Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Das Andere

Wer labert die größte Scheiße #2

Das erste Mal war eigentlich nur ein kleiner Spaß für Zwischendurch. Aber es wird halt so viel Grütze gelabert, dass es sich doch immer mal wieder lohnt, noch einen weiteren Teil zu machen, denke ich.

Milla Jovovich zum Beispiel hat sich zu Wort gemeldet, zu der Idee eines „Resident Evil“-Reboots und meinte, dass man mit solchen Marken sehr vorsichtig umgehen muss, denn sehr oft würde sowas völlig falsch angegangen und das könne gefährlich sein. Denn die Leute, die an der Filmreihe gearbeitet haben, sind selbst alle große Fans der Vorlage und waren alle mit Passion bei der Sache. Und die Fans von Genrefilmen merken schnell ob etwas nur aus kommerziellen Gründen gemacht wird.

Also ich weiß nicht von welcher „Resident Evil“-Filmreihe sie da spricht, aber ihre kann es wohl kaum sein, denn die hat erstens absolut gar nichts mit der Vorlage zu tun und wurde zweitens ausgeschlachtet bis zum Gehtnichtmehr. Aber hey, Hauptsache man glaubt selber an den Quark, den man so von sich gibt.

Kurz ansprechen muss ich natürlich auch den Libanon. Da wurde der Film „Wonder Woman“ verboten, bevor er überhaupt angelaufen ist. Der Grund: Hauptdarstellerin Gal Gadot kommt aus Israel und hat dort aufgrund der vorherrschenden Wehrpflicht für Männer UND Frauen in der israelischen Armee gedient. Und das kann man im Libanon natürlich gar nicht ab. Schließlich mögen die sich nicht so gerne. Sie sind halt wie kleine Kinder im Sandkasten, die sich um die Schaufel streiten. Und da hat so jemand wie „Wonder Woman“ natürlich nichts zu suchen.

Wenn sich die Politik in die Kunst einmischt, kommt eben immer nur gequirlte Scheiße dabei rum.

Wie wohl jeder mittlerweile weiß, bin ich alles andere als ein Fan von Paul Feig. Der Typ wäre für diese Reihe hier eigentlich absolut prädestiniert. Aber momentan ist es sehr ruhig um ihn und er labert mal ausnahmsweise keine Scheiße am laufenden Meter. Allerdings hatte Dan Aykroyd kürzlich was zu dem Regisseur des Ghostbuster-Reboots zu sagen und macht ihn alleine dafür verantwortlich, dass es keine Fortsetzung dieses Mülls geben wird. Denn laut Dan hat er während der Dreharbeiten Paul Feig auf einige Szenen hingewiesen, die der Film bräuchte, was Feig aber nicht einsah und auf diese Szenen verzichtete. Bei ersten Screenings stellte sich dann aber heraus, dass besagte Szenen doch nötig sind und es wurden Reshoots angesetzt, die laut Aykroyd 40 Millionen Dollar gekostet hätten, wodurch der Film eben sein Budget nicht mehr einspielen konnte. Soweit, so beknackt von allen Seiten. Dann mischte sich allerdings Sony ein und stellte richtig, dass die Reshoots nur 3-4 Millionen Dollar gekostet hätten und man in einem guten Verhältnis zu Feig stehe.

Tja, Dan, man kann sich ja mal um eine Null vertun, nicht wahr. Aber irgendwie muss man schließlich im Gespräch bleiben.

Und wo wir schon bei den Ghostbusters sind, hat sich auch noch Ivan Reitman zu Wort gemeldet. Der meint, dass der nächste Schritt des Franchises sein muss, die Originale und das Reboot zu einem Universum zu vereinen, denn das sei eindeutig das, was die Fans unbedingt wollen.

Oder vielleicht, aber das ist nur meine Vermutung, wollen die Fans einfach nur, dass ihr das Franchise einfach in Ruhe lasst, wie sie es schon vor dem Reboot wollten. Aber was weiß ich schon, ich bin ja auch nur ein Fan.

Seine Idee, die Ghostbusters globaler zu machen und nach Korea und China zu verlegen lasse ich mal unerwähnt, weil der chinesische Markt ja momentan sehr unwichtig für Hollywood ist … ähem …

Meine 5 Minuten Ruhm – Filmschrott im Radiointerview bei Trackback

Letzte Woche hat mich Maren vom Schreibtisch einfach mal so für ein Radiointerview vorgeschlagen. Und als guter Filmschrottplatzbetreiber habe ich mir diese Chance natürlich nicht entgehen lassen, um der Welt mal wieder zu sagen, dass nur ich den einzig wahren Filmgeschmack habe und alle anderen einfach scheiße sind. War aber ganz lustig.

Hier kommt ihr zur Übersichtsseite.

Und hier kommt ihr direkt zur mp3.

Mein Quarkgelaber beginnt bei 26:29 Min. Es geht natürlich um Filme … und Giraffen kommen auch vor.

Wer labert die größte Scheiße

Spontan entstanden aus einem kleinen Facebookpost gibt es jetzt hier eine Auswahl des Kackgelabers, dass die Filmschaffenden so von sich geben. Weil, sind wir mal ehrlich: Die labern alle eine unfassbar gequirlte Kacke, das muss man einfach auch mal sammeln.

Fangen wir doch an mit meinem persönlichen Liebling Ridley Scott. Der Vogel gibt ja wirklich nur noch widersprüchlichen Käse von sich. Ist zwar schon ein paar Tage her, aber als er mal in einem Interview nach Superheldenfilmen gefragt wurde, meinte er, dass er zwar schon oft angefragt wurde, aber darauf keinen Bock hat, weil er lieber „gute Geschichten“ erzählen will. Lobenswerte Sache. Und jetzt macht er 4!!!! Alien-Filme UND ist im Gespräch für den Batman-Film. Man muss natürlich abwarten, was davon dann wirklich umgesetzt wird, aber die Aussagen sind einfach komplett widersprüchlich und das ist nicht das erste Mal bei ihm. Entweder merkt er selbst nicht mehr, was er für einen Scheiß labert oder es ist ihm einfach scheißegal. Ich tippe auf eine Mischung aus Beidem.

Johnny Depp ist wieder auf Schiffstour. Zum bereits fünften Mal spielt er Captain Jack Sparrow. Und wenn man seine ganzen anderen Rollen dazu nimmt, die alle an diesen Charakter angelehnt sind, spielt er ihn schon zum gefühlt 42. Mal. Diese Aussage ist mit etwas Vorsicht zu genießen, da sie nicht von ihm selbst kam, sondern vom Drehbuchautor des neuen Piratenschinkens, aber ich wollte sie trotzdem mit rein nehmen, weil sie so dermaßen dämlich ist. So hat laut dem Autor, Johnny Depp den ersten Entwurf des Drehbuchs zu „Fluch der Karibik 5 “ abgelehnt, weil „es eine weibliche Antagonistin gab und man das ja schon in ‚Dark Shadows‘ gehabt hätte, wodurch das unnötige Vergleiche nach sich ziehen könnte“. Äh, was? Also ist jeder Film mit einer weiblichen Antagonistin jetzt direkt wie „Dark Shadows“? Und ist dann nicht automatisch jeder Film mit einem männlichen Antagonisten wie … 99% aller Filme da draußen? Und ist nicht angeblich im neuen Film Barbossa wieder ein Antagonist? Und hatten wir das jetzt nicht auch schon mehrmals? Hoffentlich vergleicht jetzt keiner den Film mit Teil 1, sonst könnte man noch auf den Gedanken kommen, dass der neue Film komplette Scheiße ist. Ungefähr so scheiße, wie das Gelaber von Depp; sofern es denn der Wahrheit entspricht.

Unübertroffen dürfte momentan aber selbstverständlich Anthony Hopkins sein. Ihr wisst schon, der Mann, der einst Hannibal Lecter verkörperte und auch … andere Rollen gespielt hat. Mir fällt zwar gerade keine ein, aber sie werden wohl alle zumindest minimal besser gewesen sein, als in „Transformers“ mitzuspielen. Aber Hopkins sieht das komplett anders. Denn laut ihm ist „Michael Bay ein Genie“, das auf einer Stufe mit Oliver Stone, Steven Spielberg und Martin Scorsese steht. „Brilliant.“ Vermutlich hat er nie „Pearl Harbor“ gesehen. Oder er hat eine Vorliebe für explodierende Scheiße entdeckt, Scheiße labern kann er jedenfalls schon richtig gut.

 

Natürlich kann es auch sein, dass die ein oder andere Aussage aus dem Kontext gerissen wurde. Aber Scheiße labern sie trotzdem jede Menge. Falls ihr auch noch irgendwelches Kackgelaber habt, lasst es mich wissen. Dann kann ich demnächst noch einen weiteren Post machen, der zeigt, wie viel Scheiße die Stars labern.

Der Filmschrott Jahresrückblick 2016

Das Jahr neigt sich dem Ende. Und was war es für ein Jahr, hä? Hä? HÄ? Okay, ich weiß es auch nicht. Halt eins dieser Jahre von denen es jede Menge gibt. Manches ist gut, vieles ist scheiße und irgendwo dazwischen ist man selbst. Aber bevor dann der ganze Zinnober wieder von vorne beginnt, will ich doch mal kurz zurückblicken auf das, was dieses Jahr so geboten hat.

DER FILMSCHROTTPLATZ

Die erste Jahreshälfte war durchzogen von technischen Problemen, da mir dauernd der Laptop abgekaspert ist und auch der Ersatz dann direkt die Grätsche machte. Wenn es scheiße läuft, dann halt richtig. Aber trotzdem gab es natürlich ein paar kleinere Neuerungen.

Um das Spektrum hier etwas zu erweitern, habe ich die neue „Kultschrott“-Kategorie eingeführt. Bisher kam die ganz gut an. War wohl eine gute Idee, mit Batman anzufangen. Der zieht halt immer. Und generell gibt es natürlich so einige Filme, die eigentlich eher „Schrott“ sind, aber einen Ehrenplatz auf dem Schrottplatz verdient haben. Eigentlich gehören auch Filme wie „Hell Comes To Frogtown“ dahin, aber bei dessen Einführung gab es die Kategorie leider noch nicht.

Außerdem habe ich eine Kategorie für aktuelle Sichtungen gebastelt, da ich gemerkt habe, dass sowas hin und wieder auch mal gefragt ist. Vor allem meine Reviews zu „Game Of Thrones“ kommen ja ganz gut an. Schade, dass die Serie nicht mehr allzu viele Folgen bereit hält. Aber immerhin ist mit „Lethal Weapon“ ein unglaublich unwürdiger Nachfolger schon am Start.

Nebenbei habe ich mal wieder ein paar Gründe zum abkotzen gefunden, wie es nun mal meine Art ist. Es gab weiteren CGI-Hass und auch auf die nervigen Post-Credit-Szenen musste ich einfach mal draufhauen.

Eine kleine Enttäuschung ist es ja immer, wenn die eigenen Beiträge offensichtlich nicht wirklich ziehen. Zum zweiten Mal gab es die Schrott Awards. Aber wie das halt so ist, bekommen die aufwendigsten Beiträge meist die wenigste Aufmerksamkeit. Samuel L. Jackson hofft, dass das im nächsten Jahr besser wird, Motherfuckers!

FILM UND TV

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Wenn man oft genug in unterschiedliche Kinos geht, kann man sein eigenes Memoryspiel basteln. Wie amn sieht, hab ich verloren.

Ich war sage und schreibe 12 mal im Kino. Das alleine ist schon ein Rekord, den ich sicher nie wieder brechen werde. Davor beschränkten sich meine Kinobesuche auf ungefähr 12 in 32 Jahren.

Von allem was dabei. Gute Filme, schlechte Filme, mittelmäßige Filme, der größte Scheiß der letzten 100 Jahre namens Independence Day 2 …

Insgesamt habe ich 216 Filme gesehen. Purer Zufall, diese so passende Zahl (ihr wisst schon: 2016 ohne Null). Auch das dürfte ziemlich weit oben in meinem persönlichen All-Time-Ranking sein. Liegt aber sicher auch daran, dass ich bei Serien doch stark zurückgefahren habe. Mittlerweile kommt da einfach zu wenig raus, das mich wirklich interessiert.

Natürlich waren ein paar Überraschungen dabei. Ich hätte nicht gedacht, dass mir „Arrival“ so gut gefallen würde. Und ich hätte auch nicht gedacht, dass „Independence Day: Wiederkehr“ der grauenhafteste Film aller Zeiten sein würde, für den ich allen Beteiligten noch heute eine Alienentführung samt Analsonde wünsche. Ebenfalls kalt erwischt hat mich Disneys „Lilo und Stitch“, von dem ich niemals erwartet hätte, dass er einer der besten Disney Zeichentrickfilme ever ist. Noch überraschender war allerdings die Tatsache, dass ein ganzer Haufen der Disney Meisterwerke gar nicht mal so gut sind. Um nicht zu sagen: langweiliger, lahmer Scheiß.

Ein interessanter Fall war Tarantinos „The Hateful Eight“. Nach dem Kinobesuch fand ich den super und hab ihn schon in den Top 3 der Tarantinofilme gesehen, aber eine Zweitsichtung hat dann knallhart die Schwächen des Streifens offengelegt und ihn zu einem der eher schwachen Tarantinos degradiert. Ein ziemlicher Absturz, den ich selten bei einer Zweitsichtung erlebt habe. Vielleicht ist der aber auch einfach komplett von der Stimmung abhängig und beim nächsten Mal gefällt er mir dann doch wieder. Mal sehen …

Nur bei Stanley Kubricks „The Shining“ war es noch schlimmer. Als Kind habe ich den mal gesehen und fand den damals top. Jetzt, 20 Jahre später, habe ich mir das mal wieder angeguckt und fand den dermaßen langweilig, dass ich mich da richtiggehend durchquälen musste.

Bei den Serien gibt es wenig zu berichten. „The Walking Dead“ gelang das Kunststück, aus einer vielversprechenden Situation einen absoluten Tiefpunkt der Serie zu fabrizieren und mich – und auch die meisten anderen Zuschauer – zu Tode zu langweilen. Ich habe ja immer gesagt, dass die Writer der Kackserie ein Haufen unfähiger Affen voller Zombiescheiße im Hirn sind und jetzt haben es wohl auch endlich mal die anderen Zuschauer gerafft.

Sehr gut war „Dirk Gentlys Holistic Detective Agency“, das ganz vage auf der Vorlage von Douglas Adams beruht. Aber damit eigentlich gar nix mehr zu tun hat. Trotzdem – oder gerade deswegen – hatte ich eine Menge Spaß damit.

Anfang des Jahres habe ich mit „Scream Queens“ noch eine kleine Überraschung entdeckt. Die wohl schwächere zweite Staffel habe ich allerdings noch nicht gesehen.

JEDER MUSS MAL STERBEN (UND DIE HÄLFTE DAVON IN 2016)

„All Dead And Gone“ sang Freddie Mercury einst und dieses Jahr sind so einige Leute von uns gegangen. Das ist natürlich scheiße und gar nicht schön. Noch scheißer und weniger schön sind aber dann immer die Reaktionen von den ganzen Affen, die immer nur ihre Posts vom vorherigen Verschiedenen zu kopieren scheinen. „Scheiß Krebs“, Scheiß 2016″, „Scheiß … wer isn der Typ überhaupt?“ Klar, es ist nie schön, wenn jemand stirbt, mit dem man quasi sein ganzes Leben „verbracht“ hat, aber wir müssen halt den Tatsachen ins Auge sehen. Stars und ähnlich abgefuckte Gesellen sind nun mal auch nicht unsterblich. Und die Helden unserer Kindheit und Jugend kommen so langsam in ein Alter, in dem es unaufhaltsam Richtung Grube geht. Wir müssen uns wohl daran gewöhnen, dass innerhalb der nächsten Jahre so einige bekannte Gesichter verschwinden werden. Aber keine Panik. Es kommen ja immer neue coole Leute nach. Justin Bieber wird uns sicher alle überleben.

UND DER GANZE REST

Politik geht mir immer noch am Arsch vorbei. Klar, alles kacke was da dieses Jahr so abging und so. Aber die Erde dreht sich weiter, auch wenn nur Arschlöcher darauf rumturnen. Zumindest so lange, bis diese Arschlöcher sie komplett weggebombt haben. Aber das erwarte ich frühestens 2018 also mache ich mir um den Quark jetzt noch keinen Kopf. Fick die Affen.

Da war diese EM und sie ging irgendwie komplett an mir vorbei. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt die nötige Stimmung, um mir das Gepöle anzugucken. Und wenn ich mich dann doch dazu durchringen konnte, war das Gepöle noch viel schlimmer, als ich es mir jemals hätte ausmalen können. Bezeichnend, dass ein überbewerteter Fatzke wie Ronaldo dann am Ende den Titel holt ohne etwas dazu beizutragen.

Peyton Manning – mir bis dato besser bekannt als Mister Chancentot – gewann tatsächlich im gefühlt 42. Anlauf seinen 2. SuperBowl und konnte somit endlich seine Karriere beenden. Und aufhören, mich mit seinen grottenschlechten Leistungen zu nerven. Es war ein gutes Footballjahr.

Ich selbt war nebenbei auch recht sportlich. Fast jeden Tag hab ich zumindest eine halbe Stunde irgendwie in den Tagesablauf gequetscht und bin … genau so fett wie vorher. Vielleicht hätte ich mir irgendein Ziel setzen sollen. Egal. Immerhin kann ich mittlerweile Treppen mit mehr als 10 Stufen steigen, ohne fast an einer Lungenembolie zu verrecken. Dass ich das Rauchen auch mehr oder weniger eingestellt habe (gelegentlich brauche ich das einfach immer noch) trägt da eventuell natürlich auch zu bei.

DAS WARS DANN AUCH

Mehr gabs irgendwie nicht zu berichten. Recht lahmes Jahr. Wenn was los war, war es scheiße. Wenn nicht … auch. Da kann man ja nur hoffen, dass 2017 besser wird. Aber aus Erfahrung kann ich sagen: Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering.

Wir lesen uns im neuen Jahr. Und vergesst nicht, euch Schrott zu wünschen. Das geht schließlich nur noch heute … und morgen so ein bisschen, bis ich mich dann verkatert aufraffen kann, um den Post zu löschen.

Media Monday #284

Ich habe gerade kurz darüber nachgedacht die Einleitungen wegzulassen und einfach völlig unspektakulär hier Media Monday hinzukritzeln und loszulegen, da es langsam schwierig wird, sich wöchentlich eine neue Einleitung aus den Fingern zu saugen. Aber irgendwie ginge dann auch ein Teil des Spaßes flöten, also mache ich so weiter wie bisher. Heute mal mit einem Gedicht:

Der Sonntag ist schon wieder vorbei,
von neuem beginnt die Abkotzerei.

1. Wenn zu Nikolaus wieder ____ . Ist das nicht der Tag, an dem die Eltern ihren Blagen damit drohen, dass irgendein versiffter Typ mit schwarzem Bart sie mit seiner Rute verdrischt, wenn sie nicht endlich mal ihre Fresse halten, während Mutti an ihrem Handy rumspielt? Und dann gibts für alle Schokolade, damit ihre Ärsche, die sie den ganzen Tag auf dem Sofa parken, weil man da am besten mit dem Handy spielen kann, noch fetter werden. Hab ich nix mit am Hut.

2. Von ____ die ____ Edition zu kennen/besitzen, ____ . Ich bin zwar Sammler von DVDs und BluRays aber Editionen haben mich nie interessiert. Mir geht es um den Film oder die Serie an sich, nicht um die Verpackung. Einzige Ausnahme ist die Lost Complete Collection aus den USA. Die hätte ich gerne gehabt damals, mit dem ganzen versteckten Kram darin. Hier gab es ja leider nur eine lieblose abgespeckte Version. Warum weiß kein Mensch, aber mit mir kann mans ja machen. Immerhin habe ich mir damals das Breaking Bad Fass gegönnt, das aber auch nicht so limitiert war, wie zuvor behauptet. Ist halt alles Bullshit und Abzocke.

3. Mit meiner Vorliebe für Filmschrott scheine ich ja ziemlich allein da zu stehen, deshalb macht es mir auch so viel Freude, euch immer wieder vor weiteren geilen Filmen zu warnen, für die euer VErstand einfach nicht bereit ist. Diesen ganzen Scheiß zu gucken und verarbeiten zu können, ohne in der Klapsmühle zu landen, erfordert jahrelanges Training. You’re All Welcome.

4. Der Film/die Serie ____ hat mich dazu angeregt, ____ zu machen. Hm, nein, fällt mir nix zu ein. Filme inspirieren mich hin und wieder mal zu Geschichten, aber da jetzt einen einzelnen rauszupicken ist nicht möglich. Ich habe mal kurz überlegt, ob es ein bestimmter Film war, der mich zu diesem Blog inspiriert hat, aber das waren auch eher mehrere Kackfilme, die ich aus irgendeinem Grund geil fand.

5. Per Anhalter durch die Galaxis hat mich als Buch wahnsinnig begeistert, so sehr, dass ich dadurch überhaupt erst den Spaß am Lesen entdeckte. Mit der Zeit habe ich dann auch andere Autoren – allen voran Terry Pratchett – entdeckt und einige davon haben mich dann dazu animiert, selbst zu schreiben. Ich habe den Spaß daran allerdings erst sehr spät entdeckt. So mit Ende 20. Was natürlich schade ist, denn gerade in der Schulzeit hätte mir diese Sache wirklich weiterhelfen können und höchstwahrscheinlich hätte ich einen komplett anderen Weg eingeschlagen und einen Job, der mich nicht täglich zum Kotzen bringt. Aber was nicht ist kann ja noch werden.

6. Wenn es ums Thema Comics geht ____ . Ich verzichte jetzt mal auf meine üblichen Hasstiraden, die bei dem Thema unweigerlich aufkommen. Denn diese kommen ja weniger von den Comics selbst, sondern von den ständigen Verfilmungen. Generell habe ich nichts gegen Comics. Wahrscheinlich sind sie sogar ganz unterhaltsam. Früher habe ich auch selbst viel gezeichnet, also bin ich nicht komplett von dem Thema weg. Allerdings fehlt mir einfach die Zeit, um mir noch ein weiteres Medium in die Bude zu holen, das mich nur ablenkt. Deshalb werden Comics und ich wohl keine Beziehung mehr eingehen.

7. Zuletzt habe ich ein Problem im ersten Entwurf meines zweiten Romans gelöst und das war nötig, weil ich ziemlich fest hing. Zum Glück lösen sich nach meiner Erfahrung solche Probleme meist, indem ich ganz simpel irgendwelchen Quatsch fabriziere, der sich dann irgendwie wieder zu etwas Sinnvollem zusammenfügt. Ist ne witzige Szene geworden, also alles richtig gemacht.

Media Monday #283

Manchmal sind Montage ja noch verwirrender für mich, als sie es ohnehin schon sind. Wenn ich aus dem Wochenende komme, passiert es schon mal, dass mein kompletter Alltag einfach durcheinandergewirbelt wird und ich einfach mal vergesse, den Media Monday zu beantworten. So passiert in der letzten Woche. Irgendwann nach der Arbeit fiel es mir wieder ein, aber da hatte ich dann keinen Bock mehr. Wenn das mal nicht ein guter Grund ist, sich verstärkt dafür einzusetzen, dass Montage endlich abgeschafft werden, dann weiß ich auch nicht.

1. Wenn ich daran denke, dass jetzt schon wieder die Vorweihnachtszeit beginnt lasse ich vor allem niemanden das Radio einschalten, wenn ich anwesend bin. Ich finde Radio ja sowieso schon absolut zum kotzen, mit ihrem immer gleichen Piss-Pop-Gedudel, aber gerade die Weihnachtslieder von den ganzen Tucken und Tunten und Diven und Drummern und anderen Minderheiten, die mir zu Weihnachten tierisch auf den Sack gehen, sind so dermaßen unerträglich für mich, dass sich die ständig vorhandenen Mordgedanken in meinem Kopf drohen durchzusetzen. Ich verstehe wirklich nicht, warum es nicht mehr Amokläufe zu Weihnachten gibt. In der Zeit könnte ich da niemandem mit Radioempfang auch nur den geringsten Vorwurf machen.

2. Normalerweise mag ich Filme mit/von Roland Emmerich ja sehr gerne, aber mit Independence Day: Wiederkehr hat sie/er echt ins Klo gegriffen, denn auch wenn seine Filme natürlich nie wirklich durch großes Storytelling, fantastisches Autorenkino oder perfekt ausbalancierte Charakterzeichnung glänzen, hatten sie zumindest die nötige Leidenschaft, mit der man einen Blockbuster eben auch auf ein unterhaltsames Level hieven kann. Teil 2 hat das nicht und auch sonst nix, was auch nur ansatzweise die Existenz dieses Scheißfilms berechtigt. Mein absoluter Hassfilm des Jahres und sicherer zukünftiger Filmschrottplatzbewohner.

3. ____ ist eine der enttäuschendsten Verfilmungen überhaupt, denn ____ . Keine Ahnung. Ich kenne selten Vorlage und Verfilmung. Und wenn ich die Vorlage kenne, erwarte ich sowieso nix mehr, weil man da eh nie rankommt. Da ist die Fallhöhe nicht so hoch. Spontan würde ich jetzt „Harry Potter 6“ sagen, den ich richtig scheiße fand, wobei mir das Buch fast am besten aus der Reihe gefallen hat. Vielleicht nehme ich die Verfilmung mal auf den Schrottplatz auf.

4. Das Product Placement in Filmen ist zwar totaler Käse, aber wirklich stören tut es mich nicht. Mir ist kackegal, ob die Leute Lucky Strike rauchen oder Red Apple. Ob sie bei McDonalds fressen oder bei Big Kahuna Burger. Da ich aber selbst ja irgendwie kreativ bin, mag ich es, wenn sich Autoren ihren eigenen Kram ausdenken, anstatt irgendwelchen vorhandenen Quark zu verwenden. Da Geschichten ja für gewöhnlich ohnehin nicht in der Realität verankert sind, kann man da auch ruhig eigene Kreationen unterbringen. Dadurch wirkt zumindest auf mich eine Welt immer liebevoller erschaffen.

5. Wenn es um hochwertige und großartige Serien geht muss ich mittlerweile fast ausschließlich in der Zeit zurückreisen, denn momentan ist da nicht viel für mich bei. Zumindest Westworld interessiert mich aber sehr. Ansonsten gibts natürlich zum Glück noch Lethal Weapon *hust*

6. Pearl Harbor ist auch nach Jahren noch richtig große Scheiße, wie ihr demnächst hier auf dem Filmschrottplatz nachlesen könnt. Witzigerweise habe ich nachdem ich den Film überstanden hatte zufällig gesehen, dass sich der Angriff auf Pearl Harbor schon bald zum 75. Mal jährt. Das ist natürlich der perfekte Anlass, diesen Kackstreifen hier aufzunehmen. Coming Soon …

7. Zuletzt habe ich nach längerer Zeit mal wieder „Saving Private Ryan“ geguckt und das war in erster Linie um mich von dem „Pearl Harbor“-Fiasko zu erholen, weil diese Filme kaum unterschiedlicher sein könnten. Während der eine dreckig, brutal, laut und erschütternd ist und durchgehend die Sinnlosigkeit des Krieges thematisiert, ist der andere von Michael Bay.

Media Monday #281

Media Monday. Wir kennen das. Blah … Einleitung … blub … Scheißmontag … bleh … hoffentlich ist bald Wochenende …

1. Von dem, was man bisher so hört, reizt mich „Life“ ja irgendwie sehr. Ich hoffe da so ein bisschen auf eine Mischung aus „The Thing“ und „Apollo 13“. Könnte gut werden. Oder totale Scheiße. Dazwischen gibts ja eh kaum noch was.

2. Viele Werke hätten es verdient, dass sie mehr Beachtung kriegen, aber wir kennen das ja ...

3. Über den immer gleichen Scheiß in der Film/Buch/Serien/Whatever-Landschaft könnte ich mich ja richtiggehend aufregen, schließlich bleiben genau die vielen Werke, die mehr Beachtung verdient hätten, dadurch auf der Strecke. Wie unfassbar einfallslos und unkreativ kann man eigentlich in einem kreativen Beruf sein. Wäre mal was für eine Studie an der unsichtbaren Universität. Oder irgendeiner anderen. Hauptsache Studie. Wobei das Ergebnis ja leider schon feststeht. Man sieht ja, was erfolgreich ist und was nicht. Traurige Zeiten für die, die wirklich etwas relevantes schaffen wollen. Zum Glück will ich das nicht, also werde ich sicher demnächst stinkreich sein. Aber keine Angst, ich gebe meinen Schrottplatz natürlich nicht auf. Ihr müsst dann halt nur alle nen monatlichen Beitrag bezahlen, um hier meinen geilen Scheiß zu lesen. So macht man das nämlich als geldgeiler Bonzensaftsack, der sich schön die Eier schaukelt … nee, von geilen Tittenmodels schaukeln lässt. Ich kann es kaum erwarten.

4. Messen und Conventions allüberall. Mir persönlich sind die extrem egal. Und wenn ich dann so Geschichten lese, wie die von der singenden Lehrerin, die die komische Famke Janssen Trulla getroffen hat, die richtig scheiße drauf war und voll kein Bock hatte, würde ich den Stars da vermutlich eh nur in die Fresse hauen.

5. Mittlerweile stapeln sich bei mir zuhause die DVDs und BluRays. Ich bin ja nach wie vor Sammler und kaufe deshalb so ziemlich alles, was mir in die Hände fällt. Aber langsam geht hier echt der Platz flöten. Deshalb habe ich mir neulich mal überlegt, mir nen Festplattenrekorder zuzulegen, um hin und wieder vielleicht mal vielversprechende Filme aufzunehmen, anstatt immer alles direkt zu kaufen. Ich neige dann ja dazu mich auf etlichen Seiten im Netz rumzutreiben, um mich auf Ratgeberseiten über Festplattenrekorder zu informieren. Und am Ende bin ich dann vom Angebot  immer so erschlagen, dass ich doch keinen kaufe und das erst mal wieder vor mich hinschiebe. Stattdessen habe ich erst mal ein paar DVDs bestellt.

6. Wenn mal etwas Zeit bleibt, greife ich derzeit gerne zu nem Buch. Da ich aber irgendwie nie Zeit habe, brauche ich momentan ewig und drei Tage, um mal einen Roman zu beenden. Am jetzigen lese ich schon ungefähr 1 Monat. Und der hat nur 250 Seiten. Ist irgendwie perplex, wenn man vor lauter Schreiben nicht zum Lesen kommt. Kann nur besser werden.

7. Zuletzt habe ich Hell Comes To Frogtown geguckt und das war so von meinen Twitterfollowern gewählt, weil das jetzt der offizielle „Donald Trumps Präsidentschaft“-Film ist. Ich habe ja schon immer gesagt, dass dieses Meisterwerk zu einfach allem passt. All Hail The Frogpresident.

5 weitere Gründe warum CGI nervt

Es sollte ja mittlerweile kein Geheimnis mehr sein, dass ich modernen Filmen sehr negativ gegenüber eingestellt bin. Meiner Meinung nach sind es größtenteils hingewichste, lahme Aneinanderreihungen uninspirierter Szenen direkt aus dem Computer. Klar, den geneigten modernen Zuschauer interessiert das wenig. Hier ein paar Auszüge aus Interviews mit modernen Kinogängern weltweit:
„Alles CGI? Geil. Wo soll ich unterschreiben?“
„Superheroes? Shut up and take all my money.“
„Le 3Dö? Voulez-vous coucher avec moi?“
Nachdem ich neulich eine kleine Diskussion über Sinn und Unsinn von CGI in Filme mit Bullion geführt habe – die ich leider gerade nicht wiederfinde -, dachte ich, es wird mal wieder Zeit etwas Unsinn auszugraben. Hier also (nach Teil 1) 5 weitere Gründe warum CGI nervt.

1. AUGEN AUF

Die meisten Menschen haben Augen. Und alle Menschen sind unterschiedlich. Ihr wisst schon: Kein Kopf hat die gleiche Form, kein Penis ist gleich lang, kein Augenpaar gleicht dem anderen. Und mal ganz ehrlich: Keine Sau achtet darauf, wie die Augen aussehen. Zumindest weniger als auf die Penislänge. Trotzdem hat man offenbar ein Faible dafür entwickelt, an Augen rumzudoktorn. Wenn beispielsweise ein Darsteller die jüngere Version eines anderen Darstellers spielt, gleicht man gerne mal die Augen an. Oder man ändert einfach mal die Augenfarbe eines Charakters, weil … äh … blau.
Das ist nebenbei kein Phänomen, dass sich auf die Gegenwart beschränkt. In „Vom Winde verweht“, ein knappes Jahrzehnt vor der Erfindung der Kontaktlinse, die einiges vereinfacht hat, färbte man die Augen von Hauptdarstellerin Vivien Leigh grün, einfach, weil die Protagonistin in der Romanvorlage ebenfalls grüne Augen hat. Das die Augenfarbe absolut unwichtig für die Geschichte ist – die nebenbei ansonsten an etlichen Stellen verändert wurde – war offensichtlich kein Argument, sich diese, damals sicher höchst komplizierte Prozedur, zu ersparen.

2. KRATZ DICH MAL

Robert Englund dürfte vielen hier vor allem als Freddy Krueger bekannt sein. Dem Kindermörder mit dem Klingenhandschuh, der sich in Albträume schleicht und da rumschnetzelt, wie ein … nun ja, Kindermörder eben. Und diese Rolle war gar nicht mal so ungefährlich, wenn man bedenkt, dass Englund ständig mit einem echten Messerhandschuh rumlaufen musste, dessen Klingen scharf genug waren, um ihm auch mal schön ins Fleisch zu schneiden – was glücklicherweise eher selten der Fall war, aber durchaus für ein paar Kratzer gesorgt hat.
Einige Jahre später kam jemand anderes mit Krallenhand um die Ecke. Hugh Jackman, seines Zeichens, Australier, Oscar-Host und Wolverine. Nun sollte man ja meinen, dass es gar nicht mal so schwer sein kann, ein paar Wolverinekrallen im Supermarkt um die Ecke zu kaufen, die man Jackman dann an die Hand klebt. Stattdessen hatte man aber andere Pläne: In einer völlig ungefährlichen Szene betrachtet Wolverine seine Krallen im Spiegel. Und aus irgendeinem Grund dachte irgendjemand, dass man Jackman unter gar keinen Umständen zumuten kann, hier auf echte Krallen zu glotzen. Nein, viel besser ist es, wenn man die Dinger nachträglich animiert. Und wenn man schon eine Comicverfilmung macht, dann sollte man das auch sehen. Deshalb sehen die Krallen aus, als hätte sie Wile E. Coyote direkt von ACME bestellt und die Macher haben sie dann aus einem Road Runner Cartoon geschnitten, um sie Wolverine anzukleben. Heute muss wohl einfach alles wie ein Cartoon aussehen.

3. KÜNDIGE DEINE FITNESSSTUDIOMITGLIEDSCHAFT

Denn das Six Pack wird jetzt einfach animiert. Ich bin zwar kein Freund davon, dass sich Darsteller im Christian Bale Style für jede Rolle neu transformieren (wieso habe ich eigentlich Transformers nie in dieser Reihe dabei), da das einfach nicht gesund sein kann. Zunehmen, abnehmen, Muskeln aufbauen, abmagern bis kurz vorm Verrecken, dann wieder vollfressen … ich denke, das ist nicht gut. Aber keine Panik, denn Abhilfe kommt in Form von CGI. Endlich können sich die Darsteller einfach vollfressen und trotzdem hinterher aussehen wie die Muckibudenkönige. Marlon Brandos Fresssucht wäre heutzutage kein Problem mehr. Und selbst ein Pre-Abnippel Elvis Presley könnte wieder jung und geil aussehen. Stattdessen kriegen wir Nicolas Cage in Ghost Rider, der sich für diesen Müllfilm durchaus in Form gebracht hat. Den Filmemachern war es offenbar nicht gut genug, also bekam er über sein 0,33l-Six Pack ein viel cooleres 0,5l-Six Pack animiert.

4. WER NICHT TRAINIERT, BRAUCHT AUCH KEIN OBST

Nicolas Cage mag ja bekanntlich Pfirsiche, wie er uns „Im Körper des Feindes“ gezeigt hat,aber ich schätze, bei animiertem Obst hört auch seine Leidenschaft für Vitamine auf. Und wenn es schwebt erst recht. Klar, die fliegende Birne war sicher nicht das größte Problem in den Star Wars Prequels, aber es sind eben solche Kleinigkeiten, die beweisen, dass die CGI-Technik schon lange nicht mehr eingesetzt wird, um einen Film sinnvoll zu erweitern. Nein, es wird genutzt, um den faulen Saftsäcken ihren Job möglichst einfach zu machen. Oder wie sonst erklärt ihr euch, dass man für „John Wick“ für sage und schreibe 1000$ einen Haufen Hundescheiße hat animieren lassen, anstatt einfach beim Walmart um die Ecke für 2,50$ etwas Plastikscheiße zu kaufen? Das gesparte Geld hätte man sinnvoll nutzen können, um Keanu Reeves am Computer einen zweiten Gesichtsausdruck zu erstellen.

5. PHYSIK UNGENÜGEND

Ich habe ja weiter oben schon Cartoons erwähnt. Wisst ihr was Cartoons neben bunten Bildern noch ausmachen? Die physikalischen Gesetzmäßigkeiten gelten für Toons nur bedingt. Das gilt vor allem für Gravitation. Wile E. Coyote kann quasi ewig in der Luft stehen, so lange er nicht nach unten schaut. Die Helden in „realen“ Filmen scheinen die Gesetze der Erdanziehungskraft ebenfalls zu umgehen. Ich kenne mich zwar in Mittelerde nicht so gut aus, aber da die Leute dort nicht ständig in der Luft schweben, gehe ich mal davon aus, dass auch dort physikalische Gesetze herrschen, die Gravitation zumindestet ähneln. Nur Legolas scheint das völlig egal zu sein, wenn er über einstürzende Brücken hüpft wie in einem Mariospiel und Rüssel runterrutscht wie Fred Feuerstein nach Feierabend.
Aber gut, in Mittelerde lasse ich mir das noch gefallen. Aber auch in Filmen, die auf diesem Planeten, zu dieser Zeit, unter den jetzigen physikalischen Regeln stattfinden, scheint zwar jeder Schwanz Computeranimationen erstellen zu können, aber niemand kennt die newtonschen Prinzipien, die kurz und knapp besagen: Runter kommen sie alle. Es werden Jets gesurft, tonnenschwere Cyborgs hüpfen wie Flummis nach einem Sturz über den Boden, Saltos und Pirouetten drehen gehört sowieso dazu und generell wird einfach durch die Gegend gehüpft, ohne dass man irgendwann mal den Boden zu erreichen scheint. Selbst Nicht-Superhelden haben heute eine Superkraft. Sie heißt CGI.
Allerdings haben nicht nur die Helden vor der Kamera diese Superpower entdeckt. Auch hinter der Kamera wird sie genutzt, um die Physikbücher umzuschreiben. Eine Kamera ist ein physisches Objekt. Und man sollte meinen, dass gerade Filmemacher das wissen. Schließlich arbeiten sie hin und wieder damit. Aber das scheint völlig egal zu sein, wenn man völlig absurde Kamerafahrten veranstalten kann. Es geht hoch und runter und hin und her, durch Löcher, Schächte, Tunnel, massive Wände. Kein Hindernis kann nicht durchbrochen, oder besser gesagt völlig ignoriert werden.
Es ist eine Sache, es mit dem Realismus nicht all zu ernst zu nehmen. Aber es ist eine völlig andere, wenn man nicht mal mehr versucht, dem Zuschauer die Chance zu geben, ernst zu nehmen, was da gerade auf der Leinwand passiert.

Filme sind nicht mehr real. Filme sind Cartoons. Der Grund heißt: CGI.

Media Monday #280

Nach langer Auszeit gebe ich auch mal wieder meinen Senf im Media Monday zum Besten. Und meine Herren, hat Wulf mir heute Steilvorlagen für absolute Hasstiraden gegeben. Mal sehen, wie sehr sich das ausnutzen lässt.

1. Doctor Strange nervt mich ja tatsächlich weit weniger, als es der Fall sein sollte. Normalerweise werden diese Comicverfilmungen ja überall abgefeiert und gehypet und überall labern die Leute darüber und es gibt keine anderen Themen mehr und dann kriege ich das kalte Kotzen von der ganzen Scheiße und will alle Filmfans mit einem verbogenen Wolkenkratzer erschlagen. Aber der Streifen hier ist relativ ruhig an mir vorbei gezogen. Klar, es gab die üblichen Reviews, die ich ignorieren musste, aber in den sozialen Medien haben fast alle einfach mal ihre Scheißfresse gehalten und nicht rumgenervt mit „Strange ist so geil!“, „Cumberbatch ist so geil!“, „My Cucumber is so strange!“ oder ähnlichem Scheiß. Also geht mir der Film einfach nur aus Prinzip am Arsch vorbei. Sherlockception brauch ich nicht wirklich. Gucken werde ich ihn trotzdem irgendwann im Rahmen eines größeren Projektes, das ich hier plane. Aber dazu mehr, wenn es soweit ist.

2. Ich kann und will es nicht mehr hören, dass gefühlt jeden Tag ein Remake/Reboot/Prequel/Sequel zu irgendwelchen Filmen aus den 80ern oder 90ern angekündigt wird. Das Hollywood scheiße ist und der geldgeilste Haufen Arschkrampen seit der Spaltung der FIFA  ist ja nun kein Geheimnis. Aber muss das denn wirklich bedeuten, dass man absolut ganz und gar nichts neues mehr macht? Ich sammel mal schnell alle Filme, die noch nicht remaked/rebootet/sequelt/prequelt wurden und bei denen das auch scheinbar noch nicht im Gespräch war. Hier:

Der Pate

E.T.

Zurück in die Zukunft

Liste vollendet. Auf alles andere können wir uns dann demnächst wohl freuen.

3. Kaum vorzustellen, dass Hollywood doch noch ungefähr zweimal im Jahr eigenständige Filme bringt. Nächstes Jahr kommt zumindest ein neuer Christopher Nolan Film. Und es wird ein Film über den zweiten Weltkrieg. Jetzt würde ich ja erst mal sagen, dass das nicht unbedingt ein Genre ist, bei dem ich jetzt sofort in Freudentaumel verfalle. Aber da es sich hier um Christopher Nolan handelt, dürfte zumindest die Inszenierung vom feinsten sein und nicht nur überbordendes CGI-Gewichse mit Kampfpiloten.

4. Wenn ich nur mehr freie Zeit zur Verfügung hätte, würde ich wahrscheinlich viel mehr aus dem Filmschrottplatz machen, als „nur“ diesen Blog. Es ist halt der Fluch des Kreativen. Ideen ohne Ende haben, aber keine Zeit, diese auch nur ansatzweise umzusetzen. Und warum? Weil man in dieser kapitalistischen Kackwelt gezwungen ist, seine Zeit damit zu verschwenden, jeden verfickten Tag stundenlang irgendwelche stupide Scheiße zu machen, die einen immer näher an den Amoklauf herantreibt. Und das nicht, damit man sich irgendwelchen Müll leisten kann, den man eigentlich gar nicht braucht. Nein, wenn man das nicht macht, verreckt man halt. Weil man sich ja nicht mal Grundmittel holen kann, wenn man dafür nicht viel zu viele Papierfetzen mit aufgedruckten Zahlen auf die versiffte Ladentheke legt. Was für ein bekacktes Scheißsystem.

5. ____ war mal wieder richtig originell und einfallsreich, schließlich ____ . hahahahahahaha … originell … hahahahahahaha … einfallsreich … hahahahahahaha … heutzutage … hahahahahaha … ich kann nicht mehr … hahahahahahaha … … … … … ich gehe heulen …

6. Es wäre doch großartig, wenn. buhuhuhuhu … gute Filme … buhuhuhuhuhuhu … sollen die machen … buhuhuhuhuhu … verfickte kapitalistische Arschlöcher … buhuhuhuhuhu … sterbt an Krebs ihr Flachwichser … buhuhuhuhu …

7. Zuletzt habe ich endlich die zweite Staffel von „The Leftovers“ zu ende geguckt und das war fantastisch, weil die Serie interessante Charaktere, eine interessante Grundidee und einen interessanten Storyverlauf hat und man außerdem absolut gar nix rafft. Und sowas mag ich. Man ist eben genau so verwirrt, wie die Charaktere in der Serie und kann sich dadurch sehr gut in diese Welt hineinversetzen, in der alles und jeder scheinbar irgendwie irre geworden ist. Freue mich schon auf die finale dritte Season im Januar.

Gute Zeiten schlechte Zeiten für Filmfans

Wer sich schon etwas länger hier auf dem Filmschrottplatz herumtreibt, hat sicher schon festgestellt, dass ich mit der Filmbranche etwas auf Kriegsfuß stehe. Um genau zu sein, entfernt sich die Branche täglich mehr von dem, was ich mir unter einer für mich guten Unterhaltungsbranche vorstelle.

Ich bin Filmfan seit ich denken kann – und ja, das ist länger als 2 Jahre. Und wenn man so lange mit einem Medium verbracht hat und gesehen hat, wozu es fähig ist, ist es vielleicht um so härter, damit zu Recht zu kommen, dass das einst so geliebte Medium sich in eine Richtung entwickelt, die von Langeweile und austauschbaren Produktionen beherrscht wird.

Es ist also keine gute Zeit für Filmfans wie mich.

Oder?

IT WAS THE BEST OF TIMES

Wenn man es genau nimmt, war die Auswahl an Filmen nie so groß. Nun gut, das kann man eigentlich zu jeder Zeit behaupten. Als der erste Film fertig war, damals achtzehnhundertwasweißich, gab es auch mehr Filme als jemals zuvor. Schließlich gab es davor genau Null.

Was ich meine ist eher der Zugang zu Filmen. Durch das Internet wurden da ja mal wieder völlig neue Möglichkeiten erschlossen. Es gibt ohne Ende Video On Demand Anbieter, die die Videotheken, wie wir alten Filmfans sie noch kennen, ablösen. Es gibt DVD und BluRay, die die Videokassette, wie wir alten Filmfans sie noch kannten, ablösen. Es gibt Videoplattformen voll mit illegal hochgeladenen Filmen, die die Raubkopien, wie wir alten Filmfans sie noch kannten, ablösen.

Dazu kommt, dass wirklich jeder und sein Nachbar die Möglichkeit hat, selbst Filme zu produzieren. Es gibt die großen Hollywood-Studios, es gibt die kleinen Nicht-Hollywood-Studios, es gibt den Hobbyfilmer im Hinterhof eines der kleinen Nicht-Hollywood-Studios, der mit seiner frisch gekauften Digitalkamera seinen ersten Zombiefilm dreht. Selbst die VoD-Anbieter produzieren eigenen Kram.

Niemals gab es so viel Material, was man sich angucken kann. Die Auswahl ist gewaltig. Es ist für jeden was dabei. Warum also meckern?

IT WAS THE WORST OF TIMES

Wenn man sich mal ein bisschen von diesem in den eigenen vier Wänden verfügbaren Rahmen entfernt, sieht es doch etwas düsterer aus. Ich rede natürlich vom Kino. Denn da ist die Auswahl gar nicht so groß, wie man denken könnte. Auch wenn mehr Filme gedreht werden, als jemals zuvor.

Im Kino haben wir gefühlt nur Remakes, Fortsetzungen und Adaptionen. Ja, die gab es schon immer, blah. Aber momentan ist die Filmbranche so tief in einem unkreativen Loch wie niemals zuvor. Es fehlt fast komplett an eigenständigen Ideen. Jetzt können die Oberschlauen hier natürlich wieder mit dem Argument kommen „wenn es dich nicht interessiert, dann guck es halt nicht“ und dann komme ich mit dem Argument „FICK DICH DU AFFE“. Alleine durch das Marketing und die sozialen Medien kann man sich vor der ganzen Scheiße nicht retten. Wenn man sich nicht ohne Internet irgendwo in einer Hütte in der Wildnis einschließt, ist man quasi gezwungen, von dem ganzen Rotz erschlagen zu werden. Dazu kommt, dass neben dem ganzen Mainstreamscheiß -und ich benutze dieses Wort voller Überzeugung, obwohl ich Blockbuster mal richtig geil fand – offenbar nichts existieren kann. Mehr als ein Mal musste ich dieses Jahr darauf verzichten, einen Film im Kino zu gucken, einfach weil er nicht in einem erreichbaren Kino lief. War halt kein Platz für, weil Deadpool 42 Wochen am Stück täglich 4 Mal laufen musste.

Was die Sache aber noch viel schlimmer macht, ist die Tatsache, dass Filmemacher heutzutage einfach nur noch ein Haufen fauler Saftsäcke sind, die nichts anderes im Sinn haben, als sich an der treudoofen Kundschaft zu bereichern. Alles wirkt nur noch lieblos hingeschludert. Ein absolutes Paradebeispiel war das filmische Verbrechen Independence Day: Wiederkehr. Es fehlt scheinbar komplett an der Lust, mit der ein Film normalerweise entstehen sollte. Die großen bekannten Regisseure waren mal Visionäre. Heute scheint die einzige Vision das Dollarzeichen zu sein. Große Filme werden nicht mehr gemacht, weil die Filmemacher Spaß daran haben, diese Filme zu machen, sondern weil sie die Kasse klingeln lassen. Egal, wie scheiße sie sind.

Natürlich gibt es auch noch Regisseure – vor allem im Indie-Bereich -, die tatsächlich noch eine Vision haben und sich an neue Ideen wagen. Aber kaum etwas davon schafft es in die Kinos. Und beworben wird es ohnehin nicht, also schaut es sich auch niemand an, wenn es dann doch ins Kino kommt. Ein Teufelskreis, den sich die Branche wunderbar selbst auferlegt hat. Aber für die Arschkrampen in Hollywood ist es ohnehin egal. Die haben sich ihr Publikum über die Jahre so erzogen, dass sie wie brave Schafe in jeden lieblos hingepissten Müll rennen, ohne Fragen zu stellen.

WE HAD EVERYTHING BEFORE US

Nun könnte man natürlich einfach abwarten. Die Branche ist in stetiger Bewegung. Trends kommen und gehen. Viele Genres standen schon im Fokus und versanken anschließend wieder dahin, wo sie zuvor waren. Nichts verschwindet komplett, aber zumindest sinkt es zurück auf ein Level, auf dem man nicht davon erschlagen wird.

WE HAD NOTHING BEFORE US

Aber wann wird das der Fall sein? Müssen wir diese Ära noch Jahre ertragen? Wird man uns noch ewig den immer gleichen Scheiß aufdrängen, bis wir alle nur noch kotzen vor kompletter Übersättigung? Und was wird danach kommen? Einfach der nächste Hype, der uns dann wieder eine Dekade lang in die Fresse gehauen wird?

Die Zeit wird es zeigen.

IT WAS THE WINTER OF DESPAIR

Es ist sicher nicht die beste Zeit.

Es ist auch nicht die schlechteste Zeit.

Aber es ist höchste Zeit für eine Änderung.

Und immerhin scheint diese langsam einzutreten. Flops wie Ben-Hur, Ghostbusters und Fantastic Four zeigen, dass selbst die hartgesottensten Mainstreamglotzer längst nicht mehr alles annehmen, was man ihnen vor die Füße kotzt.

Also noch kein Grund zu verzweifeln. Der Wandel wird wohl kommen. Hoffentlich schon morgen. Und wenn nicht morgen, dann übermorgen. Oder zumindest irgendwann …