Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Feministisch aufgeklärte Dschungelexpedition

Es gibt ja so Filmtitel, da weiß man direkt, das kann nix werden, denn der Titel ist einfach zu großartig, um dem Film selbst auch nur ansatzweise gerecht zu werden. So einen Vertreter betrachten wir heute:

CANNIBAL WOMEN IN THE AVOCADO DJUNGLE OF DEATH – KANNIBALINNEN IM DSCHUNGEL DES TODES – USA – 1989 – 90 Min.

Regisseur und Autor dieses Streifens war J.F. Lawton, der uns hier schon als Autor der Videospielverfilmung DOA: DEAD OR ALIVE begegnete. Aber er hat auch andere Drehbücher verfasst. Unter anderem ALARMSTUFE ROT mit Steven Seagal und PRETTY WOMAN. Wenn das mal nicht eine absolut grandiose Mischung ist, weiß ich es auch nicht.
Bei der Darstellerriege hat man ebenfalls alles aufgefahren, was zu der Zeit möglich war (also alles, was nicht gerade doch was besseres zu tun hatte). Shannon Tweed spielt Dr. Margo Hunt und ist natürlich bekannt aus langweiligen Seifenopern und spannenden Bildern im Playboy. Bill Maher, der eigentlich eher für seine politischen (unkorrekten) Shows bekannt ist, spielt hier Jim. Adrienne Barbeau ist Dr. Kurtz (Ähnlichkeiten mit APOCALYPSE NOW sind nicht rein zufällig) und hat in ihrer Karriere durchaus in einigen nennenswerten Produktionen mitgewirkt. Zum Beispiel THE FOG und ARGO. Eventuell noch erwähnenswert ist, dass Brett Stimely bereits zweimal Präsident Kennedy verkörpert hat: In WATCHMEN und in TRANSFORMERS: DARK OF THE MOON. Hat natürlich auch nicht geholfen. Genau so wenig wie er hier als Jean-Pierre (Nachname vermutlich Kennedy) helfen wird.

Wie nicht anders zu erwarten, befinden wir uns im Dschungel und dudelnde Abenteuermusik begleitet uns und zwei Abenteurer, die ein paar Frauen beim Nacktbaden und Wasserballspielen beobachten. Sam ist ein echter Draufgänger und will sich den Mädels direkt mal vorstellen. Die erschießen ihn allerdings mit ihren Bögen und verfolgen den anderen Abenteurer durch das Gehölz. Lange müssen sie ihn nicht jagen, denn er läuft in eine Falle und hängt kopfüber an einem Baum.

An der Schule unterrichtet Dr. Margo Hunt Gleichberechtigung und wird von der lispelnden Bunny vollgeseiert. Irgendwelche Regierungsmitglieder kommen vorbei und erklären, dass Avocados sehr wichtig für die Sicherheit der Nation sind. Allerdings gibt es Probleme bei der Ernte und Dr. Hunt soll in den Dschungel der Avocado-Bucht in Kalifornien reisen, um dort nach den sagenumwobenen Piranha-Frauen zu suchen, die eine emanzipierte Gruppe sind, die sich in den Dschungel zurückgezogen haben, um dort Männer zu grillen und zu essen. Selbst die Armee konnte nichts ausrichten und die Piranha-Frauen töteten sie alle, da das Militär mit den altmodischen Waffen der Amazonen nicht klar kam. Klingt alles unfassbar logisch.

Es wurde bereits eine andere Emanzipierte in den Dschungel geschickt. Dr. Kurtz, die deutsche Autorin des Werkes „Frauen sind klug und Männer Idioten“ kam aber nicht zurück. Bei so einem Buchtitel wundert es schon fast, dass sie überhaupt den Weg dahin gefunden hat. Dr. Hunt nimmt den Auftrag an und nimmt Bunny mit, damit die nicht auf eine Sex-Party mit den männlichen Schülern geht. Bunnys saudummes Gelispel geht mir nebenbei jetzt schon tierisch auf die Klötze. Wenn das nicht für eine Art Charakterentwicklung genutzt wird, dann … warum glaube ich überhaupt, dass das für irgendwas genutzt wird, außer für saudumme Comedy? Vergessen wir den Gedanken einfach.

In einer Bar rekrutieren die Frauen einen Dschungelführer. Nachdem sich ein paar irre Vietnam-Veteranen, Ninjas und Gewichtheber beworben haben, entscheidet sich Margo für den echten Abenteurer Jim, der sich erstmal auf die Fresse legt. Margo und Jim kennen sich und waren mal ein Paar, bevor Margo zur Feministin wurde oder sowas in der Art. Okay, es war nur ein One-Night-Stand, aber Jim hat Margo nie vergessen. Herrjeh, ist das alles schlimm und unlustig.

Und so geht es auch im Dschungel weiter mit grausamen Unterhaltungen und Bunny, die einen Gepard streichelt und Jim, der in den Fluss fällt, weil er ein absolutes Navigationstalent ist. MIt einem zusammengeflickten Boot schippern sie am nächsten Morgen über den Fluss. Und dann greift ein Flusspferd an. Und Margo knallt es mit ihrem Revolver ab. Tierschützerin ist sie offensichtlich nicht. Jim wird von einem Stein am Kopf getroffen und die Crew schaut mal nach, wer denn da im Dschungel hockt.

Es ist ein Stamm von … Männern, mit bescheuerten Hüten und zum ersten Mal sagt Jim etwas wahres, als er darauf hindeutet, dass die Typen „Schwachsinnige“ sind. Margo erklärt, dass die Männer aufgrund dessen, was ihnen angetan wurde (was auch immer das sein mag), so drauf sind, aber Jim will davon nichts hören, denn für ihn müssen Männer stark und kantig sein. Also beschließt er, aus ihnen richtige Männer zu machen, indem er sich mit ihnen ein Six-Pack Bier teilt und ihnen Anmachsprüche wie „Hey, Sexy Mama, willst du mal auf meinen Schoß“ beibringt. Bunny wird dann beinahe zum ersten Opfer des neugeborenen Vergewaltiger-Stamms, aber Margo kann schlimmeres verhindern.

Nachdem ich gelernt habe, dass Katzenhaie auf Eiweiß stehen und Margo ihre Periode in 2 Wochen kriegt, will Margo Jim knallen und ich verstehe einfach nicht, was zum Geier dieser Film mir vermitteln will … warum glaube ich überhaupt, dass mir der Streifen überhaupt etwas vermitteln will? Vergessen wir den Gedanken einfach.

Die Kannibalinnen tauchen auf und bringen die Gruppe zu Dr. Kurtz. Die ist die Kaiserin des Avocado-Dschungels und regiert die Piranha-Frauen. Dr. Kurtz erklärt, dass die Avocados nur ein Vorwand waren, denn eigentlich ist Margos Mission, die Piranha-Frauen zu vernichten. Aber Kaiserin Kurtz lässt das natürlich nicht zu, denn es herrscht Krieg zwischen Männern und Frauen und die einzige Lösung ist der Kannibalismus. Da sich Dr. Hunt nicht anschließen will, soll Jim mariniert werden, was der gar nicht gut findet, weil es krebserregend ist. Die Kaiserin gibt Margo ein Ultimatum bis morgen früh, um sich zu entscheiden sich ihnen anzuschließen, sonst sterben sie alle.

Butler Jean-Pierre soll Margos Opfer sein. Aber sie will ihn nicht töten und essen. Stattdessen schlägt sie vor, Jean-Pierre zu knallen. Kaiserin Kurtz ist nicht überzeugt von der Idee. Ich nebenbei auch nicht. Was ist das hier alles für ein Käse? Bunny will sich den Piranha-Frauen aber anschließen und soll Jim töten. Irgendwie resultiert daraus die Flucht für Margo, bei der auch Jean-Pierre hilft. Diese Flucht ist aber nicht wirklich erfolgreich und Margo fällt in die Hände der Barracuda-Frauen, die im Konflikt mit den Piranha-Frauen stehen, weil sie sich nicht auf die richtige Sauce für Männerfleisch einigen konnten. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das alles tatsächlich irgendwie lustig sein könnte, wenn es nicht so schlecht wäre.

Margo kehrt mit den Barracudas zurück zu den Piranhas, um dort eine Rettungsaktion zu starten. Die kommt auch im richtigen Moment, denn Bunny will gerade Jim erdolchen. Aber sie kann es nicht durchziehen, da sie sich in Jim verliebt hat. Also sollen beide ins Piranha-Becken geworfen werden. Margo fordert Kurzt zum Kampf heraus und es folgt der mit weitem Abstand schlechteste Endkampf der Filmgeschichte. Margo sticht Kurtz ab und die hält noch schnell einen grauenhaften Sterbedialog, bevor sie ins Piranha-Becken fällt. „Der Horror … der Horror“ ist dieser Film, der jetzt auch noch Colonel Kurtz zitiert.

Margo stellt dann noch schnell die Typen zur Rede, die sie in den Dschungel geschickt haben und dann heiraten Bunny und Jim, weil am Ende muss eben immer geheiratet werden. Ist schließlich ein Frauenfilm hier. Oder was auch immer das überhaupt sein sollte. Ich gehe meine Piranhas füttern …

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Pseudofeministisches Geisterjagdrecycling

Zum heutigen Film habe ich eigentlich schon eine ewig lange Abhandlung hier im Blog verfasst. Deshalb kann ich auch auf eine lange Einleitung verzichten und einfach dahin verlinken. Trotzdem hat der Film einfach seinen eigenen Eintrag in den Archiven des Filmschrottplatzes verdient und deshalb tue ich mir den Krampf halt nochmal an:

GHOSTBUSTERS – USA – Australien – 2016 – 116 Min.

Regie führte, wie wir alle wissen, Frauenversteher und Ultrafeminist Paul Feig. Die Tatsache, dass er seither bei keinem Film mehr Regie geführt hat, sollte eigentlich schon aussagekräftig genug sein. Das Arschloch kann wegen mir aber auch in der verfickten Gosse enden, denn er geht mir tierisch auf die Klötze.
Geschrieben hat er den Müll zusammen mit Katie Dippold, die immerhin ein paar Episoden der fantastischen Comedyserie PARKS & RECREATION verfasste und somit bewiesen hat, dass sie es eigentlich besser kann und es nicht nötig haben sollte, bei so einer Scheiße wie dieser mitzuwirken.
Der Cast kann sich wirklich sehen lassen und SPOILER ist das mit weitem Abstand beste am ganzen Film. Melissa McCarthy ist ja leider sehr festgefahren in der Rolle als übergewichtige Slapstickgranate, dabei könnte sie sicher mehr, was sie vermutlich auch schon bewiesen hat, aber ich kenne kaum etwas mit ihr. Kristen Wiig, Leslie Jones und Kate McKinnon dürften in erster Linie durch SATURDAY NIGHT LIFE bekannt sein, was aber schon reicht, um zu beweisen, dass sie mehr können, als sich in dieser Grütze durch das lahme Drehbuch zu kämpfen. Chris Hemsworth ist bekanntlich THOR und sonst eigentlich gar nichts, so wie seine Rolle hier einfach nur saudoof ist und sonst eigentlich gar nichts. Passt also irgendwie.

Der Film beginnt mit einer Führung durch ein altes Anwesen und mit spukiger Musik, die wohl vermitteln soll, dass es hier ganz schön spooky zugehen wird. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass das absolut nicht der Fall sein wird, denn Paul Feig ist absolut unfähig irgendwas anderes zu drehen, als Leute, die auf die Fresse fallen. Wenig überraschend wird der Führungsheinz am Abend von einem Geist angegriffen, was ihn aber nicht daran hindert, noch zu kommentieren, was er gerade vorhat, wie man das eben in Gefahrensituationen tut. Zum Beispiel: „Ich muss diesen Hocker durchs Fenster werfen, damit ich fliehen kann.“ Oder: „Ich würde mir in die Hose pissen, aber die ganze Scheiße wirkt einfach überhaupt nicht bedrohlich, also locker bleiben.“

Erin probt an einer Universität ihre Lehrereigenschaften und wird unterbrochen, weil sie im Auftrag von Rektor Charles Dance ein wissenschaftliches Team zusammenstellen soll, dass noch besser als das von Princeton ist. Also sucht sie Abby auf, die ein Buch veröffentlicht hat, das sie gemeinsam geschrieben haben, ohne sie zu fragen. Nebenbei hat sie Barry dabei, der einfach nur strunzdoof ist, wie absolut jeder Mann in dieser Grütze in Filmtarnung. Abby ist aber auch nicht das hellste Ektoplasma und die Dialoge sind einfach nur das pure Grauen. Fliegende Bücher, fliegende Babys und andere unlustige Scheiße gibt hier das Programm an.

Jillian ist auch da und es folgen Furzwitze, weil das Niveau noch lange nicht niedrig genug liegt. Jedenfalls will man zu dem Anwesen, in dem es spuken soll. Erin lässt sich darauf ein, im Gegenzug soll ihr Buch vom Markt. Natürlich finden sie einen Geist, der nebenbei ganz okay aussieht, aber lange nicht so gut, wie in den alten Filmen. CGI heutzutage ist eben bonbonfarbene Pisse, die aussehen muss, als wäre es von einem Einhorn gekotz worden. Aber lassen wir das. Apropos kotzen: Der Geist kotzt natürlich Erin an und Jillian frisst genüsslich ihre Chips, als ob sie schon zum hundertsten Mal einen Geist gesehen hätte.

Charles Dance feuert Erin, weil die im Internet hysterisch über die Existenz von Geistern quatscht. Die beiden anderen werden ebenfalls gefeuert, in erster Linie, weil der Direktor ein Mann und somit in diesem Film ein absoluter Vollidiot ist.

Patty verkauft U-Bahn-Fahrkarten und muss einen Typen in einen U-Bahn-Tunnel verfolgen, da sie als Ticketverkäuferin offensichtlich auch für die Sicherheit verantwortlich ist. Immerhin hat sie wirklich Schiss vor dem Geist, der plötzlich auftaucht und ist damit noch das menschlichste Wesen in diesem Haufen Zelluloidschrott. Der Typ aus der U-Bahn wird nebenbei mal kurz zum Antagonisten, aber das ist so unfassbar unwichtig, dass es eigentlich keine Rolle spielt.

Die Mädels mieten einen Raum, um dort das Übernatürliche zu untersuchen. Jillian tanzt zu einem Kacksong und ich kann nicht anders, als zu denken, dass das einfach zu jeder anderen Figur besser gepasst hätte, als zu ihr. Hat sich hier wirklich niemand im Vorfeld wenigstens etwas Gedanken um Charakterzeichnung gemacht? Kevin bewirbt sich um den Job des Sekretärs und beweist, dass dem absolut nicht so ist. Er ist einfach nur saudoof und Erin ist einfach nur saugeil auf ihn und damit ist dazu auch alles gesagt. Oder wollt ihr vielleicht ein paar Beispiele dafür, wie doof er ist? Okay. Er trägt eine Brille ohne Gläser, weil die immer schmutzig werden, also hat er sie rausgenommen. Als Erin ihn fragt, ob er gerade jemanden „sieht“, also im Sinne von Freundin und Co., antwortet er, dass er gerade die drei Frauen vor sich sieht. Und sein Hund heißt „Mycat“, damit man einen Wahnsinnsbrüllergag bringen kann. Er hätte seinen Hund besser „Rohrkrepierer“ genannt, aber das wäre ja schon zu kreativ für dieses Drehbuch gewesen. Natürlich kriegt er den Job.

Patty sucht die Mädels auf und erzählt ihnen Geschichten über die Historie von New York. Mit anderen Worten, sie hat tatsächlich sowas wie eine interessante Charaktereigenschaft. Sie interessiert sich für die Geschichte der Stadt. Natürlich wird das im Verlauf des Films nicht wieder aufgegriffen und deshalb ist es absolut scheißegal. Im U-Bahn-Tunnel begegnen sie dem Geist und wollen ihn mit einem selbstgebauten Protonenstrahler einfangen. Allerdings funktioniert das nicht so gut und der Geist wird von einer U-Bahn überfahren, was irgendwie keinen Sinn ergibt, oder? Kann der nicht einfach durch Wände gehen und solche Sachen. Aber lassen wir das.

Patty schließt sich der Gruppe an, weil sie New York kennt und einen Leichenwagen besorgen kann, mit dem sie durch die Stadt gurken können. Kevin ist immer noch doof und Erin bekommt etwas Charaktertiefe, indem sie von einer Geistersichtung aus ihrer Kindheit erzählt.

In den Nachrichten wird Bill Murray interviewt, der ein Geisterexperte ist und den ganzen Kram mit den ganzen Geistern für Quatsch hält. Und nebenbei ist seine Performance sowas von gelangweilt, dass man sich fragen muss, warum man ihn überhaupt gezwungen hat, bei dieser Scheiße mitzumachen. Wird aber gleich noch schlimmer werden, also abwarten.

Die Ghostbusters haben durch die Medien jetzt ihren Namen und einen Auftrag in einem Theater, in dem gerade ein Rockkonzert stattfindet. Patty wird von einer Schaufensterpuppe verfolgt und ist dabei tatsächlich unterhaltsam, was in diesem Film ein absolutes Novum darstellt. Die Puppe verwandelt sich in einen Drachen und die Jagd verlagert sich in die Konzerthalle. Dort scheint es aber niemanden zu tangieren, dass gerade ein Geist anwesend ist. Nicht mal die Band reagiert, als ihr Sänger angegriffen wird, als würde es zur Show gehören. Ozzy Ozborne feierts ab.

Nachdem der Geist gefangen wurde, besucht Dr. Heiss aka Bill „I don’t wanna be here“ Murray die Ghostbusters. Der ist zwar gelangweilt, aber würde gerne den Geist sehen. Nach kurzem Disput lässt Erin den Geist frei und der wirft Murray aus dem Fenster. Damit hat er das Grauen immerhin hinter sich. Ich habe noch die Hälfte vor mir und es wird nicht besser werden.

Homeland Security will, dass sich die Ghostbusters zurückziehen, damit sie keine Aufmerksamkeit auf Geister lenken. Jillian hat ein paar Utensilien gebastelt, die jetzt in einer abgelegenen Gasse getestet werden. Von der Gasse bleibt nicht viel übrig. Homeland hat wohl Gerüchte gestreut, dass die Ghostbusters Betrüger sind, aber davon lassen die sich natürlich nicht abschrecken. Man bringt den lahmen Plan mit den Geistersichtungen, die auf einer Karte ein X ergeben und in der Mitte ist natürlich das Böse oder so. Nebenbei hätte man in einem Anfall von Genialität mal Patty das herausfinden lassen können, wo sie doch diejenige ist, die sich in der Stadt auskennt. Aber wie gesagt: Spielt hier keine Rolle, wer was kann oder nicht kann. Und das ist jede Menge.

Nach einem kurzen Cameo von Janine aus den Originalfilmen, finden sie den Antagonisten, dessen Namen ich gerade absolut nicht weiß, was auch nicht verwundert, da er bisher genau 30 Sekunden Screentime hatte. Und dann begeht er Suizid und das wars. Wow. Das war sowas von sinnlos, dass es schon fast einen Preis verdient hätte. Homeland Security verhaftet die Ghostbusters und der Film könnte jetzt eigentlich einfach zu Ende sein, aber so viel Glück habe ich natürlich nicht. Denn eigentlich sind sie nichtmal wirklich verhaftet, sondern einfach nur … gar nichts. Alles so wie zuvor.

Abby wird von einem Geist angegriffen, der von ihr Besitz ergreift und Erin findet heraus, dass der Antagonist sich gekillt hat, um die Geister frei zu lassen. Wo zum Geier hängt die da eigentlich rum? In einem Hotelzimmer? Warum ist die nicht bei den anderen? Geisterabby vermöbelt Jillian und Patty, aber nichts, was man mit einer Ohrfeige nicht austreiben könnte. Der Geist fährt in Kevin und erhöht damit schlagartig seinen IQ von einer negativen Zahl auf eine positive dreistellige.

Erin warnt den Bürgermeister Andy Garcia vor der drohenden Gefahr, aber der will davon natürlich nichts hören. Immerhin gibt es einen lustigen Moment, als er sich darüber aufregt, dass er mit dem Bürgermeister aus „Jaws“ verglichen wird. Und dann bricht natürlich die Hölle los und überall sind Geister und Taxifahrer Dan Aykroyd, der keine Angst vor Geistern hat.Slimer klaut ECTO-1 und die Ghostbusters müssen gegen Ballons kämpfen, wovon einer der Marshmallow Man ist.

Kevin schickt dann seine gesamte Geisterarmee los, um die Ghostbusters zu erledigen und es zeigt sich, dass Paul Feig auch absolut keine gute Action inszenieren kann, aber wen wundert das wirklich? Richtig. Niemanden. Zum krönenden Abschluss werden die Ghostbusters dann von ihrem eigenen Logo durch die Stadt gejagt und wenn es jemals einen dämlicheren Meta-Moment in der Geschichte der Fiktion gab, würde es mich doch stark wundern.

Mit einer Atomexplosion schließt man dann das Portal oder kehrt die Funktion um oder wasweißich und nachdem man dem Logo in die nicht vorhandenen Eier geschossen hat – FEMINISMUS FUCK YEAH! – sind dann auch alle Geister wieder im Portal verschwunden und die Stadt ist gerettet. Auf die dämliche Szene, in der Abby und Erin in das Portal fallen und mit weißen Haaren wieder rauskommen, gehe ich gar nicht erst ein.

Der Bürgermeister streitet natürlich ab, das wirklich Geister in der Stadt waren und schiebt es auf Terroristen, die das Wasser mit Halluzinogenen verseucht haben. Pattys Onkel Ernie Hudson will das Auto zurück haben. Kevin bleibt saudoof und Jillian baut eine Geisterfalle, die Geister nach Michigan transportiert. Sigourney Weaver läuft auch noch mal durch den Abspann und ich gehe- ZUUUUUUUUUUUUUUUUUUUL …

Generalisierte Rettungsaktion in den asiatischen 80ern

Heute geht es nach Asien, wo man in den 80ern, in einem Anfall von überbordender Kreativität, einen Film zusammengeschustert hat, dessen Idee jede Menge Spaß verspricht. Ob er das einhalten kann, werden wir sehen:

FANTASY MISSION FORCE – MI NI TE GONG DUI – DRAGON ATTACK – DIE SUPERFAUST – SHADOWMAN 2 (warum auch immer) – Taiwan – Hong Kong – 1983 – 90 Min.

Regie führte bei dem Spaß Yen-Ping Chu, den wir alle trotz seiner 66 Regiearbeiten vermutlich nicht kennen.
Das Drehbuch wurde von Hsin Wei verfasst, den wir alle trotz seiner 26 Schreibarbeiten vermutlich nicht kennen.
In der Darstellerriege tummeln sich Koryphäen wie Yu Wang, Yueh Sun und David Tao, die vermutlich nur echten Fans des asiatischen Kinos ein Begriff sind. Brigitte Lin kennen wir aber natürlich alle aus POLICE STORY von und mit Jackie Chan. Und auch Jackie Chan selbst (hier noch unter dem Namen Jacky Chan unterwegs) darf hin und wieder mal durchs Bild hüpfen, was heutzutage natürlich dafür reicht, ihn groß und breit aufs Cover zu drucken, mit einem Bild, das aus dem Film DER RECHTE ARM DER GÖTTER stammt und mit dem hier besprochenen Film absolut nichts zu tun hat. Man muss die Marketingmaschinerie einfach lieben.

Es geht direkt los mit der Knalleraction und jede Menge Soldaten fliegen durch die Gegend, als ein Militärstützpunkt angegriffen wird. Die Generäle sind sich nicht einig, wie weit die Japaner bereits vorgerückt sind. Die Antwort kommt prompt, als die Japaner die Generäle gefangen nehmen. Natürlich muss schnell gehandelt werden und nur die Besten der Besten können die Generäle retten. Allerdings sind die Besten der Besten gerade verhindert, denn James Bond ist auf einer anderen Mission, die Klapperschlange ist seit 3 Jahren tot und Rocky hat sich den Grünen angeschlossen. Warum ausgerechnet der Boxer Rocky auf deren Söldnerliste steht, weiß ich zwar nicht, aber ein Film, in dem Rocky, Ivan Drago und Apollo Creed gegen die Japaner kämpfen wäre in den 80ern sicher der absolute Knaller gewesen.

Die letzte Hoffnung ist Captain Irgendwas, der gerade durch ein Minenfeld fährt, gegnerische Soldaten mit seiner Peitsche durch die Gegend schleudert und den Job natürlich annimmt, weil er die Coolness in Person ist.

Nach einem grauenhaften Song im Restaurant mit Bier und Steaks lernen wir irgendeinen Revolverhelden kennen, der im Auftrag des Captains irgendwas machen soll und dann geht es in einen Canyon, wo sich irgendwelche Vollidioten rumprügeln. Einer der Gefangenen flieht und findet zufällig mitten im Wald ein Drei-Gänge-Menü. Das gehört dem Captain, der ihn in seiner Truppe haben will, denn er ist Sprengstoffexperte und Ausbrecherkönig. Damit wären es also schon mal 3 und ich kenne von keinem den Namen. Läuft ja wieder super.

Nach einem gefühlt vierzigminütigem Wrestlingkampf und einem Trinkspiel, bei dem es darum geht, sich zu besaufen und gleichzeitig einer leicht bekleideten Dame, die Klamotten mit einer Pistole vom Leib zu schießen, haben wir dann hoffentlich langsam mal das Team zusammen.

Nein, vorher muss es noch eine schlechte Slapstickeinlage beim schottischen Regiment geben und Lulu will noch ihren Stecher rausholen, was zu weiterem schlechten Slapstick führt. Weil sie schon mal da ist, darf sie sich der Truppe dann anschließen, damit ihr Stecher nicht während der Mission mit anderen Mädels rummacht.

Latzhosen-Jackie und seine Freundin überfallen die Gruppe, aber sind natürlich zu doof. Immerhin werden sie laufen gelassen, weil der Captain keine Volltrottel gebrauchen kann. Am See wird rumgeballert und die Kapuzen-Reiter greifen auch noch an. Also bleibt nur die Flucht.

Ich sage es, wie es ist: Der Streifen kommt einfach nicht in die Gänge und wenn es mal Action gibt, dauert sie nur 5 Sekunden, um dann wieder schlechten Slapstick zu bringen. In diesem Fall kriegt jemand einen Pfeil in den Arsch.

Die Kapuzenreiter haben ihre Pferde gegen Leopardenkostüme getauscht und greifen mit bunten Bändern an. Aha, es sind Amazonen und die Anführerin kann übers Wasser laufen. Irgendein Typ im Anzug gehört auch zu ihnen und ist wohl Künstler. Zumindest behauptet er das selbst von sich. Statt Action gibt es aber natürlich wieder Quatsch am Fließband und Lulu wird durch die Landschaft gezogen. Jackie Chan fängt ein Huhn und bekämpft die Amazonen mit Huhn auf dem Arm. Lulu ist beeindruckt und geht zurück zu den Männern, um diese im Alleingang zu retten. Endlich gibt es mal längere Action, die zwar auch absolut dämlich ist, aber man muss hier nehmen was man kriegen kann.

Weil wir das noch nicht hatten, übernachtet man in einem Geisterhaus mit Geistern, die durch die Gegend hüpfen wie Kängurus. Einer der Truppe spielt mit den Geistern Mahjong, ein anderer findet eine heiße Trulla und es dürfte klar sein, dass daraus wieder jede Menge lahmer Slapstickmüll entsteht. Und dann kommt Lulu und rettet die Kerle. Irgendwo hier versteckt sich immerhin eine feministische Botschaft, glaube ich.

Weiter geht es zum Nazilager voller toter Nazis. Und da kommen … sollen das die Nazis sein, die da mit Leuchtfackeln in Gladiatorenkluft auf Rennautos angefahren kommen? Nee, ich glaube, es sind die Japaner und sie haben die Geiseln. Und wollen Geld. Jackie und seine Freundin sind auch wieder da und wollen heiraten. Toll.

Am nächsten Morgen soll es den Austausch der Geiseln gegen Geld geben, oder so. Ich kann der ganzen Nummer nicht wirklich folgen, wenn ich ganz ehrlich bin, denn ich habe die letzten 10 Minuten aus Langeweile noch nebenbei was anderes gemacht. Jedenfalls gibt es keinen Austausch, sondern Rumgeballer. Auf Rumgeballer folgt Rumgekloppe und der Versuch von Dramatik, als ein paar der Mitstreiter abnippeln. Wäre natürlich alles packender, wenn die Figuren irgendwie interessant wären. Am Ende überleben nur Jackie und seine Freundin und der Revolverheld, der aber vom Captain erschossen wird, weil man hier noch schnell einen sinnlosen Twist einbauen musste. Der Captain will das Geld natürlich nicht teilen, deshalb knallt er auch Jackies Freundin ab. Der hüpft dann zwischen den Autos umher und der Captain will ihn mit einer Planierraupe plätten. Im finalen Säbelkampf kann Jackie natürlich den Sieg erringen, indem er den Captain in die Luft jagt und hat das Geld jetzt für sich alleine. Ach nee, seine Freundin lebt auch noch, also steht der Traumhochzeit wohl nichts mehr im Weg.

Nun ja, man hat hier versucht, möglichst viel Schwachsinn in einen Film zu klatschen, was eigentlich durchaus unterhaltsam werden kann. Leider langweilt das Ergebnis aber die meiste Zeit und der Humor zündet nicht. Die pseudolustige Synchro gibt dem ganzen dann den Rest, denn das hier ist alles andere als Spencer/Hill-Niveau. Ich gehe eine eigene Kampftruppe rekrutieren …

Militärische Verwechslungsbeziehungen an notgeilen Internaten

Heute wird es endlich mal wieder erotisch hier auf dem Filmschrottplatz. Und das kann natürlich nur bedeuten, dass wir uns in den 70er Jahren befinden. Als erotische Filme noch so richtig knisterten. Als der Sex noch so richtig prickelnd war. Natürlich habe ich mir aber einen Film ausgesucht, bei dem all das nicht der Fall ist. Dafür hat er einen vielversprechenden Titel:

WENN MÄDCHEN ZUM MANÖVER BLASEN – Österreich – Deutschland – 1975 – 82 Min.

Der Film wurde auch unter dem Alternativtitel MÄDCHEN STILLGESTANDEN vermarktet, aber der ist natürlich lange nicht so gut, also hat man sich erstmal für die bessere Wahl entschieden. Regie führte Franz Antel unter dem Namen Francois Legrand, der über 80 Filme inszenierte. Neben billigen Sexcomedys kamen dabei auch einige historische Dramen herum. Eine perfekte Mischung also.
Autor Erich Tomek hat unter verschiedenen Pseudonymen geschrieben. Als Florian Burg verfasste er neben dem heute besprochenen Meisterwerk der filmischen Unterhaltung unter anderem SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA, der mit Karl Dall in der Hauptrolle verfilmt wurde. Außerdem hat er auch die Fortsetzungen zu den DIE TOLLEN TANTEN Filmen mit Rudi Carrell und Ilja Richter geschrieben. Und auch am Drehbuch zum bereits hier auf dem Filmschrottplatz besprochenen GRAF DRACULA IN OBERBAYERN hat er mitgearbeitet.
Die Darstellerinnen Nina Frederik und Alena Penz erkennt man vielleicht an den Brüsten, denn ansonsten gibt es nicht viel erwähnenswertes zu ihnen zu sagen. Darsteller Alexander Grill und Rinaldo Talamonti erkennt man vermutlich nicht mal am Penis, aber sie haben immerhin in Knallern wie den SCHULMÄDCHEN REPORTs oder den GRAF PORNO Filmen mitgewirkt. Man sieht also, ein perfekter Cast für einen Film wie diesen.

Natürlich hat der Film auch einen eigenen Song. „Wenn Mädchen zum Manöver blasen, sind wir alle da!“ Natürlich sind wir das. Wer will sich den Spaß schließlich entgehen lassen? Der Postbote jedenfalls nicht, denn der ist direkt zur Stelle und klopft an eine Tür, weil er nicht weiß, wo er den Brief rein werfen soll. Die nackte Brünette, die die Tür öffnet, erklärt ihm, dass er den Brief nicht rein werfen, sondern „rein stecken“ soll und damit ist zu diesem Film auch eigentlich schon alles gesagt.

Feldwebel Novak lässt seine Truppe stramm stehen, aber Schütze Nagel ist nicht da, also macht er sich auf die Suche. Er findet ihn im Bett mit seiner Frau Julia und zur Strafe muss er „trockenbumsen“, was bedeutet, dass er Liegestützen auf einem Flokati machen muss. Als Julia erwähnt, dass Hauptmann von Pissewitz (ja, der heißt wirklich so) zu Besuch kommen wird, schickt der Feldwebel Schütze Nagel zurück zur Kaserne. Auf dessen Flucht vor dem Klischeehomosexuellen Nachbarn, der ihn inklusive Freudensprung vor lauter Geilheit verfolgt, rennt er fast Postbote Mario um, der mit „Reinstecken“ bei der Brünetten fertig zu sein scheint. Mario sammelt die Klamotten von Schütze Nagel ein, die Julia aus dem Fenster geworfen hat, aber Nagel haut ab und Mario klopft bei Julia an. Die sagt ihm durch die Tür, dass er sich schon mal ausziehen soll. Poliert die wirklich jedem in dem Kaff die Flinte? Um Julias Hunger zu stillen, hat er immerhin eine Salami dabei. Mann, die lassen wirklich gar nichts aus hier. Und das alles in den ersten 10 Minuten. Die Messlatte für den Rest des Films liegt hoch.

Mario hat versehentlich Nagels Uniform angezogen und wird von Hauptmann von Pissewitz für einen Soldaten gehalten. Feldwebel Novak hingegen kommt in der Postbotenuniform angelatscht und die Witzigkeit kennt keine Grenzen. Mario soll verhaftet werden und es kommt zur aufregenden Flucht durch die Vorgärten der Nachbarschaft, bei der natürlich auch grandiose Comedy mit einem Gartenschlauch nicht fehlen darf. Wundert mich, dass man nicht noch einen Wortwitz mit dem Schlauch eingebaut hat.

Der Oberst lässt den Oberstabsarzt ranholen, weil seine Frau einen Schnupfen hat. Die will nebenbei, dass Kathi vorbei kommt und ich kann der Handlung einfach nicht folgen. Währenddessen lässt sich Irene von zwei Matrosinen nackt malen. Das führt zum großen Tittenvergleich, weil jede meint, dass die anderen die kleineren Tüten hat. Zufällig fällt Leopold über die drei Bekloppten und grabscht ihnen an die Melonen, was ihn dazu bringt, geschockt wegzulaufen. Nebenbei sind sie alle auf der Suche nach was zum Poppen, damit sie auch etwas zum Plot beitragen können.

Da man keinen Postboten einsperren kann, wird Mario kurzerhand vom Oberstabsarzt als tauglich deklariert. Feldwebel Novak nutzt das direkt, um Mario mal so richtig durch die Ausbildung zu prügeln. Ach, Kathi ist eine der Matrosinen. Und natürlich bringt sie ihre beiden Busenfreundinnen mit. Auf der Kutschfahrt wird natürlich wild mit den Soldaten rumgemacht und wenn man schon dabei ist, kann man auch mal schnell ein Picknick veranstalten, bei dem auch Mario auftaucht, um ein bisschen mitzurammeln. Dabei erwischt Kathi leider den langweiligen Typen und kommt nicht dazu, mal schnell die Beine breit zu machen, wie ihre beiden Begleiterinnen.

Leopold stellt in Frage, ob es so schlau war, dass seine Frau die drei Mädels weggeschickt hat, weil … ficken.

Aus irgendeinem Grund schleichen die drei Freundinnen nackt nachts durch Onkel Bodos Schlafzimmer, weil sie mal einen drauf machen wollen. Warum zum Geier sind ihre Kleider im Schrank von Onkel Bodo? Was für eine perverse Scheiße wird hier impliziert? Sind die überhaupt schon volljährig? Jedenfalls bedeutet „einen draufmachen“ natürlich vögeln im dunklen Wald.

Leopold wird von seiner Frau hinter den Mädels hergeschickt, weil die schon eine Woche weg sind. Eine Woche? Das waren im Film keine 15 Minuten. Was für einen Zeitraum deckt der Streifen bitte ab? 42 Jahre?

Nachdem Feldwebel Novak der Bart abrasiert wurde, verwechselt seine Frau direkt Leopold mit ihm und bläst mit dem zum Manöver. Kathi und die Weibergang füllen derweil den Wachmann ab, damit sie die Soldaten wieder in ihre Betten schmuggeln können. Es sollte klar sein, dass es im Bett von Frau Oberst zur großen Penisverwechslung mit der Salami von Mario kommt, weil das einfach immer ein Knallergag ist.

Abreise der drei Knallerfrauen. Trainingsmanöver der Soldaten. Leopold ist von seiner Trulla genervt. Was ein Glück für ihn, dass er mal wieder mit Feldwebel Novak verwechselt wird und Oberst von Pissewitz ihn beim Training entführen lässt. Die Soldaten vergnügen sich derweil mit den Mädels im Internat, das aus irgendeinem Grund beim Trainingsmanöver eingenommen werden soll. Was zum Kuckuck ist das für eine Armee, die einfach mal so beim Training ein Mädcheninternat überfällt?

Feldwebel Novak bespringt dann mal schnell noch Leopolds Frau. Warum weiß er eigentlich nicht, mit wem er es zu tun hat? Die sieht ja nun nicht aus wie seine Frau. Leopold selbst landet natürlich bei Novaks Frau und ich werde das Gefühl nicht los, dass hier in Zukunft eine astreine Swningerbeziehung ansteht.

Pissewitz und seine Truppe besaufen sich schon mal auf den bevorstehenden Sieg. Im Internat laufen haufenweise nackte Mädels durch die Gegend. Es folgt ein absoluter Knallergag mit einem Soldaten, der dem Feldwebel mit Fistelstimme erzählt, dass das Mädchen, dass er zum Manöver blasen ließ, Kannibalin ist.

Die ganze Verwechslungsnummer wird natürlich noch schnell aufgelöst und irgendwie haben hier dann alle was zum Blasen gefunden. Ich ziehe ins Manöver und verabschiede mich in die Sommerpause…

Fortbildung in monogamischer Burgerbrutzelei

Hier auf dem Filmschrottplatz werden ja absolut berechtigterweise die Achtziger derbe abgefeiert. Aber wie wir alle wissen, hat alles Gute auch immer seine Schattenseiten. Und in den Achtzigern wie in den Neunzigern wie in den Zweitausendern … also wie eigentlich schon immer, waren das grauenhafte Komödien, die absolut nicht lustig sind und diesen Umstand mit möglichst vielen Titten ausgleichen wollen. Was allerdings die Achtzigerkomödien von den anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass man sich aus irgendeinem Grund dachte, dass es ein marketingtechnisch genialer Schachzug wäre, diese nach Fast Food zu betiteln. Es gab Filme benannt nach Wurst im Brötchen oder nach Frikadellen. Und auch folgendes Meisterwerk der absoluten Ideenlosigkeit:

HAMBURGER: THE MOTION PICTURE – USA – 1986 – 90 Min.

Wie zu erwarten beginnt der Spaß mit Bildern von tausend Burgerbratbuden, von der eine versiffter ist als die andere, und dazu gibt es ein unfassbar grauenhaftes Hamburger-Lied, gesungen von jemandem, der sich anhört, als würde er bei der Ernährung zugunsten von palettenweise Bourbon auf Burger komplett verzichten.

Dann gehen wir aber erstmal in die Damendusche am College, denn woran denkt man, wenn man nicht gerade ans Fressen denkt? Genau: An nackte Weiber. Russell wird beim Liebesspiel mit einer Blondine unter der Dusche erwischt und direkt zur Ärztin geschickt. Er durfte sich nicht mal abtrocknen und steht jetzt mit Handtuch im Büro der Ärztin. Die ist der Meinung, dass es nicht gut ist, nur ans Ficken zu denken, deshalb will sie, dass er seine Spritze zwischen ihre Tupfer schiebt, aber der Direktor kommt rein und Russell fliegt vom College.

Die irren Eltern sind nicht begeistert und nachdem sie ihren Sohn etwas verdroschen haben, schicken sie ihn zur Busterburger University, in der man innerhalb von nur 12 Wochen lernen kann, wie man richtig Burger brutzelt. Und das absolut kostenlos. Es ist jetzt schon alles unglaublich schlimm und hirnlos. Aber man setzt noch schnell einen drauf, indem man eine alte Oma im Drive-In an einem Herzinfarkt verrecken lässt, nachdem sie von dem Typen in der Sprechanlage zur Sau gemacht wurde. Tote Omas waren in den 80ern eben ganz besonders lustig.

Oh, sie haben noch einen zweiten Hamburger-Song, der genau so scheiße ist wie der erste, aber dieses Mal von irgendwelchen Ischen gesungen wird, die klingen, als würden sie nur darauf warten, dass sie endlich eine große Bulette zwischen ihre Brötchenhälften kriegen.

Auf der Busterburger University trifft Russell natürlich direkt mal den absoluten Vollnerd, der so dämlich ist, dass man nur vermuten kann, dass er in einem Selbstexperiment sein Gehirn durch einen Hamburger ersetzt hat. Eine Nonne ist auch da, weil alle gerne Burger braten wollen. Und der Ausbilder ist selbstverständlich eine Mischung aus Saddam Hussein und Sgt. Slaughter (was ja auch irgendwie treffend ist, wenn man genauer darüber nachdenkt). Dann haben wir da noch die Einwanderin, die kein Englisch spricht, einen Knacki, der zur Burgerbratausbildung gezwungen wird, einen dicken Fatzken mit Teddybär und einen Typen, der sich für ganz besonders toll hält. Großer Spaß ist also garantiert ausgeschlossen.

Russell und der ganz besonders tolle Hecht haben ein Zimmer zusammen. Immerhin haben sie getrennte Betten, die beide wie Burger aussehen. Der tolle Hecht heißt Fred und hat alles mögliche eingeschmuggelt, von Zigaretten über Pornomagazine bis zu Kondomen. Für alles gerüstet der Typ.

Abends gibt es eine Willkommensparty von Direktor Vunk, einem alten Sack, dem alles gehört. Unter anderem auch eine junge, heiße Blondine, an die sich Fred direkt ran macht. Russell tanzt hingegen mit Tochter Vunk. Der fette Typ ist für einen Running Gag mit Elektroschocks zuständig, den ich nicht verstehe und deshalb ab hier komplett ignoriere. Genau so, wie die folgende Montage von unfassbar aufregenden und lustigen Unterrichtsstunden.

Russell muss bei Sgt. Hussein an der Burgermaschine sein Talent unter Beweis stellen, was nicht so ganz gelingt, da er Sergeant die Maschine auf Turbomodus stellt. Dafür wird Russell mit dem Gesicht in die Sauce getunkt. Sauce im Gesicht war in den 80ern ein echter Brüller.

Russell und Fred schleichen sich in die Stadt, um mal was gescheites zu essen und treffen dort die Vunk Frauen. Als Sergeant Schlachthaus vorbei kommt, müssen sich die Jungs unterm Tisch verstecken. Fred stellt fest, dass Frau Vunk kein Höschen trägt und schlabbert etwas zwischen ihren Burgerhälften rum. Sollte klar sein, dass das dann nach gefühlt drei Stunden auch mal Sergeant Schnellmerker auffällt. Zur Strafe kommen sie in die gefürchtete Saucenkabine, in der sie wehrlos mit Sauce übergossen werden.

Der Vollnerd hat sich als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt und ist jetzt ein Huhn, oder so. Ich kapiere es nicht und will auch nicht weiter darüber nachdenken, wenn ich ehrlich bin.

Oh, es gibt noch ein drittes Lied. Das Burger Buster Burgerlujah. Ich gebe auf. Das wird nichts mehr hier.

Conchita kann doch etwas Englisch und will Russell knallen. Wenn ich dem Film eine Sache zu Gute halten muss, dann die, dass die Mädels hier alle normal ausgestattet sind und nicht ausschließlich Weiber mit Monstermelonen hier rumrennen, die in zehn Jahren ganz fürchterliche Rückenprobleme haben werden. Russell zieht aber sein Monogamiegelübde knallhart durch und Conchita ist verärgert. Fred treibt es derweil mit Frau Vunk im Hubschrauber. Kurz bevor der abhebt springt noch schnell der Knasti auf, weil er sich dadurch Freiheit erhofft. Es sollte klar sein, auf wessen Auto sie versehentlich landen. General Motors ist jetzt richtig angepisst.

Der Vollnerd legt ein Ei und ich verstehe es immer noch nicht.

Russell wirft seine Monogamie jetzt doch über Bord und macht mit Tochter Vunk rum. Sergeant Keinautomehr sieht das und wir springen in die Montage zur Abschlussprüfung, die genau so aufregend ist, wie die Montage mit dem Unterricht zuvor, also lassen wir das.

Als endgültige Abschlussprüfung müssen die ganzen Saftnasen jetzt einen Buster Burger Laden für 8 Stunden schmeißen. Unter der Aufsicht von Sergeant Rotkäppchen natürlich.

Natürlich kommt der städtische Fressclub der übergewichtigen Fettärsche vorbei und man muss sich richtig ranhalten. Fette Leute waren ein absoluter Brüller in den 80ern. Um die fette Bande loszuwerden füllt man Abführmittel in ihre Shakes. Das führt aber nur dazu, dass sie die Toiletten sprengen. Und wenn ich „sprengen“ sage, dann meine ich das wortwörtlich. Also im Sinne von, die Rückwand vom Lokus explodiert.

Sergeant Affenarsch versucht natürlich durchgehend, die Prüfung zu sabotieren und gibt sich am Drive-In als Manager aus und verärgert einen Cop. Der fährt dann seine Freunde holen, während der Sergeant schon sein nächstes Ass zieht und den benachbarten Rockerclub in die Bude schickt, um diese abzureißen. Die Bullen kommen vorbei und unterstützen den Abriss.

Der Film will einfach nicht enden und der Sergeant rast auf einen Hühnertransporter zu, damit der in den Buster Burger Schuppen ausweichen muss. Haben wir es dann mal langsam hier, oder was?

Nein, Russell ist nicht bereit aufzugeben und will die Bude aufräumen. Als ob das was bringen würde. Allerdings kommt die Vunk Familie in diesem Moment angefahren. Und wie wir das ja nun mal kennen, können die Schüler noch ihren Hals aus der Schlinge ziehen. Und zwar dadurch, dass die Nonnen zufällig einen dämlichen Slogan raushaut, der Mr. Vunk gefällt. Es ist alles sowas von einfallslos. Ach so, wo wir schon dabei sind: Den Sergeant degradiert man durch einen Elektroschock von dem fetten Schüler, wodurch der Sergeant einen Shake über Mr. Vunk schüttet. Und jetzt muss er die Bude ganz alleine wieder auf Vordermann bringen.

Mit der Verleihung der Zertifikate geht die Grütze dann zu Ende und man muss schon sagen, dieser Film ist quasi die absolute Werbung für vegetarische Ernährung. Wer nach dieser Scheiße noch Bock auf einen Burger hat, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Ich gehe einen Burger essen …

Pubertätsstudien auf Wurstbasis

Hach ja, die 80er. Ein Traum für jeden Filmfan, der auch nur ansatzweise Geschmack hat. Und gleichzeitig natürlich das Grauen für jeden Filmfan, der auch nur ansatzweise Geschmack hat. Worum es heute geht sollte klar sein. Wir graben eine gute, alte Sexkomödie aus, die in den 80ern ein echter Knaller war. Und das kann eigentlich nur bedeuten, dass man heute von der Sichtung direkt Gehirnblutungen erleidet. Genau richtig also für einen Eintrag auf dem Filmschrottplatz.

SCREWBALLS – DAS AFFENGEILE KLASSENZIMMER – Kanada – USA – 1983 – 80 Min.

Der deutsche Untertitel macht eigentlich schon klar, was uns hier erwartet. Es ist „Breakfast Club“, nur eben in AFFENGEIL!!! Und ohne wirklich was mit „Breakfast Club“ zu tun zu haben.Nebenbei gibt es noch einige Fortsetzungen, aber keine davon hat OBERAFFENTITTENGEIL im Untertitel, was nur bedeuten kann, dass sie absolut nicht der Rede wert sind.

Waren riesige Würste zwischen zwei Mädchen in den 80ern wirklich lustig? Wenn ja, muss ich dieses Jahrzehnt doch mal so richtig in Frage stellen. Waren Gummipuppen an Fahnenmasten in den 80ern wirklich lustig? Und was ist eigentlich so unterhaltsam an Jojos? Die 80er waren eine wirklich eigenartige Zeit.

Unser Protagonist – oder der Typ, den ich dafür halte – verkleidet sich als Schularzt, damit er den Brusttest bei den Mädels durchführen kann. Also ich bin ja kein Experte, aber was zur Hölle gibt es da überhaupt zu testen? Die Sexualität in den 80ern war ziemlich undurchsichtig.

Die Französischlehrerin ist wirklich das absolute Grauen in allen Belangen. Wieso kriegt die bitte einen Orgasmus, nur weil sie der Klasse zwei Wörter Französisch beibringt? Ich verstehe diesen Film nicht im Geringsten. Nicht, dass das groß was aussagen würde, denn letztlich sind es nur sinnlos aneinandergereihte Szenen, die sich darum drehen, ein paar Schüler zum Nachsitzen zu bringen, damit der „Plot“ – und ich nutze dieses Wort mit dem größtmöglichen Abstand von seiner eigentlichen Bedeutung – beginnen kann.

Und der sieht so aus: Rick, Brent van Dusen III (immerhin bei diesem Namen haben die Writer alles gegeben), Howie, Tim und Jerkovich (dreimal dürft ihr raten, wofür der nachsitzen muss) schließen den Pakt, dass einer von ihnen die heiße jungfräuliche Purity flachlegt. Fertig. Ich habe tatsächlich noch weniger erwartet. Purity wird nebenbei von niemand geringerer als Linda Speciale verkörpert. Berühmt für genau drei Rollen in ihrer 25-jährigen Karriere (wenn man das so nennen kann). Neben diesem Streifen hatte sie noch eine Rolle als Nutte in einer Folge von „Degrassi High“ und dann kam sie nach 20-jähriger Pause zurück aus dem Ruhestand um die heiße Nachbarin im Piloten von „Breaking Bad“ zu spielen. Wenn das mal nicht eine steile Karriere ist, weiß ich es auch nicht. Aber mit so einem Namen muss man seine Zeit eben für spezielle Auftritte freihalten.

Und so darf jeder mal versuchen, Purity in die Kiste zu kriegen. Als erstes versucht es der 1983er Justin Long Look-A-Like (Namen kann ich mir hier auf keinen Fall merken, also müssen wir so zurecht kommen) und macht natürlich mitten in der Nacht eine Riesenrandale vor ihrem Haus, was den Vater auf den Plan ruft. Long nutzt die Chance und schleicht ins Haus, nur um sich zu verlaufen und im Bett mit Puritys Mutter zu landen. Etwas vorhersehbarer Ausgang, würde ich sagen, aber man muss schon Tribut zollen: Long kam immerhin zum Schuss, wenn auch bei der Falschen.

Wir überspringen die grauenvoll unlustige Bibliotheksszene, mit der grauenvoll unlustigen Bibliothekarin, die jeden Ton verbietet und kümmern uns lieber um die Cheerleader im Park. Nicht, weil das eine sinnvolle, wichtige oder gar lustige Szene wäre, aber es sind eben Cheerleaderinnen und somit das mit Abstand beste an diesem Film.

Der Rick Moranis für Arme in der Gruppe versucht mit Hilfe der Riesenwurst vom Anfang die komplette Cheerleadertruppe im Schwimmbad unter Hypnose zu stellen. Fragt nicht wie. Es ist unfassbar dämlich. Die Cheerleaderinnen machen den Spaß mit und kommen im Zombiemodus auf ihn zu. Und vermöbeln ihn. Leider haben sie nicht sein Gehirn gegessen, damit wir den Affen los sind.

Die 5 Vollspaten müssen am Strand den Müll aufsammeln, was zu absolut keinem Gag führt. Also widmen wir uns dem Autokino, wo gerade irgendein billiges Tittenfilmchen läuft. Unfassbar. Wer guckt sich denn so einen Dreck an? Überall wird in den Autos rumgemacht und mir erschließt sich der Sinn dieser Szene mal wieder ganz und gar nicht. Na ja, immerhin gibt es Brüste zu sehen. Mehr kann man hier wohl nicht erwarten. Und dann kloppen sich Fake Justin Long und irgendjemand, weil der mit Fakelongs Schwester ausgegangen ist, glaube ich. Wer weiß schon genau, was in diesem Film passiert …

Kommen wir zum genialsten Plan aller genialen Pläne, die jemals geschmiedet wurden. Und er stammt natürlich von Jerkovich. Seht ihr, Purity hat am Strand einen Stammplatz. Eine Stelle, an der sie jeden Tag zur gleichen Zeit in der Sonne liegt. Was macht man also, wenn man an ihre Titten will? Man lässt sich genau an der Stelle in den Sand eingraben und wartet, bis sich Purity auf einen drauf legt. Im besten Fall natürlich mit den Brüsten direkt ins Gesicht. Vorher pissen natürlich noch Hunde auf einen drauf, aber das muss man nun mal in Kauf nehmen, wenn man Tüten sehen will.

Die Schule hat jetzt einen eigenen Flugzeugrepararturshop und ich habe keine Ahnung, was das bedeutet. Reparieren die Passagierflugzeuge? Und da fragen mich die Leute, warum ich noch nie geflogen bin.

Die nächste Viertelstunde verbringen wir mit Tanzen und Stripbowling, damit man hier so wenig Story wie möglich unterbringen muss.

Der Arzt-Gag vom Anfang wird wiederholt, nur dieses Mal mit Lehrerinnenverkleidung. Ich würde den Autoren jetzt Einfallslosigkeit unterstellen, aber das wäre nicht gerecht, schließlich hatten sie zu keinem Zeitpunkt überhaupt irgendeinen Einfall und es handelt sich eindeutig um einen Fall von Einfallsvakuum von Beginn an.

Stripclubszene ohne Sinn und Verstand, aber mit dicken Möpsen. Die Jungs machen ein Foto von den dicken Melonen, neben denen gerade zufällig der Schulrektor steht. Ich frage mich, ob man wirklich einfach so im Stripclub Fotos machen darf. Muss ja der feuchte Traum der Selfie-Generation sein.

Nach ein paar schlechten Wurstgags kommt es zum absoluten Masterplan der Jungs, um endlich die Tüten von Purity zu Gesicht zu bekommen. Die Lösung für das Problem lautet: Magnetismus. Fragt mich nicht, ich weiß es auch nicht. Purity singt beim großen Basketballspiel die Hymne und ich kann nur sagen: Das ist doch eindeutig Playback. Jedenfalls haben die Jungs zuvor jede Menge Metall in das Kleid genäht und dann wird der Magnet angeworfen und saugt alles an, von der Trompete, über den Reißverschluss an der Hose des Direktors bis zum Kleid von Purity, die somit endlich oben ohne dasteht.

Was für ein versöhnlicher Abschluss. Mit so einem Happy End hätte ich nicht gerechnet. Ich gehe meinen Magneten entstauben …

Herausfordernde Drehbuchschwächen auf Spannungsebene A

Ferienzeit. Also gehen wir in die Schule.

DIRTY DEEDS – 2005 – USA – 87 Min.

Schlechter Rock eröffnet den Reigen hier natürlich, schließlich handelt es sich um einen Highschoolfilm. Manchmal ist es einfach schon zu vorhersehbar. Schnell die Story, die hier in 30 Sekunden abgehandelt wird: An der Highschool gibt es die sogenannten „Dirty Deeds“. Herausforderungen, denen sich jeder stellen kann, um zu beweisen, was für ein toller Hecht er ist. Oder besser gesagt, was für ein Trottel. Denn niemand hat die Herausforderungen jemals alle bestanden.

Die Klischeesuppe tropft hier natürlich aus allen Poren. Der töfte Quarterback, die Nerds, der harte Trottel, der mit seinem Monstertruck ein Auto platt macht, das ihm den Parkplatz streitig gemacht hat. Und natürlich die heiße Schnecke, die jeder knallen will. Alle sind sie da. Dazu kommt dann Zack Harper, gespielt von dem Typen, der mal ein alleskönnender Held in Heroes war. Und hier kann er auch alles, wie sich noch herausstellen wird. O, und er ist ein absoluter Witzbold, der gerne Streiche spielt und nichts ernst nimmt. Mit anderen Worten: Er hält sich für unfassbar cool. Der Film macht auch nix, um das Gegenteil zu zeigen, also ist er wohl auch unfassbar cool.

Eine dauerfurzende Bibliothekarin ist der erste und hoffentlich einzige Gag des Films.

Die Footballer verarschen Trottel Kyle und lassen ihn Pisse saufen. Ich sehe schon, das hier hat mal wieder einen Humorlevel, der nicht messbar ist. Weil es sich gar nicht um Humor handelt. Kyle will jedenfalls Rache und fordert Quarterback Dan zu den Dirty Deeds heraus, um sich zu beweisen. Da Meg Zach bittet, ihrem Bruder Kyle den Scheiß auszureden, übernimmt er direkt die Dirty Deeds. Also soll ich jetzt dem Typen, der nix zu gewinnen hat, der nix ernst nimmt und dem sowieso alles scheißegal ist anfeuern, damit er die Herausforederungen besteht? Das wird nicht funktionieren, Herr Autor.

Um die Spannung – und ich nutze dieses Wort im abwertendsten Sinn – zu erhöhren, kriegt er nur 12 Stunden Zeit. Na dann haut mal rein, damit wir schnell fertig werden mit dem Quark hier.

Herausforderung Nummer 1: Ein Bier vor einem Polizisten trinken.

Zach ist natürlich ganz schlau und schüttet die Dose Bier in einen Becher um, da die Regeln nicht besagen, woraus er es trinken muss. Die Cops sind nebenbei stark auf Wache wegen den Deeds, die immer um diese Jahreszeit stattfinden.

Herausforderung Nummer 2: Den härtesten Typ in der Stadt hauen

Quarterback Dan bestimmt, wer der härteste ist und zu meiner und Zachs Enttäuschung ist es nicht er selbst. Nein, es ist irgendein Typ der nen schwarzen Gürtel hat, oder so. Es handelt sich natürlich um den Vogel mit dem Monster Truck, der gerade in einem Hinterhof irgendwelche Typen vermöbelt.

Nebenbei gibt es noch eine Story mit einer Houseparty bei einem Typen, der sturmfrei hat, aber eigentlich keine Party machen will. Ich lasse das mal links liegen, weil es mir einfach scheißegal ist.

Zach latscht zu Monster Truck Joe und kloppt ihn einfach um. Äh, irgendwie ist das alles zu einfach, oder? Außerdem war niemand dabei, um es zu sehen, also hätte er auch einfach behaupten können, dass er den Typen umgehauen hat.

Herausforderung Nummer 3: Im Supermarkt in ein Brot wichsen.

Nicht weiter schwierig. Hinterher wird noch eine geraucht. Der Rektor der Highschool kauft natürlich das Brot. Weil witzig, ihr wisst schon.

Monster Truck Joe sucht Harper, weil er sich natürlich rächen will. Aber er wird erstmal von den Cops abgefangen, weil er zu schnell gefahren ist und ein „Arsch nach Mitternacht“ war.

Herausforderung Nummer 4: Den Gnom von irgendeinem Schuppen durch die Stadt schleifen.

Es handelt sich natürlich um einen Werbeballon. Zach verkackt es aber trotzdem erstmal, denn dem Ballon geht direkt die Luft aus. Kyle ist nicht begeistert darüber, dass Zach ihm die Deeds weggenommen hat, aber er hilft ihm, den Ballon wieder aufzublasen und die Herausforderung zu bestehen.

Herausforderung Nummer 5: Eine Leiche klauen und auf dem Schulhof ablegen

Mit der Leiche auf der Rückbank wird er natürlich von den Bullen angehalten. Aber weil Spannung hier nicht wichtig ist, lässt er sie fahren.

Herausforderung Nummer 6: Besorge einen unterschrieben BH einer Homecoming Queen

Also irgendwie ist die Mischung bei diesen Herausforderungen ziemlicher Käse. Leichen klauen und dann einen BH besorgen. Nicht unbedingt eine Steigerung.

Herausforderung Nummer 7: Das Holzbein von einem Wachmann klauen

Ich hab da ja jetzt mal eine Frage: Diese Dirty Deeds soll es ja jetzt schon seit mehreren Jahren geben. Was ist denn, wenn der Holzbeintyp mittlerweile tot ist, oder der Gnom nicht mehr das Maskottchen von dem Schuppen da ist? Macht nicht viel Sinn das alles. Außer der BH natürlich.

Jedenfalls wird Zach fast erschossen von dem Wachmann aber Meg eilt zur Rettung und zeigt ihm ihre Tüten, woraufhin Zach abhauen kann.

Der kriegt dann vors Maul von Monster Truck Joe, aber wird abermals gerettet von … einem Typen mit Mütze. Der war vorhin schon mal irgendwo im Bild aber fragt mich nicht wer das ist.

Herausforderung Nummer 8: Ein Auto im Wert von 100.000$ klauen

Simpel. Einfach als Einparker vorm Restaurant verkleiden und fertig.

Herausforderung Nummer 9: Duncan Rime finden

Duncan Rime ist eine Legende. Jemand der angeblich bei den Deeds gestorben ist. Was die Frage aufwirft, wie sein Name in die Deeds gelangt ist. Was war denn dann seine neunte Herausforderung? Sterben? Aber natürlich ist in diesem Film nichts kompliziert und Duncan Rime kommt einfach um die Ecke gelatscht. Es ist der Mützentyp. Na, Wahnsinn.

Jedenfalls brabbelt Duncan Rime dann alle zu mit seiner traurigen Geschichte und Harper hat keinen Bock mehr. Aber dann kommen die Bullen und wollen ihn verhaften wegen Autodiebstahl. Aber dann kommt der Besitzer des Autos und sagt, dass alles gechillt ist. Wow, es ist lahmer „Twistoverkill – The Movie“.

Der Ferraribesitzer schickt dann alle nach Hause. Er ist natürlich ein Mafiosi und will mal ein Wörtchen mit Zach wechseln. Und ihm seine Karte geben, falls er mal was braucht. Dann kommt Dans Ex vorbei und erklärt, dass er die letzte Herausforderung machen will, damit Zach dafür in den Bau geht.

Herausforderung Nummer 10: Ruiniere die Homecoming Parade

Mafiabob gibt Zach sein Auto, damit er das verhindern kann und es ist mir unbegreiflich, wie man es schafft, eine Geschichte zu schreiben, in der wirklich alles einfach nur simpel für jeden ist, der sich aber gleichzeitig um Herausforderungen dreht. Der rast dann halt los und natürlich hat er schnell die Cops im Schlepptau und dann kommen alle an der Parade an und der Monster Truck explodiert, weil Mafiabob seinen Mafiajungs gesagt hat, die sollen da ne Bombe dran basteln. Dann schenkt er Zach den Ferrari, der kriegt natürlich auch noch Meg und gemeinsam fahren sie in den Sonnenuntergang. Oder irgendwo poppen, was wahrscheinlicher ist.

Das war schon reichlich lahm. Dabei fand ich die Idee gar nicht mal schlecht. Ich gehe mich den Herausforderungen des Lebens stellen …

Tropische Weihnachtsfestvorbereitung mit nerviger Verwandtschaft

Es ist ja kein Geheimnis, dass bei mir eine Sache ganz wichtig ist, wenn dieses komische Konsumentenabzockerfest namens Weihnachten mal wieder vor der Tür steht: Ich muss Christmas Vacation gucken. Schließlich ist das der beste Weihnachtsfilm überhaupt, mit Chevy Chase in Höchstform und Randy Quaid in Höchstform und Beverly D’Angelos Brüsten in Höchstform und … ich denke ihr habts verstanden. Reichlich verwundert war ich allerdings, als ich erfuhr, dass es tatsächlich eine Fortsetzung zu diesem grandiosen Weihnachtsspaß gibt. Erster Gedanke war natürlich: DAS MUSS ICH SEHEN! Gesagt, getan. Ich hatte ja keine Ahnung, was ich mir da wieder antun würde …

CHRISTMAS VACATION 2: COUSIN EDDIE’S ISLAND ADVENTURE – USA – 2003 – 83 Min.

Starring: Ein alienvernichtender Kampfpilot

In Chicago liegt Schnee und die Kinder bauen Schneemänner, bewerfen sich mit Schneebällen und pinkeln ihren Namen in den Schnee. Das übliche eben. Zwei Blagen latschen durch die Gegend und quatschen darüber, was ihre Verwandten und Eltern so treiben. Das Mädchen wartet mit einem Vater auf, der Chirurg ist. Der Junge kann da nicht ganz mithalten. Seine Tante arbeitet als Stripperin und sein Vater ist in einem Nuklearlabor beschäftigt. Hört sich erst mal gut an, aber da es sich bei dem Vater um Eddie handelt, der in Teil 1 nicht unerheblichen Anteil daran hatte, dass das Griswold-Familien-Weihnachtsfest im kompletten Chaos endete, ist er natürlich nicht gerade wissenschaftlich tätig.

Stattdessen ist er ein Testobjekt und wird zusammen mit einem Affen darauf getestet, wie sich die direkte atomare Einstrahlung ins Gehirn auf das menschliche Denkvermögen auswirkt. Eddie verkackt dann direkt mal beim Tic Tac Toe gegen den Affen, woraufhin er gefeuert wird, weil er bescheuerter als ein Schimpanse ist.

Eddie ist untröstlich über seine Entlassung direkt vor Weihnachten. Immerhin versucht ihn seine Frau damit zu trösten, dass Affen schon ziemlich schlau sind. Sein Sohn Third (was für ein genialer Name), ist nicht so einsichtig und stellt direkt mal klar, dass er seinen Vater für eine komplette Niete hält.

Eddie will ein Bad nahmen, aber setzt durch einen selbstverursachten Rohrbruch alles unter Wasser. Da seine Frau, die Hobbyklempnerin, nicht in der Lage ist den Schaden zu beheben, versucht Eddie einen Klempner zu rufen, landet aber in tausend Warteschleifen und, äh, das war die Szene. Wahrscheinlich wurde das Haus einfach weggeschwemmt. Spielt wohl auch keine Rolle.

Eddie bettelt um seinen Job. Der Affe beißt ihm in den Arsch. Um einer Klage auszuweichen kriegt Eddie einen tropischen Urlaub geschenkt. Alle sind begeistert, außer Third natürlich, der berechtigte Zweifel daran hat, ob ein Urlaub mit seinen Alten wirklich erholsam werden kann. Audrey kommt vorbei und hat sich von ihrem perfekten Freund getrennt, weil er verheiratet ist. Hätte man ja auch mal vorher fragen können, aber dann hätte man diesen unglaublichen Gag natürlich nicht bringen können. Der nächste Bombengag folgt, als eine Fliege sich zu nah an Eddies Stirn wagt und elektrifiziert wird, weil die ganzen Tests ihn wohl zu einer elektrischen Fliegenfalle umfunktioniert haben.

Onkel Nick kommt zu Besuch. Er wurde von seiner 66 Jahre alten Frau für einen 28-jährigen Postboten verlassen. Wirklich mitzunehmen scheint ihn das aber nicht. Trotzdem wird er direkt zu dem Urlaub eingeladen. Nun ja, eigentlich lädt er sich einfach selber ein. Jedenfalls ist die Gruppe vollständig und es kann los gehen.

Bei der Abfahrt vergisst man natürlich schon mal die Hälfte des Gepäcks und das Wasser aus dem Badezimmer bahnt sich einen Weg nach draußen. Auf dem Flughafen machen alle Platz für die Urlauber, weil der Hund rumfurzt. Aus irgendeinem Grund hat sich Eric Idle, Mitbegründer der legendären Monty Python, überreden lassen, bei diesem Müll hier mitzumachen. Eddie haut ihn versehentlich mit seinem Koffer um, dann noch mal, und noch mal, weil Running Gag, und so. Denn was beim ersten Mal nicht lustig ist, muss dringend mehrmals wiederholt werden.

Im Flieger heult Audrey rum, Nick schnarcht, Eddie packt sich eine Jahresration Erdnüsse ein. Weil er aber eben strohdoof ist, kriegt er die Tüte nicht auf und tritt versehentlich Eric Idle um, der vor ihm sitzt. Nach der Landung sind die Qualen für Idle vorbei. Für den Zuschauer beginnen sie wahrscheinlich gerade erst. Ein Hawaii-Girl holt die Familie am Flughafen ab. Sie arbeitet für die Atomtestfirma und soll den Gästen den Urlaub unterhaltsam gestalten. Also geht es zum Strand. Jack, der mit seinem Wasserflugzeug gelandet ist, kommt vorbei und führt Audrey, die schon bei seinem Anblick kurz vor den Wehen steht, etwas rum.

Zeit aufzubrechen. Der Hund pisst das Feuer aus und es geht zum Hafen. Der Kapitän ist nicht da, also übernimmt Onkel Nick den Job und vergisst Eddie am Steg. Eine Szene später hat er sich aber wohl aufs Boot gebeamt, oder ist geflogen, oder geschwommen, oder was auch immer, jedenfalls ist er da und angelt. Wie sich das für eine richtig beschissene Komödie gehört, fängt er selbstverständlich einen Hai, der das Boot hinter sich herzieht. Nachdem man den Fisch losgeworden ist, feiert man fröhlich und läuft auf Grund auf.

Eddie schwimmt zu einer nahegelegenen Insel. Zumindest ist das der Plan, allerdings hat er vergessen, dass er nicht schwimmen kann und er planscht wie ein Irrer im Meer rum. Glücklicherweise ist das Wasser nur drei Zentimeter tief, so dass die Gruppe zur Insel latschen kann. Der Gag mit dem niedrigen Wasserstand war auch schon nicht mehr lustig, als die Erdoberfläche komplett von Wasser bedeckt war. Das Boot treibt derweil davon, damit der Schiffbruch perfekt ist. Man schlägt ein Camp auf und Eddie erkundet am nächsten Tag die Insel. Nachdem er grandios daran gescheitert ist, Feuer zu entfachen, indem er zwei Stöcke aneinander reibt, weil er wohl nie Tom Hanks dabei zugesehen hat, nimmt er alternativ einfach seine Streichhölzer, weil, wenn man schon billige, vorhersehbare Witze am Fließband bringt, dieser auf gar keinen Fall fehlen darf.

Die Männer gehen jagen. Eddie schlägt vor, wilde Tiere mit Bananen zu bewerfen, dann stapft er wie ein Vollidiot durch den Dschungel. Third findet interessanteres, denn die Gruppenführerin badet gerade in einem See. Onkel Nick ist natürlich auch nicht weit und genießt den Anblick ebenfalls. Nach der erfolglosen Jagd bläst man Trübsal, weil man kein Weihnachten feiern kann. Also beschließt man, das Beste draus zu machen, und sich gegenseitig etwas zu schenken, was man auf der Insel kriegen kann. Der notgeile Onkel schlägt eine Massage von der Gruppenführerin vor. Eddies Frau hat eine bessere Idee. Sie will ein Haus bauen. Eddie will aber kein Weihnachten feiern, wenn es kein richtiges Festmahl gibt und begibt sich erneut auf die Jagd. Er verfolgt ein Wildschweinbaby durch den Urwald und macht Bekanntschaft mit der Mutter. Sein Hund ist keine große Hilfe und Eddie bringt sich auf einem Baum in Sicherheit.

Am Strand schmückt man einen Strauch mit irgendwas bunten. Eddie fällt währenddessen vom Baum und ersticht dabei versehentlich die arme Sau. Third stellt fest, dass sein Vater doch nicht so ein Loser ist, wie er immer gedacht hat. Ich gehe stark davon aus, dass er seine Meinung schnell wieder ändern wird. Onkel Nick klebt sich eine weiße Plastiktüte vor die Visage, und macht den Weihnachtsmann. Moment mal, Plastiktüten in der Fresse hatten wir doch schon mal. Geschenke hat er trotzdem keine dabei. Das Haus ist fertig und man zieht ein. Das Gebäude steht natürlich genau drei Sekunden, was schon mal dazu beitragen könnte, dass Third seine Meinung über seinen Vater noch mal überdenkt.

Eddie hat einen Tarzanstyle Albtraum im Stummfilmstil. Am nächsten Morgen kommt Jack mit seinem Flugzeug vorbei. Audrey schmeißt sich sofort wieder an ihn ran, aber er wirkt eher uninteressiert. Dann schlägt er vor, die paar Meilen zum Hotel zu laufen, das auf der anderen Seite der Insel liegt. Wow! Wer hat diese unfassbare Wendung kommen sehen? Eddie schafft es, den Retter einen Hang hinunterzuwerfen, aber Jack bleibt unverletzt. Abflug, Jack ist allerdings wohl doch nicht ganz unversehrt, denn er wird von Kopfschmerzen geplagt. Eddie haut sich ein paar Aspirin rein, was dem Piloten wohl nicht wirklich helfen dürfte. Der fällt dann auch in Ohnmacht und Eddie muss das Steuer übernehmen. Audrey versucht per Mund-zu-Mund-Beatmung Jack zu retten. Eddie scheint mit dem Fliegen etwas überfordert zu sein, denn während der Typ im Tower ihn die ganze Zeit auffordert, nach links zu fliegen, hält er direkt auf den Tower zu. Ist eben nicht der hellste Stern am Himmel. Irgendwie kriegt er das Teil natürlich trotzdem gelandet.

Audrey stellt fest, dass Jack verheiratet ist, und beschließt, nie wieder zu lieben und eine Nonne zu werden. Tante Jessica kommt vorbei und kommt wieder mit Onkel Nick zusammen. Eddie trifft sich mit seinem ehemaligen Boss. Es wird ihm angeboten, seinen alten Job wieder anzunehmen, aber stattdessen wird er Pilot und alles ist Friede, Freude, Eierpunsch.

Zweiter Gedanke: WARUM HABE ICH DAS GESEHEN? Ich gehe meine Plastiktüten sortieren …

Geisteskranke gepiercte Geburtenkontrolle

Die Welt ist überbevölkert. Das merkt man jeden Tag aufs Neue. An jeder Straßenecke trifft man ein Arschloch, von dem man sich wünscht, dass es nie geboren worden wäre. Was für ein Glück, dass es Verhütungsmittel gibt. Auch wenn man den Eindruck gewinnt, dass nicht jeder in der Lage ist, ein Kondom richtig über seinen Schwanz zu streifen. Aber was will man auch erwarten. Mit 12 zeigt einem das eben noch keiner und neun Monate später ist man Vater. Aber Hauptsache gefickt. Vielleicht liegt es an den Eltern. Vielleicht liegt es an der Gesellschaft. Vielleicht liegt es an den Dorfmatratzen, die sich von jedem dahergelaufenen Penner schwängern lassen. Oder vielleicht liegt es daran, dass Gott höchstpersönlich schon vor langer Zeit aufgehört hat, darauf zu achten, dass sich die ganzen Vollidioten nicht ständig gegenseitig befruchten. Deshalb unterstütze ich folgenden Aufruf vollkommen:

SVECENIKOVA DJECA – Gott verhüte! – Kroatien – Serbien – Montenegro – 2013 – 96 Min.

Okay, der Film beginnt mit einem Typen der schwanger ist. Und es ist nicht Arnold Schwarzenegger. Ich bin jetzt schon versucht, wieder abzuschalten, aber jetzt muss ich den Scheiß hier ja durchziehen. Ein Priester kommt vorbei und will wissen, wie der Typ eigentlich schwanger geworden ist. Also, das war so:

Irgendwelche Blagen singen ein Kacklied, während die daneben sitzenden pädophilen Pfarrer versuchen, keinen Ständer zu kriegen. Der Schwangere war der Kaplan, also ein Hohepriester, oder irgendwas in die Richtung, ich kenne mich da nicht aus. Und er hat nie eine Geburtsurkunde ausgestellt, weil die Leute einfach nicht mehr rumficken. Wo ich froh drüber wäre, ist er eher beunruhigt.

Der Dorfkioskbesitzer beichtet, dass er Kondome verkauft, obwohlseine Frau meint, das sei Mord. Irgendein Typ nippelt nebenbei noch ab, aber bla. Durch die Kondomstory kommt der Kaplan auf die großartige Idee, alle Kioskkondome mit einer Nadel zu durchstechen, damit die Leute im Kaff endlich wieder Nachwuchs zeugen. Und außerdem begeht der Kioskkarl dadurch keine Sünde mehr und muss nicht zur Hölle fahren. Meine Fresse, ist das alles ein Schwachsinn.

Kioskkarl klärt den Kaplan darüber auf, wer im Dorf eigentlich wen vögelt. Spannende Geschichten … sehen anders aus. Aber der Kaplan will es trotzdem überprüfen. Dabei werden Vermutungen über Pädophile, Nekrophile und Sodomie angestellt. Äh, ja …

Kioskkarl erzählt vom Apotheker, der ebenfalls Gummis verscherbelt, die logischerweise nicht gelocht sind. Also reden sie mit ihm. Der schließt sich den bekloppten Gummistocherern an. Und wo man schon dabei ist, ersetzt man die Anti-Baby-Pillen durch Vitamintabletten. Dann kann ja jetzt gar nix mehr schief gehen, schätze ich.

ERFOLG! Irgendeine Tussi hat nen Braten in der Röhre und der Kaplan schickt die drei Stecher, die ständig die Alte pimpern zum Vaterschaftstest, bei dem aber nix rauskommt. Die Geisteskranken Gemeinschaft der Gummigestörten entscheidet also einfach spontan, wen sie am liebsten als Vater hätten und schon wird geheiratet. Ohne Witz, das ist doch alles Bullshit. Und witzig ist das sowieso nicht.

Der Apotheker will aussteigen, weil Ausländer ein Haus im Dorf bauen. Hä? Ich raffe den Zusammenhang nicht. Okay, ich bin ganz ehrlich: Ich raffe hier mal wieder absolut gar nichts. Selten habe ich so eine sinnlose Scheiße gesehen. Naja, eigentlich schon, aber trotzdem ist das alles fürn Arsch.

Martha kommt hinter die Präservativpiercings und schickt einen Brief an den Bischof, was sie dann auch dem Kaplan erzählt, dem es nicht mehr rechtzeitig gelingt, das Postschiff abzufangen.

Dafür kriegt er selbst Post in Form eines, vor seiner Tür ausgesetzten, Babys. Martha will das Kind haben, da sie nicht schwanger werden kann und adoptieren können sie und Kioskkarl nicht, da er offiziell für verrückt erklärt wurde. Wundert mich nicht im geringsten.

Der Kaplan soll dann eine weitere schwangere Tuse überreden, nicht abzutreiben, da die Eltern des Vaters das Kind haben wollen, jetzt wo ihr Sohn, der Minensucher war, gestorben ist; bei einem Bärenangrif auf einem Minenfeld. Leider wurde diese unfassbar grandiose Sterbeszene nicht gezeigt.

Damit der Kindesentführungsplan nicht ganz so auffällt, läuft Martha mit nem Kissen unterm Kleid durch die Gegend. Dass sie damit von heute auf morgen aussieht, als würde sie schon morgen Drillinge kriegen, fällt offensichtlich niemandem auf.

Der Kaplan beichtet dann den ganzen Zinober bei einem anderen Priester. Der meint, dass er die Mutter des Kindes finden muss. Dazu holt er sich die Hilfe des Apothekers, der direkt mal eine Liste mit verdächtigen Weibern erstellt, die das Kind ausgesetzt haben könnten. Nach etwas Stalking der Verdächtigen stellt sich heraus, dass die Mutter eine Tussi namens Anna ist, die krank ist und in deren Familie alle völlig bekloppt waren, inklusive Mord und Suizid und so. Kioskkarl ist nicht überzeugt davon, dass Baby zu behalten, da er glaubt, dass solche Geisteskrankheiten erblich sind. Also knockt er Martha mit Schlaftabletten aus und bringt das Kind zum Kaplan, der es ins Heim bringen soll.

Draußen will sich der Typ umbringen, der als Vater ausgelost wurde. Martha ist wieder wach und kommt vorbei, um das Kind zu holen. Das bringt Kioskkarl aber bereits zu Anna. Die will das Blag aber gar nicht haben, was nicht sehr überraschend kommt. Ein Indiz dafür war vielleicht, dass sie es selber vor der Tür des Kaplan abgeladen hat.

Irgendeine Tussi wird angespült und … äh, was weiß ich. Irgendein Oberpriester beichtet beim Kaplan, dass er das alles getan hat, was auch immer „alles“ bedeutet. Jedenfalls hat er wohl das Mädchen gefickt, geschwängert und dann im Meer versenkt.

Und damit sind wir wieder am Anfang. Hatte schon komplett vergessen, dass der Kaplan hier die Geschichte erzählt. Jedenfalls hat er wohl nebenbei noch nen Tumor und der Priester rennt los, einfach weil er Hobby-Jogger ist, oder für nen Marathon trainiert, oder wasauchimmer.

Und damit ist dieser völlig sinnlose Scheiß dann auch vorbei. Und es bleibt die Frage, was uns der Streifen eigentlich vermitteln wollte. Dass wir alle mehr ficken sollen? Mehr Kinder zeugen sollen? Mehr Minderjährige ertränken sollen?

Ohne mich. Ich gehe jetzt Kondome kaufen. Vielleicht brauch ich ja mal eins.

Schrottsommer 2015: Eis essen

Was haben wir diesen Schrottsommer nicht schon alles erlebt. Wir waren am See, am Strand, in Blumenwiesen und zum Abschluss gibt es jetzt noch ne Runde Eis für alle.

ICE CREAM MAN – USA – 1995 – 84 Min.

Klingeling der Eismann kommt … und wird von Mafiosi erschossen, wie sich das gehört. Obwohl ich zugeben muss, dass mir gar nicht so klar war, dass selbst in einem Kaff mit gefühlt fünf Einwohnern, das organisierte Verbrechen sein Unwesen treibt. Vielleicht haben sie den Eismann auch einfach nur in seinem Eiswagen aus der Stadt bis dahin verfolgt. Jedenfalls ist ein toter Eismann, der auf der Straße ausblutet, kein Grund für den kleinen Gregory, sich nicht trotzdem ein Eis zu holen und daran rumzulecken, während er sich den verreckten Eisbluter anguckt. Herrjeh, ich sehe schon, das wird ganz großer Käse.

Einige Jahre später: Klingeling der Eisprinz kommt … und hat ganz derbe einen an der Klatsche. In manchen Kreisen würde man ihn wohl Psychopath nennen, aber ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen. Der Eisprinz ist übrigens Gregory. Ist klar, ne?

Die Blagen lutschen auf dem Spielplatz an ihrem Eis rum und irgendwie passiert in diesem Film einfach gar nichts. Das wird anstrengend, glaube ich.

Prinz Gregory der Erste killt nen Hund und dreht ihn durch den Fleischwolf, weil … er Hunde nicht mag? Ich hab keine Ahnung. Er ist halt doch ein Psycho.

Ein Kind wird vermisst und die Cops fragen als erstes natürlich Gregory. Der weiß selbstverständlich von gar nix. Wo sie schon mal da sind, kaufen die Bullen noch schnell ein Eis aus dem fahrenden Müllkübel, in dem sich Ratten und Kakerlaken im Eis tummeln. Gregory ist halt ein Psycho.

Die Nachbarschaftsnutte will auch ein Eis haben und schmeißt sich an Gregory ran, der ihr Literweise, oder Kiloweise (in was wird die Menge von Eis gemessen?) Eis vorbei bringen soll. Gregory kackt noch kurz die Blagen an und haut dann ab. Er ist nun mal ein Psycho.

Gregory findet sein nächstes Opfer in einem Jungen. Ein anderes Blag beobachtet das Geschlachte und rennt weg. Der Eiscremeprinz ruft ihm noch schnell hinterher, dass er weiß, wo er wohnt. Er ist eben ein Psycho.

Chris will seinen Eltern erzählen, was er gesehen hat, aber die kötten sich gerade rum, weil Vater Martin seine Sekretärin geknallt hat, oder sowas in der Art.

Boah, ist das alles laaaaaaaaaaaangweilig. Aber dann Megaaction, als Gregory Chris im Tante Emma Laden um die Ecke beim Sahne kaufen trifft und ihn durch die Gänge jagt. Und zwar ne Viertelstunde lang, ohne das irgendjemand in dem Laden was sagt, oder mitkriegt. Jedenfalls kann Chris fliehen und als Gregory in seine Eiscremefabrik kommt, stellen die Cops gerade alles auf den Kopf, weil sie vermuten, dass er ein Psycho ist.

Irgendwas … passiert und Gregory hat einen weiteren Jungen in seiner Fabrik sitzen. Ich sage es, wie es ist: Ich kann dem Quatsch hier irgendwie nicht folgen.

Die anschließende Kirchenszene hilft da wenig, denn WAS ZUR HÖLLE HAT DIE SCHEIßPREDIGT VON DEM PISSPAPST DA JETZT MIT DEM REST DES KACKFILMS ZU TUN? Ich bin überfordert. Ich gebe auf. ich lasse mich jetzt einfach berieseln.

Chris und seine Gang von Pissblagen verfolgen den Eismann auf ihren Fahrrädern nach irgendwo im Nirgendwo. An einem Grabstein sticht Gregory mit einem Messer auf nen Müllsack ein. Hat schon was von „Meine teuflischen Nachbarn“. Im Beutel ist natürlich Eiscreme. Gregory labert irgendwelchen Quark zum Grabstein und lässt eine Eistüte zurück.

Die Kids wollen den Bullen klar machen, dass der Eismann Kinder killt, aber die glauben kein Wort.

Gregory erledigt einen Typ mit nem Waffeleisen und bringt der Nachbarnutte von vorhin seinen Kopf auf ner Eiswaffel vorbei. Die ist weniger begeistert. Leider werden wir nie erfahren, was aus ihr geworden ist, denn es folgt einfach ein Cut … also nicht von gregory mit nem Eispickel, sondern ein Filmschnitt.

Das Blag von vorhin ist wieder in der Fabrik und Gregory bringt ihm bei, wie man Pulver richtig aus einem Eimer in einen Bottich schüttet. Das sind die wichtigsten Regeln beim Eismachen. Und wer weiß sonst schon, wie man nen Eimer auskippt? Zum Glück gibt es Gregory, sonst würden wir alle immer noch unsere Eimer falsch ausschütten.

Ich raffe wirklich gar nix mehr. Die Cops sind in der städtischen Klapsmühle, wo Gregory auch mal Gast war, und irgendein Typ an den Insassen rumexperimentiert. Alle ticken rum und die Bullen müssen sich den Weg freiprügeln.

Der Eismann verfolgt inzwischen die Fahrradgang und entführt eins der Blagen. Wenn der Eismann zu nem Kind sagt: „you are ice cream“ weiß man, dass man den richtigen Film ausgesucht hat.

Zum Showdown treffen sich dann alle an der Eisfabrik. Der Eismann köpft Leute und jagt die Blagen und macht den Puppenspieler mit den Köpfen seiner Opfer und weiterer unfassbar lustiger Kram passiert. Die Cops kommen auch irgendwann vorbei, werden aber mit Eislöffeln von Gregory ausgeknockt. Also ihr wisst schon. Diese winzigen Schöpfkellen für Eis, mit denen man nicht mal ein Eichhörnchen erschlagen könnte. Aber gut, Gregory weiß ja, wie man mit den Teilen umgeht.

Irgendwie, fragt mich nicht wie, denn ich habe absolut keinen Plan, wird Gregory dann von den Blagen mit einem Bild in die Fabrik gelockt, wo er in seine Eismaschine fällt und zu Eis verarbeitet wird. Traurigerweise hat man hier die Chance verpasst, eins der Kinder sagen zu lassen: „He is ice cream.“ Aber das hätte wohl zu viel Kreativität vom Drehbuchautoren gefordert.

Alles ist wieder ruhig im kleinen Städtchen Wasweißichwiedasscheißkaffheißt. Aber der kleine Paul, der beim Eismachen zugucken durfte sitzt immer noch in der Fabrik und grinst doof in die Kamera. Er ist eben ein Psycho.

Ich geh jetzt Eis essen. Der Sommer ist ja schon fast wieder vorbei.