Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Die 5 Besten … Filme der 2010er

Das Ende ist da. Wir befinden uns im letzten Teil von Goranas 5 Besten filmischen Jahresrückblicken. Und natürlich suchen wir

DIE 5 BESTEN SCHROTTFILME VON 2010-2015

Jetzt mag man denken, was denn mit den Jahren 2016,2017 und 2018 ist, aber sind wir ehrlich: Moderne Filme sind scheiße und da hat einfach keiner Bock drauf. Oder die kommen halt doch noch nächste Woche. Mir fällt es aber schon schwer genug, für diese Ausgabe den wirklich geilen Scheiß zu finden, also habe ich nichts dagegen, wenn es an dieser Stelle endet.

5 Elevator (2011)

Die Tatsache, dass dieser Film in dieser Liste ist, zeigt eigentlich schon recht deutlich, wie wenig guten Schrott dieses Jahrzehnt hervorgebracht hat. Dieser Film ist halt irgendwie noch doof genug, um sich gegen die ganzen arschlangweiligen und gewollten Scheißkandidaten durchzusetzen.

4 Bear (2010)

Gleiches gilt für diesen Film. Aber er hat einen echten Bären und das kann man ja mal honorieren. Ja, ein echter Bär. Take that, Leo!

3 Jurassic World (2015)

Ich nutze diesen Film mal, um den Begriff „B-Movie“ zu definieren. Also, was ist ein B-Movie? Ursprünglich waren B-Movies natürlich mehr oder weniger Vorfilme im Kino, vor dem „großen“ Film. Damals wurde einem im Kino eben noch das volle Programm geboten. Vor dem Aufkommen der Fernsehgeräte versammelten sich die Menschen in den Kinosälen, um sich unterhalten zu lassen und die Nachrichten zu verfolgen. Ja, die Nachrichten. Die kamen damals zwischen den Filmen. Man wurde also unterhalten, informiert und bekam dann im besten Fall noch einen guten Film serviert.

Diese B-Movies zeichneten sich vor allem dadurch aus, dass sie günstig produziert waren, eine dünne Handlung hatten, um den Zuschauer nicht zu überfordern, eindimensionale Charaktere aufbot, die nicht viel zum Nachdenken verleiteten und natürlich möglichst viel Action unterzubringen.

Reisen wir in der Zeit nach vorne haben wir also Blockbuster wie diesen. Er ist nicht günstig produziert. Aber da hören die Unterschiede auch schon auf. Er hat eine dünne Handlung, eindimensionale Charaktere und möglichst viel Action. Und er ist einfach haarsträubend doof.

Das „B“ in B-Movie stand nie für billig. Und auch heute steht es für etwas anderes. Heute steht das „B“ für Blockbuster. Leider ist man in Hollywood natürlich kaum in der Lage, daraus etwas Unterhaltsames zu machen, wie man es früher trotz geringem Budget geschafft hat (wenn sicher auch nicht immer). Und deshalb kann der Film hier durchaus mal in der Liste erwähnt werden, stellvertretend für den ganzen anderen B-Scheiß, der die Kinos überschwemmt.

Mann, da hätte ich fast einen eigenen Blogpost draus machen können.

2 The Millenium Bug (2011)

Eine Mischung aus Backwoodslasher und Monsterfilm ohne CGI. Na, wenn das nichts ist, weiß ich es auch nicht. Natürlich auch saudoof, aber so einem Film kann ich das eher verzeihen, denn dafür lege ich nicht mein halbes Monatsgehalt auf die Kinotheke.

1 Birdemic: Shock & Terror (2010)

Eine komplett vergurkte Hommage an Hitchcocks „The Birds“, die aber absolut ernst gemeint war und auf ganzer Linie scheitert. Wer echten Trash mag, sollte mal einen Blick riskieren.

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Rückblendenverstopfte Mutprobenaneinanderreihung zur Geburtstagsfeier

Dreiköpfige Hunde sind ja eher selten in Filmen. Eine traurige Sache. Es sollte viel mehr dreiköfige Hunde geben. Was man damit alles machen könnte. Nun ja, auch nicht viel mehr als mit einköpfigen Hunden, aber der Versuch wäre es wert. Auch der heutige Film hat keinen dreiköpfigen Hund. Stattdessen gibt es Mutproben von strunzdämlichen Teenagern. Wisst ihr, was eine coole Mutprobe wäre? Einen dreiköpfigen Hund bekämpfen. Aber gibt es hier ja nicht. Also müssen wir eben nehmen, was wir kriegen können. Und Schuld ist natürlich Kanada.

TRIPLE DOG – Kanada – 2010 – 95 Min.

Regie führte Pascal Franchot und den kennt man natürlich überhaupt nicht, wenn man auch nur ansatzweise etwas für Filme übrig hat. Allerdings hat er einen Film namens „How Superman defeated the KKK“ gemacht, was generell schon mal nicht verkehrt ist. Aber sicher auch nicht gut.
Barbara Marshall schrieb den Krampf und hat später unter anderem für Blumhouse den Schinken „Viral“ verfasst.
Britt Robertson spielt Chapin Wright. Was für ein Name. Chapin. Kreativer wird es heute nicht mehr werden. Alexia Fast ist Eve und hat sogar in der ein oder anderen Hollywoodstangenware wie „Jack Reacher“ mitgewirkt. Scout Taylor-Compton, hier als Liza unterwegs, hatte ihre 5 Minuten Ruhm in den „Halloween“-Remakes, die niemand haben wollte. Janel Parish ist Cicely und bekannt aus der Serie „Pretty Little Liars“, vorausgesetzt, man kennt die Serie, was ich nicht tue. Ein paar weitere Mädels und irgendwelche Typen, die kein Schwein kennt, sind auch noch dabei. Mit anderen Worten: Man kennt niemanden. Macht aber nichts, denn das wird den Film ohnehin nicht beeinflussen.

Die coolen Kids von heute. Liegen den ganzen Tag auf ihrem Bett und rollen an den Rollen ihres Skateboards rum und hören beschissene Emo-Musik. Oder sie stürzen sich von einer Brücke. Beide Punkte schon mal abgehakt. Die Skateboarderin steigt aus dem Fenster und haut ab. Eve schminkt sich für … irgendwas. Ah, es ist ihr Geburtstag und meine Herren ist das eine steile Party. Ein paar Mädels sitzen rum und langweilen sich zu Tode. Liza macht das einzig Richtige und stopft sich mit Kuchen voll, um die Lahmarschparty zu ertragen. Liza ist jetzt schon mein Favorit. Die ultracoole Skateboarderin Chapin kommt auch vorbei und die Dialoge sind ein Traum aus Worten wie „Gay“, „Whazup“ und „Shiz“, was auch immer das bedeuten mag. Das hier könnte fast die nächste Stufe des selbsterfundenen Jugendslangs aus dem Megan Fox Desaster „Jennifers Body“ werden.

Chapin und Liza können sich nebenbei nicht ab, denn vor 4 Tagen gab es weitere Dialoge mit „Zup“ und „Totes“. Ja, es ist die Weiterführung des selbsterfundenen Jugendslang, da bin ich ganz sicher. Oder sprechen die heute wirklich so? Können die Jugendlichen heute keine Worte mehr komplett aussprechen? Ist die Linguistik dem Untergang geweiht? Ach so, Liza und Chapin übrigens: Wird hier nicht erklärt.

Chapin hat berechtigterweise keinen Bock mehr auf die Lahmarschparty und will abhauen. Aber Eve schlägt vor, irgendwas zu machen. Und zwar Triple Dog zu spielen. Chapin ist begeistert und ich weiß absolut nicht, was Triple Dog überhaupt ist.

Vier Tage zuvor erklärt irgendeine Trulla, wie weiter wasweißichwieviele Tage zuvor Stacy Acid von einem Typen mit blauen Haaren nahm und Schmetterlinge sah und sich dann von der Brücke stürzte. Es ist Rückblendenception und ich habe jetzt schon die Schnauze voll.

Also Triple Dog. Keine Ahnung, was das ist, aber Chapin braucht eine Videokamera und eine Harrschneidemaschine dafür. Alle müssen ihre Taschen leeren und es sammelt sich etwas Geld, ein MP3-Player und das „Gossip Girl“ DVD-Set an. Die Regeln sind irgendwie so: Einer stellt eine Mutprobe und wenn man sie nicht macht, kriegt man eine Glatze rasiert. Sarah hat absolut keinen Bock, also muss sie als erstes ran und zwar nackt durch die Straßen laufen. Nach einigen Einwänden zieht sie es durch.

3 Tage vorher … Chapin und Liza prügeln sich in der Bücherei, weil Liza denkt, Chapin hätte sie mit Gummibärchen beworfen. Herrjeh, ist das eine grandiose Auflösung. Aber man kann natürlich noch einen drauf setzen, denn Liza hat nur einen Freund und zwar eine Ratte, die sie in ihrem Rucksack mit sich herum trägt. Chapin wird für 3 Tage von der Schule beurlaubt. Die Rattenlady darf bleiben.

Liza muss als nächstes beim Triple Dog ran. Sie muss in einem Cheerleaderoutfit im Schrank von Eves Bruder bis Mitternacht rumstehen. Während Liza also im Schrank steht, muss Nina im Big Wangs Country-Karaokeschuppen einen Schlaganfall vortäuschen oder sowas. Ich checke es nicht. Passt also perfekt zum Rest des Films. Eves Bruder guckt sich zusammen mit seinen Kumpels einen Porno an. Liza ist nicht begeistert und kriegt dann einen Anruf auf ihr Handy von Chapin. Die Jungs finden sie natürlich und Liza muss Eves Bruder in den Finger beißen, damit sie nicht aus dem Schrank geschmissen wird.

Die anderen Trullas quatschen mit einem Automechaniker und irgendwas über eine Party, auf die sie alle nicht eingeladen sind. Also wollen sie die Party crashen. Vorher muss aber erstmal Cecily beim Triple Dog antreten und davor müssen wir erstmal 2 Tage zurückspringen, weil hier nichts zu lange chronologisch erzählt werden darf, sonst versteht man den Film nicht. Hat nebenbei absolut nichts geholfen, dieser Trick.

Also, 2 Tage vorher erzählte Liza Eve, dass einige Tage davor Chapin Stacey von der Brücke geworfen hat.

Cecily muss bei jemandem vor die Haustür pissen. Tolle Sache. Liza guckt zu, wie Eves Bruder Rockband auf der PlayStation spielt und fängt an zu flennen. Nachvollziehbar, denn er spielt richtig scheiße. Es sollte klar sein, dass Liza mitspielt und die beiden sich langsam anfreunden oder sowas. Chapin ist an der Reihe und muss irgendwas aus einem Laden klauen, dessen Besitzer Cecilys Vater ist. Das funktioniert natürlich am besten mit Ablenkung durch eine explodierende Dose Erbsensuppe in der Mikrowelle. Chapin räumt den halben Laden aus und dann muss Eve als letzte ran. Und zwar muss sie Whisper – wer auch immer das ist – einen kauen.

Diese ganze Stacey von der Brücke Sache wird auch immer wieder zur Sprache gebracht, aber irgendwie interessiert mich das alles nicht die Bohne. Es sollte wohl klar sein, dass die beim Triple Dog spielen verreckt ist. Viel spannender ist, dass Sarah irgendeinem bekifften Typen Stricken beibringt. Ach so, man ist jetzt nebenbei auf der Party angekommen und natürlich hängen dort nur Affen rum. Also Eves Bruder und seine Kumpels. Liza hat sich wie erwartet mit ihm angefreundet und besäuft sich jetzt mit ihm. Eve hat ein Problem, denn Whisper will eigentlich Chapin poppen, also kann sie die Bepustung nicht durchziehen. Chapin stellt Whisper zur Rede und will ihn durch einen Kuss dazu überreden, sich von Eve einen lutschen zu lassen. Was für ein genialer Plan.

Die große Auflösung ist am Start: Chapin hat Stacey beim Triple Dog herausgefordert, von der Brücke zu springen. Wow. Was für eine Überraschung. Chapin springt dann selbst von der Brücke, weil … sie es kann. Und sie kann auch überleben. Aufregend ist anders. Jedenfalls wird Chapin zur Siegerin von Triple Dog gewählt und ich wähle diesen Film offiziell zum vorhersehbarsten und gleichzeitig undurchsichtigsten Quark aller Zeiten.

Ach so, Eve kriegt natürlich noch die Glatze rasiert. Auf eigenen Wunsch. Und Sarah fängt an zu flennen. Ich auch gleich, deshalb beende ich den Quatsch hier und gehe mir spannende Mutproben ausdenken …

Zwar nichts mit Film dabei, aber das kommt noch. Deshalb sollte man Teil 1 natürlich nicht verpassen:

Nachdem ich es ja schon im letzten Blogpost angedeutet hatte, ist es jetzt soweit: DEWON HARPERS KRIMINALAKTEN ist jetzt auf Amazon für Kindle erhältlich. Und zwar HIER. Und das Beste ist: Der Spaß kostet nur 99 Cent. Was macht ein Mann, der seine eigene Geschichte nicht kennt? Er erzählt erst mal alle anderen. Dewon […]

über Dewon Harper ist da! — Marcel Michaelsen

Die 5 Besten … Filme der zweiten Hälfte der 2000er

Wir nähern uns dem Ende der großen Rückblickreihe bei Goranas 5 Besten. Und ich muss sagen, ich bin ganz froh, wenn es vorbei ist. Wie sich schon letzte Woche herauskristallisierte, befinden wir uns in der langweiligsten Filmphase, die irgendwo Anfang der 2000er begann und bis heute anhält. Deshalb fiel es mir nicht leicht

DIE 5 BESTEN SCHROTTFILME VON 2005-2009

zu finden.

5 The Happening (2008)

M. Night Shyamalans Meisterwerk der Langeweile. Die Blumen greifen an und keinen interessierts. Außer Mark Wahlberg, der noch schlechter spielt als eine Zimmerpflanze.

Jennifers Body (2009)

Es gab hier lange keinen Megan Fox Hate. Aber wenn ich nur an diesen Film denke, könnte ich schon wieder Kopfschmerzen kriegen. Die Dialoge. Die Story. Megan Fox. Es ist alles so grauenhaft.

3 Lightning Strikes (2009)

Ein Blitzdämon oder sowas versetzt eine Stadt in Angst und Schrecken. Neben dem grandiosesten Bürgermeister der Filmgeschichte, dessen einziges Problem das große Kürbisfest ist, hat der Film noch jede Menge anderen Schwachsinn auf Lager.

2 Santas Slay (2005)

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass ich kein großer Fan von generiertem Trash bin. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Nämlich dann, wenn man sich bewusst ist, dass man eine bescheuerte Idee hat, sich aber nicht darauf ausruht, sondern die Sache ein Stück weiter denkt. Siehe Granaten wie HELL COMES TO FROGTOWN oder KILLER KLOWNS FROM OUTER SPACE. Dieser Streifen bewegt sich auf einer ähnlichen Ebene, mit einem bösen Weihnachtsmann, der Leute mit explodierenden Geschenken killt und Fran Drescher abfackelt, was aus Prinzip schon eine gute Sache ist.

1 A Sound Of Thunder (2005)

Der ultimative Beweis, dass man auch in diesem Jahrtausend noch in der Lage ist, komplett an seinen Ambitionen zu scheitern. Ein namhafter Cast in völlig verhunztem Zeitreiseschwachsinn mit Dinosauriern. Wird definitv irgendwann seinen Weg auf den Filmschrottplatz finden.

HONORABLE MENTIONS:

Minotaur (2006)

Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull (2008)

Schwarzgetarnte Rammattacken auf frei befahrbaren Schnellstraßen

Heute gibt es Autoaction, mit einem unbekannten Killer, der Frauen mit seinem Van überfährt. Klingt ein bisschen nach Steven Spielbergs „Duel“. Und ist mit Sicherheit nicht mal ansatzweise so gut. Der Umstand, dass es sich um einen TV-Film handelt, macht die Sache vermutlich nicht viel besser. Aber ich habe Bock, denn der Titel rockt mal wieder derbe:

DEATH CAR ON THE FREEWAY – USA – 1979 – 91 Min.

Regie führte natürlich nicht Spielberg, sondern Hal Needham, der zwar nicht für große Regiearbeiten bekannt ist, aber immerhin als Stuntman in Knallern wie „Smokey And The Bandit“ oder auch „Chinatown“ zugegen war. Hier auf dem Filmschrottplatz ist er uns immerhin schon als Regisseur des Rock’n’Wrestling-Krachers „Body Slam“ begegnet.
Das Drehbuch stammt von William Wood, der noch ein paar weitere TV-Filme schrieb, die kein Mensch kennt.
Shelley Hack spielt Jan. Und wir können uns sicher sein, dass sie uns hier in Zukunft nochmal begegnen wird, denn irgendwann muss „Troll“ ja nun mal auf den Filmschrottplatz aufgenommen werden. Frank Gorshin kennen wir bereits als den Riddler aus der fantastischen „Batman“ Serie und er spielt hier Ralph Chandler, der leider keine Rätsel auf Lager hat. Peter Graves war der Kapitän des „Airplane!“. Hier ist er Lieutnant Haller. Das soll dann auch mal reichen. Film ab!

Ganz schön was los, auf den Freeways von Los Angeles. Deshalb darf man sich erstmal minutenlang die Autos auf dem Freeway beim Fahren angucken. Spannend. Becky fährt mit ihrer gelben Graupelkarre tanken und unterhält sich kurz mit dem Tankwart. Scheinbar sind sie beide Schauspieler, denn das hier ist nun mal LA und da ist man entweder Schauspieler oder obdachloser Penner. Becky ist in ihrem neuen Film nebenbei das erste Opfer und damit steht natürlich auch schon fest, welche Rolle sie in diesem Streifen hier spielt. Richtig geraten: Das erste Opfer. Ich verstehe aber auch nicht so ganz, warum sie sich ein Wettrennen mit einem schwarzen Van auf dem Freeway liefert, der sie von der Straße rammen will, anstatt einfach rechts ran zu fahren oder wenigstens mal etwas vom Gas zu gehen. Dumm, Becky, dumm. Du wärest völlig zu Recht gestorben. Allerdings überlebt sie den Unfall und kann anschließend ein Interview geben und erklären, was passiert ist. Der Reporter ist auch eine ganz helle Leuchte und stellt die dämlichste Frage, die man stellen kann: „Warum denkst du, dass der Fahrer des Vans dich umbringen wollte?“ Ähm, keine Ahnung, vielleicht, weil er sie bei Tempo 280 von der Straße gerammt hat, du Schmierlappen? Werd Schauspieler. Oder obdachloser Penner. Als Reporter taugst du offensichtlich nichts.

Immerhin glaubt Reporter Ace Durham – ja er heißt Ace und damit ist zu dem Honk auch alles gesagt – Beckys Geschichte und will der Sache genauer auf den Grund gehen. Seine Chefin glaubt aber, dass Becky nur geschauspielert hat, schließlich ist sie eine Darstellerin. Hallo? Ihre beste Rolle bisher ist das erste Opfer in einem billigen Horrorfilm. Dafür war die Performance dann wohl doch etwas zu glaubwürdig.

Jan und Ray flirten rum und gucken TV, wo Steffi Grafs Mutter mal kurz eine Pause vom Tennisspielen macht und auch ein Interview gibt, in dem sie von dem Van berichtet. Scheint sie ja nicht gerade traumatisiert zu haben, wenn sie direkt danach Tennis spielen gehen kann. Den Fahrer hat sie nicht gesehen, denn der Van hat schwarze Scheiben. Damit ist nebenbei auch schon so ziemlich alles an Plot in diesem Film erklärt: Nach und nach deckt Jan mehr Einzelheiten über den Van auf, die absolut niemandem weiterhelfen. Außer Jan, die sowas von investigativ ist, dass sie mit jeder noch so sinnlosen Information etwas anfangen kann.

Jan will der Sache auf den Grund gehen. So wie Ace. Und bisher machen beide absolut gar nichts, was darauf hindeuten würde, dass sie der Sache wirklich auf den Grund gehen wollen. Auf dem Freeway wird derweil eine weitere Frau terrorisiert. Kann vielleicht mal jemand in dem Film darauf eingehen, dass der Typ immer am helllichten Tag zuschlägt, während auf dem Freeway achttausend Leute unterwegs sind? Man könnte zum Beispiel mal nach Zeugen suchen oder sowas. Oder wollen die mir erzählen, dass jetzt keiner gesehen hat, wie die Karre mit der unschuldigen Frau drin mitten auf dem Freeway explodiert?

Wie zur Hölle hat die Frau das bitte überlebt? Die ganze Karre war am Fackeln. Nun ja, jetzt liegt sie im Krankenhaus und kann Jan Antworten geben. Und die sind allesamt äußerst hilfreich, denn sie erzählt genau den gleichen Kram, wie alle anderen. Außer der neuen Erkenntnis, dass der Fahrer des Vans Country Musik hört. Danke. Sehr hilfreich. Wir ermitteln dann auf der Ranch von Dolly Parton weiter.

Ray will Jan poppen, aber die denkt nur über den schwarzen Van nach. Ray ist traurig und dankt heimlich vermutlich bereits Gott für das Aufkommen des Pornofilms in den 70ern, damit er zuhause noch was zu tun hat. Am nächsten Tag ist Jan die Story los und der Verdacht liegt nahe, dass Ray dafür verantwortlich ist, weil er vor lauter Geilheit Jan eins Auswischen wollte. Männer, die Entscheidungen bei Geilheit treffen, entscheiden selten gut. Ich spreche da aus Erfahrung. Ich treffe alle Entscheidungen so. Unter anderem die, diesen Film zu gucken.

Jan lässt sich dadurch natürlich nicht beeindrucken und stellt dem ermittelnden Kommissar ein paar Fragen. Zwei weitere tote Frauen und Jan hat eine Psychiaterin in ihrer Nachrichtensendung. Der Killer heißt inzwischen nebenbei „The Fiddler“, weil er Country Musik mit Geigen spielt oder so. Bisher hörte sich hier gar nichts nach Country oder Geigen an, aber ich bin nun wahrlich kein Musikexperte, also wird das wohl schon passen. Die Psychiaterin rät, den Vanfahrer nicht zu provozieren. Danke für den Tipp. Sonst noch was? Vielleicht noch davor warnen, ihn auf einen Kaffee einzuladen?

Jan macht einen Defensiv-Fahrkurs, was so viel bedeutet wie, sie lernt, wie man andere Autofahrer von der Straße rammt. Vielleicht sollte man mal recherchieren, ob der Fiddler auch in der Fahrschule war. Während dieser mal wieder auf dem Freeway Frauen jagt, möchte ich nur mal kurz darauf hinweisen, dass sein Van jetzt weiß ist. Die Musik hat er aber nicht gewechselt und ich höre da immer noch kein Country raus. Und Geigen auch nicht. Oh, da kommen die Cops und sie kriegen wirklich alle absolut nichts auf die Reihe. Die Tussi rammt die Bullen und alles explodiert und dann fährt noch ein Motorradcop in die Unfallstelle. Der Fiddler entkommt natürlich.

Warum ist der Fiddler eigentlich nicht Frank Gorshin? Das hätte sich doch absolut angeboten. Riddler—>Fiddler. Und dann hätte er sich als der Riddler enttarnt und dann wäre Batman gekommen und der Film wäre schlagartig viel besser geworden. Aber natürlich ist Frank Gorshin hier … wo ist der überhaupt? Ich glaube, der ist bisher nicht mal durchs Bild gelaufen. Trinkt vermutlich Kaffee mit Reporterlusche Ace, der glücklicherweise auch keine Rolle mehr spielt.

Ray hat Blumen für Jan mitgebracht. Wird er heute zum Schuss kommen? Oder wird er weiterhin das Aufbäumen der Pornoindustrie unterstützen? Die Antwort überlasse ich eurer Fantasie.

Jan darf die Oberreporterin während deren Urlaubs vertreten. Ray macht sich Sorgen um Jan, weil sie sich in Gefahr bringt, durch ihre Ermittlungen gegen den Fiddler. Aber Jan glaubt, dass Ray sie nur unten halten will und haut wütend ab.

In einem Anflug von Gesellschaftskritik folgt ein Bericht von Jan über die Unfallstatistik der USA, die mehr Tote gefordert hat, als alle Kriege, an denen die USA jemals beteiligt war. Klingt … falsch. Anschließend folgt ein Anflug von Feminismus, als Jan Ray erklärt, dass sie seine Hilfe nicht braucht und alles tun kann was sie will. Und sie will folgendes tun: Einen anonymen Anrufer besuchen, der angeblich weiß, wer der Fiddler ist. Klingt … Falle.

In Bobbys Autowerkstatt erklärt Bobby, dass er und seine Kumpels niemanden töten wollen. Aha. Sehr beruhigend. Ganz ehrlich, wenn mich jemand in seine Autowerktatt lotsen würde und das Erste, was er zu mir sagt, wäre, dass er niemanden töten will, wäre ich direkt wieder weg. Aber Jan ist natürlich auf Infos aus und bleibt. Der Fiddler wollte wohl in ihren Club, aber sie wollten ihn nicht. Aber sie wissen, dass er John heißt und Countrymusik hört. Meine Fresse, das ist doch alles scheißegal. Ah, er hat immer bei einem Schrottplatz geparkt. Da könnte man ja mal die Umgebung auschecken. Schrottplatzbesitzer Eddie gibt ihr dann die Adresse von John Evans und Jan fährt hin und guckt sich seine Wohnung an. Weil dort zufällig ein Telefon herumsteht, ruft sie die Cops an, damit diese die Wohnung durchsuchen können.

Ah, da! Geigen! Also doch der Fiddler. Und er verfolgt natürlich Jan auf dem Freeway. Die hat aber beim Defensiv-Fahrtraining gut aufgepasst und trickst den Fiddler aus, der in eine Straßensperre fährt und explodiert. Wir werden also nie erfahren, wer John Evans war und warum er Frauen töten wollte. Aber darum ging es in dem Film ja auch nicht. Schließlich ging es hier um … ähm … ja … Ich gehe meinen Van putzen …

Die 5 Besten … Filme aus der ersten Hälfte der 2000er

Wir bewegen uns weiter durch die Jahrzehnte und sind bei Goranas 5 Besten im düsteren Jahrtausend des Films angekommen. Ab hier wird es langsam schwierig, denn wie jeder weiß, hasse ich moderne Filme. Zumindest einen Großteil davon. Und die schlechten modernen Filme haben einfach nicht mehr den Charme, den die alten Trashgranaten hatten. Trotzdem versuche ich mich natürlich an einer Top 5 für

DIE BESTEN SCHROTTFILME AUS DEN JAHREN 2000-2004

Book Of Shadows: Blair Witch 2 (2000)

Wer glaubte, er hätte im ersten Teil nicht alles verstanden, dem wird bei diesem Schwachsinn der Schädel explodieren.

4 Alien Lockdown (2004)

Ein Alien frisst Leute im Labor und … das wars.

3 The Room (2003)

Teils arschlangweilig, teils komplett behämmert, aber lange nicht so „kultig“ wie er oft gemacht wird.

2 Ghost Ship (2002)

Fängt gut an und verkommt in der zweiten Hälfte zu völligem Quatsch, bleibt aber irgendwie einigermaßen unterhaltsam.

1 Thir13en Ghosts – 13 Geister (2001)

Die durchsichtigste Villa aller Zeiten beherbergt eine Armee von Geistern und eine Gruppe von überforderten Darstellern.

Joa, mehr habe ich nicht, deshalb gibt es dieses Mal auch keine Honorable Mentions. Ich sage ja: Das düstere Jahrtausend des Films ist angebrochen.

Genetisch vergrößerter Vergnügunsparkbesuch in prähistorischem Umfeld

Es gibt ja solche Filme, da weiß man schon vorher, dass man sie absolut scheiße finden wird. So ein Film erwartet uns hier heute. Ich bin mir absolut sicher, dass dieser Film bei mir auf nichts als puren Hass treffen wird. Das liegt nicht nur daran, dass schon der Vorgänger Grütze war und wir alle wissen, dass es selten noch mal mit einer Reihe bergauf geht, wenn sie einmal den Bodensatz erreicht hat. Nein, ich habe natürlich im Vorfeld bereits einige Trailer gesehen und was ich sah war erschreckend. Nicht nur, sieht der Film schon aus Prinzip einfach scheiße aus, die Storyfetzen, die ich aufgeschnappt habe sind auch noch alle zum kotzen. Also erwartet mich hier wohl die reinste Qual, denn ich besuche heute:

JURASSIC WORLD – USA – 2015 – 124 Min.

Regisseur Colin Trevorrow ist wohl dem ein oder anderen bekannt durch den sympathischen Film „Safety Not Guaranteed“, der hierzulande unter dem grandios beschissenen Titel „Journey Of Love – Das wahre Abenteuer ist die Liebe“ vermarktet wurde. Und wie wir alle wissen, muss heute alles direkt zehntausend Fortsetzungen kriegen und so steht er auch schon als Regisseur für „Jurassic World 3“ fest. Immerhin bedeutet das, dass wir hier vermutlich noch häufiger in den Genuss von Dinosaurieraction kommen werden.
Trevorrow hat auch am Drehbuch mitgewirkt, das eine Gemeinschaftsarbeit von ihm, Derek Connoly, der nach „Safety Not Guaranteed“ entschied, nur noch Monsterblockbusterdrehbücher wie „Kong: Skull Island“ zu schreiben, Rick Jaffa und Amanda Silver, die unter anderem die neuen „Planet der Affen“ verfassten, war. Herrjeh, ist das ein schlimmer Satz. Aber der bleibt jetzt so da stehen.
Beim Cast kann man natürlich nicht meckern. Chris Pratt mochte ich schon in „Parks & Recreation“. Bryce Dallas Howard soll auch keine schlechte sein. Vincent D’Onofrio ist uns allen als Private Paula im Gedächtnis geblieben. Omar Sy ist uns hier schon in „Ziemlich Beste Freunde“ begegnet, der ein Wunschschrottfilm war. Jake Johnson und Judy Greer sind mir zwar eher aus Comedys bekannt, aber mal schauen, was die beitragen können. Wenn es nicht so schlimm wird wie „The Mummy“, in dem Johnson ebenfalls dabei war, dann habe ich eigentlich schon gewonnen.

Mir ist natürlich absolut bewusst, dass es nicht fair ist, einen Film schon vor der Sichtung zu verurteilen. Aber, wenn man nichts erwartet, außer totale Scheiße, kann man am Ende ja auch positiv überrascht werden. Also bin ich durchaus bereit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Also öffnet die Tore zum Dinosaurierzoo und wir schauen mal, wo die Reise hinführt:

Die erste Erkenntnis ist ganz eindeutig: In „Jurassic Park“ waren die Raptorenbabys niedlicher. Ich raffe den Beginn aber ohnehin nicht ganz. Schön, da schlüpfen also Raptoren aus ihren Eiern. Und jetzt? Was soll mir das sagen, was mir die drei Vorgänger nicht schon bewusst gemacht haben?

Es ist scheinbar Weihnachten und deshalb schicken die Eltern ihre Blagen einfach mal mit dem Flugzeug weg. Entspannte Weihnachten, ohne die nervenden Blagen. Das beste Weihnachtsgeschenk für alle Eltern. Denke ich. Was weiß ich. Habe keine Kinder und lasse meine Eltern an Weihnachten in Ruhe. Die Kids fahren natürlich in den großen Vergnügungspark namens Jurassic World. Das ist jetzt natürlich rein subjektiv, aber ich finde den Namen Jurassic Park schon irgendwie geiler. Immerhin hat der Film den Score aus dem Original übernommen und da kann man halt nur sagen: Der ist einfach fantastisch.

Claire erklärt irgendwelchen Typen (Investoren?), dass die Leute von Dinosauriern gelangweilt sind und größeren, lauteren Kram mit mehr Zähnen wollen. Das ist zumindest mal ein interessanter Ansatz. Der Film ist sich der Tatsache absolut bewusst, dass heute alles größer, schneller und weiter sein muss. Aber genau da hätte man natürlich mal ansetzen können, um den Leuten zu zeigen, dass auch das Gegenteil überzeugend sein kann. Macht man aber natürlich ganz und gar nicht und präsentiert die Indominus Rex. Ein Hybridenvieh, gezüchtet aus der DNA von allem, was man gerade so finden konnte. Und da ist Dr. Wu aus Teil 1, um zu erklären, dass Indominus Rex größer als ein T-Rex ist. Ist ja toll. War das Vieh in Teil 3 auch. Scheiße blieb es trotzdem.

Die Kids finden Tante Claire, die sie mal schnell zu Zara abschiebt, die ihnen den Park zeigen soll. Zach interessiert sich für den ganzen Kram ohnehin nicht die Bohne, denn er hat das alles schon gesehen. Claire checkt mal die Lage hinter den Kulissen, wo Lowery rumsitzt und wie vermutet, ist Jake Johnson hier für die Comedy zuständig. Und die ist bisher alles andere als lustig. Kann aber ja noch werden.

Parkbesitzer Mr. Masrani kommt mit seinem Helikopter angeflogen und lässt sich von Claire die Indominus Rex zeigen. Claire fliegt scheinbar nicht gerne, was immerhin eine Eigenschaft ist. Alle anderen haben bisher keine einzige davon. Die Indominus Rex ist aggressiv und deshalb musste das Glas verstärkt werden. Und sie hat die Sinne einer Schlange. Das muss dann erstmal zu dem Thema reichen. Man will ja nicht alle Überraschungen direkt verraten. Und ich fürchte, da werden noch viel kommen.

Keine Überraschung ist, dass die ganze Raptorenzüchternummer rund um Owen und Barry totale Scheiße ist. Scheinbar ist das Militär an Raptoren interessiert, wie Hoskins erklärt. Owen ist mehr eine Art Tierschützer und findet das alles richtig kacke. Ein Wärter fällt ins Raptorengehege und Raptorenzüchter Owen muss ihn retten. Das ganze ist natürlich so ein bisschen die Weiterführung der Raptorentröte aus Teil 3. Und das war schon dämlich genug.

Claire telefoniert mit ihrer Schwester und besucht dann Owen, der natürlich mal mit Claire aus war, was nicht so gut lief. Jedenfalls soll er sich mal die Indominus Rex angucken. Woanders wird unterdessen ein Unterwassersaurier gefüttert und spritzt die Besucher nass. Owen erklärt, dass Indominus sich nicht bändigen lassen wird, denn sie hat keine Beziehung zu irgendwas, außer dem Kran, der sie füttert. Nebenbei stellt er dann noch fest, dass es einen anderen Grund gibt, warum sie sich nicht anlocken lässt: Sie ist ausgebrochen.

Owen und zwei Arbeiter schauen sich das Gehege von innen an und wie sich herausstellt, ist sie gar nicht ausgebrochen. Aber freundlicherweise öffnen die Trottel in ihrer Panik die Tür und jetzt ist sie draußen. Owen versteckt sich unter einem Laster und saut sich absichtlich mit Öl ein. Ich tippe mal, wegen dem Geruch, oder so. Indominus Rex sieht nebenbei sogar ganz okay aus. Man hat sich immerhin am Aussehen eines Dinosauriers orientiert und nicht irgendein komisches Monstergedöns gebastelt. Gut macht das die Idee aber immer noch nicht.

Mal wieder Zeit für die Blagen, die in der Schwebebahn sitzen und wegen der Scheidung ihrer Eltern flennen. Okay, Zach flennt nicht, denn er ist zu cool dafür.

Ein Specialteam soll Indominus ausschalten. Die hat ihren Ortungschip rausgebissen. Es sollte klar sein, dass das Team keine Schnitte hat. Der hier tatsächlich einzig interessante Charakter Owen, schlägt vor, den Park dicht zu machen und abzuhauen. Denn Indominus wird alles fressen, was ihr in den Weg kommt. Claire und Masrani sehen das natürlich anders und Owen geht dann lieber mal, bevor er jemandem in die Fresse haut.

.Dr. Wu ist ganz schön abgehoben. Er sagt zu Masrani, dass das alles hier wegen ihm existiert und er kein irrer Wissenschaftler ist. Denn Indominus ist kein Monster, sondern eine Schöpfung, oder sowas in der Art. Jau, kaum irre, Wu.

Die Blagen fahren mit einer Glaskugel durch die Botanik und auf dem Monitor erklärt ernsthaft Jimmy Fallon die Einzelheiten des Gefährts. Aber das ist natürlich noch nicht das Dümmste an der ganzen Nummer. Der Umstand, dass die Teile von den Blagen selbst gefahren werden, ist an Lächerlichkeit nämlich kaum zu überbieten. Als ob irgendein Park, Zoo, Ozeanium oder Hühnerzucht seine Besucher ernsthaft alleine durch die Walachei fahren lassen würde. Sicherheit steht in dem Laden wirklich nicht weit oben auf der Liste. Dass der Verantwortliche für die Kugeldinger scheinbar der ahnungslose und völlig überforderte Praktikant ist, rundet das Bild dann ab. Völlig zu Recht, spielt Indominus dann mit der Kugel Fußball.

Claire bittet Owen um Hilfe dabei, ihre Neffen zu finden. Die beiden finden aber zuerst einen sterbenden Brontosaurus. Wenn sie es richtig durchziehen würden, könnte der sprechen und würde ihnen vor dem Ableben noch schnell ein paar schlaue Ratschläge mit auf den Weg geben. „Du musst über dich selbst hinauswachsen, Owen.“ „Du musst das Schwert der Wahrheit finden, Owen.“ „Du darfst nicht mehr so eine Bitch sein, Claire.“ Macht man aber leider nicht.

Hoskins hat seine Kumpels vom Militär gerufen, weil … keine Ahnung. Jedenfalls schlägt er Masrani vor, die Raptoren auf die Jagd nach Indominus zu schicken. Ja, wunderbare Idee. Macht einfach alle Zäune auf. Irgendwas wird Indominus schon erlegen.

Die Kids finden ein verlassenes Gebäude. Ich glaube, das ist ein Raum aus dem ersten Teil, wenn ich mich nicht komplett irre. Jau, da stehen sogar die alten Jeeps. Und die Kids reparieren mal eben einen davon. Dadurch verpassen sie ganz knapp die Ankunft von Owen und Claire, die vor Indominus fliehen. Die wird von Masrani im Helikopter abgelenkt. Feuer frei und Indominus rennt mal eben durch das Glas des Vogelkäfigs, damit die Pteranodons auch noch mitmischen können. Der Flugsaurierschwarm fliegt direkt in den Helikopter und das ist das Ende von Masrani. Aber die Pteranodons sind frei. Alles Schlechte hat eben auch seine guten Seiten.

Okay, für die Kinder nicht, die in ihrem Jeep von den Flugsauriern verfolgt werden. Dabei haben die gar kein Interesse an ihnen und fliegen lieber direkt in den Park, wo jede Menge Leute rumhängen und darauf warten, gefressen zu werden. Ach guckt mal, Zara existiert auch noch und wird von den Sauriern weggetragen. Über dem Pool ist natürlich nicht der sicherste Ort und der Wassersaurier nimmt sich seinen Happen mit. Im Park herrscht das reinste Chaos und Zerstörung und ich hoffe, allen ist klar, wie gut das sein könnte, wenn man wenigstens ein paar praktische Effekte genutzt hätte. Claire und Owen sehen das anders, finden alles und vor allem sich selbst gut und knutschen rum.

Hoskins entscheidet kurzerhand, dass er jetzt den Laden schmeißt. Dadurch tritt natürlich jetzt Operation Raptorenjagd in Kraft. Da er seine Raptoren schützen will, macht Owen mit. Was folgt ist klar: Eine Horde animierter Dinos rennt durch einen animierten Dschungel und Owen und Barry (ja, Omar Sy ist auch noch da) fahren mit ihren Mopeds hinterher. Weil das aber alles noch nicht bescheuert genug ist, kommuniziert Indominus mit den Raptoren, denn sie ist natürlich zum Teil Raptor, und diese stellen sich gegen die Menschen. Siebentrillionen Gewehrkugeln reichen nicht für Indominus und sie flieht mit den Raptoren in den Dschungel. Da fühlen sich die Raptoren natürlich ganz besonders wohl und nehmen die Einheit auseinander.

Die Raptoren verfolgen Claire und die Kids im Einsatzwagen. Der hat natürlich, wie sich das gehört, eine Harpune an Bord, mit dem die Kids einen Raptor wegballern.

Als Wu und Hoskins telefonieren entfaltet sich der ganze Plot, denn Hoskins will Embryos mitnehmen, oder so. Schade, dass Wu nicht schreit: „Hoskins! WIr haben Hoskins hier!“ Was ist eigentlich aus Dodgson geworden? Was aus Hoskins wird, ist klar: Raptorenattacke und tschüss. Die Raptoren umstellen Owen, Claire und die Kids und Owen macht natürlich wieder den Züchter und die Raptoren wechseln wieder die Seiten. Was ist das alles für ein unfassbarer Käse? Indominus macht die Raptoren platt.

Claire hat Plan B und ruft Lowery an, damit er den T-Rex freilässt. Aha, in den letzten 2 Minuten von dem Scheiß hier gräbt man also doch noch das coolste Tier aus den ersten Teilen hervor, damit der dann Indominus plätten kann. Klappt aber nicht, denn wie wir wissen, ist Indominus Queen und der T-Rex somit nur ein Lappen und verkackt. Kurz bevor Indominus ihm den Kopf abbeißt, wird es aber noch geiler, denn da kommt der letzte Raptor angesprinntet wie ein Superheld zu Dienstbeginn und rettet den T-Rex. Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt und gemeinsam können sie Indominus in die Enge treiben. Und es wird nur die wenigsten wundern, dass Indominus vom Wassersaurier gefressen wird. Alter, ist das alles eine gequirlte Scheiße. Das kann ja selbst ich nicht mehr schön reden. Wie schafft man es bitte, ein Drehbuch so konsequent minütlich dämlicher und beschissener werden zu lassen. Das ist ja schon fast eine absolute Meisterleistung.

Wenn wir alle Glück haben, zieht man es in Fallen Kingdom richtig durch und lässt Chris Pratt zusammen mit seinem Raptorenbuddy Kriminalfälle lösen. Das wäre immerhin unterhaltsam und nicht so eine langweilige, uninspirierte, saudumme, überbordende CGI-Action-Scheiße wie das hier. Ich gehe meinen Indominus trainieren …

Monatsrückblick – Mai 2018

Der April macht bekanntlich was er will. Und was er wollte, war, mir keine Zeit zum Filmgucken zu geben. Deshalb gab es letzten Monat keinen Monatsrückblick, denn ich habe nur 2 Filme gesehen und die gibt es ohnehin hier auf dem Filmschrottplatz nachzulesen. Aber, alles neu macht der Mai. Was auch immer das bedeuten mag. Zumindest bedeutet es, dass ich ein bisschen mehr gucken konnte. Wenn auch nicht viel.

CAPTAIN FANTASTIC

Aragorn, der alte Hippie, fährt mit seinen sechs Kindern im Bus durch die Walachei und das Ganze macht mehr Spaß, als es eigentlich dürfte.
Mortensen ist super hier und die Kids machen ihre Sache auch sehr gut. Zwischen Jagd und Aufklärungsgespräch wächst einem die Familie ziemlich schnell ans Herz. Dieses „gerade heraus die Welt erklären“ ist einfach unglaublich sympathisch. Ich finde ja ohnehin, dass man Kindern ruhig auch mal die Wahrheit über die Dinge sagen kann und nicht immer auf „alles ist toll“ machen sollte. Richtig gut wird das natürlich dann, wenn man Eltern dabei hat, die das nicht so sehen oder wenn man eine der besten Grabreden aller Zeiten hält. Die zweite Hälfte des Films steht also sehr stark unter dem Aspekt der gegensätzlichen Ansichten, dem Hinterfragen seines eigenen Weltbilds und dem Kennenlernen einer neuen „Welt“. Und das macht so einen Film dann eben auch interessant … nein, menschlich.
Und als Bonus gibt es auch noch eine grandiose Version von „Sweet Child O‘ Mine“ obendrauf. Ein … nun ja, fantastischer Film.

Dann gab es zwecks Vorbereitung auf vermutlich ganz großen Müll für den Filmschrottplatz noch eine Trilogie:

JURASSIC PARK

Ein ruhiger Beginn. Der Film nimmt sich Zeit, um die Charaktere einzuführen und diese mit Überschwänglichkeit, Begeisterung aber auch Skepsis auszustatten. Dazu haben die Figuren auch ihre kleinen Eigenheiten, die sie zu mehr machen, als menschlichen Hüllen. Eine Kunst, die heute oft vergessen wird, aber unerlässlich für eine gute Geschichte ist. Alan Grant mag keine Kinder und keine Computer und hat einen coolen Hut. Ian Malcolm ist der ewige Skeptiker. John Hammond hingegen ein Optimist aller erster Güte. Und so weiter. Selbst die Nebencharaktere haben ihre kleinen Macken wie Ketterauchen und Fresssucht.
Was ebenso wichtig ist: Der Film erklärt, wie Dinge funktionieren. Man wird nicht einfach in die Geschichte geworfen und muss sich dann eben zusammenreimen, wie, wo und was da eigentlich passiert. Es gibt eine klare Linie, die sich langsam steigert und so einen Spannungsbogen erzeugt, den man heute im Film nur noch selten findet. Alleine bis man die ersten Dinosaurier in voller Pracht zu sehen kriegt, vergeht fast eine halbe Stunde. Bis die, ebenfalls typisch für die Reihe, nervigen Kinder auftauchen, dauert es glücklicherweise noch etwas länger.
Weitere Kleinigkeiten runden das Bild ab. Ich meine, hey, selbst das Wasserglas aus der berühmten Szene wird bereits vorher im Film eingeführt. Und der Score ist vom allerfeinsten.
Richtig los geht es dann erst in der zweiten Hälfte, mit einer der wohl besten filmischen Szenen aller Zeiten. Wenn der T-Rex aus seinem Gehege ausbricht, folgt selbst diese Szene der klaren Linie. Dinge werden erklärt und Begeisterung wird zu Skepsis wird zu Panik und endet im absoluten Chaos. Besser kann man das einfach nicht machen. Ab da geht dann natürlich nach und nach die Party ab und die Dinos werden zur absoluten Bedrohung aufgebaut. Charakterentwicklung gibt es zwar nur wenig und beschränkt sich größtenteils auf Grant, der seine Einstellung zu Kindern zumindest etwas ändert (aber Computer sicher immer noch scheiße findet), aber das kann man dem Film dann auch verzeihen, denn es ist eine wilde Achterbahnfahrt, die mitreißt, unterhält und sich auch Zeit für ruhige Momente lässt.
Wenn man etwas bemängeln wollte, dann wohl das veraltete CGI, das hier aber genau in den richtigen Mengen genutzt wird und deshalb nicht negativ auffällt. Und natürlich, dass das Bild der BluRay ein absoluter Witz ist und ich auch einfach meine alte VHS hätte behalten können. Aber da kann ja der Film nichts für.
Abschließend bleibt zu sagen: Man hat hier keine Kosten und Mühen gescheut,um den besten Blockbuster aller Zeiten abzuliefern.

THE LOST WORLD: JURASSIC PARK

Nachdem Jeff Goldblum im ersten Teil in der zweiten Hälfte ein bisschen aufs Abstellgleis gestellt wurde, darf er hier die Hauptrolle übernehmen. Leider findet man von seinen interessanten Charaktereigenschaften des Vorgängers nicht mehr wirklich etwas hier und er wird zum besorgten Vater degradiert, was natürlich dann auch die Teilnahme des, für die Reihe typischen, nervigen Blags rechtfertigt. Julianne Moore ist quasi eine etwas abgewandelte Version von Laura Dern im Vorgänger und Vince Vaughn ist halt auch dabei, fällt aber nicht weiter auf, auch wenn er seine Sache gut macht. Der Rest des Casts glänzt größtenteils durch unglaubliche Blödheit und dämliche Entscheidungen.
Die Story ist natürlich auch bei weitem nicht so ausgefeilt wie noch im ersten Teil und eigentlich hat man hier einfach einen Grund zusammengeschustert, um nach dem „Höher, Schneller, Weiter“-Prinzip möglichst viele Leute auf die Insel zu bringen. Denn mehr Leute, bedeutet mehr Action, oder so.
An sich ist das aber alles durchaus unterhaltsam, bis man zum Ende kommt und den Dino durch die Stadt schickt. Auf dem Papier sicher eine ganz lustige Idee, aber irgendwie … nee. Natürlich flasht eine Fortsetzung dann auch nicht mehr so und es fehlen wirklich ikonische Szenen, die der Erstling zur Genüge hatte. Stattdessen wiederholt man einige Elemente in etwas angepasster Form und macht zum Teil aus den Dinos reine Killermaschinen, was schon aus Prinzip eigentlich Schwachsinn ist.
In allen Belangen mindestens 2 Ecken schwächer als Teil 1, aber trotzdem noch ein ordentlicher Film, der unterhält. Im Vergleich zu der Grütze, die danach folgen sollte, sogar fast noch ein Meisterwerk.

JURASSIC PARK III

Es gibt bei diesem Film von Beginn an so ein paar Dinge, die ich nicht verstehe. Warum muss Alan Grant immer noch auf Theorien über Raptoren zurückgreifen, wenn die Viecher doch lebendig auf einer Insel herumrennen? Warum sehen die Raptoren hier anders aus, als in den Vorgängern? Ja, man mag ja zwischen den Teilen tatsächlich neue Erkenntnisse über das vermutliche Aussehen erlangt haben, aber deshalb kann man doch eine etablierte Sache nicht einfach ändern. Wenn man herausgefunden hätte, dass der T-Rex sich teleportieren konnte, kann man das ja auch nicht einfach im dritten Teil mal eben neu einführen. Und die wichtigste Frage: Warum hat sich Sam Neill für diese Scheiße überhaupt hergegeben?
Eigentlich ist der Text hier jetzt schon zu lang für diesen Müll. Deshalb fasse ich mich ab hier mal kurz: Der Film bietet vor allem jede Menge nervige Sachen. Das nervige Blag gehört ja schon zur Reihe dazu. Aber nervige Handyklingeltöne, nervige Raptorentröten und nervige Frauenfiguren im Kate-Capshaw-Indy-Gedenk-Modus (nur rumschreien und im Notfall nach einem starken Mann rufen, der ihr den Arsch rettet) sind dann doch neu für die Reihe. Und sie wären besser da geblieben, wo sie sind.
Der neue Riesensaurier ist auch absolut unnötig, da der T-Rex einfach ein hervorragender Gegner war, der keine Ablösung benötigte. Da man aber nur Scheißideen für neue Elemente hatte, bediente man sich bei allem anderen bei den Vorgängern. „Hey, wisst ihr noch, wie im zweiten Teil der Camper von den Dinos umgeschmissen wurde, was schon nur eine andere Variante der Jeepzerstörung aus Teil 1 war? Wie können wir da noch einen draufsetzen?“ „Wir nehmen ein Flugzeug und schmeißen das um.“ „Bombenidee!“ Wo man schon dabei war, hat man natürlich auch das Verhältnis von praktischen zu CGI-Effekten auf den Kopf gestellt und dadurch wirkt der Film zusätzlich veraltet, was die Sache auch alles andere als besser macht.
Nicht umsonst ist der Dinoschinken schon lange auf dem Filmschrottplatz verewigt.

Gesamt: 9

Rewatches: 4

Schrott: 6

Auf Netflix gab es außerdem noch die erste Staffel „Haus des Geldes“ und das macht schon großen Spaß. Hat ein bisschen was von „Prison Break“ bevor es zu kompletter Scheiße wurde. Leider habe ich die Befürchtung, dass dieser Serie das auch passieren könnte. Staffel 2 ist wohl schon bestellt und eigentlich hätte es völlig gereicht, die Geschichte nach einer Staffel abzuschließen.

Die 5 Besten … Filme der zweiten Hälfte der 90er

Im Rahmen der 5 Besten von Gorana nähern wir uns schnell dem neuen Jahrtausend und damit den wirklich düsteren Zeiten des Films. Aber heute bleiben wir nochmal in den 90ern und es gibt

DIE 5 BESTEN SCHROTTFILME AUS DEN JAHREN 1995-1999

und ehrlich gesagt wird es auch am Ende des vergangenen Jahrtausends schon reichlich eng mit geilem Scheiß. Es ist eher geprägt von Hochglanz-Trash.

5 Ice Cream Man (1995)

„Charlie und die Schokoladenfabrik“ in der schlechten Eiscremeversion, mit einem Eismann, der Eis aus Kindern macht.

4 Anaconda (1997)

Eine Riesenschlange, ein Haufen überforderter Darsteller und Jon Voight im absoluten Overactingmodus versprechen eine Menge Spaß.

Vernetzt! – Johnny Mnemonic (1995)

Keanu Reeves sammelt Daten, Ice-T hütet Delphine und Dolph Lundgren tritt als Priester Ärsche. „Jesus Time!“

2 Dario Argentos Phantom Of The Opera (1998)

Der Rattenfänger und sein Zwergenfreund mit ihrem Rattenmobil alleine machen den Film schon sehenswert.

1 Octalus – Deep Rising (1998)

Ein Cast von ewigen Nebendarstellern bekämpfen ein Riesenkrakenätztentakelwurmmonster auf einem Luxusliner und es ist genau so bescheuert wie es klingt. Wird irgendwann sicher seinen Einzug auf den Filmschrottplatz erhalten, denn das hat er absolut verdient.

HONORABLE MENTIONS:

The Dentist (1996)

Lost In Space (1998)

Explosionsgefüllte Wüstenstolperei mit Sound so heiß wie die Sonne

Es ist mal wieder höchste Zeit hier für etwas grandiose 80er Jahre Post-Apokalypse-Action. Lange Worte der Einleitung kann ich mir wohl sparen, denn wir wissen alle, dass es nichts besseres gibt als grandiose 80er Jahre Post-Apokalypse-Action.

DESERT WARRIOR – USA – 1988 – 89 Min.

Regie hier führte niemand geringeres als Jim Goldman. Jetzt fragt ihr euch sicher, wer zur Hölle dieser Jim Goldman ist. Und da kann ich nur mit dem Kopf schütteln und sagen: „Ich habe absolut keine Ahnung.“ Denn mehr als diesen Streifen hat er nicht gemacht.
Beim Drehbuch sieht das etwas anders aus, denn das entstand von einem Duo. Da hören die Unterschiede aber auch schon wieder fast auf, denn von Bob Davies und Carl Kuntze hat man quasi auch nie wieder etwas gehört.
Aber vom Cast hat man noch was gehört. Was ist grün, stark und hat eine dämliche Frisur? Genau: Hulk. Oder eben Lou Ferrigno. Noch nicht überzeugt? Dann schafft das vielleicht Shari Shattuck, die nicht bekannt ist für ihre Rolle als Stewardess in „Spy Hard“ mit Leslie Nielsen und auch mal in „On Deadly Ground“ an Steven Seagal vorbei gelatscht ist. Na, wenn das mal nicht ein schlagkräftiges Argument für einen absoluten Knaller ist, dann weiß ich es auch nicht.

Knaller ist natürlich auch mal wieder die Musik während der Opening Credits. Besser hätte man das damals mit einem Musikbaukasten für 5 Mark nicht hinkriegen können. Dass mehr als diese 5 Mark nicht im Budget waren, sollte niemanden überraschen. Nach dieser musikalischen Glanzleistung töten irgendwelche Typen eine Ratte und werden dann selbst massakriert von einer Blondine und einer Brünetten. Lou Ferrigno ist scheinbar sowas wie ein Sheriff mit Augenklappe namens Zerak und sackt die Damen ein.

An anderer Stelle zeigt sich deutlich der schlechte Einfluss, den der dritte Teil der „Mad Max“ Trilogie auf die Filmwelt hatte, wo irgendwelche Gladiatoren und Scheichs gegeneinander in einem Käfig auf Leben und Tod kämpfen müssen. Der Gewinner ist ein Asiate, der direkt mal den Obermacker auf seinem Thron herausfordert. Augenklappenlou kommt aber zufällig gerade herein und nimmt stattdessen die Herausforderung für seinen König an. Der Sieger sollte klar sein.

Eine Frau kriegt ein Kind und der König ist nicht erfreut. Fragt mich nicht, ich weiß auch nicht warum. Zerak reißt einer Tussi die Perücke runter. Okay, es ist ein Beweis dafür, dass sie radioaktiv verstrahlt ist. Wie fast jeder in dieser Zukunftsvision.

In der Wüste haben sich Racela und ihr Macker am Arsch und entscheiden, dass diese Situation eindeutig Versöhnungssex erfordert. Der wird aber von einer Armee von Laserwaffenasiaten unterbrochen und die Soundeffekte sind ein Traum. Die wurden eindeutig mit dem gleichen Programm erstellt, wie die Musik.

Der Präsident, der aussieht wie eine Mischung aus Jabba The Hut und Helmut Kohl, verurteilt jemanden zu Tode, weil zwei Menschen in der Wüste verschollen sind (ich tippe mal auf Racela und ihren Stecher). Die werden natürlich irgendwo gefangen gehalten und ich muss schon sagen, für so einen Quatschfilm ist das alles schon zu komplex. Rafft doch keine Sau, wer hier mit wem in welcher Verbindung steht.

Zerak und seine Männer treffen sich in der Wüste mit den Laserwaffenasiaten und Zerak rennt cool einen Berg hoch. Dann kommt es zu Megaaction voller Explosionen und umfallender Statisten. Viele Explosionen und viele umfallende Statisten. Sehr viele Explosionen und sehr viele umfallende Statisten. Nach gefühlt 3 Tagen ist die Schlacht vorbei und Zerak wird im letzten Moment mit einem Maschinengewehr angeschossen, was einen Mann wie ihn aber natürlich nicht daran hindern kann, Racela zu befreien. Die Männer von Präsident Jabba The Vegetable kommen dann auch vorbei und es wird noch etwas rumgelasert.

Doctor Bartmann hat den gesamten Komplex samt Labor gebaut, in dem Präsident Helmut der Hut herumhängt und deshalb hat da eigentlich außer ihm keiner was zu melden. Schließlich steht er kurz vor einem großen Durchbruch, der die gesamte Menschheit retten kann. Ich vermute, er erfindet gerade Viagra.

Es ist Nacht und das bedeutet natürlich, dass es spooky Musik aus dem Baukasten geben muss, obwohl hier absolut nichts spooky ist. Commander Glattrasiert kämpft gegen einen Ninja. Mehr gibt es aus der Nacht nicht zu berichten.

Racela schleppt den verletzten Zerak durch die Wüste. Der kann aber irgendwann nicht mehr und Racela stolpert alleine weiter, bis sie in die Hände von irgendwelchen Typen fällt. Ah, es sind Zeraks Leute. Na, was für ein Zufall. König Langhaar lässt sich von Racela erstmal die Tüten zeigen und testet den Sitz ihrer Frisur. Da sie offensichtlich nicht verstrahlt ist (also radioaktiv; ansonsten sind die das hier ja alle eh) soll sie sicher aufbewahrt werden.

Commander Glattrasiert ist der Vater von Racela und befreit seine Tochter. Zerak hilft ihnen, weil … er eben Lou Ferrigno und somit der Gute hier ist. Zerak ist natürlich in Schwierigkeiten, weil sein König die Nummer nicht so geil fand und Racela sitzt flennend in der Wüste, weil sie Zerak geil findet, oder so. Also klaut sie einen Wüstengleiter und haut ab, um Zerak zu befreien. Das zieht natürlich etwas Lasergeballer nach sich.

Doktor Allesgehörtmir steht Präsident Jabba The Helmut Rede und Antwort und … irgendwie hat das jetzt zu gar nichts geführt.

Racela bringt Zerak zu ihrem Stützpunkt und ich weiß auch nicht, wozu das gut sein soll. Natürlich werden die beiden nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Commander Papa will seine Tochter mal wieder retten, die zum Tode verurteilt wird. Und Doctor Hilfdermenschheit will sein Serum an Zerak testen. Und heilt mit einem Laser sein kaputtes Auge, was alle in Begeisterung versetzt. Ich persönlich fand ihn mit Augenklappe ja cooler, aber was will man machen.

Dann kommen alle beim Stützpunkt an und Commander Daddy wird von den Asiaten angegriffen. Und der Doctor wird vom eigenen Mann erschossen, der scheinbar gerade die Seiten wechselt, was mich wahrlich nicht weniger interessieren könnte. Er entführt Racela und Zerak nimmt die Verfolgung auf. Klar, dass draußen in der Wüste dann die absolute Megaaction zwischen allen Gruppen abgeht und keine Sau mehr durchblickt, wer hier eigentlich wer ist. Aber das wusste man ja vorher auch schon nicht, also ist es ohnehin scheißegal. Explosionen ohne Ende. Lasergeballer vom Feinsten. Umfallende Statisten. Hier kriegt man wirklich alles. Also eigentlich nur genau das und es ist so aufregend wie es klingt. Nämlich gar nicht.

Immerhin ist Racela wieder mit Commander Papi vereint und Zerak verbrüdert sich wieder mit dem König. Und dann sind plötzlich alle Freunde, weil ich glaube, die Asiaten die eigentlichen Bösen waren oder so. Was weiß ich denn. Lou Ferrigno knutscht zum Abschluss Shari Shuttack vor einem Sonnenuntergang, während der Song „Love Will Find A Way“ dudelt, und ist es nicht genau das, worum es immer geht? Nein, nicht Liebe. Ich meine möglichst unpassende Schnulzszenen mit möglichst unpassendem Soundtrack, um in den letzten Sekunden den Film noch auf eine ganz neue, unerwartete und extrem niedrige Ebene zu hieven. Mission erfolgreich abgeschlossen. Ich gehe eine Frau im Sonnenuntergang suchen …