Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Media Monday #340

Wisst ihr, was das gute daran ist, wenn der erste Januar auf einen Montag fällt? Man muss sich nicht selbst einen halbgaren Neujahrsblogpost aus den Fingern saugen, in dem sowieso jedes Jahr das gleiche Gelaber steht. Nein, man kann die Arbeit einfach Wulf überlassen und dann im Media Monday einfach nur noch die Lücken füllen.

1. 2018 wird mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit genau die gleiche Scheiße wie jedes andere Jahr auch. Deshalb geht mir der Jahreswechsel auch jährlich mehr gepflegt am Arsch vorbei. Letztlich hat jedes Jahr ein paar Höhen und ein paar Tiefen und dümpelt ansonsten halt irgendwo dazwischen rum. Mir fällt kein Grund ein, warum das 2018 anders sein sollte.

2. Vorsätze den Medienkonsum betreffend habe ich keine. Wieder mehr Bücher lesen wäre ganz cool, weil das in den letzten Jahren vermehrt auf der Strecke blieb. Aber irgendwie kamen mir in letzter Zeit auch einfach nicht so die richtigen Knaller unter, die mich so richtig gefesselt haben. Vielleicht muss ich da einfach mal meine Auswahl verbessern.

3. Am meisten freue ich mich vermutlich auf die Ergebnisse meiner ersten Buchveröffentlichungen, die definitiv in diesem Jahr stattfinden werden. Wobei „freuen“ nicht ganz richtig ist. Eher „gespannt sein“. Weil sich darauf zu freuen, dass die eigenen Projekte keine Sau interessieren werden ist ja schon irgendwie selbstzerstörerisch.

4. Wo das neue Jahr gerade frisch gestartet ist kann ich ja nebenbei schon mal verraten, dass hier auf dem Filmschrottplatz demnächst ein neues Projekt starten wird. Hoffentlich schon bald, aber da liegt erst noch etwas Arbeit vor mir. Coming Soon …

5. Und am wenigsten vermissen an 2017 werde ich wohl die 7. Denn sind wir mal ehrlich. Die 7 ist einfach eine komplett ausgelutschte Zahl. 7 Zwerge. 7 Berge. 7 Geißlein. 7 auf einen Streich. 7 Weltwunder. 7 Tage in einer Woche. 7 Weltmeere. 7 Jahre Pech. 7 Todsünden. 7 Brücken. Pro 7. Es reicht. Was hat die 8 getan, um so vernachlässigt zu werden? Jetzt ist ihre Chance zu zeigen was sie kann. Go 8!

6. Mit dem Neujahrsmorgen endet auch die „Zeit zwischen den Jahren“ und ich habe ja nie verstanden, warum das die „Zeit zwischen den Jahren“ heißt. Zwischen den Jahren liegt nichts. Es ist ein fließender Übergang von einer Scheiße in die Nächste. Wie, wenn man nackt vor einem Amokläufer in einen Schneesturm flüchtet. Warum heißt das nicht einfach die „Zeit zwischen den Tagen“? Also eben zwischen Weihnachten und Neujahr? Würde doch viel mehr Sinn ergeben.

7. Zuletzt habe ich im kleinen Kreis Silvester gefeiert und das war ausnahmsweise mal recht entspannt und locker, weil ich einfach keinen Bock hatte auf irgendwelchen Partyscheiß und Dauergesaufe bis Mittags um 12. Vielleicht beim nächsten Mal wieder.

Und damit wünsche ich ein Frohes Neues Jahr und den ganzen Quark, der dazu gehört. In den nächsten Tagen/Wochen wird es hier noch etwas ruhig bleiben. Ich gönne mir mal eine kleine Pause vom Filmschrottplatz. Aber bald wird es natürlich gewohnt irre weitergehen. Also lauft nicht zu weit weg.

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Die 5 Besten … Filme, die ich 2017 gesehen habe

Gorana liefert uns heute quasi die perfekte Vorlage für den filmischen Jahresrückblick. Und da ich eh keinen Bock gehabt hätte, diesen ausführlicher zu schreiben, nutze ich die Gelegenheit natürlich und präsentiere

DIE 5 BESTEN FILME, DIE ICH 2017 GESEHEN HABE

Die Filme müssen nebenbei nicht aus diesem Jahr stammen, was gut ist, denn da gabs ohnehin größtenteils nur Scheiße. Außerdem werde ich mich auf Filme beschränken, die ich zum ersten Mal gesehen habe, da ansonsten eh nur die üblichen Verdächtigen hier auftauchen würden, die ich fast jedes Jahr gucke.

5 MILLERS CROSSING (1990) – Die Coens schaffen es eben fast immer, mich vollends zu begeistern.

4 THE MOST DANGEROUS GAME (1932) – Die Blaupause für jeden Manhunt-Film und schon damals vermutlich seiner Zeit weit voraus. Beeindruckend was hier in gerade mal einer knappen Stunde präsentiert wird.

3 RIFIFI (1955) – Starker Film Noir der den Test der Zeit locker übersteht und die wohl beste Einbruchszene aller Zeiten bereit hält.

2 PANS LABYRINTH (2006) – Ein fantasievolles, toll gestaltetes Gruselmärchen von Guillermo del Toro und damit sein erster Film, den ich wirklich hervorragend finde.

1 GONE GIRL (2014) – Fincher in seinem Element. Der Meister des Thrillers liefert wieder mal ab. Nicht mal Ben Affleck und sein Penis können das zerstören.

Das wären also meine Top 5 des Jahres. Aber da wir uns hier auf dem Filmschrottplatz befinden, darf eine Flopliste natürlich nicht fehlen. Und wie ich Gorana kenne, ist sie zu positiv eingestellt, um nächste Woche auch noch danach zu fragen, also hier.

DIE 5 SCHLECHTESTEN FILME, DIE ICH 2017 GESEHEN HABE

Ich beschränke mich dabei auf Filme, die nicht sowieso schon auf dem Filmschrottplatz gelandet sind. Also ist es nicht wirklich die ganz große Grütze, aber eben trotzdem Filme, die ich einfach grauenhaft fand.

5 THE HANGOVER PART III (2013) – Schon die ersten beiden Teile haben bei mir absolut nicht mehr gezündet. Aber Teil 3 ist dann nur noch langweilige Grütze ohne Humor und voller nervender Charaktere.

4 THE HURT LOCKER (2008) – Zwei Stunden habe ich damit verbracht, zu hoffen, dass die ganzen pseudocoolen Affen in dem Streifen einfach in die Luft fliegen. Leider wurde meine Hoffnung nicht erfüllt.

3 PIRANHA 3D (2010)/PIRANHA 3DD (2012) – Raubfischquark mal 2, der viel zu lustig sein will, um es wirklich zu sein. „Josh cut of his penis, because something came out of my vagina.“ Ha Ha Ha, was habe ich gelacht …

2 VACATION (2015) – Das Remake des Griswold-Familien-Road Trips verkommt zur großen Fäkalhumorparade voller Kotze, Scheiße und anderen körperlichen Ausscheidungen. Nicht ein einziger verfickter Lacher in dem ganzen Film. Das muss man auch erstmal hinkriegen.

1 ARE WE THERE YET? (2005)/ARE WE DONE YET? (2007) – Auf Platz 1 das Double Feature mit Ice Cube und seinen Pissblagen ebenfalls auf einem Road Trip durch die USA und anschließend beim Hausbau. Scheiße im Quadrat.

Sexuell fragwürdige Weihnachtsvorbereitungen auf europäischen Inseln

„Jingle Bells, Jingle Bells …“ Seid ihr eigentlich auch so textsicher, wenn es um Weihnachtslieder geht? Ich habe keine Ahnung, wie das Lied weitergeht. Versuchen wir ein anderes. „O Tannenbaum, O Tannenbaum …“ Hm, wie schön? Wie grün? Wie groß? Keine Ahnung, was die Frage zu den Blättern genau war. Also zurück zu den Jingle Bells. Denn um die geht es beim diesjährigen Weihnachtsschrott. Um ganz dicke Jingle Bells zwischen den Beinen der Männer, die nichts anderes wollen, als zu Weihnachten endlich mal wieder eine Frau flachzulegen. Hier ist der Film, den ihr alle mögt, ich aber komplett scheiße finde.

LOVE ACTUALLY – Tatsächlich … Liebe! – UK – USA – Frankreich – 2003 – 135 Min.

Starring: Alle Stars die England zu bieten hat. Und Heike Makatsch.

Die pure Romantik beginnt am Flughafen, dem weihnachtlichsten Ort schlechthin. Und natürlich wird vom Erzähler auch noch schnell das 9/11-Attentat erwähnt, damit klar ist, das Liebe alles übersteht, oder so.

Bill Nighy ist sowas von Rock ’n’ Roll, dass er ein Hemd tragen kann, das jeden Beach Boy neidisch machen würde. Und er kann sich keine Liedtexte merken. Aber wer kann es ihm verdenken, handelt es sich doch um eine grottige Version von „Love is all around me“ in der Weihnachtsversion. Wie er dann auch selbst erkennt, ist das Lied kompletter Scheiß. Ich frage mich nebenbei, wie sinnvoll es überhaupt ist, 5 Wochen vor Weihnachten (wie eine Einblendung verrät) noch einen Weihnachstssong aufzunehmen. Ich bin ja kein Experte, aber muss man das Lied nicht erst noch abmischen, auf CDs pressen, Marketing betreiben, die CDs ausliefern, den Song im Radio mindestens 8 Wochen lang hoch und runter dudeln und mindestens ein Konzert geben, damit das ganze zum Hit wird?

Colin Firth liebt seine Feundin so sehr, dass er das alle drei Sekunden sagen muss und damit scheinbar nicht nur mir derbe auf die Klötze geht.

Liam Neesons Frau ist gestorben und er ruft Emma Thompson an, um genau 5 Sekunden mit ihr zu reden. Äh, ja, irgendwie muss man ja die tausend uninteressanten Charaktere einführen. Emma Thompsons Tochter oder Nichte oder Kind, dass sie einfach auf der Straße gefunden und mit nach Hause genommen hat, spielt in der Schulaufführung den ersten Hummer von mehreren, die bei der Geburt von Jesus anwesend waren. Knallergag. Damit haben wir auch schon mal die Humorebene dieses Mülls festgelegt. Mit anderen Worten: Humor quasi nicht vorhanden.

Irgendein notgeiler Fatzke liefert Muffins ins Büro und nennt Heike Makatsch seine „zukünftige Braut“. Die ist zu recht komplett angewidert und geht irgendwohin, wo keine notgeilen Fatzken Muffins verteilen.

Währenddessen wird der feuchte Traum aller Sherlock Fans war, als wir das Set des Dr. Watson Pornodrehs besuchen.

Andrew Lincoln ist Trauzeuge bei der Hochzeit von Chiwetel Ejiofor und Keira Knightley.

Primeminister Hugh Grant tritt seinen Job an und trifft seine Untergebenen Terrance, Pat und die neue Natalie, die einfach nur so strunzdämlich ist, dass es schon weh tut. Der Primeminister hingegen findet ihre Blödheit extrem geil und holt sich vermutlich in seinem Büro erstmal einen runter.

So, das waren die ersten 10 Minuten Charakterhingeschluder ohne Grenzen. Wer zur Hölle soll sich diese ganzen Affen bitte merken? Und es folgen 2 Stunden mit genau diesen Affen, von denen ich bisher nur weiß, dass sie mir alle jetzt schon tierisch auf den Sack gehen. Hui, was für ein Spaß.

Es geht zurück zur Traumhochzeit zwischen Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor. Andrew Lincoln beschließt, die Hochzeit zu sprengen, indem er ein Überraschungskonzert veranstaltet, bei dem sich mir die Frage stellt, wie zum Teufel der die ganzen Musiker mit ihren Instrumenten unbemerkt in die Kirche geschmuggelt hat. Sollte das Brautpaar nicht wissen, wen sie eingeladen hat? Mal davon abgesehen sind die Musiker einfach überall. Mit anderen Worten: Ohne sie wäre keine Sau bei der Hochzeit anwesend gewesen.

Nur für den Fall, dass ihr es vergessen habt: Colin Firth liebt seine Freundin. Das ändert sich aber schlagartig, als sich herausstellt, dass sie seinen Bruder regelmäßig zu sich ins Bett einlädt.

Der notgeile Fatzke macht sich vor Nancy zum Affen. Das bringt ihm die Erleuchtung, dass er keine richtige Liebe finden kann, weil die englischen Frauen nicht dafür gemacht sind, oder so. Also beschließt er, sein Glück in Amerika zu versuchen. Vielleicht würde es mit der „Liebe“ auch helfen, wenn er sich nicht selbst „Colin – King of Sex“ nennen würde. Nur so ein Gedanke.

Zurück zum Dr. Watson Porno, wo aber nichts nennenswertes passiert, außer dass Judy ihre Tüten zeigt.

Auf der Beerdigung spricht Liam Neeson über seine tote Frau. Von allen Anwesenden wirkt eigentlich nur Emma Thompson wirklich betrübt über den Verlust. Und natürlich Neeson selbst. Der Rest sitzt halt auch da rum.

Andrew Lincoln, dessen schauspielerische Bandbreite von Loser-Trauzeuge mit einem Gesichtsausdruck bis hin zum Zombiekiller mit einem Gesichtsausdruck reicht, beschwert sich über den Hochzeits-DJ. Und da kann ich nur zustimmen, denn DJs sind einfach kacke und spielen immer den Scheiß, den keine Sau hören will. Ernsthaft, egal was für Partys ich eventuell mal schmeißen sollte, nie im Leben wird dort ein DJ engagiert.

Alan Rickman, Boss von Heike Makatsch und Laura Linney und Karl, spricht mit Linney darüber, dass es nicht gut für das Arbeitsklima ist, wenn sie dauernd Karl anstarrt wie eine besessene Irre … Moment mal, da läuft tatsächlich schon Bill Nighys Song im Radio. Wem wollt ihr die Scheiße denn bitte erzählen? Der hat den vor ungefähr 3 Stunden aufgenommen. Der Radiomoderator findet das Lied so richtig kacke, was er vielleicht nicht laut hätte aussprechen sollen, da Bill Nighy zu Gast ist. Sollte ein Radiomoderator nicht wissen, wer der Gast ist? Nighy ist nebenbei der beste Gast, den man sich wünschen kann, da er den Song ebenfalls scheiße findet und zugibt, dass er den Kack nur macht, damit er ein Comeback nach seiner Heroinsucht feiern kann.

Der Primeminister hat eine Sitzung mit allem was Rang und Namen hat und es geht um die USA. An seiner Geilheit auf Natalie, die er seit 12 Sekunden kennt, hat sich nebenbei absolut nichts geändert.

Dr. Watson Porn again, wo sich die Poppenden annähern.

Colin erzählt seinem Kumpel, dass er nach Wisconsin fliegen wird, um dort jede Menge Weiber fachzulegen. Sein Kumpel ist nicht überzeugt von der Idee.

Alan Rickman checkt nicht, dass Heike Makatsch ihn poppen will. Ich habe noch nicht so ganz geblickt, worum es in dieser Story geht. Okay, ums Ficken, wie bei allen anderen Handlungssträngen in diesem Film auch, aber hier ist es noch nicht ganz so offensichtlich. Wobei das Grinsen von Rickman doch verrät, dass er es vielleicht doch checkt.

Emma Thompson empfiehlt dem heulenden Liam Neeson, dass er mal etwas geduldig sein soll, denn Zeit heilt alle Wunden und so. Und Männer, die dauernd flennen, sind absolute Luschen. Nette Frau. Ich würde sie an seiner Stelle direkt heiraten. Neeson versucht sich mit seinem elfjährigen Stiefsohn anzunähern, der gerade seine Mutter verloren hat. Und was gäbe es da besseres, als ihm Liebesratschläge zu geben. Denn er ist verliebt, was man ja fünf Minuten nach der Beerdigung der eigenen Mutter mal so raushauen kann, denke ich.

Karl macht Feierabend. Laura Linney schminkt sich noch schnell, bevor er an ihr vorbei geht, damit sie nicht komplett kacke aussieht und ihn wie eine Irre anstarren kann, während er das Büro verlässt. Nicht gut fürs Arbeitsklima, Laura.

Colin Firth hat das Geficke zwischen seiner Freundin und seinem Bruder nicht gut weggesteckt und sich in ein Haus am See verzogen, um da seinen neuen Roman zu schreiben.

Primeminister Grant und Natalie erzählen sich ein bisschen voneinander. Unter anderem erzählt Natalie, dass sie zu fett ist. Zumindest denken ihre Eltern das, bei denen sie wieder wohnt. Ich bin ehrlich, diese Geschichte ist zwar auch irgendwie banane, aber immerhin sind die Charaktere nicht komplette Scheiße. Also das kleinste Übel hier.

Neesons Stiefsohn erzählt von seiner großen Liebe, die nicht mal seinen Namen kennt, weil er nie auch nur ein Wort mit ihr gesprochen hat.

Nighy rockt das nächste Interview im TV.

Andrew Lincoln hängt auf einer Kunstausstellung herum und telefoniert mit seinem Freund Ejiofor. Und dann natürlich mit Knightley, die ihn zu sich einlädt, weil das Hochzeitsvideo totale Scheiße ist. Sie sind nebenbei schon aus den Flitterwochen wieder da. Zeit ist in diesem Film so unfassbar relativ, dass ich mich nicht wundern würde, wenn wir gleich noch live bei der Geburt von Jesus und damit der Entstehung von Weihnachten dabei sind.

Rickman und Linney käbbeln sich im Büro wie die kleinen Kinder. Makatsch macht dann mal kurz für Rickman die Beine breit, aber der checkts immer noch nicht, glaube ich.

Colin Firth kriegt eine neue Haushälterin namens Aurelia geliefert. Sie kommt aus Portugal. Firth spricht natürlich kein Wort Portugisisch. Und wie sich herausstellt auch kein Französisch. Und auch sonst nix. Sein Englisch ist für einen Engländer aber ganz okay, muss ich sagen. Aurelia hat durchgehend einen Gesichtsausdruck drauf, der sagt „Womit habe ich das verdient?“

US-Präsident Billy Bob Thornton besucht Primeminister Hugh Grant und natürlich muss sich Natalie noch kurz zum Vollhonk machen, bevor die beiden Länder auseinander driften. Thornton ist natürlich auch direkt megascharf auf Natalie. Was hat die Frau bitte an sich, dass die Staatsoberhäupter die unbedingt ficken wollen? Grant bricht dann auf einer Pressekonferenz mal ganz spontan alle Verbindungen zu den USA ab, weil er Natalie für sich alleine haben will. Seht ihr, das ist Politik. Einfach mal spontan seinen Verbündeten in die Eier treten, weil man sich um die gleiche Frau streitet. Emma Thompson kann es auch nicht fassen und ruft den Primeminister an: Kann mir mal bitte jemand erklären, wer zum Geier diese Frau eigentlich ist, die als erste zum Primeminister durchgestellt wird und einfach jeden in dem Film kennt? Unter anderem auch Alan Rickman, der gerade bei ihr rumhängt.

Okay, Primeminister Grant, der zu beschissener Popmusik tanzt ist schon ein Highlight, muss ich sagen. Er und Natalie passen perfekt zusammen, denke ich.

Die portugiesische Haushälterin versenkt Colin Firths Manuskript im See, weil jede Frau in diesem Film einfach saudämlich ist. Aber irgendwie musste man ja eine Szene von ihr in Unterwäsche unterbringen, als sie in den See springt. Colin Firth springt hinterher und anschließend gibt es natürlich Tee. Meine Fresse, diese Verständigungsprobleme sind sowas von unlustig, dass es schon fast weh tut.

Es sind noch 2 Wochen bis Weihnachten und Nighy hat jetzt auch ein beschissenes Musikvideo zu seinem beschissenen Song.

Keira Knightley besucht Andrew Lincoln und sie weiß, dass er sie nicht wirklich mag, aber sie will gerne mit ihm befreundet sein. Seht ihr, auch Keira ist strunzdoof und merkt absolut nicht, wie heiß Andrew auf sie ist. Das ändert sich allerdings schlagartig, als sie sich das von ihm aufgenommene Hochzeitsvideo anguckt, auf dem ausschließlich sie in Nahaufnahme zu sehen ist. Nun könnte man ja sagen, dass Andrew einfach absolut creepy ist und seine begehrten Frauen filmt, um sich dann auf die Videos einen von der Palme zu wedeln. Oder man macht es wie Knightley und betrachtet es als Liebe.

Grant lässt Natalie feuern, weil er geil auf sie ist. Die anderen Angestellten scheinen erleichtert, weil sie ja so fett ist. Nette Sache.

Liam Neeson ist auch noch da. Und sein Stiefsohn hat schlechte Nachrichten, denn seine Auserwählte wird zurück nach Amerika gehen. Hoffentlich fällt sie dort nicht Sex King Colin in die Arme. Neeson hat aber den absoluten Masterplan: TITANIC GUCKEN!!! Was zur Hölle? Welcher Mann guckt denn bitte mit seinem Stiefsohn bei Liebeskummer diesen Film?

Colin Firth hat aus irgendeinem Grund den ganzen Kofferraum voller Knoblauch. Seine Haushälterin geht zurück nach Portugal. Sind da gerade Abschiebewochen in Großbritannien, oder warum hauen die alle ab. Zum Abschied gibt es noch einen Kuss. Zum Glück hat sich Firth nicht vorher den ganzen Knoblauch reingepfiffen.

Der Stiefsohn ist schlauer als Neeson und hat einen viel besseren Plan, als einen beschissenen Film zu gucken. Da Mädchen ja voll auf Musiker abfahren, will er in der Schulband Schlagzeug spielen, damit seine bald abreisende dann so feucht wird, dass sie direkt zu ihm auf die Bühne rutscht, oder so. Grandios. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, erstmal auch nur ein Wort mit ihr zu wechseln, aber das wäre ja zu einfach. Neeson ist natürlich absolut begeistert von dieser Idee. Übrigens muss man ja sagen, dass Neeson wirklich alles gibt, um diese Scheiße hier irgendwie erträglich zu machen. Der Mann ist so gut, der sollte mal wieder in einem gescheiten Film mitspielen.

Nighy gibt ein weiteres seiner grandiosen Interviews. Primeminister Grant freut sich seines Lebens vorm TV.

Makatsch tanzt mit Rickman, Linney tanzt mit Karl. Der ist doch nebenbei niemals Engländer. Müsste der nicht auch langsam mal zurück in sein Heimatland? Vorher landen er und Linney jedenfalls noch in der Kiste. Bravo, Laura, du hast es geschafft, ohne irgendwas zu tun, außer irre zu starren, einen heißen Kerl ins Bett zu kriegen. Leider werden sie unterbrochen von einem Anruf, bei dem es um den Papst, Exorzismus und Bon Jovi geht. Ach ja, Laura ist eine Frau und das bedeutet, dass es das war mit dem Geficke, weil sie saudämlich ist und lieber zu ihrem Bruder rüber fährt. Karl wandert inzwischen vermutlich aus.

Ach guck mal, Emma Thompson und Alan Rickman sind verheiratet. Und Heike Makatsch zieht sich aus. Nicht mehr in der Szene zu sehen. Sie zieht sich einfach aus. Fertig. Der Followup ist natürlich, dass Rickman einsieht, dass es eine gute Idee ist, Heike flachzulegen, weil seine Frau Emma ihm tierisch auf den Sack geht. Also kauft er eine Kette bei Rowan Atkinson, um Heike wenigstens ein Geschenk machen zu können, bevor er sich zwischen ihre Beine quetscht. Hat der immer noch nicht kapiert, dass Makatsch seinen Hans Gruber will und er eigentlich absolut nichts weiter dafür tun muss?

Dr. Watson und Judy verabreden sich zu einem Drink nach dem Pornodreh. Okay, es ist eigentlich kein Porno, aber offensichtlich wird in dem Film, den sie da drehen nur gevögelt.

Colin hat eine Tasche voller Kondome und ist bereit zur Abreise nach Amerika und lernt in der ersten Bar direkt drei geile Ischen kennen, die ihn direkt zu sich nach Hause ins Bett einladen. Eine davon ist übrigens Elisha Cuthbert, die eindeutig besseres als diesen Krampf verdient hat. Aber hey, Colin hatte recht. In Amerika findet jeder was zum Ficken.

Emma Thompson denkt, Rickman wird ihr zu Weihnachten Schmuck schenken. Colin Firth lernt Portugiesisch.

Ho Ho Ho! Wir haben endlich Weihnachten erreicht. Hat nur quälende 90 Minuten gedauert. Alan Rickman schenkt Emma Thompson eine CD. Wenn das mal nicht die pure Liebe ist, weiß ich es auch nicht mehr. Heike Makatsch steht derweil leicht bekleidet vor dem Spiegel und hängt sich an ihrer Kette auf … äh, hängt sich die Kette um. Emma kann das Drama natürlich gar nicht fassen. Dabei wollte sie doch die Kette haben. Anstatt etwas zu sagen, flennt sie aber lieber heimlich rum und damit ist diese Geschichte einfach abgeschlossen. Was für eine unfassbare Zeitverschwendung.

Und wie verbringen Neeson und sein Stiefsohn den Weihnachtsabend? Nein, nicht mit Geschenken. Sie liegen auf dem Sofa und bemitleiden sich gegenseitig. Denn der Stiefsohn ist 11 Jahre alt. Da hat man natürlich wichtigere Dinge im Kopf als Weihnachtsgeschenke.

Bill Nighys Kacksong ist natürlich die Nummer 1 in den Charts. Immerhin etwas Realismus hier. Kackmusik schwimmt eben immer oben.

Ui, Martin Freeman und Judy haben den Nicht-Porno-Porno-Dreh beendet und knutschen vor der Haustür rum. Zur Abwechslung könnten sie ja rein gehen und ficken, stattdessen fliegen sie aber später nach Kuala Lumpur und heiraten. Schließlich kennen sie sich schon 3 Tage und haben sich nackt gesehen, also warum warten.

Colin Firth kommt nach Hause, nur um sich direkt wieder zu verpissen und nach Portugal zu fliegen.

Kommen wir zum absoluten Highlight der Creepyness: Andrew Lincoln klingelt bei Keira Knightley und Chiwetel Ejiofor an und hat Glück, dass Keira die Tür öffnet, denn so kann sie ihrem Mann einfach sagen, dass es nur Sternensänger sind. Andrew hat nämlich seinen Kassettenrekorder dabei und spielt das Best-Of des Kinderchors ab, was sich nicht mal im geringsten anhört, als würden da wirklich Leute vor der Tür singen. Aber da jeder in diesem Film einfach nur doof ist, fällt das natürlich nicht auf. Dann holt er seine Bob Dylan Gedächtnis Pappen raus und erzählt Keira darüber, dass er sie für absolut perfekt hält und er sie immer lieben wird. Hätten wir nicht alle gerne so einen besten Freund und Trauzeugen, der sich hinterrücks an unsere frisch angetraute Ehefrau ranmacht und dafür natürlich einen Kuss absahnt? Lass dich von einem Zombie fressen, du verficktes Arschloch!!!

Bill Nighy schenkt seinem Manager zu Weihnachten seine Liebe. Yeah! Denn das ist Rock N Roll! Aber es geht nicht um homosexuelle Liebe, sondern Freundschaft. So besaufen sie sich nur und gucken gemeinsam Pornos. Äh, okay …

Primeminister Grant liest Natalies Weihnachtskarte, in der sie ihm ihre Liebe gesteht. Hugh wird ganz huge in der Hose und fährt sie mit Polizeikolonne suchen. Dann klingelt er an allen Haustüren, weil man natürlich nicht vorher mal hätte nachgucken können, unter welcher Adresse die Frau wohnt. Man sollte doch annehmen, dass die Angestellten ihre Adresse hinterlegen. Heike Makatsch, die an Weihnachten ungefickt bleibt, bringt ihn dann auf die richtige Spur, denn Natalie ist ihre Nachbarin. Grant holt hier nebenbei wenigstens noch aus jeder Szene was raus. Man muss die richtigen Leute eben auch mal loben, selbst wenn sie aus Scheiße auch kein Gold machen können.

Dann treffen sie sich alle bei der großen Schulaufführung. Ihr wisst schon, die wo die Hummer Jesus besuchen kommen. Und es ist genau so verstörend, wie man es sich vorstellt. Wenn die Blagen davon keine Albträume kriegen, sind sie innerlich bereits tot.

Liam Neeson hat die absolute Einsicht und tatsächlich den Plan, den man von Anfang an hätte verfolgen sollen: Er schlägt vor, dass sein Stiefsohn mit seiner Auserwählten spricht. Ja, so richtig mit Zunge und Lippen und so. Okay, dass er vorschlägt, er soll ihr direkt sagen, dass er voll in sie verknallt ist, ist vielleicht nicht der beste Tipp, wenn ich mal aus eigener Erfahrung sprechen darf, aber es ist immer noch besser als „Titanic“ gucken oder Rockstar werden, also nehme ich das mal so. Natürlich kommen die beiden nicht ausm Quark und müssen sie zum Flughafen verfolgen. Warum die direkt nach der Schulaufführung zum Flughafen fährt bleibt zwar ein Rätsel, aber natürlich kann Stiefsohn Sam sich durch alle Flughafenkontrollen mogeln – und zwischendurch noch Bill Nighy beim Nacktkonzert auf einem Fernseher begutachten – um mit ihr zu sprechen. Und oh mein Gott, sie kennt seinen Namen!!! Und gibt ihm einen Abschiedskuss!!! Hättet ihr verfickten Arschlöcher einfach mal direkt mit ihr ein Wort gewechselt, hättet ihr mir einige Zeit ersparen können.

Colin Firth ist in Portugal angekommen und findet ohne Probleme das Haus, in dem Aurelia und ihre Familie wohnen. Denn er hat sich die Adresse besorgt, Herr Primeminister!!! Wo er die überhaupt her hat, frage ich jetzt mal nicht, Jedenfalls öffnet ihr Vater die Tür und Firth hält um die Hand seiner Tochter an. Der Vater ist überglücklich und ruft seine übergewichtige Tochter zur Tür, für die er sogar Geld bezahlen würde, wenn Firth sie ihm abnimmt. Denn seht ihr: Sie ist fett. Nicht wie Natalie, die die Leute nur für fett halten. Sie ist es wirklich. Und deshalb will sie natürlich keiner ficken und Papa muss sie dringend loswerden, damit sie ihm nicht die Haare vom Kopf frisst. Nette Leute da in Portugal. Und wie das in einem Dritte Welt Land wie Portugal nun mal so ist, tapern Colin Firth, der Vater, die Familie, alle Nachbarn und die halbe Stadt zu dem Restaurant, in dem Aurelia arbeitet, weil sie denken, dass Papa entweder Aurelia als Sexsklavin an Firth verkaufen will oder Firth sie umbringen will, was alle ganz besonders „cool“ fänden. Hey, verurteilt nicht mich. Ich gebe nur die haarsträubend dämlichen Dialoge wieder. Jedenfalls gibts den Heiratsantrag im Restaurant vor der Familie und allen Gästen. Natürlich ist die Antwort „Ja“ und wir haben auch diesen Käse hinter uns. Und eine Band spielt. Ist Andrew auch da, oder ist das nur Zufall?

Einen Monat später will dieser Film einfach immer noch nicht enden und wir sind wieder am Flughafen. Moment mal, woher kennt Colin Firth denn bitte Keira Knightley und creepy Andrew? In diesem Film kennt einfach jeder jeden. Wie klein ist England bitte? Und wieso holen Liam Neeson und Stiefsohn Sam seine minderjährige Auserwählte, die offenbar ohne ihre Eltern unterwegs ist, am Flughafen ab? Und zum Abschluss kommt Colin aus Amerika zurück. Mit Shannon Elizabeth. Aber sie sind nicht alleine und haben Colins Freund Denise Richards als Geschenk mitgebracht. Was zur verfickten Hölle ist bloß verkehrt mit diesen Leuten? Es ist übrigens nicht überliefert, ob die Beziehungen eine Zukunft hatten, oder ob Sex-King Colin und sein Freund sich später russische Katalogbräute bestellt haben. Kommt aber ohnehin aufs selbe raus.

Ehre wem Ehre gebührt: Liam Neeson und Hugh Grant reißen sich derbe den Arsch auf, um noch irgendwas aus dieser gequirlten Scheiße herauszuholen. Aber natürlich können sie dieses Desaster voller Vollidioten und Arschlöchern auch nicht retten. Ich gehe nach Amerika und ficke Weihnachten durch …

Großhirnige Invasion in strahlendem Licht

Was war der absolut heiße Shit in den 50er Jahren? Genau. Fliegende Untertassen und Außerirdische mit Köpfen so groß wie acht Wassermelonen. Mit so einem großen Hirn müssten die ja eigentlich aus Prinzip alles hier locker einnehmen können. Aber irgendwie hat es die Menschheit auch ohne Hirn damals immer noch geschafft, das Grauen abzuwenden. Ob das heute noch gelingen würde, lass ich mal dahingestellt. Scheinbar werden wir ja immer dümmer und die Außerirdischen warten vermutlich nur noch den richtigen Zeitpunkt ab, um endlich zuzuschlagen. Bis dahin gucke ich aber erstmal:

INVASION OF THE SAUCER MEN – USA – 1957 – 69 Min.

Schon damals war man scheinbar gerne „meta“ und so erzählt der Erzähler erstmal, wie man einen guten Film schön schaurig startet. Dann lernen wir ihn und seinen Partner kennen, die sich gerade in einem Cafe besaufen. Sympathische Affen. Der, der nicht der Erzähler ist, hält sich für einen Megaaufreißer und will noch was zu poppen suchen. Also geht der Erzähler nach Hause. Der Aufreißer sieht im Wald dann die fliegende Untertasse und ich frage mich, was der eigentlich erwartet hat, was er hier zu ficken finden würde.

In der Stadt beobachten die Teenager die Untertassenlandung, aber mit einer UFO-Sichtung beeindruckt man da schon lange keinen mehr. Unter sechs Sichtungen in verschiedenen Farben braucht man gar nicht mehr um die Ecke kommen. „Diese war blau“, antwortet einer von ihnen und das reicht natürlich ganz und gar nicht, um noch irgendwn hinterm Ofen hervorzulocken.

Namen sind hier natürlich mal wieder nicht so leicht zu merken. Es gibt aber definitv einen Johnny, einen Joe und eine Joan. Ich vermute mal, dass sie diejenige ist, die mit einem Typen im Auto rummacht und von einer Kuh unterbrochen wird. Farmer Larkins Kuh, um genau zu sein. Vorname ist vermutlich Johnson.

Der Aufreißer weckt den Erzähler und erzählt ihm von seiner Untertassensichtung und ich frage mich, wieso der einfach bei dem in die Bude und ins Schlafzimmer latschen kann. Der Erzähler glaubt ihm natürlich kein Wort und der Aufreißer will alleine … irgendwas machen.

Johnny und Joan überfahren einen Außerirdischen, der vor allem mal absolut fantastisch aussieht. Und er hat eine Hand, mit der er den Autoreifen zersticht.

Die Cops finden die Untertasse. Sergeant Wasweißich erklärt mal schnell, dass diese Dinger schon immer unfreundlich waren und ich frage mich, wie viele davon er schon gesehen hat. Hinterfragen tut das nebenbei niemand. Vermutlich haben die alle schon sechs Untertassenlandungen in allen Farben des Regenbogens erlebt. Außer der eine Typ, der nur das Blaue gesehen hat.

Johnny und Joan halten auf Farmer Larkins Farm und rufen die Bullen an, die das aber natürlich für einen Witz halten. Wenn Sergeant Wasweißich schon wieder zurück wäre, hätte man sie vermutlich ernster genommen. Farmer Larkin kommt nach Hause und will wissen, ob sie seine Kuh auf dem Gewissen haben. Nach ihrer Erklärung mit dem Marsmann hält er sie für besoffen und lässt sie gehen. Denn wenn man besoffen ist, sind die Kühe egal.

Saufen tut auch der Aufreißer. Die 50er halt. Da hatte man seinen Flachmann immer zur Hand. Der landet dann auch auf Farmer Larkins Farm. Also nicht der Flachmann, sondern der Aufreißer. Ich finde ja übrigens, dass Farmer Larkin sich ein Schild hinstellen sollte, auf dem in großen Buchstaben „Farmer Larkins Farm“ steht. Der Typ würde reich. Wenn jetzt schon alle da ein und ausgehen, was würde wohl etwas Marketing bewirken. Der Aufreißer ruft den Erzähler an und sagt ihm, dass er den Kühlschrank leer räumen soll, damit sie da den Außerirdischen drin einsperren können. Der Erzähler pennt wieder ein. Der Aufreißer wird wohl eh nicht mehr nach Hause kommen, denn er wird von einem Außerirdischen aufgerissen.

Johnny und Joan tapern durch den Wald und sehen einen Außerirdischen, der gegen ein Auto klopft, weil er es für den Tod seines Außerirdischenkumpels verantwortlich macht. So zumindest Johnnys Schlussfolgerung. Ich habe dem nichts hinzuzufügen. Wie jeder gute UFOloge weiß, klopfen Außerirdische andauernd an Dinge, die lustige Geräusche machen und Außerirdische töten.

Da niemand aus der Untertasse kommt, meinen die Cops, dass es ferngesteuert ist. Nachgucken will aber keiner. Stattdessen tritt Plan B in Kraft: Einfach mal drauf los ballern. Als das auch keine Reaktion hervorruft, ist man sich sicher, dass es sicher ist und will mal nachschauen, was so in der Untertasse los ist. Irgendwie sind die Pläne hier alle nicht so ganz durchdacht, oder?

Johnny und Joan werden derweil verhaftet, weil ihnen niemand die Geschichte vom grünen Marsmanm glaubt. Irgendwie kann ich dem ganzen Quatsch hier nicht folgen. Auf der einen Seite stehen die Bullen vor dem UFO, auf der anderen verhaften sie Leute, die Außerirdische sehen. Die Anklage ist nebenbei, dass er einen Mann überfahren hat. Aber selbst als man ihm die Leiche zeigt, beharrt Johnny auf seiner Marsmanngeschichte. Papa Joan ist Anwalt, oder sowas und er will Johnny irgendwie aus der Scheiße helfen.

Die Untertasse leuchtet hell und alle sind ganz aufgeregt. Johnny und Joan können mal eben ein Polizeiauto klauen und fahren zur Landestelle. Irgendwie haben sie dann einen Außerirdischen im Auto und sperren ihn darin ein, um den Beweis für ihre Unschuld zu liefern. Ich weiß jetzt nicht genau, wie intelligent diese Außerirdischen mit den Riesenköpfen sind, aber wenn es in das Auto rein kam, besteht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass es auch wieder raus kann. Wir werden es sehen, denn Johnny und Joan lassen das Alien alleine und gehen zum Erzähler, der ihnen helfen soll. Ah, der Tote ist der Aufreißerbuddy vom Erzähler. Ergibt plötzlich alles … nein, wartet. Sinn nicht vorhanden. Der Erzähler nimmt noch schnell seine Kamera und eine Pistole mit, die er einem Nazi abgenommen hat. Ich weiß nicht, warum er das so betonen muss, aber ist wohl wichtig zu wissen, dass es nicht irgendeine Waffe ist, sondern eine Nazi-Waffe. Vielleicht kann man mit Nazi-Pistolen ganz besonders gut Außerirdische töten. Die halten ja alles Nicht-Weiße auch offenbar für vom anderen Stern.

Ein Außerirdischer tötet eine Kuh und alle Gänse laufen nervös durch die Gegend. Die Szene wird sicher noch irgendwie wichtig. Oder man wollte einfach einen epischen Kampf zwischen einem Außerirdischen und einer Kuh zeigen … und scheiterte kläglich.

Johnny, Joan und der Erzähler – der übrigens seit dem Anfang des Films nichts mehr erzählt hat, wodurch ich doch beginne, seine Funktion in Frage zu stellen – fahren also zu dem eingesperrten Außerirdischen und müssen zu ihrer Überraschung feststellen, dass es nicht mehr da ist. Nach etwas hin und her mit Autoscheinwerfern und Taschenlampen sehen sie ihn dann aber doch zwischen den Sitzen liegen. Sie wollen ein Foto machen, weil schon damals jeder ein Hobbyfotograf war. Und dann verschwindet er plötzlich. Also kann er sich entweder unsichtbar machen oder teleportieren. Oder er ist einfach nur ein guter Zauberkünstler, dessen Tricks über die mit Karten hinausgehen. In den Büschen sind auch Außerirdische, also holt der ehemalige Erzähler seine Naziknarre raus und fängt an rumzuballern. Dann stellen sie aber fest, dass sie empfindlich auf Licht reagieren und ich frage mich, wer wohl die Lampen an der fliegenden Untertasse installiert hat.

Nach kurzer Flucht will sich Johnny stellen und ruft die Cops an, damit sie ihn bei Farmer Larkins Farm abholen. Der Plan ist natürlich, dass sie dann die Außerirdischen sehen, die die Farm umstellt haben. Ich raffe immer noch nicht, wer hier eigentlich was weiß. Ist jetzt aber sowieso zu spät. Leider ist Johnny nicht mehr verdächtig, denn die Autopsie, die man scheinbar mal eben so nebenbei in den letzten 5 Minuten vollzogen hat, hat ergeben, dass der Aufreißer an einem Herzinfarkt gestorben ist. Also sind sie doch auf sich gestellt.

Zusammen mit … irgendwem, den ich nicht erkenne, da hier alles dunkel und schwarz-weiß ist, fahren Johnny und Joan dann … irgendwohin, um da die Außerirdischen in einer Falle zu locken. Also vor ihre Autos und dann die Scheinwerfer anmachen. Und was soll man sagen. Der Plan funktioniert so gut, dass die Außerirdischen direkt explodieren, als sie im Licht stehen.

Alle sind erleichtert und Johnny will Joan heiraten. Der Erzähler erzählt dann noch kurz was und das ist das Ende … „bis zum nächsten Mal“, wie der Film andeutet. Ich gehe meine Taschenlampe holen …

Ausgelutschte Achtziger Action Aufwärmung

Wisst ihr noch, wie in den 80ern so richtig geiler Actionscheiß im TV hoch und runter lief? Das ganze TV-Programm war voller Helden. Und weil diese Helden so geil waren, kehren genau diese Helden alle wieder auf die Leinwände und Bildschirme zurück, damit man der neuen Generation auf gar keinen Fall ihre eigenen Helden gibt, sondern nur aufgekochte, halbgare Scheiße, die innerhalb von 2 Wochen wieder vergessen ist. Kurz: Reboots. Und um eins davon kümmern wir uns heute. Es geht um eine meiner All-Time-Action-Fave-Serien.

THE A-TEAM – USA – 2010 – 117 Min.

Ich denke mal, die Serie sollte jedem bekannt sein. Und wenn nicht: Schande über euch. Aber ich erkläre trotzdem kurz worum es geht, genau so, wie es die Serie immer gemacht hat:

„Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten. Sie brachen aus dem Gefängnis aus und tauchten in Los Angeles unter. Seit dem werden sie von der Militärpolizei gejagt, aber sie helfen anderen die in Not sind. Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber ihre Gegner müssen sie ernst nehmen. Also wenn sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen sie doch das A-Team.“

Soweit, so klar, würde ich sagen. Also weg von der Serie hin zum Film, der vor der Serie spielt, was aber ohnehin absolut scheißegal ist, denn wie wir alle wissen ist Story heutzutage nur noch ein Wort, das die Writer hin und wieder nachschlagen, um sich daran zu erinnern, dass es sowas tatsächlich mal gab.

Col. Hannibal Smith ist an einen Stuhl gefesselt und soll von einem Mexikaner erschossen werden. Mit seiner eigenen Waffe. Die hat aber keinen Abfeuerungssteckergelötkolbendö und so hauen die Mexikaner einfach ab. Hannibal befreit sich von seinen Fesseln und besticht noch ein paar Killerhunde im Schatten und ich weiß jetzt schon nicht mehr, was diese Szene mir sagen sollte und was zur Hölle hier überhaupt passiert ist, weil es alles absolut keinen Sinn ergibt.

Bosco B.A. Baracus fährt mit seinem coolen Lamborghini in einer Werkstatt vor und haut dort den ganzen illegalen Mechanikern vor die Fresse. Und dann haut er mit seinem coolen A-Team-Van ab. Keine Ahnung, ob der da repariert wurde, oder von den Mechanikern geklaut. Wir werden es nie erfahren, weil Story …

Lt. Faceman Peck wird in der Wüste von irgendwem gefangen gehalten. Vermutlich, weil er die falsche Trulla gevögelt hat. Hannibal läuft durch die Wüste und hält B.A. an, der zufällig da vorbei fährt. Mitten im Nirgendwo. Und natürlich sind sie direkt Freunde fürs Leben. Faceman macht derweil coole Sprüche, obwohl er kurz vorm Abnippeln steht. Hätten die Writer mal eine Folge der Serie geguckt, wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass der Mann in solchen Situationen gar nicht mal so cool bleibt. Aber gut, er wird sowieso gerettet, also blah.

Capt. H.M. Murdock ist im Krankenhaus und will fliehen, im gleichen Moment, wo er von Hannibal und Co. rekrutiert werden soll. B.A. lernt ihn als erstes kennen, als er sich als Arzt ausgibt und Murdock seine Wunde vernäht und anschließend Facemans Arm abfackelt. Sharlto Copley ist in der Rolle nebenbei absolut grauenhaft und fängt nicht mal ansatzweise den charmanten Irrsinn ein, den Dwight Schultz dieser Figur verleihen konnte. Nein, er nervt einfach von der ersten Sekunde an. Nebenbei sollte Jim Carrey diese Rolle mal spielen. Man, was wäre das für ein Fest geworden. Hätte den Film direkt extrem aufgewertet. Jedenfalls wird bei der anschließenden Flucht per Hubschrauber direkt mal B.A.s Van zerstört, was den nicht gerade auf die freundschaftliche Seite von Murdock zieht.

Das A-Team sitzt im Irak rum und kriegt den Auftrag, irgendwelche Falschgeldplatten zu beschaffen, mit denen jede Menge Falschgeld von jeder Menge böser Typen hergestellt werden soll und das geht natürlich gar nicht. Nebenbei trifft Faceman seine Ex Charissa wieder, die jetzt beim FBI ist, oder so. Es folgt eine Compilation der Planung der Mission, inklusive „Braveheart“-Anspielung von Murdock, was äußerst sinnvoll ist, wenn man bedenkt, dass der Film ja eigentlich vor dem Jahr 1983 spielen müsste, wegen Vorgeschichte und so, aber da man ja im Irak sitzt, ist das ohnehin alles hinfällig und wir ignorieren das jetzt mal lieber, weil Story …

Der Plan gelingt natürlich und man hat auch nur wenige Leute dabei getötet, was aber immer noch wenige mehr sind, als in der Serie draufgegangen sind. Aber als sie zurück zum Stützpunkt kommen, wird dieser angegriffen, der General getötet und die Platten gestohlen von Pike. Das A-Team wird beschuldigt und verurteilt. Nebenbei auch Murdock, der in der Serie nie verurteilt wurde, sondern einfach nur für irre erklärt und in die Klapse gesperrt, aus der er regelmäßig ausbrach. Aber gut, so macht man es sich eben einfacher, weil Story …

Blahblah und Hannibla bricht aus und hilft dann den anderen auch beim Ausbruch, damit sie zusammen Pike zur Strecke bringen können. Bei Murdocks Befreiung gibt es immerhin die A-Team-Musik zu hören, wodurch erstmals A-Team-Feeling aufkommt. Das wirds dann aber wohl auch gewesen sein. Wie drei gesuchte Typen einfach so nach Mannheim kommen, stelle ich nebenbei mal nicht in Frage. Charissa Sosa hängt sich an ihre Fersen.

Die Flucht mit dem Flugzeug vor den Kampfjets ist die absolute CGI-Seuche. Dann folgt die vielleicht dämlichste Szene, die jemals in einen Actionfilm gepackt wurde – und sind wir ehrlich, die Messlatte liegt äußerst niedrig. In einem Panzer an einem Fallschirm, der relativ ungebremst Richtung Erde stürzt, ballert sich das A-Team dank der Panzerkanone so durch die Luft, dass sie in einem See landen und zum Schluss schießt man natürlich noch ein paar Salven nach unten, um den Panzer abzubremsen. Was für ein unfassbarer Käse. Überhaupt sind die Actionszenen hier alle einfach nur unfassbar behämmert und so Over-The-Top, dass man erstmal etwas über die physikalischen Grundprinzipien nachlesen will. Gravitation, Fliehkraft, Druck etc. sind hier einfach komplett scheißegal. Und woran liegt es? #FuckCGI

Es ist schon bemerkenswert, wie wenig Spaß so ein Film machen kann. Und das noch eine Dreiviertelstunde. Überraschung: General Morrison lebt noch und sieht jetzt aus wie Osama Bin Laden nach drei Tagen ohne Rasur. Ach so, und es ist einfach alles komplett uninteressant. Jedenfalls hat er die Platten und Hannibal ruft Lynch an, um ihm zu sagen, dass sie die Platten haben. Also sollen sie Morrison killen und die Platten in Sicherheit bringen. Aber natürlich machen sie das nicht, denn ein Kampfbomber bombt alles weg, was wegbombbar ist. Also auch Morrison. Denke ich. Vielleicht lebt er auch immer noch. Es ist mir scheißegal. Die Story ist einfach nur langweiliger Quark. Mal ehrlich, wie schwer wäre es gewesen, hier einfach eine gute alte Actionstory hinzuschludern, die dem A-Team gerecht wird und dabei auch unterhaltsam ist? Die Serie hat das wöchentlich hingekriegt. Hier schafft man es nichtmal für 10 Minuten Interesse für irgendwas zu generieren. Warum hat man das A-Team nicht das machen lassen, was sie am besten können: Unschuldigen Opfern helfen?

Nun ja, jedenfalls hat das A-Team Morrison, der offenbar doch noch lebt, oder es ist ein Bluff. Mir ist es ehrlich gesagt scheißegal. Sie rufen Sosa an und wollen mit ihrer Hilfe ihre Unschuld beweisen. Und immerhin kriegt man eine sehr kurze Bastelszene zu sehen, wie früher, wo wöchentlich der coolste Scheiß aus irgendwelchem Schrott gebaut wurde. Statt einem Superkettenfahrzeug aus ein paar Stahlplatten und einem Schulbus baut man hier aber lieber … irgendwas, das später explodieren soll.

An den Docks von … ist das wohl immer noch Mannheim? Ich habe wirklich keine Ahnung, wo zum Geier die den ganzen Film über rumgehangen haben, wenn ich ehrlich bin. Ich sage einfach mal, dass es immer noch Mannheim ist, weil ich keinen anderen Ansatz habe. Aufgrund völliger „Ist mir alles scheißegal, werdet mal fertig da mit eurem lahmen Scheiß“-Einstellung, haben ich und Lynch absolut keine Ahnung, was abgeht, als alles mögliche an den Docks in Flammen aufgeht. Das billige CGI hilft mir da auch nicht weiter. Das kommt übrigens richtig zum Tragen, als Faceman durch eine Reihe von zusammenstürzenden Containern läuft. Die Effekteabteilung muss wirklich stolz auf sich sein, dass sie so viel saufen können, damit das hier für sie so gut aussieht, dass sie es tatsächlich so für den Film vorgelegt haben. Und wer auch immer das abgenommen hat, für den ist Alkohol wohl noch das kleinste Problem.

Bosco haut dann Pike weg und Lynch und Hanibal liefern sich den großen Showdown an einem Ort, der so dunkel ist, dass man auch direkt auf den Friedhof hätte gehen können. Obwohl, da hätte man vermutlich mehr erkannt. Lynch erschießt dann Morrison mit Hannibals Waffe, soweit ich das sehe und dann kriegt Lynch die Fresse zermatscht und dann kommt der obligatorische Flashback, um aufzudecken, was hier der Plan war. Irgendwas mit Ablenkung und blah. Hannibals Waffe war halt nicht geladen und Morrison lebt immer noch. Es ist unfassbar, wie viele Leben der Typ offenbar hat. Übrigens kann ich mich nicht erinnern, dass die Serie mal einen Flashback nötig hatte, um irgendwas zu erklären, was zudem auch noch absolut offensichtlich ist. Alleine das sollte klar machen, dass hier mal wieder keiner auch nur ansatzweise versucht hat, der Vorlage gerecht zu werden. Jedenfalls wird Lynch verhaftet, da Sosa und Co. die ganze Zeit da waren und das A-Team hat seine Unschuld bewiesen, was nebenbei absoluter Käse ist, aber ich habe keinen Bock mehr, irgendwelche Vergleiche zu der spaßigen Serie zu ziehen. Das hier macht alles keinen Bock und keinen Sinn, weil Story …

Und spätestens als Faceman und Sosa rummachen habe ich endgültig die Schnauze voll. Fick das B-Team hier. Wenn ich eine positive Sache zu diesem Bullshit im Quadrat sagen muss, dann ist es wohl, dass ich durch den Film wieder Bock gekriegt habe, die Serie zu gucken, einfach um zu sehen, wie man mit diesem Team Spaß haben kann. Ich gehe das EINZIG WAHRE A-Team gucken …

Dieses Mal gehts bei den Filmischen Objekten um Gewächse mit Sprachkenntnissen und Hausbaumöglichkeiten. Also Bäume.

Seh’ ich, dich heut’, Nacht am alten Pfad, Dort hängten sie den Mann, der drei getötet hat. Seltsames trug sich zu und seltsam wär’s wenn wir, Uns seh’n, am Baum, wo er gehangen hat. Das Lied “The Hanging Tree” aus HUNGER GAMES: MOCKINGJAY – TEIL 1 ist eines der wenigen innerdiegetischen Filmlieder, die es auch…

über Filmische Objekte: Der Baum — Adoring Audience

Meeresbilogische Mutationsforschung am Badesee

Wenn ich so richtig gut drauf bin und so richtig Bock auf richtig abgefahrenen Quatsch habe, den man so sonst kaum findet, dann suche ich mir ja gerne mal einen alten Monsterfilm raus, der mit möglichst billigem Kostüm und möglichst bekloppter Idee überzeugt. Wir erinnern uns sicher alle noch an den absolut großartigen „Sting Of Death“ mit dem Jellyfishman. Nun, die Tagline für den Film heute lautet wie folgt: „It would take an atom bomb to wipe out the walking catfish!“ Ein laufender Katzenfisch? Mehr muss ich nicht wissen. Los gehts:

ZAAT – USA – 1971 – 100 Min.

Ein Gedicht über Fische und Skorpione leitet den Spaß hier ein und damit steht schon mal fest, dass das hier wieder ein Knaller werden dürfte. Gegen Ende macht der Lobgesang auf die ozeanische Fauna eine kleine Wende und der Vortrager des Gelabers sagt, dass er bald einer von ihnen sein wird und sie dann das Universum beherrschen werden. Wie will ein Fisch, der nur im Wasser leben kann bitte das Universum regieren? Nicht mal die Delphine haben das geschafft.

Die Laberbacke ist nebenbei scheinbar irgendein Wissenschaftler, deren Gedankengänge man durchgehend hört. Und das kann ganz schön nerven, muss ich sagen. Jedenfalls experimentiert er an Fischen rum und das dauert dann erstmal eine gefühlte Ewigkeit. Irgendwann taucht er dann in einen Pool und verwandelt sich in den Catfishman, oder so. Das Kostüm ist mal wieder so absolut grandios, dass ich nicht weiß, was es darstellen soll, aber sofort kaufen würde.

Catfishman taucht dann ab in den See und schwimmt halt rum. Irgendwo sitzen der Sheriff und ein Typ und angeln. Und dann hauen sie ab. Und dann kommt Catfishman an Land und latscht zurück in sein Labor, um da ein Foto von irgendeinem Typen an die Pinnwand zu heften, den er scheinbar um die Ecke bringen will.

Sheriff Lou und sein schwarzer Kollege untersuchen das Seewasser, weil … sie sonst scheinbar nix zu tun haben. Und sie finden irgendwas, das nicht gut ist. Keine Ahnung, was genau. Wissenschaftliche Fremdwortakrobatik ist nicht so meins. Catfishman schwimmt wieder im See rum und bespannt eine Blondine beim Camping. Nachdem man dann minutenlang das Unterwasserleben dieses wunderschönen Sees begutachten durfte, passiert absolut gar nichts.

Der schwarze Kumpel vom Sheriff nimmt noch mal eine Wasserprobe.

Catfishman schubst den Typen vom Foto und dessen Blagen ins Wasser, als sie gerade in Ruhe angeln. Weiß der denn nicht, dass das die Fische verscheucht? Moment mal, warum tötet der denn jetzt die Tochter? Und warum geht das einfach so indem er sie berührt? Und warum liegt dann nur der Typ vom Foto auf dem Seziertisch in der Obduktionskammer? Fragen über Fragen. Die Antwort kann nur lauten: Catfishman.

Die Camperin ist noch da. Catfishman erwürgt einen Typen in seinem Haus, als er an seiner Angel rumspielt. Auf der Polizeiwache sind die Poolreiniger angekommen. Oder zumindest sehen die beiden so aus, in ihren roten Overalls. Sie wurden von dem schwarzen Freund des Sheriffs angeschleppt, um dem zu erklären, dass ein Katzenfisch für die Tode verantwortlich ist. Die Camperin geht schwimmen und ich weiß jetzt schon, dass das eigentlich nur zur „Sting Of Death“-Gedenk-Entführung führen kann.

Die Camperin wird vom Catfishman in den Umwandlungspool getunkt, während draußen die Poolreiniger ermitteln. Warum sich die Camperin nicht in Catfishwoman verwandelt hat, bleibt ungeklärt. Catfishman ist jedenfalls nicht erfreut darüber. Sicher hatte er schon große Hochzeitspläne mit Seepferdchenfanfaren und Muschelparaden und Tintenfischringen.

Oh, die Poolreiniger haben eine Falle gebaut und ich habe es nicht mitgekriegt. Catfishman auch nicht, denn er schwimmt mitten rein. Das bedeutet natürlich, dass es Zeit ist für Megaaction mit dem Catfishman, der die Poolreiniger umhaut und wieder baden geht.

Der Sheriff macht, was jeder gute Sheriff machen würde: Er ruft öffentlich zur Massenpanik auf. Jeder soll sich bis an die Zähne bewaffnen, um dem Killer den Arsch wegblasen zu können. Er sagt es nicht genau so, aber darauf läuft es hinaus.

Dem Catfishman geht die Zeit aus, weil … Zeit ist halt begrenzt. Das muss als Erklärung reichen. Nachdem er eine Zeichnung von Elvira von der Addams Family angefertigt hat, geht er mal wieder tauchen und latscht dann durch die Straßen auf der Suche nach … was eigentlich? Elvira? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass er scheinbar Rückenschmerzen hat, weil er kurz stehen bleibt und aus dem Off seine Stimme genau das sagt: „Aaaaah, the pain!“

Wie jeder Catfishman, der was auf sich hält, geht auch dieser erstmal shoppen und ist sofort besoffen, nachdem er einen Schluck aus einer Flasche mit Wasweißich genommen hat. Also torkelt er rum und reißt alle Regale ab. Dann torkelt er durch das Kaff. Irgendwo in diesem Kaff sitzt eine Christliche Rockband in der Ecke und macht beschissene Musik. Immerhin gefällt es dem Sheriff. Ich hoffe wirklich, dass der Catfishman sie alle tötet. Zur Sicherheit sperrt der Sheriff sie alle ein. Also wirklich zur Sicherheit. Das ist die Begründung. Nicht etwa eine Anklage wegen Ruhestörung, oder extrem beschissener Kackmusik in der Öffentlichkeit, oder einfach nur fürs Christentum. Nein, damit sie über Nacht sicher sind.

Catfishman bespannt die Poolreiniger beim Poppen. Habe ich eigentlich erwähnt, dass eine davon weiblich ist? Nein? Egal. Der Sheriff bereitet derweil die große Monsterjagd vor. Rex heißt sein schwarzer Freund. Wie der Kommissar. Und der hat ein Catfishmanaufspürgerät, oder sowas in der Art. Es macht komische Geräusche und soll dabei helfen das Monster zu finden, was kann es also sonst sein?

Irgendwie weiß dann niemand so genau, was er eigentlich hier treibt. Catfishman latscht einfach durch die Gegend, Sheriff und Co. fahren einfach durch die Gegend, eine Blondine duscht, damit wir auch die Szene abhaken können …

Catfishman schnappt sich Monica, die direkt ohnmächtig wird, als er sie auf seine Schulter hebt. Zuvor konnte sie noch ganz hervorragend mit Geschirr um sich werfen. Sheriff und Co. machen sich jetzt verschärft auf die Suche nach dem Monster. Mit Hilfe des Catfishmandetektors gelingt das natürlich relativ schnell – und damit meine ich, dass es 10 Minuten dauert, in denen einfach gar nix passiert.

Monica soll natürlich in den Pool und zu Catfishwoman mutiert werden. Aber Rex ist zur Stelle und bewaffnet sich mit einem rostigen Rohr. Wer jetzt einen Megashowdown erwartet wird nicht enttäuscht denn Rex stülpt dem Catfishman ein Fischernetz über und will Monica retten, aber der Catfishman ist so unglaublich wendig, dass er sich direkt aus dem Netz befreit und Rex umhaut. Der Catfishman bringt dann irgendwelche Tanks zum Strand und Rex wird wach und kann Monica aus dem Pool holen, erliegt dann aber seinen Verletzungen.

Am Strand schießt der Hilfssheriff mit einem Gewehr auf den Catfishman, den das wirklich nicht die Bohne interessiert. Spannungsaufbau ist irgendwie anders. Martha? Ich dachte, die heißt Monica. Okay, jetzt bin ich mal wieder komplett verwirrt. Der Catfishman jedenfalls geht im Meer schwimmen und Martha/Monica geht hinterher, während der Hilfssheriff am Strand zusammenbricht.

Da haben sie es am Ende doch noch irgendwie verkackt. Okay, sind wir ehrlich. Es ist hier nichts im Film, was sie nicht verkackt haben. Ich gehe meine Fische füttern …

Monatsrückblick – November 2017

Nach dem ganzen Horror im Oktober musste im November unbedeingt mal wieder was anderes her. Als erstes habe ich mal nachgeschaut, ob Netflix endlich mal einen guten Film fabriziert hat, oder ob die Stärke auch weiterhin nur bei den Serien liegt.

THE MEYEROWITZ STORIES (NEW AND SELECTED)

Bei dem Cast musste ich erst zweimal überlegen, ob ich da überhaupt Bock drauf hab. Nicht, dass ich den Großteil davon wirklich schlecht finde, aber es ist eben bei allen Licht und Schatten vorhanden. Dustin Hoffman ist in der Regel stark, aber seine Filme nicht unbedingt. Emma Thompson spielt in der Regel nur in Kram mit, der mich nicht die Bohne interessiert. Ben Stiller kenne ich eher als Komödientrottel, wobei ich ihn da immer recht lustig fand. Und zu Adam „Ich drehe am liebsten schlechte Komödien, während ich mit meinen Buddies im Urlaub rumhänge“ Sandler muss man wohl nicht mehr viel sagen.
Tja, und dann hat man da diesen Film. Und jeder der Darsteller darin liefert von Sekunde eins ab. Da merkt man eben mal wieder, zu was viele Darsteller in der Lage sind, wenn sie einen fähigen Regisseur haben, der genau weiß, was er von ihnen will und was sie zu leisten im Stande sind.
Der Film selbst plätschert irgendwie so dahin und konzentriert sich auf Szenen einer Familie, die zum Teil aber sehr zusammenhangslos wirken. Aber genau dadurch unterhält der Film. Denn er spiegelt das wahre Leben wider. Die Charaktere reden über jeden möglichen Quatsch, der mit absolut nichts irgendwas zu tun hat. Am Ende aber doch irgendwie wieder Sinn innerhalb des Films ergibt. Es macht einfach Spaß, den Darstellern dabei zuzuschauen, wie sie ihre Charaktere spielen. Mehr ist es dann aber letztlich auch nicht. Wenn man Spaß an Charakteren hat, so wie ich, funktioniert der Film ziemlich gut. Wenn nicht, könnte es schwierig werden.
Das einzige was mich irgendwann wirklich genervt hat, war der Schnitt. Man muss nicht jede Szene mitten im Satz wegcutten. Typischer Fall von weniger ist mehr.

Da das Thema ja gerade wieder aktuell ist (wann ist es das auch nicht), habe ich mir dann auch mal wieder eine Doku reingepfiffen, was eher selten der Fall ist.

BOWLING FOR COLUMBINE

Ich bin ja wahrlich kein großer Dokumentationsgucker. Klar, es gibt durchaus Themen die mich interessieren, aber oft wird mir das dann zu trocken präsentiert.
Michael Moore hingegen, versucht die Themen, die er angeht mit einer gewissen Lockerheit rüberzubringen und das funktioniert auch ziemlich gut. Klar, man sollte keinesfalls jedes Wort hier auf die Waagschale legen. Moore neigt zu Übertreibungen, biegt sich die Dinge so, wie er sie gerade braucht und lässt auch kaum Gegenmeinungen zu. Aber immerhin ist das alles äußerst unterhaltsam und zum Teil eben doch entlarvend. Man sollte es nur nicht zu ernst nehmen, was der Mann macht, dann hat man durchaus Spaß. Und sei es nur an den teils bekloppten Geschichten von teils bekloppten Leuten, die man in dem Film so erzählt kriegt.

Wo ich schon mal dabei war, hab ich den hier noch hinterher geschmissen:

WHERE TO INVADE NEXT

Unterhaltsamer Spaß voller Halbwahrheiten.
Ich fasse mal ein bisschen was zusammen:
In Italien wird einem der komplette Urlaub nach Nairobi bezahlt.
In Frankreich gibt es in jeder Schule 5-Gänge-Menüs in der Pause.
In Finnland leben nur IQ-Wunder, obwohl sie kaum in die Schule müssen.
In Slowenien hat keiner Schulden (außer ein versprengter Student).
In Deutschland arbeitet man wenig und kriegt dafür jede Menge Geld.
In Portugal kann man sich legal die Nasenscheidewand wegkoksen.
In Norwegen ist jeder Knast ein 5-Sterne Hotel.

Europe! FUCK YEAH!!!

Recht interessant sind natürlich die Vergleiche der Systeme mit denen der USA. Aber wie Moore nun mal ist, macht er es sich schön einfach, pickt sich die Rosinen raus und lässt links liegen, was in den besuchten Ländern verkehrt läuft. Es ist eben eine Michael Moore Doku. Unterhaltsam, aber man sollte nicht alles glauben, was einem da aufgetischt wird.

Auch wenn ich nicht beim #Noirvember mitgemacht habe (eine Genrereihe im Jahr reicht mir dann doch), habe ich zumindest einen absoluten Klassiker des Genres nachgeholt:

RIFIFI

Leider musste ich kurz nach Start des Films auf die deutsche Synchro ausweichen, die etwas altbacken daher kommt, da aus irgendeinem Grund die Untertitel der DVD nicht mehr weitermachen wollten. Das tut dem Film aber nur einen geringen Abbruch, denn das hier ist ein Gangsterfilm, der von der ersten Sekunde an alles absolut richtig macht. Man lernt ein paar der Gangstercharaktere kennen, die Gangsterdinge tun, ketterauchen und für die dann nach einem erfolgreichen Einbruch alles den Bach runter geht.
Absolutes Highlight ist wohl der Einbruch ohne jeglichen Dialog oder Musikunterlegung, der fast in Echtzeit abläuft und beinahe eine halbe Stunde dauert.
Starker Gangsterfilm, der den Test der Zeit mühelos überstanden hat.

Dann gabs noch Überlebenskapf auf hoher See:

ALL IS LOST

Ich mag Kammerspiele. Und ich mag Survivalfilme. Das Thema „Mensch gegen Natur“ geht also bei mir immer und wenn es dann nur ein Mensch an einem Ort ist, macht es das ganze noch etwas besser.
Robert Redford liefert eine hervorragende One-Man-Show ab und spielt dabei sehr zurückhaltend, was dem Film nur gut tut. Sowas kann ja auch schnell zur Überlebensheldenshow verkommen. Das ist hier aber überhaupt nicht der Fall. Allerdings geht dem Ganzen in der Mitte etwas die Puste aus. Es ist eben immer noch nur ein Mann auf einem Boot und das kann sich dann schon mal etwas ziehen. Der Film fängt sich aber wieder und bis auf ein paar kleine Längen im Mittelteil war das alles sehr gut inszeniert, gespielt und setzt mit dem Ende einen konsequenten Abschluss.

Insgesamt gesehen: 9

Davon Schrott:

Rewatches: 2

Eine Serie auf Netflix gab es natürlich auch noch. „Mindhunter“ rockt. Schön langsam erzählt. Ohne überbordende Action. Interessante Charaktere. Interessante Geschichte. Hoffentlich kommen noch 1000 Staffeln genau so wie die Erste. Die Massenmörder sind so richtig schön creepy.

Nun, und dann hatte ich meine jährlich einmal auftretende kranke Woche, die ich größtenteils im Bett verbringe. Jetzt könnte man natürlich meinen, dass man da ja dann wunderbar viele Filme und Serie gucken kann. Aber ich bin dann doch eher der komplett fertige Typ und penne fast den ganzen Tag und mache zwischendurch halt mal was an, was ich gekonnt ignorieren kann. Also ne Comedy oder sowas. Nix erwähenswertes jedenfalls. Und da eine Woche mit minimaler Bewegung in meinem Fall bedeutet, dass ich hinterher meinen Rücken mal wieder gepflegt in die Tonne treten kann, ist dann auch erstmal nix mit Film gucken, weil lange sitzen die Hölle ist und eher Rumlaufen und irgendwie bewegen angesagt ist. Also wanderte knapp 2 Wochen lang äußerst wenig in meinen Player und dementsprechend gabs einfach nicht mehr zu berichten diesen Monat an der Film- und Serienfront.

Und wie man sieht hat auch der Schrott extrem zurückgesteckt. Das liegt aber in erster Linie daran, dass ich die Filme für den Blog für den Rest des Jahres bereits gesehen habe und mich dann meist etwas „zurücklehne“ und auch mal was anderes gucke. Einen Schrottfilm muss ich allerdings noch gucken. Nämlich den Weihnachtsfilm für den Blog. Und da kann ich schon mal versprechen: Der wird dieses Jahr nicht auf Nächstenliebe stoßen, da er allgemein sehr beliebt ist und ich euch dann sage, warum ihr alle falsch liegt. Hui, das wird ein Spaß!

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Zukunftsorientierter Nepotismus in menschenfeindlicher Umgebung

Die Smiths auf der Nachhererde wird sicher ein geiles Konzert. Ich bin zwar nicht der größte Fan der Band aber hey, wenn man schon mal die Chance hat, die live zu … was? Es geht gar nicht um die Band? Es geht um Will und seinen talentbefreiten Sohn Karate Kid? Oh nee, warum hat mir das keiner gesagt? Ich habe jetzt schon keine Lust mehr. Ich wollte doch so gerne singen.

„Und immer wenn wir traurig waren …
… und traurig waren wir ziemlich oft …
… gingen wir zu dir nach Hause …
… und da hörten wir die Smiths …“

Lord Xenu, steh mir bei …

AFTER EARTH – USA – 2013 – 100 Min.

Die Erde ist im Arsch. Man muss es einfach auch mal ungeschönt sagen. Die Menschheit hat das getan, was unvermeidlich scheint und den Planeten zerstört. Also musste man evakuieren. Und dann wurde man von Aliens angegriffen und alles war erneut im Arsch. Aber es gibt da den Ghost. Einen Mann, der absolut furchtlos ist und so die Menschheit retten wird. Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn ich höre, dass jemand furchtlos ist, denke ich als erstes an Vollidioten, die Taser an ihren Eiern ausprobieren und anschließend von einer Klippe springen. Mit anderen Worten: Ein furchtloser „Ghost“ ist in meiner Welt der erste, der den Löffel abgibt.

Kitai Raige ist so ein richtiger Streber und Angeber. Ihr wisst schon, so ein Typ, der beim Sport die Runden immer etwas schneller als alle anderen läuft, um zu zeigen, was für ein toller Hecht er ist. Oder kurz gesagt: Ein Arschloch. Sein Vater Cypher ist auch nicht besser, habe ich das Gefühl, aber er ist mehr einer dieser Respektspersonen und Disziplinfanatiker. Oder kurz gesagt: Ein Arschloch. Mutter Faia ist auch da und ich habe keine Ahnung, wie sie es so lange mit diesen Arschlöchern ausgehalten hat, aber da sind sie jetzt, sitzen am Tisch und Kitai hat es nicht geschafft, zum Ranger befördert zu werden.

Weil er unbedingt so ein hohes Tier und noch größeres Arschloch wie Papa sein will, nimmt der seinen Sohn mit auf eine Tour nach Ergejhskjdvhudsbg, oder so ähnlich. Hab den Namen nicht verstanden und da sie da ja eh nicht ankommen werden, ist es auch einfach scheißegal. Und selbst wenn sie ankämen, wäre es das. Also weiter.

Kitai liest „Moby Dick“. Ich dachte, ich erwähne das mal, weil das jetzt schon zweimal zur Sprache kam und vielleicht noch eine Rolle spielt. Des Nachts guckt sich Kitai die Ladung des Schiffs an. Scheinbar handelt es sich um irgendein … Ding, das für das Ghost-Training verwendet wird. Ich kann mich nicht auf die Story konzentrieren, weil alleine die dämliche Fresse von Jaden Smith bei mir Kopfschmerzen verursacht. GUCK DOCH MAL SO, ALS WÜRDE DICH DAS ALLES IMMERHIN ANSATZWEISE INTERESSIEREN, DU ARSCHKRAMPE!!!! Ach so, und Will Smith wirkt auch dermaßen bocklos, dass man sich fragt, warum dieser Scheiß überhaupt erst gedreht wurde.

Irgendwann stürzt die Kiste dann halt ab und wir sind auf der Nachhererde. Nur noch Kitai scheint am Leben zu sein. Mit etwas Glück wird er einfach von einem Tiger gefressen und ich kann dann 90 Minuten einfach dem Tiger beim Pennen zugucken. Aber leider passiert das natürlich nicht, denn M. Night Shyamalan hasst alle Zuschauer und liebt es, sie mit seinem Müll zu quälen. Also findet er Papa Cypher, der irgendwo in der Ecke liegt.

„Will Smith mir gehen?“ „Kann nicht, mein Bein ist gebrochen.“ So, damit haben wir diesen Knallergag auch hinter uns gebracht und können uns jetzt uneingeschränkt auf den Rest dieses Machwerks aus der M. Night Shyamalan Schatulle des Gehirnbreis konzentrieren. Denn der Spaß fängt ja gerade erst an. Da man das Schiff nämlich nicht so ohne Weiteres reparieren kann und auch keinen Notfunkspruch gesendet kriegt, muss Kitai aufbrechen und das verlorene Leuchtsignal finden, da sie sonst verrecken.

Eigentlich verspricht das ja jede Menge Abenteuer und Spannung und Spaß und Entdeckungen auf der unbekannten Erde der Zukunft. Aber wenn es das gäbe, wären wir jetzt nicht hier, nicht wahr? Stattdessen gibt es nämlich erstmal die wohl dämlichste Ansprache seit langem, als Cypher erklärt, dass hier auf der Erde einfach ALLES die Menschen töten will. Weil genau so funktioniert die Natur. Eine von der Natur geschaffene Spezies zerstört die Natur, also entwickelt die Natur ausschließlich Killermechanismen, um diese Spezies auszurotten. Hätten wir alle mal besser in Biologie aufgepasst, dann wüssten wir das und müssten es uns nicht von Will Smith erklären lassen. Der ist für den weiteren Verlauf nebenbei über Funk in Kitais Ohr vertreten. Der klettert erstmal auf einen Berg, um sich einen Überblick zu verschaffen und wenn Cypher recht hat, stürzt sich der Schwarm Vögel über ihm jetzt direkt auf ihn und pickt ihm die Augen aus, damit die Natur ihre Rache kriegt.

Leider nein. Cypher macht weiter den Professor und erklärt, dass nachts die ganze Erde einfriert. Außer ein paar Hot Spots, an denen Kitai dann die Nacht verbringen muss. Zwischendurch nervt man dann noch mit nem Flashback rum, den ich aber einfach ignoriere, da das auch so schon alles langweilig genug ist.

Hach, die Zukunft. Die Technologie da ist schon geil. So wird Kitais Anzug schwarz, wenn eine Affenbärhyäne in der Nähe ist. Und weil er ein absoluter Trottel ist, wirft er dem Vieh einen Stein in die Fresse und dann wird er umzingelt und verpisst sich wie das feige Arschloch, dass er nun mal ist. Nur sein Tod kann diesen Film retten. Eine Blutegelmotte könnte meinen Wunsch erfüllen, aber trotz großem Geflenne schafft es Kitai noch schnell, sich zu heilen.

Cypher erklärt, dass Angst nicht real ist. Angst ist eine Wahl. Er ist schon echt ein harter Hund. Und labert eine unfassbare Scheiße. Nur sein Tod kann diesen Film retten.

Kitai kommt zu einem Wasserfall und es geht nicht weiter. Blahblahblah Streit zwischen Vater und Sohn, darstellerisch das absolute Grauen, Cypher will, dass Kitai zurück zum Schiff kommt, aber der springt einfach von der Klippe runter und schwebt dann mit seinem Allzweckanzug durch die Gegend. Und wird dann von einem Megahühnerhabicht angegriffen. Foghorn Leghorn wäre stolz. Kitai wacht also im Habichthort auf und das wird ausgerechnet in diesem Moment von einer Herde Säbelzahntiger angegriffen, die alle aussehen wie Diego aus „Ice Age“. Kitai ist natürlich der Kämpferkönig und macht die Tiger platt. Anschließend macht er die Brenne und lässt den Habicht machen, was ein Habicht eben so macht.

Der Funkkontakt ist ausgefallen und Kitai muss ohne weitere biologische Aufklärung und Monologe über die Einbildung von Ängstlichkeit durch die Pampa latschen. Cypher zeichnet derweil eine Nachricht für seine Frau auf: „Nachricht Anfang – Ich habe den Kontakt zu unserem Sohn verloren – Nachricht Ende.“ Bloß nicht mit langen Erklärungen aufhalten, sonst macht sie sich am Ende noch Sorgen.

Kitai tapert durch Höhlen, latscht durch die Walachei, paddelt über Flüsse und pennt auf Flößen. Und dann erscheint ihm seine Schwester in einem Traum, oder einer Vision, oder einer unwahrscheinlichen aber möglichen Teleportationsfehlfunktion, die den Geist seiner Schwester zu ihm teleportiert hat, während ihr Körper irgendwo im Sternengürtel Orion gestrandet ist, oder Wasauchimmer. Blahblah und dann wacht er auf und latscht weiter durch den Busch. Es ist alles so unglaublich aufregend, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit den Beschreibungen der spannenden Szenen anfangen soll. Ich versuchs mal so: Es passiert absolut gar nix von Interesse. Und dann passiert weiterhin absolut gar nix von Interesse. Und dann, nach einiger Zeit, in der nix von Interesse passiert ist, passiert weiterhin nix von Interesse. Und dann ist der Megahühnerhabicht tot. Und ich wusste nicht mal, dass der überhaupt noch da ist. Oder ist das ein anderer Megahühnerhabicht? Hat sich vielleicht die ganze Rasse der Megahühnerhabichte auf die Seite von Kitai und gegen die Natur gestellt. Kein Wunder, dass der Megahühnerhabicht tot ist. Wer sich mit den Menschen verbündet, wird unweigerlich ausgerottet, denn so will es die Natur. Denn der Mensch ist der Feind.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt Kitai dann mal beim Rest des Schiffs an, wo ja dieses Leuchtsignal sein soll, oder was auch immer genau er sucht. Erstmal findet er aber einen coolen Kampfstab Marke Darth Maul (nur ohne Lichtschwerteffekt) und geht damit in Kampfpose, um absolut nichts zu bekämpfen, da einfach nichts da ist, was man bekämpfen könnte. Hauptsache mal kurz cool mit nem Kampfstab auf der Wiese gestanden.

Kitai funkt Cypher an. Dem geht es gar nicht gut. Aber er kann keinen Funkspruch zurückschicken, weil das Signal halt im Arsch ist, oder so. Also muss Kitai mit dem Rettungssignal auf den Berg klettern. Aber er wird auch noch von einem komischen Vieh verfolgt. Ein Riesenspinnenchamäleon jagt ihn in eine Höhle, wo er den Kampf aufnehmen muss und beweist, dass er mit einem Kampfstab nur cool posen aber nicht gut kämpfen kann. Irgendwie wuselt er sich aber natürlich trotzdem auf den Berg und sendet das Signal und wird dann von dem Spinnenchamäleon durch die Gegend geschmissen, weil er einfach nur ein Vollidiot ist, der offenbar nicht in der Lage ist, ein Problem nach dem anderen anzugehen und lieber alles gleichzeitig macht.

Aber wir kennen das: Am Ende wächst er über sich hinaus und kann den Tag retten, indem er das Vieh mit dem Kampfstab wegkloppt und mit seinen Säbeln absticht, die er scheinbar die ganze Zeit dabei hatte, aber nie auf die Idee kam, mal einzusetzen. Dann wird endlich das Leuchtsignal gesendet, das bis hoch zur Milchstraße reicht und natürlich werden Vater und Sohn gerettet. Es ist alles so traurig. Hätten die nicht einfach sterben können? So richtig qualvoll? Aber nein, Arschlöcher leben eben immer am längsten. In Scheißfilmen erst recht. Ich gehe meinen Kampfstab polieren …

Blogger Recognition Award

Awards waren ja eine Zeit lang der richtig heiße Scheiß im Bloggerumfeld. Irgendwann war dann jeder ein Dutzend Mal an der Reihe und man hat entschieden, dass es auch mal reicht. Und das ist auch gut so. Denn so hat dann eine Nominierung auch wieder einen gewissen Stellenwert und man muss sich nicht alle drei Tage irgendwelchen Quatsch aus den Fingern saugen, obwohl einem gar nichts mehr einfällt (was mir als sprudelnder Quell von Kreativität natürlich nicht passieren könnte).

Und jetzt ist ein neuer Award am Start. Und weil sich das reimt und weil Schlopsi von den Infernal Cinematic Affairs mir das Ding freundlicherweise zugeschustert hat, geht es jetzt mal wieder in die Vollen hier. Vielen Dank dafür Schlopsi. Und dann hat mich auch direkt noch Bullion vom Moviescape nominiert, was den Druck natürlich noch mal etwas erhöht. Aber damit kann ich natürlich locker umgehen … ich … also … waaaaaaaaaaaaaaaahhhhhh!

Es handelt sich um den Blogger Recognition Award und wie der Name schon sagt, bedeutet das, dass ich der Größte bin … zusammen mit den anderen Nominierten … und allen anderen, die das Teil schon gekriegt haben … und denen, die es noch kriegen werden … Na, wenn das mal keine Ehre ist, weiß ich auch nicht mehr.

Die erste Aufgabe bei diesem Award lautet:

Erzähle kurz wie du mit dem Bloggen angefangen hast.

Kurz? Okay. Ich hab mich hingesetzt und los geschrieben. War ganz spaßig, also bin ich dran geblieben.

Vielleicht doch etwas länger? Na gut. Also, das war nämlich so:

Ich saß so rum und ging meiner liebsten Beschäftigung nach. Masturb…äh, Filme gucken. Und da ich halt schon immer jemand war, der so ziemlich jedem Film etwas abgewinnen kann, hatte ich mal wieder irgendwelchen Trash in den Player geschmissen. Ich weiß nicht mehr, welcher Film es genau war, aber vermutlich was mit Zombies. Oder Haien. Oder Haizombies. Oder Zombiehaien. Ach nee, das war ja gar nicht gestern, als es nichts anderes mehr auf dem Trashmarkt gab. Das ist ja schon etwas länger her. Also war es vermutlich was mit … was anderem. Und natürlich war es ein Riesenspaß auf allen Ebenen des Wahn- und Schwachsinns. Damals (wie heute) turnte ich regelmäßig in einem Forum rum. Ihr wisst, schon diese aussterbende Form des Miteinanders, die nach und nach von den sozialen Netzwerken ausgerottet wird. Da ich den Film so fantastisch und völlig bekloppt zugleich fand, wollte ich mal erfahren, was denn andere so darüber denken. Nur leider hatte den Film offenbar niemand gesehen. Also dachte ich mir, ich gucke mal im Rest des Internets nach, ob es Leute gibt, die den Film auch so geil finden. Das war ja damals noch nicht so groß. Also im Verhältnis. Okay, ist Quatsch, das Internet war schon damals ein unübersichtlicher Haufen Scheiße voller Arschlöcher. Und keins dieser Arschlöcher und auch keiner der coolen Leute hatte etwas über diesen Film geschrieben. Das ging natürlich überhaupt nicht klar für mich. Also beschloss ich, eine eigene Website zu basteln, auf der ich über diesen grandiosen Film und weitere ähnlich grandiose Vertreter schreiben kann, damit diese die Ehre erhalten, die ihnen gebührt.

Okay, ich muss zugeben, nicht jeder Film der hier auf dem Filmschrottplatz seinen Beitrag gekriegt hat, hat wirklich Ehre verdient. (Eine Liste mit allen Filmen findet ihr übrigens hier) Aber verdient haben sie ihren Eintrag alle, denn auf irgendeine Art und Weise sind sie alle Schrott. Manche eben nur so richtig. Also in nicht unterhaltsam und einfach nur scheiße. Die anfängliche Idee, mich hier nur auf die eher unbekannten Meisterwerke zu konzentrieren habe ich nebenbei direkt verworfen, weil der Mainstream im Normalfall die noch größere Grütze abliefert. Und so gibt es hier eben alles „Von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.“

Nun ist es ja so: ich wurde doppelt nominiert, aber irgendwie wäre es ja dämlich, die gleiche Geschichte zweimal zu erzählen. Also gibt es alternativ noch eine Möglichkeit, wie ich auch zum Bloggen hätte kommen können. Das wäre nämlich so gewesen:

Ich hätte mal wieder auf meinem Schrottplatz rumgesessen und wäre meinem liebsten Hobby nachgegangen.  Die Nachbarin bespann … äh, schlechte Filme gucken, während ich auf meine nicht vorhandene Kundschaft warte. Und der Film wäre so richtig schlecht gewesen. Also nicht so ein unterhaltsamer Trash sondern so ein richtig langweiliges Rumgedümpel. Und dann wäre ich zum ersten Mal in meinem Leben bei einem Film eingeschlafen. Und dann wäre mir im Traum ein Froschmutant erschienen und hätte gesagt:

„Was machst du bloß? Guck dich mal an. Lungerst den ganzen Tag auf deinem Schrottplatz ohne Kundschaft rum. Niemand kennt dich. Und keiner kennt die Scheißfilme, die du dauernd guckst. Wie kannst du dein Leben nur so verschwenden?“

„Du hast recht. Ich muss etwas ändern. Danke für den Hinweis.“

„Keine Ursache. Quak du Affe.“

Und dann wäre ich aufgewacht und hätte festgestellt, dass der Film immer noch langweilig ist. Trotzdem hätte ich ihn natürlich erstmal zu ende geguckt, bevor ich mich aufgerafft hätte, um eine große Werbekampagne für den Schrottplatz zu starten. Ich hätte Flyer drucken lassen, Plakete aufgehängt und mir einen von diesen Kackkarren gekauft, mit denen die Schrottsammler immer durchs Dorf fahren und mit ihrem Scheißgedudel nerven. Natürlich hätte meine Karre nicht gedudelt, weil es mir so auf den Sack geht und deshalb hätte immer noch keine Sau gewusst, wer eigentlich der Spaten da ist, der plötzlich den ganzen Tag mit seiner Gammelkarre durch die Straßen fährt und ständig auf die Bürgersteige und in die Einfahrten glotzt, als würde er Ausschau nach Vergewaltigungsopfern halten. Und dann wäre ich verhaftet worden auf den Verdacht hin, dass ich ein irrer Vergewaltiger bin, der sich extra eine geräumige Scheißkarre zugelegt hat, um seine Opfer direkt vor Ort misshandeln zu können. Und da es im Knast durchaus mal langweilig werden kann, hätte ich dann die ganze Zeit damit verbracht, komplett verrückt zu werden. Nach der Auflösung des Missverständnisses und meiner Entlassung hätte ich mich zurück zu meinem Schrottplatz begeben, der mittlerweile noch heruntergekommener wäre als zuvor. Und ich hätte gemerkt, dass das mit dem Schrott nichts mehr wird. Aber mit den Filmen vielleicht. Also hätte ich den nächsten Scheißfilm angemacht und festgestellt, dass ich im Knast gelernt habe, über verrückten Quatsch zu schreiben. Und dann wäre mir ein Licht aufgegangen und ich wäre eine Brieffreundschaft mit einer imaginären Froschmutantin eingegangen, die mir natürlich nie geantwortet hätte. Nach einigen Jahren der völligen Desillusion wäre ich über einen Stapel Papier gefallen, der seit Jahren unbeschriftet auf dem Schrottplatz gelegen hätte. Und da zur gleichen Zeit ein schlechter Film mein Resthirn noch weiter zu Brei verarbeitet hätte, hätte ich den Fernseher angeschrien: „Was ist das für eine Scheiße! Das muss die Welt erfahren.“ Und dann hätte ich angefangen, über den Film zu schreiben. Nachdem der Papierstapel voll gewesen wäre, hätte ich nach einer anderen Möglichkeit gesucht, meine wirren Gedanken zu den Filmen niederzuschreiben und hätte das Bloggen für mich entdeckt. War aber halt nicht ganz so.

Gib zwei Ratschläge für neue Blogger.

Als absoluter Blogprofi mit ungefähr einem Dutzend Lesern nach 4 Jahren bin ich natürlich absolut prädestiniert für diese Aufgabe.

Das Wichtigste ist natürlich die Lust am Schreiben, aber das wäre als Tipp wohl zu simpel. In erster Linie sollte man natürlich ein Thema finden, das einen wirklich interessiert. Es können auch mehrere Themen sein, aber da sollte man dann zwei Dinge beachten. Wenn man seinen Blog „Chauvinistus Porno-Reviews“ nennt, wird sich mit ziemlicher Sicherheit keiner der Leser für die Gartenarbeiten von Chauvinistu interessieren. Wenn das also auch im Blog stattfinden soll, wäre wohl „Chauvinistus Porno-Garten“ besser als Name. Dann aber wiederum kann man nicht über die Flugstunden schreiben, die man letzte Woche  begonnen hat. „Also „Chauvinistus fliegender Porno-Garten“. Moment, was ist mit der Vorliebe für Gebäck? „Chauvinistus fliegender Porno-Garten voller Plätzchen“. Und natürlich schreibt man auch immer mal wieder über das Wetter. „Chauvinistus fliegender Porno-Garten voller Plätzchen in der Sonne“.  Und dann will man ja auch noch über Geschenke schreiben, die man hin und wieder bekommt. „Chauvinistus fliegender Porno-Garten voller Plätzchen in der Sonne mit Geschenken“. Ach ja, es steht ja Weihnachten vor der Tür. „Chauvinistus fliegender Porno-Garten voller Plätzchen in der Sonne mit Geschenken unterm Weihnachtsbaum“. Könnte etwas lang sein. Also wäre ein allgemeinerer kurzer Titel wohl nicht verkehrt. Und wenn man über alles schreiben will, dann sollte man das auch möglichst früh dem Leser klar machen.

Zweitens: Selbst wenn der Blogtitel recht allgemein ist, wenn die ersten 20 Beiträge nur Pornoreviews sind, ist die Gefahr hoch, dass sich die Leser nicht mehr für die Gartenarbeit interessieren. Deshalb gilt zu Beginn ohnehin: Ausprobieren, was funktioniert und was Spaß macht. Im ersten Jahr wurde hier auf dem Filmschrottplatz fast täglich etwas gepostet. So entwickelt man schnell ein Gefühl dafür, was ankommt und was nicht und vor allem, was einem Spaß macht und was nicht. Und wenn es keinen Spaß macht, dann muss es weg. Ein Blog, selbst wenn er nur ein Hobby ist, ist nun mal Arbeit. Man sollte regelmäßig posten. Das muss nicht täglich sein. Einmal die Woche reicht völlig. Aber wenn man es sich zum Ziel setzt, regelmäßig Content abzuliefern, sollte das nicht zur Qual werden, weil man gar keinen Bock darauf hat, jetzt gerade einen bestimmten Beitrag zu schreiben. Spaß sollte immer vorne stehen.

Und dann entwickelt man am besten eine gesunde „Mir scheißegal“-Einstellung. Erstens wird es immer Leute geben, die das, was man schreibt scheiße finden und das auch genau so sagen. Da muss man dann einfach denken „fuck it“, und weiter machen. Denn Hater gibt es immer. Konstruktive Kritik kann und sollte man natürlich durchaus als Denkanstoß nehmen, aber man muss trotz allem bei den Dingen bleiben, die einem liegen. Es ist einfach nicht möglich, alle zufrieden zu stellen. Und zweitens wächst ein Blog nicht mal eben so zu einem Imperium heran, bei dem die Leute Schlange stehen, um den neuen Content zu lesen und direkt nach Veröffentlichung durch den Riesenauflauf der Massen die Server crashen. Es gibt gute Phasen und es gibt schlechte Phasen. Und die meiste Zeit schwebt man irgendwo dazwischen mit einem Hang zur schlechten Phase. Davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Nicht jeder Beitrag wird mit Likes und Kommentaren zugebombt und bekommt die Aufmerksamkeit, von der man eigentlich der Meinung ist, dass er sie verdient. Das wiegt natürlich um so schwerer, wenn man in einen Beitrag viel Arbeit gesteckt hat, aber so ist es nun mal. Deshalb gilt auch beim Bloggen: „Schreib für genau eine Person. Dich selbst.“ Die Leser kommen dann schon irgendwann.

Und als Bonustipp (weil ich schließlich so cool bin, dass ich gleich doppelt nominiert wurde) noch eine Anmerkung, die zwar eher für Autoren von Geschichten gilt, aber auch beim Bloggen alles andere als verkehrt ist. Als Autor ist das Erste, was man sich aneignen sollte eine eigene „Stimme“. In klaren Worten ein eigener Schreibstil, den man mit dem Autoren verbindet. Jeder Horrorautor kann einen Horrorroman schreiben, aber nur ein Horrorautor kann Romane wie Stephen King schreiben. Nämlich Stephen King. Das gleiche gilt bei Fantasy für Tolkien. Bei Science Fiction für Asimov und so weiter. Das kann im besten Fall auch für einen Blogger gelten. Wenn man die Texte direkt mit dem Autor verbindet und sie sich nicht lesen wie von jedem anderen Heinz um die Ecke im Internet, dann baut man sich durchaus eine Leserschaft auf, weil sie eben mehr in diesem Stil lesen wollen. Natürlich kann man sich dabei inspirieren lassen. Man hat ja seine Vorbilder. Aber inspirieren lassen ist nicht kopieren. Und am besten findet man diese eigene Stimme, indem man schreibt. Nicht indem man versucht zu schreiben wie jemand anderes, den man bewundert, sondern indem man einfach so schreibt, wie man es selbst am besten kann und es einem am meisten Spaß macht. Ein zusätzlicher Nebeneffekt ist zudem, dass einem die Texte dann viel leichter von der Hand gehen. Man sollte keine Wissenschaft aus dem Schreiben machen. Nicht versuchen, sich in ein Gewand zu pressen, dass nicht passt. Wenn es einem nicht liegt, hochintelligente Texte zu schreiben, dann lässt man es eben und schreibt kompletten Quatsch, der aber unterhält. Die Leser sind nicht doof und merken, wenn man versucht, besonders klug zu klingen, es aber nicht gebacken kriegt. Es ist auch absolut in Ordnung „nur“ zur Unterhaltung zu schreiben. Denn „Intelligenz“ heißt nicht direkt Erfolg. Das gute Abschneiden der Erotik-Romane dieser Welt bestätigt das.

Mann, das klingt irgendwie nach hundert Tipps verpackt in drei. Aber hey, ich bin so geil, dass ich zweimal nominiert wurde, da kann man auch mal etwas ausschweifen.

So und jetzt muss ich 15 Blogs nominieren. 15!!! Oder eigentlich sogar 30. Weil ich ja zweimal nominiert wurde, falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte. Ich sage es, wie es ist. Das wird nix werden. Nach einem kurzen Blick in meinen Reader hat sich ergeben, dass ich niemals so viele zusammen kriege. Also beschränke ich mich einfach mal auf ein paar, die das Teil hier dann ja selbst an andere 15 weitertragen können. 15 … unfassbar … tststs …

Franziska von Adoring Audience (die ich regelmäßig beim Projekt „Filmische Objekte“ unterstütze)

Jana von Cinematographic Tides (der ich kürzlich ihren Schrottwunsch erfüllt habe)

Maren von Neues vom Schreibtisch (die mich vor einiger Zeit für ein Radiointerview nominiert hatte)

Gina von Passion Of Arts (in deren Facebookfilmgruppe ich immer meinen Senf zu allem abgeben kann)

Stefanie aka Miss Booleana (deren Namen ich immer noch nicht aussprechen kann)

Gorana von der Ergothek (damit die auch mal wieder zum Schreiben gezwungen wird)

Die Pö (bei deren Mitmachprojekt, dass sie gemeinsam mit …)

Herba (… organisiert, ich demnächst mal wieder mitmachen muss)

Da soll nochmal jemand sagen, ich würde nichts für die Damenwelt tun, was? Nur Frauen nominiert. Ich bin schon ein echter Aufreißer hier. Wenn ich das doch auch nur im wahren Leben wäre *seufz*

Hier jedenfalls übersichtlich die Regeln dieses Awards, an die ihr euch unbedingt halten müsst, denn sonst … habt ihr halt gegen die Regeln verstoßen:

1. Bedanke dich bei demjenigen, der dich nominiert hat und verlinke ihn.
2. Schreibe einen Beitrag um deinen Award zu präsentieren.
3. Erzähle kurz wie du mit dem Bloggen angefangen hast.
4. Gib zwei Ratschläge für neue Blogger.
5. Nominiere 15 andere Blogger für diesen Award.
6. Kommentiere auf den nominierten Blogs, lass die jeweiligen Personen wissen, dass du sie nominiert hast, und verlinke deinen Beitrag zum Award.

Viel Spaß mit dem Ding. Vielleicht seid ihr ja auch so unglaublich grandios, dass ihr sogar zweimal nominiert wurdet. Und wenn nicht, seid nicht traurig. Kann halt nicht jeder so famos sein wie ich.