Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Blockbuster-Sommer 2019 – Transformers 2

Hey, hey, hey, hier kommt Michael Bay. Endlich ist er wieder da. Sein Weltkriegsbullshit PEARL HARBOR hat es ja bereits auf den Filmschrottplatz geschafft und jetzt, im Blochkbuster-Sommer, ist es endlich an der Zeit, die Transformers auch mal aufzunehmen. Die Wahl fiel auf Teil 2, der meiner Meinung nach von den ersten Dreien der beschissenste ist und er hat auch noch Megan Fox dabei.Ja, ich habe den Scheiß schonmal gesehen, weil … keine Ahnung. Nach Teil 3 habe ich aufgehört, weil … es war halt kacke. Teil 2 ist aber eben noch kacker als die anderen beiden. Eine geballte Ladung Filmgrütze also. Juhu.

TRANSFORMERS: REVENGE OF THE FALLEN – USA – 2009 – 150 Min.

Alleine, dass die Scheiße zweieinhalb Stunden geht, zeigt mir mal wieder, dass ich hier keine weise Entscheidung getroffen habe.
Zu den ganzen Affen hier sage ich nebenbei nicht viel. Bay, Fox, LaBeouf sind bereits alle hier auf dem Filmschrottplatz vertreten. Die Autoren Roberto Orci und Alex Kurtzman mit THE MUMMY ebenfalls und Ehren Kruger wird uns hier noch mal begegnen. Also direkt rein in den viel zu langen Müll:

Ich würde ja noch kurz auf die Story des Vorgängers eingehen, aber Story ist hier sowas von egal, dass es den Aufwand nicht wert wäre. Im Prinzip reicht es, zu wissen, dass Sam und Mikaela mit den Autobots befreundet sind, aber eigentlich ein normales Leben führen wollen. Denn es ist Zeit aufs College zu gehen.

Die Autobots arbeiten mittlerweile mit den Menschen zusammen, um die Decepticons zu jagen und zu vernichten. So eine Jagd ist natürlich äußerst actionreich und immerhin können sich die Effekte nach wie vor sehen lassen. Es sind nur viel zu viele. Wenn bereits nach 5 Minuten überall Scheiße in die Luft fliegt, weiß man, dass man bereits alles gesehen hat. Und alle lahmen Sprüche hat man auch bereits gehört.

Die mit weitem Abstand fürchterlichsten Eltern der Filmgeschichte hat Sam: Mama ist nur am Flennen und Papa ist notgeil. Dementsprechend bumsen die Hunde natürlich auch nur rum. Humor und so, versteht ihr? Nein? Ich auch nicht. Apropos notgeil: Mikaela hat selbst in der Motorradwerkstatt nichts an, was man guten Gewissens als Kleidung bezeichnen könnte. Während sie mit Sam telefoniert, entdeckt der einen Metallsplitter und irgendwelche Symbole brennen sich in sein Gehirn. Außerdem greifen die Mini-Decepticons das Haus an und Bumblebee muss aus der Garage kommen, um rumzuballern. Aber dadurch hat Mama einen Nervenzusammenbruchb und er muss wieder in die Garage. Und nur um das kurz klarzustellen: Es ist alles noch viel schlimmer, als es sich hier liest.

Mikaela kommt vorbei und zieht sich aus, weil man Megan Fox sonst für nichts gebrauchen kann. Und selbst dabei ist sie langweilig. Sam bringt derweil Bumblebee zum Heulen, weil er ihn nicht mir aufs College nehmen kann.

Die Decepticons schweben durchs Weltall und nehmen ein Signal zu dem Metallsplitter auf. Also hacken sie sich in einen Satelliten, um … irgendwas zu machen.

Die Regierung ist nicht mehr überzeugt von der Zusammenarbeit mit den Autobots und schickt einen Heiopei vorbei, um mal auf die Kacke zu hauen und uns jede Menge Hintergrundinformation hinzurotzen, die wir scheinbar benötigen. Kurz gefasst, geht es darum, dass die Decepticons nur immer wieder Randale machen, weil sie die Autobots wollen, also sollen die abhauen. Optimus Prime sagt, dass das klar geht, aber vorher sollen sie darüber nachdenken, was passiert, wenn sie sich irren. Nun, dann wäre der Film schön kurz, aber so viel Glück habe ich natürlich nicht.

Sam lernt seine Collegemitbewohner kennen, die ein Haufen nerviger Verschwörungstheoretiker sind und ganz gut am Computer rumtippen können. Noch nerviger ist nur Mama, die im Drogenrausch den Campus unsicher macht. Wenn ihr denkt, damit wäre der Tiefpunkt in diesem Müll bereits erreicht: Wir haben noch 2 Stunden vor uns.

Irgendwo wird rumgeballert.

Sam malt mit Kuchen komische Symbole auf einen Tisch. Irgendein Mädel ist völlig irre und will zu Nickelback tanzen. Hoffentlich wird die von den Decepticons gekillt. Bumblebee kommt vorbei und vertreibt die Tussi mit dem grottigen Musikgeschmack, damit er Sam zu Optimus Prime fahren kann. Der will, dass Sam sie unterstützt, aber es folgt Charakterisierung im Michael Bay-Style, wenn Sam dem Autobotanführer erklärt, dass er „ein normaler unge mit normalen Problemen ist“. Ja, genau so sagt er es und genau so schreibt man großartige Charaktere.

Im Meer wachen die Decepticons auf, die man da nach Teil 1 versenkt hat. Im Weltall schmieden Starscream und der ultraböse Megatron ultraböse Pläne. Sie brauchen Sams Kopf, um mit den Symbolen eine alte Alienwaffe zu finden. Spannend … Sam hat nebenbei gerade einen symbolischen Anfall und schreibt die Relativitätstheorie um.

In Mikaelas Werkstatt will ein tollpatschiger Mini-Decepticon den Metallsplitter aus dem Safe holen, aber er ist eben ein Tollpatsch und es entbrennt großartiger Slapstick, auf den die Größen des frühen Films stolz gewesen wären. Sam malt derweil ein Bad Boys 2 Poster mit Symbolen voll und tickt völlig aus. Nickelback-Tussi kommt vorbei und nachdem zuvor bereits durch subtiles Rumgespacke angedeutet wurde, dasss sie ein Roboter ist, wird die Auflösung jetzt vollzogen. Natürlich kommt Mikaela im richtigen Moment, um die beiden im Bett zu erwischen, um das nötige Drama eben schnell hinzuschludern und dann geht die große Roboterverfolgungsaction auf dem College ab. Und es könnte nicht langweiliger sein. Im Prinzip springt und ballert der Nickelbot einfach nur pausenlos durch Wände und Bücherregale.

Nach sehr kurzer Autofahrt fallen Sam, Mikaela und Leo Megatron in die Hände, der Sam die Birne aufschneiden will, um an die Symbole zu kommen, aber natürlich kommen in letzter Sekunde die Autobots und retten ihm den Arsch. Optimus Prime kämpft gegen Megatron und seine Schergen im Wald und wo sind eigentlich die Autobots? Nun, sie kommen zu spät und deshalb muss Optimus Prime sterben. Drama und so. Aber keine Angst, das reißt man später wieder komplett ein, wie man es nur in Hollywood kann.

Mit dem letzten Prime aus dem Spiel kommen die Decepticons zur Erde, reißen alles ab und entführen Sams Eltern, die plötzlich in Frankreich sind. Fragt mich nicht, wie die so schnell da hin gekommen sind. Erinnert ihr euch noch an den gehackten Satelliten? Ja? Vergesst den, denn der spielt nie wieder eine Rolle. Stattdessen wird sich in das TV-Netz gehackt und verkündet, dass entweder Sam ausgeliefert oder die Welt zerstört wird. Wenn es eine Story gibt, die in diesem Franchise nun wirklich keinen Sinn macht, dann wohl diese. Warum holen die sich Sam nicht einfach? Sonst finden sie schließlich auch jeden und haben auch ihn zuvor immer gefunden.

Der Regierungsheinz ist auch noch da und macht einen auf dicke Hose. Das Militär findet ihn zum Kotzen. Ich auch. Aber das Militär finde ich ebenfalls zum Kotzen. Also wegen mir können die jetzt alle verrecken.

Sam will herausfinden, was die Symbole bedeuten, also lässt er sich von Leo zum Dönermann bringen, der nebenbei Alienforschung betreibt. Sie müssen zum Luftahrtmuseum oder sowas, denn da hängt der älteste Transformer rum, der die Symbole lesen kann. Leos Ablenungsmanöver inklusive Eierelektroschocks lasse ich unerwähnt. Wie sich herausstellt ist dieser alte Transformer ein Decepticon, der aber nicht mehr viel Schaden anrichten kann. Während der aus seinem Krückstock durch die Gegend humpelt, bespringt der Mini-Transformer Mikaelas Bein, weil wir von dieser Art von Humor (und ich nutze dieses Wort nur aus Mangel an Alternativen) noch nicht genug hatten.

Der Opabot teleportiert die Gruppe in die Wüste. Und das bedeutet natürlich, dass jetzt alle völlig unspektakulär durch die Wüste latschen. Aber erst, nachdem Opabot erklärt hat, dass sie in Ägypten sind, weil da die Maschine zum Zerstören von Sonnen versteckt ist. Und die wollen die Decepticons natürlich haben. Oder besser gesagt der Gefallene, der sich für die Zerstörung ihrer Sonne rächen will oder so. Nur ein Prime kann den Gefallenen stoppen, aber dafür muss Optimus Prime erstmal mit der Maschine wiederbelebt werden und dafür brauchen sie den Matrixschlüssel und der versteckt sich hinter einer Tür und die Karte dazu hat Sam im Kopf. Diesen Infodump gibts innerhalb von 2 Minuten. Traumhaftes Writing. Aber man muss ja schließlich noch Zeit für uninspirierte Action haben und schludert mal schnell eine dreiskündige Verfolgungsjagd hin.

Das Militär muss Optimus Prime zur Wiederbelebung nach Ägypten bringen. Der Regierungsheinz wird unterwegs aus dem Flugzeug geworfen. Sam und die Gang finden durch einen Zufall die Grabstätte der Primes und den Matrixschlüssel, der direkt zerbröselt. Trotzdem kann man Optimus natürlich wiederbeleben, aber vorher geht ein wenig langweilige Action ab. Es ist schon bemerkenswert, wie in einem Actionblockbuster voller langweiliger Scheiße die Action das mit Abstand langweiligste ist. Muss man erstmal hinkriegen. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass die Wüste nicht viel hergibt. Ist eben spektakulärer, wenn die ganze Städte in Schutt und Asche legen.

Aus mehreren Baufahrzeugen setzt sich ein Riesendecepticon zusammen, der einen Riesenstaubsauger hat. Ihr wisst schon, so wie die Weltraumputze in SPACEBALLS. Nur nicht ganz so cool. Nach seiner Sagaktion, fängt er an, die Pyramide abzubauen, weil darunter die Maschine ist.

Die Decepticons haben Mama und Papa auch mitgebracht, damit die nochmal rumnerven können in dem lahmen Getöse. Nachdem die in Sicherheit gebracht wurden und weitere stundenlanges Rumgeballer fabriziert wurde, kann Sam dann endlich mal Optimus wiederbeleben. Aber erst, nachdem er selbst gestorben ist und wiederbelebt wurde, damit man die Nummer innerhalb von zehn Sekunden gleich zweimal bringen kann. Wenn ihr mal nach einem Synonym für das Wort Ideenlos sucht, nehmt einfach diesen Film.

Optimus Prime baut sich mit den Ersatzteilen von Opabot um zu Super Prime und kloppt sich dann natürlich mit Megatron und dem Gefallenen. Wir wissen alle, wie der Kampf ausgehen wird, also komme ich mal zum Ende hier, sonst schlafe ich vor Langeweile ein.

Ganz ehrlich: Hätte man, statt dieser lahmen Actionsoße voller infantilem Bullshit, eine richtige Abenteuergeschichte gemacht, die ja im Kern schon drin steckt, hätte das sogar einen Unterhaltungswert generieren können. Leider ist genau das Gegenteil der Fall und der Film ist für so einen Actionblockbuster unverschämt langweilig und ideenlos. Ich gehe meine Symbole sortieren …

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Filmschrott TV-Tipps 20.12. – 26.12.2014

Welchen Müll präsentieren die TV-Sender diese Woche? Hier erfahrt ihr es:

SAMSTAG

20.15 Uhr – TELE 5 – Flying Virus – Killerbienen in Brasilien nichts gegen das etwas Insektenspray nicht helfen würde. Ich vermute aber mal, dass gerade keiner welches dabei hat.

01.25 Uhr – SAT 1 – Missionary Man – Dolp Lundgren kloppt Bibelsprüche und auf Schädel, während er versucht in einer Kleinstadt, die in einem Indianerreservat liegt, für Ruhe zu sorgen. Das klingt eigentlich schon nach zu viel Story für nen Lundgrenfilm.

02.00 Uhr – PRO 7 – Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast – Wusste gar nicht, dass es nach dem behämmerten zweiten Teil noch weitere gab. Muss ich ja glatt mal nach den anderen suchen. Die heißen wahrscheinlich „Ich würde gerne wissen, was du letzten Sommer getan hast“ und „Hey, was machste eigentlich nächsten Sommer?“.

DIENSTAG

00.50 Uhr – KABEL 1 – Chuckys Baby – Puppenhorror ist einfach immer kacke. Wenn eine Puppe dann auch noch ein Kind kriegt, ist einfach alles vorbei.

02.20 Uhr – KABEL 1 – Trespassing – Leute, die in ein Haus gehen, verlieren den Verstand. Klingt nach nem normalen Weihnachtstag mit der Familie.

MITTWOCH

00.55 Uhr – PRO 7 – Santas Slay – Santa fährt Schlitten mit den Weihnachtsverpeilten. Dieser Schinken hat bereits letztes Jahr seinen verdienten Platz auf dem Schrottplatz gekriegt.

DONNERSTAG

22.55 Uhr – PRO 7 – Transformers: Die Rache – Perfekt zu Weihnachten, weil da eh keine Sau TV guckt.

01.45 Uhr – Der Pakt: The Covenant – Hexen jagen einen Mörder an der Schule und schließen scheinbar einen Pakt. Mehr weiß ich auch nicht. Aber endlich mal ein schlechter Hexenfilm.

03.30 Uhr – PRO 7 – Red: Werewolf Hunter – Pro 7 wills echt wissen am ersten Weihnachtstag. Eine Nachfahrin von Rotkäppchen lässt sich nicht so leicht verarschen und vom Weg abbringen. Denn sie jagt Werwölfe. Hilfe kriegt sie bestimmt von einem, bis an die Zähne bewaffneten, Jäger und ihrer Großmutter.

FREITAG

01.50 Uhr – PRO 7 – Cold Prey – Pro 7 hat scheinbar keinen Weihnachtsfilm auf Lager und muss ohne Ende Scheiße senden. Aber immerhin geht es hier um Snowboarder in einem verlassenen Hotel.

Und weils so schön war kommt um 03.40 Uhr Teil 2 direkt hinterher.

Habt ihr auch noch Tipps parat? Dann lasst nen Kommentar da.

Media Monday #179

Zum Glück (noch) keine Weihnachtsfragen im Media Monday.

 

1. Die wohl beste Comedy-Serie in meinen Augen derzeit eindeutig Community. Denn welche Serie vereint sonst Zombies, Western, Star Wars, Heistmovies, Paralleluniversen, Musical, Dokumentationen, Superhelden, Actionfilme, Verschwörungen, Krimis, Pen & Paper, Stop Motion, politische Debatten und weiteren Kram, der mir gerade nicht einfällt? Ich hoffe, dass es über #SixSeasonsAndAMovie hinausgeht.

2. ____ und ____ waren ein echtes Traumpaar in ____ , denn ____ . Fällt mir gerade nix ein. So eine Frage läuft immer auf einen Gedankengang Richtung Liebesschnulze hinaus und das ist mir jetzt einfach zu anstrengend.

3. Wenn Jim Carrey mitspielt wird für mich ein Film unwiderstehlich, schließlich halte ich ihn für einen der unterbewertetsten Darsteller in Hollywood. Ich mag seinen Humor, aber noch mehr seine seltenen ernsten Rollen.

4. Der mieseste zweite Teil der mir gerade spontan einfällt war Transformers 2. Schon Teil 1 war natürlich kein Meisterwerk, aber Teil 2 war einfach ein hingerotztes Verbrechen sondergleichen. Die meisten anderen Reihen, die mir gerade noch so einfallen, wurden meist erst mit späteren Teilen richtig beschissen.

5. ____ hat ihren/seinen Zenit längst überschritten, wie ____ wohl eindeutig unter Beweis stellt, denn ____ . Fällt mir gerade niemand ein. Ich finde solche Aussagen auch immer schwierig zu treffen. Viele abgeschriebene Leute kamen plötzlich überraschend wieder und konnten noch mal überzeugen. Momentan würde ich wohl am ehesten Pacino oder De Niro nennen. Aber vielleicht kommt da ja doch noch mal was Gutes.

6. Dürfte ich einen Tag mit einer Frau den Platz tauschen, würde ich zumindest ansatzweise wissen, wie es ist, eine Frau zu sein, was ich wirklich gut fände, da ich teilweise Probleme habe, weibliche Charaktere zu entwickeln, die nicht irgendwelchen Klischees entsprechen. Aber man kann eben nicht alles haben.

7. Zuletzt gelesen habe ich die Mitte von Mogworld und das war durchaus lustig , weil teilweise völlig absurd. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich den Humor noch besser verstehen würde, wenn ich World Of Warcraft spiele würde, dem ich glücklicherweise nie verfallen bin, weil auch meine Lebenszeit irgendwie eingeschränkt ist. Aber der Humor zielt schon ziemlich klar auf die Rollenspielgemeinde ab, funktioniert allerdings auch so noch gut genug, dass es mich unterhält.

Robotronischer Schauspielunterricht – Klasse 1

„Thats not a spaceship, thats a Transformer“ – Spaceballs

Nicht ganz, denn da gibt es auch noch andere Kampfroboter aus dem Weltall. Man kann natürlich darüber streiten, ob die Transformers-Streifen gut waren. Klar, es war bei weitem nicht die Neuerfindung des Kinos. Klar, die Storys waren ziemlich simpel gestrickt und nur Mittel zum Zweck. Klar, Megan Fox war dabei. Aber das alles war trotzdem irgendwie unterhaltsam und tausendmal besser, als das Grauen From Outer Space, das uns heute erwartet.

TRANSMORPHERS – USA – 2007 – 86 Min.

Starring: Ja, meine Fresse, da hat man wirklich einen unfassbar unbegabten Haufen zusammengetrommelt. Deshalb kennt man wohl auch keine Sau davon und wird mit etwas Glück nie wieder etwas von ihnen sehen.

Auf einem 20.000.000 Lichtjahre entfernten Planeten gibt es Leben. Und wie die Menschen eben sind, schickt man eine Botschaft des Friedens. Jetzt schon eher unrealistisch das Ganze. Menschheit und Frieden schließt sich irgendwie aus. Allerdings sind wohl auch die Lebewesen von dem Planeten nicht die friedlichsten, denn die bomben direkt mal die halbe Erde weg und übernehmen die Macht.

Die Menschen planen einen Gegenschlag mit einem magnetischen Kraftfeld. Mit diesem will man einen Roboter fangen und auf Schwachstellen untersuchen. Nach der Einsatzbesprechung mit allen Beteiligten, geht der Spaß los. Natürlich dürfen auch die üblichen Waffenvernarrten nicht fehlen, die eigentlich nur alles wegbomben wollen, was sich bewegt. Die Chance dazu ergibt sich dann auch, als der erste Roboter auftaucht. Nebenbei sind die Animationen hier so ziemlich die größte Grütze, die jemals einen Computer verlassen hat, aber was will man auch erwarten. Irgendwie hacken sich die Maschinen dann in das Kommunikationssystem. Das muss deshalb runtergefahren werden, wodurch alle die draußen sind verrecken, weil sie nicht zurück können, oder so.

Irgendeine Tussi hat Plan B. Nämlich den Verräter Warren Mitchell zurückzuholen, damit der die Roboter platt macht. Weil alle anderen sich vor den Robotern in die Hose pissen, stimmen sie dem Plan zu. Mitchell wird aufgetaut, nachdem er fünf Jahre lang eingefroren war. Der ist aber irgendwie weniger begeistert von seiner Begnadigung. Vielleicht, weil er jetzt in diesem Scheißfilm mitspielen muss.

Nach jeder Menge Gequatsche und dem Aufbringen von alten Erinnerungen, die sich mehr oder weniger auf die typischen „Wer hat damals wen gefickt“-Geschichten beschränken, sortiert Mitchell erst mal ein paar von den ihm unterstellten Soldaten aus, indem er ihnen in die Schnauze haut. Nur eine Frau darf bleiben, weil es ihr, im Gegensatz zu den anderen, gelingt, ihm eine zu knallen. Um die anderen Luschen zu ersetzen, fragt Mitch bei ner alten Freundin namens Claire nach, ob die nicht Bock hat, zu helfen, weil sie doch so gerne Befehle missachtet. Die bringt also ihr Team mit und die Mission kann starten.

Der Doktor erklärt noch mal, worum es geht und versucht dabei, Boris Becker Konkurrenz zu machen, indem er das Wort „Äh“ geschätzte acht Millionen mal, in drei Sätzen benutzt. Der Plan ist nebenbei immer noch, einen der Roboter gefangen zu nehmen, um über dessen Schaltkreis, oder Mikrochip, oder Platine, oder was auch immer, alle anderen Roboter abzuschalten.

Irgendwelche Tussis, und Claire, hauen sich in der schlechtesten Kampfszene der Filmgeschichte auf die Fresse. Die Jungs saufen sich derweil die Hucke voll, um sich auf den Kampfeinsatz vorzubereiten. Der Doktor hat eine selbstgebaute Androidin dabei, was die meisten Leute in der Truppe nicht so toll finden, da es ja nun mal Roboter sind, gegen die sie kämpfen. Itchy allerdings, findet das Teil voll scharf und will auch eine haben. Ich fürchte, ich weiß, was er damit vorhat.

Zeit für den Einsatz. Eine ganze Horde Roboter kommt angelatscht, aber außer scheiße auszusehen, machen die nicht viel. Allerdings lässt die nächste Welle nicht lange auf sich warten und es folgt die billigste Actionszene aller Zeiten. Ohne Scheiß, das Budget für die Effekte kann nicht mehr als 5 Euro betragen haben, denn was die hier bringen, hätte jeder Zwölfjährige auf seiner PlayStation basteln können. Die Soundeffekte sind übrigens genau so kacke. Der Plan gelingt aber trotzdem irgendwie, allerdings wird eine Tucke von den Robotern entführt. Deshalb nimmt eine andere die Verfolgung auf. Dadurch werden beide vom Rest der Truppe abgeschnitten.

Der große Twist folgt. Die Roboter sind gar keine Roboter, sondern stark gepanzerte Aliens. Toll. Was macht das jetzt für nen Unterschied? Na, was soll’s. Der Doktor nimmt, entgegen aller befehle, einen Teil des Roboteralienviechs mit zurück zum Stützpunkt, wodurch die anderen Roboteralienviecher ihren Standpunkt aufspüren können.

Die Roboter rücken an. Der Doktor fackelt etwas rum und hat nen ganz tollen Plan. Er hat irgendwas in dem Roboter umgepolt und jetzt muss das Teil in einen der anderen Roboter eingebaut werden. Da das aber nicht funktionieren kann, nutzt man einen Androiden. Aber nicht irgendeinen Androiden, sondern den ersten Androiden, den der Doktor gebaut hat: Warren Mitchell. Wow, was für ein Monstertwist. Ich vermute jetzt einfach mal, dass das hier alle Androiden sind und die deshalb so unfassbar hölzern spielen.

Mitch und der Doc ziehen los, um den letzten Plan auszuführen und alle Alienbots lahmzulegen. Alle anderen stellen sich draußen den Aliens entgegen. Weil grottenschlecht animierte Roboter aber noch nicht scheiße genug sind, braucht dieser Film unbedingt noch eine große Bluescreenszene. Die gibt es, als die Gruppe um Mitch und den Doktor auf fliegenden Motorrädern durch die Gegend ballert. Die erreichen dann die beiden versprengten Weiber, aber können nur noch eine davon retten. Dramatik pur an dieser Stelle. Wie immer, wenn ein talentloser Schauspieler versucht, traurig zu sein. Funktioniert auch hier überhaupt nicht. Weil der Streifen aber eh totaler Bullshit ist, lebt sie doch noch, was jetzt natürlich für Freude sorgen sollte, aber nicht hier. Hier reicht ein kurzes, emotionsloses „Du lebst“. Charakterdarsteller par excellence in dem Film.

Falls sich nebenbei jemand fragt, warum der Schinken eigentlich Transmorphers heißt: Die Roboter können sich natürlich verwandeln, oder transmorphisieren. Und zwar von rumballernden Robotern in … anders aussehende rumballernde Roboter. Ist schon der Wahnsinn, was diese Aliens so alles können.

Mitch verabschiedet sich von seiner ehemaligen Freundin, der es immerhin gelingt traurig auszusehen und sogar ein paar Tränen zu vergießen. Dann macht sich der erste Android auf, um den Plan auszuführen, den ich übrigens immer noch nicht kapiert habe. Trotzdem geht der aber selbstverständlich auf und alle Roboter kacken ab. Mitch aber leider auch, womit der Film dann auch endet. Obwohl „leider“ hier nicht richtig ist. Mitch aber „scheißegalerweise“ auch, passt an dieser Stelle besser.

Immerhin haben wir gelernt, dass „Wir kommen in Frieden“ auch nicht mehr das ist, was es mal war.