Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

La Petite Mort – Horrorctober 2015

Ich gebe zu, bisher war der Horrorctober eher enttäuschend, was Sex, Gewalt und Horror angeht. Deshalb überlasse ich jetzt nichts mehr dem Zufall und präsentiere einen Torture Porn. Ihr wisst schon, dieses komische Genre, bei dem weder Sinn, noch Verstand, noch Unterhaltungswert, und vor allem Porno irgendeine Rolle spielen. Das sollte doch jetzt diesem Event endlich gerecht werden.

LA PETITE MORT – Deutschland – 2009 – 76 Min.

Die folgende Geschichte beruht auf tatsächlichen Ereignissen. Na super, das macht es natürlich viel besser. Irgendein Spaten erzählt mal kurz, was denn so alles passiert ist, in einem verlassenen SM-Club. Nachdem der Typ minutenlang rumgequatscht hat, frage ich mich, wozu ich mir den Scheißfilm jetzt eigentlich noch angucken soll. Immerhin dauern die Opening Credits gefühlte 3 Tage, wodurch ich die ganze Geschichte sowieso schon wieder vergessen habe.

Boah, nee, das ist doch wohl nicht auch noch so ein Found-Footage-Ding? Ich hab schon wieder keinen Bock mehr. Aber ist wohl tatsächlich so. 2 Tussis und ein Typ latschen durch eine Stadt und filmen sich dabei, weil das halt ganz toll ist. Tourismus in allen Ehren, aber ich frage mich ja wirklich, wer ständig mit ner Videokamera durch die Gegend latscht, um wirklich jeden Scheiß zu filmen?

Nina ist übrigens blind. Und Simon hat ihr die Reise nach Buxtehude geschenkt, um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Wie sich herausstellt, sind sie in Frankfurt. Wow. Was für eine unglaubliche Reise. Aber gut, wenn meine Freundin nichts sehen könnte, würde ich so wohl auch mit nach Frankfurt nehmen, wo es sowieso nix zu sehen gibt.

Als Highlight der Reise gehts ins Blinden-Museum, wo Ninas einfühlsame Begleiter sich durchgehend darüber beschweren, dass sie absolut nichts sehen können. An Ninas Stelle hätte ich mich durch die Dunkelheit getastet, Simon in die Eier getreten und der anderen Tussi eine antike Gabel ins Auge gestochen. Aber Nina ist wohl doch recht locker, was das angeht. Würde dem Film aber gut tun. Noch keine Spur von Torture, oder Porn, oder überhaupt irgendwas.

Irgendein Hobbyfreier will sich die Tussis ausleihen. Die namenlose Ische regelt das, indem sie ihm 20 Euro gibt. Mit etwas Geld lassen sich eben alle Probleme lösen.

Auf der Suche nach einer guten Kneipe wird man fündig und landet im billigsten Fetischschuppen, den die Welt jemals gesehen hat und … die namenlose Freundin heißt Dodo. Wie der ausgestorbene Vogel. Das ist sicher Foreshadowing. Die Bedienung schmeißt sich an Simon ran und Nina geht steil. Nachdem sie sich mit allen Leuten in dem Laden am Arsch hatten, bezahlt Simon mal lieber, aber die SM-Bedienung will kein Geld, sondern lieber etwas Foltern.

Nur mal kurz, bevor ich es vergesse: Die Namen der Tussis in dem Laden sind natürlich Angelique und Dominique. geführt wird der Laden von einer Möchtegern-MILF namens Maman. Das soll dann aber auch reichen an Einzelheiten, denn die Folter von Dodo beginnt … mit Haare ziehen. Man, sind die böse.

Maman kümmert sich persönlich um Nina. Sie ist nicht erfreut, dass Nina ihre Bedienung ne Bitch genannt hat.

Herr Breitenau ruft an und macht nen Termin im SM-Club des Wahnsinns.

Dodo hat keinen Hunger. Angelique hat ne Panik-Attacke, weil Maman gesagt hat, dass Dodo die Ekelsuppe essen soll. Äh, ja … kann dann langsam mal irgendwas von Interesse passieren hier … ach, ich vergaß: Torture Porn. Das schließt Interessantes ja schon generell aus.

Herr Breitenau kommt an und die Show kann beginnen. Was auch immer das bedeuten mag.
Okay, es bedeutet, dass Nina nen bescheuerten Hut tragen muss, weil man ein komisches Theaterstück aufführt, oder so.

Dodo muss ihr eigenes Blut trinken, weil es Kobold Breitenau so will. Anschließend folgt die Weihnachtsmannszene, bei der … gar nix passiert. Und dann wird gekuschelt. Und dann will Dodo abhauen, schnappt sich Breitenaus Waffe und erschießt ihn.

Maman ist nicht erfreut. Dominique und Angelique sollen Dodo wiederbringen, sonst kommen sie in den Keller des Todes. Naja, Dodo knallt Angelique ab, aber wird von Dominique abgestochen. Und das wars dann halt. Keine Ahnung, was mit den anderen Spaten passiert ist. Keine Ahnung, was hier überhaupt passiert ist. Denn wie sich herausgestellt hat (ich aber vorher nicht wusste), habe ich hier eine extrem gekürzte Fassung erwischt. Normalerweise hätte ich den Beitrag damit einfach weggeschmissen, aber aus Zeitmangel muss ich ihn halt reinnehmen, um die 13 Horrorctober-Filme zusammen zu kriegen. Kommt nicht wieder vor. Okay, ne Uncut-Version hätte den Scheiß hier auch nicht retten können, aber so hätte man vielleicht wenigstens verstanden, was hier überhaupt abgeht. Scheinbar habe ich dieses Jahr kein Glück mit meiner Filmauswahl. Ich gehe meinen Folterkeller aufräumen.

Weiterer Horror, wenn man den Scheiß denn so nennen kann, aus dem Horrorctober gibt es hier in der Übersicht.

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12 Antworten zu “La Petite Mort – Horrorctober 2015

  1. Pingback: Horrorctober 2015 | Filmschrott

  2. Frau Argh Oktober 15, 2015 um 9:22 am

    Gab’s wenigstens Entschädigungsbrüste oder waren die auch rausgeschnitten?

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  3. Wortman Oktober 15, 2015 um 4:09 pm

    Du bist ja echt hart im Gucken 🙂

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  4. Pingback: Schrott Awards 2016 – Filme | Filmschrott

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