Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Humorlosigkeit für Sexbesessene

„The extreme! IT’S THE EXTREME!“ – Twister, 1996

Extrem was? Dämlich? Unlustig? Behämmert? Scheiße?

Ja, von allem ein Bisschen.

EXTREME MOVIE –  USA – 2008 – 86 Min.

Starring: Der Typ aus der Mitte und der Typ, der Juno geschwängert hat

Chucks Freundin will ihn heute endlich mal ranlassen. Chuck freut sich seines Lebens. Nach der Nummer ist Chucks Freundin auch direkt bereit für den nächsten Schritt und lässt Chuck von hinten ran. Es folgen weitere Schritte, die kleinwüchsige Cowboys, Intimrasuren, Hitlerkostüme und Ziegen beinhalten. Chuck hat irgendwann genug und sucht das Weite. Mir reicht es auch jetzt schon, aber ich zieh das durch. Versprochen.

An der Highschool herrscht die Woche der sexuellen Erkenntnis, deshalb werden Gratiskondome verteilt. Im Sexualkundekurs erzählt der Lehrer, dass er Sex mit nem Karpfen hatte. Dann geht’s zur fröhlichen Partnersuche, wo sich jeder einen Partner suchen soll, den er gerne mal poppen will. Mike findet keine Partnerin und wird deshalb mit Doug in ein Team gesteckt.

Matthew Lillard gibt sexuelle Ratschläge. Unter anderem: Gummis fühlen sich gut an, außer bei thailändischen Nutten. Oder: Solange eine Frau im Zimmer ist, ist man nicht schwul, egal mit wem man es gerade treibt.

Werbung für STD-E-Cards, mit noch schlechteren Sprüchen, als Lillards.

Justin, der hässliche Fette, der in keinem Film fehlen darf, blitzt bei ner Tussi ab und beschließt, das nächst Beste zu tun. Also in einen Pornoshop zu gehen. Dort kauft er sich zum Zeitvertreib eine Taschenvagina – ja, die gibt es tatsächlich – und freut sich riesig über diese Errungenschaft. Nach einigen Fantasien, in denen er die Taschenmuschi geheiratet hat, diese ihn aber betrügt, und weiterem behämmerten Scheiß folgt eine Doku namens Straßeneckengeständnisse. In der Doku erzählen irgendwelche Teens ihre versautesten Geschichten. Äh, ich geh da jetzt nicht weiter drauf ein. Nur so viel: Versaut ist nicht gleich lustig. Das scheint aber keiner der Macher dieses Films ganz zu kapieren.

Im Sexualkundeunterricht stellt der Lehrer verschiedene Dildos vor. Er hat alle Größen dabei und verteilt diese an die Männer. Dann gibt’s wieder Partnersuche und Kondomüberziehung. Während der Unterrichtsstunde fantasiert irgendein Typ, dass er es mit einer Tussi treibt, die sich als Abraham Lincoln verkleidet hat. Ha Ha Ha. Witzig und so. Da die Weiber da aber selbst in seiner Fantasie nicht drauf abfahren, baut er eine Zeitmaschine und reist zurück, um Lincoln selbst zu knallen. Das Ganze wird dann schön im Stummfilmstil gebracht, was aber auch nicht lustiger ist.

Lillard is back und warnt davor, jemandem beim Sex zu würgen, bis er blau anläuft. Anschließend gibt’s wieder Straßengeständnisse. Kein Kommentar.

Zwei schwarze Nerds gucken ne Doku über die Brüste von Buschfrauen, oder die Muttermilch von Afrikanerinnen, oder was auch immer. Sie beschließen per Computer ihre Traumfrau zu basteln, diese dann zum Leben zu erwecken – irgendwo hier versteckt sich ein Frankensteinwitz – und sie dann flachzulegen. Dabei kommt eine achtzig Tonnen Alte raus und Barry springt aus dem Fenster in den Tod, damit er sie nicht ranlassen muss. Ha Ha Ha. Witzig.

Zwei verheiratete Rentner geben den Tipp, so viele verschiedene Partner zu vögeln, wie möglich. Ha Ha … ach, scheiß drauf.

Ne Blonde Tucke will unbedingt masturbieren, aber die Batterien von ihrem Vibrator sind leer. Als Ersatz muss ein Handy herhalten, das ihr in die Spalte rutscht. Beim Essen mit den Eltern wird das natürlich sehr unangenehm. Lustig wird es allerdings nicht, aber mich beschleicht auch langsam das Gefühl, dass das niemals die Intention bei diesem Scheiß hier war.

Der Lehrer quatscht Mike voll. Mike steht voll auf Stacy und fragt nach Anmachtipps. Der Lehrer rät ihm davon ab, überhaupt irgendwas zu machen, da Stacy außerhalb seiner Wellenlänge liegt. Als Alternative schlägt er eine hässliche, strohdoofe, fette, zurückgebliebene vor. Oder ne Nutte.

Werbung für ein Mittel gegen das Plötzliche Ständer Syndrom, mit einigen Nebenwirkungen, die ich hier nicht näher beleuchten will.

Lindsay macht mit nem Schwarzen rum, der Einen fahren lässt. Zum Ausgleich folgt ein Blähduell, weil so was immer, ich wiederhole: IMMER, also absolut IMMER!!! unglaublich witzig ist.

Straßengeständnisse … Ja, komm, ist gut. Weiter.

Mikes Freund, der im Rollstuhl sitzt, hat ihm ne Nutte besorgt. Mike hat aber keinen Bock auf die Tussi. Um seinen Freunden aber immerhin ne gute Show zu liefern, die diese über ein Babyfone verfolgen, täuscht er den Sex vor. Er hätte natürlich auch die Nutte überreden können, dabei mitzumachen, aber das würde Intelligenz voraussetzen. Und die ist hier nirgendwo vorhanden.

Zeit für die Sesamstraße. Ein junges Mädel lässt ihren Freund nicht ran, also kommt Bluebody, der ein blauer Penismuppet ist, und vor blauen Hoden warnt, die man durch Samenstau bekommt. Hank geht auf der Toilette masturbieren. Als er wiederkommt, nimmt Bluebody gerade seine Perle hart ran. Irgendwo existiert da ein Witz, aber ich komme einfach nicht drauf. Vielleicht habe ich ja in der nächsten großartigen Szene mehr Glück.

Michael Cera chattet im Internet mit irgendeiner Tussi und stellt sich unglaublich doof an. Trotzdem kriegt er irgendwie ein Sexdate, bei dem er aber als Einbrecher verkleidet auftauchen soll, weil dass die Tusse voll anmacht. Selbstverständlich irrt er sich in der Adresse und wird von einer Oma mit nem Baseballschläger vertrimmt. Betty, die Tussi die anfangs Malcolm in allen möglichen Schritten verführt hat, will jetzt auch an Freds kleinen Pilgrim ran. Wir wissen, wo das hinführt …

Sinnloser Internetstriptease einer jungen Studentin. Aber immerhin gibt’s hier mal Titten zu sehen.

Irgendein Fritze schmeißt ne Party und wacht am nächsten Morgen neben ner scharfen Tussi und nem ekelhaften Typen auf. Der Typ erzählt kurz und knapp, was er alles mit dem Fritzen angestellt hat und auch weiterhin wird hier nach Humor gesucht. Mal sehen, ob ich noch welchen finde. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Oh jetzt, wie unglaublich witzig: Der Fritze wurde nur verarscht und war bei Versteckte Kamera. Super!

Straßengeständnisse und Lillard mal wieder. Meine Fresse, ist das grausam.

Der komplette Cast aus diesem Machwerk der Grausamkeit steigt aus dem Schulbus. Mike versucht sich endlich an Stacy ranzuschmeißen, kriegt es aber nicht gebacken. Irgendwie landet er auf nem Pornodreh, wo … Moment mal, ist das Kyle Gass? Tatsächlich, der Regisseur des Pornos ist der Gitarrist von Tenacious D. Rock On! Mike wird für nen neuen Pornodarsteller gehalten, als man ihm die Hose runterzieht, stellt man allerdings fest, dass er nicht gerade gut bestückt ist. Zum Schluss gibt’s ne Musicalnummer über Pornodarsteller und kleine Pimmel, die zwar scheiße ist, aber hey, Kyle Gass darf singen. Und der Mann rockt immer. Retten tut das hier natürlich trotzdem nix mehr.

Mike ist nach dem Vorfall jetzt völlig selbstbewusst – warum weiß wohl nur er selbst – geht zu Stacy und küsst sie. Nachdem er totalen Quatsch gelabert hat, machen die beiden ein Date klar und das war’s.

Nee, Lillard ist noch nicht fertig und stellt seine Website vor, auf der man seine versautesten Erfahrungen posten darf, auf die er sich dann einen runterholt. Wahrscheinlich wedelt er sich auch ständig bei der Betrachtung dieses Machwerks aus der Hölle einen von der Palme.

Humor nicht gefunden. Hoffnung gestorben. Aber immerhin haben wir gelernt, dass Sex nicht mal ansatzweise lustig ist.

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9 Antworten zu “Humorlosigkeit für Sexbesessene

  1. singendelehrerin April 13, 2014 um 2:51 pm

    Ich kann mir ja bei deinen Nacherzählungen immer gar nicht vorstellen, dass das WIRKLICH

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    • singendelehrerin April 13, 2014 um 2:52 pm

      ähm. falsche Taste erwischt
      … dass das WIRKLICH alles so in dem Film passiert! Wie um Gottes willen bekommen die Gelder für so einen Schund zusammen???

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      • filmschrott April 13, 2014 um 7:29 pm

        Ich bin ja schon kreativ, aber so einen Käse, kann selbst ich mir nicht ausdenken.

        Wo die Gelder herkommen, kann ich dir auch nicht sagen. Ich habe ja manchmal die Vermutung, dass einfach irgendein Hobbyfilmer so lange spart, bis er es sich leisten kann, sein eigenes Drehbuch, das so beschissen ist, dass es niemand haben will, selbst zu verfilmen.
        Demnächst kommt nebenbei hier ein Film, bei dem das scheinbar wirklich der Fall war. Nur, dass in dem Fall scheinbar nicht mehr als 100 Dollar Produktionskosten angefallen sind.

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