Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Generalisierte Rettungsaktion in den asiatischen 80ern

Heute geht es nach Asien, wo man in den 80ern, in einem Anfall von überbordender Kreativität, einen Film zusammengeschustert hat, dessen Idee jede Menge Spaß verspricht. Ob er das einhalten kann, werden wir sehen:

FANTASY MISSION FORCE – MI NI TE GONG DUI – DRAGON ATTACK – DIE SUPERFAUST – SHADOWMAN 2 (warum auch immer) – Taiwan – Hong Kong – 1983 – 90 Min.

Regie führte bei dem Spaß Yen-Ping Chu, den wir alle trotz seiner 66 Regiearbeiten vermutlich nicht kennen.
Das Drehbuch wurde von Hsin Wei verfasst, den wir alle trotz seiner 26 Schreibarbeiten vermutlich nicht kennen.
In der Darstellerriege tummeln sich Koryphäen wie Yu Wang, Yueh Sun und David Tao, die vermutlich nur echten Fans des asiatischen Kinos ein Begriff sind. Brigitte Lin kennen wir aber natürlich alle aus POLICE STORY von und mit Jackie Chan. Und auch Jackie Chan selbst (hier noch unter dem Namen Jacky Chan unterwegs) darf hin und wieder mal durchs Bild hüpfen, was heutzutage natürlich dafür reicht, ihn groß und breit aufs Cover zu drucken, mit einem Bild, das aus dem Film DER RECHTE ARM DER GÖTTER stammt und mit dem hier besprochenen Film absolut nichts zu tun hat. Man muss die Marketingmaschinerie einfach lieben.

Es geht direkt los mit der Knalleraction und jede Menge Soldaten fliegen durch die Gegend, als ein Militärstützpunkt angegriffen wird. Die Generäle sind sich nicht einig, wie weit die Japaner bereits vorgerückt sind. Die Antwort kommt prompt, als die Japaner die Generäle gefangen nehmen. Natürlich muss schnell gehandelt werden und nur die Besten der Besten können die Generäle retten. Allerdings sind die Besten der Besten gerade verhindert, denn James Bond ist auf einer anderen Mission, die Klapperschlange ist seit 3 Jahren tot und Rocky hat sich den Grünen angeschlossen. Warum ausgerechnet der Boxer Rocky auf deren Söldnerliste steht, weiß ich zwar nicht, aber ein Film, in dem Rocky, Ivan Drago und Apollo Creed gegen die Japaner kämpfen wäre in den 80ern sicher der absolute Knaller gewesen.

Die letzte Hoffnung ist Captain Irgendwas, der gerade durch ein Minenfeld fährt, gegnerische Soldaten mit seiner Peitsche durch die Gegend schleudert und den Job natürlich annimmt, weil er die Coolness in Person ist.

Nach einem grauenhaften Song im Restaurant mit Bier und Steaks lernen wir irgendeinen Revolverhelden kennen, der im Auftrag des Captains irgendwas machen soll und dann geht es in einen Canyon, wo sich irgendwelche Vollidioten rumprügeln. Einer der Gefangenen flieht und findet zufällig mitten im Wald ein Drei-Gänge-Menü. Das gehört dem Captain, der ihn in seiner Truppe haben will, denn er ist Sprengstoffexperte und Ausbrecherkönig. Damit wären es also schon mal 3 und ich kenne von keinem den Namen. Läuft ja wieder super.

Nach einem gefühlt vierzigminütigem Wrestlingkampf und einem Trinkspiel, bei dem es darum geht, sich zu besaufen und gleichzeitig einer leicht bekleideten Dame, die Klamotten mit einer Pistole vom Leib zu schießen, haben wir dann hoffentlich langsam mal das Team zusammen.

Nein, vorher muss es noch eine schlechte Slapstickeinlage beim schottischen Regiment geben und Lulu will noch ihren Stecher rausholen, was zu weiterem schlechten Slapstick führt. Weil sie schon mal da ist, darf sie sich der Truppe dann anschließen, damit ihr Stecher nicht während der Mission mit anderen Mädels rummacht.

Latzhosen-Jackie und seine Freundin überfallen die Gruppe, aber sind natürlich zu doof. Immerhin werden sie laufen gelassen, weil der Captain keine Volltrottel gebrauchen kann. Am See wird rumgeballert und die Kapuzen-Reiter greifen auch noch an. Also bleibt nur die Flucht.

Ich sage es, wie es ist: Der Streifen kommt einfach nicht in die Gänge und wenn es mal Action gibt, dauert sie nur 5 Sekunden, um dann wieder schlechten Slapstick zu bringen. In diesem Fall kriegt jemand einen Pfeil in den Arsch.

Die Kapuzenreiter haben ihre Pferde gegen Leopardenkostüme getauscht und greifen mit bunten Bändern an. Aha, es sind Amazonen und die Anführerin kann übers Wasser laufen. Irgendein Typ im Anzug gehört auch zu ihnen und ist wohl Künstler. Zumindest behauptet er das selbst von sich. Statt Action gibt es aber natürlich wieder Quatsch am Fließband und Lulu wird durch die Landschaft gezogen. Jackie Chan fängt ein Huhn und bekämpft die Amazonen mit Huhn auf dem Arm. Lulu ist beeindruckt und geht zurück zu den Männern, um diese im Alleingang zu retten. Endlich gibt es mal längere Action, die zwar auch absolut dämlich ist, aber man muss hier nehmen was man kriegen kann.

Weil wir das noch nicht hatten, übernachtet man in einem Geisterhaus mit Geistern, die durch die Gegend hüpfen wie Kängurus. Einer der Truppe spielt mit den Geistern Mahjong, ein anderer findet eine heiße Trulla und es dürfte klar sein, dass daraus wieder jede Menge lahmer Slapstickmüll entsteht. Und dann kommt Lulu und rettet die Kerle. Irgendwo hier versteckt sich immerhin eine feministische Botschaft, glaube ich.

Weiter geht es zum Nazilager voller toter Nazis. Und da kommen … sollen das die Nazis sein, die da mit Leuchtfackeln in Gladiatorenkluft auf Rennautos angefahren kommen? Nee, ich glaube, es sind die Japaner und sie haben die Geiseln. Und wollen Geld. Jackie und seine Freundin sind auch wieder da und wollen heiraten. Toll.

Am nächsten Morgen soll es den Austausch der Geiseln gegen Geld geben, oder so. Ich kann der ganzen Nummer nicht wirklich folgen, wenn ich ganz ehrlich bin, denn ich habe die letzten 10 Minuten aus Langeweile noch nebenbei was anderes gemacht. Jedenfalls gibt es keinen Austausch, sondern Rumgeballer. Auf Rumgeballer folgt Rumgekloppe und der Versuch von Dramatik, als ein paar der Mitstreiter abnippeln. Wäre natürlich alles packender, wenn die Figuren irgendwie interessant wären. Am Ende überleben nur Jackie und seine Freundin und der Revolverheld, der aber vom Captain erschossen wird, weil man hier noch schnell einen sinnlosen Twist einbauen musste. Der Captain will das Geld natürlich nicht teilen, deshalb knallt er auch Jackies Freundin ab. Der hüpft dann zwischen den Autos umher und der Captain will ihn mit einer Planierraupe plätten. Im finalen Säbelkampf kann Jackie natürlich den Sieg erringen, indem er den Captain in die Luft jagt und hat das Geld jetzt für sich alleine. Ach nee, seine Freundin lebt auch noch, also steht der Traumhochzeit wohl nichts mehr im Weg.

Nun ja, man hat hier versucht, möglichst viel Schwachsinn in einen Film zu klatschen, was eigentlich durchaus unterhaltsam werden kann. Leider langweilt das Ergebnis aber die meiste Zeit und der Humor zündet nicht. Die pseudolustige Synchro gibt dem ganzen dann den Rest, denn das hier ist alles andere als Spencer/Hill-Niveau. Ich gehe eine eigene Kampftruppe rekrutieren …

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Portalgespickte Erdverteidigung unter Führung sterblicher Götter

Letzte Woche gab es den unterhaltsamen ersten Teil, also machen wir doch direkt mit dem, in allen Belangen schlechteren, Nachfolger weiter:

MORTAL KOMBAT: ANNIHILATION – USA – 1997 – 95 Min.

Natürlich konnte man kaum jemanden aus dem Erstling überreden, bei dieser Scheiße auch noch mitzumachen. Also übernahm John R. Leonetti die Regie. Jahre später wechselte er ins Horrorfach und machte unter anderem den Puppenhorror „Annabelle“. Paul W. S. Anderson sagte später in einem Interview, dass er nach Sichtung des Films doch lieber dabei geblieben wäre, damit der nicht so scheiße wird. Deshalb entschied er dann bei der „Resident Evil“ Reihe, bis zum letzten Teil dabei zu bleiben. Hat ja echt geholfen.
Brent V. Friedman schrieb interessanterweise neben dem Drehbuch zu diesem Streifen auch die Geschichten zu ein paar Videospielen. Sein Kollege Bryce Zabel … nicht.
Von den Darstellern haben sich nur Robin Shou als Liu Kang und Talisa Soto als Kitana getraut, ihren Namen auch für die Fortsetzung herzugeben. Donnergott Rayden wird jetzt von James Remar verkörpert, den der ein oder andere vielleicht als Vater von „Dexter“ kennt. Nachdem für den ersten Teil Cameron Diaz absagen musste und man scheinbar mit der Neubesetzung nicht ganz zufrieden war, nahm man mit der Schweizerin Sandra Hess eine Frau mit noch größeren Hupen für Sonya Blade.

Der Film beginnt natürlich mit dem gleichen Technogedudel wie Teil 1 und ich dachte für einen Moment, ich hätte die falsche DVD eingelegt, weil selbst der komplette Vorspann der exakt selbe ist. Dann steigen wir direkt da wieder ein, wo der Vorgänger endete und die Kämpfer von Outworld regnen auf die Erde. Glücklicherweise sind es alles absolute Flaschen, die man locker weghauen kann. Nun ja und natürlich Shao Khan und sein Gefolge, bestehend aus Rain, Ermac, Sheeva und Sindel, die nebenbei die Mutter von Kitana und selbst beim ersten Satz schon im absoluten Overactingmodus ist. Khan und Rayden kämpfen ein bisschen rum, dann will Khan Sonya killen, aber Johnny Cage eilt zur Rettung und wird stattdessen gemetzelt. Natürlich mit einem simplen Genickbruch, denn alles andere wäre ja zu brutal für Mortal Kombat.

Unseren grandiosen Helden bleiben genau 6 Tage, um die Erde zu retten. Warum, wissen sie selbst nicht. Sonya will Khan killen, weil sie Johnny ganz toll fand. War zwar im ersten Teil noch nicht so, aber was sich neckt, das liebt sich und so. Rayden will die alten Götter besuchen, damit die sich um Khan kümmern, der ja nicht einfach so die Regeln brechen kann, wie er lustig ist. Wo kämen wir da denn hin. Die anschließende Reise mit irgendwelchen Supertransportkugeln könnte billiger kaum sein.

Shao Khans Vater ist nicht erfreut, dass sein Sohn Rayden nicht getötet hat. Ich habe nebenbei absolut keine Ahnung, wer Khans Vater sein soll. So tief stecke ich dann doch nicht in der Materie. Kang und Kitana tapern derweil durch irgendwelche Katakomben und wollen die ungestörte Zeit zum Poppen nutzen, aber Cyborg Smoke unterbricht den Spaß und es wird rumgekloppt. Sub-Zero kommt vorbei und vereist Smoke, bevor der gewinnen kann. Es ist natürlich nicht Sub-Zero aus Teil 1, sondern dessen Bruder. Die Eltern der beiden müssen wirklich kreativ gewesen sein, wenn sie beide Söhne Sub-Zero genannt haben. Ich bin mir nicht sicher, ob Scorpion auch einen Bruder hat, aber er taucht jedenfalls auf und bekämpft Sub-Zero, weil … einfach so. Dann entführt er Kitana durch ein Portal und Kang muss Sub-Zero folgen.

Rayden und Sonya sind … irgendwo und Sonya soll Jax finden, der scheinbar in irgendeiner Basis herumliegt und sich Stahlarme hat bauen lassen. Dann kommt der Cyborg Cyrax vorbei und es wird mal wieder rumgekloppt. Und wie man einen Cyborg tötet, ist wohl jedem klar: Mit einer Mehlstaubexplosion. Viel dümmer wird es nicht mehr werden … obwohl, ich lehne mich lieber nicht zu weit aus dem Fenster.

Sheeva und Motaro der Minotaurus kriegen sich in die Köppe, aber dann kommt Khan rein und killt Rain, weil der Kabal und Stryker nicht getötet hat, was irgendwie einen Hauch von Ironie mit sich bringt, da er selbst ja auch Rayden hat leben lassen, aber ich denke besser nicht zu viel darüber nach. Sindel wird zur neuen Generälin (heißt das so) gemacht und eigentlich ist es völlig egal.

Liu Kang tapert durch die Wüste und ich habe keine Ahnung, wo Sub-Zero plötzlich abgeblieben ist. Dem ist es vermutlich einfach zu warm da. Jedenfalls trifft er dort den Indianer Nightwolf, der ihm erstmal einen Drogentrip verpasst. Nach dem Drogentrip schneit es und Jade kommt in Unterwäsche angelatscht, um Liu Kang vollzuquatschen und mit ihm rumzumachen. Aber der will sich lieber für Kitana warmhalten und Jade ballert ihm eine. Dann hat sie plötzlich Klamotten an und einen Kampfstab und es wird rumgekloppt. War natürlich alles nur ein Test.

Kitana sitzt im Käfig und Shao Khan will sie auf seine Seite ziehen, aber die rotzt ihm lieber in die Visage.

Sonya und Jax latschen durch die Gegend und Jax will wissen, was eigentlich Phase ist. Aber natürlich wird erstmal rumgekloppt, denn Mileena taucht auf und sie hat ihre spitzen Messerchen dabei. Ich denke, es überrascht niemanden, dass man den Kampf in einer Schlammpfütze stattfinden lässt, damit die Mädels schon schlampig aussehen. Nach der Niederlage pult sich wie zuvor bei Cyrax auch bei Mileena ein kleiner Drache aus der Haut. Irgendein großes Drachenvieh kommt dann noch schnell vorbei, aber Jax hämmert es in die Erde. Viel dümmer wird es nicht mehr werden … ach, lassen wir das.

Rayden ist bei den alten Göttern und beschwert sich bei den Weltschiedsrichtern über Shao Khan, der einfach nicht fair spielen will. Den Göttern ist das aber scheißegal. Rayden beschließt, seine Unsterblichkeit aufzugeben, um irgendwie Kitana und Sindel zu vereinen, damit sich die Portale schließen. Ich raffe es auch nicht, aber wen interessierts.

Beim Tempel der alten Götter treffen sich dann alle von gut bis böse. Und Rayden mit neuem Kurzhaarschnitt. Der gibt erstmal allen Tipps, was ihre Stärken und Schwächen sind und macht Jax klar, dass er seine Stahlarme nicht braucht. Durch seine Sterblichkeit schwinden auch seine Kräfte und er kriegt es gerade so gebacken, ein Portal zu öffnen, bevor der ganze Tempel durch einen Schrei von Sindel zerstört wird.

In Outworld führt Jade die Gruppe durch einen Geheimgang ins Schloss von Shao Khan, um Kitana zu retten. Das geht natürlich nicht ganz ohne Rumgekloppe über die Bühne. Rayden muss sich mit Noob Saibot, einem Schattenninja, herumschlagen und Liu Kang kriegt es mit Baraka in grandios billiger Maske zu tun. Anschließend kommt noch Sheeva um die Ecke, aber sie wird mal eben so nebenbei von dem Käfig erschlagen, in dem zuvor Kitana festgehalten wurde. Hervorragend, wie man hier das Gefolge von Khan verheizt, als wären sie die letzten Lappen. Okay, sind sie auch, aber das hätte man ja nicht so offensichtlich machen müssen.

Wie sich herausstellt, hat Jade die ganze Zeit gegen die Gruppe gearbeitet und der Plan mit der Verbündung von Kitana und Sindel geht auch nicht auf. Gut, den hat ohnehin keiner kapiert, also ist es wohl wenig überraschend. Es folgt: Story. Und glaubt mir, es ist eine komplizierte Geschichte. Also, passt auf: Jax hat die Schnauze voll und will nur noch den Sterblichen vertrauen. Aber Rayden ist jetzt auch sterblich, also ist er in einem Zwiespalt, ob er ihm jetzt vertrauen soll. Besser wird die Sache nicht gerade dadurch, dass Rayden ein Tattoo hat, das Sonya bekannt vorkommt. Denn das Zeichen sind die kleinen Drachen, die bei Cyrax und Mileena weggeflogen sind. Rayden erklärt, dass das ein Familienwappen ist und es ihm ermöglicht, durch die Welten zu reisen. Aber nur Familienmitglieder haben es und nur alte Götter können es verleihen. Zufällig ist sein Vater ein alter Gott und hat Cyrax und Mileena diese vorübergehenden Male verliehen, damit sie die Welten wechseln können. Klar soweit? Das ist aber noch nicht alles, denn scheinbar arbeitet der Vater von Rayden mit Shao Khan zusammen und wen wunderts: Shao Khan ist Raydens Bruder. Die beiden haben damals gegeneinander gekämpft und Rayden gewann, aber er konnte seinen Bruder nicht töten. Deshalb muss das jemand anderes übernehmen, aber Rayden wird für sie beten. Ist ja nett von ihm.

Raydens Bruder haut gerade Jade eine runter, weil die irgendwas falsch gemacht hat und verfüttert sie an den komischen Drachen, den Jax vorhin bekämpft hat. Auf Sindel ist er auch nicht gut zu sprechen, was Motaro freut, der gerne General wäre.

Es kommt zum großen Finale und Shao Khan killt Rayden und Papa findets toll. Kang kämpft also gegen Khan, Motaro und Jax prügeln sich, Kitana übernimmt natürlich Sindel und für Sonya bleibt Ermac über, der bisher absolut nichts gemacht hat, außer rot zu sein. Es sollte klar sein, dass die Guten nach und nach ihre Gegner platt machen und es nur noch an Liu Kang hängt. Der animiert dann seine animalische Seite und verwandelt sich in einen Drachen, der so unglaublich scheiße aussieht, dass man sich schon aus Prinzip fragen muss, wer das für eine gute Idee hielt. Shao Kahan hat natürlich auch so eine Verwandlung drauf und es kommt zum großen, dämlichen, langweiligen Drachenkampf. Viel dümmer wird es jetzt wirklich nicht mehr werden.

Beide verwandeln sich zurück und Shao Khan stellt fest, dass er plötzlich sterblich ist, was sein Vater damit erklärt, dass es eben Konsequenzen gibt. Das muss als Erklärung dann auch reichen. Konsequenzen für was, wird nicht erwähnt. Er will Kang selbst töten, aber die alten Götter kommen vorbei und erklären, dass der Kampf fair im Mortal Kombat stattfinden muss. Natürlich gewinnt Kang und Khan und sein Vater verrecken auf die denkbar schlechteste Art und Weise, die mit CGI zu berwerkstelligen ist. Ich meine, musste man den Vater wirklich zusammenfalten wie einen Notizzettel? Nichts gegen Origami, aber doch nicht so.

Alles ist Friede, Freude, Eierkuchen und sogar Rayden wird von den alten Göttern wiederbelebt, damit er den Platz seines Vaters in den Reihen der alten Götter einnehmen kann. Kang freut sich, denn er kann endlich Kitana knallen und das wars. Ich gehe meinen inneren Drachen zähmen …

Kultschrott – Mortal Kombat

Die Sommerpause ist vorbei und man, war das ein Sommer was? Todeshitze wochenlang. Schweiß an Stellen, von denen man gar nicht wusste, dass man da Stellen hat und alles einfach sauanstrengend. Eigentlich wollte ich über den Sommer hier ein neues Projekt starten, aber ich bin leider absolut nicht dazu gekommen. Also muss das bis zum nächsten Jahr warten. Solange geht es hier erst mal mit dem ganz normalen Wahnsinn weiter. Heute mit:

MORTAL KOMBAT – USA – 1995 – 101 Min.

Habt ihr auch sofort dieses grauenhafte Technogedudel im Kopf? Ja? Schlimm, nicht wahr? Aber egal, denn immerhin gehört dieses Technogedudel zu einer Videospielverfilmung, die nicht komplette Scheiße ist. Das alleine macht den Film schon zu einem Vertreter einer seltenen Gattung.

Regie führte natürlich Paul W. S. Anderson, zu einer Zeit, als er noch ein aufstrebender junger Regisseur war, der erst Jahre später die Entscheidung treffen sollte, nur noch gequirlte Scheiße auf die Leinwand zu bringen.
Kevin Droney steuerte das Drehbuch bei, der ein paar Jahre später auch noch den grauenhaften „Wing Commander“ zusammenfuckelte.
Der Cast besteht zum Teil aus irgendwelchen Martial Arts Nasen, die ich nicht kenne. Aber ein paar erwähnenswerte Leute sind dann doch dabei. Allen voran natürlich Christopher Lambert, der hier Lord Rayden spielt. Ursprünglich sollte übrigens Sean Connery die Rolle übernehmen, aber der hatte keinen Bock und ging lieber Golf spielen (true story). Liu Kang wird von Robin Shou verkörpert, der zu dieser Zeit seine 5 Minuten Ruhm genoss, die aus genau drei Filmen bestand und mit der Fortsetzung zu diesem Film wenig überraschend bereits wieder endete. Jean Claude Van Damme ist nicht als Johnny Cage dabei, da er sich für „Street Fighter“ entschied (der hier auch irgendwann mal seinen Beitrag kriegen sollte), also übernahm Linden Ashby den Part und hat ansonsten nichts gemacht, was irgendwie erwähnenswert wäre. Erwähnenswert ist aber vielleicht noch, dass ursprünglich Cameron Diaz die Rolle der Sonya Blade übernehmen sollte, aber wegen einer Verletzung aussteigen musste. Haben wir ja nochmal Glück gehabt.

Und da ist auch schon das grauenhafte Technogedudel, um direkt klar zu machen, dass hier nur Experten am Werk waren. Ebenfalls ein Experte in Sachen Martial Arts ist Shang Tsung, der gerade einen Jungen killt, der aussieht, als wäre er höchstens 12 Jahre alt. Es ist der Bruder von Liu Kang, der aus einem Albtraum erwacht und in Unterhose durch seine Wohnung tapert.

Sonya Blade und Jax suchen Kano. Der hat gerade einen Deal mit Shang Tsung gemacht und soll Sonya zu einer Insel führen.

Johnny Cage kämpft gegen Agenten mit Elektroschockern und auch hier sind nur Experten am Start. Vor allem der Stuntman, der nicht weiß, wann er laut Drehbuch fallen muss. Johnny Cage hat keinen Bock mehr und kriegt einen Besuch von seinem alten Trainer, der ihm vorschlägt, an einem Turnier teilzunehmen, um zu beweisen, dass er der Beste der Besten ist. Wie sich herausstellt, war der Trainer der getarnte Shang Tsung, der, wie jeder weiß, die Gestalt von seinen Opfern annehmen kann. Okay, eigentlich weiß das hier niemand, denn der Film erklärt es nicht, aber ein bisschen Vorkenntnis aus den Spielen darf man wohl voraussetzen.

Liu Kang spricht im Tempel der Shao Lin mit seinem Opa und will beim Turnier antreten. Der Obermönch und Lord Rayden sind dagegen, weil er nur von Rache getrieben ist, aber er ist nun mal der Auserwählte, weil … ist halt so. Ihr seht schon, mit Erklärungen hält sich der Film nun wirklich nicht lange auf.

In Hong Kong treffen sich alle am Hafen und Johnny Cage leidet immer noch unter den Fake-News, dass er seine Kämpfe nicht selbst bestreitet. Immerhin ist auch einer seiner Fans dabei und muntert ihn etwas auf. Liu Kang versenkt dann Cages Koffer im Hafenbecken und Sonya verfolgt Kano auf den alten Kutter. Dort findet sie allerdings erst mal Shang Tsung, der Scorpion und Sub-Zero auf die Menschen hetzt. Rayden hat Mächte, die über das Menschliche hinausgehen und vor allem aus grottenschlechtem CGI bestehen, und schlägt die beiden Ninjas in die Flucht. Wo er schon mal dabei ist, erklärt er den Anwesenden, um was es beim Mortal Kombat geht. Eigentlich recht simpel: Der böse Herrscher von Outworld hat bereits 9 Turniere gewonnen und wenn er das Zehnte auch gewinnt, kann er die Welt zerstören. Warum das so ist, ist ebenfalls recht simpel: So sind die Regeln. Fertig.

Auf der Insel hängt Prinzessin Kitana rum und macht absolut nichts. Shang Tsung schickt Reptile, eine Art Echse, um sie zu beschützen. Beim Abendessen gibt es eine kleine Vorführung von Sub-Zero, der mal eben einen Typen killt. Sonya will hinter Tsung her, weil der weiß, wo Kano ist, Kang will hinter Tsung her, weil er ihn töten will und Cage rennt hinter den beiden her, weil er sonst nichts zu tun hat. Sie finden Kano und Prinz Goro, den vierarmigen Prinzen von Irgendwas, beim Essen. Die beiden kriegen sich etwas in die Köppe und Tsung muss die Wogen glätten. Er erklärt Kano, dass der Sonya nicht zu sehr in die Mangel nehmen darf, denn er hat große Pläne für sie. Und Goro soll sich vor Kang vorsehen, denn der ist mal sowas von special und auserwählt, dass es nicht mehr lustig ist.

Auf dem Rückweg verlaufen sich die Auserwählten und folgen Kitana durch die Katakomben, wo sie dann von Tsungs Henchman angegriffen werden und es folgt ein actiongeladener Kampf, der vor allem aus Roundhousekicks und sinnlosem Rumgehüpfe besteht. Rayden applaudiert und weitere Henchmen kommen. Aber einen weiteren Kampf kann Rayden leider nicht dulden und führt die Auserwählten raus.

Am nächsten Tag beginnt das Turnier und der erste offizielle Kampf ist:

LIU KANG VS RANDOM JAMAICAN GUY WHO NEVER WAS IN ANY MORTAL KOMBAT GAME EVER

Nach etwas Stockgeschwinge gewinnt natürlich Kang und Tsung saugt dem Jamaikaner die Seele aus, was irgendwie keinen Sinn macht, da er erstens ihn nicht selbst getötet hat und zweitens der Typ überhaupt nicht tot war. Aber irgendwie musste man ja das Wort „Fatality“ unterbringen, das Tsung dann vor sich hinmurmelt.

Weiter geht es mit:

SONYA BLADE VS KANO

Dieser Kampf ist das reinste Lahmarschgepunche. Am Ende nimmt Sonya Kano in eine Beinschere oder wie auch immer man das nennt und bricht ihm das Genick. Die Seele von Kano holt sich Tsung komischerweise nicht.

JOHNNY CAGE VS SCORPION

Aus irgendeinem Grund findet dieser Kampf mitten im Wald ohne Zuschauer statt und besteht eigentlich nur daraus, dass Cage dem Speer am Seil seines Gegners ausweicht. Um es noch dämlicher zu machen, teleportiert Scorpion sich und Cage dann in die Unterwelt und verkackt zu allem Überfluss auch noch, als er Johnny Cage mit seinem Fatality abfackeln will, der sich aber mit einem Sägeblatt schützt, das rein zufällig da rum liegt und Scorpion dann damit in Scheiben schneidet. Scorpion explodiert und verliert dabei aus irgendeinem Grund eine Johnny Cage Autogrammkarte.

Viel Story will man hier gerade wirklich nicht unterbringen, also macht man direkt mit dem nächsten Kampf weiter:

LIU KANG VS KITANA

Kitana gibt Kang beim Kämpfen Tipps, wie er das Turnier gewinnen kann und das gefällt Shang Tsung gar nicht. Er beendet den Kampf ohne Sieger und irgendwie weiß ich gar nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Gibt es wohl so eine Art Turnierbaum? Müsste es dann jetzt nicht einen Dreikampf geben? Nein gibt es nicht, denn es folgt:

LIU KANG VS SUB-ZERO

Nach etwas Rumgekicke versteckt sich Sub-Zero in einer coolen Eisblase und Kang wirft mal schnell einen Eimer Wasser hinein, das sich zu einem Eiszapfen formt und Sub-Zero aufspießt.

Shang Tsung lässt Prinz Goro ins Turnier einsteigen und nachdem der ein paar Leute vermöbelt hat kommt es zum Kampf zwischen:

JOHNNY CAGE FANBOY FROM THE HARBOR VS GORO

Der Sieger sollte klar sein. Nebenbei kommt hier langsam zum Tragen, dass dem Film ein bisschen cartoonischer Splatter wie in den Spielen ganz gut getan hätte. Gerade mit Goro hätte man da was Lustiges machen können.

Was ebenfalls zum Tragen kommt, ist das der Ablauf dieses Turniers nicht den geringsten Sinn ergibt. Zumindest blicke ich absolut nicht durch, wer hier eigentlich warum gegen wen antritt und was die Regeln sind. Außer natürlich, dass man durch Mord gewinnt.

Die Auserwählten haben Zweifel daran, ob sie das Turnier überhaupt gewinnen können. Ich auch, denn ich raffe das Turnier wie gesagt überhaupt nicht. Rayden sagt, dass alles möglich ist, aber sie müssen sich erst ihren Ängsten stellen. Cage hat Angst, dass alle ihn für einen Fake halten. Sonya hat Angst, jemandem zu vertrauen. Und Kang hat Angst vor seinem Schicksal. Tolle Sache. Cage nimmt sich das irgendwie zu Herzen und will Goro herausfordern. Ähm, irgendwie nicht so wirklich sinnvoll, aber okay. Tsung geht darauf ein, aber nur unter der Bedingung, dass er selbst jemanden an einem Ort seiner Wahl herausfordern kann. Cage sagt ja und Rayden kommt zu spät, um das zu verhindern.

JOHNNY CAGE VS GORO

Goro zerstört direkt Johnnys Sonnenbrille. Der haut ihm dafür in die Eier, was natürlich besonders fies ist, denn bei einem Mann mit vier Armen ist es nicht unwahrscheinlich, dass er auch vier Hoden hat. Cage läuft weg und lockt Goro zu einer Klippe. Mit ein paar Kicks segelt Goro von der Klippe und ich frage mich, was Cage wohl gemacht hätte, wenn der Kampf woanders stattgefunden hätte.

Shang Tsung krallt sich Sonya Blade und fordert sie heraus. Aufgrund der absolut nicht vorhandenen Regeln, stellt sich mir die Frage, warum er das nicht direkt am ersten Tag gemacht hat. Durch ein Portal nimmt er sie mit nach Outworld, wohin Rayden nicht folgen kann. Kang und Cage müssen also alleine hinterher. Dort finden sie erst mal Reptile, die Echse, die sich in einen toten Körper buddelt und zu einem Ninja wird. Kang und Reptile hauen sich vors Maul und tatsächlich ist das hier der beste Kampf bisher. Und wird es auch bleiben. Kang gewinnt mit seinem patentierten Bicykle Kick.

Kitana ist begeistert und erklärt, dass Outworld ursprünglich mal ein schöner Ort war, aber dann haben sie zehnmal beim Mortal Kombat verkackt. Sie führt Kang und Cage zum Palast des Kaisers, wo Sonya wie die weiße Frau angekettet ist. Nun ja, sie ist ja auch eine weiße Frau. Nur einen Riesenaffen sollte man hier nicht erwarten. Stattdessen kommt Shang Tsung und erklärt, dass sie kämpfen muss oder die Erde hat das Turnier verloren, weil … ist halt so. Kitana stellt dann klar, dass das doch nicht so ist, obwohl Rayden vorhin mal gesagt hat, dass es doch so ist, also weiß scheinbar keine Sau, was eigentlich die Regeln von dem Quatsch sind. Wundert mich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Jedenfalls fordert Liu Kang dann Shang Tsung heraus und es kommt zum großen Endampf:

LIU KANG VS SHANG TSUNG

Tsung nutzt natürlich die gefallenen Seelen, um sich einen Vorteil zu verschaffen und Kang muss gegen jede Menge anderer Nasen kämpfen. Wäre eigentlich eine gute Möglichkeit gewesen, noch ein paar andere Figuren aus dem Spiel einzubauen. Stattdessen kriegt man Barbaren, Gladiatoren und einen Dschingis Khan für Arme. Kang macht sie mal eben platt und Tsung verwandelt sich in Kangs Bruder, um den zu bequatschen. Unten fahren Stacheln aus dem Boden und Kang stellt sich seiner Angst und seinem Gegner und blah. Tsung landet natürlich in den Stacheln, als ihn Kang mit einem Feuerball wegballert. Fragt mich nicht, kann er halt.

Die Seele von Kangs Bruder kommt noch mal kurz vorbei, um Abschied zu nehmen und damit hat es sich dann auch hier. Nein, nicht ganz, denn der Kaiser Shao Khan kommt vorbei, um sich die Seelen von allen zu holen. Aber das kann Rayden leider nicht dulden und somit ist schon mal klar, was jetzt ansteht: Ich gehe Teil 2 gucken …

Wart ihr auch schon Grillen? Und ist es nicht jedesmal das gleiche Chaos?

Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder zum Grillen eingeladen. Und ich kann nur sagen, ich verstehe die Begeisterung für das alles immer noch nicht so ganz. Es ist nicht so, dass ich keinen Spaß hatte, aber das ganze Konzept des Grillens ist bei mir nie so recht angekommen. Das fängt schon damit an, […]

über Spontane Gedanken – Grillen — Marcel Michaelsen

Monatsrückblick – Juni 2018

Der Juni stand bei mir im Zeichen des Schreibens. So wird es vermutlich auch im Juli sein. Und vielleicht auch im August. Ich habe mir nämlich vorgenommen, über den Sommer mal schnell einen Roman zu schreiben. Darunter hat das große Filmegucken natürlich zu leiden. Ein paar Ausnahmen gab es aber natürlich doch, denn ganz ohne geht nun mal nicht. Wenn ich beispielsweise einen anstrengenden Tag hatte, greife ich ganz gerne mal zu Highschool-Komödien:

10 THINGS I HATE ABOUT YOU – 10 DINGE DIE ICH AN DIR HASSE

Sind wir ehrlich. Der Film macht weitaus mehr Spaß, als er es eigentlich dürfte. Und das liegt vor allem an dem grandiosen Cast. Ledger, Stiles, Gordon-Levitt, Janney … die machen hier einfach das Beste draus, was man aus so einer recht generischen Highschoolkomödie machen kann. Man muss aber auch sagen, dass jeder Charakter hier zumindest im Ansatz Eigenschaften verpasst bekam, mit denen die Darsteller eben auch arbeiten können. Von der Erotikroman verpeilten Rektorin bis hin zum von ungewollten Schwangerschaften besessenen Vater. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich das Genre trotz des großen Bullshits, den es meist hervorbringt, irgendwie mag. Abzüge gibt es natürlich für den grauenhaften Soundtrack, der für das Genre leider auch üblich ist. Und in der Mitte hängt die Nummer etwas durch, was in der Mitte auch oft üblich ist. Aber der Streifen macht halt einfach Spaß und mehr will man von sowas ja auch gar nicht.

MEAN GIRLS – GIRLS CLUB: VORSICHT BISSIG!

Ich kann mich vage erinnern, den Streifen schon mal gesehen zu haben. Damals, als ich einfach alles geguckt habe … Moment mal, hat sich ja bis heute nicht geändert. Jedenfalls hatte ich kaum noch Erinnerung an den Streifen. Um genau zu sein gar keine.
Lindsay Lohan ist kein guter Lead, wenn man mich fragt. Sie ist jetzt nicht komplett schlecht, aber sie gibt mir irgendwie nix, außer diesen „Joa, die ist schon süß“-Vibe. Die Zeiten, wo mir sowas reicht, sind dann aber doch lange vorbei. Wenn sie überhaupt jemals vorhanden waren. Ansonsten ist der Cast halt gut, aber nicht unbedingt überragend. Für so einen Film aber absolut ausreichend. Lizzy Caplan hat mir gut gefallen, hätte aber ein paar mehr gute Szenen verdient gehabt. Amanda Seyfried und Neil Flynn sind hier ohnehin absolut verschenkt und auch Amy Poehler und Tina Fey stechen nicht gerade heraus. Rachel McAdams ist noch ein Lichtblick, aber ihre Rolle gibt halt auch nicht mehr her, als den üblichen Kram.
Nun denn, was so einen Film letztlich ausmacht, ist der Spaß, den man damit hat. Der Film hat seine Momente, aber der Humor hat bei mir überhaupt nicht gezündet und die ganze Story rund um die Plastics war halt auch nichts, was mich jetzt großartig begeistert hätte. Mit der komischen Afrika-Nummer hätte sich vielleicht was machen lassen, aber die läuft auch nur darauf hinaus, dass hin und wieder ein paar Leute wie Affen durch die Gegend hüpfen.
So läuft der Film eben so daher und konnte mich zu keiner Zeit wirklich abholen. Immerhin habe ich mich nicht gelangweilt, aber das wars dann auch.

Und natürlich gibt es auch so Filme, die ich einfach alle paar Jahre mal wieder gucken muss:

GOODFELLAS

Ich kann ja nicht anders, als dieses Meisterwerk alle paar Jahre mal in den Player zu schieben und die volle Mafiadröhnung zu genießen.
Letztlich brauche ich hier wohl nicht viel zu sagen. Nicht mal Ray Liotta in der Hauptrolle kann das hier kaputt machen, weil Scorsese einfach das Beste aus ihm herausholt. De Niro und Pesci sind natürlich ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Und gerade der Cast ist natürlich immens wichtig, um so einen Film noch ein oder zwei Level höher zu heben, ansonsten kann so eine Story vom Aufstieg bis zum tiefen Fall auch schon mal recht zäh werden. Das ist hier aber gar nicht der Fall, da eben nur Profis am Werk waren.
Wenn ich etwas zu bemängeln habe, dann vielleicht die wechselnden Voice-Overs. Aber ich bin von diesem Stilmittel ohnehin kein großer Fan. Dass hier 3 Jahrzehnte porträtiert werden, sieht man den Darstellern auch nicht immer an. Gerade anfangs wirken die meisten Akteure nicht so jung, wie sie in der Geschichte sein sollten. Aber das tut dem Spaß nun auch keinen Abbruch (und ist vermutlich immer noch besser, als die geplante CGI-Verjüngungskur bei „The Irishman“, aber das bleibt abzuwarten).
Scorseses bester Film. Der beste Gangster/Mafia-Film. Und eben ein absolutes Meisterwerk von Anfang bis Ende.

Gesamt: 4

Rewatches: 3

Schrott: 1

Militärische Verwechslungsbeziehungen an notgeilen Internaten

Heute wird es endlich mal wieder erotisch hier auf dem Filmschrottplatz. Und das kann natürlich nur bedeuten, dass wir uns in den 70er Jahren befinden. Als erotische Filme noch so richtig knisterten. Als der Sex noch so richtig prickelnd war. Natürlich habe ich mir aber einen Film ausgesucht, bei dem all das nicht der Fall ist. Dafür hat er einen vielversprechenden Titel:

WENN MÄDCHEN ZUM MANÖVER BLASEN – Österreich – Deutschland – 1975 – 82 Min.

Der Film wurde auch unter dem Alternativtitel MÄDCHEN STILLGESTANDEN vermarktet, aber der ist natürlich lange nicht so gut, also hat man sich erstmal für die bessere Wahl entschieden. Regie führte Franz Antel unter dem Namen Francois Legrand, der über 80 Filme inszenierte. Neben billigen Sexcomedys kamen dabei auch einige historische Dramen herum. Eine perfekte Mischung also.
Autor Erich Tomek hat unter verschiedenen Pseudonymen geschrieben. Als Florian Burg verfasste er neben dem heute besprochenen Meisterwerk der filmischen Unterhaltung unter anderem SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA, der mit Karl Dall in der Hauptrolle verfilmt wurde. Außerdem hat er auch die Fortsetzungen zu den DIE TOLLEN TANTEN Filmen mit Rudi Carrell und Ilja Richter geschrieben. Und auch am Drehbuch zum bereits hier auf dem Filmschrottplatz besprochenen GRAF DRACULA IN OBERBAYERN hat er mitgearbeitet.
Die Darstellerinnen Nina Frederik und Alena Penz erkennt man vielleicht an den Brüsten, denn ansonsten gibt es nicht viel erwähnenswertes zu ihnen zu sagen. Darsteller Alexander Grill und Rinaldo Talamonti erkennt man vermutlich nicht mal am Penis, aber sie haben immerhin in Knallern wie den SCHULMÄDCHEN REPORTs oder den GRAF PORNO Filmen mitgewirkt. Man sieht also, ein perfekter Cast für einen Film wie diesen.

Natürlich hat der Film auch einen eigenen Song. „Wenn Mädchen zum Manöver blasen, sind wir alle da!“ Natürlich sind wir das. Wer will sich den Spaß schließlich entgehen lassen? Der Postbote jedenfalls nicht, denn der ist direkt zur Stelle und klopft an eine Tür, weil er nicht weiß, wo er den Brief rein werfen soll. Die nackte Brünette, die die Tür öffnet, erklärt ihm, dass er den Brief nicht rein werfen, sondern „rein stecken“ soll und damit ist zu diesem Film auch eigentlich schon alles gesagt.

Feldwebel Novak lässt seine Truppe stramm stehen, aber Schütze Nagel ist nicht da, also macht er sich auf die Suche. Er findet ihn im Bett mit seiner Frau Julia und zur Strafe muss er „trockenbumsen“, was bedeutet, dass er Liegestützen auf einem Flokati machen muss. Als Julia erwähnt, dass Hauptmann von Pissewitz (ja, der heißt wirklich so) zu Besuch kommen wird, schickt der Feldwebel Schütze Nagel zurück zur Kaserne. Auf dessen Flucht vor dem Klischeehomosexuellen Nachbarn, der ihn inklusive Freudensprung vor lauter Geilheit verfolgt, rennt er fast Postbote Mario um, der mit „Reinstecken“ bei der Brünetten fertig zu sein scheint. Mario sammelt die Klamotten von Schütze Nagel ein, die Julia aus dem Fenster geworfen hat, aber Nagel haut ab und Mario klopft bei Julia an. Die sagt ihm durch die Tür, dass er sich schon mal ausziehen soll. Poliert die wirklich jedem in dem Kaff die Flinte? Um Julias Hunger zu stillen, hat er immerhin eine Salami dabei. Mann, die lassen wirklich gar nichts aus hier. Und das alles in den ersten 10 Minuten. Die Messlatte für den Rest des Films liegt hoch.

Mario hat versehentlich Nagels Uniform angezogen und wird von Hauptmann von Pissewitz für einen Soldaten gehalten. Feldwebel Novak hingegen kommt in der Postbotenuniform angelatscht und die Witzigkeit kennt keine Grenzen. Mario soll verhaftet werden und es kommt zur aufregenden Flucht durch die Vorgärten der Nachbarschaft, bei der natürlich auch grandiose Comedy mit einem Gartenschlauch nicht fehlen darf. Wundert mich, dass man nicht noch einen Wortwitz mit dem Schlauch eingebaut hat.

Der Oberst lässt den Oberstabsarzt ranholen, weil seine Frau einen Schnupfen hat. Die will nebenbei, dass Kathi vorbei kommt und ich kann der Handlung einfach nicht folgen. Währenddessen lässt sich Irene von zwei Matrosinen nackt malen. Das führt zum großen Tittenvergleich, weil jede meint, dass die anderen die kleineren Tüten hat. Zufällig fällt Leopold über die drei Bekloppten und grabscht ihnen an die Melonen, was ihn dazu bringt, geschockt wegzulaufen. Nebenbei sind sie alle auf der Suche nach was zum Poppen, damit sie auch etwas zum Plot beitragen können.

Da man keinen Postboten einsperren kann, wird Mario kurzerhand vom Oberstabsarzt als tauglich deklariert. Feldwebel Novak nutzt das direkt, um Mario mal so richtig durch die Ausbildung zu prügeln. Ach, Kathi ist eine der Matrosinen. Und natürlich bringt sie ihre beiden Busenfreundinnen mit. Auf der Kutschfahrt wird natürlich wild mit den Soldaten rumgemacht und wenn man schon dabei ist, kann man auch mal schnell ein Picknick veranstalten, bei dem auch Mario auftaucht, um ein bisschen mitzurammeln. Dabei erwischt Kathi leider den langweiligen Typen und kommt nicht dazu, mal schnell die Beine breit zu machen, wie ihre beiden Begleiterinnen.

Leopold stellt in Frage, ob es so schlau war, dass seine Frau die drei Mädels weggeschickt hat, weil … ficken.

Aus irgendeinem Grund schleichen die drei Freundinnen nackt nachts durch Onkel Bodos Schlafzimmer, weil sie mal einen drauf machen wollen. Warum zum Geier sind ihre Kleider im Schrank von Onkel Bodo? Was für eine perverse Scheiße wird hier impliziert? Sind die überhaupt schon volljährig? Jedenfalls bedeutet „einen draufmachen“ natürlich vögeln im dunklen Wald.

Leopold wird von seiner Frau hinter den Mädels hergeschickt, weil die schon eine Woche weg sind. Eine Woche? Das waren im Film keine 15 Minuten. Was für einen Zeitraum deckt der Streifen bitte ab? 42 Jahre?

Nachdem Feldwebel Novak der Bart abrasiert wurde, verwechselt seine Frau direkt Leopold mit ihm und bläst mit dem zum Manöver. Kathi und die Weibergang füllen derweil den Wachmann ab, damit sie die Soldaten wieder in ihre Betten schmuggeln können. Es sollte klar sein, dass es im Bett von Frau Oberst zur großen Penisverwechslung mit der Salami von Mario kommt, weil das einfach immer ein Knallergag ist.

Abreise der drei Knallerfrauen. Trainingsmanöver der Soldaten. Leopold ist von seiner Trulla genervt. Was ein Glück für ihn, dass er mal wieder mit Feldwebel Novak verwechselt wird und Oberst von Pissewitz ihn beim Training entführen lässt. Die Soldaten vergnügen sich derweil mit den Mädels im Internat, das aus irgendeinem Grund beim Trainingsmanöver eingenommen werden soll. Was zum Kuckuck ist das für eine Armee, die einfach mal so beim Training ein Mädcheninternat überfällt?

Feldwebel Novak bespringt dann mal schnell noch Leopolds Frau. Warum weiß er eigentlich nicht, mit wem er es zu tun hat? Die sieht ja nun nicht aus wie seine Frau. Leopold selbst landet natürlich bei Novaks Frau und ich werde das Gefühl nicht los, dass hier in Zukunft eine astreine Swningerbeziehung ansteht.

Pissewitz und seine Truppe besaufen sich schon mal auf den bevorstehenden Sieg. Im Internat laufen haufenweise nackte Mädels durch die Gegend. Es folgt ein absoluter Knallergag mit einem Soldaten, der dem Feldwebel mit Fistelstimme erzählt, dass das Mädchen, dass er zum Manöver blasen ließ, Kannibalin ist.

Die ganze Verwechslungsnummer wird natürlich noch schnell aufgelöst und irgendwie haben hier dann alle was zum Blasen gefunden. Ich ziehe ins Manöver und verabschiede mich in die Sommerpause…

Die 5 Besten … Filme der 2010er

Das Ende ist da. Wir befinden uns im letzten Teil von Goranas 5 Besten filmischen Jahresrückblicken. Und natürlich suchen wir

DIE 5 BESTEN SCHROTTFILME VON 2010-2015

Jetzt mag man denken, was denn mit den Jahren 2016,2017 und 2018 ist, aber sind wir ehrlich: Moderne Filme sind scheiße und da hat einfach keiner Bock drauf. Oder die kommen halt doch noch nächste Woche. Mir fällt es aber schon schwer genug, für diese Ausgabe den wirklich geilen Scheiß zu finden, also habe ich nichts dagegen, wenn es an dieser Stelle endet.

5 Elevator (2011)

Die Tatsache, dass dieser Film in dieser Liste ist, zeigt eigentlich schon recht deutlich, wie wenig guten Schrott dieses Jahrzehnt hervorgebracht hat. Dieser Film ist halt irgendwie noch doof genug, um sich gegen die ganzen arschlangweiligen und gewollten Scheißkandidaten durchzusetzen.

4 Bear (2010)

Gleiches gilt für diesen Film. Aber er hat einen echten Bären und das kann man ja mal honorieren. Ja, ein echter Bär. Take that, Leo!

3 Jurassic World (2015)

Ich nutze diesen Film mal, um den Begriff „B-Movie“ zu definieren. Also, was ist ein B-Movie? Ursprünglich waren B-Movies natürlich mehr oder weniger Vorfilme im Kino, vor dem „großen“ Film. Damals wurde einem im Kino eben noch das volle Programm geboten. Vor dem Aufkommen der Fernsehgeräte versammelten sich die Menschen in den Kinosälen, um sich unterhalten zu lassen und die Nachrichten zu verfolgen. Ja, die Nachrichten. Die kamen damals zwischen den Filmen. Man wurde also unterhalten, informiert und bekam dann im besten Fall noch einen guten Film serviert.

Diese B-Movies zeichneten sich vor allem dadurch aus, dass sie günstig produziert waren, eine dünne Handlung hatten, um den Zuschauer nicht zu überfordern, eindimensionale Charaktere aufbot, die nicht viel zum Nachdenken verleiteten und natürlich möglichst viel Action unterzubringen.

Reisen wir in der Zeit nach vorne haben wir also Blockbuster wie diesen. Er ist nicht günstig produziert. Aber da hören die Unterschiede auch schon auf. Er hat eine dünne Handlung, eindimensionale Charaktere und möglichst viel Action. Und er ist einfach haarsträubend doof.

Das „B“ in B-Movie stand nie für billig. Und auch heute steht es für etwas anderes. Heute steht das „B“ für Blockbuster. Leider ist man in Hollywood natürlich kaum in der Lage, daraus etwas Unterhaltsames zu machen, wie man es früher trotz geringem Budget geschafft hat (wenn sicher auch nicht immer). Und deshalb kann der Film hier durchaus mal in der Liste erwähnt werden, stellvertretend für den ganzen anderen B-Scheiß, der die Kinos überschwemmt.

Mann, da hätte ich fast einen eigenen Blogpost draus machen können.

2 The Millenium Bug (2011)

Eine Mischung aus Backwoodslasher und Monsterfilm ohne CGI. Na, wenn das nichts ist, weiß ich es auch nicht. Natürlich auch saudoof, aber so einem Film kann ich das eher verzeihen, denn dafür lege ich nicht mein halbes Monatsgehalt auf die Kinotheke.

1 Birdemic: Shock & Terror (2010)

Eine komplett vergurkte Hommage an Hitchcocks „The Birds“, die aber absolut ernst gemeint war und auf ganzer Linie scheitert. Wer echten Trash mag, sollte mal einen Blick riskieren.

Rückblendenverstopfte Mutprobenaneinanderreihung zur Geburtstagsfeier

Dreiköpfige Hunde sind ja eher selten in Filmen. Eine traurige Sache. Es sollte viel mehr dreiköfige Hunde geben. Was man damit alles machen könnte. Nun ja, auch nicht viel mehr als mit einköpfigen Hunden, aber der Versuch wäre es wert. Auch der heutige Film hat keinen dreiköpfigen Hund. Stattdessen gibt es Mutproben von strunzdämlichen Teenagern. Wisst ihr, was eine coole Mutprobe wäre? Einen dreiköpfigen Hund bekämpfen. Aber gibt es hier ja nicht. Also müssen wir eben nehmen, was wir kriegen können. Und Schuld ist natürlich Kanada.

TRIPLE DOG – Kanada – 2010 – 95 Min.

Regie führte Pascal Franchot und den kennt man natürlich überhaupt nicht, wenn man auch nur ansatzweise etwas für Filme übrig hat. Allerdings hat er einen Film namens „How Superman defeated the KKK“ gemacht, was generell schon mal nicht verkehrt ist. Aber sicher auch nicht gut.
Barbara Marshall schrieb den Krampf und hat später unter anderem für Blumhouse den Schinken „Viral“ verfasst.
Britt Robertson spielt Chapin Wright. Was für ein Name. Chapin. Kreativer wird es heute nicht mehr werden. Alexia Fast ist Eve und hat sogar in der ein oder anderen Hollywoodstangenware wie „Jack Reacher“ mitgewirkt. Scout Taylor-Compton, hier als Liza unterwegs, hatte ihre 5 Minuten Ruhm in den „Halloween“-Remakes, die niemand haben wollte. Janel Parish ist Cicely und bekannt aus der Serie „Pretty Little Liars“, vorausgesetzt, man kennt die Serie, was ich nicht tue. Ein paar weitere Mädels und irgendwelche Typen, die kein Schwein kennt, sind auch noch dabei. Mit anderen Worten: Man kennt niemanden. Macht aber nichts, denn das wird den Film ohnehin nicht beeinflussen.

Die coolen Kids von heute. Liegen den ganzen Tag auf ihrem Bett und rollen an den Rollen ihres Skateboards rum und hören beschissene Emo-Musik. Oder sie stürzen sich von einer Brücke. Beide Punkte schon mal abgehakt. Die Skateboarderin steigt aus dem Fenster und haut ab. Eve schminkt sich für … irgendwas. Ah, es ist ihr Geburtstag und meine Herren ist das eine steile Party. Ein paar Mädels sitzen rum und langweilen sich zu Tode. Liza macht das einzig Richtige und stopft sich mit Kuchen voll, um die Lahmarschparty zu ertragen. Liza ist jetzt schon mein Favorit. Die ultracoole Skateboarderin Chapin kommt auch vorbei und die Dialoge sind ein Traum aus Worten wie „Gay“, „Whazup“ und „Shiz“, was auch immer das bedeuten mag. Das hier könnte fast die nächste Stufe des selbsterfundenen Jugendslangs aus dem Megan Fox Desaster „Jennifers Body“ werden.

Chapin und Liza können sich nebenbei nicht ab, denn vor 4 Tagen gab es weitere Dialoge mit „Zup“ und „Totes“. Ja, es ist die Weiterführung des selbsterfundenen Jugendslang, da bin ich ganz sicher. Oder sprechen die heute wirklich so? Können die Jugendlichen heute keine Worte mehr komplett aussprechen? Ist die Linguistik dem Untergang geweiht? Ach so, Liza und Chapin übrigens: Wird hier nicht erklärt.

Chapin hat berechtigterweise keinen Bock mehr auf die Lahmarschparty und will abhauen. Aber Eve schlägt vor, irgendwas zu machen. Und zwar Triple Dog zu spielen. Chapin ist begeistert und ich weiß absolut nicht, was Triple Dog überhaupt ist.

Vier Tage zuvor erklärt irgendeine Trulla, wie weiter wasweißichwieviele Tage zuvor Stacy Acid von einem Typen mit blauen Haaren nahm und Schmetterlinge sah und sich dann von der Brücke stürzte. Es ist Rückblendenception und ich habe jetzt schon die Schnauze voll.

Also Triple Dog. Keine Ahnung, was das ist, aber Chapin braucht eine Videokamera und eine Harrschneidemaschine dafür. Alle müssen ihre Taschen leeren und es sammelt sich etwas Geld, ein MP3-Player und das „Gossip Girl“ DVD-Set an. Die Regeln sind irgendwie so: Einer stellt eine Mutprobe und wenn man sie nicht macht, kriegt man eine Glatze rasiert. Sarah hat absolut keinen Bock, also muss sie als erstes ran und zwar nackt durch die Straßen laufen. Nach einigen Einwänden zieht sie es durch.

3 Tage vorher … Chapin und Liza prügeln sich in der Bücherei, weil Liza denkt, Chapin hätte sie mit Gummibärchen beworfen. Herrjeh, ist das eine grandiose Auflösung. Aber man kann natürlich noch einen drauf setzen, denn Liza hat nur einen Freund und zwar eine Ratte, die sie in ihrem Rucksack mit sich herum trägt. Chapin wird für 3 Tage von der Schule beurlaubt. Die Rattenlady darf bleiben.

Liza muss als nächstes beim Triple Dog ran. Sie muss in einem Cheerleaderoutfit im Schrank von Eves Bruder bis Mitternacht rumstehen. Während Liza also im Schrank steht, muss Nina im Big Wangs Country-Karaokeschuppen einen Schlaganfall vortäuschen oder sowas. Ich checke es nicht. Passt also perfekt zum Rest des Films. Eves Bruder guckt sich zusammen mit seinen Kumpels einen Porno an. Liza ist nicht begeistert und kriegt dann einen Anruf auf ihr Handy von Chapin. Die Jungs finden sie natürlich und Liza muss Eves Bruder in den Finger beißen, damit sie nicht aus dem Schrank geschmissen wird.

Die anderen Trullas quatschen mit einem Automechaniker und irgendwas über eine Party, auf die sie alle nicht eingeladen sind. Also wollen sie die Party crashen. Vorher muss aber erstmal Cecily beim Triple Dog antreten und davor müssen wir erstmal 2 Tage zurückspringen, weil hier nichts zu lange chronologisch erzählt werden darf, sonst versteht man den Film nicht. Hat nebenbei absolut nichts geholfen, dieser Trick.

Also, 2 Tage vorher erzählte Liza Eve, dass einige Tage davor Chapin Stacey von der Brücke geworfen hat.

Cecily muss bei jemandem vor die Haustür pissen. Tolle Sache. Liza guckt zu, wie Eves Bruder Rockband auf der PlayStation spielt und fängt an zu flennen. Nachvollziehbar, denn er spielt richtig scheiße. Es sollte klar sein, dass Liza mitspielt und die beiden sich langsam anfreunden oder sowas. Chapin ist an der Reihe und muss irgendwas aus einem Laden klauen, dessen Besitzer Cecilys Vater ist. Das funktioniert natürlich am besten mit Ablenkung durch eine explodierende Dose Erbsensuppe in der Mikrowelle. Chapin räumt den halben Laden aus und dann muss Eve als letzte ran. Und zwar muss sie Whisper – wer auch immer das ist – einen kauen.

Diese ganze Stacey von der Brücke Sache wird auch immer wieder zur Sprache gebracht, aber irgendwie interessiert mich das alles nicht die Bohne. Es sollte wohl klar sein, dass die beim Triple Dog spielen verreckt ist. Viel spannender ist, dass Sarah irgendeinem bekifften Typen Stricken beibringt. Ach so, man ist jetzt nebenbei auf der Party angekommen und natürlich hängen dort nur Affen rum. Also Eves Bruder und seine Kumpels. Liza hat sich wie erwartet mit ihm angefreundet und besäuft sich jetzt mit ihm. Eve hat ein Problem, denn Whisper will eigentlich Chapin poppen, also kann sie die Bepustung nicht durchziehen. Chapin stellt Whisper zur Rede und will ihn durch einen Kuss dazu überreden, sich von Eve einen lutschen zu lassen. Was für ein genialer Plan.

Die große Auflösung ist am Start: Chapin hat Stacey beim Triple Dog herausgefordert, von der Brücke zu springen. Wow. Was für eine Überraschung. Chapin springt dann selbst von der Brücke, weil … sie es kann. Und sie kann auch überleben. Aufregend ist anders. Jedenfalls wird Chapin zur Siegerin von Triple Dog gewählt und ich wähle diesen Film offiziell zum vorhersehbarsten und gleichzeitig undurchsichtigsten Quark aller Zeiten.

Ach so, Eve kriegt natürlich noch die Glatze rasiert. Auf eigenen Wunsch. Und Sarah fängt an zu flennen. Ich auch gleich, deshalb beende ich den Quatsch hier und gehe mir spannende Mutproben ausdenken …

Zwar nichts mit Film dabei, aber das kommt noch. Deshalb sollte man Teil 1 natürlich nicht verpassen:

Nachdem ich es ja schon im letzten Blogpost angedeutet hatte, ist es jetzt soweit: DEWON HARPERS KRIMINALAKTEN ist jetzt auf Amazon für Kindle erhältlich. Und zwar HIER. Und das Beste ist: Der Spaß kostet nur 99 Cent. Was macht ein Mann, der seine eigene Geschichte nicht kennt? Er erzählt erst mal alle anderen. Dewon […]

über Dewon Harper ist da! — Marcel Michaelsen

Die 5 Besten … Filme der zweiten Hälfte der 2000er

Wir nähern uns dem Ende der großen Rückblickreihe bei Goranas 5 Besten. Und ich muss sagen, ich bin ganz froh, wenn es vorbei ist. Wie sich schon letzte Woche herauskristallisierte, befinden wir uns in der langweiligsten Filmphase, die irgendwo Anfang der 2000er begann und bis heute anhält. Deshalb fiel es mir nicht leicht

DIE 5 BESTEN SCHROTTFILME VON 2005-2009

zu finden.

5 The Happening (2008)

M. Night Shyamalans Meisterwerk der Langeweile. Die Blumen greifen an und keinen interessierts. Außer Mark Wahlberg, der noch schlechter spielt als eine Zimmerpflanze.

Jennifers Body (2009)

Es gab hier lange keinen Megan Fox Hate. Aber wenn ich nur an diesen Film denke, könnte ich schon wieder Kopfschmerzen kriegen. Die Dialoge. Die Story. Megan Fox. Es ist alles so grauenhaft.

3 Lightning Strikes (2009)

Ein Blitzdämon oder sowas versetzt eine Stadt in Angst und Schrecken. Neben dem grandiosesten Bürgermeister der Filmgeschichte, dessen einziges Problem das große Kürbisfest ist, hat der Film noch jede Menge anderen Schwachsinn auf Lager.

2 Santas Slay (2005)

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass ich kein großer Fan von generiertem Trash bin. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Nämlich dann, wenn man sich bewusst ist, dass man eine bescheuerte Idee hat, sich aber nicht darauf ausruht, sondern die Sache ein Stück weiter denkt. Siehe Granaten wie HELL COMES TO FROGTOWN oder KILLER KLOWNS FROM OUTER SPACE. Dieser Streifen bewegt sich auf einer ähnlichen Ebene, mit einem bösen Weihnachtsmann, der Leute mit explodierenden Geschenken killt und Fran Drescher abfackelt, was aus Prinzip schon eine gute Sache ist.

1 A Sound Of Thunder (2005)

Der ultimative Beweis, dass man auch in diesem Jahrtausend noch in der Lage ist, komplett an seinen Ambitionen zu scheitern. Ein namhafter Cast in völlig verhunztem Zeitreiseschwachsinn mit Dinosauriern. Wird definitv irgendwann seinen Weg auf den Filmschrottplatz finden.

HONORABLE MENTIONS:

Minotaur (2006)

Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull (2008)