Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Wir haben uns wieder mal ein paar Gedanken zu Objekten im Film gemacht. Dieses Mal: Der Spiegel.

Der Spiegel – eine Einleitung von Franziska von Adoring Audience Es ist diese eine Szene, die jahrelang für Kopfzerbrechen sorgte. Die Spiegelszene aus CONTACT (1997) ist wohl eine der handwerklich großartigsten Spiegelszenen in der gesamten Filmhistorie. Spiegel finden sich immer wieder in Filmen. Spiegel werden zerbrochen, bilden ein Portal in eine andere Welt oder zeigen…

über Filmische Objekte: Der Spiegel — Adoring Audience

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Unterwasserforschung am lebenden Objekt

Guillermo del Toro ist ja wohl eindeutig ein großer Fan von Fischmutantenfilmen. Also so wie ich. Wir hatten hier ja schon einige Mutationen, was Mensch gekreuzt mit Meeresbewohner angeht. Wer erinnert sich nicht mit großer Freude an den Jellyfishman und den grandiosen Jellyfish-Song? Nun kommt also del Toros „The Shape Of Water“ in die Kinos. Also in manche. Hier im Umkreis natürlich nicht, denn sonst könnte ich mir den ja angucken. Aber gut, da ich mit den Kinos ohnehin abgeschlossen habe, die sich einfach mal derbe ficken und von mir aus alle den Bach runter gehen können, muss ich eben andere Fischmutantenfilme gucken. Mal schauen, was dieser hier so kann:

KAITEI DAISENSO – THE TERROR BENEATH THE SEA – Japan – 1966 – 79 Min.

Die NAVY führt ihr neues Torpedo-U-Boot „Bloodhound“ vor und ich muss schon sagen, der Presseraum ist schon eine grandiose Abstellkammer. Passen ganze 10 Leute rein. Jedenfalls erklärt der Kommandant, dargestellt von Franz Gruber, dem Bruder von Hans, dass das U-Boot unbemannt ist und ferngesteuert wird. Und so nebenbei besteht eine zwanzigprozentige Chance, dass sie die KI des Boots gegen die Menschen stellt, aber darum sollte man sich keine Sorgen machen. Was mich mal interessieren würde: Wer taucht eigentlich neben dem U-Boot her, um das alles zu filmen, damit sich die Presse das alles auf einem Monitor angucken kann? Und wie viele Kameras haben die vorher unter Wasser installiert, damit man auch noch mehrere Kameraeinstellungen bieten kann?

Die Torpedos treffen dann das eigene U-Boot und zwischendurch schwimmt noch ein undefinierbares Schwimmobjekt durchs Bild und niemand weiß, was das wohl war. Spannend.

Sonny Chiba, dem ein oder anderem hier vielleicht bekannt als Hattori Hanzo aus „Kill Bill“, spielt Ken und er war bei der grandiosen Vorführung anwesend. Zusammen mit Jenny, gespielt von Peggy Neal in ihrem ersten Film von insgesamt drei, geht er tauchen und Jenny verliert ihre Kamera. Macht aber nichts, denn kurz darauf findet sie sie wieder. Und mit „kurz darauf“ meine ich, nach gefühlt 10 Minuten völlig uninteressanter Tauchszenen, in denen absolut gar nichts passiert, außer, dass die Musik nervt ohne Ende. Und dann kommen die Fischmutanten und erschrecken Jenny zu Tode.

Leider ist der einzige Beweis für die Existenz der Fischmutanten auf ihrer Kamera, die sie dooferweise erneut verloren hat und so glaubt ihr keine Sau auch nur ein Wort. Eindeutiger Fall von Sauerstoffmangel lautet die Diagnose. Könnte man natürlich auch über den ganzen Film sagen, aber ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Der Plan ist klar: Ken und Jenny gehen wieder tauchen und suchen die Kamera. Aber natürlich finden sie nur die Fischmutanten und werden entführt.

Die NAVY sucht die Vermissten und findet die Kamera. Was für ein Zufall. Offensichtlich findet hier niemand, wonach er sucht, aber jeder findet irgendwas. Nachdem die NAVY das Bild des Fischmutanten gesehen hat, ist die Lage klar: Seek & Destroy. Dann gibt es doch einen Umschwung und man macht einfach gar nichts. Der Kommandant kann es nicht fassen und will trotzdem tauchen gehen, darf aber nicht.

In einem Labor wird Kens Hirn gescannt und ich frage mich gerade, wer die Leute da sind. Das sind ja normale Menschen. Wo sind die geilen Fischmutanten hin? Der Anführer mit der Sonnenbrille heißt Dr. Rupus Moore und er lebt hier in einer Unterwasserstation, in der er das Leben der Zukunft plant und dazu gehören offenbar auch Fischmutanten. Ken soll ihm bei Forschungen helfen, hat aber mal so gar keinen Bock. Um ihn doch zu überzeugen, darf er bei der Fischmutation eines Menschen zugucken und da zieht man wirklich alle Register der Stop-Motion, die man für 5 Mark so auftreiben konnte.

Eine Viertelstunde später, ist die Mutation dann auch mal fertig und Dr. Moore zeigt, was die Fischmutanten, oder wie er sie nennt „Cyborgs“, so können, indem er ihnen über Computer Befehle wie „arbeiten“ und „kämpfen“ gibt. Und was für ein Kampf es ist. Wie zwei Fische, die an Land zappeln.

Die NAVY findet einen ganzen Haufen von radioaktiven Fässern unter Wasser und … keine Ahnung. Man fährt wieder zurück.

Ken und Jenny starten einen grandios ausgeklügelten Fluchtversuch. Also, man läuft einfach los. Es sollte klar sein, wie erfolgsversprechend das ist. Nebenbei haben die Fischmutanten auch noch einen Professor von der NAVY entführt und jetzt haben die natürlich so richtig Bock, denen in den Arsch zu treten.

Jenny wird zur Mutantin gemacht und das kann eigentlich nur bedeuten, dass ich mir die grandiosen 5-Mark-Effekte noch mal angucken darf. Mann, Jenny verkraftet es gar nicht gut, dass ihr gerade die Haut weggammelt. Ken hingegen ist irgendwie die Ruhe in Person. Als hätte er noch nie was anderes als weggammelnde Haut bei seiner Freundin gesehen. Aber gut, wer weiß schon, wie weit die Beauty-Industrie damals war. Vielleicht gehörte weggammelnde Haut auch einfach zum Alltag.

Tara, tara, die NAVY ist da. Und natürlich ballern sie Torpedos auf die Station, ohne vorher irgendjemanden daraus zu retten. Dr. Moore hat allerdings die besten Abwehrmechanismen am Start und wehrt den Angriff locker ab. Aber es entbrennt ein Unterwasserkampf unglaublichen Ausmaßes und dabei nehmen sowohl U-Boot als auch Unterwasserstation erheblichen Schaden. Dummerweise geht auch der Computer kaputt, mit dem die Fischmutantencyborgs gesteuert werden und die laufen jetzt Amok. Dadurch fliegt dann ein Großteil der Station in die Luft.

Die NAVY sieht das und der Kommandant hat natürlich den Plan der Pläne: „I’m going in!“ Immerhin haben sie die Gewaltgeilheit des Militärs ganz gut eingefangen hier.

Nach einigen weiteren fantastischen Kampfszenen zwischen Mensch und Fischmutant wollen Ken, Jenny und der Professor aus der Basis fliehen, was zu weiteren fantastischen Kampfszenen zwischen Mensch und Fischmutant führt. Und dann zu Kampfszenen zwischen Mensch und Mensch, als man noch schnell Dr. Moore erledigt. Durch dessen Fluchtfahrstuhl verlässt man dann die Station, aber Jenny fällt in die Hände von irgendeinem anderen Typen und den muss man dann auch noch schnell umkloppen. Sekunden bevor die Station in die Luft fliegt, kann man sich mit einer Rettungskapsel in Sicherheit bringen und wird von der NAVY aus dem Wasser gefischt.

Spaßiger Spaß mit Fischmutanten. Herrliche Kämpfe, grandiose Effekte, beknackte Story. Was will man mehr? Ich gehe meine Fische füttern …

Geheiminfiltration in unbequemer Nachbarschaft

Na, mal wieder so richtig Bock auf einen wilden Mix aus tausend Filmen, die geil sind, verwurstet zu absolut grandiosem Quatsch? Dann seid ihr heute genau richtig hier auf dem Filmschrottplatz. Denn heute gibt es eine wunderbare Mischung aus Granaten wie „Escape From New York“, „Running Man“ und „Mad Max“. Also alles, was ein guter Film braucht.

NEW CRIME CITY – USA – Peru – 1994 – 86 Min.

Es ist das Jahr 2020 und ein Erdbeben hat die Stadt Los Angeles in Schutt und Asche gelegt. Durch Nahrungs- und Wasserknappheit haben Aufstände die Stadt ins absolute Chaos gestürzt. Donald Trump ist Präsident, was will man also auch anderes erwarten. Okay, in dieser Zukunftsvision ist er es vermutlich nicht, denn so geisteskrank waren nicht mal die Neunziger. Aber mal schauen, wie LA in 2 Jahren so aussieht. Jedenfalls wurde ein Teil der Stadt abgeschottet und mit elektrischen Barrieren umzäunt, um die Bewohner in diesem Bereich zu halten. Offiziell heißt dieser Bereich „Southeast L.A. Internment Zone“, aber besser bekannt ist der Name: New Crime City. Wissen wir ja jetzt alle bescheid, also kanns losgehen. Ich finde ja nebenbei diese „Tell don’t show“ Attitüde bestehend aus schlichten Texttafeln immer ganz angenehm. Anstatt 20 Minuten mit sinnlosem Rumgedödel zu verschwenden, kann man so direkt in die Geschichte einsteigen. Macht heute irgendwie auch keiner mehr. Ein weiterer Grund, warum neue Filme meist scheiße sind.

Ein paar Bilder von der Verwüstung, die das Erdbeben hinterlassen hat und den anschließenden Aufständen, kriegt man aber doch zu sehen und da es sich dabei offensichtlich um Originalaufnahmen von irgendwas handelt, bringt der anschließende Cut zum eigentlichen Film direkt mal einen erheblichen Verlust der Bildauflösung mit sich. Stellt euch vor, ihr guckt eine BluRay an und mittendrin kommt eine Szene, die direkt von der VHS übernommen wurde. So ungefähr sieht das aus. Mit anderen Worten: Wie die beschissene BluRay-Version von „Jurassic Park“.

Anthony Ricks, dargestellt von Rick Rossovich, den der ein oder andere hier sicher als den Stecher von Sarah Connors Mitbewohnerin in „Terminator“ kennt, ist ein ehemaliger Cop, soll in der Gaskammer hingerichtet werden. Aber Wynorski, gespielt mit Akzent von Stacy Keach, kommt noch kurz vorbei, um sich zu verabschieden und hat nach der – für die Medien erfolgreich dargestellten – Hinrichtung ein Angebot für ihn. Er soll sich nach New Crime City begeben, um ein Virus sicherzustellen, dass von einem Typen namens Ironhead entwickelt wurde, bevor der damit Schaden anrichten kann. Natürlich hat er nur bestimmte Zeit, sonst fliegt er durch eine Bombe an seinem Knöchel in die Luft und New Crime City wird weggebombt, damit das Virus nicht freigesetzt werden kann. Man kennt das ja.

Zusammen mit anderen „Abgeschobenen“ geht es durch einen Tunnel nach New Crime City, wo direkt die Irren angreifen und quasi jeder stirbt außer Ricks. Dann kommt Ironhead in seinem karierten Sakko vorbei und alle Irren hauen ab. Hat scheinbar einen schlechten Ruf der Vogel. Er sucht ein paar Leute aus, die er mitnimmt, der Rest wird erschossen. Ricks hat sich derweil versteckt gehalten und latscht jetzt alleine durch die verwüstete Stadt. Er trifft Darla, grottenschlecht gespielt von Sherrie Rose, die aus irgendeinem Grund trotz ihres nicht vorhandenen Talents immer noch im Geschäft ist. Die beiden schließen sich zusammen, weil Ricks ihr verspricht, sie aus der Zone rauszuholen.

Wynorski telefoniert mit irgendjemandem und es ist klar, dass er etwas Zwielichtiges im Schilde führt. Spannung und so.

Ricks und Darla wollen Waffen von Carlos besorgen, weil in solchen Filmen der Waffenhandel immer von einem Typen namens Carlos geleitet wird. Das geht recht einfach und anschließend klaut man einer Gang von Vollidioten das Auto, was fast genau so einfach ist, da Ricks sich als absoluter Scharfschütze herausstellt. Aber dann kommt Juice, Exstecher von Darla, angefahren und es gibt Probleme. Denn wie das so üblich ist, nimmt Juice die beiden mit auf ein schlechtes Rockkonzert von untalentierten Saftnasen, damit ihnen die Ohren abfallen. Damit sie sich diese nicht zuhalten können, werden sie an Zäune gekettet und Darla muss auch noch einen Sado-Maso-Fummel anziehen. Juice ist ein echter Held der Massen und brutzelt mit seinen Elektrostäben ein paar Leute weg, bevor dann Ricks und ein anderer Typ bis zum Tode gegeneinander kämpfen müssen. Ihr wisst schon, wie in der Donnerkuppel. Ricks macht kurzen Prozess und in der Donnerkuppel war das alles irgendwie spektakulärer. Etwas aufregender ist dann schon der anschließende Kampf gegen Juice und seine Elektrostäbe, aber so richtig Donnerkuppel war das jetzt auch nicht. Der Sieger sollte klar sein.

Ricks und Darla hauen dann ab und klauen noch ein Auto. Es folgt eine Wahnsinnsverfolgungsjagd mit Juices Strandbuggys, bei der man komplett auf größere Karambolagen verzichtet, denn Autos verschrotten kann schließlich jeder. Zwischendurch wird noch schnell getankt und eine Nonne aufgegabelt, mit der man dann zu einem Kloster oder so fährt. Da sind alle irre, deshalb hauen sie wieder ab. Okay, das war erstmal komplett sinnlos.

Wynorski telefoniert mit der Präsidentin und verliert gegen den Computer im Schach.

War wohl doch nix mit dem Abhauen und Ricks liegt gefesselt im Klosterkeller. Er soll wohl geschlachtet werden und der Plan für Darla lautet wohl Versklavung. Aber Maria befreit Ricks und erklärt, dass sie auch gefangen genommen und gezwungen wurde, ihren eigenen Mann zu essen. Ricks befreit Darla und ich kann nur sagen, dass Kannibalenmönche auch nicht mehr das sind, was sie mal waren.

Ricks erzählt Darla, dass er eine Tochter hatte, aber sie und seine Frau sind tot. Darla ist die Definition des Mitgefühls und sagt, dass sie das schade findet, denn sie hätte gerne jemanden, der es wert wäre, verloren zu werden. Ich lasse das mal so stehen.

Ironheads Gebiet ist nicht bewacht, da sich niemand mit ihm anlegt. Den Typen mit seinem Campingwagen an der Straße und dem Gewehr in der Hand hat man offensichtlich nicht in die Rechnung mit einbezogen und Ricks wird angeschossen. Nach der Verarztung wird natürlich rumgevögelt, während der gleiche Soundtrack läuft, den man hier auch für die Actionszenen nutzt. Ich weiß nicht, was mir das sagen soll. Immerhin ist Ricks schnell fertig.

Um in Ironheads Hauptquartier zu kommen, gibt man vor, dass Ricks Darla als Versuchskaninchen ins Labor bringen will. Also genau der gleiche Plan wie in „Hell Comes To Frogtown“. Wenn man schon klaut, dann wenigstens bei den richtig geilen Streifen. Natürlich dauert es genau drei Sekunden, bis man wieder mal gefesselt in der Ecke sitzt. Der Wizard, gespielt von Denis Forest, nicht bekannt aus „Cliffhanger“ und „Eraser“, ist Ironheads Chemiker und ein alter Bekannter von Ricks. Er will weg von Ironhead und sich mit Ricks zusammenschließen. Er verrät ihnen, was er weiß und das Ironhead das Virus mit einer Rakete von einem hohen Gebäude abschießen will.

Also muss man zu einem hohen Gebäude, was irgendwie nicht nach einem durchdachten Plan klingt. Um mehr zu erfahren, stellt Ricks im Labor dann Ironhead, während Darla den Wizard wegbringen soll. Der Plan war ebenso wenig durchdacht, denn Darla wird natürlich zum tausendsten Mal in diesem Film gefangen genommen und Wizard hat natürlich nur Scheiß erzählt und steht doch auf der Seite von Ironhead.

Darla soll natürlich Ironheads Sexsklavin werden und Ricks muss im großen Strandbuggylanzenrennen antreten. Da Ironhead mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, gibt es dann wieder Autoverfolgungsballerasction ohne jegliche Blechschäden. Oh, doch da, ein Überschlag. Und noch einer. Mörderaction hier.

Mit nur noch 5 Minuten auf der Uhr, bevor die Bombe hochgeht, verfolgt Ricks Ironhead auf ein Dach, der sich dabei verhält, wie ein Endboss aus einem Computerspiel und immer wieder dämlich lacht, während er auf seinen Verfolger wartet. Aus irgendeinem Grund kotzt er dann orangenes Zeug aus und stirbt. Ricks entschärft die Bombe und hat das Virus. Er ruft Wynorski an und der will trotzdem die Bombe zünden. Das geht aber nicht, also verspricht er Ricks alles was er will, wenn er ihm das Virus gibt.

Wynorski fliegt mit seinem Hubschrauber los und trifft sich mit Ricks auf dem Dach. Wynorski will Ricks natürlic verarschen, aber der schießt die Rakete ab. Dann trinken beide was vom Gegenmittel, oder so. Ich raffs nicht ganz. Ah, Wynorski kaspert ab und kotzt vermutlich gleich orangenes Zeug aus. Aber was hat Ricks dann gesoffen? Ich checks nicht. Aber wen interessiert es schon. Sinn sucht man hier ja eh vergeblich.

Durchaus unterhaltsamer Spaß, der überall kopiert und sich meist genau bei den schlechten Sachen bedient. Ich gehe mir einen Chemiker suchen …

Monatsrückblick – Januar 2018

Für den Dezember gab es keinen Rückblick, einfach weil ich in dem Monat gerade mal 5 Filme gesehen hatte und diese auch alle entweder bereits auf dem Filmschrottplatz aufgetaucht sind oder es noch werden. Also geht es weiter mit dem Januar, wo wieder mehr los war was Filme angeht.

Zum Jahresstart kam mir der Gedanke, dass es ja eigentlich der perfekte Zeitpunkt ist, um mal wieder ein bisschen durch die Zeit zu reisen. Schließlich spielt Zeit zu keinem Zeitpunkt im Jahr so eine große Rolle wie beim Jahreswechsel. Behaupte ich jetzt zumindest einfach mal so. Und deshalb gab es nach langer Zeit mal wieder:

BACK TO THE FUTURE – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT

Eigentlich muss man zu diesem fantastischen Streifen ja gar nichts mehr sagen. Bis ins kleinste Detail ist hier einfach alles hervorragend durchdacht, man wird immer wieder angeteast auf Dinge, die später noch wichtig werden und die ganze Story ist einfach unglaublich rund für eine Zeitreisegeschichte. Klar, wenn man nach Logiklücken sucht, findet man sie auch, aber hier muss man sich bei der Suche schon sehr anstrengen. Und wenn man dann was findet, sind es auch eher Kleinigkeiten, wie die Tatsache, dass George und Lorraine scheinbar nicht im Geringsten verwundert darüber sind, dass ihr Sohn genau so aussieht, wie „Calvin Klein“ aus der Vergangenheit. Und warum können eigentlich die ganzen Schüler in 1955 so grandios zu Johnny B. Good tanzen, wenn sie sowas vorher noch nie gehört haben?
Zudem ist der Cast über jeden Zweifel erhaben und überzeugt einfach zu jeder Sekunde. Ob in der alten oder der jungen Version, in der alle außer Marty McFly auftreten.
Dazu dann guter Humor und ein bisschen Action und man hat einen meisterhaften Blockbuster.

BACK TO THE FUTURE PART II – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT 2

Wenn man den Fehler macht und sich bei einem Zeitreisefilm von den Logiklöchern den Spaß verderben lässt, dann dürfte man hier gewaltige Probleme kriegen. Während sich im ersten Teil die Fehler eher auf Kleinigkeiten bezogen, die für die Story nicht relevant sind, bietet dieser Streifen ein gewaltiges Plothole, das größer ist, als jedes Paradoxon, das so eine Zeitreise mit sich bringen kann. Aber gut, wenn man eben mehrmals in der Zeit hin und her springt, lässt sich das einfach kaum vermeiden. Und wenn man darauf scheißt, so wie ich, dann hat man trotzdem einen Riesenspaß mit dem, was der Film sonst so zu bieten hat.
Die Darsteller sind wieder über jeden Zweifel erhaben und dieses Mal darf Michael J. Fox als Ausgleich dafür, dass er in Teil 1 der einzige war, der nicht in verschiedenen „Rollen“ zu sehen war, gleich mehrere McFly-Versionen verkörpern. Und Thomas F. Wilson darf hier mal so richtig Gas geben in all seinen Verkörperungen, was einfach nur eine pure Freude ist. Schade ist natürlich, dass man damals Crispin Glover nicht wieder verpflichten konnte, um noch ein paar weitere Georges zu zeigen, aber der Mann hat nun mal seinen eigenen Kopf.
Die Zukunft wirkt aus heutiger Sicht natürlich etwas schwachsinnig, aber das macht ja gerade den Spaß bei solchen Visionen aus.
Ansonsten kriegt man aber wieder den geballten BTTF-Spaß, für den man Teil 1 auch schon so liebt. Insgesamt ist diese Fortsetzung also nur geringfügig schwächer als der Vorgänger und einfach hervorragende Unterhaltung. Geschichte wiederholt sich eben, wie dieser Film auch in vielen Szenen zeigt.

BACK TO THE FUTURE PART III – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT 3

Für mich der schwächste Teil der Reihe. Das liegt zum einen daran, dass die Lovestory vom Doc und Clara doch sehr dröge ist und ich mit dem Westernsetting nicht so viel anfangen kann. Aber trotzdem ist das hier immer noch ein toller Film. Nachdem man im zweiten Teil wirklich alle Register gezogen hat und quer durch die Geschichte und zurück reist, holt man hier alles wieder etwas auf den Boden zurück und konzentriert sich auf ein Setting. Zudem steht Doc Brown hier im Mittelpunkt des Konflikts, was noch mal zusätzlich Abwechslung rein bringt.
Insgesamt also ein runder Abschluss der Trilogie, der in meinen Augen ein paar Pacing-Probleme mit sich bringt und zeitweise etwas zäh daher kommt. Dafür ist es aber sogar irgendwie der lustigste Vertreter der Reihe. Aber eine Frage bleibt am Ende offen und die stelle ich mir seit ich den Film zum ersten Mal gesehen habe: Wie zum Kuckuck hat Doc im Jahr 1885 aus der Lokomotive eine Zeitmaschine gebaut?

Dann hab ich mich mal etwas mit spanischen Produktionen auf Netflix beschäftigt.

CONTRATIEMPO – DER UNSICHTBARE GAST

Wenn man mal darüber hinwegsieht, dass die Täter in diesem Thriller, bei dem Versuch, sich unverdächtig zu verhalten, sich selbst einfach so unglaublich verdächtig machen, dass es schon fast weh tut, aber erstmal keiner um sie herum rafft, dass sie die Täter sind, was schon haarsträubend schwachsinnig ist, kriegt man hier einen durchaus unterhaltsamen Film, mit vielen Wendungen und guter Spannungskurve. Sinn und Unsinn darf man bei sowas halt einfach mal nicht hinterfragen, sonst zerstört sich das Konstrukt direkt von selbst. Wenn man darüber hinwegsehen kann, kriegt man aber einiges geboten und wird bis zur letzten Sekunde gut ins Grübeln gebracht, was denn jetzt eigentlich genau passiert ist. Das Ende selbst ist dann zwar nicht so der Knaller und sowas in die Richtung hatte ich mir schon gedacht, aber darüber kann man nach der arg konstruierten Geschichte auch hinweg sehen.

EL BAR – FRÜHSTÜCK MIT LEICHE

Irgendwelche Honks sitzen in einer Bar fest, während draußen ein Virus umgeht, oder so. Die Leute in der Bar sehen zum Teil auch schon ganz krank aus. Das hat aber scheinbar nichts mit der Geschichte zu tun, sondern einfach damit, dass sie so aussehen. Und auch sonst sieht man hier nicht viel, was irgendwie interessant wäre. Und hört auch nichts, was irgendwie interessant wäre. Die Charaktere sind ziemlich uninteressant, was natürlich schwer wiegt, wenn es gerade um diese und ihr Verhalten untereinander geht. Die Dialoge sind auch einfach nur extrem konstruiert, um mal schnell einen Konflikt hinzubasteln, der dann auch im Nichts mündet. Die Versuche, hin und wieder Humor einzustreuen scheitern auch ziemlich kläglich. So dümpelt das dann also fast zwei Stunden dahin und wird mit jeder Szene langweiliger, bis dann das Ende kommt, das auch einfach komplett Nichtssagend ist. Einfach nur belanglos das Ganze.

Dann habe ich endlich mal einen Film nachgeholt, der schon sehr lange auf meiner Liste stand:

THE MAJESTIC

Carrey ist natürlich wie immer großartig, wird aber hier von Landau noch in den Schatten gestellt, der einfach absolut fantastisch ist. Bruce Campbell rockt selbst in einem 5 Sekunden Cameo als Sandpirat. Dazu gibt es einen der dämlichsten Autounfälle, die ich jemals bestaunen durfte und eine Verwechslungsgeschichte, die jetzt nicht gerade Innovation an allen Ecken bietet, aber solide funktioniert. Dazu wirkt der Film herrlich altmodisch in seinem Stil und ist im Verbund mit der Story um das titelgebende „Majestic“ eine Liebeserklärung an das Kino bzw. den Film an sich. Das Ende zieht sich dann zwar wie Kaugummi und verkommt im absoluten Pathos, aber bis dahin macht der Film eigentlich nichts verkehrt. Der Streifen ist sicher kein Meisterwerk, aber dass er scheinbar komplett untergegangen und mittlerweile fast aus dem Gedächtnis der Menschheit verschwunden ist, hat er absolut nicht verdient. Frank Darabont kann offensichtlich mehr, als nur Stephen King zu verfilmen.

Und Musik (naja, im  engeren Sinne) gab es auch noch:

THE POLKA KING

Wie schafft man es, einen Film mit Jack Black als Polkafritze, der seine Fans bescheißt, zu verkacken? Fragt die Netflix Filmabteilung, die kriegt alles kaputt. Mal ernsthaft, es ist ja schön und gut, dass Netflix bei seinen Produktionen niemandem reinlabert, aber hin und wieder (und vor allem bei ihren Filmen) wäre es doch mal sinnvoll, vorher mal ins Drehbuch zu gucken und vielleicht mal die ein oder andere Anmerkung zu machen.
Ein weiterer, mit viel Wohlwollen, durchschnittlicher Streifen des Streamingdienstes. Jack Black gibt zwar alles, aber das reicht halt auch nicht, um den Film zu retten. Einziges Highlight ist Jason Schwartzman an der Flöte. Der geht richtig ab. Sonst aber leider nichts so wirklich in dem Streifen.

Insgesamt: 17

Rewatches: 3

Schrott: 5

Bei den Serien gab es die zweite und leider wohl auch letzte Staffel „Dirk Gentlys Holistic Detective Agency“, die wieder ein großer Spaß war, auch wenn mir die Story weniger gefallen hat, als in der ersten Staffel.

Und dann noch die achte Staffel „Shameless“, die ebenfalls wieder gut war, auch wenn mir teils die Figuren etwas zu sehr in den immer gleichen Handlungen fest hängen. Dafür hat man für andere dann doch immer noch neue Ideen, die auch immer irgendwie organisch und nicht aufgezwungen wirken. Man sollte aber vielleicht langsam mal zumindest ein Ende anstreben, auf das man hinarbeiten kann. Es grenzt ohnehin an ein Wunder, dass man auch nach acht Jahren immer noch so eine tolle Serie fabriziert.

Aufgehobene Beschränkung von Themengebieten durch räumliche Dacherweiterungen

So, nach kleiner Winterpause geht es weiter mit dem Schrott hier. Und wir beginnen das schrottige Jahr mit dem Magnus Opus des Schrottfilms. Und ich muss schon sagen, ich erwarte eine ziemlich großer Herausforderung, diesem Streifen hier gerecht zu werden. Normalerweise schreiben sich die Berichte hier ja fast von selbst. Aber hier muss man wohl wirklich ins Detail gehen, denn der heutige Film trieft nur so vor Schrott. Passend zum Kinostart von „The Disaster Artist“ handelt es sich natürlich um den Knaller schlechthin:

THE ROOM – USA – 2003 – 99 Min.

Irgendwie ist ja der Anfang schon bemerkenswert. Wir sehen eine Brücke irgendwo in Amerika und ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um ein Foto handelt. Und dann wird groß der Titel THE ROOM eingeblendet. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, einen Raum zu zeigen? Der Film heißt schließlich nicht THE BRIDGE und es würde mich doch stark wundern, wenn diese Brücke irgendeine Rolle in diesem Streifen spielt. Genau so wenig übrigens wie der Bootsteg, die Insel und das Meer, die man anschließend zu sehen kriegt. Immerhin ist es aber kein Stillleben.

Ah, die Stadt. Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Eine Straßenbahn. Ist das San Franciso? Und ist das überhaupt wichtig? Sicher nicht, also kommen wir lieber zum eigentlichen Film:

Tommy Wiseau kommt nach Hause zu seinem blonden „Babe“ und hat ihr ein Geschenk mitgebracht. Die darstellerischen Abgründe, die hier zum Tragen kommen, entfalten sich bereits, aber es wird wie wir alle wissen noch viel schlimmer werden. Das Geschenk ist ein rotes Kleid. Johnny, so Wiseaus Name hier, ist natürlich der gefeierte Held bei seinem „Babe“ Lisa, die das Kleid auch direkt anprobiert. Johnny findet, dass sie super aussieht, könnte aber nicht gelangweilter wirken.

Denny kommt rein und findet Lisa auch hot und wird dann von den Beiden stehen gelassen, weil sie zusammen nach oben gehen. Denny isst einen Apfel und geht hinterher, um die lahmste Kissenschlacht aller Zeiten zu unterbrechen, was alle ganz besonders lustig finden. Also sind die jetzt in einer Dreierbeziehung, oder ist Denny einfach nur ein perverser Beischlafunterbrecher, der Äpfel isst und dann mit Kissen auf Blondinen einprügelt? Ah, er würde gerne zugucken. Johnny meint aber, „2 are great, but 3 is a crowd“. Hat der denn nicht zugehört? Denny will nur zugucken. Also ist er das Publikum. Hoffentlich hat er noch nen Apfel in der Tasche. Denny versteht aber, dass die beiden alleine sein wollen und muss sowieso noch Hausaufgaben machen. Äh, wie alt ist der denn? Also ist er nicht nur pervers, er ist auch noch minderjährig. Irgendetwas eigenartiges geht hier vor sich. Oder es hat einfach keine Sau darüber nachgedacht, als man den Quatsch hier gedreht hat.

Die folgende Montage aus Kissenschlacht, Tanzen, Bettgekicher und Rumgeknutsche unterlegt von Schnulzenmusik ist das pure Grauen und viel zu lang. Und sie führt natürlich zu absolut gar nichts. Und wo kommt dieses Wasser her? Soll das andeuten, dass es draußen regnet, oder haben die einen Wasserfall im Schlafzimmer? Die Darstellerin hat für diesen Quark sogar ihre Tüten gezeigt, was sie sicher bis heute bereut. Anschließend wird gepennt und Tommy hatte nach dem Dreh sicher tierische Nackenschmerzen. Kein Mensch liegt so verdreht in seinem Bett.

Der Wecker klingelt und Johnny steht auf, um an einer Rose zu riechen. Diese Figuren sind definitiv komplett aus dem wahren Leben gegriffen. Jeder riecht ja morgens erstmal an einer Rose, bevor er zur Arbeit geht.

Lisas Mutter kommt zu Besuch und erklärt ganz genau, was in dieser Szene passiert. „Lass uns zur Couch gehen.“ Sie gehen zur Couch. „Lass uns hinsetzen.“ Sie setzen sich hin. Mama fragt, was es Neues gibt und Lisa platzt direkt damit heraus, dass sie Johnny arschlangweilig findet. Mutter ist entsetzt, denn Johnny ist wundervoll und wird bald befördert. Den kann man doch nicht einfach so in den Wind schießen. Lisa ist überzeugt und damit ist das erstmal durch und Mama muss wieder abhauen, weil sie ja schon ganze 2 Minuten da war. Johnny sollte ihr von seinem vielen Geld mal einen Terminkalender kaufen, damit sie nicht immer so in Eile ist.

Lisa ruft ihren Stecher „Baby“ an, der von Greg Sestero gespielt wird und Mark heißt. Immerhin haben hier alle einen Namen, sonst würden die ganzen „Babys“ noch zu Verwirrung führen. Lisa erklärt ihm, dass ihre Mutter eine Schlampe ist, die ihr Leben bestimmen will und verabredet sich am nächsten Tag mit Mark. Es ist scheinbar direkt der nächste Tag, denn Mark kommt vorbei und Lisa ist megascharf auf ihn und will ihn mit Wein abfüllen, während sie sich auszieht. Mark braucht einen Moment, um zu kapieren, was hier los ist. Spätestens als Lisa ihn „Lover Boy“ nennt, sollte der Groschen fallen. Mark ist Johnnys bester Freund und hat deshalb Bedenken, ob das hier richtig ist und will gehen. Aber Lisa liebt ihn und will Johnny nicht heiraten. Ein bisschen rummachen geht bei Mark wohl immer und es folgt die nächste Montage des Grauens mit Schnulzenmusik.

Johnny geht Rosen kaufen und ist verantwortlich für die großartigste Blumenladenszene, die jemals auf Zelluloid gebannt wurde. Ein halbes Dutzend Sätze innerhalb von 20 Sekunden runtergerattert und auch noch den Hund gestreichelt. Das ist Timemanagement im Film. Bloß keine Langeweile aufkommen lassen. Das Einsteigen ins Auto dauert länger, als die ganze Szene im Laden. Muss man auch erstmal schaffen.

Lisa bestellt Pizza und dann kommt Denny vorbei, der jetzt klingelt. Vorhin ist er noch einfach reingelatscht. Da Johnny nicht da ist, will er Lisa küssen, aber die will nicht, dabei ist sie doch sonst auch eine Nutte. Vielleicht hat man sich doch Gedanken um die Minderjährigjkeit gemacht. Denny haut wieder ab. Johnny kommt mit den Blumen nach Hause und hat die Beförderung nicht gekriegt und ist echt traurig. Lisa hat eine super Idee und macht Drinks fertig, obwohl Johnny gar nicht trinkt. Aber er kommt schnell auf den Geschmack und das Besäufnis kann beginnen. Die Figuren besoffen macht die Sache irgendwie erträglicher. Die hätten die ganze Zeit saufen sollen.

Es wird mal wieder Zeit für eine Sexmontage mit Schnulzenmusik. Das ist jetzt die Dritte und der Film läuft gerade mal 26 Minuten. Ich muss mich hier noch auf einiges gefasst machen, fürchte ich. Immerhin ist diese Montage recht kurz.

Lisa organisiert eine Party für Johnnys Geburtstag. Mama ist auch eingeladen und palavert was von ihrem Haus, das ihr Bruder haben will, oder so. Es wird sicher absolut keine Rolle mehr spielen. So, wie Mutter es rüberbringt, wird ihre Brustkrebsdiagnose auch nicht mehr wichtig werden. Sie könnte es wohl nicht weniger interessieren. Selten hat jemand so gelangweilt auf eine Krebsdiagnose reagiert. Fehlt nur noch das Schulterzucken. Lisa erklärt dann, dass Johnny sie geschlagen hat, aber Mutter meint, dass er ihre finanzielle Absicherung ist, da kann man sich auch mal verwemsen lassen. Diese Dialogszenen sind absolut fantastisch. Siebzig Themen in 2 Minuten gequetscht ohne Zeit für irgendeinen Übergang zwischen den Themen zu verschwenden.

Wer sind denn die beiden jetzt? Irgendein Typ und eine Frau mit Schokolade. Ich sehe schon die vierte Sexmontage vor mir. Die bleibt aber zum Glück aus, denn Lisa und Mama kommen nach Hause und Mutter fragt zu Recht, wer diese „Charaktere“ sind. Lisa erklärt, dass Mike und Michelle gerne ihre Hausaufgaben hier machen. Sagt mal, kann da jeder einfach in die Wohnung rein und rauslatschen, wie er lustig ist? Wo zur Hölle wohnen die da, dass die scheinbar ihre Tür nicht abschließen und einfach irgendwelche Leute ihre Hausaufgaben in deren Wohnung machen können? Mal schauen, welche tiefgründigen Erkenntnisse Mutter als nächstes parat hält. Ah, Denny kommt reingelatscht und Mutter stellt die Frage der Fragen: „Wie viele Leute latschen hier täglich ein und aus?“ Ich frage es mich auch, Mutter, ich frage es mich auch. Denny will sich alle Zutaten für „Backe, Backe Kuchen“ leihen, aber kommt dann lieber später nochmal wieder. Lisa erzählt dann, dass Johnny Denny adoptieren will – also den Jungen, der vorhin noch mit ihm gemeinsam seine Freundin flachlegen wollte – und ihm die Wohnung gegenüber bezahlt, bis Denny mit der Schule fertig ist. Mutter kommt dadurch wieder auf die Beziehung zu sprechen und muss dann natürlich wieder nach Hause gehen.

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Schauplatz des Films neben THE ROOM, bei dem ich mir immer noch nicht sicher bin, um welchen Raum es hier eigentlich geht. Denny steht auf THE ROOF und wird von einem Typen mit einer Waffe bedroht, der sein Geld will. Wie zum Geier ist der Typ auf das Dach gekommen? Kann wirklich jeder einfach in das Haus rein und raus latschen, wie er will? Johnny und Mark kommen gerade rechtzeitig, um den Typen zu überwältigen und zur Polizei zu bringen. Lisa und Mutter wollen wissen, warum Denny dem Typen Geld schuldet. Natürlich geht es um Drogen und um grottenschlechte Darstellerleistungen. Johnny und Mark sind zurück, was nur bedeuten kann, dass die Polizeiwache direkt unter der Wohnung liegt.  Diese komplette Geschichte wird nebenbei absolut keine Rolle mehr spielen, also vergessen wir einfach, dass das gerade passiert ist.

Nach diesen dramatischen Ereignissen telefoniert Lisa mit Mark, weil sie seine sexy Stimme hören will. Mark rafft gar nix. Ich nebenbei auch nicht. Waren die mal zusammen, oder warum sagt Mark, dass es zwischen ihnen aus ist? Ach komm, egal. Viel wichtiger ist die nächste Szene, die wohl jeder kennt. Johnny kommt aufs Dach und brabbelt vor sich hin, dass er Lisa nicht geschlagen hat. „I did not hit her. It’s bullshit. I did naaaaht. Oh, hi Mark.“ Mark sitzt auf dem Dach und denkt nach, was natürlich wieder einen brachialen Themenwechsel mit sich bringt, bei dem es um Untreue und Freundschaft und Frauen und Mark und Geheimnisse und einen Football geht. Mark haut ab und Denny kommt vorbei, um mit Johnny Football zu spielen. Oh, und Johnny zu sagen, dass er Lisa megageil findet. Ich denke, die Kissenschlacht vom Anfang hätte Johnny einen Hinweis geben können. Johnny hält eine Ansprache über Liebe und Familie und wie Lisa Denny als einen Freund oder Sohn liebt. Und da Johnny Lisa vertraut, macht er sich keine Sorgen. Außerdem liebt Denny ja auch Beth, die er heiraten und schwängern will. Wie viele Ischen hat der Typ bitte am Start, auf die er scharf ist? Sicher, dass der Typ mit der Waffe wegen Drogen da war? Ich glaube eher, das war ein Pimp, dem Denny alle Weiber weggeschnappt hat.

Lisa erzählt Michelle davon, dass Johnny sie geschlagen hat und ihn nicht mehr heiraten will. Michelle ist wie Lisas Mutter und findet es gar nicht gut, dass Lisa Johnny nicht mehr will und stattdessen Mark pimpert. Und wenn sie es Johnny nicht sagt, wird etwas schlimmes passieren. Wieso interessiert es eigentlich keine der Frauen, dass Johnny scheinbar der große Weiberdrescher ist? Auch, wenn Lisa nur Scheiße erzählt, muss die das doch irgendwie tangieren, oder? Geldgeile Schlampen. Dann lasst euch halt von euren Stechern vermöbeln. Habt es auch nicht besser verdient. Johnny kommt nach Hause und Michelle macht sich lieber vom Acker. Lisa sagt Johnny, was abgeht und Johnny will ihr das Leben erklären. Glücklicherweise wird uns dieser Monolog erspart und Lisa geht pennen. Was zum Kuckuck war denn das für eine Schwachsinnsszene?

Mike und Johnny treffen sich in einer zwielichtigen Gasse. Ich gehe mal davon aus, dass Denny hier die Drogen gekauft hat. Mike erzählt Johnny, dass er Michelle in Johnnys Wohnung flachgelegt hat und dann kommt Denny vorbei, damit alle einen Football durch die Gegend werfen können. Mark kommt auch dazu und wirft mit. Mike fällt in Mülltonnen und die Szenen werden tatsächlich immer noch beknackter.

Johnny hört, wie Lisa ihrer Mutter erzählt, dass sie mit einem anderen in der Kiste war. Johnny hat den Masterplan und stellt einen Kassettenrekorder auf, um von jetzt an alles aufzunehmen, was in seiner Wohnung passiert.

Johnny trifft sich mit Peter (wer auch immer das ist) und sagt ihm, dass er vermutet, dass sie ihm untreu ist. Ah, Peter ist ein Psychologe, den jeder der Beteiligten hier gut gebrauchen könnte. Warum kommt der Psychologe eigentlich zu ihm nach Hause? Ist der mit ihm befreundet? Mark kommt natürlich auch vorbei und jetzt haben wir das Todesdreieck zusammen. Und natürlich geht es wieder um tausend Sachen in fünf Sätzen. Johnnys Imitation eines Huhns ist das absolute Highlight der Szene. Als Lisa und Denny nach Hause kommen, hauen Mark und Peter ab … und treffen sich zehn Sekunden später auf dem Dach wieder. Ist das jetzt einen Tag später, oder sind die einfach aufs Dach gelatscht und Peter kam nicht ganz so schnell die Treppen hoch? Die beiden streiten sich wegen Wasweißich und Mark will Peter vom Dach werfen. Also für eine Sekunde. Dann will er ihm sein Herz ausschütten und erzählt, was mit Lisa abgeht. Peter ist sicher, dass Lisa eine Soziopathin ist, die niemanden lieben kann. Sollte er das nicht vielleicht dann auch mal Johnny erzählen? Nebenbei hätte Mark ihn eh nicht vom Dach werfen können, da alle Dachszenen aus irgendeinem Grund vor Greenscreen gedreht wurden. Warum weiß Wiseau allein.

Alle haben Anzüge an. Ist das jetzt der Hochzeitstag? Vermutlich nicht, denn sie gehen in ihren Anzügen Football spielen. Für 10 Sekunden, dann legt sich Peter auf die Fresse und sie gehen nach Hause. Szene vorbei. Das hat uns jetzt wirklich unglaublich vorangebracht.

Johnny und Mark gehen Kaffee trinken. Okay, jetzt mal ernsthaft, diese Themenwechsel sind doch nicht ernst gemeint, oder? Mark fragt Johnny, wie es auf der Arbeit läuft. Der erzählt, dass sie einen neuen Klienten haben. Mark will wissen, wer der Klient ist. Johnny: „I can’t tell you. That’s confidential. Anyway, how is your sexlife?“ Wenn ich Mark wäre, würde ich auch keine Antwort geben. Johnny muss weg. Hat keiner hier eine Uhr? Wieso hängen die überall nur für zwei Minuten rum, wenn sie dann zu einem Termin müssen.

Oh, da ist sie: Sexmontage Nummer 4 starring Mark und Lisa.

Wenn die Typen hier gerade nicht nach zwei Minuten zu einem wichtigen Termin müssen, werfen sie einen Football durch die Gegend. Und keine dieser Szenen führt zu irgendwas. Wenn der Football nicht noch eine wichtige Rolle spielt, hätte man den Film auf 30 Minuten kürzen können.

Lisa fegt mit THE BROOM, als Mark anklopft. Sexmontage Nummer 5 bleibt aus, denn Michelle klopft an und Mark muss gehen, damit die Mädels sich bekichern können. Nach einigen Szenen, bei denen sich alles nur noch im Kreis dreht (also Football, Ich will Johnny nicht mehr heiraten, Oh hi, Mark) steht dann Johnnys Geburtstagsparty an.

Alle haben eine tolle Zeit, es gibt Kuchen und Wein und alles, was dazu gehört. Lisa schickt dann alle raus, damit sie mit Mark rummachen kann, aber irgendein Typ kommt rein. Äußerst überraschend. Ich schmeiße doch auch keine Party und schicke dann mal alle anwesenden auf den Balkon, damit ich mal eben fremdficken kann. Wie doof sind die eigentlich alle hier? Und wer zum Kuckuck ist das jetzt? Jedenfalls sieht er was abgeht, erzählt Johnny aber erstmal nichts. Nebenbei kündigt Johnny dann mal kurz an, dass Lisa schwanger ist, oder so. Wie sich herausstellt, hat Lisa das aber nur erfunden, wie sie gerade Michelle und dem Typen ohne Namen erklärt.

Johnny und Mark geraten dann aneinander, und schubsen sich für drei Sekunden durch die Gegend, bevor sie sich die Hand geben und alles wieder gut ist. Intensives Drama geht anders, aber man muss hier nun mal nehmen, was man kriegen kann. Eine Minute später geraten sie wieder aneinander und es entbrennt ein unfassbarer Kampf mit noch unfassbarerem Trashtalk. Johnny bringt sogar seine unnachahmliche Huhnimitation.

Die Party ist vorbei und Johnny hat sich im Bad eingeschlossen. Lisa will zu Mark gehen, aber Johnny hat noch ein Ass im Ärmel und holt die Kassette hervor, mit der er alles aufgezeichnet hat. Wozu braucht der eigentlich noch die Kassette, wenn doch absolut klar ist, was da abgeht? Johnny kann es nicht fassen, dass sie ihn mit Mark betrogen hat. Er wollte doch nur THE GROOM sein. Und jetzt hat er keine Freunde mehr. Lisa interessiert das alles nicht und sie geht.

Tommy Wiseau mobilisiert jetzt seine ganze schauspielerische Begabung und brennt ein Feuerwerk der darstellerischen Kunst ab, während er die Bude auseinander nimmt. Er zerreißt das schöne rote Kleid und hat irgendwoher eine Waffe. Natürlich hat er eine Waffe. Der Film spielt in Amerika. Er bläst sich selbst das Hirn raus und wird später von Lisa und Mark gefunden. Mark hasst Lisa dafür, dass sie das alles angerichtet hat. Und dann kommt Denny auch noch vorbei und blah. Der Film ist vorbei und wir wissen, dass ihr alle Trottel seid. Also Ende jetzt.

Tja, was soll man sagen. Mein Text wird dem Film natürlich in keiner Weise gerecht. Das muss man einfach selbst gesehen haben. Zum Teil zwar wirklich zäh, aber mit einigen Knallerszenen wird man immer wieder wachgerüttelt. Ich gehe meinen Raum verwüsten …

Schrott Awards 2018 – Filmwahl

Die Oscar-Nominierungen sind raus und das bedeutet natürlich, dass auch die Schrott Awards mal wieder bevorstehen. Wie jedes Jahr wird mitten in der Awardseason dieser prestigeträchtige Preis verliehen werden. Dieses Jahr wird es allerdings etwas undemokratischer ablaufen als bisher gewohnt. Ich habe schon im letzten Jahr festgestellt, dass meine Filmauswahl dieses Mal nicht ganz so viel hergibt, um in jeder Kategorie mehrere Nominierungen vorzunehmen. Aber die Beteiligung ließ ohnehin immer zu wünschen übrig, also gibts wohl schlimmeres. Ob da jetzt halt 3 Leute den Sieger wählen oder ich das mal schnell selbst mache, ist dann auch nicht so relevant Ich hatte auch kurz überlegt, die Schrott Awards einfach komplett abzublasen, aber das ist dann irgendwie doch keine Option. Auch wenn ich mir das für die Zukunft offen halte, da es doch etwas viel Arbeit macht für das Bisschen Resonanz, die der Spaß dann letztlich jedes Jahr kriegt.

In der Königskategorie sind die Besucher des Filmschrottplatzes aber natürlich wieder gefragt. Also bei den Schrottfilmen. Ihr dürft wieder zwischen allen Filmen wählen, die im Jahr 2017 ihren Platz auf dem Filmschrottplatz eingenommen haben. Dieses Jahr wird das Wahlsystem wie im letzten Jahr verlaufen. Ihr dürft gleich 3 Filme wählen. Dabei gebt ihr bitte eine Reihenfolge an. Durch ein kleinlich ausgeklügeltes mathematisch kompliziertes Punktesystem wird dann der Sieger ermittelt. Eure Nummer 1 bekommt 3 Punkte, die Nummer 2 kriegt 2 Punkte und die Nummer 3 noch 1 Punkt. Der Film mit den meisten Punkten wird dann am Ende natürlich den Sieg einheimsen und damit in die Geschichte eingehen, als absolutes Meisterwerk des filmischen Bullshits.

Zur Erinnerungsauffrischung hier nochmal alle Streifen mit kurzer Inhaltsbeschreibung und Link zum jeweiligen Eintrag.

BODY SLAM

Face vom A-Team und Roddy Piper wrestlen und rocken um die Wette.

SHADOW WARRIORS: ASSAULT ON DEVILS ISLAND

Hulk Hogan und sein Billigtoupet kämpfen gegen böse Buben.

THE DENTIST

Der Zahnarzt bohrt hier ganz besonders tief.

AMERICA 3000

Wer würde nicht gerne in einer postapokalyptischen Zukunft leben, in der Big Foot mit seinem Ghettoblaster durch die Gegend tanzt?

THE RING THING

Mittelerde liegt direkt in der Schweiz. Und da wäre es besser auch geblieben.

THE ADVENTURES OF BUCKAROO BANZAI ACROSS THE 8TH DIMENSION

Buckaroo Banzai und die Hong Kong Cavaliers müssen die Welt vor irren Aliens retten. Und nicht nur die sind irre, sondern der ganze Film.

MANOS: THE HANDS OF FATE

Eine verirrte Familie, ein Sektenführer mit coolem Umhang und tanzende Frauen. Alles, was ein guter Film braucht.

DIRTY DEEDS

Die größte Herausforderung des Lebens in der Highschool ist es, diesen Film zu überstehen.

FLESH GORDON MEETS THE COSMIC CHEERLEADERS

Penismonster und Kackmenschen sind nur einige Probleme, denen sich Flesh Gordon mit seinem Riesenschlong auf seinen Abenteuern im Weltall stellen muss.

ELIMINATORS

Ein Mandroid und eine … Frau schippern übern Fluss.

THE MILLENIUM BUG

Ein Riesenkäfer tapert durch den Wald und killt Hillbillies und andere Idioten.

MASSACRE IN DINOSAUR VALLEY

Titten, Kannibalen und Sklavenhändler im Amazonas.

PIRATENMASSAKER

Amateurpiraten gegen Kannibalenmönche.

SHARK LAKE

Dolph Lundgren gegen Haie im Nichtschwimmersee.

KILLER KLOWNS FROM OUTER SPACE

Clowns aus dem Weltall wollen alle Menschen in Zuckerwatte einwickeln.

DIE MUMIE: DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS

Tiefpunkt der Trilogie mit Brendan Fraser ganz ohne Mumie.

ODD JOBS

Paul Reiser und andere Hirnis ziehen um.

DRIVE-IN MASSACRE

Der Autokinomörder geht um und trotzdem knutschen alle weiter rum.

SURF NAZIS MUST DIE

Surfende Nazis machen den Stand unsicher und nur eine schwarze Oma kann sie aufhalten.

ANACONDA

Völlig überforderte Darsteller und Jon Voight gegen eine Riesenschlange.

SCREWBALLS

Pubertäre Flachwitze mit Wurst.

HOLIDAYS

Horrorkurzfilme ohne Horror rund um die besten Feiertage.

MOST LIKELY TO DIE

Auf diesem Klassentreffen ist der dauerbesoffene Mädchengrabscher noch das kleinste Problem.

FEAR ISLAND

Der Inselkiller geht um und keinen interessierts.

GHOST SHIP

Auf einem Schiff spukt es so sehr, dass selbst der Film selbst sich am Ende in die Hose macht und sich nichts mehr traut.

THE WIZARD OF GORE

Zauberei vom Feinsten. Nicht mal der Zuschauer kapiert, wie der Film funktioniert.

DARK NIGHT OF THE SCARECROW

Die Vogelscheuche geht um und schubst böse Typen in Silos.

THE GIANT CLAW

Ein Risentruthahn aus dem Weltall greift die Stadt an. King Kong kann einpacken.

EXETER

Nicht mal rückwärts zu ertragen.

SPOOKIES

Die große Monsterversammlung im Haus an der Friedhofsmauer.

ROAD TRAIN

Ist es ein Zug? Ist es ein LKW? Oder ist es eine Metzgerei auf Reifen?

THE THIRSTY DEAD

Bluttrinkende Fanatiker hängen in Höhlen ab.

MUNCHIES

Atommüll, Puppen und Gestörte.

THIR13EN GHOSTS

Das durchsichtigste Spukschloss aller Zeiten beherbergt tödliche Geister.

THE MUMMY

Nochmal die Mumie, aber dieses Mal mit noch mehr Action, noch weniger Verstand und ein bisschen Tom Cruise.

ZIEMLICH BESTE FREUNDE

Omar Sy schiebt einen Rollstuhl.

THE BARBARIANS

Die Zwillingsbarbaren vom Wanderzirkus retten das Land.

AFTER EARTH

„Will Smith mir gehen?“ „Kann nicht, mein Bein ist gebrochen.

ZAAT

Der Catfishman terrorisiert den Badesee.

THE A-TEAM

Actionheldenausgrabung ohne Rücksicht auf die Vorlage.

INVASION OF THE SAUCER MEN

Gut beleuchtete fliegende Untertassen bringen großhirnige Außerirdische mit sich. Es werde Licht.

LOVE ACTUALLY

Ein Haufen Arschlöcher will zu Weihnachten saudumme Trullas flachlegen, denn das ist dann Liebe.

 

Ballert eure Top (oder Flop) 3 einfach in die Kommentare und wartet gespannt auf die große Preisverleihung im Februar, wenn der Gewinner in einer pektakulären Extravaganza gekürt wird. Die Wahl ist offen bis zum 15. Februar.

Neue Kurzgeschichte rund um Namen, Essen und Mord. Hui, Spannung.

Es ist mal wieder Zeit bei diesem Mitmachprojekt – nun ja – mitzumachen. Die Pö hat sich dieses Mal das Thema Frühstück ausgesucht und ich habe natürlich mal wieder eine kleine Geschichte dazu geschrieben. Wenn ihr auch mitmachen wollt, findet ihr alle wichtigen Informationen mit einem Klick hier. DER OBERE APFEL Eine friedliche Stille […]

über „Mach was!“ – mit Frühstück — Marcel Michaelsen

Media Monday #340

Wisst ihr, was das gute daran ist, wenn der erste Januar auf einen Montag fällt? Man muss sich nicht selbst einen halbgaren Neujahrsblogpost aus den Fingern saugen, in dem sowieso jedes Jahr das gleiche Gelaber steht. Nein, man kann die Arbeit einfach Wulf überlassen und dann im Media Monday einfach nur noch die Lücken füllen.

1. 2018 wird mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit genau die gleiche Scheiße wie jedes andere Jahr auch. Deshalb geht mir der Jahreswechsel auch jährlich mehr gepflegt am Arsch vorbei. Letztlich hat jedes Jahr ein paar Höhen und ein paar Tiefen und dümpelt ansonsten halt irgendwo dazwischen rum. Mir fällt kein Grund ein, warum das 2018 anders sein sollte.

2. Vorsätze den Medienkonsum betreffend habe ich keine. Wieder mehr Bücher lesen wäre ganz cool, weil das in den letzten Jahren vermehrt auf der Strecke blieb. Aber irgendwie kamen mir in letzter Zeit auch einfach nicht so die richtigen Knaller unter, die mich so richtig gefesselt haben. Vielleicht muss ich da einfach mal meine Auswahl verbessern.

3. Am meisten freue ich mich vermutlich auf die Ergebnisse meiner ersten Buchveröffentlichungen, die definitiv in diesem Jahr stattfinden werden. Wobei „freuen“ nicht ganz richtig ist. Eher „gespannt sein“. Weil sich darauf zu freuen, dass die eigenen Projekte keine Sau interessieren werden ist ja schon irgendwie selbstzerstörerisch.

4. Wo das neue Jahr gerade frisch gestartet ist kann ich ja nebenbei schon mal verraten, dass hier auf dem Filmschrottplatz demnächst ein neues Projekt starten wird. Hoffentlich schon bald, aber da liegt erst noch etwas Arbeit vor mir. Coming Soon …

5. Und am wenigsten vermissen an 2017 werde ich wohl die 7. Denn sind wir mal ehrlich. Die 7 ist einfach eine komplett ausgelutschte Zahl. 7 Zwerge. 7 Berge. 7 Geißlein. 7 auf einen Streich. 7 Weltwunder. 7 Tage in einer Woche. 7 Weltmeere. 7 Jahre Pech. 7 Todsünden. 7 Brücken. Pro 7. Es reicht. Was hat die 8 getan, um so vernachlässigt zu werden? Jetzt ist ihre Chance zu zeigen was sie kann. Go 8!

6. Mit dem Neujahrsmorgen endet auch die „Zeit zwischen den Jahren“ und ich habe ja nie verstanden, warum das die „Zeit zwischen den Jahren“ heißt. Zwischen den Jahren liegt nichts. Es ist ein fließender Übergang von einer Scheiße in die Nächste. Wie, wenn man nackt vor einem Amokläufer in einen Schneesturm flüchtet. Warum heißt das nicht einfach die „Zeit zwischen den Tagen“? Also eben zwischen Weihnachten und Neujahr? Würde doch viel mehr Sinn ergeben.

7. Zuletzt habe ich im kleinen Kreis Silvester gefeiert und das war ausnahmsweise mal recht entspannt und locker, weil ich einfach keinen Bock hatte auf irgendwelchen Partyscheiß und Dauergesaufe bis Mittags um 12. Vielleicht beim nächsten Mal wieder.

Und damit wünsche ich ein Frohes Neues Jahr und den ganzen Quark, der dazu gehört. In den nächsten Tagen/Wochen wird es hier noch etwas ruhig bleiben. Ich gönne mir mal eine kleine Pause vom Filmschrottplatz. Aber bald wird es natürlich gewohnt irre weitergehen. Also lauft nicht zu weit weg.

Die 5 Besten … Filme, die ich 2017 gesehen habe

Gorana liefert uns heute quasi die perfekte Vorlage für den filmischen Jahresrückblick. Und da ich eh keinen Bock gehabt hätte, diesen ausführlicher zu schreiben, nutze ich die Gelegenheit natürlich und präsentiere

DIE 5 BESTEN FILME, DIE ICH 2017 GESEHEN HABE

Die Filme müssen nebenbei nicht aus diesem Jahr stammen, was gut ist, denn da gabs ohnehin größtenteils nur Scheiße. Außerdem werde ich mich auf Filme beschränken, die ich zum ersten Mal gesehen habe, da ansonsten eh nur die üblichen Verdächtigen hier auftauchen würden, die ich fast jedes Jahr gucke.

5 MILLERS CROSSING (1990) – Die Coens schaffen es eben fast immer, mich vollends zu begeistern.

4 THE MOST DANGEROUS GAME (1932) – Die Blaupause für jeden Manhunt-Film und schon damals vermutlich seiner Zeit weit voraus. Beeindruckend was hier in gerade mal einer knappen Stunde präsentiert wird.

3 RIFIFI (1955) – Starker Film Noir der den Test der Zeit locker übersteht und die wohl beste Einbruchszene aller Zeiten bereit hält.

2 PANS LABYRINTH (2006) – Ein fantasievolles, toll gestaltetes Gruselmärchen von Guillermo del Toro und damit sein erster Film, den ich wirklich hervorragend finde.

1 GONE GIRL (2014) – Fincher in seinem Element. Der Meister des Thrillers liefert wieder mal ab. Nicht mal Ben Affleck und sein Penis können das zerstören.

Das wären also meine Top 5 des Jahres. Aber da wir uns hier auf dem Filmschrottplatz befinden, darf eine Flopliste natürlich nicht fehlen. Und wie ich Gorana kenne, ist sie zu positiv eingestellt, um nächste Woche auch noch danach zu fragen, also hier.

DIE 5 SCHLECHTESTEN FILME, DIE ICH 2017 GESEHEN HABE

Ich beschränke mich dabei auf Filme, die nicht sowieso schon auf dem Filmschrottplatz gelandet sind. Also ist es nicht wirklich die ganz große Grütze, aber eben trotzdem Filme, die ich einfach grauenhaft fand.

5 THE HANGOVER PART III (2013) – Schon die ersten beiden Teile haben bei mir absolut nicht mehr gezündet. Aber Teil 3 ist dann nur noch langweilige Grütze ohne Humor und voller nervender Charaktere.

4 THE HURT LOCKER (2008) – Zwei Stunden habe ich damit verbracht, zu hoffen, dass die ganzen pseudocoolen Affen in dem Streifen einfach in die Luft fliegen. Leider wurde meine Hoffnung nicht erfüllt.

3 PIRANHA 3D (2010)/PIRANHA 3DD (2012) – Raubfischquark mal 2, der viel zu lustig sein will, um es wirklich zu sein. „Josh cut of his penis, because something came out of my vagina.“ Ha Ha Ha, was habe ich gelacht …

2 VACATION (2015) – Das Remake des Griswold-Familien-Road Trips verkommt zur großen Fäkalhumorparade voller Kotze, Scheiße und anderen körperlichen Ausscheidungen. Nicht ein einziger verfickter Lacher in dem ganzen Film. Das muss man auch erstmal hinkriegen.

1 ARE WE THERE YET? (2005)/ARE WE DONE YET? (2007) – Auf Platz 1 das Double Feature mit Ice Cube und seinen Pissblagen ebenfalls auf einem Road Trip durch die USA und anschließend beim Hausbau. Scheiße im Quadrat.

Sexuell fragwürdige Weihnachtsvorbereitungen auf europäischen Inseln

„Jingle Bells, Jingle Bells …“ Seid ihr eigentlich auch so textsicher, wenn es um Weihnachtslieder geht? Ich habe keine Ahnung, wie das Lied weitergeht. Versuchen wir ein anderes. „O Tannenbaum, O Tannenbaum …“ Hm, wie schön? Wie grün? Wie groß? Keine Ahnung, was die Frage zu den Blättern genau war. Also zurück zu den Jingle Bells. Denn um die geht es beim diesjährigen Weihnachtsschrott. Um ganz dicke Jingle Bells zwischen den Beinen der Männer, die nichts anderes wollen, als zu Weihnachten endlich mal wieder eine Frau flachzulegen. Hier ist der Film, den ihr alle mögt, ich aber komplett scheiße finde.

LOVE ACTUALLY – Tatsächlich … Liebe! – UK – USA – Frankreich – 2003 – 135 Min.

Starring: Alle Stars die England zu bieten hat. Und Heike Makatsch.

Die pure Romantik beginnt am Flughafen, dem weihnachtlichsten Ort schlechthin. Und natürlich wird vom Erzähler auch noch schnell das 9/11-Attentat erwähnt, damit klar ist, das Liebe alles übersteht, oder so.

Bill Nighy ist sowas von Rock ’n’ Roll, dass er ein Hemd tragen kann, das jeden Beach Boy neidisch machen würde. Und er kann sich keine Liedtexte merken. Aber wer kann es ihm verdenken, handelt es sich doch um eine grottige Version von „Love is all around me“ in der Weihnachtsversion. Wie er dann auch selbst erkennt, ist das Lied kompletter Scheiß. Ich frage mich nebenbei, wie sinnvoll es überhaupt ist, 5 Wochen vor Weihnachten (wie eine Einblendung verrät) noch einen Weihnachstssong aufzunehmen. Ich bin ja kein Experte, aber muss man das Lied nicht erst noch abmischen, auf CDs pressen, Marketing betreiben, die CDs ausliefern, den Song im Radio mindestens 8 Wochen lang hoch und runter dudeln und mindestens ein Konzert geben, damit das ganze zum Hit wird?

Colin Firth liebt seine Feundin so sehr, dass er das alle drei Sekunden sagen muss und damit scheinbar nicht nur mir derbe auf die Klötze geht.

Liam Neesons Frau ist gestorben und er ruft Emma Thompson an, um genau 5 Sekunden mit ihr zu reden. Äh, ja, irgendwie muss man ja die tausend uninteressanten Charaktere einführen. Emma Thompsons Tochter oder Nichte oder Kind, dass sie einfach auf der Straße gefunden und mit nach Hause genommen hat, spielt in der Schulaufführung den ersten Hummer von mehreren, die bei der Geburt von Jesus anwesend waren. Knallergag. Damit haben wir auch schon mal die Humorebene dieses Mülls festgelegt. Mit anderen Worten: Humor quasi nicht vorhanden.

Irgendein notgeiler Fatzke liefert Muffins ins Büro und nennt Heike Makatsch seine „zukünftige Braut“. Die ist zu recht komplett angewidert und geht irgendwohin, wo keine notgeilen Fatzken Muffins verteilen.

Währenddessen wird der feuchte Traum aller Sherlock Fans war, als wir das Set des Dr. Watson Pornodrehs besuchen.

Andrew Lincoln ist Trauzeuge bei der Hochzeit von Chiwetel Ejiofor und Keira Knightley.

Primeminister Hugh Grant tritt seinen Job an und trifft seine Untergebenen Terrance, Pat und die neue Natalie, die einfach nur so strunzdämlich ist, dass es schon weh tut. Der Primeminister hingegen findet ihre Blödheit extrem geil und holt sich vermutlich in seinem Büro erstmal einen runter.

So, das waren die ersten 10 Minuten Charakterhingeschluder ohne Grenzen. Wer zur Hölle soll sich diese ganzen Affen bitte merken? Und es folgen 2 Stunden mit genau diesen Affen, von denen ich bisher nur weiß, dass sie mir alle jetzt schon tierisch auf den Sack gehen. Hui, was für ein Spaß.

Es geht zurück zur Traumhochzeit zwischen Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor. Andrew Lincoln beschließt, die Hochzeit zu sprengen, indem er ein Überraschungskonzert veranstaltet, bei dem sich mir die Frage stellt, wie zum Teufel der die ganzen Musiker mit ihren Instrumenten unbemerkt in die Kirche geschmuggelt hat. Sollte das Brautpaar nicht wissen, wen sie eingeladen hat? Mal davon abgesehen sind die Musiker einfach überall. Mit anderen Worten: Ohne sie wäre keine Sau bei der Hochzeit anwesend gewesen.

Nur für den Fall, dass ihr es vergessen habt: Colin Firth liebt seine Freundin. Das ändert sich aber schlagartig, als sich herausstellt, dass sie seinen Bruder regelmäßig zu sich ins Bett einlädt.

Der notgeile Fatzke macht sich vor Nancy zum Affen. Das bringt ihm die Erleuchtung, dass er keine richtige Liebe finden kann, weil die englischen Frauen nicht dafür gemacht sind, oder so. Also beschließt er, sein Glück in Amerika zu versuchen. Vielleicht würde es mit der „Liebe“ auch helfen, wenn er sich nicht selbst „Colin – King of Sex“ nennen würde. Nur so ein Gedanke.

Zurück zum Dr. Watson Porno, wo aber nichts nennenswertes passiert, außer dass Judy ihre Tüten zeigt.

Auf der Beerdigung spricht Liam Neeson über seine tote Frau. Von allen Anwesenden wirkt eigentlich nur Emma Thompson wirklich betrübt über den Verlust. Und natürlich Neeson selbst. Der Rest sitzt halt auch da rum.

Andrew Lincoln, dessen schauspielerische Bandbreite von Loser-Trauzeuge mit einem Gesichtsausdruck bis hin zum Zombiekiller mit einem Gesichtsausdruck reicht, beschwert sich über den Hochzeits-DJ. Und da kann ich nur zustimmen, denn DJs sind einfach kacke und spielen immer den Scheiß, den keine Sau hören will. Ernsthaft, egal was für Partys ich eventuell mal schmeißen sollte, nie im Leben wird dort ein DJ engagiert.

Alan Rickman, Boss von Heike Makatsch und Laura Linney und Karl, spricht mit Linney darüber, dass es nicht gut für das Arbeitsklima ist, wenn sie dauernd Karl anstarrt wie eine besessene Irre … Moment mal, da läuft tatsächlich schon Bill Nighys Song im Radio. Wem wollt ihr die Scheiße denn bitte erzählen? Der hat den vor ungefähr 3 Stunden aufgenommen. Der Radiomoderator findet das Lied so richtig kacke, was er vielleicht nicht laut hätte aussprechen sollen, da Bill Nighy zu Gast ist. Sollte ein Radiomoderator nicht wissen, wer der Gast ist? Nighy ist nebenbei der beste Gast, den man sich wünschen kann, da er den Song ebenfalls scheiße findet und zugibt, dass er den Kack nur macht, damit er ein Comeback nach seiner Heroinsucht feiern kann.

Der Primeminister hat eine Sitzung mit allem was Rang und Namen hat und es geht um die USA. An seiner Geilheit auf Natalie, die er seit 12 Sekunden kennt, hat sich nebenbei absolut nichts geändert.

Dr. Watson Porn again, wo sich die Poppenden annähern.

Colin erzählt seinem Kumpel, dass er nach Wisconsin fliegen wird, um dort jede Menge Weiber fachzulegen. Sein Kumpel ist nicht überzeugt von der Idee.

Alan Rickman checkt nicht, dass Heike Makatsch ihn poppen will. Ich habe noch nicht so ganz geblickt, worum es in dieser Story geht. Okay, ums Ficken, wie bei allen anderen Handlungssträngen in diesem Film auch, aber hier ist es noch nicht ganz so offensichtlich. Wobei das Grinsen von Rickman doch verrät, dass er es vielleicht doch checkt.

Emma Thompson empfiehlt dem heulenden Liam Neeson, dass er mal etwas geduldig sein soll, denn Zeit heilt alle Wunden und so. Und Männer, die dauernd flennen, sind absolute Luschen. Nette Frau. Ich würde sie an seiner Stelle direkt heiraten. Neeson versucht sich mit seinem elfjährigen Stiefsohn anzunähern, der gerade seine Mutter verloren hat. Und was gäbe es da besseres, als ihm Liebesratschläge zu geben. Denn er ist verliebt, was man ja fünf Minuten nach der Beerdigung der eigenen Mutter mal so raushauen kann, denke ich.

Karl macht Feierabend. Laura Linney schminkt sich noch schnell, bevor er an ihr vorbei geht, damit sie nicht komplett kacke aussieht und ihn wie eine Irre anstarren kann, während er das Büro verlässt. Nicht gut fürs Arbeitsklima, Laura.

Colin Firth hat das Geficke zwischen seiner Freundin und seinem Bruder nicht gut weggesteckt und sich in ein Haus am See verzogen, um da seinen neuen Roman zu schreiben.

Primeminister Grant und Natalie erzählen sich ein bisschen voneinander. Unter anderem erzählt Natalie, dass sie zu fett ist. Zumindest denken ihre Eltern das, bei denen sie wieder wohnt. Ich bin ehrlich, diese Geschichte ist zwar auch irgendwie banane, aber immerhin sind die Charaktere nicht komplette Scheiße. Also das kleinste Übel hier.

Neesons Stiefsohn erzählt von seiner großen Liebe, die nicht mal seinen Namen kennt, weil er nie auch nur ein Wort mit ihr gesprochen hat.

Nighy rockt das nächste Interview im TV.

Andrew Lincoln hängt auf einer Kunstausstellung herum und telefoniert mit seinem Freund Ejiofor. Und dann natürlich mit Knightley, die ihn zu sich einlädt, weil das Hochzeitsvideo totale Scheiße ist. Sie sind nebenbei schon aus den Flitterwochen wieder da. Zeit ist in diesem Film so unfassbar relativ, dass ich mich nicht wundern würde, wenn wir gleich noch live bei der Geburt von Jesus und damit der Entstehung von Weihnachten dabei sind.

Rickman und Linney käbbeln sich im Büro wie die kleinen Kinder. Makatsch macht dann mal kurz für Rickman die Beine breit, aber der checkts immer noch nicht, glaube ich.

Colin Firth kriegt eine neue Haushälterin namens Aurelia geliefert. Sie kommt aus Portugal. Firth spricht natürlich kein Wort Portugisisch. Und wie sich herausstellt auch kein Französisch. Und auch sonst nix. Sein Englisch ist für einen Engländer aber ganz okay, muss ich sagen. Aurelia hat durchgehend einen Gesichtsausdruck drauf, der sagt „Womit habe ich das verdient?“

US-Präsident Billy Bob Thornton besucht Primeminister Hugh Grant und natürlich muss sich Natalie noch kurz zum Vollhonk machen, bevor die beiden Länder auseinander driften. Thornton ist natürlich auch direkt megascharf auf Natalie. Was hat die Frau bitte an sich, dass die Staatsoberhäupter die unbedingt ficken wollen? Grant bricht dann auf einer Pressekonferenz mal ganz spontan alle Verbindungen zu den USA ab, weil er Natalie für sich alleine haben will. Seht ihr, das ist Politik. Einfach mal spontan seinen Verbündeten in die Eier treten, weil man sich um die gleiche Frau streitet. Emma Thompson kann es auch nicht fassen und ruft den Primeminister an: Kann mir mal bitte jemand erklären, wer zum Geier diese Frau eigentlich ist, die als erste zum Primeminister durchgestellt wird und einfach jeden in dem Film kennt? Unter anderem auch Alan Rickman, der gerade bei ihr rumhängt.

Okay, Primeminister Grant, der zu beschissener Popmusik tanzt ist schon ein Highlight, muss ich sagen. Er und Natalie passen perfekt zusammen, denke ich.

Die portugiesische Haushälterin versenkt Colin Firths Manuskript im See, weil jede Frau in diesem Film einfach saudämlich ist. Aber irgendwie musste man ja eine Szene von ihr in Unterwäsche unterbringen, als sie in den See springt. Colin Firth springt hinterher und anschließend gibt es natürlich Tee. Meine Fresse, diese Verständigungsprobleme sind sowas von unlustig, dass es schon fast weh tut.

Es sind noch 2 Wochen bis Weihnachten und Nighy hat jetzt auch ein beschissenes Musikvideo zu seinem beschissenen Song.

Keira Knightley besucht Andrew Lincoln und sie weiß, dass er sie nicht wirklich mag, aber sie will gerne mit ihm befreundet sein. Seht ihr, auch Keira ist strunzdoof und merkt absolut nicht, wie heiß Andrew auf sie ist. Das ändert sich allerdings schlagartig, als sie sich das von ihm aufgenommene Hochzeitsvideo anguckt, auf dem ausschließlich sie in Nahaufnahme zu sehen ist. Nun könnte man ja sagen, dass Andrew einfach absolut creepy ist und seine begehrten Frauen filmt, um sich dann auf die Videos einen von der Palme zu wedeln. Oder man macht es wie Knightley und betrachtet es als Liebe.

Grant lässt Natalie feuern, weil er geil auf sie ist. Die anderen Angestellten scheinen erleichtert, weil sie ja so fett ist. Nette Sache.

Liam Neeson ist auch noch da. Und sein Stiefsohn hat schlechte Nachrichten, denn seine Auserwählte wird zurück nach Amerika gehen. Hoffentlich fällt sie dort nicht Sex King Colin in die Arme. Neeson hat aber den absoluten Masterplan: TITANIC GUCKEN!!! Was zur Hölle? Welcher Mann guckt denn bitte mit seinem Stiefsohn bei Liebeskummer diesen Film?

Colin Firth hat aus irgendeinem Grund den ganzen Kofferraum voller Knoblauch. Seine Haushälterin geht zurück nach Portugal. Sind da gerade Abschiebewochen in Großbritannien, oder warum hauen die alle ab. Zum Abschied gibt es noch einen Kuss. Zum Glück hat sich Firth nicht vorher den ganzen Knoblauch reingepfiffen.

Der Stiefsohn ist schlauer als Neeson und hat einen viel besseren Plan, als einen beschissenen Film zu gucken. Da Mädchen ja voll auf Musiker abfahren, will er in der Schulband Schlagzeug spielen, damit seine bald abreisende dann so feucht wird, dass sie direkt zu ihm auf die Bühne rutscht, oder so. Grandios. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, erstmal auch nur ein Wort mit ihr zu wechseln, aber das wäre ja zu einfach. Neeson ist natürlich absolut begeistert von dieser Idee. Übrigens muss man ja sagen, dass Neeson wirklich alles gibt, um diese Scheiße hier irgendwie erträglich zu machen. Der Mann ist so gut, der sollte mal wieder in einem gescheiten Film mitspielen.

Nighy gibt ein weiteres seiner grandiosen Interviews. Primeminister Grant freut sich seines Lebens vorm TV.

Makatsch tanzt mit Rickman, Linney tanzt mit Karl. Der ist doch nebenbei niemals Engländer. Müsste der nicht auch langsam mal zurück in sein Heimatland? Vorher landen er und Linney jedenfalls noch in der Kiste. Bravo, Laura, du hast es geschafft, ohne irgendwas zu tun, außer irre zu starren, einen heißen Kerl ins Bett zu kriegen. Leider werden sie unterbrochen von einem Anruf, bei dem es um den Papst, Exorzismus und Bon Jovi geht. Ach ja, Laura ist eine Frau und das bedeutet, dass es das war mit dem Geficke, weil sie saudämlich ist und lieber zu ihrem Bruder rüber fährt. Karl wandert inzwischen vermutlich aus.

Ach guck mal, Emma Thompson und Alan Rickman sind verheiratet. Und Heike Makatsch zieht sich aus. Nicht mehr in der Szene zu sehen. Sie zieht sich einfach aus. Fertig. Der Followup ist natürlich, dass Rickman einsieht, dass es eine gute Idee ist, Heike flachzulegen, weil seine Frau Emma ihm tierisch auf den Sack geht. Also kauft er eine Kette bei Rowan Atkinson, um Heike wenigstens ein Geschenk machen zu können, bevor er sich zwischen ihre Beine quetscht. Hat der immer noch nicht kapiert, dass Makatsch seinen Hans Gruber will und er eigentlich absolut nichts weiter dafür tun muss?

Dr. Watson und Judy verabreden sich zu einem Drink nach dem Pornodreh. Okay, es ist eigentlich kein Porno, aber offensichtlich wird in dem Film, den sie da drehen nur gevögelt.

Colin hat eine Tasche voller Kondome und ist bereit zur Abreise nach Amerika und lernt in der ersten Bar direkt drei geile Ischen kennen, die ihn direkt zu sich nach Hause ins Bett einladen. Eine davon ist übrigens Elisha Cuthbert, die eindeutig besseres als diesen Krampf verdient hat. Aber hey, Colin hatte recht. In Amerika findet jeder was zum Ficken.

Emma Thompson denkt, Rickman wird ihr zu Weihnachten Schmuck schenken. Colin Firth lernt Portugiesisch.

Ho Ho Ho! Wir haben endlich Weihnachten erreicht. Hat nur quälende 90 Minuten gedauert. Alan Rickman schenkt Emma Thompson eine CD. Wenn das mal nicht die pure Liebe ist, weiß ich es auch nicht mehr. Heike Makatsch steht derweil leicht bekleidet vor dem Spiegel und hängt sich an ihrer Kette auf … äh, hängt sich die Kette um. Emma kann das Drama natürlich gar nicht fassen. Dabei wollte sie doch die Kette haben. Anstatt etwas zu sagen, flennt sie aber lieber heimlich rum und damit ist diese Geschichte einfach abgeschlossen. Was für eine unfassbare Zeitverschwendung.

Und wie verbringen Neeson und sein Stiefsohn den Weihnachtsabend? Nein, nicht mit Geschenken. Sie liegen auf dem Sofa und bemitleiden sich gegenseitig. Denn der Stiefsohn ist 11 Jahre alt. Da hat man natürlich wichtigere Dinge im Kopf als Weihnachtsgeschenke.

Bill Nighys Kacksong ist natürlich die Nummer 1 in den Charts. Immerhin etwas Realismus hier. Kackmusik schwimmt eben immer oben.

Ui, Martin Freeman und Judy haben den Nicht-Porno-Porno-Dreh beendet und knutschen vor der Haustür rum. Zur Abwechslung könnten sie ja rein gehen und ficken, stattdessen fliegen sie aber später nach Kuala Lumpur und heiraten. Schließlich kennen sie sich schon 3 Tage und haben sich nackt gesehen, also warum warten.

Colin Firth kommt nach Hause, nur um sich direkt wieder zu verpissen und nach Portugal zu fliegen.

Kommen wir zum absoluten Highlight der Creepyness: Andrew Lincoln klingelt bei Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor an und hat Glück, dass Keira die Tür öffnet, denn so kann sie ihrem Mann einfach sagen, dass es nur Sternensänger sind. Andrew hat nämlich seinen Kassettenrekorder dabei und spielt das Best-Of des Kinderchors ab, was sich nicht mal im geringsten anhört, als würden da wirklich Leute vor der Tür singen. Aber da jeder in diesem Film einfach nur doof ist, fällt das natürlich nicht auf. Dann holt er seine Bob Dylan Gedächtnis Pappen raus und erzählt Keira darüber, dass er sie für absolut perfekt hält und er sie immer lieben wird. Hätten wir nicht alle gerne so einen besten Freund und Trauzeugen, der sich hinterrücks an unsere frisch angetraute Ehefrau ranmacht und dafür natürlich einen Kuss absahnt? Lass dich von einem Zombie fressen, du verficktes Arschloch!!!

Bill Nighy schenkt seinem Manager zu Weihnachten seine Liebe. Yeah! Denn das ist Rock N Roll! Aber es geht nicht um homosexuelle Liebe, sondern Freundschaft. So besaufen sie sich nur und gucken gemeinsam Pornos. Äh, okay …

Primeminister Grant liest Natalies Weihnachtskarte, in der sie ihm ihre Liebe gesteht. Hugh wird ganz huge in der Hose und fährt sie mit Polizeikolonne suchen. Dann klingelt er an allen Haustüren, weil man natürlich nicht vorher mal hätte nachgucken können, unter welcher Adresse die Frau wohnt. Man sollte doch annehmen, dass die Angestellten ihre Adresse hinterlegen. Heike Makatsch, die an Weihnachten ungefickt bleibt, bringt ihn dann auf die richtige Spur, denn Natalie ist ihre Nachbarin. Grant holt hier nebenbei wenigstens noch aus jeder Szene was raus. Man muss die richtigen Leute eben auch mal loben, selbst wenn sie aus Scheiße auch kein Gold machen können.

Dann treffen sie sich alle bei der großen Schulaufführung. Ihr wisst schon, die wo die Hummer Jesus besuchen kommen. Und es ist genau so verstörend, wie man es sich vorstellt. Wenn die Blagen davon keine Albträume kriegen, sind sie innerlich bereits tot.

Liam Neeson hat die absolute Einsicht und tatsächlich den Plan, den man von Anfang an hätte verfolgen sollen: Er schlägt vor, dass sein Stiefsohn mit seiner Auserwählten spricht. Ja, so richtig mit Zunge und Lippen und so. Okay, dass er vorschlägt, er soll ihr direkt sagen, dass er voll in sie verknallt ist, ist vielleicht nicht der beste Tipp, wenn ich mal aus eigener Erfahrung sprechen darf, aber es ist immer noch besser als „Titanic“ gucken oder Rockstar werden, also nehme ich das mal so. Natürlich kommen die beiden nicht ausm Quark und müssen sie zum Flughafen verfolgen. Warum die direkt nach der Schulaufführung zum Flughafen fährt bleibt zwar ein Rätsel, aber natürlich kann Stiefsohn Sam sich durch alle Flughafenkontrollen mogeln – und zwischendurch noch Bill Nighy beim Nacktkonzert auf einem Fernseher begutachten – um mit ihr zu sprechen. Und oh mein Gott, sie kennt seinen Namen!!! Und gibt ihm einen Abschiedskuss!!! Hättet ihr verfickten Arschlöcher einfach mal direkt mit ihr ein Wort gewechselt, hättet ihr mir einige Zeit ersparen können.

Colin Firth ist in Portugal angekommen und findet ohne Probleme das Haus, in dem Aurelia und ihre Familie wohnen. Denn er hat sich die Adresse besorgt, Herr Primeminister!!! Wo er die überhaupt her hat, frage ich jetzt mal nicht, Jedenfalls öffnet ihr Vater die Tür und Firth hält um die Hand seiner Tochter an. Der Vater ist überglücklich und ruft seine übergewichtige Tochter zur Tür, für die er sogar Geld bezahlen würde, wenn Firth sie ihm abnimmt. Denn seht ihr: Sie ist fett. Nicht wie Natalie, die die Leute nur für fett halten. Sie ist es wirklich. Und deshalb will sie natürlich keiner ficken und Papa muss sie dringend loswerden, damit sie ihm nicht die Haare vom Kopf frisst. Nette Leute da in Portugal. Und wie das in einem Dritte Welt Land wie Portugal nun mal so ist, tapern Colin Firth, der Vater, die Familie, alle Nachbarn und die halbe Stadt zu dem Restaurant, in dem Aurelia arbeitet, weil sie denken, dass Papa entweder Aurelia als Sexsklavin an Firth verkaufen will oder Firth sie umbringen will, was alle ganz besonders „cool“ fänden. Hey, verurteilt nicht mich. Ich gebe nur die haarsträubend dämlichen Dialoge wieder. Jedenfalls gibts den Heiratsantrag im Restaurant vor der Familie und allen Gästen. Natürlich ist die Antwort „Ja“ und wir haben auch diesen Käse hinter uns. Und eine Band spielt. Ist Andrew auch da, oder ist das nur Zufall?

Einen Monat später will dieser Film einfach immer noch nicht enden und wir sind wieder am Flughafen. Moment mal, woher kennt Colin Firth denn bitte Keira Knightley und creepy Andrew? In diesem Film kennt einfach jeder jeden. Wie klein ist England bitte? Und wieso holen Liam Neeson und Stiefsohn Sam seine minderjährige Auserwählte, die offenbar ohne ihre Eltern unterwegs ist, am Flughafen ab? Und zum Abschluss kommt Colin aus Amerika zurück. Mit Shannon Elizabeth. Aber sie sind nicht alleine und haben Colins Freund Denise Richards als Geschenk mitgebracht. Was zur verfickten Hölle ist bloß verkehrt mit diesen Leuten? Es ist übrigens nicht überliefert, ob die Beziehungen eine Zukunft hatten, oder ob Sex-King Colin und sein Freund sich später russische Katalogbräute bestellt haben. Kommt aber ohnehin aufs selbe raus.

Ehre wem Ehre gebührt: Liam Neeson und Hugh Grant reißen sich derbe den Arsch auf, um noch irgendwas aus dieser gequirlten Scheiße herauszuholen. Aber natürlich können sie dieses Desaster voller Vollidioten und Arschlöchern auch nicht retten. Ich gehe nach Amerika und ficke Weihnachten durch …