Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: Oktober 2017

Spookies – Horrorctober 2017

Heute wird es wirklich „spooky“ im Horrorctober, denn heute gibt es:

SPOOKIES – USA – Niederlande – 1986 – 85 Min.

Irgendein Junge sitzt auf einem Friedhof rum, wie man das halt schon mal macht, wenn man nachts nicht schlafen kann. Er palavert kurz mit dem Grabschaufler vom Dienst und erklärt dem, dass er große Pläne hat. Was für Pläne kann ein Pissblag nachts schon auf einem Friedhof haben? Der hat doch „Grabschändung“ ganz groß auf die Stirn tätowiert.

Irgendein Opa öffnet einen Sarg und guckt sich die Frau darin an. Es ist wohl seine Geliebte Isabelle und man kann davon ausgehen, dass er sie wieder zum Leben erwecken will.

Irgendwelche Affen fahren im Auto eine Straße entlang und einer von ihnen hat eine Biberhandpuppe und macht schlechte Witze. Ich hasse schlechte Komiker mit Handpuppen. Hoffentlich stirbt er auf möglichst bestialische Weise. Und sein Scheißbiber gleich mit.

Der Junge latscht in ein Haus und findet einen Raum voller Ballons und Kuchen und Geschenken und denkt, dass man ihm eine Überraschungsparty schmeißt. Wie doof ist der? Da ist doch absolut kein Mensch außer ihm selbst. Er macht ein Geschenk auf und darin ist der Kopf von dem alten Opa vorhin. Ich wette, er ist irgendein Graf mit übernatürlichen Kräften. Billy pisst sich jedenfalls in die Hose und rennt weg.

Alle Spacken kommen auf dem Friedhof an und ich habe absolut keine Ahnung, was die eigentlich da wollen. Das hat doch „Nekrophilie“ ganz groß auf den Arsch tätowiert. Sie gehen alle ins Haus und wissen selbst nicht warum, schätze ich. Ich kapiere absolut nichts in diesem Film. Und das nach gerade mal 10 Minuten. Das wird wieder ein Riesenspaß.

Billy wird von einem Affenmann über den Friedhof gejagt und dann lebendig begraben. Gute Arbeit, Affenmann. Als nächstes bitte den Biberwichser wegschnetzeln.

Die Trottel im Haus finden eine Leiche im Schrank und irgendein komisches Ouija-Board. Diese Dinger scheinen mich zu verfolgen. Natürlich hat Graf Supernatural Kontrolle über das Teil und macht allen Anwesenden über das Spielbrett klar, dass sie am Arsch sind. Und dann wird eine von ihnen zum Zombie. Graf Übernatürlich trägt seinem Affenman auf, dass er das bevorstehende Geschnetzel unterhaltsam gestalten soll und ich kann nur hoffen, dass das für ihn das Gleiche bedeutet wie für mich. Aber vermutlich nicht.

Draußen lauern die Zombies, also können die Honks nicht abhauen. Isabelle wacht auf und hat überhaupt keinen Bock auf Graf Geheimnisvoll. Aber der will sie natürlich für immer für sich und blah. Das ist alles sowas von lahm, dass es kaum zu beschreiben ist.

Im Keller werden sie von furzenden Schlammmonstern angegriffen und ich habe endgültig die Lust an diesem Film verloren.

Nutzen wir die Zeit, um mal auf die schauspielerischen Leistungen einzugehen, anhand der Szene, in der sich einer der Vollpfosten besaufen will, aber seine Frau ihm davon abrät. Aufgebracht schreit er sie an, warum er nicht trinken soll. Etwa nur, weil sie es sagt? Nein, weil er gar keinen Alkohol trinkt, ist die Antwort, begleitet von einem genüsslichen Zug an ihrem Nuttenstengel. Oder die Szene mit Duke und seiner Ische, die in Tränen ausbricht, was Duke dazu veranlasst, völlig gelangweilt da zu stehen und ihr zu versprechen, dass sie aus dem Haus herauskommen werden. Das ist alles so überzeugend gespielt, dass ich die ganze Zeit nur denken kann, dass man die besten Darsteller bei diesem Quark in die Monsterkostüme gesteckt hat.

Der Wolfsmensch hat es offenbar auch nicht ertragen und sich selbst erhängt. Der Quotenasiate findet ihn und einen Abschiedsbrief. Immerhin hats der Werwolf damit hinter sich und muss sich diesen Kack nicht mehr reinziehen. Der besoffene Anti-Alki und seine Trulla werden von Mini-Orks oder sowas angegriffen. Sie überlebt. Der Affenmann steht draußen am Fenster und guckt zu.

Das Überleben hat ihr nicht viel gebracht, denn irgendein Vieh mit offenem Brustkorb, in dem man das Herz sehen kann, erwürgt sie mit einem Strick. Kann er sie eigentlich direkt neben den Werwolf hängen.

Meine Fresse, erst die Hälfte von dem langweiligen Schinken rum. Zieht sich wie Ektoplasma.

Duke und der Quotenasiate hauen sich vors Maul, weil … es noch keine schlechte Schlägerei in dem Film gab. Dann werden sie vom Tod persönlich angegriffen und darunter leiden muss natürlich Dukes Perle, deren Bein mit der Sense aufgeschlitzt wird. Biberhorst wird von einer Geisha in eine Höhle gelockt und verfängt sich in einem Spinnennetz von Riesenspinnen. Gut so. Ich habe ihn gehasst.

Graf Mystisch bequatscht seinen Sohn, der mit seiner blauen Visage aussieht, als würde er unter einer Art Schlumpfsyndrom leiden, dass er der abslolute Oberkiller werden muss. Der Sohn ist einverstanden. Und taucht nie wieder auf.

Isabelle ist immer noch nicht überzeugt von Graf Okkult und sticht ihm ein Messer in die Stirn. Ist der jetzt tot? Kann der überhaupt sterben? Und interessiert es wirklich jemanden? Isabelle wird dann von einem Zombie verfolgt, der sie für seine Mutter hält, oder so. Und auf dem Friedhof erwachen die Toten zum Leben und steigen aus ihren Gräbern. Hatten wir das nicht schon, oder was waren das für Zombies vor dem Haus? Sie schafft es zum Auto und fährt mit einem Typen weg, der sich als der Affenmann herausstellt. Und auf dem Friedhof klettert Graf Spirit aus seinem Grab und ich habe keine Ahnung, wie er überhaupt da rein kam.

Mann, war das ein langweiliger Quark. Immerhin waren die Effekte ganz nett und megabillig.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober findet ihr in der Übersicht.

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Exeter – Horrorctober 2017

:tim rebotcrorroH mi se theg retieW

EXETER – ExitUs: Play It Backwards – USA – 2015 – 91 Min.

Wie man sieht, handelt es sich mal wieder um einen dieser Filme, die hierzulande mit einem wunderbar sinnlosen Titel versehen wurde, bei dem man nicht mal weiß, was er bedeuten soll, was die Änderung noch sinnloser macht. Aber gut, halten wir uns nicht mit solchen Belanglosigkeiten auf und beschäftigen uns lieber mit anderen Belanglosigkeiten, wie eben dem Film selbst.

Es beginnt mit einem Mädchen, dass nur im Höschen in ihrer Wohnung erschossen wird und damit ist wohl eindeutig klar, dass der Film mehr als Blut und Titten nicht zu bieten haben wird.

Exeter war eine Irrenanstalt, in der schlimme Experimente angestellt wurden. Wir kennen das. Der Laden wurde geschlossen und wird jetzt, Jahre später, renoviert, um darin … irgendwas zu machen. Irgendwelche Honks gehen auf eine Party und sind halt da. Namen fallen auch mal zwischendurch, aber halten wir uns nicht mit solchen Belanglosigkeiten auf und nennen die einfach alle Vollidioten. Das erspart mir etwas Arbeit. Es sollte klar sein, dass die Party im alten Exeter-Gebäude stattfindet und es scheinbar keine Sau in der Umgebung interessiert, dass die Vollidioten da alles abreißen.

Die Vollidioten erzählen sich ein paar Geschichten über den Schuppen und die Experimente, die dort stattgefunden haben sollen. Und wenn man irgendwas rückwärts abspielt passiert irgendwas. Ich habs nicht gerafft, aber es ist doch eh scheißegal, denn wir wissen alle genau, wohin das hier führen wird. Vorher gibts aber noch ne Partie Strippoker und anderen Krampf, für den sich keine Sau interessiert.

Rory, der sich vorhin schon mal spaßeshalber vor ein fahrendes Auto geworfen hat – manche würden ihn als den Draufgänger der Truppe bezeichnen, ich eher als Oberbekloppten – hat dann einen Zombieanfall, oder sowas und wird an ein Bett gefesselt. Immerhin kommt man hier relativ zügig auf den Punkt. Patrick ruft den Dorfpastor an, damit der ihn exorzieren kann. Interessant, wie selbstverständlich es für ihn ist, dass sein Kumpel wohl vom Teufel besessen ist. Scheint bei ihm zum Alltag zu gehören.

Irgendein Typ kommt vorbei und ihm wird der Schädel von Zombierory weggeballert. Die Vollidioten hauen ab und überfahren den Priester. Nach etwas Tumult in der Garage entscheidet man sich dazu, nicht in den Knast zu gehen und stattdessen den Laden abzufackeln und die Leichen gleich mit. Es ist schon unglaublich, wie einfallslos das mal wieder alles ist hier. Da muss doch mal jemand gesagt haben, dass das einfach nur langweilig ist, oder? Nein, er hat gesagt, lasst uns auch noch alte Videos von den Experimenten einbauen, die sich die Vollidioten dann reinziehen können.

Aus irgendeinem Grund sind sie dann eingeschlossen. Vermutlich übernatürliches Gelöt, durch das sich die Bude selbst verriegelt, weil alles andere ja schon fast kreativ wäre. Und der Zombietyp hat sich vom Bett befreit und rennt jetzt frei rum. Aber man hat einen Plan, denn auf dem Tablet hat man im Internet eine „Do it Yourself“- Exorzismus Seite gefunden. Was ein Schwachsinn. Als ob es in der Bude W-Lan gäbe.

Okay, ich muss zugeben, die DIY-Seite ist schon ganz witzig gestaltet. Alles andere natürlich nicht. Man braucht Weihwasser, also zurück zum toten Priester in der Windschutzscheibe. Nur, dass der nicht mehr da ist. Keine Ahnung wie man jetzt das Weihwasser gekriegt hat, oder ob man es einfach weglässt, aber man zieht den Exorzismus durch und hat Erfolg … denkt man, denn dann kriegt einer der Vollidioten eine Spritze ins Bein und Zombierory geht richtig ab. Also im Sinne von, er macht das Gleiche wie schon den ganzen Film über.

Der nächste Schritt ist klar: Man bastelt sich so ein Ouija-Board, oder wie das heißt und nimmt Kontakt mit dem Dämon auf. Der spielt Verstecken und will, dass sie ihn finden. Immerhin gibt er ihnen noch den Tipp, dass er in einer Kiste ist. Dann fährt er in eine der Tussis und Rory ist wieder Rory. Auch wenn man den Unterschied kaum merkt, so doof wie der Vogel ist. Dann wird einer der Vollidioten von einem Kronleuchter erschlagen.

Man trennt sich und sucht die besessene Tussi und ist alles wirklich unglaublich aufregend. Oder dämlich. Kommt halt auf die Sichtweise an. Rory wird beim Pissen entführt. Patrick und die andere Frau im Bunde finden eine Geheimtür hinter einem Schrank. Im Keller finden sie ein paar Fotos und eine Angel. Keine Ahnung, was man damit will. Dann finden sie auch noch einen Lüftungsschacht und wollen rausklettern. Aber die Dämonentussi lockt Patrick in eine Falle, indem sie ihren BH als Köder ausgelegt hat. Es ist wirklich unglaublich, was hier für ein Quatsch abgeht. Kampf und die Dämonin fällt mit beiden Augen voran in zwei Spritzen. Zum Glück macht einer Dämonin sowas aber nichts aus und der Kampf geht weiter, bis die Patrick ihr mit einem Feuerlöscher den Schädel zu Matsch schlägt.

Irgendwo anders findet einer der Vollidioten den Priester und fällt vor Schreck in seine Spitzhacke. Es wird sekündlich immer noch dümmer. Das muss man auch erstmal hinkriegen. Dem nächsten Besessenen wird das halbe Gesicht weggefetzt und damit dürften nur noch Patrick, Rory und die Frau am Start sein. Und der Priester tapert natürlich auch noch da rum.

Der verfolgt dann das Mädel und überschüttet sich versehentlich selbst mit Benzin, bevor er sie absticht. Patrick ist untröstlich und mutiert zum Rachegott. Er fackelt den Priester ab, der durch das Benzin natürlich ganz besonders gut brennt und … Moment mal, wann ist denn Rory gestorben? Ach, scheiß drauf.

Die Tussi ist jetzt der Dämon und das hier scheint niemals zu enden. Rory lebt ja doch noch. Im großen Endkampf senst Patrick der Trulla die Arme mit einem Rasenmäher weg und anschließend wird sie von ihm und Rory in die Kiste gesperrt. Der Laden fackelt ab und Patrick und Rory sitzen draußen und gucken den Flammen beim Flackern zu.

Zwischenzeitlich ist der Streifen wirklich so dämlich, dass es schon wieder unterhaltsam ist. Diese Momente sind dann aber doch zu rar gesät, um durchgehend zu unterhalten.

Alle Filme im diesjährigen Horroctober findet ihr in der Übersicht.

Da könnt ihr euch eine Scheibe von abschneiden …

Das Messer hat im Grunde nur zwei Funktionen: Zum einen ist es ein Hilfsmittel, auf der anderen Seite auch ein Mordwerkzeug. Widmen wir uns zuerst dem Messer als Hilfsmittel. Dabei denkt man natürlich zuerst an ein Schweizer Taschenmesser, dass durch seine Vielzahl an Funktionen besticht. (Am Rande: Ein menschliches Taschenmesser spielt Daniel Radcliffe in SWISS…

über Filmische Objekte: Das Messer — Adoring Audience

The Giant Claw – Horrorctober 2017

Im heutigen Horrorctoberbeitrag wirds monstermäßig horrorhaft. Denn die Stadt wird angegriffen von:

THE GIANT CLAW – USA – 1957 – 75 Min.

Relativ unspektakulär beginnt der Film damit, dass ein Erzähler erklärt, wie die Welt funktioniert. Und das in allen Einzelheiten: Vom Drehen der Erde bis hin zum Arbeitsmarkt wird alles mal kurz angeschnitten. Vielleicht soll es eine Art Nachruf sein, denn die Erde wird angegriffen.

Pilot MacAfee entdeckt ein unbekanntes Flugobjekt am Himmel. Ist es ein feindliches Flugzeug? Ist es gar ein UFO? Nun, ich verrate nicht zu viel, wenn ich schon mal sage: Es ist ein gigantischer Riesentruthahn von einem prähistorischen Planeten irgendwo im Weltall. Noch Fragen? Dachte ich mir …

Nach und nach häufen sich Vorfälle von vermissten Flugzeugen und anderen unerklärlichen Dingen, die außerhalb des Bermuda Dreiecks passiert sind, was ja sonst als Erklärung locker gereicht hätte. Mitch MacAfee ist dann wieder in der Luft unterwegs zusammen mit Sally. Das Flugzeug wird von irgendetwas getroffen und stürzt ab in der wohl großartigsten Absturzszene jenseits der Augsburger Puppenkiste. Natürlich werden sie von irgendeinem besoffenen Franzosen namens Pierre gefunden und mit in seine Hütte genommen. Interessanterweise weiß offensichtlich jeder wo sie sind und MacAfee wird angerufen.

Anscheinend wurde nichts auf dem Radar gesehen. Mysteriöse Sache. Pierre geht mal kurz vor die Tür und stirbt. Okay, nicht ganz, er war wohl nur ohnmächtig. Denn er hat einen Riesenvogel gesehen, so wie den aus einer alten französischen Sage. Mit anderen Worten: Die Französische Mythologie besteht aus Wein, Froschschenkeln und einem Riesentruthahn. Warum quatschen immer alle nur über die Griechen? Bei den Franzosen gibts die richtig geilen Geschichten.

MacAfee und Sally werden zum Flughafen gebracht und sitzen schon wieder im Flugzeug. Und labern rum, wobei nichts wirklich aufregendes rumkommt.

Jetzt wird es aber auch mal Zeit, den Riesenvogel in seiner ganzen Pracht zu sehen. UND DA IST ER AUCH SCHON!!! Und er ist einfach unbeschreiblich schön. Eine einarmige Schneiderin mit Sehfehler, die nie zuvor einen Vogel gesehen hat, hätte es nicht schöner machen können. Stellt euch vor, ihr habt einen Staubsaugerschlauch und überzieht den mit einer alten Wollsocke. Dann steckt ihr vorne in den Schlauch eine Banane und klebt zwei weißbemalte Kirschen dran. Oben drauf noch ne Sellerie als Toupet und Zack, seit ihr auf dem Weg zum Obstsalat und habt ungefähr den grandiosen Riesentruthahn aus diesem Streifen nachgebaut. Nur, dass der hier noch viel besser aussieht. Und natürlich greift er ein Flugzeug an und frisst dann die Leute, die mit einem Fallschirm abgesprungen sind.

Dieses Mal gibt es offenbar Zeugen. MacAfee hält das aber für kompletten Käse. Wer kann es ihm verdenken? Wenn mir jemand sagen würde, dass ein Riesenvogel angreift, würde ich auch erstmal nachhaken, wie viel der Typ getrunken hat. Trotzdem bricht man nach Washington auf, um der Sache auf den Grund zu gehen. Es ist nebenbei bemerkenswert, wie oft die Leute hier trotz allem immer wieder in ein Flugzeug steigen. Ich würde doch irgendwann mal darüber nachdenken, den Zug zu nehmen, wenn da ein Riesenvogel kreist. Solange er keine Riesenwürmer sucht, wäre man am Boden schließlich sicher.

Es sollte klar sein, dass der folgende Angriff mehrere Kampfjets nicht gerade erfolgreich ist und dem Riesenvogel nur weitere Nahrung in Form von Fallschirmspringern bringt. Also zieht man einen Wissenschaftler zu Rate. Und der erklärt mal kurz das Universum und natürlich, dass der Vogel eindeutig aus Antimaterie besteht. Äh, was? Also: Der Vogel kommt aus einer Antimaterie-Galaxi mehrere Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Und weil er aus Anti-Materie besteht … nein, Moment, er selbst besteht nicht aus Anti-Materie, aber er ist davon umgeben und deshalb kann ihn nichts berühren. Es ist quasi ein unsichtbarer Schutzschild. Ist ja der Wahnsinn. Aber es geht noch weiter. Denn der Vogel ernährt sich nicht wie man das kennt, sondern zieht Energie aus den Dingen, die er zerstört. Warum er dann die Fallschirmspringer frisst, wird nicht erklärt, aber man muss ja nun mal zugeben, dass man sich hier viel mehr Gedanken gemacht hat, als man es auch nur ansatzweise hätte vermuten können.

MacAfee und Sally wissen nicht mehr weiter, aber dann haben sie die rettende Idee. Ich weiß nicht, was diese rettende Idee sein soll, aber sie hat etwas damit zu tun, dass der Vogel wohl ein Nest hat und beinhaltet ein Flugzeug und einen Helikopter, den MacAfee mal kurz beim Colonel bestellt.

MacAfee, Sally und irgendein Typ brechen dann auf, um den Vogel uns sein Nest zu finden. Und das stellt sich als nicht besonders schwierig heraus. Aber natürlich verteidigt der Riesenvogel sein Nest auf Leben und Tod und selbstverständlich hat er Eier gelegt und wenn die schlüpfen ist die Welt verloren. Also ballert MacAfee erstmal mit seinem Gewehr die Eier zu Klump. Riesentruthahn gefällt das gar nicht und er wirft einen Baum auf MacAfee. Und tötet irgendwie den namenlosen Begleiter, was sich dadurch bemerkbar macht, dass der in Nahaufnahme mal kurz rumächzt.

Moment mal, jetzt sind MacAfee und Sally im Auto unterwegs? Hat der Vogel die einfach gehen lassen? Und warum haben die nicht sein Nest abgefackelt, oder irgendwas anderes sinnvolles angestellt? Nun ja, der Vogel klaut ein Auto voller Teens und das hat keine Fallschirme. Aber irgendwie haben sie den Sturz aus 100 Meter Höhe in dem explodierenden Auto tatsächlich überlebt und werden von unseren Helden ins Krankenhaus gebracht. Dafür hatte man jetzt diese Straßenszene drin? Ich liebe diesen Film.

Kommen wir zum großen Riesenvogelvernichtungsplan, der so aussieht, dass man eine Waffe baut, die so stark und schnell feuert, dass sie Antimaterie durchdringen kann. Laut dem Erzähler wäre der Bau so einer Waffe eine physikalische Unmöglichkeit. Also baut man sie natürlich. Aber wollen wir fair bleiben: Der ganze Vogel und seine Herkunft sind ebenfalls eine physikalische Unmöglichkeit, also passt es ja wieder.

Während an der Megawafe gebaut wird, klaut der Vogel einen ganzen Zug. Und MacAfee sprengt sich selbst in die Luft. Als er im Krankenhaus aufwacht, erklärt er, dass er sich absichtlich weggebombt hat, denn er hat die Megawaffe endlich fertig. Es war nur was mit der Verdrahtung verkehrt. Dieser Film ist einfach der absolute Knaller.

Erinnert ihr euch noch, wie ihr das erste Mal gesehen habt, wie King Kong das Empire State Building erklimmt? Nun, vergesst diese Szene und bewundert lieber den Riesentruthahn auf der Spitze des Empire State Buildings. Ich verspreche, ihr werdet den Anblick nie wieder vergessen. Der Vogel reißt die ganze Stadt ab und es besteht dringender Handlungsbedarf. Zum Glück sind MacAfee der Wissenschaftspilot und seine Crew rechtzeitig zur Stelle und … ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, was die jetzt anders gemacht haben, als zuvor, aber sie schießen den Vogel vom Himmel und der versinkt im Meer.

Was soll ich sagen? Ich liebe einach jede Sekunde von diesem grandiosen Film.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober findet ihr in der Übersicht.

Dark Night Of The Scarecrow – Horrorctober 2017

Heute gibt es im Horrorctober etwas, dass es hier auf dem Filmschrottplatz noch gar nicht gab. Einen TV-Film … gut, die gab es schon, weil die oft halt richtig scheiße sind. Aber dieser TV-Film hat etwas ganz Besonderes, was es im Horrorgenre viel zu selten gibt: Ein Monster, das nicht völlig ausgelutscht ist. Es ist:

DARK NIGHT OF THE SCARECROW – USA – 1981 – 96 Min.

Jetzt mal ehrlich: Warum zum Teufel gibt es achttrilliarden Filme mit den immer gleichen lahmarschigen Zombies, aber kaum welche mit mordenden Vogelscheuchen? Ich meine, die Dinger sind doch schon aus Prinzip creepy as fuck. Das ist ja schon die halbe Miete bei nem Horrorfilm.

Bubba ist offenbar geistig etwas hinterm Mond und sitzt mit einem kleinen Mädchen auf einer Wiese und pflückt Blumen und lacht dämlich. Irgendein Spanner, der aussieht wie ein gescheiterter Postbote, beobachtet die beiden durch sein Fernglas. Moment mal, er ist tatsächlich der Postbote. Hat der nichts zu tun, oder was? Keine Post heute, also bespannt er Hirnis und kleine Mädchen? Ist ja interessant.

Der Postbote bespricht sich mit irgendeinem Typen, der aussieht wie ein Hinterwaldtankstellenbesitzer. Die letzten Minuten haben uns gezeigt, dass er also vermutlich genau das ist. Sie wollen etwas gegen Bubba unternehmen, da der immer mit dem Mädchen rumhängt. Also wenn ihr mich fragt, könnte man es ja auch so auslegen, dass der Postbote dauernd das kleine Mädchen mit seinem Fernglas bespannt. Aber was weiß ich schon von den Lynchgesetzen in so einem zurückgebliebenen Südstaatenkaff.

Das Mädchen klettert durch einen Zaun, um mit den Gartenzwergen zu spielen und wird von einem Hund angefallen. Also, ich bin ja bereits nach wenigen Minuten voll Pro-Mädchen und absolut Anti-Postbote hier, aber wenn man durch einen Zaun auf ein fremdes Grundstück klettert, muss man halt damit rechnen, dass einem der Wachhund in den Arsch beißt. Die vom Briefträger angeführte Lynch-Mob-Partei verdächtigt natürlich Bubba und jagt den jetzt durch die Pampa. Er verkleidet sich als Vogelscheuche und wird natürlich entdeckt und vom Postsendungsverteilkommando standesgemäß erschossen.

Da das mit den Namen ja immer so eine Sache ist handeln wir die mal schnell ab: Der bewaffnete Postbote heißt Otis, denn er ist sowas von aus dem Süden, dass es ein Wunder ist, dass er keinen Sonnenbrand hat. Sein Erschießungskommando besteht aus Skeeter, Philby und Harless. Und direkt nach der Ermordung der geistig behinderten Vogelscheuche kriegen sie über Funk mitgeteilt, dass es dem Mädchen gut geht und Bubba sie vor dem Hund gerettet hat.

Vor Gericht plädieren sie selbstverständlich auf Notwehr, wie es jeder schwerbewaffnete Horst in den USA machen würde. Und wie jeder vollbewaffnete Horst in den USA kommen sie selbstverständlich damit durch. Also genau genommen ist das hier Die Jury Teil 2.

Nach etwas Rumgedödel steht dann plötzlich eine Vogelscheuche auf dem Feld von Harless, obwohl der gar nichts gesät hat und dementsprechend auch keine Vogelscheuche aufgestellt hat. Natürlich vermutet er, dass es die Dorfprankster waren, die irgendwie eher so aussehen, als hätten sie gerade drei Liter Motoröl gesoffen, als dass sie auch nur einen großen Prank aushecken könnten, aber was weiß ich schon von den Rollenverteilungen in so einem zurückgebliebenen Südstaatenkaff.

Als Harless nachts besoffen nach Hause kommt, hat er den prächtigen Einfall, die Vogelscheuche vom Feld zu nehmen, aber sie ist nicht mehr da. In der Scheune geht irgendeine Maschine an und natürlich geht Harless gucken, was da los ist. Es sollte klar sein, dass er seiner Maschine zum Opfer fällt. Seine Miterschießer sind nicht davon überzeugt, dass es ein Unfall war und glauben, dass jemand weiß, was sie getan haben. Moment mal, wissen das nicht sowieso alle? Die standen schließlich dafür vor Gericht.

Postbote Otis verdächtigt Bubbas Mutter als Killerin seines Schützenkumpanen und stellt sie zur Rede. Dabei kommt aber natürlich nicht viel rum. Die Vogelscheuche steht derweil auf dem nächsten Feld. Keine Ahnung, ob es das Feld von Skeeter oder Philby ist, aber das spielt ohnehin nicht wirklich eine Rolle. Denn wir wissen, er wird die Nacht nicht überleben.

Otis quatscht derweil mit dem kleinen Mädchen. Die hat aber keinen Bock auf ihn, weil Bubba ihr erzählt hat, dass er und seine Freunde ihn abgeknallt haben. Das Mädchen hat offensichtlich das Trauma noch nicht so ganz verarbeitet.

Der Feldbesitzer will Otis und dem anderen Kumpel die Vogelscheuche zeigen, aber die ist nicht mehr da. Er macht sich ins Hemd und will zum Sheriff gehen. Otis ist nicht begeistert von der Idee und besucht lieber nochmal Mama Bubba, um diese einzuschüchtern. Dummerweise kriegt die nen Herzinfarkt oder sowas und der Postbote wünscht sich, dass er doch einfach nur die Post ausgeliefert hätte. Aber als kriminelles Mastermind hat er natürlich einen Ausweg und dreht den Gasherd auf, damit die Bude in die Luft fliegt und ihr Tod wie ein Unfall aussieht.

Unfassbar, Otis geht tatsächlich mal seinem Job nach und teilt die Post aus. Die Leute in dem Ort müssen schon ganz gespannt auf ihre Briefe aus den letzten 8 Wochen oder so warten. Der Feldbesitzer fühlt sich verfolgt und fällt in ein Silo, das dann mit Getreide gefüllt wird. Also: Tot.

Otis ist mittlerweile überzeugt, dass Bubba doch auf einem Rachefeldzug ist. Sein letzter verbliebener Kumpel nicht. Zum Beweis gehen sie seine Leiche ausbuddeln. Otis nutzt die Gelegenheit, um seinen Kumpel mit der Schaufel eins überzubraten und ihn direkt mit wieder einzubuddeln. Also wenn man mal ehrlich ist, hat Otis bisher genau so viele Leute auf dem Gewissen wie die Vogelscheuche und wirkt insgesamt mehr wie eine Horrorgestalt, als diese, die man ja auch noch gar nicht wirklich in Aktion gesehen hat, weil die beiden Trottel selbst in ihren Tod gestürzt sind. Ist es am Ende vielleicht doch gar keine Vogelscheuche, sondern jemand anders? Mysteriös …

Otis fährt nach Hause und trifft zufällig das Mädchen. Er verfolgt sie in ein Kürbisfeld und will sie zur Rede stellen, denn er glaubt, dass sie hinter all dem steckt und es gar keine Todesscheuche gibt. Dann wird er aber von einem Mähdrescher übers Feld gejagt. Ich frage mich dabei ja immer, wie schwer es sein kann, vor einem Mähdrescher wegzulaufen. Ich komme ja vom Land und habe schon den ein oder anderen davon bei der Arbeit gesehen und die sind nun nicht bekannt für ihre Wendemanöver. Lauf halt einmal nach links und du kannst quasi gemütlich nach Hause gehen. Otis aber natürlich nicht.

Das Mädchen sitzt im Feld und die Vogelscheuche kommt angelatscht und man sieht sie halt jetzt zum ersten Mal. Und sie schenkt dem Mädchen eine Blume. Uh, wie süß. Nur dann eben doch eine recht lahme Auflösung des Ganzen. Dann hätte man die Vogelscheuche auch mal richtig bei der Arbeit zeigen können. Aber hey, für eine TV-Produktion war das gar nicht so verkehrt. Mit etwas höherem Produktionsaufwand und ein paar besseren Kills wäre das sogar richtig gut gewesen. So ist der Film leider insgesamt zu zahm.

In der Übersicht findet ihr alle Filme des diesjährigen Horrorctober.

The Wizard Of Gore – Horrorctober 2017

Horrorremakes sind ja so eine Sache. Es gibt ungefähr zweiundvierzigtrilliarden davon. Und davon sind ungefähr drei brauchbar. Es wird einfach alles remaket, was noch irgendwo auf einem Dachboden eines alten Filmstudios gefunden wird. So hat man sich vor zehn Jahren auch an ein Remake von einem Herschell Gordon Lewis (der seinerseits als Erfinder des Gores gilt) Film gewagt, den schon im Original eigentlich keine Sau wirklich sehen wollte. Aber gut, wenn man nun mal keine eigenen Ideen hat, gräbt man gerne alles aus, was irgendwie unterhaltsam klingt. Mache ich hier ja auch im Rahmen des Horrorctober jedes Jahr genau so. So auch heute:

THE WIZARD OF GORE – USA – 2007 – 94 Min.

George McFly aka Crispin Glover ist kein Science-Fiction-Autor mehr, sondern hat auf Magier umgeschult. Der große Erfolg hat sich bisher aber nicht eingestellt, deshalb performt er in Underground-Clubs und liefert blutrünstige Shows ab, die so echt wirken, dass viele der Drogenopfer in der Absteige es auch für echt halten. Aber natürlich ist es alles nur Show. Come on, ihr Drogenopfer. Es ist 2007. Ihr habt sicher schon mal Penn & Teller gesehen. Oder diesen maskierten Fatzken, der die ganzen großen Tricks verraten hat, sich schön die Knete eingesteckt hat, aber zu feige war, seine Hackfresse zu zeigen. Jedenfalls erklärt der Wizard Of Gore all das und dann geht es eine Woche zurück.

Montag The Magnificent performt eine seiner … nun, Performances in einem gammeligen Scheißhaus mit Stühlen, die alle besetzt sind. Ausverkauftes Haus also. Es gibt Titten und Blut und alle sind begeistert. Auch Edmund Bigelow, gespielt von Kip Pardue, seinerseits Clubbetreiber, in dessen Etablissement sich Mädels im Schlamm becatchen können, oder sich andere Honks in der clubeigenene Kirche geißeln lassen können. Seine Begleiterin Maggie, dargestellt von Bijou Phillips, ist nicht komplett überzeugt, da sie meint, dass Edmund alles mit Titten abfeiern würde. Nun, wer nicht …

Es sollte klar sein, dass Edmund Interesse daran hat, Montag The Magnificent anzuheuern. Ich sage es schon mal, wie es ist: Crispin Glover ist einfach der Knaller hier. Der Typ hat ja im realen Leben auch extrem einen an der Murmel und das kommt ihm in dieser Rolle einfach zu gute. Edmund hat Albträume von Sex mit blutverschmierten Weibern. Vielleicht sollte er sich mal von den Zaubermetzelshows fernhalten. Scheint ihm nicht zu bekommen.

Das Mädchen, dass Montag The Magnificent in seiner Show zerlegt hat, wird tot aufgefunden. Scheinbar wurde sie von einem Hai attackiert. Edmund findet es eigenartig, dass der Magier während seiner Show von Haiangriffen geschwafelt hat. Besteht da etwa ein Zusammenhang? Uiuiui, Mörderplot incoming. Irgendwie nicht sonderlich aufregend, wenn ihr mich fragt.

In der nächsten Zaubershow grillt Montag The Magnificent seine Assistentin wie ein Steak. Edmund will herausfinden, was abgeht und spricht mit der Assistentin. Da sie ihm nichts erzählt, fackelt er sie ab. Ich bin allerdings unsicher, ob das nicht wieder nur ein Traum war. Hier ist nämlich ein Schema erkennbar, das so unfassbar aufregend ist, dass ich es fast übersehen hätte. Zaubershow-Albtraum-Zaubershow-Albtraum-Zaubershow-Albtraum (oder eben echtes Abgefackel).

In der nächsten Show (seht ihr: Schema), killt Montag The Magnificent Edmunds Freund, der mit ihm zur Show gegangen ist. Später kriegt Edmund Besuch von seinem Freund, der sagt, dass er gar nicht bei der Show war, denn es gab keine. Und wo war Edmund eigentlich? Und wie kommt er darauf, dass Maggie bei ihm gewesen sei? Boah nee, es wird eine komplette „Was ist Traum und was ist Realität“- Story. Bleh.

Edmund und Maggie gucken sich eine Aufnahme der letzten Show an und ich muss sagen, das ist alles einfach nur sterbenslangweilig hier. Da kann auch Glover nix retten.

Maggie darf als nächstes auf die Bühne und darf vermutlich ihre Brüste zeigen, da das ohnehin das Einzige ist, was Bijou Phillips zu einem Film beitragen kann. Tut sie aber nicht und bleibt damit komplett nutzlos hier. Und wird kurz darauf von Edmund abgestochen. Meine Fresse, ist das eine verwirrende, völlig langweilige und absolut undurchschaubare Grütze.

Edmund untersucht die Bühne und einen Swimming Pool. Fragt mich nicht warum, ich habe hier aufgegeben und versuche nur noch, mich wach zu halten. Er findet ein paar Pläne zu den Tricks von Montag The Magnificent und wird umgehauen. Als er wieder aufwacht, oder auch nicht, was weiß ich, ob der Typ nicht doch alles träumt, oder selbst der Zauberer ist, oder was auch immer, hängt er kopfüber rum und Montag The Magnifient schnitzt mit einem Messer an ihm rum. Edmund kann sich aber ganz simpel befreien und will noch mehr geschlitzt werden. Meine Herren, haben wirs dann jetzt mal hier, oder was? Das ist doch alles einfach nur kompletter Käse.

WUHU!!! Edmund zerquetscht Montag The Magnificents Kopf mit bloßen Händen. Aus. Vorbei. Feierabend. Fuck This Shit.

Gute Effekte aber eine unfassbar lahme Story. Wenn man hier wenigstens einfach eine normale düstere „Wer ist der Mörder“-Story raus gemacht hätte, ohne diesen ganzen beknackten Traumwirrwarrscheiß, hätte das sogar ganz unterhaltsam werden können. Ach so, der Killer war nebenbei immer Edmund, der alles geplant hatte, oder so. Aber wen interessiert es wirklich? Genau. Niemanden.

Alle Filme im diesjährigen Horroctober gibt es hier in der Übersicht.

Ghost Ship – Horrorctober 2017

Von der Insel ab aufs Boot. Der Horrorctober geht weiter mit einem Streifen, den der ein oder andere vermutlich sogar gesehen hat.

GHOST SHIP – USA – Australien – 2002 – 91 Min.

Es dauert ein paar Minuten, bis ich mich von dem Gedanken verabschieden muss, dass ich hier eine Folge vom „Traumschiff“ erwischt habe. Was für eine harmonische Kreuzfahrt. Und dann kommt das Schnetzelkabel übers Deck gefegt und tötet ALLE Menschen, die auf dem Schiff sind, weil die gerade alle auf dem Deck tanzen. Also keiner ist unter Deck, oder am Steuerrad, oder auf dem Ausguck, oder wird gekielholt. Alle tot. Außer ein kleines Mädchen, das gerade so klein ist, dass das Todeskabel über sie hinweg geschnetzelt ist.

Irgendwann später sitzt die Schiffwracksuchcrew rund um Gabriel Byrnes Murphy rum und wird von einem Typen angeheuert, um ein Schiffswrack zu finden. Also schippert man los aufs Meer, beim beschissensten Pisswetter, dass man sich vorstellen kann. Und dann stößt man mitten im Meer auf das alte Luxusschiff, das quasi aus dem Nichts auftaucht. Oder man hat es bei dem Kackwetter einfach nicht gesehen, was wahrscheinlicher ist. Murphy ist Vollprofi und Alleskenner und weiß direkt, um welches Schiff es sich handelt. Also, an mir ist ja sicher kein Experte der Seefahrt verloren gegangen, aber wenn ein Schiff seit hundert Jahren oder so vermisst wird und dann plötzlich auf dem Ozean rumschippert, wo das angeblich in all der Zeit niemand gefunden hat, wäre etwas Skepsis durchaus angebracht, finde ich. Ja, das Meer ist groß, aber ein Schiff auf der Oberfläche sollte schon aus Zufall irgendwann einfach gesehen werden. Nicht erst, wenn irgendwelche Honks im Monsun dagegen ballern.

Natürlich will man das Schiff erkunden und tapert durch das Wrack, ohne dabei mal zu hinterfragen, wo eigentlich die Crew abgeblieben sein könnte. Man findet eine Digitaluhr, was bedeutet, dass schon vor ihnen Leute auf dem Schiff waren, denn die gab es damals noch nicht. Die Fahrt war übrigens 1962, also doch nicht ganz so lange her, was aber nichts daran ändert, dass die das hier alles zu locker nehmen. Außer Murphy, der eine Gruselgeschichte von einem unbemannten Schiff erzählt. Der folgende Plan ist simpel. Das Schiff zum Hafen ziehen. Auch wenn noch fraglich ist, ob die Nussschale, mit der die unterwegs sind, dazu überhaupt in der Lage ist.

Epps, gespielt von Julianna Margulies, hat ein kleines Mädchen an Bord des Geisterschiffes gesehen, aber denkt sich erstmal nichts weiter dabei. Am nächsten Tag taucht man etwas rum und stellt fest, dass das Schiff sinkt. Sollte einem das nicht noch mehr zu denken geben, dass das Teil eigentlich gar nicht mehr über Wasser sein sollte? Offenbar nicht, denn es führt nur zu dem Plan, das Leck zu reparieren. Epps findet Patronenhülsen im Schiff. Oh, und das Mädchen sieht sie auch wieder und legt sich übelst aufs Maul durch den Schock.

Alle anderen haben dann auch erste Geistererscheinungen und über Funk läuft das Lied, dass am Anfang zur Tanzszene gespielt wurde. Spooky, so eine italienische Sängerin. Epps und Jack finden ein paar Leichen und Isaiah Washington findet ein Klavier und dann finden Epps und Jack eine Kiste voller Ratten … und Goldbarren. Und kurz darauf eine ganze Schatzkammer. Kam mir gar nicht wie ein Piratenschiff vor.

Natürlich beschließt man, das Gold einzusacken und abzuhauen. Aber man kennt das ja. Man ist auf einem verlassenen Geisterschiff und nichts passiert, aber dann nimmt man einen Goldbarren mit nach Hause und schon ist man auf ewig verflucht. Also explodiert das Boot, mit dem sie gekommen sind, und Santos gleich mit.

Man muss auf dem Schiff campen und macht ein Lagerfeuer an Deck. Ich frage mich ja immer noch, wer eigentlich die ganzen Leichen vom Anfang von Deck gewischt hat, damit die jetzt niemand findet. Jedenfalls ist man sich nicht einig, ob man das Schiff reparieren, ein Floß bauen, oder sich einfach gegenseitig in die Fresse hauen soll. Also fängt man mit Idee 3 an. Anschließend testet man mal, wie lange sich Konserven und Champagner eigentlich so halten und Epps tapert durch das Schiff und sucht das Mädchen, findet aber nur eine tote Oma im Schrank.

Isaiah hat genug alten Champagner gesoffen und jetzt kann um ihn herum der Geisterspuk losgehen. Und alles durch die Gegend fliegen und sich wieder zusammensetzen und plötzlich findet er sich umringt von Gästen auf dem Tanzparkett wieder. Murphy kriegt derweil vom Kapitän des Schiffs einen Scotch eingeschenkt. Ich sags ganz ehrlich, ich mag diesen langsamen Aufbau. Der Film läuft schon fast ne Stunde und der Gruselfaktor erhöht sich eigentlich durchgehend. Auch wenn es immer Grusel-Light bleibt.

Epps kriegt Besuch vom Mädchen, die natürlich ein waschechter Geist ist. Der Kapitän erklärt Murphy, dass sie die „Lorelai“ gefunden haben und von ihr das Gold eingesackt haben. Murphy hat Befürchtungen und beschließt, dass Abhauen die beste Option ist. Sängerin Francesca verführt Isaiah. Es dürfte klar sein, was gleich kommt. Die Geister werden zuschlagen.

Santos ist auch ein Geist und sucht direkt mal Murphy heim. Es ist klar, dass sie von dem Schiff runter müssen. Auch wenn mir nicht ganz klar ist, wo sie hin wollen. Isaiah fällt in einen Fahrstuhlschacht, weil Francesca ihn in eine Falle gelockt hat. Murphy denkt, Epps ist Santos und geht auf sie los. Jack kann ihn im letzten Moment umkloppen. Alle haben sich versammelt und wollen dem Plan nachgehen, das Schiff zu reparieren, damit man damit zum Festland fahren kann. Die Geister scheint das nicht im Geringsten zu stören, denn sie lassen sie erstmal machen. Ergibt ja irgendwie auch Sinn, denn wenn der Kahn sinkt, können sie ja nicht mehr rumgeistern.

Das Mädchen zeigt Epps, was an Bord des Schiffes wirklich passiert ist. Scheinbar war ein Mordkommando am Start und hat einfach alle umgenietet, die da waren. Keine Ahnung, wie da das Schnetzelkabel da reinpasst, denn diese Arbeit würde sich eine bewaffnete Truppe wohl kaum machen. Und mit diesem Zusammenschnitt hat man jetzt mal schnell jede Atmosphäre zerstört, die der Film zuvor aufgebaut hat. Glanzleistung. Jedenfalls hatte wohl Jack, der ja mit dem Auftrag zu Murphy kam, was damit zu tun und Epps erzählt Dodge davon. Die will Munder holen, aber der wird gerade in ein Zahnrad gezogen und ist hinüber.

Jack will Dodge killen, aber der hat seine Shotgun im Anschlag und ballert ihn weg. Es leben also nur noch Epps und Dodge. Sie will das Schiff versenken, aber er will das Gold mitnehmen. Aber Epps ist etwas schlauer als alle anderen und merkt, dass es nicht Dodge ist, sondern Geisterjack, der wie Dodge aussieht. Nun ja, es kommt natürlich zum obligatorischen Endkampf und Epps sprengt den Kahn, der dann absäuft. Natürlich kann sie selbst noch rausschwimmen und zugucken, wie die Seelen der Geister durch die Gegend schwirren.

Auf einer Schatzkiste treibend wird Epps sechzig Jahre, oder Minuten, man weiß es nicht genau, später im Meer aufgegabelt und sieht noch, wie irgendwelche Typen das verfluchte Gold an Bord laden. Angeführt von Jack. Hui, spooky.

Eigentlich schade, wie völlig unnütz der Film nach einer knappen Stunde die komplette Atmosphäre einreißt und zu völligem Quark verkommt. Der war eigentlich auf einem guten Weg.

Alle Filme des diesjährigen Horroctober gibt es in der Übersicht.

Fear Island – Horrorctober 2017

So früh im Horrorctober und ich bin schon reif für die Insel. Was für ein Glück, dass es Inselfilme gibt, die man zwischendurch zur Entspannung gucken kann.

FEAR ISLAND – Kanada – 2009 – 95 Min.

Eine blonde Trulla rennt durch den Urwald und wird dann von einem Special Forces Team verhaftet. Es dürfte klar sein, dass hier nach und nach aufgedeckt werden wird, was die Tussi auf der Insel gemacht hat. Und es dürfte klar sein, dass sie sich an nichts erinnern kann. Und es dürfte klar sein, dass sie selbst am Ende die Mörderin ist. Und es dürfte klar sein, dass das jetzt schon zu Tode langweilt und mir komplett scheißegal ist, was auf der bekackten Insel los war. Tolle 90 Minuten stehen also bevor.

Vier Typen und zwei Mädels inklusive Gedächtnislückenblondie und ein Hund fahren mit einem Boot raus. Zu behaupten, dass auch nur einer von ihnen sowas wie Charakter besitzt wäre eine glatte Lüge. Nur der Hund wirkt recht sympathisch, also hoffe ich, dass er hier den Part des mysteriösen Killers übernimmt und kurzen Prozess macht, damit wir uns alle interessanteren Dingen widmen können, wie zum Beispiel … dem Wasser beim Fließen zuzugucken.

Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das jetzt eine Erinnerung von Blondie war, aber wir sind wieder in der Gegenwart und Blondie wird von einem Cop und ihrer Anwältin befragt. Da uns das absolut nicht weiter bringt und die Szene genau drei Sekunden dauert, werde ich ab jetzt nur noch auf die Befragung eingehen, wenn es wirklich wichtig ist. Zum Beispiel, wenn sie sich an irgendwelche Namen erinnert, wie 2 Minuten später. Und jetzt passt auf, denn mehr Charakterisierung wird es in diesem Film nicht geben: Ein drittes Mädel namens Megan erklärt Tyler für den coolsten der Truppe, sein Bruder Kyle möchte gerne wie er sein, Ashley ist Kyles Matratze, Jenna ist Tänzerin, die kurz davor steht in die Stadt zu ziehen um Karriere zu machen und Mark existiert scheinbar einfach nur, denn er wird in der Beschreibungsaneinanderreihung einfach ausgelassen. Immerhin wissen wir jetzt auch, wer Blondie wirklich ist. Eine Tänzerin. Top.

Und diese Tänzerin erinnert sich jetzt scheinbar wieder an alles. Zum Beispiel, dass Megan was ganz besonderes war und alle viel gesoffen haben. Ganz ehrlich: Diese ganze Ermittlungsnummer hätte man wirklich besser weggelassen. Das nervt nur und lenkt vom Wesentlichen ab. Zum Beispiel Bikinimädchen im Whirlpool. Und Blut im Eiseimer. Übrigens erzählt tatsächlich Jenna all das, was man sieht und der Cop stellt zu Recht in Frage, wie sie jedes Detail wissen kann, wenn sie doch gerade woanders am pimpern war.

Der Hund ist weg und man verdächtigt Keith – wer zum Kuckuck ist Keith? -, dass er den Besuchern auf der Insel einen Streich spielt. Nein, ich kapiere es auch nicht. Dieser Film ist einfach nur langweilige Scheiße. Kann da jetzt mal was passieren, was mit Titten oder Toten zu tun hat? Ashley sucht Pierre – wer zum Kuckuck ist Pierre? Das hat Potenzial, denke ich. Im Wald hängt ein Typ und hat das Wort „Evil“ auf dem Pulli stehen. Ich bin mir nicht sicher, ob es Pierre ist, oder jemand völlig anderes, den man auch nicht kennt. Ach nee, Keith ist es. I really don’t care.

Die Insel verlassen kann man natürlich nicht, da das Boot weg ist. Die Erkenntnis, dass nur noch sie auf der Insel sind, erschließt sich mir nicht ganz, da ich immer noch keine Ahnung habe, wer zum Kuckuck Pierre ist. Aber wir wissen wohl alle, dass es darauf hinauslaufen wird, dass einer von ihnen der Killer ist. Der Hund dürfte leider raus sein, da er zu klein ist, um Keith an einen Baum zu hängen. Nicht, dass Sinn und Verstand hier irgendeine Rolle spielen würden.

Ah du meine Fresse, jetzt wird alles klar: Pierre ist der Hund. Kein Wunder, dass ich das nicht direkt gecheckt habe. Wer nennt seinen Hund bitte ernsthaft Pierre? Nun, Ashley. Und die ersäuft dann im Whirlpool weil der Killer das Verdeck zu macht und „Guilty“ drauf pinselt. Nach den unausweichlichen Anschuldigungen aller gegenseitig lagert man Ashley in der Kühltruhe und Tyler und Kyle finden zwei Walkie-Talkies. Und dann latscht Kyle in eine Bärenfalle.

Man hat den absoluten Plan der Pläne und schließt sich gemeinsam in der Hütte ein. Wir wissen natürlich, dass sich in spätestens 2 Minuten alle wieder wie die letzten Vollidioten verhalten werden und dieser Plan direkt wieder verworfen wird. Vorher nimmt Jenna ihre Pillen nicht und Tyler findet eine Nagelpistole? Was ist das bitte für eine Insel? Überall liegt hilfreicher Krempel rum. In 5 Minuten finden sie vermutlich einen Raketenwerfer und einen Heiltrank.

Kyle ist weg und draußen brennt der Baum. Und Tyler verliert die Nagelpistole, während er aus irgendeinem Grund draußen vor der Hütte rumtapert. Ich habe ja gesagt, sie bauen direkt wieder Scheiße. Immerhin wird ihm selbst anschließend der Arsch von Nägeln durchlöchert aber er überlebt.

Jenna sieht Regina – wer zum Kuckuck ist Regina? – und tickt völlig aus. Der Cop und die Anwältin beruhigen sie. Auf der Insel nimmt Kyle über Funk Verbindung auf und alle rennen zum Dock, um ihn zu retten. Da ordnen sie Buchstaben so an, dass sie den Namen „Regina“ ergeben. Tyler erzählt von Regina und dem Heimporno den er mit ihr gedreht hat. Die ist dann also hier der Killer, oder was? Bleh.

Megan hat die Schnauze voll von den Affen, die sie ja eh noch nicht lange kennt und trennt sich vom Rest der Gruppe. Ich kann es nachvollziehen, aber das bedeutet natürlich nicht, dass sie selbst nicht auch absolut zum Kotzen ist. Und dann buddeln die anderen drei eine Leiche im Wald aus und es ist Kyle. Keine Ahnung, warum sie überhaupt gebuddelt haben, aber irgendwie muss man die Leute ja beschäftigen.

Ein Funkspruch von Megan kommt an und sie sagt, dass Keith noch lebt und hinter ihr her ist. Also eilen alle zurück zur Hütte, wo Tyler von einer Schlange gebissen wird, die aus einem Küchenschrank heraus zur Attacke übergeht. Die folgende Sterbeszene ist von allen Beteiligten so unfassbar großartig gespielt, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Stellt euch vor, ein Mann liegt herum und brabbelt gelangweilt irgendwelchen zusammenhanglosen Quark während er spastisch rumzuckt, neben ihm sitzt ein Typ, der sich einfach gar nicht bewegt und scheinbar nichts mit alledem zu tun hat und daneben kommt Blondie die Kotze hoch. Preisverdächtig, würde ich sagen.

Nun ja, Jenna und Mark wollen es beenden und Keith schnappt sich Jenna und dann wird gekämpft und die beiden Kerle fallen durch ein Geländer. Natürlich lebt Keith noch und verfolgt Jenna durch den Wald. Jenna rennt in eine Hasenfalle und hängt kopfüber am Baum. Keith kann die Situation aber nicht ausnutzen, denn Megan kloppt Keith mit einer Schaufel um. Die Mädels gehen zum Dock und da steht das Boot. Yay Rettung. Auch für den Zuschauer.

Aber Moment, Megan ist tot, wie uns die Cops gerade verraten. Was ist also noch passiert? Interessiert es überhaupt jemanden? Nun, im ultimativen Twist stellt sich heraus, dass Megan die Schwester von Regina war und Keith wurde von ihr gezwungen mitzumachen, oder so. Ganz ehrlich. Es ist mir scheißegal. Jedenfalls geht Megan mit einem Messer auf Jenna los und sie hat sie wohl in Notwehr getötet. Der ultimative ultimative Twist sollte klar sein, oder? Ultimate Twist Incoming. Wait for it. Here it comes: Jenna ist die Mörderin, denn Jenna ist Megan und hat mit Jenna die Rollen getauscht, um den Cops ihre Geschichte zu verkaufen und sie war immer Megan, aber alle dachten sie wäre Jenna. Knaller. Wer hätte das geahnt? Wie kommt man nur auf solch intelligente Irreführungen, die niemand jemals voraussehen könnte, vor allem nicht, wenn er den Film nur mit einem Auge guckt, weil er so langweilig ist und gleichzeitig einen Text über den Müll schreibt. Glanzleistung, liebe Writer.

Hier gehts zur Übersicht der diesjährigen Horroctoberfilme. Ich hoffe, hiermit haben wir den Gipfel der Langweiligkeit schon mal hinter uns gebracht.

Most Likely To Die – Horrorctober 2017

Weiter geht der Horrormonat mit einem Film, bei dem der Titel schon kein Geheimnis daraus macht, dass es sich eigentlich nur um einen billigen Teenieslasher handeln kann. Ist es aber gar nicht. Denn es ist ein billiger Klassentreffenslasher. Okay, ich gebe zu, kommt am Ende aufs selbe raus.

MOST LIKELY TO DIE – USA – 2015 – 90 Min.

Ashley fährt in ihrem Cabrio rum und ruft ihren Stecher an, der gerade auf der Veranda sitzt und ein Fotoalbum kaputt schneidet. Ashley hat so richtig Bock aufs Klassentreffen. Verandajohnny ist gar nicht begeistert von der Idee. Ashley will ihn aufmuntern und macht sich zuhause angekommen direkt mal nackig. Zumindest so halb, denn den restlichen Striptease will sie sich für Ray aufsparen. Der will Ashley allerdings killen und ich merke schon mal an, dass bei Ashleys Flucht schon jetzt absolut nichts mehr irgendeinen Sinn ergibt. Und nebenbei dürfte der Killer wohl auch nicht Ray sein, denn das wäre ja jetzt einfach nur lahm … also ist er es vermutlich doch.

Nebel wabert in den Bergen. Schnulzenrock wabert durch die Luft. Eine Blondine namens Gabriela kommt beim Klassentreffentreffpunkt an und trifft direkt mal auf einen Gary Busey für Arme namens Tarkin. Und der wird gespielt von Jake Busey, also ist er wirklich ein Gary Busey für Arme. Wer hätte das gedacht. Nach und nach kommen alle an und das Klassentreffenvorgeplänkel kann steigen. Ich sollte vielleicht nochmal darauf hinweisen, dass dieses Klassentreffentreffen bei Ray und Ashley stattfindet, sich aber keine Sau fragt, wo zur Hölle die beiden eigentlich sind.

Es gibt erstmal jede Menge Blahblah, damit man die Charaktere kennen lernt, was aber natürlich nicht funktioniert, weil es da nichts kennenzulernen gibt. Im Jahrbuch von Ray finden sie ein altes Bild von John Doe, dessen Namen keiner mehr zu kennen scheint, und den sie wohl damals immer rumgeschubst haben. Im Jahrbuch hat man ihn auch mit „Most Likely To Die“ markiert. Top. Damit dürften alle Überraschungen dahin sein.

Brad, der coole von der Schule und mittlerweile TV-Star, kommt mit seiner heißen Modelische genau richtig zur Essensschlacht. Und es stellt sich heraus, dass Gabriela professionelle Pokerspielerin ist. Wow. Das hat vor 10 Jahren sicher niemand vermutet. Zumal sie ihr Armband beim letzten Spiel verloren hat, was davon zeugt, dass sie nicht sehr erfolgreich ist. Ich stelle jetzt mal nicht in Frage, ob man bei einem professionellen Pokerturnier statt Bargeld auch irgendwelchen Krempel setzen kann, den man zufällig gerade am Arm trägt.

Brad hat Gabriela scheinbar damals verlassen und die ist immer noch sauer, oder so. Einer der Typen namens Freddy hat natürlich eine Kamera dabei, um alles zu filmen. Und Tarkin spannt den Weibern beim umziehen zu, wofür er dann vom Killer mit einem Seil erwürgt wird. Im Pool wirds heiß zwischen zwei namenlosen Personen. Gabriela zeigt derweil ihre Pokerskills und … lassen wir das. Tut sie auch und geht mit Brad nach Ray und Ashley suchen und sich streiten. Also trennt man sich.

Gabriela findet Ashley dann mit aufgeschlitzter Kehle und Freddy kommt vorbei, um das noch schnell auf Kamera zu bannen. DJ unterbricht die beiden Ficker ausm Pool und dann sind alle am Start, um herauszufinden, was eigentlich los ist. Freddy ist nebenbei auf Bewährung und dürfte gar nicht da sein, weil er seinen Bundesstaat nicht verlassen darf. Könnte eventuelle noch wichtig werden.

Oh, die Fickerin ausm Pool ist im Haus geblieben. Hoffentlich erlöst mich der Killer dann jetzt mal von einer unwichtigen Person mehr, damit das hier mal in die Gänge kommt. Ah, da ist er ja, trägt so einen bescheuerten viereckigen Graduationshut (heißen die Dinger so) und hat „DIE“ auf der Stirn seiner Maske stehen. Netter Typ.

Gabriela ist Jades beste Freundin, da sie sich einmal im Jahr treffen und hin und wieder SMS schreiben. Traurig. Aber so ist das halt im Leben. Irgendwann sind alle Freunde weg und man sieht sie nur noch alle Jubeljahre mal. Jade ist allerdings auch im Kaff geblieben, also ist sie wohl selbst schuld. Ich wohne übrigens auch immer noch in einem Kaff, also Schnauze.

Alle Benzinleitungen an den Autos sind durch und man beschließt, zusammen zu bleiben und sich zu beraten, was man am besten tun soll. Also trennt man sich genau 1 Sekunde später. Und den schwarzen Johnny, der immer noch draußen rumturnt, hat man scheinbar komplett vergessen. Eine äußerst kompetente Überlebenstruppe, muss ich sagen. Es ist ein Wunder, dass sie es überhaupt so weit geschafft haben.

Brad wird mit seinem Handy in eine Falle gelockt und erleidet einige Schnittwunden, bevor Gabriela mit einer Waffe den Killer vertreibt. Wo hat die bitte jetzt die Waffe her? Und wieso erschießt sie den Typen nicht einfach und lässt ihn laufen? Und kocht dann Tee? Bella ist das nächste Opfer in der Teeküche und wird mit dem Kung Lao Gedächtnis Klingenhut des Killers geköpft, während Gabriela daneben steht und wartet, dass ihr Tee fertig wird. Dann läuft sie weg und Jade verscheucht den Killer mal wieder mit der Pistole. Die schnappt sich Gabriela dann und verfolgt den Killer. Und erschießt dann versehentlich Jade, die gefesselt im Schrank steht, obwohl sie ihr vor 2 Minuten noch die Waffe ausgehändigt hat. Ich sollte wirklich aufhören, mir über solche Dinge Gedanken zu machen.

Zum Beispiel auch darüber, dass DJ plötzlich am Strand liegt und behauptet Ray hätte ihn attackiert und dann Johnny killt. DJ steht also für „Don Joe“ oder wie soll ich das jetzt verstehen? DJ führt jedenfalls den gefesselten Ray ins Haus, wo noch Gabriela und Freddy rumhängen und Brad auf der Couch liegt. DJ erklärt sein Blahblah, dass sie alle John Does Leben zerstört haben und der sich umgebracht hat und DJ will dieses Wochenende Rache für ihn nehmen. Was? Das ergibt doch absolut keinen Sinn. Er selbst hat doch bei der ganzen Scheiße mitgemacht und gilt selbst als größter Prankster der Gruppe.

DJ ist aber halt einfach ein Trottel und will beim richtigen Klassentreffen noch mehr Leute killen, die damals scheiße waren und er will, dass Freddy und Gabriela ihm helfen. Die stimmen zu, weil DJ das hören will. Und weil DJ ein absoluter Horst ist, drückt er Gabriela ein Messer in die Hand, damit sie Brad abstechen kann. Und dann gibt er ihr auch noch die Waffe. Wie unfassbar dämlich ist das bitte alles? Das können die doch wohl nicht ernst meinen.

Doch tun sie, denn das wars. Auch wenn da noch ein Killer rumrennt, der sich am Ende die Maske aufsetzt. Zum Glück blieb uns die Fortsetzung bisher erspart. Hoffen wir, dass das so bleibt.

Alle Filme im Horrorctober gibts hier in der Übersicht.

Holidays – Horrorctober 2017

Los gehts mit dem Horrorctober. Für den Anfang dachte ich mir, ich haue direkt mal alles raus und bringe einen Episodenfilm, damit wir möglichst viel Schwachsinn bereits zu Beginn abgedeckt haben. Also lehnt euch zurück. Entspannt euch. Denn wir haben Urlaub.

HOLIDAYS – USA – 2016 – 105 Min.

Es geht also um Horrorkurzfilme, die jeweils einen bestimmten Feiertag behandeln. Der Tag der deutschen Einheit ist nicht dabei, aber man kann eben nicht alles haben. Aus Erfahrung kann man wohl sagen, dass solche Anthologien nur selten durchgehend gelungen sind. Und in den meisten Fällen einfach durchgehend Quark. Ich habe eine Vermutung, in welche Richtung es hier gehen wird.

Das spannendste an dem Film dürfte es werden, immer zu erraten, um welchen Feiertag es sich wohl handelt. Ich kenne jedenfalls keinen Feiertag der roten Badekappen, wie hier am Anfang, wo Max vom Sprungbrett springen will, aber sich in die Hosen macht und dann von ihrem scharfen Schwimmlehrer fantasiert und dann von einer anderen Tucke in roter Badekappe vom Turm geschubst wird und fast ertrinkt, aber vom heißen Schwimmlehrer gerettet wird.

Max wird dann von ihren Mitschwimmerinnen gehänselt und im Endeffekt kann ich nur hoffen, dass sie die ganzen Bitches einfach ersäuft und wir mit dem nächsten Kurzfilm weiter machen können. Ach so, das hier ist übrigens Valentinstag, wie sich durch ein Telefonat zwischen Schwimmlehrer Mr. Rockwell und seiner Ische herausgestellt hat. Nicht, dass das irgendwas daran ändern würde, dass ich jetzt schon zu Tode gelangweilt bin und mich gerade frage, ob die Melodie im Hintergrund nicht etwas zu nah am Harry Potter Theme ist, um nicht schon als Urheberrechtsverletzung zu gelten.

Max findet in ihrem Spint eine Karte von Coach Rockwell und wird sowas von feucht, dass man das Schwimmbecken direkt nochmal auffüllen könnte. Dann verfolgt sie die Oberbitch von vorhin durch einen Wald und Ha Ha Ha, die Bitch fällt in ein Matschloch. Und kriegt dann mit einem Stein den Schädel eingeschlagen.

Nach getaner Arbeit klingelt Max bei Lehrer Rockwell und präsentiert ihm liebevoll das Herz der Bitch. Ende.

Na, das war ja schon mal gar nix. Einen langweiligeren Einstieg hätte man wohl kaum finden können.

Wir sind in der Schule, wo eine Lehrerin gerade ein paar Diktate korrigiert. Gleichzeitig läuft aus irgendeinem Grund eine Doku über St. Patricks, den sich die Klasse anguckt. Das hier ist also der Beitrag zum St. Patricks Day. Bei der Schule handelt es sich nebenbei offensichtlich um ein Mädcheninternat und ein Mädchen ist neu, spricht nicht und ist dadurch für mich komplett namenlos, weshalb ich sie direkt mal „die Neue“ taufe.

Lehrerin Namenlos bietet ihr an, die Schulglocke zu läuten, aber die Neue hat keinen Bock. Kurz darauf findet die Lehrerin eine Plastikschlange auf ihrem Tisch. Und weil Kurzfilme alleine als Unterteilung hier nicht reihen, unterteilt man diesen Kurzfilm auch noch in Kapitel mit „Day 1“, „Day 13“ und so weiter. Ich werde darauf verzichten, da ich auch so schon nicht mehr durchblicke.

Die Neue lächelt ganz schön creepy und die Lehrerin ist schwanger, oder so. Aber die Ärzte wissen nicht genau, mit „was“ sie schwanger ist. Bleh. Es ist also Monsterschwangerschaftsblah. Gähn. Sie ist also mit einem Reptil oder sowas schwanger und will wissen, was die Neue eigentlich für Effekte schiebt und kotzt dann den Schreibtisch voll und ich überlege die ganze Zeit, ob ich schon mal etwas Unkreativeres gesehen habe, aber dann fällt mir ein: Ja, es gibt ja auch noch Hollywood-Blockbuster. Das macht den Scheiß hier aber auch nicht besser.

Wie lange sind Reptilien eigentlich schwanger? Wir sind hier mittlerweile bei Tag 396 und die Lehrerin hat das Vieh immer noch nicht gebärt … gebort … geboren. Ah, da kommt es ja. Ist scheinbar eine Schlange. Und draußen laufen Wolfsmenschen und Krokodiltypen rum. Mann, ist denen eigentlich klar, wie viel Potenzial das gehabt hätte? Und dann machen die so einen unfassbar lahmen Quark daraus? Bleh.

Wisst ihr, warum die Kirche und alles was damit verbunden ist, abgeschafft gehört? Weil sie kleinen Kindern Angst machen. Da haben die in der Kirch doch einfach erzählt, dass Jesus wiederkommen wird und jetzt hat ein kleines Mädchen Angst davor, dass er von den Toten aufersteht. Und wer kann es ihr verdenken? Scheißkirche. Alle abfackeln. Ach so, dass hier ist übrigens Ostern. Und wenn hier wirklich Jesus aufersteht, ist schon bei Kurzfilm drei mein Geduldsfaden gerissen und verbrannt.

Mami ist so ne richtig Gläubige, die noch am Bett kniet und betet, wie ein Kind, dass von ihren Eltern irgendwelchen Quatsch vorgelabert kriegt. Selbst ihre Tochter ist also schlauer. Der Wind weht ein Ei ins Wohnzimmer. Fragt mich nicht, ich schreibe nur, was ich sehe. Das Mädchen wird wach und guckt mal, was das für ein Geräusch war. Wenn Jesus aus dem Ei schlüpft und aussieht wie ein Truthahn, kann ich mit diesem Kurzfilm vielleicht doch meinen Frieden machen.

Das Mädchen tritt in irgendwelchen Glibber und findet ein kleines süßes Küken. Oh, und Jesus, der aus den Löchern in seinen Händen kleine Küken hervorzaubert und den Kopf des Osterhasen hat. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das besser ist als der von mir gewünschte Truthahn, aber ich nehme was ich kriegen kann.

Osterjesus erklärt dann, dass sie seinen Platz einnehmen muss und Dinge sehen wird, außer ihre Mutter, denn die wird sie nie wieder sehen. Dann schiebt er ihr ein ekliges Ei in den Mund und verwandelt sich komplett in den Osterhasen. Ich checks nicht, aber das spielt wohl ohnehin keine Rolle mehr bei dem Käse hier.

Ultraschall. Also zur Abwechslung mal wieder eine Schwangerschaftsgeschichte. Kate kann gar nicht fassen, dass sie schon wieder schwanger ist, denn sie lässt ihren Freund immer drei Kondome tragen. Trotzdem wird sie immer schwanger, wenn sie Sex hat. Sie sucht Hilfe bei einer Schamanin oder sowas in der Wüste, wo Frauen hingehen, die schwanger werden wollen. Irgendwie falsche Adresse, oder?

Die ganzen Weiber sitzen nackt in einem Wasserloch und schütteln Becher voller Sand. Und nachts wird getanzt wie auf einer Drogenparty von Althippies. Und mittendrin sitzt Khal Drogo und guckt den Frauen notgeil beim Tanzen zu. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was das hier für ein Feiertag sein soll. Vermutlich Tag der Empfängnis, oder sowas in der Art. Ach nein, es ist natürlich Muttertag. Und es ist der mit Abstand langweiligste Beitrag bisher. Und das will was heißen. Die Messlatte lag nun wirklich nicht hoch.

Ich machs kurz: Kate ist halt schwanger und lebt bei der Schamanin in der Wüste und wird dort gefangen gehalten. Und dann setzen die Wehen ein und ein ausgewachsener Arm kommt aus Kates Vagina. Ende.

Weiter gehts mit irgendeiner Trulla, die in ihrer Wohnung wohnt. Soweit, so unspektakulär. Passend zum Rest des Films also. Sie kriegt ein Paket zum Vatertag. Fragt mich nicht, was weiß ich, warum eine Frau etwas zum Vatertag kriegt. Darin ist kein Rollwagen voller Bier, sondern ein Kassettenrekorder. Wir befinden uns also offenbar in den 80ern, als man sowas noch verschenkt hat.

Carol, so der Name der Frau, spielt die Kassette ab und sie ist von ihrem Vater, der sich damals verpisst hat und sich jetzt entschuldigt, dass er nie da war. Falls sie aber Bock hat, ihn zu sehen, wird das Tape sie zu ihm weisen. Also flennt Carol erstmal rum, dann bricht sie natürlich auf, um ihren Vater zu finden. Der Weg dahin hat zumindest eine ganz gute Atmosphäre. Hier war also jemand am Werk, der zumindest ein bisschen Ahnung davon hat, wie man Horror oder zumindest bedrückende Szenen inszeniert. Das Ende ist dann aber auch wieder der übliche Quark, denn der Vater ist natürlich ein Monster. Aber immerhin war der Weg dahin mal überzeugend gemacht.

Kommen wir zu Halloween. Dem Beitrag von Kevin Smith. Ihr wisst schon, der Typ, der seit 20 Jahren nichts gescheites mehr auf den Bildschirm gebracht hat. Und hier braucht man auch nur 3 Sekunden, um herauszufinden, dass das hier nicht besser wird. Drei Webcamnutten und ihr Zuhälter drücken sich gegenseitig pseudocoole Sprüche rein. Eine der Nutten ist übrigens Kevins Tochter Harley Quinn, aber darauf gehe ich besser gar nicht erst ein. Da alle feiern sind, läuft heute Abend nix im Webstrich und Ian ist nicht erfreut.

Da er so ein Saftsack ist, verbünden sich die drei und erschlagen Ian mit einem Toaster, um anschließend einen Vibrator in seinen Arsch zu kleben und an eine Autobatterie anzuschließen. Und ihn dazu zu zwingen, sich selbst zu kastrieren. Ein Riesenspaß also. Wenn man komplett einen an der Murmel hat. Also noch mehr als ich.

Werbung für die neue UVU Brille. Pete, gespielt von Seth Green, will unbedingt so eine Brille für seinen Sohn zu Weihnachten haben. Was für ein Glück, dass der Typ, der die letzte gekauft hat, gerade zufällig einen Herzinfarkt hat und Pete die Brille klauen kann. Diese Brille zeigt einem scheinbar, was man am meisten begehrt. Der Sohn wandelt auf dem Mars, Pete peitscht eine geile Alte. Und dann sieht er sich selbst aus der Sicht des Sterbenden von dem er die Brille geklaut hat. Da er sich nicht ausgeloggt hat, sieht seine Frau alles und ist richtig scharf auf ihn, weil er jetzt ein Killer ist, oder so. Sie loggt sich auch nicht aus und Pete sieht, wie seine Frau ihren Chef zersägt hat, weil er ihren Weihnachtsbonus gestrichen hat. Eigentlich eine ganz witzige Idee, aus der man aber hier rein gar nichts gemacht hat.

Einen hab ich noch. Neujahr. Irgendein Typ bläst Mandy das Hirn raus. Der Typ ist auf einer Datingsite und findet scheinbar dort seine Opfer. Uh, toll, wie unglaublich kreativ. Also gibts ein Date mit irgendeiner verzweifelten Tussi und sie landen in ihrer Wohnung. Der Typ leckt an ihrer Zahnbürste rum und ekel und so. Dann stellt sich heraus, dass die Trulla Menschenteile in ihrem Badezimmer sammelt. Immerhin ein ganz netter Twist hier, wenn auch nichts besonderes.

Sie geht mit einer Axt zur Attacke über und es wird gekämpft auf Leben und Tod. Die Frau mit der Axt gewinnt und fertig. Was das alles mit Neujahr zu tun hatte weiß kein Mensch.

Ein recht stimmiger Beitrag, einer totaler Bullshit, der Rest streitet sich um den Titel der größten Belanglosigkeit. Perfekter Start in den Horroctober.

Hier geht es zur Übersicht aller Horrorctoberfilme dieses Jahres.