Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Die Listen

Die 5 Besten … Filmtitel

Um genau zu sein fragt Gorana nach den

5 Schönsten Filmtiteln

aber „schön“ liegt ja immer im Auge des Betrachters. Ich machs mal kurz und schmerzlos:

5 The Horror Of Party Beach

Butcher Baker Nightmare Maker

3 Slave Girls From Beyond Infinity 

2 Hell Comes To Frogtown

1 The Adventures Of Buckaroo Banzai Across The 8th Dimension

Monatsrückblick Juli 2017

Der Juli begann mit dem Versuch, in eine Welt einzutauchen, die mir früher meist gefallen hat, aber natürlich im generischen Filmeinheitsbrei nicht mehr ansatzweise den Charme hat, den sie mal versprühte:

FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM – PHANTASTISCHE TIERWESEN UND WO SIE ZU FINDEN SIND

Die Harry Potter Streifen waren ja durchaus ein ewiges Auf und Ab. Von top (Gefangener von Azkaban) zu komplettes Desaster (der Halbblutprinz) war eigentlich alles dabei. Aber immerhin hat es immer Spaß gemacht, wieder in dieses Universum einzutauchen. Deshalb habe ich auch verhältnismäßig wenig abgekotzt, als man die dreitausend Filme aus der „Fantastic Beasts“ Reihe ankündigte. Ich bin jetzt nicht Feuer und Flamme, aber eben auch nicht abgeneigt und bereit, dem ganzen eine faire Chance zu geben.

Newt Scamander ist ein Typ, der seltene Viecher in einem Koffer spazieren trägt. Und das muss dann auch mit Charakterbeschreibung reichen, denn mehr ist der Protagonist einfach nicht. Mit anderen Worten: Er ist arschlangweilig. Und die meisten seiner Viecher nebenbei auch. Im Prinzip haben wir einen ganzen Koffer voller Comic Reliefs, die zu keiner Sekunde lustig sind. Der Rest sind schlecht animierte Drachenviecher und Gelöt, die aber ohnehin keine Rolle spielen. Und das ist dann auch das größte Problem: Warum werden die Tierwesen nicht viel mehr in die Geschichte eingebunden? Da liegt doch das eigentliche Potenzial, wenn man die doch ohnehin im Koffer hat. Stattdessen blödelt man aber lieber nur mal hin und wieder mit nem Nashorn rum, oder lässt mal einen Vogel fliegen, aber dabei rum kommt eher selten was.

Am interessantesten stellt sich nach kurzer Zeit der Muggelbäcker heraus, der zufällig in die fröhliche Viecherjagd hineingezogen wird. Die anderen Charatere sind halt auch da. Mal mehr mal weniger relevant für den Verlauf der Geschichte. Und der Antagonist ist eine schwarze Wolke, wasa wohl alles aussagt, was man dazu sagen muss. Wenn man ihm schon eine „Gestalt“ geben will, warum dann nicht die eines „fantastischen Tierwesens“?

Nun ja, was solls. Man hat ja noch die Welt, die alles retten kann. Und die ist ein gigantischer Haufen CGI-Geschmiere, das einfach keine Stimmung aufkommen lässt. Nicht wie in Hogwarts, wo man Spaß dabei hatte, mit den Schülern durch das Schloss und die Welt zu tapern und sie zu erkunden. Hier haben wir Old-New York direkt aus Photoshop in den Film importiert. Von Liebe zum Detail nix zu sehen. Und auch sonst einfach sehr steril das Ganze.

Irgendwie schafft es die Story dann zumindest, einigermaßen zu unterhalten, aber man merkt einfach in jeder Sekunde, dass man an allen Ecken und Enden das Potenzial für was wirklich Gutes hat liegen lassen. Aber das ist ja auch nichts Neues mehr heutzutage. Kann man mal gucken und nach 5 Minuten alles wieder vergessen, weil es ohnehin scheißegal war. Schade, denn so eine Erweiterung des Potter-Universums brauche ich nicht wirklich.

Im Lauf der Monate habe ich dann auch noch ein paar mir unbekannte David Fincher Filme nachgeholt. Unter anderem:

GONE GIRL

Wenn David Fincher eine Sache kann, dann ist es, einen hervorragenden Thriller drehen (ob er was anderes kann muss er nebenbei noch unter Beweis stellen). Das er aber Thriller wie kaum ein anderer kann, zeigt er hier mal wieder absolut beeindruckend. Eine interessante und vor allem sehr wendungsreiche Geschichte wird hier zu einem Puzzle zusammengesetzt, das einem ständig neue Aspekte hinwirft, über die man nachdenken muss, um das Puzzle zusammenzusetzen. Natürlich muss man an der Stelle wohl auch die Vorlage lobend erwähnen, die ich aber nicht kenne. Trotzdem ist es natürlich dem Drehbuch und eben dem Regisseur zu verdanken, dass das alles auch quasi perfekt auf die Leinwand umgesetzt wurde. Die Darsteller (selbst Affleck und sein Penis stören nicht) und die Fincher-typische spannende Inszenierung machen das hier zu einem der besten Thriller der letzten Jahre. Sollte man unbedingt gesehen haben. Vor allem natürlich, wenn man wie ich ein großer Fincher-Thriller-Fan ist.

Zum Abschluss unserer Kriegsfilmreihe, die dann mit dem Kinobesuch von „Dunkirk“ gekrönt wurde, gab es noch folgenden Knaller:

SAVING PRIVATE RYAN – DER SOLDAT JAMES RYAN

Sinnlose Missionen in Kriegsfilmen gibt es sicher zuhauf, aber eine Gruppe in den fast sicheren Tod zu schicken, um einen aus der Scheiße zu holen, dürfte recht weit oben auf der Liste der sinnlosen Missionen stehen. Dementsprechend gibt es hier auch wenige Heldentaten, weil die Beteiligten ebenfalls ganz und gar nicht von der Mission überzeugt sind. Ganz ohne Patriotismus und Pathos gehts zwar auch nicht und die ein oder andere Szene wirkt schon sehr „inszeniert“ nur damit man nochmal kurz rumballern kann, aber von einem Blockbuster, der dieser Film im engsten Sinne nun mal ist, kann man kaum was anderes erwarten. Hauptsächlich geht es aber darum, wie sinnlos und brutal und unmenschlich alles in und um den Krieg herum eigentlich ist. Alles ist grausam. Alles ist sinnlos. Alles ist FUBAR.

Einen Abend kam dann spontan mein Cousin vorbei und hatte einen Film im Gepäck, den wir beide seit „damals“ nicht gesehen hatten:

TITANIC

15 Jahre nicht gesehen und es hat sich nichts geändert. Die erste Hälfte ist unerträglich, nicht wegen der Liebesgeschichte, sondern weil einfach ALLE Charaktere Arschlöcher sind, die mir durchgehend gewaltig auf den Sack gingen. Rose will nur gefickt werden. Jack hält sich für ganz besonders toll. Roses Stecher ist ein versnobter Flachwichser. Die ganze andere Mischpoke hat auch dermaßen einen Stock im Arsch, dass es ein Wunder ist, dass die überhaupt sinken konnten. Dazu kommt ein grauenhafter Soundtrack, der entweder aus unerträglichem Gedudel oder irgendeiner Variante von Celine Dions Graupelsong besteht, was sich einfach äußerst schnell abnutzt und nervt.
Dann kommt der Eisberg und rettet den Streifen vor dem Untergang (pun intended). Nur leider ist es mir da auch schon scheißegal, wenn die ganzen Affen einfach absaufen, weil ich sie entweder zum kotzen findet, oder sie mir scheißegal sind, weil ich sie sowieso nicht kennen gelernt habe. Aber vom Spektakel her ist das hier natürlich verdammt großes Kino. Die Panik, der Überlebenskampf, der steigende Irrsinn und das Wasser sind einfach hervorragend inszeniert.
Ich glaube, James Cameron hätte gut daran getan, die erste Hälfte des Films an jemanden zu übertragen, der etwas davon versteht, Liebesgeschichten zu erzählen und sich selbst dann um die zweite Hälfte gekümmert, denn das kann er einfach. Alles andere … nicht so sehr …

Insgesamt gesehen: 16

Davon Schrott: 5

Rewatches: 5

Kino: 1

Der Schrott war größtenteils SchleFaZ zu verdanken. Die Reihe nutzt sich bei mir allerdings doch langsam ab, muss ich sagen. Bin nicht sicher, ob ich mir das noch alles geben muss. Vermutlich beschränke ich mich da demnächst nur noch auf die Filme, die wirklich vielversprechend klingen.

Dazu kommen dann wie ihr ja wisst noch „Game Of Thrones“ und zwischendurch hab ich mich bei „Orange Is The New Black“ endlich mal auf den neuesten Stand gebracht. Und die erste Staffel „Ozark“ gabs auch noch. Kein Meisterwerk, aber hat mir ganz gut gefallen. Allerdings wäre mir das als Mini-Serie mit 10 Folgen lieber gewesen. Noch 5 Staffeln brauche ich davon nicht unbedingt.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Monatsrückblick – Juni 2017

Anfang des Monats habe ich ein paar sogenannte Klassiker nachgeholt. Unter anderem diesen hier:

DR. STRANGELOVE OR: HOW I LEARNED TO STOP WORRYING AND LOVE THE BOMB

Stanley Kubrick hat es bei mir immer etwas schwer. Zum einen mag ich seinen visuellen Stil, der in jedem Film einfach perfekt zur Thematik passt. Wo man heute mit dem Wort „Visionär“ wahllos um sich wirft, ist der Begriff bei Kubrick wohl passender als bei kaum jemand anderem. Auf der anderen Seite hat der Mann eine Erzählweise, die mich manchmal einfach nicht bei der Stange hält. Das liegt nicht daran, dass die Themen und Szenen nicht interessant wären, aber irgendwie kickt es mich oft einfach nicht, was der Mann inszeniert. Dieser Film liegt irgendwo in der Mitte. Ich weiß, was der Film will und ich weiß auch, dass er absolut recht hat in dem, was er vermittelt, aber es catcht mich einfach nicht so recht. So braucht der Film eine ganze Weile, bis ich drin bin.
Zum Glück war Peter Sellers immer und zu jeder Zeit ein absoluter Meister seines Fachs. Und so ist jede Szene mit ihm natürlich ein kleines Highlight. Und seine Szenen zusammen mit Sterling Hayden sind absolut fantastisch.
Letztlich ein guter Film, der mir aber teilweise zu langweilig war. Kubrick eben.

Kriegsfilmaction gab es dann auch endlich mal wieder.

THE THIN RED LINE – DER SCHMALE GRAT

Wunderbar gefilmt mit jeder Menge schönen Bildern. Allerdings haben mich die gefühlt 42 Charaktere ziemlich lange eher kalt gelassen und das ist natürlich nicht die beste Grundvoraussetzung. Der poetische Ansatz ist generell auch nicht so meins und die ständigen Voice-Overs haben mich eher genervt. Diese Grundsatzfragen nach Gut und Böse, dem Sinn des Lebens, dem Unsinn des Krieges und so weiter kann man halt auch stellen, ohne dass ständig jemand in den Film quatscht und ich mich zudem auch noch fragen muss, wer da eigentlich gerade rumlabert, weil es immer jemand anderes ist.
Eigentlich macht der Film seine Sache aber sehr gut und ich kann ja sowieso nichts aus dem Genre wirklich schlecht finden. Hätte aber ruhig etwas kürzer sein können.

Dann habe ich endlich mal einen Film gerewatched, den ich zuletzt vor 20 Jahren, oder so, im TV gesehen habe, der einfach zu geil ist, um hier auf dem Filmschrottplatz besprochen zu werden (vielleicht irgendwann mal als Kultschrott):

TICKS – C2 KILLERINSECT

Carlton aus Bel-Air und der Sohn von Dr. Evil schlagen sich mit Riesenzecken rum.

Und viel mehr gibt es da auch eigentlich nicht zu sagen. Es ist eklig und dämlich und einfach ein großer Spaß mit ekligen Riesenzecken und dämlichen Charakteren. Die praktischen Effekte sind einfach super und eklig. Und die Darsteller sind einfach da und verhalten sich dämlich. Das ganze wandelt natürlich sehr auf Trashpfaden. Zum Glück stammt er noch so gerade aus einer Zeit, wo das noch Spaß gemacht hat, weil man nicht scheiße sein wollte. Macht Spaß.

PS: Ich weiß nicht, was Gary Busey zu der Zeit gemacht hat, aber er hätte perfekt in eine Rolle gepasst und den Film vermutlich noch aufgewertet.

Etwas Asiatisch gabs auch noch:

AKU NO KYôTEN – LESSON OF THE EVIL

Jedesmal, wenn ich einen asiatischen Film sehe, der an einer Schule spielt, ist mein erster Gedanke, dass ich das niemals ausgehalten hätte. Uniformen tragen, immer aufstehen, wenn man was sagen will, diese ganze Disziplinscheiße wäre für mich die absolute Hölle gewesen.
Übertragen auf die Lehrer ist dann vermutlich eher das westliche Schulsystem (wenn man es denn überhaupt so nennen kann) das Grauen. Und da frage ich mich direkt, wie lange es wohl gedauert hätte, bis der Lehrer Amok gelaufen wäre, wenn er an meiner Hauptschule unterrichtet hätte, mit mir und den ganzen anderen Arschgeigen in der Klasse, die sich absolut nix sagen lassen und auf alles scheißen, was der Kasper da an der Tafel rumlabert. Vermutlich wären wir alle des Todes gewesen. Halt nur etwas früher als die Schüler hier.
Ach so, der Film ist ganz okay. Ein schnetzelnder Lehrer, der seine Schüler wegmetzelt verspricht halt nicht gerade ein Meisterwerk. Aber das was er macht, macht er ziemlich gut. Und das ist eben Schnetzeln.

Und natürlich habe ich es mir Ende des Monats nicht nehmen lassen, den hier zu gucken:

OKJA

Ich bin ja niemand, der sich großartig mit den Problemen der Welt beschäftigt. So geht mir auch Tierquälerei oder nicht artgerechte Tierhaltung und der ganze Kram zwar nicht komplett am Arsch vorbei, aber es interessiert mich auch nicht genügend, um mich wirklich für eine bessere Welt einzusetzen. Und woran liegt das? Genau. Weltverbesserung ist ein arschlangweiliges, dröges und trockenes Thema, bei dem den Beteiligten jegliche Art von Humor abgeht. Sieht man ja jeden Tag erneut im Internet, wo die ganzen Hobbyweltverbesserer einen auf dicke Hose machen, nur weil sie halt kein Fleisch mehr fressen. Und dann anfangen, alle anzukacken, die es eben doch tun. Und dann denke ich mir: Fickt euch halt alle mit eurem Scheiß und lasst mich einfach in Ruhe. Die Welt geht auch mit euch vor die Hunde, also haltet mal den Ball flach.
„Okja“ ist da anders. Denn „Okja“ macht genau das, was man eben aus solchen Themen machen sollte: etwas Humorvolles. Denn so bringt man die Leute dazu, Dinge zu überdenken. Nicht indem man ihnen ständig vorwirft, ein Arschloch zu sein und das Falsche zu tun, sondern, indem man ihnen auf unterhaltsame Art und Weise zeigt, wie andere Arschlöcher das Falsche tun. Und genau das macht „Okja“.
Und daraus entsteht ein bunter Mix aus Abenteuer, Drama, Comedy und teils absurden Charakteren, die alle nur eins wollen: „Okja“. Aber die Meisten eben aus den falschen Gründen.
Leider hängt das ganze dann ab der Mitte etwas durch , fängt sich aber im letzten Drittel wieder und so gibt es eigentlich nicht viel zu kritisieren. Vielleicht, dass man teilweise wohl nicht so ganz sicher war, wie over the top man hier sein will und so immer mal wieder zwischen überdreht und eher bodenständig hin und her pendelt. Aber hey, nomovie’s perfect …

Insgesamt gesehen: 13

Davon Schrott: 3

Rewatches: 2

Man merkt, dass es wärmer draußen wird und ich dementsprechend weniger Bock habe, vor der Glotze rumzuhängen. Wobei noch ein paar Serien anstanden. Unter anderem natürlich die Finals von „Better Call Saul“ (stark)  und „Fargo“ (ging so). Und für nebenbei habe ich „Community“ gerewatched, einfach weil ich Lust drauf hatte.

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Die 5 Besten … Selbstbeweihräucherungen

Ja, heute ist bei Goranas 5 Besten Jubiläum und deshalb dreht sich alles um uns selbst. Wir sollen nämlich unsere

5 Besten eigenen Blogbeiträge

nennen. Ziemlich selbstbeweihräuchernd, würde ich sagen. Aber gut, kann man ja mal machen.

5 Mal aktuell: Ghostbusters

Ich weiß gar nicht mehr warum, aber aus irgendeinem Grund war es mir wohl ein wichtiges Anliegen, zum Erscheinen des Ghostbuster Films von Paul Feig mal so richtig über alles abzukotzen, was um diesen Film herum so passiert ist. Und dabei kamen überraschenderweise die Frauen, die zuvor die Angriffsfläche Nummer 1 waren, am Besten weg. Dieser Rant ist aber nicht nur den „Ghostbusters“ gewidmet. Er fasst auch immer noch sehr gut zusammen, was das große Problem von Hollywood Blockbustern, produziert von Nixkönnern und geldgeilen Arschkrampen, ist: Lieblosigkeit.

4 5 weitere Gründe warum CGI nervt

Ja, CGI geht mir immer noch tierisch auf die Nüsse, mit dem völlig überbordenden willkürlichen Einsatz der Technik. Es gab natürlich auch einen ersten Teil, aber der zweite gefällt mir einfach etwas besser, weil er noch beknacktere Beispiele für schwachsinnigen und unnötigen Einsatz von CGI bietet.

3 Hell Comes To Frogtown

Ist ja wohl klar, dass der Beitrag hier auf keinen Fall fehlen darf. Es war einer der ersten Filme, die hier besprochen wurden. Und vielleicht der, der das ganze so richtig ins Rollen brachte mit seinem überschwänglichen Schwachsinn.

2 Schrott Awards

Die Beiträge, die am meisten Arbeit machen , sind ja leider oft die, die am wenigsten Beachtung finden. Auch wenn die ersten Schrott Awards noch ganz gute Resonanz erhielten, wurde es immer weniger und ich denke darüber nach, das ganze einfach einzustellen, da es eben den Aufwand nicht wirklich lohnt, wenn es nur zwei Leute interessiert. Ein gutes Beispiel dafür, wie die Blogs langsam an Resonanz einbüßen, weil die Leute sie nicht mehr lesen. Schade drum.

Dieser Film darf nie passieren

Ich muss diese Kategorie unbedingt wiederbeleben. Es macht einfach unheimlich Spaß, sich diesen Käse auszudenken. Der erste zog zwei direkte Fortsetzungen nach sich (Teil 2 und Teil 3). Und dann gab es noch einen „Horrorfilm“ der nie passieren darf.

Es gäbe sicher noch so ein oder zwei andere, vor allem bei den ganzen Filmbesprechungen sind so einige Perlen dabei, aber da mir dieses Eigenlob nicht so liegt, verzichte ich dieses Mal auf die „Honorable Mentions“.

Monatsrückblick – Mai 2017

Der Mai startete mit einem Kinobesuch, der … zumindest kein Totalausfall war. Ansonsten ging es unter anderem ganz weit zurück ins Jahr 1932:

THE MOST DANGEROUS GAME

Heutzutage ist es ja kaum noch möglich, etwas wirklich Neues zu erzählen. Jede Idee war zumindest im Ansatz schon mal da. Und so kann man eigentlich nur noch bereits existierende Versatzstücke nehmen und versuchen, sie zu kombinieren, um daraus dann doch noch etwas einigermaßen Frisches zu machen. Um so interessanter ist es da, sich mal mit den Geschichten zu befassen, die den Anfang machten. In diesem Fall handelt es sich um das mittlerweile all zu bekannte „Manhunt“-Prinzip. Die Jagd auf das „gefährlichste Tier“. Den Menschen. Lange bevor Jean Claude van Damme und Ice T zur Beute wurden, lange bevor in Japan die „Battle Royale“ und in den USA die „Hunger Games“ starteten, veranstaltete man auf einer Insel das „Most Dangerous Game“.
Und meine Herren, was für ein Spiel es ist. Was man hier in gerade mal einer Stunde abfeuert ist bemerkenswert. Zumal es sich um einen Film handelt, der mittlerweile 85 Jahre auf dem Buckel hat. Das merkt man ihm aber eigentlich nur an der fehlenden Farbe an. Ansonsten habe ich das Gefühl, dass man hier seiner Zeit doch sehr weit voraus war. Der Schiffsuntergang am Anfang ist beeindruckend für diese Zeit. Ansonsten schafft man es auch ganz gut, nicht zu lächerlich zu werden. Gerade der Antagonist bewegt sich da immer auf einem schmalen Grad der Cheesyness, aber kriegt immer noch die Kurve.
Der Überlebenskampf selbst ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Fallen werden gebaut und die Bedrohung immer weiter gesteigert. Es ist einfach die Blaupause für jede Geschichte, die danach kam und diese Idee aufgriff. Und das macht es so interessant und immer noch absolut sehenswert.

Es gab etwas Horrorquatsch:

HATCHET

Schöne Old-School-Slasher-Action, die teils etwas zu lustig sein will. Macht aber Spaß, wenn man Bock auf guten handgemachten Gore, der direkt aus den Achtzigern stammen könnte, hat und nicht viel über Story und gute Darsteller nachdenken will. Der Film weiß was er ist und was er ist, ist durchaus unterhaltsam.

Nach enttäuschender Postapokalypse mit „Into The Forest“ gab es am selben Abend noch mal enttäuschende Postapokalypse:

THE BOOK OF ELI

Malcolm X hat ein Lieblingsbuch, aber Stansfield will es auch mal lesen.

Alles an dem Film schreit Postapokalypse. Das ist schon mal ein Pluspunkt, den man aber auch voraussetzen sollte. Es gibt aber eben auch Filme, die das nicht wirklich gebacken kriegen. Die Darsteller machen ihre Sache auch wie zu erwarten gut.
Aber so richtig will der Funke nicht überspringen. Mit überreligiösem Käse und Belehrungen hält man sich glücklicherweise zurück, aber man geht viel zu wenig darauf ein, was die Charaktere ausmacht, die hinter dem Buch her sind. Klar, man kennt die Gründe, aber diese auch auszuspielen hätte das ganze durchaus interessanter gemacht. Dazu kommt dann die scheinbare Unverwundbarkeit von Eli, was einfach jede Geschichte schon aus Prinzip runter zieht. Und so dümpelt das dann eben alles so ein bisschen vor sich hin. Irgendwie nix Halbes und nix Ganzes, wie Jesus damals gesagt hat … war doch er, oder?

Am Strand war ich auch noch:

THE BEACH

Im Fahrwasser von „Titanic“ konnte ich mir damals eine ganze Zeit lang keine Leonardo DiCaprio Filme angucken. Das lag weniger an ihm selbst, sondern an den Weibern, die mir damals tierisch mit dem Typen auf den Sack gingen. Alle waren sie in Leo verknallt und mussten sich auf seine Filme fingern. Also hab ich lieber Pamela Anderson Filme geguckt, um den Sexualtrieb wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ob das die richtige Entscheidung war, müssen andere entscheiden.

„The Beach“ ist jedenfalls einer der Filme, die damals auf der Strecke blieben und der, obwohl scheinbar mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, immer mal wieder meinen Weg kreuzt. So auch heute und jetzt hats halt mal gereicht und ich hab ihn angemacht. Und im Nachhinein muss ich feststellen, dass es ein Pamela Anderson Film wohl auch getan hätte. Denn auch wenn dieser Film ganz tolle Bilder hat, hat er viel mehr nicht zu bieten. Sehr dahindümpelnde Geschichte über die Findung des Paradieses und der Vertreibung aus selbigem, das nur an der Oberfläche der eigentlichen Idee kratzt. Pamela Anderson im Evakostüm hatte damals Ähnliches zu bieten.

Insgesamt gesehen: 18

Davon Schrott: 4

Rewatches: 2

Kino: 2

„Alles neu macht der Mai“ sagt man. Dementsprechend gab es diesen Monat – ungeplant – sehr wenige Rewatches. Und nebenbei auch wenig Kriegsaction. Hat sich irgendwie dieses Mal nicht ergeben. Immerhin habe ich die erste Staffel von „The Brink“ nachgeholt – auch wenn das nicht direkt Krieg ist, sondern eher die politischen Eskapaden, die dazu führen – und bin jetzt traurig, dass es keine zweite geben wird.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Die 5 Besten … Filmkreaturen

Letzte Woche war ich bei Goranas 5 Besten nicht dabei, einfach weil ichs irgendwie verpasst habe. Und Freitag hatte ich dann keine Zeit und so war das dann halt einfach nicht drin. Aber über Serien habe ich hier ja eh schon oft genug gequatscht. Guckt einfach „Shameless“ und dann habt ihr den geilsten Scheiß am Start. Heute ist das Thema ohnehin viel cooler, denn es geht um

DIE 5 BESTEN FILMKREATUREN

Wenn da der Filmschrottplatz nicht die absolut richtige Anlaufstelle ist, dann weiß ich auch nicht.

5 Die große Kralle aus „The Giant Claw“

Leider noch nicht auf dem Filmschrottplatz verewigt, aber eine Kreatur die aussieht wie der ultimative Todestruthahn muss natürlich in die Liste.

4 Die Mogwais aus „Gremlins“

Wenn man die Regeln beachtet das wohl süßeste Haustier der Welt. Wenn man sie bricht das wohl tödlichste Haustier der Welt. Ich will einen haben, auch wenn ich die Regeln sicher nicht beachten würde.

3 Xenomorphs aus „Alien“

Ich habe lange überlegt, aber sie müssen dann doch rein, weil die Viecher einfach der absolute Horrorshit sind. Sie sehen furchteinflößend aus, sie verhalten sich furchteinflößend und sie sind einfach furchteinflößend in allen Belangen.

2 Der Jellyfishman aus „Sting Of Death“

Wenn eine Killerkreatur aus einem mit Algen behangenem Taucheranzug und einem aufgeblasenen Müllbeutel besteht, sollte ziemlich klar sein, dass sie ganz weit oben in so eine Liste gehört.

1 Die Froschmutanten aus „Hell Comes To Frogtown“

Das sollte ja jetzt wirklich niemanden überraschen. Froschmutanten sind einfach die besten. Quak, ihr Affen.

HONORABLE MENTIONS: Der Pinata Dämon aus „Demon Island“, die Tremors, die Critters, Pulgasari, der Toxi Avenger, Predator

 

Die 5 Besten … Filmzitate

Schon wieder Donnerstag und wieder fragt Gorana nach den 5 Besten. Dieses Mal ein Thema, das mir durchaus liegt. Und das beste daran: Das hier wird ausnahmsweise mal kurz und unausschweifend.

Die 5 Besten Filmzitate

„Man, if my fuckin‘ ex-wife asked me to take care of her fuckin‘ dog while she and her boyfriend went to Honolulu I’d tell her to go fuck herself.“ – The Big Lebowski, 1998

„The greatest trick the devil ever pulled was convincing the world he didn’t exist.“ – The Usual Suspects, 1995

„This is your life and it’s ending one minute at a time.“ – Fight Club, 1999

„When you want something in life, you just gotta reach out and grab it.“ – Into The Wild, 2007

„If you can’t laugh at yourself, life is going to seem a whole lot longer than you’d like.“ – Garden State, 2004

Wow, das war kurz.

Monatsrückblick – April 2017

Im April haben wir natürlich vornehmlich unsere Kriegsfilmreihe weitergeführt. Aber es gab auch ein bisschen was anderes.

THE BRIDGE AT REMAGEN – DIE BRÜCKE VON REMAGEN

Gute Action, ein paar unfreiwillig komische Situationen und keine Schwarz/Weiß-Malerei. Die Amis hier sind nicht nur gut und die Deutschen nicht nur böse. Sicher kein Meisterwerk, aber ein guter Antikriegsfilm. Zur Abwechslung geht es mal um eine Brücke. Das hat man ja so selten im Kriegsfilm.

Diesen Film hatte ich vor ein paar Monaten schon mal geguckt, aber Krieg ist die Hölle, da muss man den dann halt auch noch mal gucken:

STALINGRAD

Krieg, so wie er ist. Dreckig und unschön und ohne Pathos. Einfach die Hölle.
Die erste halbe Stunde des Films ist leider etwas zäh. Gerade, weil die Darsteller teils im Overact-Modus sind und dadurch alles etwas lächerlich und billig wirkt. Wenn man diese Phase überstanden hat, spielt der Film aber seine Stärken aus und zeigt den Wahnsinn und die Ruchlosigkeit des Krieges. Gegen Ende führt man dann natürlich noch so ein paar Handlungsstränge zusammen, was dann doch wieder eher etwas gewollt wirkt, aber das muss man nun mal in Kauf nehmen.
Einer dieser Kriegsfilme, die wirklich zeigen, was für ein Irrsinn das alles ist und das es keine Helden gibt; nur Verlierer.

Dann ging es mal in etwas düstere Gefilde:

8MM

Es ist wirklich schade, dass Autor Andrew Kevin Walker nicht weiter auf den Psychothrillerpfaden gewandelt ist, auf denen er sich in den 90ern scheinbar so wohlgefühlt hat. Nach „Se7en“ lieferte er hier das nächste Drehbuch ab, bei dem es in die Untiefen der Geisteskrankheiten des menschlichen Daseins geht.
Anfangs ist das alles genau so bedrückend und zermürbend. Immer tiefer dringt man ein in eine Welt aus Perversionen. Leider verlässt der Film diese Seite dann vor dem letzten Drittel und verkommt zum recht stringenten Rachethriller. Ich schiebe das mal auf die vom Studio geforderten Änderungen, die Joel Schumacher dann am Drehbuch vornahm. Walker hat den Film angeblich bis heute nicht gesehen, weil er sich gegen die Änderungen weigerte. Recht hatte er scheinbar damit.
Immerhin sind die Darsteller durchgehend hervorragend. Das rettet das letzte Drittel aber leider auch nicht. Da war deutlich mehr drin.

Alle Jubeljahre kriege ich es ja in die Birne und hole mal einen Klassiker nach, bei dem mir schon im Vorfeld klar ist, dass er vermutlich größtenteils anstrengend aber trotzdem gut wird. An Ostern gab es deshalb (als Ersatz ür den eigentlich geplanten „Cleopatra“, den Netflix aber 2 Tage vorher aus dem Programm genommen hat; deshalb halte ich nebenbei nix von dem ganzen Streamingscheiß und kaufe mir lieber alles auf Scheibe):

LAWRENCE OF ARABIA – LAWRENCE VON ARABIEN

Knapp 4 Stunden sind im Normalfall einfach zu lang, um mich bei der Stange zu halten. Und auch bei diesem Film ging irgendwo in der Mitte mal zwischendurch meine Konzentration flöten. Und dann habe ich überlegt, warum es wohl so wenige Filme über Kamele gibt. Die wirken immer so tollpatschig und sind schon aus Prinzip irgendwie lustig. Aber vielleicht ist es nicht leicht, mit Kamelen zu drehen. Vielleicht kann man die nicht richtig trainieren. Obwohl die immer so aussehen, als ob denen eh alles kackegal ist.
Lawrence und seine Gang reiten also durch die Wüste und ich habe überlegt, dass die Wüste ja ein echt cooles Setting für einen Film ist. Jeder Shot sieht in der Wüste einfach aus Prinzip gut aus. Und die ständige Gefahr sorgt für die nötige Spannung. Aber so ein Ritt durch die Wüste ist eben auch anstrengend und lang. Und genau so ist dieser Film. Also quasi der perfekte Wüstenfilm.

Und noch einen Klassiker, den ich zwar vor gefühlten Ewigkeiten schon mal gesehen habe, aber keine Erinnerung mehr dran hatte, gab es auch noch:

PSYCHO

Anthony Perkins ist fantastisch. Janet Leigh zwar nicht so, aber duschen kann sie gut. Alfred Hitchcock war ohnehin ein Visionär, der diesen Titel auch verdient … nicht so wie heute, wo jeder Heinz, der ein Remake macht, schon als Visionär gilt, obwohl er absolut nichts geleistet hat. Bei Hitchcock war es halt so, dass der Mann Ideen hatte, aber seine Filme sich nicht darauf ausruhen. Der Film dreht sich nicht um ein Stilmittel, sondern das Stilmittel wird flüssig in den Film eingearbeitet. Klar, die Duschszene ist die berühmteste Szene des Films. Sowas gab es damals noch nicht. Aber sie funktioniert organisch innerhalb des Komplettpakets. Heute würde man alles andere um die Duschszene herum zusammenfuckeln. Hauptsache, man hat diese eine gute Szene. Dieser Film besteht nur aus guten Szenen und deshalb ist er ein Meisterwerk und Horrorfilme von heute eben scheiße. Aber Hauptsache alles ist irgendwie „visionär“.

Insgesamt gesehen: 11

Davon Schrott: 2

Rewatches: 4

Außerdem gab es noch „Das Boot“ allerdings in der Serien-Version, die meiner Meinung nach die einzig Wahre ist. Außerdem gehen „Fargo“, „Better Call Saul“ und „The Leftovers“ weiter. Mein Serienkonsum ist also angestiegen und dadurch gab es weniger Filme zu sehen. Aber insgesamt eine bunte Mischung im April. Passend zum Wetter.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Die 5 Besten beeindruckenden Filmszenen

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Gorana nicht ganz durchdacht hat, dass der Titel „Die 5 Besten“ nicht immer so ganz auf die Fragestellung passen könnte, mit weiterem Voranschreiten dieses kleinen Frage-Antwort-Projekts. Aber keine Sorge, ich kriege das immer irgendwie hingebogen. Diese Woche ist die Frage nach den

5 besten Filmszenen, die mich beeindruckt haben (und die ich nie wieder vergessen werde)

Ich setze den zweiten Part mal in Klammern, weil mir ungefähr achttriliarden Filmszenen in der Birne rumschwirren, die ich nie wieder vergessen werde. Beeindruckend sind die aber nicht unbedingt alle. Ich werde mich hier auf Szenen konzentrieren, die mich in meinem Filmkonsum und Filmgeschmack beeinflusst haben. Und ich kann schon mal sagen, dass das äußerst actionreich wird.

5 Titanic (1997)

James Cameron ist ein Affe. Aber hin und wieder hat er auch mal was richtig gemacht. Und wenn er was richtig macht, dann macht er es offenbar richtig gut.  Einer dieser seltenen Fälle ist der Untergang der Titanic. Ich weiß noch, wie geflasht ich damals war, als es nach oben ging … und dann brach das Schiff in der Mitte durch und es ging nach unten … und dann wieder hoch … hui, was für ein Spaß. Der Rest des Films war halt, naja, Cameron halt, aber der Untergang der Titanic hat sich in mein Hirn gebrannt, weil es einfach fantastisch inszeniert war.

4 Eine Szene aus einem der „Reitende Leichen“ Filme?

Vielleicht ist sie auch aus etwas völlig anderem. Ich weiß es wirklich nicht mehr. Ich habe absolut keine Erinnerung an irgendwas aus dem Film, außer einer Szene. Und selbst die nur so halb: Ein Ritter, oder besser gesagt, ein halber Ritter, liegt am Ufer eines Flusses und röchelt vor sich hin. Es könnte auch ein Zombie mit Ritterschild oder sowas sein. Wie dem auch sei: Diese Szene könnte mehr oder weniger meine Liebe für praktische Effekte entfacht haben. Ich weiß nämlich noch, wie unglaublich eklig aber eben auch cool ich das Bild fand, das mir da präsentiert wurde. Vom Ritter war nur noch der Oberkörper übrig und überall Blut und Gedärme und geiler Scheiß.

3 Saving Private Ryan (1998)

Fast 20 Jahre später ist dieser Film immer noch mein beeindruckendstes Kinoerlebnis. Allen voran natürlich der Beginn, der Sturm auf die Normandie, das große Gemetzel, der geballte Wahnsinn des Krieges, die Hektik, die Brutalität, die gebrochenen Männer. Im Gesamtpaket bringt diese Szene das alles zusammen und man fühlt sich, als wäre man mittendrin in diesem Irrsinn.

2 Die Hard (1988)

Dieser Film dürfte meine Liebe für das Actiongenre wie kein zweiter geprägt haben. Und eine Szene hat mich damals so richtig weggehauen. John McClane will ein Zeichen setzen, schmeißt das C4 von Hans in den Fahrtuhlschacht und bombt dadurch das halbe Nakatomi Plaza weg. Später setzt man zwar noch einen drauf und sprengt das Dach, aber die erste große Explosion hatte eindeutig den größeren Impact auf mich. Vielleicht mein erster „WTF“-Moment.

1 Jurassic Park (1993)

Nochmal Spielberg. Der war halt mal richtig gut. Jurassic Park ist ja ohnehin immer noch ein unfassbar starker Blockbuster. Aber eine Szene sticht für mich ganz besonders heraus: Der T-Rex, der den Jeep mit den Kindern drin zerlegt. Von der langsam aufgebauten Spannung, bis der T-Rex aus seinem Gehege kommt, bis zum kompletten zerficken der gesamten Szenerie, ist das hier die Blaupause für das Einführen eines bedrohlichen Monsters, vor dem man sich einfach in die Hose scheißt. Und auch heute, 25 Jahre später, sieht das trotz CGI immer noch einfach nur gut aus. Jeder, der auch nur ansatzweise etwas mit der Entstehung von heutigen Blockbustern zu tun hat, sollte sich diese Szene angucken, um zu sehen, wie man das einfach verfickt noch mal richtig macht.

Honorable Mentions: Jackie Chan verkloppt Typen mit einer Klappleiter in „First Strike“ (wobei fast alles von Chan hier reinpassen würde), der Drill Sergeant macht Private Paula für einen Krapfen zur Sau in „Full Metal Jacket“, die Inhaftierten von Shawshank stehen versammelt still auf dem Gefängnishof und lauschen einer Schallplatte in „The Shawshank Redemption“, Willem Dafoes Tot in „Platoon“, die erste große Schlacht in „Braveheart“, die Kuh in „Twister“

 

 

Monatsrückblick – März 2017

Letztes Jahr habe ich zusammen mit meinem Cousin über das Jahr verteilt mehr oder weniger alle Disney Zeichentrickfilme geguckt. Dieses Jahr machen wir da weiter, wo wir aufgehört haben und gucken passend dazu jede Menge Kriegsfilme. Okay, viel größer könnte der Kontrast kaum sein, aber wir bereiten uns damit auf „Dunkirk“ vor. Im März haben wir endlich den Anfang gemacht. Ursprünglich sollte der Start Mel Gibsons „Hacksaw Ridge“ sein, aber Kinos … ihr wisst schon. Also haben wir als Ersatz einfach das nächstbeste genommen für den Startschuss zur großen Kriegsfilmreihe 2017.

WE WERE SOLDIERS – WIR WAREN HELDEN

Gibson betet, dass Gott die heidnischen Gebete seiner Gegner nicht erhört und sie sie zum Teufel jagen können. Genau so stelle ich mir Soldaten vor, kurz bevor sie blutgeil und abgefuckt in den Krieg ziehen. Sehr realistisch das Ganze. Bis auf … nun ja, fast alles andere. Dafür aber mal wieder patriotisch wie es eben nur Amerika kann.
Mel Gibson ist hier der wohl lässigste und coolste Colonel, der jemals ein Schlachtfeld betreten hat. Dem kann einfach gar nix was anhaben. Da fliegen ihm die Kugeln nur so um die Ohren, aber er muss erst mal in aller Ruhe seine Kommandos geben, bevor er auch mal rumballert.
Der Nebenplot mit den Frauen bietet immerhin einen guten Kontrast zur Daueraction, allerdings kratzt man hier bei wirklich allem nur an der Oberfläche. Zwischendurch wirft man mal noch willkürlich ein paar Stilmittel ein. So alle 45 Minuten gibts zum Beispiel mal ein Voice-Over, einfach weils gerade passt.
Aber alles egal denn ich mag Kriegsfilme prinzipiell. Ich stehe irgendwie auf dieses taktische Geschwurbel, auch wenn ich absolut nix davon verstehe.

Alle paar Monate stolpere ich mal wieder über einen Film in meinem Regal, der da schon ewig steht und den ich schon immer mal gucken wollte, aber aus welchen Gründen auch immer (nee, jetzt kein Bock drauf) nie gesehen habe. In vielen Fällen ist dieser Film dann auch noch von den Coen Brothers, was es eigentlich noch dämlicher macht, dass ich ihn noch nicht geguckt habe. Dies ist so ein Fall.

MILLER’S CROSSING

Die Coens sind so unfassbar gut darin, interessante Charaktere und Geschichten zu kreieren, dass sie es sogar schaffen, mich für einen Film zu begeistern, der in den Zwanzigern spielt, einer Ära, mit der ich eigentlich nicht wirklich was anfangen kann. Aber die Coens schaffens eben immer wieder. Toller Film mit einem tollen Hut.

Im weiteren Rahmen der Kriegsfilme 2017 gabs dann einen Oscargewinner, der mal wieder völlig zu Unrecht den Preis geholt hat, weil:

THE HURT LOCKER – TÖDLICHES KOMMANDO (nebenbei cooler deutscher Titel … für einen Steven Seagal Film)

Ein Bombenentschärfungskommando, gesegnet mit dem schlechtesten Humor aller Zeiten, entschärft halt Bomben. Klingt langweilig und ist auch irgendwie nicht viel aufregender, als es eben klingt. Die Charaktere sind ein Haufen pseudocooler Arschlöcher, die mir von der ersten Sekunde an tierisch auf den Sack gingen. Dann habe ich 2 Stunden damit verbracht zu hoffen, dass sie alle in die Luft fliegen. Immerhin hat mich das vom Abschalten abgehalten.

Wo wir schon bei coolen Steven Seagal Filmen sind, gabs da dann auch mal welche:

UNDER SIEGE – ALARMSTUFE ROT

Zu keiner Zeit in meinem Leben war ich ein Fan von Steven Seagal. Eher das Gegenteil ist der Fall. Selbst damals mit so 12 oder 13 Jahren (ja, ja, ich hab schon immer Filme geguckt, die nichts für mich sind, und trotzdem bin ich nicht amokgelaufen; ich klopfe mir mal selbst auf die Schulter dafür), als ich seine Filme entdeckte, war das für mich immer nur ein komischer Typ mit Zopf, der halt irgendwelchen Leuten in die Fresse haut.
Das ist auch hier nicht anders, keine Frage. Aber irgendwie schafft es der Regisseur tatsächlich, sowas wie Charisma aus Seagal rauszukitzeln – zumindest für ungefähr 20 Sekunden – und alleine dafür hätte er mit Preisen überschüttet werden müssen. Selbstverständlich wird er trotzdem von allen anderen an die Wand gespielt. Allen voran Tommy Lee Jones als Möchtegernrockstar und Gary Busey als … na ja, der typische böse Militärfritze, der eben den Protagonisten überhaupt nicht leiden kann und sich zwischendurch wie eine Dragqueen anzieht. Die beiden zusammen sind ein absolutes Topgespann.
Der Rest ist sinnlose Action mit grottenschlechten coolen Sprüchen und einem Plot, für den man nicht mal einen Bierdeckel braucht. Und mehr will ich auch gar nicht von so einem Film. Mir scheißegal was alle sagen, der hier ist nicht schlechter als „Die Hard With A Vengeance“.

UNDER SIEGE 2: DARK TERRITORY – ALARMSTUFE ROT 2

Steven Seagal macht noch mal den John McClane für arme und rettet den Tag zum zweiten Mal. Dieses Mal statt auf einem Schiff auf einem Zug und statt mit guten Darstellern als gute Antagonisten mit einem Supporting-Cast, der vom Talent her Seagal auf Augenhöhe begegnet. Mit anderen Worten: Jeder mehr oder wenige wichtige Charakter wird von einer völlig überforderten Person gespielt. Die wirklich guten Darsteller wie Jonathan Banks mit Haaren dürfen nur den Zug fahren oder anderen belanglosen Kram machen, der nicht mal einen Soapdarsteller fordern würde.
Im Endeffekt ist hier alles einfach eine Ecke schwächer als im Vorgänger. Aber es ist immer noch unterhaltsame 90er Action. Ihr wisst schon, nicht diese Kindergartenlarifariactiongrütze aus diesem Jahrtausend. Hier werden Leute einfach umgenietet, wie sich das gehört. Und das CGI ist noch so richtig scheiße. Also nicht nur scheiße wie heute, sondern so richtig für den Arsch. Genau so scheiße wie heute war damals schon Katherine Heigl, aber das Fass mache ich jetzt besser gar nicht erst auf. Film macht Bock, ist aber natürlich kein Meisterwerk. Und das Ende ist … einfach unbeschreiblich …

Manchmal muss man selbst im Krieg den Humor finden.

M*A*S*H

Absolut nicht politisch korrekt der Spaß. Muss die Hölle für die ganzen selbsternannten Weltverbesserer von heute sein, sich so einen Film anzugucken. Ich gebe da zum Glück einen Fick drauf. Im Krieg und der Liebe ist alles erlaubt. Also auch im MASH.
„Ende der Durchsage.“

Und manchmal den absoluten Wahnsinn.

APOCALYPSE NOW REDUX

Der Boottrip in den absoluten Wahnsinn Vietnams ist immer wieder faszinierend. Irrsinn, Zähigkeit und Unmenschlicheit geben sich die Klinke in die Hand.
Ich bin ja einer der wenigen, der die Redux Version mindestens genau so gut findet wie den Original Cut. Ja, der Film ist länger, aber für mich trägt das zur bedrückenden, nie enden wollenden Atmosphäre des absoluten Kriegsgräuel bei, die sich immer weiter steigert, während man weiter den Fluss aufwärts schippert.
Je nach Bock, gucke ich dann halt mal die längere oder kürzere Variante. Beides sind absolute Meisterwerke.

Insgesamt gesehen: 15

Davon Schrott: 2

Rewatches: 7

Kino: 1

Zum ersten Mal in diesem Jahr im Kino gewesen und ein paar Schrottfilme geguckt. Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.