Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Vergangenheitsaufarbeitung für Filmfanatiker mit psychischen Schäden

So ein bisschen könnte man sagen, der heutige Film ist ein wenig der Vorreiter von SCREAM. Aber wirklich nur ein bisschen, denn eigentlich hat er absolut nichts damit zu tun.

POPCORN – USA -1991 – 91 Min.

Regisseur Mark Herrier kennt keine Sau, was daran liegt, dass er nur bei diesem Film auf dem Stuhl saß und ansonsten alle Jubeljahre mal vor die Kamera tritt, um eine Nebenrolle in einer Serienfolge zu übernehmen.
Autor Mitchell Smith hat noch weniger geleistet. Aber sein Co-Autor Alan Ormsby, der hat das Drehbuch zu CAT PEOPLE geschrieben und bei MULAN … irgendwas gemacht.
Müssen es wohl die Darsteller Jill Schoelen, Tom Villard oder Derek Rydall retten, die auch kein Schwein kennt. Aber da ist ja noch Dee Wallace und die war überall dabei: E.T. THE HOWLING. CRITTERS. THE HILLS HAVE EYES. Und fast 250 weiteren Produktionen. Ich sage ja: Überall. Mit dieser geballten Erfahrung kann das hier ja wohl kaum schlecht werden. Holt das Popcorn raus, es geht los:

Es beginnt mit einem Traum. Feuerwerk. Ein Mädchen. Eine Fackel. Irgendein Honk, der aussieht wie eine schlechte Kopie von Vigo der Karparte. Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, wie grauenhaft ich Traumsequenzen finde? Ganz besonders zu Beginn eines Films. Die Träumerin hat diesen Traum wohl öfter und macht sich Aufzeichnungen, weil sie daraus einen Film machen will. Na, Meta und so, was? Ein bisschen wie SCREAM. Ihre Mutter kriegt derweil einen Anruf von irgendeinem Irren, der mit verzerrter Stimme irgendwelchen Quatsch labert. Erinnert ein bisschen an SCREAM … okay, ich höre jetzt auf, darauf hinzuweisen, ihr merkt es schließlich sicher selbst.

Mark ist sowas von geil auf Maggie, dass er ihr direkt die Zunge in den Hals schiebt. Die will sich aber auf ihr Drehbuch konzentrieren und hat keine Zeit für einen Freund. Wartet … die sind kein Paar und Mark macht hier einfach den Schlabberlappen vom Dienst ohne zu fragen? Wenn noch jemand einen Grund für den verstärkten Feminismus braucht, wendet euch an Mark.

Im Filmkurs werden grandiose Einsichten getätigt. Wusstet ihr beispielsweise, dass in POLICE ACADEMY 5 mehr Charakterentwicklung und sozialer Kommentar steckt als in allen Ingmar Bergmann Filmen? Wieder was gelernt. Die Schüler sind übrigens die Leute, die heute in Hollywood die Filme machen. Hier entscheiden sie aber erstmal, dass früher alles besser war und wollen einen Horror-Kino-Abend veranstalten, bei denen Filme mit Gimmicks aus den 50ern und 60ern gezeigt werden. Also sowas wie Spectrovision oder Geruchskino. Klarer Verweis hier auf William Castle, der gerne mal mit solchen Spielereien herumgefuckelt hat. Nette Sache.

Das alte Kino muss ein wenig auf Vodermann gebracht werden und dazu holt man Dr. M zur Hilfe, der schon Kinos betrieben hat, als es nur Diashows gab. Zu Reggae-Musik wird dann renoviert und ich sollte vielleicht ewähnen, dass der Film in Jamaika gedreht wurde. Warum, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich Reggae absolut grauenhaft finde. Ich glaube irgendwo in dieser Montage versteckt sich auch der Humor dieser Horrorkomödie, aber ich finde ihn nicht.

Die Gruppe guckt einen eigenartigen Film names „Possessor“ von Regisseur Lanyard Gates, der seine Familie umgebracht hat und der Typ ist, von dem Maggie dauernd träumt. Das findet Mutti eher beunruhigend und will, dass sie nicht mehr ins Kino geht. Außerdem kriegt sie wieder einen Anruf von dem komischen Typen und der ist scheinbar besagter Lanyard Gates und er will Maggie haben. Keine Ahnung, was Mutti und Lanyard miteinander zu tun haben, aber ich bin sicher, wenn ich es erfahre wird es nicht den geringsten Sinn ergeben. Mutti … träumt die jetzt auch oder was ist das? Sie tapert durchs Kino und Lanyard erscheint au der Leinwand und dann wird sie verfolgt und ich glaube sie stirbt. Eine Sache weniger, um die ich mir Gedanken machen muss.

Der Horror-Film-Abend steht an und zur Feier des Abends haben sich die Filmstudenten in Kostüme geschmissen. Mark kommt auch vorbei und hat irgendeine Schnickse im Arm. Maggie scheint eifersüchtig. Kommt schon, das Fass müsst ihr wirklich nicht aufmachen. Killt Mark einfach und gut ist.

Ehre, wem Ehre gebührt: Die Szenen im Kinosaal sind schon eine feine Liebeserklärung an das Horrorkino der 50er und 60er. Den Moskito-Streifen würde ich mir ohne zu Zögern angucken. Hinter der Leinwand wird der Lehrer durch eine Fehlfunktion von einem Riesenmoskito aufgespießt, der wohl über die Zuschauer fliegen sollte. Ich frage mich gerade, wo die eigentlich das Geld für den ganzen Krempel herhaben. Kino gemietet, Riesenmoskito gebaut, Kostüme ohne Ende usw. Hatte die Uni ein gutes Jahr und zu viel Knete übrig oder wie sollen die das finanziert haben?

Der tote Lehrer wird weggeschleift. Es ist also ein Killer im Kino unterwegs. Wer wird es sein? Maggie? Maggies Mum? Maggies Stiefbruder Lanyard Gates? Das mit dem Stiefbruder ist natürlich nur geraten, aber irgendeine Verbindung gibt es da hundertprozentig.

Maggie macht jedenfalls alle kirre mit ihrer Theorie, dass Gates persönlich im Kino ist und Leute morden will. Da startet nebenbei gerade Film Nummer 2 „The Amazing Electrified Man“. Warum bin ich nicht bei diesem Filmabend dabei? Das klingt alles traumhaft.

Mark kriegt von irgendeinem Typen eine verpasst, der sich neben Marks Blondine gesetzt hat. Die Blondine könnte es nicht weniger tangieren.

Ah, Moment. Lanyard Gates hatte eine Tochter namens Sara und die ist igendwie Maggie und deshalb killt er rum. Also, so reime ich mir das gerade zusammen. Sinn ergibt es ohnehin nicht im Geringsten, was hier passiert. Die Filme im Kino sind viel geiler, glaube ich. Da brutzelt immerhin gerade Elektroman die Bullen weg und lacht böse.

Tina macht mit dem Lehrer rum und ihr ahnt es schon: Der Killer trägt die Gesichter seiner Opfer, weil Leatherface und so. Tina ist natürlich des Todes. Mark und Maggie sind saudoo und sperren sich versehentlich aus. Maggie kommt gerade darauf, dass sich Killer Gates tarnt … sagt mal, habe ich was verpasst oder woher weiß die das erstens alles und warum bleibt sie dabei zweitens so ruhig, als würde sie von einem Picknick im Stadtpark erzählen? Sollte die nicht etwas aufgeregter sein, wenn sie davon überzeugt ist, dass da ein Killer rumläuft?

Im Vorführraum wird der Vorführer gegrillt wie auf dem elektrischen Stuhl. Stromausfall und jemand muss das Licht wieder anschalten. Also tapern alle durch die Finsternis. Um das Publikum zu unterhalten hat man passend zum Horrorabend eine Reggaeband eingeladen die jetzt auftritt und von der aus irgendeinem Grund jeder im Kino die Texte kennt.

Maggie trifft Lanyard Gates und der hält sie für Sara und will sie mit ihrer Mutter zusammenführen und ich raffe es ernsthaft nicht. Hatte die Mutter was mit Gates? Heißt Maggie in Wirklichkeit Sara und niemand hat es ihr verraten? Und warum wirkt hier pötzlich wieder alles wie eine grauenhafte Traumsequenz? Okay, Maggie erinnert sich jetzt: Sie ist wirklich Sara, die einzig Überlebende von Lanyards Mörderaction. Und ihre Mutter war eigentlich ihre Tante und Gates will jetzt den Job beenden.

Bevor er den Job beendet: Kann Lanyard Gates bitte die beschissene Band killen? Dieses fröhliche Gedudel ist einfach nicht zu ertragen.

Oh, der Strom ist wieder da und der dritte Fim kann starten: „The Stench“ im atemberaubenden Aroma-Rama.

Lanyard Gates führt Maggie seine Masken vor und es stellt sich heraus, es ist gar nicht Lanyard Gates, sondern der Filmstudent Toby, der bei Lanyard Gates Mordgemetzel und anschließedem Feuer seine Familie und sein Gesicht verlor und wegen den Verbrennungen Masken tragen muss. Und er gibt natürlich Maggie die Schuld. Und er will die Aufführung von „Possessor“ exakt nachstellen, damit die Dinge wieder in Ordnung sind und seine Familie nicht sterben muss. Für eine Sekunde dachte ich, die sind so grandios und bringen hier echt noch eine Zeitreisestory mit rein. Aber nein, Toby ist einfach nur irre.

Blondine Joy sagt Mark, dass seine Maggie mit Toby rummacht und sie sicher zu ihm gegangen sind. Mark geht zu Toby nach Hause und findet heraus, dass er irre ist.

Das Kino wird passend zum Film mit stinkendem Rauch zugenebelt. Toby unterbricht aber einfach den Film, um seine nachgestellte Premiere durchzuziehen. Mark klettert am Kinoschild hoch, um den Tag zu retten. Die Zuschauer halten es natürlich alles für Show. Der sorgt für den hundertsten Kurzschluss hier und der Moskito segelt von der Decke und spießt Toby auf. Das Publikum ist begeistert.

Ich auch, denn der Streifen ist vorbei. Abgesehen von den netten nachgestellten Horrorklassikern, war das hier irgendwie recht lahm und verworren. Aber eine Liebeserklärung an das Horrorkino von früher kann man nicht komplett abstrafen. Ich gehe den Tingler gucken …

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Wiedererweckte Freibeuter auf Rachekurs

Entgegen besserem Wissen passiert es auch mir, dass ich hin und wieder über einen Film stolpere, der aus der Grützenschmiede Asylum stammt. Ihr wisst schon, die Nasen, die für SHARKNADO und ähnlich langweiligem Krampf verantwortlich sind, der so sehr Trash sein will, dass er das genaue Gegenteil ist und einfach gar nichts mehr funktioniert. Aber ich glaube, beim heutigen Film wollte man nicht bewusst in die Trashecke gehen, was natürlich bedeutet, dass er trotzdem totale Scheiße sein wird, aber nicht ganz so gewollt wie der meiste Asylumkram. Ich kann mich aber auch irren und es wird doch wieder nur generierter Müll von der Stange.

JOLLY ROGER: MASSCARE AT CUTTERS COVE – USA – 2005 – 80 Min.

Regisseur und Drehbuchautor Gary Jones ist eigentlich eher im Bereich der visuellen Effekte zuhause, aber hin und wieder hat er auch mal Regie geführt. Bei so Granaten wie BOOGEYMAN 3 und ungefähr 42 verschiedenen Weihnachtsfilmen, die alle im Jahr 2015 erschienen. Dementsprechend dürften sowohl Effekte als auch Regie ausfallen. Also kaum vorhanden.
Co-Autor Jeff Miller ist eigentlich eher als Produzent unterwegs. Und natürlich hat er nur Grütze produziert. Und nur Grütze geschrieben. Wer bei dieser Grütze Regie führte und die Effekte machte, sollte klar sein.
Die Darsteller sind natürlich durch die Bank absolute Pfeifen, die nur in Asylumfilmen und ähnlichem Krampf auftreten dürfen. Außer Kim Little, denn die durfte immerhin beim Dreh zu NEW NIGHTMARE Wes Craven mal nen Kaffee holen oder so. Jedenfalls war sie hinter der Kamera für irgendwas zuständig. Zu mehr Ruhm hat es auch nicht verholfen. Dieser Film wird daran ebenfalls nichts ändern:

Wenn ein Film schon mit einem schlecht zusammengestückelten Pseudo-Heavy-Metal-Geschreddel beginnt, weiß man wohl, was einen die nächsten knapp eineinhalb Stunden erwarten wird. Unter anderem ein lahmer Pärchenabend am Strand, bei dem man sich im ersten Moment fragt, wie diese Leute überhaupt einen Partner finden konnten, aber dann stellt man fest, dass sie alle arschlangweilig sind und sich wohl gesucht und gefunden haben. Während Tom seine berühmten Geistergeschichten zum Besten geben will, auf die absolut niemand Bock hat, finden zwei andere Lahmärsche eine Schatztruhe und erwecken einen Geisterpiraten zum Leben oder so.

Mehr muss zur Story natürlich nicht gesagt werden, denn die Charaktere sind scheißegal, der Geisterpirat sieht kacke aus und ich hoffe wie immer, dass alle einen grauenhaften Tod sterben.

Irgendwo mittendrin gibt es natürlich noch das übliche Drama. So will Jess aufs College gehen und hat Pläne mit ihrem Freund Alex für die Zukunft, aber er will nicht aufs College und deshalb geht der Plan nicht auf oder was weiß ich. Who gives a fuck. Sterbt, ihr Affen. Okay, vorher gibt es noch Brüste zu sehen, das ist natürlich auch absolut okay. Aber wenn du die wieder einpackst, stirbst du gefälligst, ja Mädchen?

Sie kommt gar nicht mehr dazu, die Tüten wieder einzupacken und wird vom Piratenkapitän gespalten. Ihr Stecher machts auch nicht länger und spannend ist schon jetzt anders.

Ebenfalls nicht im geringsten spannend sind Toms Geistergeschichten. Das sieht Piratenpaul ähnlich und schnetztelt ihn und seine Freundin. Meine Herren, ist das alles schlecht. Und mit schlecht meine ich wirklich unerträglich kacke auf allen Ebenen. Der Pirat sieht langweilig aus, die Effekte sind beschissen, die Darsteller darf man gar nicht so nennen, wenn man nicht alle anderen Darsteller der Welt beleidigen will und von den sechs campenden Leuten am Strand sind schon nach zehn Minuten nur noch zwei übrig. Was wollen die denn jetzt hier noch über eine Stunde bringen?

Nun, erstmal die Bullen, die im „Mordfall“ ermitteln und Jess und Alex befragen, denn sie sind die einzigen Zeugen. Oder besser gesagt, sie sind die einzigen, die überhaupt für irgendwas infrage kommen und sind natürlich direkt mal hauptverdächtig. Für Alex ist das gar nicht gut, denn er hat Vergangenheit und so. Jess hingegen war immer lieb und nett und macht sich wenig Sorgen, denn sie sind schließlich unschuldig und der Killer ist ein Geisterpirat.

Alex beweist seine kriminelle Vergangenheit, indem er mit Jessies BH das Schloss einer Tür knackt. Natürlich war der größere Sinn der Szene, dass Jess ihren BH auszieht. Nun, ein voller Erfolg war das nicht, denn man hat leider nichts zu sehen gekriegt. Die beiden hauen also ab, weil die Cops hier natürlich dermaßen unfähig sind, dass sie einfach ausbrechen UND ein Auto klauen können, ohne dass es irgendjemandem auffällt.

Der Pirat köpft derweil einen Typen im Regenmantel und eine Trulla erleidet einen Herzinfarkt oder sowas. Bereits fünf Minuten später stehen die Bullen vor der Tür und finden die Leichen, einfach weil es hier möglichst schnell voran gehen muss, denn sonst könnte der Streifen noch langweilig werden. Ach wartet, ist er sowieso schon … das liegt vermutlich daran, dass der Pirat wahllos irgendwelche Leute schnetzelt, die ich nie zuvor gesehen habe. Und mir ist absolut nicht klar, was eigentlich sein Ziel ist.

Im örtlichen Stripclub gibt es Titten, aber leider auch das grauenhafte Gitarrengeschreddel vom Anfang. Piratenpeter reißt dem Türsteher den Arm aus und die Stripperin scheint das nicht zu tangieren, bis sie ihren Kopf verliert. Was soll diese ganze Scheiße eigentlich? Gebt mir mal irgendwas an Story um den Typen, damit ich das hier raffe.

Der ermittelnde Cop macht sich Vorwürfe, weil immer mehr Leichen auftauchen und das Acting ist wirklich … also … Acting … hier nicht. Deshalb will er aussteigen und erzählt das der Bürgermeisterin, was zu noch mehr Acting … also … ihr wisst schon … nicht mit diesen Darstellern. Natürlich ermittelt er weiter und landet im Stripclub, wo ihm vom Piraten erzählt wird, dessen Kostüm ziemlich „schwul“ war, wenn ich mal zitieren darf. Die Aufnahmen der Überwachungskamera, die oben in einer Ecke hängt, aber in der Lage ist, aus ungefähr 42 verschiedenen Winkeln zu filmen, wie das Video beweist, bestätigt das. Also nicht, dass das Kostüm „schwul“ ist, sondern, dass der Killer ein Pirat ist.

Jess und Alex finden heraus, dass der Pirat Jolly Roger heißt, was schon alleine an Einfallslosigkeit kaum zu unterbieten ist und dass er mal irgendwas mit Spaniern gemacht hat, irgendwann, als Piraten noch auf den Meeren unterwegs waren. Und er hat eine Liste mit Opfern oder so. Keine Ahnung, ich habe bereits vor 60 Minuten das Interesse verloren. Und da lief der Film noch gar nicht. Jedenfalls hat natürlich die Bürgermeisterin damit zu tun und steht auf der Todesliste. Und zwar ist es alles damals so gelaufen: Die Gründer des Kaffs Cutters Cove waren, wie der Name des Kaffs schon vermuten lässt, Piraten und haben Roger gekielholt, um das Piratenleben aufzugeben und das Kaff zu gründen. Und jetzt nimmt Jolly Roger Rache an den Nachfahren der Piraten. Ich hoffe ich bin nicht der Einzige, der den Sinn in dem ganzen Krampf nicht wirklich nachvollziehen kann.

Die Bürgermeisterin verreckt und Alex und Jess treffen den ermittelnden Cop, der den Piratenschatz durch die Gegend fährt, weil … ich weiß es doch auch nicht … woher weiß er überhaupt, wo der Schatz war? Und warum steht er vor dem Haus der Bürgermeisterin, um auf die beiden Honks zu warten? Egal. Er wird eh von Roger abgeknallt. Alex nutzt die Gelegenheit und schnappt sich Rogers Säbel, um den damit zu köpfen und das wars hier. So unspektakulär, wie der ganze Fim war, ist passend dazu auch das Ende.

Der Cop hat natürlich überlebt und so wurde Alex nicht für die Morde verantwortlich gemacht. Also sind sie alle glücklich und zufrieden, aber dann taucht die Schatztruhe wieder auf und mit ihr Jolly Roger, der den cop schnetzelt. Jess schreit und ich werde leider nicht sehen, wie sie ebenfalls geschnetzelt wird. Ist aber vielleicht auch ganz gut so. Ich gehe Piratenschätze suchen …

Sumpfige Leichenwanderung unter Abwesenheit von Alligatoren

Graben wir uns doch mal wieder durch die absoluten Untiefen des Genrefilms. Da gibt es so schön viel Müll.

THE ALIEN DEAD – USA – 1980 – 74 Min.

Regie führte hier Fred Olen Ray, ein Mann, der bisher 155 Filme gemacht hat, von deren Titeln in ungefähr 142 das Wort „Bikini“ vorkommt. Es grenzt quasi an ein Wunder, dass ich zufällig einen ohne „Bikini“ genommen habe.
Das Drehbuch hat er gemeinsam mit Martin Nicholas verfasst, der sonst absolut nix geschrieben hat und nur mal als Hausmeister durch einen anderen Film laufen durfte.
Hauptdarsteller Buster Crabbe, der hier Sheriff Kowalski mimt, kann man als einen der ersten B-Movie-Stars bezeichnen. In den 30ern spielte er unter anderem FLASH GORDON und BUCK ROGERS sowie einige Westernhelden wie Billy The Kid in zahlreichen Low Budget Western. Der folgende Krampf ist quasi sein B-Movie-Abgang, denn er starb kurz darauf. Ob dieser Film zur Trauer beiträgt, darf bezweifelt werden.

Journalist Tom Corma tippt auf seiner Schreibmaschine herum und erzählt diese Geschichte aus einem Kaff, in dem niemand jemals vermutet hätte, dass da irgendwas Außergewöhnliches passieren könnte. Nebenbei zeigt das direkt mal die Attitüde, dass alles immer größer sein muss heutzutage. Heute spielen alle Filme in großen Städten, aber hier schippern Mr. und Ms. Griffith durch einen Sumpf am Arsch der Welt und unterbieten sich gegenseitig in ihrer darstellerischen Leistung. Ms. Griffith säuft ab, also muss ich zumindest nur noch einen von beiden ertragen.

Journalisten und Polizisten pokern und labern irgendwelchen Quark, dann kommt Mr. Griffith rein und … Acting.

Eine Blondine wird von einem Zombie … geirgendwast.

Tom ist am See und recherchiert. Dabei überrascht er Ms. Michaels, die gerade schwimmt und eindeutig viel zu viel dabei an hat. Tom ist sowas von investigativ, dass er weiß, dass im Sumpf eigentlich Alligatoren sein sollten, aber die sind alle weg. Mr. Michaels hat keine Erklärung dafür, außer natürlich ein deutsches Flugzeug, dass im zweiten Weltkrieg in den Sumpf gestürzt ist und selbstverständlich haben Indianer auch was damit zu tun und dann ist da ja noch das Riesenopossum … Leider endet der große Verschwörungsdialog und Tom geht spazieren, weil er gerade erfahren hat, dass es Opossum zum Essen gibt.

Eine Brünette und ihr Freund streiten sich und … Acting.

Die Brünette wird von einem Zombie verfolgt und sie stellt sich natürlich absolut dämlich an und stirbt.

Tom und Miss Michaels machen im Busch rum und finden die Leiche von Ms. Griffith. Da der Sheriff nichts unternehmen will, wird Tom persönlich den Sumpf nach Hinweisen absuchen. Vermutlich mit Miss Michaels, denn beim Rumknutschen finden sich Hinweise am besten.

Ein Holzfäller wird von den Zombies … gestreichelt. Okay, er wurde gefressen, es sah nur nicht danach aus. Seine Frau klingt exakt wie die Mutter von Brian von Nazareth, aber ich glaube nicht, dass Terry Gilliam hier mit was zu tun hatte. Sie wird von den Zombies auf eine Mistgabel gespießt und … Acting.

Tom und MM (wie ich Miss Michaels ab jetzt abkürzen werde) knutschen auf einem Boot rum und werden von den Zombies … geschüttelt. Also hauen sie ab. An Land wartet schon der Sheriff und glaubt nicht an Zombies. Stattdessen hat er eine Belohnung auf den Alligator ausgesetzt, der seiner Meinung nach Ms. Griffith gekillt hat. Also wird wohl gleich das gesamte Hinterwäldlerkaff im Sumpf rumballern. Könnte spaßig werden.

Tom zieht einen Biologen zu Rate, der mal checken soll, was das für Zombieviecher sind.

Eine nackte Blondine wird von den Zombies … in den See gedöppt. Eigentlich wäre ein Cop zur Stelle gewesen, der sie die ganze Zeit beim Nacktbaden bespannt hat, aber ausgerechnet kurz vor der Zombieattacke muss er zurück zu seinem Funkgerät. Der Sheriff hat nämlich irgendwas Verdächtiges am Highway, das unbedingt inspiziert werden muss.

Zu Countryklängen aus der Hölle torkeln die Zombies aus dem Wald und fallen über die Leute her, die scheinbar nicht mal in der Lage wären, einer Killerschnecke zu entkommen. Es ist halt schon irgendwie natürliche Selektion, wenn die lahmarschigen Zombies diese nutzlosen Heiopeis erledigen.

Ich glaube, es folgt sowas wie ein Rückblick. Ganz sicher kann man da nie sein, denn hier sieht einfach alles gleich aus. Jedenfalls erinnert sich wohl Ms. Hawkins, dass irgendwas explodiert ist oder so. Ich raffe es absolut nicht, weil man nichts erkennt, nichts gesagt wird und die Effekte komplette Grütze sind. Gehen wir einfach mal davon aus, dass ein Meteor eingeschlagen ist, weil ich das Wort gerade aufgeschnappt habe und hinterfragen nichts mehr.

Viel Zeit zum Hinterfragen bleibt ohnehin nicht, denn wir kommen zum großen Finale, voller lahmer Zombies, kreischender Frauen und einem Typen mit Schrotflinte. Was hier wie die Mörderaction klingt, könnte kaum langweiliger sein. Die letzten Überlebenden verschanzen sich in einer Hütte und schmiedet den genialen Plan, mit dem Auto abzuhauen. Dazu lenkt Miller die Zombies ab, indem er … irgendwas Explodierendes durch die Gegend wirft und sich fressen lässt.

Unser Liebespaar Tom und MM sind die letzten und rennen zum Auto …. wo zur Hölle steht das bitte? Müssen die durch den ganzen Wald? Moment mal, wer hat da jemanden am Baum aufgehangen? Zombies machen sowas nicht. Und warum nehmen die jetzt das Boot? Das war nicht der Plan? Wo ist das Auto? Das ergibt alles keinen Sinn.

Dass der Film dann vorbei ist nebenbei auch nicht, aber immerhin muss ich mich nicht noch länger quälen. Ich gehe im Sumpf nach Leichen tauchen …

Tollwütige Kleinstadtinvasion der fehlinterpretierten Freiheitsbewegung

Die 70er gelten wohl gemeinhin als Hochphase des Horrorfilms. Oder zumindest kam das Genre dann im Mainstream an. Ob das eine gute Entwicklung war, lasse ich mal dahin gestellt. Ob es anfangs des Jahrzehnts besser war, finden wir heute heraus, mit folgendem Film:

I DRINK YOUR BLOOD – USA – 1970 – 83 Min.

Regisseur und Drehbuchautor David E. Durston hat in seiner relativ kurzen Laufbahn nichts weiter Erwähnenswertes fabriziert.
Gleiches gilt für die Darstellerriege bestehend aus so illustren Namen wie Bhaskar Roy Chowdhury, Riley Mills, Jadin Wong und Rhonda Fultz.
Also alles gegeben für einen guten Schrottfilm.

Irgendein nackter Typ ist Steinbock. Oh, und Satanist. Und Hippie. Ja, hier geht es um satanistische Hippies, die nackig ums Feuer stehen und Blut trinken. Was habt ihr von einem Film aus den 70ern bitte erwartet? Moment mal, warum hat die eine Trulla da ein hässliches Kleid an? Das ist ja mal so gar nicht in Satans Sinne, würde ich sagen. Und Hippies waren ja wohl immer nackt, wie historische Aufzeichnungen eindeutig beweisen. Die ist bestimmt eine Spionin.

Keine Spionin ist Sylvia. Und wenn, dann ist sie keine gute, denn sie wird entdeckt und stolpert am nächsten Morgen ins Dorf, weil … keine Ahnung. Vermutlich haben die Satan-Hippies etwas ganz Schreckliches mit ihr angestellt. In dem Kaff leben nebenbei genau 40 Menschen, aber Ober-Satan-Hippie Horace sagt, dass es bald 48 sein werden. Pfft, solche Unlogik zerstört doch wirklich das Gesamtbild. Als ob Hippies Mathe konnten.

Im Ort wird ein Damm gebaut und ich habe keine Ahnung, ob das noch irgendeine Rolle spielen wird, aber es wird halt erwähnt, also mache ich das auch mal.

Hippie Horace hat noch nicht alle seine 7 Leute überzeugt und muss ein paar Ohrfeigen verteilen und mit Häutung drohen, damit alle mitmachen bei was auch immer die überhaupt vorhaben. Erstmal jedenfalls ein Haus besetzen, in dem es vor Ratten wimmelt und dementsprechend auf Rattenjagd gehen. Irgendwas muss man schließlich grillen. Denn Hippies haben immer gegrillt. Leider zeigen das die historischen Aufzeichnungen nicht.

Vielleicht sollte ich kurz auf die Zusammensetzung der Hippie-Gruppe eingehen, denn die setzt sich aus Mann und Frau und schwarz und weiß und asiatisch zusammen und der Schwarze stellt mal klar, dass Satan schwarz ist. Die Asiatin darf einen Typen aufschlitzen, damit das tägliche Opferritual nicht zu kurz kommt. Und die eine trägt immer noch das selbe hässliche Kleid wie am Abend zuvor.

Sylvias Opa recherchiert mit seiner Schrotflinte und findet die Hippies, wie sie gerade die Leiche von dem geopferten Typen schaukeln. Horace zeigt sich unbeeindruckt von Opa und tritt auf seine Brille. Man Opa, wozu hast du bitte die Flinte mitgenommen? Was ist der Typ für ein Lappen? Ein kleiner Junge sucht seinen Großvater und Horace schnappt ihn sich nach einer spannenden Verfolgungsjagd inklusive Stockabwehrgeschwinge. Die Frauen verderben Horace aber den Spaß und wollen, dass er die beiden gehen lässt. Vorher hat Opa aber noch ne Ladung LSD gekriegt, weil Hippies sind immer auf Droge. Ganz besonders die Satanistischen. Historisch aufgezeichnet.

Der Junge geht in den Wald und nimmt ein Gewehr mit. Wie viele davon hat Opa da rumliegen, wo die Kinder rumrennen? Der Junge knallt einen tollwütigen Hund ab und niemand weiß, was das mit dem Rest der Story hier zu tun hat. Zumindest ich nicht. Aber das wird sicher noch erklärt … die Blutprobe, die der Junge von dem toten Hund nimmt, könnte ein Hinweis sein. Nur auf was weiß ich nicht.

Aha, er spritzt das Tollwutblut in Muttis Kuchen und verkauft ihn an die Hippies. Ja, die Hippies mögen satanistische Irre sein, ohne Job und ohne Geld, aber sie bezahlen für ihren Kuchen. Eigentlich ganz nette Leute.

Hippie Andy schnackselt mit Sylvia rum und Horace spielt Russian Roulette mit den anderen, ohne dass die vorher gefragt wurden. Nebenbei geht es allen nicht so gut und die Sache ist eindeutig: Die Bäckerei muss abgefackelt werden.

Das unbedachte Kuchenessen zeigt seine Nebenwirkungen und der schwarze Hippie sticht einen anderen ab. Mit einer Axt bewaffnet geht er auf die anderen los und ich frage mich, warum mich interessieren sollte, ob der die jetzt schnetzelt oder selbst geschnetzelt wird. Letztlich wird aber niemand geschnetzelt und er jagt eine der Frauen mit einem abgetrennten Bein aus dem Haus.

Horace tickt dann auch aus und verstört Autofahrer mit seinem Säbel (und nein, das ist kein Synonym für ein Körperteil, denn jetzt gerade sind die Hippies angezogen).

Andy ist das mal wieder alles zu doof und er geht mit Sylvia rumschnackseln. Kann mir eigentlich mal jemand erklären, warum die sich mit dem Typen abgibt, nachdem er und seine satanistischen Hippiebuddys sie in der Nacht … gewasauchimmert haben? Andy flennt rum und will seine Freunde verraten, weil die so irre sind.

Wisst ihr noch der Damm? Der ist völlig egal, aber eine von den Hippietrullas lockt die Arbeiter ins Hippiehaus. Die finden eine Leiche, was nicht schwer ist, wenn man bedenkt, dass die mitten im Wohnzimmer liegt, und weil sie so toughe Typen sind, rufen sie nicht etwa die Polizei, nein, sie gehen auf den Dachboden, wo sie vom tollwütigen Horace massakriert werden. Helden sucht man hier vergeblich. Nur Vollidioten zu finden.

Der Junge hat Andy und Sylvia verfolgt und verrät die Tollwutblutkuchen Sache. Andy hat aber keinen Kuchen gegessen, denn er wollte sich an Sylvias Kuchen laben. So zumindest meine Vermutung.

Die Hippies ticken nach und nach alle ab und die Population des Kaffs wird etwas dezimiert von 48 auf die 5, die sowieso schon den ganzen Film über zu sehen sind. Allerdings sind nicht nur die Hippies tollwütig, sondern es hat sich auch auf andere übertrage und jetzt sind alle irre. Bis auf die 5, die man eben sowieso schon den ganzen Film über sieht.

Satanistische Hippies mögen zwar hin und wieder eine Ziege opfern, aber sie sind immer noch Hippies und lieben alle Tiere. Deshalb klaut Tollwut-Horace eine Schlange.

Die Asiatin fackelt sich selbst ab. Horace und der Schwarze gehen ins Schwertduell. Die Arbeiter reißen das Dorf ab und ich schätze, die Fertigstellung des Damms wird sich verzögern.

Die Bullen kommen und ballern ohne nachzufragen direkt auf alles, das sich bewegt. Zwei Frauen und der Junge sind die einzigen Überlebenden. Und ich natürlich, denn bei solchen Streifen steht mein Leben prinzipiell immer direkt mit auf dem Spiel. Ich gehe Hippies für eine Opferzeremonie suchen …

Fortsetzende Höllenwelterkundung

Wenn man sich auf eine Sache wirklich verlassen kann, dann darauf, dass Videospielverfilmungen scheiße sind. Aber Moment, es gibt da tatsächlich so ein oder zwei, die man als gute Filme bezeichnen könnte. Da das natürlich so nicht stehen gelassen werden kann, muss man die dann durch eine grottige Fortsetzung zerstören. SILENT HILL ist meiner Auffassung nach die beste Videospielverfilmung. Zugegeben, die Messlatte liegt niedrig, aber der Streifen hat einfach eine tolle Atmosphäre und bringt den Horror der Spielereihe ziemlich gut rüber. Sicher gibt es auch ein paar Punkte, die man kritisieren könnte, aber dann guckt man einfach Teil 2 und merkt direkt, dass das alles von Beginn an viel schlimmer hätte sein können.

SILENT HILL: REVELATION – Kanada – Frankreich – USA – 2012 – 95 Min.

Regie übernahm hier Michael J. Bassett, der eigentlich Tierdokus macht und hin und wieder mal eine Serienfolge. Das Drehbuch steuerte er hier auch direkt bei und das kann dann natürlich gar nichts gutes mehr bedeuten.
Kit Harington kennen wir natürlich alle als Jon Snow aus GAME OF THRONES und wenn wir Glück haben dann in der Zukunft aus nicht mehr viel anderem, denn eine Schauspielkoryphäe ist er nicht gerade. Carrie-Anne Moss sollte jedem ein Begriff sein, lief sie doch schon in der MATRIX-Trilogie an Wänden entlang und trug in MEMENTO zur Verwirrung bei. Malcolm McDowell tickte in A CLOCKWORK ORANGE aus und Adelaide Clemens war in THE GREAT GATSBY neben Leo zu sehen. Außerdem sind Sean Bean und Radha Mitchell aus dem Vorgänger wieder dabei. Über mangelnde Starkraft kann man sich also nicht unbedingt beschweren. Das wird aber natürlich nicht helfen:

Ein Mädchen wird durch einen Horrorvergnügungspark verfolgt. Habe ich eigentlich mal erwähnt, wie viel Potenzial so ein Setting hätte, wenn die Filmemacher nicht zu unfähig wären, daraus mal was cooles zu machen? Das komische Höllenmädchen erscheint und die Verfolgte fackelt ab. Aber es war alles nur ein Traum. Und sie ist die Tochter von Sean Bean, der jetzt nicht mehr Christopher heißt, sondern Harry. Sie heißt nebenbei Heather und hat Geburtstag, deshalb kriegt sie von Harry eine schicke Weste geschenkt und freut sich ihres Lebens.

Ach, wartet mal: Harry ist Christopher und Heather ist Sharon aus Teil 1, die jetzt mit neuem Namen unterwegs sind, weil … keine Ahnung. Aber ich dachte, Sharon wäre in Teil 1 zusammen mit Mutter Rose gestorben. War das nicht der große „Twist“ am Ende oder hab ich da was falsch verstanden? Ah, sie dröseln es auf und irgendwie ergibt es nicht den geringsten Sinn, aber hey, es ist ein Film über eine Höllenwelt in einem Kaff, indem eine Mine seit achttausend Jahren brennt, also wollen wir mal nicht so sein. Jedenfalls hat Rose wohl Sharon zurückgebracht und ist dann erst gestorben oder sie war schon tot und hat sie trotzdem zurückgebracht oder wasauchimmer. Sharon lebt noch und heißt jetzt Heather, das muss uns reichen.

Heather muss durch die einzig wahre Hölle und geht zur Schule. Unterwegs wird sie von einem Penner angequatscht, der meint, sie zu kennen, aber die spricht nicht mit Fremden. In der Schule ist sie die Neue und stellt direkt mal klar, dass sich alle ihre dummen Sprüche sparen können, weil sie eh nur Kacke im Kopf haben. Kit Harington aka Vincent ist ebenfalls neu und hat nichts zu sagen, was ihn schon mal recht uninteressant aber zumindest einigermaßen sympathisch macht. Fresse halten ist schließlich immer eine gute Sache.

Heather hat ständig Visionen von Silent Hill. Selbst in der Schule bleibt sie davon nicht verschont. Immerhin sieht die Höllenversion wieder wunderbar creepy aus. Vincent will mit Heather nen Kaffee trinken gehen. Die hat aber keinen Bock auf ihn oder überhaupt jemanden. Es sollte klar sein, dass Vincent ihr jetzt regelmäßig auf den Sack gehen wird und somit direkt alle Sympathiepunkte wieder in die Tonne tritt.

Heather fühlt sich aber erstmal von dem Penner von vorhin verfolgt und will sich mit Harry im Kaufhaus treffen. Der kommt aber nicht. Visionen und so und der Penner ist auch wieder da. Der stellt sich als privater Ermittler heraus, der im Auftrag eines Geheimbundes nach ihr sucht und sie warnt, dass Sie kommen, um sie zu holen. Er erzählt ihr alles über Silent Hill, aber dann kommt ein Vieh und senst ihm die Finger weg. Mehr Antworten wird sie von ihm also nicht bekommen.

Vincent begleitet Heather im Bus nach Hause und es werden tiefgründige Gespräche über Träume, Facebook und Vincents geisteskranken Opa geführt. Harry ist selbstverständlich nicht da und an der Wand steht „Come to Silent Hill“. Vincent der Stalker ist schon wieder da und Heather zeigt ihm ihr Medaillon. Und ihre Knarre. Die Bullen kommen und die beiden hauen ab. Es ist quasi Bonnie & Clyde in Grütze.

Harry hat Heather einen „Wenn du das liest, ist mir was passiert, such nicht nach mir“-Brief hinterlassen. Heather ignoriert das natürlich und will nach Silent Hill. Vincent ist dagegen und wie sich herausstellt, kommt er aus Silent Hill und sein Auftrag ist es, Heather nach Silent Hill zu bringen, aber er will das nicht tun, weil die böse Alessa da regiert und Heather das Gute ist oder so. Quarkstory vom Fließband, wir kennen das. Heather muss das zweite Medaillon finden das wohl Vincents irrer Opa hat. Die Dunkelheit kommt und Vincent wird vom Schnetzelvieh gekillt. Als Heather zu sich kommt, befindet sie sich in Silent Hill.

Im Ascheregen trifft sie Alessas Mutter, die ihr irgendwelchen Krampf erzählt und erklärt, dass sie ihren Vater nicht retten kann. Die Dunkelheit kommt und Heather flüchtet in ein Gebäude in dem Frauen sich in Schaufensterpuppen verwandeln und ein grottig animiertes Spinnenvieh sie und eine andere Frau verfolgt.

An anderer Stelle muss sich Vincent vor seiner Mutter verantworten und wird in die Klapse gebracht. Rein zufällig ist da auch Heather gerade angekommen. Die andere Frau hat es nicht so weit geschafft. Dort knallt sie ein Monster ab und findet Vincents Opa. Der erklärt, dass es viele Silent Hills gibt und ihr Vater überall sein könnte. Nachdem er sich das Medaillon reingeschoben hat, das nebenbei das Siegel des Metatron ist oder so ähnlich, will er Heather killen, aber die reißt ihm das jetzt komplettierte Siegel raus und er zerfällt zu Staub.

In welchen Irrsinn wird Heather als nächstes geraten, wo der Streifen doch nicht mehr ist, als eine Ansammlung von Wahnsinn, nur um möglichst viel Kram unterzubringen? Ah, es ist Pyramidhead, vor dem sie sich aber verstecken kann. Und dann sieht sie zufällig Vincent, der irgendwohin gebracht wird. Und zwar zu den creepy Krankenschwestern, die natürlich auch nicht fehlen dürfen hier. Die schlitzen aber nur die Wachmänner auf und lassen Vincent in Frieden, solange der still ist. Ich frage jetzt mal lieber nicht, warum die den überhaupt ausgerechnet dahin geschoben haben. Es wirkt alles sehr willkürlich. Ein Problem, das auch Teil 1 schon ein wenig hatte, aber da insgesamt dann doch runder. Hier schickt man die Charaktere nur von einem Wahnsinn in den nächsten, mit einer Alibistory, nur damit man möglichst viel Irrsinn unterbringen kann.

Heather ist natürlich zur Stelle und befreit Vincent, der weiß, wo ihr Vater ist und gemeinsam geht es zum Vergnügungspark. Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob es diesem Film gelingt, aus dem Setting was rauszuholen. Ich habe berechtigte Zweifel. Das fängt schon damit an, dass man hier plötzlich den Wahnsinn runterschraubt und nur maskierte Soldaten des Ordens rumlaufen lässt. Die werden von Alessa abgefackelt. Die will auch Heather killen oder sie übernehmen oder wasweißich und geht dann selbst in Flammen auf. Ähm, ja, ich raffs nicht. Was ich auch nicht raffe ist, warum Pyramidhead das Karussel drehen muss, aber vermutlich einfach, damit er auch noch mal zu sehen ist. Um mehr geht es hier ja ohnehin kaum. Das wars übrigens vom Vergnügungspark …

Heather findet Harry, aber natürlich ist auch Vincents Mutter da. Die freut sich, dass sie endlich da ist, denn Heather ist die Erlöserin und blah. Gottblahblah und so, was auch nur wie eine unfassbar schlechte Kopie der Hexenstory des Vorgängers wirkt. Heather gibt ihr das Siegel des Ordens und Mutter verwandelt sich in das, was sie wirklich ist: Das Schnetzelmonster, dass den privaten Ermittler gekillt hat. Und da ist Pyramidhead und kämpft gegen das Schnetzelmonster und keine Sau weiß, wieso, außer natürlich, dass die Macher bestimmt dachten, dass das ein richtig cooler Kampf wird. Sie haben sich geirrt. Der Pyramidenkopf gewinnt, indem er das Schnetzelmonster enthauptet und das wars dann hier.

Heather/Sharon, Harry/Chris und Vincent/OhnePseudonym gehen nach Hause, aber Harry will nicht mit. Rose ist noch irgendwo in Silent Hill und er muss sie finden. Aber Sharon soll ihr Leben leben und glücklich werden und sülz. Und wenn sie nicht in der Hölle schmoren, lebten sie glücklich, bis ans Ende ihres Daseins.

Wie zu erwarten, reicht der Film einfach nicht an den sehr guten Vorgänger heran. Es ist alles mindestens eine Stufe schlechter und belangloser. Der creepy Shit wird zu willkürlich eingesetzt, der Irrsinn wirkt zu gewollt und die Story nur als Mittel zum Zweck. Passend zu alledem, gibt es noch eine Post-Credit-Szene, in der nichts weiter passiert, als das Pyramidhead einmal durchs Bild latscht. Die Macher haben scheinbar selbst gewusst, was hier verkehrt läuft und beweisen immerhin Eigenhumor. Ich gehe die Hölle erforschen …

Schwesternsuche in verhextem Unterholz

Heute kommen wir zu einer der größeren Enttäuschungen, die ich selbst im Kino erlebt habe. Und glaubt mir, davon gab es in den letzten Jahren so einige. Manche stechen aber dann doch nochmal so negativ heraus, dass sie ihren Platz hier auf dem Filmschrottplatz redlich verdient haben. Es geht um eine Hexe, einen Wald, einen Haufen Vollidioten und … Zeitreisen?

BLAIR WITCH – USA – Kanada – 2016 – 89 Min.

Als Regisseur Adam Wingard im Vorfeld verkündete, dass man sich bei der Produktion stark am Original orientieren wolle, war ich erstmal interessiert, wenn auch skeptisch. Schließlich mag ich BLAIR WITCH PROJECT immer noch sehr gerne, aber heute macht man solche entschleunigten und atmosphärischen Horrorfilme kaum noch. Dazu kommt, dass ich Wingards Arbeit nicht wirklich viel abgewinnen kann. Sein viel gelobter YOU’RE NEXT war in meinen Augen absolut generisch und nichts besonderes. Außerdem hat er zu dem grauenhaften V/H/S einen ebenfalls grauenhaften Beitrag geleistet, was immerhin in den Film passte, weil da einfach alles grauenhaft war.
Dass Drehbuchautor Simon Barrett standardmäßig alles für Wingard zu schreiben scheint, machte die Sache auch nicht besser.
Hauptdarsteller James Allen McCune hat es geschafft, im Cast von THE WALKING DEAD unterzukommen, was eigentlich schon alles aussagt, handelt es sich doch um eine Serie, bei der der komplette Cast absolut überfordert ist, wenn er mal wirklich spielen muss, anstatt nur Zombies den Schädel einzuschlagen. Er passt da also perfekt rein. Callie Hernandez war in einer anderen Enttäuschung namens ALIEN: COVENANT dabei und somit ist auch zu ihr alles gesagt. Brandon Scott ist in erster Linie als Voiceactor unterwegs und hat schon dem ein oder anderen Videospielcharakter seine Stimme geliehen, was ihn scheinbar prädestiniert, in diesem Streifen mitzuspielen, in dem die Stimme das Letzte ist, was irgendeinen interessiert. Valorie Curry turnte immerhin mal in einem der TWILIGHT-Schinken rum. Ihr seht, perfekte Grundvoraussetzungen für ein absolutes Desaster oder eine positive Überraschung. Wir wissen, was von beidem es werden wird …

James wurde ein Video zugespielt, aus dem Hexenhaus. Auf dem Video glaubt er, seine verschollene Schwester zu sehen. Namentlich Heather aus Teil 1. Teil 2 wird also ignoriert, was eigentlich eine gute Sache sein sollte, aber ist es natürlich nicht. 18 Jahre nach Teil 1, nach unzähligen Suchen und Aufspürversuchen, meint James also, dass seine Schwester noch in dem Haus ist und beschließt, sich selbst auf die Suche zu machen.Seine Freunde Peter, Lisa und Ashley begleiten ihn, weil sie nichts besseres zu tun haben. Vorher machen sie aber noch Party und filmen den ganzen Scheiß, weil Leute in Found Footage Streifen das nun mal so machen.

Ausgestattet mit ihren Handykameras und einer Drohne, machen sie sich also auf den Weg. Als erstes machen sie einen Abstecher zu Lane und Talia, denn Lane hat das Video angeblich am Waldrand gefunden. Kommen wir also zu dem größten Problem des Films: Alles hier ist einfach nur saudoof. Lane hat also ein Video gefunden, nachdem 18 Jahre lang zehntausend Suchtrupps jeden Millimeter des Walds durchsucht haben. Und es lag einfach so da. Direkt am Wegesrand. Da, wo es sonst scheinbar niemand finden kann. Aber gut, ich will mich nicht jetzt schon zu sehr aufregen, denn es wird noch viel dümmer werden.

Sie latschen also durch den Wald und durch einen Bach und Ashley latscht in irgendwas rein und blutet am Fuß. Merkt euch das, denn das wird noch eklig. Peter verzweifelt komplett am Aufbau seines Zelts und geht Feuerholz holen, damit man sich in der Nacht Gruselstorys über die Hexe erzählen kann. Lane ist da natürlich absolut informiert und erklärt, dass die Hexe so schrecklich ist, dass man schon beim bloßen Anblick tot umfällt. Ich wünsche mir gerade, dass die Hexe einfach hier reingelatscht kommt, damit ich die Kacke nicht länger ertragen muss.

In der Nacht hören sie Geräusche. Jemand tapert wohl durch den Wald und dann schießt jemand. Vermutlich ist Jagdsaison. Lane ist weg und alle suchen ihn. Dann stürmt er aus dem Wald und hat wohl nur nach der Ursache der Geräusche gesucht.

Am nächsten Morgen hängen über den Zelten komische Zeichen (wir kennen ja das Blair Witch Symbol alle, denke ich) und deshalb haben sie alle die Schnauze gestrichen voll und wollen nach Hause. Aber wie sich herausstellt, haben Lane und Talia die Zeichen aufgehangen, weil sie beweisen wollten, dass in dem Wald komischer Scheiß abgeht. Ähm, saudumm? Ja. Logisch? Nein. Passt zum Film? Absolut. Lane und Talia verpissen sich also, bevor sie vor die Fresse kriegen und die anderen suchen ihr Auto.

Erinnert ihr euch noch, wie der eine Trottel im ersten Teil die Karte in den Fluss warf, weil die Karte komplette Kacke war? Nun, hier hat man keine Karte, sondern ein GPS-System. Das ist aber ebenfalls fürn Arsch, denn scheinbar liegt der Blair Witch Wald direkt auf der Lost-Insel und deshalb laufen die trotz GPS immer im Kreis. Deshalb kommen sie wieder da an, wo sie übernachtet haben. Ashley kann nicht mehr laufen, weil ihr Fuß weggammelt. Ich vermute mal, dass niemand Antibiotika dabei hat, also ist sie wohl nicht zu retten. Nicht, dass das eine Rolle spielen würde.

Weil jeder hier einfach nur saudoof ist, wird mal kurz die Drohne in einen Baum geflogen und hängt fest. Peter tapert nachts durch den Wald und sucht mal wieder Feuerholz. Ein weiteres Problem des Films: Die Atmosphäre ist völlig daneben. Überall dröhnt es und kracht es und geht irgendeine Scheiße ab, wodurch nicht die geringste Stimmung aufkommen will, die Teil 1 durch seine ruhige Herangehensweise noch vermittelte. Peter ist unter einem Buam eingeklemmt oder so. Bin mir nicht sicher, denn es ist stockfinster und das Kameragewackel macht es nicht leichter, irgendwas zu erkennen. Und dann holt ihn die Hexe. Glaube ich. Was weiß ich. Es ist alles Bullshit.

Lane und Talia kommen aus dem Wald gestolpert und sind komplett neben der Spur. Passt auf, denn das ist jetzt wichtig und saudoof: Scheinbar sind für Lane und Talia 5 Tage vergangen, während die anderen erst ein paar Stunden im Wald sind. Da sich der Wald ja auf der Lost-Insel befindet, macht das sogar irgendwie Sinn, denn da spielte die Zeit ja auch gerne mal verrückt. Man, wie sich das alles zusammenfügt ist schon wunderbar. Perfektes Writing. Da hat sich wirklich jemand Gedanken gemacht.

In der Nacht hängen wieder die Zeichen über den Zelten und dieses Mal waren es nicht Lane und Talia. Ashley und Talia ticken völlig aus und Ashley ersticht Talia mit einem Stock. Und dann fliegt ein Zelt hoch und es ist wieder überall Gedröhne und Geknalle und Geschrei und Wasweißichnichtnochalles und alle rennen in den Wald.

Ashley pult sich irgendwas ekliges aus dem Bein, das aussieht wie ein eiternder Tausendfüßler. Das hindert sie aber nicht daran, auf einen Baum zu klettern, um die Drohne zu holen. Weil das natürlich, passend zu allem hier, eine saudoofe Entscheidung war, schmiert sie ab und wird von der Hexe geholt. Denke ich. Wer weiß schon, was in diesem Quark wirklich vor sich geht.

James und Lisa latschen durch den Wald und dann kommt der Regen. Mitten in dem Pisswetter finden sie das alte Hexenhaus. James meint natürlich, dass seine Schwester da drin rumschreit, also latscht er rein, weil es eine saudumme Idee ist. Lisa kommt nach, als draußen die Hexe auftaucht. Ja, man sieht die Hexe. Und sie sieht aus wie ein verkrüppeltes Alien, das zuviel Zeit auf der Sonne verbracht hat. Lane taucht wieder auf und ist völlig durchgeknallt und wirft Lisa in die Kellerluke. Lisa kriecht durch ein Loch voller Matsch zurück ins Haus und sticht Lane ab.

Gedröhne, Geknacke, Geknalle und Gedöns. Hauptsache laut und jede Stimmung killend. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, landet ein UFO im Garten. Oder was auch immer. Jedenfalls strahlt plötzlich helles Licht ins Haus. Könnte natürlich auch das Licht von der Lost-Insel sein. Wer nebenbei genau aufpasst, stellt fest, dass die Aufnahmen von Lisas Kamera die sind, die Lane James zugeschickt hat. Zeit und so. Alles völlig banane hier.

James hat den Plan. Sich in die Ecke stellen und auf keinen Fall die Hexe anschauen. Was macht er also? Er dreht sich um. Es ist alles so unglaublich dumm, dass es nicht mehr zu ertragen ist. Lisa ist als letzte übrig und hat ebenfalls einen Plan. Rückwärts aus dem Haus latschen und dabei die Kamera nach hinten richten, um darin zu sehen, was hinter ihr abgeht. Gar nicht mal so doof. Bis sie sich natürlich ebenfalls umdreht. Absolut doof.

Alle tot. Ich habs irgendwie überlebt. Aber ich habe das ungute Gefühl, ein ganzes Stück dümmer geworden zu sein. Ich drehe mich nicht um …

Tanzende Monsterbeschwörung auf abegelegenen Gefängnisinseln

Ein weiteres Jahr Filmschrott steht uns bevor. Und da ich bekanntermaßen groß darin bin, Dinge anzukündigen, die ich dann nicht einhalten kann, mache ich das auch dieses Jahr wieder. Denn ich habe ein paar Änderungen für den Filmschrottplatz geplant. Oder sagen wir besser „Erweiterungen“. Die Resonanz auf meine Besprechungen geht immer weiter zurück und mich beschleicht das Gefühl, dass sich das System ein bisschen abgenutzt hat. Deshalb will ich hier mal etwas frischen Wind reinbringen. Vermutlich gelingt mir das dann so 2025 rum, also abwarten. Bis dahin gibt es aber erst mal weiterhin die üblichen Schrottfilme und wir rocken mal wieder in das Schrottjahr:

SLAUGHTERHOUSE ROCK – USA – 1988 – 90 Min.

Dimitri Logothetis führte Regie und viel mehr gibt es über ihn auch nicht zu sagen. Er schrieb zuletzt die Drehbücher für die neuen Kickboxerfortsetzungen und das ist wohl wirklich alles, was man über ihn wissen muss.
Dieses Drehbuch wurde von Ted Landon geschrieben und das einzig absolut nicht erwähnenswerte zu dem Typen wäre noch, dass er hier im Film mitspielt. Für ein paar Sekunden. Mitgeschrieben haben auch noch Sandra Willard, die ansonsten nur für Kinderzeichentrickserien geschrieben hat. Und Nora Goodman, über die ich nur sagen kann, dass sie nicht mit John Goodman verwand ist, was aber ohnehin nichts geholfen hätte hier.
Jetzt könnte man natürlich sagen, bei dieser völlig wirren Mischung, können es nur die Darsteller retten. Nun, da wäre erstmal Toni Basil, die zumindest in EASY RIDER auftauchte, ansonsten aber eigentlich als Sängerin bekannt wurde. Ich persönlich kenne nicht einen Song von ihr. Nicholas Celozzi hatte seine 5 Minuten Ruhm in zwei Folgen vom A-TEAM. Hope Marie Carlton hat im ein oder anderen Trash mitgespielt und war auch mal auf der „Elm Street“ unterwegs. Jeff Speakman begegnete uns hier bereits im LAND OF THE FREE. Alle anderen sind genau so wenig erwähnenswert. Außerdem wird es jetzt mal Zeit, hier loszulegen:

Ratten und Getier krabbelt über ein Skelett in Dreckwasser und irgendwas oder irgendwer bahnt sich langsam einen Weg durch das Seuchengewässer. Ein angeketteter Honk soll sein Opfer sein, aber bevor er erwischt wird, wacht er auf. Ui, toll, eine Traumsequenz direkt zu beginn. Wie innovativ. Wenn das in dem Traum nebenbei Alcatraz gewesen sein soll, dann wohl eher aus einer Zeit irgendwann im Mittelalter. Hätte auch einfach irgendein Burgkeller sein können.

Zeit die Charaktere kennen zu lernen. Und wenn ich „Charaktere“ sage, meine ich natürlich das große Auflaufen der Abziehbilder vom Reißbrett. Und alle haben richtige Scheißfrisuren, wie sich das für die 80er gehört. Alex hat ein Date oder sowas und irgendwelche Hallus von Monstern, die aus der Wand kommen. Nach dem Traum die logische und absolut langweilige Weiterentwicklung. Irgendwie checke ich noch nicht so ganz, was die da eigentlich machen. Es sind zwei Typen und zwei Mädels und sie übernachten in einem Motel oder so. Sind sie im Urlaub? Wohnen die da? Und was hat das jetzt alles mit Alcatraz zu tun?

In der Nacht hat Alex natürlich wieder einen Traum und ich bin jetzt schon unfassbar gelangweilt von der ganzen Nummer. Und jetzt sitzen sie in der Schule. Ich kapiere es wirklich nicht. Die Szenen in der Billig-Disco lasse ich am besten ganz außen vor. Ann brennt es im Zimmer von Alex und er ist hinter Gitterstäben gefangen und ich habe einfach keinen Bock mehr. Und der Scheiß geht noch eine Stunde. Das wird wirklich übel.

Alex erzählt seinen Freunden von den Hallus und die recherchieren. Es gibt nur eine Erklärung: Irgendein Dämon von Alcatraz oder so ist dafür verantwortlich und Alex wurde ausgewählt, weil … ist halt so.

Mit einem Fischerboot macht man rüber zu Alcatraz und da ist es vor allem neblig und dunkel. Gut für die Filmemacher. Dann sieht man kaum was von dem Schwachsinn, der vermutlich folgen wird. Andererseits passiert hier einfach absolut gar nix, außer, dass die Gruppe durch die Gänge latscht und der Spaßvogel der Truppe dumme Witze reißt. Mittlerweile sind es übrigens 6 Leute. Also hat man mehr zum wegschnetzeln. Und damit könnte man jetzt langsam auch mal anfangen, denn sonst kann der Film ohnehin nix, wie bereits festgestellt wurde.

Alex wird von den anderen abgeschnitten und trifft auf eine Frau, die erklärt, dass sie tot und für seine Hallus verantwortlich ist. Sie hat ein Monster freigelassen und braucht Hilfe, um von der Insel frei zu kommen oder so. Richard geht ebenfalls verloren und tapert wie ein Zombie mit Zahnpasta vorm Mund durch die Gegend. Er ist natürlich irgendwie besessen und lockt eins der Mädchen in einen abgelegenen Raum. Die will unbedingt nach Hause, aber vorher kann man natürlich noch schnell ne Nummer schieben. Richard mutiert vor lauter Geilheit zum Monster und muss mit einer Kaffeekanne umgekloppt werden. Das Mädel flieht zum Rest der Gruppe und alle verfolgen Richard. Vielleicht sollte sie den anderen mal sagen, dass er ein Monster ist.

Irgendwoanders tanzt die tote Frau komisch rum und das bringt … keine Ahnung was. Aha, sie guckt mit Alex in die Vergangenheit, wo irgendein Kannibalenkommandant einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist. Die tote Frau namens Sammy hat eine ganze tote Band am Start und die sind wirklich aus allem zusammengewürfelt, was die Palette so hergibt. Einflüsse von AC/DC bis zu den Bee Gees sind vertreten. Sammy hat den Kannibalenkommandanten versehentlich losgelassen, weil sie gar nicht an Kannibalenkomandantenmonster glaubt. Aha, sehr aufschlussreich.

Die Gruppe findet Ratten und heraus, dass Richard ein Monster ist. Und das macht die Sache auch nicht spannender. Alex ist auch wieder unterwegs und findet Carolyn, die die einzige ist, die an diesen übernatürlichen Kram glaubt. Die anderen müssen sich weiterhin mit Monsterrichard herumschlagen. Kann hier jetzt mal jemand so richtig verrecken? Das ist doch alles langweilige Scheiße. Nur lahmes Herumgerenne. Und die Band hat noch nicht mal irgendeinen grottenschlechten Rocksong performt. Wirklich enttäuschend, das alles.

Alex muss irgendeine Tür öffnen, damit die Band die Insel verlassen kann. Ich glaube ja, das ist ein Trick. Damit lässt er bestimmt noch mehr Monster frei. In einer unglaublich spannenden Szene, watet Alex minutenlang durch knöchelhohes Wasser, um zu der Tür zu gelangen. Gleichzeitig verkloppen die Mädels Richard und zünden dann die Bude an. Alex erreicht die Tür und klopft an, was irgendwie nicht so ganz der Plan ist, wenn ich das richtig verstanden habe. Ach so, er versucht, die Tür aufzuschlagen. Das gelingt und gleißendes Licht dringt in die Katakomben von Alcatraz. Alle Monster fackeln ab, Alcatraz gleich mit und glücklicherweise habe ich den Krampf hier überstanden.

Alex kann plötzlich Piano spielen, denn scheinbar hat Sammy ihm eine musikalische Gabe als Dank für seine Bemühungen mitgegeben. Sie hätte ihm besser eine Zeitmaschine gegeben, mit der er mir diese Qual hätte ersparen können. Im Abspann gibt es dann auch endlich den schlechten Rocksong. Ich gehe Monster auf einer Insel suchen …

Santanisches Geschnetzel an eigenartig eingerichteten Schulen

Hach, Weihnachten. Jedes Jahr ein Fest. Also nicht generell, denn ich feier den Quark ja nicht. Aber hier auf dem Filmschrottplatz sorgt das jedes Jahr für kurzen aber großen Spaß. Denn sind wir mal ehrlich: Kein Festtag wurde so oft filmisch verhunzt, wie dieser. Und das in allen Variationen. Horror, Komödie, Musical, Romantik … alles passt zu Weihnachten. Natürlich auch ein typischer Thriller, um einen Killer, der im Weihnachtsmannkostüm Partypeople schnetzelt. Der deutsche Titel alleine reicht eigentlich schon aus, um so richtig in Festtagsstimmung zu kommen:

TO ALL A GOODNIGHT – DIE NACHT ALS KNECHT BLUTRECHT KAM – USA – 1980 – 87 Min.

Regie führte David Hess, der … nun, sowas wie bekannt dafür ist, Songs für Elvis Presley geschrieben zu haben. Und er hat auch selbst Songs performt, die im ein oder anderen bekannten Film vertreten sind.
Alex Rebar schrieb das Drehbuch und ein Blick auf IMDB verrät direkt, wie unfassbar berühmt der Mann ist, denn sein Profilfoto ist aus irgendeinem Grund ein leeres Krankenhausbett. Aber ich will mal nicht so sein und Respekt zollen, wo es angebracht ist, denn immerhin hat sich Rebar auch als Schauspieler versucht und mimte den INCREDIBLE MELTING MAN. Ich habe keine Ahnung, was das ist, aber es steht fest, dass der Film hier unbedingt in naher Zukunft aufgenommen werden muss.
Hier spielt er nicht selbst mit und überließ das Feld solchen Darstellergranaten wie Jennifer Runyon, die wir alle nicht von THE BRADY BUNCH kennen. Aber wir kennen sie alle woanders her. Nämlich als Teststudentin in Dr. Venkmans kleinem Psycho-Elektroschock-Spielchen aus GHOSTBUSTERS. Das hier war ihre erste Rolle und nach langer Pause, hat sie vor wenigen Jahren angefangen, wieder in gequirlter Scheiße mitzuspielen, also begegnet sie uns hier demnächst vielleicht öfter. Alle anderen sind absolut nicht erwähnenswert. Obwohl, Sam Shamshak hat nen coolen Namen und Angela Bath sollte eindeutig für die Badewannenszene zuständig sein hier.

Vor 2 Jahren starb ein Sorority-Girl an einer Schule und das ausgerechnet an Weihnachten. Sie fiel die Treppe runter. Kann halt mal passieren. Wenn sie für den fürchterlichen Soundtrack des Films verantwortlich war, hat sie es auch nicht besser verdient.

Heute fahren sie alle über Weihnachten nach Hause und das war das. Okay, ein paar Pappnasen bleiben doch in der Schule und sie sind genau so nichtssagend, wie diejenigen, die nach Hause fahren. Charaktere sollte ich hier besser nicht suchen. Was ist das überhaupt für eine Schule? Sieht im Innern eher aus, wie der örtliche Kognac-Club, in dem alte Männer sich bei einem Gläschen über die guten alten Zeiten austauschen und alles moderne zum Kotzen finden.

Scheinbar sind genau 5 Mädels da geblieben. Und die Köchin. Es wird Männerbesuch erwartet. TJ und seine Horde von notgeilen Stechern haben sich angekündigt. Irgendwoanders zeigt Cynthia jemandem ihre Tüten. Ich vermute mal, es ist TJ, der natürlich der Obercoole ist, was man daran erkennt, dass er cool aussieht, wenn er raucht, während er auf einem Baumstamm sitzt. Aber er sieht nicht mehr so cool aus, als er von dem Killer gekillt wird. War wohl doch nicht TJ. Cynthia gibt ebenfalls den Löffel ab und das ist jetzt schon wieder so unfassbar aufregend, dass mir die Worte fehlen.

Den 5 Tussis in der Schule fehlen nicht im Ansatz die Worte und sie quatschen die ganze Zeit über Rentiere und ähnlich aufregenden Kram. Ach so, der Gärtner ist auch noch da und hat ganz extrem einen an der Murmel. Und er hat eine Heckenschere. Ich erwähne das nur, weil die größte Überraschung des Films wäre, wenn niemand mit dieser Heckenschere abgeschlachtet wird. Rotkäppchen kommt vorbei und hat bereits drei Ehemänner überlebt. Ich bin mir absolut sicher, dass das Märchen genau so weitergegangen wäre. Rotkäppchen heißt eigentlich Mrs. Ranzini oder Mrs. Ranzoni oder Mrs. Ronzani. Man ist sich nicht ganz sicher.

Die Mädels wollen Köchin Ruth mit Milch ausknocken, damit sie keine Aufpasserin mehr haben. Nancy muss die Milch servieren, denn sie ist die Unschuld in Reinform und niemand würde vermuten, dass sie sowas machen würde.

Ein Flugzeug landet irgendwo und es ist wohl TJ. Seine Horde von notgeilen Weihnachtsmännern hat er natürlich auch dabei und die Mädels finden die alle sowas von süß, dass sie mit Sicherheit bereits Diabetes haben. Einer der Schwachmaten muss beim Flugzeug bleiben und aufpassen, während der Rest Lieder singt und Gitarre spielt. Habe ich schon erwähnt, dass ich sie einfach alle hasse? Eine der Trullas will Bier besorgen und Nancy geht auch irgendwohin. Die Bierholerin wird vom Weihnachtsmann geschnetzelt. Ich vermute mal, wir sollen jetzt denken, dass Nancy die Weihnachtsmörderin ist, aber auf solche falschen Fährten fallen wir hier natürlich schon lange nicht mehr rein.

Nancy trifft Gärtner Ralph, der meint, dass sie alle im Bett sein sollten. Aber Nancy sagt, dass sie eine kleine Party veranstalten. Nancy, verrät man sowas denn wirklich dem Gärtner? Schreib es doch gleich ans schwarze Brett. Ralph meint, dass es sicherer in ihrem Zimmer ist, denn hier gibt es böse Dinge. Ähm, Ralph, hast du etwa das ganze Bier weggesoffen oder hast du einfach nur einen schlechten Tag?

Hawaiihemdheinz sucht nach der Bierholerin und findet sie im Kofferraum, weil man da prinzipiell als erstes nachguckt, wenn man jemanden sucht, der Bier holen wollte. Dann findet er auch den Weihnachtsmann und sein Ende.

Mädchen, die Bier holen, scheinen hier zum Running Gag zu werden, denn die nächsten 2 gehen zum Kühlschrank. Nerdy Nerdsen kommt vorbei und trinkt etwas Milch. Mich beschäftigt derweil die Frage, ob die Weiber die ganze Karaffe mit dem Einschlafzeugs pulverisiert haben oder nur das Glas von Köchin Ruth.

Fickszene ohne nennenswerte Highlights in irgendeinem Schlafzimmer. Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie unfassbar langweilig der Streifen ist? Ich meine, klar, hin und wieder wird mal jemand geschnetzelt, aber ansonsten passiert hier einfach absolut nichts von Belang. Und die Belichtung ist einfach die Hölle. Hätte ruhig mal jemand eine Lampe anmachen können, damit man die Kills auch wirklich sehen kann. Oh, die Ficker werden gekillt. Kopp ab und so. Kann man mal machen. Wertet den Film jetzt aber auch nicht auf.

Ralph empfiehlt Nancy zu beten. Leider nicht, dass dieser lahme Quark schnell vorbei ist, sondern, dafür, dass sie nicht alle geschnetzelt werden oder so. Ich kann den Gedankengängen des Gärtners nicht folgen.

Nerdy wird von Nancy in Unterwäsche besucht, aber er liest lieber sein Buch weiter, denn er ist ein Nerd. Irgendwie entsteht dann doch der große Beischlaf und draußen tapert der Weihnachtsmann rum.

Am nächsten Tag vermisst scheinbar niemand irgendjemanden und Ruth hat scheinbar gut geschlafen. Oh, Ralph ist tot. Nancy findet ihn, als sie über seine Leiche fällt. Immerhin sind jetzt alle mal ein bisschen skeptisch, was die ganze Sache angeht. Gut, TJ nicht, denn er ist einfach die ultimative Coolness, obwohl er nichtmal raucht. Der italienische Polizist hätte echt von Joe Pesci gespielt werden sollen. Das hätte den Film automatisch zum Meistewerk gemacht. Der verdächtigt natürlich jeden und niemand darf mehr die Schule verlassen, die immer mehr aussieht wie ein Sommerhaus.

Zwei Cops bleiben da und dadurch fühlen sich alle wieder sicher. Außer Nerdy und Nancy, die somit als Überlebende feststehen dürften. Der Tag verläuft absolut unspektakulär. Zumindest gehe ich davon aus, denn wir springen direkt wieder zum Abend. TJ geht Bier holen, weil dafür nicht nur die Frauen da sind. Also, nicht dass TJ das so sehen würde, aber eine andere Erklärung habe ich nicht, warum er nicht wie immer eins der Mädels schickt.

Nerdy und Nancy wollen sich mal in der Bude umsehen und da gibt es alles, außer ein Klassenzimmer. Ich sage es, wie es ist: Das ist eindeutig keine Schule. Was unterrichtet man da bitte? Bier saufen und Milch verpulvern? Wirkt auf mich eher wie die Sommerresidenz von Graf Metzel.

Der Weihnachtsmann killt einen Cop. TJ und Melody gehen draußen spazieren, denn ihre einzige Charaktereigenschaft ist es, saudoof zu sein. Der andere Cop vögelt eine der Schülerinnen, die dann duschen geht. Der Weihnachtsmann schleicht mit einem Messer durchs Haus. In der Dusche findet die Schülerin einen Kopf und der Cop torkelt mit einem Messer im Rücken rein. Immerhin ist die Schülerin nackt und das Licht ist auch mal an, sodass man hier erstmals was interessantes zu sehen kriegt. Leider wird sie nicht mehr lange leben.

Nerdy und Nancy tanzen und sind sowas von geil aufeinander, dass Nerdy sogar seine Brille abnimmt. TJ und Melody wollen auch gerade im Garten zur Sache gehen, aber TJ wird gekillt und Melody haut lieber mal ab. Sie erklärt Nancy und Nerdy, was passiert ist. Sie wollen die anderen warnen, aber die sind schon alle hinüber, wie wir wissen. Hm, wo ist denn die Leiche der nackten Schülerin? Steckt die da etwa mit drin?

Nerdy will die Bullen rufen, aber in dem Moment wird das Telefonkabel draußen durchgeschnitten. Mit Ralphs Heckenschere!!! Ich wusste doch, dass die noch eine Rolle spielen wird.

So, Zeit für die große Enthüllung: Wer ist der Täter? Wer findet Weihnachten so richtig scheiße, hatte aber noch ein Weihnachtsmannkostüm über? Es ist: RUTH!!! Die Köchin. Und somit ist eindeutig klar, dass die ihre Milch gar nicht getrunken hatte. Nun, Ruth ist wohl die Mutter des Mädchens, das am Anfang die Treppe runter gefallen ist und will jetzt Rache. Vielleicht hält sie die alle für Tischler, die ständig Treppen bauen oder so. Ansonsten macht das hier recht wenig Sinn.

Der Typ am Flugzeug gerät in den Propeller und schnetzel.

Ruth verfolgt Nancy und fällt die Treppe runter. Langsam kann ich ihren Hass verstehen. Aber sie ist nicht der einzige Killer, denn plötzlich ist da auch noch der Mann von Ruth. Und es ist: Der italienische Cop, der jetzt wirklich absolut eindeutig besser von Joe Pesci gespielt worden wäre. Was für ein Twist: Der Typ, der einen Zehnsekundenauftritt hatte, steckt mit in der Sache drin. Das hat sicher niemand kommen sehen. Und wollte auch niemand. Der will Nancy killen, aber Nerdy hat irgendwoher eine Armbrust (wie man sie an jeder guten Schule, die wie ein Sommerhaus aussieht, findet) und ballert ihn weg.

Naked Girl lebt noch und hat den Kopffund nebenbei nicht gut verarbeitet und tanzt die ganze Zeit rum. Leider hat sie vorher ein Kleid angezogen. Während sie auf dem Balkon tanzt, rollen die Endcredits durch und ich weiß immer noch nicht, was jetzt genau mit der los ist. Vermutlich wollte man sich die Erklärung für eine Fortsetzung aufsparen, die es zum Glück nie gab. Ich gehe Weihnachten ignorieren und in die Winterpause …

Monatsrückblick Oktober 2018

Im Oktober bin ich tatsächlich mal wieder dazu gekommen, mehr als eine handvoll Filme und Serien zu schauen, einfach weil ich mir mal die Zeit dafür genommen habe. Gewöhnlicherweise ist der Oktober ja der Monat, in dem ich ohnehin einen ganzen Haufen Horrorfilme im Rahmen des Horrorctober gucke. Das war dieses Jahr nicht drin, aber ein bisschen Horror gab es dann trotzdem.

FILME

Den Anfang machte einer der meiner Meinung nach besten Horrorfilme der letzten Jahre:

THE WITCH – 2015

Durch die Zweitsichtung steigt der Film nochmal etwas in meiner Gunst. Fand ich ihn schon im Kino sehr gut, aber vom Ende runtergezogen, wusste ich jetzt schließlich genau, was mir bevorsteht und so stört mich dann auch nicht mehr, dass der Film leider durch ein paar wenige Szenen den kompletten Interpretationsspielraum wegwirft, den er eigentlich hervorragend hätte bieten können. Dann wäre er für mich vermutlich sogar mit der Höchstnote belegt worden. So muss ich aber ein bisschen was abziehen. Zusätzlich auch für die extrem nervige Mutter und die beiden Kackblagen, die ständig den armen Ziegenbock ärgern, nur weil er schwarz ist … Moment mal, versteckt sich da etwa noch irgendwo eine Anti-Rassistische Botschaft? Ähm … wollen wir das mal nicht überinterpretieren.
Tolle Atmosphäre, durchgehend spannend und am Ende eben ein bisschen zu sehr standard für meinen Geschmack. Das macht ihn aber immer noch zu einem der besten Horrorfilme der letzten Jahre und ich wünschte mir, es würde mehr davon geben, als den immer gleichen Jumpscaregalore vom Fließband.

Dann gab es eine Art Klassiker des Psycho/Bodyhorrors zu sehen:

VIDEODROME – 1983

Hach, die 80er. Es ist doch einfach alles traumhaft. Man bekam schnell Brüste zu sehen, die Leute rauchten alle drei Packungen Kippen am Tag, Männer waren noch echte Männer, die nur vom Ficken halluzinierten und die Effekte waren einfach nur großartig. Cronenberg hat für seine Filme ja scheinbar ohnehin immer Spezialisten versammelt, die aus jedem praktischen Effekt noch den letzten Würgreiz herausholen. Alleine dafür lohnt sich der Streifen.
Aber auch die ständig mitschwingende Medienkritik und die Geschichte um einen angeblichen Snufffilm, der angeblich für eine Gehirnwäsche sorgt oder so, gibt genug her, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Cronenberg präsentiert das ganze als langsam steigenden Wahnsinn, bei dem weder der Protagonist noch der Zuschauer genau weiß, was eigentlich abgeht.
Alles in Allem also ein sehr guter Streifen. Cronenberg war in den 80ern einfach der Knaller, mit interessanten Geschichten und Effekten, wobei ja immer die Gefahr besteht in den ultimativen Trashbereich abzudriften. Aber Cronenberg ist eben ein echter Könner und deshalb kriegt man stattdessen einen starken Film.

Neben den üblichen Schrottfilmen gab es dann auch noch einen Streifen, der besser hätte sein können …

THE BABYSITTER – 2017

Gute Effekte. Humor … stets bemüht. Spannung nicht vorhanden, was aber vorher klar war. Der Rest besteht größtenteils aus nervigen Klischees, schlecht eingewürfelten Filmzitaten und überflüssigen Texteinblendungen, deren Sinn sich mir zu keinem Zeitpunkt erschlossen hat.
Zwischendurch gabs mal den ein oder anderen unterhaltsamen Moment und habe ich schon erwähnt, dass die Effekte nett sind? Mehr ist es aber eben alles auch nicht und größtenteils einfach langweilig.

… und einen, der wirklich totale Kacke war:

THE PYRAMID – 2014

Kruder und vor allem sterbenslangweiliger Mix aus Found Footage-Standard und Horror-Standard, ohne jegliche Höhepunkte. Die Charaktere sind alle sowas von uninteressant und saudoof, dass es nicht im geringsten tangiert, was mit ihnen passiert. Dabei hätte man mit diesem sogar recht unverbrauchten Setting so einiges anstellen können. Oder man macht eben die typische Lahmarschkacke draus, die man schon tausendmal gesehen hat. Nach 5 Minuten kann ich mich quasi schon an absolut nichts mehr erinnern, was in dem Streifen passiert ist. Zum Glück schreibe ich den Kram hier immer schon während dem Film, sonst hätte ich nur eins schreiben können: Selbst für den Filmschrottplatz zu scheiße.

SERIE

Ja, auch ein paar Serien gab es, bei denen ich mich dann mehr oder weniger zum Bingewatching (wie ich diesen Begriff hasse) habe hinreißen lassen, weil mir klar war, dass ich sonst ohnehin nie zum Ende kommen werde.

Zum Beispiel die nie enden wollende Geschichte um die Winchester-Brüder:

SUPERNATURAL – SEASON 13

Was soll ich dazu noch groß sagen? Es ist eben Supernatural und somit ist klar, was man kriegt. Eine dahindümpelnde Handlung, die in dieser Staffel zumindest in fast jeder Folge aufgegriffen wurde und zwischen all dem typischen Gedöns 1-2 interessante Folgen. Highlight war ganz klar ScoobyNatural, das Crossover mit Scooby-Doo. Für solchen Quatsch mag ich die Serie immer noch. Lowlight hingegen eindeutig die Spin-Off-Folge Wayward Sisters, die nur dazu diente, besagtes Spin-Off einzuleiten, dass dann aber doch nicht in Serie ging, wodurch die Folge nicht nur total langweilig sondern im Nachhinein auch absolut überflüssig ist. Es wäre wirklich schön, wenn man mal ein Ende für die Serie ankündigen würde, damit man mal darauf zusteuern kann und sich nicht immer nur noch im Kreis dreht und mich mit ein paar guten Folgen pro Staffel bei der Stange hält.

Und diese Horror-Anthologie:

CHANNEL ZERO – SEASON 2

Die Staffel stand unter dem Titel „No-End House“ und ich fand die Grundidee recht interessant. Mehr aber auch nicht, denn bereits nach der ersten Folge war bei mir die Luft schon raus. Irgendwie hat mich das alles nicht gepackt und Staffel 1 hat mir ne ganze Ecke besser gefallen. Aber gut, bei solchen Anthologie-Serien hat man ja den Vorteil, dass man auch nach einer schwachen Staffel wieder auf Besserung hoffen kann.  Also werde ich mir auch Staffel 3 dann irgendwann mal geben.

Und sogar was ohne Horror:

BETTER CALL SAUL – SEASON 4

Die in meinen Augen beste Staffel der Serie bisher. Okay, es sind zugegeben alle gut, aber man schafft es sehr gut, sich dann doch jedes Jahr zu steigern. Jimmy bzw. Saul steht zwar zur Zeit etwas im Hintergrund und ich habe das Gefühl, dass man sich vermehrt auf Mike konzentriert, aber das wird wohl nötig sein, um dann die Handlungsstränge zusammenzuführen, was ich in der nächsten Staffel dann langsam erwarte. Gerade für ein Prequel macht man hier sehr viel richtig, was gar nicht so leicht ist, da man als Zuschauer ja genau weiß, wo die Charaktere letztlich landen werden. Kann gerne noch 2-3 Staffeln weitergehen. Dann sollte man allerdings auch den Anschluss an Breaking Bad finden und entweder zum Ende kommen oder mit einem Zeitsprung in die Zeit nach Walter Whites Aufstieg und Fall springen.

Christliche Schlangenjagd mit göttlicher Unterstützung

Tierhorror geht immer. Let’s go:

JAWS OF SATAN – USA – 1981 – 92 Min.

Regie führte Bob Claver, von dem wir alle mit ziemlicher Sicherheit noch nie zuvor gehört haben, obwohl er hunderte Serienepisoden (und eben diesen Film) regissiert hat.
Drehbuchautor Gerry Holland verfasste das Drehbuch basierend auf einer Idee von James Callaway und von beiden hat man danach nie wieder etwas gehört. Könnte ein schlechtes Zeichen sein, aber ich bin ja einiges gewohnt.
Bei den Darstellern kennt der ein oder andere vielleicht Fritz Weaver, der in einem ganzen Haufen Filmen mitgespielt hat, die durchaus bekannt sind, wie DER MARATHON MANN oder DIE THOMAS CROWN AFFÄRE. Gretchen Corbett hingegen kennt man eher nicht. Und alle anderen vermutlich auch nicht. Außer natürlich: Christina Applegate, die hier ihre erste Filmrolle hatte. Das sollte uns jawohl als Qualitätsmerkmal völlig ausreichen.

Da kommt der Zug und scheinbar fährt er direkt am Tierheim vorbei, wo Lockenkalle gerade mit Würfeln spielt. Ach so, nee, das Tierheim ist IM Zug. Und darin eine Schlange, die Lockenkalle aus dem Zug schmeißt. Das fängt ja schon gut an. Hippieheinz kommt auch mal gucken und wird von einem Hund in die Hand gebissen. Und dann kommt die Schlange und beißt ihm auch noch in die Nase. Ein schlechter Tag für alle Tierheimzugbesitzer.

Pater Tom Farrow betrinkt sich mit Wein und erklärt gerade, warum ein Schwein tot besser dran ist, als lebend: Weil es nach seinem Tod mehr Gebete hört, als zu Lebzeiten. Knallergag. Den muss ich mir unbedingt merken, damit ich ihn nicht versehentlich mal irgendwo erzähle. Dann sieht er irgendwas. Oder findet irgendwas heraus. Oder er ist einfach nur besoffen vom Wein. Oder wasauchimmer.

Dinnerpartys sind immer das Grauen. So auch hier. Deshalb besäuft sich Farrow direkt wieder. Irgendeine Tussi sieht dann etwas in seinem Kaffesatz und ich glaube, das wird ganz großer Quatsch hier. Farrow ist angeblich in Gefahr, aber er glaubt natürlich nicht an solch schnöden Krempel wie Kaffeesatzgelese. Schließlich ist er Priester und glaubt nur an wirklich wahre Dinge. Wie einen alten Sack mit langem Bart, der alles erschaffen hat und so. Das sagt er zwar nicht, aber ist halt so.

Irgendein Bauer wird beim Holzhacken von einer Schlange attackiert. Als guter Priester kennt Farrow natürlich alle seine Schäfchen und eilt direkt ins Krankenhaus. Dort arbeitet Dr. Maggie Sheridan, die der ganzen Sache auf den Grund gehen will und einen Schlangenexperten einschaltet. Der hat noch nie so einen Schlangenbiss gesehen, was mich zu der Annahme verleitet, dass er nicht der beste Experte ist, den man hätte kriegen können, sondern einfach nur der günstigste, der zu kriegen war. Falls ihr mal einen Schlangenexperten braucht: Ich bin für einen geringen Betrag jederzeit verfügbar und habe absolut keine Ahnung von Schlangen.

Im lokalen Supermarkt erschießt ein Polizist eine Schlange und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich bereits jetzt alles gesehen habe, was der Streifen zu bieten hat. Außer natürlich: Christina Applegate. Wo turnt die bitte rum?

Maggie ist zuhause und die unausweichliche Duschszene bahnt sich an. Der Kameramann hat keinen Preis verdient, denn man sieht leider nichts von Maggie. Dafür aber die Schlange, die in ihrer Dusche herumhängt, es sich dann aber anders überlegt und ins Schlafzimmer … schlangoniert. Maggie ist beim Angriff also bereits wieder angezogen und mein Eindruck bestätigt sich: Ich habe alles gesehen, was der Film zu bieten hat. Maggie ruft Schlangenschorsch an und der eilt zur Rettung. Da die Schlange genau drei Tage und 14 Stunden zu brauchen scheint, um mal zuzbeißen, kommt er rechtzeitig an. MIt seinem patentierten Schlangenwürgehaken kann er die Gefahr unschädlich machen und ihr mit einer von Robert Colt patentierten Pistole den Kopf wegpusten.

Irgendwas stimmt hier nicht: Farrow hat keinen Drink in der Hand. Er erfährt, dass die Kaffesatzleserin tot ist und trifft sich mit Maggie und Schlangenschorsch. Die erzählen von den ganzen Schlangentoten und Farrow braucht bestimmt erstmal einen Drink. Jedenfalls haut er ab.

Irgendein Typ, ich vermute mal, es ist der Bürgermeister, will die ganze Sache verschleiern. Was der Film besser auch verschleiert hätte, ist die Tatsache, dass Farrow gerade von einem Oberpriester erfährt, dass es sich bei den Schlangen um Satan selbst handelt und nur Farrow ihn aufhalten kann. Genau diese Wende hat der Film gebraucht, um endgültig absolut lächerlich zu werden.

Polizist Jack ist das nächste Schlangenopfer. Farrow beerdigt die Kaffeesatzleserin und der Oberpriester erklärt mal wieder was, das mit der Farrow-Familie zu tun hat. Nur diese Blutlinie kann Satan besiegen. Hatten wir das nicht schon? Farrow glaubt den Quatsch nicht, denn er glaubt nur an Dinge, die wirklich existieren, so wie Leute, die Wasser zu Wein machen oder mal eben übers Wasser latschen. Eine Schlange kommt vorbei und jagt die beiden über den Friedhof. Lauf, Farrow, lauf. Nur du kannst sie alle retten. Schlauerweise flüchtet er in ein leeres Grab und ich frage mich, was die Schlange daran hindert, einfach in das Grab zu … schlangonieren. Ah, scheinbar das Kruzifix, das Farrow hochhält. Toll. Der Oberpriester stirbt nebenbei an einem Herzinfarkt.

Der Bürgermeister hält eine Ansprache und will, dass die Leute endlich mit dem Schlangenquatsch aufhören. Farrow hat andere Pläne und berichtet mal schnell allen vom Schlangenangriff auf dem Friedhof und löst so einen Hauch von Panik aus. Und eine große Suchaktion nach Schlangen mit Hubschraubern, was ich für die vielleicht dämlichste Idee in der langen Geschichte von dämlichen Ideen halte. Immerhin landen die Leute dann doch mal und suchen zu Fuß weiter, was irgendwie mehr Sinn ergibt, würde ich sagen.

Maggie wird von einem Motorradfahrer von der Straße gedrängt und ich habe wirklich nicht die geringste Ahnung, was der Quatsch jetzt soll. Er bedroht sie mit seiner Waffe, aber dann kommt eine Schlange und verjagt ihn und Maggies Auto springt nicht an und ich habe gerade wohl die mit weitem Abstand überflüssigste Filmszene aller Zeiten gesehen. Und davon gab es hier schon so einige.

DA! Christina Applegate und ihre Katze. Beide kriegen Hausarrest, weil sie draußen waren. Schade, dass Hausarrest nicht auch für die Schule gilt, denn da wird sie im absoluten Overactiongmodus von einer Schlange gebissen. Sie überlebt zwar, aber auftauchen wird sie hier nicht mehr.

Mit der großen Parade in der Stadt läuft dann hoffentlich mal alles aufs Finale hinaus hier. Auch wenn Schlangenschorsch immer noch im Wald ist und Maggie da auch gerade ankommt, während übrigens zwischendurch die Sonne unter- und wieder aufging. Farrow hält gerade eine Messe ab, aber dann hat er eine Eingebung oder sowas und latscht zu einer Höhle. Ist da eigentlich alles nur drei Meter Luftlinie voneinander entfernt oder wie ist der jetzt so schnell da angekommen? Und warum liegen da Schlangenschorsch und Maggie rum? Und warum ruft Farrow dauernd „Satan! Satan!“? Solche Bekloppten würde man heutzutage völlig zu Recht einweisen lassen.

Farrow nimmt den Platz von Maggie auf einem Opferaltar ein, der da zufällig herumsteht und brabbelt ein bisschen Latein. Die Schlange geht in Flammen auf und das wars wohl hier. Was war das denn für ein lahmes Ende. Da hat die Satanschlange alles in der Höhle versammelt, was Rang und Namen hat und dann hockt sie einfach nur da rum und lässt den Papst rumpalavern, bis sie selbst abfackelt?

Immerhin war das mal wieder einer dieser Streifen, die so dämlich und unfreiwillig komisch sind, dass sie fast durchgehend Spaß machen. Ich gehe … schlangonieren …