zombies … in den See gedöppt. Eigentlich wäre ein Cop zur Stelle gewesen, der sie die ganze Zeit beim Nacktbaden bespannt hat, aber ausgerechnet kurz vor der Zombieattacke muss er zurück zu seinem Funkgerät. Der Sheriff hat nämlich irgendwas Verdächtiges am Highway, das unbedingt inspiziert werden muss.

Zu Countryklängen aus der Hölle torkeln die Zombies aus dem Wald und fallen über die Leute her, die scheinbar nicht mal in der Lage wären, einer Killerschnecke zu entkommen. Es ist halt schon irgendwie natürliche Selektion, wenn die lahmarschigen Zombies diese nutzlosen Heiopeis erledigen.

Ich glaube, es folgt sowas wie ein Rückblick. Ganz sicher kann man da nie sein, denn hier sieht einfach alles gleich aus. Jedenfalls erinnert sich wohl Ms. Hawkins, dass irgendwas explodiert ist oder so. Ich raffe es absolut nicht, weil man nichts erkennt, nichts gesagt wird und die Effekte komplette Grütze sind. Gehen wir einfach mal davon aus, dass ein Meteor eingeschlagen ist, weil ich das Wort gerade aufgeschnappt habe und hinterfragen nichts mehr.

Viel Zeit zum Hinterfragen bleibt ohnehin nicht, denn wir kommen zum großen Finale, voller lahmer Zombies, kreischender Frauen und einem Typen mit Schrotflinte. Was hier wie die Mörderaction klingt, könnte kaum langweiliger sein. Die letzten Überlebenden verschanzen sich in einer Hütte und schmiedet den genialen Plan, mit dem Auto abzuhauen. Dazu lenkt Miller die Zombies ab, indem er … irgendwas Explodierendes durch die Gegend wirft und sich fressen lässt.

Unser Liebespaar Tom und MM sind die letzten und rennen zum Auto …. wo zur Hölle steht das bitte? Müssen die durch den ganzen Wald? Moment mal, wer hat da jemanden am Baum aufgehangen? Zombies machen sowas nicht. Und warum nehmen die jetzt das Boot? Das war nicht der Plan? Wo ist das Auto? Das ergibt alles keinen Sinn.

Dass der Film dann vorbei ist nebenbei auch nicht, aber immerhin muss ich mich nicht noch länger quälen. Ich gehe im Sumpf nach Leichen tauchen …

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Im Weltraum hört dich niemand stalken

Wenn es hier auf dem Filmschrottplatz in den Weltraum geht, stehen für gewöhnlich aufregende Laserpistolenduelle und galaktische Kämpfe im unendlichen Raum auf dem Programm. Aber heute schlagen wir mal andere Pfade ein. Denn im modernen Hollywood dachte man sich vor einigen Jahren, dass das doch alles ausgelutscht ist und man mal einen neuen Ansatz braucht. Okay, dachte man sich ganz bestimmt nicht, aber gemacht hat man es trotzdem. Und man hätte es besser gelassen.

PASSENGERS – USA – Australien – 2016 – 116 Min.

Regie bei dem Krampf führte Morten Tyldum, der immerhin für THE IMITATION GAME mal für einen Oscar nominiert war. Aussagekräftig ist das aber ohnehin auch schon lange nicht mehr.
Drehbuchautor John Spaihts war auch schonmal nominiert. Nämlich für die Goldene Himbeere, für das Verbrechen namens THE MUMMY, der hier berechtigterweise bereits besprochen wurde.
Bei den Darstellern hat man das volle Programm am Start. Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Laurence Fishburne, Andy Garcia und Martin Sheen geben sich die Ehre. Und ich mag sie alle. Und ich frage mich bei allen, warum sie in so viel Scheiße mitspielen. Ich meine, alleine Chris Pratt hat sich schon dreimal auf dem Filmschrottplatz verewigt. Auf der Suche nach Titten, auf der Suche nach Dinosauriern und auf der Suche nach dem Schauspieltalent von Megan Fox. Und ich verrate sicher nicht zu viel, dass er uns hier noch sehr oft begegnen wird in der Zukunft. Kann der Mann nicht einfach mal in guten Filmen mitspielen?

Ich werde mich hier damt zurückhalten, auf das CGI einzugehen, denn das sieht schon in den ersten Minuten absolut kacke aus. Chris Pratt sieht in seinem Unterhemd auch nicht gerade killer aus, aber man kann eben nicht alles haben. Jim wacht also auf und wird von einer nervigen Computertrulla vollgelabert, die ihm erklärt, wie toll die „Avalon“ ist, also das Schiff, auf dem er gerade durchs All reist. Um das zu unterstreichen läuft Bob Dylan.

Herrjeh, es gibt scheinbar mehr als eine Hologramstewardess an Bord der Avalon. Die Nächste erzählt, wie toll die Zukunft werden wird, aber Jim hat da so seine Zweifel, denn irgendwie ist außer ihm keine Sau da, um sich den spannenden Vortrag anzuhören. Also versucht er mal schnell herauszufinden, was eigentlich Phase ist und quatscht mit ungefähr zwölftausend Computern, die alle alles andere als behilflich sind.

Die Szene an der Bar erinnert irgendwie an Kubricks THE SHINING. Barkeeper Arthur ist natürlich ein Android und erklärt, dass es absolut unmöglich ist, dass Jim zu früh aufgewacht ist. Scheinbar ist die Technik der Zukunft der absolut unfehlbare Shit und es kann überhaupt nichts schief gehen. Kommt vermutlich alles aus Taiwan. Pratt sorgt durch sein Spiel immerhin für etwas Lockerheit in der ganzen Nummer.

Jim versucht das Beste aus seiner Situation zu machen und nutzt die gesamten Entertainment-Einrichtungen des Schiffs. Alle beide. Und er lässt sich einen Fake-Bart wachsen, wie es jeder normale Mensch (ja, auch Frauen) in dieser Situation tun würde. Aber irgendwann langweilt ihn das auch und er beschließt, das Nächstbeste zu machen: Die geilste schlafende Ische zu wecken, die er in den Schlafkammern finden kann. Immerhin hadert er zuvor mal so fünf Minuten mit sich selbst und schneidet sich die Haare, um einen guten Eindruck zu machen.

Kudos nebenbei an die absolut offensichtlich-geniale Entscheidung, die Figur Aurora zu nennen. Mir fehlen vor lauter Einfallsreichtum die Worte.

Jim verheimlicht ihr natürlich, dass er sie absichtlich aufgeweckt hat. Aurora erleidet trotzdem eine Panikattacke. Wenn sie gleich herausfindet, dass Jim daran Schuld hat (und ja, wir wissen, sie wird es herausfinden, denn es ist ein Standardstreifen ohne Überraschungen), fällt die Attacke vermutlich anders aus.

Aurora will herausfinden, was schief gelaufen ist, wie sie die Crew wecken können oder überhaupt irgendwas tun können, damit ihnen geholfen wird. Jim hat zwar bereits alles versucht, aber Aurora erweist sich als hartnäckig und lässt sich nicht von ihren Versuchen abbringen.

Jim ist Mechaniker und Aurora ist Journalistin, die ein Buch schreiben will. Und sie haben sich freiwillig für die Reise gemeldet. Immerhin folgt etwas Charakterisierung innerhalb der Dialoge. Dann zeigt Jim Aurora die beiden Entertainmentmöglichkeiten an Bord des Schiffs. Was einen Spaß die beiden doch haben. Ich nebenbei nicht so, denn irgendwie dümpelt die ganze Nummer einfach so dahin. Nicht besonders gut, nicht besonders schlecht, aber vor allem besonders langweilig.

Arthur kann einfach jeden Drink mixen und das nutzen die beiden natürlich gerne aus. Würde ich wohl auch machen. Was gibt es besseres, als sich sinnlos zu besaufen, wenn man im All gestrandet ist?

Nach einem kleinen Ausflug in die Weiten des Alls in ihren glänzenden Raumanzügen wird dann auch endlich mal rumgepoppt. Hach, ist das alles romantisch. Kann Aurora dann jetzt bitte endlich die Wahrheit erfahren, damit die Sache hier mal in die Gänge kommt oder muss ich mich noch länger durch diese langweilige Grütze quälen?

Nach einer Geburtstagsparty für Aurora erzählt Arthur ihr dann endlich, dass Jim sie aufgeweckt hat und Aurora erleidet eine Panikattacke. Und erblindet oder so. Jedenfalls ist sie echt angepisst, wirft ein paar Dinge durch die Gegend und vermöbelt Jim. Der versucht ihr alles zu erklären, aber Aurora will davon natürlich nichts hören. Lieber guckt sie sich alte Videos von ihren Freunden auf der Erde an und vermisst sie alle.

Jim pflanzt einen Baum und Laurence Fishburne ist alles andere als begeistert. Die Technik auf dem Schiff versagt nach und nach und Fishburne will herausfinden, was zur Hölle los ist. Ähm, warum ist der jetzt aufgewacht? Weil Chris Pratt einen grünen Daumen hat? Vielleicht liegt es auch an seinem Bluthusten. Okay, kommt, schmeißt jetzt mal schnell ein paar Aliens, die Menschen mit einem Bluthustenvirus infizieren, in die Nummer hier, um das ganze doch noch irgendwie interessant zu machen.

Die Gravitation spielt verrückt und das ist vor allem für Aurora schlecht, die gerade im Pool schwimmt, was dazu führt, dass sie in einem Wasserball … also einem Ball aus Wasser, nicht einem aus Plastik, um damit im Wasser zu spielen, gefangen ist. Kurz vorm Absaufen setzt die Schwerkraft wieder ein. Wie sich herausstellt, hat wohl irgendwas das Schiff getroffen, an dem Tag an dem Jim erwachte, und so einige Funktionen beschädigt.

Gus hat nicht nur Bluthusten, sondern nur noch wenige Stunden zu leben. Deshalb gibt er Jim seine ID, mit der man überall rein kommt. Bevor sie in den Maschinenraum gehen, um dort nach dem Schaden zu suchen, muss Jim noch schnell Arthur ausschalten, der aufgrund einer Fehlfunktion mit Gläsern um sich schmeißt wie Dschingis Khan.

Ein Meteor hat scheinbar die Außenhülle des Schiffs durchschlagen und den Reaktorkontrollcomputer zerfetzt. Natürlich muss Jim raus, um das zu reparieren und Aurora muss ein flammendes Inferno ins All freilassen, während er da draußen mit seinem improvisierten Feuerschild rumschwebt. Klingt nach dem besten Plan aller Zeiten.

Aurora hat Jim nebenbei verziehen, denn psychologisches Drama darf hier keinesfalls länger als 5 Minuten dauern, sonst könnte das noch Auswirkungen auf die Charaktere haben. Ich meine, mal ehrlich: Hier hätte man wirklich interessante Fragen behandeln können. Wie geht Jim mit der Situation um? Wie geht Aurora mit der Wahrheit um? Wie reagieren beide generell auf die Situation, gemeinsam und unabhängig voneinander? Leider wird all das letztlich in jeweils fünf Minuten abgehakt, damit man am Ende jetzt wieder das allseits bekannte „jemand muss sich opfern, um allen den Arsch zu retten“-Ding zu bringen.

Das Opfer ist natürlich Jim, der draußen bleiben muss, weil die Tür nicht so will wie er. Also wird er mitsamt seiner Feuerschutztür ins All gepustet und hat ein Loch im Raumanzug. Also nichts, was wir nicht schon tausendmal in besser gesehen haben. Aurora eilt natürlich zur Rettung und holt Jim zurück ins Schiff, aber der ist tot. Aurora kann das nicht dulden und tippt auf dem Untersuchungscomputerbildschirmding rum, damit der Jim irgendwie wiederbelebt. Wieso sie das kann? Na, weil der Film das so will.

Es sollte niemanden überraschen, dass Jim lebt. Und es sollte auch niemanden überraschen, dass Aurora ihn abknutscht. Und es sollte auch niemanden überraschen, das sie alle glücklich und zufrieden lebten, bis ans Ende ihrer Tage. Nebenbei hätte ich es ja witzig gefunden, wenn der Film mit einem Zeitsprung geendet hätte, wo dann alle anderen aufwachen und die beiden tot an Bord finden, weil sie an Altersschwäche gestorben sind.

Stattdessen ist das Ende aber die pure Liebe. Denn Jim hat einen Weg gefunden, wie er Aurora wieder einschläfern kann, damit die dann in 90 Jahren ihr Leben mit den anderen leben kann und Jim wird solange hier Wache halten, falls nochmal was schief läuft. Er liebt sie wirklich. Ich kotze gleich. Aber dafür ist es noch zu früh, denn Aurora will nicht pennen und stattdessen macht Jim ihr einen Heiratsantrag. Uuuuuuuuäääääääääärrrrrrrrrgh …

88 Jahre später wachen die anderen auf und das ganze Schiff ist inzwischen ein botanischer Garten. Wartet! Da ist Andy Garcia, dessen Karriere scheinbar in so einem tiefen Loch steckt, dass er sich für einen Dreisekundenauftritt in dieser Scheiße hier hergegeben hat, der daraus besteht, dass er durch eine Tür latscht. Immerhin hat er sich vorher nicht für diese Kacke rasiert. Wo Jim und Aurora sind, bleibt offen. Ich schätze, sie haben sich in einem Baum erhangen.

Wie schon gesagt, sehr oberflächlich, das Alles. Und dann bringt man eben den üblichen Rettungsmissionkrampf, den man genau so schon tausendmal hatte. Größtenteils langweilig. Ich gehe Passagiere für eine Marsmission rekrutieren …

Galaktische Sexualkunde im Auftrag des Königs

Ihr wisst ja, wie das hier läuft: Wenn mir gerade nichts besseres einfällt, begebe ich mich ins Italien der 80er Jahre. Denn da wird man immer fündig, was grandiose Filme angeht. So auch heute, mit:

GIOCHI EROTICI NELLA TERZA GALASSIA – ESCAPE FROM GALAXY 3 – Italien – 1981 – 91 Min.

In manchen Ländern – unter anderem Deutschland – wurde der Spaß direkt als STARCRASH 2 vermarktet, was zum Einen daran liegt, dass es ähnlicher Quatsch ist und er zudem noch einige Szenen und Special Effects einfach direkt aus STARCRASH geklaut hat.
Regisseur Bitto Albertini ist wohl am ehesten bekannt für BLACK EMANUELLE, wenn man in dem Zusammenhang überhaupt von Bekanntheit sprechen kann.
Drehbuchautor John Thomas ist absolut unbekannt, denn außer diesem Streifen hat er gar nichts auf dem Kerbholz.
Mit den Darstellern brauchen wir uns auch nicht lange aufhalten, denn selbst abseits dieses Planeten kennt keine Spezies Sherry Buchanan oder Fausto Di Bella. Auch wenn ich der Meinung bin, dass jemand mit so einem grandiosen Namen bekannter sein sollte.

Der Weltraum. Unendliche Weiten … irgendwie habe ich das Gefühl, dass jede Besprechung zu einem Science Fiction-Film bei mir so anfängt. Also nochmal:

Der Weltraum. Unendliche Langeweile. Und da: Ein Raumschiff. Es gehört Oraclon und der pazifistische König Ceylon hat Angst, dass er das ganze Universum platt macht, oder so ähnlich. Also setzt er Plan Epsylon in Kraft, was auch immer das bedeuten mag. Oraclon sieht aus, als hätte er sein Kostüm direkt vom Kinderfasching mitgenommen und befiehlt Jemar, zum Angriff überzugehen, weil der König sich nicht einfach so ergibt. Ist aber auch eine bodenlose Frechheit, dass der pazifistische König plötzlich Gegenwehr leisten will. Wo kommen wir da denn hin, wenn das plötzlich alle Pazifisten machen?

Etwas aufregende Weltraum-Laser-Action später lacht Oraclon dreckig, denn das war erst der Anfang, wie er niemandem, außer dem Zuschauer verrät. Ohne Hilfe kann der König nicht gewinnen und er schickt seinen besten Mann Lithan zusammen mit seiner Tochter Belle Star los, um Verbündete zu finden. Der König hängt solange in seinem defekten Raumschiff ab, das vorerst durch den Schutzschild sicher vor Oraclons Angriffen sein wird. Aber nicht lange. Da müssen sie sich wohl beeilen. Gut so. Dann dauert der Quatsch nicht zu lange.

Oraclon ist gar nicht froh darüber, dass Lithan und Belle Star entkommen konnten und verfolgt sie. Noch ein Grund mehr, sich zu beeilen. Ich glaube, der Film wird immer kürzer.

Mit seinen Locken sieht Lithan aus, wie ein gescheiterter Pornodarsteller aus den Siebzigern. Belle Star hingegen sieht aus, als würde sie jedem Typen gleich in die Eier treten, wenn sie ihm begegnet. Was für ein Traumgespann. Sie können entkommen, aber Oraclon hat irgendein Thermometer-Universums-Scan-Ding an Bord, mit dem er mal eben die ganze Galaxie absuchen kann. Lange können sie sich also sicher nicht versteckt halten.

Lithan und Belle Star landen auf … einem Planeten, der wie die Erde aussieht aber erfahrungsgemäß auch etwas völlig anderes sein kann. Der Hintergrundmusik nach zu urteilen muss es aber eigentlich die Erde sein, denn nirgendwo sonst, findet man so ein unerträgliches Gedudel. Lithan versetzt eine Gruppe von Leuten mit seiner Laserpistole in Angst und Schrecken, nur um anschließend den Plan zu entwickeln, dass man ihnen irgendwie klar machen muss, dass sie in Frieden kommen. Hätte man vielleicht mal drüber nachdenken sollen, bevor man da wild rumballert.

Die beiden erkunden den unbekannten Planeten und Belle Star bespritzt Lithan mit Wasser aus einem See. Der macht sich dabei fast in die Hose, weil er scheinbar kein Wasser kennt. Zwei Rumknutschende veranlassen die zwei Expediteure, das auch mal zu versuchen, weil sie es für eine Art der Kommunikation halten. Nun, ganz weit weg sind sie mit der Annahme immerhin nicht. Schließlich kann Rumgeknutsche von „Ich bin echt scharf auf dich“ bis hin zu „Ich hab da was zwischen den Zähnen, kannst du das mal rauspulen?“ so ziemlich alles bedeuten.

Die Einwohner des Planeten planen die große Gefangenschaftsaktion und tapern durch die Walachei. Das Friedensangebot stößt auf taube Ohren und die Abenteurer werden in einer Höhle eingesperrt. Oh, und sie sollen bei lebendigem Leibe verbrannt und ihre Asche im Wind verstreut werden, um die Götter oder Geister oder Wasauchimmer zu beruhigen. Wir sehen also, wir haben es hier mit einer extrem alt eingesessenen Art von Idioten zu tun. Ich schätze mal, es handelt sich um Katholiken.

Lithan rettet nebenbei mal eben ein Kind und beweist dadurch, dass er doch ganz nett ist. Die Verbrennung ist also abgesagt. Wobei ich mich frage, warum sie nicht zumindest die Frau verbrennen. Die hat erstens nichts bewiesen und guckt zweitens immer noch, als würde sie am liebsten auf eine Kastrierungsmission gehen. Da hilft es auch nichts, dass sie sich nackig macht und im See baden geht, um sich anschließend von irgendeinem Honk mit einer Blume streicheln zu lassen. Und nein, Blume ist in diesem Fall kein Synonym für irgendwas anderes.

Lithan beeindruckt alle Anwesenden, indem er mal schnell einen Damm baut, weil er Felsbrocken einfach so durch die Gegend werfen kann wie Kieselsteine. Woher diese Kraft kommt, werden wir wohl nie erfahren, denn Belle Star bringt ihm jetzt erstmal alles übers Küssen und Ficken bei. Aber er ist ein Mann, also fühlt er gar nichts. Hilfe eilt aber bereits herbei in Form von ein paar notgeilen Ischen und einem Typen und es ist Rudelbumsen angesagt. Was zur verfickten Hölle ist das hier? Der große Science-Fiction-Porno? Ihr sollt euren verkackten König retten, ihr Affen!!!

Bevor es so richtig heiß hergeht, legt sich ein Schatten über das Land. Wir müssen nicht lange rätseln, es ist natürlich Oraclon. Es ist klar, was zu tun ist: Sich schnellstens von dem unbekannten Planeten verpissen, damit Oraclon diesen nicht zerstört. Der haut aber von ganz alleine wieder ab, weil … er vergessen hat, zuhause den Ofen auszumachen oder so.

Es knistert zwischen Lithan und Belle Star und ich kriege alleine von der Szene schon einen leichten Anfall von Syphilis. Sowas kennen die Bewohner des Planeten natürlich nicht und es wird überall rumgemacht und rumgetanzt und rumgewasweißicht. Oraclon, kannst du bitte zurückkommen und den Planeten niederbrennen? Das ist ja nicht mehr zu ertragen. Okay, vielleicht schaffen die das auch selbst, denn es folgt der große Fackeltanz mit anschließendem Übers-Feuer-Balancieren, bei dem sich irgendein Trottel den Arsch verbrennt.

Wird diese Szene jemals enden? Meine Fresse, jetzt macht mal voran! Das ist doch alles scheißlangweilig!! Und stellt diese unerträgliche Dudelmusik ab!!! Und hört endlich mit dem bekackten Rumgeschnulze auf und rettet euren verfickten König!!!!

Lithan und Belle Star wollen schon wieder abhauen, aber der Obermotz des Planeten ist dagegen, weil sie ihn und sein Volk gegen Oraclon beschützen sollen. Also ballert Lithan wieder mit seiner Laserknarre rum und Belle Star verteilt die stärksten Handkantenschläge jenseits von Hong Kong. Warum die sich nicht direkt verpisst haben, als sie es das erste Mal vor hatten, bleibt ein Rätsel. Und wofür diese ganze Scheiße auf dem Planeten jetzt gut gewesen sein soll ebenfalls. Ach nee, die beiden wissen jetzt, wie man rumvögelt und können sich so die Zeit auf dem Flug vertreiben. Dieser Sci-Fi-Softporno macht mich einfach komplett fertig. IHR SOLLT DEN SCHEIßKÖNIG RETTEN, IHR NOTGEILEN FICKER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Oraclon kann Lithan und Belle Star schnappen. Sie sollen seine Sklaven auf Lebenszeit werden. Aber vorher zeigt er ihnen noch ihren Planeten, den er ausgelöscht hat und der jetzt leblos im Universum rumhängt. Also so, wie dieser gesamte Film.

Alter, selbst in Gefangenschaft können die beiden nicht mit ihrem Geschnulze aufhören. Selbst Oraclon guckt, als hätte ihm jemand in die Eier getreten. Ich kann es nachvollziehen, Oraclon. Bitte töte sie einfach beide und beende mein Leiden.

Nein, Lithan ist der Oberkiller und schießt Laser aus seinen Augen. Also, der Typ kann einfach alles, aber keine Sau weiß, warum er es kann und er nutzt es auch nur, wenn es laut Drehbuch gerade nötig ist. Das einzige, was er nicht konnte, war ficken und das hat er jetzt auch gelernt. Lithan ist der absolute Über-Mann. Das Universum ist verloren.

Der Finale Endkampf hat nebenbei genau 2 Sekunden gedauert. Das ganze Geschnulze davor und danach für 2 Sekunden Laseraugenschießen. Ich.Habe.Die.Schnauze.Voll.

Natürlich kehren sie zurück zum Fickerplaneten und lebten fickend und zufrieden bis an ihr Lebensende. Ich gehe den König retten. Einer muss den Job ja erledigen …

Außerirdisch invasierendes Zeitgespringe

Alieninvasionen versprechen eigentlich immer jede Menge Action und Dummheit und dumme Action und actionreichen Blödsinn. Also sind sie genau richtig für den Filmschrottplatz. Ganz besonders richtig ist mit Sicherheit folgende Produktion, von der es keinen ersten Teil gibt, was der deutsche Verleih aber gekonnt ignoriert hat:

ALIENATE – BATTLEFORCE 2: RÜCKKEHR DER ALIENKRIEGER – USA – 2016 – 90 Min.

Regie führte Michael Shumway, der weder verwandt noch verschwägert mit Gordon Shumway ist, obwohl das wirlich perfekt gepasst hätte. Nach diesem Streifen hat er nebenbei absolut nichts mehr gemacht in der Filmbranche. Klingt also jetzt schon vielversprechend.
Autor Rick Hansberry war ähnlich erfolgreich in seiner weiteren Karriere. Und in der vorherigen auch.
Und auch die Darsteller Blake Webb, Tatum Langton und Jaclyn Hales haben nichts gemacht, was auch nur ansatzweise der Rede wert wäre. Das hier kann also nur ein absolutes Desaster epischen Ausmaßes werden. Ich habe Bock drauf. Ihr auch? Gut. Dann los:

Eine Gruppe von Leuten will zu einer Basis aufbrechen, weil es hier in den Suburbs nicht mehr sicher ist. Wer die Filme der 80er kennt, weiß zwar, dass es da nie sicher war, aber lassen wir das. Jedenfalls sind nicht alle überzeugt von der Idee, aber das spielt ohnehin keine Rolle, denn sie werden alle von Aliens weggeballert. Alle außer ein Mädel, das scheinbar nur „Babe“ heißt. Die hat aber ohnehin schon die ganze Zeit Schiss ohne Ende, also wird sie es wohl auch nicht mehr lange machen.

Erfahren wir aber erstmal nicht, denn vorher müssen wir in der Zeit zurückspringen, wie es bei lahmen Filmen immer der Fall ist und lernen David und andere Spaten kennen, die allesamt dermaßen uninteressant sind, dass es schon wieder fast Kunst ist. Alles, was ich aus dem Klamüser hier herausziehen kann, ist, dass David wohl nach Denver muss, weil ihn irgendeine Tussi angerufen hat und irgendwen erwähnt hat, der Leute killt. Und zwar kein Mensch, sondern was anderes.

David trifft eine Gruppe von anderen absolut uninteressanten Leuten und … irgendwie springt der Film völlig willkürlich in den Zeiten hin und her. Jetzt labern die über die ersten Abstürze. Gerade lagen noch tausend Leichen rum und keiner solle das Wasser trinken. Wenn man schon einen Scheißfilm dreht, der keine nennenswerte Story hat, kann man natürlich wunderbar versuchen, das durch eine völlig unnötige unchronologische Erzählweise zu verbergen. Klappt natürlich überhaupt nicht.

David durchbricht eine Straßensperre … okay, aufgrund des geringen Budgets durchbricht er gar nichts, sondern fährt einfach nur eine Straße entlang, die er nicht entlang fahren darf. Das Budget ging dann für den anschließenden UFO-Absturz am Straßenrand drauf. David ruft Amy an und will ihr sagen, dass er nach Hause kommt, aber er fährt durch einen Tunnel und die Verbindung bricht ab. Amy geht raus und es folgt die berühmte ID Szene, wo alle in den Himmel gucken, wo sich was eigenartiges zusammenbraut. In diesem Fall: Ein paar schwarze Wolken. Amy sollte ihren Regenmantel holen.

Zeitsprung: Denver ist hinüber, aber natürlich will David nach seiner Frau Amy suchen. Hoffentlich findet er sie schnell, damit der Film nicht mehr lange dauert. Vorher nimmt er erstmal einen äußerst gesprächigen Typen mit, der nicht gerne Lichter sieht. Und wo kommen jetzt plötzlich die anderen Leute her und warum stehen die alle auf einem Feld, über das ein UFO fliegt? Dieser unchronologischen Scheiße kann doch keine Sau folgen.

An dieser Stelle mal kurz ein Exkurs in die Kunst des Schreibens: Wenn man keine Ahnung hat, wie man eine Geschichte sinnvoll unchronologisch erzählt, um das beispielsweise für den Spannungsaufbau zu nutzen, dann sollte man die verfickte Geschichte einfach ganz normal erzählen. Scheiße bleibt sie sowieso, aber wenigstens kann der Leser/Zuschauer/Werauchimmer der ganzen Scheiße dann folgen und ist nicht bereits nach 10 Minuten komplett raus.

Irgendwo stirbt Sam an Altersschwäche. Er ist übrigens der Nachbar von Amy und hat ihr was vermacht, oder so. Dann Lichter im Supermarkt, wo David und der Lichterheinz rumhängen. Lichter auf dem Feld, wo David und irgendwelche Leute rumhängen. Dann Lasergeballer auf dem Feld. David und eine Blondine retten sich auf einen Baum und dann ins Auto. Ich blicke hier einfach absolut nicht durch, was eigentlich wann und wo passiert.

Brad ist bei Amy und die hat einen kranken Hund. Wenn der Hund als einziger diese Scheiße überlebt, hat man den Film am Ende doch noch irgendwie gerettet. Sollte ich an dieser Stelle eigentlich mal auf das unfassbar gestelzte Geschnulze eingehen, dass von Brad zu Amy übergeht? Nein? Gut, habe ich nämlich auch keinen Bock drauf. Nur so viel: Amy fährt nicht mit Brad mit. David ruft sie an und blah. Warum ist der jetzt eigentlich schon wieder alleine unterwegs? Wo ist die Blondine hin? Wie hieß sie noch? Samantha oder so?

Da ist sie wieder. Okay, ich versuche das jetzt mal logisch anzugehen. Das hier muss später sein, denn David hat einen Dreitagebart und seine Frisur sieht kacke aus. Andererseits könnte es natürlich auch sein, dass er beim Losfahren so aussah und sich zwischendurch rasiert und frisiert hat. Habe ich nicht drauf geachtet. Wer konnte auch ahnen, dass man hier selbst den Ablauf zusammenpuzzlen muss? Und es ist immer dunkel, also ist auch das kein Anhaltspunkt. Samantha flennt rum und das soll wohl sowas wie Charakterdefinierung sein. Mir ist sie weiterhin scheißegal.

Es ist hell und David und Amy sitzen in der Küche. Das wird wohl vorher sein. Also noch vor der Invasion oder was auch immer das denn überhaupt ist hier. Dann sind sie plötzlich … woanders und fahren nach Hause. Der Film macht mich fertig.

Amy kriegt einen Anruf von Ryan, der besoffen ist und ich bin jetzt einfach raus hier. Ich weiß nicht, wer die Leute sind. Ich weiß nicht, wo die Leute sind. Ich weiß nicht, wann die Leute sind. Ich hoffe einfach, dass sie alle jetzt sofort verrecken. Und der Autor von diesem langweiligen undurchsichtigen Müll gleich mit.

Rasur-David trifft Farmer Pumpgun-Joe mit seiner Schrotflinte. Der erklärt, dass irgendwas im Wasser ist und dass SIE es da rein getan haben. Und SIE haben seine Familie geholt. Und dann ballert er rum und David rettet sich ins Haus. Eigentlich könnte das ganze an dieser Stelle wunderbar in SIGNS abdriften, aber das würde natürlich auch nichts mehr retten. Okay, Shyamalan hat ohnehin selten irgendwas gerettet, also vergessen wir das. Pumpgun-Joe hat die Hintertür nicht abgeschlossen und jetzt ist irgendwas im Haus. Pumpgun-Joe geht nachschauen und stirbt … vermute ich mal.

Brad will eine Firma zusammen mit Amy gründen. Ach so, das ist hier wieder ein Zeitsprung. Dann entbrennt ein Streit über das Telefon und es wird absolut klar, dass die beiden wirklich mal eine dieser Acting Masterclasses hätten mitmachen sollen.

Uh, Action im Farmhaus von Pumpgun-Joe. Die Aliens sehen übrigens aus wie die CONEHEADS im Latexanzug. Also richtig kacke. Passend zum Film. David haut ab und fährt weiter.

David und Samantha überfahren einen Außerirdischen und Samantha schlägt vor, die Laserknarre von dem Vieh mitzunehmen. Und dann springt das Auto natürlich nicht mehr an. Und dann kommt natürlich eine Alien-Drohne oder sowas und scannt den überfahrenen Alien. Und das Auto. David und Samantha sind so schlau sich zu verstecken und die Drohne haut ab. Am folgenden Tag wird Samantha von einem Helikopter eingesammelt und David tapert alleine weiter.

In der Stadt – ich schätze mal, es handelt sich um Denver, aber ich habe wie wohl aufgefallen ist, komplett den Überblick verloren – will er zwei Aliens mit der Laserknarre wegballern, aber ist zu doof, das Teil zu bedienen. Hätte er vielleicht vorher mal ausprobieren sollen. Zu seinem Glück hat er wohl den Selbstzerstörungsmechanismus der Waffe bedient und sie explodiert im Gesicht der Aliens. Dann kommt aber eine Drohne angeflogen und ballert rum. David erinnert sich an seine Zeit mit Amy und stirbt jetzt hoffentlich endlich mal.

Nee, erstmal stürmen panische Massen aus der Stadt und überall ballern Laser rum. Und David steht mittendrin und guckt wie ein schläfriges Opossum doof in der Gegend rum. Und da rennt Amy. Was für ein Zufall. Sie haben sich gefunden. Aber Amy wird von einem Laser abgeknallt und es ist alles so unfassbar dramatisch und traurig und … öde.

Aber es gibt auch positives zu vermelden: Der lahmarschige, völlig unübersichtliche Scheißfilm ist endlich vorbei. Ich gehe die Chronologie meines Lebens sortieren …

Laserwaffenkampftraining aus der Trickkiste

ENDLICH IST ER DA! Der 17. Dezember 2016. Der Tag auf den Filmfans so lange gewartet haben. Denn heute ist es endlich so weit. Ein Science-Fiction-Epos unermesslichen Ausmaßes steht uns bevor.
Hat sich das Warten gelohnt? Finden wir es heraus. Denn hier ist er endlich:

STARCRASH – Sterne im Duell – USA – 1978 – 92 Min.

In einer weit, weit entfernten Galaxis … fliegt ein Raumschiff, das direkt aus der Augsburger Puppenkiste geklaut wurde durch den Weltraum, der direkt auf eine Raufasertapete gepinselt wurde. An Bord des Schiffes sind nur Typen mit eigenartigen Helmen auf der Rübe, die den ganzen Tag nichts anderes zu machen scheinen, als Fahrstuhl zu fahren. Immer schön, wenn man ein bisschen Kind bleibt.

Sie suchen einen Phantom-Planeten, den auch andere suchen, um ihn zu zerstören. ALARM! Ein roter … äh, Spacenebel schießt rosa Kugeln, die aussehen wie Softeis mit Himbeergeschmack, auf das Schiff. Das sorgt für ganz gewaltige Migräneanfälle bei der gesamten Besatzung. Und dafür, dass das Raumschiff in einer unglaublichen Explosion, die selbst Michael Bay vor Neid erblassen lassen würde, zerstört wird.

An anderer Stelle dieser weit, weit entfernten Galaxis fliehen Stella Star und ihr ewig grinsender Begleiter Locke der Boss vor den Space-Cops. Nach erfolgreicher Flucht finden sie ein Raumschiff, das einfach so durchs All schwebt. Auf dem Schiff finden sie einen Typen, der im Schlaf von roten Monstern redet. Nebenbei sind die Cops wieder da und verhaften Stella und Locken-Louie.

Lord Namenlos erhält die Nachricht, dass es einen Überlebenden gab, aber dessen Hirn komplette Matsche ist, weshalb er den anderen keine Hilfe sein wird. Ich sage es, wie es ist: Mein Gehirn ist auch bereits Matsche und ich blicke mal wieder nicht durch, worum es bei dieser Scheiße eigentlich geht.. Macht aber auch nichts, denn Lord Wasweißich ruft seine Golems auf den Plan. Und mit Golems meine ich natürlich Knet-Roboter, dessen Stop Motion Animation so schlecht ist, dass sie nicht mal als Roboter mit rostigen Gelenken glaubwürdig wären. Lord NobodyKnowsHisName hat eine einfache Aufgabe für seine beiden Roboter: „Sie sollen ihn nicht enttäuschen.“ Ja, klingt simpel und absolut umsetzbar. Ich wette, die Roboter werden auf ganzer Linie scheitern.

Ein sprechender Haufen Scheiße mit Tentakeln, der wohl der große Universumsrichter ist, verurteilt Stella Star und ihren Begleiter Locken-Larry, der nebenbei offensichtlich Akton heißt, zu jeder Menge Jahre Knast. So 200 und ein paar Kaputte. Sitzen die doch auf einer Arschbacke ab. Wobei ich mir um den schönen Locken-Lars schon etwas Sorgen mache. Der lässt besser nicht die Space-Seife fallen.

Ganz wichtige Regel im Space-Prison: Geile Ischen tragen nur nen Bikini. Da Stella Star offenbar die einzig geile Ische da ist, tragen alle anderen normale Klamotten. Und mit normal meine ich natürlich Lederoveralls. Naja, ist auch egal, denn nach bereits drei Sekunden sorgt Stella für einen Aufstand, es gibt jede Menge Laseraction und sie kann fliehen, kurz bevor der ganze Knast in die Luft fliegt.

Auf ihrer Flucht durch nen Dschungel, der sich urplötzlich in einen Strand verwandelt, trifft sie niemand geringeren als Glatzen-Gustav, den Oberspacebullen., der in seinem Raumschiff, dessen Inneres aussieht, wie eine Lavalampe auf Koks, in seinem Sessel hockt und sie mit einer Waffe bedroht. Sie haben sie befreit – äh, hat sie das nicht selbst gemacht? -, um sie mitzunehmen auf eine Mission. Akton ist nebenbei auch wieder da und schwingt sein lockiges Haar.

Der Imperator ist am Start und erklärt mal kurz, dass Stella die beste Pilotin ist und Akton die schönsten Locken des Universums hat, weshalb die beiden ausgewählt wurden, um den Count aufzuhalten, der eine ganz mächtige Waffe hat. Dazu müssen sie den geheimen Planeten des Counts finden und ihn zerstören und auch noch den Commander finden, weil der der Sohn des Imperators ist, oder so. Okay, ich gebe zu, es ist nicht unbedingt kreativ, aber zumindest ist es eine Handlung. Das ist mehr, als ich hier überhaupt erwartet habe.

Der geheime Geheimplanet ist so unglaublich geheim, dass es genau 10 Sekunden gedauert hat, ihn zu finden. Am Strand werden sie direkt mal von Amazonen empfangen, die vom Dresscode her Stella scharfe Konkurrenz machen. Die ist aber die bessere Kämpferin, was im Umkehrschluss übrigens bedeutet, dass die Amazonen einfach gar nix drauf haben, wenn man sich das Gehampel von Stella so anguckt. Mit Waffengewalt können sie Stella aber dann doch noch zu ihrer Königin bringen. Die labert rum und will sie in nen Vulkan werfen lassen, oder so, aber Stellas Begleitroboter Elle rettet sie. Die Amazonenkönigin ist nicht erfreut und schickt den Guardian los, um die Flüchtlinge zu killen. Der Guardian ist natürlich ein 100 Meter großer Roboter mit Schwert. Und Brüsten. Stop Motion vom Feinsten mal wieder. Leider hat man vergessen, die Brüste des Roboters wackeln zu lassen, wenn er sich bewegt. Aber man kann eben nicht alles haben.

Glatzen-Günther kommt mit seinem Raumschiff zur Hilfe und ballert den Breastbot weg. Dann folgt eine weitere aufregende Verfolgungsjagd durch die Weiten des Weltalls. Hm, war wohl doch nicht der geheime Geheimplanet.

Auf einem Eisplaneten gibt es, nun ja, Eis und Schnee. Und sonst absolut nichts. Ist aber auch egal, denn eigentlich sind Stella und Elle nur da unten, damit der Glatzen-Bulle Akton erschlagen kann, da er mit dem Count zusammen arbeitet. Was für eine unglaubliche Überraschung. Da sie nicht zurück auf das Schiff kommen, mit dem Glatzen-Guido abgehauen ist, legen sich Stella und Elle einfach in den Schnee und pennen.

Aber was ist das? Akton lebt noch und mutiert zum Magier Level 42, der Laserstrahlen einfach zurückschleudern kann. Das wars dann wohl für Glatzen-Gerd. Akton holt die beiden Schneeengel ab und es geht weiter. Vielleicht ja jetzt mal zum geheimen Geheimplaneten.

Oh, da ist die Softeisschleuder Marke Raspberry wieder und attackiert das Raumschiff unserer Helden. Kopfschmerzen inklusive. Aber Akton ist natürlich resistent und fliegt die Kiste aus der Gefahrenzone.

So, ich glaube, jetzt sind sie tatsächlich auf dem geheimen Geheimplaneten voller Geheimnisse und geheimnsisvoller Schrecken, wie Nebel und Steine und einem komischen Typen, der aussieht, als würde er in einer Theateraufführung Hellraiser spielen. In einem Krater finden sie das Raumschiff vom Anfang: Also das, das explodiert ist. Sieht eigentlich völlig intakt aus, die Kiste. Irgendwelche Steinzeitmenschen greifen an und erledigen Elle, um anschließend Stella zu entführen.

Hellraiser befreit Stella mit Laserstrahlen aus seinen Augen. Er nimmt den Helm ab und es ist: PRINZ SIMON! Besser bekannt als David Hasselhoff – dr nebenbei offensichtlich den selben Friseur hat, wie Akton. Die Steinzeitler greifen wieder an, aber Akton eilt zur Rettung und schwingt sein Laserschwert, um die Höhlenmenschen zu schnetzeln.

In der Festung des Counts wartet überraschend der Count mit seinen Robotern. Die sollen die Gefangenen dann bewachen, aber Akton hat sein Laserschwert dabei. Es folgt der beeindruckendste Kampf zwischen Mann und Roboter seit der Erfindung der Brotmaschine. Die Roboter sind besiegt, aber auch Akton nippelt ab, mit den Worten, dass er für immer leben wird. Na dann. Man sieht sich wohl wieder in StarCrash II: Auf der Suche nach noch mehr Schwachsinn.

Und da ist der Imperator und Vater von The Hoff. Alle sind gerettet kurz bevor der Planet in die Luft fliegt.

Selbstverständlich muss man noch den Count verfolgen, was uns weitere Puppenkiste-Weltraum-Aufnahmen beschert. Nebenbei cool, dass das Flagschiff des Counts aussieht wie eine Krallenhand; die sich auf Knopfdruck auch zu einer Faust schließt.

Weltraumballermegalaseraction wie aus dem Bilderbuch folgt. Perfekt ist natürlich, dass das Krallenschiff so große Fenster hat, in das man jede Menge Torpedos schießen kann. Der Count kann den Angriff aber noch mal abwehren und will zurückschlagen. Mit der:

DOOM MACHINE!

Sein Plan ist simpel: Die Welt zerstören. Das klappt ja immer.

Nebenbei wurde Elle wieder zusammengesetzt und platziert zusammen mit Stella eine Bombe im Raumschiff des Counts. Kurz vor der Explosion springen sie aus dem Fenster und schweben durchs All, wie Synchronschwimmer beim Abschlusstraining kurz vor der Olympiade. Und das wars dann. Man hat die DOOM MACHINE nicht mal zu Gesicht gekriegt. Enttäuschend.

Der Count ist hinüber. Die Welt ist gerettet. Stella will Prinz Simon knallen. Und ich will die Augsburger Puppenkiste zurück …

Erkundung fremder Planeten unter Führung von Monologzauberei

Mit etwas Verspätung kommt heute mein Beitrag zum groß gefeierten „Der Marsianer“. Da ich ja bekanntlich kein großer Kinogänger bin, habe ich den Film nicht gesehen und muss deshalb auf das Nächstbeste ausweichen. Deshalb gibt es bei mir statt dem neuen Schinken mit Matt Damon einfach das Original. Oder zumindest das, was ich für das Original halte. So, oder so ähnlich wie der folgende Film wird der Marsianer bestimmt auch sein:

THE WIZARD OF MARS – USA – 1965 – 68 Min.

Wenn ich eine Sache ja absolut liebe, dann sind das billige Filmsets. Deshalb dürfte der Streifen für mich jetzt schon besser sein, als es Der Marsianer je sein könnte. Alleine die Rakete, in der die lustigen Astronauten hier unterwegs sind, ließe Schlupp vom grünen Stern vor Neid erblassen. Vom Inneren fange ich besser gar nicht erst an. Keine Ahnung, wie viele Quadratmeter Regenwald für diese angepinselten Pappkulissen gerodet werden mussten, aber es war jeden Zentimeter wert, glaubt mir.

Durch ein Gewitter im Weltall, was ich für physikalisch eher fragwürdig halte, stürzt die Rakete auf dem Mars ab.

Guck mal: Sneebedeckte Berge auf dem Mars. Die wussten schon damals, dass es da Wasser gibt. Jedenfalls beschließt man, der tollen Idee von Charlie zu folgen, und irgendwohin zu latschen, wo man ein besseres Funksignal hat. Doc berechnet kurz, dass man das in 3 Wochen locker packen kann, aber dann geht langsam der Sauerstoff aus. Steve ist auch dabei. Nur Dorothy ist nicht überzeugt, hat aber auch keinen Bock, alleine in der Rakete zu bleiben und zu putzen, bis die anderen Pappnasen wieder da sind.

Man paddelt also mit Schlauchbooten über einen See (ich sag ja: Wasser) und wird von … äh, Staubsaugern angegriffen. Zum Glück hat Charlie seine Schrotflinte dabei und erschießt die Beuteltiere. In einer Höhle trifft man dann die Entscheidung, zu Fuß weiter zu gehen.

Wo Wasser ist, gibt es offensichtlich auch Lava, also schleicht man durch einen Vulkan, oder sowas, und ich kann nicht anders, als mal kurz anzumerken, dass das alles unfassbar langweilig ist. Ich meine, es ist mittlerweile schon fast die Hälfte des Streifens vorbei, und es ist noch nichts von Interesse passiert. Mal abgesehen natürlich von den Staubsaugeraliens.

Nachdem man die Höhle verlassen hat, landen die lustigen Astronauten in der Wüste und sehen ein helles Licht am Horizont. Natürlich muss man da hinlatschen. Hoffentlich kommen sie bald mal an …

Oh, da piept was. Sie haben ein Signal. Juhu, sie sind gerettet. Das langweilige Gelatsche hat ein Ende.

Doch nicht, denn was sie finden ist nicht Rettung, sondern nur eine Raumsonde einer früheren Marsmission, die einfach mal gar nichts bringt, so wie ich das verstehe. Charlie lacht. Was wohl bedeutet, dass er hier den Psychopart übernimmt. Den Status unterstreicht er noch kurz, indem er mit seiner Flinte rumballert. Leider erwischt er seine Partner nicht versehentlich, damit der Scheiß hier frühzeitig beendet ist.

Immerhin findet Doc in der Sonde etwas Sauerstoff, der es ihnen ermöglicht, noch ein paar Tage mehr sinnlos über den Mars zu tapern.

Es zieht mal wieder ein Gewitter auf. Naja, wo Wasser ist, kann das wohl schon mal vorkommen. Nach gefühlt 10 Minuten grottiger Blitzanimation … sitzen die Astroluschen immer noch bei der Sonde und die Sonne scheint plötzlich wieder. Wieso habe ich eigentlich durchgehend das Gefühl, dass man den ganzen Quatsch hier auch locker in rund 10 Minuten hätte erzählen können und dabei trotzdem noch unendlich gelangweilt hätte?

Doch dann endlich erreichen sie einen Alienpalast mitten auf dem Mars, der schlecht animiert in der schlecht animierten Marssonne glänzt, die auf den schlecht animierten Marsboden scheint, über den die schlecht spielenden Astronautenspaten seit Ewigkeiten ziellos umherwandern.

Nachdem man noch kurz minutenlang wirklich jeden einzelnen Schritt der Astroaffen gezeigt hat, den sie brauchten, um zum Palast zu latschen, kommen sie tatsächlich mal da an und im Palast hängt natürlich der Wizard rum. Und damit meine ich selbstverständlich einen schwebenden Kopf, mit offener Schädeldecke und blinkendem Gehirn.

Nebenbei scheint die Atmosphäre im Palast ganz gut zu sein, denn man hat die Raumanzüge weggeschmissen und trägt jetzt lockere Kleidung in Form von orangenen Overalls.

Der Wizard flüstert Steve etwas in die Birne, so telephatisch und so, und verwandelt sich dann in einen alten Opa … also zumindest den schwebenden Kopf eines alten Opas. Der erzählt dann irgendeinen Quark von Revolution und Leben und Tod und Bla. An sich ist er aber ganz nett und sagt, dass die Astronauten gerne auf dem Mars bleiben können. Die wissen diese Gastfreundschaft aber natürlich nicht zu schätzen. Menschen eben. Wollen unbedingt nach Hause. Der Wizard erzählt noch in einem mehrstündigen Monolog, dass die Marsianer, unter Führung von Matt Damon, mal die größte Zivilisation im ganzen Universum war. Irgendwo in dem ganzen Geschwafel, dass noch langweiliger ist, als das Umherirren der Astroärsche zuvor, erwähnt der Wizard dann noch irgendeinen Mechanismus, der scheinbar irgendwie von Interesse ist. Ich sage es ganz ehrlich: Ich habe ab der Mitte des einschläferneden Dialogs an meinem Handy rumgespielt und nicht aufgepasst.

Egal. Aus Erfahrung kann ich eh sagen, dass nix wirklich einen Sinn ergibt, also weiter: Die Astrospaten gehen durch eine Tür, die ich aufgrund mangelnder Kreativität nur als den rechten Hoden des Wizard beschreiben kann und aktiviert mit einer Schneekugel das Sonnenpendel. Ich schreibe nur, was ich sehe. Kann ja nix dafür, dass das alles klingt, wie in einem schlechten Point & Click Adventure.

Der Palast bricht dann zusammen, weil er die Schwingungen des Sonnenpendels nicht verträgt, oder so. Die Astrokasper rennen raus und werden weggebeamt.

Sie wachen in ihrer Rakete auf und alles ist tutti. Ich gehe einen Schluck Marswasser trinken …

Prähistorisches Dschungelgeflöte

Nachdem ich mich ja vor wenigen Tagen über den Jurassic World Trailer ausgelassen habe … Also, um ehrlich zu sein kotze ich immer noch darüber ab, irgendwie lässt mich das einfach nicht los. Naja, egal. Jedenfalls habe ich durch den Trailer immerhin Bock gekriegt mir mal wieder den großartigen Jurassic Park reinzuziehen. Und wo ich schon dabei war habe ich auch noch den eher mäßigen Nachfolger Vergessene Welt hinterhergeschoben. Und weil ich völlig bescheuert bin habe ich es dann voll durchgezogen. Und damit kommen wir auch zum heutigen Beitrag des Grauens:

JURASSIC PARK III – USA – 2001 – 92 Min.

Starring: Ein U-Boot Kapitän und das Familienoberhaupt der Gallaghers

Bevor es losgeht will ich noch kurz die Vorteile ansprechen, damit das aus dem Weg ist und ich so richtig die Sau raus lassen kann. Der Film ist kürzer als die anderen beiden.

Nun zu den Nachteilen:

Der Film beginnt. Das ist schon mal ne schlechte Sache. Die restlichen Nachteile werden dann nach und nach hier offen gelegt.

Nach den Geschehnissen aus Teil 2, in dem die Welt erfuhr, dass auf der Isla Sorna Dinosaurier leben wurde das Gebiet zur verbotenen Zone erklärt. Das interessiert einen Typen mit seinem Sohn aber herzlich wenig, weshalb diese dann auch beim Paragliding, oder wie auch immer das heißt wenn man sich an nem Fallschirm hängend hinter einem Boot herziehen lässt, auf der Insel landen.

Grant spielt mit den Kindern von Ellie und Dinosaurierfiguren. Dadurch hat man nebenbei schon mal eine seiner interessantesten Charaktereigenschaften aus Teil 1 über den Haufen geworfen. Nämlich, dass er Kinder zum Kotzen findet. Jetzt ist er also einfach nur noch ein charakterloser Gräber. Aber keine Sorge, das passt ganz hervorragend zu den restlichen charakterlosen Nasen, die noch auftauchen werden.

Und da sind auch schon die ersten davon. Namenlos, charakterlos, aber immerhin haben sie ein Flugzeug und ein Telefon mit einem unfassbar nervigen Klingelton, der noch eine große Rolle spielen wird.

Billy hat immerhin einen Namen und arbeitet mit Grant zusammen. Der bastelt mit irgendeinem, äh, Ding eine Raptorenflöte, die noch eine große Rolle spielen wird.

Und dann kommt Kirby, dessen Charakter man relativ einfach beschreiben kann: Er ist reich. Seine Frau ist noch einfacher zu beschreiben: Sie ist blond. Und ihre Rolle wird sich in wenigen Minuten darauf beschränken rumzuschreien, wie eine Geisteskranke beim Schlussverkauf.

Jedenfalls überreden sie Grant, noch mal zur Insel zurückzukehren indem sie ihm jede Menge Geld anbieten. Also hat Grant doch einen Charakterzug. Er ist bestechbar. Glückwunsch dazu.

Während dem Flug kommt dann raus was eigentlich hinter dem Ausflug steckt. Die Kirbys suchen ihren Sohn auf der Insel. Amanda macht dann ihren Job und schreit rum, was eine der Reisenechsen anlockt, die sich dann schon mal nen kleinen Snack in Form von Cooper gönnt. Dadurch stürzt das Flugzeug im Dschungel ab und die ewige Flucht kann beginnen.

Aus irgendeinem Grund habe ich nebenbei das Gefühl, dass der Spinosaurus, oder wie dieses Riesenvieh heißt, bei weitem nicht so gut aussieht wie die restlichen Dinos, die da so rumturnen. Der T-Rex gegen den er kämpft sieht zum Beispiel wieder richtig gut aus und ist sowieso viel cooler als das Schnabeltier mit dem Sonnensegel auf dem Rücken. Um so trauriger, dass der Tyrannosaurus den Kampf verliert und jetzt absolut keine Rolle mehr in dem Film spielt.

Amanda schreit dann wieder rum und geht mir tierisch auf die Klötze. Sie finden eine Kamera auf dem ein Video von Eric ist. Er scheint also zu leben. Der andere Typ nicht, denn er hängt vergammelt im Baum rum und schwingt Amanda in die Fresse, die dann hysterisch rumkreischen darf. Keine große Abwechslung zum Geschreie.

Billy packt sich den Fallschirm ein, Grant findet Raptoreneier und man macht sich lieber vom Acker. In einer verlassenen Station versorgt man sich mit Schokoriegeln und findet die Raptoren. Die sehen in Teil 3 dann übrigens anders aus als in den Vorgängern, was auch totaler Quark ist. Liegt daran, dass man damals herausgefunden hat, dass die eben irgendwie anders aussahen und dann hat man das halt geändert. Wie die mir jetzt erklären wollen, dass die da plötzlich auf der Insel mutiert sind zu einer anderen Raptorenrasse bleibt ungeklärt, weil es einfach totgeschwiegen wird. Nicht mal Grant wundert sich. Wahrscheinlich, weil er bei Amandas Gekreische keinen klaren Gedanken fassen kann. Die soll einfach verrecken. Ist ja fürchterlich.

Man flüchtet durch eine Iguanodonherde und in den Wald, wo es den Begleiter mit dem Telefon zerlegt. Grant ist von Raptoren umzingelt, wird aber durch Rauchgranaten gerettet. Der Retter ist natürlich Eric, der seit Wochen in einem Bunker von der Größe einer Abstellkammer lebt und T-Rex-Pisse in Flaschen sammelt.

Die getrennten Gruppen beschließen unabhängig voneinander zur Küste zu gehen und treffen sich genau 30 Sekunden später, in einer herzerweichenden Szene, wieder. Leider sind sie durch einen Zaun getrennt und das Telefon klingelt. Da keiner das Telefon hat und es zuletzt im Flugzeug benutzt wurde ist schnell klar: Der Dinosaurier hat es gefressen und bimmelt jetzt durch die Gegend. Der ist dann natürlich auch da und alle flüchten in einen Bunker.

Da findet Grant heraus, dass Billy Raptoreneier geklaut hat. Ganz enttäuscht ist er und schleppt die Eier dann trotzdem weiter durch die Gegend.

Amanda schreit wieder, denn die Vögel kommen. Man fragt sich unweigerlich, ob sie sich wohl von Tippi Hedren inspirieren lassen hat, aber die war nicht so unfassbar nervig, also wohl eher nicht. Eric wird jedenfalls weggevögelt … nee, das klingt völlig falsch. Er wird von einem Pteran… Ptrona… Peter… einem Urzeitvogel entführt. Billy eilt mit Fallschirm zur Rettung. Währenddessen stürzen die anderen mit einem Vogel zusammen in einen Fluss und es drängt sich die Frage auf: Warum fällt der Vogel einfach, anstatt loszufliegen?

Billy wird im Fluss ersäuft, der Rest kann fliehen und die Vögel im Käfig einsperren, obwohl das Tor gar nicht richtig verschlossen ist. Naja, weiter geht es mit einem Tuckerboot über den Fluss.

Und dann klingelt das Telefon IN EINEM HAUFEN SCHEIßE! Nach etwas Rumgewühle in den Dinoexkrementen kommt ein Nashornsaurier vorbei, kann den Geruch der Kacke aber nicht ertragen und haut wieder ab.

Und schon greift auch wieder der Riesensaurier an, wodurch Grants Telefonat mit Ellie unterbrochen wird. Und dann saufen sie alle ab. Wäre nebenbei wenigstens ein cooles Ende gewesen, aber der Film geht noch ne Viertelstunde also wird das nix. Stattdessen klettert Kirby auf einen Kran und lenkt den Dino ab damit die anderen fliehen können. Grant fackelt das Vieh dann ab, indem er eine Leuchtpatrone in etwas Öl im Wasser ballert.

The Morning After: Man erreicht die Küste, aber plötzlich ist man von Raptoren umzingelt. Grant hat aber glücklicherweise seine Raptorentröte noch am Start und kommuniziert dadurch mit den Raubechsen. Sie kriegen die Eier wieder und hauen nach dem aufschlussreichen Gespräch wieder ab. Also jetzt mal ehrlich, das ist doch totaler Blödsinn. Erinnert mich irgendwie an den Kojoten, der versucht sein Opfer zu fangen, indem er sich als Road Runner verkleidet. Wäre Grant von einem Amboss erschlagen worden wäre es wenigstens noch ein guter Gag gewesen.

Naja, jedenfalls kommt die Army angerauscht und rettet die Überlebenden. Sogar Billy hat man irgendwo aus dem Wasser gefischt. Auf dem Heimflug werden sie von einigen Pteranodons (ja, ich hab nachgeguckt, wie man es schreibt) begleitet.

Und jetzt meine Frage: Wenn die Viecher jetzt ohnehin auf dem Festland rumhängen, wozu dann noch den Park eröffnen? Und überhaupt: Wer hat das nach den Ereignissen aus den ersten drei Teilen eigentlich für ne gute Idee gehalten? Ich bin gespannt auf Erklärungen bei der großen Eröffnung von Jurassic World im nächsten Jahr.

Unritterlicher Datendiebstahl

Ich weiß gar nicht, was ich bemerkenswerter finde. Dass es bis zum Jahr 1993 tatsächlich keinen Film gab, der Knights heißt, oder, dass dann ein so betitetelter Streifen erschien, der aber mit Rittern nicht das Geringste zu tun hat. Stattdessen hat man einfach Mad Max, Terminator und Highlander an die Tafelrunde gesetzt und die besten Ideen schlecht zusammengewürfelt. Das Ergebnis gibt es hier:

KNIGHTS – CYBORG WARRIORS – USA – 1993 – 86 Min.

Starring: Blades Best Friend

Die Wüste. Irgendeine Tussi erzählt aus dem Off, was so Phase ist: Cyborgs haben den Planeten übernommen und jagen die Menschen. Fertig ist der Plot.

In nem Flashback latscht die Erzählerin als Kind durch die Gegend, nachdem ihre Eltern gekillt wurden. 10 Jahre später lebte sie bei Farmern, die irgendwie eigenartig drauf sind, ständig lachen und wie Wölfe heulen. Ich glaube, ich würde zu den Cyborgs gehen.

Irgendeine Oma ist eine Seherin und sieht Gefahren. Ach, wirklich? Machst nen guten Job, Alte. Nea, so heißt die Erzählerin/Hauptdarstellerin, hält sie für verrückt, was die Alte dann auch bestätigt und sich weggeiert.

Es wird bekloppter. Ein Glatzenfatzke mit Robotermegaarm hält ne geisteskranke Ansprache und ersäuft einen Typen in einer Tonne mit Siffwasser. Mit seinem Metalarm saugt er ihm das Blut aus, aber ein Kind unterbricht ihn. Dafür darf es die Leiche von dem Ertränkten mitnehmen, der sich freundlicherweise vor dem Blag über den Boden rollt, damit es ihn nicht tragen muss.

Reiter töten irgendwelche Redshirts, die tatsächlich rote Hemden tragen. Sie sind menschliche Cyborgsoldaten, die sich den Cyborgs angeschlossen haben. Die Dorfbewohner finden das richtig kacke und es kommt zu einem perfekt choreografierten Gefecht, bei dem einfach jeder wild um sich prügelt. Fragt nicht, wer gewonnen hat. Die sehen alle gleich aus.

Eine Tussi überlebt und der Anführer der Angreifer, die wohl gewonnen haben, will sie essen. Denn er ist ein Cyborg und muss seine Kraft regenerieren, oder sowas. Hilfe eilt herbei, von einem alten Typen, der alle Cyborgsoldaten cool wegkickt, fliegende Pfeile mit der Hand abfängt und den selben Umhang wie alle anderen trägt. Ein Oscar für beste Kostüme wäre angebracht gewesen.

Gabriel heißt der Arschtreter und er sucht den Cyborg Simon, den er dann auch findet. Gabriel ist selber ein Cyborg, dessen Tankfüllung für genau ein Jahr reicht. Wohl keine Tankstelle mehr da, an der er nachtanken könnte. In diesem Jahr soll er die Cyborgs ausschalten. Simon ist wohl der Erste auf der Abschussliste. Gabriel ballert Simon einen Pfeil ins Auge, aber der hat zum Glück noch Ersatzaugen in seiner Gürteltasche. Trotzdem sieht er das Schwert nicht kommen, das ihm den Schädel spaltet und dadurch seinen Mikrochip zersenst.

Angeführt von dem Metallarmtypen, reitet eine Armee durch die Canyons, während ein anderer Kerl im Ninjastyle von Felsen zu Felsen hüpft. Gabriel hat derweil die verletzte Blondine gerettet und reitet ebenfalls durch die Kapaten. Weil er gerade nix besseres zu tun hat, erzählt er seine Geschichte. Ja, ja, Cyborgtyp, erschaffen, um alle Cyborgtypen um die Ecke zu bringen. Kennen wir schon.

Weil er so eine unfassbar große Hilfe ist, will er das Mädel in der Wüste lassen, gibt ihr aber immerhin etwas Wasser. Sie kann den Cyborgassassinen dann aber doch überreden, sie mitzunehmen, damit sie ihm helfen kann, bei seiner Mission.

Nachdem sie ewig und drei Tage durch die Gegend gelatscht sind, erreichen sie … irgendeinen Punkt, am Arsch der Welt, an dem man ganz toll campen kann. Das Training von Nea beginnt.

Der einarmige Roboterbandit verbreitet währenddessen mit seiner Armee Angst und Schrecken im ganzen Land und will den Auftragskillercyborg jagen.

Nach einem grandiosen Zusammenschnitt des Trainings mit Stöcken, Sprungeinlagen über achtzigmeterklippen, und schlauen Sprüchen des Cyborgkillers, ist das Training dann auch mal beendet. Und dann … reiten sie zu wunderbar romantischer Mucke in den Sonnenuntergang. WTF? Bahnt sich hier etwa eine Romanze zwischen Mensch und Cyborg an. Das wird awesome.

Nea will dem Terminator dann beibringen, wie er menschlicher wird. Haben die hier wirklich einfach alles kopiert? Ich hoffe auf einen T-1000-Cameo. Der hat da aber mal so gar keinen Bock drauf und Nea haut ab. Auf der Suche nach ihr trifft Gabriel weitere Cyborgs – selbstverständlich mit coolen, schwarzen Umhängen – und es kommt zum Kampf. Nea eilt zur Hilfe und kloppt etwas mit, wird aber entführt. Gabriel wird von Prinz Eisenherz weggebombt. Seine Überreste werden ebenfalls mitgenommen, um sie dem Arm-seligen Anführer zu präsentieren.

Nea befreit sich, weil sie bei den menschlichen Cyborgsoldaten gelassen wurde, die – wie wir mittlerweile erfahren haben – nix auf die Reihe kriegen. Zu schön romantischen Klavierklängen befreit sie einen Mitgefangenen und reitet mit ihm in den Sonnenuntergang. Also, irgendwo verstecken die hier doch eine Liebesgeschichte, oder?

Der Lieber-Arm-dran-als-Arm-ab-Cyborg erwartet den Masterbuilder, der sie alle geschaffen hat, zum Abendessen. Naja, oder einfach so. Jedenfalls am Abend.

Nea zieht sich ein schwarzes Hemd an, um unerkannt durch das Cyborglager zu latschen, in dem der Cyborg-Arm-eeanführer gerade eine Ansprache hält. Nea macht dann allerdings auf sich aufmerksam, weil ihr irgendein Typ dauernd in der Frisur rumfummelt, und sie ihm dann in den Arsch tritt. Nea will gegen einen ausgewählten Kämpfer antreten, um ihren Bruder zu retten. Der unch-Arm-ante Anführer lässt sich darauf ein.

Der Kampf beginnt und dauert ganze 10 Sekunden. Nea macht noch ein paar mehr Herausforderer platt und erschießt den Arm-en Leader mit nem Bogen. Der lebt aber natürlich noch und es folgt der große Kampf gegen ihn und seine Cyborgarmee, bestehend aus zwei Typen und tausend menschlichen Soldaten, die absolut keine Schnitte haben. Viel Gekloppe und Mikrochipzerflexe später schnappt sich Nea den halben Gabriel und schnallt ihn sich auf den Rücken. Weiteres Geschnetzel folgt und Gabriel bastelt sich mit Ersatzteilen aus einem anderen Cyborg wieder selbst zusammen.

Job der dish-Arm-onische lebt immer noch und muss jetzt gegen Nea und Gabriel gleichzeitig antreten. Allerdings hält er Neas Bruder als Geisel. Er übergibt den Jungen an einen anderen Cyborg, der mit ihm nach Cyborg-City flieht. Nea nimmt die Verfolgung auf, während Gabriel Job den Arm abhackt. Der erzählt noch kurz, dass es nicht zu Ende ist, denn der Masterbuilder baut eine ganze Armee auf. In Cyborg-City!

Leider werden wir nie nach Cyborg-City kommen, denn die geplante Fortsetzung hat es nie gegeben. Verdammt. Ich will jetzt wissen, wie das alles ausgeht. Aber immerhin haben wir gelernt, dass die künstliche Intelligenz von Cyborgs stark zu wünschen übrig lässt.

Oldschoolpolitik für Hinterm-Mond-Lebende

„Fly me to the moon“ sang einst Frank Sinatra. Und ich antworte singend: „No, thanks. There are the Nazis.“ Andererseits treiben sich diese Hirnamputierten ja auch auf der Erde rum. Aber hier soll es nicht um Politik gehen – wenn man das denn überhaupt so nennen kann. Deshalb ohne weitere Umschweife zum heutigen Film:

IRON SKY – GER/AUS/FIN – 2012 – 93 Min.

Das All. Unendliche Weiten und so weiter. Aber konzentrieren wir uns auf besagten Mond. Dort landen mal wieder die Amis und finden eine Stadt. Diese stellt sich als Nazitown heraus, was spätestens klar wird, als Typen mit Hakenkreuzarmband die amerikanischen Astronauten abknallen.

Im Schulunterricht erklären die Blagen Siegfried und Brunhilde dann auch mal kurz, was eigentlich Sache ist. 1945 haben die Nazis die Erde verlassen und sich auf die dunkle Seite des Mondes verpisst. Ich bezweifle einfach mal, dass jemand daran gedacht hat, das geniale Pink Floyd Album mitzunehmen. Auch wenn das noch gar nicht existierte, ich wäre dafür zur Erde zurückgekehrt.

Einer der Astronauten wurde gefangen genommen und stellt sich als Schwarzer heraus, was auf ungläubiges Staunen stößt. Im Unterricht wird währenddessen der Große Diktator von Charlie Chaplin geguckt und so interpretiert, dass kein Zweifel daran besteht, dass eines Tages der Führer regieren wird, oder so. Der Schwarze versucht sich bei den Nazis beliebt zu machen, indem er seine Deutschkenntnisse zum besten gibt. Diese beschränken sich auf Sauerkraut und Volkswagen. Die entstandene Verwirrung über den gelaberten Käse nutzt er zur Flucht. Dabei trifft er die Lehrerin, die kurzerhand ihren Rock verliert, weil der Schwarze ein Tor zum All öffnet und ein Sog entsteht, der immerhin so stark ist, dass zumindest das Kleid jeder Frau nach unten rutscht. Wer will da nicht auf den Mond?

Unser schwarzer Freund wird ins Labor gebracht, wo ein verrückter Wissenschaftler völlig erstaunt über dessen Handy ist und ihm den Kopf aufschneiden will. Ein Nazioffizier ist aber dagegen.

Auf der Erde geht die Politik ab. Irgendein Typ erzählt irgendwelchen Quatsch über den Mond. Eine Tussi kackt ihren Vorstand an, der scheinbar nur aus Emos besteht.

Auf dem Mond treffen sich Klaus Adler und die Lehrerin Frau Richter. Adler verkündet feierlich, dass ihre Gene zu 97 Prozent zusammenpassen, was bedeutet, dass sie unbedingt vögeln müssen, um die perfekten Nachkommen zu zeugen. Das ist der wohl beste Anmachspruch aller Zeiten. Und ich dachte schon, diese wären gut. Renate und Klaus wollen aber vorher noch auf die Erde, um diese von innen zu infiltrieren. An anderer Stelle stellt der Wissenschaftler seine neueste Erfindung vor: Umfassend Systematische Verbindung. Kurz USB. Mit der er das Handy mit seinem Steinzeitcomputer verbinden kann. Leider kackt der Akku des Handys ab. Klaus will Ersatz besorgen und wird zur Erde geschickt.

Renate schwallt derweil den Schwarzen James Washington voll und wundert sich über dessen Hautfarbe. Leider werden sie von Nazi-Doc Brown unterbrochen. Der hat Washington arianisiert, oder nazisiert, oder was auch immer. Eben weiß gemacht. Deshalb darf der Adler und Renate auf der Reise zur Erde begleiten.

Als erstes will Adler einen VW-Bus von schwarzen in New York klauen. Washington schlägt vor, dass er mit den Brüdern redet. Während dem Gespräch stellt er fest, dass er weiß ist und eine Naziuniform trägt, was den Brüdern gar nicht gefällt. Adler klaut den Bus trotzdem. Kurz darauf entführen sie die Emotussi von vorhin, die sie zur Präsidentin bringen soll. Die tut das auch ohne großen Widerstand zu leisten. Renate hält eine Ansprache vor der mächtigsten Frau der Welt, die diese für ihre Kampagne benutzt und dadurch wohl wiedergewählt wird, oder so. Ich habe keine Ahnung.

Zeitsprung. James Washington ist mittlerweile ein Penner und weist in der Stadt auf die Mond-Nazis hin. Renate kommt vorbei und haut ihm vors Maul. Dafür werden sie verhaftet. Die Cops sind allerdings nicht überzeugt von deren Story über die Mond-Nazis und das Entschwarzen von Washington. Zusammen gucken sie sich den großen Diktator im Kino an, von dem Renate zuvor nur eine Kurzversion kannte. Außerdem lernt sie einige echte Neo-Nazis kennen, die sich wie echte Arschlöcher aufführen. Immerhin stellt der Film das richtig dar.

Adler knallt währenddessen die Goth-Beraterin der Präsidentin, wird aber von Mondführer Kortzfleisch unterbrochen, der herausgefunden hat, dass Adler im geheimen plant, seinen Posten zu übernehmen. Renate und Washington kommen auch vorbei. Renate ist nicht erfreut über Adlers Seitensprung. Ist aber eh egal, denn Kortzfleisch will sie alle an die Wand stellen. Dazu kommt er aber nicht mehr, denn die Emobitch ballert mit einem Sturmgewehr alle Nazis weg.

Adler ruft zum Meteor-Blitzkrieg auf und die Mond-Nazis greifen mit Raumschiffen die Erde an und beschießen sie mit Meteoriten. Die Präsidentin findets großartig, weil sie als Kriegspräsidentin in die Geschichte eingehen wird.

Die Vereinten Nationen, äh, vereinen sich, um den Nazis in den Arsch zu treten. Natürlich ebenfalls mit Raumschiffen, die man gerade zufällig im All rumschwirren hat. Es folgt jede Menge Geballer im All, während Renate und Washington sich auf den Weg zu Adler auf dem Mond machen. Die Raumstation auf dem Mond wird dann von den Amis mit Atomraketen beschossen. Wartet mal. Das kenne ich doch.

Washington und Renate kommen an und Washington vermöbelt Doc Brown mit nem Schraubenschlüssel. Renate schleicht sich durch die Basis und erreicht Adler. Der kann ihr aber die Waffe wegnehmen und will sie abknallen. Renate versucht sich aus der Scheiße zu labern, aber Adler lässt sich nicht bequatschen. Renate hat aber Plan B und macht den Hitlergruß. Adler muss natürlich mit selbigem reagieren und packt in eine Kaputte Glühbirne, deren Stromstoß ihn umhaut. Leider nicht komplett, deshalb muss Renate ihn noch mit ihren High Heels erstechen. Das sind also die wirklichen Waffen einer Frau.

Auf der Erde kriegen sich die vereinten Nationen an den Arsch, weil sie nicht wissen, was sie mit dem Mond anfangen sollen, oder so. Es kommt zur Massenschlägerei und, äh, ja, Schlägerei eben. Whatever.

Renate findet Washington, der sich wieder eingeschwärzt hat und sie freuen sich ihres Lebens. Die rumstehenden Schüler können zwar nicht fassen, dass Renate einen Schwarzen Mann küsst, aber sie werden es wohl überleben.

Immerhin haben wir gelernt, dass … Moment, es gibt noch eine Szene nach den Credits. Oh mein Gott. Es ist der Mars. Und das war’s. Hey, das reimt sich. Macht es aber auch nicht sinnvoller.

Unchronologische Virenforschung mit Gedächtnislücken

„Who’s the boss? He’s the boss. It’s Amboss. He’s the Amboss.“ – Otto der neue Film, 1987

Ja, ja, das Zitat hat eigentlich nix mit dem folgenden Film zu tun, aber Amboss ist eben irgendwie dabei. Also, was soll’s. Here we go:

A.P.E.X. – USA – 1994 – 98 Min.

APEX steht für Advanced Prototype EXploration unit. Nur damit das schon mal geklärt wäre und nachher keine Fragen gestellt werden.

Im Jahr 2072 wurde das APEX-Programm gestartet, um die Zeit zu erforschen. Irgendwie ist dadurch ein Paradoxon entstanden und jetzt werden Roboter durch die Zeit geschickt, um dieses zu richten. Macht ja schon mal sehr viel Sinn.

Start mit einer Traumsequenz, was direkt auf totale Grütze hindeutet. Nur Scheißfilme beginnen mit Traumsequenzen. Naja, Nicholas hatte jedenfalls einen Alptraum und wie wir alle wissen, bedeutet das in Science-Fiction-Filmen, das genau dieser Traum später eintreten wird. In dem Traum ist nebenbei seine Frau plötzlich aus dem Bett verschwunden. Der Albtraum jedes frisch verliebten Mannes. Kurz darauf wird ein Roboter durch die Zeit geschickt.

Im Jahr 1973 fährt eine Familie durch die Wüstenlandschaft Mexikos. Eine Panne zwingt sie zum Anhalten. Die Erde bebt und der junge Joey ist verschwunden. Vater und Mutter rufen nach ihm, aber der Roboter kommt ihnen zuvor. Nicholas kann das nicht mit ansehen und springt heldenhaft in die Zeitmaschine, um ebenfalls nach 1973 zu reisen, wo er den Jungen rettet.

Der Roboter ballert aus allen Rohren, was nebenbei die Frage aufwirft, warum Roboter durch die Zeit zurück geschickt werden, um ein Paradoxon zu verhindern, wenn diese dabei alles in Schutt und Asche legen. Würde das nicht nur wieder zu neuen Paradoxen führen und einfach alles über den Haufen werfen? Vielleicht denke ich aber auch nur zu viel darüber nach.

Nicholas kann sich jedenfalls durch das Zeittor zurück in seine Zeit retten, denkt er. Allerdings hat sich die Geschichte verändert, oder so, und die Roboter stehen im Krieg mit den Menschen. Warum weiß ich nicht, denn eigentlich hat Nicholas ja verhindert, dass der Roboter den Zeitverlauf ändert, aber vielleicht denke ich auch einfach zu viel darüber nach.

Nicholas wird jedenfalls von einer Gruppe Soldaten gerettet. Der Anführer weist nebenbei verblüffende Ähnlichkeit mit Amboss dem Navigator auf. Und eine kurze Recherche hat ergeben: Er ist es nicht. Macht aber nichts, denn da ich den Namen nicht verstanden habe, oder es einfach ignoriere, weil es sowieso keine Rolle spielt, heißt der Typ jetzt erst mal Amboss. So.

Etwas Geballer und die Soldaten führen Nicholas zu ihrem geheimen Stützpunkt, wo Nic mit dem Kommandeur redet. Den kennt er noch aus seiner Zeitlinie, aber er kennt ihn natürlich nicht. Nic will zu einem bestimmten Sektor latschen, um … äh, irgendwas zu machen. Nebenbei kriegt er sich noch mit Amboss in die Haare, weil der nicht für einen Spaten wie ihn verrecken will.

Irgendwie spielt auch noch ein Virus ne Rolle, der sich auf der Welt ausbreitet, aber da ich den Faden jetzt schon verloren habe, denke ich da erst mal nicht weiter drüber nach. Nic findet jedenfalls heraus, dass seine Frau, aus seiner Zeit, denn hier ist sie nicht seine Frau, auch nicht die von dem Nic aus dieser Zeit, infiziert ist. Na, kommt ihr noch mit?

Die Natasha aus dieser Zeitlinie ist aber eh ne Bitch. An Nics Stelle wäre ich nicht wirklich traurig um den Verlust. Die Soldaten scheinen nebenbei allesamt ein Haufen Arschlöcher zu sein und sich nur gegenseitig anzukacken. So gewinnt man Kriege, schätze ich.

Jedenfalls brechen Nic, Natasha, Amboss und weitere Spacken auf, um was auch immer zu erledigen und ballern sich durch eine Horde Roboter. Natasha muss zurück bleiben und die Roboter aufhalten, weil sie völlig vervirt ist. Nic gefällt das gar nicht, aber ist eben so.

Da Natasha aber eh ne knallharte Supersoldatin ist, macht sie die Roboter platt und stößt wieder zu den anderen. In einem Bunker treffen sie Überlebende. Da sie Soldaten sind, muss dieser Umstand schnell geändert werden und alle Überlebenden werden abgemurkst. Taylor, einer der Soldaten, tickt dabei völlig aus und ballert draußen mit einem Raketenwerfer um sich. Warum weiß kein Mensch. Man hatte wohl noch Geld für ein paar weitere Explosionen übrig. Vielleicht denke ich aber und so weiter …

Am nächsten Morgen treffen sie eine überlebende Familie, die sie ausnahmsweise am Leben lassen, weil der Vater selbst bewaffnet ist. Zumindest ist mir keine andere Begründung aufgefallen. Kurz darauf geht die Action mit den Robotern weiter. Man erreicht eine Station und macht da irgendwas. Ich raffe echt nicht, was eigentlich deren Ziel ist, außer durch die Gegend zu latschen.

Nic gesteht Natasha, dass sie seine Frau sein würde, wenn sie in seiner Zeitlinie wären. Und: Gespräch beendet. Keine Reaktion. Keine Antwort. Kein Gar nichts.

Weitere Roboteraction folgt. Nic fuckelt an irgendeiner Maschine rum und plötzlich verschwinden die Roboter. An dem Computer findet Nic dann noch heraus, dass sein Alter-Ego aus dieser Zeit, den Virus hat ausbrechen lassen, indem er durch die Zeit gereist ist. Hä? Wie entsteht dabei denn ein Virus? Egal, wie sehr ich darüber nachdenke, hier macht einfach überhaupt nichts Sinn.

Egal. Irgendwie hat sich die Zeitlinie wieder verändert und Amboss der Kontrollator kehrt zurück zum Kommandeur. Wie zur Hölle, ist der jetzt so schnell dahin gekommen? Der Kommander erklärt, dass alle weg sind, weil Nic an dem Computer rumgefuscht hat. Der Kommandeur verschwindet dann vor den Augen von Amboss. Woher der das jetzt wieder alles wusste? Denkt einfach nicht drüber nach.

Nic schnulzt etwas mit Natasha rum. Amboss der Latschinator trifft erneut auf die Familie, dessen Mann verschwunden ist. Amboss hat keinen Bock zu helfen und latscht mit seiner Truppe weiter.

Nic teleportiert einen Roboter ins Labor. Die Soldaten kommen an und das Geballer kann weiter gehen. Natasha wird abgeknallt. Nic ist untröstlich. Die Soldaten sprengen das Labor. Taylor löst sich in Luft auf. Amboss ballert weitere Roboter weg. Dann stellt er sich Nic in den Weg, der verhindern will, dass das Virus jemals ausbricht. ich weiß nebenbei immer noch nicht, was das für ein Virus sein soll. Nur nicht drüber nachdenken.

Amboss wird von einem Roboter weggeballert und Nic jumpt in das Zeitportal und alles ist wieder normal. Nic ist an der Stelle, wo sein Albtraum begann, aber es ist kein Traum und alles ist so, wie es sein sollte. Außer, dass Natasha schwanger ist.

Bei einer Fortsetzung hätte sich bestimmt herausgestellt, dass Amboss durch die Zeit gereist ist und sie geschwängert hat. Leider blieb uns die verwehrt. Aber immerhin haben wir gelernt, dass durch Zeitreisen gefährliche Viren entstehen, dessen Symptome allerdings völlig unbekannt sind. Vielleicht denke ich aber auch einfach zu viel darüber nach.