Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Schwesternsuche in verhextem Unterholz

Heute kommen wir zu einer der größeren Enttäuschungen, die ich selbst im Kino erlebt habe. Und glaubt mir, davon gab es in den letzten Jahren so einige. Manche stechen aber dann doch nochmal so negativ heraus, dass sie ihren Platz hier auf dem Filmschrottplatz redlich verdient haben. Es geht um eine Hexe, einen Wald, einen Haufen Vollidioten und … Zeitreisen?

BLAIR WITCH – USA – Kanada – 2016 – 89 Min.

Als Regisseur Adam Wingard im Vorfeld verkündete, dass man sich bei der Produktion stark am Original orientieren wolle, war ich erstmal interessiert, wenn auch skeptisch. Schließlich mag ich BLAIR WITCH PROJECT immer noch sehr gerne, aber heute macht man solche entschleunigten und atmosphärischen Horrorfilme kaum noch. Dazu kommt, dass ich Wingards Arbeit nicht wirklich viel abgewinnen kann. Sein viel gelobter YOU’RE NEXT war in meinen Augen absolut generisch und nichts besonderes. Außerdem hat er zu dem grauenhaften V/H/S einen ebenfalls grauenhaften Beitrag geleistet, was immerhin in den Film passte, weil da einfach alles grauenhaft war.
Dass Drehbuchautor Simon Barrett standardmäßig alles für Wingard zu schreiben scheint, machte die Sache auch nicht besser.
Hauptdarsteller James Allen McCune hat es geschafft, im Cast von THE WALKING DEAD unterzukommen, was eigentlich schon alles aussagt, handelt es sich doch um eine Serie, bei der der komplette Cast absolut überfordert ist, wenn er mal wirklich spielen muss, anstatt nur Zombies den Schädel einzuschlagen. Er passt da also perfekt rein. Callie Hernandez war in einer anderen Enttäuschung namens ALIEN: COVENANT dabei und somit ist auch zu ihr alles gesagt. Brandon Scott ist in erster Linie als Voiceactor unterwegs und hat schon dem ein oder anderen Videospielcharakter seine Stimme geliehen, was ihn scheinbar prädestiniert, in diesem Streifen mitzuspielen, in dem die Stimme das Letzte ist, was irgendeinen interessiert. Valorie Curry turnte immerhin mal in einem der TWILIGHT-Schinken rum. Ihr seht, perfekte Grundvoraussetzungen für ein absolutes Desaster oder eine positive Überraschung. Wir wissen, was von beidem es werden wird …

James wurde ein Video zugespielt, aus dem Hexenhaus. Auf dem Video glaubt er, seine verschollene Schwester zu sehen. Namentlich Heather aus Teil 1. Teil 2 wird also ignoriert, was eigentlich eine gute Sache sein sollte, aber ist es natürlich nicht. 18 Jahre nach Teil 1, nach unzähligen Suchen und Aufspürversuchen, meint James also, dass seine Schwester noch in dem Haus ist und beschließt, sich selbst auf die Suche zu machen.Seine Freunde Peter, Lisa und Ashley begleiten ihn, weil sie nichts besseres zu tun haben. Vorher machen sie aber noch Party und filmen den ganzen Scheiß, weil Leute in Found Footage Streifen das nun mal so machen.

Ausgestattet mit ihren Handykameras und einer Drohne, machen sie sich also auf den Weg. Als erstes machen sie einen Abstecher zu Lane und Talia, denn Lane hat das Video angeblich am Waldrand gefunden. Kommen wir also zu dem größten Problem des Films: Alles hier ist einfach nur saudoof. Lane hat also ein Video gefunden, nachdem 18 Jahre lang zehntausend Suchtrupps jeden Millimeter des Walds durchsucht haben. Und es lag einfach so da. Direkt am Wegesrand. Da, wo es sonst scheinbar niemand finden kann. Aber gut, ich will mich nicht jetzt schon zu sehr aufregen, denn es wird noch viel dümmer werden.

Sie latschen also durch den Wald und durch einen Bach und Ashley latscht in irgendwas rein und blutet am Fuß. Merkt euch das, denn das wird noch eklig. Peter verzweifelt komplett am Aufbau seines Zelts und geht Feuerholz holen, damit man sich in der Nacht Gruselstorys über die Hexe erzählen kann. Lane ist da natürlich absolut informiert und erklärt, dass die Hexe so schrecklich ist, dass man schon beim bloßen Anblick tot umfällt. Ich wünsche mir gerade, dass die Hexe einfach hier reingelatscht kommt, damit ich die Kacke nicht länger ertragen muss.

In der Nacht hören sie Geräusche. Jemand tapert wohl durch den Wald und dann schießt jemand. Vermutlich ist Jagdsaison. Lane ist weg und alle suchen ihn. Dann stürmt er aus dem Wald und hat wohl nur nach der Ursache der Geräusche gesucht.

Am nächsten Morgen hängen über den Zelten komische Zeichen (wir kennen ja das Blair Witch Symbol alle, denke ich) und deshalb haben sie alle die Schnauze gestrichen voll und wollen nach Hause. Aber wie sich herausstellt, haben Lane und Talia die Zeichen aufgehangen, weil sie beweisen wollten, dass in dem Wald komischer Scheiß abgeht. Ähm, saudumm? Ja. Logisch? Nein. Passt zum Film? Absolut. Lane und Talia verpissen sich also, bevor sie vor die Fresse kriegen und die anderen suchen ihr Auto.

Erinnert ihr euch noch, wie der eine Trottel im ersten Teil die Karte in den Fluss warf, weil die Karte komplette Kacke war? Nun, hier hat man keine Karte, sondern ein GPS-System. Das ist aber ebenfalls fürn Arsch, denn scheinbar liegt der Blair Witch Wald direkt auf der Lost-Insel und deshalb laufen die trotz GPS immer im Kreis. Deshalb kommen sie wieder da an, wo sie übernachtet haben. Ashley kann nicht mehr laufen, weil ihr Fuß weggammelt. Ich vermute mal, dass niemand Antibiotika dabei hat, also ist sie wohl nicht zu retten. Nicht, dass das eine Rolle spielen würde.

Weil jeder hier einfach nur saudoof ist, wird mal kurz die Drohne in einen Baum geflogen und hängt fest. Peter tapert nachts durch den Wald und sucht mal wieder Feuerholz. Ein weiteres Problem des Films: Die Atmosphäre ist völlig daneben. Überall dröhnt es und kracht es und geht irgendeine Scheiße ab, wodurch nicht die geringste Stimmung aufkommen will, die Teil 1 durch seine ruhige Herangehensweise noch vermittelte. Peter ist unter einem Buam eingeklemmt oder so. Bin mir nicht sicher, denn es ist stockfinster und das Kameragewackel macht es nicht leichter, irgendwas zu erkennen. Und dann holt ihn die Hexe. Glaube ich. Was weiß ich. Es ist alles Bullshit.

Lane und Talia kommen aus dem Wald gestolpert und sind komplett neben der Spur. Passt auf, denn das ist jetzt wichtig und saudoof: Scheinbar sind für Lane und Talia 5 Tage vergangen, während die anderen erst ein paar Stunden im Wald sind. Da sich der Wald ja auf der Lost-Insel befindet, macht das sogar irgendwie Sinn, denn da spielte die Zeit ja auch gerne mal verrückt. Man, wie sich das alles zusammenfügt ist schon wunderbar. Perfektes Writing. Da hat sich wirklich jemand Gedanken gemacht.

In der Nacht hängen wieder die Zeichen über den Zelten und dieses Mal waren es nicht Lane und Talia. Ashley und Talia ticken völlig aus und Ashley ersticht Talia mit einem Stock. Und dann fliegt ein Zelt hoch und es ist wieder überall Gedröhne und Geknalle und Geschrei und Wasweißichnichtnochalles und alle rennen in den Wald.

Ashley pult sich irgendwas ekliges aus dem Bein, das aussieht wie ein eiternder Tausendfüßler. Das hindert sie aber nicht daran, auf einen Baum zu klettern, um die Drohne zu holen. Weil das natürlich, passend zu allem hier, eine saudoofe Entscheidung war, schmiert sie ab und wird von der Hexe geholt. Denke ich. Wer weiß schon, was in diesem Quark wirklich vor sich geht.

James und Lisa latschen durch den Wald und dann kommt der Regen. Mitten in dem Pisswetter finden sie das alte Hexenhaus. James meint natürlich, dass seine Schwester da drin rumschreit, also latscht er rein, weil es eine saudumme Idee ist. Lisa kommt nach, als draußen die Hexe auftaucht. Ja, man sieht die Hexe. Und sie sieht aus wie ein verkrüppeltes Alien, das zuviel Zeit auf der Sonne verbracht hat. Lane taucht wieder auf und ist völlig durchgeknallt und wirft Lisa in die Kellerluke. Lisa kriecht durch ein Loch voller Matsch zurück ins Haus und sticht Lane ab.

Gedröhne, Geknacke, Geknalle und Gedöns. Hauptsache laut und jede Stimmung killend. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, landet ein UFO im Garten. Oder was auch immer. Jedenfalls strahlt plötzlich helles Licht ins Haus. Könnte natürlich auch das Licht von der Lost-Insel sein. Wer nebenbei genau aufpasst, stellt fest, dass die Aufnahmen von Lisas Kamera die sind, die Lane James zugeschickt hat. Zeit und so. Alles völlig banane hier.

James hat den Plan. Sich in die Ecke stellen und auf keinen Fall die Hexe anschauen. Was macht er also? Er dreht sich um. Es ist alles so unglaublich dumm, dass es nicht mehr zu ertragen ist. Lisa ist als letzte übrig und hat ebenfalls einen Plan. Rückwärts aus dem Haus latschen und dabei die Kamera nach hinten richten, um darin zu sehen, was hinter ihr abgeht. Gar nicht mal so doof. Bis sie sich natürlich ebenfalls umdreht. Absolut doof.

Alle tot. Ich habs irgendwie überlebt. Aber ich habe das ungute Gefühl, ein ganzes Stück dümmer geworden zu sein. Ich drehe mich nicht um …

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Tanzende Monsterbeschwörung auf abegelegenen Gefängnisinseln

Ein weiteres Jahr Filmschrott steht uns bevor. Und da ich bekanntermaßen groß darin bin, Dinge anzukündigen, die ich dann nicht einhalten kann, mache ich das auch dieses Jahr wieder. Denn ich habe ein paar Änderungen für den Filmschrottplatz geplant. Oder sagen wir besser „Erweiterungen“. Die Resonanz auf meine Besprechungen geht immer weiter zurück und mich beschleicht das Gefühl, dass sich das System ein bisschen abgenutzt hat. Deshalb will ich hier mal etwas frischen Wind reinbringen. Vermutlich gelingt mir das dann so 2025 rum, also abwarten. Bis dahin gibt es aber erst mal weiterhin die üblichen Schrottfilme und wir rocken mal wieder in das Schrottjahr:

SLAUGHTERHOUSE ROCK – USA – 1988 – 90 Min.

Dimitri Logothetis führte Regie und viel mehr gibt es über ihn auch nicht zu sagen. Er schrieb zuletzt die Drehbücher für die neuen Kickboxerfortsetzungen und das ist wohl wirklich alles, was man über ihn wissen muss.
Dieses Drehbuch wurde von Ted Landon geschrieben und das einzig absolut nicht erwähnenswerte zu dem Typen wäre noch, dass er hier im Film mitspielt. Für ein paar Sekunden. Mitgeschrieben haben auch noch Sandra Willard, die ansonsten nur für Kinderzeichentrickserien geschrieben hat. Und Nora Goodman, über die ich nur sagen kann, dass sie nicht mit John Goodman verwand ist, was aber ohnehin nichts geholfen hätte hier.
Jetzt könnte man natürlich sagen, bei dieser völlig wirren Mischung, können es nur die Darsteller retten. Nun, da wäre erstmal Toni Basil, die zumindest in EASY RIDER auftauchte, ansonsten aber eigentlich als Sängerin bekannt wurde. Ich persönlich kenne nicht einen Song von ihr. Nicholas Celozzi hatte seine 5 Minuten Ruhm in zwei Folgen vom A-TEAM. Hope Marie Carlton hat im ein oder anderen Trash mitgespielt und war auch mal auf der „Elm Street“ unterwegs. Jeff Speakman begegnete uns hier bereits im LAND OF THE FREE. Alle anderen sind genau so wenig erwähnenswert. Außerdem wird es jetzt mal Zeit, hier loszulegen:

Ratten und Getier krabbelt über ein Skelett in Dreckwasser und irgendwas oder irgendwer bahnt sich langsam einen Weg durch das Seuchengewässer. Ein angeketteter Honk soll sein Opfer sein, aber bevor er erwischt wird, wacht er auf. Ui, toll, eine Traumsequenz direkt zu beginn. Wie innovativ. Wenn das in dem Traum nebenbei Alcatraz gewesen sein soll, dann wohl eher aus einer Zeit irgendwann im Mittelalter. Hätte auch einfach irgendein Burgkeller sein können.

Zeit die Charaktere kennen zu lernen. Und wenn ich „Charaktere“ sage, meine ich natürlich das große Auflaufen der Abziehbilder vom Reißbrett. Und alle haben richtige Scheißfrisuren, wie sich das für die 80er gehört. Alex hat ein Date oder sowas und irgendwelche Hallus von Monstern, die aus der Wand kommen. Nach dem Traum die logische und absolut langweilige Weiterentwicklung. Irgendwie checke ich noch nicht so ganz, was die da eigentlich machen. Es sind zwei Typen und zwei Mädels und sie übernachten in einem Motel oder so. Sind sie im Urlaub? Wohnen die da? Und was hat das jetzt alles mit Alcatraz zu tun?

In der Nacht hat Alex natürlich wieder einen Traum und ich bin jetzt schon unfassbar gelangweilt von der ganzen Nummer. Und jetzt sitzen sie in der Schule. Ich kapiere es wirklich nicht. Die Szenen in der Billig-Disco lasse ich am besten ganz außen vor. Ann brennt es im Zimmer von Alex und er ist hinter Gitterstäben gefangen und ich habe einfach keinen Bock mehr. Und der Scheiß geht noch eine Stunde. Das wird wirklich übel.

Alex erzählt seinen Freunden von den Hallus und die recherchieren. Es gibt nur eine Erklärung: Irgendein Dämon von Alcatraz oder so ist dafür verantwortlich und Alex wurde ausgewählt, weil … ist halt so.

Mit einem Fischerboot macht man rüber zu Alcatraz und da ist es vor allem neblig und dunkel. Gut für die Filmemacher. Dann sieht man kaum was von dem Schwachsinn, der vermutlich folgen wird. Andererseits passiert hier einfach absolut gar nix, außer, dass die Gruppe durch die Gänge latscht und der Spaßvogel der Truppe dumme Witze reißt. Mittlerweile sind es übrigens 6 Leute. Also hat man mehr zum wegschnetzeln. Und damit könnte man jetzt langsam auch mal anfangen, denn sonst kann der Film ohnehin nix, wie bereits festgestellt wurde.

Alex wird von den anderen abgeschnitten und trifft auf eine Frau, die erklärt, dass sie tot und für seine Hallus verantwortlich ist. Sie hat ein Monster freigelassen und braucht Hilfe, um von der Insel frei zu kommen oder so. Richard geht ebenfalls verloren und tapert wie ein Zombie mit Zahnpasta vorm Mund durch die Gegend. Er ist natürlich irgendwie besessen und lockt eins der Mädchen in einen abgelegenen Raum. Die will unbedingt nach Hause, aber vorher kann man natürlich noch schnell ne Nummer schieben. Richard mutiert vor lauter Geilheit zum Monster und muss mit einer Kaffeekanne umgekloppt werden. Das Mädel flieht zum Rest der Gruppe und alle verfolgen Richard. Vielleicht sollte sie den anderen mal sagen, dass er ein Monster ist.

Irgendwoanders tanzt die tote Frau komisch rum und das bringt … keine Ahnung was. Aha, sie guckt mit Alex in die Vergangenheit, wo irgendein Kannibalenkommandant einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist. Die tote Frau namens Sammy hat eine ganze tote Band am Start und die sind wirklich aus allem zusammengewürfelt, was die Palette so hergibt. Einflüsse von AC/DC bis zu den Bee Gees sind vertreten. Sammy hat den Kannibalenkommandanten versehentlich losgelassen, weil sie gar nicht an Kannibalenkomandantenmonster glaubt. Aha, sehr aufschlussreich.

Die Gruppe findet Ratten und heraus, dass Richard ein Monster ist. Und das macht die Sache auch nicht spannender. Alex ist auch wieder unterwegs und findet Carolyn, die die einzige ist, die an diesen übernatürlichen Kram glaubt. Die anderen müssen sich weiterhin mit Monsterrichard herumschlagen. Kann hier jetzt mal jemand so richtig verrecken? Das ist doch alles langweilige Scheiße. Nur lahmes Herumgerenne. Und die Band hat noch nicht mal irgendeinen grottenschlechten Rocksong performt. Wirklich enttäuschend, das alles.

Alex muss irgendeine Tür öffnen, damit die Band die Insel verlassen kann. Ich glaube ja, das ist ein Trick. Damit lässt er bestimmt noch mehr Monster frei. In einer unglaublich spannenden Szene, watet Alex minutenlang durch knöchelhohes Wasser, um zu der Tür zu gelangen. Gleichzeitig verkloppen die Mädels Richard und zünden dann die Bude an. Alex erreicht die Tür und klopft an, was irgendwie nicht so ganz der Plan ist, wenn ich das richtig verstanden habe. Ach so, er versucht, die Tür aufzuschlagen. Das gelingt und gleißendes Licht dringt in die Katakomben von Alcatraz. Alle Monster fackeln ab, Alcatraz gleich mit und glücklicherweise habe ich den Krampf hier überstanden.

Alex kann plötzlich Piano spielen, denn scheinbar hat Sammy ihm eine musikalische Gabe als Dank für seine Bemühungen mitgegeben. Sie hätte ihm besser eine Zeitmaschine gegeben, mit der er mir diese Qual hätte ersparen können. Im Abspann gibt es dann auch endlich den schlechten Rocksong. Ich gehe Monster auf einer Insel suchen …

Santanisches Geschnetzel an eigenartig eingerichteten Schulen

Hach, Weihnachten. Jedes Jahr ein Fest. Also nicht generell, denn ich feier den Quark ja nicht. Aber hier auf dem Filmschrottplatz sorgt das jedes Jahr für kurzen aber großen Spaß. Denn sind wir mal ehrlich: Kein Festtag wurde so oft filmisch verhunzt, wie dieser. Und das in allen Variationen. Horror, Komödie, Musical, Romantik … alles passt zu Weihnachten. Natürlich auch ein typischer Thriller, um einen Killer, der im Weihnachtsmannkostüm Partypeople schnetzelt. Der deutsche Titel alleine reicht eigentlich schon aus, um so richtig in Festtagsstimmung zu kommen:

TO ALL A GOODNIGHT – DIE NACHT ALS KNECHT BLUTRECHT KAM – USA – 1980 – 87 Min.

Regie führte David Hess, der … nun, sowas wie bekannt dafür ist, Songs für Elvis Presley geschrieben zu haben. Und er hat auch selbst Songs performt, die im ein oder anderen bekannten Film vertreten sind.
Alex Rebar schrieb das Drehbuch und ein Blick auf IMDB verrät direkt, wie unfassbar berühmt der Mann ist, denn sein Profilfoto ist aus irgendeinem Grund ein leeres Krankenhausbett. Aber ich will mal nicht so sein und Respekt zollen, wo es angebracht ist, denn immerhin hat sich Rebar auch als Schauspieler versucht und mimte den INCREDIBLE MELTING MAN. Ich habe keine Ahnung, was das ist, aber es steht fest, dass der Film hier unbedingt in naher Zukunft aufgenommen werden muss.
Hier spielt er nicht selbst mit und überließ das Feld solchen Darstellergranaten wie Jennifer Runyon, die wir alle nicht von THE BRADY BUNCH kennen. Aber wir kennen sie alle woanders her. Nämlich als Teststudentin in Dr. Venkmans kleinem Psycho-Elektroschock-Spielchen aus GHOSTBUSTERS. Das hier war ihre erste Rolle und nach langer Pause, hat sie vor wenigen Jahren angefangen, wieder in gequirlter Scheiße mitzuspielen, also begegnet sie uns hier demnächst vielleicht öfter. Alle anderen sind absolut nicht erwähnenswert. Obwohl, Sam Shamshak hat nen coolen Namen und Angela Bath sollte eindeutig für die Badewannenszene zuständig sein hier.

Vor 2 Jahren starb ein Sorority-Girl an einer Schule und das ausgerechnet an Weihnachten. Sie fiel die Treppe runter. Kann halt mal passieren. Wenn sie für den fürchterlichen Soundtrack des Films verantwortlich war, hat sie es auch nicht besser verdient.

Heute fahren sie alle über Weihnachten nach Hause und das war das. Okay, ein paar Pappnasen bleiben doch in der Schule und sie sind genau so nichtssagend, wie diejenigen, die nach Hause fahren. Charaktere sollte ich hier besser nicht suchen. Was ist das überhaupt für eine Schule? Sieht im Innern eher aus, wie der örtliche Kognac-Club, in dem alte Männer sich bei einem Gläschen über die guten alten Zeiten austauschen und alles moderne zum Kotzen finden.

Scheinbar sind genau 5 Mädels da geblieben. Und die Köchin. Es wird Männerbesuch erwartet. TJ und seine Horde von notgeilen Stechern haben sich angekündigt. Irgendwoanders zeigt Cynthia jemandem ihre Tüten. Ich vermute mal, es ist TJ, der natürlich der Obercoole ist, was man daran erkennt, dass er cool aussieht, wenn er raucht, während er auf einem Baumstamm sitzt. Aber er sieht nicht mehr so cool aus, als er von dem Killer gekillt wird. War wohl doch nicht TJ. Cynthia gibt ebenfalls den Löffel ab und das ist jetzt schon wieder so unfassbar aufregend, dass mir die Worte fehlen.

Den 5 Tussis in der Schule fehlen nicht im Ansatz die Worte und sie quatschen die ganze Zeit über Rentiere und ähnlich aufregenden Kram. Ach so, der Gärtner ist auch noch da und hat ganz extrem einen an der Murmel. Und er hat eine Heckenschere. Ich erwähne das nur, weil die größte Überraschung des Films wäre, wenn niemand mit dieser Heckenschere abgeschlachtet wird. Rotkäppchen kommt vorbei und hat bereits drei Ehemänner überlebt. Ich bin mir absolut sicher, dass das Märchen genau so weitergegangen wäre. Rotkäppchen heißt eigentlich Mrs. Ranzini oder Mrs. Ranzoni oder Mrs. Ronzani. Man ist sich nicht ganz sicher.

Die Mädels wollen Köchin Ruth mit Milch ausknocken, damit sie keine Aufpasserin mehr haben. Nancy muss die Milch servieren, denn sie ist die Unschuld in Reinform und niemand würde vermuten, dass sie sowas machen würde.

Ein Flugzeug landet irgendwo und es ist wohl TJ. Seine Horde von notgeilen Weihnachtsmännern hat er natürlich auch dabei und die Mädels finden die alle sowas von süß, dass sie mit Sicherheit bereits Diabetes haben. Einer der Schwachmaten muss beim Flugzeug bleiben und aufpassen, während der Rest Lieder singt und Gitarre spielt. Habe ich schon erwähnt, dass ich sie einfach alle hasse? Eine der Trullas will Bier besorgen und Nancy geht auch irgendwohin. Die Bierholerin wird vom Weihnachtsmann geschnetzelt. Ich vermute mal, wir sollen jetzt denken, dass Nancy die Weihnachtsmörderin ist, aber auf solche falschen Fährten fallen wir hier natürlich schon lange nicht mehr rein.

Nancy trifft Gärtner Ralph, der meint, dass sie alle im Bett sein sollten. Aber Nancy sagt, dass sie eine kleine Party veranstalten. Nancy, verrät man sowas denn wirklich dem Gärtner? Schreib es doch gleich ans schwarze Brett. Ralph meint, dass es sicherer in ihrem Zimmer ist, denn hier gibt es böse Dinge. Ähm, Ralph, hast du etwa das ganze Bier weggesoffen oder hast du einfach nur einen schlechten Tag?

Hawaiihemdheinz sucht nach der Bierholerin und findet sie im Kofferraum, weil man da prinzipiell als erstes nachguckt, wenn man jemanden sucht, der Bier holen wollte. Dann findet er auch den Weihnachtsmann und sein Ende.

Mädchen, die Bier holen, scheinen hier zum Running Gag zu werden, denn die nächsten 2 gehen zum Kühlschrank. Nerdy Nerdsen kommt vorbei und trinkt etwas Milch. Mich beschäftigt derweil die Frage, ob die Weiber die ganze Karaffe mit dem Einschlafzeugs pulverisiert haben oder nur das Glas von Köchin Ruth.

Fickszene ohne nennenswerte Highlights in irgendeinem Schlafzimmer. Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie unfassbar langweilig der Streifen ist? Ich meine, klar, hin und wieder wird mal jemand geschnetzelt, aber ansonsten passiert hier einfach absolut nichts von Belang. Und die Belichtung ist einfach die Hölle. Hätte ruhig mal jemand eine Lampe anmachen können, damit man die Kills auch wirklich sehen kann. Oh, die Ficker werden gekillt. Kopp ab und so. Kann man mal machen. Wertet den Film jetzt aber auch nicht auf.

Ralph empfiehlt Nancy zu beten. Leider nicht, dass dieser lahme Quark schnell vorbei ist, sondern, dafür, dass sie nicht alle geschnetzelt werden oder so. Ich kann den Gedankengängen des Gärtners nicht folgen.

Nerdy wird von Nancy in Unterwäsche besucht, aber er liest lieber sein Buch weiter, denn er ist ein Nerd. Irgendwie entsteht dann doch der große Beischlaf und draußen tapert der Weihnachtsmann rum.

Am nächsten Tag vermisst scheinbar niemand irgendjemanden und Ruth hat scheinbar gut geschlafen. Oh, Ralph ist tot. Nancy findet ihn, als sie über seine Leiche fällt. Immerhin sind jetzt alle mal ein bisschen skeptisch, was die ganze Sache angeht. Gut, TJ nicht, denn er ist einfach die ultimative Coolness, obwohl er nichtmal raucht. Der italienische Polizist hätte echt von Joe Pesci gespielt werden sollen. Das hätte den Film automatisch zum Meistewerk gemacht. Der verdächtigt natürlich jeden und niemand darf mehr die Schule verlassen, die immer mehr aussieht wie ein Sommerhaus.

Zwei Cops bleiben da und dadurch fühlen sich alle wieder sicher. Außer Nerdy und Nancy, die somit als Überlebende feststehen dürften. Der Tag verläuft absolut unspektakulär. Zumindest gehe ich davon aus, denn wir springen direkt wieder zum Abend. TJ geht Bier holen, weil dafür nicht nur die Frauen da sind. Also, nicht dass TJ das so sehen würde, aber eine andere Erklärung habe ich nicht, warum er nicht wie immer eins der Mädels schickt.

Nerdy und Nancy wollen sich mal in der Bude umsehen und da gibt es alles, außer ein Klassenzimmer. Ich sage es, wie es ist: Das ist eindeutig keine Schule. Was unterrichtet man da bitte? Bier saufen und Milch verpulvern? Wirkt auf mich eher wie die Sommerresidenz von Graf Metzel.

Der Weihnachtsmann killt einen Cop. TJ und Melody gehen draußen spazieren, denn ihre einzige Charaktereigenschaft ist es, saudoof zu sein. Der andere Cop vögelt eine der Schülerinnen, die dann duschen geht. Der Weihnachtsmann schleicht mit einem Messer durchs Haus. In der Dusche findet die Schülerin einen Kopf und der Cop torkelt mit einem Messer im Rücken rein. Immerhin ist die Schülerin nackt und das Licht ist auch mal an, sodass man hier erstmals was interessantes zu sehen kriegt. Leider wird sie nicht mehr lange leben.

Nerdy und Nancy tanzen und sind sowas von geil aufeinander, dass Nerdy sogar seine Brille abnimmt. TJ und Melody wollen auch gerade im Garten zur Sache gehen, aber TJ wird gekillt und Melody haut lieber mal ab. Sie erklärt Nancy und Nerdy, was passiert ist. Sie wollen die anderen warnen, aber die sind schon alle hinüber, wie wir wissen. Hm, wo ist denn die Leiche der nackten Schülerin? Steckt die da etwa mit drin?

Nerdy will die Bullen rufen, aber in dem Moment wird das Telefonkabel draußen durchgeschnitten. Mit Ralphs Heckenschere!!! Ich wusste doch, dass die noch eine Rolle spielen wird.

So, Zeit für die große Enthüllung: Wer ist der Täter? Wer findet Weihnachten so richtig scheiße, hatte aber noch ein Weihnachtsmannkostüm über? Es ist: RUTH!!! Die Köchin. Und somit ist eindeutig klar, dass die ihre Milch gar nicht getrunken hatte. Nun, Ruth ist wohl die Mutter des Mädchens, das am Anfang die Treppe runter gefallen ist und will jetzt Rache. Vielleicht hält sie die alle für Tischler, die ständig Treppen bauen oder so. Ansonsten macht das hier recht wenig Sinn.

Der Typ am Flugzeug gerät in den Propeller und schnetzel.

Ruth verfolgt Nancy und fällt die Treppe runter. Langsam kann ich ihren Hass verstehen. Aber sie ist nicht der einzige Killer, denn plötzlich ist da auch noch der Mann von Ruth. Und es ist: Der italienische Cop, der jetzt wirklich absolut eindeutig besser von Joe Pesci gespielt worden wäre. Was für ein Twist: Der Typ, der einen Zehnsekundenauftritt hatte, steckt mit in der Sache drin. Das hat sicher niemand kommen sehen. Und wollte auch niemand. Der will Nancy killen, aber Nerdy hat irgendwoher eine Armbrust (wie man sie an jeder guten Schule, die wie ein Sommerhaus aussieht, findet) und ballert ihn weg.

Naked Girl lebt noch und hat den Kopffund nebenbei nicht gut verarbeitet und tanzt die ganze Zeit rum. Leider hat sie vorher ein Kleid angezogen. Während sie auf dem Balkon tanzt, rollen die Endcredits durch und ich weiß immer noch nicht, was jetzt genau mit der los ist. Vermutlich wollte man sich die Erklärung für eine Fortsetzung aufsparen, die es zum Glück nie gab. Ich gehe Weihnachten ignorieren und in die Winterpause …

Monatsrückblick Oktober 2018

Im Oktober bin ich tatsächlich mal wieder dazu gekommen, mehr als eine handvoll Filme und Serien zu schauen, einfach weil ich mir mal die Zeit dafür genommen habe. Gewöhnlicherweise ist der Oktober ja der Monat, in dem ich ohnehin einen ganzen Haufen Horrorfilme im Rahmen des Horrorctober gucke. Das war dieses Jahr nicht drin, aber ein bisschen Horror gab es dann trotzdem.

FILME

Den Anfang machte einer der meiner Meinung nach besten Horrorfilme der letzten Jahre:

THE WITCH – 2015

Durch die Zweitsichtung steigt der Film nochmal etwas in meiner Gunst. Fand ich ihn schon im Kino sehr gut, aber vom Ende runtergezogen, wusste ich jetzt schließlich genau, was mir bevorsteht und so stört mich dann auch nicht mehr, dass der Film leider durch ein paar wenige Szenen den kompletten Interpretationsspielraum wegwirft, den er eigentlich hervorragend hätte bieten können. Dann wäre er für mich vermutlich sogar mit der Höchstnote belegt worden. So muss ich aber ein bisschen was abziehen. Zusätzlich auch für die extrem nervige Mutter und die beiden Kackblagen, die ständig den armen Ziegenbock ärgern, nur weil er schwarz ist … Moment mal, versteckt sich da etwa noch irgendwo eine Anti-Rassistische Botschaft? Ähm … wollen wir das mal nicht überinterpretieren.
Tolle Atmosphäre, durchgehend spannend und am Ende eben ein bisschen zu sehr standard für meinen Geschmack. Das macht ihn aber immer noch zu einem der besten Horrorfilme der letzten Jahre und ich wünschte mir, es würde mehr davon geben, als den immer gleichen Jumpscaregalore vom Fließband.

Dann gab es eine Art Klassiker des Psycho/Bodyhorrors zu sehen:

VIDEODROME – 1983

Hach, die 80er. Es ist doch einfach alles traumhaft. Man bekam schnell Brüste zu sehen, die Leute rauchten alle drei Packungen Kippen am Tag, Männer waren noch echte Männer, die nur vom Ficken halluzinierten und die Effekte waren einfach nur großartig. Cronenberg hat für seine Filme ja scheinbar ohnehin immer Spezialisten versammelt, die aus jedem praktischen Effekt noch den letzten Würgreiz herausholen. Alleine dafür lohnt sich der Streifen.
Aber auch die ständig mitschwingende Medienkritik und die Geschichte um einen angeblichen Snufffilm, der angeblich für eine Gehirnwäsche sorgt oder so, gibt genug her, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Cronenberg präsentiert das ganze als langsam steigenden Wahnsinn, bei dem weder der Protagonist noch der Zuschauer genau weiß, was eigentlich abgeht.
Alles in Allem also ein sehr guter Streifen. Cronenberg war in den 80ern einfach der Knaller, mit interessanten Geschichten und Effekten, wobei ja immer die Gefahr besteht in den ultimativen Trashbereich abzudriften. Aber Cronenberg ist eben ein echter Könner und deshalb kriegt man stattdessen einen starken Film.

Neben den üblichen Schrottfilmen gab es dann auch noch einen Streifen, der besser hätte sein können …

THE BABYSITTER – 2017

Gute Effekte. Humor … stets bemüht. Spannung nicht vorhanden, was aber vorher klar war. Der Rest besteht größtenteils aus nervigen Klischees, schlecht eingewürfelten Filmzitaten und überflüssigen Texteinblendungen, deren Sinn sich mir zu keinem Zeitpunkt erschlossen hat.
Zwischendurch gabs mal den ein oder anderen unterhaltsamen Moment und habe ich schon erwähnt, dass die Effekte nett sind? Mehr ist es aber eben alles auch nicht und größtenteils einfach langweilig.

… und einen, der wirklich totale Kacke war:

THE PYRAMID – 2014

Kruder und vor allem sterbenslangweiliger Mix aus Found Footage-Standard und Horror-Standard, ohne jegliche Höhepunkte. Die Charaktere sind alle sowas von uninteressant und saudoof, dass es nicht im geringsten tangiert, was mit ihnen passiert. Dabei hätte man mit diesem sogar recht unverbrauchten Setting so einiges anstellen können. Oder man macht eben die typische Lahmarschkacke draus, die man schon tausendmal gesehen hat. Nach 5 Minuten kann ich mich quasi schon an absolut nichts mehr erinnern, was in dem Streifen passiert ist. Zum Glück schreibe ich den Kram hier immer schon während dem Film, sonst hätte ich nur eins schreiben können: Selbst für den Filmschrottplatz zu scheiße.

SERIE

Ja, auch ein paar Serien gab es, bei denen ich mich dann mehr oder weniger zum Bingewatching (wie ich diesen Begriff hasse) habe hinreißen lassen, weil mir klar war, dass ich sonst ohnehin nie zum Ende kommen werde.

Zum Beispiel die nie enden wollende Geschichte um die Winchester-Brüder:

SUPERNATURAL – SEASON 13

Was soll ich dazu noch groß sagen? Es ist eben Supernatural und somit ist klar, was man kriegt. Eine dahindümpelnde Handlung, die in dieser Staffel zumindest in fast jeder Folge aufgegriffen wurde und zwischen all dem typischen Gedöns 1-2 interessante Folgen. Highlight war ganz klar ScoobyNatural, das Crossover mit Scooby-Doo. Für solchen Quatsch mag ich die Serie immer noch. Lowlight hingegen eindeutig die Spin-Off-Folge Wayward Sisters, die nur dazu diente, besagtes Spin-Off einzuleiten, dass dann aber doch nicht in Serie ging, wodurch die Folge nicht nur total langweilig sondern im Nachhinein auch absolut überflüssig ist. Es wäre wirklich schön, wenn man mal ein Ende für die Serie ankündigen würde, damit man mal darauf zusteuern kann und sich nicht immer nur noch im Kreis dreht und mich mit ein paar guten Folgen pro Staffel bei der Stange hält.

Und diese Horror-Anthologie:

CHANNEL ZERO – SEASON 2

Die Staffel stand unter dem Titel „No-End House“ und ich fand die Grundidee recht interessant. Mehr aber auch nicht, denn bereits nach der ersten Folge war bei mir die Luft schon raus. Irgendwie hat mich das alles nicht gepackt und Staffel 1 hat mir ne ganze Ecke besser gefallen. Aber gut, bei solchen Anthologie-Serien hat man ja den Vorteil, dass man auch nach einer schwachen Staffel wieder auf Besserung hoffen kann.  Also werde ich mir auch Staffel 3 dann irgendwann mal geben.

Und sogar was ohne Horror:

BETTER CALL SAUL – SEASON 4

Die in meinen Augen beste Staffel der Serie bisher. Okay, es sind zugegeben alle gut, aber man schafft es sehr gut, sich dann doch jedes Jahr zu steigern. Jimmy bzw. Saul steht zwar zur Zeit etwas im Hintergrund und ich habe das Gefühl, dass man sich vermehrt auf Mike konzentriert, aber das wird wohl nötig sein, um dann die Handlungsstränge zusammenzuführen, was ich in der nächsten Staffel dann langsam erwarte. Gerade für ein Prequel macht man hier sehr viel richtig, was gar nicht so leicht ist, da man als Zuschauer ja genau weiß, wo die Charaktere letztlich landen werden. Kann gerne noch 2-3 Staffeln weitergehen. Dann sollte man allerdings auch den Anschluss an Breaking Bad finden und entweder zum Ende kommen oder mit einem Zeitsprung in die Zeit nach Walter Whites Aufstieg und Fall springen.

Christliche Schlangenjagd mit göttlicher Unterstützung

Tierhorror geht immer. Let’s go:

JAWS OF SATAN – USA – 1981 – 92 Min.

Regie führte Bob Claver, von dem wir alle mit ziemlicher Sicherheit noch nie zuvor gehört haben, obwohl er hunderte Serienepisoden (und eben diesen Film) regissiert hat.
Drehbuchautor Gerry Holland verfasste das Drehbuch basierend auf einer Idee von James Callaway und von beiden hat man danach nie wieder etwas gehört. Könnte ein schlechtes Zeichen sein, aber ich bin ja einiges gewohnt.
Bei den Darstellern kennt der ein oder andere vielleicht Fritz Weaver, der in einem ganzen Haufen Filmen mitgespielt hat, die durchaus bekannt sind, wie DER MARATHON MANN oder DIE THOMAS CROWN AFFÄRE. Gretchen Corbett hingegen kennt man eher nicht. Und alle anderen vermutlich auch nicht. Außer natürlich: Christina Applegate, die hier ihre erste Filmrolle hatte. Das sollte uns jawohl als Qualitätsmerkmal völlig ausreichen.

Da kommt der Zug und scheinbar fährt er direkt am Tierheim vorbei, wo Lockenkalle gerade mit Würfeln spielt. Ach so, nee, das Tierheim ist IM Zug. Und darin eine Schlange, die Lockenkalle aus dem Zug schmeißt. Das fängt ja schon gut an. Hippieheinz kommt auch mal gucken und wird von einem Hund in die Hand gebissen. Und dann kommt die Schlange und beißt ihm auch noch in die Nase. Ein schlechter Tag für alle Tierheimzugbesitzer.

Pater Tom Farrow betrinkt sich mit Wein und erklärt gerade, warum ein Schwein tot besser dran ist, als lebend: Weil es nach seinem Tod mehr Gebete hört, als zu Lebzeiten. Knallergag. Den muss ich mir unbedingt merken, damit ich ihn nicht versehentlich mal irgendwo erzähle. Dann sieht er irgendwas. Oder findet irgendwas heraus. Oder er ist einfach nur besoffen vom Wein. Oder wasauchimmer.

Dinnerpartys sind immer das Grauen. So auch hier. Deshalb besäuft sich Farrow direkt wieder. Irgendeine Tussi sieht dann etwas in seinem Kaffesatz und ich glaube, das wird ganz großer Quatsch hier. Farrow ist angeblich in Gefahr, aber er glaubt natürlich nicht an solch schnöden Krempel wie Kaffeesatzgelese. Schließlich ist er Priester und glaubt nur an wirklich wahre Dinge. Wie einen alten Sack mit langem Bart, der alles erschaffen hat und so. Das sagt er zwar nicht, aber ist halt so.

Irgendein Bauer wird beim Holzhacken von einer Schlange attackiert. Als guter Priester kennt Farrow natürlich alle seine Schäfchen und eilt direkt ins Krankenhaus. Dort arbeitet Dr. Maggie Sheridan, die der ganzen Sache auf den Grund gehen will und einen Schlangenexperten einschaltet. Der hat noch nie so einen Schlangenbiss gesehen, was mich zu der Annahme verleitet, dass er nicht der beste Experte ist, den man hätte kriegen können, sondern einfach nur der günstigste, der zu kriegen war. Falls ihr mal einen Schlangenexperten braucht: Ich bin für einen geringen Betrag jederzeit verfügbar und habe absolut keine Ahnung von Schlangen.

Im lokalen Supermarkt erschießt ein Polizist eine Schlange und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich bereits jetzt alles gesehen habe, was der Streifen zu bieten hat. Außer natürlich: Christina Applegate. Wo turnt die bitte rum?

Maggie ist zuhause und die unausweichliche Duschszene bahnt sich an. Der Kameramann hat keinen Preis verdient, denn man sieht leider nichts von Maggie. Dafür aber die Schlange, die in ihrer Dusche herumhängt, es sich dann aber anders überlegt und ins Schlafzimmer … schlangoniert. Maggie ist beim Angriff also bereits wieder angezogen und mein Eindruck bestätigt sich: Ich habe alles gesehen, was der Film zu bieten hat. Maggie ruft Schlangenschorsch an und der eilt zur Rettung. Da die Schlange genau drei Tage und 14 Stunden zu brauchen scheint, um mal zuzbeißen, kommt er rechtzeitig an. MIt seinem patentierten Schlangenwürgehaken kann er die Gefahr unschädlich machen und ihr mit einer von Robert Colt patentierten Pistole den Kopf wegpusten.

Irgendwas stimmt hier nicht: Farrow hat keinen Drink in der Hand. Er erfährt, dass die Kaffesatzleserin tot ist und trifft sich mit Maggie und Schlangenschorsch. Die erzählen von den ganzen Schlangentoten und Farrow braucht bestimmt erstmal einen Drink. Jedenfalls haut er ab.

Irgendein Typ, ich vermute mal, es ist der Bürgermeister, will die ganze Sache verschleiern. Was der Film besser auch verschleiert hätte, ist die Tatsache, dass Farrow gerade von einem Oberpriester erfährt, dass es sich bei den Schlangen um Satan selbst handelt und nur Farrow ihn aufhalten kann. Genau diese Wende hat der Film gebraucht, um endgültig absolut lächerlich zu werden.

Polizist Jack ist das nächste Schlangenopfer. Farrow beerdigt die Kaffeesatzleserin und der Oberpriester erklärt mal wieder was, das mit der Farrow-Familie zu tun hat. Nur diese Blutlinie kann Satan besiegen. Hatten wir das nicht schon? Farrow glaubt den Quatsch nicht, denn er glaubt nur an Dinge, die wirklich existieren, so wie Leute, die Wasser zu Wein machen oder mal eben übers Wasser latschen. Eine Schlange kommt vorbei und jagt die beiden über den Friedhof. Lauf, Farrow, lauf. Nur du kannst sie alle retten. Schlauerweise flüchtet er in ein leeres Grab und ich frage mich, was die Schlange daran hindert, einfach in das Grab zu … schlangonieren. Ah, scheinbar das Kruzifix, das Farrow hochhält. Toll. Der Oberpriester stirbt nebenbei an einem Herzinfarkt.

Der Bürgermeister hält eine Ansprache und will, dass die Leute endlich mit dem Schlangenquatsch aufhören. Farrow hat andere Pläne und berichtet mal schnell allen vom Schlangenangriff auf dem Friedhof und löst so einen Hauch von Panik aus. Und eine große Suchaktion nach Schlangen mit Hubschraubern, was ich für die vielleicht dämlichste Idee in der langen Geschichte von dämlichen Ideen halte. Immerhin landen die Leute dann doch mal und suchen zu Fuß weiter, was irgendwie mehr Sinn ergibt, würde ich sagen.

Maggie wird von einem Motorradfahrer von der Straße gedrängt und ich habe wirklich nicht die geringste Ahnung, was der Quatsch jetzt soll. Er bedroht sie mit seiner Waffe, aber dann kommt eine Schlange und verjagt ihn und Maggies Auto springt nicht an und ich habe gerade wohl die mit weitem Abstand überflüssigste Filmszene aller Zeiten gesehen. Und davon gab es hier schon so einige.

DA! Christina Applegate und ihre Katze. Beide kriegen Hausarrest, weil sie draußen waren. Schade, dass Hausarrest nicht auch für die Schule gilt, denn da wird sie im absoluten Overactiongmodus von einer Schlange gebissen. Sie überlebt zwar, aber auftauchen wird sie hier nicht mehr.

Mit der großen Parade in der Stadt läuft dann hoffentlich mal alles aufs Finale hinaus hier. Auch wenn Schlangenschorsch immer noch im Wald ist und Maggie da auch gerade ankommt, während übrigens zwischendurch die Sonne unter- und wieder aufging. Farrow hält gerade eine Messe ab, aber dann hat er eine Eingebung oder sowas und latscht zu einer Höhle. Ist da eigentlich alles nur drei Meter Luftlinie voneinander entfernt oder wie ist der jetzt so schnell da angekommen? Und warum liegen da Schlangenschorsch und Maggie rum? Und warum ruft Farrow dauernd „Satan! Satan!“? Solche Bekloppten würde man heutzutage völlig zu Recht einweisen lassen.

Farrow nimmt den Platz von Maggie auf einem Opferaltar ein, der da zufällig herumsteht und brabbelt ein bisschen Latein. Die Schlange geht in Flammen auf und das wars wohl hier. Was war das denn für ein lahmes Ende. Da hat die Satanschlange alles in der Höhle versammelt, was Rang und Namen hat und dann hockt sie einfach nur da rum und lässt den Papst rumpalavern, bis sie selbst abfackelt?

Immerhin war das mal wieder einer dieser Streifen, die so dämlich und unfreiwillig komisch sind, dass sie fast durchgehend Spaß machen. Ich gehe … schlangonieren …

Günstige Körper-wechsel-dich-Action an der Pforte zur Hölle

Ich versuche ja trotz des Horrorthemenmonats Oktober immer ein bisschen Abwechslung reinzubringen. Deshalb fügen wir dem Horror heute noch Fantasy und Action hinzu. Und das alles mit einem großen Star verziert, der ein Garant für Schrottfilme ist.

THE MINION – DER RITTER DER APOKALYPSE – USA – Kanada – 1998 – 95 Min.

Regie führte Jean-Marc Piché, der hier seine erste Regiearbeit ablieferte und innerhalb von 20 Jahren insgesamt auf 5 kommt, die allesamt vermutlich kein Mensch kennt. Karriere ausbaufähig.
Das Drehbuch ist eine Gemeinschaftsarbeit von Ripley Highsmith, der sonst nix gemacht hat, und Matt Roe, der sonst größtenteils erfolglos als Schauspieler unterwegs war. Klingt also vielversprechend.
Aber Dolph Lundgren wird das natürlich alles rumreißen. Die Unterstützung von Roc LaFortune oder Francoise Robertson (die beide vermutlich sowieso niemand kennt) hat er dabei natürlich gar nicht nötig, aber sie sind trotzdem dabei.

Die Wüste am 22. Dezember 999. Ein Mann tapert durch den Sand und findet eine Fahne, die von zwei Tempelrittern stammt, die ebenfalls am 22. Dezember 999 durch die Wüste tapern. Ich gehe jetzt mal besser nicht darauf ein, dass der Templerorden erst im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Die Ritter des Templerordens herbergen den Schlüssel zu Satans Gefängnis, oder so. Aber der „Minion“ ist frei und beißt den Mann, der plötzlich topfit ist und die beiden übriggebliebenen Tempelritter verfolgt. Einer ist ein Held und stellt sich dem Mann entgegen. Der andere soll den Schlüssel für die nächsten 1000 Jahre verstecken. Soweit, so simpel. Ich vermute mal, komplizierter wird es auch nicht werden.

Der wärmste Winter aller Zeiten in New York im Jahr 1999 wird natürlich dem Treibhauseffekt in die Schuhe geschoben. Ich erwarte Klimawandelleugner an jeder Ecke in diesem Film. Warum wünschen sich die Leute da eigentlich bereits am 22. Dezember schon „Frohe Weihnachten“? Das bringt doch bestimmt Pech. Und zack, da fallen die beiden Weihnachtsfans auch schon in ein Loch im U-Bahn-Tunnel und finden ein Skelett. Dr. Whatshername kennt sich aus und stellt fest, dass es sich um einen Templer handelt. Irgendein Opa greift an, aber Pastor Dolph kommt mit seinem Stahlhandschuh vorbei und macht ihn platt. Er nimmt den Schlüssel des Skeletts mit und Dr. Wieauchimmer folgt ihm. Die will aber den Schlüssel haben, denn sie wollte schon immer die größte Archäologin aller Zeiten werden. Sie muss Lara Croft wirklich abgrundtief hassen.

Der Weihnachtsheinz heißt übrigens Dante und ist jetzt von dem Minion besessen oder sowas und verfolgt Dolph und Dr. AhsieheißtKaren. Handschuhdolph erledigt auch ihn und Karen flieht, weil sie Dolph jetzt für einen Killer hält oder so. Vielleicht hat sie auch den Schlüssel geklaut. Habs nicht genau gesehen, weil alles so unglaublich spannend ist.

Eine unfassbar sympathische Polizistin erklärt gerade einem Mexikaner, dass sie die Einwanderungsbehörde ruft, wenn er nicht Englisch mit ihr spricht. Der Minion drückt ihr die Augen aus dem Kopf und wir müssen sie wohl nicht weiter ertragen. Ach so doch, denn der Minion ist jetzt in ihr und verfolgt Karen, die den Schlüssel hat. Die Dialoge sind nebenbei wirklich unfassbar schlecht. Das Schauspiel natürlich sowieso. Dolph kann es auch nicht mehr ertragen und boxt sie mit seinem Stachelhandschuh aus dem Fenster. Ich schätze mal, dass er und Karen jetzt auch noch von der Polizei verfolgt werden.

Dolph heißt übrigens Lukas und erklärt Karen den ganzen Kram mit Satan und der Apokalypse und den Templern. Und, dass er zum Flughafen muss, um den Schlüssel zu verstecken. Ich schätze mal, in einem Schließfach, denn da würde ein Dämon niemals suchen. Karen hat eine bessere Idee: Da der Minion eine menschliche Hülle braucht, will sie den Schlüssel irgendwo verstecken, wo kein Mensch hin kann. Und zwar in einer alten Mine in einem Indianerreservat, die voller Giftmüll und Atommüll ist. Wie sie das als Mensch anstellen will, bleibt offen.

Der Mexikaner erklärt dem ermittelnden Cop, was passiert ist und der will mit Dr. Schulman sprechen, der scheinbar Experte für … irgendwas ist. Der erklärt die Historie der Templer und auch von Karen, die bei ihm studiert hat. Ähm … interessant.

An einer Tankstelle palavern Lukas und Karen ewig und drei Tage rum und bremsen den Film dadurch noch mehr aus, als es ohnehin schon der Fall ist. Und dann werden sie verhaftet, damit hier gar nichts in die Gänge kommt.

Beim Cop und Schulman ist es auch nicht besser. Die recherchieren, was Lukas so für ein Typ ist und finden heraus, dass er einer Spezialeinheit angehörte und Blah. Wen interessiert diese ganze Scheiße? Ich will jetzt Dämonen und Action und Action mit Dämonen und Dämonen in Action und Dolph mit seinem Todeshandschuh, der Leuten die Fresse poliert sehen. Dafür guckt man diese Kacke schließlich.

Ah, da ist der Minion ja und ballert alle Bullen nieder. Das ist zwar nicht sonderlich spektakulär, aber besser, als das lahme Rumgelaber seit ner halben Stunde. Lukas und Karen machen den Minion mal wieder platt und können abhauen. Auf der Fahrt wird wieder rumgelabert und Karen hat Visionen oder sowas, weil das auf keinen Fall fehlen darf.

Der Cop und Schulman checken das Gemetzel und Schulman weiß, wo Karen hin will, weil … er es einfach weiß. Karen und Lukas kommen derweil schon im Reservat an, wo Opa Großer Bär Tee kocht. Grauer Adler will helfen und ich komme einfach nicht auf diese Klischeenamen klar. Wenn die Drehbuchautoren für diesen Krampf länger als 5 Minuten gebraucht haben, wundert es mich nicht, dass sie nie wieder was geschrieben haben.

Natürlich haben sich Großer Bär und Grauer Adler den Umständen angepasst und arbeiten in dem Atommülllager, für das ihr Reservat verseucht wurde. Denn wie wir alle wissen, geben die amerikanischen Ureinwohner einen Scheiß auf ihr Land und die Natur und alles andere. So können sie Lukas und Karen einschmuggeln und Großer Bär will den Schlüssel selbst wegbringen, weil Lukas und Karen zu auffällig sind. Ist sicher was dran, nur ist Opa zu alt, um gegen den Minion zu kämpfen und kriegt vors Fressbrett. Und er ward tot.

Der Minion hat also den Schlüssel und jetzt wird die Zeit knapp, denn er wartet nur noch auf den Fahrstuhl. Es kommt also zum großen Endkampf am verseuchten Wasserbecken. Der Minion hat nebenbei die Gestalt von Schulman angenommen, was aber halt auch einfach kackegal ist, wie alles andere hier auch. Der Cop kommt auch vorbei und auch das ist völlig wumpe, denn der ganze Handlungsstrang mit ihm hat nicht die geringste Bewandnis gehabt.

Der Minion kann tatsächlich mit dem Schlüssel entkommen und es war noch gar nicht der Endkampf. Schade. Der Minion will natürlich nach Jerusalem und Lukas und Karen brauchen mal schnell gefälschte Pässe von Grauer Adler, der das scheinbar innerhalb von 2 Minuten mal eben erledigen kann. Die Kunst der Dokumentfälschung war auch mal eine andere.

Der Minion kommt in Jerusalem im alten Tempel an und es folgt der wohl lahmste Shootout seit der Erfindung des Schwarzpulvers. Einer der Templer kann den Minion dann mal eben so töten, aber der fährt natürlich in seinen Körper und er öffnet die Tür zur Hölle oder was auch immer das jetzt genau sein soll.

Jetzt aber: Endkampf! Und ja, er ist genau so unspektakulär wie alles andere in diesem Film. Nur mit Schwertern. Wir wissen, wie es ausgeht: Am Ende ist die Welt gerettet und ich habe es endlich hinter mir.

Eigentlich hätte das hier mit etwas mehr Budget und damit verbundener besserer Action sogar ganz unterhaltsam sein können. So war es aber einfach nur billige Scheiße ohne jegliche Höhepunkte. Ich gehe meinen Minion beschwören …

Abgelegene Waldwanderungen am Rande des Glaubens

Weiter geht es im Horrormonat Oktober und da darf natürlich ein simpler Backwood-Slasher nicht fehlen. Ich muss gestehen, ich habe eine kleine Schwäche für das Subgenre, obwohl die Fime fast alle richtig scheiße sind. Oder vielleicht genau deswegen. Mal schauen, was der hier kann:

TIMBER FALLS – USA – 2007 – 97 Min.

Regie übernahm hier Tony Giglio, der unter anderem CHAOS mit Jason Statham und Wesley Snipes inszenierte und momentan an einer neuen Verfilmung des Videospiels DOOM arbeitet, weil der grauenhafte Film mit The Rock scheinbar noch nicht gereicht hat.
Dan Kay schrieb schon so 2-3 Drehbücher und alle Filme waren Grütze. Gehen wir da also besser nicht weiter drauf ein.
Die Darsteller Josh Randall, Brianna Brown oder Nick Searcy kennt man wohl höchstens aus irgendwelchen Nebenrollen.
Auf der Hülle wird zudem noch auf folgendes hingewiesen: „Von den Produzenten von STIRB LANGSAM 4.0 und LUCKY#SLEVIN“ Also absolut niemand mit Horrorerfahrung vertreten hier. Mit anderen Worten: Nur absolute Koryphäen sind hier vertreten, also kann das nur gut werden … oder eben nicht.

Natürlich beginnt der Streifen direkt mit einem ans Bett genagelten Opfer irgendwelcher Schnetzelfritzen in einer Waldhütte, wie sich das eben für diese Art von Film gehört. Wo kämen wir denn auch hin, wenn man mal was anders machen würde, als alle anderen Filme? Die Effekte sind nebenbei ganz nett gemacht, also an der Stelle erstmal nix zu meckern. Das Opfer befreit sich vom Bett und kann anschließend, trotz Löchern in den Händen, relativ schmerzfrei durch den Wald laufen und sich auch mal mit den löchrigen Pfoten abfangen, als sie auf die Fresse fliegt. Alles kein Problem. Da Sichelharry hinter ihr her ist, muss sie allerdings von einer Klippe in den Tod springen.

Der Film springt auch und zwar zu einer Gruppe anderer Saftnasen, die mit ihrem Audi durch die Pampa eiern und beim örtlichen Förster oder so ankommen. Sieht eher aus wie eine Art Ranger oder so. Keine Ahnung, jedenfalls ist die ganze Hütte voll mit taxidermierten Wald- und Wiesentieren. Das angereiste Paar will wandern gehen und kriegt dafür die passende Bergkarte ausgehändigt. Nebenbei halte ich es für äußerst unrealistisch, dass jemand, der so ein Auto fährt, sich nicht daran stört, dass die Karre gerade aussieht, als wäre sie aus einem Sumpf gezogen worden.

Irgendwo im Nirgendwo treffen sie eine andere Wanderin, die ihnen ein paar Tipps gibt, wo man hier am geilsten Wandern kann. Ich verstehe ja generell diese Faszination nicht. Wandern ist ja absolut okay, aber ist es letztlich nicht kackegal, wo man da lang latscht? Natur erkunden und so kann man schließlich auf jedem Weg. Auch dem nach Timber Falls, den die Wanderin gerade erwähnt. Uh, die ist bestimmt die Mutter der zurückgebliebenen Schnetzler oder sowas.

Nachdem das Paar Rehe beobachtet hat und ein bisschen im Wald rummacht, kommen die örtlichen Jäger vorbei und wollen auch ein Stück vom Pfirsich abhaben. Das Paar wird etwas verstört und muss mal kurz nen Schluck vom selbstgebrannten Gesöff nehmen. Und wo das Glas jetzt angebrochen ist, muss er es natürlich kaufen. Aber nur, weil seine Freundin ihn daran hindert, seine Waffe aus dem Rucksack zu ziehen. Und dann muss er auch noch seine Munition in den Fluss werfen, weil sie die absolute Pazifistin ist. Man, ist das alles spannend. Oder eben nicht.

Ranger Clyde kommt vorbei und gibt Tipps, wo man hier am besten sein Zelt aufschlagen kann. Was mich nebenbei noch wundert ist die Tatsache, dass die beiden immer noch nur zu zweit sind. Für gewöhnlich braucht so ein Film schließlich eine ganze Gruppe zum wegschnetzeln. Aber vielleicht kommen da ja noch ein paar Idioten vorbei. Zum Beispiel, während die beiden im Zelt rumvögeln, als hätten sie absolut nichts aus der Begegnung mit den Schnapsjägern gelernt. Der Schatten, der das Zelt beobachtet, wird von ihnen aber nicht bemerkt, denn sie sind zu sehr mit Poppen beschäftigt.

Am nächsten Morgen geht sie erstmal im See schwimmen und verschwindet dann einfach. Ich frage mich allerdings, wo plötzlich der See herkommt, nachdem die beiden am Vorabend das Zelt auf einem hohen Hang aufgestellt haben. Aber gut, ich kenne mich halt in dem Wald nicht aus. Er hört einen Schuss und sucht nach Sheryll, wie seine Freundin offenbar heißt, was mir nach einer halben Stunde dann aber auch einfach egal ist. Im Wald trifft er die Jäger mit Sherylls Handtuch und glaubt natürlich, dass sie es waren. Aber die sind keine Entführer, sondern nur absolute Arschlöcher. Ich hätte sie erschossen, aber er ist halt ein Lappen. Das wird sich noch rächen, schätze ich.

Mit einem gestohlenen Jagdgewehr ausgerüstet tapert Trottelkopf durch den Wald und latscht natürlich direkt in eine Bärenfalle. Nur mal so nebenbei: Sollten die Ranger die Wanderer nicht darauf hinweisen, dass es abseits des Pfades eventuell Fallen und irre Jäger und andere Gefahren geben könnte, anstatt ihnen einfach eine Karte in die Hand zu drücken und Waidmannsheil zu wünschen? Die andere Wanderin gabelt ihn auf und pflegt ihn in ihrer Hütte. Ihr Name ist Ida und ich denke, das kann ich mir merken.

Nach dem Anfang des Films dürfte klar sein, dass er gleich trotz Beinverletzung recht fröhlich gelenkig durch den Wald hüpfen wird. Aber erstmal will er mit Idas Funkgerät Hilfe rufen. Doch einer der Jäger klopft an und sucht ihn aber Ida wimmelt ihn ab. Mit dem Funkgerät erreicht sie niemanden und er ist nicht erfreut. Ida stellt mal schnell klar, dass in ihrem Haus nicht geflucht wird, weil sie ist eine von diesen völlig verballerten Religionsfanatikerinnen oder sowas. Deshalb kann sie es auch nicht gutheißen, dass die beiden gestern Nacht einfach so rumgevögelt haben, wo sie doch nicht verheiratet sind. Nun, ich hoffe Ida stirbt jetzt schnell, denn sie geht mir tierisch auf die Klötze mit ihrem Scheiß. Erstmal wird sie aber natürlich nur ausgeknockt, damit er im Keller nach seiner Freundin suchen kann, aber nur Einmachgläser mit Babyembryos findet.

Sheryll ist natürlich auch da und warnt ihren Freund, dass da ein Typ rumlatscht irgendwo. Ihr dämliches Rumgekreische ruft den natürlich auch direkt auf den Plan und die Dummheiten hier nehmen wohl gerade erst ihren Anfang. Sichelharry verfolgt Sheryll durch den Wald und die läuft Ranger Clyde vor die Karre. Der gehört natürlich zu den Irren und so findet sich unser geliebtes Paar wieder im Keller ein. Zu ihrer eigenen Zwangshochzeit. Wo ich mich jetzt ja irgendwie frage: Wenn die beiden jetzt heiraten, warum dürfen sie dann nicht gehen? Jetzt sind sie schließlich keine Sünder mehr.

Sichelharry ist natürlich entstellt und kann nicht reden. Und er ist der Bruder von Ida. Ranger Clyde hingegen ist ihr Mann, glaube ich. Und nebenbei Priester, der die Hochzeitszeremonie vollzieht. Aber gut, Sünder sind sie scheinbar immer noch und um das wieder gutzumachen, sollen sie den beiden ein Baby schenken, denn Ida hat ständig Fehlgeburten. Herrlich irre, die Bekloppten da. Und immerhin mal was anderes als die entstellten Atomkriegsopfer. Außer natürlich der Bruder, aber irgendeiner muss das Los nun mal ziehen, Schätze ich.

Während er ausgepeitscht wird, weil er seine Freundin nicht wie gewünscht geschwängert hat, wird ihr von Ida die Evolution erklärt und wie angeblich die Menschen in Zukunft ohne kleine Finger geboren werden, was in ihren Augen natürlich absoluter Quatsch ist, denn sie vertraut dem Herrn und hackt ihr den kleinen Finger ab. Evolution und so, versteht ihr? Nein? Ich auch nicht.

Der Jägersmann sucht immer noch nach dem Paar, aber Clive erzählt ihm, dass sie abgereist sind. Als Beweis wurde der versiffte Audi im See versenkt. Ranger Sam schickt Ranger Evelyn los, um Vermisstenflugblätter zu verteilen. Die beiden verbliebenen Jäger wollen die Belohnung kassieren und ich bleibe dabei, dass hier so ein bisschen Sinn und Verstand auf der Strecke bleiben. Ich meine, die Jäger scheinen da zu leben. Und unser frisch vermähltes Paar ist sicher nicht das erste, das verschwunden ist. Sollten die da nicht prinzipiell misstrauisch sein und sich nicht wie Arschlöcher Fremden gegenüber aufführen, sondern diese vielleicht mal warnen, wenn sie schon nicht gemeinsame Sache mit Ida und den Schwangerschaftsirren machen? Okay, vermutlich ist der Twist, dass sie mit ihnen gemeinsame Sache machen, was dann überhaupt keinen Sinn mehr ergeben würde. Also wird es wohl so sein.

Er wird mit einem Brandeisen gefoltert, sie wird vom entstellten Bruder abgeschlabbert, aber kann ihre Fesseln lösen und startet einen Fluchtversuch, der bereits an der Tür endet. Also ist sie genau einen Meter gekommen. Bruder Hackfresse geht zur Vergewaltigung über, aber sie beißt ihm einen Finger ab. Wo wir schon dabei sind, droht Ida, ihr die Finger abzuschneiden, wenn er nicht endlich sein Ding in sie reinhält. Sie ist aber bereits schwanger. Seit gestern im Zelt. Ida kann es nicht fassen. Ein uneheliches Kind. Ein Bastard. Alles ist verloren. Dieser Film irgendwie auch, aber die letzten 20 Minuten stehe ich wohl auch noch durch.

Die Jäger brechen in die Hütte ein und lenken die Bekloppten ab. Nützt aber nix, denn sie lassen sich innerhalb von 30 Sekunden abknallen. Ida und Clyde beschließen, das Paar umzunieten und auf das nächste zu warten. Und es beginnt natürlich zu regnen. Er hat sich befreit und sticht Clyde ab. Und wo er schon dabei ist, ballert er ihm mit dessen Flinte die linke Gesichtshälfte weg. Nur doof, dass er jetzt keine Munition mehr hat. Hätte er sich den Schuss mal aufgespart. Zum Beispiel für Ida, die mit einem Messer auf ihn einsticht. Seine Freundin kloppt sie um und es sollte klar sein, dass das noch nicht das Ende von Ida war.

Gesichtselfmeter sieht, wie Sheryll über Funk Hilfe rufen will und geht zum Angriff über. Ranger Evelyn, die bisher genau 42 Sekunden Screentime hatte, dürfte vermutlich gleich zur Rettung eilen. Vorerst hilft sich Sheryll aber selbst und sticht Bruder Entstellinus ein Kreuz ins Ohr. Draußen im absoluten Wolkenbruch findet sie ein Glas vom Selbstgebrannten und ein Feuerzeug, was sich selbst bei Starkregen wunderbar zum Molotovcocktail umfunktionieren lässt, wie es scheint. Der Bruder ist also nur noch Asche.

Aber wie erwartet kommt Ida noch mal vorbei, aber Sheryll hat die Schnauze gestrichen voll und säbelt ihr die völlig verwirrte Birne ab. Dann muss sie noch schnell ihren Freund verarzten, der einen Feuerhaken im Bauch stecken hat oder so. Wird er es überleben? Interessiert es überhaupt jemanden? Er heißt übrigens Mike …

Ein Jahr später haben sie ihr Kind. Ja, auch Mike lebt noch. Und Sichelharry lebt auch noch, aber die typisch angedrohte Fortsetzung bleibt mir zum Glück erspart. Bis auf ein paar gute Effekte war das hier dann doch alles recht lahm und unaufregend. Ich gehe sündigen …

Gezähmter Schulmädchenreport auf Basis von Frühstücksclubs

Leider ist es mir zeitlich dieses Jahr nicht möglich, im vollen Umfang am Horrorctober teilzunehmen. 13 Filme in einem Monat sprengen momentan einfach komplett den Rahmen. Ich habe im letzten halben Jahr vielleicht insgesamt 13 Filme gesehen. Dieses grässliche Ding namens Arbeit hat mich zur Zeit voll im Griff und so muss ich den Horrorctober leider abblasen. Aber ganz auf Horror wird hier auf dem Filmschrottplatz im Oktober natürlich trotzdem nicht verzichtet. Immerhin gibt es nach wie vor das wöchentliche Filmupdate hier und diesen Monat wird es zumindest wöchentlich einen Film geben, der aus dem Horrorgenre stammt oder dieses zumindest ankratzt. Für den Anfang habe ich mir natürlich eine absolute Perle heraus gesucht, die keine Sau kennt und von der noch nie jemand was gehört hat und bei der ich absolut keine Ahnung habe, wie sie überhaupt in meinem DVD-Regal gelandet ist. Aber da sie schon mal da ist …

ST. ANDREWS GIRLS – USA – 2003 – 76 Min.

Ich denke, bei der Einleitung kann ich mich heute kurz halten, denn absolut niemand kennt irgendjemanden, der an diesem Film beteiligt war. Weder Autor/Regisseur Andrew Warren, noch die Darstellerinnen Malindi Fickle, Alice Frank, Vani Kovich oder Wendy Walker. Und wir werden nach dem Film vermutlich auch niemanden davon vermissen, also los:

Der Streifen ist nebenbei sowas von Low Budget, dass man einfach ohne Erwähnung von Produktionsstudio oder ähnlich unnötigem Kram mitten rein springt und man für die Darstellerin in der ersten Szene nicht mal eine Hose übrig hatte. Die erschießt sich dann mit einem Revolver und wenn das das Ende wäre, hätte ich trotzdem schon genug zu meckern. Aber natürlich geht der Film noch weiter und jetzt gibt es zumindest mal Credits und die Erkenntnis, dass das Budget scheinbar für einen Soundtrack aus grottenschlechter Pop-Rock-Grütze rausgeschleudert wurde.

Jennifer kommt zu spät zum Nachsitzen und wenn das hier in Richtung BREAKFAST CLUB geht, könnte das doch noch was werden. Die anderen drei Tussis sitzen natürlich auch nach. Sie heißen Jessica, Veronica und Althea. Aber das habe ich bereits jetzt wieder vergessen, also lassen wir das mit den Namen. Stattdessen versuchen wir uns mal an Charakterisierungen: Jennifer kommt immer zu spät. Althea auch, weil sie ein Nachtmensch ist und sich für einen Vampir hält, oder sowas. Jessica fickt gerne rum und hats auch schon im Beichtstuhl gemacht. Und Veronica ist Asiatin. Das muss uns an dieser Stelle reichen.

Jessica bläst mal kurz dem Lehrer einen, damit sie alle abhauen können. Es folgt ein Haufen Blahblah über Lesben und Videospiele und hin und wieder werden auch mal kleine Einspieler von anderen Leuten gezeigt, die irgendwas rumlabern, was mich aber nicht die Bohne interessiert. Halt sowas wie ein Priester, der sich über den Kleidungsstil der Frauen aufregt. Glaube kaum, dass das noch wichtig wird, also ignoriere ich es.

Low Budget wird hier wirklich neu definiert: Die Mädels stehen im Wald und im Hintergrund regnet es. Da, wo sie stehen, kommt aber kein Tropfen runter. Und es ist jetzt nicht so, dass sie unter Bäumen geschützt wären. Es folgt noch mehr Blahblah, nur den Regen im Hintergrund erwähnt niemand und ich verliere langsam die Lust an der Nummer hier. Noch mehr, als es im Diner weiteres Blahblah gibt. Ein Typ namens Ryan gibt der Fickschnitte seine Nummer, weil er was zu Knallen sucht und Jessica da immer die richtige Adresse ist. Dann sticht die Vampirtrulla ihm eine Gabel in den Arm und saugt sein Blut aus. Hmmmmmkay … ich raffe es nicht. Ryan auch nicht und fährt nach Hause.

Nächstes Nachsitzen und Blah. Auf einer Wiese spielen sie Wahrheit oder Pflicht und die Vampirin ist sowas von zugedröhnt mit irgendwas, dass sie sich vermutlich schon fast für einen normalen Menschen hält. Bei dem Spiel erfährt man, dass die Asiatin noch Jungfrau ist und nachsitzen musste, weil sie einer Schülerin den Finger abgeschnitten hat, nachdem diese sich diesen unten reingeschoben hat. Die Vampirbekloppte muss nebenbei nachsitzen, weil sie ein Vampir ist. So zumindest ihre eigene Aussage. Jennifer ist von einem Lehrer schwanger und der Film ist schon fast zur Hälfte rum. Leute, kann jetzt hier mal was abgehen, oder was? Das ist doch langweilige Scheiße hier.

Jennifer trifft das Mädel, dem Asiagirl den Finger abgeschnitten hat und die erzählt, dass Veronica mit irgendeinem Yakuza oder so verwandt ist und alles erben will oder so. Keine Ahnung, warum das wichtig ist. Jennifer ist heute an der Reihe, die Mädels aus dem Nachsitzen zu holen und sie knockt den Lehrer aus. Ach ja, habe ich bereits erwähnt, dass das hier eine Horrorkomödie sein soll? Bisher weder Horror noch Komödie in Sicht. Aber es bleiben ja noch knapp 30 Minuten.

Da Vampirella mittlerweile sowas von zugedröhnt ist, dass selbst die drei Bitches vom Dienst das nicht mehr gut heißen können, bringen sie sie zum Dealer ihres Vertrauens. Hier wird der Film noch schlimmer, denn der Typ labert nur gequirlte Scheiße und dem Bild wurde auch noch irgendein grauenhafter Filter verpasst, damit alles leicht verschwommen erscheint. Nun ja, irgendwie hilft er Vampgirl und ich warte immer noch auf Horror und Humor. Oder einfach irgendwas, das nicht sterbenslangweilig ist.

Die asiatische Schlangenfrau und die Tussi mit dem Schlangenbiss erschrecken Zed mit Gummischlangen, weil der die absolut nicht leiden kann. Und nein, es ist nicht Zed aus PULP FICTION, denn der ist längst tot. Es ist Zed der Obertrottelnerd vom Dienst und Gummischlangen versetzen ihn in eine Art Trance. Und dann wird er durch eine höhere Macht oder sowas an die Tafel genagelt und hat plötzlich Stigmata. Okay, ich lasse das jetzt mal als Horror durchgehen, denn sonst wird das gar nix mehr hier.

Jennifer und Veronica rauchen erstmal eine und Jennifer stellt klar, dass sie keine Angst vor der Asiatin hat, die scheinbar alle um ihren Finger wickelt (oder eben andere abschneidet). Nach einer Warnung der Asiatin wird Jennifer von Jessica vollgequatscht, die gerade beichten war, weil, wenn man viel rumvögelt, muss man viel beichten. Jennifer weiß nicht, was sie mit ihrer Schwangerschaft anfangen soll und hat das Gefühl, dass sie in dem Fall sowieso nichts richtig machen kann. Jessica gibt Jennifer den Revolver und ja, Twist und so, die Szene vom Anfang war eigentlich schon das Ende oder so. Wir kennen und hassen das, also vergessen wir es einfach und hoffen, dass sich Jennifer jetzt schnell die Rübe wegpustet, damit die lahme Grütze hier ein Ende nimmt.

Irgendeine Nonne erschießt erstmal einen komischen Gothsänger, auf dessen Konzert Vampy gerade gehen wollte. Sie kann es kaum fassen, dass er tot ist. Ich kann es nicht fassen, dass diese Scheiße immer noch nicht vorbei ist.

Und damit sind wir also wieder am Anfang und Jennifer hat keine Hose an. Sie sitzt auf dem Bett und pustet sich das Gehirn raus und wir haben es geschafft. Nebenbei sollte ich vielleicht erwähnen, dass man weder hier noch am Anfang des Films gesehen hat, ob sie sich wirklich erschossen hat. Aber die Tatsache, dass die drei Bitches vom Dienst auf ihrer Beerdigung sind, sollte als Beweis wohl reichen. Reicht aber natürlich nicht, denn der Film springt zurück, damit ich mir Jenny Ohnehose ein drittes Mal angucken kann. Und dieses Mal drückt sie nicht ab. Was man dann zuvor jeweils für einen Schuss gehört haben soll, erklärt der Film natürlich nicht, denn das hätte erfordert, sich über irgendwas Gedanken zu machen.
Nach circa 10 Minuten kommt Veronica in den Garten gelatscht und schießt durchs Fenster auf Jennifer. Der Schuss verfehlt sie, aber sie lässt ihren Revolver fallen, von dem sich ebenfalls ein Schuss löst, der von einem Blech an der Wand (fragt mich nicht, warum da ein Blech hängt; die Teenies heutzutage haben das nun mal an der Wand hängen) abprallt und Jennifer in den Bauch trifft.

Jennifer erzählt dann, was nach ihrem Tod geschah. Sie kam in die Hölle, konnte aber raus, weil sie dem Teufel einen geblasen hat, wie es Jessica ihr beigebracht hat. Und jetzt hängt sie im Himmel herum und weiß alles. Zum Beispiel, dass die Asiatin Yakuzachefin wurde, aber dann abgeknallt wurde, weil das eben bei Yakuza üblich ist. Warum sie das Opfer einer Horde schießwütiger Rabbis wurde, wird nicht erklärt. Die Vampirlady war der erste Mensch auf dem Mars und fand eine Spezies mit 6 Brüsten. Jessica ist Lehrerin geworden und hat die Aufsicht beim Nachsitzen übernommen, damit sie sich jetzt von den Schülern lecken lassen kann.

Man, selbst der Abspann hat weder Horror noch Humor zu bieten. Das Marketing für diesen Streifen ist wirklich völlig daneben gegangen. Ich zitiere mal die englische Kurzbeschreibung: „Four Catholic school girls face killer nuns, gangsta Jews and giant lobsters.“ Wo zur Hölle war der Riesen Hummer? Häh? HÄH!!!???!!! So eine Riesenverarsche. Ich gucke nie wieder Schulfilme …

Klaustrophobische Schuldzuweisungen in zusammengeschusteter Figurenkonstellation

Ich bin ja kein großer Fan von Aufzügen. Nicht, dass ich generell ein sportlicher Typ wäre, der immer in Bewegung bleiben will. Aber aus irgendeinem Grund nehme ich doch lieber die Treppe. Alleine der Umstand, dass man im Aufzug scheinbar nicht reden darf, ist mir schon suspekt. Und die Vorstellung mit einem Haufen Leuten in so einem engen Raum eingesperrt zu sein, während sich der Keller immer weiter entfernt, ist halt auch nicht so geil. Wie der heutige Film zeigt, kann das auch ganz schnell zu Problemen führen.

ELEVATOR – USA – 2011 – 84 Min.

Autor Marc Rosenberg hat seit den 80ern ganze 7 Filmscripts geschrieben. Das alleine sollte wohl klar machen, dass da nicht viel gescheites bei rumkommen kann.
Regisseur Stig Svendsen hat auch nicht wirklich viel auf der Liste, aber scheint zumindest noch im Geschäft zu sein.
Den Cast, bestehend unter Anderem aus Christopher Backus (Don), Anita Briem (Celine), John Getz (Henry), Shirley Knight (Jane), Amanda und Rachel Pace (Madeline) und Devin Ratray (Martin) könnten dem ein oder anderem vielleicht mal in einer Nebenrolle in der ein oder anderen Serie begegnet sein. Spricht alles zumindest nicht für große Leistungen vor und hinter der Kamera. Aber mal schauen:

Wenn das Produktionsstudio QUITE NICE PICTURES heißt, kann man sich eigentlich schon sicher sein, dass genau das nicht der Fall sein wird. Es ist Unerträgliches zu erwarten. Das wird auch schon klar, wenn am Anfang die Charaktere eingeführt werden, die alle einfach nur da sind und eben in den Aufzug steigen, weil sie eben mit dem Aufzug fahren wollen. Aber ehrlich gesagt, was will man da auch groß draus machen?

Da wären ein Sicherheitstyp, Don mit seiner neuen Ische, Martin, George der Comedian, der netterweise den arabischen Sicherheitsmann als Terrorist bezeichnet und die Frage, wohin die mit dem Aufzug eigentlich fahren wollen. Ist da irgendeine Swingerparty am Start, auf der George dann schlechte Witze erzählt? Der Opa mit seiner Enkelin und die Alte im Blümchenkleid passen irgendwie nicht ins Bild, aber wer weiß schon, welchem Fetisch die alle so frönen. Celine kommt in letzter Sekunde auch noch dazu und George hat schon jetzt Klaustrophobie.

Dann beginnt die wilde Fahrt, wenn man das bei einem Fahrstuhl so nennen kann und in Etage 24 kriegt George langsam Komplexe. Wieso nimmt der Trottel nicht einfach die Treppe? Die Enkelin findet das alles ganz lustig und drückt bei Etage 49den Stop-Knopf. George kackt die Kleine an und macht sich damit weiter beliebt. Immerhin muss man ihm zugute halten, dass er der einzige hier ist, der sowas wie einen Charakter hat. Er ist zwar ein humorloses Arschloch, aber Charakter bleibt Charakter.

Natürlich kriegt man die Kiste nicht wieder zum Laufen und Jane packt den Whisky aus. Über das Intercom ruft man den Sicherheitsdienst an, was bei mir die Frage aufwirft, wozu eigentlich der Sicherheitsfritze im Fahrstuhl ist.George packt auch den Flachmann aus und kackt noch mal das Mädel an, um sich weitere Freunde zu machen. Opa drückt derweil auf allen Knöpfen rum, wovon der Sicherheitsmann abrät. Also dafür ist der da. Könnte man nicht einfach ein Schild dahin hängen, auf dem steht, dass man nicht die Knöpfe drücken soll.

Opa erzählt, dass er heute seinen Rücktritt verkünden wird, nachdem er, im Gegensatz zu 45 Millionen Leuten, sein ganzes Leben gearbeitet hat. Netter Typ. Don schlägt vor, dass der Sicherheitsmann über sein Funkgerät Hilfe ruft, aber die Batterien sind leer. Was zur Hölle ist das für ein unfähiger Horst? Ich stimme George zu, der ist bestimmt ein Terrorist.

Jane bricht zusammen. War wohl ein Whisky zu viel. George pfeift sich den Rest rein und fängt an Witze zu erzählen, die keine Sau witzig findet und älter sind als der Opa neben ihm. Wie zum Geier ist der Typ Comedian geworden? Um noch ein paar mehr Lacher zu kriegen, legt er sich wieder mal mit dem Sicherheitsheinz an. Währenddessen pinkelt Celine in ihre Handtasche. Der Streifen lässt wirklich gar nichts aus.

Jane hält das für den richtigen Zeitpunkt ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Meine Fresse, wo bleiben die Techniker? Hat der Schuppen keine Treppen, über die sie zu dem Fahrstuhl laufen können? Wer ist der Architekt von der Bude? Archibald Aufzug? Janes Mann hat sich übrigens umgebracht und sie erzählt das, weil das wohl unmittelbar mit Don und dem Opa zu tun hat, die ihn abgezogen haben, oder so. Sind halt geldgeile Säcke in der Firma mit 800 Stockwerken. Was für eine Überraschung. Aber warum zur Hölle geht die dann da auf eine Party? Und jetzt hat sie auch noch einen Herzinfarkt. Sollte der Sicherheitsmann nicht eine Ahnung von Wiederbelebung haben? Der Typ ist wirklich absolut nutzlos.

Dons Perle hat eine hervorragende Idee und nimmt Handyvideos auf. Celine hat eine noch bessere Idee und durchsucht Janes Handtasche. Falls sie nochmal pissen muss, hat sie wenigstens ein neues Behältnis. Zur Beruhigung aller Anwesenden findet sie keine Bombe, sondern nur ein Portemonnaie und den Beweis, dass sie die Wahrheit gesagt hat und ihr Mann sich erschossen hat. Martin ist noch nicht überzeugt und schlägt vor, unter ihrer Bluse nach der Bombe zu suchen. Meine Herren, sind das alles abgefuckte Idioten. Ist ja schlimm. Hoffentlich ist da wirklich eine Bombe und die Affen werden einfach weggesprengt, damit die Scheiße hier ein Ende hat. Juhu, da ist die Bombe. Los jetzt. BOOM! BOOM! BOOM! Ich habe keinen Bock mehr.

Don kommt auf die Idee, durch eine Luke aus dem Aufzug zu klettern. Das fällt dem ja unfassbar früh ein. Klappt aber eh nicht und Celine geht zum Kettenrauchen über. Daraus resultierend erfährt man, dass sie von Don schwanger ist und ich kann mir gar nicht oft genug gegen die Stirn schlagen, um diesen ganzen Schwachsinn in die Birne zu kriegen.

Nebenbei kann hier jeder mit seinem Handy telefonieren, was man aber nicht nutzt, um Hilfe zu rufen, sondern um Oma anzurufen und alles in den Medien zu verbreiten. Ernsthaft, die sind live in den Nachrichten, aber keiner kriegt es gebacken, die aus dem Scheißfahrstuhl zu holen? Was ist das für ein Saftladen, in dem die Arbeiten?

Don und Mr. Safety kriegen die Türen auf und Don versucht mit Opas Spazierstock außen auf den Knopf zu drücken. Währenddessen fummelt das Pissblag aus der Hölle an den Knöpfen im Fahrstuhl rum. Wir wissen, wo das hinführt: Don, dein Arm liegt in Etage 49, falls du ihn suchst.

Martin ruft zum achten mal den Notruf an, aber wir wissen, dass das auch nichts bringen wird. Das ist dann der Moment, in dem plötzlich alle Georges schlechten Witz von zuvor kapieren. Ernsthaft? Das ist der Moment, in dem ihr über so eine Scheiße lacht? Ich kapiere hier gar nichts mehr.

Der Bombenbastler meldet sich im Fernsehen zu Wort und sagt, dass das Teil in 10 Minuten hoch gehen wird. Warum? Das Teil hat keinen Counter und nichts dergleichen. Das ergibt alles absolut keinen Sinn.

George hat den absoluten Masterplan. Die Leiche von Jane in zwei Stücke schneiden, damit man die Bombe abkriegt und in den Fahrstuhlschacht werfen kann. Warum nicht einfach die ganze Leiche in den Schacht werfen? Immerhin gibt es eine ganz lustige Stelle, als George Dons Ex fragt, ob sie mit ihm schläft, wenn sie das überleben. Sie sagt Nein und George findet das gut, weil das bedeutet, dass sie noch Hoffnung hat, dass sie diesen Scheiß überleben. Meine Hoffnung, dass ich den Scheiß hier überlebe, hängt allerdings am seidenen Faden.

Nachdem jeder mal etwas an der Leiche rumgeschnippelt hat, macht George noch einen Deal mit Opa klar, der jedem eine Million verspricht, wenn sie da raus kommen. Ich hätte auch eine Million verdient, dafür, dass ich den Müll hier ertrage, aber mich fragt natürlich keiner. Bevor man den Plan dann komplett umgesetzt hat, kommt das Bombenkommando und rettet alle außer Martin, der nicht durch den Türspalt passt.

Martin ist also der einzige, der der Bombe zum Opfer fällt und alle anderen sind gerettet, was nicht gerade ein Happy End ist, bei dem Haufen Arschlöchern. Ich gehe die Treppe nehmen …

Mexikanisches Geschnetzeltes nach Satansart

„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.“ Nun, außer Donald Trump. Und vielleicht liegt er ja doch nicht so verkehrt mit seiner Idee. Denn Mexiko ist ein gefährliches Pflaster. Einwanderer, Drogenschmuggler und Satanisten ohne Ende tummeln sich da. Das beweist der heutige Film:

BORDERLAND – USA – Mexiko – 2007 – 105 Min.

Regie führte Zev Berman, der sonst nicht viel gerissen hat bisher. Das Drehbuch schrieb er zusammen mit Eric Poppen, der schon seit den 90ern Drehbücher schreibt, aber auch nichts gerissen hat.
Beim Cast hingegen konnte man einen relativ großen Namen gewinnen mit Sean Astin, bekannt aus GOONIES und DER HERR DER RINGE, der hier Randall spielt. Rider Strong, der hier als Phil unterwegs ist, begegnete uns auf dem Fimschrottplatz schon bei CABIN FEVER. Martha Higareda, hier Valeria, spielte im mexikanischen Remake von FACK JU GÖHTE mit. Na, Glückwunsch dazu. Alle anderen sind halt auch dabei und auch keine darstellerischen Koryphäen.

Der Streifen basiert wohl auf wahren Begebenheiten. Das sieht man schon an der mexikanischen Polizei, die, wenn keiner die Haustür aufmacht, einfach durch die Hintertür ins Haus latscht. Was ist das spanische Wort für Durchsuchungsbefehl? No Necesitamos. Im Haus finden sie eine Ziege. Und eine Gruppe von blutrünstigen Mexikanern, mit denen nicht zu spaßen ist. Das wird spätestens in dem Moment klar, wo sie einem von ihnen die Augen rausschneiden. Immerhin sieht er nicht mehr, wie diese in einem ekelhaften Einmachglas verstaut werden. Der andere wird wohl am Leben gelassen, damit er seinen Polizeifreunden erzählen kann, was für harte Typen diese Mexikaner sind. Ich glaube, die wissen das ohnehin schon und haben deshalb nur die zwei Saftnasen dahin geschickt.

Ein Jahr später in Texas ist Strandparty. Es dauert nur wenige Sekunden, bis mir die Charaktere alle auf die Nüsse gehen. Die Freude wird groß sein, wenn sie zerhackt werden. Sie fahren natürlich nach Mexiko, weil … einfach so und gehen erstmal saufen. Wir wissen alle, wie das hier ablaufen wird. Alle besoffen und dann landen sie bei den Schnetzelhonks. Okay, noch nicht. Erstmal legt sich Eddie mit einem Typen in der Bar an, weil der die Barkeeperin grob anfasst und wird dafür mit einem Messer geritzt.

Wer sind denn jetzt die Ficker mit dem Baby? Hier will man mir doch wohl nicht ernsthaft irgendeine beschissene Lovestory präsentieren?

Alles zieht sich ewig hin und es geht im Drogenrausch auf die Kirmes. Meine Herren, ist das alles schlimm. Wo bleiben denn jetzt die Schnetzeltypen? Immerhin gibt es eine heiße Mexikanerin beim Tanzen an einer brennenden Tonne zu sehen. Erotik pur, der Film. Nur will das hier doch kein Mensch sehen. Holt die Machete raus jetzt.

Es geht noch schlimmer, denn eine Szene auf dem Friedhof inklusive Blumenriechen langweilt noch etwas weiter. Mal ehrlich, wenn man schon uninteressanten Quark veranstaltet, dann sollte man das wenigstens nutzen, um dem Zuschauer die Figuren etwas näher zu bringen. Das passiert hier aber auch absolut nicht. Es ist alles nur Blah ohne Substanz. Und dann wird irgendein Typ entführt und keinen scheint es zu jucken. Top.

Der Typ hängt gefesselt in einer Scheune und da ist der Goonie. Er gibt ihm was zu trinken und sagt, dass er nur nach ihm rufen muss, wenn er irgendwas braucht. Wie wäre es mit Freiheit?

Eddie und Phil wollen ihren Freund als vermisst melden, aber niemand bei der Polizei spricht Englisch, also müssen sie selbst suchen. Oh, da ist der Cop vom Anfang und er hat scheinbar die Ziege aus dem Haus der Killer mitgenommen. Oder die läuft da einfach nur zufällig rum.

Randall erklärt dem Entführten, warum er entführt wurde. Und ich kapiere es nicht ganz. Irgendwas mit einem Pablo, der ihn braucht, um mit den USA zu verhandeln. Vermutlich ein Geiselaustausch, oder sowas. Ein gescheiterter Fluchtversuch darf natürlich nicht fehlen.

Irgendwie erfahren Eddie und Phil davon, wer ihren Freund entführt hat und statt zur Polizei zu gehen, wie Eddie es vorschlägt, will man ihn natürlich auf eigene Faust retten. Hilfe bekommen sie vom Cop des Filmbeginns, der zuvor das Gelände ausgespäht hat und den Jungs verklickert, dass ihr Freund noch lebt. Dem wird gerade eine Locke abgeschnitten von der Frau des Obermackers hier. Ist wohl doch nichts mit Geiselaustausch. Keine Ahnung, was Randall da gequakt hat. Vielleicht sollte es auch nur ein Ablenkungsmanöver sein. Denn natürlich geht es hier um nichts geringeres, als satanistische Messen und Menschenopfer und Blutcocktails und allem, was eben so dazu gehört. Ich hoffe insgeheim darauf, dass sich der Antagonist noch einen coolen Umhang besorgt, wie der in MANOS: THE HANDS OF FATE.

Valeria findet ihre Freundin weggeschnetzelt im Bett und verkommt somit direkt zur panischen Nervtrulla, nachdem sie bis hier hin eigentlich als recht starke Persönlichkeit gezeigt wurde. Aber das kann man bei einer Frau natürlich unmöglich bis zum Schluss durchziehen.

Phil wird von einer Gruppe Irrer abgeschnetzelt und ich bin mir absolut nicht sicher, ob die zu dem Satantypen gehören, oder einfach nur ganz alleine einen an der Waffel haben.

Eddie und seine neuer Copbuddy brechen zur großen Rettungsmission auf, während auf der Satanfarm alles für die Messe vorbereitet ist. Und die sieht so aus, dass der Entführte etwas rumgeschubst wird, bevor man ihm die Zunge abbeißt. Ich verstehe nichts von solchen Ritualen, aber irgendwie fallen mir einfachere Methoden ein, um an jemandes Zunge zu kommen. Zange. Messer. Ihn zum Piercer bringen. Aber gut, muss wohl so sein.

Nach so einer Messe muss man erstmal baden gehen und der Cop stellt den Satantypen in der Wanne mit seiner Schrotflinte. Aber er ist ein Cop und drückt natürlich nicht ab. Das ist selbstverständlich sein Ende, denn Satantyps Freundin sticht ihn ab. Er kann aber doch noch Satantyp erschießen und durch die Gegend stolpern, um weitere Schergen abzuknallen. Irgendwie war das jetzt alles schon sehr sinnlos, oder kommt mir das nur so vor?

Eddie bringt den Cop zum Fluchtwagen, den Valeria fährt, aber der Cop nippelt ab und der Film ist immer noch nicht vorbei. Was kommt denn da jetzt noch? Sind doch alle tot. Ach so, die Schergen vom Satantypen wollen Rache und es wird noch etwas rumgeballert. Randall ist auch dabei und vermöbelt Valeria nach Strich und Faden. Spannend ist das alles natürlich ganz und gar nicht und deshalb mache ich es kurz: Alle Bösen tot. Eddie und Valeria nicht. Feierabend hier.

Was für eine langweilige Grütze. Bis auf ein oder zwei gute Goreeffekte gibt der Film einfach mal gar nix her. Ich gehe ein Menschenopfer suchen …