Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Fragen ohne Antwort #212

Diese Woche dreht sich bei Ginas FoA (ja, ich kürze das ab jetzt so ab, weil es einfacher ist) alles um Filme. Deshalb mache ich mal ganz spontan wieder mit und beantworte den Spaß. Vor allem auch, weil die Anzahl der Fragen mal recht übersichtlich bleibt und nicht schon ohne Beantwortung einen ganzen Blogpost füllen würde.

Wonach hast Du Dich als Kind immer gesehnt, durftest oder konntest es aber erst als Erwachsene(r)?

Okay, doch nicht alles mit Film, deshalb fällt mir zu der Frage auch nichts ein. Vielleicht Filme für Erwachsene gucken? Und nein, ich meine natürlich nicht die ganzen Metzelstreifen und Gruselschinken. Die habe ich schon immer geguckt. Ich meine natürlich Pornos …

Aus welchen Filmen hast Du Weisheiten für das Leben abgeleitet?

Natürlich aus den Monty Python Filmen. Seit denen weiß ich, dass selbst die süßesten Tiere zu großen Bestien werden können, wie schnell Schwalben fliegen und was der Sinn des Lebens ist. Mehr kann man jawohl kaum aus filmen lernen, oder?

Welche Filme haben Dich nachhaltig beeinflusst?

Wer den Filmschrottplatz regelmäßig besucht, wird wissen, dass ich vor allem den Output der 80er Jahre feiere und diese natürlich auch einen gewissen Einfluss auf mich haben und hatten. Das betrifft meinen Standpunkt zum Film aber auch zur Kreativität im Allgemeinen. Und ist auch der Grund, warum ich dem modernen Hollywood nicht eine Träne nachweinen würde, wenn es plötzlich von Froschmutanten ausgelöscht würde. ALL HAIL THE EIGHTIES!!!

Warum schaust Du Filme?

Um darüber abzukotzen wie scheiße sie sind natürlich. Und wie scheiße alle Beteiligten sind. Und wie scheiße Frauen sind. Und wie scheiße Schwarze sind. Und wie scheiße es generell ist, dass heute so wenige weiße Männer in weißen Unterhemden regelmäßig die Welt vor weißen Männern mit weißen Katzen retten. Das macht man doch heute so, oder?

Was muss ein Film haben, damit er eine gute Bewertung von Dir bekommt?

Weiße Männer in weißen Unterhemden, die die Welt vor weißen Männern mit weißen Katzen retten. Oder Froschmutanten.

Wie wichtig ist Filmmusik für Dich auf einer Skala von 1-10 und warum?

Ich mag einen guten Soundtrack wie jeder andere und gut platzierte Musik kann einen Film durchaus noch zusätzlich aufwerten. Ich habe aber auch nichts dagegen, wenn sich die Musik eher zurückhält und die Szenen für sich sprechen lässt. Was ich nebenbei ganz grauenhaft finde, ist die Verwurstung von tausend (Cover-)Popsongs in Filmen und Trailern. Eine weitere ganz grauenhafte Entwicklung, für die Hollywood von Froschmutanten überrannt gehört. Ich bevorzuge aber ohnehin einen Original Score, es sei denn, es handelt sich wirklich um einen Film, wo die moderne Popscheiße reinpasst, wie Teenkomödien und ähnlicher Kack, die sich dem grottigen Niveau der modernen Popsongs direkt anpassen. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die Musikbranche auch gerne von Froschmutanten abgefackelt werden darf?

Nach welchen Kriterien entscheidest Du, ob Du Dir einen Film ansiehst oder nicht?

Ob er existiert oder nicht. Gibt es den Film, gucke ich ihn vielleicht irgendwann an. Ich ziehe da keine Grenzen und gucke quasi alles. Ausnahmen: Anime und Bollywoodtanzgedöns. Ersteres, weil ich einfach mit ernsten oder dramatischen Themen in animierter Form nichts anfangen kann und zweiteres, weil Rumgetanze zu Kackmusik noch schlimmer ist, als beschissene Popsongs in Blockbustern, zu denen niemand tanzt.

Über welche Medien schaust Du Filme? Bluray/DVD, Kino, Streaming, TV? Welches Medium nutzt Du davon am häufigsten?

Wie vermutlich bekannt, bin ich so eine Art Sammler und kaufe noch immer DVDs und BluRays (wenn auch in letzter Zeit sehr wenig bis gar nichts, weil mein Budget es momentan nicht zulässt). Ich habe so knapp 1000 Scheiben hier rumstehen/rumliegen und bevorzuge es auch weiterhin, eine Scheibe in den Player zu schieben, anstatt auf Streaming zurückzugreifen. Das nutze ich eigentlich eher für Serien. Ins Kino gehe ich sehr selten, weil da nur Scheißfilme voller beschissener Popmusik laufen. Und TV schaue ich seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich weiß wirklich nicht, was der letzte Film oder die letzte Serienfolge war, die ich ganz regulär im Fernsehen geguckt habe. Muss irgendeine Premiere eines Heinz Erhardt Films gewesen sein oder so.

Gab es schon einmal einen Film, bei dem Du Dir nach Betrachtung die Frage gestellt hast, ob die Macher des Filmes verrückt sind?

Solche Gedanken liegen mir fern. Ich denke mir eher hinterher: „Warum sind die Macher des Films eigentlich nicht verrückt genug, um daraus einen richtig geilen Film zu machen und mal ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen, anstatt die immer gleiche generische Scheiße erneut auf die Leinwand zu bringen?“ Es gab mal wunderbar verrückte Geister in der Filmbranche, aber die wurden leider entweder alle durchs Hollywoodsystem gespült und kamen als ideenlose Lahmärsche wieder raus oder sie wurden direkt durch ideenlose Lahmärsche ersetzt. Aber wenn die Froschmutanten Hollywood übernommen haben, dann wird es endlich wieder verrückte Filmemacher geben.

Kannst Du Dich an Deinen ersten Kinobesuch erinnern? Wenn ja, welcher Film war es und wie alt warst Du da?

IN EINEM LAND VOR UNSERER ZEIT. Guter Film. Vermutlich auch heute noch. Müsste ich mal wieder angucken. Damals war ich übrigens 6 Jahre alt. 30 Jahre her. Und wo sind wir hingekommen? Nichtmal Dinosaurierfilme kriegt Hollywood noch hin.

Wenn Du die finanziellen Mittel dafür hättest und sogar die passende Immobilie, würdest Du ein Kino eröffnen? Egal ob ja oder nein, warum?

Nur unter der Bedingung, dass ich wirklich so viel Geld hätte, dass Einnahmen und so keine Rolle spielen. Ich würde nämlich höchstens ein Kino eröffnen, in dem nur geiler Scheiß läuft, den ich selbst geil finde. Also nichts Aktuelles. Nur cooler 80er-Jahre-Overkill, den sich 3 Zuschauer antun würden. Aber es wäre ja auch nicht für die. Es wäre nur, damit ich die ganzen geile Filme im Kino gucken könnte.

Vielleicht kann ich mir diesen Traum erfüllen, wenn meine Froschmutanten Hollywood eingenommen haben. Und jetzt marschiert, meine Froschmutanten. Marschiert gen Westen. Marschiert. MUAHAHAHAHAHA! MUAHAHAHAHA! MUAHAHAHAHA! Quak, ihr Affen.

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Fortsetzende Höllenwelterkundung

Wenn man sich auf eine Sache wirklich verlassen kann, dann darauf, dass Videospielverfilmungen scheiße sind. Aber Moment, es gibt da tatsächlich so ein oder zwei, die man als gute Filme bezeichnen könnte. Da das natürlich so nicht stehen gelassen werden kann, muss man die dann durch eine grottige Fortsetzung zerstören. SILENT HILL ist meiner Auffassung nach die beste Videospielverfilmung. Zugegeben, die Messlatte liegt niedrig, aber der Streifen hat einfach eine tolle Atmosphäre und bringt den Horror der Spielereihe ziemlich gut rüber. Sicher gibt es auch ein paar Punkte, die man kritisieren könnte, aber dann guckt man einfach Teil 2 und merkt direkt, dass das alles von Beginn an viel schlimmer hätte sein können.

SILENT HILL: REVELATION – Kanada – Frankreich – USA – 2012 – 95 Min.

Regie übernahm hier Michael J. Bassett, der eigentlich Tierdokus macht und hin und wieder mal eine Serienfolge. Das Drehbuch steuerte er hier auch direkt bei und das kann dann natürlich gar nichts gutes mehr bedeuten.
Kit Harington kennen wir natürlich alle als Jon Snow aus GAME OF THRONES und wenn wir Glück haben dann in der Zukunft aus nicht mehr viel anderem, denn eine Schauspielkoryphäe ist er nicht gerade. Carrie-Anne Moss sollte jedem ein Begriff sein, lief sie doch schon in der MATRIX-Trilogie an Wänden entlang und trug in MEMENTO zur Verwirrung bei. Malcolm McDowell tickte in A CLOCKWORK ORANGE aus und Adelaide Clemens war in THE GREAT GATSBY neben Leo zu sehen. Außerdem sind Sean Bean und Radha Mitchell aus dem Vorgänger wieder dabei. Über mangelnde Starkraft kann man sich also nicht unbedingt beschweren. Das wird aber natürlich nicht helfen:

Ein Mädchen wird durch einen Horrorvergnügungspark verfolgt. Habe ich eigentlich mal erwähnt, wie viel Potenzial so ein Setting hätte, wenn die Filmemacher nicht zu unfähig wären, daraus mal was cooles zu machen? Das komische Höllenmädchen erscheint und die Verfolgte fackelt ab. Aber es war alles nur ein Traum. Und sie ist die Tochter von Sean Bean, der jetzt nicht mehr Christopher heißt, sondern Harry. Sie heißt nebenbei Heather und hat Geburtstag, deshalb kriegt sie von Harry eine schicke Weste geschenkt und freut sich ihres Lebens.

Ach, wartet mal: Harry ist Christopher und Heather ist Sharon aus Teil 1, die jetzt mit neuem Namen unterwegs sind, weil … keine Ahnung. Aber ich dachte, Sharon wäre in Teil 1 zusammen mit Mutter Rose gestorben. War das nicht der große „Twist“ am Ende oder hab ich da was falsch verstanden? Ah, sie dröseln es auf und irgendwie ergibt es nicht den geringsten Sinn, aber hey, es ist ein Film über eine Höllenwelt in einem Kaff, indem eine Mine seit achttausend Jahren brennt, also wollen wir mal nicht so sein. Jedenfalls hat Rose wohl Sharon zurückgebracht und ist dann erst gestorben oder sie war schon tot und hat sie trotzdem zurückgebracht oder wasauchimmer. Sharon lebt noch und heißt jetzt Heather, das muss uns reichen.

Heather muss durch die einzig wahre Hölle und geht zur Schule. Unterwegs wird sie von einem Penner angequatscht, der meint, sie zu kennen, aber die spricht nicht mit Fremden. In der Schule ist sie die Neue und stellt direkt mal klar, dass sich alle ihre dummen Sprüche sparen können, weil sie eh nur Kacke im Kopf haben. Kit Harington aka Vincent ist ebenfalls neu und hat nichts zu sagen, was ihn schon mal recht uninteressant aber zumindest einigermaßen sympathisch macht. Fresse halten ist schließlich immer eine gute Sache.

Heather hat ständig Visionen von Silent Hill. Selbst in der Schule bleibt sie davon nicht verschont. Immerhin sieht die Höllenversion wieder wunderbar creepy aus. Vincent will mit Heather nen Kaffee trinken gehen. Die hat aber keinen Bock auf ihn oder überhaupt jemanden. Es sollte klar sein, dass Vincent ihr jetzt regelmäßig auf den Sack gehen wird und somit direkt alle Sympathiepunkte wieder in die Tonne tritt.

Heather fühlt sich aber erstmal von dem Penner von vorhin verfolgt und will sich mit Harry im Kaufhaus treffen. Der kommt aber nicht. Visionen und so und der Penner ist auch wieder da. Der stellt sich als privater Ermittler heraus, der im Auftrag eines Geheimbundes nach ihr sucht und sie warnt, dass Sie kommen, um sie zu holen. Er erzählt ihr alles über Silent Hill, aber dann kommt ein Vieh und senst ihm die Finger weg. Mehr Antworten wird sie von ihm also nicht bekommen.

Vincent begleitet Heather im Bus nach Hause und es werden tiefgründige Gespräche über Träume, Facebook und Vincents geisteskranken Opa geführt. Harry ist selbstverständlich nicht da und an der Wand steht „Come to Silent Hill“. Vincent der Stalker ist schon wieder da und Heather zeigt ihm ihr Medaillon. Und ihre Knarre. Die Bullen kommen und die beiden hauen ab. Es ist quasi Bonnie & Clyde in Grütze.

Harry hat Heather einen „Wenn du das liest, ist mir was passiert, such nicht nach mir“-Brief hinterlassen. Heather ignoriert das natürlich und will nach Silent Hill. Vincent ist dagegen und wie sich herausstellt, kommt er aus Silent Hill und sein Auftrag ist es, Heather nach Silent Hill zu bringen, aber er will das nicht tun, weil die böse Alessa da regiert und Heather das Gute ist oder so. Quarkstory vom Fließband, wir kennen das. Heather muss das zweite Medaillon finden das wohl Vincents irrer Opa hat. Die Dunkelheit kommt und Vincent wird vom Schnetzelvieh gekillt. Als Heather zu sich kommt, befindet sie sich in Silent Hill.

Im Ascheregen trifft sie Alessas Mutter, die ihr irgendwelchen Krampf erzählt und erklärt, dass sie ihren Vater nicht retten kann. Die Dunkelheit kommt und Heather flüchtet in ein Gebäude in dem Frauen sich in Schaufensterpuppen verwandeln und ein grottig animiertes Spinnenvieh sie und eine andere Frau verfolgt.

An anderer Stelle muss sich Vincent vor seiner Mutter verantworten und wird in die Klapse gebracht. Rein zufällig ist da auch Heather gerade angekommen. Die andere Frau hat es nicht so weit geschafft. Dort knallt sie ein Monster ab und findet Vincents Opa. Der erklärt, dass es viele Silent Hills gibt und ihr Vater überall sein könnte. Nachdem er sich das Medaillon reingeschoben hat, das nebenbei das Siegel des Metatron ist oder so ähnlich, will er Heather killen, aber die reißt ihm das jetzt komplettierte Siegel raus und er zerfällt zu Staub.

In welchen Irrsinn wird Heather als nächstes geraten, wo der Streifen doch nicht mehr ist, als eine Ansammlung von Wahnsinn, nur um möglichst viel Kram unterzubringen? Ah, es ist Pyramidhead, vor dem sie sich aber verstecken kann. Und dann sieht sie zufällig Vincent, der irgendwohin gebracht wird. Und zwar zu den creepy Krankenschwestern, die natürlich auch nicht fehlen dürfen hier. Die schlitzen aber nur die Wachmänner auf und lassen Vincent in Frieden, solange der still ist. Ich frage jetzt mal lieber nicht, warum die den überhaupt ausgerechnet dahin geschoben haben. Es wirkt alles sehr willkürlich. Ein Problem, das auch Teil 1 schon ein wenig hatte, aber da insgesamt dann doch runder. Hier schickt man die Charaktere nur von einem Wahnsinn in den nächsten, mit einer Alibistory, nur damit man möglichst viel Irrsinn unterbringen kann.

Heather ist natürlich zur Stelle und befreit Vincent, der weiß, wo ihr Vater ist und gemeinsam geht es zum Vergnügungspark. Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob es diesem Film gelingt, aus dem Setting was rauszuholen. Ich habe berechtigte Zweifel. Das fängt schon damit an, dass man hier plötzlich den Wahnsinn runterschraubt und nur maskierte Soldaten des Ordens rumlaufen lässt. Die werden von Alessa abgefackelt. Die will auch Heather killen oder sie übernehmen oder wasweißich und geht dann selbst in Flammen auf. Ähm, ja, ich raffs nicht. Was ich auch nicht raffe ist, warum Pyramidhead das Karussel drehen muss, aber vermutlich einfach, damit er auch noch mal zu sehen ist. Um mehr geht es hier ja ohnehin kaum. Das wars übrigens vom Vergnügungspark …

Heather findet Harry, aber natürlich ist auch Vincents Mutter da. Die freut sich, dass sie endlich da ist, denn Heather ist die Erlöserin und blah. Gottblahblah und so, was auch nur wie eine unfassbar schlechte Kopie der Hexenstory des Vorgängers wirkt. Heather gibt ihr das Siegel des Ordens und Mutter verwandelt sich in das, was sie wirklich ist: Das Schnetzelmonster, dass den privaten Ermittler gekillt hat. Und da ist Pyramidhead und kämpft gegen das Schnetzelmonster und keine Sau weiß, wieso, außer natürlich, dass die Macher bestimmt dachten, dass das ein richtig cooler Kampf wird. Sie haben sich geirrt. Der Pyramidenkopf gewinnt, indem er das Schnetzelmonster enthauptet und das wars dann hier.

Heather/Sharon, Harry/Chris und Vincent/OhnePseudonym gehen nach Hause, aber Harry will nicht mit. Rose ist noch irgendwo in Silent Hill und er muss sie finden. Aber Sharon soll ihr Leben leben und glücklich werden und sülz. Und wenn sie nicht in der Hölle schmoren, lebten sie glücklich, bis ans Ende ihres Daseins.

Wie zu erwarten, reicht der Film einfach nicht an den sehr guten Vorgänger heran. Es ist alles mindestens eine Stufe schlechter und belangloser. Der creepy Shit wird zu willkürlich eingesetzt, der Irrsinn wirkt zu gewollt und die Story nur als Mittel zum Zweck. Passend zu alledem, gibt es noch eine Post-Credit-Szene, in der nichts weiter passiert, als das Pyramidhead einmal durchs Bild latscht. Die Macher haben scheinbar selbst gewusst, was hier verkehrt läuft und beweisen immerhin Eigenhumor. Ich gehe die Hölle erforschen …

Media Monday #402

Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft hin und wieder mal am Media Monday teilzunehmen, wenn es Zeit und Lust zulassen. Okay, Zeit habe ich eigentlich eh nie, also ist es eher die Lust. Und die Frage, ob mir zu den, nun, Fragen, was einfällt. So wie heute:

1. THE FLY von Regisseur David Cronenberg ist ja auch mehr als vorteilhaft gealtert und in letzter Zeit noch deutlich attraktiver/charismatischer/interessanter, denn in Zeiten, in denen Effekte nur noch aus glattgebügelten Computergrafiken bestehen, sind diese praktischen Effekte, die so widerlich sind, dass man davon fast kotzen muss, einfach ein Traum.

2. Mit ein paar Tagen Auszeit würde ich mich wohl mal endlich der Überarbeitung meines Romans widmen, schließlich befindet sich die Dewon Harper Reihe in der Endphase und im nächsten Jahr soll es mit regelmäßigen Buchveröffentlichungen weitergehen. Zum Glück stehen in den nächsten Monaten einige Feiertage bevor. Vielleicht komme ich dann mal dazu, Lebingen weiter auszubauen. Wenn ihr Lebingen noch nicht kennt und der Stadt mal einen Besuch abstatten wollt, kauft doch eins meiner Bücher bei Amazon.

3. Das Beste auf/an langen Zugfahrten ist ja dass ich nie welche mache. Das schlechte daran, dass ich nie welche mache ist, dass ich da eigentlich mal Zeit hätte, mich Dingen zu widmen, die momentan vermehrt auf der Strecke bleiben. Filme gucken, Bücher lesen, Romane überarbeiten …

4. Der oder die mitunter sympathischste(n) Buch-Protagonist(en) sind für mich solche Losertypen wie Arthur Dent oder Rincewind. Ich mag es einfach, wenn Leute, die eigentlich absolut keinen Bock darauf haben, in Abenteuer geworfen werden und versuchen, sich mit dem wenigsten Aufwand wie möglich daraus zu wuseln, finde ich spannender, als immer diese Charaktere, die sich anfangs nicht zurechtfinden, aber dann durch die Umstände zum Helden heranwachsen.

5. Die Entwicklung, dass man mittlerweile auch „große Kinostars“ in Serienproduktionen bestaunen darf betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite ist es natürlich toll, wenn Serien mit großen Stars aufwarten. Auf der anderen Seite nimmt das aber auch zum Teil diese Sprungbrettfunktion weg, mit der sich unbekannte Stars früher einen Namen gemacht haben. Bis in die 90er oder auch Beginn der 2000er dienten Serien oft dazu, neue Stars hervorzubringen, die eben durch diese Serien bekannt wurden. Heute werden Leute meiner Meinung nach viel zu schnell im Hollywoodkino verbraten und es ist schnell der Punkt erreicht, dass sich da nichts mehr steigern lässt. So richtige Stars, die sich von kleinen Produktionen bis in den Mainstream ihre Sporen verdienen, gibt es nur noch selten. Ihr wisst schon, so wie Leonardo DiCaprio in CRITTERS 3 oder Matthew McCognaughey und Reese Withersponn in TEXAS CHAINSAW MASSACRE 4. Was waren das noch für Zeiten …

6. Mit jeder Menge CGI vollgeballerte Blockbuster im Kino zu gucken wird auch eine Begeisterung bleiben, die ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, denn mich reißt das jedesmal aus der Welt und dem Film und es langweilt mich zudem einfach zu Tode. Dieses Gefühl, sich zu fragen, wie zum Geier die das eigentlich gemacht haben, existiert einfach nicht mehr. Es ist alles möglich und das Schlimme daran ist, dass man eben auch alles macht. Ohne darüber nachzudenken, ob das noch irgendwie gut ist oder nicht. Lahmes Actiongetöse vom Fließband, die Welt wurde mittlerweile tausendmal in  Schutt und Asche gelegt, nichts, was man nicht schon mal gesehen hat. Das Genrekino siecht dahin, weil sich genau auf diesen Möglichkeiten ausgeruht wird und keine neuen Impulse mehr gesetzt werden. Mich holt das alles kaum noch ab und es dient höchstens noch für Berieselung wie das TV-Programm am Nachmittag.

7. Zuletzt habe ich  Piratenfilme geguckt und das war Licht und Schatten, weil in keinem Genre gibt es nur Großartiges oder nur Schlechtes. Momentan habe ich aber einfach Lust auf solche Piratenabenteuer und werde wohl noch das ein oder andere hinterherschieben. FLUCH DER KARIBIK 5 muss ich zum Beispiel noch nachholen, auch wenn ich von dem nichts erwarte, da die Reihe für mich mit Teil 3 schon hinüber war. Aber vielleicht werde ich ja überrascht von diesem vermutlichen CGI-Actiongetöse … ich denke eher nicht.

DAS PIRATENMASSAKER werde ich allerdings nicht wiederholen, denn der war schon beim ersten Mal eine Qual und ist nicht umsonst hier auf dem Filmschrottplatz verewigt.

Heldenlose Diktaturenzerschlagung in nicht ferner Zukunft

Blicken wir doch mal wieder in die unmittelbar bevorstehende Zukunft. Was wird uns im Jahr 2020 erwarten? Wird die italienische Post-Apokalypse endlich eintreten und wir alle nur noch in Wüstengebieten gegeneinander kämpfen? Laut dem heutigen Film ist die Antwort ein klares: Ja. Aber die Zukunftsvisionen der italienischen 80er sahen irgendwie alle so aus, also kann man sich wohl ein paar berechtigte Zweifel bewahren.

ANNO 2020: I GLADIOTORI DEL FUTURO – 2020 TEXAS GLADIATORS – Italien – 1982 – 91 Min.

Regie bei diesem Spaß führte Joe D’Amato, der vor allem mit Pornos sein Geld verdiente, bei denen sich die Leute (einschließlich mir) bis heute fragen, warum es dafür eigentlich einen Regisseur braucht.
Drehbuchautor George Eastman schrieb unter anderem den eventuell bekannten ANTROPOPHAGUS. Co-Autor Aldo Florio brachte nichts Erwähnenswertes zu Papier.
Darsteller Al Cliver bekämpfte für Lucio Fulci Zombies in ZOMBI 2. Harrison Muller begegnete uns hier vor langer Zeit schonmal im wunderbar bekloppten SHE. Peter Hooten ist niemand geringeres als der originale DR. STRANGE. Hal Yamanouchi hat auf der ganzen Welt mal seine Visage in die Kamera gehalten. Unter anderem drehte er mit Wes Anderson und dem italienischen KOMMISSAR REX. Donald O’Brien war IM NAMEN DER ROSE dabei und Geretta Geretta hat einen interessanten Namen.

Natürlich beginnt der Streifen mit Dudelmusik und einem Mann, der in einem alten Gemäuer Leute schnetzelt wie Rambo an seinem schlechtesten Tag. Sein Ziel ist es selbstverständlich, eine unschuldige Brünette aus den Klauen der scheinbar religiösen Bösewichte zu befreien. Moment, es sind sogar 5 Männer und nicht nur eine Frau. Das macht die Sache natürlich einfacher und die Mission gelingt. Nach erfolgreicher Rettung will einer von ihnen eine halbnackte Blondine vergewaltigen, aber das kann Nisus nicht zulassen. Weil er den Eid gebrochen hat, wird Catch Dog, so der Name des Vergewaltigers, aus der Gruppe geschmissen. Ich schätze mal, er ist dann später der Antagonist hier. Die Blondine ist die absolute Pazifistin, was in einer Welt wie dieser wohl nicht die größten Überlebenschancen mit sich bringt.

Blondie bringt die Gruppe auf ihren Mopeds zu irgendeiner Firma, wo irgendwas hochexplosives gemacht wird, das irgendwie Gefahr droht, irgendwie zu explodieren, wenn man es nicht irgendwie verhindert, was Nisus natürlich irgendwie tut. Ich sage es, wie es ist: Ich habe absolut keine Ahnung, was genau die da machen, aber 2 Minuten später ist Alarm und eine Motorradgang kommt angefahren und es wird wild rumgeballert. Dann kommt Glatzengerd mit seinem Panzerwagen voller Spezialeinheiten inklusive Schilden angefahren und das Geballer nutzt nichts mehr. Rückzug ist die Devise und nach minutenlanger Action, wähend der unschuldigen Frauen das Oberteil geklaut wird, und kleine Jungen zum Oralsex gezwungen werden (zumindest sah das so aus), sind fast alle tot und nur Blondie, Nisus und ein kleiner Junge (nicht der Orallutscher, sondern noch viel jünger) sind noch übrig. Die werden gefangen genommen und Blondie soll mal wieder vergewaltigt werden. Diesesmal von einem Snake Plissken für Arme. Catch Dog schaut sich das ganze an und Nisus schwört natürlich Rache und so.

Glatzengerd erklärt den Überlebenden (sind doch ein paar mehr), dass sie die „New Order“ sind und sie gefälligst tun, was sie ihnen sagen. Nisus hält davon natürlich überhaupt nix, stürmt wie ein Irrer auf Glatzengerd los und sticht den ab, wofür er selbst erschossen wird. Blondie ist untröstlich. Man hat also jetzt schon gekonnt jeden hier gekillt, der einen Namen hatte. Perfektes Writing.

Im Hauptquartier der „New Order“ wird geflippert und Russian Roulette gespielt, was nicht jeder überlebt. Vor allem nicht der Möchtergern-Vietnam-Veteran, der aussieht, als hätte er zu oft DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN gesehen. Ein Fremder kommt rein und fordert den Möchtergern-Cowboy heraus, mit ihm zu spielen und bescheißt irgendwie, was zu Gedresche führt und er muss 10 Jahre in der Mine arbeiten.

Der Film ist übrigens schon zur Hälfte durch und ich habe immer noch keine Ahnung, was hier eigentlich die Handlung oder wer der Protagonist sein soll. Läuft.

In der Mine verreckt ein Opa und niemand darf ihm helfen. Das findet Bartbob richtig scheiße und wird vermöbelt. Der Roulettebescheißer hilft ihm dann raus aus der Mine und irgendein Asiate ist auch noch dabei. Gemeinsam mit Blondie hauen sie dann in einem Auto ab und ich frage mich, ob die drei Typen eventuell schon bei der Rettungsmission am Anfang dabei waren. Namen wären echt hilfreich hier. Dafür bleibt aber keine Zeit, denn Mopeds, angeführt von Catch Dog, nehmen die Verfolgung auf. Ich checke es nicht. Irgendwie werden das immer mehr Leute, die anschließend in einem Canyon rumballern. Ich glaube, einer von ihnen hat sogar eine Laserwaffe.

Es passiert ewig und drei Tage absolut gar nichts und alle hängen nur in dem Canyon rum. Unsere namenlosen Helden klettern unbemerkt einen Hügel hoch, was eigentlich nur zeigt, dass die Bösen offensichtlich Brillen brauchen und Catch Dog löst dann eine Explosion aus und denkt, die Helden sind alle tot. Dafür wird er von General Glatze mit etwas Klimpergeld entlohnt.

Die Gruppe tapert derweil durch einen Wald und treffen auf Indianer, die keinen weißen Männern trauen. Darf ich mal kurz in den Raum werfen, dass da eine Frau und ein Asiate neben stehen, die nicht wirklich als „weißer Mann“ durchgehen? Wie auch immer, im Indianerdorf zeit Bartbob, was für ein töfter Kämpfer er ist und deshalb werden die Indianer sich dem Kampf gegen General Glatze anschließen.

Der hat gerade irgendwie herausgefunden, dass Catch Dog sie doch nicht gekillt hat und trägt ihm auf, den Job endlich zu erledigen. Der große Showdown steht also bevor und dafür trifft man sich auf einer Wiese zum Duell zwischen Mopeds und Autos, was natürlich einen Haufen Rumgeballer mit sich bringt. Die Schildspezialeinheit sichert schon mal General Glatze ab, damit der bloß nicht zu Schaden kommt. Mit den Indianern hat aber selbst der nicht gerechnet und aus irgendeinem Grund sind deren Pfeile viel wirkungsvoller gegen die Schildtypen, als es Gewehrkugeln jemals sein könnten.

Im alten Gemäuer kämpfen sie dann alle. Blondie ballert Catch Dog weg, Bartbob stirbt einen unspektakulären Tod, die Indianer erlegen die Schildheinis mit Pfeil und Bogen und Jeanswestenjohn beweist, dass er nicht nur beim Russian Roulette bescheißen, sondern auch General Glatze mit einer Wurfaxt killen kann, obwohl der scheinbar einen unüberwindbaren Laserschild vor sich hält.

Alle freuen sich ihres Lebens. Sogar die Indianer sind gut drauf und reiten fröhlich davon. Ich gehe in der Mine nach Salz suchen …

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Monatsrückblick Februar 2019

Kurz und knapp, das hat es im Februar auf meinen Bildschirm geschafft:

SPIDER-MAN 2 (REWATCH)

Als ich den Film vor Jahren das erste Mal sah, war ich gar nicht mal so überzeugt von dem Ding. Aber ich muss sagen, der Streifen besteht den Test der Zeit doch recht gut. Klar, die ein oder andere Szene wirkt angestaubt (nein, hier folgt jetzt mal nicht meine übliche CGI-Hasstirade), aber insgesamt kann sich das alles noch sehen lassen. Zumal die Action auch nicht so überbordend ausfällt, dass man vor lauter Getöse komplett den Überblick verliert.
Probleme habe ich aber nach wie vor mit den Charakteren. Doc Ock ist zwar recht cool und sorgt auch gut für Action, aber diese „die Tentakel kontrollieren seinen Geist“-Nummer ist mir als Motivation dann doch zu wenig. Und Kirsten Dunst ist immer noch nur die Frau, die gerettet werden muss, was man mal machen kann, beim zweiten Mal aber einfach uninteressant und langweilig ist. Maguire macht seine Sache als Loser vom Dienst wieder gut, aber das hatten wir halt schon. Die Zweifelstory ist hingegen aber nett, sorgt allerdings auch wieder für einen Fallback zu Teil 1, wo er mit seinen Kräften klarkommen musste. James Franco, der zum neuen Goblin wird ist zumindest nachvollziehbar, aber ist halt auf das nötigste herunter gebrochen. Da hätte man in meinen Augen gerne etwas mehr mit machen können.
Der Ausblick auf einen dritten Teil ist nach der Geschichte hier natürlich auch irgendwie unnötig. Peters Geschichte ist eigentlich erzählt, Spider-Man selbst gibt dann halt auch nix mehr her und bis eben auf die Rache von Harry, bleibt da nicht mehr viel, um nochmal 2 Stunden zu füllen. Wie wir alle wissen, hat man das ja dann auch gemerkt.
Für mich persönlich ist Teil 2 nicht so stark, wie ihn viele Fans sehen, aber als Nicht-Comicleser gehe ich da wohl auch etwas anders ran. Trotzdem ist es der beste der Trilogie. Kann man heute immer noch hervorragend angucken und hat seinen Spaß. Am besten macht man dann vor den Endcredits aus, damit einem nicht die Ohren von dem grauenhaften Kuschelrockgedudel im Abspann anfangen zu bluten. Immerhin hat man nicht wieder den Ohrenkrebs Nickelback engagiert wie im Vorgänger.

SPIDER-MAN 3 (REWATCH)

Viel halbgarer Kram hier. Der Streifen wirkt viel zu vollgestopft und so, als wollte man nochmal schnell für alle Fans der Comics möglichst alles reinballern, was da ist. Venom ist nur da, um Spidey was zu tun zu geben, wenn er nicht gerade Ärsche tritt und irgendwie auch, um ihn zu einem unsympathischen Arschloch zu machen. Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen, wenn man diese völlig langweilige und absolut ausgelutschte Amnesie-Story mit Harry weggelassen hätte, die dann zusätzlich auch noch dafür sorgt, dass die eigentlich interessante Story zwischen Harry und Peter viel zu schnell abgehandelt wird und zum absoluten Nebenschauplatz verkommt, nachdem man sie zuvor über zwei Filme aufgebaut hat. Dazu kommt dann die völlig uninteressante Eddie Brock Geschichte, die auch nur wie ein Zeitfüller wirkt. Und das jetzt plötzlich der Sandmann der Killer des Onkels gewesen sein soll, ergibt auch wenig Sinn. Irgendwo wirft man dann noch eine Eifersuchtsgeschichte mit Mary Jane mit da rein, um das typische Liebesdreieck wieder aufleben zu lassen, was ihre Rolle aber immerhin mal etwas ausbaut und über die Prinzessin in Not am Ende hinausgeht. Nicht, dass man das hier nicht auch zum dritten Mal bringen würde. Es wirkt einfach alles wie Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, damit man irgendwie die Zeit gefüllt kriegt. Und diese Zeit beläuft sich dann unnötigerweise auch noch auf zu lange fast 2 1/2 Stunden.
Viel zu viel in viel zu lang und jede Story wirkt nur wie ein Nebenschauplatz, was dann zu einem großen Ganzen zusammengestückelt wurde.

SILENT HILL (REWATCH)

Videospielverfilmungen haben ja im Grunde ein großes Problem: Sie sind scheiße. Aber wie bei allem, bestätigt auch in diesem Fall die Ausnahme die Regel.
Dieser Streifen ist sicher kein Meisterwerk, aber man merkt durchaus, dass da jemand am Werk war, der sich mit der Vorlage beschäftigt hat und auch ein gewisser Fan davon ist. Allerdings schlägt das dann positiv und negativ auf den Film über. Auf der einen Seite erzeugt der Film eine wirklich gute Atmosphäre und bietet den teilweise echt creepigen Shit aus den Spielen. Auf der anderen Seite wirkt er aber auch teilweise eher vollgestopft mit einfach allem, was die Reihe so hergibt, damit man auch wirklich jeden Fan glücklich macht. Dadurch gibt es die ein oder andere Szene, die eher überflüssig wirkt. Die Effekte sind auch nicht gerade das Maß der Dinge, aber darüber muss man halt hinwegsehen.
Immerhin schafft der Film das, was den meisten Videospielverfilmungen nicht gelingt: Er unterhält und erzählt dabei noch eine interessante, wenn auch etwas verworrene Geschichte. Am Ende haut er zwar etwas zu sehr auf die Kacke, aber selbst dabei bietet er noch freakige Bilder.
Lässt sich heute noch gut weggucken und eine bessere Videospieladaption lässt immer noch auf sich warten.

SILENT HILL: REVELATION

Hier gehts zum Filmschrottbeitrag

I DRINK YOUR BLOOD

Filmschrottbeitrag folgt

BRAVEHEART (REWATCH)

Historische Stoffe leben in der Regel davon, dass man die Wahrheit in einem gewissen Maße so verdreht, dass man nicht kompletten Scheiß erzählt, aber die ganze Sache unterhaltsam und spannend gestaltet. In meinen Augen gelingt das diesem Film überhaupt nicht, denn eigentlich ist das hier reine Fiktion. Aber es ist mir völlig egal. Ich mag die Darsteller und Charaktere. Und diese dreckige Epoche, in der die sich bekriegen wie die Irren. Dabei stechen vor allem die Schlachten hervor, wo man von der Inszenierung her wirklich alles gegeben hat.
Die politische Ebene ist natürlich nicht weniger wichtig, allerdings muss ich sagen, dass mir die „Höheren“ hier doch zu sehr wie Lappen hingestellt werden und die Szene, in der Wallace bei dem einen da ins Schlafzimmer reitet, fand ich schon immer irgendwie banane und wirkt wie eine Szene aus einem Horrorfilm. Und die ganze Story um die angehende Königin und Wallace ist ziemlich blah.
Ansonsten macht der Streifen aber vieles richtig und vor allem eine Menge Spaß beim Schauen.
Der Film nimmt sich jede Menge FREIHEIT!!! bei der historischen Wiedergabe, aber ich bin kein Historiker und schaue mir lieber unterhaltsame historische Fiktion an, als mich durch akkurate Langeweile zu quälen. Denn ehrlich: So spannend waren die ganzen Geschichten in Wahrheit vermutlich eh nicht.

OUTLAW KING

Historisch akkurater als „Braveheart“ (was nun wirklich keine Kunst ist) erzählt man hier die Story um Robert The Bruce weiter. Also in dem Sinne, dass der Großteil der Geschehnisse nach den Geschehnissen aus genanntem Film stattfinden, nicht, dass das hier eine Fortsetzung wäre. Es behandelt eben nur die gleiche geschichtliche … Geschichte. Nun, Historie schön und gut, aber da muss dann eben auch die Verpackung stimmen. Ja, Robert The Bruce war sicher ein interessanter Mann, aber der Streifen hätte sich ruhig etwas mehr Zeit nehmen können, um seine Geschichte zu erzählen. Es geht alles doch recht schnell und die Charaktere (so nah sie wohl an den realen Vorbildern sein mögen) kommen dadurch größtenteils zu kurz und es entsteht keine richtige Fallhöhe für den Einzelnen. Wie die Geschichte ausgeht, weiß man ja ohnehin schon, also ist da eh keine vorhanden.
Ansonsten gibt es aber nicht viel zu meckern. Die Darsteller machen ihre Sache gut und Sets und Kameraarbeit sind top. Wenn es zur Sache geht, dann geht es auch so richtig zur Sache und es wird so richtig schön geschnetzelt, wie es sich für diese Zeit gehört.
Letztlich lässt sich der Film gut weggucken, aber so richtig gepackt hat mich das alles nicht. Dazu fehlte einfach die Zeit und die Ausarbeitung der Charaktere innerhalb der Geschichte. Historie ist eben nur so spannend, wie sie vom Erzähler gestaltet wird.

FAR OUT MAN

Filmschrottbeitrag folgt

Göttliche Übernahme veralteter Kulturen unter Zuhilfenahme veralteter Computertechnik

Es ist mal wieder Blockbustertime hier auf dem Filmschrottplatz. Mittlerweile ist es ja tatsächlich so, dass die Millionenproduktion die viel größere Scheiße abliefern, als die vermeintlich kleinen Filme, die früher (in der guten alten Zeit) dafür verantwortlich waren, uns unsere regelmäßige Dosis an Bullshit zu liefern. Heute werden direkt Unmengen an Kohle verblasen, um uns so richtig große Grütze zu bieten. Der heutige Film ist dafür ein sehr gutes Beispiel:

GODS OF EGYPT – USA – Australien – 2016 – 127 Min.

Regisseur Alex Proyas hat schon so einigen guten Kram abgeliefert. Allem voran den leider eher unbekannten DARK CITY (unter anderem mit Rufus Sewell, der in diesem Schinken hier auch dabei ist). Oder auch THE CROW. Er ist also eigentlich kein schlechter. Aber das wird hier natürlich auch nicht helfen.
Die Drehbuchautoren Matt Sazama und Burk Sharpless arbeiten scheinbar gerne zusammen. Unter anderem bei DRACULA UNTOLD, THE LAST WITCH HUNTER und POWER RANGERS. Noch Fragen? Nein? Ich auch nicht.
Das Staraufgebot des Streifens kann sich wirklich sehen lassen. Da hätten wir Gerard Butler. Ihr wisst schon, der Typ, der immer die gleiche, ausgelutschte und sterbenslangweilige Rolle als der bullige Klopper spielt. Angefangen mit 300, hat sich daran bis heute nicht wirklich viel geändert. Was Nikolaj Coster-Waldau in Zukunft noch so leisten wird bleibt abzuwarten. Bisher kennen wir ihn natürlich in erster Linie aus GAME OF THRONES und hoffen alle, dass er seine Schwester killt. Chadwick Boseman ist BLACK PANTHER und somit vermutlich einfach nur noch in Marvelfilmen zu sehen in der näheren Zukunft. Geoffrey Rush kennen wir sicher alle aus PIRATES OF THE CARIBBEAN, dem meiner Meinung nach letztem wirklich guten Blockbuster, oder dem Oscar Gewinner THE KINGS SPEECH, der zwar gut ist, aber Oscar … lassen wir das. Auf weiblicher Seite haben wir Elodie Yung, die als Elektra in den Netflix Marvel Serien durch die Gegend turnt. Courtney Eaton war in MAD MAX: FURY ROAD dabei, als … eine Frau. Die anderen Darsteller sind noch weniger erwähnenswert. Aber ich denke, das reicht dann auch. Stars ohne Ende, versprechen Grütze ohne Ende. Also rein in den Spaß:

Ägyptische Historie für Laien: Ägypten war einst ein großes Königreich und wurde zwischen den Göttern Osiris und Set aufgeteilt. Aber dann gab Osiris den ganzen Kram seinem Sohn Horus und alles ging den Bach runter. Denn Horus war zwar ein Lappen, aber man sollte niemals einen Mann unterschätzen, der für etwas kämpft, das so mächtig ist wie die Götter: Die Liebe. Ich kotze jetzt schon.

Horus pennt den halben Tag, weil es im Palast sowieso nichts besseres zu tun gibt. Abgesehen natürlich davon, sich von den Dienerinnen waschen zu lassen. Nach etwas Techtelmechtel im palastinischen Swimmingpool trägt Horus seine schnieke goldene Rüstung und guckt der Freundin beim Weinsaufen zu. Coster-Waldau macht also fast das gleiche wie in GAME OF THRONES, mit dem Unterschied, dass die Säuferin nicht seine Schwester ist. Glaube ich. Wer weiß schon genau, was im alten Ägypten so abging.

Die ganzen Götter stellen sich Horus vor und das ganze Volk feiert die Nummer derbe ab. Horus wird also zum Pharao gekrönt und Set kommt zu spät, weil er drei Tage gebraucht hat, die Wüste zu durchqueren. Er hat ein Geschenk dabei: Ein Horn von irgendeinem Vieh, mit dem man ganz tolle Blasmusik machen kann. Aber die Ohrenkrebspolizei kommt vorbei und stellt sich hinter Set, der Bruder Osiris absticht. Denn Set ist der einzig wahre Pharao und so. Wir kennen das. Die Götter und Sterblichen knien vor Set und irgendwie raffe ich nicht, warum die den nicht einfach platt machen. Ist der irgendwie unverwundbar oder sowas?

Set und Horus kämpfen in einem Kampf voller Kamerafahrten, Zeitlupen, CGI-Gedöns und Schnittgewitter und irgendwelche Monsterviecher mischen auch mit, was zu noch mehr CGI-Gedöns, Schnittgewitter und einstürzenden Neubauten führt. Vermisst ihr eigentlich auch die Zeiten, in denen man in Actionszenen was erkennen und der ganzen Sache folgen konnte? Set gewinnt natürlich und nimmt Horus seine Augen. Ägypten war halt schon immer ein hartes Pflaster. Um Horus zu retten, bietet sich seine Freundin Set als Sexsklavin oder sowas an.

Mitten in dem ganzen Getümmel war der junge Dieb Bek, der zusammen mit seiner Freundin Zaya den genialen Plan hat, die Augen zu klauen und Horus wiederzugeben. Set lässt sich derweil richtig große Gebäude bauen. Vermutlich, um etwas zu kompensieren. Bek hüpft an diesen tollen CGI-Gebäuden vorbei in eine CGI-Goldkammer voller CGI-Statuen, weil man heutzutage selbst leblose Objekte nicht mehr praktisch herstellen kann und findet, nachdem er durch einige CGI-Fallen gehampelt ist, eins der Augen, das glücklicherweise so schön leuchtet, dass er damit die Skorpione abhalten kann.

Gebäudeplaner Urshu hat den Plan allerdings durchschaut und will Bek und Zaya an die Schakale verfüttern. Glücklicherweise leuchtet das Auge des Horus noch stärker und blendet alle Wachen. Zaya wird trotzdem von einem Pfeil getroffen und stirbt. Bek will aber alles wieder richtigstellen und bringt Horus sein Auge. Horus vergammelt nebenbei in einem Tempel am Arsch der Heide. Das Auge will er ihm aber nur geben, wenn er Zaya wiederbelebt. Nachdem er ein bisschen seinen Speer geschwungen hat, lässt sich Horus darauf ein, aber er kann nichts tun und deshalb ruft er Anubis, damit der Zaya mit in die Unterwelt nimmt. Bek gibt ihm das Auge, aber Horus zeigt sich nicht sehr dankbar und will auch sein zweites Auge haben. Bek hat einen Plan, wie er das Auge bekommt und Set killen kann, aber den verrät er nur, wenn Horus Zaya rettet. Ähm, war das nicht schon vom Tisch? Also gut, wenn Horus Set besiegen kann, bevor Zaya das Tor zur Unterwelt durchschreitet, kann er sie vielleicht retten. Klingt ja unfassbar vielversprechend.

Set ist alles andere als begeistert von dem Augenklau und setzt irgendein komisches Ochsenvieh darauf an, den Dieb zu finden. Architekt Urshu hat da so eine Idee, wer dafür verantwortlich ist und Set ist sehr interessiert.

Horus und Bek klettern rum und Horus sieht mit seiner Augenklappe aus wie Solid Snake. Wenn man noch einen Darsteller für eine Verfilmung von METAL GEAR SOLID sucht, hier ist er. Horus will mit Großvater Ra sprechen, denn die Alten sind selbst dann weise, wenn sie auf einem beschissen animierten Raumschiff durchs All fliegen. Bevor Ra helfen kann, muss er noch schnell was erledigen und kämpft gegen eine riesige Gewitterwolke mit Zähnen. Ra sagt, dass Horus stärker werden muss, wenn er Set ohne seine beiden Augen besiegen will und blah.

In Ägypten fackelt unterdessen die Erde und Set setzt seinen Green Goblin Helm auf, um in die Schlacht zu ziehen. Dem Special Effects Team ging hier endgültig die Kohle aus und sie haben einfach Zwischensequenzen von der PlayStation 3 kopiert. Zumindest sieht es so aus. Kann natürlich auch sein, dass sie die Animationen schon jahrelang auf der Festplatte liegen hatten. Set tötet die Libellenfrau, deren Namen ich nicht mitgekriegt habe, die aber wohl eine große Nummer war, und Solid Horus und Bek landen irgendwo im Dschungel.

Nach einem tatsächlich ganz lustigem Dialog zwischen Bek und Horus über Wasser, kommt der Ochsenmann vorbei und kloppt Bek durch die Gegend. Horus muss gegen einen Haufen Nulpenviecher kämpfen, was natürlich wieder Zeitlupen, CGI-Gewichse und andere Unerträglichkeiten mit sich bringt. Das kann man aber noch unterbieten mit einer Wasserfallszene aus der Computerhölle.

Ochsenmann erzählt Set, was sie vorhaben und der schickt die Ex-Freundin/aktuelle Sexsklavin in einem Sandsturm durch die Gegend, um mal abzuchecken, was bei Horus eigentlich so abgeht. Die findet Horus immer noch geil, auch mit Augenklappe und flieht durch ein Sandloch oder sowas, bevor Set sie schnetzeln kann. Dann tapert sie durch die Wüste irgendwohin. Ich habe das Gefühl, die ganze Nummer hier ist unnötig überladen. Immerhin kann man der Story trotzdem ganz gut folgen.

Horus und Bek werden von Wächtern auf Riesenschlangen gejagt, die natürlich auch noch Feuer spucken, damit man noch mehr Getöse auf den Bildschirm schludern kann. Die Ex-Sexsklavin rettet den Tag, indem sie der letzten Schlange befiehlt, sich selbst abzufackeln. Die drei latschen dann zu Thoth, mit dessen Hilfe sie das Rätsel der Sphinx lösen wollen, die Sets Feuer bewacht, dass sie löschen wollen, um diesen zu schwächen. Nach etwas Palaver lässt der sich überreden und jetzt latschen sie zu viert durch die Wüste.

Die Schlangenflüsterin veranstaltet eine kleine Sandseance, damit Bek mal schnell mit Zaya labern kann, die kurz davor steht, das Boot zu betreten, dass sie zur Unterwelt bringen wird.

Nachdem das Rätsel der Sphinx (die nebenbei absolut kacke aussieht) gelöst wird, soll das Feuer gelöscht werden, aber Set taucht auf und verhindert das. Er killt Thoth und nimmt dessen Gehirn mit und natürlich stürzt dann mal wieder alles ein und die Darsteller müssen vorm GreenScreen rumhampeln, um sich aus der Pyramide zu befreien. Nebenbei gibt es hier noch den unausweichlichen „Zerfall der Freundschaft“, weil Set Bek verraten hat, dass niemand die Toten zurückholen kann, auch nicht Horus. Bek findet das natürlich richtig scheiße. Die Göttin der Liebe (schön zu erfahren, wer sie eigentlich ist), macht mal schnell einen Deal mit Anubis, damit Bek Zaya noch einmal sehen darf. Horus bleibt also alleine in der Wüste zurück.

Zaya muss gerade irgendwas auf eine Unterweltwaage legen, weil nur die Reichen ein geiles Leben nach dem Tod kriegen und die Armen am Arsch sind. Bek kommt gerade noch rechtzeitig, um ihr irgendeinen Goldkram zu bringen oder so. Ich verliere langsam das Interesse an der ganzen Nummer hier.

Set lässt sich währenddessen mit den Libellenflügeln, dem Auge des Horus und dem Gehirn von Thoth zu einem Supergott machen. Anschließend killt er Ra und nimmt dessen Speer mit. Außerdem ist jetzt natürlich niemand mehr da, der die Gewitterwolke bekämpfen kann und deshalb fällt die über Ägypten her und säuft den Nil leer.

Horus und Bek müssen den ganzen Quark natürlich aufhalten und es kommt zum großen Kampf zwischen Horus und Set, während Bek sich mit Gebäudebauer Urshu battlet. Natürlich ist das alles nicht sonderlich aufregend und vor allem viel zu viel animierter Scheiß. Ich vermisse einfach die Zeiten, in denen nicht absolut alles möglich war und sich die Filmemacher noch was einfallen lassen mussten, um ihre Vision auf die Leinwand zu kriegen. Das sah nämlich nie so scheiße aus wie das hier.

Horus erlangt die Erkenntnis, dass Rache kacke ist und sein Job ist, seine Leute zu beschützen, deshalb erlangt er außerdem seine Kräfte zurück. Natürlich besiegt er Set im großen Flugduell und bringt Ra seinen Speer zurück, der dadurch wieder zum Leben erweckt wird und die Gewitterwolke daran hindern kann, den ganzen Nil leerzusaufen.

Bek wurde tödlich verwundet. Ra will ihm einen Wunsch erfüllen, also erweckt er Bek und Zaya wieder zum Leben und Horus regiert mit ihnen an seiner Seite das Land Ägypten wie der neue Menschenkenner, der er durch die ganze Scheiße geworden ist.

Man, die Nummer hatte tatsächlich Potential. Wir haben eine Hauptfigur, die einen Wandel durchmacht, es gibt ein paar durchaus unterhaltsame Szenen zwischen den einzelnen Charakteren, aber leider wird das alles komplett von der überbordenden und beschissen umgesetzten Actiongrütze übertönt, die den Film auch noch unnötig in die Länge zieht. Ich gehe meine Augen waschen …

Media Monday #400

Da ich mir ohnehin die Nacht für die Oscars um die Ohren schlage und passenderweise das nächste Jubiläum des Media Monday auf diesen Tag fällt, nehme ich mal wieder an diesem Spaß teil. Und noch passendererweise dreht sich dieses mal alles um die persönliche Bestenliste. Die eigene Awardshow sozusagen. Da ich selbst nicht die eine persönliche Präferenz habe, könnte das interessant werden.

1. Beste(r) Film(e) sind natürlich schon aus Prinzip eine schwierige Sache, wenn man sich für die meisten Genres begeistern kann, denn wie unterscheidet man da am besten? Nun, gar nicht, deshalb erstelle ich einfach ein paar Unterkategorien:

Bester Film mit Monsteraction und Leuten, die ihren Arsch retten müssen,bevor der Arsch gefressen wird:

JURASSIC PARK

Bester Film mit Hochhausaction und Leuten, die eigentlich nur Weihnachten feiern wollten:

DIE HARD

Bester Film mit einem Auto, ohne das der Film nicht funktionieren würde:

BACK TO THE FUTURE

Bester Gangsterfilm mit Gangstern und echt fiesen Typen, die über Leichen gehen, wenn sie dadurch ein bisschen Geld sparen können, obwohl sie genau wissen, dass sie selbst ebenfalls genau aus diesem Grund ständig den Tod im Nacken haben:

GOODFELLAS

Bester Film über das Geschichtenerzählen, der zusätzlich wunderbare Bilder bietet, aber nur einen Award hier absahnen kann, weil der Kamerapreis in die Werbung abgeschoben wurde:

THE FALL

Bester Anti-Kriegs-Film, mit irren Charakteren, die sich auf einer entsprechend irren Mission befinden:

APOCALYPSE NOW

Bester Film mit irren Charakteren im Irrenhaus, in dem nicht ganz geklärt ist, ob die Irren die Insassen oder die Betreuer sind:

ONE FLEW OVER THE CUCKOOS NEST

Bester Film, der eine Fortsetzung von anderen guten Filmen ist, was selten vorkommt, weil Fortsetzungen meist nur die Reihe immer weiter runterziehen:

INDIANA JONES AND THE LAST CRUSADE

Bester Film, der noch gezeichnet wurde, bevor diese Kunstform in der westlichen Welt getötet wurde und niemand mehr Lust hatte, mal einen Stift in die Hand zu nehmen, anstatt nur mit der Maus was in MS Paint zu malen:

THE LION KING

Bester Film, für den kein Stift mehr in die Hand genommen wurde usw.:

MONSTERS INC.

Bester Film mit praktischen Effekten, die so grandios sind, dass man davon fast kotzen muss:

THE FLY

Bester Film mit Froschmutanten, die menschliche Frauen für ihren Harem entführen und nur vom letzten potenten Mann der Welt besiegt werden können:

HELL COMES TO FROGTOWN

2. Beste Regie ist eigentlich genau so schwierig, aber der Post hier soll ja nun nicht den Rahmen sprengen, deshalb entscheide ich mich für einen Film von einem Regisseur, der mich eigentlich fast immer mit seinen Filmen überzeugen kann. Deshalb wähle ich einfach mal REAR WINDOW von Alfred Hitchcock.

3. Beste(r) Hauptdarsteller Robert de Niro in vermutlich so ziemlich allem vor dem Jahrtausendwechsel. Gleiches gilt für Al Pacino, der nur gefühlt in noch mehr Scheiße mitgespielt hat. Wobei das sicher täuscht.

4. Bei Beste Hauptdarstellerin(nen) tue ich mich zugegeben schwerer. Es ist tatsächlich einfach so, dass ich vor allem bei älteren Filmen nur selten mehrere gute Performances im Kopf behalten habe. Das mag daran liegen, dass damals das Kino männerdominierter war und die Darstellerinnen nicht so stark in den Vordergrund getreten sind, wenn sie nicht gerade eine Marilyn Monroe waren. Deshalb muss ich hier in die etwas jüngere Vergangenheit gehen und Kate Winslet den Preis geben, weil ich für die schon immer was übrig hatte. Also im Sinne von Schauspiel … und sonst auch. Aber nicht in TITANIC. In die engere Auswahl gehören auch noch Julianne Moore, Hilary Swank, Audrey Hepburn und auf gar keinen Fall Megan Fox.

5. Bestes Originaldrehbuch. Ich bin ehrlich: Drehbücher zu beurteilen halte ich für sehr schwierig, denn genaugenommen müsste man die lesen, um sie wirklich beurteilen zu können. Denn das Endprodukt, sprich der Film, weicht nicht selten von dem geschriebenen Werk ab. Selbst, wenn der Regisseur selbst das Drehbuch verfasst hat, wird am Set gerne noch improvisiert. Deshalb kann man hier eigentlich nur über die Story als solche gehen, die ja zumindest im Grunde gleich bleiben sollte. Ein Blick ins DVD-Regal brachte gerade einen Blick auf einen Film, dessen Story ich wirklich hervorragend umgesetzt finde und deshalb nehme ich hier: ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND

6. Bestes adaptiertes Drehbuch oder alternativ auch gerne beste Vorlage (Buch/Comic/etc.). Neben den oben genannten Problemen, kommt hier noch dazu, dass Adaptionen zwei weitere Probleme mit sich bringen. Erstens lässt sich die Adaptierung schwer beurteilen, wenn man die Vorlage nicht kennt zweitens hingegen sind Adaptionen dann nur selten so gut oder gar besser, als die entsprechende Vorlage. Deshalb nehme ich hier einen Film, bei dem die Vorlage für mich die reinste Qual war, der Film das Ganze aber sehr gut umgesetzt hat, indem er das unnötige Gedöns direkt mal gestrichen hat: THE LORD OF THE RINGS: THE FELLOWSHIP OF THE RING. Und ja, der erste Teil ist tatsächlich mein liebster der Reihe.

7. Bestes Werk (in) der Kategorie/Sparte ____ ist für mich persönlich ____ . Jetzt denkt ihr sicher: Aha, das ist die Frage, wo uns der Filmschrottheini noch schnell einen Trashknaller vor den Latz ballert. Aber nein, ich bin immer für eine Überraschung gut und dem übergreifenden Thema und den Oscars entsprechend gibt es jetzt:

Bestes Werk (in) der Kategorie/Sparte Oscargewinner als Bester Film ist für mich persönlich Ben Hur. Und dazu sollte gesagt werden, dass ich selten was mit dem tatsächlichen Gewinner anfangen kann bzw. meistens den ein oder anderen Mitnominierten besser finde. Ben Hur allerdings hat den Preis, trotz seiner Länge berechtigt geholt und das darf dann auch mal hier gewürdigt werden.

Kultschrott – Batman Staffel 1 Episoden 25 und 26

Es wird wieder lustig, denn der Joker ist zurück in Gotham:

STAFFEL 1 EPISODE 25 – THE JOKER TRUMPS AN ACE (DER MAHARADSCHA VON NIMPAH – TEIL 1)

Es ist ein angenehmer Morgen in Gotham City und die eleganten Damen sind beim Shopping. Der Joker allerdings sprengt die Shoppingtour und wickelt alle in Konfetti ein, damit er Frau Belmont einen teure Haarspange abnehmen kann. Commissioner Gordon ist ratlos. Was will der Joker mit Haarspangen? Nur einer kann die Antwort herausfinden:

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!

Der bringt Robin gerade bei, wie man ein Puzzle zusammensetzt, obwohl man zuvor die Teile auf den Kopf gedreht hat. Vielleicht hätte er ihm erstmal Memory beibringen sollen. Lang gepuzzlet wird aber ohnehin nicht, denn bei der Polizei ist ein Geschenk eingegangen, das Batman, ausgezeichneter Bombenexperte der er ist, öffnen muss. Neben einer aufblasbaren Gummipuppe von einem Maharadscha befindet sich darin ein Tonband, auf dem der Joker einen schlechten Witz erzählt. Das führt Batman und Robin zum Golfplatz, wo gleich der Maharadscha mit seinen goldenen Golfschlägern spielen will. Der Joker ist schon da und hat bereits eins der Löcher vom Golfplatz gestohlen. Ich frage mich zwar gerade, wie man ein Loch klaut, aber der Joker hat eben immer einen Plan.

Batman und Robin schauen also aus ihrem Versteck dem Golfspiel zu und als der Maharadscha den Ball versenkt, strömt Gas aus dem Loch und Joker Handlanger sacken die wertvollen Golfschläger ein. Und den Maharadscha gleich mit.

Der Joker hat einen Hinweis auf sein Versteck hinterlassen und wartet jetzt auf das dynamische Duo. Die beschließen, ganz vorsichtig vorzugehen, da das eindeutig eine Falle ist und latschen deshalb direkt durch den Haupteingang in die stillgelegte Fabrik, anstatt durchs Fenster zu klettern. Genial. Damit wird der Joker sicher niemals rechnen. Natürlich laufen die beiden direkt in die Falle und werden gefesselt, während der Joker lustige Reime von sich gibt.

Batman und Robin werden in einen Schornstein gesperrt, der sich mit Gas füllt. Wenn sie eine Stunde durchhalten, will der Joker sie frei lassen. Jokers Freundin Jill findet das echt gemein und weint. Ohne fremde Hilfe wird sich das dynamische Duo dieses mal nicht befreien können.

Werden sie die Stunde durchhalten? Wird ihnen jemand zur Hilfe eilen? Und was hat es eigentlich mit den Haarklammern auf sich, die nie wieder erwähnt wurden? Antworten bringt vielleicht:

STAFFEL 1 EPISODE 26 – BATMAN SETS THE PACE (DER MAHARADSCHA VON NIMPAH – TEIL 2)

Das Gas steht unseren Helden bereits bis zum Hals, aber dann haben sie doch noch einen Plan. Rücken an Rücken klettern sie den Schornsteinschacht hoch. Joker tröstet derweil seine Freundin Jill und verspricht ihr jede Menge teuren Schmuck, wenn Batman endlich weg ist. Das wird natürlich nichts, denn der Joker stellt fest, dass das dynamische Duo abgehauen ist. Genau das macht er also auch.

Batman und Robin testen die Haarnadeln in der Bathöhle. Die brauchte der Joker scheinbar, um die Gasbombe auf dem Golfplatz scharf zu machen. Durch das seltene Gas kommt Batman auf die Idee, mal den Zauberladen aufzusuchen, denn sonst kriegt man nirgendwo dieses bestimmte Gas, das alle Leute ausknockt. Ergibt … Sinn. Durch einen Spiegel sieht Bruce Wayne das Versteck des Joker.

Der Plan ist klar: Batman und Robin müssen sich heimlich ins Versteck schleichen, um den Maharadscha zu retten. Der Joker hat aber ein Überraschungsangriffabwehrsystem (ja, das heißt wirklich so) und es kommt zu CLONK! POW! ZAP! Der Joker und Jill suchen das Weite, während die Handlanger vor die Fresse kriegen. Der Maharadscha ist leider auch nicht da und so muss Batman Commissioner Gordon anrufen, weil … einfach so. Gleichzeitig ruft der Joker Gordon über Funk an und will Batman sprechen, denn der Maharadscha will, dass ein Check von ihm für das Lösegeld eingelöst wird.

Am nächsten Morgen in der Bank hat Batman keine andere Wahl, als den Check des Maharadscha einzulösen. Der lässt sich auch nicht von der Idee abbringen, denn der Joker hat sein Wort gehalten und ihn freigelassen. Aber Batman ist natürlich nicht doof und weiß, dass es gar nicht der Maharadscha ist, der da vor ihm steht, sondern der maskierte Joker. Also kommt es zu BAM! ZOWIE! Die Polizei rafft gar nichts und Batman erklärt, dass es nie einen Maharadscha gab und es immer der Joker gewesen ist.

Bruce und Dick trinken Tee mit Tante Harriet, aber das Batfon klingelt. Commissioner Gordon hat Gerüchte gehört, dass Batman der Gouvernor von Kalifornien werden soll. Aber Batman sagt, Gordon solle sich keine Sorgen machen, denn solange in Gotham das Verbrechen existiert, wird auch er existieren. Denn er ist:

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!

Die Geschichte im Kino gibts erst im nächsten Teil, aber hier sind auch ein oder zwei gute drin:

Es ist leider nicht ganz die Knallerankündigung, die ich geplant hatte. Es sollte eigentlich ein Komplettpaket werden, mit dem neuen Dewon Harper Teil UND den Taschenbüchern zu allen bisherigen Veröffentlichungen. Leider gibt es beim zweiten Part dieses Plans noch ein paar Probleme. Aber die Papierversion wird kommen! Deshalb gibt es jetzt erstmal „nur“ DEWON HARPERS […]

über Veröffentlichung: Dewon Harper ist wieder da … — Marcel Michaelsen