Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Günstige Körper-wechsel-dich-Action an der Pforte zur Hölle

Ich versuche ja trotz des Horrorthemenmonats Oktober immer ein bisschen Abwechslung reinzubringen. Deshalb fügen wir dem Horror heute noch Fantasy und Action hinzu. Und das alles mit einem großen Star verziert, der ein Garant für Schrottfilme ist.

THE MINION – DER RITTER DER APOKALYPSE – USA – Kanada – 1998 – 95 Min.

Regie führte Jean-Marc Piché, der hier seine erste Regiearbeit ablieferte und innerhalb von 20 Jahren insgesamt auf 5 kommt, die allesamt vermutlich kein Mensch kennt. Karriere ausbaufähig.
Das Drehbuch ist eine Gemeinschaftsarbeit von Ripley Highsmith, der sonst nix gemacht hat, und Matt Roe, der sonst größtenteils erfolglos als Schauspieler unterwegs war. Klingt also vielversprechend.
Aber Dolph Lundgren wird das natürlich alles rumreißen. Die Unterstützung von Roc LaFortune oder Francoise Robertson (die beide vermutlich sowieso niemand kennt) hat er dabei natürlich gar nicht nötig, aber sie sind trotzdem dabei.

Die Wüste am 22. Dezember 999. Ein Mann tapert durch den Sand und findet eine Fahne, die von zwei Tempelrittern stammt, die ebenfalls am 22. Dezember 999 durch die Wüste tapern. Ich gehe jetzt mal besser nicht darauf ein, dass der Templerorden erst im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Die Ritter des Templerordens herbergen den Schlüssel zu Satans Gefängnis, oder so. Aber der „Minion“ ist frei und beißt den Mann, der plötzlich topfit ist und die beiden übriggebliebenen Tempelritter verfolgt. Einer ist ein Held und stellt sich dem Mann entgegen. Der andere soll den Schlüssel für die nächsten 1000 Jahre verstecken. Soweit, so simpel. Ich vermute mal, komplizierter wird es auch nicht werden.

Der wärmste Winter aller Zeiten in New York im Jahr 1999 wird natürlich dem Treibhauseffekt in die Schuhe geschoben. Ich erwarte Klimawandelleugner an jeder Ecke in diesem Film. Warum wünschen sich die Leute da eigentlich bereits am 22. Dezember schon „Frohe Weihnachten“? Das bringt doch bestimmt Pech. Und zack, da fallen die beiden Weihnachtsfans auch schon in ein Loch im U-Bahn-Tunnel und finden ein Skelett. Dr. Whatshername kennt sich aus und stellt fest, dass es sich um einen Templer handelt. Irgendein Opa greift an, aber Pastor Dolph kommt mit seinem Stahlhandschuh vorbei und macht ihn platt. Er nimmt den Schlüssel des Skeletts mit und Dr. Wieauchimmer folgt ihm. Die will aber den Schlüssel haben, denn sie wollte schon immer die größte Archäologin aller Zeiten werden. Sie muss Lara Croft wirklich abgrundtief hassen.

Der Weihnachtsheinz heißt übrigens Dante und ist jetzt von dem Minion besessen oder sowas und verfolgt Dolph und Dr. AhsieheißtKaren. Handschuhdolph erledigt auch ihn und Karen flieht, weil sie Dolph jetzt für einen Killer hält oder so. Vielleicht hat sie auch den Schlüssel geklaut. Habs nicht genau gesehen, weil alles so unglaublich spannend ist.

Eine unfassbar sympathische Polizistin erklärt gerade einem Mexikaner, dass sie die Einwanderungsbehörde ruft, wenn er nicht Englisch mit ihr spricht. Der Minion drückt ihr die Augen aus dem Kopf und wir müssen sie wohl nicht weiter ertragen. Ach so doch, denn der Minion ist jetzt in ihr und verfolgt Karen, die den Schlüssel hat. Die Dialoge sind nebenbei wirklich unfassbar schlecht. Das Schauspiel natürlich sowieso. Dolph kann es auch nicht mehr ertragen und boxt sie mit seinem Stachelhandschuh aus dem Fenster. Ich schätze mal, dass er und Karen jetzt auch noch von der Polizei verfolgt werden.

Dolph heißt übrigens Lukas und erklärt Karen den ganzen Kram mit Satan und der Apokalypse und den Templern. Und, dass er zum Flughafen muss, um den Schlüssel zu verstecken. Ich schätze mal, in einem Schließfach, denn da würde ein Dämon niemals suchen. Karen hat eine bessere Idee: Da der Minion eine menschliche Hülle braucht, will sie den Schlüssel irgendwo verstecken, wo kein Mensch hin kann. Und zwar in einer alten Mine in einem Indianerreservat, die voller Giftmüll und Atommüll ist. Wie sie das als Mensch anstellen will, bleibt offen.

Der Mexikaner erklärt dem ermittelnden Cop, was passiert ist und der will mit Dr. Schulman sprechen, der scheinbar Experte für … irgendwas ist. Der erklärt die Historie der Templer und auch von Karen, die bei ihm studiert hat. Ähm … interessant.

An einer Tankstelle palavern Lukas und Karen ewig und drei Tage rum und bremsen den Film dadurch noch mehr aus, als es ohnehin schon der Fall ist. Und dann werden sie verhaftet, damit hier gar nichts in die Gänge kommt.

Beim Cop und Schulman ist es auch nicht besser. Die recherchieren, was Lukas so für ein Typ ist und finden heraus, dass er einer Spezialeinheit angehörte und Blah. Wen interessiert diese ganze Scheiße? Ich will jetzt Dämonen und Action und Action mit Dämonen und Dämonen in Action und Dolph mit seinem Todeshandschuh, der Leuten die Fresse poliert sehen. Dafür guckt man diese Kacke schließlich.

Ah, da ist der Minion ja und ballert alle Bullen nieder. Das ist zwar nicht sonderlich spektakulär, aber besser, als das lahme Rumgelaber seit ner halben Stunde. Lukas und Karen machen den Minion mal wieder platt und können abhauen. Auf der Fahrt wird wieder rumgelabert und Karen hat Visionen oder sowas, weil das auf keinen Fall fehlen darf.

Der Cop und Schulman checken das Gemetzel und Schulman weiß, wo Karen hin will, weil … er es einfach weiß. Karen und Lukas kommen derweil schon im Reservat an, wo Opa Großer Bär Tee kocht. Grauer Adler will helfen und ich komme einfach nicht auf diese Klischeenamen klar. Wenn die Drehbuchautoren für diesen Krampf länger als 5 Minuten gebraucht haben, wundert es mich nicht, dass sie nie wieder was geschrieben haben.

Natürlich haben sich Großer Bär und Grauer Adler den Umständen angepasst und arbeiten in dem Atommülllager, für das ihr Reservat verseucht wurde. Denn wie wir alle wissen, geben die amerikanischen Ureinwohner einen Scheiß auf ihr Land und die Natur und alles andere. So können sie Lukas und Karen einschmuggeln und Großer Bär will den Schlüssel selbst wegbringen, weil Lukas und Karen zu auffällig sind. Ist sicher was dran, nur ist Opa zu alt, um gegen den Minion zu kämpfen und kriegt vors Fressbrett. Und er ward tot.

Der Minion hat also den Schlüssel und jetzt wird die Zeit knapp, denn er wartet nur noch auf den Fahrstuhl. Es kommt also zum großen Endkampf am verseuchten Wasserbecken. Der Minion hat nebenbei die Gestalt von Schulman angenommen, was aber halt auch einfach kackegal ist, wie alles andere hier auch. Der Cop kommt auch vorbei und auch das ist völlig wumpe, denn der ganze Handlungsstrang mit ihm hat nicht die geringste Bewandnis gehabt.

Der Minion kann tatsächlich mit dem Schlüssel entkommen und es war noch gar nicht der Endkampf. Schade. Der Minion will natürlich nach Jerusalem und Lukas und Karen brauchen mal schnell gefälschte Pässe von Grauer Adler, der das scheinbar innerhalb von 2 Minuten mal eben erledigen kann. Die Kunst der Dokumentfälschung war auch mal eine andere.

Der Minion kommt in Jerusalem im alten Tempel an und es folgt der wohl lahmste Shootout seit der Erfindung des Schwarzpulvers. Einer der Templer kann den Minion dann mal eben so töten, aber der fährt natürlich in seinen Körper und er öffnet die Tür zur Hölle oder was auch immer das jetzt genau sein soll.

Jetzt aber: Endkampf! Und ja, er ist genau so unspektakulär wie alles andere in diesem Film. Nur mit Schwertern. Wir wissen, wie es ausgeht: Am Ende ist die Welt gerettet und ich habe es endlich hinter mir.

Eigentlich hätte das hier mit etwas mehr Budget und damit verbundener besserer Action sogar ganz unterhaltsam sein können. So war es aber einfach nur billige Scheiße ohne jegliche Höhepunkte. Ich gehe meinen Minion beschwören …

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Generalisierte Rettungsaktion in den asiatischen 80ern

Heute geht es nach Asien, wo man in den 80ern, in einem Anfall von überbordender Kreativität, einen Film zusammengeschustert hat, dessen Idee jede Menge Spaß verspricht. Ob er das einhalten kann, werden wir sehen:

FANTASY MISSION FORCE – MI NI TE GONG DUI – DRAGON ATTACK – DIE SUPERFAUST – SHADOWMAN 2 (warum auch immer) – Taiwan – Hong Kong – 1983 – 90 Min.

Regie führte bei dem Spaß Yen-Ping Chu, den wir alle trotz seiner 66 Regiearbeiten vermutlich nicht kennen.
Das Drehbuch wurde von Hsin Wei verfasst, den wir alle trotz seiner 26 Schreibarbeiten vermutlich nicht kennen.
In der Darstellerriege tummeln sich Koryphäen wie Yu Wang, Yueh Sun und David Tao, die vermutlich nur echten Fans des asiatischen Kinos ein Begriff sind. Brigitte Lin kennen wir aber natürlich alle aus POLICE STORY von und mit Jackie Chan. Und auch Jackie Chan selbst (hier noch unter dem Namen Jacky Chan unterwegs) darf hin und wieder mal durchs Bild hüpfen, was heutzutage natürlich dafür reicht, ihn groß und breit aufs Cover zu drucken, mit einem Bild, das aus dem Film DER RECHTE ARM DER GÖTTER stammt und mit dem hier besprochenen Film absolut nichts zu tun hat. Man muss die Marketingmaschinerie einfach lieben.

Es geht direkt los mit der Knalleraction und jede Menge Soldaten fliegen durch die Gegend, als ein Militärstützpunkt angegriffen wird. Die Generäle sind sich nicht einig, wie weit die Japaner bereits vorgerückt sind. Die Antwort kommt prompt, als die Japaner die Generäle gefangen nehmen. Natürlich muss schnell gehandelt werden und nur die Besten der Besten können die Generäle retten. Allerdings sind die Besten der Besten gerade verhindert, denn James Bond ist auf einer anderen Mission, die Klapperschlange ist seit 3 Jahren tot und Rocky hat sich den Grünen angeschlossen. Warum ausgerechnet der Boxer Rocky auf deren Söldnerliste steht, weiß ich zwar nicht, aber ein Film, in dem Rocky, Ivan Drago und Apollo Creed gegen die Japaner kämpfen wäre in den 80ern sicher der absolute Knaller gewesen.

Die letzte Hoffnung ist Captain Irgendwas, der gerade durch ein Minenfeld fährt, gegnerische Soldaten mit seiner Peitsche durch die Gegend schleudert und den Job natürlich annimmt, weil er die Coolness in Person ist.

Nach einem grauenhaften Song im Restaurant mit Bier und Steaks lernen wir irgendeinen Revolverhelden kennen, der im Auftrag des Captains irgendwas machen soll und dann geht es in einen Canyon, wo sich irgendwelche Vollidioten rumprügeln. Einer der Gefangenen flieht und findet zufällig mitten im Wald ein Drei-Gänge-Menü. Das gehört dem Captain, der ihn in seiner Truppe haben will, denn er ist Sprengstoffexperte und Ausbrecherkönig. Damit wären es also schon mal 3 und ich kenne von keinem den Namen. Läuft ja wieder super.

Nach einem gefühlt vierzigminütigem Wrestlingkampf und einem Trinkspiel, bei dem es darum geht, sich zu besaufen und gleichzeitig einer leicht bekleideten Dame, die Klamotten mit einer Pistole vom Leib zu schießen, haben wir dann hoffentlich langsam mal das Team zusammen.

Nein, vorher muss es noch eine schlechte Slapstickeinlage beim schottischen Regiment geben und Lulu will noch ihren Stecher rausholen, was zu weiterem schlechten Slapstick führt. Weil sie schon mal da ist, darf sie sich der Truppe dann anschließen, damit ihr Stecher nicht während der Mission mit anderen Mädels rummacht.

Latzhosen-Jackie und seine Freundin überfallen die Gruppe, aber sind natürlich zu doof. Immerhin werden sie laufen gelassen, weil der Captain keine Volltrottel gebrauchen kann. Am See wird rumgeballert und die Kapuzen-Reiter greifen auch noch an. Also bleibt nur die Flucht.

Ich sage es, wie es ist: Der Streifen kommt einfach nicht in die Gänge und wenn es mal Action gibt, dauert sie nur 5 Sekunden, um dann wieder schlechten Slapstick zu bringen. In diesem Fall kriegt jemand einen Pfeil in den Arsch.

Die Kapuzenreiter haben ihre Pferde gegen Leopardenkostüme getauscht und greifen mit bunten Bändern an. Aha, es sind Amazonen und die Anführerin kann übers Wasser laufen. Irgendein Typ im Anzug gehört auch zu ihnen und ist wohl Künstler. Zumindest behauptet er das selbst von sich. Statt Action gibt es aber natürlich wieder Quatsch am Fließband und Lulu wird durch die Landschaft gezogen. Jackie Chan fängt ein Huhn und bekämpft die Amazonen mit Huhn auf dem Arm. Lulu ist beeindruckt und geht zurück zu den Männern, um diese im Alleingang zu retten. Endlich gibt es mal längere Action, die zwar auch absolut dämlich ist, aber man muss hier nehmen was man kriegen kann.

Weil wir das noch nicht hatten, übernachtet man in einem Geisterhaus mit Geistern, die durch die Gegend hüpfen wie Kängurus. Einer der Truppe spielt mit den Geistern Mahjong, ein anderer findet eine heiße Trulla und es dürfte klar sein, dass daraus wieder jede Menge lahmer Slapstickmüll entsteht. Und dann kommt Lulu und rettet die Kerle. Irgendwo hier versteckt sich immerhin eine feministische Botschaft, glaube ich.

Weiter geht es zum Nazilager voller toter Nazis. Und da kommen … sollen das die Nazis sein, die da mit Leuchtfackeln in Gladiatorenkluft auf Rennautos angefahren kommen? Nee, ich glaube, es sind die Japaner und sie haben die Geiseln. Und wollen Geld. Jackie und seine Freundin sind auch wieder da und wollen heiraten. Toll.

Am nächsten Morgen soll es den Austausch der Geiseln gegen Geld geben, oder so. Ich kann der ganzen Nummer nicht wirklich folgen, wenn ich ganz ehrlich bin, denn ich habe die letzten 10 Minuten aus Langeweile noch nebenbei was anderes gemacht. Jedenfalls gibt es keinen Austausch, sondern Rumgeballer. Auf Rumgeballer folgt Rumgekloppe und der Versuch von Dramatik, als ein paar der Mitstreiter abnippeln. Wäre natürlich alles packender, wenn die Figuren irgendwie interessant wären. Am Ende überleben nur Jackie und seine Freundin und der Revolverheld, der aber vom Captain erschossen wird, weil man hier noch schnell einen sinnlosen Twist einbauen musste. Der Captain will das Geld natürlich nicht teilen, deshalb knallt er auch Jackies Freundin ab. Der hüpft dann zwischen den Autos umher und der Captain will ihn mit einer Planierraupe plätten. Im finalen Säbelkampf kann Jackie natürlich den Sieg erringen, indem er den Captain in die Luft jagt und hat das Geld jetzt für sich alleine. Ach nee, seine Freundin lebt auch noch, also steht der Traumhochzeit wohl nichts mehr im Weg.

Nun ja, man hat hier versucht, möglichst viel Schwachsinn in einen Film zu klatschen, was eigentlich durchaus unterhaltsam werden kann. Leider langweilt das Ergebnis aber die meiste Zeit und der Humor zündet nicht. Die pseudolustige Synchro gibt dem ganzen dann den Rest, denn das hier ist alles andere als Spencer/Hill-Niveau. Ich gehe eine eigene Kampftruppe rekrutieren …

Cybernetische Fluchtversuche mit hochexplosiven Vehikeln

In den 90ern gab es ja so einige Action-„Stars“, die nie so recht den großen Durchbruch schafften. Allerdings musste man das in den 90ern auch gar nicht. Die Action-Film-Ecke der örtlichen Videotheken war gespickt von Knallerstreifen, die nicht die ganz großen Stars am Start hatte, aber trotzdem eine Menge Spaß versprachen. Schön billig mussten sie sein. Und möglichst hölzern mussten sie gespielt sein. Und möglichst viele Explosionen mussten sie haben. Und möglichst zusammengeklaut musste die Story sein. Und für all das hatte man die Actionhelden aus der zweiten Reihe. Der heutige Film ist ein Paradebeispiel für genau dieses Filmmaking:

CYBER TRACKER – USA – 1994 – 91 Min.

Regisseur Richard Pepin ist ein ganz großer, wenn es um billige Action geht. Über 100 Filme hat er produziert und einer klingt besser als der andere. Regie führte er immerhin bei knapp einem Dutzend Streifen, die genau so toll klingen.
Drehbuchautor Joe Hart hat auch noch anderen Kram geschrieben, der genau so wenig erwähnenswert ist, wie das Drehbuch zu diesem Knaller.
Auftrumpfen tut der Film bei den famosen Darstellern. Don „The Dragon“ Wilson ist Eric und es sollte klar sein, dass diese Rolle ihm direkt auf den Leib geschrieben ist. Mit anderen Worten: Er spielt so schlecht wie immer, aber es ist vollkommen egal. Richard Norton spielt Ross und Norton ist natürlich allen hier bekannt aus MAD MAX: FURY ROAD, wo er den Prime Imperator gibt. Und nein, ich weiß auch nicht, wer das in dem Film war. Stacie Foster kennt kein Mensch, aber sie spielt Connie. Joseph Ruskin war der ewige Seriennebendarsteller, durfte hier dann aber auch mal in einem Billigfilm mitmachen und ist Rounds. Die anderen Nasen kennt auch keine Sau, aber sie sind absolut richtig in diesem Film aufgehoben. Ach so, der Cyber Tracker selbst wird von Jim Maniaci verkörpert, der später immerhin ein paar 3 Sekunden Auftritte in Filmen wie THE ROCK und ARMAGEDDON ergattern konnte.

Bars voller bewaffneter Punks mit Drachenfigur auf dem Dach, die durch einen Strahl ein Hologram projiziert, das dann alle in die Bar einlädt, sieht man auch nur in den 90ern. Einer der Punks wird vom Cyber Tracker gestellt, der nichts anderes ist, als ein schlechter Terminator-Klon, und wegen Mordes zum Tode verurteilt. Seine Unschuldsbeteurungen nützen wenig, denn der Cyber Tracker ballert ihn fachgerecht über den Haufen, denn er ist das Gesetz. Schätze ich. Zumindest hat er eine Polizeimarke. Und einen Raketenwerfer, mit dem er noch schnell einen Fluchtwagen wegsprengt. Scheinbar waren alle in dem Laden zum Tode verurteilt.

Senator Dilly hält eine Rede über die Firma CyberCorp, die den Cyber Tracker wohl gebaut hat. Eric ist Dillys Bodyguard und steht doof rum. Die Zuhörer sind natürlich nicht auf der Seite von Dilly, da sie diese zukünftige Technologie für zu gefährlich hält. Die Punks aus der Bar würden sicher zustimmen, wenn ihr Arsch nicht immer noch in Flammen stünde. Es sollte klar sein, dass eine terroristische Gruppe von langhaarigen Hippies versucht, den Sentor zu killen. Nichtmal Eric kann das verhindern, dabei rollt niemand so schön über den frisch gemähten Rasen wie er. Immerhin wird der Senator gerettet und es explodiert mal wieder ein Auto. Und ein Hubschrauber.

Ich verzichte mal auf die Rückblenden, in denen Eric über seine Vergangenheit als verheirateter Mann sinniert und gehe darauf ein, dass er Alexa zu Hause hat, mit der er sich scheinbar gerne unterhält. Amazon hat diesen Film ganz sicher gesehen und sich davon inspirieren lassen. Alexa! Lösche alle Rückbenden. Die nerven.

Überraschung! Senator Dilly ist ein richtig böser Typ und erschießt eine Frau, die wohl mit den CyberCorp Gegnern zusammenarbeitet. Don The Eric Wilson kann das nicht gutheißen und verdrischt Dillys Lakaien, um die Flucht zu ergreifen. Natürlich wird er jetzt von allen gesucht. Den Cops. Dem Secret Service. Senator Dilly. Alexa ist sicher auch schon einsam. Und es wir wissen, dass es nicht lange dauern wird, bis der Cyber Tracker auf ihn angesetzt werden wird.

Nachdem mal wieder ein paar Autos explodiert sind, ruft Eric von einem Hot Dog Stand irgendwo an und dadurch kommt ihm der Cyber Tracker direkt auf die Spur. Beim Schootout wird Eric angeschossen. Und ein Auto explodiert. Aus irgendeinem Grund erschießt der Cyber Tracker zwei Cops, lässt Eric aber mit einem Feuerwehrwagen entkommen. Vermutlich wollte er schon immer mal auf der Leiter herumklettern. Eric springt ab und ja, der Leiterwagen rammt ein Auto und explodiert.

Die Terrorhippies schnappen sich Eric und entfernen einen Chip, damit er nicht mehr geortet werden kann, oder so. Das wird den Cyber Tracker natürlich nicht aufhalten. Die Terroristen planen nebenbei einen Einbruch bei CyberCorp, um … irgendwas zu machen.

Mike Rounds, der der neue Oberbodyguard von Senator Dilly ist, scheint den Fähigkeiten des Cyber Tracker nicht zu trauen und will sich gerne selbst um Eric kümmern. Eine der Terroristinnen hat eine Tochter, die gerade übers Intercom anruft und aussieht, als würde sie bei einer Theateraufführung von „Elfen – Jetzt ganz in Weiß“ mitspielen. Warum zum Kuckuck steht die da mitten im Wald? Der Hacker der Gruppe findet heraus, dass der Cyber Tracker aus einem Material besteht, dass alle Grenzen der Wissenschaft sprengt. Interessieren tut das nicht wirklich jemanden, aber vermutlich kommen noch Aliens vor, oder irgendwas anderes, was für diese Technologie verantwortlich ist.

Der Cyber Tracker findet das Geheimversteck und es wird rumgeballert ohne Ende. Interessanterweise hat niemand in der Bude ein Auto geparkt, das explodieren könnte. Dafür fackelt der Cyber Tracker ab. Überlebt haben nur Eric und Connie und Connie ist ganz traurig, dass alle ihre Freunde tot sind. Eric will trotzdem noch den Einbruch durchziehen.

Mike Rounds kann Dilly davon überzeugen, dass er doch der richtige Mann ist, um Eric umzulegen, denn im Gegensatz zur Maschine hat er Überlebenswillen. Äußerst einleuchtendes Argument, wenn man mich fragt. Statt ihn umzunieten, bringt er ihn und Connie aber zu CyberCorp. Es sollte klar sein, dass sie entkommen und sich durch die Firma ballern. Dann kommt es zum großen Kampf zwischen Eric und Rounds und es wird kaum jemanden überraschen, dass Rounds am Ende einem Roundhousekick zum Opfer fällt.

Dummerweise wurde ein neuer Cyber Tracker losgelassen und Eric wird von ihm durch die Gegend geworfen. Aber zum Glück gibt es Granaten, mit denen man den Cyber Tracker sprengen kann. Was für ein Zufall, dass er dabei direkt neben einem Auto steht, das auch gleich mit hoch geht. Und ich hatte schon befürchtet, man hätte hier bereits den gesamten Fuhrpark aufgebraucht.

Zum Schluss erschießt Eric noch schnell Senator Dilly und OH MEIN GOTT er ist ein Roboter wie der Cyber Tracker. Was für ein Schocker zum Ende. Und es ist nicht mal ein Auto dabei explodiert. Ich gehe meine Cyberspuren suchen …

Ungemütlicher Klassenausflug mit krimineller Intensität

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie sehr ich die Schule gehasst habe? Aber wisst ihr, was noch schlimmer war als Schule? Klassenfahrten. Meine Fresse, ist das eine grauenhafte Erfindung, die nur dazu dient, die Schüler noch mehr zu quälen und ihnen endgültig irreparable psychische Schäden zuzufügen. Dementsprechend grauenhaft dürfte der heutige Film ausfallen, denn wir gehen zusammen auf einen Schulausflug:

THE CHAPERONE – USA – 2011 – 103 Min.

Triple H aka Ray Bradstone ist im Knast und ruft kurz vor seiner Entlassung nochmal schnell im Radio an. Und haut irgendeinem Typen in die Fresse. Dann gibt er seinem Lieblingswachmann noch eine Kiste mit seinen Lieblings-Dinosaurier-Büchern und kann dann endlich nach Hause gehen. Sein Freund Phillip Larue, gespielt von Kevin Corrigan, will ihn abholen, aber Ray klaut ihm einfach die Karre, denn er ist ein „Fahrer“. Also so wie Steve McQueen. Oder Ryan Gosling. Oder Ryan O’Neal. Nur eben in beschissen, sonst hätte er wohl nicht sieben Jahre lang im Knast gesessen.

Ray rasiert sich und sieht jetzt wie ein Trottel aus, weshalb seine Ex-Frau keinen großen Bock auf ihn hat und seine Rose nicht haben will. Er ist halt nicht der Bachelor. Tochter Sally kommt gerade nach Hause und will den Teddybären nicht haben. Er ist halt nicht der Typ vom Kirmesschießstand. Ray stalkt Sally, was die Sache auch nicht besser macht. Ray trennt dann zwei Blagen, die sich wegen Knallfröschen kloppen und lernt die Direktorin kennen. Sally will nicht, dass jemand von Ray Knastaufenthalt erfährt. Nebenbei wird Ray mal schnell zur Aufsichtsperson für einen Schulausflug ins Dinosaurier-Museum gemacht. Denn er liebt Dinosaurier, wie wir durch die Bücher wissen.

Neben Dinsoaurier-Büchern liest Ray auch jede Menge Philosophie-Krempel, den ich nicht kapiere. Larue kommt vorbei und will wieder gut machen, dass er damals Ray hat hängen lassen, wodurch der im Knast landete. Er will ihn zu einem Coup überreden, aber Ray hat absolut keinen Bock drauf. Larue meint aber, dass er seine Meinung sicher noch ändern wird, denn einmal kriminell immer kriminell und so.

Ray lernt Dr. Marvin Etman, den neuen Stecher seiner Ex, kennen und hält ihn zu Recht für einen ziemlichen Lappen. Ray will eine zweite Chance bei seiner Tochter und so weiter. Man kennt das. Der Schulausflug wird sicher top. Ray will erstmal beweisen, dass er verantwortungsbewusst ist und bewirbt sich um ein paar Jobs, aber kriegt natürlich keinen, weil er nach sieben Jahren die Welt nicht mehr versteht. Alle fahren Smarts und sind vegetarisch. Wie soll man in so einer Welt klar kommen? Ich weiß es auch nicht, Ray.

Rays Absteige fackelt ab und es sollte uns allen klar sein, dass Larue das Feuer gelegt hat. Ray hat das natürlich noch nicht kombiniert und geht zu Larue, um sich von dem neuen Coup erzählen zu lassen. Dieser findet rein zufällig am selben Tag wie der Schulausflug statt. Also lässt er seine Partner einfach hängen und fährt mit ins Museum. Sally kriegt das kalte Kotzen. Wer will schon mit seinen Eltern auf Klassenfahrt gehen. Rays Kumpels verlieren zufällig die Tasche mit dem Geld direkt am Bus und die geht mit auf die Reise. Es sollte klar sein, dass die Kumpels das Geld suchen werden. Nebenbei wären hier Regieanweisungen wie „Leute, spielt mal so, als wenn euch das nicht alles scheißegal wäre“ durchaus hilfreich gewesen. Aber gut, wer soll bei dieser Scheiße auch wirklich Bock haben?

Die Cops finden auf dem Autoschlüssel Rays Fingerabdruck, also werden wohl auch die den Bus verfolgen. Mann, ist das alles aufregend.

Ray macht den Blagen mal kurz klar, dass sie die Fresse zu halten haben und ihm nicht auf den Sack gehen sollen. Dann gibt er Stanley noch kurz Tipps, wie er an Direktorin Miller rankommen kann und quakt wieder mit Sally rum. Es stellt sich heraus, dass sie scharf auf Josh ist. Das wird leider vermutlich noch wichtig.

Am Museum angekommen macht Ray nochmal den Dicken vor den Blagen und Sally würde am liebsten sterben. Da der Museumsführer krank ist, springt Ray mal schnell ein und leitet die Führung. Dabei kann man noch so einiges lernen. Zum Beispiel, dass Hunde alles vollkacken. Leider wird diese grandiose Lehrstunde von Larue und seinem Kameraden unterbrochen und Ray muss den Feueralarm auslösen, um alle in Sicherheit zu bringen und Larue zu vermöbeln. Dabei erfährt er noch so nebenbei, dass das Geld im Bus ist.

Busfahrer Nick ist gerade nicht da, aber glücklicherweise ist Ray ja der Fahrer und tritt selbst aufs Gas. Während die Kids sich durch eine Stadtbesichtigung quälen, findet Ray das Geld im Bus. Er will Larue das Geld geben, damit er die beiden Vögel endlich los ist, aber genau in dem Moment kommen die Cops angefahren. Larue hat jetzt endgültig die Schnauze voll und wendet sich an einen alten Kollegen namens Kevin. Zusammen mit dessen Gang wollen sie Ray erledigen.

Sally und Josh hören die selbe grauenhafte Kackmusik. Sie haben ja so viel gemeinsam.

Man merkt, man ist im Mittelteil eines langweiligen Films, wenn zehn Minuten lang quasi nix passiert, außer, dass die Gruppe beim Hotel ankommt. Nick ist auch wieder da und war offenbar zu Fuß genau so schnell wie die anderen mit Bus.

Nach etwas Palaver verbringt Ray etwas Zeit mit seiner Tochter und sie reden über Musik und Ray singt auch noch. Die Tiefpunkte in diesem Film sind nicht mehr messbar. Gleichzeitig erfährt Direktorin Miller, wer Ray wirklich ist, als die Cops sie ansprechen. Nach und nach erfahren dann alle, dass er von der Polizei gesucht wird und Sally ist echt angepisst. Irgendwie überzeugt er sie dann aber, dass er nichts mit der Sache zu tun hatte und nur Larue das Geld bringen muss, damit sich alles aufklärt. Klingt unglaublich plausibel.

Sally wird dann von Larue entführt und wir wissen, wo das alles hinführen wird. Ray verkloppt die Gang von Larues Freund und dann kriegt er den Anruf, dass Larue seine Tochter hat. Also kommt es zum Austausch Geld gegen Sally und blah. Natürlich hat Ray noch ein Ass im Ärmel und bringt eine falsche Tasche mit. Sally kann mit dem Taxi abhauen und erklärt dann den Cops und Josh, dass ihr Vater unschuldig ist.

Sally, Josh und Co. planen dann eine große Rettungsaktion mit Ablenkung durch Knallfrösche und dem Klauen des Busses. Oh mann, es wird einfach immer schlimmer. Und warum müssen da unbedingt alle Blagen bei sein? Die haben doch alle nix mit Ray zu tun. Und dann hält Sally auch noch eine fürchterliche Ansprache, um die anderen zu überzeugen, ihm zu helfen.

Ray ist gefesselt und wird verdroschen, während sich die Kids in das Lagerhaus, oder was auch immer das ist, schleichen. Sieht aus wie das Lager des Faschingkostümverleihs um die Ecke. Knallfrösche sorgen für die nötige Ablenkung und Ray ruft währenddessen versehentlich bei der Radiopsychologin vom Anfang an, damit die alles mithören, was gerade passiert. Die rufen natürlich die Bullen, die dann im letzten Moment den Tag retten.

Ray ist kurz darauf Radiopsychologe und kommt auch wieder mit seiner Ex zusammen. Moment mal, was ist denn aus dem Lappen Dr. Marvin geworden? Hat der gemerkt, dass er in totaler Scheiße mitspielt und in der Mitte die Flucht ergriffen? Nachvollziehbar. Ich gehe einen Bus klauen …

Pandoraistische Abenteueraction rund um die Welt

Videospielverfilmungen haben ja in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Also, nicht im Sinne von „sie sind beschissener geworden“, denn das war kaum möglich. Aber ich habe das Gefühl, dass es nicht mehr so viele Videospielverfilmungen gibt, wie es mal der Fall war. Vielleicht hat man in Hollywood gemerkt, dass man nicht jeden Scheiß verfilmen muss, der mal irgendwie zusammengepixelt wurde. Aber jetzt kommt eine Abenteurerin daher und will zeigen, dass auch Videospielverfilmungen gut sein können. Man wird sehen, ob sie Recht behält. Der erste Versuch, diese Figur auf die Leinwand zu bringen, war jedenfalls eher mäßig. Für eine noch grauenhaftere Fortsetzung hat es aber dennoch gereicht. Die Rede ist natürlich von:

LARA CROFT TOMB RAIDER: THE CRADLE OF LIFE – Die Wiege des Lebens – 2003 – USA – Deutschland – Japan – UK – 117 Min.

Als Regisseur für den Spaß hat man sich damals Jan de Bont rangeholt, der in den Neunzigern mit „Speed“ und „Twister“ immerhin zwei durchaus unterhaltsame Actionstreifen fabriziert hat. Danach ging es dann bergab und nach diesem Film hier war es dann ganz vorbei mit der Regiekarriere. Das alleine sollte schon aussagekräftig genug sein.
Geschrieben wurde der Quatsch von Dean Georgaris, der immerhin auch für „The Manchurian Candidate“ die Feder geschwungen hat, der aber hiermit rein gar nichts zu tun haben dürfte. Die Story stammt von James V. Hart, der schon „Bram Stokers Dracula“, „Hook“ und „Sahara“ schrieb und von Steven E. De Souza, der unter anderem den besten Actionfilm aller Zeiten „Die Hard“ schrieb. Wie konnte bei diesem Film bloß so eine Grütze herauskommen?
Um aber überhaupt nichts dem Zufall zu überlassen und eine absolute Gurke zu garantieren, hat man einen Cast versammelt, der wirklich seinesgleichen sucht. Lara Croft wird natürlich von Angelina Jolie verkörpert, die damals eben aussah wie Lara Croft, was vermutlich der einzige Grund ist, warum sie diese Rolle gekriegt hat, denn an ihrem Talent kann es sicher nicht liegen. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie grauenhaft ich Jolie vor der Kamera finde? Nein? Der Film wird mir sicherlich die ein oder andere Gelegenheit dazu bieten. Gerard Butler, seines Zeichens einer von 300 Spaten und völlig austauschbarer Actionheinz, spielt Terry Sheridan. Und um das ganze abzurunden, hat man noch Til Schweiger als Sean verpflichtet, der so wichtig ist, dass er nicht mal einen Nachnamen hat. Na, wenn das mal nicht ein großer Spaß wird …

Partytime in Griechenland. Ist das eine Hochzeit? Ja, sie haben einen DJ, der nur Scheiße spielt und alle Gäste nervt. Es muss eine Hochzeit sein. Ein Erdbeben beendet den Reigen allerdings. Es ist nicht übermittelt, ob die beschissene Musik für die tektonischen Verschiebungen verantwortlich ist, aber die Vermutung liegt nahe. Hoffentlich ist der DJ draufgegangen.

Irgendwelche griechischen Typen schippern auf einem Boot rum und Lara Croft kommt auf ihrem Jet Ski vorbei und zieht eine Megashow ab. Das ist also Lara Croft. Immer schön einen auf dicke Hose machen, damit jeder sie knallen will. Top Darstellung der Figur, muss ich sagen. Die Gamer der 90er wollten ja auch alle die Videospielfigur nackt sehen. Ich glaube, es ist bis heute nicht geklärt, ob es wirklich einen Nacktcheat gab, durch den man die dreieckigen Polygontüten von Lara im Spiel sehen konnte. Jedenfalls suchen sie irgendeinen Schatz von Alexander dem Großen und tauchen deshalb ab.

In einem Unterwassertempel klettert Lara etwas rum und dann kommen irgendwelche asiatischen Typen und killen Laras griechischen Freunde. Lara wird angeschossen und fällt ins Wasser und die Asiaten klauen den Schatz. Natürlich kann Lara sich retten, indem sie aus der Höhle taucht und einem Hai eins in die Fresse haut, an dessen Rückenflosse hängend sie dann an die Oberfläche schwimmt. Bei einer Serie wäre das wohl bereits der Jump The Shark Moment. Und das nach gerade mal 15 Minuten.

Wie sich herausstellt, geht es in diesem Film wohl um die Büchse der Pandora und den MI6. Brauchte man wirklich Til Schweiger, um das zu erklären? Lara trainiert mit irgendeinem Honk und reitet zwei Sekunden später durch einen Wald. Ach so, ist auch Training. Dann kommt aber ein Helikopter angeflogen und das MI6 klärt Lara auf, dass Chen Lo ein ganz böser Typ ist und Lara ihn aufhalten soll, oder so. Warum hat Lara eigentlich diesen Akzent, den ich keinem irdischen Land zuordnen kann? War bestimmt eine idee von Jolie, so zu labern. Bringt der Figur wohl mehr Tiefe und so. Oder es nervt einfach.

Lara hat jedenfalls Ahnung ohne Ende und erzählt was Alexander dem Großen, Pandoras Büchse und der Wiege des Lebens und irgendwie ist das alles miteinander verwoben. Ich mag ja solchen geschichtlichen Humbug. Bei Indy hat man sich ja auch immer was aus den Fingern gesogen. Nur waren die Filme besser, als dieser Käse es bisher ist. Oder erinnert sich noch jemand an die Nicolas Cage Filme mit der Schnitzeljagd nach irgendwelchen historischen Sachen? Ich bin vermutlich der Einzige, der die wirklich mag.

Lara braucht Hilfe und holt Terry aus dem Knast. Dann geht es nach China und Lara kennt eine Abkürzung nach Chen Lo und man heizt mit Mopeds über die chinesische Mauer. Und weil man sonst nichts zu tun hat, liefert man sich noch ein kleines Rennen. Ich ignoriere hier nebenbei bewusst alles, was irgendwie in Richtung „Lara und Terry werden noch ficken“ geht. Wir wissen alle, dass es passieren wird.

Til Schweiger nimmt einen Asiaten in die Mangel und sprüht ihm irgendwas in die Augen. Da er nichts erzählt wird er abgestochen. Chen Lo sagt irgendwelchen asiatischen Typen, dass sie Croft nicht unterschätzen sollen. Die wird gerade zusammen mit Terry von irgendwelchen asiatischen Typen gefangen genommen. Es gibt einfach viel zu viele asiatische Typen in diesem Film. Wer zur Hölle sind die ganzen Affen? Es wird irgendwas verhandelt oder besprochen oder einfach nur rumpalavert und dann wird gekämpft und natürlich gewinnen Lara und Terry und Lara erfährt, wo sie hin müssen. Ich checke gar nichts hier. Wer waren diese asiatischen Typen jetzt genau?

In Shanghai verhindern Lara und Terry die Übergabe einer Kiste an Chen Lo. Ich denke mal, dass darin die Büchse der Pandora ist, aber so wirklich gesagt wurde das nicht. Lara bringt in einem Am-Helikopter-Herumschwing-Move einen Sensor daran an und so können sie Chen Lo verfolgen. In dessen Labor, oder was auch immer das ist, kommt es zum Schusswechsel mit Til Schweiger. Und es wäre wirklich besser gewesen, wenn der einfach seine Fresse gehalten hätte, statt schlechte Sprüche rauszuhauen. Und leider überlebt er auch noch, denn Lara erschießt ihn nicht, sondern knockt ihn nur aus. Dann hackt sie sich in einen Computer, um irgendwas zu machen. Ach so, Chen Lo will einen Virus verbreiten. Ist ja einfallsreich. Wartet mal, das Labor war mitten in einem Kaufhaus? Was ist das denn wieder für ein Quatsch? Dieser Film macht mich fertig.

Lara und Terry fliehen und Til steht auch wieder und nimmt die Verfolgung auf. Aber mit einer Paraglidingaktion vom Dach können sich unserer Helden retten und jetzt haben sie die goldene Kugel, die eine Karte oder sowas sein soll. Lara traut Terry aber nicht mehr und kettet ihn an den Tisch, weil der Bryce getötet hat. Keine Ahnung, wer Bryce nochmal war, aber Lara mochte ihn scheinbar.

Kommen wir zum einzigen Highlight des Films: Eine Familie auf einem Fischerboot guckt „Sponge Bob“ auf Mandarin. Ich habe wirklich keine Ahnung, warum Lara sich ausgerechnet bei denen einnistet, um mit einer Webcam und der goldenen Kugel eine Verbindung zu Bryce herzustellen. Hä, ich dachte, Bryce ist tot. Labert hier wirklich jeder nur gequirlte Scheiße? Und muss man wirklich tausend Leute einführen, die völlig nichtssagend sind, die dann angeblich tot sind, aber doch wieder da, um den Zuschauer alle fünf Minuten zu verwirren? Jedenfalls zeigt die Kugelkarte auf Afrika und da muss Lara hin. Bryce wird nebenbei von Chen Lo gefangen genommen. Und Terry fragt auf dem Fischerboot, wo Lara hin ist. Woher weiß der, dass sie überhaupt da war? Das ergibt alles keinen Sinn!!!

Djimon Hounsou versucht durch seine Anwesenheit in Afrika zu retten, was ohnehin bereits verloren ist. Er führt Lara zu einem Stamm, der die Wiege des Lebens kennt. Sie wollen, dass Lara abhaut, aber sie erklärt, dass irgendwelche asiatischen Typen kommen werden, also muss sie die Wiege des Lebens retten, oder sowas. Auf dem Weg zur Wiege des Lebens kommen diese bösen Typen dann auch und es wird rumgeballert. Lara wird mal wieder gefangen genommen und Chen Lo will, dass sie ihm hilft, die Büchse der Pandora zu finden. Als Druckmittel hat er Bryce dabei und natürlich hilft Lara. Es ist eben das kleine Story Einmaleins. Simpel, aber es funktioniert. Brauchte es da vorher wirklich die achtmillionen sinnlosen Schwachsinnszenen, die nicht mal Sinn ergeben würden, wenn man noch achtzehn Fortsetzungen mit Erklärungen drehen würde?

In der Höhle der Pandora lauert scheinbar etwas horrormäßiges und killt Chen Los Leute. Ja gut, wir hatten hier halt noch keine Ungeheuer aus einer anderen Dimension oder sowas und man muss nun mal die Schwachsinnsskala bis zum Anschlag füllen, also passt das schon. Da darf natürlich auch die Szene, in der sich einer der Söldner in die Hose pisst, nicht fehlen. Lara wirft die goldene Kugel in ein Loch und dadurch zerfallen die komischen Viecher zu Staub, was natürlich keinerlei Erklärung bedarf. Für Til kam die Hilfe allerdings zu spät, denn er fällt den Dingern noch zum Opfer.

Terry ist wieder da und spielt erstmal keine Rolle, denn Lara und Chen Lo kloppen sich und Lo fällt in die Wiege des Lebens, die aus schwarzer Säure besteht. Damit ist Lo hinüber und Terry kann noch schnell ihre Wunden verarzten. Er will die Büchse der Pandora mitnehmen, aber Lara ist dagegen und dieser Film endet einfach nie. Lara erschießt ihn und es folgt der Abspann, der passend zum Film nie endet und siebentausend Songs in 10 Minuten quetscht. Es könnte glatt die Halftimeshow beim SuperBowl sein. Ich gehe die Büchse der Pandora öffnen …

Internationale Organisation von Männern gegen die Herrschaft der Amazonen

Superhelden sind nach wie vor in aller Munde. Ob das nun gut oder schlecht ist, müssen andere entscheiden. Aber ich gebe zumindest einen Denkanstoß: Es ist schlecht. So, hätten wir das auch geklärt. Wenn wir aber schon von den Supermännern und Wunderfrauen erschlagen werden, kann der Filmschrottplatz das natürlich nicht komplett ignorieren. Deshalb gibt es hier heute einen Film voller Supermänner und Wunderfrauen, der absolut nichts mit Superheldenfilmen zu tun hat. Super wird es aber trotzdem:

SUPERUOMINI, SUPERDONNE, SUPERBOTTE – Super Stooges VS The Wonder Women – Sie hauen alle in die Pfanne – 1974 – Italien – Hong Kong – Mexiko – 105 Min.

Die Musik in den Opening Credits könnte direkt aus einem Zirkus stammen, wenn 42 Clowns in einen VW Käfer gequetscht in die Arena fahren. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das ein gutes Zeichen ist. Der Kontrast durch die folgende ernsthafte Musik, während man in einem Dorf von Gladiatorinnen einige Bogenschützinnen killt, macht es nicht besser. Wer auch immer die Musik hier zusammengestellt hat, muss sich in einer eigenartigen Phase seines Lebens befunden haben. Der Kampf der Gladiatorinnen, inklusive Stacheln auf dem Boden, in die man besser nicht fallen sollte, erinnert an den Tanzunterricht im Atenheim, um die Senioren bei Laune zu halten. Spektakuläre Action sollte man hier also wohl besser nicht erwarten.

Die Amazonenkönigin will jedenfalls das heilige Feuer haben, oder so. Irgendwo verbirgt sich hier also tatsächlich auch eine Story. Mal schauen, ob die in der Kellerbar voran geht, in der ein schwarzer Mann sich gerade irgendetwas wirklich widerlich aussehendes reinschaufelt. Irgendwelche Fatzken machen einen auf dicke Hose und der Schwarze macht sie alle platt. Ach so, und er hat scheinbar eine Superkraft, mit der er jeden einfach wegpusten kann. Also im Sinne von Wind und so. Und er kann einen Mann dribbeln wie einen Basketball. Ob das als Superkraft durchgeht, weiß ich aber nicht genau. Die Soundeffekte sollen dabei wohl sowas wie Comedy reinbringen. Hat bei Bud Spencer und Terence Hill eindeutig besser funktioniert. Wieso haben die eigentlich nie einen Gladiatorenfim gemacht? Das wäre doch sicher der absolute Knaller gewesen.

Zwei Typen in einem Baum bespannen einen Asiaten, die durch die Gegend reitet. Einer von ihnen fällt vom Baum und wo man schon mal auf Augenhöhe ist, ruft er seine Schergen zusammen, um den Asiaten auszurauben. Der säbelt ihnen aber allen die Hosen auf und versohlt ihnen den Arsch. Soll wohl etwas Comedy reinbringen. Hat bei Jackie Chan eindeutig besser funktioniert. Wieso hat der eigentlich nie einen Film zusammen mit Bud Spencer und Terence Hill gemacht? Das wäre doch sicher der absolute Knaller gewesen.

Nach dem lahmsten Kung Fu Kampf der Filmgeschichte zwischen dem Asiaten und einer Asiatin wird rumgeturtelt und ich verstehe immer noch nicht, was zum Geier in diesem Film eigentlich die Handlung sein soll. Vielleicht kann mir dabei ja die Gruppe von Amazonen helfen, die gerade durch die Gegend reitet und ein Dorf mit genau drei Einwohnern in Angst und Schrecken versetzt. Die Amazonenkönigin hat sich ein paar Tipps bei der Mafia geholt und sagt, dass das Dorf jetzt unter ihrem Schutz steht. Aber dann kommt Dharma vorbei, der sich offensichtlich durch Rauchwolken beamen kann, wie ein Zauberkünstler im ersten Jahr mit Zauberkasten aus dem Supermarkt. Für die anschließende Verfolgungsjagd durch die Wüste holt man die Clown-Musik wieder raus verfällt dann aber in einen Kampfgesang, sodass man nur Indianer um die nächste Ecke erwarten kann. Es kommen aber keine. Stattdessen verschwindet Dharma einfach in einer weiteren Rauchwolke. Dharma ist nebenbei der Gott von dem Dorf, oder so. Er sieht zwar eher aus wie eine Mischung aus Ritter, Henker und Superman, aber wer weiß schon, wie Götter wirklich aussehen. Dharma verspricht jedenfalls, das Dorf vor den Amazonen zu beschützen und das heilige Feuer zu bewahren, das da seit Ewigkeiten brennt.

Es folgt jede Menge Quark, wie eine Frau die vom Pferd fällt, Badespaß im See und Geknutsche im Wald. Zum Glück stolpert dann ein Typ aus einem Gebüsch und warnt vor den Amazonen, bevor er stirbt. Dharma wurde ebenfalls aufgespießt und gibt sein Amt an seinen Lehrling weiter. Ja, der angebliche Gott Dharma ist eigentlich nur ein Bauer mit einem Knecht, der jetzt das Ritterhenkersupermankostüm anziehen darf, um das Dorf vor den Amazonen zu retten.

Ich muss jetzt mal kurz innehalten, während der neue Dharma jede Menge Saltos schlägt, was er ganz besonders toll kann, und fragen, was hier eigentlich die Handlung sein soll. Dharma und die Amazonen verstehe ich ja noch so einigermaßen, aber was hat es mit dem Asiaten und dem Schwarzen auf sich, die man seit einer Viertelstunde nicht mehr gesehen hat und die jetzt zufällig in der Stadt rumhängen, in der Dharma gegen irgendwelche Affen kämpft, von denen ich nicht mal weiß, was ihre Agenda ist. Das ergibt alles keinen Sinn.

Machen wir mal einen Cut und versuchen, ab jetzt dem Krampf hier zu folgen. Dharma zeigt dem Asiaten und dem Schwarzen das ewige Feuer und … warum arbeiten die jetzt mit ihm zusammen? Nur, weil er in der Stadt so tolle Saltos gezeigt hat? Egal. Der Schwarze kann einfach so in das Feuer greifen, also hat er wohl noch mehr Superkräfte als das große Blasen. Der Asiate verbrennt sich direkt die Flossen. Dharma faselt dann was von Unsterblichkeit und dem Feuer und den Amazonen und so richtig weiterhelfen tut mir das auch alles nicht. Ich denke, ich muss mich damit abfinden, dass es hier einfach um Männer gegen Frauen geht. Simpel, aber einprägend.

Man will erstmal alle umliegenden Dörfer mobilisieren, damit sie gemeinsam gegen die Amazonen antreten. Zwischendurch wird noch rumgeschnulzt, aber das spare ich mir hier jetzt mal. Sonst wird die Story noch zu komplex und das wollen wir ja nicht.

Wir hatten lange keine Saltos mehr, also greift Dharma das Amazonendorf an. Wollten die nicht erstmal eine Armee aufstellen, bevor sie gegen die Amazonen kämpfen? Ach nee, ich habe ja ganz vergessen, dass hier absolut nichts irgendeinen Sinn ergibt.

Die zwei Typen ausm Baum versorgen die Amazonen mit der Information über einen geheimen Weg zum Dorf, den niemand kennt, oder so. Die Amazonenkönigin überlegt, ob man Dharma nicht besser lebend fängt und ihn zu einem Verbündeten macht, damit man hinter das Geheimnis des ewigen Feuers und seiner Unsterblichkeit kommen kann. Dharma schlägt derweil wieder mal Saltos ohne Ende und wird dann gefangen genommen. Ein paar Minuten später wird er natürlich von seinen beiden Buddys befreit und springt mit einem Salto von einer Schlucht. Meine Hoffnung, dass jetzt endlich mal der Endkampf kommt ist also dahin.

Einige Minuten später ist es dann aber doch soweit und es gibt Saltos, Explosionen, Rumgewurschtel und Clowns-Musik im großen Finale. Was es nicht gibt, sind die Superkräfte, bei denen ich immer noch nicht weiß, wozu sie überhaupt eingeführt wurden, wenn sie nie genutzt werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat das Gute natürlich gesiegt und alle Frauen sind tot. Ich weiß nicht, ob das die Aussage ist, die der Film machen wollte, aber vermutlich wollte er gar nichts aussagen und es ist mir auch einfach scheißegal. Hauptsache, es ist vorbei. Ich gehe Saltos schlagen …

Horrorctober 2017 Bonus – The Mummy

Dieses Jahr gibt es noch einen kleinen Bonus im Horroctober. Denn die liebe Sandra hat mir den einen recht aktuellen Film zur Verfügung gestellt. Und da konnte ich einfach nicht lange warten, um den hier auf den Filmschrottplatz aufzunehmen. Erwartet den puren Horror in Filmform.

THE MUMMY – Die Mumie – USA – 2017 – 110 Min.

Wie wohl bekannt sein dürfte, bildet dieser Film den Anfang des „Dark Universe“ von Universal, das plant, die klassischen Filmmonster in modernem Gewand wiederzubeleben. Und wie mittlerweile ebenfalls bekannt sein dürfte, war der Start so beschissen, dass man den nächsten Film direkt mal auf Eis gelegt hat, um das ganze Unterfangen noch mal zu überdenken. Schauen wir mal, ob das eine notwendige Entscheidung war, oder ob der Film gar nicht so kacke ist … ach, kommt, wem mache ich was vor? Wir wissen alle, dass er nur ganz große Scheiße sein kann. Also hinein ins Vergnügen.

Selbstverständlich beginnt ein Film über eine Mumie mit den Tempelrittern. Wie auch sonst? Vielleicht hätte ich ihn doch am Freitag dem 13. gucken sollen. Da haben die ja ihren ganz besonders schlechten Tag. Jedenfalls halten die Fackeln in der Hand und machen sonst nicht viel. Denn dann springen wir in der Zeit nach vorne und Russel Crowe, auch bekannt als Dr. Henry Jekyll, erzählt dann erstmal die Geschichte von Ahmanet, die von Sofia Boutella gespielt wird und vermutlich das einzig ansehnliche an dieser Grütze sein wird. Die hat halt irgendwelche Kacke gebaut und wurde deshalb verflucht und plötzlich hatte sie überall Tätowierungen in der Visage, was ihr so gar nicht gefiel und deshalb hat sie alle Ägypter geschnetzelt, die ihr so über den Weg liefen. Dafür wurde sie lebendig mumifiziert und liegt jetzt weit von Ägypten entfernt in einem Sarkophag rum und wartet darauf, dass sie erweckt wird. Denn der Tod ist eine Tür und die Vergangenheit kann nicht für immer vergraben bleiben, wie Jekyll erklärt. Nun, man könnte sie einfach nicht ausgraben, aber das scheint keine Option zu sein.

Nick Morton, dargestellt von Tom Cruise, und Chris Vail, gespielt von Jake Johnson, sind in der Wüste und gucken irgendwelchem Geballer zu. Also will Nick da runter und einen Schatz suchen. Chris ist nicht überzeugt, aber kommt halt mit. Schnitt und Geballer in der Stadt. Chris fordert Luftunterstützung an und dieses Gespann geht mir jetzt schon tierisch auf den Zeiger. Die beiden kriegen nen Anschiss, weil sie in Kriegsgebieten nach Antiquitäten suchen und dann kriegt Nick noch eine von der Blondine Jenny geballert, weil er ihre Karte geklaut hat, nachdem er sich mit ihr im Hotel vergnügte.

In einem Krater, der sich mitten in der Stadt aufgetan hat, finden sie ägyptische Hieroglyphen und so, was ungewöhnlich ist, hier im Irak, oder wo auch immer die rumturnen. Dass man versehentlich die Mumie befreit, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Und wo man schon dabei ist, nicht wirklich kreativ zu sein, kann man auch noch schnell ein paar Tom Cruise Halluzinationen einbauen.

Mit dem Flugzeug gehts nach Hause. Denke ich. Vielleicht fliegt man auch ganz woanders hin. Erklärt wird hier ja kaum was. Jedenfalls schafft man es gerade so abzuheben, bevor der Megasandsturm kommt. Der Flug wird aber recht unruhig, denn die Mumie übernimmt den Körper von Chris um einen Soldaten abzustechen und dann geht ein Vogelschwarrm gigantomanischen Ausmaßes auf Kollisionskurs mit dem Flieger. Nick und Jenny müssen mit dem Fallschirm abspringen. DEr Flugzeugabsturz ist natürlich mal wieder die Krönung der CGI-Grütze.

Nick wacht in der Leichenhalle auf und ist gar nicht tot. Irgendwo versteckt sich da ein liegengelassener Monty Python Gag.

Die Mumie erledigt ein paar Wachmänner und baut sich wohl eine Zombiearmee zusammen. Na, das wird ja sicher wieder richtig interessant.

Nick und Jenny turteln ein bisschen beim Essen rum und Nick hat Erscheinungen von Chris, der eigentlich tot sein sollte. Aber hier kann man sich ja nicht so sicher sein. Jenny erzählt von den Tempelrittern, die irgendwelche Steine und einen kaputten Dolch vergraben haben. Dafür brauchten sie vermutlich die Fackeln am Anfang des Films. Auf der Damentoilette hat Nick einen kurzen Plausch mit Zombie-Chris, der ihm erklärt, dass sie beide verflucht sind. Jenny telefoniert kurz mal mit Jekyll, damit auch der Letzte rafft, dass sie natürlich ein falsches Spiel spielt.

Nach einer Rattenattacke glaubt Nick auch an den Fluch und geht mit Jenny in eine alte Kirche, wo er von der Mumie betatscht wird, was ihm sichtlich ganz gut gefällt. Jenny kommt zufällig rein, kurz bevor Nick geopfert werden soll und die beiden müssen um ihr Leben rennen und kämpfen und hüpfen und überhaupt und sowieso. Nick hat den Dolch von Seth, aber der Stein fehlt, was auch immer das für einen Unterschied macht.

Nach reiflicher Überlegung einigt man sich darauf, dass die Mumie in Nicks Kopf ist und ihn so zu sich lockt. Nach etwas Straßen- und Waldaction werden sie von Jekylls Team gerettet. Der erklärt, dass Jenny für ihn arbeitet, was für Nick natürlich ein echter Schock ist. Und dann wird die Mumie mit Quecksilber vollgepumpt, damit man sie untersuchen kann, oder so. Cruise labert dann mit der Mumie und erfährt, was damals so abging. Also Mord an Vater, weil der seine Frau tötete und so weiter. Wir kennen das. Ein ganz normaler Tag in Ägypten eben.

Rumgeturtel zwischen Nick und Jenny, dann geht sich Nick mit Jekyll besaufen, der nebenbei erklärt, was sie eigentlich da treiben. Also Monster suchen und fangen. Ziemlich simpel, wenn man mich fragt. Jedenfalls ist der Plan, Nick von dem Fluch zu befreien, indem man ihn mit dem Dolch absticht. Ich kapiere es auch nicht ganz, aber klingt plausibel genug für mich.

Die Mumie schickt ihre Spinnen los, um Leute in Zombies zu verwandeln und sie zu befreien. Ach, und Jekyll verwandelt sich nebenbei mal einfach so in Hyde, weil er vergessen hat, seine Pillen zu nehmen, oder sowas. Mit anderen Worten: Lahme Action überall.

Die verlegt sich dann in die Stadt, die von der Mumie abgerissen wird. Nick folgt Zombie-Chris, weil der weiß, wo der Stein ist. Jenny folgt wiederum Nick und natürlich werden sie alle von Zombies verfolgt. Die Mumie findet unterdessen den Stein und setzt ihn in den Dolch ein. Nick und Jenny kommen vorbei und Jenny stirbt. Nick kämpft mit der Mumie und klaut ihr den Dolch. Dann zerstört er den Stein und mutiert zum Gott und killt die Mumie, weil er halt der Oberkillergott ist, oder sowas.

Jenny lebt natürlich wieder und Nick quatscht sie voll und verschwindet dann, weil er sich für sie geopfert hat. Jekyll und Jenny sprechen darüber, dass Nick ihr größter Verbündeter im Kampf gegen die Monster sein könnte, weil „Dark Universe“ und so. Nick hat Chris wiederbelebt und reitet jetzt mit ihm durch die Wüste, auf der Suche nach neuen Abenteuern und ich bin einfach nur froh, dass dieses Abenteuer vorbei ist.

Nicht einfach nur scheiße, sondern vor allem langweilig. Wenn ein Unviersum so beginnt, kann es eigentlich nur aufwärts gehen. Ich gehe schöne Frauen mumifizieren …

Chemieunterricht für fortgebildete Kampframbos

Nach Roddy Piper darf natürlich auch der Hulkster noch mal glänzen hier auf dem Filmschrottplatz. Die Vorbereitungen zum großen Kampf bei den Schrott Awards gehen unermüdlich weiter.

SHADOW WARRIORS: ASSAULT ON DEVIL ISLAND – USA – Kanada – 1997 – 96 Min.

Starring: Homepornhogan, eine Trulla, die besser ins Pornobusiness gepasst hätte und ein Opfer des Predator

Jemand hat Hogan Spaghetti an die Glatze geklebt … ach nee, das ist seine Perücke. Sieht wirklich täuschend echt aus. Wo isn der da? Ist das Nepal? Ich kapiere jetzt schon nichts mehr, außer, dass Hogan in einer Sauna Marke Eigenbau rumsitzt und Flashbacks vom Krieg hat, oder so. Weil das noch nicht sinnlos genug war, gibts einen Cut und Shannon Tweed boxt einen Sandsack während Carl Weathers mit Hammer und Meißel an einem Steinklotz rumkloppt. Bildhauerhobby ist zumindest mal was neues.

Irgendeine Trulla will Steinmetz-Carls Truppe anheuern, um ihre verschwundene Tochter zu finden, die halt weg ist. Und zwar ohne ihren Lieblingsteddy. Das geht natürlich nicht mit rechten Dingen zu. Hogan gehört selbstverständlich auch zu der Truppe. Und er guckt ganz besonders traurig – zumindest versucht er es.

Mike hat wieder Flashbacks.

In Österreich gibts ein Photoshooting mit dem entführten Blag und dem Vater. Denke ich. Man darf hier ja scheinbar wieder mal nichts raffen, sonst könnte man ja der dünnen Handlung folgen. Und das wollen die Produzenten natürlich nicht. Dann würde man ja merken, was das für eine Grütze ist … Moment … merkt man ja auch so.

Zu grandioser Musik, für die der Praktikant mindestens zwei Minuten gebraucht hat, um sie im Music Maker zusammenzuschustern, klettern Carl und Mike an einer Felswand rum. Ich habe absolut keine Ahnung, was hier der Plan ist. Mike hat dann erst mal wieder Flashbacks und stürzt ab. Leider nur nen halben Meter, da er an einer Sicherungsleine hängt. Ich habe da jetzt mal eine Frage an die Profibergsteiger hier: Wie kann es eigentlich sein, dass man beim Bergsteigen an einer Sicherheitsleine hängt, die ÜBER einem angebracht ist? Wie kriegt man denn die Leine bitte da hoch? Also, wenn man nicht Hollywood ist, meine ich natürlich. Wie die das machen ist ja klar. Hogan musste vorher einmal ohne Leine hoch und die da oben annageln und dann wieder runterklettern, um die Flashbackszene zu drehen. Aber wie macht man das, wenn kein Hulk Hogan da ist?

Der Entführer gibt wohl sowas wie eine Party. Ich finde das immer schwer zu beurteilen, bei so arroganten hochnäsigen Snobwichsern. Party ist für mich halt nicht doof mit einem Glas Champagner in der Ecke stehen und den anderen Snobwichsern dabei zugucken, wie sie ebenfalls doof mit einem Glas Champagner in der Ecke stehen. Aber jedem das Seine. Wird wohl eine Party sein. Auf der ist nebenbei auch Shannon Tweed von Team Carl. Was die da macht … weiß sie vermutlich selbst nicht.

AHA! Sie schleicht sich ins Zimmer des entführten Mädchens um die zu retten und … Meine Fresse, hat der reiche Schnösel jetzt echt zur Belustigung bayrische Schuhplattlertänzer in voller Lederhosentracht rangekarrt. Ich würde auf dieser Party einfach jedem in die Fresse hauen. Ist ja grauenhaft. Jedenfalls gerät Hunter, so heißt die Tussi on Team Carl, in Probleme mit irgendeiner anderen Tuse und Mike muss zur Rettung eilen und Leute vermöbeln. Mann, ist das alles spannend.

Auf die grandiose Flucht mit der Seilbahn gehe ich besser gar nicht erst ein. Ich frage mich nebenbei gerade, ob das schon alles an Handlung war und der Film jetzt vielleicht nur noch eine Stunde lang Actionszenen aneinander reiht. Ich würde es mir ja fast wünschen, so unfassbar aufregend wie das alles sein könnte, aber natürlich absolut nicht ist, weil hier nur unfähige Honks und Carl Weathers am Werk sind.

So, das Kind ist wieder bei der Mutter und das wars dann wohl. Was zur Hölle saugt man sich jetzt wohl für einen Quark aus den Fingern, um die weitere Stunde zu füllen? Jemand einen Tipp? Richtig: Hogan hat nen Flashback. Und dann findet er in einer Akte voller Kopfgelder zufällig das Bild von einem Typen, den er kennt. Es ist TATATA irgendein Typ, der seinen eigenen Tod vorgetäuscht hat und dann mit plastischer Chirurgie sein Aussehen verändert hat. Aber Mike erkennt ihn an den Augen. Oh mann, es ist noch dämlicher als ich es mir vorgestellt hatte. Und nebenbei war die komplette erste halbe Stunde des Films komplett überflüssig.

Mikes Frisur erklärt dann mal kurz, was eigentlich los war: Einsatz Team Hogan, viele Tote im Stacheldraht, die durch eine chemische Giftwaffe verreckt sind. Und Hogan hat den Entwickler der Waffe gefunden und seine Augen gesehen. Aber jemand hat ihn attackiert und ihm die Gasmaske runtergerissen. Und von dem Gift sind ihm tolle Haare gewachsen. Und der Chemiefritze ist natürlich entkommen. Aber Hogan erkennt ihn an den Augen, wie wir wissen. Und er wird ihn nicht ein zweites Mal entkommen lassen. Denn er will unbedingt ein neues Shampoo für sein wallendes Haar. Oder so. Wer weiß.

Seinfeld-Musik. Was zur Hölle ist bloß mit dem Sound Editor falsch gelaufen? Unfassbar.

Ich mache mal einen kleinen Sprung, weil 10 Minuten lang gar nichts passiert, womit quasi die Hälfte des Steifens komplett überflüssig ist. Dann ballert Mike in bester Rambomanier mit zwei Megamaschinengewehren ein ganzes Lager von Terroristen weg. Dabei will er eigentlich nur mit Jamal reden. Das hätte man vielleicht auch anders vermitteln können, als alle Leute zu töten. Aber ich kenne mich mit Verhandlungstaktiken in Terroristencamps nicht aus.

Mike trifft dann den Augentyp, den er für den Chemiker hält. Und es stellt sich überraschend heraus, dass es tatsächlich der Chemiker mit neuer Visage ist. Der will Mike dann ein Harrentfernungsmittel spritzen, aber im letzten Moment kommt Team Carl vorbei und rettet den Tag. Und Mikes Frisur. Woher die nebenbei wussten, wo genau am Arsch der Welt Hogan rumhängt, bleibt offen.

Nach ewigem Blahblah findet man dann heraus, wohin der Chemiker geflohen ist. Ich tippe mal spontan auf Devils Island. Die muss ja irgendwann mal ne Rolle spielen.

Durch einen verlassenen Minenstollen gelangt man ins Labor von Dr. Chemie irgendwo in einer alten Lagerhalle. Ob man auf Devils Island ist, habe ich nebenbei noch nicht mitgekriegt. Sieht eigentlich nicht wie eine Insel aus, aber was weiß ich schon. Aufgrund der Dramatik werden sie natürlich entdeckt und angegriffen.

Der Showdown zwischen dem Chemielehrer und Hogan ist dann der lahmste Scheiß ever. Eigentlich rennt Chem Ie die ganze Zeit nur weg und Hogan sucht ihn und ballert dabei nebenbei ein paar Gegner weg. Team Carl ballert ebenfalls Leute weg und verhindert dabei noch einen Raketenabschuss und zwar indem einer von ihnen aus einem Helikopter heraus mit einer Bazooka die gerade gestartete Rakete abschießt. Dass Team Carl ausschließlich aus Scharfschützen besteht und die Gegner nicht mal ein Scheunentor treffen würden wenn sie direkt davor stehen, versteht sich natürlich von selbst. Das mündet dann in einer Flucht mit einem Luftkissenboot. Auf dem spritzt Hogan seinem Erzrivalen dann eine Chemiekeule, die die Knochen in Stein und das Blut in Feuer verwandelt. Ich sage es, wie es ist: Ich habe weder Stein noch Feuer gesehen. Vermutlich kriegt man davon doch nur Nierensteine und es brennt beim Pissen. Ist ja auch unangenehm.

Verpasst nicht die Schrott Awards mit dem großen Kampf zwischen Roddy Piper und Mike Spaghetti-Haar. Nur hier auf dem Filmschrottplatz.

Mal aktuell: Lethal Weapon Season 01 Episode 03

Schon die dritte Folge. Meiner Voraussage nach dürfte damit bald die Absetzung der Serie erreicht sein. Also genießen wir es, solange es noch geht.

Best Buds

Diese Woche gibt es die gute alte Clowns klauen einen Geldtransporter Story. Ich gebe zu, das Storyrad erfindet die Serie wohl nicht mehr neu.

Das Geld kam wohl von einem legalen Drogendeal, denn in Kalifornien darf man ja jetzt Gras verticken. Kein Wunder, dass Hollywood nix mehr auf die Reihe kriegt. Die liegen alle nur noch gechillt zugekifft auf dem Sofa.

Riggs kifft sich natürlich auf der Party der Beklauten auch was rein. Etwas später findet man die Köpfe der Beklauten und der Fall wird brutaler.

Zwischendurch gibts natürlich noch etwas Bonding der beiden Hauptdarsteller und dann holen sie sich einen jungen Cop ins Boot, der sich mit mexikanischen Kartells und Gangs auskennt. Nach einem kurzen Ausflug in eine Werkstatt und somit einem Verweis auf die Klopperei in Lethal Weapon 3 hat man wohl den Kopfabschneider gefunden.

Dann gibt es erst mal Date-Night für Roger und Trish und Martin trifft sich mit dem Polizeichef und blah.

Twist als sich herausstellt, dass der Fahrer des Geldtransporters mit in der Sache drinsteckt. Und der ist auch noch ein Freund von Murtaugh. Uiuiuiui. Riggs und Murtaugh wollen dann das Geld zurückbringen, um den Freund irgendwie aus der Scheiße zu ziehen, oder so. Ich checks nicht ganz.

Natürlich wird der Freund dann aber vom Kartell bedroht und man muss Geldtransporter gegen Freund tauschen. Stattdessen fährt Riggs mit dem Geldtransporter alles zu Schrott und verteilt dabei die Kohle in der Stadt. Verfolgungsjagd mit Geballer und so darf nicht fehlen.

Nicht unbedingt eine aufregende Folge. Aber immerhin ist die Action ganz cool. Leider bleibt alles andere etwas auf der Strecke. Trotzdem unterhält es noch recht gut.

Tauchübungen mit Nichtraucher-Lungenvolumen unter Extrembedingungen

Lange Zeit war ich ja ziemlich großer Wrestling Fan. Ich meine, hey, wo sonst sieht man Clowns, die gegen einen bösen Steuerberater kämpfen, weil der den Federschmuck von einem befreundeten Indianer geklaut hat? Wer Trash liebt, kam da eigentlich immer auf seine Kosten. Irgendwann habe ich dann aber das Interesse dran verloren. Es wurde einfach langweilig. Nur zur WrestleMania – die am Sonntag zum bereits 32. Mal stattfand – schalte ich jedes Jahr noch ein, einfach um mich wieder daran zu erinnern, warum ich den Scheiß nicht mehr gucke. Ich gehe jetzt nicht darauf ein, wie viel Bullshit man auch dieses Jahr wieder bei dieser Veranstaltung abgeliefert hat. Widmen wir uns lieber etwas schönerem: Bullshit mit Wrestlern aus den 90ern. Oder etwas genauer: Bullshit-Filme mit Hulk Hogan. Es war ja damals so, dass Hulk Hogan, lange Zeit Aushängeschild der WWF, zur Konkurrenz wechselte. Und alle so: Wow! Ein nicht unerheblicher Teil dieses Wechsels war darauf zurückzuführen, dass die WCW dem Hulkster damals anbot, mit ihm Filme und Serien zu produzieren. Für nicht Wrestling-Fans ist das natürlich absolut uninteressant, aber für Fans läutete es über kurz oder lang die heißeste Phase ein, die das Pro-Wrestling jemals gesehen hat. Die Monday Night Wars. Hach, es war so herrlich.Man war unterhaltsam, kreativ, trashig, überraschend und einfach absolut sehenswert. Also genau das, was der heutige Film – der nebenbei der erste Film war der im Zuge des Hogan-WCW-Wechsels entstand – absolut nicht ist.

THUNDER IN PARADISE – USA – 1993 – 104 Min.

Das Ganze ist ein Pilotfilm zu einer Serie entwickelt von den Baywatch-Machern. Ich denke mehr muss man gar nicht sagen. Mache ich aber natürlich trotzdem. Also los:

Das Allerwichtigste, was wirklich jede Actionserie der Neunziger braucht, sind Models in Bikinis. Check.
Und ein cooles futuristisches Vehikel für den Helden. Zum Beispiel ein schnelles Boot. Check.
Und einen richtig beschissenen Theme-Song. Check.
Und Hulk Hogan mit Augenklappe und Walkman … äh … check.

Irgendwo in Kuba fliehen Mutter und Kind vor kubanischen Militärs.
Augenklappenhogan fährt derweil weiter cool mit seinem Boot übers Meer. Und lädt seine Waffe durch. Die Augenklappe trägt er nebenbei weil Kowalski ihm in die Fresse gehauen hat, wie uns Hogans Partner Bru gerade erklärt.
Leider funktioniert die Tarnkappenfunktion des Bootes nicht, aber Spence – so Hogans Name hier – ist nicht bereit die Mission abzubrechen, wie er uns in einem auswendig gelernten Text erklärt, der viel zu viele Fremdworte enthält, als es für einen „Darsteller“ wie Hogan gut ist.
Jedenfalls schießt Spence mit einem Jetski aus dem Boot und gerät direkt unter Beschuss. Jede Menge Scheiße fliegt in die Luft und Spence geht tauchen. Da das Militär immer weiter rumballert, muss Spence es irgendwie ausschalten. Da er der einzig wahre Hulk ist, taucht er unter den Steg, auf dem die bewaffneten Kubaner rumstehen und drückt, unter Wasser, zwei Stützpfeiler von der Größe einer Litfaßsäule auseinander, wodurch der Steg zusammenbricht.
Kollege Bru lenkt im Boot das Feuer auf sich und Spence kann sich in das Dorf schleichen, indem er wie ein Assassine über die Dächer der billigen Hütten klettert und dann in einen Jeep springt, um alle 4 Soldaten mit den Köpfen aneinander zu schlagen und die Geiseln zu befreien. Natürlich müssen Spence und die Geiseln auch noch aus dem Lager rauskommen. Was für ein Glück, dass da ein TELEFONMAST!!! rumliegt, mit dem Spence mal eben die komplette Armee (also 5 Leute) umkloppt, als wäre er ein Baseballspieler, der als Kind in den Zaubertrank gefallen ist.

Am Strand sind jede Menge geile Ischen und ein alter Sack, der irgendeine Tussi erpresst. Sie muss innerhalb von 2 Tagen heiraten, sonst gehört dem alten Sack das Hotel ihres Vaters, oder sowas. Dass die hier ernsthaft so eine hanebüchene Story auspacken, sagt eigentlich alles über den Müll hier aus. Ich frage mich gerade, ob es in der späteren Serie wohl eine Folge gab, wo Spence in einem verfluchten Spukhaus übernachten musste, dass er von seiner Oma geerbt hat. Geht schließlich in die gleiche Richtung.

Spence und ein kleines Mädchen, dass ihn übrigens nur „Hurricane“ nennt, weil Hogan hier der Mann mit den 1000 Spitznamen ist, nehmen einen Hammerhai aus und finden die hässlichste Halskette seit Poseidon sich ins Meer verpisst hat. Nach etwas Paragliding kommt Jessicas Mutter angetapert und kackt Hurricane an, weil Paragliding zu gefährlich ist. Sie sollte ihn lieber anscheißen, weil seine bunte Badehose augenkrebserregend ohne Ende ist.

Irgendeine Tussi mit dicken Tüten namens Nicole und Spencercane gehen poppen.

Dann geht die Story hier mal los und auch wenn ich es nicht ganz checke, wird es höchste Zeit. Nur so viel: Hogan muss sein geliebtes Boot „Thunder“ abgeben, weil … Das eben ein billiger Plot ist, der zu der Hochzeitgeschichte mit der Ische von vorhin passt. Bru hat aber eine tolle Idee: Für das Boot zu kämpfen. Oh, und Kowalski vor die Fresse hauen. Klingt durchdacht.

Megan soll R.J. „Hurricane“ Spencer heiraten. Jetzt mal ernsthaft: Wer zur Hölle hat sich diesen Namen ausgedacht? R.J. „Hurricane“ Spencer? Klingt wie eine Mischung aus Bartender, Boxer und Puppe aus dem 80er Kinderprogramm.

Kommen wir zu einem sehr wichtigen Part von Filmen mit Wrestlern als Helden: Mehr Wrestler. In diesem Fall Jim „The Anvil“ Neidhardt und Hogans Megabuddy Brutus „The Barber“ Beefcake, der seit ungefähr 1972 immer genau da ist, wo Hogan rumturnt. Neidhardt gewinnt beim Armdrücken gegen Brutus und feiert sich selbst. Leider gibt es keinen Sylvester Stallone Auftritt sondern nur Neidhardt gegen Hogan. Bedenkt: Hurrihogan hat vorhin einen Telefonmasten rumgeschwungen, als wäre es ein Zahnstocher, kann jetzt aber nicht beim Armdrücken gewinnen. Da Neidhardt – der übrigens dieser ominöse Kowalski ist – aber plötzlich zuschlagen will, haut Spencerhulk ihn um und wird wohl zum Sieger erklärt.

Megan bietet Hulkicane an ihm das Geld für sein Boot zu geben, wenn er sie mal eben heiratet. R.J. ist nicht überzeugt, denn er dachte immer Megan würde nur aus Liebe heiraten. Das tut sie auch, denn sie liebt ihr Hotel.

Dramatische Gitarrenmusik während Hurrihogan Moped fährt. Und in seinem Boot sitzt. Und in Denkerpose über das Angebot grübelt.
Zur gleichen Kackmusik erzählen sich Bru und Kelly ihre größten Träume. Sie will nach Florenz in Italien und Skulpturen erschaffen wie Michelangelo. Er will Kelly ficken. Kelly merkt an, dass manche Träume nie wahr werden und wir haben eine unfassbar tiefgründige und absolut sinnlose Szene hinter uns, die tatsächlich das Potenzial hatte, so etwas wie Tiefe in diesen Bullshit zu bringen.

Aber wer braucht schon Tiefe, wenn man eine Szene kriegen kann, wie die, in der Megan Hulkihogan einen Ring zuschiebt und ihn zwingt, ihr einen Antrag zu machen, damit alle Leute es mitkriegen. Und natürlich ist die ganze Szene an Lächerlichkeit und schlechtem Schauspiel nicht zu übertreffen. In dieser Szene sollen die Darsteller sogar schlecht spielen, um diesen Fake-Antrag irgendwie witzig zu machen. Und selbst dazu sind sie nicht fähig.

Die Schurken dieser Story laden gerade Raketen auf eine Yacht. Um genau zu sein, lädt nur Wrestler Giant Gonzalez die Raketen auf, weil er direkt zwei Kisten voller Raketen gleichzeitig tragen kann. Da kann Spencercane mit seinem Telefonmast einpacken. Mr. Kilmer sucht eine Halskette … ach ja, die gibt es ja auch noch.

Nur damit wir nicht den Überblick verlieren, fasse ich noch mal kurz zusammen, um was es hier eigentlich geht: Hogan hat seine Bootsrechnung nicht bezahlt und beim Armdrücken gegen Kowalski fast sein Auge verloren, er muss Megan heiraten, die das vorgeschlagen hat, da sie ohne Hochzeit ihr Hotel an ihren bösen Onkel verliert. Megans Nichte trägt eine hässliche Kette, nach der ein Mann namens Mr. Kilmer sucht, der aus irgendeinem Grund nicht von Val Kilmer gespielt wird, und Bru will Kelly knallen, die aber lieber nach Italien auswandert.
Irgendwo in diesem ganzen Wirrwarr von Bierdeckelgeschichten muss sich ein Zusammenhang verbergen. Aber ich finde ihn einfach nicht.

Hulkagroom probt das „I love you“ und das „Ja“-Wort mit Bru. Nicole kommt vorbei und übt mit ihm dann auch schon mal den Kuss. Megan kommt vorbei und Nicole macht sich vom Acker. Megan macht noch mal klar, dass ihr Onkel völlig überzeugt davon sein muss, dass sie sich über alles lieben und bla. Dieser Plot ist so dermaßen dämlich, ich kann es kaum in Worte fassen.
Jedenfalls haben sich Hurricamanias Trauzeugen Bru, Brutus und Jimmy Hart (nur echt mit Klaviertastensacko) schon mal aufgestellt und die Braut latscht die Treppen zum Zeremonienbogen runter. Während der Priester seinen Kram palavert, verhandeln Randall (das R in R.J. „Hurricane“ Spencer) und Megan noch darüber, wer denn die Geschenke behalten darf. Es kommt der alles entscheidende Moment, falls jemand einen Grund kennt, warum die nicht heiraten sollte und so weiter und Onkel Edward ruft laut los, dass er dem Braten hier keinesfalls traut und die ganze Hochzeit ein riesiger Schwindel ist, da sich die beiden gar nicht lieben.
Mal an die Leute, die sich damit auskennen: Spielt das wirklich eine Rolle? Würde ein Priester, wenn ich jetzt einfach in eine Trauung reinbrülle, dass die beiden sich gar nicht lieben, einfach abbrechen, seine Sachen packen und nach Hause gehen? Ich frage nur, weil ich das, wenn das wirklich so ist, gerne mal machen würde. Aber wenn nicht, stehe ich ja wie ein Idiot da.
Jedenfalls wird die Trauung durchgezogen und dann ist Party. Auf der treiben sich auch Mr. Kilmer und seine Freundin rum, die der kleinen Jessica einfach ihre hässliche Kette klauen. Selber schuld, Mädel. Der Typ hat dir schließlich 100 Dollar für das Kackteil geboten. Manchmal muss man auch mal auf seine Prinzipien scheißen und korrupt sein. Lektionen fürs Leben bietet der Film also auch.
Randallmania sieht den Diebstahl und is running wild. Wird aber von Giant Gonzalez in eine Strohhütte geworfen und die Schurken hauen ab. Vorher hats die Kette zerlegt und die einzelnen Steine liegen im Sand. Mit einem Metalldetektor sammeln die Hogans die teile auf und stellen zu Hause fest, dass es ein Puzzle ist. Wow. Ravensburger ist nicht zufällig Sponsor von dem Müll hier?

Das Ganze ergibt eine Karte. Bru und Kelly haben auch noch recherchiert und festgestellt, dass die Kette von einem Kriminellen hergestellt wurde, der wohl seine Beute aus Banküberfällen irgendwo vergraben hat. Das ist alles so unglaublich behämmert, dass es schon wieder irgendwie gut ist. Immerhin ist der Film konsequent darin, schlechte Plots aneinanderzureihen.

Während die Jungs und Megan mit Thunder losschippern, lassen sich Kelly und Jessica von Giant Gonzalez entführen. Ich bin ja nebenbei eindeutig der Meinung, dass es heutzutage viel zu wenig gute Henchman gibt, die einfach die Fresse halten und böse sind, weil ihnen gesagt wird, dass sie es sein sollen. In diesem Film gibt es zwar auch keinen guten, aber El Gigante, der Raketenkistenschlepper und Frauenentführer ist zumindest ein Ansatz. Immerhin hat er noch kein Wort gesagt. Nicht mal ein angestrengtes Stöhnen kommt über seine Lippen, wenn er mal wieder Leute durch die Gegend wirft.

Jedenfalls ist Jessica offensichtlich Autistin und zeichnet Mr. Kilmer aus dem Kopf eine 1A-Kopie der Karte aus dem Steinpuzzle. Die böse Gang schippert also los zur Insel, wo Hurriwood Hogan seine Frau durch einen Sumpf tragen muss. Der klettert dann auf einen Baum, um mal zu gucken, was so auf der Insel los ist und findet das Versteck des Schatzes. Denn jemand hat tatsächlich ein „X“ hinterlassen, in Form von zurechtgelegten Felsen. Es ist fast, als wären sie auf Monkey Island gelandet. Ehrlich, wenn das hier keine Parodie für irgendwas sein soll, dann weiß ich es auch nicht. So viele Klischees kann man doch wirklich nicht zufällig in einem Kackfilm unterbringen.

Unter dem X ist eine Höhle, ein Unterwassersee, ein riesiges Spinnennetz in dem sich Megan verheddern kann, und eine Schlange, damit die Prinzessin in Not auch wirklich Grund zum kreischen hat. Der Schatz besteht nebenbei aus Geld und Schmuck. Mr. Kilmer (der in jeder Szene mehr an Val Kilmer erinnert; also vom Aussehen, vom Talent her erinnert er eher an Jai Courtney, nur etwas besser) taucht auf und schnappt sich den Schatz und schließt unsere Helden in der Höhle ein.

Kilmer und seine Gang wird beim Versuch Thunder zu klauen mal kurz unter Strom gesetzt und … OH MEIN GOTT! HOGAN IST FAST NACKT! Das musste doch nun wirklich nicht sein. Und jetzt taucht er in den See und es gibt Kameraeinstellungen, die ich nie wieder vergessen werde … Nachdem er auf Monkey Island war, kann er selbstverständlich auch 10 Minuten lang die Luft anhalten. Das wird vor allem klar, als er durch die Höhle getaucht ist, die Oberfläche erblickt, aber statt erst mal Luft zu holen den ganzen Weg wieder zurück schwimmt. Dann taucht er in der Höhle wieder auf atmet zwei mal tief ein und fertig. Der Mann hat die absolute Megalunge. Er war sicher nie Raucher. Anyway … alle tauchen aus der Höhle und außer Megan können hier offenbar alle ohne Sauerstoff leben.

Natürlich taucht man direkt in Thunder auf, das gerade abgeschleppt wird und was mir gerade erst auffällt ist, wie groß der Innenraum des Boots ist. Es ist ein stinknormales Schnellboot, aber innen befindet sich scheinbar eine komplette Luxuslinerkommandozentrale. Und irgendwo muss man ja vorhin auch noch das Jetski untergebracht haben. Mit Größenverhältnissen haben sie es wohl nicht so ernst genommen hier. Bei dem Anabolika und Steroidenkonsum, der bei diesem unglaublich männlichen Cast vorherrschen muss, ist das aber wohl auch gut so.

Man weiß, dass die kacke richtig am dampfen ist, wenn Hurriwood Hogan Kriegsbemalung aufträgt und auf den Frachter klettert und Leute erwürgt. Immerhin hat er jede Menge unterschiedliche Würgegriffe drauf. Und seine coolen Karatemoves können sich auch sehen lassen. Also zumindest das Gefuchtel, bevor er dann dem Typen einfach in die Visage kloppt.

Giant Gonzalez is back und schleudert alles durch die Gegend, was er in die Finger kriegt. Kisten, Fässer, Stangen, Ketten, Hulk Hogan … der kann ihn aber durch eine Frachtluke schubsen und ihn so unspektakulärer als ich jemals erwartet hätte, ausschalten. Das bringt natürlich nix, denn Kilmer lässt alle Gefangenen über Bord werfen. Ich raffe den Plan hier nicht. Der weiß doch, dass Hogans Freunde noch in der Nähe sein müssen und alle retten werden. Oder dass Hogan ein Houdini-Entfesslungskünstler vom Allerfeinsten ist und sich selbstverständlich aus seinen Fesseln befreit, 10 Minuten lang die Luft anhält und ein paar Runden schwimmt bevor er dann die Weiber rettet. Es ist alles so unfassbar vorhersehbar, dass es schon fast wieder überraschend ist, dass alles genau so passiert, wie man es vorhersieht.

Zeit für das große Finale. Also hauen die Hurricanesters mit ihrem Boot Thunder einfach ab. Kilmer findet das genau so feige wie ich und ballert eine Cruise Missile auf das Boot. Nachdem man ungefähr so lange vor der Rakete geflüchtet ist, wie Hurrimania in dem Film die Luft anhalten kann, hat man den Plan der Pläne, wendet das Boot und steuert mit der Rakete am Arsch direkt auf den Frachter zu. Wir wissen was anschließend passiert. Etwas unglaublich vorhersehbares.

Hogan liegt im Bett und Megan geilt sich auf, um ihren Mann heiß zu machen. Hier ist also das Hogan Sex Tape entstanden. Nebenbei erinnert mich das gerade daran, dass die ganze Story um den Onkel und das Hotel und die Hochzeit und überhaupt, absolut SINNLOSER BULLSHIT war, der zu absolut nichts geführt hat, außer dass dieser Scheißpilotfilm viel zu lang ist.

Ich kann mir Hogans Gestöhne nicht länger reinziehen. Ich gehe einen Bootsschein machen …