Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Mexikanisches Geschnetzeltes nach Satansart

„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.“ Nun, außer Donald Trump. Und vielleicht liegt er ja doch nicht so verkehrt mit seiner Idee. Denn Mexiko ist ein gefährliches Pflaster. Einwanderer, Drogenschmuggler und Satanisten ohne Ende tummeln sich da. Das beweist der heutige Film:

BORDERLAND – USA – Mexiko – 2007 – 105 Min.

Regie führte Zev Berman, der sonst nicht viel gerissen hat bisher. Das Drehbuch schrieb er zusammen mit Eric Poppen, der schon seit den 90ern Drehbücher schreibt, aber auch nichts gerissen hat.
Beim Cast hingegen konnte man einen relativ großen Namen gewinnen mit Sean Astin, bekannt aus GOONIES und DER HERR DER RINGE, der hier Randall spielt. Rider Strong, der hier als Phil unterwegs ist, begegnete uns auf dem Fimschrottplatz schon bei CABIN FEVER. Martha Higareda, hier Valeria, spielte im mexikanischen Remake von FACK JU GÖHTE mit. Na, Glückwunsch dazu. Alle anderen sind halt auch dabei und auch keine darstellerischen Koryphäen.

Der Streifen basiert wohl auf wahren Begebenheiten. Das sieht man schon an der mexikanischen Polizei, die, wenn keiner die Haustür aufmacht, einfach durch die Hintertür ins Haus latscht. Was ist das spanische Wort für Durchsuchungsbefehl? No Necesitamos. Im Haus finden sie eine Ziege. Und eine Gruppe von blutrünstigen Mexikanern, mit denen nicht zu spaßen ist. Das wird spätestens in dem Moment klar, wo sie einem von ihnen die Augen rausschneiden. Immerhin sieht er nicht mehr, wie diese in einem ekelhaften Einmachglas verstaut werden. Der andere wird wohl am Leben gelassen, damit er seinen Polizeifreunden erzählen kann, was für harte Typen diese Mexikaner sind. Ich glaube, die wissen das ohnehin schon und haben deshalb nur die zwei Saftnasen dahin geschickt.

Ein Jahr später in Texas ist Strandparty. Es dauert nur wenige Sekunden, bis mir die Charaktere alle auf die Nüsse gehen. Die Freude wird groß sein, wenn sie zerhackt werden. Sie fahren natürlich nach Mexiko, weil … einfach so und gehen erstmal saufen. Wir wissen alle, wie das hier ablaufen wird. Alle besoffen und dann landen sie bei den Schnetzelhonks. Okay, noch nicht. Erstmal legt sich Eddie mit einem Typen in der Bar an, weil der die Barkeeperin grob anfasst und wird dafür mit einem Messer geritzt.

Wer sind denn jetzt die Ficker mit dem Baby? Hier will man mir doch wohl nicht ernsthaft irgendeine beschissene Lovestory präsentieren?

Alles zieht sich ewig hin und es geht im Drogenrausch auf die Kirmes. Meine Herren, ist das alles schlimm. Wo bleiben denn jetzt die Schnetzeltypen? Immerhin gibt es eine heiße Mexikanerin beim Tanzen an einer brennenden Tonne zu sehen. Erotik pur, der Film. Nur will das hier doch kein Mensch sehen. Holt die Machete raus jetzt.

Es geht noch schlimmer, denn eine Szene auf dem Friedhof inklusive Blumenriechen langweilt noch etwas weiter. Mal ehrlich, wenn man schon uninteressanten Quark veranstaltet, dann sollte man das wenigstens nutzen, um dem Zuschauer die Figuren etwas näher zu bringen. Das passiert hier aber auch absolut nicht. Es ist alles nur Blah ohne Substanz. Und dann wird irgendein Typ entführt und keinen scheint es zu jucken. Top.

Der Typ hängt gefesselt in einer Scheune und da ist der Goonie. Er gibt ihm was zu trinken und sagt, dass er nur nach ihm rufen muss, wenn er irgendwas braucht. Wie wäre es mit Freiheit?

Eddie und Phil wollen ihren Freund als vermisst melden, aber niemand bei der Polizei spricht Englisch, also müssen sie selbst suchen. Oh, da ist der Cop vom Anfang und er hat scheinbar die Ziege aus dem Haus der Killer mitgenommen. Oder die läuft da einfach nur zufällig rum.

Randall erklärt dem Entführten, warum er entführt wurde. Und ich kapiere es nicht ganz. Irgendwas mit einem Pablo, der ihn braucht, um mit den USA zu verhandeln. Vermutlich ein Geiselaustausch, oder sowas. Ein gescheiterter Fluchtversuch darf natürlich nicht fehlen.

Irgendwie erfahren Eddie und Phil davon, wer ihren Freund entführt hat und statt zur Polizei zu gehen, wie Eddie es vorschlägt, will man ihn natürlich auf eigene Faust retten. Hilfe bekommen sie vom Cop des Filmbeginns, der zuvor das Gelände ausgespäht hat und den Jungs verklickert, dass ihr Freund noch lebt. Dem wird gerade eine Locke abgeschnitten von der Frau des Obermackers hier. Ist wohl doch nichts mit Geiselaustausch. Keine Ahnung, was Randall da gequakt hat. Vielleicht sollte es auch nur ein Ablenkungsmanöver sein. Denn natürlich geht es hier um nichts geringeres, als satanistische Messen und Menschenopfer und Blutcocktails und allem, was eben so dazu gehört. Ich hoffe insgeheim darauf, dass sich der Antagonist noch einen coolen Umhang besorgt, wie der in MANOS: THE HANDS OF FATE.

Valeria findet ihre Freundin weggeschnetzelt im Bett und verkommt somit direkt zur panischen Nervtrulla, nachdem sie bis hier hin eigentlich als recht starke Persönlichkeit gezeigt wurde. Aber das kann man bei einer Frau natürlich unmöglich bis zum Schluss durchziehen.

Phil wird von einer Gruppe Irrer abgeschnetzelt und ich bin mir absolut nicht sicher, ob die zu dem Satantypen gehören, oder einfach nur ganz alleine einen an der Waffel haben.

Eddie und seine neuer Copbuddy brechen zur großen Rettungsmission auf, während auf der Satanfarm alles für die Messe vorbereitet ist. Und die sieht so aus, dass der Entführte etwas rumgeschubst wird, bevor man ihm die Zunge abbeißt. Ich verstehe nichts von solchen Ritualen, aber irgendwie fallen mir einfachere Methoden ein, um an jemandes Zunge zu kommen. Zange. Messer. Ihn zum Piercer bringen. Aber gut, muss wohl so sein.

Nach so einer Messe muss man erstmal baden gehen und der Cop stellt den Satantypen in der Wanne mit seiner Schrotflinte. Aber er ist ein Cop und drückt natürlich nicht ab. Das ist selbstverständlich sein Ende, denn Satantyps Freundin sticht ihn ab. Er kann aber doch noch Satantyp erschießen und durch die Gegend stolpern, um weitere Schergen abzuknallen. Irgendwie war das jetzt alles schon sehr sinnlos, oder kommt mir das nur so vor?

Eddie bringt den Cop zum Fluchtwagen, den Valeria fährt, aber der Cop nippelt ab und der Film ist immer noch nicht vorbei. Was kommt denn da jetzt noch? Sind doch alle tot. Ach so, die Schergen vom Satantypen wollen Rache und es wird noch etwas rumgeballert. Randall ist auch dabei und vermöbelt Valeria nach Strich und Faden. Spannend ist das alles natürlich ganz und gar nicht und deshalb mache ich es kurz: Alle Bösen tot. Eddie und Valeria nicht. Feierabend hier.

Was für eine langweilige Grütze. Bis auf ein oder zwei gute Goreeffekte gibt der Film einfach mal gar nix her. Ich gehe ein Menschenopfer suchen …

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Cybernetische Fluchtversuche mit hochexplosiven Vehikeln

In den 90ern gab es ja so einige Action-„Stars“, die nie so recht den großen Durchbruch schafften. Allerdings musste man das in den 90ern auch gar nicht. Die Action-Film-Ecke der örtlichen Videotheken war gespickt von Knallerstreifen, die nicht die ganz großen Stars am Start hatte, aber trotzdem eine Menge Spaß versprachen. Schön billig mussten sie sein. Und möglichst hölzern mussten sie gespielt sein. Und möglichst viele Explosionen mussten sie haben. Und möglichst zusammengeklaut musste die Story sein. Und für all das hatte man die Actionhelden aus der zweiten Reihe. Der heutige Film ist ein Paradebeispiel für genau dieses Filmmaking:

CYBER TRACKER – USA – 1994 – 91 Min.

Regisseur Richard Pepin ist ein ganz großer, wenn es um billige Action geht. Über 100 Filme hat er produziert und einer klingt besser als der andere. Regie führte er immerhin bei knapp einem Dutzend Streifen, die genau so toll klingen.
Drehbuchautor Joe Hart hat auch noch anderen Kram geschrieben, der genau so wenig erwähnenswert ist, wie das Drehbuch zu diesem Knaller.
Auftrumpfen tut der Film bei den famosen Darstellern. Don „The Dragon“ Wilson ist Eric und es sollte klar sein, dass diese Rolle ihm direkt auf den Leib geschrieben ist. Mit anderen Worten: Er spielt so schlecht wie immer, aber es ist vollkommen egal. Richard Norton spielt Ross und Norton ist natürlich allen hier bekannt aus MAD MAX: FURY ROAD, wo er den Prime Imperator gibt. Und nein, ich weiß auch nicht, wer das in dem Film war. Stacie Foster kennt kein Mensch, aber sie spielt Connie. Joseph Ruskin war der ewige Seriennebendarsteller, durfte hier dann aber auch mal in einem Billigfilm mitmachen und ist Rounds. Die anderen Nasen kennt auch keine Sau, aber sie sind absolut richtig in diesem Film aufgehoben. Ach so, der Cyber Tracker selbst wird von Jim Maniaci verkörpert, der später immerhin ein paar 3 Sekunden Auftritte in Filmen wie THE ROCK und ARMAGEDDON ergattern konnte.

Bars voller bewaffneter Punks mit Drachenfigur auf dem Dach, die durch einen Strahl ein Hologram projiziert, das dann alle in die Bar einlädt, sieht man auch nur in den 90ern. Einer der Punks wird vom Cyber Tracker gestellt, der nichts anderes ist, als ein schlechter Terminator-Klon, und wegen Mordes zum Tode verurteilt. Seine Unschuldsbeteurungen nützen wenig, denn der Cyber Tracker ballert ihn fachgerecht über den Haufen, denn er ist das Gesetz. Schätze ich. Zumindest hat er eine Polizeimarke. Und einen Raketenwerfer, mit dem er noch schnell einen Fluchtwagen wegsprengt. Scheinbar waren alle in dem Laden zum Tode verurteilt.

Senator Dilly hält eine Rede über die Firma CyberCorp, die den Cyber Tracker wohl gebaut hat. Eric ist Dillys Bodyguard und steht doof rum. Die Zuhörer sind natürlich nicht auf der Seite von Dilly, da sie diese zukünftige Technologie für zu gefährlich hält. Die Punks aus der Bar würden sicher zustimmen, wenn ihr Arsch nicht immer noch in Flammen stünde. Es sollte klar sein, dass eine terroristische Gruppe von langhaarigen Hippies versucht, den Sentor zu killen. Nichtmal Eric kann das verhindern, dabei rollt niemand so schön über den frisch gemähten Rasen wie er. Immerhin wird der Senator gerettet und es explodiert mal wieder ein Auto. Und ein Hubschrauber.

Ich verzichte mal auf die Rückblenden, in denen Eric über seine Vergangenheit als verheirateter Mann sinniert und gehe darauf ein, dass er Alexa zu Hause hat, mit der er sich scheinbar gerne unterhält. Amazon hat diesen Film ganz sicher gesehen und sich davon inspirieren lassen. Alexa! Lösche alle Rückbenden. Die nerven.

Überraschung! Senator Dilly ist ein richtig böser Typ und erschießt eine Frau, die wohl mit den CyberCorp Gegnern zusammenarbeitet. Don The Eric Wilson kann das nicht gutheißen und verdrischt Dillys Lakaien, um die Flucht zu ergreifen. Natürlich wird er jetzt von allen gesucht. Den Cops. Dem Secret Service. Senator Dilly. Alexa ist sicher auch schon einsam. Und es wir wissen, dass es nicht lange dauern wird, bis der Cyber Tracker auf ihn angesetzt werden wird.

Nachdem mal wieder ein paar Autos explodiert sind, ruft Eric von einem Hot Dog Stand irgendwo an und dadurch kommt ihm der Cyber Tracker direkt auf die Spur. Beim Schootout wird Eric angeschossen. Und ein Auto explodiert. Aus irgendeinem Grund erschießt der Cyber Tracker zwei Cops, lässt Eric aber mit einem Feuerwehrwagen entkommen. Vermutlich wollte er schon immer mal auf der Leiter herumklettern. Eric springt ab und ja, der Leiterwagen rammt ein Auto und explodiert.

Die Terrorhippies schnappen sich Eric und entfernen einen Chip, damit er nicht mehr geortet werden kann, oder so. Das wird den Cyber Tracker natürlich nicht aufhalten. Die Terroristen planen nebenbei einen Einbruch bei CyberCorp, um … irgendwas zu machen.

Mike Rounds, der der neue Oberbodyguard von Senator Dilly ist, scheint den Fähigkeiten des Cyber Tracker nicht zu trauen und will sich gerne selbst um Eric kümmern. Eine der Terroristinnen hat eine Tochter, die gerade übers Intercom anruft und aussieht, als würde sie bei einer Theateraufführung von „Elfen – Jetzt ganz in Weiß“ mitspielen. Warum zum Kuckuck steht die da mitten im Wald? Der Hacker der Gruppe findet heraus, dass der Cyber Tracker aus einem Material besteht, dass alle Grenzen der Wissenschaft sprengt. Interessieren tut das nicht wirklich jemanden, aber vermutlich kommen noch Aliens vor, oder irgendwas anderes, was für diese Technologie verantwortlich ist.

Der Cyber Tracker findet das Geheimversteck und es wird rumgeballert ohne Ende. Interessanterweise hat niemand in der Bude ein Auto geparkt, das explodieren könnte. Dafür fackelt der Cyber Tracker ab. Überlebt haben nur Eric und Connie und Connie ist ganz traurig, dass alle ihre Freunde tot sind. Eric will trotzdem noch den Einbruch durchziehen.

Mike Rounds kann Dilly davon überzeugen, dass er doch der richtige Mann ist, um Eric umzulegen, denn im Gegensatz zur Maschine hat er Überlebenswillen. Äußerst einleuchtendes Argument, wenn man mich fragt. Statt ihn umzunieten, bringt er ihn und Connie aber zu CyberCorp. Es sollte klar sein, dass sie entkommen und sich durch die Firma ballern. Dann kommt es zum großen Kampf zwischen Eric und Rounds und es wird kaum jemanden überraschen, dass Rounds am Ende einem Roundhousekick zum Opfer fällt.

Dummerweise wurde ein neuer Cyber Tracker losgelassen und Eric wird von ihm durch die Gegend geworfen. Aber zum Glück gibt es Granaten, mit denen man den Cyber Tracker sprengen kann. Was für ein Zufall, dass er dabei direkt neben einem Auto steht, das auch gleich mit hoch geht. Und ich hatte schon befürchtet, man hätte hier bereits den gesamten Fuhrpark aufgebraucht.

Zum Schluss erschießt Eric noch schnell Senator Dilly und OH MEIN GOTT er ist ein Roboter wie der Cyber Tracker. Was für ein Schocker zum Ende. Und es ist nicht mal ein Auto dabei explodiert. Ich gehe meine Cyberspuren suchen …

Ungemütlicher Klassenausflug mit krimineller Intensität

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie sehr ich die Schule gehasst habe? Aber wisst ihr, was noch schlimmer war als Schule? Klassenfahrten. Meine Fresse, ist das eine grauenhafte Erfindung, die nur dazu dient, die Schüler noch mehr zu quälen und ihnen endgültig irreparable psychische Schäden zuzufügen. Dementsprechend grauenhaft dürfte der heutige Film ausfallen, denn wir gehen zusammen auf einen Schulausflug:

THE CHAPERONE – USA – 2011 – 103 Min.

Triple H aka Ray Bradstone ist im Knast und ruft kurz vor seiner Entlassung nochmal schnell im Radio an. Und haut irgendeinem Typen in die Fresse. Dann gibt er seinem Lieblingswachmann noch eine Kiste mit seinen Lieblings-Dinosaurier-Büchern und kann dann endlich nach Hause gehen. Sein Freund Phillip Larue, gespielt von Kevin Corrigan, will ihn abholen, aber Ray klaut ihm einfach die Karre, denn er ist ein „Fahrer“. Also so wie Steve McQueen. Oder Ryan Gosling. Oder Ryan O’Neal. Nur eben in beschissen, sonst hätte er wohl nicht sieben Jahre lang im Knast gesessen.

Ray rasiert sich und sieht jetzt wie ein Trottel aus, weshalb seine Ex-Frau keinen großen Bock auf ihn hat und seine Rose nicht haben will. Er ist halt nicht der Bachelor. Tochter Sally kommt gerade nach Hause und will den Teddybären nicht haben. Er ist halt nicht der Typ vom Kirmesschießstand. Ray stalkt Sally, was die Sache auch nicht besser macht. Ray trennt dann zwei Blagen, die sich wegen Knallfröschen kloppen und lernt die Direktorin kennen. Sally will nicht, dass jemand von Ray Knastaufenthalt erfährt. Nebenbei wird Ray mal schnell zur Aufsichtsperson für einen Schulausflug ins Dinosaurier-Museum gemacht. Denn er liebt Dinosaurier, wie wir durch die Bücher wissen.

Neben Dinsoaurier-Büchern liest Ray auch jede Menge Philosophie-Krempel, den ich nicht kapiere. Larue kommt vorbei und will wieder gut machen, dass er damals Ray hat hängen lassen, wodurch der im Knast landete. Er will ihn zu einem Coup überreden, aber Ray hat absolut keinen Bock drauf. Larue meint aber, dass er seine Meinung sicher noch ändern wird, denn einmal kriminell immer kriminell und so.

Ray lernt Dr. Marvin Etman, den neuen Stecher seiner Ex, kennen und hält ihn zu Recht für einen ziemlichen Lappen. Ray will eine zweite Chance bei seiner Tochter und so weiter. Man kennt das. Der Schulausflug wird sicher top. Ray will erstmal beweisen, dass er verantwortungsbewusst ist und bewirbt sich um ein paar Jobs, aber kriegt natürlich keinen, weil er nach sieben Jahren die Welt nicht mehr versteht. Alle fahren Smarts und sind vegetarisch. Wie soll man in so einer Welt klar kommen? Ich weiß es auch nicht, Ray.

Rays Absteige fackelt ab und es sollte uns allen klar sein, dass Larue das Feuer gelegt hat. Ray hat das natürlich noch nicht kombiniert und geht zu Larue, um sich von dem neuen Coup erzählen zu lassen. Dieser findet rein zufällig am selben Tag wie der Schulausflug statt. Also lässt er seine Partner einfach hängen und fährt mit ins Museum. Sally kriegt das kalte Kotzen. Wer will schon mit seinen Eltern auf Klassenfahrt gehen. Rays Kumpels verlieren zufällig die Tasche mit dem Geld direkt am Bus und die geht mit auf die Reise. Es sollte klar sein, dass die Kumpels das Geld suchen werden. Nebenbei wären hier Regieanweisungen wie „Leute, spielt mal so, als wenn euch das nicht alles scheißegal wäre“ durchaus hilfreich gewesen. Aber gut, wer soll bei dieser Scheiße auch wirklich Bock haben?

Die Cops finden auf dem Autoschlüssel Rays Fingerabdruck, also werden wohl auch die den Bus verfolgen. Mann, ist das alles aufregend.

Ray macht den Blagen mal kurz klar, dass sie die Fresse zu halten haben und ihm nicht auf den Sack gehen sollen. Dann gibt er Stanley noch kurz Tipps, wie er an Direktorin Miller rankommen kann und quakt wieder mit Sally rum. Es stellt sich heraus, dass sie scharf auf Josh ist. Das wird leider vermutlich noch wichtig.

Am Museum angekommen macht Ray nochmal den Dicken vor den Blagen und Sally würde am liebsten sterben. Da der Museumsführer krank ist, springt Ray mal schnell ein und leitet die Führung. Dabei kann man noch so einiges lernen. Zum Beispiel, dass Hunde alles vollkacken. Leider wird diese grandiose Lehrstunde von Larue und seinem Kameraden unterbrochen und Ray muss den Feueralarm auslösen, um alle in Sicherheit zu bringen und Larue zu vermöbeln. Dabei erfährt er noch so nebenbei, dass das Geld im Bus ist.

Busfahrer Nick ist gerade nicht da, aber glücklicherweise ist Ray ja der Fahrer und tritt selbst aufs Gas. Während die Kids sich durch eine Stadtbesichtigung quälen, findet Ray das Geld im Bus. Er will Larue das Geld geben, damit er die beiden Vögel endlich los ist, aber genau in dem Moment kommen die Cops angefahren. Larue hat jetzt endgültig die Schnauze voll und wendet sich an einen alten Kollegen namens Kevin. Zusammen mit dessen Gang wollen sie Ray erledigen.

Sally und Josh hören die selbe grauenhafte Kackmusik. Sie haben ja so viel gemeinsam.

Man merkt, man ist im Mittelteil eines langweiligen Films, wenn zehn Minuten lang quasi nix passiert, außer, dass die Gruppe beim Hotel ankommt. Nick ist auch wieder da und war offenbar zu Fuß genau so schnell wie die anderen mit Bus.

Nach etwas Palaver verbringt Ray etwas Zeit mit seiner Tochter und sie reden über Musik und Ray singt auch noch. Die Tiefpunkte in diesem Film sind nicht mehr messbar. Gleichzeitig erfährt Direktorin Miller, wer Ray wirklich ist, als die Cops sie ansprechen. Nach und nach erfahren dann alle, dass er von der Polizei gesucht wird und Sally ist echt angepisst. Irgendwie überzeugt er sie dann aber, dass er nichts mit der Sache zu tun hatte und nur Larue das Geld bringen muss, damit sich alles aufklärt. Klingt unglaublich plausibel.

Sally wird dann von Larue entführt und wir wissen, wo das alles hinführen wird. Ray verkloppt die Gang von Larues Freund und dann kriegt er den Anruf, dass Larue seine Tochter hat. Also kommt es zum Austausch Geld gegen Sally und blah. Natürlich hat Ray noch ein Ass im Ärmel und bringt eine falsche Tasche mit. Sally kann mit dem Taxi abhauen und erklärt dann den Cops und Josh, dass ihr Vater unschuldig ist.

Sally, Josh und Co. planen dann eine große Rettungsaktion mit Ablenkung durch Knallfrösche und dem Klauen des Busses. Oh mann, es wird einfach immer schlimmer. Und warum müssen da unbedingt alle Blagen bei sein? Die haben doch alle nix mit Ray zu tun. Und dann hält Sally auch noch eine fürchterliche Ansprache, um die anderen zu überzeugen, ihm zu helfen.

Ray ist gefesselt und wird verdroschen, während sich die Kids in das Lagerhaus, oder was auch immer das ist, schleichen. Sieht aus wie das Lager des Faschingkostümverleihs um die Ecke. Knallfrösche sorgen für die nötige Ablenkung und Ray ruft währenddessen versehentlich bei der Radiopsychologin vom Anfang an, damit die alles mithören, was gerade passiert. Die rufen natürlich die Bullen, die dann im letzten Moment den Tag retten.

Ray ist kurz darauf Radiopsychologe und kommt auch wieder mit seiner Ex zusammen. Moment mal, was ist denn aus dem Lappen Dr. Marvin geworden? Hat der gemerkt, dass er in totaler Scheiße mitspielt und in der Mitte die Flucht ergriffen? Nachvollziehbar. Ich gehe einen Bus klauen …

Monatsrückblick – März 2018

Der März ist da! Und ich komme trotzdem zu nichts. Aber ein paar wenige Filme habe ich immerhin zu sehen gekriegt. Den Anfang machte der mittlerweile monatlich erscheinende „Netflix tötet das Kino Rumgeflenne“-Film:

ANNIHILATION – AUSLÖSCHUNG

Fühlen Sie sich doof? Merken Sie selbst, wie Ihr Intelligenzquotient ständig abnimmt? Gehen Sie etwa gerne ins Kino?
Dann haben Sie Glück. Denn da ist kein Platz mehr für Filme, die über simples BÄM-KRACH-POW hinausgehen. Kündigen Sie einfach ihren Netflix-Account und Sie werden davon verschont bleiben, über das Gesehene nachdenken zu müssen. Den Hollywood-Studios – allen voran Paramount – sei Dank, können Sie sich einfach im Kinosessel zurücklehnen, andere Leute mit Popcorn bewerfen, wie es von jemandem mit Ihrem Intellekt verlangt wird, und die dröhnenden Explosionen genießen.

Alle anderen hingegen gucken dann auch mal einen Film wie „Annihilation“. Dieser, vom Produzenten solcher filmischer Granaten wie „Geostorm“ und „Terminator: Genisys“ als zu intelligent fürs Kino eingestufte, Film, erfordert sicher etwas Aufmerksamkeit seitens des Zuschauers. Aber letztlich kann man der Sache ganz gut folgen, auch wenn ich auf das Hin- und Herspringen zwischen den Zeiten durchaus hätte verzichten können. Das liegt aber auch eher daran, dass ich persönlich kein großer Fan davon bin, wenn man immer wieder zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her springt. Es ist aber nun auch nicht so, dass das für so große Verwirrung sorgt, dass man den Faden verliert. Die Darstellerleistungen sind durchgehend top und eigentlich zieht nur das CGI den Eindruck etwas runter, was bei mir aber nun mal in der Natur der Sache liegt.

Die große Frage hier ist aber eigentlich folgende: Was ist der „Shimmer“? Und darauf kann man nur antworten: „Shimmer Shimmer Ya, Shimmer Yam, Shimmer Yay“. Denn letztlich ist es keine Frage nach der richtigen Antwort, sondern eine Frage nach der eigenen Interpretation, was es mit allem auf sich hat. Und das ist doch der große Reiz an so einem Film. Man will nicht alles vorgekaut kriegen. Man will sich selbst Gedanken machen. Man will, dass einen so ein Film nachhaltig beschäftigt. Man will den Film mehrmals gucken, um neue Dinge zu entdecken.

Aber vielleicht bin ich da auch einfach eine Minderheit. Eine aussterbende Spezies von Menschen, die Filme nicht immer nur wegen dem Unterhaltungswert gucken, sondern auch gerne mal eine Erfahrung darüber hinaus erleben. Es ist nur traurig zu wissen, dass solche Filme in Zukunft wohl als „Direct-to-VoD“-Phänomen hingeschludert werden. Aber wie wir wissen, wiederholt sich Geschichte nun mal. „Video killed the Radiostar.“ Und „Hollywood kills the Cinemastar.“ Müssen wir nur noch abwarten, wer oder was dann letztlich Hollywood killt, damit wir mehr solcher Filme kriegen. Solange denke ich über den „Shimmer“ nach …

Dann habe ich einfach mal zur Entspannung einen alten Knaller reingeschmissen, der heute vermutlich etwas in Vergessenheit geraten ist:

NO ESCAPE – FLUCHT AUS ABSOLOM

Ausnahmen bestätigen die Regel, sagt man. In diesem Fall ist das so. Denn der deutsche Titel „Flucht aus Absolom“ klingt einfach tausendmal cooler als das lahme Original „No Escape“.
Ausnahmen bestätigen auch die Regel, wenn man eigentlich davon ausgehen müsste, dass einem eine absolute Actiongurke der 90er bevorsteht, dann aber ein durchaus unterhaltsamer Quark herauskommt, der zwar nicht so richtig Sinn ergibt, aber dafür eine Menge Spaß macht.
Ausnahmen bestätigen ebenfalls die Regel, wenn nicht mal Ray Liotta in der Hauptrolle (in der er ausschließlich unter der Regie von Martin Scorsese überzeugen konnte) so einen Film zerstören kann. Denn sind wir mal ehrlich: Liotta ist nun nicht gerade eine Charismagranate, für den man als Zuschauer mitfiebert. Dafür wird er hier aber von den Schauspielkoryphäen Lance Henriksen und Ernie Hudson unterstützt, die eigentlich nicht mal ansatzweise Koryphäen sind, aber passt halt schon. Die Show stiehlt ohnehin Stuart Wilson als Antagonist, der Weihnachtslieder trällert.

Hier funktioniert das komischerweise alles. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich solche dystopischen Escape-B-Movies einfach cool finde.

Insgesamt: 8

Rewatches: 1

Schrott: 6

Der Schrott überwiegt diesen Monat stark. Das liegt einfach daran, dass ich kaum Zeit habe und für den Filmschrottplatz etwas vorarbeiten muss, damit es hier auch immer den wöchentlichen Schrottfilm zu genießen gibt. Alles andere bleibt dabei erst mal auf der Strecke.

Im Serienbereich habe ich mal mit „Dark“ auf Netflix angefangen. Nach zwei Folgen kann ich bisher nur sagen, dass die Darsteller zum Teil besser nicht reden sollten, da es dann recht anstrengend wird. Preisverdächtige Leistungen sucht man da eher vergeblich.

Streng geheime Infiltrationen mit aller Gewalt

Ray. Death Ray. Das ist nicht der Name eines Agenten, auch wenn er absolut fantastisch wäre. Nein, Death Ray ist eine unfassbar gefährliche Waffe. Und wie das mit unfassbar gefährlichen Waffen so ist, gibt es immer einen bösen Typen, der diese unfassbar gefährliche Waffe haben will. Und wie das mit bösen Typen, die unfassbar böse Waffen haben wollen so ist, gibt es auch immer einen Geheimagenten, der diesen bösen Typen davon abhalten will, mit dieser unfassbaren gefährlichen Waffe die Welt zu erobern. Klar soweit? Gut, denn hier kommt:

IL RAGGIO INFERNALE – DANGER!! DEATH RAY – Italien – Spanien – 1967 – 93 Min.

Der deutsche Titel lautet MIKE MORRIS JAGT AGENTEN IN DIE HÖLLE. Da ich aber die englische Version gucke und der Held nur in der deutschen Version Mike Morris heißt, ergibt das jetzt gerade wenig Sinn. Denn eigentlich heißt der Held natürlich Bart Fago und wird von Gordon Scott gespielt, der Ende der 50er Jahre vor allem als Tarzan durch die Gegend schwang. Der Rest des Casts ist nicht der Rede wert.
Geschrieben hat den Spaß Jaime Comas Gil, der unter anderem auch am Drehbuch zu FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR mitarbeitete. Das Drehbuch war eine Teamarbeit zusammen mit Aldo Cristiani und Domenico Paolella, die jeweils nichts weiter erwähnenswertes auf der Liste haben. Für die US-Version überarbeitete Juan Antonio Cabezas das Drehbuch, um wohl ein paar Szenen in andere Reihenfolge zu bringen. Warum das nötig war, ist nicht überliefert, aber geholfen hat es offensichtlich nicht.
Regie führte Gianfranco Baldanello, der ansonsten noch ein paar Western inszenierte. Unter anderem den Knaller mit dem deutschen Titel AUF DIE KNIE, DJANGO – UND LECK MIR DIE STIEFEL.

Die Nacht war so dunkel, dass man kaum die Scheinwerfer der Autos auf der Straße erkennen konnte. Niemand knipste das Licht an und der Zuschauer erkannte absolut gar nichts. Erst an einer Schranke erbarmte sich ein Mann mit einem Suchscheinwerfer die Szenerie zu erhellen, damit man sehen konnte, wie ein paar Motorradcops erschossen wurden. Der Mann an der Orgel hatte einen guten Tag und orgelte fröhlich herum, um die Szene mit völlig unpassender Musik zu füllen. Dann wieder Dunkelheit.

Die bösen Copumnieter sind natürlich Abgesandte vom Antagonisten, die im, aus blauer Pappe zusammengeschusterten, Labor von Professor Carmichael ankommen. Der stellt seine neuste Erfindung vor. Den Death Ray. Ein radioaktiver Strahl, oder so, den er nebenbei laut eigener Aussage nicht entwickelt hat, um Krebs zu heilen, sondern um ihn als Waffe einzusetzen. Ist ja ein unfassbar sympathischer Typ. Die bösen Abgesandten entführen Professor Carmichael und zerstören den Killerstrahl. Hä? Erstens: Warum müssen sie einen Professor entführen, der sowieso aufs Töten aus ist. Zweitens: Warum zerstören sie die Waffe, die doch sicher der Grund ist, warum sie den Professor entführen. Drittens: Warum nimmt der Typ da seine Brille ab, bevor er jemanden erschießt? Kann er dann besser zielen?

Nach dieser unfassbaren Mörderaction inklusive Verfolgungsjagd und viel Geballer in völliger Dunkelheit, was scheinbar einfach der Stil dieses Films ist, braucht man natürlich erstmal eine Verschnaufpause. Auftritt Geheimagent Bart Fargo, der im Bett liegt und von zwei Frauen geweckt wird, die ihn zum Boss abholen. Seine Einwände, dass er gerade erst einen Job erledigt hat, hilft nix und er wird aus dem Bett gezerrt. Boss Senor Raymond erklärt ihm den Job und lässt in einem Nebensatz noch fallen, dass er Fargo schon längst aus dem Weg geräumt hätte, wenn der nicht sein bester Mann wäre. Ein gesundes Arbeitsverhältnis sieht anders aus, wenn man mich fragt. Aber ich bin ja auch kein Geheimagent.

Fargo und sein Partner Mr. Carver schauen sich das Video der Death Ray Vorführung an und Fargo erkennt darauf direkt Frank und Gary, die wohl mit einem Typen namens Scarface zusammenarbeiten. Und er weiß, wo sich dieser Scarface aufhält. Und ich weiß, dass es sicher nicht Al Pacino ist. Auf meine Bestätigung muss ich nicht lange warten, denn Fargo infiltriert das Versteck von Scarface in einer der dämlichsten Aktionen der Filmgeschichte. Scarface ist aber nicht da, denn der Boss hat ihn weggerufen. Bevor der Vogel noch weiter singen kann, wird er aber mit einem Wurfmesser erlegt und Fargo verfolgt den Killer zu wunderbarer Dudelmusik, die perfekt in jede Komödie passen würde. Moment mal, soll dass hier vielleicht alles lustig sein?

Fargo ist echt die absolute Axt im Walde und tritt ein paar Türen ein, um herauszufinden, wo die Bösewichte sich aufhalten. Das Ziel ist: Barcelona. Also, nur damit ich das richtig verstehe: Die Bösen entführen in Rom einen Professor, verfrachten den auf ein U-Boot und fahren damit nach Barcelona? Also, ich bin ja wahrlich kein geografischer Experte, aber ist man da nicht fast schneller, wenn man den Bus nimmt?

In einer Bar in Barcelona, was sich wohl einfach angeboten hat, wegen der Anfangsbuchstaben, kloppt sich Fargo direkt mal mit den Henchmen des immer noch unbekannten Antagonisten und wird durch Barcelona gejagt. Ich muss ja schon sagen, langweilig wird es hier nicht. Action am Fließband und das Music Department hatte auch merklich seinen Spaß. Fargo versteckt sich bei Lucille, einer Malerin, die so freundlich ist, ihm ihren Schrank zur Verfügung zu stellen. Fargo verteilt zum Dank Zigaretten und bietet ihr einen kleinen Ritt in seinem Hotelzimmer an, aber Lucille hat einen Freund und verzichtet.

Gut so, denn wir hatten schon 90 Sekunden lang keine Action mehr und jemand muss Fargo in seinem Zimmer mit einer Waffe überfallen. Oh, es ist Scarface. Oh, und er ist ein absoluter Trottel, der aus dem Fenster stürzt, weil Fargo einen Schritt zur Seite geht. Oh, und es war nicht Al Pacino. Eigentlich schade. Bei einem Remake sollte man Pacino fragen, ob er sich für diesen überaus dämlichen 10 Sekunden Auftritt zur Verfügung stellt.

Fargo wird in seinem Sportwagen von der Straße und eine Klippe runter gedrängt. Im Meer schwimmt es sich schlecht mit so einem Sportwagen, aber natürlich überlebt er und geht zu Lucille, um sich da abzutrocknen, auszuziehen und aufzuwärmen. Nicht zwingend in dieser Reihenfolge.

Irgendwie nimmt das hier schon cartoonische Züge an. Fargo und Lucille gehen tanzen und die bösen Typen sind natürlich auch direkt wieder zur Stelle. Hat Fargo einen Peilsender am Arsch kleben, oder wo kommen die ständig her. Was ist eigentlich aus Lucilles Freund geworden? Vor 5 Minuten hatte sie noch keinen Bock und jetzt knutscht sie mit Fargo auf einem Hügel vor der Stadt rum, wie Teenager in den 50ern.

Zeit für Action, denn Fargo wird mal wieder in seinem Zimmer angegriffen und muss mal wieder einen Typen umkloppen, der immerhin nicht aus dem Fenster springt wie ein Vollidiot. So kann Fargo ihn verhören. Dabei wird er von einer Frau unterbrochen, die an seine Tür klopft. Da der Gefangene die Chance zur Flucht nutzt, bittet Fargo die Frau herein und … ist klar, ne. Zur Erholung fahren die beiden am nächsten Tag mit dem Boot raus. Und natürlich ist es mal wieder Zeit für Action und sie können sich noch so gerade retten, bevor das Boot explodiert.

Fargo findet die Frau nicht wieder, aber in seinem Zimmer den Typen, der geflohen ist. Der will die Seiten wechseln und erzählt, wo Fargo hin muss. Dann ruft Lucille an und ist sowas von scharf auf Fargo, dass er sich an ihrer Haut schneiden könnte.

Wir hatten Action und Sex. Was fehlt also noch für einen richtigen Agentenfilm? Genau. Kartenspielen. Mr. Carver wird dabei aber von Fargo unterbrochen, der mit ihm reden muss. Wenn er nicht Karten spielen kann, dann eben Billard. Natürlich kommen die Schergen um die Ecke und oh mein Gott Carver ist der böse Gegenspieler. Und Fargo gratuliert ihm zu dem Wahnsinnsmove, den Professor zu entführen. Ich kapiere immer noch nicht, warum das ein so toller Move gewesen sein soll. Und was sie eigentlich mit dem Professor wollen, den man seit dem Anfang des Films nicht mehr gesehen hat.

Fargo ist natürlich Vollprofi und befreit sich kurzerhand aus der Gefangenschaft. Zusammen mit dem Seitenwechsler fährt er zum geheimen Geheimversteck. Also einem Haus im Wald. Fargo wäre nicht Fargo, wenn er nicht direkt jedem in die Fresse hauen würde, der ihm über den Weg läuft. So prügelt er sich gemütlich durch die Villa und zerlegt nebenbei noch die Inneneinrichtung. Dann hat er genug von dem Gekloppe und geht zum Geballer über. Dabei zerlegt er dann auch den Außenbereich des Grundstücks, damit es sich dem Inneren wieder anpasst.

Carver flieht in seinen geheimen Bunker und heizt Fargo mit seinen automatischen Schussanlagen ein. Ach so, und Lucille hat er auch noch entführt. Vermutlich, weil er mit ihr genau so viel anzufangen weiß wie mit dem Professor. Der ist immerhin auch anwesend und macht … nix. Fargo ballert sich gekonnt durch den Flur vor zum Bunker und Carver will ihn mit dem Death Ray grillen, der genau so aussieht, wie der vom Anfang des Films. Allerdings schießt er damit nur ein Loch in die Tür und so kann Fargo rein. Carver wird umgenietet und der Death Ray brennt ein Loch in die Decke. Lucille und der Professor sind gerettet und Fargo zieht bei Lucille ein, oder so.

Na, der Streifen hatte ja mal alles. Action. Sex. Eine völlig sinnlose Story. Mehr kann man nicht mehr verlangen. Ich gehe meinen Todesstrahl polieren …

Bestattungsunternehmerische Geschichten als Mittel zum Zweck

Na, so richtig Bock auf üble Alien-Action? Am besten aus einem Jahrzehnt, als Filme noch nicht scheiße waren? Dann muss ich euch enttäuschen. Denn, obwohl der Titel des heutigen Schrottfilms genau das verspricht, bietet er nichts davon.

ALIEN ZONE – USA – 1978 – 90 Min.

Im Rahmen eines genialen Schachzugs wurde dieser Film während der Produktion achtzigmal umbenannt und letztlich kam man auf „Alien Zone“, was absolut nichts mit dem Film zu tun hat. Das erste Drehbuch von David O’Malley trug noch den Namen „Five Faces“ woraus dann „Five Faces Of Terror“ wurde, was beides auch keinen Sinn ergibt, da es sich um einen Episodenfilm mit 4 Geschichten handelt. Nachdem man festgestellt hat, dass „Alien Zone“ auch kein guter Titel ist, benannte man das Ganze noch mal um in „The House Of The Dead“. Zwar ein einfallsloser Titel, aber er passt immerhin eher zum Film.
Regie führte Sharron Miller, die hiermit ihren ersten und letzten Langfilm ablieferte. Danach gabs nur noch Serienepisoden. Da es sich hierbei um einen Episodenfilm handelt, ist wohl die Frage erlaubt, ob die Regisseurin überhaupt in der Lage war, sich auf etwas zu konzentrieren, das länger als 30 Minuten dauert.
Darsteller John Ericson, der Talmudge spielt, heißt eigentlich Joseph Meibes und kommt aus Deutschland. Und wir alle wissen, was passiert wenn deutsche Darsteller in amerikanischen Filmen mitspielen: Sie werden scheiße. Also die Filme. Die Darsteller sind es meist schon vorher. Ivor Francis, hier als Bestatter unterwegs, kommt nicht aus Deutschland, wird das hier aber natürlich trotzdem nicht retten können. Die ganzen unbekannten Fatzken in den einzelnen Episoden ohnehin nicht.

Talmudge ist ein richtig cooler Typ. Deshalb betrügt er seine Frau mit einer anderen Trulla. Ich glaube zwar nicht, dass das auch nur ansatzweise wichtig ist, aber so beginnt nun mal der Film. Anschließend fährt Talmudge im Taxi durch die Gegend und labert mit dem Taxifahrer über das Wetter. Aufregender Beginn hier. Vielleicht können sie noch einbauen, wie er sich eine Schale Pommes kauft, um das spannungsgeladene Bild abzurunden. Talmudge wird aus irgendeinem Grund in der falschen Straße rausgelassen, was ja auch irgendwie an ihm selbst liegt, würde ich sagen. Ich meine, der wird ja wohl wissen, wo er hin wollte. Da kann man ja mal aus dem Fenster gucken, bevor man aussteigt und das Taxi davonfahren lässt.

Talmudge klingelt an einer willkürlich ausgewählten Tür und der Bestatter lässt ihn rein. Sieht mehr aus wie ein Butler bei einer Familie, die ihren Sommerurlaub damit verbringt, Köpfe in Koffern zu sammeln, aber er ist Bestatter und sammelt Leichen auf Tischen. Nachdem man wieder über das Wetter, Freundschaft und Kaffee palavert hat, zeigt der Bestatter seinem Besucher seinen Keller voller Leichen. Und zu jeder dieser Leichen gibt es eine Geschichte.

Zum Beispiel Miss Sibiler. Sie war Lehrerin. Und soweit ich das in den ersten Sekunden dieser Episode beurteilen kann, hasste sie Kinder wie die Pest. Kein Wunder, dass sie Lehrerin geworden ist. Wie kann man den Blagen schließlich besser das Leben zur Hölle machen, als mit schlechten Schulnoten, die ihnen komplett am Arsch vorbei gehen. Scheinbar leidet sie unter Verfolgungswahn und guckt alle drei Sekunden aus ihrer Haustür. Vielleicht wartet sie aber auch nur auf Besuch. Im Radio läuft das austauschbarste Gedudel, das man sich vorstellen kann. Immerhin hier ist der Film absolut realistisch.

Der Film hakt mal schnell die Duschszene ab und ich frage mich ja eine Sache: Was ist der Sinn von Duschhauben? Ich meine, wie schlimm ist es bitte, wenn die Haare nass werden? Mal davon abgesehen, dass die Frisur ohnehin an allen Seiten aus der Haube quillt. Dürfte die nutzloseste Erfindung seit dem Telefon sein. Die Duschszene ist kurz, denn Miss Sibiler hat einen plötzlichen Anfall von Wasweißich und guckt geschockt aus dem Fenster. Warum, weiß ich immer noch nicht und ich habe so ein Gefühl, dass ich es auch nie erfahren werde.

Miss Sibiler bewaffnet sich mit einem Messer und tapert durch die ganze Bude, während absolut gar nichts passiert, außer, dass ein Mann an der Geige scheinbar plötzliche Arthritis erleidet. Oh mein Gott, es sind Kinder mit Clownsmasken. Und einer sieht aus wie He-Man mit Dauerwelle. Aber scheinbar sind es gar keine Kinder, wie sich herausstellt, als sie ihre Masken abnehmen. Es sind … Gelöts mit schiefen Zähnen, die Miss Sibiler fressen wollen, oder so. Jedenfalls machen sie die Lehrerin kalt und damit ist diese unglaublich spannende Episode auch schon vorbei.

Talmudge glaubt den Quatsch natürlich nicht. Aber der Bestatter kriegt laut eigener Aussage die interessantesten Fälle rein. Mr. Growski war beispielsweise ein ganz eigenartiger Kerl, dessen Hobby das Fotografieren war. Ja, klingt wirklich eigenartig.

Mr. Growski hat ein Date und hat extra eine Filmkamera aufgestellt. Sein Date ist kein großer Fan von Fotografie. Aber sie mag Zaubertricks. Also zeigt er ihr einen, indem er sie erwürgt. Sein nächstes Date erwürgt er ohne Zauberei, weil sie die Kamera entdeckt. Die Dritte will telefonieren und das geht natürlich gar nicht, also muss auch sie dran glauben. Und das war die ganze Epsiode. Äh …

Der Bestatter betrachtet alle seine Leichen als seine Kunden. Zum Beispiel einen Typen, der sich erhängt hat.

Oder erhängt wurde. Jedenfalls ermittelt die Polizei am Tatort, während der Typ da rumhängt. Inspector Toliver kombiniert, dass er umgebracht wurde, denn er hat Haare gefunden, also war der Tote beim Frisör. Äh, also heißt das jetzt, dass er nicht zum Frisör gegangen wäre, wenn er sich hätte erhängen wollen? Ich nehme das einfach mal so. Und den Killer hat er auch schon, denn es ist irgendein bekannter Gangster. Fertig.

Inspector Toliver wird aufgrund seiner unfassbaren Kombinationsgabe von Inspector McDowal besucht, der sich mit ihm um den Titel des weltbesten Kriminologen streitet. Beim gemeinsamen Essen beweisen beide ihre Weinkenntnisse. Dann erklärt McDowal, wie er den großen Postzugraub aufgeklärt hat. Es folgt der große Schwanzvergleich und eine Nachricht für Toliver. Niemand weiß, woher die Nachricht kommt. Darin ist davon die Rede, dass in drei Tagen jemand sterben wird, wenn Toliver es nicht verhindert. McDowal schließt sich den Ermittlungen an. Mich wundert, dass Toliver mit seinen unfassbaren Fähigkeiten nicht direkt anhand der Nachricht herausgefunden hat, wer der Täter ist.

Toliver untersucht die Nachricht im Labor und findet nichts heraus. McDowal nervt eigentlich nur rum und ist keine große Hilfe. Am Abend erklärt Toliver, dass er selbst das Opfer sein soll und McDowal ist der Täter. Keine Ahnung, wie er da drauf gekommen ist. Aber er wird ohnehin von McDowal erschossen. Aber Toliver war natürlich vorbereitet und erschießt McDowal. Toliver hat sich mit einer kugelsicheren Weste geschützt und ist jetzt ganz alleine der beste Kriminologe der Welt. Hurra.

Allerdings hätte er McDowals Bombenkoffer nicht öffnen sollen. Jetzt ist die Stelle wieder frei.

Der Bestatter nennt seine nächste Leiche selbst „Nummer 4“. Was für ein Zufall, dass es die vierte Geschichte ist.

Stan von der Zeitung will mit Ian von der Zeitung essen gehen, aber der hat keinen Bock. Stattdessen geht er lieber Kaugummi kaufen. Aber es gibt kein Kaugummi am Zeitungsstand und Ian ist nicht gut drauf deswegen. Nachdem er einen Bettler abgewimmelt hat, wird er irgendwo eingeschlossen. Wobei ich mich frage, was der überhaupt da drin wollte? Was ist das überhaupt für ein Ort? Und warum ist Ian ein Volltrottel und fällt in einen Fahrstuhlschacht? Kurz, bevor er von dem Fahrstuhlschacht zerquetscht wird, kann er sich befreien.

Dann wird er aber in einer Kammer eingeschlossen, über der „Notausgang“ steht. Ich weiß immer noch nicht, was zur Hölle das für ein Schuppen sein soll. Die Stachelwand, die plötzlich aus dem Nichts erscheint und auf ihn zufährt, hilft mir da auch nicht wirklich weiter. Kurz bevor er aufgespießt wird stoppt die Wand und fährt wieder zurück.

Jemand rollt eine Flasche herein und Ian betrinkt sich. Würde ich jetzt auch gerne machen. Dann wäre das wohl alles erträglicher. Kurz darauf wird er frei gelassen und ist gar nicht gestorben.

Der Bestatter erklärt, dass er irgendwann starb. Ja, ist klar. Aber ging es hier nicht darum, zu erzählen, wie? Und wäre das nicht der viel interessantere Ansatz gewesen, damit zu spielen? Die Grundidee ist ja nicht mal verkehrt, aber es wäre doch spannend gewesen, die Figuren immer knapp dem Tod entgehen zu lassen, bis man dann sieht, wie sie ins Gras beißen. Quasi so wie in „Final Destination“. Stattdessen kriegt man hier eine Aneinanderreihung von völlig uninteressanten Geschichten serviert, die an Langeweile kaum zu überbieten sind. Immerhin wird Talmudge vom Bestatter noch erledigt, der natürlich hinter allem steckte, oder so. Ich gehe mich bestatten lassen …

Pandoraistische Abenteueraction rund um die Welt

Videospielverfilmungen haben ja in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Also, nicht im Sinne von „sie sind beschissener geworden“, denn das war kaum möglich. Aber ich habe das Gefühl, dass es nicht mehr so viele Videospielverfilmungen gibt, wie es mal der Fall war. Vielleicht hat man in Hollywood gemerkt, dass man nicht jeden Scheiß verfilmen muss, der mal irgendwie zusammengepixelt wurde. Aber jetzt kommt eine Abenteurerin daher und will zeigen, dass auch Videospielverfilmungen gut sein können. Man wird sehen, ob sie Recht behält. Der erste Versuch, diese Figur auf die Leinwand zu bringen, war jedenfalls eher mäßig. Für eine noch grauenhaftere Fortsetzung hat es aber dennoch gereicht. Die Rede ist natürlich von:

LARA CROFT TOMB RAIDER: THE CRADLE OF LIFE – Die Wiege des Lebens – 2003 – USA – Deutschland – Japan – UK – 117 Min.

Als Regisseur für den Spaß hat man sich damals Jan de Bont rangeholt, der in den Neunzigern mit „Speed“ und „Twister“ immerhin zwei durchaus unterhaltsame Actionstreifen fabriziert hat. Danach ging es dann bergab und nach diesem Film hier war es dann ganz vorbei mit der Regiekarriere. Das alleine sollte schon aussagekräftig genug sein.
Geschrieben wurde der Quatsch von Dean Georgaris, der immerhin auch für „The Manchurian Candidate“ die Feder geschwungen hat, der aber hiermit rein gar nichts zu tun haben dürfte. Die Story stammt von James V. Hart, der schon „Bram Stokers Dracula“, „Hook“ und „Sahara“ schrieb und von Steven E. De Souza, der unter anderem den besten Actionfilm aller Zeiten „Die Hard“ schrieb. Wie konnte bei diesem Film bloß so eine Grütze herauskommen?
Um aber überhaupt nichts dem Zufall zu überlassen und eine absolute Gurke zu garantieren, hat man einen Cast versammelt, der wirklich seinesgleichen sucht. Lara Croft wird natürlich von Angelina Jolie verkörpert, die damals eben aussah wie Lara Croft, was vermutlich der einzige Grund ist, warum sie diese Rolle gekriegt hat, denn an ihrem Talent kann es sicher nicht liegen. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie grauenhaft ich Jolie vor der Kamera finde? Nein? Der Film wird mir sicherlich die ein oder andere Gelegenheit dazu bieten. Gerard Butler, seines Zeichens einer von 300 Spaten und völlig austauschbarer Actionheinz, spielt Terry Sheridan. Und um das ganze abzurunden, hat man noch Til Schweiger als Sean verpflichtet, der so wichtig ist, dass er nicht mal einen Nachnamen hat. Na, wenn das mal nicht ein großer Spaß wird …

Partytime in Griechenland. Ist das eine Hochzeit? Ja, sie haben einen DJ, der nur Scheiße spielt und alle Gäste nervt. Es muss eine Hochzeit sein. Ein Erdbeben beendet den Reigen allerdings. Es ist nicht übermittelt, ob die beschissene Musik für die tektonischen Verschiebungen verantwortlich ist, aber die Vermutung liegt nahe. Hoffentlich ist der DJ draufgegangen.

Irgendwelche griechischen Typen schippern auf einem Boot rum und Lara Croft kommt auf ihrem Jet Ski vorbei und zieht eine Megashow ab. Das ist also Lara Croft. Immer schön einen auf dicke Hose machen, damit jeder sie knallen will. Top Darstellung der Figur, muss ich sagen. Die Gamer der 90er wollten ja auch alle die Videospielfigur nackt sehen. Ich glaube, es ist bis heute nicht geklärt, ob es wirklich einen Nacktcheat gab, durch den man die dreieckigen Polygontüten von Lara im Spiel sehen konnte. Jedenfalls suchen sie irgendeinen Schatz von Alexander dem Großen und tauchen deshalb ab.

In einem Unterwassertempel klettert Lara etwas rum und dann kommen irgendwelche asiatischen Typen und killen Laras griechischen Freunde. Lara wird angeschossen und fällt ins Wasser und die Asiaten klauen den Schatz. Natürlich kann Lara sich retten, indem sie aus der Höhle taucht und einem Hai eins in die Fresse haut, an dessen Rückenflosse hängend sie dann an die Oberfläche schwimmt. Bei einer Serie wäre das wohl bereits der Jump The Shark Moment. Und das nach gerade mal 15 Minuten.

Wie sich herausstellt, geht es in diesem Film wohl um die Büchse der Pandora und den MI6. Brauchte man wirklich Til Schweiger, um das zu erklären? Lara trainiert mit irgendeinem Honk und reitet zwei Sekunden später durch einen Wald. Ach so, ist auch Training. Dann kommt aber ein Helikopter angeflogen und das MI6 klärt Lara auf, dass Chen Lo ein ganz böser Typ ist und Lara ihn aufhalten soll, oder so. Warum hat Lara eigentlich diesen Akzent, den ich keinem irdischen Land zuordnen kann? War bestimmt eine idee von Jolie, so zu labern. Bringt der Figur wohl mehr Tiefe und so. Oder es nervt einfach.

Lara hat jedenfalls Ahnung ohne Ende und erzählt was Alexander dem Großen, Pandoras Büchse und der Wiege des Lebens und irgendwie ist das alles miteinander verwoben. Ich mag ja solchen geschichtlichen Humbug. Bei Indy hat man sich ja auch immer was aus den Fingern gesogen. Nur waren die Filme besser, als dieser Käse es bisher ist. Oder erinnert sich noch jemand an die Nicolas Cage Filme mit der Schnitzeljagd nach irgendwelchen historischen Sachen? Ich bin vermutlich der Einzige, der die wirklich mag.

Lara braucht Hilfe und holt Terry aus dem Knast. Dann geht es nach China und Lara kennt eine Abkürzung nach Chen Lo und man heizt mit Mopeds über die chinesische Mauer. Und weil man sonst nichts zu tun hat, liefert man sich noch ein kleines Rennen. Ich ignoriere hier nebenbei bewusst alles, was irgendwie in Richtung „Lara und Terry werden noch ficken“ geht. Wir wissen alle, dass es passieren wird.

Til Schweiger nimmt einen Asiaten in die Mangel und sprüht ihm irgendwas in die Augen. Da er nichts erzählt wird er abgestochen. Chen Lo sagt irgendwelchen asiatischen Typen, dass sie Croft nicht unterschätzen sollen. Die wird gerade zusammen mit Terry von irgendwelchen asiatischen Typen gefangen genommen. Es gibt einfach viel zu viele asiatische Typen in diesem Film. Wer zur Hölle sind die ganzen Affen? Es wird irgendwas verhandelt oder besprochen oder einfach nur rumpalavert und dann wird gekämpft und natürlich gewinnen Lara und Terry und Lara erfährt, wo sie hin müssen. Ich checke gar nichts hier. Wer waren diese asiatischen Typen jetzt genau?

In Shanghai verhindern Lara und Terry die Übergabe einer Kiste an Chen Lo. Ich denke mal, dass darin die Büchse der Pandora ist, aber so wirklich gesagt wurde das nicht. Lara bringt in einem Am-Helikopter-Herumschwing-Move einen Sensor daran an und so können sie Chen Lo verfolgen. In dessen Labor, oder was auch immer das ist, kommt es zum Schusswechsel mit Til Schweiger. Und es wäre wirklich besser gewesen, wenn der einfach seine Fresse gehalten hätte, statt schlechte Sprüche rauszuhauen. Und leider überlebt er auch noch, denn Lara erschießt ihn nicht, sondern knockt ihn nur aus. Dann hackt sie sich in einen Computer, um irgendwas zu machen. Ach so, Chen Lo will einen Virus verbreiten. Ist ja einfallsreich. Wartet mal, das Labor war mitten in einem Kaufhaus? Was ist das denn wieder für ein Quatsch? Dieser Film macht mich fertig.

Lara und Terry fliehen und Til steht auch wieder und nimmt die Verfolgung auf. Aber mit einer Paraglidingaktion vom Dach können sich unserer Helden retten und jetzt haben sie die goldene Kugel, die eine Karte oder sowas sein soll. Lara traut Terry aber nicht mehr und kettet ihn an den Tisch, weil der Bryce getötet hat. Keine Ahnung, wer Bryce nochmal war, aber Lara mochte ihn scheinbar.

Kommen wir zum einzigen Highlight des Films: Eine Familie auf einem Fischerboot guckt „Sponge Bob“ auf Mandarin. Ich habe wirklich keine Ahnung, warum Lara sich ausgerechnet bei denen einnistet, um mit einer Webcam und der goldenen Kugel eine Verbindung zu Bryce herzustellen. Hä, ich dachte, Bryce ist tot. Labert hier wirklich jeder nur gequirlte Scheiße? Und muss man wirklich tausend Leute einführen, die völlig nichtssagend sind, die dann angeblich tot sind, aber doch wieder da, um den Zuschauer alle fünf Minuten zu verwirren? Jedenfalls zeigt die Kugelkarte auf Afrika und da muss Lara hin. Bryce wird nebenbei von Chen Lo gefangen genommen. Und Terry fragt auf dem Fischerboot, wo Lara hin ist. Woher weiß der, dass sie überhaupt da war? Das ergibt alles keinen Sinn!!!

Djimon Hounsou versucht durch seine Anwesenheit in Afrika zu retten, was ohnehin bereits verloren ist. Er führt Lara zu einem Stamm, der die Wiege des Lebens kennt. Sie wollen, dass Lara abhaut, aber sie erklärt, dass irgendwelche asiatischen Typen kommen werden, also muss sie die Wiege des Lebens retten, oder sowas. Auf dem Weg zur Wiege des Lebens kommen diese bösen Typen dann auch und es wird rumgeballert. Lara wird mal wieder gefangen genommen und Chen Lo will, dass sie ihm hilft, die Büchse der Pandora zu finden. Als Druckmittel hat er Bryce dabei und natürlich hilft Lara. Es ist eben das kleine Story Einmaleins. Simpel, aber es funktioniert. Brauchte es da vorher wirklich die achtmillionen sinnlosen Schwachsinnszenen, die nicht mal Sinn ergeben würden, wenn man noch achtzehn Fortsetzungen mit Erklärungen drehen würde?

In der Höhle der Pandora lauert scheinbar etwas horrormäßiges und killt Chen Los Leute. Ja gut, wir hatten hier halt noch keine Ungeheuer aus einer anderen Dimension oder sowas und man muss nun mal die Schwachsinnsskala bis zum Anschlag füllen, also passt das schon. Da darf natürlich auch die Szene, in der sich einer der Söldner in die Hose pisst, nicht fehlen. Lara wirft die goldene Kugel in ein Loch und dadurch zerfallen die komischen Viecher zu Staub, was natürlich keinerlei Erklärung bedarf. Für Til kam die Hilfe allerdings zu spät, denn er fällt den Dingern noch zum Opfer.

Terry ist wieder da und spielt erstmal keine Rolle, denn Lara und Chen Lo kloppen sich und Lo fällt in die Wiege des Lebens, die aus schwarzer Säure besteht. Damit ist Lo hinüber und Terry kann noch schnell ihre Wunden verarzten. Er will die Büchse der Pandora mitnehmen, aber Lara ist dagegen und dieser Film endet einfach nie. Lara erschießt ihn und es folgt der Abspann, der passend zum Film nie endet und siebentausend Songs in 10 Minuten quetscht. Es könnte glatt die Halftimeshow beim SuperBowl sein. Ich gehe die Büchse der Pandora öffnen …

Media Monday #350

Zur Nummer 350 bin ich auch mal wieder beim Media Monday dabei.

1. Nun, da die Oscars auch wieder hinter uns liegen bin ich froh, dass erstmal wieder ein Jahr Pause ist. Die Veranstaltung war einfach wieder unfassbar dröge und langatmig. Es wird höchste Zeit, dass in den Laden mal etwas mehr Saft reinkommt. Es verkommt jedes Jahr mehr zur Qual, sich dafür die Nacht um die Ohren zu schlagen.

2. Die Leipziger Buchmesse steht ja auch schon wieder vor der Tür und vielleicht wird dort eine Kurzgeschichte voller knisternder Erotik vorgelesen. Okay, eigentlich ist es eine Geschichte voller Quatsch, aber vorgelesen wird sie vielleicht trotzdem. Wenn ihr dazu beitragen wollt, könnt ihr hier für meine Geschichte „Olala“ abstimmen.

3. Die Serienadaption von „Dirk Gentlys Holistic Detective Agency“ hätte gerne noch ein wenig weitergehen können, denn es war wunderbar schräg und einfach mal was anderes. Aber leider setzt sich eben immer nur der Einheitsbrei durch und somit wird es wohl keine dritte Staffel geben.

4. Wenn alle wieder über Superheldenverfilmungen reden, tangiert mich das kaum, schließlich sind es immer noch viel zu viele. Aber ich habe mir trotzdem vorgenommen, sie alle zu gucken. In der chronologischen Reihenfolge. Vier von Achttausend habe ich immerhin schon geschafft. Und es war gar nicht mal so gut. Demnächst mehr dazu.

5. „Hell Comes To Frogtown“ ist auch so ein Film zum immer wieder anschauen, denn Froschmutanten sind nun mal viel zu unterrepräsentiert in der Filmlandschaft. All Hail The Frogking!!!

6.Mich würde ja mal interessieren, wie es sein kann, dass Talent- und Charismavakuen wie Megan Fox (die habe ich echt lange nicht erwähnt) und Jai Courtney immer noch Rollen bekommen. Sind denn Muskeln und Titten wirklich alles? Man sollte das trennen. Die ganzen talentlosen Affen in die Kackfilme, wo sich der Zuschauer ohnehin nicht für die Darsteller interessiert und man auch einen Sack Mehl hinstellen könnte und die guten Darsteller in die guten Filme. Alle drei, die im Jahr noch rauskommen. Die hätten dann wenigstens ein richtiges Staraufgebot.

7. Zuletzt habe ich mal wieder viel zu wenig von dem geschafft, was ich mir vorgenommen hatte und das war wie immer kacke, weil so viel zu tun, aber so wenig Zeit.

Die 5 Besten … Lieblingslieder

Heute wird es mal musikalisch hier, denn Gorana fragt im Rahmen der 5 Besten am Donnerstag nach den

5 aktuellen Lieblingsliedern

Ich beschäftige mich ja eher wenig mit Musik, aber natürlich höre ich trotzdem welche. Und entgegen meiner teils sehr speziellen Filmvorlieben, kann ich mit Schrott bei Musik herzlich wenig anfangen. Diese ganze 90er-Kacke, die gemeinhin als musikalischer Trash gilt, gibt mir gar nichts. Auch wenn es da natürlich bemerkenswerte Geschichten gibt. Zum Beispiel die der Band „E-Rotic“, die in den 90ern noch mit Granaten wie „Max don’t have Sex with your Ex“ oder „Fritz love my tits“ für Ohrenkrebs sorgten, später dann aber zu einer ABBA-Coverband mutierten. Kannste dir nicht ausdenken. Und auch der übliche Pop-Scheiß, der den ganzen Tag im Radio hoch und runter gedudelt wird, bei dem ein Lied klingt wie das andere und man nicht mal unterscheiden kann, wo das Lied vor einer Stunde aufgehört und das vor 20 Minuten angefangen hat, bringen mich nur zum kotzen. Mit anderen Worten: Bei Musik mag ich es dann doch eher „gut“.

„Aktuelle“ Lieblingslieder sind dabei aber auch so eine Sache. Denn eigentlich habe ich nur eine Reihe von All-Time-Favorites, die sich auch nie wirklich ändern und nur hin und wieder die Reihenfolge wechseln. Und „aktuell“ ist dabei sowieso eigentlich gar nichts. Ich bin da sehr im 20. Jahrhundert verwurzelt. Aber trotzdem haue ich mal eine Top 5 raus, mit den Songs, die ich mir einfach immer wieder anhören kann.

5 The Doors – Riders On The Storm (weil er so schön zwischen düster und melancholisch hin und her schwingt)

4 Journey – Don’t Stop Believin‘ (weil es einfach das Aufbaulied schlechthin ist und einen immer erinnert, dass man alles erreichen kann)

3 David Bowie – Life On Mars (weil es so eine gut verpackte Medienkritik ist, dass selbst ich sie nicht kapiere)

2 Queen – Bohemian Rhapsody (weil Freddie halt der King war und man dabei so schön über Leben und Tod sinnieren kann)

1 Genesis – Supper’s Ready (weil es ein episches musikalisches Meisterwerk über den Kampf zwischen Gut und Böse ist, das mal eben ganze 23 Minuten andauert)

Honorable Mentions:

Derek And The Dominoes – Layla

Genesis – The Knife

Queen – The March Of The Black Queen

Jimi Hendrix – Hey Joe

Led Zeppelin – What Is And What Should Never Be

Internationale Organisation von Männern gegen die Herrschaft der Amazonen

Superhelden sind nach wie vor in aller Munde. Ob das nun gut oder schlecht ist, müssen andere entscheiden. Aber ich gebe zumindest einen Denkanstoß: Es ist schlecht. So, hätten wir das auch geklärt. Wenn wir aber schon von den Supermännern und Wunderfrauen erschlagen werden, kann der Filmschrottplatz das natürlich nicht komplett ignorieren. Deshalb gibt es hier heute einen Film voller Supermänner und Wunderfrauen, der absolut nichts mit Superheldenfilmen zu tun hat. Super wird es aber trotzdem:

SUPERUOMINI, SUPERDONNE, SUPERBOTTE – Super Stooges VS The Wonder Women – Sie hauen alle in die Pfanne – 1974 – Italien – Hong Kong – Mexiko – 105 Min.

Die Musik in den Opening Credits könnte direkt aus einem Zirkus stammen, wenn 42 Clowns in einen VW Käfer gequetscht in die Arena fahren. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das ein gutes Zeichen ist. Der Kontrast durch die folgende ernsthafte Musik, während man in einem Dorf von Gladiatorinnen einige Bogenschützinnen killt, macht es nicht besser. Wer auch immer die Musik hier zusammengestellt hat, muss sich in einer eigenartigen Phase seines Lebens befunden haben. Der Kampf der Gladiatorinnen, inklusive Stacheln auf dem Boden, in die man besser nicht fallen sollte, erinnert an den Tanzunterricht im Atenheim, um die Senioren bei Laune zu halten. Spektakuläre Action sollte man hier also wohl besser nicht erwarten.

Die Amazonenkönigin will jedenfalls das heilige Feuer haben, oder so. Irgendwo verbirgt sich hier also tatsächlich auch eine Story. Mal schauen, ob die in der Kellerbar voran geht, in der ein schwarzer Mann sich gerade irgendetwas wirklich widerlich aussehendes reinschaufelt. Irgendwelche Fatzken machen einen auf dicke Hose und der Schwarze macht sie alle platt. Ach so, und er hat scheinbar eine Superkraft, mit der er jeden einfach wegpusten kann. Also im Sinne von Wind und so. Und er kann einen Mann dribbeln wie einen Basketball. Ob das als Superkraft durchgeht, weiß ich aber nicht genau. Die Soundeffekte sollen dabei wohl sowas wie Comedy reinbringen. Hat bei Bud Spencer und Terence Hill eindeutig besser funktioniert. Wieso haben die eigentlich nie einen Gladiatorenfim gemacht? Das wäre doch sicher der absolute Knaller gewesen.

Zwei Typen in einem Baum bespannen einen Asiaten, die durch die Gegend reitet. Einer von ihnen fällt vom Baum und wo man schon mal auf Augenhöhe ist, ruft er seine Schergen zusammen, um den Asiaten auszurauben. Der säbelt ihnen aber allen die Hosen auf und versohlt ihnen den Arsch. Soll wohl etwas Comedy reinbringen. Hat bei Jackie Chan eindeutig besser funktioniert. Wieso hat der eigentlich nie einen Film zusammen mit Bud Spencer und Terence Hill gemacht? Das wäre doch sicher der absolute Knaller gewesen.

Nach dem lahmsten Kung Fu Kampf der Filmgeschichte zwischen dem Asiaten und einer Asiatin wird rumgeturtelt und ich verstehe immer noch nicht, was zum Geier in diesem Film eigentlich die Handlung sein soll. Vielleicht kann mir dabei ja die Gruppe von Amazonen helfen, die gerade durch die Gegend reitet und ein Dorf mit genau drei Einwohnern in Angst und Schrecken versetzt. Die Amazonenkönigin hat sich ein paar Tipps bei der Mafia geholt und sagt, dass das Dorf jetzt unter ihrem Schutz steht. Aber dann kommt Dharma vorbei, der sich offensichtlich durch Rauchwolken beamen kann, wie ein Zauberkünstler im ersten Jahr mit Zauberkasten aus dem Supermarkt. Für die anschließende Verfolgungsjagd durch die Wüste holt man die Clown-Musik wieder raus verfällt dann aber in einen Kampfgesang, sodass man nur Indianer um die nächste Ecke erwarten kann. Es kommen aber keine. Stattdessen verschwindet Dharma einfach in einer weiteren Rauchwolke. Dharma ist nebenbei der Gott von dem Dorf, oder so. Er sieht zwar eher aus wie eine Mischung aus Ritter, Henker und Superman, aber wer weiß schon, wie Götter wirklich aussehen. Dharma verspricht jedenfalls, das Dorf vor den Amazonen zu beschützen und das heilige Feuer zu bewahren, das da seit Ewigkeiten brennt.

Es folgt jede Menge Quark, wie eine Frau die vom Pferd fällt, Badespaß im See und Geknutsche im Wald. Zum Glück stolpert dann ein Typ aus einem Gebüsch und warnt vor den Amazonen, bevor er stirbt. Dharma wurde ebenfalls aufgespießt und gibt sein Amt an seinen Lehrling weiter. Ja, der angebliche Gott Dharma ist eigentlich nur ein Bauer mit einem Knecht, der jetzt das Ritterhenkersupermankostüm anziehen darf, um das Dorf vor den Amazonen zu retten.

Ich muss jetzt mal kurz innehalten, während der neue Dharma jede Menge Saltos schlägt, was er ganz besonders toll kann, und fragen, was hier eigentlich die Handlung sein soll. Dharma und die Amazonen verstehe ich ja noch so einigermaßen, aber was hat es mit dem Asiaten und dem Schwarzen auf sich, die man seit einer Viertelstunde nicht mehr gesehen hat und die jetzt zufällig in der Stadt rumhängen, in der Dharma gegen irgendwelche Affen kämpft, von denen ich nicht mal weiß, was ihre Agenda ist. Das ergibt alles keinen Sinn.

Machen wir mal einen Cut und versuchen, ab jetzt dem Krampf hier zu folgen. Dharma zeigt dem Asiaten und dem Schwarzen das ewige Feuer und … warum arbeiten die jetzt mit ihm zusammen? Nur, weil er in der Stadt so tolle Saltos gezeigt hat? Egal. Der Schwarze kann einfach so in das Feuer greifen, also hat er wohl noch mehr Superkräfte als das große Blasen. Der Asiate verbrennt sich direkt die Flossen. Dharma faselt dann was von Unsterblichkeit und dem Feuer und den Amazonen und so richtig weiterhelfen tut mir das auch alles nicht. Ich denke, ich muss mich damit abfinden, dass es hier einfach um Männer gegen Frauen geht. Simpel, aber einprägend.

Man will erstmal alle umliegenden Dörfer mobilisieren, damit sie gemeinsam gegen die Amazonen antreten. Zwischendurch wird noch rumgeschnulzt, aber das spare ich mir hier jetzt mal. Sonst wird die Story noch zu komplex und das wollen wir ja nicht.

Wir hatten lange keine Saltos mehr, also greift Dharma das Amazonendorf an. Wollten die nicht erstmal eine Armee aufstellen, bevor sie gegen die Amazonen kämpfen? Ach nee, ich habe ja ganz vergessen, dass hier absolut nichts irgendeinen Sinn ergibt.

Die zwei Typen ausm Baum versorgen die Amazonen mit der Information über einen geheimen Weg zum Dorf, den niemand kennt, oder so. Die Amazonenkönigin überlegt, ob man Dharma nicht besser lebend fängt und ihn zu einem Verbündeten macht, damit man hinter das Geheimnis des ewigen Feuers und seiner Unsterblichkeit kommen kann. Dharma schlägt derweil wieder mal Saltos ohne Ende und wird dann gefangen genommen. Ein paar Minuten später wird er natürlich von seinen beiden Buddys befreit und springt mit einem Salto von einer Schlucht. Meine Hoffnung, dass jetzt endlich mal der Endkampf kommt ist also dahin.

Einige Minuten später ist es dann aber doch soweit und es gibt Saltos, Explosionen, Rumgewurschtel und Clowns-Musik im großen Finale. Was es nicht gibt, sind die Superkräfte, bei denen ich immer noch nicht weiß, wozu sie überhaupt eingeführt wurden, wenn sie nie genutzt werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat das Gute natürlich gesiegt und alle Frauen sind tot. Ich weiß nicht, ob das die Aussage ist, die der Film machen wollte, aber vermutlich wollte er gar nichts aussagen und es ist mir auch einfach scheißegal. Hauptsache, es ist vorbei. Ich gehe Saltos schlagen …