Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: Dezember 2017

Die 5 Besten … Filme, die ich 2017 gesehen habe

Gorana liefert uns heute quasi die perfekte Vorlage für den filmischen Jahresrückblick. Und da ich eh keinen Bock gehabt hätte, diesen ausführlicher zu schreiben, nutze ich die Gelegenheit natürlich und präsentiere

DIE 5 BESTEN FILME, DIE ICH 2017 GESEHEN HABE

Die Filme müssen nebenbei nicht aus diesem Jahr stammen, was gut ist, denn da gabs ohnehin größtenteils nur Scheiße. Außerdem werde ich mich auf Filme beschränken, die ich zum ersten Mal gesehen habe, da ansonsten eh nur die üblichen Verdächtigen hier auftauchen würden, die ich fast jedes Jahr gucke.

5 MILLERS CROSSING (1990) – Die Coens schaffen es eben fast immer, mich vollends zu begeistern.

4 THE MOST DANGEROUS GAME (1932) – Die Blaupause für jeden Manhunt-Film und schon damals vermutlich seiner Zeit weit voraus. Beeindruckend was hier in gerade mal einer knappen Stunde präsentiert wird.

3 RIFIFI (1955) – Starker Film Noir der den Test der Zeit locker übersteht und die wohl beste Einbruchszene aller Zeiten bereit hält.

2 PANS LABYRINTH (2006) – Ein fantasievolles, toll gestaltetes Gruselmärchen von Guillermo del Toro und damit sein erster Film, den ich wirklich hervorragend finde.

1 GONE GIRL (2014) – Fincher in seinem Element. Der Meister des Thrillers liefert wieder mal ab. Nicht mal Ben Affleck und sein Penis können das zerstören.

Das wären also meine Top 5 des Jahres. Aber da wir uns hier auf dem Filmschrottplatz befinden, darf eine Flopliste natürlich nicht fehlen. Und wie ich Gorana kenne, ist sie zu positiv eingestellt, um nächste Woche auch noch danach zu fragen, also hier.

DIE 5 SCHLECHTESTEN FILME, DIE ICH 2017 GESEHEN HABE

Ich beschränke mich dabei auf Filme, die nicht sowieso schon auf dem Filmschrottplatz gelandet sind. Also ist es nicht wirklich die ganz große Grütze, aber eben trotzdem Filme, die ich einfach grauenhaft fand.

5 THE HANGOVER PART III (2013) – Schon die ersten beiden Teile haben bei mir absolut nicht mehr gezündet. Aber Teil 3 ist dann nur noch langweilige Grütze ohne Humor und voller nervender Charaktere.

4 THE HURT LOCKER (2008) – Zwei Stunden habe ich damit verbracht, zu hoffen, dass die ganzen pseudocoolen Affen in dem Streifen einfach in die Luft fliegen. Leider wurde meine Hoffnung nicht erfüllt.

3 PIRANHA 3D (2010)/PIRANHA 3DD (2012) – Raubfischquark mal 2, der viel zu lustig sein will, um es wirklich zu sein. „Josh cut of his penis, because something came out of my vagina.“ Ha Ha Ha, was habe ich gelacht …

2 VACATION (2015) – Das Remake des Griswold-Familien-Road Trips verkommt zur großen Fäkalhumorparade voller Kotze, Scheiße und anderen körperlichen Ausscheidungen. Nicht ein einziger verfickter Lacher in dem ganzen Film. Das muss man auch erstmal hinkriegen.

1 ARE WE THERE YET? (2005)/ARE WE DONE YET? (2007) – Auf Platz 1 das Double Feature mit Ice Cube und seinen Pissblagen ebenfalls auf einem Road Trip durch die USA und anschließend beim Hausbau. Scheiße im Quadrat.

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Sexuell fragwürdige Weihnachtsvorbereitungen auf europäischen Inseln

„Jingle Bells, Jingle Bells …“ Seid ihr eigentlich auch so textsicher, wenn es um Weihnachtslieder geht? Ich habe keine Ahnung, wie das Lied weitergeht. Versuchen wir ein anderes. „O Tannenbaum, O Tannenbaum …“ Hm, wie schön? Wie grün? Wie groß? Keine Ahnung, was die Frage zu den Blättern genau war. Also zurück zu den Jingle Bells. Denn um die geht es beim diesjährigen Weihnachtsschrott. Um ganz dicke Jingle Bells zwischen den Beinen der Männer, die nichts anderes wollen, als zu Weihnachten endlich mal wieder eine Frau flachzulegen. Hier ist der Film, den ihr alle mögt, ich aber komplett scheiße finde.

LOVE ACTUALLY – Tatsächlich … Liebe! – UK – USA – Frankreich – 2003 – 135 Min.

Starring: Alle Stars die England zu bieten hat. Und Heike Makatsch.

Die pure Romantik beginnt am Flughafen, dem weihnachtlichsten Ort schlechthin. Und natürlich wird vom Erzähler auch noch schnell das 9/11-Attentat erwähnt, damit klar ist, das Liebe alles übersteht, oder so.

Bill Nighy ist sowas von Rock ’n’ Roll, dass er ein Hemd tragen kann, das jeden Beach Boy neidisch machen würde. Und er kann sich keine Liedtexte merken. Aber wer kann es ihm verdenken, handelt es sich doch um eine grottige Version von „Love is all around me“ in der Weihnachtsversion. Wie er dann auch selbst erkennt, ist das Lied kompletter Scheiß. Ich frage mich nebenbei, wie sinnvoll es überhaupt ist, 5 Wochen vor Weihnachten (wie eine Einblendung verrät) noch einen Weihnachstssong aufzunehmen. Ich bin ja kein Experte, aber muss man das Lied nicht erst noch abmischen, auf CDs pressen, Marketing betreiben, die CDs ausliefern, den Song im Radio mindestens 8 Wochen lang hoch und runter dudeln und mindestens ein Konzert geben, damit das ganze zum Hit wird?

Colin Firth liebt seine Feundin so sehr, dass er das alle drei Sekunden sagen muss und damit scheinbar nicht nur mir derbe auf die Klötze geht.

Liam Neesons Frau ist gestorben und er ruft Emma Thompson an, um genau 5 Sekunden mit ihr zu reden. Äh, ja, irgendwie muss man ja die tausend uninteressanten Charaktere einführen. Emma Thompsons Tochter oder Nichte oder Kind, dass sie einfach auf der Straße gefunden und mit nach Hause genommen hat, spielt in der Schulaufführung den ersten Hummer von mehreren, die bei der Geburt von Jesus anwesend waren. Knallergag. Damit haben wir auch schon mal die Humorebene dieses Mülls festgelegt. Mit anderen Worten: Humor quasi nicht vorhanden.

Irgendein notgeiler Fatzke liefert Muffins ins Büro und nennt Heike Makatsch seine „zukünftige Braut“. Die ist zu recht komplett angewidert und geht irgendwohin, wo keine notgeilen Fatzken Muffins verteilen.

Währenddessen wird der feuchte Traum aller Sherlock Fans war, als wir das Set des Dr. Watson Pornodrehs besuchen.

Andrew Lincoln ist Trauzeuge bei der Hochzeit von Chiwetel Ejiofor und Keira Knightley.

Primeminister Hugh Grant tritt seinen Job an und trifft seine Untergebenen Terrance, Pat und die neue Natalie, die einfach nur so strunzdämlich ist, dass es schon weh tut. Der Primeminister hingegen findet ihre Blödheit extrem geil und holt sich vermutlich in seinem Büro erstmal einen runter.

So, das waren die ersten 10 Minuten Charakterhingeschluder ohne Grenzen. Wer zur Hölle soll sich diese ganzen Affen bitte merken? Und es folgen 2 Stunden mit genau diesen Affen, von denen ich bisher nur weiß, dass sie mir alle jetzt schon tierisch auf den Sack gehen. Hui, was für ein Spaß.

Es geht zurück zur Traumhochzeit zwischen Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor. Andrew Lincoln beschließt, die Hochzeit zu sprengen, indem er ein Überraschungskonzert veranstaltet, bei dem sich mir die Frage stellt, wie zum Teufel der die ganzen Musiker mit ihren Instrumenten unbemerkt in die Kirche geschmuggelt hat. Sollte das Brautpaar nicht wissen, wen sie eingeladen hat? Mal davon abgesehen sind die Musiker einfach überall. Mit anderen Worten: Ohne sie wäre keine Sau bei der Hochzeit anwesend gewesen.

Nur für den Fall, dass ihr es vergessen habt: Colin Firth liebt seine Freundin. Das ändert sich aber schlagartig, als sich herausstellt, dass sie seinen Bruder regelmäßig zu sich ins Bett einlädt.

Der notgeile Fatzke macht sich vor Nancy zum Affen. Das bringt ihm die Erleuchtung, dass er keine richtige Liebe finden kann, weil die englischen Frauen nicht dafür gemacht sind, oder so. Also beschließt er, sein Glück in Amerika zu versuchen. Vielleicht würde es mit der „Liebe“ auch helfen, wenn er sich nicht selbst „Colin – King of Sex“ nennen würde. Nur so ein Gedanke.

Zurück zum Dr. Watson Porno, wo aber nichts nennenswertes passiert, außer dass Judy ihre Tüten zeigt.

Auf der Beerdigung spricht Liam Neeson über seine tote Frau. Von allen Anwesenden wirkt eigentlich nur Emma Thompson wirklich betrübt über den Verlust. Und natürlich Neeson selbst. Der Rest sitzt halt auch da rum.

Andrew Lincoln, dessen schauspielerische Bandbreite von Loser-Trauzeuge mit einem Gesichtsausdruck bis hin zum Zombiekiller mit einem Gesichtsausdruck reicht, beschwert sich über den Hochzeits-DJ. Und da kann ich nur zustimmen, denn DJs sind einfach kacke und spielen immer den Scheiß, den keine Sau hören will. Ernsthaft, egal was für Partys ich eventuell mal schmeißen sollte, nie im Leben wird dort ein DJ engagiert.

Alan Rickman, Boss von Heike Makatsch und Laura Linney und Karl, spricht mit Linney darüber, dass es nicht gut für das Arbeitsklima ist, wenn sie dauernd Karl anstarrt wie eine besessene Irre … Moment mal, da läuft tatsächlich schon Bill Nighys Song im Radio. Wem wollt ihr die Scheiße denn bitte erzählen? Der hat den vor ungefähr 3 Stunden aufgenommen. Der Radiomoderator findet das Lied so richtig kacke, was er vielleicht nicht laut hätte aussprechen sollen, da Bill Nighy zu Gast ist. Sollte ein Radiomoderator nicht wissen, wer der Gast ist? Nighy ist nebenbei der beste Gast, den man sich wünschen kann, da er den Song ebenfalls scheiße findet und zugibt, dass er den Kack nur macht, damit er ein Comeback nach seiner Heroinsucht feiern kann.

Der Primeminister hat eine Sitzung mit allem was Rang und Namen hat und es geht um die USA. An seiner Geilheit auf Natalie, die er seit 12 Sekunden kennt, hat sich nebenbei absolut nichts geändert.

Dr. Watson Porn again, wo sich die Poppenden annähern.

Colin erzählt seinem Kumpel, dass er nach Wisconsin fliegen wird, um dort jede Menge Weiber fachzulegen. Sein Kumpel ist nicht überzeugt von der Idee.

Alan Rickman checkt nicht, dass Heike Makatsch ihn poppen will. Ich habe noch nicht so ganz geblickt, worum es in dieser Story geht. Okay, ums Ficken, wie bei allen anderen Handlungssträngen in diesem Film auch, aber hier ist es noch nicht ganz so offensichtlich. Wobei das Grinsen von Rickman doch verrät, dass er es vielleicht doch checkt.

Emma Thompson empfiehlt dem heulenden Liam Neeson, dass er mal etwas geduldig sein soll, denn Zeit heilt alle Wunden und so. Und Männer, die dauernd flennen, sind absolute Luschen. Nette Frau. Ich würde sie an seiner Stelle direkt heiraten. Neeson versucht sich mit seinem elfjährigen Stiefsohn anzunähern, der gerade seine Mutter verloren hat. Und was gäbe es da besseres, als ihm Liebesratschläge zu geben. Denn er ist verliebt, was man ja fünf Minuten nach der Beerdigung der eigenen Mutter mal so raushauen kann, denke ich.

Karl macht Feierabend. Laura Linney schminkt sich noch schnell, bevor er an ihr vorbei geht, damit sie nicht komplett kacke aussieht und ihn wie eine Irre anstarren kann, während er das Büro verlässt. Nicht gut fürs Arbeitsklima, Laura.

Colin Firth hat das Geficke zwischen seiner Freundin und seinem Bruder nicht gut weggesteckt und sich in ein Haus am See verzogen, um da seinen neuen Roman zu schreiben.

Primeminister Grant und Natalie erzählen sich ein bisschen voneinander. Unter anderem erzählt Natalie, dass sie zu fett ist. Zumindest denken ihre Eltern das, bei denen sie wieder wohnt. Ich bin ehrlich, diese Geschichte ist zwar auch irgendwie banane, aber immerhin sind die Charaktere nicht komplette Scheiße. Also das kleinste Übel hier.

Neesons Stiefsohn erzählt von seiner großen Liebe, die nicht mal seinen Namen kennt, weil er nie auch nur ein Wort mit ihr gesprochen hat.

Nighy rockt das nächste Interview im TV.

Andrew Lincoln hängt auf einer Kunstausstellung herum und telefoniert mit seinem Freund Ejiofor. Und dann natürlich mit Knightley, die ihn zu sich einlädt, weil das Hochzeitsvideo totale Scheiße ist. Sie sind nebenbei schon aus den Flitterwochen wieder da. Zeit ist in diesem Film so unfassbar relativ, dass ich mich nicht wundern würde, wenn wir gleich noch live bei der Geburt von Jesus und damit der Entstehung von Weihnachten dabei sind.

Rickman und Linney käbbeln sich im Büro wie die kleinen Kinder. Makatsch macht dann mal kurz für Rickman die Beine breit, aber der checkts immer noch nicht, glaube ich.

Colin Firth kriegt eine neue Haushälterin namens Aurelia geliefert. Sie kommt aus Portugal. Firth spricht natürlich kein Wort Portugisisch. Und wie sich herausstellt auch kein Französisch. Und auch sonst nix. Sein Englisch ist für einen Engländer aber ganz okay, muss ich sagen. Aurelia hat durchgehend einen Gesichtsausdruck drauf, der sagt „Womit habe ich das verdient?“

US-Präsident Billy Bob Thornton besucht Primeminister Hugh Grant und natürlich muss sich Natalie noch kurz zum Vollhonk machen, bevor die beiden Länder auseinander driften. Thornton ist natürlich auch direkt megascharf auf Natalie. Was hat die Frau bitte an sich, dass die Staatsoberhäupter die unbedingt ficken wollen? Grant bricht dann auf einer Pressekonferenz mal ganz spontan alle Verbindungen zu den USA ab, weil er Natalie für sich alleine haben will. Seht ihr, das ist Politik. Einfach mal spontan seinen Verbündeten in die Eier treten, weil man sich um die gleiche Frau streitet. Emma Thompson kann es auch nicht fassen und ruft den Primeminister an: Kann mir mal bitte jemand erklären, wer zum Geier diese Frau eigentlich ist, die als erste zum Primeminister durchgestellt wird und einfach jeden in dem Film kennt? Unter anderem auch Alan Rickman, der gerade bei ihr rumhängt.

Okay, Primeminister Grant, der zu beschissener Popmusik tanzt ist schon ein Highlight, muss ich sagen. Er und Natalie passen perfekt zusammen, denke ich.

Die portugiesische Haushälterin versenkt Colin Firths Manuskript im See, weil jede Frau in diesem Film einfach saudämlich ist. Aber irgendwie musste man ja eine Szene von ihr in Unterwäsche unterbringen, als sie in den See springt. Colin Firth springt hinterher und anschließend gibt es natürlich Tee. Meine Fresse, diese Verständigungsprobleme sind sowas von unlustig, dass es schon fast weh tut.

Es sind noch 2 Wochen bis Weihnachten und Nighy hat jetzt auch ein beschissenes Musikvideo zu seinem beschissenen Song.

Keira Knightley besucht Andrew Lincoln und sie weiß, dass er sie nicht wirklich mag, aber sie will gerne mit ihm befreundet sein. Seht ihr, auch Keira ist strunzdoof und merkt absolut nicht, wie heiß Andrew auf sie ist. Das ändert sich allerdings schlagartig, als sie sich das von ihm aufgenommene Hochzeitsvideo anguckt, auf dem ausschließlich sie in Nahaufnahme zu sehen ist. Nun könnte man ja sagen, dass Andrew einfach absolut creepy ist und seine begehrten Frauen filmt, um sich dann auf die Videos einen von der Palme zu wedeln. Oder man macht es wie Knightley und betrachtet es als Liebe.

Grant lässt Natalie feuern, weil er geil auf sie ist. Die anderen Angestellten scheinen erleichtert, weil sie ja so fett ist. Nette Sache.

Liam Neeson ist auch noch da. Und sein Stiefsohn hat schlechte Nachrichten, denn seine Auserwählte wird zurück nach Amerika gehen. Hoffentlich fällt sie dort nicht Sex King Colin in die Arme. Neeson hat aber den absoluten Masterplan: TITANIC GUCKEN!!! Was zur Hölle? Welcher Mann guckt denn bitte mit seinem Stiefsohn bei Liebeskummer diesen Film?

Colin Firth hat aus irgendeinem Grund den ganzen Kofferraum voller Knoblauch. Seine Haushälterin geht zurück nach Portugal. Sind da gerade Abschiebewochen in Großbritannien, oder warum hauen die alle ab. Zum Abschied gibt es noch einen Kuss. Zum Glück hat sich Firth nicht vorher den ganzen Knoblauch reingepfiffen.

Der Stiefsohn ist schlauer als Neeson und hat einen viel besseren Plan, als einen beschissenen Film zu gucken. Da Mädchen ja voll auf Musiker abfahren, will er in der Schulband Schlagzeug spielen, damit seine bald abreisende dann so feucht wird, dass sie direkt zu ihm auf die Bühne rutscht, oder so. Grandios. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, erstmal auch nur ein Wort mit ihr zu wechseln, aber das wäre ja zu einfach. Neeson ist natürlich absolut begeistert von dieser Idee. Übrigens muss man ja sagen, dass Neeson wirklich alles gibt, um diese Scheiße hier irgendwie erträglich zu machen. Der Mann ist so gut, der sollte mal wieder in einem gescheiten Film mitspielen.

Nighy gibt ein weiteres seiner grandiosen Interviews. Primeminister Grant freut sich seines Lebens vorm TV.

Makatsch tanzt mit Rickman, Linney tanzt mit Karl. Der ist doch nebenbei niemals Engländer. Müsste der nicht auch langsam mal zurück in sein Heimatland? Vorher landen er und Linney jedenfalls noch in der Kiste. Bravo, Laura, du hast es geschafft, ohne irgendwas zu tun, außer irre zu starren, einen heißen Kerl ins Bett zu kriegen. Leider werden sie unterbrochen von einem Anruf, bei dem es um den Papst, Exorzismus und Bon Jovi geht. Ach ja, Laura ist eine Frau und das bedeutet, dass es das war mit dem Geficke, weil sie saudämlich ist und lieber zu ihrem Bruder rüber fährt. Karl wandert inzwischen vermutlich aus.

Ach guck mal, Emma Thompson und Alan Rickman sind verheiratet. Und Heike Makatsch zieht sich aus. Nicht mehr in der Szene zu sehen. Sie zieht sich einfach aus. Fertig. Der Followup ist natürlich, dass Rickman einsieht, dass es eine gute Idee ist, Heike flachzulegen, weil seine Frau Emma ihm tierisch auf den Sack geht. Also kauft er eine Kette bei Rowan Atkinson, um Heike wenigstens ein Geschenk machen zu können, bevor er sich zwischen ihre Beine quetscht. Hat der immer noch nicht kapiert, dass Makatsch seinen Hans Gruber will und er eigentlich absolut nichts weiter dafür tun muss?

Dr. Watson und Judy verabreden sich zu einem Drink nach dem Pornodreh. Okay, es ist eigentlich kein Porno, aber offensichtlich wird in dem Film, den sie da drehen nur gevögelt.

Colin hat eine Tasche voller Kondome und ist bereit zur Abreise nach Amerika und lernt in der ersten Bar direkt drei geile Ischen kennen, die ihn direkt zu sich nach Hause ins Bett einladen. Eine davon ist übrigens Elisha Cuthbert, die eindeutig besseres als diesen Krampf verdient hat. Aber hey, Colin hatte recht. In Amerika findet jeder was zum Ficken.

Emma Thompson denkt, Rickman wird ihr zu Weihnachten Schmuck schenken. Colin Firth lernt Portugiesisch.

Ho Ho Ho! Wir haben endlich Weihnachten erreicht. Hat nur quälende 90 Minuten gedauert. Alan Rickman schenkt Emma Thompson eine CD. Wenn das mal nicht die pure Liebe ist, weiß ich es auch nicht mehr. Heike Makatsch steht derweil leicht bekleidet vor dem Spiegel und hängt sich an ihrer Kette auf … äh, hängt sich die Kette um. Emma kann das Drama natürlich gar nicht fassen. Dabei wollte sie doch die Kette haben. Anstatt etwas zu sagen, flennt sie aber lieber heimlich rum und damit ist diese Geschichte einfach abgeschlossen. Was für eine unfassbare Zeitverschwendung.

Und wie verbringen Neeson und sein Stiefsohn den Weihnachtsabend? Nein, nicht mit Geschenken. Sie liegen auf dem Sofa und bemitleiden sich gegenseitig. Denn der Stiefsohn ist 11 Jahre alt. Da hat man natürlich wichtigere Dinge im Kopf als Weihnachtsgeschenke.

Bill Nighys Kacksong ist natürlich die Nummer 1 in den Charts. Immerhin etwas Realismus hier. Kackmusik schwimmt eben immer oben.

Ui, Martin Freeman und Judy haben den Nicht-Porno-Porno-Dreh beendet und knutschen vor der Haustür rum. Zur Abwechslung könnten sie ja rein gehen und ficken, stattdessen fliegen sie aber später nach Kuala Lumpur und heiraten. Schließlich kennen sie sich schon 3 Tage und haben sich nackt gesehen, also warum warten.

Colin Firth kommt nach Hause, nur um sich direkt wieder zu verpissen und nach Portugal zu fliegen.

Kommen wir zum absoluten Highlight der Creepyness: Andrew Lincoln klingelt bei Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor an und hat Glück, dass Keira die Tür öffnet, denn so kann sie ihrem Mann einfach sagen, dass es nur Sternensänger sind. Andrew hat nämlich seinen Kassettenrekorder dabei und spielt das Best-Of des Kinderchors ab, was sich nicht mal im geringsten anhört, als würden da wirklich Leute vor der Tür singen. Aber da jeder in diesem Film einfach nur doof ist, fällt das natürlich nicht auf. Dann holt er seine Bob Dylan Gedächtnis Pappen raus und erzählt Keira darüber, dass er sie für absolut perfekt hält und er sie immer lieben wird. Hätten wir nicht alle gerne so einen besten Freund und Trauzeugen, der sich hinterrücks an unsere frisch angetraute Ehefrau ranmacht und dafür natürlich einen Kuss absahnt? Lass dich von einem Zombie fressen, du verficktes Arschloch!!!

Bill Nighy schenkt seinem Manager zu Weihnachten seine Liebe. Yeah! Denn das ist Rock N Roll! Aber es geht nicht um homosexuelle Liebe, sondern Freundschaft. So besaufen sie sich nur und gucken gemeinsam Pornos. Äh, okay …

Primeminister Grant liest Natalies Weihnachtskarte, in der sie ihm ihre Liebe gesteht. Hugh wird ganz huge in der Hose und fährt sie mit Polizeikolonne suchen. Dann klingelt er an allen Haustüren, weil man natürlich nicht vorher mal hätte nachgucken können, unter welcher Adresse die Frau wohnt. Man sollte doch annehmen, dass die Angestellten ihre Adresse hinterlegen. Heike Makatsch, die an Weihnachten ungefickt bleibt, bringt ihn dann auf die richtige Spur, denn Natalie ist ihre Nachbarin. Grant holt hier nebenbei wenigstens noch aus jeder Szene was raus. Man muss die richtigen Leute eben auch mal loben, selbst wenn sie aus Scheiße auch kein Gold machen können.

Dann treffen sie sich alle bei der großen Schulaufführung. Ihr wisst schon, die wo die Hummer Jesus besuchen kommen. Und es ist genau so verstörend, wie man es sich vorstellt. Wenn die Blagen davon keine Albträume kriegen, sind sie innerlich bereits tot.

Liam Neeson hat die absolute Einsicht und tatsächlich den Plan, den man von Anfang an hätte verfolgen sollen: Er schlägt vor, dass sein Stiefsohn mit seiner Auserwählten spricht. Ja, so richtig mit Zunge und Lippen und so. Okay, dass er vorschlägt, er soll ihr direkt sagen, dass er voll in sie verknallt ist, ist vielleicht nicht der beste Tipp, wenn ich mal aus eigener Erfahrung sprechen darf, aber es ist immer noch besser als „Titanic“ gucken oder Rockstar werden, also nehme ich das mal so. Natürlich kommen die beiden nicht ausm Quark und müssen sie zum Flughafen verfolgen. Warum die direkt nach der Schulaufführung zum Flughafen fährt bleibt zwar ein Rätsel, aber natürlich kann Stiefsohn Sam sich durch alle Flughafenkontrollen mogeln – und zwischendurch noch Bill Nighy beim Nacktkonzert auf einem Fernseher begutachten – um mit ihr zu sprechen. Und oh mein Gott, sie kennt seinen Namen!!! Und gibt ihm einen Abschiedskuss!!! Hättet ihr verfickten Arschlöcher einfach mal direkt mit ihr ein Wort gewechselt, hättet ihr mir einige Zeit ersparen können.

Colin Firth ist in Portugal angekommen und findet ohne Probleme das Haus, in dem Aurelia und ihre Familie wohnen. Denn er hat sich die Adresse besorgt, Herr Primeminister!!! Wo er die überhaupt her hat, frage ich jetzt mal nicht, Jedenfalls öffnet ihr Vater die Tür und Firth hält um die Hand seiner Tochter an. Der Vater ist überglücklich und ruft seine übergewichtige Tochter zur Tür, für die er sogar Geld bezahlen würde, wenn Firth sie ihm abnimmt. Denn seht ihr: Sie ist fett. Nicht wie Natalie, die die Leute nur für fett halten. Sie ist es wirklich. Und deshalb will sie natürlich keiner ficken und Papa muss sie dringend loswerden, damit sie ihm nicht die Haare vom Kopf frisst. Nette Leute da in Portugal. Und wie das in einem Dritte Welt Land wie Portugal nun mal so ist, tapern Colin Firth, der Vater, die Familie, alle Nachbarn und die halbe Stadt zu dem Restaurant, in dem Aurelia arbeitet, weil sie denken, dass Papa entweder Aurelia als Sexsklavin an Firth verkaufen will oder Firth sie umbringen will, was alle ganz besonders „cool“ fänden. Hey, verurteilt nicht mich. Ich gebe nur die haarsträubend dämlichen Dialoge wieder. Jedenfalls gibts den Heiratsantrag im Restaurant vor der Familie und allen Gästen. Natürlich ist die Antwort „Ja“ und wir haben auch diesen Käse hinter uns. Und eine Band spielt. Ist Andrew auch da, oder ist das nur Zufall?

Einen Monat später will dieser Film einfach immer noch nicht enden und wir sind wieder am Flughafen. Moment mal, woher kennt Colin Firth denn bitte Keira Knightley und creepy Andrew? In diesem Film kennt einfach jeder jeden. Wie klein ist England bitte? Und wieso holen Liam Neeson und Stiefsohn Sam seine minderjährige Auserwählte, die offenbar ohne ihre Eltern unterwegs ist, am Flughafen ab? Und zum Abschluss kommt Colin aus Amerika zurück. Mit Shannon Elizabeth. Aber sie sind nicht alleine und haben Colins Freund Denise Richards als Geschenk mitgebracht. Was zur verfickten Hölle ist bloß verkehrt mit diesen Leuten? Es ist übrigens nicht überliefert, ob die Beziehungen eine Zukunft hatten, oder ob Sex-King Colin und sein Freund sich später russische Katalogbräute bestellt haben. Kommt aber ohnehin aufs selbe raus.

Ehre wem Ehre gebührt: Liam Neeson und Hugh Grant reißen sich derbe den Arsch auf, um noch irgendwas aus dieser gequirlten Scheiße herauszuholen. Aber natürlich können sie dieses Desaster voller Vollidioten und Arschlöchern auch nicht retten. Ich gehe nach Amerika und ficke Weihnachten durch …

Großhirnige Invasion in strahlendem Licht

Was war der absolut heiße Shit in den 50er Jahren? Genau. Fliegende Untertassen und Außerirdische mit Köpfen so groß wie acht Wassermelonen. Mit so einem großen Hirn müssten die ja eigentlich aus Prinzip alles hier locker einnehmen können. Aber irgendwie hat es die Menschheit auch ohne Hirn damals immer noch geschafft, das Grauen abzuwenden. Ob das heute noch gelingen würde, lass ich mal dahingestellt. Scheinbar werden wir ja immer dümmer und die Außerirdischen warten vermutlich nur noch den richtigen Zeitpunkt ab, um endlich zuzuschlagen. Bis dahin gucke ich aber erstmal:

INVASION OF THE SAUCER MEN – USA – 1957 – 69 Min.

Schon damals war man scheinbar gerne „meta“ und so erzählt der Erzähler erstmal, wie man einen guten Film schön schaurig startet. Dann lernen wir ihn und seinen Partner kennen, die sich gerade in einem Cafe besaufen. Sympathische Affen. Der, der nicht der Erzähler ist, hält sich für einen Megaaufreißer und will noch was zu poppen suchen. Also geht der Erzähler nach Hause. Der Aufreißer sieht im Wald dann die fliegende Untertasse und ich frage mich, was der eigentlich erwartet hat, was er hier zu ficken finden würde.

In der Stadt beobachten die Teenager die Untertassenlandung, aber mit einer UFO-Sichtung beeindruckt man da schon lange keinen mehr. Unter sechs Sichtungen in verschiedenen Farben braucht man gar nicht mehr um die Ecke kommen. „Diese war blau“, antwortet einer von ihnen und das reicht natürlich ganz und gar nicht, um noch irgendwn hinterm Ofen hervorzulocken.

Namen sind hier natürlich mal wieder nicht so leicht zu merken. Es gibt aber definitv einen Johnny, einen Joe und eine Joan. Ich vermute mal, dass sie diejenige ist, die mit einem Typen im Auto rummacht und von einer Kuh unterbrochen wird. Farmer Larkins Kuh, um genau zu sein. Vorname ist vermutlich Johnson.

Der Aufreißer weckt den Erzähler und erzählt ihm von seiner Untertassensichtung und ich frage mich, wieso der einfach bei dem in die Bude und ins Schlafzimmer latschen kann. Der Erzähler glaubt ihm natürlich kein Wort und der Aufreißer will alleine … irgendwas machen.

Johnny und Joan überfahren einen Außerirdischen, der vor allem mal absolut fantastisch aussieht. Und er hat eine Hand, mit der er den Autoreifen zersticht.

Die Cops finden die Untertasse. Sergeant Wasweißich erklärt mal schnell, dass diese Dinger schon immer unfreundlich waren und ich frage mich, wie viele davon er schon gesehen hat. Hinterfragen tut das nebenbei niemand. Vermutlich haben die alle schon sechs Untertassenlandungen in allen Farben des Regenbogens erlebt. Außer der eine Typ, der nur das Blaue gesehen hat.

Johnny und Joan halten auf Farmer Larkins Farm und rufen die Bullen an, die das aber natürlich für einen Witz halten. Wenn Sergeant Wasweißich schon wieder zurück wäre, hätte man sie vermutlich ernster genommen. Farmer Larkin kommt nach Hause und will wissen, ob sie seine Kuh auf dem Gewissen haben. Nach ihrer Erklärung mit dem Marsmann hält er sie für besoffen und lässt sie gehen. Denn wenn man besoffen ist, sind die Kühe egal.

Saufen tut auch der Aufreißer. Die 50er halt. Da hatte man seinen Flachmann immer zur Hand. Der landet dann auch auf Farmer Larkins Farm. Also nicht der Flachmann, sondern der Aufreißer. Ich finde ja übrigens, dass Farmer Larkin sich ein Schild hinstellen sollte, auf dem in großen Buchstaben „Farmer Larkins Farm“ steht. Der Typ würde reich. Wenn jetzt schon alle da ein und ausgehen, was würde wohl etwas Marketing bewirken. Der Aufreißer ruft den Erzähler an und sagt ihm, dass er den Kühlschrank leer räumen soll, damit sie da den Außerirdischen drin einsperren können. Der Erzähler pennt wieder ein. Der Aufreißer wird wohl eh nicht mehr nach Hause kommen, denn er wird von einem Außerirdischen aufgerissen.

Johnny und Joan tapern durch den Wald und sehen einen Außerirdischen, der gegen ein Auto klopft, weil er es für den Tod seines Außerirdischenkumpels verantwortlich macht. So zumindest Johnnys Schlussfolgerung. Ich habe dem nichts hinzuzufügen. Wie jeder gute UFOloge weiß, klopfen Außerirdische andauernd an Dinge, die lustige Geräusche machen und Außerirdische töten.

Da niemand aus der Untertasse kommt, meinen die Cops, dass es ferngesteuert ist. Nachgucken will aber keiner. Stattdessen tritt Plan B in Kraft: Einfach mal drauf los ballern. Als das auch keine Reaktion hervorruft, ist man sich sicher, dass es sicher ist und will mal nachschauen, was so in der Untertasse los ist. Irgendwie sind die Pläne hier alle nicht so ganz durchdacht, oder?

Johnny und Joan werden derweil verhaftet, weil ihnen niemand die Geschichte vom grünen Marsmanm glaubt. Irgendwie kann ich dem ganzen Quatsch hier nicht folgen. Auf der einen Seite stehen die Bullen vor dem UFO, auf der anderen verhaften sie Leute, die Außerirdische sehen. Die Anklage ist nebenbei, dass er einen Mann überfahren hat. Aber selbst als man ihm die Leiche zeigt, beharrt Johnny auf seiner Marsmanngeschichte. Papa Joan ist Anwalt, oder sowas und er will Johnny irgendwie aus der Scheiße helfen.

Die Untertasse leuchtet hell und alle sind ganz aufgeregt. Johnny und Joan können mal eben ein Polizeiauto klauen und fahren zur Landestelle. Irgendwie haben sie dann einen Außerirdischen im Auto und sperren ihn darin ein, um den Beweis für ihre Unschuld zu liefern. Ich weiß jetzt nicht genau, wie intelligent diese Außerirdischen mit den Riesenköpfen sind, aber wenn es in das Auto rein kam, besteht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass es auch wieder raus kann. Wir werden es sehen, denn Johnny und Joan lassen das Alien alleine und gehen zum Erzähler, der ihnen helfen soll. Ah, der Tote ist der Aufreißerbuddy vom Erzähler. Ergibt plötzlich alles … nein, wartet. Sinn nicht vorhanden. Der Erzähler nimmt noch schnell seine Kamera und eine Pistole mit, die er einem Nazi abgenommen hat. Ich weiß nicht, warum er das so betonen muss, aber ist wohl wichtig zu wissen, dass es nicht irgendeine Waffe ist, sondern eine Nazi-Waffe. Vielleicht kann man mit Nazi-Pistolen ganz besonders gut Außerirdische töten. Die halten ja alles Nicht-Weiße auch offenbar für vom anderen Stern.

Ein Außerirdischer tötet eine Kuh und alle Gänse laufen nervös durch die Gegend. Die Szene wird sicher noch irgendwie wichtig. Oder man wollte einfach einen epischen Kampf zwischen einem Außerirdischen und einer Kuh zeigen … und scheiterte kläglich.

Johnny, Joan und der Erzähler – der übrigens seit dem Anfang des Films nichts mehr erzählt hat, wodurch ich doch beginne, seine Funktion in Frage zu stellen – fahren also zu dem eingesperrten Außerirdischen und müssen zu ihrer Überraschung feststellen, dass es nicht mehr da ist. Nach etwas hin und her mit Autoscheinwerfern und Taschenlampen sehen sie ihn dann aber doch zwischen den Sitzen liegen. Sie wollen ein Foto machen, weil schon damals jeder ein Hobbyfotograf war. Und dann verschwindet er plötzlich. Also kann er sich entweder unsichtbar machen oder teleportieren. Oder er ist einfach nur ein guter Zauberkünstler, dessen Tricks über die mit Karten hinausgehen. In den Büschen sind auch Außerirdische, also holt der ehemalige Erzähler seine Naziknarre raus und fängt an rumzuballern. Dann stellen sie aber fest, dass sie empfindlich auf Licht reagieren und ich frage mich, wer wohl die Lampen an der fliegenden Untertasse installiert hat.

Nach kurzer Flucht will sich Johnny stellen und ruft die Cops an, damit sie ihn bei Farmer Larkins Farm abholen. Der Plan ist natürlich, dass sie dann die Außerirdischen sehen, die die Farm umstellt haben. Ich raffe immer noch nicht, wer hier eigentlich was weiß. Ist jetzt aber sowieso zu spät. Leider ist Johnny nicht mehr verdächtig, denn die Autopsie, die man scheinbar mal eben so nebenbei in den letzten 5 Minuten vollzogen hat, hat ergeben, dass der Aufreißer an einem Herzinfarkt gestorben ist. Also sind sie doch auf sich gestellt.

Zusammen mit … irgendwem, den ich nicht erkenne, da hier alles dunkel und schwarz-weiß ist, fahren Johnny und Joan dann … irgendwohin, um da die Außerirdischen in einer Falle zu locken. Also vor ihre Autos und dann die Scheinwerfer anmachen. Und was soll man sagen. Der Plan funktioniert so gut, dass die Außerirdischen direkt explodieren, als sie im Licht stehen.

Alle sind erleichtert und Johnny will Joan heiraten. Der Erzähler erzählt dann noch kurz was und das ist das Ende … „bis zum nächsten Mal“, wie der Film andeutet. Ich gehe meine Taschenlampe holen …

Ausgelutschte Achtziger Action Aufwärmung

Wisst ihr noch, wie in den 80ern so richtig geiler Actionscheiß im TV hoch und runter lief? Das ganze TV-Programm war voller Helden. Und weil diese Helden so geil waren, kehren genau diese Helden alle wieder auf die Leinwände und Bildschirme zurück, damit man der neuen Generation auf gar keinen Fall ihre eigenen Helden gibt, sondern nur aufgekochte, halbgare Scheiße, die innerhalb von 2 Wochen wieder vergessen ist. Kurz: Reboots. Und um eins davon kümmern wir uns heute. Es geht um eine meiner All-Time-Action-Fave-Serien.

THE A-TEAM – USA – 2010 – 117 Min.

Ich denke mal, die Serie sollte jedem bekannt sein. Und wenn nicht: Schande über euch. Aber ich erkläre trotzdem kurz worum es geht, genau so, wie es die Serie immer gemacht hat:

„Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten. Sie brachen aus dem Gefängnis aus und tauchten in Los Angeles unter. Seit dem werden sie von der Militärpolizei gejagt, aber sie helfen anderen die in Not sind. Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber ihre Gegner müssen sie ernst nehmen. Also wenn sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen sie doch das A-Team.“

Soweit, so klar, würde ich sagen. Also weg von der Serie hin zum Film, der vor der Serie spielt, was aber ohnehin absolut scheißegal ist, denn wie wir alle wissen ist Story heutzutage nur noch ein Wort, das die Writer hin und wieder nachschlagen, um sich daran zu erinnern, dass es sowas tatsächlich mal gab.

Col. Hannibal Smith ist an einen Stuhl gefesselt und soll von einem Mexikaner erschossen werden. Mit seiner eigenen Waffe. Die hat aber keinen Abfeuerungssteckergelötkolbendö und so hauen die Mexikaner einfach ab. Hannibal befreit sich von seinen Fesseln und besticht noch ein paar Killerhunde im Schatten und ich weiß jetzt schon nicht mehr, was diese Szene mir sagen sollte und was zur Hölle hier überhaupt passiert ist, weil es alles absolut keinen Sinn ergibt.

Bosco B.A. Baracus fährt mit seinem coolen Lamborghini in einer Werkstatt vor und haut dort den ganzen illegalen Mechanikern vor die Fresse. Und dann haut er mit seinem coolen A-Team-Van ab. Keine Ahnung, ob der da repariert wurde, oder von den Mechanikern geklaut. Wir werden es nie erfahren, weil Story …

Lt. Faceman Peck wird in der Wüste von irgendwem gefangen gehalten. Vermutlich, weil er die falsche Trulla gevögelt hat. Hannibal läuft durch die Wüste und hält B.A. an, der zufällig da vorbei fährt. Mitten im Nirgendwo. Und natürlich sind sie direkt Freunde fürs Leben. Faceman macht derweil coole Sprüche, obwohl er kurz vorm Abnippeln steht. Hätten die Writer mal eine Folge der Serie geguckt, wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass der Mann in solchen Situationen gar nicht mal so cool bleibt. Aber gut, er wird sowieso gerettet, also blah.

Capt. H.M. Murdock ist im Krankenhaus und will fliehen, im gleichen Moment, wo er von Hannibal und Co. rekrutiert werden soll. B.A. lernt ihn als erstes kennen, als er sich als Arzt ausgibt und Murdock seine Wunde vernäht und anschließend Facemans Arm abfackelt. Sharlto Copley ist in der Rolle nebenbei absolut grauenhaft und fängt nicht mal ansatzweise den charmanten Irrsinn ein, den Dwight Schultz dieser Figur verleihen konnte. Nein, er nervt einfach von der ersten Sekunde an. Nebenbei sollte Jim Carrey diese Rolle mal spielen. Man, was wäre das für ein Fest geworden. Hätte den Film direkt extrem aufgewertet. Jedenfalls wird bei der anschließenden Flucht per Hubschrauber direkt mal B.A.s Van zerstört, was den nicht gerade auf die freundschaftliche Seite von Murdock zieht.

Das A-Team sitzt im Irak rum und kriegt den Auftrag, irgendwelche Falschgeldplatten zu beschaffen, mit denen jede Menge Falschgeld von jeder Menge böser Typen hergestellt werden soll und das geht natürlich gar nicht. Nebenbei trifft Faceman seine Ex Charissa wieder, die jetzt beim FBI ist, oder so. Es folgt eine Compilation der Planung der Mission, inklusive „Braveheart“-Anspielung von Murdock, was äußerst sinnvoll ist, wenn man bedenkt, dass der Film ja eigentlich vor dem Jahr 1983 spielen müsste, wegen Vorgeschichte und so, aber da man ja im Irak sitzt, ist das ohnehin alles hinfällig und wir ignorieren das jetzt mal lieber, weil Story …

Der Plan gelingt natürlich und man hat auch nur wenige Leute dabei getötet, was aber immer noch wenige mehr sind, als in der Serie draufgegangen sind. Aber als sie zurück zum Stützpunkt kommen, wird dieser angegriffen, der General getötet und die Platten gestohlen von Pike. Das A-Team wird beschuldigt und verurteilt. Nebenbei auch Murdock, der in der Serie nie verurteilt wurde, sondern einfach nur für irre erklärt und in die Klapse gesperrt, aus der er regelmäßig ausbrach. Aber gut, so macht man es sich eben einfacher, weil Story …

Blahblah und Hannibla bricht aus und hilft dann den anderen auch beim Ausbruch, damit sie zusammen Pike zur Strecke bringen können. Bei Murdocks Befreiung gibt es immerhin die A-Team-Musik zu hören, wodurch erstmals A-Team-Feeling aufkommt. Das wirds dann aber wohl auch gewesen sein. Wie drei gesuchte Typen einfach so nach Mannheim kommen, stelle ich nebenbei mal nicht in Frage. Charissa Sosa hängt sich an ihre Fersen.

Die Flucht mit dem Flugzeug vor den Kampfjets ist die absolute CGI-Seuche. Dann folgt die vielleicht dämlichste Szene, die jemals in einen Actionfilm gepackt wurde – und sind wir ehrlich, die Messlatte liegt äußerst niedrig. In einem Panzer an einem Fallschirm, der relativ ungebremst Richtung Erde stürzt, ballert sich das A-Team dank der Panzerkanone so durch die Luft, dass sie in einem See landen und zum Schluss schießt man natürlich noch ein paar Salven nach unten, um den Panzer abzubremsen. Was für ein unfassbarer Käse. Überhaupt sind die Actionszenen hier alle einfach nur unfassbar behämmert und so Over-The-Top, dass man erstmal etwas über die physikalischen Grundprinzipien nachlesen will. Gravitation, Fliehkraft, Druck etc. sind hier einfach komplett scheißegal. Und woran liegt es? #FuckCGI

Es ist schon bemerkenswert, wie wenig Spaß so ein Film machen kann. Und das noch eine Dreiviertelstunde. Überraschung: General Morrison lebt noch und sieht jetzt aus wie Osama Bin Laden nach drei Tagen ohne Rasur. Ach so, und es ist einfach alles komplett uninteressant. Jedenfalls hat er die Platten und Hannibal ruft Lynch an, um ihm zu sagen, dass sie die Platten haben. Also sollen sie Morrison killen und die Platten in Sicherheit bringen. Aber natürlich machen sie das nicht, denn ein Kampfbomber bombt alles weg, was wegbombbar ist. Also auch Morrison. Denke ich. Vielleicht lebt er auch immer noch. Es ist mir scheißegal. Die Story ist einfach nur langweiliger Quark. Mal ehrlich, wie schwer wäre es gewesen, hier einfach eine gute alte Actionstory hinzuschludern, die dem A-Team gerecht wird und dabei auch unterhaltsam ist? Die Serie hat das wöchentlich hingekriegt. Hier schafft man es nichtmal für 10 Minuten Interesse für irgendwas zu generieren. Warum hat man das A-Team nicht das machen lassen, was sie am besten können: Unschuldigen Opfern helfen?

Nun ja, jedenfalls hat das A-Team Morrison, der offenbar doch noch lebt, oder es ist ein Bluff. Mir ist es ehrlich gesagt scheißegal. Sie rufen Sosa an und wollen mit ihrer Hilfe ihre Unschuld beweisen. Und immerhin kriegt man eine sehr kurze Bastelszene zu sehen, wie früher, wo wöchentlich der coolste Scheiß aus irgendwelchem Schrott gebaut wurde. Statt einem Superkettenfahrzeug aus ein paar Stahlplatten und einem Schulbus baut man hier aber lieber … irgendwas, das später explodieren soll.

An den Docks von … ist das wohl immer noch Mannheim? Ich habe wirklich keine Ahnung, wo zum Geier die den ganzen Film über rumgehangen haben, wenn ich ehrlich bin. Ich sage einfach mal, dass es immer noch Mannheim ist, weil ich keinen anderen Ansatz habe. Aufgrund völliger „Ist mir alles scheißegal, werdet mal fertig da mit eurem lahmen Scheiß“-Einstellung, haben ich und Lynch absolut keine Ahnung, was abgeht, als alles mögliche an den Docks in Flammen aufgeht. Das billige CGI hilft mir da auch nicht weiter. Das kommt übrigens richtig zum Tragen, als Faceman durch eine Reihe von zusammenstürzenden Containern läuft. Die Effekteabteilung muss wirklich stolz auf sich sein, dass sie so viel saufen können, damit das hier für sie so gut aussieht, dass sie es tatsächlich so für den Film vorgelegt haben. Und wer auch immer das abgenommen hat, für den ist Alkohol wohl noch das kleinste Problem.

Bosco haut dann Pike weg und Lynch und Hanibal liefern sich den großen Showdown an einem Ort, der so dunkel ist, dass man auch direkt auf den Friedhof hätte gehen können. Obwohl, da hätte man vermutlich mehr erkannt. Lynch erschießt dann Morrison mit Hannibals Waffe, soweit ich das sehe und dann kriegt Lynch die Fresse zermatscht und dann kommt der obligatorische Flashback, um aufzudecken, was hier der Plan war. Irgendwas mit Ablenkung und blah. Hannibals Waffe war halt nicht geladen und Morrison lebt immer noch. Es ist unfassbar, wie viele Leben der Typ offenbar hat. Übrigens kann ich mich nicht erinnern, dass die Serie mal einen Flashback nötig hatte, um irgendwas zu erklären, was zudem auch noch absolut offensichtlich ist. Alleine das sollte klar machen, dass hier mal wieder keiner auch nur ansatzweise versucht hat, der Vorlage gerecht zu werden. Jedenfalls wird Lynch verhaftet, da Sosa und Co. die ganze Zeit da waren und das A-Team hat seine Unschuld bewiesen, was nebenbei absoluter Käse ist, aber ich habe keinen Bock mehr, irgendwelche Vergleiche zu der spaßigen Serie zu ziehen. Das hier macht alles keinen Bock und keinen Sinn, weil Story …

Und spätestens als Faceman und Sosa rummachen habe ich endgültig die Schnauze voll. Fick das B-Team hier. Wenn ich eine positive Sache zu diesem Bullshit im Quadrat sagen muss, dann ist es wohl, dass ich durch den Film wieder Bock gekriegt habe, die Serie zu gucken, einfach um zu sehen, wie man mit diesem Team Spaß haben kann. Ich gehe das EINZIG WAHRE A-Team gucken …

Dieses Mal gehts bei den Filmischen Objekten um Gewächse mit Sprachkenntnissen und Hausbaumöglichkeiten. Also Bäume.

Seh’ ich, dich heut’, Nacht am alten Pfad, Dort hängten sie den Mann, der drei getötet hat. Seltsames trug sich zu und seltsam wär’s wenn wir, Uns seh’n, am Baum, wo er gehangen hat. Das Lied “The Hanging Tree” aus HUNGER GAMES: MOCKINGJAY – TEIL 1 ist eines der wenigen innerdiegetischen Filmlieder, die es auch…

über Filmische Objekte: Der Baum — Adoring Audience

Meeresbilogische Mutationsforschung am Badesee

Wenn ich so richtig gut drauf bin und so richtig Bock auf richtig abgefahrenen Quatsch habe, den man so sonst kaum findet, dann suche ich mir ja gerne mal einen alten Monsterfilm raus, der mit möglichst billigem Kostüm und möglichst bekloppter Idee überzeugt. Wir erinnern uns sicher alle noch an den absolut großartigen „Sting Of Death“ mit dem Jellyfishman. Nun, die Tagline für den Film heute lautet wie folgt: „It would take an atom bomb to wipe out the walking catfish!“ Ein laufender Katzenfisch? Mehr muss ich nicht wissen. Los gehts:

ZAAT – USA – 1971 – 100 Min.

Ein Gedicht über Fische und Skorpione leitet den Spaß hier ein und damit steht schon mal fest, dass das hier wieder ein Knaller werden dürfte. Gegen Ende macht der Lobgesang auf die ozeanische Fauna eine kleine Wende und der Vortrager des Gelabers sagt, dass er bald einer von ihnen sein wird und sie dann das Universum beherrschen werden. Wie will ein Fisch, der nur im Wasser leben kann bitte das Universum regieren? Nicht mal die Delphine haben das geschafft.

Die Laberbacke ist nebenbei scheinbar irgendein Wissenschaftler, deren Gedankengänge man durchgehend hört. Und das kann ganz schön nerven, muss ich sagen. Jedenfalls experimentiert er an Fischen rum und das dauert dann erstmal eine gefühlte Ewigkeit. Irgendwann taucht er dann in einen Pool und verwandelt sich in den Catfishman, oder so. Das Kostüm ist mal wieder so absolut grandios, dass ich nicht weiß, was es darstellen soll, aber sofort kaufen würde.

Catfishman taucht dann ab in den See und schwimmt halt rum. Irgendwo sitzen der Sheriff und ein Typ und angeln. Und dann hauen sie ab. Und dann kommt Catfishman an Land und latscht zurück in sein Labor, um da ein Foto von irgendeinem Typen an die Pinnwand zu heften, den er scheinbar um die Ecke bringen will.

Sheriff Lou und sein schwarzer Kollege untersuchen das Seewasser, weil … sie sonst scheinbar nix zu tun haben. Und sie finden irgendwas, das nicht gut ist. Keine Ahnung, was genau. Wissenschaftliche Fremdwortakrobatik ist nicht so meins. Catfishman schwimmt wieder im See rum und bespannt eine Blondine beim Camping. Nachdem man dann minutenlang das Unterwasserleben dieses wunderschönen Sees begutachten durfte, passiert absolut gar nichts.

Der schwarze Kumpel vom Sheriff nimmt noch mal eine Wasserprobe.

Catfishman schubst den Typen vom Foto und dessen Blagen ins Wasser, als sie gerade in Ruhe angeln. Weiß der denn nicht, dass das die Fische verscheucht? Moment mal, warum tötet der denn jetzt die Tochter? Und warum geht das einfach so indem er sie berührt? Und warum liegt dann nur der Typ vom Foto auf dem Seziertisch in der Obduktionskammer? Fragen über Fragen. Die Antwort kann nur lauten: Catfishman.

Die Camperin ist noch da. Catfishman erwürgt einen Typen in seinem Haus, als er an seiner Angel rumspielt. Auf der Polizeiwache sind die Poolreiniger angekommen. Oder zumindest sehen die beiden so aus, in ihren roten Overalls. Sie wurden von dem schwarzen Freund des Sheriffs angeschleppt, um dem zu erklären, dass ein Katzenfisch für die Tode verantwortlich ist. Die Camperin geht schwimmen und ich weiß jetzt schon, dass das eigentlich nur zur „Sting Of Death“-Gedenk-Entführung führen kann.

Die Camperin wird vom Catfishman in den Umwandlungspool getunkt, während draußen die Poolreiniger ermitteln. Warum sich die Camperin nicht in Catfishwoman verwandelt hat, bleibt ungeklärt. Catfishman ist jedenfalls nicht erfreut darüber. Sicher hatte er schon große Hochzeitspläne mit Seepferdchenfanfaren und Muschelparaden und Tintenfischringen.

Oh, die Poolreiniger haben eine Falle gebaut und ich habe es nicht mitgekriegt. Catfishman auch nicht, denn er schwimmt mitten rein. Das bedeutet natürlich, dass es Zeit ist für Megaaction mit dem Catfishman, der die Poolreiniger umhaut und wieder baden geht.

Der Sheriff macht, was jeder gute Sheriff machen würde: Er ruft öffentlich zur Massenpanik auf. Jeder soll sich bis an die Zähne bewaffnen, um dem Killer den Arsch wegblasen zu können. Er sagt es nicht genau so, aber darauf läuft es hinaus.

Dem Catfishman geht die Zeit aus, weil … Zeit ist halt begrenzt. Das muss als Erklärung reichen. Nachdem er eine Zeichnung von Elvira von der Addams Family angefertigt hat, geht er mal wieder tauchen und latscht dann durch die Straßen auf der Suche nach … was eigentlich? Elvira? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass er scheinbar Rückenschmerzen hat, weil er kurz stehen bleibt und aus dem Off seine Stimme genau das sagt: „Aaaaah, the pain!“

Wie jeder Catfishman, der was auf sich hält, geht auch dieser erstmal shoppen und ist sofort besoffen, nachdem er einen Schluck aus einer Flasche mit Wasweißich genommen hat. Also torkelt er rum und reißt alle Regale ab. Dann torkelt er durch das Kaff. Irgendwo in diesem Kaff sitzt eine Christliche Rockband in der Ecke und macht beschissene Musik. Immerhin gefällt es dem Sheriff. Ich hoffe wirklich, dass der Catfishman sie alle tötet. Zur Sicherheit sperrt der Sheriff sie alle ein. Also wirklich zur Sicherheit. Das ist die Begründung. Nicht etwa eine Anklage wegen Ruhestörung, oder extrem beschissener Kackmusik in der Öffentlichkeit, oder einfach nur fürs Christentum. Nein, damit sie über Nacht sicher sind.

Catfishman bespannt die Poolreiniger beim Poppen. Habe ich eigentlich erwähnt, dass eine davon weiblich ist? Nein? Egal. Der Sheriff bereitet derweil die große Monsterjagd vor. Rex heißt sein schwarzer Freund. Wie der Kommissar. Und der hat ein Catfishmanaufspürgerät, oder sowas in der Art. Es macht komische Geräusche und soll dabei helfen das Monster zu finden, was kann es also sonst sein?

Irgendwie weiß dann niemand so genau, was er eigentlich hier treibt. Catfishman latscht einfach durch die Gegend, Sheriff und Co. fahren einfach durch die Gegend, eine Blondine duscht, damit wir auch die Szene abhaken können …

Catfishman schnappt sich Monica, die direkt ohnmächtig wird, als er sie auf seine Schulter hebt. Zuvor konnte sie noch ganz hervorragend mit Geschirr um sich werfen. Sheriff und Co. machen sich jetzt verschärft auf die Suche nach dem Monster. Mit Hilfe des Catfishmandetektors gelingt das natürlich relativ schnell – und damit meine ich, dass es 10 Minuten dauert, in denen einfach gar nix passiert.

Monica soll natürlich in den Pool und zu Catfishwoman mutiert werden. Aber Rex ist zur Stelle und bewaffnet sich mit einem rostigen Rohr. Wer jetzt einen Megashowdown erwartet wird nicht enttäuscht denn Rex stülpt dem Catfishman ein Fischernetz über und will Monica retten, aber der Catfishman ist so unglaublich wendig, dass er sich direkt aus dem Netz befreit und Rex umhaut. Der Catfishman bringt dann irgendwelche Tanks zum Strand und Rex wird wach und kann Monica aus dem Pool holen, erliegt dann aber seinen Verletzungen.

Am Strand schießt der Hilfssheriff mit einem Gewehr auf den Catfishman, den das wirklich nicht die Bohne interessiert. Spannungsaufbau ist irgendwie anders. Martha? Ich dachte, die heißt Monica. Okay, jetzt bin ich mal wieder komplett verwirrt. Der Catfishman jedenfalls geht im Meer schwimmen und Martha/Monica geht hinterher, während der Hilfssheriff am Strand zusammenbricht.

Da haben sie es am Ende doch noch irgendwie verkackt. Okay, sind wir ehrlich. Es ist hier nichts im Film, was sie nicht verkackt haben. Ich gehe meine Fische füttern …

Monatsrückblick – November 2017

Nach dem ganzen Horror im Oktober musste im November unbedeingt mal wieder was anderes her. Als erstes habe ich mal nachgeschaut, ob Netflix endlich mal einen guten Film fabriziert hat, oder ob die Stärke auch weiterhin nur bei den Serien liegt.

THE MEYEROWITZ STORIES (NEW AND SELECTED)

Bei dem Cast musste ich erst zweimal überlegen, ob ich da überhaupt Bock drauf hab. Nicht, dass ich den Großteil davon wirklich schlecht finde, aber es ist eben bei allen Licht und Schatten vorhanden. Dustin Hoffman ist in der Regel stark, aber seine Filme nicht unbedingt. Emma Thompson spielt in der Regel nur in Kram mit, der mich nicht die Bohne interessiert. Ben Stiller kenne ich eher als Komödientrottel, wobei ich ihn da immer recht lustig fand. Und zu Adam „Ich drehe am liebsten schlechte Komödien, während ich mit meinen Buddies im Urlaub rumhänge“ Sandler muss man wohl nicht mehr viel sagen.
Tja, und dann hat man da diesen Film. Und jeder der Darsteller darin liefert von Sekunde eins ab. Da merkt man eben mal wieder, zu was viele Darsteller in der Lage sind, wenn sie einen fähigen Regisseur haben, der genau weiß, was er von ihnen will und was sie zu leisten im Stande sind.
Der Film selbst plätschert irgendwie so dahin und konzentriert sich auf Szenen einer Familie, die zum Teil aber sehr zusammenhangslos wirken. Aber genau dadurch unterhält der Film. Denn er spiegelt das wahre Leben wider. Die Charaktere reden über jeden möglichen Quatsch, der mit absolut nichts irgendwas zu tun hat. Am Ende aber doch irgendwie wieder Sinn innerhalb des Films ergibt. Es macht einfach Spaß, den Darstellern dabei zuzuschauen, wie sie ihre Charaktere spielen. Mehr ist es dann aber letztlich auch nicht. Wenn man Spaß an Charakteren hat, so wie ich, funktioniert der Film ziemlich gut. Wenn nicht, könnte es schwierig werden.
Das einzige was mich irgendwann wirklich genervt hat, war der Schnitt. Man muss nicht jede Szene mitten im Satz wegcutten. Typischer Fall von weniger ist mehr.

Da das Thema ja gerade wieder aktuell ist (wann ist es das auch nicht), habe ich mir dann auch mal wieder eine Doku reingepfiffen, was eher selten der Fall ist.

BOWLING FOR COLUMBINE

Ich bin ja wahrlich kein großer Dokumentationsgucker. Klar, es gibt durchaus Themen die mich interessieren, aber oft wird mir das dann zu trocken präsentiert.
Michael Moore hingegen, versucht die Themen, die er angeht mit einer gewissen Lockerheit rüberzubringen und das funktioniert auch ziemlich gut. Klar, man sollte keinesfalls jedes Wort hier auf die Waagschale legen. Moore neigt zu Übertreibungen, biegt sich die Dinge so, wie er sie gerade braucht und lässt auch kaum Gegenmeinungen zu. Aber immerhin ist das alles äußerst unterhaltsam und zum Teil eben doch entlarvend. Man sollte es nur nicht zu ernst nehmen, was der Mann macht, dann hat man durchaus Spaß. Und sei es nur an den teils bekloppten Geschichten von teils bekloppten Leuten, die man in dem Film so erzählt kriegt.

Wo ich schon mal dabei war, hab ich den hier noch hinterher geschmissen:

WHERE TO INVADE NEXT

Unterhaltsamer Spaß voller Halbwahrheiten.
Ich fasse mal ein bisschen was zusammen:
In Italien wird einem der komplette Urlaub nach Nairobi bezahlt.
In Frankreich gibt es in jeder Schule 5-Gänge-Menüs in der Pause.
In Finnland leben nur IQ-Wunder, obwohl sie kaum in die Schule müssen.
In Slowenien hat keiner Schulden (außer ein versprengter Student).
In Deutschland arbeitet man wenig und kriegt dafür jede Menge Geld.
In Portugal kann man sich legal die Nasenscheidewand wegkoksen.
In Norwegen ist jeder Knast ein 5-Sterne Hotel.

Europe! FUCK YEAH!!!

Recht interessant sind natürlich die Vergleiche der Systeme mit denen der USA. Aber wie Moore nun mal ist, macht er es sich schön einfach, pickt sich die Rosinen raus und lässt links liegen, was in den besuchten Ländern verkehrt läuft. Es ist eben eine Michael Moore Doku. Unterhaltsam, aber man sollte nicht alles glauben, was einem da aufgetischt wird.

Auch wenn ich nicht beim #Noirvember mitgemacht habe (eine Genrereihe im Jahr reicht mir dann doch), habe ich zumindest einen absoluten Klassiker des Genres nachgeholt:

RIFIFI

Leider musste ich kurz nach Start des Films auf die deutsche Synchro ausweichen, die etwas altbacken daher kommt, da aus irgendeinem Grund die Untertitel der DVD nicht mehr weitermachen wollten. Das tut dem Film aber nur einen geringen Abbruch, denn das hier ist ein Gangsterfilm, der von der ersten Sekunde an alles absolut richtig macht. Man lernt ein paar der Gangstercharaktere kennen, die Gangsterdinge tun, ketterauchen und für die dann nach einem erfolgreichen Einbruch alles den Bach runter geht.
Absolutes Highlight ist wohl der Einbruch ohne jeglichen Dialog oder Musikunterlegung, der fast in Echtzeit abläuft und beinahe eine halbe Stunde dauert.
Starker Gangsterfilm, der den Test der Zeit mühelos überstanden hat.

Dann gabs noch Überlebenskapf auf hoher See:

ALL IS LOST

Ich mag Kammerspiele. Und ich mag Survivalfilme. Das Thema „Mensch gegen Natur“ geht also bei mir immer und wenn es dann nur ein Mensch an einem Ort ist, macht es das ganze noch etwas besser.
Robert Redford liefert eine hervorragende One-Man-Show ab und spielt dabei sehr zurückhaltend, was dem Film nur gut tut. Sowas kann ja auch schnell zur Überlebensheldenshow verkommen. Das ist hier aber überhaupt nicht der Fall. Allerdings geht dem Ganzen in der Mitte etwas die Puste aus. Es ist eben immer noch nur ein Mann auf einem Boot und das kann sich dann schon mal etwas ziehen. Der Film fängt sich aber wieder und bis auf ein paar kleine Längen im Mittelteil war das alles sehr gut inszeniert, gespielt und setzt mit dem Ende einen konsequenten Abschluss.

Insgesamt gesehen: 9

Davon Schrott:

Rewatches: 2

Eine Serie auf Netflix gab es natürlich auch noch. „Mindhunter“ rockt. Schön langsam erzählt. Ohne überbordende Action. Interessante Charaktere. Interessante Geschichte. Hoffentlich kommen noch 1000 Staffeln genau so wie die Erste. Die Massenmörder sind so richtig schön creepy.

Nun, und dann hatte ich meine jährlich einmal auftretende kranke Woche, die ich größtenteils im Bett verbringe. Jetzt könnte man natürlich meinen, dass man da ja dann wunderbar viele Filme und Serie gucken kann. Aber ich bin dann doch eher der komplett fertige Typ und penne fast den ganzen Tag und mache zwischendurch halt mal was an, was ich gekonnt ignorieren kann. Also ne Comedy oder sowas. Nix erwähenswertes jedenfalls. Und da eine Woche mit minimaler Bewegung in meinem Fall bedeutet, dass ich hinterher meinen Rücken mal wieder gepflegt in die Tonne treten kann, ist dann auch erstmal nix mit Film gucken, weil lange sitzen die Hölle ist und eher Rumlaufen und irgendwie bewegen angesagt ist. Also wanderte knapp 2 Wochen lang äußerst wenig in meinen Player und dementsprechend gabs einfach nicht mehr zu berichten diesen Monat an der Film- und Serienfront.

Und wie man sieht hat auch der Schrott extrem zurückgesteckt. Das liegt aber in erster Linie daran, dass ich die Filme für den Blog für den Rest des Jahres bereits gesehen habe und mich dann meist etwas „zurücklehne“ und auch mal was anderes gucke. Einen Schrottfilm muss ich allerdings noch gucken. Nämlich den Weihnachtsfilm für den Blog. Und da kann ich schon mal versprechen: Der wird dieses Jahr nicht auf Nächstenliebe stoßen, da er allgemein sehr beliebt ist und ich euch dann sage, warum ihr alle falsch liegt. Hui, das wird ein Spaß!

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.