Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Top 10 Serienzitate

Nach den Top 10 Filmzitaten, gibt es nun die Top 10 Serienzitate von Wortman. Den Stock hat mir wieder Schlopsi von Infernal Cinematic Affairs an die Birne geworfen. Da ich zwar viele Serien gucke, ich hier jetzt aber nicht einfach auf die üblichen Catchphrases oder offensichtlichen Sachen zurückgreifen wollte, habe ich mich erst mal durchs weltweite Netz gewurschtelt, um diese Top 10 zusammen zu suchen.
10. Commnity „Wait, there are other timelines?“

Ja, in Community schon. Denn hier gibt es einfach gar keine Grenzen. Leider gibt es hin und wieder auch Leerlauf. Trotzdem jedem zu empfehlen, der sich ein bisschen mit Popkultur auskennt. Denn diese Serie verwurstet einfach alles, was es da so gibt.

9. Friends„Chandler: Condoms?

Joey: We don’t know how long we’re gonna be stuck here. We might have to repopulate the world.

Chandler: And condoms are the way to do that?“

Friends musste einfach in die Liste. Und diese ist eine der Szenen, die einfach hängen geblieben ist, weil sie so herrlich bescheuert ist.

8. Seinfeld„Hi, my name is George, I’m unemployed and I live with my parents.“

Die vielleicht beste Sitcom ever darf hier natürlich auch nicht fehlen. George Costanza ist der wohl beste Charakter der Serie und beschreibt sich hier kurz und knapp selbst.

7. Arrested Development „There’s always money in the banana stand.“

Wer diese Comedy nicht kennt, sollte das ganz schnell nachholen. Großartige Charaktere, großartiger Humor, großartige Serie.

6. Lost „See you in another life, brother.“

Okay, eine Catchphrase musste dann doch rein, einfach weil Lost. Auch wenn das Ende vielleicht nicht so der Oberwahnsinn war, die Serie war es.

5. Coupling „This is not, I repeat, *not* an American sitcom!“

Die perfekte Beschreibung dieser Serie. Eine großartige UK-Sitcom. Alleine für Jeff, der eigentlich nur Scheiße labert, lohnt sich der Spaß.

4. Shameless „Jody: Karen, your dad is dead.

Karen: Nice try, but that doesn’t turn me on anymore.“

Ich habe ja schon öfter darauf hingewiesen, dass Shameless eine perfekte Mischung aus Comedy, Drama und völlig abgefucktem Scheiß ist. Dieses Zitat bringt das ganz gut auf den Punkt. Denn beide Sätze sind ernst gemeint.

3. Pushing Daisies„Everything we do is a choice. Oatmeal or cereal. Highway or side streets. Kiss her or keep her. We make choices and we live with the consequences. If someone gets hurt along the way we ask for forgiveness. It’s the best anyone can do.“

Ich hatte die Wahl zwischen diesem Zitat und einem aus Dead Like Me, um wenigstens eine der älteren Bryan Singer Serien reinzukriegen, die ausnahmslos alle viel zu kurz liefen. Dieses hier gefiel mir besser, weil es wahr ist. Wobei „Life sucks. And then you die. And then it still sucks.“ vielleicht auch.

2. MASH„Hawkeye: War isn’t Hell. War is war, and Hell is Hell. And of the two, war is a lot worse.

Father Mulcahy: How do you figure, Hawkeye?

Hawkeye: Easy, Father. Tell me, who goes to Hell?

Father Mulcahy: Sinners, I believe.

Hawkeye: Exactly. There are no innocent bystanders in Hell. War is chock full of them – little kids, cripples, old ladies. In fact, except for some of the brass, almost everybody involved is an innocent bystander.“

Viele glauben ja immer noch, dass MASH eine reine Comedyserie ist. Nee, ist es nicht. Viel Drama und Kritik am Krieg gehört hier zur Tagesordnung. Sollte man wirklich mal gesehen haben.

1. Six Feet Under„You can’t take a picture of this. It’s already gone.“

Dieser Satz fasst die Vergänglichkeit, um die sich die ganze Serie dreht, in einen perfekten Satz und leitet dazu noch die vielleicht besten 5 Minuten TV ein, die es gibt. Nämlich das Finale. Ich habe bisher nur ein mal wirklich beim Fernsehgucken geweint. Und das war hier. Wenn ihr die Serie nicht kennt: Angucken!

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Horroreske Latexisierung

„Good Lord!“ – Night of the Living Dead, 1968

Viel mehr fällt mir zum heutigen Film auch nicht ein. Meine Fresse, hatte da mal wieder jemand eine grandiose Idee, nachdem er im Drogenrausch über den Friedhof getaumelt ist. Nun ja, die Geisteskrankheit auf Zelluloid kennt eben keine Grenzen.

INSANE IN THE BRAIN – USA – 2007 – 78 Min.

Auf einem Friedhof latscht ein schwarzer Zombie, oder sowas, rum. Ich schätze mal, dass es ein Zombie sein soll, denn er sagt dauernd: „Brains.“ Weitere Untote steigen aus ihren Gräbern und haben auch nicht mehr zu sagen.

In der Hood feiern ein paar Gangstertussis ne Party und sind ganz scharf auf einen der Zombies. Der lässt einen fahren und geht an den Weibern vorbei, weil sie wohl nicht das geforderte Gehirn aufweisen. Nachdem er einige Minuten vor einer Tür steht und von Gehirnen labert, wird er reingelassen und eine Nutte nimmt ihn mit auf ihr Zimmer. Da saugt er ihr per Blowjob das Gehirn raus. Also sie bläst ihn und … ach, ist auch scheißegal. Wer hat sich denn wieder diesen Müll ausgedacht?

Zwei schwarze Straßenschlampen stehen an der Ecke – wie sie das halt so machen – und unterhalten sich über Lollipops, an denen sie dann ihre Leckkünste demonstrieren. Zwei mögliche Kunden lassen nicht lange auf sich warten. Es wird rumgeschwallt ohne Ende, dann hauen die Typen ab. Unglaublich sinnvolle Szene.

Lollipopgelutsche in Nahaufnahme und weitere tiefgründige Gespräche über das weibliche Lutschverhalten folgen. Ein weißer Typ hält an. Die schwarze Shae ist nicht überzeugt von seiner Männlichkeit, steigt aber trotzdem in seine Karre ein.

Der Typ fährt mit Shae auf die Party, wo der Zombie rumhing. Es geht aufs Zimmer, Shae haut dem Kerl in die Fresse und legt Hand an. Der Zombie kommt aus dem Fernseher und reißt ihm das Ding ab.

Die beiden Hobbyfreier von vorhin untersuchen den Tatort, denn scheinbar sind sie Cops. Einer der Zombies kommt vorbei und … nichts.

Ein Zombie kauft Popcorn und geht ins Autokino. Ja, mir fällt dazu auch einfach jetzt schon nix mehr ein. Im Auto singt ein Typ irgendwelche Scheiße, um sein Mädchen flachzulegen. Ziel erreicht, aber der Zombie kommt vorbei und grabscht der Tussi an die Tüten. Dann haut er wieder ab, weil er darin kein Gehirn findet, oder so.

Die Cops fahren durch die Gegend und … nichts.

Irgendwann kommen sie beim Autokino vorbei und nehmen die Beschreibung des Zombies auf. Viel interessanter finden sie aber die Kondome im Auto.

Kurzes Zwischenfazit: Der Film ist zur Hälfte rum und hier macht einfach gar nichts auch nur ansatzweise irgendeinen Sinn.

Die Bullen bringen ein Stück Fleisch ins Labor, wo festgestellt wird, dass es sich um tote Blutzellen handelt. Die Undercovercops zählen Eins und Eins zusammen und kommen zu dem Ergebnis, dass die Zombies durch die Einwirkung weiblicher Pheromone aus dem benachbarten Nuttenhaus aufgewacht sind. Hä? Wer baut denn bitte nen Puff direkt neben nen Friedhof? Der Laborfritze gibt ihnen noch Ringe mit, die auf nahende Zombies hinweisen. Woher er die hat, bleibt natürlich mal wieder verborgen. Warum auch irgendwas erklären, wenn eh alles Scheiße ist?

Die Cops kiffen sich einen, um klar denken zu können und kommen zu der Erleuchtung, dass die Zombies geil auf Nutten sind und deshalb bestimmt gegen Latex anfällig sind. Sie klingeln anschließend bei nem Typen, dessen Türklingel Grunzgeräusche macht und besorgen sich Latexpatronen. Ja, LATEXPATRONEN!

Nachts auf dem Friedhof muht eine Kuh und irgendwann tauchen auch mal Zombies auf. Die werden mit den Latexpatronen abgeknallt, aber einer der Cops wird dabei gebissen.

Im Krankenhaus … nichts.

Ein Pimp hat jede Menge Hoes dabei und … nichts.

Die Hoes sollen wohl den Cops gegen die Zombies helfen, was einer der Cops durch einen völlig dämlichen Tanz klar macht. Die eigentliche Aktion beschränkt sich darauf, dass sich die Weiber gegenseitig erschrecken und fast ins Höschen machen.

Brains. Brains. More Brains. Gefühlte sieben Jahre später ändern die Zombieringe ihre Farbe und es wird losgeballert. Aber nur kurz, denn dann laufen alle völlig orientierungslos über den Friedhof, was durch eine der besten Ideen der Filmbranche aufgewertet wird. Nämlich jedes Mal, wenn jemand ein Wort wie „Bitch“, „Motherfucker“, oder auch einfach nur „Man“ sagt, diese Szene fünf Mal zurückzuspulen und immer wieder zu zeigen. Immerhin zieht das den Scheiß hier unnötig in die Länge, was wohl das erklärte Ziel war.

Naja, die Zombies werden nach und nach weggeballert und das war’s dann glücklicherweise hier. Nee, doch nicht, denn der gebissene Cop muss sich natürlich auch noch in einen Zombie verwandeln. Er attackiert seinen Partner und dann ist endlich Schluss.

Immerhin haben wir gelernt, dass Brüste kein Gehirn haben, was ja seit Coupling nicht mehr unbedingt klar war.