Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: Dezember 2015

2015 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.
Ja, ja, den Bla kennen wir ja nun schon vom letzten Jahr. Trotzdem ist es natürlich nett von WP, dass sie mir die Arbeit abnehmen, eine Jahresendstatistik zu erstellen. Schon alleine, weil ich es sonst einfach überhaupt nicht gemacht hätte.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 14.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 5 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Ich lasse es mir in diesem Zusammenhang aber natürlich nicht nehmen, mal den Vergleich zum Vorjahr zu ziehen, um mal zu schauen wie sehr der Filmschrottplatz seine Beliebtheit steigern konnte.

Im Gegensatz zum Sydney Opernhaus, dass immer noch genau so viele Sitze hat wie im Jahr zuvor, hat sich die Zahl der Besuche auf dem Filmschrottplatz fast verdoppelt. Das ist natürlich schon mal eine erfreuliche Sache. Wenn das jetzt jährlich so ist, habe ich in ein paar Jahren mein Ziel erreicht und kann endlich mit der Gehirnwäsche beginnen, um die komplette Menschheit zu versklaven, damit ich zum alleinigen Herrscher der Welt werde und in meiner Sommerresidenz auf dem Mars rumhängen kann, während die anderen auf der Erde für mich jagen gehen und Spaghetti-Bäume pflanzen.

Überraschenderweise gab es dieses Jahr fast genau so viele neue Beiträge hier, wie im Jahr zuvor. Nur 7 weniger. Dabei hatte ich mein Postingverhalten doch arg zurückgeschraubt; dachte ich. Habe ich mich wohl geirrt. Oder es liegt an dem starken Start, bei dem ich direkt mal 2 Wochen lang täglich nen Post rausgehauen habe. Ein Kunststück, dass ich danach nicht wiederholen konnte.

Ebenfalls nicht ganz uninteressant ist, dass ein Post aus dem letzten Jahr es in die Top 5 der erfolgreichsten Posts geschafft hat. CGI ist halt immer noch kacke und jeder will wissen warum. Weniger überraschend ist der Erfolg der SchleFaZ-Gewinnspiele, die im Sommer den Filmschrottplatz im Griff hatten und für rege Beteiligung sorgten. Insgesamt bekam ich über 500 Mails ins Postfach, was bedeutet, dass über 100 Leute die 4 Scheißfilm-DVDs haben wollten. Danke also noch mal für die große Teilnahme.

Einen dieser Filme gewann übrigens Wortmann, der bei den Kommentaren mal wieder uneinholbar vorne liegt. Geschlagene 449 mal hat er hier was hingekritzelt. Enttäuschend. Da hätte man die 450 auch mal voll machen können.

Bullions Ziel aus letztem Jahr, den zweiten Platz bei den Kommentaren einzunehmen, gelang in erster Linie wohl auch deshalb, weil sich der ursprüngliche zweite Platz aus der Blogosphäre verabschiedet hat, soweit ich das beurteilen kann.

Aber auch die Damen sind sich nicht zu fein, sich auf dem Schrottplatz die Finger schmutzig zu machen. Franzi, Schlopsi und neuerdings auch Frau Argh haben sich viel hier herumgetrieben.

Mein Dank geht aber natürlich an jeden Einzelnen, der sich im vergangenen Jahr hier umgeschaut hat. Es war ein erfolgreiches Schrottjahr.

Mit der Hoffnung, das Ergebnis im kommenden Jahr weiter ausbauen zu können, wünsche ich dann noch nen guten Rutsch. Wir lesen uns im neuen Jahr.

PS: WordPress mag zwar ganz toll sein, aber der neue Editor ist trotzdem fürn Arsch. Wo zur verfickten Hölle ist die Rechtschreibprüfung in diesem katastrophal unübersichtlichen Gefuckelscheiß? Ich lasse es jetzt einfach so wie es ist. Wer Fehler findet, darf mich gerne darauf hinweisen und eine Beschwerdemail an WordPress schreiben.

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Gastbeitrag: Hochwissenschaftliche Genexperimente in tropischer Umgebung

Zu Weihnachten gibt es noch etwas geballten Wahnsinn von mir an anderer Stelle. Mein Geschenk für Franzi:

Trivial

Dieses Jahr hatte die liebe Franzi zu Weihnachten nur drei bescheidene Wünsche. Zwei davon waren eine automatische GIF-Maschine und Mike Patton. Da mein technisches Know-How doch starken Einschränkungen unterliegt und ich Mike Patton’s Telefonnummer verlegt habe, kann ich ihr diese Wünsche leider nicht erfüllen.

Beim dritten Wunsch allerdings kann ich behilflich sein. Denn dabei geht es um eine Besprechung eines filmischen Meisterwerks gigantomanischen Ausmaßes. Aus den 90ern. Das kann ja nur gut werden.
Deshalb hier, nur für dich Franzi, dein Weihnachtsgeschenk:

THE ISLAND OF DR. MOREAU – D.N.A. – Experiment des Wahnsinns – USA – 1996 – 100 Min.

Starring: Ein Pate, ein Werwolf, ein Höllenjunge, eine Rassistin und Batman.

Bevor es losgeht kann ich nicht anders, als mal wieder über deutsche Filmtitel abzukotzen. Jetzt mal ernsthaft. Der folgende Scheiß basiert auf einem Roman von H.G. Wells – ihr wisst schon, der Zeitmaschinenfritze – mit dem Titel „Die Insel des…

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Media Monday #234

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Weihnachten steht kurz bevor. Und dann kommt auch schon das neue Jahr hinterher. Und bla blub bli bla blo … Media Monday.

1. Sofern gesehen: Das Beste an Star Wars Episode VII ist bisher, dass der unglaubliche Hype langsam abebbt. Und das ich bisher von Spoilern verschont geblieben bin. Okay, ehrlich gesagt bin ich nicht so ein Riesen Star Wars Fan, dass ich jetzt auf gar keinen Fall erfahren wollte, dass Kylo Ren Jar Jar Binks Großonkel ist und Han Solo nach einer überraschenden Geschlechtsumwandlung zur Mutter von Luke wurde, aber es ist doch ganz cool, dass ich das alles noch nicht erfahren habe. Denn es passieren noch Wunder und wir haben tatsächlich ein Kino in der Nähe gefunden, das den Streifen in 2D zeigt. Also werde ich den, sofern wir es zeitlich nach Weihnachten hinkriegen, doch noch dieses Jahr sehen. Immerhin ein Mal Kino dieses Jahr. Im nächsten Jahr starten ja direkt zwei Knaller, bei denen ich mir zum Glück um 3D gar keine Sorgen machen muss. Wahrscheinlich lassen sich die Kinos noch schnell was anderes einfallen, um mir auf den Sack zu gehen. Sowas wie: „Wir zeigen unsere Filme nur in Schwarz/Weiß dafür kostet es 8 Euro mehr.“

2. Das beste Weihnachtsgeschenk sind 8 Trilliarden Euro. Leider habe ich die bis heute nie gekriegt. Müsste ja nicht mal jedes Jahr sein. So alle 2 – 3 reicht ja. Aber hin und wieder ein Amazon-Gutschein ist auch nicht schlecht.

3. Für die zahlreichen freien Tage nächste Woche habe ich mir fest vorgenommen sehr viel zu schreiben, da ich mir für das neue Jahr so einiges in der Richtung vorgenommen habe. Kurzgeschichten an Verlage schicken. Einen neuen Blog wird es direkt zu Anfang des Jahres ebenfalls von mir geben. Meinen ersten Roman überarbeiten und möglichst auch endlich veröffentlichen. Den Zweiten zu Ende schreiben. Ich schätze, ich stehe nur noch vom Schreibtisch auf, um zwischendurch mal ne Runde mit dem Hund zu gehen. Aber ich bin gespannt, wie weit sich meine Planungen umsetzen lassen und was am Ende dabei raus kommt. Auf dem neuen Blog könnt ihr dann quasi live daran teilhaben, wie ich mal wieder auf ganzer Linie scheitere. Das wird ein Spaß!

4. Weihnachtsspecials zu Serien interessieren mich nicht wirklich, einfach weil mir Weihnachten gepflegt am Arsch vorbei geht.

5. Bevor das Jahr endet freue ich mich genau darauf, denn 2015 war ein richtiges Kackjahr für mich, mit langer Krankheit und dadurch bedingten Stress und überhaupt war irgendwie alles komisch. Aber mir geht es wieder gut, ich mache nen Haken hinter dieses Scheißjahr und greife im nächsten Jahr wieder voll an. Deshalb Fick dich 2015.

6. 2015 habe ich ja die Hundehaltung voll für mich entdeckt, denn Knochenkarl hat sich hervorragend hier eingelebt und ohne ihn würde jetzt doch was fehlen. Wuff.

7. Zuletzt habe ich beschlossen, mit dem Rauchen aufzuhören und das war eine notwendige Entscheidung, die aus dem einzig sinnvollen Grund getroffen wurde, der existiert, nämlich, weil ich pleite bin und es mir einfach nicht mehr leisten kann. Der eigentliche Plan war natürlich, dass am ersten Januar zu machen, aber da das da jeder kann, dachte ich mir, ich verschaffe mir schon mal ne Woche Vorsprung. Damit ich euch mit meiner voraussichtlich unerträglichen Laune bei diesem Unterfangen nicht alle vergraule, weil ich einfach alles und jeden ankacke, der auch nur versucht, ein normales Wort mit mir zu wechseln, verabschiede ich mich damit auch erst mal in eine kleine Winter Frühlingspause und wünsche frohe Blanachten und nen guten Rutsch ins neue Blahr und den ganzen anderen Käse, den man halt so sagt, weil die Leute es erwarten. Dieser ganze Scheiß ist sowas von überflüssig, ich … brauche ne Zigarette.

Tropische Weihnachtsfestvorbereitung mit nerviger Verwandtschaft

Es ist ja kein Geheimnis, dass bei mir eine Sache ganz wichtig ist, wenn dieses komische Konsumentenabzockerfest namens Weihnachten mal wieder vor der Tür steht: Ich muss Christmas Vacation gucken. Schließlich ist das der beste Weihnachtsfilm überhaupt, mit Chevy Chase in Höchstform und Randy Quaid in Höchstform und Beverly D’Angelos Brüsten in Höchstform und … ich denke ihr habts verstanden. Reichlich verwundert war ich allerdings, als ich erfuhr, dass es tatsächlich eine Fortsetzung zu diesem grandiosen Weihnachtsspaß gibt. Erster Gedanke war natürlich: DAS MUSS ICH SEHEN! Gesagt, getan. Ich hatte ja keine Ahnung, was ich mir da wieder antun würde …

CHRISTMAS VACATION 2: COUSIN EDDIE’S ISLAND ADVENTURE – USA – 2003 – 83 Min.

Starring: Ein alienvernichtender Kampfpilot

In Chicago liegt Schnee und die Kinder bauen Schneemänner, bewerfen sich mit Schneebällen und pinkeln ihren Namen in den Schnee. Das übliche eben. Zwei Blagen latschen durch die Gegend und quatschen darüber, was ihre Verwandten und Eltern so treiben. Das Mädchen wartet mit einem Vater auf, der Chirurg ist. Der Junge kann da nicht ganz mithalten. Seine Tante arbeitet als Stripperin und sein Vater ist in einem Nuklearlabor beschäftigt. Hört sich erst mal gut an, aber da es sich bei dem Vater um Eddie handelt, der in Teil 1 nicht unerheblichen Anteil daran hatte, dass das Griswold-Familien-Weihnachtsfest im kompletten Chaos endete, ist er natürlich nicht gerade wissenschaftlich tätig.

Stattdessen ist er ein Testobjekt und wird zusammen mit einem Affen darauf getestet, wie sich die direkte atomare Einstrahlung ins Gehirn auf das menschliche Denkvermögen auswirkt. Eddie verkackt dann direkt mal beim Tic Tac Toe gegen den Affen, woraufhin er gefeuert wird, weil er bescheuerter als ein Schimpanse ist.

Eddie ist untröstlich über seine Entlassung direkt vor Weihnachten. Immerhin versucht ihn seine Frau damit zu trösten, dass Affen schon ziemlich schlau sind. Sein Sohn Third (was für ein genialer Name), ist nicht so einsichtig und stellt direkt mal klar, dass er seinen Vater für eine komplette Niete hält.

Eddie will ein Bad nahmen, aber setzt durch einen selbstverursachten Rohrbruch alles unter Wasser. Da seine Frau, die Hobbyklempnerin, nicht in der Lage ist den Schaden zu beheben, versucht Eddie einen Klempner zu rufen, landet aber in tausend Warteschleifen und, äh, das war die Szene. Wahrscheinlich wurde das Haus einfach weggeschwemmt. Spielt wohl auch keine Rolle.

Eddie bettelt um seinen Job. Der Affe beißt ihm in den Arsch. Um einer Klage auszuweichen kriegt Eddie einen tropischen Urlaub geschenkt. Alle sind begeistert, außer Third natürlich, der berechtigte Zweifel daran hat, ob ein Urlaub mit seinen Alten wirklich erholsam werden kann. Audrey kommt vorbei und hat sich von ihrem perfekten Freund getrennt, weil er verheiratet ist. Hätte man ja auch mal vorher fragen können, aber dann hätte man diesen unglaublichen Gag natürlich nicht bringen können. Der nächste Bombengag folgt, als eine Fliege sich zu nah an Eddies Stirn wagt und elektrifiziert wird, weil die ganzen Tests ihn wohl zu einer elektrischen Fliegenfalle umfunktioniert haben.

Onkel Nick kommt zu Besuch. Er wurde von seiner 66 Jahre alten Frau für einen 28-jährigen Postboten verlassen. Wirklich mitzunehmen scheint ihn das aber nicht. Trotzdem wird er direkt zu dem Urlaub eingeladen. Nun ja, eigentlich lädt er sich einfach selber ein. Jedenfalls ist die Gruppe vollständig und es kann los gehen.

Bei der Abfahrt vergisst man natürlich schon mal die Hälfte des Gepäcks und das Wasser aus dem Badezimmer bahnt sich einen Weg nach draußen. Auf dem Flughafen machen alle Platz für die Urlauber, weil der Hund rumfurzt. Aus irgendeinem Grund hat sich Eric Idle, Mitbegründer der legendären Monty Python, überreden lassen, bei diesem Müll hier mitzumachen. Eddie haut ihn versehentlich mit seinem Koffer um, dann noch mal, und noch mal, weil Running Gag, und so. Denn was beim ersten Mal nicht lustig ist, muss dringend mehrmals wiederholt werden.

Im Flieger heult Audrey rum, Nick schnarcht, Eddie packt sich eine Jahresration Erdnüsse ein. Weil er aber eben strohdoof ist, kriegt er die Tüte nicht auf und tritt versehentlich Eric Idle um, der vor ihm sitzt. Nach der Landung sind die Qualen für Idle vorbei. Für den Zuschauer beginnen sie wahrscheinlich gerade erst. Ein Hawaii-Girl holt die Familie am Flughafen ab. Sie arbeitet für die Atomtestfirma und soll den Gästen den Urlaub unterhaltsam gestalten. Also geht es zum Strand. Jack, der mit seinem Wasserflugzeug gelandet ist, kommt vorbei und führt Audrey, die schon bei seinem Anblick kurz vor den Wehen steht, etwas rum.

Zeit aufzubrechen. Der Hund pisst das Feuer aus und es geht zum Hafen. Der Kapitän ist nicht da, also übernimmt Onkel Nick den Job und vergisst Eddie am Steg. Eine Szene später hat er sich aber wohl aufs Boot gebeamt, oder ist geflogen, oder geschwommen, oder was auch immer, jedenfalls ist er da und angelt. Wie sich das für eine richtig beschissene Komödie gehört, fängt er selbstverständlich einen Hai, der das Boot hinter sich herzieht. Nachdem man den Fisch losgeworden ist, feiert man fröhlich und läuft auf Grund auf.

Eddie schwimmt zu einer nahegelegenen Insel. Zumindest ist das der Plan, allerdings hat er vergessen, dass er nicht schwimmen kann und er planscht wie ein Irrer im Meer rum. Glücklicherweise ist das Wasser nur drei Zentimeter tief, so dass die Gruppe zur Insel latschen kann. Der Gag mit dem niedrigen Wasserstand war auch schon nicht mehr lustig, als die Erdoberfläche komplett von Wasser bedeckt war. Das Boot treibt derweil davon, damit der Schiffbruch perfekt ist. Man schlägt ein Camp auf und Eddie erkundet am nächsten Tag die Insel. Nachdem er grandios daran gescheitert ist, Feuer zu entfachen, indem er zwei Stöcke aneinander reibt, weil er wohl nie Tom Hanks dabei zugesehen hat, nimmt er alternativ einfach seine Streichhölzer, weil, wenn man schon billige, vorhersehbare Witze am Fließband bringt, dieser auf gar keinen Fall fehlen darf.

Die Männer gehen jagen. Eddie schlägt vor, wilde Tiere mit Bananen zu bewerfen, dann stapft er wie ein Vollidiot durch den Dschungel. Third findet interessanteres, denn die Gruppenführerin badet gerade in einem See. Onkel Nick ist natürlich auch nicht weit und genießt den Anblick ebenfalls. Nach der erfolglosen Jagd bläst man Trübsal, weil man kein Weihnachten feiern kann. Also beschließt man, das Beste draus zu machen, und sich gegenseitig etwas zu schenken, was man auf der Insel kriegen kann. Der notgeile Onkel schlägt eine Massage von der Gruppenführerin vor. Eddies Frau hat eine bessere Idee. Sie will ein Haus bauen. Eddie will aber kein Weihnachten feiern, wenn es kein richtiges Festmahl gibt und begibt sich erneut auf die Jagd. Er verfolgt ein Wildschweinbaby durch den Urwald und macht Bekanntschaft mit der Mutter. Sein Hund ist keine große Hilfe und Eddie bringt sich auf einem Baum in Sicherheit.

Am Strand schmückt man einen Strauch mit irgendwas bunten. Eddie fällt währenddessen vom Baum und ersticht dabei versehentlich die arme Sau. Third stellt fest, dass sein Vater doch nicht so ein Loser ist, wie er immer gedacht hat. Ich gehe stark davon aus, dass er seine Meinung schnell wieder ändern wird. Onkel Nick klebt sich eine weiße Plastiktüte vor die Visage, und macht den Weihnachtsmann. Moment mal, Plastiktüten in der Fresse hatten wir doch schon mal. Geschenke hat er trotzdem keine dabei. Das Haus ist fertig und man zieht ein. Das Gebäude steht natürlich genau drei Sekunden, was schon mal dazu beitragen könnte, dass Third seine Meinung über seinen Vater noch mal überdenkt.

Eddie hat einen Tarzanstyle Albtraum im Stummfilmstil. Am nächsten Morgen kommt Jack mit seinem Flugzeug vorbei. Audrey schmeißt sich sofort wieder an ihn ran, aber er wirkt eher uninteressiert. Dann schlägt er vor, die paar Meilen zum Hotel zu laufen, das auf der anderen Seite der Insel liegt. Wow! Wer hat diese unfassbare Wendung kommen sehen? Eddie schafft es, den Retter einen Hang hinunterzuwerfen, aber Jack bleibt unverletzt. Abflug, Jack ist allerdings wohl doch nicht ganz unversehrt, denn er wird von Kopfschmerzen geplagt. Eddie haut sich ein paar Aspirin rein, was dem Piloten wohl nicht wirklich helfen dürfte. Der fällt dann auch in Ohnmacht und Eddie muss das Steuer übernehmen. Audrey versucht per Mund-zu-Mund-Beatmung Jack zu retten. Eddie scheint mit dem Fliegen etwas überfordert zu sein, denn während der Typ im Tower ihn die ganze Zeit auffordert, nach links zu fliegen, hält er direkt auf den Tower zu. Ist eben nicht der hellste Stern am Himmel. Irgendwie kriegt er das Teil natürlich trotzdem gelandet.

Audrey stellt fest, dass Jack verheiratet ist, und beschließt, nie wieder zu lieben und eine Nonne zu werden. Tante Jessica kommt vorbei und kommt wieder mit Onkel Nick zusammen. Eddie trifft sich mit seinem ehemaligen Boss. Es wird ihm angeboten, seinen alten Job wieder anzunehmen, aber stattdessen wird er Pilot und alles ist Friede, Freude, Eierpunsch.

Zweiter Gedanke: WARUM HABE ICH DAS GESEHEN? Ich gehe meine Plastiktüten sortieren …

Laserwaffenkampftraining aus der Trickkiste

ENDLICH IST ER DA! Der 17. Dezember 2016. Der Tag auf den Filmfans so lange gewartet haben. Denn heute ist es endlich so weit. Ein Science-Fiction-Epos unermesslichen Ausmaßes steht uns bevor.
Hat sich das Warten gelohnt? Finden wir es heraus. Denn hier ist er endlich:

STARCRASH – Sterne im Duell – USA – 1978 – 92 Min.

In einer weit, weit entfernten Galaxis … fliegt ein Raumschiff, das direkt aus der Augsburger Puppenkiste geklaut wurde durch den Weltraum, der direkt auf eine Raufasertapete gepinselt wurde. An Bord des Schiffes sind nur Typen mit eigenartigen Helmen auf der Rübe, die den ganzen Tag nichts anderes zu machen scheinen, als Fahrstuhl zu fahren. Immer schön, wenn man ein bisschen Kind bleibt.

Sie suchen einen Phantom-Planeten, den auch andere suchen, um ihn zu zerstören. ALARM! Ein roter … äh, Spacenebel schießt rosa Kugeln, die aussehen wie Softeis mit Himbeergeschmack, auf das Schiff. Das sorgt für ganz gewaltige Migräneanfälle bei der gesamten Besatzung. Und dafür, dass das Raumschiff in einer unglaublichen Explosion, die selbst Michael Bay vor Neid erblassen lassen würde, zerstört wird.

An anderer Stelle dieser weit, weit entfernten Galaxis fliehen Stella Star und ihr ewig grinsender Begleiter Locke der Boss vor den Space-Cops. Nach erfolgreicher Flucht finden sie ein Raumschiff, das einfach so durchs All schwebt. Auf dem Schiff finden sie einen Typen, der im Schlaf von roten Monstern redet. Nebenbei sind die Cops wieder da und verhaften Stella und Locken-Louie.

Lord Namenlos erhält die Nachricht, dass es einen Überlebenden gab, aber dessen Hirn komplette Matsche ist, weshalb er den anderen keine Hilfe sein wird. Ich sage es, wie es ist: Mein Gehirn ist auch bereits Matsche und ich blicke mal wieder nicht durch, worum es bei dieser Scheiße eigentlich geht.. Macht aber auch nichts, denn Lord Wasweißich ruft seine Golems auf den Plan. Und mit Golems meine ich natürlich Knet-Roboter, dessen Stop Motion Animation so schlecht ist, dass sie nicht mal als Roboter mit rostigen Gelenken glaubwürdig wären. Lord NobodyKnowsHisName hat eine einfache Aufgabe für seine beiden Roboter: „Sie sollen ihn nicht enttäuschen.“ Ja, klingt simpel und absolut umsetzbar. Ich wette, die Roboter werden auf ganzer Linie scheitern.

Ein sprechender Haufen Scheiße mit Tentakeln, der wohl der große Universumsrichter ist, verurteilt Stella Star und ihren Begleiter Locken-Larry, der nebenbei offensichtlich Akton heißt, zu jeder Menge Jahre Knast. So 200 und ein paar Kaputte. Sitzen die doch auf einer Arschbacke ab. Wobei ich mir um den schönen Locken-Lars schon etwas Sorgen mache. Der lässt besser nicht die Space-Seife fallen.

Ganz wichtige Regel im Space-Prison: Geile Ischen tragen nur nen Bikini. Da Stella Star offenbar die einzig geile Ische da ist, tragen alle anderen normale Klamotten. Und mit normal meine ich natürlich Lederoveralls. Naja, ist auch egal, denn nach bereits drei Sekunden sorgt Stella für einen Aufstand, es gibt jede Menge Laseraction und sie kann fliehen, kurz bevor der ganze Knast in die Luft fliegt.

Auf ihrer Flucht durch nen Dschungel, der sich urplötzlich in einen Strand verwandelt, trifft sie niemand geringeren als Glatzen-Gustav, den Oberspacebullen., der in seinem Raumschiff, dessen Inneres aussieht, wie eine Lavalampe auf Koks, in seinem Sessel hockt und sie mit einer Waffe bedroht. Sie haben sie befreit – äh, hat sie das nicht selbst gemacht? -, um sie mitzunehmen auf eine Mission. Akton ist nebenbei auch wieder da und schwingt sein lockiges Haar.

Der Imperator ist am Start und erklärt mal kurz, dass Stella die beste Pilotin ist und Akton die schönsten Locken des Universums hat, weshalb die beiden ausgewählt wurden, um den Count aufzuhalten, der eine ganz mächtige Waffe hat. Dazu müssen sie den geheimen Planeten des Counts finden und ihn zerstören und auch noch den Commander finden, weil der der Sohn des Imperators ist, oder so. Okay, ich gebe zu, es ist nicht unbedingt kreativ, aber zumindest ist es eine Handlung. Das ist mehr, als ich hier überhaupt erwartet habe.

Der geheime Geheimplanet ist so unglaublich geheim, dass es genau 10 Sekunden gedauert hat, ihn zu finden. Am Strand werden sie direkt mal von Amazonen empfangen, die vom Dresscode her Stella scharfe Konkurrenz machen. Die ist aber die bessere Kämpferin, was im Umkehrschluss übrigens bedeutet, dass die Amazonen einfach gar nix drauf haben, wenn man sich das Gehampel von Stella so anguckt. Mit Waffengewalt können sie Stella aber dann doch noch zu ihrer Königin bringen. Die labert rum und will sie in nen Vulkan werfen lassen, oder so, aber Stellas Begleitroboter Elle rettet sie. Die Amazonenkönigin ist nicht erfreut und schickt den Guardian los, um die Flüchtlinge zu killen. Der Guardian ist natürlich ein 100 Meter großer Roboter mit Schwert. Und Brüsten. Stop Motion vom Feinsten mal wieder. Leider hat man vergessen, die Brüste des Roboters wackeln zu lassen, wenn er sich bewegt. Aber man kann eben nicht alles haben.

Glatzen-Günther kommt mit seinem Raumschiff zur Hilfe und ballert den Breastbot weg. Dann folgt eine weitere aufregende Verfolgungsjagd durch die Weiten des Weltalls. Hm, war wohl doch nicht der geheime Geheimplanet.

Auf einem Eisplaneten gibt es, nun ja, Eis und Schnee. Und sonst absolut nichts. Ist aber auch egal, denn eigentlich sind Stella und Elle nur da unten, damit der Glatzen-Bulle Akton erschlagen kann, da er mit dem Count zusammen arbeitet. Was für eine unglaubliche Überraschung. Da sie nicht zurück auf das Schiff kommen, mit dem Glatzen-Guido abgehauen ist, legen sich Stella und Elle einfach in den Schnee und pennen.

Aber was ist das? Akton lebt noch und mutiert zum Magier Level 42, der Laserstrahlen einfach zurückschleudern kann. Das wars dann wohl für Glatzen-Gerd. Akton holt die beiden Schneeengel ab und es geht weiter. Vielleicht ja jetzt mal zum geheimen Geheimplaneten.

Oh, da ist die Softeisschleuder Marke Raspberry wieder und attackiert das Raumschiff unserer Helden. Kopfschmerzen inklusive. Aber Akton ist natürlich resistent und fliegt die Kiste aus der Gefahrenzone.

So, ich glaube, jetzt sind sie tatsächlich auf dem geheimen Geheimplaneten voller Geheimnisse und geheimnsisvoller Schrecken, wie Nebel und Steine und einem komischen Typen, der aussieht, als würde er in einer Theateraufführung Hellraiser spielen. In einem Krater finden sie das Raumschiff vom Anfang: Also das, das explodiert ist. Sieht eigentlich völlig intakt aus, die Kiste. Irgendwelche Steinzeitmenschen greifen an und erledigen Elle, um anschließend Stella zu entführen.

Hellraiser befreit Stella mit Laserstrahlen aus seinen Augen. Er nimmt den Helm ab und es ist: PRINZ SIMON! Besser bekannt als David Hasselhoff – dr nebenbei offensichtlich den selben Friseur hat, wie Akton. Die Steinzeitler greifen wieder an, aber Akton eilt zur Rettung und schwingt sein Laserschwert, um die Höhlenmenschen zu schnetzeln.

In der Festung des Counts wartet überraschend der Count mit seinen Robotern. Die sollen die Gefangenen dann bewachen, aber Akton hat sein Laserschwert dabei. Es folgt der beeindruckendste Kampf zwischen Mann und Roboter seit der Erfindung der Brotmaschine. Die Roboter sind besiegt, aber auch Akton nippelt ab, mit den Worten, dass er für immer leben wird. Na dann. Man sieht sich wohl wieder in StarCrash II: Auf der Suche nach noch mehr Schwachsinn.

Und da ist der Imperator und Vater von The Hoff. Alle sind gerettet kurz bevor der Planet in die Luft fliegt.

Selbstverständlich muss man noch den Count verfolgen, was uns weitere Puppenkiste-Weltraum-Aufnahmen beschert. Nebenbei cool, dass das Flagschiff des Counts aussieht wie eine Krallenhand; die sich auf Knopfdruck auch zu einer Faust schließt.

Weltraumballermegalaseraction wie aus dem Bilderbuch folgt. Perfekt ist natürlich, dass das Krallenschiff so große Fenster hat, in das man jede Menge Torpedos schießen kann. Der Count kann den Angriff aber noch mal abwehren und will zurückschlagen. Mit der:

DOOM MACHINE!

Sein Plan ist simpel: Die Welt zerstören. Das klappt ja immer.

Nebenbei wurde Elle wieder zusammengesetzt und platziert zusammen mit Stella eine Bombe im Raumschiff des Counts. Kurz vor der Explosion springen sie aus dem Fenster und schweben durchs All, wie Synchronschwimmer beim Abschlusstraining kurz vor der Olympiade. Und das wars dann. Man hat die DOOM MACHINE nicht mal zu Gesicht gekriegt. Enttäuschend.

Der Count ist hinüber. Die Welt ist gerettet. Stella will Prinz Simon knallen. Und ich will die Augsburger Puppenkiste zurück …

Blogparade: “Älter als ich” — Filme aus einer anderen Zeit

Die Frau mit den gleichen Initialen des „Spiel des Wissens“ Herstellers will auch was wissen. Nämlich welche Filme eigentlich älter sind als ich, aber trotzdem so richtig rocken. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für mich, halte ich neue Filme doch größtenteils für totalen Bullshit, der nur noch schlechte Kackeffekte zu bieten hat, die darüber hinwegtäuschen sollen, dass keine Sau eigentlich noch weiß, wie man richtig unterhält. Also schließe ich mich Miss Booleanas Parade an und präsentiere, wie gefragt, meine 10 liebsten „alten“ Schinken und einen guten Film aus meinem Geburtsjahr.

 

The Pink Panther – Der rosarote Panther (1963-1978)

Ich beginne direkt mal mit einer Reihe von Filmen, die ich aber einfach mal als einen werte, denn sonst könnte ich schon fast wieder aufhören. Jedenfalls muss hier die Pink Panther Reihe mit dem fantastischen Peter Sellers rein, der leider schon vor meiner Geburt gestorben ist, wodurch aber halt auch die komplette Reihe hier aufgenommen werden kann. Komödien heutzutage sind ja größtenteils scheiße. Das liegt eben daran, dass man sowas hier nicht mehr hinkriegt. Einfach bescheuerten Humor, mit einem talentierten Bekloppten, der in jeder Szene durch seine reine Präsenz schon für ein Grinsen auf dem Gesicht führt. Sellers war da einfach ein Gott.

Murder by Death – Eine Leiche zum Dessert (1976)

Und wo wir schon bei Sellers sind, schmeißen wir doch noch ein paar weitere Bekloppte dazu und lassen sie in einem völlig wirschen und komplett dämlichen Mordfall ermitteln. Die Show stiehlt hier eigentlich Peter Falk, aber alle Darsteller sind hier einfach ganz in ihrem Element.

The Defiant Ones – Flucht in Ketten (1958)

Irgendwie scheint dieser Film ja absolut in Vergessenheit geraten zu sein, was einfach schade ist. Die simple Idee, zwei sich gegenseitig hassende Leute aneinander zu ketten, funktionierte wohl nie wieder so gut. Leider hört man von diesem Klassiker einfach nie irgendwo irgendwas.

Rear Window – Das Fenster zum Hof (1954)

Hitchcock darf natürlich nicht fehlen. Schwierig, da einen Film rauszupicken, aber ich habe mich für diesen entschieden, weil er ein Paradebeispiel für Spannungsaufbau ist. Schon alleine das ist eigentlich Grund genug, ihm jedem Drehbuchautor im gegenwärtigen Hollywood mal zu zeigen, damit die mal raffen, wie man sowas macht.

Raiders Of The Lost Ark – Jäger des verlorenen Schatzes (1981)

Indiana Jones. Ist klar, oder?

The Wizard Of Oz – Der Zauberer von Oz (1939)

Ich kann mit Musicals ja nicht wirklich was anfangen. Habe ich schon mal erwähnt, glaube ich. Ich finde es einfach fürchterlich, wenn die Leute singend und tanzend durch die Gegend hüpfen. Das wirkt einfach immer total banane auf mich. Ich weiß nicht warum, aber bei diesem Film stört es mich überhaupt nicht. Auch nicht bei …

Blues Brothers (1980)

Wobei man ja hier sagen muss, dass es ja weniger so ist, dass die Blues Brothers über die Straßen tanzen. Die Musicalnummern sind ja eher auf Konzertauftritte ausgelegt. Außerdem ist die Mucke ziemlich cool, weshalb mich hier rein gar nix stört. Und der Humor ist absolut fantastisch. Passt also. Aber genug mit dem Gesinge.

Batman: The Movie – Batman hält die Welt in Atem (1966)

Kommen wir lieber zu schlauen Sprüchen am Fließband und Trashquatsch vom Feinsten. Klar, mit dem heutigen Batman ist das hier nicht mehr zu vergleichen. Aber wer auch nur ansatzweise etwas mit dem dunklen Ritter anfangen kann, kommt nicht drum herum, sich diesen Klassiker des ausgemachten Wahnsinns mal reinzupfeifen.

Apocalypse Now (1979)

Coppolas Vietnam Wahnsinn ist letztlich genau das. Hier schwankt alles irgendwo zwischen total bescheuert und extrem verstörend. Eben, wie der Krieg nun mal ist.

One Flew Over The Cuckoos Nest – Einer flog über das Kuckucksnest (1975)

Jack Nicholson in der Klapsmühle. Mit einem stummen Indianer. Und Doc Brown. Und die mischen den Laden gut auf. Ich mag ja Filme, die in der Irrenanstalt spielen, einfach weil das humoristisch, dramatisch und vor allem charakterisch (ist das ein Wort?) jede Menge abgefahrene Möglichkeiten bietet. Der hier dürfte wohl auf ewig der beste seiner Art bleiben.

Fehlt also nur noch der Film aus meinem Geburtsjahr, was sich tatsächlich als etwas schwierig gestaltet hat. Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass die 80er das geilste Filmjahrzehnt ever sind und auch immer bleiben werden. Aber ausgerechnet im Jahr 1983 kamen offenbar nicht unbedingt die geilsten Knaller raus. Oder ich habe sie einfach komischerweise bisher nicht gesehen. Bis auf eine Ausnahme:

Scarface (1983)

Für viele ja Al Pacinos beste Rolle. Dem würde ich mich vielleicht nicht unbedingt anschließen. Aber trotzdem ist Scarface natürlich ein toller Gangsterfilm und sicherlich das Beste, was das Jahr 1983 hervorgebracht hat.

 

So, wer Bock hat, kann natürlich bei dem Spaß noch mitmachen. Vergesst nicht, euch kurz die genauen Regeln bei Miss Booleana durchzulesen und hinterher bei ihr euren Beitrag zu verlinken.

Interview mit Alex „Sander“ Lotz von SanderMania Productions

Vor einiger Zeit habe ich ja hier die DVD zu Creepy Campfire Stories vorgestellt. Im Rahmen dessen, habe ich noch ein Interview mit dem Regisseur dieses Schnetzel-Horror-Spaßes geführt.

Alex „Sander“ Lotz heißt der gute Mann, der so viel Spaß daran hat, Filme zu machen und schon einige Kurzfilme auf seiner Homepage SanderMania veröffentlicht hat. Weitere werden folgen. Was er sonst so tut, was er noch vorhat und überhaupt und sowieso könnt ihr im folgenden Interview erfahren:

Alex-Lotz-SanderMania-Productions

Alex „Sander“ Lotz

Filmschrott: Hi, Alex. Erst mal danke, dass du dich bereit erklärt hast, als erster Interviewgast auf den Filmschrottplatz zu kommen. Handeln wir zu Beginn mal das Wichtigste ab: Stell dich doch mal kurz meinen Lesern vor. Was machst du? Wie lange machst du es schon? Wie lange wirst du es noch machen? usw.

Alex: Na klar, gerne doch. Ich hab zu danken!
Ok fangen wir mal an. Wie der ein oder andere schon weiss, bin ich Filmemacher. Das heisst im Detail, dass ich nicht nur Regie mache, sondern auch noch Drehbücher schreibe, selbst vor der Kamera stehe, alles schneide, hier und da mich auch um die Special FX kümmere (je nach Projekt) und und und.
Seit wann ich das genau mache ist Ansichtssache. Meine erste Videokamera hab ich 1994 als ich 14 war bekommen. Da sind logischerweise schon die ersten Kurzfilme entstanden. Schneiden musste ich damals noch mit 2 Videorekordern und allgemein war das zu dieser Zeit sehr schwierig alles zu machen, im Gegensatz zu heute, wo man alles am Rechner machen kann.
Aber so richtig angefangen hat es erst 2012, weil ich damals zum ersten Mal mit Drehbuch gearbeitet hab und das alles etwas ernster genommen hab.
Wie lange ich das machen werde kann ich nicht genau sagen. Am Ende des Tages mach ich das ja aus Leidenschaft. Und solange die da ist, werde ich das auch tun. An Kreativität mangelt es ja zum Glück nicht. Höchstens am Geld und Equipment.

Creepy Campfire Stories ist ja dein erster „Langfilm“. Wie kam es zu der Idee, statt einen eigenständigen Film, eine Kurzfilm-Anthologie zu machen?

Das kann ich dir ganz genau sagen. Ich wollte mich für mein erstes Feature einfach nicht übernehmen. Es ist nämlich extrem schwierig ein Drehbuch zu schreiben und so umzusetzen, dass der Zuschauer am Ende nicht gelangweilt ist von der Story und allem. Deshalb hat man bei einem Episodenfilm automatisch schon mal die Abwechslung auf seiner Seite. Davon abgesehen, steh ich auf 80er Jahre Horror-Antholgien wie z.B. „Creepshow“. Also alles gute Gründe, warum ich mich dafür entschieden hab.

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Creepy Campfire Stories

Wahrscheinlich ist auch der Zeitaufwand für ein „echtes“ Langfilmprojekt nicht zu unterschätzen. Ich habe erst kürzlich mal wieder die Peter Jackson Schnetzel Trilogie (ich behaupte mal, dass das der offizielle Titel ist) angeguckt. Für seinen Erstling Bad Taste hat er ja um die 2 Jahre gebraucht, weil er nur drehen konnte, wenn Geld da war und seine Darsteller Zeit hatten usw.
Wäre das für dich auch ne Option? Einfach anfangen und immer, wenn die Möglichkeit besteht drehen, bis das Ding dann irgendwann fertig ist, oder bist du eher der Typ, der sich an nen strengen Zeitplan hält?

Allerdings. Das sollte man wirklich nicht unterschätzen. „Creepy Campfire Stories“ hat auch 2 Jahre gedauert, also vom Drehbuch schreiben 2013 und den ersten Drehs und dann 2014 hauptsächlich die Postproduction und alles.

Nein, eigentlich ist das keine Option für mich. Das sowas für mich zu sehr „ausser Kontrolle“ ist und man am Ende gar nicht weiss, ob das Projekt dann auch wirklich fertig wird. Dann wäre ja alles umsonst gewesen. In meinem Fall muss das alles vorher schon, so gut es geht, durchgeplant werden. Klar, es gibt immer Nachdrehs und Sachen die man nicht planen kann und Probleme die man vor Ort lösen muss, aber nur drehen wenn Geld da ist oder Leute zu Verfügung, dass wäre nix für mich! Ich hab gelernt mit wenig Geld auszukommen und trotzdem etwas brauchbares daraus zu machen. Ich bin mehr der „Just Do It“ Typ!

Wo ich gerade bei Jackson bin: Der hat damals gesagt, dass die Kreativität, die man hat, wenn man alles selber macht, kein Geld in Hollywood ersetzen kann. Du machst ja auch alles selber, vom Schreiben, übers Drehen, bis zur Endproduktion. Siehst du es auch so, dass diese uneingeschränkte Freiheit, tun zu können was du willst, mehr wert ist, als für große Studiobosse zu arbeiten, die einem in alles reinlabern? Oder ist es dein Ziel, irgendwann auch mal nen „richtigen“ Kinofilm zu machen, selbst wenn du da eingeschränkt wärst, in dem was du darfst und dein Einfluss auf das eigentliche Endprodukt dann nicht mehr so groß ist?

Interessante Frage. Auf der einen Seite ist das natürlich richtig und auf der anderen hat das auch Nachteile, was z.b. die Anerkennung betrifft. Das Wort „Amateurfilm“ hat immer so einen negativen Beigeschmack, dass alle immer den Term „Urlaubsfilmer“ im Kopf haben. Und natürlich auch, weil es soviel Schrott gibt. Deshalb würde ich mich auch eher als Independent-Filmemacher bezeichnen. Aber es ist halt auch sehr schwer überhaupt wahrgenommen zu werden, wenn man nicht ein grosses Studio im Rücken hat. Und es ist schon schade, dass viele Leute sich blenden lassen, indem sie sagen: „Der Film war nicht im Kino zu sehen, also warum soll er dann gut sein?“ oder „Der Film hat wenig bis kein Budget, warum soll ich mir das ansehen?“. Aber um auf deine Frage direkt einzugehen, ich bin da so ein bisschen wie Axl Rose. Ich lass mir nicht reinreden. Entweder wird’s so gemacht wie ich es mir vorstelle und wenn nicht, dann Fuck You! Wenn ich mit dem Endprodukt nicht zufrieden bin, weil irgendwer anders Einfluss drauf haben will (und da zählt Design und Layout auch dazu), kann ich das nicht verantworten. Klar, will ich schon einen „richtigen“ Kinofilm machen, aber wenn dann nur zu meinen Konditionen. Ich könnte nicht damit leben, wenn mir jemand was vorschreibt. Ideen vorschlagen ist ja okay. Aber das letzte Wort sollte bei mir liegen, sonst wird das nix!

Käme es denn beispielsweise in Frage, Drehbücher von anderen Autoren zu verfilmen? Zumindest wenn du die Idee umsetzen kannst, wie du willst?

Darüber hab ich mir ehrlich gesagt noch gar keine Gedanken gemacht. Ich hab selber noch so viele Ideen die ich umsetzen will. Von daher bin ich mir nicht sicher, aber offen wäre ich theoretisch dafür schon. Nur muss man da auch höllisch aufpassen, wenn man ein „fremdes“ Drehbuch liest, da kann man schnell sagen „du hast meine Idee geklaut“.

Das stimmt natürlich. Außerdem findet man in eigenen Geschichten auch oft einen Teil von sich selbst wieder. In deinem Kurzfilm „Gefangen in der Zeitkapsel“ zum Beispiel geht es um einen Traum, den du mal hattest. Gibt es auch in deinen anderen Filmen Szenen, die auf realen Erlebnissen beruhen? Oder hattest du schon mal einen Moment, in dem du dachtest „was hier gerade abgeht, muss ich irgendwann in einen Film einbauen“?

Richtig. Bei „Gefangen in der Zeitkapsel“ hatte ich den Traum sozusagen verfilmt. Gleichzeitig hab ich auch gleich meine damals neue Kamera getestet mit den Aufnahmen.

Ja, definitiv. Eigentlich hat jeder Film von mir was persönliches von mir. Mal mehr, mal weniger. Logischerweise mehr, wenn ich selber auch mitspiele. Aber ich versuche schon immer irgendetwas persönliches einzubauen und wenn es nur eine Requisite ist, wie z.B. ein Guns N‘ Roses Poster im Hintergrund. Aber bei meinem bald erscheinenden Kurzfilm „Jerks“ wird eigentlich alles was da an Dialogen stattfindet, auf meinen persönlichen Erfahrungen und Diskussionen basieren. Ich denke mit diesen Themen kann sich jeder auch identifizieren und ruft Reaktionen bei den Leuten meiner Generation vor wie: „Ja man, genau so war das damals“, da der Film ja im Jahr 1993 spielt.

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Gefangen in der Zeitkapsel

Na, wenn wir schon dabei sind: Erzähl doch mal schnell, worum es in Jerks geht.

Na klar, gerne! Also „Jerks“ ist sozusagen eine Hommage an „Clerks“ von Kevin Smith. Es geht um Roger (der von Jonathan Schäble gespielt wird) und Dave (der von mir gespielt wird). 2 Typen, die den ganzen Tag nur rumhängen und ihr Leben geniessen. Roger ruft Dave eines Tages an und will sich dringend mit ihm treffen, aber erst am Ende des Films wird man den Grund erfahren, worüber Roger mit Dave sprechen will.
Der Film spielt, wie schon erwähnt, 1993 und greift die damaligen Themen auf, die einem in diesem Jahr als Teen so interessiert haben. Der Streifen lebt hauptsächlich von den Dialogen zwischen den beiden Jungs, dem Humor und den ganzen Referenzen zu Filmen, Videogames usw. Das bedeutet, es gibt in jedem Segment des Films ein bestimmtes Thema, was angesprochen wird und es kommt zur Diskussion. Wenn man „Clerks“ kennt und mag, wird man „Jerks“ auch was abgewinnen können. Zumal es auch bisher unsere beste schauspielerische Leistung ist, wie ich finde. Das interessante hierbei ist auch, dass es der billigste Film von mir ist. Gekostet hat der nämlich genau 0 Euro. Wir hatten diesmal auch keinen Kameramann zur Hand und haben trotzdem etwas sehr interessantes daraus machen können, was man ja im Trailer schon sicherlich erahnen kann.

Klingt nach ner Menge Spaß (für die ganze Familie). Hauptsächlich drehst du ja eigentlich Horrorfilme. Macht es da um so mehr Spaß, sich auch mal an anderen Genres zu versuchen, oder ist Horror dann doch eigentlich das Genre, in dem du dich am liebsten aufhältst?

Ist es auf jeden Fall!

Naja ich wollte mit „Jerks“ halt auch mal was anderes probieren. Mal was wo kein Blut fliesst und man Effekte und den ganzen Kram vorbereiten muss. Und vor allem wo man schauspielerisch mal mehr machen kann. Also auch mal eine neue Herausforderung, was das Drehbuchschreiben angeht und man sich speziell auf die Dialoge konzentrieren kann. Sozusagen was „angenehmes für zwischendruch“. Der Dreh war auch sehr chillig, bis auf eine Sache, nämlich die extreme Hitze vom Sommer 2015. Aber du hast schon recht, im Horror Genre halte ich mich natürlich am liebsten auf.

Wo du gerade die Effekte erwähnst: Die sind ja in deinen Filmen, so weit es möglich ist, handgemacht, was ich als großer CGI-Gegner generell nur befürworten kann. Ist das eher eine Geld- und Zeitfrage, dass du CGI umgehst, oder gefallen dir handgemachte Sachen auch einfach besser, als animierter Kram?

Ich bin auch kein Fan von CGI. Vor allem im Horror Genre. Wenn man nicht drumherum kommt und es sparsam einsetzt, kann es hilfreich sein. Aber die praktischen Effekte sind natürlich favorisiert.

Wenn das Blut schon animiert ist, bin ich schon enttäuscht. Wenn man mal bedenkt, wie kreativ und wieviel Mühe man sich früher gemacht hat, mit all den praktischen Effekten und Animatronics. Unglaublich!

Und heute wird das alles nur noch lieblos hingerotzt.

Da bin ich komplett deiner Meinung. Mittlerweile ist das viel zu überbordend. Vor allem als Trash Fan stört es mich ja, dass selbst da nicht mehr wirklich mit Liebe zum Detail gearbeitet wird, was ja eigentlich dieses „Genre“ ausmacht. So Sachen wie Sharknado gehen da einfach völlig an dem vorbei, für das ich Trashfilme so mag. Wie stehst du denn zu „Trash“? Ist das auch ein favorisiertes Genre von dir? Oder magst du dann doch eher die „hochwertig“ produzierten Filme?

Ich mag Trash schon. Aber da muss ich auch unterscheiden. Es gibt ungewollten und gewollten Trash. Und am Ende ist es ja auch ein Frage des Geschmacks. Manchmal ist Trash besser als „hochwertig“ produziertes. Denn meiner Meinung nach bringt es nix, wenn man das beste Equipment hat, aber damit nicht umgehen kann und was langweiliges produziert. Trash hat da oft mehr zu bieten für weniger Budget. Ich vergleiche das immer gern mit Videogames. Nur weil ein Game ’ne Bombengrafik hat, heisst das noch lange nicht, dass es gut ist! Da sind mir Games wo alles andere stimmt, aber dafür die Grafik schlechter ist, viel lieber. Aber ich steh eh auf den ganzen Old-School 2D Kram. Von daher.

Du bist also scheinbar eher „retro“. Finde ich gut. Hast du dadurch generell eine „Früher war alles besser“-Einstellung, oder gefallen dir die „neuen“ Sachen trotzdem genau so gut, wie die alten?

Auf jeden Fall. Wenn du meine Filmesammmlung siehst, findest du 90% alten Kram aus den 80ern und 90ern. Aber auch ganz altes s/w Zeug. 

Nur wenig was nach der Jahrtausendwende kam. Und auch so bin ich wirklich eher der „Früher war alles besser“-Typ. Nicht umsonst hab ich auf meiner Website und YouTube Channel die „Memories“ Videos und „Die Nostalgiker“ Webserie.
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Die Nostalgiker

Was sind denn so deine Lieblingsfilme? Sind da auch welche bei, die nichts mit Horror zu tun haben?
Das ist eine ganze schwierige Frage. Da gibt’s einfach viel zu viele, die auf die Liste gehören. Vor allem wenn du so allgemein fragst. Aber sicher ist da nicht nur Horror bei mir im Regal.
Na gut, dann haue ich zum Abschluss eine genau so schwere Frage hinterher. Da wir uns hier auf dem Filmschrottplatz befinden, darf die schließlich nicht fehlen: Welchen Film findest du richtig schlecht? Was ist ein absoluter Hassfilm von dir, den du dir nie wieder angucken könntest?
Die Killerkacke Trilogie! Denn das ist der beschissenste Film aller Zeiten! Hahaha!
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Die Killerkacke

Na, was ein Glück, dass du den selbst gedreht hast und deshalb sowieso auswendig kennst. Da ist eine erneute Sichtung ja dann nicht nötig.
Ich will dich dann auch nicht weiter vom Filme machen abhalten und freue mich erst mal auf Jerks.
Vielen Dank für das Gespräch, Alex und viel Glück mit den zukünftigen Projekten.

So siehts aus!

Ich hab zu danken. Es war mir ein Vergnügen!
„Jerks“ hat am 19.12.2015 Web-Premiere.
dann kann man ihn auf meiner Website www.sandermania.de und auf meinem YouTube Channel www.youtube.com/sandermaniafilms ansehen. 

Metzgereiarbeiten in labyrinthischer Umgebung

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, alle kommen langsam in Weihnachtsstimmung und das kann ich einfach so nicht dulden. Deshalb grätsche ich erst mal mit nem beschissenen Horror-Schnetzel-Metzel-Streifen der Extraklasse dazwischen, um euch alle die viel zu frühe Weihnachtsfreude zu versauen. Ich weiß, fies von mir. Aber so bin ich eben. Deshalb geht es heute auch nicht um den Weihnachtsmann, sondern um Metzger. Wurst > Spekulatius.

BUTCHER BOYS – USA – 2012 – 86 Min.

Mexiko. Berühmt für die weltbesten Metzger und Sombreros. Hier gibt es beides nicht zu sehen, was schon mal enttäuschend ist. Stattdessen gibt es einen schwarzen A-Team-Gedächtnis-Van aus dem heraus eine junge Mexikanerin entführt wird. Nicht schlimm. Der bestellte Burito hätte sie ohnehin nur fett werden lassen.

Texas. Berühmt für die zweitweltbesten Metzger und die Todesstrafe für alles und jeden, der George Bush ans Bein pisst. Leider kriegen wir beides nicht zu sehen. Stattdessen zupft eine Harfenspielerin rum und ein paar nervige Kackteens essen Burger. Vom ersten Moment an hasse ich sie mal wieder alle.

Die Pissblagen reden natürlich nur übers Ficken, weil es einfach nichts Wichtigeres gibt, wenn man ein Texas-Teenie ist. Nachdem die nuttigste Texanerin, die die Welt jemals gesehen hat, die zudem noch Barbie heißt, an der Tanke ein paar Typen verärgert hat, indem sie mit dem Schlüssel deren Autolack zerkratzt hat, was John Travolta absolut nicht befürworten kann, beginnt eine unfassbare Verfolgungsjagd, an deren Ende die Verfolger einem Hund ausweichen müssen und in eine andere Karre ballern, was in erster Linie daran lag, dass Barbie ihre Titten rausgeholt hat. Das waren nebenbei die letzten Brüste, die die beiden gesehen haben, denn die Besitzer der gerammten Karre zerlegen die beiden mit ner Brechstange und ner Kettensäge.

Die Teens, rund um Barbies Boobies, fahren weiter durch die Stadt und haben sich natürlich verirrt. Und werden von einem anderen Wagen gerammt und dann von drei Typen verfolgt, die sich in der Stadt offensichtlich so verdammt gut auskennen, dass sie den Teens jedes Mal den Weg abschneiden, oder direkt von Häuserdächern auf sie runter springen können, egal wo die auch hinlaufen.

Bommeltütenbarbie wird als erstes erwischt und schreit durch die Nacht. Sissy ruft die Bullen, aber die raffen nix. Kenny will Barbie retten (ja, es sind tatsächlich Barbie und Ken), aber ist natürlich unfähig. Jedenfalls werden dann natürlich alle vier Trottelteens gefunden und nebenbei wird noch ein Bäcker erwürgt. Wahrscheinlich haben den Typen seine Plätzchen nicht geschmeckt. Übrigens hat das ganze unglaublich aufregende Rumgerenne jetzt mal eben ne halbe Stunde gedauert.

Sissy hat sich mittlerweile irgendwo in nem Schrank versteckt und die Typen warten darauf, dass sie raus kommt. Um sich die Zeit zu vertreiben fressen sie Barbies Brüste. Auch Kannibalen brauchen nun mal Kalzium aus Milchtüten.

Sissy hat sich nen BOMBENGÜRTEL!!! umgeschnallt und kommt raus. Und dann geht das Gerenne von vorne los. Immerhin wird sie nach ein paar Minuten erwischt und in ein Auto verfrachtet, um nach Buxtehude gebracht zu werden. Die Cops gucken sich das Ganze halt an, greifen aber nicht ein, da man sich mit den Typen offenbar besser nicht anlegt.

Wie unfassbar böse die Typen sind, wird dann endgültig klar, als sie einer alten Oma ihren kleinen Hund klauen. Sackgesichter. Immerhin beißt er einem von ihnen in die Hand.

Sissy wird an einen Doctor geliefert, der in seiner Metzgerei nackte Weiber in Käfige sperrt. Und nebenbei nen Monsterjunkie mit nem Elektroshocker brät, wenn er gerade Lust dazu hat. Nachdem er Sissy ein bisschen zwischen den Beinen rumgepult hat, wird sie zum Dinnertisch geführt, um … was weiß ich was, zu machen.

Jedenfalls kann sie mal wieder fliehen und tapert durch die Bude. Dabei lernt sie einen alten Opa mit Dirty Harry-Gedenk-Revolver kennen, der seine Tochter sucht und sich mit Vaseline einreibt, um durch ein Rohr zu kriechen. Äh, ja …

Das große, lahme, langweilige, strunzdoofe, stumpfsinnige, völlig in die Länge gezogene Rumgerenne beginnt also mal wieder von vorne. Sissy findet Rachel, die Tochter des Revolvermanns, die aber offensichtlich einer Gehirnwäsche unterzogen wurde, oder sowas. Trotzdem nimmt sie sie mit und man tapert weiter durch die Hütte, von der ich nicht mal ansatzweise weiß, was die eigentlich darstellen soll. Irgendeine Mischung aus Labor, Krankenhaus, Höhlenkomplex, Irrenanstalt und Sado-Maso-Club. Könnte also einfach ein ganz normaler Laden auf der Reeperbahn sein.

Rachel ist übrigens schnell wieder in Gefangenschaft und auch Sissy wird geschnappt, aber damit sie fliehen kann, prügeln sich die Entführer untereinander, was absolut keinen Sinn macht, aber wer will bei diesem Quatsch noch irgendwas hinterfragen.

Irgendwann landet sie natürlich trotzdem wieder am Dinnertisch. Auf der Speisekarte steht Rachel, der man die Schädeldecke aufgesägt hat, um ihr Gehirn als Snack zu verputzen, während sie natürlich weiter lebt. Kurz bevor Sissy dann mit einem Elektroshocker vergewaltigt werden kann, kommt der Revolvermann vorbei und befreit Sissy. Für Rachel ist es natürlich zu spät. Der Junkiemutant erledigt dann Old Dirty Harry.

Und weil das alles noch nicht behämmert genug war, schneidet man zu einem Penner, der gerade vom Dach springen will, mit tausend Schaulustigen und ein paar Cops. Sissy springt zufällig genau da aus dem Fenster, wo die alle rumstehen, die Kannibalen kommen hinterher und ballern einfach alles und jeden über den Haufen. Und natürlich gibt es keine gute Schießerei ohne Raketenwerfer.

Zwei Mexikaner retten Sissy dann und hauen mit ihr ab, während die Kannibalen immer noch auf der Straße rumballern. Und das wars dann. Man wird nie erfahren, was aus ihnen geworden ist. Ist mir aber auch scheißegal. Ich gehe den Monsterjunkie in meinem Keller füttern …

Geografisch undurchsichtige Echsenjagd

„We have a T-Rex.“ – Jurassic Park, 1993

Ja, haben wir. Einen ganz großen.

TYRANNOSAURUS AZTECA – Aztec Rex – USA/Deutschland – 2007 – 86 Min.

Im Jahr 1512 latschen ein paar Konquistadoren an der mexikanischen Grenze lang. Zumindest sagt das der Erzähler. Ich wusste zwar nicht, dass Mexiko eine Insel von ungefähr 4 Quadratmetern ist, aber vor 500 Jahren war das vielleicht noch so.

In der Nacht wird irgendeine Tussi auf nem Altar von Flip Flop tragenden Azteken geopfert und anschließend trötet einer von den Federgeschmückten mit seiner Tröte rum, um den T-Rex anzulocken. Ich dachte ja immer, mit Tröten verjagt man nur Raptoren. Jedenfalls frisst der T-Rex nur das Herz von der Tussi und brüllt ein bisschen rum.

Die Konquistadoren latschen immer noch und der T-Rex frisst eins ihrer Pferde, was natürlich nur Arnold sieht. Als er den anderen von der Rieseneidechse erzählt, glauben die ihm selbstverständlich kein Wort. Er zeigt ihnen ein übriggebliebenes Pferdebein, aber die Erklärung ist schnell gefunden: Das Pferd ist gestürzt und brach sich ein Bein. Dann wurde es von einem Raubtier in kleine Stücke zerlegt und nach und nach weggetragen. Nur das Bein blieb liegen. Und das soll alles in den ungefähr 30 Sekunden passiert sein, die seit dem Treffen mit dem T-Rex verstrichen sind. Also mich haben die Konquistadoren überzeugt. Der T-Rex existiert nur in meiner Einbildung. Vielleicht sieht der deshalb auch so kacke aus.

Die Azteken planen eine Hochzeit. Sehr zum Leidwesen der zukünftigen Braut, die absolut keinen Bock hat irgendeinen befederten Typen zu heiraten, nur weil Papa das gerne so will. Also rennt sie weg. Die Konquistadoren verfolgen sie, um das Dorf der Azteken zu finden. Ich habe nebenbei keine Ahnung, was die Typen eigentlich vorhaben. Schwer bewaffnet, wie sie sind, tippe ich mal darauf, dass sie einfach jemanden suchen, mit dem sie nen ordentlichen Krieg führen können. Die Menschen waren eben schon vor 500 Jahren nur auf Gemetzel aus. Nichts hat sich geändert.

Einer der Azteken wird vom T-Rex gefressen und die Frau von einem der Konquistadoren gerettet, der seinen Säbel schwingt, was quasi nicht mehr ist, als ein Zahnstocher für Urzeitechsen.

Die anderen Spanier erreichen das Aztekendorf, bestehend aus drei Strohhütten mit insgesamt fünf Einwohnern. Die Spanier werden mit Pfeilen betäubt und Captain Cortez wird auf einer Pyramide gefesselt, um dem Dino geopfert zu werden, oder so. Die Azteken haben zufällig nen spanischen Priester am Start, der da scheinbar seit Jahren rumhängt. Sein Versuch, die Spanier aus der Scheiße zu labern, scheitert daran, dass der zukünftige Ehemann der Nichtwilligen Ehefrau erzählt, dass einer der Spanner mit der Tussi abgehauen ist. Papa ist nicht erfreut und will alle opfern. Im letzten Moment kommt aber seine Tochter mit ihrem Retter vorbei, um zu erklären, was passiert ist und plötzlich sind alle Freunde.

Nach einer völlig sinnlosen Szene, die nur für alle lesbischen Fußfetischisten gedacht sein kann, in der eine Aztekin einer anderen die Füße eincremt, wird eine von ihnen gefressen.

Aus irgendeinem Grund beschließt man dann, die Donnerechse zu erlegen. Papa Aztec behält so lange den Captain als Geisel da. Auf halbem Wege stellen sich die Spanier aber gegeneinander, weil die eine Hälfte lieber nach Hause will, statt gefressen zu werden. Also folgt ein nervenaufreibendes Säbelduell, bei dem beide kämpfen, wie eine Kuh und Offizier Muh natürlich gewinnt. Also stehen jetzt plötzlich alle wieder auf der gleichen Seite.

Die Aztekentussi kommt mit der Echsentröte vorbei und ruft damit den Dino. Alle werden gefressen oder laufen weg, nur Frauenheld Rios, wie er scheinabr heißt, zückt mal wieder den Säbel und stößt das Vieh in einige Äste, die da zufällig gerade hochkannt rumstehen. Dino ist aufgespießt und im Arsch.

Aber das wars natürlich noch nicht, denn Dino hatte ne Frau, die jetzt echt angepisst ist. Also muss man die halt auch noch erledigen. Immerhin hat man den Captain schon mal wieder frei gelassen. Der will aber eigentlich gar nicht noch nen Dino jagen, aber Rios, der nebenbei natürlich auch noch mit der Ische dauerturtelt, und damit nicht unbedingt zum Freund des zukünftigen Ehemanns wird, ist nun mal absolut heldenhaft, und will die Azteken nicht alleine der Dinofrau überlassen.

In der Nacht killen ein paar Spanier mit dem Captain einen Azteken und klauen den ganzen Goldkelchkram vom Opferaltar.

Rios und Arnold wollen sie verfolgen, aber Arnold wird gefressen und Rios muss Rexline ein Auge ausschießen. Leicht verletzt gehts zurück ins Aztekendorf, wo noch genau zwei Leute (Papi und Ehemann) und der Priester über sind. Irgendwas plant man dann, um den Dino zu killen und gleichzeitig das Gold zurück zu holen. Kann wieder nur ganz großes Kino werden.

Erst mal wird natürlich getrötet. Die Echse ext nen Spanier und Rios findet nur noch ein Armband.

Captain und Co. wollen abhauen, aber werden am Strand von Rexline erledigt. Nur der Captain kann fliehen, indem er seinen letzten Verbündeten verletzt und ihm dem Dino zum Fraß vorwirft.

Rios und der Wannabe-Aztekinnen-Stecher latschen durch den Dschungel und der Azteke vergiftet Rios. Dann wird mal wieder getrötet. Die Tussi und der Priester latschen auf der Suche nach Rios ebenfalls durch die Gegend. Rios schiebt derweil Hallus vom Feinsten und torkelt Säbel schwingend über eine Wiese. Die Tussi und der Priester finden ihn und um ihn zu entgiften, wird erst mal rumgevögelt. Natürlich ohne den Priester.

Der Ehemann läuft zum Vater, der die Schnauze voll hat und gegen ihn kämpft. Warum, weiß nur er selber.

Rios und die Ische sind gekommen und gehen zurück zum Dorf, wo gerade Vati abnippelt.

Und jetzt hat man plötzlich den Jurassic Park Gedächtnis Plan und will den Dino mit einer Ziege anlocken. Wir wissen, wie gut das funktioniert. Allerdings kommt eh der letzte Azteke vorbei, um Rios umzukeulen und die Ziege rennt weg.

Großer Endkeulenkampf auf der Pyramide, bei dem der Azteke nach drei Sekunden völlig unspektakulär abgestochen wird. Wo er eh gerade da liegt, kann man ihm natürlich auch das Herz rausschneiden, um das Dinoritual vom Anfang des Films zu wiederholen und dann den Dino in die Luft zu jagen.

Ach, guck mal an: Der Captain ist auch noch da und gammelt am Strand rum. Rios schickt ihn mit dem Priester nach Hause und er bleibt mit der Aztekentussi auf der mexikanischen Insel zurück und … warum zur Hölle hat Rios sich die Deutschlandflagge auf den Arm gepinselt, als er mit seiner Uschi auf der Pyramide steht? Ich weiß es nicht. Ich gehe jetzt meinen T-Rex füttern …