Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Ice Cream Man

Die 5 Besten … Filme der zweiten Hälfte der 90er

Im Rahmen der 5 Besten von Gorana nähern wir uns schnell dem neuen Jahrtausend und damit den wirklich düsteren Zeiten des Films. Aber heute bleiben wir nochmal in den 90ern und es gibt

DIE 5 BESTEN SCHROTTFILME AUS DEN JAHREN 1995-1999

und ehrlich gesagt wird es auch am Ende des vergangenen Jahrtausends schon reichlich eng mit geilem Scheiß. Es ist eher geprägt von Hochglanz-Trash.

5 Ice Cream Man (1995)

„Charlie und die Schokoladenfabrik“ in der schlechten Eiscremeversion, mit einem Eismann, der Eis aus Kindern macht.

4 Anaconda (1997)

Eine Riesenschlange, ein Haufen überforderter Darsteller und Jon Voight im absoluten Overactingmodus versprechen eine Menge Spaß.

Vernetzt! – Johnny Mnemonic (1995)

Keanu Reeves sammelt Daten, Ice-T hütet Delphine und Dolph Lundgren tritt als Priester Ärsche. „Jesus Time!“

2 Dario Argentos Phantom Of The Opera (1998)

Der Rattenfänger und sein Zwergenfreund mit ihrem Rattenmobil alleine machen den Film schon sehenswert.

1 Octalus – Deep Rising (1998)

Ein Cast von ewigen Nebendarstellern bekämpfen ein Riesenkrakenätztentakelwurmmonster auf einem Luxusliner und es ist genau so bescheuert wie es klingt. Wird irgendwann sicher seinen Einzug auf den Filmschrottplatz erhalten, denn das hat er absolut verdient.

HONORABLE MENTIONS:

The Dentist (1996)

Lost In Space (1998)

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Schrott Awards 2016 – Charaktere

Weiter gehts mit den Nominierungen für die Schrott Awards. Die nächste Kategorie sind die allseits beliebten:

CHARISMATISCHSTE CHARAKTERE

Der Eiscrememann aus Ice Cream Man

© Doublesteen Productions/David M. Goldstein Productions

© Doublesteen Productions/David M. Goldstein Productions

Der Typ mit dem Kamm der immer guckt wie ein Hahn aus SHE

© Continental Motion Pictures/Royal Films B.V./Trans World Entertainment (TWE)

© Continental Motion Pictures/Royal Films B.V./Trans World Entertainment (TWE)

Die hysterische Hexe aus Mark Of The Witch

 © Presidio/Lone Star Productions


© Presidio/Lone Star Productions

Etwas dünn dieses Jahr, ich weiß. Aber mehr war nun mal nicht zu holen.

Ihr habt  1 Woche Zeit für eure Wahl zwischen diesen Gesichtsathleten.

Und ihr könnt auch noch ein paar Tage die Sets wählen.

Schrottsommer 2015: Eis essen

Was haben wir diesen Schrottsommer nicht schon alles erlebt. Wir waren am See, am Strand, in Blumenwiesen und zum Abschluss gibt es jetzt noch ne Runde Eis für alle.

ICE CREAM MAN – USA – 1995 – 84 Min.

Klingeling der Eismann kommt … und wird von Mafiosi erschossen, wie sich das gehört. Obwohl ich zugeben muss, dass mir gar nicht so klar war, dass selbst in einem Kaff mit gefühlt fünf Einwohnern, das organisierte Verbrechen sein Unwesen treibt. Vielleicht haben sie den Eismann auch einfach nur in seinem Eiswagen aus der Stadt bis dahin verfolgt. Jedenfalls ist ein toter Eismann, der auf der Straße ausblutet, kein Grund für den kleinen Gregory, sich nicht trotzdem ein Eis zu holen und daran rumzulecken, während er sich den verreckten Eisbluter anguckt. Herrjeh, ich sehe schon, das wird ganz großer Käse.

Einige Jahre später: Klingeling der Eisprinz kommt … und hat ganz derbe einen an der Klatsche. In manchen Kreisen würde man ihn wohl Psychopath nennen, aber ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen. Der Eisprinz ist übrigens Gregory. Ist klar, ne?

Die Blagen lutschen auf dem Spielplatz an ihrem Eis rum und irgendwie passiert in diesem Film einfach gar nichts. Das wird anstrengend, glaube ich.

Prinz Gregory der Erste killt nen Hund und dreht ihn durch den Fleischwolf, weil … er Hunde nicht mag? Ich hab keine Ahnung. Er ist halt doch ein Psycho.

Ein Kind wird vermisst und die Cops fragen als erstes natürlich Gregory. Der weiß selbstverständlich von gar nix. Wo sie schon mal da sind, kaufen die Bullen noch schnell ein Eis aus dem fahrenden Müllkübel, in dem sich Ratten und Kakerlaken im Eis tummeln. Gregory ist halt ein Psycho.

Die Nachbarschaftsnutte will auch ein Eis haben und schmeißt sich an Gregory ran, der ihr Literweise, oder Kiloweise (in was wird die Menge von Eis gemessen?) Eis vorbei bringen soll. Gregory kackt noch kurz die Blagen an und haut dann ab. Er ist nun mal ein Psycho.

Gregory findet sein nächstes Opfer in einem Jungen. Ein anderes Blag beobachtet das Geschlachte und rennt weg. Der Eiscremeprinz ruft ihm noch schnell hinterher, dass er weiß, wo er wohnt. Er ist eben ein Psycho.

Chris will seinen Eltern erzählen, was er gesehen hat, aber die kötten sich gerade rum, weil Vater Martin seine Sekretärin geknallt hat, oder sowas in der Art.

Boah, ist das alles laaaaaaaaaaaangweilig. Aber dann Megaaction, als Gregory Chris im Tante Emma Laden um die Ecke beim Sahne kaufen trifft und ihn durch die Gänge jagt. Und zwar ne Viertelstunde lang, ohne das irgendjemand in dem Laden was sagt, oder mitkriegt. Jedenfalls kann Chris fliehen und als Gregory in seine Eiscremefabrik kommt, stellen die Cops gerade alles auf den Kopf, weil sie vermuten, dass er ein Psycho ist.

Irgendwas … passiert und Gregory hat einen weiteren Jungen in seiner Fabrik sitzen. Ich sage es, wie es ist: Ich kann dem Quatsch hier irgendwie nicht folgen.

Die anschließende Kirchenszene hilft da wenig, denn WAS ZUR HÖLLE HAT DIE SCHEIßPREDIGT VON DEM PISSPAPST DA JETZT MIT DEM REST DES KACKFILMS ZU TUN? Ich bin überfordert. Ich gebe auf. ich lasse mich jetzt einfach berieseln.

Chris und seine Gang von Pissblagen verfolgen den Eismann auf ihren Fahrrädern nach irgendwo im Nirgendwo. An einem Grabstein sticht Gregory mit einem Messer auf nen Müllsack ein. Hat schon was von „Meine teuflischen Nachbarn“. Im Beutel ist natürlich Eiscreme. Gregory labert irgendwelchen Quark zum Grabstein und lässt eine Eistüte zurück.

Die Kids wollen den Bullen klar machen, dass der Eismann Kinder killt, aber die glauben kein Wort.

Gregory erledigt einen Typ mit nem Waffeleisen und bringt der Nachbarnutte von vorhin seinen Kopf auf ner Eiswaffel vorbei. Die ist weniger begeistert. Leider werden wir nie erfahren, was aus ihr geworden ist, denn es folgt einfach ein Cut … also nicht von gregory mit nem Eispickel, sondern ein Filmschnitt.

Das Blag von vorhin ist wieder in der Fabrik und Gregory bringt ihm bei, wie man Pulver richtig aus einem Eimer in einen Bottich schüttet. Das sind die wichtigsten Regeln beim Eismachen. Und wer weiß sonst schon, wie man nen Eimer auskippt? Zum Glück gibt es Gregory, sonst würden wir alle immer noch unsere Eimer falsch ausschütten.

Ich raffe wirklich gar nix mehr. Die Cops sind in der städtischen Klapsmühle, wo Gregory auch mal Gast war, und irgendein Typ an den Insassen rumexperimentiert. Alle ticken rum und die Bullen müssen sich den Weg freiprügeln.

Der Eismann verfolgt inzwischen die Fahrradgang und entführt eins der Blagen. Wenn der Eismann zu nem Kind sagt: „you are ice cream“ weiß man, dass man den richtigen Film ausgesucht hat.

Zum Showdown treffen sich dann alle an der Eisfabrik. Der Eismann köpft Leute und jagt die Blagen und macht den Puppenspieler mit den Köpfen seiner Opfer und weiterer unfassbar lustiger Kram passiert. Die Cops kommen auch irgendwann vorbei, werden aber mit Eislöffeln von Gregory ausgeknockt. Also ihr wisst schon. Diese winzigen Schöpfkellen für Eis, mit denen man nicht mal ein Eichhörnchen erschlagen könnte. Aber gut, Gregory weiß ja, wie man mit den Teilen umgeht.

Irgendwie, fragt mich nicht wie, denn ich habe absolut keinen Plan, wird Gregory dann von den Blagen mit einem Bild in die Fabrik gelockt, wo er in seine Eismaschine fällt und zu Eis verarbeitet wird. Traurigerweise hat man hier die Chance verpasst, eins der Kinder sagen zu lassen: „He is ice cream.“ Aber das hätte wohl zu viel Kreativität vom Drehbuchautoren gefordert.

Alles ist wieder ruhig im kleinen Städtchen Wasweißichwiedasscheißkaffheißt. Aber der kleine Paul, der beim Eismachen zugucken durfte sitzt immer noch in der Fabrik und grinst doof in die Kamera. Er ist eben ein Psycho.

Ich geh jetzt Eis essen. Der Sommer ist ja schon fast wieder vorbei.