Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Fortsetzende Höllenwelterkundung

Wenn man sich auf eine Sache wirklich verlassen kann, dann darauf, dass Videospielverfilmungen scheiße sind. Aber Moment, es gibt da tatsächlich so ein oder zwei, die man als gute Filme bezeichnen könnte. Da das natürlich so nicht stehen gelassen werden kann, muss man die dann durch eine grottige Fortsetzung zerstören. SILENT HILL ist meiner Auffassung nach die beste Videospielverfilmung. Zugegeben, die Messlatte liegt niedrig, aber der Streifen hat einfach eine tolle Atmosphäre und bringt den Horror der Spielereihe ziemlich gut rüber. Sicher gibt es auch ein paar Punkte, die man kritisieren könnte, aber dann guckt man einfach Teil 2 und merkt direkt, dass das alles von Beginn an viel schlimmer hätte sein können.

SILENT HILL: REVELATION – Kanada – Frankreich – USA – 2012 – 95 Min.

Regie übernahm hier Michael J. Bassett, der eigentlich Tierdokus macht und hin und wieder mal eine Serienfolge. Das Drehbuch steuerte er hier auch direkt bei und das kann dann natürlich gar nichts gutes mehr bedeuten.
Kit Harington kennen wir natürlich alle als Jon Snow aus GAME OF THRONES und wenn wir Glück haben dann in der Zukunft aus nicht mehr viel anderem, denn eine Schauspielkoryphäe ist er nicht gerade. Carrie-Anne Moss sollte jedem ein Begriff sein, lief sie doch schon in der MATRIX-Trilogie an Wänden entlang und trug in MEMENTO zur Verwirrung bei. Malcolm McDowell tickte in A CLOCKWORK ORANGE aus und Adelaide Clemens war in THE GREAT GATSBY neben Leo zu sehen. Außerdem sind Sean Bean und Radha Mitchell aus dem Vorgänger wieder dabei. Über mangelnde Starkraft kann man sich also nicht unbedingt beschweren. Das wird aber natürlich nicht helfen:

Ein Mädchen wird durch einen Horrorvergnügungspark verfolgt. Habe ich eigentlich mal erwähnt, wie viel Potenzial so ein Setting hätte, wenn die Filmemacher nicht zu unfähig wären, daraus mal was cooles zu machen? Das komische Höllenmädchen erscheint und die Verfolgte fackelt ab. Aber es war alles nur ein Traum. Und sie ist die Tochter von Sean Bean, der jetzt nicht mehr Christopher heißt, sondern Harry. Sie heißt nebenbei Heather und hat Geburtstag, deshalb kriegt sie von Harry eine schicke Weste geschenkt und freut sich ihres Lebens.

Ach, wartet mal: Harry ist Christopher und Heather ist Sharon aus Teil 1, die jetzt mit neuem Namen unterwegs sind, weil … keine Ahnung. Aber ich dachte, Sharon wäre in Teil 1 zusammen mit Mutter Rose gestorben. War das nicht der große „Twist“ am Ende oder hab ich da was falsch verstanden? Ah, sie dröseln es auf und irgendwie ergibt es nicht den geringsten Sinn, aber hey, es ist ein Film über eine Höllenwelt in einem Kaff, indem eine Mine seit achttausend Jahren brennt, also wollen wir mal nicht so sein. Jedenfalls hat Rose wohl Sharon zurückgebracht und ist dann erst gestorben oder sie war schon tot und hat sie trotzdem zurückgebracht oder wasauchimmer. Sharon lebt noch und heißt jetzt Heather, das muss uns reichen.

Heather muss durch die einzig wahre Hölle und geht zur Schule. Unterwegs wird sie von einem Penner angequatscht, der meint, sie zu kennen, aber die spricht nicht mit Fremden. In der Schule ist sie die Neue und stellt direkt mal klar, dass sich alle ihre dummen Sprüche sparen können, weil sie eh nur Kacke im Kopf haben. Kit Harington aka Vincent ist ebenfalls neu und hat nichts zu sagen, was ihn schon mal recht uninteressant aber zumindest einigermaßen sympathisch macht. Fresse halten ist schließlich immer eine gute Sache.

Heather hat ständig Visionen von Silent Hill. Selbst in der Schule bleibt sie davon nicht verschont. Immerhin sieht die Höllenversion wieder wunderbar creepy aus. Vincent will mit Heather nen Kaffee trinken gehen. Die hat aber keinen Bock auf ihn oder überhaupt jemanden. Es sollte klar sein, dass Vincent ihr jetzt regelmäßig auf den Sack gehen wird und somit direkt alle Sympathiepunkte wieder in die Tonne tritt.

Heather fühlt sich aber erstmal von dem Penner von vorhin verfolgt und will sich mit Harry im Kaufhaus treffen. Der kommt aber nicht. Visionen und so und der Penner ist auch wieder da. Der stellt sich als privater Ermittler heraus, der im Auftrag eines Geheimbundes nach ihr sucht und sie warnt, dass Sie kommen, um sie zu holen. Er erzählt ihr alles über Silent Hill, aber dann kommt ein Vieh und senst ihm die Finger weg. Mehr Antworten wird sie von ihm also nicht bekommen.

Vincent begleitet Heather im Bus nach Hause und es werden tiefgründige Gespräche über Träume, Facebook und Vincents geisteskranken Opa geführt. Harry ist selbstverständlich nicht da und an der Wand steht „Come to Silent Hill“. Vincent der Stalker ist schon wieder da und Heather zeigt ihm ihr Medaillon. Und ihre Knarre. Die Bullen kommen und die beiden hauen ab. Es ist quasi Bonnie & Clyde in Grütze.

Harry hat Heather einen „Wenn du das liest, ist mir was passiert, such nicht nach mir“-Brief hinterlassen. Heather ignoriert das natürlich und will nach Silent Hill. Vincent ist dagegen und wie sich herausstellt, kommt er aus Silent Hill und sein Auftrag ist es, Heather nach Silent Hill zu bringen, aber er will das nicht tun, weil die böse Alessa da regiert und Heather das Gute ist oder so. Quarkstory vom Fließband, wir kennen das. Heather muss das zweite Medaillon finden das wohl Vincents irrer Opa hat. Die Dunkelheit kommt und Vincent wird vom Schnetzelvieh gekillt. Als Heather zu sich kommt, befindet sie sich in Silent Hill.

Im Ascheregen trifft sie Alessas Mutter, die ihr irgendwelchen Krampf erzählt und erklärt, dass sie ihren Vater nicht retten kann. Die Dunkelheit kommt und Heather flüchtet in ein Gebäude in dem Frauen sich in Schaufensterpuppen verwandeln und ein grottig animiertes Spinnenvieh sie und eine andere Frau verfolgt.

An anderer Stelle muss sich Vincent vor seiner Mutter verantworten und wird in die Klapse gebracht. Rein zufällig ist da auch Heather gerade angekommen. Die andere Frau hat es nicht so weit geschafft. Dort knallt sie ein Monster ab und findet Vincents Opa. Der erklärt, dass es viele Silent Hills gibt und ihr Vater überall sein könnte. Nachdem er sich das Medaillon reingeschoben hat, das nebenbei das Siegel des Metatron ist oder so ähnlich, will er Heather killen, aber die reißt ihm das jetzt komplettierte Siegel raus und er zerfällt zu Staub.

In welchen Irrsinn wird Heather als nächstes geraten, wo der Streifen doch nicht mehr ist, als eine Ansammlung von Wahnsinn, nur um möglichst viel Kram unterzubringen? Ah, es ist Pyramidhead, vor dem sie sich aber verstecken kann. Und dann sieht sie zufällig Vincent, der irgendwohin gebracht wird. Und zwar zu den creepy Krankenschwestern, die natürlich auch nicht fehlen dürfen hier. Die schlitzen aber nur die Wachmänner auf und lassen Vincent in Frieden, solange der still ist. Ich frage jetzt mal lieber nicht, warum die den überhaupt ausgerechnet dahin geschoben haben. Es wirkt alles sehr willkürlich. Ein Problem, das auch Teil 1 schon ein wenig hatte, aber da insgesamt dann doch runder. Hier schickt man die Charaktere nur von einem Wahnsinn in den nächsten, mit einer Alibistory, nur damit man möglichst viel Irrsinn unterbringen kann.

Heather ist natürlich zur Stelle und befreit Vincent, der weiß, wo ihr Vater ist und gemeinsam geht es zum Vergnügungspark. Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob es diesem Film gelingt, aus dem Setting was rauszuholen. Ich habe berechtigte Zweifel. Das fängt schon damit an, dass man hier plötzlich den Wahnsinn runterschraubt und nur maskierte Soldaten des Ordens rumlaufen lässt. Die werden von Alessa abgefackelt. Die will auch Heather killen oder sie übernehmen oder wasweißich und geht dann selbst in Flammen auf. Ähm, ja, ich raffs nicht. Was ich auch nicht raffe ist, warum Pyramidhead das Karussel drehen muss, aber vermutlich einfach, damit er auch noch mal zu sehen ist. Um mehr geht es hier ja ohnehin kaum. Das wars übrigens vom Vergnügungspark …

Heather findet Harry, aber natürlich ist auch Vincents Mutter da. Die freut sich, dass sie endlich da ist, denn Heather ist die Erlöserin und blah. Gottblahblah und so, was auch nur wie eine unfassbar schlechte Kopie der Hexenstory des Vorgängers wirkt. Heather gibt ihr das Siegel des Ordens und Mutter verwandelt sich in das, was sie wirklich ist: Das Schnetzelmonster, dass den privaten Ermittler gekillt hat. Und da ist Pyramidhead und kämpft gegen das Schnetzelmonster und keine Sau weiß, wieso, außer natürlich, dass die Macher bestimmt dachten, dass das ein richtig cooler Kampf wird. Sie haben sich geirrt. Der Pyramidenkopf gewinnt, indem er das Schnetzelmonster enthauptet und das wars dann hier.

Heather/Sharon, Harry/Chris und Vincent/OhnePseudonym gehen nach Hause, aber Harry will nicht mit. Rose ist noch irgendwo in Silent Hill und er muss sie finden. Aber Sharon soll ihr Leben leben und glücklich werden und sülz. Und wenn sie nicht in der Hölle schmoren, lebten sie glücklich, bis ans Ende ihres Daseins.

Wie zu erwarten, reicht der Film einfach nicht an den sehr guten Vorgänger heran. Es ist alles mindestens eine Stufe schlechter und belangloser. Der creepy Shit wird zu willkürlich eingesetzt, der Irrsinn wirkt zu gewollt und die Story nur als Mittel zum Zweck. Passend zu alledem, gibt es noch eine Post-Credit-Szene, in der nichts weiter passiert, als das Pyramidhead einmal durchs Bild latscht. Die Macher haben scheinbar selbst gewusst, was hier verkehrt läuft und beweisen immerhin Eigenhumor. Ich gehe die Hölle erforschen …

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Zockstock

AAAAAARGH! Das ist nicht nur das Geräusch, dass ich mache, wenn ich morgens aufstehe, sondern auch der Name einer weiblichen Bloggerin. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schrecklich ihre Kindheit mit dem Nachnamen gewesen sein muss. Ich kenne zwar Frau Arghs Vornamen nicht, aber ich vermute, sie heißt Landratten Argh und ist damit definitiv die einzig wahre Piratenbraut. Deshalb mag sie bestimmt auch Monkey Island so sehr.

Und damit sind wir auch beim eigentlichen Thema. Videospiele, oder wie ältere Semester es nennen: „Musst du eigentlich den ganzen Tag auf diesen Scheißbildschirm glotzen? Draußen scheint die Sonne.“ Worauf jüngere Semester antworten: „Mama, geh mir nicht aufn Sack. Ich muss dieses Raumschiff in die Sonne steuern, um eine Supernova auszulösen, die das ganze Universum auslöscht, damit Eltern ihre Kinder nicht mehr damit nerven können, dass sie draußen spielen sollen. Dafür gibt’s als Bonus sogar ein Archievement.“ „Sei nicht so frech zu deiner Mutter. Sonst stelle ich den Strom ab.“ „Mach doch. Spiele ich eben auf dem Handy weiter.“ „Das reicht! Du hast 1 Woche Hausarrest!“ „Gut. Könnt ihr mich in der Woche in Ruhe spielen lassen?“ Kindererziehung ist gar nicht mehr so einfach. Früher war es noch eine Strafe, wenn man nicht vor die Tür durfte. Heute ist es eine Belohnung, wenn man den Blagen das, von der Sonne ausgehende, Vitamin D entzieht. Die Straßen und Spielplätze sind wie leergefegt. Alle nur noch am zocken. Es ist so furchtbar.

Ich war übrigens genau so. Und deshalb bin ich geradezu prädestiniert, bei Frau Arghs Zockstock mitzumachen.

ZOCKSTOCK

Ich sollte allerdings vielleicht vorher erwähnen, dass meine großen Zockertage hinter mir liegen und das Ganze hier wohl etwas zum Retroflash verkommen wird. Aber wie wusste schon Felix Rick damals bei GIGA: „Retro rockt derbe!“

Was war dein aller erstes Computerspiel (Konsole o.ä. zählt auch)?

Wenn ich mich recht erinnere war es so, dass ich damals Anfang der 90er zusammen mit meiner Schwester ein SEGA Mega Drive geschenkt gekriegt habe. Inklusive einer Knaller-Spiele-Compilation mit dem Motorradracer Super Hang-On, bei dem ich immer gnadenlos gescheitert bin, dem Fußball-Hammer Italia World Cup ’90, bei dem ich immer 42-0 gewonnen habe, da man immer mit dem gleichen Spielzug definitiv ein Tor erzielte (Fun Fact: Ich habe bevorzugt mit Teams in gelben Trikots gespielt, weil die dann ein bisschen aussahen wie Woodstock von den Peanuts; wer das Spiel kennt, weiß was ich meine) und dem Tetris-Ableger Columns, das ganz okay, für das ich aber zu doof war (und das außerdem die grausamste Musik aller Zeiten hatte). Viel wichtiger war aber die zweite Cartridge (so hießen die Dinger, meine ich) namens Sonic The Hedgehog. Ab der ersten Minute fand ich Sonic einfach saugeil. Der blaue Igel war halt tausend Mal cooler, als der Scheißklempner der Konkurrenz. Seit dem bin ich Sonic Fan und habe unter Tränen den kompletten Abstieg in die Unwichtigkeit verfolgt. Wenn es eine Serie gibt, die den Sprung zu 3D besser nicht vollzogen hätte, dann war es Sonic. Es war alles so schlimm. Aber trotzdem ist er cooler als Mario.

In dem Zusammenhang kann ich auch mal kurz erwähnen, dass ich nie auch nur eine einzige Nintendo-Konsole besessen habe. Damals war ich voll im SEGA-Lager und da konnte sich Nintendo halt mal ficken. Zu der Zeit war man entweder SEGA- oder Nintendo-Fan. Beides ging nicht. Dafür wurde man mit GameBoys und Game Gears beworfen, bis man heulend nach Hause lief. Nach dem Untergang von SEGA bin ich auf die PlayStation umgestiegen. Nintendo war mir schon immer irgendwie zu brav.

Computer oder Konsole?

Ich war eigentlich immer Konsolenzocker. Ausnahmen sind eigentlich nur Adventures, die am PC halt besser spielbar sind. Da ich gerade die Lucas Arts Adventures alle mehrmals durchgezockt habe, alles andere aber auf Konsole spiele, hält es sich wohl die Waage.

Mario oder Sonic?

Ja, habt ihr denn nicht aufmerksam gelesen? Sonic. Scheiß auf den Klempner und seinen Kackbruder. Sonic war immer cooler und hatte auch immer den besseren Sidekick. Schließlich hat Tails 2 Schwänze. Wenn das nicht gut ist … okay, zugegeben, ich weiß nicht mal was mit einem anzufangen, aber 2 wären trotzdem cool.

Play Station oder Xbox?

Ich sagte ja bereits, dass ich nach der SEGA-Phase ins Sony-Lager gewechselt bin. Und ich habe es nie bereut. Konsolen unterscheiden sich zwar nicht mehr groß voneinander, aber es steht und fällt halt mit den Exklusivtiteln. Und da hat Sony einfach meilenweit die Nase vorn, mit Little Big Planet, Der Puppenspieler, Heavy Rain und Uncharted. Und was hat Microsoft? Halo Teil 42.

HEY! HINTER DIR! EIN DREIKÖPFIGER AFFE!

Macht nix. Der kämpft wie eine Kuh!

Übrigens hätte ich gerne einen dreiköpfigen Affen. Drei Köpfe sind fast so cool, wie 2 Schwänze. Was man mit der Kombination alles anstellen könnte. Ich glaube, Zaphod Beeblebrox wäre auch begeistert von der Idee.

Dein liebstes Computerspiel ever?

Ist natürlich ne etwas schwierige Frage, aber ich muss wohl Frau Argh zustimmen, dass Monkey Island 1 und 2 ganz weit oben stehen. Dürften auch die Spiele sein, die ich am häufigsten gespielt habe. Und jetzt kriege ich auch wieder richtig Bock drauf.

Aus jüngerer Vergangenheit fallen mir dann noch Heavy Rain, dass eine nie zuvor erlebte Spielerfahrung war, bei der ich allerdings verstehen kann, wenn sie nicht jedem zusagt, und Uncharted 2, dass ein unfassbar geiles Actionfeuerwerk abgebrannt hat, das wohl nicht mehr zu toppen ist, ein. Ich zocke es gerade noch mal mit meinem besten Kollegen durch, um für ihn die Platin zu holen. Dann habe ich es 4 mal durchgezockt. Das kann nur eine handvoll Spiele von sich behaupten.

Außerdem noch GTA Vice City + Stories. Die habe ich tatsächlich beide auf 100% gebracht. Hab also wohl einige Zeit mit den Spielen verbracht.

So kultig, dass man es gespielt haben muss, weil man dann noch der Nachwelt davon berichten kann?

Neben der Affeninsel, gibt es da ja ein Spiel, dass ich immer gerne mal in den Raum werfe, dass aber leider kaum jemand kennt: Nebulus. Da war man ein kleines Alien mit Schweineschnauze und musste ganz simpel in Jump’N’Run-Manier Türme hochklettern. Das geile daran war, dass es quasi 3D-Effekte hatte und die Türme sich gedreht haben; auf dem C64! Hat einfach Bock gemacht und war sauschwer, wie es sich für alte Spiele gehört. Nicht so, wie diese neuartige Scheiße, bei der dich das Spiel jede Sekunde an die Hand nimmt, damit du auch ja nicht zu oft verreckst. Man, wir sind damals 420000 Mal krepiert und haben immer wieder von vorne angefangen, bis wir das Arschlochgame gepackt haben. Hört auf zu flennen, ihr Memmen!

So scheisse schwer, dass ich’s nie geschafft habe und kurz davor war meine Konsole/meinen Rechner an zu zünden…

Okay, das ist ein schwacher Moment für mich, denn das Spiel, um das es hier geht, ist gar nicht mal so schwer. Die Rede ist von God Of War. Das war nämlich so: Das ganze Spiel war einfach cool und dann ging es aufs Ende zu. Kurz bevor der Endgegner kommt, muss man gegen Millionen Klone von sich selbst antreten und dabei darauf achten, dass irgendeine Tucke nicht verreckt. Das ging mir schon derbe aufn Sack. Ich hasse Beschützermissionen. Und dann kommt halt der Boss, bei dem ich erst mal nicht gerafft habe, was ich eigentlich machen muss. Und dann bin ich natürlich abgekackt. Und dann musste ich bei der verfickten Beschützermission wieder anfangen. Nach weiteren tausend Versuchen hab ich die dann endlich mal wieder geschafft, nur um dann wieder beim Endgegner abzunippeln. Das ging dann so ein paar Mal, bis ich irgendwann einfach gesagt habe: „FICK DICH SPIEL! FICK DICH KRATOS! UND FICK DICH DU VERFICKTE BITCH, DIE NICHT MAL AUF SICH SELBST AUFPASSEN KANN! VERFICKTE SCHEIßE!“ Ich habe nie wieder einen God Of War Teil gespielt.

Ähnlich war es übrigens bei Metal Gear Solid 2 beim Endboss. Nur hab ich das dann doch geschafft, nachdem ich festgestellt habe, dass ich mich einfach zu doof angestellt habe. Ganz zufrieden war ich mit dem Ergebnis aber trotzdem nicht. Der Plan war nämlich, das Spiel durchzuzocken, ohne jemanden zu töten, um die Trophäe dafür zu kriegen. Und was ist? Am Ende steht da, dass ich EINEN Gegner gekillt habe. Ich weiß nicht wo, ich weiß nicht wann, ich weiß nicht wieso, ich weiß nur, dass ich extrem angepisst war. MGS3 hab ich trotzdem gespielt und es war geil.

Mit dem (Ur)Game Boy verbinde ich…?

Grau.

Zocke ich gerade?

Neben dem erwähnten Uncharted 2 hin und wieder am Wochenende eigentlich nix so wirklich. Ich fange immer mal wieder Spiele an und verliere dann das Interesse. The Cave, Abes Odyssey und Batman Arkham Origins sind solche Beispiele, die angezockt auf meiner Festplatte vor sich hinsiechen. Das Zurück in die Zukunft Adventure von Telltale Games habe ich mir für dieses Jahr noch fest vorgenommen, aber da wird es wohl ähnlich enden. Ich habe einfach keine große Lust mehr auf Videospiele.

MMORPG – geil oder nur was für Nerds und Vollpfosten?

Da ich schon normale RPGs immer zum einpennen langweilig fand, sind MMORPGs für mich einfach mal überhaupt nicht von Interesse.

Generell geht es mir ja ziemlich auf die Eier, dass heute in fast jedem Spiel RPG-Elemente vorkommen, mit aufleveln und bla. Lasst doch den Scheiß mal weg. Das braucht doch keine Sau. Ich will zocken, nicht stundenlang in irgendwelchen Scheißmenüs rumsuchen, und nix raffen.

Online oder Offline

Offline. Ich habe genau zwei Spiele für ungefähr 10 Minuten online gespielt. Uncharted 2 und Uncharted 3, jeweils, um die 2 Online-Trophys zu holen, damit ich dann Platin habe. Ansonsten ist Online einfach kacke. Wenn ich mit Leuten zusammen spiele, will ich, dass die mit mir im Raum sitzen.

Bevorzugte “Sparte” (Action, Adventure, Sport, Strategie, usw.?)

Am liebsten spiele ich eindeutig Adventures. In erster Linie die bereits erwähnten Lucas Arts Klassiker, wie MonkeyIsland oder Day Of The Tentacle. Auch wenn sie mich hin und wieder mit den Rätseln in den Wahnsinn treiben, mag ich einfach den abgefahrenen Humor und auch das Rumknobeln.

Ansonsten darf es auch mal Action sein, aber nicht so ein Ego-Shooter-Dauerballer-Kram. Ich brauche da schon etwas Abwechslung, wie kleine Rätseleinlagen oder sowas. Uncharted und die Batman-Spiele haben da ne ganz gute Mischung.

ICH BIN DER SCHWERTMEISTER!!! (oder doch nicht?)

Eher nicht. Ich bin Fernkämpfer. Aber auch nicht zu fern. Es ist irgendwie witzig. In Uncharted zum Beispiel kann ich mit der normalen Handwaffe einen Gegner auf 100 Meter mit nem Kopfschuss erledigen. Aber mit dem Scharfschützengewehr treffe ich kein Scheunentor. Bemerkenswert, ich weiß.

Zockt ihr auf dem smarten Phone/Tablet – wenn ja, was?

Eigentlich haben mich Mobile Games nie interessiert, bis ich dann Anfang des Jahres völlig kaputt war und tagelang nur im Bett lag. Auf der Suche nach einem Zeitvertreib stieß ich dann auf Simpsons Tapped Out, das ich seitdem ziemlich suchte. Macht irgendwie Bock, die gelben Figuren auf Jobs zu schicken, der Humor lehnt sich eher an die Hochzeit der Serie an und die Events sind zum Teil gut inszeniert. Ich muss mich nur manchmal zurückhalten, nicht mein ganzes Geld in das Spiel zu pumpen, um mir Dinge leisten zu können, für die es gerade eben nicht reicht. Ich meine, jede Stadt braucht doch ganz dringend ein Stahlwerk, in dem nachts Homosexuelle abtanzen, oder? Dafür kann man dann schon mal nen Euro ausgeben …

 

Nominierungen gibts bei diesem Stock nicht, aber wer Bock hat, darf sich gerne die Fragen schnappen und beantworten. Frau Landratten Argh schickt euch dafür sicher keinen dreiköpfigen Affen auf den Hals.

Leichtbekleidete Kampfkunst in physikalisch fragwürdiger Umgebung

„Oh please, Mother, make it stop!“ – The Exorcist, 1973

Das obige Zitat würde wohl auf jeden Film hier passen, aber was besseres war gerade nicht zu finden, also kommen wir direkt auf den Punkt:

Videospielverfilmungen. Was kann man dazu groß sagen, außer: Sie sind in der Regel der letzte Dreck. Ein Beispiel dafür, hatten wir hier schon. Und man schaue sich alleine an, was Uwe Boll in dieser Richtung verbrochen hat – oder anders gesagt: Man schaut es sich besser nicht an. Aber nicht nur Herr Boll ist in der Lage, diese Vorlagen völlig in den Sand zu setzen, wie der heutige Film eindrucksvoll unter Beweis stellt.

D.O.A.: DEAD OR ALIVE – USA, DEUTSCHLAND, UK – 2006 – 87 Min.

Starring: Jede Menge Mädchen in Bikinis

Die Frage nach dem Sinn einer Verfilmung über ein Beat Em Up Videospiel muss man sich ja schon aus Prinzip stellen. Schließlich existieren genügend Beispiele, dass es nicht wirklich funktioniert. Aber trotzdem wird es natürlich immer wieder gerne versucht. Und warum? Ganz einfach. Weil Videospielverfilmungen, trotz des ganzen Rotzes, den es in dieser Kategorie gibt, immer wieder erfolgreich sind. Andererseits: Diese hier war es nicht wirklich.

Nach einer Kamerafahrt durch eine schlecht animierte asiatische Stadt, landet man bei Prinzessin Kasumi, die erfährt, dass ihr Bruder tot ist. Währenddessen zirpt ne Grille, womit schon mal klar ist, was man bei diesem Film für Reaktionen des Zuschauers erwartet.

Kasumi will sich verpissen, aber wird von Ayame aufgehalten. Die ist zwar ihre Dienerin, stellt aber direkt mal klar, dass sie kein Problem damit hat, die Prinzessin um die Ecke zu bringen. Die springt dann über eine 42 Meter hohe Mauer und fliegt mit einem Segeldrachen durch die Wolken. Ein Bumerang lädt sie zum DOA ein.

Die ehemalige Wrestlerin Tina sonnt sich auf einer Yacht, die von Piraten überfallen wird. Tina vermöbelt mal eben die Piraten und besäuft sich anschließend. Natürlich erhält auch sie eine Bumerangeinladung.

In Hongkong wird irgendeine andere, nur mit Handtuch bekleidete, Tussi verhaftet, die alles über Diamanten weiß. Die Verhaftung läuft natürlich nicht wie geplant und die Cops kriegen vors Fressbrett. Nachdem sie einem alten Sack im Fahrstuhl die Klamotten klaut, gelingt Christie die Flucht. Ein Bumerang kommt selbstverständlich auch noch angeflogen.

So weit, so uninteressant. Man erfährt nebenbei nicht mal im Ansatz, was das DOA ist, was die Tucken damit zu tun haben, und woher diese tollen Bumerangs kommen, die scheinbar auch über 1000 Kilometer ihr Ziel ganz sicher erreichen. Aber vielleicht gibt’s ja noch ein paar Erklärungen. Verlassen sollte man sich aber wohl nicht darauf.

Im Flugzeug treffen sich dann alle Eingeladenen. Da wären die drei Mädels, der arrogante Zack, Max, den Christie erst mal an den Eiern packt, weil er sie in Hongkong sitzen lassen hat, oder so, Tinas Vater, der scheinbar Hulk Hogans Garderobe geplündert hat, und weitere Fritzen, die nicht näher vorgestellt werden. Per Fallschirm geht’s dann zur Insel, auf der das Turnier stattfindet, wobei die Weiber am Arsch der Welt landen, und jetzt einen Weg zum Austragungsort finden müssen. Die Mädels klettern irgendeinen Turm hoch, um die Spannung zu steigern; und man gelangt durch Teamwork zum DOA, wo alle schon warten.

Eine schlecht animierte Kamerafahrt später setzt Turnierleiter Donovan einen Test an, damit man die Mädels in Unterwäsche betrachten kann. Mehr Sinn scheint nicht wirklich dahinter zu stecken. Donovan lässt dann jedem ne Spritze geben, wodurch er von jedem die Stärken auf seinen Computer downloaden kann, damit er ausgeglichene Paarungen ansetzen kann. Äh, ja …
Es folgt etwas uninteressantes Gekloppe, um erst mal das Fallobst loszuwerden. Irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, dass dieses Downloadding nicht richtig funktioniert, denn nach ausgeglichenen Kämpfen sah das nicht wirklich aus.

In einem Rückblick sieht man, wie Kasumis Bruder zum letzten Turnier eingeladen wurde, nachdem er die Prinzessin gerettet hatte, indem er eine Horde Entführer mit kleinen Nadeln außer Gefecht setzte. Donovan zeigt Kasumi die Klippe, von der ihr Bruder gestürzt ist. Die Leiche wurde nie gefunden. Der große Storytwist bahnt sich an. Kasumi glaubt natürlich, dass ihr Bruder noch lebt, und will ihn suchen. Hayabusa verspricht Kasumi ihr zu helfen, ihren Bruder zu finden.

Christie poppt mit Max, Zack schmeißt sich an Tina ran, Donovan setzt Kasumi gegen Leon an, der im letzten Jahr das Turnier gewann und Kasumis Bruder von der Klippe warf. Ayame will Kasumi nen Kopf kürzer machen, aber Leon kommt und Ayame haut ab. Kasumi tritt Leon mehrfach in die Fresse, was den aber nicht mal ansatzweise tangiert. Der Kampf geht durch Christies Schlafzimmer, die zum Glück mit Vögeln fertig ist, in den Pool, wo gerade Tina Zacks Badehose geklaut hat. Hulk Hogan, oder wie auch immer der Vater von Tina heißt, erwischt seine Tochter mit Christie im Bett, weil sie ein Paar sind, oder gerne Sleepovers abhalten, oder einfach gerne halb nackt nebeneinander liegen, oder was auch immer. Kurz darauf kämpfen Vater und Tochter gegeneinander. Dabei geht es aber ausnahmsweise nicht darum, den Gegner auszuknocken, sondern ihn in den See zu werfen. Tina gewinnt. Daddy freut sich.

Strandpause, damit man die Mädels im Bikini ansehen kann. Während Zack den schlechtesten Rap aller Zeiten bringt, spielen die Ischen Volleyball und Hayabusa durchsucht Donovans Labor nach Hinweisen auf den Verbleib von Kasumis Bruder. Zuvor muss er sich natürlich durch eine Horde Lakaien prügeln, die aber keine Herausforderung darstellen. Als guter Spion stellt er sich aber nicht gerade heraus, denn er wird direkt mal von ner Überwachungskamera entdeckt und in nen Raum gesperrt. Kasumi hat keinen Bock mehr auf Ballspielen und wird in nem Bambuswald mal wieder von Ayame angegriffen. Die kriegt ein bisschen Bambus zu schlucken und macht sich vom Acker, als die anderen Weiber auftauchen.

Donovans Computerexperte Weatherby will Helena flachlegen, Zack will mit Tina tanzen, die ihm dafür in die Fresse tritt. Am nächsten Morgen gibt’s den offiziellen Kampf zwischen den beiden, bei dem Zack KO geht. Damit wirklich niemand den Knockout anzweifeln kann, gibt es Vogelgezwitscher. Vielleicht wäre es besser gewesen, den Film als Looney Tunes Cartoon zu produzieren. Zacks Rolle hätte Wile E. Coyote spielen können. Zack gibt zu, sich in Tina getäuscht zu haben und will seine ganze Kohle auf ihren Sieg setzen.

Bikinikampf im Regen, zwischen Helena und Christie. Christie gewinnt und entdeckt dabei ein Tattoo auf Helenas Rücken, dass der Code für einen Tresor ist, den sie versucht zu plündern. Denn sie ist eine Diebin. Anschließend gehen die drei Mädels Hayabusa suchen, während Weatherby sich wieder an Helena ranschmeißt. Die Tussen finden den Überwachungsraum und den bewusstlosen Hayabusa. Ihre Begeisterung hält sich in Grenzen. Donovan ist ebenfalls nicht begeistert, als Wannabe Helana erzählt, dass Donovan ein falsches Spiel spielt. Der setzt alle Gefolgsleute auf Weatherby und Helena an, die aber, trotz Schwertern, keine Schnitte gegen die Frau haben.

Donovan hat die vier Eindringlinge im Labor gefesselt und präsentiert ihnen die Zukunft, in Form von: einer abgefahrenen Sonnenbrille! Und dem Download der Stärken seiner Gefangenen in seinen eigenen Körper. Die Sonnenbrille ist aber irgendwie cooler. Kasumis Bruder wurde ebenfalls gefangen gehalten – SCHOCKER! – und muss jetzt gegen Donovan ran. Wenn er gewinnt, dürfen alle gehen, wenn nicht, müssen sie alle verrecken. Donovan kriegt erst mal vor die Schnauze, aber nach 10 Sekunden hat die Sonnenbrille den Kampfverlauf runtergeladen. Also dafür, dass Kasumis Bruder der beste Kämpfer der Welt sein soll, ging das recht schnell. Kann der nur die drei Kicks, die er gebracht hat, oder was? Der Bruder verkackt und fliegt den Turm runter, wird aber im Fall von Ayame aufgefangen, die da zufällig gerade rumstand.

Christies Freund Max will den Tresor knacken, Wannabe tippt auf ner Tastatur rum, Donovan will sein Downloadprogramm verkaufen, Weatherby tippt weiter und unterbricht die Übertragung. Dann informiert er die CIA. Max ist im Tresor und zitiert Jerry Maguire. Statt Schotter kriegt er aber von einem irgendeinem Typen vors Maul. Helena will Donovan aufhalten. Der kann Helenas Kampfstil nicht runterladen, weil, äh, keine Ahnung. Helena verliert trotzdem und Donovan aktiviert den Selbstzerstörungsmodus. Uh, sehr einfallsreich.

Weatherby lässt die Gefangenen aus ihren Downloadkapseln frei, die vier Überkämpferinnen treten gegen Donovan auf dem Turm an, es kommen Leitern, Seile und Ketten zum Einsatz, Kasumi und Tina schmieren ab, werden aber von Ayame und Kasumis Bruder gerettet. Donovan verliert seine Sonnenbrille, Kasumi sticht ihm eine Todesnadel in den Nacken, alle springen von dem 8000 Meter hohen Turm in die Tiefe, als dieser explodiert.

Die Piraten vom Anfang des Films fischen Tina aus dem Wasser, die ihr Boot klaut und alle rettet. Nach viel Rumgeknutsche und einem Highlightvideo des Films, der keinerlei Highlight zu bieten hatte, ist der Spaß vorbei.

Gelernt haben wir nix. Aber bei allem was der Film an ungenialen Einfällen zu bieten hatte, bleibt eine Frage offen:

Wer hat denn jetzt eigentlich das Turnier gewonnen?

Dimensionsübergreifender Pilzbefall

„I’ve watched films and even forgotten I’m in them. “ – Bob Hoskins

Vor wenigen Tagen verstarb Bob Hoskins, bekannt aus Hook und Falsches Spiel mit Roger Rabbit, im Alter von 71 Jahren. Grund genug, ihn hier zu ehren, mit einem Film, von dem er wohl auch gerne vergessen hätte, dass er daran beteiligt war.

SUPER MARIO BROS – USA – 1993 – 104 Min.

Der Spaß beginnt mit der Super Mario Theme, womit so ziemlich jede Verbindung, die dieser Film mit den Videospielen hat, endet.

Vor 20 Jahren in Brooklyn setzte irgendeine Tussi ein übergroßes Ei vor einer Kirche ab, aus dem ein ganz normales Baby schlüpfte. Ähm, ja. Außerdem lag ein komischer Edelstein dabei.

Die Mario Brothers Mario und Luigi … Moment mal. Wenn die sich Mario Brothers nennen, bedeutet das, dass Marios vollständiger Name Mario Mario ist? Einfallsreich, aber gut, da kann ja der Film nix für. I blame Nintendo. Jedenfalls sind die Brüder Klempner, die sich mit großer Konkurrenz rumschlagen und deshalb Gefahr laufen, aus dem Geschäft gedrängt zu werden.

Irgendwo werden Dinosaurierknochen ausgegraben. Daisy, die die Ausgrabungen leitet, wird von Mafiaboss Scapelli bedroht, weil … äh, der keine Knochen mag, oder Paläontologen aus Prinzip ablehnt, oder einfach nur mal wieder jemandem drohen wollte, oder was auch immer. Daisy will telefonieren gehen, und da es zu dieser Zeit noch keine Handys gab, latscht sie ewig durch die Stadt zu einem Münztelefon, an dem Luigi und Mario gerade zufällig rumhängen. Die Brüder fahren Daisy zurück zur Ausgrabungsstätte und Luigi versucht ein Date klar zu machen, scheitert aber auf ganzer Linie. Immerhin hilft Mario ihm, Daisy dann doch irgendwie zu einem Essen zu bewegen.

Double Date Time. Daisy erzählt von Dinosauriern, Marios Begleitung erzählt von der Sonnenbank und bewundert Daisys Edelstein, den diese um den Hals trägt. Luigi bringt Daisy nach Hause. Zwei Volltrottel nehmen die Verfolgung auf, um Daisy zu entführen und sie zu Koopa zu bringen. Weil sie aber eben selten dämlich sind, entführen sie Marios Freundin.

Daisy zeigt Luigi ihre Knochen. Die Scapellis setzen alles unter Wasser. Glücklicherweise können die Klempnerbrüder das Rohr fixen. Die beiden Entführungsidioten sind zufällig auch in dem Loch und schaffen es tatsächlich, die richtige Frau zu kidnappen. Die Marios eilen zur Rettung, Luigi kann aber nur den Kristall erwischen. Man verfolgt die Entführer durch eine solide Wand, die sich als nicht sehr solide herausstellt, und landet in Koopa World, oder so was in der Art, wo eigenartige Mutationen durch die Gegend latschen.

King Koopa beschwert sich über Bakterien und den zerfall des sozialen Gefüges in seiner Welt. Die Entführer bringen gute Nachrichten. Sie haben die richtige Tussi entführt. Koopas Freude wird aber schnell getrübt, denn sie haben den Meteoritenkristall nicht. Sie zählen eins und eins zusammen und kommen zu dem Ergebnis, dass die Klempner den Stein haben müssen. Dieser bleibt aber nicht lange in ihrem Besitz, denn eine fette Schwarze klaut ihnen das Teil. Kurz darauf werden die Bros verhaftet, weil sie Klempner sind.

Im Knast, der eher an einen Hühnerpferch erinnert, erzählt ein Mitgefangener von Koopas Plan, in eine andere Dimension vorzudringen. Eben dieser Koopa kommt vorbei und gibt sich als ihr Anwalt aus, um herauszufinden, wo der Meteoritenstein ist. Weil sie nix sagen, werden sie in Koopas Kammer gebracht, wo er normale Menschen in loyale, rücksichtslose, dumme Pilzköpfe verwandelt. Die Marios haben keinen Bock darauf und verfrachten Koopa selbst in seine Pilzmaschine. Bei dem funktioniert das aber scheinbar nicht, weil er nun mal der King persönlich ist.

Die Brüder ergreifen die Flucht, die sich als überraschend einfach herausstellt. Mehr Probleme bereitet es, ein Polizeiauto zu starten und damit drei Meter zu fahren, ohne die halbe Stadt in Schutt und Asche zu legen. Die unvermeidliche Verfolgungsjagd findet statt. Diese endet mit einem Sturz von einer Klippe, aber glücklicherweise hat sich das Auto in einer Art Kaugummi-Schimmelpilz verfangen, der den Aufprall verhindert.

Koopa nimmt ein Schlammbad und will mit der Prinzessin sprechen. Während diese geholt wird, nutzt er seine Pilzmaschine, um die Entführer schlauer zu machen, damit diese nicht ständig Scheiße bauen. Während Daisy auf Koopa wartet, spielt sie mit Velociraptor Yoshi. Koopa erklärt Daisy, dass sie, genau wie er, von den Dinosauriern abstammt. Daisy ist nicht überzeugt von dem Quatsch. Also geht es ihr wie mir.

Die Mario Brüder latschen durch die Wüste. Die Entführer kommen vorbei und bauen mal wieder Mist, wodurch sie in Fesseln enden. Sie erklären, was es mit dem Stein auf sich hat und man beschließt, sich gegenseitig zu helfen, um den Stein von Big Bertha zurückzuholen. Leider hat Luigi sein Werkzeug verloren, weshalb man improvisieren muss. Also schaltet man einfach alle Wachmänner mit einem Pümpel aus.

Die Brüder ziehen sich um. Allerdings trägt Luigi Rot und Mario Gelb, was aus Prinzip einfach falsch wirkt. Big Bertha hält sich in einer Disco auf, in der die Klempnerbrüder direkt erkannt werden, was schnell die Pilzköpfe auf den Plan ruft. Mario hat immerhin noch Zeit, vorher mit der Fat Lady einen Tanz aufs Parkett zu legen und so an den Stein zu gelangen. Lange behält ihr diesen aber nicht. Immerhin kriegen die Brüder unerwartete Hilfe von Big Bertha, die ihnen die Flucht ermöglicht. Auf einem Mülltransporter gelangen Mario und Luigi in Koopas Turm, wo dieser gerade das Pterodactyl-Menü bestellt. Aber natürlich extra scharf, sonst wäre das ja eklig.

Die Brüder lösen direkt mal Alarm aus, fahren aber trotzdem einfach mit dem Fahrstuhl nach oben, obwohl darin ein Dutzend Pilzköpfe rumlungert. Luigi hat den großartigen Plan, diese einfach zum Tanzen zu bringen, damit die Brüder den Aufzug verlassen können. Genial! Und natürlich funktioniert’s, weil hier einfach alles unfassbar bescheuert ist.

Koopas Beraterin, die den Stein hat, will Daisy killen, wird aber von Yoshi angefallen. Daisy flieht. So auch die Entführer, die kurz zuvor von Koopa zum Tode verurteilt wurden. Die beiden bringen Daisy zu ihrem Vater; einem Dinosaurier, der in einem Schleimbeutel unter der Decke hängt.

Die Brüder irren durch bepilzte Gänge und finden Daisy. Deren Vater, der den Laden mal geführt hat, aber von Koopa in den Pilzbeutel verfrachtet wurde, hängt immer noch nur rum. Die drei werden gefangen genommen. So auch Koopas Beraterin, wodurch dieser endlich an den Stein gelangt.

Mario und die entführten Weiber, die die bekloppten Entführer fälschlicherweise angeschleppt haben, brechen aus und schlittern auf einer Matratze durch ein Abflussrohr. Luigi und Daisy sind ebenfalls entkommen. Wie ist scheinbar völlig irrelevant. Jedenfalls landen alle in der Stadt. Koopa ist auch da und ballert mit einem Raketenwerfer um sich. Mario geht zum Angriff über und Koopa verliert den Stein, der wieder seiner Beraterin in die Hände fällt. Luigi und die entführten Ischen wollen verhindern, dass sie die Dimensionen miteinander verschmelzt, oder irgend so ein Quark.

Mario hat derweil eine aufziehbare Bombe am Start, die in der Kanalisation landet. Kurz darauf werden Mario und Koopa in die Menschenwelt gebeamt, weil die Beraterin den Stein benutzt hat. Koopa verwandelt Scapelli in einen Affen, kriegt dann aber von Mario einen Pilz in die Fresse geworfen und sie landen wieder in der Koopadimension. Da wird noch etwas rumgeballert, dann geht die Bombe hoch und Koopa fliegt durch die halbe Stadt.

Die Qual ist aber noch nicht beendet, denn er kommt als T-Rex zurück, der dann mit Waffengewalt zu Brei verarbeitet wird, damit wir hier langsam mal zum lange herbeigesehnten Ende kommen können.

Die Brüder kehren zurück in ihre Welt, aber Daisy bleibt in der anderen Dimension. Einige Tage später steht Daisy plötzlich vor der Tür und braucht die Hilfe der Brüder, womit man sich eine, zum Glück niemals erschienene, Fortsetzung offen gehalten hat.

Bob Hoskins versucht hier verzweifelt zu retten, was von Beginn an niemals zu retten war. Trotzdem ist er noch das Beste an diesem Müll. Immerhin haben wir gelernt, dass Pilzbefall unglaublich langweilig sein kann.

Halluzinationsverarbeitung für Drogensüchtige

„Pain is your friend, your ally …“ – G.I. Jane, 1997

Heute geht es darum, herauszufinden, ob das oben stehende Zitat der Wahrheit entspricht. Ist Schmerz wirklich ein Freund und Verbündeter? Aber es geht nicht um den eigentlichen Schmerz, den jeder kennt. Es geht um:

MAX PAYNE – Canada – USA – 2008 – 100 Min.

Starring: Marky Mark And A Funky Bunch Of Drugaddicts

Nebenbei handelt es sich hier um eine Videospielverfilmung, wodurch die Hoffnung nicht gerade steigt, hier gut unterhalten zu werden.

Max Payne erzählt erst mal, dass er nicht an den Himmel glaubt. Aber an Schmerz und Tod. Dann säuft er ab. Wäre natürlich schön, wenn es das schon gewesen wäre, aber das ist leider nicht der Fall.

Payne arbeitet in der Cold Case Abteilung, in der laut einem Mitarbeiter nur Typen arbeiten, die irgendwann mal Scheiße gebaut haben, und deshalb dahin versetzt wurden. Bei Max liegt der Fall aber etwas anders, denn er ist da, weil seine Familie gekillt wurde.

In der U-Bahn lungern ein paar Drogenjunkies rum, die Payne seine schicke Uhr klauen wollen. Max kennt die Jungs irgendwoher. Er haut einem von ihnen die Fresse ein und zückt eine Knarre, die bei einem Schuss ganze Türen zu Sägespänen verarbeitet. Eines der Drogenopfer schiebt voll die Hallus und sieht schwarze Vögel, wie bei Hitchcock, oder schwarze Engel, oder was auch immer. Deshalb wird er von ner U-Bahn überfahren.

Payne besucht einen Kollegen, der gerade ne Dinnerparty schmeißt. Sieht zwar eher wie ne Swingerparty aus, aber wer kann das schon genau beurteilen. Max lernt Natasha kennen, die ein interessantes Tattoo hat. Irgendwelche bewaffnete Russen sprengen die Party und wollen Natasha mitnehmen. Payne ist streng dagegen. Nach etwas russischem Small Talk zwischen den russischen Schwestern haut der Schießtrupp wieder ab. Max entpuppt sich als Voyeur und guckt nem Paar beim Poppen zu, die sich außerdem irgendeinen blauen Stoff reinpfeifen. Natasha schleppt Max ab und man verlässt die Party, auf der kurz darauf ne blonde Tucke von Halluzinationen heimgesucht wird.

Natasha macht sich nackig, aber Max interessiert sich mehr für die Erlebnisse auf der Party. Natasha macht Witze über Paynes tote Frau. Max ist nicht erfreut und setzt sie vor die Tür. Die ruft dann ihren Dealer an, weil sie langsam nen Turkey schiebt, und wird dann ebenfalls von Halluzinationen geplagt. Die Flucht vor den schwarzen Vögeln misslingt, obwohl sie dauernd „noch nicht!“ schreit. Muss ich nicht verstehen, oder?

Am nächsten Tag zeigt ein Kollege Max die Gasse, in der die Vögel zugeschlagen haben. Dort liegt Natasha in tausend Stücke verteilt im Schnee. Irgendein Kapuzenheini beobachtet die ganze Sache von oben.

Max wird von seinem Kollegen, der sein Ex-Partner ist, vollgequatscht. Scheinbar ist er bei der Aufklärung des Mordes an Paynes Familie gescheitert und Max ist deshalb nicht gut auf ihn zu sprechen.

Natashas Schwester ist wenig begeistert von deren Tod.

Ex-Partner Alex quatscht Max auf den Anrufbeantworter, dass er was entdeckt hat, und will zu ihm kommen. Max fährt nach Hause und kriegt vor die Fresse, was so grausam geschnitten ist, dass man Halluzinationen kriegen könnte. Vielleicht ist auch genau dass, das Ziel. Die Leute im Film haben ja auch alle welche.

Max wacht im Krankenhaus auf. Alex ist tot. Irgendein Typ liest in der Zeitung von dem Vorfall in der Gasse. Max trifft zufällig die Chefin seiner Ex-Frau und es wird gelabert. Es wird etwas mit alten Freunden rumgeschwallt, dann geht es zur Totenwache von Alex. Da fängt sich Payne ne Ohrfeige von der Frau des Toten, die ihm die Schuld für alles gibt. Max wird von der Dienstaufsicht mitgenommen, die wissen wollen, woher Natasha seine Brieftasche hatte. Max erklärt, dass er sie auf einer Party seines Spitzels kennengelernt hat.

Payne latscht zur Mordkommission, wo ihn jeder zum kotzen findet und sucht nach Hinweisen im Büro seines Ex-Partners. Er findet was und flieht aus dem Fenster. Max wird von Natashas Schwester in ner Unterführung gestellt. Die hält ihn natürlich für den Mörder. Max kann sie aber davon überzeugen, dass sie die selbe Person suchen. Man fährt zu dem Hauptverdächtigen, der gerade schwarze Vögel sieht und von Einem von ihnen aus dem Fenster gezogen wird. Äh, können Halluzinationen so was? Wäre mir neu.

Max und die Schwester glauben, er ist gesprungen, obwohl das nicht mal ansatzweise so aussah. Es geht zum Tätowierer. Der identifiziert die Tattoos der Leichen als Engel der Walküre.

Der Antagonist des Films ist scheinbar gefunden, denn er verabreicht gerade nem Typen ne Portion Schlumpfpisse, oder wie auch immer die komische Droge heißen mag und bringt ihn um die Ecke.

Die Schwester ohne Namen fährt zu Lincoln. Der bringt sie auf Lupino, der gerade das Drogenopfer gekillt hat. Lincoln weiß auch über Payne bescheid und erzählt der namenlosen Schwester über ihn. Uh, er kennt sogar den Namen der Schwester. Sie heißt Mona. Danke für die Info.

Max fährt Auto. Max entdeckt auf dem Firmenlogo von dem Pharmaschuppen, für den seine Frau gearbeitet hat, einen schwarzen Flügel. Max befragt einen ehemaligen Arbeitskollegen nach irgendnem Typen, dessen Name bisher nicht ein mal genannt wurde.

Rückblende. Max ballert ein paar Typen in seinem Haus weg und findet seine ermordete Familie.

Paynes Freund aus der Firma seiner Frau erklärt dem ermittelnden Bullen von der Dienstaufsicht die Lage und bittet ihn, Max zu finden, da der voll die verrückten Theorien hat.

Payne stattet Jason einen Besuch ab. Max will Antworten und vermöbelt Jason. Max erfährt, dass seine Frau an einem militärischen Experiment gearbeitet hat. An einer Droge, die Soldaten unbesiegbar machen sollte, aber die Nebenwirkungen waren Halluzinationen und großes Suchtpotenzial. Der Sicherheitsdienst kommt und auch der ermittelnde Cop ist zur Stelle. Jason will, dass Max ihn beschützt, vor dem Typen, der seine Frau gekillt hat. Das wird aber nix, denn Jason wird vom SWAT-Team abgeknallt. Es folgt etwas Action und Rumgeballer. Max kann fliehen, aber der Cop will ihn mitnehmen. Eine Explosion bietet Max die Möglichkeit zu entkommen.

Mona und Max gucken sich ein Video zu der Super-Soldaten-Droge an. Jack Lupino war eine der Testpersonen. Bei ihm gab es, laut eigener Aussage, keine Nebenwirkungen. Max beschließt, ihn aufzusuchen. Mona will ihm das ausreden, aber er lässt sich nicht belabern.

Lupino steht auf nem Dach und säuft etwas blauen Saft.

Max erreicht sein Ziel und ballert sich durch Lupinos Gebäude. Um genau zu sein, ballert er drei Typen weg. Dann kommt Lupino und haut Max vors Maul. Paynes Freund kommt vorbei und knallt Lupino ab. Der Freund stellt sich natürlich als der eigentliche Mörder heraus und er will jetzt auch Max umnieten, beziehungsweise ihn im Meer versenken. Der kann sich aber befreien und springt freiwillig in den gefrorenen Ozean, womit wir wohl wieder am Anfang sind. Kurz bevor er ertrinkt, mobilisiert er noch mal Extrakräfte und rettet sich an Land. Um nicht abzunippeln, schraubt er sich etwas blauen Stoff rein und ist jetzt bereit für den großen Rachefeldzug.

Der Polizist von der Dienstaufsicht schaltet das FBI ein, was den Mörder nicht wirklich beunruhigt, da sie nix gegen ihn in der Hand haben. Als er abhauen will, ist allerdings Max Payne am Start und knallt alles ab, was im Weg steht. Die Schießorgie wird durch Halluzinationen von schwarzen Vögeln und Paynes Frau unterbrochen. Dann eilt Mona zur Hilfe und das Geballer kann weiter gehen. Das halbe Gebäude wird weggebombt, was zugegebenermaßen ganz cool aussieht. Der Mörder wartet auf dem Dach auf nen Hubschrauber. Max kommt vorbei und wird erschossen. Aber da er auf Drogen ist, kann ihm das nix anhaben. Deshalb knallt er mal eben im Vorbeigehen den drogenfreien Mörder ab und kann zufrieden nach Hause gehen.

Eine weitere Videospielverfilmung, die kein Mensch gebraucht hat. Immerhin haben wir gelernt, dass man von guten Drogen (fast) unbesiegbar wird, allerdings mit Psychosen rechnen muss, die sogar in der Lage sind, einen aus nem Fenster zu werfen. Ich schätze mal, das ist der Rausch dann einfach nicht wert.