Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Film/Serienkritiken

Mal aktuell: Bohemian Rhapsody

Ich habe es doch noch ins Kino geschafft. Nach einer gefühlten Ewigkeit, kam tatsächlich mal wieder ein Film in die Lichtspielhäuser, auf den ich so richtig Bock hatte. Als bekennender Queen-Fan, musste ich BOHEMIAN RHAPSODY einfach sehen. Gut, ich gebe zu, auch Queen hat in meinen Augen Songs gemacht, die dem von mir gesetztem hohen Standard an die Band dann nicht mehr gerecht werden. *kotz Radio Ga-Ga kotz* Aber insgesamt war der Output dieser Band für mich eigentlich immer hörenswert und bot den von mir so gern gesehenen und gehörten kreativen Touch, der sie wunderbar vom Rest abhob. Mit anderen Worten, Queen war selbst in schlechten musikalischen Zeiten *kotz 80er kotz* noch ein Lichtblick.  Und Freddie Mercury ist vor mich bis heute als Sänger und Entertainer unter den Musikern unerreicht. Es gäbe vermutlich noch mehr Gründe, den Film sehen zu wollen, aber ich schwafel hier schon zu lange rum. Also, was kann:

BOHEMIAN RHAPSODY

Vorweg muss ich erwähnen, dass ich leider keine OV gefunden habe und den Film somit in der Synchronfassung sehen musste. Gut, das war mir eigentlich vorher klar, denn OV ist hier in der Umgebung ohnehin kaum drin. Kinos sind halt alle kacke hier. Immerhin lief der Film aber überhaupt, also nimmt man dann, was man kriegen kann.

Aber auch in der Synchro kommt durchaus rüber, wie gut die Leistungen der Darsteller sind. Allen voran Rami Malek als Freddie Mercury, der für alle Preise nominiert werden sollte, wenn sich die Preise noch irgendwie selbst ernst nehmen. Gwilym Lee als Brian May ist ebenfalls fantastisch und man hat wirklich das Gefühl, die echte Band vor sich zu haben. Alle anderen Darsteller stehen dem in nichts nach. Da hat man also alles richtig gemacht und wenn man mich fragt, sollte das Nominierungen bei den großen Awards hageln.

Innerhalb der Story kam mir John Deacon etwas zu kurz, aber über den gibt es wohl auch nicht so viel zu erzählen und die anderen drei Bandmitglieder geben einfach auch vom Charakter mehr her. Die Geschichte rund um Freddie und Mary hat man ebenfalls gut eingebaut. Ich hatte da zuvor die Befürchtung, dass man die im weiteren Verlauf etwas unter den Tisch fallen lässt. Stattdessen zeigt sie aber auf, was für eine tragische Figur Freddie zum Teil einfach war.

Der eigentlich Verlauf des Films ist chronologisch etwas hingebogen. Da werden Songs live performt, die erst Jahre später veröffentlicht wurden oder Songs geschrieben, die schon Jahre vorher veröffentlicht wurden. Aber da kann man drüber hinwegsehen. Es fügt sich trotzdem alles gut zusammen.

Ein paar Stationen kamen etwas kurz oder hat man komplett weggelassen, aber man hat eben auch nur beschränkte Zeit und den Film unnötig auf 3 Stunden hochzuschrauben, hätte auch in die Hose gehen können. Wobei ich gerne noch mehr gesehen und vor allem gehört hätte.

Der Soundtrack ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Ein schöner Querschnitt des Schaffens von Queen. Insgesamt sind mir – neben ein paar Opern – nur zwei Songs aufgefallen, die nicht von Queen stammen. Aber Queen hatte eben auch für jede Situation den passenden Song.

Wenn man mit einem Grinsen und einer Ladung von Ohrwürmern im Kopf aus dem Kino kommt, weiß man, man war in einem Queen-Film.

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Monatsrückblick – Juni 2018

Der Juni stand bei mir im Zeichen des Schreibens. So wird es vermutlich auch im Juli sein. Und vielleicht auch im August. Ich habe mir nämlich vorgenommen, über den Sommer mal schnell einen Roman zu schreiben. Darunter hat das große Filmegucken natürlich zu leiden. Ein paar Ausnahmen gab es aber natürlich doch, denn ganz ohne geht nun mal nicht. Wenn ich beispielsweise einen anstrengenden Tag hatte, greife ich ganz gerne mal zu Highschool-Komödien:

10 THINGS I HATE ABOUT YOU – 10 DINGE DIE ICH AN DIR HASSE

Sind wir ehrlich. Der Film macht weitaus mehr Spaß, als er es eigentlich dürfte. Und das liegt vor allem an dem grandiosen Cast. Ledger, Stiles, Gordon-Levitt, Janney … die machen hier einfach das Beste draus, was man aus so einer recht generischen Highschoolkomödie machen kann. Man muss aber auch sagen, dass jeder Charakter hier zumindest im Ansatz Eigenschaften verpasst bekam, mit denen die Darsteller eben auch arbeiten können. Von der Erotikroman verpeilten Rektorin bis hin zum von ungewollten Schwangerschaften besessenen Vater. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich das Genre trotz des großen Bullshits, den es meist hervorbringt, irgendwie mag. Abzüge gibt es natürlich für den grauenhaften Soundtrack, der für das Genre leider auch üblich ist. Und in der Mitte hängt die Nummer etwas durch, was in der Mitte auch oft üblich ist. Aber der Streifen macht halt einfach Spaß und mehr will man von sowas ja auch gar nicht.

MEAN GIRLS – GIRLS CLUB: VORSICHT BISSIG!

Ich kann mich vage erinnern, den Streifen schon mal gesehen zu haben. Damals, als ich einfach alles geguckt habe … Moment mal, hat sich ja bis heute nicht geändert. Jedenfalls hatte ich kaum noch Erinnerung an den Streifen. Um genau zu sein gar keine.
Lindsay Lohan ist kein guter Lead, wenn man mich fragt. Sie ist jetzt nicht komplett schlecht, aber sie gibt mir irgendwie nix, außer diesen „Joa, die ist schon süß“-Vibe. Die Zeiten, wo mir sowas reicht, sind dann aber doch lange vorbei. Wenn sie überhaupt jemals vorhanden waren. Ansonsten ist der Cast halt gut, aber nicht unbedingt überragend. Für so einen Film aber absolut ausreichend. Lizzy Caplan hat mir gut gefallen, hätte aber ein paar mehr gute Szenen verdient gehabt. Amanda Seyfried und Neil Flynn sind hier ohnehin absolut verschenkt und auch Amy Poehler und Tina Fey stechen nicht gerade heraus. Rachel McAdams ist noch ein Lichtblick, aber ihre Rolle gibt halt auch nicht mehr her, als den üblichen Kram.
Nun denn, was so einen Film letztlich ausmacht, ist der Spaß, den man damit hat. Der Film hat seine Momente, aber der Humor hat bei mir überhaupt nicht gezündet und die ganze Story rund um die Plastics war halt auch nichts, was mich jetzt großartig begeistert hätte. Mit der komischen Afrika-Nummer hätte sich vielleicht was machen lassen, aber die läuft auch nur darauf hinaus, dass hin und wieder ein paar Leute wie Affen durch die Gegend hüpfen.
So läuft der Film eben so daher und konnte mich zu keiner Zeit wirklich abholen. Immerhin habe ich mich nicht gelangweilt, aber das wars dann auch.

Und natürlich gibt es auch so Filme, die ich einfach alle paar Jahre mal wieder gucken muss:

GOODFELLAS

Ich kann ja nicht anders, als dieses Meisterwerk alle paar Jahre mal in den Player zu schieben und die volle Mafiadröhnung zu genießen.
Letztlich brauche ich hier wohl nicht viel zu sagen. Nicht mal Ray Liotta in der Hauptrolle kann das hier kaputt machen, weil Scorsese einfach das Beste aus ihm herausholt. De Niro und Pesci sind natürlich ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Und gerade der Cast ist natürlich immens wichtig, um so einen Film noch ein oder zwei Level höher zu heben, ansonsten kann so eine Story vom Aufstieg bis zum tiefen Fall auch schon mal recht zäh werden. Das ist hier aber gar nicht der Fall, da eben nur Profis am Werk waren.
Wenn ich etwas zu bemängeln habe, dann vielleicht die wechselnden Voice-Overs. Aber ich bin von diesem Stilmittel ohnehin kein großer Fan. Dass hier 3 Jahrzehnte porträtiert werden, sieht man den Darstellern auch nicht immer an. Gerade anfangs wirken die meisten Akteure nicht so jung, wie sie in der Geschichte sein sollten. Aber das tut dem Spaß nun auch keinen Abbruch (und ist vermutlich immer noch besser, als die geplante CGI-Verjüngungskur bei „The Irishman“, aber das bleibt abzuwarten).
Scorseses bester Film. Der beste Gangster/Mafia-Film. Und eben ein absolutes Meisterwerk von Anfang bis Ende.

Gesamt: 4

Rewatches: 3

Schrott: 1

Monatsrückblick – Mai 2018

Der April macht bekanntlich was er will. Und was er wollte, war, mir keine Zeit zum Filmgucken zu geben. Deshalb gab es letzten Monat keinen Monatsrückblick, denn ich habe nur 2 Filme gesehen und die gibt es ohnehin hier auf dem Filmschrottplatz nachzulesen. Aber, alles neu macht der Mai. Was auch immer das bedeuten mag. Zumindest bedeutet es, dass ich ein bisschen mehr gucken konnte. Wenn auch nicht viel.

CAPTAIN FANTASTIC

Aragorn, der alte Hippie, fährt mit seinen sechs Kindern im Bus durch die Walachei und das Ganze macht mehr Spaß, als es eigentlich dürfte.
Mortensen ist super hier und die Kids machen ihre Sache auch sehr gut. Zwischen Jagd und Aufklärungsgespräch wächst einem die Familie ziemlich schnell ans Herz. Dieses „gerade heraus die Welt erklären“ ist einfach unglaublich sympathisch. Ich finde ja ohnehin, dass man Kindern ruhig auch mal die Wahrheit über die Dinge sagen kann und nicht immer auf „alles ist toll“ machen sollte. Richtig gut wird das natürlich dann, wenn man Eltern dabei hat, die das nicht so sehen oder wenn man eine der besten Grabreden aller Zeiten hält. Die zweite Hälfte des Films steht also sehr stark unter dem Aspekt der gegensätzlichen Ansichten, dem Hinterfragen seines eigenen Weltbilds und dem Kennenlernen einer neuen „Welt“. Und das macht so einen Film dann eben auch interessant … nein, menschlich.
Und als Bonus gibt es auch noch eine grandiose Version von „Sweet Child O‘ Mine“ obendrauf. Ein … nun ja, fantastischer Film.

Dann gab es zwecks Vorbereitung auf vermutlich ganz großen Müll für den Filmschrottplatz noch eine Trilogie:

JURASSIC PARK

Ein ruhiger Beginn. Der Film nimmt sich Zeit, um die Charaktere einzuführen und diese mit Überschwänglichkeit, Begeisterung aber auch Skepsis auszustatten. Dazu haben die Figuren auch ihre kleinen Eigenheiten, die sie zu mehr machen, als menschlichen Hüllen. Eine Kunst, die heute oft vergessen wird, aber unerlässlich für eine gute Geschichte ist. Alan Grant mag keine Kinder und keine Computer und hat einen coolen Hut. Ian Malcolm ist der ewige Skeptiker. John Hammond hingegen ein Optimist aller erster Güte. Und so weiter. Selbst die Nebencharaktere haben ihre kleinen Macken wie Ketterauchen und Fresssucht.
Was ebenso wichtig ist: Der Film erklärt, wie Dinge funktionieren. Man wird nicht einfach in die Geschichte geworfen und muss sich dann eben zusammenreimen, wie, wo und was da eigentlich passiert. Es gibt eine klare Linie, die sich langsam steigert und so einen Spannungsbogen erzeugt, den man heute im Film nur noch selten findet. Alleine bis man die ersten Dinosaurier in voller Pracht zu sehen kriegt, vergeht fast eine halbe Stunde. Bis die, ebenfalls typisch für die Reihe, nervigen Kinder auftauchen, dauert es glücklicherweise noch etwas länger.
Weitere Kleinigkeiten runden das Bild ab. Ich meine, hey, selbst das Wasserglas aus der berühmten Szene wird bereits vorher im Film eingeführt. Und der Score ist vom allerfeinsten.
Richtig los geht es dann erst in der zweiten Hälfte, mit einer der wohl besten filmischen Szenen aller Zeiten. Wenn der T-Rex aus seinem Gehege ausbricht, folgt selbst diese Szene der klaren Linie. Dinge werden erklärt und Begeisterung wird zu Skepsis wird zu Panik und endet im absoluten Chaos. Besser kann man das einfach nicht machen. Ab da geht dann natürlich nach und nach die Party ab und die Dinos werden zur absoluten Bedrohung aufgebaut. Charakterentwicklung gibt es zwar nur wenig und beschränkt sich größtenteils auf Grant, der seine Einstellung zu Kindern zumindest etwas ändert (aber Computer sicher immer noch scheiße findet), aber das kann man dem Film dann auch verzeihen, denn es ist eine wilde Achterbahnfahrt, die mitreißt, unterhält und sich auch Zeit für ruhige Momente lässt.
Wenn man etwas bemängeln wollte, dann wohl das veraltete CGI, das hier aber genau in den richtigen Mengen genutzt wird und deshalb nicht negativ auffällt. Und natürlich, dass das Bild der BluRay ein absoluter Witz ist und ich auch einfach meine alte VHS hätte behalten können. Aber da kann ja der Film nichts für.
Abschließend bleibt zu sagen: Man hat hier keine Kosten und Mühen gescheut,um den besten Blockbuster aller Zeiten abzuliefern.

THE LOST WORLD: JURASSIC PARK

Nachdem Jeff Goldblum im ersten Teil in der zweiten Hälfte ein bisschen aufs Abstellgleis gestellt wurde, darf er hier die Hauptrolle übernehmen. Leider findet man von seinen interessanten Charaktereigenschaften des Vorgängers nicht mehr wirklich etwas hier und er wird zum besorgten Vater degradiert, was natürlich dann auch die Teilnahme des, für die Reihe typischen, nervigen Blags rechtfertigt. Julianne Moore ist quasi eine etwas abgewandelte Version von Laura Dern im Vorgänger und Vince Vaughn ist halt auch dabei, fällt aber nicht weiter auf, auch wenn er seine Sache gut macht. Der Rest des Casts glänzt größtenteils durch unglaubliche Blödheit und dämliche Entscheidungen.
Die Story ist natürlich auch bei weitem nicht so ausgefeilt wie noch im ersten Teil und eigentlich hat man hier einfach einen Grund zusammengeschustert, um nach dem „Höher, Schneller, Weiter“-Prinzip möglichst viele Leute auf die Insel zu bringen. Denn mehr Leute, bedeutet mehr Action, oder so.
An sich ist das aber alles durchaus unterhaltsam, bis man zum Ende kommt und den Dino durch die Stadt schickt. Auf dem Papier sicher eine ganz lustige Idee, aber irgendwie … nee. Natürlich flasht eine Fortsetzung dann auch nicht mehr so und es fehlen wirklich ikonische Szenen, die der Erstling zur Genüge hatte. Stattdessen wiederholt man einige Elemente in etwas angepasster Form und macht zum Teil aus den Dinos reine Killermaschinen, was schon aus Prinzip eigentlich Schwachsinn ist.
In allen Belangen mindestens 2 Ecken schwächer als Teil 1, aber trotzdem noch ein ordentlicher Film, der unterhält. Im Vergleich zu der Grütze, die danach folgen sollte, sogar fast noch ein Meisterwerk.

JURASSIC PARK III

Es gibt bei diesem Film von Beginn an so ein paar Dinge, die ich nicht verstehe. Warum muss Alan Grant immer noch auf Theorien über Raptoren zurückgreifen, wenn die Viecher doch lebendig auf einer Insel herumrennen? Warum sehen die Raptoren hier anders aus, als in den Vorgängern? Ja, man mag ja zwischen den Teilen tatsächlich neue Erkenntnisse über das vermutliche Aussehen erlangt haben, aber deshalb kann man doch eine etablierte Sache nicht einfach ändern. Wenn man herausgefunden hätte, dass der T-Rex sich teleportieren konnte, kann man das ja auch nicht einfach im dritten Teil mal eben neu einführen. Und die wichtigste Frage: Warum hat sich Sam Neill für diese Scheiße überhaupt hergegeben?
Eigentlich ist der Text hier jetzt schon zu lang für diesen Müll. Deshalb fasse ich mich ab hier mal kurz: Der Film bietet vor allem jede Menge nervige Sachen. Das nervige Blag gehört ja schon zur Reihe dazu. Aber nervige Handyklingeltöne, nervige Raptorentröten und nervige Frauenfiguren im Kate-Capshaw-Indy-Gedenk-Modus (nur rumschreien und im Notfall nach einem starken Mann rufen, der ihr den Arsch rettet) sind dann doch neu für die Reihe. Und sie wären besser da geblieben, wo sie sind.
Der neue Riesensaurier ist auch absolut unnötig, da der T-Rex einfach ein hervorragender Gegner war, der keine Ablösung benötigte. Da man aber nur Scheißideen für neue Elemente hatte, bediente man sich bei allem anderen bei den Vorgängern. „Hey, wisst ihr noch, wie im zweiten Teil der Camper von den Dinos umgeschmissen wurde, was schon nur eine andere Variante der Jeepzerstörung aus Teil 1 war? Wie können wir da noch einen draufsetzen?“ „Wir nehmen ein Flugzeug und schmeißen das um.“ „Bombenidee!“ Wo man schon dabei war, hat man natürlich auch das Verhältnis von praktischen zu CGI-Effekten auf den Kopf gestellt und dadurch wirkt der Film zusätzlich veraltet, was die Sache auch alles andere als besser macht.
Nicht umsonst ist der Dinoschinken schon lange auf dem Filmschrottplatz verewigt.

Gesamt: 9

Rewatches: 4

Schrott: 6

Auf Netflix gab es außerdem noch die erste Staffel „Haus des Geldes“ und das macht schon großen Spaß. Hat ein bisschen was von „Prison Break“ bevor es zu kompletter Scheiße wurde. Leider habe ich die Befürchtung, dass dieser Serie das auch passieren könnte. Staffel 2 ist wohl schon bestellt und eigentlich hätte es völlig gereicht, die Geschichte nach einer Staffel abzuschließen.

Monatsrückblick – März 2018

Der März ist da! Und ich komme trotzdem zu nichts. Aber ein paar wenige Filme habe ich immerhin zu sehen gekriegt. Den Anfang machte der mittlerweile monatlich erscheinende „Netflix tötet das Kino Rumgeflenne“-Film:

ANNIHILATION – AUSLÖSCHUNG

Fühlen Sie sich doof? Merken Sie selbst, wie Ihr Intelligenzquotient ständig abnimmt? Gehen Sie etwa gerne ins Kino?
Dann haben Sie Glück. Denn da ist kein Platz mehr für Filme, die über simples BÄM-KRACH-POW hinausgehen. Kündigen Sie einfach ihren Netflix-Account und Sie werden davon verschont bleiben, über das Gesehene nachdenken zu müssen. Den Hollywood-Studios – allen voran Paramount – sei Dank, können Sie sich einfach im Kinosessel zurücklehnen, andere Leute mit Popcorn bewerfen, wie es von jemandem mit Ihrem Intellekt verlangt wird, und die dröhnenden Explosionen genießen.

Alle anderen hingegen gucken dann auch mal einen Film wie „Annihilation“. Dieser, vom Produzenten solcher filmischer Granaten wie „Geostorm“ und „Terminator: Genisys“ als zu intelligent fürs Kino eingestufte, Film, erfordert sicher etwas Aufmerksamkeit seitens des Zuschauers. Aber letztlich kann man der Sache ganz gut folgen, auch wenn ich auf das Hin- und Herspringen zwischen den Zeiten durchaus hätte verzichten können. Das liegt aber auch eher daran, dass ich persönlich kein großer Fan davon bin, wenn man immer wieder zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her springt. Es ist aber nun auch nicht so, dass das für so große Verwirrung sorgt, dass man den Faden verliert. Die Darstellerleistungen sind durchgehend top und eigentlich zieht nur das CGI den Eindruck etwas runter, was bei mir aber nun mal in der Natur der Sache liegt.

Die große Frage hier ist aber eigentlich folgende: Was ist der „Shimmer“? Und darauf kann man nur antworten: „Shimmer Shimmer Ya, Shimmer Yam, Shimmer Yay“. Denn letztlich ist es keine Frage nach der richtigen Antwort, sondern eine Frage nach der eigenen Interpretation, was es mit allem auf sich hat. Und das ist doch der große Reiz an so einem Film. Man will nicht alles vorgekaut kriegen. Man will sich selbst Gedanken machen. Man will, dass einen so ein Film nachhaltig beschäftigt. Man will den Film mehrmals gucken, um neue Dinge zu entdecken.

Aber vielleicht bin ich da auch einfach eine Minderheit. Eine aussterbende Spezies von Menschen, die Filme nicht immer nur wegen dem Unterhaltungswert gucken, sondern auch gerne mal eine Erfahrung darüber hinaus erleben. Es ist nur traurig zu wissen, dass solche Filme in Zukunft wohl als „Direct-to-VoD“-Phänomen hingeschludert werden. Aber wie wir wissen, wiederholt sich Geschichte nun mal. „Video killed the Radiostar.“ Und „Hollywood kills the Cinemastar.“ Müssen wir nur noch abwarten, wer oder was dann letztlich Hollywood killt, damit wir mehr solcher Filme kriegen. Solange denke ich über den „Shimmer“ nach …

Dann habe ich einfach mal zur Entspannung einen alten Knaller reingeschmissen, der heute vermutlich etwas in Vergessenheit geraten ist:

NO ESCAPE – FLUCHT AUS ABSOLOM

Ausnahmen bestätigen die Regel, sagt man. In diesem Fall ist das so. Denn der deutsche Titel „Flucht aus Absolom“ klingt einfach tausendmal cooler als das lahme Original „No Escape“.
Ausnahmen bestätigen auch die Regel, wenn man eigentlich davon ausgehen müsste, dass einem eine absolute Actiongurke der 90er bevorsteht, dann aber ein durchaus unterhaltsamer Quark herauskommt, der zwar nicht so richtig Sinn ergibt, aber dafür eine Menge Spaß macht.
Ausnahmen bestätigen ebenfalls die Regel, wenn nicht mal Ray Liotta in der Hauptrolle (in der er ausschließlich unter der Regie von Martin Scorsese überzeugen konnte) so einen Film zerstören kann. Denn sind wir mal ehrlich: Liotta ist nun nicht gerade eine Charismagranate, für den man als Zuschauer mitfiebert. Dafür wird er hier aber von den Schauspielkoryphäen Lance Henriksen und Ernie Hudson unterstützt, die eigentlich nicht mal ansatzweise Koryphäen sind, aber passt halt schon. Die Show stiehlt ohnehin Stuart Wilson als Antagonist, der Weihnachtslieder trällert.

Hier funktioniert das komischerweise alles. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich solche dystopischen Escape-B-Movies einfach cool finde.

Insgesamt: 8

Rewatches: 1

Schrott: 6

Der Schrott überwiegt diesen Monat stark. Das liegt einfach daran, dass ich kaum Zeit habe und für den Filmschrottplatz etwas vorarbeiten muss, damit es hier auch immer den wöchentlichen Schrottfilm zu genießen gibt. Alles andere bleibt dabei erst mal auf der Strecke.

Im Serienbereich habe ich mal mit „Dark“ auf Netflix angefangen. Nach zwei Folgen kann ich bisher nur sagen, dass die Darsteller zum Teil besser nicht reden sollten, da es dann recht anstrengend wird. Preisverdächtige Leistungen sucht man da eher vergeblich.

Monatsrückblick – Februar 2018

Der kurze Monat birgt durch seine Kürze auch immer das Problem, dass man weniger gucken kann. Zudem habe ich momentan jede Menge zu tun und so blieben Filme und Serien etwas auf der Strecke. Ein bisschen was habe ich aber natürlich trotzdem in den Player geschoben.

Zur Einstimmung auf den Super Bowl gab es den einzig wahren Football-Film:

LAST BOY SCOUT

Shane Black zementiert ja auch heutzutage immer mal wieder seinen Status als König der Buddy-Action-Komödie. Und dieser Film zeigt mal wieder hervorragend, warum er diesen Titel absolut verdient hat. Denn wo man heute lieber mit dem „Star und sein Sidekick“-Schema um die Ecke kommt, bei der keine Figur über die Rolle des Witzelieferanten hinaus geht, sind die Figuren hier gleichberechtigt in ihrer Schlagfertigkeit, haben einen Charakter und tragen zu gleichen Teilen zum Erfolg ihres „Auftrags“ bei.
Das funktioniert zudem so hervorragend, weil Bruce Willis und Damon Wayans eine fantastische Chemie aufweisen. Eigentlich hätte Wayans am besten nur mit Willis zusammen Filme gedreht, denn ansonsten hat er gar keine Chemie, soweit ich das beurteilen kann. Etwas nervig fällt die Tochter aus, aber auch ein Shane Black ist nun mal nicht fehlerfrei, und er hat mit „The Nice Guys“ dann Jahre später bewiesen, dass er auch so eine Figur durchaus hinkriegt, ohne dass sie nervt.
Man muss natürlich der Zeit entsprechend über Machogehabe und Fettwitze hinwegsehen, aber sowas interessiert mich ohnehin nicht die Bohne.
Also ein rundum gelungener Spaß mit coolen Sprüchen am Fließband und guter Action. Sowas konnte Tony Scott einfach. Im Endeffekt hat er dadurch auch mehr gute Filme gemacht, als sein überbewerteter Bruder.

Auf Netflix gab es im Februar das große Paramount-traut-sich-nicht-mehr-Filme-ins-Kino-zu-bringen-also-kaufen-wir-sie-einfach-von-dem-eierlosen-Pissverein-Schaulaufen. Direkt am Anfang des Monats gab es ganz überraschend:

THE CLOVERFIELD PARADOX

Na, da hat man sich ja meisterhaft alle Türen für tausend weitere Cloverfield-Filme offengehalten, bei denen man jetzt gar nichts mehr erklären muss.

ACHTUNG MINI-SPOILER vom Anfang des Films: Monster und Aliens aus allen Dimensionen und allen Zeiten können zu jeder Zeit und in jeder Dimension die Erde angreifen.

So hat man jetzt natürlich in Zukunft freie Bahn für alles mögliche Gelöt, ohne dass man in der Not wäre, zu viele Überschneidungen bringen zu müssen.
Der Rest des Films ist auch nicht einfallsreicher. Man mischt hier fröhlich alle Versatzstücke vom Space-Horror und lässt die Geschichte recht seicht vor sich hindümpeln. Die Darsteller machen auch nur das Nötigste und niemand sticht wirklich heraus. Hat mich nicht gelangweilt, aber viel mehr fällt mir dazu dann auch irgendwie nicht ein. Kann man mal gucken, wenn man das Cloverfield-Universum, oder wie auch immer man das nennen will, mag. Viel erwarten sollte man aber besser nicht.

In diesem Zusammenhang hatte ich eigentlich noch mit „Annihilation“ auf Netflix gerechnet, aber der kommt jetzt doch erst im März. Und viel mehr zu erwähnen gibt es dann auch nicht dieses Mal. Serien blieben eigentlich komplett auf der Strecke, bis auf ein oder zwei Folgen von … irgendwas. Kann mich selbst nicht mehr erinnern, also kann es so gut nicht gewesen sein. Kann eigentlich nur besser werden im März. Wobei ich auch da sicher nicht mehr Zeit haben werde. Aber mal schauen.

Insgesamt: 6

Rewatches: 1

Schrott: 2

Monatsrückblick – Januar 2018

Für den Dezember gab es keinen Rückblick, einfach weil ich in dem Monat gerade mal 5 Filme gesehen hatte und diese auch alle entweder bereits auf dem Filmschrottplatz aufgetaucht sind oder es noch werden. Also geht es weiter mit dem Januar, wo wieder mehr los war was Filme angeht.

Zum Jahresstart kam mir der Gedanke, dass es ja eigentlich der perfekte Zeitpunkt ist, um mal wieder ein bisschen durch die Zeit zu reisen. Schließlich spielt Zeit zu keinem Zeitpunkt im Jahr so eine große Rolle wie beim Jahreswechsel. Behaupte ich jetzt zumindest einfach mal so. Und deshalb gab es nach langer Zeit mal wieder:

BACK TO THE FUTURE – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT

Eigentlich muss man zu diesem fantastischen Streifen ja gar nichts mehr sagen. Bis ins kleinste Detail ist hier einfach alles hervorragend durchdacht, man wird immer wieder angeteast auf Dinge, die später noch wichtig werden und die ganze Story ist einfach unglaublich rund für eine Zeitreisegeschichte. Klar, wenn man nach Logiklücken sucht, findet man sie auch, aber hier muss man sich bei der Suche schon sehr anstrengen. Und wenn man dann was findet, sind es auch eher Kleinigkeiten, wie die Tatsache, dass George und Lorraine scheinbar nicht im Geringsten verwundert darüber sind, dass ihr Sohn genau so aussieht, wie „Calvin Klein“ aus der Vergangenheit. Und warum können eigentlich die ganzen Schüler in 1955 so grandios zu Johnny B. Good tanzen, wenn sie sowas vorher noch nie gehört haben?
Zudem ist der Cast über jeden Zweifel erhaben und überzeugt einfach zu jeder Sekunde. Ob in der alten oder der jungen Version, in der alle außer Marty McFly auftreten.
Dazu dann guter Humor und ein bisschen Action und man hat einen meisterhaften Blockbuster.

BACK TO THE FUTURE PART II – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT 2

Wenn man den Fehler macht und sich bei einem Zeitreisefilm von den Logiklöchern den Spaß verderben lässt, dann dürfte man hier gewaltige Probleme kriegen. Während sich im ersten Teil die Fehler eher auf Kleinigkeiten bezogen, die für die Story nicht relevant sind, bietet dieser Streifen ein gewaltiges Plothole, das größer ist, als jedes Paradoxon, das so eine Zeitreise mit sich bringen kann. Aber gut, wenn man eben mehrmals in der Zeit hin und her springt, lässt sich das einfach kaum vermeiden. Und wenn man darauf scheißt, so wie ich, dann hat man trotzdem einen Riesenspaß mit dem, was der Film sonst so zu bieten hat.
Die Darsteller sind wieder über jeden Zweifel erhaben und dieses Mal darf Michael J. Fox als Ausgleich dafür, dass er in Teil 1 der einzige war, der nicht in verschiedenen „Rollen“ zu sehen war, gleich mehrere McFly-Versionen verkörpern. Und Thomas F. Wilson darf hier mal so richtig Gas geben in all seinen Verkörperungen, was einfach nur eine pure Freude ist. Schade ist natürlich, dass man damals Crispin Glover nicht wieder verpflichten konnte, um noch ein paar weitere Georges zu zeigen, aber der Mann hat nun mal seinen eigenen Kopf.
Die Zukunft wirkt aus heutiger Sicht natürlich etwas schwachsinnig, aber das macht ja gerade den Spaß bei solchen Visionen aus.
Ansonsten kriegt man aber wieder den geballten BTTF-Spaß, für den man Teil 1 auch schon so liebt. Insgesamt ist diese Fortsetzung also nur geringfügig schwächer als der Vorgänger und einfach hervorragende Unterhaltung. Geschichte wiederholt sich eben, wie dieser Film auch in vielen Szenen zeigt.

BACK TO THE FUTURE PART III – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT 3

Für mich der schwächste Teil der Reihe. Das liegt zum einen daran, dass die Lovestory vom Doc und Clara doch sehr dröge ist und ich mit dem Westernsetting nicht so viel anfangen kann. Aber trotzdem ist das hier immer noch ein toller Film. Nachdem man im zweiten Teil wirklich alle Register gezogen hat und quer durch die Geschichte und zurück reist, holt man hier alles wieder etwas auf den Boden zurück und konzentriert sich auf ein Setting. Zudem steht Doc Brown hier im Mittelpunkt des Konflikts, was noch mal zusätzlich Abwechslung rein bringt.
Insgesamt also ein runder Abschluss der Trilogie, der in meinen Augen ein paar Pacing-Probleme mit sich bringt und zeitweise etwas zäh daher kommt. Dafür ist es aber sogar irgendwie der lustigste Vertreter der Reihe. Aber eine Frage bleibt am Ende offen und die stelle ich mir seit ich den Film zum ersten Mal gesehen habe: Wie zum Kuckuck hat Doc im Jahr 1885 aus der Lokomotive eine Zeitmaschine gebaut?

Dann hab ich mich mal etwas mit spanischen Produktionen auf Netflix beschäftigt.

CONTRATIEMPO – DER UNSICHTBARE GAST

Wenn man mal darüber hinwegsieht, dass die Täter in diesem Thriller, bei dem Versuch, sich unverdächtig zu verhalten, sich selbst einfach so unglaublich verdächtig machen, dass es schon fast weh tut, aber erstmal keiner um sie herum rafft, dass sie die Täter sind, was schon haarsträubend schwachsinnig ist, kriegt man hier einen durchaus unterhaltsamen Film, mit vielen Wendungen und guter Spannungskurve. Sinn und Unsinn darf man bei sowas halt einfach mal nicht hinterfragen, sonst zerstört sich das Konstrukt direkt von selbst. Wenn man darüber hinwegsehen kann, kriegt man aber einiges geboten und wird bis zur letzten Sekunde gut ins Grübeln gebracht, was denn jetzt eigentlich genau passiert ist. Das Ende selbst ist dann zwar nicht so der Knaller und sowas in die Richtung hatte ich mir schon gedacht, aber darüber kann man nach der arg konstruierten Geschichte auch hinweg sehen.

EL BAR – FRÜHSTÜCK MIT LEICHE

Irgendwelche Honks sitzen in einer Bar fest, während draußen ein Virus umgeht, oder so. Die Leute in der Bar sehen zum Teil auch schon ganz krank aus. Das hat aber scheinbar nichts mit der Geschichte zu tun, sondern einfach damit, dass sie so aussehen. Und auch sonst sieht man hier nicht viel, was irgendwie interessant wäre. Und hört auch nichts, was irgendwie interessant wäre. Die Charaktere sind ziemlich uninteressant, was natürlich schwer wiegt, wenn es gerade um diese und ihr Verhalten untereinander geht. Die Dialoge sind auch einfach nur extrem konstruiert, um mal schnell einen Konflikt hinzubasteln, der dann auch im Nichts mündet. Die Versuche, hin und wieder Humor einzustreuen scheitern auch ziemlich kläglich. So dümpelt das dann also fast zwei Stunden dahin und wird mit jeder Szene langweiliger, bis dann das Ende kommt, das auch einfach komplett Nichtssagend ist. Einfach nur belanglos das Ganze.

Dann habe ich endlich mal einen Film nachgeholt, der schon sehr lange auf meiner Liste stand:

THE MAJESTIC

Carrey ist natürlich wie immer großartig, wird aber hier von Landau noch in den Schatten gestellt, der einfach absolut fantastisch ist. Bruce Campbell rockt selbst in einem 5 Sekunden Cameo als Sandpirat. Dazu gibt es einen der dämlichsten Autounfälle, die ich jemals bestaunen durfte und eine Verwechslungsgeschichte, die jetzt nicht gerade Innovation an allen Ecken bietet, aber solide funktioniert. Dazu wirkt der Film herrlich altmodisch in seinem Stil und ist im Verbund mit der Story um das titelgebende „Majestic“ eine Liebeserklärung an das Kino bzw. den Film an sich. Das Ende zieht sich dann zwar wie Kaugummi und verkommt im absoluten Pathos, aber bis dahin macht der Film eigentlich nichts verkehrt. Der Streifen ist sicher kein Meisterwerk, aber dass er scheinbar komplett untergegangen und mittlerweile fast aus dem Gedächtnis der Menschheit verschwunden ist, hat er absolut nicht verdient. Frank Darabont kann offensichtlich mehr, als nur Stephen King zu verfilmen.

Und Musik (naja, im  engeren Sinne) gab es auch noch:

THE POLKA KING

Wie schafft man es, einen Film mit Jack Black als Polkafritze, der seine Fans bescheißt, zu verkacken? Fragt die Netflix Filmabteilung, die kriegt alles kaputt. Mal ernsthaft, es ist ja schön und gut, dass Netflix bei seinen Produktionen niemandem reinlabert, aber hin und wieder (und vor allem bei ihren Filmen) wäre es doch mal sinnvoll, vorher mal ins Drehbuch zu gucken und vielleicht mal die ein oder andere Anmerkung zu machen.
Ein weiterer, mit viel Wohlwollen, durchschnittlicher Streifen des Streamingdienstes. Jack Black gibt zwar alles, aber das reicht halt auch nicht, um den Film zu retten. Einziges Highlight ist Jason Schwartzman an der Flöte. Der geht richtig ab. Sonst aber leider nichts so wirklich in dem Streifen.

Insgesamt: 17

Rewatches: 3

Schrott: 5

Bei den Serien gab es die zweite und leider wohl auch letzte Staffel „Dirk Gentlys Holistic Detective Agency“, die wieder ein großer Spaß war, auch wenn mir die Story weniger gefallen hat, als in der ersten Staffel.

Und dann noch die achte Staffel „Shameless“, die ebenfalls wieder gut war, auch wenn mir teils die Figuren etwas zu sehr in den immer gleichen Handlungen fest hängen. Dafür hat man für andere dann doch immer noch neue Ideen, die auch immer irgendwie organisch und nicht aufgezwungen wirken. Man sollte aber vielleicht langsam mal zumindest ein Ende anstreben, auf das man hinarbeiten kann. Es grenzt ohnehin an ein Wunder, dass man auch nach acht Jahren immer noch so eine tolle Serie fabriziert.

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 07 Episode 07

So, Staffelfinale. Und ich muss sagen, nach der letzten Folge hält sich meine Begeisterung doch eher in Grenzen. Schauen wir mal, ob man diese Woche den Schwachsinn wenigstens etwas zurücksteckt. Der Titel verspricht schonmal das pure Grauen.

The Dragon And The Wolf

Ach guck mal an, Greyworm und die restlichen Wurmlosen sind auch noch da und stehen doof rum, was sie scheinbar seit Wochen tun, soweit man das beurteilen kann. Aber wo zum Kuckuck sind die da eigentlich? High Garden? Casterlyrock kann es ja kaum sein, dafür sind die Rollen falsch herum verteilt. Das ist doch nicht Kings Landing, oder? Ich checks nicht. Egal.

Erstmal treffen sich mal wieder ein paar Leute, die sich ewig nicht gesehen haben. Tyrion und Podrick, Brienne und der Hound, Tyrion und Bronn etc. Dabei gibt es dann eben die üblichen kurzen Wiedersehensgespräche, die eigentlich immer ganz unterhaltsam sind.

Wo zur Hölle sind die da? In einer frühen Version des römischen Kolosseums?

Ganz groß das unangenehme Schweigen, bevor Daenerys auftaucht. Die Leute fragen mich ja oft, warum ich nicht gerne telefoniere. Macht die Szene an und schließt die Augen, dann wisst ihr ganz genau, warum.

Ganz schön nervig, so eine Pause, was? Sag ich doch.

Als großer CGI-Gegner muss ich an dieser Stelle ja dann doch mal darauf hinweisen, wie gut die Drachen hier aussehen. Und wisst ihr auch warum? Weil sie in der Umgebung echt wirken, dadurch, dass man ihren Stil der Umgebung angepasst hat und nicht mit lauter Computererffekten rumwichst, wodurch dann alles wie ein beschissener Cartoon aussieht. Also mal ein Lob an die CGI-Abteilung dieser Serie (mal abgesehen von dem Bären in der letzten Folge). Immerhin eine Abteilung, die ihren Job größtenteils noch richtig macht.

Die Verhandlungen laufen ungefähr so, wie man sich das vorstellen konnte. Jeder findet jeden kacke und Euron macht direkt nen Dicken, was bei niemandem gut ankommt. Und dann kommt der Hound wie Holzfäller Joe mit einer Kiste auf dem Rücken angetapert und ich denke mir nur: Hätte man das Teil nicht leichter zu zweit tragen können? Oder muss der Hound dann doch sein Ego mit einem grandiosen Auftritt befriedigen? Der Auftritt ist jedenfalls gelungen. Die anschließende Demonstration sowieso, auch wenn das schon ein bisschen zu sehr „Walking Dead“ war.

Euron zieht dann mal schön den Schwanz ein und zu meiner Überraschung geht Cersei tatsächlich auf den Waffenstillstand ein. Und dann versaut Jon Snow es mal schnell, nur weil er die Drachenkönigin ficken will. Was für ein Trottel, wie dann auch alle noch Anwesenden feststellen.

Bei dem Alkoholkonsum frage ich mich ja bis heute, wie sich Tyrion und Cersei so sehr auseinanderleben konnten. Die beiden müssten eigentlich beste Saufkumpanen sein und gemeinsam an Leberzirrhose sterben.

Nichtmal durch das Gespräch von Jon und Daenerys weiß ich, wo zum Geier die da eigentlich sind.

Littlefinger erklärt doch nicht wirklich gerade, dass die Krähen bei dem Wetter nicht so gut fliegen können, oder? Hat der die Folge letzte Woche verpasst? Ich wünsche mir übrigens jetzt eine Diskussion über die Fluggeschwindigkeiten von westerosischen Krähen und afrikanische Schwalben zwischen Peter Baelysh und King Arthur.

Meine Fresse, ist Sansa dämlich. Ich kann die nicht mehr ernst nehmen. Hoffentlich killt Arya die wirklich. Das ist doch alles nur noch banane.

Theon wird sicher doch noch zu dem Helden, der Euron killt und seine Schwester rettet. Hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber irgendwie muss man seinen Storystrang ja beenden. Ich muss unbedingt mal einen Rewatch starten, um herauszufinden, ob Theon schon immer so ein Lappen war. Ist ja schlimm. Wie hat der überhaupt so lange überlebt? Und noch viel wichtiger: Wieso hat es keine Wirkung, wenn ich einem Typen ohne Schwanz in die Eier trete? Soweit ich weiß hat Ramsay ihm doch nur seinen Schwengel genommen und die Glocken dran gelassen, oder nicht? Und warum denke ich überhaupt über so eine Scheiße nach? Weiter jetzt.

Ah, Sansa ist doch nicht so behämmert. Es war alles nur Verarsche. Und dafür hat man jetzt wochenlang da drumherumgepimmelt? Aber gut, immerhin geht da endlich mal was voran und Sansa macht doch nicht, wie befürchtet, wieder drei Schritte zurück in ihrer Entwicklung. Trotzdem irgendwie komplett dämlich inszeniert das alles. Warum wuseln die da erst wochenlang rum, anstatt Littlefinger direkt vor den Pranger zu stellen?

Und da ist der erwartete Bruch zwischen Jaime, dem Ehrenmann und Soldaten und Cersei, die das Bündnis schon gebrochen hat, bevor es überhaupt eingegangen wurde. Wenig überraschend. Jetzt bleibt allerdings interessant, wie die Koalition auf diesen Bruch reagieren wird. Gerade Daenerys wird sicher alles andere als erfreut sein.

Also diese „Bran weiß alles“-Chose ist ja irgendwie jetzt schon hinfällig, oder was? Ich denke, der sieht alles. Aber dann muss erst Sam vorbeikommen und ihm sagen, was wirklich passiert ist, damit Bran es sehen kann? Äh, okay, ist ja irgendwie völliger Käse. Also weiß Bran vermutlich einfach nen Scheiß, wenn ihm nicht jemand auf die Sprügne hilft, oder wie soll man das jetzt verstehen?

Ihhhhhhhhhhhhnzest.

Was war eigentlich der Plan des Night King, wenn er keinen Drachen kriegt? Hat der noch nen Bunsenbrenner in der Tasche, mit dem er die Mauer dann zu Einsturz gebracht hätte? Das hätte dann vermutlich bis Ende Staffel 8 gedauert und er hätte sich einfach auf den Thron setzen können, weil alle anderen sich schon gegenseitig umgebracht haben. Oder sieht er wohl doch alles? Ist er wie Bran? Ist er Bran selbst? Aber bräuchte er dann nicht Sam, der ihm sagt, was passieren wird, damit er es überhaupt sehen kann? Wird das nicht alles einfach nur unnötig kompliziert? Egal.

THEY’RE HERE!!!

Das ich das nochmal erleben darf. Eine Folge, die vom Pacing her einigermaßen funktioniert und nicht so gehetzt wirkt. Und auch ganz großen Logikschwachsinn konnte man größtenteils umschiffen. Jetzt stehen also alle Zeichen auf Krieg an allen Ecken und Enden und die letzte Staffel wird wohl das reinste Gemetzel werden. Ich weiß noch nicht, ob ich das gut finden soll. Zum Glück ist erstmal Pause.

Thron-Tipp: Der Bran King mit Zombie Hodor als rechter Hand (oder wurde der aus irgendeinem Grund nicht zum Zombie gemacht? Fänd ich jetzt eher inkonsequent vom Night King).

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 07 Episode 06

Die eigentliche Folge 9 dieser Staffel steht an und damit können wir uns vermutlich auf einiges gefasst machen. Also kein großes Rumgelaber an dieser Stelle.

Beyond The Wall

Vorweg aber noch schnell die Erinnerung: Ich halte den Plan, einen Wight zu fangen weiterhin für absoluten Käse. Aber lassen wir sie halt mal machen.

Genau diese Schwachsinnsmission steht natürlich heute im Mittelpunkt. Erstmal gibt es ein paar Dialoge zwischen den Beteiligten, um mal zu zeigen, dass sich hier alle irgendwie kacke finden. Außer Jon, der alle Typen töfte findet.

Arya erzählt Sansa einen Schwank aus ihrer Jugend. Ich glaube, die Szene von der sie quatscht, gab es sogar in Staffel 1 zu sehen. Aber ich mag mich irren. Arya ist schon ziemlich geradeaus, muss ich sagen. Gefällt mir. Nicht lange herumschwurbeln, sondern direkt mal sagen, dass Sansa eine doofe Kacktrulla ist. So muss das sein. Und Sansa zeigt mal wieder ihr wahres Gesicht. Ich sags euch, die will regieren. Und das nicht nur als Vertretung.

Ich stelle mal in Frage, ob Daenerys wirklich Tyrion braucht, um ihr klar zu machen, dass scheinbar jeder Kerl sie ficken will. Ansonsten steht er nicht mehr hoch in der Gunst von ihr, egal was sie sagt. Tyrion muss aufpassen was er tut, denke ich. Weitere Fehlschläge kämen sicher nicht gut bei seiner Königin an.

Sagt mal, waren das nicht ursprünglich 7 Leute, die hinter die Mauer gingen? Jon, Jorah, Tormund, Gendry, Hound, Thoros und Beric. Wieso sind das jetzt plötzlich 13? Und wieso lassen die sich wie die Vollidioten von Eisbären killen?

Littlefinger wickelt mal wieder Sansa um den kleinen Finger. Und meine Fresse, ist die Trulla dämlich im Schädel, oder was? Wenn die jetzt wirklich wieder auf seine Ratschläge hört, wird es höchste Zeit für eine Gehirntransplantation. Ich hoffe einfach mal, dass sie nur vorgibt, ihm zu glauben und ihm dann in den Rücken fällt, damit da mal was voran geht.

Oh, welch glückliche Fügung des Schicksals, dass da gerade ein Minitrupp vom Night King durch die Pampa latscht, weil … warum eigentlich? Und welch noch glücklichere Fügung, dass es reicht den Anführer zu splittern, um alle anderen ebenfalls zu zerlegen, außer einen, den man dann gemütlich einpacken kann. Also nee, das … nee. Haben wir noch ein paar Zufälle mehr im Komplettpaket gekriegt?

Der Tod von Thoros ist natürlich nicht uninteressant, denn jetzt ist wohl niemand mehr da, der Beric wiederbeleben kann. Zudem natürlich die Erkenntnis, dass der Tod des Night King den Tod aller White Walker bedeuten würde. Das wird in der großen Schlacht gegen den natürlich wichtig werden.

Ein paar Zeitsprünge später ist eine Sache klar. Heute geht ein Drache drauf. Da bin ich mir absolut sicher. Es gibt nämlich absolut keinen Grund für Daenerys, mit allen Drachen loszufliegen. Drogon würde völlig ausreichen um die White Walker abzufackeln und dann die paar überlebenden Fritzen nach Hause zu fliegen. Und uiuiui, Tormund hab ich schon absaufen sehen. Am Ende erwischt es dann aber tatsächlich niemanden mehr, der von Belang wäre. Habe hier eigentlich erwartet, dass mehr wichtige Personen draufgehen, um auch mal die Bedrohung durch die White Walker etwas besser in Szene zu setzen. Und was sage ich: Speerwerfer Night King holt den Drachen vom Himmel. Da waren es nur noch 2. Und nur mal so in den Raum geworfen: Eisdrache?

Und dann geht Jon baden. Und jetzt steht er da, klitschnass am Arsch der Welt und wird von Feuerschwinger Fred gerettet, der auch als Onkel Benji bekannt ist, und das absolute Deus Ex Machina ist, wenn ein Starkblag gerade zufällig von den White Walkern bedroht wird.

Psycho-Arya ist ja ganz nett, aber irgendwie flasht mich das alles nicht so recht. Jetzt droht sie halt Sansa mit ihrem Blahblah, aber irgendwie ist die Story … komisch. Ich weiß auch nicht. Packt mich nicht.

Geht es eigentlich nur mir so, oder findet ihr auch, dass der Name „Dany“ nicht in eine Fantasywelt passt? Also als Abkürzung. Ich finde das einfach irgendwie falsch. Es nennt ja auch niemand Jaime „Jay“, oder Cersei „Ceycey“, oder Tyrion „Little Ty“. Wie dem auch sei, jetzt will sie natürlich den Night King killen. Wobei sie das Ableben des Drachen noch recht gefasst hinnimmt, muss ich sagen.

Oh, und Eisdrache. Zack. Er hat so schöne blaue Augen.

Die Folge hat mich jetzt nicht vollends begeistert, dafür war mir zu viel Zufall im Spiel und ich fand ja auch die ganze Mission von Beginn an beknackt. Zudem interessieren mich die White Walker nur noch wenig, da die einfach langweilig sind. Aber die Entwicklungen sind natürlich alles andere als uninteressant. Nächste Woche erwarte ich dann den Fall der Mauer.

Thron-Tipp: Arya mit Sansa-Maske

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 07 Episode 05

Nur noch 3 Episoden in dieser Staffel. Aber dafür gehen wir ja noch in die Überlänge, also wird uns wohl noch so einiges bevorstehen. Diese Woche erwarte ich erstmal einen kleinen Cooldown nach der Schlacht beim letzten Mal, bevor man dann in den letzten beiden Folgen so richtig was raushaut. Schauen wir mal, ob ich recht behalte:

Eastwatch

Wenig überraschend leben Bronn und Jaime noch. Überraschend ist allerdings, dass sie nicht als Gefangene von Daenerys enden. Das ist nicht nur überraschend, sondern auch die denkbar langweiligste Möglichkeit an dieser Stelle. Jaime latscht also einfach zurück nach Kings Landing.

Die überlebenden Lannistersoldaten pissen sich vor dem Drachen in die Hose. Nur Dickon und sein Vater bleiben standhaft und werden dafür abgefackelt. Was hier aber wohl das Wichtigste ist: Daenerys hört keinen Deut mehr auf Tyrions Ratschläge, womit der ziemlich ersetzbar wird. Das sieht Varys wohl ähnlich und weist ihn darauf hin, dass er Daenerys zum Zuhören bewegen muss. Das schafft er dann später auch einigermaßen, aber eher durch den Willen, sich in die Höhle des Löwen zu begeben.

Die Szene mit Jon und dem Drachen fand ich ganz cool. Da hat man mal so richtig gesehen, wie groß die Viecher eigentlich sind. Was ich aber immer noch nicht verstehe: Warum zur Hölle rückt Jon nicht damit raus, dass er für seine Leute gestorben ist. Es ist doch eindeutig, dass Daenerys das mehr auf seine Seite ziehen würde.

Jorah ist dann auch wieder da und … er ist halt wieder da.

Die Szene mit den Raben war auch ganz wichtig. Ich hatte schon fast vergessen, dass die White Walker auch noch existieren. Der Szene nach zu urteilen sind sie immer noch 8 Wochen von der Mauer entfernt. Wenn ich Glück habe, kommen die erst nach Ende der Serie da an. Mittlerweile langweilt mich alles um die einfach. Sie sind viel zu unterpräsent als große Bedrohung und erfahren tut man auch nichts über sie. Das ist einfach lahm und uninteressant.

Sam und die alten Maester könnte ich mir stundenlang angucken. Diese alteingesessenen, angeblich so weisen Opas sind doch ziemlich festgefahren in ihrer Meinung. Das wird sicher noch für ein paar lustige Szenen mit Sam sorgen.

Der große White Walker Entführungsplan klingt irgendwie banane. Da bin ich noch nicht so überzeugt von. Immerhin reißt Jon mal die Fresse bei Daenerys auf. Allerdings laufen ihm gerade die Befürworter davon, weil er nicht im Norden ist. Die Nachricht, dass er hinter die Mauer gehen wird, stößt da sicher auf absolute Zustimmung.

Davos ist und bleibt der geilste. Dafür reicht eine Dreißigsekundenszene mit Tyrion und einem Boot. Aber mal wieder habe ich keine Ahnung, wer der Vogel ist, mit dem er sich in der Schmiede trifft. Diese Figuren, die acht Jahre nicht auftauchen kann ich mir einfach nicht merken. Schön, dass man dann nach 5 Minuten doch mal erfährt, dass das Gendry der Paddelmeister ist. Und ich vermute, man hat ihn jetzt wiedergeholt, damit er von den White Walkern gekillt werden kann.

Cersei ist halt echt so unfassbar davon überzeugt, dass sie unbesiegbar ist, dass sie eigentlich nur einen richtig üblen Abgang kriegen kann. Hochmut und so, wir kennen das.

Ach, guck mal, Gilly ist auch noch da. Sam ist allerdings eher kacke drauf und verlässt ernsthaft Oldtown. Ganz ehrlich, so langsam nervt es mich schon, wie wenig Potenzial hier teilweise ausgenutzt wird. Wozu war Sam jetzt bitte da? Nur, um Jorah zu heilen? Und wozu war das gut? Die ganze Greyscalenummer wirkt völlig irrelevant. Oldtown hat also eigentlich rein gar nix gebracht.

Ui, Littlefinger intrigriert endlich wieder. Dachte schon, der steht ab jetzt nur noch doof rum. Und der Hound und die Bruderschaft sind auch in Winterfell angekommen. Und es gibt einen ganzen Haufen Vertrauensschwierigkeiten zwischen den jeweiligen Parteien. So dämlich die Mission auch sein mag, so bietet sie immerhin Potenzial für einige starke Charaktermomente.

Folge war okay. Bin mit einigen Entscheidungen nicht unbedingt einverstanden und ansonsten gabs eigentlich nur Aufbau für das, was da noch kommt. Wie erwartet eher ruhig.

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 07 Episode 04

Und da ist die Hälfte der Staffel auch schon wieder durch. Ich sag ja, es geht alles viel zu schnell.

The Spoils Of War

Jaime und Bronn sind einfach immer noch ein Traumgespann. Selbst die enttäuschende Beteiligung an der enttäuschendsten Story der ganze Serie kann daran nichts ändern. Und das Gold ist unterwegs. Bronn wird allerdings sicher noch Probleme machen. Ich fürchte, der wird uns bald verlassen.

Meine Fresse, Bran ist sowas von langweilig, dass nicht mal eine Szene mit Littlefinger das rumreißen kann. Leider wird uns Bran wohl nicht sobald verlassen, da er sicher noch eine große Rolle zu spielen hat. Ansonsten wäre das ganze Gelatsche durch die Karpaten wirklich nur Zeitverschwendung gewesen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob mich das überraschen würde.

Arya kommt also nach Hause und die Wachen haben mich irgendwie an die Wachposten aus „Die Ritter der Kokosnuss“ erinnert. Was hätte ich es gefeiert, wenn Sansa fünfmal aus dem Wald gelaufen wäre, um die Wachen zu verwirren und dann abzustechen. So gibt es leider nur das Wiedersehen mit Sansa, die auf den Titel „Lady Stark“ besteht und damit mal wieder zeigt, dass sie nicht uninteressiert an Macht ist.

Wie witzig wäre es eigentlich gewesen, wenn Jon Snow, der niemals irgendwas wusste, der Three-Eyed-Raven geworden wäre, und jetzt ALLES wüsste? Leider ist es aber Bran und er hat jetzt nen coolen Rollstuhl. Und einen Dolch. Und ist trotzdem immer noch arschlangweilig. Ich erwähne das nur zweimal in einem Text, weil es hier einfach viel zu viel von Bran zu sehen gibt. Also mehr als 30 Sekunden. Das überschreitet einfach das erträgliche Maß von dieser Schnarchnase.

Die Minen von Dragonia sehen ganz cool aus. Die Höhlenmalereien bringen es ja ganz schön zum Knistern zwischen Jon und Daenerys. Da muss man nur mal kurz ins Neandertal und schon läuft die Sache. Größere Probleme gibt es da zwischen Khaleesi und Tyrion, der halt mit seiner Strategie ziemlich in die Scheiße gegriffen hat.

Ich kaufe ja nebenbei immer noch absolut nicht ab, dass Arya plötzlich diese super Schwertkämpferin ist, nach den 2 Wochen Schwachsinnsausbildung bei den Ninjaluschen ohne jegliche Gesichtszüge. Brienne könnte auch mal wieder mehr Screentime kriegen. Die ist immer noch absolut kick-ass.

Davos ist einfach in jeder Szene der absolute Showstealer. Er ist einfach absolut großartig. Ich hoffe, der bleibt uns noch lange erhalten.

Und dann die pure Epicness. Ich würde sagen, die beste Schlacht, die es in der Serie bisher gab. Hier hat man einfach mal so richtig einen rausgehauen. Und das größte Wunder ist eigentlich, dass niemand wichtiges dabei draufgegangen ist.

An sich jetzt nicht meine Lieblingsfolge, aber das Ende alleine rockt schon so derbe, dass ich hier natürlich nur den Daumen hoch geben kann.

Throntipp: Ser Davos, weil er so locker leicht durch die Welt marschiert, während sich alle anderen nur ankötten, weswegen er am Ende als einziger übrig bleibt.