Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Film/Serienkritiken

Mal aktuell: Good Omens

Mittlerweile sollte bekannt sein, dass ich großer Fan von Terry Pratchetts Werken bin. Auch wenn ich das Wort Fan nicht mag. Ich sammele keine Fedorahüte, weil Terry die gerne trug oder habe eine Kiste, die ständig hinter mir herläuft. Aber ich mag seine Schreibe und seine Kreativität und mehr oder weniger jedes Wort, das er jemals geschrieben hat. Um so schweriger gestaltet es sich natürlich, mich mit einer Adaption seines Werks zu überzeugen. Da in diesem Fall aber Neil Gaiman persönlich die arbeit übernahm, sein und Terrys Werk auf die Bildschirme zu bringen, habe ich wenig Sorgen. Hoffentlich berechtigt.

GOOD OMENS

Vorweg eine Sache, die sich für mich niemals ändern wird: Buchhumor lässt sich nicht gut auf ein visuelles Medium übertragen. Vor allem nicht, wenn es sich um Humor im Stile eines Terry Pratchett oder Douglas Adams handelt. Da hilft auch Frances McDormand als göttliche Erzählerin nicht. Mit anderen Worten: Das Voice-Over hat mich größtenteils genervt und mir wäre es lieber gewesen, man hätte die paar Szenen, wo es wirklich nützlich ist, mit den Darstellern abgedreht oder sich was anderes einfallen lassen, um die Lücken zu füllen. Ich brauche in einer Serie keine lustigen Charakterbeschreibungen und Hintergründe, denn die kann man genau so gut zeigen.

Dementsprechend quälend fiel für mich die erste Folge aus. Neben der ganzen Exposition hat sich vor allem das Baby-wechsel-dich-Spiel gefühlt ewig hingezogen.

Die Geschichte ist natürlich schön bekloppt und steigert sich mit jeder Szene zu größerem Irrsinn. Die Darsteller machen ihre Sache durch die Bank gut bis hervorragend und man merkt ihnen an, dass sie so richtig Bock auf die Nummer hier hatten. Vor allem David Tennant, Michael Sheen und Jon Hamm stechen heraus. Letzterer in der Rolle des Engels Gabriel, die für diese Serie im Vergleich zum Buch etwas größer angelegt wurde. Dafür hat man die Szenen mit den SIE eingedampft, was ein wenig Schade ist, da dadurch der ganze Verschwörungsquatsch aus dem Buch wegfällt, der ja zu dem ganzen Chaos irgendwie dazugehört und einiges erst heraufbeschwört.  Aber da das nicht groß was zur Story beigetragen hat, ist es schon okay so. Dummerweise bleiben so der „Antichrist“ und seine Freunde aber sehr blass hier und er und seine Freunde wirken bis zum Schluss nur wie ein Plotelement, das dann plötzlich wichtig wird.

Lobend erwähnen muss man natürlich auch den Queen-Soundtrack, der besonders für Kenner des Buchs ein schöner Insider-Gag ist. Weitere kleine Gags ziehen sich durch die Serie und es gibt einiges zu entdecken für die absoluten Fans der Vorlage. Alleine die Opneing Credits sind eine wahre Fundgrube an Details. Der ein oder andere Cameo ist auch dabei. Neil Gaiman und Terry Pratchett tauchen in gewisser Form ebenfalls auf.

Absolutes Highlight ist Episode 3, die größtenteils aus Szenen besteht, die nicht im Buch vorkommen. Da ich kein großer Befürworter von direkten Adaptionen und immer auf der Suche nach dem anderen Weg, eine Geschichte erneut zu erzählen bin, hat mir die Folge richtig Spaß gemacht. Den kleinen Zusatz am Ende mochte ich dementsprechend ebenfalls. Ich hoffe nur inständig, dass man sich hier nicht bewusst, eine Tür für eine Fortsetzung offen gehalten hat. Das würde sicher schiefgehen.

Nach schwierigem Start also ein schöner Spaß, der nicht immer den Humor des Buchs trifft, dafür aber mit tollen Darstellern trumpfen kann. Die ein oder andere Rolle kommt dabei zwar zu kurz, aber im Buch waren Erziraphael und Crowley auch schon das Highlight, also kann ich mich kaum beschweren, dass man ihnen hier noch mehr Zeit eingeräumt hat.

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Mal aktuell: Game Of Thrones Season 8 Episode 6

Fast geschafft. Nur noch diese eine Episode, dann hat das Grauen ein Ende. Von Anfang an war wohl mehr oder weniger klar, dass diese Serie in die TV-Geschichte eingehen wird. Und das wird sie zweifelsohne. Der Produktionsaufwand sucht in der TV-Landschaft seinesgleichen. Epische Fantasy erlebt durch sie eine Art neuen Hype. Und selten zuvor hat sich eine Serie so sehr selbst zerstört. Das reicht sogar soweit, dass es eine Petition gibt, um die letzte Staffel nochmal neu zu drehen. Die Leute heutzutage haben halt einfach komplett den Arsch offen und glauben, es muss alles so laufen, wie sie es wollen. Ich hätte mir natürlich auch eine höhere Qualität aus erzählerischer Sicht gewünscht, aber es ist, wie es ist. Warum es meiner Meinung nach so ist, könnt ihr nebenbei auf meinem anderen Blog nachlesen.

Jetzt aber zum großen Finale. Ich erwarte natürlich gar nichts mehr, weil es mir ohnehin scheißegal ist. Aber trotzdem noch schnell meine Gedanken zum weiteren Verlauf, damit ich hinterher sagen kann: „Ich habs euch ja gesagt.“ Oder ihr mir sagen könnt: „Du hast doch absolut keine Ahnung.“

Also: Jon killt Daenerys und verzichtet auf den Thron, da er sich lieber in den Norden zurückzieht. Sansa regiert mit Tyrion als Hand. Alternativ wäre auch noch Gendry eine Möglichkeit für den Thron, was eigentlich ganz lustig wäre, wenn man bedenkt, dass er diesen Anspruch jetzt nur durch Daenerys hat. Nur finde ich Gendry erstens sterbenslangweilig und zweitens hat er im Verlauf der Serie eine viel zu kleine Rolle gespielt, um jetzt am Ende oben zu thronen. Aber mich würde hier gar nichts mehr überraschen. Arya wird als Assassinin durch die Welt streifen und Rächerin der Enterbten, Beschützern von Witwen und Waisen werden.

TODESTIPP: Daenerys (und der Großteil ihres Anhangs, die mal mehr und mal weniger werden, jenachdem, wie viele Unsullied und Dothraki die Autoren gerade brauchen)

TODESTIPP: Die Serie selbst. Okay, die liegt ohnehin in den letzten Atemzügen, aber ich habe so im Gefühl, dass die Autoren heute nochmal so richtig in die Scheiße greifen. Wenn schon untergehen, dann wenigstens richtig, nicht wahr?

Bringen wir die Nummer hinter uns …

THE IRON THRONE

Gab es wohl jemals in der Historie von … der Historie an sich einen schlechteren Berater als Tyrion? Meine Herren, hat der seinen Job mal verkackt, oder was? Und jetzt schaut er sich das Ergebnis dieses Versagens aus der Nähe an. Das wäre auch ganz nett, wenn dieses Ergebnis nicht aus so einer dämlichen Scheiße wie letzte Woche entstanden wäre. Und dann buddelt er seine Geschwister aus und das wäre auch ganz nett, wenn die nicht durch eine so dämliche Scheiße wie letzte Woche gestorben wären und das alles hier mehr Sinn ergeben würde.

Ist Arya nicht letzte Woche aus der Stadt geritten? Wieso ist die jetzt wieder da? Und wie hat es Greyworm geschafft, Jon Snow zu überholen, obwohl er vorher noch Kehlen durchschneiden musste? Und warum ist mir das hier alles so scheißegal? Ach ja … die Autoren sind unfähige Affen. Hatte ich fast vergessen.

Erinnert ihr euch noch an den Night King? Das war dieser untote Eiszombie, der einfach nur böse war und die ganze Welt einfrieren wollte. War der reinste Lappen, wie sich herausstellte. Aber jetzt haben wir Daenerys in der exakt gleichen Rolle. Nur, dass sie die Welt abfackeln will. Tolle Sache. Einen lahmen Handlungsstrang, den man bereits einmal in den Sand gesetzt hat, sollte man wirklich dringend wiederholen. Und am besten in einer Episode abfrühstücken, denn so schreibt man ein Finale. Erst den Night King unspektakulär weghauen und dann durch die Fire Queen ersetzen.

Nur mal so nebenbei: Daenerys tötet jeden, der sie hintergeht oder nicht auf ihrer Seite steht, außer Tyrion. Und wisst ihr warum? Genau. Der darf nicht sterben, denn man braucht ihn gleich noch irgendwann. Mehr Beweise, dass die Autoren hier nicht mal mehr eine Sekunde über Logik und Zusammenhänge nachgedacht haben, braucht man eigentlich gar nicht.

Kommen wir zur absoluten Lächerlichkeit: Jon Snow verteidigt tatsächlich Daenerys‘ Taten. Wollen die mich verarschen? Jon mag ein naiver Mann sein, aber er war nie dumm und hatte immer vor allem eines im Sinn: Ehre. Und ehrenvoll war letzte Woche gar nichts. Wie kann der das bitte gutheißen? Die Autoren haben ACHT VERFICKTE JAHRE LANG mit diesen Charakteren gearbeitet und verstehen sie immer noch nicht. Und kommt mir nicht mit „aber Liebe und so“. FICK LIEBE!!! UND FICK DIE AUTOREN!!!!!!!

Warum liegt der Drache im Schnee? Na, einfach, weil es toll aussieht. Um mehr geht es hier schon lange nicht mehr.

Da steht der eiserne Thron. Jetzt auch mit toller Aussicht, wo die ganzen störenden Wände rundherum weg sind. Hätte eine echt epische Szene werden können, wenn nicht letzte Woche … ach vergesst es …

Jon sticht also mittendrin die Königin ab und Drogon, das Muttersöhnchen, ist nicht erfreut und schmelzt den Thron ein, damit es jetzt um wirklich absolut gar nichts mehr geht in dem Müll hier. Und dann fliegt er mit Mamis Leiche weg und … boah, spielt die End-Credits. Die Scheiße ist ja nicht mal mehr lustig. Das ist doch nur noch Krampf. Nebenbei hat man die Fire Queen damit genau so unspektakulär im Vorbeigehen umgenietet, wie den Night King ein paar Folgen zuvor. Reife Leistung.

Es folgt der Epilog: Das hatte ich ja mehr oder weniger für die ganze letzte Folge vermutet und wurde glücklicherweise nicht komplett bestätigt.

Greyworm ist jetzt … keine Ahnung was. Warum leben Jon und Tyrion immer noch? Das ergibt einfach absolut keinen Sinn. Der eine war schon zum Tode verurteilt von der Königin und der andere hat diese Königin abgestochen. Warum sollten die Unsullied und die Dothraki die am Leben lassen? Sie sind Krieger, die mit Politik nichts am Hut haben und vorhin noch fröhlich ALLE Feinde gemeuchelt und wenn Tyrion und vor alle Jon mal keine Feinde sind, dann weiß ich es auch nicht.

Und jetzt machen die echt den dreiäugigen Bran zum König. Und Sansa kriegt ne Extrawurst, weil … ist eben so. Und Tyrion ist wieder die Hand und ich habe so dermaßen die Schnauze voll von dem ganzen Käse hier.

Unsullied gehen segeln. Jon geht in den Norden, wie vermutet. Arya wird Kartographin. Brienne schreibt die Geschichte von Jaime weiter. Sagt mal, hatten die Autoren keine noch unpassenderen Aufgaben für die Charaktere zum Schluss? Warum nicht gleich Sam zum Staubsaugervertreter machen?

Nee oder, die bringen nicht wirklich den „alles wurde niedergeschrieben und wir nennen es ‚A Song Of ice And Fire'“-Meta-Overkill … Fick die Autoren.

Die Runde am Tisch wäre vor 3-4 Jahren nebenbei noch die pure Unterhaltung gewesen. Jetzt … nix mehr.

Alle gehen also ihrer Wege und es ist überstanden. Ich muss schon sagen: Ich habe wirklich noch nie erlebt, dass eine Serie so sehr aus den Fugen geraten ist, wie es hier der Fall war. Meine Fresse, haben die es verkackt.

 

Am Ende bleibt wohl nur noch zu sagen: Die Serie zum Lied von Eis und Feuer, war zum Schluss scheiße aber teuer.

FICK DIE AUTOREN!!!

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 08 Episode 05

Hätte mir mal jemand gesagt, dass mich zu diesem Zeitpunkt der Serie mehr interessieren würde, welche Schwachsinnigkeiten sich die Autoren für diese Woche haben einfallen lassen, statt wer am Ende auf dem Thron sitzt. Einen Tipp auf den weiteren Verlauf will ich aber trotzdem abgeben: Sansa wird am Ende auf dem Thron sitzen, nachdem Jon Daenerys gemeuchelt hat und der auf den Thron verzichtet, um im Norden rumzuhängen.

Todes-Tipp: Daenerys. Vielleicht erst in der letzten Folge, aber da erwarte ich eigentlich nicht mehr, als einen viel zu langen Epilog. Diese Woche wird es also zur großen Schlacht um Kings Landing kommen, denke ich.

Todes-Tipp: Cersei. Die muss somit auch weg und der beste Kandidat dafür ist natürlich Jaime, der letzte Woche nach einem hingeschluderten Liebesspiel mit Brienne zurück in den Süden ritt. Die Story ist so unglaublich kacke, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Nur mal so nebenbei: Wenn man Jaime einen endgültigen Grund geben wollte, seine Schwester zu erdolchen, warum dann nicht Brienne, deren Geschichte ohnehin abgeschlossen war, in der Schlacht sterben lassen und Jaime dann Cersei dafür verantwortlich machen, weil die nicht geholfen hat? Wäre viel sinnvoller gewesen.

Todes-Tipp: Die Cleaganes. Der Cleagane-Bowl ist wohl unausweichlich. Hab ich zwar keinen Bock drauf, weil es auch nur der Kampf zwischen einem Untoten und einem Lebenden ist und von dem Käse hatten wir jetzt genug, aber das wird ihn wohl kaum verhindern. Ich denke, dass der Hound den Frankenmountain schnetzelt, dabei aber so stark verletzt wird, dass es selbst draufgeht. Vielleicht gibt es noch eine grauenhafte Abschiedsszene mit Arya.

Schauen wir mal, ob ich recht behalte, auch wenn es mir ehrlich gesagt scheißegal ist. Eine Show, in der ein Kaffeebecher das mit Abstand kleinste Problem ist, holt mich halt nicht mehr wirklich ab.

THE BELLS

Varys ist fest entschlossen, das westerosische Postsystem aufrecht zu erhalten und schreibt Briefe. Und er will Jon belabern, doch mal den Thron zu übernehmen jetzt, aber Snow ist die Loyalität im Pelzmantel und steht hinter seiner Königin.

Die wird natürlich immer weiter irre, weil … das muss so sein. Gut, jeder hat sie irgendwie hier betrogen und der Wandel ist nachvollziehbar. Nur eben viel zu schnell.

Varys wird wegen Verrat gebrutzelt und … ähm ja, das war also das. Er stand 20 Episoden lang nur nutzlos in der Ecke rum, bekam letzte Woche wieder sowas wie eine Handlung und wird diese Woche nach 10 Minuten gebraten. Wenn noch jemand einen Beweis brauchte, dass hier für nix mehr Zeit ist, hier ist er.

Tyrion steht ebenfalls bereits auf glühenden Kohlen und der nächste Fehler dürfte sein letzter sein. Vielleicht hätte ich ihn in meine Todesliste mit aufnehmen sollen. Immerhin kann er vorher nochmal seine grandiosen Fremdsprachenkenntnisse zum Besten geben. Und er ist immerhin gewillt, das Richtige zu tun und die Unschuldigen zu retten.

Wieso wird Jaime von den Unsullied gefangen genommen, nachdem er mit ihnen gegen die Toten gekämpft hat? Ich kann mich nicht erinnern, dass er wieder zum Feind erklärt wurde, nachdem er Winterfell verlassen hat. Schöne Szene aber nochmal zwischen den Brüdern, aber dieses ganze Gedödel rund um Jaime und seine Seitenwechsel ist halt einfach Quatsch.

Und wieso ist der dann plötzlich frei? Ich meine, ja, Tyrion hat ihm geholfen, aber wie ist er aus dem bewachten Zelt und aus dem Lager und überhaupt und sowieso entkommen?

Jedenfalls sind jetzt alle in Kings Landing und die Action kann dann wohl gleich abgehen, denn davon hatten wir lange nichts. Fast eine Viertelfolge lang. Wir sind uns nebenbei wohl alle einig, dass das Glockenläuten einen Scheiß bdeuten wird, so oft, wie Tyrion das jetzt erwähnt hat.

Ähm, wieso ballern die Schiffe nicht wie in der letzten Folge ununterbrochen auf den Drachen? So überraschend und vor allem unvorbereitet kam der Angriff ja jetzt nicht. Die Action in dieser Serie ist einfach nur noch so dumm, dass es schon körperlich weh tut, sich das anzugucken. Von der wandzerfetzenden Feuerfontäne fange ich besser gar nicht erst an. Es ist nur noch Style over Substance und alles viel zu einfach. Ein bisschen die Stadt weggefackelt und das wars. Die Truppen ergeben sich und Feierabend. Das können die doch nicht ernst meinen.

Und da läuten die Glocken und die Serie ist vorbei. Ach nee, wartet mal, irgendwas muss hier noch passieren. Mir ist mittlerweile alles so scheißegal, dass ich ganz vergessen habe, dass noch ein paar Leute sterben müssen. Oh, und das Danerys jetzt völlig grundlos noch komplett böse werden muss, was einfach nur kompletter Schwachsinn ist. Wisst ihr noch, als die Serie aus Grauzonen bestand? Vergesst den ganzen Scheiß. Es geht hier nur um Gut gegen Böse.

Menschen gegen Night King – Gut gegen Böse

Norden gegen Cersei – Gut gegen Böse

Jon Snow gegen Daenerys – Gut gegen Böse

Fick die Autoren von dieser unfassbar dämlichen Scheiße und verbrennt sie dafür, dass sie eine Vorlage, die man kaum verhunzen konnte, so eine Farce gemacht haben. D&D steht für Dumm und Dümmer. Unfähige Fatzken, die im Hollywoodsystem gefangen sind und eine gute Story nicht mal erkennen würden, wenn sie ihnen in die Fresse pisst. Schreibt halt verfickte Blockbuster für Dwayne Johnson, ihr Wichser!!!

So, Euron gegen Jaime hat einen einigermaßen dreckigen Vibe. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht alles so kacke wäre. Denn Jaime ist insgeheim doch ein Guter und muss deshalb ein unbesiegbarer Superheld sein, der selbst, nachdem er zweimal abgestochen wurde, noch seinen Gegner metzelt. Es ist alles einfach nur noch lächerlich.

Dr. Frankenstein wird mal eben so an die Wand geklatscht, die Cleaganes schwingen mal kurz das Schwert und der Frankenmountain ist irgendwie unsterblich, weil … ist halt so.

Arya will die Leute aus der Stadt führen, weil sie sonst nix zu tun hat und halt eine von den Guten ist.

Jaime ist wieder ein Böser, deshalb darf er jetzt sterben. Vorher zitiert er noch den massentauglichsten Metallica-Song und wenn das mal nicht sinnbildlich ist für diesen Bullshit, dann weiß ich es auch nicht.

Ich bin ja selten sprachlos, aber … meine Fresse … wow … wow . Fick die Autoren.

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 08 Episode 03

Nun ist es also soweit. Die große Schlacht zwischen Leben und Tod steht bevor. Mir persönlich gibt das alles herzlich wenig und ich hoffe einfach, dass die Targeryans, die ja jetzt wieder doppelt so viele sind wie zuvor (also 2), die Schlacht gewinnen und wir uns dann wieder interessanteren Dingen wie dem Krieg unter den Menschen widmen können, die spannender sind, als irgendwelche lahmarschigen Eiszombies.

Ich erwarte natürlich trotzdem eine große Schlacht, die sicherlich auch nett inszeniert sein wird, aber ich glaube nicht, dass mich die Episode so abholen wird, wie die meisten anderen Zuschauer. Einzig der ein oder andere Tod könnte emotional ins Schwarze treffen und es wird Tote geben, das dürfte klar sein. Deshalb folgt eine lange Liste.

Todestipps:

Brienne Of Tarth – Mit dem Ritterschlag ist ihre Geschichte rund abgeschlossen und sie wird nicht mehr gebraucht. Die Stark-Mädchen können sich mittlerweile um sich selbst kümmern und mit Jaime und Tormund hat man gleich zwei direkt Betroffene, wenn sie abtritt.

Tormund Giantsbane – Und einen davon wird es ebenfalls erwischen. Denn Tormund hat mit dem Krieg der Menschen untereinander wenig am Hut. Für diese Schlacht ist er in der Serie und in dieser Schlacht wird er sein Leben lassen. Und zwar nach Brienne. Ich stelle mir das ungefähr so vor, dass er sieht, wie Brienne gekillt wird und dann austickt und sich blind in die Gegnermassen schnetzelt, was er dann auch nicht überlebt. Jaime wird das ganze aus den Augenwinkeln mitkriegen und Brienne später betrauern.

Jorah Mormont – Die Wildcard. Vielleicht überlebt er auch, um seine Königin noch in der Schlacht gegen Cersei zu unterstützen. Er wird aber die Serie nicht überleben, da bin ich sicher.

Beric Dondarion – Sein letztes Leben und das wird er hier opfern. Er hat mit dem Rest der Story nichts zu tun und wird nach der Schlacht nicht mehr gebraucht.

Gendry – Nochmal kurz gevögelt und seinen Soll erfüllt. Vielleicht gibt man so Arya mal wieder sowas wie Gefühle, was der durchaus gut tun würde.

Theon Greyjoy – Weg mit dem. Nervt eh seit Jahren nur noch. Kann sich jetzt für die Starks opfern und gut ist.

Missandei – Nach dem Abschiedsgespräch mit Greyworm ist klar, dass die beiden nicht gemeinsam am Strand liegen werden. Greyworms Ableben wäre natürlich die offensichtliche Wahl, aber mehr Tiefe gäbe es meiner Meinung nach, wenn stattdessen Missandei stirbt und Greyworm dadurch viel zu spät noch sowas wie Charakter entwickelt. Wäre zudem auch eine kleine Überraschung und besser, als Greyworm einfach auf dem Schlachtfeld zu killen.

Davos Seaworth – In der letzten Episode wurde nochmal explizit darauf hingewiesen, dass der Zwiebelritter entgegen aller Annahmen, einige große Schlachten ohne einen Kratzer überstanden hat. Hier dürfte sein Glück allerdings ein Ende finden und er wird Opfer der Castausdünnung. Einer der vielen Berater kann durchaus mal abtreten und Davos passt da am besten.

The Raven Formerly Known As Brandon Stark – Hier lehne ich mich vermutlich zu weit aus dem Fenster und es ist mehr so ein wenig Wunschdenken oder besser gesagt, was ich schreiben würde. Der Night King tötet den dreiäugigen Raben und sieht wie der Sieger aus, aber dann wird er selbst ebenfalls erledigt. Vielleicht durch eine Unaufmerksamkeit oder Bran kann in einem letzten Move noch irgendwas machen oder Jon kommt auf einem Drachen angeflogen und fackelt im Schock die ganze Landschaft ab. Irgendwie sowas. Jedenfalls wäre es für den Moment nicht verkehrt, wenn der Night King wirklich mal jemanden killt und wie der Sieger erscheint. Ein langweiliger Lappen bleibt er aber natürlich trotzdem.

Night King – Und nur der Vollständigkeit halber natürlich mein Todeswunsch Nummer 1. Weg mit dem Spaten.

Dazu kommen natürlich noch jede Menge Statisten und eventuell auch jemand wie Maester Wolkan oder Ghost, der letzte Woche auch nochmal im Bild war.

Puh, viele Möglichkeiten. Na, dann mal los:

THE LONG NIGHT

Ich weiß jetzt schon, dass es mich tierisch nerven wird, dass es da so stockdunkel ist, dass man kaum was erkennt.  Aber ein wirklich netter Beginn, die wunderbar die vorherrschende Anspannung zeigt.

Guck mal an, Melisandre. Wo war die eigentlich noch mal hin verschwunden und warum kommt sie jetzt mal eben vorbei, um den Fackelzug zu organisieren? Aber schön, sie nochmal zu sehen, auch wenn die unfähigen Autoren natürlich rein gar nichts um sie herum aufgelöst haben.

Warum zum Geier kämpft Ghost mit Jorah und den Dothraki? Also, nicht dass das jetzt grundsätzlich ein Problem wäre, aber wäre es nicht einfach sinniger gewesen, ihn an die Seite irgendeines Starks zu stellen?

Die Drachen bringen mal etwas Licht ins Dunkel und ich erkenne was, aber bevor ich mich darüber freuen kann, kommt der Schneesturm und ich sehe gar nix mehr. Toll.

Oh, Edd, du standest nicht auf meiner Todesliste. Und mehr als so einen Zweisekundenkill hättest du auch irgendwie verdient gehabt nach all der Zeit.

Können wir eigentlich mal kurz darauf eingehen, dass Jon und Daenerys sich aus irgendeinem Grund scheinbar nicht den Arsch abfrieren, während sie auf den Drachen durch einen Schneesturm fliegen. Dass den Dothraki das Wetter da nichts ausmacht ist die eine Sache, aber hier übertreibt man dann doch etwas. Überhaupt scheint das Kackwetter niemandem was auszumachen.

Melisandre darf nochmal Feuer legen und irgendwie rockt das alles noch nicht.

Dafür rockt die Szene zwischen Tyrion und Sansa und ihrem Rückblick auf ihr aufregendes Eheleben. Ohnehin schön, dass man Tyrion nochmal eine etwas neue Richtung gibt, die den Kämpfer hervorbringt. Das ist immerhin besser als der Tyrion der letzten Staffeln, der nichts auf die Reihe gekriegt hat, außer billige Peniswitze zu reißen.

Und dann taucht auch mal der Night King persönlich auf und Jon ist dämlich genug, ihn zu verfolgen. Was mir aber jetzt erst auffällt: Nicht nur der Night King hat bisher durch Abwesenheit geglänzt; die Wights sind auch nicht da. Das riecht doch nach Falle.

Ganz nett, wie hier jeder mal seine Panikattacke haben darf. Zumindest Sam und der Hound. Arya nicht, denn die schnetzelt wie erwartet pseudocool durch die Gegend, aber ich habe mit schlimmerem gerechnet, also ist das wohl okay so.

Die Szene mit dem Riesen hingegen … nee.

Drachenkampf geht auch geiler.

Die kleine Horroreinlage mit Arya hätte es zwar nicht gebraucht, aber immerhin passte das besser zu ihrer Assassininausbildung als … alles, was sie in den letzten 2 Staffeln gemacht hat. Und wenn man schon Zombies hat, kann man sowas ruhig mal machen.

Wisst ihr, was irgendwie interessant gewesen wäre: Wenn man der Staffel eine Folge mehr gegeben und diese Episode in zwei geteilt hätte. Die erste Episode hätte nur die Szenen in der Krypta beinhaltet, wie die Leute da unten nur hören, was passiert. Die zweite Episode wäre dann die Schlacht gewesen. Das hätte nochmal so richtig Spannung generiert, was zur Hölle da draußen eigentlich so abgeht.

Ist es nicht herzallerliebst, wie der Hound für Arya seine Panikattacken mal kurz vergisst? Und das wars für Beric. Wie erwartet hat er hier sein Ende gefunden. In meinen Augen hätte man aber viel mehr mit seinem letzten Leben spielen können. Mal wieder eine verpasste Chance.

Da ist ja der geilere Drachenkampf. Wobei ich mich schon frage, warum Jon nicht einfach den Night King abfackelt, aber ich vermute mal, dass die Drachen ihm nicht wirklich gehorchen. Der Speerwurfwesterosmeister schmiert dann ab und es sollte klar sein, dass er so nicht besiegt werden kann. Mit Drachenfeuer sicher auch nicht, denn das kann es ja nun wirklich nicht gewesen sein. Joa, interessiert ihn nicht die Bohne. Wer wohl den Speer abgekriegt hat? Wäre witzig, wenn der irgendwo in Kings Landing landet.

In der Krypta erwachen dann die Toten und sorry, aber das ist einfach nur dämlich. Wie lange liegen die schon da und was kann von denen noch großartig übrig sein. Die Starks, die in den letzten Jahren gestorben sind, wurden alle nicht da zur Ruhe gelegt, also greift hier wohl Neds Urgroßvater an, von dem eigentlich nur noch ein staubgiger Rest vorhanden sein dürfte.

Und dann kommt die große Deus Ex Machina Extravaganza. Jon wird von Daenerys gerettet, die wird von Jorah gerettet, der aus irgendeinem Grund plötzlich wieder vor Winterfell steht statt drin und irgendwie ist hier immer noch kaum jemand wichtiges gestorben, dafür dass der Night King so eine große Bedrohung sein soll. Und wo ist eigentlich Onkel Ben, der das ultimative DEM darstellt, wenn die Eiszombies angreifen?

Es regnet Zombies und ich sage es, wie es ist: Coole Szene. Da muss halt Game Of Thrones kommen, um zu zeigen, wie geil WORLD WAR Z hätte sein können. Und wie zu erwarten kommt der Tiefpunkt im letzten Drittel und alles scheint verloren.

Theon wird vom Night King persönlich gemeuchelt und ist damit das bisher größte und eigentlich auch einzige Opfer von ihm. Und wir sind an dem von mir beschriebenen Punkt. Der Night King sieht wie der Sieger aus. Ich frage mich nur gerade, wer den da jetzt aufhalten soll, außer Bran persönlich, den er ja meiner Meinung nach töten soll.

Jorah schon mal nicht, denn der blutet mittlerweile aus zu vielen Löchern, würde ich sagen.

Und da kommt Arya angejumpt, wie die stille Assassinin, die sie irgendwie nie so wirklich war. Und da schnappt sich Bran den Dolch und da zersplittern sie alle in tausend Teile und meine Fresse, war das jetzt die geilste oder die lahmste Lösung für den Krampf hier? Ich weiß es wirklich nicht.

Jorah kriegt noch seinen gebührenden Abschied mit der trauernden Daenerys und Melisandre latscht in ihren Tod und ich kapiere es nicht, aber whatever.

Jap, das war halt auch da. Inszenatorisch teils ganz cool, mit dem Zombieregen und dem Drachenkampf und vor allem dem Anfang, wo alles noch eine Taktik verfolgte. Aber mal ehrlich: Ewig hat man jetzt herumgedödelt und diese Schlacht zum absoluten Non plus ultra der Serie aufgebaut und den Night King als die ultimative Bedrohung etabliert und dann sterben hier genau vier Leute, die irgendwie wichtig waren? Der Night King war, ist und wird immer ein Lappen bleiben und ich habe es immer gesagt. Zum Glück ist der jetzt weg.

Throntipp: Bran der Dolchfänger, der sich einen Thron aus Dolchen schmieden lässt

Mal aktuell: Game Of Thrones Seaspn 08 Episode 02

Der Start war etwas holprig und brachte jede Menge Wiedersehen, die in ein paar Sekunden abgehandelt wurden und ansonsten die Charaktere in Stellung für den weiteren Verlauf. Ach ja, und den grauenhaften Drachenflug im Romantic Comedy Style gabs auch noch. Wenn ich genauer darüber nachdenke, war die erste Episode alles andere als gut. Hoffen wir mal, dass es diese Woche besser wird.

Nebenbei erwarte ich noch ungefähr 42 Tote in dieser Staffel und der erste namhafte Abgang könnte uns heute bevorstehen. Deshalb gibts jetzt zusätzlich jede Woche meinen Todestipp. Diese Woche: Tormund Giantsbane. Der ist mit Beric und Co. mitten im Night King Gebiet und seine Geschichte ist eigentlich erzählt. Die Sache mit Brienne war hoffentlich nicht mehr als ein kleiner Running Gag, also kann man ihn jetzt raus nehmen und damit den Night King endlich mal jemanden töten lassen, der auch einen Namen hat. Bisher killt der nämlich nur irgendwelche Bauern (gut, und einen Drachen).

Außerdem muss man die Tode etwas über die ohnehin sehr kurze Season verteilen, damit es überhaupt noch sowas wie einen Eindruck hinterlässt. Also sollte man hier mit Tormund anfangen. Alternativ ginge auch Beric, aber da hat man noch nichts aus der Sache mit seinem letzten Leben gemacht, also kann man da ruhig noch etwas mit spielen. Außerdem ist Tormund beliebter, denke ich, und hätte dadurch mehr Impact als erstes richtiges Night King Opfer.

Todestipp: Tormund Giantsbane

A KNIGHT OF THE SEVEN KINGDOMS

Jamie muss sich direkt mal vor dem hohen Rat der Bekloppten verantworten, bei dem sich niemand einig ist, wer eigentlich was zu melden hat. Ganz nette Szene, in der Brienne dann auch mal nach gefühlt achtzehn Episoden ein paar Sätze sagen darf. Die ist irgendwie extrem auf dem Abstellgleis, seit sie in Winterfell angekommen ist.

Tyrion braucht wohl langsam echt mal nen Masterplan, sonst ist er bald Geschichte. Was er sich noch einfallen lassen könnte, weiß ich allerdings absolut nicht. Eigentlich kann er schon mal sein Grab buddeln.

Arya und Gendry interessieren mich sowas von gar nicht und ich bleibe dabei, das Arya als Assassinin nicht in die Schlacht passt. Die hätte besser einen Handlungsstrang, der sie irgendwie Richtung Kings Landing und zu Cersei führt.

Wisst ihr noch, wie letzte Woche der große Cliffhanger war, dass Bran auf Jamie wartet? Geil, wie man den hier in einem Zehnsekundengespräch auflöst und er zu absolut nix führt, was man nicht eh schon wusste. Tyrion wird in diesem Leben auch keinen Dialog mehr kriegen, in dem nicht mindestens einmal das Wort „Cock“ vorkommt. Nette Szene dann zwischen Jamie und Brienne.

Jorah hat einen Vorschlag für Daenerys, was Tyrion betrifft und ich habe keine Ahnung, was das gewesen sein soll. Wenn sein Vorschlag war, dass Daenerys Sansa ans Bein pisst, die sie ohnehin schon nicht leiden kann, dann ging der Plan auf. Eigenartige Nummer hier.

Theon ist da und es könnte mir nichts egaler sein. Killt den Typen. Jetzt. Und was ist das denn bitte für eine Wiedersehensfreudenscheiße mit Sansa? Das ergibt doch absolut keinen Sinn. Ja, er hat sie mal gerettet, aber so dicke waren die deshalb trotzdem nicht und jetzt ist plötzlich alles tutti? Ähm … kaufe ich nicht.

Davos sollte nach dem Krieg einen Imbiss aufmachen. Gilly könnte seine Kellnerin werden. Ich wusste nicht mal, dass die auch noch in Winterfell ist.

Und da kommen die nächsten angeritten. Die Wiedersehens reißen nicht ab. Mein Todestipp wird eng, aber ich schiebe das natürlich auf die Autoren, denn wenn der Night King nicht einen Umweg geht, hätte der eigentlich ja vor Tormund und Co. in Winterfell ankommen müssen. Aber gut, dass der Night King so dermaßen lahmarschig ist, dass es sein könnte, dass er erst nach Staffel 8 irgendwo ankommt, haben die letzten sieben Jahre ja eindrucksvoll bewiesen. Sinn ergibt es trotzdem nicht im Geringsten. Letzte Woche wurde irgendein Blag von Winterfell losgeschickt und fiel dem Night King in die Hände. Der hat ihn an die Wand genagelt und dort wurde er später von Tormund und Co. gefunden. Ergo befand sich der Night King eindeutig zwischen Winterfell und Tormunds Gruppe. Zusammen mit seinen Millionen Eiszombies. Wie zur verfickten Eishölle sind die bitte an denen vorbei und eher in Winterfell angekommen? Was zum Geier treibt der scheiß Night King eigentlich die ganze Zeit, außer ein beschissenes Plotelement zu sein, dass als die ultimative Bedrohung herhalten soll, aber nur dann irgendwo ankommt, wenn es das Drehbuch verlangt? Boah, geht mir diese Zombiegrütze auf den Sack.

Okay, wartet mal. Rabenauge Bran ist also die totale Erinnerung und deshalb will der Night King ihn töten, damit die Welt quasi vergessen und ausradiert wird? Ähm … herrjeh, es wird immer behämmerter. Aber gut, so hat man einen tollen Lockvogel am Start und kann es sich vom Autorenstandpunkt wunderbar einfach machen, was man ja mit der ganzen „Töten den Anührer, töte sie alle“ ohnehin schon macht. Ich erwarte eine schon anzusehende Schlacht, die mich nicht im geringsten abholen wird. Vielleicht inszenieren sie wenigstens den ein oder anderen Tod auf dem Schlachtfeld ganz gut. Und hoffentlich ist Greyworm dabei, damit diese unsägliche Schnulze mit der Dolmetscherin endlich vorbei ist.

Ohne Scheiß, Sam ist so ziemlich der einzige Charakter, den ich noch durchgehend unterhaltsam finde, der durchgehend konsequent geschrieben wird und dem ich sowas wie ein Happy End gönne.

Knallerszene mit Giantsbane am Kamin. Nach diesem Lacher kann er nun wirklich endgültig abtreten. Besser wirds nicht mehr werden. Allerdings bezeichnend für den Verfall der Serie, wenn die beste Szene bisher eine Comedyszene ist.

Wobei ich zumindest sagen muss: In dieser Episode kommt auch mal etwas die Schwere der Situation zum Tragen. Während in der ersten Episode niemand das Gefühl versprühte, dass das Ende im wahrsten Sinne des Wortes an die Tür klopft, kommt das hier mehr zum Vorschein. Die Dialoge mögen zwar recht locker sein, wie beim Hound, Arya und Beric, aber sie haben diesen Hauch von „Das Ende naht und wir wissen es alle“. Bringt die Stimmung ganz gut rüber, die vor dem Weltuntergang herrscht . Und fairerweise muss man ja auch sagen, dass viele Charaktere hier schon immer recht zynisch unterwegs waren, also muss man das dann auch nicht in dieser Situation komplett auf den Kopf drehen und alle zitternd in die Ecke setzen.

Was zur … nein, ich sage nix zu Arya und Gendry. Unnötiger Käse, der nur Zeit kostet, die wir ohnehin nicht mehr haben.

Und da ist endlich mal wieder die Serie, die ich so lieben gelernt habe. Ein ruhiger Moment am Kamin, der von Hoffnungslosigkeit überschwappt zu einer Ehrung und einem somit einfach gutem Moment zwischen mehreren Charakteren, die einem im Lauf der Serie aus irgendeinem Grund mal ans Herz gewachsen sind und jetzt endlich mal wieder daran erinnern, warum das so ist. Schade, dass man für sowas sonst kaum noch Zeit hat.

Wisst ihr, was so richtig schwach ist? Die ganze Drachenglasnummer. Es wäre viel spannender gewesen, wenn man die paar Waffen aus valyrischem Stahl und den Dolch aus Drachenglas gehabt hätte und fertig. So hätte man die Waffen sogar richtig schön in Szene setzen können, anstatt jetzt eben ein ganzes Arsenal davon zu haben.

Ich komme übrigens auch nach acht Jahren einfach nicht darüber hinweg, dass die Leute hier Daenerys mit Dany abkürzen. Es wirkt in dieser Welt einfach unglaublich falsch. Nebenbei soll diese ganze Nummer um Jon ja echt groß sein, aber bei mir zündet das überhaupt nicht. Gerade zu diesem Zeitpunkt diesen Kram auszupacken, wo Jon alle zwei Minuten betont, wie scheißegal der Thron momentan eigentlich ist, lässt das in meinen Augen einfach zu sehr verpuffen.

THEY’RE HERE …

Irgendwie kriegt mich die Serie nur noch schwer. Nur noch vier Folgen und ich bin nicht wirklich drin. Nächste Woche wird es wohl eine Stunde Gemetzel geben. In der Hoffnung, dass man den Night King am Ende von Episode drei weghaut, kann also für mich eventuell noch was gerettet werden. Wir werden sehen.

Throntipp: Das Kind von Gendry und Arya, dass sie Andry taufen werden, aber von allen in dieser Welt völlig unpassend Andy abgekürzt werden wird

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 8 Episode 1

Die Mauer ist gefallen. Die Eiszombies haben Westeros erreicht. Der große Krieg zwischen Leben und Tod steht bevor.

Die große Fantasy-Saga geht dieses Jahr zu ende und nachdem man stark anfing, ging die ganze Nummer so ab der Mitte kontinuierlich den Bach runter. Der Night King ist ein langweiliger Lappen, die Intriganten wurden größtenteils auf möglichst dämliche Weise aus dem Spiel genommen und es deuten sich die üblichen Liebespaare an. Es ist alles so ekelhaft und ich habe eigentlich gar nicht so richtig Bock drauf.

Aber obwohl ich keine Erwartungen mehr habe, bleibt mir noch die Hoffnung, dass man den Night King möglichst schnell abfackelt, Jon dabei draufgeht, damit ich nicht das Geschnulze mit ihm und Daenerys ertragen muss und es dann zur großen geilen alles entscheidenden Endschlacht in Kings Landing kommt, bei der Sansa, die ich unfassbar zum Kotzen finde, ihr eigenes Ding durchzieht und sich am Ende auf den Thron setzt. Denn um ehrlich zu sein, gibt es niemanden mehr, den ich wirklich mag, der für den Thron infrage käme, deshalb hätte ich hier gerne die logische Konsequenz, denn Sansa wurde im Verlauf der Serie quasi perfekt aufgebaut, um am Ende die Queen zu sein. Wäre der konsequente und logische Abschluss ihrer Geschichte. Natürlich mit Arya an ihrer Seite, die zuvor Cersei schnetzelt. Und dann nieder mit dem Patriarchat. Lang lebe das Matriarchat.

Ich laber schon viel zu lange rum hier. Schauen wir mal, wie viele von meinen Wünschen in Erfüllung gehen werden …

WINTERFELL

Wow. Echt einfallsreicher Titel hier zum Staffelauftakt, muss ich sagen. Hoffentlich wird der Rest kreativer …

Daenerys fühlt sich halt echt geil mit ihren Drachen was? Toller erster Eindruck, wenn man direkt mal alle Anwesenden in Angst und Schrecken versetzt. Aber Hochmut kommt vor dem Fall … hoffe ich.

Das große Stark-Familienwiedersehen dann überraschend schnell abgehandelt und Bran sieht Dinge, aber was er wie und wieso sieht und überhaupt, raffe ich immer noch nicht. Leztes Mal musste Sam ihm erst einen Hinweis geben, damit er was sieht, jetzt sieht er ohne Hilfe, dass der Nightking den Drachen hat. Ich schätze mal, zwischen den beiden Lahmärschen besteht eine größere Verbindung unabhängig davon, dass sie beide die pure Langeweile sind.

Irgendwie werden die Häuser in Westeros immer mehr von Kindern geführt. Herbert Grönemeyers Traum hier.

Sansa hegt berechtigte Zweifel an Cerseis Versprechen und zeigt damit mal wieder, dass sie mehr Plan hat, als die meisten ihr zutrauen. Ich sags euch: Die sitzt am Ende auf einem Thron. Entweder dem Eisernen oder sie regiert den Norden.

Ohne Witz, ich weiß absolut nicht, was Aryas Rolle in dieser Staffel sein wird. Ich gehe zwar davon aus, dass sie heiße Kandidatin auf den Cersei-Kill ist, aber bis dahin wird es noch dauern. In der Schlacht gegen den Nightking ist sie als Assassinin aber eher fehl am Platz.

Captain Grinsebart ist ja irgendwie immer noch einer meiner Lieblinge. Der ist so schmierig und arschlochig, dass man es einfach lieben muss. Leider ist seine Story bisher eher bleh und die ganze Nummer um die Greyjoys ohnehin uninteressant. Die hätte man bereits aus der Serie nehmen sollen, um Euron was besseres zu tun zu geben. Stattdessen befreit Theon seine Schwester halt mal so nebenbei und ich bin wieder gelangweilt.

Bronn wird wohl nie die von ihm gewünschte Ruhe im eigenen Schloss finden. Der Auftrag, ausgerechnet die Lannister-Brüder umzunieten, mit denen er quasi die letzten wievieleJahreauchimmerbishervergangen sind, verbracht hat, ist natürlich ein netter Plot. Durchziehen wird er das aber sicher nicht und sich eher dem Kampf gegen die Zombies anschließen, bei dem er dann draufgehen wird.

Boah nee, Davos, du warst doch immer mein absoluter Liebling. Wie kannst ausgerechnet du die langweilige Doppelthronregierung von Feuer und Eis vorschlagen?

Spielt den Drachenflug der Unendlichen Geschichte ein, Jon Snow lernt das Drachenreiten. Wer hätte das gedacht? Also außer mir. Und allen anderen, die die Serie verfolgt haben. Liegt es nebenbei an mir oder waren die Special Effects mehr schlecht als recht hier. Sah teils irgendwie … abgehackt aus.

Der Hound und Arya sind einfach der Knaller zusammen. Lasst die beide überleben und macht ein Spin-Off mit ihnen, wo sie einfach nur durch die sieben Königreiche latschen und sich gegenseitig hasslieben.

Stark gespielte Szene von Sam, als er erfährt, dass sein Vater und sein Bruder tot sind. Generell spielt der hier mal schnell die ganzen Pfeifen wie Snow und Daenerys (bzw. die Darsteller an die Wand). Jon Snow oder The Man Who Wouldn’t Be King erfährt also die Wahrheit und ich weiß immer noch nicht, ob mich das eigentlich tangiert. Der will doch eh nicht König sein, also wozu der ganze Käse.

Tormund und Beric haben den Fall der Mauer wie geahnt überlebt und … wieso hinterlässt der Nightking jetzt plötzlich komische Botschaften? Wartet. Hat er deshalb dreitrillionen Jahre gebraucht, um die Mauer zu erreichen? Musste er sich unterwegs lustige Botschaften überlegen, mit denen er mich verwirren kann? Hoffentlich sind ihm genügend eingefallen. Nicht, dass er jetzt noch zweitrillionen Jahre braucht, um in Winterfell anzukommen.

Da kommt immerhin Jamie schon mal an und sieht als ersten Nicht-Bran. Als Cliffhanger ziemlich lahme Grütze. Brans Fenstersturz interessiert doch eh keine Sau mehr und er selbst wird ja nicht müde zu betonen, dass er nicht mehr Bran ist, ergo wurde er selbst nie aus einem Fenster geworfen und schon gar nicht von Jamie … ich denke schon wieder zu viel nach.

Throntipp: Sam, der herausfindet, dass alles nur gespielt und er der beste Darsteller unter den Nulpen ist

Mal aktuell: Bohemian Rhapsody

Ich habe es doch noch ins Kino geschafft. Nach einer gefühlten Ewigkeit, kam tatsächlich mal wieder ein Film in die Lichtspielhäuser, auf den ich so richtig Bock hatte. Als bekennender Queen-Fan, musste ich BOHEMIAN RHAPSODY einfach sehen. Gut, ich gebe zu, auch Queen hat in meinen Augen Songs gemacht, die dem von mir gesetztem hohen Standard an die Band dann nicht mehr gerecht werden. *kotz Radio Ga-Ga kotz* Aber insgesamt war der Output dieser Band für mich eigentlich immer hörenswert und bot den von mir so gern gesehenen und gehörten kreativen Touch, der sie wunderbar vom Rest abhob. Mit anderen Worten, Queen war selbst in schlechten musikalischen Zeiten *kotz 80er kotz* noch ein Lichtblick.  Und Freddie Mercury ist vor mich bis heute als Sänger und Entertainer unter den Musikern unerreicht. Es gäbe vermutlich noch mehr Gründe, den Film sehen zu wollen, aber ich schwafel hier schon zu lange rum. Also, was kann:

BOHEMIAN RHAPSODY

Vorweg muss ich erwähnen, dass ich leider keine OV gefunden habe und den Film somit in der Synchronfassung sehen musste. Gut, das war mir eigentlich vorher klar, denn OV ist hier in der Umgebung ohnehin kaum drin. Kinos sind halt alle kacke hier. Immerhin lief der Film aber überhaupt, also nimmt man dann, was man kriegen kann.

Aber auch in der Synchro kommt durchaus rüber, wie gut die Leistungen der Darsteller sind. Allen voran Rami Malek als Freddie Mercury, der für alle Preise nominiert werden sollte, wenn sich die Preise noch irgendwie selbst ernst nehmen. Gwilym Lee als Brian May ist ebenfalls fantastisch und man hat wirklich das Gefühl, die echte Band vor sich zu haben. Alle anderen Darsteller stehen dem in nichts nach. Da hat man also alles richtig gemacht und wenn man mich fragt, sollte das Nominierungen bei den großen Awards hageln.

Innerhalb der Story kam mir John Deacon etwas zu kurz, aber über den gibt es wohl auch nicht so viel zu erzählen und die anderen drei Bandmitglieder geben einfach auch vom Charakter mehr her. Die Geschichte rund um Freddie und Mary hat man ebenfalls gut eingebaut. Ich hatte da zuvor die Befürchtung, dass man die im weiteren Verlauf etwas unter den Tisch fallen lässt. Stattdessen zeigt sie aber auf, was für eine tragische Figur Freddie zum Teil einfach war.

Der eigentlich Verlauf des Films ist chronologisch etwas hingebogen. Da werden Songs live performt, die erst Jahre später veröffentlicht wurden oder Songs geschrieben, die schon Jahre vorher veröffentlicht wurden. Aber da kann man drüber hinwegsehen. Es fügt sich trotzdem alles gut zusammen.

Ein paar Stationen kamen etwas kurz oder hat man komplett weggelassen, aber man hat eben auch nur beschränkte Zeit und den Film unnötig auf 3 Stunden hochzuschrauben, hätte auch in die Hose gehen können. Wobei ich gerne noch mehr gesehen und vor allem gehört hätte.

Der Soundtrack ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Ein schöner Querschnitt des Schaffens von Queen. Insgesamt sind mir – neben ein paar Opern – nur zwei Songs aufgefallen, die nicht von Queen stammen. Aber Queen hatte eben auch für jede Situation den passenden Song.

Wenn man mit einem Grinsen und einer Ladung von Ohrwürmern im Kopf aus dem Kino kommt, weiß man, man war in einem Queen-Film.

Monatsrückblick – Juni 2018

Der Juni stand bei mir im Zeichen des Schreibens. So wird es vermutlich auch im Juli sein. Und vielleicht auch im August. Ich habe mir nämlich vorgenommen, über den Sommer mal schnell einen Roman zu schreiben. Darunter hat das große Filmegucken natürlich zu leiden. Ein paar Ausnahmen gab es aber natürlich doch, denn ganz ohne geht nun mal nicht. Wenn ich beispielsweise einen anstrengenden Tag hatte, greife ich ganz gerne mal zu Highschool-Komödien:

10 THINGS I HATE ABOUT YOU – 10 DINGE DIE ICH AN DIR HASSE

Sind wir ehrlich. Der Film macht weitaus mehr Spaß, als er es eigentlich dürfte. Und das liegt vor allem an dem grandiosen Cast. Ledger, Stiles, Gordon-Levitt, Janney … die machen hier einfach das Beste draus, was man aus so einer recht generischen Highschoolkomödie machen kann. Man muss aber auch sagen, dass jeder Charakter hier zumindest im Ansatz Eigenschaften verpasst bekam, mit denen die Darsteller eben auch arbeiten können. Von der Erotikroman verpeilten Rektorin bis hin zum von ungewollten Schwangerschaften besessenen Vater. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich das Genre trotz des großen Bullshits, den es meist hervorbringt, irgendwie mag. Abzüge gibt es natürlich für den grauenhaften Soundtrack, der für das Genre leider auch üblich ist. Und in der Mitte hängt die Nummer etwas durch, was in der Mitte auch oft üblich ist. Aber der Streifen macht halt einfach Spaß und mehr will man von sowas ja auch gar nicht.

MEAN GIRLS – GIRLS CLUB: VORSICHT BISSIG!

Ich kann mich vage erinnern, den Streifen schon mal gesehen zu haben. Damals, als ich einfach alles geguckt habe … Moment mal, hat sich ja bis heute nicht geändert. Jedenfalls hatte ich kaum noch Erinnerung an den Streifen. Um genau zu sein gar keine.
Lindsay Lohan ist kein guter Lead, wenn man mich fragt. Sie ist jetzt nicht komplett schlecht, aber sie gibt mir irgendwie nix, außer diesen „Joa, die ist schon süß“-Vibe. Die Zeiten, wo mir sowas reicht, sind dann aber doch lange vorbei. Wenn sie überhaupt jemals vorhanden waren. Ansonsten ist der Cast halt gut, aber nicht unbedingt überragend. Für so einen Film aber absolut ausreichend. Lizzy Caplan hat mir gut gefallen, hätte aber ein paar mehr gute Szenen verdient gehabt. Amanda Seyfried und Neil Flynn sind hier ohnehin absolut verschenkt und auch Amy Poehler und Tina Fey stechen nicht gerade heraus. Rachel McAdams ist noch ein Lichtblick, aber ihre Rolle gibt halt auch nicht mehr her, als den üblichen Kram.
Nun denn, was so einen Film letztlich ausmacht, ist der Spaß, den man damit hat. Der Film hat seine Momente, aber der Humor hat bei mir überhaupt nicht gezündet und die ganze Story rund um die Plastics war halt auch nichts, was mich jetzt großartig begeistert hätte. Mit der komischen Afrika-Nummer hätte sich vielleicht was machen lassen, aber die läuft auch nur darauf hinaus, dass hin und wieder ein paar Leute wie Affen durch die Gegend hüpfen.
So läuft der Film eben so daher und konnte mich zu keiner Zeit wirklich abholen. Immerhin habe ich mich nicht gelangweilt, aber das wars dann auch.

Und natürlich gibt es auch so Filme, die ich einfach alle paar Jahre mal wieder gucken muss:

GOODFELLAS

Ich kann ja nicht anders, als dieses Meisterwerk alle paar Jahre mal in den Player zu schieben und die volle Mafiadröhnung zu genießen.
Letztlich brauche ich hier wohl nicht viel zu sagen. Nicht mal Ray Liotta in der Hauptrolle kann das hier kaputt machen, weil Scorsese einfach das Beste aus ihm herausholt. De Niro und Pesci sind natürlich ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Und gerade der Cast ist natürlich immens wichtig, um so einen Film noch ein oder zwei Level höher zu heben, ansonsten kann so eine Story vom Aufstieg bis zum tiefen Fall auch schon mal recht zäh werden. Das ist hier aber gar nicht der Fall, da eben nur Profis am Werk waren.
Wenn ich etwas zu bemängeln habe, dann vielleicht die wechselnden Voice-Overs. Aber ich bin von diesem Stilmittel ohnehin kein großer Fan. Dass hier 3 Jahrzehnte porträtiert werden, sieht man den Darstellern auch nicht immer an. Gerade anfangs wirken die meisten Akteure nicht so jung, wie sie in der Geschichte sein sollten. Aber das tut dem Spaß nun auch keinen Abbruch (und ist vermutlich immer noch besser, als die geplante CGI-Verjüngungskur bei „The Irishman“, aber das bleibt abzuwarten).
Scorseses bester Film. Der beste Gangster/Mafia-Film. Und eben ein absolutes Meisterwerk von Anfang bis Ende.

Gesamt: 4

Rewatches: 3

Schrott: 1

Monatsrückblick – Mai 2018

Der April macht bekanntlich was er will. Und was er wollte, war, mir keine Zeit zum Filmgucken zu geben. Deshalb gab es letzten Monat keinen Monatsrückblick, denn ich habe nur 2 Filme gesehen und die gibt es ohnehin hier auf dem Filmschrottplatz nachzulesen. Aber, alles neu macht der Mai. Was auch immer das bedeuten mag. Zumindest bedeutet es, dass ich ein bisschen mehr gucken konnte. Wenn auch nicht viel.

CAPTAIN FANTASTIC

Aragorn, der alte Hippie, fährt mit seinen sechs Kindern im Bus durch die Walachei und das Ganze macht mehr Spaß, als es eigentlich dürfte.
Mortensen ist super hier und die Kids machen ihre Sache auch sehr gut. Zwischen Jagd und Aufklärungsgespräch wächst einem die Familie ziemlich schnell ans Herz. Dieses „gerade heraus die Welt erklären“ ist einfach unglaublich sympathisch. Ich finde ja ohnehin, dass man Kindern ruhig auch mal die Wahrheit über die Dinge sagen kann und nicht immer auf „alles ist toll“ machen sollte. Richtig gut wird das natürlich dann, wenn man Eltern dabei hat, die das nicht so sehen oder wenn man eine der besten Grabreden aller Zeiten hält. Die zweite Hälfte des Films steht also sehr stark unter dem Aspekt der gegensätzlichen Ansichten, dem Hinterfragen seines eigenen Weltbilds und dem Kennenlernen einer neuen „Welt“. Und das macht so einen Film dann eben auch interessant … nein, menschlich.
Und als Bonus gibt es auch noch eine grandiose Version von „Sweet Child O‘ Mine“ obendrauf. Ein … nun ja, fantastischer Film.

Dann gab es zwecks Vorbereitung auf vermutlich ganz großen Müll für den Filmschrottplatz noch eine Trilogie:

JURASSIC PARK

Ein ruhiger Beginn. Der Film nimmt sich Zeit, um die Charaktere einzuführen und diese mit Überschwänglichkeit, Begeisterung aber auch Skepsis auszustatten. Dazu haben die Figuren auch ihre kleinen Eigenheiten, die sie zu mehr machen, als menschlichen Hüllen. Eine Kunst, die heute oft vergessen wird, aber unerlässlich für eine gute Geschichte ist. Alan Grant mag keine Kinder und keine Computer und hat einen coolen Hut. Ian Malcolm ist der ewige Skeptiker. John Hammond hingegen ein Optimist aller erster Güte. Und so weiter. Selbst die Nebencharaktere haben ihre kleinen Macken wie Ketterauchen und Fresssucht.
Was ebenso wichtig ist: Der Film erklärt, wie Dinge funktionieren. Man wird nicht einfach in die Geschichte geworfen und muss sich dann eben zusammenreimen, wie, wo und was da eigentlich passiert. Es gibt eine klare Linie, die sich langsam steigert und so einen Spannungsbogen erzeugt, den man heute im Film nur noch selten findet. Alleine bis man die ersten Dinosaurier in voller Pracht zu sehen kriegt, vergeht fast eine halbe Stunde. Bis die, ebenfalls typisch für die Reihe, nervigen Kinder auftauchen, dauert es glücklicherweise noch etwas länger.
Weitere Kleinigkeiten runden das Bild ab. Ich meine, hey, selbst das Wasserglas aus der berühmten Szene wird bereits vorher im Film eingeführt. Und der Score ist vom allerfeinsten.
Richtig los geht es dann erst in der zweiten Hälfte, mit einer der wohl besten filmischen Szenen aller Zeiten. Wenn der T-Rex aus seinem Gehege ausbricht, folgt selbst diese Szene der klaren Linie. Dinge werden erklärt und Begeisterung wird zu Skepsis wird zu Panik und endet im absoluten Chaos. Besser kann man das einfach nicht machen. Ab da geht dann natürlich nach und nach die Party ab und die Dinos werden zur absoluten Bedrohung aufgebaut. Charakterentwicklung gibt es zwar nur wenig und beschränkt sich größtenteils auf Grant, der seine Einstellung zu Kindern zumindest etwas ändert (aber Computer sicher immer noch scheiße findet), aber das kann man dem Film dann auch verzeihen, denn es ist eine wilde Achterbahnfahrt, die mitreißt, unterhält und sich auch Zeit für ruhige Momente lässt.
Wenn man etwas bemängeln wollte, dann wohl das veraltete CGI, das hier aber genau in den richtigen Mengen genutzt wird und deshalb nicht negativ auffällt. Und natürlich, dass das Bild der BluRay ein absoluter Witz ist und ich auch einfach meine alte VHS hätte behalten können. Aber da kann ja der Film nichts für.
Abschließend bleibt zu sagen: Man hat hier keine Kosten und Mühen gescheut,um den besten Blockbuster aller Zeiten abzuliefern.

THE LOST WORLD: JURASSIC PARK

Nachdem Jeff Goldblum im ersten Teil in der zweiten Hälfte ein bisschen aufs Abstellgleis gestellt wurde, darf er hier die Hauptrolle übernehmen. Leider findet man von seinen interessanten Charaktereigenschaften des Vorgängers nicht mehr wirklich etwas hier und er wird zum besorgten Vater degradiert, was natürlich dann auch die Teilnahme des, für die Reihe typischen, nervigen Blags rechtfertigt. Julianne Moore ist quasi eine etwas abgewandelte Version von Laura Dern im Vorgänger und Vince Vaughn ist halt auch dabei, fällt aber nicht weiter auf, auch wenn er seine Sache gut macht. Der Rest des Casts glänzt größtenteils durch unglaubliche Blödheit und dämliche Entscheidungen.
Die Story ist natürlich auch bei weitem nicht so ausgefeilt wie noch im ersten Teil und eigentlich hat man hier einfach einen Grund zusammengeschustert, um nach dem „Höher, Schneller, Weiter“-Prinzip möglichst viele Leute auf die Insel zu bringen. Denn mehr Leute, bedeutet mehr Action, oder so.
An sich ist das aber alles durchaus unterhaltsam, bis man zum Ende kommt und den Dino durch die Stadt schickt. Auf dem Papier sicher eine ganz lustige Idee, aber irgendwie … nee. Natürlich flasht eine Fortsetzung dann auch nicht mehr so und es fehlen wirklich ikonische Szenen, die der Erstling zur Genüge hatte. Stattdessen wiederholt man einige Elemente in etwas angepasster Form und macht zum Teil aus den Dinos reine Killermaschinen, was schon aus Prinzip eigentlich Schwachsinn ist.
In allen Belangen mindestens 2 Ecken schwächer als Teil 1, aber trotzdem noch ein ordentlicher Film, der unterhält. Im Vergleich zu der Grütze, die danach folgen sollte, sogar fast noch ein Meisterwerk.

JURASSIC PARK III

Es gibt bei diesem Film von Beginn an so ein paar Dinge, die ich nicht verstehe. Warum muss Alan Grant immer noch auf Theorien über Raptoren zurückgreifen, wenn die Viecher doch lebendig auf einer Insel herumrennen? Warum sehen die Raptoren hier anders aus, als in den Vorgängern? Ja, man mag ja zwischen den Teilen tatsächlich neue Erkenntnisse über das vermutliche Aussehen erlangt haben, aber deshalb kann man doch eine etablierte Sache nicht einfach ändern. Wenn man herausgefunden hätte, dass der T-Rex sich teleportieren konnte, kann man das ja auch nicht einfach im dritten Teil mal eben neu einführen. Und die wichtigste Frage: Warum hat sich Sam Neill für diese Scheiße überhaupt hergegeben?
Eigentlich ist der Text hier jetzt schon zu lang für diesen Müll. Deshalb fasse ich mich ab hier mal kurz: Der Film bietet vor allem jede Menge nervige Sachen. Das nervige Blag gehört ja schon zur Reihe dazu. Aber nervige Handyklingeltöne, nervige Raptorentröten und nervige Frauenfiguren im Kate-Capshaw-Indy-Gedenk-Modus (nur rumschreien und im Notfall nach einem starken Mann rufen, der ihr den Arsch rettet) sind dann doch neu für die Reihe. Und sie wären besser da geblieben, wo sie sind.
Der neue Riesensaurier ist auch absolut unnötig, da der T-Rex einfach ein hervorragender Gegner war, der keine Ablösung benötigte. Da man aber nur Scheißideen für neue Elemente hatte, bediente man sich bei allem anderen bei den Vorgängern. „Hey, wisst ihr noch, wie im zweiten Teil der Camper von den Dinos umgeschmissen wurde, was schon nur eine andere Variante der Jeepzerstörung aus Teil 1 war? Wie können wir da noch einen draufsetzen?“ „Wir nehmen ein Flugzeug und schmeißen das um.“ „Bombenidee!“ Wo man schon dabei war, hat man natürlich auch das Verhältnis von praktischen zu CGI-Effekten auf den Kopf gestellt und dadurch wirkt der Film zusätzlich veraltet, was die Sache auch alles andere als besser macht.
Nicht umsonst ist der Dinoschinken schon lange auf dem Filmschrottplatz verewigt.

Gesamt: 9

Rewatches: 4

Schrott: 6

Auf Netflix gab es außerdem noch die erste Staffel „Haus des Geldes“ und das macht schon großen Spaß. Hat ein bisschen was von „Prison Break“ bevor es zu kompletter Scheiße wurde. Leider habe ich die Befürchtung, dass dieser Serie das auch passieren könnte. Staffel 2 ist wohl schon bestellt und eigentlich hätte es völlig gereicht, die Geschichte nach einer Staffel abzuschließen.

Monatsrückblick – März 2018

Der März ist da! Und ich komme trotzdem zu nichts. Aber ein paar wenige Filme habe ich immerhin zu sehen gekriegt. Den Anfang machte der mittlerweile monatlich erscheinende „Netflix tötet das Kino Rumgeflenne“-Film:

ANNIHILATION – AUSLÖSCHUNG

Fühlen Sie sich doof? Merken Sie selbst, wie Ihr Intelligenzquotient ständig abnimmt? Gehen Sie etwa gerne ins Kino?
Dann haben Sie Glück. Denn da ist kein Platz mehr für Filme, die über simples BÄM-KRACH-POW hinausgehen. Kündigen Sie einfach ihren Netflix-Account und Sie werden davon verschont bleiben, über das Gesehene nachdenken zu müssen. Den Hollywood-Studios – allen voran Paramount – sei Dank, können Sie sich einfach im Kinosessel zurücklehnen, andere Leute mit Popcorn bewerfen, wie es von jemandem mit Ihrem Intellekt verlangt wird, und die dröhnenden Explosionen genießen.

Alle anderen hingegen gucken dann auch mal einen Film wie „Annihilation“. Dieser, vom Produzenten solcher filmischer Granaten wie „Geostorm“ und „Terminator: Genisys“ als zu intelligent fürs Kino eingestufte, Film, erfordert sicher etwas Aufmerksamkeit seitens des Zuschauers. Aber letztlich kann man der Sache ganz gut folgen, auch wenn ich auf das Hin- und Herspringen zwischen den Zeiten durchaus hätte verzichten können. Das liegt aber auch eher daran, dass ich persönlich kein großer Fan davon bin, wenn man immer wieder zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her springt. Es ist aber nun auch nicht so, dass das für so große Verwirrung sorgt, dass man den Faden verliert. Die Darstellerleistungen sind durchgehend top und eigentlich zieht nur das CGI den Eindruck etwas runter, was bei mir aber nun mal in der Natur der Sache liegt.

Die große Frage hier ist aber eigentlich folgende: Was ist der „Shimmer“? Und darauf kann man nur antworten: „Shimmer Shimmer Ya, Shimmer Yam, Shimmer Yay“. Denn letztlich ist es keine Frage nach der richtigen Antwort, sondern eine Frage nach der eigenen Interpretation, was es mit allem auf sich hat. Und das ist doch der große Reiz an so einem Film. Man will nicht alles vorgekaut kriegen. Man will sich selbst Gedanken machen. Man will, dass einen so ein Film nachhaltig beschäftigt. Man will den Film mehrmals gucken, um neue Dinge zu entdecken.

Aber vielleicht bin ich da auch einfach eine Minderheit. Eine aussterbende Spezies von Menschen, die Filme nicht immer nur wegen dem Unterhaltungswert gucken, sondern auch gerne mal eine Erfahrung darüber hinaus erleben. Es ist nur traurig zu wissen, dass solche Filme in Zukunft wohl als „Direct-to-VoD“-Phänomen hingeschludert werden. Aber wie wir wissen, wiederholt sich Geschichte nun mal. „Video killed the Radiostar.“ Und „Hollywood kills the Cinemastar.“ Müssen wir nur noch abwarten, wer oder was dann letztlich Hollywood killt, damit wir mehr solcher Filme kriegen. Solange denke ich über den „Shimmer“ nach …

Dann habe ich einfach mal zur Entspannung einen alten Knaller reingeschmissen, der heute vermutlich etwas in Vergessenheit geraten ist:

NO ESCAPE – FLUCHT AUS ABSOLOM

Ausnahmen bestätigen die Regel, sagt man. In diesem Fall ist das so. Denn der deutsche Titel „Flucht aus Absolom“ klingt einfach tausendmal cooler als das lahme Original „No Escape“.
Ausnahmen bestätigen auch die Regel, wenn man eigentlich davon ausgehen müsste, dass einem eine absolute Actiongurke der 90er bevorsteht, dann aber ein durchaus unterhaltsamer Quark herauskommt, der zwar nicht so richtig Sinn ergibt, aber dafür eine Menge Spaß macht.
Ausnahmen bestätigen ebenfalls die Regel, wenn nicht mal Ray Liotta in der Hauptrolle (in der er ausschließlich unter der Regie von Martin Scorsese überzeugen konnte) so einen Film zerstören kann. Denn sind wir mal ehrlich: Liotta ist nun nicht gerade eine Charismagranate, für den man als Zuschauer mitfiebert. Dafür wird er hier aber von den Schauspielkoryphäen Lance Henriksen und Ernie Hudson unterstützt, die eigentlich nicht mal ansatzweise Koryphäen sind, aber passt halt schon. Die Show stiehlt ohnehin Stuart Wilson als Antagonist, der Weihnachtslieder trällert.

Hier funktioniert das komischerweise alles. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich solche dystopischen Escape-B-Movies einfach cool finde.

Insgesamt: 8

Rewatches: 1

Schrott: 6

Der Schrott überwiegt diesen Monat stark. Das liegt einfach daran, dass ich kaum Zeit habe und für den Filmschrottplatz etwas vorarbeiten muss, damit es hier auch immer den wöchentlichen Schrottfilm zu genießen gibt. Alles andere bleibt dabei erst mal auf der Strecke.

Im Serienbereich habe ich mal mit „Dark“ auf Netflix angefangen. Nach zwei Folgen kann ich bisher nur sagen, dass die Darsteller zum Teil besser nicht reden sollten, da es dann recht anstrengend wird. Preisverdächtige Leistungen sucht man da eher vergeblich.