Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kultschrott – Batman Staffel 1 Episoden 13 und 14

Mit einer Träne im Auge geht es weiter mit dem großartigen Adam West als Batman:

STAFFEL 1 EPISODE 13 – THE THIRTEENTH HAT (DER 13. HUT – TEIL 1)

Kaum überraschend beim Titel der Folge ist der Schurke dieses Mal der Mad Hatter, der erstmal einen Koch mit seinem Hypnosehut ausschaltet. Anschließend noch einen Typen am Geldautomaten und einen Typen, der eben ein Typ ist. Was diese alle gemeinsam haben: Sie tragen Hüte. Natürlich kann nur einer den Fall der geklauten Hüte und entführten Hutträger lösen.

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!

Der Mad Hatter hat einen Feuerwehrhelm gestohlen … und den Feuerwehrchef gleich mit. Jetzt fehlen ihm nur noch 2 Hüte, damit die Puppen aller Juroren, die ihn verurteilt haben, den richtigen Hut tragen. Und dann will er natürlich den Hut des Hauptzeugen bei seiner Verurteilung: Batmans Maske!!! Heilige Hutschnur, das kann ja lustig werden.

Erstmal passiert nicht allzu viel, außer weitere Hutnappings. Batman kombiniert richtig, dass die Tatorte verbunden auf der Straßenkarte von Gotham ihm einen Hinweis geben. Und so landen sie bei einem Bildhauer, der auch schon mal eine Statue von Batman angefertigt hat, die als Inspiration im Gefängnis von Gotham steht. Natürlich hat der Mad Hatter den Bildhauer ausgeschaltet und überredet Batman, mal kurz seine Maske abzunehmen. Aber selbstverständlich hat Batman den Plan bereits durchschaut und es gibt ZAP! ZLOTT! CRASH!.

Der Mad Hatter will dann Batman mit seinem Hut hypnotisieren, aber Batman hat zum Glück den Anti-Hypnotisier-Bat-Reflektor dabei. Oder kurz gesagt: Einen Spiegel. Der Mad Hatter weicht der Reflektion seines eigenen Hypnosestrahls allerdings aus und der erwischt Robin, der damit ausgeschaltet ist. Batman will sich um seinen Freund kümmern und wird mit schnell härtendem Gips übergossen. Der Mad Hatter will dann warten, bis der Gips trocken ist, was ja eine 1A-Kopie von Batmans Kapuze herstellen wird und dann hat er seinen 13. Hut. Was für ein wahnsinnig durchdachter Plan.

Wird Batman sich aus der Gipsfalle befreien können? Wird Robin unter Hypnose wie ein Vogel schirpen? Antworten bietet vermutlich:

STAFFEL 1 EPISODE 14 – BATMAN STANDS PAT (DER 13. HUT – TEIL 2)

Batman lebt natürlich noch, denn er konnte mit Hilfe eines einfachen Tricks im Gips überleben: Er hat seinen Atem angehalten. Batman und Robin denken dann darüber nach, wieso der Mad Hatter genau 13 Hüte haben will. Nach etwas hin und her kommen sie auf die Jury, die den Mad Hatter ursprünglich in den Knast gebracht hat. Batman besorgt sich eine Liste aller Geschworenen und findet heraus, dass nur einer noch nicht entführt wurde.

Turkey Bowinkel besitzt eine Bowlingbahn und Alfred muss einen Peilsender in dessen Hut verstecken, weil Batman und Robin keine Aufmerksamkeit erregen wollen. Der Dialog zwischen Alfred und Bowinkel ist so dermaßen großartig, dass es hier nicht möglich ist, es wiederzugeben. Jedenfalls kann Alfred den Peilsender im Hut verstecken, aber der Mad Hatter entdeckt den Sender und plant mörderisches mit Batman, denn er will ihn durch seine Hutmaschine jagen, die aus Walzen, Krallen und Säbeln besteht. Wie zur Hölle macht man damit einen Hut?

Batman und Robin gehen also in die Falle aber Batman kann mit Hilfe eines Schlauchs, der zufällig an der Wand hängt, das Blatt wenden und es folgt KAPOW! BIFF! PAM! und am Ende landet der Mad Hatter selbst in seinem Säurebad. Aber natürlich stirbt er nicht, sondern ist nur außer Gefecht gesetzt.

Zum Abschluss kriegt Tante Hariette noch einen Hut geschenkt. Das Geschenk kommt natürlich von niemand geringerem als

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!

Wer labert die größte Scheiße #2

Das erste Mal war eigentlich nur ein kleiner Spaß für Zwischendurch. Aber es wird halt so viel Grütze gelabert, dass es sich doch immer mal wieder lohnt, noch einen weiteren Teil zu machen, denke ich.

Milla Jovovich zum Beispiel hat sich zu Wort gemeldet, zu der Idee eines „Resident Evil“-Reboots und meinte, dass man mit solchen Marken sehr vorsichtig umgehen muss, denn sehr oft würde sowas völlig falsch angegangen und das könne gefährlich sein. Denn die Leute, die an der Filmreihe gearbeitet haben, sind selbst alle große Fans der Vorlage und waren alle mit Passion bei der Sache. Und die Fans von Genrefilmen merken schnell ob etwas nur aus kommerziellen Gründen gemacht wird.

Also ich weiß nicht von welcher „Resident Evil“-Filmreihe sie da spricht, aber ihre kann es wohl kaum sein, denn die hat erstens absolut gar nichts mit der Vorlage zu tun und wurde zweitens ausgeschlachtet bis zum Gehtnichtmehr. Aber hey, Hauptsache man glaubt selber an den Quark, den man so von sich gibt.

Kurz ansprechen muss ich natürlich auch den Libanon. Da wurde der Film „Wonder Woman“ verboten, bevor er überhaupt angelaufen ist. Der Grund: Hauptdarstellerin Gal Gadot kommt aus Israel und hat dort aufgrund der vorherrschenden Wehrpflicht für Männer UND Frauen in der israelischen Armee gedient. Und das kann man im Libanon natürlich gar nicht ab. Schließlich mögen die sich nicht so gerne. Sie sind halt wie kleine Kinder im Sandkasten, die sich um die Schaufel streiten. Und da hat so jemand wie „Wonder Woman“ natürlich nichts zu suchen.

Wenn sich die Politik in die Kunst einmischt, kommt eben immer nur gequirlte Scheiße dabei rum.

Wie wohl jeder mittlerweile weiß, bin ich alles andere als ein Fan von Paul Feig. Der Typ wäre für diese Reihe hier eigentlich absolut prädestiniert. Aber momentan ist es sehr ruhig um ihn und er labert mal ausnahmsweise keine Scheiße am laufenden Meter. Allerdings hatte Dan Aykroyd kürzlich was zu dem Regisseur des Ghostbuster-Reboots zu sagen und macht ihn alleine dafür verantwortlich, dass es keine Fortsetzung dieses Mülls geben wird. Denn laut Dan hat er während der Dreharbeiten Paul Feig auf einige Szenen hingewiesen, die der Film bräuchte, was Feig aber nicht einsah und auf diese Szenen verzichtete. Bei ersten Screenings stellte sich dann aber heraus, dass besagte Szenen doch nötig sind und es wurden Reshoots angesetzt, die laut Aykroyd 40 Millionen Dollar gekostet hätten, wodurch der Film eben sein Budget nicht mehr einspielen konnte. Soweit, so beknackt von allen Seiten. Dann mischte sich allerdings Sony ein und stellte richtig, dass die Reshoots nur 3-4 Millionen Dollar gekostet hätten und man in einem guten Verhältnis zu Feig stehe.

Tja, Dan, man kann sich ja mal um eine Null vertun, nicht wahr. Aber irgendwie muss man schließlich im Gespräch bleiben.

Und wo wir schon bei den Ghostbusters sind, hat sich auch noch Ivan Reitman zu Wort gemeldet. Der meint, dass der nächste Schritt des Franchises sein muss, die Originale und das Reboot zu einem Universum zu vereinen, denn das sei eindeutig das, was die Fans unbedingt wollen.

Oder vielleicht, aber das ist nur meine Vermutung, wollen die Fans einfach nur, dass ihr das Franchise einfach in Ruhe lasst, wie sie es schon vor dem Reboot wollten. Aber was weiß ich schon, ich bin ja auch nur ein Fan.

Seine Idee, die Ghostbusters globaler zu machen und nach Korea und China zu verlegen lasse ich mal unerwähnt, weil der chinesische Markt ja momentan sehr unwichtig für Hollywood ist … ähem …

Mal aktuell: Blood Drive Season 01 Episode 01

Ganz überraschend bin ich über diese Serie gestolpert, die auf dem SyFy-Channel läuft und die „Mad Max“, „Death Race“ und „Cannonball Run“ in Einem sein will, glaube ich. Da kann ich natürlich nicht anders, als mir das reinzupfeifen und zu hoffen, dass es unterhaltsamer Schwachsinn wird.

The F…ing Cop

Zur Vorgeschichte, erzählt von irgendeinem zwielichtigen Typen mit zwielichtiger Stimme vor zwielichtigen Bildern: Die Welt ist im Arsch. Keine Nahrung, Ölpreise aus der Hölle, Post-Apokalypse und so. Aber für ein Rennen mit einem Preisgeld von 10.000.000 $ reicht es trotzdem noch. Der Clou: Die teilnehmenden Wagen fahren nicht mit Benzin, sondern mit Menschenblut. Na, da kann ja kaum noch was schief gehen.

Die Geschichte findet übrigens in einem imaginären 1999 statt, was wohl schon eindeutig klar macht, dass man hier absolut 80er sein will – und daran sicher scheitern wird.

Irgendeine coole, heiße Schnitte liefert sich erstmal ein Rennen mit zwei coolen, abgefuckten Arschkrampen. Der eine will sie vergewaltigen, dafür sticht sie ihm einen Dolch in die Eier und verfüttert ihn im wahrsten Sinne des Wortes an ihr Auto, indem sie ihn in den Motor schiebt. Der andere verliert nur seinen Arm. Vielleicht taucht er in Folge 7 wieder auf. Also der Typ. Der Arm ist sicher nicht mehr zu retten.

Cops vertrimmen Leute in einer Gasse. Scheinbar ist nach Jahren wieder Heroin auf den Straßen, oder so. Ermittlungen – wenn man das so nennen kann – führen zwei Cops zu einer Party voller Marilyn Manson Fans. Und wir alle wissen: Wer in den Neunzigern Marilyn Manson gehört hat, ist richtig übel drauf und läuft Amok und hat Tätowierungen und so weiter.

Julian Slink betritt die Bühne und ruft zum „Blood Drive“ auf, was die Fahrer veranlasst, ihre Autos zu füttern. Natürlich macht man dafür wieder Marilyn Manson an.

Die Cops wollen dem ganzen ein schnelles Ende bereiten.

Die Fahrer werden vorgestellt. Unter anderem sind dabei: „Fat Elvis“, „Rib Bone“ und „Clown Dick“. Uns interessiert wohl erstmal nur „Grace“, die vorhin den Vergewaltiger gemeuchelt hat. Die wird gegen ihren Willen mit dem Cop „Arthur“ in ein Team gesteckt, was wohl bedeutet, dass einer stirbt, wenn der andere drauf geht.

Der andere Cop heißt Carson und seine Vorgesetzte findet seinen Bericht über Vampirautos gar nicht geil, also muss er auf eigene Faust versuchen, Partner Arthur zu retten.

Der befreit gerade eine Gruppe von Cheerleaderinnen aus den Fängen von „Rib Bone“, der die an sein Auto verfüttern will. Wobei ich mich ja frage, warum in dieser Welt noch Cheerleader existieren, aber ich sollte wohl nicht zu sehr darüber nachdenken. Der „Gentleman“ und sein Partner der „Scholar“ kommen vorbei und reparieren die Karre von Grace. Sie versprechen, die Cheerleader am Leben zu lassen und Grace und Art fahren weiter. Der Gentleman hält sein Versprechen und schneidet den Cheerleadern nur Finger ab und Zunge raus.

Carsons Partnerin ist ein Android. Ich dachte, das wäre vielleicht erwähnenswert.

Natürlich hält die vom Scholar reparierte Karre nicht lange. Und es wird eng, denn was ich vergessen habe zu erwähnen: Wer als letzter an jeder der einzelnen Zwischenstationen des Rennens ankommt, wird um die Ecke gebracht, indem Slink die Microchips in ihrem Nacken unter Strom stellt, oder so. Dem kann man aber natürlich gut entgegensetzen, indem man einfach in der Karre rumfickt, bis man ins Ziel gekommen ist, um das Adrenalin hoch zu halten, wie in „Crank“. Fragt mich nicht, ich erzähle es nur, wie es ist.

Dann stellt sich heraus, dass Slink auch ein Android ist und irgendwie alles eine große Schleife des Konsums ist, von einer Firma namens „Heart“. Ich raffe es nicht so ganz, aber wir haben ja noch 12 Folgen vor uns. Wu-fucking-hu!

Totenerweckung in fernöstlichen Wüstengegenden

Alle quatschen von „The Mummy“, der gerade im Kino gestartet ist … Okay, eigentlich spricht schon niemand mehr darüber, weil er wie zu erwarten war, eher nicht so der Bringer ist, um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber es gab ja schon etliche Mumienfilme und man kann eben nicht immer einen Knaller abliefern. Wobei man wohl in Frage stellen kann, ob es bei der Mumie überhaupt jemals einen richtigen Knaller gab, außer eben vor fast 100 Jahren oder so. Einen richtig schlechten gab es aber vor knapp 10 Jahren auf jeden Fall und der scheitert schon daran, überhaupt eine Mumie zu haben.

THE MUMMY: TOMB OF THE DRAGON EMPEROR – Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers – USA – Deutschland – China – 2008 – 112 Min.

Vorweg sei gesagt, dass ich die ersten beiden Mumienfilme mit Brendan Fraser in der Hauptrolle wirklich mag. Klar, es sind keine Meisterwerke, aber die haben so einen trashigen Charme und nehmen sich selbst nicht zu ernst und bieten einfach gute Unterhaltung. Auch wenn Teil 2 quasi schon nur ein Remake von Teil 1 war und da der Untergang schon anfing, wenn man es genau nimmt. Dieser Teil allerdings … nun ja, lest halt selbst:

Der Spaß beginnt vor achttrilliarden Jahren (Schätzung des Autors), als Jet Li von Meuchelmördern gemeuchelt werden soll, aber sie alle selbst ermordet, weil er nicht nur der Drachenkaiser, sondern auch Messerkönig ist. Immerhin stellen diese Kampfszenen das absolute – und einzige – Highlight dieses Films dar. Denn wie wir wissen: Wo Asiaten sind, wird auch asiatisch gekämpft. Und das können die nun mal. Jedenfalls wird Li also zum Kaiser, aber er entscheidet, dass er keine Zeit zum Sterben hat, weil er noch so viel vor hat. Vielleicht hätte er einfach mal früher anfangen sollen, seine „Bucket List“ abzuarbeiten, dann hätte er das Problem jetzt nicht. Aber im alten China lässt sich auch das lösen, mit der Hilfe einer Hexe, die das Geheimnis zu ewigem Leben in einer Bibliothek fand. Heute stünde es natürlich im Internet und die Hexe wäre arbeitslos. Und wir wären alle unsterblich und würden uns auf ewig gegenseitig auf den Sack gehen und nicht nur für ein paar Jahre, bis dann die nächste Generation folgt, um sich gegenseitig den Tag zu versauen. Es wäre absolut grauenhaft. Deshalb war früher eben doch alles besser. Jedenfalls wird Kaiser Li gevierteilt von König wasweißich und der gammelt anschließend weg, weil die Hexe den Verrat geahnt und ihn und seine Armee verflucht hatte, die dann alle zu Stein erstarren. Die Hexe haut ab und der Fluch darf niemals gebrochen werden, denn sonst fallen die Untoten über die Welt her und so weiter. Wir kennen das. Soweit also die Vorgeschichte.

Rick versucht zu angeln, aber verzweifelt schnell und nutzt lieber seine Waffe, um die Fische abzuballern. Kommen wir zu einer Erkenntnis, die äußerst ausschlaggebend für den Misserfolg dieses Schinkens ist: Maria Bello ist nicht Rachel Weisz. Zugegeben, dafür kann sie selbst herzlich wenig. Und auch sonst keiner. Aber das ändert nix daran, dass sie die Rolle der Evy einfach nicht so wunderbar mit Leben füllt, wie es Rachel Weisz in den Vorgängern geschafft hat. Und dadurch ist schon jetzt klar: Man hätte die Figur besser einfach rausgeschrieben. Und in dem Zusammenhang hätte man auch den Sohn Alex besser weggelassen, denn der nervt schon nach drei Sekunden mehr, als er es jemals dürfte.

Nach einigem Rumgedümpel, das wohl im Ansatz lustig sein soll, aber auf keiner Ebene ist, findet Alex dann die Armee des Drachenkaisers und die Action kann losgehen. Immerhin hat man sich ein paar nette Fallen ausgedacht. und dann wird Alex mitten im Grab am Arsch der Welt meterweit unter der Erde von einem Ninja angegriffen, der alles andere als untot wirkt. Es ist natürlich die Hexe … denke ich mal. Weil die erstens ziemlich sicher unsterblich ist und zweitens wer sonst?

Rick und Evy sollen einen Diamanten nach Shanghai bringen. Ich muss wohl nicht extra darauf hinweisen, dass eine Gruppe zwielichtiger Asiatensoldaten hinter dem Teil her ist. Rein zufällig ist in China übrigens gerade Neujahr und in Jonathans Nachtclub geht die Party ab. Es dürfte ziemlich klar sein, dass auch John Hannah hier nix retten werden wird. Der Humor ist einfach … ach scheiße, Humor gibts hier nicht. Alex ist natürlich auch zufällig gerade im Nachtclub und so treffen sie sich alle. Und wisst ihr wer auch da ist? Genau. Der Zwiebelritter Sir Davos aus „Game Of Thrones“. Wenn einer diese Scheiße hier retten kann, dann er. Der Haussegen hängt schief, denn Papa Rick ist enttäuscht von seinem Sohn. Mutter Evy verteidigt den Sohn und so weiter. Man kennt das. Typischer Familienausflug nach Shanghai eben.

General Yeng und der Verräter Roger (wer auch immer das sein mag; ich glaube, ihm gehört das Museum) zwingen Evy und Rick, die Mumienarmee mit dem Diamanten zum Leben zu erwecken. Alex und die Ninjabraut, die doch nicht die Hexe ist, eilen zur Rettung, bevor die Eltern abgeknallt werden. Der Verräterkönig ist allerdings schon frei und spuckt Feuer. Eine äußerst dämliche Verfolgungsjagd später, die aber noch zum Besseren ghört, das dieser Streifen zu bieten hat, besaufen sich alle im Nachtclub und planen nächste Schritte. Ninja Lin ist nebenbei die Ur-Ur-Ur-Ur-Usw-Enkelin der Hexe und hat den Todesdolch, mit dem man den König killen kann.

Mit der klapprigsten Flugmaschine seit den Gebrüdern Wright, geflogen von Sir Davos, begibt man sich also nach … ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Sieht aus wie der Himalaja und da ist wohl die Quelle ewigen Lebens. General Yeng ist natürlich auch schon unterwegs dahin. Bevor man aufeinander trifft liefern sich Vater Rick und Sohn Alex aber noch ein Duell in „Wer hat die geilste Waffe in der Hose“. Dann wird wild rumgeballert. Ach so, und natürlich kommen auch noch ein paar Yetis vorbei. Weil alles wird besser mit Yetis. Außer dieser Film natürlich.

Eine gignatische Lawine macht dann einfach alles platt. Die Yetis beschützen die „Guten“. General Yeng und der Totenkönig werden weggefegt. Rick muss zum Arzt, weil er ein Messer im Rücken hat, also tapert man halt durch die Walachei und ist nach 2 Minuten am Ziel. Und zwar bei der HEXE!!! Sie lebt doch. Und Lin ist ihre Tochter. Hä? Moment mal, also gehen wir mal davon aus, dass die Hexe nicht altert. Okay. Aber wenn die Tochter ebenfalls nicht altert, müsste sie dann nicht einfach Null Jahre alt sein, weil sie zu keinem Zeitpunkt gealtert ist? Ich glaube, ich denke schon wieder zu viel darüber nach.

Nach einem Moment der Ruhe und des Aussprechens zwischen Vater und Sohn kommt der König an und latscht direkt in die Quelle des ewigen Lebens. Und heraus kommt die schlechteste CGI-Hydra seit … es Hydras gibt. Ist die nicht eigentlich griechisch? Hier wird wirklich einfach alles zusammengewurschtelt, was Mythologien so hergeben. Ich schätze, gleich wird Odin beschworen, um den Tag zu retten. Jedenfalls muss jetzt das Vieh natürlich aufgehalten werden. Nebenbei hat es auch noch die Hexe entführt. Moment mal, warum ist der König jetzt plötzlich Jet Li? ICH RAFFE DIE ZUSAMMENHÄNGE HIER NICHT!!! Und das ist ein beschissener Blockbuster. Der soll mich nicht überfordern, sondern unterhalten. Wartet … ist das vielleicht alles doch tiefgründiger als ich dachte und ich sehe hier gerade einen philosophisch hochgradigen geschichtlich akkuraten Historienfilm, der mir den kompletten übergreifenden Weltenmythos erklärt, ohne dass ich es gemerkt habe?

Zwei grottig animierte Armeen voller Untoter ziehen in den Krieg. CGI kam sicher in keiner Mythologie vor. Und Skelette mit Armbrust und Bogen zu bekämpfen sicher auch nicht, weil es saudämlich ist. Die Skelette gehören nebenbei zur Hexe und wurden extra beschworen, um mit Rick und Co. in die Schlacht zu ziehen. Die Schlacht selbst ist dann der wohl langweiligste Filmkampf seit … ich weiß nicht, was der erste Filmkampf aller Zeiten war, aber er kann niemals so scheiße gewesen sein. Sir Davos und sein Flugzeug mischen auch noch ein bisschen mit und werden von einem … mutierten Nashornbären vom Himmel geholt.

„Ding Dong The Witch Is Dead“. Lin ist ganz traurig und will jetzt endlich mal den Kaiser schnetzeln. Ja, dann macht auch endlich mal voran. Wird langsam wirklich unerträglich der Quark.

Jet Li lässt in einer Pyramide irgendwelche Kugeln kreisen, dann kommt Alex und macht nen Dicken, also verwandelt er sich wieder in den grottig animierten Nashornbären. Wobei man zumindest sagen muss, dass der Scorpion King in Teil 2 noch beschissener aussah, was schon eine Kunst ist, bei dem Augenkrebs hier. Lin und Evy erledigen mal eben so General Yeng im großen Zahnradraum der Zahnräder, zwischen die er dann gerät. Ich schätze, alle wissen, wie es weiter geht. Richtig. Jet Li stirbt. Und ich sage es, wie es ist: Sein Tot in Lethal Weapon 4 war um einiges cooler.

Was bleibt zu sagen, außer: Maria Bello ist nicht Rachel Weisz. Und dieser Film ist nicht ansatzweise so trashig charmant wie die Vorgänger. Ich gehe chinesisches Neujahr feiern …

Meine 5 Minuten Ruhm – Filmschrott im Radiointerview bei Trackback

Letzte Woche hat mich Maren vom Schreibtisch einfach mal so für ein Radiointerview vorgeschlagen. Und als guter Filmschrottplatzbetreiber habe ich mir diese Chance natürlich nicht entgehen lassen, um der Welt mal wieder zu sagen, dass nur ich den einzig wahren Filmgeschmack habe und alle anderen einfach scheiße sind. War aber ganz lustig.

Hier kommt ihr zur Übersichtsseite.

Und hier kommt ihr direkt zur mp3.

Mein Quarkgelaber beginnt bei 26:29 Min. Es geht natürlich um Filme … und Giraffen kommen auch vor.

Kultschrott – Killer Klowns From Outer Space

Clowns waren ja eine Zeit lang mal der heiße Scheiß. Stephen Kings „Es“ hat das vermutlich los getreten. Und interessanterweise steht uns die Neuverfilmung von genau dieser Geschichte bald bevor. Vielleicht tritt das eine neue Welle der Clownfilme los und sie lösen die Superhelden ab und regieren dann die Erde. Aber Clowns gibt es nicht nur auf der Erde. Sie sind überall:

KILLER KLOWNS FROM OUTER SPACE – USA – 1988 – 88 Min.

Wie jeder gute Schwachsinnsfilm, der etwas auf sich hält, hat dieser natürlich einen eigenen Themesong. Und natürlich ist es lahmer 80er-Jahre-Rock.

Alle Teens machen in ihren Autos rum, wie sich das gehört. Und dann kommt der Eismann vorbei. Das stößt auf wenig Begeisterung und die Blechdosen fliegen. Ebenfalls wenig begeistert sind die beiden Damen im Eiswagen von der Idee, doch erstmal hier zu parken. Humor und so. Kann nur besser werden.

Ein Komet landet im Wald von irgendeinem Bauern mit Hund und der freut sich seines Lebens, da natürlich tausende von Leuten zu ihm pilgern werden, um das unbekannte Flugobjekt zu bestaunen. Also schnappt er sich Petroleumlampe und Schaufel und fühlt sich vermutlich wie ein Pirat auf Schatzsuche. Im Wald findet er ein Zirkuszelt, was ihn weniger aus der Fassung bringt, als es sollte, wenn ihr mich fragt. Richtig die Fassung verliert er aber, als sein Hund mit einem Schmetterlingsnetz gefangen wird und verschwindet. Nachdem er unter Strom gesetzt wurde, wird er von einem Clown weggebeamt, oder wegegelasert, oder weggerotlichtviertelt, oder weggewasauchimmert.

Zwei der Teens vom Knutschhügel kommen auch mal gucken und finden ebenfalls das Zirkuszelt. Mike will das Zelt mal genauer unter die Lupe nehmen. Debbie ist eher zurückhaltend, aber geht dann doch mit, da sie keinen Bock hat, sich alleine im Wald ins Höschen zu machen. Im Inneren finden sie jede Menge Bunt und eine riesige Energiekugel. Und natürlich einen Raum voller rosafarbener Zuckerwattekokons, in denen Menschen vergammeln. Dann werden sie entdeckt und mit einer Popcornkanone beschossen und von einem Luftballonhund verfolgt. Versteht ihr jetzt, warum ich die Filme der 80er so liebe? Wenn nicht, ist euch einfach nicht mehr zu helfen.

Die Polizisten glauben den Quark natürlich keine Sekunde. Vor allem der alte Mooney findet das alles äußerst lustig. Der junge Dave will sich die Sache wenigstens mal anschauen. Natürlich ist das Zelt nicht mehr da und es klafft nur ein gigantischer Krater an der Stelle. Also wird Mike verhaftet. Debbie ist vorher zuhause ausgestiegen. Und sie ist eine Frau und damit aus Prinzip aus dem Schneider.

Die Klowns machen derweil die Stadt unsicher und wickelt Leute in Zuckerwatte ein. Mooney hält alle Notrufe für einen groß durchgeplanten Scherz der Teens.

Im Wald finden Dave und Mike ein Auto voller Zuckerwatte und ich schätze, Dave glaubt Mike jetzt.

Debbie geht duschen und verteilt Restpopcorn von ihrer Kleidung im Badezimmer. Dave und Mike entdecken einen Klown, der gerade ein Schattenspiel veranstaltet, das Leute frisst. Jetzt wird Dave wohl endgültig Mikes Geschichte glauben. Mooney glaubt allerdings immer noch an einen Scherz, an dem seiner Meinung nach auch Dave beteiligt ist. Seine Meinung ändert sich erst, als einer der Klowns ihn im Revier besucht und ihn nass spritzt und ausknockt, nachdem er von ihm in eine Zelle mit zwei anderen Typen gesperrt wurde. Dave findet nur noch eine Zelle voller Zuckerwatte. Der Klown will Dave angreifen und der eröffnet das Feuer. Als er dem Klown die rote Nase zerschießt explodiert er. Seht ihr, man hat sich hier wirklich Gedanken gemacht, wie man die Idee in allen Belangen auskosten kann. Das bedeutet, dieser Film ist besser als alles, was in den letzten 20 Jahren entstanden ist.

Debbie ist ja auch noch da. Und sie wird von dem Popcorn angegriffen, das sich in eine Art von Clownschlangen verwandelt hat. Sie kann zwar fliehen, läuft aber den Klowns direkt in die Arme. Aus irgendeinem Grund wird sie aber nicht eingezuckerwattet, sondern in einen Luftballon eingeschlossen. Mike kommt mit den beiden Eisverkäufern angefahren und es kommt zur unausweichlichen Verfolgungsjagd, der sich auch noch Dave anschließt.

Die Klowns halten an einem Vergnügungspark und erledigen den Wachmann mit einer Tortenschlacht des Todes. Die Eisverkäufer, Mike und Dave verfolgen die Klowns natürlich in den Park und stellen schnell fest, dass es eigentlich das Raumschiff der Klowns ist. Die Eisverkäufer landen in einem Bällebad. Mike und Dave im Zuckerwattekokonlager, wo sie Debbie suchen. Die wird dann auch gefunden und es folgt die Flucht vor den Klowns.

An deren Ende kommt der Obermegaklown vorbei und zerlegt den Eiswagen. Dave sitzt dann scheinbar in der Falle aber kann mit einer Stecknadel die Riesennase des Riesenkillerklowns zerstechen und der und das Raumschiff explodieren. Dave und die Eisverkäufer landen in einem Clownauto mitten in der Stadt und alle sind glücklich und zufrieden, dass es Glitter und Kuchen regnet.

Ein Produkt der 80er, wie man es einfach lieben muss. Man hat eine simple, aber bescheuerte Idee und ruht sich nicht darauf aus, sondern schmeißt einfach alles an die Wand, was einem dazu einfällt. Die 80er waren kreativ. Und dieser Film zeigt das ziemlich gut. Ich gehe in den Zirkus …

Mal aktuell: Prison Break Season 05 Episode 09

Da sind wir also. Das große Staffelfinale. Und wenn es einen Seriengott gibt, auch das Serienfinale, denn noch so eine hingewichste Kackstaffel braucht einfach keine Sau. Außer natürlich die ganzen hirnamputierten Mutanten, die mittlerweile jeden Rotz fressen, der ihnen auf nostalgische Weise in die Fresse geschmissen wird. Soll heißen: Es gibt tatsächlich Idioten, die diese Grütze gut finden. Nun, ich hoffe, alle Charaktere sterben heute und die Affen, die diese Grütze gut finden, gleich mit. Für eine bessere Welt!

Behind The Eyes

Die Folge beginnt 6 Minuten vor dem Ende der letzten Folge. Nicht 5 oder 7, nein genau 6 müssen es sein.

Poseidon erklärt Sara erstmal den ganzen „evil plan“, den er so geschmiedet hat. Blah er hat Michael in den Jemen geschickt, damit er da verreckt, blah er liebt Sara, blah mit der Zeit hätte sie Michael vergessen, blah er wollte den Sohn adoptieren, blah. Könnt ihr euch nicht einfach alle erschießen und mir diesen Schwachsinn ersparen?

Draußen kommt Michael angefahren und Poseidon sagt Sara noch schnell, dass in 10 Minuten die Bude abfackelt.

Und dann sind wir wieder da, wo wir am Ende der letzten Folge waren, nur dieses Mal sehen wir, was passiert. Nämlich, dass nicht Michael erschossen wird, sondern die blonde Killerin ihren Partner wegballert, weil der zu viele Fragen stellt. Michael befreit Sara, Poseidon entführt den Sohn und haut ab, Michael und Sara finden den abgeknallten Link, der direkt um die Ecke geparkt hat. Es ist alles der helle Wahnsinn.

T-Bag und Whip fahren durch die Gegend und sind jetzt Vater und Sohn. Es ist wirklich bezeichnend für diese grauenhafte Kackserie, dass man einen grandiosen Charakter wie T-Bag nur dabei hat, damit man diese lahme Auflösung bringen kann, die zudem absolut keine Bewandtnis hat.

Poseidon erzählt dem Sohn, dass seine Mutter tot ist. Buhu. Oh, und dass Michael nicht sein Vater ist, sondern ein Typ, der sich als dieser ausgibt und seinen wahren Vater umgebracht hat.

T-Bag und Whip kommen bei Michael an, der erklärt, dass er einen Plan hat, um allen ein normales Leben zu ermöglichen. Dazu muss T-Bag scheinbar Poseidon killen, oder so. Bin ich eigentlich der Einzige, der in Frage stellen muss, wie sinnvoll es ist, am helllichten Tag mit einem komplett durchlöcherten Auto durch die Gegend zu gurken? Aber gut, Michael Scofield hat ja immer einen Plan, wie diese Staffel eindrucksvoll wiederle… bewiesen hat, also weiß er wohl, was er tut.

Michael kommt mit Hilfe eines neuen Tattoos, das in der ganzen Staffel keine Rolle gespielt hat, in Poseidons geheimen Unterschlupf und klaut seine Festplatten, mit denen er ihn jetzt erpresst.

Link bricht aus dem Krankenhaus aus und sorgt dafür, dass Abruzzis Sohn verhaftet wird. Wen interessiert das bitte an dieser Stelle noch? Der Typ hat doch ohnehin keine Rolle mehr gespielt.

Oh bitte, der alles hinterfragende Killer lebt noch und gibt Sara ein paar Tipps, wo sie ihren Sohn findet. Wie verdammt langweilig und unkreativ kann man bitte sein? So: Er stirbt direkt nachdem er die Information übergeben hat.

T-Bag und Sohn Whip treffen sich mit einem Typen, den Michael aus dem Knast geholt hat und der mit ihnen den Mord an Poseidon plant, wie den Mord an John F. Kennedy. Immerhin gibt es hier den besten Dialog der ganzen Staffel, als T-Bag wirbelnd erklärt, wann man morden sollte und wann nicht und Whip feststellt, dass sein Vater ja „pretty queer“ ist. T-Bags Antwort: „Now you know, where you got it from.“

In einem Lagerhaus kommt es dann zum großen Finale. Michael ist da. T-Bag und Whip sind da. Poseidon und seine Killerin sind da. Und irgendwie hat das alles absolut nichts mehr mit dem ursprünglichen Plan zu tun. Whip wird erschossen, T-Bag ist nicht erfreut und erledigt die Killerin mit einem Genickbruch.

Sara und Link befreien den Sohn, Michael und Poseidon decken alles auf, was an Schwachsinn abging und wie sie sich gegenseitig in die Pfanne gehauen haben und es kommt zum großen Endkampf, den Michael natürlich gewinnt. Aber dann kommen die Bullen und halten ihn für den Täter und verhaften ihn. Boah, Leute, macht fertig jetzt den Scheiß. Das macht doch alles keinen Bock mehr.

Poseidon wird auch verhaftet, weil Michael Beweise in sein Büro geschmuggelt hat. Und zu dem Büro hat nur Poseidon selbst Zutritt. Frage: Wenn nur er da rein kann, wie haben die dann darin die Beweise gefunden?

Michael wird freigelassen, weil irgendwie sich irgendwas ergeben hat, dass jeder weiß, dass er unschuldig ist. Ich habe nicht richtig zugehört, weil ich die Schnauze einfach voll hab.

Poseidon landet in Fox River und in einer Zelle mit T-Bag. Immerhin gehört dem damit die letzte Szene dieser Staffel und hoffentlich auch der Serie. Es war grauenhaft.

 

Monatsrückblick – Mai 2017

Der Mai startete mit einem Kinobesuch, der … zumindest kein Totalausfall war. Ansonsten ging es unter anderem ganz weit zurück ins Jahr 1932:

THE MOST DANGEROUS GAME

Heutzutage ist es ja kaum noch möglich, etwas wirklich Neues zu erzählen. Jede Idee war zumindest im Ansatz schon mal da. Und so kann man eigentlich nur noch bereits existierende Versatzstücke nehmen und versuchen, sie zu kombinieren, um daraus dann doch noch etwas einigermaßen Frisches zu machen. Um so interessanter ist es da, sich mal mit den Geschichten zu befassen, die den Anfang machten. In diesem Fall handelt es sich um das mittlerweile all zu bekannte „Manhunt“-Prinzip. Die Jagd auf das „gefährlichste Tier“. Den Menschen. Lange bevor Jean Claude van Damme und Ice T zur Beute wurden, lange bevor in Japan die „Battle Royale“ und in den USA die „Hunger Games“ starteten, veranstaltete man auf einer Insel das „Most Dangerous Game“.
Und meine Herren, was für ein Spiel es ist. Was man hier in gerade mal einer Stunde abfeuert ist bemerkenswert. Zumal es sich um einen Film handelt, der mittlerweile 85 Jahre auf dem Buckel hat. Das merkt man ihm aber eigentlich nur an der fehlenden Farbe an. Ansonsten habe ich das Gefühl, dass man hier seiner Zeit doch sehr weit voraus war. Der Schiffsuntergang am Anfang ist beeindruckend für diese Zeit. Ansonsten schafft man es auch ganz gut, nicht zu lächerlich zu werden. Gerade der Antagonist bewegt sich da immer auf einem schmalen Grad der Cheesyness, aber kriegt immer noch die Kurve.
Der Überlebenskampf selbst ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Fallen werden gebaut und die Bedrohung immer weiter gesteigert. Es ist einfach die Blaupause für jede Geschichte, die danach kam und diese Idee aufgriff. Und das macht es so interessant und immer noch absolut sehenswert.

Es gab etwas Horrorquatsch:

HATCHET

Schöne Old-School-Slasher-Action, die teils etwas zu lustig sein will. Macht aber Spaß, wenn man Bock auf guten handgemachten Gore, der direkt aus den Achtzigern stammen könnte, hat und nicht viel über Story und gute Darsteller nachdenken will. Der Film weiß was er ist und was er ist, ist durchaus unterhaltsam.

Nach enttäuschender Postapokalypse mit „Into The Forest“ gab es am selben Abend noch mal enttäuschende Postapokalypse:

THE BOOK OF ELI

Malcolm X hat ein Lieblingsbuch, aber Stansfield will es auch mal lesen.

Alles an dem Film schreit Postapokalypse. Das ist schon mal ein Pluspunkt, den man aber auch voraussetzen sollte. Es gibt aber eben auch Filme, die das nicht wirklich gebacken kriegen. Die Darsteller machen ihre Sache auch wie zu erwarten gut.
Aber so richtig will der Funke nicht überspringen. Mit überreligiösem Käse und Belehrungen hält man sich glücklicherweise zurück, aber man geht viel zu wenig darauf ein, was die Charaktere ausmacht, die hinter dem Buch her sind. Klar, man kennt die Gründe, aber diese auch auszuspielen hätte das ganze durchaus interessanter gemacht. Dazu kommt dann die scheinbare Unverwundbarkeit von Eli, was einfach jede Geschichte schon aus Prinzip runter zieht. Und so dümpelt das dann eben alles so ein bisschen vor sich hin. Irgendwie nix Halbes und nix Ganzes, wie Jesus damals gesagt hat … war doch er, oder?

Am Strand war ich auch noch:

THE BEACH

Im Fahrwasser von „Titanic“ konnte ich mir damals eine ganze Zeit lang keine Leonardo DiCaprio Filme angucken. Das lag weniger an ihm selbst, sondern an den Weibern, die mir damals tierisch mit dem Typen auf den Sack gingen. Alle waren sie in Leo verknallt und mussten sich auf seine Filme fingern. Also hab ich lieber Pamela Anderson Filme geguckt, um den Sexualtrieb wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ob das die richtige Entscheidung war, müssen andere entscheiden.

„The Beach“ ist jedenfalls einer der Filme, die damals auf der Strecke blieben und der, obwohl scheinbar mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, immer mal wieder meinen Weg kreuzt. So auch heute und jetzt hats halt mal gereicht und ich hab ihn angemacht. Und im Nachhinein muss ich feststellen, dass es ein Pamela Anderson Film wohl auch getan hätte. Denn auch wenn dieser Film ganz tolle Bilder hat, hat er viel mehr nicht zu bieten. Sehr dahindümpelnde Geschichte über die Findung des Paradieses und der Vertreibung aus selbigem, das nur an der Oberfläche der eigentlichen Idee kratzt. Pamela Anderson im Evakostüm hatte damals Ähnliches zu bieten.

Insgesamt gesehen: 18

Davon Schrott: 4

Rewatches: 2

Kino: 2

„Alles neu macht der Mai“ sagt man. Dementsprechend gab es diesen Monat – ungeplant – sehr wenige Rewatches. Und nebenbei auch wenig Kriegsaction. Hat sich irgendwie dieses Mal nicht ergeben. Immerhin habe ich die erste Staffel von „The Brink“ nachgeholt – auch wenn das nicht direkt Krieg ist, sondern eher die politischen Eskapaden, die dazu führen – und bin jetzt traurig, dass es keine zweite geben wird.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Raubfischangeln im Kinderbecken mit abgehalfterten Actionstars

Es herrschen sommerliche Temperaturen. Die Leute haben wieder nichts besseres zu tun, als am See rumzulungern. Da will ich natürlich in nichts nachstehen und gehe auch an den See. Und da kämpft zufällig Dolph Lundgren gegen Haie. Bester.Tag.Am.See.Ever…Not.

SHARK LAKE – USA – 2015 – 92 Min.

Der Film beginnt mit einer Polizistin, die durch ein Haus tapert und ein kleines Mädchen findet. Und dann einen Typen – der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird – in einem Van verfolgt. Und dabei ganz böse guckt. Durchgehend. Sie ist darstellerisch also auf einem Level mit Michelle Rodriguez. Und sieht auch so ähnlich aus. Der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, fährt durch eine coputeranimierte Leitplanke in den See und wird überraschenderweise nicht von dem Hai gefressen, der im Hintergrund rumschwimmt.

5 Jahre später kommt der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, aus dem Knast frei. Die Polizistin, die nicht von Michelle Rodriguez gespielt wird, heißt natürlich Meredith Hernandez und beschwert sich über irgendwas bei irgendwem in der Polizeistation. Ich würde näher darauf eingehen, aber die grauenhafte Musik verbunden mit dem hölzernen Spiel hält mich nicht gerade bei der Stange. Nicht mal die ganzen Bikinimodels am See schaffen das, denn auch wenn ich der MTV-Generation entstamme, fand ich diese Tittencompilations mit Dudelmucke schon damals einfach nur nervtötend. Nebenbei passiert am See absolut gar nichts, was diesen Zusammenschnitt von Tussis im Wasser noch überflüssiger macht.

Christopher und seine Frau sind im Wald. Seine Frau hat Angst vor Bären. Er nicht. Seine Frau geht kacken, oder so. Er nicht. Er geht in den See. Seine Frau ist megadämlich und legt sich einfach so auf die Fresse. Christopher schwimmt tot im See. Seine Frau würde die Acting Masterclass dermaßen rocken mit ihrem „Noooooooooooooiiiiiiiiiiiiiiiiooooooooooooooo!“ und anschließendem Geflenne. Ich hoffe ihr steht eine große Zukunft als Haifutter bevor.

Natürlich gehen alle von einer Bärenattacke aus. Alle außer Meredith, die da mal genauer nachforschen will. Währenddessen liefert sich der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, einen lahmarschigen Kampf mit zwei Honks, die irgendwas von ihm wollen. Keine Ahnung was. Hab nicht zugehört. Meredith geht mit ihrer Tochter – ich glaube, das ist das Mädchen vom Anfang – ins Diner und trifft dort einen Tierangriffexperten, der sicher noch wichtig wird.

Tittentangocompilation bei Nacht. Da fragt man sich glatt, warum man die Musiksender von früher überhaupt vermisst. Ein Paar von notgeilen Fickern latscht in den See. Sie überlebt. Ein Taucher am nächsten Tag auch und er findet offenbar irgendwas überraschendes, soweit ich das unter Wasser beurteilen kann.

Der Tierattackenexperte bringt Meredith eine Kühlbox mit Werweiswas drin, um zu beweisen, dass es kein Bär war. Ich schätze mal, er war der Taucher. Und da kommen die Haie und einer Paragliderin wird das Bein abgebissen und diese Animation alleine hat mindestens 2 Dollar gekostet. Wenn es mehr war, wurden die Filmemacher über den Tisch gezogen. Mal ehrlich: Ich erwarte ja nicht viel von so einem Film, aber versucht es doch wenigstens.

Der Typ, der vermutlich nicht Dolph Lundgren heißt, aber von diesem gespielt wird, heißt tatsächlich nicht Dolph Lundgren, sondern Clint. Und er hat natürlich Schulden bei den falschen Leuten. Und jetzt passt auf, denn das ist wichtig (vermute ich): Der Boss, bei dem er die Schulden hat, will entweder das Geld oder Clint soll ihm den Hai fangen. Vermutlich hat er ein großes Aquarium gekauft und weiß jetzt nicht, was er sonst damit anfangen soll. Wenn die Mafia nur immer so zuvorkommend wäre. Wer braucht schon Geld, wenn er einen Hai kriegen kann? Ebenfalls den Hai fangen will irgendein Fernsehheini, der das ganze als Dokumentation aufziehen will. Meredith findet ihn zum kotzen und ich sie gleich sympathischer.

Der Fernsehfuzzi geht also auf Haijagd. Wie kann man das Vieh eigentlich darin übersehen? Der See ist ungefähr zwei Meter tief. Und zwar an jeder Stelle. Wenn man einen Eimer Sand da rein schütten würde, wäre der See quasi direkt verschwunden, so wenig Wasser ist da drin. Es sind übrigens mehrere Haie und der Fernsehaffe geht drauf.

Meredith kombiniert derweil, dass Clint vor fünf Jahren den Hai in den See geschmissen hat. Wie sie darauf kommt, habe ich komplett verpasst.

Es wird zur fröhlichen Haijagd aufgerufen. Der Tierattackenprofi rät davon ab und erklärt mal kurz, dass der Hai eine Haiin ist. Und schwanger. Keine Ahnung, was das für eine Rolle spielt, aber irgendwie muss man hier ja sowas wie eine Story vorgaukeln.

Meredith‘ Tochter ist zu Hause mit Oma Hernandez, oder der Babysitterin, oder irgendeiner Fremden, die einfach gerne auf Sofas pennt, oder Wasauchimmer. Tochter fährt Fahrrad. Oma geht mit dem Hund spazieren. Der springt in den See. Oma geht hinterher. Meredith kommt nach Hause und niemand ist da. Was macht sie also? Genau: Sie schnappt sich ihre Schrotflinte und rennt zum See, um den Hai abzuballern. Wie sie darauf kam, dass Oma am See ist, bleibt ungeklärt. Aber wer braucht schon Erklärungen, wenn man jede Menge Schrotflintenaction sieht? Leider sieht man davon gar nichts, weil das Budget bereits mit den 2 Dollar für die CGI-Effekte überschritten wurde.

Tochter Carly (bitte nennt eure Tochter nicht so), versteckt sich auf dem Boot von Clint, denn der ist ihr Vater. Die Cops glauben, er hat sie entführt, also soll er verhaftet werden, als er zum Boot kommt. Statt das Missverständnis aufzuklären macht Clint natürlich das einzig Richtige und haut dem Polizisten vor die Fresse und haut mit dem Boot – mit Carly drauf – ab. Ehrlich: Diese Logik löst die letzten Reste meines Verstandes langsam auf.

Tierattackentheo hat ein Boot, mit dem Meredith nach ihrer Tochter sucht. Ich spare mir jeden Kommentar zu der folgenden völlig beknackten Bootsunfallszene. Infolge dessen erschießt Meredith einen Hai und der Tierattackentyp stirbt bei einer Tierattacke. Meredith wird natürlich in letzter Sekunde von Clint aus dem See gefischt.

Es dürfte klar sein, dass Carly über Bord geht und Clint sie retten muss und dabei vermeintlich draufgeht, letztenendes aber doch dem Hai einen rechten Haken verpasst, der dann von Meredith abgeballert wird. Mit dem Rettungsboot geht es zurück an Land und hier haben wir eine glückliche Familie von Haijägern. Toll. Ich gehe Haie aussetzen …

Mal aktuell: Prison Break Season 05 Episode 08

Es bleibt die Hoffnung, dass man endlich komplett in den absoluten Schwachsinn abdriftet. Nah dran war man ja in den letzten Wochen schon.

Progency

Wenn schon das „Previously on …“ nur ein müdes Gähnen verursacht, weiß man, dass hier so einiges falsch läuft. Um nicht zu sagen: Einfach alles.

Es beginnt mit einem Rückblick darauf, wie Michael den Deal mit Poseidon eingegangen ist und mich interessiert das an dieser Stelle ganz und gar nicht mehr.

Die Schiffbrüchigen werden dann gerettet, weil hier nix spannend sein darf und Michael wird mit einer SMS von Saras Handy, die natürlich von ihrem Mann kommt, in eine Falle gelockt. Aber zum ersten Mal in dieser Staffel ist Scofield kein Vollhonk und durchschaut den Plan.

Trotzdem muss er natürlich schnell zurück in die Staaten, denn Poseidon hat seinen Sohn. Link hat eine Idee und ruft den Sohn von Abruzzi (der großartige Peter Stormare aus den ersten Staffeln) an, dem er Geld schuldet. Unter dem Vorwand, dass er die Kohle hat, will er sich von dem in die Staaten einschmuggeln lassen.

Den bescheißen sie dann mit der Hilfe von C-Note und Sheba, die immer noch ganz feucht wird, wenn sie sieht, wie wenig Charisma der Darsteller von Link mitbringt. C-Note verabschiedet sich und Sheba bleibt um bei der Stürzung von Poseidon zu helfen. Ja, war cool, dich für drei Sekunden noch mal zu sehen, C. Machs gut. Grüß T-Bag im nutzlosen Nebencharakter-Nirvana.

Apropos nutzlose Nebencharaktere: Die Killer diskutieren mal wieder. Der Typ will aussteigen, die Tussi denkt hoffentlich auch darüber nach aus dem Schauspielgeschäft auszusteigen, denn das ist einfach nur fürchterlich schlecht.

Whip ist auf Mission in Chicago und hat Koordinaten von Michael gekriegt, die mitten in Lake Michigan liegen.

In New York folgt ewig langes Stalling. Also darf man sich minutenlang Leute beim Spazierengehen angucken.

T-Bag betet … und ich kann einfach nicht in Worte fassen, wie sehr ich die Writer dafür hasse, wie sie diesen fantastischen Charakter komplett zerstört haben. Jedenfalls trifft er sich mit Whip und ich habe keine Ahnung warum und wie und überhaupt und wasweißich. Oh nee, ich glaube die bringen hier den „Ich bin dein Vater“-Schwachsinn. Das ist doch nicht deren ernst, oder?

Im Cliffhanger der Woche wird Link von Abruzzi weggeballert und Michael von der Killerin, die nicht spielen kann. Uiuiui, ist das mal ganz und gar nicht spannend, oder was?

Der Quark wird wöchentlich quarkiger. Immerhin hat man einen Punkt erreicht, wo es schon so scheiße ist, dass man gar nicht genug die Hand vor den Kopf schlagen kann. Ich hab Bock aufs grandiose Finale nächste Woche. Das wird ganz sicher richtig schön scheiße.