Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: Dezember 2013

Die volle Wahrheit über Weihnachten

„Hee Haw and Merry Christmas!“ – It’s A Wonderful Life, 1946

Weihnachten. Das Fest der Liebe. Zumindest wird uns das immer wieder vorgelabert. Fest der Liebe. Fest der Freude. Wo die Familie zusammenkommt, um sich gegenseitig auf den Sack zu gehen. Aber warum feiern wir Weihnachten? Nun, finden wir es heraus.

SANTA’S SLAY – Blutige Weihnachten – USA – 2005 – 78 Min.

Starring: Ein stummer Bodyguard, eine Gestrandete und die Nanny

Das Essen ist serviert und die Familie sitzt am Tisch. Da wäre der Ehemann von irgendeiner Modeltussi, der wohl, trotz der Tatsache, dass seine Frau heiß ist, wie ein brennender Weihnachtsbaum, nicht unbedingt der Treuste ist. Außerdem der Bonze am Kopf des Tisches, der sich über die Kochkünste seiner Frau Virginia beklagt. Er hätte den Truthahn dieses mal nämlich gerne feucht. Seine Frau wäre das auch gerne, aber kam wohl länger nicht vor. Dialoge vom Feinsten hier. Der Familienköter darf selbstverständlich auch nicht fehlen und wird von einer der Töchter gefüttert, woraufhin der Millionär auch schon die Schnauze voll hat, und sich mit ner Flasche Champagner verpisst.

Der Untreue will dann langsam mal Geschenke auspacken und sucht seins zwischen Virginias Beinen. Das ruft wiederum den Mann zurück auf den Plan, der Gabelschwingend über den Tisch springen will. Um die Situation zu beruhigen sagt Deb das Tischgebet. Sie dankt Gott für das Essen, dass sie nicht arm sind, und vor allem keine Samoaner! Hm, vielleicht, weil Samoaner kein Weihnachten feiern? Man kann nur spekulieren.

Auftritt Santa Claus! Der kommt durch den Kamin, wie sich das gehört, auch wenn der Kamin dabei normalerweise heile bleiben sollte. Santa hat nen schlechten Tag und kickt erst mal den Köter in den Deckenventilator. Nach einer Judorolle über den Tisch, wird Bonzenbob aufgespießt. Eine der Töchter ereilt das selbe Schicksal. Santa besäuft sich etwas, dann fackelt er Virginia ab. Da das aber noch nicht reicht, wird sie in einer Schüssel Bowle ersäuft. Es werden noch ein paar Schädel eingeschlagen und Deb wird mit dem Weihnachtsstern vom Christbaum im Ninjastyle gekillt. Santa hat seinen Job hier erledigt und macht sich vom Acker.

Eine alte Oma kackt im Laden den Verkäufer an, weil er ein fauler Sack ist, wie sein Großvater. Zumindest muss man sich mit der Alten nicht lange beschäftigen, denn kaum ist sie aus dem Laden raus, kommt Santa auf seinem Schlitten, gezogen von einem Rentier, das aussieht wie ein Büffel, vorbei und rammt die Schreckschraube von der Straße.

Nicolas schmeißt sich an die blonde Mary ran, aber scheint eher chancenlos zu sein. Nicolas ist voll der Sicherheitsfreak, denn er hat geschätzt siebzehn Schlösser an der Haustür. Im Haus sucht er seinen Opa, der mit Glühbirnen durch das dunkle Haus schleicht und die ganze Kiste verkanntet. Opa ist natürlich Erfinder, wie das in solchen Streifen üblich ist. Und, ebenfalls völlig üblich, erfindet nur Müll, der nicht funktioniert.

Auf der Straße macht ein Typ den Fehler, Santa zu überfallen. Er macht’s nicht lange, denn eine Zuckerstange im Auge ist eher ungesund.

Der Erfinderopa ist nicht nur Erfinder, sondern scheinbar auch geschichtlich gebildet. Er erzählt seinem Enkel dann, was dieses Jahr an Weihnachten so abgeht. Es ist nämlich so: Santa Claus ist der Sohn von Satan. Macht ja auch Sinn: Verschiebt man nämlcih bei Santa einfach die letzten drei Buchstaben, hat man: SATAN! Leider erfährt man noch nicht mehr, denn Mary klingelt an der Tür.

Wie sich das für einen richtigen Weihnachtsmann gehört, sucht Santa erst mal den örtlichen Stripclub auf. Der Türsteher wird mit einem Adventskranz erwürgt, ein Besucher wird Opfer einer Lichterkette. Dann fällt Santa aber auf, dass die beste Waffe in dem Schuppen natürlich eine Poledancingstange ist, mit der er dann noch zwei weitere Gäste massakriert. Wo diese die Spitzhacken her hatten, mit denen sie angreifen, bleibt unbeantwortet. Wer geht bitte mit ner Spitzhacke in ein Striplokal? Egal, der Laden geht dann eh in Flammen auf und die Striperinnen ergreifen die Flucht.

Nicolas verhält sich gegenüber Mary wie ein Volltrottel, deshalb geht die lieber nach Hause. Nic hat dann aber wenigstens Zeit, sich wieder der Geschichte von Santa zu widmen. Das war nämlich so: Ein alter Sack forderte Santa vor tausend Jahren zu einer Runde Curling heraus. Ja, CURLING! Dieses komische Spiel mit den Wischmobs. Santa verlor das Spiel und wurde dazu verdammt, für tausend Jahre ein ganz dufter Typ zu sein und den Blagen Geschenke zu bringen, und all der Kram. Aber jetzt sind diese tausend Jahre rum und Santa will Rache. Wahnsinnsstory! Nicolas glaubt natürlich kein Wort davon.

Santa spielt Briefkastenbaseball wie die Jugendgang aus Stand By Me. Der Unterschied ist nur, dass er Engelsstatuen mit einer Schaufel die Köpfe abschlägt. Kurze Zeit später, spießt er den Chef von Nic und Mary mit nem Kerzenständer auf. Nic hört davon im Radio und eilt zum Laden. Die Bullen nehmen ihn und ein paar Rabbis als Zeugen mit. Auf der Wache erzählt er die Geschichte von Satans Sohn. Wie man sich denken kann, stößt er nicht gerade auf Verständnis. Santa kommt dann persönlich vorbei und leistet Überzeugungsarbeit, indem er alle Cops niedermetzelt.

Santa verfolgt Mary und Nic. Mary hat glücklicherweise eine Schrotflinte im Auto und Nic kann Santa wegballern. Der lässt sich aber nicht so leicht um die Ecke bringen und ruft seinen Büffelschlitten. Nachdem er eine Gruppe von Sternensingern mit einer Schaufel zum Schweigen gebracht hat, will er Mary, Nic und Opa an den Kragen. Letzterer hat vorgesorgt, und einen Geheimgang in seinem Keller gebaut, der zu Schneemobilen führt.

Der Opa wird vom Büffel geplättet, dann kann die große Verfolgungsjagd starten. Santa bleibt nicht ganz fair, denn erstens fliegt er, und zweitens wirft er mit explodierenden Weihnachtsgeschenken um sich. Nic und Mary können aber erst mal entkommen, denn Santa legt einen Zwischenstop ein, um den Weihnachtsmarkt zu verwüsten.

Nic und Mary erreichen das Gebäude ihrer Wahl, welches auch immer das sein mag. Sieht wie ne Schule aus. Warum da aber ein 42 Meter hoher Schornstein ist, durch den Santa rutschen kann, bleibt ein Rätsel. Santa verfolgt die Beiden durch die Schule, oder Fabrik, oder Bücherei, oder was auch immer, schießt mit Feuerbällen und wirft Rauchgranaten.

Dann ist es Zeit für den großen Showdown, denn das frischverliebte Paar erreicht ein Eishockeyfeld. Ernsthaft, was zur Hölle ist das für ein Gebäude? Da gibt es wirklich alles! Kurz bevor Santa die Beiden erledigen kann, taucht Opa in Form eines Engels auf. Es gibt eine weitere Herausforderung zum Curling, aber dieses mal muss Santa für immer gut bleiben, wenn er verkackt. Großvater beginnt und legt gut vor, aber Santa bescheißt, und wirft Opa einfach in ein Höllenloch. Nic hat aber noch eine Geheimwaffe dabei und erschießt Santa mit einem NUSSKNACKER! Das hier wird einfach sekündlich genialer.

Opa hat sich natürlich am Rand des Lochs festgehalten und kann gerettet werden. Die Nussknackerattacke, hat leider nicht gereicht, um Santa zurück zu Misses Santa zu schicken. Um ihn endgültig zu erledigen, suchen Nic und Mary Hilfe beim Schießverein. Santa kommt angeflogen und wird mit einer Bazooka vom Himmel geholt, weil man sowas als echtes Mitglied des Schießvereins immer dabei hat.

Nach dem unausweichlichen Kuss zwischen Mary und Nicolas, checkt Santa am Flughafen ein, um zum Nordpol zu fliegen, oder so. Bedeutet das jetzt, dass der nächstes Jahr wiederkommt? Na dann, frohe Weihnachten! Feiert, aber vergesst nicht, was der wahre Sinn hinter Weihnachten ist. Schließlich haben wir diesen gerade gelernt.

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Einführung in ungewöhnliche Wetterphänomene

„Don’t fuck with me or I’ll shove a lightning bolt up your ass!“ – Die Hard With A Vengeance, 1995

Blitze zucken vom Himmel. Regentropfen prasseln auf die Erde herab. Irgendwelche Idioten labern dummen Müll. Richtig erkannt. Heute geht es um ein gewaltiges Unwetter. Ein Sturm zieht auf. Und der ist nicht von dieser Welt.

LIGHTNING STRIKES – Bulgarien – 2009 – 90 Min.

Starring: Herkules (Wie passend. Als Sohn von Donnergott Zeus dürfte der zumindest keine Angst vor Gewitter haben)

Ein Auto auf einer Landstraße mitten im Nirgendwo. Blitze schlagen auf der Straße ein. Die Fahrerin weicht aus, aber die Blitzeinschläge verfolgen das Auto. Ein Blitz schlägt vor dem Wagen ein und schneidet ihn in zwei Hälften, weil Blitze so was können. Wer auch immer gesagt hat, dass man im Auto vor Blitzen sicher ist, hat wohl gelogen. Das Paar im Auto überlebt und flieht in einen Wald. Aber die Blitze hören nicht auf, und als eine dieser elektrischen Entladungen John trifft, findet der sich in einer Blase aus Blitzen wieder und verreckt. Genialer Beginn hier. Ich raffe gar nix.

Der Sheriff und seine Hilfssheriffs finden den Wagen, die Leiche und das bewusstlose Mädchen. Außerdem fährt ein fremder Typ vorbei, den keiner kennt.

Die blonde Angel wird in einer Wetterstation von ihrem Kollegen angebaggert. Zusammen mit dem Boss des Ladens fährt man los, um einen Sturm zu verfolgen.

Der Sheriff labert mit seinen Mitarbeitern rum. Earl ist scheinbar der Möchtegern-Mega-Cop und rutscht erst mal ultracool über seine Motorhaube. Sheriff Namenlos trifft den Bürgermeister, bei dem man sich wirklich die Frage stellen muss, wer den Typen gewählt hat. Eine Mischung aus homosexuellem Friseur und Staubsaugervertreter gehört wohl in die Politik, schätze ich.

Doktor Whatshisname untersucht im Beisein des Sheriffs die Frau aus dem Wald, während ein Bauer dunkle Wolken aufziehen sieht. Das Sturmteam fährt durch die Gegend und brabbelt über ungewöhnliche Stürme, nach denen man scheinbar sucht.

Sheriff Gebtihmdocheinennamenverdammt streitet sich mit seinem Sohn, der nen Namen hat. Nämlich Billy. Im Kaff hat ein Typ mit Hut Visionen von Blitzeinschlägen. Der Bürgermeister plant das große Kürbisfest. Der Sheriff ist plötzlich wieder im Revier, wo ihm der Bürgermeister auf den Sack geht. Der will, dass er Earl während des Festes nicht auf die Straße lässt, weil er ein Penner ist, oder so was. Der Sheriff geht darauf nicht weiter ein.

In einer Bar wird gesoffen. Was auch sonst? Irgendein Typ will die Stadt verlassen. Damit hat man wenigstens nen Grund sich zu besaufen. Der Hutfritze kommt vorbei und will ein Lagerhaus vom Wirt mieten. Der lehnt aber ab und vermietet ihm das Dach. Hä? Was für ein Dach? Egal, wird wohl keine große Rolle spielen. Er heißt jedenfalls Keith und ist der fremde Typ von der Unfallstelle, der noch kurz dem Sheriff erklärt, dass Blitze ganz tolle Naturgewalten sind. Der zeigt sich wenig beeindruckt.

Die Sturmjäger stellen Untersuchungen am Unfallort an. Sie erkennen ein Muster in den Blitzeinschlägen. Sie vermuten, dass das Gewitter von jemandem gesteuert wurde. Uh, mysteriös, und so.

Doug findet den Fremden komisch und schlägt dem Sheriff vor, ihn auf Verdacht festzunehmen. Der Sheriff darf aber niemanden einkerkern, nur weil er verdächtig ist. Weswegen denn dann? Muss der Typ bei jedem Verbrechen persönlich anwesend sein, damit er handeln kann? Keith, jetzt ohne Hut, steht jedenfalls mittlerweile auf dem gemieteten Dach rum und guckt in die Gegend.

Der Professor der Sturmheinis sagt blaue Gewitter hervor, die er selbst entdeckt hat. Man kommt in die Stadt und trifft den Sheriff, der endlich seinen Namen nennt. Bradley heißt der Mann. Professor Connors sagt einen Sturm voraus, was den Bürgermeister gar nicht erfreut, weil das Kürbisfest in Gefahr ist. Wäre natürlich ganz fürchterlich, wenn das ausfallen würde.

Der Typ, der die Stadt verlassen hat, bereut seine Entscheidung, als er vom Blitz erschlagen wird. Officer Johnson findet die Leiche und wird vom Blitz verfolgt. Derweil wacht die Tussi vom Anfang auf und ist aus irgendeinem Grund ganz alleine im Krankenhaus. Sie findet die Leiche ihres Beifahrers, die Blitze um sich schleudert, und rennt weg.

Draußen ist der Sturm am Start und Billy macht sich in die Hose. Ne nasse Buchse leitet die Elektrizität wahrscheinlich besonders gut. Die Tussi kommt zu irgendeinem Haus und wird von nem Blitz getroffen, der aber wohl nicht so tödlich war, wie die vorherigen. In der Stadt schlagen überall Blitze ein, und Keith hält seinen Arm vor den Sheriff, damit der nicht vom Blitz getroffen wird. Keith scheint der Einschlag in seinen Arm nebenbei absolut nichts auszumachen.

Man rettet sich in die Kneipe. Man schwallt rum und kackt sich gegenseitig an. Dann stellt Keith klar, was hier abgeht. Und zwar ein Blitze schleudernder Dämon aus der Hölle! YEAH!!! Der Bibelverkäufer … Entschuldigung, Bürgermeister , hält das alles für Schwachsinn, was ich durchaus verstehen kann. Keith erklärt dem Sheriff noch schnell, warum der Blitz ihn nicht erschlagen hat. Er wurde nämlich schon mal vom Blitz getroffen und ist jetzt immun. Na, wenn das mal nicht ein erstrebenswertes Ziel ist. Jeder sollte sich beim nächsten Gewitter auf den höchsten Hügel stellen, denn wenn man vom Blitz getroffen wird, kann einem danach Nix mehr passieren.

Billy hat die Tuse vom Anfang gefunden. Sheriff Bradley lädt Keith zu sich nach Hause ein. Da erzählt das Mädel, was passiert ist. Keith freut sich, denn er ist auf der Jagd nach dem Dämon, seit dieser seinen Sohn gekillt hat. Hm, vielleicht ist diese ganze Lasst Euch Vom Blitz Treffen Idee doch nicht ganz durchdacht. Durchdachter ist da wohl der Plan von Keith, der auf dem Dach nen Blitzableiter baut, mit dessen Hilfe er in das Energiefeld des Dämons gelangen will, um diesen darin einzuschließen. Klingt vielversprechend.

Der Bürgermeister will die Stadt nicht evakuieren, denn … Kürbisfest und so. Billy steigt zu Keith aufs Dach, der ihm erklärt, wie sein Blitzableiter funktioniert. Also: Blitz schlägt ein und Dämon ist gefangen, oder so ähnlich. Um genau zu sein, hat er einfach eine Metalstange an einem Sendeturm angebracht. Nicht gerade Quantenphysik, was der gute Keith da betreibt.

Endlich Kürbisfest! Angel und Jerry von den Sturmjägern machen ein paar Peniswitze, weil das an dieser Stelle einfach völlig unpassend ist. Ein Krankenwagen bringt ne Blitzleiche, was die Besucher des Festes zum Kotzen bringt. Naja, nicht ganz. Eigentlich nehmen sie es ziemlich locker auf und feiern einfach weiter, wie es jeder normale Mensch machen würde. Bradley bittet Curly, den Barbesitzer, die Stadt zu evakuieren. Der setzt den Plan nur halbherzig um und lädt alle Leute in seine Bar ein, um an dem Abend die fette Kohle zu scheffeln.

Die Blitze zucken vom Himmel und eine Massenpanik bricht aus. Mit anderen Worten: Zehn Leute rennen wild durch die Gegend. Das Kürbisfest war wohl doch nicht so ein toller Erfolg. Oder die anderen sind alle in der Bar am Saufen. Jerry beschließt Keith zu helfen und schleppt nen Generator an. Auf der Straße werden währenddessen die Kürbispartybesucher nach und nach vom Blitz erschlagen. Wen der Blitz nicht trifft, der wird von einstürzenden Häusern zermalmt. Der Sturmprofessor wird im Sturmwagen gegrillt, der wohl doch nicht so gut abgeschirmt war, wie er dachte. Zu guter Letzt erwischt es auch endlich den Bürgermeister.

Auf dem Dach wird Jerry gebraten. Auch Billy und die Tussi aus dem gespaltenen Auto haben keine Schnitte. Billy findet sich in der Energieblase wieder. Zusammen mit dem Dämon. Aber Keith eilt mit seinem Blitzableiter zur Rettung und Billy wird freigelassen. Dafür bleibt Keith jetzt auf ewig mit dem Dämon in der Blitzhülle. Und das war’s.

Fünf Sekunden vor Ende des Streifens erfahren wir noch etwas sehr wichtiges: Die Tussi aus dem Auto am Anfang des Films heißt Nancy. Danke für die Info. Besser spät, als nie.

Dämonen, verbrutzelte Leichen, eine total dämliche Story. Was will man mehr? Also mir fällt da einiges ein. Aber immerhin haben wir gelernt, dass man mit Elektrizität ein Auto in der Mitte teilen kann. Wer braucht da noch ne Flex?

Urwaldabholzung für Hobbytarzane

„It’s A Jungle Out There“ – Back To School, 1986

Ja, ist es. Einer der größten Dschungel aber, ist der Urwald der schlechten Filme, der auf der ganzen Welt wuchert. Und es ist ziemlich sicher, dass er nie gerodet werden wird. Dieser Umstand stellt natürlich eine hervorragende Situation für diesen Blog dar, denn so werden die Themen wohl nie ausgehen. Schwingen wir uns also ins Abenteuer. Passend zu der Dschungelreferenz, starten wir genau dort.

GEORGE OF THE JUNGLE – George der aus dem Dschungel kam – USA – 1997 – 92 Min.

Starring: Ein Mumienjäger und ne Horde Affen

Nach nem Cartoon Opening – schließlich basiert dieser Streifen auf einer Cartoon Serie -. mit grausamen Song knallt George direkt mal vor nen Baum, wodurch der Humor hier schon mal vorgegeben ist. Anschließend erzählt irgend eine Tussi namens Ursula, was sie so im Busch erlebt. Ihr Verlobter Lyle kommt vorbei, der sich von den „besten“ Fährtensuchern hat führen lassen, um seine Zukünftige hier im Nirgendwo zu finden. Die Fährtensucher machen keinen sehr vertrauenswürdigen Eindruck und sind scheinbar nicht die hellsten Dschungelglocken in der Umgebung.

Am nächsten Tag macht man sich auf die Suche nach dem legendären weißen Affen. George knallt irgendwo anders mal wieder vor nen Baum. Die Expedition muss über ne wackelige Brücke. Weil der Verlobte diese, aus Spaß an der Freude, zum Wackeln bringt, schmiert ein Typ von der Brücke ab und fällt 4815162342 Meter in die Tiefe. Da in diesem Film laut Erzähler aber niemand stirbt, erleidet er nur ein paar Kratzer. Der Verlobte will Freundschaft mit dem Verletzten schließen, aber der macht sich über ihn lustig. Eingeschnappt latscht Lyle mit seiner Verlobten los in den Dschungel und der erste Löwe lässt nicht lange auf sich warten. Lyle knockt sich beim Fluchtversuch selbst aus. Glücklicherweise ist George zur Stelle, der, nachdem er mal wieder vor nen Baum geschwungen ist, den Löwen, äh, bekämpft, oder etwas, das so aussehen soll. Dann schwingt er sich mit der Verlobten auf dem Arm gegen den nächsten Baum, weil dieser Gag wohl niemals langweilig wird. Ursula wird dabei ausgeknockt, deshalb nimmt Jungleboy sie mit in sein Baumhaus.

Als sie dort am nächsten Tag aufwacht, trifft sie als Erstes auf Georges Affenbutler und fällt kurz darauf wieder in Ohnmacht, weil dieser sie volllabert. George wundert sich über Ursulas Brüste und sein Affenfreund erklärt ihm, dass sie ein Weibchen ist. Es entsteht das bescheuertste Aufklärungsgespräch ever. Andererseits sollten Eltern vielleicht darüber nachdenken, die Aufklärung ihrer Kinder zukünftig einem Affen zu überlassen, um sich diese Peinlichkeit zu ersparen. Natürlich könnte das zu einigen unangenehmen Situationen für die Kinder führen, aber das ist ja nicht das Problem der Eltern.

Der Verlobte erzählt seinen Fremdenführern, die ihn immer noch, völlig berechtigterweise, für nen Trottel halten, dass der weiße Affe seine zukünftige Frau entführt hat und man macht sich auf die Suche nach ihr.

Ursula will zurück. George ruft seinen Hund zur Hilfe, um das Camp zu finden. Der Hund ist natürlich kein Hund, sondern ein Elefant, den George wie einen Hund aufgezogen hat. George spielt Stöckchen … nein, besser gesagt, Baumstammholen mit Hundilein, dann reitet man los. George schlägt vor, den Tukki-Tukki Vogel aufzusuchen, weil der alles weiß. Der piept halt rum und George rafft natürlich direkt, was abgeht. Ein kleiner Affe hat Probleme. Die anderen Affen lassen ihn nicht mitspielen. George rettet den Tag und inszeniert eine Szene zwischen dem kleinen Affen und einem Löwen, in der der Affe vor seinen Mitaffen wie ein Held wirkt. Dafür lassen sie ihn jetzt mitspielen, schätze ich. Man erfährt es nicht wirklich, weil es auch einfach scheißegal ist.

Die Expeditoren, oder Expedierenden, oder was auch immer, finden einen Fußabdruck im Dschungel, was aber absolut nix mit dem Rest dieses Films zu tun hat. Musste aber wohl trotzdem mal erwähnt werden. George will Ursula das Lianenschwingen beibringen und ballert natürlich wieder vor nen Baum. Anschließend fragt George seinen Affenfreund Ape, wie er Ursula in die Kiste kriegt. Der gibt ihm einige Tipps, die wohl eher nicht hilfreich sein werden, aber mal abwarten.

Lyle will eine Ansprache auf Suaheli halten und es gibt den üblichen bescheuerte Untertitel Gag. George macht sich anschließend an Ursula ran und macht sich aufgrund der Affentipps zum, nun ja, Affen eben. Ape muntert George auf, denn er hat ein Buch gefunden, in dem Anmachsprüche für Menschenweibchen stehen. Unter anderem Klassiker wie: „Entschuldigung, darf ich ihnen mal meine Leopardenfellsammlung zeigen.“ Ich kann nur jedem empfehlen, diesen Spruch mal in der Disko auszuprobieren. Erfolg garantiert, wenn man darauf achtet, ihn nur bei Frauen zu bringen, die ein Oberteil aus Kokosnussschalen tragen. Ursula ist weniger begeistert. Schließlich trägt sie ganz normale Baumwolle. George fällt aus dem Baumhaus, dann wird getanzt.

Die Buschchaoten latschen weiter durch den Dschungel. Lyle fällt in Elefantenkacke. Er hört Ursula in der Nähe und beschließt, sich ranzuschleichen, um den weißen Affen fangen zu können. Als man feststellt, dass der weiße Affe nur ein Typ im Leopardentanga ist, will Lyle ihm mit seinem Pistolenfeuerzeug Angst einjagen. Natürlich wurde vorher versehentlich das Feuerzeug mit ner echten Knarre ausgetauscht und Lyle schießt George an. Dafür landet er im Knast. Ursula bringt George nach Amerika, um ihn dort in ein Krankenhaus zu verfrachten.

Die Wilddiebe, die mit Lyle unterwegs waren, wollen den sprechenden Affen fangen. George genießt das Stadtleben und knallt vor ne Tür, weil eben kein Baum da ist. George rutscht am nächsten Tag beim Duschen auf der Seife aus und stellt sich nackt Ursulas bester Freundin vor, die beeindruckt scheint. Damit so was nicht noch mal passiert, geht man erst mal Klamotten kaufen.

Im Dschungel drehen alle durch, weil George nicht mehr da ist. Der Elefantenhund pisst ans Baumhaus.

Ursulas Mutter sieht sie mit George und macht sich sorgen um die anstehende Hochzeit mit Lyle. George sieht ne Kaffeewerbung und erhält den Eindruck, dass er mit nem guten Kaffee Ursula rumkriegen kann. Nach einer Koffeinüberdosis stellt er die Stadt auf den Kopf und rettet nem Typen auf ner Brücke das Leben. Dabei knallt er natürlich mal wieder irgendwo vor; da sich Wasser meistens, durch einen erheblichen Mangel an Bäumen auszeichnet, ist es dieses Mal ein Boot. Ursulas Mutter sieht das Spektakel, mit anschließendem Kuss von Ursula und George, im Fernsehen und ist geschockt von dem neuen Paar.

Im Dschungel krallen sich die Wilderer den sprechenden Affenbutler. Tukki-Tukki fliegt nach Amerika, um George zur Hilfe zu holen. Dort bringt George Ursula gerade den Dschungelruf bei. Kurz darauf stellt Ursula ihren Eltern den Mann aus dem Dschungel vor. Während ihr Vater sich verständnisvoll zeigt, glaubt Mutter, dass sich ihre Tochter einen Dschungelvirus eingefangen hat. George schwingt mal wieder. In diesem Fall durch die vorbereitete Hochzeitstorte und vor einen Van. Ursulas Freundinnen finden George trotzdem voll scharf. Mutter Beatrice labert George die Idee, mit ihrer Tochter zusammen zu sein, aus, weil sie ihn absolut zum kotzen findet. Am Abend erreicht Tukki-Tukki endlich George und berichtet von Apes Entführung. George macht sich sofort auf, seinen Affenfreund zu retten.

Ursula erfährt davon, dass ihre Mutter George vollgeschwallt hat. Ursula stellt fest, dass sie George liebt und fliegt, fährt, schwimmt, oder was auch immer, ihm hinterher. George kommt derweil in seiner Heimat an. Um schneller laufen zu können, hat er sich aus der Stadt ein Paar Nike Air mitgebracht. An anderer Stelle quatscht Ape seine Entführer zu. Kurz darauf landen sie wieder am Baumhaus, weil sie im Kreis gelaufen sind. Angepisst legen sie sich mit dem Erzähler an, der sich mit ein paar unlustigen Spielchen rächt, wie ihre Stimmen zu pitchen, oder schnell vorzuspulen. George kommt vorbei und kriegt von den Entführern vors Maul. Er kann das Blatt aber wenden, weil Ape ihm empfiehlt, auf die Genfer Konvention zu scheißen. Die Wilderer haben aber Plan B und fangen an Junglegeorge zu kitzeln. Die Tiere des Dschungels eilen zur Hilfe. Ursula kommt auch noch angeschwungen und ballert selbstverständlich vor den nächsten Baum.

Lyle taucht wieder auf, denn er ist aus dem Knast geflohen, hat sich einer Sekte angeschlossen und die Priesterweihe erlangt. Er schnappt sich natürlich Ursula und will sie gegen ihren Willen heiraten. George stellt einen Hilfstrupp aus Affen zusammen. Die Wilderer und Lyles Söldner landen im Käfig und der Elefant hebt das Bein. Denkt euch den Rest …

Lyle und Ursula erreichen eine Höhle, fallen in ein Loch, landen auf ner Wasserrutsche und im Meer, wo ein Schlauchboot wartet. George schwingt hinterher. Lyle startet mit der Vermählung auf dem Schlauchboot, wird aber von heftigen Stromschnellen unterbrochen. George ist am Start und bringt den größten Schwung aller Zeiten, um Ursula zu retten. Um genau zu sein, fliegt er so heftig vor nen Baum, dass dieser umkippt und über dem Fluss liegen bleibt. George zieht Ursula auf den Baumstamm. Lyle fährt weiter in eine dunkle Höhle, wo er sich versehentlich mit einem Affen verheiratet, den er für Ursula hält. Es wurde in dem Film öfters erwähnt, dass der Typ ein Trottel ist, aber damit hat sich dieser Eindruck wohl endgültig bestätigt. Obwohl niemand diese Bestätigung brauchte. Es folgt die Hochzeit zwischen George und Ursula, viel Getanze und das Ende, mit Blick in die Zukunft, inklusive Georges Sohn, der vor nen Ast rennt.

Bevor es dann endlich komplett vorbei ist, zeigt man noch schnell, was Ape jetzt eigentlich macht. Er hat seine eigene Show als Sänger in Las Vegas, ist doch klar. Mit My Way, gesungen vom Affen höchstpersönlich, endet das Debakel dann auch endlich.

Tja, man muss ja fairerweise sagen, dass ein Cartoon, in dem der Hauptcharakter ständig vor Bäume knallt, funktionieren kann. Hey, der Kojote fällt auch seit 40 Jahren von Klippen und es ist lustig. In einem richtigen Film, äh, nicht so wirklich. Aber immerhin haben wir gelernt, dass man mit Elefantenurin problemlos ein Baumhaus fluten kann.

Der Schrottplatz ist eröffnet

„Boah, nee! Der zweiundvierzigtausendste Filmblog. Warum zur Hölle soll ich diesen Quark lesen?“

Berechtigte Frage. Und die Antwort lautet: Keine Ahnung.

Nun ja, nicht ganz. Als großer Filmfan weiß ich, dass man natürlich am liebsten die richtig guten Filme sehen will und um den ganzen Rotz, der haufenweise produziert wird, einen großen Bogen machen möchte. Leider passiert es aber trotzdem allzu oft, dass man versehentlich eine filmische Ausgeburt der Grausamkeiten in seinen Player schiebt – selbstverständlich völlig unabsichtlich – und sich hinterher fragt: „Meine Fresse. Wer gibt mir diese verschwendete Lebenszeit zurück?“

Eine weitere berechtigte Frage. Und die Antwort lautet: Niemand.

Um der Menschheit diese Zeitverschwendung in Zukunft zu ersparen, gibt es diesen Blog. Damit sich niemand mehr Filme anschauen muss, die einen an der eigenen Intelligenz zweifeln lassen, übernehme ich diesen Job.

Um keine weitere Zeit zu verschwenden – denn genau das soll ja hier verhindert werden – beende ich an dieser Stelle diese Einleitung und öffne die Tore zum großen Filmschrottplatz.

Viel Spaß … äh, oder auch nicht.