Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Sexuell fragwürdige Weihnachtsvorbereitungen auf europäischen Inseln

„Jingle Bells, Jingle Bells …“ Seid ihr eigentlich auch so textsicher, wenn es um Weihnachtslieder geht? Ich habe keine Ahnung, wie das Lied weitergeht. Versuchen wir ein anderes. „O Tannenbaum, O Tannenbaum …“ Hm, wie schön? Wie grün? Wie groß? Keine Ahnung, was die Frage zu den Blättern genau war. Also zurück zu den Jingle Bells. Denn um die geht es beim diesjährigen Weihnachtsschrott. Um ganz dicke Jingle Bells zwischen den Beinen der Männer, die nichts anderes wollen, als zu Weihnachten endlich mal wieder eine Frau flachzulegen. Hier ist der Film, den ihr alle mögt, ich aber komplett scheiße finde.

LOVE ACTUALLY – Tatsächlich … Liebe! – UK – USA – Frankreich – 2003 – 135 Min.

Starring: Alle Stars die England zu bieten hat. Und Heike Makatsch.

Die pure Romantik beginnt am Flughafen, dem weihnachtlichsten Ort schlechthin. Und natürlich wird vom Erzähler auch noch schnell das 9/11-Attentat erwähnt, damit klar ist, das Liebe alles übersteht, oder so.

Bill Nighy ist sowas von Rock ’n’ Roll, dass er ein Hemd tragen kann, das jeden Beach Boy neidisch machen würde. Und er kann sich keine Liedtexte merken. Aber wer kann es ihm verdenken, handelt es sich doch um eine grottige Version von „Love is all around me“ in der Weihnachtsversion. Wie er dann auch selbst erkennt, ist das Lied kompletter Scheiß. Ich frage mich nebenbei, wie sinnvoll es überhaupt ist, 5 Wochen vor Weihnachten (wie eine Einblendung verrät) noch einen Weihnachstssong aufzunehmen. Ich bin ja kein Experte, aber muss man das Lied nicht erst noch abmischen, auf CDs pressen, Marketing betreiben, die CDs ausliefern, den Song im Radio mindestens 8 Wochen lang hoch und runter dudeln und mindestens ein Konzert geben, damit das ganze zum Hit wird?

Colin Firth liebt seine Feundin so sehr, dass er das alle drei Sekunden sagen muss und damit scheinbar nicht nur mir derbe auf die Klötze geht.

Liam Neesons Frau ist gestorben und er ruft Emma Thompson an, um genau 5 Sekunden mit ihr zu reden. Äh, ja, irgendwie muss man ja die tausend uninteressanten Charaktere einführen. Emma Thompsons Tochter oder Nichte oder Kind, dass sie einfach auf der Straße gefunden und mit nach Hause genommen hat, spielt in der Schulaufführung den ersten Hummer von mehreren, die bei der Geburt von Jesus anwesend waren. Knallergag. Damit haben wir auch schon mal die Humorebene dieses Mülls festgelegt. Mit anderen Worten: Humor quasi nicht vorhanden.

Irgendein notgeiler Fatzke liefert Muffins ins Büro und nennt Heike Makatsch seine „zukünftige Braut“. Die ist zu recht komplett angewidert und geht irgendwohin, wo keine notgeilen Fatzken Muffins verteilen.

Währenddessen wird der feuchte Traum aller Sherlock Fans war, als wir das Set des Dr. Watson Pornodrehs besuchen.

Andrew Lincoln ist Trauzeuge bei der Hochzeit von Chiwetel Ejiofor und Keira Knightley.

Primeminister Hugh Grant tritt seinen Job an und trifft seine Untergebenen Terrance, Pat und die neue Natalie, die einfach nur so strunzdämlich ist, dass es schon weh tut. Der Primeminister hingegen findet ihre Blödheit extrem geil und holt sich vermutlich in seinem Büro erstmal einen runter.

So, das waren die ersten 10 Minuten Charakterhingeschluder ohne Grenzen. Wer zur Hölle soll sich diese ganzen Affen bitte merken? Und es folgen 2 Stunden mit genau diesen Affen, von denen ich bisher nur weiß, dass sie mir alle jetzt schon tierisch auf den Sack gehen. Hui, was für ein Spaß.

Es geht zurück zur Traumhochzeit zwischen Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor. Andrew Lincoln beschließt, die Hochzeit zu sprengen, indem er ein Überraschungskonzert veranstaltet, bei dem sich mir die Frage stellt, wie zum Teufel der die ganzen Musiker mit ihren Instrumenten unbemerkt in die Kirche geschmuggelt hat. Sollte das Brautpaar nicht wissen, wen sie eingeladen hat? Mal davon abgesehen sind die Musiker einfach überall. Mit anderen Worten: Ohne sie wäre keine Sau bei der Hochzeit anwesend gewesen.

Nur für den Fall, dass ihr es vergessen habt: Colin Firth liebt seine Freundin. Das ändert sich aber schlagartig, als sich herausstellt, dass sie seinen Bruder regelmäßig zu sich ins Bett einlädt.

Der notgeile Fatzke macht sich vor Nancy zum Affen. Das bringt ihm die Erleuchtung, dass er keine richtige Liebe finden kann, weil die englischen Frauen nicht dafür gemacht sind, oder so. Also beschließt er, sein Glück in Amerika zu versuchen. Vielleicht würde es mit der „Liebe“ auch helfen, wenn er sich nicht selbst „Colin – King of Sex“ nennen würde. Nur so ein Gedanke.

Zurück zum Dr. Watson Porno, wo aber nichts nennenswertes passiert, außer dass Judy ihre Tüten zeigt.

Auf der Beerdigung spricht Liam Neeson über seine tote Frau. Von allen Anwesenden wirkt eigentlich nur Emma Thompson wirklich betrübt über den Verlust. Und natürlich Neeson selbst. Der Rest sitzt halt auch da rum.

Andrew Lincoln, dessen schauspielerische Bandbreite von Loser-Trauzeuge mit einem Gesichtsausdruck bis hin zum Zombiekiller mit einem Gesichtsausdruck reicht, beschwert sich über den Hochzeits-DJ. Und da kann ich nur zustimmen, denn DJs sind einfach kacke und spielen immer den Scheiß, den keine Sau hören will. Ernsthaft, egal was für Partys ich eventuell mal schmeißen sollte, nie im Leben wird dort ein DJ engagiert.

Alan Rickman, Boss von Heike Makatsch und Laura Linney und Karl, spricht mit Linney darüber, dass es nicht gut für das Arbeitsklima ist, wenn sie dauernd Karl anstarrt wie eine besessene Irre … Moment mal, da läuft tatsächlich schon Bill Nighys Song im Radio. Wem wollt ihr die Scheiße denn bitte erzählen? Der hat den vor ungefähr 3 Stunden aufgenommen. Der Radiomoderator findet das Lied so richtig kacke, was er vielleicht nicht laut hätte aussprechen sollen, da Bill Nighy zu Gast ist. Sollte ein Radiomoderator nicht wissen, wer der Gast ist? Nighy ist nebenbei der beste Gast, den man sich wünschen kann, da er den Song ebenfalls scheiße findet und zugibt, dass er den Kack nur macht, damit er ein Comeback nach seiner Heroinsucht feiern kann.

Der Primeminister hat eine Sitzung mit allem was Rang und Namen hat und es geht um die USA. An seiner Geilheit auf Natalie, die er seit 12 Sekunden kennt, hat sich nebenbei absolut nichts geändert.

Dr. Watson Porn again, wo sich die Poppenden annähern.

Colin erzählt seinem Kumpel, dass er nach Wisconsin fliegen wird, um dort jede Menge Weiber fachzulegen. Sein Kumpel ist nicht überzeugt von der Idee.

Alan Rickman checkt nicht, dass Heike Makatsch ihn poppen will. Ich habe noch nicht so ganz geblickt, worum es in dieser Story geht. Okay, ums Ficken, wie bei allen anderen Handlungssträngen in diesem Film auch, aber hier ist es noch nicht ganz so offensichtlich. Wobei das Grinsen von Rickman doch verrät, dass er es vielleicht doch checkt.

Emma Thompson empfiehlt dem heulenden Liam Neeson, dass er mal etwas geduldig sein soll, denn Zeit heilt alle Wunden und so. Und Männer, die dauernd flennen, sind absolute Luschen. Nette Frau. Ich würde sie an seiner Stelle direkt heiraten. Neeson versucht sich mit seinem elfjährigen Stiefsohn anzunähern, der gerade seine Mutter verloren hat. Und was gäbe es da besseres, als ihm Liebesratschläge zu geben. Denn er ist verliebt, was man ja fünf Minuten nach der Beerdigung der eigenen Mutter mal so raushauen kann, denke ich.

Karl macht Feierabend. Laura Linney schminkt sich noch schnell, bevor er an ihr vorbei geht, damit sie nicht komplett kacke aussieht und ihn wie eine Irre anstarren kann, während er das Büro verlässt. Nicht gut fürs Arbeitsklima, Laura.

Colin Firth hat das Geficke zwischen seiner Freundin und seinem Bruder nicht gut weggesteckt und sich in ein Haus am See verzogen, um da seinen neuen Roman zu schreiben.

Primeminister Grant und Natalie erzählen sich ein bisschen voneinander. Unter anderem erzählt Natalie, dass sie zu fett ist. Zumindest denken ihre Eltern das, bei denen sie wieder wohnt. Ich bin ehrlich, diese Geschichte ist zwar auch irgendwie banane, aber immerhin sind die Charaktere nicht komplette Scheiße. Also das kleinste Übel hier.

Neesons Stiefsohn erzählt von seiner großen Liebe, die nicht mal seinen Namen kennt, weil er nie auch nur ein Wort mit ihr gesprochen hat.

Nighy rockt das nächste Interview im TV.

Andrew Lincoln hängt auf einer Kunstausstellung herum und telefoniert mit seinem Freund Ejiofor. Und dann natürlich mit Knightley, die ihn zu sich einlädt, weil das Hochzeitsvideo totale Scheiße ist. Sie sind nebenbei schon aus den Flitterwochen wieder da. Zeit ist in diesem Film so unfassbar relativ, dass ich mich nicht wundern würde, wenn wir gleich noch live bei der Geburt von Jesus und damit der Entstehung von Weihnachten dabei sind.

Rickman und Linney käbbeln sich im Büro wie die kleinen Kinder. Makatsch macht dann mal kurz für Rickman die Beine breit, aber der checkts immer noch nicht, glaube ich.

Colin Firth kriegt eine neue Haushälterin namens Aurelia geliefert. Sie kommt aus Portugal. Firth spricht natürlich kein Wort Portugisisch. Und wie sich herausstellt auch kein Französisch. Und auch sonst nix. Sein Englisch ist für einen Engländer aber ganz okay, muss ich sagen. Aurelia hat durchgehend einen Gesichtsausdruck drauf, der sagt „Womit habe ich das verdient?“

US-Präsident Billy Bob Thornton besucht Primeminister Hugh Grant und natürlich muss sich Natalie noch kurz zum Vollhonk machen, bevor die beiden Länder auseinander driften. Thornton ist natürlich auch direkt megascharf auf Natalie. Was hat die Frau bitte an sich, dass die Staatsoberhäupter die unbedingt ficken wollen? Grant bricht dann auf einer Pressekonferenz mal ganz spontan alle Verbindungen zu den USA ab, weil er Natalie für sich alleine haben will. Seht ihr, das ist Politik. Einfach mal spontan seinen Verbündeten in die Eier treten, weil man sich um die gleiche Frau streitet. Emma Thompson kann es auch nicht fassen und ruft den Primeminister an: Kann mir mal bitte jemand erklären, wer zum Geier diese Frau eigentlich ist, die als erste zum Primeminister durchgestellt wird und einfach jeden in dem Film kennt? Unter anderem auch Alan Rickman, der gerade bei ihr rumhängt.

Okay, Primeminister Grant, der zu beschissener Popmusik tanzt ist schon ein Highlight, muss ich sagen. Er und Natalie passen perfekt zusammen, denke ich.

Die portugiesische Haushälterin versenkt Colin Firths Manuskript im See, weil jede Frau in diesem Film einfach saudämlich ist. Aber irgendwie musste man ja eine Szene von ihr in Unterwäsche unterbringen, als sie in den See springt. Colin Firth springt hinterher und anschließend gibt es natürlich Tee. Meine Fresse, diese Verständigungsprobleme sind sowas von unlustig, dass es schon fast weh tut.

Es sind noch 2 Wochen bis Weihnachten und Nighy hat jetzt auch ein beschissenes Musikvideo zu seinem beschissenen Song.

Keira Knightley besucht Andrew Lincoln und sie weiß, dass er sie nicht wirklich mag, aber sie will gerne mit ihm befreundet sein. Seht ihr, auch Keira ist strunzdoof und merkt absolut nicht, wie heiß Andrew auf sie ist. Das ändert sich allerdings schlagartig, als sie sich das von ihm aufgenommene Hochzeitsvideo anguckt, auf dem ausschließlich sie in Nahaufnahme zu sehen ist. Nun könnte man ja sagen, dass Andrew einfach absolut creepy ist und seine begehrten Frauen filmt, um sich dann auf die Videos einen von der Palme zu wedeln. Oder man macht es wie Knightley und betrachtet es als Liebe.

Grant lässt Natalie feuern, weil er geil auf sie ist. Die anderen Angestellten scheinen erleichtert, weil sie ja so fett ist. Nette Sache.

Liam Neeson ist auch noch da. Und sein Stiefsohn hat schlechte Nachrichten, denn seine Auserwählte wird zurück nach Amerika gehen. Hoffentlich fällt sie dort nicht Sex King Colin in die Arme. Neeson hat aber den absoluten Masterplan: TITANIC GUCKEN!!! Was zur Hölle? Welcher Mann guckt denn bitte mit seinem Stiefsohn bei Liebeskummer diesen Film?

Colin Firth hat aus irgendeinem Grund den ganzen Kofferraum voller Knoblauch. Seine Haushälterin geht zurück nach Portugal. Sind da gerade Abschiebewochen in Großbritannien, oder warum hauen die alle ab. Zum Abschied gibt es noch einen Kuss. Zum Glück hat sich Firth nicht vorher den ganzen Knoblauch reingepfiffen.

Der Stiefsohn ist schlauer als Neeson und hat einen viel besseren Plan, als einen beschissenen Film zu gucken. Da Mädchen ja voll auf Musiker abfahren, will er in der Schulband Schlagzeug spielen, damit seine bald abreisende dann so feucht wird, dass sie direkt zu ihm auf die Bühne rutscht, oder so. Grandios. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, erstmal auch nur ein Wort mit ihr zu wechseln, aber das wäre ja zu einfach. Neeson ist natürlich absolut begeistert von dieser Idee. Übrigens muss man ja sagen, dass Neeson wirklich alles gibt, um diese Scheiße hier irgendwie erträglich zu machen. Der Mann ist so gut, der sollte mal wieder in einem gescheiten Film mitspielen.

Nighy gibt ein weiteres seiner grandiosen Interviews. Primeminister Grant freut sich seines Lebens vorm TV.

Makatsch tanzt mit Rickman, Linney tanzt mit Karl. Der ist doch nebenbei niemals Engländer. Müsste der nicht auch langsam mal zurück in sein Heimatland? Vorher landen er und Linney jedenfalls noch in der Kiste. Bravo, Laura, du hast es geschafft, ohne irgendwas zu tun, außer irre zu starren, einen heißen Kerl ins Bett zu kriegen. Leider werden sie unterbrochen von einem Anruf, bei dem es um den Papst, Exorzismus und Bon Jovi geht. Ach ja, Laura ist eine Frau und das bedeutet, dass es das war mit dem Geficke, weil sie saudämlich ist und lieber zu ihrem Bruder rüber fährt. Karl wandert inzwischen vermutlich aus.

Ach guck mal, Emma Thompson und Alan Rickman sind verheiratet. Und Heike Makatsch zieht sich aus. Nicht mehr in der Szene zu sehen. Sie zieht sich einfach aus. Fertig. Der Followup ist natürlich, dass Rickman einsieht, dass es eine gute Idee ist, Heike flachzulegen, weil seine Frau Emma ihm tierisch auf den Sack geht. Also kauft er eine Kette bei Rowan Atkinson, um Heike wenigstens ein Geschenk machen zu können, bevor er sich zwischen ihre Beine quetscht. Hat der immer noch nicht kapiert, dass Makatsch seinen Hans Gruber will und er eigentlich absolut nichts weiter dafür tun muss?

Dr. Watson und Judy verabreden sich zu einem Drink nach dem Pornodreh. Okay, es ist eigentlich kein Porno, aber offensichtlich wird in dem Film, den sie da drehen nur gevögelt.

Colin hat eine Tasche voller Kondome und ist bereit zur Abreise nach Amerika und lernt in der ersten Bar direkt drei geile Ischen kennen, die ihn direkt zu sich nach Hause ins Bett einladen. Eine davon ist übrigens Elisha Cuthbert, die eindeutig besseres als diesen Krampf verdient hat. Aber hey, Colin hatte recht. In Amerika findet jeder was zum Ficken.

Emma Thompson denkt, Rickman wird ihr zu Weihnachten Schmuck schenken. Colin Firth lernt Portugiesisch.

Ho Ho Ho! Wir haben endlich Weihnachten erreicht. Hat nur quälende 90 Minuten gedauert. Alan Rickman schenkt Emma Thompson eine CD. Wenn das mal nicht die pure Liebe ist, weiß ich es auch nicht mehr. Heike Makatsch steht derweil leicht bekleidet vor dem Spiegel und hängt sich an ihrer Kette auf … äh, hängt sich die Kette um. Emma kann das Drama natürlich gar nicht fassen. Dabei wollte sie doch die Kette haben. Anstatt etwas zu sagen, flennt sie aber lieber heimlich rum und damit ist diese Geschichte einfach abgeschlossen. Was für eine unfassbare Zeitverschwendung.

Und wie verbringen Neeson und sein Stiefsohn den Weihnachtsabend? Nein, nicht mit Geschenken. Sie liegen auf dem Sofa und bemitleiden sich gegenseitig. Denn der Stiefsohn ist 11 Jahre alt. Da hat man natürlich wichtigere Dinge im Kopf als Weihnachtsgeschenke.

Bill Nighys Kacksong ist natürlich die Nummer 1 in den Charts. Immerhin etwas Realismus hier. Kackmusik schwimmt eben immer oben.

Ui, Martin Freeman und Judy haben den Nicht-Porno-Porno-Dreh beendet und knutschen vor der Haustür rum. Zur Abwechslung könnten sie ja rein gehen und ficken, stattdessen fliegen sie aber später nach Kuala Lumpur und heiraten. Schließlich kennen sie sich schon 3 Tage und haben sich nackt gesehen, also warum warten.

Colin Firth kommt nach Hause, nur um sich direkt wieder zu verpissen und nach Portugal zu fliegen.

Kommen wir zum absoluten Highlight der Creepyness: Andrew Lincoln klingelt bei Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor an und hat Glück, dass Keira die Tür öffnet, denn so kann sie ihrem Mann einfach sagen, dass es nur Sternensänger sind. Andrew hat nämlich seinen Kassettenrekorder dabei und spielt das Best-Of des Kinderchors ab, was sich nicht mal im geringsten anhört, als würden da wirklich Leute vor der Tür singen. Aber da jeder in diesem Film einfach nur doof ist, fällt das natürlich nicht auf. Dann holt er seine Bob Dylan Gedächtnis Pappen raus und erzählt Keira darüber, dass er sie für absolut perfekt hält und er sie immer lieben wird. Hätten wir nicht alle gerne so einen besten Freund und Trauzeugen, der sich hinterrücks an unsere frisch angetraute Ehefrau ranmacht und dafür natürlich einen Kuss absahnt? Lass dich von einem Zombie fressen, du verficktes Arschloch!!!

Bill Nighy schenkt seinem Manager zu Weihnachten seine Liebe. Yeah! Denn das ist Rock N Roll! Aber es geht nicht um homosexuelle Liebe, sondern Freundschaft. So besaufen sie sich nur und gucken gemeinsam Pornos. Äh, okay …

Primeminister Grant liest Natalies Weihnachtskarte, in der sie ihm ihre Liebe gesteht. Hugh wird ganz huge in der Hose und fährt sie mit Polizeikolonne suchen. Dann klingelt er an allen Haustüren, weil man natürlich nicht vorher mal hätte nachgucken können, unter welcher Adresse die Frau wohnt. Man sollte doch annehmen, dass die Angestellten ihre Adresse hinterlegen. Heike Makatsch, die an Weihnachten ungefickt bleibt, bringt ihn dann auf die richtige Spur, denn Natalie ist ihre Nachbarin. Grant holt hier nebenbei wenigstens noch aus jeder Szene was raus. Man muss die richtigen Leute eben auch mal loben, selbst wenn sie aus Scheiße auch kein Gold machen können.

Dann treffen sie sich alle bei der großen Schulaufführung. Ihr wisst schon, die wo die Hummer Jesus besuchen kommen. Und es ist genau so verstörend, wie man es sich vorstellt. Wenn die Blagen davon keine Albträume kriegen, sind sie innerlich bereits tot.

Liam Neeson hat die absolute Einsicht und tatsächlich den Plan, den man von Anfang an hätte verfolgen sollen: Er schlägt vor, dass sein Stiefsohn mit seiner Auserwählten spricht. Ja, so richtig mit Zunge und Lippen und so. Okay, dass er vorschlägt, er soll ihr direkt sagen, dass er voll in sie verknallt ist, ist vielleicht nicht der beste Tipp, wenn ich mal aus eigener Erfahrung sprechen darf, aber es ist immer noch besser als „Titanic“ gucken oder Rockstar werden, also nehme ich das mal so. Natürlich kommen die beiden nicht ausm Quark und müssen sie zum Flughafen verfolgen. Warum die direkt nach der Schulaufführung zum Flughafen fährt bleibt zwar ein Rätsel, aber natürlich kann Stiefsohn Sam sich durch alle Flughafenkontrollen mogeln – und zwischendurch noch Bill Nighy beim Nacktkonzert auf einem Fernseher begutachten – um mit ihr zu sprechen. Und oh mein Gott, sie kennt seinen Namen!!! Und gibt ihm einen Abschiedskuss!!! Hättet ihr verfickten Arschlöcher einfach mal direkt mit ihr ein Wort gewechselt, hättet ihr mir einige Zeit ersparen können.

Colin Firth ist in Portugal angekommen und findet ohne Probleme das Haus, in dem Aurelia und ihre Familie wohnen. Denn er hat sich die Adresse besorgt, Herr Primeminister!!! Wo er die überhaupt her hat, frage ich jetzt mal nicht, Jedenfalls öffnet ihr Vater die Tür und Firth hält um die Hand seiner Tochter an. Der Vater ist überglücklich und ruft seine übergewichtige Tochter zur Tür, für die er sogar Geld bezahlen würde, wenn Firth sie ihm abnimmt. Denn seht ihr: Sie ist fett. Nicht wie Natalie, die die Leute nur für fett halten. Sie ist es wirklich. Und deshalb will sie natürlich keiner ficken und Papa muss sie dringend loswerden, damit sie ihm nicht die Haare vom Kopf frisst. Nette Leute da in Portugal. Und wie das in einem Dritte Welt Land wie Portugal nun mal so ist, tapern Colin Firth, der Vater, die Familie, alle Nachbarn und die halbe Stadt zu dem Restaurant, in dem Aurelia arbeitet, weil sie denken, dass Papa entweder Aurelia als Sexsklavin an Firth verkaufen will oder Firth sie umbringen will, was alle ganz besonders „cool“ fänden. Hey, verurteilt nicht mich. Ich gebe nur die haarsträubend dämlichen Dialoge wieder. Jedenfalls gibts den Heiratsantrag im Restaurant vor der Familie und allen Gästen. Natürlich ist die Antwort „Ja“ und wir haben auch diesen Käse hinter uns. Und eine Band spielt. Ist Andrew auch da, oder ist das nur Zufall?

Einen Monat später will dieser Film einfach immer noch nicht enden und wir sind wieder am Flughafen. Moment mal, woher kennt Colin Firth denn bitte Keira Knightley und creepy Andrew? In diesem Film kennt einfach jeder jeden. Wie klein ist England bitte? Und wieso holen Liam Neeson und Stiefsohn Sam seine minderjährige Auserwählte, die offenbar ohne ihre Eltern unterwegs ist, am Flughafen ab? Und zum Abschluss kommt Colin aus Amerika zurück. Mit Shannon Elizabeth. Aber sie sind nicht alleine und haben Colins Freund Denise Richards als Geschenk mitgebracht. Was zur verfickten Hölle ist bloß verkehrt mit diesen Leuten? Es ist übrigens nicht überliefert, ob die Beziehungen eine Zukunft hatten, oder ob Sex-King Colin und sein Freund sich später russische Katalogbräute bestellt haben. Kommt aber ohnehin aufs selbe raus.

Ehre wem Ehre gebührt: Liam Neeson und Hugh Grant reißen sich derbe den Arsch auf, um noch irgendwas aus dieser gequirlten Scheiße herauszuholen. Aber natürlich können sie dieses Desaster voller Vollidioten und Arschlöchern auch nicht retten. Ich gehe nach Amerika und ficke Weihnachten durch …

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Großhirnige Invasion in strahlendem Licht

Was war der absolut heiße Shit in den 50er Jahren? Genau. Fliegende Untertassen und Außerirdische mit Köpfen so groß wie acht Wassermelonen. Mit so einem großen Hirn müssten die ja eigentlich aus Prinzip alles hier locker einnehmen können. Aber irgendwie hat es die Menschheit auch ohne Hirn damals immer noch geschafft, das Grauen abzuwenden. Ob das heute noch gelingen würde, lass ich mal dahingestellt. Scheinbar werden wir ja immer dümmer und die Außerirdischen warten vermutlich nur noch den richtigen Zeitpunkt ab, um endlich zuzuschlagen. Bis dahin gucke ich aber erstmal:

INVASION OF THE SAUCER MEN – USA – 1957 – 69 Min.

Schon damals war man scheinbar gerne „meta“ und so erzählt der Erzähler erstmal, wie man einen guten Film schön schaurig startet. Dann lernen wir ihn und seinen Partner kennen, die sich gerade in einem Cafe besaufen. Sympathische Affen. Der, der nicht der Erzähler ist, hält sich für einen Megaaufreißer und will noch was zu poppen suchen. Also geht der Erzähler nach Hause. Der Aufreißer sieht im Wald dann die fliegende Untertasse und ich frage mich, was der eigentlich erwartet hat, was er hier zu ficken finden würde.

In der Stadt beobachten die Teenager die Untertassenlandung, aber mit einer UFO-Sichtung beeindruckt man da schon lange keinen mehr. Unter sechs Sichtungen in verschiedenen Farben braucht man gar nicht mehr um die Ecke kommen. „Diese war blau“, antwortet einer von ihnen und das reicht natürlich ganz und gar nicht, um noch irgendwn hinterm Ofen hervorzulocken.

Namen sind hier natürlich mal wieder nicht so leicht zu merken. Es gibt aber definitv einen Johnny, einen Joe und eine Joan. Ich vermute mal, dass sie diejenige ist, die mit einem Typen im Auto rummacht und von einer Kuh unterbrochen wird. Farmer Larkins Kuh, um genau zu sein. Vorname ist vermutlich Johnson.

Der Aufreißer weckt den Erzähler und erzählt ihm von seiner Untertassensichtung und ich frage mich, wieso der einfach bei dem in die Bude und ins Schlafzimmer latschen kann. Der Erzähler glaubt ihm natürlich kein Wort und der Aufreißer will alleine … irgendwas machen.

Johnny und Joan überfahren einen Außerirdischen, der vor allem mal absolut fantastisch aussieht. Und er hat eine Hand, mit der er den Autoreifen zersticht.

Die Cops finden die Untertasse. Sergeant Wasweißich erklärt mal schnell, dass diese Dinger schon immer unfreundlich waren und ich frage mich, wie viele davon er schon gesehen hat. Hinterfragen tut das nebenbei niemand. Vermutlich haben die alle schon sechs Untertassenlandungen in allen Farben des Regenbogens erlebt. Außer der eine Typ, der nur das Blaue gesehen hat.

Johnny und Joan halten auf Farmer Larkins Farm und rufen die Bullen an, die das aber natürlich für einen Witz halten. Wenn Sergeant Wasweißich schon wieder zurück wäre, hätte man sie vermutlich ernster genommen. Farmer Larkin kommt nach Hause und will wissen, ob sie seine Kuh auf dem Gewissen haben. Nach ihrer Erklärung mit dem Marsmann hält er sie für besoffen und lässt sie gehen. Denn wenn man besoffen ist, sind die Kühe egal.

Saufen tut auch der Aufreißer. Die 50er halt. Da hatte man seinen Flachmann immer zur Hand. Der landet dann auch auf Farmer Larkins Farm. Also nicht der Flachmann, sondern der Aufreißer. Ich finde ja übrigens, dass Farmer Larkin sich ein Schild hinstellen sollte, auf dem in großen Buchstaben „Farmer Larkins Farm“ steht. Der Typ würde reich. Wenn jetzt schon alle da ein und ausgehen, was würde wohl etwas Marketing bewirken. Der Aufreißer ruft den Erzähler an und sagt ihm, dass er den Kühlschrank leer räumen soll, damit sie da den Außerirdischen drin einsperren können. Der Erzähler pennt wieder ein. Der Aufreißer wird wohl eh nicht mehr nach Hause kommen, denn er wird von einem Außerirdischen aufgerissen.

Johnny und Joan tapern durch den Wald und sehen einen Außerirdischen, der gegen ein Auto klopft, weil er es für den Tod seines Außerirdischenkumpels verantwortlich macht. So zumindest Johnnys Schlussfolgerung. Ich habe dem nichts hinzuzufügen. Wie jeder gute UFOloge weiß, klopfen Außerirdische andauernd an Dinge, die lustige Geräusche machen und Außerirdische töten.

Da niemand aus der Untertasse kommt, meinen die Cops, dass es ferngesteuert ist. Nachgucken will aber keiner. Stattdessen tritt Plan B in Kraft: Einfach mal drauf los ballern. Als das auch keine Reaktion hervorruft, ist man sich sicher, dass es sicher ist und will mal nachschauen, was so in der Untertasse los ist. Irgendwie sind die Pläne hier alle nicht so ganz durchdacht, oder?

Johnny und Joan werden derweil verhaftet, weil ihnen niemand die Geschichte vom grünen Marsmanm glaubt. Irgendwie kann ich dem ganzen Quatsch hier nicht folgen. Auf der einen Seite stehen die Bullen vor dem UFO, auf der anderen verhaften sie Leute, die Außerirdische sehen. Die Anklage ist nebenbei, dass er einen Mann überfahren hat. Aber selbst als man ihm die Leiche zeigt, beharrt Johnny auf seiner Marsmanngeschichte. Papa Joan ist Anwalt, oder sowas und er will Johnny irgendwie aus der Scheiße helfen.

Die Untertasse leuchtet hell und alle sind ganz aufgeregt. Johnny und Joan können mal eben ein Polizeiauto klauen und fahren zur Landestelle. Irgendwie haben sie dann einen Außerirdischen im Auto und sperren ihn darin ein, um den Beweis für ihre Unschuld zu liefern. Ich weiß jetzt nicht genau, wie intelligent diese Außerirdischen mit den Riesenköpfen sind, aber wenn es in das Auto rein kam, besteht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass es auch wieder raus kann. Wir werden es sehen, denn Johnny und Joan lassen das Alien alleine und gehen zum Erzähler, der ihnen helfen soll. Ah, der Tote ist der Aufreißerbuddy vom Erzähler. Ergibt plötzlich alles … nein, wartet. Sinn nicht vorhanden. Der Erzähler nimmt noch schnell seine Kamera und eine Pistole mit, die er einem Nazi abgenommen hat. Ich weiß nicht, warum er das so betonen muss, aber ist wohl wichtig zu wissen, dass es nicht irgendeine Waffe ist, sondern eine Nazi-Waffe. Vielleicht kann man mit Nazi-Pistolen ganz besonders gut Außerirdische töten. Die halten ja alles Nicht-Weiße auch offenbar für vom anderen Stern.

Ein Außerirdischer tötet eine Kuh und alle Gänse laufen nervös durch die Gegend. Die Szene wird sicher noch irgendwie wichtig. Oder man wollte einfach einen epischen Kampf zwischen einem Außerirdischen und einer Kuh zeigen … und scheiterte kläglich.

Johnny, Joan und der Erzähler – der übrigens seit dem Anfang des Films nichts mehr erzählt hat, wodurch ich doch beginne, seine Funktion in Frage zu stellen – fahren also zu dem eingesperrten Außerirdischen und müssen zu ihrer Überraschung feststellen, dass es nicht mehr da ist. Nach etwas hin und her mit Autoscheinwerfern und Taschenlampen sehen sie ihn dann aber doch zwischen den Sitzen liegen. Sie wollen ein Foto machen, weil schon damals jeder ein Hobbyfotograf war. Und dann verschwindet er plötzlich. Also kann er sich entweder unsichtbar machen oder teleportieren. Oder er ist einfach nur ein guter Zauberkünstler, dessen Tricks über die mit Karten hinausgehen. In den Büschen sind auch Außerirdische, also holt der ehemalige Erzähler seine Naziknarre raus und fängt an rumzuballern. Dann stellen sie aber fest, dass sie empfindlich auf Licht reagieren und ich frage mich, wer wohl die Lampen an der fliegenden Untertasse installiert hat.

Nach kurzer Flucht will sich Johnny stellen und ruft die Cops an, damit sie ihn bei Farmer Larkins Farm abholen. Der Plan ist natürlich, dass sie dann die Außerirdischen sehen, die die Farm umstellt haben. Ich raffe immer noch nicht, wer hier eigentlich was weiß. Ist jetzt aber sowieso zu spät. Leider ist Johnny nicht mehr verdächtig, denn die Autopsie, die man scheinbar mal eben so nebenbei in den letzten 5 Minuten vollzogen hat, hat ergeben, dass der Aufreißer an einem Herzinfarkt gestorben ist. Also sind sie doch auf sich gestellt.

Zusammen mit … irgendwem, den ich nicht erkenne, da hier alles dunkel und schwarz-weiß ist, fahren Johnny und Joan dann … irgendwohin, um da die Außerirdischen in einer Falle zu locken. Also vor ihre Autos und dann die Scheinwerfer anmachen. Und was soll man sagen. Der Plan funktioniert so gut, dass die Außerirdischen direkt explodieren, als sie im Licht stehen.

Alle sind erleichtert und Johnny will Joan heiraten. Der Erzähler erzählt dann noch kurz was und das ist das Ende … „bis zum nächsten Mal“, wie der Film andeutet. Ich gehe meine Taschenlampe holen …

Ausgelutschte Achtziger Action Aufwärmung

Wisst ihr noch, wie in den 80ern so richtig geiler Actionscheiß im TV hoch und runter lief? Das ganze TV-Programm war voller Helden. Und weil diese Helden so geil waren, kehren genau diese Helden alle wieder auf die Leinwände und Bildschirme zurück, damit man der neuen Generation auf gar keinen Fall ihre eigenen Helden gibt, sondern nur aufgekochte, halbgare Scheiße, die innerhalb von 2 Wochen wieder vergessen ist. Kurz: Reboots. Und um eins davon kümmern wir uns heute. Es geht um eine meiner All-Time-Action-Fave-Serien.

THE A-TEAM – USA – 2010 – 117 Min.

Ich denke mal, die Serie sollte jedem bekannt sein. Und wenn nicht: Schande über euch. Aber ich erkläre trotzdem kurz worum es geht, genau so, wie es die Serie immer gemacht hat:

„Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten. Sie brachen aus dem Gefängnis aus und tauchten in Los Angeles unter. Seit dem werden sie von der Militärpolizei gejagt, aber sie helfen anderen die in Not sind. Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber ihre Gegner müssen sie ernst nehmen. Also wenn sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen sie doch das A-Team.“

Soweit, so klar, würde ich sagen. Also weg von der Serie hin zum Film, der vor der Serie spielt, was aber ohnehin absolut scheißegal ist, denn wie wir alle wissen ist Story heutzutage nur noch ein Wort, das die Writer hin und wieder nachschlagen, um sich daran zu erinnern, dass es sowas tatsächlich mal gab.

Col. Hannibal Smith ist an einen Stuhl gefesselt und soll von einem Mexikaner erschossen werden. Mit seiner eigenen Waffe. Die hat aber keinen Abfeuerungssteckergelötkolbendö und so hauen die Mexikaner einfach ab. Hannibal befreit sich von seinen Fesseln und besticht noch ein paar Killerhunde im Schatten und ich weiß jetzt schon nicht mehr, was diese Szene mir sagen sollte und was zur Hölle hier überhaupt passiert ist, weil es alles absolut keinen Sinn ergibt.

Bosco B.A. Baracus fährt mit seinem coolen Lamborghini in einer Werkstatt vor und haut dort den ganzen illegalen Mechanikern vor die Fresse. Und dann haut er mit seinem coolen A-Team-Van ab. Keine Ahnung, ob der da repariert wurde, oder von den Mechanikern geklaut. Wir werden es nie erfahren, weil Story …

Lt. Faceman Peck wird in der Wüste von irgendwem gefangen gehalten. Vermutlich, weil er die falsche Trulla gevögelt hat. Hannibal läuft durch die Wüste und hält B.A. an, der zufällig da vorbei fährt. Mitten im Nirgendwo. Und natürlich sind sie direkt Freunde fürs Leben. Faceman macht derweil coole Sprüche, obwohl er kurz vorm Abnippeln steht. Hätten die Writer mal eine Folge der Serie geguckt, wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass der Mann in solchen Situationen gar nicht mal so cool bleibt. Aber gut, er wird sowieso gerettet, also blah.

Capt. H.M. Murdock ist im Krankenhaus und will fliehen, im gleichen Moment, wo er von Hannibal und Co. rekrutiert werden soll. B.A. lernt ihn als erstes kennen, als er sich als Arzt ausgibt und Murdock seine Wunde vernäht und anschließend Facemans Arm abfackelt. Sharlto Copley ist in der Rolle nebenbei absolut grauenhaft und fängt nicht mal ansatzweise den charmanten Irrsinn ein, den Dwight Schultz dieser Figur verleihen konnte. Nein, er nervt einfach von der ersten Sekunde an. Nebenbei sollte Jim Carrey diese Rolle mal spielen. Man, was wäre das für ein Fest geworden. Hätte den Film direkt extrem aufgewertet. Jedenfalls wird bei der anschließenden Flucht per Hubschrauber direkt mal B.A.s Van zerstört, was den nicht gerade auf die freundschaftliche Seite von Murdock zieht.

Das A-Team sitzt im Irak rum und kriegt den Auftrag, irgendwelche Falschgeldplatten zu beschaffen, mit denen jede Menge Falschgeld von jeder Menge böser Typen hergestellt werden soll und das geht natürlich gar nicht. Nebenbei trifft Faceman seine Ex Charissa wieder, die jetzt beim FBI ist, oder so. Es folgt eine Compilation der Planung der Mission, inklusive „Braveheart“-Anspielung von Murdock, was äußerst sinnvoll ist, wenn man bedenkt, dass der Film ja eigentlich vor dem Jahr 1983 spielen müsste, wegen Vorgeschichte und so, aber da man ja im Irak sitzt, ist das ohnehin alles hinfällig und wir ignorieren das jetzt mal lieber, weil Story …

Der Plan gelingt natürlich und man hat auch nur wenige Leute dabei getötet, was aber immer noch wenige mehr sind, als in der Serie draufgegangen sind. Aber als sie zurück zum Stützpunkt kommen, wird dieser angegriffen, der General getötet und die Platten gestohlen von Pike. Das A-Team wird beschuldigt und verurteilt. Nebenbei auch Murdock, der in der Serie nie verurteilt wurde, sondern einfach nur für irre erklärt und in die Klapse gesperrt, aus der er regelmäßig ausbrach. Aber gut, so macht man es sich eben einfacher, weil Story …

Blahblah und Hannibla bricht aus und hilft dann den anderen auch beim Ausbruch, damit sie zusammen Pike zur Strecke bringen können. Bei Murdocks Befreiung gibt es immerhin die A-Team-Musik zu hören, wodurch erstmals A-Team-Feeling aufkommt. Das wirds dann aber wohl auch gewesen sein. Wie drei gesuchte Typen einfach so nach Mannheim kommen, stelle ich nebenbei mal nicht in Frage. Charissa Sosa hängt sich an ihre Fersen.

Die Flucht mit dem Flugzeug vor den Kampfjets ist die absolute CGI-Seuche. Dann folgt die vielleicht dämlichste Szene, die jemals in einen Actionfilm gepackt wurde – und sind wir ehrlich, die Messlatte liegt äußerst niedrig. In einem Panzer an einem Fallschirm, der relativ ungebremst Richtung Erde stürzt, ballert sich das A-Team dank der Panzerkanone so durch die Luft, dass sie in einem See landen und zum Schluss schießt man natürlich noch ein paar Salven nach unten, um den Panzer abzubremsen. Was für ein unfassbarer Käse. Überhaupt sind die Actionszenen hier alle einfach nur unfassbar behämmert und so Over-The-Top, dass man erstmal etwas über die physikalischen Grundprinzipien nachlesen will. Gravitation, Fliehkraft, Druck etc. sind hier einfach komplett scheißegal. Und woran liegt es? #FuckCGI

Es ist schon bemerkenswert, wie wenig Spaß so ein Film machen kann. Und das noch eine Dreiviertelstunde. Überraschung: General Morrison lebt noch und sieht jetzt aus wie Osama Bin Laden nach drei Tagen ohne Rasur. Ach so, und es ist einfach alles komplett uninteressant. Jedenfalls hat er die Platten und Hannibal ruft Lynch an, um ihm zu sagen, dass sie die Platten haben. Also sollen sie Morrison killen und die Platten in Sicherheit bringen. Aber natürlich machen sie das nicht, denn ein Kampfbomber bombt alles weg, was wegbombbar ist. Also auch Morrison. Denke ich. Vielleicht lebt er auch immer noch. Es ist mir scheißegal. Die Story ist einfach nur langweiliger Quark. Mal ehrlich, wie schwer wäre es gewesen, hier einfach eine gute alte Actionstory hinzuschludern, die dem A-Team gerecht wird und dabei auch unterhaltsam ist? Die Serie hat das wöchentlich hingekriegt. Hier schafft man es nichtmal für 10 Minuten Interesse für irgendwas zu generieren. Warum hat man das A-Team nicht das machen lassen, was sie am besten können: Unschuldigen Opfern helfen?

Nun ja, jedenfalls hat das A-Team Morrison, der offenbar doch noch lebt, oder es ist ein Bluff. Mir ist es ehrlich gesagt scheißegal. Sie rufen Sosa an und wollen mit ihrer Hilfe ihre Unschuld beweisen. Und immerhin kriegt man eine sehr kurze Bastelszene zu sehen, wie früher, wo wöchentlich der coolste Scheiß aus irgendwelchem Schrott gebaut wurde. Statt einem Superkettenfahrzeug aus ein paar Stahlplatten und einem Schulbus baut man hier aber lieber … irgendwas, das später explodieren soll.

An den Docks von … ist das wohl immer noch Mannheim? Ich habe wirklich keine Ahnung, wo zum Geier die den ganzen Film über rumgehangen haben, wenn ich ehrlich bin. Ich sage einfach mal, dass es immer noch Mannheim ist, weil ich keinen anderen Ansatz habe. Aufgrund völliger „Ist mir alles scheißegal, werdet mal fertig da mit eurem lahmen Scheiß“-Einstellung, haben ich und Lynch absolut keine Ahnung, was abgeht, als alles mögliche an den Docks in Flammen aufgeht. Das billige CGI hilft mir da auch nicht weiter. Das kommt übrigens richtig zum Tragen, als Faceman durch eine Reihe von zusammenstürzenden Containern läuft. Die Effekteabteilung muss wirklich stolz auf sich sein, dass sie so viel saufen können, damit das hier für sie so gut aussieht, dass sie es tatsächlich so für den Film vorgelegt haben. Und wer auch immer das abgenommen hat, für den ist Alkohol wohl noch das kleinste Problem.

Bosco haut dann Pike weg und Lynch und Hanibal liefern sich den großen Showdown an einem Ort, der so dunkel ist, dass man auch direkt auf den Friedhof hätte gehen können. Obwohl, da hätte man vermutlich mehr erkannt. Lynch erschießt dann Morrison mit Hannibals Waffe, soweit ich das sehe und dann kriegt Lynch die Fresse zermatscht und dann kommt der obligatorische Flashback, um aufzudecken, was hier der Plan war. Irgendwas mit Ablenkung und blah. Hannibals Waffe war halt nicht geladen und Morrison lebt immer noch. Es ist unfassbar, wie viele Leben der Typ offenbar hat. Übrigens kann ich mich nicht erinnern, dass die Serie mal einen Flashback nötig hatte, um irgendwas zu erklären, was zudem auch noch absolut offensichtlich ist. Alleine das sollte klar machen, dass hier mal wieder keiner auch nur ansatzweise versucht hat, der Vorlage gerecht zu werden. Jedenfalls wird Lynch verhaftet, da Sosa und Co. die ganze Zeit da waren und das A-Team hat seine Unschuld bewiesen, was nebenbei absoluter Käse ist, aber ich habe keinen Bock mehr, irgendwelche Vergleiche zu der spaßigen Serie zu ziehen. Das hier macht alles keinen Bock und keinen Sinn, weil Story …

Und spätestens als Faceman und Sosa rummachen habe ich endgültig die Schnauze voll. Fick das B-Team hier. Wenn ich eine positive Sache zu diesem Bullshit im Quadrat sagen muss, dann ist es wohl, dass ich durch den Film wieder Bock gekriegt habe, die Serie zu gucken, einfach um zu sehen, wie man mit diesem Team Spaß haben kann. Ich gehe das EINZIG WAHRE A-Team gucken …

Meeresbilogische Mutationsforschung am Badesee

Wenn ich so richtig gut drauf bin und so richtig Bock auf richtig abgefahrenen Quatsch habe, den man so sonst kaum findet, dann suche ich mir ja gerne mal einen alten Monsterfilm raus, der mit möglichst billigem Kostüm und möglichst bekloppter Idee überzeugt. Wir erinnern uns sicher alle noch an den absolut großartigen „Sting Of Death“ mit dem Jellyfishman. Nun, die Tagline für den Film heute lautet wie folgt: „It would take an atom bomb to wipe out the walking catfish!“ Ein laufender Katzenfisch? Mehr muss ich nicht wissen. Los gehts:

ZAAT – USA – 1971 – 100 Min.

Ein Gedicht über Fische und Skorpione leitet den Spaß hier ein und damit steht schon mal fest, dass das hier wieder ein Knaller werden dürfte. Gegen Ende macht der Lobgesang auf die ozeanische Fauna eine kleine Wende und der Vortrager des Gelabers sagt, dass er bald einer von ihnen sein wird und sie dann das Universum beherrschen werden. Wie will ein Fisch, der nur im Wasser leben kann bitte das Universum regieren? Nicht mal die Delphine haben das geschafft.

Die Laberbacke ist nebenbei scheinbar irgendein Wissenschaftler, deren Gedankengänge man durchgehend hört. Und das kann ganz schön nerven, muss ich sagen. Jedenfalls experimentiert er an Fischen rum und das dauert dann erstmal eine gefühlte Ewigkeit. Irgendwann taucht er dann in einen Pool und verwandelt sich in den Catfishman, oder so. Das Kostüm ist mal wieder so absolut grandios, dass ich nicht weiß, was es darstellen soll, aber sofort kaufen würde.

Catfishman taucht dann ab in den See und schwimmt halt rum. Irgendwo sitzen der Sheriff und ein Typ und angeln. Und dann hauen sie ab. Und dann kommt Catfishman an Land und latscht zurück in sein Labor, um da ein Foto von irgendeinem Typen an die Pinnwand zu heften, den er scheinbar um die Ecke bringen will.

Sheriff Lou und sein schwarzer Kollege untersuchen das Seewasser, weil … sie sonst scheinbar nix zu tun haben. Und sie finden irgendwas, das nicht gut ist. Keine Ahnung, was genau. Wissenschaftliche Fremdwortakrobatik ist nicht so meins. Catfishman schwimmt wieder im See rum und bespannt eine Blondine beim Camping. Nachdem man dann minutenlang das Unterwasserleben dieses wunderschönen Sees begutachten durfte, passiert absolut gar nichts.

Der schwarze Kumpel vom Sheriff nimmt noch mal eine Wasserprobe.

Catfishman schubst den Typen vom Foto und dessen Blagen ins Wasser, als sie gerade in Ruhe angeln. Weiß der denn nicht, dass das die Fische verscheucht? Moment mal, warum tötet der denn jetzt die Tochter? Und warum geht das einfach so indem er sie berührt? Und warum liegt dann nur der Typ vom Foto auf dem Seziertisch in der Obduktionskammer? Fragen über Fragen. Die Antwort kann nur lauten: Catfishman.

Die Camperin ist noch da. Catfishman erwürgt einen Typen in seinem Haus, als er an seiner Angel rumspielt. Auf der Polizeiwache sind die Poolreiniger angekommen. Oder zumindest sehen die beiden so aus, in ihren roten Overalls. Sie wurden von dem schwarzen Freund des Sheriffs angeschleppt, um dem zu erklären, dass ein Katzenfisch für die Tode verantwortlich ist. Die Camperin geht schwimmen und ich weiß jetzt schon, dass das eigentlich nur zur „Sting Of Death“-Gedenk-Entführung führen kann.

Die Camperin wird vom Catfishman in den Umwandlungspool getunkt, während draußen die Poolreiniger ermitteln. Warum sich die Camperin nicht in Catfishwoman verwandelt hat, bleibt ungeklärt. Catfishman ist jedenfalls nicht erfreut darüber. Sicher hatte er schon große Hochzeitspläne mit Seepferdchenfanfaren und Muschelparaden und Tintenfischringen.

Oh, die Poolreiniger haben eine Falle gebaut und ich habe es nicht mitgekriegt. Catfishman auch nicht, denn er schwimmt mitten rein. Das bedeutet natürlich, dass es Zeit ist für Megaaction mit dem Catfishman, der die Poolreiniger umhaut und wieder baden geht.

Der Sheriff macht, was jeder gute Sheriff machen würde: Er ruft öffentlich zur Massenpanik auf. Jeder soll sich bis an die Zähne bewaffnen, um dem Killer den Arsch wegblasen zu können. Er sagt es nicht genau so, aber darauf läuft es hinaus.

Dem Catfishman geht die Zeit aus, weil … Zeit ist halt begrenzt. Das muss als Erklärung reichen. Nachdem er eine Zeichnung von Elvira von der Addams Family angefertigt hat, geht er mal wieder tauchen und latscht dann durch die Straßen auf der Suche nach … was eigentlich? Elvira? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass er scheinbar Rückenschmerzen hat, weil er kurz stehen bleibt und aus dem Off seine Stimme genau das sagt: „Aaaaah, the pain!“

Wie jeder Catfishman, der was auf sich hält, geht auch dieser erstmal shoppen und ist sofort besoffen, nachdem er einen Schluck aus einer Flasche mit Wasweißich genommen hat. Also torkelt er rum und reißt alle Regale ab. Dann torkelt er durch das Kaff. Irgendwo in diesem Kaff sitzt eine Christliche Rockband in der Ecke und macht beschissene Musik. Immerhin gefällt es dem Sheriff. Ich hoffe wirklich, dass der Catfishman sie alle tötet. Zur Sicherheit sperrt der Sheriff sie alle ein. Also wirklich zur Sicherheit. Das ist die Begründung. Nicht etwa eine Anklage wegen Ruhestörung, oder extrem beschissener Kackmusik in der Öffentlichkeit, oder einfach nur fürs Christentum. Nein, damit sie über Nacht sicher sind.

Catfishman bespannt die Poolreiniger beim Poppen. Habe ich eigentlich erwähnt, dass eine davon weiblich ist? Nein? Egal. Der Sheriff bereitet derweil die große Monsterjagd vor. Rex heißt sein schwarzer Freund. Wie der Kommissar. Und der hat ein Catfishmanaufspürgerät, oder sowas in der Art. Es macht komische Geräusche und soll dabei helfen das Monster zu finden, was kann es also sonst sein?

Irgendwie weiß dann niemand so genau, was er eigentlich hier treibt. Catfishman latscht einfach durch die Gegend, Sheriff und Co. fahren einfach durch die Gegend, eine Blondine duscht, damit wir auch die Szene abhaken können …

Catfishman schnappt sich Monica, die direkt ohnmächtig wird, als er sie auf seine Schulter hebt. Zuvor konnte sie noch ganz hervorragend mit Geschirr um sich werfen. Sheriff und Co. machen sich jetzt verschärft auf die Suche nach dem Monster. Mit Hilfe des Catfishmandetektors gelingt das natürlich relativ schnell – und damit meine ich, dass es 10 Minuten dauert, in denen einfach gar nix passiert.

Monica soll natürlich in den Pool und zu Catfishwoman mutiert werden. Aber Rex ist zur Stelle und bewaffnet sich mit einem rostigen Rohr. Wer jetzt einen Megashowdown erwartet wird nicht enttäuscht denn Rex stülpt dem Catfishman ein Fischernetz über und will Monica retten, aber der Catfishman ist so unglaublich wendig, dass er sich direkt aus dem Netz befreit und Rex umhaut. Der Catfishman bringt dann irgendwelche Tanks zum Strand und Rex wird wach und kann Monica aus dem Pool holen, erliegt dann aber seinen Verletzungen.

Am Strand schießt der Hilfssheriff mit einem Gewehr auf den Catfishman, den das wirklich nicht die Bohne interessiert. Spannungsaufbau ist irgendwie anders. Martha? Ich dachte, die heißt Monica. Okay, jetzt bin ich mal wieder komplett verwirrt. Der Catfishman jedenfalls geht im Meer schwimmen und Martha/Monica geht hinterher, während der Hilfssheriff am Strand zusammenbricht.

Da haben sie es am Ende doch noch irgendwie verkackt. Okay, sind wir ehrlich. Es ist hier nichts im Film, was sie nicht verkackt haben. Ich gehe meine Fische füttern …

Zukunftsorientierter Nepotismus in menschenfeindlicher Umgebung

Die Smiths auf der Nachhererde wird sicher ein geiles Konzert. Ich bin zwar nicht der größte Fan der Band aber hey, wenn man schon mal die Chance hat, die live zu … was? Es geht gar nicht um die Band? Es geht um Will und seinen talentbefreiten Sohn Karate Kid? Oh nee, warum hat mir das keiner gesagt? Ich habe jetzt schon keine Lust mehr. Ich wollte doch so gerne singen.

„Und immer wenn wir traurig waren …
… und traurig waren wir ziemlich oft …
… gingen wir zu dir nach Hause …
… und da hörten wir die Smiths …“

Lord Xenu, steh mir bei …

AFTER EARTH – USA – 2013 – 100 Min.

Die Erde ist im Arsch. Man muss es einfach auch mal ungeschönt sagen. Die Menschheit hat das getan, was unvermeidlich scheint und den Planeten zerstört. Also musste man evakuieren. Und dann wurde man von Aliens angegriffen und alles war erneut im Arsch. Aber es gibt da den Ghost. Einen Mann, der absolut furchtlos ist und so die Menschheit retten wird. Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn ich höre, dass jemand furchtlos ist, denke ich als erstes an Vollidioten, die Taser an ihren Eiern ausprobieren und anschließend von einer Klippe springen. Mit anderen Worten: Ein furchtloser „Ghost“ ist in meiner Welt der erste, der den Löffel abgibt.

Kitai Raige ist so ein richtiger Streber und Angeber. Ihr wisst schon, so ein Typ, der beim Sport die Runden immer etwas schneller als alle anderen läuft, um zu zeigen, was für ein toller Hecht er ist. Oder kurz gesagt: Ein Arschloch. Sein Vater Cypher ist auch nicht besser, habe ich das Gefühl, aber er ist mehr einer dieser Respektspersonen und Disziplinfanatiker. Oder kurz gesagt: Ein Arschloch. Mutter Faia ist auch da und ich habe keine Ahnung, wie sie es so lange mit diesen Arschlöchern ausgehalten hat, aber da sind sie jetzt, sitzen am Tisch und Kitai hat es nicht geschafft, zum Ranger befördert zu werden.

Weil er unbedingt so ein hohes Tier und noch größeres Arschloch wie Papa sein will, nimmt der seinen Sohn mit auf eine Tour nach Ergejhskjdvhudsbg, oder so ähnlich. Hab den Namen nicht verstanden und da sie da ja eh nicht ankommen werden, ist es auch einfach scheißegal. Und selbst wenn sie ankämen, wäre es das. Also weiter.

Kitai liest „Moby Dick“. Ich dachte, ich erwähne das mal, weil das jetzt schon zweimal zur Sprache kam und vielleicht noch eine Rolle spielt. Des Nachts guckt sich Kitai die Ladung des Schiffs an. Scheinbar handelt es sich um irgendein … Ding, das für das Ghost-Training verwendet wird. Ich kann mich nicht auf die Story konzentrieren, weil alleine die dämliche Fresse von Jaden Smith bei mir Kopfschmerzen verursacht. GUCK DOCH MAL SO, ALS WÜRDE DICH DAS ALLES IMMERHIN ANSATZWEISE INTERESSIEREN, DU ARSCHKRAMPE!!!! Ach so, und Will Smith wirkt auch dermaßen bocklos, dass man sich fragt, warum dieser Scheiß überhaupt erst gedreht wurde.

Irgendwann stürzt die Kiste dann halt ab und wir sind auf der Nachhererde. Nur noch Kitai scheint am Leben zu sein. Mit etwas Glück wird er einfach von einem Tiger gefressen und ich kann dann 90 Minuten einfach dem Tiger beim Pennen zugucken. Aber leider passiert das natürlich nicht, denn M. Night Shyamalan hasst alle Zuschauer und liebt es, sie mit seinem Müll zu quälen. Also findet er Papa Cypher, der irgendwo in der Ecke liegt.

„Will Smith mir gehen?“ „Kann nicht, mein Bein ist gebrochen.“ So, damit haben wir diesen Knallergag auch hinter uns gebracht und können uns jetzt uneingeschränkt auf den Rest dieses Machwerks aus der M. Night Shyamalan Schatulle des Gehirnbreis konzentrieren. Denn der Spaß fängt ja gerade erst an. Da man das Schiff nämlich nicht so ohne Weiteres reparieren kann und auch keinen Notfunkspruch gesendet kriegt, muss Kitai aufbrechen und das verlorene Leuchtsignal finden, da sie sonst verrecken.

Eigentlich verspricht das ja jede Menge Abenteuer und Spannung und Spaß und Entdeckungen auf der unbekannten Erde der Zukunft. Aber wenn es das gäbe, wären wir jetzt nicht hier, nicht wahr? Stattdessen gibt es nämlich erstmal die wohl dämlichste Ansprache seit langem, als Cypher erklärt, dass hier auf der Erde einfach ALLES die Menschen töten will. Weil genau so funktioniert die Natur. Eine von der Natur geschaffene Spezies zerstört die Natur, also entwickelt die Natur ausschließlich Killermechanismen, um diese Spezies auszurotten. Hätten wir alle mal besser in Biologie aufgepasst, dann wüssten wir das und müssten es uns nicht von Will Smith erklären lassen. Der ist für den weiteren Verlauf nebenbei über Funk in Kitais Ohr vertreten. Der klettert erstmal auf einen Berg, um sich einen Überblick zu verschaffen und wenn Cypher recht hat, stürzt sich der Schwarm Vögel über ihm jetzt direkt auf ihn und pickt ihm die Augen aus, damit die Natur ihre Rache kriegt.

Leider nein. Cypher macht weiter den Professor und erklärt, dass nachts die ganze Erde einfriert. Außer ein paar Hot Spots, an denen Kitai dann die Nacht verbringen muss. Zwischendurch nervt man dann noch mit nem Flashback rum, den ich aber einfach ignoriere, da das auch so schon alles langweilig genug ist.

Hach, die Zukunft. Die Technologie da ist schon geil. So wird Kitais Anzug schwarz, wenn eine Affenbärhyäne in der Nähe ist. Und weil er ein absoluter Trottel ist, wirft er dem Vieh einen Stein in die Fresse und dann wird er umzingelt und verpisst sich wie das feige Arschloch, dass er nun mal ist. Nur sein Tod kann diesen Film retten. Eine Blutegelmotte könnte meinen Wunsch erfüllen, aber trotz großem Geflenne schafft es Kitai noch schnell, sich zu heilen.

Cypher erklärt, dass Angst nicht real ist. Angst ist eine Wahl. Er ist schon echt ein harter Hund. Und labert eine unfassbare Scheiße. Nur sein Tod kann diesen Film retten.

Kitai kommt zu einem Wasserfall und es geht nicht weiter. Blahblahblah Streit zwischen Vater und Sohn, darstellerisch das absolute Grauen, Cypher will, dass Kitai zurück zum Schiff kommt, aber der springt einfach von der Klippe runter und schwebt dann mit seinem Allzweckanzug durch die Gegend. Und wird dann von einem Megahühnerhabicht angegriffen. Foghorn Leghorn wäre stolz. Kitai wacht also im Habichthort auf und das wird ausgerechnet in diesem Moment von einer Herde Säbelzahntiger angegriffen, die alle aussehen wie Diego aus „Ice Age“. Kitai ist natürlich der Kämpferkönig und macht die Tiger platt. Anschließend macht er die Brenne und lässt den Habicht machen, was ein Habicht eben so macht.

Der Funkkontakt ist ausgefallen und Kitai muss ohne weitere biologische Aufklärung und Monologe über die Einbildung von Ängstlichkeit durch die Pampa latschen. Cypher zeichnet derweil eine Nachricht für seine Frau auf: „Nachricht Anfang – Ich habe den Kontakt zu unserem Sohn verloren – Nachricht Ende.“ Bloß nicht mit langen Erklärungen aufhalten, sonst macht sie sich am Ende noch Sorgen.

Kitai tapert durch Höhlen, latscht durch die Walachei, paddelt über Flüsse und pennt auf Flößen. Und dann erscheint ihm seine Schwester in einem Traum, oder einer Vision, oder einer unwahrscheinlichen aber möglichen Teleportationsfehlfunktion, die den Geist seiner Schwester zu ihm teleportiert hat, während ihr Körper irgendwo im Sternengürtel Orion gestrandet ist, oder Wasauchimmer. Blahblah und dann wacht er auf und latscht weiter durch den Busch. Es ist alles so unglaublich aufregend, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit den Beschreibungen der spannenden Szenen anfangen soll. Ich versuchs mal so: Es passiert absolut gar nix von Interesse. Und dann passiert weiterhin absolut gar nix von Interesse. Und dann, nach einiger Zeit, in der nix von Interesse passiert ist, passiert weiterhin nix von Interesse. Und dann ist der Megahühnerhabicht tot. Und ich wusste nicht mal, dass der überhaupt noch da ist. Oder ist das ein anderer Megahühnerhabicht? Hat sich vielleicht die ganze Rasse der Megahühnerhabichte auf die Seite von Kitai und gegen die Natur gestellt. Kein Wunder, dass der Megahühnerhabicht tot ist. Wer sich mit den Menschen verbündet, wird unweigerlich ausgerottet, denn so will es die Natur. Denn der Mensch ist der Feind.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt Kitai dann mal beim Rest des Schiffs an, wo ja dieses Leuchtsignal sein soll, oder was auch immer genau er sucht. Erstmal findet er aber einen coolen Kampfstab Marke Darth Maul (nur ohne Lichtschwerteffekt) und geht damit in Kampfpose, um absolut nichts zu bekämpfen, da einfach nichts da ist, was man bekämpfen könnte. Hauptsache mal kurz cool mit nem Kampfstab auf der Wiese gestanden.

Kitai funkt Cypher an. Dem geht es gar nicht gut. Aber er kann keinen Funkspruch zurückschicken, weil das Signal halt im Arsch ist, oder so. Also muss Kitai mit dem Rettungssignal auf den Berg klettern. Aber er wird auch noch von einem komischen Vieh verfolgt. Ein Riesenspinnenchamäleon jagt ihn in eine Höhle, wo er den Kampf aufnehmen muss und beweist, dass er mit einem Kampfstab nur cool posen aber nicht gut kämpfen kann. Irgendwie wuselt er sich aber natürlich trotzdem auf den Berg und sendet das Signal und wird dann von dem Spinnenchamäleon durch die Gegend geschmissen, weil er einfach nur ein Vollidiot ist, der offenbar nicht in der Lage ist, ein Problem nach dem anderen anzugehen und lieber alles gleichzeitig macht.

Aber wir kennen das: Am Ende wächst er über sich hinaus und kann den Tag retten, indem er das Vieh mit dem Kampfstab wegkloppt und mit seinen Säbeln absticht, die er scheinbar die ganze Zeit dabei hatte, aber nie auf die Idee kam, mal einzusetzen. Dann wird endlich das Leuchtsignal gesendet, das bis hoch zur Milchstraße reicht und natürlich werden Vater und Sohn gerettet. Es ist alles so traurig. Hätten die nicht einfach sterben können? So richtig qualvoll? Aber nein, Arschlöcher leben eben immer am längsten. In Scheißfilmen erst recht. Ich gehe meinen Kampfstab polieren …

Zwillingsbarbarerei im Zwist um juwelische Schmuckstücke

Machen wir uns nichts vor: Wenn ein verrückter Wissenschaftler zu uns käme, der eine Zeitmaschine entwickelt hat, und durch die Zeit zurückreisen will, um alle Filmproduktionen zu zerstören, aber wir können ein Land in einem Jahrzehnt beschützen, es ist ziemlich klar, welches das wäre, nicht wahr? Genau: Italienische (Co-)Produktionen der 80er. Mann, was haben die einen grandiosen Scheiß produziert. Ohne Rücksicht auf Verluste. Egal ob Horror, Post-Apokalypsen, Giallos, hirnlose Kannibalenstreifen, Bud Spencer und Terence Hill, alles was ein gutes Filmjahrzehnt braucht, kommt aus Italien in den 80ern. Und natürlich auch Fantasy vom Feinsten. Und darum geht es heute. Spaß und Spannung sind garantiert, denn hier kommen:

THE BARBARIANS – DIE BARBAREN – ITALIEN – USA – 1987 – 87 Min.

Es dürfte wirklich schwierig sein, ein Jahrzehnt zu finden, in dem so unpassende Musik für Filme ausgewählt wurde, wie in den 80ern. Wer kam bitte auf die Idee, dieses komische Pop-Trance-Gedudel für einen Barbarenfilm zu verwenden? Ach ja, es ist ein Cannon Film und die hatten eben nur drei Songs für alle ihre Filme zur Verfügung. Nevermind.

Zur Vorgeschichte: Es gibt da einen magischen Stein, einen Rubin um genau zu sein, der von Rednecks (so heißen hier offenbar umherziehende Unterhalter aka der Zirkus) besessen wurde, die dann zwei Jungs und ein Mädel bei sich aufnahmen. Und der Stein wurde von Generation zu Generation weitergegeben, bis eine Königin in den Besitz des Steins kam und da sind wir jetzt und sie sind immer noch vom Zirkus. Nur die Wiesen sind grüner. Und die Barbaren sind hässlicher als jemals zuvor. Zumindest gehe ich da stark von aus, denn es ist unmöglich, dass jemals etwas hässlicheres existiert hat, als diese Barbaren.

Diese hässlichen Barbaren verfolgen zu epischer Musik, die tatsächlich zur Szene und zum Setting passt, den Wanderzirkus und eine Verfolgungsjagd ungeahnten Ausmaßes entbrennt auf weiter freier Steppe. Ich gehe jetzt mal nicht auf die grandiosen Kampfszenen mit Messern und Äxten während dieser Verfolgungsjagd ein, da keine Worte in meinem Duden dieser Dramatik und actiongeladene Epicness gerecht werden können. Die Barbaren sind nebenbei nicht nur hässlich, sondern auch völlig unfähig. Und so verrecken erstmal ungefähr 3000 von ihnen. Aber wen wunderts auch, wenn der Zirkus doch grandiose Kämpfer wie den Feuerspucker hat, der einfach sinnlos Feuer in der Gegend rumspuckt ohne auch nur eine Fliege zu treffen. Er ist quasi der Vorreiter zu dem sinnlosen Gitarrenfatzken in „Mad Max: Fury Road“. Das Zirkusvolk entkommt also mit ihren Planwagen in den Canyon, aber am großen Penisfelsen lauert ein barbarischer Hinterhalt und auch wenn die Königin noch versucht zu verhandeln, indem sie darauf hinweist, dass sie doch nur Jonglierer und Geschichtenerzähler sind, ist der Tot aller Schausteller an dieser Stelle gewiss. Alle, außer einem, den die Königin schlauerweise zuvor weggeschickt hatte. Vermutlich mit dem magischen Stein, weil ansonsten hätte das ja keinen Sinn. Der sollte sicher keine Brötchen holen gehen.

Die Königin konnte immerhin erreichen, dass die Zirkuswanderer am Leben bleiben und einfach als Sklaven gehalten werden. Ein voller Erfolg in Sachen Verhandlungsgeschick, würde ich sagen. Und dafür musste sie dem Anführer nur versprechen, alles zu tun, was er will. Nun, der Anführer ist auch nur ein Mann und konnte das Angebot natürlich unmöglich ablehnen. Er arbeitet zusammen mit Dreadlockia aus der dunklen Höhle und ihrer Armee von Einhörnern. Und wenn ich Einhörner sage, meine ich selbstverständlich glatzköpfige Typen, die ein Stirnband mit einem Horn vorne dran tragen. Dreadlockia hat jedenfalls magische Kräfte und weiter interessiert uns das hier erstmal nicht.

Die Zeit vergeht und die Zirkusfritzen werden zu Barbaren erzogen,weil man das eben so macht, während die Königin in einem Käfig gehalten wird. Die beiden jungen Zirkusbarbaren werden gespielt von David Paul und Peter Paul. Mary hatte leider keine Zeit. Sie müssen dann gegeneinander kämpfen und verbünden sich dabei, um die Flucht zu ergreifen. Im Wald treffen sie auf einen Indianderstamm oder sowas. Völkerbeschreibung ist nicht die Stärke des Drehbuchs. Und dann versucht der Film auch noch witzig zu sein, was ich an dieser Stelle mal lasse. Jedenfalls sind sie scheinbar die Typen, auf die der Indianerstamm schon lange gewartet hat. Keine Ahnung warum, sie sind eben die Auserwählten, oder sowas.

In der Nacktbar um die Ecke will man sich Waffen beim hiesigen Händler aus Russland besorgen. Und das macht man am besten mit Armdrücken und anschließender Kneipenwemserei. Nach langem hin und her durch Kneipen, Lager und Höhlen gelangen die beiden Barbarenbrüder direkt zum geheimen Frauenlager des Oberschurken Kadar, wo Königin Canary immer noch im Käfig sitzt. Irgendwo ist da doch ein Gag versteckt, den ich nicht verstehe, oder?

Jedenfalls schickt Canary die beiden zum Grab des alten Königs, da sie da die Waffen finden werden, die sie für ihre Rettung benötigen. Hinter einem Wasserfall finden sie eine geheime Höhle, hinter der wohl die geheimen Waffen im geheimen Grab des Königs liegen. Ihre weibliche Begleitung rafft es auch nicht, warum also sollte ich es …

Die Königin wird unterdessen von Michael „Unicorn“ Berryman gepeitscht, bis sie verrät, wo der Rubin ist. Haben die das jetzt jahrelang so gemacht und ausgerechnet heute verrät sie dann mal so nebenbei, wo das Teil ist, das der böse Kadar unbedingt haben will? Kommt mir doch arg seltsam vor. Offensichtlich hatte der Autor einfach keine Ideen mehr und wollte langsam mal zum Ende kommen. Was eine ganz gute Idee ist, wenn man mich fragt, denn langsam wirds doch langweilig.

In der Höhle greift eine Hand das Mädchen an, aber die beiden Barbaren können sie natürlich retten. An anderer Stelle holt sich Dreadlockia den Rubin und Einhornman kreischt laut, als ein Monster angreift, dass der Special Effects Abteilung sicher alles Können abverlangt hat. Und das Können war ohnehin schon begrenzt, muss man sagen. Vermutlich hat man das Monster deshalb auch einfach wieder gestrichen und lässt jetzt die Barbaren in Goldrüstung antanzen, um gegen die verbliebenen Streitkräfte von Dreadlockia zu kämpfen. Ach nee, da ist das Monster doch wieder. Sieht aus wie Gumby in Schlangenform, nachdem man ihm die Haut abgezogen und ihn gegrillt hat. Also gute Arbeit hier von allen Beteiligten. Natürlich machen die Barbaren das Vieh platt und finden Dreadlockia tot in der Höhle. Und haben so den Rubin. Das war jetzt halt schon etwas einfach, oder?

Ich muss hier mal kurz auf die Dialoge eingehen, die die beiden Brüder miteinander führen. Sie sind einfach nur grausam. In diesem Moment streiten sie sich um den Rubin und machen sich gegenseitig den Vorwurf, ihn in der Höhle vergessen zu haben, während sie das Monster killten. Ihre Begleitung steht die ganze Zeit mit dem Rubin in der Hand daneben, was die Sache nur noch lächerlicher macht. Humor ist nun wirklich nicht die Stärke des Drehbuchs. Falls ich die Stärke finde, lasse ich es euch übrigens wissen.

Königin Canary zaubert etwas rum im Wald um Kadar zu verarschen, aber irgendwie bringts das nicht so richtig und er sticht sie ab. Warum hocken die überhaupt in dem Wald rum? Erklärungen sind nicht die Stärke des Drehbuchs, aber lassen wir das. Apropos Erklärungen, mit dem Rubin findet der Indianerhäuptling heraus, dass man eine neue Königin bestimmen kann und zwar scheinbar, indem man ihr den Rubin in den Bauchnabel steckt. Wenn er hängen bleibt, ist man die Königin. Überraschung: Es ist das Mädchen, dass die ganze Zeit mit den Barbaren unterwegs war. Und die absolut keinen Bock hat, Königin zu sein. Obwohl dann doch und sie zeigt noch schnell ihr Tattoo im Nacken, wodurch sich herausstellt, dass sie Kara ist, was bei allen Anwesenden zu Jubelstürmen und bei mir zu einem desinteressierten Schulterzucken führt, da ich keine Ahnung habe, wer zum Geier Kara ist.

Im Canyon kommt es zum großen Showdown zwischen Kadar und den beiden Barbaren. Irgendwie unfair wenn man mich fragt. Zwei gegen Einen. Immerhin sitzt Kadar auf einem Pferd und hat sein Megablendungsschild dabei, dass die Special Effects Abteilung scheinbar endgültig in den Wahnsinn getrieben hat. Hilft ihm aber natürlich alles nicht und die Barbaren spießen ihn mit ihren Goldschwertern auf.

Zusammen mit der neuen Königin Kara reisen die beiden Barbaren anschließend wanderzirkusmäßig durch die Gegend und streiten sich wie kleine Kinder bis der Abspann kommt. Und die Frage bleibt, wer denn jetzt eigentlich wirklich die Barbaren in diesem Film waren. Definitionen sind nicht die Stärken des Drehbuchs. Ich gehe Barbarpapa gucken …

Wunschschrott – Ziemlich beste Freunde

Okay, das hier wird interessant. Ende letzten Jahres hatte ich euch gefragt, welche Filme ihr gerne auf dem Filmschrottplatz verewigt sehen wollt. Ohne irgendwelche Beschränkungen. Und somit gibt es heute einen Film, den ich persönlich eigentlich ganz gut finde. Okay, eigentlich trifft das auf ungefähr 90% der hier vertretenen Filme zu. Aber dieser Fall ist dann doch etwas speziell, denn er gilt auch allgemein als guter Streifen. Und wenn die Allgemeinheit und ich uns mal einig sind, dann muss da ja mal wirklich was dran sein. Oder wir irren uns einfach alle. Jedenfalls stelle ich mich hier erstmals der Herausforderung, einen Film auf den Schrottplatz aufzunehmen, an dem ich eigentlich nicht mal auf ironische Weise etwas Schlechtes sehe. Ich habe halt einfach was übrig für diese Streifen, die das Leben feiern. Vermutlich, weil das Leben als Filmschrottplatzbetreiber selbst so kacke ist. Also schauen wir mal, was das hier gibt.

INTOUCHABLES – ZIEMLICH BESTE FREUNDE – Frankreich – 2011 – 112 Min.

Gewünscht von: Aktion Morgenluft

Okay, okay, okay, ich kann dem Film doch direkt etwas vorwerfen. Er beginnt nicht am Anfang. Ich hasse ja mittlerweile dieses komplett ausgelutschte „Mitten im Film anfangen und dann an den Anfang springen, um zu zeigen, wie wir dorthin gekommen sind“. Bleh. In diesem Fall flüchtet Omar Sy zusammen mit Philippe vor den Bullen. Als er dann angehalten wird, täuscht Philippe einen orgasmischen Anfall vor, damit sie weiter fahren können und werden dann zum Krankenhaus eskortiert.

Musste man wirklich „Earth, Wind & Fire“ über die Credits packen? Der Film spielt ja nicht in den 70ern. Und in die Disco gehen die auch nie. Warum also nicht was modernes an Musik einbauen? „Atemlos durch die Nacht“ oder so.

Zack und da sind wir am Anfang des Films. Omar und irgendwelche anderen Lackaffen bewerben sich um den Job, dem komplett gelähmten Philippe den Arsch abwischen zu dürfen. Okay, um genau zu sein, bewerben sich alle, außer Omar, der eigentlich gar keinen Bock auf den ganzen Quark hat und nur eine Unterschrift fürs Arbeitsamt haben will. Aus irgendeinem Grund entsteht daraus eine Diskussion über „Kool & The Gang“, „Earth, Wind & Fire“ und Zuul aus dem ersten „Ghostbusters“ Film. Ich frage mich, wer von den beiden Honks hier der Schlüsselmeister und wer der Torwächter ist …

Ich mag Pianomusik in Filmen. Wollte ich nur mal so erwähnt haben, weil Omar gerade eh nur durch die Gegend latscht.

Zuhause herrscht das reinste Chaos. Omar, dessen Namen man im Film nebenbei noch nicht erfahren hat, aber er heißt Driss, also übernehme ich das jetzt mal, lebt zusammen mit seinen tausend Geschwistern. Scheinbar war er ein halbes Jahr weg und jetzt ist Mama echt angepisst. Sie hat keine Hoffnung mehr für Driss und schmeißt ihn raus. So viel dazu. Ich glaube, im Großen und Ganzen war es das mit der Familie hier in diesem Film. Schön, dass wir mal drüber gesprochen haben.

Weil er zuhause rausgeflogen ist, nimmt Driss dann doch den Job bei Philippe an, da der quasi mit eigener Wohnung kommt. Anfangs stellt er sich natürlich etwas dämlich an und beim „Arschausleeren“ zieht er dann doch mal die Grenze. Ich kann es nachvollziehen. In einer der üblichen Collagen wird dann beleuchtet, wie die beiden sich langsam anfreunden.

Nachdem Driss den Nachbarn, der immer die Einfahrt zuparkt, mal kurz durch die Mangel gedreht hat und seine Expertise zu einem Kunstwerk abgegeben hat, stellt Philippe fest, dass Driss genau der richtige Mann für den Job ist. Fragt mich nicht warum. Scheinbar hat Philippe einen Haufen aufgestauter Aggression, die er versucht, durch Schläger-Driss zu kompensieren.

Während Driss sich an die Sekretärin ranschmeißt, wird Philippe über die kriminelle Vergangenheit seines neuen Pflegers aufgeklärt. Ich zitiere: „Es ist mir scheißegal.“ Guter Mann. Er erklärt noch kurz, dass er Driss mag, weil der ihn nicht bemitleidet. Da haben wir dann auch schon mal die Aussage des Films: Behandele alle wie Menschen, egal wie behindert sie sind. Das gilt auch für die Nachbarin, die jeden Morgen besoffen in den Hausflur kotzt und den Typen von gegenüber, der Rattenscheiße in Plastiktüten sammelt. Eine gute Message, finde ich. Auch wenn ich den Teil mit der Alkoholikerin und dem Rattenscheißemann erfunden habe.

Philippe vertreibt seine Zeit mit Brieffreundschaften mit irgendwelchen Frauen. Bei einem nächtlichen Ausflug erklärt Philippe, wie er Sex mit seinen Ohren hat und kifft sich einen mit Driss rein. Anschließend erzählt er seine Lebensgeschichte mit Frau und Fehlgeburten und toter Frau und Paraglidingunfall, der ihn in den Rollstuhl gebracht hat.

Neuigkeiten: Es kam noch nie eine Miss Frankreich aus Dünkirchen. Driss hat wirklich die absolut wichtigen Infos am Start.

Driss in der Oper ist ungefähr das, was ich auch in der Oper wäre. Die Scheiße kann man einfach nicht ernst nehmen. Außer natürlich in „The 5th Element“, aber da opert auch eine blaue Alientussi rum, die aus der Nähe von Pandora kommt. Und der Krampf geht 4 Stunden. Wie zur Hölle hält irgendjemand das durch?

Driss kriegt sich mit Philippes Tochter in die Köppe. Philippe will mit seiner Tochter reden und nutzt Driss‘ Worte, um ihr die Leviten zu lesen. Apropos Lesen: Driss malt jetzt. Kunst. Und es gibt die nächste aneinandergereihte Collage mit Rollstuhlpimping und Ohrenmassagen,

Den üblichen Beziehungsquark mit Herzensbruch der Tochter und so weiter lasse ich mal außen vor und genieße lieber das große Klassische Musik Medley. Ganz ehrlich, teilweise ist klassische Musik ja einfach nur die pure Epikness. Aber teils auch einfach nur einschläfernd ohne Ende. Aber alles davon ist besser, als die grauenhafte Disco-Dudel-Kacke, die Driss dann anmacht.

Ein bisschen Blah und Bleh und Blub und dann wird Philippe von seiner Brieffreundin versetzt und Driss guckt traurig seiner Mutter beim Fensterputzen zu und dann gehen sie zusammen Paragliden.

Nachdem Driss dann Besuch von seinem Bruder kriegt, der in Schwierigkeiten steckt, ist Philippe der Meinung, dass es reicht und er sich besser um seine Familie kümmern sollte. Okay, die Spannung steigt: Wie kommt es jetzt noch zu der unglaublichen Verfolgungsjagd mit den Cops? Ich kann es kaum erwarten …

Es sollte klar sein, was als nächstes kommt. Philippe findet seine neuen Pfleger alle kacke und Driss wurschtelt halt rum. Irgendjemand ruft dann aus irgendeinem Grund irgendwie bei Driss an, der dann auch irgendwann kommt und irgendwas passiert dann, damit wir bei der Verfolgungsjagd ankommen. Und der absolute Knaller ist: Keine Sau weiß, was! Also nur, um das mal kurz auseinanderzudröseln: Der Film beginnt mit einer Szene aus der Mitte des Films, springt dann zurück, um uns zu zeigen, wie es zu dieser Szene kam und zeigt uns dann einen absoluten Scheiß. Wow. Das nenne ich mal konsequent durchdachtes Writing.

Nun ja, dann sitzt man halt am Meer rum und hat noch etwas Spaß mit Philippes Bart, bevor Driss Philippe in ein Date mit seiner Brieffreundin zwingt. Philippe hat später geheiratet und zwei Kinder gekriegt. Und Driss ging in seinem schwarzen Kapuzensweater den Strand entlang, als wäre er der Tod persönlich auf Urlaub. Ich weiß nicht, ob er das für den Rest seines Lebens gemacht hat, aber mehr erfährt man halt nicht.

Puh, Herausforderung bewältigt, würde ich sagen. Ich kann nicht anders, ich mag den Film immer noch. Aber da mir euer Wunsch Befehl ist, ist er jetzt halt hier auf dem Filmschrottplatz verewigt. Ich gehe aus Spaß vor den Bullen flüchten …

Horrorctober 2017 Bonus – The Mummy

Dieses Jahr gibt es noch einen kleinen Bonus im Horroctober. Denn die liebe Sandra hat mir den einen recht aktuellen Film zur Verfügung gestellt. Und da konnte ich einfach nicht lange warten, um den hier auf den Filmschrottplatz aufzunehmen. Erwartet den puren Horror in Filmform.

THE MUMMY – Die Mumie – USA – 2017 – 110 Min.

Wie wohl bekannt sein dürfte, bildet dieser Film den Anfang des „Dark Universe“ von Universal, das plant, die klassischen Filmmonster in modernem Gewand wiederzubeleben. Und wie mittlerweile ebenfalls bekannt sein dürfte, war der Start so beschissen, dass man den nächsten Film direkt mal auf Eis gelegt hat, um das ganze Unterfangen noch mal zu überdenken. Schauen wir mal, ob das eine notwendige Entscheidung war, oder ob der Film gar nicht so kacke ist … ach, kommt, wem mache ich was vor? Wir wissen alle, dass er nur ganz große Scheiße sein kann. Also hinein ins Vergnügen.

Selbstverständlich beginnt ein Film über eine Mumie mit den Tempelrittern. Wie auch sonst? Vielleicht hätte ich ihn doch am Freitag dem 13. gucken sollen. Da haben die ja ihren ganz besonders schlechten Tag. Jedenfalls halten die Fackeln in der Hand und machen sonst nicht viel. Denn dann springen wir in der Zeit nach vorne und Russel Crowe, auch bekannt als Dr. Henry Jekyll, erzählt dann erstmal die Geschichte von Ahmanet, die von Sofia Boutella gespielt wird und vermutlich das einzig ansehnliche an dieser Grütze sein wird. Die hat halt irgendwelche Kacke gebaut und wurde deshalb verflucht und plötzlich hatte sie überall Tätowierungen in der Visage, was ihr so gar nicht gefiel und deshalb hat sie alle Ägypter geschnetzelt, die ihr so über den Weg liefen. Dafür wurde sie lebendig mumifiziert und liegt jetzt weit von Ägypten entfernt in einem Sarkophag rum und wartet darauf, dass sie erweckt wird. Denn der Tod ist eine Tür und die Vergangenheit kann nicht für immer vergraben bleiben, wie Jekyll erklärt. Nun, man könnte sie einfach nicht ausgraben, aber das scheint keine Option zu sein.

Nick Morton, dargestellt von Tom Cruise, und Chris Vail, gespielt von Jake Johnson, sind in der Wüste und gucken irgendwelchem Geballer zu. Also will Nick da runter und einen Schatz suchen. Chris ist nicht überzeugt, aber kommt halt mit. Schnitt und Geballer in der Stadt. Chris fordert Luftunterstützung an und dieses Gespann geht mir jetzt schon tierisch auf den Zeiger. Die beiden kriegen nen Anschiss, weil sie in Kriegsgebieten nach Antiquitäten suchen und dann kriegt Nick noch eine von der Blondine Jenny geballert, weil er ihre Karte geklaut hat, nachdem er sich mit ihr im Hotel vergnügte.

In einem Krater, der sich mitten in der Stadt aufgetan hat, finden sie ägyptische Hieroglyphen und so, was ungewöhnlich ist, hier im Irak, oder wo auch immer die rumturnen. Dass man versehentlich die Mumie befreit, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Und wo man schon dabei ist, nicht wirklich kreativ zu sein, kann man auch noch schnell ein paar Tom Cruise Halluzinationen einbauen.

Mit dem Flugzeug gehts nach Hause. Denke ich. Vielleicht fliegt man auch ganz woanders hin. Erklärt wird hier ja kaum was. Jedenfalls schafft man es gerade so abzuheben, bevor der Megasandsturm kommt. Der Flug wird aber recht unruhig, denn die Mumie übernimmt den Körper von Chris um einen Soldaten abzustechen und dann geht ein Vogelschwarrm gigantomanischen Ausmaßes auf Kollisionskurs mit dem Flieger. Nick und Jenny müssen mit dem Fallschirm abspringen. DEr Flugzeugabsturz ist natürlich mal wieder die Krönung der CGI-Grütze.

Nick wacht in der Leichenhalle auf und ist gar nicht tot. Irgendwo versteckt sich da ein liegengelassener Monty Python Gag.

Die Mumie erledigt ein paar Wachmänner und baut sich wohl eine Zombiearmee zusammen. Na, das wird ja sicher wieder richtig interessant.

Nick und Jenny turteln ein bisschen beim Essen rum und Nick hat Erscheinungen von Chris, der eigentlich tot sein sollte. Aber hier kann man sich ja nicht so sicher sein. Jenny erzählt von den Tempelrittern, die irgendwelche Steine und einen kaputten Dolch vergraben haben. Dafür brauchten sie vermutlich die Fackeln am Anfang des Films. Auf der Damentoilette hat Nick einen kurzen Plausch mit Zombie-Chris, der ihm erklärt, dass sie beide verflucht sind. Jenny telefoniert kurz mal mit Jekyll, damit auch der Letzte rafft, dass sie natürlich ein falsches Spiel spielt.

Nach einer Rattenattacke glaubt Nick auch an den Fluch und geht mit Jenny in eine alte Kirche, wo er von der Mumie betatscht wird, was ihm sichtlich ganz gut gefällt. Jenny kommt zufällig rein, kurz bevor Nick geopfert werden soll und die beiden müssen um ihr Leben rennen und kämpfen und hüpfen und überhaupt und sowieso. Nick hat den Dolch von Seth, aber der Stein fehlt, was auch immer das für einen Unterschied macht.

Nach reiflicher Überlegung einigt man sich darauf, dass die Mumie in Nicks Kopf ist und ihn so zu sich lockt. Nach etwas Straßen- und Waldaction werden sie von Jekylls Team gerettet. Der erklärt, dass Jenny für ihn arbeitet, was für Nick natürlich ein echter Schock ist. Und dann wird die Mumie mit Quecksilber vollgepumpt, damit man sie untersuchen kann, oder so. Cruise labert dann mit der Mumie und erfährt, was damals so abging. Also Mord an Vater, weil der seine Frau tötete und so weiter. Wir kennen das. Ein ganz normaler Tag in Ägypten eben.

Rumgeturtel zwischen Nick und Jenny, dann geht sich Nick mit Jekyll besaufen, der nebenbei erklärt, was sie eigentlich da treiben. Also Monster suchen und fangen. Ziemlich simpel, wenn man mich fragt. Jedenfalls ist der Plan, Nick von dem Fluch zu befreien, indem man ihn mit dem Dolch absticht. Ich kapiere es auch nicht ganz, aber klingt plausibel genug für mich.

Die Mumie schickt ihre Spinnen los, um Leute in Zombies zu verwandeln und sie zu befreien. Ach, und Jekyll verwandelt sich nebenbei mal einfach so in Hyde, weil er vergessen hat, seine Pillen zu nehmen, oder sowas. Mit anderen Worten: Lahme Action überall.

Die verlegt sich dann in die Stadt, die von der Mumie abgerissen wird. Nick folgt Zombie-Chris, weil der weiß, wo der Stein ist. Jenny folgt wiederum Nick und natürlich werden sie alle von Zombies verfolgt. Die Mumie findet unterdessen den Stein und setzt ihn in den Dolch ein. Nick und Jenny kommen vorbei und Jenny stirbt. Nick kämpft mit der Mumie und klaut ihr den Dolch. Dann zerstört er den Stein und mutiert zum Gott und killt die Mumie, weil er halt der Oberkillergott ist, oder sowas.

Jenny lebt natürlich wieder und Nick quatscht sie voll und verschwindet dann, weil er sich für sie geopfert hat. Jekyll und Jenny sprechen darüber, dass Nick ihr größter Verbündeter im Kampf gegen die Monster sein könnte, weil „Dark Universe“ und so. Nick hat Chris wiederbelebt und reitet jetzt mit ihm durch die Wüste, auf der Suche nach neuen Abenteuern und ich bin einfach nur froh, dass dieses Abenteuer vorbei ist.

Nicht einfach nur scheiße, sondern vor allem langweilig. Wenn ein Unviersum so beginnt, kann es eigentlich nur aufwärts gehen. Ich gehe schöne Frauen mumifizieren …

Thir13en Ghosts – Horrorctober 2017

Was würde besser als Nummer 13 im Horrorctober passen, als:

THIR13EN GHOSTS – 13 Geister – USA – Kanada – 2001 – 91 Min.

Der Film beginnt auf einem Schrottplatz und hat natürlich damit schon gewonnen. Eigentlich könnte ich an dieser Stelle schon abbrechen. Mache ich aber natürlich nicht, denn jetzt will ich doch wissen, was die ganzen LKW da auf dem Schrottplatz wollen. Dennis Rafkin, ab Sekunde eins nervig dargestellt von Matthew Lillard, hat eine Gabe: Er kann Geister aufspüren. Deshalb hat Cyrus Kritikos, von der ersten Sekunde an recht gelangweilt dargestellt von F. Murray Abraham, ihn angeheuert, um die 13 Geister aufzuspüren und zu fangen. Und einer davon ist eben auf dem Schrottplatz.

Ebenfalls auf dem Schrottplatz sind die Geisterverteidiger, die voll gegen Cyrus und seine Pläne sind. Als der einen Truck voller Blut rankarrt ist auch Dennis skeptisch. Der Geist wird dann in einem Kasten mit Runen gefangen, dabei gehen aber einige Handlanger drauf. Und auch Cyrus, der von einer Stoßstange geköpft wurde.

Familie Kritikos, bestehend aus Tony Shalhoubs Arthur und Tochter Kathy aka Shannon Elizabeth und einem Blag dessen Namen ich gerade nicht parat habe und natürlich der schwarzen Putzfrau haben das Schloss von Cyrus geerbt, wie Anwalt Ben Moss gerade erklärt.

Also geht es zum Schloss, während die überlebende Geisterverteidigerin Kalina ebenfalls dorthin aufbricht. Und Dennis ist auch da, getarnt als Elektriker. Das ganze Schloss ist ein gigantischer Glasbaukasten, mit Runen beschrieben, damit die Geister nicht raus können. Natürlich sind alle beeindruckt und hoffen, dass ihnen niemand beim Kacken durch die Glastüren zuguckt.

Dennis geht in den Keller und hat spastische Effekte, was wohl bedeutet, dass Geister in der Nähe sind. Das folgende Schnittgewitter sorgt beim Zuschauer auch fast für Anfälle. Dann erklärt er Monk, was da abgeht mit den Geistern und so, aber der glaubt ihm natürlich kein Wort. Sohn Bobby und die Putzfrau finden spezielle Brillen, mit denen man die Geister sehen kann. Der Anwalt hat auch so eine und geht in den Keller und zum großen Maschinengelötraum, um seine Knete einzusammeln. Und dann gehen die Türen von den Geistern auf und der Anwalt muss natürlich als erstes dran glauben, indem er von einer Glastür in zwei Hälften geteilt wird, was nebenbei ziemlich cool aussieht.

Bobby wird von den Geistern im Keller verfolgt und sieht seine tote Mutter. Die anderen suchen ihn. Matthew Lillard ist mit seiner Rolle komplett überfordert, was aber auch nicht weiter verwundert, denn er ist nun mal Matthew Lillard, der sonst lieber Sextipps gibt. Kalina taucht dann auch auf und es geht erstmal minutenlang wild durch den Keller voller Geister und Idioten.

Kalina will die Geister frei lassen mit Hilfe der Maschine. Arthur interessiert das nicht, denn er will nur seine Familie raus bringen. Aber dazu muss er erst Kalina helfen. Man kennt das ja. Ein paar schlechte CGI-Effekte dürfen bei einem Film aus dieser Zeit nicht fehlen, aber darüber kann man mal hinwegsehen, denke ich.

Nachdem sich alle in die Bibliothek gerettet haben, erklärt Kalina, dass der vierte Geist Arthurs Frau ist. Der ist angepisst und haut Dennis eine rein, weil der Cyrus geholfen hat.Kalina entschwurbelt dann, was es mit den ganzen Geistern auf sich hat und dass man mit deren Hilfe ein Tor zur Hölle öffnen kann. Dazu hat Cyrus das Schloss gebaut, das kein Schloss ist, sondern eine Maschine, um das Tor zu öffnen. Der 13. Geist ist eine Art Absicherung, damit der Plan aufgeht, oder so. Und der 13. Geist soll Arthur sein, da der 13. Geist nur durch einen Akt der Liebe entstehen kann, indem er sich für jemanden opfert. Also seine Kinder. Irgendwie schon fast zu durchdacht für so einen Streifen, wenn man mich fragt.

Man plant, den ganzen Schuppen wegzubomben, denn Kalina hat etwas Dynamit dabei. Es geht also zurück in den Keller, wo Kalina dann die Putzfrau umkloppt und mit Cyrus rummacht, der um die Ecke kommt und scheinbar noch lebt, weil das in so einem Film nun mal immer so ist. Geisteraction mit Arthur und Dennis und Dennis macht nen Abgang.

Die Kids von Arthur stehen dann in der Mitte der Maschine, damit Arthur sich für sie opfern muss und so. Stattdessen haut er aber lieber Cyrus vor die Fresse. Der hat aber einen coolen Stab und kann damit das Blatt wenden. Die Putzfrau haut Kalina eine rein und fummelt an der Bedienung der Maschine rum. Dadurch wenden sich die Geister gegen Cyrus und schmeißen ihn in die Maschine. Geisterdennis empfiehlt Arthur dann, die ganze Sache zu beenden und der ist der absolute Timingkönig und springt in die Maschine, ohne dass er von ihr zerfetzt wird. Und dann fliegt der ganze Schuppen in die Luft.

Die Geister latschen in den Wald und irgendwie bin ich mir echt nicht sicher, ob das so jetzt alles die richtige Entscheidung war, wenn die jetzt frei rumlaufen.

Spaßiger Quatsch, muss ich sagen. Effekte können sich auch teils noch sehen lassen. Nur die Darsteller schwanken zwischen okay und völlig fehlbesetzt.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober gibts in der Übersicht.

Munchies – Horrorctober 2017

„Gremlins“ ist ja einer meiner All-Time Favorites. Und wie das bei wirklich guten Filmen so ist, gibt es immer Kopien. Und wie das mit Kopien so ist, sind diese meist totale Grütze. Beim heutigen Film dürfte das absolut zutreffen:

MUNCHIES – USA – 1987 – 83 Min.

Pauls Begeisterung über eine außerirdisch-archäelogische Hobbyexpedition in Peru mit seinem Vater Simon hält sich in überschaubaren Grenzen. Selbst als sie ein komisches Wesen entdecken, dass eher unirdisch wirkt, kann er sich nicht so recht freuen. Im Gegensatz zu Vater Simon, der hier den Fund seines Lebens vermutet. Natürlich nehmen sie das Vieh mit und Paul hat für seine Freundin Cindy auch noch eine peruanische Baseballmütze im Gepäck. Er scheint ein echter Romantiker zu sein.

Eddie der Mopedpolizist hält die Gruppe auf dem Weg nach Hause an und macht ein paar schlechte Witze. Die besten Polizisten sind die, die sich für unfassbar witzig halten.

10 Minuten lang passiert gar nichts, außer dass das Vieh mit Junkfood gefüttert wird und Paul und Cindy poppen gehen, was zu äußerst interessanten Spielchen im Bett führt. Da kann man sich noch was abgucken … und niemals nachmachen.

Cecil, der böse Zwillingsbruder von Simon, entführt dann das Vieh, weil er es für eine Katze hält. Ich habe absolut keine Ahnung, warum er eine Katze entführen will. Oder überhaupt ein Haustier. Und warum er so böse ist. Eigentlich weiß ich mal wieder gar nichts.

Das Vieh sieht übrigens absolut grauenhaft aus. Also nicht im Sinne von furchterregend, sondern im Sinne von mal eben im Keller aus alten Lumpen zusammengeklebt. Dieser Lumpenfetzen geht dann auf Cecils Stiefsohn los, der ihn deshalb in zwei Teile hacken muss. Ich habe eine Ahnung, wo das hinführt. Kopf der Hydra und so.

Cindy ist halt echt irgendwie komplett verhurt und legt erstmal nen Lapdance für die Munchies hin. Dass die Viecher sprechen können macht die Sache nebenbei alles andere als besser. Die klauen ein Auto und es kommt zur spannenden Verfolgungsjagd mit Cop Eddie. Und irgendeiner Oma, die Granaten wirft. Ich raffe es absolut nicht und der Film geht mir schon jetzt gewaltig auf die Nüsse. Und diese Verfolgungsjagd ebenfalls. Die dauert nämlich gefühlt drei Tage.

Cecil kommt nach Hause und stellt fest, dass der Munchie seine Fische gefressen hat. Das muss er natürlich den Cops melden, also macht er Eddie auf die Gefahr aufmerksam. Ich behaupte mal, dass das zu absolut nichts führen wird. Die Munchies terrorisieren derweil zwei Mädels am See und klauen ihre Bikinis. Aber Paul und Cindy kommen rechtzeitig um wasauchimmer zu verhindern.

Die Munchies fliehen zu Fuß weiter und kommen zur örtlichen Eisdiele. Der Eismann vertreibt sie mit seiner Schrotflinte und die Verfolgung geht weiter, weil wir davon noch nicht genug hatten.

Cecil macht sich Sorgen, denn wenn die Munchies die Höhlen unter der Stadt erreichen, werden alle herausfinden, dass er dort Atommüll gelagert hat. Was zur Hölle macht der Typ eigentlich beruflich? Der Umstand, dass er gerade seinen neuen Minigolfplatz feierlich eröffnet bringt mich der Antwort kein Stück näher. Die anschließenden Szenen auf dem Minigolfplatz auch nicht.

Cindy hurt sich und Paul aus dem Knast und anschließend finden sie heraus, dass man die Munchies nur durch Elektrizität töten kann. Cecil fährt noch schnell durch den Drive-In beim Burgerschuppen, wo nur Kleinwüchsige arbeiten, weil das megalustig ist. Nachdem seine Hose von den Munchies zerfetzt wurde, hat er keine Lust mehr auf nen Burger.

Paul, Cindy und Eddie tapern durch die Höhlen. Cecil, seine Frau und der Dorfsheriff kommen bei Cecils Fabrik an. Natürlich wurde bisher nicht erwähnt, was in ideser Fabrik gemacht wird, außer dass dabei scheinbar Atommüll entsteht. Eddie wird von einer Spinne oder so gebissen und hält sich jetzt für einen Baseballprofi. Es geht also immer noch schlimmer. Cindy wird von den Munchies gejagt und kann sich ausnahmsweise mal nicht mit ihren Hureneigenschaften aus der Affäre ziehen. Paul brutzelt die Viecher dann weg und alles ist gut und absolut unspektakulär.

Paul haut dann Cecil noch eins in die Fresse, weil der den ganzen Atommüll da rumstehen hat, aber auch das kann den Film nicht retten. Es bleibt dabei: Eine ewige Qual voller unlustigem Quatsch.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober findet ihr in der Übersicht.