Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Monatsrückblick – November 2017

Nach dem ganzen Horror im Oktober musste im November unbedeingt mal wieder was anderes her. Als erstes habe ich mal nachgeschaut, ob Netflix endlich mal einen guten Film fabriziert hat, oder ob die Stärke auch weiterhin nur bei den Serien liegt.

THE MEYEROWITZ STORIES (NEW AND SELECTED)

Bei dem Cast musste ich erst zweimal überlegen, ob ich da überhaupt Bock drauf hab. Nicht, dass ich den Großteil davon wirklich schlecht finde, aber es ist eben bei allen Licht und Schatten vorhanden. Dustin Hoffman ist in der Regel stark, aber seine Filme nicht unbedingt. Emma Thompson spielt in der Regel nur in Kram mit, der mich nicht die Bohne interessiert. Ben Stiller kenne ich eher als Komödientrottel, wobei ich ihn da immer recht lustig fand. Und zu Adam „Ich drehe am liebsten schlechte Komödien, während ich mit meinen Buddies im Urlaub rumhänge“ Sandler muss man wohl nicht mehr viel sagen.
Tja, und dann hat man da diesen Film. Und jeder der Darsteller darin liefert von Sekunde eins ab. Da merkt man eben mal wieder, zu was viele Darsteller in der Lage sind, wenn sie einen fähigen Regisseur haben, der genau weiß, was er von ihnen will und was sie zu leisten im Stande sind.
Der Film selbst plätschert irgendwie so dahin und konzentriert sich auf Szenen einer Familie, die zum Teil aber sehr zusammenhangslos wirken. Aber genau dadurch unterhält der Film. Denn er spiegelt das wahre Leben wider. Die Charaktere reden über jeden möglichen Quatsch, der mit absolut nichts irgendwas zu tun hat. Am Ende aber doch irgendwie wieder Sinn innerhalb des Films ergibt. Es macht einfach Spaß, den Darstellern dabei zuzuschauen, wie sie ihre Charaktere spielen. Mehr ist es dann aber letztlich auch nicht. Wenn man Spaß an Charakteren hat, so wie ich, funktioniert der Film ziemlich gut. Wenn nicht, könnte es schwierig werden.
Das einzige was mich irgendwann wirklich genervt hat, war der Schnitt. Man muss nicht jede Szene mitten im Satz wegcutten. Typischer Fall von weniger ist mehr.

Da das Thema ja gerade wieder aktuell ist (wann ist es das auch nicht), habe ich mir dann auch mal wieder eine Doku reingepfiffen, was eher selten der Fall ist.

BOWLING FOR COLUMBINE

Ich bin ja wahrlich kein großer Dokumentationsgucker. Klar, es gibt durchaus Themen die mich interessieren, aber oft wird mir das dann zu trocken präsentiert.
Michael Moore hingegen, versucht die Themen, die er angeht mit einer gewissen Lockerheit rüberzubringen und das funktioniert auch ziemlich gut. Klar, man sollte keinesfalls jedes Wort hier auf die Waagschale legen. Moore neigt zu Übertreibungen, biegt sich die Dinge so, wie er sie gerade braucht und lässt auch kaum Gegenmeinungen zu. Aber immerhin ist das alles äußerst unterhaltsam und zum Teil eben doch entlarvend. Man sollte es nur nicht zu ernst nehmen, was der Mann macht, dann hat man durchaus Spaß. Und sei es nur an den teils bekloppten Geschichten von teils bekloppten Leuten, die man in dem Film so erzählt kriegt.

Wo ich schon mal dabei war, hab ich den hier noch hinterher geschmissen:

WHERE TO INVADE NEXT

Unterhaltsamer Spaß voller Halbwahrheiten.
Ich fasse mal ein bisschen was zusammen:
In Italien wird einem der komplette Urlaub nach Nairobi bezahlt.
In Frankreich gibt es in jeder Schule 5-Gänge-Menüs in der Pause.
In Finnland leben nur IQ-Wunder, obwohl sie kaum in die Schule müssen.
In Slowenien hat keiner Schulden (außer ein versprengter Student).
In Deutschland arbeitet man wenig und kriegt dafür jede Menge Geld.
In Portugal kann man sich legal die Nasenscheidewand wegkoksen.
In Norwegen ist jeder Knast ein 5-Sterne Hotel.

Europe! FUCK YEAH!!!

Recht interessant sind natürlich die Vergleiche der Systeme mit denen der USA. Aber wie Moore nun mal ist, macht er es sich schön einfach, pickt sich die Rosinen raus und lässt links liegen, was in den besuchten Ländern verkehrt läuft. Es ist eben eine Michael Moore Doku. Unterhaltsam, aber man sollte nicht alles glauben, was einem da aufgetischt wird.

Auch wenn ich nicht beim #Noirvember mitgemacht habe (eine Genrereihe im Jahr reicht mir dann doch), habe ich zumindest einen absoluten Klassiker des Genres nachgeholt:

RIFIFI

Leider musste ich kurz nach Start des Films auf die deutsche Synchro ausweichen, die etwas altbacken daher kommt, da aus irgendeinem Grund die Untertitel der DVD nicht mehr weitermachen wollten. Das tut dem Film aber nur einen geringen Abbruch, denn das hier ist ein Gangsterfilm, der von der ersten Sekunde an alles absolut richtig macht. Man lernt ein paar der Gangstercharaktere kennen, die Gangsterdinge tun, ketterauchen und für die dann nach einem erfolgreichen Einbruch alles den Bach runter geht.
Absolutes Highlight ist wohl der Einbruch ohne jeglichen Dialog oder Musikunterlegung, der fast in Echtzeit abläuft und beinahe eine halbe Stunde dauert.
Starker Gangsterfilm, der den Test der Zeit mühelos überstanden hat.

Dann gabs noch Überlebenskapf auf hoher See:

ALL IS LOST

Ich mag Kammerspiele. Und ich mag Survivalfilme. Das Thema „Mensch gegen Natur“ geht also bei mir immer und wenn es dann nur ein Mensch an einem Ort ist, macht es das ganze noch etwas besser.
Robert Redford liefert eine hervorragende One-Man-Show ab und spielt dabei sehr zurückhaltend, was dem Film nur gut tut. Sowas kann ja auch schnell zur Überlebensheldenshow verkommen. Das ist hier aber überhaupt nicht der Fall. Allerdings geht dem Ganzen in der Mitte etwas die Puste aus. Es ist eben immer noch nur ein Mann auf einem Boot und das kann sich dann schon mal etwas ziehen. Der Film fängt sich aber wieder und bis auf ein paar kleine Längen im Mittelteil war das alles sehr gut inszeniert, gespielt und setzt mit dem Ende einen konsequenten Abschluss.

Insgesamt gesehen: 9

Davon Schrott:

Rewatches: 2

Eine Serie auf Netflix gab es natürlich auch noch. „Mindhunter“ rockt. Schön langsam erzählt. Ohne überbordende Action. Interessante Charaktere. Interessante Geschichte. Hoffentlich kommen noch 1000 Staffeln genau so wie die Erste. Die Massenmörder sind so richtig schön creepy.

Nun, und dann hatte ich meine jährlich einmal auftretende kranke Woche, die ich größtenteils im Bett verbringe. Jetzt könnte man natürlich meinen, dass man da ja dann wunderbar viele Filme und Serie gucken kann. Aber ich bin dann doch eher der komplett fertige Typ und penne fast den ganzen Tag und mache zwischendurch halt mal was an, was ich gekonnt ignorieren kann. Also ne Comedy oder sowas. Nix erwähenswertes jedenfalls. Und da eine Woche mit minimaler Bewegung in meinem Fall bedeutet, dass ich hinterher meinen Rücken mal wieder gepflegt in die Tonne treten kann, ist dann auch erstmal nix mit Film gucken, weil lange sitzen die Hölle ist und eher Rumlaufen und irgendwie bewegen angesagt ist. Also wanderte knapp 2 Wochen lang äußerst wenig in meinen Player und dementsprechend gabs einfach nicht mehr zu berichten diesen Monat an der Film- und Serienfront.

Und wie man sieht hat auch der Schrott extrem zurückgesteckt. Das liegt aber in erster Linie daran, dass ich die Filme für den Blog für den Rest des Jahres bereits gesehen habe und mich dann meist etwas „zurücklehne“ und auch mal was anderes gucke. Einen Schrottfilm muss ich allerdings noch gucken. Nämlich den Weihnachtsfilm für den Blog. Und da kann ich schon mal versprechen: Der wird dieses Jahr nicht auf Nächstenliebe stoßen, da er allgemein sehr beliebt ist und ich euch dann sage, warum ihr alle falsch liegt. Hui, das wird ein Spaß!

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

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Monatsrückblick – August 2017

Der Sommer, oder wie ich es nenne „der lange Regen vor dem Herbst“, hat mich dazu verleitet, in den ein oder anderen, sagen wir „Sommerfilm“ hineinzuschauen. Man könnte es als Zusatz zum „Schrottsommer“ bezeichnen. Zum Beispiel:

RV – DIE CHAOSCAMPER

Ich hatte irgendwie die Hoffnung, dass dieser Film vielleicht so ein bisschen den Charme der „Vacation“-Filme aus den 80ern einfangen könnte. Halt chaotischer Familienurlaub mit sympathischen Volltrotteln. Der Cast versprach dabei einiges. Und gekriegt habe ich: einen Scheiß. Mann, ist dieser Film eine unlustige, unsympathische, ununterhaltsame Grütze. Und ihm gelingt sogar das Kunststück mit jeder Szene unerträglicher zu werden. Wieso sich Leute wie Robin Williams (der hier einen Großteil der Zeit damit beschäftigt ist, Scheißerei vorzutäuschen, oder alternativ mit irgendwelchen Gefährten querfeldein durch die Walachei zu brettern) und Jeff Daniels (der hier größtenteils fröhliche Lieder singt) für diesen Mist hergegeben haben, wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben. Lustig sind sie jedenfalls zu keiner einzigen Sekunde. Wie auch der ganze Film nicht.

Wie ihr seht, stellte sich das als Fehler heraus.

ARE WE THERE YET? – SIND WIR SCHON DA?

Ich mag ja Ice Cube irgendwie. Aber der ist natürlich nicht unbedingt für seine grandiose Rollenauswahl bekannt. Und hier hat er wohl den Tiefpunkt erreicht. Meine Fresse, ist der Film mal nicht lustig, oder was? Cube spult halt sein Programm ab und guckt böse und sein Charakter ist einfach nur strunzdoof, die Blagen nerven derbe und sind einfach nur absolute Arschlöcher. Alle Charaktere sind einfach nur zum Kotzen und was zum Geier hat es mit dieser sprechenden Baseballfigur auf Cubes Armaturenbrett auf sich? Soll mir das zeigen, dass er eigentlich ein entflohener Irrer ist? Ach, was wäre es schön gewesen, wenn er am Ende einfach durchgedreht wäre und die Kids mit einem Baseballschläger kaputt geprügelt hätte. Aber macht er leider nicht und so bleibt absolut nichts hängen hier, außer, dass hier kein Gag funktioniert.

Als verdammt großer Fehler …

ARE WE DONE YET? – SIND WIR ENDLICH FERTIG?

Ice Cube renoviert ein Haus und guckt böse. Die Pissblagen sind natürlich keine große Hilfe und nerven nur verhältnismäßig weniger als im Vorgänger. Und alles ist noch unlustiger und uninspirierter als im ersten Teil. Nicht mal John C. McGinley kann diese Grütze retten. Warum kriegt der Mann eigentlich immer nur solche Kackrollen in solchen Kackfilmen? Die Filmwelt ist ungerecht.
Von Minute 1 an fragt man sich: Seid ihr endlich fertig? Hm, vielleicht hat der Film seine Message doch rüber gebracht.

Der größte Fehler aller Zeiten …

VACATION – WIR SIND DIE GRISWOLDS

Der Film beginnt mit „Holiday Road“, wie das Original und bringt somit direkt die richtige Stimmung auf. Und dann braucht er ungefähr 2 Minuten, um diese Stimmung wieder einzureißen mit einem völlig unlustigen Einstieg für Rusty Griswold. Und dann wartete ich 90 Minuten auf einen Gag, der funktioniert. Aber das Warten war vergeblich.
Stattdessen bekam ich: Ed Helms, der nicht mal lustig ist, wenn er Seal singt. Christina Applegate, die besseres verdient hat, als sich vollzukotzen. Und zwei grauenhafte Blagen, die sich gegenseitig versuchen umzubringen, dabei aber leider erfolglos sind. Oh, und einen Truck, der die Griswolds verfolgt, was zu absolut großartiger Comedy führen könnte, wenn man es einfach komplett weggelassen und durch etwas Lustiges ersetzt hätte. Der Rest sind Schamhaare, in Scheiße schwimmen, tote Models, tote Kühe, tote Charlies, und ein Cameo der Ur-Griswolds ohne jeglichen Gag. Dann kommt irgendwann wieder „Holiday Road“ und der Kreis schließt sich. Und am Ende ist die Achterbahn im Arsch. Wie kann man einen so grauenhaft unlustigen Film auch anders enden lassen, als mit einem absoluten Rohrkrepierer? Hoffentlich war das der letzte Urlaub der Griswolds.

Und weil das alles so unfassbar grauenhaft war, habe ich da direkt weiter gemacht:

THE HANGOVER

Aus irgendeinem Grund fand ich den Quark hier vor 8 Jahren noch lustig. Jetzt bleibt nicht mehr viel übrig, abgesehen von einem Grinsen hier und da. Der Film versucht einfach zu sehr witzig zu sein, durch seine skurrilen Ereignisse und driftet dabei immer mehr in kompletten Humbug ab, der einfach nicht skurril genug ist, um die wenigen Gags zu unterstützen. Und so bleibt dann eben ein halbgares Etwas, dass tatsächlich Potenzial hat, aber am Ende irgendwie ein ziemlicher Letdown ist. Wobei er beim ersten Mal ja doch zu funktionieren scheint. Oder ich hatte einfach einen guten Tag vor 8 Jahren.

THE HANGOVER PART II

„Hey, ich habe eine verrückte Idee. Lasst uns den gleichen Film nochmal machen. Nur mit noch weniger Humor.“
„Cool. Warte, ich krame mal das alte Drehbuch raus und ersetze ‚Las Vegas‘ durch ‚Thailand‘ und „Zahn‘ durch „Tattoo‘.“
„Ja, und lass uns Alan so nervig machen, dass jede Sekunde mit ihm nur noch absolut anstrengend ist.“
„Und wir brauchen einen Affen, denn Affen sind immer lustig.“
„Oh ja, vor allem in Verbindung mit Pimmeln.“
„Yay, läuft. Money incoming.“

THE HANGOVER PART III

Es beginnt mit einer toten Giraffe und einem toten Jeffrey Tambor. Und damit sind diese beiden die glücklichsten Teilnehmer an diesem filmischen Fiasko, denn sie mussten es nur kurz ertragen. Der Alan-Charakter ist wirklich so unfassbar grauenhaft, dass es einfach nicht mehr zu ertragen ist. Aber natürlich setzt man noch einen drauf mit Chow, der ja als kleine Nebenrolle durchaus für einen Lacher gut sein kann, allerdings mit zuviel Präsenz einfach nur extrem nervig ist. Aber Humor sucht man hier sowieso absolut vergeblich. Es ist ja schön, dass man vom ursprünglichen Konzept abweicht, aber erstens hat hier keiner einen Hangover und zweitens ist das alles langweilige Scheiße voller uninteressanter Situationen und Szenen. Am Ende war ich einfach nur froh, dass es zu ende ist. Hoffentlich für immer.

Es ging aber auch etwas besser:

LOONEY TUNES BACK IN ACTION

Der Beginn ist eine kleine Verneigung vor den klassischen Looney Shorts und zudem ein Beweis, dass das Konzept, die Looney Tunes in die reale Welt zu verfrachten nur so semi-gut ist. Was die Looney Tunes schon immer ausgemacht hat, ist die Tatsache, dass es sich um durchdachte Charaktere handelt, die wunderbar in ihrer eigenen Welt existieren können.
Aber gut, wenn man fähige Leute dazu packt und Joe Dante in den Regiestuhl setzt, kriegt man 90 Minuten überbordendes Chaos und Quatsch, wie es sich für einen Looney Tunes Film gehört. Es ist dem Film einfach scheißegal, ob er irgendwas aussagt, oder ob seine Story irgendeinen Sinn ergibt. Der Film will Spaß machen. Und das tut er. Und zwar zu jeder Sekunde. Wenn nicht direkt auf den ersten Anschein, dann im Hintergrund, oder im Soundtrack, oder mit kleinen Verweisen zu den klassischen Cartoons oder anderen Filmen oder oder oder. Es gibt in fast jeder Szene was zu entdecken.
Und geht es eigentlich nur mir so, oder fügen sich diese Figuren besser in die Realität ein, als jede CGI-Animation?

Dieser Film lässt mich ja nebenbei etwas hoffen, dass man „Space Jam 2“ nicht komplett verkackt. Aber ich hätte lieber hiervon eine Fortsetzung gehabt, denn das hier ist viel mehr Looney Tunes, als es das Basketballgewichse jemals sein könnte.

Und dann ging es wieder abwärts:

SPACE JAM

Die Szenen mit den Looney Tunes sind oft gut. Alles andere nicht. Die Tatsache, dass es fast 15 Minuten dauert, bis die Hauptcrew des Films auftaucht spricht schon Bände. Denn die spielen hier nur die zweite Geige hinter einem grauenhaft überforderten Michael Jordan, der nicht nur im Baseball eine absolute Niete ist. Ansonsten turnt noch Newman da rum und versucht lustig zu sein. Und Bill Murray liefert eine Performance ab, die an Lustlosigkeit erst 20 Jahre später von ihm im „Ghostbusters“-Remake überboten wurde.
Die Story ist natürlich nur Mittel zum Zweck und auch völlig egal. In so einem Film muss der Humor stimmen. Leider haut da lange nicht alles hin. Und dann kommt auch noch das viel zu lange Basketballspiel und es ist alles einfach nur humor- und belanglos.

Dieser Film zerstört alle Hoffnung, dass die Fortsetzung brauchbar werden könnte. Die Looney Tunes haben eindeutig besseres verdient.

Insgesamt gesehen: 28

Davon Schrott: 10

Rewatches: 10

Für einen Sommermonat gab es wirklich überraschend viele Filme. Aber das Wetter war hier auch durchgehend einfach nur Scheiße, so dass man eh nix anderes machen konnte. Zudem gab es natürlich noch die zweite Hälfte von „Game Of Thrones“.

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Monatsrückblick Juli 2017

Der Juli begann mit dem Versuch, in eine Welt einzutauchen, die mir früher meist gefallen hat, aber natürlich im generischen Filmeinheitsbrei nicht mehr ansatzweise den Charme hat, den sie mal versprühte:

FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM – PHANTASTISCHE TIERWESEN UND WO SIE ZU FINDEN SIND

Die Harry Potter Streifen waren ja durchaus ein ewiges Auf und Ab. Von top (Gefangener von Azkaban) zu komplettes Desaster (der Halbblutprinz) war eigentlich alles dabei. Aber immerhin hat es immer Spaß gemacht, wieder in dieses Universum einzutauchen. Deshalb habe ich auch verhältnismäßig wenig abgekotzt, als man die dreitausend Filme aus der „Fantastic Beasts“ Reihe ankündigte. Ich bin jetzt nicht Feuer und Flamme, aber eben auch nicht abgeneigt und bereit, dem ganzen eine faire Chance zu geben.

Newt Scamander ist ein Typ, der seltene Viecher in einem Koffer spazieren trägt. Und das muss dann auch mit Charakterbeschreibung reichen, denn mehr ist der Protagonist einfach nicht. Mit anderen Worten: Er ist arschlangweilig. Und die meisten seiner Viecher nebenbei auch. Im Prinzip haben wir einen ganzen Koffer voller Comic Reliefs, die zu keiner Sekunde lustig sind. Der Rest sind schlecht animierte Drachenviecher und Gelöt, die aber ohnehin keine Rolle spielen. Und das ist dann auch das größte Problem: Warum werden die Tierwesen nicht viel mehr in die Geschichte eingebunden? Da liegt doch das eigentliche Potenzial, wenn man die doch ohnehin im Koffer hat. Stattdessen blödelt man aber lieber nur mal hin und wieder mit nem Nashorn rum, oder lässt mal einen Vogel fliegen, aber dabei rum kommt eher selten was.

Am interessantesten stellt sich nach kurzer Zeit der Muggelbäcker heraus, der zufällig in die fröhliche Viecherjagd hineingezogen wird. Die anderen Charatere sind halt auch da. Mal mehr mal weniger relevant für den Verlauf der Geschichte. Und der Antagonist ist eine schwarze Wolke, wasa wohl alles aussagt, was man dazu sagen muss. Wenn man ihm schon eine „Gestalt“ geben will, warum dann nicht die eines „fantastischen Tierwesens“?

Nun ja, was solls. Man hat ja noch die Welt, die alles retten kann. Und die ist ein gigantischer Haufen CGI-Geschmiere, das einfach keine Stimmung aufkommen lässt. Nicht wie in Hogwarts, wo man Spaß dabei hatte, mit den Schülern durch das Schloss und die Welt zu tapern und sie zu erkunden. Hier haben wir Old-New York direkt aus Photoshop in den Film importiert. Von Liebe zum Detail nix zu sehen. Und auch sonst einfach sehr steril das Ganze.

Irgendwie schafft es die Story dann zumindest, einigermaßen zu unterhalten, aber man merkt einfach in jeder Sekunde, dass man an allen Ecken und Enden das Potenzial für was wirklich Gutes hat liegen lassen. Aber das ist ja auch nichts Neues mehr heutzutage. Kann man mal gucken und nach 5 Minuten alles wieder vergessen, weil es ohnehin scheißegal war. Schade, denn so eine Erweiterung des Potter-Universums brauche ich nicht wirklich.

Im Lauf der Monate habe ich dann auch noch ein paar mir unbekannte David Fincher Filme nachgeholt. Unter anderem:

GONE GIRL

Wenn David Fincher eine Sache kann, dann ist es, einen hervorragenden Thriller drehen (ob er was anderes kann muss er nebenbei noch unter Beweis stellen). Das er aber Thriller wie kaum ein anderer kann, zeigt er hier mal wieder absolut beeindruckend. Eine interessante und vor allem sehr wendungsreiche Geschichte wird hier zu einem Puzzle zusammengesetzt, das einem ständig neue Aspekte hinwirft, über die man nachdenken muss, um das Puzzle zusammenzusetzen. Natürlich muss man an der Stelle wohl auch die Vorlage lobend erwähnen, die ich aber nicht kenne. Trotzdem ist es natürlich dem Drehbuch und eben dem Regisseur zu verdanken, dass das alles auch quasi perfekt auf die Leinwand umgesetzt wurde. Die Darsteller (selbst Affleck und sein Penis stören nicht) und die Fincher-typische spannende Inszenierung machen das hier zu einem der besten Thriller der letzten Jahre. Sollte man unbedingt gesehen haben. Vor allem natürlich, wenn man wie ich ein großer Fincher-Thriller-Fan ist.

Zum Abschluss unserer Kriegsfilmreihe, die dann mit dem Kinobesuch von „Dunkirk“ gekrönt wurde, gab es noch folgenden Knaller:

SAVING PRIVATE RYAN – DER SOLDAT JAMES RYAN

Sinnlose Missionen in Kriegsfilmen gibt es sicher zuhauf, aber eine Gruppe in den fast sicheren Tod zu schicken, um einen aus der Scheiße zu holen, dürfte recht weit oben auf der Liste der sinnlosen Missionen stehen. Dementsprechend gibt es hier auch wenige Heldentaten, weil die Beteiligten ebenfalls ganz und gar nicht von der Mission überzeugt sind. Ganz ohne Patriotismus und Pathos gehts zwar auch nicht und die ein oder andere Szene wirkt schon sehr „inszeniert“ nur damit man nochmal kurz rumballern kann, aber von einem Blockbuster, der dieser Film im engsten Sinne nun mal ist, kann man kaum was anderes erwarten. Hauptsächlich geht es aber darum, wie sinnlos und brutal und unmenschlich alles in und um den Krieg herum eigentlich ist. Alles ist grausam. Alles ist sinnlos. Alles ist FUBAR.

Einen Abend kam dann spontan mein Cousin vorbei und hatte einen Film im Gepäck, den wir beide seit „damals“ nicht gesehen hatten:

TITANIC

15 Jahre nicht gesehen und es hat sich nichts geändert. Die erste Hälfte ist unerträglich, nicht wegen der Liebesgeschichte, sondern weil einfach ALLE Charaktere Arschlöcher sind, die mir durchgehend gewaltig auf den Sack gingen. Rose will nur gefickt werden. Jack hält sich für ganz besonders toll. Roses Stecher ist ein versnobter Flachwichser. Die ganze andere Mischpoke hat auch dermaßen einen Stock im Arsch, dass es ein Wunder ist, dass die überhaupt sinken konnten. Dazu kommt ein grauenhafter Soundtrack, der entweder aus unerträglichem Gedudel oder irgendeiner Variante von Celine Dions Graupelsong besteht, was sich einfach äußerst schnell abnutzt und nervt.
Dann kommt der Eisberg und rettet den Streifen vor dem Untergang (pun intended). Nur leider ist es mir da auch schon scheißegal, wenn die ganzen Affen einfach absaufen, weil ich sie entweder zum kotzen findet, oder sie mir scheißegal sind, weil ich sie sowieso nicht kennen gelernt habe. Aber vom Spektakel her ist das hier natürlich verdammt großes Kino. Die Panik, der Überlebenskampf, der steigende Irrsinn und das Wasser sind einfach hervorragend inszeniert.
Ich glaube, James Cameron hätte gut daran getan, die erste Hälfte des Films an jemanden zu übertragen, der etwas davon versteht, Liebesgeschichten zu erzählen und sich selbst dann um die zweite Hälfte gekümmert, denn das kann er einfach. Alles andere … nicht so sehr …

Insgesamt gesehen: 16

Davon Schrott: 5

Rewatches: 5

Kino: 1

Der Schrott war größtenteils SchleFaZ zu verdanken. Die Reihe nutzt sich bei mir allerdings doch langsam ab, muss ich sagen. Bin nicht sicher, ob ich mir das noch alles geben muss. Vermutlich beschränke ich mich da demnächst nur noch auf die Filme, die wirklich vielversprechend klingen.

Dazu kommen dann wie ihr ja wisst noch „Game Of Thrones“ und zwischendurch hab ich mich bei „Orange Is The New Black“ endlich mal auf den neuesten Stand gebracht. Und die erste Staffel „Ozark“ gabs auch noch. Kein Meisterwerk, aber hat mir ganz gut gefallen. Allerdings wäre mir das als Mini-Serie mit 10 Folgen lieber gewesen. Noch 5 Staffeln brauche ich davon nicht unbedingt.

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Monatsrückblick – Mai 2017

Der Mai startete mit einem Kinobesuch, der … zumindest kein Totalausfall war. Ansonsten ging es unter anderem ganz weit zurück ins Jahr 1932:

THE MOST DANGEROUS GAME

Heutzutage ist es ja kaum noch möglich, etwas wirklich Neues zu erzählen. Jede Idee war zumindest im Ansatz schon mal da. Und so kann man eigentlich nur noch bereits existierende Versatzstücke nehmen und versuchen, sie zu kombinieren, um daraus dann doch noch etwas einigermaßen Frisches zu machen. Um so interessanter ist es da, sich mal mit den Geschichten zu befassen, die den Anfang machten. In diesem Fall handelt es sich um das mittlerweile all zu bekannte „Manhunt“-Prinzip. Die Jagd auf das „gefährlichste Tier“. Den Menschen. Lange bevor Jean Claude van Damme und Ice T zur Beute wurden, lange bevor in Japan die „Battle Royale“ und in den USA die „Hunger Games“ starteten, veranstaltete man auf einer Insel das „Most Dangerous Game“.
Und meine Herren, was für ein Spiel es ist. Was man hier in gerade mal einer Stunde abfeuert ist bemerkenswert. Zumal es sich um einen Film handelt, der mittlerweile 85 Jahre auf dem Buckel hat. Das merkt man ihm aber eigentlich nur an der fehlenden Farbe an. Ansonsten habe ich das Gefühl, dass man hier seiner Zeit doch sehr weit voraus war. Der Schiffsuntergang am Anfang ist beeindruckend für diese Zeit. Ansonsten schafft man es auch ganz gut, nicht zu lächerlich zu werden. Gerade der Antagonist bewegt sich da immer auf einem schmalen Grad der Cheesyness, aber kriegt immer noch die Kurve.
Der Überlebenskampf selbst ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Fallen werden gebaut und die Bedrohung immer weiter gesteigert. Es ist einfach die Blaupause für jede Geschichte, die danach kam und diese Idee aufgriff. Und das macht es so interessant und immer noch absolut sehenswert.

Es gab etwas Horrorquatsch:

HATCHET

Schöne Old-School-Slasher-Action, die teils etwas zu lustig sein will. Macht aber Spaß, wenn man Bock auf guten handgemachten Gore, der direkt aus den Achtzigern stammen könnte, hat und nicht viel über Story und gute Darsteller nachdenken will. Der Film weiß was er ist und was er ist, ist durchaus unterhaltsam.

Nach enttäuschender Postapokalypse mit „Into The Forest“ gab es am selben Abend noch mal enttäuschende Postapokalypse:

THE BOOK OF ELI

Malcolm X hat ein Lieblingsbuch, aber Stansfield will es auch mal lesen.

Alles an dem Film schreit Postapokalypse. Das ist schon mal ein Pluspunkt, den man aber auch voraussetzen sollte. Es gibt aber eben auch Filme, die das nicht wirklich gebacken kriegen. Die Darsteller machen ihre Sache auch wie zu erwarten gut.
Aber so richtig will der Funke nicht überspringen. Mit überreligiösem Käse und Belehrungen hält man sich glücklicherweise zurück, aber man geht viel zu wenig darauf ein, was die Charaktere ausmacht, die hinter dem Buch her sind. Klar, man kennt die Gründe, aber diese auch auszuspielen hätte das ganze durchaus interessanter gemacht. Dazu kommt dann die scheinbare Unverwundbarkeit von Eli, was einfach jede Geschichte schon aus Prinzip runter zieht. Und so dümpelt das dann eben alles so ein bisschen vor sich hin. Irgendwie nix Halbes und nix Ganzes, wie Jesus damals gesagt hat … war doch er, oder?

Am Strand war ich auch noch:

THE BEACH

Im Fahrwasser von „Titanic“ konnte ich mir damals eine ganze Zeit lang keine Leonardo DiCaprio Filme angucken. Das lag weniger an ihm selbst, sondern an den Weibern, die mir damals tierisch mit dem Typen auf den Sack gingen. Alle waren sie in Leo verknallt und mussten sich auf seine Filme fingern. Also hab ich lieber Pamela Anderson Filme geguckt, um den Sexualtrieb wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ob das die richtige Entscheidung war, müssen andere entscheiden.

„The Beach“ ist jedenfalls einer der Filme, die damals auf der Strecke blieben und der, obwohl scheinbar mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, immer mal wieder meinen Weg kreuzt. So auch heute und jetzt hats halt mal gereicht und ich hab ihn angemacht. Und im Nachhinein muss ich feststellen, dass es ein Pamela Anderson Film wohl auch getan hätte. Denn auch wenn dieser Film ganz tolle Bilder hat, hat er viel mehr nicht zu bieten. Sehr dahindümpelnde Geschichte über die Findung des Paradieses und der Vertreibung aus selbigem, das nur an der Oberfläche der eigentlichen Idee kratzt. Pamela Anderson im Evakostüm hatte damals Ähnliches zu bieten.

Insgesamt gesehen: 18

Davon Schrott: 4

Rewatches: 2

Kino: 2

„Alles neu macht der Mai“ sagt man. Dementsprechend gab es diesen Monat – ungeplant – sehr wenige Rewatches. Und nebenbei auch wenig Kriegsaction. Hat sich irgendwie dieses Mal nicht ergeben. Immerhin habe ich die erste Staffel von „The Brink“ nachgeholt – auch wenn das nicht direkt Krieg ist, sondern eher die politischen Eskapaden, die dazu führen – und bin jetzt traurig, dass es keine zweite geben wird.

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Monatsrückblick – April 2017

Im April haben wir natürlich vornehmlich unsere Kriegsfilmreihe weitergeführt. Aber es gab auch ein bisschen was anderes.

THE BRIDGE AT REMAGEN – DIE BRÜCKE VON REMAGEN

Gute Action, ein paar unfreiwillig komische Situationen und keine Schwarz/Weiß-Malerei. Die Amis hier sind nicht nur gut und die Deutschen nicht nur böse. Sicher kein Meisterwerk, aber ein guter Antikriegsfilm. Zur Abwechslung geht es mal um eine Brücke. Das hat man ja so selten im Kriegsfilm.

Diesen Film hatte ich vor ein paar Monaten schon mal geguckt, aber Krieg ist die Hölle, da muss man den dann halt auch noch mal gucken:

STALINGRAD

Krieg, so wie er ist. Dreckig und unschön und ohne Pathos. Einfach die Hölle.
Die erste halbe Stunde des Films ist leider etwas zäh. Gerade, weil die Darsteller teils im Overact-Modus sind und dadurch alles etwas lächerlich und billig wirkt. Wenn man diese Phase überstanden hat, spielt der Film aber seine Stärken aus und zeigt den Wahnsinn und die Ruchlosigkeit des Krieges. Gegen Ende führt man dann natürlich noch so ein paar Handlungsstränge zusammen, was dann doch wieder eher etwas gewollt wirkt, aber das muss man nun mal in Kauf nehmen.
Einer dieser Kriegsfilme, die wirklich zeigen, was für ein Irrsinn das alles ist und das es keine Helden gibt; nur Verlierer.

Dann ging es mal in etwas düstere Gefilde:

8MM

Es ist wirklich schade, dass Autor Andrew Kevin Walker nicht weiter auf den Psychothrillerpfaden gewandelt ist, auf denen er sich in den 90ern scheinbar so wohlgefühlt hat. Nach „Se7en“ lieferte er hier das nächste Drehbuch ab, bei dem es in die Untiefen der Geisteskrankheiten des menschlichen Daseins geht.
Anfangs ist das alles genau so bedrückend und zermürbend. Immer tiefer dringt man ein in eine Welt aus Perversionen. Leider verlässt der Film diese Seite dann vor dem letzten Drittel und verkommt zum recht stringenten Rachethriller. Ich schiebe das mal auf die vom Studio geforderten Änderungen, die Joel Schumacher dann am Drehbuch vornahm. Walker hat den Film angeblich bis heute nicht gesehen, weil er sich gegen die Änderungen weigerte. Recht hatte er scheinbar damit.
Immerhin sind die Darsteller durchgehend hervorragend. Das rettet das letzte Drittel aber leider auch nicht. Da war deutlich mehr drin.

Alle Jubeljahre kriege ich es ja in die Birne und hole mal einen Klassiker nach, bei dem mir schon im Vorfeld klar ist, dass er vermutlich größtenteils anstrengend aber trotzdem gut wird. An Ostern gab es deshalb (als Ersatz ür den eigentlich geplanten „Cleopatra“, den Netflix aber 2 Tage vorher aus dem Programm genommen hat; deshalb halte ich nebenbei nix von dem ganzen Streamingscheiß und kaufe mir lieber alles auf Scheibe):

LAWRENCE OF ARABIA – LAWRENCE VON ARABIEN

Knapp 4 Stunden sind im Normalfall einfach zu lang, um mich bei der Stange zu halten. Und auch bei diesem Film ging irgendwo in der Mitte mal zwischendurch meine Konzentration flöten. Und dann habe ich überlegt, warum es wohl so wenige Filme über Kamele gibt. Die wirken immer so tollpatschig und sind schon aus Prinzip irgendwie lustig. Aber vielleicht ist es nicht leicht, mit Kamelen zu drehen. Vielleicht kann man die nicht richtig trainieren. Obwohl die immer so aussehen, als ob denen eh alles kackegal ist.
Lawrence und seine Gang reiten also durch die Wüste und ich habe überlegt, dass die Wüste ja ein echt cooles Setting für einen Film ist. Jeder Shot sieht in der Wüste einfach aus Prinzip gut aus. Und die ständige Gefahr sorgt für die nötige Spannung. Aber so ein Ritt durch die Wüste ist eben auch anstrengend und lang. Und genau so ist dieser Film. Also quasi der perfekte Wüstenfilm.

Und noch einen Klassiker, den ich zwar vor gefühlten Ewigkeiten schon mal gesehen habe, aber keine Erinnerung mehr dran hatte, gab es auch noch:

PSYCHO

Anthony Perkins ist fantastisch. Janet Leigh zwar nicht so, aber duschen kann sie gut. Alfred Hitchcock war ohnehin ein Visionär, der diesen Titel auch verdient … nicht so wie heute, wo jeder Heinz, der ein Remake macht, schon als Visionär gilt, obwohl er absolut nichts geleistet hat. Bei Hitchcock war es halt so, dass der Mann Ideen hatte, aber seine Filme sich nicht darauf ausruhen. Der Film dreht sich nicht um ein Stilmittel, sondern das Stilmittel wird flüssig in den Film eingearbeitet. Klar, die Duschszene ist die berühmteste Szene des Films. Sowas gab es damals noch nicht. Aber sie funktioniert organisch innerhalb des Komplettpakets. Heute würde man alles andere um die Duschszene herum zusammenfuckeln. Hauptsache, man hat diese eine gute Szene. Dieser Film besteht nur aus guten Szenen und deshalb ist er ein Meisterwerk und Horrorfilme von heute eben scheiße. Aber Hauptsache alles ist irgendwie „visionär“.

Insgesamt gesehen: 11

Davon Schrott: 2

Rewatches: 4

Außerdem gab es noch „Das Boot“ allerdings in der Serien-Version, die meiner Meinung nach die einzig Wahre ist. Außerdem gehen „Fargo“, „Better Call Saul“ und „The Leftovers“ weiter. Mein Serienkonsum ist also angestiegen und dadurch gab es weniger Filme zu sehen. Aber insgesamt eine bunte Mischung im April. Passend zum Wetter.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Monatsrückblick – März 2017

Letztes Jahr habe ich zusammen mit meinem Cousin über das Jahr verteilt mehr oder weniger alle Disney Zeichentrickfilme geguckt. Dieses Jahr machen wir da weiter, wo wir aufgehört haben und gucken passend dazu jede Menge Kriegsfilme. Okay, viel größer könnte der Kontrast kaum sein, aber wir bereiten uns damit auf „Dunkirk“ vor. Im März haben wir endlich den Anfang gemacht. Ursprünglich sollte der Start Mel Gibsons „Hacksaw Ridge“ sein, aber Kinos … ihr wisst schon. Also haben wir als Ersatz einfach das nächstbeste genommen für den Startschuss zur großen Kriegsfilmreihe 2017.

WE WERE SOLDIERS – WIR WAREN HELDEN

Gibson betet, dass Gott die heidnischen Gebete seiner Gegner nicht erhört und sie sie zum Teufel jagen können. Genau so stelle ich mir Soldaten vor, kurz bevor sie blutgeil und abgefuckt in den Krieg ziehen. Sehr realistisch das Ganze. Bis auf … nun ja, fast alles andere. Dafür aber mal wieder patriotisch wie es eben nur Amerika kann.
Mel Gibson ist hier der wohl lässigste und coolste Colonel, der jemals ein Schlachtfeld betreten hat. Dem kann einfach gar nix was anhaben. Da fliegen ihm die Kugeln nur so um die Ohren, aber er muss erst mal in aller Ruhe seine Kommandos geben, bevor er auch mal rumballert.
Der Nebenplot mit den Frauen bietet immerhin einen guten Kontrast zur Daueraction, allerdings kratzt man hier bei wirklich allem nur an der Oberfläche. Zwischendurch wirft man mal noch willkürlich ein paar Stilmittel ein. So alle 45 Minuten gibts zum Beispiel mal ein Voice-Over, einfach weils gerade passt.
Aber alles egal denn ich mag Kriegsfilme prinzipiell. Ich stehe irgendwie auf dieses taktische Geschwurbel, auch wenn ich absolut nix davon verstehe.

Alle paar Monate stolpere ich mal wieder über einen Film in meinem Regal, der da schon ewig steht und den ich schon immer mal gucken wollte, aber aus welchen Gründen auch immer (nee, jetzt kein Bock drauf) nie gesehen habe. In vielen Fällen ist dieser Film dann auch noch von den Coen Brothers, was es eigentlich noch dämlicher macht, dass ich ihn noch nicht geguckt habe. Dies ist so ein Fall.

MILLER’S CROSSING

Die Coens sind so unfassbar gut darin, interessante Charaktere und Geschichten zu kreieren, dass sie es sogar schaffen, mich für einen Film zu begeistern, der in den Zwanzigern spielt, einer Ära, mit der ich eigentlich nicht wirklich was anfangen kann. Aber die Coens schaffens eben immer wieder. Toller Film mit einem tollen Hut.

Im weiteren Rahmen der Kriegsfilme 2017 gabs dann einen Oscargewinner, der mal wieder völlig zu Unrecht den Preis geholt hat, weil:

THE HURT LOCKER – TÖDLICHES KOMMANDO (nebenbei cooler deutscher Titel … für einen Steven Seagal Film)

Ein Bombenentschärfungskommando, gesegnet mit dem schlechtesten Humor aller Zeiten, entschärft halt Bomben. Klingt langweilig und ist auch irgendwie nicht viel aufregender, als es eben klingt. Die Charaktere sind ein Haufen pseudocooler Arschlöcher, die mir von der ersten Sekunde an tierisch auf den Sack gingen. Dann habe ich 2 Stunden damit verbracht zu hoffen, dass sie alle in die Luft fliegen. Immerhin hat mich das vom Abschalten abgehalten.

Wo wir schon bei coolen Steven Seagal Filmen sind, gabs da dann auch mal welche:

UNDER SIEGE – ALARMSTUFE ROT

Zu keiner Zeit in meinem Leben war ich ein Fan von Steven Seagal. Eher das Gegenteil ist der Fall. Selbst damals mit so 12 oder 13 Jahren (ja, ja, ich hab schon immer Filme geguckt, die nichts für mich sind, und trotzdem bin ich nicht amokgelaufen; ich klopfe mir mal selbst auf die Schulter dafür), als ich seine Filme entdeckte, war das für mich immer nur ein komischer Typ mit Zopf, der halt irgendwelchen Leuten in die Fresse haut.
Das ist auch hier nicht anders, keine Frage. Aber irgendwie schafft es der Regisseur tatsächlich, sowas wie Charisma aus Seagal rauszukitzeln – zumindest für ungefähr 20 Sekunden – und alleine dafür hätte er mit Preisen überschüttet werden müssen. Selbstverständlich wird er trotzdem von allen anderen an die Wand gespielt. Allen voran Tommy Lee Jones als Möchtegernrockstar und Gary Busey als … na ja, der typische böse Militärfritze, der eben den Protagonisten überhaupt nicht leiden kann und sich zwischendurch wie eine Dragqueen anzieht. Die beiden zusammen sind ein absolutes Topgespann.
Der Rest ist sinnlose Action mit grottenschlechten coolen Sprüchen und einem Plot, für den man nicht mal einen Bierdeckel braucht. Und mehr will ich auch gar nicht von so einem Film. Mir scheißegal was alle sagen, der hier ist nicht schlechter als „Die Hard With A Vengeance“.

UNDER SIEGE 2: DARK TERRITORY – ALARMSTUFE ROT 2

Steven Seagal macht noch mal den John McClane für arme und rettet den Tag zum zweiten Mal. Dieses Mal statt auf einem Schiff auf einem Zug und statt mit guten Darstellern als gute Antagonisten mit einem Supporting-Cast, der vom Talent her Seagal auf Augenhöhe begegnet. Mit anderen Worten: Jeder mehr oder wenige wichtige Charakter wird von einer völlig überforderten Person gespielt. Die wirklich guten Darsteller wie Jonathan Banks mit Haaren dürfen nur den Zug fahren oder anderen belanglosen Kram machen, der nicht mal einen Soapdarsteller fordern würde.
Im Endeffekt ist hier alles einfach eine Ecke schwächer als im Vorgänger. Aber es ist immer noch unterhaltsame 90er Action. Ihr wisst schon, nicht diese Kindergartenlarifariactiongrütze aus diesem Jahrtausend. Hier werden Leute einfach umgenietet, wie sich das gehört. Und das CGI ist noch so richtig scheiße. Also nicht nur scheiße wie heute, sondern so richtig für den Arsch. Genau so scheiße wie heute war damals schon Katherine Heigl, aber das Fass mache ich jetzt besser gar nicht erst auf. Film macht Bock, ist aber natürlich kein Meisterwerk. Und das Ende ist … einfach unbeschreiblich …

Manchmal muss man selbst im Krieg den Humor finden.

M*A*S*H

Absolut nicht politisch korrekt der Spaß. Muss die Hölle für die ganzen selbsternannten Weltverbesserer von heute sein, sich so einen Film anzugucken. Ich gebe da zum Glück einen Fick drauf. Im Krieg und der Liebe ist alles erlaubt. Also auch im MASH.
„Ende der Durchsage.“

Und manchmal den absoluten Wahnsinn.

APOCALYPSE NOW REDUX

Der Boottrip in den absoluten Wahnsinn Vietnams ist immer wieder faszinierend. Irrsinn, Zähigkeit und Unmenschlicheit geben sich die Klinke in die Hand.
Ich bin ja einer der wenigen, der die Redux Version mindestens genau so gut findet wie den Original Cut. Ja, der Film ist länger, aber für mich trägt das zur bedrückenden, nie enden wollenden Atmosphäre des absoluten Kriegsgräuel bei, die sich immer weiter steigert, während man weiter den Fluss aufwärts schippert.
Je nach Bock, gucke ich dann halt mal die längere oder kürzere Variante. Beides sind absolute Meisterwerke.

Insgesamt gesehen: 15

Davon Schrott: 2

Rewatches: 7

Kino: 1

Zum ersten Mal in diesem Jahr im Kino gewesen und ein paar Schrottfilme geguckt. Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Monatsrückblick – Februar 2017

Der Februar ist prinzipiell immer ein eher schwacher Filmmonat bei mir. Es steht einfach zu viel anderer Kram an. Anfang des Monats ist der SuperBowl. Ende des Monats sind die Oscars. Irgendwo dazwischen versuche ich noch meinem Geburtstag zu entgehen (und vor allem den Leuten, die mir mit Glückwünschen auf den Sack gehen wollen). Trotzdem habe ich natürlich ein bisschen was gesehen.

Anfang des Monats hatte ich einen Abend spontan Bock auf 80er Jahre Quatsch mit Tom Hanks. Und da gibt es natürlich vor allem folgende Kandidaten:

THE MONEY PIT – GESCHENKT IST NOCH ZU TEUER

Tom Hanks und Shelley Long kaufen ihr Traumhau, das sich dann von selbst in Schutt in Asche legt. Mehr ist es nicht und mehr will es auch nicht sein. Das hier ist Slapstickgalore vom Feinsten. Hanks gibt alles, Long nervt auch nicht unbedingt und Alexander Gudonov – besser bekannt als Karl aus „Die Hard“ – ist der King in jeder seiner Szenen.
Der Film macht einfach eine Menge Spaß und wer bei der Badewannenszene nicht lacht hat einfach keinen Humor.
Ich könnte mir das stundenlang angucken, denn im Gegensatz zu heutigen Filmen entsteht der Humor aus der Situation heraus und nicht andersherum. Klar, man reiht auch hier die Gags der zusammenbrechenden Bruchbude aneinander, aber es wirkt organisch und ergibt sich aus den Situationen. Heute würde man die Charaktere einfach sinnlos von Raum zu Raum schicken, damit da das nächste Teil auseinanderfallen kann, ohne dass man jemals erfährt, was zur Hölle sie überhaupt in dem Raum wollen. Das gibt es hier eher selten. Es gibt eigentlich am laufenden Band was zu lachen. Mal mehr, mal weniger, aber es wird nie langweilig. Was will man mehr von einer Komödie?

THE ‚BURBS – MEINE TEUFLISCHEN NACHBARN

Hanks, Dern, Fisher, Feldman. Alle hier mit ihrem A-Game auf der Suche nach der Wahrheit um die neuen mysteriösen Nachbarn.
Joe Dante war einfach mal der Gott der Horrorkomödie. Sein bester ist das hier nicht ganz, denn nichts toppt Gremlins. Aber alles an diesem Film ist einfach eine pure Freude anzuschauen. Guter Humor, eine gute Portion Mystery, dazu etwas düstere Atmosphäre und Sozialkritik.
Die Frage ist: Wer sind wirklich die Irren in der Nachbarschaft? Am Ende ist man es immer selbst. Egal wie irre der Nachbar auch sein mag.

Es gibt ja bekanntlich gute Filme und dann gibt es schlechte Filme. Aber die schlimmsten Filme sind die, die irgendwo dazwischen liegen. Ich nenne sie mal spontan die „Rumdümpler“. Halt nicht gut, aber auch nicht schlecht genug für den Filmschrottplatz, weil einfach komplett uninteressant. Einer davon ist:

DØD SNØ – DEAD SNOW

Zombies. Nazis. Saudoofe Blagen. Das sind drei Dinge, die ich in Filmen nun wirklich nicht mehr brauche. Und das sind genau die drei Dinge, die dieser Streifen hier vereint.
Zombies sind ja ohnehin aus irgendeinem Grund seit Jahren der heiße Scheiß. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen einen guten Zombiefilm einzuwenden. Aber mittlerweile hat man einfach alles gehabt. Zombies, Zombienazis, Zombietiere, Marathonzombies, was auch immer World War Z sein sollte … es langweilt halt einfach nur noch.
Dieser Film bildet da absolut keine Ausnahme. Er ist einfach belanglos und langweilig wie die tausend anderen Zombiefilme, die jedes Jahr rauskommen. Man hat sich nicht mal die Mühe gemacht, die Charaktere nach den üblichen Klischees zu formen. Man hat sie einfach gar nicht geformt. Sie sind allesamt einfach nur komplett uninteressante Arschkrampen, die nichts darstellen. Dazu dann die unglaubliche Horrorfilmseuche namens CGI-Blut und das Desaster ist perfekt. Wenn der Film dabei wenigstens lustig und unterhaltsam wäre, wäre das ja noch zu verschmerzen. Ist er aber nicht. Er ist einfach nur da in seiner komplett langweiligen Belanglosigkeit.

Irgendwann gabs dann noch den hier:

FALLING DOWN

Michael Douglas hat einen echt beschissenen Tag. Aber scheinbar hat er Gott auf seiner Seite. Anders kann ich mir jedenfalls nicht die ganzen Szenen erklären, die er nur durch reinen Zufall überlebt oder nur durh Deus Ex Machina entkommt.
Wenn man darüber hinwegsieht, hat man hier aber einen durchaus interessanten sozialkritischen Streifen, mit einem tollen Douglas nahe des Wahnsinns und einem starken Duvall nahe des Columbos.
Nebenbei interessant, dass man hier ohne große Gewaltorgien auskommt dabei aber trotzdem recht gewalttätig vorgeht. Das ist auch eine Kunst, die man heutzutage irgendwie verlernt hat. Entweder ist alles Splatter oder alles Cartoon. Dazwischen gibts heute scheinbar nix mehr. Das größte Opfer hier ist eine Telefonzelle. Zu schade, da die schon zu der Zeit vom Aussterben bedroht waren.

Nach Ewigkeiten habe ich mir auch mal wieder folgenden kleinen Geheimtipp angeschaut, der immer noch sehr gut unterhält:

11:14

Ein feiner kleiner Film, voller kleiner feiner Leichen, mit feinen kleinen Storys, die sich zu einem feinen kleinen Ganzen zusammenfügen.
Die Jungsarsteller machen hier alle einen ziemlich guten Job und sind mittlerweile fast ausnahmslos in der Versenkung verschwunden. Eigentlich schade, aber Talent setzt sich dann eben doch nicht immer durch.

Und dann gab es da ja noch die große Nachricht. JACK NICHOLSON will wieder in einem Film mitspielen. Und alle so: YEAH! Und zwar im Toni Erdmann Remake, das kein Mensch braucht. Und alle so: FUCK HOLLYWOOD!

ONE FLEW OVER THE CUCKOO’S NEST – EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST

Das erste, was mir jedes Mal zu diesem Film einfällt, ist die Tatsache, dass ich echt Probleme damit habe, das Wort Kucucu… Kucuck…Kuckcuc…Kcukccu…Kuckcuck…Kuckcuck…Kuckckcukc…Kuckcuck…Kuckuckc…Kuckckcu…Kuckuck an der Tastatur zu schreiben. <— das waren alles echte uneditierte Versuche. Keine Ahnung, was da los ist.
Zweitens hätte Nicholsons Frisur in dem Film einen eigenen Preis verdient. Ich habe ständig das Gefühl, dass die ein Eigenleben entwickelt und sich in alle Richtungen ausbreiten will, um den Irrsinn zu verbreiten, der von Nicholsons Charakter hier ausgeht. Denn sind wir mal ehrlich: Auch wenn McMurphy nur so tut, als wäre er irre, ist er eigentlich einer der Beklopptesten in dem Laden.
Was soll ich sonst groß sagen. Fantastischer Film. Lustig, dramatisch, behämmert, gemein. Alles, was ein Topfilm braucht. Dazu hervorragende Darsteller in jungen Jahren, die man kaum erkennt – ich meine DAS soll Danny DeVito sein?

Und das Waschbecken ist auch ganz gut.

Im Zuge der Oscarverleihung habe ich dann noch einen Klassiker nachgeholt, da ich da ja noch einige Lücken habe, wie wir hier feststellen mussten:

IN THE HEAT OF THE NIGHT – IN DER HITZE DER NACHT

Sidney Poitier war mir bisher aus genau einem einzigen Film bekannt: „The Defiant Ones“ aka „Flucht in Ketten“. Ein leider etwas in Vergessenheit geratener Film, habe ich das Gefühl. Darin muss er sich mit einem rassistischen Mithäftling rumplagen, an den er gekettet ist. „In The Heat Of The Night“ geht zwar einen völlig anderen Weg, aber wieder muss sich Poitiers Charakter dem Rassismus stellen, der ihm entgegenschlägt. Hier nicht in Form eines Mannes, sondern gleich einer ganze Kleinstadt.
Knapp 10 Jahre liegen zwischen den beiden Filmen und es hat sich augenscheinlich nichts geändert, wie von der ersten Sekunde klar wird.
Und selbst heute, 50 Jahre später, ist das Thema so aktuell wie damals. Wenn uns ein Zeitdokument wie dieses eins zeigt, dann, dass die Leute schon immer dämlich waren und es immer sein werden.

Ach so, der Film ist übrigens super. Großartig gespielt, Steiger hat zu Recht den Oscar abgeräumt und dabei noch die Kaugummiindustrie unterstützt so gut er konnte,

Insgesamt gesehen: 11

Davon Schrott: 1

Rewatches: 8

Sehr wenig Schrott.Und sehr wenig neues. Das muss natürlich wieder besser werden.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Die 5 besten … Filme 2016

Eigentlich bin ich ja mehr oder weniger in der Winterpause hier. Aber da Ende des Jahres halt auch immer Zeit für Toplisten und solchen Quark sind, mache ich hier mal schnell mit. Gorana fragt nämlich nach den

5 BESTEN FILMEN DIE ICH 2016 GESEHEN HABE

Da es hier nicht um Filme geht, die 2016 erschienen sind, sondern alle zählen, die ich dieses Jahr geguckt habe, wird das erst mal nicht allzu spektakulär.

5 Jaws (1975)

4 Monsters Inc. (2001)

3 The Jungle Book (1967)

2 The Fall (2006)

1 The Lion King (1994)

Ausschließlich Rewatches. Das alleine spricht schon Bände, was das Filmjahr 2016 angeht.

Aber da es so scheiße dann doch nicht war, gibt es als Bonus hier noch die 5 aktuellsten Filme:

5 10 Cloverfield Lane (2016) – Mit gutem Ende wäre der auf Platz 1.

4 The Nice Guys (2016)

3 The Witch (2016) – Mit besserem Ende wäre der auf Platz 1, vorausgesetzt, dass 10 Cloverfield Lane nicht auch ein besseres Ende hätte, wenn dieser eins hätte, denn dann würde es schwierig, sich zwischen den beiden zu entscheiden.

2 The Peanuts Movie (2015)

1 The Revenant (2015) – Auch wenn ich den mag, wäre der in einem besseren Jahr sicher nicht auf der 1 gelandet. Das spricht halt Bände, was das Filmjahr 2016 angeht.

Und eine Flop 5 hau ich auch noch raus, denn die hat das Jahr einfach verdient:

5 Lights Out (2016)

4 Ghostbusters (2016)

3 Pride & Prejudice & Zombies (2016)

2 Blair Witch (2016)

1 Independence Day: Resurgence (2016) – Ich hasse alles und jeden an diesem Film.

Wenn ihr vielleicht irgendetwas davon mal auf dem Filmschrottplatz sehen wollt, oder andere Ideen habt, dann könnt ihr euch noch was wünschen. Hier: Wünsch dir Schrott.