Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Die 5 Besten … Filme der ersten Hälfte der 80er

Weiter geht die wilde Fahrt bei den 5 Besten. Und da Gorana absolut bewusst ist, dass die 80er Jahre der heißeste Scheiß aller Filmjahrzehnte ist, hat sie das direkt mal in zwei Hälften geteilt, damit ich mehr geilen Kram unterbringen kann. Hier kommen also

Die 5 Besten Schrottfilme der Jahre 1981-1985

5 Zombie Lake (1981)

Womit besiegt man Zombies? Mit Suppe natürlich. Einer der besten Zombieabwehrpläne aller Zeiten tritt hier in Kraft. Und nein, es ist keine Komödie.

4 Butcher, Baker Nightmare Maker (1982)

Eigentlich vorwiegend wegen des grandiosen Titels in der Liste aber der Film hat auch einiges zu bieten. Vor allem angedeuteten Inzest, offensichtliche Homophobie und Basketball. Gibt es eine bessere Mischung?

3 Pulgasari (1985)

Schon alleine historisch gesehen einer der wohl eigenartigsten Filme. Kurz erklärt: Ein südkoreanischer Regisseur und seine Frau werden entführt und vom nordkoreanischen Diktator dazu gezwungen, einen Kaiju-Film für ihn zu drehen. Nein, das ist nicht der Plot des Films. Das ist nur die wahre Geschichte der Entstehung. Der Film selbst ist dabei genau genommen so unfreiwillig ironisch, wenn man eben diese Entstehung bedenkt, dass man ihn schon aus Prinzip mal gesehen haben sollte. Unterdrückte Bauern schlagen mit Hilfe eines Monsters ihre Unterdrücker in die Flucht. Ein Plädoyer für Freiheit und gegen die Unterdrückung durch ein Regime und das aus Nord-Korea aus dem 80ern. Kann man sich nicht ausdenken.

The Return Of Captain Invincible (1983)

Kommen wir deshalb lieber zu etwas Erfreulichem. Zum Beispiel Christopher Lee, der ein Loblied auf den Alkohol singt. Oder ein feuerspuckender VW Käfer. Oder die Giggle Gun. Was für ein grandioser Spaß auf absolut allen Ebenen.

1 SHE (1984)

Keine große Überraschung hier. Ich habe es schon oft gesagt: Dieser Film hat einfach alles. Römische Legionäre, Footballspieler, irre Vogelzüchter, lesbische Werwolforgien … einfach alles.

HONORABLE MENTIONS:

Happy Birthday To Me (1981)

Sleepaway Camp(1983)

The Toxic Avenger (1984)

The Adventures Of Buckaroo Banzai Across The 8th Dimension (1984)

Wheels Of Fire (1985)

Massacre In Dinosaur Valley (1985)

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Kultschrott – The Return Of Captain Invincible

GUESS WHO’S BACK MOTHERFUCKERS! Nein, nicht Samuel L. Jackson sondern euer Lieblingsschrottplatzbetreiber. Ja, die technischen Probleme sind hoffentlich komplett ausgebügelt und jetzt kann der Wahnsinn hier wie gewohnt weiter gehen. Und zu meiner grandiosen Rückkehr habe ich natürlich einen Klassiker rausgeholt, der diesem Anlass auch gerecht wird. Bereitgestellt von der lieben Loretta – danke noch mal – gibt es heute hier den Lieblingsfilm meines Lieblingsautors Terry Pratchett. Na wenn das mal nicht einfach nur großartigen Kultschrott bedeuten kann, weiß ich auch nicht. Also viel Spaß mit:

THE RETURN OF CAPTAIN INVINCIBLE – oder Wer fürchtet sich vor Amerika? – Australien – 1983 – 101 Min.

Einst als großer Held gefeiert, der die Nazis besiegt hat, sank der Stern von Captain Invincible als diesem vorgeworfen wird, ein Kommunist zu sein, der sich mit den Russen verbündet hat. Weitere Vorwürfe beinhalten unerlaubtes Fliegen und Unterhosen in der Öffentlichkeit zu tragen. Der Captain hat genug davon und wandert nach Australien aus. Und das waren nur die ersten 10 Minuten dieses jetzt schon absolut fantastischen Streifens.

Was macht ein ehemalig gefeierter Superheld in Australien? Richtig: Er steht besoffen auf einem Berg und singt.

In Manhattan ist Mr. Midnight bereit für Action; was auch immer das bedeuten mag. Christopher Lee führt hier die wohl eleganteste Truppe von Terroristen, oder Verbrechern, oder Irren auf Freigang, oder Wasauchimmer an, die man jemals gesehen hat. Und er singt als würde er gerade für die Oper proben.

Invincible sitzt sturzbesoffen in Australien rum und rettet eine Polizistin, die von einem Feuer spuckenden VW Käfer verfolgt wird. Nichts, ich wiederhole, absolut NICHTS kann diesen Film jetzt noch zerstören. Und es werden noch 90 Minuten weiterer Großartigkeiten folgen.

Oh nein! Jemand hat die Gigglegun gestohlen und durch ihre Verwendung dafür gesorgt, dass alle Weiber ihre BHs ausziehen und halbnackt vor sich hin kichern. Aber was noch viel schlimmer ist: Die Gigglegun wurde verwendet um den Hypnoray zu stehlen, mit dem man jeden einer Gehirnwäsche unterziehen kann. Die Sache ist klar: Man muss die Diebe mit Atombomben erledigen. Und alle verdächtigen die Russen. Der Premierminister hält das aber für Bullshit, was er ziemlich klar macht, indem er das Wort 42 Mal sagt. Es ist klar: Die Welt braucht einen Helden. Dafür kann ein Premierminister auch mal eine Musicalnummer aufs Parkett legen. Ich sage nur: „Hypnoray Hip-Hip-Hooray!“

Die Polizistin sucht Captain Invincible auf, um ihn zu überreden, wieder ein Superheld zu werden, statt ständig zu saufen. Aber der Captain hat eine bessere Idee und singt einen Country-Song über gut und böse. Trotzdem kann er dann überredet werden, es mal wieder als Superheld zu versuchen und muss dafür erst mal trainieren, da er jahrelang nur gesoffen hat, und nicht mehr weiß wie er seine Superkräfte aktivieren kann. Und nebenbei nicht mal mehr weiß,dass er in Australien ist.

Invincible hat eine Flashback-Attacke und anschließend Dinner mit Polizistin Patty. Vor Geilheit lässt er die Mikrowelle mit seiner Magnetpower explodieren und erzählt, warum er Captain Invincible ist: Seine Eltern wurden während seiner Zeugung von Alienstrahlen beschossen. Mehr Erklärung braucht man manchmal einfach nicht.

Patty singt einen grausamen Song übers Fliegen. Aus irgendeinem Grund animiert das den Captain dann doch mal ausm Arsch zu kommen und sein Cape überzustreifen.

Mr. Midnight ist alles andere als begeistert über die Rückkehr und lässt eine Armee von STAUBSAUGERN angreifen. Nicht nur, dass diese mit ihren Schläuchen zu gefährlichen Würgeattacken fähig sind, nein, sie saugen auch noch den ganzen Sauerstoff aus dem Raum. Patty wird ohnmächtig und der Captain muss handeln – und stellt den Strom ab. Invincible ist sich sicher, dass es einen Verräter in den eigenen Reihen gibt. Zurück im Hauptquartier wurden alle mit der Gigglegun angegriffen. Und der Angriff wird dem Captain in die Schuhe geschoben, also muss er mit Patty vor den Bullen fliehen.

Eine Flugsequenz, die selbst Superman vor Neid erblassen lässt, später, sehen wir Mr. Midnight, der überrascht über die schnelle Rückkehr des Captains ist. Aber wie es sich für einen guten Evildoer gehört, hat er einen Plan: Das Land zerstören, dass der Captain so sehr liebt. Bin mir nicht sicher, ob er die USA oder Australien meint. Oder beide.

Der Captain und Patty stehen verkleidet in der U-Bahn und singen ein Lied. Und auch Mr. Midnight singt mit. Schließlich ist es der Song über Mr. Midnight. „Hold on, sit tight“. Ich stelle jetzt mal nicht in Frage, wie unauffällig es ist, in der U-Bahn rumzuhüpfen und Lieder über Superschurken zu singen. Der Captain wird schon wissen was er tut.

Mr. Midnight hat ein Modell seines bösen Plans gebaut und diniert mit seinem Handlanger Julius. Er ist mal gut drauf, denn in wenigen Stunden wird New York dem Erdboden gleich gemacht.

Captain Invincible ist enttäuscht davon, wie sich Amerika entwickelt hat. Zum Glück war er mit Albert Einstein befreundet, der ihm mal erklärt hat, dass das Universum unendlich ist, sich aber irgendwie zusammenfaltet und sich deshalb Zeit irgendwann wiederholt. Also beschließt Invincible einfach darauf zu warten, dass die 1950er wieder kommen.

Lange wartet er aber nicht und macht sich dann doch auf die Suche nach Mr. Midnight. In einem Restaurant behauptet der Koch zwar, dass er Midnight nicht kennt, aber Invincible überführt ihn, denn der Koch schmiert Mayonnaise auf ein Sandwich, was natürlich nicht normal ist. Der Koch holt einen geladenen Fisch hervor und ballert das Restaurant zu Kleinholz. Invincible kann sich und Patty retten indem er eine Tortenschlacht beginnt. Mit einigen gezielten Würfen gelingt es ihm, den bewaffneten Koch auszuschalten.

Die Freude ist aber nur von kurzer Dauer denn Invincible latscht in ein Loch und fällt sieben Jahre lang Richtung Erdkern zum Versteck von Mr. Midnight. Nachdem er von dessen irren Handlangern verfolgt wurde und alle ausgeschaltet hat, steht er Mr. Midnight endlich gegenüber – und fällt in einen Lüftungsschacht nach dem anderen. Irgendwie schafft er es durch das Labyrinth der Fallen und will jetzt endlich den Hypnoray haben. Midnight hat aber eine bessere Idee und bietet ihm einen Drink an – indem er eine Lobeshymne auf alle alkoholischen Getränke der Welt singt. „If you don’t name your poison, I’ll have to get the boys in. And you’ll never see another Tequila Sunrise!“ Man muss es einfach lieben.

Invincible jedenfalls ist komplett am Ende von dem großartigen Lied. Aber von außen kommt Hilfe, denn die Amerikaner spielen „God Bless America“ und der Captain ist wieder voll da. Midnight macht sich vom Acker und ballert eine Rakete in die Bude, die alles in die Luft jagt. Außer den Captain natürlich. Alles explodiert. Auf dem Land, auf dem Wasser, in der Luft. Selbst Midnights tolles Modell fängt Feuer. Captain Invincible schnappt sich einen 8 Meter großen Globus, der zufällig in Midnights Modellraum steht und erschlägt das Evil Genius damit.

Endlich ist der Captain wieder der strahlende Held und hält eine Ansprache an die Nation und singt seinen Captain Invincible Song während er von dannen fliegt.

Vergesst Batman und Superman. Captain Invincible ist der einzige Held, den diese Welt braucht.