Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Militärisch hochqualifiziete Kampfanzugsforschung

Kaum sind Marvels Avengers zurück in den Kinos (zumindest in manchen, da Disney eben auch nichts weiter ist, als ein geldgeiler Großkonzern), quatscht niemand mehr über was anderes. Avengers hier, Avengers da. Thor ist toll, Captain America ist cool, Hulk ist hyperaktiv und so weiter. Das übliche Gelaber eben. Allerdings wird bei dem ganzen Gerede leider immer ein Held vergessen, der gerne ein Avenger geworden wäre, aber beim Casting gegen Iron Man knapp ausschied. Die Rede ist natürlich von:

METAL MAN – USA/Deutschland – 2008 – 85 Min.

Bevor es los geht will ich heute mal kurz auf die Beschreibung auf der DVD eingehen (ja, ich besitze dieses Meisterwerk auf DVD und es hat mich ganze 2 Euro gekostet), die sich wie folgt liest:
Kyle Finn hat die ultimative Ausrüstung gegen das Böse, einen Anzug ganz aus Metall, der ihm Superkräfte verleiht. Doch das Böse ist nicht untätig und nimmt in Gestalt von Reed, seinem Ninja-Kämpfer und einem Terror-Roboter den Kampf gegen ihn auf. Kann Metal Man diesen scheinbar übermächtigen Gegner bezwingen?
Ja, das ist die Frage. Problem ist nur: Diese Beschreibung hat absolut NICHTS mit dem Film zu tun, wie ihr gleich lesen werdet. Es gibt keine Ninjas, keinen Reed und auch keinen Terror-Roboter. Schade, es hätte so gut werden können. Stattdessen gibt es das:

Metal Man ist natürlich erst mal gar nicht Metal Man, sondern der junge Kyle, der bei seinen Eltern lebt und Milch aus der Tüte trinkt, was seine Alten gar nicht mögen. Aus irgendeinem Grund habe ich den unverzeihlichen Fehler gemacht, die deutsche Synchro einzustellen. Klingt als hätten das drei Studenten im Keller ihrer Mama aufgenommen, während im Nebenraum die Waschmaschine lief. Naja, so wird das Ganze noch beschissener. Kann ja nicht schaden.

Kyle trifft sich jedenfalls mit Julie, die er gerne poppen will und muss dann weiter zu Dr. Blake, der Kyles Videospiel gezockt hat und meint, dass er voll talentiert ist. Kyle ist voll seiner Meinung, denn „Biodeath“ ist mehr als nur ein Videospiel. Wird wohl so sein. Und spielt bestimmt auch keine Rolle mehr. Viel wichtiger ist, dass Kyle als Versuchstrottel einen Metallanzug tragen muss, der höchstwahrscheinlich fürs Militär entwickelt wird. Ist ja immer so. Heute auf dem Plan: Der Kältetest. Aber Dr. Blake hat den Helm von zwielichtigen Gestalten geklaut, die jetzt vorbei kommen, um den wieder zurückzuholen. Um nicht umgenietet zu werden, muss er helfen, den Helm weiter zu entwickeln, damit der als tödliche Waffe eingesetzt werden kann. Blake hat keinen Bock und wird ausgeknockt.

Die Helmtypen wollen Kyle suchen, der aber noch in der Kältekammer rumhängt. Blake erwacht und lässt ihn raus, und erklärt ihm, warum er Kyle als Versuchskaninchen ausgewählt hat. Die Antwort: Charakter. Wow. Da hat sich ja jemand richtig Gedanken gemacht. Blake nippelt vor lauter Kopfschmerzen ab und Kyle kann den Anzug nicht mehr ausziehen. Eine digitale Aufzeichnung von Blake erklärt ihm, was Sache ist. Erst mal muss Kyle seine Klaustrophobie bekämpfen. Und zwar so: Er muss „existiert nicht“ sagen und schon ist seine Klaustrophobie verschwunden. Wahnsinn. Ewigkeiten suchen Psychologen nach Lösungen für solche Probleme, aber keiner kam jemals auf die Idee, es einfach wegzulabern.

Kyle geht nach Hause, wo seine Eltern ermordert wurden. Also vermöbelt er ein paar Trottelhandlanger, die noch da rumhängen und zieht weiter. Kyle ist nebenbei natürlich der Hauptverdächtige im Mordfall Helmdoktor, was für den weiteren Verlauf des Streifens aber scheißegal ist.

Militärmike ist nicht begeistert, dass seine Handlanger Trottel sind und berät sich mit seiner Wissenschaftsoberexpertin Melissa, die ihre neue Assistentin Diana dabei hat, die sich direkt mal bei dem Typen unbeliebt macht, wodurch ich sie direkt ins Herz schließe. Militärmike turtelt dann noch etwas mit Melissa rum, die nebenbei die Tochter von Dr. Blake ist, und informiert sich noch etwas über Kyle und es folgt das kleine Einmaleins der Charakterbeschreibung, als Melissa einfach alle seine Eigenschaften runterrattert. Melissa soll sich dann an Kyle ranmachen, womit wir jetzt so ziemlich alle Punkte abgehakt haben, die ein guter Schrottfilm braucht. Ach nee, eine Sache fehlt noch: Melissa belauscht ein Gespräch von Militärmike mit seinen Henchmen und weiß dann , was Sache ist. Militärmike hat das aber bemerkt und jetzt ist sie natürlich in Gefahr.

Digital Blake versorgt Kyles Anzug mit Upgrades zum besseren Arschtreten.

Melissa und Diana finden heraus, das der Helm, an denen sie rumdoktorn eine Fälschung ist. Dabei erfährt man zumindest mal den Namen von Militärmike. Er lautet: Sebastian. Uh, ja, da schwingt das Böse direkt mit. Was für ein lahmer Scheiß.

Kyle muss in den Baumarkt. Fragt mich nicht, ist einfach so. Jedenfalls muss er dazu die Tarnfähigkeiten des Anzugs benutzen, durch die er sich in jeden Typen verwandeln kann. Yeah. Läuft.

Sebastian killt Diana und erpresst Melissa, ihm nen gescheiten Helm zu bauen, da er sonst ihre Schwester umlegt. Uh, er ist böse. Keine Grauzonen hier. Sind auch überbewertet.

Kyle muss mal wieder eine Horde Henchmen vermöbeln. Meine Herren, die Kampfchoreografien sind einfach der helle Wahnsinn. Habe noch nie so viele Leute über ein Sofa rollen sehen. Wo er schon dabei ist, haut er noch kurz zwei Vergewaltigern vor die Fresse, um ihn irgendwie sympathischer zu machen. Wenn die Szene nicht so unfassbar sinnlos wäre, hätte das vielleicht sogar funktioniert.

Kyle fährt zu Sebastians Villa, inklusive Labor und allem Quark, womit feststeht, dass der Showdown nicht mehr lange auf sich warten lässt. Kyle findet Melissa und Sebastian findet die beiden zusammen beim Pläne schmieden. Kyle will ihn erwürgen, aber Sebastian hat Julie gefangen genommen. Damit er die nicht umnietet, muss der Kampfanzug mit Sebastians eigens entwickelten Computerchips geupgradet werden. Melissa hat aber Plan B und will Sebastian töten und Kyle soll sich in der Zeit mit Julie verpissen. Toller Plan. Kann nur funktionieren.

Oder auch nicht, denn Melissa kriegt vors Maul. Immerhin nutzt Metal Man die Invisiblefunktion des Superanzugs, um Julie rauszubringen. Leider verkackt auf halbem Weg die Batterie des Anzugs. Da hat man schon nen Anzug der alles kann, aber Duracell versagt auf ganzer Linie. Unfassbar.

Wieso liegt hier Stroh? Kyle bringt Julie, die aus irgendeinem Grund plötzlich bewusstlos ist, in eine Scheune. Kyle bricht dann auch zusammen und Julie ist weg. Auf die überflüssige Traumsequenz zuvor gehe ich mal nicht ein.

Sebastian baut sich währenddessen ne Metal Melissa mit seinem Fake-Helm. Es kommt selbstverständlich zum großen Endkampf der beiden, aber irgendwie holt sich Melissa nen Code von Kyle, durch den Sebastian schmilzt, wie die Wicked Witch aus Oz. Fragt nicht, ich raffs auch nicht.

Ein Jahr später sind Kyle und Melissa ein Paar und immer noch in ihren Metal Anzügen gefangen. Zum Abschluss gibts noch nen tollen Song über Metal Man, dessen Kernaussage zu sein scheint, dass Metal Man alles kann, nur keinen Moonwalk. Äh ja, immerhin haben wir dann doch noch was gelernt.

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Short Story Collab #14 & Gemeinschaftsblogprojekt #2

Diesen Monat hatte ich wenig Zeit, mich groß mit dem Schreiben zu beschäftigen. Da ich aber trotzdem immer gerne neue Kurzgeschichten aus meinen wirren Gedanken sauge, ich aber auch gleichzeitig an zwei Projekten teilnehmen wollte, habe ich das ganze einfach zusammengefasst. Zum einen natürlich der Short Story Collab von David, dessen Thema dieses Mal „Rakete“ lautet. Zum anderen das noch recht frische Gemeinschaftsblogprojekt von Herba und DiePoe. Das Thema dort „Superhelden“.
Superhelden und Raketen. Die Verbindung war offensichtlich … würde ich sagen, wenn ich ein Lügner wäre. Wie immer hatte ich nämlich überhaupt keinen Plan, wo das ganze hinführt und vor allem nicht, wo da ne Rakete rein passt. Hat aber trotzdem irgendwie geklappt.

Die Tür zum geheimen Konferenzsaal, im Geheimversteck der geheimen Vereinigung der gescheiterten Superhelden schob sich quietschend in den Raum und ein lautes Schnaufen betrat den Saal. Aufwirbelnder Staub und ein leiser Knall zeugten davon, dass etwas zu Boden gefallen war.
„Ich schätze, es ist der Unsichtbare.“ Karl Kolossal verschränkte seine muskulösen Arme vor der Brust, wobei sein Hemd zerriss. „Verdammt.“ Er zog das Hemd aus und präsentierte Muskelberge, an Stellen, wo andere nicht mal Muskeln hatten. Nach einem Unfall, der ein Fitnessstudio und einen verirrten Hypertrophiestrahl aus der Waffe des mittlerweile in Rente gegangen Dr. Muckis beinhaltete, bestand sein ganzer Körper nur noch aus von Haut verdeckten Muskeln. Das konnte Vorteile haben, wenn man mal wieder beim Umzug eines Freundes alleine die Waschmaschine in den sechsten Stock tragen musste und der Aufzug defekt war. Ein Nachteil war allerdings der Verschleiß von Klamotten. Kolossal regte das ganz besonders auf, denn er hasste es, shoppen zu gehen.
„Sorry, Leute“, stöhnte eine Stimme auf Höhe des staubigen Fußbodens, „ich wollte wirklich pünktlich hier sein, aber die Leute haben mich ständig angerempelt und dann wurde ich von drei Autos überfahren. Ich glaube, ich habe mir ein paar Rippen gebrochen.“
„Du solltest dir wirklich etwas anziehen, damit die Leute dich sehen können.“ Bibi Beaver hatte immer einen guten Ratschlag parat, wenn es um Kleidung ging. Schließlich war sie mal Modeberaterin gewesen, bis sie von einem Biber gebissen wurde, der kurz danach zu einem Mantel verarbeitet wurde. Der Biss hatte ungeahnte Folgen, von denen eine das Wachstum der Schneidezähne war, mit dem Bibi seit dem mit Leichtigkeit jeden Holzgegenstand durchbeißen konnte. Die ständigen Zahnschmerzen, verursacht durch Holzkauen, waren allerdings nicht angenehm. Immerhin wuchs der Pelz vermehrt an einer Stelle, die sie fremden Leuten nur sehr selten zeigte.
„Ich schätze, die Leute würden komisch auf eine durch die Stadt schwebende Hose reagieren.“ Ein Ächzen stöhnte sich auf die Beine und ein Schlurfen bewegte sich Richtung Tisch. Ein Seufzen ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Also, warum musste ich mich hier her quälen?“

Superfähigkeiten waren verbreitet in der Familie des Timers. Das bereitete schon im Kindesalter Schwierigkeiten zwischen den Geschwistern, da Neid ebenfalls weit verbreitet war. Der Timer hatte aber auch guten Grund, neidisch auf seine Geschwister zu sein. Während sein älterer Bruder unsichtbar war und seine jüngere Schwester durch die Zeit reisen konnte, bekam er eine Mischung aus diesen Fähigkeiten ab, in Form einer unsichtbaren inneren Uhr, durch die er immer wusste, wie spät es ist. Keine spektakuläre Fähigkeit, aber zumindest war er immer pünktlich und verpasste nie eine Show im Fernsehen. Der Timer checkte seine innere Uhr und stellte fest, dass er mal wieder absolut pünktlich zum Treffen der Superschurken erschien. Heutiger Treffpunkt war das Raketensilo. Er stieg über die ermordeten Wachsoldaten hinweg. Jemand war wohl schon vor ihm zum Treffen erschienen. Egal. Er lag genau richtig in der Zeit.

„… und dann schrie der Zyklop: ‚Hilfe! Niemand greift mich an!‘ Kicher. Kicher.“
„Man, Gagster, das ist doch der älteste Witz der Welt.“ Handlanger Nummer 1 hatte einen eher neumodischen Humor.
„Deshalb ist er ja auch so lustig. Kicher. Humor ist zeitlos. Kicher.“
„Warum sagst du eigentlich dauernd ‚Kicher‘?“
„Ich habe vor langer Zeit mein Lachen verloren. Es ist eine lustige Geschichte. Kicher. Ich war ein Stand-Up-Comedian. Es war eine tolle Zeit. Kicher. Aber die Leute lachten nicht über meine Witze. Der Einzige, der über meine Witze lachte, war ich selbst. Kicher. Ich stellte fest, dass die Menschen keinen Humor mehr hatten. Und das macht mich traurig. Schluchz. Kaum jemand lacht noch wirklich herzhaft. Alle denken nur über ihre Probleme und Sorgen nach. Über das Leid der Welt. Schluchz. Aber wir sind hier, um das zu ändern. Kicher. Wir müssen nur noch auf den Timer warten.“ Der Gagster holte eine bunte Taschenuhr aus seinem karierten Jackett hervor. „Er wird gleich hier sein. Kicher. In 5 … 4 … 3 … 2 … 1 …“
Die Tür schwang auf.
„Pünktlich wie immer. Kicher.“ Der Gagster steckte die Tascheuhr weg und sprang auf einen Schreibtisch. „Also gut. Jetzt, wo wir alle hier sind: Dies ist der Plan! Kicher. Mit dieser Rakete“, der Gagster deutetet feierlich auf eine startbereite Rakete, „werden wir die Welt wieder lustig machen! Kicher.“
„Wie?“ Handlanger Nummer 2 war neugierig, wenn es um geisteskranke Schurkenpläne ging.
„Ich bin froh, dass du fragst. Kicher.“ Der Gagster sprang vom Tisch und ging zu einem Vorhang. „Kicher.“ Er riss den Vorhang herunter … „TA TA!“ … und präsentierte unzählige Gasflaschen.
„Was ist das?“ Handlanger Nummer 2 stellte ständig die wirklich intelligenten Fragen.
„Das sind Gasflaschen.“ Der Gagster gab immer die offensichtlichen Antworten. „Kicher. Gasflaschen gefüllt mit Lachgas. Wir werden diese Gasflaschen …“, er tätschelte eine der Flaschen, „… mit dieser Rakete …“, er streichelte die Rakete, „… in die Atmosphäre schießen, wo sich das Gas ausbreiten wird und alle zum Lachen bringen wird. Kicher.“
„Der Plan ist doch völlig verrückt.“ Handlanger Nummer 2 erkannte einige Schwachstellen.
„Danke. Ich finde ihn auch toll.“ Der Gagster wandte sich dem Timer zu, der bisher reglos, still und völlig desinteressiert in der Mitte des Raums stand. „Du fragst dich sicher, warum ich dich hergerufen habe, Timer.“ Der Timer verzog keine Miene. „Ich mache dir ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst. Kicher. Mit Hilfe deiner Uhr werden wir die Rakete so timen, dass sie zum richtigen Zeitpunkt das Gas versprüht. Bald ist Trauertag. Alle Leute werden unglücklich sein und dem Gründer der Stadt gedenken, der vor wasweißichwievielen Jahren irgendwieirgendwo gestorben ist. Stellt es euch vor: Alle stehen weinend in der Gegend rum und dann KABÄM! kommt der plötzliche Lachflash. Kicher. Das wird fantastisch. Kicher.“ Der Gagster legte den Arm um den Timer. „Jetzt fragst du dich sicher, was für dich dabei herausspringt.“ Der Gagster ging zu einem Koffer, öffnete ihn und holte etwas heraus. „Eine Gasmaske!“ Er wedelte mit der Gasmaske vor dem unbeeindruckten Gesicht des Timers herum. „Mit dieser Gasmaske wird ein großer Traum von dir wahr werden. Kicher. Wenn das Gas die Welt zum Lachen gebracht hat, wirst du, mit dieser Gasmaske vor dem Gesicht, deine Geschwister aufsuchen und zusehen, wie sie sich totlachen. Kicher. Zugegeben, bei deinem Bruder wirst du es nur hören, aber immer noch besser als gar nix. Kicher.“ Der Gagster hielt dem Timer die Gasmaske hin. Der griff sich die Maske und setzte sich still auf einen Stuhl.
„Hervorragend“, rief der Gagster und rieb sich die Hände. „An die Arbeit. Kicher.“

Mentagron schloss seinen Monolog, in dem er von der Rückkehr des Gagsters und dessen Lachgasraketenplan erzählt hatte, um die gescheiterten Helden auf den aktuellen Stand zu bringen..
„Woher weißt du das alles?“, wollte Timetravel Girl wissen, die eigentlich zu spät gekommen war, aber durch die Zeit zurückreiste, um den kompletten Vortrag anzuhören.
„Das Chamäleon hat sich als Handlanger Nummer 2 getarnt, um den Gagster auszuspionieren. Wie mit jedem Lebewesen stehe ich mit ihm in mentalem Kontakt und kann seine Gedanken lesen.“
„Du kannst die Gedanken aller Lebewesen lesen? Muss spannend sein.“
„Es ist ein heilloses Durcheinander. Alle Gedanken kommen gleichzeitig. Die meiste Zeit sehe ich nackte Frauen, weil daran andauernd gedacht wird … hey, ich glaube, das bist du. Die Stelle zu piercen muss schmerzhaft gewesen sein …“
Timetravel Girl verschränkte die Arme vor der Brust und bemerkte, wie Karl Kolossal sie verträumt anstarrte. Sie rutschte weiter unter den Tisch.
„Ich habe mit dem Chamäleon eine Art Code ausgemacht, damit ich seine Gedanken herausfiltern kann. Immer, wenn er mir einen Gedanken mitteilen will, denkt er zuerst an angezogene Frauen. Daran denkt nie jemand.“
„Okay, toll“, der Unsichtbare machte auf sich aufmerksam, „wie halten wir ihn auf?“
„Wir machen es wie immer: Wir stürmen rein, verprügeln alle Anwesenden, in meinem Kopf ploppen ständig die BANG!- BOOM!- POW!-Sprechblasen auf, die ihr euch dabei vorstellt und hinterher wird uns niemand danken, niemand bezahlen, aber wir werden mit dem Gefühl nach Hause gehen, etwas Gutes getan zu haben und warten auf den nächsten Superschurken, der die Welt vernichten will.“

„Kicher.“ Der Gagster betrachtete die mit Gasflaschen behangene Rakete. „Kicher.“ er widmete sich dem Timer, der weiterhin völlig desinteressiert am Tisch saß und die Gasmaske vor sich anstarrte. „Timer! Hast du die Berechnungen fertig?“
Der Timer schob einen Zettel über den Tisch. Der Gagster schnappte sich den Wisch und gab einen Zahlencode in das Eingabefeld an der Raketenabschussrampe ein. „Kicher. Gleich wird die Rakete starten …“
Die auffliegende Tür unterbrach ihn im Satz.
„Nicht so schnell Gagster!“ Mentagron betrat den Raum und hatte die gescheiterten Helden dabei.
„Kicher. Ihr seid zu spät. Die Rakete wird fliegen. Kicher. Kicher. Aber wo ihr schon mal hier seid … VERPRÜGELT SIE!“ „Kicher.“
Alle Türen öffneten sich und eine Horde Handlanger stürmte auf die gescheiterten Helden zu.

Nach einigen Minuten KAWÄM! PADAUNZ! und FRIRP! standen die gescheiterten Helden neben bewusstlosen Handlangern und dem, nach einem versehentlichen Schlag von Karl Kolossal aus der Nase blutendem, Chamäleon.
„Das Spiel ist aus Gagster!“
„Kicher. Nicht ganz.“ Der Gagster steckte sich die Finger in die Ohren. „Kicher.“
Die Rakete schoss los. Gasflaschen fielen beim Abflug von ihr ab und verströmten ihren Inhalt in den Raum. Der Gagster nutzte die Verwirrung, um, ein Taschentuch vor sein Gesicht haltend, durch die Hintertür zu fliehen. Die gescheiterten Helden flüchteten durch den Haupteingang, kurz bevor sich das ausgeströmte Gas entzündete und das Raketensilo in Flammen aufging.
Die gescheiterten Helden waren gescheitert. Sie blickten zum Himmel, wo die Rakete Richtung Atmosphäre flog.
„Und was jetzt?“, fragte eine Stimme, deren Quelle nicht sichtbar war.
„Jetzt kann uns nur noch Gott helfen.“
„Du meinst, wir sollen auf die Knie fallen und beten?“
„Nein, wir müssen zu Martin Gott, auch Meteor-Martin genannt. Er wohnt hier um die Ecke. Er muss da hoch fliegen und die Rakete aufhalten.“

FORTSETZUNG FOLGT …

Weiter bin ich aus Zeitmangel leider nicht gekommen, aber ich wollte den Abgabetermin nicht überschreiten. Deshalb erzähle ich einfach weiter, wenn mal ein passendes Thema kommt (und ich weiß, wie es eigentlich weiter geht, denn ich habe selber keine Ahnung).

Short Story Collab #13 – Rollkragenpullover

Ja, das Thema dieses Mal beim von David erfundenen Short Story Collab lautet: Rollkragenpullover.
Ich kann es auch nicht erklären. Ich habe selber dafür gestimmt. Ich konnte einfach nicht anders. Wenn schon so ein bescheuertes Thema zur Wahl steht, bin ich natürlich dabei.
Wie immer habe ich mich einfach hingesetzt und drauf los geschrieben, ohne zu wissen, was dabei rumkommt.
Hier das Ergebnis:

Oma strickte. Das war nichts Ungewöhnliches. Oma strickte ständig, während sie in ihrem Schaukelstuhl, mit einer selbst gestrickten Decke über den Beinen, vor und zurück schaukelte. Ihre begrenzte Zeit verbrachte sie in der Regel mit stricken. Es sei denn, sie kaufte gerade Wolle zum Stricken. Oma legte die Nadeln weg und hielt das Ergebnis ihres Textilhobbys hoch, um es mit prüfendem Auge zu beobachten.
Bri lag auf der Couch. Sie legte ihr Buch zur Seite und betrachtete den Rollkragenpullover in Omas Händen. Bri hieß eigentlich Britta, aber sie kürzte den Namen bei jeder Gelegenheit ab. Sie war immer darauf bedacht sich auf möglichst wenige und kurze Wörter zu beschränken, wenn sie sprach. So verhinderte sie, ihre helle, leise Stimme zu oft benutzen zu müssen. Ihr Vater scherzte oft, dass sie klang, als hätte sie Kreide gegessen. Bri fand das nicht lustig. Um genau zu sein, verunsicherte es sie noch mehr, wenn jemand über ihre Stimme sprach.
„Was meinst du, Britta?“ Oma hielt den Pullover in ihre Richtung.
„Schön“, piepste Bri.
„Sprich lauter, Britta. Du weißt doch, dass ich nicht mehr so gut höre.“
„Schön“, wiederholte Bri, unerheblich unpiepsiger, als zuvor.
„Er is für deinen Bruder. Zum Geburtstag. Meinst du, er wird ihm gefallen?“
„Ja.“
„Bitte?“
„Ja.“
Bri widmete sich wieder ihrem Buch, bevor die Gefahr bestand, dass sie noch mehr Fragen beantworten musste, die ihre Stimme erforderten. Oma legte den Pullover auf ihren Schoß und begann ein weiteres Strickprojekt mit den Resten der Wolle, die der Rollkragenpullover übrig gelassen hatte.

Sascha blies die Kerzen auf dem Kuchen aus. Die Familie applaudierte. Im Gegensatz zu Bri gelang es ihm jährlich, alle Kerzen auszublasen. Bri schob es auf sein größeres Lungenvolumen, das schon durch seine laute Stimme zum Vorschein trat, wenn er mal wieder rumbrüllte, weil ihm etwas nicht passte. Nachdem er sein „Zkreem Kween“-Shirt mit Backware vollgesaut hatte, begann er seine Geschenke auszupacken. Mit jedem ausgepackten Paket merkte Bri, wie ein Wutanfall in ihm aufstieg. Sie machte sich bereit, ihre Ohren zuzuhalten. Sascha packte das letzte Paket aus und starrte den mit Liebe und Langeweile gestrickten Rollkragenpullover an.
„Ich hoffe, er passt dir“, sagte Oma. „Ich dachte, er könnte gegen deine ständigen Halsschmerzen helfen.“
„Das ist eine tolle Idee“, freute sich Mutter, ihres Zeichens Tochter von Oma und Frau von Sascha und Bris Vater.
„Ich glaube, deine Halsschmerzen würden verschwinden, wenn du nicht so oft schreien würdest.“ Vater sah wie üblich alles realistisch.
„Ja, Junge, du schreist viel zu viel. Wenn du fernsiehst, wenn du deine Spiele spielst, wenn du deine Heftchen liest … eigentlich schreist du dauernd, wenn ich genau darüber nachdenke.“
„Gar nicht wahr!“, schrie Sascha, als einziger im Raum der Meinung, dass ihm Unrecht getan wurde.
„Reg dich nicht auf, Junge …“
„Dieser ganze Krempel ist nutzlos! Alles was ich wollte, ist das neue ‚Zkreem Kween‘-Comic!“
„Sohn, du bist jetzt 35. Meinst du nicht, dass du genug von diesen Heftchen hast? Außerdem: Warum musst du ausgerechnet ein Comic lesen, bei dem die Macher nicht mal den Titel richtig schreiben können? Es heißt Scream Queen, mit E und A und … ach was weiß ich.“
„Das ist Absicht! Die Protagonistin ist Analphabetin! Ihr kapiert gar nichts“
Sascha schnappte sich seine Geschenke und lief die Treppe hoch, um seine Zimmertür hinter sich zuzuknallen.
Bri zuckte mit den Schultern, legte sich auf das Sofa und las.

Bri öffnete die Augen. Das Buch in ihrer Hand ließ Schlaf raubende Spannung vermissen. Sie hatte nie ein Buch vor Beendigung weggelegt. Dieses war die bisher größte Hürde, aber sie war fest entschlossen, auch dieses zu Ende zu lesen. Sie stand auf und schlurfte die Treppe hoch. Ein kalter Luftzug zog durch den Flur. Bri zitterte. Die Tür zu Saschas Zimmer stand offen. Auf dem Boden lag der Rollkragenpullover. Sie griff danach und zog ihn an. Die Wärme breitete sich ungewöhnlich schnell in ihrem Körper aus. Bri grinste erfreut. Sie verließ das Zimmer und stieß mit Sascha zusammen.
„Was machst du mit meinem Pullover!“ Es handelte sich weniger um eine Frage, als die Aussage, dass Sascha es nicht mochte, wenn seine kleine Schwester seine Sachen anzieht. Auch wenn er sie selber nicht anziehen wollte.
„Du ziehst ihn eh nicht an.“ Bri wunderte sich über den Klang ihrer Stimme. Das Piepsige war einer schönen, hellen Frauenstimme gewichen.
„Wieso kannst du plötzlich sprechen!“
„Ich konnte schon immer sprechen, Blödmann.“
„Mir scheißegal! Gib mir den Pulli!“
Bri zog den Pullover aus und drückte ihn Sascha in die Hand.
„Hier“, piepste sie.
Sascha zog den Pullover aus demonstrativen Zwecken über. „BLEIB VON MEINEN SACHEN!“ Eine Druckwelle entstand bei dem Schrei. Bri flog durch den Flur und knallte gegen die Wand. Die Sicht verschwamm. Das Letzte, das sie sah, war Sascha, der panisch die Treppe hinunter flüchtete. Dann wurde alles dunkel.

Wasser ran über Bris Augenlider. Sie wischte die Flüssigkeit weg und öffnete die Augen.
„Was ist passiert, Britta? Geht es dir gut?“ Oma saß neben ihr und drückte ihr einen nassen Lappen auf die Stirn.
„Wo ist Sascha?“, piepste Bri hervor.
„Was?“
„Vergiss es.“ Bri schob den Lappen von ihrer Stirn, holte tief Luft und startete einen ungewohnten Redeschwall: „Oma, hast du beim Stricken des Pullovers irgendwas anders gemacht, als sonst?“ Ein Dutzend Wörter waren elf mehr, als Bri gewöhnlich in einem Satz sagte. Aber es gab Situationen, in denen musste man seine Stimme voll ausnutzen. Selbst, wenn der taube Zuhörer nur die Hälfte verstand.
„Ich habe die Wolle in diesem neuen Geschäft gekauft.“ Oma hatte glücklicherweise die richtige Hälfte der Worte verstanden. „Ich habe sie in einem Laden von einem alten Chinesen mit langem Bart gekauft.“ Sie griff neben sich. „Leider habe ich nichts mehr übrig. Aus dem Rest habe ich dieses Paar Socken gestrickt.“
Bri riss ihr die Socken aus der Hand und zog sie an. „Muss los, Oma.“ Sie stand auf und lief los. In Rekordzeit erreichte sie die Haustür, die durch den Laufwind hinter ihr zu fiel. Sie blieb stehen, verschränkte die Arme vor der Brust und lief noch mal ins Haus, um sich einen Pullover anzuziehen. Genau 4,2 Sekunden später war sie wieder draußen.
Sie lief durch die Stadt. Sie ahnte, wo Sascha sich aufhielt. Ein Gespräch zweier Stadtbewohner bestätigte sie in ihrer Annahme.
„Dieser Verrückte lief durch die Stadt und schrie durchgehend nach einem Comic. Er brüllte so laut, dass alles vor ihm einfach weggeschleudert wurde.“
„Da, eine Heldin.“ Jemand zeigte auf Bri, die durch die Stadt lief, der Spur der Verwüstung, die Sascha hinterlassen hatte, folgend. „Sie wird uns retten.“
„Heldin? So ein Quatsch. Die hat nicht mal Schuhe an. Das ist bestimmt nur ne verwirrte Obdachlose.“
Bri ignorierte die Gespräche um sie herum. Sie erreichte Codemysters Comics, den bekanntesten Comicladen der Stadt, in dem sich täglich Hunderte Comicfans um Hefte mit bunten Bildern stritten. Es war spät. Der Laden war geschlossen. Die Streitigkeiten für heute beendet. Die Streitgewinner saßen bereits zu Hause und blätterten in ihren neu erstandenen Heften. Sascha sah durch das Schaufenster und schlug gegen die Scheibe. In der Spiegelung des Glases musste er Britta hinter sich bemerkt haben. Er drehte sich um. An seinen Pullover hatte er einen Zettel getackert, auf dem „Zkreem Kink“ mit Filzstift geschrieben stand.
„GEH NACH HAUSE, BRITTA!“ Er stand einige Meter entfernt, aber der Luftstoß seiner Stimme wirbelte Bris Haar durcheinander.
Bri ging auf ihn zu. Schneller, als sie es geplant hatte. Sie hatte die Socken noch nicht unter Kontrolle.
„DU WIRST MICH NICHT DAVON ABHALTEN, DASS ICH MIR DAS COMIC HOLE!“
Bri kämpfte gegen den Wind an, der ihr entgegen blies. Sascha drehte sich um und schrie den Laden an. Fensterscheiben zersplitterten. Die Ladentür flog auf. Bri fasste Sascha beruhigend auf die Schulter. In den meisten Fällen half das. Dies war ein anderer Fall.
„HAU AB!“ Sascha schrie Bri ins Gesicht. Ihre Haare drohten, sich von der Kopfhaut zu trennen. Ihre Kleidung drohte, sich von ihrem Körper zu trennen. Ihre Augen drohten, sich aus den Augenhöhlen zu trennen, und durch das Gehirn in ihren Schädel gedrückt zu werden. Aber Bri blieb felsenfest stehen. Verwundert sah Sascha sie an.
Bri blickte traurig in die Augen ihres Bruders. „Tut mir leid“, piepste sie und trat ihm mit ihrem Supersocken zwischen die Beine.
Sascha hob einige Meter vom Boden ab. Er schien einen Moment zu schweben, bevor er hart auf dem Boden aufprallte.

Sascha wurde in den Krankenwagen geschoben. Bri schaute dem Wagen hinterher. Sie zog den Rollkragenpullover an und lief nach Hause, um sich ihre neue, wohlklingende Stimme anzuhören. Sascha hatte von diesem Tag an auch eine neue Stimme. Bri erfand einen Spitznamen für ihn, der nicht besonders kreativ, aber passend war. Von diesem Tag an nannte sie ihn Fürst Fistelstimme.

Filmschrott TV-Tipps 01.11. – 07.11.2014

Welchen Müll präsentieren die TV-Sender diese Woche? Hier erfahrt ihr es:

SAMSTAG

05.45 Uhr – KABEL 1 – Hilfe, ich bin ein Supermodel – Ja, Hilfe. Und das um die Uhrzeit. Dafür kann man schon mal aufstehen, am Samstag. Ein Model tauscht die Rollen mit einem schüchternen Mädchen aus der Vorstadt und dann kommt noch Justin Timberlake dazu. Ob er das Model, oder das schüchterne Mädchen spielt, weiß ich nicht.

00.05 Uhr – TELE 5 – Haunted Sea – Wenn da keine Geisterpiraten auftauchen, weiß ich es auch nicht.

02.30 Uhr – PRO 7 – Wrong Turn 2 – Der erste war schon Crap, aber Teil 2 setzt natürlich noch einen drauf. Denn hier gibt es das Unterholzkannibalenmassaker als Reality Show. Da alle Reality Show Kandidaten aus Prinzip absolut grausam sind, wird es zumindest eine Freude sein, zu sehen, wie sie geschlachtet werden.

SONNTAG

22.40 Uhr – PRO 7 MAXX – Dracula 2 – Dracula in der Medizinschule. Hatten wir das nicht erst vor ein paar Wochen? Ein Hoch auf die Wiederholungen.

MONTAG

22.10 Uhr – KABEL 1 – Spawn – Bevor der Markt mit Superheldenverfilmungen überschwemmt wurde, gab es auch schon … nun ja … Scheiße. So wie dieses Exemplar, in dem ein Typ in der Hölle einen Pakt mit dem Teufel eingeht, um dann als Superheld auf der Erde rumzuturnen. Was macht das überhaupt für einen Sinn? Warum schickt der Teufel jemanden ins Leben zurück, damit er dort Gutes tut? Raff ich nicht. Vielleicht erklärt es der Film, also angucken.

00.10 Uhr – KABEL 1 – Ohne Ausweg – Jean Claude Van Damme flieht aus dem Knast. Also hat er scheinbar doch einen Ausweg gefunden, oder?

DIENSTAG

20.15 Uhr – SUPER RTL – 40 Tage und 40 Nächte – Josh Hartnett darf 40 Tage nicht poppen und … das war’s dann auch irgendwie. Schon alleine die Tatsache, dass kein Gag mit blauen Hoden vorkommt, spricht gegen den Film.

20.15 Uhr – TELE 5 – A Little Bit Zombie – Ein Typ wird von einer Mücke gestochen und wird zum Zombie. Aber nur ein bisschen. Was auch immer das bedeuten mag.

FREITAG

23.50 Uhr – TELE 5 – Target – Um Himmels willen, bitte nicht.

23.50 Uhr – PRO 7 – Prom Night:  Eine gute Nacht zum sterben – Dann verreckt halt alle!

Habt ihr auch noch Tipps parat? Dann lasst nen Kommentar da.

Media Monday #161

Im Moment ist zwar nicht ganz so viel los auf dem Filmschrottplatz, weil ich mal ein paar Tage Urlaub gebrauchen kann, aber für den Media Monday hab ich natürlich trotzdem Zeit.

 

1. Das Stilmittel, Splitscreens einzusetzen kenne ich eigentlich nur aus 24, wo es wegen der Echtzeithandlung auch absolut Sinn machte. Ansonsten brauche ich es aber nicht .

2. Selten gab es eine unsympathischere Hauptfigur als ______ , denn ______ . Fällt mir gerade ehrlich keine ein.

3. Mit Mystery hat man mich im Grunde schon am Haken, weil ich es liebe mitzurätseln, worum es eigentlich geht, worauf das ganze hinausläuft, und am Ende dann enttäuscht zu werden, weil die Auflösung mal wieder aus Außerirdischen besteht, da den Autoren nix besseres einfällt.

Deshalb kam ich nebenbei auch ganz gut mit dem Ende von Lost klar. War nicht perfekt, aber es waren auch keine Aliens im Spiel. Immerhin .

4. Es wird allerhöchste Zeit, dass der Hype um die ganzen Superhelden ein Ende findet, denn ES REICHT EINFACH VERDAMMT!

5. Bester Nebeneffekt, mich mit meinen Seh- und/oder Lese-Gewohnheiten auf meinem Blog auseinanderzusetzen ist, äh, viele Filme zu gucken und, öhm, darüber diskutieren zu können, und irgendwie wahrscheinlich auch noch was anderes, aber es fällt mir gerade absolut nicht ein.

6. Bei den heutigen Blockbustern kann ich mich nur kopfschüttelnd abwenden, weil die Drehbucharbeit einfach an Arbeitsverweigerung grenzt. Kann mir mal einer nen Tipp geben, wo ich mein Drehbuch mit tausend hirnlos aneinandergereihten Actionszenen hinschicken kann, um dann auch in meinem Geldspeicher schwimmen gehen zu können? Storys habe ich ja schon. Müssen nur noch verfilmt werden.

7. Zuletzt gesehen habe ich Fluchtpunkt San Francisco aka Vanishing Point und das war gute Unterhaltung, weil simples aber geiles 70er Jahre Actionkino. Autoverfolgungsjagden hatten die damals einfach drauf, das steht mal fest .