Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Schrottsommer 2017 – Ferienarbeit

Eigentlich ist es ja im Sommer viel zu warm zum Arbeiten, aber wie heißt es: „Von nichts, kommt nichts.“ Das ist einer dieser pseudoschlauen Sprüche, mit der die Eltern um die Ecke kommen, wenn man mal wieder Geld fürs Freibad oder den Eismann oder eine Abtreibung nach einer Strandparty braucht. Und dann muss man eben zusehen, dass man selbst Geld verdient. Und da hier in NRW gerade die Sommerferien gestartet sind, bietet sich ein bisschen Ferienarbeit geradezu an.

ODD JOBS – USA – 1986 – 88 Min.

Paul Reiser, Robert Townsend – beide zu diesem Zeitpunkt kurz vor der 30 – und Richard Dean Anderson – zu diesem Zeitpunkt bereits Mitte 30 – spielen Collegestudenten. Und damit ist eigentlich auch schon alles gesagt zu dem Quark hier. Aber gut, wir sind es ja dann doch etwas ausführlicher gewohnt, also gehen wir es an.

Max wird im Off vom „Business Magazine“ interviewt, was natürlich nur Foreshadowing bedeuten kann und dass Max am Ende des Streifens irgendein Business haben wird, das erfolgreich ist. Damals hat das vermutlich niemand direkt erkannt, aber heutzutage wissen wir ja alle wie der Hase läuft. Ich vermute mal, sie stellen sich in ihrem Job unfassbar scheiße an, gründen dann eine eigene Firma und sind plötzlich erfolgreich, weil sie alles mit eigenartigen Methoden angehen. Es geht übrigens um Umzüge. Ein Quell ewiger Freude. Oder wenn man mich fragt: Die grausamste Scheiße, zu der man überredet werden kann. Jeder, der mal einen unhandlichen Wandschrank in den fünften Stock getragen hat, weiß was ich meine.

Erstmal werden natürlich die Charaktere eingeführt. Ich will da nicht viel zu sagen, außer, dass sie mir alle bereits jetzt tierisch auf den Sack gehen. Allen voran der Weiße, der bei seinem schwarzen Kumpel übernachtet und deshalb auf Megaghettogangster80sStyle macht. Ach so, und Richard Dean Anderson, der hier einen Megaaufreißer spielt, was sowas von fehlbesetzt ist, dass selbst eine Wachsfigur den Job besser erledigt hatte. Jedenfalls ist er gerade mit der Ex von Max zusammen und der will sie wieder haben. Vermutlich hat er nie E-Rotics „Max Don’t Have Sex With Your Ex“ gehört, sonst würde er da nochmal drüber nachdenken.

Die Jungs haben alle irgendwelche Jobs wie Kellner im Restaurant oder Caddy auf dem Golfplatz oder Staubsaugerverkäufer bei irgendwelchen Hillbillies und natürlich stellen sie sich alle selten dämlich dabei an. Max ist bei einem Umzugsunternehmen und seine Kollegen sind erstens Arschlöcher, die ohne Rücksicht auf Verluste jedes Möbelstück versauen und zweitens sowas von dermaßen nicht lustig, dass an sich fragen muss, wer diese Affen in die Nähe eines Komödiensets gelassen hat. Aber dann fällt einem wieder ein, dass hier nix und niemand lustig ist und man weiß wieder wie sie es aufs Set geschafft haben.

Die nächsten 20 Minuten sind eine völlig sinnbefreite Aneinanderreihung von Discobesuchen, Tanzszenen an der Tankstelle, hirnlosen Gesprächen von Snobs im Restaurant und einer Atomexplosion hervorgerufen von Roy und seinem Nuklearstaubsauger. Im Laufe dieses ganzen Mülls verlieren die Jungs nach und nach ihre Jobs und sind jetzt pleite,oder so. Wisst ihr, das wäre alles entschieden interessanter, wenn die Jungs nicht erstens alle Arschlöcher wären und zweitens irgendwas auf dem Spiel stehen würde hier. Ich meine, die „Goonies“ mussten ihr Haus retten, die Jungs in „Stand By Me“ mussten verhindern, dass eine Gruppe von Arschlöchern rund um Kiefer Sutherland den Ruhm für den Leichenfund einheimst. Aber worum geht es hier? Was steht auf dem Spiel? Wofür brauchen diese Arschkrampen überhaupt Geld? Können die nicht einfach klauen und die Mitschülerinnen abfüllen, um sie flachzulegen, wie jeder normale Teenager?

Jedenfalls ist Max dann angepisst, weil er für seinen Umzugsjob nur 10 Prozent des Gehalts kriegt und sich sein Chef den Rest einsackt und kündigt. Und damit sind sie jetzt alle arbeitslos und was macht man dann? Genau. Man kauft billige Blumen und geht zu seiner Ex, führt Selbstgespräche darüber, dass man sie unbedingt wieder haben will und über ihren neuen Stecher mit dem tollen Auto. Und dann sieht man diesen neuen tollen Stecher durchs Fenster die Ex küssen und man führt Selbstgespräche über dessen bescheuerten Namen „Spud“. Zumindest macht man genau das, wenn man Max ist. Und anschließend bricht man die Antenne an dem tollen Schlitten ab und geht nach Hause, um zusammen mit Roy eine eigene Firma namens „Maximum Moving“ zu gründen. Firmengründung ist nebenbei absolut simpel und dauert drei Sekunden. Also einfach mal machen.

Die Collage von Roy und Max beim völligen Versagen darf nicht fehlen und anschließend trifft man sich wieder in der Disco und alle anderen arbeitslosen Feriengenießer steigen mit ins Geschäft ein. Um an Geld für einen Umzugstruck zu kommen, leihen sie sich Geld beim Mafiapaten um die Ecke, was zu einer Szene am Dinnertisch inklusive Kekskrümel und ausgerotztem Kaffee führt. Immerhin musste ich einmal lachen, was den Film zumindest dem Genre der Komödie etwas näher bringt. Weiter wird er aber wohl nicht ran kommen.

Nach einer Woche ohne Aufträge präsentiert Max tatarata einen Tittenkalendar, in dem sie ihre Termine eintragen können. Wenn man jetzt noch Termine hätte, wäre das sogar eine ansatzweise sinnvolle Investition gewesen. Um an Jobs zu kommen, schleicht sich Max bei seinem ehemaligen Arbeitgeber ein und klaut dessen Aufträge. Und wird durchs Fenster geworfen, weil man das mit ehemaligen Mitarbeitern nun mal so macht.

Erster Job ist bei irgendeiner notgeilen Hausfrau, die einen der Jungs flach legt, während die anderen sich beim Umzug mal wieder selten dämlich anstellen. Nach getaner Arbeit kriegt Max Besuch von seinem alten Boss, der nicht erfreut über den Auftragsdiebstahl ist und ihm droht, dass ihm seine dauergeiernden Handlanger die Beine brechen, wenn er nicht vorsichtig ist. Also steht man wieder ohne Jobs da.

Also tritt Plan B in Kraft, der daraus besteht, dass der schwarze Kollege sich ein paar schwarze Kids in sein Cabrio packt, sich als Pimp verkleidet und durch ein Bonzenviertel fährt, um die Leute aus der Gegend zu vertreiben. Denn seht ihr, jeder hat Angst vorm schwarzen Mann. Und natürlich vor Radioaktivität, also latscht man mal im vollen Strahlenschutzaufzug durch die Gegend. Und dabei stellt sich durchgehend die Frage, woher die eigentlich das Geld haben, um sich Pimp- und Radioschutzverkleidungen zu kaufen, wenn sie seit Wochen keinen Job hatten? Und wenn sie sich Verkleidungen leisten können, wozu dann überhaupt arbeiten, da sie ja offenbar Geld haben?

Offensichtlich hat auch der ehemalige Boss von Max noch Geld und besorgt einem seiner dauerbelustigten Mitarbeitern ein Hausmädchenkostüm und eine Banane, damit er eine Bananenschale taktisch klug auf der Treppe positionieren kann, auf der „Maximum Moving“ gerade ein Klavier runterschleppt. Ganz wichtig ist natürlich, dass er dabei dauergackert und rumhüpft wie ein Affe auf Speed. Aus Rache verkannten die Jungs einen Truck der Konkurrenz, dafür wird ihr Büro samt Truck abgefackelt.

Glücklicherweise kennt Max einen Truckfahrer von seinem vorherigen Job und der bietet sich an zu helfen und nennt Max einen „kleinen Homo“. Netter Kerl, mit seiner Powerlocke, die aussieht als wäre er der einzige, der es sich hier von hinten besorgen lässt, während ihm sein Stecher an der Powerlocke zieht und ihn auf allen Vieren durchs Schlafzimmer führt. Aber was weiß ich schon davon …

Um zu beweisen, dass er kein „kleiner Homo“ ist, oder einfach weil er gerade mal für zwei Minuten seine Eier gefunden hat, fährt Max mal kurz bei Sally vorbei und sagt ihr, dass er sie so richtig megamäßig liebt. Das reicht der, um MacGyver in die Klöten zu hauen und Max abzuknutschen. Der fährt dann mit seinen Leuten weiter, um einen Truck bei seinem Ex-Chef zu klauen.

In dessen Garage finden sie dann jede Menge geklauter Autos, die vor einer Stunde oder so schon mal in einem Nebensatz erwähnt wurden. Es folgt das wohl grauenhafteste Actionfinale aller Zeiten, als die bösen Umzugsverbrecher die guten Umzugsgerechtigkeitskämpfer durch die Garage jagen und sich wirklich jeder einzelne der Beteiligten auf beiden Seiten wie ein absoluter Vollidiot verhält. Irgendwann kommen dann die Bullen mit genau einem Streifenwagen vorbei und die Verbrecher kriegen was sie verdienen, denke ich. Leider kriegen die Jungs nicht was sie verdienen und überfahren in der letzten Szene noch kurz einen Hund, um sie so richtig sympathisch zu machen. Diese „kleinen Homos“!

Beim nächsten Mal fahren wir vom verdienten Ferienarbeitsgeld ins Autokino …

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Schrottsommer 2015: Eis essen

Was haben wir diesen Schrottsommer nicht schon alles erlebt. Wir waren am See, am Strand, in Blumenwiesen und zum Abschluss gibt es jetzt noch ne Runde Eis für alle.

ICE CREAM MAN – USA – 1995 – 84 Min.

Klingeling der Eismann kommt … und wird von Mafiosi erschossen, wie sich das gehört. Obwohl ich zugeben muss, dass mir gar nicht so klar war, dass selbst in einem Kaff mit gefühlt fünf Einwohnern, das organisierte Verbrechen sein Unwesen treibt. Vielleicht haben sie den Eismann auch einfach nur in seinem Eiswagen aus der Stadt bis dahin verfolgt. Jedenfalls ist ein toter Eismann, der auf der Straße ausblutet, kein Grund für den kleinen Gregory, sich nicht trotzdem ein Eis zu holen und daran rumzulecken, während er sich den verreckten Eisbluter anguckt. Herrjeh, ich sehe schon, das wird ganz großer Käse.

Einige Jahre später: Klingeling der Eisprinz kommt … und hat ganz derbe einen an der Klatsche. In manchen Kreisen würde man ihn wohl Psychopath nennen, aber ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen. Der Eisprinz ist übrigens Gregory. Ist klar, ne?

Die Blagen lutschen auf dem Spielplatz an ihrem Eis rum und irgendwie passiert in diesem Film einfach gar nichts. Das wird anstrengend, glaube ich.

Prinz Gregory der Erste killt nen Hund und dreht ihn durch den Fleischwolf, weil … er Hunde nicht mag? Ich hab keine Ahnung. Er ist halt doch ein Psycho.

Ein Kind wird vermisst und die Cops fragen als erstes natürlich Gregory. Der weiß selbstverständlich von gar nix. Wo sie schon mal da sind, kaufen die Bullen noch schnell ein Eis aus dem fahrenden Müllkübel, in dem sich Ratten und Kakerlaken im Eis tummeln. Gregory ist halt ein Psycho.

Die Nachbarschaftsnutte will auch ein Eis haben und schmeißt sich an Gregory ran, der ihr Literweise, oder Kiloweise (in was wird die Menge von Eis gemessen?) Eis vorbei bringen soll. Gregory kackt noch kurz die Blagen an und haut dann ab. Er ist nun mal ein Psycho.

Gregory findet sein nächstes Opfer in einem Jungen. Ein anderes Blag beobachtet das Geschlachte und rennt weg. Der Eiscremeprinz ruft ihm noch schnell hinterher, dass er weiß, wo er wohnt. Er ist eben ein Psycho.

Chris will seinen Eltern erzählen, was er gesehen hat, aber die kötten sich gerade rum, weil Vater Martin seine Sekretärin geknallt hat, oder sowas in der Art.

Boah, ist das alles laaaaaaaaaaaangweilig. Aber dann Megaaction, als Gregory Chris im Tante Emma Laden um die Ecke beim Sahne kaufen trifft und ihn durch die Gänge jagt. Und zwar ne Viertelstunde lang, ohne das irgendjemand in dem Laden was sagt, oder mitkriegt. Jedenfalls kann Chris fliehen und als Gregory in seine Eiscremefabrik kommt, stellen die Cops gerade alles auf den Kopf, weil sie vermuten, dass er ein Psycho ist.

Irgendwas … passiert und Gregory hat einen weiteren Jungen in seiner Fabrik sitzen. Ich sage es, wie es ist: Ich kann dem Quatsch hier irgendwie nicht folgen.

Die anschließende Kirchenszene hilft da wenig, denn WAS ZUR HÖLLE HAT DIE SCHEIßPREDIGT VON DEM PISSPAPST DA JETZT MIT DEM REST DES KACKFILMS ZU TUN? Ich bin überfordert. Ich gebe auf. ich lasse mich jetzt einfach berieseln.

Chris und seine Gang von Pissblagen verfolgen den Eismann auf ihren Fahrrädern nach irgendwo im Nirgendwo. An einem Grabstein sticht Gregory mit einem Messer auf nen Müllsack ein. Hat schon was von „Meine teuflischen Nachbarn“. Im Beutel ist natürlich Eiscreme. Gregory labert irgendwelchen Quark zum Grabstein und lässt eine Eistüte zurück.

Die Kids wollen den Bullen klar machen, dass der Eismann Kinder killt, aber die glauben kein Wort.

Gregory erledigt einen Typ mit nem Waffeleisen und bringt der Nachbarnutte von vorhin seinen Kopf auf ner Eiswaffel vorbei. Die ist weniger begeistert. Leider werden wir nie erfahren, was aus ihr geworden ist, denn es folgt einfach ein Cut … also nicht von gregory mit nem Eispickel, sondern ein Filmschnitt.

Das Blag von vorhin ist wieder in der Fabrik und Gregory bringt ihm bei, wie man Pulver richtig aus einem Eimer in einen Bottich schüttet. Das sind die wichtigsten Regeln beim Eismachen. Und wer weiß sonst schon, wie man nen Eimer auskippt? Zum Glück gibt es Gregory, sonst würden wir alle immer noch unsere Eimer falsch ausschütten.

Ich raffe wirklich gar nix mehr. Die Cops sind in der städtischen Klapsmühle, wo Gregory auch mal Gast war, und irgendein Typ an den Insassen rumexperimentiert. Alle ticken rum und die Bullen müssen sich den Weg freiprügeln.

Der Eismann verfolgt inzwischen die Fahrradgang und entführt eins der Blagen. Wenn der Eismann zu nem Kind sagt: „you are ice cream“ weiß man, dass man den richtigen Film ausgesucht hat.

Zum Showdown treffen sich dann alle an der Eisfabrik. Der Eismann köpft Leute und jagt die Blagen und macht den Puppenspieler mit den Köpfen seiner Opfer und weiterer unfassbar lustiger Kram passiert. Die Cops kommen auch irgendwann vorbei, werden aber mit Eislöffeln von Gregory ausgeknockt. Also ihr wisst schon. Diese winzigen Schöpfkellen für Eis, mit denen man nicht mal ein Eichhörnchen erschlagen könnte. Aber gut, Gregory weiß ja, wie man mit den Teilen umgeht.

Irgendwie, fragt mich nicht wie, denn ich habe absolut keinen Plan, wird Gregory dann von den Blagen mit einem Bild in die Fabrik gelockt, wo er in seine Eismaschine fällt und zu Eis verarbeitet wird. Traurigerweise hat man hier die Chance verpasst, eins der Kinder sagen zu lassen: „He is ice cream.“ Aber das hätte wohl zu viel Kreativität vom Drehbuchautoren gefordert.

Alles ist wieder ruhig im kleinen Städtchen Wasweißichwiedasscheißkaffheißt. Aber der kleine Paul, der beim Eismachen zugucken durfte sitzt immer noch in der Fabrik und grinst doof in die Kamera. Er ist eben ein Psycho.

Ich geh jetzt Eis essen. Der Sommer ist ja schon fast wieder vorbei.

Schrottsommer 2015 – Baden am See

Es ist Sommer. Schrottsommer, um genau zu sein. Und den wollen wir natürlich alle genießen. Die brütende Hitze. Der Schweiß, der einem in die Arschritze läuft. Das Rumgammeln am See. Nach Möglichkeit natürlich im Ausland. Zum Beispiel in Frankreich. Wären da nur nicht immer diese elenden Zombies, die ständig das ganze Bier verschütten …

LE LAC DES MORTS VIVANTS – Zombie’s Lake – Sumpf der lebenden Toten – Frankreich/Spanien – 1981 – 71 Min.

Und wie sich das für einen guten See gehört, schwimmt darauf ein majestätischer Schwan. Schaut ihn euch an. Das weiße Gefieder, das in der Sonne glänzt. Und da kommt eine Schwänin. Schaut sie euch an. Der weiße Minirock, der in der Sonne glänzt. Okay, ihr habt natürlich richtig erkannt: Es ist gar keine Schwänin, sondern irgendeine Trulla, die aus unerfindlichen Gründen im Minirock durch den Wald latscht. Man kann nur hoffen, dass sie Anti-Zecken-Spray in ihrem Handtäschchen hat.

Passend zu der dudeligen Softporno-Musik, zieht sich die Tussi natürlich erst mal aus, um nackt in der Sonne zu baden. Nahaufnamen aller vorhandenen weiblichen Geschlechtsmerkmale inklusive. Der Schwan hat auch schon keine Lust mehr und schwimmt davon. Die Tuse wirft einen Wegweiser um. Kennt sich wohl gut in der Umgebung aus. Oder man musste noch 3 Sekunden Zeit totschlagen, bis sie nackig in das kühle Nass abtaucht. Nahaufnahmen aller weiblichen Geschlechtsmerkmale inklusive.

Nachdem man der natürlichen Schönheit, mit den naturell fragwürdig großen Wassermelonen, ungefähr 10 Minuten beim schwimmen zusehen durfte, wird das Softporno-Gesäusel ersetzt, durch verstörende Klänge der Geisteskrankheit. Stellt euch vor, man würde einen atonalen Zombie in einen Proberaum mit freier Instrumentenwahl einsperren. Dabei käme ungefähr das heraus. Auch heraus kommt eine Hand aus dem Wasser und zieht die Badenixe unter Wasser. Schade, hatte mich gerade darauf eingestellt, ihr einfach 90 Minuten beim Nacktbaden zuzugucken. Ich vermute, das wäre aufregender gewesen, als das, was noch folgen wird.

Das ganze Dorf vermisst die Tittenmaus, was kein Wunder ist, wenn man sich mal anguckt, was für Schabracken da sonst so rumrennen. Der Bürgermeister will die Polizei einschalten, weil es einfach nicht klar geht, dass die geilste Ische im Dorf einfach so verschwindet, ohne ihm noch einen gekaut zu haben, oder so.

Zombie-Karl kommt aus dem See gestolpert, und verfolgt eine Frau, die eine Schubkarre vor sich herschiebt, in der sich nichts befindet, außer ein leerer Eimer, den man auch einfach hätte tragen können. Aber ich will ihr nicht in ihr System reinquatschen. Spielt auch sowieso keine Rolle, denn drei Sekunden später, in einer fantastischen Szene, die sich irgendwo zwischen sexueller Erregung und Todespanik zu befinden scheint, wird sie von dem Zombie gebissen. Wie das halt so üblich ist, tragen drei Bauern ihre Leiche quer durchs Dorf, um sie einfach vor der Tür des Bürgermeisters abzulegen. Soll der sich doch mit der vergammelnden Tussi rumplagen.

Der Bürgermeister hat aber ne bessere Idee, und befragt die Dorfblagen, die mit ihren 3 Jahren bestimmt unfassbar aussagekräftige Details zur Lösung des Falls liefern können. Die Polizei ist übrigens noch nicht eingetroffen, wie es scheint.

Etwas Handlungs-Bla-Bla mit einer Tussi, die offensichtlich Reporterin ist, die nach einer Story sucht, und sich deshalb von irgendeinem Typen zum Bürgermeister bringen lässt, damit der ihr vom sogenannten „See der Geister“ erzählt. Der Name scheint nebenbei nicht Copyright geschützt zu sein, denn 2 Sekunden später heißt er „See der Toten“ und weitere 5 Sekunden später „See der Verdammten“. Man wollte wohl keinen Zweifel daran lassen, dass der See nicht der beste Badeort ist. Oder man will die Schwäne nicht beim brüten stören.

Der Bürgermeister, der die Telefonnnummer der Polizei offensichtlich immer noch nicht gefunden hat, erzählt dann eine Geschichte über Nazis, die im zweiten Weltkrieg im See versenkt wurden und … äh, nix weiter. Warum die dann zu Zombies wurden, bedarf wohl keiner Erklärung. Ist ja schließlich der „See der Geistesgestörten“. Erklärt sich ja von selbst. Jedenfalls ist Flashback-Time und man wird ne Viertelstunde mit einer Szene gelangweilt, in der eine nackte Blondine einen nackten Nazi reitet, während draußen der Krieg tobt. Anschließend werden die Nazis halt im See entsorgt und die Blondine stirbt an Syphillis, oder so. Ich raffe es nicht, was wohl auch daran liegt, dass der Flashback ne halbe Stunde dauert, ohne überhaupt irgendwas zu erklären. Zum Beispiel, wer zur Hölle die Blonde Reiterin eigentlich ist.

Darstellerische Höchstleistungen kriegt man aber immerhin in den Kriegsszenen zu bewundern, wo ein Typ, dem ins Auge geschossen wird, auch mal 5 Minuten braucht, um umzufallen. Noch nie wurde so ästhetisch gestorben, wie in diesem Flashback.

Die Reporterin ist wohl um einiges schlauer als ich, denn sie versteht jetzt alles. Deshalb bin ich nie Reporter geworden. Meine Auffassungsgabe reicht dafür einfach nicht aus.

Nudistenvereinigungsausflug an den „See der Vollpfosten“. Natürlich sind die Männer zu Hause geblieben, damit man mehr Wasserballons präsentieren kann und nicht von unnötigen Schläuchen abgelenkt wird. Es wird fröhlich im See geplanscht. Nahaufnahmen … ihr wisst schon. Die Nazizombies kommen zum lustigen Wasserballett dazu und nur die Ische mit den dicksten Wasserbehältern überlebt, um dann oben ohne panisch ins Dorf zu laufen und nur vom See rumzustottern.

Jetzt reichts! Die Bullen sind da. Der Bürgermeister erzählt ihnen, dass Geister die Nackedeis gekillt haben. Die Cops halten ihn für völlig behämmert. Hoffentlich erzählt er noch mal die spannende Geschichte von den Nazis, die im See versenkt wurden. Da ginge schnell wieder ne halbe Stunde rum.

Der wild gerittene Zombie-Nazi besucht ein kleines Mädchen, das offensichtlich die Tochter, oder Enkelin, oder Schwippschwägerin dritten Grades, oder wasauchimmer, von der blonden Reitlehrerin ist, und schenkt ihr eine Kette. Was zur Hölle ist denn das für ein Scheiß-Zombie, der Halsketten verschenkt, anstatt Hälse kaputtzubeißen?

Die Polizisten stoßen nicht auf viel Gegenliebe im Kaff der Vollidioten, also müssen sie ohne Hilfe am See investigieren. Weit kommen sie aber nicht, denn die Nazi-Zombies greifen an. Immerhin bleibt einem erspart, dass die Bullen nackt schwimmen gehen.

Apropos nackt. Es gibt mal wieder dicke Hupen zu bewundern, die dann schnell zu Zombie-Hupen werden, denn die Zombies fallen im Dorf ein. Um ehrlich zu sein, beschäftigt mich die Frage, warum in dem Kaff alle Weiber offenbar ständig mit raushängenden Beuteln rumrennen, mehr, als die, warum die Nazis eigentlich zu Zombies wurden. Ich befürchte aber, dass keine meiner Fragen beantwortet werden wird.

Die überlebenden Dorfbewohner haben die Schnauze voll und wollen zum Gegenangriff übergehen. Deshalb fordert der Bürgermeister dazu auf, dass jeder, der eine Waffe besitzt (was selbstverständlich jeden im Dorf betrifft), mit ihm in den Krieg gegen die Killer-Nazi-Zombie-Geister aus dem „See des Schwachsinns“ in den Krieg zieht.

Zombie-Horst besucht derweil wieder das kleine Mädchen, um mit ihr … irgendwohin zu gehen. Dabei muss er sie gegen andere Nazi-Zombies verteidigen, was zu unglaublich großartigen Kampfszenen führt, die selbst in Zeitlupe nicht langsamer verlaufen könnten. Aber hey, es sind halt Zombies, da kann sich sowas schon mal etwas hinziehen. Etwas grandios choreografiertes Zeitlupen-Gewurschtel später, hat Horst die anderen Zombies gekillt (auch wenn er wohl selbst nicht weiß wie) und kann mit dem Mädchen weiter latschen zu … wohinauchimmer.

Am nächsten Morgen ist das Mädchen wieder zu Hause und erzählt Großmutter von den unfassbaren Kampfkünsten des Zeitlupen-Karate-Zombies.

Die anderen Zombies greifen mal wieder an und das Mädchen kocht ne Suppe für Zombie-Horst und seine Kumpanen. Fragt mich nicht, ich habe vor einer Stunde aufgehört hier irgendwas in Frage zu stellen. Jedenfalls schlürfen die Nazis die Suppe weg und die Dorfbewohner nutzen die Gelegenheit, um sie alle mit nem Flammenwerfer zu braten. Wow, das war ja ein Wahnsinns-Plan. Wer hätte gedacht, dass man Zombies mit sowas simplen, wie Suppe, erledigen kann?

Ich brauche ne Pause. Etwas Entspannung. Ich fahr jetzt an den See und jage Nazis.

Sommerpause … ist nicht … zumindest nicht so richtig …

Der Sommer ist da. Kinder spielen, schreien und gehen jedem tierisch auf den Sack … Frauen laufen leicht bekleidet durch die Gegend … Männer beobachten sie aus Büschen und masturbieren in Vorgärten … Eine herrliche Zeit.

Nun ja, für mich nicht so. Meine Situation ist hier ja hinlänglich bekannt und sie hindert mich daran, den Sommer in vollen Zügen zu genießen. Da sich an der Situation wohl auch bis Ende August nicht viel ändern wird, werde ich den Sommer nutzen, um gekonnt in Selbstmitleid zu zerfließen und hin und wieder einfach nur zu kotzen, weil das Jahr so unfassbar Scheiße ist. Aber

KEINE PANIK

der Filmschrottplatz bleibt auch über den Sommer geöffnet.

Allerdings bin ich durch die Umstände etwas demotiviert und ausgelaugt, weswegen ich an dieser Stelle mal kurz darauf hinweisen will, dass ich, statt einer Sommerpause, einfach etwas kürzer treten werde.

Das heißt, es wird hier etwas ruhiger werden. In den nächsten Wochen handhabe ich es so, wie ich gerade Lust habe. Rechnet also nicht mit regelmäßigen Schwachsinnsposts und anderem Quark, den ich mir ständig aus meinen eigenartigen Hirnwindungen sauge.

Immerhin habe ich noch ein paar Ideen für den Blog, die ich in der Zeit eventuell weiter ausbauen werde, um dann mit einem Knall wieder in den regelmäßigen Wahnsinn zu verfallen. Oder es bleibt alles so, wie es eben ist. Man wird sehen.

Habt nen schönen Sommer und fresst nicht so viel Eis. Davon kriegt man Salmonellen, oder wie dieser komische Fisch heißt.

Feriencamptraining für pubertäre Looneys

Sommerliche Temperaturen herrschten gestern und ich dachte mir: Da wird es mal wieder Zeit, einen Abstecher ins Feriencamp zu machen. Konnte ja niemand ahnen, dass das Wetter heute wieder scheiße ist. Naja, was solls. Nutzen wir das Sommercamp halt, um uns in Sommerstimmung zu bringen.

ODDBALLS – Das turbogeile Feriencamp – USA – 1984 – 91 Min.

Irgendein Möchtegern-Indiana Jones (und nein, es ist nicht Shia LaBeouf) taumelt aus dem Dschungel und wird vom Bus überfahren. Völlig sinnlos. Damit ist auch schon mal klar, wie man einen Film NICHT anfängt.

Der Bus fährt zum Sommercamp, wo Mr. Basset gerade eine Hexe vom Dach schießt. Was zur Hölle hab ich mir hier bloß angetan?

Jedenfalls kommen die Blagen im Camp an und Mr. Basset kriegt direkt mal nen Ziegelstein in die Fresse. Ganz wichtig hierbei übrigens, dass alles mit selten dämlichen Soundeffekten unterlegt ist, bei denen selbst die Looney Tunes eine Sammelklage an ACME schreiben würden.

Wie das so üblich ist, befindet sich auf der anderen Seite des Sees ein Mädchencamp und die Jungs schließen einen Pakt, sie alle flachzulegen. Hier kam also die Idee zu American Pie her.

Irgendein Bonze … äh, ich kann nicht beschreiben was da gerade passiert ist. Nur so viel: er ist scheinbar ruiniert, ärgert sich und dann wird ein Teil der Szene einfach zurückgespult und alles ist wieder gut. Zeitreise vielleicht. Kann dem Film nur helfen. Jedenfalls heißt er Skinner, womit klar ist, dass er böse ist. Oder Grundschuldirektor.

Basset checkt, ob alle da sind und das erste Pissblag rotzt ihm direkt in die Visage. Also übernimmt seine Enkelin, die man mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit noch nackt sehen wird.

Vorher gibt es aber erst mal ein paar nackte Typen zu sehen, die völlig grundlos einfach so hinter der Tür zur Herrentoilette stehen. Ein Junge öffnet die Tür, schließt sie wieder, schreibt ein „Wo“ vor das „Men“-Schild und plötzlich stehen hinter der Tür nackte Tussis. Wahnsinnsgag.

Skinner kommt vorbei und … läuft dann im Schnellvorlauf zurück zu seinem Wagen und haut wieder ab. Ganz ehrlich, ich raffe diesen Gag nicht. Ist er der Flash? Ist er der Mann von Timetravel Girl? Ist er einfach nur Opfer des Umstands, dass die Macher dieses Films Humor nicht mal erkennen würden, wenn Bugs Bunny ihnen diesen mit nem Amboss in die Birne prügeln würde? Man kann nur raten, dass der letzte Punkt zutrifft.

Und hier kommt Billy Wankie (ja, der heißt wirklich so), der Stereotyphomo in 80er-Lederkluft, um die Kids mit Hyperventilationsaerobic fit zu halten. Glücklicherweise nippelt er direkt ab vor lauter Anstrengung und der Witz ist vorbei. Wenn da überhaupt irgendwo ein Witz versteckt war.

Basset bringt es dann auf den Punkt: „This is gonna be a long summer.“ Der Film ist auch jetzt schon mindestens 90 Minuten zu lang. Und ich habe erst 20 Minuten gesehen.

Skinner will , aus welchem Grund auch immer, dass sein Sohn, der aussieht wie Tingeltangel Bob in blond, sich an Bassets Enkelin namens Jennifer ranmacht. Das macht dann aber schon eins der Kackbälger aus dem Camp und dann … wird rumgeballert … und dann gekocht … und dann raffe ich mal wieder gar nichts mehr. Was zur Hölle ist da gerade passiert?

Ist auch scheißegal. Die notgeilen Stecher wollen dann mit nem Kanu zum Weibercamp rüberpaddeln, aber saufen ab. Immerhin ist die Ärztin eine nuttige Krankenschwester, also hat es sich wenigstens für etwas gelohnt.

Tingeltangel Blond probt den Ernstfall. Also Anmachsprüche. Shakespeare wäre stolz. Sein Vater ist es nicht. Ein Rätsel bleibt, warum er sich eine Eidechse in die Hose steckt. Mir fällt dazu keine Erklärung ein.

Der Autor von „How To Pick Up Chicks“ verscherbelt sein Buch an die Blagen.

Die Jungs haben ein Floß gebaut, aber im See gibt es Haie. Äh, ja. Weiter bitte.

Basset besäuft sich und mir drängt sich die Vermutung auf, dass das nicht im Drehbuch von diesem Scheißfilm stand, und der Darsteller es einfach nicht mehr ertragen konnte.

Tingeltangel vergeigts bei Jennifer und versenkt nebenbei noch seinen Wagen im See.

Die Jungs schaffen es zum Mädchencamp und … nix. Meine Fresse, wie kann man nur so einen sinnbefreiten Müll produzieren? Da passiert wirklich einfach absolut überhaupt ganz und gar nichts. Mal abgesehen von einem Lampengag, der so lustig ist, wie sich eine Glühbirne in den A … ch, lassen wir das. Nebenbei spielt das Girlscamp ab hier auch einfach keine Rolle mehr. Hätte man auch einfach weglassen und mir so 10 Minuten Lebenszeit wiedergeben können.

Der Autor des Koitusexpertengroschenromans unterrichtet die Klasse. Erste Lektion: Stewardessen wollen immer poppen; also ran da. Mir fällt hier einfach nix mehr zu ein. Das ist einfach alles zu dämlich, um noch irgendwie Spaß zu machen.

Die Jungs schleichen sich in eine Bar, um sich da bei den Weibern zum Affen zu machen. Chris guckt derweil Jennifer beim Sonnentanken zu. Sie macht ihm klar, dass sie zu alt für ihn ist. Vielleicht ändert sie ihre Meinung noch, denn Tingeltangel schmeißt sich wieder an sie ran und kann sie sogar zu einem Date überreden.

Die große Tanzparty steht an. Normalerweise ist das immer das Ende eines Films. Die Tatsache, dass der Scheiß hier noch fast ne halbe Stunde geht, lässt mich allerdings zweifeln … um nicht zu sagen verzweifeln.

Irgendwie kommt dann raus, dass Tingeltangel sich nur an Jennifer rangeschmissen hat, damit Skinner das Land kaufen kann. Macht keinen Sinn, spielt aber auch alles keine Rolle, denn Basset verkauft trotzdem. Die Blagen machen ihm dann aber klar, dass das Camp ganz toll ist und alle sind ganz furchtbar enttäuscht. Das eine Pissblag will ihm noch nicht mal mehr nen Ziegelstein an die Fresse werfen. Traurige Geschichte.

Basset überdenkt also seine Entscheidung. Deshalb muss Tingeltangel Jennifer entführen. Der Verfolgungsjagd schließt sich auch ein Motorrad-Cop an, inklusive Blaulicht auf dem Helm. Ein Trend der unbedingt wieder kommen sollte, wenn ihr mich fragt. Die Jagd endet auf dem Bonzenbankett völlig unspektakulär und damit endet endlich Endlich ENDLICH auch dieser unfassbare Scheißfilm.

Mir fällt dazu eigentlich nur eine Sache ein: Zum Glück war ich nie im Sommercamp.