Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Chemieunterricht für fortgebildete Kampframbos

Nach Roddy Piper darf natürlich auch der Hulkster noch mal glänzen hier auf dem Filmschrottplatz. Die Vorbereitungen zum großen Kampf bei den Schrott Awards gehen unermüdlich weiter.

SHADOW WARRIORS: ASSAULT ON DEVIL ISLAND – USA – Kanada – 1997 – 96 Min.

Starring: Homepornhogan, eine Trulla, die besser ins Pornobusiness gepasst hätte und ein Opfer des Predator

Jemand hat Hogan Spaghetti an die Glatze geklebt … ach nee, das ist seine Perücke. Sieht wirklich täuschend echt aus. Wo isn der da? Ist das Nepal? Ich kapiere jetzt schon nichts mehr, außer, dass Hogan in einer Sauna Marke Eigenbau rumsitzt und Flashbacks vom Krieg hat, oder so. Weil das noch nicht sinnlos genug war, gibts einen Cut und Shannon Tweed boxt einen Sandsack während Carl Weathers mit Hammer und Meißel an einem Steinklotz rumkloppt. Bildhauerhobby ist zumindest mal was neues.

Irgendeine Trulla will Steinmetz-Carls Truppe anheuern, um ihre verschwundene Tochter zu finden, die halt weg ist. Und zwar ohne ihren Lieblingsteddy. Das geht natürlich nicht mit rechten Dingen zu. Hogan gehört selbstverständlich auch zu der Truppe. Und er guckt ganz besonders traurig – zumindest versucht er es.

Mike hat wieder Flashbacks.

In Österreich gibts ein Photoshooting mit dem entführten Blag und dem Vater. Denke ich. Man darf hier ja scheinbar wieder mal nichts raffen, sonst könnte man ja der dünnen Handlung folgen. Und das wollen die Produzenten natürlich nicht. Dann würde man ja merken, was das für eine Grütze ist … Moment … merkt man ja auch so.

Zu grandioser Musik, für die der Praktikant mindestens zwei Minuten gebraucht hat, um sie im Music Maker zusammenzuschustern, klettern Carl und Mike an einer Felswand rum. Ich habe absolut keine Ahnung, was hier der Plan ist. Mike hat dann erst mal wieder Flashbacks und stürzt ab. Leider nur nen halben Meter, da er an einer Sicherungsleine hängt. Ich habe da jetzt mal eine Frage an die Profibergsteiger hier: Wie kann es eigentlich sein, dass man beim Bergsteigen an einer Sicherheitsleine hängt, die ÜBER einem angebracht ist? Wie kriegt man denn die Leine bitte da hoch? Also, wenn man nicht Hollywood ist, meine ich natürlich. Wie die das machen ist ja klar. Hogan musste vorher einmal ohne Leine hoch und die da oben annageln und dann wieder runterklettern, um die Flashbackszene zu drehen. Aber wie macht man das, wenn kein Hulk Hogan da ist?

Der Entführer gibt wohl sowas wie eine Party. Ich finde das immer schwer zu beurteilen, bei so arroganten hochnäsigen Snobwichsern. Party ist für mich halt nicht doof mit einem Glas Champagner in der Ecke stehen und den anderen Snobwichsern dabei zugucken, wie sie ebenfalls doof mit einem Glas Champagner in der Ecke stehen. Aber jedem das Seine. Wird wohl eine Party sein. Auf der ist nebenbei auch Shannon Tweed von Team Carl. Was die da macht … weiß sie vermutlich selbst nicht.

AHA! Sie schleicht sich ins Zimmer des entführten Mädchens um die zu retten und … Meine Fresse, hat der reiche Schnösel jetzt echt zur Belustigung bayrische Schuhplattlertänzer in voller Lederhosentracht rangekarrt. Ich würde auf dieser Party einfach jedem in die Fresse hauen. Ist ja grauenhaft. Jedenfalls gerät Hunter, so heißt die Tussi on Team Carl, in Probleme mit irgendeiner anderen Tuse und Mike muss zur Rettung eilen und Leute vermöbeln. Mann, ist das alles spannend.

Auf die grandiose Flucht mit der Seilbahn gehe ich besser gar nicht erst ein. Ich frage mich nebenbei gerade, ob das schon alles an Handlung war und der Film jetzt vielleicht nur noch eine Stunde lang Actionszenen aneinander reiht. Ich würde es mir ja fast wünschen, so unfassbar aufregend wie das alles sein könnte, aber natürlich absolut nicht ist, weil hier nur unfähige Honks und Carl Weathers am Werk sind.

So, das Kind ist wieder bei der Mutter und das wars dann wohl. Was zur Hölle saugt man sich jetzt wohl für einen Quark aus den Fingern, um die weitere Stunde zu füllen? Jemand einen Tipp? Richtig: Hogan hat nen Flashback. Und dann findet er in einer Akte voller Kopfgelder zufällig das Bild von einem Typen, den er kennt. Es ist TATATA irgendein Typ, der seinen eigenen Tod vorgetäuscht hat und dann mit plastischer Chirurgie sein Aussehen verändert hat. Aber Mike erkennt ihn an den Augen. Oh mann, es ist noch dämlicher als ich es mir vorgestellt hatte. Und nebenbei war die komplette erste halbe Stunde des Films komplett überflüssig.

Mikes Frisur erklärt dann mal kurz, was eigentlich los war: Einsatz Team Hogan, viele Tote im Stacheldraht, die durch eine chemische Giftwaffe verreckt sind. Und Hogan hat den Entwickler der Waffe gefunden und seine Augen gesehen. Aber jemand hat ihn attackiert und ihm die Gasmaske runtergerissen. Und von dem Gift sind ihm tolle Haare gewachsen. Und der Chemiefritze ist natürlich entkommen. Aber Hogan erkennt ihn an den Augen, wie wir wissen. Und er wird ihn nicht ein zweites Mal entkommen lassen. Denn er will unbedingt ein neues Shampoo für sein wallendes Haar. Oder so. Wer weiß.

Seinfeld-Musik. Was zur Hölle ist bloß mit dem Sound Editor falsch gelaufen? Unfassbar.

Ich mache mal einen kleinen Sprung, weil 10 Minuten lang gar nichts passiert, womit quasi die Hälfte des Steifens komplett überflüssig ist. Dann ballert Mike in bester Rambomanier mit zwei Megamaschinengewehren ein ganzes Lager von Terroristen weg. Dabei will er eigentlich nur mit Jamal reden. Das hätte man vielleicht auch anders vermitteln können, als alle Leute zu töten. Aber ich kenne mich mit Verhandlungstaktiken in Terroristencamps nicht aus.

Mike trifft dann den Augentyp, den er für den Chemiker hält. Und es stellt sich überraschend heraus, dass es tatsächlich der Chemiker mit neuer Visage ist. Der will Mike dann ein Harrentfernungsmittel spritzen, aber im letzten Moment kommt Team Carl vorbei und rettet den Tag. Und Mikes Frisur. Woher die nebenbei wussten, wo genau am Arsch der Welt Hogan rumhängt, bleibt offen.

Nach ewigem Blahblah findet man dann heraus, wohin der Chemiker geflohen ist. Ich tippe mal spontan auf Devils Island. Die muss ja irgendwann mal ne Rolle spielen.

Durch einen verlassenen Minenstollen gelangt man ins Labor von Dr. Chemie irgendwo in einer alten Lagerhalle. Ob man auf Devils Island ist, habe ich nebenbei noch nicht mitgekriegt. Sieht eigentlich nicht wie eine Insel aus, aber was weiß ich schon. Aufgrund der Dramatik werden sie natürlich entdeckt und angegriffen.

Der Showdown zwischen dem Chemielehrer und Hogan ist dann der lahmste Scheiß ever. Eigentlich rennt Chem Ie die ganze Zeit nur weg und Hogan sucht ihn und ballert dabei nebenbei ein paar Gegner weg. Team Carl ballert ebenfalls Leute weg und verhindert dabei noch einen Raketenabschuss und zwar indem einer von ihnen aus einem Helikopter heraus mit einer Bazooka die gerade gestartete Rakete abschießt. Dass Team Carl ausschließlich aus Scharfschützen besteht und die Gegner nicht mal ein Scheunentor treffen würden wenn sie direkt davor stehen, versteht sich natürlich von selbst. Das mündet dann in einer Flucht mit einem Luftkissenboot. Auf dem spritzt Hogan seinem Erzrivalen dann eine Chemiekeule, die die Knochen in Stein und das Blut in Feuer verwandelt. Ich sage es, wie es ist: Ich habe weder Stein noch Feuer gesehen. Vermutlich kriegt man davon doch nur Nierensteine und es brennt beim Pissen. Ist ja auch unangenehm.

Verpasst nicht die Schrott Awards mit dem großen Kampf zwischen Roddy Piper und Mike Spaghetti-Haar. Nur hier auf dem Filmschrottplatz.

Mal aktuell: Lethal Weapon Season 01 Episode 03

Schon die dritte Folge. Meiner Voraussage nach dürfte damit bald die Absetzung der Serie erreicht sein. Also genießen wir es, solange es noch geht.

Best Buds

Diese Woche gibt es die gute alte Clowns klauen einen Geldtransporter Story. Ich gebe zu, das Storyrad erfindet die Serie wohl nicht mehr neu.

Das Geld kam wohl von einem legalen Drogendeal, denn in Kalifornien darf man ja jetzt Gras verticken. Kein Wunder, dass Hollywood nix mehr auf die Reihe kriegt. Die liegen alle nur noch gechillt zugekifft auf dem Sofa.

Riggs kifft sich natürlich auf der Party der Beklauten auch was rein. Etwas später findet man die Köpfe der Beklauten und der Fall wird brutaler.

Zwischendurch gibts natürlich noch etwas Bonding der beiden Hauptdarsteller und dann holen sie sich einen jungen Cop ins Boot, der sich mit mexikanischen Kartells und Gangs auskennt. Nach einem kurzen Ausflug in eine Werkstatt und somit einem Verweis auf die Klopperei in Lethal Weapon 3 hat man wohl den Kopfabschneider gefunden.

Dann gibt es erst mal Date-Night für Roger und Trish und Martin trifft sich mit dem Polizeichef und blah.

Twist als sich herausstellt, dass der Fahrer des Geldtransporters mit in der Sache drinsteckt. Und der ist auch noch ein Freund von Murtaugh. Uiuiuiui. Riggs und Murtaugh wollen dann das Geld zurückbringen, um den Freund irgendwie aus der Scheiße zu ziehen, oder so. Ich checks nicht ganz.

Natürlich wird der Freund dann aber vom Kartell bedroht und man muss Geldtransporter gegen Freund tauschen. Stattdessen fährt Riggs mit dem Geldtransporter alles zu Schrott und verteilt dabei die Kohle in der Stadt. Verfolgungsjagd mit Geballer und so darf nicht fehlen.

Nicht unbedingt eine aufregende Folge. Aber immerhin ist die Action ganz cool. Leider bleibt alles andere etwas auf der Strecke. Trotzdem unterhält es noch recht gut.

Tauchübungen mit Nichtraucher-Lungenvolumen unter Extrembedingungen

Lange Zeit war ich ja ziemlich großer Wrestling Fan. Ich meine, hey, wo sonst sieht man Clowns, die gegen einen bösen Steuerberater kämpfen, weil der den Federschmuck von einem befreundeten Indianer geklaut hat? Wer Trash liebt, kam da eigentlich immer auf seine Kosten. Irgendwann habe ich dann aber das Interesse dran verloren. Es wurde einfach langweilig. Nur zur WrestleMania – die am Sonntag zum bereits 32. Mal stattfand – schalte ich jedes Jahr noch ein, einfach um mich wieder daran zu erinnern, warum ich den Scheiß nicht mehr gucke. Ich gehe jetzt nicht darauf ein, wie viel Bullshit man auch dieses Jahr wieder bei dieser Veranstaltung abgeliefert hat. Widmen wir uns lieber etwas schönerem: Bullshit mit Wrestlern aus den 90ern. Oder etwas genauer: Bullshit-Filme mit Hulk Hogan. Es war ja damals so, dass Hulk Hogan, lange Zeit Aushängeschild der WWF, zur Konkurrenz wechselte. Und alle so: Wow! Ein nicht unerheblicher Teil dieses Wechsels war darauf zurückzuführen, dass die WCW dem Hulkster damals anbot, mit ihm Filme und Serien zu produzieren. Für nicht Wrestling-Fans ist das natürlich absolut uninteressant, aber für Fans läutete es über kurz oder lang die heißeste Phase ein, die das Pro-Wrestling jemals gesehen hat. Die Monday Night Wars. Hach, es war so herrlich.Man war unterhaltsam, kreativ, trashig, überraschend und einfach absolut sehenswert. Also genau das, was der heutige Film – der nebenbei der erste Film war der im Zuge des Hogan-WCW-Wechsels entstand – absolut nicht ist.

THUNDER IN PARADISE – USA – 1993 – 104 Min.

Das Ganze ist ein Pilotfilm zu einer Serie entwickelt von den Baywatch-Machern. Ich denke mehr muss man gar nicht sagen. Mache ich aber natürlich trotzdem. Also los:

Das Allerwichtigste, was wirklich jede Actionserie der Neunziger braucht, sind Models in Bikinis. Check.
Und ein cooles futuristisches Vehikel für den Helden. Zum Beispiel ein schnelles Boot. Check.
Und einen richtig beschissenen Theme-Song. Check.
Und Hulk Hogan mit Augenklappe und Walkman … äh … check.

Irgendwo in Kuba fliehen Mutter und Kind vor kubanischen Militärs.
Augenklappenhogan fährt derweil weiter cool mit seinem Boot übers Meer. Und lädt seine Waffe durch. Die Augenklappe trägt er nebenbei weil Kowalski ihm in die Fresse gehauen hat, wie uns Hogans Partner Bru gerade erklärt.
Leider funktioniert die Tarnkappenfunktion des Bootes nicht, aber Spence – so Hogans Name hier – ist nicht bereit die Mission abzubrechen, wie er uns in einem auswendig gelernten Text erklärt, der viel zu viele Fremdworte enthält, als es für einen „Darsteller“ wie Hogan gut ist.
Jedenfalls schießt Spence mit einem Jetski aus dem Boot und gerät direkt unter Beschuss. Jede Menge Scheiße fliegt in die Luft und Spence geht tauchen. Da das Militär immer weiter rumballert, muss Spence es irgendwie ausschalten. Da er der einzig wahre Hulk ist, taucht er unter den Steg, auf dem die bewaffneten Kubaner rumstehen und drückt, unter Wasser, zwei Stützpfeiler von der Größe einer Litfaßsäule auseinander, wodurch der Steg zusammenbricht.
Kollege Bru lenkt im Boot das Feuer auf sich und Spence kann sich in das Dorf schleichen, indem er wie ein Assassine über die Dächer der billigen Hütten klettert und dann in einen Jeep springt, um alle 4 Soldaten mit den Köpfen aneinander zu schlagen und die Geiseln zu befreien. Natürlich müssen Spence und die Geiseln auch noch aus dem Lager rauskommen. Was für ein Glück, dass da ein TELEFONMAST!!! rumliegt, mit dem Spence mal eben die komplette Armee (also 5 Leute) umkloppt, als wäre er ein Baseballspieler, der als Kind in den Zaubertrank gefallen ist.

Am Strand sind jede Menge geile Ischen und ein alter Sack, der irgendeine Tussi erpresst. Sie muss innerhalb von 2 Tagen heiraten, sonst gehört dem alten Sack das Hotel ihres Vaters, oder sowas. Dass die hier ernsthaft so eine hanebüchene Story auspacken, sagt eigentlich alles über den Müll hier aus. Ich frage mich gerade, ob es in der späteren Serie wohl eine Folge gab, wo Spence in einem verfluchten Spukhaus übernachten musste, dass er von seiner Oma geerbt hat. Geht schließlich in die gleiche Richtung.

Spence und ein kleines Mädchen, dass ihn übrigens nur „Hurricane“ nennt, weil Hogan hier der Mann mit den 1000 Spitznamen ist, nehmen einen Hammerhai aus und finden die hässlichste Halskette seit Poseidon sich ins Meer verpisst hat. Nach etwas Paragliding kommt Jessicas Mutter angetapert und kackt Hurricane an, weil Paragliding zu gefährlich ist. Sie sollte ihn lieber anscheißen, weil seine bunte Badehose augenkrebserregend ohne Ende ist.

Irgendeine Tussi mit dicken Tüten namens Nicole und Spencercane gehen poppen.

Dann geht die Story hier mal los und auch wenn ich es nicht ganz checke, wird es höchste Zeit. Nur so viel: Hogan muss sein geliebtes Boot „Thunder“ abgeben, weil … Das eben ein billiger Plot ist, der zu der Hochzeitgeschichte mit der Ische von vorhin passt. Bru hat aber eine tolle Idee: Für das Boot zu kämpfen. Oh, und Kowalski vor die Fresse hauen. Klingt durchdacht.

Megan soll R.J. „Hurricane“ Spencer heiraten. Jetzt mal ernsthaft: Wer zur Hölle hat sich diesen Namen ausgedacht? R.J. „Hurricane“ Spencer? Klingt wie eine Mischung aus Bartender, Boxer und Puppe aus dem 80er Kinderprogramm.

Kommen wir zu einem sehr wichtigen Part von Filmen mit Wrestlern als Helden: Mehr Wrestler. In diesem Fall Jim „The Anvil“ Neidhardt und Hogans Megabuddy Brutus „The Barber“ Beefcake, der seit ungefähr 1972 immer genau da ist, wo Hogan rumturnt. Neidhardt gewinnt beim Armdrücken gegen Brutus und feiert sich selbst. Leider gibt es keinen Sylvester Stallone Auftritt sondern nur Neidhardt gegen Hogan. Bedenkt: Hurrihogan hat vorhin einen Telefonmasten rumgeschwungen, als wäre es ein Zahnstocher, kann jetzt aber nicht beim Armdrücken gewinnen. Da Neidhardt – der übrigens dieser ominöse Kowalski ist – aber plötzlich zuschlagen will, haut Spencerhulk ihn um und wird wohl zum Sieger erklärt.

Megan bietet Hulkicane an ihm das Geld für sein Boot zu geben, wenn er sie mal eben heiratet. R.J. ist nicht überzeugt, denn er dachte immer Megan würde nur aus Liebe heiraten. Das tut sie auch, denn sie liebt ihr Hotel.

Dramatische Gitarrenmusik während Hurrihogan Moped fährt. Und in seinem Boot sitzt. Und in Denkerpose über das Angebot grübelt.
Zur gleichen Kackmusik erzählen sich Bru und Kelly ihre größten Träume. Sie will nach Florenz in Italien und Skulpturen erschaffen wie Michelangelo. Er will Kelly ficken. Kelly merkt an, dass manche Träume nie wahr werden und wir haben eine unfassbar tiefgründige und absolut sinnlose Szene hinter uns, die tatsächlich das Potenzial hatte, so etwas wie Tiefe in diesen Bullshit zu bringen.

Aber wer braucht schon Tiefe, wenn man eine Szene kriegen kann, wie die, in der Megan Hulkihogan einen Ring zuschiebt und ihn zwingt, ihr einen Antrag zu machen, damit alle Leute es mitkriegen. Und natürlich ist die ganze Szene an Lächerlichkeit und schlechtem Schauspiel nicht zu übertreffen. In dieser Szene sollen die Darsteller sogar schlecht spielen, um diesen Fake-Antrag irgendwie witzig zu machen. Und selbst dazu sind sie nicht fähig.

Die Schurken dieser Story laden gerade Raketen auf eine Yacht. Um genau zu sein, lädt nur Wrestler Giant Gonzalez die Raketen auf, weil er direkt zwei Kisten voller Raketen gleichzeitig tragen kann. Da kann Spencercane mit seinem Telefonmast einpacken. Mr. Kilmer sucht eine Halskette … ach ja, die gibt es ja auch noch.

Nur damit wir nicht den Überblick verlieren, fasse ich noch mal kurz zusammen, um was es hier eigentlich geht: Hogan hat seine Bootsrechnung nicht bezahlt und beim Armdrücken gegen Kowalski fast sein Auge verloren, er muss Megan heiraten, die das vorgeschlagen hat, da sie ohne Hochzeit ihr Hotel an ihren bösen Onkel verliert. Megans Nichte trägt eine hässliche Kette, nach der ein Mann namens Mr. Kilmer sucht, der aus irgendeinem Grund nicht von Val Kilmer gespielt wird, und Bru will Kelly knallen, die aber lieber nach Italien auswandert.
Irgendwo in diesem ganzen Wirrwarr von Bierdeckelgeschichten muss sich ein Zusammenhang verbergen. Aber ich finde ihn einfach nicht.

Hulkagroom probt das „I love you“ und das „Ja“-Wort mit Bru. Nicole kommt vorbei und übt mit ihm dann auch schon mal den Kuss. Megan kommt vorbei und Nicole macht sich vom Acker. Megan macht noch mal klar, dass ihr Onkel völlig überzeugt davon sein muss, dass sie sich über alles lieben und bla. Dieser Plot ist so dermaßen dämlich, ich kann es kaum in Worte fassen.
Jedenfalls haben sich Hurricamanias Trauzeugen Bru, Brutus und Jimmy Hart (nur echt mit Klaviertastensacko) schon mal aufgestellt und die Braut latscht die Treppen zum Zeremonienbogen runter. Während der Priester seinen Kram palavert, verhandeln Randall (das R in R.J. „Hurricane“ Spencer) und Megan noch darüber, wer denn die Geschenke behalten darf. Es kommt der alles entscheidende Moment, falls jemand einen Grund kennt, warum die nicht heiraten sollte und so weiter und Onkel Edward ruft laut los, dass er dem Braten hier keinesfalls traut und die ganze Hochzeit ein riesiger Schwindel ist, da sich die beiden gar nicht lieben.
Mal an die Leute, die sich damit auskennen: Spielt das wirklich eine Rolle? Würde ein Priester, wenn ich jetzt einfach in eine Trauung reinbrülle, dass die beiden sich gar nicht lieben, einfach abbrechen, seine Sachen packen und nach Hause gehen? Ich frage nur, weil ich das, wenn das wirklich so ist, gerne mal machen würde. Aber wenn nicht, stehe ich ja wie ein Idiot da.
Jedenfalls wird die Trauung durchgezogen und dann ist Party. Auf der treiben sich auch Mr. Kilmer und seine Freundin rum, die der kleinen Jessica einfach ihre hässliche Kette klauen. Selber schuld, Mädel. Der Typ hat dir schließlich 100 Dollar für das Kackteil geboten. Manchmal muss man auch mal auf seine Prinzipien scheißen und korrupt sein. Lektionen fürs Leben bietet der Film also auch.
Randallmania sieht den Diebstahl und is running wild. Wird aber von Giant Gonzalez in eine Strohhütte geworfen und die Schurken hauen ab. Vorher hats die Kette zerlegt und die einzelnen Steine liegen im Sand. Mit einem Metalldetektor sammeln die Hogans die teile auf und stellen zu Hause fest, dass es ein Puzzle ist. Wow. Ravensburger ist nicht zufällig Sponsor von dem Müll hier?

Das Ganze ergibt eine Karte. Bru und Kelly haben auch noch recherchiert und festgestellt, dass die Kette von einem Kriminellen hergestellt wurde, der wohl seine Beute aus Banküberfällen irgendwo vergraben hat. Das ist alles so unglaublich behämmert, dass es schon wieder irgendwie gut ist. Immerhin ist der Film konsequent darin, schlechte Plots aneinanderzureihen.

Während die Jungs und Megan mit Thunder losschippern, lassen sich Kelly und Jessica von Giant Gonzalez entführen. Ich bin ja nebenbei eindeutig der Meinung, dass es heutzutage viel zu wenig gute Henchman gibt, die einfach die Fresse halten und böse sind, weil ihnen gesagt wird, dass sie es sein sollen. In diesem Film gibt es zwar auch keinen guten, aber El Gigante, der Raketenkistenschlepper und Frauenentführer ist zumindest ein Ansatz. Immerhin hat er noch kein Wort gesagt. Nicht mal ein angestrengtes Stöhnen kommt über seine Lippen, wenn er mal wieder Leute durch die Gegend wirft.

Jedenfalls ist Jessica offensichtlich Autistin und zeichnet Mr. Kilmer aus dem Kopf eine 1A-Kopie der Karte aus dem Steinpuzzle. Die böse Gang schippert also los zur Insel, wo Hurriwood Hogan seine Frau durch einen Sumpf tragen muss. Der klettert dann auf einen Baum, um mal zu gucken, was so auf der Insel los ist und findet das Versteck des Schatzes. Denn jemand hat tatsächlich ein „X“ hinterlassen, in Form von zurechtgelegten Felsen. Es ist fast, als wären sie auf Monkey Island gelandet. Ehrlich, wenn das hier keine Parodie für irgendwas sein soll, dann weiß ich es auch nicht. So viele Klischees kann man doch wirklich nicht zufällig in einem Kackfilm unterbringen.

Unter dem X ist eine Höhle, ein Unterwassersee, ein riesiges Spinnennetz in dem sich Megan verheddern kann, und eine Schlange, damit die Prinzessin in Not auch wirklich Grund zum kreischen hat. Der Schatz besteht nebenbei aus Geld und Schmuck. Mr. Kilmer (der in jeder Szene mehr an Val Kilmer erinnert; also vom Aussehen, vom Talent her erinnert er eher an Jai Courtney, nur etwas besser) taucht auf und schnappt sich den Schatz und schließt unsere Helden in der Höhle ein.

Kilmer und seine Gang wird beim Versuch Thunder zu klauen mal kurz unter Strom gesetzt und … OH MEIN GOTT! HOGAN IST FAST NACKT! Das musste doch nun wirklich nicht sein. Und jetzt taucht er in den See und es gibt Kameraeinstellungen, die ich nie wieder vergessen werde … Nachdem er auf Monkey Island war, kann er selbstverständlich auch 10 Minuten lang die Luft anhalten. Das wird vor allem klar, als er durch die Höhle getaucht ist, die Oberfläche erblickt, aber statt erst mal Luft zu holen den ganzen Weg wieder zurück schwimmt. Dann taucht er in der Höhle wieder auf atmet zwei mal tief ein und fertig. Der Mann hat die absolute Megalunge. Er war sicher nie Raucher. Anyway … alle tauchen aus der Höhle und außer Megan können hier offenbar alle ohne Sauerstoff leben.

Natürlich taucht man direkt in Thunder auf, das gerade abgeschleppt wird und was mir gerade erst auffällt ist, wie groß der Innenraum des Boots ist. Es ist ein stinknormales Schnellboot, aber innen befindet sich scheinbar eine komplette Luxuslinerkommandozentrale. Und irgendwo muss man ja vorhin auch noch das Jetski untergebracht haben. Mit Größenverhältnissen haben sie es wohl nicht so ernst genommen hier. Bei dem Anabolika und Steroidenkonsum, der bei diesem unglaublich männlichen Cast vorherrschen muss, ist das aber wohl auch gut so.

Man weiß, dass die kacke richtig am dampfen ist, wenn Hurriwood Hogan Kriegsbemalung aufträgt und auf den Frachter klettert und Leute erwürgt. Immerhin hat er jede Menge unterschiedliche Würgegriffe drauf. Und seine coolen Karatemoves können sich auch sehen lassen. Also zumindest das Gefuchtel, bevor er dann dem Typen einfach in die Visage kloppt.

Giant Gonzalez is back und schleudert alles durch die Gegend, was er in die Finger kriegt. Kisten, Fässer, Stangen, Ketten, Hulk Hogan … der kann ihn aber durch eine Frachtluke schubsen und ihn so unspektakulärer als ich jemals erwartet hätte, ausschalten. Das bringt natürlich nix, denn Kilmer lässt alle Gefangenen über Bord werfen. Ich raffe den Plan hier nicht. Der weiß doch, dass Hogans Freunde noch in der Nähe sein müssen und alle retten werden. Oder dass Hogan ein Houdini-Entfesslungskünstler vom Allerfeinsten ist und sich selbstverständlich aus seinen Fesseln befreit, 10 Minuten lang die Luft anhält und ein paar Runden schwimmt bevor er dann die Weiber rettet. Es ist alles so unfassbar vorhersehbar, dass es schon fast wieder überraschend ist, dass alles genau so passiert, wie man es vorhersieht.

Zeit für das große Finale. Also hauen die Hurricanesters mit ihrem Boot Thunder einfach ab. Kilmer findet das genau so feige wie ich und ballert eine Cruise Missile auf das Boot. Nachdem man ungefähr so lange vor der Rakete geflüchtet ist, wie Hurrimania in dem Film die Luft anhalten kann, hat man den Plan der Pläne, wendet das Boot und steuert mit der Rakete am Arsch direkt auf den Frachter zu. Wir wissen was anschließend passiert. Etwas unglaublich vorhersehbares.

Hogan liegt im Bett und Megan geilt sich auf, um ihren Mann heiß zu machen. Hier ist also das Hogan Sex Tape entstanden. Nebenbei erinnert mich das gerade daran, dass die ganze Story um den Onkel und das Hotel und die Hochzeit und überhaupt, absolut SINNLOSER BULLSHIT war, der zu absolut nichts geführt hat, außer dass dieser Scheißpilotfilm viel zu lang ist.

Ich kann mir Hogans Gestöhne nicht länger reinziehen. Ich gehe einen Bootsschein machen …

Ritterliche Erderkundung mit Schnurbart

Am Freitag gibt es wieder „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ auf Tele 5. Zum Start mit einem Hulk Hogan Film. Da will ich natürlich mitziehen und präsentiere deshalb ebenfalls einen Film mit dem Wrestler Schrägstrich Schauspieler Schrägstrich Schnurbartträger Schrägstrich Vonallemetwasaberinnixwirklichgut.

SUBURBAN COMMANDO – Der Ritter aus dem All – USA – 1991 – 90 Min.

Das All. Unendliche Weiten. Billig animierte Raumschiffe. Noch billiger animierte Explosionen. So, wie man das Weltall eben kennt.

Auf dem größten Raumschiff hängt General Wasweißich rum und plant einen Planeten nach dem anderen unter seinen Nagel zu reißen. Aber Shep Ramsey stiefelt herbei und kann das nicht zulassen. Leider wird er gefangen genommen und der General will ihn abknallen. Allerdings ist zufällig auch der galaktische Präsident anwesend, der den General auch nicht ab kann und wirft einen Brief … EINEN BRIEF! der dem General die Hand abschneidet. Ritter Ramsey nutzt das zur Flucht und bombt nebenbei das ganze Präsidentenschiff weg.

Ritter Ramsey wird in seiner Rettungskapsel von einem Typen kontaktiert, der nicht begeistert ist, dass er den Präsidenten weggebombt hat und verdonnert ihn zu 6 Wochen Urlaub.

Christopher Lloyd ist selbstverständlich Erfinder. Was sonst. Hier heißt er aber nicht Emmett Brown, sondern Charlie Wilcox. Dessen Frau Jenny zwingt ihn, seinen Chef endlich wegen der Gehaltserhöhung anzukacken. Der zeigt ihm aber lieber seine tollen Preise, die er als Arschloch-Chef des Jahres so gewonnen hat.

Ritter Hogan muss auf der Erde notlanden und knallt direkt in eine verlassene Bar, in der die Jukebox Scheißmusik dudelt. Ramsey stellt direkt fest, dass er Erdlinge zum Kotzen findet. In seinem Raumkampfanzug, inklusive Space-Suspensorium, tapert er durch die Stadt, auf der Suche nach einer Bleibe. In bester Terminatormanier besorgt er sich dann erst mal andere Klamotten von irgendeinem Typen und findet dann einen Zettel, der für ein freies Apartment wirbt. Mit dieser unfassbar genauen Wegbeschreibung: „APARTMENT FOR RENT —>“, die theoretisch so ungefähr überall hindeuten kann, findet er nach 3 Sekunden sein Ziel. Wer braucht schon eine genaue Wegbeschreibung, wenn man einen Pfeil hat?

Charlie ärgert sich über die Nachbarn, die einen Dragracer … EINEN DRAGRACER, direkt vor seiner Einfahrt geparkt haben. Erdlinge sind eigenartige Leute. Ich kann Ramseys Abneigung verstehen.

Jenny ist geil, aber Charlie will lieber was kaputthämmern. Allerdings hat Jenny seine Werkstatt in ein Apartment umfunktioniert, dass sie an Ritter Hulk vermietet hat. Charlie traut dem Braten nicht und stöbert nachts in Ramseys Kram rum. Mit einer gefunden Laserwaffe ballert er versehentlich das Nachbarauto weg, womit zumindest ein Problem gelöst wäre.

Weitere bahnen sich allerdings an, denn General Whatshisname schickt Kopfgeldjäger los, die den Ritter erledigen sollen. Einer davon ist nebenbei Mark Calaway, besser bekannt als der Undertaker, den man hier, um den Unterschied zu seinem Wrestling-Alter Ego klar zu machen, einfach nen Mantel angezogen hat.

Shep Ramsey macht sich derweil mit den Geflogenheiten auf der Erde vertraut und lernt dabei unter anderem, dass man nicht einfach so den Briefträger absticht. Und, dass Skateboardfahren gar nicht so einfach ist. Ein Skateboard bis zum Mond zu schleudern allerdings schon.

Ramsey lernt dann die Nachbarn kennen und lehrt denen erst mal ein paar Manieren, als diese sich über Charlie lustig machen. Überhaupt wird er nach und nach zum Ritter der Gerechtigkeit, indem er Handtaschendiebe vermöbelt und Pantomimen aus einem unsichtbaren Kraftfeld befreit. Zugegeben: Der Joke war sogar gut.

Charlie findet Ramseys Ausrüstung und legt die Rüstung an. Zufälligerweise versuchen gerade 2 Typen eine Tussi zu vergewaltigen und er eilt natürlich zur Rettung. Obwohl er sich dabei selten dämlich anstellt, gelingt ihm das Unterfangen.

Das Skateboard fliegt durchs All und wird von den Kopfgeldjägern entdeckt, die daraufhin auf die Spur des Ritters kommen.

Der stellt gerade Charlie zur Rede, und will wissen, wo sein Krempel geblieben ist. Nebenbei nimmt Charlie die Erkenntnis, dass Ramsey ein Außerirdischer ist, ziemlich gelassen auf. Ich hätte da ja ein paar Fragen, wie zum Beispiel: „Warte. Was?“ Aber vielleicht bin ich auch einfach zu neugierig.

Mit Hilfe des PKE Meter aus Ghostbusters, finden sie dann den Krempel. Wiederverwertung alter Filmprops ist immer ein gutes Zeichen für einen grandiosen Film. Nachdem man nebenbei noch einen Banküberfall vereitelt hat, kommen die Kopfgeldjäger vorbei, werden aber von Hogan im Tresorraum eingesperrt.

Shep versucht die Raumkapsel zu reparieren, aber scheitert auf ganzer Linie. Die Kopfgeldjäger fahren währenddessen durch nen Burger-Drive-Through in einem Hochzeitsauto. Irgendwo ist da sicher ein guter Gag versteckt, aber ich finde ihn einfach nicht.

Jedenfalls gibt es für Hogan nur noch zwei Möglichkeiten: Kämpfen, oder irgendwelche Kristalle finden, mit denen er das Schiff reparieren kann. Was für ein Zufall, dass die Arschloch-Chef-Preise genau aus den richtigen Kristallen bestehen. Also geht es auf eine Diebstahlmission während einer Dinnerparty.

Die Kopfgeldjäger lassen selbstverständlich auch nicht lange auf sich warten und es folgt unglaublich spannendes Gekloppe. Wer gewinnt, sollte klar sein. Kleiner Tipp: es ist nicht der Undertaker, der mit seinen Raketenschuhen am Schluss durch ungefähr 500 Wände ballert.

General Ichkannmirseinennamennichtmerken taucht auf und es geht ins große Finale. Das besteht größtenteils aus Rumgelaber, weil das so unglaublich spannend ist. Charlie beschließt, Ramsey zu helfen, indem er den General einfach überfährt. Der mutiert dann zum Echsenalien und schleudert Hogan durch die Garage. Der rächt sich, indem er ihm 10000 Watt durch den Arsch jagt, woraufhin der ganze Schuppen in die Luft fliegt.

Um noch mal richtig auf dicke Hose zu machen, beweist Ramsey den Nachbarblagen noch schnell seine neu erlernten Skateboardkünste und macht sich dann mit dem Raumschiff der Kopfgeldjäger auf in die Weiten des Alls.

Und wenn wir Glück haben, kommt er nie wieder.

Fanatisch religiöser Kleinstadtkrieg

Ich muss ja gestehen: Ich mag Uwe Boll.

Für alle, die jetzt nicht direkt schreiend weggerannt sind, erkläre ich auch kurz warum.

Uwe Boll vertritt einige interessante, wenn auch oft unpopuläre, Ansichten, und hat absolut kein Problem damit, diese auch kundzutun. Da wird nix beschönigt. Wenn er etwas kacke findet, dann sagt er es auch so.

Erst neulich hat er mal wieder so richtig abgekotzt und den ganzen Marvel Superheldenscheiß verteufelt. Wie könnte ich so einen Mann nicht mögen?

Natürlich muss man etwas in Frage stellen, wie ernst man das alles nehmen sollte, schließlich kommen von ihm Filme wie:

POSTAL – USA/Kanda/Deutschland – 2007 – 100 Min.

Zwei Selbstmordattentäter sitzen im Flugzeug und sind bereit für Allah in ein Hochhaus zu fliegen. Vorher muss aber noch eine Grundsatzdiskussion geführt werden: Wie viele Jungrauen gibt es als Belohnung für geisteskranken Schwachsinnssuizid? Ein Telefonanruf bei Osama Bin Laden soll die Sache aufklären. Der erklärt, dass es zu viele Märtyrer gibt, und deshalb die Jungfrauen langsam ausgehen. Nicht mehr überzeugt von dem ganzen Quark, beschließen die Terroristen, lieber auf die Bahamas zu fliegen und sich dort selbst nach Jungfrauen umzusehen. Leider stürmen in diesem Moment die Passagiere das Cockpit und im allgemeinen Trubel knallt der Flieger dann doch ins Hochhaus.

Oh mein Gott, es ist Oscar-Gewinner JK Simmons. Man kann nur hoffen, dass nach Whiplash seine Karriere aufwärts geht und er es nicht mehr nötig hat, bei Scheiße wie dieser mitzuspielen. Jedenfalls ist er wohl Politiker und hält eine Rede vor nem kleinen Tante Emma Laden, geführt von einem Araber, der im Hinterzimmer Terroristen versteckt.

Irgendein Trottel hat ein Vorstellungsgespräch bei nem Typen, der Köpfe auf Pfählen sammelt. Angeblich aus Pappmaché, aber ich bin da unsicher. Jedenfalls creepy. Ich würde sofort bei ihm anfangen. Okay, vielleicht doch nicht, denn der Honk muss ein bescheuertes Lied singen.

Hippies machen, nun ja, Hippie-Kram. Und hören dann Onkel Dave bei einer Ansprache zu. Es ist übrigens nicht der Onkel Dave aus Wonder World, aber ein Freizeitpark wird hier trotzdem noch ne Rolle spielen. Onkel Dave hat nebenbei die Steuerfahndung am Hals.

Ein schwarzer Cop ballert eine alte Asiatin über den Haufen, weil die an ner grünen Ampel anhält. Fragt nicht, ich raffs auch nicht.

Der Trottel vom Vorstellungsgespräch trifft sich mit Onkel Dave, der einen Plan hat, um an Kohle zu kommen. Erst mal muss Trottel-Theo aber zu Hause in seinem Wohnwagen zusehen, wie der Nachbar seine unfassbar fette Alte knallt und gerade Mehl sucht, um die feuchte Stelle zu finden. Somit wären wir humortechnisch schon mal auf 1990er Grundschulniveau angekommen. Kurz entschlossen beschließt er Onkel Dave zu helfen, bei was auch immer.

Osama Bin Laden nimmt eine Videobotschaft auf … oh mein Gott, es ist der SUPPEN-NAZI! Erst Suppen-Nazi, dann Bin Laden. Der Mann hat einfach alles mitgenommen, was ihm angeboten wurde.

Onkel Dave hat nebenbei doch keinen Plan. Stattdessen soll sich der namenlose Trottel einen ausdenken.

Simmons schwingt weiterhin große Reden vorm Kwik-E-Mart und wird dann von nem Selbstmordattentäter weggebombt. Oh man, Simmons. Zum Glück hast du sowas nicht mehr nötig.

George Bush ruft beim Suppen-Osama an und bittet ihn, irgendeine Pipeline zu sprengen.

Oh mein Gott, es ist MINI-ME! Und er schiebt eine Mülltonne durch die Gegend. Äh, ja …

Die Taliban fahren los. Die Onkel Dave Trottel Vereinigung begibt sich, als Nazis verkleidet zum Vergnügungspark „Little Germany“, wo natürlich alles Bayern ist, weil es mehr in Deutschland nicht gibt. Und Uwe Boll lässt es sich nicht nehmen, selber aufzutreten, und sich selbst spielend zu verraten, dass er seine Filme durch Nazi-Gold finanziert. Er nimmt sich offensichtlich auch selbst nicht zu ernst. Jetzt mag ich ihn noch etwas mehr.

Trottel und Dave klauen irgendwelche Puppen aus dem Park. Ich habe einfach keine Ahnung, was hier eigentlich die Handlung ist.

Mini-Me Verney Troyer ist dann auch in „Little Germany“ und macht … äh … nix weiter wichtiges.

Die Taliban kommen vorbei und es kommt zur Schießerei, bei der hauptsächlich Behinderte und Kinder erschossen werden. Dazu fällt selbst mir nix mehr ein.

Troyer landet irgendwie in nem Koffer und wird von der Onkel Dave Bekloppten Co. KG entführt. Verfolgungsjagd der Pseudo-Nazis, Taliban und der schwarze Cop ist auch noch dabei. Irgendwie übernehmen die Taliban dann den Fluchtsitz der Nazi-Trottel und der Obertrottel muss sich rein schleichen, um … wasweißichwas zu machen. Dabei erschießt er einen Wachmann, indem er seine Knarre einer Katze in den Arsch schiebt und durch ihren Mund abfeuert. Wow, Humor ist nun wirklich nicht die Stärke dieses Films. Um genau zu sein, hat der Film absolut keine Stärken.

Jedenfalls kann sich die Gruppe in den Schutzbunker schleichen, wo Richie, Onkel Daves größter Anhänger, die Prophezeiungen aus Daves Bibel wahr machen will. Dazu wird Mini-Me in einen Raum mit Affen gesperrt, um von ihnen vergewaltigt zu werden und weiterer unfassbar lustiger Kram.

Die Taliban suchen einen Freiwilligen für den nächsten Anschlag. Die Wahl fällt auf den behinderten Abdul, einfach, weil der als Einziger keinen Einspruch einlegen kann.

Osama sitzt in einem Guter-Arbeitgeber-Seminar über Killer-Bienen. Fragt nicht …

Onkel Daves Bibel verlangt ein Opfer. Richie erledigt das, indem er Onkel Dave abknallt, kurz nachdem der festgestellt hat, dass er schwul ist und auf fette Typen steht. Der Trottel, der weiterhin keinen Namen hat, wird in einen Raum gesperrt und befreit sich in bester MacGyver-Manier, indem er die Tür mit nem Stromkabel aufsprengt.

Richard holt einen Lieferwagen mit Vogelgrippe-Viren (fragt nicht) und der Trottel und die Onkel Dave Ischen ballern sich den Weg durch das Talibanbesetzte Haus. Nachdem Trottel-Man die Weiber, die jetzt zum Christentum übergelaufen sind, weggepoppt hat, ballert er sich durch die Stadt.

Zwischendurch installiert er noch kurz ne Sprengladung an seinem Wohnwagen, in dem seine fette Frau gerade mit dem schwarzen Cop und Ralf Moeller vögelt. Und dann sind sie plötzlich alle da zum Shootout. Richie, Taliban, die Nachbarn, ein Hund, Osama. Der Trottel hat die Schnauze voll und hält ein Plädoyer über Menschenliebe. Moeller weint. Alle anderen lassen sich nicht überzeugen und ballern weiter. Immerhin ein Hauch Realismus in diesem großen Haufen Bullshit.

Osama ruft mitten im Geballer Bush an, damit der ihn abholen lässt.

Die Steuerfahndung kommt bei Onkel Daves Landsitz an. Abdul soll sie wegsprengen, hat aber seinen Bombengürtel im Auto vergessen, das dann hochgeht und den komischen Kopf-Aufspieß-Arbeitgeber vom Anfang erschlägt.

In einer Radiodurchsage beschließt Präsident Bush, dass Indien und China weggebombt werden müssen, weil sie billige T-Shirts herstellen. Allerdings sind auch aus China Atomraketen in die USA unterwegs. Um sich etwas abzuregen sprengt Trottel-Boy noch schnell seinen Wohnwagen samt Frau, Cop und Moeller.

Bush und Osama hüpfen Hand in Hand über ein Feld, während im Hintergrund die Atomwolke aufsteigt. Pure Romantik zum Schluss.

Wenn das alles nicht so unfassbar kacke wäre, könnte man hier ja vielleicht sogar die Botschaft mitnehmen, das religiöser Fanatismus totaler Bullshit ist. Leider haben wir aber nur gelernt, dass Uwe Bolls Filme scheiße sind. Und das wussten wir schon vorher. Trotzdem mag ich ihn.

Postapokalyptische Minderheitenrettung

MAD MAX IS BACKS! Äh, back. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich fand zumindest den ersten Trailer ziemlich cool, aber bewahre mir wie immer etwas Grundskepsis, was das Endprodukt angeht. Aber selbst wenn der neue Mad Max nicht so toll wird, wie er werden könnte, gibt es doch einen würdigen Ableger der Originalreihe. Vergesst Max. Hier kommt Trace!

WHEELS OF FIRE – Die Solo-Kampfmaschine – USA – 1985 – 81 Min.

Der Spaß beginnt auf dem postapokalyptischen Wochenmarkt, wo Trace seine Schwester trifft, um sich einen Gladiatorenkampf anzuschauen, bei dem sie ihre Autoschlüssel auf irgendeine Lusche gesetzt hat, der es natürlich voll verkackt. Trace greift ein und will die Schlüssel zurück gewinnen, was sich als kein großes Problem herausstellt. Auch wenn ich die Regeln eines Kampfes in Frage stellen muss, bei dem einfach jeder dahergelaufene Spaten in den Ring springen kann. Das sehen auch die Zuschauer so und es kommt zur Verfolgungsjagd durch die Wüste. Selbstverständlich werden die Verfolger abgehängt, beziehungsweise zu Schrott gefahren.

Eine Verschnaufpause gibt es aber nicht wirklich, denn die apokalyptischen Piraten unter Führung von Scourge sind in der Nähe. Also macht man getrennt die Brenne. Während Schwester Arlie und Loserboy Bo poppen fahren, beobachtet Trace noch etwas die Piraten, was nicht unbemerkt bleibt und die nächste Verfolgung nach sich zieht. Trace nutzt seine Geheimwaffe, um die Piraten loszuwerden. Einen Flammenwerfer.

Bo und Arlie kriegen auch Piratenbesuch und Bo ist direkt bereit, seine Freundin und das Auto gegen sein Leben einzutauschen. Der Plan geht nicht so ganz auf, denn während Arlie halbnackt aber immerhin bequem auf eine Motorhaube gebunden wird, wird Bo hinter einem Wagen durch den Sand geschleift. Trace eilt zur Rettung und erfährt von Bo, dass Scourge Arlie entführt hat. Dann erlöst er Bo von seinen Leiden.

Während Arlie versucht, einer möglichen Vergewaltigung durch Scag den Wüstenpiraten zu entgehen, rettet Trace eine andere Tussi namens Stinger, die aussieht wie Ramboline, wodurch sich der Eindruck aufdrängt, dass sie eigentlich gar keine Hilfe brauchte. Allerdings ist ihre Kare verreckt, also fährt sie mit Trace mit.

Währenddessen gerät eine weitere Ische in Not. Während sie fliehen kann, wird Großvater weggeschnetzelt. Trace findet den toten Opa und Striker wird von einer Hand unter die Erde gezogen. In den unterirdischen Tunneln werden sie und die geflohene Tussi gefangen gehalten, von MORLOCKS! Ja, diese Viecher aus „Die Zeitmaschine“.  Wenn die hier noch ne Zeitreisestory einbauen explodiert mein Gehirn.

Arlie wird von Scourge rangenommen.

Trace, scheinbar selbsternannter Beschützer aller Wüstenweiber mit dicken Dünen, macht die Morlocks platt und rettet seinen Harem.

Irgendein Typ und sein Zwergenbeifahrer geraten unter Beschuss. Trace entscheidet, dass er nicht nur gut ausgestattete Tussis rettet, sondern auch andere apokalyptische Minderheiten und nimmt den Zwerg mit. Der hat zwar ein Sprachproblem, aber glücklicherweise kann die gerettete Tuse Gedanken lesen und erfährt dadurch, wo der Zwerg hin will. Ich habs schon wieder vergessen. Mich überfordert das hier alles mal wieder vollkommen.

Die Gruppe landet bei einer Sekte, die ein Raumschiff baut, um die Erde zu verlassen. Man, das ist alles so herrlich abgefahren. Ich liebe es. Auch wenn hier nichts einen Sinn ergibt.

Trace und Striker streiten sich, weil Striker eine Auftragskillerin ist, die Scourge sucht. Warum das für Trace ein Problem ist, bleibt im Unklaren. Es wird auch nicht weiter drauf eingegangen, denn Vögeln ist momentan wichtiger.

Arlie muss weiter leiden.

Trace hat Striker fertiggeknallt und macht sich vom Acker. Kurz darauf wird die Raumschiffbasis angegriffen und das Mutterschiff ist hinüber. Trace kommt zurück, kann aber ausnahmsweise nicht viel retten. Außer Striker und der anderen Tussi, namens Spike, gibt es nicht viele Überlebende. Also beschließt er, Scourge und die Wüstenpiraten endgültig zu erledigen.

Trace fährt also zur Piratenfestung und wird direkt gefangen genommen. Dafür kann jetzt Arlie einen Typen abstechen und Trace befreien, was zum unausweichlichen Geballer führt.

Und dann kommen die Spaceshipspaten unter Leitung von Striker und Spike im Panzer angerollt und es kommt zum großen Krieg in der Wüste.

Arlie wird abgeknallt. Trace ist richtig angepisst.

In der ganzen Balleraction mutiert Spike zum Ninja und killt Leute verdeckt mit ihren Judokünsten. Striker knallt Scag ab, fällt aber von einer Mauer und verreckt. Oder auch nicht. Unwichtig.

Denn Trace und Scourge liefern sich eine Autoverfolgungsjagd durch ein Minenfeld. Scourge geht dann drauf, als Trace sein Auto von einer Klippe auf Scourges Karre fallen lässt. Die Antwort auf die Frage, wie Trace plötzlich auf die Klippe gekommen ist, kann wohl nicht mal der Drehbuchautor beantworten.

Zum Abschluss gibt Trace Karate-Spike die Kette seiner Schwester, weil, die die nicht mehr braucht, und fährt in die Ferne. Am Himmel kreist ein Adler, kann den Film aber auch nicht mehr retten. Nicht, dass das jemals zur Debatte stand, denn hier war mal wieder nichts zu retten. Ich wage mal die Behauptung, dass Mad Max zumindest etwas besser wird.

Sporttaktische Kriegsführung

Ich mach es kurz: Heute wird es unfassbar sportlich. Und unfassbar dämlich. Und unfassbar langweilig. Aber genau für sowas bin ich ja hier.

THE LAST MATCH – Der letzte Fight – Italien/USA – 1991 – 95 Min.

So … äh … ja … Moment noch … gleich gehts los … der Film wird jeden Moment beginnen … jetzt müsste es langsam so weit sein … etwas Geduld … ähem … gleich … nicht mehr lange … hm … ah ja … nach nur 7 Minuten mit einem völlig sinnfreien Footballspiel, beginnt endlich der Film. Und es gibt 3 Minuten sinnloses Rumlungern am Flughafen. Immerhin schon mal 10 Minuten rum. Dann passiert aber doch mal was, denn irgendein Typ, steckt irgendeiner Tussi, auf irgendeinem Flughafen in der Karibik, irgendwas in irgendeine Tasche, die kurz darauf für Drogenhandel verhaftet wird. Oder für schlechtes Schauspiel. Ich bin unsicher.

Ihr Freund George haut ab und … meine Herren, der Sound ist ja mal schlicht das Grauen. Was zur Hölle ist das? Klingt, als wenn ein Orgelspieler einen plötzlichen Parkinsonanfall erleidet.

Die Drogenische wird dann noch vermöbelt, weil sie sich nicht vorm Flughafenpersonal ausziehen will. Eigentlich völlig uninteressant, aber ich muss ja irgendwie den Text strecken und nackte Weiber bieten sich dafür einfach an.

Nach 15 Minuten Rumgequatsche, das den Film kein Stück voran gebracht hat, durch das ich allerdings jetzt mal wieder gar nix mehr raffe, hoffe ich einfach mal, dass die Action jetzt langsam losgeht und der Orgelspieler mal nen Arzt aufsucht.

Nach 15 Minuten Rumgequatsche, das den Film kein Stück voran gebracht hat, durch das ich allerdings jetzt mal wieder gar nix mehr raffe, hoffe ich einfach mal, dass die Action jetzt langsam losgeht und der Orgelspieler mal nen Arzt aufsucht.

Und dann die erste Actionszene. Eine Verfolgungsjagd. George flieht vor der Polizei. Und er hat mindestens 10 km/h drauf. Und steht dann im Stau. Und die Bullen drei Autos dahinter ebenfalls. Ich schätze, da ist noch ne Steigerung möglich.

Susans Vater besucht sie im Gefängnis, haut einem Wachmann in die Fresse und wird rausgeschmissen.

Im Knast herrscht Langeweile. Das musste unbedingt gezeigt werden. Ein Fluchtversuch endet mit dem Tod durch Scharfschützengewehr des Gefängnisleiters. In Die Verurteilten war das irgendwie besser inszeniert. Aber ich nehme, was ich kriegen kann.

Er holt Hilfe. Aber natürlich nicht die Polizei oder andere zuständige Behörden, denn das wäre viel zu einfach. Nein, er holt das Footballteam, in dem er mal gespielt hat. Der Entschluss, dass man das Mädchen unbedingt retten muss, ohne irgendjemanden einzuschalten, der das ohne Gewalt erledigen könnte, ist schnell getroffen.

Ich sage, das wird lustig. Die Idee alleine ist schon völlig hirnrissig. Da kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Außer vielleicht das Pacing, denn der Film kommt einfach nicht ausm Arsch. Die Hälfte rum und es ist noch absolut nichts von Interesse passiert.

Jetzt aber. Bis an die Zähne bewaffnet und im passenden Footballdress, gibt es … Schießübungen in Zeitlupe. Oh man, ich habe keinen Bock mehr.

Warum haben die Tussis da im Knast eigentlich alle nur ein Nachthemd an? Sieht mir nicht unbedingt nach offizieller Gefägniskleidung aus. Die Nachthemden sind nicht mal orange. Irgendwas stimmt da nicht.

Die Footballtaktik-Rettungsaktion startet und als erstes verwirrt man die Wachen mit einem Hubschrauberrundflug um das Gefängnis. Dann legt man Feuer und ballert alles nieder, was sich bewegt. Noch ein oder zwei Explosionen dazu, von denen keiner weiß, wo sie herkommen und fertig ist die Action. Der Orgelmann steht nebenbei kurz vorm Schlaganfall.

Um es dann komplett richtig durchzuziehen, greift man auch noch irgedein Militärlager an, nietet mal eben alles um und macht sich wieder vom Acker. Irgendein kleiner Junge weint und es ist mir egal. Das hat der Film aus mir gemacht.

Nach dieser spektakulären Action, im Dunkeln, in Zeitlupe und mit teils verschwommenem Bild, zu geisteskrankeren Orgelklängen, als es ein Phantom jemals hinkriegen würde, ist der Quatsch auch schon vorbei. Und ganz ehrlich, ich war noch nie so froh, dass ein Film zu Ende ist. Auch wenn der Text hier recht kurz geraten ist. Aber mehr ist einfach nicht passiert, in diesem langweiligsten Film aller Zeiten.

Mir fällt nicht mal ein Titel für den heutigen Schrott ein … äh … irgendwas mit Russland

Wir hatten ja bereits mit Indiana Jones 4 den Untergang eines bis dato guten Film-Franchises gefeiert. Aber da hört der Schrott natürlich nicht auf. Denn mittlerweile zerstört man eigentlich systematisch alles, was mal ansatzweise gut war. Ein weiteres Beispiel dafür ist:

A GOOD DAY TO DIE HARD – Stirb Langsam: Ein guter Tag zum sterben – USA – 2013 – 98 Min.

Not Starring: McClanes Tochter, da man die einfach komplett aus dem Extended Cut geschnitten hat. Wahrscheinlich, weil Mary Elizabeth Winstead den Film alleine durch ihre Beteiligung aufgewertet hätte.

Zwei alte russische Freunde treffen sich im Knast und es stellt sich heraus, dass sie sich nicht mehr all zu freundlich gesinnt sind. Der eine will nämlich gegen den anderen vor Gericht aussagen. Der andere ist wenig begeistert von der Idee. Zum Glück für ihn, besitzt er jeden im Gericht. Na, dann kann ja nicht viel schief gehen.

Irgendwo in einer Disco wird dann Anton erschossen. Nicht der aus Tirol, der aus Moskau. Aber ist ja fast dasselbe.

Amaury Nolasco aus Prison Break quatscht mit Willis über dessen Sohn. Um absolut keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass es der Typ aus Prison Break ist, nennt er McClane Papi, wie er es bei Scofield dauernd getan hat. McClane ist nebenbei nicht gut drauf und ballert erst mal sein Pistolenmagazin sinnlos leer.

Auf gehts nach Moskau, um seinen Sohn Jack aus dem Knast zu holen, der vorhin Anton weggeballert hat. Der wird gerade verhört und will gegen Yuri aussagen. Ich schätze mal, Yuri ist der Typ vom Anfang.

McClane macht sich mit seinen Russischkenntnissen bei nem Taxifahrer zum Affen, der fängt an zu singen. McClane geht lieber zu Fuß zum Gericht. Da findet dann auch schon die Gerichtsverhandlung gegen Yuri statt. Und dann fliegt alles in die Luft. Alle sind tot, außer Jack und der andere Zeuge natürlich. Die ergreifen die Flucht und treffen auf Papi McClane. Jack findet es echt scheiße, dass sein Vater ihn während seines Urlaubs in Russland nervt und macht sich mit nem Van vom Acker. John nimmt mit nem LKW die Verfolgung auf, denn seit Teil 4 weiß er genau, wie man die fährt, egal wie schlecht die Straßen sind.

Was folgt ist eine der uninspiriertesten Verfolgungsjagden, die ich je gesehen habe. Willis schaltet die Verfolger aus und Jack nimmt ihn widerwillig in seinem Van mit. Jack ist selbstverständlich ein Undercover-CIA-Agent.

Das Safe House wird attackiert. John ballert mit einer MG alle Angreifer weg, was nicht wirklich schwierig ist, weil die sich wie die Lemminge in die umherfliegenden Kugeln werfen. Flucht zum Hotel, um einen Schlüssel zu holen. Da ist Baustelle und man muss sich reinschleichen. Keine Ahnung, wieso. Vielleicht sind alle Bauarbeiter in Russland heimliche Spione der Drogenmafia.

Das Schleichen stellt sich als kleinstes Problem heraus. Im Hotel treffen sie die Tochter des russischen Zeugen, dessen Namen ich nicht mitgekriegt habe. John, skeptisch wie eh und je, traut der Tochter nicht und hat natürlich recht, denn die hintergeht die McClanes und ihren Vater und nimmt ihn mit. Die McClanes müssen sich Stepeinlagen von nem Karotten kauenden Russen angucken und sich vermöbeln lassen. Natürlich lassen sie sich das nicht lange gefallen und das Geballer geht wieder los. Karottenkarl kann fliehen und ein Kampfhubschrauber kommt zufällig vorbei, um das Hotel in Schutt und Asche zu legen. Weil das immer ne gute Idee ist, springen Vater und Sohn einfach aus dem Fenster, ohne zu wissen, wo sie landen. Zum Glück hat zufällig jemand ein Gerüst darunter aufgebaut.

Bei einem rührenden Vater-Sohn-Gespräch erzählt Jack dann, worum es geht. Irgendwas mit Uran und einer Maschine, die innerhalb von Minuten radioaktive Strahlung auflöst, oder sowas. Ich hab nicht wirklich zugehört, weil es sowieso keine Rolle spielt. Das hier ist nicht mehr zu retten.

Bewaffnet bis an die Zähne ziehen die McClanes in den Krieg gegen Moritz die Möhre und seine Männer. Möhrenmartin wird sich ihnen aber nicht mehr in den Weg stellen, denn Vater Russland knallt ihn ab, denn er steckte die ganze Zeit mit seiner Tochter unter einer Decke. Meine Fresse, hier ergibt wirklich gar nix irgendeinen Sinn.

Naja, viel Bla Bla, bei dem sich herausstellt, dass Vater Russland Yuri heißt. Ich dachte, das wäre der andere Typ gewesen. Aber vielleicht heißen auch beide so, weil dem Autor keine russischen Namen mehr eingefallen sind. Jack weiß mittlerweile, dass er von Yuri nur benutzt wurde und ist echt angepisst. Mit dieser schlechten Laune macht das anschließende Rumballern natürlich gleich viel mehr Spaß.

Die ganze Hütte fliegt in die Luft, aber die McClanes überleben, weil sie HINTER EINEM 10 ZENTIMETER BREITEN STÜTZBALKEN SITZEN! Logisch, dass da keine Flamme hinkommt.

Jack verfolgt Yuri, John die Tochter im Kampfhelikopter. Um seinen Sohn zu retten heizt er mit einem LKW aus der Ladefläche des Helis. Der LKW hängt dann hinten dran und bringt den Hubschrauber außer Kontrolle. Jack ist ein ganz normaler CIA-Agent und wirft Yuri vom Dach in den Rotor des Helis.

Bruce fliegt zurück ins Gebäude. Tochter Russland will den Vater rächen und fliegt Kamikaze mit dem Helikopter in das Gebäude. Vater und Sohn Amerika springen mal wieder aus dem Fenster und landen im Pool, während um sie herum alles in die Luft fliegt.

Damit ist dieser Quatsch dann glücklicherweise beendet und Vater und Sohn labern noch etwas unlustigen Müll, weil dem Drehbuchautor einfach nicht ein einziger cooler Spruch einfallen wollte.

Nach diesem grandiosen Meisterstück der Zerlegung einer bisher guten Filmreihe, können wir uns alle auf den bereits angekündigten sechsten Teil freuen. Nach McClanes Ausflug nach Moskau, rechne ich mit ITS HARD TO DIE IN SPACE.

Blechschadenbasierte Todvortäuschung

Heute ist Geburtstag. Und zur Feier des Tages beschenke ich mich mal selbst und bringe meine verfilmte Biographie auf den Blog. Naja, nicht ganz, aber zumindest geht es heute um einen Schrottplatzbetreiber, der Schrottfilme so geil findet, dass er direkt selbst welche produziert. Könnte also auch ich sein. Nur ohne das Produzieren. Und der Tatsache, dass ich gar nicht wirklich auf einem Schrottplatz arbeite.

THE JUNKMAN – Firebird Tornado – USA -1982 – 96 Min.

Der Alternativtitel ist ja mal wieder ganz große Kunst und hätte sich für einen echten Trashfilm im Stile von Sharknado angeboten. Aber man kann eben nicht alles haben.

Die Musik während der Opening Credits ist schon mal das langweiligste Gedudel, das mir jemals in einem Film untergekommen ist. Fängt ja gut an. Und es geht genau so weiter, denn mit anderem Gedudel unterlegt sehen wir die komplette Lebensgeschichte eines Typen namens Harlan im Schnelldurchlauf. Geburt, Spielen als Kind, Heiraten als Mann, Schrottplatzgründung als Arbeitsloser, Film gemacht aus Verzweiflung, Tochter gekriegt als Paar, Frau verreckt am Steuer. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das hier die Lebensgeschichte des Regisseurs werden soll, bei dem es tatsächlich ähnlich war. Und dann spielt er sich auch noch selbst. Na, das kann ja was werden.

Nach weiterem Gedudel, während dem Harlan in verschiedenen Autos posiert, kommt Richard vorbei, der aussieht wie eine Mischung aus Mafiapate und Amish. Was er wollte, weiß ich nicht. Das Gespräch mit Harlan ergab absolut keinen Sinn.

Ist aber auch nicht wichtig, denn: Verfolgungsjagd. Die Cops jagen eine Corvette, oder sowas. Ich kenne mich mit Autos absolut nicht aus, deshalb werde ich im Verlauf des Films einfach Vermutungen zu den Modellen anstellen. Warum die Corvette verfolgt wird, weiß nebenbei mal wieder keine Sau. Der Verfolgte klettert aufs Dach des Autos und wird von nem Helikopter abgeholt. Und dann der große Twist: Es war nur der Dreh für eine Filmszene.

Wisst ihr übrigens, was in 80er-Filmen ein echtes Problem ist? Alle haben die selben Frisuren. Deshalb kann man einfach keinen unterscheiden. Fällt schon schwer genug, festzustellen ob der Darsteller gerade männlich oder weiblich ist. War ne schlimme Zeit.

Nur den Mafiaamish erkenne ich überall. Der sitzt aber nur am Set rum und macht gar nix. Harlan geht derweil mit einer Reporterin poppen, oder so. Ich blicke jetzt schon nicht mehr durch. Irgendjemand namens Kelly hat nebenbei auch noch Geburtstag, aber ich weiß nicht, wer diese Kelly ist, also denkt euch einfach, dass ich es nicht erwähnt hätte.

Harlan ist das Ziel von einigen zwielichtigen Gestalten, die ihn beim James Dean-Festival umnieten wollen, oder sowas. Ich weiß es auch nicht. Hier wird ja mal wieder nix erklärt. Was ich aber unbedingt erklärt haben will, ist, wer den Leuten hier die Haare geschnitten hat. Meine Fresse, die 80er hätten wirklich verboten gehört.

Um James Dean richtig zu ehren, wird ein Rennen veranstaltet, was einfach irgendwie falsch ist, wenn ihr mich fragt. Zu einer guten Veranstaltung dieser Art, gehört natürlich eine gute Band. Leider hat man keine gefunden, also hat man einfach ein paar Nasen auf die Bühne gestellt, die „la la la“ ins Mikrofon dudeln.

Die Killer, oder Kopfgeldjäger, oder Steuereintreiber, oder schlicht gelangweilte, weil der Frisör heute geschlossen hat, oder wasauchimmer, kommen angeheizt und legen den Sheriff um. Damit dürfte zumindest klar sein, dass sie keine Steuereintreiber sind, denn ein Toter kann keine Steuern mehr zahlen.

Harlan wird von einem Flugzeug aus mit Bomben beworfen. Er ergreift natürlich die Flucht und will Hilfe rufen, aber jemand hat den Draht seines Autotelefons durchgeschnitten. Genial! Man hätte natürlich auch die Bremskabel durchschneiden können, wo man schon dabei war, aber manchmal ist weniger eben mehr.

Der tote Sheriff wird gefunden und die Cops rasen los, um die Mörder zu jagen. Auch wenn sie absolut keine Ahnung haben, wer die Mörder überhaupt sind. Die verfolgen weiterhin Harlan mit Autos und Flugzeugen. Die Cops kommen zufällig vorbei und es werden ein paar Karren zu Schrott gefahren. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass in der nächsten Stunde nicht viel mehr passieren wird hier. Der Eindruck verstärkt sich, wenn man bedenkt, dass dieser Streifen den Autoverschrottungsrekord von Blues Brothers (seines Zeichens der Film mit dem besten Soundtrack ever) übertroffen hat. Da wird wohl noch einiges zu Bruch gehen.

Den Soundtrack der Blues Brothers wird dieses Werk allerdings sicher nicht mehr übertreffen, denn trotz der actionreichen Verfolgungsjagden, dudelt die Musik einfach weiter so dahin. Da wäre mir sogar schlechte 80ies-Rock-Musik lieber gewesen.

Harlan erreicht das JD-Gedenk-Festival und bringt die Killer gleich mit, die erst mal die Bühne zerlegen, was natürlich eine gute Sache ist, da dadurch die „La la la“-Band nicht weiter spielen kann. Nebenbei interessiert sich auf dem Festival scheinbar keine Sau für das Geschehen, denn es wird einfach weiter gefeiert.

In der Wüste verkantet ein Franzose seinen Wohnwagen und ein Typ mit nem Schwein auf dem Arm kommt vorbei. Der hat seine Karre schon vorhin zerlegt. Beide werden in dem Film absolut keine Rolle mehr spielen, aber diese Szene musste wohl unbedingt drin bleiben.

Ich sollte vielleicht mal anmerken, dass ich großer Fan von Autoverfolgungen in Filmen bin. Eigentlich auch von echten, aber die sieht man so selten. Aber das hier zieht sich jetzt doch ganz schön in die Länge.

Die Killeranführerin überschlägt sich mit ihrer Karre in der Wüste, aber immerhin hat sie ihren Regenschirm dabei.

Die Bullen sind auch noch unterwegs.

Es folgt die behämmertste Flugzeugszene aller Zeiten, als Harlan mit dem Piloten Ausweichen spielt. Warum zur Hölle der Pilot tatsächlich einfach volle Kanne im Sturzflug auf die Erde zurast wusste wohl nur er selbst. Harlan tritt jedenfalls auf die Bremse und das Flugzeug knallt voll auf die Straße. Was hat der Pilot bitte gedacht, wie er auf diese Weise Harlan erledigt, sich selbst aber nicht? Selbst wenn Harlan nicht gebremst hätte, wäre das Flugzeug eben auf das Auto geprallt. Auch nicht besser, als Asphalt, würde ich sagen. Oder ist er ein Pre-9/11-Selbstmordattentäter? Wir werden es nie erfahren.

Ein Flugzeug ist also erledigt. Aber keine Auftragskillerkombo, die etwas auf sich hält, kommt mit nur einem Flugzeug, also muss sich Harlan mit einem weiteren rumschlagen. Mal schauen, ob darin auch ein Kamikazepilot sitzt, oder ob der seinen Pilotenschein nicht im Preisauschreiben gewonnen hat. Erst mal kümmert sich der Pilot aber um alle anderen Autos auf der Straße und sorgt dafür, dass diese alle zu Schroitt gefahren werden. Was das bringen soll, weiß ich auch nicht. Vielleicht eine Art Straßensperre. Würde nur mehr Sinn ergeben, wenn Harlan nicht ganz woanders rumgurken würde.

Harlan flieht vor dem Flieger und fährt in ein alleinstehendes Haus mitten in der Wüste. Ist ja nicht so, dass da jede Menge Platz gewesen wäre, um einfach drum herum zu fahren. Eine Bombe aus dem Flugzeug lässt die Hütte explodieren und unser Held (wenn man den denn so nennen kann), ist hinüber.

Ich nehme jetzt die Überraschung mal vorweg, die im Film nach 5 Minuten aufgelöst wird: Harlan lebt noch. Und er weiß, wer ihn verfolgt. Deshalb muss er nach Los Angeles. Wir sind immer noch genau so schlau, wie zuvor. Ungefähr 15 Minuten später, in denen wirklich gar nichts passiert, außer das die Charaktere, die nie wirklich eingeführt wurden, weshalb man auch nicht rafft, wer eigentlich wer ist, rumlabern, kommt Harlan mit seinem Sparschwein per Taxi am Busbahnhof an. Das dürfte das erste mal in der Geschichte der … Geschichte selbst sein, das jemand einen Taxifahrer bezahlt, indem er Kleingeld aus einem Sparschwein schüttelt.

Alle halten Harlan für tot und irgendeine Tussi will den Schrottplatz kaufen, der so ähnlich. Ich blick nicht durch und es ist mir auch scheißegal. Bringt lieber wieder ne Verfolgungsjagd.

Harlan bricht dann in seine eigene Großgarage ein und klaut die erste Schrottkarre die er findet. Ohne Scheiß, da stehen Rolls Royce und Corvette und was weiß ich, wie die ganzen Dinger heißen und er klaut eine Karre, die aussieht, als wäre sie beim letzten Destruction Derby als erstes ausgeschieden. Weit kommt er aber damit eh nicht, denn der Nachtwächter sieht ihn und erschießt eine Schaufensterpuppe. Harlan flieht dann lieber zu Fuß. Keine Handlung der Charaktere in diesem Film ergibt irgendeinen Sinn.

Die Polizei hat einen Verdächtigen und verfolgt ihn durch die Stadt, was mal wieder zu sehr viel Schrott auf den Straßen führt. Der Verdächtige ist übrigens Harlan selbst. Ich raffe gar nix mehr. Jedenfalls flieht er mit einem Zeppelin. Hier wird wirklich alles benutzt was fährt und fliegt. Wenn man jetzt noch aufs Meer kommt, ist das der beste Actionfilm aller Zeiten.

Hey, es ist Woody Allen! Naja, nicht ganz, sieht aber fast so aus. Er ist ein Cop und nimmt einen Anruf von Harlan aus dem Zeppelin entgegen, der eine Notlandung auf dem Hollywood Boulevard mit dem Zeppelin plant. Harlan springt über der Straße ab und der Pilot fliegt weiter. Und dafür mussten die jetzt die Straße sperren?

Dann der Schocker: Michael ist ein Verräter er und will Harlan killen, weil er sich selbst für den Erfolg der Filme verantwortlich hält, aber Harlan das ganze Lob kassiert. Wäre nebenbei natürlich spannender gewesen, wenn ich wüsste, wer dieser Michael eigentlich ist. Ich glaube, der ist vorhin mal irgendwo aufgetaucht, aber ich konnte der Handlung (wenn man das so nennen kann) ohnehin nicht folgen, also scheiß drauf. Michael wird vom Dach geworfen und eine Granate sprengt das Auto mit den restlichen Killern.

Mit ner großen Party ist dann endlich Schluss hier. Der Abspann dauert dann fast so lang, wie der eigentliche Film und zeigt noch mal alle Highlights (wenn man das so nennen kann) und es dudelt weiterhin lahme Musik. So hat man damals Actionfilme gemacht. Aber immerhin haben wir gelernt, dass seinen eigenen Tod vortäuschen zu sehr viel Schrott auf den Straßen führt.

 

Zum letztjährigen Geburtstagseintrag geht es übrigens hier lang.

Pseudopolitischer Freiheitskampf

„Theeeeeeeeeeeeee Laaaaaaaaaaaaand Of The Freeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee, And The Home Of The Braaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaave!“ – Randomsänger bei irgendeinem US-Sportevent

Findet ihr es eigentlich auch immer so unfassbar grausam, wenn diese Heulbojen vor Sportveranstaltungen die Nationalhymne jaulen, bis einem der Schädel platzt? Am Sonntag ist es wieder so weit, denn dann startet der SuperBowl. Das hat absolut nichts mit diesem Film zu tun, aber ich wollts halt mal erwähnt haben.

LAND OF THE FREE – USA – 1998 – 100 Min.

William Shatner weiß nicht nur, wie man Spinnen entkommt, sondern auch, was die Leute, die nicht unter einer Spinnenapokalypse zu leiden haben, wollen. Deshalb hält er gerade eine Wahlansprache. Mit seinem Gequatsche macht er sich aber nicht nur Freunde, denn ein Attentäter eröffnet das Feuer. Der Sicherheitsdienst nimmt die Verfolgung auf. Alles Hochsportler hier, denn die rennen 5 Minuten lang ohne Pause durch den Straßenverkehr und liefern sich dann noch nen Boxkampf auf offener Straße. Der Attentäter wird dann abgeknallt und es stellt sich heraus, dass es sich um ein Alien handelt. Zumindest ist das meine Vermutung, denn das Blut ist violett. Da keiner darauf eingeht, scheint es aber völlig normal zu sein. Schade, keine Aliens. Die hätten den Film bestimmt aufgewertet.

Aidan Carvell, so Shats Name hier, hat auch noch ein Buch geschrieben. Es heißt wie dieser Haufen Müll auf Zelluloid. Interview mit politischem Gebrabbel, das mir absolut am Arsch vorbei geht.

Frank Jennings hingegen … hat auch irgendeine Funktion. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube der organisiert die Wahlkampagne. Was ihn dafür qualifiziert, ist wohl seine Kampfsportausbildung, die er in einer Tiefgarage unter Beweis stellt, als er verfolgt wird. Er macht zwei FBI-Fritzen platt, aber bringt sie nicht direkt um, denn sie weisen sich dann doch mal aus. Das FBI glaubt, dass Carvell nur an die Macht will, um irgendeine militärische Übernahme zu starten. Jennings will der Sache auf den Grund gehen und dem FBI dann bescheid sagen, was abgeht.

Ne Frau hat er übrigens auch und er liebt sie. Um das klar zu machen wurden gerade 5 Minuten mit sinnlosem Geschnulze verplempert. Toll. Nehmt euch ein Zimmer.

Jennings Freund Fitz hat sich ein Zimmer genommen und turnt dort gerade mit ner Blonden durch die Betten. Jenings quatscht ihm auf den Anrufbeantworter, aber Fitz wird die Nachricht nicht mehr zu hören bekommen, denn Attentäter killen ihn und die Blondine unter der Dusche. Schade um das Mädchen. Fitz hingegen ist mir egal. Kannte den ja nicht und der sah nicht so gut aus, wie seine Freundin, also was interessierts mich.

Jennings Büro ist völlig verwüstet und der Sicherheitsdienst will ihm ans Leder. Aber als Kampfsportexperte kann er natürlich alle umhauen und aus dem Gebäude fliehen, indem er, wie John McClane, an einen Feuerwehrschlauch gebunden, vom Dach springt. Der abrupte Halt, als das Ende des Schlauchs erreicht ist, bricht ihm wunderlicherweise nicht die komplette Wirbelsäule in 42 Teile, und er kann ohne Rückenschmerzen weiterlaufen.

Franks Frau ist nicht begeistert, von seiner Zusammenarbeit mit dem FBI und dass er jetzt gejagt wird. Noch weniger begeistert ist sie, als sie ihren Hund am Baum erhangen findet.

Jennings stellt Carvell zur Rede, aber der ist unbeeindruckt.

4 Monate später ist Frank im Zeugenschutzprogramm und Carvell muss sich mit schlechter Publicity rumschlagen. In einem Interview erklärt er aber, dass er trotzdem erfolgreich sein wird und bla.

Frank Jennings heißt jetzt Jack Springer und wird, zusammen mit seiner Frau und Sohn, von irgendwelchen Typen verfolgt. Zum Schutz hat er eine Shotgun zu Hause, mit der er die Eindringlinge erledigt, die sich als Polizisten ausgewiesen haben. Keine Verschwörung ohne bestechliche Cops.

Jack telefoniert dann mit irgendwem und wird mal wieder durch die Stadt gejagt. Viel Geballer und Gekloppe und Gerenne und Gelangweile später, ist er wieder in einer Tiefgarage. Ab in die Karre, in der seine Familie wartet und es gibt eine Verfolgungsjagd, mit der lahmsten Musik, die ich jemals in einer Actionszene gehört habe. Und ihr wisst, ich habe schon so manches unpassendes gehört. Den Verfolger kann er abhängen, indem dieser durch einen Wohnwagen fliegt und abfackelt. Immerhin sah der Autostunt cool aus.

Wisst ihr, was lange nicht kam? Jack läuft durch die Stadt und vermöbelt Sicherheitsbeamte. Ah, ich dachte schon, die hätten vergessen, worum es hier eigentlich geht. Nun ja, er hat wieder allen das Fressbrett poliert und flieht mit einem Schulbus, damit man auch direkt die nächste Autoverfolgungsjagd anhängen kann.

Die Autostunts sind nebenbei gar nicht mal schlecht und wisst ihr warum? Weil die alle aus anderen Filmen geklaut und hier reingeschnitten wurden. Genial, was?

Jack oder Frank oder Horst, scheißegal wie er heißt, muss dann seine Familie aus den brennenden Bus retten, was natürlich kein Problem ist, und so kriegt man vor allem auch noch den unausweichlichen „Held in Front der gewaltigen Explosion Shot“ untergebracht.

Die Familie halb tot im Krankenhaus, aber Frank hat keinen Kratzer, obwohl er minutenlang an einem fahrenden Bus hing, vors Maul gekriegt hat und dann aus dem Bus geschleudert wurde. Das ist ein wahrer Held.

Frank beschließt, gegen Carvell auszusagen. Ich dachte, das hätte er schon längst gemacht. Wieso ist der denn sonst im Zeugenschutzprogramm? Jedenfalls folgt direkt die Gerichtsverhandlung, in der Carvell freigesprochen wird.

Frank hat kein Verständnis und kauft nen Fernseher. Fragt nicht, ich sage nur, wie es ist. Nachdem er das Carvell-Anwesen ausspioniert hat, besorgt er sich ein paar Detonatoren. Der Verkäufer will ihm helfen, weil er gerne Scheiße in die Luft jagt, aber Frank verzichtet.

Frank bombt noch eben zwei Typen weg, die ihm ins Hotel gefolgt sind, dann startet er die Attacke auf das Carvell-Grundstück. Ninja-mäßig wird der Gärtner umgenietet . Im Haus werden die Bomben an strategisch sinnvollen Stellen platziert. Also unter dem Bett und im Küchenschrank. Der Zeitzünder ist angebracht und Frank will ungesehen die Brenne machen. Aber das wird nichts, weil er ewig braucht, um sich zu entscheiden, welches Cabrio er aus der Garage klauen soll.

Carvell sitzt derweil schon im Helikopter nach irgendwo.

Die Bude geht hoch und Frank verfolgt den Hubschrauber über Feld und Wiese. Er hängt sich an den Heli und zieht Carvell runter. Beide hängen rum, Frank lässt sich fallen, hat aber zuvor eine Bombe am Hubi angebracht. Carvell springt auch ab und guckt zu, wie das Teil ungefähr ne Viertelstunde später hochgeht.

Frank wurde angeschossen und es kommt zum Bosskampf mit Carvell, der zur Verstärkung eine Zaunlatte mitgebracht hat. Die hilft aber nichts, denn Frank haut ihm vors Maul und ertränkt ihn im See.

Zu patriotischer Scheißmusik latscht Jennings zurück ins Krankenhaus, um mit seiner Familie zu feiern.

Ich feiere nur, dass dieser Scheiß hier endlich vorbei ist. Aber immerhin haben wir gelernt, dass man Stuntszenen ganz hervorragend wiederverwerten kann.