Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: April 2016

The Return Of Liebster Award – (Mehr oder weniger) intelligente Antworten auf interessante Fragen #14

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich für den Award hier nominiert wurde. Ich dachte schon, das Teil wäre ausgestorben. Aber dann kommt plötzlich Gina mit dem starken Arm daher und stellt mir noch stärkere Fragen. Na dann wollen wir mal:

Mit welchem Genre kannst du überhaupt nichts anfangen und warum?

Das ist immer so ein bisschen schwierig. Eigentlich bin ich für alles offen, es gibt aber Genres die es etwas schwerer haben bei mir. Zum einen natürlich die neumodischen Superheldenfilme, aber darüber kotze ich eh ständig ab, also lasse ich das hier mal. Ein weiteres Genre mit dem ich mich nie so recht anfreunden konnte, sind Western. Ich meine hier wohlgemerkt diese Standard-US-Western mit Cowboys und Indianern und all dem Kram. Ich finde das einfach nur langweilig. Italo Western hingegen kann ich mir eher mal angucken. Bin ich zwar auch kein Riesenfan von, aber das geht schon mal klar.

Außerdem bin ich, man mag es kaum glauben, kein großer Fan von Horrorfilmen. Nicht, weil ich die so unglaublich gruselig finde und dann nachts nicht schlafen kann, sondern weil die meistens so langweilig und vor allem dämlich ohne Ende sind. Es gibt natürlich Ausnahmen, die diese Regel bestätigen. Aber selten haut mich ein Horrorfilm mal so wirklich vom Hocker. Ich hoffe ja ein bisschen auf The Witch. Langweilig und dämlich kann aber auch gut sein. Ich muss halt nur Bock drauf haben.

Welche Serie würdest du mir empfehlen?

Tja, das ist schwierig, da ich ja überhaupt nicht weiß, was du schon so kennst, von dem ganzen geilen Scheiß, den ich mir so angeguckt habe über die Jahre. Und da darunter nichts, aber auch wirklich so gar nix dabei war, was dir so gefällt, wird es nicht einfacher. Da ich aber weiß, dass du aus irgendeinem Grund Ian Somerhalder toll findest, der meiner Meinung nach ne ziemliche darstellerische Krampe ist, empfehle ich mal vorsichtig Lost. Da spielt der nämlich teilweise mit und geht unter der Masse an wirklich guten Schauspielern komplett baden. Sorry, Gina, du hast mir da einfach eine Steilvorlage gegeben, die ich verwandeln musste. Lost ist aber trotzdem geil.

Hast du noch Bücher im Schrank, die darauf warten, von dir gelesen zu werden?

Sicher. Wobei das Problem momentan eher ist, dass die Bücher, für die ich mich entscheide dann doch eher nicht so mein Ding sind und ich einfach nicht voran komme. Da ich aber eigentlich immer nur ein Buch lese, statt mehrere gleichzeitig, bleibt so vieles auf der Strecke und es kommen immer wieder neue dazu. Ich muss einfach mal wieder was gutes erwischen, um so richtig Bock zu kriegen. Oder mir angewöhnen die drögen Dinger eher abzubrechen. Aber ich denke dann immer, dass es ja vielleicht doch noch was werden könnte. Und manchmal stimmt das sogar. Meistens bleibt es aber so lahm, wie es von Anfang an war. Ich brauche mal wieder einen neuen Terry Pratchett, glaube ich.

Liest du oft vor dem Einschlafen oder schaust du dir lieber etwas im TV an?

Als absoluter Filmjunkie kommt das jetzt sicher überraschend, aber: Ich habe keinen Fernseher im Schlafzimmer. Das liegt unter anderem daran, dass ich bei dem Geflimmer nicht einschlafen kann und zweitens – was noch viel wichtiger ist – würde ich überhaupt nicht mehr aufstehen. Ich hatte mal ein Wochenende zu nix so wirklich Bock und mir meinen Laptop mit ins Bett genommen. Dabei herausgekommen ist ein 48 Stunden Serien/Film/Internetvideo-Marathon, der mir so derbe die Gehirnwindungen zerfressen hat, dass ich das nie wieder tun werde. Deshalb lese ich lieber vor dem Einschlafen. Und da hat es natürlich doch was gutes, dass die momentane Buchauswahl eher zu wünschen übrig lässt, denn bereits nach 3 Sätzen … ZZZZZZZZZ

Welche Serienfigur kannst du so gar nicht leiden und warum?

Aktuell eindeutig Charles „Chuck“ McGill aus Better Call Saul. Der Typ ist einfach so ein typisches Spießerarschloch, wie ich sie schon immer gehasst habe. Hält sich für was besseres, hält seinen Bruder unten, der nur seine Anerkennung will und er ist Anwalt für versnobte Bonzenwichser, wie ich sie noch weniger leiden kann.

Aber an sich mag ich jeden Seriencharakter auf die eine oder andere Art und Weise. So lange der Charakter gut geschrieben ist, seine guten und schlechten Seiten hat (auch Chuck hat seine Probleme) kann ich keinen Charakter so richtig hassen. Nicht mal Joffrey aus Game Of Thrones.

Welche Art von Blogbeiträgen gefällt dir am Besten (z.B. Filmrezessionen, Buchbesprechungen oder Blogparaden)?

Geht es jetzt darum, was ich lieber lese, oder was ich lieber schreibe?

Also lesen eindeutig Filmrezensionen. Ich bin nun mal ein absoluter Filmfreak und entdecke immer wieder gerne neue Filmtipps auf den unterschiedlichsten Blogs.

Schreiben ist quasi zwiegespalten. Zum einen schreibe ich wirklich gerne meine Filmberichte. Aber das kann auch mal anstrengend werden, wenn der Film zum Beispiel einfach nur langweilig ist und ich dann versuchen muss, das ganze trotzdem irgendwie in ein irionisches Gewand zu verpacken, damit das Lesen auch unterhaltsam ist. Das kann schon mal eine ziemliche Herausforderung sein. Der hier war so ein Beispiel. Wenn diese Posts dann gut ankommen, bin ich ganz besonders zufrieden.

Zum anderen mag ich solche Frage/Antwort-Spielchen, wie diesen Award hier oder den Media Monday, da ich mich da auch mal einfach austoben und totalen Schwachsinn fabrizieren kann.

TOT DEM SYSTEM! LANG LEBE KÖNIG FROGMON IV. VOM PLANETEN FROGOTRON! QUAK IHR AFFEN!

Was ist dein nächstes Ziel?

Wahrscheinlich klinge ich mittlerweile wie eine springende Schallplatte, wenn ich auf diese oder ähnliche Fragen immer wieder antworte, dass ich endlich meinen ersten Roman fertig stellen will. Das Projekt zieht sich inzwischen einfach viel zu lange hin und beginnt mich zu nerven. Deshalb wird es höchste Zeit, da endlich einen Schlussstrich drunter ziehen zu können. Und das werde ich – zumindest was das Schreiben und Editieren angeht – definitiv dieses Jahr noch tun. Ich bin auf einem guten Weg geradewegs zu auf die Ziellinie. Ich muss sie quasi nur noch überqueren.

Welches Büchergenre gefällt dir am Besten?

Da gibt es tatsächlich keine richtige Bevorzugung. Ich mag alles, was mit einer gewissen Portion Humor erzählt wird. Das mag schwarzer Humor in Fantasy sein, oder völlig absurder Quatsch in Science-Fiction, oder satirische Ansätze in gesellschaftlichen Dramen, oder ironische Sprüche der Protagonistin. So lange sich die Geschichte bzw. der Autor nicht selbst zu ernst nimmt, bin ich dabei.

Wobei ich aber Fantasy gegenüber realen Geschichten bevorzuge. Soll heißen, wenn eine Geschichte in Hamburg spielt, ist mein Interesse direkt schon mal geringer, als bei einer Geschichte die in Grobsaludan dem Schattenreich der Peitschendämoninnen spielt. Alles fantastische hat also bei mir auch schon mal eher eine Chance.

Aber letztlich kommt es auf die Schreibe an. Mir muss der Stil des Autors gefallen. Wenn das nicht der Fall ist, ist die Geschichte bei mir nun mal gescheitert.

In welchem Liebesroman wärst du gerne die Hauptrolle?

Herrjeh … kann ich nichts zu sagen, da ich sowas nicht lese. Aber am liebsten wäre ich natürlich mal in meiner eigenen Liebesschnulze die Hauptrolle, anstatt immer nur von anderen zu hören. Wäre zur Abwechslung mal was.

Hast du dich schon einmal ehrenamtlich betätigt? Wenn ja, was hast du da gemacht?

Ja, ich habe schon das ein oder andere Mal richtige Scheißfilme geguckt und dann im Internet davon berichtet, damit anderen diese Zeitverschwendung erspart bleibt.

Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen und wie fandest du diesen?

Das war 10 Cloverfield Lane und ich fand ihn ziemlich cool. Bis auf das Ende, das für einen Abzug in der B-Note sorgt. Meine komplette Meinung dazu kann man inklusive Spoiler hier nachlesen.

Das war es auch schon wieder mit den Fragen. Ich selber nominiere ja schon lange niemanden mehr. Ich warte jetzt einfach wieder, bis mich Gina oder Franzi mal wieder mit interessanten Fragen bewerfen.

Bis dahin: QUAK IHR AFFEN!

Postapokalyptische Schatzsuche unter klosteranischer Führung

Wie überall gibt es auch in der Filmwelt Fakten und Meinungen. Ein Beispiel: Es ist ein Fakt, dass Titanic lange Zeit der erfolgreichste Film aller Zeiten war und es ist meine Meinung, dass er das auch hätte bleiben sollen, anstatt den Platz an Kernschrott wie Avatar und ähnlichen Kack zu verlieren. Ein weiteres Beispiel: Es ist ein Fakt, dass Tom Hardy seine Sache als Mad Max ziemlich gut macht und Fury Road durchaus Bock macht, aber es ist meine Meinung, dass der Film zu wenig Story besitzt, um wirklich vollends zu überzeugen. In ganz seltenen Fällen stimmen Fakten und Meinungen aber auch überein. Ein Beispiel: Meiner Meinung nach gibt es nichts geileres als 80er Jahre Post-Apokalypse B-Movies. Und das ist natürlich auch ein Fakt, denn es gibt einfach nix geileres als 80er Jahre Post-Apokalypse B-Movies. Wenn ich ein Genre wählen müsste, dass ich für den Rest meines Lebens gucken muss, dann wären es 80er Jahre Post-Apokalypse B-Movies. Die hatten einfach alles. Großartige Kostüme, Morlocks, starke Frauenfiguren und natürlich Froschmutanten! Ich sage ja, es gibt nichts besseres. Einen weiteren Beweis präsentiere ich heute:

INTERZONE – Italien – 1987 – 97 Min.

Es regnet über Waltons Mountain. Oder einer Gegend die ähnlich aussieht. Nur eben nach einer Apokalypse, die dafür gesorgt hat, dass sich alle Überlebenden in einem Casino Schrägstrich Striplokal treffen, um sich da gegenseitig zu bescheißen und männliche Stripper anzuglotzen, die auf den ersten Blick aussehen wie Frauen mit kleinen Brüsten. Sorry, mein Fehler, diese 80er-Frisuren, ihr kennt das ja …

Swan kommt rein und klaut unbeobachtet einen Diamanten vom Pokertisch und labert anschließend mit irgendwelchen abgerockten Typen über einen Schatz. Anschließend macht er beim Todessaufen mit, einem spanenden Spiel, bei dem ein Becher vergiftet ist und bei dem es nur Gewinner gibt; außer den Verlierer natürlich. Jeder Spieler bringt einen Einsatz wie einen Einwegrasierer oder eine Zahnbürste. So schlimm ist es um die Welt hier also schon bestellt. Die Leute haben nicht mal mehr Zahnbürsten.

Swan gewinnt das Trinkspiel natürlich und es entbrennt eine Massenschlägerei, weil der Typ, dem er den Diamanten geklaut hat, ihn killen will.

Und da ist die Gang! Also irgendeine Gang. Eine Gang darf schließlich in so einem Film nicht fehlen. Ihr wisst schon, die Gang die auf Motorrädern und mit coolen Autos durch die Gegend gurkt und schwer bewaffnet, unter der Führung einer wasserstoffblonden Bodybuilderin, ein Kloster überfällt. Ihr wisst schon, die Gang die dann angepisst abzieht, nachdem sie feststellen mussten, dass das Kloster durch ein Kraftfeld geschützt ist. Ihr wisst schon, die Gang die durch ihren Angriff aber dafür gesorgt hat, dass der Oberklosteraner einen Herzinfarkt erleidet und einem Gandhiverschnitt mit weißem Hemdkragen noch telepathisch etwas von einem Schatz erzählt. Genau so eine Gang darf hier nicht fehlen.

Gandhi latscht dann gefühlte 7 Tage durch die Walachei, nur um dann von einer Schlange gebissen zu werden und zu verrecken. Wow, das war sinnlos … aber nein, da ist Swan mit seinem, äh, ich nenne es mal Jeep, aber eigentlich gleicht es eher einem VW Käfer, bei dem man vergessen hat, dass der eigentlich Rundungen haben soll. Jedenfalls lebt Swan in einer Höhle und rettet dort Gandhi das Leben und scheitert grandios an Schnitzarbeiten. Nicht unbedingt Michel aus Löneberga der Typ, auch wenn er gerne für Chaos zu sorgen scheint.

Gandhi kann Gedanken lesen und Swan denkt an eine schöne Frau. Wer bitte nicht? Dafür brauche ich nun wirklich keine Gedanken lesen können.
Auf dem Wochenmarkt werden Frauen angeboten. Swan entscheidet sich für eine Hippiebraut. Da er keine Zahnbürsten mehr hat, nimmt er die Tussi einfach so mit und lässt als Bezahlung den Händler am leben. Es folgt eine unglaublich aufregende Verfolgungsjagd mit dem Apokalypsekäfer, Mopeds und einem Auto, das ich nur als Apokalypse-Pimp-Mobil bezeichnen kann. Ernsthaft, warum hatte der Händler keinen Hut mit Feder auf und einen Leopardenpelzmantel an? Da hat man wirklich schlechte Arbeit in der Kostümabteilung geleistet. Swan ballert mit einer MG rum, wirft Granaten und packt auch noch einen Flammenwerfer aus. Der Mann überlässt wirklich nichts dem Zufall. Leider geht ihm dann offenbar die Munition aus und er muss sich mit den Verfolgern auf dem Käfer prügeln und anschließend den Zuhälter in seinem Zebramobile Of Superpimpin‘ einen Abgrund runterschicken.

Tara heißt die Hippiebraut, bei der ich absolut nachvollziehen kann, warum sich Swan in sie verknallt hat. Der Händler hat den Sturz den Abgrund runter in einen See von der Tiefe des Kinderbeckens im Freibad nebenbei überlebt.

Gandhi erklärt, dass seine Leute für den Schatz in der Interzone verantwortlich sind. Er braucht Swan und Tara um den Schatz zu beschützen, oder sowas. Aber was der Schatz ist, kann er nicht verraten. Swan ist nicht überzeugt, dafür sein Leben zu riskieren. Die Hippietussi scheint das alles überhaupt nicht zu tangieren. Wahrscheinlich ist sie bekifft.

Irgendein Typ war nicht gut im Bett, deshalb wird er von der Bodybuilderin ins Loch gesteckt – nein, das ist keine Metapher. Der Typ wird wirklich in eine Loch gesteckt, weil er die Bodybuilderin nicht befriedigen konnte. Doppeldeutigkeiten sind hier rein zufällig, da bin ich absolut sicher. Im Loch ist irgendein Vieh, das den Typen frisst. Und alle lachen fröhlich.

Am nächsten Morgen pflückt Gandhi Beeren und der Händler ist am Start und bedroht Swan mit einem Stock, oder so. Gandhi nutzt seine mentalen Fähigkeiten, um die Hoden des Händlers explodieren zu lassen. Zumindest habe ich keine andere Erklärung dafür, was da gerade passiert ist.

Im Wald da sind die Räuber. Und die überfallen Swan und Co. Die Bodybuilderin will von Swan beglückt werden, dann lässt sie ihn am leben. Währenddessen befreit sich Tara mit einem Messer von ihren Fesseln. Man hätte ihr das Messer natürlich auch abnehmen können, aber das wäre zu viel Arbeit gewesen, für eine notgeile Bodybuilderin und einen Katanaschwinger, der glaubt, er lebt in einem Kung Fu Film. Tara verbündet sich mit dem Möchtegern Kung Fu Meister und gemeinsam wollen sie den Schatz für sich haben.

Swan wird von der Bodybuilderin mit kulinarischen Spezialitäten wie Kirschen, Bananen und einem alten Fisch gefüttert. Da er ein ganz besonders guter Stecher war, wird er ins Loch gsteckt. Und wenn er das überlebt darf er auf ewig der Beglücker von Mantis der Bodybuilderin sein. Also springt Swan mit seiner Schrotflinte in das Loch und killt den darin rumlatschenden Zombie. Wie zur Hölle hat dieses lahmarschige Vieh es geschafft, alle Stecher von Mantis zu fressen. Das müssen wirklich absolute Schlappschwänze gewesen sein.

Anschließend kloppen sich die Gruppen um Swantis und Ta Fu um Gandhi. Die eine Hälfte von Ta Fu haut mit Gandhi ab und Swan rennt hinterher. Denn seht ihr, das alles war nur ein Trick um gemeinsam fliehen zu können. Genial.

Allerdings sind sie nicht so genial wie sie dachten und werden von Mantis und Kung Fu Karl erneut gefangen genommen und ausgepeitscht. Und dann wird Tara in einen elektrischen Käfig gesperrt und weggebrutzelt. Die Gang macht sich dann auf zur Interzone – zumindest glaube ich das, denn um ehrlich zu sein habe ich absolut keine Ahnung, worum es hier überhaupt geht – und Gandhi rettet Swan durch ein Stoßgebet vorm abnippeln, indem er mit ihm die Rollen tauscht und selbst drauf geht.

Swan macht natürlich den Action-Hero-Rächer-Ohne-Gnade und stürmt, bewaffnet bis an die Zähne, hinter der Gang her in einem Gefährt, dass ich nur als post-apokalyptisches Golf Cart bezeichnen kann. Kung Fu Karl nutzt derweil den Flammenwerfer, um das Schutzschild rund um das Kloster zu durchbrechen. Es wird übrigens nicht erklärt, warum das mit einem Flammenwerfer geht.

Swan ballert eine Rauchgranate in die Menge und sieht zu, wie die komplette Gang flüchtet, weil er ein Mann auf einer Mission ist, oder so. Es macht einfach keinen Sinn. Man hatte aber wohl kein Budget mehr für weitere Fake-Kugeln, also hat man Plan B genommen und der hieß Flucht der Massen.

Immerhin ist Kung Fu Karl noch da und es kommt zum großen Boxkampf. Der Spruch „I’m gonna hit you so hard your dog’s gonna die“ bildet dann das absolute Highlight dieses Meisterwerks. Nach einem Kehlkopfpunch wars das dann für Kung Fu Karl und es ist nur noch Mantis übrig, die gerade ein paar Holzbänke stemmt, da keine Gewichte da sind. Diese Bodybuilderinnnen können auch einfach nicht ohne was zu stemmen.

Auf also zum nächsten Boxkampf. Irgendwann schnappt sich Mantis eine MG, aber Swan hat zufällig gerade einen Granatwerfer neben sich liegen und wir können uns denken, welche Waffe mehr Durchschlagskraft hat.

Swan tapert dann im Keller rum, wo jede Menge Gerümpel steht. Ein Fernseher und eine Mikrowelle und so. Einer der Klosteraner sagt, dass das der Schatz ist, denn ohne die Vergangenheit, gibt es keine Zukunft. Das ist entweder total tiefgründig oder völliger Schwachsinn. Entscheidet selbst. Ich gehe mir eine Hippiebraut suchen …

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 06 Episode 01

Letztes Jahr habe ich ja schon meine Gedanken zu den einzelnen Folgen zum Besten gegeben, also werde ich das auch dieses Jahr wieder tun. Bevor ich aber hier rumspoiler wie ein Irrer will ich noch schnell darauf eingehen, was ich in der neuen Staffel gerne sehen würde.

Zum einen natürlich eine weniger durchwachsene Staffel als die letzte. Ich hoffe einfach mal, dass die Writer eingesehen haben, dass die ein oder andere Story (Jamie und Bronn mit den notgeilen Ischen im Knast am Arsch der Welt) nicht so richtig geil umgesetzt wurden und es ab jetzt wieder besser machen.

Das große Thema ist natürlich Jon Snow. Ist er tot? Ist er nicht tot? Wie wird es mit ihm weiter gehen? Also erst mal bin ich ganz klar dagegen, dass er überlebt hat. Denn das wäre einfach unglaubwürdig. Aber er kann gerne wiederkommen. Und am geilsten fände ich es, wenn er als White Walker zurückkehrt. Der dann langsam zum White Walker King aufsteigt. Und dann mit seinen White Walker Untertanen die Affen an der Mauer platt macht. Also gebt mir Johnny Walker Snow!

Arya ist erblindet. Und auch wenn die Story mit ihr etwas rumdümpelte, könnte das jetzt interessant werden. Ich fänds ja am besten, wenn sie durch ihre Blindheit jetzt eine Art Silent Assassin wird. Ihre anderen Sinne mehr ausgeprägt und schon hat sie einen Vorteil gegenüber jedem Feind und kann sich anschleichen und schnetzeln. Also her mit Arya 47.

Ein paar weitere Kleinigkeiten, die mir gefallen würden sind:

Cersei und Frankenmountain fackeln Kings Landing ab.

Tyrion und Co. leiten die Stadt wie die Irren, die sie nun mal sind.

Daenerys bewegt ihren Arsch endlich mal Richtung Kings Landing, damit die auch da ankommt, bevor die Serie vorbei ist.

Stannis hat überlebt und rächt sich an der Hexentussi, deren Namen mir gerade entfallen ist.

Alles klar. Das sind also meine Wünsche für die sechste Staffel. Wenn ein paar Dinge davon einigermaßen zutreffen, dürfte ich am Ende zufriedengestellt sein. Schauen wir mal.

Ab hier gilt:

THIS POST IS DARK AND FULL OF SPOILERS!!!!

Weiterlesen also auf eigene Gefahr.

THE RED WOMAN

Der Titel spielt natürlich auf die Hexentussi an … Melisandre heißt sie. Man, diese ganzen Namen, da kann man schon mal was vergessen. Jedenfalls hat sie in ihrem Vertrag stehen, dass sie in JEDER Folge ihre Titten zeigen muss. Oh, und sie ist die Frau von Gollum. So ganz kapiert habe ich den Sinn hinter dieser Szene allerdings noch nicht. Okay, sie ist eigentlich steinalt und hat ein magisches Halsband, dass sie jung macht, oder wie? Und wie soll das jetzt Jon Snow helfen?

Immerhin hat der gute Jon dann aber schon mal ein paar Verbündete rund um Davos, die ihn verteidigen werden, bis er wieder aufgetaut ist.

Auftauen würden wohl auch gerne Sansa und Theon, nachdem sie durch das arschkalte Wasser gewatet sind. Immerhin retten die beste Arschtreterin im Westen und ihr Begleiter, der zumindest einigermaßen mit dem Schwert umgehen kann, die beiden vor Ramsays Suchtrupp. Immerhin wieder mal eine neue Konstellation, die jetzt durch die Walachei latschen darf. Ich mag das ja immer gerne. Je eigenartiger die Zusammenstellung, desto besser. Jamie und Brienne? Yeah. Der Hound und Arya? Doppel Yeah! Diese Konstellation verspricht auch einiges.Ich hoffe nur, Sansa geht mir nicht zu sehr auf die Eier, denn der Charakter nervt mich einfach.

Man geht noch mal auf den Flashback aus der ersten Episode der letzten Staffel ein. Cersei glaubt jetzt an Prophezeiungen. Also 10 Folgen später. Da hätte man auch diese Staffel mit dem Flashback eröffnen können, aber sei es drum. Jamie sind Prophezeiungen scheißegal und alle können sich mal ficken gehen. Ich mag den ja schon irgendwie, aber ich hoffe, dass er nicht all zu lange in Kings Landing bleibt. Wald und Wiesen Jamie ist einfach viel cooler.

Margaery ist ja noch im Kerker. Hatte ich völlig vergessen. Wahrscheinlich weil sie die komplette fünfte Staffel absolut keine Rolle gespielt hat. Naja, jetzt zieht man mit ihr halt die Cersei-Nummer ab. Schauen wir mal, ob man sie am Ende auch nackt durch die Stadt latschen lässt.

Die dornigen Sandschnicksen schnetzeln den Prinz und seinen Sohn weg. Tja, schade, dass Dorne, die Tussis, der Prinz und alles was damit zusammenhängt mir scheißegal sind, nachdem man das in Season 5 so verkackt hat.

Tyrion muss dringend an seinem Valyrian arbeiten. Und die Stadtleitung etwas überdenken. Sonst werden wohl noch einige Feuer mehr gelegt.

Der Khaleesi Suchtrupp reitet durch Schottland, während Daenerys durch die Kalahari geführt wird. Alle wollen sie knallen, aber keiner darf. Traurige Sache. Jedenfalls ist diese Gefangenschaft jetzt schon interessanter als alles, was bei Daenerys in den letzten 3 Staffeln passiert ist.

Arya wird im blinden Stockkampf trainiert. Geil wäre es gewesen, wenn die den Kampf auf einer Brücke über dem Fluss von Nottingham ausgetragen hätten. Aber bitte BITTE zeigt jetzt nicht einfach jede Woche, wie Arya vermöbelt wird, bis sie dann in Folge 10 den Kampf erlernt hat. Wenn der Scheiß jetzt wieder ewig in die Länge gezogen wird, ohne das irgendwas an Entwicklung dabei rumkommt, fange ich noch an, Arya zu hassen. Und das will ich nicht.

 

Ein Einstieg wie man ihn kennt, würde ich sagen. Man hat bei den ersten Charakteren die Weichen gestellt. Nächste Woche sind dann wohl die dran, die diese Woche fehlten. Lassen wir es also erst mal ruhig angehen.

Media Monday #252

Der Frühling in  Deutschland ist ja schon was besonderes. Arschkalt. Arschnass. Arsch … alles Arsch. Mal ehrlich, was ist das bitte für ein Pisswetter da draußen? Letzte Woche hätte man noch ins Freibad gehen können und jetzt kann man Schlitten fahren.

Zum Glück bin ich in meinen sicheren vier Wänden geschützt vor dem Blizzard, der draußen tobt und kann in Ruhe den Media Monday beantworten. Heute in der Allwetteredition.

1. Die Geschlechterrollen in Hollywood-Filmen sind wie Regen – immer die gleiche Scheiße. Immer nur Mann oder Frau. Wo sind die Transvestiten-Rollen? Wäre mal eine Debatte bei den Oscars wert, meint ihr nicht auch? #OscarsSoTranny.

2. Das Wetter in Filmen wird der Sache nicht annähernd gerecht, denn wenn man mal genau darauf achtet, ist es oft so, dass von einer Szene zur nächsten vom schönsten Sonnenschein plötzlich in einen Monsun geschnitten wird, obwohl nur einige Sekunden im Film verstrichen sind. Richtig geil wird es dann natürlich, wenn eine bestimmte Szene an unterschiedlichen Tagen gedreht wurde und man bei jedem Cut sieht, wie sich das Wetter ändert. Ich mag sowas. Schließlich sind solche Szene wie der Frühling in Deutschland. Wechselhaft.

3. Ich trauere ja immer noch den richtig guten Katastrophenfilmen hinterher, die es früher mal gab. Ihr wisst schon, wo durch so richtiges Scheißwetter die Welt unterging. Regen, Nebel, Schnee, Stürme. Halt so Filme in dem das beste tatsächlich das Wetter ist. Ich mochte solche Filme immer gerne. Davon gibt es viel zu wenig.

4. Der Wetterbericht hätte gerne fortgesetzt werden können, denn mir fehlte da die Ankündigung von schönem Wetter.

5. Roland Emmerichs Weltuntergangsgelöt war ein(e) überraschend großartige(s) Desaster , weil da irgendwie trotz fehlender Substanz, lahmen Charakteren, keiner wirklichen Story, die Zerstörung einfach gut gemacht war. Zumindest größtenteils. Ich bin ehrlich. Ich bin ja so ein bisschen Emmerich-Fan. Was ich bei anderen Filmen nicht kann, nämlich einfach mal mein Hirn auszuschalten und das Spektakel auf mich wirken zu lassen, kann ich bei seinen Filmen ziemlich gut. Liegt vielleicht daran, dass er genau das schon gemacht hat, als noch nicht alles am Computer entstand und man noch einfallsreich sein musste, um eine Stadt abzufackeln. Ich habe auch irgendwie Bock auf Independence Day 2. Der wird hoffentlich ähnlich hirnlos und spektakulär wie Teil 1. Ich glaube aber eher nicht.

6. Das Kackwetter hat mich dazu verleitet, mal wieder etwas für Filmschrott – Der Film zu schreiben. Und zwar den Anfang:

EXT SUMPFGEBIET NAHE DEM FLUGHAFEN

Jiminy Billy Bob Bobberson steht auf einem selbst zusammengezimmerten Floß und treibt mit Hilfe eines langen Stocks durch das Schilf und anderes Gewächs in dem Tümpelwasser. Mücken surren. Alligatoren gähnen. Frösche quaken. JBBB treibt weiter. In der Ferne sieht er ein Flugzeug abheben, das in den Himmel aufsteigt während es näher kommt und über ihn hinweg fliegt.

INT FLUGHAFEN

Es herrscht das übliche Treiben und Chaos eines Flughafens. Eine Stewardess zwängt sich durch den Trubel. Sie erreicht ihren Flug noch rechtzeitig.

Eine gutaussehende Frau beobachtet den Abflug des Flugzeugs, in dem die Stewardess sitzt. Sie will gehen, aber wird von einer Hand an der Schulter festgehalten. Die Hand gehört einem Mann, der nicht sehr freundlich aussieht.

MANN

Hallo, Giselle.

GISELLE

Grim. Was willst du hier?

GRIM

Du weißt genau, was ich will.

GISELLE

Ich habe es nicht.

GRIM

Das weiß ich. Du hast es der Stewardess untergeschoben. Ich hoffe, sie hat ihr Geld bereits ausgegeben.

GISELLE

Tu das nicht, Grim.

GRIM

Tut mir leid, meine Liebe. Du weißt, ich habe keine Wahl.

Grim schließt die Augen und murmelt etwas unverständliches vor sich hin.

INT SUMPFGEBIET NAHE DES FLUGHAFENS

JBBB beobachtet das Flugzeug, das in den Himmel aufsteigt. Am Himmel brauen sich in ungewöhnlicher Geschwindigkeit schwarze Wolken zusammen. Das Flugzeug fliegt direkt in den spontan entstandenen Sturm. Ein Blitz schlägt in eine der Turbinen ein und setzt den Flügel in Brand. JBBB springt ins Sumpfwasser, als das Flugzeug knapp über seinem Kopf hinweg gleitet und in den Sumpf stürzt.

INT FLUGHAFEN

Giselle schaut geschockt von der Aussichtsplattform zum Sumpf. Sie dreht sich um.

GISELLE

(zu Grim)

Das wirst du bereuen. Wenn ich mit dir fertig bin, wirst du nicht nur mein Ex-Mann sein. Du wirst ein kompletter Ex-Mann sein.

GRIM

Ich schätze, wir sehen uns dann, meine Liebe.

Grim geht. Giselle schaut ihm wütend hinterher.

EXT SUMPFGEBIET/ABSTURZSTELLE

Zwischen den Trümmern des Flugzeugs liegt eine Ampulle mit einer grünen Flüssigkeit, die in das Sumpfwasser ausläuft.

Keine Ahnung, wo das mal hinführt, aber wird schon werden, immerhin haben wir verseuchtes Wasser, einen Wettergott (oder sowas) und seine Ex-Frau.

7. Zuletzt habe ich Die Legende von Bagger Vance gesehen und das war ziemlich langweilig, weil mir spontan mindestens drei Golffilme einfallen, die besser und unterhaltsamer sind. Und einer davon ist mit Adam Sandler. Spricht also nicht gerade für Bagger Vance. Richtig scheiße ist er aber auch nicht. Eben nur lahm und uninteressant. Immerhin ist in dem FIlm immer schönes Wetter.

3 Gründe warum Post-Credit Szenen nerven

Wir befinden uns mitten im Kinojahr 2016. Und das bedeutet, wir befinden uns mitten im Comicverfilmungen-Overkill 2016. Und das wiederum bedeutet, wir befinden uns in der Post-Credit-Szenen-Hölle 2016.
Nun bin ich ja bekannt dafür einfach alles zu hassen, was heutzutage irgendwie angesagt ist. Aber ich bin auch dafür bekannt das zu begründen. Deshalb bringe ich euch hier ein paar Gründe, warum diese Post-Credit-Szenen nach den ganzen Comicverfilmungen absolut verachtenswert sind.

1. WAS HABE ICH DA GERADE GESEHEN?

Ich bin ja ein typischer Abspanngucker. Ich bleibe immer im Kino sitzen, bis auch der letzte Name über die Leinwand geflimmert ist. Und nebenbei will ich dabei, genau wie beim Rest des Films meine Ruhe haben und nicht, wie im Fall von Fluch der Karibik damals, irgendein Arschloch das den Film schon gesehen hat hinter mir haben, das jeden Gast der das Kino verlässt, mit einem“zu früh“ kommentiert, nur weil da halt noch ne 3-Sekundenszene kommt; HALTET IM KINO GEFÄLLIGST EURE VERFICKTEN FRESSEN IHR WICHSER!
Wo war ich? Ach ja: Ich nutze die Zeit des Abspanns gerne, um zu reflektieren, was ich da gerade gesehen/erlebt habe. Schwachsinnige Post-Credit-Szenen reißen mich aber aus dieser Reflektion raus. Ein Film soll mich mit dem eigentlichen Ende nach Hause schicken. Es gibt nicht umsonst eine Akt-Struktur, die sich über Millionen von Jahren etabliert hat. Anfang – Mitte – Schluss. Nicht Anfang -Mitte -Schluss – Post-Credit-Szene.

2. ÜBERRASCHUNG!!! DEINE ÜBERRASCHUNGSPARTY IST ABGESAGT

Ich bin ja eher der Old-School-Filmfan, der gerne eine gute Story hat, mit ein paar interessanten Wendungen und der ein oder anderen Überraschung. Scheinbar gehöre ich damit aber zu einer aussterbenden Art, denn offensichtlich verlangt das Publikum nach Trailern, die innerhalb von 2 Minuten den ganzen Film verraten, die dann damit enden, dass eine Post-Credit-Szene schon mal verrät, was im nächsten Film passiert. Nichts ist mehr überraschend. Statt zum Beispiel einen Superman im Hintergrund kurz durchs Bild fliegen zu lassen, und so Gerüchte anzuheizen, ob er es wirklich war, und ob er wohl im nächsten Film dabei ist, und ob das überhaupt irgendeine Sau interessiert, taucht ein Superman einfach in der Post-Credit-Szene auf und sagt: „Ach übrigens. In der Fortsetzung von diesem Scheiß bin ich auch dabei.“
Ein guter Film braucht das nicht. John McClane ist nach dem Kampf im Nakatomi-Plaza auch nicht in die Limo gestiegen und hat dem Fahrer gesagt, er soll ihn zum Flughafen fahren, wo dann schon ein Bösewicht hämisch in die Kamera grinste. Es kommt sowieso zu jedem Scheiß eine Fortsetzung, aber man sollte sich darauf freuen, weil einem die Charaktere oder die Geschichte gefallen haben. Nicht weil einem eine Sekundenszene vorschreibt, dass man sich darauf freuen muss.

3. UND JETZT ETWAS REKLAME

Post-Credit-Scenes sind also nichts weiter als billige Werbung für den nächsten Scheißfilm. Und ich hasse Werbung. Alles ist nur noch Marketing. Man guckt einen Film und alles was man sieht ist eigentlich nicht mehr, als eine große Marketingkampagne für den nächsten Film des Franchises. Es wertet den Film ab und lässt ihn nur wie ein Verkaufsargument für weitere Teile erscheinen.
Wie wohl viele Filmblogger betrachte ich Filme als eine Form der Kunst. Und auch wenn Kunst aufeinander aufbaut, sollte doch jedes Werk für sich stehen. Picasso hat auch nicht auf sein Bild geschrieben: „Hey, und checkt demnächst mal meine Mona Lisa aus. Die wird richtig geil.“

Was haltet ihr von Post-Credit-Szenen? Mögt ihr dieses kleine Extra, das den kompletten Film zerstört? Hasst ihr sie genau so, wie ich? Diskutiert in den Kommentaren.

Kultschrott – Batman Staffel 1 Episoden 3 und 4

Weiter geht der Heilige Bimbam namens Batman aus den Sechzigern:

STAFFEL 1 EPISODE 3 – FINE FEATHERED FINKS (GEFIEDERTE LUMPEN – TEIL 1)

Es ist kurz vor neun Uhr morgens in Gotham City und „The House Of Ali Baba“ hat heute seine große Eröffnung. Das nutzen irgendwelche Sintflut-Fanatiker, um kostenlose Regenschirme zu verteilen. Eigentlich sind es gar keine Sintflut-Fanatiker, sondern Komplizen des Pinguin und die Schirme versprühen ein wunderschönes Feuerwerk.

Dick findet französisch lernen kacke und ich fühle mit ihm. Bruce hingegen glaubt, dass Fremdsprachen zu lernen der Schlüssel zum Weltfrieden ist. Na dann …

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!

Batman und Robin müssen die Hausaufgaben natürlich erst mal ruhen lassen, denn wichtiger ist im Moment den Pinguin zu fangen. Dazu sehen sie sich ein Überwachungsvideo aus der Gefängniszelle des Pinguins an, der dort seine nächsten Pläne schmiedete. Interessant übrigens, dass in der Gefängniszelle ständig die Kameraperspektiven wechseln. Gotham hat einfach die beste Überwachungstechnik. Durch das Video stellt sich jedenfalls heraus, dass der Pinguin für seinen teuflischen Plan Regenschirme braucht, also checkt man erst mal, ob in den letzten Tagen in Gotham eine neue Regenschirmfabrik gegründet wurde. Und siehe da, gleich drei neue Schirmfabriken. Leider keine auf den Namen Pinguin zugelassen, weshalb man in einer Sackgasse landet. Einfach nicht fair vom Pinguin die Firma einfach mit anderem Namen zu gründen. Übrigens fällt an dieser Stelle eine weitere sehr wichtige Sache dieser Serie auf: Die Antagonisten haben (zumindest zu Beginn der Serie) nur ihre Alter-Egos. Heißt, dass der Pinguin hier wirklich einfach Pinguin heißt, und nicht etwa Oswald Cobblepot. Deshalb wird auch eine Suche nach der Cobblepot-Schirm-Fabrik natürlich nix bringen. Trotzdem kommt man natürlich auf des Rätsels Lösung, denn Pinguin hat seine Fabrik Schräger Vogel Schirmfabrik genannt. Ein echter Meister der Tarnung, dieser Bösewicht.

Absolut grandios dann ein Gespräch zwischen dem Pinguin und seinen Handlangern, in dem mit Vogel-Sprichwörtern nur so um sich geworfen wird.

Auf dem Weg zur Schirmfabrik müssen Batman und Robin noch kurz bei der Bank vorbei, um einen Regenschirm zu entschärfen.

Der Pinguin verschwindet derweil in seinem geheimen Fahrstuhl, der für ganz Doofe auch genau so beschriftet ist. Batman und Robin erreichen dann die Schirmfabrik, können dem Pinguin aber nichts nachweisen, also versucht der ihnen einfach ein paar Schirme zu verkaufen. Da die Sonne scheint, was in späteren Jahren in Gotham eher selten der Fall ist, verzichten unsere Helden.

Ein riesiger Schirm liegt in der Stadt und Batman und Robin packen das Teil ein, um es in der Bat-Höhle zu untersuchen. Da sie aber nix finden, beschließt Bruce Wayne, den Schirmladen zu verwanzen. Der Pinguin ist aber kein Spatzenhirm und fängt Bruce Wayne mit dem guten alten „Netz von der Decke fallen lassen“-Trick. Immerhin kennt der Pinguin die wahre Identität von Batman nicht und hält Bruce deshalb für einen rivalisierenden Schirmhersteller.

Bruce wird gefesselt und rollt langsam auf einem Fließband auf einen Kamin zu.

Wird Bruce sein feuriges Ende finden? Oder kann Robin ihn vielleicht retten? Und warum nutzt der Pinguin so selten geflügelte Worte? Antworten gibt es vielleicht in:

STAFFEL 1 EPISODE 4 – THE PENGUIN’S A JINX (GEFIEDERTE LUMPEN – TEIL 2)

Heiliges Krematorium! Bruce Wayne steuert immer noch geradewegs auf den Verbrennungsofen zu.

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN! (Schon genervt? Keine Panik. Sind nur noch ungefähr 120 Folgen.)

Der Ofen ist übrigens laut Warnschild 10.000 Grad heiß. Wundert mich, dass ganz Gotham noch nicht zu einem einzigen Metallklumpen zusammengeschmolzen ist. Ist wahrscheinlich durch ein Bat-Kühlsystem abgesichert. Bruce wacht rechtzeitig auf und es folgt die genialste Befreiungsaktion, seit … der ersten Befreiungsaktion, die es jemals gab. Er hat nämlich sein Feuerzeug dabei, mit dem jetzt jeder dahergelaufene Fatzke seine Fesseln durchbrennen würde. Aber nicht Batman. Der wirft es in den 10.000 Grad-Ofen, was eine Explosion verursacht, die ihn vom Fließband schleudert. Wenn schon befreien, dann auch mit Stil.

Batman und Robin versuchen dann das Schirmrätsel zu lösen und kommen drauf, dass der Pinguin eine berühmte Schauspielerin entführen will, weil das irgendwas mit Vögeln zu tun hat. Nein, nicht was ihr denkt. Nebenbei werden sie dabei die ganze Zeit vom Pinguin abgehört.

Die Helden klettern mal wieder eine Wand hoch, was immer noch unfassbar genial aussieht und warnen Aurora Robbins, dass der Pinguin kommt, um sie zu holen. Der schwebt dann auch schon mit einem Schirm heran, wird aber natürlich von Batman und Robin in Empfang genommen. Aber der Pinguin hat einen Riesenmagneten dabei, der die Allzweckgürtel unserer Helden magnetisiert und sie unschädlich macht. Der Pinguin nimmt Aurora mit und am nächsten Tag müssen Rettungspläne geschmiedet werden.

Die sehen so aus, dass sich Batman und Robin bei einer Geldübergabe in Ritterrüstungen verstecken. Äußerst intelligent wenn man mich fragt. Vor allem wenn man an den Riesenmagneten des Pinguin denkt. Den braucht er aber gar nicht, denn er besprüht die Rüstungen einfach mit Gas, um seine Gegner auszuknocken. Immerhin lässt er Aurora da und sackt nur das Geld ein.

Aber wer hätte das gedacht. Batman und Robin haben den Plan durchschaut und Puppen in die Rüstungen gesteckt. Also kann der große Kampf steigen. Dieses Mal gibt es Fechten mit Regenschirmen und KAPOW! OOOOF! BAM! Aber trotzdem gewinnen selbstverständlich die Helden und können anschließend auf eine lahme Party gehen, auf der auch Aurora rumhängt, die in Batman verknallt ist. Ob das noch eine Rolle spielen wird, erfahren wir ein anderes Mal. Viel wichtiger ist momentan:

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!

Media Monday #251

So, es ist mal wieder Montag. Ihr wisst was das bedeutet: Ich könnte kotzen. Tue ich aber erst später. Denn erst mal beantworte ich den Media Monday.

1. Enttäuschung drückt nicht annähernd aus, was ich empfand, als ich Dr. Henry Jones Jr. in einem Kühlschrank durch die Gegend fliegen sah. Aber letztlich wurde Indiana Jones 4 dann noch viel schlimmer. Das war dann auch quasi der Anfang vom Ende der Reboots. Denn es wurde immer grausamer und wird wohl seinen vorläufigen Zenit demnächst mit dem Ghostbuster-Debakel erreichen.

2. Wenn andere so über Ghostbusters reden, könnte man ja meinen, dass es tatsächlich noch Leute gibt, die glauben, dass das keine totale Scheiße wird. Ich meine, haben die Leute den Trailer nicht gesehen? Es ist doch wohl sonnenklar, dass niemand, der an diesem Film beteiligt ist, auch nur ansatzweise verstanden hat, warum der originale Ghostbusters so beliebt ist. Man, das wird übel. Und nicht im positiven Sinne.

3. Manchmal fragt man sich ja, was die Verantwortlichen sich bei der Auswahl der Filmtitel denken, wie etwa bei Zicke Zacke Ziegenkacke, der klingt wie eine Scheißkomödie, aber eigentlich eher ein Drama ist, oder Journey Of Love – Das wahre Abenteuer ist die Liebe, wo man direkt an die größte Schnulze des Jahrtausends denkt, was aber eher eine Komödie ist. Aber das Thema wird uns wohl ewig verfolgen. 

4. Bei historischen Stoffen tue ich mich hin und wieder durchaus schwer. Eigentlich interessiert mich das oft schon, aber es gibt einfach Settings und Stoffe, bei denen ich quasi instant einpennen könnte. Sehr gerne gucke ich aber Mittelalterfilme und bin immer noch der Meinung, dass man da viel mehr mit machen sollte. Am besten immer mit Sean Bean, der einfach perfekt in das Setting passt.

Und was ich ja auch immer noch gerne hätte, wären mal gute Filme über die Hexenverfolgungen, aber ohne beschissenen Hokuspokus, sondern nahe an der Realität.

5. Vom Set-Design her bietet das Mittelalter auch einige coole Möglichkeiten. Aber heute würde man das wohl eh alles nur animieren und photoshoppen.

6. Eines der wohl meistbemühten Klischees ist es ja wohl, dass Filmschrott – Der Film voller Froschmutantenaction ist. Dabei wird es auch ruhige Momente geben wie diesen:

INT FROSCHMUTANTENHÖHLE

Ein paar menschliche Geiseln sitzen an der Wand. Der Froschmutantenanführer sitzt in der Ecke und kaut auf einer Fliege.

FROSCHMUTANTENANFÜHRER

Wisst ihr, eigentlich sind wir wirklich nette Kerle. Wenn wir uns unter anderen Umständen begegnet wären, hätten wir vielleicht mal eine Runde Frogger zusammen gespielt.

JUNGE

Frogger? Man, das ist sowas von letztes Jahrtausend.

FROSCHMUTANTENANFÜHRER

Letztes Jahrtausend`In welchem Jahr sind wir?

JUNGE

2016. Wir haben geileren Scheiß als Frogger. Hier ich zeige es dir.

Der Junge wühlt in einem Rucksack und holt ein Handheld hervor. Er reicht es dem Froschmutantenanführer. Der schaut auf den Bildschirm und steuert einen 3D-Frosch durch eine 3D-Welt.

FROSCHMUTANTENANFÜHRER

Ribbit. Das ist ja der Wahnsinn.

JUNGE

Das ist noch gar nichts. Ihr solltet sehen, was auf den großen Bildschirmen alles möglich ist. Oder auf Leinwänden. Oder …

FROSCHMUTANTENANFÜHRER

Also gut, ich habe genug gehört.

(steht auf)

Auf zum Kaufhaus!

ALLE FROSCHMUTANTEN

Quak?

7. Zuletzt habe ich Verhandlungssache OT: The Negotiator gesehen und das war ziemlich gut, weil es ein schöner Old School Verschwörungsthriller ist, mit einem starken Cast (Samuel L. Jackson Motherfuckers) bis in die Nebenrollen. Kein Meisterwerk, aber wenn man Bock auf sowas hat, kann man damit absolut nichts falsch machen.

10 gute Filmremakes

Ja, ich weiß, ich bin zu spät. Die Deadline von Ma-Gos Blogparade ist schon abgelaufen. Aber leider machte mir letzte Woche mal wieder mein Laptop einen Strich durch die Rechnung und ich komme erst jetzt dazu, noch schnell meinen Senf dazu zu geben.

Eigentlich würde ich es einfach dabei belassen, weil sowieso jeder weiß, wie scheiße ich Remakes, Reboots und generell diesen ganzen unkreativen Mist finde, den Hollywood fabriziert. Aber um mal zu zeigen, dass es manchmal – aber wirklich nur manchmal – auch noch Dinge gibt, die ich nicht total zum kotzen finde, poste ich hier trotzdem mal eine Liste mit 10 Remakes, die tatsächlich gut sind. Ob besser als das Original kann ich nicht immer beurteilen, da ich nur selten beide Versionen gesehen habe. Vielleicht ist das auch der Grund, warum mir die Remakes gefallen. Wer weiß.

BEN HUR

Beginnen wir doch einfach mal mit dem Film, der hier der Stein des Anstoßes war. Und den soweit ich das verfolgen konnte komischerweise niemand auf seiner Liste hatte. Ja, Ben Hur, mit dem rassistischen Waffenlobbyarschloch Charlton Heston, war ein Remake. Das Original war ein Kurzfilm von 1907, der bereits im Jahr 1925 in eine stumme Langversion umfunktioniert wurde, bevor dann 1959 der Klassiker folgte, der demnächst von dem Saftladen Hollywood verhunzt werden wird. Freuen wir uns schon mal auf animierte Wagenrennen und Morgan Freeman als Black Moses From The Red Sea – oder was auch immer der darstellen soll.

THE DEPARTED

Martin Scorsese hat es echt drauf. Verzeihen wir ihm also mal, dass er mittlerweile auch nur noch ein fauler Saftsack ist, der sich dem Hollywood-Arschkrampen-Machen-Sich-Alles-So-Einfach-Wie-Es-Geht-Niveau gebeugt hat. Bevor das der Fall war, hat er noch coole Filme gemacht. Dieses Remake vom asiatischen Original „Infernal Affairs“ zum Beispiel. Ob es jetzt unbedingt sein Oscar-würdigster Streifen ist, lasse ich mal dahingestellt. Ein starker Film ist es allemal.

TRUE GRIT

Die Coens haben sich ja schon mal an einem Remake versucht und Ladykillers mit Tom Hanks hingeschludert, den ich alles andere als gut fand. Dürfte sogar die größte Enttäuschung von den Coens gewesen sein. Als dann angekündigt wurde, dass sie mit True Grit ein weiteres Remake planen, das dazu auch noch ein Western ist, was ja nicht gerade mein bevorzugtes Genre ist, dachte ich erst mal: „Oh, das wird nix. Den spare ich mir besser direkt.“ Da ich allerdings Jeff Bridges als besoffenen Sheriff nicht verpassen wollte, habe ich mir den Spaß doch gegeben und es ward gut. Das Original „Der Marshal“ mit John Wayne, den ich ohnehin für einen komplett überbewerteten Fatzken mit beschissenem Hut halte, kann niemals so unterhaltsam sein.

THE MONEY PIT

Wo ich schon Tom Hanks erwähnt habe, muss dieser Film, mit dem geilsten Hanks-Lachflash aller Zeiten, natürlich in die Liste. Hierzulande besser bekannt unter dem Namen „Geschenkt ist noch zu teuer“ in dem Tom Hanks und Shelley Long mit fürchterlicher 80er-Frisur ihr Traumhaus bauen, wobei alles schief geht, was schief gehen kann. Bereits 40 Jahre zuvor stieß Cary Grant in „Mr. Blandings Builds His Dream House“ auf ähnliche Probleme.

SCARFACE

Muss ich wohl nicht viel zu sagen. Al Pacinos wohl berühmteste Rolle. Ein Remake vom Original aus den 1930ern.

DAWN OF THE DEAD

Zack Snyder ist ja momentan wieder mal in aller Munde. Immerhin ist er für „Batman V Superman“ verantwortlich. Ungesehen, weiß ich zwar, dass der Streifen eine absolute Katastrophe sein wird, aber ich bin kein so großer Zack Snyder-Gegner, wie viele andere. Wenn ich etwas kritisieren wollte, dann wäre es wohl, dass er absolut nichts eigenständiges macht. Nur Remakes und Adaptionen. Mit anderen Worten, er passt hervorragend ins innovationslose Hollywood des 21. Jahrhunderts. Jedenfalls mochte ich sein Remake zu Dawn Of The Dead. Aber man muss auch einfach sagen, dass man da wenig falsch machen konnte, denn das Original ist doch sehr stark angestaubt und mittlerweile doch eher unfreiwillig komisch.

THE RING

War gut. Und dann kam die Fortsetzung …

TWELVE MONKEYS

Das hier ist zwar kein direktes Remake, da das vermeintliche Original „La Jetée“ eigentlich nur die Grundidee lieferte, aber das reicht mir in diesem Fall mal, einfach damit ich den Film erwähnen kann. Denn erstens ist er von Terry Gilliam, was selten schlecht ist, zweitens war Bruce Willis hier noch nicht ausgelutscht ohne Ende und drittens ist Brad Pitt absolut irre.

INSOMNIA

Noch mal Al Pacino. Dieses Mal unter der Regie von Christopher Nolan, der hier seinen „normalsten“ Film ablieferte. Das Original stammt aus Norwegen und da haben wir auch direkt den Grund, warum dieser Film unbedingt noch mal mit US-Darstellern inszeniert werden musste. Schließlich sind die Scheiß-Amis nicht in der Lage mal aus ihrem verfickten Piss-Kosmos auszubrechen und sich auf etwas einzulassen, in dem nicht ihre abgefuckten Kackstars vor der Kamera rumturnen. Aber in gaaaaaaaaaaaaaaaaaanz wenigen Ausnahmefällen ist das dann doch eine gute Sache. Sonst hätten wir nie Robin Williams als großartigen Antagonist in diesem Streifen erlebt.

THE HILLS HAVE EYES

Sind wir mal ehrlich: Wes Craven war durchaus ein echter Könner, aber wenn man im Horrorgenre rumturnt, bleibt es kaum aus, dass man auch mal richtig große Grütze abliefert. Die Scream-Fortsetzungen beispielsweise. Aber zumindest hat der werte Herr Craven immer versucht, kreativ zu bleiben und etwas neues zu einem ständig ausgelutscht wirkendem Genre beizutragen. Sein „Hügel der blutigen Augen“ schuf quasi das Genre des Hinterwäldler-Splatter-Schnetzel-Mutanten-Horrorfilms, den wir heute alle so scheiße finden; oder vielleicht auch nur ich. Allerdings muss man gestehen, dass das Original doch sehr stark unter unfassbar schlechten Darstellern zu leiden hat. Dadurch hat das Remake generell schon mal eine Daseinsberechtigung. Dazu kommt, dass man sich nicht einfach strikt an das Original hält, sondern den Verlauf des Films stark ändert, wodurch der Spaß einfach eigenständig wirkt.

Und genau das sollte ein Remake tun. Es ist wie bei den ganzen verfickten Coversongs heutzutage, die einen von morgens bis abends auf den überflüssigen abgefuckten Radiosendern nerven, für die man auch noch GEZ zahlen muss, damit die ihr Pissprogramm weiter senden können … Wenn man einen Song covert, sollte man zumindest so viel Sinn und Verstand haben seinen eigenen Stil einzuarbeiten, dabei aber dem Original auch treu bleiben. Ein schwieriges unterfangen, an denen viele gescheitert sind und größtenteils verdienen, einen grausamen, schmerzhaften, qualvollen Tod zu sterben für die Folter, durch die ich jedes Mal geschickt werde, wenn dieses verdammte Grauen läuft.

Jedenfalls sollte es mit einem Filmremake genau so sein. Ein Remake nur um des Remakes Willen ist zum Scheitern verurteilt. Ein Remake eines Regisseurs, der seinen eigenen Stempel auf den Film drückt, dabei aber das Original nicht zerstört, kann richtig gut sein.

Und jetzt warten wir alle gespannt auf Ghostbusters und darauf, das Paul Feig elendig verreckt und aufhört, mit seinen Scheißfilmen zu nerven. Hoffentlich passiert das vor Ghostbusters 2.

Feucht-fröhliche Blutspendeaktion in abzappelndem Gastronomiegewerbe

Es wird mal wieder Zeit für etwas gruseliges hier auf dem Filmschrottplatz. Am besten etwas mit blutrünstigen Vampirgrafen, die unschuldige Jungfrauen beißen. Die dazu am besten noch möglichst unbekleidet sind. Der heutige Titel verspricht genau das. Und ich wette er wird nichts davon halten.

 GRAF DRACULA IN OBERBAYERN – Deutschland – Italien – 1979 – 93 Min.

Es ist großer Blutspendetag in Oberbayern. Da lässt sich natürlich selbst der Bürgermeister nicht lumpen. Allerdings klaut Boris einfach mal die Blutkonserven. Offensichtlich ist er ein bekannter Blutdieb, denn die Blutspendeoma erkennt ihn sofort.

Kommen wir zum wohl besten Teil des Films. Der Vorspann. Denn da kann man sich mal für eine Minute eine Burg anschauen, die in unberührter Natur auf einem Hügel thront. Direkt danach sehen wir eine nackte Tussi, die an eine Wand gekettet ist und von zwei immerhin halbnackten Ischen gebrandmarkt und anschließend auf einer Streckbank, nun ja, gestreckt wird. Natürlich ist das alles nicht echt, sondern nur ein Photoshooting für die Oberbayern-Edition der Blitz ILLU.

Im Verlies der Burg streunern Franz und die Blutspendeoma rum, die ganz entrüstet ist, als sie einen – und ich untertreibe hier nicht – einen Meter langen Dildo findet. Den muss sie unbedingt dem Bürgermeister zeigen, denn mit einem Beweisstück solch gigantomanischen Ausmaßes kriegt man ratzfatz einen Durchsuchungsbefehl. Die Tussi will nämlich beweisen, dass das Schloss nicht nur eine Disco ist, sondern ein verruchter Pornoschuppen. Oh, und Vampire leben da angeblich auch. Wenn schon Verschwörungstheorie, dann richtig. Das weiß auch eine Blutspendeoma.

Kaffeepause beim Photoshoot und Florian zeigt allen Mitarbeitern und den nackten Tussis die Gruft von Graf Stanislaus. Auf der Treppe befindet sich eine rote Flüssigkeit. Einer der Kasperköppe nimmt eine Kostprobe und stellt fest: Es ist Blut. Bevor die Gang den Sarkophag öffnen kann kommt irgendein Mönch angerannt und sagt, dass das echt nicht cool ist, also hauen alle ab. Und dann kommt eine Hand aus dem Sarg! Spooky und so.

Frau Lehrerin muss den Dildo verstecken, weil die Gräfin vorbei kommt. Da sie keinen geeigneten Ort findet, schiebt sie sich das Teil halt unters Kleid. Mörderorgasmusgag incoming. Ach nee, der Film ist ja nicht aus dem 21. Jahrhundert. Damals hat man so einen Witz einfach mal liegen lassen, wenn er sich anbot. Heute hätte die Tussi das ganze Lehrerzimmer vor Geilheit geflutet. Da sieht man mal wieder, warum selbst die Scheißfilme damals besser waren.

Der Kirchenverein feiert den 80. Geburtstag von Johanna und Franz schenkt ihr DEN MEGADILDO! Denn die Lehrerin hat versehentlich und komplett Off-Camera den Dildo mit einem Gartenzwerg vertauscht. Als sie dem Bürgermeister und dessen Begleitern namens Mario und Mausi – ja, die heißt wirklich so – diesen Zwerg zeigt, gibt es natürlich die üblichen Gags von wegen so einen hat doch jeder, aber der von Mario ist kleiner und tihihihihi.

Zwei Tussis tanzen zu einem beschissenen Song und ich kann mir nicht helfen, aber ich verstehe bei dem Refrain ständig „Fuck Me Dracula“. Wundern würde es mich nicht, wenn die auch genau das singen. Jedenfalls passiert quasi nichts, außer dass Boris einen Suppenteller Blut bei den Särgen abstellt. Die Vampire Olivia und Stanislaus wachen dann auf, aber finden, dass Boris echt mal mehr Blut ranschaffen könnte und wollen sich jetzt mal selbst versorgen.

Mausi kaut nem Typen einen unterm Tisch und tanzt anschließend mit Mario. Der Einwurf von irgendeinem Typen, dass Mario eher ein eifersüchtiges Individuum ist, wird eventuell noch eine Rolle spielen.

Die Gräfin macht erst mal die Gäste mit irgendwelchen Geistergeschichten nervös und empfiehlt, alle Fenster und Türen zu schließen, wenn die nackten durchgebumsten Weiber dann später pennen gehen. Ist auch generell ein guter Rat, denn so nackt wie die alle sind, holen die sich bei offenen Fenstern direkt ne Erkältung.

Zeit für die unausweichliche Duschszene. Und hier ziehen die wirklich alle Register: Weißer Hai Musik, als sich Graf Stanislaus anschleicht. Psycho-Referenz, als sich die Tussi rote Farbe von den Tüten wäscht, die dann in den Abfluss fließt. Psychoschattenspiel hinterm Vorhang darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Und ein Mördergag, als Graf Stanislaus von der Tussi mit dem Fotografen Stani verwechselt wird. Ha Ha Ha. Gerechterweise wird die Tussi für diesen schlechten Gag gebissen.

Vampirin Olivia guckt Zahnpastawerbung und mir fällt kein Spruch ein, der dämlich genug wäre, also lasse ich das einfach unkommentiert.

Ein Frauenschrei. Mario tapert mit Musketen durch das Schloss. Mausi reitet derweil einen anderen Typen. Mario ballert dann sinnlos durch die Gegend. Stani kommt vorbei und alle laufen hoch, um zu gucken, wer denn da so rumschreit. Es ist natürlich die gebissene Linda. Graf Stanislaus macht sich mal lieber vom Acker.

Völlig unabhängig von allem anderen, wird Leopold, den ich gerade zum ersten Mal sehe, von Olivia gejagt. Keine Ahnung, ob er erwischt wurde.

Boris und die Lehrerin wachen im selben Bett auf. Währenddessen will der Bürgermeister Mausi knallen, macht sich aber wegen Mario ins Hemd. Irgendwie kommt bei dem ganzen Quark dann das Versprechen des Bürgermeisters heraus, dass er die Lehrerin heiraten will, die immer noch im Bett von Boris liegt. Fragt mich nicht, ich habe die Szene auch nicht kapiert.

Warum liegt hier denn Stroh? Wegen dem Photoshooting für die Oberbayern-Ausgabe der Coupé natürlich. Nach dem Shooting bleiben die Ischen noch etwas im Stroh und ihnen werden die Klamotten geklaut. Irgendwie kommt mir das stark bekannt vor. Sie klauen dafür ein Auto, fahren nackt durch das Kaff und machen nebenbei etwas Werbung für die Schlossdisco.

Die Lehrerin tapert durchs Schloss und trifft Stani und dann GREIFT SIE IHN MIT EINEM KREUZ AN DENN SIE IST ELLEN VAN HELSING! Wow. Wer hat diesen atemberaubenden Twist kommen sehen? Stani hält die Tussi berechtigterweise für völlig plemplem und geht einfach.

Leopold erzählt seiner Mutter der Gräfin, dass er vorhat auf Vampirjagd zu gehen. Die Gräfin warnt Boris, dass die Vampire einfach so durchs Schloss gestreunt sind um eine nackte Ische zu beißen. Boris versorgt sie deshalb mit mehr Blut. Und einem Korb voller lebendiger Ratten. Fragt nicht …

DRACUUULAAAAAA DRACUULAAAAAA DRAAAAAAAAAAACUUUUUULAAAAAAAAAAAAAA! Ich war ja nie ein großer Discogänger, aber in dieser Schlossdisco mit der dauerhaft nervenden Dracula-Scheißmusik in allen möglichen Versionen, würde ich direkt austicken und einfach alles niedermetzeln, was es auch nur wagt, sich zu diesem rythmischen Verbrechen an der Menschheit zu bewegen. Hoffentlich sterben die jetzt alle. Und da kommt auf Stichwort auch schon wieder „Fuck me Dracula“ mit den gleichen tanzenden Bratzen von vorhin.

Stanislaus beißt Mausi. Mario haut schreiend ab, als er das sieht. Dann gibt es gefühlte zwei Stunden eine Softcore Sex Szene zwischen … ich habe keine Ahnung, es ist zu dunkel, aber den Brüsten nach zu urteilen würde ich zumindest mal auf Olivia tippen. Nach dem Schäferstündchen macht der brüllend komisch-zweideutige Satz, dass sie ihren Lover aussaugen will, dann eindeutig klar, dass sie es ist. Leopold kommt vorbei und stellt sich als der schlechteste Vampirjäger aller Zeiten heraus, als er seine Ausrüstung ablegt und sich einfach wehrlos von Olivia beißen lässt.

Olivia ist dann besoffen vom Alkohol in Leopolds Blut und lässt sich von dem Nicht-Vampir-Stani in den Keller zu ihrem Sarg bringen. Stani wird langsam etwas misstrauisch. Es folgt die selten dämlichste Szene aller Vampirfilme ever. Franz und Ellen Van Helsing knocken Stani aus, da sie ihn für den Vampir halten und wollen ihm einen Pflock ins Herz rammen. Im letzten Moment kommt aber der Vampir-Stanislaus vorbei und Ellen Van Helsing, die wohlgemerkt Vampirjägerin ist, lässt geschockt den Pflock fallen und haut mit den Worten „Hier spukt es! Komm wir verschwinden!“ ab. Der echte Van Helsing dreht sich im Grabe um, bei so viel Schwachsinn.

Beim Kaffekränzchen beschließen die Gräfin, Leopold, Stani, Mausi und Boris, dass die Vampire arschgefährlich sind und man was dagegen tun muss. Stani hat aber einen absolut grandiose Plan: er will aus dem Schloss ein Hotel machen, bei dem die Touristen sich freiwillig als Blutbank für die Vampire hergeben. Und wir dürfen nicht vergessen: Dieser Film ist totaler Bullshit. Also geht der Plan auf und das Geschäft boomt.

Graf Stanislaus und Olivia beschweren sich dann, dass ihr Vertrag wohl doch nicht so toll ist. Denn das ganze Blutgesauge den ganzen Tag bringt die beiden bald zum kotzen. Also beschließen sie, nach Transsilvanien abzuhauen, damit der Scheißfilm hier endlich mal vorbei ist. Ich gehe Blut spenden …

Media Monday #250

Wow! Schon 250 Ausgaben gibt es vom Media Monday. Da kann man ja mal gratulieren. Ich aber nicht, denn für solche nutzlosen Geflogenheiten habe ich keine Zeit. Da ich aber trotz akutem Zeitmangel die Nummer 250 nicht auslassen will, gibt es heute einen Media Monday Quickie. Ich hoffe für euch wird es genau so schön, wie für mich.

1. Die Situation, in der sich mein Zeitmanagement momentan befindet, gleicht dem Chaos auf einem Schrottplatz. Oder meinem Schreibtisch. Oder überhaupt allem, was irgendwie mit mir zu tun hat. Ich bin das Chaos.

2.Dass mein Laptop gestern 200!!! Updates installieren musste konnte ich nicht fassen, schließlich ging mir das Scheißteil in den letzten Wochen schon genügend auf den Sack, da hätte es das nicht auch noch gebraucht..

3. Für den heutigen Media Monday hätte ich ja gerne die Zeit und Muße, aber hab ich nicht.

4. Dass es sich bei quasi allem heutzutage um eine Adaption handelt, erinnert mich nur daran, wie unfassbar langweilig die Filmbranche momentan leider ist.

5. Ich hatte ja keine hohen Erwartungen bei/an Mud mit Matthew McConichawa, doch hat mir der Film ziemlich gut gefallen. Nur ein offeneres Ende hätte ich lieber gesehen. Die letzten 2 Minuten hätte man sich sparen sollen.

6. Es macht mich regelrecht nostalgisch, wenn ich an Filme denke, die nicht aus diesem unglaublich unkreativen Jahrtausend stammen. Früher war alles besser. Zumindest bei Filmen.

7. Zuletzt habe ich Looper gesehen und das war  ganz okay, weil Zeitreisen eh immer gehen, aber die Umsetzung doch etwas zu wünschen übrig ließ.

 

So, fertig. Ich hoffe ich konnte euch mit meiner Geschwindigkeit beeindrucken.