Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Media Monday #242

Rosen sind rot,

Veilchen sind blau,

es ist Montagmorgen,

und ich wäre gern blau.

So, haben wir also das Valentinstagsgedicht auch noch schnell hinter uns gebracht und können uns dem Media Monday widmen.

1. Die überzeugendste Storyline einer gesamten Serienstaffel hatte vielleicht LOST mit der ersten Staffel. Denn da ging es noch sinnvollerweise ums Überleben und der ganze Hokus Pokus späterer Staffeln wurde eher dezent untergemischt. Die nachfolgenden Staffeln waren zwar auch klasse, aber in der ersten stimmte einfach die Mischung mehr, als im weiteren Verlauf der Serie. Demnächst werde ich da mal näher drauf eingehen (Coming Soon).

2. Die fabelhafte Welt der Amelie ist vom künstlerischen Standpunkt her sicherlich toll, aber ich finde den Film einfach nur todlangweilig, unlustig und uninteressant.

3. Einer der interessantesten Bösewichte ist natürlich Hans Gruber in Stirb Langsam, denn er ist der Inbegriff des Gentleman-Antagonisten und wird selbstverständlich hervorragend von Alan Rickman verkörpert.

4. Mein Drehbuch zu Filmschrott – Der Film hat stark nachgelassen, seit ich hier einen Auszug daraus präsentiert habe. Aber lest selbst:

INT SUPERMARKT

Heidi, ein junges Ding, mit dicken Dingern, beugt sich weit vor, um eine Pyramide aus Erbsendosen zu bauen. Die Kamera bleibt die ganze Zeit auf ihren Tüten.

Eine Einkaufstüte versperrt die Sicht auf die interessanten Tüten.

Frau Pasquar, eine alte und reiche Schnepfe, deren liebstes Hobby es ist, sich über alles zu beschweren, steht neben Heidi.

FRAU PASQUAR

Ihr habt schon wieder keine gefrorenen Froschschenkel mehr. Mein Mann ist Franzose und wenn er nicht drei Mal am Tag Froschschenkel kriegt, beginnt er im Garten nach Schnecken zu buddeln.

HEIDI

Das tut mir leid Frau Quark …

FRAU PASQUAR

Pasquar …

HEIDI

Ich gucke mal, ob wir noch welche im Lager haben.

Heidi geht ins Lager. Frau Pasquar wartet ungeduldig und schiebt sich bei der Gelegenheit einen Schokoriegel in die Tasche.

STIMME

Quak.

FRAU PASQUAR

Pasquar!

( dreht sich um)

Wie oft muss ich noch sagen, dass mein Name …

Der Froschmutant reißt Frau Pasquar den Kopf ab und isst anschließend den Schokoriegel aus ihrer Tasche.

Heidi kommt aus dem Lager und sieht die Froschmutanten, die den Laden verwüsten. Sie lässt die gefrorenen Froschschenkel fallen, krempelt die Ärmel hoch, rückt ihre Dinger zurecht und geht in Kampfposition.

5. Nachdem mich Quentin Tarantinos The Hateful Eight durchaus überzeugt hat, hatte ich komischerweise mal Lust, einen Western zu gucken. Das kommt eigentlich nie vor. Also wirklich nie. Einfach weil ich Western so gar nicht mag. Bis auf ein oder zwei Ausnahmen. Welche davon ich ausgesucht habe, seht ihr in Frage 7.

6. John Nivens Gott Bewahre hat mich als Buch ja durchaus gereizt, schließlich halte ich alles was mit Religion zu tun hat, für unglaublichen Bullshit und ein unnützes Übel, das nur zu Tod und Verderben führt. Und wenn ich so lese, was in dem Buch passiert, nachdem Jesus wieder auf der Erde rumturnt, fühle ich mich darin bestätigt. Denn auch wenn das natürlich Fiktion ist, bin ich sicher, dass es nicht großartig anders ablaufen würde. Menschen sind halt dumm. Und Arschlöcher. Und beides noch viel mehr, wenn sie religiös sind. Ich gehe dann mal zu meinem Misanthropen-Treffen. Komischerweise bin ich da immer alleine ...

7. Zuletzt habe ich Spiel mir das Lied vom Tod gesehen und das war einer dieser zwei erwähnten guten Western, weil hier einfach alles irgendwie episch ist und cool und einfach nicht so arschlangweilig, wie Western sonst für mich immer daher kommen. Nur etwas lang geraten ist der Spaß, aber da ich den dann wohl eh erst in 15 Jahren zum dritten Mal gucke, kann ich darüebr hinweg sehen.

23 Antworten zu “Media Monday #242

  1. friedlvongrimm Februar 15, 2016 um 9:06 am

    „Blau“ auf „blau“ reimen? Buuuuh! Das kannst du doch besser.

    Du weißt nicht, wie sehr ich „Gott bewahre“ verehre. Seid lieb!

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  2. Pingback: Media Monday #242 | filmexe

  3. bullion Februar 15, 2016 um 9:24 am

    Yep, ganz so oft kann ich „Spiel mir das Lied vom Tod“ auch nicht sehen. Ist aber dennoch sehr gelungen. Und Claudia Cardinale. Wow.

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    • Filmschrott Februar 15, 2016 um 9:39 am

      Ja, so alle 15 Jahre reicht dann auch. Vielleicht dieses Mal etwas eher. Aber da es nun mal ein Western ist, werde ich so schnell eh keine Lust drauf haben.
      Zumindest ist es aber der erste Western den ich zwei Mal gesehen habe. Das alleine ehrt ihn ja quasi schon.

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  4. Wortman Februar 15, 2016 um 9:41 am

    Spiel mir das Lied vom Tod – einfach geil. Schon viermal gesehen… in 30 Jahren 😆
    Mach dir keine Sorgen, du wirst irgendwann dein Drehbuch schon fertig bekommen.

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  5. Frau Argh Februar 15, 2016 um 10:33 am

    …ich kenne nur blau auf’m Bau, aber ob das als Lyrik durchgeht…

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  6. Gnislew Februar 15, 2016 um 2:35 pm

    Das Drehbbuch wird einfach immer besser und hat gar nicht nachgelassen!

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  7. mwj Februar 15, 2016 um 3:04 pm

    Mach doch einfach eine Filmcollage wo Leute in verschiedenen Situationen von Froschmutanten angegriffen werden!

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