Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Ein Blick in meinen wirren Verstand – Teil 3

Im dritten Teil zieht endlich die Hauptstory etwas an und Dewon Harper selbst wird aktiver. Man könnte sagen, dass die ersten beiden Teile der Reihe recht überflüssig wirken, was das angeht. Die fortlaufende Handlung diente eigentlich nur, um die Kurzgeschichten mal schnell einzuleiten. Das war auch immer die Idee. Allerdings stellte ich in Teil 1 […]

über Making Of – Dewon Harpers Verdachtsfälle — Marcel Michaelsen

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Wiedererweckte Freibeuter auf Rachekurs

Entgegen besserem Wissen passiert es auch mir, dass ich hin und wieder über einen Film stolpere, der aus der Grützenschmiede Asylum stammt. Ihr wisst schon, die Nasen, die für SHARKNADO und ähnlich langweiligem Krampf verantwortlich sind, der so sehr Trash sein will, dass er das genaue Gegenteil ist und einfach gar nichts mehr funktioniert. Aber ich glaube, beim heutigen Film wollte man nicht bewusst in die Trashecke gehen, was natürlich bedeutet, dass er trotzdem totale Scheiße sein wird, aber nicht ganz so gewollt wie der meiste Asylumkram. Ich kann mich aber auch irren und es wird doch wieder nur generierter Müll von der Stange.

JOLLY ROGER: MASSCARE AT CUTTERS COVE – USA – 2005 – 80 Min.

Regisseur und Drehbuchautor Gary Jones ist eigentlich eher im Bereich der visuellen Effekte zuhause, aber hin und wieder hat er auch mal Regie geführt. Bei so Granaten wie BOOGEYMAN 3 und ungefähr 42 verschiedenen Weihnachtsfilmen, die alle im Jahr 2015 erschienen. Dementsprechend dürften sowohl Effekte als auch Regie ausfallen. Also kaum vorhanden.
Co-Autor Jeff Miller ist eigentlich eher als Produzent unterwegs. Und natürlich hat er nur Grütze produziert. Und nur Grütze geschrieben. Wer bei dieser Grütze Regie führte und die Effekte machte, sollte klar sein.
Die Darsteller sind natürlich durch die Bank absolute Pfeifen, die nur in Asylumfilmen und ähnlichem Krampf auftreten dürfen. Außer Kim Little, denn die durfte immerhin beim Dreh zu NEW NIGHTMARE Wes Craven mal nen Kaffee holen oder so. Jedenfalls war sie hinter der Kamera für irgendwas zuständig. Zu mehr Ruhm hat es auch nicht verholfen. Dieser Film wird daran ebenfalls nichts ändern:

Wenn ein Film schon mit einem schlecht zusammengestückelten Pseudo-Heavy-Metal-Geschreddel beginnt, weiß man wohl, was einen die nächsten knapp eineinhalb Stunden erwarten wird. Unter anderem ein lahmer Pärchenabend am Strand, bei dem man sich im ersten Moment fragt, wie diese Leute überhaupt einen Partner finden konnten, aber dann stellt man fest, dass sie alle arschlangweilig sind und sich wohl gesucht und gefunden haben. Während Tom seine berühmten Geistergeschichten zum Besten geben will, auf die absolut niemand Bock hat, finden zwei andere Lahmärsche eine Schatztruhe und erwecken einen Geisterpiraten zum Leben oder so.

Mehr muss zur Story natürlich nicht gesagt werden, denn die Charaktere sind scheißegal, der Geisterpirat sieht kacke aus und ich hoffe wie immer, dass alle einen grauenhaften Tod sterben.

Irgendwo mittendrin gibt es natürlich noch das übliche Drama. So will Jess aufs College gehen und hat Pläne mit ihrem Freund Alex für die Zukunft, aber er will nicht aufs College und deshalb geht der Plan nicht auf oder was weiß ich. Who gives a fuck. Sterbt, ihr Affen. Okay, vorher gibt es noch Brüste zu sehen, das ist natürlich auch absolut okay. Aber wenn du die wieder einpackst, stirbst du gefälligst, ja Mädchen?

Sie kommt gar nicht mehr dazu, die Tüten wieder einzupacken und wird vom Piratenkapitän gespalten. Ihr Stecher machts auch nicht länger und spannend ist schon jetzt anders.

Ebenfalls nicht im geringsten spannend sind Toms Geistergeschichten. Das sieht Piratenpaul ähnlich und schnetztelt ihn und seine Freundin. Meine Herren, ist das alles schlecht. Und mit schlecht meine ich wirklich unerträglich kacke auf allen Ebenen. Der Pirat sieht langweilig aus, die Effekte sind beschissen, die Darsteller darf man gar nicht so nennen, wenn man nicht alle anderen Darsteller der Welt beleidigen will und von den sechs campenden Leuten am Strand sind schon nach zehn Minuten nur noch zwei übrig. Was wollen die denn jetzt hier noch über eine Stunde bringen?

Nun, erstmal die Bullen, die im „Mordfall“ ermitteln und Jess und Alex befragen, denn sie sind die einzigen Zeugen. Oder besser gesagt, sie sind die einzigen, die überhaupt für irgendwas infrage kommen und sind natürlich direkt mal hauptverdächtig. Für Alex ist das gar nicht gut, denn er hat Vergangenheit und so. Jess hingegen war immer lieb und nett und macht sich wenig Sorgen, denn sie sind schließlich unschuldig und der Killer ist ein Geisterpirat.

Alex beweist seine kriminelle Vergangenheit, indem er mit Jessies BH das Schloss einer Tür knackt. Natürlich war der größere Sinn der Szene, dass Jess ihren BH auszieht. Nun, ein voller Erfolg war das nicht, denn man hat leider nichts zu sehen gekriegt. Die beiden hauen also ab, weil die Cops hier natürlich dermaßen unfähig sind, dass sie einfach ausbrechen UND ein Auto klauen können, ohne dass es irgendjemandem auffällt.

Der Pirat köpft derweil einen Typen im Regenmantel und eine Trulla erleidet einen Herzinfarkt oder sowas. Bereits fünf Minuten später stehen die Bullen vor der Tür und finden die Leichen, einfach weil es hier möglichst schnell voran gehen muss, denn sonst könnte der Streifen noch langweilig werden. Ach wartet, ist er sowieso schon … das liegt vermutlich daran, dass der Pirat wahllos irgendwelche Leute schnetzelt, die ich nie zuvor gesehen habe. Und mir ist absolut nicht klar, was eigentlich sein Ziel ist.

Im örtlichen Stripclub gibt es Titten, aber leider auch das grauenhafte Gitarrengeschreddel vom Anfang. Piratenpeter reißt dem Türsteher den Arm aus und die Stripperin scheint das nicht zu tangieren, bis sie ihren Kopf verliert. Was soll diese ganze Scheiße eigentlich? Gebt mir mal irgendwas an Story um den Typen, damit ich das hier raffe.

Der ermittelnde Cop macht sich Vorwürfe, weil immer mehr Leichen auftauchen und das Acting ist wirklich … also … Acting … hier nicht. Deshalb will er aussteigen und erzählt das der Bürgermeisterin, was zu noch mehr Acting … also … ihr wisst schon … nicht mit diesen Darstellern. Natürlich ermittelt er weiter und landet im Stripclub, wo ihm vom Piraten erzählt wird, dessen Kostüm ziemlich „schwul“ war, wenn ich mal zitieren darf. Die Aufnahmen der Überwachungskamera, die oben in einer Ecke hängt, aber in der Lage ist, aus ungefähr 42 verschiedenen Winkeln zu filmen, wie das Video beweist, bestätigt das. Also nicht, dass das Kostüm „schwul“ ist, sondern, dass der Killer ein Pirat ist.

Jess und Alex finden heraus, dass der Pirat Jolly Roger heißt, was schon alleine an Einfallslosigkeit kaum zu unterbieten ist und dass er mal irgendwas mit Spaniern gemacht hat, irgendwann, als Piraten noch auf den Meeren unterwegs waren. Und er hat eine Liste mit Opfern oder so. Keine Ahnung, ich habe bereits vor 60 Minuten das Interesse verloren. Und da lief der Film noch gar nicht. Jedenfalls hat natürlich die Bürgermeisterin damit zu tun und steht auf der Todesliste. Und zwar ist es alles damals so gelaufen: Die Gründer des Kaffs Cutters Cove waren, wie der Name des Kaffs schon vermuten lässt, Piraten und haben Roger gekielholt, um das Piratenleben aufzugeben und das Kaff zu gründen. Und jetzt nimmt Jolly Roger Rache an den Nachfahren der Piraten. Ich hoffe ich bin nicht der Einzige, der den Sinn in dem ganzen Krampf nicht wirklich nachvollziehen kann.

Die Bürgermeisterin verreckt und Alex und Jess treffen den ermittelnden Cop, der den Piratenschatz durch die Gegend fährt, weil … ich weiß es doch auch nicht … woher weiß er überhaupt, wo der Schatz war? Und warum steht er vor dem Haus der Bürgermeisterin, um auf die beiden Honks zu warten? Egal. Er wird eh von Roger abgeknallt. Alex nutzt die Gelegenheit und schnappt sich Rogers Säbel, um den damit zu köpfen und das wars hier. So unspektakulär, wie der ganze Fim war, ist passend dazu auch das Ende.

Der Cop hat natürlich überlebt und so wurde Alex nicht für die Morde verantwortlich gemacht. Also sind sie alle glücklich und zufrieden, aber dann taucht die Schatztruhe wieder auf und mit ihr Jolly Roger, der den cop schnetzelt. Jess schreit und ich werde leider nicht sehen, wie sie ebenfalls geschnetzelt wird. Ist aber vielleicht auch ganz gut so. Ich gehe Piratenschätze suchen …

Mal aktuell: Game Of Thrones Seaspn 08 Episode 02

Der Start war etwas holprig und brachte jede Menge Wiedersehen, die in ein paar Sekunden abgehandelt wurden und ansonsten die Charaktere in Stellung für den weiteren Verlauf. Ach ja, und den grauenhaften Drachenflug im Romantic Comedy Style gabs auch noch. Wenn ich genauer darüber nachdenke, war die erste Episode alles andere als gut. Hoffen wir mal, dass es diese Woche besser wird.

Nebenbei erwarte ich noch ungefähr 42 Tote in dieser Staffel und der erste namhafte Abgang könnte uns heute bevorstehen. Deshalb gibts jetzt zusätzlich jede Woche meinen Todestipp. Diese Woche: Tormund Giantsbane. Der ist mit Beric und Co. mitten im Night King Gebiet und seine Geschichte ist eigentlich erzählt. Die Sache mit Brienne war hoffentlich nicht mehr als ein kleiner Running Gag, also kann man ihn jetzt raus nehmen und damit den Night King endlich mal jemanden töten lassen, der auch einen Namen hat. Bisher killt der nämlich nur irgendwelche Bauern (gut, und einen Drachen).

Außerdem muss man die Tode etwas über die ohnehin sehr kurze Season verteilen, damit es überhaupt noch sowas wie einen Eindruck hinterlässt. Also sollte man hier mit Tormund anfangen. Alternativ ginge auch Beric, aber da hat man noch nichts aus der Sache mit seinem letzten Leben gemacht, also kann man da ruhig noch etwas mit spielen. Außerdem ist Tormund beliebter, denke ich, und hätte dadurch mehr Impact als erstes richtiges Night King Opfer.

Todestipp: Tormund Giantsbane

A KNIGHT OF THE SEVEN KINGDOMS

Jamie muss sich direkt mal vor dem hohen Rat der Bekloppten verantworten, bei dem sich niemand einig ist, wer eigentlich was zu melden hat. Ganz nette Szene, in der Brienne dann auch mal nach gefühlt achtzehn Episoden ein paar Sätze sagen darf. Die ist irgendwie extrem auf dem Abstellgleis, seit sie in Winterfell angekommen ist.

Tyrion braucht wohl langsam echt mal nen Masterplan, sonst ist er bald Geschichte. Was er sich noch einfallen lassen könnte, weiß ich allerdings absolut nicht. Eigentlich kann er schon mal sein Grab buddeln.

Arya und Gendry interessieren mich sowas von gar nicht und ich bleibe dabei, das Arya als Assassinin nicht in die Schlacht passt. Die hätte besser einen Handlungsstrang, der sie irgendwie Richtung Kings Landing und zu Cersei führt.

Wisst ihr noch, wie letzte Woche der große Cliffhanger war, dass Bran auf Jamie wartet? Geil, wie man den hier in einem Zehnsekundengespräch auflöst und er zu absolut nix führt, was man nicht eh schon wusste. Tyrion wird in diesem Leben auch keinen Dialog mehr kriegen, in dem nicht mindestens einmal das Wort „Cock“ vorkommt. Nette Szene dann zwischen Jamie und Brienne.

Jorah hat einen Vorschlag für Daenerys, was Tyrion betrifft und ich habe keine Ahnung, was das gewesen sein soll. Wenn sein Vorschlag war, dass Daenerys Sansa ans Bein pisst, die sie ohnehin schon nicht leiden kann, dann ging der Plan auf. Eigenartige Nummer hier.

Theon ist da und es könnte mir nichts egaler sein. Killt den Typen. Jetzt. Und was ist das denn bitte für eine Wiedersehensfreudenscheiße mit Sansa? Das ergibt doch absolut keinen Sinn. Ja, er hat sie mal gerettet, aber so dicke waren die deshalb trotzdem nicht und jetzt ist plötzlich alles tutti? Ähm … kaufe ich nicht.

Davos sollte nach dem Krieg einen Imbiss aufmachen. Gilly könnte seine Kellnerin werden. Ich wusste nicht mal, dass die auch noch in Winterfell ist.

Und da kommen die nächsten angeritten. Die Wiedersehens reißen nicht ab. Mein Todestipp wird eng, aber ich schiebe das natürlich auf die Autoren, denn wenn der Night King nicht einen Umweg geht, hätte der eigentlich ja vor Tormund und Co. in Winterfell ankommen müssen. Aber gut, dass der Night King so dermaßen lahmarschig ist, dass es sein könnte, dass er erst nach Staffel 8 irgendwo ankommt, haben die letzten sieben Jahre ja eindrucksvoll bewiesen. Sinn ergibt es trotzdem nicht im Geringsten. Letzte Woche wurde irgendein Blag von Winterfell losgeschickt und fiel dem Night King in die Hände. Der hat ihn an die Wand genagelt und dort wurde er später von Tormund und Co. gefunden. Ergo befand sich der Night King eindeutig zwischen Winterfell und Tormunds Gruppe. Zusammen mit seinen Millionen Eiszombies. Wie zur verfickten Eishölle sind die bitte an denen vorbei und eher in Winterfell angekommen? Was zum Geier treibt der scheiß Night King eigentlich die ganze Zeit, außer ein beschissenes Plotelement zu sein, dass als die ultimative Bedrohung herhalten soll, aber nur dann irgendwo ankommt, wenn es das Drehbuch verlangt? Boah, geht mir diese Zombiegrütze auf den Sack.

Okay, wartet mal. Rabenauge Bran ist also die totale Erinnerung und deshalb will der Night King ihn töten, damit die Welt quasi vergessen und ausradiert wird? Ähm … herrjeh, es wird immer behämmerter. Aber gut, so hat man einen tollen Lockvogel am Start und kann es sich vom Autorenstandpunkt wunderbar einfach machen, was man ja mit der ganzen „Töten den Anührer, töte sie alle“ ohnehin schon macht. Ich erwarte eine schon anzusehende Schlacht, die mich nicht im geringsten abholen wird. Vielleicht inszenieren sie wenigstens den ein oder anderen Tod auf dem Schlachtfeld ganz gut. Und hoffentlich ist Greyworm dabei, damit diese unsägliche Schnulze mit der Dolmetscherin endlich vorbei ist.

Ohne Scheiß, Sam ist so ziemlich der einzige Charakter, den ich noch durchgehend unterhaltsam finde, der durchgehend konsequent geschrieben wird und dem ich sowas wie ein Happy End gönne.

Knallerszene mit Giantsbane am Kamin. Nach diesem Lacher kann er nun wirklich endgültig abtreten. Besser wirds nicht mehr werden. Allerdings bezeichnend für den Verfall der Serie, wenn die beste Szene bisher eine Comedyszene ist.

Wobei ich zumindest sagen muss: In dieser Episode kommt auch mal etwas die Schwere der Situation zum Tragen. Während in der ersten Episode niemand das Gefühl versprühte, dass das Ende im wahrsten Sinne des Wortes an die Tür klopft, kommt das hier mehr zum Vorschein. Die Dialoge mögen zwar recht locker sein, wie beim Hound, Arya und Beric, aber sie haben diesen Hauch von „Das Ende naht und wir wissen es alle“. Bringt die Stimmung ganz gut rüber, die vor dem Weltuntergang herrscht . Und fairerweise muss man ja auch sagen, dass viele Charaktere hier schon immer recht zynisch unterwegs waren, also muss man das dann auch nicht in dieser Situation komplett auf den Kopf drehen und alle zitternd in die Ecke setzen.

Was zur … nein, ich sage nix zu Arya und Gendry. Unnötiger Käse, der nur Zeit kostet, die wir ohnehin nicht mehr haben.

Und da ist endlich mal wieder die Serie, die ich so lieben gelernt habe. Ein ruhiger Moment am Kamin, der von Hoffnungslosigkeit überschwappt zu einer Ehrung und einem somit einfach gutem Moment zwischen mehreren Charakteren, die einem im Lauf der Serie aus irgendeinem Grund mal ans Herz gewachsen sind und jetzt endlich mal wieder daran erinnern, warum das so ist. Schade, dass man für sowas sonst kaum noch Zeit hat.

Wisst ihr, was so richtig schwach ist? Die ganze Drachenglasnummer. Es wäre viel spannender gewesen, wenn man die paar Waffen aus valyrischem Stahl und den Dolch aus Drachenglas gehabt hätte und fertig. So hätte man die Waffen sogar richtig schön in Szene setzen können, anstatt jetzt eben ein ganzes Arsenal davon zu haben.

Ich komme übrigens auch nach acht Jahren einfach nicht darüber hinweg, dass die Leute hier Daenerys mit Dany abkürzen. Es wirkt in dieser Welt einfach unglaublich falsch. Nebenbei soll diese ganze Nummer um Jon ja echt groß sein, aber bei mir zündet das überhaupt nicht. Gerade zu diesem Zeitpunkt diesen Kram auszupacken, wo Jon alle zwei Minuten betont, wie scheißegal der Thron momentan eigentlich ist, lässt das in meinen Augen einfach zu sehr verpuffen.

THEY’RE HERE …

Irgendwie kriegt mich die Serie nur noch schwer. Nur noch vier Folgen und ich bin nicht wirklich drin. Nächste Woche wird es wohl eine Stunde Gemetzel geben. In der Hoffnung, dass man den Night King am Ende von Episode drei weghaut, kann also für mich eventuell noch was gerettet werden. Wir werden sehen.

Throntipp: Das Kind von Gendry und Arya, dass sie Andry taufen werden, aber von allen in dieser Welt völlig unpassend Andy abgekürzt werden wird

Kultschrott – Batman Staffel 1 Episoden 27 und 28

Diesesmal kriegt es Batman mit einem neuen Schurken zu tun. Mal schauen, was der drauf hat:

STAFFEL 1 EPISODE 27 – THE CURSE OF TUT (DER VERRÜCKTE PHARAO – TEIL 1)

Im Gotham Central Park liegen die Leute in der Sonne, aber was ist das? King Tut und seine Schergen stellen eine goldene Sphinxstatue auf. Und die kündigt an, dass King Tut regieren wird. Die Polizei hält es für einen Werbegag für die ägyptische Ausstellung im Museum und beschwert sich direkt mal bei Bruce Wayne, der natürlich zum Vorstand des Museums gehört. Der stellt klar, dass es kein Werbegag war. Das kann natürlich nur bedeuten, dass ein Scharlatan dahinter steckt und nur einer kann ihn aufhalten:

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!

Der weiß natürlich direkt, dass es sich um King Tut handelt, einfach, weil er Batman ist und alles weiß. Zum Beispiel auch, dass König Tut einst ein angesehener Professor an der Universität von Gotham war, der durch einen Schlag auf den Kopf verletzt wurde und sich seitdem für König Tut hält. Mehr Backstory hier, als in allen modernen Superheldenblockbustern zusammen, schätze ich. König Tut hat sogar seinen eigenen Palast außerhalb Stadt und Untergebene in lustigen Kostümen und ich liebe einfach alles hier.

Die Sphinx hat eine weitere Prophezeiung: Wer sich der Sphinx nähert, wird sterben. Ganz besonders Batman. Der hat natürlich nichts besseres zu tun, als direkt mal auf die Sphinx zu klettern und ihre Fallen auszuschalten. König Tut ist außer sich und lässt seine Handlanger für THWACK! BONK! OUCH! los. Batman durchschaut selbstverständlich dieses simple Ablenkungsmanöver und bricht zum Museum auf.

Dort leitet er als Bruce eine Führung und findet in einem Sarkophag die lebende Mumie von König Tut. Der knockt Wayne aus und entführt ihn in seinen Palast. Absolutes Highlight der Folge ist dann, wie Tut seiner Königin erklärt, dass sich so mächtige Könige wie sie von Nektar ernähren und nicht Hot Dogs. Die zeigt sich unbeeindruckt und beißt nochmal ins Würstchen. Ich liebe dieses Schurkengespann jetzt schon von ganzem Herzen. Hoffentlich tauchen die öfter auf.

Tut will natürlich Forderungen stellen, um Bruce Wayne wieder freizulassen. Robin wartet so lange auf eine Nachricht seines Kumpels. Der rollt gerade auf einer Krankentrage eine Straße runter, weil seine Entführer fahren wie die Irren. Wird Bruce die wilde Abfahrt überleben? Wird Robin ihm zur Hilfe eilen? Und wird die Königin noch einen Hot Dog kriegen? Antworten bringt:

STAFFEL 1 EPISODE 28 – THE PHARAO’S IN A RUT (DER VERRÜCKTE PHARAO – TEIL 2)

Batman rollt also die Straße runter und kann sich natürlich im letzten Moment an einer Schranke festhalten, bevor die Trage in einen Abgrund stürzt. Tut ist außer sich und Batman will nach Ägypten fliegen, um Recherchen anzustellen. Die Königin wird derweil in den Kerker geworfen, weil sie Batman geil findet und den König als Verrückten bezeichnet. Tut hingegen hat Plan B und will … Bruce Wayne entführen. Hatten wir das nicht schon?

Batman hat auch einen Plan. Er will sich als Bruce erneut kidnappen lassen und da Tut denkt, Batman sei in Ägypten, hat er dann das Überraschungsmoment auf seiner Seite. Und noch besser: Statt sich selbst entführen zu lassen, tut es auch eine Bruce Wayne Puppe. Man muss es ja echt lieben, wie unfassbar dämlich die Schurken in dieser Serie sind. Batman tauscht den Platz mit der Puppe und will Tut direkt bekämpfen. Allerdings landet er im Kerker bei der Königin.

Robin und Alfred basteln derweil irgendwie die Koordinaten zum Palast zusammen. Man hätte natürlich auch so drauf kommen können. So ein Palast ist schließlich kaum zu übersehen. Weil Robin keinen Führerschein hat, muss Alfred fahren.

Tut unterzieht Batman und die Königin einer Gehirnwäsche und die beiden müssen bescheuert tanzen. Bei Batman hat das natürlich nicht gewirkt, denn er hat während der Gehirnwäsche das Einmaleins rückwärts aufgesagt. Robin kommt auch gerade an und ZLOSH! BANG! POW!

Tut entkommt mit dem Batmobil.Aber Batman hat seine Batmobilbatfernbedienung dabei und will den Schleudersitz aktivieren. Das gelingt aber nicht, denn der Sender ist defekt. Tut ist aber ein Schurke in Gotham, also ein Trottel, und löst versehentlich selbst den Schleudersitz aus.

Durch den Schlag ist König Tut wieder der alte Professor und es gibt einen Schurken weniger in Gotham. Schade, dann taucht der wohl nicht wieder auf. Aber wer definitiv schon bald wieder da sein wird ist:

BATMAN! BATMAN! BATMAN! NA NA NA NA NA NA NA NA! BATMAAAAAAAAAN!

Mal aktuell: Game Of Thrones Season 8 Episode 1

Die Mauer ist gefallen. Die Eiszombies haben Westeros erreicht. Der große Krieg zwischen Leben und Tod steht bevor.

Die große Fantasy-Saga geht dieses Jahr zu ende und nachdem man stark anfing, ging die ganze Nummer so ab der Mitte kontinuierlich den Bach runter. Der Night King ist ein langweiliger Lappen, die Intriganten wurden größtenteils auf möglichst dämliche Weise aus dem Spiel genommen und es deuten sich die üblichen Liebespaare an. Es ist alles so ekelhaft und ich habe eigentlich gar nicht so richtig Bock drauf.

Aber obwohl ich keine Erwartungen mehr habe, bleibt mir noch die Hoffnung, dass man den Night King möglichst schnell abfackelt, Jon dabei draufgeht, damit ich nicht das Geschnulze mit ihm und Daenerys ertragen muss und es dann zur großen geilen alles entscheidenden Endschlacht in Kings Landing kommt, bei der Sansa, die ich unfassbar zum Kotzen finde, ihr eigenes Ding durchzieht und sich am Ende auf den Thron setzt. Denn um ehrlich zu sein, gibt es niemanden mehr, den ich wirklich mag, der für den Thron infrage käme, deshalb hätte ich hier gerne die logische Konsequenz, denn Sansa wurde im Verlauf der Serie quasi perfekt aufgebaut, um am Ende die Queen zu sein. Wäre der konsequente und logische Abschluss ihrer Geschichte. Natürlich mit Arya an ihrer Seite, die zuvor Cersei schnetzelt. Und dann nieder mit dem Patriarchat. Lang lebe das Matriarchat.

Ich laber schon viel zu lange rum hier. Schauen wir mal, wie viele von meinen Wünschen in Erfüllung gehen werden …

WINTERFELL

Wow. Echt einfallsreicher Titel hier zum Staffelauftakt, muss ich sagen. Hoffentlich wird der Rest kreativer …

Daenerys fühlt sich halt echt geil mit ihren Drachen was? Toller erster Eindruck, wenn man direkt mal alle Anwesenden in Angst und Schrecken versetzt. Aber Hochmut kommt vor dem Fall … hoffe ich.

Das große Stark-Familienwiedersehen dann überraschend schnell abgehandelt und Bran sieht Dinge, aber was er wie und wieso sieht und überhaupt, raffe ich immer noch nicht. Leztes Mal musste Sam ihm erst einen Hinweis geben, damit er was sieht, jetzt sieht er ohne Hilfe, dass der Nightking den Drachen hat. Ich schätze mal, zwischen den beiden Lahmärschen besteht eine größere Verbindung unabhängig davon, dass sie beide die pure Langeweile sind.

Irgendwie werden die Häuser in Westeros immer mehr von Kindern geführt. Herbert Grönemeyers Traum hier.

Sansa hegt berechtigte Zweifel an Cerseis Versprechen und zeigt damit mal wieder, dass sie mehr Plan hat, als die meisten ihr zutrauen. Ich sags euch: Die sitzt am Ende auf einem Thron. Entweder dem Eisernen oder sie regiert den Norden.

Ohne Witz, ich weiß absolut nicht, was Aryas Rolle in dieser Staffel sein wird. Ich gehe zwar davon aus, dass sie heiße Kandidatin auf den Cersei-Kill ist, aber bis dahin wird es noch dauern. In der Schlacht gegen den Nightking ist sie als Assassinin aber eher fehl am Platz.

Captain Grinsebart ist ja irgendwie immer noch einer meiner Lieblinge. Der ist so schmierig und arschlochig, dass man es einfach lieben muss. Leider ist seine Story bisher eher bleh und die ganze Nummer um die Greyjoys ohnehin uninteressant. Die hätte man bereits aus der Serie nehmen sollen, um Euron was besseres zu tun zu geben. Stattdessen befreit Theon seine Schwester halt mal so nebenbei und ich bin wieder gelangweilt.

Bronn wird wohl nie die von ihm gewünschte Ruhe im eigenen Schloss finden. Der Auftrag, ausgerechnet die Lannister-Brüder umzunieten, mit denen er quasi die letzten wievieleJahreauchimmerbishervergangen sind, verbracht hat, ist natürlich ein netter Plot. Durchziehen wird er das aber sicher nicht und sich eher dem Kampf gegen die Zombies anschließen, bei dem er dann draufgehen wird.

Boah nee, Davos, du warst doch immer mein absoluter Liebling. Wie kannst ausgerechnet du die langweilige Doppelthronregierung von Feuer und Eis vorschlagen?

Spielt den Drachenflug der Unendlichen Geschichte ein, Jon Snow lernt das Drachenreiten. Wer hätte das gedacht? Also außer mir. Und allen anderen, die die Serie verfolgt haben. Liegt es nebenbei an mir oder waren die Special Effects mehr schlecht als recht hier. Sah teils irgendwie … abgehackt aus.

Der Hound und Arya sind einfach der Knaller zusammen. Lasst die beide überleben und macht ein Spin-Off mit ihnen, wo sie einfach nur durch die sieben Königreiche latschen und sich gegenseitig hasslieben.

Stark gespielte Szene von Sam, als er erfährt, dass sein Vater und sein Bruder tot sind. Generell spielt der hier mal schnell die ganzen Pfeifen wie Snow und Daenerys (bzw. die Darsteller an die Wand). Jon Snow oder The Man Who Wouldn’t Be King erfährt also die Wahrheit und ich weiß immer noch nicht, ob mich das eigentlich tangiert. Der will doch eh nicht König sein, also wozu der ganze Käse.

Tormund und Beric haben den Fall der Mauer wie geahnt überlebt und … wieso hinterlässt der Nightking jetzt plötzlich komische Botschaften? Wartet. Hat er deshalb dreitrillionen Jahre gebraucht, um die Mauer zu erreichen? Musste er sich unterwegs lustige Botschaften überlegen, mit denen er mich verwirren kann? Hoffentlich sind ihm genügend eingefallen. Nicht, dass er jetzt noch zweitrillionen Jahre braucht, um in Winterfell anzukommen.

Da kommt immerhin Jamie schon mal an und sieht als ersten Nicht-Bran. Als Cliffhanger ziemlich lahme Grütze. Brans Fenstersturz interessiert doch eh keine Sau mehr und er selbst wird ja nicht müde zu betonen, dass er nicht mehr Bran ist, ergo wurde er selbst nie aus einem Fenster geworfen und schon gar nicht von Jamie … ich denke schon wieder zu viel nach.

Throntipp: Sam, der herausfindet, dass alles nur gespielt und er der beste Darsteller unter den Nulpen ist

Sumpfige Leichenwanderung unter Abwesenheit von Alligatoren

Graben wir uns doch mal wieder durch die absoluten Untiefen des Genrefilms. Da gibt es so schön viel Müll.

THE ALIEN DEAD – USA – 1980 – 74 Min.

Regie führte hier Fred Olen Ray, ein Mann, der bisher 155 Filme gemacht hat, von deren Titeln in ungefähr 142 das Wort „Bikini“ vorkommt. Es grenzt quasi an ein Wunder, dass ich zufällig einen ohne „Bikini“ genommen habe.
Das Drehbuch hat er gemeinsam mit Martin Nicholas verfasst, der sonst absolut nix geschrieben hat und nur mal als Hausmeister durch einen anderen Film laufen durfte.
Hauptdarsteller Buster Crabbe, der hier Sheriff Kowalski mimt, kann man als einen der ersten B-Movie-Stars bezeichnen. In den 30ern spielte er unter anderem FLASH GORDON und BUCK ROGERS sowie einige Westernhelden wie Billy The Kid in zahlreichen Low Budget Western. Der folgende Krampf ist quasi sein B-Movie-Abgang, denn er starb kurz darauf. Ob dieser Film zur Trauer beiträgt, darf bezweifelt werden.

Journalist Tom Corma tippt auf seiner Schreibmaschine herum und erzählt diese Geschichte aus einem Kaff, in dem niemand jemals vermutet hätte, dass da irgendwas Außergewöhnliches passieren könnte. Nebenbei zeigt das direkt mal die Attitüde, dass alles immer größer sein muss heutzutage. Heute spielen alle Filme in großen Städten, aber hier schippern Mr. und Ms. Griffith durch einen Sumpf am Arsch der Welt und unterbieten sich gegenseitig in ihrer darstellerischen Leistung. Ms. Griffith säuft ab, also muss ich zumindest nur noch einen von beiden ertragen.

Journalisten und Polizisten pokern und labern irgendwelchen Quark, dann kommt Mr. Griffith rein und … Acting.

Eine Blondine wird von einem Zombie … geirgendwast.

Tom ist am See und recherchiert. Dabei überrascht er Ms. Michaels, die gerade schwimmt und eindeutig viel zu viel dabei an hat. Tom ist sowas von investigativ, dass er weiß, dass im Sumpf eigentlich Alligatoren sein sollten, aber die sind alle weg. Mr. Michaels hat keine Erklärung dafür, außer natürlich ein deutsches Flugzeug, dass im zweiten Weltkrieg in den Sumpf gestürzt ist und selbstverständlich haben Indianer auch was damit zu tun und dann ist da ja noch das Riesenopossum … Leider endet der große Verschwörungsdialog und Tom geht spazieren, weil er gerade erfahren hat, dass es Opossum zum Essen gibt.

Eine Brünette und ihr Freund streiten sich und … Acting.

Die Brünette wird von einem Zombie verfolgt und sie stellt sich natürlich absolut dämlich an und stirbt.

Tom und Miss Michaels machen im Busch rum und finden die Leiche von Ms. Griffith. Da der Sheriff nichts unternehmen will, wird Tom persönlich den Sumpf nach Hinweisen absuchen. Vermutlich mit Miss Michaels, denn beim Rumknutschen finden sich Hinweise am besten.

Ein Holzfäller wird von den Zombies … gestreichelt. Okay, er wurde gefressen, es sah nur nicht danach aus. Seine Frau klingt exakt wie die Mutter von Brian von Nazareth, aber ich glaube nicht, dass Terry Gilliam hier mit was zu tun hatte. Sie wird von den Zombies auf eine Mistgabel gespießt und … Acting.

Tom und MM (wie ich Miss Michaels ab jetzt abkürzen werde) knutschen auf einem Boot rum und werden von den Zombies … geschüttelt. Also hauen sie ab. An Land wartet schon der Sheriff und glaubt nicht an Zombies. Stattdessen hat er eine Belohnung auf den Alligator ausgesetzt, der seiner Meinung nach Ms. Griffith gekillt hat. Also wird wohl gleich das gesamte Hinterwäldlerkaff im Sumpf rumballern. Könnte spaßig werden.

Tom zieht einen Biologen zu Rate, der mal checken soll, was das für Zombieviecher sind.

Eine nackte Blondine wird von den Zombies … in den See gedöppt. Eigentlich wäre ein Cop zur Stelle gewesen, der sie die ganze Zeit beim Nacktbaden bespannt hat, aber ausgerechnet kurz vor der Zombieattacke muss er zurück zu seinem Funkgerät. Der Sheriff hat nämlich irgendwas Verdächtiges am Highway, das unbedingt inspiziert werden muss.

Zu Countryklängen aus der Hölle torkeln die Zombies aus dem Wald und fallen über die Leute her, die scheinbar nicht mal in der Lage wären, einer Killerschnecke zu entkommen. Es ist halt schon irgendwie natürliche Selektion, wenn die lahmarschigen Zombies diese nutzlosen Heiopeis erledigen.

Ich glaube, es folgt sowas wie ein Rückblick. Ganz sicher kann man da nie sein, denn hier sieht einfach alles gleich aus. Jedenfalls erinnert sich wohl Ms. Hawkins, dass irgendwas explodiert ist oder so. Ich raffe es absolut nicht, weil man nichts erkennt, nichts gesagt wird und die Effekte komplette Grütze sind. Gehen wir einfach mal davon aus, dass ein Meteor eingeschlagen ist, weil ich das Wort gerade aufgeschnappt habe und hinterfragen nichts mehr.

Viel Zeit zum Hinterfragen bleibt ohnehin nicht, denn wir kommen zum großen Finale, voller lahmer Zombies, kreischender Frauen und einem Typen mit Schrotflinte. Was hier wie die Mörderaction klingt, könnte kaum langweiliger sein. Die letzten Überlebenden verschanzen sich in einer Hütte und schmiedet den genialen Plan, mit dem Auto abzuhauen. Dazu lenkt Miller die Zombies ab, indem er … irgendwas Explodierendes durch die Gegend wirft und sich fressen lässt.

Unser Liebespaar Tom und MM sind die letzten und rennen zum Auto …. wo zur Hölle steht das bitte? Müssen die durch den ganzen Wald? Moment mal, wer hat da jemanden am Baum aufgehangen? Zombies machen sowas nicht. Und warum nehmen die jetzt das Boot? Das war nicht der Plan? Wo ist das Auto? Das ergibt alles keinen Sinn.

Dass der Film dann vorbei ist nebenbei auch nicht, aber immerhin muss ich mich nicht noch länger quälen. Ich gehe im Sumpf nach Leichen tauchen …

Trennungsverarbeitung auf amerikanischen Landstraßen

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, sagte mal irgendein humorloser Fatzke, der vermutlich nie in seinem Leben eine grottige Komödie gesehen hat. Uns geht es da natürlich anders und heute fügen wir eine weitere grottige Komödie hinzu.

FAR OUT MAN – USA – 1990 – 80 Min.

CHEECH & CHONG sind sicher jedem bekannt. Tommy Chong brauchte offenbar mal etwas Abwechslung und schrieb, regissierte und darstellte diesen Streifen. Ich schätze viel mehr müssen wir gar nicht wissen. Vielleicht noch, dass selbstverständlich Cheech Marin ebenfalls dabei ist. Und jede Menge andere Chongs. Und Judd Nelson. Und Tonimitator Nummer 1 Michael Winslow, den wir alle von der POLICE ACADEMY kennen. Spaß ist also garantiert … oder vermutlich eher nicht.

Während der Hippie Far Out Man ein gewaltiges Chaos in der Küche bei der Zubereitung des Frühstücks anrichtet, fährt ein Mädel einen Typen im Anzug zu eben diesem Far Out Man. Sie ist seine Tochter, er ist Dr. Liddledick und er ist der Stecher von der Tochter oder so. Und er will dem Far Out Man ein Geschäft vorschlagen.

Tree, lispelnde Blondine und Mutter von Kyle, muss sich mit dem Direktor der Schule ihres Sohnes treffen, da der gegen die Schulregeln verstoßen hat, indem er nicht den ganzen Tag TV guckt und in Büchern gelesen hat. Der „Humor“ in dem Streifen macht mich jetzt schon völlig fertig.

Liddledick hypnotisiert FOM (wie ich den Far Out Man ab jetzt abkürzen werde) und der erinnert sich an Tree, denn er ist der Vater von Kyle. FOM ist darüber immer noch traurig. In einer Rückblende quält Tree mit ihren nicht vorhandenen Gesangskünsten und FOM erklärt, dass sie ihn verlassen hat, weil er ihr gesagt hat, dass sie nicht singen kann.

FOM eröffnete anschließend den Freizeitpark „Hippieland“, der in einem grottigen Rap-Cartoon erklärt wird. Nach etwas weiterem Blahblah stellt Liddledick die Analyse: FOM braucht einen Job, um sich von Tree abzulenken. Also beschließt FOM ein Roadie zu werden.

Tree hat Spaghetti in den Haaren und weist ihren Sohn Kyle zurecht. Statt zu lesen und Beethoven zu hören, soll er TV gucken und richtige Musik hören, deshalb gehen sie heute gemeinsam auf ein Konzert von „The Fartz“. Ich habe keine Lust mehr.

FOM hilft einem Typen mit Panne und bringt ihn dabei fast um die Ecke. Dafür zeigt der ihm den Weg nach … wo auch immer er hin will. Ich glaube, zum Konzert, auf dem auch Tree rumhängt. Kyle wird dort gerade von ein paar Rockern verfolgt, weil er deren Motorräder versehentlich umgeworfen hat. Er versteckt sich in FOMs Truck und der kriegt direkt den nächsten Auftrag und muss nach Fresno fahren. Im Truck ist auch Cheech und bringt auch keinen Humor mit. Metaquatsch kann hier nun mal auch nix retten.

Bei einer Pinkelpause finden sich Kyle und FOM und bei einer Raststätte prügelt sich FOM mit einem Indianer, weil er die Countrymusik ausgemacht hat. Dann geht es querfeldein weiter, weil FOM selbst zu doof ist, auf die Straße zu achten. In Fresno angekommen ist sein nächster Auftrag, Koks zu besorgen, also geht er in den Drugstore und kauft Mehl oder so. Dem Kokser fällt das nicht im geringsten auf und er ist begeistert.

Tree ist besorgt um ihren Sohn und irgendein Typ ermittelt und bringt Tree auf den neusten Stand, nämlich, dass Kyle mit einem Hippie unterwegs ist und in der Countryraststätte war.

Die hängen auf einer Party ab und da geht der Kokser Lou drauf und muss von FOM wiederbelebt werden. Also elektroschockt man ihn mit einem Verstärker und einer Gitarre, um seine Pumpe wieder in Gang zu bringen.

Auf dem Weg zurück gabelt FOM jede Menge Rockbräute und Anhalter auf, die vermutlich nie wieder eine Rolle spielen werden.

Meine Fresse, ist der Streifen eine Qual. Ich kürze das mal etwas ab: FOM will zum Flughafen, um Tree zu treffen. Für seinen Sohn kauft er ein paar Knarren, aber nicht die billigen Spielzeugdinger, denn die sehen aus wie Spielzeug, sondern echte Gewehre. Mit denen turnt er dann über den Flugplatz und die Bullen kommen, weil man FOM für einen Terroristen hält. Die Polizei hingegen hält ihn für den Fahrer des Abschleppwagens und lässt ihn ein paar Autos aus dem Weg räumen. Dabei trifft er zufällig Tree und deren Stecher, den er für seinen Sohn hält und versehentlich einen Hang hinunterschiebt, weil FOM doof ist, falls das noch nicht klar wurde.

Kyle wirft wieder versehentlich die Mopeds um und nach einigem Geplänkel haut er den Oberrocker um. Wars das dann jetzt bitte? Ach nee, Hippieheinz muss natürlich erst wieder mit Tree zusammenkommen. Oh, cool, das wird in 5 Sekunden abgehandelt. Dann ist ja wohl jetzt Ende, oder? Oder?



Trees Stecher sitzt bei den Bullen und telefoniert mit seinem Manager, der ihm sagt, dass er eine Rolle nicht gekriegt hat und man stattdessen Judd Nelson genommen hat. Stecher tickt aus und selten gab es eine sinnlosere Szene in einem Film. Kurz darauf trifft er Nelson und ich habe mich geirrt: Das ist die sinnloseste Szene in einem Film.

FOM wurde wohl von Tree schon wieder verlassen. Tochter schlägt vor, dass er sie so richtig erobert. Daddy fällt einen Hang runter. Im Krakenhaus kommen er und Tree dann wieder zusammen und gehen auf Tour. Aus irgendeinem Grund kann Tree jetzt sogar singen. Die Musik ist natürlich trotzdem kacke. Ich gehe Mehl kaufen …

Monatsrückblick März 2019

Der März stand bei mir ganz im Zeichen des Jolly Roger. Auf, Piraten, yo ho und so.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: THE CURSE OF THE BLACK PEARL

Als Johnny Depp noch nicht ein abgehalfterter Heiopei war, der nur noch eine Rolle spielt (die ironischerweise hier geboren wurde) und Blockbuster noch aus mehr bestanden, als purem CGI-Getöse, herrschten die Piraten über die sieben Weltmeere. Ja, so lange ist das gefühlt schon her. Und interessanterweise muss man sagen, dass für fast alle Beteiligten seitdem nicht mehr viel läuft. Depp ist nur noch Sparrow. Keira Knightley ist zumindest alle paar Jahre mal irgendwie präsent. Ich habe keine Ahnung, was Orlando Bloom inzwischen so treibt, aber ich bin sicher, dass es absolut belanglos ist.
Was aber ohnehin viel wichtiger ist, ist, was sie hier so gemacht haben. Und das war jede Menge. Denn seht ihr: Blockbuster können tatsächlich auch Charaktere haben. Mehr als einen. Die keine Superhelden sind. Selbst die Nebenrollen hier haben Eigenschaften, die sie aus der Masse herausstechen lassen. Da gibt es den abergläubischen Seefahrer, den eingebildeten Commodore 64, die unfähigen, aber sich irgendwie durchschlagenden Antagonisten-Sidekicks, sogar simple Wachmänner haben hier Charakterzüge.
Und dabei hätte der Film das gar nicht nötig, um erfolgreich zu sein, denn eigentlich weicht der nicht wirklich von der gängigen Blockbusterformel ab. Aber er füllt diese Formel eben mit so viel Abenteuer, Humor, Horror und Action aus, dass er einfach nur unheimlich viel Spaß macht.
Dazu trägt auch der fantastische Soundtrack bei, der einfach perfekt auf den Film passt.
Wenn ich etwas bemängeln wollte, dann ist es wenig überraschend das veraltete CGI. Teils sieht das noch gut aus, teils aber eben auch einfach nur schlecht. Zum Glück hat man den Streifen nicht komplett damit zugemüllt, sodass er auch heute noch wunderbar anschaubar ist und eine gute Zeit bereitet.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MAN’S CHEST

Die Piraten sind wieder auf großer Fahrt. Nachdem der erste Teil doch überraschend gut war und durchgehend für Spaß sorgte, sieht man hier schon die ersten Abnutzungserscheinungen. Oder besser gesagt, die Reihe geht hier bereits in die heute übliche Blockbusterrichtung, in der alles over the top sein muss. Immerhin hält sich der Streifen damit noch einigermaßen zurück und treibt das Ganze erst im dritten Teil komplett auf die Spitze. Teilweise wirkt die ganze Nummer zudem auch einfach albern und das nicht im positiven Sinne, wie es noch im Vorgänger der Fall war. Es ist eben von allem zu viel, aber doch noch so gerade im Rahmen, um nicht zu nerven.
Die Story wirkt unnötig verschwurbelt, aber immerhin hat man wieder für jeden der bekannten Charaktere etwas zu tun und es kommt auch niemand zu kurz. Allerdings ist eben alles auch nur der Aufbau für den nächsten Teil, was dann eben auch immer so eine Sache ist. Man kriegt kein richtiges Ende und so fällt es prinzipiell schwer, das alles zu bewerten, ohne den nächsten Teil miteinzubeziehen.
Insgesamt hat man aber wieder ein paar nette Ideen und Details eingebaut, die zum Teil frisch sind und zum Teil aus Monkey Island geklaut, was für einen Fan der Spiele doppelt lustig ist. Wurde Monkey Island von der Freizeitparkattraktion inspiriert, ist es eigentlich nur fair, wenn die Filme, die auf der Attraktion basieren, wiederum die Spiele zitieren, die von der Attraktion inspiriert wurden und so weiter.
In allen Belangen eine Ecke schwächer als der Vorgänger, aber immer noch eine spaßige Angelegenheit, was wohl auch daran liegt, dass die Charaktere noch nicht völlig nerven und ausgelutscht sind.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD’S END

Die Piraten gehen baden. So lässt sich der „Abschluss“ der Trilogie wohl am besten zusammenfassen.
So gerne ich auch in diese Welt aus Säbelgerassel und Gruselementen eintauche, so wenig gibt mir das Ganze noch was in diesem Film. Und das nicht nur in der Retrospektive. Schon damals im Kino hat mich der Streifen alles andere als begeistert.
Das liegt vor allem daran, dass man hier einfach alles so extrem übertreibt, dass ich daran kaum noch Spaß haben kann. Das fängt mit Captain Jack Sparrow in dieser dämlichen Duplikaten-Hölle an und hört mit dem – nie enden wollenden – Showdown im Orkan auf.
Dazu wirft man hier zum eh schon recht großen Cast weitere Leute hinzu. Geoffrey Rush als Barbossa ist zwar durchaus gerne gesehen, aber seine Rolle wirkt hier auch reichlich überflüssig und nur als Vehikel, um Sparrow einen Grund zu geben, dass er beweisen will, dass er das längere Fernrohr hat. Oh, und natürlich, um eine Hochseehochzeit mitten in einer Orkanschlacht zu vollziehen. Das sorgt dann auch nicht mehr für Lacher, sondern eher Augenrollen. Zudem ist die eigentlich simple Handlung so verworren aufgebaut, dass ich irgendwann einfach den Überblick verloren habe, wer hier jetzt eigentlich gerade welchen Plan verfolgt und wer mit wem und gegen wen arbeitet und wer da wen gerade kontrolliert und warum eigentlich und überhaupt …
Das Finale der Trilogie ist viel zu vollgestopft mit Twists und Turns. Die Action ist viel zu drüber und der Humor will nicht so recht zünden. Die ein oder andere Szene ist nach wie vor ganz nett, aber insgesamt driftet das alles viel zu sehr in eigenartige Fantasygefilde mit umgedrehten Schiffen und 100-Meter-Voodoo-Frauen ab. Der Reihe hätte es eindeutig gut getan, wenn man da etwas bodenständiger geblieben wäre. Geisterpiraten und Fischmonster sollten doch eigentlich reichen. Nun, scheinbar nicht.

THE PIRATE MOVIE

Hier geht es zum Filmschrottmusical

PIRATES OF THE CARIBBEAN: ON STRANGER TIDES

Die Reihe ist an diesem Punkt schon weit über ihren Zenit hinaus, aber trotzdem kann ich dem Streifen ein paar positive Aspekte abgewinnen. Das liegt vor allem daran, dass man den ganzen Over The Top Kram hier im Vergleich zu Teil 3 wieder etwas runtergeschraubt hat. Klar, man hat wieder übernatürlichen Krempel und Szenen, die jeglichen physikalischen Gesetzen strotzen. Aber eben alles etwas runtergedampft. Frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“ hat mich der Film deshalb ein Stück mehr unterhalten.
Ansonsten übernimmt der Streifen aber quasi die Probleme und wartet mit einer recht langatmigen Story und laschem Humor auf, der nur noch selten zündet. Was vor allem fehlt, ist der Spaß auf hoher See. Der Großteil spielt sich im Dschungel ab. Da fehlt dann auch einfach das richtige Piratenfeeling, das in den Vorgängern zumindest immer aufkam.
Viel Neues gibt es sonst aber auch nicht zu sehen. Frische Ideen standen hier eindeutig nicht weit oben auf der Liste. Die Meerjungfrauen sind ganz nett, aber die halbgare Lovestory ist zäh wie Lebertran. Ian McShane und Penelope Cruz passen ins Setting und machen ihre Sache gut. Ansonsten wirkt aber alles recht abgenutzt. Wie die Reihe selbst eben auch. Was einfach schade ist, denn ehrlich gesagt, habe ich lieber solchen Abenteuerspaß als stumpfes Rumgeballer oder Gekloppe in den immer gleichen Settings. Man hat es nur natürlich auch hier geschafft, die Reihe recht schnell zu versenken. Dabei hätte die Welt noch Potenzial für einige spaßige Abenteuer.

PS: Am Ende sieht man wunderbar, warum moderne Blockbuster meist eine ganze Ecke schwächer sind, als die „Klassiker“, wenn es quasi die Indiana Jones Heilige Gral Szene in modern gibt. Also mit viel mehr Effekten und in beschissen.
PPS: Und natürlich teast man eine Fortsetzung an, weil man ja einfach nichts mehr einfach mal für sich stehen lassen kann heutzutage.

SHAMELESS – SEASON 9

Nicht so ganz passend zum Piratenmonat, aber immerhin hatte Carl in einer Folge ein Piratenkostüm an, also passt das schon. Ansonsten gab es wieder den üblichen Wahnsinn, durch den vor allem Frank stolpert, während der Rest der Familie mit ihren eigenen Problemen beschäftigt ist. Das Ende hatte tatsächlich einen sehr starken Touch von Serienfinale. Sollte die Serie also ohne die ausgestiegenen Figuren plötzlich kacke werden (was eigentlich nicht zu befürchten steht), könnte man für sich persönlich auch einfach hier den Stecker ziehen und hätte einen durchaus versöhnlichen Abschluss. Ich hingegen freue mich jetzt schon auf die nächsten Geschichten rund um die Familie Gallagher und die Nachbarschaft. Es ist einfach immer noch die beste Serie, die momentan zu finden ist.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES

Irgendwann während der Dreharbeiten zu Teil 4 fiel einem Mitglied der Filmcrew auf, dass man absolut keine neuen Ideen mehr hat. Also hatte er einen genialen Einfall: Einfach den ganzen alten Kram wieder aus der Versenkung holen. Also haben wir hier den nächsten Geisterpiraten (wohlgemerkt gut gespielt von Javier Bardem; die Villains und vor allem deren Darsteller waren wirklich nie das Problem der Reihe), dem man immerhin eine Hintergrundstory verpasst hat und der Captain Jack Sparrow ans Leder will und Zombiehaie, die in Superzeitlupe durch die Gegend fliegen. Und ja, das ist genau so schlecht, wie es sich anhört.
Aber irgendwie muss man sich ja immer wieder etwas aus den Fingern saugen, um noch einen unnötigen Film hinzuschludern, bei dem man besser nicht den großen Fehler macht, über Kontinuität und Logik innerhalb der Reihe nachzudenken, denn das führt unweigerlich zu Knoten im Hirn.
Nebenbei habe ich den Eindruck, dass das alles immer billiger aussieht. Hatte ich auch bei Teil 4 schon, der durch sein begrenztes Dschungelsetting schon so eine Art Direct-To-Video-Sequel-Vibe hatte. Hier sind es eher die Effekte, die auf mich nicht gerade auf dem Level der ersten Teile wirken. Das mag aber auch einfach an mir liegen. Effekte sind ja ohnehin nicht meine Stärke und ich finde fast alles zum Kotzen, das aus dem Computer kommt. Nun ja, und die Kostüme von Barbossas Crew sehen aus wie beim Karneval, aber lassen wir das. Viel schlimmer ist, dass man es tatsächlich irgendwie geschafft hat, selbst Barbossa langweilig zu machen.
Und damit ist dann auch wirklich der Punkt erreicht, wo ich nur noch aus vollster Überzeugung sagen kann: Es reicht jetzt wirklich. Lasst das Franchise wo es ist. Abgesoffen am Meeresgrund.

JOLLY ROGER: MASSACRE AT CUTTERS COVE

Filmschrottbeitrag folgt

CAPTAIN PHILLIPS

Moderne Piraten sind im Gegensatz zu den traditionellen Freibeutern der Meere ja irgendwie unspektakulär. Man könnte es natürlich Romantisierung nennen, aber Piraten mit Holzbeinen, Hakenhänden und Papageien haben in meinen Augen einfach mehr Stil als irgendwelche Typen auf Motorbooten, die mit den ursprünglichen Piraten nur noch die schlechten Zähne gemein haben. Aber das mal nur so am Rande, denn die Piraten in diesem Film wirken durchgehend wie absolut bedrohliche Typen, die selbst nicht so recht wissen, was sie als nächstes tun werden. Und eine Gruppe unberechenbarer Irrer ist wohl die größte Bedrohung, die einem begegnen kann. Vor allem mitten im Nirgendwo wie hier.
Im Mittelpunkt steht natürlich der titelgebende Captain Phillips, grandios gespielt von Tom Hanks, dem man die sich steigernde Anspannung und Panik durchgehend anmerkt und der ganz zum Schluss nochmal eine gehörige Portion darstellerische Glanzleistung oben drauf legt.
In der Mitte geht der Nummer leider etwas die Puste aus und insgesamt hätten 20-30 Minuten weniger dem Film vielleicht ganz gut getan. Aber das mag auch einfach an meiner völlig zerstörten Aufmerksamkeitsspanne liegen. Insgesamt macht der Film jedenfalls vieles richtig gut und wenn moderne Piraten schon nicht cool mit den Säbeln rasseln, dann sollen sie immerhin so wie hier dargestellt werden. Als verzweifelte Männer, die selbst nicht wissen, was sie tun.

WATERWORLD

Kultschrottbeitrag folgt

AGAINST ALL FLAGS – GEGEN ALLE FLAGGEN

Der Film beginnt damit, dass Errol Flynn eher gelangweilt wirkt, während ihn ein theatralisch rumhantierender Hansel auspeitscht. Man muss sich hier also ganz schnell klar machen, dass man heute anderes gewohnt ist. Grundsätzlich ist das aber natürlich kein Problem, wobei ich persönlich Filme aus dieser Zeit oft einfach zu „clean“ finde. Die Sets sind dermaßen sauber, dass sie aussehen, wie … nun … Sets.
Aber das ist ein subjektives Problem und irgendwie zeigt es ja auch schön den Ursprung der darstellerischen Kunst beim Theater auf, woran man sich damals natürlich noch mehr als heute orientiert hat.
Die Darsteller sind aber durchaus in ihrem Element hier und schwingen fröhlich die Säbel, wenn es die Szene verlangt. Wenn nicht, dümpelt die Geschichte so dahin. Die dreht sich um Undercover-Flynn, der beim Piratenkapitän Anthony Quinn anheuert und sich in die Piratenbraut Maureen O’Hara verliebt. So wie es klingt, läuft es auch ab. Nichts besonders Aufregendes, aber mit knapp 80 Minuten dann auch nicht zu lang. Gibt aber eindeutig bessere Vertreter des Genres aus der Zeit.

THE GOONIES

Ich werde nie verstehen, wie das Genre des Blagen-und-Jugendliche-die-völlig-einen-an-der-Waffel-haben-begeben-sich-auf-ein-gefährliches-Abenteuer-und-müssen-sich-gegen-Bösewichte-die-ebenfalls-komplett-einen-an-der-Waffel-haben-behaupten aussterben konnte. Vielleicht war die Bezeichnung einfach zu lang, um zu überdauern.
Wenn man es positiv sehen will, kann man zumindest sagen, dass uns dadurch weitere unfassbar beschissene Cyndi Lauper Songs erspart geblieben sind.

Wenn ich Filme wie diesen gucke, bin ich immer etwas traurig, dass es heute scheinbar niemand mehr gebacken kriegt, solche Filme zu machen. Ihr wisst schon, Filme, die durchgehend Spaß machen, ein wunderbares Abenteuergefühl vermitteln und dabei auch noch eine gewisse Düsternis mitbringen, weil sie wissen, dass man auch jüngeren Zuschauern mehr zutrauen kann als nur weichgespülten Kindergartenkram. Heute wäre der Film natürlich Ab 16, schon alleine, weil die Autoren jeden billigen „One Eyed Willy“-Gag mitnehmen würden, der ihnen einfällt. Also alle drei. Und mehr Humor würde es natürlich nicht geben, weil das den Horizont der Autoren übersteigen würde.
Genau wie die Charakterzeichnung. Die mag hier zwar auch nicht das Non plus ultra sein, aber es reichen für jede Figur nur wenige Sekunden zu Beginn, während die Antagonisten mal kurz auf der Flucht vor der Polizei vorbeifahren, um ihr etwas Profil zu geben. Innerhalb von 5 Minuten gelingt hier also das, was den meisten Filmen heute in über 2 Stunden nicht gelingt: Dem Zuschauer vermitteln, mit wem er es hier so zu tun hat. Einem Haufen Irren. Und das macht eine Menge Spaß.

PS: Ich werde nie verstehen, wie man aus dem grandiosen Duo „Chunk & Sloth“ nicht noch mindesten fünf Fortsetzungen machen konnte.

 

Den KRIEG DER EISPIRATEN hatte ich eigentlich auch noch geplant, aber leider ist meine DVD hinüber und lässt sich auf keinem Gerät mehr abspielen. Man kann halt nicht alles haben.

Die 5 schlimmsten Filmfortsetzungen

Diese Runde der 5 Besten – oder besser gesagt: 5 Schlechtesten – ist natürlich eine Steilvorlage für mich, denn was gibt es beschisseneres als Sequels? Ich werde versuchen, nicht nur Fortsetzungen von Franchises zu nennen, die man nach 20 Jahren aufgrund völliger Ideenlosigkeit immer wieder ausgräbt, aber ganz ignorieren kann ich sie nicht, schließlich ist einer davon mein absoluter Hassfilm und muss hier auf der 1 stehen. Gespannt, welcher das ist. Dann mal los:

DIE 5 SCHLIMMSTEN FILMFORTSETZUNGEN

Es ist ja so: Sequels zu ohnehin schon beschissenen Filmen sind natürlich ebenfalls beschissen, aber da erwartet man nichts anderes. Deshalb erwähne ich so Granaten wie TROLL 2 hier mal nur am Rande und konzentriere mich auf die Scheiße, an die ich sowas wie eine zumindest geringe Erwartung hatte. Was war ich naiv …

5 TRAIL OF THE PINK PANTHER – DER ROSAROTE PANTHER WIRD GEJAGT (1982)

Nachdem der großartige Peter Sellers fünfmal in die Rolle des trotteligen Inspector Clouseau geschlüpft war und damit eine Kultrolle schuf, starb er leider viel zu früh. Blake Edwards entschied sich dennoch, einen weiteren Film zu machen. Ob nun Hommage (offiziell) oder Geldmacherei (offensichtlich), das Ergebnis ist einfach nur eine reine Farce und wird weder Sellers noch der Reihe in irgendeiner Weise gerecht.

4 CHRISTMAS VACATION 2: COUSIN EDDIES ISLAND ADVENTURE (2003)

Okay, ich gebe zu, sonderlich hoch waren die Erwartungen hier nicht. Mehr so eine „Wie schlimm kann es schon sein“-Einstellung. Wie sich herausstellen sollte: sehr.

3 JURASSIC PARK III (2001)

Damals hatte ich noch Bock auf Fortsetzungen. Was war ich ein Idiot. Aber hey, es waren Dinosaurier, Teil 1 war der absolute Knaller und Teil 2 war auch noch irgendwie okay. Und ich hatte einfach Bock, nochmal in den Dinopark zu reisen. Gut, in den Park ging es nicht wirklich, aber das war noch das kleinste Problem. Saudumme Scheiße am Fließband mit nervigen Figuren, die mir nur auf den Sack gingen, einem lahmen Kackdino als Antagonist und Raptorengetröte. Was für eine Enttäuschung.

2 S. DARKO (2009)

Direct To Video Fortsetzungen sind natürlich aus Prinzip nicht der Wahnsinn. In diesem Fall allerdings dachte ich im Vorfeld doch, dass da nicht viel verkehrt laufen kann. Schließlich geht es bei Darko nicht um Getöse mit viel Budget und der Megaaction, sondern um Zeitreisen. Wie kann man das bitte verkacken. Nun … so …

1 INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE – INDEPENDENCE DAY: WIEDERKEHR (2016)

Eigentlich habe ich von diesem Streifen nicht wirklich was erwartet. Er steht einfach nur stellvertretend für das unglaublich ideenlose, lahmarschige, unkreative, lustlose, belanglose, charakterlose, hingeschluderte Hollywoodmoviemaking derzeit. Ein Drehbuch, das in 5 Minuten beim Kacken verfasst wurde, ein Cast, der so gelangweilt ist, dass man befürchten muss, dass er die Alieninvasion einfach verschläft und Effekte, die selbst 1996 nur für Kopfschütteln gesorgt hätten. Aus jedem Negativ tropft hier die pure Lustlosigkeit und es ist klar, dass wirklich jeder, der hieran beteiligt war, nur wegen dem Geld da war. Ich hasse absolut alles und jeden daran und darin. Der Beitrag für den Filmschrottplatz ist überfällig.

HONOURABLE MENTIONS:

PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLDS END

A GOOD DAY TO DIE HARD

BLAIR WITCH

SMOKEY AND THE BANDIT 3

Tollwütige Kleinstadtinvasion der fehlinterpretierten Freiheitsbewegung

Die 70er gelten wohl gemeinhin als Hochphase des Horrorfilms. Oder zumindest kam das Genre dann im Mainstream an. Ob das eine gute Entwicklung war, lasse ich mal dahin gestellt. Ob es anfangs des Jahrzehnts besser war, finden wir heute heraus, mit folgendem Film:

I DRINK YOUR BLOOD – USA – 1970 – 83 Min.

Regisseur und Drehbuchautor David E. Durston hat in seiner relativ kurzen Laufbahn nichts weiter Erwähnenswertes fabriziert.
Gleiches gilt für die Darstellerriege bestehend aus so illustren Namen wie Bhaskar Roy Chowdhury, Riley Mills, Jadin Wong und Rhonda Fultz.
Also alles gegeben für einen guten Schrottfilm.

Irgendein nackter Typ ist Steinbock. Oh, und Satanist. Und Hippie. Ja, hier geht es um satanistische Hippies, die nackig ums Feuer stehen und Blut trinken. Was habt ihr von einem Film aus den 70ern bitte erwartet? Moment mal, warum hat die eine Trulla da ein hässliches Kleid an? Das ist ja mal so gar nicht in Satans Sinne, würde ich sagen. Und Hippies waren ja wohl immer nackt, wie historische Aufzeichnungen eindeutig beweisen. Die ist bestimmt eine Spionin.

Keine Spionin ist Sylvia. Und wenn, dann ist sie keine gute, denn sie wird entdeckt und stolpert am nächsten Morgen ins Dorf, weil … keine Ahnung. Vermutlich haben die Satan-Hippies etwas ganz Schreckliches mit ihr angestellt. In dem Kaff leben nebenbei genau 40 Menschen, aber Ober-Satan-Hippie Horace sagt, dass es bald 48 sein werden. Pfft, solche Unlogik zerstört doch wirklich das Gesamtbild. Als ob Hippies Mathe konnten.

Im Ort wird ein Damm gebaut und ich habe keine Ahnung, ob das noch irgendeine Rolle spielen wird, aber es wird halt erwähnt, also mache ich das auch mal.

Hippie Horace hat noch nicht alle seine 7 Leute überzeugt und muss ein paar Ohrfeigen verteilen und mit Häutung drohen, damit alle mitmachen bei was auch immer die überhaupt vorhaben. Erstmal jedenfalls ein Haus besetzen, in dem es vor Ratten wimmelt und dementsprechend auf Rattenjagd gehen. Irgendwas muss man schließlich grillen. Denn Hippies haben immer gegrillt. Leider zeigen das die historischen Aufzeichnungen nicht.

Vielleicht sollte ich kurz auf die Zusammensetzung der Hippie-Gruppe eingehen, denn die setzt sich aus Mann und Frau und schwarz und weiß und asiatisch zusammen und der Schwarze stellt mal klar, dass Satan schwarz ist. Die Asiatin darf einen Typen aufschlitzen, damit das tägliche Opferritual nicht zu kurz kommt. Und die eine trägt immer noch das selbe hässliche Kleid wie am Abend zuvor.

Sylvias Opa recherchiert mit seiner Schrotflinte und findet die Hippies, wie sie gerade die Leiche von dem geopferten Typen schaukeln. Horace zeigt sich unbeeindruckt von Opa und tritt auf seine Brille. Man Opa, wozu hast du bitte die Flinte mitgenommen? Was ist der Typ für ein Lappen? Ein kleiner Junge sucht seinen Großvater und Horace schnappt ihn sich nach einer spannenden Verfolgungsjagd inklusive Stockabwehrgeschwinge. Die Frauen verderben Horace aber den Spaß und wollen, dass er die beiden gehen lässt. Vorher hat Opa aber noch ne Ladung LSD gekriegt, weil Hippies sind immer auf Droge. Ganz besonders die Satanistischen. Historisch aufgezeichnet.

Der Junge geht in den Wald und nimmt ein Gewehr mit. Wie viele davon hat Opa da rumliegen, wo die Kinder rumrennen? Der Junge knallt einen tollwütigen Hund ab und niemand weiß, was das mit dem Rest der Story hier zu tun hat. Zumindest ich nicht. Aber das wird sicher noch erklärt … die Blutprobe, die der Junge von dem toten Hund nimmt, könnte ein Hinweis sein. Nur auf was weiß ich nicht.

Aha, er spritzt das Tollwutblut in Muttis Kuchen und verkauft ihn an die Hippies. Ja, die Hippies mögen satanistische Irre sein, ohne Job und ohne Geld, aber sie bezahlen für ihren Kuchen. Eigentlich ganz nette Leute.

Hippie Andy schnackselt mit Sylvia rum und Horace spielt Russian Roulette mit den anderen, ohne dass die vorher gefragt wurden. Nebenbei geht es allen nicht so gut und die Sache ist eindeutig: Die Bäckerei muss abgefackelt werden.

Das unbedachte Kuchenessen zeigt seine Nebenwirkungen und der schwarze Hippie sticht einen anderen ab. Mit einer Axt bewaffnet geht er auf die anderen los und ich frage mich, warum mich interessieren sollte, ob der die jetzt schnetzelt oder selbst geschnetzelt wird. Letztlich wird aber niemand geschnetzelt und er jagt eine der Frauen mit einem abgetrennten Bein aus dem Haus.

Horace tickt dann auch aus und verstört Autofahrer mit seinem Säbel (und nein, das ist kein Synonym für ein Körperteil, denn jetzt gerade sind die Hippies angezogen).

Andy ist das mal wieder alles zu doof und er geht mit Sylvia rumschnackseln. Kann mir eigentlich mal jemand erklären, warum die sich mit dem Typen abgibt, nachdem er und seine satanistischen Hippiebuddys sie in der Nacht … gewasauchimmert haben? Andy flennt rum und will seine Freunde verraten, weil die so irre sind.

Wisst ihr noch der Damm? Der ist völlig egal, aber eine von den Hippietrullas lockt die Arbeiter ins Hippiehaus. Die finden eine Leiche, was nicht schwer ist, wenn man bedenkt, dass die mitten im Wohnzimmer liegt, und weil sie so toughe Typen sind, rufen sie nicht etwa die Polizei, nein, sie gehen auf den Dachboden, wo sie vom tollwütigen Horace massakriert werden. Helden sucht man hier vergeblich. Nur Vollidioten zu finden.

Der Junge hat Andy und Sylvia verfolgt und verrät die Tollwutblutkuchen Sache. Andy hat aber keinen Kuchen gegessen, denn er wollte sich an Sylvias Kuchen laben. So zumindest meine Vermutung.

Die Hippies ticken nach und nach alle ab und die Population des Kaffs wird etwas dezimiert von 48 auf die 5, die sowieso schon den ganzen Film über zu sehen sind. Allerdings sind nicht nur die Hippies tollwütig, sondern es hat sich auch auf andere übertrage und jetzt sind alle irre. Bis auf die 5, die man eben sowieso schon den ganzen Film über sieht.

Satanistische Hippies mögen zwar hin und wieder eine Ziege opfern, aber sie sind immer noch Hippies und lieben alle Tiere. Deshalb klaut Tollwut-Horace eine Schlange.

Die Asiatin fackelt sich selbst ab. Horace und der Schwarze gehen ins Schwertduell. Die Arbeiter reißen das Dorf ab und ich schätze, die Fertigstellung des Damms wird sich verzögern.

Die Bullen kommen und ballern ohne nachzufragen direkt auf alles, das sich bewegt. Zwei Frauen und der Junge sind die einzigen Überlebenden. Und ich natürlich, denn bei solchen Streifen steht mein Leben prinzipiell immer direkt mit auf dem Spiel. Ich gehe Hippies für eine Opferzeremonie suchen …