Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Serienstapel: The Watch (Scheibenwelt; oder auch nicht)

Stellt euch folgendes vor: Ihr seid jemand, der prinzipiell kein großer Befürworter von Adaptionen jeglicher Art ist, weil neue Dinge immer spannender sind, als alles auf alle Medien zu übertragen. Ihr seid aber auch von nichts so richtig Fan, also verzeiht ihr Änderungen durchaus gerne, wenn sie denn innerhalb des angepassten Kontextes passen. Und dann kommt eine Serie, die auf einer eurer Lieblingsbuchreihen basiert und den Machern gelingt es, den Bogen in alle Richtungen derart zu überspannen, dass ihr selbst nicht mehr wisst, was ihr eigentlich von dem Ergebnis halten sollt.

THE WATCH – SEASON 1

Wer mit der Scheibenwelt ein wenig vertraut ist, weiß, dass es sich dabei um eine Fantasywelt handelt, die von Terry Pratchett mit modernen Themen und technischen Entwicklungen gesprickt wurde, dabei aber immer im Rahmen dieser eben auf Medieval-Fantasy basierenden Welt blieb. Nun haben die Serienmacher den grandiosen Einfall gehabt, diese Welt in eine seltsame Mixtur aus Fantasy und Cyberpunk zu ändern, was natürlich den „Modernisierungs“-Aspekt direkt tötet. Vor allem passt da aber nichts zusammen. Future-Punk und Past-Fantasy beißt sich einfach völlig. Und dann soll das auch noch in irgendeiner anderen Dimension spielen, die aber auch keine Eigenständigkeit zu haben scheint. Zumindest wird man immer wieder durch irdische Aspekte aus der Welt gerissen. Wenn ich an eine andere Dimension denke, tanzen da jedenfalls keine Leute zu Wake Me Up Before You Go-Go. Da greift einfach überhaupt nichts ineinander. Die Welt ist ein kompletter Clusterfuck und funktioniert nur so semioptimal innerhalb der eigenen Grenzen, die den Machern selbst offensichtlich nicht bewusst waren. Es ist recht eindeutig, dass dem Worldbuilding hier nicht allzu viel Energie geopfert wurde. Man hat halt ein paar Ideen aus der Vorlage übernommen, selbst welche dazugedichtet und dann aufgehört, irgendwie auf Details zu achten. Ein gutes Beispiel dafür ist es, wenn ein Song über den „Antichrist“ gesungen wird. Wenn man wirklich was auf die Lore gegeben hätte, wäre den Machern schnell aufgefallen, dass es auf der Scheibenwelt zwar eine ganze Menge Religionen mit Göttern und seltsamen Gestalten gibt, aber das Christentum und somit der Antichrist gehören nicht dazu. Sicher kein Dealbreaker, aber zeigt eben, dass man nicht mit der nötigen Genauigkeit an die Sache herangegangen ist. Und echte Fans verzeihen da viel weniger als ich, das steht mal fest.

Die Charaktere sind ebenfalls Licht und Schatten. Man hält sich teils an die Vorlage, teils dreht man alles auf links und teils macht man … einfach irgendwas. Dazu kommt ein zwischen nervig und doch irgendwie passend schwankendes Overacting, bei dem ich auch nicht so recht weiß, ob das jetzt Vorgabe war oder die Darsteller einfach entschieden haben, die Sau rauszulassen. Richard Dormer, den der ein oder andere eventuell aus GAME OF THRONES kennt, nuschelt sich zu Beginn als schlechte Jack Sparrow Kopie durch die Gegend, dass es manchmal einfach nur anstrengend ist. Dass er dabei der stereotype dauerbesoffene Cop ist, machts alles andere als besser. Zu der Darstellung von TOD sage ich hier besser nix. Entweder haben die Schreiber den Charakter nicht im Geringsten verstanden oder sie wollten lieber einen lächerlichen Kasper mit schwarzer Kapuze daraus machen. Alle anderen sind größtenteils uninteressant. Angua und Cheery sind die einzigen Charaktere, die wirklich unterhalten und Potenzial für mehr haben. Da kommt dann vor allem auch die Diversität ins Spiel, die hier durchgehend eine Rolle spielt und schon fast Rocky Horrorsche Ausmaße annimmt. Teilsweise wirkt das zwar etwas arg erzwungen und mal wieder wie die übliche „Guckt doch mal, wie fortschrittlich wir sind“-Holzhammer-Diversität, aber sie ist so ziemlich das einzige, das hier wirklich funktioniert und somit positiv hervorzuheben ist.

Die Story stammt irgendwie aus den Büchern, aber eigentlich auch nicht. Man hat halt nen Drachen, der plötzlich auftaucht, wie im ersten Wachen-Roman. Das wars mehr oder weniger mit den Verbindungen. Das ist aber auch okay so, denn wegen mir kann man auch einfach neue Geschichten in einem angepassten Universum erzählen. Die Scheibenwelt bietet genügend Stoff, um sich so richtig auszutoben. Dafür müsste man aber wenigstens den ein oder anderen Aspekt der Vorlage beibehalten und nicht wirklich ALLES ändern, außer die Namen von Charakteren und Orten. Hier muss wirklich die Frage erlaubt sein, warum man überhaupt auf die Bücher zurückgegriffen hat, wenn man sich doch an überhaupt nichts hält, was darin steht. Als eigenes Konzept hätte das hier viel besser funktioniert und es hätte sicher auch niemand von einer Kopie gesprochen, denn es hat eben mit der Vorlage nichts mehr so wirklich gemein. Dazu kommt, dass die ganze Geschichte wie ein einziges Wirrwarr wirkt, bei dem die Schreiber selbst nicht wussten, was genau sie eigentlich erzählen wollen.

All das wäre aber absolut kein Problem für mich, wenn da nicht diese eine Sache wäre, die das ganze Ding komplett runter zieht: Die Serie macht einfach keine Spaß. Ja, es gibt hier und da mal ne unterhaltsame Szene. Aber größtenteils hangelt man sich von Szene zu Szene und es ist mir völlig egal, was als nächstes geschieht oder was den Charakteren passiert. Und das ist dann leider der Todesstoß für jedes Produkt. Ich hätte es – trotz der Änderungen und Anpassungen – gerne gemocht, aber das ist leider einfach nix und ich glaube nicht, dass da noch viel hinterherkommen wird. Stampft das Ding ein und startet einen neuen Versuch. Die Scheibenwelt bietet endlose Möglichkeiten. Terry Pratchett hat da einen einzigartigen Spielplatz für Kreative geschaffen. Diesen Spielplatz komplett umzugraben und alle Spielgeräte auszutauschen ist aber eindeutig nicht der richtige Weg, um eine spaßige Umsetzung daraus zu basteln.

THE WATCH ist ein typisches Beispiel dafür, wie man an so ziemlich jeder Zielgruppe vorbei zielt. Die eingefleischten Scheibenwelt-Fans werden es hassen. Ja, hassen. Nicht, im Sinne von, nicht mögen, sonder im Sinne von, „hoffentlich verrecken die Macher dieser Scheiße elendig in der Gosse“-Hass. Nichtkenner der Vorlagen werden arge Probleme haben, sich in dem Gewirr aus Story, Diversität und völligem Mumpitz zurechtzufinden. Und Gelegenheitszuschauer kriegst du damit ohnehin nicht. Ich habe also wirklich keine Ahnung, für wen das hier sein soll. Schade drum, ich hätte durchaus Bock auf ne unterhaltsame Nachtwache gehabt.

Filmstapel: Football und der wilde Westen auf Netflix

Ist jetzt nicht so, dass ich besondere Themenabende veranstaltet hätte. Die Auswahl hat sich irgendwie ergeben (gut, der Superbowl hat natürlich seine Finger im Spiel gehabt).

GRIDIRON GANG – SPIEL AUF BEWÄHRUNG

The Rock spielt mal nicht den Actionklopper von der Stange und auch wenn das hier ganz sicher kein preisverdächtiger Auftritt ist, zeigt es doch, dass der Mann durchaus mehr kann, als in seinen Actionkackfilmen von ihm verlangt wird. Vielleicht strahlt er aber auch einfach nur heraus, weil der restliche Cast eher schwach ist. Ich habe hier so gut wie niemandem seine Rolle abgekauft, aber gut, bei so nem Streifen ist das jetzt auch nicht so wichtig.
Basierend auf einer wahren Begebenheit, bringt der Film halt seine Message rüber und reiht sich in die handelsüblichen Sportdramen ein, die solche Aufsteiger/Aussteiger-Geschichten eben auf die immer gleiche Weise erzählen. Das ist hier auch nicht weniger simpel und vorhersehbar als sonst und somit halt absoluter Durchschnitt.

DRAFT DAY

Football ist ja so ein wenig mein Sport. Also nicht, um mich selbst sportlich zu betätigen, sondern um mit irgendwelchen einsilbigen Snacks zwischen den Zähnen zu verfolgen, wie andere das tun. Allerdings liegt mein Fokus komplett auf dem Geschehen auf dem Spielfeld und das ganze drumherum und die Ereignisse hinter den Kulissen interessieren mich weniger. Deshalb habe ich auch absolut keine Ahnung, wie realistisch dieser Film ist, der uns erzählt, was am Tag des Drafts so passiert. Das ist teilweise auch nicht sonderlich aufregend und gestaltet sich in der Mitte etwas zäh. Interessant ist es aber allemal, einen Blick auf die Abläufe zu riskieren. Am Ende gibts auch ein schönes „Getwiste“, was durchaus unterhaltsam ist.
Ein fähiger Cast – und Jennifer Garner -, allen voran Kevin Costner, der vor einigen Jahren aus der Versenkung wieder auftauchte, halten das Ding hier bei der Stange. So richtige Highlights sucht man vergeblich, da müssen es dann halt die guten Darsteller – und Jennifer Garner – rausreißen. Funktioniert hier ziemlich gut.

NEWS OF THE WORLD – NEUES AUS DER WELT

Hanks und Zengel spielen stark und folgen einem absolut vorhersehbarem Plot durch schöne Landschaften. Viel mehr gibts hier eigentlich nicht zu sagen. Alle Nebendarsteller sind komplette Abziehbilder und auch bei den Protagonisten sollte man nicht zu sehr nach ausgefallenen Facetten suchen. Hanks brilliert vor allem, wenn er ein wenig den Entertainer mimen darf, was leider seltener vorkommt, als ich gedacht hätte. Hier bot sich eigentlich eine ziemlich nette Gelegenheit, über die titelgebenden Neuigkeiten die Welt des wileden Westens richtig lebendig zu machen und groß aufzuziehen. Hach, hätte doch Douglas Adams das Buch geschrieben … Zengel ist zurückhaltend, geht aber neben Hanks nicht unter, was alleine halt schon eine gute Leistung ist. Netter Film. Nichts besonderes.

PS: Die Sandsturmszene hab ich nicht gerafft.

THE BALLAD OF BUSTER SCRUGGS

Ich hätte ja nie gedacht, dass mich ein Film der Coen Brüder dermaßen zu Tode langweilen kann. Klar, Episodenfilme sind ohnehin immer Hit & Miss, mit mal guten und mal schlechten Episoden. Hier konnte mich aber rein gar nix abholen. Die nervige Musical-Comedy-Kiste zu Beginn war da noch am unterhaltsamsten. Danach wirds dann zäh wie Leder, wenn Leute ewig durch die Prärie kutschieren oder tagelang nach Gold buddeln und Shakespeare performen, was sich beim Gucken auch wie Tage anfühlt. Zudem fehlt hier einfach ein verbindendes Element, das über das Setting hinausgeht. So plätschert alles so dahin wie ein Goldwäscherbach. Hin und wieder gibts mal die ein oder andere nette Szene mit den Coen-üblichen Dialogen oder ein wenig Action, aber das reißt es dann auch nicht mehr raus. Insgesamt einfach langweilig.

Serienstapel: Gotham, Supernatural

Diesen Post zu verfassen, war die reinste Tortur. Ich habe es bereits gesagt und ich sage es erneut: Der neue Editor hier ist ein gigantischer Haufen Scheiße und ich werde damit nicht weiter arbeiten. Nicht nur, dass dieses beschissene Blocksystem mir tierisch auf die Klötze geht und alle Funktionen unnötig versteckt sind, aus irgendeinem Grund lässt mich das Pissteil auch keine Zwischenspeicherung machen, also muss ich jeden Post direkt fertig schreiben und sofort abschicken, weil Entwurf geht ja nicht. Das hier wird also vorerst das Ende hier sein. Ich überlege sogar, mit dem Filmschrottplatz umzuziehen, aber bisher weiß ich noch nicht genau, wohin oder generell, wie es damit weitergehen wird. WordPress hat sich jedenfalls für mich in dieser Form erledigt.

Trotzdem will ich noch schnell was zu zwei Serien schreiben, weil sie beide zu so einer Art Guilty Pleasure avanciert sind (und außerdem teste ich hier halt doch noch rum, um mich vielleicht an diesen Haufen Affenkot von Editor zu geöhnen; Spoiler: wird nicht passieren). #FuckWordpress

GOTHAM – SEASON 3

Meine Fresse, ohne den Pinguin und den Riddler wäre das alles nur noch unerträglich. Mal unabhängig davon, dass diese zwei so ziemlich die einzigen Darsteller sind, die nicht komplett scheiße sind – es gibt da ne Szene mit Jada Pinkett Smith, in der ich wirklich dachte, dass alle Beteiligten lebenslanges Schauspielverbot erhalten sollten; Pinguin und Riddler waren nicht in der Szene -, sind es eben auch die einzigen Charaktere, die durchgehend eine interessante Handlung und spannende Entwicklung durchmachen. Apropos Entwicklung: Der Tiefpunkt dürfte da eindeutig mit Poison Ivy erreicht sein, die als zwölfjährige(?) ins Wasser fällt, nur um wenige Minuten später als Erwachsene mit völlig verändertem Charakter daraus wieder aufzutauchen. Warum? Na, weil die Writer sonst nicht ihre Verführungskünste in die Serie hätten einbauen können. Wäre halt sinnvoll gewesen, sich da im Vorfeld der Serie Gedanken drum zu machen, aber hey, man brauchte ja irgendeine Beschäftigung für Selina Kyle, wenn die nicht gerade mit Bruce Wayne rumdödelt. Der ist nebenbei langweilig wie eh und je und steckt in einer ultralahmen Doppelgängerstory fest, in der nebenbei natürlich auch Selina mitwirkt, die eigentlich viel spannenderen Kram machen könnte. Was nebenbei mehr oder weniger für jeden hier gilt. Es dreht sich viel im Kreis oder dümpelt so dahin und jeder und sein Nachbar nutzt entweder Halluzinationen oder wird von ihnen geplagt. Wie einfallslos müssen Autoren sein? Eigentlich schade, dass der Produktionsaufwand doch recht hoch ist, sonst wäre das hier ein echtes Trashfeuerwerk. So ist es irgendwie unterhaltsam, aber größtenteils saudämlich.

SUPERNATURAL – SEASON 15

Ursprpünglich sollte nach 5 Staffeln Schluss sein und trotz all dem Spaß, den ich auch die weiteren 10 Jahre mit der Serie hatte, bleibe ich dabei, dass das besser gewesen wäre. So hatte das Ganze eine Menge Auf und Abs und teilweise unerträgliche Grütze, aber auch extrem unterhaltsamen Quatsch zu bieten. Von der letzten Etappe habe ich mir dann auch mehr oder weniger genau das erwartet. Ein paar bekloppte Ideen, ein bisschen vom immer gleichen, ein wenig Langeweile und teils eben unerträgliche Grütze. Die gab es quasi zum Start der Season, denn die Idee, alles und jeden aus der Vergangenheit wieder auszugraben ist bei mir immer der direkte Unterhaltungstod, weil absolut unkreativ. Und leider zieht sich das auch durch die gesamte Staffel.

Da im Laufe der Jahre auch jeder Charakter mehrmals gestorben, zur Hölle gefahren oder anderweitig beseitigt worden ist, gibt es da natürlich auch keine Fallhöhe mehr. Alles schon gesehen, kein Grund mehr noch mitzufiebern. So plätscherte die letzte Staffel dahin und reiht sich eher bei den schwachen Phasen der Serie ein. Da wird bei mir nix hängen bleiben. Man hat den Zenith einfach schon vor langer Zeit überschritten. Immerhin hat man jetzt einen Strich drunter gezogen, was immer besser ist, als abgesetzt zu werden. Im Grunde hat man auch ein brauchbares – wenn auch nicht gerade spektakuläres – Finale fabriziert. Und dann reißt man das mit einer völlig überflüssigen letzten Episode wieder ein, die zudem auch noch eine absolut beknackte Massage vermittelt. Das war schon hart dämlich, aber insgesamt auch irgendwie alles typisch für die Serie, also passt es wohl dann doch wieder als Abschluss.

Bald startet die letzte Staffel von SHAMELESS. Ich hoffe einfach mal, dass die mir dann mehr gibt. Vielleicht nutze ich dann sogar noch mal diesen Kackeditor, um was dazu zu schreiben. Wir werden sehen …

Mal (mehr oder weniger) aktuell: Tenet

Ein Lebenszeichen!!!

Ihr dachtet sicher schon, der Filmschrottplatz hat still und heimlich seine Pforten geschlossen. Aber nein, nein, so einfach werdet ihr mich nicht los. Mir fehlt nur momentan die nötige Zeit, hier meinen Quatsch rauszuhauen. Für den Oktober habe ich zumindest ein paar Horrorfilme aufm Plan. Und mein Kampf gegen die Comichelden soll auch bald mal weitergehen. Heute gibt es immerhin mal was neues hier, wenn auch keinen Schrottfilm. Oder vielleicht doch? Die Rede ist von:

TENET

Fast ein Jahr ist es her, dass ich im Kino war. Ich bin ja ohnehin kein großer Kinogänger, aber die Umstände haben es natürlich nicht besser gemacht. Für Nolans neusten Zeitwirrwarr habe ich mich dann aber doch mal wieder aufgerafft. Und nein, ich werde hier nicht den lahmen Gag bringen, alles sträwkcür zu schreiben, weils einfach nur tierisch nervt.

Ich muss Nolan ja mal wieder meinen Respekt dafür aussprechen, dass er nicht müde wird, immer wieder irgendein neues Zeitgeschwurbel in seine Streifen zu basteln. Das funktioniert mal mehr mal weniger gut, aber zumindest ist es meist einfallsreich und bietet was neues. Das ist vor allem im mittlerweile dermaßen festgefahrenen Hollywoodblockbusterbereich dann natürlich eine willkommene Abwechslung. Ohn hier jetzt zu spoilern, worum es eigentlich genau geht, kann ich zumindest behaupten, dass ich das „Wie“ seines Zeitgewurschtels hier einigermaßen verstanden habe. Mein Problem war dann eher das „Warum“. Also im Sinne von: „Ich weiß, wie das funktionieren soll,  aber ich verstehe nicht, warum das jetzt funktioniert, nachdem vor 5 Minuten noch was völlig anderes behauptet wurde.“ Das liegt vermutlich aber auch einfach daran, dass in dem Film sehr sehr seeeeeeeeeeeeeehr viel behauptet wird und immer noch eine neue Lage an Zeitenherumgewirbel draufgelegt wird, sodass man einfach zwangsläufig den Durchblick verlieren muss.

Im Prinzip versucht der Film dabei alles zu erklären, das ist aber auch ein riesiger Schwachpunkt, denn diese Erklärungen kommen immer und ständig von den Charakteren. Jeder Dialog in diesem Film ist der reinste Infodump. Und wenn es keine Infodump ist, handelt es sich um irgendein pseudophilosophisches Geseier, das kein normaler Mensch so von sich geben würde, in diesem Universum aber scheinbar der ganz normale Sprachstil ist. Vor allem ist es aber nervtötend ohne Ende, dass zweieinhalbstunden lang niemand auch nur einen normalen Satz von sich gibt.

Die Charaktere sind aber ohnehin dermaßen flach, dass es ein Wunder ist, dass sie überhaupt jemals das Sprechen gelernt haben. Ich meine, der Protagonist hat nicht mal nen Namen und heißt einfach nur der Protagonist. Eigentlich hätte diese Welt diese Leute schon aus Selbstschutz auslöschen müssen, weil die einfach überhaupt kein Interesse an irgendwas haben, außer diese Welt zu retten. Die wird nebenbei von einem Bösewicht bedroht, der demaßen klischeehaft ist, dass ich mich durchgehend gefragt habe, aus welchem drittklassigen 50er Jahre Spionagethriller Nolan den wohl geklaut hat.

Was das Ding dann rettet, ist die wunderbare Zeitspielerei in den Actionsequenzen, wo es vor und zurück und hin und her geht, und man teilweise gar nicht mehr durchblickt, aber mit einigen netten Szenen beglückt wird. Zwischendurch gab es sogar Szenen, bei denen ich mich dann doch kurz fragen musste, wie das wohl umgesetzt wurde, was in Zeiten von CGI ja nun wirklich nur noch selten der Fall ist

TENET ist unterhaltsam aber kein Meisterwerk. Nolan zeigt hier mal wieder, dass er sich mit seinem Kram gerne mal ein wenig zu weit aus dem Fenster lehnt. Intelligente Blockbuster hin oder her, 1-2 Stufen Zeitgewirbel weniger hätten hier definitiv geholfen, denn die Lücke zwischen „intelligent“ und „kompliziert“ ist schmal und wird nicht durch seelenlose Figuren gerettet, die kein echtes Leben in sich haben.

Filmstapel: Rocketman, Long Shot, Hauptmann, Tonya

ROCKETMAN

Ich brauchte ne Weile, um mit Taron Egerton als Elton John warm zu werden und die ganzen Musicalnummern sind sicher gut inszeniert, aber mir gibt sowas einfach recht wenig. Dazu kommt, dass ich mit Johns Musik nun nie so wirklich viel anfangen konnte. Ein paar Songs mag ich, den Rest … eher nicht. Mit der Zeit kam ich aber ganz gut in den Film rein. Inszenierung und Darsteller sind top und alles ist schön ineinander verwoben, sodass Handlung und Musicalperformances nahtlos ineinander übergehen. Leider ballert die Handlung aber auch hier (wie bei BOHEMIAN RHAPSODY, der mir persönlich besser gefallen hat, aber ich hab halt mit Queen auch mehr am Hut als mit John) so schnell voran, dass man quasi kaum mitkommt und vor allem dauerhaft das Gefühl hat, dass sehr viel nur angerissen oder übersprungen wurde. Vielleicht ist das auch einfach ein Übel, das man bei Musiker-Biopics in Kauf nehmen muss, weil man eben neben dem Aufstieg, dem Starruhm und den Folgen, privater Eskapaden und allem anderen auch noch die Hits unterbringen muss, die nun mal Zeit brauchen. Am Ende war mir das persönlich zu viel Musical. ich bevorzuge dann doch eher den schnöden Konzertkram wie beim anderen erwähnten Biopic. Trotzdem ein guter Film. Vielleicht sollten in Zukunft Musiker-Biopics dieser Art aber lieber in Serienform daherkommen. Mehr Zeit täte da wirklich gut.

LONG SHOT

Der Anfang ist kompletter Käse und ich war schon versucht, das Ding direkt aufzugeben. Überraschenderweise fängt sich der Film aber schnell einigermaßen. So richtig überspringen wollte der Funke bei mir aber nicht. Seth Rogen und Charlize Theron haben eine gute Chemie und auch sichtlich Spaß an ihren Rollen. Ich mag beide, das war also ein Pluspunkt. Die Story ist der übliche Kram und bietet das, was man erwartet. Hauptsache, ich langweile mich nicht. Hab ich größtenteils nicht, bis auf ein paar zähe Momente im Mittelteil. im weiteren Verlauf gibts dann auch ein paar wirklich lustige Momente. Passt also soweit. Kein Meisterwerk, aber kann man mal gucken, wenn man RomComs mag.

I, TONYA

Eiskunstlauf ist wie Ballett: Mir ein Rätsel. Für mich machen die da alle die gleichen drei Moves und das wird dann irgendwie bewertet. Und dann weiß ich auch nicht. Es ist einfach die pure Langeweile.

Der Film hingegen ist es nicht. Ich muss gestehen, dass ich von diesem Vorfall tatsächlich erst durch die Entstehung dieses Films erfuhr. Wie gesagt, Eiskunstlauf interessiert mich nicht die Bohne, also auch irgendwelche damit verbundenen Verkrüppelungen nicht.
Der Streifen lebt letztlich von Margot Robbie, die sehr gut ist und Allison Janney, die überragend ist. Der dokumentarische Aufbau sagt mir zwar nicht so zu, weil es mir dadurch teils zu gewollt meta wird, aber ingesamt unterhält das Ding durchgehend. Macht man also nichts mit verkehrt.

DER HAUPTMANN

Ein düsterer Blick auf den Einfluss von Machtverhältnissen. Wie schnell steigt einem Macht zu Kopf? Wie schnell folgen die Menschen Leuten mit Macht? Und wohin führt dieser blinde Gehorsam? Der Film behandelt diese Fragen zwar teils durchaus etwas oberflächlich, aber insgesamt ohne Beschönigung. Gegen Ende des zweiten Weltkriegs suchten die verstreuten Nazis offensichtlich nach jemandem, der sie an die Hand nimmt und da war jeder gut genug, also nahmen sie den Erstbesten. Mit jeder weiteren Szene wird es unbequemer.. Ach so, das hier beruht auf Tatsachen, spielte sich größtenteils wirklich so ab. Und das macht es erst so richtig erschreckend, wie leicht Menschen beeinflussbar sind, wenn sie verzweifelt oder auf der Suche nach „Führung“ sind. Und wie sehr sie ihre Macht ausspielen, ohne irgendwann noch zu hinterfragen, was sie da eigentlich tun. Da soll nochmal jemand sagen, sowas wäre heute nicht mehr möglich.

Monster Mai: Jurassic World 2

Beenden wir den MONSTER MAI mit einem Film, den ich jetzt lange genug vor mir hergeschoben habe. Es geht nicht direkt um Monster, sondern um ausgestorbene Tiere. Der Erstling ist einer der wohl besten Blockbuster aller Zeiten. Alles danach … nicht. Die Neuauflage des Ganzen war schon im Vorgänger eine einzige Qual für mich. Ich bin sicher, es wird nicht besser werden.

JURASSIC WORLD: FALLEN KINGDOM – DAS GEFALLENE KÖNIGREICH – USA – 2018 – 128 Min.

Regie führte hier nicht mehr Colin Trevorrow, sondern J.A. Baynoa, der zuvor mit A MONSTER CALLS wohl nen brauchbaren Streifen abgeliefert hat. Ansonsten hat er nicht viel erwähnenswertes auf dem Kerbholz. Da ist es natürlich gut, direkt so einen Bullshit wie den folgenden in der Filmographie stehen zu haben.
Trevorrow schrieb zusammen mit Derek Connelly wie schon beim Vorgänger wieder das Drehbuch. Kein gutes Zeichen.
Chris Pratt und Bryce Dallas Howard kehren in ihre Rollen als Owen und Claire zurück. BD Wong ist auch wieder dabei. James Cromwell gesellt sich dazu und Jeff Goldblum macht ja mittlerweile einfach bei jedem Scheiß mit, also konnte man auch ihn ranholen. Das alles wird nichts helfen, da bin ich absolut sicher.

Irgendein Unterwasserkugelding sucht nach irgendwas unter Wasser und findet ein riesiges Tor unter Wasser, durch dass es dann fährt, um unter Wasser weiter nach irgendwas zu suchen, was man nur unter Wasser suchen kann. Falls irgendwas in dem Waser wäre, wären sie übrigens schon tot, wie Käptn Ahab erklärt. Und da ist das Sekelett der Indominus Rex und sie sieht gar nicht so aus, als wäre sie von einem Riesenfisch gefressen worden. Aber suchen wir nicht nach Sinn und Logik hier unter Wasser. Da kann nichts gutes bei rumkommen.

Okay, ich gebe zu, der erste Auftrit des T-rex hier ist schon cool. Wie er da aus der Finsternis kommt und nur im Licht der Blitze gesehen werden kann. Danach kommt natürlich wieder der Riesenfisch und alles ist direkt wieder lahmer Scheiß wie immer.

Nun, zur Story hier: Auf der Jurassic Insel ist ein Vulkan erwacht, denn wie wir wissen, hat John Hammond keine Kosten gescheut. Außer, wenn es darum ging, irgendwas abzusichern. Zum Beispiel, ob da vielleicht ein Vulkan in den nächsten Jahren ausbrechen könnte. Jetzt ist die Frage: Lässt man die Dinos verrecken oder rettet man sie? Dr. Ian Malcolm ist … dafür. Für was, weiß ich noch nicht genau.

Claire leitet die Dino-Rettungs-Organisation und muss sich mit Politikern herumschlagen und braucht jemanden, der ihr hilft, die Dinos zu retten, denn die Regierung will die einfach im Lavastrom verenden lassen. Eli MIlls hat irgendwas zu melden, das mit Hammonds Vermächtnis zu tun hat und will die Dinos zu einer anderen Insel umsiedeln, wo sie frei leben können. Hammonds alter Freund Benjamin Lockwood finanziert die Rettung oder so. Ganz besonders muss scheinbar Raptor Blue gerettet werden und deshalb soll Claire Raptorenflüsterer Owen ins Team holen.

Der baut ein Haus am Arsch der Heide, nachdem er sich von Claire getrennt hat, weil die nicht mit ihm in einem Auto wohnen wollte. Oder andersrum. Who gives a fuck. Es ist alles dermaßen Blaupause, dass es schon fast wieder bunt ist. Owen hat übrigens keinen Bock zu helfen. Aber dann guckt er sich Videos von seinem Raptorenbabytraining an und will Blue doch retten.

Auftritt nerviges Blag. Die Enkelin von Lockwod erschreckt ständig die Haushälterin und passt somit perfekt in die lange Liste der nervigen Jurassic Blagen.

Au der Insel wartet bereits ein ganzes Aufgebot an Soldaten und anderen Vollidioten auf Claire, Owen und deren mitgebrachten Vollidioten. Ich halte mich hier nicht mit Namen auf, denn die verrecken größtenteils eh und ich bin zu faul um nachzugucken. Alle sehen nen Brontosaurus und es ist natürlich weit weniger episch als damals im ersten Teil. Aber sie versuchen es hier immerhin.

Ich muss an dieser Stelle kurz darauf hinweisen, dass ich nicht die geringste Ahnung habe, wie zum Geier die die Dinos eigentlich fangen und von der Insel bringen wollen. Entweder wurde das nicht erklärt oder es ist so egal, dass es in nem Nebensatz untergebracht wurde.

Owen geht in den Busch, um Blue zu suchen. Vorher drückt er Claire noch nen dummen Spruch, weil die sich ja jetzt so richtig kacke finden. Owen will Blue zähmen, aber natürlich fangen die Soldaten an, rumzuballern, weil sie Soldaten sind. Blue und Owen werden betäubt und ich stelle hier mal nicht infrage, ob eine Betäubungsdosis für einen Dino für Owen nicht direkt tödlich wäre. Der wird von einem Triceratops wachgeschlabbert und die Lava rückt näher. Owen rettet sich, indem er sich hinter einen Baumstamm rollt.

Im Bunker muss Nerd Franklin mit einem Raptor um einen Stuhl kämpfen und es wird noch dämlicher werden, da bin ich absolut sicher. Der Vulkan gibt übrigens bereits alles. Die folgende Szene, in der Menschen und Dinos durcheinander vor einem Vulkanausbruch wegrennen ist mein persönlicher CGI-Hades. Jede einzelne Sekunde davon sieht unglaublich scheiße aus und die Szene ist zudem auch noch sterbenslanngweilig inszeniert. Beschissener wirds aber natürlich trotzdem, denn zwei Dinos kämpfen miteinander und der Sieger will Owen fressen, wird aber vom T-Rex kaputt gebissen und dann fliehen sie in einer dieser beknackten Rollkugeln und Owen muss hinterherlaufen. Die Kugel fällt von einer Klippe ins Wasser und Owen muss sie von außen öffnen, damit Claire und der Nerd rauskommen.

Überall fliegt Vulkangedöns durch die Gegend. Dinos werden aufs Schiff gebracht und Owen und Claire sind echt angepisst. Der Obersoldat sammelt Dinosaurierzähne und wird später von einem Stegosaurus aufgespießt werden. Es ist wirklich billigstes Foreshadowing hier.

Ich zähle nebenbei mittlerweile mindestens vier kopierte Szenen aus LOST WORLD. Ich lasse das mal als Homage durchgehen, aber reicht dann jetzt auch.

Wisst ihr, der Blick auf die Insel, während sie und die Dinos darauf vom Vulkan vernichtet werden, wäre ja ganz nett und mitreißend, wenn die Reihe nicht komplette Scheiße wäre, die nur von einem Actionsetpiece zum nächsten jagt.

Zwischendurch gibt es immerhin ein wenig lahme Story. Zum Beispiel, wenn Mills einem potenziellen Dino-Käufer erklärt, was die Zukunft bereit hält. Und zwar Dinosaurier als Waffen fürs Militär. Hatten wir das nicht schon im Vorgänger? Dafür brauchen sie Blue, denn die ist ja trainiert und hört auf den Menschen und aus ihrer DNA will man den Indoraptor kreieren. Hört doch mal auf mit dieser DNA-Mix-Waffen-Scheiße und denkt euch ne brauchbare Story aus. Ist doch wirklich nicht so schwer.

Es folgt eine der dämlichsten Szenen der Filmgeschichte, als Claire einen T-Rex besteigt. Ich will nicht weiter darauf eingehen. Es ist alles dermaßen behämmert und sinnlos, dass jedes Wort zu viel wäre. Sie brauchen nebenbei Blut vom T-Rex für einen Bluttransfusion für Blue. Fragt nicht, nehmt es einfach so hin. Mache ich auch immer.

Wie ist das eigentlich mit der Bewegungssensibilität beim T-Rex? Ist das hier noch aktuell oder hat man das auch verworfen, weil es das Tier zu interessant gemacht hat? Dem T-rex scheint nämlich scheißegal zu sein, ob sich was bewegt oder nicht, er schnappt einfach zu.

Das Blag erkundet das Anwesen und findet heraus, dass Mills böses vorhat. Opa will davon nix hören, also muss das Jurassic Blag selbst handeln und guckt sich ein Video von Owen an, der Blue trainiert. Ganz ehrlich, die Beziehung zwischen Owen und Blue ist am Ende das einzig einigermaßen interessante in dem ganzen Käse. Und selbst das ist eher … geht so.

Dr. Wu steckt natürlich auch wieder mit drin und es ist alles dermaßen forciert und langweilig. Lockwood ist nicht erfreut und stellt Mills zur Rede. Der bringt ihn dafür natürlich um die Ecke.

Letztlich landen also alle in der Villa mit dem Untergrundlabor voller Dinosaurier. Ist das nicht die Story von dem Spiel DINO CRISIS? Am Abend steht die große Auktion an und das Blag findet ihren toten Opa.

Owen pfeift so lange, bis ein Dino durch die Wand bricht. Jemand aus Indonesien kauft den ersten Dino. Owen und Claire treffen das Blag.

Der Indoraptor wird vorgeführt und … es ist mir scheißegal, was das Vieh kann, denn es ist völliger Schwachsinn. Russland kauft ihn natürlich. Owen rüttelt die Party ein wenig auf, indem er mit dem freigelassenen Dino durch die Bonzenärsche hüpft und ein paar Knochen bricht.

Ich gebe zu: Ich habe mich geirrt. Der Obersoldat wird nicht von einem Stegosaurus aufgespießt. Da wusste ich aber auch noch nicht, dass der Charakter ein kompletter Volltrottel ist. Ich hätte es besser wissen müssen. Er betäubt den Indoraptor und will ihm einen Zahn ziehen, aber der wird natürlich wach und beißt ihm den Arm ab. Und jetzt ist Indo frei.

Das Blag ist übrigens nicht Lockwoods Enkelin, sondern ein Klon oder so und ich habe die Schnauze einfach gestrichen voll von dieser lahmen, einfallslosen, völlig hingerotzten Scheiße ohne jeglichen Unterhaltungsfaktor. Aber hey, es geht immer noch schlimmer und ein Raptor flieht in bester Actionfilmmanier vor einer Explosion. Es ist alles einfach nur fürchterlich.

Irgendwo strömt Gas aus und bald wird alles explodieren. Einfallsreich. Owen schleicht durchs Raptorenmuseum. Nett gemacht, verkommt aber natürlich im Actionschwachsinn, weil hier unter keinen Umständen sowas wie Atmosphäre über längeren Zeitraum bestehen bleiben darf. Nebenbein erinnert das alles stark an die Küchenszene aus dem einzig guten Film der Reihe. Oh, und Owen und Claire knutschen. Ich hab die Schnauze voll.

Indoraptor steht auf dem Dach der Villa und brüllt, weil die Macher dachten, dass es ein cooler Shot ist. Mehr steckt hier eigentlich hinter gar nichts. Alles ist gewollt zusammengefrickelt.

Das Blag versteckt sich im bett. Indo kommt vorbei und will sie frassen, aber Owen ballert rum. Das reicht aber nicht und Indo will Owen fressen, aber da ist plötzlich Blue und kämpft mit Indo. Ach, fickt euch doch, mit eurem immer gleichen Scheiß, Hollywood. Indo und Blue stürzen ins Museum und natürlich wird Indo auf einem Skelett aufgespießt und Blue ist mal wieder der Held. Was für ein unglaublicher Schwachsinn.

Ach so, das Gas strömt auch noch aus, deshalb müssen sie alle Dinos freilassen, damit sie nicht verrecken.

Ach so, Mills lebt ja noch. Er wird vom T-Rex wegschnabuliert. Meine Fresse, ist mir das alles scheißegal, was hier passiert. Das muss man erst mal hinkriegen. Die Reihe ist sowas von tot, dass sie schon in Bernstein eingeschlossen ist.

Owen und Blue bandeln zum Schluss nochmal schnell ein wenig an und dann verschwindet Blue im Wald.

Ian Malcolm quatscht immer noch rum und im Prinzip teast er Teil 3 an, der eigentlich Teil 6 ist und somit der vierte Teil der Reihe sein wird, der komplette Scheiße ist. Und er schließt mit den Worten: „Welcome to Jurassic World“, weil die Macher dachten, dass das zum Schluss cool klingt. Ich gehe mich selbst an Dinosaurier verfüttern, damit ich nicht noch mehr von dieser gequirlten Scheiße ertragen muss …

Monster Mai – Humanoids From The Deep

Es zeichnet sich ein Schema ab hier im Monster Mai. Wir hatten einen Riesenhai im Wasser. Wir hatten die Navy außerhalb des Wassers. Jetzt kommen die Monster aus dem Wasser. Um genau zu sein, aus der Tiefe denn es sind die:

HUMANOIDS FROM THE DEEP – DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – USA – 1980 – 80 Min.

Regissseurin Barbara Peeters bewies, dass nicht nur ihre männlichen Kollegen geilen Trash fabrizieren können. Leider drehte sie hier nach nur noch vereinzelte Serienepisoden.
Drehbuchautor William Martin machte sonst absolut nichts.
Doug McClure ist nicht verwandt mit Troy McClure, aber ihr kennt ihn bestimmt nicht aus MAVERICK oder THE LAND THAT TIME FORGOT. Ann Turkel spielte in drei Episoden KNIGHT RIDER mit und jedesmal eine andere Rolle. Die anderen Nasen hier kennt auch kein Mensch. Aber sie sollen ja ohnehin nur den Humanoiden geopfert werden, also was solls …

In der Tiefe lauert das Grauen vornehmlich in Form von Algen und anderem Gestrüpp. So tief sieht das da auch gar nicht aus. Die Opening Credits springen einem geradezu ins Gesicht und da steht: MONSTER und in Klammern ganz klein darunter (HUMANOIDS FROM THE DEEP). Bedeutet das, der Titel von dem Ding hier war eigentlich schlicht MONSTER? Hoffentlich ist das Ergebnis einfallsreicher.

Ein Humanoide verfängt sich im Fangnetz eines Fischerboots. Was fingert das Vieh auch in dem Netz rum? Hätte es mal die Finger davon gelassen, wären die Fischer noch am Leben. Böser Humanoide.

Jim hat aus der Ferne gesehen, wie die Fischer starben, als das Boot explodierte. Eine Erklärung wurde noch nicht gefunden. Das Kind weint. Der Hund knurrt. Nebel zieht auf. Die Humanoiden kommen an Land. Hier wird offensichtlich nicht lange gefackelt. Jim und Carol suchen am Morgen den Hund und finden … einen Schnitt zu irgendwelchen Trotteln, die Kistenweise Dosenbier von einem Pick-Up laden. Jim und Carol suchen weiter am Strand und finden … roten Matsch mit einem Hundekopf darin. Die Trottel finden jede Menge tote Hunde am Hafen Und verdächtigen Indianer.

Die Humanoiden jagen also gerne Hunde. Nun, für die Menschen eine recht sichere Sache. Wären die Wauzis nur nicht der beste Freund des Menschen. Das bedeutet selbstverständlich Krieg.

Susan tapert halbnackt durch ihre Wohnung und leidet offenbar unter Verfolgungswahn. Warum sonst würde sie sich so vor dem Telefon erschrecken und mit einer Gabel bewaffnet durch die Räume tapern? Johnny Eagle kommt durch den Seiteneingang rein und wird fast abgestochen. Er hätte es für den dämlichen Namen alleine verdient gehabt.

Am Abend hängen alle auf der Countryparty rum und freuen sich, dass der Bürgermeister (oder irgendein andere Quatschkopp) verspricht, dass die Fische hier in Zukunft noch dicker sein werden. Wenn die wüssten, was die sich bereits geangelt haben. Der einzige Indianer der Stadt sprengt die Party und wird mit ein wenig Rassismus und viel vor die Fresse von der Feier entfernt.

Ein wenig Rumgedümpel und beim Baden mit seiner Freundin wird Spaßvogel Jerry das Gesicht von einem Humanoiden weggefressen. Die Freundin verliert ihren Bikini beim Humanoidenangriff. Ich schätze, ihr Leben auch.

Hank labert mal wieder über Indianer. Ich werde das Gefühl nicht los, dass das noch wichtig wird.

Bauchredner Billy, seine Puppe Chuck und seine nackte Freundin Baby werden von einem Humanoiden überfallen. Baby kann fliehen, wird aber von einem weiteren Humanoiden erwischt und … vergewaltigt? Ähm, das nimmt gerade eine unschöne Wendung.

Hank und seine Buddys werfen Molotov-Cocktails auf den Indianer und irgendwie raffe ich immer noch nicht so ganz, was eigentlich Hanks Problem ist. Die Humanoiden mischen sich auch noch ein und killen einen Typen, der nicht vergewaltigt wird.

Die Monster sind jetzt überall und springen Linda während der Fahrt mitten auf die Motorhaube. Linda stürzt mit der Karre von einer Brücke und sie explodiert.

Jim hat die Schnauze voll und geht mit dem Indianer angeln. Zu ihrer Enttäuschung fangen sie nur Fisch. Carol schlägt vor, die Humanoiden an Land zu suchen und sie finden sie. Jim ballert mit seinem Gewehr rum. Carol macht Fotos und sie finden die nackte, bewusstlose aber immerhin lebendige Peggy. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob Peggy das Vergewaltigungsopfer ist und noch weniger sicher bin ich mir, ob ich es überhaupt wissen will.

Carol testet rum und stellt fest, dass die Humanoiden irgendwas mit Fröschen sind. ENDLICH WIEDER FROSCHMUTANTEN HIER!!!

Die große Lachs Parade steht an. Sogar Miss Lachs ist anwesend. Was ne wilde Sause. Ich hoffe, sie sterben alle.

Hank und seine Gang sind auch wieder da und sorgen für den nötigen Rassismus, der so eine Lachs Parade abrundet. So richtig rund wirds dann natürlich mit den Humanoiden, die so richtig Party machen. Köpfe abreißen. Torsos zerquetschen. Karussel fahren. Alles dabei. Irgendwo wird noch eine sinnlose Duschszene dazwischen geschnitten, weil man die ja auch noch irgendwo unterbingen musste.

Miss Lachs kämpft mit einem Stein bewaffnet und oben ohne gegen einen Humanoiden. Flashbacks in die Steinzeit hat der Film also auch noch zu bieten. Es ist ein Traum für jeden Fan von völligem Schwachsinn. Ich liebe es.

Hank verliert fast sein Bein, aber der Indianer rettet ihn und Hank kann es nicht fassen, dass sein Rassismus dermaßen gescheitert ist. Während all dieser Szenen läuft im Hintergrund ein Tonband mit den drei immer gleichen Frauenkreischern ab. Man hat hier wirklich an alles gedacht.

Carol wird zuhause von einem Humanoiden besucht und mir fällt gerade auf, dass ich die ganze Zeit Susan fälschlicherweise Carol genannt hat. Was haben die auch den gleichen Friseur? Carol sticht den Humanoiden in bester Psychomanier ab. Aber draußen sind noch mehr. Nein, doch nicht, es ist nur Jim. Der fast abgestochen wird wie zu beginn Johnny Eagle. Zum Glück sind wir kurz vorm Ende, jetzt wo man beginnt sich zu wiederholen. Ist aber auch einfach unmöglich, 80 minuten mit frischen Ideen zu füllen.

Hank war gar nicht Hank. Hank ist jemand anderes. Der Rassist heißt … nicht Hank. Ich und die Namen. Es wird nie was werden. Who gives a fuck.

Peggy ist schwanger. Ähem, es ist klar, wo das hinführt. Die Vergewaltigungen wurden übrigens nachgedreht. Regisseurin Barbara Peeters filmte die Vergewaltigungen nur als Schatten oder angedeutete Momente. Hätte auch völlig gereicht, wenn man mich fragt. Aber Roger Corman wollte es natürlich expliziter. Nun, er hatte wohl sowas wie einen Ruf, dem er als Produzent gerecht werden musste. Also drehte der Regieassistent noch die ganzen Titten- und Rapeszenen für den Film. Kann man von halten, was man will.

Wenn man sich die Vergewaltigungen wegdenkt, eine durchaus unterhaltsame Angelegenheit, der Streifen. Ich tauche meinen Humanoiden ins Wasser …

Monster Mai: The Navy vs. The Night Monsters

Monster existierten schon immer. Und je älter ein Monster, desto furchterregender ist es. Sollte man denken. In Filmen sieht es natürlich ein wenig anders aus. Alte Monster sind meist wenig furchteinflößend. Eher unfreiwillig komisch. Maske, Kostüme, Effekte … es gab Zeiten, da waren die nicht immer so großartig wie in den 80ern. Heute zum Beispiel. Und davor auch nicht. Eigentlich waren sie nur in den 80ern geil, also sind alle anderen Monster doof. So. Und davon gucken wir uns heute welche an. In:

THE NAVY VS. THE NIGHT MONSTERS – VERHÄNGNISVOLLE FRACHT – USA – 1966 – 87 Min.

Regisseur und Autor Michael A. Hoey geriet während der Dreharbeiten mehrfach mit Produzent Jack Broder aneinander, weshalb dieser für weitere Shoots Arthur C. Pierce und Creaturedesigner Jon Hall heranholte. Die Tatsache das absolu niemand der Beteiligten irgendwas erwähnenswertes in ihrer Filmographie stehen hat, zeugt davon, dass sie alle Unrecht hatten.
Der gesamte Cast wollte nicht mehr mitspielen, nachdem der Titel von NIGHT CRAWLERS zu dem endgültigen Titel geändert wurden. Sie blieben aber doch alle dabei und am bekanntesten ist vermutlich noch Mamie van Doren, die nur dabei war, weil sie verpflichtet war, einen Film für Produzent Roger Corman zu drehen. Begeistert von dem Streifen war sie keineswegs. Anthony Eisley, Billy Gray, Bobby Van oder Pamela Mason kennt vermutlich keine Sau. Kein Wunder, bei so generischen Namen. Aber solange die Monster nicht generisch sind …

Die Antarktis ist eine eigene Welt, so unbekannt wie die weit entfernten Planeten unserer Galaxie. So sagt es zumindest der Erzähler. Aber heute gibt es einen Durchbruch, denn die Amerikaner nehmen Proben von Pflanzen oder so aus der Antarktis mit nach Hause. Na dann, kann die NASA ihre Antarktis-Expiditionen wohl absagen. Schade. Apollo 4,2 war fast bereit.

Die Piloten unterhalten sich über Käsesandwiches und Blondinen. Die Navy hingegen präsentiert Phillips, der sich wie ein Trottel bei der Prüfung aufführt und Chandler, der mit seinem Hund spricht und von den Krankenschwestern verarscht wird. Oh nee, die versuchen hier, lustig zu sein. Das kann doch nichts werden.

Das Flugzeug mit den Proben muss bei der Navy zwischenlanden um aufzutanken. Vorher tickt aber einer im Flieger aus und öffnet im Flug die Tür, woraufhin er und eine Tussi in den Tod stürzen. Die Navy ist in Alarmbereitschaft, denn die Piloten melden sich nicht mehr. Es folgt die mit großem Abstand billigste Notlandung in der Geschichte der Luftfahrt. Im Flieger schnattern die Pinguine und der Pilot starrt in die Gegend. Sonst ist scheinbar niemand mehr an Bord.

Der Pilot steht unter Schock und es gibt vorerst keine Antworten. Dafür aber Meinungsverschiedenheiten, denn der Pilot könnte auch ein Killer sein, der alle anderen aus dem Flugzeug geworfen hat. Nur die Pinguine nicht, den Killer sind immer tierlieb. Ein Pinguin ist aber wohl ausgebüchst, denn sein Käfig ist kaputt.

Eine seltsame Flüssigkeit bedarf einer Analyse. Dann passiert ne Viertelstunde quasi nichts, was bei einem Film mit knapp 80 Minuten Laufzeit keine gute Sache ist. Und dann wird eine Krankenschwester erwürgt. Der Pilot liegt anschlißend wieder im Koma, aber Lieutenant Brown hat die Schnauze voll und will ihm die Visage verbiegen. Der Hund von Chandler hat auch die Schnauze voll und kläfft in den Wald. Allerdings schallt es nur wieder heraus und mehr passiert nicht.

Im Labor stellen Dr. Beecham und Nora fest, dass die Flüssigkeit sowas von außergewöhnlich ist, dass sie fast versucht sind, daraus einen neuen Schnaps zu brennen. Da die Flüssigkeit aber auch sowas von ätzend ist, geht das nicht. Aus irgendeinem Grund ist was von der Säure – oder was auch immer es ist – auf dem Dach und tropft Diane auf die neue Bluse. Schnell Wasser drauf, sonst hinterlässt das Flecken und Löcher an Stellen, die man nie wieder genäht kriegt.

Ein Wachmann schreit. Ich schätze, er wurde von einem Monster gekillt.

Es werden die Molotov-Cocktails vorbereitet. Ich schätze, es geht in den Krieg gegen die Monster, die ich bisher noch nicht mal gesehen habe. Oh da, ach nee, das ist der Hund. Uh, da ist doch eins der Monster!!! Und es ist … so groß wie ein Fingerhut. Ich vermute mal, das die noch wachsen werden. Oh ja, das da ist schon größer. Und es sieht aus, als hätte samson aus der Sesamstraße in die Steckdose gefasst. Zeit, die Molotov-Cocktails zu werfen wie ein besoffener Russe auf Silvester in Stalingrad.

Von Diane werden nur noch die Schuhe gefunden. Nora ist besorgt, aber Lieutenant Ständer beruhigt sie mit den Worten, das „alles gut wird, Baby“. Na dann, kann ja nichts mehr schiefgehen.

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich diese künstlichen Studiowälder in alten Filmen irgendwie mag? Die haben sowas unnatürlich Natürliches an sich, das sich nicht beschreiben lässt. Und die Baummonster können sich darin wunderbar verstecken und Navy-Fritzen durchschütteln.

All das Chaos hält natürlich nicht davon ab, zusammen irgendwo Kaffe trinken zu fahren. Lieutenant Coffeecup und Nora schnulzen also kurz ein wenig rum und gestehen sich ihre Liebe. Also sie ihm. Er hingegen braucht „ein wenig zeit, Baby“. Romantisch.

Ein Soldat tickt mal wieder aus. Ich dachte, über diesen Punkt wären wir lange hinaus und jetzt kommen die Baumbärte endlich mal ausm Wald und machen Kleinholz.

Die Analysen ergeben, dass es sich um tierähnliche Pflanzen handelt, die schnell wachsen. Bester Dialog des Films: „I have never heard of such a thing.“ „You have now.“ Wie soll man gegen so eine Argumentation angehen?

Ein besoffener Matrose ist im Wald. Kann mir eigentlich mal jemand erklären, was ausgerechnet die Navy in diesem Waldgebiet zu suchen hat? Das ist ja nun wahrlich nicht deren Spezialgebiet. Und da ist nicht mal ein Teich oder ein Bach oder eine verdammte Pfütze. Der Matrose verliert nebenbei seinen Arm und endlich gehts mal ab hier.

Der Pilot erwacht und rennt in den Wald, wo er von einem Baummonster gefressen wird. Erinnert ihr euch noch an die erste Folge von LOST, wo das Monster den Piloten frisst?Ich bin sicher, das hier war die Inspiration.

Und dann gibt es endlich die große Molotov-Mega-Action, bei der keine einzige Flasche beim Aufprall explodiert. Zum Glück ist Lieutenant Gunman ein 1A Schütze und trifft eine der Flaschen bereits beim achten Versuch. Leider sind nicht alle Baummonster abgebrannt, also muss ein endgültiger Plan her. Es sollte klar sein, wie der aussieht. Muss ich es wirklich ausschreiben?

MIT NAPALM DEN GANZEN WALD ABFACKELN!!!

Was habt ihr denn gedacht? Wir reden hier vom amerikanischen Militär. Die einzige Alternative wäre eine Atombombe, aber dafür hätte die Navy ihre Baracken verlassen müssen und das geht natürlich gar nicht. Was geht, ist der Plan, und zwar auf. Großes Gefackel und alle freuen sich wie schön es brennt. Ich gehe einen Baum pflanzen …

MONSTER MAI: MEG

Eines der beliebtesten Genres hier auf dem Filmschrottplatz ist der Monsterfilm. Nun, „beliebt“ ist der falsche Ausdruck. Und strenggenommen ist „Monster-Film“ kein Genre. Ihr wisst schon, wie ich das meine. Monster bringen immer guten Schrott hervor. Und deshalb läuten wir hier und jetzt den MONSTER MAI ein. Jede Menge Monstermutationen (und nein, es werden nicht nur Riesenhaie sein, auch wenn die aus irgendeinem Grund nach wie vor jeden Tag nen neuen Scheißfilm kriegen) und hirnlose Charaktere (und nein, es werden nicht nur muskelbepackte Actionstars sein; auch leichtbekleidete Weiber mit dicken Tüten) erwarten uns. Jede Menge Stars geben sich die Klinke in die Hand (weil aus irgendeinem Grund selbst die größten Hollywoodstars sich nicht zu doof sind, in der hinterletzten Scheiße mitzuwirken, wenn die Gage stimmt). Zu Beginn gibt es nicht Meg White. Nicht Meg Ryan. Nicht MegGyver. Einfach nur:

MEG – USA – China – 2018 – 113 Min.

Regisseur Jon Turteltaub kennen manche hier vielleicht von COOL RUNNINGS oder den NATIONAL TREASURE Filmen, die ich persönlich ja ganz gerne mochte. Er ist also durchaus in der Lage, leichtfüßigen Spaß zu inszenieren. Warum er dann einen Monsterhaifilm macht, weiß niemand.
Das Drehbuch-Dreieregespann aus Dean Georgaris, Jon Hoeber und Erich Hoeber haben zuvor schon in Einzelarbeit Verbrechen wie BATTLESHIP oder TOMB RAIDER 2 verfasst. Gute Aussichten also.
Muss ich zum Cast wirklich viel sagen? Jason Statham kennen wir wohl alle. Bekannt geworden durch die Gangsterfilme des Guy Ritchie, drehte er anschließend nur noch hirnbefreiten Mumpitz. Quasi wie Ritchie selbst. Eigentlich komisch, dass die nicht ständig zusammenarbeiten. Rainn Wilson wurde durch die US-Version von THE OFFICE bekannt. Cliff Curtis spielt in jedem Scheiß mit und hat in Zukunft nur noch AVATAR-Sequels auf der Agenda. Und Bingbing Li … ist Chinesin.

Der Film ist lang aber ich glaube, der Text wird kurz. Schließlich gibt es hier vermutlich nicht viel zu schreiben außer „Statham tut irgendwas cooles“. Zum Beispiel latscht er cool in einem U-Boot oder so rum und bombt eine Unterwasserstation weg, weil sonst alle sterben müssen. Er ist also nicht nur cool, sondern weiß auch irgendwas. Und diese Last wird ihm natürlich schwer zu schaffen machen im Verlauf des Films … sollte man annehmen, aber wir reden hier von einem Film mit Statham und einem Riesenhai, also wohl eher nicht.

Wisst ihr, was schon 1954 nicht mehr lustig war? Typen, die glauben, eine Sprache sprechen zu können, aber nur Mumpitz von sich geben, der dem Zuschauer als Untertitel präsentiert wird. Hier ist dafür Rainn Wilson alias Morris zuständig und ich hoffe, er wird zuerst gefressen. Er besichtigt nebenbei ein Unterwasserlabor der Quoten-Chinesen, die dort … forschen, wie es nur Chinesen können oder so.

Die Crew des Erforschungs-U-Boots besteht aus einer Tierschützerin, die zuhause Torpedos baut und zwei notgeilen Vollidioten. Es ist wirklich bemerkenswert, mit welcher Leichtigkeit diese Filme es immer schaffen, dass man jedem einfach nur einen grausamen Tod wünscht. Eine Durchfahrt des CGI-U-Boots durch CGI-erstellte Korallenriffe eröffnet uns, dass man ein eigenes Öko-System erschaffen hat, in dem alle Meeresbewohner sich wohlfühlen werden. Auch Riesenhaie, die U-Boote voller Trottel angreifen. Nur Jason Statham kann helfen, denn er hat das schon mal gemacht. Also nicht einen Riesenhai bekämpft, sondern Leute aus tiefer, nun, Tiefe gerettet.

Oh, die Chinesin durfte zwei Worte sagen. Aber natürlich keine Wichtigen.

Statham hängt irgendwo in China rum und hat ein kleines Fischerboot zusammen mit seinem Kumpel Chinamann. Und er wird sich unter keinen Umständen überreden lassen, wieder zu tauchen. Nicht für Geld, nicht für sein Gewissen, für nichts. Oh, er kennt die U-Boot-Kapitänin Lori. Na dann, Abfahrt.

Lori hat übrigens nen Schraubenzieher im Bauch stecken. Die Zeit wird also knapp.

Die Chinesin will persönlich zur Rettung eilen. Sie hat übrigens ne Tochter, nur damit ihr nicht denkt, sie wäre völlig eindimensional. Nein, sie liebt das Wasser UND ihre Tochter. Das sind strenggenommen schon zwei Dimensionen. Doctor Whatshisname hat die auch, denn er ist Arzt UND hasst Statham, weil er dabei war, als der die Station weggebombt hat.

Man darf ja auch mal loben: Der Film macht eine Sache richtig, denn bisher hat er den Hai noch nicht mal ansatzweise gezeigt. Immerhin hat man also den Vorteil der unsichtbaren Gefahr verstanden. Und diese Gefahr ist gar kein Hai, sondern ein riesiger Oktopode, der das Boot der Chinesin zerquetschen will. Aber da kommt der Riesenhai und killt den Oktopoden und schon ist alles an aufgebauter Spannung dahin.

Der chinesiche Trottel opfert sich, damit Statham den amerikanischen Trottel und Lori retten kann. Alle tun so, als wären sie traurig, aber das schauspielerische Talent lässt das einfach nicht zu, also weiter im Plot, wenn man das so nennen will. Doktor Sorryman entschuldigt sich bei Statham, die Chinesin darf Statham nur mit Handtuch bekleidet begaffen und ich werde das Gefühl nicht los, dass Charaktere hier wirklich deplatziert sind. Zwei Stunden lan einem Hai beim Kauen zuzuschauen, wäre spannender.

Ganz schlimm ist die chinesische Tochter, deren Spiel an die Monotonität aufziehbarer Puppen erinnert. Dass sie gerade alleine durch einen Gang tapert, der komplett von Wasser umgeben ist, gibt mir die Hoffnung, dass ich sie gleich nicht mehr ertragen muss. Ja, richtig: ich will, dass das Kind stirbt. deal with it. Ihre seltsame ferngesteuerte Blitzkugel wird ihr sicher nicht helfen. Die Chinesin nennt sie nebenbei „Meine Tochter!“ und nicht etwa bei ihrem Namen, als sie gemeinsam mit Statham zur Rettung eilt. Der Hai hat sich aber bereits verzogen und nur Bissspuren in der Scheibe hinterlassen. Ja, Bissspuren im Glas. Schon abgefahren, was so eine Unterwasserstation für verformbares Panzerglas hat. Vor den Augen aller frisst Meg ne Robbe und CGI ist mitnichten der Freund des Filmgeschäfts.

Blahblah, Actingversuche scheitern überall, Meg bricht aus und muss verfolgt werden. Wilson schlägt vor, ihn mit einem Sender auszustatten, damit er besser verfolgt werden kann. Dafür muss Statham schwimmen gehen. Fragt nicht, ich weiß auch nicht warum. Jedenfalls ballert er ihm mit einer Harpune den Sender an die Flosse. Meg ist sauer und Statham muss per Rettungsseil hinterm Boot herdriften, um dem Hai zu entkommen. Übrigens alles dermaßen langweilig inszeniert, dass man sich wirklich fragen muss, ob hier schon mal jemand einen Haifilm gesehen hat. Selbst in den billigsten Exemplaren ist das alles aufregender.

Die Chinesin muss ins Wasser. Fragt nicht, ich weiß auch nicht warum. Immerhin ist sie im Käfig. Als ob der was gegen den Riesenhai nützen würde. Tut er natürlich nicht wirklich und Meg zieht mit dem Käfig im Maul das ganze Boot hinter sich her. Weil der Hai den Käfig schlucken will, muss Statham die Chinesin retten. Denn wie uns jede Geschichte seit der Megalodonzeit gelehrt hat, können Frauen nix und müssen immer von einem Actionhelden gerettet werden. Der Hai will Statham fressen, aber er hat sich zufällig im Kabe verheddert und kommt so einen Zentimeter vor ihm zum Stehen. Hui, was ein Glück für Jason den Argonauten.

Die letzten Minuten boten also veraltete Rollenklischees und Zufälle, die nicht in der Hand der Helden lagen. Kurz: schlechtes Writing an allen Ecken und Enden. Und es hört nicht auf, denn sie haben den Riesenhai gefangen und die Freude ist groß, aber natürlich ist es nicht DER Riesenhai, sondern ein kleiner Riesenhai, der jetzt vom Riesenriesenhai gefressen wird, was gleichzeitig das Boot versenkt. Die größte Enttäsuchung ist ehrlich gesagt, dass bisher niemand ein „größeres Boot“ verlangt hat.

Der Quotenschwarze dreht durch und ich muss mal wieder daran denken, wie unterhaltsam LL Cool J mit seinem Papagei war und dass ich immer noch gerne eine Serie hätte, in der LL und sein Papagei Mutationen jagen. Der Schwarze hier hingegen kann weg. Ja, richtig: ich will, dass der Schwarze stirbt. Deal with it. Stattdessen stirbt erstmal Papa China und die Chinesin ist ganz traurig, was bedeutet, dass sie sich in den muskulösen Armen des Jason trösten muss.

Wilson guckt zu, wie der Riesenriesenhai mit Wasserminen weggebombt wird. Nach einer weiteren Bombardierung ist er zufrieden und guckt sich die Überreste aus der Nähe an. Und stellt fest, dass es ein Wal war, den die Trottel weggebombt haben. Alle außer Jason sind also unfähige Idioten. Tolle Sache. Wilson wird übrigens zusammen mit dem Wal weggesnackt. Ein unfähiger Idiot weniger.

Es geht über zum großen Finale am Strand In China, wo zuerst mal ein Hund weggefrühstückt wird. Und ein dickes, nerviges Kind schwimmen geht. Und das Unterwasser-CGI direkt aus der Hölle kommt.

Statham und die Chinesin tauchen in irgendwelchen Unterwassergleitern ab und locken den Hai in eine Falle. Also Statham lockt, weil er so wagemutig ist und die Chinesin ballert ne Rakete auf den Hai. Eine reicht natürlich nicht und Statham muss den Hai weglocken, weil oben zwei Helikopter selten dämlich abstürzen und alle absaufen. Es ist wirklich alles unbeschreiblich dämlich. Kannste dir nicht ausdenken. Außer, man ist ein Nulpenautor ohne eigene Ideen.

Jason muss dann natürlich den Hai surfen, weil der seinen Gleiter frisst und schiebt ihm eine Harpune in die Kiemen, damit Meg von normalen Haien gefressen wird. Oh mein Gott, der Hund lebt!!! Jetzt wird doch noch alles gut. Das Blag und der Schwarze haben leider überlebt. Aber irgendwo in den Tiefen der See lauert bestimmt ein noch riesigerer Riesenhai. Ich gehe den anlocken, damit er mich von den ganzen Nulpen befreit …

Serienstapel: Walking Dead, Tiger King, Modern Family, Better Call Saul, Briarpatch

THE WALKING DEAD – SEASON 10 (ohne Finale)

Ja, ich bin immer noch dabei. Irgendwie ist die Serie zu einem Guilty Pleasure geworden. Eigentlich seit Season 2 schon ziemlich kacke und ein ewiges Auf und Ab. Die Serie schafft es aber ganz gut, immer wieder Interesse zu wecken. Und sei es nur dadurch, dass sie die ganzen talentlosen Darsteller wegmetzeln. Und davon gibt es jede Menge in der Serie. Die Darsteller, die nicht völlig überfordert sind, kann man an einer Hand abzählen – und hat dann noch Finger übrig. Vielleicht kommen die ja bald mal zu nem Ende. Aber wohl eher nicht. Immerhin war der Aufbau fürs Staffelfinale ganz cool. Also ein wenig schade, dass das vorerst verschoben werden musste.

TIGER KING

Joa, Hype und ich. Wir kennen das mittlerweile. Alle Leute feiern irgendwas ab, ich schaue nach, was der ganze Aufriss soll und stelle fest, dass es letztlich höchstens ganz nett ist. Ja, das hier ist ein Kuriositätenkabinett und es wirkt wie ein eigener, geschlossener Mikrokosmos voller Freaks, die von Paranoia, Gehirnwäsche und Erpressung angetrieben werden. Allerdings nutzt es sich recht schnell ab, wenn man diesen Bekloppten dabei zuhören muss, wie sie ihre Beklopptheiten erzählen. Der dokumentarische Aspekt wirkte auf mich eher wie eine „Guckt euch mal die irren Arschlöcher an“-Vorführung, die nicht weit weg vom Reality TV der Privatsender ist, wo man sich die Assis angucken soll, damit man sich selbst weniger assig vorkommt. Funktioniert bei mir nur bedingt. Einige „Gerüchte“ rund um die Wahnsinnigen sind dann aber doch recht interessant, sodass ich zumindest bei der Stange gehalten wurde. Da verschwindet mal ein Ehemann oder wird ein Harem aufrecht gehalten oder ein Zoo quasi geklaut. So kriegt man immer wieder einen Happen Verrücktheit hingeworfen, an dem sich die Doku dann abarbeitet, um zum nächsten Wahnsinn weiterzuziehen. Für mich persönlich war es mal wieder nur ganz nett, aber teilweise auf gewisse Weise faszinierend. Die verrücktesten Geschichten erzählt eben immer noch das Leben, nur werden sie in so einem Format dann doch wenig subtil und eher mit dem Blick aufs Spektakel erzählt.

Mal so nebenbei: Was ist das eigentlich bei Netflix für ein Spleen, ständig die Titel der Eigenproduktionen einzudeutschen und das auf ähnlich beschissene Art und Weise wie damals die deutschen Verleiher von irgendwelchen C-Movies, die selbst in den Videotheken nur in der hintersten Ecke landeten? „Großkatzen und ihre Raubtiere“ ist wirklich ein selten dämlicher Titel und ergibt zudem so überhaupt keinen Sinn. Wenn es wenigstens umgedreht wäre, aber nee, dann wäre es ja nicht bescheuert genug. Grau.En.Haft.

MODERN FAMILY – SEASON 11

Wenn eine Comedyserie zuende geht, ist das immer weniger spektakulär, als bei einem Drama. Dementsprechend gering ist auch die Vorfreude oder Anspannung auf dem Weg dorthin. Nun ist diese Serie aber eine der besseren Comedys der letzten Jahre und über die Jahre sind mir die Charaktere doch ans Herz gewachsen, also hatte ich schon gehofft, dass man hier einen passenden Abschluss findet. Und ich kann es kurz machen: Es passt. Natürlich bringt man die üblichen Tropes, wo jeder seinen eigenen Weg gehen wird und deshalb die große Familie ein letztes Mal Zeit miteinander verbringt und der ganze Blah. Aber man drückt hier nicht großartig auf die Tränendrüse und folgt den lockeren Pfaden, die diese Serie immer ausgemacht haben, bis zum Ende. Nur die Mockumentary-Einschübe werde ich wohl nie verstehen. Irgendwie wirkten die immer sehr gewollt, weil es wohl zu der Zeit des Serienstarts angesagt war. Irgendwas ist eben immer. Ich werde die Bekloppten trotzdem vermissen.

BETTER CALL SAUL – SEASON 5

Diese Serie, ey. Es ist so verfickt gut. Ich bin normalerweise kein Fan von Prequels. Man weiß halt immer schon zu viel und vor allem, wo das alles hinführen wird. Hier ist das ein wenig anders. Ja, es ist klar, wo Saul und Mike enden werden, aber die Serie hat es geschafft, einige Charaktere in die Story zu verweben, die eine gewisse Spannung reinbringen, weil sie eben irgendwie weg müssen, um bei der bekannten Story anzukommen. Allen voran Kim Wexler, die eine großartige Entwicklung durchmacht und fantastisch von Rhea Seehorn verkörpert wird. Wenn die Frau nicht langsam mal nen Emmy kriegt, kann der Preis auch weg. Eine Season wirds noch geben und ich bin mega gespannt, wie man hier die Lücken schließen wird.

BRIARPATCH – SEASON 1 (Episoden 1-5)

Ana Lily Amirpour (ihr wisst schon, die vielversprechende Regisseurin, die jetzt von Hollywood versaut wird und ein CLIFFHANGER-Remake dreht) schickt Rosario Dawson zurück in ihre Heimatstadt, um den Mord an ihrer Schwester aufzuklären, und lässt alle Zootiere frei. Soviel zur ersten Episode dieser Crime-Noir-Serie. Klingt alles ganz vielversprechend und irgendwie auf eine gewisse Weise abgefahren. Und die erste Episode verspricht auch genau das. Dann ist allerdings Amirpour nicht mehr dabei und es wird zu einem Auf und Ab der netten Episoden und komplett langweiliger Grütze. Die darstellerischen Leistungen sind auch irgendwie auf jeder Skala von grauenhaft bis großartig vertreten. Nach der Hälfte hatte ich irgendwie keine Lust mehr. Ist einfach zu durchwachsen.