Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Mexikanisches Geschnetzeltes nach Satansart

„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.“ Nun, außer Donald Trump. Und vielleicht liegt er ja doch nicht so verkehrt mit seiner Idee. Denn Mexiko ist ein gefährliches Pflaster. Einwanderer, Drogenschmuggler und Satanisten ohne Ende tummeln sich da. Das beweist der heutige Film:

BORDERLAND – USA – Mexiko – 2007 – 105 Min.

Regie führte Zev Berman, der sonst nicht viel gerissen hat bisher. Das Drehbuch schrieb er zusammen mit Eric Poppen, der schon seit den 90ern Drehbücher schreibt, aber auch nichts gerissen hat.
Beim Cast hingegen konnte man einen relativ großen Namen gewinnen mit Sean Astin, bekannt aus GOONIES und DER HERR DER RINGE, der hier Randall spielt. Rider Strong, der hier als Phil unterwegs ist, begegnete uns auf dem Fimschrottplatz schon bei CABIN FEVER. Martha Higareda, hier Valeria, spielte im mexikanischen Remake von FACK JU GÖHTE mit. Na, Glückwunsch dazu. Alle anderen sind halt auch dabei und auch keine darstellerischen Koryphäen.

Der Streifen basiert wohl auf wahren Begebenheiten. Das sieht man schon an der mexikanischen Polizei, die, wenn keiner die Haustür aufmacht, einfach durch die Hintertür ins Haus latscht. Was ist das spanische Wort für Durchsuchungsbefehl? No Necesitamos. Im Haus finden sie eine Ziege. Und eine Gruppe von blutrünstigen Mexikanern, mit denen nicht zu spaßen ist. Das wird spätestens in dem Moment klar, wo sie einem von ihnen die Augen rausschneiden. Immerhin sieht er nicht mehr, wie diese in einem ekelhaften Einmachglas verstaut werden. Der andere wird wohl am Leben gelassen, damit er seinen Polizeifreunden erzählen kann, was für harte Typen diese Mexikaner sind. Ich glaube, die wissen das ohnehin schon und haben deshalb nur die zwei Saftnasen dahin geschickt.

Ein Jahr später in Texas ist Strandparty. Es dauert nur wenige Sekunden, bis mir die Charaktere alle auf die Nüsse gehen. Die Freude wird groß sein, wenn sie zerhackt werden. Sie fahren natürlich nach Mexiko, weil … einfach so und gehen erstmal saufen. Wir wissen alle, wie das hier ablaufen wird. Alle besoffen und dann landen sie bei den Schnetzelhonks. Okay, noch nicht. Erstmal legt sich Eddie mit einem Typen in der Bar an, weil der die Barkeeperin grob anfasst und wird dafür mit einem Messer geritzt.

Wer sind denn jetzt die Ficker mit dem Baby? Hier will man mir doch wohl nicht ernsthaft irgendeine beschissene Lovestory präsentieren?

Alles zieht sich ewig hin und es geht im Drogenrausch auf die Kirmes. Meine Herren, ist das alles schlimm. Wo bleiben denn jetzt die Schnetzeltypen? Immerhin gibt es eine heiße Mexikanerin beim Tanzen an einer brennenden Tonne zu sehen. Erotik pur, der Film. Nur will das hier doch kein Mensch sehen. Holt die Machete raus jetzt.

Es geht noch schlimmer, denn eine Szene auf dem Friedhof inklusive Blumenriechen langweilt noch etwas weiter. Mal ehrlich, wenn man schon uninteressanten Quark veranstaltet, dann sollte man das wenigstens nutzen, um dem Zuschauer die Figuren etwas näher zu bringen. Das passiert hier aber auch absolut nicht. Es ist alles nur Blah ohne Substanz. Und dann wird irgendein Typ entführt und keinen scheint es zu jucken. Top.

Der Typ hängt gefesselt in einer Scheune und da ist der Goonie. Er gibt ihm was zu trinken und sagt, dass er nur nach ihm rufen muss, wenn er irgendwas braucht. Wie wäre es mit Freiheit?

Eddie und Phil wollen ihren Freund als vermisst melden, aber niemand bei der Polizei spricht Englisch, also müssen sie selbst suchen. Oh, da ist der Cop vom Anfang und er hat scheinbar die Ziege aus dem Haus der Killer mitgenommen. Oder die läuft da einfach nur zufällig rum.

Randall erklärt dem Entführten, warum er entführt wurde. Und ich kapiere es nicht ganz. Irgendwas mit einem Pablo, der ihn braucht, um mit den USA zu verhandeln. Vermutlich ein Geiselaustausch, oder sowas. Ein gescheiterter Fluchtversuch darf natürlich nicht fehlen.

Irgendwie erfahren Eddie und Phil davon, wer ihren Freund entführt hat und statt zur Polizei zu gehen, wie Eddie es vorschlägt, will man ihn natürlich auf eigene Faust retten. Hilfe bekommen sie vom Cop des Filmbeginns, der zuvor das Gelände ausgespäht hat und den Jungs verklickert, dass ihr Freund noch lebt. Dem wird gerade eine Locke abgeschnitten von der Frau des Obermackers hier. Ist wohl doch nichts mit Geiselaustausch. Keine Ahnung, was Randall da gequakt hat. Vielleicht sollte es auch nur ein Ablenkungsmanöver sein. Denn natürlich geht es hier um nichts geringeres, als satanistische Messen und Menschenopfer und Blutcocktails und allem, was eben so dazu gehört. Ich hoffe insgeheim darauf, dass sich der Antagonist noch einen coolen Umhang besorgt, wie der in MANOS: THE HANDS OF FATE.

Valeria findet ihre Freundin weggeschnetzelt im Bett und verkommt somit direkt zur panischen Nervtrulla, nachdem sie bis hier hin eigentlich als recht starke Persönlichkeit gezeigt wurde. Aber das kann man bei einer Frau natürlich unmöglich bis zum Schluss durchziehen.

Phil wird von einer Gruppe Irrer abgeschnetzelt und ich bin mir absolut nicht sicher, ob die zu dem Satantypen gehören, oder einfach nur ganz alleine einen an der Waffel haben.

Eddie und seine neuer Copbuddy brechen zur großen Rettungsmission auf, während auf der Satanfarm alles für die Messe vorbereitet ist. Und die sieht so aus, dass der Entführte etwas rumgeschubst wird, bevor man ihm die Zunge abbeißt. Ich verstehe nichts von solchen Ritualen, aber irgendwie fallen mir einfachere Methoden ein, um an jemandes Zunge zu kommen. Zange. Messer. Ihn zum Piercer bringen. Aber gut, muss wohl so sein.

Nach so einer Messe muss man erstmal baden gehen und der Cop stellt den Satantypen in der Wanne mit seiner Schrotflinte. Aber er ist ein Cop und drückt natürlich nicht ab. Das ist selbstverständlich sein Ende, denn Satantyps Freundin sticht ihn ab. Er kann aber doch noch Satantyp erschießen und durch die Gegend stolpern, um weitere Schergen abzuknallen. Irgendwie war das jetzt alles schon sehr sinnlos, oder kommt mir das nur so vor?

Eddie bringt den Cop zum Fluchtwagen, den Valeria fährt, aber der Cop nippelt ab und der Film ist immer noch nicht vorbei. Was kommt denn da jetzt noch? Sind doch alle tot. Ach so, die Schergen vom Satantypen wollen Rache und es wird noch etwas rumgeballert. Randall ist auch dabei und vermöbelt Valeria nach Strich und Faden. Spannend ist das alles natürlich ganz und gar nicht und deshalb mache ich es kurz: Alle Bösen tot. Eddie und Valeria nicht. Feierabend hier.

Was für eine langweilige Grütze. Bis auf ein oder zwei gute Goreeffekte gibt der Film einfach mal gar nix her. Ich gehe ein Menschenopfer suchen …

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Cybernetische Fluchtversuche mit hochexplosiven Vehikeln

In den 90ern gab es ja so einige Action-„Stars“, die nie so recht den großen Durchbruch schafften. Allerdings musste man das in den 90ern auch gar nicht. Die Action-Film-Ecke der örtlichen Videotheken war gespickt von Knallerstreifen, die nicht die ganz großen Stars am Start hatte, aber trotzdem eine Menge Spaß versprachen. Schön billig mussten sie sein. Und möglichst hölzern mussten sie gespielt sein. Und möglichst viele Explosionen mussten sie haben. Und möglichst zusammengeklaut musste die Story sein. Und für all das hatte man die Actionhelden aus der zweiten Reihe. Der heutige Film ist ein Paradebeispiel für genau dieses Filmmaking:

CYBER TRACKER – USA – 1994 – 91 Min.

Regisseur Richard Pepin ist ein ganz großer, wenn es um billige Action geht. Über 100 Filme hat er produziert und einer klingt besser als der andere. Regie führte er immerhin bei knapp einem Dutzend Streifen, die genau so toll klingen.
Drehbuchautor Joe Hart hat auch noch anderen Kram geschrieben, der genau so wenig erwähnenswert ist, wie das Drehbuch zu diesem Knaller.
Auftrumpfen tut der Film bei den famosen Darstellern. Don „The Dragon“ Wilson ist Eric und es sollte klar sein, dass diese Rolle ihm direkt auf den Leib geschrieben ist. Mit anderen Worten: Er spielt so schlecht wie immer, aber es ist vollkommen egal. Richard Norton spielt Ross und Norton ist natürlich allen hier bekannt aus MAD MAX: FURY ROAD, wo er den Prime Imperator gibt. Und nein, ich weiß auch nicht, wer das in dem Film war. Stacie Foster kennt kein Mensch, aber sie spielt Connie. Joseph Ruskin war der ewige Seriennebendarsteller, durfte hier dann aber auch mal in einem Billigfilm mitmachen und ist Rounds. Die anderen Nasen kennt auch keine Sau, aber sie sind absolut richtig in diesem Film aufgehoben. Ach so, der Cyber Tracker selbst wird von Jim Maniaci verkörpert, der später immerhin ein paar 3 Sekunden Auftritte in Filmen wie THE ROCK und ARMAGEDDON ergattern konnte.

Bars voller bewaffneter Punks mit Drachenfigur auf dem Dach, die durch einen Strahl ein Hologram projiziert, das dann alle in die Bar einlädt, sieht man auch nur in den 90ern. Einer der Punks wird vom Cyber Tracker gestellt, der nichts anderes ist, als ein schlechter Terminator-Klon, und wegen Mordes zum Tode verurteilt. Seine Unschuldsbeteurungen nützen wenig, denn der Cyber Tracker ballert ihn fachgerecht über den Haufen, denn er ist das Gesetz. Schätze ich. Zumindest hat er eine Polizeimarke. Und einen Raketenwerfer, mit dem er noch schnell einen Fluchtwagen wegsprengt. Scheinbar waren alle in dem Laden zum Tode verurteilt.

Senator Dilly hält eine Rede über die Firma CyberCorp, die den Cyber Tracker wohl gebaut hat. Eric ist Dillys Bodyguard und steht doof rum. Die Zuhörer sind natürlich nicht auf der Seite von Dilly, da sie diese zukünftige Technologie für zu gefährlich hält. Die Punks aus der Bar würden sicher zustimmen, wenn ihr Arsch nicht immer noch in Flammen stünde. Es sollte klar sein, dass eine terroristische Gruppe von langhaarigen Hippies versucht, den Sentor zu killen. Nichtmal Eric kann das verhindern, dabei rollt niemand so schön über den frisch gemähten Rasen wie er. Immerhin wird der Senator gerettet und es explodiert mal wieder ein Auto. Und ein Hubschrauber.

Ich verzichte mal auf die Rückblenden, in denen Eric über seine Vergangenheit als verheirateter Mann sinniert und gehe darauf ein, dass er Alexa zu Hause hat, mit der er sich scheinbar gerne unterhält. Amazon hat diesen Film ganz sicher gesehen und sich davon inspirieren lassen. Alexa! Lösche alle Rückbenden. Die nerven.

Überraschung! Senator Dilly ist ein richtig böser Typ und erschießt eine Frau, die wohl mit den CyberCorp Gegnern zusammenarbeitet. Don The Eric Wilson kann das nicht gutheißen und verdrischt Dillys Lakaien, um die Flucht zu ergreifen. Natürlich wird er jetzt von allen gesucht. Den Cops. Dem Secret Service. Senator Dilly. Alexa ist sicher auch schon einsam. Und es wir wissen, dass es nicht lange dauern wird, bis der Cyber Tracker auf ihn angesetzt werden wird.

Nachdem mal wieder ein paar Autos explodiert sind, ruft Eric von einem Hot Dog Stand irgendwo an und dadurch kommt ihm der Cyber Tracker direkt auf die Spur. Beim Schootout wird Eric angeschossen. Und ein Auto explodiert. Aus irgendeinem Grund erschießt der Cyber Tracker zwei Cops, lässt Eric aber mit einem Feuerwehrwagen entkommen. Vermutlich wollte er schon immer mal auf der Leiter herumklettern. Eric springt ab und ja, der Leiterwagen rammt ein Auto und explodiert.

Die Terrorhippies schnappen sich Eric und entfernen einen Chip, damit er nicht mehr geortet werden kann, oder so. Das wird den Cyber Tracker natürlich nicht aufhalten. Die Terroristen planen nebenbei einen Einbruch bei CyberCorp, um … irgendwas zu machen.

Mike Rounds, der der neue Oberbodyguard von Senator Dilly ist, scheint den Fähigkeiten des Cyber Tracker nicht zu trauen und will sich gerne selbst um Eric kümmern. Eine der Terroristinnen hat eine Tochter, die gerade übers Intercom anruft und aussieht, als würde sie bei einer Theateraufführung von „Elfen – Jetzt ganz in Weiß“ mitspielen. Warum zum Kuckuck steht die da mitten im Wald? Der Hacker der Gruppe findet heraus, dass der Cyber Tracker aus einem Material besteht, dass alle Grenzen der Wissenschaft sprengt. Interessieren tut das nicht wirklich jemanden, aber vermutlich kommen noch Aliens vor, oder irgendwas anderes, was für diese Technologie verantwortlich ist.

Der Cyber Tracker findet das Geheimversteck und es wird rumgeballert ohne Ende. Interessanterweise hat niemand in der Bude ein Auto geparkt, das explodieren könnte. Dafür fackelt der Cyber Tracker ab. Überlebt haben nur Eric und Connie und Connie ist ganz traurig, dass alle ihre Freunde tot sind. Eric will trotzdem noch den Einbruch durchziehen.

Mike Rounds kann Dilly davon überzeugen, dass er doch der richtige Mann ist, um Eric umzulegen, denn im Gegensatz zur Maschine hat er Überlebenswillen. Äußerst einleuchtendes Argument, wenn man mich fragt. Statt ihn umzunieten, bringt er ihn und Connie aber zu CyberCorp. Es sollte klar sein, dass sie entkommen und sich durch die Firma ballern. Dann kommt es zum großen Kampf zwischen Eric und Rounds und es wird kaum jemanden überraschen, dass Rounds am Ende einem Roundhousekick zum Opfer fällt.

Dummerweise wurde ein neuer Cyber Tracker losgelassen und Eric wird von ihm durch die Gegend geworfen. Aber zum Glück gibt es Granaten, mit denen man den Cyber Tracker sprengen kann. Was für ein Zufall, dass er dabei direkt neben einem Auto steht, das auch gleich mit hoch geht. Und ich hatte schon befürchtet, man hätte hier bereits den gesamten Fuhrpark aufgebraucht.

Zum Schluss erschießt Eric noch schnell Senator Dilly und OH MEIN GOTT er ist ein Roboter wie der Cyber Tracker. Was für ein Schocker zum Ende. Und es ist nicht mal ein Auto dabei explodiert. Ich gehe meine Cyberspuren suchen …

Ungemütlicher Klassenausflug mit krimineller Intensität

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie sehr ich die Schule gehasst habe? Aber wisst ihr, was noch schlimmer war als Schule? Klassenfahrten. Meine Fresse, ist das eine grauenhafte Erfindung, die nur dazu dient, die Schüler noch mehr zu quälen und ihnen endgültig irreparable psychische Schäden zuzufügen. Dementsprechend grauenhaft dürfte der heutige Film ausfallen, denn wir gehen zusammen auf einen Schulausflug:

THE CHAPERONE – USA – 2011 – 103 Min.

Triple H aka Ray Bradstone ist im Knast und ruft kurz vor seiner Entlassung nochmal schnell im Radio an. Und haut irgendeinem Typen in die Fresse. Dann gibt er seinem Lieblingswachmann noch eine Kiste mit seinen Lieblings-Dinosaurier-Büchern und kann dann endlich nach Hause gehen. Sein Freund Phillip Larue, gespielt von Kevin Corrigan, will ihn abholen, aber Ray klaut ihm einfach die Karre, denn er ist ein „Fahrer“. Also so wie Steve McQueen. Oder Ryan Gosling. Oder Ryan O’Neal. Nur eben in beschissen, sonst hätte er wohl nicht sieben Jahre lang im Knast gesessen.

Ray rasiert sich und sieht jetzt wie ein Trottel aus, weshalb seine Ex-Frau keinen großen Bock auf ihn hat und seine Rose nicht haben will. Er ist halt nicht der Bachelor. Tochter Sally kommt gerade nach Hause und will den Teddybären nicht haben. Er ist halt nicht der Typ vom Kirmesschießstand. Ray stalkt Sally, was die Sache auch nicht besser macht. Ray trennt dann zwei Blagen, die sich wegen Knallfröschen kloppen und lernt die Direktorin kennen. Sally will nicht, dass jemand von Ray Knastaufenthalt erfährt. Nebenbei wird Ray mal schnell zur Aufsichtsperson für einen Schulausflug ins Dinosaurier-Museum gemacht. Denn er liebt Dinosaurier, wie wir durch die Bücher wissen.

Neben Dinsoaurier-Büchern liest Ray auch jede Menge Philosophie-Krempel, den ich nicht kapiere. Larue kommt vorbei und will wieder gut machen, dass er damals Ray hat hängen lassen, wodurch der im Knast landete. Er will ihn zu einem Coup überreden, aber Ray hat absolut keinen Bock drauf. Larue meint aber, dass er seine Meinung sicher noch ändern wird, denn einmal kriminell immer kriminell und so.

Ray lernt Dr. Marvin Etman, den neuen Stecher seiner Ex, kennen und hält ihn zu Recht für einen ziemlichen Lappen. Ray will eine zweite Chance bei seiner Tochter und so weiter. Man kennt das. Der Schulausflug wird sicher top. Ray will erstmal beweisen, dass er verantwortungsbewusst ist und bewirbt sich um ein paar Jobs, aber kriegt natürlich keinen, weil er nach sieben Jahren die Welt nicht mehr versteht. Alle fahren Smarts und sind vegetarisch. Wie soll man in so einer Welt klar kommen? Ich weiß es auch nicht, Ray.

Rays Absteige fackelt ab und es sollte uns allen klar sein, dass Larue das Feuer gelegt hat. Ray hat das natürlich noch nicht kombiniert und geht zu Larue, um sich von dem neuen Coup erzählen zu lassen. Dieser findet rein zufällig am selben Tag wie der Schulausflug statt. Also lässt er seine Partner einfach hängen und fährt mit ins Museum. Sally kriegt das kalte Kotzen. Wer will schon mit seinen Eltern auf Klassenfahrt gehen. Rays Kumpels verlieren zufällig die Tasche mit dem Geld direkt am Bus und die geht mit auf die Reise. Es sollte klar sein, dass die Kumpels das Geld suchen werden. Nebenbei wären hier Regieanweisungen wie „Leute, spielt mal so, als wenn euch das nicht alles scheißegal wäre“ durchaus hilfreich gewesen. Aber gut, wer soll bei dieser Scheiße auch wirklich Bock haben?

Die Cops finden auf dem Autoschlüssel Rays Fingerabdruck, also werden wohl auch die den Bus verfolgen. Mann, ist das alles aufregend.

Ray macht den Blagen mal kurz klar, dass sie die Fresse zu halten haben und ihm nicht auf den Sack gehen sollen. Dann gibt er Stanley noch kurz Tipps, wie er an Direktorin Miller rankommen kann und quakt wieder mit Sally rum. Es stellt sich heraus, dass sie scharf auf Josh ist. Das wird leider vermutlich noch wichtig.

Am Museum angekommen macht Ray nochmal den Dicken vor den Blagen und Sally würde am liebsten sterben. Da der Museumsführer krank ist, springt Ray mal schnell ein und leitet die Führung. Dabei kann man noch so einiges lernen. Zum Beispiel, dass Hunde alles vollkacken. Leider wird diese grandiose Lehrstunde von Larue und seinem Kameraden unterbrochen und Ray muss den Feueralarm auslösen, um alle in Sicherheit zu bringen und Larue zu vermöbeln. Dabei erfährt er noch so nebenbei, dass das Geld im Bus ist.

Busfahrer Nick ist gerade nicht da, aber glücklicherweise ist Ray ja der Fahrer und tritt selbst aufs Gas. Während die Kids sich durch eine Stadtbesichtigung quälen, findet Ray das Geld im Bus. Er will Larue das Geld geben, damit er die beiden Vögel endlich los ist, aber genau in dem Moment kommen die Cops angefahren. Larue hat jetzt endgültig die Schnauze voll und wendet sich an einen alten Kollegen namens Kevin. Zusammen mit dessen Gang wollen sie Ray erledigen.

Sally und Josh hören die selbe grauenhafte Kackmusik. Sie haben ja so viel gemeinsam.

Man merkt, man ist im Mittelteil eines langweiligen Films, wenn zehn Minuten lang quasi nix passiert, außer, dass die Gruppe beim Hotel ankommt. Nick ist auch wieder da und war offenbar zu Fuß genau so schnell wie die anderen mit Bus.

Nach etwas Palaver verbringt Ray etwas Zeit mit seiner Tochter und sie reden über Musik und Ray singt auch noch. Die Tiefpunkte in diesem Film sind nicht mehr messbar. Gleichzeitig erfährt Direktorin Miller, wer Ray wirklich ist, als die Cops sie ansprechen. Nach und nach erfahren dann alle, dass er von der Polizei gesucht wird und Sally ist echt angepisst. Irgendwie überzeugt er sie dann aber, dass er nichts mit der Sache zu tun hatte und nur Larue das Geld bringen muss, damit sich alles aufklärt. Klingt unglaublich plausibel.

Sally wird dann von Larue entführt und wir wissen, wo das alles hinführen wird. Ray verkloppt die Gang von Larues Freund und dann kriegt er den Anruf, dass Larue seine Tochter hat. Also kommt es zum Austausch Geld gegen Sally und blah. Natürlich hat Ray noch ein Ass im Ärmel und bringt eine falsche Tasche mit. Sally kann mit dem Taxi abhauen und erklärt dann den Cops und Josh, dass ihr Vater unschuldig ist.

Sally, Josh und Co. planen dann eine große Rettungsaktion mit Ablenkung durch Knallfrösche und dem Klauen des Busses. Oh mann, es wird einfach immer schlimmer. Und warum müssen da unbedingt alle Blagen bei sein? Die haben doch alle nix mit Ray zu tun. Und dann hält Sally auch noch eine fürchterliche Ansprache, um die anderen zu überzeugen, ihm zu helfen.

Ray ist gefesselt und wird verdroschen, während sich die Kids in das Lagerhaus, oder was auch immer das ist, schleichen. Sieht aus wie das Lager des Faschingkostümverleihs um die Ecke. Knallfrösche sorgen für die nötige Ablenkung und Ray ruft währenddessen versehentlich bei der Radiopsychologin vom Anfang an, damit die alles mithören, was gerade passiert. Die rufen natürlich die Bullen, die dann im letzten Moment den Tag retten.

Ray ist kurz darauf Radiopsychologe und kommt auch wieder mit seiner Ex zusammen. Moment mal, was ist denn aus dem Lappen Dr. Marvin geworden? Hat der gemerkt, dass er in totaler Scheiße mitspielt und in der Mitte die Flucht ergriffen? Nachvollziehbar. Ich gehe einen Bus klauen …

Streng geheime Infiltrationen mit aller Gewalt

Ray. Death Ray. Das ist nicht der Name eines Agenten, auch wenn er absolut fantastisch wäre. Nein, Death Ray ist eine unfassbar gefährliche Waffe. Und wie das mit unfassbar gefährlichen Waffen so ist, gibt es immer einen bösen Typen, der diese unfassbar gefährliche Waffe haben will. Und wie das mit bösen Typen, die unfassbar böse Waffen haben wollen so ist, gibt es auch immer einen Geheimagenten, der diesen bösen Typen davon abhalten will, mit dieser unfassbaren gefährlichen Waffe die Welt zu erobern. Klar soweit? Gut, denn hier kommt:

IL RAGGIO INFERNALE – DANGER!! DEATH RAY – Italien – Spanien – 1967 – 93 Min.

Der deutsche Titel lautet MIKE MORRIS JAGT AGENTEN IN DIE HÖLLE. Da ich aber die englische Version gucke und der Held nur in der deutschen Version Mike Morris heißt, ergibt das jetzt gerade wenig Sinn. Denn eigentlich heißt der Held natürlich Bart Fago und wird von Gordon Scott gespielt, der Ende der 50er Jahre vor allem als Tarzan durch die Gegend schwang. Der Rest des Casts ist nicht der Rede wert.
Geschrieben hat den Spaß Jaime Comas Gil, der unter anderem auch am Drehbuch zu FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR mitarbeitete. Das Drehbuch war eine Teamarbeit zusammen mit Aldo Cristiani und Domenico Paolella, die jeweils nichts weiter erwähnenswertes auf der Liste haben. Für die US-Version überarbeitete Juan Antonio Cabezas das Drehbuch, um wohl ein paar Szenen in andere Reihenfolge zu bringen. Warum das nötig war, ist nicht überliefert, aber geholfen hat es offensichtlich nicht.
Regie führte Gianfranco Baldanello, der ansonsten noch ein paar Western inszenierte. Unter anderem den Knaller mit dem deutschen Titel AUF DIE KNIE, DJANGO – UND LECK MIR DIE STIEFEL.

Die Nacht war so dunkel, dass man kaum die Scheinwerfer der Autos auf der Straße erkennen konnte. Niemand knipste das Licht an und der Zuschauer erkannte absolut gar nichts. Erst an einer Schranke erbarmte sich ein Mann mit einem Suchscheinwerfer die Szenerie zu erhellen, damit man sehen konnte, wie ein paar Motorradcops erschossen wurden. Der Mann an der Orgel hatte einen guten Tag und orgelte fröhlich herum, um die Szene mit völlig unpassender Musik zu füllen. Dann wieder Dunkelheit.

Die bösen Copumnieter sind natürlich Abgesandte vom Antagonisten, die im, aus blauer Pappe zusammengeschusterten, Labor von Professor Carmichael ankommen. Der stellt seine neuste Erfindung vor. Den Death Ray. Ein radioaktiver Strahl, oder so, den er nebenbei laut eigener Aussage nicht entwickelt hat, um Krebs zu heilen, sondern um ihn als Waffe einzusetzen. Ist ja ein unfassbar sympathischer Typ. Die bösen Abgesandten entführen Professor Carmichael und zerstören den Killerstrahl. Hä? Erstens: Warum müssen sie einen Professor entführen, der sowieso aufs Töten aus ist. Zweitens: Warum zerstören sie die Waffe, die doch sicher der Grund ist, warum sie den Professor entführen. Drittens: Warum nimmt der Typ da seine Brille ab, bevor er jemanden erschießt? Kann er dann besser zielen?

Nach dieser unfassbaren Mörderaction inklusive Verfolgungsjagd und viel Geballer in völliger Dunkelheit, was scheinbar einfach der Stil dieses Films ist, braucht man natürlich erstmal eine Verschnaufpause. Auftritt Geheimagent Bart Fargo, der im Bett liegt und von zwei Frauen geweckt wird, die ihn zum Boss abholen. Seine Einwände, dass er gerade erst einen Job erledigt hat, hilft nix und er wird aus dem Bett gezerrt. Boss Senor Raymond erklärt ihm den Job und lässt in einem Nebensatz noch fallen, dass er Fargo schon längst aus dem Weg geräumt hätte, wenn der nicht sein bester Mann wäre. Ein gesundes Arbeitsverhältnis sieht anders aus, wenn man mich fragt. Aber ich bin ja auch kein Geheimagent.

Fargo und sein Partner Mr. Carver schauen sich das Video der Death Ray Vorführung an und Fargo erkennt darauf direkt Frank und Gary, die wohl mit einem Typen namens Scarface zusammenarbeiten. Und er weiß, wo sich dieser Scarface aufhält. Und ich weiß, dass es sicher nicht Al Pacino ist. Auf meine Bestätigung muss ich nicht lange warten, denn Fargo infiltriert das Versteck von Scarface in einer der dämlichsten Aktionen der Filmgeschichte. Scarface ist aber nicht da, denn der Boss hat ihn weggerufen. Bevor der Vogel noch weiter singen kann, wird er aber mit einem Wurfmesser erlegt und Fargo verfolgt den Killer zu wunderbarer Dudelmusik, die perfekt in jede Komödie passen würde. Moment mal, soll dass hier vielleicht alles lustig sein?

Fargo ist echt die absolute Axt im Walde und tritt ein paar Türen ein, um herauszufinden, wo die Bösewichte sich aufhalten. Das Ziel ist: Barcelona. Also, nur damit ich das richtig verstehe: Die Bösen entführen in Rom einen Professor, verfrachten den auf ein U-Boot und fahren damit nach Barcelona? Also, ich bin ja wahrlich kein geografischer Experte, aber ist man da nicht fast schneller, wenn man den Bus nimmt?

In einer Bar in Barcelona, was sich wohl einfach angeboten hat, wegen der Anfangsbuchstaben, kloppt sich Fargo direkt mal mit den Henchmen des immer noch unbekannten Antagonisten und wird durch Barcelona gejagt. Ich muss ja schon sagen, langweilig wird es hier nicht. Action am Fließband und das Music Department hatte auch merklich seinen Spaß. Fargo versteckt sich bei Lucille, einer Malerin, die so freundlich ist, ihm ihren Schrank zur Verfügung zu stellen. Fargo verteilt zum Dank Zigaretten und bietet ihr einen kleinen Ritt in seinem Hotelzimmer an, aber Lucille hat einen Freund und verzichtet.

Gut so, denn wir hatten schon 90 Sekunden lang keine Action mehr und jemand muss Fargo in seinem Zimmer mit einer Waffe überfallen. Oh, es ist Scarface. Oh, und er ist ein absoluter Trottel, der aus dem Fenster stürzt, weil Fargo einen Schritt zur Seite geht. Oh, und es war nicht Al Pacino. Eigentlich schade. Bei einem Remake sollte man Pacino fragen, ob er sich für diesen überaus dämlichen 10 Sekunden Auftritt zur Verfügung stellt.

Fargo wird in seinem Sportwagen von der Straße und eine Klippe runter gedrängt. Im Meer schwimmt es sich schlecht mit so einem Sportwagen, aber natürlich überlebt er und geht zu Lucille, um sich da abzutrocknen, auszuziehen und aufzuwärmen. Nicht zwingend in dieser Reihenfolge.

Irgendwie nimmt das hier schon cartoonische Züge an. Fargo und Lucille gehen tanzen und die bösen Typen sind natürlich auch direkt wieder zur Stelle. Hat Fargo einen Peilsender am Arsch kleben, oder wo kommen die ständig her. Was ist eigentlich aus Lucilles Freund geworden? Vor 5 Minuten hatte sie noch keinen Bock und jetzt knutscht sie mit Fargo auf einem Hügel vor der Stadt rum, wie Teenager in den 50ern.

Zeit für Action, denn Fargo wird mal wieder in seinem Zimmer angegriffen und muss mal wieder einen Typen umkloppen, der immerhin nicht aus dem Fenster springt wie ein Vollidiot. So kann Fargo ihn verhören. Dabei wird er von einer Frau unterbrochen, die an seine Tür klopft. Da der Gefangene die Chance zur Flucht nutzt, bittet Fargo die Frau herein und … ist klar, ne. Zur Erholung fahren die beiden am nächsten Tag mit dem Boot raus. Und natürlich ist es mal wieder Zeit für Action und sie können sich noch so gerade retten, bevor das Boot explodiert.

Fargo findet die Frau nicht wieder, aber in seinem Zimmer den Typen, der geflohen ist. Der will die Seiten wechseln und erzählt, wo Fargo hin muss. Dann ruft Lucille an und ist sowas von scharf auf Fargo, dass er sich an ihrer Haut schneiden könnte.

Wir hatten Action und Sex. Was fehlt also noch für einen richtigen Agentenfilm? Genau. Kartenspielen. Mr. Carver wird dabei aber von Fargo unterbrochen, der mit ihm reden muss. Wenn er nicht Karten spielen kann, dann eben Billard. Natürlich kommen die Schergen um die Ecke und oh mein Gott Carver ist der böse Gegenspieler. Und Fargo gratuliert ihm zu dem Wahnsinnsmove, den Professor zu entführen. Ich kapiere immer noch nicht, warum das ein so toller Move gewesen sein soll. Und was sie eigentlich mit dem Professor wollen, den man seit dem Anfang des Films nicht mehr gesehen hat.

Fargo ist natürlich Vollprofi und befreit sich kurzerhand aus der Gefangenschaft. Zusammen mit dem Seitenwechsler fährt er zum geheimen Geheimversteck. Also einem Haus im Wald. Fargo wäre nicht Fargo, wenn er nicht direkt jedem in die Fresse hauen würde, der ihm über den Weg läuft. So prügelt er sich gemütlich durch die Villa und zerlegt nebenbei noch die Inneneinrichtung. Dann hat er genug von dem Gekloppe und geht zum Geballer über. Dabei zerlegt er dann auch den Außenbereich des Grundstücks, damit es sich dem Inneren wieder anpasst.

Carver flieht in seinen geheimen Bunker und heizt Fargo mit seinen automatischen Schussanlagen ein. Ach so, und Lucille hat er auch noch entführt. Vermutlich, weil er mit ihr genau so viel anzufangen weiß wie mit dem Professor. Der ist immerhin auch anwesend und macht … nix. Fargo ballert sich gekonnt durch den Flur vor zum Bunker und Carver will ihn mit dem Death Ray grillen, der genau so aussieht, wie der vom Anfang des Films. Allerdings schießt er damit nur ein Loch in die Tür und so kann Fargo rein. Carver wird umgenietet und der Death Ray brennt ein Loch in die Decke. Lucille und der Professor sind gerettet und Fargo zieht bei Lucille ein, oder so.

Na, der Streifen hatte ja mal alles. Action. Sex. Eine völlig sinnlose Story. Mehr kann man nicht mehr verlangen. Ich gehe meinen Todesstrahl polieren …

Fortbildung in monogamischer Burgerbrutzelei

Hier auf dem Filmschrottplatz werden ja absolut berechtigterweise die Achtziger derbe abgefeiert. Aber wie wir alle wissen, hat alles Gute auch immer seine Schattenseiten. Und in den Achtzigern wie in den Neunzigern wie in den Zweitausendern … also wie eigentlich schon immer, waren das grauenhafte Komödien, die absolut nicht lustig sind und diesen Umstand mit möglichst vielen Titten ausgleichen wollen. Was allerdings die Achtzigerkomödien von den anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass man sich aus irgendeinem Grund dachte, dass es ein marketingtechnisch genialer Schachzug wäre, diese nach Fast Food zu betiteln. Es gab Filme benannt nach Wurst im Brötchen oder nach Frikadellen. Und auch folgendes Meisterwerk der absoluten Ideenlosigkeit:

HAMBURGER: THE MOTION PICTURE – USA – 1986 – 90 Min.

Wie zu erwarten beginnt der Spaß mit Bildern von tausend Burgerbratbuden, von der eine versiffter ist als die andere, und dazu gibt es ein unfassbar grauenhaftes Hamburger-Lied, gesungen von jemandem, der sich anhört, als würde er bei der Ernährung zugunsten von palettenweise Bourbon auf Burger komplett verzichten.

Dann gehen wir aber erstmal in die Damendusche am College, denn woran denkt man, wenn man nicht gerade ans Fressen denkt? Genau: An nackte Weiber. Russell wird beim Liebesspiel mit einer Blondine unter der Dusche erwischt und direkt zur Ärztin geschickt. Er durfte sich nicht mal abtrocknen und steht jetzt mit Handtuch im Büro der Ärztin. Die ist der Meinung, dass es nicht gut ist, nur ans Ficken zu denken, deshalb will sie, dass er seine Spritze zwischen ihre Tupfer schiebt, aber der Direktor kommt rein und Russell fliegt vom College.

Die irren Eltern sind nicht begeistert und nachdem sie ihren Sohn etwas verdroschen haben, schicken sie ihn zur Busterburger University, in der man innerhalb von nur 12 Wochen lernen kann, wie man richtig Burger brutzelt. Und das absolut kostenlos. Es ist jetzt schon alles unglaublich schlimm und hirnlos. Aber man setzt noch schnell einen drauf, indem man eine alte Oma im Drive-In an einem Herzinfarkt verrecken lässt, nachdem sie von dem Typen in der Sprechanlage zur Sau gemacht wurde. Tote Omas waren in den 80ern eben ganz besonders lustig.

Oh, sie haben noch einen zweiten Hamburger-Song, der genau so scheiße ist wie der erste, aber dieses Mal von irgendwelchen Ischen gesungen wird, die klingen, als würden sie nur darauf warten, dass sie endlich eine große Bulette zwischen ihre Brötchenhälften kriegen.

Auf der Busterburger University trifft Russell natürlich direkt mal den absoluten Vollnerd, der so dämlich ist, dass man nur vermuten kann, dass er in einem Selbstexperiment sein Gehirn durch einen Hamburger ersetzt hat. Eine Nonne ist auch da, weil alle gerne Burger braten wollen. Und der Ausbilder ist selbstverständlich eine Mischung aus Saddam Hussein und Sgt. Slaughter (was ja auch irgendwie treffend ist, wenn man genauer darüber nachdenkt). Dann haben wir da noch die Einwanderin, die kein Englisch spricht, einen Knacki, der zur Burgerbratausbildung gezwungen wird, einen dicken Fatzken mit Teddybär und einen Typen, der sich für ganz besonders toll hält. Großer Spaß ist also garantiert ausgeschlossen.

Russell und der ganz besonders tolle Hecht haben ein Zimmer zusammen. Immerhin haben sie getrennte Betten, die beide wie Burger aussehen. Der tolle Hecht heißt Fred und hat alles mögliche eingeschmuggelt, von Zigaretten über Pornomagazine bis zu Kondomen. Für alles gerüstet der Typ.

Abends gibt es eine Willkommensparty von Direktor Vunk, einem alten Sack, dem alles gehört. Unter anderem auch eine junge, heiße Blondine, an die sich Fred direkt ran macht. Russell tanzt hingegen mit Tochter Vunk. Der fette Typ ist für einen Running Gag mit Elektroschocks zuständig, den ich nicht verstehe und deshalb ab hier komplett ignoriere. Genau so, wie die folgende Montage von unfassbar aufregenden und lustigen Unterrichtsstunden.

Russell muss bei Sgt. Hussein an der Burgermaschine sein Talent unter Beweis stellen, was nicht so ganz gelingt, da er Sergeant die Maschine auf Turbomodus stellt. Dafür wird Russell mit dem Gesicht in die Sauce getunkt. Sauce im Gesicht war in den 80ern ein echter Brüller.

Russell und Fred schleichen sich in die Stadt, um mal was gescheites zu essen und treffen dort die Vunk Frauen. Als Sergeant Schlachthaus vorbei kommt, müssen sich die Jungs unterm Tisch verstecken. Fred stellt fest, dass Frau Vunk kein Höschen trägt und schlabbert etwas zwischen ihren Burgerhälften rum. Sollte klar sein, dass das dann nach gefühlt drei Stunden auch mal Sergeant Schnellmerker auffällt. Zur Strafe kommen sie in die gefürchtete Saucenkabine, in der sie wehrlos mit Sauce übergossen werden.

Der Vollnerd hat sich als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt und ist jetzt ein Huhn, oder so. Ich kapiere es nicht und will auch nicht weiter darüber nachdenken, wenn ich ehrlich bin.

Oh, es gibt noch ein drittes Lied. Das Burger Buster Burgerlujah. Ich gebe auf. Das wird nichts mehr hier.

Conchita kann doch etwas Englisch und will Russell knallen. Wenn ich dem Film eine Sache zu Gute halten muss, dann die, dass die Mädels hier alle normal ausgestattet sind und nicht ausschließlich Weiber mit Monstermelonen hier rumrennen, die in zehn Jahren ganz fürchterliche Rückenprobleme haben werden. Russell zieht aber sein Monogamiegelübde knallhart durch und Conchita ist verärgert. Fred treibt es derweil mit Frau Vunk im Hubschrauber. Kurz bevor der abhebt springt noch schnell der Knasti auf, weil er sich dadurch Freiheit erhofft. Es sollte klar sein, auf wessen Auto sie versehentlich landen. General Motors ist jetzt richtig angepisst.

Der Vollnerd legt ein Ei und ich verstehe es immer noch nicht.

Russell wirft seine Monogamie jetzt doch über Bord und macht mit Tochter Vunk rum. Sergeant Keinautomehr sieht das und wir springen in die Montage zur Abschlussprüfung, die genau so aufregend ist, wie die Montage mit dem Unterricht zuvor, also lassen wir das.

Als endgültige Abschlussprüfung müssen die ganzen Saftnasen jetzt einen Buster Burger Laden für 8 Stunden schmeißen. Unter der Aufsicht von Sergeant Rotkäppchen natürlich.

Natürlich kommt der städtische Fressclub der übergewichtigen Fettärsche vorbei und man muss sich richtig ranhalten. Fette Leute waren ein absoluter Brüller in den 80ern. Um die fette Bande loszuwerden füllt man Abführmittel in ihre Shakes. Das führt aber nur dazu, dass sie die Toiletten sprengen. Und wenn ich „sprengen“ sage, dann meine ich das wortwörtlich. Also im Sinne von, die Rückwand vom Lokus explodiert.

Sergeant Affenarsch versucht natürlich durchgehend, die Prüfung zu sabotieren und gibt sich am Drive-In als Manager aus und verärgert einen Cop. Der fährt dann seine Freunde holen, während der Sergeant schon sein nächstes Ass zieht und den benachbarten Rockerclub in die Bude schickt, um diese abzureißen. Die Bullen kommen vorbei und unterstützen den Abriss.

Der Film will einfach nicht enden und der Sergeant rast auf einen Hühnertransporter zu, damit der in den Buster Burger Schuppen ausweichen muss. Haben wir es dann mal langsam hier, oder was?

Nein, Russell ist nicht bereit aufzugeben und will die Bude aufräumen. Als ob das was bringen würde. Allerdings kommt die Vunk Familie in diesem Moment angefahren. Und wie wir das ja nun mal kennen, können die Schüler noch ihren Hals aus der Schlinge ziehen. Und zwar dadurch, dass die Nonnen zufällig einen dämlichen Slogan raushaut, der Mr. Vunk gefällt. Es ist alles sowas von einfallslos. Ach so, wo wir schon dabei sind: Den Sergeant degradiert man durch einen Elektroschock von dem fetten Schüler, wodurch der Sergeant einen Shake über Mr. Vunk schüttet. Und jetzt muss er die Bude ganz alleine wieder auf Vordermann bringen.

Mit der Verleihung der Zertifikate geht die Grütze dann zu Ende und man muss schon sagen, dieser Film ist quasi die absolute Werbung für vegetarische Ernährung. Wer nach dieser Scheiße noch Bock auf einen Burger hat, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Ich gehe einen Burger essen …

Unterwasserforschung am lebenden Objekt

Guillermo del Toro ist ja wohl eindeutig ein großer Fan von Fischmutantenfilmen. Also so wie ich. Wir hatten hier ja schon einige Mutationen, was Mensch gekreuzt mit Meeresbewohner angeht. Wer erinnert sich nicht mit großer Freude an den Jellyfishman und den grandiosen Jellyfish-Song? Nun kommt also del Toros „The Shape Of Water“ in die Kinos. Also in manche. Hier im Umkreis natürlich nicht, denn sonst könnte ich mir den ja angucken. Aber gut, da ich mit den Kinos ohnehin abgeschlossen habe, die sich einfach mal derbe ficken und von mir aus alle den Bach runter gehen können, muss ich eben andere Fischmutantenfilme gucken. Mal schauen, was dieser hier so kann:

KAITEI DAISENSO – THE TERROR BENEATH THE SEA – Japan – 1966 – 79 Min.

Die NAVY führt ihr neues Torpedo-U-Boot „Bloodhound“ vor und ich muss schon sagen, der Presseraum ist schon eine grandiose Abstellkammer. Passen ganze 10 Leute rein. Jedenfalls erklärt der Kommandant, dargestellt von Franz Gruber, dem Bruder von Hans, dass das U-Boot unbemannt ist und ferngesteuert wird. Und so nebenbei besteht eine zwanzigprozentige Chance, dass sie die KI des Boots gegen die Menschen stellt, aber darum sollte man sich keine Sorgen machen. Was mich mal interessieren würde: Wer taucht eigentlich neben dem U-Boot her, um das alles zu filmen, damit sich die Presse das alles auf einem Monitor angucken kann? Und wie viele Kameras haben die vorher unter Wasser installiert, damit man auch noch mehrere Kameraeinstellungen bieten kann?

Die Torpedos treffen dann das eigene U-Boot und zwischendurch schwimmt noch ein undefinierbares Schwimmobjekt durchs Bild und niemand weiß, was das wohl war. Spannend.

Sonny Chiba, dem ein oder anderem hier vielleicht bekannt als Hattori Hanzo aus „Kill Bill“, spielt Ken und er war bei der grandiosen Vorführung anwesend. Zusammen mit Jenny, gespielt von Peggy Neal in ihrem ersten Film von insgesamt drei, geht er tauchen und Jenny verliert ihre Kamera. Macht aber nichts, denn kurz darauf findet sie sie wieder. Und mit „kurz darauf“ meine ich, nach gefühlt 10 Minuten völlig uninteressanter Tauchszenen, in denen absolut gar nichts passiert, außer, dass die Musik nervt ohne Ende. Und dann kommen die Fischmutanten und erschrecken Jenny zu Tode.

Leider ist der einzige Beweis für die Existenz der Fischmutanten auf ihrer Kamera, die sie dooferweise erneut verloren hat und so glaubt ihr keine Sau auch nur ein Wort. Eindeutiger Fall von Sauerstoffmangel lautet die Diagnose. Könnte man natürlich auch über den ganzen Film sagen, aber ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Der Plan ist klar: Ken und Jenny gehen wieder tauchen und suchen die Kamera. Aber natürlich finden sie nur die Fischmutanten und werden entführt.

Die NAVY sucht die Vermissten und findet die Kamera. Was für ein Zufall. Offensichtlich findet hier niemand, wonach er sucht, aber jeder findet irgendwas. Nachdem die NAVY das Bild des Fischmutanten gesehen hat, ist die Lage klar: Seek & Destroy. Dann gibt es doch einen Umschwung und man macht einfach gar nichts. Der Kommandant kann es nicht fassen und will trotzdem tauchen gehen, darf aber nicht.

In einem Labor wird Kens Hirn gescannt und ich frage mich gerade, wer die Leute da sind. Das sind ja normale Menschen. Wo sind die geilen Fischmutanten hin? Der Anführer mit der Sonnenbrille heißt Dr. Rupus Moore und er lebt hier in einer Unterwasserstation, in der er das Leben der Zukunft plant und dazu gehören offenbar auch Fischmutanten. Ken soll ihm bei Forschungen helfen, hat aber mal so gar keinen Bock. Um ihn doch zu überzeugen, darf er bei der Fischmutation eines Menschen zugucken und da zieht man wirklich alle Register der Stop-Motion, die man für 5 Mark so auftreiben konnte.

Eine Viertelstunde später, ist die Mutation dann auch mal fertig und Dr. Moore zeigt, was die Fischmutanten, oder wie er sie nennt „Cyborgs“, so können, indem er ihnen über Computer Befehle wie „arbeiten“ und „kämpfen“ gibt. Und was für ein Kampf es ist. Wie zwei Fische, die an Land zappeln.

Die NAVY findet einen ganzen Haufen von radioaktiven Fässern unter Wasser und … keine Ahnung. Man fährt wieder zurück.

Ken und Jenny starten einen grandios ausgeklügelten Fluchtversuch. Also, man läuft einfach los. Es sollte klar sein, wie erfolgsversprechend das ist. Nebenbei haben die Fischmutanten auch noch einen Professor von der NAVY entführt und jetzt haben die natürlich so richtig Bock, denen in den Arsch zu treten.

Jenny wird zur Mutantin gemacht und das kann eigentlich nur bedeuten, dass ich mir die grandiosen 5-Mark-Effekte noch mal angucken darf. Mann, Jenny verkraftet es gar nicht gut, dass ihr gerade die Haut weggammelt. Ken hingegen ist irgendwie die Ruhe in Person. Als hätte er noch nie was anderes als weggammelnde Haut bei seiner Freundin gesehen. Aber gut, wer weiß schon, wie weit die Beauty-Industrie damals war. Vielleicht gehörte weggammelnde Haut auch einfach zum Alltag.

Tara, tara, die NAVY ist da. Und natürlich ballern sie Torpedos auf die Station, ohne vorher irgendjemanden daraus zu retten. Dr. Moore hat allerdings die besten Abwehrmechanismen am Start und wehrt den Angriff locker ab. Aber es entbrennt ein Unterwasserkampf unglaublichen Ausmaßes und dabei nehmen sowohl U-Boot als auch Unterwasserstation erheblichen Schaden. Dummerweise geht auch der Computer kaputt, mit dem die Fischmutantencyborgs gesteuert werden und die laufen jetzt Amok. Dadurch fliegt dann ein Großteil der Station in die Luft.

Die NAVY sieht das und der Kommandant hat natürlich den Plan der Pläne: „I’m going in!“ Immerhin haben sie die Gewaltgeilheit des Militärs ganz gut eingefangen hier.

Nach einigen weiteren fantastischen Kampfszenen zwischen Mensch und Fischmutant wollen Ken, Jenny und der Professor aus der Basis fliehen, was zu weiteren fantastischen Kampfszenen zwischen Mensch und Fischmutant führt. Und dann zu Kampfszenen zwischen Mensch und Mensch, als man noch schnell Dr. Moore erledigt. Durch dessen Fluchtfahrstuhl verlässt man dann die Station, aber Jenny fällt in die Hände von irgendeinem anderen Typen und den muss man dann auch noch schnell umkloppen. Sekunden bevor die Station in die Luft fliegt, kann man sich mit einer Rettungskapsel in Sicherheit bringen und wird von der NAVY aus dem Wasser gefischt.

Spaßiger Spaß mit Fischmutanten. Herrliche Kämpfe, grandiose Effekte, beknackte Story. Was will man mehr? Ich gehe meine Fische füttern …

Geheiminfiltration in unbequemer Nachbarschaft

Na, mal wieder so richtig Bock auf einen wilden Mix aus tausend Filmen, die geil sind, verwurstet zu absolut grandiosem Quatsch? Dann seid ihr heute genau richtig hier auf dem Filmschrottplatz. Denn heute gibt es eine wunderbare Mischung aus Granaten wie „Escape From New York“, „Running Man“ und „Mad Max“. Also alles, was ein guter Film braucht.

NEW CRIME CITY – USA – Peru – 1994 – 86 Min.

Es ist das Jahr 2020 und ein Erdbeben hat die Stadt Los Angeles in Schutt und Asche gelegt. Durch Nahrungs- und Wasserknappheit haben Aufstände die Stadt ins absolute Chaos gestürzt. Donald Trump ist Präsident, was will man also auch anderes erwarten. Okay, in dieser Zukunftsvision ist er es vermutlich nicht, denn so geisteskrank waren nicht mal die Neunziger. Aber mal schauen, wie LA in 2 Jahren so aussieht. Jedenfalls wurde ein Teil der Stadt abgeschottet und mit elektrischen Barrieren umzäunt, um die Bewohner in diesem Bereich zu halten. Offiziell heißt dieser Bereich „Southeast L.A. Internment Zone“, aber besser bekannt ist der Name: New Crime City. Wissen wir ja jetzt alle bescheid, also kanns losgehen. Ich finde ja nebenbei diese „Tell don’t show“ Attitüde bestehend aus schlichten Texttafeln immer ganz angenehm. Anstatt 20 Minuten mit sinnlosem Rumgedödel zu verschwenden, kann man so direkt in die Geschichte einsteigen. Macht heute irgendwie auch keiner mehr. Ein weiterer Grund, warum neue Filme meist scheiße sind.

Ein paar Bilder von der Verwüstung, die das Erdbeben hinterlassen hat und den anschließenden Aufständen, kriegt man aber doch zu sehen und da es sich dabei offensichtlich um Originalaufnahmen von irgendwas handelt, bringt der anschließende Cut zum eigentlichen Film direkt mal einen erheblichen Verlust der Bildauflösung mit sich. Stellt euch vor, ihr guckt eine BluRay an und mittendrin kommt eine Szene, die direkt von der VHS übernommen wurde. So ungefähr sieht das aus. Mit anderen Worten: Wie die beschissene BluRay-Version von „Jurassic Park“.

Anthony Ricks, dargestellt von Rick Rossovich, den der ein oder andere hier sicher als den Stecher von Sarah Connors Mitbewohnerin in „Terminator“ kennt, ist ein ehemaliger Cop, soll in der Gaskammer hingerichtet werden. Aber Wynorski, gespielt mit Akzent von Stacy Keach, kommt noch kurz vorbei, um sich zu verabschieden und hat nach der – für die Medien erfolgreich dargestellten – Hinrichtung ein Angebot für ihn. Er soll sich nach New Crime City begeben, um ein Virus sicherzustellen, dass von einem Typen namens Ironhead entwickelt wurde, bevor der damit Schaden anrichten kann. Natürlich hat er nur bestimmte Zeit, sonst fliegt er durch eine Bombe an seinem Knöchel in die Luft und New Crime City wird weggebombt, damit das Virus nicht freigesetzt werden kann. Man kennt das ja.

Zusammen mit anderen „Abgeschobenen“ geht es durch einen Tunnel nach New Crime City, wo direkt die Irren angreifen und quasi jeder stirbt außer Ricks. Dann kommt Ironhead in seinem karierten Sakko vorbei und alle Irren hauen ab. Hat scheinbar einen schlechten Ruf der Vogel. Er sucht ein paar Leute aus, die er mitnimmt, der Rest wird erschossen. Ricks hat sich derweil versteckt gehalten und latscht jetzt alleine durch die verwüstete Stadt. Er trifft Darla, grottenschlecht gespielt von Sherrie Rose, die aus irgendeinem Grund trotz ihres nicht vorhandenen Talents immer noch im Geschäft ist. Die beiden schließen sich zusammen, weil Ricks ihr verspricht, sie aus der Zone rauszuholen.

Wynorski telefoniert mit irgendjemandem und es ist klar, dass er etwas Zwielichtiges im Schilde führt. Spannung und so.

Ricks und Darla wollen Waffen von Carlos besorgen, weil in solchen Filmen der Waffenhandel immer von einem Typen namens Carlos geleitet wird. Das geht recht einfach und anschließend klaut man einer Gang von Vollidioten das Auto, was fast genau so einfach ist, da Ricks sich als absoluter Scharfschütze herausstellt. Aber dann kommt Juice, Exstecher von Darla, angefahren und es gibt Probleme. Denn wie das so üblich ist, nimmt Juice die beiden mit auf ein schlechtes Rockkonzert von untalentierten Saftnasen, damit ihnen die Ohren abfallen. Damit sie sich diese nicht zuhalten können, werden sie an Zäune gekettet und Darla muss auch noch einen Sado-Maso-Fummel anziehen. Juice ist ein echter Held der Massen und brutzelt mit seinen Elektrostäben ein paar Leute weg, bevor dann Ricks und ein anderer Typ bis zum Tode gegeneinander kämpfen müssen. Ihr wisst schon, wie in der Donnerkuppel. Ricks macht kurzen Prozess und in der Donnerkuppel war das alles irgendwie spektakulärer. Etwas aufregender ist dann schon der anschließende Kampf gegen Juice und seine Elektrostäbe, aber so richtig Donnerkuppel war das jetzt auch nicht. Der Sieger sollte klar sein.

Ricks und Darla hauen dann ab und klauen noch ein Auto. Es folgt eine Wahnsinnsverfolgungsjagd mit Juices Strandbuggys, bei der man komplett auf größere Karambolagen verzichtet, denn Autos verschrotten kann schließlich jeder. Zwischendurch wird noch schnell getankt und eine Nonne aufgegabelt, mit der man dann zu einem Kloster oder so fährt. Da sind alle irre, deshalb hauen sie wieder ab. Okay, das war erstmal komplett sinnlos.

Wynorski telefoniert mit der Präsidentin und verliert gegen den Computer im Schach.

War wohl doch nix mit dem Abhauen und Ricks liegt gefesselt im Klosterkeller. Er soll wohl geschlachtet werden und der Plan für Darla lautet wohl Versklavung. Aber Maria befreit Ricks und erklärt, dass sie auch gefangen genommen und gezwungen wurde, ihren eigenen Mann zu essen. Ricks befreit Darla und ich kann nur sagen, dass Kannibalenmönche auch nicht mehr das sind, was sie mal waren.

Ricks erzählt Darla, dass er eine Tochter hatte, aber sie und seine Frau sind tot. Darla ist die Definition des Mitgefühls und sagt, dass sie das schade findet, denn sie hätte gerne jemanden, der es wert wäre, verloren zu werden. Ich lasse das mal so stehen.

Ironheads Gebiet ist nicht bewacht, da sich niemand mit ihm anlegt. Den Typen mit seinem Campingwagen an der Straße und dem Gewehr in der Hand hat man offensichtlich nicht in die Rechnung mit einbezogen und Ricks wird angeschossen. Nach der Verarztung wird natürlich rumgevögelt, während der gleiche Soundtrack läuft, den man hier auch für die Actionszenen nutzt. Ich weiß nicht, was mir das sagen soll. Immerhin ist Ricks schnell fertig.

Um in Ironheads Hauptquartier zu kommen, gibt man vor, dass Ricks Darla als Versuchskaninchen ins Labor bringen will. Also genau der gleiche Plan wie in „Hell Comes To Frogtown“. Wenn man schon klaut, dann wenigstens bei den richtig geilen Streifen. Natürlich dauert es genau drei Sekunden, bis man wieder mal gefesselt in der Ecke sitzt. Der Wizard, gespielt von Denis Forest, nicht bekannt aus „Cliffhanger“ und „Eraser“, ist Ironheads Chemiker und ein alter Bekannter von Ricks. Er will weg von Ironhead und sich mit Ricks zusammenschließen. Er verrät ihnen, was er weiß und das Ironhead das Virus mit einer Rakete von einem hohen Gebäude abschießen will.

Also muss man zu einem hohen Gebäude, was irgendwie nicht nach einem durchdachten Plan klingt. Um mehr zu erfahren, stellt Ricks im Labor dann Ironhead, während Darla den Wizard wegbringen soll. Der Plan war ebenso wenig durchdacht, denn Darla wird natürlich zum tausendsten Mal in diesem Film gefangen genommen und Wizard hat natürlich nur Scheiß erzählt und steht doch auf der Seite von Ironhead.

Darla soll natürlich Ironheads Sexsklavin werden und Ricks muss im großen Strandbuggylanzenrennen antreten. Da Ironhead mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, gibt es dann wieder Autoverfolgungsballerasction ohne jegliche Blechschäden. Oh, doch da, ein Überschlag. Und noch einer. Mörderaction hier.

Mit nur noch 5 Minuten auf der Uhr, bevor die Bombe hochgeht, verfolgt Ricks Ironhead auf ein Dach, der sich dabei verhält, wie ein Endboss aus einem Computerspiel und immer wieder dämlich lacht, während er auf seinen Verfolger wartet. Aus irgendeinem Grund kotzt er dann orangenes Zeug aus und stirbt. Ricks entschärft die Bombe und hat das Virus. Er ruft Wynorski an und der will trotzdem die Bombe zünden. Das geht aber nicht, also verspricht er Ricks alles was er will, wenn er ihm das Virus gibt.

Wynorski fliegt mit seinem Hubschrauber los und trifft sich mit Ricks auf dem Dach. Wynorski will Ricks natürlic verarschen, aber der schießt die Rakete ab. Dann trinken beide was vom Gegenmittel, oder so. Ich raffs nicht ganz. Ah, Wynorski kaspert ab und kotzt vermutlich gleich orangenes Zeug aus. Aber was hat Ricks dann gesoffen? Ich checks nicht. Aber wen interessiert es schon. Sinn sucht man hier ja eh vergeblich.

Durchaus unterhaltsamer Spaß, der überall kopiert und sich meist genau bei den schlechten Sachen bedient. Ich gehe mir einen Chemiker suchen …

Aufgehobene Beschränkung von Themengebieten durch räumliche Dacherweiterungen

So, nach kleiner Winterpause geht es weiter mit dem Schrott hier. Und wir beginnen das schrottige Jahr mit dem Magnus Opus des Schrottfilms. Und ich muss schon sagen, ich erwarte eine ziemlich großer Herausforderung, diesem Streifen hier gerecht zu werden. Normalerweise schreiben sich die Berichte hier ja fast von selbst. Aber hier muss man wohl wirklich ins Detail gehen, denn der heutige Film trieft nur so vor Schrott. Passend zum Kinostart von „The Disaster Artist“ handelt es sich natürlich um den Knaller schlechthin:

THE ROOM – USA – 2003 – 99 Min.

Irgendwie ist ja der Anfang schon bemerkenswert. Wir sehen eine Brücke irgendwo in Amerika und ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um ein Foto handelt. Und dann wird groß der Titel THE ROOM eingeblendet. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, einen Raum zu zeigen? Der Film heißt schließlich nicht THE BRIDGE und es würde mich doch stark wundern, wenn diese Brücke irgendeine Rolle in diesem Streifen spielt. Genau so wenig übrigens wie der Bootsteg, die Insel und das Meer, die man anschließend zu sehen kriegt. Immerhin ist es aber kein Stillleben.

Ah, die Stadt. Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Eine Straßenbahn. Ist das San Franciso? Und ist das überhaupt wichtig? Sicher nicht, also kommen wir lieber zum eigentlichen Film:

Tommy Wiseau kommt nach Hause zu seinem blonden „Babe“ und hat ihr ein Geschenk mitgebracht. Die darstellerischen Abgründe, die hier zum Tragen kommen, entfalten sich bereits, aber es wird wie wir alle wissen noch viel schlimmer werden. Das Geschenk ist ein rotes Kleid. Johnny, so Wiseaus Name hier, ist natürlich der gefeierte Held bei seinem „Babe“ Lisa, die das Kleid auch direkt anprobiert. Johnny findet, dass sie super aussieht, könnte aber nicht gelangweilter wirken.

Denny kommt rein und findet Lisa auch hot und wird dann von den Beiden stehen gelassen, weil sie zusammen nach oben gehen. Denny isst einen Apfel und geht hinterher, um die lahmste Kissenschlacht aller Zeiten zu unterbrechen, was alle ganz besonders lustig finden. Also sind die jetzt in einer Dreierbeziehung, oder ist Denny einfach nur ein perverser Beischlafunterbrecher, der Äpfel isst und dann mit Kissen auf Blondinen einprügelt? Ah, er würde gerne zugucken. Johnny meint aber, „2 are great, but 3 is a crowd“. Hat der denn nicht zugehört? Denny will nur zugucken. Also ist er das Publikum. Hoffentlich hat er noch nen Apfel in der Tasche. Denny versteht aber, dass die beiden alleine sein wollen und muss sowieso noch Hausaufgaben machen. Äh, wie alt ist der denn? Also ist er nicht nur pervers, er ist auch noch minderjährig. Irgendetwas eigenartiges geht hier vor sich. Oder es hat einfach keine Sau darüber nachgedacht, als man den Quatsch hier gedreht hat.

Die folgende Montage aus Kissenschlacht, Tanzen, Bettgekicher und Rumgeknutsche unterlegt von Schnulzenmusik ist das pure Grauen und viel zu lang. Und sie führt natürlich zu absolut gar nichts. Und wo kommt dieses Wasser her? Soll das andeuten, dass es draußen regnet, oder haben die einen Wasserfall im Schlafzimmer? Die Darstellerin hat für diesen Quark sogar ihre Tüten gezeigt, was sie sicher bis heute bereut. Anschließend wird gepennt und Tommy hatte nach dem Dreh sicher tierische Nackenschmerzen. Kein Mensch liegt so verdreht in seinem Bett.

Der Wecker klingelt und Johnny steht auf, um an einer Rose zu riechen. Diese Figuren sind definitiv komplett aus dem wahren Leben gegriffen. Jeder riecht ja morgens erstmal an einer Rose, bevor er zur Arbeit geht.

Lisas Mutter kommt zu Besuch und erklärt ganz genau, was in dieser Szene passiert. „Lass uns zur Couch gehen.“ Sie gehen zur Couch. „Lass uns hinsetzen.“ Sie setzen sich hin. Mama fragt, was es Neues gibt und Lisa platzt direkt damit heraus, dass sie Johnny arschlangweilig findet. Mutter ist entsetzt, denn Johnny ist wundervoll und wird bald befördert. Den kann man doch nicht einfach so in den Wind schießen. Lisa ist überzeugt und damit ist das erstmal durch und Mama muss wieder abhauen, weil sie ja schon ganze 2 Minuten da war. Johnny sollte ihr von seinem vielen Geld mal einen Terminkalender kaufen, damit sie nicht immer so in Eile ist.

Lisa ruft ihren Stecher „Baby“ an, der von Greg Sestero gespielt wird und Mark heißt. Immerhin haben hier alle einen Namen, sonst würden die ganzen „Babys“ noch zu Verwirrung führen. Lisa erklärt ihm, dass ihre Mutter eine Schlampe ist, die ihr Leben bestimmen will und verabredet sich am nächsten Tag mit Mark. Es ist scheinbar direkt der nächste Tag, denn Mark kommt vorbei und Lisa ist megascharf auf ihn und will ihn mit Wein abfüllen, während sie sich auszieht. Mark braucht einen Moment, um zu kapieren, was hier los ist. Spätestens als Lisa ihn „Lover Boy“ nennt, sollte der Groschen fallen. Mark ist Johnnys bester Freund und hat deshalb Bedenken, ob das hier richtig ist und will gehen. Aber Lisa liebt ihn und will Johnny nicht heiraten. Ein bisschen rummachen geht bei Mark wohl immer und es folgt die nächste Montage des Grauens mit Schnulzenmusik.

Johnny geht Rosen kaufen und ist verantwortlich für die großartigste Blumenladenszene, die jemals auf Zelluloid gebannt wurde. Ein halbes Dutzend Sätze innerhalb von 20 Sekunden runtergerattert und auch noch den Hund gestreichelt. Das ist Timemanagement im Film. Bloß keine Langeweile aufkommen lassen. Das Einsteigen ins Auto dauert länger, als die ganze Szene im Laden. Muss man auch erstmal schaffen.

Lisa bestellt Pizza und dann kommt Denny vorbei, der jetzt klingelt. Vorhin ist er noch einfach reingelatscht. Da Johnny nicht da ist, will er Lisa küssen, aber die will nicht, dabei ist sie doch sonst auch eine Nutte. Vielleicht hat man sich doch Gedanken um die Minderjährigjkeit gemacht. Denny haut wieder ab. Johnny kommt mit den Blumen nach Hause und hat die Beförderung nicht gekriegt und ist echt traurig. Lisa hat eine super Idee und macht Drinks fertig, obwohl Johnny gar nicht trinkt. Aber er kommt schnell auf den Geschmack und das Besäufnis kann beginnen. Die Figuren besoffen macht die Sache irgendwie erträglicher. Die hätten die ganze Zeit saufen sollen.

Es wird mal wieder Zeit für eine Sexmontage mit Schnulzenmusik. Das ist jetzt die Dritte und der Film läuft gerade mal 26 Minuten. Ich muss mich hier noch auf einiges gefasst machen, fürchte ich. Immerhin ist diese Montage recht kurz.

Lisa organisiert eine Party für Johnnys Geburtstag. Mama ist auch eingeladen und palavert was von ihrem Haus, das ihr Bruder haben will, oder so. Es wird sicher absolut keine Rolle mehr spielen. So, wie Mutter es rüberbringt, wird ihre Brustkrebsdiagnose auch nicht mehr wichtig werden. Sie könnte es wohl nicht weniger interessieren. Selten hat jemand so gelangweilt auf eine Krebsdiagnose reagiert. Fehlt nur noch das Schulterzucken. Lisa erklärt dann, dass Johnny sie geschlagen hat, aber Mutter meint, dass er ihre finanzielle Absicherung ist, da kann man sich auch mal verwemsen lassen. Diese Dialogszenen sind absolut fantastisch. Siebzig Themen in 2 Minuten gequetscht ohne Zeit für irgendeinen Übergang zwischen den Themen zu verschwenden.

Wer sind denn die beiden jetzt? Irgendein Typ und eine Frau mit Schokolade. Ich sehe schon die vierte Sexmontage vor mir. Die bleibt aber zum Glück aus, denn Lisa und Mama kommen nach Hause und Mutter fragt zu Recht, wer diese „Charaktere“ sind. Lisa erklärt, dass Mike und Michelle gerne ihre Hausaufgaben hier machen. Sagt mal, kann da jeder einfach in die Wohnung rein und rauslatschen, wie er lustig ist? Wo zur Hölle wohnen die da, dass die scheinbar ihre Tür nicht abschließen und einfach irgendwelche Leute ihre Hausaufgaben in deren Wohnung machen können? Mal schauen, welche tiefgründigen Erkenntnisse Mutter als nächstes parat hält. Ah, Denny kommt reingelatscht und Mutter stellt die Frage der Fragen: „Wie viele Leute latschen hier täglich ein und aus?“ Ich frage es mich auch, Mutter, ich frage es mich auch. Denny will sich alle Zutaten für „Backe, Backe Kuchen“ leihen, aber kommt dann lieber später nochmal wieder. Lisa erzählt dann, dass Johnny Denny adoptieren will – also den Jungen, der vorhin noch mit ihm gemeinsam seine Freundin flachlegen wollte – und ihm die Wohnung gegenüber bezahlt, bis Denny mit der Schule fertig ist. Mutter kommt dadurch wieder auf die Beziehung zu sprechen und muss dann natürlich wieder nach Hause gehen.

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Schauplatz des Films neben THE ROOM, bei dem ich mir immer noch nicht sicher bin, um welchen Raum es hier eigentlich geht. Denny steht auf THE ROOF und wird von einem Typen mit einer Waffe bedroht, der sein Geld will. Wie zum Geier ist der Typ auf das Dach gekommen? Kann wirklich jeder einfach in das Haus rein und raus latschen, wie er will? Johnny und Mark kommen gerade rechtzeitig, um den Typen zu überwältigen und zur Polizei zu bringen. Lisa und Mutter wollen wissen, warum Denny dem Typen Geld schuldet. Natürlich geht es um Drogen und um grottenschlechte Darstellerleistungen. Johnny und Mark sind zurück, was nur bedeuten kann, dass die Polizeiwache direkt unter der Wohnung liegt.  Diese komplette Geschichte wird nebenbei absolut keine Rolle mehr spielen, also vergessen wir einfach, dass das gerade passiert ist.

Nach diesen dramatischen Ereignissen telefoniert Lisa mit Mark, weil sie seine sexy Stimme hören will. Mark rafft gar nix. Ich nebenbei auch nicht. Waren die mal zusammen, oder warum sagt Mark, dass es zwischen ihnen aus ist? Ach komm, egal. Viel wichtiger ist die nächste Szene, die wohl jeder kennt. Johnny kommt aufs Dach und brabbelt vor sich hin, dass er Lisa nicht geschlagen hat. „I did not hit her. It’s bullshit. I did naaaaht. Oh, hi Mark.“ Mark sitzt auf dem Dach und denkt nach, was natürlich wieder einen brachialen Themenwechsel mit sich bringt, bei dem es um Untreue und Freundschaft und Frauen und Mark und Geheimnisse und einen Football geht. Mark haut ab und Denny kommt vorbei, um mit Johnny Football zu spielen. Oh, und Johnny zu sagen, dass er Lisa megageil findet. Ich denke, die Kissenschlacht vom Anfang hätte Johnny einen Hinweis geben können. Johnny hält eine Ansprache über Liebe und Familie und wie Lisa Denny als einen Freund oder Sohn liebt. Und da Johnny Lisa vertraut, macht er sich keine Sorgen. Außerdem liebt Denny ja auch Beth, die er heiraten und schwängern will. Wie viele Ischen hat der Typ bitte am Start, auf die er scharf ist? Sicher, dass der Typ mit der Waffe wegen Drogen da war? Ich glaube eher, das war ein Pimp, dem Denny alle Weiber weggeschnappt hat.

Lisa erzählt Michelle davon, dass Johnny sie geschlagen hat und ihn nicht mehr heiraten will. Michelle ist wie Lisas Mutter und findet es gar nicht gut, dass Lisa Johnny nicht mehr will und stattdessen Mark pimpert. Und wenn sie es Johnny nicht sagt, wird etwas schlimmes passieren. Wieso interessiert es eigentlich keine der Frauen, dass Johnny scheinbar der große Weiberdrescher ist? Auch, wenn Lisa nur Scheiße erzählt, muss die das doch irgendwie tangieren, oder? Geldgeile Schlampen. Dann lasst euch halt von euren Stechern vermöbeln. Habt es auch nicht besser verdient. Johnny kommt nach Hause und Michelle macht sich lieber vom Acker. Lisa sagt Johnny, was abgeht und Johnny will ihr das Leben erklären. Glücklicherweise wird uns dieser Monolog erspart und Lisa geht pennen. Was zum Kuckuck war denn das für eine Schwachsinnsszene?

Mike und Johnny treffen sich in einer zwielichtigen Gasse. Ich gehe mal davon aus, dass Denny hier die Drogen gekauft hat. Mike erzählt Johnny, dass er Michelle in Johnnys Wohnung flachgelegt hat und dann kommt Denny vorbei, damit alle einen Football durch die Gegend werfen können. Mark kommt auch dazu und wirft mit. Mike fällt in Mülltonnen und die Szenen werden tatsächlich immer noch beknackter.

Johnny hört, wie Lisa ihrer Mutter erzählt, dass sie mit einem anderen in der Kiste war. Johnny hat den Masterplan und stellt einen Kassettenrekorder auf, um von jetzt an alles aufzunehmen, was in seiner Wohnung passiert.

Johnny trifft sich mit Peter (wer auch immer das ist) und sagt ihm, dass er vermutet, dass sie ihm untreu ist. Ah, Peter ist ein Psychologe, den jeder der Beteiligten hier gut gebrauchen könnte. Warum kommt der Psychologe eigentlich zu ihm nach Hause? Ist der mit ihm befreundet? Mark kommt natürlich auch vorbei und jetzt haben wir das Todesdreieck zusammen. Und natürlich geht es wieder um tausend Sachen in fünf Sätzen. Johnnys Imitation eines Huhns ist das absolute Highlight der Szene. Als Lisa und Denny nach Hause kommen, hauen Mark und Peter ab … und treffen sich zehn Sekunden später auf dem Dach wieder. Ist das jetzt einen Tag später, oder sind die einfach aufs Dach gelatscht und Peter kam nicht ganz so schnell die Treppen hoch? Die beiden streiten sich wegen Wasweißich und Mark will Peter vom Dach werfen. Also für eine Sekunde. Dann will er ihm sein Herz ausschütten und erzählt, was mit Lisa abgeht. Peter ist sicher, dass Lisa eine Soziopathin ist, die niemanden lieben kann. Sollte er das nicht vielleicht dann auch mal Johnny erzählen? Nebenbei hätte Mark ihn eh nicht vom Dach werfen können, da alle Dachszenen aus irgendeinem Grund vor Greenscreen gedreht wurden. Warum weiß Wiseau allein.

Alle haben Anzüge an. Ist das jetzt der Hochzeitstag? Vermutlich nicht, denn sie gehen in ihren Anzügen Football spielen. Für 10 Sekunden, dann legt sich Peter auf die Fresse und sie gehen nach Hause. Szene vorbei. Das hat uns jetzt wirklich unglaublich vorangebracht.

Johnny und Mark gehen Kaffee trinken. Okay, jetzt mal ernsthaft, diese Themenwechsel sind doch nicht ernst gemeint, oder? Mark fragt Johnny, wie es auf der Arbeit läuft. Der erzählt, dass sie einen neuen Klienten haben. Mark will wissen, wer der Klient ist. Johnny: „I can’t tell you. That’s confidential. Anyway, how is your sexlife?“ Wenn ich Mark wäre, würde ich auch keine Antwort geben. Johnny muss weg. Hat keiner hier eine Uhr? Wieso hängen die überall nur für zwei Minuten rum, wenn sie dann zu einem Termin müssen.

Oh, da ist sie: Sexmontage Nummer 4 starring Mark und Lisa.

Wenn die Typen hier gerade nicht nach zwei Minuten zu einem wichtigen Termin müssen, werfen sie einen Football durch die Gegend. Und keine dieser Szenen führt zu irgendwas. Wenn der Football nicht noch eine wichtige Rolle spielt, hätte man den Film auf 30 Minuten kürzen können.

Lisa fegt mit THE BROOM, als Mark anklopft. Sexmontage Nummer 5 bleibt aus, denn Michelle klopft an und Mark muss gehen, damit die Mädels sich bekichern können. Nach einigen Szenen, bei denen sich alles nur noch im Kreis dreht (also Football, Ich will Johnny nicht mehr heiraten, Oh hi, Mark) steht dann Johnnys Geburtstagsparty an.

Alle haben eine tolle Zeit, es gibt Kuchen und Wein und alles, was dazu gehört. Lisa schickt dann alle raus, damit sie mit Mark rummachen kann, aber irgendein Typ kommt rein. Äußerst überraschend. Ich schmeiße doch auch keine Party und schicke dann mal alle anwesenden auf den Balkon, damit ich mal eben fremdficken kann. Wie doof sind die eigentlich alle hier? Und wer zum Kuckuck ist das jetzt? Jedenfalls sieht er was abgeht, erzählt Johnny aber erstmal nichts. Nebenbei kündigt Johnny dann mal kurz an, dass Lisa schwanger ist, oder so. Wie sich herausstellt, hat Lisa das aber nur erfunden, wie sie gerade Michelle und dem Typen ohne Namen erklärt.

Johnny und Mark geraten dann aneinander, und schubsen sich für drei Sekunden durch die Gegend, bevor sie sich die Hand geben und alles wieder gut ist. Intensives Drama geht anders, aber man muss hier nun mal nehmen, was man kriegen kann. Eine Minute später geraten sie wieder aneinander und es entbrennt ein unfassbarer Kampf mit noch unfassbarerem Trashtalk. Johnny bringt sogar seine unnachahmliche Huhnimitation.

Die Party ist vorbei und Johnny hat sich im Bad eingeschlossen. Lisa will zu Mark gehen, aber Johnny hat noch ein Ass im Ärmel und holt die Kassette hervor, mit der er alles aufgezeichnet hat. Wozu braucht der eigentlich noch die Kassette, wenn doch absolut klar ist, was da abgeht? Johnny kann es nicht fassen, dass sie ihn mit Mark betrogen hat. Er wollte doch nur THE GROOM sein. Und jetzt hat er keine Freunde mehr. Lisa interessiert das alles nicht und sie geht.

Tommy Wiseau mobilisiert jetzt seine ganze schauspielerische Begabung und brennt ein Feuerwerk der darstellerischen Kunst ab, während er die Bude auseinander nimmt. Er zerreißt das schöne rote Kleid und hat irgendwoher eine Waffe. Natürlich hat er eine Waffe. Der Film spielt in Amerika. Er bläst sich selbst das Hirn raus und wird später von Lisa und Mark gefunden. Mark hasst Lisa dafür, dass sie das alles angerichtet hat. Und dann kommt Denny auch noch vorbei und blah. Der Film ist vorbei und wir wissen, dass ihr alle Trottel seid. Also Ende jetzt.

Tja, was soll man sagen. Mein Text wird dem Film natürlich in keiner Weise gerecht. Das muss man einfach selbst gesehen haben. Zum Teil zwar wirklich zäh, aber mit einigen Knallerszenen wird man immer wieder wachgerüttelt. Ich gehe meinen Raum verwüsten …

Sexuell fragwürdige Weihnachtsvorbereitungen auf europäischen Inseln

„Jingle Bells, Jingle Bells …“ Seid ihr eigentlich auch so textsicher, wenn es um Weihnachtslieder geht? Ich habe keine Ahnung, wie das Lied weitergeht. Versuchen wir ein anderes. „O Tannenbaum, O Tannenbaum …“ Hm, wie schön? Wie grün? Wie groß? Keine Ahnung, was die Frage zu den Blättern genau war. Also zurück zu den Jingle Bells. Denn um die geht es beim diesjährigen Weihnachtsschrott. Um ganz dicke Jingle Bells zwischen den Beinen der Männer, die nichts anderes wollen, als zu Weihnachten endlich mal wieder eine Frau flachzulegen. Hier ist der Film, den ihr alle mögt, ich aber komplett scheiße finde.

LOVE ACTUALLY – Tatsächlich … Liebe! – UK – USA – Frankreich – 2003 – 135 Min.

Starring: Alle Stars die England zu bieten hat. Und Heike Makatsch.

Die pure Romantik beginnt am Flughafen, dem weihnachtlichsten Ort schlechthin. Und natürlich wird vom Erzähler auch noch schnell das 9/11-Attentat erwähnt, damit klar ist, das Liebe alles übersteht, oder so.

Bill Nighy ist sowas von Rock ’n’ Roll, dass er ein Hemd tragen kann, das jeden Beach Boy neidisch machen würde. Und er kann sich keine Liedtexte merken. Aber wer kann es ihm verdenken, handelt es sich doch um eine grottige Version von „Love is all around me“ in der Weihnachtsversion. Wie er dann auch selbst erkennt, ist das Lied kompletter Scheiß. Ich frage mich nebenbei, wie sinnvoll es überhaupt ist, 5 Wochen vor Weihnachten (wie eine Einblendung verrät) noch einen Weihnachstssong aufzunehmen. Ich bin ja kein Experte, aber muss man das Lied nicht erst noch abmischen, auf CDs pressen, Marketing betreiben, die CDs ausliefern, den Song im Radio mindestens 8 Wochen lang hoch und runter dudeln und mindestens ein Konzert geben, damit das ganze zum Hit wird?

Colin Firth liebt seine Feundin so sehr, dass er das alle drei Sekunden sagen muss und damit scheinbar nicht nur mir derbe auf die Klötze geht.

Liam Neesons Frau ist gestorben und er ruft Emma Thompson an, um genau 5 Sekunden mit ihr zu reden. Äh, ja, irgendwie muss man ja die tausend uninteressanten Charaktere einführen. Emma Thompsons Tochter oder Nichte oder Kind, dass sie einfach auf der Straße gefunden und mit nach Hause genommen hat, spielt in der Schulaufführung den ersten Hummer von mehreren, die bei der Geburt von Jesus anwesend waren. Knallergag. Damit haben wir auch schon mal die Humorebene dieses Mülls festgelegt. Mit anderen Worten: Humor quasi nicht vorhanden.

Irgendein notgeiler Fatzke liefert Muffins ins Büro und nennt Heike Makatsch seine „zukünftige Braut“. Die ist zu recht komplett angewidert und geht irgendwohin, wo keine notgeilen Fatzken Muffins verteilen.

Währenddessen wird der feuchte Traum aller Sherlock Fans war, als wir das Set des Dr. Watson Pornodrehs besuchen.

Andrew Lincoln ist Trauzeuge bei der Hochzeit von Chiwetel Ejiofor und Keira Knightley.

Primeminister Hugh Grant tritt seinen Job an und trifft seine Untergebenen Terrance, Pat und die neue Natalie, die einfach nur so strunzdämlich ist, dass es schon weh tut. Der Primeminister hingegen findet ihre Blödheit extrem geil und holt sich vermutlich in seinem Büro erstmal einen runter.

So, das waren die ersten 10 Minuten Charakterhingeschluder ohne Grenzen. Wer zur Hölle soll sich diese ganzen Affen bitte merken? Und es folgen 2 Stunden mit genau diesen Affen, von denen ich bisher nur weiß, dass sie mir alle jetzt schon tierisch auf den Sack gehen. Hui, was für ein Spaß.

Es geht zurück zur Traumhochzeit zwischen Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor. Andrew Lincoln beschließt, die Hochzeit zu sprengen, indem er ein Überraschungskonzert veranstaltet, bei dem sich mir die Frage stellt, wie zum Teufel der die ganzen Musiker mit ihren Instrumenten unbemerkt in die Kirche geschmuggelt hat. Sollte das Brautpaar nicht wissen, wen sie eingeladen hat? Mal davon abgesehen sind die Musiker einfach überall. Mit anderen Worten: Ohne sie wäre keine Sau bei der Hochzeit anwesend gewesen.

Nur für den Fall, dass ihr es vergessen habt: Colin Firth liebt seine Freundin. Das ändert sich aber schlagartig, als sich herausstellt, dass sie seinen Bruder regelmäßig zu sich ins Bett einlädt.

Der notgeile Fatzke macht sich vor Nancy zum Affen. Das bringt ihm die Erleuchtung, dass er keine richtige Liebe finden kann, weil die englischen Frauen nicht dafür gemacht sind, oder so. Also beschließt er, sein Glück in Amerika zu versuchen. Vielleicht würde es mit der „Liebe“ auch helfen, wenn er sich nicht selbst „Colin – King of Sex“ nennen würde. Nur so ein Gedanke.

Zurück zum Dr. Watson Porno, wo aber nichts nennenswertes passiert, außer dass Judy ihre Tüten zeigt.

Auf der Beerdigung spricht Liam Neeson über seine tote Frau. Von allen Anwesenden wirkt eigentlich nur Emma Thompson wirklich betrübt über den Verlust. Und natürlich Neeson selbst. Der Rest sitzt halt auch da rum.

Andrew Lincoln, dessen schauspielerische Bandbreite von Loser-Trauzeuge mit einem Gesichtsausdruck bis hin zum Zombiekiller mit einem Gesichtsausdruck reicht, beschwert sich über den Hochzeits-DJ. Und da kann ich nur zustimmen, denn DJs sind einfach kacke und spielen immer den Scheiß, den keine Sau hören will. Ernsthaft, egal was für Partys ich eventuell mal schmeißen sollte, nie im Leben wird dort ein DJ engagiert.

Alan Rickman, Boss von Heike Makatsch und Laura Linney und Karl, spricht mit Linney darüber, dass es nicht gut für das Arbeitsklima ist, wenn sie dauernd Karl anstarrt wie eine besessene Irre … Moment mal, da läuft tatsächlich schon Bill Nighys Song im Radio. Wem wollt ihr die Scheiße denn bitte erzählen? Der hat den vor ungefähr 3 Stunden aufgenommen. Der Radiomoderator findet das Lied so richtig kacke, was er vielleicht nicht laut hätte aussprechen sollen, da Bill Nighy zu Gast ist. Sollte ein Radiomoderator nicht wissen, wer der Gast ist? Nighy ist nebenbei der beste Gast, den man sich wünschen kann, da er den Song ebenfalls scheiße findet und zugibt, dass er den Kack nur macht, damit er ein Comeback nach seiner Heroinsucht feiern kann.

Der Primeminister hat eine Sitzung mit allem was Rang und Namen hat und es geht um die USA. An seiner Geilheit auf Natalie, die er seit 12 Sekunden kennt, hat sich nebenbei absolut nichts geändert.

Dr. Watson Porn again, wo sich die Poppenden annähern.

Colin erzählt seinem Kumpel, dass er nach Wisconsin fliegen wird, um dort jede Menge Weiber fachzulegen. Sein Kumpel ist nicht überzeugt von der Idee.

Alan Rickman checkt nicht, dass Heike Makatsch ihn poppen will. Ich habe noch nicht so ganz geblickt, worum es in dieser Story geht. Okay, ums Ficken, wie bei allen anderen Handlungssträngen in diesem Film auch, aber hier ist es noch nicht ganz so offensichtlich. Wobei das Grinsen von Rickman doch verrät, dass er es vielleicht doch checkt.

Emma Thompson empfiehlt dem heulenden Liam Neeson, dass er mal etwas geduldig sein soll, denn Zeit heilt alle Wunden und so. Und Männer, die dauernd flennen, sind absolute Luschen. Nette Frau. Ich würde sie an seiner Stelle direkt heiraten. Neeson versucht sich mit seinem elfjährigen Stiefsohn anzunähern, der gerade seine Mutter verloren hat. Und was gäbe es da besseres, als ihm Liebesratschläge zu geben. Denn er ist verliebt, was man ja fünf Minuten nach der Beerdigung der eigenen Mutter mal so raushauen kann, denke ich.

Karl macht Feierabend. Laura Linney schminkt sich noch schnell, bevor er an ihr vorbei geht, damit sie nicht komplett kacke aussieht und ihn wie eine Irre anstarren kann, während er das Büro verlässt. Nicht gut fürs Arbeitsklima, Laura.

Colin Firth hat das Geficke zwischen seiner Freundin und seinem Bruder nicht gut weggesteckt und sich in ein Haus am See verzogen, um da seinen neuen Roman zu schreiben.

Primeminister Grant und Natalie erzählen sich ein bisschen voneinander. Unter anderem erzählt Natalie, dass sie zu fett ist. Zumindest denken ihre Eltern das, bei denen sie wieder wohnt. Ich bin ehrlich, diese Geschichte ist zwar auch irgendwie banane, aber immerhin sind die Charaktere nicht komplette Scheiße. Also das kleinste Übel hier.

Neesons Stiefsohn erzählt von seiner großen Liebe, die nicht mal seinen Namen kennt, weil er nie auch nur ein Wort mit ihr gesprochen hat.

Nighy rockt das nächste Interview im TV.

Andrew Lincoln hängt auf einer Kunstausstellung herum und telefoniert mit seinem Freund Ejiofor. Und dann natürlich mit Knightley, die ihn zu sich einlädt, weil das Hochzeitsvideo totale Scheiße ist. Sie sind nebenbei schon aus den Flitterwochen wieder da. Zeit ist in diesem Film so unfassbar relativ, dass ich mich nicht wundern würde, wenn wir gleich noch live bei der Geburt von Jesus und damit der Entstehung von Weihnachten dabei sind.

Rickman und Linney käbbeln sich im Büro wie die kleinen Kinder. Makatsch macht dann mal kurz für Rickman die Beine breit, aber der checkts immer noch nicht, glaube ich.

Colin Firth kriegt eine neue Haushälterin namens Aurelia geliefert. Sie kommt aus Portugal. Firth spricht natürlich kein Wort Portugisisch. Und wie sich herausstellt auch kein Französisch. Und auch sonst nix. Sein Englisch ist für einen Engländer aber ganz okay, muss ich sagen. Aurelia hat durchgehend einen Gesichtsausdruck drauf, der sagt „Womit habe ich das verdient?“

US-Präsident Billy Bob Thornton besucht Primeminister Hugh Grant und natürlich muss sich Natalie noch kurz zum Vollhonk machen, bevor die beiden Länder auseinander driften. Thornton ist natürlich auch direkt megascharf auf Natalie. Was hat die Frau bitte an sich, dass die Staatsoberhäupter die unbedingt ficken wollen? Grant bricht dann auf einer Pressekonferenz mal ganz spontan alle Verbindungen zu den USA ab, weil er Natalie für sich alleine haben will. Seht ihr, das ist Politik. Einfach mal spontan seinen Verbündeten in die Eier treten, weil man sich um die gleiche Frau streitet. Emma Thompson kann es auch nicht fassen und ruft den Primeminister an: Kann mir mal bitte jemand erklären, wer zum Geier diese Frau eigentlich ist, die als erste zum Primeminister durchgestellt wird und einfach jeden in dem Film kennt? Unter anderem auch Alan Rickman, der gerade bei ihr rumhängt.

Okay, Primeminister Grant, der zu beschissener Popmusik tanzt ist schon ein Highlight, muss ich sagen. Er und Natalie passen perfekt zusammen, denke ich.

Die portugiesische Haushälterin versenkt Colin Firths Manuskript im See, weil jede Frau in diesem Film einfach saudämlich ist. Aber irgendwie musste man ja eine Szene von ihr in Unterwäsche unterbringen, als sie in den See springt. Colin Firth springt hinterher und anschließend gibt es natürlich Tee. Meine Fresse, diese Verständigungsprobleme sind sowas von unlustig, dass es schon fast weh tut.

Es sind noch 2 Wochen bis Weihnachten und Nighy hat jetzt auch ein beschissenes Musikvideo zu seinem beschissenen Song.

Keira Knightley besucht Andrew Lincoln und sie weiß, dass er sie nicht wirklich mag, aber sie will gerne mit ihm befreundet sein. Seht ihr, auch Keira ist strunzdoof und merkt absolut nicht, wie heiß Andrew auf sie ist. Das ändert sich allerdings schlagartig, als sie sich das von ihm aufgenommene Hochzeitsvideo anguckt, auf dem ausschließlich sie in Nahaufnahme zu sehen ist. Nun könnte man ja sagen, dass Andrew einfach absolut creepy ist und seine begehrten Frauen filmt, um sich dann auf die Videos einen von der Palme zu wedeln. Oder man macht es wie Knightley und betrachtet es als Liebe.

Grant lässt Natalie feuern, weil er geil auf sie ist. Die anderen Angestellten scheinen erleichtert, weil sie ja so fett ist. Nette Sache.

Liam Neeson ist auch noch da. Und sein Stiefsohn hat schlechte Nachrichten, denn seine Auserwählte wird zurück nach Amerika gehen. Hoffentlich fällt sie dort nicht Sex King Colin in die Arme. Neeson hat aber den absoluten Masterplan: TITANIC GUCKEN!!! Was zur Hölle? Welcher Mann guckt denn bitte mit seinem Stiefsohn bei Liebeskummer diesen Film?

Colin Firth hat aus irgendeinem Grund den ganzen Kofferraum voller Knoblauch. Seine Haushälterin geht zurück nach Portugal. Sind da gerade Abschiebewochen in Großbritannien, oder warum hauen die alle ab. Zum Abschied gibt es noch einen Kuss. Zum Glück hat sich Firth nicht vorher den ganzen Knoblauch reingepfiffen.

Der Stiefsohn ist schlauer als Neeson und hat einen viel besseren Plan, als einen beschissenen Film zu gucken. Da Mädchen ja voll auf Musiker abfahren, will er in der Schulband Schlagzeug spielen, damit seine bald abreisende dann so feucht wird, dass sie direkt zu ihm auf die Bühne rutscht, oder so. Grandios. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, erstmal auch nur ein Wort mit ihr zu wechseln, aber das wäre ja zu einfach. Neeson ist natürlich absolut begeistert von dieser Idee. Übrigens muss man ja sagen, dass Neeson wirklich alles gibt, um diese Scheiße hier irgendwie erträglich zu machen. Der Mann ist so gut, der sollte mal wieder in einem gescheiten Film mitspielen.

Nighy gibt ein weiteres seiner grandiosen Interviews. Primeminister Grant freut sich seines Lebens vorm TV.

Makatsch tanzt mit Rickman, Linney tanzt mit Karl. Der ist doch nebenbei niemals Engländer. Müsste der nicht auch langsam mal zurück in sein Heimatland? Vorher landen er und Linney jedenfalls noch in der Kiste. Bravo, Laura, du hast es geschafft, ohne irgendwas zu tun, außer irre zu starren, einen heißen Kerl ins Bett zu kriegen. Leider werden sie unterbrochen von einem Anruf, bei dem es um den Papst, Exorzismus und Bon Jovi geht. Ach ja, Laura ist eine Frau und das bedeutet, dass es das war mit dem Geficke, weil sie saudämlich ist und lieber zu ihrem Bruder rüber fährt. Karl wandert inzwischen vermutlich aus.

Ach guck mal, Emma Thompson und Alan Rickman sind verheiratet. Und Heike Makatsch zieht sich aus. Nicht mehr in der Szene zu sehen. Sie zieht sich einfach aus. Fertig. Der Followup ist natürlich, dass Rickman einsieht, dass es eine gute Idee ist, Heike flachzulegen, weil seine Frau Emma ihm tierisch auf den Sack geht. Also kauft er eine Kette bei Rowan Atkinson, um Heike wenigstens ein Geschenk machen zu können, bevor er sich zwischen ihre Beine quetscht. Hat der immer noch nicht kapiert, dass Makatsch seinen Hans Gruber will und er eigentlich absolut nichts weiter dafür tun muss?

Dr. Watson und Judy verabreden sich zu einem Drink nach dem Pornodreh. Okay, es ist eigentlich kein Porno, aber offensichtlich wird in dem Film, den sie da drehen nur gevögelt.

Colin hat eine Tasche voller Kondome und ist bereit zur Abreise nach Amerika und lernt in der ersten Bar direkt drei geile Ischen kennen, die ihn direkt zu sich nach Hause ins Bett einladen. Eine davon ist übrigens Elisha Cuthbert, die eindeutig besseres als diesen Krampf verdient hat. Aber hey, Colin hatte recht. In Amerika findet jeder was zum Ficken.

Emma Thompson denkt, Rickman wird ihr zu Weihnachten Schmuck schenken. Colin Firth lernt Portugiesisch.

Ho Ho Ho! Wir haben endlich Weihnachten erreicht. Hat nur quälende 90 Minuten gedauert. Alan Rickman schenkt Emma Thompson eine CD. Wenn das mal nicht die pure Liebe ist, weiß ich es auch nicht mehr. Heike Makatsch steht derweil leicht bekleidet vor dem Spiegel und hängt sich an ihrer Kette auf … äh, hängt sich die Kette um. Emma kann das Drama natürlich gar nicht fassen. Dabei wollte sie doch die Kette haben. Anstatt etwas zu sagen, flennt sie aber lieber heimlich rum und damit ist diese Geschichte einfach abgeschlossen. Was für eine unfassbare Zeitverschwendung.

Und wie verbringen Neeson und sein Stiefsohn den Weihnachtsabend? Nein, nicht mit Geschenken. Sie liegen auf dem Sofa und bemitleiden sich gegenseitig. Denn der Stiefsohn ist 11 Jahre alt. Da hat man natürlich wichtigere Dinge im Kopf als Weihnachtsgeschenke.

Bill Nighys Kacksong ist natürlich die Nummer 1 in den Charts. Immerhin etwas Realismus hier. Kackmusik schwimmt eben immer oben.

Ui, Martin Freeman und Judy haben den Nicht-Porno-Porno-Dreh beendet und knutschen vor der Haustür rum. Zur Abwechslung könnten sie ja rein gehen und ficken, stattdessen fliegen sie aber später nach Kuala Lumpur und heiraten. Schließlich kennen sie sich schon 3 Tage und haben sich nackt gesehen, also warum warten.

Colin Firth kommt nach Hause, nur um sich direkt wieder zu verpissen und nach Portugal zu fliegen.

Kommen wir zum absoluten Highlight der Creepyness: Andrew Lincoln klingelt bei Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor an und hat Glück, dass Keira die Tür öffnet, denn so kann sie ihrem Mann einfach sagen, dass es nur Sternensänger sind. Andrew hat nämlich seinen Kassettenrekorder dabei und spielt das Best-Of des Kinderchors ab, was sich nicht mal im geringsten anhört, als würden da wirklich Leute vor der Tür singen. Aber da jeder in diesem Film einfach nur doof ist, fällt das natürlich nicht auf. Dann holt er seine Bob Dylan Gedächtnis Pappen raus und erzählt Keira darüber, dass er sie für absolut perfekt hält und er sie immer lieben wird. Hätten wir nicht alle gerne so einen besten Freund und Trauzeugen, der sich hinterrücks an unsere frisch angetraute Ehefrau ranmacht und dafür natürlich einen Kuss absahnt? Lass dich von einem Zombie fressen, du verficktes Arschloch!!!

Bill Nighy schenkt seinem Manager zu Weihnachten seine Liebe. Yeah! Denn das ist Rock N Roll! Aber es geht nicht um homosexuelle Liebe, sondern Freundschaft. So besaufen sie sich nur und gucken gemeinsam Pornos. Äh, okay …

Primeminister Grant liest Natalies Weihnachtskarte, in der sie ihm ihre Liebe gesteht. Hugh wird ganz huge in der Hose und fährt sie mit Polizeikolonne suchen. Dann klingelt er an allen Haustüren, weil man natürlich nicht vorher mal hätte nachgucken können, unter welcher Adresse die Frau wohnt. Man sollte doch annehmen, dass die Angestellten ihre Adresse hinterlegen. Heike Makatsch, die an Weihnachten ungefickt bleibt, bringt ihn dann auf die richtige Spur, denn Natalie ist ihre Nachbarin. Grant holt hier nebenbei wenigstens noch aus jeder Szene was raus. Man muss die richtigen Leute eben auch mal loben, selbst wenn sie aus Scheiße auch kein Gold machen können.

Dann treffen sie sich alle bei der großen Schulaufführung. Ihr wisst schon, die wo die Hummer Jesus besuchen kommen. Und es ist genau so verstörend, wie man es sich vorstellt. Wenn die Blagen davon keine Albträume kriegen, sind sie innerlich bereits tot.

Liam Neeson hat die absolute Einsicht und tatsächlich den Plan, den man von Anfang an hätte verfolgen sollen: Er schlägt vor, dass sein Stiefsohn mit seiner Auserwählten spricht. Ja, so richtig mit Zunge und Lippen und so. Okay, dass er vorschlägt, er soll ihr direkt sagen, dass er voll in sie verknallt ist, ist vielleicht nicht der beste Tipp, wenn ich mal aus eigener Erfahrung sprechen darf, aber es ist immer noch besser als „Titanic“ gucken oder Rockstar werden, also nehme ich das mal so. Natürlich kommen die beiden nicht ausm Quark und müssen sie zum Flughafen verfolgen. Warum die direkt nach der Schulaufführung zum Flughafen fährt bleibt zwar ein Rätsel, aber natürlich kann Stiefsohn Sam sich durch alle Flughafenkontrollen mogeln – und zwischendurch noch Bill Nighy beim Nacktkonzert auf einem Fernseher begutachten – um mit ihr zu sprechen. Und oh mein Gott, sie kennt seinen Namen!!! Und gibt ihm einen Abschiedskuss!!! Hättet ihr verfickten Arschlöcher einfach mal direkt mit ihr ein Wort gewechselt, hättet ihr mir einige Zeit ersparen können.

Colin Firth ist in Portugal angekommen und findet ohne Probleme das Haus, in dem Aurelia und ihre Familie wohnen. Denn er hat sich die Adresse besorgt, Herr Primeminister!!! Wo er die überhaupt her hat, frage ich jetzt mal nicht, Jedenfalls öffnet ihr Vater die Tür und Firth hält um die Hand seiner Tochter an. Der Vater ist überglücklich und ruft seine übergewichtige Tochter zur Tür, für die er sogar Geld bezahlen würde, wenn Firth sie ihm abnimmt. Denn seht ihr: Sie ist fett. Nicht wie Natalie, die die Leute nur für fett halten. Sie ist es wirklich. Und deshalb will sie natürlich keiner ficken und Papa muss sie dringend loswerden, damit sie ihm nicht die Haare vom Kopf frisst. Nette Leute da in Portugal. Und wie das in einem Dritte Welt Land wie Portugal nun mal so ist, tapern Colin Firth, der Vater, die Familie, alle Nachbarn und die halbe Stadt zu dem Restaurant, in dem Aurelia arbeitet, weil sie denken, dass Papa entweder Aurelia als Sexsklavin an Firth verkaufen will oder Firth sie umbringen will, was alle ganz besonders „cool“ fänden. Hey, verurteilt nicht mich. Ich gebe nur die haarsträubend dämlichen Dialoge wieder. Jedenfalls gibts den Heiratsantrag im Restaurant vor der Familie und allen Gästen. Natürlich ist die Antwort „Ja“ und wir haben auch diesen Käse hinter uns. Und eine Band spielt. Ist Andrew auch da, oder ist das nur Zufall?

Einen Monat später will dieser Film einfach immer noch nicht enden und wir sind wieder am Flughafen. Moment mal, woher kennt Colin Firth denn bitte Keira Knightley und creepy Andrew? In diesem Film kennt einfach jeder jeden. Wie klein ist England bitte? Und wieso holen Liam Neeson und Stiefsohn Sam seine minderjährige Auserwählte, die offenbar ohne ihre Eltern unterwegs ist, am Flughafen ab? Und zum Abschluss kommt Colin aus Amerika zurück. Mit Shannon Elizabeth. Aber sie sind nicht alleine und haben Colins Freund Denise Richards als Geschenk mitgebracht. Was zur verfickten Hölle ist bloß verkehrt mit diesen Leuten? Es ist übrigens nicht überliefert, ob die Beziehungen eine Zukunft hatten, oder ob Sex-King Colin und sein Freund sich später russische Katalogbräute bestellt haben. Kommt aber ohnehin aufs selbe raus.

Ehre wem Ehre gebührt: Liam Neeson und Hugh Grant reißen sich derbe den Arsch auf, um noch irgendwas aus dieser gequirlten Scheiße herauszuholen. Aber natürlich können sie dieses Desaster voller Vollidioten und Arschlöchern auch nicht retten. Ich gehe nach Amerika und ficke Weihnachten durch …

Großhirnige Invasion in strahlendem Licht

Was war der absolut heiße Shit in den 50er Jahren? Genau. Fliegende Untertassen und Außerirdische mit Köpfen so groß wie acht Wassermelonen. Mit so einem großen Hirn müssten die ja eigentlich aus Prinzip alles hier locker einnehmen können. Aber irgendwie hat es die Menschheit auch ohne Hirn damals immer noch geschafft, das Grauen abzuwenden. Ob das heute noch gelingen würde, lass ich mal dahingestellt. Scheinbar werden wir ja immer dümmer und die Außerirdischen warten vermutlich nur noch den richtigen Zeitpunkt ab, um endlich zuzuschlagen. Bis dahin gucke ich aber erstmal:

INVASION OF THE SAUCER MEN – USA – 1957 – 69 Min.

Schon damals war man scheinbar gerne „meta“ und so erzählt der Erzähler erstmal, wie man einen guten Film schön schaurig startet. Dann lernen wir ihn und seinen Partner kennen, die sich gerade in einem Cafe besaufen. Sympathische Affen. Der, der nicht der Erzähler ist, hält sich für einen Megaaufreißer und will noch was zu poppen suchen. Also geht der Erzähler nach Hause. Der Aufreißer sieht im Wald dann die fliegende Untertasse und ich frage mich, was der eigentlich erwartet hat, was er hier zu ficken finden würde.

In der Stadt beobachten die Teenager die Untertassenlandung, aber mit einer UFO-Sichtung beeindruckt man da schon lange keinen mehr. Unter sechs Sichtungen in verschiedenen Farben braucht man gar nicht mehr um die Ecke kommen. „Diese war blau“, antwortet einer von ihnen und das reicht natürlich ganz und gar nicht, um noch irgendwn hinterm Ofen hervorzulocken.

Namen sind hier natürlich mal wieder nicht so leicht zu merken. Es gibt aber definitv einen Johnny, einen Joe und eine Joan. Ich vermute mal, dass sie diejenige ist, die mit einem Typen im Auto rummacht und von einer Kuh unterbrochen wird. Farmer Larkins Kuh, um genau zu sein. Vorname ist vermutlich Johnson.

Der Aufreißer weckt den Erzähler und erzählt ihm von seiner Untertassensichtung und ich frage mich, wieso der einfach bei dem in die Bude und ins Schlafzimmer latschen kann. Der Erzähler glaubt ihm natürlich kein Wort und der Aufreißer will alleine … irgendwas machen.

Johnny und Joan überfahren einen Außerirdischen, der vor allem mal absolut fantastisch aussieht. Und er hat eine Hand, mit der er den Autoreifen zersticht.

Die Cops finden die Untertasse. Sergeant Wasweißich erklärt mal schnell, dass diese Dinger schon immer unfreundlich waren und ich frage mich, wie viele davon er schon gesehen hat. Hinterfragen tut das nebenbei niemand. Vermutlich haben die alle schon sechs Untertassenlandungen in allen Farben des Regenbogens erlebt. Außer der eine Typ, der nur das Blaue gesehen hat.

Johnny und Joan halten auf Farmer Larkins Farm und rufen die Bullen an, die das aber natürlich für einen Witz halten. Wenn Sergeant Wasweißich schon wieder zurück wäre, hätte man sie vermutlich ernster genommen. Farmer Larkin kommt nach Hause und will wissen, ob sie seine Kuh auf dem Gewissen haben. Nach ihrer Erklärung mit dem Marsmann hält er sie für besoffen und lässt sie gehen. Denn wenn man besoffen ist, sind die Kühe egal.

Saufen tut auch der Aufreißer. Die 50er halt. Da hatte man seinen Flachmann immer zur Hand. Der landet dann auch auf Farmer Larkins Farm. Also nicht der Flachmann, sondern der Aufreißer. Ich finde ja übrigens, dass Farmer Larkin sich ein Schild hinstellen sollte, auf dem in großen Buchstaben „Farmer Larkins Farm“ steht. Der Typ würde reich. Wenn jetzt schon alle da ein und ausgehen, was würde wohl etwas Marketing bewirken. Der Aufreißer ruft den Erzähler an und sagt ihm, dass er den Kühlschrank leer räumen soll, damit sie da den Außerirdischen drin einsperren können. Der Erzähler pennt wieder ein. Der Aufreißer wird wohl eh nicht mehr nach Hause kommen, denn er wird von einem Außerirdischen aufgerissen.

Johnny und Joan tapern durch den Wald und sehen einen Außerirdischen, der gegen ein Auto klopft, weil er es für den Tod seines Außerirdischenkumpels verantwortlich macht. So zumindest Johnnys Schlussfolgerung. Ich habe dem nichts hinzuzufügen. Wie jeder gute UFOloge weiß, klopfen Außerirdische andauernd an Dinge, die lustige Geräusche machen und Außerirdische töten.

Da niemand aus der Untertasse kommt, meinen die Cops, dass es ferngesteuert ist. Nachgucken will aber keiner. Stattdessen tritt Plan B in Kraft: Einfach mal drauf los ballern. Als das auch keine Reaktion hervorruft, ist man sich sicher, dass es sicher ist und will mal nachschauen, was so in der Untertasse los ist. Irgendwie sind die Pläne hier alle nicht so ganz durchdacht, oder?

Johnny und Joan werden derweil verhaftet, weil ihnen niemand die Geschichte vom grünen Marsmanm glaubt. Irgendwie kann ich dem ganzen Quatsch hier nicht folgen. Auf der einen Seite stehen die Bullen vor dem UFO, auf der anderen verhaften sie Leute, die Außerirdische sehen. Die Anklage ist nebenbei, dass er einen Mann überfahren hat. Aber selbst als man ihm die Leiche zeigt, beharrt Johnny auf seiner Marsmanngeschichte. Papa Joan ist Anwalt, oder sowas und er will Johnny irgendwie aus der Scheiße helfen.

Die Untertasse leuchtet hell und alle sind ganz aufgeregt. Johnny und Joan können mal eben ein Polizeiauto klauen und fahren zur Landestelle. Irgendwie haben sie dann einen Außerirdischen im Auto und sperren ihn darin ein, um den Beweis für ihre Unschuld zu liefern. Ich weiß jetzt nicht genau, wie intelligent diese Außerirdischen mit den Riesenköpfen sind, aber wenn es in das Auto rein kam, besteht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass es auch wieder raus kann. Wir werden es sehen, denn Johnny und Joan lassen das Alien alleine und gehen zum Erzähler, der ihnen helfen soll. Ah, der Tote ist der Aufreißerbuddy vom Erzähler. Ergibt plötzlich alles … nein, wartet. Sinn nicht vorhanden. Der Erzähler nimmt noch schnell seine Kamera und eine Pistole mit, die er einem Nazi abgenommen hat. Ich weiß nicht, warum er das so betonen muss, aber ist wohl wichtig zu wissen, dass es nicht irgendeine Waffe ist, sondern eine Nazi-Waffe. Vielleicht kann man mit Nazi-Pistolen ganz besonders gut Außerirdische töten. Die halten ja alles Nicht-Weiße auch offenbar für vom anderen Stern.

Ein Außerirdischer tötet eine Kuh und alle Gänse laufen nervös durch die Gegend. Die Szene wird sicher noch irgendwie wichtig. Oder man wollte einfach einen epischen Kampf zwischen einem Außerirdischen und einer Kuh zeigen … und scheiterte kläglich.

Johnny, Joan und der Erzähler – der übrigens seit dem Anfang des Films nichts mehr erzählt hat, wodurch ich doch beginne, seine Funktion in Frage zu stellen – fahren also zu dem eingesperrten Außerirdischen und müssen zu ihrer Überraschung feststellen, dass es nicht mehr da ist. Nach etwas hin und her mit Autoscheinwerfern und Taschenlampen sehen sie ihn dann aber doch zwischen den Sitzen liegen. Sie wollen ein Foto machen, weil schon damals jeder ein Hobbyfotograf war. Und dann verschwindet er plötzlich. Also kann er sich entweder unsichtbar machen oder teleportieren. Oder er ist einfach nur ein guter Zauberkünstler, dessen Tricks über die mit Karten hinausgehen. In den Büschen sind auch Außerirdische, also holt der ehemalige Erzähler seine Naziknarre raus und fängt an rumzuballern. Dann stellen sie aber fest, dass sie empfindlich auf Licht reagieren und ich frage mich, wer wohl die Lampen an der fliegenden Untertasse installiert hat.

Nach kurzer Flucht will sich Johnny stellen und ruft die Cops an, damit sie ihn bei Farmer Larkins Farm abholen. Der Plan ist natürlich, dass sie dann die Außerirdischen sehen, die die Farm umstellt haben. Ich raffe immer noch nicht, wer hier eigentlich was weiß. Ist jetzt aber sowieso zu spät. Leider ist Johnny nicht mehr verdächtig, denn die Autopsie, die man scheinbar mal eben so nebenbei in den letzten 5 Minuten vollzogen hat, hat ergeben, dass der Aufreißer an einem Herzinfarkt gestorben ist. Also sind sie doch auf sich gestellt.

Zusammen mit … irgendwem, den ich nicht erkenne, da hier alles dunkel und schwarz-weiß ist, fahren Johnny und Joan dann … irgendwohin, um da die Außerirdischen in einer Falle zu locken. Also vor ihre Autos und dann die Scheinwerfer anmachen. Und was soll man sagen. Der Plan funktioniert so gut, dass die Außerirdischen direkt explodieren, als sie im Licht stehen.

Alle sind erleichtert und Johnny will Joan heiraten. Der Erzähler erzählt dann noch kurz was und das ist das Ende … „bis zum nächsten Mal“, wie der Film andeutet. Ich gehe meine Taschenlampe holen …