Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Die Listen

Die 5 Besten … Selbstbeweihräucherungen

Ja, heute ist bei Goranas 5 Besten Jubiläum und deshalb dreht sich alles um uns selbst. Wir sollen nämlich unsere

5 Besten eigenen Blogbeiträge

nennen. Ziemlich selbstbeweihräuchernd, würde ich sagen. Aber gut, kann man ja mal machen.

5 Mal aktuell: Ghostbusters

Ich weiß gar nicht mehr warum, aber aus irgendeinem Grund war es mir wohl ein wichtiges Anliegen, zum Erscheinen des Ghostbuster Films von Paul Feig mal so richtig über alles abzukotzen, was um diesen Film herum so passiert ist. Und dabei kamen überraschenderweise die Frauen, die zuvor die Angriffsfläche Nummer 1 waren, am Besten weg. Dieser Rant ist aber nicht nur den „Ghostbusters“ gewidmet. Er fasst auch immer noch sehr gut zusammen, was das große Problem von Hollywood Blockbustern, produziert von Nixkönnern und geldgeilen Arschkrampen, ist: Lieblosigkeit.

4 5 weitere Gründe warum CGI nervt

Ja, CGI geht mir immer noch tierisch auf die Nüsse, mit dem völlig überbordenden willkürlichen Einsatz der Technik. Es gab natürlich auch einen ersten Teil, aber der zweite gefällt mir einfach etwas besser, weil er noch beknacktere Beispiele für schwachsinnigen und unnötigen Einsatz von CGI bietet.

3 Hell Comes To Frogtown

Ist ja wohl klar, dass der Beitrag hier auf keinen Fall fehlen darf. Es war einer der ersten Filme, die hier besprochen wurden. Und vielleicht der, der das ganze so richtig ins Rollen brachte mit seinem überschwänglichen Schwachsinn.

2 Schrott Awards

Die Beiträge, die am meisten Arbeit machen , sind ja leider oft die, die am wenigsten Beachtung finden. Auch wenn die ersten Schrott Awards noch ganz gute Resonanz erhielten, wurde es immer weniger und ich denke darüber nach, das ganze einfach einzustellen, da es eben den Aufwand nicht wirklich lohnt, wenn es nur zwei Leute interessiert. Ein gutes Beispiel dafür, wie die Blogs langsam an Resonanz einbüßen, weil die Leute sie nicht mehr lesen. Schade drum.

Dieser Film darf nie passieren

Ich muss diese Kategorie unbedingt wiederbeleben. Es macht einfach unheimlich Spaß, sich diesen Käse auszudenken. Der erste zog zwei direkte Fortsetzungen nach sich (Teil 2 und Teil 3). Und dann gab es noch einen „Horrorfilm“ der nie passieren darf.

Es gäbe sicher noch so ein oder zwei andere, vor allem bei den ganzen Filmbesprechungen sind so einige Perlen dabei, aber da mir dieses Eigenlob nicht so liegt, verzichte ich dieses Mal auf die „Honorable Mentions“.

Monatsrückblick – Mai 2017

Der Mai startete mit einem Kinobesuch, der … zumindest kein Totalausfall war. Ansonsten ging es unter anderem ganz weit zurück ins Jahr 1932:

THE MOST DANGEROUS GAME

Heutzutage ist es ja kaum noch möglich, etwas wirklich Neues zu erzählen. Jede Idee war zumindest im Ansatz schon mal da. Und so kann man eigentlich nur noch bereits existierende Versatzstücke nehmen und versuchen, sie zu kombinieren, um daraus dann doch noch etwas einigermaßen Frisches zu machen. Um so interessanter ist es da, sich mal mit den Geschichten zu befassen, die den Anfang machten. In diesem Fall handelt es sich um das mittlerweile all zu bekannte „Manhunt“-Prinzip. Die Jagd auf das „gefährlichste Tier“. Den Menschen. Lange bevor Jean Claude van Damme und Ice T zur Beute wurden, lange bevor in Japan die „Battle Royale“ und in den USA die „Hunger Games“ starteten, veranstaltete man auf einer Insel das „Most Dangerous Game“.
Und meine Herren, was für ein Spiel es ist. Was man hier in gerade mal einer Stunde abfeuert ist bemerkenswert. Zumal es sich um einen Film handelt, der mittlerweile 85 Jahre auf dem Buckel hat. Das merkt man ihm aber eigentlich nur an der fehlenden Farbe an. Ansonsten habe ich das Gefühl, dass man hier seiner Zeit doch sehr weit voraus war. Der Schiffsuntergang am Anfang ist beeindruckend für diese Zeit. Ansonsten schafft man es auch ganz gut, nicht zu lächerlich zu werden. Gerade der Antagonist bewegt sich da immer auf einem schmalen Grad der Cheesyness, aber kriegt immer noch die Kurve.
Der Überlebenskampf selbst ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Fallen werden gebaut und die Bedrohung immer weiter gesteigert. Es ist einfach die Blaupause für jede Geschichte, die danach kam und diese Idee aufgriff. Und das macht es so interessant und immer noch absolut sehenswert.

Es gab etwas Horrorquatsch:

HATCHET

Schöne Old-School-Slasher-Action, die teils etwas zu lustig sein will. Macht aber Spaß, wenn man Bock auf guten handgemachten Gore, der direkt aus den Achtzigern stammen könnte, hat und nicht viel über Story und gute Darsteller nachdenken will. Der Film weiß was er ist und was er ist, ist durchaus unterhaltsam.

Nach enttäuschender Postapokalypse mit „Into The Forest“ gab es am selben Abend noch mal enttäuschende Postapokalypse:

THE BOOK OF ELI

Malcolm X hat ein Lieblingsbuch, aber Stansfield will es auch mal lesen.

Alles an dem Film schreit Postapokalypse. Das ist schon mal ein Pluspunkt, den man aber auch voraussetzen sollte. Es gibt aber eben auch Filme, die das nicht wirklich gebacken kriegen. Die Darsteller machen ihre Sache auch wie zu erwarten gut.
Aber so richtig will der Funke nicht überspringen. Mit überreligiösem Käse und Belehrungen hält man sich glücklicherweise zurück, aber man geht viel zu wenig darauf ein, was die Charaktere ausmacht, die hinter dem Buch her sind. Klar, man kennt die Gründe, aber diese auch auszuspielen hätte das ganze durchaus interessanter gemacht. Dazu kommt dann die scheinbare Unverwundbarkeit von Eli, was einfach jede Geschichte schon aus Prinzip runter zieht. Und so dümpelt das dann eben alles so ein bisschen vor sich hin. Irgendwie nix Halbes und nix Ganzes, wie Jesus damals gesagt hat … war doch er, oder?

Am Strand war ich auch noch:

THE BEACH

Im Fahrwasser von „Titanic“ konnte ich mir damals eine ganze Zeit lang keine Leonardo DiCaprio Filme angucken. Das lag weniger an ihm selbst, sondern an den Weibern, die mir damals tierisch mit dem Typen auf den Sack gingen. Alle waren sie in Leo verknallt und mussten sich auf seine Filme fingern. Also hab ich lieber Pamela Anderson Filme geguckt, um den Sexualtrieb wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ob das die richtige Entscheidung war, müssen andere entscheiden.

„The Beach“ ist jedenfalls einer der Filme, die damals auf der Strecke blieben und der, obwohl scheinbar mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, immer mal wieder meinen Weg kreuzt. So auch heute und jetzt hats halt mal gereicht und ich hab ihn angemacht. Und im Nachhinein muss ich feststellen, dass es ein Pamela Anderson Film wohl auch getan hätte. Denn auch wenn dieser Film ganz tolle Bilder hat, hat er viel mehr nicht zu bieten. Sehr dahindümpelnde Geschichte über die Findung des Paradieses und der Vertreibung aus selbigem, das nur an der Oberfläche der eigentlichen Idee kratzt. Pamela Anderson im Evakostüm hatte damals Ähnliches zu bieten.

Insgesamt gesehen: 18

Davon Schrott: 4

Rewatches: 2

Kino: 2

„Alles neu macht der Mai“ sagt man. Dementsprechend gab es diesen Monat – ungeplant – sehr wenige Rewatches. Und nebenbei auch wenig Kriegsaction. Hat sich irgendwie dieses Mal nicht ergeben. Immerhin habe ich die erste Staffel von „The Brink“ nachgeholt – auch wenn das nicht direkt Krieg ist, sondern eher die politischen Eskapaden, die dazu führen – und bin jetzt traurig, dass es keine zweite geben wird.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Die 5 Besten … Filmkreaturen

Letzte Woche war ich bei Goranas 5 Besten nicht dabei, einfach weil ichs irgendwie verpasst habe. Und Freitag hatte ich dann keine Zeit und so war das dann halt einfach nicht drin. Aber über Serien habe ich hier ja eh schon oft genug gequatscht. Guckt einfach „Shameless“ und dann habt ihr den geilsten Scheiß am Start. Heute ist das Thema ohnehin viel cooler, denn es geht um

DIE 5 BESTEN FILMKREATUREN

Wenn da der Filmschrottplatz nicht die absolut richtige Anlaufstelle ist, dann weiß ich auch nicht.

5 Die große Kralle aus „The Giant Claw“

Leider noch nicht auf dem Filmschrottplatz verewigt, aber eine Kreatur die aussieht wie der ultimative Todestruthahn muss natürlich in die Liste.

4 Die Mogwais aus „Gremlins“

Wenn man die Regeln beachtet das wohl süßeste Haustier der Welt. Wenn man sie bricht das wohl tödlichste Haustier der Welt. Ich will einen haben, auch wenn ich die Regeln sicher nicht beachten würde.

3 Xenomorphs aus „Alien“

Ich habe lange überlegt, aber sie müssen dann doch rein, weil die Viecher einfach der absolute Horrorshit sind. Sie sehen furchteinflößend aus, sie verhalten sich furchteinflößend und sie sind einfach furchteinflößend in allen Belangen.

2 Der Jellyfishman aus „Sting Of Death“

Wenn eine Killerkreatur aus einem mit Algen behangenem Taucheranzug und einem aufgeblasenen Müllbeutel besteht, sollte ziemlich klar sein, dass sie ganz weit oben in so eine Liste gehört.

1 Die Froschmutanten aus „Hell Comes To Frogtown“

Das sollte ja jetzt wirklich niemanden überraschen. Froschmutanten sind einfach die besten. Quak, ihr Affen.

HONORABLE MENTIONS: Der Pinata Dämon aus „Demon Island“, die Tremors, die Critters, Pulgasari, der Toxi Avenger, Predator

 

Die 5 Besten … Filmzitate

Schon wieder Donnerstag und wieder fragt Gorana nach den 5 Besten. Dieses Mal ein Thema, das mir durchaus liegt. Und das beste daran: Das hier wird ausnahmsweise mal kurz und unausschweifend.

Die 5 Besten Filmzitate

„Man, if my fuckin‘ ex-wife asked me to take care of her fuckin‘ dog while she and her boyfriend went to Honolulu I’d tell her to go fuck herself.“ – The Big Lebowski, 1998

„The greatest trick the devil ever pulled was convincing the world he didn’t exist.“ – The Usual Suspects, 1995

„This is your life and it’s ending one minute at a time.“ – Fight Club, 1999

„When you want something in life, you just gotta reach out and grab it.“ – Into The Wild, 2007

„If you can’t laugh at yourself, life is going to seem a whole lot longer than you’d like.“ – Garden State, 2004

Wow, das war kurz.

Monatsrückblick – April 2017

Im April haben wir natürlich vornehmlich unsere Kriegsfilmreihe weitergeführt. Aber es gab auch ein bisschen was anderes.

THE BRIDGE AT REMAGEN – DIE BRÜCKE VON REMAGEN

Gute Action, ein paar unfreiwillig komische Situationen und keine Schwarz/Weiß-Malerei. Die Amis hier sind nicht nur gut und die Deutschen nicht nur böse. Sicher kein Meisterwerk, aber ein guter Antikriegsfilm. Zur Abwechslung geht es mal um eine Brücke. Das hat man ja so selten im Kriegsfilm.

Diesen Film hatte ich vor ein paar Monaten schon mal geguckt, aber Krieg ist die Hölle, da muss man den dann halt auch noch mal gucken:

STALINGRAD

Krieg, so wie er ist. Dreckig und unschön und ohne Pathos. Einfach die Hölle.
Die erste halbe Stunde des Films ist leider etwas zäh. Gerade, weil die Darsteller teils im Overact-Modus sind und dadurch alles etwas lächerlich und billig wirkt. Wenn man diese Phase überstanden hat, spielt der Film aber seine Stärken aus und zeigt den Wahnsinn und die Ruchlosigkeit des Krieges. Gegen Ende führt man dann natürlich noch so ein paar Handlungsstränge zusammen, was dann doch wieder eher etwas gewollt wirkt, aber das muss man nun mal in Kauf nehmen.
Einer dieser Kriegsfilme, die wirklich zeigen, was für ein Irrsinn das alles ist und das es keine Helden gibt; nur Verlierer.

Dann ging es mal in etwas düstere Gefilde:

8MM

Es ist wirklich schade, dass Autor Andrew Kevin Walker nicht weiter auf den Psychothrillerpfaden gewandelt ist, auf denen er sich in den 90ern scheinbar so wohlgefühlt hat. Nach „Se7en“ lieferte er hier das nächste Drehbuch ab, bei dem es in die Untiefen der Geisteskrankheiten des menschlichen Daseins geht.
Anfangs ist das alles genau so bedrückend und zermürbend. Immer tiefer dringt man ein in eine Welt aus Perversionen. Leider verlässt der Film diese Seite dann vor dem letzten Drittel und verkommt zum recht stringenten Rachethriller. Ich schiebe das mal auf die vom Studio geforderten Änderungen, die Joel Schumacher dann am Drehbuch vornahm. Walker hat den Film angeblich bis heute nicht gesehen, weil er sich gegen die Änderungen weigerte. Recht hatte er scheinbar damit.
Immerhin sind die Darsteller durchgehend hervorragend. Das rettet das letzte Drittel aber leider auch nicht. Da war deutlich mehr drin.

Alle Jubeljahre kriege ich es ja in die Birne und hole mal einen Klassiker nach, bei dem mir schon im Vorfeld klar ist, dass er vermutlich größtenteils anstrengend aber trotzdem gut wird. An Ostern gab es deshalb (als Ersatz ür den eigentlich geplanten „Cleopatra“, den Netflix aber 2 Tage vorher aus dem Programm genommen hat; deshalb halte ich nebenbei nix von dem ganzen Streamingscheiß und kaufe mir lieber alles auf Scheibe):

LAWRENCE OF ARABIA – LAWRENCE VON ARABIEN

Knapp 4 Stunden sind im Normalfall einfach zu lang, um mich bei der Stange zu halten. Und auch bei diesem Film ging irgendwo in der Mitte mal zwischendurch meine Konzentration flöten. Und dann habe ich überlegt, warum es wohl so wenige Filme über Kamele gibt. Die wirken immer so tollpatschig und sind schon aus Prinzip irgendwie lustig. Aber vielleicht ist es nicht leicht, mit Kamelen zu drehen. Vielleicht kann man die nicht richtig trainieren. Obwohl die immer so aussehen, als ob denen eh alles kackegal ist.
Lawrence und seine Gang reiten also durch die Wüste und ich habe überlegt, dass die Wüste ja ein echt cooles Setting für einen Film ist. Jeder Shot sieht in der Wüste einfach aus Prinzip gut aus. Und die ständige Gefahr sorgt für die nötige Spannung. Aber so ein Ritt durch die Wüste ist eben auch anstrengend und lang. Und genau so ist dieser Film. Also quasi der perfekte Wüstenfilm.

Und noch einen Klassiker, den ich zwar vor gefühlten Ewigkeiten schon mal gesehen habe, aber keine Erinnerung mehr dran hatte, gab es auch noch:

PSYCHO

Anthony Perkins ist fantastisch. Janet Leigh zwar nicht so, aber duschen kann sie gut. Alfred Hitchcock war ohnehin ein Visionär, der diesen Titel auch verdient … nicht so wie heute, wo jeder Heinz, der ein Remake macht, schon als Visionär gilt, obwohl er absolut nichts geleistet hat. Bei Hitchcock war es halt so, dass der Mann Ideen hatte, aber seine Filme sich nicht darauf ausruhen. Der Film dreht sich nicht um ein Stilmittel, sondern das Stilmittel wird flüssig in den Film eingearbeitet. Klar, die Duschszene ist die berühmteste Szene des Films. Sowas gab es damals noch nicht. Aber sie funktioniert organisch innerhalb des Komplettpakets. Heute würde man alles andere um die Duschszene herum zusammenfuckeln. Hauptsache, man hat diese eine gute Szene. Dieser Film besteht nur aus guten Szenen und deshalb ist er ein Meisterwerk und Horrorfilme von heute eben scheiße. Aber Hauptsache alles ist irgendwie „visionär“.

Insgesamt gesehen: 11

Davon Schrott: 2

Rewatches: 4

Außerdem gab es noch „Das Boot“ allerdings in der Serien-Version, die meiner Meinung nach die einzig Wahre ist. Außerdem gehen „Fargo“, „Better Call Saul“ und „The Leftovers“ weiter. Mein Serienkonsum ist also angestiegen und dadurch gab es weniger Filme zu sehen. Aber insgesamt eine bunte Mischung im April. Passend zum Wetter.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Die 5 Besten beeindruckenden Filmszenen

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Gorana nicht ganz durchdacht hat, dass der Titel „Die 5 Besten“ nicht immer so ganz auf die Fragestellung passen könnte, mit weiterem Voranschreiten dieses kleinen Frage-Antwort-Projekts. Aber keine Sorge, ich kriege das immer irgendwie hingebogen. Diese Woche ist die Frage nach den

5 besten Filmszenen, die mich beeindruckt haben (und die ich nie wieder vergessen werde)

Ich setze den zweiten Part mal in Klammern, weil mir ungefähr achttriliarden Filmszenen in der Birne rumschwirren, die ich nie wieder vergessen werde. Beeindruckend sind die aber nicht unbedingt alle. Ich werde mich hier auf Szenen konzentrieren, die mich in meinem Filmkonsum und Filmgeschmack beeinflusst haben. Und ich kann schon mal sagen, dass das äußerst actionreich wird.

5 Titanic (1997)

James Cameron ist ein Affe. Aber hin und wieder hat er auch mal was richtig gemacht. Und wenn er was richtig macht, dann macht er es offenbar richtig gut.  Einer dieser seltenen Fälle ist der Untergang der Titanic. Ich weiß noch, wie geflasht ich damals war, als es nach oben ging … und dann brach das Schiff in der Mitte durch und es ging nach unten … und dann wieder hoch … hui, was für ein Spaß. Der Rest des Films war halt, naja, Cameron halt, aber der Untergang der Titanic hat sich in mein Hirn gebrannt, weil es einfach fantastisch inszeniert war.

4 Eine Szene aus einem der „Reitende Leichen“ Filme?

Vielleicht ist sie auch aus etwas völlig anderem. Ich weiß es wirklich nicht mehr. Ich habe absolut keine Erinnerung an irgendwas aus dem Film, außer einer Szene. Und selbst die nur so halb: Ein Ritter, oder besser gesagt, ein halber Ritter, liegt am Ufer eines Flusses und röchelt vor sich hin. Es könnte auch ein Zombie mit Ritterschild oder sowas sein. Wie dem auch sei: Diese Szene könnte mehr oder weniger meine Liebe für praktische Effekte entfacht haben. Ich weiß nämlich noch, wie unglaublich eklig aber eben auch cool ich das Bild fand, das mir da präsentiert wurde. Vom Ritter war nur noch der Oberkörper übrig und überall Blut und Gedärme und geiler Scheiß.

3 Saving Private Ryan (1998)

Fast 20 Jahre später ist dieser Film immer noch mein beeindruckendstes Kinoerlebnis. Allen voran natürlich der Beginn, der Sturm auf die Normandie, das große Gemetzel, der geballte Wahnsinn des Krieges, die Hektik, die Brutalität, die gebrochenen Männer. Im Gesamtpaket bringt diese Szene das alles zusammen und man fühlt sich, als wäre man mittendrin in diesem Irrsinn.

2 Die Hard (1988)

Dieser Film dürfte meine Liebe für das Actiongenre wie kein zweiter geprägt haben. Und eine Szene hat mich damals so richtig weggehauen. John McClane will ein Zeichen setzen, schmeißt das C4 von Hans in den Fahrtuhlschacht und bombt dadurch das halbe Nakatomi Plaza weg. Später setzt man zwar noch einen drauf und sprengt das Dach, aber die erste große Explosion hatte eindeutig den größeren Impact auf mich. Vielleicht mein erster „WTF“-Moment.

1 Jurassic Park (1993)

Nochmal Spielberg. Der war halt mal richtig gut. Jurassic Park ist ja ohnehin immer noch ein unfassbar starker Blockbuster. Aber eine Szene sticht für mich ganz besonders heraus: Der T-Rex, der den Jeep mit den Kindern drin zerlegt. Von der langsam aufgebauten Spannung, bis der T-Rex aus seinem Gehege kommt, bis zum kompletten zerficken der gesamten Szenerie, ist das hier die Blaupause für das Einführen eines bedrohlichen Monsters, vor dem man sich einfach in die Hose scheißt. Und auch heute, 25 Jahre später, sieht das trotz CGI immer noch einfach nur gut aus. Jeder, der auch nur ansatzweise etwas mit der Entstehung von heutigen Blockbustern zu tun hat, sollte sich diese Szene angucken, um zu sehen, wie man das einfach verfickt noch mal richtig macht.

Honorable Mentions: Jackie Chan verkloppt Typen mit einer Klappleiter in „First Strike“ (wobei fast alles von Chan hier reinpassen würde), der Drill Sergeant macht Private Paula für einen Krapfen zur Sau in „Full Metal Jacket“, die Inhaftierten von Shawshank stehen versammelt still auf dem Gefängnishof und lauschen einer Schallplatte in „The Shawshank Redemption“, Willem Dafoes Tot in „Platoon“, die erste große Schlacht in „Braveheart“, die Kuh in „Twister“

 

 

Monatsrückblick – März 2017

Letztes Jahr habe ich zusammen mit meinem Cousin über das Jahr verteilt mehr oder weniger alle Disney Zeichentrickfilme geguckt. Dieses Jahr machen wir da weiter, wo wir aufgehört haben und gucken passend dazu jede Menge Kriegsfilme. Okay, viel größer könnte der Kontrast kaum sein, aber wir bereiten uns damit auf „Dunkirk“ vor. Im März haben wir endlich den Anfang gemacht. Ursprünglich sollte der Start Mel Gibsons „Hacksaw Ridge“ sein, aber Kinos … ihr wisst schon. Also haben wir als Ersatz einfach das nächstbeste genommen für den Startschuss zur großen Kriegsfilmreihe 2017.

WE WERE SOLDIERS – WIR WAREN HELDEN

Gibson betet, dass Gott die heidnischen Gebete seiner Gegner nicht erhört und sie sie zum Teufel jagen können. Genau so stelle ich mir Soldaten vor, kurz bevor sie blutgeil und abgefuckt in den Krieg ziehen. Sehr realistisch das Ganze. Bis auf … nun ja, fast alles andere. Dafür aber mal wieder patriotisch wie es eben nur Amerika kann.
Mel Gibson ist hier der wohl lässigste und coolste Colonel, der jemals ein Schlachtfeld betreten hat. Dem kann einfach gar nix was anhaben. Da fliegen ihm die Kugeln nur so um die Ohren, aber er muss erst mal in aller Ruhe seine Kommandos geben, bevor er auch mal rumballert.
Der Nebenplot mit den Frauen bietet immerhin einen guten Kontrast zur Daueraction, allerdings kratzt man hier bei wirklich allem nur an der Oberfläche. Zwischendurch wirft man mal noch willkürlich ein paar Stilmittel ein. So alle 45 Minuten gibts zum Beispiel mal ein Voice-Over, einfach weils gerade passt.
Aber alles egal denn ich mag Kriegsfilme prinzipiell. Ich stehe irgendwie auf dieses taktische Geschwurbel, auch wenn ich absolut nix davon verstehe.

Alle paar Monate stolpere ich mal wieder über einen Film in meinem Regal, der da schon ewig steht und den ich schon immer mal gucken wollte, aber aus welchen Gründen auch immer (nee, jetzt kein Bock drauf) nie gesehen habe. In vielen Fällen ist dieser Film dann auch noch von den Coen Brothers, was es eigentlich noch dämlicher macht, dass ich ihn noch nicht geguckt habe. Dies ist so ein Fall.

MILLER’S CROSSING

Die Coens sind so unfassbar gut darin, interessante Charaktere und Geschichten zu kreieren, dass sie es sogar schaffen, mich für einen Film zu begeistern, der in den Zwanzigern spielt, einer Ära, mit der ich eigentlich nicht wirklich was anfangen kann. Aber die Coens schaffens eben immer wieder. Toller Film mit einem tollen Hut.

Im weiteren Rahmen der Kriegsfilme 2017 gabs dann einen Oscargewinner, der mal wieder völlig zu Unrecht den Preis geholt hat, weil:

THE HURT LOCKER – TÖDLICHES KOMMANDO (nebenbei cooler deutscher Titel … für einen Steven Seagal Film)

Ein Bombenentschärfungskommando, gesegnet mit dem schlechtesten Humor aller Zeiten, entschärft halt Bomben. Klingt langweilig und ist auch irgendwie nicht viel aufregender, als es eben klingt. Die Charaktere sind ein Haufen pseudocooler Arschlöcher, die mir von der ersten Sekunde an tierisch auf den Sack gingen. Dann habe ich 2 Stunden damit verbracht zu hoffen, dass sie alle in die Luft fliegen. Immerhin hat mich das vom Abschalten abgehalten.

Wo wir schon bei coolen Steven Seagal Filmen sind, gabs da dann auch mal welche:

UNDER SIEGE – ALARMSTUFE ROT

Zu keiner Zeit in meinem Leben war ich ein Fan von Steven Seagal. Eher das Gegenteil ist der Fall. Selbst damals mit so 12 oder 13 Jahren (ja, ja, ich hab schon immer Filme geguckt, die nichts für mich sind, und trotzdem bin ich nicht amokgelaufen; ich klopfe mir mal selbst auf die Schulter dafür), als ich seine Filme entdeckte, war das für mich immer nur ein komischer Typ mit Zopf, der halt irgendwelchen Leuten in die Fresse haut.
Das ist auch hier nicht anders, keine Frage. Aber irgendwie schafft es der Regisseur tatsächlich, sowas wie Charisma aus Seagal rauszukitzeln – zumindest für ungefähr 20 Sekunden – und alleine dafür hätte er mit Preisen überschüttet werden müssen. Selbstverständlich wird er trotzdem von allen anderen an die Wand gespielt. Allen voran Tommy Lee Jones als Möchtegernrockstar und Gary Busey als … na ja, der typische böse Militärfritze, der eben den Protagonisten überhaupt nicht leiden kann und sich zwischendurch wie eine Dragqueen anzieht. Die beiden zusammen sind ein absolutes Topgespann.
Der Rest ist sinnlose Action mit grottenschlechten coolen Sprüchen und einem Plot, für den man nicht mal einen Bierdeckel braucht. Und mehr will ich auch gar nicht von so einem Film. Mir scheißegal was alle sagen, der hier ist nicht schlechter als „Die Hard With A Vengeance“.

UNDER SIEGE 2: DARK TERRITORY – ALARMSTUFE ROT 2

Steven Seagal macht noch mal den John McClane für arme und rettet den Tag zum zweiten Mal. Dieses Mal statt auf einem Schiff auf einem Zug und statt mit guten Darstellern als gute Antagonisten mit einem Supporting-Cast, der vom Talent her Seagal auf Augenhöhe begegnet. Mit anderen Worten: Jeder mehr oder wenige wichtige Charakter wird von einer völlig überforderten Person gespielt. Die wirklich guten Darsteller wie Jonathan Banks mit Haaren dürfen nur den Zug fahren oder anderen belanglosen Kram machen, der nicht mal einen Soapdarsteller fordern würde.
Im Endeffekt ist hier alles einfach eine Ecke schwächer als im Vorgänger. Aber es ist immer noch unterhaltsame 90er Action. Ihr wisst schon, nicht diese Kindergartenlarifariactiongrütze aus diesem Jahrtausend. Hier werden Leute einfach umgenietet, wie sich das gehört. Und das CGI ist noch so richtig scheiße. Also nicht nur scheiße wie heute, sondern so richtig für den Arsch. Genau so scheiße wie heute war damals schon Katherine Heigl, aber das Fass mache ich jetzt besser gar nicht erst auf. Film macht Bock, ist aber natürlich kein Meisterwerk. Und das Ende ist … einfach unbeschreiblich …

Manchmal muss man selbst im Krieg den Humor finden.

M*A*S*H

Absolut nicht politisch korrekt der Spaß. Muss die Hölle für die ganzen selbsternannten Weltverbesserer von heute sein, sich so einen Film anzugucken. Ich gebe da zum Glück einen Fick drauf. Im Krieg und der Liebe ist alles erlaubt. Also auch im MASH.
„Ende der Durchsage.“

Und manchmal den absoluten Wahnsinn.

APOCALYPSE NOW REDUX

Der Boottrip in den absoluten Wahnsinn Vietnams ist immer wieder faszinierend. Irrsinn, Zähigkeit und Unmenschlicheit geben sich die Klinke in die Hand.
Ich bin ja einer der wenigen, der die Redux Version mindestens genau so gut findet wie den Original Cut. Ja, der Film ist länger, aber für mich trägt das zur bedrückenden, nie enden wollenden Atmosphäre des absoluten Kriegsgräuel bei, die sich immer weiter steigert, während man weiter den Fluss aufwärts schippert.
Je nach Bock, gucke ich dann halt mal die längere oder kürzere Variante. Beides sind absolute Meisterwerke.

Insgesamt gesehen: 15

Davon Schrott: 2

Rewatches: 7

Kino: 1

Zum ersten Mal in diesem Jahr im Kino gewesen und ein paar Schrottfilme geguckt. Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Monatsrückblick – Februar 2017

Der Februar ist prinzipiell immer ein eher schwacher Filmmonat bei mir. Es steht einfach zu viel anderer Kram an. Anfang des Monats ist der SuperBowl. Ende des Monats sind die Oscars. Irgendwo dazwischen versuche ich noch meinem Geburtstag zu entgehen (und vor allem den Leuten, die mir mit Glückwünschen auf den Sack gehen wollen). Trotzdem habe ich natürlich ein bisschen was gesehen.

Anfang des Monats hatte ich einen Abend spontan Bock auf 80er Jahre Quatsch mit Tom Hanks. Und da gibt es natürlich vor allem folgende Kandidaten:

THE MONEY PIT – GESCHENKT IST NOCH ZU TEUER

Tom Hanks und Shelley Long kaufen ihr Traumhau, das sich dann von selbst in Schutt in Asche legt. Mehr ist es nicht und mehr will es auch nicht sein. Das hier ist Slapstickgalore vom Feinsten. Hanks gibt alles, Long nervt auch nicht unbedingt und Alexander Gudonov – besser bekannt als Karl aus „Die Hard“ – ist der King in jeder seiner Szenen.
Der Film macht einfach eine Menge Spaß und wer bei der Badewannenszene nicht lacht hat einfach keinen Humor.
Ich könnte mir das stundenlang angucken, denn im Gegensatz zu heutigen Filmen entsteht der Humor aus der Situation heraus und nicht andersherum. Klar, man reiht auch hier die Gags der zusammenbrechenden Bruchbude aneinander, aber es wirkt organisch und ergibt sich aus den Situationen. Heute würde man die Charaktere einfach sinnlos von Raum zu Raum schicken, damit da das nächste Teil auseinanderfallen kann, ohne dass man jemals erfährt, was zur Hölle sie überhaupt in dem Raum wollen. Das gibt es hier eher selten. Es gibt eigentlich am laufenden Band was zu lachen. Mal mehr, mal weniger, aber es wird nie langweilig. Was will man mehr von einer Komödie?

THE ‚BURBS – MEINE TEUFLISCHEN NACHBARN

Hanks, Dern, Fisher, Feldman. Alle hier mit ihrem A-Game auf der Suche nach der Wahrheit um die neuen mysteriösen Nachbarn.
Joe Dante war einfach mal der Gott der Horrorkomödie. Sein bester ist das hier nicht ganz, denn nichts toppt Gremlins. Aber alles an diesem Film ist einfach eine pure Freude anzuschauen. Guter Humor, eine gute Portion Mystery, dazu etwas düstere Atmosphäre und Sozialkritik.
Die Frage ist: Wer sind wirklich die Irren in der Nachbarschaft? Am Ende ist man es immer selbst. Egal wie irre der Nachbar auch sein mag.

Es gibt ja bekanntlich gute Filme und dann gibt es schlechte Filme. Aber die schlimmsten Filme sind die, die irgendwo dazwischen liegen. Ich nenne sie mal spontan die „Rumdümpler“. Halt nicht gut, aber auch nicht schlecht genug für den Filmschrottplatz, weil einfach komplett uninteressant. Einer davon ist:

DØD SNØ – DEAD SNOW

Zombies. Nazis. Saudoofe Blagen. Das sind drei Dinge, die ich in Filmen nun wirklich nicht mehr brauche. Und das sind genau die drei Dinge, die dieser Streifen hier vereint.
Zombies sind ja ohnehin aus irgendeinem Grund seit Jahren der heiße Scheiß. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen einen guten Zombiefilm einzuwenden. Aber mittlerweile hat man einfach alles gehabt. Zombies, Zombienazis, Zombietiere, Marathonzombies, was auch immer World War Z sein sollte … es langweilt halt einfach nur noch.
Dieser Film bildet da absolut keine Ausnahme. Er ist einfach belanglos und langweilig wie die tausend anderen Zombiefilme, die jedes Jahr rauskommen. Man hat sich nicht mal die Mühe gemacht, die Charaktere nach den üblichen Klischees zu formen. Man hat sie einfach gar nicht geformt. Sie sind allesamt einfach nur komplett uninteressante Arschkrampen, die nichts darstellen. Dazu dann die unglaubliche Horrorfilmseuche namens CGI-Blut und das Desaster ist perfekt. Wenn der Film dabei wenigstens lustig und unterhaltsam wäre, wäre das ja noch zu verschmerzen. Ist er aber nicht. Er ist einfach nur da in seiner komplett langweiligen Belanglosigkeit.

Irgendwann gabs dann noch den hier:

FALLING DOWN

Michael Douglas hat einen echt beschissenen Tag. Aber scheinbar hat er Gott auf seiner Seite. Anders kann ich mir jedenfalls nicht die ganzen Szenen erklären, die er nur durch reinen Zufall überlebt oder nur durh Deus Ex Machina entkommt.
Wenn man darüber hinwegsieht, hat man hier aber einen durchaus interessanten sozialkritischen Streifen, mit einem tollen Douglas nahe des Wahnsinns und einem starken Duvall nahe des Columbos.
Nebenbei interessant, dass man hier ohne große Gewaltorgien auskommt dabei aber trotzdem recht gewalttätig vorgeht. Das ist auch eine Kunst, die man heutzutage irgendwie verlernt hat. Entweder ist alles Splatter oder alles Cartoon. Dazwischen gibts heute scheinbar nix mehr. Das größte Opfer hier ist eine Telefonzelle. Zu schade, da die schon zu der Zeit vom Aussterben bedroht waren.

Nach Ewigkeiten habe ich mir auch mal wieder folgenden kleinen Geheimtipp angeschaut, der immer noch sehr gut unterhält:

11:14

Ein feiner kleiner Film, voller kleiner feiner Leichen, mit feinen kleinen Storys, die sich zu einem feinen kleinen Ganzen zusammenfügen.
Die Jungsarsteller machen hier alle einen ziemlich guten Job und sind mittlerweile fast ausnahmslos in der Versenkung verschwunden. Eigentlich schade, aber Talent setzt sich dann eben doch nicht immer durch.

Und dann gab es da ja noch die große Nachricht. JACK NICHOLSON will wieder in einem Film mitspielen. Und alle so: YEAH! Und zwar im Toni Erdmann Remake, das kein Mensch braucht. Und alle so: FUCK HOLLYWOOD!

ONE FLEW OVER THE CUCKOO’S NEST – EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST

Das erste, was mir jedes Mal zu diesem Film einfällt, ist die Tatsache, dass ich echt Probleme damit habe, das Wort Kucucu… Kucuck…Kuckcuc…Kcukccu…Kuckcuck…Kuckcuck…Kuckckcukc…Kuckcuck…Kuckuckc…Kuckckcu…Kuckuck an der Tastatur zu schreiben. <— das waren alles echte uneditierte Versuche. Keine Ahnung, was da los ist.
Zweitens hätte Nicholsons Frisur in dem Film einen eigenen Preis verdient. Ich habe ständig das Gefühl, dass die ein Eigenleben entwickelt und sich in alle Richtungen ausbreiten will, um den Irrsinn zu verbreiten, der von Nicholsons Charakter hier ausgeht. Denn sind wir mal ehrlich: Auch wenn McMurphy nur so tut, als wäre er irre, ist er eigentlich einer der Beklopptesten in dem Laden.
Was soll ich sonst groß sagen. Fantastischer Film. Lustig, dramatisch, behämmert, gemein. Alles, was ein Topfilm braucht. Dazu hervorragende Darsteller in jungen Jahren, die man kaum erkennt – ich meine DAS soll Danny DeVito sein?

Und das Waschbecken ist auch ganz gut.

Im Zuge der Oscarverleihung habe ich dann noch einen Klassiker nachgeholt, da ich da ja noch einige Lücken habe, wie wir hier feststellen mussten:

IN THE HEAT OF THE NIGHT – IN DER HITZE DER NACHT

Sidney Poitier war mir bisher aus genau einem einzigen Film bekannt: „The Defiant Ones“ aka „Flucht in Ketten“. Ein leider etwas in Vergessenheit geratener Film, habe ich das Gefühl. Darin muss er sich mit einem rassistischen Mithäftling rumplagen, an den er gekettet ist. „In The Heat Of The Night“ geht zwar einen völlig anderen Weg, aber wieder muss sich Poitiers Charakter dem Rassismus stellen, der ihm entgegenschlägt. Hier nicht in Form eines Mannes, sondern gleich einer ganze Kleinstadt.
Knapp 10 Jahre liegen zwischen den beiden Filmen und es hat sich augenscheinlich nichts geändert, wie von der ersten Sekunde klar wird.
Und selbst heute, 50 Jahre später, ist das Thema so aktuell wie damals. Wenn uns ein Zeitdokument wie dieses eins zeigt, dann, dass die Leute schon immer dämlich waren und es immer sein werden.

Ach so, der Film ist übrigens super. Großartig gespielt, Steiger hat zu Recht den Oscar abgeräumt und dabei noch die Kaugummiindustrie unterstützt so gut er konnte,

Insgesamt gesehen: 11

Davon Schrott: 1

Rewatches: 8

Sehr wenig Schrott.Und sehr wenig neues. Das muss natürlich wieder besser werden.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Die 5 Besten … Schauspieler ohne Oscar

Mann, was bin ich froh, dass Gorana diese Frage nicht letztes Jahr vor den Oscars gestellt hat. Denn da wäre natürlich von allen Seiten die gleiche Antwort gekommen. Jetzt gestaltet sich das schon etwas schwerer.

Die 5 Besten Darsteller ohne Oscar

5 Alan Rickman

Beginnen wir mit einem Mann, der vermutlich keinen Oscar mehr gewinnen wird. Man weiß natürlich nie, was die Zukunft bringt. Vielleicht animiert man ihn für ein Harry Potter Prequel und dann gewinnt seine animierte Version den Oscar. Ist aber eher unwahrscheinlich und einfach schade, denn … Moment mal … Alan Rickman war noch nicht mal für einen Oscar nominiert? Wie soll ich den Schwachsinn jemals wieder ernst nehmen?

4 Johnny Depp

Machen wir weiter mit einem Mann, der vermutlich keinen Oscar mehr gewinnen wird. Man weiß natürlich nie, was die Zukunft bringt. Vielleicht sagt er ja doch irgendwann: „Fick Captain Jack Sparrow und die ganzen Kackrollen, die alle gleich sind.“ Und vielleicht dreht er dann wieder gute Filme. Es wäre wünschenswert.

3 Joaquin Phoenix

Aus irgendeinem Grund sieht Phoenix ja immer entweder aus wie ein Penner, oder als hätte er seit zwei Wochen nicht geschlafen. Ich sehe auch immer so aus. Also wie beides. Deshalb ist mir der Typ wohl so sympathisch.

2 John Cusack

Irgendwie ist der ja mal komplett in der Versenkung verschwunden. Was ist da passiert? Der war mal richtig gut dabei und dann … weg. Steht hier stellvertretend für einige andere, denen es ähnlich ergeht.

1 Jim Carrey

Das dürfte jetzt wenig überraschend kommen für alle, die mich hier schon länger verfolgen. Für mich ist Carrey der wohl unterbewertetste Darsteller der letzten 20 Jahre. Klar, er macht viel Comedy, aber wenn man ihn dann mal ins Dramafach wechseln lässt, ist er einfach immer der absolute Wahnsinn. Um so trauriger, dass diese wenigen Chancen, die er hatte nicht ein mal belohnt wurden.

HONORABLE MENTIONS: Matt Dillon, Edward Norton, Tom Cruise, Samuel L. Jackson (Motherfucker), Brad Pitt (der immerhin einen als Produzent hat)

 

Die 5 Besten … Oscarfilme

Ich machs kurz heute, weil mir etwas die Zeit fehlt. Ich habe eindeutig zu wenige Oscarfilme gesehen. Da habe ich wirklich sehr viel Nachholbedarf. Trotzdem hier, wie von Gorana verlangt. die meiner Meinung nach

5 Besten Oscargekrönten Filme in der Kategorie „Bester Film“

5 The Departed (2006)

Jetzt denkt ihr sicher: „Ist der irre? Mit einem beschissenen Remake fängt der an?“ Ja, tue ich. Und ja, ich bin irre. Ich fand den super, allerdings kenne ich auch das Original nicht. Das wird sich aber vermutlich auch nicht mehr ändern, denn wenn ein Remake so gut ist, kann das Original in der Nachbetrachtung dann eigentlich nur verlieren.

4 Ben Hur (1959)

Man soll ja nicht schlecht über die Toten reden, deshalb lasse ich hier jetzt mal unerwähnt, dass ich den Film unfassbar gut finde, obwohl Charlton Heston ein Riesennaziwaffenlobbyarschloch war. Alleine der Anfang und das Wagenrennen reichen, um den Film in diese Liste zu bringen.

3 Braveheart (1995)

Damals, als Mel Gibson noch kein antisemitischer Alki war, pinselte er sich die Visage mit Blaubeermarmelade an und hielt eine der besten Filmansprachen aller Zeiten. Und seine Freiheit hat ihm immer noch niemand genommen.

2 Platoon (1986)

Damals, als Charlie Sheen noch kein … ach, komm, lassen wir das. Es ist einfach ein super Film. Und definitiv einer der besten Antikriegsfilme.

1 One Flew Over The Cuckoos Nest (1975)

Jack Nicholsons Kampf gegen ein Waschbecken ist einfach unvergesslich.