Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Zeitreise

Unchronologische Virenforschung mit Gedächtnislücken

„Who’s the boss? He’s the boss. It’s Amboss. He’s the Amboss.“ – Otto der neue Film, 1987

Ja, ja, das Zitat hat eigentlich nix mit dem folgenden Film zu tun, aber Amboss ist eben irgendwie dabei. Also, was soll’s. Here we go:

A.P.E.X. – USA – 1994 – 98 Min.

APEX steht für Advanced Prototype EXploration unit. Nur damit das schon mal geklärt wäre und nachher keine Fragen gestellt werden.

Im Jahr 2072 wurde das APEX-Programm gestartet, um die Zeit zu erforschen. Irgendwie ist dadurch ein Paradoxon entstanden und jetzt werden Roboter durch die Zeit geschickt, um dieses zu richten. Macht ja schon mal sehr viel Sinn.

Start mit einer Traumsequenz, was direkt auf totale Grütze hindeutet. Nur Scheißfilme beginnen mit Traumsequenzen. Naja, Nicholas hatte jedenfalls einen Alptraum und wie wir alle wissen, bedeutet das in Science-Fiction-Filmen, das genau dieser Traum später eintreten wird. In dem Traum ist nebenbei seine Frau plötzlich aus dem Bett verschwunden. Der Albtraum jedes frisch verliebten Mannes. Kurz darauf wird ein Roboter durch die Zeit geschickt.

Im Jahr 1973 fährt eine Familie durch die Wüstenlandschaft Mexikos. Eine Panne zwingt sie zum Anhalten. Die Erde bebt und der junge Joey ist verschwunden. Vater und Mutter rufen nach ihm, aber der Roboter kommt ihnen zuvor. Nicholas kann das nicht mit ansehen und springt heldenhaft in die Zeitmaschine, um ebenfalls nach 1973 zu reisen, wo er den Jungen rettet.

Der Roboter ballert aus allen Rohren, was nebenbei die Frage aufwirft, warum Roboter durch die Zeit zurück geschickt werden, um ein Paradoxon zu verhindern, wenn diese dabei alles in Schutt und Asche legen. Würde das nicht nur wieder zu neuen Paradoxen führen und einfach alles über den Haufen werfen? Vielleicht denke ich aber auch nur zu viel darüber nach.

Nicholas kann sich jedenfalls durch das Zeittor zurück in seine Zeit retten, denkt er. Allerdings hat sich die Geschichte verändert, oder so, und die Roboter stehen im Krieg mit den Menschen. Warum weiß ich nicht, denn eigentlich hat Nicholas ja verhindert, dass der Roboter den Zeitverlauf ändert, aber vielleicht denke ich auch einfach zu viel darüber nach.

Nicholas wird jedenfalls von einer Gruppe Soldaten gerettet. Der Anführer weist nebenbei verblüffende Ähnlichkeit mit Amboss dem Navigator auf. Und eine kurze Recherche hat ergeben: Er ist es nicht. Macht aber nichts, denn da ich den Namen nicht verstanden habe, oder es einfach ignoriere, weil es sowieso keine Rolle spielt, heißt der Typ jetzt erst mal Amboss. So.

Etwas Geballer und die Soldaten führen Nicholas zu ihrem geheimen Stützpunkt, wo Nic mit dem Kommandeur redet. Den kennt er noch aus seiner Zeitlinie, aber er kennt ihn natürlich nicht. Nic will zu einem bestimmten Sektor latschen, um … äh, irgendwas zu machen. Nebenbei kriegt er sich noch mit Amboss in die Haare, weil der nicht für einen Spaten wie ihn verrecken will.

Irgendwie spielt auch noch ein Virus ne Rolle, der sich auf der Welt ausbreitet, aber da ich den Faden jetzt schon verloren habe, denke ich da erst mal nicht weiter drüber nach. Nic findet jedenfalls heraus, dass seine Frau, aus seiner Zeit, denn hier ist sie nicht seine Frau, auch nicht die von dem Nic aus dieser Zeit, infiziert ist. Na, kommt ihr noch mit?

Die Natasha aus dieser Zeitlinie ist aber eh ne Bitch. An Nics Stelle wäre ich nicht wirklich traurig um den Verlust. Die Soldaten scheinen nebenbei allesamt ein Haufen Arschlöcher zu sein und sich nur gegenseitig anzukacken. So gewinnt man Kriege, schätze ich.

Jedenfalls brechen Nic, Natasha, Amboss und weitere Spacken auf, um was auch immer zu erledigen und ballern sich durch eine Horde Roboter. Natasha muss zurück bleiben und die Roboter aufhalten, weil sie völlig vervirt ist. Nic gefällt das gar nicht, aber ist eben so.

Da Natasha aber eh ne knallharte Supersoldatin ist, macht sie die Roboter platt und stößt wieder zu den anderen. In einem Bunker treffen sie Überlebende. Da sie Soldaten sind, muss dieser Umstand schnell geändert werden und alle Überlebenden werden abgemurkst. Taylor, einer der Soldaten, tickt dabei völlig aus und ballert draußen mit einem Raketenwerfer um sich. Warum weiß kein Mensch. Man hatte wohl noch Geld für ein paar weitere Explosionen übrig. Vielleicht denke ich aber und so weiter …

Am nächsten Morgen treffen sie eine überlebende Familie, die sie ausnahmsweise am Leben lassen, weil der Vater selbst bewaffnet ist. Zumindest ist mir keine andere Begründung aufgefallen. Kurz darauf geht die Action mit den Robotern weiter. Man erreicht eine Station und macht da irgendwas. Ich raffe echt nicht, was eigentlich deren Ziel ist, außer durch die Gegend zu latschen.

Nic gesteht Natasha, dass sie seine Frau sein würde, wenn sie in seiner Zeitlinie wären. Und: Gespräch beendet. Keine Reaktion. Keine Antwort. Kein Gar nichts.

Weitere Roboteraction folgt. Nic fuckelt an irgendeiner Maschine rum und plötzlich verschwinden die Roboter. An dem Computer findet Nic dann noch heraus, dass sein Alter-Ego aus dieser Zeit, den Virus hat ausbrechen lassen, indem er durch die Zeit gereist ist. Hä? Wie entsteht dabei denn ein Virus? Egal, wie sehr ich darüber nachdenke, hier macht einfach überhaupt nichts Sinn.

Egal. Irgendwie hat sich die Zeitlinie wieder verändert und Amboss der Kontrollator kehrt zurück zum Kommandeur. Wie zur Hölle, ist der jetzt so schnell dahin gekommen? Der Kommander erklärt, dass alle weg sind, weil Nic an dem Computer rumgefuscht hat. Der Kommandeur verschwindet dann vor den Augen von Amboss. Woher der das jetzt wieder alles wusste? Denkt einfach nicht drüber nach.

Nic schnulzt etwas mit Natasha rum. Amboss der Latschinator trifft erneut auf die Familie, dessen Mann verschwunden ist. Amboss hat keinen Bock zu helfen und latscht mit seiner Truppe weiter.

Nic teleportiert einen Roboter ins Labor. Die Soldaten kommen an und das Geballer kann weiter gehen. Natasha wird abgeknallt. Nic ist untröstlich. Die Soldaten sprengen das Labor. Taylor löst sich in Luft auf. Amboss ballert weitere Roboter weg. Dann stellt er sich Nic in den Weg, der verhindern will, dass das Virus jemals ausbricht. ich weiß nebenbei immer noch nicht, was das für ein Virus sein soll. Nur nicht drüber nachdenken.

Amboss wird von einem Roboter weggeballert und Nic jumpt in das Zeitportal und alles ist wieder normal. Nic ist an der Stelle, wo sein Albtraum begann, aber es ist kein Traum und alles ist so, wie es sein sollte. Außer, dass Natasha schwanger ist.

Bei einer Fortsetzung hätte sich bestimmt herausgestellt, dass Amboss durch die Zeit gereist ist und sie geschwängert hat. Leider blieb uns die verwehrt. Aber immerhin haben wir gelernt, dass durch Zeitreisen gefährliche Viren entstehen, dessen Symptome allerdings völlig unbekannt sind. Vielleicht denke ich aber auch einfach zu viel darüber nach.

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Irreführende Weltraumnavigation

„Houston, we have a problem!“ – Apollo 13, 1995

Hollywood hat ebenfalls ein Problem. Es nennt sich: Ideenlosigkeit. Unendliche Fortsetzungen und Remakes wechseln sich auf den Leinwänden ab. Aber was macht man, um die Zeit zwischen Fortsetzungen und Remakes zu überbrücken? Man stöbert in alten TV-Archiven, auf der Suche nach Serien, die man auf der großen Leinwand neu aufarbeiten kann, um dieses Unternehmen dann völlig in den Sand zu setzen. Ein Beispiel für diese Vorgehensweise gibt es hier:

LOST IN SPACE – USA – 1998 – 125 Min.

Starring: Oldboy, wenn er ein Mann ist, und ein Freund

Die Vorgeschichte ist schnell erklärt: Familie Robinson soll, im Jahre 2058, mit einem Raumschiff zu einem Planeten fliegen, um dessen Besiedlung vorzubereiten. Fertig.

Erst mal greifen direkt irgendwelche Terroristen die Raumstation an, aber Major Don West, gespielt von Matt LeBlanc, eilt zur Rettung. Nebenbei haut er billige One-Liner raus und rettet seinem Kumpel das Leben. Unser Held des Films ist also gefunden und mit LeBlanc natürlich großartig besetzt. Der beweist direkt, dass es für ihn wohl keine große Herausforderung dargestellt haben dürfte, in Friends einen schlechten Schauspieler zu mimen.

Eine Lehrerin beschwert sich bei Mutter Robinson über ihren Sohn, der wohl ein ganz schlauer Kopf ist und ständig mit Technikkrempel rumexperimentiert. Dabei hat er die Stromversorgung der Schule lahmgelegt, was die Lehrerin ganz schön auf die Palme bringt. Den kleinen Will interessiert das wenig und er verwandelt den Körper seiner Lehrerin in der Hologrammübertragung in nen Drachen und anderen Kram. Der Haussegen hängt schief, als Tochter Robinson klarstellt, dass sie absolut keinen Bock hat, ins All zu fliegen und lieber Party mit ihren Freunden machen würde.

Da der ursprüngliche Pilot wegen ner Grippe nicht fliegen kann – eigentlich ist er tot, aber dass darf keiner wissen – wird kurzerhand Major West der Mission hinzugefügt, der genau so begeistert ist wie Tochter Robinson, da er lieber Terroristen wegbomben will.

Neben William Hurt, der Vater Robinson spielt, hat sich auch Gary Oldman überreden lassen, in diesem Streifen mitzumischen. Der verhandelt gerade seinen Preis für die Sabotierung der Mission, denn er ist ein Undercover-Spion oder so was.

West schmeißt sich an die ältere Tochter Robinson ran, was Vater Robinson natürlich gar nicht gefällt. Der streitet sich zu Hause angekommen mit seiner Frau, womit jetzt endgültig klar ist, dass hier jeder jeden kacke findet.

Oldman schleicht sich in einer Nacht und Nebel Aktion – naja, eher Nacht ohne Nebel – auf das Schiff und manipuliert einen Roboter, damit der alle killt, die auf dem Schiff sind. Sein Boss betrügt ihn aber und knockt ihn irgendwie über Funk aus, wodurch er nicht mehr vom Schiff kommt und mitfliegen darf. Die Robinsons werden in ihren Kapseln eingefroren und West hebt ab.

Bei der Gestaltung des Raumschiffs hat man sich voll ins Zeug gelegt. Das Teil sieht aus, als hätte man zwei Suppenteller übereinandergestülpt. Nix gegen Old-School, aber etwas mehr Einfallsreichtum kann man ja wohl verlangen. Immerhin wird die Außenhülle abgesprengt und es erscheint ein fliegendes Frisbee mit Windschutzscheibe.

Nachdem West sich in seinen privaten Kühlschrank begeben hat, wacht Oldman – dessen Namen man immer noch nicht erfahren hat – auf. Auch wenn ihm seine Hand durch die komische Funkausknockaktion ganz schön schmerzt, versucht er den Roboter aufzuhalten, der im Schiff Amok läuft. Dazu weckt er die Robinsons auf und man ballert wild durch die Gegend, was den Roboter wenig beeindruckt. Der Sohn mit Einstein-IQ schafft es dann im Vorbeigehen, die Kontrolle über den Todesroboter zu übernehmen und rettet vorerst die Mission. West will Oldman um die Ecke bringen, aber der ist scheinbar der Einzige, der Judy retten kann, die noch in ihrer Gefrierkammer eingeschlossen ist – und zwar in dem er die Kammer mit ner Brechstange aufhebelt. Das kann nämlich sonst niemand. Da man zu nah an der Sonne ist, beschließt man, durch sie hindurch zu fliegen. Ja, durch die Sonne hindurch. Äußerst genialer Plan. Kaum warm, aber das Schiff kann das wohl ab. Dabei reist man dann durch die Zeit, oder den Raum, oder beides, oder was auch immer, jedenfalls gibt’s Bullet-Time und man landet … irgendwo.

West überzeugt Dr. Smith – so heißt Oldmans Charakter – mit Waffengewalt, ihn zu begleiten, ein verlassenes Schiff zu erkunden. Man erfährt, dass das verlassene Schiff auf der Suche nach ihnen war. Bevor man weiter darüber nachdenken kann, verfolgt man einen Weltraum-Chamäleon-Affen in den schiffseigenen Regenwald und wird von Space-Spinnen angegriffen. Aber Major West hat einen ausfahrbaren Ritterhelm in seinem Hemdkragen versteckt und ballert, durch diesen geschützt, die Spinnen weg. Eine der Spinnen kratzt Smith am Rücken, obwohl es den gar nicht gejuckt hat. Die Flucht gelingt und West bombt das Schiff weg, weil er Spinnen hasst. Bei der Flucht vor der Druckwelle der Explosion stürzt man auf einem fremden Planeten ab.

Die Story dümpelt mit jeder Menge Schuldzuweisungen und dummen Geschwafel vor sich hin und man geht erst mal pennen. Am nächsten Morgen entdeckt man eine gewaltige Weltraumblase im Wald. Vater John vermutet, dass es eine Zeitblase ist, wie eine durch die sie im Weltall geflogen sind. Sein Sohn vermutet, dass jemand eine Zeitmaschine gebaut hat, die für diese Blase verantwortlich ist, was sich später auch als wahr herausstellen wird – sorry für den Spoiler – was aber absolut nicht erklärt, wo denn eigentlich die Zeitblase im Weltraum herkam. Es werden noch ein paar Sentimentalitäten ausgetauscht, dann brechen John und Don auf, um die Zukunft zu erkunden. Will baut derweil nen neuen Roboter und die Mädels reparieren das Schiff. In der Zeitblase werden West und Robinson erschossen. Im Schiff quatscht Smith Will zu, damit dieser ihn in die Zeitblase begleitet. Will, der technisch ein Genie ist, aber sonst scheinbar die Intelligenz von Mondgestein besitzt, lässt sich natürlich schnell überzeugen und man latscht zum Wald der Zukunft. Dort findet Smith die Gräber der Weiber.

John findet sich in einer zukünftigen Version seines Schiffes wieder und trifft auf Old Will. Der hat eine Zeitmaschine gebaut und will den Start des Fluges in der Vergangenheit verhindern. Young Will gibt Smith ne Waffe, was sich natürlich als Fehler herausstellt. Der stürmt das Schiff der Zukunft und übernimmt den Laden. Er will selber zurück in die Vergangenheit reisen, aber hier kommt Spider-Smith, der durch den Spinnenbiss zu einem Spinnenmann nutiert ist, und haut seinem jungen Ich in die Fresse und wirft ihn von einer Plattform. Spider-Smith scheint seinen Plan nicht ganz durchdacht zu haben, denn würde der Tot seines alten Ichs nicht ein Paradoxon bedeuten, in dem er ihn gar nicht von der Plattform hätte werfen können? Doc Brown könnte das sicher genauer erklären.

Young Will labert den Roboter der Zukunft zu, der dadurch die Seiten wechselt, weil Will der Roboterpflüsterer ist. Die Frauen ballern eine Leuchtrakete in die Zeitkuppel und keiner weiß warum. Old Will stellt fest, dass Spider-Smith ihn verraten hat – was für eine Wende – und die Frauen gekillt hat. Spider-Smith ist schwanger und will die Erde beherrschen. Dafür braucht er natürlich Wills Zeitmaschine. Old Will wird gekillt, aber sein Vater ist zur Stelle. Er haut Spider-Smith nen Schraubenschlüssel in die Fresse, worauf der von den Spinnenbabys gefressen wird, da diese ihre eigenen Verwundeten essen.

Don und Nicht-Spinnen-Smith erreichen das Original-Schiff und heben ab. Old Will lebt natürlich doch noch und guckt gemeinsam mit seinem Vater zu, wie das Schiff in einem Asteroidenhagel explodiert. Will hat ne Idee, wie er das rückgängig machen kann, und stößt seinen Vater in die Zeitmaschine. Der landet im Schiff kurz bevor es versucht hat den Planeten zu verlassen. John hat den Plan der Pläne und schlägt vor, durch den Planeten hindurchzufliegen. Warum auch nicht? Hat ja auch schon bei der Sonne funktioniert. Man entkommt und fliegt Richtung Heimat, auch wenn kein Mensch weiß, wo das eigentlich ist. Und das war’s dann. Nebenbei hat man wohl völlig vergessen, dass man den spinnenbissverseuchten Smith noch an Board hat, den man jetzt mit nach Hause nimmt. Aber was soll’s, Hauptsache die Familie ist gerettet. Scheiß auf die Erde.

Immerhin haben wir gelernt, dass Weltraum-Chamäleon-Affen echt süß sind.

Innovationslose Chronophysik

„Einen hab‘ ich noch. Einen hab‘ ich noch“ – Die Otto Show, 1973

Ja, ich habe tatsächlich noch Einen. Denn bei meiner Auflistung der Ozeanfilme habe ich doch tatsächlich eine der größten Enttäuschungen vergessen, die ich jemals erlebt habe. Da dieser Film auf keinen Fall unerwähnt bleiben sollte, kriegt er einfach seinen eigenen Eintrag.
Und da es im ersten Teil um Hasen ging, passt es auch noch perfekt zu Ostern.

S. DARKO – Eine Donnie Darko Saga – USA – 2009 – 103 Min.

Starring: Die Freundin eines kleinen Außerirdischen und ein Showgirl

1988 wurde Donnie Darko getötet, als er von einer Flugzeugturbine erschlagen wurde. Das Flugzeug wurde nie gefunden.
Sieben Jahre später haut seine jüngere Schwester Samantha von zu Hause ab und kann nicht träumen. So weit die Einführung, damit auch jeder rafft worum es hier geht. Mehr Erklärung zu diesem Quark wird nämlich nicht folgen.

Sam und ihre Freundin Corey fahren also durch die Gegend, hauen sich Drogen in die Birne und sehen Einhörner in den Wolken reiten. Sam ist unfassbar traurig als sie ein Windrad verliert, das dann von einem Auto überfahren wird. Ihre Traurigkeit wird von einem Motorschaden unterbrochen, der die Hobbyhippies dazu zwingt auf das nächste Auto zu warten, das hier, am Arsch der Welt, entlang fährt. Dieses gehört zufällig einem namenlosen Hobby-KFZ-Mechaniker, der die Mädels zur nächsten Absteige bringt, damit sie ein Dach über dem Kopf haben, während er die Schrottkarre zusammenschraubt. In dem Motel hängt eine Vermisstenmeldung von irgendeinem Blag, das, naja, eben vermisst wird.

Auf einer Windmühle sitzt ein Typ.

Sam guckt TV und zieht eine bleue Feder aus dem Bildschirm.

Der Typ auf der Windmühle hat Visionen von der toten Sam, die irgendwas vom Tod quatscht. Wie im ersten Teil Frank, der Hasenmann, hat auch Sam einen Countdown zum Ende der Welt parat. Innovationen ohne Ende hier. Warum nicht einfach alle Ideen aus dem ersten Teil klauen, dann kann nix mehr schief gehen. Nebenbei schlägt ein Meteor, oder Asteroid, oder ein großer Stein, oder was auch immer, in die Windmühle ein.

Sam pennt auf einer Bank, was dem Sheriff gar nicht gefällt, der sie zum Motel bringt. Nahe des Motels wird gerade der Weltraumfelsklumpen geborgen, der die Windmühle zerlegt hat.

Eine Tussi namens Judy bekreuzigt sich vor dem Vermisstenposter. Der Windmühlentyp kramt in nem Müllcontainer rum. Dorfnerd Jerry stellt sich den Mädels vor. Corey sagt, dass er schwul ist und haut ab. Nettes Mädchen.

Als nächstes lernen die Beiden Bibelbob kennen. Eigentlich heißt er wohl anders, aber man erfährt hier ja mal wieder keine Namen. Nachdem Corey sich mal wieder von ihrer besten Seite gezeigt hat, und den Priester fragt, ob er nicht ständig blaue Eier hat, gibt Bibelbob Sam ein Buch über Jesus.

Der Containerkramer trifft den KFZ-Mechaniker. Beide labern einen gigantischen Haufen Scheiße, dann bringt Windmühlenwilly den „They Made Me Do It“ Spruch aus Teil 1 und macht noch kurz klar, dass die Welt enden wird. KFZ-Karl wirkt eher unbeeindruckt.

Party-Time. Alle sind total besoffen. Nur Dorftrottel Jerry nicht. Der unterhält sich mit Sam, aber Mechaniker Mike unterbricht das Gespräch. Corey schubst Sam in den Pool, die treibt etwas im Wasser rum und das alles hier hat zu absolut nichts geführt. Gekonnte Zeitverschwendung.

Autoschrauber Anton hat nen Bruder, der vermisst wird, so wie der Junge auf den Vermisstenplakaten. Im Gegensatz zu allen anderen Charakteren, hat der Junge nebenbei einen Namen: Billy. Hilft zwar auch nicht wirklich weiter, aber immerhin.

Eine blaue Feder schwebt vom Himmel und zerstört beim Aufprall die Straße. Die tote Sam belabert mal wieder den komischen Typen. Die führt ihn in eine Kirche, die er abfackeln soll. Das gab es übrigens auch so ähnlich im ersten Teil, weil eigene Ideen sind hier ja Mangelware.

Bibelbob ist nicht begeistert vom Abgefackel und glaubt an eine höhere Macht, die für das Feuer verantwortlich ist. Der Sheriff hat eine andere Theorie, denn er findet die Hundemarken vom Brandstifter. Judy ist ebenfalls untröstlich, denn sie hat eine persönliche Beziehung mit Jesus. Sam fragt sie wie der so drauf ist. Judy beschreibt ihn als gebräunten, muskulösen Typen, der Blitze aus seinen Augen schießt. Klingt eher nach Zeus, aber was weiß ich schon darüber.

Jerry findet Pastor John super, weil er im Knast war. Jerry stellt fest, dass er einen eigenartigen Ausschlag am Arm hat. Dann passiert erst mal ewig gar nichts, bevor noch weniger passiert.

Aber dann zeigt ein Kino in dem Kaff den Film Twelve Monkeys, den ich jetzt auch viel lieber sehen würde. Nebenbei hat sich der bekloppte Feuerleger einen Hasenhelm gebastelt.

Sam trifft Corey und Randy – so der Name des Autoreparierers – und die beiden Freundinnen haben sich direkt am Arsch. Weil Corey so unfassbar nett ist wird sie auch von Randy aus der Karre geschmissen, der kurz darauf einen Unfall hat, bei dem Sam über den Haufen gefahren wird.

Corey ist traurig und besäuft sich. Anschließend erscheint ihr der vermisste Billy. Der verrät ihr, dass Sam tot ist – was für eine Erkenntnis – aber, dass sie sie finden kann. Allerdings bleibt ihr nicht viel Zeit.

Randy ist ebenfalls ziemlich kacke drauf und entschuldigt sich bei Corey, die beim Sheriff angegeben hat, dass er nüchtern war. Sie erzählt ihm von Billy, aber Randy glaubt nicht an Geister. Corey will Billy finden. Außerdem glaubt sie, dass es eine Verbindung zwischen dem Tod von Sam und dem Tod von Donnie Darko gibt.

Billy führt Corey zu einer alten Mine, was dazu führt, dass die Zeit rückwärts läuft, und Corey Sam vor dem Unfall bewahren kann, indem sie mit Randy fährt und selber gekillt wird. Fragt nicht, ich habe auch keine Ahnung.

Sam ist traurig. Die tote Sam besucht den bekloppten im Hasenkostüm. Die lebende Sam wacht mal wieder irgendwo auf der Straße auf und trifft auf Jerry. Der erzählt von Raumschiffen und anderem Käse. Unter anderem von dem Meteoriten, den er berührt hat, in dem ein Metall enthalten war, dass es auf der Erde nicht gibt, und das er nach sich selbst benennen will. Randy kommt vorbei, aber Sam will nix von ihm wissen, da er ihre Freundin auf dem Gewissen hat. Jerry knockt Randy aus, während Sam die weggekokelte Kirche besucht.

Pastor John zeigt Sam das Kino, in dem er oft rumlungert und sich vorstellt was Gottes Plan für ihn ist. Die beiden quatschen weiter über Gott und John gibt Sam ein What Would Jesus Do Armband. Als John sich an sie ranschmeißt, hat sie keinen Bock mehr und macht sich vom Acker. Judy kommt vorbei und ist absolut nicht begeistert.

Sam träumt mal wieder irgendwelchen Quatsch und wacht dann bei dem Hasentypen auf nem Hügel auf. Der hat Roberta Sparrows Buch aus dem Vorgängerfilm am Start und heißt scheinbar Justin. Der erzählt ihr von ihren Heimsuchungen, als sie tot war und setzt wieder seinen Hasenhelm auf.

Sam geht zur Mine und ruft nach Trudy. Wer zur Hölle ist Trudy? Ist auch egal, denn sie findet nur die Leiche von Billy. Dafür gibt es im Dorfcafé Applaus und nen Kaffee umsonst. Randy sagt, dass er nicht schuld ist. Sam weiß das und ist nicht mehr wütend. Das Gespräch wird unterbrochen, als Justin vorbei kommt, den alle für den Täter halten. Deshalb sitzt der wohl tagelang auf nem Hügel rum.

Nach der Verhaftung geht Sam zurück zum Motel, wo Jerry auf sie wartet. Der hat ihr ein Kleid gekauft und will mit ihr das Feuerwerk angucken. Währenddessen öffnet sich irgendwo im Weltall ein schwarzes Loch, durch das ein komischer, grüner Würfel fliegt. Fragt nicht, ich weiß es auch nicht.

Meteoriten fallen vom Himmel und schlagen überall ein. Jerry freut sich. Nebenbei gammelt er von dem Ausschlag langsam weg, was Sam echt ekelig findet. Jerry schubst Sam um, die auf den Hasenhelm fällt und verreckt. Zur gleichen Zeit sucht die tote Sam mal wieder Justin auf, der im Knast sitzt. Sie gibt ihm eine blaue Feder und lässt ihn aus seiner Zelle.

Randy sucht Sam und findet ihre Leiche. Justin kommt auch vorbei und setzt seinen Hasenhelm auf. Randy bringt Sams Leiche weg und die Zeit wird erneut zurückgespult. Fragt nicht, ihr wisst warum.

Am Anfang des ganzen Quarks sitzt Justin wieder auf der Windmühle und wird dieses Mal von dem Meteoriten erledigt. Dadurch leben wieder alle – außer Justin dem Hasenmann natürlich – und alles ist cool.

Sam fährt zurück nach Hause, während Corey im Meteoritenkaff bleibt. Der Sheriff findet die Hundemarken bei der Windmühle, der Motelbesitzer macht den groben Fehler den Meteoriten zu berühren, Judy betet, Pastor John pflückt Blumen, Billy gammelt in der verschlossenen Mine rum, Jerry ist immer noch ein Nerd, und alles ist normal, oder so.

Wer Donnie Darko nicht kennt, wird sich jetzt unweigerlich fragen: Hä?
Wer Donnie Darko kennt, wird sich jetzt unweigerlich fragen: Hä?
Alle Menschen auf diesem Planeten, außer vielleicht dem Drehbuchautoren dieser Hasenkacke in Filmform, werden sich jetzt unweigerlich fragen: Hä?
Fragt mich nicht, ich kann den Quatsch hier auch nicht erklären.
Das Schlimmste daran ist: Wir haben absolut nichts gelernt. Mal abgesehen davon natürlich, dass dieser Müll im Meer besser aufgehoben wäre.