Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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The Wizard Of Gore – Horrorctober 2017

Horrorremakes sind ja so eine Sache. Es gibt ungefähr zweiundvierzigtrilliarden davon. Und davon sind ungefähr drei brauchbar. Es wird einfach alles remaket, was noch irgendwo auf einem Dachboden eines alten Filmstudios gefunden wird. So hat man sich vor zehn Jahren auch an ein Remake von einem Herschell Gordon Lewis (der seinerseits als Erfinder des Gores gilt) Film gewagt, den schon im Original eigentlich keine Sau wirklich sehen wollte. Aber gut, wenn man nun mal keine eigenen Ideen hat, gräbt man gerne alles aus, was irgendwie unterhaltsam klingt. Mache ich hier ja auch im Rahmen des Horrorctober jedes Jahr genau so. So auch heute:

THE WIZARD OF GORE – USA – 2007 – 94 Min.

George McFly aka Crispin Glover ist kein Science-Fiction-Autor mehr, sondern hat auf Magier umgeschult. Der große Erfolg hat sich bisher aber nicht eingestellt, deshalb performt er in Underground-Clubs und liefert blutrünstige Shows ab, die so echt wirken, dass viele der Drogenopfer in der Absteige es auch für echt halten. Aber natürlich ist es alles nur Show. Come on, ihr Drogenopfer. Es ist 2007. Ihr habt sicher schon mal Penn & Teller gesehen. Oder diesen maskierten Fatzken, der die ganzen großen Tricks verraten hat, sich schön die Knete eingesteckt hat, aber zu feige war, seine Hackfresse zu zeigen. Jedenfalls erklärt der Wizard Of Gore all das und dann geht es eine Woche zurück.

Montag The Magnificent performt eine seiner … nun, Performances in einem gammeligen Scheißhaus mit Stühlen, die alle besetzt sind. Ausverkauftes Haus also. Es gibt Titten und Blut und alle sind begeistert. Auch Edmund Bigelow, gespielt von Kip Pardue, seinerseits Clubbetreiber, in dessen Etablissement sich Mädels im Schlamm becatchen können, oder sich andere Honks in der clubeigenene Kirche geißeln lassen können. Seine Begleiterin Maggie, dargestellt von Bijou Phillips, ist nicht komplett überzeugt, da sie meint, dass Edmund alles mit Titten abfeiern würde. Nun, wer nicht …

Es sollte klar sein, dass Edmund Interesse daran hat, Montag The Magnificent anzuheuern. Ich sage es schon mal, wie es ist: Crispin Glover ist einfach der Knaller hier. Der Typ hat ja im realen Leben auch extrem einen an der Murmel und das kommt ihm in dieser Rolle einfach zu gute. Edmund hat Albträume von Sex mit blutverschmierten Weibern. Vielleicht sollte er sich mal von den Zaubermetzelshows fernhalten. Scheint ihm nicht zu bekommen.

Das Mädchen, dass Montag The Magnificent in seiner Show zerlegt hat, wird tot aufgefunden. Scheinbar wurde sie von einem Hai attackiert. Edmund findet es eigenartig, dass der Magier während seiner Show von Haiangriffen geschwafelt hat. Besteht da etwa ein Zusammenhang? Uiuiui, Mörderplot incoming. Irgendwie nicht sonderlich aufregend, wenn ihr mich fragt.

In der nächsten Zaubershow grillt Montag The Magnificent seine Assistentin wie ein Steak. Edmund will herausfinden, was abgeht und spricht mit der Assistentin. Da sie ihm nichts erzählt, fackelt er sie ab. Ich bin allerdings unsicher, ob das nicht wieder nur ein Traum war. Hier ist nämlich ein Schema erkennbar, das so unfassbar aufregend ist, dass ich es fast übersehen hätte. Zaubershow-Albtraum-Zaubershow-Albtraum-Zaubershow-Albtraum (oder eben echtes Abgefackel).

In der nächsten Show (seht ihr: Schema), killt Montag The Magnificent Edmunds Freund, der mit ihm zur Show gegangen ist. Später kriegt Edmund Besuch von seinem Freund, der sagt, dass er gar nicht bei der Show war, denn es gab keine. Und wo war Edmund eigentlich? Und wie kommt er darauf, dass Maggie bei ihm gewesen sei? Boah nee, es wird eine komplette „Was ist Traum und was ist Realität“- Story. Bleh.

Edmund und Maggie gucken sich eine Aufnahme der letzten Show an und ich muss sagen, das ist alles einfach nur sterbenslangweilig hier. Da kann auch Glover nix retten.

Maggie darf als nächstes auf die Bühne und darf vermutlich ihre Brüste zeigen, da das ohnehin das Einzige ist, was Bijou Phillips zu einem Film beitragen kann. Tut sie aber nicht und bleibt damit komplett nutzlos hier. Und wird kurz darauf von Edmund abgestochen. Meine Fresse, ist das eine verwirrende, völlig langweilige und absolut undurchschaubare Grütze.

Edmund untersucht die Bühne und einen Swimming Pool. Fragt mich nicht warum, ich habe hier aufgegeben und versuche nur noch, mich wach zu halten. Er findet ein paar Pläne zu den Tricks von Montag The Magnificent und wird umgehauen. Als er wieder aufwacht, oder auch nicht, was weiß ich, ob der Typ nicht doch alles träumt, oder selbst der Zauberer ist, oder was auch immer, hängt er kopfüber rum und Montag The Magnifient schnitzt mit einem Messer an ihm rum. Edmund kann sich aber ganz simpel befreien und will noch mehr geschlitzt werden. Meine Herren, haben wirs dann jetzt mal hier, oder was? Das ist doch alles einfach nur kompletter Käse.

WUHU!!! Edmund zerquetscht Montag The Magnificents Kopf mit bloßen Händen. Aus. Vorbei. Feierabend. Fuck This Shit.

Gute Effekte aber eine unfassbar lahme Story. Wenn man hier wenigstens einfach eine normale düstere „Wer ist der Mörder“-Story raus gemacht hätte, ohne diesen ganzen beknackten Traumwirrwarrscheiß, hätte das sogar ganz unterhaltsam werden können. Ach so, der Killer war nebenbei immer Edmund, der alles geplant hatte, oder so. Aber wen interessiert es wirklich? Genau. Niemanden.

Alle Filme im diesjährigen Horroctober gibt es hier in der Übersicht.

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Ghost Ship – Horrorctober 2017

Von der Insel ab aufs Boot. Der Horrorctober geht weiter mit einem Streifen, den der ein oder andere vermutlich sogar gesehen hat.

GHOST SHIP – USA – Australien – 2002 – 91 Min.

Es dauert ein paar Minuten, bis ich mich von dem Gedanken verabschieden muss, dass ich hier eine Folge vom „Traumschiff“ erwischt habe. Was für eine harmonische Kreuzfahrt. Und dann kommt das Schnetzelkabel übers Deck gefegt und tötet ALLE Menschen, die auf dem Schiff sind, weil die gerade alle auf dem Deck tanzen. Also keiner ist unter Deck, oder am Steuerrad, oder auf dem Ausguck, oder wird gekielholt. Alle tot. Außer ein kleines Mädchen, das gerade so klein ist, dass das Todeskabel über sie hinweg geschnetzelt ist.

Irgendwann später sitzt die Schiffwracksuchcrew rund um Gabriel Byrnes Murphy rum und wird von einem Typen angeheuert, um ein Schiffswrack zu finden. Also schippert man los aufs Meer, beim beschissensten Pisswetter, dass man sich vorstellen kann. Und dann stößt man mitten im Meer auf das alte Luxusschiff, das quasi aus dem Nichts auftaucht. Oder man hat es bei dem Kackwetter einfach nicht gesehen, was wahrscheinlicher ist. Murphy ist Vollprofi und Alleskenner und weiß direkt, um welches Schiff es sich handelt. Also, an mir ist ja sicher kein Experte der Seefahrt verloren gegangen, aber wenn ein Schiff seit hundert Jahren oder so vermisst wird und dann plötzlich auf dem Ozean rumschippert, wo das angeblich in all der Zeit niemand gefunden hat, wäre etwas Skepsis durchaus angebracht, finde ich. Ja, das Meer ist groß, aber ein Schiff auf der Oberfläche sollte schon aus Zufall irgendwann einfach gesehen werden. Nicht erst, wenn irgendwelche Honks im Monsun dagegen ballern.

Natürlich will man das Schiff erkunden und tapert durch das Wrack, ohne dabei mal zu hinterfragen, wo eigentlich die Crew abgeblieben sein könnte. Man findet eine Digitaluhr, was bedeutet, dass schon vor ihnen Leute auf dem Schiff waren, denn die gab es damals noch nicht. Die Fahrt war übrigens 1962, also doch nicht ganz so lange her, was aber nichts daran ändert, dass die das hier alles zu locker nehmen. Außer Murphy, der eine Gruselgeschichte von einem unbemannten Schiff erzählt. Der folgende Plan ist simpel. Das Schiff zum Hafen ziehen. Auch wenn noch fraglich ist, ob die Nussschale, mit der die unterwegs sind, dazu überhaupt in der Lage ist.

Epps, gespielt von Julianna Margulies, hat ein kleines Mädchen an Bord des Geisterschiffes gesehen, aber denkt sich erstmal nichts weiter dabei. Am nächsten Tag taucht man etwas rum und stellt fest, dass das Schiff sinkt. Sollte einem das nicht noch mehr zu denken geben, dass das Teil eigentlich gar nicht mehr über Wasser sein sollte? Offenbar nicht, denn es führt nur zu dem Plan, das Leck zu reparieren. Epps findet Patronenhülsen im Schiff. Oh, und das Mädchen sieht sie auch wieder und legt sich übelst aufs Maul durch den Schock.

Alle anderen haben dann auch erste Geistererscheinungen und über Funk läuft das Lied, dass am Anfang zur Tanzszene gespielt wurde. Spooky, so eine italienische Sängerin. Epps und Jack finden ein paar Leichen und Isaiah Washington findet ein Klavier und dann finden Epps und Jack eine Kiste voller Ratten … und Goldbarren. Und kurz darauf eine ganze Schatzkammer. Kam mir gar nicht wie ein Piratenschiff vor.

Natürlich beschließt man, das Gold einzusacken und abzuhauen. Aber man kennt das ja. Man ist auf einem verlassenen Geisterschiff und nichts passiert, aber dann nimmt man einen Goldbarren mit nach Hause und schon ist man auf ewig verflucht. Also explodiert das Boot, mit dem sie gekommen sind, und Santos gleich mit.

Man muss auf dem Schiff campen und macht ein Lagerfeuer an Deck. Ich frage mich ja immer noch, wer eigentlich die ganzen Leichen vom Anfang von Deck gewischt hat, damit die jetzt niemand findet. Jedenfalls ist man sich nicht einig, ob man das Schiff reparieren, ein Floß bauen, oder sich einfach gegenseitig in die Fresse hauen soll. Also fängt man mit Idee 3 an. Anschließend testet man mal, wie lange sich Konserven und Champagner eigentlich so halten und Epps tapert durch das Schiff und sucht das Mädchen, findet aber nur eine tote Oma im Schrank.

Isaiah hat genug alten Champagner gesoffen und jetzt kann um ihn herum der Geisterspuk losgehen. Und alles durch die Gegend fliegen und sich wieder zusammensetzen und plötzlich findet er sich umringt von Gästen auf dem Tanzparkett wieder. Murphy kriegt derweil vom Kapitän des Schiffs einen Scotch eingeschenkt. Ich sags ganz ehrlich, ich mag diesen langsamen Aufbau. Der Film läuft schon fast ne Stunde und der Gruselfaktor erhöht sich eigentlich durchgehend. Auch wenn es immer Grusel-Light bleibt.

Epps kriegt Besuch vom Mädchen, die natürlich ein waschechter Geist ist. Der Kapitän erklärt Murphy, dass sie die „Lorelai“ gefunden haben und von ihr das Gold eingesackt haben. Murphy hat Befürchtungen und beschließt, dass Abhauen die beste Option ist. Sängerin Francesca verführt Isaiah. Es dürfte klar sein, was gleich kommt. Die Geister werden zuschlagen.

Santos ist auch ein Geist und sucht direkt mal Murphy heim. Es ist klar, dass sie von dem Schiff runter müssen. Auch wenn mir nicht ganz klar ist, wo sie hin wollen. Isaiah fällt in einen Fahrstuhlschacht, weil Francesca ihn in eine Falle gelockt hat. Murphy denkt, Epps ist Santos und geht auf sie los. Jack kann ihn im letzten Moment umkloppen. Alle haben sich versammelt und wollen dem Plan nachgehen, das Schiff zu reparieren, damit man damit zum Festland fahren kann. Die Geister scheint das nicht im Geringsten zu stören, denn sie lassen sie erstmal machen. Ergibt ja irgendwie auch Sinn, denn wenn der Kahn sinkt, können sie ja nicht mehr rumgeistern.

Das Mädchen zeigt Epps, was an Bord des Schiffes wirklich passiert ist. Scheinbar war ein Mordkommando am Start und hat einfach alle umgenietet, die da waren. Keine Ahnung, wie da das Schnetzelkabel da reinpasst, denn diese Arbeit würde sich eine bewaffnete Truppe wohl kaum machen. Und mit diesem Zusammenschnitt hat man jetzt mal schnell jede Atmosphäre zerstört, die der Film zuvor aufgebaut hat. Glanzleistung. Jedenfalls hatte wohl Jack, der ja mit dem Auftrag zu Murphy kam, was damit zu tun und Epps erzählt Dodge davon. Die will Munder holen, aber der wird gerade in ein Zahnrad gezogen und ist hinüber.

Jack will Dodge killen, aber der hat seine Shotgun im Anschlag und ballert ihn weg. Es leben also nur noch Epps und Dodge. Sie will das Schiff versenken, aber er will das Gold mitnehmen. Aber Epps ist etwas schlauer als alle anderen und merkt, dass es nicht Dodge ist, sondern Geisterjack, der wie Dodge aussieht. Nun ja, es kommt natürlich zum obligatorischen Endkampf und Epps sprengt den Kahn, der dann absäuft. Natürlich kann sie selbst noch rausschwimmen und zugucken, wie die Seelen der Geister durch die Gegend schwirren.

Auf einer Schatzkiste treibend wird Epps sechzig Jahre, oder Minuten, man weiß es nicht genau, später im Meer aufgegabelt und sieht noch, wie irgendwelche Typen das verfluchte Gold an Bord laden. Angeführt von Jack. Hui, spooky.

Eigentlich schade, wie völlig unnütz der Film nach einer knappen Stunde die komplette Atmosphäre einreißt und zu völligem Quark verkommt. Der war eigentlich auf einem guten Weg.

Alle Filme des diesjährigen Horroctober gibt es in der Übersicht.

Fear Island – Horrorctober 2017

So früh im Horrorctober und ich bin schon reif für die Insel. Was für ein Glück, dass es Inselfilme gibt, die man zwischendurch zur Entspannung gucken kann.

FEAR ISLAND – Kanada – 2009 – 95 Min.

Eine blonde Trulla rennt durch den Urwald und wird dann von einem Special Forces Team verhaftet. Es dürfte klar sein, dass hier nach und nach aufgedeckt werden wird, was die Tussi auf der Insel gemacht hat. Und es dürfte klar sein, dass sie sich an nichts erinnern kann. Und es dürfte klar sein, dass sie selbst am Ende die Mörderin ist. Und es dürfte klar sein, dass das jetzt schon zu Tode langweilt und mir komplett scheißegal ist, was auf der bekackten Insel los war. Tolle 90 Minuten stehen also bevor.

Vier Typen und zwei Mädels inklusive Gedächtnislückenblondie und ein Hund fahren mit einem Boot raus. Zu behaupten, dass auch nur einer von ihnen sowas wie Charakter besitzt wäre eine glatte Lüge. Nur der Hund wirkt recht sympathisch, also hoffe ich, dass er hier den Part des mysteriösen Killers übernimmt und kurzen Prozess macht, damit wir uns alle interessanteren Dingen widmen können, wie zum Beispiel … dem Wasser beim Fließen zuzugucken.

Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das jetzt eine Erinnerung von Blondie war, aber wir sind wieder in der Gegenwart und Blondie wird von einem Cop und ihrer Anwältin befragt. Da uns das absolut nicht weiter bringt und die Szene genau drei Sekunden dauert, werde ich ab jetzt nur noch auf die Befragung eingehen, wenn es wirklich wichtig ist. Zum Beispiel, wenn sie sich an irgendwelche Namen erinnert, wie 2 Minuten später. Und jetzt passt auf, denn mehr Charakterisierung wird es in diesem Film nicht geben: Ein drittes Mädel namens Megan erklärt Tyler für den coolsten der Truppe, sein Bruder Kyle möchte gerne wie er sein, Ashley ist Kyles Matratze, Jenna ist Tänzerin, die kurz davor steht in die Stadt zu ziehen um Karriere zu machen und Mark existiert scheinbar einfach nur, denn er wird in der Beschreibungsaneinanderreihung einfach ausgelassen. Immerhin wissen wir jetzt auch, wer Blondie wirklich ist. Eine Tänzerin. Top.

Und diese Tänzerin erinnert sich jetzt scheinbar wieder an alles. Zum Beispiel, dass Megan was ganz besonderes war und alle viel gesoffen haben. Ganz ehrlich: Diese ganze Ermittlungsnummer hätte man wirklich besser weggelassen. Das nervt nur und lenkt vom Wesentlichen ab. Zum Beispiel Bikinimädchen im Whirlpool. Und Blut im Eiseimer. Übrigens erzählt tatsächlich Jenna all das, was man sieht und der Cop stellt zu Recht in Frage, wie sie jedes Detail wissen kann, wenn sie doch gerade woanders am pimpern war.

Der Hund ist weg und man verdächtigt Keith – wer zum Kuckuck ist Keith? -, dass er den Besuchern auf der Insel einen Streich spielt. Nein, ich kapiere es auch nicht. Dieser Film ist einfach nur langweilige Scheiße. Kann da jetzt mal was passieren, was mit Titten oder Toten zu tun hat? Ashley sucht Pierre – wer zum Kuckuck ist Pierre? Das hat Potenzial, denke ich. Im Wald hängt ein Typ und hat das Wort „Evil“ auf dem Pulli stehen. Ich bin mir nicht sicher, ob es Pierre ist, oder jemand völlig anderes, den man auch nicht kennt. Ach nee, Keith ist es. I really don’t care.

Die Insel verlassen kann man natürlich nicht, da das Boot weg ist. Die Erkenntnis, dass nur noch sie auf der Insel sind, erschließt sich mir nicht ganz, da ich immer noch keine Ahnung habe, wer zum Kuckuck Pierre ist. Aber wir wissen wohl alle, dass es darauf hinauslaufen wird, dass einer von ihnen der Killer ist. Der Hund dürfte leider raus sein, da er zu klein ist, um Keith an einen Baum zu hängen. Nicht, dass Sinn und Verstand hier irgendeine Rolle spielen würden.

Ah du meine Fresse, jetzt wird alles klar: Pierre ist der Hund. Kein Wunder, dass ich das nicht direkt gecheckt habe. Wer nennt seinen Hund bitte ernsthaft Pierre? Nun, Ashley. Und die ersäuft dann im Whirlpool weil der Killer das Verdeck zu macht und „Guilty“ drauf pinselt. Nach den unausweichlichen Anschuldigungen aller gegenseitig lagert man Ashley in der Kühltruhe und Tyler und Kyle finden zwei Walkie-Talkies. Und dann latscht Kyle in eine Bärenfalle.

Man hat den absoluten Plan der Pläne und schließt sich gemeinsam in der Hütte ein. Wir wissen natürlich, dass sich in spätestens 2 Minuten alle wieder wie die letzten Vollidioten verhalten werden und dieser Plan direkt wieder verworfen wird. Vorher nimmt Jenna ihre Pillen nicht und Tyler findet eine Nagelpistole? Was ist das bitte für eine Insel? Überall liegt hilfreicher Krempel rum. In 5 Minuten finden sie vermutlich einen Raketenwerfer und einen Heiltrank.

Kyle ist weg und draußen brennt der Baum. Und Tyler verliert die Nagelpistole, während er aus irgendeinem Grund draußen vor der Hütte rumtapert. Ich habe ja gesagt, sie bauen direkt wieder Scheiße. Immerhin wird ihm selbst anschließend der Arsch von Nägeln durchlöchert aber er überlebt.

Jenna sieht Regina – wer zum Kuckuck ist Regina? – und tickt völlig aus. Der Cop und die Anwältin beruhigen sie. Auf der Insel nimmt Kyle über Funk Verbindung auf und alle rennen zum Dock, um ihn zu retten. Da ordnen sie Buchstaben so an, dass sie den Namen „Regina“ ergeben. Tyler erzählt von Regina und dem Heimporno den er mit ihr gedreht hat. Die ist dann also hier der Killer, oder was? Bleh.

Megan hat die Schnauze voll von den Affen, die sie ja eh noch nicht lange kennt und trennt sich vom Rest der Gruppe. Ich kann es nachvollziehen, aber das bedeutet natürlich nicht, dass sie selbst nicht auch absolut zum Kotzen ist. Und dann buddeln die anderen drei eine Leiche im Wald aus und es ist Kyle. Keine Ahnung, warum sie überhaupt gebuddelt haben, aber irgendwie muss man die Leute ja beschäftigen.

Ein Funkspruch von Megan kommt an und sie sagt, dass Keith noch lebt und hinter ihr her ist. Also eilen alle zurück zur Hütte, wo Tyler von einer Schlange gebissen wird, die aus einem Küchenschrank heraus zur Attacke übergeht. Die folgende Sterbeszene ist von allen Beteiligten so unfassbar großartig gespielt, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Stellt euch vor, ein Mann liegt herum und brabbelt gelangweilt irgendwelchen zusammenhanglosen Quark während er spastisch rumzuckt, neben ihm sitzt ein Typ, der sich einfach gar nicht bewegt und scheinbar nichts mit alledem zu tun hat und daneben kommt Blondie die Kotze hoch. Preisverdächtig, würde ich sagen.

Nun ja, Jenna und Mark wollen es beenden und Keith schnappt sich Jenna und dann wird gekämpft und die beiden Kerle fallen durch ein Geländer. Natürlich lebt Keith noch und verfolgt Jenna durch den Wald. Jenna rennt in eine Hasenfalle und hängt kopfüber am Baum. Keith kann die Situation aber nicht ausnutzen, denn Megan kloppt Keith mit einer Schaufel um. Die Mädels gehen zum Dock und da steht das Boot. Yay Rettung. Auch für den Zuschauer.

Aber Moment, Megan ist tot, wie uns die Cops gerade verraten. Was ist also noch passiert? Interessiert es überhaupt jemanden? Nun, im ultimativen Twist stellt sich heraus, dass Megan die Schwester von Regina war und Keith wurde von ihr gezwungen mitzumachen, oder so. Ganz ehrlich. Es ist mir scheißegal. Jedenfalls geht Megan mit einem Messer auf Jenna los und sie hat sie wohl in Notwehr getötet. Der ultimative ultimative Twist sollte klar sein, oder? Ultimate Twist Incoming. Wait for it. Here it comes: Jenna ist die Mörderin, denn Jenna ist Megan und hat mit Jenna die Rollen getauscht, um den Cops ihre Geschichte zu verkaufen und sie war immer Megan, aber alle dachten sie wäre Jenna. Knaller. Wer hätte das geahnt? Wie kommt man nur auf solch intelligente Irreführungen, die niemand jemals voraussehen könnte, vor allem nicht, wenn er den Film nur mit einem Auge guckt, weil er so langweilig ist und gleichzeitig einen Text über den Müll schreibt. Glanzleistung, liebe Writer.

Hier gehts zur Übersicht der diesjährigen Horroctoberfilme. Ich hoffe, hiermit haben wir den Gipfel der Langweiligkeit schon mal hinter uns gebracht.

Most Likely To Die – Horrorctober 2017

Weiter geht der Horrormonat mit einem Film, bei dem der Titel schon kein Geheimnis daraus macht, dass es sich eigentlich nur um einen billigen Teenieslasher handeln kann. Ist es aber gar nicht. Denn es ist ein billiger Klassentreffenslasher. Okay, ich gebe zu, kommt am Ende aufs selbe raus.

MOST LIKELY TO DIE – USA – 2015 – 90 Min.

Ashley fährt in ihrem Cabrio rum und ruft ihren Stecher an, der gerade auf der Veranda sitzt und ein Fotoalbum kaputt schneidet. Ashley hat so richtig Bock aufs Klassentreffen. Verandajohnny ist gar nicht begeistert von der Idee. Ashley will ihn aufmuntern und macht sich zuhause angekommen direkt mal nackig. Zumindest so halb, denn den restlichen Striptease will sie sich für Ray aufsparen. Der will Ashley allerdings killen und ich merke schon mal an, dass bei Ashleys Flucht schon jetzt absolut nichts mehr irgendeinen Sinn ergibt. Und nebenbei dürfte der Killer wohl auch nicht Ray sein, denn das wäre ja jetzt einfach nur lahm … also ist er es vermutlich doch.

Nebel wabert in den Bergen. Schnulzenrock wabert durch die Luft. Eine Blondine namens Gabriela kommt beim Klassentreffentreffpunkt an und trifft direkt mal auf einen Gary Busey für Arme namens Tarkin. Und der wird gespielt von Jake Busey, also ist er wirklich ein Gary Busey für Arme. Wer hätte das gedacht. Nach und nach kommen alle an und das Klassentreffenvorgeplänkel kann steigen. Ich sollte vielleicht nochmal darauf hinweisen, dass dieses Klassentreffentreffen bei Ray und Ashley stattfindet, sich aber keine Sau fragt, wo zur Hölle die beiden eigentlich sind.

Es gibt erstmal jede Menge Blahblah, damit man die Charaktere kennen lernt, was aber natürlich nicht funktioniert, weil es da nichts kennenzulernen gibt. Im Jahrbuch von Ray finden sie ein altes Bild von John Doe, dessen Namen keiner mehr zu kennen scheint, und den sie wohl damals immer rumgeschubst haben. Im Jahrbuch hat man ihn auch mit „Most Likely To Die“ markiert. Top. Damit dürften alle Überraschungen dahin sein.

Brad, der coole von der Schule und mittlerweile TV-Star, kommt mit seiner heißen Modelische genau richtig zur Essensschlacht. Und es stellt sich heraus, dass Gabriela professionelle Pokerspielerin ist. Wow. Das hat vor 10 Jahren sicher niemand vermutet. Zumal sie ihr Armband beim letzten Spiel verloren hat, was davon zeugt, dass sie nicht sehr erfolgreich ist. Ich stelle jetzt mal nicht in Frage, ob man bei einem professionellen Pokerturnier statt Bargeld auch irgendwelchen Krempel setzen kann, den man zufällig gerade am Arm trägt.

Brad hat Gabriela scheinbar damals verlassen und die ist immer noch sauer, oder so. Einer der Typen namens Freddy hat natürlich eine Kamera dabei, um alles zu filmen. Und Tarkin spannt den Weibern beim umziehen zu, wofür er dann vom Killer mit einem Seil erwürgt wird. Im Pool wirds heiß zwischen zwei namenlosen Personen. Gabriela zeigt derweil ihre Pokerskills und … lassen wir das. Tut sie auch und geht mit Brad nach Ray und Ashley suchen und sich streiten. Also trennt man sich.

Gabriela findet Ashley dann mit aufgeschlitzter Kehle und Freddy kommt vorbei, um das noch schnell auf Kamera zu bannen. DJ unterbricht die beiden Ficker ausm Pool und dann sind alle am Start, um herauszufinden, was eigentlich los ist. Freddy ist nebenbei auf Bewährung und dürfte gar nicht da sein, weil er seinen Bundesstaat nicht verlassen darf. Könnte eventuelle noch wichtig werden.

Oh, die Fickerin ausm Pool ist im Haus geblieben. Hoffentlich erlöst mich der Killer dann jetzt mal von einer unwichtigen Person mehr, damit das hier mal in die Gänge kommt. Ah, da ist er ja, trägt so einen bescheuerten viereckigen Graduationshut (heißen die Dinger so) und hat „DIE“ auf der Stirn seiner Maske stehen. Netter Typ.

Gabriela ist Jades beste Freundin, da sie sich einmal im Jahr treffen und hin und wieder SMS schreiben. Traurig. Aber so ist das halt im Leben. Irgendwann sind alle Freunde weg und man sieht sie nur noch alle Jubeljahre mal. Jade ist allerdings auch im Kaff geblieben, also ist sie wohl selbst schuld. Ich wohne übrigens auch immer noch in einem Kaff, also Schnauze.

Alle Benzinleitungen an den Autos sind durch und man beschließt, zusammen zu bleiben und sich zu beraten, was man am besten tun soll. Also trennt man sich genau 1 Sekunde später. Und den schwarzen Johnny, der immer noch draußen rumturnt, hat man scheinbar komplett vergessen. Eine äußerst kompetente Überlebenstruppe, muss ich sagen. Es ist ein Wunder, dass sie es überhaupt so weit geschafft haben.

Brad wird mit seinem Handy in eine Falle gelockt und erleidet einige Schnittwunden, bevor Gabriela mit einer Waffe den Killer vertreibt. Wo hat die bitte jetzt die Waffe her? Und wieso erschießt sie den Typen nicht einfach und lässt ihn laufen? Und kocht dann Tee? Bella ist das nächste Opfer in der Teeküche und wird mit dem Kung Lao Gedächtnis Klingenhut des Killers geköpft, während Gabriela daneben steht und wartet, dass ihr Tee fertig wird. Dann läuft sie weg und Jade verscheucht den Killer mal wieder mit der Pistole. Die schnappt sich Gabriela dann und verfolgt den Killer. Und erschießt dann versehentlich Jade, die gefesselt im Schrank steht, obwohl sie ihr vor 2 Minuten noch die Waffe ausgehändigt hat. Ich sollte wirklich aufhören, mir über solche Dinge Gedanken zu machen.

Zum Beispiel auch darüber, dass DJ plötzlich am Strand liegt und behauptet Ray hätte ihn attackiert und dann Johnny killt. DJ steht also für „Don Joe“ oder wie soll ich das jetzt verstehen? DJ führt jedenfalls den gefesselten Ray ins Haus, wo noch Gabriela und Freddy rumhängen und Brad auf der Couch liegt. DJ erklärt sein Blahblah, dass sie alle John Does Leben zerstört haben und der sich umgebracht hat und DJ will dieses Wochenende Rache für ihn nehmen. Was? Das ergibt doch absolut keinen Sinn. Er selbst hat doch bei der ganzen Scheiße mitgemacht und gilt selbst als größter Prankster der Gruppe.

DJ ist aber halt einfach ein Trottel und will beim richtigen Klassentreffen noch mehr Leute killen, die damals scheiße waren und er will, dass Freddy und Gabriela ihm helfen. Die stimmen zu, weil DJ das hören will. Und weil DJ ein absoluter Horst ist, drückt er Gabriela ein Messer in die Hand, damit sie Brad abstechen kann. Und dann gibt er ihr auch noch die Waffe. Wie unfassbar dämlich ist das bitte alles? Das können die doch wohl nicht ernst meinen.

Doch tun sie, denn das wars. Auch wenn da noch ein Killer rumrennt, der sich am Ende die Maske aufsetzt. Zum Glück blieb uns die Fortsetzung bisher erspart. Hoffen wir, dass das so bleibt.

Alle Filme im Horrorctober gibts hier in der Übersicht.

Holidays – Horrorctober 2017

Los gehts mit dem Horrorctober. Für den Anfang dachte ich mir, ich haue direkt mal alles raus und bringe einen Episodenfilm, damit wir möglichst viel Schwachsinn bereits zu Beginn abgedeckt haben. Also lehnt euch zurück. Entspannt euch. Denn wir haben Urlaub.

HOLIDAYS – USA – 2016 – 105 Min.

Es geht also um Horrorkurzfilme, die jeweils einen bestimmten Feiertag behandeln. Der Tag der deutschen Einheit ist nicht dabei, aber man kann eben nicht alles haben. Aus Erfahrung kann man wohl sagen, dass solche Anthologien nur selten durchgehend gelungen sind. Und in den meisten Fällen einfach durchgehend Quark. Ich habe eine Vermutung, in welche Richtung es hier gehen wird.

Das spannendste an dem Film dürfte es werden, immer zu erraten, um welchen Feiertag es sich wohl handelt. Ich kenne jedenfalls keinen Feiertag der roten Badekappen, wie hier am Anfang, wo Max vom Sprungbrett springen will, aber sich in die Hosen macht und dann von ihrem scharfen Schwimmlehrer fantasiert und dann von einer anderen Tucke in roter Badekappe vom Turm geschubst wird und fast ertrinkt, aber vom heißen Schwimmlehrer gerettet wird.

Max wird dann von ihren Mitschwimmerinnen gehänselt und im Endeffekt kann ich nur hoffen, dass sie die ganzen Bitches einfach ersäuft und wir mit dem nächsten Kurzfilm weiter machen können. Ach so, das hier ist übrigens Valentinstag, wie sich durch ein Telefonat zwischen Schwimmlehrer Mr. Rockwell und seiner Ische herausgestellt hat. Nicht, dass das irgendwas daran ändern würde, dass ich jetzt schon zu Tode gelangweilt bin und mich gerade frage, ob die Melodie im Hintergrund nicht etwas zu nah am Harry Potter Theme ist, um nicht schon als Urheberrechtsverletzung zu gelten.

Max findet in ihrem Spint eine Karte von Coach Rockwell und wird sowas von feucht, dass man das Schwimmbecken direkt nochmal auffüllen könnte. Dann verfolgt sie die Oberbitch von vorhin durch einen Wald und Ha Ha Ha, die Bitch fällt in ein Matschloch. Und kriegt dann mit einem Stein den Schädel eingeschlagen.

Nach getaner Arbeit klingelt Max bei Lehrer Rockwell und präsentiert ihm liebevoll das Herz der Bitch. Ende.

Na, das war ja schon mal gar nix. Einen langweiligeren Einstieg hätte man wohl kaum finden können.

Wir sind in der Schule, wo eine Lehrerin gerade ein paar Diktate korrigiert. Gleichzeitig läuft aus irgendeinem Grund eine Doku über St. Patricks, den sich die Klasse anguckt. Das hier ist also der Beitrag zum St. Patricks Day. Bei der Schule handelt es sich nebenbei offensichtlich um ein Mädcheninternat und ein Mädchen ist neu, spricht nicht und ist dadurch für mich komplett namenlos, weshalb ich sie direkt mal „die Neue“ taufe.

Lehrerin Namenlos bietet ihr an, die Schulglocke zu läuten, aber die Neue hat keinen Bock. Kurz darauf findet die Lehrerin eine Plastikschlange auf ihrem Tisch. Und weil Kurzfilme alleine als Unterteilung hier nicht reihen, unterteilt man diesen Kurzfilm auch noch in Kapitel mit „Day 1“, „Day 13“ und so weiter. Ich werde darauf verzichten, da ich auch so schon nicht mehr durchblicke.

Die Neue lächelt ganz schön creepy und die Lehrerin ist schwanger, oder so. Aber die Ärzte wissen nicht genau, mit „was“ sie schwanger ist. Bleh. Es ist also Monsterschwangerschaftsblah. Gähn. Sie ist also mit einem Reptil oder sowas schwanger und will wissen, was die Neue eigentlich für Effekte schiebt und kotzt dann den Schreibtisch voll und ich überlege die ganze Zeit, ob ich schon mal etwas Unkreativeres gesehen habe, aber dann fällt mir ein: Ja, es gibt ja auch noch Hollywood-Blockbuster. Das macht den Scheiß hier aber auch nicht besser.

Wie lange sind Reptilien eigentlich schwanger? Wir sind hier mittlerweile bei Tag 396 und die Lehrerin hat das Vieh immer noch nicht gebärt … gebort … geboren. Ah, da kommt es ja. Ist scheinbar eine Schlange. Und draußen laufen Wolfsmenschen und Krokodiltypen rum. Mann, ist denen eigentlich klar, wie viel Potenzial das gehabt hätte? Und dann machen die so einen unfassbar lahmen Quark daraus? Bleh.

Wisst ihr, warum die Kirche und alles was damit verbunden ist, abgeschafft gehört? Weil sie kleinen Kindern Angst machen. Da haben die in der Kirch doch einfach erzählt, dass Jesus wiederkommen wird und jetzt hat ein kleines Mädchen Angst davor, dass er von den Toten aufersteht. Und wer kann es ihr verdenken? Scheißkirche. Alle abfackeln. Ach so, dass hier ist übrigens Ostern. Und wenn hier wirklich Jesus aufersteht, ist schon bei Kurzfilm drei mein Geduldsfaden gerissen und verbrannt.

Mami ist so ne richtig Gläubige, die noch am Bett kniet und betet, wie ein Kind, dass von ihren Eltern irgendwelchen Quatsch vorgelabert kriegt. Selbst ihre Tochter ist also schlauer. Der Wind weht ein Ei ins Wohnzimmer. Fragt mich nicht, ich schreibe nur, was ich sehe. Das Mädchen wird wach und guckt mal, was das für ein Geräusch war. Wenn Jesus aus dem Ei schlüpft und aussieht wie ein Truthahn, kann ich mit diesem Kurzfilm vielleicht doch meinen Frieden machen.

Das Mädchen tritt in irgendwelchen Glibber und findet ein kleines süßes Küken. Oh, und Jesus, der aus den Löchern in seinen Händen kleine Küken hervorzaubert und den Kopf des Osterhasen hat. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das besser ist als der von mir gewünschte Truthahn, aber ich nehme was ich kriegen kann.

Osterjesus erklärt dann, dass sie seinen Platz einnehmen muss und Dinge sehen wird, außer ihre Mutter, denn die wird sie nie wieder sehen. Dann schiebt er ihr ein ekliges Ei in den Mund und verwandelt sich komplett in den Osterhasen. Ich checks nicht, aber das spielt wohl ohnehin keine Rolle mehr bei dem Käse hier.

Ultraschall. Also zur Abwechslung mal wieder eine Schwangerschaftsgeschichte. Kate kann gar nicht fassen, dass sie schon wieder schwanger ist, denn sie lässt ihren Freund immer drei Kondome tragen. Trotzdem wird sie immer schwanger, wenn sie Sex hat. Sie sucht Hilfe bei einer Schamanin oder sowas in der Wüste, wo Frauen hingehen, die schwanger werden wollen. Irgendwie falsche Adresse, oder?

Die ganzen Weiber sitzen nackt in einem Wasserloch und schütteln Becher voller Sand. Und nachts wird getanzt wie auf einer Drogenparty von Althippies. Und mittendrin sitzt Khal Drogo und guckt den Frauen notgeil beim Tanzen zu. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was das hier für ein Feiertag sein soll. Vermutlich Tag der Empfängnis, oder sowas in der Art. Ach nein, es ist natürlich Muttertag. Und es ist der mit Abstand langweiligste Beitrag bisher. Und das will was heißen. Die Messlatte lag nun wirklich nicht hoch.

Ich machs kurz: Kate ist halt schwanger und lebt bei der Schamanin in der Wüste und wird dort gefangen gehalten. Und dann setzen die Wehen ein und ein ausgewachsener Arm kommt aus Kates Vagina. Ende.

Weiter gehts mit irgendeiner Trulla, die in ihrer Wohnung wohnt. Soweit, so unspektakulär. Passend zum Rest des Films also. Sie kriegt ein Paket zum Vatertag. Fragt mich nicht, was weiß ich, warum eine Frau etwas zum Vatertag kriegt. Darin ist kein Rollwagen voller Bier, sondern ein Kassettenrekorder. Wir befinden uns also offenbar in den 80ern, als man sowas noch verschenkt hat.

Carol, so der Name der Frau, spielt die Kassette ab und sie ist von ihrem Vater, der sich damals verpisst hat und sich jetzt entschuldigt, dass er nie da war. Falls sie aber Bock hat, ihn zu sehen, wird das Tape sie zu ihm weisen. Also flennt Carol erstmal rum, dann bricht sie natürlich auf, um ihren Vater zu finden. Der Weg dahin hat zumindest eine ganz gute Atmosphäre. Hier war also jemand am Werk, der zumindest ein bisschen Ahnung davon hat, wie man Horror oder zumindest bedrückende Szenen inszeniert. Das Ende ist dann aber auch wieder der übliche Quark, denn der Vater ist natürlich ein Monster. Aber immerhin war der Weg dahin mal überzeugend gemacht.

Kommen wir zu Halloween. Dem Beitrag von Kevin Smith. Ihr wisst schon, der Typ, der seit 20 Jahren nichts gescheites mehr auf den Bildschirm gebracht hat. Und hier braucht man auch nur 3 Sekunden, um herauszufinden, dass das hier nicht besser wird. Drei Webcamnutten und ihr Zuhälter drücken sich gegenseitig pseudocoole Sprüche rein. Eine der Nutten ist übrigens Kevins Tochter Harley Quinn, aber darauf gehe ich besser gar nicht erst ein. Da alle feiern sind, läuft heute Abend nix im Webstrich und Ian ist nicht erfreut.

Da er so ein Saftsack ist, verbünden sich die drei und erschlagen Ian mit einem Toaster, um anschließend einen Vibrator in seinen Arsch zu kleben und an eine Autobatterie anzuschließen. Und ihn dazu zu zwingen, sich selbst zu kastrieren. Ein Riesenspaß also. Wenn man komplett einen an der Murmel hat. Also noch mehr als ich.

Werbung für die neue UVU Brille. Pete, gespielt von Seth Green, will unbedingt so eine Brille für seinen Sohn zu Weihnachten haben. Was für ein Glück, dass der Typ, der die letzte gekauft hat, gerade zufällig einen Herzinfarkt hat und Pete die Brille klauen kann. Diese Brille zeigt einem scheinbar, was man am meisten begehrt. Der Sohn wandelt auf dem Mars, Pete peitscht eine geile Alte. Und dann sieht er sich selbst aus der Sicht des Sterbenden von dem er die Brille geklaut hat. Da er sich nicht ausgeloggt hat, sieht seine Frau alles und ist richtig scharf auf ihn, weil er jetzt ein Killer ist, oder so. Sie loggt sich auch nicht aus und Pete sieht, wie seine Frau ihren Chef zersägt hat, weil er ihren Weihnachtsbonus gestrichen hat. Eigentlich eine ganz witzige Idee, aus der man aber hier rein gar nichts gemacht hat.

Einen hab ich noch. Neujahr. Irgendein Typ bläst Mandy das Hirn raus. Der Typ ist auf einer Datingsite und findet scheinbar dort seine Opfer. Uh, toll, wie unglaublich kreativ. Also gibts ein Date mit irgendeiner verzweifelten Tussi und sie landen in ihrer Wohnung. Der Typ leckt an ihrer Zahnbürste rum und ekel und so. Dann stellt sich heraus, dass die Trulla Menschenteile in ihrem Badezimmer sammelt. Immerhin ein ganz netter Twist hier, wenn auch nichts besonderes.

Sie geht mit einer Axt zur Attacke über und es wird gekämpft auf Leben und Tod. Die Frau mit der Axt gewinnt und fertig. Was das alles mit Neujahr zu tun hatte weiß kein Mensch.

Ein recht stimmiger Beitrag, einer totaler Bullshit, der Rest streitet sich um den Titel der größten Belanglosigkeit. Perfekter Start in den Horroctober.

Hier geht es zur Übersicht aller Horrorctoberfilme dieses Jahres.

Horrorctober 2017

Es ist wieder soweit. Der Horror erhält Einzug auf dem Filmschrottplatz. Der Horrorctober geht wieder los. Es wird spooky ohne Ende. Also nicht hier, weil hier wird es traditionell größtenteils schwachsinnig. Aber der Horrorctober ist ja ein universelles Event der Extraklasse und bei den anderen Teilnehmern wird es sicher auch mal gruselig. Alle Teilnehmer und worum es geht (13 Horrorstreifen im Oktober glotzen) findet man bei der Cinecouch.

Meine Auswahl sieht so aus:

EXETER (2015)

DARK NIGHT OF THE SCARECROW (1981)

FEAR ISLAND (2009)

THE GIANT CLAW (1957)

GHOST SHIP (2002)

HOLIDAYS (2016)

MOST LIKELY TO DIE (2015)

MUNCHIES (1987)

ROAD TRAIN (2010)

SPOOKIES (1986)

THIR13EN GHOSTS (2001)

THE THIRSTY DEAD (1974)

THE WIZARD OF GORE (2007)

Alle Filme kriegen natürlich wie immer ihren Eintrag auf dem Filmschrottplatz und zum Teil werde ich auch beim Gucken auf Twitter meinen spontanen Senf dazu geben unter @filmschrott.

Dark Ride – Horrorctober 2016

Was war der Horrorctober mal wieder für eine Achterbahnfahrt. Es ging auf und ab und auf und ab und dann wie eigentlich jedes Jahr immer weiter abwärts. Aber wir sind am Ende angelangt. Und deshalb gibt es jetzt quasi den Looping unter den diesjährigen Filmen. Wir gehen in den Horrorvergnügungspark.

DARK RIDE – USA – 2006 – 94 Min.

Vor 30 Jahren wurden in der Geisterbahn in einem Vergnügungspark zwei Mädchen ermordet. Der Park machte dann dicht, weil bei Vergnügungsparks ist schlechte Publicity immer noch schlechte Publicity. Nicht so wie in der Filmbranche, wo man sich wie der letzte Arsch aufführen kann und anschließend wieder die Hauptrolle spielt.

Heute will denn eine Gruppe von namenlosen Affen Urlaub machen und sie gehen mir schon jetzt tierisch auf den Sack.

„Wir fahren Auto“-Montage, bis man an der Tanke ankommt. Da labert der Filmfan, der dauernd mit Filmzitaten um sich wirft, einen alten Opa dicht. Nervt das jetzt schon alles hier. Ich hoffe die sterben alle früh und grausam.

In der Klapsmühle ärgern zwei Wärter einen Insassen mit einem Schnitzel und werden dafür mit einer Taschenlampe getötet. Ich schätze, er ist vegan.

Die Affen gabeln eine Blondine auf, die irgendwelche Scheiße labert, über Musik, die Raum und Zeit verändert, oder so. Dann fängt sie an zu flennen und von einem Typen, der das anders sah und dem sie deshalb die Visage eingedroschen hat. Dann zieht sie sich aus und alles ist gut.

Die Affen wollen also im Vergnügungspark übernachten, der halt seit Ewigkeiten geschlossen ist. Wir wissen, wo das hinführt. Genau, die Affen latschen ewig und drei Tage durch dunkle Gänge und zwischen stillgelegten Fahrgeschäften her und es passiert absolut überhaupt nichts.

Dann, nach ungefähr 20 Minuten, in denen wirklich nichts passiert ist, das auch nur ansatzweise erwähnenswert wäre, erzählt der Filmfan die Story von den toten Mädchen, die seine Cousinen waren. Naja, eigentlich ist also doch immer noch nichts passiert. Macht jetzt fast 30 Minuten ohne irgendwas von Interesse. Das ist schon fast rekordverdächtig.

Eine Stunde rum und es passiert absolut gar nix. Außer, dass Cathy ihren Freund erschreckt und die Anhalterin ihre Tüten zeigt und einem der Typen einen kaut. Alle anderen schleichen durch den Park und hören Stimmen, oder so. Das hier ist alles so einschläfernd, dass ich es nicht wirklich kapiere. Wenn nicht in den nächsten 5 Minuten jemand stirbt, stirbt ein Teil von mir, töte ich irgendwas.

DA!!!!!!!!!!!! Steve ist tot und jetzt eine Marionette.

Der Blasebalg verliert den Kopf mitten im Akt der – nennen wir es aus Mangel an Alternativen – Liebe. Jim rennt geschockt vor ein Abflussrohr. Meine Fresse, ist das alles dämlich.

Und dann latschen wieder alle durch den Park im Dunkeln. Ganz ehrlich: Das Setting wäre ja sogar echt frisch und cool, aber man nutzt es hier einfach überhaupt nicht. Die könnten auch einfach durch jedes andere Gebäude/Gehege/Anlage/Wald/Wasauchimmer latschen und es würde einfach keinen Unterschied machen.

Die Security kommt mal gucken und kriegt den Schädel gespalten.

Ach so, ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass der Killer natürlich der geflohene aus der Klapse ist und natürlich auch der, der damals die kleinen Mädchen geschnetztelt hat. Nicht, dass das irgendeinen Unterschied macht, aber ich dachte, ich erwähne es mal so nebenbei. Wie im Film eben auch alles so nebenbei passiert.

Cathy haut mit nem Auto ab. Jim irrt durch die Geisterbahn. Ich habe keine Ahnung, ob sonst noch jemand lebt. Weil es mir scheißegal ist. Cathy ballert mit der Karre in die Geisterbahn und erwischt natürlich zufällig den Killer, der in irgendwelche Stacheln fliegt.

Der Filmfreak lebt auch noch und guckt mal, was die anderen so treiben. Cathy ist bewusstlos, also sticht er Jim ab, weil der Killer ist sein älterer Bruder und bleh. Cathy wacht auf und geht einfach nach Hause und … äh … ja … Ende. Was für eine lahme Scheiße.

Mehr lahmen Scheiß gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Earth VS The Spider – Horrorctober 2016

Letztes Jahr hatten wir im Horrorctober Riesenameisen. Dieses Jahr legt der selbe Regisseur wir noch einen drauf und bringt uns das ultimative Riesenmonster. Eine Riesenspinne!!! Dam-Dam-Daaaaam!!!

EARTH VS THE SPIDER – USA – 1958 – 76 Min.

Schwarz-Weiß mag ich meine Spinnen am liebsten. Und meine Goreeffekte. Vor allem, wenn sie so fantastisch sind wie hier. Da fährt eine Mann mit Hut nichtsahnend die Straße entlang und auf einmal muss er laut schreien und Blut spritzt ihm ins Gesicht. Von wo das kam? Von wem das ist? Man wird es nie erfahren.

Carol ist besorgt, denn Vati ist gestern nicht nach Hause gekommen, als er ihr ein Geburtstagsgeschenk kaufen wollte. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag kommt also die Spinne um die Ecke. Was für eine Bitch. Jedenfalls fährt Carol mit Mike in die Walachei um Papa zu suchen und sie finden sein Auto und eine Höhle, in der sie ihn vermuten, weil … man aus Prinzip in dunklen, gammeligen Höhlen rumhängt, wenn draußen die Sonne scheint und man eine Panne hat. Panne sind hier wirklich mal wieder nur die Charaktere.

Statt einem Spinnenangriff müssen die beiden erst mal einen Stalaktitensturz überstehen, da Carol durch ihr „Dad!“-Gerufe alles zum Wackeln bringt. Dann finden sie ein Skelett, das noch ziemlich frisch aussieht. Könnte Papi sein. Gerade frisch ausgelutscht wie in Starship Troopers. Kurz darauf fallen beide in ein Gespann aus Stricken, das sich auf den zweiten Blick als Spinnennetz herausstellt. Mit viel Fantasie … bleibt es ein Gespann aus Stricken. Aber sind wir mal nicht so. Der Film ist alt. Viel wichtiger ist ohnehin, dass DIE SPINNE KOMMT!!! Und sie quietscht, als bräuchte sie mal einen Ölwechsel. Mike und Carol hauen mal lieber ab.

Im Kaff glaubt den beiden natürlich keine Sau, dass da eine Spinne ist. Was für Spatzenhirne. Man könnte ja immerhin mal einen Hundetrupp hinschicken, um das zu kontrollieren. Alternativ würde man vielleicht eine seltene Tierart entdecken. Risenspinnen zum Beispiel.

2 Minuten später macht man sich dann doch mal auf, um das zu checken. Carol hat das gleiche Kleid an wie immer. Mal davon abgesehen, dass das nicht gerade komfortabel für eine Höhlenexpedition aussieht, warum sind in den 50ern eigentlich alle Trullas im gleichen Fetzen rumgelatscht? Kein Wunder, dass da noch alle verheiratet waren. Sahen ja eh alle gleich aus. Konnteste einfach „Ene-Mene-Muh“ machen.

Fledermäuse greifen an. Oder sie fliegen rum. Das reicht dem Sheriff aber um mal gehörig mit seiner Schrotflinte rumzuballern. Und dann finden sie Papi der ausgelutscht und eingewickelt in der Ecke steht.

Nachdem man die Höhle mit irgendeiner chemischen Pisse eingesprüht hat, die man offensichtlich zufällig literweise dabei hatte, geht man erst mal wieder nach Hause.

Professor Kingman ist der Meinung, dass es sinnvoll wäre, die Spinne rauszulocken, damit man sie … um ehrlich zu sein, hat er seinen Plan nicht so ganz ausgelegt. Ich schätze mal, er will sie einfach mal im Licht sehen.

Moment mal: Die haben in der Schule eine Riesenspinne? Das ist ja wohl ein Präparat, oder? Aber wieso hat die dann Muskelzuckungen? Und haben Spinnen überhaupt Muskelzuckeungen, nachdem sie ausgestopft wurden? Dieser Film wirft einige Fragen auf, die sicher niemals beantwortet werden. Also nicht nur in diesem Film nicht, sondern einfach nie, weil keiner sich mit solchem Schwachsinn beschäftigen will.

Die Riesenspinne in der Schule erwacht zum Leben, als die Blagen darin ne Rock ’n’ Roll Party feiern. Hausmeister Hugo ruft mal lieber die Bullen. Der Sheriff stellt sich als der schlechteste Schütze im Westen heraus und trifft aus 2 Meter Entfernung die Spinne nicht. Und dann Fliegeralarm. Kommen jetzt auch noch die Deutschen?

Jake hat seine Matratze aufs Auto geschnallt und evakuiert sich selbst. Kingman rammt die Spinne mit seinem Auto, weil er schon immer mal eine rammen wollte. Dann lockt er sie aus der Stadt.

Mike und Carol finden eine Höhe in der Höhle und erfinden damit den Vorreiter von Inception. In der Höhle in der Höhle passiert … gar nix.

Dave ist tot. Ich habe keine Ahnung, wer das überhaupt war, aber er scheint nicht sonderlich beliebt gewesen zu sein, denn die Trauer hält sich stark in Grenzen. Um genau zu sein, ist es allen scheißegal und sie schmieden Spinnentötungspläne.

In der Höhle in der Höhle in der Höhle in der Höhle in der Höhle in der Höhle finden Carol und Mike George Weston, oder was von ihm übrig ist, der noch seinen Namen an die Wand kritzeln konnte, bevor er verhungert ist. Auf diesen Schock frisst man erst mal nen Schokoriegel. Oh man, sind die doof. Jeder weiß doch, dass Schokoriegel Riesenspinnen anlocken. Und da jault sie auch schon.

Draußen vor der Höhle plant Kingman die große Sprengung, um die Spinne vom Futter zu trennen. Also von allen Leuten. Geiler Plan. Warum man nicht einfach die Spinne direkt wegbombt bleibt wohl ein Geheimnis der 50er.

Mike und Carol sitzen im Netz fest. Und dann fallen Felsen von der Decke und alles fliegt in die Luft.

Draußen stellt man gerade fest, dass Carol und Mike noch in der Höhle sind und beschließt DIE HÖHLE WIEDER FREIZULEGEN!!! Wie selten dämlich sind die Affen in diesem Film eigentlich? Ich hoffe, die werden alle von der Spinne gefressen. Die liegt übrigens in der Höhle von Felsen erschlagen, was natürlich nur bedeuten kann, dass sie gleich wieder angreift, nachdem sie sich ausgeruht hat.

Irgendwann buddeln die sich also wieder in die Höhle und sie kommen mit einem Plan: Die Spinne wegbrutzeln, indem man sie mit einer Blitzschleuder beschießt. Klingt nach völligem Schwachsinn. Sollte also funktionieren. Und das tut es auch. Wahsninn, was so eine Blitzschleuder kann. Ich weiß zwar absolut nicht, was zur Hölle das für ein Ding sein soll, aber es schleudert Blitze, also erfüllt es seinen Zweck. Zur Sicherheit bombt man dann noch die Höhle weg und kann beruhigt nach Hause fahren und Kuchen essen, wie man es in den50ern sicher noch jeden Nachmittag gemacht hat. Mal ehrlich, Frühstück, Mittag, Mittagsschlaf, Kaffee und Kuchen, Abendbrot und das jeden Tag. Wieso waren die Leute damals nicht so fett wie heute? Ein Mysterium.

Mehr fetten Müll gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Rocktober Blood – Horrorctober 2016

Es wird mal wieder Zeit für etwas Rock’N’Roll hier. Das lockert den Horrorctober sicher etwas auf. Deshalb geht es weiter mit:

ROCKTOBER BLOOD – USA – 1984 – 93 Min.

Du weißt, du bist in den 80ern, wenn ein Heavy Metal Fatzke von der Hölle singt, während hinter ihm ein Palmenposter hängt. Und dann nehmen sie „Rainbow Eyes“ auf. Rock N Roll Bitches!!! Ich geh pennen … ach nee, ich muss ja den Schinken hier gucken. Also gut. Trulla Rainbow geht in den Whirlpool. Kettenraucher Karl flippert. Und verliert, als ihm jemand die Kehle aufschlitzt. Wieso hat man hier nicht direkt die Chance genutzt, ihm seine „Rainbow Eyes“ auszustechen? Versucht doch wenigstens mal innovativ zu sein, Leute! Oh, Titten. So ein Whirlpool hat schon was.

Der Lederhosenkiller geht um. Es ist nebenbei natürlich eine dieser „coolen“ Lederhosen. Nicht diese grauenhafte Modevergewaltigung aus Bayern. Er schleift irgendeine Tussi an den Haaren durch die Gegend und hängt sie an einen Haken an der Wand. Oh, Titten. So toll war der Whirlpool wohl doch nicht, wenn sie schon wieder raus ist.

Billy hat Kevin gefeuert und ist völlig stoned. Die Whirlpooltussi findet die Leichen und Billy ist der Killer!!! Okay, das ging schnell. Die Spannung halten ist nicht die Stärke dieser alten Filme. Wieso ist da ein Wachmann in dem gammeligen Tonstudio?

2 Jahre später ist immer ein probates Mittel, um einen Film noch langweiliger zu machen. Aber vielleicht hat man hier jetzt nen neuen Killer und man verrät ihn nicht wieder direkt nach 5 Minuten. Jedenfalls ist die Rocktober Blood Party, denn vor genau 2 Jahren killte Billy „Eye“ Harper 25 Leute. Ich schätze, er hat den Wachmann und noch 20 andere Leute erwischt. Das muss natürlich gefeiert werden.

Lynn – ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass ist die aus dem Whirlpool – ist Tierfotografin und tapert mit ihrer Kamera durch den Wald. Und dann hört sie ein irres Lachen und rennt weg. Minutenlang. Man zeigt quasi ihren kompletten Nachhauseweg in Echtzeit. Dann schreit sie … Schnitt Wackelarsch von einer hässlichen Schnickse, die aussieht wie Nena auf Speed. Nur noch ungeiler. Und das will was heißen.

Etwas Telefonterror darf natürlich nicht fehlen. Das ist ja in Zeiten des Handys leider ausgestorben. Billy ruft an und will Lynns „heißes, dampfendes Pussyblut“. Nachdem ich ihre Titten sowieso schon gesehen habe, kann die von mir aus weg. Aber erst nach Nena, wenns geht.

Und das Telefon klingelt erneut. Die sollten mal Helge Schneider zur Hilfe rufen. Ist ja fürchterlich. JETZT ZIEHT DAS SCHEIßTEIL DOCH EINFACH AUS DER WAND IHR VEFICKTEN ÄTZTUSSIS!!!!!

Chris ruft an und blah.

Eine Frau stirbt im Whirlpool. Tütenlynn macht sich mal wieder nackig und bindet sich dann ein Handtuch um. Ich sehe einige völlig sinnlose Szenen in der Ferne. Mit umgebundenen Handtuch testet sie das Wasser im Whirlpool unter einer Plane. Mit umgebundenen Handtuch stellt sie die Temperatur hoch. Nur um sich dann mit umgebundenem Handtuch an völlig anderer Stelle ein Bad einzulassen. In das sie immerhin ohne Handtuch steigt. Aber wozu sie sich das überhaupt erst umgebunden hat, wird ein Rätsel bleiben.

Es passiert absolut ganz und gar nichts und Lynn verlässt die Badewanne um sich das Handtuch um den Kopf zu binden. Douglas Adams würde sich über die vielen unterschiedlichen Verwendungen eines Handtuchs in diesem Film sicher freuen.

DA IST BILLY!!! Und aus irgendeinem Grund hat er sich geschminkt. Es folgt die unausweichliche ewig lange Verfolgung von Lynn. Da ich gerade eine interessante Diskussion auf Twitter darüber hatte, ob Speed mit Keanu Reeves noch was taugt, oder gar schon immer kacke war, habe ich die letzte Viertelstunde nicht so ganz mitgekriegt. Aber es gab viel Gekreische von Lynn, also schätze ich mal, dass sie noch lebt.

Billy tötet eine Blondine mit einem Bügeleisen und es könnte so schön sein, wenn man es zeigen würde. Lame!!!

Ich springe mal etwas, weil sowieso nix passiert. Eine große Show – Rocktober Blood Night 2? – geht ab und im Rahmen der Show soll irgendwas mit einem Sarg passieren, in den Billy dann Lynn sperrt, weil es ja selbst für einen Untoten wie ihn zu einfach wäre, sie einfach so abzumurksen. Aber sie wird einfach während der Show aus dem Sarg geholt? Häh? Ich dachte, das wird hier dieser tolle Zaubertrick mit den Schwertern und dann bleh.

Dann gibt es natürlich erst mal 10 Minuten Rockkonzert mit Scheißmusik, die angeblich klingt wie Billy Idol, aber absolut nix mit dem zu tun hat, denn der war ja gut. STERBT EINFACH ALLE!!! NEIN!!! NEIN!!!!!!!! NICHT NOCH EIN SONG!!!!!!!!!!!!!! BITTE NICHT!!!!!!!!!! Und jetzt singt auch noch Zombiebilly persönlich. Und … das … wars … Der singt jetzt einfach wieder in der Band? WAS FÜR EIN VERFICKTES KACKENDE IST DAS DENN!?!?!

Mehr Kackenden bietet die Horrorctober Übersicht.

Night Hunter – Horrorctober 2016

Ohne Vampire kommt man ja kaum durch den Horrorctober. Und wer könnte besser auf Vampirjagd gehen als Don „The Dragon“ Wilson? Ich hoffe auf einen epischen Endkampf, in dem sich Don in einen Drachen verwandelt und den Obervampir abfackelt. Aber wahrscheinlich wird einfach nur sinnlos rumgekloppt.

NIGHT HUNTER – USA – 1996 – 86 Min.

Im Jahre 1968 bekam ein junger … Junge ein Buch von seinem Vater. Kurz darauf wurden Papa und Mama abgeschlachtet, was unter anderem daran lag, dass der Nachbar der schlechteste Schauspieler aller Zeiten ist. Der hat jedenfalls nen Deal mit den Vampiren gemacht, die hier nur chic frisiert vor die Tür gehen, wie es aussieht … WOW!!! Ist das Martial Arts hier kacke. Selten sowas langweiliges gesehen.

Nun ja, es dürfte wohl klar sein, worauf das hier hinausläuft. 30 Jahre später jagt Don Vampire und die wollen bestimmt dann gleich irgendwann das Buch haben. Erst mal ballert Don ein bisschen rum und der Kameramann scheint gerade Shüttelfrost zu haben. Meine Fresse, halt mal still, du Affe! Die Bullen investigieren offensichtlich die Vampirmorde oder so. Also wird Don gleich wahrscheinlich auch noch von den Cops gejagt. Uiuiui, the plot thickens …

10-Minuten-vor-Polizeiautos-weglaufen-Szene. Dann wird Don von einer Trulla überfahren. Also steigt er in ihr Auto und lässt sich rumkutschieren.

Die Vampire halten eine kleine Versammlung der Wahnsinnigen ab. Ganz wichtig ist, dass hier jeder einen Akzent hat, bei dem man nur raten kann, aus welchem Land der kommen soll. Ich tippe mal auf Transsilvanien … und dass keiner der Beteiligten jemals in Transsilvanien war. Blondie will unbedingt Rache an Don, weil der offenbar jemanden getötet hat, der ihr wichtig war.

Die Autotrulla wacht nackt bei Don auf. Uiuiui, the plot thickens … und andere Dinge auch … Don erklärt mal kurz was abgeht und es ist alles Blade nur in noch lahmer. Dann zeigt er der Tussi sein tolles Buch und erzählt ihr, dass er ein Jäger ist und wie man Vampire killt, indem man ihnen das Rückgrat bricht. Hm, immerhin eine neue Sache. Weihwasser und Knoblauch sind halt auch echt out.

Blondie kommt für nen Dreier vorbei und wird von Don mit einer Shotgun umgenietet. Aber das reicht natürlich nicht für einen Vampir und sie kann abhauen.

Lahmarschaction in der Disco. Der Kampf gegen einen Vampirpenner vor der Tür ist an Lahmarschigkeit dann wirklich kaum noch zu überbieten. Und der Kameramann hat Arthritis ohne Ende.

Der Obervampir stalkt die Autotussi und quatscht Französisch.

Im Auto poppt Blondie mit nem Typen rum.

Don packt an einen Vorhang und hat Visionen.

Ich raffe absolut gar nichts mehr.

Oh oh, Arthritis is back, das kann nur bedeuten, dass es Action gibt. Ja, das ist der Obervampir und vermöbelt Don. Und dann ist er weg und lacht doof. Immerhin hat er noch was zu lachen. Der Zuschauer kann nur noch heulen.

Boah, dieses ewige Rumgedümpel. Der Film ist arschlangweilig. Don du Flachwichser, geh jetzt verfickt noch mal Ärsche treten. Und zwar richtig. Nicht diese Zitterpisse. Voran jetzt du Arsch!

War wohl nix. Gibt nur die übliche Grütze und einen Kill mit einem Fensterrahmen. So tief sind wir hier also gesunken.

Wo kommt jetzt der Bulle auf einmal her? Und jagen die nicht eigentlich Don? Warum arbeiten die jetzt zusammen? Ach, es ist mir auch scheißegal. Der Film ist arschlangweilig. Ich warte jetzt aufs Ende, das gleich kommen muss, denn Blondie hat gerade Don unter Waffengewalt und will an seinen thicken Plot ran. Don hat aber noch nen Plotchanger in der Hose versteckt und ballert Blondie weg. Dann Genickbruch und tschüss. Ich dachte, man muss denen das Rückgrat brechen? Naja, Genick muss wohl reichen. Alles andere wäre auch zu einfallsreich gewesen.

Geballer und oh nein der Cop ist hingefallen. Dann wird der grauenhafte Schauspieler und Verräter vom Anfang von Don mit einer Shotgun durchlöchert und hier stößt er dann endgültig an seine darstellerischen Grenzen. „Ouch!“ Wenn dich eine Shotgun durchsiebt, sagst du bestimmt vieles, aber nicht einfach „Ouch!“

Don trifft dann auf den Vampir, der Martial Arts erfunden hat. Ist klar. Deshalb kämpfen hier alle so scheiße. Das Genick bricht ihm Don natürlich trotzdem. Vielleicht hätte er noch eine andere Kampftechnik erfinden sollen. Etwas, bei dem man nicht in Genickbruchlage gerät am besten.

Endkampf aufm Dach. Der Obervampir macht einen auf Mola Ram und will Dons Herz. Aber der macht mal eben Genickbruch und beendet diese filmische Katastrophe mit einer Umarmung mit der Autotussi.

Mehr lahmen Scheiß gibt es in der Horroctober Übersicht.