Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Mexikanisches Geschnetzeltes nach Satansart

„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.“ Nun, außer Donald Trump. Und vielleicht liegt er ja doch nicht so verkehrt mit seiner Idee. Denn Mexiko ist ein gefährliches Pflaster. Einwanderer, Drogenschmuggler und Satanisten ohne Ende tummeln sich da. Das beweist der heutige Film:

BORDERLAND – USA – Mexiko – 2007 – 105 Min.

Regie führte Zev Berman, der sonst nicht viel gerissen hat bisher. Das Drehbuch schrieb er zusammen mit Eric Poppen, der schon seit den 90ern Drehbücher schreibt, aber auch nichts gerissen hat.
Beim Cast hingegen konnte man einen relativ großen Namen gewinnen mit Sean Astin, bekannt aus GOONIES und DER HERR DER RINGE, der hier Randall spielt. Rider Strong, der hier als Phil unterwegs ist, begegnete uns auf dem Fimschrottplatz schon bei CABIN FEVER. Martha Higareda, hier Valeria, spielte im mexikanischen Remake von FACK JU GÖHTE mit. Na, Glückwunsch dazu. Alle anderen sind halt auch dabei und auch keine darstellerischen Koryphäen.

Der Streifen basiert wohl auf wahren Begebenheiten. Das sieht man schon an der mexikanischen Polizei, die, wenn keiner die Haustür aufmacht, einfach durch die Hintertür ins Haus latscht. Was ist das spanische Wort für Durchsuchungsbefehl? No Necesitamos. Im Haus finden sie eine Ziege. Und eine Gruppe von blutrünstigen Mexikanern, mit denen nicht zu spaßen ist. Das wird spätestens in dem Moment klar, wo sie einem von ihnen die Augen rausschneiden. Immerhin sieht er nicht mehr, wie diese in einem ekelhaften Einmachglas verstaut werden. Der andere wird wohl am Leben gelassen, damit er seinen Polizeifreunden erzählen kann, was für harte Typen diese Mexikaner sind. Ich glaube, die wissen das ohnehin schon und haben deshalb nur die zwei Saftnasen dahin geschickt.

Ein Jahr später in Texas ist Strandparty. Es dauert nur wenige Sekunden, bis mir die Charaktere alle auf die Nüsse gehen. Die Freude wird groß sein, wenn sie zerhackt werden. Sie fahren natürlich nach Mexiko, weil … einfach so und gehen erstmal saufen. Wir wissen alle, wie das hier ablaufen wird. Alle besoffen und dann landen sie bei den Schnetzelhonks. Okay, noch nicht. Erstmal legt sich Eddie mit einem Typen in der Bar an, weil der die Barkeeperin grob anfasst und wird dafür mit einem Messer geritzt.

Wer sind denn jetzt die Ficker mit dem Baby? Hier will man mir doch wohl nicht ernsthaft irgendeine beschissene Lovestory präsentieren?

Alles zieht sich ewig hin und es geht im Drogenrausch auf die Kirmes. Meine Herren, ist das alles schlimm. Wo bleiben denn jetzt die Schnetzeltypen? Immerhin gibt es eine heiße Mexikanerin beim Tanzen an einer brennenden Tonne zu sehen. Erotik pur, der Film. Nur will das hier doch kein Mensch sehen. Holt die Machete raus jetzt.

Es geht noch schlimmer, denn eine Szene auf dem Friedhof inklusive Blumenriechen langweilt noch etwas weiter. Mal ehrlich, wenn man schon uninteressanten Quark veranstaltet, dann sollte man das wenigstens nutzen, um dem Zuschauer die Figuren etwas näher zu bringen. Das passiert hier aber auch absolut nicht. Es ist alles nur Blah ohne Substanz. Und dann wird irgendein Typ entführt und keinen scheint es zu jucken. Top.

Der Typ hängt gefesselt in einer Scheune und da ist der Goonie. Er gibt ihm was zu trinken und sagt, dass er nur nach ihm rufen muss, wenn er irgendwas braucht. Wie wäre es mit Freiheit?

Eddie und Phil wollen ihren Freund als vermisst melden, aber niemand bei der Polizei spricht Englisch, also müssen sie selbst suchen. Oh, da ist der Cop vom Anfang und er hat scheinbar die Ziege aus dem Haus der Killer mitgenommen. Oder die läuft da einfach nur zufällig rum.

Randall erklärt dem Entführten, warum er entführt wurde. Und ich kapiere es nicht ganz. Irgendwas mit einem Pablo, der ihn braucht, um mit den USA zu verhandeln. Vermutlich ein Geiselaustausch, oder sowas. Ein gescheiterter Fluchtversuch darf natürlich nicht fehlen.

Irgendwie erfahren Eddie und Phil davon, wer ihren Freund entführt hat und statt zur Polizei zu gehen, wie Eddie es vorschlägt, will man ihn natürlich auf eigene Faust retten. Hilfe bekommen sie vom Cop des Filmbeginns, der zuvor das Gelände ausgespäht hat und den Jungs verklickert, dass ihr Freund noch lebt. Dem wird gerade eine Locke abgeschnitten von der Frau des Obermackers hier. Ist wohl doch nichts mit Geiselaustausch. Keine Ahnung, was Randall da gequakt hat. Vielleicht sollte es auch nur ein Ablenkungsmanöver sein. Denn natürlich geht es hier um nichts geringeres, als satanistische Messen und Menschenopfer und Blutcocktails und allem, was eben so dazu gehört. Ich hoffe insgeheim darauf, dass sich der Antagonist noch einen coolen Umhang besorgt, wie der in MANOS: THE HANDS OF FATE.

Valeria findet ihre Freundin weggeschnetzelt im Bett und verkommt somit direkt zur panischen Nervtrulla, nachdem sie bis hier hin eigentlich als recht starke Persönlichkeit gezeigt wurde. Aber das kann man bei einer Frau natürlich unmöglich bis zum Schluss durchziehen.

Phil wird von einer Gruppe Irrer abgeschnetzelt und ich bin mir absolut nicht sicher, ob die zu dem Satantypen gehören, oder einfach nur ganz alleine einen an der Waffel haben.

Eddie und seine neuer Copbuddy brechen zur großen Rettungsmission auf, während auf der Satanfarm alles für die Messe vorbereitet ist. Und die sieht so aus, dass der Entführte etwas rumgeschubst wird, bevor man ihm die Zunge abbeißt. Ich verstehe nichts von solchen Ritualen, aber irgendwie fallen mir einfachere Methoden ein, um an jemandes Zunge zu kommen. Zange. Messer. Ihn zum Piercer bringen. Aber gut, muss wohl so sein.

Nach so einer Messe muss man erstmal baden gehen und der Cop stellt den Satantypen in der Wanne mit seiner Schrotflinte. Aber er ist ein Cop und drückt natürlich nicht ab. Das ist selbstverständlich sein Ende, denn Satantyps Freundin sticht ihn ab. Er kann aber doch noch Satantyp erschießen und durch die Gegend stolpern, um weitere Schergen abzuknallen. Irgendwie war das jetzt alles schon sehr sinnlos, oder kommt mir das nur so vor?

Eddie bringt den Cop zum Fluchtwagen, den Valeria fährt, aber der Cop nippelt ab und der Film ist immer noch nicht vorbei. Was kommt denn da jetzt noch? Sind doch alle tot. Ach so, die Schergen vom Satantypen wollen Rache und es wird noch etwas rumgeballert. Randall ist auch dabei und vermöbelt Valeria nach Strich und Faden. Spannend ist das alles natürlich ganz und gar nicht und deshalb mache ich es kurz: Alle Bösen tot. Eddie und Valeria nicht. Feierabend hier.

Was für eine langweilige Grütze. Bis auf ein oder zwei gute Goreeffekte gibt der Film einfach mal gar nix her. Ich gehe ein Menschenopfer suchen …

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Streng geheime Infiltrationen mit aller Gewalt

Ray. Death Ray. Das ist nicht der Name eines Agenten, auch wenn er absolut fantastisch wäre. Nein, Death Ray ist eine unfassbar gefährliche Waffe. Und wie das mit unfassbar gefährlichen Waffen so ist, gibt es immer einen bösen Typen, der diese unfassbar gefährliche Waffe haben will. Und wie das mit bösen Typen, die unfassbar böse Waffen haben wollen so ist, gibt es auch immer einen Geheimagenten, der diesen bösen Typen davon abhalten will, mit dieser unfassbaren gefährlichen Waffe die Welt zu erobern. Klar soweit? Gut, denn hier kommt:

IL RAGGIO INFERNALE – DANGER!! DEATH RAY – Italien – Spanien – 1967 – 93 Min.

Der deutsche Titel lautet MIKE MORRIS JAGT AGENTEN IN DIE HÖLLE. Da ich aber die englische Version gucke und der Held nur in der deutschen Version Mike Morris heißt, ergibt das jetzt gerade wenig Sinn. Denn eigentlich heißt der Held natürlich Bart Fago und wird von Gordon Scott gespielt, der Ende der 50er Jahre vor allem als Tarzan durch die Gegend schwang. Der Rest des Casts ist nicht der Rede wert.
Geschrieben hat den Spaß Jaime Comas Gil, der unter anderem auch am Drehbuch zu FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR mitarbeitete. Das Drehbuch war eine Teamarbeit zusammen mit Aldo Cristiani und Domenico Paolella, die jeweils nichts weiter erwähnenswertes auf der Liste haben. Für die US-Version überarbeitete Juan Antonio Cabezas das Drehbuch, um wohl ein paar Szenen in andere Reihenfolge zu bringen. Warum das nötig war, ist nicht überliefert, aber geholfen hat es offensichtlich nicht.
Regie führte Gianfranco Baldanello, der ansonsten noch ein paar Western inszenierte. Unter anderem den Knaller mit dem deutschen Titel AUF DIE KNIE, DJANGO – UND LECK MIR DIE STIEFEL.

Die Nacht war so dunkel, dass man kaum die Scheinwerfer der Autos auf der Straße erkennen konnte. Niemand knipste das Licht an und der Zuschauer erkannte absolut gar nichts. Erst an einer Schranke erbarmte sich ein Mann mit einem Suchscheinwerfer die Szenerie zu erhellen, damit man sehen konnte, wie ein paar Motorradcops erschossen wurden. Der Mann an der Orgel hatte einen guten Tag und orgelte fröhlich herum, um die Szene mit völlig unpassender Musik zu füllen. Dann wieder Dunkelheit.

Die bösen Copumnieter sind natürlich Abgesandte vom Antagonisten, die im, aus blauer Pappe zusammengeschusterten, Labor von Professor Carmichael ankommen. Der stellt seine neuste Erfindung vor. Den Death Ray. Ein radioaktiver Strahl, oder so, den er nebenbei laut eigener Aussage nicht entwickelt hat, um Krebs zu heilen, sondern um ihn als Waffe einzusetzen. Ist ja ein unfassbar sympathischer Typ. Die bösen Abgesandten entführen Professor Carmichael und zerstören den Killerstrahl. Hä? Erstens: Warum müssen sie einen Professor entführen, der sowieso aufs Töten aus ist. Zweitens: Warum zerstören sie die Waffe, die doch sicher der Grund ist, warum sie den Professor entführen. Drittens: Warum nimmt der Typ da seine Brille ab, bevor er jemanden erschießt? Kann er dann besser zielen?

Nach dieser unfassbaren Mörderaction inklusive Verfolgungsjagd und viel Geballer in völliger Dunkelheit, was scheinbar einfach der Stil dieses Films ist, braucht man natürlich erstmal eine Verschnaufpause. Auftritt Geheimagent Bart Fargo, der im Bett liegt und von zwei Frauen geweckt wird, die ihn zum Boss abholen. Seine Einwände, dass er gerade erst einen Job erledigt hat, hilft nix und er wird aus dem Bett gezerrt. Boss Senor Raymond erklärt ihm den Job und lässt in einem Nebensatz noch fallen, dass er Fargo schon längst aus dem Weg geräumt hätte, wenn der nicht sein bester Mann wäre. Ein gesundes Arbeitsverhältnis sieht anders aus, wenn man mich fragt. Aber ich bin ja auch kein Geheimagent.

Fargo und sein Partner Mr. Carver schauen sich das Video der Death Ray Vorführung an und Fargo erkennt darauf direkt Frank und Gary, die wohl mit einem Typen namens Scarface zusammenarbeiten. Und er weiß, wo sich dieser Scarface aufhält. Und ich weiß, dass es sicher nicht Al Pacino ist. Auf meine Bestätigung muss ich nicht lange warten, denn Fargo infiltriert das Versteck von Scarface in einer der dämlichsten Aktionen der Filmgeschichte. Scarface ist aber nicht da, denn der Boss hat ihn weggerufen. Bevor der Vogel noch weiter singen kann, wird er aber mit einem Wurfmesser erlegt und Fargo verfolgt den Killer zu wunderbarer Dudelmusik, die perfekt in jede Komödie passen würde. Moment mal, soll dass hier vielleicht alles lustig sein?

Fargo ist echt die absolute Axt im Walde und tritt ein paar Türen ein, um herauszufinden, wo die Bösewichte sich aufhalten. Das Ziel ist: Barcelona. Also, nur damit ich das richtig verstehe: Die Bösen entführen in Rom einen Professor, verfrachten den auf ein U-Boot und fahren damit nach Barcelona? Also, ich bin ja wahrlich kein geografischer Experte, aber ist man da nicht fast schneller, wenn man den Bus nimmt?

In einer Bar in Barcelona, was sich wohl einfach angeboten hat, wegen der Anfangsbuchstaben, kloppt sich Fargo direkt mal mit den Henchmen des immer noch unbekannten Antagonisten und wird durch Barcelona gejagt. Ich muss ja schon sagen, langweilig wird es hier nicht. Action am Fließband und das Music Department hatte auch merklich seinen Spaß. Fargo versteckt sich bei Lucille, einer Malerin, die so freundlich ist, ihm ihren Schrank zur Verfügung zu stellen. Fargo verteilt zum Dank Zigaretten und bietet ihr einen kleinen Ritt in seinem Hotelzimmer an, aber Lucille hat einen Freund und verzichtet.

Gut so, denn wir hatten schon 90 Sekunden lang keine Action mehr und jemand muss Fargo in seinem Zimmer mit einer Waffe überfallen. Oh, es ist Scarface. Oh, und er ist ein absoluter Trottel, der aus dem Fenster stürzt, weil Fargo einen Schritt zur Seite geht. Oh, und es war nicht Al Pacino. Eigentlich schade. Bei einem Remake sollte man Pacino fragen, ob er sich für diesen überaus dämlichen 10 Sekunden Auftritt zur Verfügung stellt.

Fargo wird in seinem Sportwagen von der Straße und eine Klippe runter gedrängt. Im Meer schwimmt es sich schlecht mit so einem Sportwagen, aber natürlich überlebt er und geht zu Lucille, um sich da abzutrocknen, auszuziehen und aufzuwärmen. Nicht zwingend in dieser Reihenfolge.

Irgendwie nimmt das hier schon cartoonische Züge an. Fargo und Lucille gehen tanzen und die bösen Typen sind natürlich auch direkt wieder zur Stelle. Hat Fargo einen Peilsender am Arsch kleben, oder wo kommen die ständig her. Was ist eigentlich aus Lucilles Freund geworden? Vor 5 Minuten hatte sie noch keinen Bock und jetzt knutscht sie mit Fargo auf einem Hügel vor der Stadt rum, wie Teenager in den 50ern.

Zeit für Action, denn Fargo wird mal wieder in seinem Zimmer angegriffen und muss mal wieder einen Typen umkloppen, der immerhin nicht aus dem Fenster springt wie ein Vollidiot. So kann Fargo ihn verhören. Dabei wird er von einer Frau unterbrochen, die an seine Tür klopft. Da der Gefangene die Chance zur Flucht nutzt, bittet Fargo die Frau herein und … ist klar, ne. Zur Erholung fahren die beiden am nächsten Tag mit dem Boot raus. Und natürlich ist es mal wieder Zeit für Action und sie können sich noch so gerade retten, bevor das Boot explodiert.

Fargo findet die Frau nicht wieder, aber in seinem Zimmer den Typen, der geflohen ist. Der will die Seiten wechseln und erzählt, wo Fargo hin muss. Dann ruft Lucille an und ist sowas von scharf auf Fargo, dass er sich an ihrer Haut schneiden könnte.

Wir hatten Action und Sex. Was fehlt also noch für einen richtigen Agentenfilm? Genau. Kartenspielen. Mr. Carver wird dabei aber von Fargo unterbrochen, der mit ihm reden muss. Wenn er nicht Karten spielen kann, dann eben Billard. Natürlich kommen die Schergen um die Ecke und oh mein Gott Carver ist der böse Gegenspieler. Und Fargo gratuliert ihm zu dem Wahnsinnsmove, den Professor zu entführen. Ich kapiere immer noch nicht, warum das ein so toller Move gewesen sein soll. Und was sie eigentlich mit dem Professor wollen, den man seit dem Anfang des Films nicht mehr gesehen hat.

Fargo ist natürlich Vollprofi und befreit sich kurzerhand aus der Gefangenschaft. Zusammen mit dem Seitenwechsler fährt er zum geheimen Geheimversteck. Also einem Haus im Wald. Fargo wäre nicht Fargo, wenn er nicht direkt jedem in die Fresse hauen würde, der ihm über den Weg läuft. So prügelt er sich gemütlich durch die Villa und zerlegt nebenbei noch die Inneneinrichtung. Dann hat er genug von dem Gekloppe und geht zum Geballer über. Dabei zerlegt er dann auch den Außenbereich des Grundstücks, damit es sich dem Inneren wieder anpasst.

Carver flieht in seinen geheimen Bunker und heizt Fargo mit seinen automatischen Schussanlagen ein. Ach so, und Lucille hat er auch noch entführt. Vermutlich, weil er mit ihr genau so viel anzufangen weiß wie mit dem Professor. Der ist immerhin auch anwesend und macht … nix. Fargo ballert sich gekonnt durch den Flur vor zum Bunker und Carver will ihn mit dem Death Ray grillen, der genau so aussieht, wie der vom Anfang des Films. Allerdings schießt er damit nur ein Loch in die Tür und so kann Fargo rein. Carver wird umgenietet und der Death Ray brennt ein Loch in die Decke. Lucille und der Professor sind gerettet und Fargo zieht bei Lucille ein, oder so.

Na, der Streifen hatte ja mal alles. Action. Sex. Eine völlig sinnlose Story. Mehr kann man nicht mehr verlangen. Ich gehe meinen Todesstrahl polieren …

Pseudopolitischer Freiheitskampf

„Theeeeeeeeeeeeee Laaaaaaaaaaaaand Of The Freeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee, And The Home Of The Braaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaave!“ – Randomsänger bei irgendeinem US-Sportevent

Findet ihr es eigentlich auch immer so unfassbar grausam, wenn diese Heulbojen vor Sportveranstaltungen die Nationalhymne jaulen, bis einem der Schädel platzt? Am Sonntag ist es wieder so weit, denn dann startet der SuperBowl. Das hat absolut nichts mit diesem Film zu tun, aber ich wollts halt mal erwähnt haben.

LAND OF THE FREE – USA – 1998 – 100 Min.

William Shatner weiß nicht nur, wie man Spinnen entkommt, sondern auch, was die Leute, die nicht unter einer Spinnenapokalypse zu leiden haben, wollen. Deshalb hält er gerade eine Wahlansprache. Mit seinem Gequatsche macht er sich aber nicht nur Freunde, denn ein Attentäter eröffnet das Feuer. Der Sicherheitsdienst nimmt die Verfolgung auf. Alles Hochsportler hier, denn die rennen 5 Minuten lang ohne Pause durch den Straßenverkehr und liefern sich dann noch nen Boxkampf auf offener Straße. Der Attentäter wird dann abgeknallt und es stellt sich heraus, dass es sich um ein Alien handelt. Zumindest ist das meine Vermutung, denn das Blut ist violett. Da keiner darauf eingeht, scheint es aber völlig normal zu sein. Schade, keine Aliens. Die hätten den Film bestimmt aufgewertet.

Aidan Carvell, so Shats Name hier, hat auch noch ein Buch geschrieben. Es heißt wie dieser Haufen Müll auf Zelluloid. Interview mit politischem Gebrabbel, das mir absolut am Arsch vorbei geht.

Frank Jennings hingegen … hat auch irgendeine Funktion. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube der organisiert die Wahlkampagne. Was ihn dafür qualifiziert, ist wohl seine Kampfsportausbildung, die er in einer Tiefgarage unter Beweis stellt, als er verfolgt wird. Er macht zwei FBI-Fritzen platt, aber bringt sie nicht direkt um, denn sie weisen sich dann doch mal aus. Das FBI glaubt, dass Carvell nur an die Macht will, um irgendeine militärische Übernahme zu starten. Jennings will der Sache auf den Grund gehen und dem FBI dann bescheid sagen, was abgeht.

Ne Frau hat er übrigens auch und er liebt sie. Um das klar zu machen wurden gerade 5 Minuten mit sinnlosem Geschnulze verplempert. Toll. Nehmt euch ein Zimmer.

Jennings Freund Fitz hat sich ein Zimmer genommen und turnt dort gerade mit ner Blonden durch die Betten. Jenings quatscht ihm auf den Anrufbeantworter, aber Fitz wird die Nachricht nicht mehr zu hören bekommen, denn Attentäter killen ihn und die Blondine unter der Dusche. Schade um das Mädchen. Fitz hingegen ist mir egal. Kannte den ja nicht und der sah nicht so gut aus, wie seine Freundin, also was interessierts mich.

Jennings Büro ist völlig verwüstet und der Sicherheitsdienst will ihm ans Leder. Aber als Kampfsportexperte kann er natürlich alle umhauen und aus dem Gebäude fliehen, indem er, wie John McClane, an einen Feuerwehrschlauch gebunden, vom Dach springt. Der abrupte Halt, als das Ende des Schlauchs erreicht ist, bricht ihm wunderlicherweise nicht die komplette Wirbelsäule in 42 Teile, und er kann ohne Rückenschmerzen weiterlaufen.

Franks Frau ist nicht begeistert, von seiner Zusammenarbeit mit dem FBI und dass er jetzt gejagt wird. Noch weniger begeistert ist sie, als sie ihren Hund am Baum erhangen findet.

Jennings stellt Carvell zur Rede, aber der ist unbeeindruckt.

4 Monate später ist Frank im Zeugenschutzprogramm und Carvell muss sich mit schlechter Publicity rumschlagen. In einem Interview erklärt er aber, dass er trotzdem erfolgreich sein wird und bla.

Frank Jennings heißt jetzt Jack Springer und wird, zusammen mit seiner Frau und Sohn, von irgendwelchen Typen verfolgt. Zum Schutz hat er eine Shotgun zu Hause, mit der er die Eindringlinge erledigt, die sich als Polizisten ausgewiesen haben. Keine Verschwörung ohne bestechliche Cops.

Jack telefoniert dann mit irgendwem und wird mal wieder durch die Stadt gejagt. Viel Geballer und Gekloppe und Gerenne und Gelangweile später, ist er wieder in einer Tiefgarage. Ab in die Karre, in der seine Familie wartet und es gibt eine Verfolgungsjagd, mit der lahmsten Musik, die ich jemals in einer Actionszene gehört habe. Und ihr wisst, ich habe schon so manches unpassendes gehört. Den Verfolger kann er abhängen, indem dieser durch einen Wohnwagen fliegt und abfackelt. Immerhin sah der Autostunt cool aus.

Wisst ihr, was lange nicht kam? Jack läuft durch die Stadt und vermöbelt Sicherheitsbeamte. Ah, ich dachte schon, die hätten vergessen, worum es hier eigentlich geht. Nun ja, er hat wieder allen das Fressbrett poliert und flieht mit einem Schulbus, damit man auch direkt die nächste Autoverfolgungsjagd anhängen kann.

Die Autostunts sind nebenbei gar nicht mal schlecht und wisst ihr warum? Weil die alle aus anderen Filmen geklaut und hier reingeschnitten wurden. Genial, was?

Jack oder Frank oder Horst, scheißegal wie er heißt, muss dann seine Familie aus den brennenden Bus retten, was natürlich kein Problem ist, und so kriegt man vor allem auch noch den unausweichlichen „Held in Front der gewaltigen Explosion Shot“ untergebracht.

Die Familie halb tot im Krankenhaus, aber Frank hat keinen Kratzer, obwohl er minutenlang an einem fahrenden Bus hing, vors Maul gekriegt hat und dann aus dem Bus geschleudert wurde. Das ist ein wahrer Held.

Frank beschließt, gegen Carvell auszusagen. Ich dachte, das hätte er schon längst gemacht. Wieso ist der denn sonst im Zeugenschutzprogramm? Jedenfalls folgt direkt die Gerichtsverhandlung, in der Carvell freigesprochen wird.

Frank hat kein Verständnis und kauft nen Fernseher. Fragt nicht, ich sage nur, wie es ist. Nachdem er das Carvell-Anwesen ausspioniert hat, besorgt er sich ein paar Detonatoren. Der Verkäufer will ihm helfen, weil er gerne Scheiße in die Luft jagt, aber Frank verzichtet.

Frank bombt noch eben zwei Typen weg, die ihm ins Hotel gefolgt sind, dann startet er die Attacke auf das Carvell-Grundstück. Ninja-mäßig wird der Gärtner umgenietet . Im Haus werden die Bomben an strategisch sinnvollen Stellen platziert. Also unter dem Bett und im Küchenschrank. Der Zeitzünder ist angebracht und Frank will ungesehen die Brenne machen. Aber das wird nichts, weil er ewig braucht, um sich zu entscheiden, welches Cabrio er aus der Garage klauen soll.

Carvell sitzt derweil schon im Helikopter nach irgendwo.

Die Bude geht hoch und Frank verfolgt den Hubschrauber über Feld und Wiese. Er hängt sich an den Heli und zieht Carvell runter. Beide hängen rum, Frank lässt sich fallen, hat aber zuvor eine Bombe am Hubi angebracht. Carvell springt auch ab und guckt zu, wie das Teil ungefähr ne Viertelstunde später hochgeht.

Frank wurde angeschossen und es kommt zum Bosskampf mit Carvell, der zur Verstärkung eine Zaunlatte mitgebracht hat. Die hilft aber nichts, denn Frank haut ihm vors Maul und ertränkt ihn im See.

Zu patriotischer Scheißmusik latscht Jennings zurück ins Krankenhaus, um mit seiner Familie zu feiern.

Ich feiere nur, dass dieser Scheiß hier endlich vorbei ist. Aber immerhin haben wir gelernt, dass man Stuntszenen ganz hervorragend wiederverwerten kann.

Theoretische Schießübungen – Fortgeschrittenenkurs

„Concentrate, it’s pay day!“ – Sabotage, 2014

Bevor Arnie sabotierte, taten das auch schon Mark Dacascos, seines Zeichens Action-B-Star der 90er, Carrie-Anne Moss, alias die Schnitte von Neo und Tony Todd, bekannt als Süßwarenverkäufer, der nur kommt, wenn man ihn fünf mal ruft. Deshalb handelt es sich hier nicht um den Arnie-Schinken, sondern einen der … äh, genau so scheiße ist.

SABOTAGE – USA – 1996 – 99 Min.

Wir befinden uns direkt im Kriegsgebiet, wo ein Scharfschütze im Busch liegt und ein Haus inspiziert. Soldaten pirschen sich langsam ran und erschießen fast einen streunenden Hund. Hätten sie auch besser, denn dieser zieht die Aufmerksamkeit des Feindes auf sich und man muss losballern und Genicke brechen. Ein unbekannter Soldat kommt vorbei und knallt einfach alle ab, die da sind: Terroristen, Soldaten, Geiseln, nur den Hund lässt er freundlicherweise am Leben. Der Typ heißt nebenbei Sherwood, wie der Wald, in dem Robin Hood sein Unwesen treibt. Ich warte auf erste Anspielungen darauf, dass er Geld an die Armen verteilt.

Michael Bishop ist beim Personenschutz, oder sowas, schätze ich. Warum sollte er sonst mit irgendwelchen reichen Arschlöchern in ihrem Privatflugzeug durch die Gegend fliegen? Ich würde mir das freiwillig jedenfalls nicht antun, wegen akuter Gefahr, den versnobten Pissern einen in die Fresse zu hauen. Aber ich will mich nicht aufregen.

Jedenfalls landet das Flugzeug und Sherwood knallt mit einem Scharfschützengewehr die Bodyguards ab. Michael weiß, wo er ist und rennt zu einem Gebäude. Als er ankommt, ist Sharp-Shooting-Sherwood allerdings schon weg.

Um Himmels willen, Kindergeburtstag. Der Alptraum von jedem, der mal einen erlebt hat. Leider kann Louise Castle nicht lange bleiben, denn sie muss zum Tatort, was ihre Tochter natürlich richtig kacke findet. Es war doch gerade so lustig, mit den ganzen unkontrollierbaren Blagen. Es folgt ein kurzes Gespräch mit Michael, der dann Professor Follenfant besucht, um gegen ihn beim Schach zu verkacken.

Sherwood und ein Komplize schleichen sich durch den Wald zum Haus von der vesnobten Millionärin, die das erste Attentat überlebt hat. Da Michael auch Adlerauge genannt werden könnte, sieht er den Schützen im Busch liegen und rettet die Tussi. Allerdings kann Sherwood den Job dann doch noch erledigen. Bishop und Castle verfolgen die Attentäter durch den Wald und Michael kann zumindest den Komplizen umnieten.

Castle führt die Ermittlungen, lässt sich aber etwas von Bishop helfen, der weiß, wie man ein Scharfschützengewehr benutzt. Was das hier für eine Rolle spielt, weiß ich zwar gerade nicht genau, aber gut zu wissen, dass er helfen kann.

Bishop wird zum Verdächtigen, weil er erst kurz für die abgeknallten Bonzen gearbeitet hat. Castle hat ihre Zweifel daran, dass er etwas mit den Attentaten zu tun hat.

Bishop turnt derweil in irgendeinem Hotel rum und kann beweisen, dass er nicht nur schießen kann, sondern auch kämpfen, indem er ein paar Typen vermöbelt und einen von ihnen aus dem Fenster kickt. Das scheint den aber nicht so recht zu stören, denn nachdem er drei Stockwerke runtergesegelt und auf einem Autodach gelandet ist, macht er sich einfach vom Acker. Was Michael in dem Hotel wollte, ist nebenbei mal wieder völlig unklar.

Bishop besorgt sich einen Ausweis, um zu Castle zu kommen. Die erklärt ihm, dass der Fall durch ist, nachdem der Killer erschossen wurde. Hä? Ich dachte, Bishop wäre einer der Verdächtigen und jetzt haben die den Fall einfach zu den Akten gelegt? Macht mal wieder sehr viel Sinn, das ganze. Castles Boss kommt jedenfalls rein und erzählt ihr, dass Michael verdächtigt wird, gestern im Hotel jemanden getötet zu haben. Als er weg ist, erklärt Michael, dass es professionelle Killer waren. Castle will ihm helfen, weil … keine Ahnung. Ist in Filmen eben so. Am Computer finden sie ein Bild von Sherwood, der Michaels selbstverständlich bekannt ist.

Auf den Straßen geht die Action ab, als Michael und Castle attackiert werden. Bishop kann die Karre der Schützen mit einem gezielten Schuss in den Reifen zerlegen, und findet heraus, wo Sherwood ist. Die Hütte wird natürlich direkt gestürmt und es folgt wildes Rumgeballer, wie es sich für 90er Action gehört. Innovationslos, aber blutig.

Bishop und Castle verfolgen Sherwood und Nottingham – oder wie auch immer, der andere Typ heißen mag, der bei ihm ist – in ein Eishockeystadion, das wohl zufällig in der Nachbarschaft war. Obwohl die Umgebung nicht im geringsten danach aussah, dass irgendjemand da ein Stadion hinbauen würde. Bishop verkloppt Nottingham. Sherwood entkommt.

Michael und Louise kennen das Ein-mal-Eins der schlechten Filme und wissen, dass Sherwood zu Castles Blagen gehen wird. Sie kommen zu spät, denn die Kids sind schon weg. Castle tickt aus und ballert ihren Boss und ein paar andere Cops weg. Woher sie dann wissen, dass Sherwood mit den Blagen in einer Hütte im Wald ist, weiß keiner. Vielleicht ist es der Sherwood Forest. Ha, ich wusste doch, dass ich den noch irgendwo unterbringen kann. Jedenfalls bombt er die Hütte weg, aber Castle und Bishop können sich und die Kinder natürlich vorher retten.

Da Bishop  der Oberscharfschütze vom Dienst ist, bastelt er sich schnell im MacGyver-Style ein Gewehr zusammen und erschießt den davon fahrenden Sherwood durch die Heckscheibe.

Wie sich das für einen guten schlechten Film gehört, fahren Michael und Louise gemeinsam in den Sonnenuntergang – oder zumindest eine Straße runter, denn Sonne ist nicht wirklich zu sehen – und das war’s dann.

Typische 90er Billig-Action hier. Aber immerhin haben wir gelernt, wie man ein Scharfschützengewehr benutzt. Auch, wenn ich es schon wieder vergessen habe.

Wer sein Gedächtnis noch mal auffrischen will, findet hier den Grundkurs.

Ein Film viele Blogger – Amsterdamned

Der nächste Film in der Reihe Ein Film Viele Blogger des Intergalactic Apeman steht auf dem Programm. Heute gibt es einen Thriller aus Amsterdam. Ich habe, so weit ich mich erinnern kann, noch keinen holländischen Film gesehen – wenn man mal von den Flodders absieht. Aber der Quatsch wird wohl nicht wirklich repräsentativ sein, für das Filmschaffen unserer Nachbarn. Deshalb bin ich durchaus gespannt, was mich hier erwarten wird.

Und denkt dran: The Netherlands are dark and full of Spoilers!

AMSTERDAMNED – Verfluchtes Amsterdam – NL – 1988 – 109 Min.

Starring: Huub Stapel, der mir zwar nicht unbekannt ist, den ich aber nie wirklich registriert habe, in den Nebenrollen der Filme, die ich mit ihm gesehen habe. Immerhin hat er vor einigen Jahren in einem Kurzfilm namens Titten mitgespielt. Kann also nur gut sein, der Typ.

Ein Fluss in Amsterdam. Da ich ein geografisches Desaster bin, ist mir der Name des Flusses nicht bekannt, wird aber wohl auch nicht so wichtig sein. Jedenfalls taucht ein Taucher – was sonst – in dem Fluss und erreicht ein China-Restaurant, in dem gerade Peking-Ente á la carte zubereitet wird. Das spielt aber absolut keine Rolle, denn er taucht weiter zu einer Stelle, an der gerade ein Typ vor die Fresse kriegt und im Fluss versenkt werden soll. Da ihn das auch nicht im Geringsten tangiert, taucht er weiter zum Bordell nebenan, wo gerade eine Nutte mit nem Taxi in den verdienten Feierabend fährt. Der Taxifahrer ist weniger geldgeil, als geil an sich und will die Nutte knallen. Die beißt ihm aber in den Steuerknüppel und wird dafür aus dem Taxi gekickt. Taucher Theo nutzt die Chance und killt die Hure, um sie dann im Fluss zu versenken. Eine Obdachlose ist Zeugin der Tat, greift aber natürlich nicht ein, weil sie dann ihren Einkaufswagen, mit irgendwelchem Scheiß drin, unbeaufsichtigt lassen müsste.

Die Leiche wird, von einer Brücke hängend, von einem Boot gefunden, in dem gerade eine Schulklasse über den Fluss schippert. Panik ist vorprogrammiert.

Ein Typ in der Badewanne, seine Tochter will nicht zu spät in die Schule kommen. Wie ist die denn drauf? Jeder andere wäre froh, wenn er dort so wenig Zeit wie möglich verbringen müsste. Eric muss dann die Wanne doch verlassen, denn er muss zum Tatort. Auf dem Weg dahin nimmt er noch schnell nen Typen beim Bäcker fest, weil, Hobby und so.

An der Brücke angekommen erzählt die Obdachlose von einem Monster, das den Mord begangen hat. Kommissar Eric hegt berechtigte Zweifel an dieser Theorie.

Zu Hause will Willy, der Freund von Erics Tochter, Kontakt mit den Toten aufnehmen, scheitert aber auf ganzer Linie.

Auf dem Fluss nehmen zwei Typen Wasserproben in der Nähe einer Firma, von der sie vermuten, dass sie irgendeine Scheiße ins Gewässer pumpen. Falls sie Beweise gefunden haben, werden sie es niemandem mehr verraten können, denn Taucher Tim macht sie einen Kopf kürzer.

Eric ist mal mit der Freundin von John, der bei der Wasserschutzpolizei arbeitet, durchgebrannt. Sie legen ihre Streitigkeiten innerhalb von Sekunden ab und ermitteln jetzt zusammen. Nachdem sie einen Teil der Taucherausrüstung gefunden haben, lassen sie sich eine Liste von allen Tauchern in Holland geben, um die Verdächtigen einzugrenzen. Auf ungefähr 10.000. Na, da sind sie ja nah dran, an der Lösung des Falls.

Der Gerichtsmediziner findet die Spitze eines Messers in der Nutte. Das bringt die Ermittlungen auch nicht wirklich voran. Deshalb macht sich Eric auf zum Tauchclub, wo er Martin und Laura kennenlernt, deren Palaver aber zu nichts führt.

Eine Tussi, die Spenden für die Heilsarmee sammelt, stellt das nächste Opfer dar und wird am nächsten Morgen aus dem Fluss gefischt.

Erics nächster Ort auf seiner Touristentour, die er aus den Ermittlungen zu machen scheint, ist das Museum. Da arbeitet Laura, mit der er sich zum Essen verabredet. Beim Abendessen quatschen die beiden jede Menge Quark.

Willy findet mit Hilfe seiner Geistesgabe heraus, wo der Killer rumhängt. Zusammen mit Erics Tochter, deren Namen ich irgendwie nicht mitgekriegt habe, latschen sie zum Fluss, wo Willy ins Wasser fällt, aber mehr nicht passiert.

Eine Blondine treibt auf ner Matratze. Der Schlitzer taucht vorbei und verlängert mit seinem Messer den Schlitz zwischen ihren Beinen.

Der Bürgermeister ist nicht zufrieden mit den bisherigen Ermittlungen und will einen neuen Kommissar auf den Fall ansetzen.

Laura ist bei Psychiater Martin und labert mit ihm über Eric und die Morde, und Zigaretten, und unbequeme Sofas, und die Liebe, und bla.

Ein Polizist erschießt in einer todesmutigen Aktion … eine Ente.

Eric und John folgen einem Tipp, der auf einen ehemaligen Kapitän hinweist, oder sowas. In dessen Wohnung finden sie einen Taucheranzug und eine vollgeschissene Kloschüssel. Der Typ selber ergreift auf einem Motorrad die Flucht.

Verfolgungsjagd mit Mopeds, Autos und Pferden. Yeah! An einer Brücke wird der Flüchtige erwischt. Allerdings ist er nicht sehr redselig und rotzt Eric in die Visage, dem daraufhin der Kaffee nicht mehr schmeckt. Um sich etwas abzuregen, besucht er Laura und schlägt ihr vor, die Stadt zu verlassen. Vorher muss aber noch gevögelt werden, ist ja klar.

Ein alter Sack auf nem Hausboot, hat seine letzte Oper gehört, weil Taucher Till den Kahn versenkt.

John taucht runter zum Wrack. Nebenbei wird erwähnt, dass bei Tauchern ein mal an der Leine ziehen bedeutet, dass alles in Ordnung ist, während FÜNF mal ziehen für Gefahr steht. Und was ist, wenn man gar keine Zeit hat, fünf mal zu ziehen? Wie dem auch sei, John findet die Leiche und kurz darauf auch den Taucher, was das Ende für John einleitet.

Den Luftblasen des Tauchers folgend, gibt es eine der großartigsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte, in der ein Typ langsam nen Kanal runterschwimmt und ihm ein Boot mit 5 kmh folgt, bis sie ihn an einer Schleuse in eine Sackgasse gedrängt haben.

Dummerweise finden sie, nach dem Leerpumpen des Kanals, nur die Sauerstoffflasche. Zum Glück gibt es direkt den nächsten Tipp, über einen Typen, der in einen Schuppen eingebrochen ist, was natürlich nur der Todestaucher sein kann. Das stellt sich dann auch als wahr heraus, aber er kann mit einem Motorboot fliehen. Eric, der noch nie ein Boot gefahren ist, nimmt trotzdem die Verfolgung auf. Während der stellt sich auch heraus, dass das Boot von ganz alleine fährt, während Eric an nem Seil hinten dran hängt. Wozu braucht man da noch nen Bootsfahrschein?

Eine ganz cool inszenierte Verfolgungsjagd durch die Grachten später, macht der Tauchmeister einen Fehler und fährt in ein anderes Boot, was selbstverständlich zur unausweichlichen Explosion führt.

Eric latscht bewaffnet in einen Abwasserkanal. Der Taucher lebt natürlich noch und schießt mit einer Harpune auf ihn. Eric kann ihn aber abknallen und wacht kurz darauf im Krankenhaus auf. Der Taucher ist scheinbar wieder entkommen, obwohl Eric ihm mitten in die Fresse geschossen hat.

Laura findet heraus, dass Martin der Killer ist, da dieser seine angeschossene Taucherbrille zu Hause liegen lassen hat. Sie ruft im Krankenhaus an, aber Eric pennt noch, deshalb kriegt er die Nachricht etwas verspätet. Laura nimmt die Sache selbst in die Hand und vermöbelt Martin mit einem Paddel. Problem ist aber, dass er gar nicht der Taucher ist, denn dieser taucht plötzlich auf (ich weiß, knaller Wortspiel) und versucht sie, ins Wasser zu ziehen. Eric ist aber rechtzeitig zur Stelle und eröffnet das Feuer.

Der Taucher schleppt sich zu seinem Geheimversteck.

Martin erzählt von einem alten Freund, der durch einen Tauchunfall mit chemischen Stoffen völlig entstellt wurde, der natürlich der Killer ist. Der wählt den Freitod durch einen Harpunenpfeil in den Mund, was Eric und die Bullen nicht mehr verhindern können.

Mit Eric und Laura, die auf einem Treetboot durch die Gegend schippern und dem vielleicht unpassendsten End-Song aller Zeiten, endet der Spaß dann.

Ganz guter Film, der leider unter schwachen Nebendarstellern und einer noch schwächeren Auflösung zu leiden hat. Die Synchronisation ist nebenbei auch mehr schlecht als Recht. Und von der Musik fang ich gar nicht erst an.

Multitasking unter Tage

„Fire In The Hole“ – Justified, 2010

Heute wird’s heiß hier. Denn der Stollen brennt. Wobei das eigentlich eher unbedeutend ist, aber es wird halt mal erwähnt. Viel wichtiger ist, dass wir es mit einem absoluten Multitalent zu tun bekommen. Denn hier kommt ein Martial-Arts-Experte, Redenschwinger, Typenverklopper, Handwerker, Kerleverprügler, Gitarrenspieler, Hobbydetektiv, Arschaufreißer, Umweltaktivist, Copvermöbler, Schlangenfänger, Eiertreter, Scharfschütze und Tänzer. Aber ich will nicht zu viel vorwegnehmen. Lest selbst:

FIRE DOWN BELOW – USA – 1997 – 105 Min.

Starring: Der Kampfsporttyp, der mittlerweile selbst den Radius eines Roundhousekicks aufweist

Frank ist Steven Seagals bester Freund. Gewesen, denn er ist tot. Angeblich war es ein Unfall, aber Seagals Chef glaubt das nicht. Steven, der hier den einfallsreichen Namen Jack trägt, will der Sache auf den Grund gehen und fliegt mit einem kleinen Flugzeug in ein Südstaatenkaff, wo er sich mit einem Prediger trifft, der zu seiner Überraschung keinen weißen Kragen trägt, aber Gitarre spielen kann.

Jack schleust sich undercover als Handwerker in dem Kaff ein und labert mit irgendwelchen Kindern über … nix erwähnenswertes. Der kleine Walter hat einen ekelhaften Ausschlag, was Jack sehr verdächtig findet. Man sollte vielleicht erwähnen, dass er für die Umweltbehörde arbeitet.

Im Dorf macht sich Jack an die Zwillinge ran, die den kleinen Tante Emma Laden an der Ecke führen. Anschließend nimmt er ein paar Wasserproben aus nem Bach im Wald und verfolgt nen Jungen. Er trifft auf drei Marijuanazüchter, denen er mal kurz die Fresse poliert, einfach weil sie ihm im Weg standen, oder so.

Oh nein, Kirchengesang. Ist mir schlecht. Der Priester stellt der Gemeinde Jack vor. Dann gibts ein Kirchenpicknick, mit viel Essen und Getanze. Walter erzählt Jack von geheimnisvollen Lichtern, die er nachts auf nem Hügel sieht. Der Sheriff hält Jack für nen besoffenen Penner, weil nur besoffene Penner Handwerker werden. Ah ja, wenn das so ist. Dann werden wohl nur fette Arschlöcher Sheriff in Kackkäffern am Arsch der Welt. Jack quatscht noch kurz mit Sarah, die im Dorf nicht sehr beliebt ist, weil … man weiß es nicht.

Jack fährt zu den Kellogs, ja, kein Witz, die Familie heißt KELLOGS! Ich weiß nicht, ob das nur schlechtes Product Placement ist. Vielleicht taucht auch noch Familie Coke auf. Mal sehen. Die Szene führt nebenbei in die absolute Leere.

In seiner kleinen Hütte wird Jack von einer Schlange angegriffen, aber da er Action Jackson ist, fängt er die Schlange mit bloßen Händen, als sie gerade zubeißen will und platziert sie im Pick Up Truck von den Typen, die ihm die Schlange in die Bude gebracht haben.

Sarah kauft ein und wird von allen Bewohnern ignoriert, denn sie … hat wahrscheinlich irgendwas ganz schlimmes getan. Ich erwarte nicht unbedingt ne Antwort während des Films. Jedenfalls verkauft sie Honig im Laden, der aber wie Blei in den Regalen liegt. Jack kauft dann einfach alle Gläser auf. Jack nimmt dann Sarah ein Stück mit. Die erklärt ihm, das in der Nähe ein Kohlebergwerk schon seit über zwölf Jahren brennt. Heißt das Kaff zufällig Silent Hill?

Die Zwillinge kacken Jack an, dass der einfach den ganzen Honig gekauft hat, weil Sarah … ist das pure Böse. Vielleicht auch nicht. Wenn das ein Running Gag werden soll, ist der irgendwie schlecht. Ich hör jetzt auf damit.

Jack haut acht Typen vors Maul, weil die ihn nicht im Dorf haben wollen. Der Sheriff will Jack verhaften, aber der Priester spielt den Zeugen und sagt es war Notwehr. Orin, der wohl irgendwie der Obermacker im Kaff ist, ist nicht begeistert von Jack und ruft seinen Vater an. Ja, so regelt man das. Immer schön die Alten anrufen, wenn die Gefahr besteht, dass einem jemand das Spielzeug wegnehmen will.

Jack fährt zur bösen Sarah und ihren lieben Bienen, um ihre Treppe zu reparieren. Sarah findet zufällig ne Knarre in Jacks Auto und lädt ihn zum Essen ein. Scheint wirklich absolut evil zu sein, die Gute. Oder sie steht auf Typen mit dicken … Wummen. Jack findet Zeitungsausschnitte vom Bergwerkbrand, der angeblich von Sarah gelegt worden sein soll. Heftig drauf, die Frau. Andererseits wurde sie freigesprochen, warum also der ganze Hass?

Jack gesteht Harry, dass er von der Umweltbehörde ist. Der ist beeindruckt und will, dass Jack seine Veranda und seine Treppe repariert, weil das das erste ist, wonach man einen Umweltfritzen fragt. Harry zeigt Jack tote Fische, die wohl durch Giftmüll verreckt sind.

Orin besucht seinen Vater, der nicht beeindruckt ist, von seinem Sohn. Vater Orin schlägt vor, Jack etwas anzuhängen, um ihn loszuwerden.

Harry wird von den bösen Jungs besucht, Jack dinniert bei Sarah, der bösesten Frau im Süden. Deren Bruder Earl taucht auf und es gibt sinnlosen Smalltalk. Als Jack weg ist, stellt sich Earl als ziemlich misstrauisch heraus, denn er traut Jack nicht.

Harry wird verletzt aufgefunden und von Jack zum Arzt gebracht. Die Bullen wollen Jack festnehmen, aber der vermöbelt alle und erklärt, wer er wirklich ist. Sarahs Vertrauen geht jetzt auch in die Brüche. Am nächsten Tag hat sie es sich aber schon wieder anders überlegt und gibt Jack einige Karten von der Umgebung, damit er sich mal überall umschauen kann. Daraus wird aber so schnell nix, denn er wird von einem LKW verfolgt, der nach kurzer zeit eine Klippe hinabstürzt und Jacks Wagen mit sich reißt. Jack saß natürlich nicht mehr drin.

Jack hält dann eine ganz tolle Ansprache zum Umweltschutz und gegen Reiche Säcke in der Kirche. Er ruft zum Widerstand auf und kann immerhin den Pastor überzeugen.

Orin Junior und Orin Senior planen weitere Methoden gegen Jack. Senior will sich den Typen mal selbst zur Brust nehmen.

Tanzfest im Kohlekaff (sorry, ich hab irgendwie den Namen von dem Ort nicht mitgekriegt). Viel Countrymucke und Getanze eben. Orin Senior kommt vorbei und verteilt Freikarten für sein Casino. Da der Bandgitarrist besoffen ausfällt, übernimmt Jack für ihn. Währenddessen schmeißt sich der junge Orin an Sarah ran und kriegt dafür vors Maul. Dann trifft sich Jack mit Orin senior, der ihn bestechen will. Der ist aber natürlich absolut unbestechlich, deshalb will Orin ihn im Bergwerk begraben.

Earl weiß, wo die Giftmüllfässer sind. Sarah will ihn überreden, es zu verraten. Earl will es sich überlegen. Jack und Sarah schwingen erst mal das Tanzbein, werden aber unterbrochen, weil die Kirche gerade abfackelt. Das überzeugt Earl davon, zu verraten, was er weiß. Er will Jack zu dem Ort führen, wo heute zufällig die nächste Ladung Gift ankommt.

Earl bringt Sarah nach Hause, und wechselt die Seiten. Oder auch nicht, ich fand der war von Anfang an ein Arsch. Jedenfalls haut er Sarah eine runter und fackelt ihre Bienenstöcke ab. Nachdem er Sarah in der Vorratskammer eingeschlossen hat, trifft er sich mit Jack und man fährt zur Mine. Jack hat voll den Durchblick und stellt die Theorie auf, dass Earl Sarah als Kind missbraucht hat, deren Vater das rausfand und er dafür sterben musste. Damit liegt er goldrichtig. Earl ruft seine Handlanger dazu und es folgt das obligatorische Geballer, inklusive gesichtwegätzendem Giftmüll. Die Bad Guys haben keine Schnitte, aber Orin Junior hat Plan B und sprengt die Mine. Irgendwie bringt’s das aber nicht, denn Jack entkommt absolut problemlos, indem er einfach ganz lässig aus der Mine latscht. Spannung pur.

Jack ruft seinen Boss an, denn die Lage ist prekär. Giftmüll im eingestürzten Stollen und Sarah muss ins Zeugenschutzprogramm. Die beiden Typen, die Sarah abholen sollen, sind dummerweise nicht, was sie zu sein vorgeben und entführen die Zeugin. Jack nimmt die Verfolgung auf und rettet Sarah mit seinen Scharfschützenskills. Und mit Scharfschützenskills meine ich: Ein bewegliches Ziel, von zwei Zentimeter Größe, aus einer Entfernung von dreißig Metern, zwei Mal hintereinander mit einer simplen Handfeuerwaffe zu treffen. Macht mal nach.

Wir springen zur Gerichtsverhandlung, bei der Orin nur eine Geldstrafe aufgebrummt wird. Jack kündigt seinen Job, damit er sich nicht mehr an irgendwelche Regeln halten muss. An was für Regeln hat der sich denn bisher gehalten? Naja, egal. Jack tritt Orin Juniors Gang in die Eier – und zwar jedem Einzelnen, hat er wohl Spaß dran – und überredet Junior, gegen seinen Vater auszusagen.

Zum Abschluss haut er noch einem Türsteher von Orins Casino in die Klöten und verhaftet Senior. Denn er ist doch noch bei der Umweltbehörde. Äh, okay, pure Verwirrung. Was soll’s, Jack quatscht Orin voll, der ihn umlegen will, stattdessen wird er aber selbst abgeknallt. Allerdings ist Jack ja sowas von scharfschützig, dass er ihm nur in den Arm schießt, damit er noch in den Knast wandert.

Nebenbei hat das Multitalent ein paar neue Bienenstöcke für Sarah gebaut, und versucht nun, ihre Eierstöcke in Wallung zu bringen. Erfolg garantiert.

Immerhin haben wir gelernt, dass Seagal ein absolutes Multitalent ist. Der kann einfach alles. Wenn der mal nen Film mit Chuck Norris dreht, startet die nächste Eiszeit, vor geballter Coolnes.

Schmerzfreies Gedächtnistraining

„There are two kinds of pain …“ – House Of Cards, 2013

Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Arten des Schmerzes. Aber heute schlagen wir uns mal wieder mit dem Schmerz herum, den grottenschlechte Filme beim Anschauen verursachen. Aber: Keine Panik! Hier geht es um ein Schmerzmittel in Form einer Frau. Wer würde das nicht gerne haben?

PAINKILLER JANE – USA – 2005 – 106 Min.

Starring: Ein Schönheitschirurg und Shaft

Jane schaukelt. Carla kommt vorbei und will mit ihr quatschen, aber Jane meint, dass ihre Mutter durch Rumlabern auch nicht wieder lebendig wird. Äh, okay, herrlich sinnfreier Beginn.

Jane führt dann irgendein Spezialkommando an, dass ein Heroinlabor hochgehen lassen will. Technische Störungen im Funk sorgen für Ohrenschmerzen. Obwohl ihr Kollege eine Vorahnung hat, dass hier was nicht mit rechten Dingen zugeht, führt die Schmerz tötende Jane die Jungs in das Heroinlabor, das gar keins ist. Jane stellt fest, dass hier was nicht stimmt – hätte sie mal auf ihren Partner gehört – und man findet irgendwelche Typen, die gerade elendig am Verrecken sind. Jane hat eine Eingebung und weiß jetzt, dass man es hier mit Biowaffen zu tun hat. Alle fangen an, aus der Nase zu bluten. Draußen wird das Team von maskierten Typen in Empfang genommen und weggeballert.

Jane wacht im Krankenhaus auf. Alle anderen sind tot. Was für ein Zufall. Die Erklärung ist simpel: Jane ist plötzlich unverwundbar.

Dr. Graham Knight kommt zu Besuch und will herausfinden, was mit Jane abgeht. Die will gerne aus dem Hospital raus, um herauszufinden, was passiert ist. Das wird aber nix, denn sie wird erst mal, wie eine Laborratte, einigen Tests unterzogen. Graham findet durch diese Tests heraus, was sowieso schon jeder weiß. Jane ist unverwundbar.

Jane wird in ein Zimmer gesperrt. Immerhin bringt Graham ne Pizza vorbei.

Irgendein hohes Tier von der Armee will natürlich wissen, wie man diese ganze Sache für ihre Soldaten nutzen kann.

Jane sieht komische schwarze Punkte, oder Buchstaben, oder was auch immer. Dann bekommt sie Besuch von ihrer Schwester aus der ersten Szene des Films, auf die Jane aber gar keinen Bock hat. Carla ist Ärztin und schlägt vor, dass sie den Militärdoktoren einfach irgendwelchen Mist erzählt. So einen Rat will man von nem Arzt hören.

Mrs. Nomorepainforme ist nicht nur unverwundbar, sondern kann auch rennen wie der Road Runner. Um mal zu testen, wie unfassbar unverwundbar sie eigentlich ist, haut sich Jane nen Ast durch die Hand. Die Wunde schließt sich selbstverständlich nach Sekunden. Der Colonel ist nicht erfreut. Allerdings weiß er, was mit Super-Jane los ist. Bei nem Diaabend erklärt er, was Sache ist. Die Antwort: Irgendein Russe hat mit Biowaffen rumgedoktort und Janes Team wurde unter falschem Vorwand in sein Labor geschickt. Jane will den Typen finden, aber Colonel Whatshisname lässt sie nicht gehen.

Über-Jane kann aber auch durch Wände gucken und sieht auf nem Flughafen ein Motorrad und macht die Brenne. Allerdings muss sie das Moped mit Besitzer Eric Dane teilen. Es folgt eine Verfolgungsjagd mit Kameraschnitten, die jeden Epileptiker das Leben kosten würden, und man erreicht eine Lagerhalle, in der Eric wohnt. Der ist von Beruf Wohlstandsumverteiler. Also ein Dieb. Jane wurde bei der Verfolgungsjagd angeschossen und wird ohnmächtig. Der hauseigene Räuberarzt will Jane zusammenflicken, aber das erledigt sich von selbst. Eric Dane heißt hier Nick und findet es echt nicht toll, dass jetzt die Army hinter ihm her ist.

Der Arzt, mit dem einfallsreichen Namen Blue, findet Jane eigenartig. Die bestätigt das, indem sie mal kurz ein Schachspiel vorhersagt. Squeak gehört auch zur Diebesgilde und treibt sich ständig in der Kanalisation rum. Immerhin bringt er chinesisches Essen mit.

Der Oberarmeetyp erklärt dem Colonel, dass er Jane finden muss, denn sie ist wichtig. Und wenn die Armee sie nicht kriegt, dann auch niemand anders. Denn, nicht vergessen, Jane ist unverwundbar. Keine Ahnung, wie oft das jetzt in dem Streifen erwähnt wurde, aber so langsam sollte es jeder kapiert haben.

Nick kann bügeln. Jane kann’s besser. Die Szene selbst bringt gar nix. Jane hat Albträume, weil das zu so nem Streifen einfach dazugehört. Jane verschwindet heimlich und zieht den Dieben ihr Geld ab. Zum Trost hinterlässt sie ein Entschuldigungsschreiben. Wird wohl eher ein geringer Trost sein.

Jane hat sich ne hässliche Perücke besorgt, um unerkannt zu bleiben. Sie findet heraus, dass Dr. Graham Knight ein Betrüger ist, denn der eigentliche Dr. Knight ist schon ungefähr achthundert Jahre alt. Und seit knapp siebenhundert Jahren tot. Also besucht sie den Betrüger in seinem Hotel. Die Megawende steht an, als Fake-Knight erzählt, dass der Typ der angeblich mit Biowaffen experimentiert hat, gar nicht existiert, sondern nur eine Tarnung für den Colonel ist. Ja, so ist das eben …

Der Colonel findet Nicks Diebesversteck. Der erzählt kurz, was abgelaufen ist und das war’s an der Stelle.

Über-Jane trifft sich mit Clara und zeigt ihr ihre Narben. Die will sie gerne genauer untersuchen. Damit es niemand vergisst, wird noch mal kurz darauf hingewiesen, dass Jane unverwundbar ist. Jane hat nen ganz tollen Plan, der ihre Schwester involviert. Wie der Plan aussieht, erfährt man allerdings noch nicht.

Jane bittet Nick um Hilfe. Der wird aber natürlich beschattet.

Clara erklärt dem Colonel, wo er Jane finden kann. Der fährt los und wird von Squeak durch die Kanalisation zum Arsch der Welt geführt. Oder besser gesagt: In ein Kaufhaus. Jane schickt die Diebesgilde weg und hält einen Plausch mit dem Colonel. Der beteuert natürlich, auf ihrer Seite zu stehen. Er behauptet, dass es nicht seine Tarnung war, sondern die von Fake-Knight. Der kommt dann auch vorbei und ballert durch die Gegend. Den Colonel erwischt’s. Jane nimmt die Verfolgung von Knight auf, wird ausgeknockt und wacht im Hubschrauber mit Knight auf. Es folgt etwas Palaver von Knight, das absolut nix erklärt, dann gibt’s ne Klopperei und beide fallen aus dem Helikopter.

Der Colonel lebt und steht am Grab von Jane. Die lebt aber natürlich auch noch – Schock! Hätte fast vergessen: Die ist ja unverwundbar. Der Colonel besorgt ihr eine neue Identität und die schmerzfreie Jane kann in den Sonnenuntergang segeln.

Das war mal wieder … Moment! … Fake-Knight lebt auch noch und will in seinem Labor mit Janes DNA rumexperimentieren, damit hier wirklich überhaupt keine Frage beantwortet wurde. Aber immerhin haben wir gelernt, dass Unverwundbarkeit zu Gedächtnislücken führen kann, wenn man es nicht oft genug erwähnt. Also, sprecht mir nach: Jane ist unverwundbar.

Meeresbiologie für Mutierte

„Hey, look! Sharks!“ – Finding Nemo, 2003

Yeah! Endlich wieder Haie hier. Und dieses Mal sind es keine gewöhnlichen Haie. Wir hatten zwar schon unmutierte Haie, die angeblich doch mutiert waren, aber heute gibt es Haie mit komischen Hörnern auf der Schnauze. Wenn das mal nicht ne Mutation ist! Woher diese Mutation stammt erklärt der Film zwar nicht, aber das ist noch das geringste Problem. Also, tauchen wir ein:

MALIBU SHARK ATTACK – Sie lauern in der Tiefe! – Australien – Kanada – 2009 – 86 Min.

Starring: Eine ehemalige Auftragskillerin

Unsere Geschichte beginnt mit einer Explosion unter Wasser und nem schwimmenden Hai. Nach der unvermeidlichen Kamerafahrt den Strand entlang, mit vielen leicht bekleideten Mädels und surfenden Typen, lernt man Rettungsschwimmer Doug kennen. Außerdem sind noch Heather und Pete da, die sich kürzlich getrennt haben. Pete will Heathers neuem Kerl in die Fresse hauen, wenn er ihn sieht. Barb stößt zu der Truppe und damit dürfte dann das Lifeguardteam auch komplett sein.

Unter Wasser explodiert mal wieder was und Haie, die aussehen wie Einhörner mit Rückenflosse, killen nen Taucher. Heather telefoniert dann mit ihrem neuen Stecher, der am Strand eine Baustelle leitet, und warnt ihn vor Pete, dem Verwemser der Frauenausspanner. Der gurkt gerade mit seinem Jet-Ski über den Ozean, während es den nächsten Taucher erwischt. Am Strand ist irgendeine blonde Tucke, die 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten muss. Sie beschwert sich darüber, dass sie für einen kleinen Fehler für den Rest ihres Lebens bezahlen muss. Naja, eigentlich sollte man ja davon ausgehen, dass 100 Stunden nicht der Rest des Lebens ist, aber sie scheint nicht gerade eine meisterhafte Gehirnjoggerin zu sein, und außerdem handelt es sich hier um nen Film mit Einhornhaien. Eventuell behält sie also recht.

Barb wird ein Heiratsantrag von nem Überphilosophen gemacht, den sie annimmt. Eigentlich kommt der Typ nicht gerade rüber, als hätte er die Weisheit mit Löffeln gegessen, aber um Barb zu beeindrucken, scheint sein sinnloses Gesülze zu reichen. Blondi sammelt Müll am Strand auf, weil keiner ihren Wisch unterschreiben will, und sie jetzt tatsächlich arbeiten muss. Wenigstens hat man ihr keine Arbeit aufgedrückt, bei der sie groß nachdenken muss. Schon die Mülltrennung hätte sie wohl gnadenlos überfordert. Doug macht sich dann, völlig berechtigterweise, etwas über die blonde Müllaufspießerin lustig und geht ne Runde schwimmen.

Pete stellt Heathers neuen Stecher zur Rede, der irgendwas sprengen will. Der baut scheinbar einen Pool. Äh, wer braucht bitte einen Pool, wenn er fünf Meter vom Meer entfernt wohnt? Die Haie schlagen mal wieder zu und fressen nen Typen. Heather wird auf einem Schlauchboot attackiert und fischt die Reste von dem Typen aus dem Wasser, bevor sie selber im kühlen Nass landet.

Die Regierung lässt alle Strände sperren, weil ein Tsunami im Anmarsch ist. Pete rettet Heather, die von den Haien unbehelligt im Ozean rumpaddelt. Die Strandräumung führt zum Superstau auf der Autobahn. Heather und Pete fallen ins Wasser. Doug knallt einen Hai mit seinem Jagdgewehr ab, um sie zu retten. Der Hai wird angespült und kotzt seine Eingeweide aus. Sehr zum Bedauern von Barb, die feststellt, dass es sich um eine vom Aussterben bedrohte Haifischart handelt.

Das Rettungsschwimmerteam verschließt sich in ihrer Holzhütte, weil die wohl stabil genug ist, um eine 800 Meter hohe Welle schadlos zu überstehen. Und tatsächlich dringt nur etwas Wasser ein. Architektonisch perfekt das Teil. Allerdings ist die Hütte jetzt vom Wasser umgeben und die Haie sind selbstverständlich schon unterwegs. Angelockt werden sie von Blondis Blut, die sich am Bein verletzt hat. Pete geht nachsehen, was draußen so los ist. Mit anderen Worten: Er guckt aus dem Fenster. Heather flickt Blondi zusammen, die weint wie ein kleines Mädchen.

Auf der Baustelle ist komischerweise alles im Lot. Nicht mal die Fenster sind nass geworden. Das Gebäude hat anscheinend ne wirklich gute Lage. Heathers Freund beschließt, sie zu retten. Einen Plan hat er aber nicht wirklich. Klingt vielversprechend.

Blondi flennt weiter rum, weil ihr Bein jetzt aussieht, wie in einem Horrorfilm. Eigentlich hat sie nur ne kleine Narbe, aber sie ist halt die Klischeeblondine mit reichem Vater. Da muss das so sein. Barb erklärt kurz, was das eigentlich für tolle Haie sind, die draußen rumschwimmen. Es handelt sich um eine Art Fledermaushai, der mit Sonar, oder Mikrowellen, oder was auch immer, seine Opfer aufspürt. Barb findet diese Urzeithaie ganz toll und will sie retten, oder so. Dass sie nicht mal sich selbst retten kann, hat sie scheinbar vergessen. Das spielt aber auch keine Rolle, denn einen Moment später ist nur noch ihr linker Arm übrig, nachdem ein Hai ein Loch von unten in die Hütte gerammt hat.

Auf dem Bau will Nancy zu nem Boot schwimmen. Wir wissen, wie das ausgeht. Ihr Freund Carl wird von einem Hai dann direkt hinterhergeholt. Aber nicht im Wasser. Nein, der Hai springt an Land und zieht ihn ins Meer. Das können übrigens nur Fledermauseinhornhaie aus dem Paläozoikum.

In der Rettungshütte ballert man durch das Loch mit Harpunen auf die Haie, aber die Munition geht schnell zur Neige. Harpunenpete spielt sich als Held auf und will zu ner Leuchtpistole schwimmen. Heathers Freund Colin und sein Mitarbeiter George tuckern los, um Heather zu retten, auch wenn George nicht sehr überzeugt von der Idee ist.

Aquapete war glücklicherweise in der Guybrush Threepwood-Gedenk-Ausbildung und kann zehn Minuten lang die Luft anhalten. Er holt die Leuchtpistole und rettet sich vor einem Hai aufs Dach. Allerdings muss er mit der Pistole und einem Benzinkanister den Hai wegbomben. Das ruft weitere Haie auf den Plan und die ganze Gruppe steigt aufs Dach des Rettungsstands.

Colin und George kommen vorbei und retten alle. Problem ist nur, dass nach fünf Metern der Motor des Boots verreckt. Trotzdem schafft man es an Land zu rudern, weil Bryan sich für die anderen opfert. George erwischt es ebenfalls. Zumindest schwimmt seine halbe Leiche im Wasser rum, was auf eine Haiattacke schließen lässt.

Heather und Pete retten sich in ein Auto, als ein Hai angreift. Colin, Doug und die Millionärstochter waten derweil durch den überfluteten Keller der Baustelle. Da ist natürlich auch ein Hai, aber man hat zum Glück Nagelpistole und Kettensäge zur Hand und schlägt ihn in die Flucht. Colin jagt ihn dann mit etwas Sprengstoff in die Luft.

Pete und Heather hängen weiterhin im Auto ab und werden von einem der Raubfische umkreist. Bevor man einen Selbstmordplan in die Tat umsetzt, beschließt man noch kurz zu heiraten, wenn man den Kram hier überlebt. Das ist mal Charakterentwicklung. Heather entwickelt sich von Ex-Freundin zur Nutte. Läuft. Pete schwimmt los und richtet das nächste Kettensägenmassaker an.

Colin irrt weiter durch den Keller – also seiner Baustelle – und sucht eine Leiter. Sollte der nicht wissen, wo das Teil ist? Pete und Colin kacken sich dann noch etwas an, beschließen aber zumindest, dafür zu sorgen, das Heather nicht zu Fischfutter wird. Blondi darf mal wieder rumflennen, als Heather ihr Bein verbindet, das wieder blutet.

Chainsawpete und Flashlightcolin finden die Leiter nicht. Also tritt Plan B in Kraft: Den letzten Hai töten. Woher die wissen, dass nur noch ein Hai übrig ist, darf in so einem Streifen unter gar keinen Umständen erklärt werden. Mit Kettensäge, Axt, Teppichmesser und Eisenstange verarbeitet man das Tier kurzerhand zu Fischmehl und die Gefahr ist gebannt.

Man hat scheinbar die Leiter gefunden und kommt nach oben. Charakterentwicklung Nummer zwei bringt Blondi auf den Gedanken, ihre Sozialstunden doch durchzuziehen. Heather schlägt vor, dass sich Pete und Colin sie teilen können. Von Ex-Freundin, zur Nutte, zur Haremsbesitzerin. Das ist Charakterentwicklung!

Fledermäuse, Einhörner, Haie, was auch immer. Immerhin haben wir gelernt, wie man gute Charaktere entwickelt.

Dahinschlängelnde Virusforschung

„Snakes. Why’d it have to be snakes?“ – Raiders Of The Lost Ark, 1981

Na, was denn sonst? Diese komischen, langen, kriechenden Dinger, die keinen Körper zu haben scheinen, sind genau das Richtige, wenn es darum geht, einen schlechten Film aufzuwerten. Oder auch nicht. Wir werden sehen …

VENOMOUS – Virus Outbreak – Die Biowaffe – USA – 2001 – 97 Min.

Starring: Ein talentierter Darsteller, dessen noch größeres Talent offensichtlich darin besteht, sich für beschissene Rollen zu entscheiden. Oh, und natürlich Schlangen.

Irgendeine Forschungsabteilung im November 1990 – Grottige Musik dudelt vor sich hin. Irgendein Doktor zeigt seiner Freundin, oder Frau, oder Kollegin, oder Tante, oder Schwester, oder was auch immer, und nem Typen sein geheimes Labor. Da gibt’s Schlangen. Was daran jetzt so besonders sein soll, weiß kein Mensch, außer den Begleitern des Doktors. Die wollen gehen, aber der Hausmeister, oder jemand, der aussieht wie ein Hausmeister, hält sie auf. Der Typ schlägt ihn nieder. Die Tussi bringt ne Bombe an, was der Doktor nicht so cool findet. Dafür wird er abgeknallt. Ein weiterer Hausmeister löst Alarm aus, aber das Gebäude kann er nicht mehr retten. Alles fliegt in die Luft, nur die Schlangen überleben, weil sie eben überleben müssen, damit der Quatsch hier auch ne Story hat.

Irgendwo im Nirgendwo im, äh, naja, Jetzt – Ein Typ schraubt an seinem Auto rum. Erdbeben. Nein, es sind die Schlangen, die aus der Erde kriechen. Warum die dabei wackelt, wird nicht klar. Sind eben Über-Schlangen. Der Hund von dem Typen wird von ner Schlange angegriffen, was zu rein gar nix führt, denn der Typ fährt weg und lässt den Hund zu Hause. Während der Fahrt hat der Typ dann plötzlich Hustenanfälle und fährt Schlangenlinien (wie passend), was einen Polizisten auf den Plan ruft. Der findet den, sich auskotzenden, Typen im Auto und … Schnitt.

Im Krankenhaus untersucht ein Arzt einen Patienten. Was soll er da auch sonst tun? Ist ja schließlich sein Job. Ein anderer Arzt untersucht Bob, der im Auto angefangen hat, seine Lunge hochzuwürgen. Er weiß nicht, was er hat und ob er überleben wird. Nach einem kurzen Cut zu dem Hund, der im Sand liegt und sonst gar nix macht, erfährt man, ob Bob überleben wird. Die Antwort lautet: Nein. Denn er ist tot.

Der behandelnde Arzt, der David heißt, ruft seine Frau an, aber er macht klar, dass er sie gerade nicht poppen will, sondern ne Blutanalyse von Bob braucht. Seine Frau hat aber sowieso keinen Bock auf sexuellen Kontakt, denn sie lebt getrennt von ihrem Mann, was der aber noch nicht so ganz zu raffen scheint.

Schlangen überall in der Wüste. Schnitt zu nem Typen, der seine Post durchguckt. Sein Name ist Billy, seine Frau heißt Cindy, sein Sohn heißt ebenfalls Billy, weil dem Drehbuchautoren einfach keine Namen mehr einfallen wollten. Billy, der Alte, nicht das Blag, wird von ner Schlange gebissen. Doktor David gibt ihm ein Gegenmittel gegen Schlangengift. Billy lässt ein Glas fallen, an dessen Scherben sich die Krankenschwester schneidet. Davids Frau findet in Bobs Blut ein unbekanntes Virus. Bobs Leiche muss schnellstens abgefackelt werden, sagt Davids Frau.

Billy haut ab und geht Burger braten. Bei seinem Gekröche wundert es, dass überhaupt noch ein Kunde seinen Burger haben will. Der Restaurantbetreiber schmeißt sich an eine Kundin ran und nix passiert. Schnitt zum Feierabend, Billy will nach Hause, bricht aber vor der Burgerbude zusammen.

Billy liegt in Quarantäne. Die Tussi, der Billy auf die Burger gehustet hat, und die Krankenschwester mit Schnitt am Finger brechen im Krankenhaus zusammen.

Davids Frau quatscht mit ihrem vorgesetzten General. Der gibt ihr die Freigabe, das Virus zu erforschen. Anschließend guckt sich der General mit nem anderen Militärfritzen Mikroskopbilder von dem Virus an, das sie stark an das Virus von 1990 erinnert. Die Burgertussi stirbt. Dem General wird nebenbei verklickert, dass er gefälligst die Fresse zu halten hat, wenn es um das Virus geht.

Die Ärzte befragen den Burgerbrutzler und den Cop, der Bob gefunden hat. David fragt den Cop nach den Schlüsseln für Bobs Haus. Der weist darauf hin, dass Bob nen Hund hat, und er besser mit kommt, damit der David nicht in den Arsch beißt. Dann gibt er David die Schlüssel und lässt ihn trotzdem alleine fahren. Wenn jemand nach dem sinnlosesten Filmdialog aller Zeiten sucht: das war er.

David findet den toten Hund. Seine Frau labert mal wieder mit dem General. Der schlägt vor, dass die Leute einfach ihr Wasser abkochen sollen. Denn das ist scheinbar die Lösung für alle Probleme. David ist nicht davon überzeugt, dass seine Frau bei den Untersuchungen gute Arbeit geleistet hat, denn sie erzählt was von Kolibakterien. Dann rechnet er eins und eins zusammen und weiß, wie sich jeder angesteckt hat. Der Hund von der Schlange, Bob vom Hund, Billy von Schlange, die Burgertussi von Billys Lungeninhalt auf ihrem Mittagessen und so weiter.

Das Militär ist in der Stadt und stellt alles unter Quarantäne. Unter der Stadt schlängeln sich die Schlangen durch die Gegend. Dramatische Musik setzt ein und die Schlangen gelangen an die Oberfläche, wo ja eh schon welche sind, deshalb erschließt sich hier nicht so ganz, warum man jetzt bei jeder Schlange zeigen muss, wenn sie aus ihrem Loch kommt, aber irgendwie muss man ja die neunzig Minuten füllen.

Davids Frau erfährt im Fernsehen, dass alle Leitungen zu der Stadt unterbrochen sind und versucht erfolglos David anzurufen. Was hat die daran nicht verstanden? Leitungen = unterbrochen. Ist doch nicht so schwer. Und die hat nen Doktortitel?

Ein Typ namens Larry wird von ner Schlange gebissen. Seine Frau saugt das Blut aus. Man weiß, wo das hinführen wird.

Davids Frau kommt ohne größere Probleme in die Stadt, die unter Quarantäne steht. Der Lassen sie mich durch, ich bin Arzt Spruch funktinoiert scheinbar in allen Situationen. Sie trifft sich mit ihrem Mann, der sie unbedingt flachlegen will, aber die hat immer noch keine Böcke auf ihn.

Larry und Frau kommen ins Krankenhaus. Ein Frosch wird von ner Schlange angegriffen. Man kann nur auf Froschmutanten hoffen, das würde den Film extrem aufwerten. Davids Frau fährt zu ihrer Schwester. Deren Sohn geht zum Froschteich. Man ahnt, wo das hinführt. Genau: Er findet eine Katze. Uh, wie süß, und so. Man hätte denken können, das führt woanders hin. Naja, irren ist menschlich.

Davids Frau trifft zufällig den General, der im Krankenhaus rumturnt. Sie will wissen, warum sie nicht helfen durfte und schwallt den General voll. Da sie aber eh gerade da ist, kann sie selbstverständlich ihre Forschungen fortsetzen. Die Doktoren beraten sich mal wieder und wollen eine Schlange fangen, um Antikörper herzustellen. Der General soll sich für Anweisung 712 bereithalten. Was das bedeutet, wissen nur Militärexperten. Napalm kommt als Erstes in den Sinn, aber mal abwarten.

Die Katze wird von ner Schlange gekillt. Larrys Bruder will seinen Bruder in ein besseres Krankenhaus bringen und zieht einen Argumentationsverstärker. Also eine Waffe. David versucht sich als Held aufzuspielen, versagt aber kläglich. Larry wird rausgeschleppt. David nimmt die Verfolgung auf. Das Militär ist mit nem Helikopter zur Stelle und ballert Larry und seinen Bruder ab. Der General tut das als Notwehr ab. Na klar doch …

Mal wieder ein Erdbeben. Jetzt fliegen die Schlangen quasi aus der Erde. Davids Frau tut sich irgendwie an der Hand weh, verheimlicht aber natürlich ihre Verletzung. Dann labert sie tatsächlich mit David über Gott. Warum weiß mal wieder keiner. Wie das Gespräch auch nur ansatzweise in den Film passt sowieso nicht. Aber nach Sinn und Unsinn sollte man hier eh nicht mehr fragen.

David geht auf Schlangenjagd in einer unterirdischen Forschungsstation, oder so was. Die Polizei wollte hier unter Beweis stellen, dass sie viel zu viel Absperrband haben, denn in einem Gang hängt das Zeug alle dreißig Zentimeter. David ist von Schlangen umzingelt und labert sich den Weg frei, mit Versprechungen, dass er nie wieder Handtaschen und Gürtel trägt. Mit anderen Worten: Bisher hat er immer Handtaschen getragen. Es folgt ein absolutes Highlight mit Schlangen, die eine Leiter hochklettern. David kann aber trotzdem entkommen.

Davids Frau heißt Christine. Juhu, wir haben einen Namen. Allerdings ist sie infiziert, also könnte es etwas zu spät für diese Enthüllung sein. David bringt eine Schlange ins Labor und will sie „melken“. Ich stell mir das jetzt mal nicht bildlich vor?

Christine bricht zusammen. Der General erhält grünes Licht für Anweisung 712. David entwickelt mal schnell ein Gegengift und heilt Christine. Nee, doch nicht. Sie stirbt. Nee, doch nicht. Sie lebt. Oh, man, was für eine unfassbare Dramatik.

Irgendein Typ mit Baseballcap und seine Frau wollen sich aus der Stadt verpissen. Kappenkarl drückt seiner Frau etwas Pfefferspray in die Hand, die das auch direkt gegen einen Soldaten einsetzt. Eine Verfolgungsjagd startet und die Frau verreckt, als ihre Karre explodiert.

Christines Schwester hat nen Rohrbruch und will das fixen. Christine selbst hat im Vorbeigehen ein Medikament pharmaziert, das gegen das Virus hilft. Die Toilette ihrer Schwester läuft über und bringt Schlangen ans Licht. Christine bittet den General um etwas Zeit, um Impfstoff herzustellen, aber das Militär hat eigene Pläne. Es folgt die unausweichliche Duschszene mit Christines Schwester. Die Schlange wartet mit der Attacke immerhin, bis sie sich ein Handtuch umbinden konnte.

Ein Kampfjet startet, um die Stadt wegzubomben. Das ist wohl Anweisung 712. Beim Militär konnte man ja auch nix anderes erwarten.

David wird ungeduldig und sucht Christine, die gefesselt in nem Militärzelt sitzt. David wird auch gefesselt, weil das Militär das eben so macht. Christine rafft jetzt, was Sache ist und beschuldigt die Soldaten, das Virus erschaffen zu haben. Natürlich hat sie recht. Der General hat Gewissensbisse und wird von einem anderen General abgeknallt. Der wird dann abgeholt.

Christines Schwester ist im Krankenhaus und ihr geht’s gar nicht gut. David und Christine werden von Schlangen besucht, aber David hat sein Feuerzeug dabei und brennt seine Fesseln durch. Diesen Trick hat er wohl bei Indiana Jones gelernt.

Der böse General hat Schlangen im Helikopter, der deshalb explodiert. Die Spezialeffekte sind so unglaublich gut, dass man meinen könnte, jemand hätte einfach einen brennenden Spielzeughubschrauber aus fünf Metern Höhe gerade zu Boden fallen lassen.

Anweisung 712 wird abgebrochen, weil Christine mal kurz mit der Presse labert. Christines Schwester wird gerettet und alles ist cool. Mal davon abgesehen, dass die Schlangen immer noch da rumkriechen. Aber das scheint keine Sau zu interessieren.

Immerhin haben wir gelernt, dass Schlangen im Helikopter zu tödlichen Explosionen führen. Aber eine Frage habe ich trotzdem: Was wurde denn jetzt aus dem Frosch?

Theoretische Schießübungen

„Guns are for show. Knives are for pros.“ – Lock, Stock, and Two Smoking Barrels, 1998

Oder auch nicht. Zumindest nicht heute. Heute wird scharf geschossen. Dass das nicht unbedingt spannend sein muss, wird sich allerdings schnell herausstellen.

TARGET – Krieg der Sniper – USA – 2004 – 84 Min.

Starring: Ein üblicher Verdächtiger

Scharfschütze Charlie hat schon einige Einsätze hinter sich. Jetzt aber hat er scheinbar Probleme mit seinen Vorgesetzten. Er erzählt von einem Einsatz, den er zusammen mit seinem Kollegen Curtis hatte. Dabei lief irgendwas schief und die Leute; denen er Rückendeckung geben sollte, wurden um die Ecke gebracht. Er selber erschoss den Bruder von irgendeinem Waffenschieber, oder so.

Charlie holt seine Kinder bei seiner Ex-Frau ab. Man frühstückt in nem Café und der Onkel kommt auch noch vorbei. Wozu diese Szene jetzt gut war, weiß mal wieder niemand. Dann passiert fünf Minuten lang absolut überhaupt nix. Nach diesen todlangweiligen und absolut überflüssigen Szenen, entführt der Bruder des toten Typen Charlies Ex-Frau. Curtis spielt mit seinem Hund, fährt dann irgendwo hin, bemerkt allerdings nicht, dass eine Bombe unter seinem Auto hängt. Auf Wiedersehen, Curtis.

Der Entführer ruft Charlie an nem öffentlichen Telefon an. Charlie ist wenig beeindruckt davon, dass seine Ex-Frau Maggie entführt wurde, aber natürlich will er sie retten. Charlie ruft eine Tussi namens Nolan an. Die ist nicht begeistert davon, dass sie niemanden einweihen darf. Charlie kriegt Blumen und ein Foto von Maggie. Er klaut irgendeiner Tuse das Handy und ruft mal wieder Nolan an. Die soll per Satellit die Entführer finden. Der Entführer ruft Charlie an. Der soll zu nem Zug, oder so. Irgendwie raff ich gar nix, weil man von einem Telefonat zum nächsten rusht. Aber irgendwie, wird das schon richtig sein.

Irgendwelche Agenten kommen im Park an. Charlie wird von nem Polizisten aufgehalten, der dann von nem Scharfschützen abgeknallt wird. Nolan ruft Onkel Donovan an, der die Kinder aus der Schule holen und anschließend Charlie ne Waffe besorgen soll. Der versteckt sich im Wald und stellt fest, dass er verwanzt wurde. Er wirft den Sender weg, was den Entführer ziemlich verärgert. Der lässt seinen „Mann am Boden“ los. Was auch immer das bedeuten mag.

Donovan kommt im Park an und sucht mit Nolans Hilfe den Entführer. Charlie quatscht mit nem Kriegsveteranen. Ein Schweizer kommt vorbei und verteilt Zigaretten. Dann knallt er aber den Veteranen ab, woraufhin Charlie ihm das Genick bricht. Der Entführer ruft den Toten an, aber Charlie geht ran. Der Namenlose ist nicht wirklich beunruhigt wegen dem Toten und schickt Charlie zu dem Zug. Allerdings muss er in drei Minuten da sein. Damit ihm das gelingt, klaut er ein Motorrad.

Die Kinder sitzen im Café rum. Charlie fährt Moped. Maggie sitzt in ner Lagerhalle rum. Charlie fährt Moped. Maggies Bewacher steckt sich ne Kippe an. Charlie fährt Moped und erreicht den Zug. Dort findet er ein weiteres Foto. Wozu diese gut sind, weiß absolut Niemand. Charlie wird von nem Cop erkannt und muss fliehen. Er findet das von Donovan versteckte Gewehr und wird von nem Mädchen vollgelabert, was mal wieder zu gar nix führt. Anschließend quatscht er noch mit ner anderen Tussi, die ihm den Weg aus dem Park zeigt. Wie kann man sich bitte in nem Park verlaufen? Wie alt ist der Typ? Fünf?

Nolan findet heraus, wer der Entführer ist. Er heißt Yevon Bodnar. Außerdem erfährt sie, dass Curtis in die Luft geflogen ist, was Charlie eher traurig stimmt. Donovan findet den Späher des Entführers. Maggie hängt immer noch rum, was unbedingt mehrmals gezeigt werden muss, damit der Film nicht zu kurz gerät. Charlies Führerin erkennt auf dem Foto ein altes Gefängnis und führt Charlie hin.

Die Agenten im Park sind auch noch da und wollen Charlie finden. Maggie wird von ihrem Bewacher vollgeschwallt. Irgendeine Russin ist ebenfalls anwesend und steht rum, wie bestellt und nicht abgeholt. Charlie erreicht das alte Gefängnis und erzählt Donovan, wo er ist. Der verfolgt den Späher. Der wird dann von Donovan ohne Vorwarnung abgeknallt.

Die Agenten im Park fahren los. Charlie schleicht durch den Knast und ballert Maggies Bewacher weg. Die Russin haut allerdings mit Maggie ab. Die Agenten kommen am Knast an. Nolan wird von ihrem Vorgesetzten angeschissen und erhält den Befehl, die Operation abzubrechen. Die macht aber einfach weiter. Charlie erschießt die Russin, die aber von Bodnar verschleppt wird. Die Agenten jagen Charlie über die Gefängnisdächer. Der stellt Bodnar und will, dass er Maggie gehen lässt. Der geht da selbstverständlich nicht drauf ein. Ein Polizeihubschrauber lenkt den Kidnapper ab und Charlie nutzt die Chance, um den Bösewicht, der ungefähr drei Meter entfernt steht, mit seinem Scharfschützengewehr abzuknallen. Was für ein unfassbar lahmes Ende. Aber passt wohl zum Film. Die Kinder kommen auch vorbei, wobei man sich fragen muss, was die da zu suchen haben. Alle sind glücklich und zufrieden und das war’s dann.

Okay, das war kurz und schmerzhaft. Immerhin haben wir gelernt, wie man eine Idee, die für gerade mal fünf Minuten reicht, auf Filmlänge strecken kann. Wer alle Füllerszenen aufzählen kann, gewinnt … äh, nicht wirklich was, aber es wäre trotzdem beeindruckend!