Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Die Listen

Monatsrückblick – November 2017

Nach dem ganzen Horror im Oktober musste im November unbedeingt mal wieder was anderes her. Als erstes habe ich mal nachgeschaut, ob Netflix endlich mal einen guten Film fabriziert hat, oder ob die Stärke auch weiterhin nur bei den Serien liegt.

THE MEYEROWITZ STORIES (NEW AND SELECTED)

Bei dem Cast musste ich erst zweimal überlegen, ob ich da überhaupt Bock drauf hab. Nicht, dass ich den Großteil davon wirklich schlecht finde, aber es ist eben bei allen Licht und Schatten vorhanden. Dustin Hoffman ist in der Regel stark, aber seine Filme nicht unbedingt. Emma Thompson spielt in der Regel nur in Kram mit, der mich nicht die Bohne interessiert. Ben Stiller kenne ich eher als Komödientrottel, wobei ich ihn da immer recht lustig fand. Und zu Adam „Ich drehe am liebsten schlechte Komödien, während ich mit meinen Buddies im Urlaub rumhänge“ Sandler muss man wohl nicht mehr viel sagen.
Tja, und dann hat man da diesen Film. Und jeder der Darsteller darin liefert von Sekunde eins ab. Da merkt man eben mal wieder, zu was viele Darsteller in der Lage sind, wenn sie einen fähigen Regisseur haben, der genau weiß, was er von ihnen will und was sie zu leisten im Stande sind.
Der Film selbst plätschert irgendwie so dahin und konzentriert sich auf Szenen einer Familie, die zum Teil aber sehr zusammenhangslos wirken. Aber genau dadurch unterhält der Film. Denn er spiegelt das wahre Leben wider. Die Charaktere reden über jeden möglichen Quatsch, der mit absolut nichts irgendwas zu tun hat. Am Ende aber doch irgendwie wieder Sinn innerhalb des Films ergibt. Es macht einfach Spaß, den Darstellern dabei zuzuschauen, wie sie ihre Charaktere spielen. Mehr ist es dann aber letztlich auch nicht. Wenn man Spaß an Charakteren hat, so wie ich, funktioniert der Film ziemlich gut. Wenn nicht, könnte es schwierig werden.
Das einzige was mich irgendwann wirklich genervt hat, war der Schnitt. Man muss nicht jede Szene mitten im Satz wegcutten. Typischer Fall von weniger ist mehr.

Da das Thema ja gerade wieder aktuell ist (wann ist es das auch nicht), habe ich mir dann auch mal wieder eine Doku reingepfiffen, was eher selten der Fall ist.

BOWLING FOR COLUMBINE

Ich bin ja wahrlich kein großer Dokumentationsgucker. Klar, es gibt durchaus Themen die mich interessieren, aber oft wird mir das dann zu trocken präsentiert.
Michael Moore hingegen, versucht die Themen, die er angeht mit einer gewissen Lockerheit rüberzubringen und das funktioniert auch ziemlich gut. Klar, man sollte keinesfalls jedes Wort hier auf die Waagschale legen. Moore neigt zu Übertreibungen, biegt sich die Dinge so, wie er sie gerade braucht und lässt auch kaum Gegenmeinungen zu. Aber immerhin ist das alles äußerst unterhaltsam und zum Teil eben doch entlarvend. Man sollte es nur nicht zu ernst nehmen, was der Mann macht, dann hat man durchaus Spaß. Und sei es nur an den teils bekloppten Geschichten von teils bekloppten Leuten, die man in dem Film so erzählt kriegt.

Wo ich schon mal dabei war, hab ich den hier noch hinterher geschmissen:

WHERE TO INVADE NEXT

Unterhaltsamer Spaß voller Halbwahrheiten.
Ich fasse mal ein bisschen was zusammen:
In Italien wird einem der komplette Urlaub nach Nairobi bezahlt.
In Frankreich gibt es in jeder Schule 5-Gänge-Menüs in der Pause.
In Finnland leben nur IQ-Wunder, obwohl sie kaum in die Schule müssen.
In Slowenien hat keiner Schulden (außer ein versprengter Student).
In Deutschland arbeitet man wenig und kriegt dafür jede Menge Geld.
In Portugal kann man sich legal die Nasenscheidewand wegkoksen.
In Norwegen ist jeder Knast ein 5-Sterne Hotel.

Europe! FUCK YEAH!!!

Recht interessant sind natürlich die Vergleiche der Systeme mit denen der USA. Aber wie Moore nun mal ist, macht er es sich schön einfach, pickt sich die Rosinen raus und lässt links liegen, was in den besuchten Ländern verkehrt läuft. Es ist eben eine Michael Moore Doku. Unterhaltsam, aber man sollte nicht alles glauben, was einem da aufgetischt wird.

Auch wenn ich nicht beim #Noirvember mitgemacht habe (eine Genrereihe im Jahr reicht mir dann doch), habe ich zumindest einen absoluten Klassiker des Genres nachgeholt:

RIFIFI

Leider musste ich kurz nach Start des Films auf die deutsche Synchro ausweichen, die etwas altbacken daher kommt, da aus irgendeinem Grund die Untertitel der DVD nicht mehr weitermachen wollten. Das tut dem Film aber nur einen geringen Abbruch, denn das hier ist ein Gangsterfilm, der von der ersten Sekunde an alles absolut richtig macht. Man lernt ein paar der Gangstercharaktere kennen, die Gangsterdinge tun, ketterauchen und für die dann nach einem erfolgreichen Einbruch alles den Bach runter geht.
Absolutes Highlight ist wohl der Einbruch ohne jeglichen Dialog oder Musikunterlegung, der fast in Echtzeit abläuft und beinahe eine halbe Stunde dauert.
Starker Gangsterfilm, der den Test der Zeit mühelos überstanden hat.

Dann gabs noch Überlebenskapf auf hoher See:

ALL IS LOST

Ich mag Kammerspiele. Und ich mag Survivalfilme. Das Thema „Mensch gegen Natur“ geht also bei mir immer und wenn es dann nur ein Mensch an einem Ort ist, macht es das ganze noch etwas besser.
Robert Redford liefert eine hervorragende One-Man-Show ab und spielt dabei sehr zurückhaltend, was dem Film nur gut tut. Sowas kann ja auch schnell zur Überlebensheldenshow verkommen. Das ist hier aber überhaupt nicht der Fall. Allerdings geht dem Ganzen in der Mitte etwas die Puste aus. Es ist eben immer noch nur ein Mann auf einem Boot und das kann sich dann schon mal etwas ziehen. Der Film fängt sich aber wieder und bis auf ein paar kleine Längen im Mittelteil war das alles sehr gut inszeniert, gespielt und setzt mit dem Ende einen konsequenten Abschluss.

Insgesamt gesehen: 9

Davon Schrott:

Rewatches: 2

Eine Serie auf Netflix gab es natürlich auch noch. „Mindhunter“ rockt. Schön langsam erzählt. Ohne überbordende Action. Interessante Charaktere. Interessante Geschichte. Hoffentlich kommen noch 1000 Staffeln genau so wie die Erste. Die Massenmörder sind so richtig schön creepy.

Nun, und dann hatte ich meine jährlich einmal auftretende kranke Woche, die ich größtenteils im Bett verbringe. Jetzt könnte man natürlich meinen, dass man da ja dann wunderbar viele Filme und Serie gucken kann. Aber ich bin dann doch eher der komplett fertige Typ und penne fast den ganzen Tag und mache zwischendurch halt mal was an, was ich gekonnt ignorieren kann. Also ne Comedy oder sowas. Nix erwähenswertes jedenfalls. Und da eine Woche mit minimaler Bewegung in meinem Fall bedeutet, dass ich hinterher meinen Rücken mal wieder gepflegt in die Tonne treten kann, ist dann auch erstmal nix mit Film gucken, weil lange sitzen die Hölle ist und eher Rumlaufen und irgendwie bewegen angesagt ist. Also wanderte knapp 2 Wochen lang äußerst wenig in meinen Player und dementsprechend gabs einfach nicht mehr zu berichten diesen Monat an der Film- und Serienfront.

Und wie man sieht hat auch der Schrott extrem zurückgesteckt. Das liegt aber in erster Linie daran, dass ich die Filme für den Blog für den Rest des Jahres bereits gesehen habe und mich dann meist etwas „zurücklehne“ und auch mal was anderes gucke. Einen Schrottfilm muss ich allerdings noch gucken. Nämlich den Weihnachtsfilm für den Blog. Und da kann ich schon mal versprechen: Der wird dieses Jahr nicht auf Nächstenliebe stoßen, da er allgemein sehr beliebt ist und ich euch dann sage, warum ihr alle falsch liegt. Hui, das wird ein Spaß!

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

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Monatsrückblick – Oktober 2017

Der Oktober steht ja traditionell ganz im Zeichen des Horror. Ganz vorne steht dabei natürlich der Horrorctober mit 13 möglichst schlechten Vertretern des Genres. Aber wo Schatten ist, da ist auch Licht (auch wenn beim Horror oft die Dunkelheit im Vordergrund steht). Deshalb habe ich natürlich auch ein paar bessere Filme geguckt.

Direkt zu Beginn des Monats gab es einen Streifen, den ich schon viel zu lange vor mir hergeschoben habe:

EL LABERINTO DEL FAUNO – PANS LABYRINTH

Wenn die Leute Guillermo del Toro als großen Regisseur abfeiern kann ich ja immer nur mit den Schultern zucken und ein „joa, ist ganz gut“ rausknirschen. Das liegt in erster Linie daran, dass ich sein gesamtes Werk bisher nicht betrachtet habe. Ich kenne „Blade II“, der halt okay ist, ich kenne „Hellboy“, der mir ziemlich gut gefallen hat, ich kenne „Pacific Rim“, den ich zum einpennen langweilig fand und das wars dann auch schon. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir bisher nicht gerade seine besten Streifen ausgesucht habe, um mir ein Bild von seinen Fähigkeiten zu machen. Oder es liegt wieder mal daran, dass die Leute alles und jeden abfeiern und ich das nur in seltenen Fällen nachvollziehen kann.

Also habe ich mich mal an diesen Streifen hier gewagt, weil mich die Geschichte ansprach und der Stil auf den Bildern, die ich so gesehen hatte, mir auch sehr zusagten. Und was soll ich sagen. Der Film ist einfach nur wunderbar fantasievoll und düster und erzählt seine Geschichte durchgehend hervorragend, mit gelungenen Charakteren und einer noch besser gelungenen Welt. Genau das macht ein modernes Gruselmärchen aus. Und genau das ist es, was es heutzutage viel zu selten gibt. Zwischendurch hätte man zwar auch noch mehr auf praktische Effekte zurückgreifen können, was einfach besser ins Gesamtbild gepasst hätte, aber da drücke ich mal ein Auge zu. Immerhin sind die Kostüme grandios und da kann man dann auch mal darüber wegsehen, wenn eine Explosion mal nicht echt ist.

Der Film macht mich zwar nicht automatisch zum Guillermo-Fan, aber ich kann zumindest besser verstehen, warum er so hochgelobt wird.

Dann hab ich mal eine alte Reihe wieder ausgegraben:

FINAL DESTINATION

Als dieser Film rauskam, war er für mich eine kleine Offenbarung, da er sich schon sehr von den damals üblichen Teenie-Slashern abhebt und eine frische Idee ins Genre brachte. Und auch heute hat er nicht viel von seinem Reiz für mich verloren. Ich mag die Idee und diese „Der Tod lauert an jeder Ecke“-Atmosphäre kommt ziemlich gut rüber.
Über kleinere Schwächen muss ich aber auch heute noch hinwegsehen. Die Darsteller bewegen sich irgendwo zwischen ganz gut und völlig überfordert. Vor allem Hauptdarsteller Sawa kann ich so gar nix abgewinnen. Die Dialoge sind zum Teil auch eher dämlich als alles andere. Meine Hassszene war zudem schon immer der Tod von Todd, da hier die Regeln des Films komplett gebrochen werden, nur damit es wie ein Selbstmord aussieht. Das hätte man auch anders lösen können. Und gegen Ende wird es dann doch ein bisschen zu … ich sage mal „überproduziert“.
Trotzdem macht der Film immer noch Spaß und einiges richtig und ist doch recht gut gealtert, was man längst nicht über alle Vertreter aus dieser Zeit behaupten kann.

FINAL DESTINATION 2

Teil 1 in grün. Macht noch Spaß, aber man weiß natürlich ganz genau, was einen erwartet. Das übliche Horrorfortsetzungsschema. Gleiche Story, zusammengeschusterte „Weiterentwicklung“ der Idee, härtere Kills, wohlgemerkt mit ein paar netten Einfällen, bei denen man merkt, dass die Autoren vor allem daran ihren Spaß hatten, sich diese Kettenreaktionen auszudenken.
Immerhin hat man hier auch noch eine Verbindung zum Vorgänger, die den weiteren Teilen dann völlig fehlt. Trotzdem fand ich schon vor 14 Jahren, dass der Film einfach viel zu sehr den ersten Teil kopiert, um wirklich eigenständig zu wirken. Hinzu kommt, dass die Charaktere einfach komplett uninteressant sind und die Verbindung zueinander natürlich auch nicht vorhanden ist wie im Vorgänger.
Insgesamt noch unterhaltsam, aber schon hier ist klar, dass die Reihe durch ist.

Über die restlichen Streifen der Reihe hülle ich hier mal den Mantel des Schweigens. Nur so viel: Die Reihe wurde mit jedem Teil alles andere als besser.

Bei all dem Horror darf der Spaß natürlich nicht auf der Strecke bleiben:

PIRANHA

Joe Dante hatte seiner Zeit einfach ein unfassbar grandioses Gespür dafür, wie man Horror/Splatter mit Comedy mischt, dass es mich jedes Mal etwas traurig macht, wenn ich mir seine Filmographie der letzten 25 Jahre anschaue.
„Piranha“ stellt Dantes erste alleinige Spielfilmregiearbeit dar und auch wenn der Film noch nicht der abgedrehte Spaß ist, den er später mit „Gremlins“ abliefern sollte, merkt man schon hier, seine Liebe für B-Movies und Gesplatter. Natürlich ist hier alles so billig wie möglich und man muss schon auf sowas stehen, aber dann hat man hier eine Menge Spaß. Sicher kein Meisterwerk, aber das will er auch zu keiner Sekunde sein. Es ist eben ein B-Movie ein absoluter Reinform. Ein „They don’t make them like this anymore“-Film. Und zum Teil liegt das vielleicht auch daran, dass man Joe Dante nicht mehr machen lässt.

LITTLE EVIL

Da ich Eli Craigs „Tucker And Dale VS Evil“ ja ziemlich großartig fand, konnte ich nicht anders und musste seinem neuen Werk auch eine Chance geben, obwohl ich dem „Evil Child“-Motiv weitaus weniger abgewinnen kann als dem „Backwood Slasher“, der ja zuvor von ihm so humorvoll auf den Kopf gestellt wurde. Was kann hier also schon groß schief gehen?
Nun, es könnte natürlich passieren, dass in dieser Horrorcomedy weder Horror noch Comedy aufzufinden ist. Oder zumindest so rar gesät, dass es absolut nicht davon ablenkt, dass der Streifen einfach nur 90 Minuten lang ziemlich langweilig ausgefallen ist. Das Spannendste ist es eigentlich, die ganzen Referenzen zu Horrorfilmen zu entdecken. Da ich da aber jetzt auch nicht der Megaexperte bin, reicht das noch lange nicht, um mich bei der Stange zu halten. Zumal sich sowas auch nach einigen Minuten abnutzt und irgendwann nur noch extrem aufgezwungen wirkt. Am Ende bleibt dann nicht viel mehr als ein Film, der aus seiner Idee leider viel zu wenig macht.

Eklig werden darf es natürich auch hin und wieder mal:

THE FLY – DIE FLIEGE

Mit David Cronenberg verbindet mich ja absolut überhaupt nix. Ich glaube, ich habe nie einen Film von ihm gesehen. Nicht mal zu meiner „ich gucke die ganze Nacht den Krampf, der geschnitten im Privatfernsehen läuft“-Zeit. Also war jetzt mal etwas Nachholung angesagt.
Und was soll ich sagen? Wenn es einen Film gibt, mit dem man immer für praktische Effekte und gegen seelenloses CGI werben kann, dann ist es dieser. Grandiose Effekte, die einen fast zum Kotzen bringen. Starke Darsteller, die einen fast selbst in den Wahnsinn treiben. Und Jeff Goldblums Haare, die fast ein Eigenleben zu führen scheinen. Das Leben findet nun mal einen Weg. Egal ob Haar oder Fliege.

Insgesamt gesehen: 27

Davon Schrott: 14

Rewatches: 4

Außerdem habe ich endlich mal die mittlerweile 12. Staffel von „Supernatural“ nachgeholt und sie war wie zu erwarten okay, wie die vorherigen Staffeln auch. Die Luft ist da einfach raus, aber es macht schon noch Spaß die Winchesters bei ihrem Kampf gegen das Böse zu begleiten.

Die zweite Staffel „Ash VS Evil Dead“ hab ich mir dann auch mal reingepfiffen. Und hier gilt leider schon jetzt das gleiche. Es macht schon noch Spaß, aber neue Ideen sucht man absolut vergeblich.

Staffel 2 von „Scream Queens“ war mir leider zu bescheuert. Die erste mochte ich ja ganz gerne, aber das wirkte, als ob die Writer zu viel „Theme Hospital“ gespielt haben, während nebenbei ein Slasherfilm lief. Bin also nicht traurig, dass es keine dritte Staffel gibt. Aber immerhin muss man hier die Darsteller loben, die noch das Beste daraus machen und für einige Lacher sorgen. Allen voran Jamie Lee Curtis und Emma Roberts, die in ihren Rollen einfach großartig sind. Traurig, dass es keine dritte Staffel geben wird, bin ich aber hier nach nicht.

Dann gabs noch die erste Staffel von „Slasher“. Und was für ein Spaß das doch ist. Dünne Story, saudoofe Charaktere, geile Effekte, neugierige Nachbarn, 80ies Homeporn … und das ist nur die erste Folge. Wirkt schön oldschoolig, macht dabei aber nicht gewollt auf 80er und nimmt sich wunderbar ernst. Dabei wird wirklich jedes noch so bescheuerte Klischee untergebracht, dabei aber völlig ernsthaft verkauft, so dass ich immer wieder nur grinsend den Kopf schütteln konnte.

Die zweite Staffel „Stranger Things“ war auch noch da und sie war eben genau das: Da. Ich bin ja ohnehin kein großer Fan der Serie, fand Season 1 aber ganz unterhaltsam und mochte die Darsteller. Staffel 2 war aber ziemlich zäh und irgendwie hat es mich kaum noch interessiert, was da passiert. Sean Astin war aber ganz cool. Aber ich hatte auch das Gefühl, dass er quasi sich selbst spielt, also ist das auch keine große Leistung.

Über den Anfang der neuen „Walking Dead“ Staffel sage ich besser nichts. Da ergibt wirklich gar nix mehr irgendeinen Sinn. Immerhin viel Action, denn zu mehr sind die Macher ohnehin nicht in der Lage. So unterhät es aber wenigstens.

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Monatsrückblick – September 2017

September ist ja immer so ein bisschen die Ruhe vor dem Sturm, denn wir wissen ja alle, was uns im Oktober erwartet, nicht wahr? Der Horrorctober steht an. Aber ein paar Filme hab ich trotzdem gesehen. Unter anderem einen, wo man mal wieder den Titel im Deutschen mit einem anderen englischen Titel ersetzt hat, der eigentlich komplizierter ist, als das Original, wenn man mich fragt. Aber versteh einer die Filmverleihe mit ihren Matschbirnen.

TOMORROWLAND – A WORLD BEYOND

Die Blagen nerven nicht. Das ist schon mal ein Novum im Hollywoodfilm. Alles andere nervt auch nicht, schafft es aber leider auch nicht so recht zu begeistern. Es dümpelt so vor sich hin. Dann erfährt man nicht, was das Tomorrowland eigentlich ist. Und auch sonst erfährt man nix. Und dann ist der Film vorbei. Und irgendwie ist man hinterher genau so schlau wie zuvor und weiß nicht, warum man sich das jetzt 2 Stunden lang angeguckt hat. Man könnte sagen, es ist ein typisches Damon Lindelof Drehbuch. Mal ehrlich, ich mag den Typ ja irgendwie. Aber wie viel besser wären seine Geschichten wohl, wenn er sie auch mal zu ende denken würde, anstatt immer nur Substanz vorzugaukeln, dann aber doch alles im schieren Style verpuffen zu lassen? Immerhin langweilen die von ihm geschriebenen Filme nicht. Das trifft auch auf diesen zu. Aber wenn das das Beste ist, was man über einen Film sagen kann, ist das wohl nicht unbedingt ein Qualitätssiegel.

THE INTERN – MAN LERNT NIE AUS

De Niro in einer Komödie, in der er keinen sexsüchtigen Opa spielt ist ja schon mal was. Generell muss ich auch sagen, dass er hier keine Meisterleistung, aber eine sympathische Performance hinlegt. Hathaway steht dem in nichts nach. Problem: Humor ist hier eher Fehlanzeige, was in einer Komödie halt schon das Todesurteil ist. Gelangweilt hab ich mich aber auch nicht. Hätte wohl ne halbe Stunde kürzer sein können. Insgesamt purer Durchschnitt, getragen durch die sympathischen Darsteller.

THE D TRAIN

Zu jeder Sekunde hatte ich das Gefühl, dass mit diesem Cast einfach viel mehr drin gewesen wäre, als eine recht seichte und dahindümpelnde Dramedy ohne Höhepunkte. Nach 5 Minuten hab ich quasi schon wieder alles vergessen, was passiert ist.

Dann gab es auf Netflix noch einen Film auf den ich seit seiner Ankündigung vor einigen Jahren gespannt gewartet habe:

THE BAD BATCH

Giovanni Ribisi, Keanu Reeves und Jim Carrey in einem Kannibalenfilm. Was kann da schon schief gehen?
Nun, zum Einen kann der Film mit 120 Minuten einfach zu lang sein, für das was er ist. Und zum Anderen kann er in diesen 2 Stunden einfach nichts erzählen und irgendwie vor sich hindümpeln. Und dadurch kann er natürlich auch einfach das Talent der Darsteller verschenken, die hier einfach nichts zu tun haben.
Am ehesten kriegen hier Suki Waterhouse und Jason Momoa ihre Zeit im Rampenlicht. Das Problem daran: Sie sind die untalentiertetsten Namen im Cast und können den Film eben nicht tragen, der ohnehin unter der fehlenden Story zu leiden hat.
Punkten kann der Streifen immerhin beim Style und der Atmosphäre. Es wirkt von Beginn an wie eine wunderbar heruntergekommene Gesellschaft voller Freaks und abgefuckter Typen, die Ace of Base hören, während sie dir den Arm absägen. Das reicht für mich aber einfach nicht, um einen Film wirklich ins Herz zu schließen, der mich über weite Strecke dann doch gelangweilt hat. Schade, denn mit einer interessanten Geschichte rund um diesen Ort hätte das richtig gut werden können.

Insgesamt gesehen: 9

Davon Schrott: 5

Rewatches: 2

Außerdem gab es noch die erste Season „American Gods“ und na ja, ich fands ganz unterhaltsam, aber so richtig gepackt hat mich das alles nicht. Und das wars auch schon mehr oder weniger. Na ja, man kann nicht jeden Monat tausend Filme gucken und vor der großen Horroraction kann so eine Pause auch nicht schaden.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Monatsrückblick – August 2017

Der Sommer, oder wie ich es nenne „der lange Regen vor dem Herbst“, hat mich dazu verleitet, in den ein oder anderen, sagen wir „Sommerfilm“ hineinzuschauen. Man könnte es als Zusatz zum „Schrottsommer“ bezeichnen. Zum Beispiel:

RV – DIE CHAOSCAMPER

Ich hatte irgendwie die Hoffnung, dass dieser Film vielleicht so ein bisschen den Charme der „Vacation“-Filme aus den 80ern einfangen könnte. Halt chaotischer Familienurlaub mit sympathischen Volltrotteln. Der Cast versprach dabei einiges. Und gekriegt habe ich: einen Scheiß. Mann, ist dieser Film eine unlustige, unsympathische, ununterhaltsame Grütze. Und ihm gelingt sogar das Kunststück mit jeder Szene unerträglicher zu werden. Wieso sich Leute wie Robin Williams (der hier einen Großteil der Zeit damit beschäftigt ist, Scheißerei vorzutäuschen, oder alternativ mit irgendwelchen Gefährten querfeldein durch die Walachei zu brettern) und Jeff Daniels (der hier größtenteils fröhliche Lieder singt) für diesen Mist hergegeben haben, wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben. Lustig sind sie jedenfalls zu keiner einzigen Sekunde. Wie auch der ganze Film nicht.

Wie ihr seht, stellte sich das als Fehler heraus.

ARE WE THERE YET? – SIND WIR SCHON DA?

Ich mag ja Ice Cube irgendwie. Aber der ist natürlich nicht unbedingt für seine grandiose Rollenauswahl bekannt. Und hier hat er wohl den Tiefpunkt erreicht. Meine Fresse, ist der Film mal nicht lustig, oder was? Cube spult halt sein Programm ab und guckt böse und sein Charakter ist einfach nur strunzdoof, die Blagen nerven derbe und sind einfach nur absolute Arschlöcher. Alle Charaktere sind einfach nur zum Kotzen und was zum Geier hat es mit dieser sprechenden Baseballfigur auf Cubes Armaturenbrett auf sich? Soll mir das zeigen, dass er eigentlich ein entflohener Irrer ist? Ach, was wäre es schön gewesen, wenn er am Ende einfach durchgedreht wäre und die Kids mit einem Baseballschläger kaputt geprügelt hätte. Aber macht er leider nicht und so bleibt absolut nichts hängen hier, außer, dass hier kein Gag funktioniert.

Als verdammt großer Fehler …

ARE WE DONE YET? – SIND WIR ENDLICH FERTIG?

Ice Cube renoviert ein Haus und guckt böse. Die Pissblagen sind natürlich keine große Hilfe und nerven nur verhältnismäßig weniger als im Vorgänger. Und alles ist noch unlustiger und uninspirierter als im ersten Teil. Nicht mal John C. McGinley kann diese Grütze retten. Warum kriegt der Mann eigentlich immer nur solche Kackrollen in solchen Kackfilmen? Die Filmwelt ist ungerecht.
Von Minute 1 an fragt man sich: Seid ihr endlich fertig? Hm, vielleicht hat der Film seine Message doch rüber gebracht.

Der größte Fehler aller Zeiten …

VACATION – WIR SIND DIE GRISWOLDS

Der Film beginnt mit „Holiday Road“, wie das Original und bringt somit direkt die richtige Stimmung auf. Und dann braucht er ungefähr 2 Minuten, um diese Stimmung wieder einzureißen mit einem völlig unlustigen Einstieg für Rusty Griswold. Und dann wartete ich 90 Minuten auf einen Gag, der funktioniert. Aber das Warten war vergeblich.
Stattdessen bekam ich: Ed Helms, der nicht mal lustig ist, wenn er Seal singt. Christina Applegate, die besseres verdient hat, als sich vollzukotzen. Und zwei grauenhafte Blagen, die sich gegenseitig versuchen umzubringen, dabei aber leider erfolglos sind. Oh, und einen Truck, der die Griswolds verfolgt, was zu absolut großartiger Comedy führen könnte, wenn man es einfach komplett weggelassen und durch etwas Lustiges ersetzt hätte. Der Rest sind Schamhaare, in Scheiße schwimmen, tote Models, tote Kühe, tote Charlies, und ein Cameo der Ur-Griswolds ohne jeglichen Gag. Dann kommt irgendwann wieder „Holiday Road“ und der Kreis schließt sich. Und am Ende ist die Achterbahn im Arsch. Wie kann man einen so grauenhaft unlustigen Film auch anders enden lassen, als mit einem absoluten Rohrkrepierer? Hoffentlich war das der letzte Urlaub der Griswolds.

Und weil das alles so unfassbar grauenhaft war, habe ich da direkt weiter gemacht:

THE HANGOVER

Aus irgendeinem Grund fand ich den Quark hier vor 8 Jahren noch lustig. Jetzt bleibt nicht mehr viel übrig, abgesehen von einem Grinsen hier und da. Der Film versucht einfach zu sehr witzig zu sein, durch seine skurrilen Ereignisse und driftet dabei immer mehr in kompletten Humbug ab, der einfach nicht skurril genug ist, um die wenigen Gags zu unterstützen. Und so bleibt dann eben ein halbgares Etwas, dass tatsächlich Potenzial hat, aber am Ende irgendwie ein ziemlicher Letdown ist. Wobei er beim ersten Mal ja doch zu funktionieren scheint. Oder ich hatte einfach einen guten Tag vor 8 Jahren.

THE HANGOVER PART II

„Hey, ich habe eine verrückte Idee. Lasst uns den gleichen Film nochmal machen. Nur mit noch weniger Humor.“
„Cool. Warte, ich krame mal das alte Drehbuch raus und ersetze ‚Las Vegas‘ durch ‚Thailand‘ und „Zahn‘ durch „Tattoo‘.“
„Ja, und lass uns Alan so nervig machen, dass jede Sekunde mit ihm nur noch absolut anstrengend ist.“
„Und wir brauchen einen Affen, denn Affen sind immer lustig.“
„Oh ja, vor allem in Verbindung mit Pimmeln.“
„Yay, läuft. Money incoming.“

THE HANGOVER PART III

Es beginnt mit einer toten Giraffe und einem toten Jeffrey Tambor. Und damit sind diese beiden die glücklichsten Teilnehmer an diesem filmischen Fiasko, denn sie mussten es nur kurz ertragen. Der Alan-Charakter ist wirklich so unfassbar grauenhaft, dass es einfach nicht mehr zu ertragen ist. Aber natürlich setzt man noch einen drauf mit Chow, der ja als kleine Nebenrolle durchaus für einen Lacher gut sein kann, allerdings mit zuviel Präsenz einfach nur extrem nervig ist. Aber Humor sucht man hier sowieso absolut vergeblich. Es ist ja schön, dass man vom ursprünglichen Konzept abweicht, aber erstens hat hier keiner einen Hangover und zweitens ist das alles langweilige Scheiße voller uninteressanter Situationen und Szenen. Am Ende war ich einfach nur froh, dass es zu ende ist. Hoffentlich für immer.

Es ging aber auch etwas besser:

LOONEY TUNES BACK IN ACTION

Der Beginn ist eine kleine Verneigung vor den klassischen Looney Shorts und zudem ein Beweis, dass das Konzept, die Looney Tunes in die reale Welt zu verfrachten nur so semi-gut ist. Was die Looney Tunes schon immer ausgemacht hat, ist die Tatsache, dass es sich um durchdachte Charaktere handelt, die wunderbar in ihrer eigenen Welt existieren können.
Aber gut, wenn man fähige Leute dazu packt und Joe Dante in den Regiestuhl setzt, kriegt man 90 Minuten überbordendes Chaos und Quatsch, wie es sich für einen Looney Tunes Film gehört. Es ist dem Film einfach scheißegal, ob er irgendwas aussagt, oder ob seine Story irgendeinen Sinn ergibt. Der Film will Spaß machen. Und das tut er. Und zwar zu jeder Sekunde. Wenn nicht direkt auf den ersten Anschein, dann im Hintergrund, oder im Soundtrack, oder mit kleinen Verweisen zu den klassischen Cartoons oder anderen Filmen oder oder oder. Es gibt in fast jeder Szene was zu entdecken.
Und geht es eigentlich nur mir so, oder fügen sich diese Figuren besser in die Realität ein, als jede CGI-Animation?

Dieser Film lässt mich ja nebenbei etwas hoffen, dass man „Space Jam 2“ nicht komplett verkackt. Aber ich hätte lieber hiervon eine Fortsetzung gehabt, denn das hier ist viel mehr Looney Tunes, als es das Basketballgewichse jemals sein könnte.

Und dann ging es wieder abwärts:

SPACE JAM

Die Szenen mit den Looney Tunes sind oft gut. Alles andere nicht. Die Tatsache, dass es fast 15 Minuten dauert, bis die Hauptcrew des Films auftaucht spricht schon Bände. Denn die spielen hier nur die zweite Geige hinter einem grauenhaft überforderten Michael Jordan, der nicht nur im Baseball eine absolute Niete ist. Ansonsten turnt noch Newman da rum und versucht lustig zu sein. Und Bill Murray liefert eine Performance ab, die an Lustlosigkeit erst 20 Jahre später von ihm im „Ghostbusters“-Remake überboten wurde.
Die Story ist natürlich nur Mittel zum Zweck und auch völlig egal. In so einem Film muss der Humor stimmen. Leider haut da lange nicht alles hin. Und dann kommt auch noch das viel zu lange Basketballspiel und es ist alles einfach nur humor- und belanglos.

Dieser Film zerstört alle Hoffnung, dass die Fortsetzung brauchbar werden könnte. Die Looney Tunes haben eindeutig besseres verdient.

Insgesamt gesehen: 28

Davon Schrott: 10

Rewatches: 10

Für einen Sommermonat gab es wirklich überraschend viele Filme. Aber das Wetter war hier auch durchgehend einfach nur Scheiße, so dass man eh nix anderes machen konnte. Zudem gab es natürlich noch die zweite Hälfte von „Game Of Thrones“.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Die 5 Besten … Filmtitel

Um genau zu sein fragt Gorana nach den

5 Schönsten Filmtiteln

aber „schön“ liegt ja immer im Auge des Betrachters. Ich machs mal kurz und schmerzlos:

5 The Horror Of Party Beach

Butcher Baker Nightmare Maker

3 Slave Girls From Beyond Infinity 

2 Hell Comes To Frogtown

1 The Adventures Of Buckaroo Banzai Across The 8th Dimension

Monatsrückblick Juli 2017

Der Juli begann mit dem Versuch, in eine Welt einzutauchen, die mir früher meist gefallen hat, aber natürlich im generischen Filmeinheitsbrei nicht mehr ansatzweise den Charme hat, den sie mal versprühte:

FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM – PHANTASTISCHE TIERWESEN UND WO SIE ZU FINDEN SIND

Die Harry Potter Streifen waren ja durchaus ein ewiges Auf und Ab. Von top (Gefangener von Azkaban) zu komplettes Desaster (der Halbblutprinz) war eigentlich alles dabei. Aber immerhin hat es immer Spaß gemacht, wieder in dieses Universum einzutauchen. Deshalb habe ich auch verhältnismäßig wenig abgekotzt, als man die dreitausend Filme aus der „Fantastic Beasts“ Reihe ankündigte. Ich bin jetzt nicht Feuer und Flamme, aber eben auch nicht abgeneigt und bereit, dem ganzen eine faire Chance zu geben.

Newt Scamander ist ein Typ, der seltene Viecher in einem Koffer spazieren trägt. Und das muss dann auch mit Charakterbeschreibung reichen, denn mehr ist der Protagonist einfach nicht. Mit anderen Worten: Er ist arschlangweilig. Und die meisten seiner Viecher nebenbei auch. Im Prinzip haben wir einen ganzen Koffer voller Comic Reliefs, die zu keiner Sekunde lustig sind. Der Rest sind schlecht animierte Drachenviecher und Gelöt, die aber ohnehin keine Rolle spielen. Und das ist dann auch das größte Problem: Warum werden die Tierwesen nicht viel mehr in die Geschichte eingebunden? Da liegt doch das eigentliche Potenzial, wenn man die doch ohnehin im Koffer hat. Stattdessen blödelt man aber lieber nur mal hin und wieder mit nem Nashorn rum, oder lässt mal einen Vogel fliegen, aber dabei rum kommt eher selten was.

Am interessantesten stellt sich nach kurzer Zeit der Muggelbäcker heraus, der zufällig in die fröhliche Viecherjagd hineingezogen wird. Die anderen Charatere sind halt auch da. Mal mehr mal weniger relevant für den Verlauf der Geschichte. Und der Antagonist ist eine schwarze Wolke, wasa wohl alles aussagt, was man dazu sagen muss. Wenn man ihm schon eine „Gestalt“ geben will, warum dann nicht die eines „fantastischen Tierwesens“?

Nun ja, was solls. Man hat ja noch die Welt, die alles retten kann. Und die ist ein gigantischer Haufen CGI-Geschmiere, das einfach keine Stimmung aufkommen lässt. Nicht wie in Hogwarts, wo man Spaß dabei hatte, mit den Schülern durch das Schloss und die Welt zu tapern und sie zu erkunden. Hier haben wir Old-New York direkt aus Photoshop in den Film importiert. Von Liebe zum Detail nix zu sehen. Und auch sonst einfach sehr steril das Ganze.

Irgendwie schafft es die Story dann zumindest, einigermaßen zu unterhalten, aber man merkt einfach in jeder Sekunde, dass man an allen Ecken und Enden das Potenzial für was wirklich Gutes hat liegen lassen. Aber das ist ja auch nichts Neues mehr heutzutage. Kann man mal gucken und nach 5 Minuten alles wieder vergessen, weil es ohnehin scheißegal war. Schade, denn so eine Erweiterung des Potter-Universums brauche ich nicht wirklich.

Im Lauf der Monate habe ich dann auch noch ein paar mir unbekannte David Fincher Filme nachgeholt. Unter anderem:

GONE GIRL

Wenn David Fincher eine Sache kann, dann ist es, einen hervorragenden Thriller drehen (ob er was anderes kann muss er nebenbei noch unter Beweis stellen). Das er aber Thriller wie kaum ein anderer kann, zeigt er hier mal wieder absolut beeindruckend. Eine interessante und vor allem sehr wendungsreiche Geschichte wird hier zu einem Puzzle zusammengesetzt, das einem ständig neue Aspekte hinwirft, über die man nachdenken muss, um das Puzzle zusammenzusetzen. Natürlich muss man an der Stelle wohl auch die Vorlage lobend erwähnen, die ich aber nicht kenne. Trotzdem ist es natürlich dem Drehbuch und eben dem Regisseur zu verdanken, dass das alles auch quasi perfekt auf die Leinwand umgesetzt wurde. Die Darsteller (selbst Affleck und sein Penis stören nicht) und die Fincher-typische spannende Inszenierung machen das hier zu einem der besten Thriller der letzten Jahre. Sollte man unbedingt gesehen haben. Vor allem natürlich, wenn man wie ich ein großer Fincher-Thriller-Fan ist.

Zum Abschluss unserer Kriegsfilmreihe, die dann mit dem Kinobesuch von „Dunkirk“ gekrönt wurde, gab es noch folgenden Knaller:

SAVING PRIVATE RYAN – DER SOLDAT JAMES RYAN

Sinnlose Missionen in Kriegsfilmen gibt es sicher zuhauf, aber eine Gruppe in den fast sicheren Tod zu schicken, um einen aus der Scheiße zu holen, dürfte recht weit oben auf der Liste der sinnlosen Missionen stehen. Dementsprechend gibt es hier auch wenige Heldentaten, weil die Beteiligten ebenfalls ganz und gar nicht von der Mission überzeugt sind. Ganz ohne Patriotismus und Pathos gehts zwar auch nicht und die ein oder andere Szene wirkt schon sehr „inszeniert“ nur damit man nochmal kurz rumballern kann, aber von einem Blockbuster, der dieser Film im engsten Sinne nun mal ist, kann man kaum was anderes erwarten. Hauptsächlich geht es aber darum, wie sinnlos und brutal und unmenschlich alles in und um den Krieg herum eigentlich ist. Alles ist grausam. Alles ist sinnlos. Alles ist FUBAR.

Einen Abend kam dann spontan mein Cousin vorbei und hatte einen Film im Gepäck, den wir beide seit „damals“ nicht gesehen hatten:

TITANIC

15 Jahre nicht gesehen und es hat sich nichts geändert. Die erste Hälfte ist unerträglich, nicht wegen der Liebesgeschichte, sondern weil einfach ALLE Charaktere Arschlöcher sind, die mir durchgehend gewaltig auf den Sack gingen. Rose will nur gefickt werden. Jack hält sich für ganz besonders toll. Roses Stecher ist ein versnobter Flachwichser. Die ganze andere Mischpoke hat auch dermaßen einen Stock im Arsch, dass es ein Wunder ist, dass die überhaupt sinken konnten. Dazu kommt ein grauenhafter Soundtrack, der entweder aus unerträglichem Gedudel oder irgendeiner Variante von Celine Dions Graupelsong besteht, was sich einfach äußerst schnell abnutzt und nervt.
Dann kommt der Eisberg und rettet den Streifen vor dem Untergang (pun intended). Nur leider ist es mir da auch schon scheißegal, wenn die ganzen Affen einfach absaufen, weil ich sie entweder zum kotzen findet, oder sie mir scheißegal sind, weil ich sie sowieso nicht kennen gelernt habe. Aber vom Spektakel her ist das hier natürlich verdammt großes Kino. Die Panik, der Überlebenskampf, der steigende Irrsinn und das Wasser sind einfach hervorragend inszeniert.
Ich glaube, James Cameron hätte gut daran getan, die erste Hälfte des Films an jemanden zu übertragen, der etwas davon versteht, Liebesgeschichten zu erzählen und sich selbst dann um die zweite Hälfte gekümmert, denn das kann er einfach. Alles andere … nicht so sehr …

Insgesamt gesehen: 16

Davon Schrott: 5

Rewatches: 5

Kino: 1

Der Schrott war größtenteils SchleFaZ zu verdanken. Die Reihe nutzt sich bei mir allerdings doch langsam ab, muss ich sagen. Bin nicht sicher, ob ich mir das noch alles geben muss. Vermutlich beschränke ich mich da demnächst nur noch auf die Filme, die wirklich vielversprechend klingen.

Dazu kommen dann wie ihr ja wisst noch „Game Of Thrones“ und zwischendurch hab ich mich bei „Orange Is The New Black“ endlich mal auf den neuesten Stand gebracht. Und die erste Staffel „Ozark“ gabs auch noch. Kein Meisterwerk, aber hat mir ganz gut gefallen. Allerdings wäre mir das als Mini-Serie mit 10 Folgen lieber gewesen. Noch 5 Staffeln brauche ich davon nicht unbedingt.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Monatsrückblick – Juni 2017

Anfang des Monats habe ich ein paar sogenannte Klassiker nachgeholt. Unter anderem diesen hier:

DR. STRANGELOVE OR: HOW I LEARNED TO STOP WORRYING AND LOVE THE BOMB

Stanley Kubrick hat es bei mir immer etwas schwer. Zum einen mag ich seinen visuellen Stil, der in jedem Film einfach perfekt zur Thematik passt. Wo man heute mit dem Wort „Visionär“ wahllos um sich wirft, ist der Begriff bei Kubrick wohl passender als bei kaum jemand anderem. Auf der anderen Seite hat der Mann eine Erzählweise, die mich manchmal einfach nicht bei der Stange hält. Das liegt nicht daran, dass die Themen und Szenen nicht interessant wären, aber irgendwie kickt es mich oft einfach nicht, was der Mann inszeniert. Dieser Film liegt irgendwo in der Mitte. Ich weiß, was der Film will und ich weiß auch, dass er absolut recht hat in dem, was er vermittelt, aber es catcht mich einfach nicht so recht. So braucht der Film eine ganze Weile, bis ich drin bin.
Zum Glück war Peter Sellers immer und zu jeder Zeit ein absoluter Meister seines Fachs. Und so ist jede Szene mit ihm natürlich ein kleines Highlight. Und seine Szenen zusammen mit Sterling Hayden sind absolut fantastisch.
Letztlich ein guter Film, der mir aber teilweise zu langweilig war. Kubrick eben.

Kriegsfilmaction gab es dann auch endlich mal wieder.

THE THIN RED LINE – DER SCHMALE GRAT

Wunderbar gefilmt mit jeder Menge schönen Bildern. Allerdings haben mich die gefühlt 42 Charaktere ziemlich lange eher kalt gelassen und das ist natürlich nicht die beste Grundvoraussetzung. Der poetische Ansatz ist generell auch nicht so meins und die ständigen Voice-Overs haben mich eher genervt. Diese Grundsatzfragen nach Gut und Böse, dem Sinn des Lebens, dem Unsinn des Krieges und so weiter kann man halt auch stellen, ohne dass ständig jemand in den Film quatscht und ich mich zudem auch noch fragen muss, wer da eigentlich gerade rumlabert, weil es immer jemand anderes ist.
Eigentlich macht der Film seine Sache aber sehr gut und ich kann ja sowieso nichts aus dem Genre wirklich schlecht finden. Hätte aber ruhig etwas kürzer sein können.

Dann habe ich endlich mal einen Film gerewatched, den ich zuletzt vor 20 Jahren, oder so, im TV gesehen habe, der einfach zu geil ist, um hier auf dem Filmschrottplatz besprochen zu werden (vielleicht irgendwann mal als Kultschrott):

TICKS – C2 KILLERINSECT

Carlton aus Bel-Air und der Sohn von Dr. Evil schlagen sich mit Riesenzecken rum.

Und viel mehr gibt es da auch eigentlich nicht zu sagen. Es ist eklig und dämlich und einfach ein großer Spaß mit ekligen Riesenzecken und dämlichen Charakteren. Die praktischen Effekte sind einfach super und eklig. Und die Darsteller sind einfach da und verhalten sich dämlich. Das ganze wandelt natürlich sehr auf Trashpfaden. Zum Glück stammt er noch so gerade aus einer Zeit, wo das noch Spaß gemacht hat, weil man nicht scheiße sein wollte. Macht Spaß.

PS: Ich weiß nicht, was Gary Busey zu der Zeit gemacht hat, aber er hätte perfekt in eine Rolle gepasst und den Film vermutlich noch aufgewertet.

Etwas Asiatisch gabs auch noch:

AKU NO KYôTEN – LESSON OF THE EVIL

Jedesmal, wenn ich einen asiatischen Film sehe, der an einer Schule spielt, ist mein erster Gedanke, dass ich das niemals ausgehalten hätte. Uniformen tragen, immer aufstehen, wenn man was sagen will, diese ganze Disziplinscheiße wäre für mich die absolute Hölle gewesen.
Übertragen auf die Lehrer ist dann vermutlich eher das westliche Schulsystem (wenn man es denn überhaupt so nennen kann) das Grauen. Und da frage ich mich direkt, wie lange es wohl gedauert hätte, bis der Lehrer Amok gelaufen wäre, wenn er an meiner Hauptschule unterrichtet hätte, mit mir und den ganzen anderen Arschgeigen in der Klasse, die sich absolut nix sagen lassen und auf alles scheißen, was der Kasper da an der Tafel rumlabert. Vermutlich wären wir alle des Todes gewesen. Halt nur etwas früher als die Schüler hier.
Ach so, der Film ist ganz okay. Ein schnetzelnder Lehrer, der seine Schüler wegmetzelt verspricht halt nicht gerade ein Meisterwerk. Aber das was er macht, macht er ziemlich gut. Und das ist eben Schnetzeln.

Und natürlich habe ich es mir Ende des Monats nicht nehmen lassen, den hier zu gucken:

OKJA

Ich bin ja niemand, der sich großartig mit den Problemen der Welt beschäftigt. So geht mir auch Tierquälerei oder nicht artgerechte Tierhaltung und der ganze Kram zwar nicht komplett am Arsch vorbei, aber es interessiert mich auch nicht genügend, um mich wirklich für eine bessere Welt einzusetzen. Und woran liegt das? Genau. Weltverbesserung ist ein arschlangweiliges, dröges und trockenes Thema, bei dem den Beteiligten jegliche Art von Humor abgeht. Sieht man ja jeden Tag erneut im Internet, wo die ganzen Hobbyweltverbesserer einen auf dicke Hose machen, nur weil sie halt kein Fleisch mehr fressen. Und dann anfangen, alle anzukacken, die es eben doch tun. Und dann denke ich mir: Fickt euch halt alle mit eurem Scheiß und lasst mich einfach in Ruhe. Die Welt geht auch mit euch vor die Hunde, also haltet mal den Ball flach.
„Okja“ ist da anders. Denn „Okja“ macht genau das, was man eben aus solchen Themen machen sollte: etwas Humorvolles. Denn so bringt man die Leute dazu, Dinge zu überdenken. Nicht indem man ihnen ständig vorwirft, ein Arschloch zu sein und das Falsche zu tun, sondern, indem man ihnen auf unterhaltsame Art und Weise zeigt, wie andere Arschlöcher das Falsche tun. Und genau das macht „Okja“.
Und daraus entsteht ein bunter Mix aus Abenteuer, Drama, Comedy und teils absurden Charakteren, die alle nur eins wollen: „Okja“. Aber die Meisten eben aus den falschen Gründen.
Leider hängt das ganze dann ab der Mitte etwas durch , fängt sich aber im letzten Drittel wieder und so gibt es eigentlich nicht viel zu kritisieren. Vielleicht, dass man teilweise wohl nicht so ganz sicher war, wie over the top man hier sein will und so immer mal wieder zwischen überdreht und eher bodenständig hin und her pendelt. Aber hey, nomovie’s perfect …

Insgesamt gesehen: 13

Davon Schrott: 3

Rewatches: 2

Man merkt, dass es wärmer draußen wird und ich dementsprechend weniger Bock habe, vor der Glotze rumzuhängen. Wobei noch ein paar Serien anstanden. Unter anderem natürlich die Finals von „Better Call Saul“ (stark)  und „Fargo“ (ging so). Und für nebenbei habe ich „Community“ gerewatched, einfach weil ich Lust drauf hatte.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Die 5 Besten … Selbstbeweihräucherungen

Ja, heute ist bei Goranas 5 Besten Jubiläum und deshalb dreht sich alles um uns selbst. Wir sollen nämlich unsere

5 Besten eigenen Blogbeiträge

nennen. Ziemlich selbstbeweihräuchernd, würde ich sagen. Aber gut, kann man ja mal machen.

5 Mal aktuell: Ghostbusters

Ich weiß gar nicht mehr warum, aber aus irgendeinem Grund war es mir wohl ein wichtiges Anliegen, zum Erscheinen des Ghostbuster Films von Paul Feig mal so richtig über alles abzukotzen, was um diesen Film herum so passiert ist. Und dabei kamen überraschenderweise die Frauen, die zuvor die Angriffsfläche Nummer 1 waren, am Besten weg. Dieser Rant ist aber nicht nur den „Ghostbusters“ gewidmet. Er fasst auch immer noch sehr gut zusammen, was das große Problem von Hollywood Blockbustern, produziert von Nixkönnern und geldgeilen Arschkrampen, ist: Lieblosigkeit.

4 5 weitere Gründe warum CGI nervt

Ja, CGI geht mir immer noch tierisch auf die Nüsse, mit dem völlig überbordenden willkürlichen Einsatz der Technik. Es gab natürlich auch einen ersten Teil, aber der zweite gefällt mir einfach etwas besser, weil er noch beknacktere Beispiele für schwachsinnigen und unnötigen Einsatz von CGI bietet.

3 Hell Comes To Frogtown

Ist ja wohl klar, dass der Beitrag hier auf keinen Fall fehlen darf. Es war einer der ersten Filme, die hier besprochen wurden. Und vielleicht der, der das ganze so richtig ins Rollen brachte mit seinem überschwänglichen Schwachsinn.

2 Schrott Awards

Die Beiträge, die am meisten Arbeit machen , sind ja leider oft die, die am wenigsten Beachtung finden. Auch wenn die ersten Schrott Awards noch ganz gute Resonanz erhielten, wurde es immer weniger und ich denke darüber nach, das ganze einfach einzustellen, da es eben den Aufwand nicht wirklich lohnt, wenn es nur zwei Leute interessiert. Ein gutes Beispiel dafür, wie die Blogs langsam an Resonanz einbüßen, weil die Leute sie nicht mehr lesen. Schade drum.

Dieser Film darf nie passieren

Ich muss diese Kategorie unbedingt wiederbeleben. Es macht einfach unheimlich Spaß, sich diesen Käse auszudenken. Der erste zog zwei direkte Fortsetzungen nach sich (Teil 2 und Teil 3). Und dann gab es noch einen „Horrorfilm“ der nie passieren darf.

Es gäbe sicher noch so ein oder zwei andere, vor allem bei den ganzen Filmbesprechungen sind so einige Perlen dabei, aber da mir dieses Eigenlob nicht so liegt, verzichte ich dieses Mal auf die „Honorable Mentions“.

Monatsrückblick – Mai 2017

Der Mai startete mit einem Kinobesuch, der … zumindest kein Totalausfall war. Ansonsten ging es unter anderem ganz weit zurück ins Jahr 1932:

THE MOST DANGEROUS GAME

Heutzutage ist es ja kaum noch möglich, etwas wirklich Neues zu erzählen. Jede Idee war zumindest im Ansatz schon mal da. Und so kann man eigentlich nur noch bereits existierende Versatzstücke nehmen und versuchen, sie zu kombinieren, um daraus dann doch noch etwas einigermaßen Frisches zu machen. Um so interessanter ist es da, sich mal mit den Geschichten zu befassen, die den Anfang machten. In diesem Fall handelt es sich um das mittlerweile all zu bekannte „Manhunt“-Prinzip. Die Jagd auf das „gefährlichste Tier“. Den Menschen. Lange bevor Jean Claude van Damme und Ice T zur Beute wurden, lange bevor in Japan die „Battle Royale“ und in den USA die „Hunger Games“ starteten, veranstaltete man auf einer Insel das „Most Dangerous Game“.
Und meine Herren, was für ein Spiel es ist. Was man hier in gerade mal einer Stunde abfeuert ist bemerkenswert. Zumal es sich um einen Film handelt, der mittlerweile 85 Jahre auf dem Buckel hat. Das merkt man ihm aber eigentlich nur an der fehlenden Farbe an. Ansonsten habe ich das Gefühl, dass man hier seiner Zeit doch sehr weit voraus war. Der Schiffsuntergang am Anfang ist beeindruckend für diese Zeit. Ansonsten schafft man es auch ganz gut, nicht zu lächerlich zu werden. Gerade der Antagonist bewegt sich da immer auf einem schmalen Grad der Cheesyness, aber kriegt immer noch die Kurve.
Der Überlebenskampf selbst ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Fallen werden gebaut und die Bedrohung immer weiter gesteigert. Es ist einfach die Blaupause für jede Geschichte, die danach kam und diese Idee aufgriff. Und das macht es so interessant und immer noch absolut sehenswert.

Es gab etwas Horrorquatsch:

HATCHET

Schöne Old-School-Slasher-Action, die teils etwas zu lustig sein will. Macht aber Spaß, wenn man Bock auf guten handgemachten Gore, der direkt aus den Achtzigern stammen könnte, hat und nicht viel über Story und gute Darsteller nachdenken will. Der Film weiß was er ist und was er ist, ist durchaus unterhaltsam.

Nach enttäuschender Postapokalypse mit „Into The Forest“ gab es am selben Abend noch mal enttäuschende Postapokalypse:

THE BOOK OF ELI

Malcolm X hat ein Lieblingsbuch, aber Stansfield will es auch mal lesen.

Alles an dem Film schreit Postapokalypse. Das ist schon mal ein Pluspunkt, den man aber auch voraussetzen sollte. Es gibt aber eben auch Filme, die das nicht wirklich gebacken kriegen. Die Darsteller machen ihre Sache auch wie zu erwarten gut.
Aber so richtig will der Funke nicht überspringen. Mit überreligiösem Käse und Belehrungen hält man sich glücklicherweise zurück, aber man geht viel zu wenig darauf ein, was die Charaktere ausmacht, die hinter dem Buch her sind. Klar, man kennt die Gründe, aber diese auch auszuspielen hätte das ganze durchaus interessanter gemacht. Dazu kommt dann die scheinbare Unverwundbarkeit von Eli, was einfach jede Geschichte schon aus Prinzip runter zieht. Und so dümpelt das dann eben alles so ein bisschen vor sich hin. Irgendwie nix Halbes und nix Ganzes, wie Jesus damals gesagt hat … war doch er, oder?

Am Strand war ich auch noch:

THE BEACH

Im Fahrwasser von „Titanic“ konnte ich mir damals eine ganze Zeit lang keine Leonardo DiCaprio Filme angucken. Das lag weniger an ihm selbst, sondern an den Weibern, die mir damals tierisch mit dem Typen auf den Sack gingen. Alle waren sie in Leo verknallt und mussten sich auf seine Filme fingern. Also hab ich lieber Pamela Anderson Filme geguckt, um den Sexualtrieb wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ob das die richtige Entscheidung war, müssen andere entscheiden.

„The Beach“ ist jedenfalls einer der Filme, die damals auf der Strecke blieben und der, obwohl scheinbar mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, immer mal wieder meinen Weg kreuzt. So auch heute und jetzt hats halt mal gereicht und ich hab ihn angemacht. Und im Nachhinein muss ich feststellen, dass es ein Pamela Anderson Film wohl auch getan hätte. Denn auch wenn dieser Film ganz tolle Bilder hat, hat er viel mehr nicht zu bieten. Sehr dahindümpelnde Geschichte über die Findung des Paradieses und der Vertreibung aus selbigem, das nur an der Oberfläche der eigentlichen Idee kratzt. Pamela Anderson im Evakostüm hatte damals Ähnliches zu bieten.

Insgesamt gesehen: 18

Davon Schrott: 4

Rewatches: 2

Kino: 2

„Alles neu macht der Mai“ sagt man. Dementsprechend gab es diesen Monat – ungeplant – sehr wenige Rewatches. Und nebenbei auch wenig Kriegsaction. Hat sich irgendwie dieses Mal nicht ergeben. Immerhin habe ich die erste Staffel von „The Brink“ nachgeholt – auch wenn das nicht direkt Krieg ist, sondern eher die politischen Eskapaden, die dazu führen – und bin jetzt traurig, dass es keine zweite geben wird.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Die 5 Besten … Filmkreaturen

Letzte Woche war ich bei Goranas 5 Besten nicht dabei, einfach weil ichs irgendwie verpasst habe. Und Freitag hatte ich dann keine Zeit und so war das dann halt einfach nicht drin. Aber über Serien habe ich hier ja eh schon oft genug gequatscht. Guckt einfach „Shameless“ und dann habt ihr den geilsten Scheiß am Start. Heute ist das Thema ohnehin viel cooler, denn es geht um

DIE 5 BESTEN FILMKREATUREN

Wenn da der Filmschrottplatz nicht die absolut richtige Anlaufstelle ist, dann weiß ich auch nicht.

5 Die große Kralle aus „The Giant Claw“

Leider noch nicht auf dem Filmschrottplatz verewigt, aber eine Kreatur die aussieht wie der ultimative Todestruthahn muss natürlich in die Liste.

4 Die Mogwais aus „Gremlins“

Wenn man die Regeln beachtet das wohl süßeste Haustier der Welt. Wenn man sie bricht das wohl tödlichste Haustier der Welt. Ich will einen haben, auch wenn ich die Regeln sicher nicht beachten würde.

3 Xenomorphs aus „Alien“

Ich habe lange überlegt, aber sie müssen dann doch rein, weil die Viecher einfach der absolute Horrorshit sind. Sie sehen furchteinflößend aus, sie verhalten sich furchteinflößend und sie sind einfach furchteinflößend in allen Belangen.

2 Der Jellyfishman aus „Sting Of Death“

Wenn eine Killerkreatur aus einem mit Algen behangenem Taucheranzug und einem aufgeblasenen Müllbeutel besteht, sollte ziemlich klar sein, dass sie ganz weit oben in so eine Liste gehört.

1 Die Froschmutanten aus „Hell Comes To Frogtown“

Das sollte ja jetzt wirklich niemanden überraschen. Froschmutanten sind einfach die besten. Quak, ihr Affen.

HONORABLE MENTIONS: Der Pinata Dämon aus „Demon Island“, die Tremors, die Critters, Pulgasari, der Toxi Avenger, Predator