Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Kultschrott – Anaconda

Zum heutigen Film gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Viele werden ihn sicher gesehen haben. Es geht um große Schlangen.

ANACONDA – USA – BRASILIEN – PERU – 1997 – 89 Min.

Schon der Cast verspricht natürlich ein absolutes Meisterwerk. Eis Fucking Würfel ist dabei. Jon Voight im Overactingmode. Danny Trejo läuft auch mal durchs Bild. Und nicht mal der talentlose Arsch von Jennifer Lopez kann das Ganze hier kaputt machen. Ach ja, und Owen Wilson ist auch dabei. Wenn das mal nicht eine wilde Fahrt verspricht. Los gehts.

Schon die ersten Sekunden machen klar, dass ich mich hier auf einige Kamerafahrten durch den Dschungel einstellen muss. Es gibt schlimmeres, würde ich sagen. Zum Beispiel den ersten Angriff der Riesenanaconda, die den armen Danny Trejo zum Selbstmord verleitet, der hier nebenbei noch nicht aussieht, als wäre er mit dem Gesicht in einen Bottich voller Rasierklingen gefallen.

Jennifer Lopez guckt sich Bilder auf einem Laptop an und selbst dabei wirkt sie komplett überfordert. Der originale Marty McFly Eric Stoltz reißt sie aus ihrer Überforderung und hat einen Job für sie. Das bedeutet natürlich, dass sie erstens die Hauptrolle spielt und überleben wird und zweitens, dass sie Dialog hat, was sie noch mehr überfordert.

Ice Cube ist eben Ice Cube. Und er trägt die gleichen Klamotten wie in „Friday“. Das hier wäre ja irgendwie das bessere Sequel dazu, als die, die es tatsächlich gibt wenn man mich fragt.

Jonathan Hyde ist der eingebildete Snob und Owen Wilson ist … blond und hat ne Freundin. Damit haben wir mehr oder weniger alle wichtigen Personen auf dem Boot am Start und die Reise kann losgehen. Das Ziel: Filmaufnahmen vom Dschungel machen. Im ersten Sturm fischen sie Jon Voight aus dem Wasser, dessen Job es hier ist, dauerhaft wie ein Vollidiot zu gucken, der sich selbst für ganz besonders böse hält. Und mit einem dämlichen Akzent zu sprechen. Oh, und Fische aufzuspießen.

Man sollte eventuelle mal kurz auf die Beziehungen der Charaktere zueinander eingehen, denn das könnte noch wichtig werden. Also: JLo und Eric Stoltz sind ein Paar. Owen Wilson und die Produktionsdesignerin ohne Namen sind ein Paar. Ice Cubes Freundin ist zu Hause geblieben. Und Jonathan Hyde hat eine innige Beziehung zu seinem Golfschläger. Und Voight bleibt natürlich erstmal etwas mysteriös, aber es ist klar, dass er die Riesenschlange jagen will, die gerade irgendwo einen Puma tötet. Kurz gesagt: Alle sind geil auf irgendwas.

Owen und seine Alte wollen im Wald ne Nummer schieben, aber werden von einem Wildschwein gejagt. Zum Glück ist Jäger Jon da, um das Vieh abzuknallen. An Stelle der beiden Turteltauben würde es mir ja zu denken geben, dass Jon da im Busch rumspannt, aber scheinbar interessiert das niemanden so wirklich. Allerdings macht er sich eben auch echt gut als Lebensretter. Denn Minuten später rettet er Eric Stoltz mit einem Kehlkopfschnitt das Leben, nachdem der Tauchen war und wasweißichwas passiert ist. Irgendwas mit nem giftigen Vieh.

Damit man Eric schneller ins Hospital bringen kann, schlägt Jäger Jon vor, eine Abkürzung zu nehmen. Dafür muss er nur mal kurz eine Wand mitten im Urwald mit Dynamit wegsprengen, was dazu führt, dass jede Menge Schlangen aus den Bäumen ins Boot fallen und alle in Panik geraten. Außer Jäger Jon natürlich, der nunmal die Coolnes in Person ist.

Da man für die Abkürzung scheinbar Sprit braucht, holen Ice Cube, Jäger Jon und Handlanger Mateo was von einem verlassenen Boot im Dschungel. Mateo ist dabei das erste Opfer der Riesenschlange und man hüllt besser den Mantel des Schweigens über das fürchterliche CGI. Jäger Jon erklärt den anderen dann mal, was Anacondas so alles fressen und wie sie einem die Knochen zerquetschen. JLo ist nicht nur talentbefreit, sondern auch dämlich und glaubt nicht, dass Mateo tot ist, sondern sich nur verlaufen hat und deshalb wird nicht weitergefahren, bis er wieder da ist. Das ist natürlich immer ein ganz hervorragender Plan.

Wo ein Dämlack ist, sind meist auch zwei. Deshalb lässt sich Owen von Jäger Jon dazu überreden, ihm dabei zu helfen, die Riesenschlange zu fangen und dafür eine Millionen Dollar einzusacken. Als absolut unerfahrener Trottel sollte Owen seine Rolle bei so einem Unterfangen eigentlich klar sein, aber wie gesagt, hier sind alle strunzdoof. Jäger Jon und Owen machen dann eindeutig klar, dass keiner lebend vom Boot kommt, der sich ihnen in den Weg stellt und in der Nacht wird nach Schlangen geangelt. Es wird wenig verwundern, dass Owen dabei abtritt, nachdem die Schlange für jede Menge Schwachsinnsaction auf dem Boot gesorgt hat. Es ist wirklich ein wahrer Reigen an wundervoller Dummheit.

Die Crew meutert dann gegen Meuterer Jon und fesselt ihn, damit sie endlich mal zum Krankenhaus schippern können. Wobei ich mich immer noch frage, wo das eigentlich sein soll. Die sind schließlich immer noch mitten in der Pampa. Und es ist ja jetzt auch nicht so, dass sich der Amazonas so oft gabelt, dass man sich da direkt verfahren könnte. Allerdings kann man steckenbleiben, was natürlich bereits nach drei Sekunden passiert. Nebenbei ist ja eine Person auf dem Boot jetzt entbehrlich und deshalb wird Owens Freundin von Jon erwürft, als sie ihn abstechen will. Mit dem Messer kann der sich dann natürlich befreien.

Es folgt die absolute Megaaction, als Jonathan Hyde vor der Anacaonda auf einen Felsen flüchtet, während Ice Cube und JLo gegen Jäger Jon kämpfen. Hyde fällt dann der Schlange zum Opfer, als er von dem Felsen in den Fluss springen will, aber von der Anaconda in der Luft abgefangen wird. Das Gewicht bringt allerdings den Baum ins Schwanken, an dem die Anaconda hängt und der fällt auf das Boot. JLo kann dann im allgemeinen Chaos die Schlange erschießen und der wieder erwachte Eric sticht Jäger Jon hinterrücks ab.

Lopez, Würfel und Stoltz schippern also weiter und finden mitten im Dschungel eine verlassene Hütte. Und wie es sich für einen guten Film gehört, halten sie an, um nach Benzin zu suchen. Und wie es sich für einen noch besseren Film gehört, lebt die Anaconda noch. Und wie es sich für den allerbesten Film gehört, lebt auch Jäger Jon noch und fesselt JLo und Ice und übergießt sie mit Schweineblut, damit die Anaconda sie fressen kommt. Und die lässt natürlich nicht lange auf sich warten. Und hat nicht eine Macke, obwohl sie vorhin von JLo dreimal mitten in die Fresse geschossen wurde. Jäger Jon fängt die Schlange in einem Netz, aber ist zu doof, sie mit der Betäubungsarmbrust auszuschalten, also wird er natürlich von der Schlange zermatscht und anschließend, im wirklich behämmertsten Shot von allen (aus dem Rachen der Schlange heraus) gefressen.

Der Rest dürfte klar sein. Die Anaconda verfolgt JLo und Ice. Jäger Jon wird wieder ausgekotzt und sieht schleimig aus. JLo klettert auf den Turm. Ice kippt das ganze Benzin aus und fackelt die Hütte ab. Die Schlange explodiert im Turm. JLo fällt ins Wasser und wird von der brennenden Schlange verfolgt, die dann aber doch absäuft, nachdem man nochmal mit der Axt nachgeholfen hat, und dann holt man das Benzin. Äh, Moment mal, hat Ice das nicht gerade alles niedergebrannt?

Wie dem auch sei. Der Film bewegt sich noch auf einem guten Schwachsinnslevel, so dass man das einigermaßen ertragen kann. Wenn man die einfach nur nervtötend grottigen Effekte mal ausblendet. Ich gehe meine Schlange füttern …

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Surf Nazis Must Die – Schrottsommer 2017

Eigentlich hat dieser Sommer noch gar kein Wetter geboten, um mal so richtig surfen zu gehen. Es ist also ein richtiger Schrottsommer, wenn man so will. Zum Abschluss gehen wir trotz des Kackwetters natürlich trotzdem surfen.

SURF NAZIS MUST DIE – USA – 1987 – 83 Min.

Selbstverständlich spielt die Geschichte in einer postapokalyptischen Zukunft, denn vorher wäre natürlich kein Nazi auf ein Surfbrett gestiegen. So hat man immerhin dieses politisch fragwürdige Problem gekonnt umschifft. Alle anderen natürlich nicht, wie wir gleich feststellen werden.

Eine Frau und ein Typ fahren Moped und der Kerl erklärt, dass Mengele ein Messer gekauft hat. Sie sagt, dass Mengele ein Arschloch ist und er das nie vergessen soll. Meine Güte, Zweideutigkeiten vom Feinsten hier. Eindeutiger geht es kaum.

Eleanor Washington zieht ins Altenheim ein. Nur noch mal zum mitschreiben: Das hier ist eine postapokalyptische Zukunftsvision, in der die Welt quasi im Arsch ist, aber es gibt noch Altenheime. Prioritäten ganz klar richtig gesetzt. Eleanor hängt sich eine Amerikaflagge an den Spiegel. Sie ist nebenbei schwarz aber offenbar trotzdem der pure Patriotismus. Ich frage mich, was dann die Surf Nazis eigentlich sind. Nicht, dass ich Rechtsextremität mit Patriotismus gleichsetzen will, aber wenn hier jeder Amerika abfeiert, wo ist denn dann der Konflikt?

Die Surf Nazis gehen surfen und haben die japanischste Hakenkreuzflagge der Geschichte dabei. Es sieht wirklich aus wie die Japanfahne, mit einem Hakenkreuz im roten Punkt. Internationale Volksverständigung dürfte in dieser Zukunftsvision ganz oben auf der politischen Agenda stehen, habe ich das Gefühl.

Nach mehreren Minuten voller aufregender Surf Nazi Surfszenen spielt Eleanor Karten mit den anderen Omas im Altenheim. Surf Nazi Adolf erklärt sich derweil zum Führer des Strandes. Wie kann es eigentlich sein, dass die sich selbst alle nicht absolut lächerlich vorkommen? Oh, einer tut es. Und wird dafür von Adolf abgestochen, während die anderen Surf Nazis Comics lesen. Das Verhalten von Nazis wurde hier wirklich 1A recherchiert.

Eleanor macht den Krankenschwestern im Altenheim Probleme, da sie sich nicht einleben will. Sie trinkt keinen Kaffee, sie guckt kein TV und sie zersägt einfach den Baum vor ihrem Fenster, damit sie eine bessere Aussicht hat. Nun, wer kann es ihr verdenken? Kaffee ist widerlich, im TV läuft nur Scheiße und der Ast war nun mal im Weg. Man merkt also bereits: Eleanor ist eine Frau, die sich um sich selbst kümmern kann. Warum zum Geier ist die überhaupt im Altenheim?

Die Surf Nazis schüchtern einen Rocker und seine Frau ein, die ich ab jetzt, sollten sie nochmal auftauchten nur noch ZZ Top und Honey Bunny nennen werde, weil sie genau so aussehen.

Adolf besteigt seine Freundin am Strand. Ich schätze mal, sie heißt Eva. Die Surf Nazis surfen währenddessen. Es ist alles unglaublich aufregend anzuschauen. Immerhin gibt es Brüste zu sehen. Zwischendurch haben die Surf Nazis noch kurz einen kleinen Zwist mit den Surf Asiaten. Ich vermute, es geht um die Japan-Hakenkreuz-Flagge, aber Beweise habe ich dafür nicht.

Eleanor kriegt Besuch von ihrem Sohn Leroy, der an dieser Stelle aus einem einzigen Grund in einer 5 Sekunden Szene eingeführt wird: Er wird von den Surf Nazis gekillt. Und damit ist Mama Eleanor natürlich ganz und gar nicht glücklich und kann jetzt auf einen Rachefeldzug gehen, damit der Streifen mal in die Gänge kommt.

Und wie startet man so einen Rachefeldzug am besten? Genau. Man fackelt die Surfboards der Surf Nazis ab. Macht sie das dann jetzt eigentlich einfach zu Nazis, wenn sie nicht mehr surfen können?

Asolf, selbsternannter Führer des Strands wenn ihr euch erinnert, gibt den Befehl zur Strandsäuberung. Niemand darf mehr hier surfen außer den Nazis. Das führt zu einigen Missverständnissen und Schlägereien mit den ansässigen Surfer Dudes, die sowas von bekifft scheinen, dass sie auch außerhalb des Wassers surfen könnten.

Die Asiaten tun sich mit den Hawaiihemden zusammen und wollen gegen Adolf und die Surf Nazis vorgehen. Eleanor kauft derweil eine Waffe und wo sie schon dabei ist noch ein paar Granaten.

Nachdem also alle entschieden haben, dass sie sich gegenseitig umbringen müssen, passiert erstmal 20 Minuten lang absolut überhaupt nix. Außer Surfen.

Und dann greifen die Asiaten an, zeigen, wie toll sie Kung Fu können und werden alle umgebracht. Äh … Plan B, I guess …

Die Hawaiihemden haben auch nicht mehr Glück und es bleibt wohl doch nur Eleanor, um die Surf Nazis zu stoppen. Und die kommt dann auch auf nem Mottorrad und wirft Granaten. Und holt dann Nachschub im Altenheim. Und dann geht es ins große Finale auf einem verlassenen Flugzeugfriedhof, oder einem Abstellplatz für alte Tanks, oder einem alten Baufahrzeugelager, oder Wasauchimmer. Und der große Showdown besteht daraus, dass Adolf und seine Freundin weglaufen und Eleanor irgendwelche Kacke labert, während sie die beiden sucht.

Zwei Minuten später sind wir wieder am Strand und Adolf und Eva fliehen auf ihren Surfbrettern. Eleanor nimmt mit einem Motorboot die Verfolgung auf, wobei ich mir die Frage stelle, wie schnell man wohl surfen kann, wenn es tatsächlich mehrere Minuten dauert, bis ein Motorboot sie eingeholt hat. Jedenfalls brettert sie mit dem Motorboot über Eva und macht die einen Kopf kürzer und dann wird Adolf abgeballert. Eleanor kann in Ruhe ihren Siegeszigarillo rauchen und anschließend noch ne Runde Motorrad fahren.

Leider sehr zurückhaltend in Gore und Over The Top Humor. Für einen Film mit so einem Titel war das leider eindeutig zu wenig. Genau wie dieser Sommer generell. Also passt es wohl wieder irgendwie.

Drive-In Massacre – Schrottsommer 2017

Der Sommer geht weiter. Letztes Mal haben wir mit Ferienarbeit etwas Geld verdient, also können wir jetzt mit unserer Liebsten, oder dem Liebsten, oder einem Sexspielzeug unserer Wahl, ins Autokino.

DRIVE-IN MASSACRE – USA – 1976 – 74 Min.

„Am 10. August hat in einem kalifornischen Drive-In alles angefangen …“ verrät uns der Film zu Anfang. Dann versucht jemand Gitarre zu spielen wie Carlos Santana und versagt auf ganzer Linie, was aber auch wenig verwunderlich ist. Mit dem Soundtrack wird der Streifen also schon mal nicht punkten.

Alan und seine Freundin sind ja sowas von verknallt, es ist einfach grauenhaft. Er will mit ihr zusammenziehen, sie will ein Baby von ihm. Und sie will im Autokino rummachen, aber Alan will lieber vorher noch schnell den Film sehen, den er schon viermal geguckt hat. Er ist also genau so ein Trottel wie ich. „Titten? Nee. Ich gucke lieber diesen Kackfilm, Süße. Komm doch später wieder.“ Story Of My Life. Ein paar Sekunden später sind beide einen Kopf kürzer, denn der Mörder hier hat ein Schwert und er weiß es zu benutzen.

Wir kennen das: Die Cops sind absolut ratlos, aber der Drive-In Betreiber ist natürlich sehr verdächtig. Erstens hat er eine Glatze und zweitens ist er ein Arschloch. Würde mich nicht wundern, wenn er sich auch noch als Rassist herausstellt. Erstmal wirft er aber Germy den Geiern zum Fraß vor, der wohl sowas wie die Putzfrau da ist. Der Darsteller heißt nebenbei ernsthaft Douglas Gudbye. Also für mich ist der Fall damit gelöst. Reicht euch noch nicht: Okay, dann hier noch ein paar eindeutige Beweise. Kein normaler Mensch schleppt so einen Klopper von Taschenlampe mit sich rum wie Germy. Mit dem Teil könnte man einen Elefanten erschlagen. Aber jetzt das absolute Indiz auf seine Schuld: Er ist ein ehemaliger Schwertschlucker. Ja, es ist wahr. Germy der Schwertschlucker arbeitet jetzt als Putze im Drive-In, das auf dem ehemaligen Gelände des Jahrmarkts errichtet wurde, auf dem er der Schwertschlucker war. Und auch alle anderen Mitarbeiter sind ehemalige Jahrmarktschausteller. Kann es noch besser werden? Wohl kaum.

Germys Schwertsammlung ist wohl in Indien, wenn ich das richtig verstanden habe, also ist die Sache wohl doch nicht mehr so klar. Also für die Bullen. Für mich bestehe weiterhin kein Zweifel. Vielleicht erkennt man ihn ja in der nächsten Szene, in der ein Paar im Autokino rumpalavert und sich wunderbar dafür qualifiziert, den Kopf zu verlieren, da sie mir nach drei Sekunden schon derbe auf den Sack gehen. Nun ja, einen Kopf kürzer werden sie nicht gemacht, aber abgestochen, was ich auch dankend annehme. Der Killer sah aber gar nicht wie Germy aus. Hm … ich weiß: Er ist ein Shapeshifter. Jeder weiß schließlich, dass Jahrmarktkünstler übersinnliche Fähigkeiten haben. Germy ist schuldig.

Die Cops holen ihn aber erstmal nur als Zeugen ran und der hat das Nummernschild eines Verdächtigen aufgeschrieben. Und dieses Nummernschild gehört Mr. Ingelson, der verdächtig ist, weil er während dem Film mal pissen gegangen ist, oder so. Ach wartet mal, das ist sicher der Typ, der da rumgeschlichen ist und den ich für den Killer gehalten habe. War scheinbar doch nur Ablenkung. Also bleibt nur noch Germy als Täter übrig. Die Sache ist klar. Wo man aber schon mal da ist, verhaftet man den Typen wegen Drogenbesitz.

Und dann ist auch schon wieder Abend und ein neues Paar darf dran glauben. Dieses Mal irgendein Schmierlappen und eine verklemmte Trulla in einer Bluse, die nicht mal meine Oma tragen würde. Die Cops sind nebenbei undercover auch da und tun so, als würden sie rummachen. Das sind noch Polizisten mit Liebe zum Job. Denen ist nichts zu doof, um den Fall zu lösen. Allerdings sind sie zu blind, um den Fall zu lösen, denn natürlich kriegen sie den Mord nicht mit, obwohl er nur zwei Autos entfernt passiert. Johnson, der das Drive-In leitet und noch nichts Rassistisches geäußert hat, ist auch nicht begeistert von der Polizeiarbeit und kackt die Bullen erstmal an. Germy will erstmal Kaffee servieren. Sicher, um von sich selbst abzulenken.

Um sich selbst auch abzulenken, latscht Germy über den Rummel und hat dabei durchgehend Flashbacks in der Birne. Ich sags ja, der ist ein irrer Killer. Ein Psychopath. Ein völlig Wahnsinniger, der sicher den Verlust seiner Schwertsammlung einfach nicht verkraftet hat.

Ich habe wirklich nicht die geringste Ahnung, was dann passiert. Die Cops werden zu einem Lagerhaus gerufen, da hat irgendwer irgendein junges Mädel in seiner Gewalt und bedroht sie mit einem Schwert. Sie kann flüchten und versteckt sich zwischen den Kisten. Ich weiß weder wer er ist, noch wer sie ist, noch wo zum Kuckuck die da eigentlich sind. Zudem ist es viel zu dunkel, um überhaupt was zu erkennen. Also selbst wenn ich wüsste, wer die beiden sind, würde ich sie in der Dunkelheit nicht erkennen. Alles was ich weiß, ist, dass der Typ einfach nicht die Fresse halten kann und durchgehend nach dem „Little Girl“ ruft. Äußerst intelligent, wenn man mich fragt: So kann sie wunderbar vor der Stimme weglaufen und weiß immer, wo der Killer gerade ist.

Die Cops kommen und retten den Tag, indem sie den Killer im gefühlt mehrstündigen Finale, ausschließlich bestehend aus einem einzigen Versteckspiel und anschließendem kurzem Rumgeballer, töten. Und wer ist nun der Killer, fragt ihr euch? Nun, keine Ahnung. Der Typ hier jedenfalls nicht. Denn der ist der Vater des „little girls“ und heute morgen aus der Anstalt geflohen, um seine Frau abzuschlachten und seine Tochter zu entführen. Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, wie man Nebenplots nicht schreibt, habt ihr hier die Antwort.

Also geht die Suche nach dem Killer weiter. Germy ist nebenbei gefeuert. Die Cops vermuten jetzt wieder, dass es Glatzenjohnson ist. Und ganz ehrlich: Da zieht man so ein Brimborium um den entflohenen Irren auf, der nix mit dem Plot zu tun hat, aber hier bringt man die Auflösung mal eben so nebenbei. Denn Germy liegt ermordet bei Johnson in der Waschküche und damit ist die Sache natürlich klar. Germy stellt sich tot, damit der Verdacht auf seinen Boss fällt und er abhauen kann. Okay, ich gebe zu, meine Detektivfähigkeiten lassen zu wünschen übrig. Es war natürlich nicht Germy. Aber jetzt kommt der Knallertwist: Es war auch nicht Johnson. Denn auch wenn Johnson Germy erledigt hat, ist er nicht der irre Schwertschnitzer aus dem Autokino. Der ist immer noch auf freiem Fuß. Und er kann jederzeit zuschlagen. Überall. Niemand ist sicher. So will es uns eine Texteinblendung jedenfalls weismachen.

Ich frage mich, ob der Killer gefasst wurde. Oder ob er einfach nach dem Aussterben des Drive-Ins in Rente gegangen ist und jetzt ein ruhiges Leben in einer alten Schmiede fristet. Es wäre ihm ja schon zu wünschen, denn eigentlich hat er nur nervige Affenärsche gekillt.

Raus aus dem Kino und rein ins Wasser, heißt es dann bei unserer letzten Schrottsommeraktion in diesem Jahr, wenn wir surfen gehen.

Kultschrott – Killer Klowns From Outer Space

Clowns waren ja eine Zeit lang mal der heiße Scheiß. Stephen Kings „Es“ hat das vermutlich los getreten. Und interessanterweise steht uns die Neuverfilmung von genau dieser Geschichte bald bevor. Vielleicht tritt das eine neue Welle der Clownfilme los und sie lösen die Superhelden ab und regieren dann die Erde. Aber Clowns gibt es nicht nur auf der Erde. Sie sind überall:

KILLER KLOWNS FROM OUTER SPACE – USA – 1988 – 88 Min.

Wie jeder gute Schwachsinnsfilm, der etwas auf sich hält, hat dieser natürlich einen eigenen Themesong. Und natürlich ist es lahmer 80er-Jahre-Rock.

Alle Teens machen in ihren Autos rum, wie sich das gehört. Und dann kommt der Eismann vorbei. Das stößt auf wenig Begeisterung und die Blechdosen fliegen. Ebenfalls wenig begeistert sind die beiden Damen im Eiswagen von der Idee, doch erstmal hier zu parken. Humor und so. Kann nur besser werden.

Ein Komet landet im Wald von irgendeinem Bauern mit Hund und der freut sich seines Lebens, da natürlich tausende von Leuten zu ihm pilgern werden, um das unbekannte Flugobjekt zu bestaunen. Also schnappt er sich Petroleumlampe und Schaufel und fühlt sich vermutlich wie ein Pirat auf Schatzsuche. Im Wald findet er ein Zirkuszelt, was ihn weniger aus der Fassung bringt, als es sollte, wenn ihr mich fragt. Richtig die Fassung verliert er aber, als sein Hund mit einem Schmetterlingsnetz gefangen wird und verschwindet. Nachdem er unter Strom gesetzt wurde, wird er von einem Clown weggebeamt, oder wegegelasert, oder weggerotlichtviertelt, oder weggewasauchimmert.

Zwei der Teens vom Knutschhügel kommen auch mal gucken und finden ebenfalls das Zirkuszelt. Mike will das Zelt mal genauer unter die Lupe nehmen. Debbie ist eher zurückhaltend, aber geht dann doch mit, da sie keinen Bock hat, sich alleine im Wald ins Höschen zu machen. Im Inneren finden sie jede Menge Bunt und eine riesige Energiekugel. Und natürlich einen Raum voller rosafarbener Zuckerwattekokons, in denen Menschen vergammeln. Dann werden sie entdeckt und mit einer Popcornkanone beschossen und von einem Luftballonhund verfolgt. Versteht ihr jetzt, warum ich die Filme der 80er so liebe? Wenn nicht, ist euch einfach nicht mehr zu helfen.

Die Polizisten glauben den Quark natürlich keine Sekunde. Vor allem der alte Mooney findet das alles äußerst lustig. Der junge Dave will sich die Sache wenigstens mal anschauen. Natürlich ist das Zelt nicht mehr da und es klafft nur ein gigantischer Krater an der Stelle. Also wird Mike verhaftet. Debbie ist vorher zuhause ausgestiegen. Und sie ist eine Frau und damit aus Prinzip aus dem Schneider.

Die Klowns machen derweil die Stadt unsicher und wickelt Leute in Zuckerwatte ein. Mooney hält alle Notrufe für einen groß durchgeplanten Scherz der Teens.

Im Wald finden Dave und Mike ein Auto voller Zuckerwatte und ich schätze, Dave glaubt Mike jetzt.

Debbie geht duschen und verteilt Restpopcorn von ihrer Kleidung im Badezimmer. Dave und Mike entdecken einen Klown, der gerade ein Schattenspiel veranstaltet, das Leute frisst. Jetzt wird Dave wohl endgültig Mikes Geschichte glauben. Mooney glaubt allerdings immer noch an einen Scherz, an dem seiner Meinung nach auch Dave beteiligt ist. Seine Meinung ändert sich erst, als einer der Klowns ihn im Revier besucht und ihn nass spritzt und ausknockt, nachdem er von ihm in eine Zelle mit zwei anderen Typen gesperrt wurde. Dave findet nur noch eine Zelle voller Zuckerwatte. Der Klown will Dave angreifen und der eröffnet das Feuer. Als er dem Klown die rote Nase zerschießt explodiert er. Seht ihr, man hat sich hier wirklich Gedanken gemacht, wie man die Idee in allen Belangen auskosten kann. Das bedeutet, dieser Film ist besser als alles, was in den letzten 20 Jahren entstanden ist.

Debbie ist ja auch noch da. Und sie wird von dem Popcorn angegriffen, das sich in eine Art von Clownschlangen verwandelt hat. Sie kann zwar fliehen, läuft aber den Klowns direkt in die Arme. Aus irgendeinem Grund wird sie aber nicht eingezuckerwattet, sondern in einen Luftballon eingeschlossen. Mike kommt mit den beiden Eisverkäufern angefahren und es kommt zur unausweichlichen Verfolgungsjagd, der sich auch noch Dave anschließt.

Die Klowns halten an einem Vergnügungspark und erledigen den Wachmann mit einer Tortenschlacht des Todes. Die Eisverkäufer, Mike und Dave verfolgen die Klowns natürlich in den Park und stellen schnell fest, dass es eigentlich das Raumschiff der Klowns ist. Die Eisverkäufer landen in einem Bällebad. Mike und Dave im Zuckerwattekokonlager, wo sie Debbie suchen. Die wird dann auch gefunden und es folgt die Flucht vor den Klowns.

An deren Ende kommt der Obermegaklown vorbei und zerlegt den Eiswagen. Dave sitzt dann scheinbar in der Falle aber kann mit einer Stecknadel die Riesennase des Riesenkillerklowns zerstechen und der und das Raumschiff explodieren. Dave und die Eisverkäufer landen in einem Clownauto mitten in der Stadt und alle sind glücklich und zufrieden, dass es Glitter und Kuchen regnet.

Ein Produkt der 80er, wie man es einfach lieben muss. Man hat eine simple, aber bescheuerte Idee und ruht sich nicht darauf aus, sondern schmeißt einfach alles an die Wand, was einem dazu einfällt. Die 80er waren kreativ. Und dieser Film zeigt das ziemlich gut. Ich gehe in den Zirkus …

Raubfischangeln im Kinderbecken mit abgehalfterten Actionstars

Es herrschen sommerliche Temperaturen. Die Leute haben wieder nichts besseres zu tun, als am See rumzulungern. Da will ich natürlich in nichts nachstehen und gehe auch an den See. Und da kämpft zufällig Dolph Lundgren gegen Haie. Bester.Tag.Am.See.Ever…Not.

SHARK LAKE – USA – 2015 – 92 Min.

Der Film beginnt mit einer Polizistin, die durch ein Haus tapert und ein kleines Mädchen findet. Und dann einen Typen – der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird – in einem Van verfolgt. Und dabei ganz böse guckt. Durchgehend. Sie ist darstellerisch also auf einem Level mit Michelle Rodriguez. Und sieht auch so ähnlich aus. Der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, fährt durch eine coputeranimierte Leitplanke in den See und wird überraschenderweise nicht von dem Hai gefressen, der im Hintergrund rumschwimmt.

5 Jahre später kommt der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, aus dem Knast frei. Die Polizistin, die nicht von Michelle Rodriguez gespielt wird, heißt natürlich Meredith Hernandez und beschwert sich über irgendwas bei irgendwem in der Polizeistation. Ich würde näher darauf eingehen, aber die grauenhafte Musik verbunden mit dem hölzernen Spiel hält mich nicht gerade bei der Stange. Nicht mal die ganzen Bikinimodels am See schaffen das, denn auch wenn ich der MTV-Generation entstamme, fand ich diese Tittencompilations mit Dudelmucke schon damals einfach nur nervtötend. Nebenbei passiert am See absolut gar nichts, was diesen Zusammenschnitt von Tussis im Wasser noch überflüssiger macht.

Christopher und seine Frau sind im Wald. Seine Frau hat Angst vor Bären. Er nicht. Seine Frau geht kacken, oder so. Er nicht. Er geht in den See. Seine Frau ist megadämlich und legt sich einfach so auf die Fresse. Christopher schwimmt tot im See. Seine Frau würde die Acting Masterclass dermaßen rocken mit ihrem „Noooooooooooooiiiiiiiiiiiiiiiiooooooooooooooo!“ und anschließendem Geflenne. Ich hoffe ihr steht eine große Zukunft als Haifutter bevor.

Natürlich gehen alle von einer Bärenattacke aus. Alle außer Meredith, die da mal genauer nachforschen will. Währenddessen liefert sich der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, einen lahmarschigen Kampf mit zwei Honks, die irgendwas von ihm wollen. Keine Ahnung was. Hab nicht zugehört. Meredith geht mit ihrer Tochter – ich glaube, das ist das Mädchen vom Anfang – ins Diner und trifft dort einen Tierangriffexperten, der sicher noch wichtig wird.

Tittentangocompilation bei Nacht. Da fragt man sich glatt, warum man die Musiksender von früher überhaupt vermisst. Ein Paar von notgeilen Fickern latscht in den See. Sie überlebt. Ein Taucher am nächsten Tag auch und er findet offenbar irgendwas überraschendes, soweit ich das unter Wasser beurteilen kann.

Der Tierattackenexperte bringt Meredith eine Kühlbox mit Werweiswas drin, um zu beweisen, dass es kein Bär war. Ich schätze mal, er war der Taucher. Und da kommen die Haie und einer Paragliderin wird das Bein abgebissen und diese Animation alleine hat mindestens 2 Dollar gekostet. Wenn es mehr war, wurden die Filmemacher über den Tisch gezogen. Mal ehrlich: Ich erwarte ja nicht viel von so einem Film, aber versucht es doch wenigstens.

Der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, heißt tatsächlich nicht Dolph Lundgren, sondern Clint. Und er hat natürlich Schulden bei den falschen Leuten. Und jetzt passt auf, denn das ist wichtig (vermute ich): Der Boss, bei dem er die Schulden hat, will entweder das Geld oder Clint soll ihm den Hai fangen. Vermutlich hat er ein großes Aquarium gekauft und weiß jetzt nicht, was er sonst damit anfangen soll. Wenn die Mafia nur immer so zuvorkommend wäre. Wer braucht schon Geld, wenn er einen Hai kriegen kann? Ebenfalls den Hai fangen will irgendein Fernsehheini, der das ganze als Dokumentation aufziehen will. Meredith findet ihn zum kotzen und ich sie gleich sympathischer.

Der Fernsehfuzzi geht also auf Haijagd. Wie kann man das Vieh eigentlich darin übersehen? Der See ist ungefähr zwei Meter tief. Und zwar an jeder Stelle. Wenn man einen Eimer Sand da rein schütten würde, wäre der See quasi direkt verschwunden, so wenig Wasser ist da drin. Es sind übrigens mehrere Haie und der Fernsehaffe geht drauf.

Meredith kombiniert derweil, dass Clint vor fünf Jahren den Hai in den See geschmissen hat. Wie sie darauf kommt, habe ich komplett verpasst.

Es wird zur fröhlichen Haijagd aufgerufen. Der Tierattackenprofi rät davon ab und erklärt mal kurz, dass der Hai eine Haiin ist. Und schwanger. Keine Ahnung, was das für eine Rolle spielt, aber irgendwie muss man hier ja sowas wie eine Story vorgaukeln.

Meredith‘ Tochter ist zu Hause mit Oma Hernandez, oder der Babysitterin, oder irgendeiner Fremden, die einfach gerne auf Sofas pennt, oder Wasauchimmer. Tochter fährt Fahrrad. Oma geht mit dem Hund spazieren. Der springt in den See. Oma geht hinterher. Meredith kommt nach Hause und niemand ist da. Was macht sie also? Genau: Sie schnappt sich ihre Schrotflinte und rennt zum See, um den Hai abzuballern. Wie sie darauf kam, dass Oma am See ist, bleibt ungeklärt. Aber wer braucht schon Erklärungen, wenn man jede Menge Schrotflintenaction sieht? Leider sieht man davon gar nichts, weil das Budget bereits mit den 2 Dollar für die CGI-Effekte überschritten wurde.

Tochter Carly (bitte nennt eure Tochter nicht so), versteckt sich auf dem Boot von Clint, denn der ist ihr Vater. Die Cops glauben, er hat sie entführt, also soll er verhaftet werden, als er zum Boot kommt. Statt das Missverständnis aufzuklären macht Clint natürlich das einzig Richtige und haut dem Polizisten vor die Fresse und haut mit dem Boot – mit Carly drauf – ab. Ehrlich: Diese Logik löst die letzten Reste meines Verstandes langsam auf.

Tierattackentheo hat ein Boot, mit dem Meredith nach ihrer Tochter sucht. Ich spare mir jeden Kommentar zu der folgenden völlig beknackten Bootsunfallszene. Infolge dessen erschießt Meredith einen Hai und der Tierattackentyp stirbt bei einer Tierattacke. Meredith wird natürlich in letzter Sekunde von Clint aus dem See gefischt.

Es dürfte klar sein, dass Carly über Bord geht und Clint sie retten muss und dabei vermeintlich draufgeht, letztenendes aber doch dem Hai einen rechten Haken verpasst, der dann von Meredith abgeballert wird. Mit dem Rettungsboot geht es zurück an Land und hier haben wir eine glückliche Familie von Haijägern. Toll. Ich gehe Haie aussetzen …

Fortbildung in amateurhafter Inkompetenz in allen möglichen Bereichen der filmischen Unfähigkeit

Vor geraumer Zeit hatte ich ja schon mal das zweifelhafte Vergnügen, einen Jochen Taubert Film hier zu besprechen, der … sagen wir, nicht gerade der Bringer war. Aber man sollte niemals unterschätzen, wie sehr man sich selbst unterbieten kann. Ich persönlich beweise das quasi jede Woche aufs neue. Und auch Jochen Taubert hat noch mal alles gegeben, um ein unfassbar fürchterliches Machwerk abzuliefern, das Fluch der Karibik 5 wie einen Kubrickfilm nach einem Drehbuch von Goethe erscheinen lassen wird. Passend zum Start des neuen Piratenfiaskos in den deutschen Kinos also hier ein Piratenfiasko, das es berechtigterweise nie bis ins Kino geschafft hat.

PIRATENMASSAKER – Deutschland – 2000 – 90 Min.

Es dauert genau den Bruchteil einer Hundertstelsekunde, um festzustellen, dass das hier mindestens genau so scheiße wird, wie der erste Taubert, der uns hier begegnet ist. Nur eben mit Piraten. Die Bildübergänge vermitteln allerdings eher den Eindruck von billigstem Cyberpunk. Vielleicht erleben wir hier also doch eine Überraschung … ach, machen wir uns nix vor. Das wird einfach wieder komplett hirn- und vor allem talentlos.

Schöne Unterwasserwelt. Ich frage mich, in welchem öffentlichen Aquarium die Haie gefilmt wurden. Und nur mal so als Tipp: Wenn man schon die Möglichkeit hat, ein Piratenschiff im Vergnügungspark um die Ecke zu filmen, dann wäre es vielleicht nicht ganz doof, einen Zeitpunkt abzuwarten, in dem nicht gefühlt 42 Wasserfontänen in die Luft spritzen und so direkt die Illusion zu zerstören, dass man hier im Piratenzeitalter rumschippert.

Okay, die Illusion will man wohl eh nicht aufrecht erhalten, denn ein normales Seegelboot zum Piratenschiff umzubauen funktioniert halt nur so semi. Und was zur verfickten Hölle geht eigentlich mit der Musik ab? Neben einem Fischerchor, der „Aloha He“ singt, dudelt noch irgendein Gedudel darunter her und jeder Bildübergang muss auch noch mit einem musikalischen Soundeffekt unterlegt werden. Remix des Todes. Wer da keinen Tinnitus kriegt, ist bereits taub.

So, jetzt aber genug der Grütze. Kommen wir zur Handlung. Die Piratencrew hat einen Mönch auf eine Insel gebracht. Und auf dieser Insel soll angeblich ein Messer vergraben liegen, auf dem eine Schatzkarte eingraviert ist. Moment mal. Die Schatzkarte ist auf dem Messer? Wie groß ist so ein Messer? 10 Zentimeter? Was für eine Schatzkarte passt da schon drauf? Wie gut versteckt kann der Schatz bitte sein? Der Mönch lacht, wie es eben ein echter Mönch damals getan hat. Da waren die noch nicht so ernst drauf mit Schweigegelübde und allem. Da konnte man auch mal ein Späßchen machen. Oder eben so tun, als wüsste man von gar nix.

Messerjockel will aber natürlich sofort zu dem Messer geführt werden. Der Mönch hebt die Arme, labert irgendwelchen Jibberisch und aus dem Wald kommen die Räuber. Oder Mönche. Oder maskierte Volldeppen in billigen Kutten. Oder wasauchimmer. Ich will jetzt wirklich nicht auf die Action und vor allem die unfassbaren Sterbeszenen eingehen, weil sie einfach unfassbar sind.

Viel wichtiger ist ohnehin die Frage, wo plötzlich der Musketier und seine blonde Ische hergekommen sind, die da durch die Gegend laufen.

Das Piratenschiff wird jedenfalls abgefackelt, wie uns einer der Charaktere verrät „Mein schönes Schiff brennt lichterloooooooooooh!“ und geht dann unter, wie uns die blonde Ische verrät „“Das Schiff sinkt.“ Zur passenden Atmosphäre trägt grottenschlechte Technomusik bei, denn die macht jede Szenerie direkt noch mal schlechter. Vor allem in einem PIRATENFILM!!! Wenn der Twist hier nicht ist, dass Guybrush Threepwood und sein Bruder Chuckie nur im Vergnügungspark Piraten spielen und dabei Techno hören, ist das alles komplette Scheiße im Quadrat. Und ich kenne die Antwort jetzt schon.

Der Käptn will einen Mönch lynchen, aber als er ihm die Maske abzieht, stellt er fest, dass es eine Frau ist. Also geht er einfach wieder und … hat der ernsthaft Turnschuhe an? Come on! Gebt euch doch wenigstens etwas Mühe.

In einem Anflug von ganz großer Comedy wird ein Pirat von einer Armbrust ins Bein getroffen und schlägt vor, dass die anderen besser ohne ihn weiterlaufen. Ein Gag, der niemals alt wird. Als ihn ein Speer endgültig erlegt, ist klar, dass er recht hatte. Hätte er mal glaubhafter gespielt. Diese Sterbeszenen sollten wirklich an jeder Schauspielschule als abschreckendes Beispiel verwendet werden.

Wer ist sie denn jetzt? Zwei Mönche verfolgen eine Frau in grünem Kleid und ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund, wird andauernd der Ton abgeschnitten und beginnt von vorne. Nicht mal den Sound kriegen die hin. Es ist unfassbar. Sie stirbt. Die Szene war also nicht nur scheiße, sondern auch völlig sinnlos.

Die übrigen Piraten verstecken sich in einem Loch und beobachten den mönchischen Kannibalismus. Den Geräuschen nach zu urteilen, könnten sie auch Zombies sein. Aber das wäre ja lächerlich.

Einer der Piraten wird angeschossen, als er den Schiffsjungen rettet, der kein Blut sehen kann und zusammenbricht.

Dann wird erstmal gepennt und geträumt. Von Titten natürlich. Und einem Mauscursor, der das Video mit besagten Titten startet. Schon die Piraten träumten also von Internetpornografie. Die anderen Piraten spielen am Ständer des Pornoträumenden rum, aber dann stirbt der Schiffsjunge, was diese grandiose Szene unterbricht. Nur der Angeschossene überlebt die nächste Attacke und liefert sich einen unglaublich spannenden Messerkampf mit einem Mönch … und verliert. Ach so, dass sich einer der Mönche den Ständer des toten Tagträumers reinpfeift muss ich wohl nicht erst erwähnen, oder?

Ich frage mich nebenbei, warum die Leichen so komisch rumstöhnen, wenn sie gefressen werden. Doch Zombies?

Oh, der Musketier und seine blonde Trulla sind auch noch da. Offenbar waren sie auf dem Piratenschiff, weil sie dachten, es wäre ein Handelsschiff. Moment mal … Also mal davon abgesehen, dass die Blondine und der Musketier wirklich nicht die schärfsten Degen im Fechtkampf sind, was sind das denn bitte für Piraten, die irgendwelche Honks einfach mal so durch die Gegend schippern? Betreiben die nebenbei ein Kreuzfahrtunternehmen, oder wie soll ich mir das vorstellen?

Und da ist noch ein Musketier. Und er läuft mit einem fetten Piraten durch die Gegend. Es ist schon bemerkenswert, wie es dieser Film schafft, so viele Charaktere unterzubringen, ohne auch nur einen einzigen Charakter zu haben. Irgendeine Tussi isst einen Arm und einer der Trottelpiraten schleicht sieben Stunden um sie herum, ohne sie zu bemerken. Vielleicht sollte er sich dem Musketier und der Blondine anschließen. Zusammen kriegen die vielleicht eine halbe Gehirnzelle zusammen. Kampf. Beide sterben. Mir egal.

Der Käptn latscht mittlerweile mit der Trulla durch die Gegend, die er vorhin nicht gekillt hat. Er versucht ihr zu erklären, dass er einen Schatz sucht. Scheinbar sind sie die Hauptcharaktere hier, denn sie verraten ihre Namen. Tia und Mick. Ich werde es in drei Sekunden vergessen haben. Immerhin zieht sie ihre Kutte aus und läuft ab jetzt im Amazonenlook rum.

Wisst ihr, was wir noch gar nicht hatten? Grottenschlechte Rockmusik. Passend zu unfassbar lahmer Action, die es hier ohnehin am Fließband gibt. Ich gehe jetzt mal nicht auf die Pulverfassszene ein. Nur soviel: Wunderkerzen, die zumindest den Eindruck einer Zündschnur vermitteln könnten, gibts zu hundert Stück schon unter 5 Euro. Hier hat man darauf verzichtet. Das Budget von dieser Scheiße sollte damit ausrechenbar sein.

D’Artagnan stirbt und Blondie muss alleine klar kommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht weit kommen wird. Und da wird sie auch schon von einem Kannibalenmönch geschnappt.

Der Peitschenaugust mit der Zipfelmütze peitscht eine rothaarige Trulla und ihre Freundin und frisst dann ihre Organe. Käptn Fatso und die Amazone beobachten das Treiben und gehen dann lieber mal weiter. Musketier B und der andere fette Pirat latschen auch noch rum. Sterben aber dann irgendwann völlig unspektakulär.

Die Amazone befreit Blondie, die noch lebt. An anderer Stelle latscht noch ein Pirat mit Blondie Zwo rum. Keine Ahnung, wo die herkommen. Habe ich wohl verpasst.

Zeit für grottenschlechten Schnulzenrock. Warum weiß nur Herr Taubert selbst. Das letzte, an das ich denke, wenn ich Vollhonks durch einen Wald tapern sehe, ist Schnulzenrock. Aber hey, jedem seinen Fetisch …

Ich denke, es ist für die geistige Gesundheit aller – vor allem meiner eigenen – besser, wenn ich den Rest etwas abkürze. Im Endeffekt passiert ohnehin nur noch 20 Minuten lang genau das, was schon in der letzten Stunde passiert ist. Mönche und Piraten töten sich gegenseitig im Wald. Irgendwann sind dann nur noch Käptn Fettbacke, die Amazone und die blonde Trulla übrig. Letztere kriegt einen Giftpfeil in die Titten, was die Amazone dazu veranlasst, ihr das Gift aus dem blutenden Bauchnabel zu saugen. Ernsthaft, in diesem Film kriegen die nicht mal sowas simples wie Kontinuität innerhalb von drei Sekunden gebacken. Und dann stirbt sie, ohne dass man jemals ihre Titten gesehen hat. Was für eine Zeitverschwendung.

Käptn Fatman findet das Messer – das jetzt nebenbei ein Dolch ist, was von Anfang an sinnvoller gewesen wäre – und flieht mit der Amazone vor den Mönchen. Die hat aber keinen Bock mehr zu fliehen und will stattdessen den Käptn knallen. Der kriegt aber einen Pfeil in den Arsch und stirbt auf der Stelle. Also: Giftpfeil in Titten = Lebenserwartung von gefühlt drei Stunden. Normaler Pfeil in Arsch = Instant Death. Muss an der Blutzirkulation liegen, die im Arsch einfach stärker ist, als in Titten. Immerhin lernt man hier was über Biologie.

Tia trifft dann einen Mönch, den sie kennt und es gibt Techno, während der Mönch Tia vor den anderen Mönchen verteidigt. Ich glaube ehrlich gesagt, ohne den Versuch von Handlung wäre der Film besser. Der Mönch stirbt und Tia haut ab. Jede Menge Gerenne und der übliche Käse eben, dann versteckt sie sich in einem Loch, hackt einem toten Mönch das Bein ab und wirft es in einen See, in dem offenbar ein Hai rumschwimmt, wie uns ein Cut ins Aquarium wohl weismachen will. Sie wirft auch noch den Dolch rein und einer der Mönche stürmt hinterher ins Meer. Ach, der Tümpel sollte der Ozean sein. Hätte ich um ein Haar nicht erkannt. Mit der Moral „Den Schatz des Lebens, sucht man oft vergebens“ endet der Müll und ich denke, es ist klar, dass man Talent manchmal auch vergebens sucht.

Tja, was soll man dazu noch sagen? Es ist alles so unglaublich schlecht, dass es noch nicht mal wieder gut ist. Ein Haufen Idioten im Wald, die sich beim Piratenspielen filmen ist eben kein Trash sondern einfach Crap, mit dem man den besten Freunden auf den Sack gehen kann, nachdem man die Dias vom letzten Urlaub durchgeguckt hat. Ist nämlich genau so spannend und genau so unterhaltsam. Also gar nicht. Ich gehe mein Messer suchen …

Veraltete Käferpanik im Hinterwald

Erinnert ihr euch eigentlich noch an die Panik vor dem Millennium Virus? Damals zur Jahrtausendwende dachten ja alle, dass die ganze Technik abkacken würde, weil irgendjemand im Jahr 1954 beim Bau des ersten Computers mit eigenem Kalender vergessen hat, eine Zwei mit drei Nullen einzutippen. Oder so ähnlich. Natürlich eine tolle Vorlage für einen Film. Den man dann 11 Jahre später auch gemacht hat. Besser spät als nie, würde ich sagen.

THE MILLENNIUM BUG – USA – 2011 – 88 Min.

Das Produktionsstudio trägt nebenbei den wundervollen Namen „No CGI Films“. Ich liebe sie und werde alle ihre Filme kaufen. Leider haben sie nur diesen gemacht, also habe ich das scheinbar schon getan.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass der Film am 31. Januar 1999 spielt, oder? Und das man eine Weihnachtsmelodie dudelt, sollte auch klar sein, weil … Weihnachten ist ja noch nicht lange her. Und der Radiosender hatte scheinbar keine anderen Lieder. Jetzt mal ehrlich: Welcher Radiosender dieses Planeten spielt bitte „We wish you a Merry Christmas“ in einer reinen Piano-Acoustic-Version an Silvester? Das hört sich doch wirklich keine Sau an.

Außer Familie Haskin, bestehend aus Vater Byron, Tochter Clarissa und Stiefmutter Joany, natürlich, die gerade in die Berge fahren, wo sie sich Sicherheit vor dem drohenden Millennium Chaos versprechen. In den Bergen, oder besser gesagt im Wald, vermöbelt gerade ein selbsternannter Oberförster einen zurückgebliebenen Typen, weil der ein Reh erlegt hat. Dann wird der Oberförster von hinten erlegt und als er wieder aufwacht wird er in ein Loch gezogen und weggeschnetzelt.

In einer Hütte im Wald findet gerade eine Geburt statt. Da das Baby scheinbar nicht ganz normal ist, wird es direkt abgeknallt. Also, so wie mir das aussieht, haben wir es hier mit einem Mix aus Backwoodslasher mit irren Hillbillies und Monsterfilm zu tun. Das dürfte spaßig werden.

„Silent Night, Holy Night“. Was zur verfickten Hölle ist bloß los mit diesem Radiosender?

Irgendein Forscher forscht im Dickicht nach irgendwas, das man erforschen kann. Er hört einen Adler kreischen. Klingt verdächtig nach einem Adler, denkt er sich und forscht weiter, weil Adler bereits erforscht wurden.

Byron hat im Zeltlager die Weihnachtslichterketten aufgehangen. Ernsthaft: Wäre es nicht auf ganz simple Weise möglich gewesen, den Film am 24. Dezember 1999 spielen zu lassen, damit die Familienmitglieder hier nicht wie weihnachtsbesessene Irre rüberkommen?

Der Forscher hat irgendwas faszinierendes gefunden, was mit seismischen Geräuschen zu tun hat. Ich blicke nicht durch, also lasse ich ihn einfach quatschen.

Die Haskins werden natürlich von den Hillbillies entführt und wachen in ihrer gammeligen Hütte auf. Wie es sich für gute Hinterwäldler gehört, wollen sie natürlich die Tochter knallen. Vermutlich versprechen sie sich davon ein normales Baby, das sie nicht direkt erschießen müssen. Sie haben scheinbar noch nicht den Weihnachtswahn der Familie mitgekriegt, sonst würden sie sich nicht so große Hoffnung machen und direkt alle abknallen.

Joany soll Hilfe holen und verirrt sich nach genau 5 Metern im Wald. Deshalb tritt Plan B in Kraft und sie stürmt die Hütte, um sich auch vergewaltigen zu lassen. Bevor das passiert gibt es aber ein Erdbeben, das alles wackeln lässt und den Forscher draußen im Wald dazu veranlasst dämlich in die Gegend zu glotzen. Wer nur Weihnachten feiert kann so eine günstige Gelegenheit natürlich nicht nutzen und die Haskins bleiben in Gefangenschaft, weil sie eben zu doof sind, ihren Arsch zu retten.

Der Forscher steht vor einem Krater im Wald, holt irgendeine komische Figur hervor und erklärt in seine Kamera, dass er danach immer gesucht hat. Keine Ahnung, ob er den Krater oder die Figur meint. Aber die wird er ja schon vorher dabei gehabt haben. Jedenfalls erzählt er, dass nur alle 1000 Jahre ein Käfer geboren wird, der halt echt groß ist. Dieser Käfer frisst dann seine Notizen.

Byron wird von einem Zombie gefressen. Oder sowas in der Art. Ich habs nicht gerafft.

Nee, doch nicht, denn einen Moment später kommt der Zombietyp durchs Fenster geflogen. Gefolgt von einer Axt, die der Hillbilliemutter die Visage spaltet. Rambo Haskins, der vorhin noch eine Schulterverletzung und eine Patrone im Bein hatte, kloppt den Weg frei und will mit Joany abhauen. Die Tochter hat er scheinbar schon aufgegeben. Allerdings wird ihm die Fresse mit einer Schrotflinte weggeballert.

Der Forscher fällt den Hillbillies dann auch in die Hände und ich muss schon sagen, so langsam kann von mir aus dann mal der Käfer wüten. Die gehen mir alle auf den Sack hier. Das ändert sich auch innerhalb der nächsten Viertelstunde nicht, in der quasi gar nichts passiert. Und dann kommt der Millennium Bug und killt einen Hillbillie. Endlich.

Joany killt auch einen Hillbillie und kloppt um sich und dann bricht die Hütte zusammen, weil der Käfer wieder mal für ein Erdbeben sorgt. Und da steht er dann in voller Pracht und zerlegt die Hütte endgültig. Und mit ihr den Großteil der Hillbillies. Und ich bin ganz ehrlich: Sieht gar nicht aus wie ein Käfer. Aber ich will mal nicht kleinlich sein. Jedes Tier, dass die ganzen Affen in diesem Film wegmetzelt, ist mir prinzipiell sympathisch.

Joany befreit Clarissa und sie fliehen vor dem Käfer. Irgendein Hillbillie turnt auch noch rum und auch der Forscher lebt noch. Alle anderen dürften hinüber sein. Ah nee, der Käfer hat die blonde Hillbillietucke entführt, die das unnormale Kind gekriegt hat. Aber wer will die denn jetzt bitte retten? Ergibt irgendwie keinen Sinn. Jedenfalls wird sie vom Käfer vollgeschleimt und dann werden um sie herum Eier gelegt. Sie dient also wohl als Futter für die Kleinen. Und da sie nicht gerade Ellen Ripley ist, wirds wohl gleich vorbei sein.

Die Tussis und der Forscher fallen in die Hände des letzten Hillbillies. Man könnte den ja zu dritt vielleicht mal ausschalten, aber stattdessen lassen sie sich fesseln und als Köder auslegen. Der Forscher erklärt den Weibern dann, dass der Käfer bei Sonnenaufgang sterben wird. Scheinbar ist es ein Vampirkäfer. Ob die Trottel so lange noch leben werden, bezweifle ich allerdings.

Hillbillie ballert auf den Käfer, um ihn zu den Ködern zu locken. Sollte das nicht eigentlich andersherum laufen? Der Plan ist jedenfalls, den Käfer zu sprengen. Doof nur, dass der den Hillbillie zuerst frisst, weil einfach jeder in diesem Streifen den IQ von einem Haufen Käferscheiße hat. Außer der Forscher. Für den wäre Käferscheiße-IQ noch zu hoch, denn er stellt sich mit ausgebreiteten Armen vor den Käfer, damit der ihn fressen kann. Und dann erwischt es Joany. Und nur noch Clarissa ist übrig, die das Vieh dann mit dem Sprengsatz vom Hillbillie wegbombt.

Aber unterschätzen wir mal nicht die komplette Beschränktheit aller Charaktere hier. Clarissa fackelt die Hütte ab und latscht cool davon … und fällt in die Käfergrube, wo die Babykäfer noch an der blonden Trulla rumnagen. Clarissa guckt doof und wird wohl auch bald angenagt.

Interessante Idee, einen Slasher mit einem Monsterfilm zu verbinden. Wenn mir nicht alle Charaktere so auf den Sack gegangen wären (vor allem die Hillbillies), hätte der vermutlich mehr Spaß gemacht. Aber immerhin NO CGI. Ich gehe einen Kammerjäger bestellen …

Mal aktuell: Get Out

Ich war mal wieder im Kino. Denn es ist tatsächlich ein Wunder geschehen und hier lief – auch außerhalb des von mir gemiedenen Multiplexpisspalastes – der neueste megagehypte Horrorshit. Mal schauen, ob der was taugt.

GET OUT – USA – 2017 – 104 Min.

Die kurze Antwort ist: Er taugt so halb was. Und so halb eben auch nicht.

Interessanterweise kann man das ganze chronologisch betrachten und dabei den Zerfall sehr gut festhalten. Das ich hier spoiler sollte klar sein.

Der Film beginnt damit, dass der schwarze Chris zusammen mit seiner Freundin Rose zu deren Eltern aufs Land fährt, damit sie sich mal kennen lernen. So weit, so simpel. Schnell kommt dabei der unterschwellige Rassismus ins Spiel, den diese Begegnung mit sich bringt. Dabei sind die Eltern alles andere als Rassisten, sie versuchen eben nur zu sehr, es nicht zu sein.

Dieser Rassismus zieht sich durch die ganze erste Hälfte des Films und wird immer stranger. Mit dem Höhepunkt auf der großen Party voller weißer reicher Typen und dem Satz „Schwarz ist das neue Weiß“.

Richtig eigenartig wird es, wenn Chris sich mit den schwarzen Arbeitern auf dem Grundstück unterhält. Der Film zieht ein richtig schönes „Was zur verfickten Hölle ist eigentlich los mit den ganzen Typen in dem Streifen“-Gefühl durch die erste Hälfte.

Und dann kommt Hälfte zwei und er verkommt zum vorhersehbarsten Horrorfilm den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Nun ist es natürlich nicht unbedingt so, dass das Horrorrad täglich neu erfunden wird, aber etwas so stringent nach Schema F ohne jegliche Überraschung durchzuziehen ist einfach schwach und leider eben auch langweilig.

Recht früh im Film wird erwähnt, dass die Mutter von Rose ihrem Vater mit Hypnose das Rauchen abgewöhnt hat. Erstmal nichts spektakuläres. Kurz darauf zwingt sie aber Chris diese Hypnose auf und ab da ist mehr oder weniger klar, wo hier der Hase lang läuft. Als dann in einer Szene Chris einen der Schwarzen mit seinem Handyblitzlicht aus der Hypnose weckt, ist die Gehirnwäschegeschichte natürlich perfekt. Es folgt der Ablauf, den man sich denken kann, wenn man mal einen Horrorfilm gesehen hat. Und das eben leider bis zur letzten Szene. Keine Überraschungen, nichts besonderes, Stangenware.

Eine atmosphärische erste Hälfte wird also leider von einer extrem vorhersehbaren zweiten Hälfte zerstört. Die guten Darsteller, allen voran der wirklich starke Daniel Kaluuya, können das dann einfach nicht mehr auffangen. Mal wieder eine der sehr sehr vielen verpassten Chancen, mal etwas richtig frischen Wind ins Genre zu bringen.

Wunschschrott – Eliminators

Ende letzten Jahres habe ich hier auf dem Filmschrottplatz dazu aufgerufen, mir Filme zu nennen, die ihr gerne mit einem Eintrag auf dem Filmschrottplatz verewigt sehen wollt. Der ein oder andere ist diesem Aufruf gefolgt, und heute gibt es dann auch mal einen dieser gewünschten Filme.

ELIMINATORS – USA – Spanien – 1986 – 96 Min.

Gewünscht von: Samuel David Herr

Es handelt sich hier übrigens um eine Charles Band Produktion. Wem das nix sagt, der Typ hat unter anderem tausend „Evil Bong“ und „Gingerbread Man“ Filme verbrochen. Das hier kann also nur unfassbar grauenhaft werden.

Ein ungeschriebenes Gesetz der 80er sieht vor, dass alles, was irgendwie mit Technik zu tun hat, von Asiaten bedient werden muss. Und so fuckeln auch hier zwei Asiaten an einem Computer rum und heraus kommt Kano von Mortal Kombat. Aber sie nennen ihn Mandroid. Er ist also halb Mann halb Android. Und da das hier ja sicher seine Schöpfer sind, auch zum Teil Asiate. Das heißt wohl, dass er einfach alles kann. Takada will nicht, dass der Mandroid zerstört wird, also will er mit ihm fliehen. Aber der andere Asiate ist dagegen und Takada stirbt. Der Mandroid will dann Reeves killen – wer auch immer das sein mag – und schießt sich auf beeindruckende Art und Weise durch die Gegnerhorden und flieht mit einem fahrbaren Untersatz, der sehr stark an den Unterbau von Nr.5 erinnert. Er ist also halb Mann, halb Maschine, teils Asiate und jetzt auch noch zum Teil Kettenfahrzeug. Ich glaube, er kann wirklich alles.

In New York (oder einer anderen Stadt; da stehen Hochhäuser ohne Ende also gehe ich einfach von New York aus) doktort eine Blondine an irgendeinem Roboterding rum. Und sie ist keine Asiatin. Das kann ja nur schief gehen. Jemand bricht ein und Spot – so heißt der Haustierroboter selbstverständlich – schlägt direkt Alarm bei der Blondine. Der Einbrecher ist Kano No. 5. Der sucht Colonel Hunter. Und Colonel Hunter ist natürlich die Blondine, die zumindest asiatsiche Vorfahren hat, so viel steht fest. Sie hat die ganzen Einzelteile gebaut, aus denen der Mandroid besteht. Der erzählt, dass Reeves noch lebt. Sie ist geschockt. Zumindest denke ich, dass diese darstellerische Glanztat Schockierung ausdrücken soll. Aber wer weiß das schon genau. Ich würde lieber mal wissen, was es mit diesem Reeves auf sich hat. Ist es vielleicht Keanu in einer frühen Rolle?

Zusammen geht es auf die Mission, Reeves zu killen. Und die beginnt selbstverständlich in Mexiko. Vorher werden sie aber noch von zwei Handtaschendieben überfallen, damit Hunter mal kurz ihre Karateskills unter Beweis stellen kann. Sie beherrscht genau einen Kick, soweit ich das beurteilen kann. Und etwas weiter beurteilt, wird das für diesen Film vermutlich mehr als reichen.

Großartige Comedy zwischen dem Mandroid und Spot, die sich um das Fernsehprogramm streiten bleibt uns erspart. Die Szene bietet keine Comedy.

Hunter verursacht eine Schlägerei in einem Tacoladen (oder irgendeiner anderen mexikanischen Fressbude), indem sie nach dem härtesten Typen fragt. Der Gewinner ist Harry Fontana, der zuletzt Betty ausschaltet. Ganz große Leistung seinerseits, würde ich sagen. Harry fährt die Truppe mit seinem Boot den Fluss hoch. Hoffnungen auf „Apocalypse Now“-Referenzen sind wohl eher nicht angebracht. Betty und Co. fahren hinterher. Eigentlich schade, dass Harry nicht vorher Bettys Surfbrett geklaut hat. Solche Vorlagen kann man doch nicht so einfach liegen lassen. Die Verfolgungsjagd ist an inszenatorischer Großartigkeit kaum zu überbieten. Harry wirft Fässer über Bord, damit die verfolgenden Boote da drüber fahren und explodieren. Ein ungeschriebenes Gesetz der 80er sieht vor, dass man auf einem Boot immer ein explosives Fass dabei haben muss.

Das Boot von Betty und Maurice wird mit einem Torpedo vom Mandroid erledigt und die beiden schwimmen nach Hause. Unterwegs treffen sie zwei Affen auf einem Boot, die den Mandroid jagen wollen, oder so. Ganz ehrlich ich weiß nicht, was das Ziel der beiden ist. Vielleicht auch nur Boot fahren mit Schrotflinte aufm Arm.

Hunter und der Mandroid, der jetzt plötzlich John heißt, wollen zu Fuß weiter gehen und lassen Harry mit seinem Boot alleine. Der wird dann von den beiden mexikanischen Jägern angehalten, die wissen wollen, wo seine Passagiere sind. Er sprüht sie mit einem Feuerlöscher ein und flieht, was zur nächsten Bootverfolgungsjagd führt. Ich verrate jetzt mal nicht, wessen Boot explodiert und wer dabei im Wasser landet.

Hunter und John finden das Flugzeugwrack, mit dem John einst abgestürzt ist und Hunter durchsucht es, um etwas über Johns Vergangenheit zu erfahren. Ich erwarte einen Megatwist am Ende. John war eigentlich Stewardess und weiß deshalb immer, wo alle Notausgänge sind, oder so. Harry kommt rechtzeitig vorbei, um Hunter aus dem absaufenden Wrack zu retten und dafür ein Drittel des Schatzes abzusahnen. Moment mal, was denn für ein Schatz? Ach so, nur Verarsche, damit er sie wieder den Fluss hochschippert. Warum sind die überhaupt erst ausgestiegen?

John sieht Dinge. Boah, nee, bitte keine Flashbackgrütze. Dann geht er über Bord und keiner findet ihn jemals wieder. Eigentlich wäre damit der Film natürlich vorbei, aber nicht mit Hunter. Die macht weiter.

Reeves bastelt derweil an seinem LaseRoboTerminator Arm mit Blitzeschleuderfunktion. Die mexikanischen Trottel berichten ihm vom Mandroid und werden dafür gebrutzelt. Aber sie versprechen natürlich, ihn aufzuhalten. Schön nebenbei, dass man kurz vor Schluss auch mal den Antagonisten zeigt.

John und Spot gehen an Land. Irgendwo im Busch treffen sie einen Asiaten, der sich nicht so gut mit Technik auskennt, aber der ein Ninja ist, weil genau das diesem Film noch gefehlt hat. Er ist der Sohn von Takada und heißt Kuji. Wie zum Kuckuck wird der Sohn eines Wissenschaftlers bitte zum Ninja?

Harry geht über Bord. Was zur Hölle ist bloß los mit diesen Trotteln? Hunter wird entführt und Harry taucht dann in einem Käfig wieder auf und wird ebenfalls mit ins Kannibalendorf genommen. Der Oberschamane zieht irgendein Ritual ab und Harry will noch schnell einen Kuss, bevor sie gegrillt werden. Dabei drückt er Hunter Munition in die Hand, die sie ins Feuer wirft. Die Wilden sind natürlich von dieser Wahnsinnszauberei extrem abgelenkt, schließlich haben sie gerade erst mit irgendwelchem Pulver den ganzen Urwald zugenebelt, was ähnliche magische Kenntnisse voraussetzen sollte, aber was weiß ich schon davon. Die Flucht führt dann alle wieder zusammen und natürlich kommt Ninja Kuji auch mit. Glücklicherweise hat jemand ein Floß gebaut, mit dem sie abhauen können. Wird wohl das von den Kannibalen sein. Johns Motorbootstiefel helfen ungemein bei der Flucht. Er ist also halb Mensch, halb Maschine, zum Teil Asiate (nicht mehr Kettenfahrzeug) und zum Teil Inspector Gadget.

Ein ungeschriebenes Gesetz der 80er sieht vor, dass ein Film mit Robotern und Ninjas auch noch eine Zeitmaschine haben muss. Von der erzählt Kuji, dem davon von seinem Vater Takada erzählt wurde. Hunter erklärt sich so die Kannibalen beziehungsweise Höhlenmenschen, die wohl von Reeves durch seine Zeitmaschine hergebracht wurden. Ergibt erstaunlich viel Sinn, diese Erklärung. Wenn man mal darüber hinwegsieht, dass das hier alles völliger Humbug ist.

Die mexikanischen Jäger kommen mit ihren Mopeds durch den Wald gefahren und es gibt Mörderaction vom Feinsten, inklusive ninjamäßigem Katanagefuchtel.

John will, dass Hunter ihn zerstört, weil er selbst das nicht kann, wegen der Programmierung und so. Hunter hält eine Ansprache über Menschlichkeit und John, halb Mensch, der er ist, will dann doch erstmal am Leben bleiben. Hunter küsst ihn. Diese Schlampe. Vorhin noch mit Harry rummachen und jetzt mit John. Am Ende kommt die sicher mit dem Ninja zusammen.

Spot explodiert und bringt noch schnell eine Hologramnachricht von Reeves, der kurz und knapp auf den Punkt bringt, dass sie besser abhauen, wenn sie nicht verrecken wollen. Sie gehen natürlich trotzdem weiter und infiltrieren Reeves‘ geheimen Stützpunkt (oder was auch immer) durch einen Schacht, in dem Kuji durch einen Ventilator springt, wie ein echte Ninja. John hingegen steht vor der Tür, aber keiner macht ihm auf. Scheint mir wieder äußerst durchdacht zu sein, das Ganze.

Es sollte klar sein, dass die absolute Mörderaction folgt, mit viel Geballer und viel Ninjagedöns (oder besser gesagt, drei Karatekicks). Reeves hat sich zum absoluten Obermandroid umgebaut und niemand kann ihm etwas anhaben. Nicht Hunter mit ihrem Kick, nicht John mit seinem Laser, nicht mal Kuji mit seinem Ninjagelöt. John stirbt und die anderen werden in einem Kraftfeld gefangen, aber Überraschung John ist gar nicht ganz tot und schaltet das Kraftfeld aus, indem er … keine Ahnung, die Energie davon aufsaugt und dann wirklich stirbt, oder sowas in der Art. Was war denn jetzt mit der ganzen Backstory von John? Gebt mir bloß keine Auflösung, das würde schließlich durchdachtes Writing erfordern.

Apropos „durchdachtes Writing“: Jeder, der schreibt, kann ein Lied davon singen, dass es schwer ist, ein gutes Ende zu schreiben. Aber zum Glück hatte man hier wirklich fähige Leute am Kugelschreiber und es folgt das große Finale. Der Höhepunkt. Der absolute Showdown. Und der sieht so aus: Reeves will sich mit seiner Zeitmaschine gerade auf den Weg ins alte Rom machen, um da als Mandroidlegionär zu rulen, aber Harry haut einfach mal den Computer zu Schrott und Reeves landet am Anfang der Erde, wo er gar nichts regieren kann, außer heiße Lava. Reeves ist nicht erfreut und der Film vorbei. Was für ein packendes Finale.

Guter Wunschfilm, muss ich sagen. Ich gehe meine Lavalampen regieren …

Sexuell fragwürdige Weltallabenteuer für Hühnerzüchter

„Flash! Ah Aaaaaaah! He’s A Miracle“ – Flash Gordon – 1980

Das einzige Wunder beim heutigen Film, ist die Tatsache, dass er überhaupt existiert. Ich laber nicht lange rum und präsentiere:

FLESH GORDON MEETS THE COSMIC CHEERLEADERS – Schande der Galaxis – Kanada – 1990 – 102 Min.

Schon das Intro ist einfach unfassbar großartiger Augsburger Puppenkiste-Style. Ich hoffe auf einen Cameo von Schlupp vom grünen Stern. Ich weiß gar nicht, wie ich hierüber jetzt noch was Schlechtes schreiben soll. Ich liebe das bereits alles.

Nun ja, Flash, gekleidet wie ein Zirkus-Superman-Clown, fliegt, gemeinsam mit seiner Crew von notgeilen Tussis, die sich darum streiten, wer ihm als nächste an den Steuerknüppel fassen darf, in einer phallusförmigen Rakete durchs All. Muss ich mehr sagen? Liebt ihr es nicht auch jetzt schon? Das hier kann nur absolut fantastisch werden.

Nach einer „perfekten“ Landung, bei der ein kompletter Alien-Vorort dem Erdboden gleich gemacht wurde, bekämpft Flash noch kurz ein Alien (aus Knete; ich liebe es) und dann … CUT!

Es waren alles nur Dreharbeiten zu einem Flesh Gordon Film. Wer jetzt aber denkt, dass das alles deshalb so billig war, irrt sich. Denn auch die originale Flesh Gordon Welt sieht so aus. Inklusive Knet-Aliens. Aus dieser Welt wird Flesh dann von geilen Cheerleaderinnen entführt.

Dr. Jerkoff (ja, der heißt wirklich so) kombiniert, dass die Cheerleaderinnen Flesh zu dem Planeten bringen, der plötzlich in der Nähe der Erde aufgetaucht ist. Also fliegt er, zusammen mit Dale Ardor, Fleshs Freundin, oder sowas, in einem, durch Hühnerkoitus betriebenen Raumschiff, zur Rettung.

Die Cheerleader testen Gordons Männlichkeit, weil auf ihrem Planeten alle gutbestückten Männer durch Impotenzstrahlen erledigt wurden.

Jerkoff und Dale fliegen durch einen Arschteroidengürtel. Dale verstopft die gasabsondernden Felsen mit Stöpseln und das Raumschiff kommt so gerade davon.

Irgendein Henker muss sich damit rumschlagen, dass eine fette Prinzessin sich über sein sexuelles Versagen aufregt. Meine Fresse, ist das alles schlecht.

Bator, der verrückte Professor, zeigt dem Henker ein Video von Flesh, um den gerade die nackten Cheerleaderinnen rumtanzen. Bator schlägt vor, Gordons Potenz auf den Henker zu übertragen, damit der der letzte Stecher im Universum ist. Geiler Plan.

Jerkoff und Dale müssen auf einem Planeten notlanden, und landen in einer Schule, wo Jerkoff auf der Mädchentoilette vor die Fresse kriegt. Irgendein Typ mit 42 Augen schickt die beiden dann zu Flesh und den Chearleederinnen. Dale ist eifersüchtig und wird eingefroren, als der Henker angreift.

Flesh macht sich natürlich auf, seine eifersüchtige, entführte Freundin zu retten. Da aber auch die Hühner von den Impotenzstrahlen beeinflusst wurden, fliegt das Schiff nicht. Also muss Flesh die Hühner ran nehmen. Oh man …

Flesh und Jerkoff landen auf einem Planeten, wo alle Hügel Nippel haben, und werden von einem Penis mit Beinen (nein, liebe Frauen, ich meine nicht einfach einen „Mann“) angegriffen. Also fliehen sie in eine Vaginahöhle, in die der Penis dann ejakuliert und die Helden tief unter die Erde spült.

Der verrückte Professor hat erfolgreich einer Frau eine Bockwurst angenäht. Ich … weiß nicht, was ich dazu sagen sollen.

Die Cheerleaderinnen rutschen auch die Höhle runter.

Dale kommt in den Persönlichkeitsumwandler und kriegt die Persönlichkeit von der Mutter des Henkers verpasst. Ödipus und so. Ihr wisst schon.

Flesh und Jerkoff landen in einem Café, in dem man die Muttermilch direkt aus der Quelle trinken kann. Ihr versteht schon.

Flesh, Jerkoff und Robunda Hooters treffen in den Höhlen auf Kackmenschen. Also wandelnde Scheißhaufen, mit denen sie dann Party machen.

Dale wird von einer Alienzunge … äh, befriedigt?

Flesh, Jerkoff und Hooters haben ausgefeiert und reisen jetzt zum Eisplaneten, wo der Henker, Bator und Prinzesin Frigida immer noch an Dale rumwurschteln.

Flesh und Co.landen in der Henker-Folterkammer und Flesh wird direkt auf den Tisch gelegt, damit sein Pimmel dem Henker transplantiert werden kann. Alter, ist das alles dämlich.

Die notgeilen Cheerleaderinnen kommen vorbei und Bator fällt in ein Loch. Flesh rettet Dale und die Flucht beginnt. Aus irgendeinem Grund muss Flesh dann die fette Prinzessin knallen, um ein Held zu werden. Ich war wohl kurz abwesend, denn ich weiß absolut nicht, warum. Naja, was solls.

Die beglückte Prinzessin erzählt Flesh dann, dass die Impotenzstrahlen in irgendeiner Box versteckt sind, oder so. Ich hab den Faden komplett verloren.

Endkampf-Time mit Cheerleaderinnen gegen Sex-Sklaven, Cyborgs gegen Footballspieler, Henker gegen Sex-Held. Hier ist einfach alles vertreten. Weil wir das noch nicht hatten, endet das ganze in einer Tortenschlacht.

Flesh und der Henker, der jetzt Cyborg-mäßig unterwegs ist, fallen in ein Loch und kämpfen, an einem Spinnennetz hängend, weiter. Der Henker sieht wie der sichere Sieger aus, doch eine Spinnentussi kommt vorbei und macht ihn platt. Flesh schwingt sich an einem Spinnenfaden zurück nach oben und man kann mit Hilfe eines Mega-Kondoms die Impotenzstrahlenkanone unschädlich machen.

Die Penisrakete fliegt von dannen und unsere Helden brechen zu weiteren Abenteuern auf, denen wir glücklicherweise nicht beiwohnen werden.

Ja, meine Herren, das war ja mal wieder unfassbar … äh … unglaublich … äh … einfach unglaublich. Punkt. Aber immerhin haben wir gelernt, dass man impotente Hühner ganz leicht wieder auf Touren bringen kann.