Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Meeresbilogische Mutationsforschung am Badesee

Wenn ich so richtig gut drauf bin und so richtig Bock auf richtig abgefahrenen Quatsch habe, den man so sonst kaum findet, dann suche ich mir ja gerne mal einen alten Monsterfilm raus, der mit möglichst billigem Kostüm und möglichst bekloppter Idee überzeugt. Wir erinnern uns sicher alle noch an den absolut großartigen „Sting Of Death“ mit dem Jellyfishman. Nun, die Tagline für den Film heute lautet wie folgt: „It would take an atom bomb to wipe out the walking catfish!“ Ein laufender Katzenfisch? Mehr muss ich nicht wissen. Los gehts:

ZAAT – USA – 1971 – 100 Min.

Ein Gedicht über Fische und Skorpione leitet den Spaß hier ein und damit steht schon mal fest, dass das hier wieder ein Knaller werden dürfte. Gegen Ende macht der Lobgesang auf die ozeanische Fauna eine kleine Wende und der Vortrager des Gelabers sagt, dass er bald einer von ihnen sein wird und sie dann das Universum beherrschen werden. Wie will ein Fisch, der nur im Wasser leben kann bitte das Universum regieren? Nicht mal die Delphine haben das geschafft.

Die Laberbacke ist nebenbei scheinbar irgendein Wissenschaftler, deren Gedankengänge man durchgehend hört. Und das kann ganz schön nerven, muss ich sagen. Jedenfalls experimentiert er an Fischen rum und das dauert dann erstmal eine gefühlte Ewigkeit. Irgendwann taucht er dann in einen Pool und verwandelt sich in den Catfishman, oder so. Das Kostüm ist mal wieder so absolut grandios, dass ich nicht weiß, was es darstellen soll, aber sofort kaufen würde.

Catfishman taucht dann ab in den See und schwimmt halt rum. Irgendwo sitzen der Sheriff und ein Typ und angeln. Und dann hauen sie ab. Und dann kommt Catfishman an Land und latscht zurück in sein Labor, um da ein Foto von irgendeinem Typen an die Pinnwand zu heften, den er scheinbar um die Ecke bringen will.

Sheriff Lou und sein schwarzer Kollege untersuchen das Seewasser, weil … sie sonst scheinbar nix zu tun haben. Und sie finden irgendwas, das nicht gut ist. Keine Ahnung, was genau. Wissenschaftliche Fremdwortakrobatik ist nicht so meins. Catfishman schwimmt wieder im See rum und bespannt eine Blondine beim Camping. Nachdem man dann minutenlang das Unterwasserleben dieses wunderschönen Sees begutachten durfte, passiert absolut gar nichts.

Der schwarze Kumpel vom Sheriff nimmt noch mal eine Wasserprobe.

Catfishman schubst den Typen vom Foto und dessen Blagen ins Wasser, als sie gerade in Ruhe angeln. Weiß der denn nicht, dass das die Fische verscheucht? Moment mal, warum tötet der denn jetzt die Tochter? Und warum geht das einfach so indem er sie berührt? Und warum liegt dann nur der Typ vom Foto auf dem Seziertisch in der Obduktionskammer? Fragen über Fragen. Die Antwort kann nur lauten: Catfishman.

Die Camperin ist noch da. Catfishman erwürgt einen Typen in seinem Haus, als er an seiner Angel rumspielt. Auf der Polizeiwache sind die Poolreiniger angekommen. Oder zumindest sehen die beiden so aus, in ihren roten Overalls. Sie wurden von dem schwarzen Freund des Sheriffs angeschleppt, um dem zu erklären, dass ein Katzenfisch für die Tode verantwortlich ist. Die Camperin geht schwimmen und ich weiß jetzt schon, dass das eigentlich nur zur „Sting Of Death“-Gedenk-Entführung führen kann.

Die Camperin wird vom Catfishman in den Umwandlungspool getunkt, während draußen die Poolreiniger ermitteln. Warum sich die Camperin nicht in Catfishwoman verwandelt hat, bleibt ungeklärt. Catfishman ist jedenfalls nicht erfreut darüber. Sicher hatte er schon große Hochzeitspläne mit Seepferdchenfanfaren und Muschelparaden und Tintenfischringen.

Oh, die Poolreiniger haben eine Falle gebaut und ich habe es nicht mitgekriegt. Catfishman auch nicht, denn er schwimmt mitten rein. Das bedeutet natürlich, dass es Zeit ist für Megaaction mit dem Catfishman, der die Poolreiniger umhaut und wieder baden geht.

Der Sheriff macht, was jeder gute Sheriff machen würde: Er ruft öffentlich zur Massenpanik auf. Jeder soll sich bis an die Zähne bewaffnen, um dem Killer den Arsch wegblasen zu können. Er sagt es nicht genau so, aber darauf läuft es hinaus.

Dem Catfishman geht die Zeit aus, weil … Zeit ist halt begrenzt. Das muss als Erklärung reichen. Nachdem er eine Zeichnung von Elvira von der Addams Family angefertigt hat, geht er mal wieder tauchen und latscht dann durch die Straßen auf der Suche nach … was eigentlich? Elvira? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass er scheinbar Rückenschmerzen hat, weil er kurz stehen bleibt und aus dem Off seine Stimme genau das sagt: „Aaaaah, the pain!“

Wie jeder Catfishman, der was auf sich hält, geht auch dieser erstmal shoppen und ist sofort besoffen, nachdem er einen Schluck aus einer Flasche mit Wasweißich genommen hat. Also torkelt er rum und reißt alle Regale ab. Dann torkelt er durch das Kaff. Irgendwo in diesem Kaff sitzt eine Christliche Rockband in der Ecke und macht beschissene Musik. Immerhin gefällt es dem Sheriff. Ich hoffe wirklich, dass der Catfishman sie alle tötet. Zur Sicherheit sperrt der Sheriff sie alle ein. Also wirklich zur Sicherheit. Das ist die Begründung. Nicht etwa eine Anklage wegen Ruhestörung, oder extrem beschissener Kackmusik in der Öffentlichkeit, oder einfach nur fürs Christentum. Nein, damit sie über Nacht sicher sind.

Catfishman bespannt die Poolreiniger beim Poppen. Habe ich eigentlich erwähnt, dass eine davon weiblich ist? Nein? Egal. Der Sheriff bereitet derweil die große Monsterjagd vor. Rex heißt sein schwarzer Freund. Wie der Kommissar. Und der hat ein Catfishmanaufspürgerät, oder sowas in der Art. Es macht komische Geräusche und soll dabei helfen das Monster zu finden, was kann es also sonst sein?

Irgendwie weiß dann niemand so genau, was er eigentlich hier treibt. Catfishman latscht einfach durch die Gegend, Sheriff und Co. fahren einfach durch die Gegend, eine Blondine duscht, damit wir auch die Szene abhaken können …

Catfishman schnappt sich Monica, die direkt ohnmächtig wird, als er sie auf seine Schulter hebt. Zuvor konnte sie noch ganz hervorragend mit Geschirr um sich werfen. Sheriff und Co. machen sich jetzt verschärft auf die Suche nach dem Monster. Mit Hilfe des Catfishmandetektors gelingt das natürlich relativ schnell – und damit meine ich, dass es 10 Minuten dauert, in denen einfach gar nix passiert.

Monica soll natürlich in den Pool und zu Catfishwoman mutiert werden. Aber Rex ist zur Stelle und bewaffnet sich mit einem rostigen Rohr. Wer jetzt einen Megashowdown erwartet wird nicht enttäuscht denn Rex stülpt dem Catfishman ein Fischernetz über und will Monica retten, aber der Catfishman ist so unglaublich wendig, dass er sich direkt aus dem Netz befreit und Rex umhaut. Der Catfishman bringt dann irgendwelche Tanks zum Strand und Rex wird wach und kann Monica aus dem Pool holen, erliegt dann aber seinen Verletzungen.

Am Strand schießt der Hilfssheriff mit einem Gewehr auf den Catfishman, den das wirklich nicht die Bohne interessiert. Spannungsaufbau ist irgendwie anders. Martha? Ich dachte, die heißt Monica. Okay, jetzt bin ich mal wieder komplett verwirrt. Der Catfishman jedenfalls geht im Meer schwimmen und Martha/Monica geht hinterher, während der Hilfssheriff am Strand zusammenbricht.

Da haben sie es am Ende doch noch irgendwie verkackt. Okay, sind wir ehrlich. Es ist hier nichts im Film, was sie nicht verkackt haben. Ich gehe meine Fische füttern …

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Gargantua – Horrorctober 2016

Zeit für etwas Monsteraction aus den USA hier im Horrorctober. Denn wenn die Amerikaner eine Sache ganz sicher nicht mehr können, dann, einen guten Monsterfilm machen. Oder überhaupt einen guten Film. Aber mit Monstern ganz besonders nicht.

GARGANTUA – USA – 1998 – 90 Min.

Wie wir wissen beginnt jeder gute Monsterfilm mit einer Strandparty und zwei Tussis, die von irgendwas ins Meer gezogen wird. Ich tippe auf einen Schauspiellehrer, der das alles schon jetzt nicht mehr ertragen konnte. Verständlich wäre es. Warum casten die eigentlich immer wirklich die unfähigsten Bratzen für den ersten Kill? Sollte nicht gerade der glaubwürdig sein?

Jedenfalls gibt es immer mal wieder Erschütterungen am Strand. Wie von einem Erdbeben. Und Emile Hirsch (hier noch zu jung, um einfach ohne Geld in die Pampa zu tapern) und Adam Baldwin (hier so scheiße wie immer, dass man sich wünscht, er würde einfach ohne Geld in die Pampa latschen und nie wiederkommen) wollen der Sache auf den Grund gehen. Da am Abend noch jemand ins Meer gezogen wird, will Adam aka Jack mal mit nem Flugzeug von oben auf die Insel runtergucken, aber Emile aka Brandon darf nicht mit und soll sich aus dem Wasser fernhalten.

Der hält sich auch fern und kämpft sich durch den Dschungel zu einer Lagune, in der das hässlichste Dinosaurierbaby der Filmgeschichte badet. Jack hat dann noch Ärger mit dem neuseeländischen Kneipenbesitzer um die Ecke, weil der Party machen will. Brandon will Jack vom Dino erzählen, aber der hat gerade keine Zeit.

Während Brandon dann mit dem Dinobaby rumhängt, greift am Strand ein Nashornvelociraptor an, der nach kurzer Jagd mit einem Betäubungspfeil umgenietet wird. Die Effekte sind nebenbei der Knaller. Stellt euch vor, ihr habt einen aufblasbaren Dinosaurier zuhause und beschließt, damit einen Monsterfilm zu drehen. Das Ergebnis wäre vermutlich realistischer als das hier.

Man hat also den Dino gefangen und aus Angst vor weiteren Angriffen durch Artgenossen, geht es mit einem grauenhaft animierten U-Boot auf den Meeresgrund. Brandon füttert derweil Babydino mit Chips. Und Jack findet eirgendwas heraus, dass darauf schließen lässt, dass es sich um mutierte Frösche handelt. WUHU! Es ist Hell Comes To Frogtown 2!!!

Nachts kommt ein ganz großes Exemplar vorbei und kloppt ein Motorboot um, das aus irgendeinem Grund um die Zeit noch auf dem Meer rumschippert.

Dinobaby flüchtet vor einer Schlange. Aus irgendeinem Grund explodiert irgendein Auto. Neuseeland und seine Komplizen befreien den gefangenen Dino beim Versuch ihn zu … keine Ahnung was die eigentlich vorhatten. Jedenfalls scheitert dadurch der Plan, den man hatte, um den Riesendino auszuschalten. Ich weiß nicht, wie der Plan aussah, aber er beinhaltet offensichtlich nichts außer jede Menge Soldaten mit jeder Menge Waffen.

Jack sucht Brandon und findet ihn. Spannungsbogen wird hier noch groß geschrieben.

Die Soldaten stellen fest, dass jede Menge Waffen gegen einen Riesendino absolut nichts ausrichten können. Immerhin ballert jemand mit einer Bazooka in eine Tankstelle. Was das bringen soll ist zwar unklar, aber immerhin explodiert die so schön. Und der Dino haut ab.

Babydino hat sich im Wald verirrt. Jack und Brandon und Co. gehen ihn suchen. Sie finden ihn. Spannungsbogen und so. Jedenfalls wird mit ihm der Riesendino wieder angelockt und umgenietet, was plötzlich doch funktioniert. Babydino mäht wie ein Schaf auf Koks.

Naja, ich kürze das mal etwas ab hier. Es gibt noch etwas Dinoaction vom Feinsten, aber irgendwie hat niemand so recht nen Plan, was man machen soll. Neuseeland will Brandon das Dinobaby abjagen und erzählt ihm deshalb was von Labortests, die man mit dem Baby machen wird. Deshalb bietet er an, es auf seinem Boot in Sicherheit zu bringen. Brandon ist doof und geht natürlich darauf ein. Jack hat derweil einen Megaplan: Das Mähen des Babys auf Tonband aufnehmen und mit aufs Boot nehmen, um Mama und Papa wegzulocken.

Man schippert also los und braucht gefühlt ewig, bis man mal den Dino findet. Nach 10 Minuten oder so, hat man ihn dann und der Plan ist natürlich Bomben aus einem Helikopter auf den Dino zu werfen. Denn das kann ja gar nicht schief gehen. Aber dann kommt Neuseeland und will Brandon und Dinobaby entführen. Aber im richtigen Moment kommt Dinopapa aufgetaucht und zerlegt die MS Neuseeland. Alle fallen ins Wasser und saufen fast ab, aber natürlich können sich Jack und Brandon retten.

2 Tage später explodieren dann auch mal die Bomben unter Wasser, um die Dinos im Mariannengraben einzusperren. Toll gemacht. Ich weiß zwar nicht, wie oder was sie gemacht haben, aber es hat funktioniert.

Mehr militärische Monsteraction gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Schrottsommer 2015: Sonnen am Strand

Der Sommer des Schrotts geht weiter. Ich schätze, das erste, was jeder denkt, wenn er das Wort Sommer hört, ist: Am Strand in der Sonne liegen. Ich nicht. Was soll ich in dem heißen Sand rumsitzen und mir den Arsch verbrennen, wenn ich stattdessen im klimatisierten Heimbüro rumhängen kann? Okay, es ist nicht klimatisiert. Und Sand hab ich nur den, den ich unter meinen dreckigen Schuhen ins Zimmer geschleppt habe. Und das Dröhnen des DVD-Players, der jeden Moment in Flammen aufzugehen droht, ist auch nicht unbedingt so entspannend, wie das Rauschen des Ozeans. Also gut, überredet. Gehen wir halt doch an den Strand. Aber echte Kerle gehen nur an den:

BLOOD BEACH – Horror am Strand – USA -1980 – 92 Min.

Nach einer 10-minütigen Kamerafahrt über den Strand, an dem keine Sau ist, was aber auch nicht verwundert, da dort alles irgendwie völlig runtergekommen aussieht, spielt Harry mit dem Hund seiner Nachbarin und geht dann schwimmen. Wirklich viel los ist am Strand immer noch nicht. Nur die Nachbarin geht mit dem Hund spazieren. Der kann sie aber auch nicht retten, als sie von etwas in den Sand gezogen wird.

Die Cops sind ratlos und wissen nicht, wohin die Nachbarin verschwunden ist. Tochter Catherine, kurz Cat, holt den Hund ab … versteht ihr? CAT holt den HUND. Ich kann nicht mehr, es ist schon jetzt zu schlecht. Jedenfalls kennt Cat natürlich alle Leute im Kaff. Rettungsschwimmer Harry, dessen Partner Hoagie, den Hund, einfach alle. Und natürlich auch die Dorfpsychopathin, die ihr gerade klar macht, dass es nur eine Lösung des Falls gibt: Vergewaltigung und Mord. Denn das passiert jeden Tag. Ist zwar richtig, aber doch nun nicht unbedingt in nem Kaff mit ungefähr 5 Einwohnern.

Harry hat es nicht nötig, jemanden zu vergewaltigen, denn als Rettungsschwimmer ist bei ihm selbstverständlich immer Titten-Time. Die wird heute aber unterbrochen, denn der Hund wird vom Sandmann erwischt. Und hier kommt der beste Pathologe, den die Geschichte je gesehen hat. Mit seinen unfassbar genauen Angaben dürfte es für die Polizei kein Problem sein, den Hundekiller ausfindig zu machen. Gesucht wird: Ein großer Mann. Oder ein kleiner Mann mit großen Händen. Oder ein starker Mann. Oder ein langer Mann. Oder ein Mann mit scharfen Fingernägeln. Oder Freddy Krueger. Das Rätsel ist dann wohl gleich gelöst, und der Schwachsinn hier frühzeitig vorbei.

Um das Ganze doch noch etwas einzugrenzen fragt Sergeant Royko noch kurz, ob es Vergewaltigungsspuren gibt. Ich schätze mal, er ist mit der Psychopathin verheiratet.

Oh, viel los am Strand. Ein Bikini-Model wird am Bein verletzt und ist laut dem Polizeichef vielleicht für immer entstellt. Sah für mich zwar nur wie ein Kratzer aus, aber man weiß ja, wie die Weiber sind. Mit so ner 10 Millimeter-Narbe am Knie sind die Minirock-Zeiten vorbei.

Um herauszufinden, was sich da am Strand versteckt, wird erst mal alles umgegraben. Royko ist von Grund auf skeptisch und meint, man solle lieber die Nazis fragen, was Sache ist. Fragt nicht. Vielleicht hab ich es auch einfach nur falsch verstanden. Aber zurückspulen hab ich keinen Bock. Dann dauert der Schwachsinn nur noch länger.

Interessanterweise wird der Strand nicht abgesperrt. Eigentlich wird er täglich voller. Und des nachts geigt auch noch ein, nun ja, Geiger am Strand rum.

Der Spaß mutiert zu Blood Beach – The Musical, als Harry und seine heutige Titten-Tussi des Abends gemeinsam ein Lied singen. Die Tuse fährt mit ihrem Fahrrad nach Hause und hält dummerweise am Strand, um einer verletzten Möwe zu helfen. Aber das war wohl nur ein Trick eines Vergewaltigers. Hey, die Psychotante hatte recht. Der Vergewaltiger endet allerdings unterm Sand. Irgendwelche Blagen finden seinen Schwengel und bringen ihn zu Royko. Äh, ja. Weiter im Text.

Während Harry und Cat gemeinsam dinieren, findet das Sandmonster sein nächstes Opfer. Harry findet am nächsten Morgen zufällig ihren Hut und es ist klar: Es kann nur der Sandmann gewesen sein. Beim graben findet man ihr Auge.

Um noch schnell ne unglaublich sinnlose Nebenhandlung einzubauen, gibts irgendeine Gerichtsverhandlung. Ich bin versucht vorzuspulen, aber nach ner Minute ist es eh wieder vorbei.

Harry kombiniert, dass das Sandmonster irgendwo wohnen muss, wohin es sich zurückzieht. Ich tippe auf ne Sandburg, aber was weiß ich schon. Harry sucht jedenfalls überall nach dem Vieh. Und mit überall meine ich irgendwo in einer dunklen Höhle, oder nem dunklen Bergwerk, oder ner dunklen Straßenecke. Keine Ahnung, es ist einfach dunkel und ich erkenne absolut gar nix. Finden tut er das Sandungeheuer aber eh nicht. Also macht er das Nächstbeste und gibt mit Cat ein Livekonzert in einer billigen Absteige.

Die Cops sollen Unterstützung kriegen. Captain Pearson ist nicht erfreut und will endlich Ergebnisse sehen, selbst wenn das bedeutet, dass seine Leute mit ihren Frauen reden oder sich bekiffen müssen. Herrjeh, der Mann scheint verzweifelt zu sein. Wer redet denn schon freiwillig mit seiner Frau?

Irgendein halbtoter Typ steigt aus einem Gullydeckel. Royko ist gerade zufällig zur Stelle. Der Strand ist übrigens mittlerweile auch gesperrt. Nicht schlecht. Schon nach dem zweiundvierzigsten Opfer handelt man. Einen Polizisten erwischt es aber trotzdem noch. Und die Psychotussi hat zugeguckt.

Lieutenant Piantadosi (wer zur Hölle hat sich den Namen ausgedacht?) bittet Harry um Hilfe, da die Bullen auf der Stelle treten. Vielleicht könnte man mal den Gully checken, aus dem der zerfetzte Typ gekrochen ist, aber da hat man wohl den Zusammenhang noch nicht hergestellt. Jedenfalls erzählt Harry irgendeine Geschichte, die absolut nichts mit irgendwas zu tun hat und man erkundet den Keller von irgendeinem heruntergekommen Hotel, oder einem alten Schloss, oder wasauchimmer.

Man findet das Esszimmer des Ungeheuers und wie jeder gute Captain, hat auch Pearson einen Plan, der nicht scheitern kann. Nur so viel: Er beinhaltet Infrarotkameras und jede Menge Sprengstoff.

Während man wartet teilen sich Royko und Harry nen Schokoriegel. Eigentlich völlig egal, aber man will ja die Spannung bis ins Unermessliche treiben. Natürlich scheitert man komplett daran, aber immerhin hat mans versucht.

Und da kommt das Monster und es ist … einfach nur ein langer Tentakel an dessen Ende eine Art Blume mit Stacheln hängt. Okay, das war absolut enttäuschend.

Genau so, wie das große Finale, denn der Plan des Captains geht auf und man bombt schlicht alles weg und das Monster gleich mit.

Alles ist wieder gut am Strand. Sogar ne Sandburg wurde gebaut. Nachdem man 10 Minuten gezeigt hat, wie sich Leute am Strand vergnügen kommt der Abspann und man zeigt noch weiter fröhliche Menschen, die im Sand spielen. ABER WAS IST DAS? Plötzlich öffnen sich jede Menge Löcher im Sand und ich schätze mal, alle werden von Sandmonstern gefressen.

Perfekt. Haben wir den Strand für uns … HEY! Wer hat meine Schaufel genommen?

Nutzloses Filmwissen #15

Nachdem ich die ganze Woche mit Dinosaurier-Vergnügungsparks genervt habe, dachtet ihr bestimmt, dass es heute ein Jurassic Park Special gibt.

Aber weit gefehlt. Das wäre viel zu offensichtlich.

Stattdessen fangen wir an mit …

„Godzilla“, das Original von 1954, in dem es um ein dinosaurierähnliches Monster geht, das Tokyo in Schutt und Asche legt. Dabei sollte Godzilla urspünglich ganz anders aussehen, nämlich wie eine Mischung aus Gorilla und Wal. Daher auch der eigentliche Name Gojira, der die Worte Gorira (Gorilla) und Kujira (Wal) kombiniert. Wahrscheinlich war es aber ganz gut, dass das Design geändert wurde, wenn man bedenkt, dass der Schauspieler im Godzillakostüm durch die Hitze darin öfters mal das Bewusstsein verloren hat. Wer weiß, was passiert wäre, wenn er auch noch Gorillaarme und eine Walschwanzflosse mit sich hätte herumschleppen müssen.

Ebenfalls in einem Kostüm, läuft ein Typ in Joe Dantes leider relativ unbekanntem Film „Matinee“ durch die Gegend. Hier ist es allerdings ein Ameisenkostüm, denn in dem Streifen, der eine großartige Hommage an alte Science-Fiction-Monster-Filme ist, geht es um MANT! – Der Film im Film, in dem Ameisenmutanten angreifen. Während einer Szene des Films, der zur Zeit der großen Angst vor einem Atomkrieg spielt, sieht es aus, als wäre gerade wirklich eine Atombombe explodiert und die Leinwand würde abfackeln. Das löst eine Massenpanik aus.

Etwas ähnliches passierte auch bei einem Godzilla-Screening im Toho Theater, das im Film angegriffen wird, und einige Zuschauer dazu veranlasste, das Kino fluchtartig zu verlassen. Joe Dante spielt scheinbar auf diese Geschichte an.

Zu den bekannteren Werken von Joe Dante (der übrigens auch im Gespräch war, die Regie beim ersten „Jurassic Park“ zu übernehmen – HA! Hab ich den Film doch noch untergebracht) gehören natürlich die „Gremlins“ Filme. Das der erste Gremlins ein Erfolg war, grenzt schon fast an ein Wunder, denn obwohl er eigentlich für einen Release zu Weihnachten geplant war, wurde er in den Sommer verlegt, da Warner Bros. feststellte, dass sie keine Konkurrenz für „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ von Paramount und Columbias „Ghostbusters“ hatten. Glücklicherweise sind die Gremlins gegen diese Konkurrenz nicht völlig untergegangen und wir bekamen auch noch die Fortsetzung. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder selber wissen. Mir hat auch Teil 2 gefallen.

Eine der besseren, wenn nicht sogar die beste, Fortsetzung ist natürlich „Der Pate 2“. Francis Ford Copolla hatte eigentlich keine Lust, die Fortsetzung zu drehen, nachdem es beim ersten Teil einige Probleme mit dem Produktionsstudio gegeben hatte, und schlug stattdessen Martin Scorsese vor. Das Studio lehnte aber ab und Coppola übernahm die Regie, unter mehreren Bedingungen, die die Verfilmung einiger selbstentworfener Scripte, wie Der Dialog und Der große Gatsby, enthielten. Das Studio stimmte zu und so entstand das erste US-Sequel, mit einer Nummer im Titel: The Godfather Part II.

Das weltweit erste Filmsequel mit einer Nummer im Titel war übrigens „Quatermass 2“, ein Film aus einer Science-Fiction-Monster-Reihe, wie MANT! in Matinee.