Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Monatsrückblick März 2019

Der März stand bei mir ganz im Zeichen des Jolly Roger. Auf, Piraten, yo ho und so.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: THE CURSE OF THE BLACK PEARL

Als Johnny Depp noch nicht ein abgehalfterter Heiopei war, der nur noch eine Rolle spielt (die ironischerweise hier geboren wurde) und Blockbuster noch aus mehr bestanden, als purem CGI-Getöse, herrschten die Piraten über die sieben Weltmeere. Ja, so lange ist das gefühlt schon her. Und interessanterweise muss man sagen, dass für fast alle Beteiligten seitdem nicht mehr viel läuft. Depp ist nur noch Sparrow. Keira Knightley ist zumindest alle paar Jahre mal irgendwie präsent. Ich habe keine Ahnung, was Orlando Bloom inzwischen so treibt, aber ich bin sicher, dass es absolut belanglos ist.
Was aber ohnehin viel wichtiger ist, ist, was sie hier so gemacht haben. Und das war jede Menge. Denn seht ihr: Blockbuster können tatsächlich auch Charaktere haben. Mehr als einen. Die keine Superhelden sind. Selbst die Nebenrollen hier haben Eigenschaften, die sie aus der Masse herausstechen lassen. Da gibt es den abergläubischen Seefahrer, den eingebildeten Commodore 64, die unfähigen, aber sich irgendwie durchschlagenden Antagonisten-Sidekicks, sogar simple Wachmänner haben hier Charakterzüge.
Und dabei hätte der Film das gar nicht nötig, um erfolgreich zu sein, denn eigentlich weicht der nicht wirklich von der gängigen Blockbusterformel ab. Aber er füllt diese Formel eben mit so viel Abenteuer, Humor, Horror und Action aus, dass er einfach nur unheimlich viel Spaß macht.
Dazu trägt auch der fantastische Soundtrack bei, der einfach perfekt auf den Film passt.
Wenn ich etwas bemängeln wollte, dann ist es wenig überraschend das veraltete CGI. Teils sieht das noch gut aus, teils aber eben auch einfach nur schlecht. Zum Glück hat man den Streifen nicht komplett damit zugemüllt, sodass er auch heute noch wunderbar anschaubar ist und eine gute Zeit bereitet.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MAN’S CHEST

Die Piraten sind wieder auf großer Fahrt. Nachdem der erste Teil doch überraschend gut war und durchgehend für Spaß sorgte, sieht man hier schon die ersten Abnutzungserscheinungen. Oder besser gesagt, die Reihe geht hier bereits in die heute übliche Blockbusterrichtung, in der alles over the top sein muss. Immerhin hält sich der Streifen damit noch einigermaßen zurück und treibt das Ganze erst im dritten Teil komplett auf die Spitze. Teilweise wirkt die ganze Nummer zudem auch einfach albern und das nicht im positiven Sinne, wie es noch im Vorgänger der Fall war. Es ist eben von allem zu viel, aber doch noch so gerade im Rahmen, um nicht zu nerven.
Die Story wirkt unnötig verschwurbelt, aber immerhin hat man wieder für jeden der bekannten Charaktere etwas zu tun und es kommt auch niemand zu kurz. Allerdings ist eben alles auch nur der Aufbau für den nächsten Teil, was dann eben auch immer so eine Sache ist. Man kriegt kein richtiges Ende und so fällt es prinzipiell schwer, das alles zu bewerten, ohne den nächsten Teil miteinzubeziehen.
Insgesamt hat man aber wieder ein paar nette Ideen und Details eingebaut, die zum Teil frisch sind und zum Teil aus Monkey Island geklaut, was für einen Fan der Spiele doppelt lustig ist. Wurde Monkey Island von der Freizeitparkattraktion inspiriert, ist es eigentlich nur fair, wenn die Filme, die auf der Attraktion basieren, wiederum die Spiele zitieren, die von der Attraktion inspiriert wurden und so weiter.
In allen Belangen eine Ecke schwächer als der Vorgänger, aber immer noch eine spaßige Angelegenheit, was wohl auch daran liegt, dass die Charaktere noch nicht völlig nerven und ausgelutscht sind.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD’S END

Die Piraten gehen baden. So lässt sich der „Abschluss“ der Trilogie wohl am besten zusammenfassen.
So gerne ich auch in diese Welt aus Säbelgerassel und Gruselementen eintauche, so wenig gibt mir das Ganze noch was in diesem Film. Und das nicht nur in der Retrospektive. Schon damals im Kino hat mich der Streifen alles andere als begeistert.
Das liegt vor allem daran, dass man hier einfach alles so extrem übertreibt, dass ich daran kaum noch Spaß haben kann. Das fängt mit Captain Jack Sparrow in dieser dämlichen Duplikaten-Hölle an und hört mit dem – nie enden wollenden – Showdown im Orkan auf.
Dazu wirft man hier zum eh schon recht großen Cast weitere Leute hinzu. Geoffrey Rush als Barbossa ist zwar durchaus gerne gesehen, aber seine Rolle wirkt hier auch reichlich überflüssig und nur als Vehikel, um Sparrow einen Grund zu geben, dass er beweisen will, dass er das längere Fernrohr hat. Oh, und natürlich, um eine Hochseehochzeit mitten in einer Orkanschlacht zu vollziehen. Das sorgt dann auch nicht mehr für Lacher, sondern eher Augenrollen. Zudem ist die eigentlich simple Handlung so verworren aufgebaut, dass ich irgendwann einfach den Überblick verloren habe, wer hier jetzt eigentlich gerade welchen Plan verfolgt und wer mit wem und gegen wen arbeitet und wer da wen gerade kontrolliert und warum eigentlich und überhaupt …
Das Finale der Trilogie ist viel zu vollgestopft mit Twists und Turns. Die Action ist viel zu drüber und der Humor will nicht so recht zünden. Die ein oder andere Szene ist nach wie vor ganz nett, aber insgesamt driftet das alles viel zu sehr in eigenartige Fantasygefilde mit umgedrehten Schiffen und 100-Meter-Voodoo-Frauen ab. Der Reihe hätte es eindeutig gut getan, wenn man da etwas bodenständiger geblieben wäre. Geisterpiraten und Fischmonster sollten doch eigentlich reichen. Nun, scheinbar nicht.

THE PIRATE MOVIE

Hier geht es zum Filmschrottmusical

PIRATES OF THE CARIBBEAN: ON STRANGER TIDES

Die Reihe ist an diesem Punkt schon weit über ihren Zenit hinaus, aber trotzdem kann ich dem Streifen ein paar positive Aspekte abgewinnen. Das liegt vor allem daran, dass man den ganzen Over The Top Kram hier im Vergleich zu Teil 3 wieder etwas runtergeschraubt hat. Klar, man hat wieder übernatürlichen Krempel und Szenen, die jeglichen physikalischen Gesetzen strotzen. Aber eben alles etwas runtergedampft. Frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“ hat mich der Film deshalb ein Stück mehr unterhalten.
Ansonsten übernimmt der Streifen aber quasi die Probleme und wartet mit einer recht langatmigen Story und laschem Humor auf, der nur noch selten zündet. Was vor allem fehlt, ist der Spaß auf hoher See. Der Großteil spielt sich im Dschungel ab. Da fehlt dann auch einfach das richtige Piratenfeeling, das in den Vorgängern zumindest immer aufkam.
Viel Neues gibt es sonst aber auch nicht zu sehen. Frische Ideen standen hier eindeutig nicht weit oben auf der Liste. Die Meerjungfrauen sind ganz nett, aber die halbgare Lovestory ist zäh wie Lebertran. Ian McShane und Penelope Cruz passen ins Setting und machen ihre Sache gut. Ansonsten wirkt aber alles recht abgenutzt. Wie die Reihe selbst eben auch. Was einfach schade ist, denn ehrlich gesagt, habe ich lieber solchen Abenteuerspaß als stumpfes Rumgeballer oder Gekloppe in den immer gleichen Settings. Man hat es nur natürlich auch hier geschafft, die Reihe recht schnell zu versenken. Dabei hätte die Welt noch Potenzial für einige spaßige Abenteuer.

PS: Am Ende sieht man wunderbar, warum moderne Blockbuster meist eine ganze Ecke schwächer sind, als die „Klassiker“, wenn es quasi die Indiana Jones Heilige Gral Szene in modern gibt. Also mit viel mehr Effekten und in beschissen.
PPS: Und natürlich teast man eine Fortsetzung an, weil man ja einfach nichts mehr einfach mal für sich stehen lassen kann heutzutage.

SHAMELESS – SEASON 9

Nicht so ganz passend zum Piratenmonat, aber immerhin hatte Carl in einer Folge ein Piratenkostüm an, also passt das schon. Ansonsten gab es wieder den üblichen Wahnsinn, durch den vor allem Frank stolpert, während der Rest der Familie mit ihren eigenen Problemen beschäftigt ist. Das Ende hatte tatsächlich einen sehr starken Touch von Serienfinale. Sollte die Serie also ohne die ausgestiegenen Figuren plötzlich kacke werden (was eigentlich nicht zu befürchten steht), könnte man für sich persönlich auch einfach hier den Stecker ziehen und hätte einen durchaus versöhnlichen Abschluss. Ich hingegen freue mich jetzt schon auf die nächsten Geschichten rund um die Familie Gallagher und die Nachbarschaft. Es ist einfach immer noch die beste Serie, die momentan zu finden ist.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES

Irgendwann während der Dreharbeiten zu Teil 4 fiel einem Mitglied der Filmcrew auf, dass man absolut keine neuen Ideen mehr hat. Also hatte er einen genialen Einfall: Einfach den ganzen alten Kram wieder aus der Versenkung holen. Also haben wir hier den nächsten Geisterpiraten (wohlgemerkt gut gespielt von Javier Bardem; die Villains und vor allem deren Darsteller waren wirklich nie das Problem der Reihe), dem man immerhin eine Hintergrundstory verpasst hat und der Captain Jack Sparrow ans Leder will und Zombiehaie, die in Superzeitlupe durch die Gegend fliegen. Und ja, das ist genau so schlecht, wie es sich anhört.
Aber irgendwie muss man sich ja immer wieder etwas aus den Fingern saugen, um noch einen unnötigen Film hinzuschludern, bei dem man besser nicht den großen Fehler macht, über Kontinuität und Logik innerhalb der Reihe nachzudenken, denn das führt unweigerlich zu Knoten im Hirn.
Nebenbei habe ich den Eindruck, dass das alles immer billiger aussieht. Hatte ich auch bei Teil 4 schon, der durch sein begrenztes Dschungelsetting schon so eine Art Direct-To-Video-Sequel-Vibe hatte. Hier sind es eher die Effekte, die auf mich nicht gerade auf dem Level der ersten Teile wirken. Das mag aber auch einfach an mir liegen. Effekte sind ja ohnehin nicht meine Stärke und ich finde fast alles zum Kotzen, das aus dem Computer kommt. Nun ja, und die Kostüme von Barbossas Crew sehen aus wie beim Karneval, aber lassen wir das. Viel schlimmer ist, dass man es tatsächlich irgendwie geschafft hat, selbst Barbossa langweilig zu machen.
Und damit ist dann auch wirklich der Punkt erreicht, wo ich nur noch aus vollster Überzeugung sagen kann: Es reicht jetzt wirklich. Lasst das Franchise wo es ist. Abgesoffen am Meeresgrund.

JOLLY ROGER: MASSACRE AT CUTTERS COVE

Filmschrottbeitrag folgt

CAPTAIN PHILLIPS

Moderne Piraten sind im Gegensatz zu den traditionellen Freibeutern der Meere ja irgendwie unspektakulär. Man könnte es natürlich Romantisierung nennen, aber Piraten mit Holzbeinen, Hakenhänden und Papageien haben in meinen Augen einfach mehr Stil als irgendwelche Typen auf Motorbooten, die mit den ursprünglichen Piraten nur noch die schlechten Zähne gemein haben. Aber das mal nur so am Rande, denn die Piraten in diesem Film wirken durchgehend wie absolut bedrohliche Typen, die selbst nicht so recht wissen, was sie als nächstes tun werden. Und eine Gruppe unberechenbarer Irrer ist wohl die größte Bedrohung, die einem begegnen kann. Vor allem mitten im Nirgendwo wie hier.
Im Mittelpunkt steht natürlich der titelgebende Captain Phillips, grandios gespielt von Tom Hanks, dem man die sich steigernde Anspannung und Panik durchgehend anmerkt und der ganz zum Schluss nochmal eine gehörige Portion darstellerische Glanzleistung oben drauf legt.
In der Mitte geht der Nummer leider etwas die Puste aus und insgesamt hätten 20-30 Minuten weniger dem Film vielleicht ganz gut getan. Aber das mag auch einfach an meiner völlig zerstörten Aufmerksamkeitsspanne liegen. Insgesamt macht der Film jedenfalls vieles richtig gut und wenn moderne Piraten schon nicht cool mit den Säbeln rasseln, dann sollen sie immerhin so wie hier dargestellt werden. Als verzweifelte Männer, die selbst nicht wissen, was sie tun.

WATERWORLD

Kultschrottbeitrag folgt

AGAINST ALL FLAGS – GEGEN ALLE FLAGGEN

Der Film beginnt damit, dass Errol Flynn eher gelangweilt wirkt, während ihn ein theatralisch rumhantierender Hansel auspeitscht. Man muss sich hier also ganz schnell klar machen, dass man heute anderes gewohnt ist. Grundsätzlich ist das aber natürlich kein Problem, wobei ich persönlich Filme aus dieser Zeit oft einfach zu „clean“ finde. Die Sets sind dermaßen sauber, dass sie aussehen, wie … nun … Sets.
Aber das ist ein subjektives Problem und irgendwie zeigt es ja auch schön den Ursprung der darstellerischen Kunst beim Theater auf, woran man sich damals natürlich noch mehr als heute orientiert hat.
Die Darsteller sind aber durchaus in ihrem Element hier und schwingen fröhlich die Säbel, wenn es die Szene verlangt. Wenn nicht, dümpelt die Geschichte so dahin. Die dreht sich um Undercover-Flynn, der beim Piratenkapitän Anthony Quinn anheuert und sich in die Piratenbraut Maureen O’Hara verliebt. So wie es klingt, läuft es auch ab. Nichts besonders Aufregendes, aber mit knapp 80 Minuten dann auch nicht zu lang. Gibt aber eindeutig bessere Vertreter des Genres aus der Zeit.

THE GOONIES

Ich werde nie verstehen, wie das Genre des Blagen-und-Jugendliche-die-völlig-einen-an-der-Waffel-haben-begeben-sich-auf-ein-gefährliches-Abenteuer-und-müssen-sich-gegen-Bösewichte-die-ebenfalls-komplett-einen-an-der-Waffel-haben-behaupten aussterben konnte. Vielleicht war die Bezeichnung einfach zu lang, um zu überdauern.
Wenn man es positiv sehen will, kann man zumindest sagen, dass uns dadurch weitere unfassbar beschissene Cyndi Lauper Songs erspart geblieben sind.

Wenn ich Filme wie diesen gucke, bin ich immer etwas traurig, dass es heute scheinbar niemand mehr gebacken kriegt, solche Filme zu machen. Ihr wisst schon, Filme, die durchgehend Spaß machen, ein wunderbares Abenteuergefühl vermitteln und dabei auch noch eine gewisse Düsternis mitbringen, weil sie wissen, dass man auch jüngeren Zuschauern mehr zutrauen kann als nur weichgespülten Kindergartenkram. Heute wäre der Film natürlich Ab 16, schon alleine, weil die Autoren jeden billigen „One Eyed Willy“-Gag mitnehmen würden, der ihnen einfällt. Also alle drei. Und mehr Humor würde es natürlich nicht geben, weil das den Horizont der Autoren übersteigen würde.
Genau wie die Charakterzeichnung. Die mag hier zwar auch nicht das Non plus ultra sein, aber es reichen für jede Figur nur wenige Sekunden zu Beginn, während die Antagonisten mal kurz auf der Flucht vor der Polizei vorbeifahren, um ihr etwas Profil zu geben. Innerhalb von 5 Minuten gelingt hier also das, was den meisten Filmen heute in über 2 Stunden nicht gelingt: Dem Zuschauer vermitteln, mit wem er es hier so zu tun hat. Einem Haufen Irren. Und das macht eine Menge Spaß.

PS: Ich werde nie verstehen, wie man aus dem grandiosen Duo „Chunk & Sloth“ nicht noch mindesten fünf Fortsetzungen machen konnte.

 

Den KRIEG DER EISPIRATEN hatte ich eigentlich auch noch geplant, aber leider ist meine DVD hinüber und lässt sich auf keinem Gerät mehr abspielen. Man kann halt nicht alles haben.

Monatsrückblick – Januar 2018

Für den Dezember gab es keinen Rückblick, einfach weil ich in dem Monat gerade mal 5 Filme gesehen hatte und diese auch alle entweder bereits auf dem Filmschrottplatz aufgetaucht sind oder es noch werden. Also geht es weiter mit dem Januar, wo wieder mehr los war was Filme angeht.

Zum Jahresstart kam mir der Gedanke, dass es ja eigentlich der perfekte Zeitpunkt ist, um mal wieder ein bisschen durch die Zeit zu reisen. Schließlich spielt Zeit zu keinem Zeitpunkt im Jahr so eine große Rolle wie beim Jahreswechsel. Behaupte ich jetzt zumindest einfach mal so. Und deshalb gab es nach langer Zeit mal wieder:

BACK TO THE FUTURE – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT

Eigentlich muss man zu diesem fantastischen Streifen ja gar nichts mehr sagen. Bis ins kleinste Detail ist hier einfach alles hervorragend durchdacht, man wird immer wieder angeteast auf Dinge, die später noch wichtig werden und die ganze Story ist einfach unglaublich rund für eine Zeitreisegeschichte. Klar, wenn man nach Logiklücken sucht, findet man sie auch, aber hier muss man sich bei der Suche schon sehr anstrengen. Und wenn man dann was findet, sind es auch eher Kleinigkeiten, wie die Tatsache, dass George und Lorraine scheinbar nicht im Geringsten verwundert darüber sind, dass ihr Sohn genau so aussieht, wie „Calvin Klein“ aus der Vergangenheit. Und warum können eigentlich die ganzen Schüler in 1955 so grandios zu Johnny B. Good tanzen, wenn sie sowas vorher noch nie gehört haben?
Zudem ist der Cast über jeden Zweifel erhaben und überzeugt einfach zu jeder Sekunde. Ob in der alten oder der jungen Version, in der alle außer Marty McFly auftreten.
Dazu dann guter Humor und ein bisschen Action und man hat einen meisterhaften Blockbuster.

BACK TO THE FUTURE PART II – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT 2

Wenn man den Fehler macht und sich bei einem Zeitreisefilm von den Logiklöchern den Spaß verderben lässt, dann dürfte man hier gewaltige Probleme kriegen. Während sich im ersten Teil die Fehler eher auf Kleinigkeiten bezogen, die für die Story nicht relevant sind, bietet dieser Streifen ein gewaltiges Plothole, das größer ist, als jedes Paradoxon, das so eine Zeitreise mit sich bringen kann. Aber gut, wenn man eben mehrmals in der Zeit hin und her springt, lässt sich das einfach kaum vermeiden. Und wenn man darauf scheißt, so wie ich, dann hat man trotzdem einen Riesenspaß mit dem, was der Film sonst so zu bieten hat.
Die Darsteller sind wieder über jeden Zweifel erhaben und dieses Mal darf Michael J. Fox als Ausgleich dafür, dass er in Teil 1 der einzige war, der nicht in verschiedenen „Rollen“ zu sehen war, gleich mehrere McFly-Versionen verkörpern. Und Thomas F. Wilson darf hier mal so richtig Gas geben in all seinen Verkörperungen, was einfach nur eine pure Freude ist. Schade ist natürlich, dass man damals Crispin Glover nicht wieder verpflichten konnte, um noch ein paar weitere Georges zu zeigen, aber der Mann hat nun mal seinen eigenen Kopf.
Die Zukunft wirkt aus heutiger Sicht natürlich etwas schwachsinnig, aber das macht ja gerade den Spaß bei solchen Visionen aus.
Ansonsten kriegt man aber wieder den geballten BTTF-Spaß, für den man Teil 1 auch schon so liebt. Insgesamt ist diese Fortsetzung also nur geringfügig schwächer als der Vorgänger und einfach hervorragende Unterhaltung. Geschichte wiederholt sich eben, wie dieser Film auch in vielen Szenen zeigt.

BACK TO THE FUTURE PART III – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT 3

Für mich der schwächste Teil der Reihe. Das liegt zum einen daran, dass die Lovestory vom Doc und Clara doch sehr dröge ist und ich mit dem Westernsetting nicht so viel anfangen kann. Aber trotzdem ist das hier immer noch ein toller Film. Nachdem man im zweiten Teil wirklich alle Register gezogen hat und quer durch die Geschichte und zurück reist, holt man hier alles wieder etwas auf den Boden zurück und konzentriert sich auf ein Setting. Zudem steht Doc Brown hier im Mittelpunkt des Konflikts, was noch mal zusätzlich Abwechslung rein bringt.
Insgesamt also ein runder Abschluss der Trilogie, der in meinen Augen ein paar Pacing-Probleme mit sich bringt und zeitweise etwas zäh daher kommt. Dafür ist es aber sogar irgendwie der lustigste Vertreter der Reihe. Aber eine Frage bleibt am Ende offen und die stelle ich mir seit ich den Film zum ersten Mal gesehen habe: Wie zum Kuckuck hat Doc im Jahr 1885 aus der Lokomotive eine Zeitmaschine gebaut?

Dann hab ich mich mal etwas mit spanischen Produktionen auf Netflix beschäftigt.

CONTRATIEMPO – DER UNSICHTBARE GAST

Wenn man mal darüber hinwegsieht, dass die Täter in diesem Thriller, bei dem Versuch, sich unverdächtig zu verhalten, sich selbst einfach so unglaublich verdächtig machen, dass es schon fast weh tut, aber erstmal keiner um sie herum rafft, dass sie die Täter sind, was schon haarsträubend schwachsinnig ist, kriegt man hier einen durchaus unterhaltsamen Film, mit vielen Wendungen und guter Spannungskurve. Sinn und Unsinn darf man bei sowas halt einfach mal nicht hinterfragen, sonst zerstört sich das Konstrukt direkt von selbst. Wenn man darüber hinwegsehen kann, kriegt man aber einiges geboten und wird bis zur letzten Sekunde gut ins Grübeln gebracht, was denn jetzt eigentlich genau passiert ist. Das Ende selbst ist dann zwar nicht so der Knaller und sowas in die Richtung hatte ich mir schon gedacht, aber darüber kann man nach der arg konstruierten Geschichte auch hinweg sehen.

EL BAR – FRÜHSTÜCK MIT LEICHE

Irgendwelche Honks sitzen in einer Bar fest, während draußen ein Virus umgeht, oder so. Die Leute in der Bar sehen zum Teil auch schon ganz krank aus. Das hat aber scheinbar nichts mit der Geschichte zu tun, sondern einfach damit, dass sie so aussehen. Und auch sonst sieht man hier nicht viel, was irgendwie interessant wäre. Und hört auch nichts, was irgendwie interessant wäre. Die Charaktere sind ziemlich uninteressant, was natürlich schwer wiegt, wenn es gerade um diese und ihr Verhalten untereinander geht. Die Dialoge sind auch einfach nur extrem konstruiert, um mal schnell einen Konflikt hinzubasteln, der dann auch im Nichts mündet. Die Versuche, hin und wieder Humor einzustreuen scheitern auch ziemlich kläglich. So dümpelt das dann also fast zwei Stunden dahin und wird mit jeder Szene langweiliger, bis dann das Ende kommt, das auch einfach komplett Nichtssagend ist. Einfach nur belanglos das Ganze.

Dann habe ich endlich mal einen Film nachgeholt, der schon sehr lange auf meiner Liste stand:

THE MAJESTIC

Carrey ist natürlich wie immer großartig, wird aber hier von Landau noch in den Schatten gestellt, der einfach absolut fantastisch ist. Bruce Campbell rockt selbst in einem 5 Sekunden Cameo als Sandpirat. Dazu gibt es einen der dämlichsten Autounfälle, die ich jemals bestaunen durfte und eine Verwechslungsgeschichte, die jetzt nicht gerade Innovation an allen Ecken bietet, aber solide funktioniert. Dazu wirkt der Film herrlich altmodisch in seinem Stil und ist im Verbund mit der Story um das titelgebende „Majestic“ eine Liebeserklärung an das Kino bzw. den Film an sich. Das Ende zieht sich dann zwar wie Kaugummi und verkommt im absoluten Pathos, aber bis dahin macht der Film eigentlich nichts verkehrt. Der Streifen ist sicher kein Meisterwerk, aber dass er scheinbar komplett untergegangen und mittlerweile fast aus dem Gedächtnis der Menschheit verschwunden ist, hat er absolut nicht verdient. Frank Darabont kann offensichtlich mehr, als nur Stephen King zu verfilmen.

Und Musik (naja, im  engeren Sinne) gab es auch noch:

THE POLKA KING

Wie schafft man es, einen Film mit Jack Black als Polkafritze, der seine Fans bescheißt, zu verkacken? Fragt die Netflix Filmabteilung, die kriegt alles kaputt. Mal ernsthaft, es ist ja schön und gut, dass Netflix bei seinen Produktionen niemandem reinlabert, aber hin und wieder (und vor allem bei ihren Filmen) wäre es doch mal sinnvoll, vorher mal ins Drehbuch zu gucken und vielleicht mal die ein oder andere Anmerkung zu machen.
Ein weiterer, mit viel Wohlwollen, durchschnittlicher Streifen des Streamingdienstes. Jack Black gibt zwar alles, aber das reicht halt auch nicht, um den Film zu retten. Einziges Highlight ist Jason Schwartzman an der Flöte. Der geht richtig ab. Sonst aber leider nichts so wirklich in dem Streifen.

Insgesamt: 17

Rewatches: 3

Schrott: 5

Bei den Serien gab es die zweite und leider wohl auch letzte Staffel „Dirk Gentlys Holistic Detective Agency“, die wieder ein großer Spaß war, auch wenn mir die Story weniger gefallen hat, als in der ersten Staffel.

Und dann noch die achte Staffel „Shameless“, die ebenfalls wieder gut war, auch wenn mir teils die Figuren etwas zu sehr in den immer gleichen Handlungen fest hängen. Dafür hat man für andere dann doch immer noch neue Ideen, die auch immer irgendwie organisch und nicht aufgezwungen wirken. Man sollte aber vielleicht langsam mal zumindest ein Ende anstreben, auf das man hinarbeiten kann. Es grenzt ohnehin an ein Wunder, dass man auch nach acht Jahren immer noch so eine tolle Serie fabriziert.

Die 5 Besten … Serienfamilien

Es ist ja so: Eine Familie ist schon irgendwie was feines. Manchmal sogar die eigene. Aber am besten sind natürlich Serienfamilien. Deshalb fragt Gorana diese Woche auch nach unseren Favoriten. Eine eher schweirige Sache, denn wenn ich ehrlich bin, sind die meisten Serienfamilien halt auch recht nervig oder altmodisch oder beides. Klar, eine Serienfamilie aus den 80ern mag in den 80ern ja ganz toll gewesen sein, aber dann war die Serie vorbei und man weiß nicht, wie die heute ticken. Vielleicht sind die komplett in den 80ern hängen geblieben. Und verteufeln gerade diese grauenhafte Retrowelle mit Pseudo-80er-Scheiß. Oder sie haben sich weiterentwickelt, sind aber alle zu Arschlöchern mutiert, weil sie feststellen mussten, dass in den 80ern alles viel besser war. Außer die Musik natürlich. Die war absolut fürchterlich. Und das hören die dann alle. Und ich muss mithören. Und dann muss ich die alle töten, damit ich geilere Musik hören kann … ähem, ich versuche mich trotzdem mal am heutigen Thema:

Die 5 besten Serienfamilien

5. Die Bluth’s – Arrested Development (2003-2006/2013)

Ich will einen eigenen Bananenstand. Denn wie wir alle wissen: „There’s always money in the bananastand.“ Und ich brauche Geld. Jeden Cent, den mir eine Banane bringen kann.

Die Familie ist zwar komplett banane, aber ich glaube, ich hätte Spaß daran mit Gob rumzuhängen und mir von ihm Zaubertricks zeigen zu lassen. Und die anderen sind vielleicht auch ganz erträglich, wenn man sich daran gewöhnt hat und ihnen einfach aus dem Weg geht.

4. Die Pritchetts/Die Dunphys – Modern Family (2009-heute)

Wenn man es genau nimmt, ist das hier die perfekte Familie. Denn hier ist einfach für jeden was dabei. Und ich glaube gerade bei den Dunphys hat man jede Menge Spaß, denn mit Phil kann man einfach jeden Scheiß machen. Der ist so schön Kind geblieben, wie es sein sollte.

3. Die Gallaghers – Shameless (2011-heute)

Meine absolute Lieblingsserie derzeit – die nebenbei seit 3 Wochen wieder läuft und ich habs nicht mitgekriegt, weil die sonst immer erst im Januar startete, wo ich auch Zeit hatte, mir die anzugucken – darf selbstverständlich nicht fehlen. Und die Gallaghers sind so herrlich abgefuckt in allen möglichen Belangen, dass man sie einfach lieben muss. Rumhängen könnte ich mit denen schon, glaube ich, aber ein Teil davon wollte ich nicht sein. Ist mir zu stressig. Immer Action. Ich hab lieber meine Ruhe.

2. Die Bundys – Married With Children (1987-1997)

Wenn wir schon bei abgefuckt sind, dürfen die Bundys nicht fehlen. Sie sind quasi der Vorreiter der Gallaghers. Aber eben entspannter und deshalb könnte ich mich damit anfreunden, zu dieser Familie zu gehören. Dass mit den Mädchen nix laufen würde, wäre auch kein Problem. Das tut es jetzt ja auch nicht.

1. Die Fishers – Six Feet Under (2001-2005)

Hier kann ich mich Gorana nur anschließen. Schließlich sind die Fishers die vielleicht echteste Familie, die mir bisher im TV untergekommen ist. Ob ich da allerdings wohnen wollte, weiß ich nicht. Dass der Tod über allem schwebt wäre mir egal. Aber Ruth würde mir tierisch auf den Sack gehen, glaube ich. Ich würde wohl am liebsten mit Keith Paintball spielen gehen: „Jeanne Fucking Tripplehorn!“

Media Monday #243

Heute mal ausnahmsweise zu später Stunde, weil ich nicht aufstehen muss. Juhu! Bester Montag des Jahres. Aber glaubt bloß nicht, dass ich hier deshalb nicht das übliche Abgekotze liefer, für das der Media Monday nun mal da ist.

1. Von den zahlreichen Streaming-Anbietern nutze ich derzeit keinen einzigen. An sich wäre schon Interesse da, aber die begrenzte Auswahl bei den ganzen Dingern nervt mich zu sehr. Ich will einen Anbieter der alles hat. Quasi das Monopol. Alle Filme. Alle Serien. Alle Shows, die jemals irgendwann irgendwo im TV liefen. Wird es natürlich nie geben, deshalb spare ich mir das Geld momentan lieber. Mal davon abgesehen mag ich das System nicht so ganz, bei dem immer wieder Filme ausgetauscht werden. Warum zur Hölle bleiben die Filme nicht in der Mediathek, wenn sie ein mal drin sind? Nervt doch. Und außerdem – ich weiß, viel rumgekotze schon bei der ersten Frage – hasse ich Streaming. Dieses ständige Neugelade und Gebuffere und Abgekacke und Aufgehänge geht mir einfach tierisch auf den Sack. Im Normalfall gucke ich nicht mal Videos auf YouTube. Wenn ich genauer darüber nachdenke: Scheiß auf Streaming. Ich kaufe weiter DVD und BluRay.

2. Die siebte Staffel von Shameless erwarte ich ja sehnsüchtigst, denn die Serie ist momentan einfach die beste, die es gibt. Das sieht man schon alleine daran, dass ich mich auf Staffel 7 freue, obwohl Staffel 6 noch gar nicht zu Ende ist.

3. Das Beste für einen verregneten Sonntagnachmittag ist eine Sonneneruption.

4. Das Drehbuch zu Filmschrott – Der Film begann nicht gerade vielversprechend, aber dann kam folgende Szene:

INT FROSCHMUTANTENVERSTECK

Die Froschmutantenarmee steht in einer großen Halle. Der Anführer steht auf einem Podest

ANFÜHRER

Mitamphibien! Nun ist es soweit. Der Krieg gegen die Menschen naht sich dem Ende.

ALLE FROSCHMUTANTEN

QUAAAAAK!

ANFÜHRER

Die letzte Schlacht steht bevor. Dann werden die Menschen für immer unsere Sklaven sein. Und ihre Frauen werden uns in unserem Harem verwöhnen. Auch wenn ich zugeben muss, dass selbst unser bester Wissenschaftler, Dr. Ribbit, noch keinen Weg gefunden hat, wie die Menschenfrauen uns überhaupt glücklich machen können.

ALLE FROSCHMUTANTEN

(traurig)

Quak.

ANFÜHRER

Aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen. Wir sind Froschmutanten. Wir sind die Überrasse. Wir sind der geilste Scheiß seit dem Dodo.

FROSCHMUTANTENANFÜHRERBERATER

Äh, der Dodo wurde von den Menschen ausgerottet.

ANFÜHRER

Tatsächlich?

FROSCHMUTANTENANFÜHRERBERATER

Ja.

ANFÜHRER

Das bedeutet Krieg!

FROSCHMUTANTENANFÜHRERBERATER

Wir befinden uns bereits im Krieg.

ANFÜHRER

Auch wieder wahr. Also ziehen wir in die Schlacht. Für den Dodo!

ALLE FROSCHMUTANTEN

FÜR DEN DODO!

FROSCHMUTANTENANFÜHRERBERATER

(flüsternd zu einem anderen Froschmutanten)

Ich habe das Gefühl, unserem Anführer gehen die Gründe aus, um die Menschen zu bekämpfen.

Der Froschmutantenanführer reißt einem Menschensklaven einen Arm ab und schlägt ihm damit den Schädel ein.

ANFÜHRER

Das …

(Schlag)

… ist …

(Schlag)

… für …

(Schlag)

… den …

(Schlag)

… Dodo.

FROSCHMUTANTENANFÜHRERBERATER

Ich glaube, das wird eine interessante Endschlacht.

5. Der Februar beginnt sich dem Ende zu neigen, doch vorher steht noch die wichtigste Preisverleihung des Jahres an. Ja, richtig, die Schrott Awards sind nur noch wenige Tage entfernt. Seid ihr auch schon so gespannt wie ich?

6. Am liebsten lese ich Bücher, die ihre Geschichte mit einer Portion Humor erzählen. Ich mag einfach keine Geschichten, die sich selbst zu ernst nehmen. Das Leben ist ernst genug, da will ich damit nicht auch noch in Geschichten genervt werden.

7. Zuletzt habe ich Blood Diamond geguckt und das war ganz okay, weil es ein interessantes und grausames Thema ist, das hier ganz gut in eine Actionstory verpackt wurde. Insgesamt hatte der Streifen aber auch seine Längen. Hatte mir nach der ersten Sichtung deutlich besser gefallen. Trotzdem nicht schlecht.

Media Monday #219

Montag bäh und bla bla. Hier ist der Media Monday. Wie ihr schon merkt, heute eher unmotiviert, außerdem abgelenkt durch den Film den ich gerade gucke (siehe Frage 7), aber trotzdem dabei.

 

1. Sollte ich jemals Opfer eines Verbrechens werden, würde ich mir wünschen, dass Inspector Clouseau mit dem Fall betraut wird, schließlich wäre der Weg zur Lösung dann pure Unterhaltung, aber trotzdem würde der Täter irgendwie gefunden werden.

2. Nachdem Dominic Monaghan die Serie Lost (aus welchem Grund und wie auch immer) verlassen hatte ging es doch etwas abwärts. Das lag aber nicht daran, dass er nicht mehr dabei war, sondern daran, dass so langsam etwas die Luft raus war. Man hat sich dann noch etwas gefangen, aber vorher war es um Klassen besser. trotzdem immer noch ne sehr gute Serie.

3. ____ war regelrecht verstörend, denn ____ . Muss ich passen. Mich verstört nix so wirklich.

4. ____ als eine(s) dieser viel gepriesenen Bücher(-Reihen) gefiel mir ____ . Passe noch mal. Nach reiflicher Überlegung musste ich feststellen, dass ich selten gepriesene Buchreihen gelesen habe. Bis auf Potter und den Anhalter fällt mir da wirklich nix ein und wie ich zu denen stehe ist ja bekannt. Ich will ja immer noch den dunklen Turm von King lesen, aber das schiebe ich schon seit Jahren vor mir her. Wenn ich damit fertig bin, darf die Frage gerne noch mal kommen. So 2035 schätze ich.

5. Für mich persönlich ist derzeit insbesondere Shameless Garant für allerbeste Serienunterhaltung, schließlich ist es eine großartige Mischung aus Drama, Comedy und völlig abgefucktem Scheiß, die ihresgleichen sucht. Ich glaube, ich habe das hier jetzt schon genau so ungefähr ein Dutzend mal gesagt. JETZT GUCKT DEN GEILEN SCHEIß DOCH AUCH ENDLICH MAL.

6. Ein Finger lässt sich nur schwierig in eine Schublade stecken, immerhin tut das ganz schön weh. Wenn man so doof ist wie ich spricht man da aus Erfahrung. Neulich ist mir nämlich das Kunststück gelungen, die Schublade mit der linken Hand zuzuschieben, während meine Rechte noch drin war. Immerhin hat diese Dummheit keine bleibenden Schäden hinterlassen. Ab jetzt gilt: Immer eine Hand hinter dem Rücken, wenn ich eine Schublade bediene.

7. Zuletzt habe ich Nightcrawler gesehen und das war sehr gut, weil Jake Gyllenhaal hier eine fantastiche Leistung, in einem tollen Film abliefert, für die er eigentlich den Oscar hätte kriegen müssen. Aber wie wir alle wissen, war er nicht mal nominiert, da diese Preisverleihung auch nur ne totale Grützenveranstaltung ist. Er kriegt ihn dann wohl nächstes Jahr für diesen komischen Boxerstreifen. Die Academy steht auf sowas.

Media Monday #207

Das erste wirklich warme Wochenende des Jahres ist überstanden und ich habe jetzt schon wieder die Schnauze voll von der Hitze. Dass ich nicht mal wirklich vor die Tür gehen kann, um das Wetter irgendwie zu genießen, macht es nicht besser. Ich hoffe auf eine etwas kühlere Woche, die wie immer mit dem Media Monday beginnt.

 

1. Am liebsten wäre ich Teil der Film- oder Serien-Familie Gallagher aus Shameless, weil ich glaube, dass ich mich in dieser Chaosfamilie ziemlich wohl fühlen würde. Die haben alle so derbe einen an der Waffel und scheißen so ziemlich auf alles, außer den Zusammenhalt. Außerdem könnte ich immer mit Frank einen saufen gehen. Da erlebt man ja immer was und es würde nie langweilig. Ich glaub, ich zieh irgendwann in die Gegend und hoffe, dass ich da ähnlich abgefuckte Leute treffe.

2. Eine/r meine/r LieblingsautorInnen Terry Pratchett ist ja leider vor einiger Zeit verstorben, wodurch es leider keinen Nachschub an Scheibenweltgeschichten mehr geben wird. Seit einiger Zeit suche ich da nach Ersatz, aber in dem Genre habe ich leider noch nichts wirklich Vergleichbares gefunden. Wenn jemand Tipps hat, immer her damit.

3. Jim Carrey (ja, ich muss ihn noch mal erwähnen) hat ja schon so einige Rollen gespielt, aber ich würde ihn ja gerne mal als Riddler in einer ernsteren Batman-Verilmung sehen, denn er hat die Rolle ja schon mal gespielt, nur war der Film nicht so düster angelegt, wie es bei Batman heute meist der Fall ist. Ich fände es wirklich unglaublich interessant zu sehen, wie er die Rolle in einem düsteren Setting anlegen würde. In Nolans Trilogie hätte ich das richtig gefeiert. Alleine schon, weil mir der Riddler da generell gefehlt hat. Denn neben dem Joker find ich den von allen Comic-Antagonisten einfach am coolsten.

4. Mit Megan Fox kann/konnte ich ja so überhaupt nichts anfangen, weil die Frau das talentbefreiteste Schaufenstergesicht in ganz Hollywood ist. Ich habe nebenbei gerade das Gefühl, dass ich genau diesen Satz schon mal im Media Monday geschrieben habe. Aber bei der Fox kann doppelt ja wirklich nicht schaden. Schließlich ist sie auch doppelt so unbegabt, wie alles andere, was ich jemals gesehen habe.

5. Samuel L. Jackson ist an Coolness kaum zu übertreffen, schließlich ist sein Lieblingswort Motherfucker. Deshalb zeigt er beim Inteview scheinbar auch gerne dem gerade anwesenden Journalisten mal ein Video auf seinem Handy, auf dem alle seine Filmszenen, in denen er das Wort Motherfucker sagt, kompakt zusamengeschnitten sind. Das Video dürfte recht lang sein.

6. Wäre ja schon cool, wenn es ____ aus ____ auch im wahren Leben gäbe, denn ____ . Dazu fällt mir gerade einfach mal so gar nix ein. Es ist ja eigentlich generell so, dass Charaktere immer auf echten Leuten basieren. Ergo: Die existieren quasi alle, nur mit eventuellen kleinen Abwandlungen. Theoretisch kann man wahrscheinlich jede Figur auf ihren Schöpfer runterbrechen, denn in den meisten Fällen ist es so, dass ein Teil von einem selbst in die Figuren einfließt. Mit anderen Worten: Wenn ihr eure Lieblingscharaktere aus Büchern kennen lernen wollt, stalkt die Schriftsteller.

7. ____ hat mich früher nie gereizt, aber mittlerweile ____ . Hier muss ich auch passen. Was mich früher nicht interessiert hat, tut es auch heute nicht. Ich bin ja generell eigentlich offen für alles, aber ich weiß auch schon vorher, was mir sowieso am Arsch vorbei geht, also beschäftige ich mich nicht weiter damit.

Hab ich nebenbei eigentlich schon mal erwähnt, dass ich die Originalversion von Frage 7 irgendwie vermisse? Klar, da fehlte etwas die Abwechslung, aber da hätte man auch ganz einfach was gegen machen können. Zum Beispiel zuletzt gesehen aufteilen in Film/Serie, zuletzt gelesen in Buch/Blogpost/etc. zuletzt gespielt usw. Dadurch hätten sich die Fragen nicht so oft wiederholt, aber am urprünglichen Gedanken wäre nix geändert worden. Wolf, du kannst ja mal drüber nachdenken, die Frage zurück zu bringen. Muss ja auch nicht regelmäßig sein, aber so ein oder zwei mal im Monat kann man die schon bringen, finde ich.

Media Monday #172

Nachdem ich heute Nacht einfach keine Böcke hatte, die Fragen des Media Monday zu beantworten, weil ich am Wochenende mal wieder etwas mit meinem Alkoholkonsum übertrieben habe und ich froh war, mich überhaupt irgendwie bewegen zu können, kümmere ich mich jetzt darum.

 

1. Einer der genialsten Kriminalfälle ist wahrscheinlich irgendwas aus dem wahren Leben. Weiß man eigentlich mittlerweile sicher, wer JFK abgeknallt hat? Oder wer Jack The Ripper war? Oder Jack The Stripper? (Ja, den gabs wirklich).

Ansonsten gehe ich mal von einem Sherlock Holmes Fall aus, aber ein spezieller fällt mir gerade nicht ein.

2. Der Film Cloud Atlas hatte wirklich ein bahnbrechendes Kostüm/Make-up in eigentlich allen Fällen , denn ich hatte wirklich Probleme, die Darsteller zu erkennen teilweise.

3. Blair Witch Project hat die Bezeichnung Horrorfilm wirklich verdient, denn auch wenn ich den ewig nicht gesehen habe, fand ich den damals echt gruselig. Und das passiert mir sonst eigentlich gar nicht, weil man ja eh alles irgendwie schon tausend mal gesehen hat.

4. Wohingegen der zweite Teil aus ganz anderen Gründen zum Fürchten war, weil die Fortsetzung einfach nur ein simpler Tennie-Slasher von der Stange ist, den man sich besser gespart hätte, weil er einfach Müll war.

5. Auf das Wochenende bin ich schon wahnsinnig gespannt, denn ich habe mir vorgenommen, mal ausnahmsweise nichts zu trinken und die aufregende Frage, ob ich das mal gebacken kriege, wird sich dann beantworten.

6. Boardwalk Empire ist eine dieser typischen Serien, die verdammt gut produziert ist, die mir aber trotzdem einfach nicht gefallen will. Man kann nicht alles haben.

7. Zuletzt gesehen habe ich mal wieder die ersten Folgen Shameless und das war wieder mal sehr lustig , weil die Gallaghers einfach der Wahnsinn sind. Außerdem bracuhte ich etwas, was mich möglichst wenig zum drüber nachdenken anregt. Da ist sowas immer gut.

Top 10 Serienzitate

Nach den Top 10 Filmzitaten, gibt es nun die Top 10 Serienzitate von Wortman. Den Stock hat mir wieder Schlopsi von Infernal Cinematic Affairs an die Birne geworfen. Da ich zwar viele Serien gucke, ich hier jetzt aber nicht einfach auf die üblichen Catchphrases oder offensichtlichen Sachen zurückgreifen wollte, habe ich mich erst mal durchs weltweite Netz gewurschtelt, um diese Top 10 zusammen zu suchen.
10. Commnity „Wait, there are other timelines?“

Ja, in Community schon. Denn hier gibt es einfach gar keine Grenzen. Leider gibt es hin und wieder auch Leerlauf. Trotzdem jedem zu empfehlen, der sich ein bisschen mit Popkultur auskennt. Denn diese Serie verwurstet einfach alles, was es da so gibt.

9. Friends„Chandler: Condoms?

Joey: We don’t know how long we’re gonna be stuck here. We might have to repopulate the world.

Chandler: And condoms are the way to do that?“

Friends musste einfach in die Liste. Und diese ist eine der Szenen, die einfach hängen geblieben ist, weil sie so herrlich bescheuert ist.

8. Seinfeld„Hi, my name is George, I’m unemployed and I live with my parents.“

Die vielleicht beste Sitcom ever darf hier natürlich auch nicht fehlen. George Costanza ist der wohl beste Charakter der Serie und beschreibt sich hier kurz und knapp selbst.

7. Arrested Development „There’s always money in the banana stand.“

Wer diese Comedy nicht kennt, sollte das ganz schnell nachholen. Großartige Charaktere, großartiger Humor, großartige Serie.

6. Lost „See you in another life, brother.“

Okay, eine Catchphrase musste dann doch rein, einfach weil Lost. Auch wenn das Ende vielleicht nicht so der Oberwahnsinn war, die Serie war es.

5. Coupling „This is not, I repeat, *not* an American sitcom!“

Die perfekte Beschreibung dieser Serie. Eine großartige UK-Sitcom. Alleine für Jeff, der eigentlich nur Scheiße labert, lohnt sich der Spaß.

4. Shameless „Jody: Karen, your dad is dead.

Karen: Nice try, but that doesn’t turn me on anymore.“

Ich habe ja schon öfter darauf hingewiesen, dass Shameless eine perfekte Mischung aus Comedy, Drama und völlig abgefucktem Scheiß ist. Dieses Zitat bringt das ganz gut auf den Punkt. Denn beide Sätze sind ernst gemeint.

3. Pushing Daisies„Everything we do is a choice. Oatmeal or cereal. Highway or side streets. Kiss her or keep her. We make choices and we live with the consequences. If someone gets hurt along the way we ask for forgiveness. It’s the best anyone can do.“

Ich hatte die Wahl zwischen diesem Zitat und einem aus Dead Like Me, um wenigstens eine der älteren Bryan Singer Serien reinzukriegen, die ausnahmslos alle viel zu kurz liefen. Dieses hier gefiel mir besser, weil es wahr ist. Wobei „Life sucks. And then you die. And then it still sucks.“ vielleicht auch.

2. MASH„Hawkeye: War isn’t Hell. War is war, and Hell is Hell. And of the two, war is a lot worse.

Father Mulcahy: How do you figure, Hawkeye?

Hawkeye: Easy, Father. Tell me, who goes to Hell?

Father Mulcahy: Sinners, I believe.

Hawkeye: Exactly. There are no innocent bystanders in Hell. War is chock full of them – little kids, cripples, old ladies. In fact, except for some of the brass, almost everybody involved is an innocent bystander.“

Viele glauben ja immer noch, dass MASH eine reine Comedyserie ist. Nee, ist es nicht. Viel Drama und Kritik am Krieg gehört hier zur Tagesordnung. Sollte man wirklich mal gesehen haben.

1. Six Feet Under„You can’t take a picture of this. It’s already gone.“

Dieser Satz fasst die Vergänglichkeit, um die sich die ganze Serie dreht, in einen perfekten Satz und leitet dazu noch die vielleicht besten 5 Minuten TV ein, die es gibt. Nämlich das Finale. Ich habe bisher nur ein mal wirklich beim Fernsehgucken geweint. Und das war hier. Wenn ihr die Serie nicht kennt: Angucken!

Media Monday #166

Nachdem ich mir am Wochenende aus einer Laune heraus nur deutsche Filme angeguckt habe – weil die Unna-Trilogie auf BluRay endlich angekommen ist – kann ich mich jetzt ganz entspannt dem Media Monday widmen.

 

1. Die berühmteste Person, von und mit der ich wohl noch nie einen Film gesehen habe könnte Wes Anderson sein, bei dem ich mich zumindest nicht erinnern kann, mal was von ihm gesehen zu haben, weil ich mir unsicher bin, ob das was für mich ist.

2. Könnte ich nur aus mir bereits bekannten Filmen zu wählen, um einen davon noch mal zu schauen, fiele meine Wahl wohl auf Into The Wild, weil ich den so gut finde, dass ich ihn sogar mit auf eine einsame Insel nehmen würde. Allerdings ist das auch wieder so eine Frage, bei der ich in 2 Stunden vielleicht schon wieder eine andere Antwort geben würde .

3. Samuel L. Jackson bewundere/mag ich ja weniger wegen der Schauspielerei, sondern mehr weil er einfach ein symphatischer, cooler Typ ist, der absolut auf dem Teppich geblieben zu sein scheint. Zumindest soweit ich das beurteilen kann . Außerdem ist sein Lieblingswort Fuck, das ich auch mindestens 42 mal am Tag benutze. Falls ich ihn mal treffen sollte, versuche ich ihn in ein Gespräch zu verwickeln, in dem wir den Fuck-Rekord von Wolf Of Wallstreet brechen.

4. Könnte ich in der Zeit zurückreisen, um bei einer Filmpremiere dabei sein zu können, fiele meine Wahl auf BANG BOOM BANG , weil ich sowieso kein großer Kinogänger bin und keinen Bock hätte, erst durch die Zeit zu reisen und dann auch noch zu einem weit entfernten Kino zu fahren/fliegen/schwimmen. Deshalb reicht dann die Premiere in Unna, was nur einige Kilometer entfernt liegt. Außerdem rockt der Film. Alles auf Horst.

5. Herr der Ringe wollte ich zu gerne lesen, jedoch war mir der Schreibstil zu langatmig und ich habe nach dem ersten Buch aufgegeben. Von ewig langen Beschreibungen der Landschaften – die für die Geschichte noch nicht mal wirklich eine Rolle spielen, weil mir scheißegal ist, wo die Typen gerade lang latschen – kriege ich einfach Komplexe.

6. Die Serie Shameless (US) ist leider maßlos unterschätzt, denn schließlich ist sie hierzulande ziemlich unbekannt, dabei ist es die perfekte Mischung aus „Comedy, Drama, und völlig abgefucktem Scheiß“, um mal einen eigenen Kommentar aus dem Medienjournal zu zitieren .

7. Zuletzt gelesen habe ich Pentecost – Ein Arkane Thriller und das war nicht so der Bringer , weil sich die Geschichte eigentlich nur von einer lahmen Actionszene zur nächsten hangelt, Humor völlig vermissen lässt und ein schwaches Ende aufweist. Aber die Autorin hat es mir geschenkt, da hab ich es eben durchgezogen .

Media Monday #159

Olé, olé, olé, schalalala, äh, Media Monday.

 

1. Die Familie Gallagher in der Serie Shameless ist wirklich so herrlich abgefuckt, dass man sie einfach lieben muss .

2. Wenn man einen Film poetisch nennen könnte, dann sicherlich einen Film über einen Poeten , denn da geht es um einen Poeten. Habe aber keine Ahnung, ob so ein Film überhaupt existiert .

3. Optik ist ja nicht alles, aber Sin City sah schon beeindruckend gut aus, einfach, weil mir der Stil gefällt. Teil 2 steht ja dieses Jahr auch noch an und ich habe große Hoffnung, dass der gut werden könnte. Leider kann ich ihn aufgrund meines 3D-Boykotts wohl nicht im Kino sehen, wie ursprünglich geplant.

4. Megan Fox gefällt mir am besten in Rollen die sie nicht selber spielt.

5. Das schönste Happy-End existiert wohl nicht so richtig. Zumindest fällt mir gerade keins ein, dass nicht nach dem üblichen Mann kriegt Frau – oder andersrum – funktioniert .

6. Das letzte Mal so richtig als Geek gefühlt habe ich mich noch nie. Mag das Wort sowieso nicht und auf mich passt es nicht wirklich, weil ich nicht komplett medienverpeilt bin. Da gibt es schon noch Grenzen.

7. Zuletzt gesehen habe ich das WM-Finale und das war viel spannender, als ich es mir gewünscht habe , weil es einfach bis zum Ende offen war und ständig das Elfmeterschießen drohte. Das hätte ich wohl nervlich nicht überstanden .