Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Komödie

Militärische Verwechslungsbeziehungen an notgeilen Internaten

Heute wird es endlich mal wieder erotisch hier auf dem Filmschrottplatz. Und das kann natürlich nur bedeuten, dass wir uns in den 70er Jahren befinden. Als erotische Filme noch so richtig knisterten. Als der Sex noch so richtig prickelnd war. Natürlich habe ich mir aber einen Film ausgesucht, bei dem all das nicht der Fall ist. Dafür hat er einen vielversprechenden Titel:

WENN MÄDCHEN ZUM MANÖVER BLASEN – Österreich – Deutschland – 1975 – 82 Min.

Der Film wurde auch unter dem Alternativtitel MÄDCHEN STILLGESTANDEN vermarktet, aber der ist natürlich lange nicht so gut, also hat man sich erstmal für die bessere Wahl entschieden. Regie führte Franz Antel unter dem Namen Francois Legrand, der über 80 Filme inszenierte. Neben billigen Sexcomedys kamen dabei auch einige historische Dramen herum. Eine perfekte Mischung also.
Autor Erich Tomek hat unter verschiedenen Pseudonymen geschrieben. Als Florian Burg verfasste er neben dem heute besprochenen Meisterwerk der filmischen Unterhaltung unter anderem SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA, der mit Karl Dall in der Hauptrolle verfilmt wurde. Außerdem hat er auch die Fortsetzungen zu den DIE TOLLEN TANTEN Filmen mit Rudi Carrell und Ilja Richter geschrieben. Und auch am Drehbuch zum bereits hier auf dem Filmschrottplatz besprochenen GRAF DRACULA IN OBERBAYERN hat er mitgearbeitet.
Die Darstellerinnen Nina Frederik und Alena Penz erkennt man vielleicht an den Brüsten, denn ansonsten gibt es nicht viel erwähnenswertes zu ihnen zu sagen. Darsteller Alexander Grill und Rinaldo Talamonti erkennt man vermutlich nicht mal am Penis, aber sie haben immerhin in Knallern wie den SCHULMÄDCHEN REPORTs oder den GRAF PORNO Filmen mitgewirkt. Man sieht also, ein perfekter Cast für einen Film wie diesen.

Natürlich hat der Film auch einen eigenen Song. „Wenn Mädchen zum Manöver blasen, sind wir alle da!“ Natürlich sind wir das. Wer will sich den Spaß schließlich entgehen lassen? Der Postbote jedenfalls nicht, denn der ist direkt zur Stelle und klopft an eine Tür, weil er nicht weiß, wo er den Brief rein werfen soll. Die nackte Brünette, die die Tür öffnet, erklärt ihm, dass er den Brief nicht rein werfen, sondern „rein stecken“ soll und damit ist zu diesem Film auch eigentlich schon alles gesagt.

Feldwebel Novak lässt seine Truppe stramm stehen, aber Schütze Nagel ist nicht da, also macht er sich auf die Suche. Er findet ihn im Bett mit seiner Frau Julia und zur Strafe muss er „trockenbumsen“, was bedeutet, dass er Liegestützen auf einem Flokati machen muss. Als Julia erwähnt, dass Hauptmann von Pissewitz (ja, der heißt wirklich so) zu Besuch kommen wird, schickt der Feldwebel Schütze Nagel zurück zur Kaserne. Auf dessen Flucht vor dem Klischeehomosexuellen Nachbarn, der ihn inklusive Freudensprung vor lauter Geilheit verfolgt, rennt er fast Postbote Mario um, der mit „Reinstecken“ bei der Brünetten fertig zu sein scheint. Mario sammelt die Klamotten von Schütze Nagel ein, die Julia aus dem Fenster geworfen hat, aber Nagel haut ab und Mario klopft bei Julia an. Die sagt ihm durch die Tür, dass er sich schon mal ausziehen soll. Poliert die wirklich jedem in dem Kaff die Flinte? Um Julias Hunger zu stillen, hat er immerhin eine Salami dabei. Mann, die lassen wirklich gar nichts aus hier. Und das alles in den ersten 10 Minuten. Die Messlatte für den Rest des Films liegt hoch.

Mario hat versehentlich Nagels Uniform angezogen und wird von Hauptmann von Pissewitz für einen Soldaten gehalten. Feldwebel Novak hingegen kommt in der Postbotenuniform angelatscht und die Witzigkeit kennt keine Grenzen. Mario soll verhaftet werden und es kommt zur aufregenden Flucht durch die Vorgärten der Nachbarschaft, bei der natürlich auch grandiose Comedy mit einem Gartenschlauch nicht fehlen darf. Wundert mich, dass man nicht noch einen Wortwitz mit dem Schlauch eingebaut hat.

Der Oberst lässt den Oberstabsarzt ranholen, weil seine Frau einen Schnupfen hat. Die will nebenbei, dass Kathi vorbei kommt und ich kann der Handlung einfach nicht folgen. Währenddessen lässt sich Irene von zwei Matrosinen nackt malen. Das führt zum großen Tittenvergleich, weil jede meint, dass die anderen die kleineren Tüten hat. Zufällig fällt Leopold über die drei Bekloppten und grabscht ihnen an die Melonen, was ihn dazu bringt, geschockt wegzulaufen. Nebenbei sind sie alle auf der Suche nach was zum Poppen, damit sie auch etwas zum Plot beitragen können.

Da man keinen Postboten einsperren kann, wird Mario kurzerhand vom Oberstabsarzt als tauglich deklariert. Feldwebel Novak nutzt das direkt, um Mario mal so richtig durch die Ausbildung zu prügeln. Ach, Kathi ist eine der Matrosinen. Und natürlich bringt sie ihre beiden Busenfreundinnen mit. Auf der Kutschfahrt wird natürlich wild mit den Soldaten rumgemacht und wenn man schon dabei ist, kann man auch mal schnell ein Picknick veranstalten, bei dem auch Mario auftaucht, um ein bisschen mitzurammeln. Dabei erwischt Kathi leider den langweiligen Typen und kommt nicht dazu, mal schnell die Beine breit zu machen, wie ihre beiden Begleiterinnen.

Leopold stellt in Frage, ob es so schlau war, dass seine Frau die drei Mädels weggeschickt hat, weil … ficken.

Aus irgendeinem Grund schleichen die drei Freundinnen nackt nachts durch Onkel Bodos Schlafzimmer, weil sie mal einen drauf machen wollen. Warum zum Geier sind ihre Kleider im Schrank von Onkel Bodo? Was für eine perverse Scheiße wird hier impliziert? Sind die überhaupt schon volljährig? Jedenfalls bedeutet „einen draufmachen“ natürlich vögeln im dunklen Wald.

Leopold wird von seiner Frau hinter den Mädels hergeschickt, weil die schon eine Woche weg sind. Eine Woche? Das waren im Film keine 15 Minuten. Was für einen Zeitraum deckt der Streifen bitte ab? 42 Jahre?

Nachdem Feldwebel Novak der Bart abrasiert wurde, verwechselt seine Frau direkt Leopold mit ihm und bläst mit dem zum Manöver. Kathi und die Weibergang füllen derweil den Wachmann ab, damit sie die Soldaten wieder in ihre Betten schmuggeln können. Es sollte klar sein, dass es im Bett von Frau Oberst zur großen Penisverwechslung mit der Salami von Mario kommt, weil das einfach immer ein Knallergag ist.

Abreise der drei Knallerfrauen. Trainingsmanöver der Soldaten. Leopold ist von seiner Trulla genervt. Was ein Glück für ihn, dass er mal wieder mit Feldwebel Novak verwechselt wird und Oberst von Pissewitz ihn beim Training entführen lässt. Die Soldaten vergnügen sich derweil mit den Mädels im Internat, das aus irgendeinem Grund beim Trainingsmanöver eingenommen werden soll. Was zum Kuckuck ist das für eine Armee, die einfach mal so beim Training ein Mädcheninternat überfällt?

Feldwebel Novak bespringt dann mal schnell noch Leopolds Frau. Warum weiß er eigentlich nicht, mit wem er es zu tun hat? Die sieht ja nun nicht aus wie seine Frau. Leopold selbst landet natürlich bei Novaks Frau und ich werde das Gefühl nicht los, dass hier in Zukunft eine astreine Swningerbeziehung ansteht.

Pissewitz und seine Truppe besaufen sich schon mal auf den bevorstehenden Sieg. Im Internat laufen haufenweise nackte Mädels durch die Gegend. Es folgt ein absoluter Knallergag mit einem Soldaten, der dem Feldwebel mit Fistelstimme erzählt, dass das Mädchen, dass er zum Manöver blasen ließ, Kannibalin ist.

Die ganze Verwechslungsnummer wird natürlich noch schnell aufgelöst und irgendwie haben hier dann alle was zum Blasen gefunden. Ich ziehe ins Manöver und verabschiede mich in die Sommerpause…

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Fortbildung in monogamischer Burgerbrutzelei

Hier auf dem Filmschrottplatz werden ja absolut berechtigterweise die Achtziger derbe abgefeiert. Aber wie wir alle wissen, hat alles Gute auch immer seine Schattenseiten. Und in den Achtzigern wie in den Neunzigern wie in den Zweitausendern … also wie eigentlich schon immer, waren das grauenhafte Komödien, die absolut nicht lustig sind und diesen Umstand mit möglichst vielen Titten ausgleichen wollen. Was allerdings die Achtzigerkomödien von den anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass man sich aus irgendeinem Grund dachte, dass es ein marketingtechnisch genialer Schachzug wäre, diese nach Fast Food zu betiteln. Es gab Filme benannt nach Wurst im Brötchen oder nach Frikadellen. Und auch folgendes Meisterwerk der absoluten Ideenlosigkeit:

HAMBURGER: THE MOTION PICTURE – USA – 1986 – 90 Min.

Wie zu erwarten beginnt der Spaß mit Bildern von tausend Burgerbratbuden, von der eine versiffter ist als die andere, und dazu gibt es ein unfassbar grauenhaftes Hamburger-Lied, gesungen von jemandem, der sich anhört, als würde er bei der Ernährung zugunsten von palettenweise Bourbon auf Burger komplett verzichten.

Dann gehen wir aber erstmal in die Damendusche am College, denn woran denkt man, wenn man nicht gerade ans Fressen denkt? Genau: An nackte Weiber. Russell wird beim Liebesspiel mit einer Blondine unter der Dusche erwischt und direkt zur Ärztin geschickt. Er durfte sich nicht mal abtrocknen und steht jetzt mit Handtuch im Büro der Ärztin. Die ist der Meinung, dass es nicht gut ist, nur ans Ficken zu denken, deshalb will sie, dass er seine Spritze zwischen ihre Tupfer schiebt, aber der Direktor kommt rein und Russell fliegt vom College.

Die irren Eltern sind nicht begeistert und nachdem sie ihren Sohn etwas verdroschen haben, schicken sie ihn zur Busterburger University, in der man innerhalb von nur 12 Wochen lernen kann, wie man richtig Burger brutzelt. Und das absolut kostenlos. Es ist jetzt schon alles unglaublich schlimm und hirnlos. Aber man setzt noch schnell einen drauf, indem man eine alte Oma im Drive-In an einem Herzinfarkt verrecken lässt, nachdem sie von dem Typen in der Sprechanlage zur Sau gemacht wurde. Tote Omas waren in den 80ern eben ganz besonders lustig.

Oh, sie haben noch einen zweiten Hamburger-Song, der genau so scheiße ist wie der erste, aber dieses Mal von irgendwelchen Ischen gesungen wird, die klingen, als würden sie nur darauf warten, dass sie endlich eine große Bulette zwischen ihre Brötchenhälften kriegen.

Auf der Busterburger University trifft Russell natürlich direkt mal den absoluten Vollnerd, der so dämlich ist, dass man nur vermuten kann, dass er in einem Selbstexperiment sein Gehirn durch einen Hamburger ersetzt hat. Eine Nonne ist auch da, weil alle gerne Burger braten wollen. Und der Ausbilder ist selbstverständlich eine Mischung aus Saddam Hussein und Sgt. Slaughter (was ja auch irgendwie treffend ist, wenn man genauer darüber nachdenkt). Dann haben wir da noch die Einwanderin, die kein Englisch spricht, einen Knacki, der zur Burgerbratausbildung gezwungen wird, einen dicken Fatzken mit Teddybär und einen Typen, der sich für ganz besonders toll hält. Großer Spaß ist also garantiert ausgeschlossen.

Russell und der ganz besonders tolle Hecht haben ein Zimmer zusammen. Immerhin haben sie getrennte Betten, die beide wie Burger aussehen. Der tolle Hecht heißt Fred und hat alles mögliche eingeschmuggelt, von Zigaretten über Pornomagazine bis zu Kondomen. Für alles gerüstet der Typ.

Abends gibt es eine Willkommensparty von Direktor Vunk, einem alten Sack, dem alles gehört. Unter anderem auch eine junge, heiße Blondine, an die sich Fred direkt ran macht. Russell tanzt hingegen mit Tochter Vunk. Der fette Typ ist für einen Running Gag mit Elektroschocks zuständig, den ich nicht verstehe und deshalb ab hier komplett ignoriere. Genau so, wie die folgende Montage von unfassbar aufregenden und lustigen Unterrichtsstunden.

Russell muss bei Sgt. Hussein an der Burgermaschine sein Talent unter Beweis stellen, was nicht so ganz gelingt, da er Sergeant die Maschine auf Turbomodus stellt. Dafür wird Russell mit dem Gesicht in die Sauce getunkt. Sauce im Gesicht war in den 80ern ein echter Brüller.

Russell und Fred schleichen sich in die Stadt, um mal was gescheites zu essen und treffen dort die Vunk Frauen. Als Sergeant Schlachthaus vorbei kommt, müssen sich die Jungs unterm Tisch verstecken. Fred stellt fest, dass Frau Vunk kein Höschen trägt und schlabbert etwas zwischen ihren Burgerhälften rum. Sollte klar sein, dass das dann nach gefühlt drei Stunden auch mal Sergeant Schnellmerker auffällt. Zur Strafe kommen sie in die gefürchtete Saucenkabine, in der sie wehrlos mit Sauce übergossen werden.

Der Vollnerd hat sich als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt und ist jetzt ein Huhn, oder so. Ich kapiere es nicht und will auch nicht weiter darüber nachdenken, wenn ich ehrlich bin.

Oh, es gibt noch ein drittes Lied. Das Burger Buster Burgerlujah. Ich gebe auf. Das wird nichts mehr hier.

Conchita kann doch etwas Englisch und will Russell knallen. Wenn ich dem Film eine Sache zu Gute halten muss, dann die, dass die Mädels hier alle normal ausgestattet sind und nicht ausschließlich Weiber mit Monstermelonen hier rumrennen, die in zehn Jahren ganz fürchterliche Rückenprobleme haben werden. Russell zieht aber sein Monogamiegelübde knallhart durch und Conchita ist verärgert. Fred treibt es derweil mit Frau Vunk im Hubschrauber. Kurz bevor der abhebt springt noch schnell der Knasti auf, weil er sich dadurch Freiheit erhofft. Es sollte klar sein, auf wessen Auto sie versehentlich landen. General Motors ist jetzt richtig angepisst.

Der Vollnerd legt ein Ei und ich verstehe es immer noch nicht.

Russell wirft seine Monogamie jetzt doch über Bord und macht mit Tochter Vunk rum. Sergeant Keinautomehr sieht das und wir springen in die Montage zur Abschlussprüfung, die genau so aufregend ist, wie die Montage mit dem Unterricht zuvor, also lassen wir das.

Als endgültige Abschlussprüfung müssen die ganzen Saftnasen jetzt einen Buster Burger Laden für 8 Stunden schmeißen. Unter der Aufsicht von Sergeant Rotkäppchen natürlich.

Natürlich kommt der städtische Fressclub der übergewichtigen Fettärsche vorbei und man muss sich richtig ranhalten. Fette Leute waren ein absoluter Brüller in den 80ern. Um die fette Bande loszuwerden füllt man Abführmittel in ihre Shakes. Das führt aber nur dazu, dass sie die Toiletten sprengen. Und wenn ich „sprengen“ sage, dann meine ich das wortwörtlich. Also im Sinne von, die Rückwand vom Lokus explodiert.

Sergeant Affenarsch versucht natürlich durchgehend, die Prüfung zu sabotieren und gibt sich am Drive-In als Manager aus und verärgert einen Cop. Der fährt dann seine Freunde holen, während der Sergeant schon sein nächstes Ass zieht und den benachbarten Rockerclub in die Bude schickt, um diese abzureißen. Die Bullen kommen vorbei und unterstützen den Abriss.

Der Film will einfach nicht enden und der Sergeant rast auf einen Hühnertransporter zu, damit der in den Buster Burger Schuppen ausweichen muss. Haben wir es dann mal langsam hier, oder was?

Nein, Russell ist nicht bereit aufzugeben und will die Bude aufräumen. Als ob das was bringen würde. Allerdings kommt die Vunk Familie in diesem Moment angefahren. Und wie wir das ja nun mal kennen, können die Schüler noch ihren Hals aus der Schlinge ziehen. Und zwar dadurch, dass die Nonnen zufällig einen dämlichen Slogan raushaut, der Mr. Vunk gefällt. Es ist alles sowas von einfallslos. Ach so, wo wir schon dabei sind: Den Sergeant degradiert man durch einen Elektroschock von dem fetten Schüler, wodurch der Sergeant einen Shake über Mr. Vunk schüttet. Und jetzt muss er die Bude ganz alleine wieder auf Vordermann bringen.

Mit der Verleihung der Zertifikate geht die Grütze dann zu Ende und man muss schon sagen, dieser Film ist quasi die absolute Werbung für vegetarische Ernährung. Wer nach dieser Scheiße noch Bock auf einen Burger hat, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Ich gehe einen Burger essen …

Pubertätsstudien auf Wurstbasis

Hach ja, die 80er. Ein Traum für jeden Filmfan, der auch nur ansatzweise Geschmack hat. Und gleichzeitig natürlich das Grauen für jeden Filmfan, der auch nur ansatzweise Geschmack hat. Worum es heute geht sollte klar sein. Wir graben eine gute, alte Sexkomödie aus, die in den 80ern ein echter Knaller war. Und das kann eigentlich nur bedeuten, dass man heute von der Sichtung direkt Gehirnblutungen erleidet. Genau richtig also für einen Eintrag auf dem Filmschrottplatz.

SCREWBALLS – DAS AFFENGEILE KLASSENZIMMER – Kanada – USA – 1983 – 80 Min.

Der deutsche Untertitel macht eigentlich schon klar, was uns hier erwartet. Es ist „Breakfast Club“, nur eben in AFFENGEIL!!! Und ohne wirklich was mit „Breakfast Club“ zu tun zu haben.Nebenbei gibt es noch einige Fortsetzungen, aber keine davon hat OBERAFFENTITTENGEIL im Untertitel, was nur bedeuten kann, dass sie absolut nicht der Rede wert sind.

Waren riesige Würste zwischen zwei Mädchen in den 80ern wirklich lustig? Wenn ja, muss ich dieses Jahrzehnt doch mal so richtig in Frage stellen. Waren Gummipuppen an Fahnenmasten in den 80ern wirklich lustig? Und was ist eigentlich so unterhaltsam an Jojos? Die 80er waren eine wirklich eigenartige Zeit.

Unser Protagonist – oder der Typ, den ich dafür halte – verkleidet sich als Schularzt, damit er den Brusttest bei den Mädels durchführen kann. Also ich bin ja kein Experte, aber was zur Hölle gibt es da überhaupt zu testen? Die Sexualität in den 80ern war ziemlich undurchsichtig.

Die Französischlehrerin ist wirklich das absolute Grauen in allen Belangen. Wieso kriegt die bitte einen Orgasmus, nur weil sie der Klasse zwei Wörter Französisch beibringt? Ich verstehe diesen Film nicht im Geringsten. Nicht, dass das groß was aussagen würde, denn letztlich sind es nur sinnlos aneinandergereihte Szenen, die sich darum drehen, ein paar Schüler zum Nachsitzen zu bringen, damit der „Plot“ – und ich nutze dieses Wort mit dem größtmöglichen Abstand von seiner eigentlichen Bedeutung – beginnen kann.

Und der sieht so aus: Rick, Brent van Dusen III (immerhin bei diesem Namen haben die Writer alles gegeben), Howie, Tim und Jerkovich (dreimal dürft ihr raten, wofür der nachsitzen muss) schließen den Pakt, dass einer von ihnen die heiße jungfräuliche Purity flachlegt. Fertig. Ich habe tatsächlich noch weniger erwartet. Purity wird nebenbei von niemand geringerer als Linda Speciale verkörpert. Berühmt für genau drei Rollen in ihrer 25-jährigen Karriere (wenn man das so nennen kann). Neben diesem Streifen hatte sie noch eine Rolle als Nutte in einer Folge von „Degrassi High“ und dann kam sie nach 20-jähriger Pause zurück aus dem Ruhestand um die heiße Nachbarin im Piloten von „Breaking Bad“ zu spielen. Wenn das mal nicht eine steile Karriere ist, weiß ich es auch nicht. Aber mit so einem Namen muss man seine Zeit eben für spezielle Auftritte freihalten.

Und so darf jeder mal versuchen, Purity in die Kiste zu kriegen. Als erstes versucht es der 1983er Justin Long Look-A-Like (Namen kann ich mir hier auf keinen Fall merken, also müssen wir so zurecht kommen) und macht natürlich mitten in der Nacht eine Riesenrandale vor ihrem Haus, was den Vater auf den Plan ruft. Long nutzt die Chance und schleicht ins Haus, nur um sich zu verlaufen und im Bett mit Puritys Mutter zu landen. Etwas vorhersehbarer Ausgang, würde ich sagen, aber man muss schon Tribut zollen: Long kam immerhin zum Schuss, wenn auch bei der Falschen.

Wir überspringen die grauenvoll unlustige Bibliotheksszene, mit der grauenvoll unlustigen Bibliothekarin, die jeden Ton verbietet und kümmern uns lieber um die Cheerleader im Park. Nicht, weil das eine sinnvolle, wichtige oder gar lustige Szene wäre, aber es sind eben Cheerleaderinnen und somit das mit Abstand beste an diesem Film.

Der Rick Moranis für Arme in der Gruppe versucht mit Hilfe der Riesenwurst vom Anfang die komplette Cheerleadertruppe im Schwimmbad unter Hypnose zu stellen. Fragt nicht wie. Es ist unfassbar dämlich. Die Cheerleaderinnen machen den Spaß mit und kommen im Zombiemodus auf ihn zu. Und vermöbeln ihn. Leider haben sie nicht sein Gehirn gegessen, damit wir den Affen los sind.

Die 5 Vollspaten müssen am Strand den Müll aufsammeln, was zu absolut keinem Gag führt. Also widmen wir uns dem Autokino, wo gerade irgendein billiges Tittenfilmchen läuft. Unfassbar. Wer guckt sich denn so einen Dreck an? Überall wird in den Autos rumgemacht und mir erschließt sich der Sinn dieser Szene mal wieder ganz und gar nicht. Na ja, immerhin gibt es Brüste zu sehen. Mehr kann man hier wohl nicht erwarten. Und dann kloppen sich Fake Justin Long und irgendjemand, weil der mit Fakelongs Schwester ausgegangen ist, glaube ich. Wer weiß schon genau, was in diesem Film passiert …

Kommen wir zum genialsten Plan aller genialen Pläne, die jemals geschmiedet wurden. Und er stammt natürlich von Jerkovich. Seht ihr, Purity hat am Strand einen Stammplatz. Eine Stelle, an der sie jeden Tag zur gleichen Zeit in der Sonne liegt. Was macht man also, wenn man an ihre Titten will? Man lässt sich genau an der Stelle in den Sand eingraben und wartet, bis sich Purity auf einen drauf legt. Im besten Fall natürlich mit den Brüsten direkt ins Gesicht. Vorher pissen natürlich noch Hunde auf einen drauf, aber das muss man nun mal in Kauf nehmen, wenn man Tüten sehen will.

Die Schule hat jetzt einen eigenen Flugzeugrepararturshop und ich habe keine Ahnung, was das bedeutet. Reparieren die Passagierflugzeuge? Und da fragen mich die Leute, warum ich noch nie geflogen bin.

Die nächste Viertelstunde verbringen wir mit Tanzen und Stripbowling, damit man hier so wenig Story wie möglich unterbringen muss.

Der Arzt-Gag vom Anfang wird wiederholt, nur dieses Mal mit Lehrerinnenverkleidung. Ich würde den Autoren jetzt Einfallslosigkeit unterstellen, aber das wäre nicht gerecht, schließlich hatten sie zu keinem Zeitpunkt überhaupt irgendeinen Einfall und es handelt sich eindeutig um einen Fall von Einfallsvakuum von Beginn an.

Stripclubszene ohne Sinn und Verstand, aber mit dicken Möpsen. Die Jungs machen ein Foto von den dicken Melonen, neben denen gerade zufällig der Schulrektor steht. Ich frage mich, ob man wirklich einfach so im Stripclub Fotos machen darf. Muss ja der feuchte Traum der Selfie-Generation sein.

Nach ein paar schlechten Wurstgags kommt es zum absoluten Masterplan der Jungs, um endlich die Tüten von Purity zu Gesicht zu bekommen. Die Lösung für das Problem lautet: Magnetismus. Fragt mich nicht, ich weiß es auch nicht. Purity singt beim großen Basketballspiel die Hymne und ich kann nur sagen: Das ist doch eindeutig Playback. Jedenfalls haben die Jungs zuvor jede Menge Metall in das Kleid genäht und dann wird der Magnet angeworfen und saugt alles an, von der Trompete, über den Reißverschluss an der Hose des Direktors bis zum Kleid von Purity, die somit endlich oben ohne dasteht.

Was für ein versöhnlicher Abschluss. Mit so einem Happy End hätte ich nicht gerechnet. Ich gehe meinen Magneten entstauben …

Herausfordernde Drehbuchschwächen auf Spannungsebene A

Ferienzeit. Also gehen wir in die Schule.

DIRTY DEEDS – 2005 – USA – 87 Min.

Schlechter Rock eröffnet den Reigen hier natürlich, schließlich handelt es sich um einen Highschoolfilm. Manchmal ist es einfach schon zu vorhersehbar. Schnell die Story, die hier in 30 Sekunden abgehandelt wird: An der Highschool gibt es die sogenannten „Dirty Deeds“. Herausforderungen, denen sich jeder stellen kann, um zu beweisen, was für ein toller Hecht er ist. Oder besser gesagt, was für ein Trottel. Denn niemand hat die Herausforderungen jemals alle bestanden.

Die Klischeesuppe tropft hier natürlich aus allen Poren. Der töfte Quarterback, die Nerds, der harte Trottel, der mit seinem Monstertruck ein Auto platt macht, das ihm den Parkplatz streitig gemacht hat. Und natürlich die heiße Schnecke, die jeder knallen will. Alle sind sie da. Dazu kommt dann Zack Harper, gespielt von dem Typen, der mal ein alleskönnender Held in Heroes war. Und hier kann er auch alles, wie sich noch herausstellen wird. O, und er ist ein absoluter Witzbold, der gerne Streiche spielt und nichts ernst nimmt. Mit anderen Worten: Er hält sich für unfassbar cool. Der Film macht auch nix, um das Gegenteil zu zeigen, also ist er wohl auch unfassbar cool.

Eine dauerfurzende Bibliothekarin ist der erste und hoffentlich einzige Gag des Films.

Die Footballer verarschen Trottel Kyle und lassen ihn Pisse saufen. Ich sehe schon, das hier hat mal wieder einen Humorlevel, der nicht messbar ist. Weil es sich gar nicht um Humor handelt. Kyle will jedenfalls Rache und fordert Quarterback Dan zu den Dirty Deeds heraus, um sich zu beweisen. Da Meg Zach bittet, ihrem Bruder Kyle den Scheiß auszureden, übernimmt er direkt die Dirty Deeds. Also soll ich jetzt dem Typen, der nix zu gewinnen hat, der nix ernst nimmt und dem sowieso alles scheißegal ist anfeuern, damit er die Herausforederungen besteht? Das wird nicht funktionieren, Herr Autor.

Um die Spannung – und ich nutze dieses Wort im abwertendsten Sinn – zu erhöhren, kriegt er nur 12 Stunden Zeit. Na dann haut mal rein, damit wir schnell fertig werden mit dem Quark hier.

Herausforderung Nummer 1: Ein Bier vor einem Polizisten trinken.

Zach ist natürlich ganz schlau und schüttet die Dose Bier in einen Becher um, da die Regeln nicht besagen, woraus er es trinken muss. Die Cops sind nebenbei stark auf Wache wegen den Deeds, die immer um diese Jahreszeit stattfinden.

Herausforderung Nummer 2: Den härtesten Typ in der Stadt hauen

Quarterback Dan bestimmt, wer der härteste ist und zu meiner und Zachs Enttäuschung ist es nicht er selbst. Nein, es ist irgendein Typ der nen schwarzen Gürtel hat, oder so. Es handelt sich natürlich um den Vogel mit dem Monster Truck, der gerade in einem Hinterhof irgendwelche Typen vermöbelt.

Nebenbei gibt es noch eine Story mit einer Houseparty bei einem Typen, der sturmfrei hat, aber eigentlich keine Party machen will. Ich lasse das mal links liegen, weil es mir einfach scheißegal ist.

Zach latscht zu Monster Truck Joe und kloppt ihn einfach um. Äh, irgendwie ist das alles zu einfach, oder? Außerdem war niemand dabei, um es zu sehen, also hätte er auch einfach behaupten können, dass er den Typen umgehauen hat.

Herausforderung Nummer 3: Im Supermarkt in ein Brot wichsen.

Nicht weiter schwierig. Hinterher wird noch eine geraucht. Der Rektor der Highschool kauft natürlich das Brot. Weil witzig, ihr wisst schon.

Monster Truck Joe sucht Harper, weil er sich natürlich rächen will. Aber er wird erstmal von den Cops abgefangen, weil er zu schnell gefahren ist und ein „Arsch nach Mitternacht“ war.

Herausforderung Nummer 4: Den Gnom von irgendeinem Schuppen durch die Stadt schleifen.

Es handelt sich natürlich um einen Werbeballon. Zach verkackt es aber trotzdem erstmal, denn dem Ballon geht direkt die Luft aus. Kyle ist nicht begeistert darüber, dass Zach ihm die Deeds weggenommen hat, aber er hilft ihm, den Ballon wieder aufzublasen und die Herausforderung zu bestehen.

Herausforderung Nummer 5: Eine Leiche klauen und auf dem Schulhof ablegen

Mit der Leiche auf der Rückbank wird er natürlich von den Bullen angehalten. Aber weil Spannung hier nicht wichtig ist, lässt er sie fahren.

Herausforderung Nummer 6: Besorge einen unterschrieben BH einer Homecoming Queen

Also irgendwie ist die Mischung bei diesen Herausforderungen ziemlicher Käse. Leichen klauen und dann einen BH besorgen. Nicht unbedingt eine Steigerung.

Herausforderung Nummer 7: Das Holzbein von einem Wachmann klauen

Ich hab da ja jetzt mal eine Frage: Diese Dirty Deeds soll es ja jetzt schon seit mehreren Jahren geben. Was ist denn, wenn der Holzbeintyp mittlerweile tot ist, oder der Gnom nicht mehr das Maskottchen von dem Schuppen da ist? Macht nicht viel Sinn das alles. Außer der BH natürlich.

Jedenfalls wird Zach fast erschossen von dem Wachmann aber Meg eilt zur Rettung und zeigt ihm ihre Tüten, woraufhin Zach abhauen kann.

Der kriegt dann vors Maul von Monster Truck Joe, aber wird abermals gerettet von … einem Typen mit Mütze. Der war vorhin schon mal irgendwo im Bild aber fragt mich nicht wer das ist.

Herausforderung Nummer 8: Ein Auto im Wert von 100.000$ klauen

Simpel. Einfach als Einparker vorm Restaurant verkleiden und fertig.

Herausforderung Nummer 9: Duncan Rime finden

Duncan Rime ist eine Legende. Jemand der angeblich bei den Deeds gestorben ist. Was die Frage aufwirft, wie sein Name in die Deeds gelangt ist. Was war denn dann seine neunte Herausforderung? Sterben? Aber natürlich ist in diesem Film nichts kompliziert und Duncan Rime kommt einfach um die Ecke gelatscht. Es ist der Mützentyp. Na, Wahnsinn.

Jedenfalls brabbelt Duncan Rime dann alle zu mit seiner traurigen Geschichte und Harper hat keinen Bock mehr. Aber dann kommen die Bullen und wollen ihn verhaften wegen Autodiebstahl. Aber dann kommt der Besitzer des Autos und sagt, dass alles gechillt ist. Wow, es ist lahmer „Twistoverkill – The Movie“.

Der Ferraribesitzer schickt dann alle nach Hause. Er ist natürlich ein Mafiosi und will mal ein Wörtchen mit Zach wechseln. Und ihm seine Karte geben, falls er mal was braucht. Dann kommt Dans Ex vorbei und erklärt, dass er die letzte Herausforderung machen will, damit Zach dafür in den Bau geht.

Herausforderung Nummer 10: Ruiniere die Homecoming Parade

Mafiabob gibt Zach sein Auto, damit er das verhindern kann und es ist mir unbegreiflich, wie man es schafft, eine Geschichte zu schreiben, in der wirklich alles einfach nur simpel für jeden ist, der sich aber gleichzeitig um Herausforderungen dreht. Der rast dann halt los und natürlich hat er schnell die Cops im Schlepptau und dann kommen alle an der Parade an und der Monster Truck explodiert, weil Mafiabob seinen Mafiajungs gesagt hat, die sollen da ne Bombe dran basteln. Dann schenkt er Zach den Ferrari, der kriegt natürlich auch noch Meg und gemeinsam fahren sie in den Sonnenuntergang. Oder irgendwo poppen, was wahrscheinlicher ist.

Das war schon reichlich lahm. Dabei fand ich die Idee gar nicht mal schlecht. Ich gehe mich den Herausforderungen des Lebens stellen …

Tropische Weihnachtsfestvorbereitung mit nerviger Verwandtschaft

Es ist ja kein Geheimnis, dass bei mir eine Sache ganz wichtig ist, wenn dieses komische Konsumentenabzockerfest namens Weihnachten mal wieder vor der Tür steht: Ich muss Christmas Vacation gucken. Schließlich ist das der beste Weihnachtsfilm überhaupt, mit Chevy Chase in Höchstform und Randy Quaid in Höchstform und Beverly D’Angelos Brüsten in Höchstform und … ich denke ihr habts verstanden. Reichlich verwundert war ich allerdings, als ich erfuhr, dass es tatsächlich eine Fortsetzung zu diesem grandiosen Weihnachtsspaß gibt. Erster Gedanke war natürlich: DAS MUSS ICH SEHEN! Gesagt, getan. Ich hatte ja keine Ahnung, was ich mir da wieder antun würde …

CHRISTMAS VACATION 2: COUSIN EDDIE’S ISLAND ADVENTURE – USA – 2003 – 83 Min.

Starring: Ein alienvernichtender Kampfpilot

In Chicago liegt Schnee und die Kinder bauen Schneemänner, bewerfen sich mit Schneebällen und pinkeln ihren Namen in den Schnee. Das übliche eben. Zwei Blagen latschen durch die Gegend und quatschen darüber, was ihre Verwandten und Eltern so treiben. Das Mädchen wartet mit einem Vater auf, der Chirurg ist. Der Junge kann da nicht ganz mithalten. Seine Tante arbeitet als Stripperin und sein Vater ist in einem Nuklearlabor beschäftigt. Hört sich erst mal gut an, aber da es sich bei dem Vater um Eddie handelt, der in Teil 1 nicht unerheblichen Anteil daran hatte, dass das Griswold-Familien-Weihnachtsfest im kompletten Chaos endete, ist er natürlich nicht gerade wissenschaftlich tätig.

Stattdessen ist er ein Testobjekt und wird zusammen mit einem Affen darauf getestet, wie sich die direkte atomare Einstrahlung ins Gehirn auf das menschliche Denkvermögen auswirkt. Eddie verkackt dann direkt mal beim Tic Tac Toe gegen den Affen, woraufhin er gefeuert wird, weil er bescheuerter als ein Schimpanse ist.

Eddie ist untröstlich über seine Entlassung direkt vor Weihnachten. Immerhin versucht ihn seine Frau damit zu trösten, dass Affen schon ziemlich schlau sind. Sein Sohn Third (was für ein genialer Name), ist nicht so einsichtig und stellt direkt mal klar, dass er seinen Vater für eine komplette Niete hält.

Eddie will ein Bad nahmen, aber setzt durch einen selbstverursachten Rohrbruch alles unter Wasser. Da seine Frau, die Hobbyklempnerin, nicht in der Lage ist den Schaden zu beheben, versucht Eddie einen Klempner zu rufen, landet aber in tausend Warteschleifen und, äh, das war die Szene. Wahrscheinlich wurde das Haus einfach weggeschwemmt. Spielt wohl auch keine Rolle.

Eddie bettelt um seinen Job. Der Affe beißt ihm in den Arsch. Um einer Klage auszuweichen kriegt Eddie einen tropischen Urlaub geschenkt. Alle sind begeistert, außer Third natürlich, der berechtigte Zweifel daran hat, ob ein Urlaub mit seinen Alten wirklich erholsam werden kann. Audrey kommt vorbei und hat sich von ihrem perfekten Freund getrennt, weil er verheiratet ist. Hätte man ja auch mal vorher fragen können, aber dann hätte man diesen unglaublichen Gag natürlich nicht bringen können. Der nächste Bombengag folgt, als eine Fliege sich zu nah an Eddies Stirn wagt und elektrifiziert wird, weil die ganzen Tests ihn wohl zu einer elektrischen Fliegenfalle umfunktioniert haben.

Onkel Nick kommt zu Besuch. Er wurde von seiner 66 Jahre alten Frau für einen 28-jährigen Postboten verlassen. Wirklich mitzunehmen scheint ihn das aber nicht. Trotzdem wird er direkt zu dem Urlaub eingeladen. Nun ja, eigentlich lädt er sich einfach selber ein. Jedenfalls ist die Gruppe vollständig und es kann los gehen.

Bei der Abfahrt vergisst man natürlich schon mal die Hälfte des Gepäcks und das Wasser aus dem Badezimmer bahnt sich einen Weg nach draußen. Auf dem Flughafen machen alle Platz für die Urlauber, weil der Hund rumfurzt. Aus irgendeinem Grund hat sich Eric Idle, Mitbegründer der legendären Monty Python, überreden lassen, bei diesem Müll hier mitzumachen. Eddie haut ihn versehentlich mit seinem Koffer um, dann noch mal, und noch mal, weil Running Gag, und so. Denn was beim ersten Mal nicht lustig ist, muss dringend mehrmals wiederholt werden.

Im Flieger heult Audrey rum, Nick schnarcht, Eddie packt sich eine Jahresration Erdnüsse ein. Weil er aber eben strohdoof ist, kriegt er die Tüte nicht auf und tritt versehentlich Eric Idle um, der vor ihm sitzt. Nach der Landung sind die Qualen für Idle vorbei. Für den Zuschauer beginnen sie wahrscheinlich gerade erst. Ein Hawaii-Girl holt die Familie am Flughafen ab. Sie arbeitet für die Atomtestfirma und soll den Gästen den Urlaub unterhaltsam gestalten. Also geht es zum Strand. Jack, der mit seinem Wasserflugzeug gelandet ist, kommt vorbei und führt Audrey, die schon bei seinem Anblick kurz vor den Wehen steht, etwas rum.

Zeit aufzubrechen. Der Hund pisst das Feuer aus und es geht zum Hafen. Der Kapitän ist nicht da, also übernimmt Onkel Nick den Job und vergisst Eddie am Steg. Eine Szene später hat er sich aber wohl aufs Boot gebeamt, oder ist geflogen, oder geschwommen, oder was auch immer, jedenfalls ist er da und angelt. Wie sich das für eine richtig beschissene Komödie gehört, fängt er selbstverständlich einen Hai, der das Boot hinter sich herzieht. Nachdem man den Fisch losgeworden ist, feiert man fröhlich und läuft auf Grund auf.

Eddie schwimmt zu einer nahegelegenen Insel. Zumindest ist das der Plan, allerdings hat er vergessen, dass er nicht schwimmen kann und er planscht wie ein Irrer im Meer rum. Glücklicherweise ist das Wasser nur drei Zentimeter tief, so dass die Gruppe zur Insel latschen kann. Der Gag mit dem niedrigen Wasserstand war auch schon nicht mehr lustig, als die Erdoberfläche komplett von Wasser bedeckt war. Das Boot treibt derweil davon, damit der Schiffbruch perfekt ist. Man schlägt ein Camp auf und Eddie erkundet am nächsten Tag die Insel. Nachdem er grandios daran gescheitert ist, Feuer zu entfachen, indem er zwei Stöcke aneinander reibt, weil er wohl nie Tom Hanks dabei zugesehen hat, nimmt er alternativ einfach seine Streichhölzer, weil, wenn man schon billige, vorhersehbare Witze am Fließband bringt, dieser auf gar keinen Fall fehlen darf.

Die Männer gehen jagen. Eddie schlägt vor, wilde Tiere mit Bananen zu bewerfen, dann stapft er wie ein Vollidiot durch den Dschungel. Third findet interessanteres, denn die Gruppenführerin badet gerade in einem See. Onkel Nick ist natürlich auch nicht weit und genießt den Anblick ebenfalls. Nach der erfolglosen Jagd bläst man Trübsal, weil man kein Weihnachten feiern kann. Also beschließt man, das Beste draus zu machen, und sich gegenseitig etwas zu schenken, was man auf der Insel kriegen kann. Der notgeile Onkel schlägt eine Massage von der Gruppenführerin vor. Eddies Frau hat eine bessere Idee. Sie will ein Haus bauen. Eddie will aber kein Weihnachten feiern, wenn es kein richtiges Festmahl gibt und begibt sich erneut auf die Jagd. Er verfolgt ein Wildschweinbaby durch den Urwald und macht Bekanntschaft mit der Mutter. Sein Hund ist keine große Hilfe und Eddie bringt sich auf einem Baum in Sicherheit.

Am Strand schmückt man einen Strauch mit irgendwas bunten. Eddie fällt währenddessen vom Baum und ersticht dabei versehentlich die arme Sau. Third stellt fest, dass sein Vater doch nicht so ein Loser ist, wie er immer gedacht hat. Ich gehe stark davon aus, dass er seine Meinung schnell wieder ändern wird. Onkel Nick klebt sich eine weiße Plastiktüte vor die Visage, und macht den Weihnachtsmann. Moment mal, Plastiktüten in der Fresse hatten wir doch schon mal. Geschenke hat er trotzdem keine dabei. Das Haus ist fertig und man zieht ein. Das Gebäude steht natürlich genau drei Sekunden, was schon mal dazu beitragen könnte, dass Third seine Meinung über seinen Vater noch mal überdenkt.

Eddie hat einen Tarzanstyle Albtraum im Stummfilmstil. Am nächsten Morgen kommt Jack mit seinem Flugzeug vorbei. Audrey schmeißt sich sofort wieder an ihn ran, aber er wirkt eher uninteressiert. Dann schlägt er vor, die paar Meilen zum Hotel zu laufen, das auf der anderen Seite der Insel liegt. Wow! Wer hat diese unfassbare Wendung kommen sehen? Eddie schafft es, den Retter einen Hang hinunterzuwerfen, aber Jack bleibt unverletzt. Abflug, Jack ist allerdings wohl doch nicht ganz unversehrt, denn er wird von Kopfschmerzen geplagt. Eddie haut sich ein paar Aspirin rein, was dem Piloten wohl nicht wirklich helfen dürfte. Der fällt dann auch in Ohnmacht und Eddie muss das Steuer übernehmen. Audrey versucht per Mund-zu-Mund-Beatmung Jack zu retten. Eddie scheint mit dem Fliegen etwas überfordert zu sein, denn während der Typ im Tower ihn die ganze Zeit auffordert, nach links zu fliegen, hält er direkt auf den Tower zu. Ist eben nicht der hellste Stern am Himmel. Irgendwie kriegt er das Teil natürlich trotzdem gelandet.

Audrey stellt fest, dass Jack verheiratet ist, und beschließt, nie wieder zu lieben und eine Nonne zu werden. Tante Jessica kommt vorbei und kommt wieder mit Onkel Nick zusammen. Eddie trifft sich mit seinem ehemaligen Boss. Es wird ihm angeboten, seinen alten Job wieder anzunehmen, aber stattdessen wird er Pilot und alles ist Friede, Freude, Eierpunsch.

Zweiter Gedanke: WARUM HABE ICH DAS GESEHEN? Ich gehe meine Plastiktüten sortieren …

Geisteskranke gepiercte Geburtenkontrolle

Die Welt ist überbevölkert. Das merkt man jeden Tag aufs Neue. An jeder Straßenecke trifft man ein Arschloch, von dem man sich wünscht, dass es nie geboren worden wäre. Was für ein Glück, dass es Verhütungsmittel gibt. Auch wenn man den Eindruck gewinnt, dass nicht jeder in der Lage ist, ein Kondom richtig über seinen Schwanz zu streifen. Aber was will man auch erwarten. Mit 12 zeigt einem das eben noch keiner und neun Monate später ist man Vater. Aber Hauptsache gefickt. Vielleicht liegt es an den Eltern. Vielleicht liegt es an der Gesellschaft. Vielleicht liegt es an den Dorfmatratzen, die sich von jedem dahergelaufenen Penner schwängern lassen. Oder vielleicht liegt es daran, dass Gott höchstpersönlich schon vor langer Zeit aufgehört hat, darauf zu achten, dass sich die ganzen Vollidioten nicht ständig gegenseitig befruchten. Deshalb unterstütze ich folgenden Aufruf vollkommen:

SVECENIKOVA DJECA – Gott verhüte! – Kroatien – Serbien – Montenegro – 2013 – 96 Min.

Okay, der Film beginnt mit einem Typen der schwanger ist. Und es ist nicht Arnold Schwarzenegger. Ich bin jetzt schon versucht, wieder abzuschalten, aber jetzt muss ich den Scheiß hier ja durchziehen. Ein Priester kommt vorbei und will wissen, wie der Typ eigentlich schwanger geworden ist. Also, das war so:

Irgendwelche Blagen singen ein Kacklied, während die daneben sitzenden pädophilen Pfarrer versuchen, keinen Ständer zu kriegen. Der Schwangere war der Kaplan, also ein Hohepriester, oder irgendwas in die Richtung, ich kenne mich da nicht aus. Und er hat nie eine Geburtsurkunde ausgestellt, weil die Leute einfach nicht mehr rumficken. Wo ich froh drüber wäre, ist er eher beunruhigt.

Der Dorfkioskbesitzer beichtet, dass er Kondome verkauft, obwohlseine Frau meint, das sei Mord. Irgendein Typ nippelt nebenbei noch ab, aber bla. Durch die Kondomstory kommt der Kaplan auf die großartige Idee, alle Kioskkondome mit einer Nadel zu durchstechen, damit die Leute im Kaff endlich wieder Nachwuchs zeugen. Und außerdem begeht der Kioskkarl dadurch keine Sünde mehr und muss nicht zur Hölle fahren. Meine Fresse, ist das alles ein Schwachsinn.

Kioskkarl klärt den Kaplan darüber auf, wer im Dorf eigentlich wen vögelt. Spannende Geschichten … sehen anders aus. Aber der Kaplan will es trotzdem überprüfen. Dabei werden Vermutungen über Pädophile, Nekrophile und Sodomie angestellt. Äh, ja …

Kioskkarl erzählt vom Apotheker, der ebenfalls Gummis verscherbelt, die logischerweise nicht gelocht sind. Also reden sie mit ihm. Der schließt sich den bekloppten Gummistocherern an. Und wo man schon dabei ist, ersetzt man die Anti-Baby-Pillen durch Vitamintabletten. Dann kann ja jetzt gar nix mehr schief gehen, schätze ich.

ERFOLG! Irgendeine Tussi hat nen Braten in der Röhre und der Kaplan schickt die drei Stecher, die ständig die Alte pimpern zum Vaterschaftstest, bei dem aber nix rauskommt. Die Geisteskranken Gemeinschaft der Gummigestörten entscheidet also einfach spontan, wen sie am liebsten als Vater hätten und schon wird geheiratet. Ohne Witz, das ist doch alles Bullshit. Und witzig ist das sowieso nicht.

Der Apotheker will aussteigen, weil Ausländer ein Haus im Dorf bauen. Hä? Ich raffe den Zusammenhang nicht. Okay, ich bin ganz ehrlich: Ich raffe hier mal wieder absolut gar nichts. Selten habe ich so eine sinnlose Scheiße gesehen. Naja, eigentlich schon, aber trotzdem ist das alles fürn Arsch.

Martha kommt hinter die Präservativpiercings und schickt einen Brief an den Bischof, was sie dann auch dem Kaplan erzählt, dem es nicht mehr rechtzeitig gelingt, das Postschiff abzufangen.

Dafür kriegt er selbst Post in Form eines, vor seiner Tür ausgesetzten, Babys. Martha will das Kind haben, da sie nicht schwanger werden kann und adoptieren können sie und Kioskkarl nicht, da er offiziell für verrückt erklärt wurde. Wundert mich nicht im geringsten.

Der Kaplan soll dann eine weitere schwangere Tuse überreden, nicht abzutreiben, da die Eltern des Vaters das Kind haben wollen, jetzt wo ihr Sohn, der Minensucher war, gestorben ist; bei einem Bärenangrif auf einem Minenfeld. Leider wurde diese unfassbar grandiose Sterbeszene nicht gezeigt.

Damit der Kindesentführungsplan nicht ganz so auffällt, läuft Martha mit nem Kissen unterm Kleid durch die Gegend. Dass sie damit von heute auf morgen aussieht, als würde sie schon morgen Drillinge kriegen, fällt offensichtlich niemandem auf.

Der Kaplan beichtet dann den ganzen Zinober bei einem anderen Priester. Der meint, dass er die Mutter des Kindes finden muss. Dazu holt er sich die Hilfe des Apothekers, der direkt mal eine Liste mit verdächtigen Weibern erstellt, die das Kind ausgesetzt haben könnten. Nach etwas Stalking der Verdächtigen stellt sich heraus, dass die Mutter eine Tussi namens Anna ist, die krank ist und in deren Familie alle völlig bekloppt waren, inklusive Mord und Suizid und so. Kioskkarl ist nicht überzeugt davon, dass Baby zu behalten, da er glaubt, dass solche Geisteskrankheiten erblich sind. Also knockt er Martha mit Schlaftabletten aus und bringt das Kind zum Kaplan, der es ins Heim bringen soll.

Draußen will sich der Typ umbringen, der als Vater ausgelost wurde. Martha ist wieder wach und kommt vorbei, um das Kind zu holen. Das bringt Kioskkarl aber bereits zu Anna. Die will das Blag aber gar nicht haben, was nicht sehr überraschend kommt. Ein Indiz dafür war vielleicht, dass sie es selber vor der Tür des Kaplan abgeladen hat.

Irgendeine Tussi wird angespült und … äh, was weiß ich. Irgendein Oberpriester beichtet beim Kaplan, dass er das alles getan hat, was auch immer „alles“ bedeutet. Jedenfalls hat er wohl das Mädchen gefickt, geschwängert und dann im Meer versenkt.

Und damit sind wir wieder am Anfang. Hatte schon komplett vergessen, dass der Kaplan hier die Geschichte erzählt. Jedenfalls hat er wohl nebenbei noch nen Tumor und der Priester rennt los, einfach weil er Hobby-Jogger ist, oder für nen Marathon trainiert, oder wasauchimmer.

Und damit ist dieser völlig sinnlose Scheiß dann auch vorbei. Und es bleibt die Frage, was uns der Streifen eigentlich vermitteln wollte. Dass wir alle mehr ficken sollen? Mehr Kinder zeugen sollen? Mehr Minderjährige ertränken sollen?

Ohne mich. Ich gehe jetzt Kondome kaufen. Vielleicht brauch ich ja mal eins.

Schrottsommer 2015: Eis essen

Was haben wir diesen Schrottsommer nicht schon alles erlebt. Wir waren am See, am Strand, in Blumenwiesen und zum Abschluss gibt es jetzt noch ne Runde Eis für alle.

ICE CREAM MAN – USA – 1995 – 84 Min.

Klingeling der Eismann kommt … und wird von Mafiosi erschossen, wie sich das gehört. Obwohl ich zugeben muss, dass mir gar nicht so klar war, dass selbst in einem Kaff mit gefühlt fünf Einwohnern, das organisierte Verbrechen sein Unwesen treibt. Vielleicht haben sie den Eismann auch einfach nur in seinem Eiswagen aus der Stadt bis dahin verfolgt. Jedenfalls ist ein toter Eismann, der auf der Straße ausblutet, kein Grund für den kleinen Gregory, sich nicht trotzdem ein Eis zu holen und daran rumzulecken, während er sich den verreckten Eisbluter anguckt. Herrjeh, ich sehe schon, das wird ganz großer Käse.

Einige Jahre später: Klingeling der Eisprinz kommt … und hat ganz derbe einen an der Klatsche. In manchen Kreisen würde man ihn wohl Psychopath nennen, aber ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen. Der Eisprinz ist übrigens Gregory. Ist klar, ne?

Die Blagen lutschen auf dem Spielplatz an ihrem Eis rum und irgendwie passiert in diesem Film einfach gar nichts. Das wird anstrengend, glaube ich.

Prinz Gregory der Erste killt nen Hund und dreht ihn durch den Fleischwolf, weil … er Hunde nicht mag? Ich hab keine Ahnung. Er ist halt doch ein Psycho.

Ein Kind wird vermisst und die Cops fragen als erstes natürlich Gregory. Der weiß selbstverständlich von gar nix. Wo sie schon mal da sind, kaufen die Bullen noch schnell ein Eis aus dem fahrenden Müllkübel, in dem sich Ratten und Kakerlaken im Eis tummeln. Gregory ist halt ein Psycho.

Die Nachbarschaftsnutte will auch ein Eis haben und schmeißt sich an Gregory ran, der ihr Literweise, oder Kiloweise (in was wird die Menge von Eis gemessen?) Eis vorbei bringen soll. Gregory kackt noch kurz die Blagen an und haut dann ab. Er ist nun mal ein Psycho.

Gregory findet sein nächstes Opfer in einem Jungen. Ein anderes Blag beobachtet das Geschlachte und rennt weg. Der Eiscremeprinz ruft ihm noch schnell hinterher, dass er weiß, wo er wohnt. Er ist eben ein Psycho.

Chris will seinen Eltern erzählen, was er gesehen hat, aber die kötten sich gerade rum, weil Vater Martin seine Sekretärin geknallt hat, oder sowas in der Art.

Boah, ist das alles laaaaaaaaaaaangweilig. Aber dann Megaaction, als Gregory Chris im Tante Emma Laden um die Ecke beim Sahne kaufen trifft und ihn durch die Gänge jagt. Und zwar ne Viertelstunde lang, ohne das irgendjemand in dem Laden was sagt, oder mitkriegt. Jedenfalls kann Chris fliehen und als Gregory in seine Eiscremefabrik kommt, stellen die Cops gerade alles auf den Kopf, weil sie vermuten, dass er ein Psycho ist.

Irgendwas … passiert und Gregory hat einen weiteren Jungen in seiner Fabrik sitzen. Ich sage es, wie es ist: Ich kann dem Quatsch hier irgendwie nicht folgen.

Die anschließende Kirchenszene hilft da wenig, denn WAS ZUR HÖLLE HAT DIE SCHEIßPREDIGT VON DEM PISSPAPST DA JETZT MIT DEM REST DES KACKFILMS ZU TUN? Ich bin überfordert. Ich gebe auf. ich lasse mich jetzt einfach berieseln.

Chris und seine Gang von Pissblagen verfolgen den Eismann auf ihren Fahrrädern nach irgendwo im Nirgendwo. An einem Grabstein sticht Gregory mit einem Messer auf nen Müllsack ein. Hat schon was von „Meine teuflischen Nachbarn“. Im Beutel ist natürlich Eiscreme. Gregory labert irgendwelchen Quark zum Grabstein und lässt eine Eistüte zurück.

Die Kids wollen den Bullen klar machen, dass der Eismann Kinder killt, aber die glauben kein Wort.

Gregory erledigt einen Typ mit nem Waffeleisen und bringt der Nachbarnutte von vorhin seinen Kopf auf ner Eiswaffel vorbei. Die ist weniger begeistert. Leider werden wir nie erfahren, was aus ihr geworden ist, denn es folgt einfach ein Cut … also nicht von gregory mit nem Eispickel, sondern ein Filmschnitt.

Das Blag von vorhin ist wieder in der Fabrik und Gregory bringt ihm bei, wie man Pulver richtig aus einem Eimer in einen Bottich schüttet. Das sind die wichtigsten Regeln beim Eismachen. Und wer weiß sonst schon, wie man nen Eimer auskippt? Zum Glück gibt es Gregory, sonst würden wir alle immer noch unsere Eimer falsch ausschütten.

Ich raffe wirklich gar nix mehr. Die Cops sind in der städtischen Klapsmühle, wo Gregory auch mal Gast war, und irgendein Typ an den Insassen rumexperimentiert. Alle ticken rum und die Bullen müssen sich den Weg freiprügeln.

Der Eismann verfolgt inzwischen die Fahrradgang und entführt eins der Blagen. Wenn der Eismann zu nem Kind sagt: „you are ice cream“ weiß man, dass man den richtigen Film ausgesucht hat.

Zum Showdown treffen sich dann alle an der Eisfabrik. Der Eismann köpft Leute und jagt die Blagen und macht den Puppenspieler mit den Köpfen seiner Opfer und weiterer unfassbar lustiger Kram passiert. Die Cops kommen auch irgendwann vorbei, werden aber mit Eislöffeln von Gregory ausgeknockt. Also ihr wisst schon. Diese winzigen Schöpfkellen für Eis, mit denen man nicht mal ein Eichhörnchen erschlagen könnte. Aber gut, Gregory weiß ja, wie man mit den Teilen umgeht.

Irgendwie, fragt mich nicht wie, denn ich habe absolut keinen Plan, wird Gregory dann von den Blagen mit einem Bild in die Fabrik gelockt, wo er in seine Eismaschine fällt und zu Eis verarbeitet wird. Traurigerweise hat man hier die Chance verpasst, eins der Kinder sagen zu lassen: „He is ice cream.“ Aber das hätte wohl zu viel Kreativität vom Drehbuchautoren gefordert.

Alles ist wieder ruhig im kleinen Städtchen Wasweißichwiedasscheißkaffheißt. Aber der kleine Paul, der beim Eismachen zugucken durfte sitzt immer noch in der Fabrik und grinst doof in die Kamera. Er ist eben ein Psycho.

Ich geh jetzt Eis essen. Der Sommer ist ja schon fast wieder vorbei.

Ritterliche Erderkundung mit Schnurbart

Am Freitag gibt es wieder „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ auf Tele 5. Zum Start mit einem Hulk Hogan Film. Da will ich natürlich mitziehen und präsentiere deshalb ebenfalls einen Film mit dem Wrestler Schrägstrich Schauspieler Schrägstrich Schnurbartträger Schrägstrich Vonallemetwasaberinnixwirklichgut.

SUBURBAN COMMANDO – Der Ritter aus dem All – USA – 1991 – 90 Min.

Das All. Unendliche Weiten. Billig animierte Raumschiffe. Noch billiger animierte Explosionen. So, wie man das Weltall eben kennt.

Auf dem größten Raumschiff hängt General Wasweißich rum und plant einen Planeten nach dem anderen unter seinen Nagel zu reißen. Aber Shep Ramsey stiefelt herbei und kann das nicht zulassen. Leider wird er gefangen genommen und der General will ihn abknallen. Allerdings ist zufällig auch der galaktische Präsident anwesend, der den General auch nicht ab kann und wirft einen Brief … EINEN BRIEF! der dem General die Hand abschneidet. Ritter Ramsey nutzt das zur Flucht und bombt nebenbei das ganze Präsidentenschiff weg.

Ritter Ramsey wird in seiner Rettungskapsel von einem Typen kontaktiert, der nicht begeistert ist, dass er den Präsidenten weggebombt hat und verdonnert ihn zu 6 Wochen Urlaub.

Christopher Lloyd ist selbstverständlich Erfinder. Was sonst. Hier heißt er aber nicht Emmett Brown, sondern Charlie Wilcox. Dessen Frau Jenny zwingt ihn, seinen Chef endlich wegen der Gehaltserhöhung anzukacken. Der zeigt ihm aber lieber seine tollen Preise, die er als Arschloch-Chef des Jahres so gewonnen hat.

Ritter Hogan muss auf der Erde notlanden und knallt direkt in eine verlassene Bar, in der die Jukebox Scheißmusik dudelt. Ramsey stellt direkt fest, dass er Erdlinge zum Kotzen findet. In seinem Raumkampfanzug, inklusive Space-Suspensorium, tapert er durch die Stadt, auf der Suche nach einer Bleibe. In bester Terminatormanier besorgt er sich dann erst mal andere Klamotten von irgendeinem Typen und findet dann einen Zettel, der für ein freies Apartment wirbt. Mit dieser unfassbar genauen Wegbeschreibung: „APARTMENT FOR RENT —>“, die theoretisch so ungefähr überall hindeuten kann, findet er nach 3 Sekunden sein Ziel. Wer braucht schon eine genaue Wegbeschreibung, wenn man einen Pfeil hat?

Charlie ärgert sich über die Nachbarn, die einen Dragracer … EINEN DRAGRACER, direkt vor seiner Einfahrt geparkt haben. Erdlinge sind eigenartige Leute. Ich kann Ramseys Abneigung verstehen.

Jenny ist geil, aber Charlie will lieber was kaputthämmern. Allerdings hat Jenny seine Werkstatt in ein Apartment umfunktioniert, dass sie an Ritter Hulk vermietet hat. Charlie traut dem Braten nicht und stöbert nachts in Ramseys Kram rum. Mit einer gefunden Laserwaffe ballert er versehentlich das Nachbarauto weg, womit zumindest ein Problem gelöst wäre.

Weitere bahnen sich allerdings an, denn General Whatshisname schickt Kopfgeldjäger los, die den Ritter erledigen sollen. Einer davon ist nebenbei Mark Calaway, besser bekannt als der Undertaker, den man hier, um den Unterschied zu seinem Wrestling-Alter Ego klar zu machen, einfach nen Mantel angezogen hat.

Shep Ramsey macht sich derweil mit den Geflogenheiten auf der Erde vertraut und lernt dabei unter anderem, dass man nicht einfach so den Briefträger absticht. Und, dass Skateboardfahren gar nicht so einfach ist. Ein Skateboard bis zum Mond zu schleudern allerdings schon.

Ramsey lernt dann die Nachbarn kennen und lehrt denen erst mal ein paar Manieren, als diese sich über Charlie lustig machen. Überhaupt wird er nach und nach zum Ritter der Gerechtigkeit, indem er Handtaschendiebe vermöbelt und Pantomimen aus einem unsichtbaren Kraftfeld befreit. Zugegeben: Der Joke war sogar gut.

Charlie findet Ramseys Ausrüstung und legt die Rüstung an. Zufälligerweise versuchen gerade 2 Typen eine Tussi zu vergewaltigen und er eilt natürlich zur Rettung. Obwohl er sich dabei selten dämlich anstellt, gelingt ihm das Unterfangen.

Das Skateboard fliegt durchs All und wird von den Kopfgeldjägern entdeckt, die daraufhin auf die Spur des Ritters kommen.

Der stellt gerade Charlie zur Rede, und will wissen, wo sein Krempel geblieben ist. Nebenbei nimmt Charlie die Erkenntnis, dass Ramsey ein Außerirdischer ist, ziemlich gelassen auf. Ich hätte da ja ein paar Fragen, wie zum Beispiel: „Warte. Was?“ Aber vielleicht bin ich auch einfach zu neugierig.

Mit Hilfe des PKE Meter aus Ghostbusters, finden sie dann den Krempel. Wiederverwertung alter Filmprops ist immer ein gutes Zeichen für einen grandiosen Film. Nachdem man nebenbei noch einen Banküberfall vereitelt hat, kommen die Kopfgeldjäger vorbei, werden aber von Hogan im Tresorraum eingesperrt.

Shep versucht die Raumkapsel zu reparieren, aber scheitert auf ganzer Linie. Die Kopfgeldjäger fahren währenddessen durch nen Burger-Drive-Through in einem Hochzeitsauto. Irgendwo ist da sicher ein guter Gag versteckt, aber ich finde ihn einfach nicht.

Jedenfalls gibt es für Hogan nur noch zwei Möglichkeiten: Kämpfen, oder irgendwelche Kristalle finden, mit denen er das Schiff reparieren kann. Was für ein Zufall, dass die Arschloch-Chef-Preise genau aus den richtigen Kristallen bestehen. Also geht es auf eine Diebstahlmission während einer Dinnerparty.

Die Kopfgeldjäger lassen selbstverständlich auch nicht lange auf sich warten und es folgt unglaublich spannendes Gekloppe. Wer gewinnt, sollte klar sein. Kleiner Tipp: es ist nicht der Undertaker, der mit seinen Raketenschuhen am Schluss durch ungefähr 500 Wände ballert.

General Ichkannmirseinennamennichtmerken taucht auf und es geht ins große Finale. Das besteht größtenteils aus Rumgelaber, weil das so unglaublich spannend ist. Charlie beschließt, Ramsey zu helfen, indem er den General einfach überfährt. Der mutiert dann zum Echsenalien und schleudert Hogan durch die Garage. Der rächt sich, indem er ihm 10000 Watt durch den Arsch jagt, woraufhin der ganze Schuppen in die Luft fliegt.

Um noch mal richtig auf dicke Hose zu machen, beweist Ramsey den Nachbarblagen noch schnell seine neu erlernten Skateboardkünste und macht sich dann mit dem Raumschiff der Kopfgeldjäger auf in die Weiten des Alls.

Und wenn wir Glück haben, kommt er nie wieder.

Fanatisch religiöser Kleinstadtkrieg

Ich muss ja gestehen: Ich mag Uwe Boll.

Für alle, die jetzt nicht direkt schreiend weggerannt sind, erkläre ich auch kurz warum.

Uwe Boll vertritt einige interessante, wenn auch oft unpopuläre, Ansichten, und hat absolut kein Problem damit, diese auch kundzutun. Da wird nix beschönigt. Wenn er etwas kacke findet, dann sagt er es auch so.

Erst neulich hat er mal wieder so richtig abgekotzt und den ganzen Marvel Superheldenscheiß verteufelt. Wie könnte ich so einen Mann nicht mögen?

Natürlich muss man etwas in Frage stellen, wie ernst man das alles nehmen sollte, schließlich kommen von ihm Filme wie:

POSTAL – USA/Kanda/Deutschland – 2007 – 100 Min.

Zwei Selbstmordattentäter sitzen im Flugzeug und sind bereit für Allah in ein Hochhaus zu fliegen. Vorher muss aber noch eine Grundsatzdiskussion geführt werden: Wie viele Jungrauen gibt es als Belohnung für geisteskranken Schwachsinnssuizid? Ein Telefonanruf bei Osama Bin Laden soll die Sache aufklären. Der erklärt, dass es zu viele Märtyrer gibt, und deshalb die Jungfrauen langsam ausgehen. Nicht mehr überzeugt von dem ganzen Quark, beschließen die Terroristen, lieber auf die Bahamas zu fliegen und sich dort selbst nach Jungfrauen umzusehen. Leider stürmen in diesem Moment die Passagiere das Cockpit und im allgemeinen Trubel knallt der Flieger dann doch ins Hochhaus.

Oh mein Gott, es ist Oscar-Gewinner JK Simmons. Man kann nur hoffen, dass nach Whiplash seine Karriere aufwärts geht und er es nicht mehr nötig hat, bei Scheiße wie dieser mitzuspielen. Jedenfalls ist er wohl Politiker und hält eine Rede vor nem kleinen Tante Emma Laden, geführt von einem Araber, der im Hinterzimmer Terroristen versteckt.

Irgendein Trottel hat ein Vorstellungsgespräch bei nem Typen, der Köpfe auf Pfählen sammelt. Angeblich aus Pappmaché, aber ich bin da unsicher. Jedenfalls creepy. Ich würde sofort bei ihm anfangen. Okay, vielleicht doch nicht, denn der Honk muss ein bescheuertes Lied singen.

Hippies machen, nun ja, Hippie-Kram. Und hören dann Onkel Dave bei einer Ansprache zu. Es ist übrigens nicht der Onkel Dave aus Wonder World, aber ein Freizeitpark wird hier trotzdem noch ne Rolle spielen. Onkel Dave hat nebenbei die Steuerfahndung am Hals.

Ein schwarzer Cop ballert eine alte Asiatin über den Haufen, weil die an ner grünen Ampel anhält. Fragt nicht, ich raffs auch nicht.

Der Trottel vom Vorstellungsgespräch trifft sich mit Onkel Dave, der einen Plan hat, um an Kohle zu kommen. Erst mal muss Trottel-Theo aber zu Hause in seinem Wohnwagen zusehen, wie der Nachbar seine unfassbar fette Alte knallt und gerade Mehl sucht, um die feuchte Stelle zu finden. Somit wären wir humortechnisch schon mal auf 1990er Grundschulniveau angekommen. Kurz entschlossen beschließt er Onkel Dave zu helfen, bei was auch immer.

Osama Bin Laden nimmt eine Videobotschaft auf … oh mein Gott, es ist der SUPPEN-NAZI! Erst Suppen-Nazi, dann Bin Laden. Der Mann hat einfach alles mitgenommen, was ihm angeboten wurde.

Onkel Dave hat nebenbei doch keinen Plan. Stattdessen soll sich der namenlose Trottel einen ausdenken.

Simmons schwingt weiterhin große Reden vorm Kwik-E-Mart und wird dann von nem Selbstmordattentäter weggebombt. Oh man, Simmons. Zum Glück hast du sowas nicht mehr nötig.

George Bush ruft beim Suppen-Osama an und bittet ihn, irgendeine Pipeline zu sprengen.

Oh mein Gott, es ist MINI-ME! Und er schiebt eine Mülltonne durch die Gegend. Äh, ja …

Die Taliban fahren los. Die Onkel Dave Trottel Vereinigung begibt sich, als Nazis verkleidet zum Vergnügungspark „Little Germany“, wo natürlich alles Bayern ist, weil es mehr in Deutschland nicht gibt. Und Uwe Boll lässt es sich nicht nehmen, selber aufzutreten, und sich selbst spielend zu verraten, dass er seine Filme durch Nazi-Gold finanziert. Er nimmt sich offensichtlich auch selbst nicht zu ernst. Jetzt mag ich ihn noch etwas mehr.

Trottel und Dave klauen irgendwelche Puppen aus dem Park. Ich habe einfach keine Ahnung, was hier eigentlich die Handlung ist.

Mini-Me Verney Troyer ist dann auch in „Little Germany“ und macht … äh … nix weiter wichtiges.

Die Taliban kommen vorbei und es kommt zur Schießerei, bei der hauptsächlich Behinderte und Kinder erschossen werden. Dazu fällt selbst mir nix mehr ein.

Troyer landet irgendwie in nem Koffer und wird von der Onkel Dave Bekloppten Co. KG entführt. Verfolgungsjagd der Pseudo-Nazis, Taliban und der schwarze Cop ist auch noch dabei. Irgendwie übernehmen die Taliban dann den Fluchtsitz der Nazi-Trottel und der Obertrottel muss sich rein schleichen, um … wasweißichwas zu machen. Dabei erschießt er einen Wachmann, indem er seine Knarre einer Katze in den Arsch schiebt und durch ihren Mund abfeuert. Wow, Humor ist nun wirklich nicht die Stärke dieses Films. Um genau zu sein, hat der Film absolut keine Stärken.

Jedenfalls kann sich die Gruppe in den Schutzbunker schleichen, wo Richie, Onkel Daves größter Anhänger, die Prophezeiungen aus Daves Bibel wahr machen will. Dazu wird Mini-Me in einen Raum mit Affen gesperrt, um von ihnen vergewaltigt zu werden und weiterer unfassbar lustiger Kram.

Die Taliban suchen einen Freiwilligen für den nächsten Anschlag. Die Wahl fällt auf den behinderten Abdul, einfach, weil der als Einziger keinen Einspruch einlegen kann.

Osama sitzt in einem Guter-Arbeitgeber-Seminar über Killer-Bienen. Fragt nicht …

Onkel Daves Bibel verlangt ein Opfer. Richie erledigt das, indem er Onkel Dave abknallt, kurz nachdem der festgestellt hat, dass er schwul ist und auf fette Typen steht. Der Trottel, der weiterhin keinen Namen hat, wird in einen Raum gesperrt und befreit sich in bester MacGyver-Manier, indem er die Tür mit nem Stromkabel aufsprengt.

Richard holt einen Lieferwagen mit Vogelgrippe-Viren (fragt nicht) und der Trottel und die Onkel Dave Ischen ballern sich den Weg durch das Talibanbesetzte Haus. Nachdem Trottel-Man die Weiber, die jetzt zum Christentum übergelaufen sind, weggepoppt hat, ballert er sich durch die Stadt.

Zwischendurch installiert er noch kurz ne Sprengladung an seinem Wohnwagen, in dem seine fette Frau gerade mit dem schwarzen Cop und Ralf Moeller vögelt. Und dann sind sie plötzlich alle da zum Shootout. Richie, Taliban, die Nachbarn, ein Hund, Osama. Der Trottel hat die Schnauze voll und hält ein Plädoyer über Menschenliebe. Moeller weint. Alle anderen lassen sich nicht überzeugen und ballern weiter. Immerhin ein Hauch Realismus in diesem großen Haufen Bullshit.

Osama ruft mitten im Geballer Bush an, damit der ihn abholen lässt.

Die Steuerfahndung kommt bei Onkel Daves Landsitz an. Abdul soll sie wegsprengen, hat aber seinen Bombengürtel im Auto vergessen, das dann hochgeht und den komischen Kopf-Aufspieß-Arbeitgeber vom Anfang erschlägt.

In einer Radiodurchsage beschließt Präsident Bush, dass Indien und China weggebombt werden müssen, weil sie billige T-Shirts herstellen. Allerdings sind auch aus China Atomraketen in die USA unterwegs. Um sich etwas abzuregen sprengt Trottel-Boy noch schnell seinen Wohnwagen samt Frau, Cop und Moeller.

Bush und Osama hüpfen Hand in Hand über ein Feld, während im Hintergrund die Atomwolke aufsteigt. Pure Romantik zum Schluss.

Wenn das alles nicht so unfassbar kacke wäre, könnte man hier ja vielleicht sogar die Botschaft mitnehmen, das religiöser Fanatismus totaler Bullshit ist. Leider haben wir aber nur gelernt, dass Uwe Bolls Filme scheiße sind. Und das wussten wir schon vorher. Trotzdem mag ich ihn.

Übernatürliche Popularitätssteigerung

Völlig grundlos geht es heute mal wieder ans College. Collegekomödien sind ja generell ne schlechte Sache, deshalb kann man damit hier nix falsch machen. Oder eigentlich alles. Naja, egal. Tief einatmen denn: Smells Like …

TEEN SPIRIT – USA – 2011 – 82 Min.

Wie es bei diesen völlig überflüssigen College-Komödien üblich ist, steht der Abschlussball bevor. Für die Oberbitchesvereinigung steht die Königin natürlich schon fest, denn es besteht kein Zweifel, dass Obertussi Amber sich die Krone abholen wird. Dass sie eine abgefuckte Schlampe ist, die einfach jedem auf die Nüsse geht, spielt da erst mal keine Rolle.

Lisa hingegen interessiert der Abschlussball überhaupt nicht, da sie lieber Knetgummischweine in die Luft jagt, um ein völlig beknacktes Filmprojekt mit den anderen unpopulären Schülern zu verwirklichen.

Damit haben wir also schon mal die völlig uninspirierten Klischeeseiten abgehandelt. Amber = Bitch. Lisa = Nerd. Fertich.

Es folgt der Plot, der so aussieht: Amber wird Königin, aber ein Kabel, das von der Decke hängt, setzt die Krone unter Strom und elektrisiert Amber, die daraufhin als Geist durch die Gegend latscht und Lisa helfen muss, die neue Königin zu werden, da sie sonst nicht in den Himmel kommt. Yeah. Spannung.

Als Geist erfährt Amber, dass alle sie scheiße fanden und jetzt Mist über sie labern. Nur Lisa kann sie natürlich sehen und macht die Brenne, weil tote Menschen zu sehen nur okay ist, wenn Bruce Willis in der Nähe ist. Lisa lässt sich dann aber doch kurz erklären, was Sache ist, ist aber weniger begeistert, denn sie will nicht populär und schon gar nicht Ballkönigin sein. Und da Amber eine Bitch ist, kann sie ruhig zur Hölle fahren.

Lisa ist übrigens selbstverständlich auch verknallt in Footballfritze Nick. Amber nutzt ihre geistigen Kräfte, damit die beiden zusammenstoßen und Lisa stellt sich natürlich extrem dämlich an. Also lässt sie sich doch von Amber helfen. Wem es noch nicht aufgefallen ist: Innovation sucht man hier absolut vergeblich.

Erster Punkt auf dem Popularitätsplan: Shopping. Ich hasse Shopping. Noch mehr, wenn es im Film vorkommt und rein gar nix voran bringt, außer die Laufzeit des Streifens, der einem gerade den Tag versaut.

Lisa kriegt dann aber doch Zweifel, ob sie wirklich in ihrem neuen Style in die Schule gehen soll. Amber nimmt ihr die Entscheidung ab, indem sie in ihren Körper springt und für sie das Reden übernimmt.

Eine von Ambers Ex-Bitches namens Carlita ist mit Nick zusammen und … es ist mir einfach scheißegal. Wir wissen doch eh, wie das ausgeht. Jedenfalls plant Carlita ne Party, aber Amber und Lisa senden eine Mail mit dem falschen Datum raus und alle sind einen Tag zu früh in der Carlita-Residenz, was den Eltern gar nicht gefällt. Kurzerhand übernimmt Lisa die Partyveranstaltung, natürlich geleitet von Amber in ihrem Körper. Naja, bla bla, Lisa wird immer populärer und Nick zeigt auch Interesse. Wir kennen das.

Kein Geisterfilm ohne Hobby-Geisterbeschwörerin. Hier in Gestalt von Selena (weil Hexen immer so heißen), die mit einer Kneifzange die Krone auseinandernimmt, um damit den Geist von Amber beschwören zu können, oder sowas. Einfach die ganze Krone mitzunehmen wäre nebenbei wohl zu einfach gewesen.

Carlita hat nun keine Freunde mehr und Lisa führt die Bitchvereinigung an. Allerdings verliert sie langsam ihre echten Freunde. Man, ist das alles aus dem „Teenie-Film for Dummies“-Buch abgeschrieben?

Selena quatscht mit Amber und will, dass sie Lisa wieder normal macht und bla.

Lisa will aber nicht, denn sie mag es plötzlich doch, ihre neu gewonnene Popularität auszuleben. Also wird sie von Amber in die Wüste verfrachtet, wie Jonathan Taylor Thomas. Am Münztelefon stellt Lisa fest, dass ihre neuen „Freunde“ alle keinen Bock haben, sie abzuholen. Also ruft sie Selena und ihre alten Freunde an, die als einzige bereit sind, zum Arsch der Welt zu brettern, um sie aus der Scheiße zu holen.

Amber sitzt derweil im Bus zur Hölle. Ja, es ist ein Bus. Nicht ein lodernder Teufelswagen, oder eine Kutsche mit Skelettpferden, nein, ein Bus wird uns alle zur Hölle fahren. Beruhigend. Dürfte relativ bequem sein.

Carlita ist die Königin, weil Lisa nicht da war. Die kommt aber dann auf die Bühne gestürmt und gesteht alles und hält eine Ansprache an die Nation über den Schwachsinn der Gegensätze und ruft zur allgemeinen Party auf. Das nenne ich mal geglückte Politik.

Durch diese Ansprache darf Amber in den Himmel. Fragt nicht, ich weiß auch nicht warum. Jedenfalls sind alle glücklich und zufrieden. Es ist widerlich. Aber immerhin haben wir gelernt, dass der Weg zur Hölle gar nicht so beschissen ist, wie man immer vermutet hat.