Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Film/Serienkritiken

Orange Is The New Black – Season 7

Mit der siebten Staffel von ORANGE IS THE NEW BLACK – kurz OITNB – geht eine der ersten großen Netflixserien zuende. Und das keine Sekunde zu früh, um mal ein kleines Fazit vorwegzunehmen.

Nachdem in der letzten Staffel die Nachwehen des großen Gefängnisaufstands behandelt wurden, kehrt wieder etwas Ruhe in den Gefängnisalltag ein. Wobei noch der ein oder andere Ausläufer des Riots zu spüren ist. Und das sind dann auch die interessanteren Geschichten in der finalen Staffel. Die unschuldig verurteilte Taystee muss mit sich damit abfinden, dass sie wohl nie wieder aus dem Knast kommen wird. Blanca muss die Konsequenzen ihres Mitwirkens an dem Aufstand tragen. Und alle anderen sind auch noch irgendwie da.

Es wirkt leider so, als ob man für den Großteil des Casts eigentlich keine Ideen mehr hatte und deren Entwicklung bereits abgeschlossen war. So hängen einige der Frauen (und auch Männer) ziemlich in der Luft. Mittlerweile dürfte auch der letzte Depp kapiert haben, dass auch die Wärter allesamt Dreck am stecken haben oder die Insassen vögeln wollen; oder beides. Und auch, dass es den Ex-Häftlingen schwerfällt, sich wieder an ihr Leben außerhab der Zellen zu gewöhnen, hatten wir mittlerweile mehrmals in der Serie. So werden also einige Charaktere mit Alibi-Storys abgespeist, die sich nicht selten darum drehen, sich irgendwas oder irgendjemanden zwischen die Beine zu schieben.

Natürlich will man am Puls der Zeit bleiben und wirft noch halbherzig eine #MeToo-Geschichte und Immigrantencamps in den Mix. So richtig aufregend ist das aber alles nicht gerade. Mittlerweile folgt man den Charakteren halt gerne und so hält einen das alles irgendwie bei der Stange. So richtig interessant ist hier aber nicht mehr viel und bei den wenigsten wollte ich dann auch wirklich wissen, wo die Reise endet.

Immerhin hat man aber den offensichtlichen Weg vermieden und schmeißt hier nicht mit Pseudy-Happy Ends um sich. Wie die Charaktere der Serie, ist auch deren Abschied selten ausschließlich positiv oder negativ. Es gibt einige Grauzonen, die man hier abdeckt. Für manche kommt es nur etwas plötzlich und dann spielen sie einfach keine Rolle mehr. Das wirkt dann doch sehr wie das Abhaken einzelner Stationen innerhalb der Geschichte.

Am Ende ging der Serie leider die Puste aus. Die Riot-Season war einfach ein Höhepunkt, den man nicht mehr toppen konnte und selbst, daran anzuschließen, war schwierig. Man hat das ganze hier zu einem netten Abschluss gebracht, der der Serie und den Charakteren durchaus gerecht wird. Nur so richtig mitnehmen wollte mich das alles nicht mehr. Die Staffel plätschert so dahin und dann ist es halt vorbei. Unspektakulär. Nett. Vorbei.

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Blockbuster-Sommer 2019: Holmes, LAH, Kong

Eigentlich hatte ich nach Teil 1 keine Lust mehr, aber dann wurde ich darauf hingewiesen, dass noch ein dritter Teil kommen soll und da dachte ich, dass das Sequel vielleicht etwas unterhaltsamer als der Vorgänger ist:

SHERLOCK HOLMES: A GAME OF SHADOWS

Teil 1 zeigte neulich im Rewatch bereits, dass diese Version von Sherlock Holmes nicht das Unterhaltungspotenzial besitzt, dass ich ihm vor 10 Jahren noch zugesprochen hätte. Mit anderen Worten: In meiner Erinnerung funktionierte das alles besser.
Dieses Sequel habe ich damals „verpasst“ und aus irgendeinem Grund entschied ich mich dazu, diesem Holmes noch eine Chance zu geben. Und es hat sich nicht viel geändert. Der Streifen hat ein paar nette Momente, aber insgesamt bleibt da nichts bei mir hängen. Die Gags zünden bei mir nicht, die Darsteller sind halt da und die Geschichte läuft so daher. Der Holmes Charakter langweilt mich mehr, als er es dürfte. Er kann einfach alles. Rätsel lösen, kämpfen, geigen, sogar in die Zukunft schauen (sozusagen). Das Einzige, das er nicht kann: Mich unterhalten.

LAST ACTION HERO

Es sagt viel über das Kinopublikum aus, dass ausgerechnet dieser Film Arnies erster Flop war. Das Publikum (und ja, ich zähle mich dazu) war also schon in den 90ern dumm wie Brot. Es wurde mit den Jahren nur immer dümmer und die Risikobereitschaft der Studios immer geringer. Und jetzt haben wir den Salat.
Ironischerweise ist dieser Film eine Liebeserklärung an die Magie, die das Kino beziehungsweise das Medium Film auf den Zuschauer übertragen kann. Eine Magie, die diesem Medium irgendwann zwischen Effektgewittern und dem Aufkochen des immer gleichen Gemüses abhanden kam.
Gleichzeitig handelt es sich um eine Hommage an die große Zeit der Actionfilme, voller Oneliner, schwerbewaffneter Typen und cooler Action.
Alles an diesem Film macht einfach nur Spaß, weil er eine gute Idee zuendegedacht umsetzt und sich nicht nur auf Getöse ausruht, das diese Idee ohne Zweifel mit sich bringt. Es ist irgendwie traurig, dass ausgerechnet dieser Film so unterging und bis heute kaum Erwähnung findet. Andererseits vermutlich eine gute Sache, ansonsten hätte man die Idee mittlerweile bereits mit drei Sequels, einem Prequel und einem Reboot komplett zerstört. Dann doch lieber nochmal diese Version anschauen, aus einer Zeit, in der Ideen noch gewürdigt und umgesetzt wurden, selbst wenn das saudumme Publikum sie nicht sehen wollte.

KONG: SKULL ISLAND

Als nach 5 Sekunden ein Fallschirmspringer wie die geborene Coolness am Strand landet, hatte ich schon keinen Bock mehr. Aber es war dann doch nicht so grauenhaft, wie ich erwartet hatte.
Der Reihe nach:
John Goodman ist Mr. Exposition und erzählt entweder, wie beschissen die momentanen Zeiten sind oder spricht wie eine Seite aus einem fiktionalen Kriegsroman.
Samuel L. Jacksons Charakter hat genau eine Aufgabe: Durchgehend scheiße drauf sein.
Brie Larson hat eine Photokamera und sonst nicht den geringsten Charakter.
Tom Hiddleston gibt den Abenteurer, der auf der Suche ist, aber nicht weiß, wonach er eigentlich sucht. Außer Geld.
Und John C. Reilly ist erstmal nur nervtötend, entwickelt sich dann aber zum interessantesten Charakter in dem Gemüse hier. Nicht, dass das eine große Leistung wäre, denn alle anderen geben absolut nichts her.
Nett ist der teils griselige Filter, der über manchen Szenen liegt und den Film etwas aus der Zeit fallen lässt. Der Soundtrack trägt natürlich auch dazu bei, auch wenn man wirklich mal aufhören könnte, den ganzen Kram runterzududeln, den jede Sau sowieso kennt. Die 60er/70er hatten mehr als CCR, Black Sabbath und Jefferson Airplane zu bieten. Wenn jetzt noch jemand verstanden hätte, wie man einen Abenteuerfilm macht, bei dem Charaktere, Abenteuer und Action gleichermaßen interessant und spannend bleiben, wäre dabei vielleicht sogar ein guter Film herausgekommen. So sind es aber nur Riesentiere und Monster, die Menschen jagen und Krempel durch die Gegend werfen. Die Dialoge während der Actionszenen wirken dabei teilweise wie gelangweilt reingeschnitten, was sie vermutlich auch wurden.
Und da kommt natürlich dann mal wieder das heute übliche CGI zum Vorschein, das teilweise mal wieder mehr schlecht als recht ist und in jeder Szene vorkommt, die man auch ohne hätte drehen können. Ihr wisst schon. So wie in den 70ern, die der Streifen ja so gerne kopieren will.
Ich glaube, das ganze Ding hätte mit einer gehörigen Portion Horroratmosphäre viel besser funktioniert. Das Setting dafür wäre bereits vorhanden gewesen und die Monster sowieso.
Die erste halbe Stunde ist ganz nett. Der Shot mit King Kong vor der Sonne sieht super aus. Danach kriegt man visuell ein paar schöne Szenen und zumindest kommt nie wirklich Langweile auf, bis zum großen Endkampf, der wie üblich, ziemlich lahmes Rumgekloppe ist. Mehr kann man von einem modernen Blockbuster wohl nicht erwarten.

Blockbuster-Sommer 2019: Weniger schrottig

Ich mogele direkt mal, denn eigentlich ist der folgende Film nicht wirklich ein Blockbuster. Aber er hat schon den Vibe davon:

BABY DRIVER

Bisher hat Edgar Wright mich mit seinen Filmen immer überzeugt. Bei diesem Streifen hatte ich allerdings bereits im Vorfeld so meine Zweifel, ob das wirklich was taugen kann. So sehr ich Verfolgungsjagden mag, alleine machen sie keinen guten Film.
Wright ruht sich nicht komplett auf der Autoaction aus und gibt seinen Charakteren … nun Charakter. Baby hat mich mit seinem Musiktick zwar eher genervt, aber es ist zumindest menschlich und damit besser, als der Großteil, den uns moderne Filme normalerweise geben. Die restlichen Leute sind zwar eher Reißbrettkandidaten, aber die Darsteller geben ihnen einen eigenen Touch, wodurch sie ebenfalls lebendig genug wirken, um durch die Story zu kommen.
Die Story ist einer der Knackpunkte. Es ist die übliche Geschichte um den Aussteiger, der zurück ins Gangsterleben gezwungen wird. Nichts besonderes und auch nicht besonders anders erzählt. Zudem kann man wohl durchaus hinterfragen, ob die Loveinterest von Baby noch ganz normal in der Birne ist, aber kommen wir hier besser nicht mit nachvollziehbaren Handlungen. Die Figuren tun, was der Plot von ihnen verlangt. Nur tun sie eben auch andere Dinge, wodurch es nicht so stark ins Gewicht fällt.
Wright stützt sich hier auf seinen Soundtrack und der ist … ganz nett. Genau so wie die Schnitte ganz nett sind. Und einfach alles hier ganz nett ist. Irgendwie macht der Streifen durchaus Spaß, aber mir persönlich nicht so viel, wie er es vermutlich sollte. Trotzdem ist er damit tausendmal besser als die meisten modernen Actionfilme voller Getöse und Effekten und anderem langweiligen Blah, den man genau so schon tausendmal gesehen hat. Wrights schwächster Film, aber noch irgendwie unterhaltsam.

2012

John Cusack fährt Auto, während im Rückspiegel die Welt untergeht. Mehr muss man über den Quatsch hier eigentlich nicht wissen. Andererseits gibt es auch noch einen irren Woody Harrelson auf nem Berg und ansonsten absolut niemanden, den man guten Gewissens als Charakter bezeichnen könnte.
Kurz gesagt: Die Personen gehen mir komplett am Arsch vorbei und hangeln sich hier durch Logiklücken und Klischees an allen Ecken und Enden. Aber dafür geht die Welt unter und es sieht wirklich richtig richtig richtig scheiße aus. Veraltetes CGI ist nun mal ein Traum … sofern man im Traum gerne erblindet.
Ist nur mindesten eine Stunde zu lang. Wenn die Welt wirklich irgendwann untergehen sollte, reichen auch 90 Minuten. Spätestens dann hat man alles gesehen.

SHERLOCK HOLMES

Holmes ist hier so dermaßen perfekt, dass es eigentlich nur noch nervt. Nicht nur, dass er natürlich jedes Rätsel lösen kann, er ist auch noch ein guter Kämpfer und kloppt jeden Gegner um. Die Darsteller geben zwar alles, aber der Funke wollte nie so recht überspringen.
Dazu kommt dann die ganze Action, die in der Regel ebenfalls nur nervt, durch hektische Schnitte und Tricktechniken. Man konnte eben schon vor 10 Jahren eine Actionszene nicht einfach mal so abdrehen, dass man sie als Zuschauer einfach in ihrer Gänze genießen kann.
Zwischen der Action dödeln Holmes und Watson durch London und ermitteln hier und da ein bisschen rum, was auch nicht sonderlich spannend ist, denn Holmes weiß ja eh alles.
Was hier vor allem fehlt, sind die spritzigen Dialoge eines Guy Ritchie, was noch mehr auffällt, wenn man bedenkt, dass sich Holmes und Watson hier durchaus im von Ritchie beliebten Gangstermilieu herumtreiben. Aber dem Mann ist mittlerweile langweiliges Getöse leider auch wichtiger, als alles andere, schätze ich.
In meiner Erinnerung war der Streifen hier trotzdem unterhaltsamer. Vielleicht haben ihm die 10 Jahre – und die BBC-Serie – auch einfach nicht gut getan.

Mal (einigermaßen) aktuell: Stranger Things Season 3

Hasst ihr es eigentlich auch so, wenn recht durchschnittliche oder bestenfalls gute Dinge als „genial“ bezeichnet werden? Gerade bei Film- und Serienrezensionen stolpere ich regelmäßig über diesen Ausdruck und muss mich dann zügeln, keine Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn dieser Bezeichnung zu beginnen. Es gibt sicher schöpferische Genies, aber bei Netflix findet man die eher selten. Und bei der Serie STRANGER THINGS schon mal gar nicht.

Schon in Staffel 1 schwamm die Serie auf einer schlichten Nostalgie-Welle und ließ so richtig die Sau aus dem 80er Stall. Zugegebenermaßen war das alles gut gemacht, hatte eine nette Handlung – die man so auch schon hundertmal gesehen hat – und vor allem funktionierende Charaktere, die den Zuschauer bei der Stange halten. Der Rest setzte sich zusammen aus Verweisen auf die 80er Popkultur und lahmen Cliffhangern. Wie oft kann man zum Ende einer Episode irgendeine Monstermutation in die Kamera brüllen lassen? Die Antwort liefert diese Serie.

Im Prinzip ist es also auch nur eine dieser Netflix-Blendgranaten, die durch simple Tricks Spannung vortäuschen, die zu keinem Zeitpunkt vorhanden ist, weil wir eh wissen, dass alle heil aus der Nummer herauskommen und eben mit lahmen Pseudocliffhangern zum „Bingen“ anregt (nebenbei ein Wort, dass ich noch weniger mag als „genial“).

Staffel 2 erzählte dann einfach die gleiche Geschichte noch mal und langweilte mich größtenteils und Staffel 3 wirft halt russische Terminatorenimitate und hundert lahme Lovestorys in den Mix. Immerhin ist die Staffel insgesamt etwas weniger dröge als die vorherige, aber insgesamt wäre es für die Geschichte am besten gewesen, es bei einer Staffel zu belassen.

Andererseits könnte ich mich so nicht an der einen Stärke der Serie erfreuen: Den Charakteren. STRANGER THINGS ist das perfekte Beispiel dafür, warum Charaktere so wichtig sind. Wären da nicht die liebgewonnen Jungs und Mädels und ein paar neue (außer die nervige Erica), wäre ich nicht mehr dabei. Gute Charaktere können eben eine schwache Story tragen. Umgekehrt funktioniert das so gut wie nie. Außer vielleicht bei Dan Brown.

Insgesamt hatte ich mehr Spaß mit Season 3 als mit der vorherigen. Genial ist hier absolut gar nix, aber unterhaltsam schon irgendwie. Jetzt kann man aber gerne zum Ende kommen, bevor sich die gleiche Geschichte zum vierten Mal wiederholt und endgültig abnutzt. Soll ja nicht zu einer „Neverending Story“ werden, ne? Ne? Muäh …

Mal aktuell: Good Omens

Mittlerweile sollte bekannt sein, dass ich großer Fan von Terry Pratchetts Werken bin. Auch wenn ich das Wort Fan nicht mag. Ich sammele keine Fedorahüte, weil Terry die gerne trug oder habe eine Kiste, die ständig hinter mir herläuft. Aber ich mag seine Schreibe und seine Kreativität und mehr oder weniger jedes Wort, das er jemals geschrieben hat. Um so schweriger gestaltet es sich natürlich, mich mit einer Adaption seines Werks zu überzeugen. Da in diesem Fall aber Neil Gaiman persönlich die arbeit übernahm, sein und Terrys Werk auf die Bildschirme zu bringen, habe ich wenig Sorgen. Hoffentlich berechtigt.

GOOD OMENS

Vorweg eine Sache, die sich für mich niemals ändern wird: Buchhumor lässt sich nicht gut auf ein visuelles Medium übertragen. Vor allem nicht, wenn es sich um Humor im Stile eines Terry Pratchett oder Douglas Adams handelt. Da hilft auch Frances McDormand als göttliche Erzählerin nicht. Mit anderen Worten: Das Voice-Over hat mich größtenteils genervt und mir wäre es lieber gewesen, man hätte die paar Szenen, wo es wirklich nützlich ist, mit den Darstellern abgedreht oder sich was anderes einfallen lassen, um die Lücken zu füllen. Ich brauche in einer Serie keine lustigen Charakterbeschreibungen und Hintergründe, denn die kann man genau so gut zeigen.

Dementsprechend quälend fiel für mich die erste Folge aus. Neben der ganzen Exposition hat sich vor allem das Baby-wechsel-dich-Spiel gefühlt ewig hingezogen.

Die Geschichte ist natürlich schön bekloppt und steigert sich mit jeder Szene zu größerem Irrsinn. Die Darsteller machen ihre Sache durch die Bank gut bis hervorragend und man merkt ihnen an, dass sie so richtig Bock auf die Nummer hier hatten. Vor allem David Tennant, Michael Sheen und Jon Hamm stechen heraus. Letzterer in der Rolle des Engels Gabriel, die für diese Serie im Vergleich zum Buch etwas größer angelegt wurde. Dafür hat man die Szenen mit den SIE eingedampft, was ein wenig Schade ist, da dadurch der ganze Verschwörungsquatsch aus dem Buch wegfällt, der ja zu dem ganzen Chaos irgendwie dazugehört und einiges erst heraufbeschwört.  Aber da das nicht groß was zur Story beigetragen hat, ist es schon okay so. Dummerweise bleiben so der „Antichrist“ und seine Freunde aber sehr blass hier und er und seine Freunde wirken bis zum Schluss nur wie ein Plotelement, das dann plötzlich wichtig wird.

Lobend erwähnen muss man natürlich auch den Queen-Soundtrack, der besonders für Kenner des Buchs ein schöner Insider-Gag ist. Weitere kleine Gags ziehen sich durch die Serie und es gibt einiges zu entdecken für die absoluten Fans der Vorlage. Alleine die Opneing Credits sind eine wahre Fundgrube an Details. Der ein oder andere Cameo ist auch dabei. Neil Gaiman und Terry Pratchett tauchen in gewisser Form ebenfalls auf.

Absolutes Highlight ist Episode 3, die größtenteils aus Szenen besteht, die nicht im Buch vorkommen. Da ich kein großer Befürworter von direkten Adaptionen und immer auf der Suche nach dem anderen Weg, eine Geschichte erneut zu erzählen bin, hat mir die Folge richtig Spaß gemacht. Den kleinen Zusatz am Ende mochte ich dementsprechend ebenfalls. Ich hoffe nur inständig, dass man sich hier nicht bewusst, eine Tür für eine Fortsetzung offen gehalten hat. Das würde sicher schiefgehen.

Nach schwierigem Start also ein schöner Spaß, der nicht immer den Humor des Buchs trifft, dafür aber mit tollen Darstellern trumpfen kann. Die ein oder andere Rolle kommt dabei zwar zu kurz, aber im Buch waren Erziraphael und Crowley auch schon das Highlight, also kann ich mich kaum beschweren, dass man ihnen hier noch mehr Zeit eingeräumt hat.

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 8 Episode 6

Fast geschafft. Nur noch diese eine Episode, dann hat das Grauen ein Ende. Von Anfang an war wohl mehr oder weniger klar, dass diese Serie in die TV-Geschichte eingehen wird. Und das wird sie zweifelsohne. Der Produktionsaufwand sucht in der TV-Landschaft seinesgleichen. Epische Fantasy erlebt durch sie eine Art neuen Hype. Und selten zuvor hat sich eine Serie so sehr selbst zerstört. Das reicht sogar soweit, dass es eine Petition gibt, um die letzte Staffel nochmal neu zu drehen. Die Leute heutzutage haben halt einfach komplett den Arsch offen und glauben, es muss alles so laufen, wie sie es wollen. Ich hätte mir natürlich auch eine höhere Qualität aus erzählerischer Sicht gewünscht, aber es ist, wie es ist. Warum es meiner Meinung nach so ist, könnt ihr nebenbei auf meinem anderen Blog nachlesen.

Jetzt aber zum großen Finale. Ich erwarte natürlich gar nichts mehr, weil es mir ohnehin scheißegal ist. Aber trotzdem noch schnell meine Gedanken zum weiteren Verlauf, damit ich hinterher sagen kann: „Ich habs euch ja gesagt.“ Oder ihr mir sagen könnt: „Du hast doch absolut keine Ahnung.“

Also: Jon killt Daenerys und verzichtet auf den Thron, da er sich lieber in den Norden zurückzieht. Sansa regiert mit Tyrion als Hand. Alternativ wäre auch noch Gendry eine Möglichkeit für den Thron, was eigentlich ganz lustig wäre, wenn man bedenkt, dass er diesen Anspruch jetzt nur durch Daenerys hat. Nur finde ich Gendry erstens sterbenslangweilig und zweitens hat er im Verlauf der Serie eine viel zu kleine Rolle gespielt, um jetzt am Ende oben zu thronen. Aber mich würde hier gar nichts mehr überraschen. Arya wird als Assassinin durch die Welt streifen und Rächerin der Enterbten, Beschützern von Witwen und Waisen werden.

TODESTIPP: Daenerys (und der Großteil ihres Anhangs, die mal mehr und mal weniger werden, jenachdem, wie viele Unsullied und Dothraki die Autoren gerade brauchen)

TODESTIPP: Die Serie selbst. Okay, die liegt ohnehin in den letzten Atemzügen, aber ich habe so im Gefühl, dass die Autoren heute nochmal so richtig in die Scheiße greifen. Wenn schon untergehen, dann wenigstens richtig, nicht wahr?

Bringen wir die Nummer hinter uns …

THE IRON THRONE

Gab es wohl jemals in der Historie von … der Historie an sich einen schlechteren Berater als Tyrion? Meine Herren, hat der seinen Job mal verkackt, oder was? Und jetzt schaut er sich das Ergebnis dieses Versagens aus der Nähe an. Das wäre auch ganz nett, wenn dieses Ergebnis nicht aus so einer dämlichen Scheiße wie letzte Woche entstanden wäre. Und dann buddelt er seine Geschwister aus und das wäre auch ganz nett, wenn die nicht durch eine so dämliche Scheiße wie letzte Woche gestorben wären und das alles hier mehr Sinn ergeben würde.

Ist Arya nicht letzte Woche aus der Stadt geritten? Wieso ist die jetzt wieder da? Und wie hat es Greyworm geschafft, Jon Snow zu überholen, obwohl er vorher noch Kehlen durchschneiden musste? Und warum ist mir das hier alles so scheißegal? Ach ja … die Autoren sind unfähige Affen. Hatte ich fast vergessen.

Erinnert ihr euch noch an den Night King? Das war dieser untote Eiszombie, der einfach nur böse war und die ganze Welt einfrieren wollte. War der reinste Lappen, wie sich herausstellte. Aber jetzt haben wir Daenerys in der exakt gleichen Rolle. Nur, dass sie die Welt abfackeln will. Tolle Sache. Einen lahmen Handlungsstrang, den man bereits einmal in den Sand gesetzt hat, sollte man wirklich dringend wiederholen. Und am besten in einer Episode abfrühstücken, denn so schreibt man ein Finale. Erst den Night King unspektakulär weghauen und dann durch die Fire Queen ersetzen.

Nur mal so nebenbei: Daenerys tötet jeden, der sie hintergeht oder nicht auf ihrer Seite steht, außer Tyrion. Und wisst ihr warum? Genau. Der darf nicht sterben, denn man braucht ihn gleich noch irgendwann. Mehr Beweise, dass die Autoren hier nicht mal mehr eine Sekunde über Logik und Zusammenhänge nachgedacht haben, braucht man eigentlich gar nicht.

Kommen wir zur absoluten Lächerlichkeit: Jon Snow verteidigt tatsächlich Daenerys‘ Taten. Wollen die mich verarschen? Jon mag ein naiver Mann sein, aber er war nie dumm und hatte immer vor allem eines im Sinn: Ehre. Und ehrenvoll war letzte Woche gar nichts. Wie kann der das bitte gutheißen? Die Autoren haben ACHT VERFICKTE JAHRE LANG mit diesen Charakteren gearbeitet und verstehen sie immer noch nicht. Und kommt mir nicht mit „aber Liebe und so“. FICK LIEBE!!! UND FICK DIE AUTOREN!!!!!!!

Warum liegt der Drache im Schnee? Na, einfach, weil es toll aussieht. Um mehr geht es hier schon lange nicht mehr.

Da steht der eiserne Thron. Jetzt auch mit toller Aussicht, wo die ganzen störenden Wände rundherum weg sind. Hätte eine echt epische Szene werden können, wenn nicht letzte Woche … ach vergesst es …

Jon sticht also mittendrin die Königin ab und Drogon, das Muttersöhnchen, ist nicht erfreut und schmelzt den Thron ein, damit es jetzt um wirklich absolut gar nichts mehr geht in dem Müll hier. Und dann fliegt er mit Mamis Leiche weg und … boah, spielt die End-Credits. Die Scheiße ist ja nicht mal mehr lustig. Das ist doch nur noch Krampf. Nebenbei hat man die Fire Queen damit genau so unspektakulär im Vorbeigehen umgenietet, wie den Night King ein paar Folgen zuvor. Reife Leistung.

Es folgt der Epilog: Das hatte ich ja mehr oder weniger für die ganze letzte Folge vermutet und wurde glücklicherweise nicht komplett bestätigt.

Greyworm ist jetzt … keine Ahnung was. Warum leben Jon und Tyrion immer noch? Das ergibt einfach absolut keinen Sinn. Der eine war schon zum Tode verurteilt von der Königin und der andere hat diese Königin abgestochen. Warum sollten die Unsullied und die Dothraki die am Leben lassen? Sie sind Krieger, die mit Politik nichts am Hut haben und vorhin noch fröhlich ALLE Feinde gemeuchelt und wenn Tyrion und vor alle Jon mal keine Feinde sind, dann weiß ich es auch nicht.

Und jetzt machen die echt den dreiäugigen Bran zum König. Und Sansa kriegt ne Extrawurst, weil … ist eben so. Und Tyrion ist wieder die Hand und ich habe so dermaßen die Schnauze voll von dem ganzen Käse hier.

Unsullied gehen segeln. Jon geht in den Norden, wie vermutet. Arya wird Kartographin. Brienne schreibt die Geschichte von Jaime weiter. Sagt mal, hatten die Autoren keine noch unpassenderen Aufgaben für die Charaktere zum Schluss? Warum nicht gleich Sam zum Staubsaugervertreter machen?

Nee oder, die bringen nicht wirklich den „alles wurde niedergeschrieben und wir nennen es ‚A Song Of ice And Fire'“-Meta-Overkill … Fick die Autoren.

Die Runde am Tisch wäre vor 3-4 Jahren nebenbei noch die pure Unterhaltung gewesen. Jetzt … nix mehr.

Alle gehen also ihrer Wege und es ist überstanden. Ich muss schon sagen: Ich habe wirklich noch nie erlebt, dass eine Serie so sehr aus den Fugen geraten ist, wie es hier der Fall war. Meine Fresse, haben die es verkackt.

 

Am Ende bleibt wohl nur noch zu sagen: Die Serie zum Lied von Eis und Feuer, war zum Schluss scheiße aber teuer.

FICK DIE AUTOREN!!!

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 08 Episode 05

Hätte mir mal jemand gesagt, dass mich zu diesem Zeitpunkt der Serie mehr interessieren würde, welche Schwachsinnigkeiten sich die Autoren für diese Woche haben einfallen lassen, statt wer am Ende auf dem Thron sitzt. Einen Tipp auf den weiteren Verlauf will ich aber trotzdem abgeben: Sansa wird am Ende auf dem Thron sitzen, nachdem Jon Daenerys gemeuchelt hat und der auf den Thron verzichtet, um im Norden rumzuhängen.

Todes-Tipp: Daenerys. Vielleicht erst in der letzten Folge, aber da erwarte ich eigentlich nicht mehr, als einen viel zu langen Epilog. Diese Woche wird es also zur großen Schlacht um Kings Landing kommen, denke ich.

Todes-Tipp: Cersei. Die muss somit auch weg und der beste Kandidat dafür ist natürlich Jaime, der letzte Woche nach einem hingeschluderten Liebesspiel mit Brienne zurück in den Süden ritt. Die Story ist so unglaublich kacke, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Nur mal so nebenbei: Wenn man Jaime einen endgültigen Grund geben wollte, seine Schwester zu erdolchen, warum dann nicht Brienne, deren Geschichte ohnehin abgeschlossen war, in der Schlacht sterben lassen und Jaime dann Cersei dafür verantwortlich machen, weil die nicht geholfen hat? Wäre viel sinnvoller gewesen.

Todes-Tipp: Die Cleaganes. Der Cleagane-Bowl ist wohl unausweichlich. Hab ich zwar keinen Bock drauf, weil es auch nur der Kampf zwischen einem Untoten und einem Lebenden ist und von dem Käse hatten wir jetzt genug, aber das wird ihn wohl kaum verhindern. Ich denke, dass der Hound den Frankenmountain schnetzelt, dabei aber so stark verletzt wird, dass es selbst draufgeht. Vielleicht gibt es noch eine grauenhafte Abschiedsszene mit Arya.

Schauen wir mal, ob ich recht behalte, auch wenn es mir ehrlich gesagt scheißegal ist. Eine Show, in der ein Kaffeebecher das mit Abstand kleinste Problem ist, holt mich halt nicht mehr wirklich ab.

THE BELLS

Varys ist fest entschlossen, das westerosische Postsystem aufrecht zu erhalten und schreibt Briefe. Und er will Jon belabern, doch mal den Thron zu übernehmen jetzt, aber Snow ist die Loyalität im Pelzmantel und steht hinter seiner Königin.

Die wird natürlich immer weiter irre, weil … das muss so sein. Gut, jeder hat sie irgendwie hier betrogen und der Wandel ist nachvollziehbar. Nur eben viel zu schnell.

Varys wird wegen Verrat gebrutzelt und … ähm ja, das war also das. Er stand 20 Episoden lang nur nutzlos in der Ecke rum, bekam letzte Woche wieder sowas wie eine Handlung und wird diese Woche nach 10 Minuten gebraten. Wenn noch jemand einen Beweis brauchte, dass hier für nix mehr Zeit ist, hier ist er.

Tyrion steht ebenfalls bereits auf glühenden Kohlen und der nächste Fehler dürfte sein letzter sein. Vielleicht hätte ich ihn in meine Todesliste mit aufnehmen sollen. Immerhin kann er vorher nochmal seine grandiosen Fremdsprachenkenntnisse zum Besten geben. Und er ist immerhin gewillt, das Richtige zu tun und die Unschuldigen zu retten.

Wieso wird Jaime von den Unsullied gefangen genommen, nachdem er mit ihnen gegen die Toten gekämpft hat? Ich kann mich nicht erinnern, dass er wieder zum Feind erklärt wurde, nachdem er Winterfell verlassen hat. Schöne Szene aber nochmal zwischen den Brüdern, aber dieses ganze Gedödel rund um Jaime und seine Seitenwechsel ist halt einfach Quatsch.

Und wieso ist der dann plötzlich frei? Ich meine, ja, Tyrion hat ihm geholfen, aber wie ist er aus dem bewachten Zelt und aus dem Lager und überhaupt und sowieso entkommen?

Jedenfalls sind jetzt alle in Kings Landing und die Action kann dann wohl gleich abgehen, denn davon hatten wir lange nichts. Fast eine Viertelfolge lang. Wir sind uns nebenbei wohl alle einig, dass das Glockenläuten einen Scheiß bdeuten wird, so oft, wie Tyrion das jetzt erwähnt hat.

Ähm, wieso ballern die Schiffe nicht wie in der letzten Folge ununterbrochen auf den Drachen? So überraschend und vor allem unvorbereitet kam der Angriff ja jetzt nicht. Die Action in dieser Serie ist einfach nur noch so dumm, dass es schon körperlich weh tut, sich das anzugucken. Von der wandzerfetzenden Feuerfontäne fange ich besser gar nicht erst an. Es ist nur noch Style over Substance und alles viel zu einfach. Ein bisschen die Stadt weggefackelt und das wars. Die Truppen ergeben sich und Feierabend. Das können die doch nicht ernst meinen.

Und da läuten die Glocken und die Serie ist vorbei. Ach nee, wartet mal, irgendwas muss hier noch passieren. Mir ist mittlerweile alles so scheißegal, dass ich ganz vergessen habe, dass noch ein paar Leute sterben müssen. Oh, und das Danerys jetzt völlig grundlos noch komplett böse werden muss, was einfach nur kompletter Schwachsinn ist. Wisst ihr noch, als die Serie aus Grauzonen bestand? Vergesst den ganzen Scheiß. Es geht hier nur um Gut gegen Böse.

Menschen gegen Night King – Gut gegen Böse

Norden gegen Cersei – Gut gegen Böse

Jon Snow gegen Daenerys – Gut gegen Böse

Fick die Autoren von dieser unfassbar dämlichen Scheiße und verbrennt sie dafür, dass sie eine Vorlage, die man kaum verhunzen konnte, so eine Farce gemacht haben. D&D steht für Dumm und Dümmer. Unfähige Fatzken, die im Hollywoodsystem gefangen sind und eine gute Story nicht mal erkennen würden, wenn sie ihnen in die Fresse pisst. Schreibt halt verfickte Blockbuster für Dwayne Johnson, ihr Wichser!!!

So, Euron gegen Jaime hat einen einigermaßen dreckigen Vibe. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht alles so kacke wäre. Denn Jaime ist insgeheim doch ein Guter und muss deshalb ein unbesiegbarer Superheld sein, der selbst, nachdem er zweimal abgestochen wurde, noch seinen Gegner metzelt. Es ist alles einfach nur noch lächerlich.

Dr. Frankenstein wird mal eben so an die Wand geklatscht, die Cleaganes schwingen mal kurz das Schwert und der Frankenmountain ist irgendwie unsterblich, weil … ist halt so.

Arya will die Leute aus der Stadt führen, weil sie sonst nix zu tun hat und halt eine von den Guten ist.

Jaime ist wieder ein Böser, deshalb darf er jetzt sterben. Vorher zitiert er noch den massentauglichsten Metallica-Song und wenn das mal nicht sinnbildlich ist für diesen Bullshit, dann weiß ich es auch nicht.

Ich bin ja selten sprachlos, aber … meine Fresse … wow … wow . Fick die Autoren.

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 08 Episode 03

Nun ist es also soweit. Die große Schlacht zwischen Leben und Tod steht bevor. Mir persönlich gibt das alles herzlich wenig und ich hoffe einfach, dass die Targeryans, die ja jetzt wieder doppelt so viele sind wie zuvor (also 2), die Schlacht gewinnen und wir uns dann wieder interessanteren Dingen wie dem Krieg unter den Menschen widmen können, die spannender sind, als irgendwelche lahmarschigen Eiszombies.

Ich erwarte natürlich trotzdem eine große Schlacht, die sicherlich auch nett inszeniert sein wird, aber ich glaube nicht, dass mich die Episode so abholen wird, wie die meisten anderen Zuschauer. Einzig der ein oder andere Tod könnte emotional ins Schwarze treffen und es wird Tote geben, das dürfte klar sein. Deshalb folgt eine lange Liste.

Todestipps:

Brienne Of Tarth – Mit dem Ritterschlag ist ihre Geschichte rund abgeschlossen und sie wird nicht mehr gebraucht. Die Stark-Mädchen können sich mittlerweile um sich selbst kümmern und mit Jaime und Tormund hat man gleich zwei direkt Betroffene, wenn sie abtritt.

Tormund Giantsbane – Und einen davon wird es ebenfalls erwischen. Denn Tormund hat mit dem Krieg der Menschen untereinander wenig am Hut. Für diese Schlacht ist er in der Serie und in dieser Schlacht wird er sein Leben lassen. Und zwar nach Brienne. Ich stelle mir das ungefähr so vor, dass er sieht, wie Brienne gekillt wird und dann austickt und sich blind in die Gegnermassen schnetzelt, was er dann auch nicht überlebt. Jaime wird das ganze aus den Augenwinkeln mitkriegen und Brienne später betrauern.

Jorah Mormont – Die Wildcard. Vielleicht überlebt er auch, um seine Königin noch in der Schlacht gegen Cersei zu unterstützen. Er wird aber die Serie nicht überleben, da bin ich sicher.

Beric Dondarion – Sein letztes Leben und das wird er hier opfern. Er hat mit dem Rest der Story nichts zu tun und wird nach der Schlacht nicht mehr gebraucht.

Gendry – Nochmal kurz gevögelt und seinen Soll erfüllt. Vielleicht gibt man so Arya mal wieder sowas wie Gefühle, was der durchaus gut tun würde.

Theon Greyjoy – Weg mit dem. Nervt eh seit Jahren nur noch. Kann sich jetzt für die Starks opfern und gut ist.

Missandei – Nach dem Abschiedsgespräch mit Greyworm ist klar, dass die beiden nicht gemeinsam am Strand liegen werden. Greyworms Ableben wäre natürlich die offensichtliche Wahl, aber mehr Tiefe gäbe es meiner Meinung nach, wenn stattdessen Missandei stirbt und Greyworm dadurch viel zu spät noch sowas wie Charakter entwickelt. Wäre zudem auch eine kleine Überraschung und besser, als Greyworm einfach auf dem Schlachtfeld zu killen.

Davos Seaworth – In der letzten Episode wurde nochmal explizit darauf hingewiesen, dass der Zwiebelritter entgegen aller Annahmen, einige große Schlachten ohne einen Kratzer überstanden hat. Hier dürfte sein Glück allerdings ein Ende finden und er wird Opfer der Castausdünnung. Einer der vielen Berater kann durchaus mal abtreten und Davos passt da am besten.

The Raven Formerly Known As Brandon Stark – Hier lehne ich mich vermutlich zu weit aus dem Fenster und es ist mehr so ein wenig Wunschdenken oder besser gesagt, was ich schreiben würde. Der Night King tötet den dreiäugigen Raben und sieht wie der Sieger aus, aber dann wird er selbst ebenfalls erledigt. Vielleicht durch eine Unaufmerksamkeit oder Bran kann in einem letzten Move noch irgendwas machen oder Jon kommt auf einem Drachen angeflogen und fackelt im Schock die ganze Landschaft ab. Irgendwie sowas. Jedenfalls wäre es für den Moment nicht verkehrt, wenn der Night King wirklich mal jemanden killt und wie der Sieger erscheint. Ein langweiliger Lappen bleibt er aber natürlich trotzdem.

Night King – Und nur der Vollständigkeit halber natürlich mein Todeswunsch Nummer 1. Weg mit dem Spaten.

Dazu kommen natürlich noch jede Menge Statisten und eventuell auch jemand wie Maester Wolkan oder Ghost, der letzte Woche auch nochmal im Bild war.

Puh, viele Möglichkeiten. Na, dann mal los:

THE LONG NIGHT

Ich weiß jetzt schon, dass es mich tierisch nerven wird, dass es da so stockdunkel ist, dass man kaum was erkennt.  Aber ein wirklich netter Beginn, die wunderbar die vorherrschende Anspannung zeigt.

Guck mal an, Melisandre. Wo war die eigentlich noch mal hin verschwunden und warum kommt sie jetzt mal eben vorbei, um den Fackelzug zu organisieren? Aber schön, sie nochmal zu sehen, auch wenn die unfähigen Autoren natürlich rein gar nichts um sie herum aufgelöst haben.

Warum zum Geier kämpft Ghost mit Jorah und den Dothraki? Also, nicht dass das jetzt grundsätzlich ein Problem wäre, aber wäre es nicht einfach sinniger gewesen, ihn an die Seite irgendeines Starks zu stellen?

Die Drachen bringen mal etwas Licht ins Dunkel und ich erkenne was, aber bevor ich mich darüber freuen kann, kommt der Schneesturm und ich sehe gar nix mehr. Toll.

Oh, Edd, du standest nicht auf meiner Todesliste. Und mehr als so einen Zweisekundenkill hättest du auch irgendwie verdient gehabt nach all der Zeit.

Können wir eigentlich mal kurz darauf eingehen, dass Jon und Daenerys sich aus irgendeinem Grund scheinbar nicht den Arsch abfrieren, während sie auf den Drachen durch einen Schneesturm fliegen. Dass den Dothraki das Wetter da nichts ausmacht ist die eine Sache, aber hier übertreibt man dann doch etwas. Überhaupt scheint das Kackwetter niemandem was auszumachen.

Melisandre darf nochmal Feuer legen und irgendwie rockt das alles noch nicht.

Dafür rockt die Szene zwischen Tyrion und Sansa und ihrem Rückblick auf ihr aufregendes Eheleben. Ohnehin schön, dass man Tyrion nochmal eine etwas neue Richtung gibt, die den Kämpfer hervorbringt. Das ist immerhin besser als der Tyrion der letzten Staffeln, der nichts auf die Reihe gekriegt hat, außer billige Peniswitze zu reißen.

Und dann taucht auch mal der Night King persönlich auf und Jon ist dämlich genug, ihn zu verfolgen. Was mir aber jetzt erst auffällt: Nicht nur der Night King hat bisher durch Abwesenheit geglänzt; die Wights sind auch nicht da. Das riecht doch nach Falle.

Ganz nett, wie hier jeder mal seine Panikattacke haben darf. Zumindest Sam und der Hound. Arya nicht, denn die schnetzelt wie erwartet pseudocool durch die Gegend, aber ich habe mit schlimmerem gerechnet, also ist das wohl okay so.

Die Szene mit dem Riesen hingegen … nee.

Drachenkampf geht auch geiler.

Die kleine Horroreinlage mit Arya hätte es zwar nicht gebraucht, aber immerhin passte das besser zu ihrer Assassininausbildung als … alles, was sie in den letzten 2 Staffeln gemacht hat. Und wenn man schon Zombies hat, kann man sowas ruhig mal machen.

Wisst ihr, was irgendwie interessant gewesen wäre: Wenn man der Staffel eine Folge mehr gegeben und diese Episode in zwei geteilt hätte. Die erste Episode hätte nur die Szenen in der Krypta beinhaltet, wie die Leute da unten nur hören, was passiert. Die zweite Episode wäre dann die Schlacht gewesen. Das hätte nochmal so richtig Spannung generiert, was zur Hölle da draußen eigentlich so abgeht.

Ist es nicht herzallerliebst, wie der Hound für Arya seine Panikattacken mal kurz vergisst? Und das wars für Beric. Wie erwartet hat er hier sein Ende gefunden. In meinen Augen hätte man aber viel mehr mit seinem letzten Leben spielen können. Mal wieder eine verpasste Chance.

Da ist ja der geilere Drachenkampf. Wobei ich mich schon frage, warum Jon nicht einfach den Night King abfackelt, aber ich vermute mal, dass die Drachen ihm nicht wirklich gehorchen. Der Speerwurfwesterosmeister schmiert dann ab und es sollte klar sein, dass er so nicht besiegt werden kann. Mit Drachenfeuer sicher auch nicht, denn das kann es ja nun wirklich nicht gewesen sein. Joa, interessiert ihn nicht die Bohne. Wer wohl den Speer abgekriegt hat? Wäre witzig, wenn der irgendwo in Kings Landing landet.

In der Krypta erwachen dann die Toten und sorry, aber das ist einfach nur dämlich. Wie lange liegen die schon da und was kann von denen noch großartig übrig sein. Die Starks, die in den letzten Jahren gestorben sind, wurden alle nicht da zur Ruhe gelegt, also greift hier wohl Neds Urgroßvater an, von dem eigentlich nur noch ein staubgiger Rest vorhanden sein dürfte.

Und dann kommt die große Deus Ex Machina Extravaganza. Jon wird von Daenerys gerettet, die wird von Jorah gerettet, der aus irgendeinem Grund plötzlich wieder vor Winterfell steht statt drin und irgendwie ist hier immer noch kaum jemand wichtiges gestorben, dafür dass der Night King so eine große Bedrohung sein soll. Und wo ist eigentlich Onkel Ben, der das ultimative DEM darstellt, wenn die Eiszombies angreifen?

Es regnet Zombies und ich sage es, wie es ist: Coole Szene. Da muss halt Game Of Thrones kommen, um zu zeigen, wie geil WORLD WAR Z hätte sein können. Und wie zu erwarten kommt der Tiefpunkt im letzten Drittel und alles scheint verloren.

Theon wird vom Night King persönlich gemeuchelt und ist damit das bisher größte und eigentlich auch einzige Opfer von ihm. Und wir sind an dem von mir beschriebenen Punkt. Der Night King sieht wie der Sieger aus. Ich frage mich nur gerade, wer den da jetzt aufhalten soll, außer Bran persönlich, den er ja meiner Meinung nach töten soll.

Jorah schon mal nicht, denn der blutet mittlerweile aus zu vielen Löchern, würde ich sagen.

Und da kommt Arya angejumpt, wie die stille Assassinin, die sie irgendwie nie so wirklich war. Und da schnappt sich Bran den Dolch und da zersplittern sie alle in tausend Teile und meine Fresse, war das jetzt die geilste oder die lahmste Lösung für den Krampf hier? Ich weiß es wirklich nicht.

Jorah kriegt noch seinen gebührenden Abschied mit der trauernden Daenerys und Melisandre latscht in ihren Tod und ich kapiere es nicht, aber whatever.

Jap, das war halt auch da. Inszenatorisch teils ganz cool, mit dem Zombieregen und dem Drachenkampf und vor allem dem Anfang, wo alles noch eine Taktik verfolgte. Aber mal ehrlich: Ewig hat man jetzt herumgedödelt und diese Schlacht zum absoluten Non plus ultra der Serie aufgebaut und den Night King als die ultimative Bedrohung etabliert und dann sterben hier genau vier Leute, die irgendwie wichtig waren? Der Night King war, ist und wird immer ein Lappen bleiben und ich habe es immer gesagt. Zum Glück ist der jetzt weg.

Throntipp: Bran der Dolchfänger, der sich einen Thron aus Dolchen schmieden lässt

Mal aktuell: Game Of Thrones Seaspn 08 Episode 02

Der Start war etwas holprig und brachte jede Menge Wiedersehen, die in ein paar Sekunden abgehandelt wurden und ansonsten die Charaktere in Stellung für den weiteren Verlauf. Ach ja, und den grauenhaften Drachenflug im Romantic Comedy Style gabs auch noch. Wenn ich genauer darüber nachdenke, war die erste Episode alles andere als gut. Hoffen wir mal, dass es diese Woche besser wird.

Nebenbei erwarte ich noch ungefähr 42 Tote in dieser Staffel und der erste namhafte Abgang könnte uns heute bevorstehen. Deshalb gibts jetzt zusätzlich jede Woche meinen Todestipp. Diese Woche: Tormund Giantsbane. Der ist mit Beric und Co. mitten im Night King Gebiet und seine Geschichte ist eigentlich erzählt. Die Sache mit Brienne war hoffentlich nicht mehr als ein kleiner Running Gag, also kann man ihn jetzt raus nehmen und damit den Night King endlich mal jemanden töten lassen, der auch einen Namen hat. Bisher killt der nämlich nur irgendwelche Bauern (gut, und einen Drachen).

Außerdem muss man die Tode etwas über die ohnehin sehr kurze Season verteilen, damit es überhaupt noch sowas wie einen Eindruck hinterlässt. Also sollte man hier mit Tormund anfangen. Alternativ ginge auch Beric, aber da hat man noch nichts aus der Sache mit seinem letzten Leben gemacht, also kann man da ruhig noch etwas mit spielen. Außerdem ist Tormund beliebter, denke ich, und hätte dadurch mehr Impact als erstes richtiges Night King Opfer.

Todestipp: Tormund Giantsbane

A KNIGHT OF THE SEVEN KINGDOMS

Jamie muss sich direkt mal vor dem hohen Rat der Bekloppten verantworten, bei dem sich niemand einig ist, wer eigentlich was zu melden hat. Ganz nette Szene, in der Brienne dann auch mal nach gefühlt achtzehn Episoden ein paar Sätze sagen darf. Die ist irgendwie extrem auf dem Abstellgleis, seit sie in Winterfell angekommen ist.

Tyrion braucht wohl langsam echt mal nen Masterplan, sonst ist er bald Geschichte. Was er sich noch einfallen lassen könnte, weiß ich allerdings absolut nicht. Eigentlich kann er schon mal sein Grab buddeln.

Arya und Gendry interessieren mich sowas von gar nicht und ich bleibe dabei, das Arya als Assassinin nicht in die Schlacht passt. Die hätte besser einen Handlungsstrang, der sie irgendwie Richtung Kings Landing und zu Cersei führt.

Wisst ihr noch, wie letzte Woche der große Cliffhanger war, dass Bran auf Jamie wartet? Geil, wie man den hier in einem Zehnsekundengespräch auflöst und er zu absolut nix führt, was man nicht eh schon wusste. Tyrion wird in diesem Leben auch keinen Dialog mehr kriegen, in dem nicht mindestens einmal das Wort „Cock“ vorkommt. Nette Szene dann zwischen Jamie und Brienne.

Jorah hat einen Vorschlag für Daenerys, was Tyrion betrifft und ich habe keine Ahnung, was das gewesen sein soll. Wenn sein Vorschlag war, dass Daenerys Sansa ans Bein pisst, die sie ohnehin schon nicht leiden kann, dann ging der Plan auf. Eigenartige Nummer hier.

Theon ist da und es könnte mir nichts egaler sein. Killt den Typen. Jetzt. Und was ist das denn bitte für eine Wiedersehensfreudenscheiße mit Sansa? Das ergibt doch absolut keinen Sinn. Ja, er hat sie mal gerettet, aber so dicke waren die deshalb trotzdem nicht und jetzt ist plötzlich alles tutti? Ähm … kaufe ich nicht.

Davos sollte nach dem Krieg einen Imbiss aufmachen. Gilly könnte seine Kellnerin werden. Ich wusste nicht mal, dass die auch noch in Winterfell ist.

Und da kommen die nächsten angeritten. Die Wiedersehens reißen nicht ab. Mein Todestipp wird eng, aber ich schiebe das natürlich auf die Autoren, denn wenn der Night King nicht einen Umweg geht, hätte der eigentlich ja vor Tormund und Co. in Winterfell ankommen müssen. Aber gut, dass der Night King so dermaßen lahmarschig ist, dass es sein könnte, dass er erst nach Staffel 8 irgendwo ankommt, haben die letzten sieben Jahre ja eindrucksvoll bewiesen. Sinn ergibt es trotzdem nicht im Geringsten. Letzte Woche wurde irgendein Blag von Winterfell losgeschickt und fiel dem Night King in die Hände. Der hat ihn an die Wand genagelt und dort wurde er später von Tormund und Co. gefunden. Ergo befand sich der Night King eindeutig zwischen Winterfell und Tormunds Gruppe. Zusammen mit seinen Millionen Eiszombies. Wie zur verfickten Eishölle sind die bitte an denen vorbei und eher in Winterfell angekommen? Was zum Geier treibt der scheiß Night King eigentlich die ganze Zeit, außer ein beschissenes Plotelement zu sein, dass als die ultimative Bedrohung herhalten soll, aber nur dann irgendwo ankommt, wenn es das Drehbuch verlangt? Boah, geht mir diese Zombiegrütze auf den Sack.

Okay, wartet mal. Rabenauge Bran ist also die totale Erinnerung und deshalb will der Night King ihn töten, damit die Welt quasi vergessen und ausradiert wird? Ähm … herrjeh, es wird immer behämmerter. Aber gut, so hat man einen tollen Lockvogel am Start und kann es sich vom Autorenstandpunkt wunderbar einfach machen, was man ja mit der ganzen „Töten den Anührer, töte sie alle“ ohnehin schon macht. Ich erwarte eine schon anzusehende Schlacht, die mich nicht im geringsten abholen wird. Vielleicht inszenieren sie wenigstens den ein oder anderen Tod auf dem Schlachtfeld ganz gut. Und hoffentlich ist Greyworm dabei, damit diese unsägliche Schnulze mit der Dolmetscherin endlich vorbei ist.

Ohne Scheiß, Sam ist so ziemlich der einzige Charakter, den ich noch durchgehend unterhaltsam finde, der durchgehend konsequent geschrieben wird und dem ich sowas wie ein Happy End gönne.

Knallerszene mit Giantsbane am Kamin. Nach diesem Lacher kann er nun wirklich endgültig abtreten. Besser wirds nicht mehr werden. Allerdings bezeichnend für den Verfall der Serie, wenn die beste Szene bisher eine Comedyszene ist.

Wobei ich zumindest sagen muss: In dieser Episode kommt auch mal etwas die Schwere der Situation zum Tragen. Während in der ersten Episode niemand das Gefühl versprühte, dass das Ende im wahrsten Sinne des Wortes an die Tür klopft, kommt das hier mehr zum Vorschein. Die Dialoge mögen zwar recht locker sein, wie beim Hound, Arya und Beric, aber sie haben diesen Hauch von „Das Ende naht und wir wissen es alle“. Bringt die Stimmung ganz gut rüber, die vor dem Weltuntergang herrscht . Und fairerweise muss man ja auch sagen, dass viele Charaktere hier schon immer recht zynisch unterwegs waren, also muss man das dann auch nicht in dieser Situation komplett auf den Kopf drehen und alle zitternd in die Ecke setzen.

Was zur … nein, ich sage nix zu Arya und Gendry. Unnötiger Käse, der nur Zeit kostet, die wir ohnehin nicht mehr haben.

Und da ist endlich mal wieder die Serie, die ich so lieben gelernt habe. Ein ruhiger Moment am Kamin, der von Hoffnungslosigkeit überschwappt zu einer Ehrung und einem somit einfach gutem Moment zwischen mehreren Charakteren, die einem im Lauf der Serie aus irgendeinem Grund mal ans Herz gewachsen sind und jetzt endlich mal wieder daran erinnern, warum das so ist. Schade, dass man für sowas sonst kaum noch Zeit hat.

Wisst ihr, was so richtig schwach ist? Die ganze Drachenglasnummer. Es wäre viel spannender gewesen, wenn man die paar Waffen aus valyrischem Stahl und den Dolch aus Drachenglas gehabt hätte und fertig. So hätte man die Waffen sogar richtig schön in Szene setzen können, anstatt jetzt eben ein ganzes Arsenal davon zu haben.

Ich komme übrigens auch nach acht Jahren einfach nicht darüber hinweg, dass die Leute hier Daenerys mit Dany abkürzen. Es wirkt in dieser Welt einfach unglaublich falsch. Nebenbei soll diese ganze Nummer um Jon ja echt groß sein, aber bei mir zündet das überhaupt nicht. Gerade zu diesem Zeitpunkt diesen Kram auszupacken, wo Jon alle zwei Minuten betont, wie scheißegal der Thron momentan eigentlich ist, lässt das in meinen Augen einfach zu sehr verpuffen.

THEY’RE HERE …

Irgendwie kriegt mich die Serie nur noch schwer. Nur noch vier Folgen und ich bin nicht wirklich drin. Nächste Woche wird es wohl eine Stunde Gemetzel geben. In der Hoffnung, dass man den Night King am Ende von Episode drei weghaut, kann also für mich eventuell noch was gerettet werden. Wir werden sehen.

Throntipp: Das Kind von Gendry und Arya, dass sie Andry taufen werden, aber von allen in dieser Welt völlig unpassend Andy abgekürzt werden wird

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 8 Episode 1

Die Mauer ist gefallen. Die Eiszombies haben Westeros erreicht. Der große Krieg zwischen Leben und Tod steht bevor.

Die große Fantasy-Saga geht dieses Jahr zu ende und nachdem man stark anfing, ging die ganze Nummer so ab der Mitte kontinuierlich den Bach runter. Der Night King ist ein langweiliger Lappen, die Intriganten wurden größtenteils auf möglichst dämliche Weise aus dem Spiel genommen und es deuten sich die üblichen Liebespaare an. Es ist alles so ekelhaft und ich habe eigentlich gar nicht so richtig Bock drauf.

Aber obwohl ich keine Erwartungen mehr habe, bleibt mir noch die Hoffnung, dass man den Night King möglichst schnell abfackelt, Jon dabei draufgeht, damit ich nicht das Geschnulze mit ihm und Daenerys ertragen muss und es dann zur großen geilen alles entscheidenden Endschlacht in Kings Landing kommt, bei der Sansa, die ich unfassbar zum Kotzen finde, ihr eigenes Ding durchzieht und sich am Ende auf den Thron setzt. Denn um ehrlich zu sein, gibt es niemanden mehr, den ich wirklich mag, der für den Thron infrage käme, deshalb hätte ich hier gerne die logische Konsequenz, denn Sansa wurde im Verlauf der Serie quasi perfekt aufgebaut, um am Ende die Queen zu sein. Wäre der konsequente und logische Abschluss ihrer Geschichte. Natürlich mit Arya an ihrer Seite, die zuvor Cersei schnetzelt. Und dann nieder mit dem Patriarchat. Lang lebe das Matriarchat.

Ich laber schon viel zu lange rum hier. Schauen wir mal, wie viele von meinen Wünschen in Erfüllung gehen werden …

WINTERFELL

Wow. Echt einfallsreicher Titel hier zum Staffelauftakt, muss ich sagen. Hoffentlich wird der Rest kreativer …

Daenerys fühlt sich halt echt geil mit ihren Drachen was? Toller erster Eindruck, wenn man direkt mal alle Anwesenden in Angst und Schrecken versetzt. Aber Hochmut kommt vor dem Fall … hoffe ich.

Das große Stark-Familienwiedersehen dann überraschend schnell abgehandelt und Bran sieht Dinge, aber was er wie und wieso sieht und überhaupt, raffe ich immer noch nicht. Leztes Mal musste Sam ihm erst einen Hinweis geben, damit er was sieht, jetzt sieht er ohne Hilfe, dass der Nightking den Drachen hat. Ich schätze mal, zwischen den beiden Lahmärschen besteht eine größere Verbindung unabhängig davon, dass sie beide die pure Langeweile sind.

Irgendwie werden die Häuser in Westeros immer mehr von Kindern geführt. Herbert Grönemeyers Traum hier.

Sansa hegt berechtigte Zweifel an Cerseis Versprechen und zeigt damit mal wieder, dass sie mehr Plan hat, als die meisten ihr zutrauen. Ich sags euch: Die sitzt am Ende auf einem Thron. Entweder dem Eisernen oder sie regiert den Norden.

Ohne Witz, ich weiß absolut nicht, was Aryas Rolle in dieser Staffel sein wird. Ich gehe zwar davon aus, dass sie heiße Kandidatin auf den Cersei-Kill ist, aber bis dahin wird es noch dauern. In der Schlacht gegen den Nightking ist sie als Assassinin aber eher fehl am Platz.

Captain Grinsebart ist ja irgendwie immer noch einer meiner Lieblinge. Der ist so schmierig und arschlochig, dass man es einfach lieben muss. Leider ist seine Story bisher eher bleh und die ganze Nummer um die Greyjoys ohnehin uninteressant. Die hätte man bereits aus der Serie nehmen sollen, um Euron was besseres zu tun zu geben. Stattdessen befreit Theon seine Schwester halt mal so nebenbei und ich bin wieder gelangweilt.

Bronn wird wohl nie die von ihm gewünschte Ruhe im eigenen Schloss finden. Der Auftrag, ausgerechnet die Lannister-Brüder umzunieten, mit denen er quasi die letzten wievieleJahreauchimmerbishervergangen sind, verbracht hat, ist natürlich ein netter Plot. Durchziehen wird er das aber sicher nicht und sich eher dem Kampf gegen die Zombies anschließen, bei dem er dann draufgehen wird.

Boah nee, Davos, du warst doch immer mein absoluter Liebling. Wie kannst ausgerechnet du die langweilige Doppelthronregierung von Feuer und Eis vorschlagen?

Spielt den Drachenflug der Unendlichen Geschichte ein, Jon Snow lernt das Drachenreiten. Wer hätte das gedacht? Also außer mir. Und allen anderen, die die Serie verfolgt haben. Liegt es nebenbei an mir oder waren die Special Effects mehr schlecht als recht hier. Sah teils irgendwie … abgehackt aus.

Der Hound und Arya sind einfach der Knaller zusammen. Lasst die beide überleben und macht ein Spin-Off mit ihnen, wo sie einfach nur durch die sieben Königreiche latschen und sich gegenseitig hasslieben.

Stark gespielte Szene von Sam, als er erfährt, dass sein Vater und sein Bruder tot sind. Generell spielt der hier mal schnell die ganzen Pfeifen wie Snow und Daenerys (bzw. die Darsteller an die Wand). Jon Snow oder The Man Who Wouldn’t Be King erfährt also die Wahrheit und ich weiß immer noch nicht, ob mich das eigentlich tangiert. Der will doch eh nicht König sein, also wozu der ganze Käse.

Tormund und Beric haben den Fall der Mauer wie geahnt überlebt und … wieso hinterlässt der Nightking jetzt plötzlich komische Botschaften? Wartet. Hat er deshalb dreitrillionen Jahre gebraucht, um die Mauer zu erreichen? Musste er sich unterwegs lustige Botschaften überlegen, mit denen er mich verwirren kann? Hoffentlich sind ihm genügend eingefallen. Nicht, dass er jetzt noch zweitrillionen Jahre braucht, um in Winterfell anzukommen.

Da kommt immerhin Jamie schon mal an und sieht als ersten Nicht-Bran. Als Cliffhanger ziemlich lahme Grütze. Brans Fenstersturz interessiert doch eh keine Sau mehr und er selbst wird ja nicht müde zu betonen, dass er nicht mehr Bran ist, ergo wurde er selbst nie aus einem Fenster geworfen und schon gar nicht von Jamie … ich denke schon wieder zu viel nach.

Throntipp: Sam, der herausfindet, dass alles nur gespielt und er der beste Darsteller unter den Nulpen ist