Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

DVD Rezension: Creepy Campfire Stories

Wenn uns der Horrorctober eine Sache mal wieder gelehrt hat, dann, dass Horrorfilme einen Hang dazu haben unendlich scheiße zu sein. Aber es geht auch anders. Wenn man mit Herz und Spaß bei der Sache ist, kann selbst mit geringen Mitteln etwas wirklich unterhaltsames entstehen.

Alex Lotz, auch Sander genannt, von SanderMania Productions macht genau das. Mit Spaß an der Sache Horrorfilme drehen. Und deshalb freut es mich sehr, dass er mir ein Rezensionsexemplar seines neuen Films Creepy Campfire Stories zur Verfügung gestellt hat. Passt natürlich, dass das genau die Filme sind, die ich hier immer zerreiße, aber insgeheim natürlich absolut fantastisch finde.

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Bei Creepy Campfire Stories handelt es sich um eine Horroranthologie mit einer kurzen Rahmenhandlung, die drei Kurzfilme einleitet. Die Story ist recht simpel gehalten, denn wie der Titel schon verrät, erzählen sich ein paar Freunde schlicht Horrorgeschichten am Lagerfeuer. Diese Geschichten sind dann eben die Kurzfilme.

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Den Anfang macht Brainscan 3000, bei dem Alex Lotz Regie geführt und auch das Drehbuch geschrieben hat. Es geht um einen Typen, der ein Gehirn mit einem Computer koppeln will, um so seine Schwester wieder zum Leben zu erwecken. Beim ersten Test mit einem „Freiwilligen“ läuft natürlich nicht alles wie geplant.

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Film Nummer 2 heißt PSI und kommt von Daniel Konze. Es handelt sich um eine Haunted House Story, in der ein junges Paar ein Haus kauft und dann geht halt die Party ab.

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Den Abschluss bildet D.M.A. (Demonic Model Angency) von Pascal Dieckmeyer. Ein Mädchen, das unbedingt Model werden will, kriegt ein mysteriöses Angebot von einem Mann, namens Allister Snoon, der damit schon mal in der Liste der Typen mit den coolsten Namen ganz weit oben steht. Selbstverständlich findet der „Modeljob“ nicht gerade auf nem Catwalk statt.

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Okay, klar, man sollte jetzt hier eher keine schauspielerischen Glanzleistungen erwarten und auch das Horrorrad wird nicht neu erfunden. Aber darum geht es auch nicht. Hier hatten ein paar Leute einfach Spaß am Filme machen. Und man muss auf jeden Fall mal festhalten, dass das Endprodukt verdammt gut aussieht, wenn man bedenkt, dass man hier nicht das größte Budget zur Verfügung hatte – um genau zu sein gar keins.

Vor allem die handgemachten Effekte überzeugen. Wie sich das eben für nen guten Horrorstreifen gehört, ist das Geschnetzelte hier nicht animiert. Nein es wurde schön per Hand gemetzelt. Und das teils auch innovativ. Wer wollte bitte nicht schon immer mal wissen, wie man ne Tussi richtig mit nem Handstaubsauger killt?

Ihr seht, neben Spannung, Gemetzel und guter Unterhaltung, lernt man auch noch was beim Gucken des Films. Man kriegt also genau das, was man erwartet. Mit nicht mal 90 Minuten ist der Spaß auch nicht zu lang geraten, um einen dann irgendwann zu langweilen. Also ein rundum gelungenes Vergnügen, wenn man mit dieser Art von Film etwas anfangen kann, oder einfach mal sehen will, was dabei herauskommen kann, wenn Leute Filme machen, einfach weil sie Spaß daran haben, Filme zu machen. Im Kino sieht man sowas ja heutzutage eh nicht mehr, bei dem ganzen hingerotzten Scheiß, aber das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls empfehle ich das Lagerfeuer hier für den nächsten Horrorabend mit ein paar Kumpels und nem kühlen Bier. Da kann man nix mit falsch machen.

Zu kaufen gibt es den Spaß für wenig Geld hier: http://extreme-script-crew.de/shop/filme/

Den rockigen Soundtrack, der zum Teil eigens für den Film gemacht wurde, kann man hier für noch weniger Geld auf Disc erwerben: http://rttbrecords.tictail.com/product/va-creepy-campfire-stories-ost

Und hier gibts die Mucke als Download: http://rttb-records.bandcamp.com/album/va-creepy-campfire-stories-ost

Wer mehr über den Film erfahren will, sollte mal folgende Links betätigen:

IMDB

OFDB

Facebook

Und wer sich mehr von Alex „Sander“ Lotz anschauen will, der kann sich mal hier umschauen:

Homepage Sandermania

YouTube

Facebook

Ich werde nebenbei in Bälde noch ein Interview mit Sander führen. Wenn ihr also fragen an einen Filmemacher mit Spaß an der Sache habt, haut sie in die Comments, und ich werde sie stellen.

Bis dahin setzt euch ans Lagerfeuer und lauscht schaurigen Geschichten.

 

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8 Antworten zu “DVD Rezension: Creepy Campfire Stories

  1. Wortman November 7, 2015 um 8:55 pm

    Diese Idee ist ja nicht neue aber immer wieder amüsant. Es gibt da ja viele Vorbilder. Sei es aus Japan oder auch den USA.
    Seh ich das richtig, es sind Low-Budget-Produktionen aus Deutschland? Ich mag Independendsachen… Und wenn Leute mit spaß an der freude dabei sind, riskiert manb auch mal einen Blick.
    Ich freu mich auf das Interview und werde mir gleich mal die Webseite ansehen. FB habe ich ja nicht.

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  2. Wortman November 7, 2015 um 8:59 pm

    Ich lach mich wech… Sander hat ja auch mal einen Versuchslegofilm gemacht 😀

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  3. Pingback: Interview mit Alex “Sander” Lotz von SanderMania Productions | Filmschrott

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