Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: April 2014

Irreführende Weltraumnavigation

„Houston, we have a problem!“ – Apollo 13, 1995

Hollywood hat ebenfalls ein Problem. Es nennt sich: Ideenlosigkeit. Unendliche Fortsetzungen und Remakes wechseln sich auf den Leinwänden ab. Aber was macht man, um die Zeit zwischen Fortsetzungen und Remakes zu überbrücken? Man stöbert in alten TV-Archiven, auf der Suche nach Serien, die man auf der großen Leinwand neu aufarbeiten kann, um dieses Unternehmen dann völlig in den Sand zu setzen. Ein Beispiel für diese Vorgehensweise gibt es hier:

LOST IN SPACE – USA – 1998 – 125 Min.

Starring: Oldboy, wenn er ein Mann ist, und ein Freund

Die Vorgeschichte ist schnell erklärt: Familie Robinson soll, im Jahre 2058, mit einem Raumschiff zu einem Planeten fliegen, um dessen Besiedlung vorzubereiten. Fertig.

Erst mal greifen direkt irgendwelche Terroristen die Raumstation an, aber Major Don West, gespielt von Matt LeBlanc, eilt zur Rettung. Nebenbei haut er billige One-Liner raus und rettet seinem Kumpel das Leben. Unser Held des Films ist also gefunden und mit LeBlanc natürlich großartig besetzt. Der beweist direkt, dass es für ihn wohl keine große Herausforderung dargestellt haben dürfte, in Friends einen schlechten Schauspieler zu mimen.

Eine Lehrerin beschwert sich bei Mutter Robinson über ihren Sohn, der wohl ein ganz schlauer Kopf ist und ständig mit Technikkrempel rumexperimentiert. Dabei hat er die Stromversorgung der Schule lahmgelegt, was die Lehrerin ganz schön auf die Palme bringt. Den kleinen Will interessiert das wenig und er verwandelt den Körper seiner Lehrerin in der Hologrammübertragung in nen Drachen und anderen Kram. Der Haussegen hängt schief, als Tochter Robinson klarstellt, dass sie absolut keinen Bock hat, ins All zu fliegen und lieber Party mit ihren Freunden machen würde.

Da der ursprüngliche Pilot wegen ner Grippe nicht fliegen kann – eigentlich ist er tot, aber dass darf keiner wissen – wird kurzerhand Major West der Mission hinzugefügt, der genau so begeistert ist wie Tochter Robinson, da er lieber Terroristen wegbomben will.

Neben William Hurt, der Vater Robinson spielt, hat sich auch Gary Oldman überreden lassen, in diesem Streifen mitzumischen. Der verhandelt gerade seinen Preis für die Sabotierung der Mission, denn er ist ein Undercover-Spion oder so was.

West schmeißt sich an die ältere Tochter Robinson ran, was Vater Robinson natürlich gar nicht gefällt. Der streitet sich zu Hause angekommen mit seiner Frau, womit jetzt endgültig klar ist, dass hier jeder jeden kacke findet.

Oldman schleicht sich in einer Nacht und Nebel Aktion – naja, eher Nacht ohne Nebel – auf das Schiff und manipuliert einen Roboter, damit der alle killt, die auf dem Schiff sind. Sein Boss betrügt ihn aber und knockt ihn irgendwie über Funk aus, wodurch er nicht mehr vom Schiff kommt und mitfliegen darf. Die Robinsons werden in ihren Kapseln eingefroren und West hebt ab.

Bei der Gestaltung des Raumschiffs hat man sich voll ins Zeug gelegt. Das Teil sieht aus, als hätte man zwei Suppenteller übereinandergestülpt. Nix gegen Old-School, aber etwas mehr Einfallsreichtum kann man ja wohl verlangen. Immerhin wird die Außenhülle abgesprengt und es erscheint ein fliegendes Frisbee mit Windschutzscheibe.

Nachdem West sich in seinen privaten Kühlschrank begeben hat, wacht Oldman – dessen Namen man immer noch nicht erfahren hat – auf. Auch wenn ihm seine Hand durch die komische Funkausknockaktion ganz schön schmerzt, versucht er den Roboter aufzuhalten, der im Schiff Amok läuft. Dazu weckt er die Robinsons auf und man ballert wild durch die Gegend, was den Roboter wenig beeindruckt. Der Sohn mit Einstein-IQ schafft es dann im Vorbeigehen, die Kontrolle über den Todesroboter zu übernehmen und rettet vorerst die Mission. West will Oldman um die Ecke bringen, aber der ist scheinbar der Einzige, der Judy retten kann, die noch in ihrer Gefrierkammer eingeschlossen ist – und zwar in dem er die Kammer mit ner Brechstange aufhebelt. Das kann nämlich sonst niemand. Da man zu nah an der Sonne ist, beschließt man, durch sie hindurch zu fliegen. Ja, durch die Sonne hindurch. Äußerst genialer Plan. Kaum warm, aber das Schiff kann das wohl ab. Dabei reist man dann durch die Zeit, oder den Raum, oder beides, oder was auch immer, jedenfalls gibt’s Bullet-Time und man landet … irgendwo.

West überzeugt Dr. Smith – so heißt Oldmans Charakter – mit Waffengewalt, ihn zu begleiten, ein verlassenes Schiff zu erkunden. Man erfährt, dass das verlassene Schiff auf der Suche nach ihnen war. Bevor man weiter darüber nachdenken kann, verfolgt man einen Weltraum-Chamäleon-Affen in den schiffseigenen Regenwald und wird von Space-Spinnen angegriffen. Aber Major West hat einen ausfahrbaren Ritterhelm in seinem Hemdkragen versteckt und ballert, durch diesen geschützt, die Spinnen weg. Eine der Spinnen kratzt Smith am Rücken, obwohl es den gar nicht gejuckt hat. Die Flucht gelingt und West bombt das Schiff weg, weil er Spinnen hasst. Bei der Flucht vor der Druckwelle der Explosion stürzt man auf einem fremden Planeten ab.

Die Story dümpelt mit jeder Menge Schuldzuweisungen und dummen Geschwafel vor sich hin und man geht erst mal pennen. Am nächsten Morgen entdeckt man eine gewaltige Weltraumblase im Wald. Vater John vermutet, dass es eine Zeitblase ist, wie eine durch die sie im Weltall geflogen sind. Sein Sohn vermutet, dass jemand eine Zeitmaschine gebaut hat, die für diese Blase verantwortlich ist, was sich später auch als wahr herausstellen wird – sorry für den Spoiler – was aber absolut nicht erklärt, wo denn eigentlich die Zeitblase im Weltraum herkam. Es werden noch ein paar Sentimentalitäten ausgetauscht, dann brechen John und Don auf, um die Zukunft zu erkunden. Will baut derweil nen neuen Roboter und die Mädels reparieren das Schiff. In der Zeitblase werden West und Robinson erschossen. Im Schiff quatscht Smith Will zu, damit dieser ihn in die Zeitblase begleitet. Will, der technisch ein Genie ist, aber sonst scheinbar die Intelligenz von Mondgestein besitzt, lässt sich natürlich schnell überzeugen und man latscht zum Wald der Zukunft. Dort findet Smith die Gräber der Weiber.

John findet sich in einer zukünftigen Version seines Schiffes wieder und trifft auf Old Will. Der hat eine Zeitmaschine gebaut und will den Start des Fluges in der Vergangenheit verhindern. Young Will gibt Smith ne Waffe, was sich natürlich als Fehler herausstellt. Der stürmt das Schiff der Zukunft und übernimmt den Laden. Er will selber zurück in die Vergangenheit reisen, aber hier kommt Spider-Smith, der durch den Spinnenbiss zu einem Spinnenmann nutiert ist, und haut seinem jungen Ich in die Fresse und wirft ihn von einer Plattform. Spider-Smith scheint seinen Plan nicht ganz durchdacht zu haben, denn würde der Tot seines alten Ichs nicht ein Paradoxon bedeuten, in dem er ihn gar nicht von der Plattform hätte werfen können? Doc Brown könnte das sicher genauer erklären.

Young Will labert den Roboter der Zukunft zu, der dadurch die Seiten wechselt, weil Will der Roboterpflüsterer ist. Die Frauen ballern eine Leuchtrakete in die Zeitkuppel und keiner weiß warum. Old Will stellt fest, dass Spider-Smith ihn verraten hat – was für eine Wende – und die Frauen gekillt hat. Spider-Smith ist schwanger und will die Erde beherrschen. Dafür braucht er natürlich Wills Zeitmaschine. Old Will wird gekillt, aber sein Vater ist zur Stelle. Er haut Spider-Smith nen Schraubenschlüssel in die Fresse, worauf der von den Spinnenbabys gefressen wird, da diese ihre eigenen Verwundeten essen.

Don und Nicht-Spinnen-Smith erreichen das Original-Schiff und heben ab. Old Will lebt natürlich doch noch und guckt gemeinsam mit seinem Vater zu, wie das Schiff in einem Asteroidenhagel explodiert. Will hat ne Idee, wie er das rückgängig machen kann, und stößt seinen Vater in die Zeitmaschine. Der landet im Schiff kurz bevor es versucht hat den Planeten zu verlassen. John hat den Plan der Pläne und schlägt vor, durch den Planeten hindurchzufliegen. Warum auch nicht? Hat ja auch schon bei der Sonne funktioniert. Man entkommt und fliegt Richtung Heimat, auch wenn kein Mensch weiß, wo das eigentlich ist. Und das war’s dann. Nebenbei hat man wohl völlig vergessen, dass man den spinnenbissverseuchten Smith noch an Board hat, den man jetzt mit nach Hause nimmt. Aber was soll’s, Hauptsache die Familie ist gerettet. Scheiß auf die Erde.

Immerhin haben wir gelernt, dass Weltraum-Chamäleon-Affen echt süß sind.

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Media Monday #148

Langweilige Nacht. Da kommt der Media Monday ganz gelegen.

 

1. Die beste Film-Szene, die in Berlin spielt gibt es wahrscheinlich in einem der Jason Bourne Filme. Was anderes fällt mir gerade zumindest nicht ein .

2. Ein Abend mit ein paar Freunden und ein paar Bier ist für mich der perfekte Filmeabend.

3. Der Sound macht einen nicht unbeträchtlichen Teil der Faszination von Gravity aus, weil es, soweit ich das beurteilen kann, das erste Mal ist, dass man diesen einigermaßen akurat dargestellt hat .

4. Wie ich Filme schaue und erlebe, hat sich durch das Internet/die sozialen Netze vor allem dahingehend verändert, dass ich mittlerweile viel informierter über die Filme bin, die ich mir anscheuen will, und dadurch auch das ein oder andere aussortiere, was ich früher einfach blind geguckt hätte .

5. Wenn ich die Chance hätte, ein eigenes Film- oder Seriendrehbuch zu schreiben, das dann auch umgesetzt wird , ginge damit ein Traum für mich in Erfüllung.

6. Bruce Willis scheint die besten Tage hinter sich zu haben, weil er mittlerweile einfach bei jedem Müll mitzuspielen scheint, der ihm angeboten wird .

7. Zuletzt gesehen habe ich Die Muppets und das war notwendig , weil ich mich damit auf die bevorstehende Fortsetzung eingestimmt habe .

Dahinschlängelnde Virusforschung

„Snakes. Why’d it have to be snakes?“ – Raiders Of The Lost Ark, 1981

Na, was denn sonst? Diese komischen, langen, kriechenden Dinger, die keinen Körper zu haben scheinen, sind genau das Richtige, wenn es darum geht, einen schlechten Film aufzuwerten. Oder auch nicht. Wir werden sehen …

VENOMOUS – Virus Outbreak – Die Biowaffe – USA – 2001 – 97 Min.

Starring: Ein talentierter Darsteller, dessen noch größeres Talent offensichtlich darin besteht, sich für beschissene Rollen zu entscheiden. Oh, und natürlich Schlangen.

Irgendeine Forschungsabteilung im November 1990 – Grottige Musik dudelt vor sich hin. Irgendein Doktor zeigt seiner Freundin, oder Frau, oder Kollegin, oder Tante, oder Schwester, oder was auch immer, und nem Typen sein geheimes Labor. Da gibt’s Schlangen. Was daran jetzt so besonders sein soll, weiß kein Mensch, außer den Begleitern des Doktors. Die wollen gehen, aber der Hausmeister, oder jemand, der aussieht wie ein Hausmeister, hält sie auf. Der Typ schlägt ihn nieder. Die Tussi bringt ne Bombe an, was der Doktor nicht so cool findet. Dafür wird er abgeknallt. Ein weiterer Hausmeister löst Alarm aus, aber das Gebäude kann er nicht mehr retten. Alles fliegt in die Luft, nur die Schlangen überleben, weil sie eben überleben müssen, damit der Quatsch hier auch ne Story hat.

Irgendwo im Nirgendwo im, äh, naja, Jetzt – Ein Typ schraubt an seinem Auto rum. Erdbeben. Nein, es sind die Schlangen, die aus der Erde kriechen. Warum die dabei wackelt, wird nicht klar. Sind eben Über-Schlangen. Der Hund von dem Typen wird von ner Schlange angegriffen, was zu rein gar nix führt, denn der Typ fährt weg und lässt den Hund zu Hause. Während der Fahrt hat der Typ dann plötzlich Hustenanfälle und fährt Schlangenlinien (wie passend), was einen Polizisten auf den Plan ruft. Der findet den, sich auskotzenden, Typen im Auto und … Schnitt.

Im Krankenhaus untersucht ein Arzt einen Patienten. Was soll er da auch sonst tun? Ist ja schließlich sein Job. Ein anderer Arzt untersucht Bob, der im Auto angefangen hat, seine Lunge hochzuwürgen. Er weiß nicht, was er hat und ob er überleben wird. Nach einem kurzen Cut zu dem Hund, der im Sand liegt und sonst gar nix macht, erfährt man, ob Bob überleben wird. Die Antwort lautet: Nein. Denn er ist tot.

Der behandelnde Arzt, der David heißt, ruft seine Frau an, aber er macht klar, dass er sie gerade nicht poppen will, sondern ne Blutanalyse von Bob braucht. Seine Frau hat aber sowieso keinen Bock auf sexuellen Kontakt, denn sie lebt getrennt von ihrem Mann, was der aber noch nicht so ganz zu raffen scheint.

Schlangen überall in der Wüste. Schnitt zu nem Typen, der seine Post durchguckt. Sein Name ist Billy, seine Frau heißt Cindy, sein Sohn heißt ebenfalls Billy, weil dem Drehbuchautoren einfach keine Namen mehr einfallen wollten. Billy, der Alte, nicht das Blag, wird von ner Schlange gebissen. Doktor David gibt ihm ein Gegenmittel gegen Schlangengift. Billy lässt ein Glas fallen, an dessen Scherben sich die Krankenschwester schneidet. Davids Frau findet in Bobs Blut ein unbekanntes Virus. Bobs Leiche muss schnellstens abgefackelt werden, sagt Davids Frau.

Billy haut ab und geht Burger braten. Bei seinem Gekröche wundert es, dass überhaupt noch ein Kunde seinen Burger haben will. Der Restaurantbetreiber schmeißt sich an eine Kundin ran und nix passiert. Schnitt zum Feierabend, Billy will nach Hause, bricht aber vor der Burgerbude zusammen.

Billy liegt in Quarantäne. Die Tussi, der Billy auf die Burger gehustet hat, und die Krankenschwester mit Schnitt am Finger brechen im Krankenhaus zusammen.

Davids Frau quatscht mit ihrem vorgesetzten General. Der gibt ihr die Freigabe, das Virus zu erforschen. Anschließend guckt sich der General mit nem anderen Militärfritzen Mikroskopbilder von dem Virus an, das sie stark an das Virus von 1990 erinnert. Die Burgertussi stirbt. Dem General wird nebenbei verklickert, dass er gefälligst die Fresse zu halten hat, wenn es um das Virus geht.

Die Ärzte befragen den Burgerbrutzler und den Cop, der Bob gefunden hat. David fragt den Cop nach den Schlüsseln für Bobs Haus. Der weist darauf hin, dass Bob nen Hund hat, und er besser mit kommt, damit der David nicht in den Arsch beißt. Dann gibt er David die Schlüssel und lässt ihn trotzdem alleine fahren. Wenn jemand nach dem sinnlosesten Filmdialog aller Zeiten sucht: das war er.

David findet den toten Hund. Seine Frau labert mal wieder mit dem General. Der schlägt vor, dass die Leute einfach ihr Wasser abkochen sollen. Denn das ist scheinbar die Lösung für alle Probleme. David ist nicht davon überzeugt, dass seine Frau bei den Untersuchungen gute Arbeit geleistet hat, denn sie erzählt was von Kolibakterien. Dann rechnet er eins und eins zusammen und weiß, wie sich jeder angesteckt hat. Der Hund von der Schlange, Bob vom Hund, Billy von Schlange, die Burgertussi von Billys Lungeninhalt auf ihrem Mittagessen und so weiter.

Das Militär ist in der Stadt und stellt alles unter Quarantäne. Unter der Stadt schlängeln sich die Schlangen durch die Gegend. Dramatische Musik setzt ein und die Schlangen gelangen an die Oberfläche, wo ja eh schon welche sind, deshalb erschließt sich hier nicht so ganz, warum man jetzt bei jeder Schlange zeigen muss, wenn sie aus ihrem Loch kommt, aber irgendwie muss man ja die neunzig Minuten füllen.

Davids Frau erfährt im Fernsehen, dass alle Leitungen zu der Stadt unterbrochen sind und versucht erfolglos David anzurufen. Was hat die daran nicht verstanden? Leitungen = unterbrochen. Ist doch nicht so schwer. Und die hat nen Doktortitel?

Ein Typ namens Larry wird von ner Schlange gebissen. Seine Frau saugt das Blut aus. Man weiß, wo das hinführen wird.

Davids Frau kommt ohne größere Probleme in die Stadt, die unter Quarantäne steht. Der Lassen sie mich durch, ich bin Arzt Spruch funktinoiert scheinbar in allen Situationen. Sie trifft sich mit ihrem Mann, der sie unbedingt flachlegen will, aber die hat immer noch keine Böcke auf ihn.

Larry und Frau kommen ins Krankenhaus. Ein Frosch wird von ner Schlange angegriffen. Man kann nur auf Froschmutanten hoffen, das würde den Film extrem aufwerten. Davids Frau fährt zu ihrer Schwester. Deren Sohn geht zum Froschteich. Man ahnt, wo das hinführt. Genau: Er findet eine Katze. Uh, wie süß, und so. Man hätte denken können, das führt woanders hin. Naja, irren ist menschlich.

Davids Frau trifft zufällig den General, der im Krankenhaus rumturnt. Sie will wissen, warum sie nicht helfen durfte und schwallt den General voll. Da sie aber eh gerade da ist, kann sie selbstverständlich ihre Forschungen fortsetzen. Die Doktoren beraten sich mal wieder und wollen eine Schlange fangen, um Antikörper herzustellen. Der General soll sich für Anweisung 712 bereithalten. Was das bedeutet, wissen nur Militärexperten. Napalm kommt als Erstes in den Sinn, aber mal abwarten.

Die Katze wird von ner Schlange gekillt. Larrys Bruder will seinen Bruder in ein besseres Krankenhaus bringen und zieht einen Argumentationsverstärker. Also eine Waffe. David versucht sich als Held aufzuspielen, versagt aber kläglich. Larry wird rausgeschleppt. David nimmt die Verfolgung auf. Das Militär ist mit nem Helikopter zur Stelle und ballert Larry und seinen Bruder ab. Der General tut das als Notwehr ab. Na klar doch …

Mal wieder ein Erdbeben. Jetzt fliegen die Schlangen quasi aus der Erde. Davids Frau tut sich irgendwie an der Hand weh, verheimlicht aber natürlich ihre Verletzung. Dann labert sie tatsächlich mit David über Gott. Warum weiß mal wieder keiner. Wie das Gespräch auch nur ansatzweise in den Film passt sowieso nicht. Aber nach Sinn und Unsinn sollte man hier eh nicht mehr fragen.

David geht auf Schlangenjagd in einer unterirdischen Forschungsstation, oder so was. Die Polizei wollte hier unter Beweis stellen, dass sie viel zu viel Absperrband haben, denn in einem Gang hängt das Zeug alle dreißig Zentimeter. David ist von Schlangen umzingelt und labert sich den Weg frei, mit Versprechungen, dass er nie wieder Handtaschen und Gürtel trägt. Mit anderen Worten: Bisher hat er immer Handtaschen getragen. Es folgt ein absolutes Highlight mit Schlangen, die eine Leiter hochklettern. David kann aber trotzdem entkommen.

Davids Frau heißt Christine. Juhu, wir haben einen Namen. Allerdings ist sie infiziert, also könnte es etwas zu spät für diese Enthüllung sein. David bringt eine Schlange ins Labor und will sie „melken“. Ich stell mir das jetzt mal nicht bildlich vor?

Christine bricht zusammen. Der General erhält grünes Licht für Anweisung 712. David entwickelt mal schnell ein Gegengift und heilt Christine. Nee, doch nicht. Sie stirbt. Nee, doch nicht. Sie lebt. Oh, man, was für eine unfassbare Dramatik.

Irgendein Typ mit Baseballcap und seine Frau wollen sich aus der Stadt verpissen. Kappenkarl drückt seiner Frau etwas Pfefferspray in die Hand, die das auch direkt gegen einen Soldaten einsetzt. Eine Verfolgungsjagd startet und die Frau verreckt, als ihre Karre explodiert.

Christines Schwester hat nen Rohrbruch und will das fixen. Christine selbst hat im Vorbeigehen ein Medikament pharmaziert, das gegen das Virus hilft. Die Toilette ihrer Schwester läuft über und bringt Schlangen ans Licht. Christine bittet den General um etwas Zeit, um Impfstoff herzustellen, aber das Militär hat eigene Pläne. Es folgt die unausweichliche Duschszene mit Christines Schwester. Die Schlange wartet mit der Attacke immerhin, bis sie sich ein Handtuch umbinden konnte.

Ein Kampfjet startet, um die Stadt wegzubomben. Das ist wohl Anweisung 712. Beim Militär konnte man ja auch nix anderes erwarten.

David wird ungeduldig und sucht Christine, die gefesselt in nem Militärzelt sitzt. David wird auch gefesselt, weil das Militär das eben so macht. Christine rafft jetzt, was Sache ist und beschuldigt die Soldaten, das Virus erschaffen zu haben. Natürlich hat sie recht. Der General hat Gewissensbisse und wird von einem anderen General abgeknallt. Der wird dann abgeholt.

Christines Schwester ist im Krankenhaus und ihr geht’s gar nicht gut. David und Christine werden von Schlangen besucht, aber David hat sein Feuerzeug dabei und brennt seine Fesseln durch. Diesen Trick hat er wohl bei Indiana Jones gelernt.

Der böse General hat Schlangen im Helikopter, der deshalb explodiert. Die Spezialeffekte sind so unglaublich gut, dass man meinen könnte, jemand hätte einfach einen brennenden Spielzeughubschrauber aus fünf Metern Höhe gerade zu Boden fallen lassen.

Anweisung 712 wird abgebrochen, weil Christine mal kurz mit der Presse labert. Christines Schwester wird gerettet und alles ist cool. Mal davon abgesehen, dass die Schlangen immer noch da rumkriechen. Aber das scheint keine Sau zu interessieren.

Immerhin haben wir gelernt, dass Schlangen im Helikopter zu tödlichen Explosionen führen. Aber eine Frage habe ich trotzdem: Was wurde denn jetzt aus dem Frosch?

Media Monday #147

Nix zu tun an Ostern. Da kann man ja mal beim Media Monday mitmachen.

 

1. Hollywood ergeht sich immer noch fleißig an Reboots, Remakes, Fortsetzungen etc. und schießt sich damit oft ins eigene Knie. Der letzte originäre, überzeugende, für sich allein stehende Film, den ich gesehen habe ist wohl Gravity gewesen, den ich einfach sehr gut inszeniert fand.

 

2. Wir alle wurden schon einmal fies gespoilert. Bei ______ allerdings hat es mich richtig gestört, weil______ . Hm, nach längerer Überlegung, ist mit immer noch kein Fall eingefallen, bei dem ich wirklich gespoilert wurde. Habe da scheinbar einfach Glück.

 

3. Am 23. April ist wieder Welttag des Buches. Wie steht ihr zu solchen Aktionstagen? Ist sicherlich keine schlechte Sache, aber an mir rauscht sowas immer völlig vorbei.

 

4. Selten hat mich ein/e Schauspieler/in mehr beeindruckt als James Franco in ihrer/seiner Rolle in 127 Hours , denn ihm gelingt es hier überzeugend, die Wandlung von einem lebenslustigen Typen, zu einem gebrochenen Mann darzustellen .

 

5. Manche Filme kann man sich ja immer wieder ansehen, nicht einmal unbedingt, weil sie so gut sind, sondern schlichtweg unterhaltsam. Wie zum Beispiel Stirb Langsam 4.0, der vielleicht mit der Action etwas übertreibt, aber trotzdem durch lockere Einzeiler zu unterhalten weiß .

 

6. Hemingways Der alte Mann und das Meer hätte ich besser nie gesehen/gelesen, denn das hat mich so gar nicht überzeugt, obwohl ich mir sicher war, dass Hemingways Werke ausnahmslos ganz große Literatur darstellen .

 

7. Zuletzt gesehen habe ich Barton Fink und das war ein ziemlich eigenartiger Streifen der Coens , weil ich irgendwie nicht genau weiß, was das Ganze jetzt eigentlich sollte .

Innovationslose Chronophysik

„Einen hab‘ ich noch. Einen hab‘ ich noch“ – Die Otto Show, 1973

Ja, ich habe tatsächlich noch Einen. Denn bei meiner Auflistung der Ozeanfilme habe ich doch tatsächlich eine der größten Enttäuschungen vergessen, die ich jemals erlebt habe. Da dieser Film auf keinen Fall unerwähnt bleiben sollte, kriegt er einfach seinen eigenen Eintrag.
Und da es im ersten Teil um Hasen ging, passt es auch noch perfekt zu Ostern.

S. DARKO – Eine Donnie Darko Saga – USA – 2009 – 103 Min.

Starring: Die Freundin eines kleinen Außerirdischen und ein Showgirl

1988 wurde Donnie Darko getötet, als er von einer Flugzeugturbine erschlagen wurde. Das Flugzeug wurde nie gefunden.
Sieben Jahre später haut seine jüngere Schwester Samantha von zu Hause ab und kann nicht träumen. So weit die Einführung, damit auch jeder rafft worum es hier geht. Mehr Erklärung zu diesem Quark wird nämlich nicht folgen.

Sam und ihre Freundin Corey fahren also durch die Gegend, hauen sich Drogen in die Birne und sehen Einhörner in den Wolken reiten. Sam ist unfassbar traurig als sie ein Windrad verliert, das dann von einem Auto überfahren wird. Ihre Traurigkeit wird von einem Motorschaden unterbrochen, der die Hobbyhippies dazu zwingt auf das nächste Auto zu warten, das hier, am Arsch der Welt, entlang fährt. Dieses gehört zufällig einem namenlosen Hobby-KFZ-Mechaniker, der die Mädels zur nächsten Absteige bringt, damit sie ein Dach über dem Kopf haben, während er die Schrottkarre zusammenschraubt. In dem Motel hängt eine Vermisstenmeldung von irgendeinem Blag, das, naja, eben vermisst wird.

Auf einer Windmühle sitzt ein Typ.

Sam guckt TV und zieht eine bleue Feder aus dem Bildschirm.

Der Typ auf der Windmühle hat Visionen von der toten Sam, die irgendwas vom Tod quatscht. Wie im ersten Teil Frank, der Hasenmann, hat auch Sam einen Countdown zum Ende der Welt parat. Innovationen ohne Ende hier. Warum nicht einfach alle Ideen aus dem ersten Teil klauen, dann kann nix mehr schief gehen. Nebenbei schlägt ein Meteor, oder Asteroid, oder ein großer Stein, oder was auch immer, in die Windmühle ein.

Sam pennt auf einer Bank, was dem Sheriff gar nicht gefällt, der sie zum Motel bringt. Nahe des Motels wird gerade der Weltraumfelsklumpen geborgen, der die Windmühle zerlegt hat.

Eine Tussi namens Judy bekreuzigt sich vor dem Vermisstenposter. Der Windmühlentyp kramt in nem Müllcontainer rum. Dorfnerd Jerry stellt sich den Mädels vor. Corey sagt, dass er schwul ist und haut ab. Nettes Mädchen.

Als nächstes lernen die Beiden Bibelbob kennen. Eigentlich heißt er wohl anders, aber man erfährt hier ja mal wieder keine Namen. Nachdem Corey sich mal wieder von ihrer besten Seite gezeigt hat, und den Priester fragt, ob er nicht ständig blaue Eier hat, gibt Bibelbob Sam ein Buch über Jesus.

Der Containerkramer trifft den KFZ-Mechaniker. Beide labern einen gigantischen Haufen Scheiße, dann bringt Windmühlenwilly den „They Made Me Do It“ Spruch aus Teil 1 und macht noch kurz klar, dass die Welt enden wird. KFZ-Karl wirkt eher unbeeindruckt.

Party-Time. Alle sind total besoffen. Nur Dorftrottel Jerry nicht. Der unterhält sich mit Sam, aber Mechaniker Mike unterbricht das Gespräch. Corey schubst Sam in den Pool, die treibt etwas im Wasser rum und das alles hier hat zu absolut nichts geführt. Gekonnte Zeitverschwendung.

Autoschrauber Anton hat nen Bruder, der vermisst wird, so wie der Junge auf den Vermisstenplakaten. Im Gegensatz zu allen anderen Charakteren, hat der Junge nebenbei einen Namen: Billy. Hilft zwar auch nicht wirklich weiter, aber immerhin.

Eine blaue Feder schwebt vom Himmel und zerstört beim Aufprall die Straße. Die tote Sam belabert mal wieder den komischen Typen. Die führt ihn in eine Kirche, die er abfackeln soll. Das gab es übrigens auch so ähnlich im ersten Teil, weil eigene Ideen sind hier ja Mangelware.

Bibelbob ist nicht begeistert vom Abgefackel und glaubt an eine höhere Macht, die für das Feuer verantwortlich ist. Der Sheriff hat eine andere Theorie, denn er findet die Hundemarken vom Brandstifter. Judy ist ebenfalls untröstlich, denn sie hat eine persönliche Beziehung mit Jesus. Sam fragt sie wie der so drauf ist. Judy beschreibt ihn als gebräunten, muskulösen Typen, der Blitze aus seinen Augen schießt. Klingt eher nach Zeus, aber was weiß ich schon darüber.

Jerry findet Pastor John super, weil er im Knast war. Jerry stellt fest, dass er einen eigenartigen Ausschlag am Arm hat. Dann passiert erst mal ewig gar nichts, bevor noch weniger passiert.

Aber dann zeigt ein Kino in dem Kaff den Film Twelve Monkeys, den ich jetzt auch viel lieber sehen würde. Nebenbei hat sich der bekloppte Feuerleger einen Hasenhelm gebastelt.

Sam trifft Corey und Randy – so der Name des Autoreparierers – und die beiden Freundinnen haben sich direkt am Arsch. Weil Corey so unfassbar nett ist wird sie auch von Randy aus der Karre geschmissen, der kurz darauf einen Unfall hat, bei dem Sam über den Haufen gefahren wird.

Corey ist traurig und besäuft sich. Anschließend erscheint ihr der vermisste Billy. Der verrät ihr, dass Sam tot ist – was für eine Erkenntnis – aber, dass sie sie finden kann. Allerdings bleibt ihr nicht viel Zeit.

Randy ist ebenfalls ziemlich kacke drauf und entschuldigt sich bei Corey, die beim Sheriff angegeben hat, dass er nüchtern war. Sie erzählt ihm von Billy, aber Randy glaubt nicht an Geister. Corey will Billy finden. Außerdem glaubt sie, dass es eine Verbindung zwischen dem Tod von Sam und dem Tod von Donnie Darko gibt.

Billy führt Corey zu einer alten Mine, was dazu führt, dass die Zeit rückwärts läuft, und Corey Sam vor dem Unfall bewahren kann, indem sie mit Randy fährt und selber gekillt wird. Fragt nicht, ich habe auch keine Ahnung.

Sam ist traurig. Die tote Sam besucht den bekloppten im Hasenkostüm. Die lebende Sam wacht mal wieder irgendwo auf der Straße auf und trifft auf Jerry. Der erzählt von Raumschiffen und anderem Käse. Unter anderem von dem Meteoriten, den er berührt hat, in dem ein Metall enthalten war, dass es auf der Erde nicht gibt, und das er nach sich selbst benennen will. Randy kommt vorbei, aber Sam will nix von ihm wissen, da er ihre Freundin auf dem Gewissen hat. Jerry knockt Randy aus, während Sam die weggekokelte Kirche besucht.

Pastor John zeigt Sam das Kino, in dem er oft rumlungert und sich vorstellt was Gottes Plan für ihn ist. Die beiden quatschen weiter über Gott und John gibt Sam ein What Would Jesus Do Armband. Als John sich an sie ranschmeißt, hat sie keinen Bock mehr und macht sich vom Acker. Judy kommt vorbei und ist absolut nicht begeistert.

Sam träumt mal wieder irgendwelchen Quatsch und wacht dann bei dem Hasentypen auf nem Hügel auf. Der hat Roberta Sparrows Buch aus dem Vorgängerfilm am Start und heißt scheinbar Justin. Der erzählt ihr von ihren Heimsuchungen, als sie tot war und setzt wieder seinen Hasenhelm auf.

Sam geht zur Mine und ruft nach Trudy. Wer zur Hölle ist Trudy? Ist auch egal, denn sie findet nur die Leiche von Billy. Dafür gibt es im Dorfcafé Applaus und nen Kaffee umsonst. Randy sagt, dass er nicht schuld ist. Sam weiß das und ist nicht mehr wütend. Das Gespräch wird unterbrochen, als Justin vorbei kommt, den alle für den Täter halten. Deshalb sitzt der wohl tagelang auf nem Hügel rum.

Nach der Verhaftung geht Sam zurück zum Motel, wo Jerry auf sie wartet. Der hat ihr ein Kleid gekauft und will mit ihr das Feuerwerk angucken. Währenddessen öffnet sich irgendwo im Weltall ein schwarzes Loch, durch das ein komischer, grüner Würfel fliegt. Fragt nicht, ich weiß es auch nicht.

Meteoriten fallen vom Himmel und schlagen überall ein. Jerry freut sich. Nebenbei gammelt er von dem Ausschlag langsam weg, was Sam echt ekelig findet. Jerry schubst Sam um, die auf den Hasenhelm fällt und verreckt. Zur gleichen Zeit sucht die tote Sam mal wieder Justin auf, der im Knast sitzt. Sie gibt ihm eine blaue Feder und lässt ihn aus seiner Zelle.

Randy sucht Sam und findet ihre Leiche. Justin kommt auch vorbei und setzt seinen Hasenhelm auf. Randy bringt Sams Leiche weg und die Zeit wird erneut zurückgespult. Fragt nicht, ihr wisst warum.

Am Anfang des ganzen Quarks sitzt Justin wieder auf der Windmühle und wird dieses Mal von dem Meteoriten erledigt. Dadurch leben wieder alle – außer Justin dem Hasenmann natürlich – und alles ist cool.

Sam fährt zurück nach Hause, während Corey im Meteoritenkaff bleibt. Der Sheriff findet die Hundemarken bei der Windmühle, der Motelbesitzer macht den groben Fehler den Meteoriten zu berühren, Judy betet, Pastor John pflückt Blumen, Billy gammelt in der verschlossenen Mine rum, Jerry ist immer noch ein Nerd, und alles ist normal, oder so.

Wer Donnie Darko nicht kennt, wird sich jetzt unweigerlich fragen: Hä?
Wer Donnie Darko kennt, wird sich jetzt unweigerlich fragen: Hä?
Alle Menschen auf diesem Planeten, außer vielleicht dem Drehbuchautoren dieser Hasenkacke in Filmform, werden sich jetzt unweigerlich fragen: Hä?
Fragt mich nicht, ich kann den Quatsch hier auch nicht erklären.
Das Schlimmste daran ist: Wir haben absolut nichts gelernt. Mal abgesehen davon natürlich, dass dieser Müll im Meer besser aufgehoben wäre.

Filme für den Meeresgrund

„Under the sea / Under the sea / Darlin‘, it’s better / Down where it’s wetter / Take it from me“ – The Little Mermaid, 1989

 

Vor gar nicht all zu langer Zeit, habe ich hier die Filme aufgelistet, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Auf einer einsamen Insel kann es teilweise sicher sehr langweilig zugehen, und da bieten Filme natürlich gute Unterhaltung. Aber es gibt auch so Streifen, bei denen ich nicht lange überlegen, und diese direkt wieder in den Ozean werfen würde, wenn sie angeschwemmt würden.

Hier also meine Filme, die in den tiefsten Tiefen der Weltmeere besser aufgehoben wären, als auf dem Festland.

Kurze Anmerkung: Es geht hier nicht um Filme, bei denen mir von vornherein klar war, dass sie der letzte Dreck sind, sondern solche, bei denen eine gewisse Erwartungshaltung vorhanden war, die dann bitter enttäuscht wurde.

1. Matrix Revolutions

Ja, ich weiß. Schon Teil 2 wirkte wie ein grober Programmierfehler, aber trotzdem blieb die Hoffnung bestehen, dass man das Ganze noch irgendwie zu nem runden Abschluss bringt. Aber was man dann geboten bekam, war stupides Rumgeballer in einer dunklen Höhle, und sonst eigentlich nix. Vom Ende selbst will ich gar nicht erst anfangen. Warum führt man erst Krieg, wenn man am Ende mit einem einfachen »Ey, kommt. Lasst uns doch Freunde sein.« alles innerhalb von ein paar Sekunden regeln kann?

2. Jurassic Park 3

Auch hier war die erste Fortsetzung natürlich schon nicht mehr das Gelbe vom Brontosaurusei, aber was man mit Teil 3 verbrochen hat, strotzt wirklich jeder Beschreibung. Handys in Dinoscheiße und Grants Raptorenflöte braucht doch wirklich kein Mensch. Und warum musste man eigentlich den T-Rex als große Bedrohung ablösen?

3. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Über Sinn und Unsinn der ganzen Neuauflagen der 80er-Jahre-Filme braucht man wohl nicht zu diskutieren. Das kann gut gehen, oder man versaut es einfach komplett. Dieser Film ist ein hervorragendes Beispiel für die zweite Variante. Fängt gut an, mit einem coolen Indy, der sich schön selbst auf die Schippe nimmt. Aber dann bombt man den Kühlschrank weg und alles geht rapide den Bach runter. Was folgt sind Tarzanlianeschwingeinlagen, Degenkämpfe auf fahrenden Jeeps, Killerameisen, und, zum Schluss, dann auch noch Aliens. Ich halte ja die alte Trilogie immer noch für eine der besten – wenn nicht sogar die beste – Filmtrilogie ever, aber hier mit hat man Indys Reputation ganz schön in den Dreck gezogen.

4. Königreich der Himmel

Im Fahrwasser der Herr der Ringe Filme, hatte ich einfach Bock auf Filme mit coolen Massenschlachten. Im Endeeffekt zog sich der Streifen aber ewig hin und die Actionszenen wirkten alle aus anderen Filmen zusammengeklaut.

5. King Kong

Die Neuverfilmung mit Jack Black, der hier durchaus beweist, dass er mehr kann, als nur sich selbst zu spielen. Mehr hatte der Film dann aber auch nicht zu bieten. Irgendwie hat mich das alles einfach nicht gepackt. Wieder mal viel zu lang und einfach langweilig.

6. Abgedreht

Noch mal Jack Black. Habe mir hier einige schöne Hommagen an alte Filmklassiker erwartet, aber letztlich gab es nur vier oder fünf davon, die mal eben innerhalb von ein paar Minuten durchgeballert wurden. Und sonst? Nichts wirklich interessantes und vor allem nichts weiter lustiges. Da war viel mehr drin.

7. In 80 Tagen um die Welt

Klar, der Film ist schon über 50 Jahre alt, aber das heißt noch lange nichts. Alleine David Niven war eigentlich immer für einen unterhaltsamen Film gut. Das hier war aber einfach nur laaaaaaaaang. Ich frage mich ja sowieso, warum sich noch niemand an eine Neuauflage des Stoffes gewagt hat. Und ich meine nicht Jackie Chan. Da müsste doch wirklich was Gutes machbar sein.

8. Star Wars Episode II

Stellvertretend für die komplette neue Trilogie, die einfach überflüssiger Schwachsinn war. Man hatte einfach das Gefühl, dass es hier nur darum geht, möglichst geile Effekte auf den Bildschirm zu zaubern. Dieser hier war das Lowlight von dem Quark.

9. Die glorreichen Sieben

Ich bin sowieso kein Western-Fan, aber wenn ein Film gut gemacht ist, ist er eben gut gemacht. Dieser hier wurde immer ziemlich gelobt und ich habe ihn erst vor ein paar Jahren erstmals gesehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass er einfach schlecht gealtert ist, aber ich fand ihn einfach völlig lahm.

10. Harry Potter und der Halbblutprinz

Für mich das zweitbeste Buch der Reihe, aber der Film der mit Abstand schlechteste. Der Fokus lag hier viel zu wenig auf der Vergangenheit von Voldemort, und statt dessen Geschichte gescheit zu erzählen, hat man hier eine grottenschlechte Komödie fabriziert, die einfach Kacke war.

Soweit mal zehn Filme von mir, die eine herbe Enttäuschung waren. Wer will, kann gerne auch mal seine Kandidaten in seinem Blog posten und dann hier verlinken. Würde mich durchaus interessieren, welche Streifen euch so enttäuscht haben, über die Jahre.

Schwarzpulverbasierte Kriegsführung in Echsenform

„Dracarys!“ – Game Of Thrones, 2011

Ja, heute geht es um Drachen. Ich schätze, mehr muss gar nicht gesagt werden.

DRAGON WARS – Südkorea – 2007 – 90 Min.

Starring: Ein getarnter Staubsaugervertreter

Alle 500 Jahre wird eine Frau mit magischen Kräften geboren, die eine Schlange in einen Drachen verwandeln kann. Eine gute Schlange tut dann Gutes, eine böse Schlange eben Böses. So viel dazu.

Pressereporter Ethan findet Schuppen, oder so und hat ein Deja Vu. Denn vor 15 Jahren hat ihm Jack, ein alter Antiquitätenhändler, irgendeinen beknackten Schwachsinn über Drachen erzählt. Es geht um die übliche Gut-gegen-Böse-Nummer, die sich irgendwann in Korea abgespielt hat. Diese ganze Vorgeschichte nimmt schon mal ein Viertel der Laufzeit ein und beinhaltet: Ein Himmelsamulett, eine Tussi, die das Gute in sich trägt, den Bösen, der die Gute killen will, eine Dämonenarmee, die auf Dinosauriern reitet … WTF?, die wiederum mit Raketen rumballern … WTDOUBLEF?, ich denke wir sind hier im Jahre 500, oder so was in der Ecke. Abgefahren. Jedenfalls wird alles abgeschlachtet und nach dem Mädchen mit dem Drachenmal gesucht. Die wird dann auch gefunden, aber von einem Zauberer gerettet. Alter, die haben echt gar nix ausgelassen. Jedenfalls wartet der böse Drache, oder der gute Drache – halt einer von den Beiden, irgendwie blick ich jetzt schon nicht mehr durch – auf eine zweite Chance. Soweit also die Vorgeschichte. Würde mir eigentlich schon reichen, denn da wurde schon alles geboten, aber es geht noch weiter.

Ethan beschließt Sarah zu finden, weil Jack ihr damals verklickert hat, dass sie das Mädchen mit dem Drachentattoo ist. Die sieht Ethan in den Nachrichten und muss ganz schnell in nem Buch blättern. Jack schwebt überm Boden und kriegt Besuch von nem Typen, der durch Wände gehen kann. Sarah hat sich überall Zettel mit asiatischen Schriftzeichen an die Wand gekleistert. Laut eigener Aussage zum Schutz. Wovor hat sie nicht erwähnt. Ihre Freundin schleppt sie in ne Bar, um sie abzufüllen, aber Sarah geht’s nicht gut. Draußen wird sie von irgendwelchen Idioten angemacht. Good Old Jack kommt zufällig vorbeigelatscht und haut den Vögeln vor die Fresse.

Im Zoo frisst eine Riesenschlange einen Elefanten, was sich der Wanddurchdringungsfritze anguckt. Sarah macht ne Zeugenaussage. Ethan geht zu Jack, aber der Wandlatschkerl nimmt ihn in Empfang. Okay, war nur ein Traum von Ethan. Ganz toll. Sarah wird im Parkhaus von nem Polizisten mit Schwert angegriffen … war auch nur ein Traum. Was ist denn das jetzt für ein Scheiß hier?

Sarahs Freundin will zu ihr ins Krankenhaus, aber es ist keine Besuchszeit. Szene beendet. Sinnvoll.

Sarahs Freundin wird von der Schlange gekillt, Sarah darf das Krankenhaus nicht verlassen, Ethan geht dem Tod von Sarahs Freundin nach und findet dadurch heraus, wo Sarah gerade rumhängt. Die steht aber mittlerweile unter Quarantäne, weil sie ausgetickt ist, und zusätzlich ein komisches Mal am Körper hat. In das Krankenhaus kommt wohl echt keiner rein.

Ethan schafft’s dann doch irgendwie, weil er vom Fernsehen ist, oder ein ganz charmanter Typ, oder was auch immer und quatscht mit Sarah. Die Riesenschlange ist auch schon unterwegs, deshalb macht man sich mal lieber vom Acker. Zeit für ne Verfolgungsjagd mit der Schlange im Nacken, die aber ziemlich schnell aufgibt. Der Wandexperte ist aber auch noch da. Es folgt der schlechteste Kampf aller Zeiten, dann hauen Ethan und Sarah ab. Der Wand-erer schüttelt ne Armee aus dem Ärmel und erweckt den Drachen, oder so was. Hier blickt echt keine Sau durch. Der Wahnsinn. Es ist so, als ob der Drehbuchautor einfach neunzig Seiten geschrieben hat, um diese dann wild durcheinander zu mischen und völlig willkürlich wieder zusammenzusetzen.

Das Militär interessiert sich natürlich mittlerweile auch für den Drachen und marschiert in die Höhle ein, wo das Vieh rumlungert. Woher die wissen, dass der Drache da ist, steht auf Seite 38 des Drehbuchs, aber die kommt nach Seite 69, auf der der Angriff steht, also werden wir es wohl erst später erfahren. Oder wohl eher gar nicht. Sarah hat Flashbacks mit ihrem Vater und es ist völlig überflüssig. Dann sieht sie die ganze Vorgeschichte im alten Korea, wegen ihrer Verbindung mit dem Drachenmädchen von damals, glaube ich. Ne bessere Erklärung habe ich nicht, und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir überhaupt eine kriegen, also gebe ich mich damit zufrieden.

Die Drachenschlange ist zurück und verfolgt Sarah und Ethan mal wieder für genau fünf Sekunden. Für mehr hat wohl das Budget hier nicht gereicht. Ethan kriegt Besuch von Jack, der ihm sagt, dass er Sarah zur Höhle bringen muss. Der hat aber nen anderen Plan, besorgt sich nen Helikopter und ne Knarre und zieht in den Krieg. Die Schlange macht unterdessen die Stadt unsicher.

Der Wand-elnde Klischeeböse hält eine Rede vor seiner Armee und schickt dann die Drachen in die Stadt, die dort alles in Schutt und Asche legen. Ethan und Sarah kommen nicht weit mit dem Hubschrauber, denn die Schlange ist zur Stelle. Sie springen ab und stehen der Schlange hilflos gegenüber. Aber es gibt ja noch Kampfhubschrauber, die zufällig gerade vorbeifliegen und alles auf das Vieh ballern, was die Rohre hergeben. Die Schlange erhält aber Unterstützung von den Drachen und Dinosauriern mit Raketenwerfern. Wer die Dino-Riders noch kennt, kann sich ein Bild machen. Es folgt das große Duell der Drachen gegen das Militär und wir können uns vorstellen, wie es ausgeht. Die Drachen sehen nebenbei aus, wie Sebulba aus Star Wars Episode I, aber das ist nur ne kleine Randnotiz.

Der Wand-ale kommt mit seiner Armee ebenfalls in der Stadt an, und es folgt halt ein ewiges Rumgeballer, mit vielen Explosionen und Stuff Like That.

Ethan und Sarah werden vom FBI in einen sicheren Bunker gebracht, aber einer von den Typen will Sarah abknallen, denn er weiß von der ganzen Drachennummer. Aber sein Partner knallt ihn ab und schickt Ethan und Sarah erneut auf die Reise. Die Drachen hängen sich an die Beiden dran und bomben ihre Karre weg.

Auf einer Pyramide soll Sarah geopfert werden. Der böse Drache wird gerufen und soll halt die Tussi mit dem Tattoo fressen. Aber Ethan hat das heilige Amulett des Himmels dabei, das mal so nebenbei die Megatodesexplosion auslöst, die die ganze Armee auslöscht. Nur noch der Ver-Wand-elte Dämon ist da und es kommt zum Kampf mit Ethan. Der dauert aber nicht lange, denn wieder rettet das Amulett den Tag. Der böse Drache will angreifen, aber der gute Drache ist auch zur Stelle und es folgt der Endkampf. Sarah will sich dann opfern, um den ganzen Schwachsinn endgültig zu beenden, was ich persönlich für ne gute Idee halte. Die Überschlangen saugen Sarah irgendwie Energie aus, oder die Seele, oder ach, was weiß ich denn. Der Scheiß hier ist so derbe behämmert, ich hör jetzt einfach auf mit Erklärungen. Kampf, Kampf, Kampf, böser Drache fackelt ab, guter Drache lebt und ihm wächst aus irgendeinem Grund ein Hirschgeweih, was selten dämlich aussieht, aber was soll’s. Sarah bringt Ethan noch ne Message in Geisterform und damit ist der unfassbare Müll hier dann hoffentlich auch endlich vorbei.

Naja, gut, zum endgültigen Schluss, bringt der alte Jack auch noch nen schlauen Spruch und löst sich dann in Luft auf, so wie es jede Kopie dieses Mülls hier auch tun sollte. Aber immerhin haben wir gelernt, dass Dinosaurier nur echt sind, wenn sie mit Raketen schießen.

Überlebenskampf für Kleidungslose

„Zed’s dead, baby. Zed’s dead.“ – Pulp Fiction, 1996

Nun, noch nicht, aber da der Antagonist im heutigen Film ebenfalls Zed heißt, können wir davon ausgehen, dass es nicht mehr lange dauern wird. Aber Zed ist eigentlich völlig unwichtig, denn es gibt Einiges zu sehen, das interessanter ist, in:

SLAVE GIRLS FROM BEYOND INFINITY – Jäger der verschollenen Galaxie – USA -1987 – 80 Min.

Starring: Leicht bekleidete Damen, die kein Mensch kennt.

Ein dunkler Wald. Eine Blondine, mit ganz schön Holz vor der Waldhütte, läuft durch die Gegend. Dazu hat sie auch allen Grund, denn ein Alien, oder Kampfroboter, oder Terminator, der sich einen Pelzmantel übergezogen hat, oder was auch immer, ist hinter ihr her. Sie stolpert über einen Ast und fällt auf die Fresse. Alles scheint aus zu sein, doch in letzter Sekunde kommt ein dünner Typ mit seiner Laserarmbrust vorbei und ballert den Verfolger weg. Und dann …

… sind wir in den Weiten des Alls. Ein Raumschiff fliegt durch den Orbit. In dem Raumschiff liegen zwei Mädels, die so viel Brust haben, dass diese wahrscheinlich ein eigenes Gravitationsfeld besitzen, an der Kette. Eine von ihnen hat scheinbar keine große Mühe, ihre Kette zu zerreißen, was der Anderen ganz ausgezeichnet gefällt. Zusammen zerlegt man auch die andere Kette und plant die Flucht von dem Raumschiff, auf dem man scheinbar gefangen gehalten wird. Dazu befreien sie sich erst mal aus ihrer Zelle, indem sie das Gitter durch einen Kurzschluss öffnen, bei dem sich selbst jeder Elektriker fragen muss, wie der zustande gekommen ist. Anschließend hauen sie zwei Wachmänner um, was durch großartige Soundeffekte und dramatische Musik unterlegt ist. Naja, eigentlich nicht, aber die Macher des Films hielten es wohl für großartig und dramatisch. Die Tussis klauen einen Raumgleiter, was sich als schwierig herausstellt, denn sie drücken auf tausend Knöpfen rum, ohne das was passiert. Dann kriegen sie es doch noch gebacken und verschwinden ins Universum. Weit kommen sie aber nicht, denn ein Absturz auf einem fremden Planeten verkürzt die Flucht ungemein.

An einem Strand latscht ein Roboter rum und beobachtet, wie eine der Tussis in eine Höhle geht. Hinter dem Höhleneingang befindet sich ein Dschungel. So was gibt es auch nur auf fremden Planeten. Du betrittst eine Höhle und stehst plötzlich mitten im Urwald. Durch ein Tor geht es in eine Halle mit ausgestopften Mammuts und einem weiteren Roboter. Der Roboter hat nicht viel zu sagen, der Typ vom Anfang, der Zed heißt, allerdings schon. Nebenbei ist die andere Tussi auch schon da. Wie ist die jetzt da hingekommen?

Zed lädt die Weiber zum Essen ein, denn er hat auch noch andere Gäste da, die kürzlich abgestürzt sind. Dazu kriegt die Tussi erst mal ein schwarzes Kleid, das sie anstelle ihres Raumschiffgefängnisbikinis anziehen kann. Zed stellt die Gäste vor, und es gibt mal ein paar Namen zu den Titt … äh, Gesichtern. Daria und Tisa heißen die beiden Mädels. Shala und Rik sind die anderen Abgestürzten. Zed erzählt beim Dinner von seinem Lieblingshobby: Die Jagd. Man kann sich denken, wo das hinführt, aber mal abwarten. Rik traut dem Gastgeber nicht wirklich und quatscht Daria voll, während Zed komische Musik macht.

Zeit fürs Bett. Rik und Daria erkunden des Nachts die Behausung des eigenartigen Jagdverpeilten und finden absolut Nichts … außer Tisa, die ebenfalls völlig ziellos durch die Gänge tapert. Als Zed mit zwei Robotern aus dem Dschungel kommt, verpissen sie sich lieber wieder ins Bett. Man beschließt, die Flucht zu ergreifen – schließlich haben die Tussis da schon Übung drin – und klettert aus dem Fenster.

Zed sitzt derweil auf seinem Knochenthron und glotzt die gefesselte Shala an. Es folgt etwas Gegrapsche, was Shala aber so gar nicht gefällt. Zed lässt sich allerdings nicht so leicht abwimmeln, und verspricht ihr eine Menge Spaß.

Im Dschungel knurrt was.

Tisa liegt nackt auf nem Tisch. Nee, Moment mal. Tisa latscht gerade durchs Haus. Ach, ich blicke hier nicht mehr durch. Also noch mal:

Irgendeine Tussi liegt nackt auf nem Tisch. Rik und Daria (ich glaube zumindest, dass es Daria ist) frirmeln sich durch den Dschungel. Tisa quatscht nen Roboter voll. Zed, der gerade noch bei der nackten Tussi stand, sitzt wieder in seinem Thron. Tisa geht mit nem Roboter schwimmen. Während draußen die Roboter diskutieren, schleichen Daria und Rik zurück ins Haus, wo Zed um die nackte Tussi rumschleicht. Hey, ich glaube, das ist die Waldhüttenblondine vom Anfang! Jetzt macht das ja doch noch alles Sinn! Zumindest so viel Sinn, wie dieser Quatsch hier überhaupt machen kann.

Rik und Daria praktizieren GV und kein Mensch weiß, was denn jetzt der Plan war. Wozu hat man denn jetzt die Roboter abgelenkt? Nach der kurzen Nummer haut Rik ab, und wird von nem Roboter umgekloppt. Zed schickt Rik in den Dschungel, damit er ihn jagen kann. Die Jagd gestaltet sich als nicht all zu spannend, denn Rik verfängt sich in einem übergroßen Spinnennetz und wird damit zum leichten Ziel für die Spacearmbrust.

Das Schnittentrio ist jetzt gesammelt angekettet in Zeds Folterkeller. Zed will die drei Tussen jagen, denn Frauen sind für ihn die größte Herausforderung. Wahrscheinlich nicht nur bei der Jagd, aber lassen wir das. Die Mädels werden in den Dschungel entlassen und dürfen sich jetzt im Bikini durch das Dickicht kämpfen. Sie haben irgendeinen Plan, den man mit Y-Chromosom wohl nicht kapiert. Daria trennt sich jedenfalls von den anderen Beiden, um den Plan in die Tat umzusetzen. Shala und Tisa brabbeln auf nem Baumstamm sitzend rum, während Daria … naja, den Plan verfolgt, oder so.

Es folgen unfassbar spannende Minuten des Durch-den-Wald-Gelatsches. Shala kriegt ein Messer in den Rücken und ist raus. Daria und Tisa führen nen Zickenkrieg. Zed kriegt ein Messer ins Bein – von woher, kann niemand sagen. Die beiden Flüchtigen erreichen einen Tempel. Kaum sind sie da drin, verlieren sie sich auch schon aus den Augen. Immerhin findet Daria einen Dolch, mit dem sie kurz darauf einem Zombie die Kehle aufschlitzen kann. Und da ist das komische Alienvieh vom Anfang! Das hatte ich ja schon wieder völlig vergessen. Tisa ist zu neugierig und wagt sich zu nah an das Viech ran, das direkt zur Attacke übergeht. Aber kein Problem, denn in einem Altar liegt eine versteckte Strahlenkanone, mit der Daria das Alien kurzerhand wegballert. Wir wollen ja auch auf keinen Fall, dass hier zu viel Spannung aufkommt.

Die Mädels wandern zurück in den Dschungel, aber wie das eben so ist, lebt der Alien natürlich noch und latscht jetzt auch da rum. Zed ist selbstverständlich auch noch da, und es gibt nen beeindruckenden Schusswechsel, bei dem bunte Striche durch die Luft fliegen, die man mit viel Fantasie eventuell als Laserstrahlen bezeichnen könnte. Tisa fällt von nem umgekippten Baumstamm. Ich schätze mal, da ging es irgendwie weit runter, aber genau weiß ich es nicht, denn man sieht quasi gar nichts. Zed krallt sich Daria und bringt sie zurück in seinen Kerker, wo die sich mit Schwert und Schild bewaffnet und ein grandioser Kampf entbrennt, während dem die Roboter per Laserrückschleuderung ausgeschaltet werden, und Zed in die Eier getreten wird. Außerdem taucht auch noch der Pelzterminator auf und haut Zed in die Fresse. Zum Dank kriegt er von Daria einen Morgenstern vors Maul gehauen und löst sich in einem pinken Lichtstrahl auf. Showdown vom feinsten hier.

Tisa ist auch wieder da und haut mit Daria im Spaceship ab. Zed kriecht in seinen Thron und alles fliegt in die Luft, einfach weil … das eben so sein muss. Die Bikinigirls verschwinden in den Weiten des Weltraums und das war’s dann.

Na gut, ich gebe zu, „Einiges“ war vielleicht etwas übertrieben. Eigentlich gab es nur acht interessante Merkmale in diesem Film, die alle Teil der weiblichen Anatomie sind. Der Rest war eher nicht so aufregend. Aber immerhin haben wir gelernt, dass wir uns bei einer möglichen Alieninvasion am besten mit mittelalterlichem Kriegswerkzeug bewaffnen.