Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

5 Gründe warum 3D überflüssig ist

Wer mich kennt, weiß, dass ich kein großer Kinogänger bin.

Hin und wieder kommt es aber vor, dass ein Film in den Kinos anläuft, auf den ich einfach richtig Bock habe. Während ich eigentlich ein geduldiger Mensch bin, der kein Problem damit hat, auf die DVD/BluRay-Veröffentlichung und anschließenden Preissturz zu warten, gibt es Ausnahmen, bei denen ich mir von vornherein vornehme mich in die unbequemen Sessel zu quetschen und mich nach einer halben Stunde zu beschweren, dass mir der Rücken schmerzt und ich meinen Arsch nicht mehr fühlen kann.

Typische Beispiele, die mich zu dieser Folter zwingen, sind die Tarantino-Streifen, bei denen für mich Kino einfach Pflicht ist. Auch Nolans anstehender Interstellar reizt mich. Oder auch der diese Woche angelaufene Sin City 2, auf den ich mich richtig gefreut habe, weil ich den ersten Teil einfach cool fand und ich auch glaube, dass der Schinken im Kino ziemlich gut rüber kommen könnte.

Aber leider, leider, leider: Er ist in 3D. Ergo: Ich geh nicht rein. Hier sind ein paar Gründe, warum ich 3D nicht unterstütze und ich hoffe, dass dieser überflüssige Müll irgendwann wieder im Nirwana verschwindet, wo er hingehört:

1. ICH WEIß NICHT WAS ES IST, ABER ES KOMMT DIREKT AUF MICH ZU

Uh, 2 Stunden lang fliegt mir irgendeine Scheiße in die Fresse. Dafür gebe ich doch gerne mehr Geld aus. Okay, ruf mich an. Ich werfe dir für das gleiche Geld 2 Stunden lang Ziegelsteine an den Kopf. Kannste dir den Weg ins Kino sparen.

2. EY, LASS MAL 3D MACHEN, DENN WAS BESSERES FÄLLT UNS GERADE NICHT EIN

Ja, ich weiß, dass 3D mittlerweile darüber hinaus geht, dem Zuschauer irgendwelchen Kram ins Gesicht zu schleudern. Aber das bringt ja trotzdem alles nichts, wenn es völlig willkürlich eingesetzt wird. Mir fällt einfach kein Grund ein, warum ich ein System unterstützen sollte, das nur dazu führt, dass die Kreativität auf der Strecke bleibt, weil sich die Filmemacher auf der Technik ausruhen.

3. ERNA, HAST DU SCHON DIE KUH GEMOLKEN?

Denn genau diese Willkür ist ja bezeichnend für die heutige Filmbranche. Wenn etwas funktioniert, wird es dem Zuschauer solange in den Rachen geschoben, bis er das kalte Kotzen kriegt. Denn die Scheiße wird ja eh gefressen. Also macht man so lange Knete damit, wie es funktioniert. Das Problem der Abnutzung wird sich irgendwann einstellen und was dann? Castet man dann kreative Leute, weil man alle anderen vergrault hat?

4. EIN KLUGER MANN SAGTE EINST: „AUS SCHEIßE WIRD NIEMALS GOLD“

Ein Film der schlecht ist, bleibt schlecht. Egal wie 3D das Ding ist. Da kann der Film auch 42D sein, er wird nicht besser. Die großen Beispiele für gelungenen Einsatz der 3D-Technologie sind ja Avatar und Die Hobbit-Dinger. Und was soll ich sagen, außer: Ich fand sie sch…lecht. Da kann keine Technologie des Universums was dran ändern.

5. ICH GLAUB‘ ICH HAB MEIN GELD VERLOREN

Kein wirklicher Mehrwert für Preise aus der Hölle. So gehört sich das. Mittlerweile zahlt man schon mal bis zu 5 Euro Aufpreis, nur um einen Film in 3D zu sehen. Und dann kriegt man das geboten, was eben viele Filme unter 3D verstehen. „Boah, in Minute 63 ist mir ne Kuh entgegengeflogen.“ Und das war’s dann auch schon wieder. Ja, das ist definitiv nen Fünfer wert.

Ich musste das einfach mal loswerden, weil es mich wirklich nervt. Es mag auch daran liegen, dass ich in einer Gegend wohne, in der die Kinos eben eher klein sind und nicht jeder Film in 2- und 3D angeboten wird. Aber da ich nun mal keine Wahl habe, geht es mir auf den Sack.

So, ich warte dann jetzt auf die Veröffentlichung der BluRay von Sin City 2. Bis dahin guck ich eben noch ein paar 2D-Filme.

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27 Antworten zu “5 Gründe warum 3D überflüssig ist

  1. Cheshire Cat September 21, 2014 um 5:03 pm

    Ich gucke auch keine 3D Filme… unnötiger Trend, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das durchsetzt. Also abwarten und Tee trinken 🙂

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  2. singendelehrerin September 21, 2014 um 5:14 pm

    Also, die „Hobbit“-Filme sind nun wirklich keine besonders gelungene Beispiele für 3D, finde ich! „Gravity“ wäre eins! DAS war wirklich ein Film, bei dem das 3D absolut den Sehspaß erhöht hat! Sonst kann ich auch meistens drauf verzichten, nehme es aber ab und zu in Kauf, weil ich eben Filme am liebsten auf der großen Leinwand sehe.
    Warum ausgerechnet „Sin City 2“ auf 3D laufen muss, erschließt sich mir überhaupt nicht; schließlich soll die gesamte Optik ja eher an die (2D-)Comic-Hefte erinnern…

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    • filmschrott September 21, 2014 um 5:23 pm

      Bei Gravity kann ich mir sogar vorstellen, dass das gut eingesetzt war. Fand den Film aber auch in 2D gut und glaube nicht, dass 3D da jetzt irgendwas verbessert hat.

      Finde 3D in dem Fall von Sin City auch total unpassend. Aber wie gesagt, muss ja heute alles 3D sein.

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  3. olivesunshine91 September 21, 2014 um 5:25 pm

    Ich bin zwar kein so extremer 3D-Gegner wie du, aber ich kann alle Punkte nachvollziehen und sehe es fast genauso – ich habe letztes Jahr den zweiten Hobbit-Teil in 3D gesehen. War ganz nett, aber mehr auch nicht. Und wie du schon sagst: Es wird halt gemacht, weil’s alle machen und weil es jetzt gerade funktioniert. Also baut man auf allerlei Effekte, die in 3D gut aussehen, aber vernachlässigt womöglich das Wichtige: die Geschichte und gute Schauspieler.

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  4. Wortman September 21, 2014 um 5:53 pm

    Gimme 5 *patsch*
    Ich bin voll auf deiner Seite. Ich boykottiere auch jeden 3D . Film 😀

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  5. bullion September 21, 2014 um 8:14 pm

    Ich halte 3D auch für größtenteils überflüssig. Einzig bei „Avatar“, „Prometheus“ und „Gravity“ konnte ich einen Mehrwert feststellen. Der Rest geht in der Belanglosigkeit unter. „Der Hobbit“ war dank HFR übrigens ein ganz grausames Kinoerlebnis. Zum Schaudern.

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  6. Stepnwolf September 23, 2014 um 5:09 pm

    Nur blöd, dass man heutzutage so selten die Wahl hat, sondern irgendwie alles mittlerweile in DreiDee umgesetzt wird. Gut, dass es noch Programmkinos gibt (zumindest bei mir hier), die Qualität vor Quantität setzen…

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    • filmschrott September 23, 2014 um 8:03 pm

      Gibt es hier leider nicht. Und die wahl wird einem ja sowieso nicht mehr gelassen. Entweder man guckt in 3D, oder eben gar nicht. Ich entscheide mich dann lieber für gar nicht.

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      • Fynn Februar 19, 2017 um 9:51 am

        Hier haben sich wohl die 3-D Gegner eingefunden, was ? 🙂 Na ja, ich gehör jedenfalls nicht dazu, muss sagen, eher Fan davon zu sein und halte das Argument das man damit nur eine nicht vorhandene Story vertuschen will eher für ein „Totschlagargument“, denn so doof dürfte der Kinogänger wohl auch nicht sein, oder glaubt Ihr das wirklich ernsthaft ?! Auch das man heutzutage nicht mehr wählen kann wie und was man gucken will ist doch Quatsch. In jeder Blu Ray sind immer beide Versionen und selbst ich als 3-D Fan der in einer Kleinstadt wohnt musste aufgrund der vielen 3-D Filme schon auf den ein oder anderen verzichten, weil sie zugunsten eines anderen Films im kleineren Kino liefen, das kein 3-D hatte. Und manchmal liefen sie auch paralel, in 2-D und 3-D. Ich finde wir sind doch ganz schön verwöhnt ! Ich habe früher noch 3-D mit diesen rot/grün Brillen geguckt und DIE waren tatsächlich fraglich, aber einen gewissen Spass hat’s auch gemacht…irgendwie jedenfalls, obwohl ich wette das es nicht das Heiligtum für die Augen war. Heute hat man doch wirklich das Gefühl mittendrin zu sein. Man muss zugeben es gibt jede Menge wirklich schlechte 3-D Filme und auch solche die sich nur so schimpfen ( z.B. die von The Asylum ) und die versauen den Markt ! Aber richtig gute Filme, – und dazu würde ich auch „Herr der Ringe“ zählen und „Sin City 2“ – berührt das doch gar nicht.

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      • Filmschrott Februar 19, 2017 um 3:21 pm

        Nur damit wiruns nicht falsch verstehen: Ich halte keinen Kinogänger für dof. Ich halte Hollywood für berechnend und den casual Kinogänger für jemanden, dem Story und Charaktere mehr oder weniger scheißegal sind. Die wollen nicht nur einen Film sehen, die wollen ein Event. Und Hollywoods hingepisste Stangenware gibt mir recht. Dazu gehört nebenbei auch der völlig austauschbare „Sin City 2“. „Avatar“ der große Übervater des 3D ist ein lahmarschiger unkreativer Kackfilm, der außer 3D absolut nix zu bieten hat.
        Ausnahmen bestätigen die Regel, aber Herr der Ringe bspw. wird durch 3D nicht besser – kein Film wird durch 3D besser der schlechter. Die Filme sind auch so gut, weil sie einfach gut sind. Und dann kommt der Hobbit, der einfach nur ein komplettes Desaster mit tollem 3D-Scheiß ist, der mir aber nun mal nix bringt, da die Filme einfach scheiße sind.
        Übrigens hasse ich 3D nicht. Ich hasse den Umgang damit. Das gleiche gilt für CGI. Sich auf der Technik auszuruhen führt nun mal zu Müllfilmen.
        Hier mal spontan eine kleine Liste der besseren Filme, die ich aus den letzten 10 Jahren gesehen habe:
        Nightcrawler
        Confessions
        Raman Raghav 2.0
        Revenant
        Arrival
        Nice Guys
        Take Shelter
        Drive
        Mud
        Interstellar
        Nebraska
        The Witch
        Ausnahmslos Filme, die kein 3D hatten, einfach weil sie es nicht nötig haben. Sie erzählen eine Geschichte und dafür braucht es kein unnötiges Technikgewichse, um den Zuschauer ins Kino zu locken. Leider aber natürlich auch größtenteils nicht die erfolgreichsten Filme.
        Nein, die erfolgreiche Filme sind die 3D-CGI-Materialschlachten. Ist auch kein Problem. Ist halt der Mainstream, aber es gehen ganz sicher nicht Millionen Leute wegen der unfassbar intelligenten Geschichte in „Deadpool“ und den achttausendsten „Spider-Man“ Reboot.

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