Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Horror

Filmstapel: Jane Doe, Scary Movie, Climax

Im Oktober gabs noch etwas Horror:

THE AUTOPSY OF JANE DOE

Atmosphärischer Horrorthriller, der schön langsam aufdröselt, was es eigentlich mit dem ganzen auf sich hat. Dabei geht es gleichermaßen spannend wie blutig zu und die Leiche stiehlt allen die Show, obwohl sie eine Leiche ist. Mehr verrate ich mal nicht, denn je weniger man weiß, desto besser wirkt der, glaube ich. Ich wusste jedenfalls sehr wenig und hatte unterhaltsame 80 Minuten.

SCARY MOVIE

Da ich mir nach Ewigkeiten die SCREAM-Reihe mal wieder reingepfiffen hatte, dachte ich, es wäre der richtige Zeitpunkt, mal wieder die Parodie reinzuwerfen, um zu schauen, wie die so gealtert ist.
Und meine Fresse, das waren die wohl quäendsten knapp 80 Minuten, die ich seit langer Zeit durchstehen musste. Ein Rohrkrepierergag rund um menschliche Ausscheidungen, Rumgeficke und Drogenkonsum reiht sich an den nächsten. Es funktioniert KEIN EINZIGER Gag. Um genau zu sein, kann man das hier nicht mal Gags nennen. Die sogenannten Parodien sind dermaßen offensichtlich und einfallslos, dass eindeutig ist, dass die Wayans-Flachpfeifen in Kombination mit den Friedberg und Seltzer Humortötern den Müll hier mal kurz beim Kacken geschrieben haben und dabei 5 Minuten Spaß hatten. Das ist immerhin mehr, als man beim Schauen dieser filmgewordenen Kloake hat.
Ich weiß übrigens noch, dass ich Teil 2 damals schlechter fand, als diesen hier. Der muss also heute eine Foltermethode auf Guantanamo sein.

CLIMAX

Tanzchoreographie mag irgendeine Art von Kunstform sein, aber ich sage es, wie es ist: Mir geht das komische Gezappel, Gefuchtel und Gehampel dermaßen am Arsch vorbei, dass ich versucht war, den Streifen hier bereits nach 5 Minuten wieder auszuschalten. Tue ich aber nie, weil ich prinzipiell jeden Film zuende schaue, egal wie groß die Qual auch sein mag. Und ich habe schon sehr viel anstrengenderen Kram als Rumgetanze durchgestanden.
Und wenn der Tanz vorbei ist … beginnt ehrlich gesagt ein neuer Tanz. Eigentlich wird die ganze Zeit getanzt, aber nach der Eröffnung folgt man dann zumindest mal den Charakteren hier, die halt allesamt TänzerInnen sind und dementsprechend die ganze Zeit rumtanzen.
Wenn sie nicht tanzen, reden sie über nichts anderes, als übers Ficken. Und dann, nachdem sie über nichts anderes, als übers Ficken gelabert haben, tanzen sie wieder. Die erste Hälfte des Films ist also eine unerträglich langweilige Mixtur aus beschissenen Dialogen und irgendwelchem Rumgezappel, das Leute eben Tanzen nennen.
Und dann beginnen die Drogen zu wirken und es stellt sich heraus, dass hier jeder jeden hasst und jemand Drogen in die Sangriaschüssel gemischt hat und dafür jemand sterben muss oder so. Dann wird es immerhin irrsinnig und abstrus und irgendwie ist das vor allem alles sehr interessant inszeniert und gefilmt. Der ganze Film wirkt fast wie ein One Shot. Das täuscht aber eben auch nicht über den Umstand hinweg, dass man hier den Großteil der Zeit nur irgendwelchen Hampelmännern beim Rumzappeln zuschaut und das alles andere als aufregend ist. Genau so wie das größtenteils nervig überzogene Acting. Leider hat Nicolas Cage keine Rolle gekriegt. Der hätte hier so richtig glänzen können. So glänzt hier leider nur wenig, denn im Großen und Ganzen ist das alles langweilig und vor allem anstrengend.

Dreckig lachende Renovierungsarbeiten im Mörderhaus

MUAHAHAHAHA!

Dieses böse Lachen. Es verfolgt mich in meinen Träumen. Selbst wenn ich wach bin, kann ich es hören. Es ist überall. Es umgibt mich. Ich kann es nicht mehr ertragen. Mach, dass es aufhört …

EVIL LAUGH – USA – 1986 – 87 Min.

MUAHAHAHAHA!
Die Leute hier sind lachhaft.
MUAHAHAHAHA!
Lächerliche Nulpen.
MUAHAHAHAHA!
Alle nicht erwähnenswert.
MUAHAHAHAHA!

Nein … hör auf. Ich will es nicht mehr hören.

MUAHAHAHAHA!

MUAHAHAHAHA … Ruhe! Der Film beginnt.

Nein, Mr. Burns, geh nicht in das Haus. Da drin ist das böse Lachen. Siehst du denn nicht, dass jemand STAY AWAY an die Wand geschrieben hat? Warum rennst du mit dem FOR LEASE Schild weg? Ach so, du bist offenbar der Vermieter. Und Jeremy will einziehen. Nein, Jeremy, geh nicht in das Haus. Da drin ist das böse Lachen. Und scheinbar ein Messerstecher, dessen Messer bei jedem Stich ein eigenartiges Gummitwistgeräusch von sich gibt. Um Jeremy das Herz rauszuschneiden, reicht es immerhin. Und der Killer lacht.

MUAHAHAHAHA!

MUAHAHAHAHA!

Johnny, Mark und Barney fahren oben ohne durch die Gegend und Johnny pisst versehentlich auf ein Paar, das in der Sonne liegt. MUAHAHAHAHA!

Connie und Tina haben eine Panne, aber hier wird Emanzipation groß geschrieben und sie reparieren das Auto selbst. Ohne männliche Hilfe. Der Streifen sollte auf jeder Feminismusversammlung gezeigt werden. Als abschreckendes Beispiel. MUAHAHAHAHA!

Betty und Sammy Douglas Baxter der Dritte (ja, er heißt wirklich so und sieht auch so aus) sind einfach nur zum Kotzen und haben bescheuerte Mützen auf. MUAHAHAHAHA!

Sie alle sind unterwegs zu Jerry, der das böse Haus gekauft hat und wollen ihm bei der Renovierung helfen. Jerry sitzt aber gerade an einen Stuhl gefesselt im Keller, dabei steht er gar nicht auf S&M. Der Killer auch nicht, also tötet er ihn mit seiner Bohrmaschine. MUAHAHAHAHA!

Mr. Burns (leider nicht der von den Simpsons) begrüßt die ganzen Bekloppten, die Stimmen hören, und erklärt, dass sein Cousin auch Stimmen hörte, bevor er eingewiesen wurde. MUAHAHAHAHA!

Niemand findet es komisch, dass Jerry nicht da ist und auch nicht, dass da ein Herz in einer Schüssel in der Küche liegt. Barney will es sogar essen, weil er so hungrig ist. Weil man keine Zeit verschwenden will, beginnt man ohne Jerry mit der Renovierung. Und das geht natürlich am besten mit der absolut beschissensten Cindy Lauper Möchtegern Popmusik, die man sich nur vorstellen kann. Und wir wissen alle, dass Lauper selbst schon Scheiße war, also stellt euch diesen Ohrenkrebs vor. Oder tut es besser nicht. Und auch nicht, wie alle im Takt zu dem Müll tanzen und den Staubwedel schwingen.

Warum renoviert Mark eigentlich in seinen engen Sportshorts? Soll uns das irgendwas sagen? Oh, er geht mit Tina zur Sache, deshalb also. Und unterm Bett liegt Barney und grabscht Mark an den nackten Arsch, weil er dachte, es wäre Tinas. MUAHAHAHAHA!

Beim Abendessen streiten sich Sammy und Johnny, weil … sie Vollidioten sind. Barney hat Mark ein paar Rocky Mountain Oysters auf den Teller geschoben. Für die Gourmets am Tisch: Das sind Ochsenhoden. Mark kotzt fast. MUAHAHAHAHA!

Officer Cash sucht jemanden, der entlaufen ist und der Rest sollte klar sein. Jerry haut laut seiner Aussage wohl auch gerne mal für ein bis zwei Tage ab und kommt dann wieder. Cash wird nicht wieder kommen, denn er wird aufgeschlitzt.

Burns will seine Alte knallen, aber die Kids rufen an, weil das warme Wasser nicht funktioniert. Also muss er los und seine blauen Hoden noch ein wenig hängen lassen. MUAHAHAHAHA!

Sammy und Betty hingegen gehen in die Vollen. Betty ist ans Bett gefesselt und Sammy will sie auspeitschen. Allerdings muss Sammy erst mit Barney quatschen, der glaubt, dass ein irrer Killer sie alle töten wird. Hier ergibt wirklich nichts irgendeinen Sinn. Betty ist derweil ans Bett gefesselt und wird vom lachenden Killer besucht. MUAHAHAHAHA!

Mark hat den Megaplan und will mit Johnny gemeinsam Tina und Connie flachlegen, obwohl die eigentlich mit Jerry zusammen ist, der aber ja eh weg ist, also darf hier jeder jede ficken. Sehr plausibel, Mark. An anderer Stelle plant Connie bereits die Kinderzimmer für ihre Blagen mit Jerry. Und dann erzählt sie in spukiger Art und Weise von den Morden, die hier begangen wurden und dem Baby, dem die Zunge rausgeschnitten wurde und Tina muss fast kotzen.

Sammy kommt endlich zurück ins Schlafzimmer, um Betty zu peitschen. Die lebt noch. Er jetzt nicht mehr. MUAHAHAHAHA!

Plötzlich ist Poolparty und irgendwie stehen alle nur doof rum. Irgendjemand wird abgestochen, aber ich habe nicht mitgekriegt, wer es war. Mark und Johnny sind es nicht, denn die ziehen gerade ihren Stecherplan des Jahrhunderts durch, der so aussieht, den Mädels zu sagen, dass sie ficken wollen. Immerhin sind sie ehrlich. Tina und Mark landen tatsächlich in der Kiste. Erneut. Und dann endgültig, denn der Killer schwingt die Axt im Kleiderschrank.

Ähm, läuft einem wirklich das Blut aus den Ohren, wenn man den Kopf in die geöffnete Mikrowelle steckt? Ich bezweifle das ernsthaft. Aber was weiß ich schon. Bin ja kein lachender Massenmörder. MUAHAHAHAHA!

Connie findet die ganzen Leichen und wird vom Killer gestalkt. Und der Killer ist: Wer ist das denn? Ist das die Frau von Burns? Ach, scheiß drauf. Wen interessierts? Sie wird abgeknallt und fertig.

Connie duscht während im Radio über die Morde berichtet wird. Fun Fact: Die Darstellerin von Connie, weigerte sich, hier ihre Titten zu zeigen und bestand auf ein Body Double. Wenige Jahre päter drehte sie haufenweise Pornos. Mehr haben die ganzen Affen hier auch einfach nicht verdient.

Der Killer ist wieder da und jagt Connie durh die Wohnung. Doch es ist nur Barney, der mal wieder einen seiner grandiosen Witze macht. Connie findet das gar nicht lustig und sticht ihn mit einer Schere ab. Die Killerin lacht hysterisch. MUAHAHAHAHA!

Nein, ich kann es nicht mehr ertragen. Das Lachen. MUAHA … Lachen … MUAHAH … alle müssen lachen … MUAHAHAHAHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRGH …

Notgeile Klopfklopfinvasion bei gelangweilten Bonzen

Vertauschte Rolle sind heutzutage ja sehr angesagt. Franchises mit alten, weißen Männern werden mit jungen weißen Frauen neu aufgelegt. Zeichentrickfiguren werden durch reale Personen ersetzt. Whitewashing überall … ihr kennt das. Heute gibt es hier ebenfalls einen Film mit mehr oder weniger vertauschten Rollen. Es wird geklopft und mit Blut gekleckert in:

KNOCK KNOCK – USA – 2015 – 99 Min.

Dass ich Eli Roth für den absoluten Nulpenregisseur und die totale Autorenflachpfeife halte, sollte mittlerweile bekannt sein. Schließlich hatten wir hier bereits seinen sterbenslangweiligen CABIN FEVER begutachtet.
Keanu Reeves ist ja so ein ganz eigenes Phänomen. Er ist nicht der beste Darsteller, aber in der richtigen Rolle macht der Mann einfach Spaß und er ist halt generell ne coole Sau, also kann man ihm nicht wirklich böse sein, wenn er in so einer Scheiße mitspielt. Den Darstellerinnen Lorenza Izzo, Ana de Armas und Ignacia Allamand auch nicht, denn was sollen sie halt machen, wenn sie talentbefreite Krampen sind, außer in Eli Roth Bullshit mitzuspielen?

*klopf klopf*
Wer ist da?
Evan.
Evan wer?
Evan … tuell wird das hier noch schlimmer, als ich dachte.

Evan wohnt mit seiner Familie im schönsten Haus, auf dem höchsten Hügel, umgeben von den reichsten Bonzenschuppen, die man sich nur vorstellen kann. Es ist demaßen spießig, dass ich bereits jetzt nur noch kotzen will. Evan soll sich mal die Haare schneiden, denn seine Frau meint, dass er damit megaheiß aussähe. Leider sprengen die Blagen das haarige Techtelmechtel und präsentieren Kuchen und Geschenke für Evan, denn heute ist Vatertag und dementsprechend hat er absolut keine Zeit, heute zum Friseur zu gehen, schätze ich.

Wer zum Geier ist denn der Typ, der da einfach ins Haus latscht, während die Familie frühstückt? Er heißt Louis und … macht irgendwas, dass man in Kartons durch die Gegend schleppt. Frau und Kinder fahren zum Strand und das ist eine gute Sache, denn ich kaufe Keanu zu absolut keiner Sekunde den Familienvater ab. Wie gesagt: Ich mag ihn wirklich, aber es gibt nur wenige Rollen, die er wirklich glaubhaft verkörpern kann. Um genau zu sein 2. Die des Familienvaters mit Handtaschenhund im Haus ist keine davon. Und der Architekt, der abends arbeitet, Wein dabei trinkt, Gras raucht und KISS hört, auch nicht.

*klopf klopf*
Wer ist da?
Zwei heiße Ischen.
Zwei heiße Ischen wer?
Zwei heiße Ischen im Regen, durchnässt und notgeil wie sonstwas, auf der Suche nach nem reichen Honk mit dicken Eiern.
Oh, gut. Kommt doch rein.

Genesis und Bell verführen Trottel Evan und es wird gevögelt, weil Evan so lange nicht gepimpert hat. So ist das, wenn man Kinder hat. Da ist der Spaß vorbei. Dementsprechend spitz ist Evan also und Genesis und Bell haben leichtes Spiel. Dieses leichte Spiel zieht sich allerdings ewig hin und es ist die pure Langeweile. Hört auf zu quatschen und geht ficken oder foltern. Alles andere interessiert hier eh keine Sau.

Endlich. Nach nur einer Dreiviertelstunde wird gebumst und die Story kommt mal in die Gänge. Am nächsten Morgen wird Evan die Tussis nicht mehr los und seine Frau ruft auch noch an, um ihn zu warnen, dass er nicht das ganze Gras wegrauchen soll. Ich wette, die Mädels kiffen sich das alles rein und dann gibts richtig Ärger.

Erstmal kommt aber die Nachbarin vorbei und denkt natürlich, dass er seine Frau betrügt. Zu Recht, wohlgemerkt. Meine Fresse, Evan, hau den Bitches doch einfach vors Maul. Nee, ich sehe,du hast eine bessere Idee: Du fährst sie persönlich nach Hause. Was für ein Trottel.

Nebenbei läuft der Scheiß hier jetzt bereits eine Stunde und ich habe mich nie zuvor so sehr gelangweilt. Eli Roth gibt wieder alles.

Am nächsten Abend sind Genesis und Bell wieder da und knocken (*knock knock*) Evan aus und fesseln ihn ans Bett. Es folgen Rollenspiele, wenn sich Bell als seine Tochter verkleiedet und anderer Bullshit, bei dem Roth vermutlich nen Ständer hinter der Kamera gekriegt hat. Ich kriege ma wieder nur Kopfschmerzen von dem Müll.

Evans Handy klingelt und die Bitches lernen Karen kennen. Nee, doch nicht, denn Evan tut, was immer sie wollen. Bell reitet ihn und Genesis macht Videos. Passiert hier auch irgendwann mal was Spannendes?

Oh, Evan befreit sich und wird jetzt hoffentlich zum Arschtreter, dann ist der Quatsch hier schnell vorbei. Nein, er lässt sich mit einer Gabel abstechen. Einer Gabel!!! Ich habe keine Lust mehr.

Evan ist wieder gefesselt und muss jetzt bei der fiktiven Gameshow „Who Wants To Be A Pedophile“ mitmachen, die bisher niemand überlebt hat, denn die beiden Trullas sind minderjährig. Passend. Das hier ist nämlich alles ein fürchterlicher Kindergarten. Gerade, als das Spiel spannend wird … es wird nie spannend. Louis klingelt an und hat seine Sackkarre dabei. Ich raffe immer noch nicht, was sein Job ist. Sowas wie ein Paketbote oder Kunsthändler oder einfach nur ein Vollidiot. Das Kunstobjekt, dass er abholen will, wurde aber von Genesis und Bell versaut und er ist echt angepisst. Und Asthmatiker. Und Genesis klaut sein Spray. Also ist sein nächster Asthmaanfall sein letzter. Eli „Boring As Fuck“ Roth ist hier wirklich voll in seinem Element.

Die Darsteller nebenbei auch. Sowas überfordetes sieht man selten. Wenn Keanu am Ende den Schlampen nicht so richtig derbe die Fresse poliert, muss ich seine Rollenauswahl in wirklich infrage stellen. Ich verstehe absolut nicht, warum der bei dieser langweiligen Grütze mitmacht.

Die Ischen schaufeln draußen ein Grab und schneiden Evan die Haare und… hier passiert einfach nichts von Interesse. Sterbt einfach alle an nem bekackten Herzinfarkt, meine Fresse. Das wäre aufregender als dieses Valium in Filmform.

Uh, die Mädels finden eine Knarre. Und weil sie sich jetzt megamächtig fühlen, entfesseln sie Evan und das ist natürlich ein Fehler, denn er ist ein Kung Fu Meister und Asskicker vor dem Herrn und kann mit seinem kleinen Finger töten. Nee, doch nicht. Sie wollen Verstecken spielen. Wenn sie ihn nicht bis Sonnenaufgang finden, darf er leben. Ich sag ja: Kindergarten.

Evan ist ein Trottel und stolpert über die Sackkarre. Warum er nicht erschossen wird, weiß nur Eli Roth. Stattdessen wird er eingegraben, bis nur noch sein Kopf aus dem Boden guckt. Nach etwas Geflenne und dem Anteasen des Mordes verraten die Weiber ihm, dass alles nur ein Spiel war, dass sie so lange mit Familienvätern spielen, bis einer „Nein“ sagt. Aber niemand sagt jemals „Nein“. Tolle Sache. Natürlich haben sie das Fickvideo bei Facebook hochgeladen und … mir egal.

Der Streifen endet mit „Where Is My Mind“ und das frage ich mich bei den Filmen von Roth jedesmal. Ich werde es vermutlich nie kapieren …

Filmstapel: Cell, Green Room, Hagazussa, Scream

Wie gewohnt, nutze ich den Oktober, um den Horrorfilmstapel abzuarbeiten. Und das ist, wie gewohnt, meist ein Fehler:

CELL – PULS

Basierend auf dem achthundertzwölften Roman von Stephen King schlagen sich John Cusack und Samuel L. Jackson mit mehr Glück als Verstand durch die Telefonkalypse voller Handyzombies. Was recht nett beginnt, verkommt schnell zu einer normalen Stephen King Verfilmung. Also: Größtenteils langweiliger Quark. Die meisten Darsteller sind grausamer als es jede Zombieinvasion jemals sein könnte und das können die anderen dann eben auch nicht mehr retten, zumal sie hier ohnehin wenig kriegen, womit sie arbeiten können. Wenn wenigstens die Action stimmen würde, aber die ist auch nur der übliche Zombiekram, den man schon tausendmal besser und härter gesehen hat. Zudem wirft er zu viele Fragen auf, die er dann unbeantwortet lässt. Das ist bei so einer Art von Film jetzt nicht so tragisch, weil wir selten erfahren, was genau jetzt die Ursache des Ganzen ist. Aber hier werden Baustellen aufgemacht, die dann einfach nicht mehr bearbeitet werden und das ist einfach nur schlecht. Dann soll man es lieber direkt weglassen. Wie den ganzen Film, denn der ist zwar keine Vollkatastrophe, aber bringt absolut nichts mit, was man nicht ohnehin schon kennt.

GREEN ROOM

Man kann dem Film eigentlich absolut nichts vorwerfen, denn hier ist eindeutig alles richtig gemacht worden. Trotzdem habe ichb mich 90 Minuten gelangweilt. Unerträgliches Punkgeschreddel gemixt mit etwas Rumgeballer packt mich einfach nicht. Handwerklich ist das alles top und intensiv gemacht, aber bei mir kam einfachb nichts an. Die Darsteller wirkten auf mich alle eher wie kurz vorm einschlafen und das ganze Setting hat mir nix gegeben. Nicht mein Film.

HAGAZUSSA

Solange die Darsteller ihre Fresse halten, ist der Streifen durchaus atmosphärisch. Glücklicherweise wird nicht viel geredet. Insgesamt ist der langsam fortschreitende Verfall des Verstandes der Protagonistin nett anzuschauen, aber eben auch langsam. Sehr langsam. Wenn man darauf Lust hat und die nötige Geduld mitbringt, kriegt man aber einen guten Hexenfilm. Oder geht es gar nicht um Hexen?

SCREAM

Ich hatte so einige Dinge vergessen, was diesen Film angeht. Zum einen, dass hier ein ganzer Haufen Leute mitspielt, die ihre 15 Minuten Ruhm genießen durften und dann mehr oder weniger in der Versenkung verschwanden. Zum anderen, dass der Film eine Menge Spaß macht und zwar von Beginn an. Der Streifen erschafft eine ganz eigene Atmosphäre, die zwar mittlerweile tausendfach kopiert wurde, aber man merkt eben immer noch, was das Original ist. Der Metahumor ist einfach stimmiger und das Ende ist ein schönes Katz und Maus Spiel, bei dem die Fronten immer mal wieder verdreht werden.
Das Ende ist nebenbei ein Highlight des Kunstbluteinsatzes. Hier wird zwar nicht groß gesplattert, aber jede Wunde sieht einfach nur verdammt schmerzhaft aus.
Immer noch ein großer Spaß und zurecht auch heute noch immer wieder zitiert und ausgegraben.

SCREAM 2

Selbstverständlich setzt das Sequel bei allem eins drauf. Und selbstverständlich ist das sein größtes Problem. Von der ersten Szene ist klar, dass der Film mehr meta ist, als es ihm gut tut. Aber dabei ist er immer noch unterhaltsam und das ist letztlich das Wichtigste.
Was SCREAM anderen Horrorsequels voraus hat, ist die Frage nach dem Killer. Da ich den Streifen seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe, hatte ich komplett vergessen, wer hier eigentlich unter der Maske steckt. Und beim Mitraten gibt es zudem mal wieder einige Gesichter zu entdecken, die man in den letzten 20 Jahren immer mal wieder irgendwo gesehen hat. Die Auflösung ist allerdings sehr viel schwächer als im Vorgänger. Wie alles andere eben auch. Ein Sequel ist halt so und das erzählt der Film selbst, also kann man sich wohl nicht darüber beschweren.

SCREAM 3

Auflage 3 ist die logische Weiterentwicklung des Meta-Horror-Konzepts der Vorgänger. Nachdem im ersten Teil der Grundstein gelegt wurde und in Teil 2 schon mit der Verfilmung im Film gespielt wurde, geht es in Teil 3 direkt ans Filmset zum fiktionalen dritten Teil des auf den wahren Begebenheiten aus den ersten beiden Teilen basierenden Films im Film. Mehr meta geht wohl nicht mehr. Und auch sonst gibt es hier nicht viel neues. Ganz nett, die Charaktere wiederzusehen und den ein oder anderen Cameo zu entdecken.
Wer der/die Mörder ist/sind, ist auch lange nicht mehr so interessant wie in den Vorgängern, da die Verbindungen der Charaktere zueinander kaum vorhanden sind. Und so gehen die knapp zwei Stunden halt vorüber, ohne großartig zu langweilen, aber auch nicht gerade zu fesseln.

SCREAM 4

Der Anfang mit den tausend Film im Film Sequels und den dazugehörigen Kommentaren zur Entwicklung des Horrorgenres ist gut gemacht. Zeigt aber auch mal wieder, dass Scream einfach bereits seit Teil 2 zu sehr meta ist, um noch wirklich ernst genommen werden zu können.
Das größere Problem ist hier aber, dass die Reihe einfach vom Genre überholt wurde und was einst frisch und neu war, wirkt hier einfach nur noch wie hundertmal – oder zumindest dreimal – gesehen. Immerhin ist man mit den Charakteren mittlerweile so vertraut, dass es dann doch immer wieder schön ist, sie wiederzusehen und nach Woodsboro zurückzukehren.
Den meisten Spaß hatte ich wieder daran, die Leute zu erkennen, die hier mehr oder weniger ihre Anfänge hatten. Die Reihe war der Start für die ein oder andere Karriere. Aber die fangen heute woanders an, also ist es wohl besser, diese Reihe endlich in Frieden ruhen zu lassen.

Windige Minenerkundung in feuchter Umgebung

Offiziell nehme ich zwar nicht am Horrorctober teil, aber trotzdem steht der Oktober hier natürlich auch wieder im Zeichen des Horrors. Und wir beginnen mit etwas wirklich Eigenartigem:

THE STRANGENESS – ABWÄRTS INS GRAUEN – USA – 1985 – 90 Min.

Von den Machern und Beteiligten ist absolut niemand erwähnenswert, da niemand danach noch großartig was gemacht hat. Ob berechtigt oder nicht erfahren wir jetzt:

Amy und ihr Macker wandern den steinigsten Wanderweg der Erde entlang. Mal ehrlich, da ist weit und breit keine Pflanze. Wer wandert bitte in so einer Ödnis rum? Amy schreit. Um Himmels Willen, ist sie tot? Nein, sie tut nur so, um ihren Stecher zu verarschen. Der findet das genau so lustig wie ich. Sie sind an einer Mine und sie haben offenbar einen Job dort zu erledigen. Also sind sie gar keine Wanderer. Mein Fehler. Bryan kriecht in der Mine rum, um den Job – wie auch immer der lautet – zu erledigen und draußen sind die Batterien von Amys Taschenlampe leer. Schade, so kann ich nicht sehen, wie sie von irgendeinem Monster gefressen wird. Bryans Lampe hat dabei nebenbei auch nicht geholfen. So eine Mine ist schon echt finster.

Eine Gruppe von Vollhonks will die Mine erkunden, um dort irgendwas Wertvolles zu finden. Und einer will ein Buch darüber schreiben. Und meine Fresse, nervt er Typ jetzt schon mit seiner lahmen Prosa, mit der er alles kommentiert. Hoffentlich stirbt der zuerst. Und mit zuerst meine ich noch vor Amy und Bryan. Ich will, dass jemand in dem Film eine Zeitmaschine baut, nur um den Buchheini damit in die Vergangenheit zu schicken, wo er direkt von dem Monster gefressen wird. So sehr hasse ich den Typen jetzt schon.

Die Mine steht natürlich auf heiligem Indianerland. Ein Trope, der heutzutage viel zu selten für geilen Scheiß genutzt wird, wenn man mich fragt. Was mich aber nebenbei viel mehr interessieren würde: Wo zur Hölle sind die da eigentlich? Die hängen am Strand rum und hundert Meter entfernt ist eine Mine, die … dort absolut keinen Sinn ergibt. Würde man nicht nach drei Meter buddeln direkt absaufen? Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen.

Okay, sie sind fünf Sekunden lang einen Hügel hochgeklettert. Also könnte man wohl zumindest vier Meter buddeln, bevor man auf Wasser stößt.

Ich glaube nebenbei nicht, dass es ein Zufall ist, dass das hier aussieht wie ein Wanderausflug der Village People. Cowboyhut, Bauarbeiterhelm, Indianerland … Leider hat das Budget sicher nicht für die Rechte an „In The Navy“ gereicht, sonst hätte man das spielen können, wenn sie alle in der Mine ertrinken.

So ganz raffe ich noch nicht, wer diese Flachpfeifen eigentlich sind. Der Bauarbeiter labert was von einer Firma, der er Bericht erstatten muss oder so. Und irgendwas von einer halben Million Dollar, die in der Mine ist. Keine Ahnung. Sie werden wohl eh alle sterben und ich kann es kaum erwarten.

Sie latschen durch die Mine und irgendwie geht nichts voran. Sie finden irgendwas und jemand steckt es heimlich ein. Dann kann das Sterben ja jetzt endlich losgehen.

Vorher muss ich aber erst noch ein beklopptes Gespräch über den Atlantik, den britischen Humor und die generell Gehirnamputierten hier ertragen. Natürlich ist der Buchheini beteiligt und macht sich Notizen, die vorne und hinten nicht stimmen. Wird wohl kein Tatsachenbericht, was der Kasper da schreiben will.

Uh, da! Die erste wird vom Monster gefressen und es ist so billig, wie ich es mir vorgestellt habe. Dunkel. Kaum zu erkennen. Und die Trulla natürlich saudumm, wenn sie ein Geräusch hört und nachgucken will, was das ist.

Die anderen denken, sie ist bei einem Einsturz der Decke gestorben und graben, aber natürlich vergeblich. Nach kurzer Aufregung ist die Tote dann auch wieder vergessen und die Minenexpedition geht unvermittelt weiter. Wen interessiert schon das Leben einer Frau, wenn man in einer düsteren Mine nach irgendeinem Ding im Wert von einer halben Million suchen kann? Wonach genau die suchen, weiß ich nebenbei immer noch nicht.

Weit unten finden sie Glockenspiele, die böse Mächte abschrecken sollen und Wind. Es ist windig dort unten. Nicht nass, wie ich vermutet hatte. Nein, windig. Ist ja auch klar, denn am Meer geht immer viel Wind. Oder so. Was weiß ich. Einer meint, der Wind käme direkt aus der Hölle. Natürlich halten ihn alle für banane. Die werden sich noch wundern, schätze ich.

Mit Leuchtfackeln geht alles besser, also schmeißen sie mehrere davon in die Gegend und die Mine wird in rotes Licht getaucht. Sieht ganz nett aus. Wie die Hölle. Da kommt auch schon der Wind zurück. Aber mehr passiert irgendwie nicht. Nun ja, abgesehen davon, dass die Quotenblondine eine zerfetzte Leiche entdeckt. Dafür, dass es sich um die Frau handeln könnte, die mit ihnen durch die Mine gekrochen ist, bleiben die alle recht ruhig. Außer der Höllentheoretiker natürlich, der Panik schiebt.

Nachts … als ob die Tageszeit in der finsteren Mine eine Rolle spielt. Nochmal. Während alle schlafen, tapert der Buchschreiber alleine los und meine Hoffnung steigt, dass ich ihn gleich los bin. Jawoll! Da ist das Monster. Und es sieht aus wie … ein Octopus mit einer Vagina auf der Stirn. Logisch. Denn am Meer ist es immer feucht.

Die Quotenblondine tickt langsam aus, also muss Jeff ihr erstmal eine ballern. Der Höllenkasper warnt vor der Bestie. Hätte er das nicht vielleicht mal vorher machen sollen, anstatt nur halbherzig von der Hölle zu faseln?

Der Plan ist also, den Ausgang zu finden und ich frage mich ernsthaft, was sie daran hindert, einfach den Weg zurück zu nehmen, den sie gekommen sind. Natürlich finden sie das Nest des Monsters und wollen jetzt docjn zurück gehen. Ich kapiere es nicht. Der Höllenheinz sagt, dass es keinen Ausweg aus Ebene 3 gibt. Warum nicht? Wie zum Geier sind die denn auf Ebene 3 gekommen?

Der Rest des Films ist lahmes Minengetaper immer mit dem Vaginamonster im Rücken und nach und nach sterben die Flachpfeifen. Die Quotenblondine entscheidet dann, auf eigenem Weg rauszukommen und kloppt einen der Typen um. Und dann wirds richtig finster und ich erkenne absolut gar nichts mehr. Immer eine gute Entscheidung, einen Film dermaßen dunkel zu drehen, dass der Zuschauer nur raten kann, was eigentlichb los ist.

Das Vaginamoinster frisst einen Typen und die Stop-Motion-Effekte sind aus der Hölle. Und trotzdem besser als CGI.

Nur noch die Blondine und Jeff sind übrig und wir wissen, worauf das hinausläuft: Sie sprengen die Mine mit der Vagina drin und schwimmen ins Freie. Denn die Mine ist ja am Meer. Es ergibt alles einfach keinen Sinn. Ich gehe den Meeresspiegel senken …

Vergangenheitsaufarbeitung für Filmfanatiker mit psychischen Schäden

So ein bisschen könnte man sagen, der heutige Film ist ein wenig der Vorreiter von SCREAM. Aber wirklich nur ein bisschen, denn eigentlich hat er absolut nichts damit zu tun.

POPCORN – USA -1991 – 91 Min.

Regisseur Mark Herrier kennt keine Sau, was daran liegt, dass er nur bei diesem Film auf dem Stuhl saß und ansonsten alle Jubeljahre mal vor die Kamera tritt, um eine Nebenrolle in einer Serienfolge zu übernehmen.
Autor Mitchell Smith hat noch weniger geleistet. Aber sein Co-Autor Alan Ormsby, der hat das Drehbuch zu CAT PEOPLE geschrieben und bei MULAN … irgendwas gemacht.
Müssen es wohl die Darsteller Jill Schoelen, Tom Villard oder Derek Rydall retten, die auch kein Schwein kennt. Aber da ist ja noch Dee Wallace und die war überall dabei: E.T. THE HOWLING. CRITTERS. THE HILLS HAVE EYES. Und fast 250 weiteren Produktionen. Ich sage ja: Überall. Mit dieser geballten Erfahrung kann das hier ja wohl kaum schlecht werden. Holt das Popcorn raus, es geht los:

Es beginnt mit einem Traum. Feuerwerk. Ein Mädchen. Eine Fackel. Irgendein Honk, der aussieht wie eine schlechte Kopie von Vigo der Karparte. Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, wie grauenhaft ich Traumsequenzen finde? Ganz besonders zu Beginn eines Films. Die Träumerin hat diesen Traum wohl öfter und macht sich Aufzeichnungen, weil sie daraus einen Film machen will. Na, Meta und so, was? Ein bisschen wie SCREAM. Ihre Mutter kriegt derweil einen Anruf von irgendeinem Irren, der mit verzerrter Stimme irgendwelchen Quatsch labert. Erinnert ein bisschen an SCREAM … okay, ich höre jetzt auf, darauf hinzuweisen, ihr merkt es schließlich sicher selbst.

Mark ist sowas von geil auf Maggie, dass er ihr direkt die Zunge in den Hals schiebt. Die will sich aber auf ihr Drehbuch konzentrieren und hat keine Zeit für einen Freund. Wartet … die sind kein Paar und Mark macht hier einfach den Schlabberlappen vom Dienst ohne zu fragen? Wenn noch jemand einen Grund für den verstärkten Feminismus braucht, wendet euch an Mark.

Im Filmkurs werden grandiose Einsichten getätigt. Wusstet ihr beispielsweise, dass in POLICE ACADEMY 5 mehr Charakterentwicklung und sozialer Kommentar steckt als in allen Ingmar Bergmann Filmen? Wieder was gelernt. Die Schüler sind übrigens die Leute, die heute in Hollywood die Filme machen. Hier entscheiden sie aber erstmal, dass früher alles besser war und wollen einen Horror-Kino-Abend veranstalten, bei denen Filme mit Gimmicks aus den 50ern und 60ern gezeigt werden. Also sowas wie Spectrovision oder Geruchskino. Klarer Verweis hier auf William Castle, der gerne mal mit solchen Spielereien herumgefuckelt hat. Nette Sache.

Das alte Kino muss ein wenig auf Vodermann gebracht werden und dazu holt man Dr. M zur Hilfe, der schon Kinos betrieben hat, als es nur Diashows gab. Zu Reggae-Musik wird dann renoviert und ich sollte vielleicht ewähnen, dass der Film in Jamaika gedreht wurde. Warum, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich Reggae absolut grauenhaft finde. Ich glaube irgendwo in dieser Montage versteckt sich auch der Humor dieser Horrorkomödie, aber ich finde ihn nicht.

Die Gruppe guckt einen eigenartigen Film names „Possessor“ von Regisseur Lanyard Gates, der seine Familie umgebracht hat und der Typ ist, von dem Maggie dauernd träumt. Das findet Mutti eher beunruhigend und will, dass sie nicht mehr ins Kino geht. Außerdem kriegt sie wieder einen Anruf von dem komischen Typen und der ist scheinbar besagter Lanyard Gates und er will Maggie haben. Keine Ahnung, was Mutti und Lanyard miteinander zu tun haben, aber ich bin sicher, wenn ich es erfahre wird es nicht den geringsten Sinn ergeben. Mutti … träumt die jetzt auch oder was ist das? Sie tapert durchs Kino und Lanyard erscheint au der Leinwand und dann wird sie verfolgt und ich glaube sie stirbt. Eine Sache weniger, um die ich mir Gedanken machen muss.

Der Horror-Film-Abend steht an und zur Feier des Abends haben sich die Filmstudenten in Kostüme geschmissen. Mark kommt auch vorbei und hat irgendeine Schnickse im Arm. Maggie scheint eifersüchtig. Kommt schon, das Fass müsst ihr wirklich nicht aufmachen. Killt Mark einfach und gut ist.

Ehre, wem Ehre gebührt: Die Szenen im Kinosaal sind schon eine feine Liebeserklärung an das Horrorkino der 50er und 60er. Den Moskito-Streifen würde ich mir ohne zu Zögern angucken. Hinter der Leinwand wird der Lehrer durch eine Fehlfunktion von einem Riesenmoskito aufgespießt, der wohl über die Zuschauer fliegen sollte. Ich frage mich gerade, wo die eigentlich das Geld für den ganzen Krempel herhaben. Kino gemietet, Riesenmoskito gebaut, Kostüme ohne Ende usw. Hatte die Uni ein gutes Jahr und zu viel Knete übrig oder wie sollen die das finanziert haben?

Der tote Lehrer wird weggeschleift. Es ist also ein Killer im Kino unterwegs. Wer wird es sein? Maggie? Maggies Mum? Maggies Stiefbruder Lanyard Gates? Das mit dem Stiefbruder ist natürlich nur geraten, aber irgendeine Verbindung gibt es da hundertprozentig.

Maggie macht jedenfalls alle kirre mit ihrer Theorie, dass Gates persönlich im Kino ist und Leute morden will. Da startet nebenbei gerade Film Nummer 2 „The Amazing Electrified Man“. Warum bin ich nicht bei diesem Filmabend dabei? Das klingt alles traumhaft.

Mark kriegt von irgendeinem Typen eine verpasst, der sich neben Marks Blondine gesetzt hat. Die Blondine könnte es nicht weniger tangieren.

Ah, Moment. Lanyard Gates hatte eine Tochter namens Sara und die ist igendwie Maggie und deshalb killt er rum. Also, so reime ich mir das gerade zusammen. Sinn ergibt es ohnehin nicht im Geringsten, was hier passiert. Die Filme im Kino sind viel geiler, glaube ich. Da brutzelt immerhin gerade Elektroman die Bullen weg und lacht böse.

Tina macht mit dem Lehrer rum und ihr ahnt es schon: Der Killer trägt die Gesichter seiner Opfer, weil Leatherface und so. Tina ist natürlich des Todes. Mark und Maggie sind saudoo und sperren sich versehentlich aus. Maggie kommt gerade darauf, dass sich Killer Gates tarnt … sagt mal, habe ich was verpasst oder woher weiß die das erstens alles und warum bleibt sie dabei zweitens so ruhig, als würde sie von einem Picknick im Stadtpark erzählen? Sollte die nicht etwas aufgeregter sein, wenn sie davon überzeugt ist, dass da ein Killer rumläuft?

Im Vorführraum wird der Vorführer gegrillt wie auf dem elektrischen Stuhl. Stromausfall und jemand muss das Licht wieder anschalten. Also tapern alle durch die Finsternis. Um das Publikum zu unterhalten hat man passend zum Horrorabend eine Reggaeband eingeladen die jetzt auftritt und von der aus irgendeinem Grund jeder im Kino die Texte kennt.

Maggie trifft Lanyard Gates und der hält sie für Sara und will sie mit ihrer Mutter zusammenführen und ich raffe es ernsthaft nicht. Hatte die Mutter was mit Gates? Heißt Maggie in Wirklichkeit Sara und niemand hat es ihr verraten? Und warum wirkt hier pötzlich wieder alles wie eine grauenhafte Traumsequenz? Okay, Maggie erinnert sich jetzt: Sie ist wirklich Sara, die einzig Überlebende von Lanyards Mörderaction. Und ihre Mutter war eigentlich ihre Tante und Gates will jetzt den Job beenden.

Bevor er den Job beendet: Kann Lanyard Gates bitte die beschissene Band killen? Dieses fröhliche Gedudel ist einfach nicht zu ertragen.

Oh, der Strom ist wieder da und der dritte Fim kann starten: „The Stench“ im atemberaubenden Aroma-Rama.

Lanyard Gates führt Maggie seine Masken vor und es stellt sich heraus, es ist gar nicht Lanyard Gates, sondern der Filmstudent Toby, der bei Lanyard Gates Mordgemetzel und anschließedem Feuer seine Familie und sein Gesicht verlor und wegen den Verbrennungen Masken tragen muss. Und er gibt natürlich Maggie die Schuld. Und er will die Aufführung von „Possessor“ exakt nachstellen, damit die Dinge wieder in Ordnung sind und seine Familie nicht sterben muss. Für eine Sekunde dachte ich, die sind so grandios und bringen hier echt noch eine Zeitreisestory mit rein. Aber nein, Toby ist einfach nur irre.

Blondine Joy sagt Mark, dass seine Maggie mit Toby rummacht und sie sicher zu ihm gegangen sind. Mark geht zu Toby nach Hause und findet heraus, dass er irre ist.

Das Kino wird passend zum Film mit stinkendem Rauch zugenebelt. Toby unterbricht aber einfach den Film, um seine nachgestellte Premiere durchzuziehen. Mark klettert am Kinoschild hoch, um den Tag zu retten. Die Zuschauer halten es natürlich alles für Show. Der sorgt für den hundertsten Kurzschluss hier und der Moskito segelt von der Decke und spießt Toby auf. Das Publikum ist begeistert.

Ich auch, denn der Streifen ist vorbei. Abgesehen von den netten nachgestellten Horrorklassikern, war das hier irgendwie recht lahm und verworren. Aber eine Liebeserklärung an das Horrorkino von früher kann man nicht komplett abstrafen. Ich gehe den Tingler gucken …

Wiedererweckte Freibeuter auf Rachekurs

Entgegen besserem Wissen passiert es auch mir, dass ich hin und wieder über einen Film stolpere, der aus der Grützenschmiede Asylum stammt. Ihr wisst schon, die Nasen, die für SHARKNADO und ähnlich langweiligem Krampf verantwortlich sind, der so sehr Trash sein will, dass er das genaue Gegenteil ist und einfach gar nichts mehr funktioniert. Aber ich glaube, beim heutigen Film wollte man nicht bewusst in die Trashecke gehen, was natürlich bedeutet, dass er trotzdem totale Scheiße sein wird, aber nicht ganz so gewollt wie der meiste Asylumkram. Ich kann mich aber auch irren und es wird doch wieder nur generierter Müll von der Stange.

JOLLY ROGER: MASSCARE AT CUTTERS COVE – USA – 2005 – 80 Min.

Regisseur und Drehbuchautor Gary Jones ist eigentlich eher im Bereich der visuellen Effekte zuhause, aber hin und wieder hat er auch mal Regie geführt. Bei so Granaten wie BOOGEYMAN 3 und ungefähr 42 verschiedenen Weihnachtsfilmen, die alle im Jahr 2015 erschienen. Dementsprechend dürften sowohl Effekte als auch Regie ausfallen. Also kaum vorhanden.
Co-Autor Jeff Miller ist eigentlich eher als Produzent unterwegs. Und natürlich hat er nur Grütze produziert. Und nur Grütze geschrieben. Wer bei dieser Grütze Regie führte und die Effekte machte, sollte klar sein.
Die Darsteller sind natürlich durch die Bank absolute Pfeifen, die nur in Asylumfilmen und ähnlichem Krampf auftreten dürfen. Außer Kim Little, denn die durfte immerhin beim Dreh zu NEW NIGHTMARE Wes Craven mal nen Kaffee holen oder so. Jedenfalls war sie hinter der Kamera für irgendwas zuständig. Zu mehr Ruhm hat es auch nicht verholfen. Dieser Film wird daran ebenfalls nichts ändern:

Wenn ein Film schon mit einem schlecht zusammengestückelten Pseudo-Heavy-Metal-Geschreddel beginnt, weiß man wohl, was einen die nächsten knapp eineinhalb Stunden erwarten wird. Unter anderem ein lahmer Pärchenabend am Strand, bei dem man sich im ersten Moment fragt, wie diese Leute überhaupt einen Partner finden konnten, aber dann stellt man fest, dass sie alle arschlangweilig sind und sich wohl gesucht und gefunden haben. Während Tom seine berühmten Geistergeschichten zum Besten geben will, auf die absolut niemand Bock hat, finden zwei andere Lahmärsche eine Schatztruhe und erwecken einen Geisterpiraten zum Leben oder so.

Mehr muss zur Story natürlich nicht gesagt werden, denn die Charaktere sind scheißegal, der Geisterpirat sieht kacke aus und ich hoffe wie immer, dass alle einen grauenhaften Tod sterben.

Irgendwo mittendrin gibt es natürlich noch das übliche Drama. So will Jess aufs College gehen und hat Pläne mit ihrem Freund Alex für die Zukunft, aber er will nicht aufs College und deshalb geht der Plan nicht auf oder was weiß ich. Who gives a fuck. Sterbt, ihr Affen. Okay, vorher gibt es noch Brüste zu sehen, das ist natürlich auch absolut okay. Aber wenn du die wieder einpackst, stirbst du gefälligst, ja Mädchen?

Sie kommt gar nicht mehr dazu, die Tüten wieder einzupacken und wird vom Piratenkapitän gespalten. Ihr Stecher machts auch nicht länger und spannend ist schon jetzt anders.

Ebenfalls nicht im geringsten spannend sind Toms Geistergeschichten. Das sieht Piratenpaul ähnlich und schnetztelt ihn und seine Freundin. Meine Herren, ist das alles schlecht. Und mit schlecht meine ich wirklich unerträglich kacke auf allen Ebenen. Der Pirat sieht langweilig aus, die Effekte sind beschissen, die Darsteller darf man gar nicht so nennen, wenn man nicht alle anderen Darsteller der Welt beleidigen will und von den sechs campenden Leuten am Strand sind schon nach zehn Minuten nur noch zwei übrig. Was wollen die denn jetzt hier noch über eine Stunde bringen?

Nun, erstmal die Bullen, die im „Mordfall“ ermitteln und Jess und Alex befragen, denn sie sind die einzigen Zeugen. Oder besser gesagt, sie sind die einzigen, die überhaupt für irgendwas infrage kommen und sind natürlich direkt mal hauptverdächtig. Für Alex ist das gar nicht gut, denn er hat Vergangenheit und so. Jess hingegen war immer lieb und nett und macht sich wenig Sorgen, denn sie sind schließlich unschuldig und der Killer ist ein Geisterpirat.

Alex beweist seine kriminelle Vergangenheit, indem er mit Jessies BH das Schloss einer Tür knackt. Natürlich war der größere Sinn der Szene, dass Jess ihren BH auszieht. Nun, ein voller Erfolg war das nicht, denn man hat leider nichts zu sehen gekriegt. Die beiden hauen also ab, weil die Cops hier natürlich dermaßen unfähig sind, dass sie einfach ausbrechen UND ein Auto klauen können, ohne dass es irgendjemandem auffällt.

Der Pirat köpft derweil einen Typen im Regenmantel und eine Trulla erleidet einen Herzinfarkt oder sowas. Bereits fünf Minuten später stehen die Bullen vor der Tür und finden die Leichen, einfach weil es hier möglichst schnell voran gehen muss, denn sonst könnte der Streifen noch langweilig werden. Ach wartet, ist er sowieso schon … das liegt vermutlich daran, dass der Pirat wahllos irgendwelche Leute schnetzelt, die ich nie zuvor gesehen habe. Und mir ist absolut nicht klar, was eigentlich sein Ziel ist.

Im örtlichen Stripclub gibt es Titten, aber leider auch das grauenhafte Gitarrengeschreddel vom Anfang. Piratenpeter reißt dem Türsteher den Arm aus und die Stripperin scheint das nicht zu tangieren, bis sie ihren Kopf verliert. Was soll diese ganze Scheiße eigentlich? Gebt mir mal irgendwas an Story um den Typen, damit ich das hier raffe.

Der ermittelnde Cop macht sich Vorwürfe, weil immer mehr Leichen auftauchen und das Acting ist wirklich … also … Acting … hier nicht. Deshalb will er aussteigen und erzählt das der Bürgermeisterin, was zu noch mehr Acting … also … ihr wisst schon … nicht mit diesen Darstellern. Natürlich ermittelt er weiter und landet im Stripclub, wo ihm vom Piraten erzählt wird, dessen Kostüm ziemlich „schwul“ war, wenn ich mal zitieren darf. Die Aufnahmen der Überwachungskamera, die oben in einer Ecke hängt, aber in der Lage ist, aus ungefähr 42 verschiedenen Winkeln zu filmen, wie das Video beweist, bestätigt das. Also nicht, dass das Kostüm „schwul“ ist, sondern, dass der Killer ein Pirat ist.

Jess und Alex finden heraus, dass der Pirat Jolly Roger heißt, was schon alleine an Einfallslosigkeit kaum zu unterbieten ist und dass er mal irgendwas mit Spaniern gemacht hat, irgendwann, als Piraten noch auf den Meeren unterwegs waren. Und er hat eine Liste mit Opfern oder so. Keine Ahnung, ich habe bereits vor 60 Minuten das Interesse verloren. Und da lief der Film noch gar nicht. Jedenfalls hat natürlich die Bürgermeisterin damit zu tun und steht auf der Todesliste. Und zwar ist es alles damals so gelaufen: Die Gründer des Kaffs Cutters Cove waren, wie der Name des Kaffs schon vermuten lässt, Piraten und haben Roger gekielholt, um das Piratenleben aufzugeben und das Kaff zu gründen. Und jetzt nimmt Jolly Roger Rache an den Nachfahren der Piraten. Ich hoffe ich bin nicht der Einzige, der den Sinn in dem ganzen Krampf nicht wirklich nachvollziehen kann.

Die Bürgermeisterin verreckt und Alex und Jess treffen den ermittelnden Cop, der den Piratenschatz durch die Gegend fährt, weil … ich weiß es doch auch nicht … woher weiß er überhaupt, wo der Schatz war? Und warum steht er vor dem Haus der Bürgermeisterin, um auf die beiden Honks zu warten? Egal. Er wird eh von Roger abgeknallt. Alex nutzt die Gelegenheit und schnappt sich Rogers Säbel, um den damit zu köpfen und das wars hier. So unspektakulär, wie der ganze Fim war, ist passend dazu auch das Ende.

Der Cop hat natürlich überlebt und so wurde Alex nicht für die Morde verantwortlich gemacht. Also sind sie alle glücklich und zufrieden, aber dann taucht die Schatztruhe wieder auf und mit ihr Jolly Roger, der den cop schnetzelt. Jess schreit und ich werde leider nicht sehen, wie sie ebenfalls geschnetzelt wird. Ist aber vielleicht auch ganz gut so. Ich gehe Piratenschätze suchen …

Sumpfige Leichenwanderung unter Abwesenheit von Alligatoren

Graben wir uns doch mal wieder durch die absoluten Untiefen des Genrefilms. Da gibt es so schön viel Müll.

THE ALIEN DEAD – USA – 1980 – 74 Min.

Regie führte hier Fred Olen Ray, ein Mann, der bisher 155 Filme gemacht hat, von deren Titeln in ungefähr 142 das Wort „Bikini“ vorkommt. Es grenzt quasi an ein Wunder, dass ich zufällig einen ohne „Bikini“ genommen habe.
Das Drehbuch hat er gemeinsam mit Martin Nicholas verfasst, der sonst absolut nix geschrieben hat und nur mal als Hausmeister durch einen anderen Film laufen durfte.
Hauptdarsteller Buster Crabbe, der hier Sheriff Kowalski mimt, kann man als einen der ersten B-Movie-Stars bezeichnen. In den 30ern spielte er unter anderem FLASH GORDON und BUCK ROGERS sowie einige Westernhelden wie Billy The Kid in zahlreichen Low Budget Western. Der folgende Krampf ist quasi sein B-Movie-Abgang, denn er starb kurz darauf. Ob dieser Film zur Trauer beiträgt, darf bezweifelt werden.

Journalist Tom Corma tippt auf seiner Schreibmaschine herum und erzählt diese Geschichte aus einem Kaff, in dem niemand jemals vermutet hätte, dass da irgendwas Außergewöhnliches passieren könnte. Nebenbei zeigt das direkt mal die Attitüde, dass alles immer größer sein muss heutzutage. Heute spielen alle Filme in großen Städten, aber hier schippern Mr. und Ms. Griffith durch einen Sumpf am Arsch der Welt und unterbieten sich gegenseitig in ihrer darstellerischen Leistung. Ms. Griffith säuft ab, also muss ich zumindest nur noch einen von beiden ertragen.

Journalisten und Polizisten pokern und labern irgendwelchen Quark, dann kommt Mr. Griffith rein und … Acting.

Eine Blondine wird von einem Zombie … geirgendwast.

Tom ist am See und recherchiert. Dabei überrascht er Ms. Michaels, die gerade schwimmt und eindeutig viel zu viel dabei an hat. Tom ist sowas von investigativ, dass er weiß, dass im Sumpf eigentlich Alligatoren sein sollten, aber die sind alle weg. Mr. Michaels hat keine Erklärung dafür, außer natürlich ein deutsches Flugzeug, dass im zweiten Weltkrieg in den Sumpf gestürzt ist und selbstverständlich haben Indianer auch was damit zu tun und dann ist da ja noch das Riesenopossum … Leider endet der große Verschwörungsdialog und Tom geht spazieren, weil er gerade erfahren hat, dass es Opossum zum Essen gibt.

Eine Brünette und ihr Freund streiten sich und … Acting.

Die Brünette wird von einem Zombie verfolgt und sie stellt sich natürlich absolut dämlich an und stirbt.

Tom und Miss Michaels machen im Busch rum und finden die Leiche von Ms. Griffith. Da der Sheriff nichts unternehmen will, wird Tom persönlich den Sumpf nach Hinweisen absuchen. Vermutlich mit Miss Michaels, denn beim Rumknutschen finden sich Hinweise am besten.

Ein Holzfäller wird von den Zombies … gestreichelt. Okay, er wurde gefressen, es sah nur nicht danach aus. Seine Frau klingt exakt wie die Mutter von Brian von Nazareth, aber ich glaube nicht, dass Terry Gilliam hier mit was zu tun hatte. Sie wird von den Zombies auf eine Mistgabel gespießt und … Acting.

Tom und MM (wie ich Miss Michaels ab jetzt abkürzen werde) knutschen auf einem Boot rum und werden von den Zombies … geschüttelt. Also hauen sie ab. An Land wartet schon der Sheriff und glaubt nicht an Zombies. Stattdessen hat er eine Belohnung auf den Alligator ausgesetzt, der seiner Meinung nach Ms. Griffith gekillt hat. Also wird wohl gleich das gesamte Hinterwäldlerkaff im Sumpf rumballern. Könnte spaßig werden.

Tom zieht einen Biologen zu Rate, der mal checken soll, was das für Zombieviecher sind.

Eine nackte Blondine wird von den Zombies … in den See gedöppt. Eigentlich wäre ein Cop zur Stelle gewesen, der sie die ganze Zeit beim Nacktbaden bespannt hat, aber ausgerechnet kurz vor der Zombieattacke muss er zurück zu seinem Funkgerät. Der Sheriff hat nämlich irgendwas Verdächtiges am Highway, das unbedingt inspiziert werden muss.

Zu Countryklängen aus der Hölle torkeln die Zombies aus dem Wald und fallen über die Leute her, die scheinbar nicht mal in der Lage wären, einer Killerschnecke zu entkommen. Es ist halt schon irgendwie natürliche Selektion, wenn die lahmarschigen Zombies diese nutzlosen Heiopeis erledigen.

Ich glaube, es folgt sowas wie ein Rückblick. Ganz sicher kann man da nie sein, denn hier sieht einfach alles gleich aus. Jedenfalls erinnert sich wohl Ms. Hawkins, dass irgendwas explodiert ist oder so. Ich raffe es absolut nicht, weil man nichts erkennt, nichts gesagt wird und die Effekte komplette Grütze sind. Gehen wir einfach mal davon aus, dass ein Meteor eingeschlagen ist, weil ich das Wort gerade aufgeschnappt habe und hinterfragen nichts mehr.

Viel Zeit zum Hinterfragen bleibt ohnehin nicht, denn wir kommen zum großen Finale, voller lahmer Zombies, kreischender Frauen und einem Typen mit Schrotflinte. Was hier wie die Mörderaction klingt, könnte kaum langweiliger sein. Die letzten Überlebenden verschanzen sich in einer Hütte und schmiedet den genialen Plan, mit dem Auto abzuhauen. Dazu lenkt Miller die Zombies ab, indem er … irgendwas Explodierendes durch die Gegend wirft und sich fressen lässt.

Unser Liebespaar Tom und MM sind die letzten und rennen zum Auto …. wo zur Hölle steht das bitte? Müssen die durch den ganzen Wald? Moment mal, wer hat da jemanden am Baum aufgehangen? Zombies machen sowas nicht. Und warum nehmen die jetzt das Boot? Das war nicht der Plan? Wo ist das Auto? Das ergibt alles keinen Sinn.

Dass der Film dann vorbei ist nebenbei auch nicht, aber immerhin muss ich mich nicht noch länger quälen. Ich gehe im Sumpf nach Leichen tauchen …

Tollwütige Kleinstadtinvasion der fehlinterpretierten Freiheitsbewegung

Die 70er gelten wohl gemeinhin als Hochphase des Horrorfilms. Oder zumindest kam das Genre dann im Mainstream an. Ob das eine gute Entwicklung war, lasse ich mal dahin gestellt. Ob es anfangs des Jahrzehnts besser war, finden wir heute heraus, mit folgendem Film:

I DRINK YOUR BLOOD – USA – 1970 – 83 Min.

Regisseur und Drehbuchautor David E. Durston hat in seiner relativ kurzen Laufbahn nichts weiter Erwähnenswertes fabriziert.
Gleiches gilt für die Darstellerriege bestehend aus so illustren Namen wie Bhaskar Roy Chowdhury, Riley Mills, Jadin Wong und Rhonda Fultz.
Also alles gegeben für einen guten Schrottfilm.

Irgendein nackter Typ ist Steinbock. Oh, und Satanist. Und Hippie. Ja, hier geht es um satanistische Hippies, die nackig ums Feuer stehen und Blut trinken. Was habt ihr von einem Film aus den 70ern bitte erwartet? Moment mal, warum hat die eine Trulla da ein hässliches Kleid an? Das ist ja mal so gar nicht in Satans Sinne, würde ich sagen. Und Hippies waren ja wohl immer nackt, wie historische Aufzeichnungen eindeutig beweisen. Die ist bestimmt eine Spionin.

Keine Spionin ist Sylvia. Und wenn, dann ist sie keine gute, denn sie wird entdeckt und stolpert am nächsten Morgen ins Dorf, weil … keine Ahnung. Vermutlich haben die Satan-Hippies etwas ganz Schreckliches mit ihr angestellt. In dem Kaff leben nebenbei genau 40 Menschen, aber Ober-Satan-Hippie Horace sagt, dass es bald 48 sein werden. Pfft, solche Unlogik zerstört doch wirklich das Gesamtbild. Als ob Hippies Mathe konnten.

Im Ort wird ein Damm gebaut und ich habe keine Ahnung, ob das noch irgendeine Rolle spielen wird, aber es wird halt erwähnt, also mache ich das auch mal.

Hippie Horace hat noch nicht alle seine 7 Leute überzeugt und muss ein paar Ohrfeigen verteilen und mit Häutung drohen, damit alle mitmachen bei was auch immer die überhaupt vorhaben. Erstmal jedenfalls ein Haus besetzen, in dem es vor Ratten wimmelt und dementsprechend auf Rattenjagd gehen. Irgendwas muss man schließlich grillen. Denn Hippies haben immer gegrillt. Leider zeigen das die historischen Aufzeichnungen nicht.

Vielleicht sollte ich kurz auf die Zusammensetzung der Hippie-Gruppe eingehen, denn die setzt sich aus Mann und Frau und schwarz und weiß und asiatisch zusammen und der Schwarze stellt mal klar, dass Satan schwarz ist. Die Asiatin darf einen Typen aufschlitzen, damit das tägliche Opferritual nicht zu kurz kommt. Und die eine trägt immer noch das selbe hässliche Kleid wie am Abend zuvor.

Sylvias Opa recherchiert mit seiner Schrotflinte und findet die Hippies, wie sie gerade die Leiche von dem geopferten Typen schaukeln. Horace zeigt sich unbeeindruckt von Opa und tritt auf seine Brille. Man Opa, wozu hast du bitte die Flinte mitgenommen? Was ist der Typ für ein Lappen? Ein kleiner Junge sucht seinen Großvater und Horace schnappt ihn sich nach einer spannenden Verfolgungsjagd inklusive Stockabwehrgeschwinge. Die Frauen verderben Horace aber den Spaß und wollen, dass er die beiden gehen lässt. Vorher hat Opa aber noch ne Ladung LSD gekriegt, weil Hippies sind immer auf Droge. Ganz besonders die Satanistischen. Historisch aufgezeichnet.

Der Junge geht in den Wald und nimmt ein Gewehr mit. Wie viele davon hat Opa da rumliegen, wo die Kinder rumrennen? Der Junge knallt einen tollwütigen Hund ab und niemand weiß, was das mit dem Rest der Story hier zu tun hat. Zumindest ich nicht. Aber das wird sicher noch erklärt … die Blutprobe, die der Junge von dem toten Hund nimmt, könnte ein Hinweis sein. Nur auf was weiß ich nicht.

Aha, er spritzt das Tollwutblut in Muttis Kuchen und verkauft ihn an die Hippies. Ja, die Hippies mögen satanistische Irre sein, ohne Job und ohne Geld, aber sie bezahlen für ihren Kuchen. Eigentlich ganz nette Leute.

Hippie Andy schnackselt mit Sylvia rum und Horace spielt Russian Roulette mit den anderen, ohne dass die vorher gefragt wurden. Nebenbei geht es allen nicht so gut und die Sache ist eindeutig: Die Bäckerei muss abgefackelt werden.

Das unbedachte Kuchenessen zeigt seine Nebenwirkungen und der schwarze Hippie sticht einen anderen ab. Mit einer Axt bewaffnet geht er auf die anderen los und ich frage mich, warum mich interessieren sollte, ob der die jetzt schnetzelt oder selbst geschnetzelt wird. Letztlich wird aber niemand geschnetzelt und er jagt eine der Frauen mit einem abgetrennten Bein aus dem Haus.

Horace tickt dann auch aus und verstört Autofahrer mit seinem Säbel (und nein, das ist kein Synonym für ein Körperteil, denn jetzt gerade sind die Hippies angezogen).

Andy ist das mal wieder alles zu doof und er geht mit Sylvia rumschnackseln. Kann mir eigentlich mal jemand erklären, warum die sich mit dem Typen abgibt, nachdem er und seine satanistischen Hippiebuddys sie in der Nacht … gewasauchimmert haben? Andy flennt rum und will seine Freunde verraten, weil die so irre sind.

Wisst ihr noch der Damm? Der ist völlig egal, aber eine von den Hippietrullas lockt die Arbeiter ins Hippiehaus. Die finden eine Leiche, was nicht schwer ist, wenn man bedenkt, dass die mitten im Wohnzimmer liegt, und weil sie so toughe Typen sind, rufen sie nicht etwa die Polizei, nein, sie gehen auf den Dachboden, wo sie vom tollwütigen Horace massakriert werden. Helden sucht man hier vergeblich. Nur Vollidioten zu finden.

Der Junge hat Andy und Sylvia verfolgt und verrät die Tollwutblutkuchen Sache. Andy hat aber keinen Kuchen gegessen, denn er wollte sich an Sylvias Kuchen laben. So zumindest meine Vermutung.

Die Hippies ticken nach und nach alle ab und die Population des Kaffs wird etwas dezimiert von 48 auf die 5, die sowieso schon den ganzen Film über zu sehen sind. Allerdings sind nicht nur die Hippies tollwütig, sondern es hat sich auch auf andere übertrage und jetzt sind alle irre. Bis auf die 5, die man eben sowieso schon den ganzen Film über sieht.

Satanistische Hippies mögen zwar hin und wieder eine Ziege opfern, aber sie sind immer noch Hippies und lieben alle Tiere. Deshalb klaut Tollwut-Horace eine Schlange.

Die Asiatin fackelt sich selbst ab. Horace und der Schwarze gehen ins Schwertduell. Die Arbeiter reißen das Dorf ab und ich schätze, die Fertigstellung des Damms wird sich verzögern.

Die Bullen kommen und ballern ohne nachzufragen direkt auf alles, das sich bewegt. Zwei Frauen und der Junge sind die einzigen Überlebenden. Und ich natürlich, denn bei solchen Streifen steht mein Leben prinzipiell immer direkt mit auf dem Spiel. Ich gehe Hippies für eine Opferzeremonie suchen …

Fortsetzende Höllenwelterkundung

Wenn man sich auf eine Sache wirklich verlassen kann, dann darauf, dass Videospielverfilmungen scheiße sind. Aber Moment, es gibt da tatsächlich so ein oder zwei, die man als gute Filme bezeichnen könnte. Da das natürlich so nicht stehen gelassen werden kann, muss man die dann durch eine grottige Fortsetzung zerstören. SILENT HILL ist meiner Auffassung nach die beste Videospielverfilmung. Zugegeben, die Messlatte liegt niedrig, aber der Streifen hat einfach eine tolle Atmosphäre und bringt den Horror der Spielereihe ziemlich gut rüber. Sicher gibt es auch ein paar Punkte, die man kritisieren könnte, aber dann guckt man einfach Teil 2 und merkt direkt, dass das alles von Beginn an viel schlimmer hätte sein können.

SILENT HILL: REVELATION – Kanada – Frankreich – USA – 2012 – 95 Min.

Regie übernahm hier Michael J. Bassett, der eigentlich Tierdokus macht und hin und wieder mal eine Serienfolge. Das Drehbuch steuerte er hier auch direkt bei und das kann dann natürlich gar nichts gutes mehr bedeuten.
Kit Harington kennen wir natürlich alle als Jon Snow aus GAME OF THRONES und wenn wir Glück haben dann in der Zukunft aus nicht mehr viel anderem, denn eine Schauspielkoryphäe ist er nicht gerade. Carrie-Anne Moss sollte jedem ein Begriff sein, lief sie doch schon in der MATRIX-Trilogie an Wänden entlang und trug in MEMENTO zur Verwirrung bei. Malcolm McDowell tickte in A CLOCKWORK ORANGE aus und Adelaide Clemens war in THE GREAT GATSBY neben Leo zu sehen. Außerdem sind Sean Bean und Radha Mitchell aus dem Vorgänger wieder dabei. Über mangelnde Starkraft kann man sich also nicht unbedingt beschweren. Das wird aber natürlich nicht helfen:

Ein Mädchen wird durch einen Horrorvergnügungspark verfolgt. Habe ich eigentlich mal erwähnt, wie viel Potenzial so ein Setting hätte, wenn die Filmemacher nicht zu unfähig wären, daraus mal was cooles zu machen? Das komische Höllenmädchen erscheint und die Verfolgte fackelt ab. Aber es war alles nur ein Traum. Und sie ist die Tochter von Sean Bean, der jetzt nicht mehr Christopher heißt, sondern Harry. Sie heißt nebenbei Heather und hat Geburtstag, deshalb kriegt sie von Harry eine schicke Weste geschenkt und freut sich ihres Lebens.

Ach, wartet mal: Harry ist Christopher und Heather ist Sharon aus Teil 1, die jetzt mit neuem Namen unterwegs sind, weil … keine Ahnung. Aber ich dachte, Sharon wäre in Teil 1 zusammen mit Mutter Rose gestorben. War das nicht der große „Twist“ am Ende oder hab ich da was falsch verstanden? Ah, sie dröseln es auf und irgendwie ergibt es nicht den geringsten Sinn, aber hey, es ist ein Film über eine Höllenwelt in einem Kaff, indem eine Mine seit achttausend Jahren brennt, also wollen wir mal nicht so sein. Jedenfalls hat Rose wohl Sharon zurückgebracht und ist dann erst gestorben oder sie war schon tot und hat sie trotzdem zurückgebracht oder wasauchimmer. Sharon lebt noch und heißt jetzt Heather, das muss uns reichen.

Heather muss durch die einzig wahre Hölle und geht zur Schule. Unterwegs wird sie von einem Penner angequatscht, der meint, sie zu kennen, aber die spricht nicht mit Fremden. In der Schule ist sie die Neue und stellt direkt mal klar, dass sich alle ihre dummen Sprüche sparen können, weil sie eh nur Kacke im Kopf haben. Kit Harington aka Vincent ist ebenfalls neu und hat nichts zu sagen, was ihn schon mal recht uninteressant aber zumindest einigermaßen sympathisch macht. Fresse halten ist schließlich immer eine gute Sache.

Heather hat ständig Visionen von Silent Hill. Selbst in der Schule bleibt sie davon nicht verschont. Immerhin sieht die Höllenversion wieder wunderbar creepy aus. Vincent will mit Heather nen Kaffee trinken gehen. Die hat aber keinen Bock auf ihn oder überhaupt jemanden. Es sollte klar sein, dass Vincent ihr jetzt regelmäßig auf den Sack gehen wird und somit direkt alle Sympathiepunkte wieder in die Tonne tritt.

Heather fühlt sich aber erstmal von dem Penner von vorhin verfolgt und will sich mit Harry im Kaufhaus treffen. Der kommt aber nicht. Visionen und so und der Penner ist auch wieder da. Der stellt sich als privater Ermittler heraus, der im Auftrag eines Geheimbundes nach ihr sucht und sie warnt, dass Sie kommen, um sie zu holen. Er erzählt ihr alles über Silent Hill, aber dann kommt ein Vieh und senst ihm die Finger weg. Mehr Antworten wird sie von ihm also nicht bekommen.

Vincent begleitet Heather im Bus nach Hause und es werden tiefgründige Gespräche über Träume, Facebook und Vincents geisteskranken Opa geführt. Harry ist selbstverständlich nicht da und an der Wand steht „Come to Silent Hill“. Vincent der Stalker ist schon wieder da und Heather zeigt ihm ihr Medaillon. Und ihre Knarre. Die Bullen kommen und die beiden hauen ab. Es ist quasi Bonnie & Clyde in Grütze.

Harry hat Heather einen „Wenn du das liest, ist mir was passiert, such nicht nach mir“-Brief hinterlassen. Heather ignoriert das natürlich und will nach Silent Hill. Vincent ist dagegen und wie sich herausstellt, kommt er aus Silent Hill und sein Auftrag ist es, Heather nach Silent Hill zu bringen, aber er will das nicht tun, weil die böse Alessa da regiert und Heather das Gute ist oder so. Quarkstory vom Fließband, wir kennen das. Heather muss das zweite Medaillon finden das wohl Vincents irrer Opa hat. Die Dunkelheit kommt und Vincent wird vom Schnetzelvieh gekillt. Als Heather zu sich kommt, befindet sie sich in Silent Hill.

Im Ascheregen trifft sie Alessas Mutter, die ihr irgendwelchen Krampf erzählt und erklärt, dass sie ihren Vater nicht retten kann. Die Dunkelheit kommt und Heather flüchtet in ein Gebäude in dem Frauen sich in Schaufensterpuppen verwandeln und ein grottig animiertes Spinnenvieh sie und eine andere Frau verfolgt.

An anderer Stelle muss sich Vincent vor seiner Mutter verantworten und wird in die Klapse gebracht. Rein zufällig ist da auch Heather gerade angekommen. Die andere Frau hat es nicht so weit geschafft. Dort knallt sie ein Monster ab und findet Vincents Opa. Der erklärt, dass es viele Silent Hills gibt und ihr Vater überall sein könnte. Nachdem er sich das Medaillon reingeschoben hat, das nebenbei das Siegel des Metatron ist oder so ähnlich, will er Heather killen, aber die reißt ihm das jetzt komplettierte Siegel raus und er zerfällt zu Staub.

In welchen Irrsinn wird Heather als nächstes geraten, wo der Streifen doch nicht mehr ist, als eine Ansammlung von Wahnsinn, nur um möglichst viel Kram unterzubringen? Ah, es ist Pyramidhead, vor dem sie sich aber verstecken kann. Und dann sieht sie zufällig Vincent, der irgendwohin gebracht wird. Und zwar zu den creepy Krankenschwestern, die natürlich auch nicht fehlen dürfen hier. Die schlitzen aber nur die Wachmänner auf und lassen Vincent in Frieden, solange der still ist. Ich frage jetzt mal lieber nicht, warum die den überhaupt ausgerechnet dahin geschoben haben. Es wirkt alles sehr willkürlich. Ein Problem, das auch Teil 1 schon ein wenig hatte, aber da insgesamt dann doch runder. Hier schickt man die Charaktere nur von einem Wahnsinn in den nächsten, mit einer Alibistory, nur damit man möglichst viel Irrsinn unterbringen kann.

Heather ist natürlich zur Stelle und befreit Vincent, der weiß, wo ihr Vater ist und gemeinsam geht es zum Vergnügungspark. Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob es diesem Film gelingt, aus dem Setting was rauszuholen. Ich habe berechtigte Zweifel. Das fängt schon damit an, dass man hier plötzlich den Wahnsinn runterschraubt und nur maskierte Soldaten des Ordens rumlaufen lässt. Die werden von Alessa abgefackelt. Die will auch Heather killen oder sie übernehmen oder wasweißich und geht dann selbst in Flammen auf. Ähm, ja, ich raffs nicht. Was ich auch nicht raffe ist, warum Pyramidhead das Karussel drehen muss, aber vermutlich einfach, damit er auch noch mal zu sehen ist. Um mehr geht es hier ja ohnehin kaum. Das wars übrigens vom Vergnügungspark …

Heather findet Harry, aber natürlich ist auch Vincents Mutter da. Die freut sich, dass sie endlich da ist, denn Heather ist die Erlöserin und blah. Gottblahblah und so, was auch nur wie eine unfassbar schlechte Kopie der Hexenstory des Vorgängers wirkt. Heather gibt ihr das Siegel des Ordens und Mutter verwandelt sich in das, was sie wirklich ist: Das Schnetzelmonster, dass den privaten Ermittler gekillt hat. Und da ist Pyramidhead und kämpft gegen das Schnetzelmonster und keine Sau weiß, wieso, außer natürlich, dass die Macher bestimmt dachten, dass das ein richtig cooler Kampf wird. Sie haben sich geirrt. Der Pyramidenkopf gewinnt, indem er das Schnetzelmonster enthauptet und das wars dann hier.

Heather/Sharon, Harry/Chris und Vincent/OhnePseudonym gehen nach Hause, aber Harry will nicht mit. Rose ist noch irgendwo in Silent Hill und er muss sie finden. Aber Sharon soll ihr Leben leben und glücklich werden und sülz. Und wenn sie nicht in der Hölle schmoren, lebten sie glücklich, bis ans Ende ihres Daseins.

Wie zu erwarten, reicht der Film einfach nicht an den sehr guten Vorgänger heran. Es ist alles mindestens eine Stufe schlechter und belangloser. Der creepy Shit wird zu willkürlich eingesetzt, der Irrsinn wirkt zu gewollt und die Story nur als Mittel zum Zweck. Passend zu alledem, gibt es noch eine Post-Credit-Szene, in der nichts weiter passiert, als das Pyramidhead einmal durchs Bild latscht. Die Macher haben scheinbar selbst gewusst, was hier verkehrt läuft und beweisen immerhin Eigenhumor. Ich gehe die Hölle erforschen …