Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Blockbuster-Sommer 2019: Postman, Dunkirk, Kingsman

Noch ein paar Blockbuster. Langsam reichts dann auch …

THE POSTMAN

Es gab mal eine Zeit, da hatte Hollywood keine Angst davor, einfach mal ein paar Millionen Dollar zu verbrennen. Eine Zeit, in der noch sowas wie Risikobereitschaft existierte. Als selbst im Blockbusterbereich noch nicht alles ein Einheitsbrei war. Und wenn Hollywood sich auf diese Eigenschaften berief, kontaktierten sie Kevin Costner.
Der ist hier ein normaler Mann mit seinem Esel, der nur versucht, in einer postapoaklyptischen Welt zu überleben. Oh, und natürlich für die Gerechtigkeit einzutreten, weil das in solchen Filmen einfach sein muss.
Und was ist gerechter, als die Post? Nun, vermutlich alles andere, aber hier nicht, denn die Post ist der heiße Scheiß in der Postapoalypse, wie ja schon der Name sagt.
Und so reitet der Postmann durch die Gegend, verteilt Briefe und schwängert schöne Frauen. Dabei tischt er den Zivilisten etwas von einer neuentstandenen Regierung auf und gibt ihnen Hoffnung. Das findet der böse Will Patton so richtig kacke und macht Jagd auf den Postboten.
Drei Stunden lang trieft hier der pathetische Kitsch aus jeder Pore und ich kann jeden verstehen, der das absolut grauenhaft findet. Geht mir genau so. Aber irgendwas mag ich an dem Streifen. Vermutlich ist es einfach der Umstand, dass hier ein ungewöhnlich optimistischer Ansatz in einer so trostlosen Welt genutzt wird. Statt durchgehend darauf hinzuweisen, wie im Arsch alles ist, wandeln die Figuren mit einer Art durchgehendem Hoffnungsschimmer durch diese Welt.
Dadurch fehlt aber auch Konflikt an allen Ecken und Enden und bis auf den großen Helden Costner und den großen Bösen Patton, sind eigentlich alle einfach nur da. Und die beiden sind auch nur vom Reißbrett, was die Sache nicht besser macht. Die völlig beschissene Lovestory, die den kompletten Mittelteil einnimmt, lasse ich zudem besser unerwähnt. Und Tom Petty als Tom Petty auch.
Die Nummer hier auf knapp 2 Stunden runtergedampft und mit mehr Charakterentwicklung hätte mehr Spaß gemacht. Aber auch so kann ich dem Film irgendwas abgewinnen. Nur was genau, das weiß ich nicht.

DUNKIRK

Als ich den Streifen im Kino sah, war mir hinterher absolut bewusst, dass ich die ganze Nummer nicht gerade geil fand. Aber im Kino kann einen der Sound und die Bildgewalt schonmal blenden.
Zuhause auf dem TV muss ein Film dann wirklich zeigen, was er kann und das ist hier für mich persönlich leider nicht viel. Ich weiß genau, was Nolan hier tut und der Ansatz, die Distanzierung voneinander im Krieg aufzuzeigen und mal von der sonst üblichen Kameradschaft wegzugehen, ist nicht uninteressant. Nur sorgt eben diese Distanzierung dafür, dass mir völlig egal ist, was da gerade passiert. Es ist wie ein Videospiel, das von Außen betrachtet eher langweilig ist, denn wenn ich nicht selbst spiele, kann ich kein Leben verlieren. So geht es mir hier mit den völlig hohlen Figuren. Es juckt mich einfach nicht, ob sie überleben.
Den Feind nie zu zeigen ist ebenfalls eine nette Idee und sorgt für ein oder zwei durchaus intensive Szenen, die weit weniger effektiv gewesen wären, wenn da eine Truppe Soldaten über den Strand marschiert wäre. Allerdings geht dadurch die anrückende Bedrohung und der Umstand, dass die Zeit rennt, ein wenig flöten.
Und Zeit ist ohnehin ein eigenartiger Faktor hier. Mittlerweile sollte klar sein, dass Christopher Nolan sehr gerne mit der Zeit herumspielt. Bisher hat das auch immer recht gut funktioniert. Hier sollen drei verschiedene Zeitebenen gleichzeitig erzählt werden, die sich aber explizit in ihrer Länge unterscheiden. Wörtlich: 1 Stunde, 1 Tag und 1 Woche. Und das kam bei mir schon bei der ersten Sichtung gar nicht an und daran hat sich jetzt nichts geändert. Könnte auch alles kurz vor Sonnenuntergang sein. Ich kann den Unterschied einfach nicht feststellen, wer da gerade wann sein soll.
Am Ende bleibt ein netter Film, dem ich handwerklich nichts vorwerfen kann, und ich bin froh, dass es noch Leute wie Nolan gibt, die Experimente wagen. Das kann nur eben nicht immer funktionieren. Hier ging es für mich ziemlich in die Hose.

KINGSMAN: THE SECRET SERVICE

LeFloids Geheimagentenausbildung ist durchaus unterhaltsam. Was ich aber mittlerweile wirklich ambemerkenswertesten finde, ist die Tatsache, dass in Actionfilmen die Action immer der Schwachpunkt ist. Da ist es zur Abwechslung wirklich mal nett, wenn sich jemand die Mühe macht, seine Schnitte zu verstecken, wie hier in der Kirchenszene. Ansonsten müllt man leider auch ein wenig mit Effekten rum, die eine gute Actionszene einfach nicht nötig hat, aber das ist wohl heute einfach so und scheinbar finde nur ich das absolut zum Kotzen, deshalb wird es sich wohl nicht mehr ändern.
Immerhin sind hier die Charaktere und die Story gut genug, um den Film zu tragen und die Action ergibt sich daraus und nicht umgekehrt. So hat mich das Ding ganz gut unterhalten, auch wenn ich ihn nicht so feiern kann, wie es viele andere tun. Dafür fehlte mir einfach irgendwas. Der Humor kam bei mir nicht an und irgendwie hätte ich das Ganze gerne noch abgefahrener gehabt. Wenn man schon eine Breakdance-Klingenfuß-Asiatin am Start hat, sollte man auch auf allen anderen Ebenen komplett die Sau rauslassen. Aber da geht es wohl auch nur mir so.
Insgesamt ist der Streifen durchaus unterhaltsam und hat ein paar nette Ideen. Er leidet nur ein wenig unter dem modernen Problem, das Action nie einfach mal nur für sich stehen darf, sondern immer zum Kamerafahrten-Effektgewitter und Zeitlupen-FastForward-Gewusel verkommen muss. Und davon bin ich einfach kein Befürworter.

Blockbuster-Sommer 2019 – Pixels

Blockbuster sind nicht nur für Action da. Es soll auch mal gelacht werden. Da kann man ja mal Millionen für rausballern und dann trotzdem keinen Lacher bringen. Und am besten schmeißt man noch jede Menge popkulturelle Videospielreferenzen rein und fertig ist die halbgare Blockbuster-Komödie.

PIXELS – USA – China – Kanada – 2015 – 105 Min.

Regie führte hier Chris Columbus, ein eigentlich durchaus fähiger Mann hinter der Kamera, was er unter anderem mit den HOME ALONE Filmen oder dem ein oder anderen HARRY POTTER Streifen bewiesen hat.
Drehbuchautor Tim Herlihy hat bereits einige Adam Sandler Filme geschrieben und dabei kommt aus Prinzip mehr Schatten als Licht herum. Timothy Dowling hat noch andere Komödien verbrochen. Schwer zu entscheiden, wer von den Beiden das größere Übel ist.
Zu den Darstellern muss man wohl nicht viel sagen. Adam Sandler und sein Buddy Kevin James, der genau in einer Rolle gut war (und die gabs nicht im Kino) haben hier noch Peter Dinklage, Sean Bean, Michelle Monaghan, Brian Cox und andere Leute um sich versammelt, die scheinbar nichts besseres zu tun hatten. So wie ich, sonst würde ich mir diese Scheiße nicht ständig angucken.

„Mommy’s alright, daddy’s alright, they just seem a little weird. Surrender, surrender, but don’t give yourself away, ay, ay, ay.“ Natürlich beginnt der Streifen mit einem komplett totgedudelten Klassiker und den jungen Brenner und Cooper in der Spielhalle. Brenner ist ein echtes Naturtalent und zockt alles durch. Cooper ist ein echter Lappen und verkackt bei jedem Game. Und irgendein Nerd, dessen Namen ich nicht mitgekriegt habe, ist verknallt in eine Videospielfigur, die aus 5 Pixeln besteht, und Verschwörungstheoretiker natürlich auch noch. Sie alle und Eddie treten bei den Arcade Championships an und im Finale müssen Brenner und Eddie gegeneinander in Donkey Kong antreten und „We will, we will rock you“ wird gespielt, weil man noch ein paar weitere totgedudelte Klassiker im Repertoire hat. Eddie gewinnt das Ding und ist ein Riesenarschloch.
30 Jahre später ist Brenner ein Loser, Cooper der Präsident mit Leseschwäche, der Nerd immer noch ein Nerd und Eddie immer noch ein Arschloch. Irgendwo schmeißt man dann noch Violet als Loveinterest von Brenner in den Mix und die Truppe des Grauens ist perfekt.

In Guam fallen komische Lichter vom Himmel.

Violet heult, weil sie geschieden wird oder so und Brenner tröstet. Lovestory abgeschlossen. Immerhin haben wir das schon mal hinter uns.

In Guam wird ein Soldat in seine Einzelteile zersetzt. Oder er wird gebeamt. Ich bin mir nicht ganz sicher.

Präsident Cooper ruft Brenner ins weiße Haus, denn der soll sich die Aufnahmen des Alienangriffs anschauen, denn die haben in Form vom Spiel GALAGA angegriffen. Aber nicht wie das GALAGA, das heute alle kennen, sondern die verbuggte Version. Nachdem sich der Verteidigungsminister mit unlustigen Ideen zum Clown gemacht hat, ist klar: nur die alten Zocker können die Welt retten. Also mir ist das klar. Den Leuten im Film (noch) nicht.

Bis hier hin ist das sogar alles ganz nett. Nur der Humor fehlt. Den bringt der Nerd, der nebenbei Ludlow heißt, auch nicht mit. Mit ihm geht der Film im Gegenteil eher baden. Was er allerdings mitbringt, ist eine Videobotschaft der Aliens, die im großen Wettstreit gegen die Erde antreten wollen und der Sieger kriegt den Planeten des Verlierers. Da sie bereits den ersten Sieg haben, müssen die Erdlinge jetzt mal reinhauen.

Zweiter Sieg für die Aliens in Indien, weil Präsident Cooper keine Warnung rausgeben wollte. Die Truppe der Nerdluschen soll jetzt also doch helfen und Trainiert die Soldaten im Spielen alter Videospielklassiker. Und Ludlow ist demaßen unlustig und anstrengend, dass ich wieder weiß, warum dieser Fim hier auf den Filmschrottplatz gehört.

Die nächste Attacke soll es in London geben. Dieses Mal: CENTIPEDE. Weil sich die Soldaten so dämlich anstellen, schnappt sich Brenner eine der Waffen und gewinnt die Runde alleine, obwohl er nie zuvor eine Wafe abgefeuert hat. „Everybody’s working for the weekend“ ist die nächste ausgelutschte Musiklizenz, die man sich geholt hat. Für Level 2 braucht Brenner immerhin die Hilfe von Ludlow. Zu zweit spielen sie die Nummer mal eben durch.

Zur Feier des Tages wird gesoffen und als Preis kriegen sie den Hund aus DUCK HUNT geschenkt. Da Brenner nicht in alle Spielen der absolute King ist, holen sie Eddie aus dem Knast. Peter Dinklage ist hier nebenbei absolut grauenhaft zu absolut jeder Sekunde. Also das genaue Gegenteil zu seiner Rolle in GAME OF THRONES.

In New York um Mitternacht soll es den nächste Runde geben und es wird PAC MAN sein. Glücklicherweise hat der Erfinder von PAC MAN ein paar Autos gebaut, die wie die Geister im Videospiel funktionieren und unsere Nerdtruppe kann jetzt die gelbe Kugel durch die Stadt jagen. Nebenbei macht es erschreckend viel Sinn, die Nummer in New York zu bringen, wo der Aufbau aus der Vogelperspektive quasi dem Spiel ähnelt. Dementsprechend ist das hier auch eine ganz nette Actionszene, aus der man aber durchaus noch etwas mehr hätte rausholen können. Der Erfinder will mit PAC MAN reden, aber der beißt ihm die Hand ab. Natürlich gewinnen sie trotzdem und die Welt ist noch nicht dem Untergang geweiht. Als Preis gibt es Q-Bert, der jetzt mit schlechtem Slapstick rumnerven darf.

Brenner versteht den Reiz an modernen Videospielen nicht und ich bin da bei ihm. Alles nur noch Grafikpower und sonst die immer gleiche Scheiße. Das ist ja auch ein wenig die Idee hier. Früher folgten Videospiele bestimmten Mustern, die man sich einprägen musste, um das Spiel zu schlagen. Und die Aliens folgen diesen Mustern. Würden sie als CALL OF DUTY Teil 42 angreifen, könnten wir einpacken.

„Nothing ever lasts forever Everybody wants to rule the world“ wurde auch lizenziert und hier von Ludlow mit einer unlustigen Performance gewürdigt. Die anderen turteln währenddessen rum und langweilen zu Tode. Können dann jetzt die Aliens wieder angreifen?

Wie sich herausstellt, hat Eddie schon immer gecheated um zu gewinnen. Selbst im Kampf gegen PAC MAN. Deswegen wird Violets Sohn weggebeamt. Zum Finale gibt es natürlich den absoluten Overkill. Anstatt sich auf ein Spiel zu konzentrieren, haut man alles raus, was da ist. FROGGER, PAPERBOY, SPACE INVADERS, SUPER MARIO, DIE SCHLÜMPFE … und so geht die Nummer endgültig den Bach runter, denn genau die Muster, von denen Brenner zuvor noch gesprochen hat, spielen jetzt keine Rolle mehr und es ist nur noch stupides Rumgeballer.

Die Gruppe muss allerdings gegen den Boss in Form von DONKEY KONG antreten. Und auch das ist leider eher unspektakulär und nicht so lustig und unterhaltsam wie es sein könnte. Dazu gibt es „We wil, we will rock you“ weil das Budget für weitere Lizenzen nicht mehr ausreichte. Brenner kann den Affen weghämmern und die Erde ist gerettet. Ach so und wegen dem Budget: Es läuft :“Mommy’s alright, daddy’s alright, they just seem a little weird. Surrender, surrender, but don’t give yourself away, ay, ay, ay.“

Ich mag die Idee hinter dem Film und er hat seine Momente. Leider ist der Humor die typisch flache Nummer, die man heute immer in Komödien findet und die meisten Ideen sind nicht wirklich weitergedacht als eben das entsprechende Spiel im Film zu verwursten. Ein fähiger Drehbuchautor hätte sich hier nicht auf der reinen Idee ausgeruht, sondern den Humor innerhal der Spiele gefunden, die hier untergebracht wurden. Das übliche Hollywoodproblem von heute eben. Es wirkt alles sehr halbherzig hingeschludert. Könnte aber schlimmer sein. Der Abspann ist übrigens der gesamte Film in Pixelgrafik und das hat mehr Charme als alles in den letzten 100 Minuten. Ich gehe den Highscore knacken …

Blockbuster-Sommer 2019 – San Andreas

Der Sommer. Hitze. Waldbrände. Naturkatastrophen. Genau richtig für Blockbuster. Da kann man so richtig schön alles in Schutt und Asche legen. Vor allem, wenn die Erde bebt und ausgerechnet The Rock den Tag retten soll.

SAN ANDREAS – USA – 2015 – 114 Min.

Wenn man bei einem Desaster wie diesem von Regie sprechen kann, dann war in diesem Fall Brad Peyton dafür verantwortlich. Wenn er nicht gerade schlechte Blockbuster mit The Rock dreht, macht er … nix erwähnenswertes.
Wenn man hier von einem Drehbuch sprechen kann, hat das Carlton Cuse beigesteuert, den wir vor allem dafür kennen, am Ende keine Ahnung gehabt zu haben, wie er die ganzen Rätsel in LOST auflösen soll.
Dwayne Johnson sollte uns allen bekannt sein. Entweder durch seine Karriere im Wrestlingring oder durch seine Karriere in beschissener Blockbuster-Stangenware wie der gleich folgenden. Aus irgendeinem Grund hielten es auch Paul Giamatti und Carla Gugino für sinnvoll, bei der Grütze hier mitzumachen. Immerhin sind Alexandra Dadarrio und Kylie Minogue genau richtig aufgehoben in diesem Müll. Könnte also ein abwechslungsreicher Spaß werden, denn es ist von allen Übeln das Beste vertreten.

Irgendeine Blondine ährt zu beschissener Popmusik im Auto durch die Gegend, bis ein Erdrutsch die Karre voller beschissener Popmusik über eine Klippe schickt und meine Herren, sind die Effekte schlecht. Ich glaube, das wird wieder unerträglich.

Raymond Gaines ist sowas von Ex-Marine oder sowas, dass er direkt mal betonen muss, dass er trotz all seiner Erfolge, nur seinen Job macht. Was für ein bescheidener Lackaffe ohne jegliche Persönlichkeit. Ich glaube, das wird wieder richtig mitreißend.

Gaines und seine Crew von Nicht-Persönlichkeiten kommen mit ihrem Rettungshelikopter angeflogen, um die Blondine namens Natalie zu retten. Leider geht was schief und Gaines selbst muss die Sache in die Hand nehmen, weil sein Kollege gerade seine Hand verliert. Also reißt er die Tür aus dem Auto, damit er Natalie mal schnell retten kann. Was für ein Held. Wir sollten ihn alle verehren und seinen Namen auf unsere Autotüren lackieren.

Dr. Lawrence Hayes ist Erdbebenexperte und hält einen Vortrag über – Überraschung – Erdbeben. Nichts, was jetzt wichtig wäre. Er wird sicher später zu irgendwas beitragen, wenn San Andreas zusammenfällt.

Raymond hat eine Tochter, die nur am Pool rumhängt und alles in den Arsch geschoben kriegt. Wir wissen, dass er sie später sicher retten muss, aber ich hasse sie jetzt schon und hoffe, sie verreckt. Nebenbei kriegt Raymond Scheidungspapiere zugesendet und das Drama ist sowas von am Höhepunkt hier, dass ich gar nicht weiß, ob ich noch weiter gucken soll.

Der schlecht animierte Staudamm lässt mich dann doch noch etwas Hoffnung aufbringen, dass es jetzt so richtig scheiße wird. Und ich werde nicht enttäuscht, denn der Damm bricht und leider hat man nicht die Rechte an einem passenden Led Zeppelin Song erworben und das ganze Budget in die Effekte gebuttert, die trotzdem nur knapp über Asylum-Niveau liegen. Dr. Hayes‘ Kollege geht mit dem Damm baden und das Drama konnte tatsächlich noch gesteigert werden. Paul Giamatti guckt, als würde er Rache schwören und insgeheim hoffe ich jetzt, dass er gegen die Dammbauindustrie in einen Krieg zieht und Rambo-mäßig Dämme sprengt und Bauarbeiter wegmessert.

Raymond … neuer Stecher der Frau … verzogene Tochter … Familiendrama … blah. Zum Glück ist der Damm gebrochen und Raymond muss los, sonst müsst ich mir das Grauen noch länger anschauen.

Hayes bekommt schlechte Nachrichten. Erdbeben. Groß. Bald. Wir kennen das. Also schnell alle warnen und so.

Tochter Gaines lernt Trottel Ben kennen, der einen Job bei ihrem Stiefvater hat, und er hat einen kleinen Bruder und… es ist mir echt egal. Macht die weg jetzt.

Es folgen: Emotionsloses Schauspiel und Effekte aus der Hölle. Und das auch noch gleichzeitig. Besser geht es kaum. Raymond muss natürlich alles retten, was Rang und Namen hat. Seine Ex-Frau vom Dach. Seine Tochter aus der Tiefgarage. Das Special Effects Team vor der verdienten Entlassung.

Tochter Blake ist im Auto eingeklemmt und ruft Papa Ray an, der gerade Mama Emma gerettet hat und Dramatik breitet sich aus. Zum Glück sind Ben und Bruder Ollie gerade zufällig in der Nähe, um Blake zu befreien. Das gelingt natürlich nicht, denn nur Muskelman Ray, der Autotürenreißer, ist stark genug, um hier Leute zu retten. Deshalb setzt Ben im nächsten Versuch auch nicht auf Kraft, sonder auf seine Kenntnisse als Luftpumpe und lässt die Luft aus den Reifen des Autos, wodurch er Blake befreien kann.

Blake ruft die Eltern an und alle sind kacke drauf, weil Stiefvater Daniel sich einfach verpisst und Blake alleine gelassen hat. Ich schätze mal, Emma wird ihm gegen Ende eine reinhauen und dann geht sie wieder mit Ray in die Kiste. Familiendrama gelöst.

Kommen wir zu einer wichtigen Szene im Film, denn The Rock, der bisher nicht viel gemacht hat, außer Hubschrauber zu fliegen, fliegt seinen Hubschrauber zu Schrott und muss sich ab jetzt auch mal bewegen. Natürlich nur bis zum nächsten Auto, das er klauen und durch die Gegend fahren kann, um ab jetzt nicht viel zu tun, außer Auto zu fahren. Die heutigen Actionhelden sind schon der Knaller, muss ich sagen.

So fahren sie also dahin und erreichen eine unüberwindbare Schlucht. Also müssen sie umsteigen und ab jetzt nicht viel zu tun außer Flugzeug zu fliegen. Wenn sie gleich noch Boot fahren, haben wir so ziemlich alles durch. Nun ja, weit fliegen sie nicht, denn der Flughafen ist hinüber, also springen sie über der Stadt mit dem Fallschirm ab und landen sicher im völlig intakten Baseballstadion, damit Ray einen grottenschlechten „Second Base“-Spruch bringen kann.

Blake, Ben und Ollie wollen auf einen Hügel, Dr. Hayes hat nichts zu tun, außer hin und wieder unter einen Tisch zu springen, wenn die Bude wackelt. Immerhin hat er die Menschen gewarnt und jetzt kann er mit der TV-Trulla rummachen. Zumindest denke ich, dass es darauf hinauslaufen wird, weil … tut es immer.

Die Golden Gate Bridge stürzt ein und die Effekte erreichen den Tiefpunkt, wenn das überhaupt noch möglich war, denn schlechter ging es eigentlich nicht mehr. Ray rettet eine Frau, kurz bevor ein Haus auf sie fällt und ist mal wieder der Held, den wir alle verdient haben. Also ein sterbenslangweiliger Fatzke.

Ben ist verletzt und jetzt wird es schwer, auf den Hügel zu kommen.

Oh mein Gott, sie fahren wirklich mit dem Boot. Jetzt haben wir wirklich alle Transportmöglichkeiten durch, es sei denn, Ray findet noch einen Heißluftballon. Dummerweise rast gerade eine 800 Meter hohe Flutwelle auf dei Stadt zu, aber Ray fährt die Welle einfach mit seinem kleinen Motorboot hoch, weicht oben noch schnell einem Frachter aus, der dann den Rest der Golden Gate Bridge mit Stiefvater Daniel drauf, platt macht und dann säuft die Stadt ab. Ja, es ist genau so, wie es hier steht. Und es sieht auch noch grottenschlecht aus. Ein Traum für den Kinogänger des 21. Jahrhunderts.

Blake, Ollie und Ben haben sich in ein Hochhaus gerettet, um über der Flutwelle zu sein, was nur so halb gelingt. Ray und Emma kommen gerade dann vorbeigeschippert, als das Hochhaus absackt und Ray muss natürlich zur Rettung eilen, weil er der Held ist, den die ganzen Lappen hier brauchen. Es könnte die wohl konsequenteste Szene in einem Blockbuster aller Zeiten folgen, denn Ray muss hilflos zusehen, wie seine Tochter vor seinen Augen ertrinkt. Also so richtig tot und so. Aber dann erinnert er sich wieder, dass er Muskelmann ist, reißt eine Wand unter Wasser ein, was er schon vor fünf Minuten hätte machen können, um das Ertrinken direkt zu verhindern, hält 10 Minuten lang die Luft an wie Guybrush Threepwood und rettet Blake natürlich inklusive 20 Minuten Wiederbelebung. Und nebenbei rettet er auch Ben und Ollie, falls das hier noch jemanden interessieren sollte.

Mich nicht mehr, denn das hier ist wirklich ganz große Grütze, bei der gar nichts auch nur ansatzweise gut oder unterhaltsam ist. Vor 20 Jahren wäre der Streifen direkt auf Video veröffentlicht worden und wäre selbst in den Videotheken vergammelt, weil er es nicht wert ist, sich auch nur eine Sekunde damit zu befassen. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung …

Blockbuster-Sommer 2019: Weniger schrottig

Ich mogele direkt mal, denn eigentlich ist der folgende Film nicht wirklich ein Blockbuster. Aber er hat schon den Vibe davon:

BABY DRIVER

Bisher hat Edgar Wright mich mit seinen Filmen immer überzeugt. Bei diesem Streifen hatte ich allerdings bereits im Vorfeld so meine Zweifel, ob das wirklich was taugen kann. So sehr ich Verfolgungsjagden mag, alleine machen sie keinen guten Film.
Wright ruht sich nicht komplett auf der Autoaction aus und gibt seinen Charakteren … nun Charakter. Baby hat mich mit seinem Musiktick zwar eher genervt, aber es ist zumindest menschlich und damit besser, als der Großteil, den uns moderne Filme normalerweise geben. Die restlichen Leute sind zwar eher Reißbrettkandidaten, aber die Darsteller geben ihnen einen eigenen Touch, wodurch sie ebenfalls lebendig genug wirken, um durch die Story zu kommen.
Die Story ist einer der Knackpunkte. Es ist die übliche Geschichte um den Aussteiger, der zurück ins Gangsterleben gezwungen wird. Nichts besonderes und auch nicht besonders anders erzählt. Zudem kann man wohl durchaus hinterfragen, ob die Loveinterest von Baby noch ganz normal in der Birne ist, aber kommen wir hier besser nicht mit nachvollziehbaren Handlungen. Die Figuren tun, was der Plot von ihnen verlangt. Nur tun sie eben auch andere Dinge, wodurch es nicht so stark ins Gewicht fällt.
Wright stützt sich hier auf seinen Soundtrack und der ist … ganz nett. Genau so wie die Schnitte ganz nett sind. Und einfach alles hier ganz nett ist. Irgendwie macht der Streifen durchaus Spaß, aber mir persönlich nicht so viel, wie er es vermutlich sollte. Trotzdem ist er damit tausendmal besser als die meisten modernen Actionfilme voller Getöse und Effekten und anderem langweiligen Blah, den man genau so schon tausendmal gesehen hat. Wrights schwächster Film, aber noch irgendwie unterhaltsam.

2012

John Cusack fährt Auto, während im Rückspiegel die Welt untergeht. Mehr muss man über den Quatsch hier eigentlich nicht wissen. Andererseits gibt es auch noch einen irren Woody Harrelson auf nem Berg und ansonsten absolut niemanden, den man guten Gewissens als Charakter bezeichnen könnte.
Kurz gesagt: Die Personen gehen mir komplett am Arsch vorbei und hangeln sich hier durch Logiklücken und Klischees an allen Ecken und Enden. Aber dafür geht die Welt unter und es sieht wirklich richtig richtig richtig scheiße aus. Veraltetes CGI ist nun mal ein Traum … sofern man im Traum gerne erblindet.
Ist nur mindesten eine Stunde zu lang. Wenn die Welt wirklich irgendwann untergehen sollte, reichen auch 90 Minuten. Spätestens dann hat man alles gesehen.

SHERLOCK HOLMES

Holmes ist hier so dermaßen perfekt, dass es eigentlich nur noch nervt. Nicht nur, dass er natürlich jedes Rätsel lösen kann, er ist auch noch ein guter Kämpfer und kloppt jeden Gegner um. Die Darsteller geben zwar alles, aber der Funke wollte nie so recht überspringen.
Dazu kommt dann die ganze Action, die in der Regel ebenfalls nur nervt, durch hektische Schnitte und Tricktechniken. Man konnte eben schon vor 10 Jahren eine Actionszene nicht einfach mal so abdrehen, dass man sie als Zuschauer einfach in ihrer Gänze genießen kann.
Zwischen der Action dödeln Holmes und Watson durch London und ermitteln hier und da ein bisschen rum, was auch nicht sonderlich spannend ist, denn Holmes weiß ja eh alles.
Was hier vor allem fehlt, sind die spritzigen Dialoge eines Guy Ritchie, was noch mehr auffällt, wenn man bedenkt, dass sich Holmes und Watson hier durchaus im von Ritchie beliebten Gangstermilieu herumtreiben. Aber dem Mann ist mittlerweile langweiliges Getöse leider auch wichtiger, als alles andere, schätze ich.
In meiner Erinnerung war der Streifen hier trotzdem unterhaltsamer. Vielleicht haben ihm die 10 Jahre – und die BBC-Serie – auch einfach nicht gut getan.

Blockbuster-Sommer 2019 – King Arthur: Legend Of The Sword

Blockbuster. Sind wir mal ehrlich: Eigentlich waren die schon immer recht stupide und beschränkten sich auf die nötigsten Strukturen, um ihre Charaktere von einem Actionsetpiece zum nächsten zu jagen. Das ist dann mal mehr und mal weniger sinnvoll, aber im Vordergrund steht immer die Unterhaltung durch massenweise Scheiße, die in die Luft fliegt. Nun, das stimmt natürlich nicht ganz, denn Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Moderne Blockbuster allerdings scheinen wirklich größtenteils darauf beschränkt zu sein, Actiongetöse wenig sinnvoll aneinanderzureihen. Vielleicht liegt es aber auch einfach an der schieren Masse von Blockbustern, die mittlerweile auf uns draufhämmert. Früher noch auf den Sommer beschränkt, gibt es heute keinen Monat, in dem uns nicht ein neuer Blockbuster um die Ohren gehauen wird. Quantität über Qualität ist wohl das Motto. Also gehen wir zurück zu den Wurzeln und starten wir den Blockbuster-Sommer auf dem Filmschrottplatz, mit jeder Menge Blockbuster-Müll und solchem, den ich persönlich dafür halte.

KING ARTHUR: LEGEND OF THE SWORD – USA – UK – 2017 – 126 Min.

Blockbustergerecht haben wir es hier mit einem Team von großen Namen zu tun, die von Regisseur Guy Ritchie (der kürzlich mit ALADINN die vermutlich nächste Katastrophe abgeliefert hat) geleitet.
Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Joby Harold und Lionel Wigram, mit dem er schon öfter zusammengearbeitet hat. Ansonsten treten die beiden aber eher als Produzenten hinter die Kamera.
Ich gehe jetzt nicht auf jeden Darsteller hier einzeln ein, denn wir kenne die eh alle. Charlie Hunnam, Jude Law, Djimon Hounsou, Eric Bana, Aiden Gillen und weitere schwingen hier die legendären Schwerter.

Wisst ihr, das Mittelalter ist ja schon eine interessante Epoche vom heutigen Blickwinkel aus. Ich meine, all unser Wissen über diese Zeit stammt aus irgendwelchen Schriften und Überlieferungen. Man wird nie genau wissen, was es wirklich gab und was nicht. Gab es vielleicht tatsächlich Drachen? Oder sogar Zauberer und Hexen, die wegen ihrer Kräfte ausgerottet wurden? Vielleicht ist die heutige Fantasy gar keine Fantasy, sondern in Wirklichkeit die Realität. Wir werden es nie erfahren. Was wir aber ganz sicher wissen, ist, dass es keine Riesenelefanten mit Irokesenhaarschnitt gab, die den König antröten, während irgendwelche Typen auf einer Holzpyramide, die sie auf ihrem Rücken tragen wie die Scheibenwelt, in die Schlacht reiten. Die gibt es nur in diesem Film und da bleiben sie hoffentlich auch.

König Uther will Frieden, also wird er hintergangen und Vortigern setzt sich auf den Thron. Immerhin wurde Sohn Arthur in Sicherheit gebracht und kann jetzt bei Nutten aufwachsen, um später Rache zu nehmen oder so.

Die wohl schlimmste Zeitraffermontage die ich je erleiden musste, zeigt, wie Arthur ständig vors Fressbrett kriegt, aber ein guter Taschendieb wird und dann nicht mehr vors Fressbrett kriegt, weil er ein Kung-Fu-Meister wird oder sowas. Es ist mir zu egal, um nachzuschauen.

Ursula aus Arielle erklärt Vortigern, dass das Schwert von Uther sich zeigt und der rechtmäßige König es aus dem Stein ziehen wird. Wieso steckt das überhaupt in dem Stein? Hat Vortigern das selbst da reingesteckt, nachdem er Uther gemeuchelt hat?

Arthur erzählt seine Lebensgeschichte und Ritchie versucht hier, seinen Gangster-Dialog-Schnitt-Gegenschnitt-Stil auf den Film zu übertragen, aber so richtig will es nicht gelingen. Ist aber bisher die beste Szene hier, also will ich mal nicht so sein. Hunnam hätte nebenbei einwandfrei in die Ritchie Gangsterfilme gepasst. Einen Actionstar hingegen sehe ich in ihm ganz und gar nicht.

Vortigern veranlasst, dass alle jungen Männer sich am Schwert versuchen müssen, damit er den Königsanwärter direkt killen kann. Arthur ist an der Reihe und zieht das Schwert aber mal sowas von aus dem Stein, das man gefühlt siebzig Zeitlupen einsetzen muss, um es nicht zu verpassen. Es wird ewig rumgedödelt und dann soll Arthur geköpft werden, aber die Magierin wargt in einen Adler und greift den Henker an und dann greifen auch die Wachhunde an und irgendwie kann Arthur gemeinsam mit ein paar anderen Heiopeis entkommen, indem sie von einer tausend Meter hohen Klippe ins Meer springen. Das ist nebenbei noch das am wenigsten dumme an der Szene gewesen. Klippen in Filmen sind eben immer tausend Meter hoch. Warum aber mehr als ein Dutzend Ritter nicht in der Lage sind, sich gegen einen Adler und zwei Hunde zu behaupten, bleibt offen. Vermutlich heuert Vortigern nur Aushilfskräfte an.

König Uthers ehemalige Berater Bedivere und Bill wollen den Aufstand proben und deshalb soll Arthur mit Excalibur an ihrer Seite kämpfen. Dummerweise übt das Schwert aber eine magische Macht aus, durch die Arthur bewusstlos wird, wenn er es in die Hände nimmt. Die Magierin erklärt, dass er das Schwert abstößt und nicht umgekehrt und er muss lernen, sich und Excalibur zu kontrollieren und dafür muss er in die dunklen Länder. Ja, es istdie altbekannte Heldentrainigsreise. Kann man machen. Hier natürlich wieder in einer Montage, weil Ritchie die über alles liebt. Arthur kämpft gegen Riesenschlangen, Riesenspinnen und Riesenfledermäuse. Komisch, dass ausgerechnet die Riesenelefanten offenbar im Urlaub sind.

Durch Excalibur sieht Arthur die Vergangenheit und will jetzt doch Rache, weil das eben die einzige Möglichkeit ist, so eine Geschichte aufzuziehen. Ihr wisst schon: KISS. Keep It Simple Stupid. Die Vergangenheit zeigt immerhin, dass Uther mit seinem eigenen Schwert erstochen wurde und sich anschließend in Stein verwandelte. Deshalb ist das Schwert also im Stein. Die restliche Geschichte des Schwerts ist das übliche „Merlin gab es an die Frau im See und blablah jetzt hat es Arthur“.

Der will jetzt also Vortigern schnetzeln und dafür brauchen sie die Unterstützung der Familien und muss schonmal einen Palast abfackeln. Und das macht man natürlich in einer Montage.

Vortigern sieht seine Unterstützung wegbrechen und beruft den Rat der Barone ein. Heißt nicht wirklich so, aber klingt besser als „lass uns mal mit den Baronen treffen“. Generell leidet der König hier unter dem üblichen Problem, dass er zu passiv ist, um wirklich interessant zu sein. Da rettet auch Jude Law nix, wenn er nichts zu tun kriegt.

Arthur tigert um das Schwert herum und hadert mit sich selbst. Die Magierin macht die Philosophin und labert aufbauenden Quark und dann erfahren sie, dass König Möchtegern in drei Tagen zum großen Baronentreffen fahren wird. Also wird ein Hinterhalt geplant und das bringt uns natürlich die nächste Montage. Der König hat den Braten gerochen und schickt einen Doppelgänger. Arthur wittert diese Falle und jeder ist hier wirklich mal sowas von gut im Plänedurchschauen, dass es wundert, dass sie überhaupt noch was planen.

Nach actiongeladener Flucht Pfeilehagel, inklusive Krähen, die von der Magierin kontrolliert werden, weil sie es kann, muss Arthur dann wirklich mal mit Excalibur kämpfen. Und das bedeutet natürlich, dass plötzlich die große Magiedruckwelle durch die Gegner pustet und Arthur alle platt macht, was so spektakulär ist, dass man es nur in Zeitlupe bewundern kann. Einige Veretzungen müssen auskuriert werden, aber König Vorgestern ist ihnen in ihr Versteck gefolgt und schneidet dem armen Mike Ohren ab und Kehle durch, was dessen Sohn gar nicht befürwortet.

Arthur und der Rest der Revolution sind geflohen und Arthur hadert immer noch mit dem Schwert und so, was irgendwie dramatischer wäre, wenn er es nicht schon längst eingesetzt hätte. Um nochmal unmissverständlich klarzustellen, dass er keinen Bock auf Excalibur hat, wirft er es in den See, wird dann aber von der Frau im See ins Wasser gezogen und bekommt eine Zukunftsvision, dass König Vortigern das Land in Schutt und Asche legen wird. Und er soll der Magierin trauen. Aha. Dann kann ja nichts mehr schief gehen.

Nun, doch, denn die Magierin und Mikes Sohn sind dem König in die Hände gefallen und wenn sie die beiden lebend wiedersehen wollen, müssen sie zum Schloss kommen. Das bietet natürlich eine hervorragende Möglichkeit für Rückblenden und eine Montage. Arthur reitet also los und die Magierin hat sich in eine Schlange gewargt. Aber König Wärergern ist reaktionsschnell und killt die Schlange. Gerumpel und Geschüttel. Was ist besser als eine Schlange? Genau. Eine Riesenschlange, die alle Schergen Im Saal frisst, außer den König.

Arthur greift dann halt zum Schwert und es gibt wieder Druckwellen-Zeitlupen-Action aus der CGI-Hölle. Damit es nicht ganz so repetitiv wirkt, hat man neben der Zeitlupe auch noch den schnellen Vorlauf entdeckt und jetzt ist das wirklich nur noch ein unschaubarer Brei.

Wie zu erwarten, kommt es natürlich noch zum Duell zwischen Arthur und dem König, der seine Frau opfert, um magische Kräfte zu erhalten und zu Ochsen-Skeletor mit Hörnern zu mutieren. Ich mache es kurz, denn ich kann einfach keine Rückblenden und Visionen mehr ertragen. Arthur gewinnt, indem er Skelegern mit Zeitlupen-Schnellvorlauf- Technik in den Wahnsinn treibt. Oder er sticht ihn einfach ab.

Natürlich brauchen wir noch eine Montage, in der alle zum Ritter geschlagen werden und England im Frieden rumdümpelt, den König Arthur dem Pöbel gebracht hat. Und die Tafelrunde führt er auch noch schnell ein.

Hui, das war ja schonmal ein guter Start in den Blockbuster-Sommer was? Aber ich fürchte, es wird noch besser werden. Ich gehe rückblendende Visionen haben …

Strukturen und Konzepte

Ich habe es schon mal ein wenig durchscheinen lassen hier: Der Filmschrottplatz muss momentan ein wenig darunter leiden, dass mir die Zeit fehlt, regelmäßig Schrott zu gucken. Zudem mangelt es ein wenig an Motivation, denn ich habe das Gefühl, dass sich mein Konzept hier abnutzt. So viel Spaß es mir immer noch macht, den ganzen Krampf anzuschauen und hier runterzuschreiben, so gering fällt die Resonanz dazu aus. Klickzahlen sind mir ja glücklicherweise scheißegal, sonst wäre das auch ein Problem.

STRUKTUR

Es wäre also sinnvoll, den Laden hier mal auf Vordermann zu bringen. Frischer Wind muss rein. Deshalb versuche ich mal, etwas die Struktur zu ändern. Die wöchentlichen Schrottfilme sind ohnehin vorbei, wie ihr sicher bereits gemerkt habt. Hier und da wird es immer mal wieder einen Beitrag zu dem wunderbaren Müll geben, der da draußen auf seinen Eintrag wartet und auch der Kultschrott wird weitergehen. Nur eben nicht mehr so regelmäßig, wie bisher.

Stattdessen versuche ich die Beiträge ab jetzt größtenteils unter einer Art Event-Banner veröffentlichen. Soll heißen: Es kommen mehrere Filme – vermutlich dann wieder im wöchentlichen Rythmus, weil das generell ganz gut funktioniert – unter einem Thema, dafür aber nicht mehr durchgehend, sondern nur, wenn ich mir ein Event aus den Fingern sauge. Quasi wie der Horrorctober, bei dem ich ja 1-2 mal teilgenommen habe. Die Beiträge werden in dem Fall nach dem altbekannten Prinzip der Nacherzählung stattfinden. Ich hänge zu sehr an dem Konzept, um es einfach so wegzuschmeißen, egal, ob es noch jemand liest oder nicht.

Das erste Event wird schon bald starten und bringt uns den BLOCKBUSTER-SOMMER 2019 mit jeder Menge beschissener Millionenproduktionen der letzten Jahre. Wer mich kennt, weiß, was ich von diesen Filmen halte.

KONZEPTE

Neben den üblichen Beiträgen habe ich noch die ein oder andere Idee im Hinterkopf, die ich hier gerne mal testen würde und die über den eigentlichen Schrott hinausgeht. Eine Idee wäre es, sich die ersten großen Produktionen gestandener Hollywoodgrößen mal näher anzuschauen. Ironischerweise haben viele in eher schlechten Horrorproduktionen ihr Debut gegeben oder als Regisseure bei renommierten B-Movie-Studios begonnen, also würde das wieder zum Filmschrottplatz passen.

Oder wie wäre es mit Filmen, die als Kind oder Jugendlicher gut waren, aber heute unerträgliche Grütze sind. Würde auch irgendwie passen.

Vielleicht kommt mir noch die ein oder andere Idee und auch „gute“ Filme will ich gerne vermehrt hier im Blog einfügen. Und das alles soll dann vom Stil her auch anders aussehen, als die bekannten Nacherzählungen.

Die Zukunft soll abwechslungsreicher und wieder etwas kreativer werden. Schauen wir mal, was ich so umgesetzt kriege. Der schwierigste Faktor ist nach wie vor die Zeit, aber nach und nach wird das schon werden. Freuen wir uns erstmal auf die ganzen beschissenen Blockbuster, die bald bevorstehen und dann sehen wir weiter.

Media Monday #402

Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft hin und wieder mal am Media Monday teilzunehmen, wenn es Zeit und Lust zulassen. Okay, Zeit habe ich eigentlich eh nie, also ist es eher die Lust. Und die Frage, ob mir zu den, nun, Fragen, was einfällt. So wie heute:

1. THE FLY von Regisseur David Cronenberg ist ja auch mehr als vorteilhaft gealtert und in letzter Zeit noch deutlich attraktiver/charismatischer/interessanter, denn in Zeiten, in denen Effekte nur noch aus glattgebügelten Computergrafiken bestehen, sind diese praktischen Effekte, die so widerlich sind, dass man davon fast kotzen muss, einfach ein Traum.

2. Mit ein paar Tagen Auszeit würde ich mich wohl mal endlich der Überarbeitung meines Romans widmen, schließlich befindet sich die Dewon Harper Reihe in der Endphase und im nächsten Jahr soll es mit regelmäßigen Buchveröffentlichungen weitergehen. Zum Glück stehen in den nächsten Monaten einige Feiertage bevor. Vielleicht komme ich dann mal dazu, Lebingen weiter auszubauen. Wenn ihr Lebingen noch nicht kennt und der Stadt mal einen Besuch abstatten wollt, kauft doch eins meiner Bücher bei Amazon.

3. Das Beste auf/an langen Zugfahrten ist ja dass ich nie welche mache. Das schlechte daran, dass ich nie welche mache ist, dass ich da eigentlich mal Zeit hätte, mich Dingen zu widmen, die momentan vermehrt auf der Strecke bleiben. Filme gucken, Bücher lesen, Romane überarbeiten …

4. Der oder die mitunter sympathischste(n) Buch-Protagonist(en) sind für mich solche Losertypen wie Arthur Dent oder Rincewind. Ich mag es einfach, wenn Leute, die eigentlich absolut keinen Bock darauf haben, in Abenteuer geworfen werden und versuchen, sich mit dem wenigsten Aufwand wie möglich daraus zu wuseln, finde ich spannender, als immer diese Charaktere, die sich anfangs nicht zurechtfinden, aber dann durch die Umstände zum Helden heranwachsen.

5. Die Entwicklung, dass man mittlerweile auch „große Kinostars“ in Serienproduktionen bestaunen darf betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite ist es natürlich toll, wenn Serien mit großen Stars aufwarten. Auf der anderen Seite nimmt das aber auch zum Teil diese Sprungbrettfunktion weg, mit der sich unbekannte Stars früher einen Namen gemacht haben. Bis in die 90er oder auch Beginn der 2000er dienten Serien oft dazu, neue Stars hervorzubringen, die eben durch diese Serien bekannt wurden. Heute werden Leute meiner Meinung nach viel zu schnell im Hollywoodkino verbraten und es ist schnell der Punkt erreicht, dass sich da nichts mehr steigern lässt. So richtige Stars, die sich von kleinen Produktionen bis in den Mainstream ihre Sporen verdienen, gibt es nur noch selten. Ihr wisst schon, so wie Leonardo DiCaprio in CRITTERS 3 oder Matthew McCognaughey und Reese Withersponn in TEXAS CHAINSAW MASSACRE 4. Was waren das noch für Zeiten …

6. Mit jeder Menge CGI vollgeballerte Blockbuster im Kino zu gucken wird auch eine Begeisterung bleiben, die ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, denn mich reißt das jedesmal aus der Welt und dem Film und es langweilt mich zudem einfach zu Tode. Dieses Gefühl, sich zu fragen, wie zum Geier die das eigentlich gemacht haben, existiert einfach nicht mehr. Es ist alles möglich und das Schlimme daran ist, dass man eben auch alles macht. Ohne darüber nachzudenken, ob das noch irgendwie gut ist oder nicht. Lahmes Actiongetöse vom Fließband, die Welt wurde mittlerweile tausendmal in  Schutt und Asche gelegt, nichts, was man nicht schon mal gesehen hat. Das Genrekino siecht dahin, weil sich genau auf diesen Möglichkeiten ausgeruht wird und keine neuen Impulse mehr gesetzt werden. Mich holt das alles kaum noch ab und es dient höchstens noch für Berieselung wie das TV-Programm am Nachmittag.

7. Zuletzt habe ich  Piratenfilme geguckt und das war Licht und Schatten, weil in keinem Genre gibt es nur Großartiges oder nur Schlechtes. Momentan habe ich aber einfach Lust auf solche Piratenabenteuer und werde wohl noch das ein oder andere hinterherschieben. FLUCH DER KARIBIK 5 muss ich zum Beispiel noch nachholen, auch wenn ich von dem nichts erwarte, da die Reihe für mich mit Teil 3 schon hinüber war. Aber vielleicht werde ich ja überrascht von diesem vermutlichen CGI-Actiongetöse … ich denke eher nicht.

DAS PIRATENMASSAKER werde ich allerdings nicht wiederholen, denn der war schon beim ersten Mal eine Qual und ist nicht umsonst hier auf dem Filmschrottplatz verewigt.

Horrorctober 2017 Bonus – The Mummy

Dieses Jahr gibt es noch einen kleinen Bonus im Horroctober. Denn die liebe Sandra hat mir den einen recht aktuellen Film zur Verfügung gestellt. Und da konnte ich einfach nicht lange warten, um den hier auf den Filmschrottplatz aufzunehmen. Erwartet den puren Horror in Filmform.

THE MUMMY – Die Mumie – USA – 2017 – 110 Min.

Wie wohl bekannt sein dürfte, bildet dieser Film den Anfang des „Dark Universe“ von Universal, das plant, die klassischen Filmmonster in modernem Gewand wiederzubeleben. Und wie mittlerweile ebenfalls bekannt sein dürfte, war der Start so beschissen, dass man den nächsten Film direkt mal auf Eis gelegt hat, um das ganze Unterfangen noch mal zu überdenken. Schauen wir mal, ob das eine notwendige Entscheidung war, oder ob der Film gar nicht so kacke ist … ach, kommt, wem mache ich was vor? Wir wissen alle, dass er nur ganz große Scheiße sein kann. Also hinein ins Vergnügen.

Selbstverständlich beginnt ein Film über eine Mumie mit den Tempelrittern. Wie auch sonst? Vielleicht hätte ich ihn doch am Freitag dem 13. gucken sollen. Da haben die ja ihren ganz besonders schlechten Tag. Jedenfalls halten die Fackeln in der Hand und machen sonst nicht viel. Denn dann springen wir in der Zeit nach vorne und Russel Crowe, auch bekannt als Dr. Henry Jekyll, erzählt dann erstmal die Geschichte von Ahmanet, die von Sofia Boutella gespielt wird und vermutlich das einzig ansehnliche an dieser Grütze sein wird. Die hat halt irgendwelche Kacke gebaut und wurde deshalb verflucht und plötzlich hatte sie überall Tätowierungen in der Visage, was ihr so gar nicht gefiel und deshalb hat sie alle Ägypter geschnetzelt, die ihr so über den Weg liefen. Dafür wurde sie lebendig mumifiziert und liegt jetzt weit von Ägypten entfernt in einem Sarkophag rum und wartet darauf, dass sie erweckt wird. Denn der Tod ist eine Tür und die Vergangenheit kann nicht für immer vergraben bleiben, wie Jekyll erklärt. Nun, man könnte sie einfach nicht ausgraben, aber das scheint keine Option zu sein.

Nick Morton, dargestellt von Tom Cruise, und Chris Vail, gespielt von Jake Johnson, sind in der Wüste und gucken irgendwelchem Geballer zu. Also will Nick da runter und einen Schatz suchen. Chris ist nicht überzeugt, aber kommt halt mit. Schnitt und Geballer in der Stadt. Chris fordert Luftunterstützung an und dieses Gespann geht mir jetzt schon tierisch auf den Zeiger. Die beiden kriegen nen Anschiss, weil sie in Kriegsgebieten nach Antiquitäten suchen und dann kriegt Nick noch eine von der Blondine Jenny geballert, weil er ihre Karte geklaut hat, nachdem er sich mit ihr im Hotel vergnügte.

In einem Krater, der sich mitten in der Stadt aufgetan hat, finden sie ägyptische Hieroglyphen und so, was ungewöhnlich ist, hier im Irak, oder wo auch immer die rumturnen. Dass man versehentlich die Mumie befreit, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Und wo man schon dabei ist, nicht wirklich kreativ zu sein, kann man auch noch schnell ein paar Tom Cruise Halluzinationen einbauen.

Mit dem Flugzeug gehts nach Hause. Denke ich. Vielleicht fliegt man auch ganz woanders hin. Erklärt wird hier ja kaum was. Jedenfalls schafft man es gerade so abzuheben, bevor der Megasandsturm kommt. Der Flug wird aber recht unruhig, denn die Mumie übernimmt den Körper von Chris um einen Soldaten abzustechen und dann geht ein Vogelschwarrm gigantomanischen Ausmaßes auf Kollisionskurs mit dem Flieger. Nick und Jenny müssen mit dem Fallschirm abspringen. DEr Flugzeugabsturz ist natürlich mal wieder die Krönung der CGI-Grütze.

Nick wacht in der Leichenhalle auf und ist gar nicht tot. Irgendwo versteckt sich da ein liegengelassener Monty Python Gag.

Die Mumie erledigt ein paar Wachmänner und baut sich wohl eine Zombiearmee zusammen. Na, das wird ja sicher wieder richtig interessant.

Nick und Jenny turteln ein bisschen beim Essen rum und Nick hat Erscheinungen von Chris, der eigentlich tot sein sollte. Aber hier kann man sich ja nicht so sicher sein. Jenny erzählt von den Tempelrittern, die irgendwelche Steine und einen kaputten Dolch vergraben haben. Dafür brauchten sie vermutlich die Fackeln am Anfang des Films. Auf der Damentoilette hat Nick einen kurzen Plausch mit Zombie-Chris, der ihm erklärt, dass sie beide verflucht sind. Jenny telefoniert kurz mal mit Jekyll, damit auch der Letzte rafft, dass sie natürlich ein falsches Spiel spielt.

Nach einer Rattenattacke glaubt Nick auch an den Fluch und geht mit Jenny in eine alte Kirche, wo er von der Mumie betatscht wird, was ihm sichtlich ganz gut gefällt. Jenny kommt zufällig rein, kurz bevor Nick geopfert werden soll und die beiden müssen um ihr Leben rennen und kämpfen und hüpfen und überhaupt und sowieso. Nick hat den Dolch von Seth, aber der Stein fehlt, was auch immer das für einen Unterschied macht.

Nach reiflicher Überlegung einigt man sich darauf, dass die Mumie in Nicks Kopf ist und ihn so zu sich lockt. Nach etwas Straßen- und Waldaction werden sie von Jekylls Team gerettet. Der erklärt, dass Jenny für ihn arbeitet, was für Nick natürlich ein echter Schock ist. Und dann wird die Mumie mit Quecksilber vollgepumpt, damit man sie untersuchen kann, oder so. Cruise labert dann mit der Mumie und erfährt, was damals so abging. Also Mord an Vater, weil der seine Frau tötete und so weiter. Wir kennen das. Ein ganz normaler Tag in Ägypten eben.

Rumgeturtel zwischen Nick und Jenny, dann geht sich Nick mit Jekyll besaufen, der nebenbei erklärt, was sie eigentlich da treiben. Also Monster suchen und fangen. Ziemlich simpel, wenn man mich fragt. Jedenfalls ist der Plan, Nick von dem Fluch zu befreien, indem man ihn mit dem Dolch absticht. Ich kapiere es auch nicht ganz, aber klingt plausibel genug für mich.

Die Mumie schickt ihre Spinnen los, um Leute in Zombies zu verwandeln und sie zu befreien. Ach, und Jekyll verwandelt sich nebenbei mal einfach so in Hyde, weil er vergessen hat, seine Pillen zu nehmen, oder sowas. Mit anderen Worten: Lahme Action überall.

Die verlegt sich dann in die Stadt, die von der Mumie abgerissen wird. Nick folgt Zombie-Chris, weil der weiß, wo der Stein ist. Jenny folgt wiederum Nick und natürlich werden sie alle von Zombies verfolgt. Die Mumie findet unterdessen den Stein und setzt ihn in den Dolch ein. Nick und Jenny kommen vorbei und Jenny stirbt. Nick kämpft mit der Mumie und klaut ihr den Dolch. Dann zerstört er den Stein und mutiert zum Gott und killt die Mumie, weil er halt der Oberkillergott ist, oder sowas.

Jenny lebt natürlich wieder und Nick quatscht sie voll und verschwindet dann, weil er sich für sie geopfert hat. Jekyll und Jenny sprechen darüber, dass Nick ihr größter Verbündeter im Kampf gegen die Monster sein könnte, weil „Dark Universe“ und so. Nick hat Chris wiederbelebt und reitet jetzt mit ihm durch die Wüste, auf der Suche nach neuen Abenteuern und ich bin einfach nur froh, dass dieses Abenteuer vorbei ist.

Nicht einfach nur scheiße, sondern vor allem langweilig. Wenn ein Unviersum so beginnt, kann es eigentlich nur aufwärts gehen. Ich gehe schöne Frauen mumifizieren …

Media Monday #253

Kurze Woche. Wuhu! Da tut der Montag nur halb so weh. Der Media Monday ja sowieso nicht. Der tut immer gut. Bäh, Schleim …

1. Wenn mal jemand auf die Idee käme, einen Film zu drehen, der es schafft, trotz übertriebener Action noch gute Charaktere, eine interessante Story und eine spannende Handlung unterzubringen, würde ich wohl auch mal wieder Lust auf einen Blockbuster haben. Ich glaube, der letzte, der das wirklich hatte, war der erste Fluch der Karibik. Vor über 10 Jahren. Das heißt, dass seit einer Dekade niemand mehr fähig war, ein Blockbusterdrehbuch abzuliefern, dass nicht scheiße ist. Falls ich doch einen übersehen habe, seht es mir nach. In der ganzen Grütze geht nun mal alles unter.

2. Innerhalb der Blogosphäre an sich könnte ruhig mal wieder mehr kommentiert werden. Schon seit längerer Zeit fällt leider auf, dass größtenteils nur noch Beiträge geliket werden, aber dazu sagen tut kaum jemand was. Vielleicht biete ich auch einfach nicht genug Diskussionspotenzial, wenn ich mal wieder über Megan Fox, CGI, Hollywood, Angelina Jolie, Jai Courtney, Superhelden, 3D, Arschlöcher und andere Leute herziehe.

3. Mary Elizabeth Winstead braucht sich sicherlich nicht hinter gestandenen Schauspielgrößen zu verstecken, wie sie in 10 Cloverfield Lane eindrucksvoll beweist, schließlich zeigt sie hier einige Facetten in einem nicht alltäglichen Setting. Ich habe ja immer gesagt, dass die was kann. Endlich konnte sie das auch mal unter Beweis stellen in einer Hauptrolle. Hoffentlich folgen da noch einige weitere.

4. Hätte ich vorher geahnt, auf was ich mich einlasse, ich hätte wohl niemals einfach so angefangen einen Roman zu schreiben. Hätte ich vorher wenigstens ein bisschen Ahnung davon gehabt, was ich da tue, wäre das wohl kein ewig langes Projekt geworden. Beim nächsten Mal weiß ich es zumindest besser. Auch wenn ich nicht sicher bin, ob das hilft. Nach meiner Erfahrung tun sich immer neue Problem auf, sobald man eins gelöst hat. Das wird wohl auch in diesem Fall nicht anders sein.

5. Wenn ich mich einmal nicht meinen medialen oder popkulturellen Hobbies widme … Moment mal … man kann auch noch andere Dinge machen, als dauernd Schrottfilme zu gucken?

6. Es könnte ruhig mehr Froschmutanten geben, schließlich hat die Menschheit schon den Dodo ausgerottet. Da müssen wir doch für den Fortbestand der Froschmutanten sorgen. Ich versuche auf dieses Problem mit meinem Drehbuch zu „Filmschrott – Der Film“ aufmerksam zu machen. Hier ein Auszug:

EXT SUMPFGEBIET NAHE DES FLUGHAFENS

Rocko Schlawonski, 42, Bauunternehmer, Reicher Fatzke und menschliches Arschloch, steht im Sumpf und überschaut das wässrige Gebiet.

Rockos Sohn Brock, 17, doof wie Bohnenstroh, wobei das eine Beleidigung für Bohnenstroh wäre, steht neben seinem Vater und überschaut ebenfalls das Sumpfgebiet.

ROCKO SCHLAWONSKI

Eines Tages wird das alles MIR gehören.

Und dieser Tag ist heute. Muahahahaha.

Rocko schlägt seinem Sohn lachend auf den Rücken. Brock kippt vornüber in den Sumpf.

Hinter Rocko ertönt eine schrille Lache. Rocko dreht sich um.

ROCKO SCHLAWONSKI

Wer zur Hölle bist du?

JIMINY BILLY BOB BOBBERSON

Tihihihihihihihi.

(hört auf zu lachen)

Ich bin Jiminy Billy Bob Bobberson.

ROCKO SCHLAWONSKI

Was machst du auf meinem Land?

JIMINY BILLY BOB BOBBERSON

Ich wohne dahinten in einer Hütte.

ROCKO SCHLAWONSKI

Nicht mehr lange, du Trottel. Ich werde hier Plattenbauten errichten, so weit das Auge reicht. Und dann werde ich den Mietern das Geld aus der Tasche ziehen und zuschauen, wie sie hier im Sumpf in ihren gammeligen Buden absaufen. Muahahahah.

BROCK SCHLAWONSKI

Dad! Irgendwas ist hier im Wasser.

ROCKO SCHLAWONSKI

Stör mich nicht beim Lachen.

Muahahahahah.

BROCK SCHLAWONSKI

Aber Dad …

ROCKO SCHLAWONSKI

(dreht sich zu seinem Sohn um)

(angeekelt)

Was ist das denn?

Froschaugen tauchen aus dem Wasser auf und schauen Brock an. Der schwimmt schnell an Land. Ein Froschkopf von der Größe eines Menschenkopfs.

ROCKO SCHLAWONSKI

Lauf Junge!

Rocko schubst Jiminy Billy Bob Bobberson in den Sumpf zu dem Froschmutanten. Rocko und Brock laufen so schnell sie können davon.

TO BE CONTINUED

7. Zuletzt habe ich ein paar öffentliche Verkehrsmittelfilme geguckt und das war ziemlich unterhaltsam, weil „Speed“ eigentlich viel zu „trashig“ ist, um ein Mainstreamactionfilm zu sein und „Silver Streak (Trans Amerika Express)“ einfach jede Menge Spaß macht und einfach eine tolle moderne Variante des „FilmNoir im Zug“-Themas ist.

Media Monday #161

Im Moment ist zwar nicht ganz so viel los auf dem Filmschrottplatz, weil ich mal ein paar Tage Urlaub gebrauchen kann, aber für den Media Monday hab ich natürlich trotzdem Zeit.

 

1. Das Stilmittel, Splitscreens einzusetzen kenne ich eigentlich nur aus 24, wo es wegen der Echtzeithandlung auch absolut Sinn machte. Ansonsten brauche ich es aber nicht .

2. Selten gab es eine unsympathischere Hauptfigur als ______ , denn ______ . Fällt mir gerade ehrlich keine ein.

3. Mit Mystery hat man mich im Grunde schon am Haken, weil ich es liebe mitzurätseln, worum es eigentlich geht, worauf das ganze hinausläuft, und am Ende dann enttäuscht zu werden, weil die Auflösung mal wieder aus Außerirdischen besteht, da den Autoren nix besseres einfällt.

Deshalb kam ich nebenbei auch ganz gut mit dem Ende von Lost klar. War nicht perfekt, aber es waren auch keine Aliens im Spiel. Immerhin .

4. Es wird allerhöchste Zeit, dass der Hype um die ganzen Superhelden ein Ende findet, denn ES REICHT EINFACH VERDAMMT!

5. Bester Nebeneffekt, mich mit meinen Seh- und/oder Lese-Gewohnheiten auf meinem Blog auseinanderzusetzen ist, äh, viele Filme zu gucken und, öhm, darüber diskutieren zu können, und irgendwie wahrscheinlich auch noch was anderes, aber es fällt mir gerade absolut nicht ein.

6. Bei den heutigen Blockbustern kann ich mich nur kopfschüttelnd abwenden, weil die Drehbucharbeit einfach an Arbeitsverweigerung grenzt. Kann mir mal einer nen Tipp geben, wo ich mein Drehbuch mit tausend hirnlos aneinandergereihten Actionszenen hinschicken kann, um dann auch in meinem Geldspeicher schwimmen gehen zu können? Storys habe ich ja schon. Müssen nur noch verfilmt werden.

7. Zuletzt gesehen habe ich Fluchtpunkt San Francisco aka Vanishing Point und das war gute Unterhaltung, weil simples aber geiles 70er Jahre Actionkino. Autoverfolgungsjagden hatten die damals einfach drauf, das steht mal fest .