Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Horrorctober 2017 Bonus – The Mummy

Dieses Jahr gibt es noch einen kleinen Bonus im Horroctober. Denn die liebe Sandra hat mir den einen recht aktuellen Film zur Verfügung gestellt. Und da konnte ich einfach nicht lange warten, um den hier auf den Filmschrottplatz aufzunehmen. Erwartet den puren Horror in Filmform.

THE MUMMY – Die Mumie – USA – 2017 – 110 Min.

Wie wohl bekannt sein dürfte, bildet dieser Film den Anfang des „Dark Universe“ von Universal, das plant, die klassischen Filmmonster in modernem Gewand wiederzubeleben. Und wie mittlerweile ebenfalls bekannt sein dürfte, war der Start so beschissen, dass man den nächsten Film direkt mal auf Eis gelegt hat, um das ganze Unterfangen noch mal zu überdenken. Schauen wir mal, ob das eine notwendige Entscheidung war, oder ob der Film gar nicht so kacke ist … ach, kommt, wem mache ich was vor? Wir wissen alle, dass er nur ganz große Scheiße sein kann. Also hinein ins Vergnügen.

Selbstverständlich beginnt ein Film über eine Mumie mit den Tempelrittern. Wie auch sonst? Vielleicht hätte ich ihn doch am Freitag dem 13. gucken sollen. Da haben die ja ihren ganz besonders schlechten Tag. Jedenfalls halten die Fackeln in der Hand und machen sonst nicht viel. Denn dann springen wir in der Zeit nach vorne und Russel Crowe, auch bekannt als Dr. Henry Jekyll, erzählt dann erstmal die Geschichte von Ahmanet, die von Sofia Boutella gespielt wird und vermutlich das einzig ansehnliche an dieser Grütze sein wird. Die hat halt irgendwelche Kacke gebaut und wurde deshalb verflucht und plötzlich hatte sie überall Tätowierungen in der Visage, was ihr so gar nicht gefiel und deshalb hat sie alle Ägypter geschnetzelt, die ihr so über den Weg liefen. Dafür wurde sie lebendig mumifiziert und liegt jetzt weit von Ägypten entfernt in einem Sarkophag rum und wartet darauf, dass sie erweckt wird. Denn der Tod ist eine Tür und die Vergangenheit kann nicht für immer vergraben bleiben, wie Jekyll erklärt. Nun, man könnte sie einfach nicht ausgraben, aber das scheint keine Option zu sein.

Nick Morton, dargestellt von Tom Cruise, und Chris Vail, gespielt von Jake Johnson, sind in der Wüste und gucken irgendwelchem Geballer zu. Also will Nick da runter und einen Schatz suchen. Chris ist nicht überzeugt, aber kommt halt mit. Schnitt und Geballer in der Stadt. Chris fordert Luftunterstützung an und dieses Gespann geht mir jetzt schon tierisch auf den Zeiger. Die beiden kriegen nen Anschiss, weil sie in Kriegsgebieten nach Antiquitäten suchen und dann kriegt Nick noch eine von der Blondine Jenny geballert, weil er ihre Karte geklaut hat, nachdem er sich mit ihr im Hotel vergnügte.

In einem Krater, der sich mitten in der Stadt aufgetan hat, finden sie ägyptische Hieroglyphen und so, was ungewöhnlich ist, hier im Irak, oder wo auch immer die rumturnen. Dass man versehentlich die Mumie befreit, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Und wo man schon dabei ist, nicht wirklich kreativ zu sein, kann man auch noch schnell ein paar Tom Cruise Halluzinationen einbauen.

Mit dem Flugzeug gehts nach Hause. Denke ich. Vielleicht fliegt man auch ganz woanders hin. Erklärt wird hier ja kaum was. Jedenfalls schafft man es gerade so abzuheben, bevor der Megasandsturm kommt. Der Flug wird aber recht unruhig, denn die Mumie übernimmt den Körper von Chris um einen Soldaten abzustechen und dann geht ein Vogelschwarrm gigantomanischen Ausmaßes auf Kollisionskurs mit dem Flieger. Nick und Jenny müssen mit dem Fallschirm abspringen. DEr Flugzeugabsturz ist natürlich mal wieder die Krönung der CGI-Grütze.

Nick wacht in der Leichenhalle auf und ist gar nicht tot. Irgendwo versteckt sich da ein liegengelassener Monty Python Gag.

Die Mumie erledigt ein paar Wachmänner und baut sich wohl eine Zombiearmee zusammen. Na, das wird ja sicher wieder richtig interessant.

Nick und Jenny turteln ein bisschen beim Essen rum und Nick hat Erscheinungen von Chris, der eigentlich tot sein sollte. Aber hier kann man sich ja nicht so sicher sein. Jenny erzählt von den Tempelrittern, die irgendwelche Steine und einen kaputten Dolch vergraben haben. Dafür brauchten sie vermutlich die Fackeln am Anfang des Films. Auf der Damentoilette hat Nick einen kurzen Plausch mit Zombie-Chris, der ihm erklärt, dass sie beide verflucht sind. Jenny telefoniert kurz mal mit Jekyll, damit auch der Letzte rafft, dass sie natürlich ein falsches Spiel spielt.

Nach einer Rattenattacke glaubt Nick auch an den Fluch und geht mit Jenny in eine alte Kirche, wo er von der Mumie betatscht wird, was ihm sichtlich ganz gut gefällt. Jenny kommt zufällig rein, kurz bevor Nick geopfert werden soll und die beiden müssen um ihr Leben rennen und kämpfen und hüpfen und überhaupt und sowieso. Nick hat den Dolch von Seth, aber der Stein fehlt, was auch immer das für einen Unterschied macht.

Nach reiflicher Überlegung einigt man sich darauf, dass die Mumie in Nicks Kopf ist und ihn so zu sich lockt. Nach etwas Straßen- und Waldaction werden sie von Jekylls Team gerettet. Der erklärt, dass Jenny für ihn arbeitet, was für Nick natürlich ein echter Schock ist. Und dann wird die Mumie mit Quecksilber vollgepumpt, damit man sie untersuchen kann, oder so. Cruise labert dann mit der Mumie und erfährt, was damals so abging. Also Mord an Vater, weil der seine Frau tötete und so weiter. Wir kennen das. Ein ganz normaler Tag in Ägypten eben.

Rumgeturtel zwischen Nick und Jenny, dann geht sich Nick mit Jekyll besaufen, der nebenbei erklärt, was sie eigentlich da treiben. Also Monster suchen und fangen. Ziemlich simpel, wenn man mich fragt. Jedenfalls ist der Plan, Nick von dem Fluch zu befreien, indem man ihn mit dem Dolch absticht. Ich kapiere es auch nicht ganz, aber klingt plausibel genug für mich.

Die Mumie schickt ihre Spinnen los, um Leute in Zombies zu verwandeln und sie zu befreien. Ach, und Jekyll verwandelt sich nebenbei mal einfach so in Hyde, weil er vergessen hat, seine Pillen zu nehmen, oder sowas. Mit anderen Worten: Lahme Action überall.

Die verlegt sich dann in die Stadt, die von der Mumie abgerissen wird. Nick folgt Zombie-Chris, weil der weiß, wo der Stein ist. Jenny folgt wiederum Nick und natürlich werden sie alle von Zombies verfolgt. Die Mumie findet unterdessen den Stein und setzt ihn in den Dolch ein. Nick und Jenny kommen vorbei und Jenny stirbt. Nick kämpft mit der Mumie und klaut ihr den Dolch. Dann zerstört er den Stein und mutiert zum Gott und killt die Mumie, weil er halt der Oberkillergott ist, oder sowas.

Jenny lebt natürlich wieder und Nick quatscht sie voll und verschwindet dann, weil er sich für sie geopfert hat. Jekyll und Jenny sprechen darüber, dass Nick ihr größter Verbündeter im Kampf gegen die Monster sein könnte, weil „Dark Universe“ und so. Nick hat Chris wiederbelebt und reitet jetzt mit ihm durch die Wüste, auf der Suche nach neuen Abenteuern und ich bin einfach nur froh, dass dieses Abenteuer vorbei ist.

Nicht einfach nur scheiße, sondern vor allem langweilig. Wenn ein Unviersum so beginnt, kann es eigentlich nur aufwärts gehen. Ich gehe schöne Frauen mumifizieren …

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Thir13en Ghosts – Horrorctober 2017

Was würde besser als Nummer 13 im Horrorctober passen, als:

THIR13EN GHOSTS – 13 Geister – USA – Kanada – 2001 – 91 Min.

Der Film beginnt auf einem Schrottplatz und hat natürlich damit schon gewonnen. Eigentlich könnte ich an dieser Stelle schon abbrechen. Mache ich aber natürlich nicht, denn jetzt will ich doch wissen, was die ganzen LKW da auf dem Schrottplatz wollen. Dennis Rafkin, ab Sekunde eins nervig dargestellt von Matthew Lillard, hat eine Gabe: Er kann Geister aufspüren. Deshalb hat Cyrus Kritikos, von der ersten Sekunde an recht gelangweilt dargestellt von F. Murray Abraham, ihn angeheuert, um die 13 Geister aufzuspüren und zu fangen. Und einer davon ist eben auf dem Schrottplatz.

Ebenfalls auf dem Schrottplatz sind die Geisterverteidiger, die voll gegen Cyrus und seine Pläne sind. Als der einen Truck voller Blut rankarrt ist auch Dennis skeptisch. Der Geist wird dann in einem Kasten mit Runen gefangen, dabei gehen aber einige Handlanger drauf. Und auch Cyrus, der von einer Stoßstange geköpft wurde.

Familie Kritikos, bestehend aus Tony Shalhoubs Arthur und Tochter Kathy aka Shannon Elizabeth und einem Blag dessen Namen ich gerade nicht parat habe und natürlich der schwarzen Putzfrau haben das Schloss von Cyrus geerbt, wie Anwalt Ben Moss gerade erklärt.

Also geht es zum Schloss, während die überlebende Geisterverteidigerin Kalina ebenfalls dorthin aufbricht. Und Dennis ist auch da, getarnt als Elektriker. Das ganze Schloss ist ein gigantischer Glasbaukasten, mit Runen beschrieben, damit die Geister nicht raus können. Natürlich sind alle beeindruckt und hoffen, dass ihnen niemand beim Kacken durch die Glastüren zuguckt.

Dennis geht in den Keller und hat spastische Effekte, was wohl bedeutet, dass Geister in der Nähe sind. Das folgende Schnittgewitter sorgt beim Zuschauer auch fast für Anfälle. Dann erklärt er Monk, was da abgeht mit den Geistern und so, aber der glaubt ihm natürlich kein Wort. Sohn Bobby und die Putzfrau finden spezielle Brillen, mit denen man die Geister sehen kann. Der Anwalt hat auch so eine und geht in den Keller und zum großen Maschinengelötraum, um seine Knete einzusammeln. Und dann gehen die Türen von den Geistern auf und der Anwalt muss natürlich als erstes dran glauben, indem er von einer Glastür in zwei Hälften geteilt wird, was nebenbei ziemlich cool aussieht.

Bobby wird von den Geistern im Keller verfolgt und sieht seine tote Mutter. Die anderen suchen ihn. Matthew Lillard ist mit seiner Rolle komplett überfordert, was aber auch nicht weiter verwundert, denn er ist nun mal Matthew Lillard, der sonst lieber Sextipps gibt. Kalina taucht dann auch auf und es geht erstmal minutenlang wild durch den Keller voller Geister und Idioten.

Kalina will die Geister frei lassen mit Hilfe der Maschine. Arthur interessiert das nicht, denn er will nur seine Familie raus bringen. Aber dazu muss er erst Kalina helfen. Man kennt das ja. Ein paar schlechte CGI-Effekte dürfen bei einem Film aus dieser Zeit nicht fehlen, aber darüber kann man mal hinwegsehen, denke ich.

Nachdem sich alle in die Bibliothek gerettet haben, erklärt Kalina, dass der vierte Geist Arthurs Frau ist. Der ist angepisst und haut Dennis eine rein, weil der Cyrus geholfen hat.Kalina entschwurbelt dann, was es mit den ganzen Geistern auf sich hat und dass man mit deren Hilfe ein Tor zur Hölle öffnen kann. Dazu hat Cyrus das Schloss gebaut, das kein Schloss ist, sondern eine Maschine, um das Tor zu öffnen. Der 13. Geist ist eine Art Absicherung, damit der Plan aufgeht, oder so. Und der 13. Geist soll Arthur sein, da der 13. Geist nur durch einen Akt der Liebe entstehen kann, indem er sich für jemanden opfert. Also seine Kinder. Irgendwie schon fast zu durchdacht für so einen Streifen, wenn man mich fragt.

Man plant, den ganzen Schuppen wegzubomben, denn Kalina hat etwas Dynamit dabei. Es geht also zurück in den Keller, wo Kalina dann die Putzfrau umkloppt und mit Cyrus rummacht, der um die Ecke kommt und scheinbar noch lebt, weil das in so einem Film nun mal immer so ist. Geisteraction mit Arthur und Dennis und Dennis macht nen Abgang.

Die Kids von Arthur stehen dann in der Mitte der Maschine, damit Arthur sich für sie opfern muss und so. Stattdessen haut er aber lieber Cyrus vor die Fresse. Der hat aber einen coolen Stab und kann damit das Blatt wenden. Die Putzfrau haut Kalina eine rein und fummelt an der Bedienung der Maschine rum. Dadurch wenden sich die Geister gegen Cyrus und schmeißen ihn in die Maschine. Geisterdennis empfiehlt Arthur dann, die ganze Sache zu beenden und der ist der absolute Timingkönig und springt in die Maschine, ohne dass er von ihr zerfetzt wird. Und dann fliegt der ganze Schuppen in die Luft.

Die Geister latschen in den Wald und irgendwie bin ich mir echt nicht sicher, ob das so jetzt alles die richtige Entscheidung war, wenn die jetzt frei rumlaufen.

Spaßiger Quatsch, muss ich sagen. Effekte können sich auch teils noch sehen lassen. Nur die Darsteller schwanken zwischen okay und völlig fehlbesetzt.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober gibts in der Übersicht.

Munchies – Horrorctober 2017

„Gremlins“ ist ja einer meiner All-Time Favorites. Und wie das bei wirklich guten Filmen so ist, gibt es immer Kopien. Und wie das mit Kopien so ist, sind diese meist totale Grütze. Beim heutigen Film dürfte das absolut zutreffen:

MUNCHIES – USA – 1987 – 83 Min.

Pauls Begeisterung über eine außerirdisch-archäelogische Hobbyexpedition in Peru mit seinem Vater Simon hält sich in überschaubaren Grenzen. Selbst als sie ein komisches Wesen entdecken, dass eher unirdisch wirkt, kann er sich nicht so recht freuen. Im Gegensatz zu Vater Simon, der hier den Fund seines Lebens vermutet. Natürlich nehmen sie das Vieh mit und Paul hat für seine Freundin Cindy auch noch eine peruanische Baseballmütze im Gepäck. Er scheint ein echter Romantiker zu sein.

Eddie der Mopedpolizist hält die Gruppe auf dem Weg nach Hause an und macht ein paar schlechte Witze. Die besten Polizisten sind die, die sich für unfassbar witzig halten.

10 Minuten lang passiert gar nichts, außer dass das Vieh mit Junkfood gefüttert wird und Paul und Cindy poppen gehen, was zu äußerst interessanten Spielchen im Bett führt. Da kann man sich noch was abgucken … und niemals nachmachen.

Cecil, der böse Zwillingsbruder von Simon, entführt dann das Vieh, weil er es für eine Katze hält. Ich habe absolut keine Ahnung, warum er eine Katze entführen will. Oder überhaupt ein Haustier. Und warum er so böse ist. Eigentlich weiß ich mal wieder gar nichts.

Das Vieh sieht übrigens absolut grauenhaft aus. Also nicht im Sinne von furchterregend, sondern im Sinne von mal eben im Keller aus alten Lumpen zusammengeklebt. Dieser Lumpenfetzen geht dann auf Cecils Stiefsohn los, der ihn deshalb in zwei Teile hacken muss. Ich habe eine Ahnung, wo das hinführt. Kopf der Hydra und so.

Cindy ist halt echt irgendwie komplett verhurt und legt erstmal nen Lapdance für die Munchies hin. Dass die Viecher sprechen können macht die Sache nebenbei alles andere als besser. Die klauen ein Auto und es kommt zur spannenden Verfolgungsjagd mit Cop Eddie. Und irgendeiner Oma, die Granaten wirft. Ich raffe es absolut nicht und der Film geht mir schon jetzt gewaltig auf die Nüsse. Und diese Verfolgungsjagd ebenfalls. Die dauert nämlich gefühlt drei Tage.

Cecil kommt nach Hause und stellt fest, dass der Munchie seine Fische gefressen hat. Das muss er natürlich den Cops melden, also macht er Eddie auf die Gefahr aufmerksam. Ich behaupte mal, dass das zu absolut nichts führen wird. Die Munchies terrorisieren derweil zwei Mädels am See und klauen ihre Bikinis. Aber Paul und Cindy kommen rechtzeitig um wasauchimmer zu verhindern.

Die Munchies fliehen zu Fuß weiter und kommen zur örtlichen Eisdiele. Der Eismann vertreibt sie mit seiner Schrotflinte und die Verfolgung geht weiter, weil wir davon noch nicht genug hatten.

Cecil macht sich Sorgen, denn wenn die Munchies die Höhlen unter der Stadt erreichen, werden alle herausfinden, dass er dort Atommüll gelagert hat. Was zur Hölle macht der Typ eigentlich beruflich? Der Umstand, dass er gerade seinen neuen Minigolfplatz feierlich eröffnet bringt mich der Antwort kein Stück näher. Die anschließenden Szenen auf dem Minigolfplatz auch nicht.

Cindy hurt sich und Paul aus dem Knast und anschließend finden sie heraus, dass man die Munchies nur durch Elektrizität töten kann. Cecil fährt noch schnell durch den Drive-In beim Burgerschuppen, wo nur Kleinwüchsige arbeiten, weil das megalustig ist. Nachdem seine Hose von den Munchies zerfetzt wurde, hat er keine Lust mehr auf nen Burger.

Paul, Cindy und Eddie tapern durch die Höhlen. Cecil, seine Frau und der Dorfsheriff kommen bei Cecils Fabrik an. Natürlich wurde bisher nicht erwähnt, was in ideser Fabrik gemacht wird, außer dass dabei scheinbar Atommüll entsteht. Eddie wird von einer Spinne oder so gebissen und hält sich jetzt für einen Baseballprofi. Es geht also immer noch schlimmer. Cindy wird von den Munchies gejagt und kann sich ausnahmsweise mal nicht mit ihren Hureneigenschaften aus der Affäre ziehen. Paul brutzelt die Viecher dann weg und alles ist gut und absolut unspektakulär.

Paul haut dann Cecil noch eins in die Fresse, weil der den ganzen Atommüll da rumstehen hat, aber auch das kann den Film nicht retten. Es bleibt dabei: Eine ewige Qual voller unlustigem Quatsch.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober findet ihr in der Übersicht.

The Thirsty Dead – Horrorctober 2017

Was wäre der Horrorctober ohne etwas Blutsaugeraction? Vermutlich gut, aber darum geht es hier ja nicht. Deshalb geht es heute ums Bluttrinken vom Feinsten. Denke ich. Was weiß ich, ich gucke den ganzen Quark hier ja auch zum ersten Mal. Und die Blutsaugeraction aus dem letzten Jahr kann man wohl eh nicht mehr überbieten. Wisst ihr noch, wie der Typ da den toten Weibern das Blut mit einem Strohhalm aus den Titten gesaugt hat? Stellen wir uns besser auf etwas ein, dass nicht ganz so dämlich ist, aber den Versuch ist es ja immer wert.
Und schon mal vorweg: Lasst euch nicht davon täuschen, dass die Phillipinen hier eine Rolle spielen. Da kamen zwar so einige blutige und nackige Trashperlen her, aber der hier geht wohl etwas zahmer zur Sache. Aber kann ja trotzdem Spaß machen, also schauen wir mal.

THE THIRSTY DEAD – USA – Philippinen – 1974 – 88 Min.

Das Meer. Es ist so … nass. Und man kann es wunderbar filmen. Zum Beispiel bei einem Sonnenuntergang. Hach. Wunderschön. Noch etwas ranzoomen. Moment mal, hat die Kamera keinen Stufenzoom? Ach egal, wird dem Zuschauer sicher nicht auffallen. Doch tut es. Und wie. Na das wird ja ein riesiger Spaß der absoluten Billigkeit werden. Oh, Freude.

Eine leicht bekleideteDame tanzt in einem Käfig. Dieser Käfig gehört offenbar zu einem eher zwielichtig wirkendem Lokal voller notgeiler Matrosen. Im Radio wird so nebenbei von Entführungen von jungen Frauen in Manila berichtet. Es ist klar, dass unsere Tänzerin Claire das nächste Opfer ist.

Die Cops fahren mit Blaulicht durch die Nacht und das ist auch gut so, denn sonst würde man hier gar nichts erkennen.

Laura und irgendeine Typ lieben sich so richtig volle Kanne. Aber Laura wird entführt und der Typ guckt einfach zu. Na ja, Liebe hat nun mal auch ihre Grenzen. Die entführten Frauen werden auf einem Boot in den Urwald geschippert und die Musik erinnert irgendwie an das Dschungelbuch. Liegt aber vielleicht auch einfach nur am Dschungel. Laura und Ann lernen Bonnie und Claire kennen, die schon etwas länger im Gestrüpp rumhocken. Und dann werden alle von irgendwelchen Dschungelfritzen durch den Busch geführt und landen in einem Dorf.

In diesem Dorf hat niemand jemals eine Schauspielausbildung genossen. Und es handelt sich um einen Kult, der das Blut von jungen Frauen trinkt, um unsterblich zu bleiben. Und sie haben eine komischen rote Kiste mit einem Kopf drin auf einem Podest stehen. Also nicht unbedingt ein Urlaubsparadies für entführte Jungfrauen. Wobei die ne Menge Spaß zu haben scheinen, während sie in einer heißen Quelle baden. Stockholmsyndrom vom Feinsten.

Laura wird zum Obersektenguru gebracht, der eine künstlerische Ader hat und ein Porträt von ihr gemalt hat, lange bevor sie herkam. Also hat er auch noch hellseherische Fähigkeiten. Er erklärt, dass die Mädchen eine Wahl haben, nur welche, verrät er irgendwie nicht. Also wenn man mich fragt, sind sie Gefangene und haben absolut keine Wahl, das zu ändern. Da wirds dann schon eng mit der Demokratie.

Es folgt ein Opferritual Schrägstrich Theateraufführung über Ranu und Baru, die vor fünfhundert Jahren gestorben sind und jetzt die Götter von dem Stamm hier sind. Was irgendwie absolut keinen Sinn ergibt, ist, dass Ranu und Baru eben auch im wahren Leben Baru und Ranu heißen, also leben die doch noch? Oder halten die sich hier einfach für Götter? Sind sie einfach alle irre? Okay, die Frage beantwortet sich eigentlich von selbst.

Laura beginnt auch, den ganzen Quatsch zu hinterfragen. Spätestens, als sie das Blut von einer ihrer Freundinnen trinken soll, hat sie die Schnauze voll. Irgendwo muss man schließlich eine Grenze ziehen. Damit hat sie sich aber endgültig alle Freundschaftspunkte bei Baru dem Pinselschwinger verspielt und wird erstmal so richtig ausgepeitscht.

Baru und sein Pinsel haben Laura noch nicht aufgegeben, aber die lässt sich nicht mehr bequatschen und will zu ihren Freundinnen, denn sie wird sich niemals dem Kult der Blutsäufer anschließen. Stattdessen will sie mit ihren Freundinnen fliehen, auch wenn Claire nicht sicher ist, ob sie es nicht doch so richtig geil bei den Blutkultigen findet.

Es folgt die spannende Flucht durch den Dschungel, bei der man schon nach drei Metern Bekanntschaft mit einer Schlange macht, die aber wenig Interesse an den Flüchtigen zeigt und einfach weiter schlängelt. Wer kann es ihr verdenken? Interesse an irgendwas ist hier ohnehin nicht vorhanden.

Natürlich landen die Mädels wieder in den Händen des Blutkults und Baru ist enttäuscht von Laura. Aber auch immer noch scharf auf sie, wie es scheint. Irgendein Typ ohne Hose will dann bei der Flucht helfen. Claire stellt sich aber quer und will bleiben, weil sie es tatsächlich so richtig geil bei den Blutkultigen findet. Und dann fällt sie in einer Höhle in eine Grube und ist hinüber.

Die Kannibalen greifen an und ich habe keine Ahnung, wo die jetzt plötzlich herkommen. Aber wenn sie helfen, den Quatsch hier endlich zu beenden, können sie gerne noch etwas länger bleiben.

Die Frauen und der Hosenlose nutzen die Gelegenheit zur erneuten Flucht. Also rennen sie wieder durch den Dschungel. Und natürlich passiert dabei minutenlang gar nichts. Und dann stirbt Baru mitten im Wald, weil … er halt stirbt. Vorher mutiert er noch zum Opa, weil er vermutlich zu wenig Blut gesoffen hat, oder so.

Die Mädels werden dann von einem Jeep aufgegabelt und fahren nach Hause. Und da wären sie besser von Anfang an geblieben und hätten mir diesen langweiligen Quark erspart.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober gibt es in der Übersicht.

Road Train – Horrorctober 2017

Der Horrorctober bringt heute etwas ganz Besonderes: Einen Zug, der auf der Straße fährt. Also im Prinzip eine Straßenbahn. Das wird sicher richtig spannend.

ROAD TRAIN – Australien – 2010 – 87 Min.

Wie nicht anders zu erwarten, beginnt der Film mit Sex im Zelt. Okay, ich gebe zu, ich habe etwas anderes erwartet. Nämlich Sex im Auto. Und dann kommt der Zug und BÄM!!! Aber man kann eben nicht alles haben. Leider kommt hier gar kein Zug und fetzt das Zelt weg, also muss man den Sex halt so ertragen.

Man befindet sich mitten im Nirgendwo, wie man mit einem Blick auf die Karte feststellt. Ich schätze mal, Marcus, Craig, Nina und Liz sind auf einem Road Trip, einfach weil sie es können. Immerhin kann man sich bei so wenigen Leuten die Namen merken.

Ein Road Train ist übrigens nichts anderes, als ein tonnenschwerer LKW was die Sache jetzt schon komplett uninteressant macht. Mit so einem LKW liefern sich die Teens gerade ein Wettrennen mitten in der Pampa. Der Fernfahrer ist aber offensichtlich nicht der zurückhaltende Typ und rammt die Teens von der Straße. Ich sehe schon, diese Geschichte hat keine Helden. Nur Idioten.

Alle haben den Überschlag überlebt aber Craig hat sich den Arm aufgeschnitten und heult jetzt wie ein Kleinkind. Ich sehe schon, diese Geschichte hat keine harten Typen. Nur Schwachmaten.

Marcus und Liz wollen Hilfe holen und Craig und Nina warten natürlich beim Auto. Der Suchtrupp findet nach drei Sekunden den Road Train auf der Straße und stellt fest, dass der Fahrer nicht da ist. Die Wartenden wollen nicht mehr warten und latschen auch zum LKW. Der Plan, mit dem LKW weiter zu fahren ist natürlich schnell entschlossen. Aber dann fallen Schüsse. Sind es Jäger? Ist es der Fahrer? Ist ein Irrer Cop auf der Suche nach Donuts? Wer auch immer es ist, er kommt auf die Gruppe zugerannt und deshalb haut man schnell mit dem Road Train ab.

Irgendwann findet man sich abseits der Straße am Arsch der Welt wieder und weiß nicht, wie man überhaupt von der Straße abkommen konnte. Der Road Train springt natürlich nicht mehr an und jetzt hat man den Salat. Natürlich kriegt man sich in die Haare und aus irgendeinem Grund fummelt Nina an den Schläuchen am LKW rum. Vermutlich ist sie KFZ-Mechanikerin, aber niemand hat es mir verraten.

Marcus beschließt, dass die beste Vorgehensweise es ist, sich an die Straße zu stellen und auf ein Auto zu warten, auch wenn Liz ihn darauf hinweist, dass jedes Auto aus der Richtung, vermutlich schon den Fernfahrer aufgegabelt hat und sie dann richtige Probleme kriegen. Nina sieht ein Flugzeug und Craig sieht andere Dinge, denn er hat Halluzinationen, wie das eben so üblich ist, wenn man sich in einem schlechten Horrorfilm den Arm aufschlitzt. Während Nina draußen ein Signalfeuer macht, schließt sich Craig im Anhänger ein.

Marcus findet kein Auto, aber den Fahrer, der die Straße entlangs paziert und dann Marcus durch die Walachei verfolgt. Der versteckt sich lieber mal. Und Liz findet ein Haus. Ich gehe jede Wette ein, dass da der Fahrer wohnt. Der findet Marcus und will nur seinen Truck wiederhaben, aber Marcus macht nen Aufstand. Der Fahrer erschießt ihn dafür, dass er so ein Arsch ist. Wer kann es ihm verdenken.

Craig kommt aus dem Anhänger und kotzt in die Wüste. Die Mädels wollen mit dem LKW abhauen, aber da kommt Marcus angerannt. Er lebt, denn er hat dem Fahrer die Waffe abgenommen und ihn erschossen. Er tickt völlig aus und sagt, dass sie sich von dem Truck fernhalten müssen. Aber Craig hat ne bessere Idee und lässt den LKW über Marcus drüber fahren. Damit dürfte der jetzt wirklich hinüber sein.

Die Mädels sind untröstlich und Craig labert Liz mit irgendwelchem Schwachsinn voll. Nina stellt dann fest, dass der Körper von Marcus verschwunden ist. Craig verschwindet dann mal kurz mit Liz im Anhänger. Wo Nina ist, weiß wohl niemand so genau. Aber nachdem er mit Liz durch ist, wird auch sie in den Hänger eingeladen. Allerdings ist Nina nicht ganz so bräsig wie alle anderen und schließt Craig ein. Nina fährt los und hält irgendwann völlig sinnloserweise wieder an, um sich das Gemetzel im Anhänger anzugucken und dann weiterzufahren.

Und dann kommen die Geister oder so von ihren Freunden, um sie daran zu hindern, den Truck zu fahren und rammen einen Wohnwagen weg. Und weil wir das noch gar nicht hatten, will Craig dann wieder mit Nina in den Anhänger. Aber die kann fliehen und der Quatsch geht weiter.

Ich will nicht lange rumlabern, da der Scheiß hier eh schon viel zu lange läuft. Es kommt zum großen „Endkampf“ im Wald und Nina ballert Craig ab, wobei beide so unfassbar grauenhaft spielen, dass sich jeder Reality-TV-Star an die Stirn fassen müsste.

Mal davon abgesehen, dass ich etwas völlig anderes erwartet habe, ist die Überraschung hier mal gar nicht gelungen, denn das war einfach nur schlecht und langweilig und völlig konfus. Dann lieber Teens, die von einem Geisterzug gejagt werden.

Alle Filme des diesjährigen Horroctober gibt es in der Übersicht.

Spookies – Horrorctober 2017

Heute wird es wirklich „spooky“ im Horrorctober, denn heute gibt es:

SPOOKIES – USA – Niederlande – 1986 – 85 Min.

Irgendein Junge sitzt auf einem Friedhof rum, wie man das halt schon mal macht, wenn man nachts nicht schlafen kann. Er palavert kurz mit dem Grabschaufler vom Dienst und erklärt dem, dass er große Pläne hat. Was für Pläne kann ein Pissblag nachts schon auf einem Friedhof haben? Der hat doch „Grabschändung“ ganz groß auf die Stirn tätowiert.

Irgendein Opa öffnet einen Sarg und guckt sich die Frau darin an. Es ist wohl seine Geliebte Isabelle und man kann davon ausgehen, dass er sie wieder zum Leben erwecken will.

Irgendwelche Affen fahren im Auto eine Straße entlang und einer von ihnen hat eine Biberhandpuppe und macht schlechte Witze. Ich hasse schlechte Komiker mit Handpuppen. Hoffentlich stirbt er auf möglichst bestialische Weise. Und sein Scheißbiber gleich mit.

Der Junge latscht in ein Haus und findet einen Raum voller Ballons und Kuchen und Geschenken und denkt, dass man ihm eine Überraschungsparty schmeißt. Wie doof ist der? Da ist doch absolut kein Mensch außer ihm selbst. Er macht ein Geschenk auf und darin ist der Kopf von dem alten Opa vorhin. Ich wette, er ist irgendein Graf mit übernatürlichen Kräften. Billy pisst sich jedenfalls in die Hose und rennt weg.

Alle Spacken kommen auf dem Friedhof an und ich habe absolut keine Ahnung, was die eigentlich da wollen. Das hat doch „Nekrophilie“ ganz groß auf den Arsch tätowiert. Sie gehen alle ins Haus und wissen selbst nicht warum, schätze ich. Ich kapiere absolut nichts in diesem Film. Und das nach gerade mal 10 Minuten. Das wird wieder ein Riesenspaß.

Billy wird von einem Affenmann über den Friedhof gejagt und dann lebendig begraben. Gute Arbeit, Affenmann. Als nächstes bitte den Biberwichser wegschnetzeln.

Die Trottel im Haus finden eine Leiche im Schrank und irgendein komisches Ouija-Board. Diese Dinger scheinen mich zu verfolgen. Natürlich hat Graf Supernatural Kontrolle über das Teil und macht allen Anwesenden über das Spielbrett klar, dass sie am Arsch sind. Und dann wird eine von ihnen zum Zombie. Graf Übernatürlich trägt seinem Affenman auf, dass er das bevorstehende Geschnetzel unterhaltsam gestalten soll und ich kann nur hoffen, dass das für ihn das Gleiche bedeutet wie für mich. Aber vermutlich nicht.

Draußen lauern die Zombies, also können die Honks nicht abhauen. Isabelle wacht auf und hat überhaupt keinen Bock auf Graf Geheimnisvoll. Aber der will sie natürlich für immer für sich und blah. Das ist alles sowas von lahm, dass es kaum zu beschreiben ist.

Im Keller werden sie von furzenden Schlammmonstern angegriffen und ich habe endgültig die Lust an diesem Film verloren.

Nutzen wir die Zeit, um mal auf die schauspielerischen Leistungen einzugehen, anhand der Szene, in der sich einer der Vollpfosten besaufen will, aber seine Frau ihm davon abrät. Aufgebracht schreit er sie an, warum er nicht trinken soll. Etwa nur, weil sie es sagt? Nein, weil er gar keinen Alkohol trinkt, ist die Antwort, begleitet von einem genüsslichen Zug an ihrem Nuttenstengel. Oder die Szene mit Duke und seiner Ische, die in Tränen ausbricht, was Duke dazu veranlasst, völlig gelangweilt da zu stehen und ihr zu versprechen, dass sie aus dem Haus herauskommen werden. Das ist alles so überzeugend gespielt, dass ich die ganze Zeit nur denken kann, dass man die besten Darsteller bei diesem Quark in die Monsterkostüme gesteckt hat.

Der Wolfsmensch hat es offenbar auch nicht ertragen und sich selbst erhängt. Der Quotenasiate findet ihn und einen Abschiedsbrief. Immerhin hats der Werwolf damit hinter sich und muss sich diesen Kack nicht mehr reinziehen. Der besoffene Anti-Alki und seine Trulla werden von Mini-Orks oder sowas angegriffen. Sie überlebt. Der Affenmann steht draußen am Fenster und guckt zu.

Das Überleben hat ihr nicht viel gebracht, denn irgendein Vieh mit offenem Brustkorb, in dem man das Herz sehen kann, erwürgt sie mit einem Strick. Kann er sie eigentlich direkt neben den Werwolf hängen.

Meine Fresse, erst die Hälfte von dem langweiligen Schinken rum. Zieht sich wie Ektoplasma.

Duke und der Quotenasiate hauen sich vors Maul, weil … es noch keine schlechte Schlägerei in dem Film gab. Dann werden sie vom Tod persönlich angegriffen und darunter leiden muss natürlich Dukes Perle, deren Bein mit der Sense aufgeschlitzt wird. Biberhorst wird von einer Geisha in eine Höhle gelockt und verfängt sich in einem Spinnennetz von Riesenspinnen. Gut so. Ich habe ihn gehasst.

Graf Mystisch bequatscht seinen Sohn, der mit seiner blauen Visage aussieht, als würde er unter einer Art Schlumpfsyndrom leiden, dass er der abslolute Oberkiller werden muss. Der Sohn ist einverstanden. Und taucht nie wieder auf.

Isabelle ist immer noch nicht überzeugt von Graf Okkult und sticht ihm ein Messer in die Stirn. Ist der jetzt tot? Kann der überhaupt sterben? Und interessiert es wirklich jemanden? Isabelle wird dann von einem Zombie verfolgt, der sie für seine Mutter hält, oder so. Und auf dem Friedhof erwachen die Toten zum Leben und steigen aus ihren Gräbern. Hatten wir das nicht schon, oder was waren das für Zombies vor dem Haus? Sie schafft es zum Auto und fährt mit einem Typen weg, der sich als der Affenmann herausstellt. Und auf dem Friedhof klettert Graf Spirit aus seinem Grab und ich habe keine Ahnung, wie er überhaupt da rein kam.

Mann, war das ein langweiliger Quark. Immerhin waren die Effekte ganz nett und megabillig.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober findet ihr in der Übersicht.

Exeter – Horrorctober 2017

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EXETER – ExitUs: Play It Backwards – USA – 2015 – 91 Min.

Wie man sieht, handelt es sich mal wieder um einen dieser Filme, die hierzulande mit einem wunderbar sinnlosen Titel versehen wurde, bei dem man nicht mal weiß, was er bedeuten soll, was die Änderung noch sinnloser macht. Aber gut, halten wir uns nicht mit solchen Belanglosigkeiten auf und beschäftigen uns lieber mit anderen Belanglosigkeiten, wie eben dem Film selbst.

Es beginnt mit einem Mädchen, dass nur im Höschen in ihrer Wohnung erschossen wird und damit ist wohl eindeutig klar, dass der Film mehr als Blut und Titten nicht zu bieten haben wird.

Exeter war eine Irrenanstalt, in der schlimme Experimente angestellt wurden. Wir kennen das. Der Laden wurde geschlossen und wird jetzt, Jahre später, renoviert, um darin … irgendwas zu machen. Irgendwelche Honks gehen auf eine Party und sind halt da. Namen fallen auch mal zwischendurch, aber halten wir uns nicht mit solchen Belanglosigkeiten auf und nennen die einfach alle Vollidioten. Das erspart mir etwas Arbeit. Es sollte klar sein, dass die Party im alten Exeter-Gebäude stattfindet und es scheinbar keine Sau in der Umgebung interessiert, dass die Vollidioten da alles abreißen.

Die Vollidioten erzählen sich ein paar Geschichten über den Schuppen und die Experimente, die dort stattgefunden haben sollen. Und wenn man irgendwas rückwärts abspielt passiert irgendwas. Ich habs nicht gerafft, aber es ist doch eh scheißegal, denn wir wissen alle genau, wohin das hier führen wird. Vorher gibts aber noch ne Partie Strippoker und anderen Krampf, für den sich keine Sau interessiert.

Rory, der sich vorhin schon mal spaßeshalber vor ein fahrendes Auto geworfen hat – manche würden ihn als den Draufgänger der Truppe bezeichnen, ich eher als Oberbekloppten – hat dann einen Zombieanfall, oder sowas und wird an ein Bett gefesselt. Immerhin kommt man hier relativ zügig auf den Punkt. Patrick ruft den Dorfpastor an, damit der ihn exorzieren kann. Interessant, wie selbstverständlich es für ihn ist, dass sein Kumpel wohl vom Teufel besessen ist. Scheint bei ihm zum Alltag zu gehören.

Irgendein Typ kommt vorbei und ihm wird der Schädel von Zombierory weggeballert. Die Vollidioten hauen ab und überfahren den Priester. Nach etwas Tumult in der Garage entscheidet man sich dazu, nicht in den Knast zu gehen und stattdessen den Laden abzufackeln und die Leichen gleich mit. Es ist schon unglaublich, wie einfallslos das mal wieder alles ist hier. Da muss doch mal jemand gesagt haben, dass das einfach nur langweilig ist, oder? Nein, er hat gesagt, lasst uns auch noch alte Videos von den Experimenten einbauen, die sich die Vollidioten dann reinziehen können.

Aus irgendeinem Grund sind sie dann eingeschlossen. Vermutlich übernatürliches Gelöt, durch das sich die Bude selbst verriegelt, weil alles andere ja schon fast kreativ wäre. Und der Zombietyp hat sich vom Bett befreit und rennt jetzt frei rum. Aber man hat einen Plan, denn auf dem Tablet hat man im Internet eine „Do it Yourself“- Exorzismus Seite gefunden. Was ein Schwachsinn. Als ob es in der Bude W-Lan gäbe.

Okay, ich muss zugeben, die DIY-Seite ist schon ganz witzig gestaltet. Alles andere natürlich nicht. Man braucht Weihwasser, also zurück zum toten Priester in der Windschutzscheibe. Nur, dass der nicht mehr da ist. Keine Ahnung wie man jetzt das Weihwasser gekriegt hat, oder ob man es einfach weglässt, aber man zieht den Exorzismus durch und hat Erfolg … denkt man, denn dann kriegt einer der Vollidioten eine Spritze ins Bein und Zombierory geht richtig ab. Also im Sinne von, er macht das Gleiche wie schon den ganzen Film über.

Der nächste Schritt ist klar: Man bastelt sich so ein Ouija-Board, oder wie das heißt und nimmt Kontakt mit dem Dämon auf. Der spielt Verstecken und will, dass sie ihn finden. Immerhin gibt er ihnen noch den Tipp, dass er in einer Kiste ist. Dann fährt er in eine der Tussis und Rory ist wieder Rory. Auch wenn man den Unterschied kaum merkt, so doof wie der Vogel ist. Dann wird einer der Vollidioten von einem Kronleuchter erschlagen.

Man trennt sich und sucht die besessene Tussi und ist alles wirklich unglaublich aufregend. Oder dämlich. Kommt halt auf die Sichtweise an. Rory wird beim Pissen entführt. Patrick und die andere Frau im Bunde finden eine Geheimtür hinter einem Schrank. Im Keller finden sie ein paar Fotos und eine Angel. Keine Ahnung, was man damit will. Dann finden sie auch noch einen Lüftungsschacht und wollen rausklettern. Aber die Dämonentussi lockt Patrick in eine Falle, indem sie ihren BH als Köder ausgelegt hat. Es ist wirklich unglaublich, was hier für ein Quatsch abgeht. Kampf und die Dämonin fällt mit beiden Augen voran in zwei Spritzen. Zum Glück macht einer Dämonin sowas aber nichts aus und der Kampf geht weiter, bis die Patrick ihr mit einem Feuerlöscher den Schädel zu Matsch schlägt.

Irgendwo anders findet einer der Vollidioten den Priester und fällt vor Schreck in seine Spitzhacke. Es wird sekündlich immer noch dümmer. Das muss man auch erstmal hinkriegen. Dem nächsten Besessenen wird das halbe Gesicht weggefetzt und damit dürften nur noch Patrick, Rory und die Frau am Start sein. Und der Priester tapert natürlich auch noch da rum.

Der verfolgt dann das Mädel und überschüttet sich versehentlich selbst mit Benzin, bevor er sie absticht. Patrick ist untröstlich und mutiert zum Rachegott. Er fackelt den Priester ab, der durch das Benzin natürlich ganz besonders gut brennt und … Moment mal, wann ist denn Rory gestorben? Ach, scheiß drauf.

Die Tussi ist jetzt der Dämon und das hier scheint niemals zu enden. Rory lebt ja doch noch. Im großen Endkampf senst Patrick der Trulla die Arme mit einem Rasenmäher weg und anschließend wird sie von ihm und Rory in die Kiste gesperrt. Der Laden fackelt ab und Patrick und Rory sitzen draußen und gucken den Flammen beim Flackern zu.

Zwischenzeitlich ist der Streifen wirklich so dämlich, dass es schon wieder unterhaltsam ist. Diese Momente sind dann aber doch zu rar gesät, um durchgehend zu unterhalten.

Alle Filme im diesjährigen Horroctober findet ihr in der Übersicht.

Dark Night Of The Scarecrow – Horrorctober 2017

Heute gibt es im Horrorctober etwas, dass es hier auf dem Filmschrottplatz noch gar nicht gab. Einen TV-Film … gut, die gab es schon, weil die oft halt richtig scheiße sind. Aber dieser TV-Film hat etwas ganz Besonderes, was es im Horrorgenre viel zu selten gibt: Ein Monster, das nicht völlig ausgelutscht ist. Es ist:

DARK NIGHT OF THE SCARECROW – USA – 1981 – 96 Min.

Jetzt mal ehrlich: Warum zum Teufel gibt es achttrilliarden Filme mit den immer gleichen lahmarschigen Zombies, aber kaum welche mit mordenden Vogelscheuchen? Ich meine, die Dinger sind doch schon aus Prinzip creepy as fuck. Das ist ja schon die halbe Miete bei nem Horrorfilm.

Bubba ist offenbar geistig etwas hinterm Mond und sitzt mit einem kleinen Mädchen auf einer Wiese und pflückt Blumen und lacht dämlich. Irgendein Spanner, der aussieht wie ein gescheiterter Postbote, beobachtet die beiden durch sein Fernglas. Moment mal, er ist tatsächlich der Postbote. Hat der nichts zu tun, oder was? Keine Post heute, also bespannt er Hirnis und kleine Mädchen? Ist ja interessant.

Der Postbote bespricht sich mit irgendeinem Typen, der aussieht wie ein Hinterwaldtankstellenbesitzer. Die letzten Minuten haben uns gezeigt, dass er also vermutlich genau das ist. Sie wollen etwas gegen Bubba unternehmen, da der immer mit dem Mädchen rumhängt. Also wenn ihr mich fragt, könnte man es ja auch so auslegen, dass der Postbote dauernd das kleine Mädchen mit seinem Fernglas bespannt. Aber was weiß ich schon von den Lynchgesetzen in so einem zurückgebliebenen Südstaatenkaff.

Das Mädchen klettert durch einen Zaun, um mit den Gartenzwergen zu spielen und wird von einem Hund angefallen. Also, ich bin ja bereits nach wenigen Minuten voll Pro-Mädchen und absolut Anti-Postbote hier, aber wenn man durch einen Zaun auf ein fremdes Grundstück klettert, muss man halt damit rechnen, dass einem der Wachhund in den Arsch beißt. Die vom Briefträger angeführte Lynch-Mob-Partei verdächtigt natürlich Bubba und jagt den jetzt durch die Pampa. Er verkleidet sich als Vogelscheuche und wird natürlich entdeckt und vom Postsendungsverteilkommando standesgemäß erschossen.

Da das mit den Namen ja immer so eine Sache ist handeln wir die mal schnell ab: Der bewaffnete Postbote heißt Otis, denn er ist sowas von aus dem Süden, dass es ein Wunder ist, dass er keinen Sonnenbrand hat. Sein Erschießungskommando besteht aus Skeeter, Philby und Harless. Und direkt nach der Ermordung der geistig behinderten Vogelscheuche kriegen sie über Funk mitgeteilt, dass es dem Mädchen gut geht und Bubba sie vor dem Hund gerettet hat.

Vor Gericht plädieren sie selbstverständlich auf Notwehr, wie es jeder schwerbewaffnete Horst in den USA machen würde. Und wie jeder vollbewaffnete Horst in den USA kommen sie selbstverständlich damit durch. Also genau genommen ist das hier Die Jury Teil 2.

Nach etwas Rumgedödel steht dann plötzlich eine Vogelscheuche auf dem Feld von Harless, obwohl der gar nichts gesät hat und dementsprechend auch keine Vogelscheuche aufgestellt hat. Natürlich vermutet er, dass es die Dorfprankster waren, die irgendwie eher so aussehen, als hätten sie gerade drei Liter Motoröl gesoffen, als dass sie auch nur einen großen Prank aushecken könnten, aber was weiß ich schon von den Rollenverteilungen in so einem zurückgebliebenen Südstaatenkaff.

Als Harless nachts besoffen nach Hause kommt, hat er den prächtigen Einfall, die Vogelscheuche vom Feld zu nehmen, aber sie ist nicht mehr da. In der Scheune geht irgendeine Maschine an und natürlich geht Harless gucken, was da los ist. Es sollte klar sein, dass er seiner Maschine zum Opfer fällt. Seine Miterschießer sind nicht davon überzeugt, dass es ein Unfall war und glauben, dass jemand weiß, was sie getan haben. Moment mal, wissen das nicht sowieso alle? Die standen schließlich dafür vor Gericht.

Postbote Otis verdächtigt Bubbas Mutter als Killerin seines Schützenkumpanen und stellt sie zur Rede. Dabei kommt aber natürlich nicht viel rum. Die Vogelscheuche steht derweil auf dem nächsten Feld. Keine Ahnung, ob es das Feld von Skeeter oder Philby ist, aber das spielt ohnehin nicht wirklich eine Rolle. Denn wir wissen, er wird die Nacht nicht überleben.

Otis quatscht derweil mit dem kleinen Mädchen. Die hat aber keinen Bock auf ihn, weil Bubba ihr erzählt hat, dass er und seine Freunde ihn abgeknallt haben. Das Mädchen hat offensichtlich das Trauma noch nicht so ganz verarbeitet.

Der Feldbesitzer will Otis und dem anderen Kumpel die Vogelscheuche zeigen, aber die ist nicht mehr da. Er macht sich ins Hemd und will zum Sheriff gehen. Otis ist nicht begeistert von der Idee und besucht lieber nochmal Mama Bubba, um diese einzuschüchtern. Dummerweise kriegt die nen Herzinfarkt oder sowas und der Postbote wünscht sich, dass er doch einfach nur die Post ausgeliefert hätte. Aber als kriminelles Mastermind hat er natürlich einen Ausweg und dreht den Gasherd auf, damit die Bude in die Luft fliegt und ihr Tod wie ein Unfall aussieht.

Unfassbar, Otis geht tatsächlich mal seinem Job nach und teilt die Post aus. Die Leute in dem Ort müssen schon ganz gespannt auf ihre Briefe aus den letzten 8 Wochen oder so warten. Der Feldbesitzer fühlt sich verfolgt und fällt in ein Silo, das dann mit Getreide gefüllt wird. Also: Tot.

Otis ist mittlerweile überzeugt, dass Bubba doch auf einem Rachefeldzug ist. Sein letzter verbliebener Kumpel nicht. Zum Beweis gehen sie seine Leiche ausbuddeln. Otis nutzt die Gelegenheit, um seinen Kumpel mit der Schaufel eins überzubraten und ihn direkt mit wieder einzubuddeln. Also wenn man mal ehrlich ist, hat Otis bisher genau so viele Leute auf dem Gewissen wie die Vogelscheuche und wirkt insgesamt mehr wie eine Horrorgestalt, als diese, die man ja auch noch gar nicht wirklich in Aktion gesehen hat, weil die beiden Trottel selbst in ihren Tod gestürzt sind. Ist es am Ende vielleicht doch gar keine Vogelscheuche, sondern jemand anders? Mysteriös …

Otis fährt nach Hause und trifft zufällig das Mädchen. Er verfolgt sie in ein Kürbisfeld und will sie zur Rede stellen, denn er glaubt, dass sie hinter all dem steckt und es gar keine Todesscheuche gibt. Dann wird er aber von einem Mähdrescher übers Feld gejagt. Ich frage mich dabei ja immer, wie schwer es sein kann, vor einem Mähdrescher wegzulaufen. Ich komme ja vom Land und habe schon den ein oder anderen davon bei der Arbeit gesehen und die sind nun nicht bekannt für ihre Wendemanöver. Lauf halt einmal nach links und du kannst quasi gemütlich nach Hause gehen. Otis aber natürlich nicht.

Das Mädchen sitzt im Feld und die Vogelscheuche kommt angelatscht und man sieht sie halt jetzt zum ersten Mal. Und sie schenkt dem Mädchen eine Blume. Uh, wie süß. Nur dann eben doch eine recht lahme Auflösung des Ganzen. Dann hätte man die Vogelscheuche auch mal richtig bei der Arbeit zeigen können. Aber hey, für eine TV-Produktion war das gar nicht so verkehrt. Mit etwas höherem Produktionsaufwand und ein paar besseren Kills wäre das sogar richtig gut gewesen. So ist der Film leider insgesamt zu zahm.

In der Übersicht findet ihr alle Filme des diesjährigen Horrorctober.

Ghost Ship – Horrorctober 2017

Von der Insel ab aufs Boot. Der Horrorctober geht weiter mit einem Streifen, den der ein oder andere vermutlich sogar gesehen hat.

GHOST SHIP – USA – Australien – 2002 – 91 Min.

Es dauert ein paar Minuten, bis ich mich von dem Gedanken verabschieden muss, dass ich hier eine Folge vom „Traumschiff“ erwischt habe. Was für eine harmonische Kreuzfahrt. Und dann kommt das Schnetzelkabel übers Deck gefegt und tötet ALLE Menschen, die auf dem Schiff sind, weil die gerade alle auf dem Deck tanzen. Also keiner ist unter Deck, oder am Steuerrad, oder auf dem Ausguck, oder wird gekielholt. Alle tot. Außer ein kleines Mädchen, das gerade so klein ist, dass das Todeskabel über sie hinweg geschnetzelt ist.

Irgendwann später sitzt die Schiffwracksuchcrew rund um Gabriel Byrnes Murphy rum und wird von einem Typen angeheuert, um ein Schiffswrack zu finden. Also schippert man los aufs Meer, beim beschissensten Pisswetter, dass man sich vorstellen kann. Und dann stößt man mitten im Meer auf das alte Luxusschiff, das quasi aus dem Nichts auftaucht. Oder man hat es bei dem Kackwetter einfach nicht gesehen, was wahrscheinlicher ist. Murphy ist Vollprofi und Alleskenner und weiß direkt, um welches Schiff es sich handelt. Also, an mir ist ja sicher kein Experte der Seefahrt verloren gegangen, aber wenn ein Schiff seit hundert Jahren oder so vermisst wird und dann plötzlich auf dem Ozean rumschippert, wo das angeblich in all der Zeit niemand gefunden hat, wäre etwas Skepsis durchaus angebracht, finde ich. Ja, das Meer ist groß, aber ein Schiff auf der Oberfläche sollte schon aus Zufall irgendwann einfach gesehen werden. Nicht erst, wenn irgendwelche Honks im Monsun dagegen ballern.

Natürlich will man das Schiff erkunden und tapert durch das Wrack, ohne dabei mal zu hinterfragen, wo eigentlich die Crew abgeblieben sein könnte. Man findet eine Digitaluhr, was bedeutet, dass schon vor ihnen Leute auf dem Schiff waren, denn die gab es damals noch nicht. Die Fahrt war übrigens 1962, also doch nicht ganz so lange her, was aber nichts daran ändert, dass die das hier alles zu locker nehmen. Außer Murphy, der eine Gruselgeschichte von einem unbemannten Schiff erzählt. Der folgende Plan ist simpel. Das Schiff zum Hafen ziehen. Auch wenn noch fraglich ist, ob die Nussschale, mit der die unterwegs sind, dazu überhaupt in der Lage ist.

Epps, gespielt von Julianna Margulies, hat ein kleines Mädchen an Bord des Geisterschiffes gesehen, aber denkt sich erstmal nichts weiter dabei. Am nächsten Tag taucht man etwas rum und stellt fest, dass das Schiff sinkt. Sollte einem das nicht noch mehr zu denken geben, dass das Teil eigentlich gar nicht mehr über Wasser sein sollte? Offenbar nicht, denn es führt nur zu dem Plan, das Leck zu reparieren. Epps findet Patronenhülsen im Schiff. Oh, und das Mädchen sieht sie auch wieder und legt sich übelst aufs Maul durch den Schock.

Alle anderen haben dann auch erste Geistererscheinungen und über Funk läuft das Lied, dass am Anfang zur Tanzszene gespielt wurde. Spooky, so eine italienische Sängerin. Epps und Jack finden ein paar Leichen und Isaiah Washington findet ein Klavier und dann finden Epps und Jack eine Kiste voller Ratten … und Goldbarren. Und kurz darauf eine ganze Schatzkammer. Kam mir gar nicht wie ein Piratenschiff vor.

Natürlich beschließt man, das Gold einzusacken und abzuhauen. Aber man kennt das ja. Man ist auf einem verlassenen Geisterschiff und nichts passiert, aber dann nimmt man einen Goldbarren mit nach Hause und schon ist man auf ewig verflucht. Also explodiert das Boot, mit dem sie gekommen sind, und Santos gleich mit.

Man muss auf dem Schiff campen und macht ein Lagerfeuer an Deck. Ich frage mich ja immer noch, wer eigentlich die ganzen Leichen vom Anfang von Deck gewischt hat, damit die jetzt niemand findet. Jedenfalls ist man sich nicht einig, ob man das Schiff reparieren, ein Floß bauen, oder sich einfach gegenseitig in die Fresse hauen soll. Also fängt man mit Idee 3 an. Anschließend testet man mal, wie lange sich Konserven und Champagner eigentlich so halten und Epps tapert durch das Schiff und sucht das Mädchen, findet aber nur eine tote Oma im Schrank.

Isaiah hat genug alten Champagner gesoffen und jetzt kann um ihn herum der Geisterspuk losgehen. Und alles durch die Gegend fliegen und sich wieder zusammensetzen und plötzlich findet er sich umringt von Gästen auf dem Tanzparkett wieder. Murphy kriegt derweil vom Kapitän des Schiffs einen Scotch eingeschenkt. Ich sags ganz ehrlich, ich mag diesen langsamen Aufbau. Der Film läuft schon fast ne Stunde und der Gruselfaktor erhöht sich eigentlich durchgehend. Auch wenn es immer Grusel-Light bleibt.

Epps kriegt Besuch vom Mädchen, die natürlich ein waschechter Geist ist. Der Kapitän erklärt Murphy, dass sie die „Lorelai“ gefunden haben und von ihr das Gold eingesackt haben. Murphy hat Befürchtungen und beschließt, dass Abhauen die beste Option ist. Sängerin Francesca verführt Isaiah. Es dürfte klar sein, was gleich kommt. Die Geister werden zuschlagen.

Santos ist auch ein Geist und sucht direkt mal Murphy heim. Es ist klar, dass sie von dem Schiff runter müssen. Auch wenn mir nicht ganz klar ist, wo sie hin wollen. Isaiah fällt in einen Fahrstuhlschacht, weil Francesca ihn in eine Falle gelockt hat. Murphy denkt, Epps ist Santos und geht auf sie los. Jack kann ihn im letzten Moment umkloppen. Alle haben sich versammelt und wollen dem Plan nachgehen, das Schiff zu reparieren, damit man damit zum Festland fahren kann. Die Geister scheint das nicht im Geringsten zu stören, denn sie lassen sie erstmal machen. Ergibt ja irgendwie auch Sinn, denn wenn der Kahn sinkt, können sie ja nicht mehr rumgeistern.

Das Mädchen zeigt Epps, was an Bord des Schiffes wirklich passiert ist. Scheinbar war ein Mordkommando am Start und hat einfach alle umgenietet, die da waren. Keine Ahnung, wie da das Schnetzelkabel da reinpasst, denn diese Arbeit würde sich eine bewaffnete Truppe wohl kaum machen. Und mit diesem Zusammenschnitt hat man jetzt mal schnell jede Atmosphäre zerstört, die der Film zuvor aufgebaut hat. Glanzleistung. Jedenfalls hatte wohl Jack, der ja mit dem Auftrag zu Murphy kam, was damit zu tun und Epps erzählt Dodge davon. Die will Munder holen, aber der wird gerade in ein Zahnrad gezogen und ist hinüber.

Jack will Dodge killen, aber der hat seine Shotgun im Anschlag und ballert ihn weg. Es leben also nur noch Epps und Dodge. Sie will das Schiff versenken, aber er will das Gold mitnehmen. Aber Epps ist etwas schlauer als alle anderen und merkt, dass es nicht Dodge ist, sondern Geisterjack, der wie Dodge aussieht. Nun ja, es kommt natürlich zum obligatorischen Endkampf und Epps sprengt den Kahn, der dann absäuft. Natürlich kann sie selbst noch rausschwimmen und zugucken, wie die Seelen der Geister durch die Gegend schwirren.

Auf einer Schatzkiste treibend wird Epps sechzig Jahre, oder Minuten, man weiß es nicht genau, später im Meer aufgegabelt und sieht noch, wie irgendwelche Typen das verfluchte Gold an Bord laden. Angeführt von Jack. Hui, spooky.

Eigentlich schade, wie völlig unnütz der Film nach einer knappen Stunde die komplette Atmosphäre einreißt und zu völligem Quark verkommt. Der war eigentlich auf einem guten Weg.

Alle Filme des diesjährigen Horroctober gibt es in der Übersicht.

Fear Island – Horrorctober 2017

So früh im Horrorctober und ich bin schon reif für die Insel. Was für ein Glück, dass es Inselfilme gibt, die man zwischendurch zur Entspannung gucken kann.

FEAR ISLAND – Kanada – 2009 – 95 Min.

Eine blonde Trulla rennt durch den Urwald und wird dann von einem Special Forces Team verhaftet. Es dürfte klar sein, dass hier nach und nach aufgedeckt werden wird, was die Tussi auf der Insel gemacht hat. Und es dürfte klar sein, dass sie sich an nichts erinnern kann. Und es dürfte klar sein, dass sie selbst am Ende die Mörderin ist. Und es dürfte klar sein, dass das jetzt schon zu Tode langweilt und mir komplett scheißegal ist, was auf der bekackten Insel los war. Tolle 90 Minuten stehen also bevor.

Vier Typen und zwei Mädels inklusive Gedächtnislückenblondie und ein Hund fahren mit einem Boot raus. Zu behaupten, dass auch nur einer von ihnen sowas wie Charakter besitzt wäre eine glatte Lüge. Nur der Hund wirkt recht sympathisch, also hoffe ich, dass er hier den Part des mysteriösen Killers übernimmt und kurzen Prozess macht, damit wir uns alle interessanteren Dingen widmen können, wie zum Beispiel … dem Wasser beim Fließen zuzugucken.

Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das jetzt eine Erinnerung von Blondie war, aber wir sind wieder in der Gegenwart und Blondie wird von einem Cop und ihrer Anwältin befragt. Da uns das absolut nicht weiter bringt und die Szene genau drei Sekunden dauert, werde ich ab jetzt nur noch auf die Befragung eingehen, wenn es wirklich wichtig ist. Zum Beispiel, wenn sie sich an irgendwelche Namen erinnert, wie 2 Minuten später. Und jetzt passt auf, denn mehr Charakterisierung wird es in diesem Film nicht geben: Ein drittes Mädel namens Megan erklärt Tyler für den coolsten der Truppe, sein Bruder Kyle möchte gerne wie er sein, Ashley ist Kyles Matratze, Jenna ist Tänzerin, die kurz davor steht in die Stadt zu ziehen um Karriere zu machen und Mark existiert scheinbar einfach nur, denn er wird in der Beschreibungsaneinanderreihung einfach ausgelassen. Immerhin wissen wir jetzt auch, wer Blondie wirklich ist. Eine Tänzerin. Top.

Und diese Tänzerin erinnert sich jetzt scheinbar wieder an alles. Zum Beispiel, dass Megan was ganz besonderes war und alle viel gesoffen haben. Ganz ehrlich: Diese ganze Ermittlungsnummer hätte man wirklich besser weggelassen. Das nervt nur und lenkt vom Wesentlichen ab. Zum Beispiel Bikinimädchen im Whirlpool. Und Blut im Eiseimer. Übrigens erzählt tatsächlich Jenna all das, was man sieht und der Cop stellt zu Recht in Frage, wie sie jedes Detail wissen kann, wenn sie doch gerade woanders am pimpern war.

Der Hund ist weg und man verdächtigt Keith – wer zum Kuckuck ist Keith? -, dass er den Besuchern auf der Insel einen Streich spielt. Nein, ich kapiere es auch nicht. Dieser Film ist einfach nur langweilige Scheiße. Kann da jetzt mal was passieren, was mit Titten oder Toten zu tun hat? Ashley sucht Pierre – wer zum Kuckuck ist Pierre? Das hat Potenzial, denke ich. Im Wald hängt ein Typ und hat das Wort „Evil“ auf dem Pulli stehen. Ich bin mir nicht sicher, ob es Pierre ist, oder jemand völlig anderes, den man auch nicht kennt. Ach nee, Keith ist es. I really don’t care.

Die Insel verlassen kann man natürlich nicht, da das Boot weg ist. Die Erkenntnis, dass nur noch sie auf der Insel sind, erschließt sich mir nicht ganz, da ich immer noch keine Ahnung habe, wer zum Kuckuck Pierre ist. Aber wir wissen wohl alle, dass es darauf hinauslaufen wird, dass einer von ihnen der Killer ist. Der Hund dürfte leider raus sein, da er zu klein ist, um Keith an einen Baum zu hängen. Nicht, dass Sinn und Verstand hier irgendeine Rolle spielen würden.

Ah du meine Fresse, jetzt wird alles klar: Pierre ist der Hund. Kein Wunder, dass ich das nicht direkt gecheckt habe. Wer nennt seinen Hund bitte ernsthaft Pierre? Nun, Ashley. Und die ersäuft dann im Whirlpool weil der Killer das Verdeck zu macht und „Guilty“ drauf pinselt. Nach den unausweichlichen Anschuldigungen aller gegenseitig lagert man Ashley in der Kühltruhe und Tyler und Kyle finden zwei Walkie-Talkies. Und dann latscht Kyle in eine Bärenfalle.

Man hat den absoluten Plan der Pläne und schließt sich gemeinsam in der Hütte ein. Wir wissen natürlich, dass sich in spätestens 2 Minuten alle wieder wie die letzten Vollidioten verhalten werden und dieser Plan direkt wieder verworfen wird. Vorher nimmt Jenna ihre Pillen nicht und Tyler findet eine Nagelpistole? Was ist das bitte für eine Insel? Überall liegt hilfreicher Krempel rum. In 5 Minuten finden sie vermutlich einen Raketenwerfer und einen Heiltrank.

Kyle ist weg und draußen brennt der Baum. Und Tyler verliert die Nagelpistole, während er aus irgendeinem Grund draußen vor der Hütte rumtapert. Ich habe ja gesagt, sie bauen direkt wieder Scheiße. Immerhin wird ihm selbst anschließend der Arsch von Nägeln durchlöchert aber er überlebt.

Jenna sieht Regina – wer zum Kuckuck ist Regina? – und tickt völlig aus. Der Cop und die Anwältin beruhigen sie. Auf der Insel nimmt Kyle über Funk Verbindung auf und alle rennen zum Dock, um ihn zu retten. Da ordnen sie Buchstaben so an, dass sie den Namen „Regina“ ergeben. Tyler erzählt von Regina und dem Heimporno den er mit ihr gedreht hat. Die ist dann also hier der Killer, oder was? Bleh.

Megan hat die Schnauze voll von den Affen, die sie ja eh noch nicht lange kennt und trennt sich vom Rest der Gruppe. Ich kann es nachvollziehen, aber das bedeutet natürlich nicht, dass sie selbst nicht auch absolut zum Kotzen ist. Und dann buddeln die anderen drei eine Leiche im Wald aus und es ist Kyle. Keine Ahnung, warum sie überhaupt gebuddelt haben, aber irgendwie muss man die Leute ja beschäftigen.

Ein Funkspruch von Megan kommt an und sie sagt, dass Keith noch lebt und hinter ihr her ist. Also eilen alle zurück zur Hütte, wo Tyler von einer Schlange gebissen wird, die aus einem Küchenschrank heraus zur Attacke übergeht. Die folgende Sterbeszene ist von allen Beteiligten so unfassbar großartig gespielt, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Stellt euch vor, ein Mann liegt herum und brabbelt gelangweilt irgendwelchen zusammenhanglosen Quark während er spastisch rumzuckt, neben ihm sitzt ein Typ, der sich einfach gar nicht bewegt und scheinbar nichts mit alledem zu tun hat und daneben kommt Blondie die Kotze hoch. Preisverdächtig, würde ich sagen.

Nun ja, Jenna und Mark wollen es beenden und Keith schnappt sich Jenna und dann wird gekämpft und die beiden Kerle fallen durch ein Geländer. Natürlich lebt Keith noch und verfolgt Jenna durch den Wald. Jenna rennt in eine Hasenfalle und hängt kopfüber am Baum. Keith kann die Situation aber nicht ausnutzen, denn Megan kloppt Keith mit einer Schaufel um. Die Mädels gehen zum Dock und da steht das Boot. Yay Rettung. Auch für den Zuschauer.

Aber Moment, Megan ist tot, wie uns die Cops gerade verraten. Was ist also noch passiert? Interessiert es überhaupt jemanden? Nun, im ultimativen Twist stellt sich heraus, dass Megan die Schwester von Regina war und Keith wurde von ihr gezwungen mitzumachen, oder so. Ganz ehrlich. Es ist mir scheißegal. Jedenfalls geht Megan mit einem Messer auf Jenna los und sie hat sie wohl in Notwehr getötet. Der ultimative ultimative Twist sollte klar sein, oder? Ultimate Twist Incoming. Wait for it. Here it comes: Jenna ist die Mörderin, denn Jenna ist Megan und hat mit Jenna die Rollen getauscht, um den Cops ihre Geschichte zu verkaufen und sie war immer Megan, aber alle dachten sie wäre Jenna. Knaller. Wer hätte das geahnt? Wie kommt man nur auf solch intelligente Irreführungen, die niemand jemals voraussehen könnte, vor allem nicht, wenn er den Film nur mit einem Auge guckt, weil er so langweilig ist und gleichzeitig einen Text über den Müll schreibt. Glanzleistung, liebe Writer.

Hier gehts zur Übersicht der diesjährigen Horroctoberfilme. Ich hoffe, hiermit haben wir den Gipfel der Langweiligkeit schon mal hinter uns gebracht.