Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Pubertätsstudien auf Wurstbasis

Hach ja, die 80er. Ein Traum für jeden Filmfan, der auch nur ansatzweise Geschmack hat. Und gleichzeitig natürlich das Grauen für jeden Filmfan, der auch nur ansatzweise Geschmack hat. Worum es heute geht sollte klar sein. Wir graben eine gute, alte Sexkomödie aus, die in den 80ern ein echter Knaller war. Und das kann eigentlich nur bedeuten, dass man heute von der Sichtung direkt Gehirnblutungen erleidet. Genau richtig also für einen Eintrag auf dem Filmschrottplatz.

SCREWBALLS – DAS AFFENGEILE KLASSENZIMMER – Kanada – USA – 1983 – 80 Min.

Der deutsche Untertitel macht eigentlich schon klar, was uns hier erwartet. Es ist „Breakfast Club“, nur eben in AFFENGEIL!!! Und ohne wirklich was mit „Breakfast Club“ zu tun zu haben.Nebenbei gibt es noch einige Fortsetzungen, aber keine davon hat OBERAFFENTITTENGEIL im Untertitel, was nur bedeuten kann, dass sie absolut nicht der Rede wert sind.

Waren riesige Würste zwischen zwei Mädchen in den 80ern wirklich lustig? Wenn ja, muss ich dieses Jahrzehnt doch mal so richtig in Frage stellen. Waren Gummipuppen an Fahnenmasten in den 80ern wirklich lustig? Und was ist eigentlich so unterhaltsam an Jojos? Die 80er waren eine wirklich eigenartige Zeit.

Unser Protagonist – oder der Typ, den ich dafür halte – verkleidet sich als Schularzt, damit er den Brusttest bei den Mädels durchführen kann. Also ich bin ja kein Experte, aber was zur Hölle gibt es da überhaupt zu testen? Die Sexualität in den 80ern war ziemlich undurchsichtig.

Die Französischlehrerin ist wirklich das absolute Grauen in allen Belangen. Wieso kriegt die bitte einen Orgasmus, nur weil sie der Klasse zwei Wörter Französisch beibringt? Ich verstehe diesen Film nicht im Geringsten. Nicht, dass das groß was aussagen würde, denn letztlich sind es nur sinnlos aneinandergereihte Szenen, die sich darum drehen, ein paar Schüler zum Nachsitzen zu bringen, damit der „Plot“ – und ich nutze dieses Wort mit dem größtmöglichen Abstand von seiner eigentlichen Bedeutung – beginnen kann.

Und der sieht so aus: Rick, Brent van Dusen III (immerhin bei diesem Namen haben die Writer alles gegeben), Howie, Tim und Jerkovich (dreimal dürft ihr raten, wofür der nachsitzen muss) schließen den Pakt, dass einer von ihnen die heiße jungfräuliche Purity flachlegt. Fertig. Ich habe tatsächlich noch weniger erwartet. Purity wird nebenbei von niemand geringerer als Linda Speciale verkörpert. Berühmt für genau drei Rollen in ihrer 25-jährigen Karriere (wenn man das so nennen kann). Neben diesem Streifen hatte sie noch eine Rolle als Nutte in einer Folge von „Degrassi High“ und dann kam sie nach 20-jähriger Pause zurück aus dem Ruhestand um die heiße Nachbarin im Piloten von „Breaking Bad“ zu spielen. Wenn das mal nicht eine steile Karriere ist, weiß ich es auch nicht. Aber mit so einem Namen muss man seine Zeit eben für spezielle Auftritte freihalten.

Und so darf jeder mal versuchen, Purity in die Kiste zu kriegen. Als erstes versucht es der 1983er Justin Long Look-A-Like (Namen kann ich mir hier auf keinen Fall merken, also müssen wir so zurecht kommen) und macht natürlich mitten in der Nacht eine Riesenrandale vor ihrem Haus, was den Vater auf den Plan ruft. Long nutzt die Chance und schleicht ins Haus, nur um sich zu verlaufen und im Bett mit Puritys Mutter zu landen. Etwas vorhersehbarer Ausgang, würde ich sagen, aber man muss schon Tribut zollen: Long kam immerhin zum Schuss, wenn auch bei der Falschen.

Wir überspringen die grauenvoll unlustige Bibliotheksszene, mit der grauenvoll unlustigen Bibliothekarin, die jeden Ton verbietet und kümmern uns lieber um die Cheerleader im Park. Nicht, weil das eine sinnvolle, wichtige oder gar lustige Szene wäre, aber es sind eben Cheerleaderinnen und somit das mit Abstand beste an diesem Film.

Der Rick Moranis für Arme in der Gruppe versucht mit Hilfe der Riesenwurst vom Anfang die komplette Cheerleadertruppe im Schwimmbad unter Hypnose zu stellen. Fragt nicht wie. Es ist unfassbar dämlich. Die Cheerleaderinnen machen den Spaß mit und kommen im Zombiemodus auf ihn zu. Und vermöbeln ihn. Leider haben sie nicht sein Gehirn gegessen, damit wir den Affen los sind.

Die 5 Vollspaten müssen am Strand den Müll aufsammeln, was zu absolut keinem Gag führt. Also widmen wir uns dem Autokino, wo gerade irgendein billiges Tittenfilmchen läuft. Unfassbar. Wer guckt sich denn so einen Dreck an? Überall wird in den Autos rumgemacht und mir erschließt sich der Sinn dieser Szene mal wieder ganz und gar nicht. Na ja, immerhin gibt es Brüste zu sehen. Mehr kann man hier wohl nicht erwarten. Und dann kloppen sich Fake Justin Long und irgendjemand, weil der mit Fakelongs Schwester ausgegangen ist, glaube ich. Wer weiß schon genau, was in diesem Film passiert …

Kommen wir zum genialsten Plan aller genialen Pläne, die jemals geschmiedet wurden. Und er stammt natürlich von Jerkovich. Seht ihr, Purity hat am Strand einen Stammplatz. Eine Stelle, an der sie jeden Tag zur gleichen Zeit in der Sonne liegt. Was macht man also, wenn man an ihre Titten will? Man lässt sich genau an der Stelle in den Sand eingraben und wartet, bis sich Purity auf einen drauf legt. Im besten Fall natürlich mit den Brüsten direkt ins Gesicht. Vorher pissen natürlich noch Hunde auf einen drauf, aber das muss man nun mal in Kauf nehmen, wenn man Tüten sehen will.

Die Schule hat jetzt einen eigenen Flugzeugrepararturshop und ich habe keine Ahnung, was das bedeutet. Reparieren die Passagierflugzeuge? Und da fragen mich die Leute, warum ich noch nie geflogen bin.

Die nächste Viertelstunde verbringen wir mit Tanzen und Stripbowling, damit man hier so wenig Story wie möglich unterbringen muss.

Der Arzt-Gag vom Anfang wird wiederholt, nur dieses Mal mit Lehrerinnenverkleidung. Ich würde den Autoren jetzt Einfallslosigkeit unterstellen, aber das wäre nicht gerecht, schließlich hatten sie zu keinem Zeitpunkt überhaupt irgendeinen Einfall und es handelt sich eindeutig um einen Fall von Einfallsvakuum von Beginn an.

Stripclubszene ohne Sinn und Verstand, aber mit dicken Möpsen. Die Jungs machen ein Foto von den dicken Melonen, neben denen gerade zufällig der Schulrektor steht. Ich frage mich, ob man wirklich einfach so im Stripclub Fotos machen darf. Muss ja der feuchte Traum der Selfie-Generation sein.

Nach ein paar schlechten Wurstgags kommt es zum absoluten Masterplan der Jungs, um endlich die Tüten von Purity zu Gesicht zu bekommen. Die Lösung für das Problem lautet: Magnetismus. Fragt mich nicht, ich weiß es auch nicht. Purity singt beim großen Basketballspiel die Hymne und ich kann nur sagen: Das ist doch eindeutig Playback. Jedenfalls haben die Jungs zuvor jede Menge Metall in das Kleid genäht und dann wird der Magnet angeworfen und saugt alles an, von der Trompete, über den Reißverschluss an der Hose des Direktors bis zum Kleid von Purity, die somit endlich oben ohne dasteht.

Was für ein versöhnlicher Abschluss. Mit so einem Happy End hätte ich nicht gerechnet. Ich gehe meinen Magneten entstauben …

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Hinterwäldlicher Vampirismus auf lesbisch-unnützer Ebene

Eine Sache kann ich euch versprechen: Heute wird es wieder ganz besonders innovativ, ernst und seriös. Denn es ist Zeit für Vampire. Ich mag ja Vampire generell ganz gerne. So lange es nicht diese Glitzer-Glitter-Konfetti-Versionen aus Twilight und ähnlichem Scheiß sind. Und ich mag auch Lesben. Denn … ist klar, ne? Was kann es also besseres geben, als die Kombination aus Beidem? Stimmt. Alles andere. Aber trotzdem quälen wir uns heute durch:

LESBIAN VAMPIRE KILLERS – UK – 2009 – 86 Min.

Fletch wird aus seinem Job als Geburtstagsclown gefeuert, weil er ein Kind geschlagen hat, dass ihm einen Luftballon klauen wollte, oder so. Im Vorspann werden dann alle Darsteller direkt mal mit ihren Charakternamen vorgestellt, da die Filmemacher offenbar mittlerweile gemerkt haben, dass ich mir die Namen nie merken kann. Also da sind Fletch und Jimmy und Heidi und Anke und Rebecca und … nicht so schnell, ihr Arschkrampen! Ach scheiß drauf. Wir sind ja immer gut ohne Namen ausgekommen hier.

Fletch und Jimmy sitzen im Pub und bla. Der Stil des Films ist nebenbei sowas von auf die MTV-Generation getrimmt, dass ich schon jetzt kurz vorm epileptischen Anfall aufgrund der grausamen Kamerafahrten stehe. Die beiden wollen wandern gehen, oder so.

Berucksackt im Busch ruft Jimmys Freundin an. Aber Fletch ist hier zum Wandern und zerlegt das Handy.

Kommen wir zum wohl besten Teil des Films: Wolfmothers Woman dröhnt aus den Boxen, während ein paar Tussis in einen Van klettern … und abfahren. Besser wird es nicht werden.

Die Jungs hängen dann in einer Absteige am Arsch der Welt rum und bestellen beim bärtigen Barbetreiber was Berauschendes, als der Vikar reinkommt und von irgendwas Gefährlichem palavert. Und Jimmy anquatscht. Als Entschädigung kriegt Jimmy noch was aufs Haus. Die ganze Scheiße hier könnte jetzt auch mal in die Gänge kommen. Wo sind die Vampire? Und vor allem: Wo sind die Lesben?

Ob die Tussis im Van lesbisch sind wurde nicht ausreichend geklärt, aber ich nehme was ich kriegen kann. Die haben natürlich ne Panne und werden von den Jungs zu Tode erschreckt. Fletch kann sich den Namen der Trullas nebenbei auch nicht merken. Ich kann nur sagen: Sie haben alle deutsche Namen, aber Eva Braun ist nicht dabei. Immerhin ein Klischee einigermaßen umfahren. Glückwunsch, liebe Filmemacher.

Man fährt also irgendwo hin. Und die Mädels tanzen. Und Fletch tanzt mit. Und Jimmy betrinkt sich und denkt an seine Freundin. Und natürlich muss in so einem Kackfilm zu 90er-Jahre-Ultra-Pop-Gewichse getanzt werden. Ich glaube Whigfield heißt die Ische, die mir gerade auf den Sack geht. Der Umstand, dass ich das nicht googeln musste, sagt wohl einiges über meine Erfahrungen mit den 90ern aus.

Irgendwas passiert und eine der Tucken schreit und die Jungs wollen zur Rettung eilen und stellen sich dabei natürlich extrem dämlich an.

Währenddessen verreckt Jimmys Freundin die Karre im Wald. Also: Mädchen mit Wagenpanne Teil 2. Innerhalb von 10 Minuten.

Ich weiß nicht genau, was dann passiert, aber es tauchen Vampire auf … nein, Moment … LESBISCHE Vampire. Und sie singen und uhuen rum und greifen an. Naja, und dann wird halt mit Besenstielen und Bratpfannen Vampirgeschnetzeltes gemacht.

Trudy – ich glaube so heißt Jimmys Perle hier – kommt dann auch an der Hütte an. Und ist dann halt auch da.

Der Vikar rüstet sich zum Kampf, oder so.

Trudy ist ein Vampir und wird mit einer Axt zerlegt. Ja, lasst bloß keine Spannung aufkommen.

Es gibt die übliche lesbische Vampiraction, die man halt so kennt und der Vikar kommt auch vorbei und killt eine Vampirlesbe mit einem Kreuz. Während die sich zu Tode quält, nutzt Fletch die Chance ihr noch mal an die Tüten zu grapschen und hat hinterher zwei Silikonkissen in der Hand. Wahnsinnsgag. Nebenbei werden noch Jimmy und Heidi entführt und im Wald an Bäume gebunden, um geopfert zu werden, oder sowas, damit die Vampirkönigin auferstehen kann. Wir kennen ja alle diese Lesbenrituale.

Der Vikar hat einen Plan, den ich aber absolut nicht gerafft habe. Jedenfalls muss man in die Stadt. Und vorher noch irgendwas aus Wolfgangs Grab ausbuddeln. Ich blicke bei dem Quark hier nicht mehr durch. Dass Jimmy und Heidi im Wald gefesselt ihren ersten Streit haben, bei dem es um wasweißichwas geht, hilft nicht unbedingt.

Fletch killt dann versehentlich die Tochter des Vikars, der das aber nicht miTkriegt. Irgendwie ist die wichtig für den großen Plan zur Lesbenverbannung, glaube ich, aber was weiß ich schon. Hier macht ohnehin nichts Sinn und die Schnitte und die Kamera und die Beleuchtung machen mich absolut wahnsinnig.

Das große Finale steht bevor. Fletch und der Vikar latschen zur Fesselstätte mit dem Grab der Vampirkönigin und werden erst mal von den Lesben durch den Wald gejagt. Und dann befreien sie irgendwie Jimmy und Heidi, aber die Queen kann trotzdem auferstehen, weil Fletch das Schwert vergessen hat, nachdem er damit die Vikarstochter niedergestochen hat. Etwas Rumgelutsche der Vampirlesben, der Vikar kann das gar nicht ab und greift mit Kreuz und Armbrust an, wie Harvey Keitel im Titty Twister. Nur leider bei weitem nicht so cool.

Fletch und Jimmy finden Trudys Wagen. Heidi hängt bei der Königin rum und soll verwandelt werden, hat aber wohl Karatestunden genommen. Oder kriegt vors Maul. Diese Schnitte sind die Hölle. Ich erkenne nichts. Außer das Heidi der Königin offensichtlich irgendwas ins Herz gestochen hat und die jetzt abkaspert.

Fletch und Jimmy kommen angerast, aber die Überqueen lebt doch noch. Oh, Fletch hat das Schwert gefunden, aber es wird ihm aus der Hand geschlagen. Jimmy krallt sich das Schwert, weil hier nichts passieren darf, das nicht absolut vorhersehbar ist, und killt die Queen und fickt euch ihr Lesben.

Was für eine unglaublich lahme Vampirgrütze. Ich gehe im Wald nach echten Lesben suchen …

Tropische Weihnachtsfestvorbereitung mit nerviger Verwandtschaft

Es ist ja kein Geheimnis, dass bei mir eine Sache ganz wichtig ist, wenn dieses komische Konsumentenabzockerfest namens Weihnachten mal wieder vor der Tür steht: Ich muss Christmas Vacation gucken. Schließlich ist das der beste Weihnachtsfilm überhaupt, mit Chevy Chase in Höchstform und Randy Quaid in Höchstform und Beverly D’Angelos Brüsten in Höchstform und … ich denke ihr habts verstanden. Reichlich verwundert war ich allerdings, als ich erfuhr, dass es tatsächlich eine Fortsetzung zu diesem grandiosen Weihnachtsspaß gibt. Erster Gedanke war natürlich: DAS MUSS ICH SEHEN! Gesagt, getan. Ich hatte ja keine Ahnung, was ich mir da wieder antun würde …

CHRISTMAS VACATION 2: COUSIN EDDIE’S ISLAND ADVENTURE – USA – 2003 – 83 Min.

Starring: Ein alienvernichtender Kampfpilot

In Chicago liegt Schnee und die Kinder bauen Schneemänner, bewerfen sich mit Schneebällen und pinkeln ihren Namen in den Schnee. Das übliche eben. Zwei Blagen latschen durch die Gegend und quatschen darüber, was ihre Verwandten und Eltern so treiben. Das Mädchen wartet mit einem Vater auf, der Chirurg ist. Der Junge kann da nicht ganz mithalten. Seine Tante arbeitet als Stripperin und sein Vater ist in einem Nuklearlabor beschäftigt. Hört sich erst mal gut an, aber da es sich bei dem Vater um Eddie handelt, der in Teil 1 nicht unerheblichen Anteil daran hatte, dass das Griswold-Familien-Weihnachtsfest im kompletten Chaos endete, ist er natürlich nicht gerade wissenschaftlich tätig.

Stattdessen ist er ein Testobjekt und wird zusammen mit einem Affen darauf getestet, wie sich die direkte atomare Einstrahlung ins Gehirn auf das menschliche Denkvermögen auswirkt. Eddie verkackt dann direkt mal beim Tic Tac Toe gegen den Affen, woraufhin er gefeuert wird, weil er bescheuerter als ein Schimpanse ist.

Eddie ist untröstlich über seine Entlassung direkt vor Weihnachten. Immerhin versucht ihn seine Frau damit zu trösten, dass Affen schon ziemlich schlau sind. Sein Sohn Third (was für ein genialer Name), ist nicht so einsichtig und stellt direkt mal klar, dass er seinen Vater für eine komplette Niete hält.

Eddie will ein Bad nahmen, aber setzt durch einen selbstverursachten Rohrbruch alles unter Wasser. Da seine Frau, die Hobbyklempnerin, nicht in der Lage ist den Schaden zu beheben, versucht Eddie einen Klempner zu rufen, landet aber in tausend Warteschleifen und, äh, das war die Szene. Wahrscheinlich wurde das Haus einfach weggeschwemmt. Spielt wohl auch keine Rolle.

Eddie bettelt um seinen Job. Der Affe beißt ihm in den Arsch. Um einer Klage auszuweichen kriegt Eddie einen tropischen Urlaub geschenkt. Alle sind begeistert, außer Third natürlich, der berechtigte Zweifel daran hat, ob ein Urlaub mit seinen Alten wirklich erholsam werden kann. Audrey kommt vorbei und hat sich von ihrem perfekten Freund getrennt, weil er verheiratet ist. Hätte man ja auch mal vorher fragen können, aber dann hätte man diesen unglaublichen Gag natürlich nicht bringen können. Der nächste Bombengag folgt, als eine Fliege sich zu nah an Eddies Stirn wagt und elektrifiziert wird, weil die ganzen Tests ihn wohl zu einer elektrischen Fliegenfalle umfunktioniert haben.

Onkel Nick kommt zu Besuch. Er wurde von seiner 66 Jahre alten Frau für einen 28-jährigen Postboten verlassen. Wirklich mitzunehmen scheint ihn das aber nicht. Trotzdem wird er direkt zu dem Urlaub eingeladen. Nun ja, eigentlich lädt er sich einfach selber ein. Jedenfalls ist die Gruppe vollständig und es kann los gehen.

Bei der Abfahrt vergisst man natürlich schon mal die Hälfte des Gepäcks und das Wasser aus dem Badezimmer bahnt sich einen Weg nach draußen. Auf dem Flughafen machen alle Platz für die Urlauber, weil der Hund rumfurzt. Aus irgendeinem Grund hat sich Eric Idle, Mitbegründer der legendären Monty Python, überreden lassen, bei diesem Müll hier mitzumachen. Eddie haut ihn versehentlich mit seinem Koffer um, dann noch mal, und noch mal, weil Running Gag, und so. Denn was beim ersten Mal nicht lustig ist, muss dringend mehrmals wiederholt werden.

Im Flieger heult Audrey rum, Nick schnarcht, Eddie packt sich eine Jahresration Erdnüsse ein. Weil er aber eben strohdoof ist, kriegt er die Tüte nicht auf und tritt versehentlich Eric Idle um, der vor ihm sitzt. Nach der Landung sind die Qualen für Idle vorbei. Für den Zuschauer beginnen sie wahrscheinlich gerade erst. Ein Hawaii-Girl holt die Familie am Flughafen ab. Sie arbeitet für die Atomtestfirma und soll den Gästen den Urlaub unterhaltsam gestalten. Also geht es zum Strand. Jack, der mit seinem Wasserflugzeug gelandet ist, kommt vorbei und führt Audrey, die schon bei seinem Anblick kurz vor den Wehen steht, etwas rum.

Zeit aufzubrechen. Der Hund pisst das Feuer aus und es geht zum Hafen. Der Kapitän ist nicht da, also übernimmt Onkel Nick den Job und vergisst Eddie am Steg. Eine Szene später hat er sich aber wohl aufs Boot gebeamt, oder ist geflogen, oder geschwommen, oder was auch immer, jedenfalls ist er da und angelt. Wie sich das für eine richtig beschissene Komödie gehört, fängt er selbstverständlich einen Hai, der das Boot hinter sich herzieht. Nachdem man den Fisch losgeworden ist, feiert man fröhlich und läuft auf Grund auf.

Eddie schwimmt zu einer nahegelegenen Insel. Zumindest ist das der Plan, allerdings hat er vergessen, dass er nicht schwimmen kann und er planscht wie ein Irrer im Meer rum. Glücklicherweise ist das Wasser nur drei Zentimeter tief, so dass die Gruppe zur Insel latschen kann. Der Gag mit dem niedrigen Wasserstand war auch schon nicht mehr lustig, als die Erdoberfläche komplett von Wasser bedeckt war. Das Boot treibt derweil davon, damit der Schiffbruch perfekt ist. Man schlägt ein Camp auf und Eddie erkundet am nächsten Tag die Insel. Nachdem er grandios daran gescheitert ist, Feuer zu entfachen, indem er zwei Stöcke aneinander reibt, weil er wohl nie Tom Hanks dabei zugesehen hat, nimmt er alternativ einfach seine Streichhölzer, weil, wenn man schon billige, vorhersehbare Witze am Fließband bringt, dieser auf gar keinen Fall fehlen darf.

Die Männer gehen jagen. Eddie schlägt vor, wilde Tiere mit Bananen zu bewerfen, dann stapft er wie ein Vollidiot durch den Dschungel. Third findet interessanteres, denn die Gruppenführerin badet gerade in einem See. Onkel Nick ist natürlich auch nicht weit und genießt den Anblick ebenfalls. Nach der erfolglosen Jagd bläst man Trübsal, weil man kein Weihnachten feiern kann. Also beschließt man, das Beste draus zu machen, und sich gegenseitig etwas zu schenken, was man auf der Insel kriegen kann. Der notgeile Onkel schlägt eine Massage von der Gruppenführerin vor. Eddies Frau hat eine bessere Idee. Sie will ein Haus bauen. Eddie will aber kein Weihnachten feiern, wenn es kein richtiges Festmahl gibt und begibt sich erneut auf die Jagd. Er verfolgt ein Wildschweinbaby durch den Urwald und macht Bekanntschaft mit der Mutter. Sein Hund ist keine große Hilfe und Eddie bringt sich auf einem Baum in Sicherheit.

Am Strand schmückt man einen Strauch mit irgendwas bunten. Eddie fällt währenddessen vom Baum und ersticht dabei versehentlich die arme Sau. Third stellt fest, dass sein Vater doch nicht so ein Loser ist, wie er immer gedacht hat. Ich gehe stark davon aus, dass er seine Meinung schnell wieder ändern wird. Onkel Nick klebt sich eine weiße Plastiktüte vor die Visage, und macht den Weihnachtsmann. Moment mal, Plastiktüten in der Fresse hatten wir doch schon mal. Geschenke hat er trotzdem keine dabei. Das Haus ist fertig und man zieht ein. Das Gebäude steht natürlich genau drei Sekunden, was schon mal dazu beitragen könnte, dass Third seine Meinung über seinen Vater noch mal überdenkt.

Eddie hat einen Tarzanstyle Albtraum im Stummfilmstil. Am nächsten Morgen kommt Jack mit seinem Flugzeug vorbei. Audrey schmeißt sich sofort wieder an ihn ran, aber er wirkt eher uninteressiert. Dann schlägt er vor, die paar Meilen zum Hotel zu laufen, das auf der anderen Seite der Insel liegt. Wow! Wer hat diese unfassbare Wendung kommen sehen? Eddie schafft es, den Retter einen Hang hinunterzuwerfen, aber Jack bleibt unverletzt. Abflug, Jack ist allerdings wohl doch nicht ganz unversehrt, denn er wird von Kopfschmerzen geplagt. Eddie haut sich ein paar Aspirin rein, was dem Piloten wohl nicht wirklich helfen dürfte. Der fällt dann auch in Ohnmacht und Eddie muss das Steuer übernehmen. Audrey versucht per Mund-zu-Mund-Beatmung Jack zu retten. Eddie scheint mit dem Fliegen etwas überfordert zu sein, denn während der Typ im Tower ihn die ganze Zeit auffordert, nach links zu fliegen, hält er direkt auf den Tower zu. Ist eben nicht der hellste Stern am Himmel. Irgendwie kriegt er das Teil natürlich trotzdem gelandet.

Audrey stellt fest, dass Jack verheiratet ist, und beschließt, nie wieder zu lieben und eine Nonne zu werden. Tante Jessica kommt vorbei und kommt wieder mit Onkel Nick zusammen. Eddie trifft sich mit seinem ehemaligen Boss. Es wird ihm angeboten, seinen alten Job wieder anzunehmen, aber stattdessen wird er Pilot und alles ist Friede, Freude, Eierpunsch.

Zweiter Gedanke: WARUM HABE ICH DAS GESEHEN? Ich gehe meine Plastiktüten sortieren …

A Million Ways To Bore People To Death

HOWDY! Kennt ihr Seth MacFarlane? Das ist dieser Typ, der sich selber für unfassbar witzig hält und ständig Scheißkomödien abliefert, deren einziger Vorteil es eigentlich sein müsste, dass sie ein großes Staraufgebot haben, was dann aber auch nix mehr retten kann. Nun, ich dachte mir, ich muss mal genauer auf den Grund gehen, warum die Leute den Typen alle so toll finden. Habe ich einfach meinen Sinn für Humor verloren? Oder haben die anderen ihren verloren? Oder haben wir einfach alle keinen Humor und raffen selber nicht mehr, worüber wir eigentlich lachen sollen? Schauen wir doch mal, wie unglaublich lustig der heutige Film ist:

A MILLION WAYS TO DIE IN THE WEST – USA – 2014 – 116 Min.

Starring: Ein Frauenaufreißer und eine Wüstenkämpferin (und Seth MacFarlane selbst, damit er mir auch vor der Kamera auf den Sack gehen kann)

Es ist High Noon und Seth kommt direkt mal zu spät zu einem Duell. Wenn wir Glück gehabt hätten, wäre er gar nicht angekommen und der ganze Scheiß wäre uns erspart geblieben. Da er ein feiger Trottel ist, versucht er sich aus dem Duell rauszureden und bringt ein paar Schattenspiele.Ich habe jetzt schon die Schnauze voll. Hoffentlich wird er direkt erschossen. Leider nicht, denn er verhandelt mit seinem Gegner und verspricht ihm seine Schulden in 2 Tagen zu bezahlen. Da wäre also schon mal der unfassbar einfallsreiche Plot dieses Mülls.

Kurze Zeit später wünscht sich Albert aber vielleicht doch, dass er erschossen worden wäre, denn seine Freundin Louise macht Schluss mit ihm, weil er ein Idiot ist, der nicht mal richtig Schafe hüten kann. Da wäre dann slso schon mal die unfassbar einfallsreiche Lovestory dieses Mülls.

Edward wartet auf Ruth, die gerade mit nem Cowboy rumpoppt, denn sie ist ne Nutte. Sie ist seine Freundin und er hat kein Problem damit, dass sie täglich 42 Cowboys knallt. Das muss wahre Liebe sein.

Am Abend besuchen sie Albert, der noch Louise hinterhertrauert. Also macht man das einzig richtige und besäuft sich im Saloon. Nach einer Ansprache über die Gefahren des wilden Westens, wie Duellisten, Schlangen und Ärzte und wasweißichwas, wird er aus dem Saloon geschmissen. Wie sich das gehört durchs Fenster.

Zwischenstand: 15 Minuten rum und nicht eine lustige Szene.

Nachdem Albert sich völlig abgeschossen hat, beschließt er, dass es eine gute Idee ist, sturzbesoffen zu Louise zu reiten. Wir wissen ja: Jede betrunkene Idee, ist eine gute Idee. Die hat natürlich gar keinen Bock auf ihn. Und besoffen noch weniger.

Ein Goldgräber reitet durch die Canyons und wird von Liam Neeson und seiner Bande überfallen. Clinch will das Gold aber nicht einfach so haben, sondern es in einem Shoot Out gewinnen. Naja, wir wissen wer gewinnt. Und wir können uns auch denken, wer sich nicht an die Regeln gehalten hat. Und wir können uns auch denken, wie sehr Charlize Theron Clinch liebt, nachdem der ihr angedroht hat, sie neben dem Goldgräber zu beerdigen.

Albert steht verkatert auf und kriegt direkt Besuch von Edward. Nach ein paar Furzwitzen (die aus Prinzip niemals lustig sind) und einer sinnlosen Szene mit einem Schaf, dass vor ne Wand rennt, erzählt Edward, dass er keinen Sex mit seiner Freundin Ruth hatte, weil sie bis zur Hochzeitnachts warten wollen. Ihr wisst schon, Ruth ist die Nutte. Irgendwo versteckt sich da sicher ein Gag, aber ich finde ihn nicht. Seth MacFarlane hat ihn nebenbei auch nicht gefunden.

Ein Cowboy wird von einem Eisblock erschlagen. Ich sage es einfach mal wie es ist: Ich raffe diesen Film nicht und Humor kann ich hier an keiner Stelle entdecken. Übrigens 30 Minuten rum.

Neil Patrick Harris knutscht mit Louise rum. Albert kann das natürlich nicht auf sich sitzen lassen und beschließt, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen. Also so einen tollen, wie NPH alias Foy hier trägt. Nach etwas Rumgekötte, weil Foy seine Freundin ansabbert, die aber gar nicht mehr seine Freundin ist, was aber auch irgendwie keine Rolle spielt, geht Albert beleidigt woanders hin.

Ruth erzählt ihrem Edward die neuesten Fickgeschichten aus dem oberen Stockwerk. Der wischt ihr Sperma vom Ohr. Leider kann dieses tiefgründige Gespräch über die sexuellen Vorlieben der Cowboy-Kundschaft nicht fortgesetzt werden, denn Albert gibt bekannt, dass er die Stadt verlassen will. Edward ist untröstlich und schenkt ihm sein Lieblingstaschentuch, dass dann an Alberts Fingern klebt. Äh, ja …

Saloonfight. Albert und Ed prügeln sich wie kleine Schulmädchen, damit sie nix abkriegen, während Anna sich einfach weiter besäuft. Albert rettet ihr dann irgendwie das Leben und sie gehen heimlich rauchen, oder so.

Stadtfest im Kaff am Arsch der Welt. Der Fotograf fackelt sich selber ab und … Moment mal, jetzt checke ich es. Eine Millionen Wege um im wilden Westen zu sterben. Na klar, man reiht einfach sinnlos irgendwelche Todesarten aneinander, scheißt auf Gags, Plot und überhaupt alles, was einen Film irgendwie interessant oder unterhaltsam machen könnte und kehrt einfach ein paar Hollywoodstars zusammen, damit sich die Scheiße tatsächlich jemand im Kino anguckt, und nicht alle auf die Ausstrahlung auf DMAX warten. Gar nicht mal so doof. Scheiße ja, aber nicht doof.

Anna und Albert treffen Foy und Louise und es kommt zum Duell am Schießstand, dass Albert natürlich gegen Foy verkackt. Aber Anna rettet den Tag, gewinnt nen Dollar und ne Stoffente. Albert ist trotzdem immer noch angepisst und fordert Foy zum richtigen Duell raus. Immerhin hat er eine Woche Zeit, um das Schießen zu lernen. Was ist eigentlich aus den 2 Tagen geworden, die er hatte um dem einen Typen das Geld wiederzugeben? Ist der irgendwo zufällig gestorben? Oder hatte man einfach nicht genügend uninteressante Subplots, um 2 Stunden mit dieser langweiligen, unlustigen, völlig uninspirierten Scheiße zu füllen?

Es folgt eine ewig lange Compilation von Schießübungen, die nicht lustig ist und einfach viel zu lange dauert. Und dann gibts noch unendliches Geturtel zwischen Anna und Albert und ich habe einfach keinen Bock mehr. Es ist so unfassbar langweilig. Um die Spannung dann endgültig auf den Zenit zu treiben, damit man sich kaum noch auf dem Stuhl halten kann, gibts 10 Minuten Getanze, zum von Foy gewünschten Song „Grow A Stache“.

Anna fordert Foy zum Saufen heraus, kippt ihm irgendwas in den Drink und weist Lousie noch kurz darauf hin, dass sie bescheuert ist, wenn sie mit Schnäuzer-Harris rumfickt, statt mit Trottel-Seth. Ach kommt, am Ende will Anna den doch selber reiten … kaum sage ichs, lecken sie und Albert auch schon rum.

Wir schreiben 71 Minuten und 12 Sekunden, als es der Film tatsächlich mal schafft, meine Mundwinkel mal kurz nach oben zu bewegen. Denn Christopher Lloyd alias Doc Brown schraubt in der Werkstatt an einem DeLorean rum. Wenn der einzig einigermaßen gute Gag in deinem Film ein Cameo ist, weißt du, du hast alles richtig gemacht.

Es geht direkt wieder abwärts, denn Louise besorgt es Foy, als der gerade die Scheißerei vom Saufen mit Anna kriegt.

Die kriegt nebenbei gerade Besuch von Clinch.

Die Woche ist offensichtlich auch schon rum, denn das Duell Foy vs Albert steht an. Und Foy ist immer noch krank, bläht durch die Gegend, kackt in einen Hut und dann in noch einen zweiten Hut und stellt sich zum Duell. Aber Albert hat gar keinen Bock und gibt Louise frei. mit anderen Worten: Man hat diesen ganzen Zinober nur aufgezogen, damit Harris in einen Hut scheißen kann. Hervorragend.

Albert sucht Anna, aber die ist nicht da. Edward und Ruth haben sie auch nicht gesehen. Außerdem muss Ruth schon wieder vögeln gehen, deshalb ist sie keine große Hilfe. Clinch und seine Bande besuchen den Saloon und er will wissen, wer seine Anna nass gemacht hat. Nachdem er einen Typen abgeknallt hat, gibt er den Dorfbewohnern Zeit bis Mittag, um den Schuldigen zu finden, glaube ich. Habs nicht ganz gerafft, weil es so unglaublich belanglos ist, was in dem Streifen passiert.

Clinch will Anna abknallen, die verrät ihm aber wer der neue Stecher ist und knockt ihn aus, um Albert zu warnen. Mit etwas Glück kommt dann langsam mal der Showdown und das Ende von dem Müll hier.

Albert ist angepisst, weil Anna ihm nicht gesagt hat, dass sie Killer Joe knallt. Die erklärt es irgendwie und bla. Dann kommen endlich Clinch und seine Männer angeritten. Anna gibt Albert noch den Tipp, dass Clinch immer auf 2 schießt und haut ab.

Albert versteckt sich in der Schafherde und wird von allen Seiten angepisst, weil Humor. Dann reitet er mit seinem Gaul los und Clinch nimmt die Verfolgung auf. Albert schafft es gerade so über die Gleise, bevor ein Zug vorbei fährt und kann die Verfolger so abhängen. Natürlich indem er plötzlich auf dem Zug sitzt. Und wisst ihr was das bedeutet? Genau. Die Scheiße geht immer noch weiter.

Mitten in diesem nervenaufreibenden Finale darf natürliche eine Sache nicht fehlen: Eds erstes Mal mit seiner Nuttenfreundin. Anna unterbricht das Liebesspiel zum Glück, da sie von ihrem Bruder verfolgt wird, den ich aus völligem Desinteresse vergessen habe zu erwähnen. Jedenfalls flieht sie aus dem Fenster und läuft Clinch in die Arme.

Albert steht derweil auf einem Scheiterhaufen, kann aber durch seine Linguistikkenntnisse verhindern, dass er von den Indianern abgefackelt wird. Im Drogenrausch hat Albert Flashbacks von seiner verkorksten Kindheit und anderen einschneidenden Erlebnissen, die alle weder lustig noch irgendwie aussagend für irgendwas sind. Wenn man dachte, dass könnte alles nicht noch schlimmer werden, folgen singende Schafe und ein Adler mit dicken Eiern (und ich meine nicht die, die er normalerweise legt). Ich hab die Schnauze voll. MACHT ENDE JETZT IHR PENNER!

YEEHAW! Zeit für das große Finale. Albert vs Clinch im Shootout. Ich machs kurz: Albert schießt Clinch in den Arm und erklärt, dass er die Patrone vorher in Schlangengift getaucht hat. Während seiner ellenlangen Ausführung dieses unglaublichen Masterplans nippelt Clinch ab und der Scheiß hier ist endlich vorbei.

Ach so, und natürlich darf Albert jetzt Anna knallen und Ed hat wohl dann auch endlich mal seine Unschuld verloren. Und alle sind glücklich und zufriden, bis sie am nächsten Tag von einer Postkutsche überrollt werden. Zumindest wünsche ich mir das, auch wenn es noch besser gewesen wäre, wenn das in der ersten Minute dieses Films passiert wäre, um uns diese Zwei-Stunden-Qual zu ersparen.

Wer gar nicht genug von schlechten Western-Komödien kriegen kann, darf gerne noch beim SchleFaZ Gewinnspiel zu Zwiebel Jack mitmachen. HIER zu finden.

Schrottsommer 2015: Eis essen

Was haben wir diesen Schrottsommer nicht schon alles erlebt. Wir waren am See, am Strand, in Blumenwiesen und zum Abschluss gibt es jetzt noch ne Runde Eis für alle.

ICE CREAM MAN – USA – 1995 – 84 Min.

Klingeling der Eismann kommt … und wird von Mafiosi erschossen, wie sich das gehört. Obwohl ich zugeben muss, dass mir gar nicht so klar war, dass selbst in einem Kaff mit gefühlt fünf Einwohnern, das organisierte Verbrechen sein Unwesen treibt. Vielleicht haben sie den Eismann auch einfach nur in seinem Eiswagen aus der Stadt bis dahin verfolgt. Jedenfalls ist ein toter Eismann, der auf der Straße ausblutet, kein Grund für den kleinen Gregory, sich nicht trotzdem ein Eis zu holen und daran rumzulecken, während er sich den verreckten Eisbluter anguckt. Herrjeh, ich sehe schon, das wird ganz großer Käse.

Einige Jahre später: Klingeling der Eisprinz kommt … und hat ganz derbe einen an der Klatsche. In manchen Kreisen würde man ihn wohl Psychopath nennen, aber ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen. Der Eisprinz ist übrigens Gregory. Ist klar, ne?

Die Blagen lutschen auf dem Spielplatz an ihrem Eis rum und irgendwie passiert in diesem Film einfach gar nichts. Das wird anstrengend, glaube ich.

Prinz Gregory der Erste killt nen Hund und dreht ihn durch den Fleischwolf, weil … er Hunde nicht mag? Ich hab keine Ahnung. Er ist halt doch ein Psycho.

Ein Kind wird vermisst und die Cops fragen als erstes natürlich Gregory. Der weiß selbstverständlich von gar nix. Wo sie schon mal da sind, kaufen die Bullen noch schnell ein Eis aus dem fahrenden Müllkübel, in dem sich Ratten und Kakerlaken im Eis tummeln. Gregory ist halt ein Psycho.

Die Nachbarschaftsnutte will auch ein Eis haben und schmeißt sich an Gregory ran, der ihr Literweise, oder Kiloweise (in was wird die Menge von Eis gemessen?) Eis vorbei bringen soll. Gregory kackt noch kurz die Blagen an und haut dann ab. Er ist nun mal ein Psycho.

Gregory findet sein nächstes Opfer in einem Jungen. Ein anderes Blag beobachtet das Geschlachte und rennt weg. Der Eiscremeprinz ruft ihm noch schnell hinterher, dass er weiß, wo er wohnt. Er ist eben ein Psycho.

Chris will seinen Eltern erzählen, was er gesehen hat, aber die kötten sich gerade rum, weil Vater Martin seine Sekretärin geknallt hat, oder sowas in der Art.

Boah, ist das alles laaaaaaaaaaaangweilig. Aber dann Megaaction, als Gregory Chris im Tante Emma Laden um die Ecke beim Sahne kaufen trifft und ihn durch die Gänge jagt. Und zwar ne Viertelstunde lang, ohne das irgendjemand in dem Laden was sagt, oder mitkriegt. Jedenfalls kann Chris fliehen und als Gregory in seine Eiscremefabrik kommt, stellen die Cops gerade alles auf den Kopf, weil sie vermuten, dass er ein Psycho ist.

Irgendwas … passiert und Gregory hat einen weiteren Jungen in seiner Fabrik sitzen. Ich sage es, wie es ist: Ich kann dem Quatsch hier irgendwie nicht folgen.

Die anschließende Kirchenszene hilft da wenig, denn WAS ZUR HÖLLE HAT DIE SCHEIßPREDIGT VON DEM PISSPAPST DA JETZT MIT DEM REST DES KACKFILMS ZU TUN? Ich bin überfordert. Ich gebe auf. ich lasse mich jetzt einfach berieseln.

Chris und seine Gang von Pissblagen verfolgen den Eismann auf ihren Fahrrädern nach irgendwo im Nirgendwo. An einem Grabstein sticht Gregory mit einem Messer auf nen Müllsack ein. Hat schon was von „Meine teuflischen Nachbarn“. Im Beutel ist natürlich Eiscreme. Gregory labert irgendwelchen Quark zum Grabstein und lässt eine Eistüte zurück.

Die Kids wollen den Bullen klar machen, dass der Eismann Kinder killt, aber die glauben kein Wort.

Gregory erledigt einen Typ mit nem Waffeleisen und bringt der Nachbarnutte von vorhin seinen Kopf auf ner Eiswaffel vorbei. Die ist weniger begeistert. Leider werden wir nie erfahren, was aus ihr geworden ist, denn es folgt einfach ein Cut … also nicht von gregory mit nem Eispickel, sondern ein Filmschnitt.

Das Blag von vorhin ist wieder in der Fabrik und Gregory bringt ihm bei, wie man Pulver richtig aus einem Eimer in einen Bottich schüttet. Das sind die wichtigsten Regeln beim Eismachen. Und wer weiß sonst schon, wie man nen Eimer auskippt? Zum Glück gibt es Gregory, sonst würden wir alle immer noch unsere Eimer falsch ausschütten.

Ich raffe wirklich gar nix mehr. Die Cops sind in der städtischen Klapsmühle, wo Gregory auch mal Gast war, und irgendein Typ an den Insassen rumexperimentiert. Alle ticken rum und die Bullen müssen sich den Weg freiprügeln.

Der Eismann verfolgt inzwischen die Fahrradgang und entführt eins der Blagen. Wenn der Eismann zu nem Kind sagt: „you are ice cream“ weiß man, dass man den richtigen Film ausgesucht hat.

Zum Showdown treffen sich dann alle an der Eisfabrik. Der Eismann köpft Leute und jagt die Blagen und macht den Puppenspieler mit den Köpfen seiner Opfer und weiterer unfassbar lustiger Kram passiert. Die Cops kommen auch irgendwann vorbei, werden aber mit Eislöffeln von Gregory ausgeknockt. Also ihr wisst schon. Diese winzigen Schöpfkellen für Eis, mit denen man nicht mal ein Eichhörnchen erschlagen könnte. Aber gut, Gregory weiß ja, wie man mit den Teilen umgeht.

Irgendwie, fragt mich nicht wie, denn ich habe absolut keinen Plan, wird Gregory dann von den Blagen mit einem Bild in die Fabrik gelockt, wo er in seine Eismaschine fällt und zu Eis verarbeitet wird. Traurigerweise hat man hier die Chance verpasst, eins der Kinder sagen zu lassen: „He is ice cream.“ Aber das hätte wohl zu viel Kreativität vom Drehbuchautoren gefordert.

Alles ist wieder ruhig im kleinen Städtchen Wasweißichwiedasscheißkaffheißt. Aber der kleine Paul, der beim Eismachen zugucken durfte sitzt immer noch in der Fabrik und grinst doof in die Kamera. Er ist eben ein Psycho.

Ich geh jetzt Eis essen. Der Sommer ist ja schon fast wieder vorbei.

Fanatisch religiöser Kleinstadtkrieg

Ich muss ja gestehen: Ich mag Uwe Boll.

Für alle, die jetzt nicht direkt schreiend weggerannt sind, erkläre ich auch kurz warum.

Uwe Boll vertritt einige interessante, wenn auch oft unpopuläre, Ansichten, und hat absolut kein Problem damit, diese auch kundzutun. Da wird nix beschönigt. Wenn er etwas kacke findet, dann sagt er es auch so.

Erst neulich hat er mal wieder so richtig abgekotzt und den ganzen Marvel Superheldenscheiß verteufelt. Wie könnte ich so einen Mann nicht mögen?

Natürlich muss man etwas in Frage stellen, wie ernst man das alles nehmen sollte, schließlich kommen von ihm Filme wie:

POSTAL – USA/Kanda/Deutschland – 2007 – 100 Min.

Zwei Selbstmordattentäter sitzen im Flugzeug und sind bereit für Allah in ein Hochhaus zu fliegen. Vorher muss aber noch eine Grundsatzdiskussion geführt werden: Wie viele Jungrauen gibt es als Belohnung für geisteskranken Schwachsinnssuizid? Ein Telefonanruf bei Osama Bin Laden soll die Sache aufklären. Der erklärt, dass es zu viele Märtyrer gibt, und deshalb die Jungfrauen langsam ausgehen. Nicht mehr überzeugt von dem ganzen Quark, beschließen die Terroristen, lieber auf die Bahamas zu fliegen und sich dort selbst nach Jungfrauen umzusehen. Leider stürmen in diesem Moment die Passagiere das Cockpit und im allgemeinen Trubel knallt der Flieger dann doch ins Hochhaus.

Oh mein Gott, es ist Oscar-Gewinner JK Simmons. Man kann nur hoffen, dass nach Whiplash seine Karriere aufwärts geht und er es nicht mehr nötig hat, bei Scheiße wie dieser mitzuspielen. Jedenfalls ist er wohl Politiker und hält eine Rede vor nem kleinen Tante Emma Laden, geführt von einem Araber, der im Hinterzimmer Terroristen versteckt.

Irgendein Trottel hat ein Vorstellungsgespräch bei nem Typen, der Köpfe auf Pfählen sammelt. Angeblich aus Pappmaché, aber ich bin da unsicher. Jedenfalls creepy. Ich würde sofort bei ihm anfangen. Okay, vielleicht doch nicht, denn der Honk muss ein bescheuertes Lied singen.

Hippies machen, nun ja, Hippie-Kram. Und hören dann Onkel Dave bei einer Ansprache zu. Es ist übrigens nicht der Onkel Dave aus Wonder World, aber ein Freizeitpark wird hier trotzdem noch ne Rolle spielen. Onkel Dave hat nebenbei die Steuerfahndung am Hals.

Ein schwarzer Cop ballert eine alte Asiatin über den Haufen, weil die an ner grünen Ampel anhält. Fragt nicht, ich raffs auch nicht.

Der Trottel vom Vorstellungsgespräch trifft sich mit Onkel Dave, der einen Plan hat, um an Kohle zu kommen. Erst mal muss Trottel-Theo aber zu Hause in seinem Wohnwagen zusehen, wie der Nachbar seine unfassbar fette Alte knallt und gerade Mehl sucht, um die feuchte Stelle zu finden. Somit wären wir humortechnisch schon mal auf 1990er Grundschulniveau angekommen. Kurz entschlossen beschließt er Onkel Dave zu helfen, bei was auch immer.

Osama Bin Laden nimmt eine Videobotschaft auf … oh mein Gott, es ist der SUPPEN-NAZI! Erst Suppen-Nazi, dann Bin Laden. Der Mann hat einfach alles mitgenommen, was ihm angeboten wurde.

Onkel Dave hat nebenbei doch keinen Plan. Stattdessen soll sich der namenlose Trottel einen ausdenken.

Simmons schwingt weiterhin große Reden vorm Kwik-E-Mart und wird dann von nem Selbstmordattentäter weggebombt. Oh man, Simmons. Zum Glück hast du sowas nicht mehr nötig.

George Bush ruft beim Suppen-Osama an und bittet ihn, irgendeine Pipeline zu sprengen.

Oh mein Gott, es ist MINI-ME! Und er schiebt eine Mülltonne durch die Gegend. Äh, ja …

Die Taliban fahren los. Die Onkel Dave Trottel Vereinigung begibt sich, als Nazis verkleidet zum Vergnügungspark „Little Germany“, wo natürlich alles Bayern ist, weil es mehr in Deutschland nicht gibt. Und Uwe Boll lässt es sich nicht nehmen, selber aufzutreten, und sich selbst spielend zu verraten, dass er seine Filme durch Nazi-Gold finanziert. Er nimmt sich offensichtlich auch selbst nicht zu ernst. Jetzt mag ich ihn noch etwas mehr.

Trottel und Dave klauen irgendwelche Puppen aus dem Park. Ich habe einfach keine Ahnung, was hier eigentlich die Handlung ist.

Mini-Me Verney Troyer ist dann auch in „Little Germany“ und macht … äh … nix weiter wichtiges.

Die Taliban kommen vorbei und es kommt zur Schießerei, bei der hauptsächlich Behinderte und Kinder erschossen werden. Dazu fällt selbst mir nix mehr ein.

Troyer landet irgendwie in nem Koffer und wird von der Onkel Dave Bekloppten Co. KG entführt. Verfolgungsjagd der Pseudo-Nazis, Taliban und der schwarze Cop ist auch noch dabei. Irgendwie übernehmen die Taliban dann den Fluchtsitz der Nazi-Trottel und der Obertrottel muss sich rein schleichen, um … wasweißichwas zu machen. Dabei erschießt er einen Wachmann, indem er seine Knarre einer Katze in den Arsch schiebt und durch ihren Mund abfeuert. Wow, Humor ist nun wirklich nicht die Stärke dieses Films. Um genau zu sein, hat der Film absolut keine Stärken.

Jedenfalls kann sich die Gruppe in den Schutzbunker schleichen, wo Richie, Onkel Daves größter Anhänger, die Prophezeiungen aus Daves Bibel wahr machen will. Dazu wird Mini-Me in einen Raum mit Affen gesperrt, um von ihnen vergewaltigt zu werden und weiterer unfassbar lustiger Kram.

Die Taliban suchen einen Freiwilligen für den nächsten Anschlag. Die Wahl fällt auf den behinderten Abdul, einfach, weil der als Einziger keinen Einspruch einlegen kann.

Osama sitzt in einem Guter-Arbeitgeber-Seminar über Killer-Bienen. Fragt nicht …

Onkel Daves Bibel verlangt ein Opfer. Richie erledigt das, indem er Onkel Dave abknallt, kurz nachdem der festgestellt hat, dass er schwul ist und auf fette Typen steht. Der Trottel, der weiterhin keinen Namen hat, wird in einen Raum gesperrt und befreit sich in bester MacGyver-Manier, indem er die Tür mit nem Stromkabel aufsprengt.

Richard holt einen Lieferwagen mit Vogelgrippe-Viren (fragt nicht) und der Trottel und die Onkel Dave Ischen ballern sich den Weg durch das Talibanbesetzte Haus. Nachdem Trottel-Man die Weiber, die jetzt zum Christentum übergelaufen sind, weggepoppt hat, ballert er sich durch die Stadt.

Zwischendurch installiert er noch kurz ne Sprengladung an seinem Wohnwagen, in dem seine fette Frau gerade mit dem schwarzen Cop und Ralf Moeller vögelt. Und dann sind sie plötzlich alle da zum Shootout. Richie, Taliban, die Nachbarn, ein Hund, Osama. Der Trottel hat die Schnauze voll und hält ein Plädoyer über Menschenliebe. Moeller weint. Alle anderen lassen sich nicht überzeugen und ballern weiter. Immerhin ein Hauch Realismus in diesem großen Haufen Bullshit.

Osama ruft mitten im Geballer Bush an, damit der ihn abholen lässt.

Die Steuerfahndung kommt bei Onkel Daves Landsitz an. Abdul soll sie wegsprengen, hat aber seinen Bombengürtel im Auto vergessen, das dann hochgeht und den komischen Kopf-Aufspieß-Arbeitgeber vom Anfang erschlägt.

In einer Radiodurchsage beschließt Präsident Bush, dass Indien und China weggebombt werden müssen, weil sie billige T-Shirts herstellen. Allerdings sind auch aus China Atomraketen in die USA unterwegs. Um sich etwas abzuregen sprengt Trottel-Boy noch schnell seinen Wohnwagen samt Frau, Cop und Moeller.

Bush und Osama hüpfen Hand in Hand über ein Feld, während im Hintergrund die Atomwolke aufsteigt. Pure Romantik zum Schluss.

Wenn das alles nicht so unfassbar kacke wäre, könnte man hier ja vielleicht sogar die Botschaft mitnehmen, das religiöser Fanatismus totaler Bullshit ist. Leider haben wir aber nur gelernt, dass Uwe Bolls Filme scheiße sind. Und das wussten wir schon vorher. Trotzdem mag ich ihn.

Übernatürliche Popularitätssteigerung

Völlig grundlos geht es heute mal wieder ans College. Collegekomödien sind ja generell ne schlechte Sache, deshalb kann man damit hier nix falsch machen. Oder eigentlich alles. Naja, egal. Tief einatmen denn: Smells Like …

TEEN SPIRIT – USA – 2011 – 82 Min.

Wie es bei diesen völlig überflüssigen College-Komödien üblich ist, steht der Abschlussball bevor. Für die Oberbitchesvereinigung steht die Königin natürlich schon fest, denn es besteht kein Zweifel, dass Obertussi Amber sich die Krone abholen wird. Dass sie eine abgefuckte Schlampe ist, die einfach jedem auf die Nüsse geht, spielt da erst mal keine Rolle.

Lisa hingegen interessiert der Abschlussball überhaupt nicht, da sie lieber Knetgummischweine in die Luft jagt, um ein völlig beknacktes Filmprojekt mit den anderen unpopulären Schülern zu verwirklichen.

Damit haben wir also schon mal die völlig uninspirierten Klischeeseiten abgehandelt. Amber = Bitch. Lisa = Nerd. Fertich.

Es folgt der Plot, der so aussieht: Amber wird Königin, aber ein Kabel, das von der Decke hängt, setzt die Krone unter Strom und elektrisiert Amber, die daraufhin als Geist durch die Gegend latscht und Lisa helfen muss, die neue Königin zu werden, da sie sonst nicht in den Himmel kommt. Yeah. Spannung.

Als Geist erfährt Amber, dass alle sie scheiße fanden und jetzt Mist über sie labern. Nur Lisa kann sie natürlich sehen und macht die Brenne, weil tote Menschen zu sehen nur okay ist, wenn Bruce Willis in der Nähe ist. Lisa lässt sich dann aber doch kurz erklären, was Sache ist, ist aber weniger begeistert, denn sie will nicht populär und schon gar nicht Ballkönigin sein. Und da Amber eine Bitch ist, kann sie ruhig zur Hölle fahren.

Lisa ist übrigens selbstverständlich auch verknallt in Footballfritze Nick. Amber nutzt ihre geistigen Kräfte, damit die beiden zusammenstoßen und Lisa stellt sich natürlich extrem dämlich an. Also lässt sie sich doch von Amber helfen. Wem es noch nicht aufgefallen ist: Innovation sucht man hier absolut vergeblich.

Erster Punkt auf dem Popularitätsplan: Shopping. Ich hasse Shopping. Noch mehr, wenn es im Film vorkommt und rein gar nix voran bringt, außer die Laufzeit des Streifens, der einem gerade den Tag versaut.

Lisa kriegt dann aber doch Zweifel, ob sie wirklich in ihrem neuen Style in die Schule gehen soll. Amber nimmt ihr die Entscheidung ab, indem sie in ihren Körper springt und für sie das Reden übernimmt.

Eine von Ambers Ex-Bitches namens Carlita ist mit Nick zusammen und … es ist mir einfach scheißegal. Wir wissen doch eh, wie das ausgeht. Jedenfalls plant Carlita ne Party, aber Amber und Lisa senden eine Mail mit dem falschen Datum raus und alle sind einen Tag zu früh in der Carlita-Residenz, was den Eltern gar nicht gefällt. Kurzerhand übernimmt Lisa die Partyveranstaltung, natürlich geleitet von Amber in ihrem Körper. Naja, bla bla, Lisa wird immer populärer und Nick zeigt auch Interesse. Wir kennen das.

Kein Geisterfilm ohne Hobby-Geisterbeschwörerin. Hier in Gestalt von Selena (weil Hexen immer so heißen), die mit einer Kneifzange die Krone auseinandernimmt, um damit den Geist von Amber beschwören zu können, oder sowas. Einfach die ganze Krone mitzunehmen wäre nebenbei wohl zu einfach gewesen.

Carlita hat nun keine Freunde mehr und Lisa führt die Bitchvereinigung an. Allerdings verliert sie langsam ihre echten Freunde. Man, ist das alles aus dem „Teenie-Film for Dummies“-Buch abgeschrieben?

Selena quatscht mit Amber und will, dass sie Lisa wieder normal macht und bla.

Lisa will aber nicht, denn sie mag es plötzlich doch, ihre neu gewonnene Popularität auszuleben. Also wird sie von Amber in die Wüste verfrachtet, wie Jonathan Taylor Thomas. Am Münztelefon stellt Lisa fest, dass ihre neuen „Freunde“ alle keinen Bock haben, sie abzuholen. Also ruft sie Selena und ihre alten Freunde an, die als einzige bereit sind, zum Arsch der Welt zu brettern, um sie aus der Scheiße zu holen.

Amber sitzt derweil im Bus zur Hölle. Ja, es ist ein Bus. Nicht ein lodernder Teufelswagen, oder eine Kutsche mit Skelettpferden, nein, ein Bus wird uns alle zur Hölle fahren. Beruhigend. Dürfte relativ bequem sein.

Carlita ist die Königin, weil Lisa nicht da war. Die kommt aber dann auf die Bühne gestürmt und gesteht alles und hält eine Ansprache an die Nation über den Schwachsinn der Gegensätze und ruft zur allgemeinen Party auf. Das nenne ich mal geglückte Politik.

Durch diese Ansprache darf Amber in den Himmel. Fragt nicht, ich weiß auch nicht warum. Jedenfalls sind alle glücklich und zufrieden. Es ist widerlich. Aber immerhin haben wir gelernt, dass der Weg zur Hölle gar nicht so beschissen ist, wie man immer vermutet hat.

Retrospektivischer Juwelendiebstahl

Die „physical Comedy“, auch „Slapstick“ genannt, scheint ja irgendwie eine aussterbende Form der Komödie zu sein. Jetzt werdet ihr sagen „na und? Wie lustig kann es schon sein, jemandem zuzusehen, der immer wieder auf die Fresse fliegt?“ Nun ja, kommt drauf an. Immerhin gab es einige Größen, die sich genau darauf spezialisiert haben. Laurel und Hardy, Charlie Chaplin, Buster Keaton, die Looney Tunes. Die Kunst dabei ist, immer anders auf die Fresse zu fallen. Aus ähnlichen Situationen wieder was Neues zu machen. Diese Beispiele konnten das einfach, wie kaum jemand sonst. Außer natürlich der fantastische Peter Sellers, den meisten vor allem bekannt als Inspector Clouseau. Nachdem ich am Samstag einen spontanen Pink Panther Marathon durchgezogen habe (meine Twitter Freunde werden es mitgekriegt haben), kam irgendwann der Punkt, an dem nur noch ein Film übrig blieb, auf den ich aber verzichtete, da er erst entstand, nachdem Peter Sellers bereits verstorben war. Ob jetzt Hommage oder Geldmacherei sei mal dahin gestellt. Der Film ist einfach überflüssiger Müll. Deshalb hab ich ihn dann doch noch für den Blog geguckt.

TRAIL OF THE PINK PANTHER – Der rosarote Panther wird gejagt – UK/USA – 1982 – 96 Min.

Inspector, sorry, CHIEF Inspector Jacques Clouseau sucht mal wieder den Dieb des berühmten Edelsteins rosaroter Panther. Um möglichst unauffällig ermitteln zu können, probiert er beim großen Balls, dem Kostümverleih seines Vertrauens, erst mal ein paar Nasen aus und kauft ein Quasimodo-Kostüm. Das ganze ist völlig unlustig, kein Wunder also, dass es aus Pink Panther Strikes Back geschnitten wurde. Immerhin war die spätere Quasimodo-Szene cool. „Wer glockt so spät?“

Dreyfus ist mal wieder auf freiem Fuß. Ich frage mich ja immer noch, wie er es geschafft hat, wieder sichtbar zu werden, nachdem er in Strikes Again von einem Laser getroffen wurde und zusammen mit einem Schloss einfach verschwunden ist. Aber gut, halten wir uns bei dieser Reihe nicht mit Sinn und Unsinn auf.

Denn Clouseau fackelt gerade versehentlich sein Büro ab. Peter Sellers war in solchen Szenen einfach grandios. Wie er einfach ein Fettnäpfchen nach dem anderen mitnimmt und beim Versuch Schlimmeres zu verhindern alles erst recht ins Chaos stürzt. Dreyfus kommt vorbei und kriegt direkt mal wieder sein berühmtes Augenzucken. Der Psychiater kann da auch nicht mehr helfen.

Clouseau geht nach Hause, was bedeutet: Großartiges steht bevor. Dort wartet schließlich Karate-Diener Cato, der Befehl hat, den Inspector, sorry, CHIEF Inspector jederzeit anzugreifen. Clouseau plagt sich in einer Deleted Scene aus Strikes Again aber erst mal mit der Fahrstuhltür rum und verteilt anschließend den eingekauften Zucker im Flur. Nachdem er der Nachbarin zur Tarnung einen vorgetanzt hat, zerreißt es ihm die Hose und er verteilt noch etwas Obst im Flur.

Leider keine Cato-Mega-Insane-Fight-Sequence, denn Clouseau will nach London fliegen, wo Sir Charles Lytton, das berühmte Phantom, wohnt. Auf dem Weg zum Flughafen setzt er noch kurz das Auto in Brand. Im Flugzeug gibts eine völlig zu Recht der Schere zum Opfer gefallenen Szene auf der Toilette. Genau so, wie eine völlig sinnlose Traumsequenz von Dreyfus. Der erfährt von einem geplanten Attentat auf den verhassten Clouseau und schickt ihn nach Lugash, weil äh, ja, keine Ahnung. Eben, damit Clouseaus Flugzeug abstürzen kann.

Nachdem man also bisher aus größtenteils berechtigterweise herausgeschnittenen Szenen eine Story zusammengefuckelt hat, verkommt das Ganze jetzt zur reinen Clip-Show, in der sich Clouseaus Weggefährten in Interviews mit einer Journalistin an Aufeinandertreffen mit dem Inspector, ich meine natürlich, CHIEF Inspector erinnern.
Immerhin kriegen wir noch einen Teil des besten Kampfes mit Diener Cato zu sehen.

Die Reporterin steht jetzt auf der Abschussliste der Assassinen, weil sie zu viel rumschnüffelt. Äh, ja, ganz gefährliches Rumgeschnüffel, wenn sie aufdeckt, was sowieso jeder schon in den vorherigen Filmen gesehen hat.

David Niven aka Sir Charles Lytton war zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön alt geworden, muss ich sagen. Leider sollte auch er nur 1 Jahr später von uns gehen. Lustigerweise erinnert uns Sir Charles noch mal an ein echtes Highlight. Die Verfolgungsjagd aus dem ersten Pink Panther Film. Wenn sich ein Ritter, ein Hofnarr, zwei Gorillas und ein Zebra in Autos verfolgen, kann man das quasi nicht mehr toppen.

Die Journalistin wird verfolgt und gekidnapped. Irgendein Typ droht der Journalistin, dass sie aufhören soll, im Fall Clouseau zu recherchieren, was sie zu keiner Sekunde getan hat. Sie will, dass der Typ verhaftet wird, aber Dreyfus hat keinen Bock.

Die Reporterin sendet ihr TV-Special über Clouseau und kehrt zurück in dessen Wohnung, wo sie völlig sinnloserweise von Cato angegriffen wird, nur damit man noch mal ne kurze Cato kriegt vor die Fresse Szene untergebracht hat. Jedenfalls zieht sie anschließend weiter zu Clouseaus Vater, einem Weingutbesitzer, und … ich gehe nicht weiter auf den Quatsch ein. Der Vater ist genau so tollpatschig wie der Sohn, nur leider hat der Darsteller nicht mal ansatzweise das komödiantische Talent eines Peter Sellers, wodurch das Ganze einfach nur gewollt aber nicht gekonnt wirkt.

Clousaus Vater erzählt von der Kindheit und Jugend seines Sohns, was mit neuen Szenen dargestellt wird, die nur leider kein Stück lustig sind. Highlight ist Clouseaus Versuch, im zweiten Weltkrieg eine Brücke zu sprengen, was aber an der Technik scheitert. Als er zur Brücke geht explodiert sie dann natürlich doch. Wile E. Coyote wäre stolz, schließlich ist ihm genau das schon 40 Jahre zuvor passiert.

Und damit endet der Film dann ziemlich plötzlich, mit einem Mann, der aussieht wie Clouseau, auf einer Klippe stehend auf das Meer schauend, als ihm eine Möwe auf die Jacke scheißt. Passend zum Rest des Films.

Wie zur Hölle es dieses „Werk“ damals tatsächlich in die Kinos geschafft hat, bleibt wohl ein ewiges Rätsel. Als TV-Special hätte man das ja durchaus bringen können, aber ich bemitleide jeden, der damals für diesen Müll tatsächlich Geld ausgegeben hat. Immerhin haben wir gelernt, dass Peter Sellers einfach unersetzbar ist.

Feriencamptraining für pubertäre Looneys

Sommerliche Temperaturen herrschten gestern und ich dachte mir: Da wird es mal wieder Zeit, einen Abstecher ins Feriencamp zu machen. Konnte ja niemand ahnen, dass das Wetter heute wieder scheiße ist. Naja, was solls. Nutzen wir das Sommercamp halt, um uns in Sommerstimmung zu bringen.

ODDBALLS – Das turbogeile Feriencamp – USA – 1984 – 91 Min.

Irgendein Möchtegern-Indiana Jones (und nein, es ist nicht Shia LaBeouf) taumelt aus dem Dschungel und wird vom Bus überfahren. Völlig sinnlos. Damit ist auch schon mal klar, wie man einen Film NICHT anfängt.

Der Bus fährt zum Sommercamp, wo Mr. Basset gerade eine Hexe vom Dach schießt. Was zur Hölle hab ich mir hier bloß angetan?

Jedenfalls kommen die Blagen im Camp an und Mr. Basset kriegt direkt mal nen Ziegelstein in die Fresse. Ganz wichtig hierbei übrigens, dass alles mit selten dämlichen Soundeffekten unterlegt ist, bei denen selbst die Looney Tunes eine Sammelklage an ACME schreiben würden.

Wie das so üblich ist, befindet sich auf der anderen Seite des Sees ein Mädchencamp und die Jungs schließen einen Pakt, sie alle flachzulegen. Hier kam also die Idee zu American Pie her.

Irgendein Bonze … äh, ich kann nicht beschreiben was da gerade passiert ist. Nur so viel: er ist scheinbar ruiniert, ärgert sich und dann wird ein Teil der Szene einfach zurückgespult und alles ist wieder gut. Zeitreise vielleicht. Kann dem Film nur helfen. Jedenfalls heißt er Skinner, womit klar ist, dass er böse ist. Oder Grundschuldirektor.

Basset checkt, ob alle da sind und das erste Pissblag rotzt ihm direkt in die Visage. Also übernimmt seine Enkelin, die man mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit noch nackt sehen wird.

Vorher gibt es aber erst mal ein paar nackte Typen zu sehen, die völlig grundlos einfach so hinter der Tür zur Herrentoilette stehen. Ein Junge öffnet die Tür, schließt sie wieder, schreibt ein „Wo“ vor das „Men“-Schild und plötzlich stehen hinter der Tür nackte Tussis. Wahnsinnsgag.

Skinner kommt vorbei und … läuft dann im Schnellvorlauf zurück zu seinem Wagen und haut wieder ab. Ganz ehrlich, ich raffe diesen Gag nicht. Ist er der Flash? Ist er der Mann von Timetravel Girl? Ist er einfach nur Opfer des Umstands, dass die Macher dieses Films Humor nicht mal erkennen würden, wenn Bugs Bunny ihnen diesen mit nem Amboss in die Birne prügeln würde? Man kann nur raten, dass der letzte Punkt zutrifft.

Und hier kommt Billy Wankie (ja, der heißt wirklich so), der Stereotyphomo in 80er-Lederkluft, um die Kids mit Hyperventilationsaerobic fit zu halten. Glücklicherweise nippelt er direkt ab vor lauter Anstrengung und der Witz ist vorbei. Wenn da überhaupt irgendwo ein Witz versteckt war.

Basset bringt es dann auf den Punkt: „This is gonna be a long summer.“ Der Film ist auch jetzt schon mindestens 90 Minuten zu lang. Und ich habe erst 20 Minuten gesehen.

Skinner will , aus welchem Grund auch immer, dass sein Sohn, der aussieht wie Tingeltangel Bob in blond, sich an Bassets Enkelin namens Jennifer ranmacht. Das macht dann aber schon eins der Kackbälger aus dem Camp und dann … wird rumgeballert … und dann gekocht … und dann raffe ich mal wieder gar nichts mehr. Was zur Hölle ist da gerade passiert?

Ist auch scheißegal. Die notgeilen Stecher wollen dann mit nem Kanu zum Weibercamp rüberpaddeln, aber saufen ab. Immerhin ist die Ärztin eine nuttige Krankenschwester, also hat es sich wenigstens für etwas gelohnt.

Tingeltangel Blond probt den Ernstfall. Also Anmachsprüche. Shakespeare wäre stolz. Sein Vater ist es nicht. Ein Rätsel bleibt, warum er sich eine Eidechse in die Hose steckt. Mir fällt dazu keine Erklärung ein.

Der Autor von „How To Pick Up Chicks“ verscherbelt sein Buch an die Blagen.

Die Jungs haben ein Floß gebaut, aber im See gibt es Haie. Äh, ja. Weiter bitte.

Basset besäuft sich und mir drängt sich die Vermutung auf, dass das nicht im Drehbuch von diesem Scheißfilm stand, und der Darsteller es einfach nicht mehr ertragen konnte.

Tingeltangel vergeigts bei Jennifer und versenkt nebenbei noch seinen Wagen im See.

Die Jungs schaffen es zum Mädchencamp und … nix. Meine Fresse, wie kann man nur so einen sinnbefreiten Müll produzieren? Da passiert wirklich einfach absolut überhaupt ganz und gar nichts. Mal abgesehen von einem Lampengag, der so lustig ist, wie sich eine Glühbirne in den A … ch, lassen wir das. Nebenbei spielt das Girlscamp ab hier auch einfach keine Rolle mehr. Hätte man auch einfach weglassen und mir so 10 Minuten Lebenszeit wiedergeben können.

Der Autor des Koitusexpertengroschenromans unterrichtet die Klasse. Erste Lektion: Stewardessen wollen immer poppen; also ran da. Mir fällt hier einfach nix mehr zu ein. Das ist einfach alles zu dämlich, um noch irgendwie Spaß zu machen.

Die Jungs schleichen sich in eine Bar, um sich da bei den Weibern zum Affen zu machen. Chris guckt derweil Jennifer beim Sonnentanken zu. Sie macht ihm klar, dass sie zu alt für ihn ist. Vielleicht ändert sie ihre Meinung noch, denn Tingeltangel schmeißt sich wieder an sie ran und kann sie sogar zu einem Date überreden.

Die große Tanzparty steht an. Normalerweise ist das immer das Ende eines Films. Die Tatsache, dass der Scheiß hier noch fast ne halbe Stunde geht, lässt mich allerdings zweifeln … um nicht zu sagen verzweifeln.

Irgendwie kommt dann raus, dass Tingeltangel sich nur an Jennifer rangeschmissen hat, damit Skinner das Land kaufen kann. Macht keinen Sinn, spielt aber auch alles keine Rolle, denn Basset verkauft trotzdem. Die Blagen machen ihm dann aber klar, dass das Camp ganz toll ist und alle sind ganz furchtbar enttäuscht. Das eine Pissblag will ihm noch nicht mal mehr nen Ziegelstein an die Fresse werfen. Traurige Geschichte.

Basset überdenkt also seine Entscheidung. Deshalb muss Tingeltangel Jennifer entführen. Der Verfolgungsjagd schließt sich auch ein Motorrad-Cop an, inklusive Blaulicht auf dem Helm. Ein Trend der unbedingt wieder kommen sollte, wenn ihr mich fragt. Die Jagd endet auf dem Bonzenbankett völlig unspektakulär und damit endet endlich Endlich ENDLICH auch dieser unfassbare Scheißfilm.

Mir fällt dazu eigentlich nur eine Sache ein: Zum Glück war ich nie im Sommercamp.

Jobvermittelnde Hauspersonalausbildung

Erinnert sich hier noch jemand an die Tom Green Show, die mal auf MTV lief? Nein? Nicht schlimm. Da gibts auch einfach nix Erinnerungswürdiges.
Jedenfalls dachte sich Green irgendwann, dass es doch eine großartige Idee wäre, statt einer MTV-Show einfach Filme zu drehen, um einem noch größeren Publikum auf den Sack zu gehen. Bei diesem Unterfangen kam unter anderem das Machwerk heraus, dass hier heute besprochen wird:

BOB THE BUTLER – Canada/UK -2005 – 90 Min.

Direkt zu Beginn fackelt Bob die Frittenbude ab, in der er arbeitet und ist damit joblos. Um sich beruflich neu zu orientieren, belegt er einen VHS-Kurs bei Mr. Butler, um Butler zu werden.

Anne, gespielt von Brooke Shields, die dadurch Berühmtheit erlangte, dass sie bereits im minderjährigen Alter nackt in der blauen Lagune schwamm, schleift ihre Blagen ins Büro und ist schwer gestresst.

Mr. Butler bewirft seine Schüler mit Eiern.

Annes Blagen sind echte Kackbratzen und vertreiben die Babysitterin. Also ruft Anne bei Bob an, der zwar jetzt Butler ist, aber kein Problem damit hat, in seinen alten Babysitterjob zurückzukehren, den er halt irgendwann vorm Pommesbrutzler gemacht hat.

Da Bob selber ein totaler Chaot ist, wissen wir natürlich, wo das hinführt. Bob schüttet Tess, die heimlich raucht, nen Eimer Wasser in die Visage, weil er denkt, die Hütte brennt und legt sich kurz darauf mit einem Stuhl auf die Fresse. Witzig … ist was anderes.

Am nächsten Tag steht dann wieder Butlerunterricht auf dem Plan und Bob muss den Lehrer ausziehen. Bob geht zum Frisör, bei dem er auch mal gearbeitet hat, aber gefeuert wurde, nachdem er jemandem das Ohr abgeschnitten hat.

Butler und Bob besorgen einen Anzug und klettern dann auf ein Hochhaus, damit Bob da, äh, rumstehen kann. Keine Ahnung, wofür das gut sein soll.

Anne und Jacques trinken Wein und Jacques will unbedingt sein Baguette raus holen. Anne braucht aber erst nen Babysitter, also wird Bob der Butler wieder eingestellt. Dieses mal dauerhaft inklusive eigenem Zimmer, für sich und seinen Hamster, auf dem er mit seinen Spielzeugrobotern spielen kann.

Anne hat übrigens ganz derbe einen an der Hygienewaffel und benutzt keine Handtücher, weil sich darin Bakterien sammeln können. Stattdessen hat sie einen Ganzkörperfön, oder sowas. Ich schätze, es ist der Fön aus Spaceballs. Die Kids haben hingegen ganz andere Probleme. Tess darf keine kurzen Tops tragen und Bates ist zu klein für Basketball. Gut merken, das wird sicher noch unglaublich wichtig.

Bei der Dinnerzubereitung sprengt Bob ein Schwein. Anne ist nicht begeistert. Allerdings spielt er so toll mit den verzogenen Bälgern, dass sie ihn erst mal nicht feuert.

Bob erfährt, dass Anne die Kids von einer Samenbank hat, oder sowas in der Art. Merkt euch das. Wird sicher noch unfassbar wichtig.

Während Bob mit Bates zu den Basketball-Tryouts fährt, will Anne was mit Jacques unternehmen, entscheidet dann aber doch, dass sie lieber was mit den Kids machen will. Jacques findet das richtig scheiße. Bei den Tryouts wird Bates gar nicht rangelassen. Bob stellt den Trainer zur Rede und stellt fest, dass er ihn aus seiner Zeit als Maskottchen kennt. Man, wenn ein unlustiger Running Gag, in dem es darum geht, was für bescheuerte Jobs der Protagonist des Films bisher hatte, noch das beste am Film ist, läuft generell was verkehrt. Bates versagt beim Tryout dann natürlich auf ganzer Linie. Bob hilft ihm etwas, damit er mehr Selbstbewusstsein aufbaut. Scheinbar hats geholfen, denn zu Hause ist Bates echt begeistert. Wenn ihr mich fragt, hat er immer noch scheiße gespielt.

Anne lernt den Hamster kennen und tickt völlig aus. Bob eilt zur Rettung. Bates ist traurig, weil er es doch nicht ins Team geschafft hat. Was für eine Überraschung. Bob schlägt ihm vor, etwas zu finden, in dem er gut ist.

Bob ruft Mr. Butler an, damit der auf seinen Hamster aufpasst. Tess kauft mal wieder neue Klamotten ein, um von den eingebildeten Kackweibern an der Schule angesehen zu werden. Die überreden sie, ein paar Klamotten zu klauen. Natürlich wird sie erwischt und Bob muss sie abholen. Mr. Butler hängt so lange mit Bates rum und steht mit ihm auf dem Haus, als Anne nach Hause kommt. Anne kriegt die Vollkrise und entlässt Bob.

Tess entschuldigt sich, dass sie mit dafür verantwortlich ist, dass er gefeuert wurde. Zusammen mit Bates und den Freundinnen von Tess, stellt er eine Modenschau zusammen, die die Blagen dann ihrer Mutter präsentieren. Anne ist begeistert und besucht Bob in seiner Bruchbude. Der hat einen Job auf einer Butlerkreuzfahrt. Als Dank lädt sie Bob zu nem Konzert ein.

Jacques ist richtig angepisst, dass er nicht mit aufs Konzert darf und besucht Mr. Butler, weil er herausgefunden hat, dass Bob nur nen 5-Tages-Kurs als Butler belegt hat, was ihn in seinen Augen noch lange nicht zu nem Butler macht. Hat irgendwie nen Punkt, der Typ. Wenn ich 5 Tage in den Zirkus gehe, bin ich ja auch nicht direkt ein Löwenbändiger.

Das Konzert ist nebenbei das erwartete Grauen, aber Bob gefällts, denn er ist großer Trompetenfan. Jacques will ins Konzert, wird aber nicht reingelassen. Zu Hause erwischt Jacques die beiden dann und er verrät, dass Bob gar kein richtiger Butler ist. Anne ist das aber völlig hupe und sie will Bob wieder einstellen. Der kann aber nicht, weil, äh, eben einfach so, wegen Dramatik und so.

Am nächsten Morgen schmeißen die Kids Anne aus dem Bett, damit sie Bob doch noch zurückholt. Der ist aber gerade mit dem Kreuzfahrtschiff abgefahren. Also fährt sie in die Waschanlage, weil man das in schlechten Zeiten so macht. Und da ist BOB! Und putzt die Autos. Kuss mit Anne und Ende im Gelände.

Typischer Standardquark von der Stange hier, den ein paar gute Gags sogar hätten retten können. Gab aber eben keine. Immerhin haben wir gelernt, dass eine Butlerausbildung durchaus erstrebenswert ist, denn sie dauert nur ein paar Tage und hinterher kann man ne reiche Tussi knallen.