Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Drive-In Massacre – Schrottsommer 2017

Der Sommer geht weiter. Letztes Mal haben wir mit Ferienarbeit etwas Geld verdient, also können wir jetzt mit unserer Liebsten, oder dem Liebsten, oder einem Sexspielzeug unserer Wahl, ins Autokino.

DRIVE-IN MASSACRE – USA – 1976 – 74 Min.

„Am 10. August hat in einem kalifornischen Drive-In alles angefangen …“ verrät uns der Film zu Anfang. Dann versucht jemand Gitarre zu spielen wie Carlos Santana und versagt auf ganzer Linie, was aber auch wenig verwunderlich ist. Mit dem Soundtrack wird der Streifen also schon mal nicht punkten.

Alan und seine Freundin sind ja sowas von verknallt, es ist einfach grauenhaft. Er will mit ihr zusammenziehen, sie will ein Baby von ihm. Und sie will im Autokino rummachen, aber Alan will lieber vorher noch schnell den Film sehen, den er schon viermal geguckt hat. Er ist also genau so ein Trottel wie ich. „Titten? Nee. Ich gucke lieber diesen Kackfilm, Süße. Komm doch später wieder.“ Story Of My Life. Ein paar Sekunden später sind beide einen Kopf kürzer, denn der Mörder hier hat ein Schwert und er weiß es zu benutzen.

Wir kennen das: Die Cops sind absolut ratlos, aber der Drive-In Betreiber ist natürlich sehr verdächtig. Erstens hat er eine Glatze und zweitens ist er ein Arschloch. Würde mich nicht wundern, wenn er sich auch noch als Rassist herausstellt. Erstmal wirft er aber Germy den Geiern zum Fraß vor, der wohl sowas wie die Putzfrau da ist. Der Darsteller heißt nebenbei ernsthaft Douglas Gudbye. Also für mich ist der Fall damit gelöst. Reicht euch noch nicht: Okay, dann hier noch ein paar eindeutige Beweise. Kein normaler Mensch schleppt so einen Klopper von Taschenlampe mit sich rum wie Germy. Mit dem Teil könnte man einen Elefanten erschlagen. Aber jetzt das absolute Indiz auf seine Schuld: Er ist ein ehemaliger Schwertschlucker. Ja, es ist wahr. Germy der Schwertschlucker arbeitet jetzt als Putze im Drive-In, das auf dem ehemaligen Gelände des Jahrmarkts errichtet wurde, auf dem er der Schwertschlucker war. Und auch alle anderen Mitarbeiter sind ehemalige Jahrmarktschausteller. Kann es noch besser werden? Wohl kaum.

Germys Schwertsammlung ist wohl in Indien, wenn ich das richtig verstanden habe, also ist die Sache wohl doch nicht mehr so klar. Also für die Bullen. Für mich bestehe weiterhin kein Zweifel. Vielleicht erkennt man ihn ja in der nächsten Szene, in der ein Paar im Autokino rumpalavert und sich wunderbar dafür qualifiziert, den Kopf zu verlieren, da sie mir nach drei Sekunden schon derbe auf den Sack gehen. Nun ja, einen Kopf kürzer werden sie nicht gemacht, aber abgestochen, was ich auch dankend annehme. Der Killer sah aber gar nicht wie Germy aus. Hm … ich weiß: Er ist ein Shapeshifter. Jeder weiß schließlich, dass Jahrmarktkünstler übersinnliche Fähigkeiten haben. Germy ist schuldig.

Die Cops holen ihn aber erstmal nur als Zeugen ran und der hat das Nummernschild eines Verdächtigen aufgeschrieben. Und dieses Nummernschild gehört Mr. Ingelson, der verdächtig ist, weil er während dem Film mal pissen gegangen ist, oder so. Ach wartet mal, das ist sicher der Typ, der da rumgeschlichen ist und den ich für den Killer gehalten habe. War scheinbar doch nur Ablenkung. Also bleibt nur noch Germy als Täter übrig. Die Sache ist klar. Wo man aber schon mal da ist, verhaftet man den Typen wegen Drogenbesitz.

Und dann ist auch schon wieder Abend und ein neues Paar darf dran glauben. Dieses Mal irgendein Schmierlappen und eine verklemmte Trulla in einer Bluse, die nicht mal meine Oma tragen würde. Die Cops sind nebenbei undercover auch da und tun so, als würden sie rummachen. Das sind noch Polizisten mit Liebe zum Job. Denen ist nichts zu doof, um den Fall zu lösen. Allerdings sind sie zu blind, um den Fall zu lösen, denn natürlich kriegen sie den Mord nicht mit, obwohl er nur zwei Autos entfernt passiert. Johnson, der das Drive-In leitet und noch nichts Rassistisches geäußert hat, ist auch nicht begeistert von der Polizeiarbeit und kackt die Bullen erstmal an. Germy will erstmal Kaffee servieren. Sicher, um von sich selbst abzulenken.

Um sich selbst auch abzulenken, latscht Germy über den Rummel und hat dabei durchgehend Flashbacks in der Birne. Ich sags ja, der ist ein irrer Killer. Ein Psychopath. Ein völlig Wahnsinniger, der sicher den Verlust seiner Schwertsammlung einfach nicht verkraftet hat.

Ich habe wirklich nicht die geringste Ahnung, was dann passiert. Die Cops werden zu einem Lagerhaus gerufen, da hat irgendwer irgendein junges Mädel in seiner Gewalt und bedroht sie mit einem Schwert. Sie kann flüchten und versteckt sich zwischen den Kisten. Ich weiß weder wer er ist, noch wer sie ist, noch wo zum Kuckuck die da eigentlich sind. Zudem ist es viel zu dunkel, um überhaupt was zu erkennen. Also selbst wenn ich wüsste, wer die beiden sind, würde ich sie in der Dunkelheit nicht erkennen. Alles was ich weiß, ist, dass der Typ einfach nicht die Fresse halten kann und durchgehend nach dem „Little Girl“ ruft. Äußerst intelligent, wenn man mich fragt: So kann sie wunderbar vor der Stimme weglaufen und weiß immer, wo der Killer gerade ist.

Die Cops kommen und retten den Tag, indem sie den Killer im gefühlt mehrstündigen Finale, ausschließlich bestehend aus einem einzigen Versteckspiel und anschließendem kurzem Rumgeballer, töten. Und wer ist nun der Killer, fragt ihr euch? Nun, keine Ahnung. Der Typ hier jedenfalls nicht. Denn der ist der Vater des „little girls“ und heute morgen aus der Anstalt geflohen, um seine Frau abzuschlachten und seine Tochter zu entführen. Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, wie man Nebenplots nicht schreibt, habt ihr hier die Antwort.

Also geht die Suche nach dem Killer weiter. Germy ist nebenbei gefeuert. Die Cops vermuten jetzt wieder, dass es Glatzenjohnson ist. Und ganz ehrlich: Da zieht man so ein Brimborium um den entflohenen Irren auf, der nix mit dem Plot zu tun hat, aber hier bringt man die Auflösung mal eben so nebenbei. Denn Germy liegt ermordet bei Johnson in der Waschküche und damit ist die Sache natürlich klar. Germy stellt sich tot, damit der Verdacht auf seinen Boss fällt und er abhauen kann. Okay, ich gebe zu, meine Detektivfähigkeiten lassen zu wünschen übrig. Es war natürlich nicht Germy. Aber jetzt kommt der Knallertwist: Es war auch nicht Johnson. Denn auch wenn Johnson Germy erledigt hat, ist er nicht der irre Schwertschnitzer aus dem Autokino. Der ist immer noch auf freiem Fuß. Und er kann jederzeit zuschlagen. Überall. Niemand ist sicher. So will es uns eine Texteinblendung jedenfalls weismachen.

Ich frage mich, ob der Killer gefasst wurde. Oder ob er einfach nach dem Aussterben des Drive-Ins in Rente gegangen ist und jetzt ein ruhiges Leben in einer alten Schmiede fristet. Es wäre ihm ja schon zu wünschen, denn eigentlich hat er nur nervige Affenärsche gekillt.

Raus aus dem Kino und rein ins Wasser, heißt es dann bei unserer letzten Schrottsommeraktion in diesem Jahr, wenn wir surfen gehen.

Schrottsommer 2017

Summer is coming. Okay, eigentlich ist er schon da. Wir hatten ja schon ein paar heiße Tage, an denen ich ja prinzipiell einfach scheiße drauf bin, weil ich die Hitze absolut grauenhaft finde. Und damit ist es dann auch wieder an der Zeit, hier etwas runterzufahren und in die „Sommerpause“ zu gehen, die eigentlich gar kein ist. Denn trotzdem haben wir natürlich auch dieses Jahr wieder ein paar Aktivitäten auf dem Plan, die wir im Sommer abarbeiten werden.

 

Wir machen etwas Ferienarbeit.

Von dem verdienten Geld fahren wir ins Autokino.

Und dann gehen wir noch etwas surfen.

 

Jetzt sagt ihr völlig berechtigt, dass das ja eine Aktivität weniger ist, als in den letzten Jahren. Aber KEINE PANIK. Außerdem geht der Road Trip in „Blood Drive“ natürlich weiter. Und dann fällt ja auch noch der Winter in Westeros mitten in den Sommer.

Also wieder viel vor diesen Sommer. Worauf freut ihr euch am meisten?

Schrottsommer 2016 – Vögel füttern

Heute gibt es hier einen ganz besonderen sommerlichen Eisbecher des Grauens. Wir alle kennen und lieben die Werke von Alfred Hitchcock. Schließlich war der Mann ein echter Meister seines Fachs. Da ist es natürlich kein Wunder, dass viele junge Filmemacher gerne in die Fußstapfen des Großmeisters treten würden. Und der beste Weg das zu tun, ist seine Grenzen zu kennen und nicht zu versuchen, Hitchcocks visuelle Genialität zu kopieren. Mit anderen Worten: Man sollte es komplett anders machen als:

BIRDEMIC: SHOCK AND TERROR – USA – 2010 – 105 Min.

Nur um mal kurz darauf vorzubereiten, womit wir es hier genau zu tun haben: Regisseur (und ich nutze diese Bezeichnung nur aus Mangel an Alternativen) James Nguyen brauchte 4 Jahre, um den Film fertig zu stellen. Damit das ganze professioneller wirkte, erfand er einen Großteil der Credits, damit es so aussieht, als hätten mehr als 5 Leute an dem Scheiß hier mitgewirkt. Da er keinen Vertrieb für den Müll fand, bewarb er den Film selbst unter anderem auf einem LKW, auf dem er den Titel des Films versehentlich falsch buchstabierte, so dass auf dem dann „BIDREMIC“ stand. Ihr seht also, dass hier wird richtig übel. Schauen wir uns also mal an, wieso diese komplett ernst gemeinte Hommage an Hitchcocks „The Bidrs“ komplett verkackt wurde:

Nach ungefähr 3 Minuten – so lange dauern die Credits, bei denen man nicht viel versauen kann, aber auch das schafft man mit unfassbar wackeliger Kameraführung – wird direkt klar, warum dieser Film einfach nur totale Grütze ist. Rod kommt in irgendeinem Kaff an, bei dem ich mir jetzt nicht die Mühe machen werde, den Namen herauszufinden, und latscht ins Diner. Es gibt ja den Ausdruck „er spielt hölzern“, was so viel bedeutet wie: er wirkt verkrampft. Nun, Rod bzw. der Darsteller von Rod, ist ein Brett aus unbiegsamen Mahagoni.

Rod stalkt eine Blondine, die nicht ganz so scheiße spielt wie er, was aber ja auch fast unmöglich ist, und es folgt Soundediting auf Oscarniveau. Beim Gespräch mit Blondie hört man immer, wenn die Kamera auf sie gerichtet ist, den Verkehr. Wenn die Kamera auf ihn gerichtet ist, hört man gar nix. Naja, außer sein Kackgelaber. Auf die Dialoge gehe ich besser gar nicht erst ein. Jedenfalls tauschen die beiden ihre Karten aus – ja, jeder sollte heutzutage eine Karte haben.

Rod guckt die Nachrichten, in denen eine Nachrichtensprecherin vom großen Vogelsterben erzählt. Dann geht er arbeiten.

Natalie kriegt einen Job als Victorias Secret Model. Und ich finde, dass kann man mal machen, denn da muss sie ja nicht schauspielern, sondern ihre Titten zeigen. Das sollte sie ja noch gerade so gebacken kriegen. Rod ruft an und es folgt ein weiterer Dialog direkt aus der Screenplayhölle. Ernsthaft hier:

NATALIE
Hello?

ROD
Natalie?

NATALIE
Who is this?

ROD
It’s Rod.

NATALIE
Oh, the guy from the restaurant.
What’s up?

ROD
Hey, it was nice running into you at Half Moon Bay.

NATALIE
Yeah. It was nice meeting you.

ROD
So, how’s your day?

NATALIE
My day’s going well, how’s yours?

ROD
Great. I made a big sale today.

NATALIE
Good, fantastic!

ROD
Thanks.

NATALIE
I closed a big job offer today at Victoria’s Secret.

ROD
Wow, congratulations! I think you’ll look great in those lingerie.

NATALIE
Thanks.

Ich breche das hier mal ab, weil es einfach unerträglich ist. Die beiden verabreden sich dann noch zum Essen.

Rod und sein Freund Rick spielen Basketball und völlig aus dem Nichts quatschen sie über die Erderwärmung. Und übers Ficken. Halt ein ganz normales Gespräch unter zukünftigen NBA-Profis.

Rod guckt mal wieder Nachrichten.Nur mal so nebenbei muss erwähnt werden, dass die Nachrichtensprecherin hier einen einigermaßen guten Job macht. Ich schätze mal, es liegt daran, dass sie ihre Sätze ablesen kann. Es klingelt und Rod guckt, als hätte er noch nie so ein seltsames Geräusch gehört. Es ist ein Solaranlagenverkäufer, der der geschickteste Verhandlungsexperte ist, den ich jemals gesehen habe. Rod lässt sich zwei Sekunden voll labern und fragt dann, ob man nicht noch was am Preis machen kann. Der Vertreter überlegt genau ein Hundertstel einer Hundertstelsekunde und gibt ihm 1000 Dollar Rabatt. EINTAUSEND DOLLAR!!!! Wisst ihr, wenn der Autor dieses Mülls gut wäre, würde er daraus einen Gag machen und den Typen immer wieder mit anderen Geschäften zu Rod schicken, weil er dauernd gefeuert wird, aufgrund seiner Unfähigkeit seiner Firma Geld einzubringen. Quasi der Gil Gunderson von Birdemic. Aber der Autor ist scheiße, also gibt es nur einen Handshake.

Rod und Natalie treffen sich beim China Restaurant und natürlich gibt es passend dazu chinesisches Geklimper als Soundtrack. Ziemlich sicher von James Nguyen selbst mit dem Music Maker erstellt. Der Hauptdarsteller ist ganz stolz, da es ihm gelingt, seine Jobbeschreibung voller Fremdwörter irgendwie über die Bühne zu kriegen. Irgendwo existieren 10 Stunden Outtakes nur von dieser Szene, da bin ich absolut sicher. Es folgt die unglaublichste „Lernen wir die Charaktere mal etwas besser kennen“-Satzaneinanderreihung, die die Filmwelt jemals gesehen hat. Aber immerhin wissen wir jetzt, dass Natalie eine Katze hat, gerne in Discos geht und nicht so wie Rod dauernd Football guckt. Wenn der Regisseur gut wäre, würde ich nebenbei sagen, dass es tatsächlich Absicht ist, dass immer nur Hintergrundgeräusche zu hören sind, wenn die Kamera auf Natalie gerichtet ist. Quasi als Foreshadowing, weil sie später von einem Bus überfahren wird, oder so. Aber es wird wirklich nur Zufall und grottenschlechtes Editing sein.

Natalie erzählt ihrer Mutter von ihrem Date und … scheißt jetzt mal auf den Mist. Es ist ne halbe Stunde rum und ich habe noch nicht einen einzigen Vogel gesehen.

Es ist unfassbar. Natalie ruft ihre Freundin an – die gerade Sex hat, für den sie nicht mal den Bikini ausziehen musste – und ihr wisst schon: Natalie = Brumm Brumm Freundin = Grillenzirpen. Ich schätze mal, dass man die Szenen mit Natalie alle am selben Tag, an der selben Autobahnraststätte gedreht hat, weil sie ihren Bus kriegen musste.

Double Date Time. Rod + Natalie und Rick + Bikinitussi gucken den Al Gore Schinken und Rick will sich ein Elektroauto kaufen. Zu mehr hat die Szene nicht geführt. Man hätte ja zumindest mal nen Vogel im Hintergrund zeigen können, aber nix. Kein Vogel da.

Uh, das „Art & Pumpkin Festival“ steht an. Ich weiß nicht, was es ist, aber es klingt unglaublich scheiße. Kann also nur gut werden. Vielleicht ist sogar ein Vogelzüchter da. Nein, es gibt nur nen 1500 Pfund Kürbis zu sehen.

Rod und Natalie tapern am Strand entlang und … DA!!!! Im Hintergrund sitzt eine Möwe im Sand. Bitte lasst die jetzt sofort angreifen. Leider nicht. Aber Natalie findet am Strand einen toten Vogel. Und mit toter Vogel meine ich, dass jemand ein Bild von einem toten Adler im Internet gesucht, dieses dann noch mal abfotografiert hat, um es dann als Vorlage zu nehmen, um es mit Paint in einen Computereffekt umzuwandeln, den er dann in den Film reinklebt. Natalie weint also völlig berechtigt. Meine Augen tränen auch schon von dem Anblick.

Rod und Nat sind bei Mama Natalie eingeladen und labern über die Rente und anderen Scheiß, der absolut nichts mit den Vögeln, dem Vögeln, oder Vogelfederumherschwingenden Kissenschlachten zu tun hat. Und dann sitzen sie in einer Bar und labern wieder nur Scheiße. WANN KOMMEN DIE VERFICKTEN VÖGEL!!!!!!!!!!!!!!???????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Bikinisex Teil 2.

Eine idyllische Umgebung, dieses Half Moon Bay, wie uns ruhige Bilder der Umgebung zeigen. Stille. Nur wunderschöne Naturaufnahmen. Frieden. Ruhe. ABER DANN GREIFEN AUS DEM NICHTS DIE VÖGEL AN UND ÜBERALL FLIEGT IRGENDWELCHE SCHEIßE IN DIE LUFT UND DIE VÖGEL FLIEGEN IN SCHWÄRMEN AUF DIE KAMERA ZU UND SIE STÜRZEN SICH WIE JAPANISCHE KAMIKAZEFLIEGER IN TANKSTELLEN UND VERURSACHEN EXPLOSIONEN DIE SO REALISTISCH WIRKEN DASS MICHAEL BAY DIREKT SEINEN SPECIAL EFFECTS SUPERVISOR NEU BESETZEN WIRD UND DIE VÖGEL KACKEN ALLES VOLL!!!! Rod und Natalie pennen. Welcher Irre hat die Scheiße hier bitte geschnitten?

Warum sind die eigentlich in einem Motel? Können die nicht zu Hause poppen? Naja, jedenfalls tun sie sich mit Ramsay (nicht Bolton) und seiner Freundin zusammen, um sich den Weg durch die Vögel zu kämpfen. Und das kann man eigentlich nicht beschreiben. Stellt euch vor, ihr schmiert euch ein Brot mit einem Kleiderbügel statt einem Messer und nehmt das auf Video auf. Während ihr das Brot schmiert, werdert ihr ständig von euren Haustieren abgelenkt und müsst nach ihnen schauen und die Augen vom Brot nehmen. Aus dem entstandenen Video wird das Brot rausgeschnitten und auch die Haustiere und … einfach alles, außer euch, mit nervösen Zuckungen und dem schwingenden Kleiderbügel. Und dann editiert ihr in den Vordergrund ein paar Vögel, die genau zwei Bewegungen machen: Flügel nach oben, Flügel nach unten. Und das in Endlosschleife. TATA!!! Ihr habt eine Birdemic-Actionszene.

Die Gang rettet sich in einen Van und aus irgendeinem Grund haben sie plötzlich ein Maschinengewehr. Irgendwo finden sie noch ein kleines Mädchen, dass alle Beteiligten darstellerisch mit nur einer Sekunde Auftritt direkt in den Schatten stellt. Und dabei ist sie trotzdem scheiße. Und 5 Minuten später retten sie wohl auch noch nen Jungen. Oder warum sitzt der plötzlich mit denen im Auto?

Mittagszeit. Also hält man an der Tanke, um sich mit Süßigkeiten einzudecken und vielleicht mal noch ne Tiefkühlpizza mitzunehmen. KRAH!!! KRAH!!!! Die Vögel kommen. Zum Glück hat man ein ganzes Arsenal an Waffen angesammelt und … wisst ihr, wenn die Welt wirklich von blutrünstigen Vögeln zu Grunde gerichtet würde, wäre es dann nicht der erste Gedanke, dass ich NICHT DRAUßEN IN DER WILDNIS EIN PICKNICK MACHE?

Zufällig kommt ein Wissenschaftler vorbei, der mal kurz erklärt, was die Erderwärmung so anrichtet. Alter, die Message hier wird einem aber auch einfach so derbe in den Schädel geballert, dass man nur Ozon kotzen kann. Warum die Vögel angreifen, weiß er trotzdem nicht. Vielleicht ist ihnen zu warm …

Ramsays Freundin liegt tot im Feld und … ist halt tot. Ramsay ist traurig. Mir ist es egal. Die können gar nicht schnell genug sterben, die Affen hier.

Die Vögel attackieren einen Bus. Ramsay will helfen, aber Rod meint, dass sie keinen Platz im Auto haben. Aber sie haben Becky getötet, also muss Ramsay Rache nehmen wie ein echter Actionheld. Um ehrlich zu sein kommt es mir so vor, als würde er eher die Leute verstören, wenn er mit seiner MG rumballert und die Leute aus dem Bus zieht. Naja, dann wird er ohnehin von ein paar Vögeln ANGEKOTZT!!! und stirbt.

Na, zum Glück hat die Tankstelle noch offen. Nur scheiße, dass ein Liter Benzin jetzt 100 Dollar kostet. Da hat Rod ja Glück gehabt, dass er von Solaranlagenschorsch den Magarabatt gekriegt hat. Und dann hat er Pech, weil er von einem Cowboy ausgeraubt wird, Aber dann wieder Glück, weil dem Cowboy ein Vogel direkt in die Halsschlagader fliegt. Manchmal hat man einfach einen guten Tag, denkt sich Rod und fährt weiter.

Im Wald treffen sie einen Typen, der – wie soll es anders sein – über die Erderwärmung palavert und dass er die Bäume nicht davor schützen kann. Leider hört er einen Berglöwen und muss nach Hause. Die anderen Irren laufen zum Auto … Moment mal, warum waren die eigentlich in dem Wald? Und warum brennt es da überall? Und warum ist dieser Scheißfilm immer noch nicht vorbei?

Oh nein, das Benzin für 100 Dollar ist schon wieder leer. Rod findet sich dann plötzlich in einem Point & Click Adventure aus den 80ern wieder, als er den Kofferraum öffnet.

ROD
Look, it’s a fishing rod. I could catch some fish.

Rod geht also angeln und läuft immer noch wie ein Cyborg mit Stock im Arsch. Selbst zum Ende des Films ist der Typ die Verkrampftheit in Person. Natalie geht mit den Blagen am Strand spielen. Und dann brät man halt den Fisch und mir ist jetzt schon schlecht. Den Kindern auch, denn die wollen lieber ein Happy Meal. Geht aber nicht, denn die Vögel kommen und man muss weg. Also schließt man sich wieder im Van ein und Rod ballert die letzte Munition leer. Also bewaffnet man sich mit Schraubenschlüssel und Gaskanister. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn es ist The Happening all over again. Scheinbar kommt der Winter und die Vögel müssen nach Süden. Jedenfalls hauen sie einfach ab.

Rod, Nat und die Pissblagen stehen am Strand und gucken zu, wie die Vögel in den Sonnenuntergang gleiten und sind sicher. Zumindest bis Teil 2. Ja, den gibt es wirklich. Ich gehe Tauben füttern …

Schrottsommer 2016 – Sommerferienlager

Ich bin ehrlich: Als ich den heutigen Film für den Schrottsommer ausgesucht habe, dachte ich eigentlich, das wäre so eine grottenschlechte Feriencampkomödie mit ein paar Titten, notgeilen Jungs und den üblichen schlechten Witzen. Nachdem ich dann aber den Alternativtitel „Bloody Pom Poms“ gesehen habe – und ich feststellen musste, dass menstruale Aufklärungsfilme doch eher was aus den 70ern waren – dämmerte mir, dass es sich um etwas anderes handeln könnte. Ein Blick auf das Cover des Films unterstrich diese Vermutung, denn Totenkopfcheerleaderinnen sind wohl eher weniger zu schlechten Witzen aufgelegt. Wie sich herausstellte ist es ein grottenschlechter Camp-Slasher mit ein paar Titten, notgeilen Jungs und den üblichen schlechten Witzen. Ist ja auch nicht verkehrt, denke ich. Und mit etwas Glück wird es mal wieder so lächerlich, dass man mehr zu lachen hat, als es bei einer schlechten Ferienlagercomedy jemals der Fall sein könnte.

CHEERLEADER CAMP – USA – Japan – 1988 – 89 Min.

Direkt die erste Szene stellt mal klar, dass das hier total lahme Grütze wird. In einem Traum cheerleadet irgendeine Tussi rum und verkackt alles. Ihre Eltern stehen auf der Tribüne und sind extrem enttäuscht. UNd dann wird die Tuse von ihren Pom Poms angegriffen. Kein Film, der mit einer Traumsequenz anfängt, kann gut werden.

Die Cheerleadertruppe fährt also zum Camp und der fette Timmy hält seinen Arsch aus dem Fenster und steckt dann fest. Wow. Doch ne schlechte Comedy? Ms. Tipton begrüßt sie dann alle und wir erfahren die Namen der Hauptdarsteller. Äh, Alison und noch ein paar andere halt. Letztlich sowieso egal, da sich die Ischen eh alle auf gleiche Weise anzicken.

Timmy bespannt die Tussis beim großen Tittenvergleich und kommt dann als fette Hausfrau verkleidet angelatscht. Die Weiber bedecken schnell ihre Tüten und werfen ihn in den See. Also bisher hat das wirklich mehr von einer grausamen Komödie.

Der Sheriff guckt durch sein Fernglas und wird vom alten Pop angelabert, was zu absolut gar nix führt.

Alison findet Susan mit aufgeschlitzten Pulsadern. Ms. Tipton palavert was von Susans inneren Dämonen und etwas später machen die Mädels aus Trauer eine Kissenschlacht.

Eine schnöde Sache wie ein Selbstmord kann echte Cheerleaderinnen natürlich nicht davon abhalten, den bevorstehenden Contest trotzdem ernster zu nehmen, als alles andere, was jemals irgendwie ernst genommen wurde.

Alison ist nebenbei depressiv, glaube ich. Erst hatte sie am Anfang den komischen Traum und jetzt glaubt sie, dass ihre Visage komplett blutverschmiert ist. Und dann latscht sie durch ein dunkles Lager, um einen Schluck Milch zu trinken und die Leiche von Susan, die im Regal neben der Milch liegt, fällt auf sie drauf. Und dann geht der Oscar an die Leiche, die in ihrer Starre mehr Facetten aufweist, als es die Darstellerin von Alison zu Lebzeiten jemals könnte. Daniel Radcliffe hat sich da sicher einiges abgeschaut.

Ms. Tipton hat ihre Titten rausgeholt um mit dem Sheriff zu vögeln. Timmy guckt sich das natürlich alles an, weils lustig ist, oder so.

Zwischenfazit: Schöne Brüste hier im Film. Nichts übertrieben-aufgepumptes. Wirkt alles sehr echt. So kann es weiter gehen … ach, und der Rest ist lahme Scheiße.

Ms. Tipton hält eine Ansprache über die Würde, die nur Cheerleader aufbringen können. Ich erspare mir an dieser Stelle mal jeden Kommentar. Der Satz spricht wohl für sich. Timmy zeigt dann ein Video von Tiptons Bettabenteuer mit dem Sheriff und alle feiern es derbe ab. Würde und so. Ist klar.

Alison und Brent machen rum, aber Alison hat Migräne, oder so. Im Traum vögeln sie aber trotzdem rum und alle gucken zu. Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie sehr ich Traumsequenzen hasse? Dieser Film ist also genau das richtige für mich, wie es scheint.

Alle gehen schwimmen. Und am Ende sind dann doch nur noch Alison und Brent im See und machen rum. Aber Alison hat Migräne, oder so … ich habe ein Deja Vu. Brent haut dann ab. Ich kanns verstehen. Alison hat bestimmt schöne Titten, aber sie weigert sich einfach strikt, diese auch mal rauszuholen.

Theresa oder so ähnlich wird mit einer Heckenschere durch den Nacken abgestochen. Alison hat dann einen Traum, in dem sie Theresa mit ihren Pom Poms aufschlitzt, weil die mit Brent rummacht. Nur so ein Gdanke, Alison: Aber vielleicht hat Theresa Brent mal ihre Möpse gezeigt. Wenn du gleichziehst, hat er keinen Grund mehr fremdzugehen.

Cory, die aus irgendeinem Grund durchgehend im Krokodilkostüm rumlatscht, weckt Alsion, weil gleich der Maskottchenwettbewerb ansteht. Cory rockt die Bude mit ihrem Crocodile Rock Dance und wird dann von Ms. Tipton um den Sieg beschissen, da die einfach das Huhn zum Sieger erklärt. Willkommen in der fantastischen Welt der Cheerleadersommerferienlager. Warum zur Hölle war ich nie da?

Timmy und Brent verkacken dann die einstudierte Nummer, weil Pam (so hieß die Heckenscherenhenne also) fehlt. Ms. Tipton ist nicht erfreut über diese Zirkusnummer. Alison geht mal frische Luft schnappen.

Bonnie wird zur Queen gekürt und es gibt grauenhaften 80er-Jahre-Rock. Live. Von einer grauenhaften 80er-Jahre-Rockband. Und die Leute tanzen dazu. Grauenhaften 80er-Jahre-Tanz. Es ist einfach grauenhaft.

Alison latscht durch den Wald und sucht Pam und Theresa (ich wusste doch, dass es hier eine Theresa gibt). Die findet gerade Pam und schreit. Und schreit. Und schreit. Und dann wird sie von nem Auto überfahren, oder sowas in der Art. Habs nicht gerafft.

Die anderen suchen immer noch nach den beiden. Außer Timmy, der sich zu den grauenhaften Klängen der grauenhaften 80er-Jahre-Rockband mit grauenhaftem Fusel besäuft und eine Tussi abknutscht, die nicht abgeneigt ist. Ms. Tipton macht nebenbei ähnliches.

Ms. Tipton wird im Wald … ich weiß auch nicht … erschossen? Mit einem Bogen? Ich habe keinen Plan. Jedenfalls stolpert sie minutenlang durch den Wald und findet Alison in einer Hütte, wo sie dann endlich zusammenbrechen kann. Ah, sie hat ein Hackebeil im Rücken. Der Mörder ist also ganz eindeutig: HACKEBEIL HARRY! Nee, wartet, der hätte sie mit einem Dildo umgebracht. Müssen wir wohl weiter raten.

Massenpanik bricht aus und alle hauen mit ihren Autos ab. Wisst ihr, das ist doch eigentlich schon der pure Unrealismus. Zu einem echten Cheerleadercamp würde man doch ganzsicher mit einem Bus anreisen. Nur das Alison-Dance-And-Cheer-Team-Of-Desaster bleibt zurück. Weil jemand das Batteriekabel des Vans durchgeschnitten hat. Also beschließt man, die 40 Meilen bis zur Zivilisation zu laufen. 40 Meilen? In was für einem Wald an welchem Arsch der Welt haben die das Camp bitte gebaut?

Die Gruppe trifft auf Pop und hält ihn für den Killer. Also rennen sie zurück. Außer Timmy, der ganz hervorragend in einen Blockbuster dieses Jahrtausends passen würde. Ihr wisst schon, diese Kackfilme, in denen alles zu Bruch geht, tausende von Leuten sterben, aber die Charaktere trotzdem alles mit dämlichen Sprüchen kommentieren und sowieso nicht den Hauch von echten Menschen darstellen. Timmy passt da gut rein, denn während alle anderen um ihr Leben rennen, filmt er sich beim Kacken.

Die anderen finden dann seine Kamera und sehen darauf nicht nur Timmy beim Scheißen, sondern auch, wie der mit einer Axt weggeschnetzelt wird. Brent baut eine geniale Bärenfallenfalle über der Tür zur Hütte, in die der Sheriff latscht, weil er helfen will. Brent läuft also in den Wald und trifft auf Pop, der ihn abknallen will. Aber Cory ist plötzlich ebenfalls bewaffnet und erschießt Pop.

Alison, Brent, Cory und Bonnie sitzen am Lagerfeuer und trinken Tee. Brent will Alison knallen, aber die hat Migräne, oder so.Cory sagt dann, dass Brent der Killer ist, weil … Cory das halt sagt. Ich machs jetzt kurz, das ergibt doch sowieso alles keinen Sinn: Cory drückt Alison den Revolver in die Hand, von dem ich immer noch nicht weiß, wo sie ihn eigentlich her hat. Alison und Cory suchen Brent. Der hat gerade Bonnie gekillt. Also ballert Alison Brent weg und die Bullen kommen dann auch mal vorbei, um die Zeugen zu befragen. Cory hofft, dass Alison sich ihre Träume erfüllen kann und joggt davon.

Alison wird in den Krankenwagen verfrachtet und der Cop fragt, warum sie all die Leute getötet hat. Cory steht auf einem Hügel und cheerleadet rum, während ich mich frage, was mir dieser Film eigentlich vermitteln wollte, außer, dass der Drehbuchautor selbst keine Ahnung hatte, wer denn eigentlich der Killer ist. Gebt mir ein S. Gebt mir ein C. Gebt mir ein H. Gebt mir ein R. Gebt mir ein O. Gebt mir zwei T … Ich kapiere es immer noch nicht ….

Schrottsommer 2016 – Strandparty

Leser, die sich schon länger auf dem Filmschrottplatz rumtreiben, erinnern sich sicher noch an den absolut fantastischen Sting Of Death. Nicht? Na gut, hier noch mal zur Auffrischung der fantastische Jellyfish Song inklusive Jellyfish Tanz.

Ich dachte mir, es wird mal wieder Zeit, dass wir uns weit zurück begeben, in die schwingenden 60er, in denen selbst die Horrorfilme noch musikalisch ganz großes Kino waren. Es ist zwar quasi unmöglich, dass der heutige Film auch nur Ansatzweise an die absoluten Geisteskrankheiten eines Sting Of Death heranreicht. Aber geben wir ihm zumindest eine Chance und gehen auf die Strandparty.

THE HORROR OF PARTY BEACH – USA – 1964 – 78 Min.

Dieser Film stellt nebenbei eine Premiere auf dem Filmschrottplatz dar. Denn es ist der erste Schwarz/Weiß-Film, der seinen Platz auf dem Schrottplatz findet. Und wenn ich mir den unglaublich spannenden Anfang so angucke, bei dem irgendeine Motorradgang ein Paar in einem sportliche Cabrio verfolgt, diese dann aber an den Strand flüchten, wo der Typ dann der Tussi erklärt, dass er ihr nicht aufhilft, wenn sie auf die Fresse fällt, diese aber dann von seinen Experimenten palavert und ich schon wieder gar nicht mehr durchblicke, ist der Streifen schon lange überfällig.

Atommüllfässer werden im Meer versenkt, ist klar, Ich frage mich übrigens, warum … auf dem Meeresgrund bereits ein Totenkopf liegt … nein, was ich mich eigentlich frage ist, warum die diese Fassversenkungsszene damals immer neu gedreht haben. Wenn ich in Hollywood gewesen wäre, hätte ich ein Geschäft aufgemacht, dass nur Fassversenkungsszenen an Filmemacher verkauft. Da hätte man Millionen mit machen können. Diese Szene gab es damals in JEDEM Film. Aus dem Totenkopf entsteht übrigens der Horror, der dann später den Partystrand heimsuchen wird. Und was soll ich sagen: es sieht aus, als wäre ein moosbewachsener Felsen aufgewacht und würde die Toilette suchen.

Am Partystrand kommen jetzt auch endlich mal die Mopedrocker von vorhin an. Haben sich wohl vorher verfahren. Sie rauchen und trinken wie Asoziale, dabei wollen die anderen netten Leute da doch nur zu der beschissenen Musik der grottenschlechten Live-Band tanzen. Die folgende Tanzszene kommt natürlich zu keiner Zeit an den Klassiker aus Sting Of Death ran.

Oh, da ist das Monster aus der Nähe. Ein Teil Fisch, ein Teil Drache, ein Teil Giraffe, ein Teil Seepferdchen. Ein perfekte Mischung also. Das muss aber auch erst mal reichen an Spannung. Denn die Live-Band performt gerade ihren Knallerhit „Wiggle Wiggle Wobble Wobble“.

Hank, der Doktor oder was auch immer der sein mag, ist kein guter Wiggler und Wobbler und prügelt sich mit einem Typen namens Mike, weil die Experimentetussi von Hank ihn antanzt. Ihr seht, Sinn sucht man hier besser von Beginn an nicht. Nachdem sie sich die Fressen poliert haben geben sie sich die Hand wie echte Männer. Die Tussi geht schwimmen. Nebenbei als einzige. Die sind alle am Strand, aber nur sie geht ins Wasser, weil alle anderen zu sehr damit beschäftigt sind, zu wigglen und zu wobblen. Waren die 60er wirklich so? Da konnte man sich ja eigentlich nur Monster wünschen, die dem Treiben da ein Ende bereiten.

Ein Schrei und man findet die Leiche des Mädchens. Die Cops sind ratlos. Sie haben alle Anwesenden befragt, aber die denken nur ans Tanzen, deshalb kann ihnen niemand weiter helfen.

Die Tochter des Leichenbestatters ist geil auf Hank. Wollte das nur mal so nebenbei erwähnen, weil das vielleicht noch mal wichtig wird. Wir reden hier immerhin von einem Film aus den 60ern. Wenn die gleich rumficken, weiß man jetzt wenigstens, dass sie geil aufeinander waren. Ich kann nebenbei verstehen, warum Elaine – so heißt die Leichentochter – keinen Bock hat, auf die Pyjama-Party von Libby zu gehen. Erstens wird da grauenhaft gesungen und zweitens bringen die echt den Gag mit dem Wassereimer auf der Tür. Hui, das wird ein Spaß.

Wartet mal, das sind ja schon zwei Monster. Und sie schleichen sich zur Pyjama-Party. Nun, 20 Mädchen tot. Nur eine hat überlebt. Die beschreibt die Monster und Experten versuchen jetzt die Identität der Monster herauszufinden. Ja, der Nachrichtensprecher sagt wirklich „Identität“. Ich denke, eins von den Monstern heißt Karl-Heinz Müller. Fall gelöst.

Hach, die 60er. Eine Gruppe von Tussis fährt tanken. Tankfüllung, Fensterputzen und Wegbeschreibung nach New York für 4 Dollar. Heute gibt dir für 4 Dollar nicht mal mehr jemand die Auskunft, ob man an der nächsten Kreuzung links oder rechts abbiegen soll. Das waren noch Zeiten. Trotzdem alle irre. Jedenfalls haben die Ischen natürlich eine Panne im Wald und die Monster kommen.

Elaines Sklavi … äh, ich meine Haushälterin meint, Voodoo kann nicht schaden. Hank kommt vorbei und ich raffe immer noch nicht, wie die eigentlich alle miteinander in Verbindung stehen.

Am Strand wird immer noch gesungen. Elaine wünscht sich sogar ein Lied. Ich wünsche ihr einen grausamen Tod.

Zwei Tussis alleine auf der Straße – tot.

Der Leichenbestatter ist auch noch Wissenschaftler und findet heraus, dass die Monster ein Hybride aus Fisch und Plankton sind, oder so. Und sie ernähren sich von Menschenblut. Und man kann sie mit Sodium töten.

Zwei besoffene Arschlöcher alleine im Wald – tot.

Hank und Leichenlarry planen also die große Sodiumattacke. Ich habe keine Ahnung, was der Plan dahinter ist, also warten wir mal ab.

Zu wahnsinnig dramatischer Musik treffen sich dann alle im Wald, wo Elaine bereits mit dem Fuß in zwischen zwei Felsen fest hängt und die Monster seit gefühlt zwei Tagen auf sie zu schleichen. Natürlich ist Hank zur richtigen Zeit am Start und wirft mit Sodiumgranten um sich. Denke ich. Ist arschdunkel und schwarz/weiß. Ich erkenne quasi nix. Nach und nach treffen dann auch die Cops und Leichenlarry ein und mit der großen Sodiumexplosion erledigt man das Grauen rückstandslos, da sich jedes Monster, das mit Sodium in Berührung kommt, diret in Luft auflöst.

Elaine kriegt nen Orgasmus als sie zu Auto humpelt und alle können wieder Party am Strand machen. Ich gehe meinen Atommüll entsorgen …

Schrottsommer 2016 – Bienen verscheuchen

bssssssssssssssssssssssssss *wedel* bsssssssssssssssssssss *wedel* bsssssssssssssssssssss *wedel wedel* bssssssssssssssssssssss *klatsch* HA HA HA Stirb, Kackvieh! *wegschnipp* Wir kennen das alle. Man sitzt im Sommer draußen im Garten. Oder liegt am See. Oder wacht im vollgekotzten Zelt auf einem Festival auf. Und man wird unentwegt von dem Gesurre irgendwelchen Ungeziefers genervt, dass einem um die Birne schwirrt. Bisher ist noch keine Methode bekannt, die dem wilden Treiben der Insektenseuche ein Ende setzt. Aber wenn wir Glück haben, liefert der folgende Fim ein paar Ideen:

BLACK SWARM – Canada – 2007 – 89 Min.

Sagt mal, ist es in Kanada nicht immer arschkalt? Wie kommen die darauf, nen Bienenfilm zu drehen? Der Regisseur heißt übrigens mit Nachnamen Winning. Also können wir hier nur verlieren.

Oh mein Gott, es ist ein Apfel! Das alleine ist schon grausam genug, denn wer mag schon sowas gesundes wie Obst? Aber noch schlimmer ist die Tatsache, dass aus dem Apfel eine blutrünstige Biene krabbelt, die dann zu ihrem Nest fliegt, das anschließend von einem Kammerjäger abgefackelt wird. Soweit also zum Plot. Es ist wohl das typische „Die Natur schlägt zurück“ Szenario. Hatten wir ja letztes Jahr im Schrottsommer auch schon. Nur mit Blumen.

Die kleine Kelsey ist nicht gut drauf, denn Mama Jane zwingt sie, aus der Stadt heraus und aufs Land zu ziehen. Warum Jane überhaupt weggezogen ist, will Kelsey wissen. Antwort: „Es war ne gute Idee.“ Na, zum Glück lässt man hier keine Fragen offen.

Devin, der Bienennestabfackler von gerade eben, quatscht mit der blinden Kundin rum und fährt weiter. Black Swarm ist übrigens der Name der Kammerjägerfirma, für die er arbeitet. Der angehende Bürgermeister labert ihn voll und mich wundert, dass er nicht zufällig gerade ein Kürbisfest plant, dass durch die Bienenplage bedroht ist.

Bienenzüchter Eli (gespielt von Robert Englund ohne Krallenhand) schenkt Kelsey einen Apfel, während Jane ihren neuen Job als Sheriff antritt. Die erste Regel des unkreativen Writings besagt, dass der Protagonist der neue Sheriff ist. Der Eismann kommt und … Meine Fresse, was zur Hölle soll der denn darstellen? Eine Mischung aus dem Ice Cream Man und der Schabe aus Men In Black? Der ganze Film hier ist jetzt schon ein reiner Flashback auf den letzten Schrottsommer. Kelsey will doch kein Eis. Ich auch nicht, Nie wieder.

Im Haus der Blinden stirbt ein Typ durch tausend Wespenstiche. Leider hat man für die Szene nicht Macaulay Culkin gekriegt. Man hatte hier die einmalige Chance, den Zuschauer für My Girl zu entschädigen.

Jane befragt die Blinde. Die erklärt, dass Devin der neue Kammerjäger ist und natürlich kennt Jane Devin und natürlich weiß sie nicht, ob sie ihn sehen will und natürlich ist ihr Mann gestorben. Die zweite Regel des unkreativen Writings besagt, dass der Sheriff im Dorf eine alte Flamme trifft. Wir wissen, wo uns Regel 3 hinbringen wird. Ich hoffe ja insgeheim auf eine Sexszene im Bienenstock.

Im Autopsieraum wird der Totgestochene zum Zombie. Äh, warum? Es ist ein großer Irrtum, das mit Zombies alles besser wird. Und so eine Scheiße hier schon gar nicht. Während der Zombie irgendeinen Typen killt, findet Devin eine etwas großgeratene Biene und Kelsey nervt mit einer Mundharmonika. Ach ja, und dem Nachbarn krabbeln Bienen aus dem Ohr. Das hier kann einfach nur zu totalem Bullshit führen. Und warum heißt der Film nicht „Zombees“? Kommt schon Leute, wenn billig, dann wenigstens richtig.

Devin und Jane treffen sich natürlich doch und Cathrin – ich glaube, das ist Devins Freundin, aber ich blicke nicht durch – fragt hinterher, was denn deren Geschichte ist. Und hier kommt sie: Jane war in der Highschool mit Devin zusammen. Aber dann heiratete sie DEVINS ZWILLINGSBRUDER DAN!!! Und der starb offensichtlich. Bestimmt hat er den Fehler gemacht, sich einen beschissenen Film wie Black Swarm anzugucken und ist vor Langeweile vom Balkon gesprungen.

Beverly – das ist die Blinde – abert etwas mit Kelsey rum. Ich mag Beverly. Immer gut drauf, obwohl sie blind ist und in ihrem Garten ein Typ kaputtgestochen wurde.

Eli hat ein absolutes Megalabor in seinem Wohnwagen. Inklusive Menschenschädel und einem Pfirsich, in den er irgendetwas reinspritzt. Kelsey sollte besser kein Obst mehr von ihm annehmen. Nachdem Eli gegangen ist, schleicht sich Kelsey natürlich in das Labor und isst den Pfirsich. Und dann ticken alle Bienen aus, oder so. Ich bin mir nicht ganz sicher, was mir da gerade vermittelt werden sollte.

Kommen wir also zu spannenderen Dingen. Zum Beispiel dem Dorfpfarrer, der vor den Augen des angehenden Bürgermeisters einen epileptischen Anfall erleidet und den dann mit Bienen bespuckt, wie es sonst nur Die Mumie persönlich mit Hornissen zu leisten im Stande ist.

Mal schnell noch ein paar wichtige Plotpoints des unkreativen Writings abhandeln: Catherine ist irgendeine Art von Undercover-Agentin und steigt in eine schwarze Limousine ein. Kelsey und Beverly rennen über ein Maisfeld, um vor den Bienen zu flüchten. Devin kommt vorbei und rennt hinterher. Beverly und Kelsey verlieren sich im Maisfeld. Jane sucht Kelsey im Haus und findet das Labor. Darin sitzt Eli und redet mit den Bienen. Dabei erklärt er kurz, dass diese die Nachbarn zu Drohnen für die Königin gemacht haben. Ernsthaft: Wie viele lahme Szenen kann man aneinanderreihen?

Jane stellt jedenfalls Eli. Währenddessen wird Beverly vor Kelseys Augen niedergestochen. Devin fängt Kelsey ein, die ihn für einen Geist hält. Als Beweis, dass er kein Geist ist, lässt sich Devin von Kelsey kenifen. Sollte das nicht andersrum funktionieren? Whatever. Alle landen im Labor und Eli erklärt, dass die Regierung seine genetisch veränderten Bienen als Waffe benutzen wollten. Oh man, echt jetzt? Wie lahm ist das denn … ach, jetzt hätte ich fast vergessen, was das hier für ein Film ist. LAHMARSCH – THE MOVIE

Naja, blah blah blah und man beschließt, das Kaff zu räumen. Aber NEIN!!! Jane kann das nicht zulassen. Schließlich ist es ihr Zuhause und sie wohnt schon seit 2 Stunden weider hier, nachdem sie zuvor eine halbe Ewigkeit in der Stadt verbracht hat. Also muss das Dorf gerettet werden. Deshalb schmiedet man einen Plan, der sich wohl erst bei der Durchführung offenbaren wird. Eli und Kelsey gehen jedenfalls in die Kirche und da erklärt Eli, dass es nicht so gut war, dass sie den Pfirsich gegessen hat, denn jetzt werden die Wespen sie für die neue Königin halten. Mal davon abgesehen, dass das alles völliger Käse ist … ich dachte, es handelt sich hier um Bienen. Wieso sind es plötzlich Wespen?

Catherine rettet Kelsey vor dem Pfarrer und dem Bürgermeister in Zombieform und knallt Eli ab, da sie ihn nicht mehr brauchen. Schließlich haben sie hier die Königin höchstpersönlich. Das ist alles so unglaublich banane. Und nicht auf gute Weise.

Jane und Devin knutschen rum und fackeln einen Bienen … nein, Wespenschwarm ab, indem sie den Kammerjägerbully von Devin in die Luft jagen. Die latschen dann … irgendwo hin und da ist zufällig das Meganest der Megawespen in dem die Megakönigin Kelsey sitzt. Catherine ist auch da und es folgt der lahmste Showdown, den die Welt jemals gesehen hat. Folgendermaßen: Jane will Kelsey holen, aber Catherine sagt „nö“. Jane zieht ihre Waffe. Catherine hat auch eine. Die beiden stehen sich direkt gegenüber. Man muss also nichts weiter tun, als gerade aus zu schießen, um die andere zu treffen. Catherine feuert zuerst. Drei Mal. Geradeaus. Genau auf ihr Ziel. Aber wie durch ein Wunder trifft sie gar nix. Nicht mal die Luft rund um Jane. Diese schießt als nächstes und lässt Catherine natürlich in einem Blutbad von CGI untergehen. Die vierte Regel … ach komm, lassen wir das. Wir wissen alle, dass Antagonisten schlechte Schützen sind. Aber Catherine ist da wirklich das absolute Paradebeispiel.

Jedenfalls kann Jane Kelsey nicht aus dem Wespennest holen, weil die Zombies kommen … Dieser Satz beschreibt wohl am besten, was an diesem Film alles verkehrt ist.

Eli lebt!!! Was für ein Twist. Draußen warten Helikopter von der Regierung, die ihn umbringen wollen. Er erklärt, dass er die ganze Zeit versucht hat, seine genetische Wespenveränderung rückgängig zu machen. Und jetzt kommts: Kelsey ist Devins Tochter!!! Man, die Twists hier sind ja mal sowas von unvorhersehbar und verzwirbelt, dass das nur von einem wahren Meister geschrieben worden sein kann. Und wie es sich für einen guten Autor gehört, hat er zum Schluss noch einen echten Knallerplan am Start, wie man aus der misslichen Lage herauskommt: Das Wespennest wegbomben.

Eli krabbelt also zum Nest und befreit Kelsey, indem er sie einfach aus dem Nest freibuddelt. Warum das vorher nicht ging, ist mir nicht ganz klar, aber der Autor wird es wissen. Jedenfalls auf zur Flucht, und logischerweise lässt man Kelsey mit Eli rauslaufen. Ihr wisst schon, weil der von den Helikoptern gejagt wird und somit absolut keine Gefahr für das Kind besteht, wenn sie ausgerechnet mit ihm draußen rum läuft. Jedenfalls wird Eli natürlich abgeballert, weil er zurückbleibt und die Familie kann fliehen.

Sie leben glücklich und zufrieden, in einem Haus am Arsch der Welt, wo Kelsey eine Wespe zermatscht. Ich gehe meine Fliegenklatsche holen …

Schrottsommer 2016/Sommerpause

Der Sommer ist bekanntlich eher eine ruhige Zeit, was das Bloggen und das Bloglesen angeht. Mit anderen Worten: Hier ist demnächst wohl eh nicht viel los, da die Leute damit beschäftigt sind, im Schwimmbad Fußpilze zu sammeln, sich mit Eis vollzukleckern, oder ins Kinderbecken zu pissen. Deshalb gehe ich auch in eine Art Sommerpause. Ich muss mich mal um ein paar andere Projekte kümmern, damit ich nicht irgendwann vom Schrottplatz unter eine Brücke umziehen muss.

Aber ganz alleine lasse ich euch natürlich nicht. Denn über die nächsten Wochen gibt es hier zumindest noch ein paar Sommerfilme, so heiß, dass man denkt sie würden direkt aus der Höllenhitze der Sonne kommen und so scheiße, dass man sich wünscht, sie wären dort restlos verbrannt.

Dieses Jahr werden wir folgenden Sommeraktivitäten nachgehen:

Sommerferienlager

Vögel füttern

Bienen verscheuchen

Strandparty

Worauf freut ihr euch am meisten diesen Sommer?

Schrottsommer 2015: Eis essen

Was haben wir diesen Schrottsommer nicht schon alles erlebt. Wir waren am See, am Strand, in Blumenwiesen und zum Abschluss gibt es jetzt noch ne Runde Eis für alle.

ICE CREAM MAN – USA – 1995 – 84 Min.

Klingeling der Eismann kommt … und wird von Mafiosi erschossen, wie sich das gehört. Obwohl ich zugeben muss, dass mir gar nicht so klar war, dass selbst in einem Kaff mit gefühlt fünf Einwohnern, das organisierte Verbrechen sein Unwesen treibt. Vielleicht haben sie den Eismann auch einfach nur in seinem Eiswagen aus der Stadt bis dahin verfolgt. Jedenfalls ist ein toter Eismann, der auf der Straße ausblutet, kein Grund für den kleinen Gregory, sich nicht trotzdem ein Eis zu holen und daran rumzulecken, während er sich den verreckten Eisbluter anguckt. Herrjeh, ich sehe schon, das wird ganz großer Käse.

Einige Jahre später: Klingeling der Eisprinz kommt … und hat ganz derbe einen an der Klatsche. In manchen Kreisen würde man ihn wohl Psychopath nennen, aber ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen. Der Eisprinz ist übrigens Gregory. Ist klar, ne?

Die Blagen lutschen auf dem Spielplatz an ihrem Eis rum und irgendwie passiert in diesem Film einfach gar nichts. Das wird anstrengend, glaube ich.

Prinz Gregory der Erste killt nen Hund und dreht ihn durch den Fleischwolf, weil … er Hunde nicht mag? Ich hab keine Ahnung. Er ist halt doch ein Psycho.

Ein Kind wird vermisst und die Cops fragen als erstes natürlich Gregory. Der weiß selbstverständlich von gar nix. Wo sie schon mal da sind, kaufen die Bullen noch schnell ein Eis aus dem fahrenden Müllkübel, in dem sich Ratten und Kakerlaken im Eis tummeln. Gregory ist halt ein Psycho.

Die Nachbarschaftsnutte will auch ein Eis haben und schmeißt sich an Gregory ran, der ihr Literweise, oder Kiloweise (in was wird die Menge von Eis gemessen?) Eis vorbei bringen soll. Gregory kackt noch kurz die Blagen an und haut dann ab. Er ist nun mal ein Psycho.

Gregory findet sein nächstes Opfer in einem Jungen. Ein anderes Blag beobachtet das Geschlachte und rennt weg. Der Eiscremeprinz ruft ihm noch schnell hinterher, dass er weiß, wo er wohnt. Er ist eben ein Psycho.

Chris will seinen Eltern erzählen, was er gesehen hat, aber die kötten sich gerade rum, weil Vater Martin seine Sekretärin geknallt hat, oder sowas in der Art.

Boah, ist das alles laaaaaaaaaaaangweilig. Aber dann Megaaction, als Gregory Chris im Tante Emma Laden um die Ecke beim Sahne kaufen trifft und ihn durch die Gänge jagt. Und zwar ne Viertelstunde lang, ohne das irgendjemand in dem Laden was sagt, oder mitkriegt. Jedenfalls kann Chris fliehen und als Gregory in seine Eiscremefabrik kommt, stellen die Cops gerade alles auf den Kopf, weil sie vermuten, dass er ein Psycho ist.

Irgendwas … passiert und Gregory hat einen weiteren Jungen in seiner Fabrik sitzen. Ich sage es, wie es ist: Ich kann dem Quatsch hier irgendwie nicht folgen.

Die anschließende Kirchenszene hilft da wenig, denn WAS ZUR HÖLLE HAT DIE SCHEIßPREDIGT VON DEM PISSPAPST DA JETZT MIT DEM REST DES KACKFILMS ZU TUN? Ich bin überfordert. Ich gebe auf. ich lasse mich jetzt einfach berieseln.

Chris und seine Gang von Pissblagen verfolgen den Eismann auf ihren Fahrrädern nach irgendwo im Nirgendwo. An einem Grabstein sticht Gregory mit einem Messer auf nen Müllsack ein. Hat schon was von „Meine teuflischen Nachbarn“. Im Beutel ist natürlich Eiscreme. Gregory labert irgendwelchen Quark zum Grabstein und lässt eine Eistüte zurück.

Die Kids wollen den Bullen klar machen, dass der Eismann Kinder killt, aber die glauben kein Wort.

Gregory erledigt einen Typ mit nem Waffeleisen und bringt der Nachbarnutte von vorhin seinen Kopf auf ner Eiswaffel vorbei. Die ist weniger begeistert. Leider werden wir nie erfahren, was aus ihr geworden ist, denn es folgt einfach ein Cut … also nicht von gregory mit nem Eispickel, sondern ein Filmschnitt.

Das Blag von vorhin ist wieder in der Fabrik und Gregory bringt ihm bei, wie man Pulver richtig aus einem Eimer in einen Bottich schüttet. Das sind die wichtigsten Regeln beim Eismachen. Und wer weiß sonst schon, wie man nen Eimer auskippt? Zum Glück gibt es Gregory, sonst würden wir alle immer noch unsere Eimer falsch ausschütten.

Ich raffe wirklich gar nix mehr. Die Cops sind in der städtischen Klapsmühle, wo Gregory auch mal Gast war, und irgendein Typ an den Insassen rumexperimentiert. Alle ticken rum und die Bullen müssen sich den Weg freiprügeln.

Der Eismann verfolgt inzwischen die Fahrradgang und entführt eins der Blagen. Wenn der Eismann zu nem Kind sagt: „you are ice cream“ weiß man, dass man den richtigen Film ausgesucht hat.

Zum Showdown treffen sich dann alle an der Eisfabrik. Der Eismann köpft Leute und jagt die Blagen und macht den Puppenspieler mit den Köpfen seiner Opfer und weiterer unfassbar lustiger Kram passiert. Die Cops kommen auch irgendwann vorbei, werden aber mit Eislöffeln von Gregory ausgeknockt. Also ihr wisst schon. Diese winzigen Schöpfkellen für Eis, mit denen man nicht mal ein Eichhörnchen erschlagen könnte. Aber gut, Gregory weiß ja, wie man mit den Teilen umgeht.

Irgendwie, fragt mich nicht wie, denn ich habe absolut keinen Plan, wird Gregory dann von den Blagen mit einem Bild in die Fabrik gelockt, wo er in seine Eismaschine fällt und zu Eis verarbeitet wird. Traurigerweise hat man hier die Chance verpasst, eins der Kinder sagen zu lassen: „He is ice cream.“ Aber das hätte wohl zu viel Kreativität vom Drehbuchautoren gefordert.

Alles ist wieder ruhig im kleinen Städtchen Wasweißichwiedasscheißkaffheißt. Aber der kleine Paul, der beim Eismachen zugucken durfte sitzt immer noch in der Fabrik und grinst doof in die Kamera. Er ist eben ein Psycho.

Ich geh jetzt Eis essen. Der Sommer ist ja schon fast wieder vorbei.

Schrottsommer 2015: Sonnen am Strand

Der Sommer des Schrotts geht weiter. Ich schätze, das erste, was jeder denkt, wenn er das Wort Sommer hört, ist: Am Strand in der Sonne liegen. Ich nicht. Was soll ich in dem heißen Sand rumsitzen und mir den Arsch verbrennen, wenn ich stattdessen im klimatisierten Heimbüro rumhängen kann? Okay, es ist nicht klimatisiert. Und Sand hab ich nur den, den ich unter meinen dreckigen Schuhen ins Zimmer geschleppt habe. Und das Dröhnen des DVD-Players, der jeden Moment in Flammen aufzugehen droht, ist auch nicht unbedingt so entspannend, wie das Rauschen des Ozeans. Also gut, überredet. Gehen wir halt doch an den Strand. Aber echte Kerle gehen nur an den:

BLOOD BEACH – Horror am Strand – USA -1980 – 92 Min.

Nach einer 10-minütigen Kamerafahrt über den Strand, an dem keine Sau ist, was aber auch nicht verwundert, da dort alles irgendwie völlig runtergekommen aussieht, spielt Harry mit dem Hund seiner Nachbarin und geht dann schwimmen. Wirklich viel los ist am Strand immer noch nicht. Nur die Nachbarin geht mit dem Hund spazieren. Der kann sie aber auch nicht retten, als sie von etwas in den Sand gezogen wird.

Die Cops sind ratlos und wissen nicht, wohin die Nachbarin verschwunden ist. Tochter Catherine, kurz Cat, holt den Hund ab … versteht ihr? CAT holt den HUND. Ich kann nicht mehr, es ist schon jetzt zu schlecht. Jedenfalls kennt Cat natürlich alle Leute im Kaff. Rettungsschwimmer Harry, dessen Partner Hoagie, den Hund, einfach alle. Und natürlich auch die Dorfpsychopathin, die ihr gerade klar macht, dass es nur eine Lösung des Falls gibt: Vergewaltigung und Mord. Denn das passiert jeden Tag. Ist zwar richtig, aber doch nun nicht unbedingt in nem Kaff mit ungefähr 5 Einwohnern.

Harry hat es nicht nötig, jemanden zu vergewaltigen, denn als Rettungsschwimmer ist bei ihm selbstverständlich immer Titten-Time. Die wird heute aber unterbrochen, denn der Hund wird vom Sandmann erwischt. Und hier kommt der beste Pathologe, den die Geschichte je gesehen hat. Mit seinen unfassbar genauen Angaben dürfte es für die Polizei kein Problem sein, den Hundekiller ausfindig zu machen. Gesucht wird: Ein großer Mann. Oder ein kleiner Mann mit großen Händen. Oder ein starker Mann. Oder ein langer Mann. Oder ein Mann mit scharfen Fingernägeln. Oder Freddy Krueger. Das Rätsel ist dann wohl gleich gelöst, und der Schwachsinn hier frühzeitig vorbei.

Um das Ganze doch noch etwas einzugrenzen fragt Sergeant Royko noch kurz, ob es Vergewaltigungsspuren gibt. Ich schätze mal, er ist mit der Psychopathin verheiratet.

Oh, viel los am Strand. Ein Bikini-Model wird am Bein verletzt und ist laut dem Polizeichef vielleicht für immer entstellt. Sah für mich zwar nur wie ein Kratzer aus, aber man weiß ja, wie die Weiber sind. Mit so ner 10 Millimeter-Narbe am Knie sind die Minirock-Zeiten vorbei.

Um herauszufinden, was sich da am Strand versteckt, wird erst mal alles umgegraben. Royko ist von Grund auf skeptisch und meint, man solle lieber die Nazis fragen, was Sache ist. Fragt nicht. Vielleicht hab ich es auch einfach nur falsch verstanden. Aber zurückspulen hab ich keinen Bock. Dann dauert der Schwachsinn nur noch länger.

Interessanterweise wird der Strand nicht abgesperrt. Eigentlich wird er täglich voller. Und des nachts geigt auch noch ein, nun ja, Geiger am Strand rum.

Der Spaß mutiert zu Blood Beach – The Musical, als Harry und seine heutige Titten-Tussi des Abends gemeinsam ein Lied singen. Die Tuse fährt mit ihrem Fahrrad nach Hause und hält dummerweise am Strand, um einer verletzten Möwe zu helfen. Aber das war wohl nur ein Trick eines Vergewaltigers. Hey, die Psychotante hatte recht. Der Vergewaltiger endet allerdings unterm Sand. Irgendwelche Blagen finden seinen Schwengel und bringen ihn zu Royko. Äh, ja. Weiter im Text.

Während Harry und Cat gemeinsam dinieren, findet das Sandmonster sein nächstes Opfer. Harry findet am nächsten Morgen zufällig ihren Hut und es ist klar: Es kann nur der Sandmann gewesen sein. Beim graben findet man ihr Auge.

Um noch schnell ne unglaublich sinnlose Nebenhandlung einzubauen, gibts irgendeine Gerichtsverhandlung. Ich bin versucht vorzuspulen, aber nach ner Minute ist es eh wieder vorbei.

Harry kombiniert, dass das Sandmonster irgendwo wohnen muss, wohin es sich zurückzieht. Ich tippe auf ne Sandburg, aber was weiß ich schon. Harry sucht jedenfalls überall nach dem Vieh. Und mit überall meine ich irgendwo in einer dunklen Höhle, oder nem dunklen Bergwerk, oder ner dunklen Straßenecke. Keine Ahnung, es ist einfach dunkel und ich erkenne absolut gar nix. Finden tut er das Sandungeheuer aber eh nicht. Also macht er das Nächstbeste und gibt mit Cat ein Livekonzert in einer billigen Absteige.

Die Cops sollen Unterstützung kriegen. Captain Pearson ist nicht erfreut und will endlich Ergebnisse sehen, selbst wenn das bedeutet, dass seine Leute mit ihren Frauen reden oder sich bekiffen müssen. Herrjeh, der Mann scheint verzweifelt zu sein. Wer redet denn schon freiwillig mit seiner Frau?

Irgendein halbtoter Typ steigt aus einem Gullydeckel. Royko ist gerade zufällig zur Stelle. Der Strand ist übrigens mittlerweile auch gesperrt. Nicht schlecht. Schon nach dem zweiundvierzigsten Opfer handelt man. Einen Polizisten erwischt es aber trotzdem noch. Und die Psychotussi hat zugeguckt.

Lieutenant Piantadosi (wer zur Hölle hat sich den Namen ausgedacht?) bittet Harry um Hilfe, da die Bullen auf der Stelle treten. Vielleicht könnte man mal den Gully checken, aus dem der zerfetzte Typ gekrochen ist, aber da hat man wohl den Zusammenhang noch nicht hergestellt. Jedenfalls erzählt Harry irgendeine Geschichte, die absolut nichts mit irgendwas zu tun hat und man erkundet den Keller von irgendeinem heruntergekommen Hotel, oder einem alten Schloss, oder wasauchimmer.

Man findet das Esszimmer des Ungeheuers und wie jeder gute Captain, hat auch Pearson einen Plan, der nicht scheitern kann. Nur so viel: Er beinhaltet Infrarotkameras und jede Menge Sprengstoff.

Während man wartet teilen sich Royko und Harry nen Schokoriegel. Eigentlich völlig egal, aber man will ja die Spannung bis ins Unermessliche treiben. Natürlich scheitert man komplett daran, aber immerhin hat mans versucht.

Und da kommt das Monster und es ist … einfach nur ein langer Tentakel an dessen Ende eine Art Blume mit Stacheln hängt. Okay, das war absolut enttäuschend.

Genau so, wie das große Finale, denn der Plan des Captains geht auf und man bombt schlicht alles weg und das Monster gleich mit.

Alles ist wieder gut am Strand. Sogar ne Sandburg wurde gebaut. Nachdem man 10 Minuten gezeigt hat, wie sich Leute am Strand vergnügen kommt der Abspann und man zeigt noch weiter fröhliche Menschen, die im Sand spielen. ABER WAS IST DAS? Plötzlich öffnen sich jede Menge Löcher im Sand und ich schätze mal, alle werden von Sandmonstern gefressen.

Perfekt. Haben wir den Strand für uns … HEY! Wer hat meine Schaufel genommen?

Schrottsommer 2015: Spaziergänge durch Blumenwiesen

„Consider the lilies.“ „He’s having a go at the flowers now.“ „Oh, give the flowers a chance.“ – Life Of Brian, 1979

Na gut, geben wir den Blumen halt ne Chance. Ist ja schließlich Schrottsommer und da blühen die am schönsten. Aber was, wenn die Blumen uns keine Chance geben? Dann kommt dabei das hier heraus:

THE HAPPENING – USA – 2008 – 91 Min.

Starring: Max Payne und die Sommer höchstpersönlich

Eigentlich muss man sich ja bei dem Cast des Films schon die Frage stellen, ob das folgende Desaster tatsächlich ernst gemeint war. Ich behaupte: Ja, war es. Und selbst wenn nicht, ist es trotzdem unfassbarer Müll. Aber lest selbst …

Ein sonniger Morgen im Central Park von New York City. Leute gehen mit Hunden spazieren, Tussis sitzen auf der Bank und lesen, eine Frau schreit, weil sie wahrscheinlich von einem Drogenjunkie überfallen wird … und dann bleibt alles stehen. Oh, und Claire sticht sich eine Stecknadel in den Hals. Sieht gar nicht aus wie ein Emo, aber so kann man sich irren.

An einer Baustelle springen Leute vom Dach in ihren Tod, weil sie diesen Scheiß jetzt schon nicht mehr ertragen können. Dabei haben sie noch gar nix gesehen, denn hier ist Marky Mark, Biologie-Lehrer und Pollunder-Model, als Elliot. Statt Modetipps gibt er der Klasse eine Lehrstunde in globaler Erwärmung, wird dann aber zu einer Lehrerversammlung geholt, auf der alle Lehrer über die Ereignisse in der Stadt aufgeklärt werden. Nebenbei scheint der Film in den 50ern zu spielen, oder laufen heute Schüler tatsächlich noch rum wie John Lennon?

Das interessanteste an dem Film steht an der Tafel: Laut Einstein hätte die Menschheit nur noch 4 Jahre zu leben, wenn die Biene ausstirbt. Interessante Theorie, über die es sich zu diskutieren lohnt. Aber später, denn im Moment ist viel wichtiger, dass Zooey Deschanel rumsitzt und nicht ans Telefon geht. Elliot kommt nach Hause und gemeinsam mit Frau Alma sieht er den Aufruf zur Evakuierung von New York im TV. Also hauen die beiden zusammen mit Julian und dessen Tochter ab.

Hoffentlich ist ihr Ziel nicht Philadelphia, wo gerade Stillstand herrscht und sich ein Cop das Hirn auf offener Straße rauspustet. Wo die Knarre eh schon da rumliegt, machen es ihm ein paar Passanten nach.

Im Zug macht sich Panik breit, als die Geschichte vom Philadelphia-Massensuizid die Runde macht. Komischerweise kommt niemand auf die Idee, mal zu gucken, ob nicht irgendein Sektenführer zur großen Lemmingaktion aufgerufen hat. Jedenfalls hält der Zug mitten im Nirgendwo. Hätte gar nicht gedacht, dass es in den USA noch so viel freie Natur gibt. Ich dachte, da stehen schon überall Militärbasen und Flakgeschütze. Man lernt nie aus.

Im Zoo lässt sich ein Typ im Löwengehege die Arme abbeißen. Richtig so. Wenn man schon den Freitod wählt, dann doch wenigstens auf coole Art.

Die Gang landet in einem Cafe am Arsch der Welt, wo mal wieder die Nachrichten laufen, bis der Strom ausfällt. Also fasst man den Entschluss, sich einfach zu verpissen. Die Gang bleibt zurück und trennt sich. Julian muss seine Frau suchen und Elliot und Alma fahren mit einem Alt-Hippie los, der seine eigene Marijuana-Plantage am Start hat. Perfekte Wahl. Bekifft ist der Schwachsinn vielleicht besser zu ertragen.

Der Wind pfeift und der Fahrer von Julians Wagen setzt die Karre absichtlich vor nen Baum. Naja, eine unnütze Nebenhandlung weniger.

Die Kiffer-Kolonne entdeckt Leichen auf der Straße und dreht lieber um. Irgendwo treffen sie dann einen Soldaten und tausend andere Leute, die zufällig gerade im Sekundentakt alle an der selben Kreuzung, mitten im unbewohnten Wald und Wiesen Gebiet, vorbeifahren. Naja, bla bla, man bleibt erst mal da. Julians Tochter ist auch irgendwie da gelandet und alle flennen, während sich der Hippie nen Haschisch-Hot Dog reinpfeift. Nebenbei ist man mittlerweile auch irgendwie auf den Trichter gekommen, dass das alles von den Pflanzen ausgeht. Fragt mich nicht wie, ich hab nicht aufgepasst.

Die Gruppe latscht los zu einer Kleinstadt, wo man sich Schutz verspricht. Vielleicht gibts da keine Blumen. Anti-Veganer-Gebiet, oder so. Wer weiß. Warum man nebenbei in der großen Pflanzenapokalypse nicht mit dem Auto fährt, und stattdessen quer über Felder und Wiesen latscht, stelle ich hier einfach mal nicht in Frage. Die ersten Opfer sind auch schnell gefunden, als der Soldat und ein paar andere sich selbst umnieten, wie der Cop zuvor in der Stadt. Die Szene war scheinbar so toll, dass man sie noch mal bringen musste.

Der Wind weht in den Weiden und die 5 Überlebenden stehen mitten drin. Aber zu Elliots Überraschung, passiert gar nichts. Mich überrascht das nicht so sehr, denn, naja, ich hab den Scheiß schon mal gesehen, und gucke ihn mir aus irgendeinem Grund noch mal an.

Es folgt das absolute Highlight des Films: Mark Wahlberg spricht mit einer Topfpflanze und wird dabei selbst von ihr darstellerisch in den Schatten gestellt.

Ausgerüstet mit dem empfangsstärksten Radio aller Zeiten, spaziert die Gruppe durch Blumenwiesen, um … irgendwas zu machen, das absolut keinen Sinn ergibt. Hat aber irgendwas mit Chemikalien zu tun. Ist auch scheißegal. Hier macht sowieso nix auch nur ansatzweise Sinn.

An einer Hütte wird einer der Jungs erschossen, die mit Elliot und Alma unterwegs sind. Keine Überraschung. Schließlich sind das hier immer noch die US of fucking A, da darf jeder jeden abknallen. Ob mit oder ohne Blumeninvasion. Und wo man schon dabei ist, ballert man auch den anderen Jungen weg, damit das ganze Fallobst weg ist, und Elliot, Alma und das Blag alleine weiter latschen können.

Und weil das alles so unglaublich aufregend war, geht man direkt zur nächsten Hütte. Da sitzt ne alte Tussi auf der Veranda und hat KEINE Waffe in der Hand. Die ist doch bestimmt erst kürzlich in die USA gezogen. Und dann lädt sie die anderen auch noch zum Essen ein. Ganz klar ne Ausländerin. Ich tippe auf Schwedin. Einfach so, weil mir gerade nichts anderes einfällt. Irgendwie hat die aber trotzdem einen an der Waffel, könnte also zumindest amerikanische Vorfahren haben. Sie glaubt, dass die in der Nacht ihre Sachen klauen und sie im Schlaf um die Ecke bringen wollen. Warum zur Hölle lädt die dann überhaupt Leute in ihre Kackbude ein? Was ist das denn für ne unfassbar dämliche Charakterzeichnung?

Naja, egal, die Alte tickt jedenfalls völlig aus und latscht dann zur Beruhigung in den Garten, um Tomaten zu pflücken. Der Wind kommt, die Alte mutiert aus irgendeinem Grund zum Zombie und schlägt die Scheiben vom Haus ein, damit der Wind hineinblasen kann und die Gäste müssen in verschiedene Keller fliehen.

Über Funkgeräte kommunizieren Elliot und Alma dann miteinander und stellen fest, dass das Ganze hier eigentlich nur ne getarnte Liebesschnulze ist und sie zusammen sterben wollen. Also gehen beide vor die Tür, stellen sich in den Wind und … ABSOLUT ÜBERHAUPT GANZ UND GAR NICHTS PASSIERT.

Also setzt man sich eben wieder in den Keller.

Drei Monate später ist alles wieder normal. Denn die Pflanzen haben nur ne Warnung abgegeben, dass die Menschheit endlich aufhören soll, den Regenwald zu roden.

Und dann gehts in Frankreich von vorne los.

Was soll man sagen? Der Meister der 1000 Twists M. Night Shyamalan hat wieder zugeschlagen. Und dieses Mal hat er seinen besten Twist rausgehauen. Hier ein Auszug aus seinem Gedankengang vor der Erschaffung des Films:

„I’ll make a movie called „The Happening“ and not a single fucking thing will happen in this piece of trash.“

Genial der Mann. Einfach nur genial.