Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Earth VS The Spider – Horrorctober 2016

Letztes Jahr hatten wir im Horrorctober Riesenameisen. Dieses Jahr legt der selbe Regisseur wir noch einen drauf und bringt uns das ultimative Riesenmonster. Eine Riesenspinne!!! Dam-Dam-Daaaaam!!!

EARTH VS THE SPIDER – USA – 1958 – 76 Min.

Schwarz-Weiß mag ich meine Spinnen am liebsten. Und meine Goreeffekte. Vor allem, wenn sie so fantastisch sind wie hier. Da fährt eine Mann mit Hut nichtsahnend die Straße entlang und auf einmal muss er laut schreien und Blut spritzt ihm ins Gesicht. Von wo das kam? Von wem das ist? Man wird es nie erfahren.

Carol ist besorgt, denn Vati ist gestern nicht nach Hause gekommen, als er ihr ein Geburtstagsgeschenk kaufen wollte. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag kommt also die Spinne um die Ecke. Was für eine Bitch. Jedenfalls fährt Carol mit Mike in die Walachei um Papa zu suchen und sie finden sein Auto und eine Höhle, in der sie ihn vermuten, weil … man aus Prinzip in dunklen, gammeligen Höhlen rumhängt, wenn draußen die Sonne scheint und man eine Panne hat. Panne sind hier wirklich mal wieder nur die Charaktere.

Statt einem Spinnenangriff müssen die beiden erst mal einen Stalaktitensturz überstehen, da Carol durch ihr „Dad!“-Gerufe alles zum Wackeln bringt. Dann finden sie ein Skelett, das noch ziemlich frisch aussieht. Könnte Papi sein. Gerade frisch ausgelutscht wie in Starship Troopers. Kurz darauf fallen beide in ein Gespann aus Stricken, das sich auf den zweiten Blick als Spinnennetz herausstellt. Mit viel Fantasie … bleibt es ein Gespann aus Stricken. Aber sind wir mal nicht so. Der Film ist alt. Viel wichtiger ist ohnehin, dass DIE SPINNE KOMMT!!! Und sie quietscht, als bräuchte sie mal einen Ölwechsel. Mike und Carol hauen mal lieber ab.

Im Kaff glaubt den beiden natürlich keine Sau, dass da eine Spinne ist. Was für Spatzenhirne. Man könnte ja immerhin mal einen Hundetrupp hinschicken, um das zu kontrollieren. Alternativ würde man vielleicht eine seltene Tierart entdecken. Risenspinnen zum Beispiel.

2 Minuten später macht man sich dann doch mal auf, um das zu checken. Carol hat das gleiche Kleid an wie immer. Mal davon abgesehen, dass das nicht gerade komfortabel für eine Höhlenexpedition aussieht, warum sind in den 50ern eigentlich alle Trullas im gleichen Fetzen rumgelatscht? Kein Wunder, dass da noch alle verheiratet waren. Sahen ja eh alle gleich aus. Konnteste einfach „Ene-Mene-Muh“ machen.

Fledermäuse greifen an. Oder sie fliegen rum. Das reicht dem Sheriff aber um mal gehörig mit seiner Schrotflinte rumzuballern. Und dann finden sie Papi der ausgelutscht und eingewickelt in der Ecke steht.

Nachdem man die Höhle mit irgendeiner chemischen Pisse eingesprüht hat, die man offensichtlich zufällig literweise dabei hatte, geht man erst mal wieder nach Hause.

Professor Kingman ist der Meinung, dass es sinnvoll wäre, die Spinne rauszulocken, damit man sie … um ehrlich zu sein, hat er seinen Plan nicht so ganz ausgelegt. Ich schätze mal, er will sie einfach mal im Licht sehen.

Moment mal: Die haben in der Schule eine Riesenspinne? Das ist ja wohl ein Präparat, oder? Aber wieso hat die dann Muskelzuckungen? Und haben Spinnen überhaupt Muskelzuckeungen, nachdem sie ausgestopft wurden? Dieser Film wirft einige Fragen auf, die sicher niemals beantwortet werden. Also nicht nur in diesem Film nicht, sondern einfach nie, weil keiner sich mit solchem Schwachsinn beschäftigen will.

Die Riesenspinne in der Schule erwacht zum Leben, als die Blagen darin ne Rock ’n’ Roll Party feiern. Hausmeister Hugo ruft mal lieber die Bullen. Der Sheriff stellt sich als der schlechteste Schütze im Westen heraus und trifft aus 2 Meter Entfernung die Spinne nicht. Und dann Fliegeralarm. Kommen jetzt auch noch die Deutschen?

Jake hat seine Matratze aufs Auto geschnallt und evakuiert sich selbst. Kingman rammt die Spinne mit seinem Auto, weil er schon immer mal eine rammen wollte. Dann lockt er sie aus der Stadt.

Mike und Carol finden eine Höhe in der Höhle und erfinden damit den Vorreiter von Inception. In der Höhle in der Höhle passiert … gar nix.

Dave ist tot. Ich habe keine Ahnung, wer das überhaupt war, aber er scheint nicht sonderlich beliebt gewesen zu sein, denn die Trauer hält sich stark in Grenzen. Um genau zu sein, ist es allen scheißegal und sie schmieden Spinnentötungspläne.

In der Höhle in der Höhle in der Höhle in der Höhle in der Höhle in der Höhle finden Carol und Mike George Weston, oder was von ihm übrig ist, der noch seinen Namen an die Wand kritzeln konnte, bevor er verhungert ist. Auf diesen Schock frisst man erst mal nen Schokoriegel. Oh man, sind die doof. Jeder weiß doch, dass Schokoriegel Riesenspinnen anlocken. Und da jault sie auch schon.

Draußen vor der Höhle plant Kingman die große Sprengung, um die Spinne vom Futter zu trennen. Also von allen Leuten. Geiler Plan. Warum man nicht einfach die Spinne direkt wegbombt bleibt wohl ein Geheimnis der 50er.

Mike und Carol sitzen im Netz fest. Und dann fallen Felsen von der Decke und alles fliegt in die Luft.

Draußen stellt man gerade fest, dass Carol und Mike noch in der Höhle sind und beschließt DIE HÖHLE WIEDER FREIZULEGEN!!! Wie selten dämlich sind die Affen in diesem Film eigentlich? Ich hoffe, die werden alle von der Spinne gefressen. Die liegt übrigens in der Höhle von Felsen erschlagen, was natürlich nur bedeuten kann, dass sie gleich wieder angreift, nachdem sie sich ausgeruht hat.

Irgendwann buddeln die sich also wieder in die Höhle und sie kommen mit einem Plan: Die Spinne wegbrutzeln, indem man sie mit einer Blitzschleuder beschießt. Klingt nach völligem Schwachsinn. Sollte also funktionieren. Und das tut es auch. Wahsninn, was so eine Blitzschleuder kann. Ich weiß zwar absolut nicht, was zur Hölle das für ein Ding sein soll, aber es schleudert Blitze, also erfüllt es seinen Zweck. Zur Sicherheit bombt man dann noch die Höhle weg und kann beruhigt nach Hause fahren und Kuchen essen, wie man es in den50ern sicher noch jeden Nachmittag gemacht hat. Mal ehrlich, Frühstück, Mittag, Mittagsschlaf, Kaffee und Kuchen, Abendbrot und das jeden Tag. Wieso waren die Leute damals nicht so fett wie heute? Ein Mysterium.

Mehr fetten Müll gibt es in der Horrorctober Übersicht.

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Dieser Film darf nie passieren #4

Eigentlich wollte ich ja heute nach längerer Pause mal wieder bei der Aktion Ein Film, viele Blogger teilnehmen. Allerdings musste ich feststellen, dass der Film online nicht mehr verfügbar war, als ich ihn gucken wollte. Also musste ich etwas improvisieren, um heute etwas posten zu können. Aber zum Glück bin ich ein Quell an völlig bescheuerten Ideen. Vielleicht ist es auch kein Glück, sondern einfach nur Beschränktheit. Das sollen andere entscheiden.

Jedenfalls erinnerte ich mich gestern Nacht an einen Tweet, den ich vor geraumer Zeit abgesendet hatte, während ich den SchleFaZ Camel Spiders geguckt habe.

„Gibt es eigentlich schon Octopusspiders From The Deep Blue Sea? Der verkauft sich doch von selbst. #SchleFaZ

— filmschrott (@filmschrott) 1. August 2014

Der Zusammenhang ist mir nicht mehr bewusst, aber spielt ja auch keine Rolle. Jedenfalls dachte ich mir dann: Hey, warum nicht mal wieder einen Film, der nie passieren darf schreiben?

Nun, hier ist er.

OCTOPUSSPIDERS FROM THE DEEP BLUE SEA

1975 – Hippies feiern eine Party am Strand und hören coole Rockmusik, wie sich das gehört. In der Nähe fuckelt ein genervter Wissenschaftler, der von der lauten Musik bedröhnt wird, in seinem Labor an einer Spritze rum. In einem Terrarium wuseln einige Vogelspinnen rum. Er öffnet das Terrarium und nimmt eine Spinne raus. Draußen geht die Party ab. Ein langhaariger Typ im bunten Shirt hat eine blonde Tussi im Arm und einen Joint in der Hand und entfernt sich mit ihr etwas vom Rest der Gruppe, die sich weiter von der geilen Mucke aus dem VW-Bus beschallen lässt. Der Wissenschaftler will gerade die Spinne wieder ins Terrarium stecken, als jemand reinkommt und ihn ablenkt. Er verliert die Spinne für einen Moment aus den Augen und kackt den bekifften Hippie an, der fragt, ob er vielleicht noch ne Palette Bier auf Lager hat. Nachdem der Hippie festgestellt hat, dass er sich gar nicht im Strandkiosk befindet entschuldigt er sich und macht die Brenne. Der Wissenschaftler sucht verzweifelt nach der Spinne. Währenddessen macht es sich das Hippiepärchen am Strand bequem. Sie wollen gerade zur Sache kommen, als sie in der Nähe ein komisches Geräusch hören. Mit einem billigen Feuerzeug bewaffnet leuchtet sich das Paar über den Strand und entdeckt einen gestrandeten Octopus. Völlig begeistert von dieser Entdeckung rauchen sie erst mal einen und beschließen, das Tier den anderen Partymachern zu zeigen. Während sie sich entfernen, kommt die entflohene Spinne vorbei und beißt den Octopus in seinen Tentakel. Die Hippies kommen wieder, aber der Octopus ist weg. Raucht man halt noch was.

40 Jahre später hat sich einiges verändert in Octo Bay. Hippies haben keinen Zutritt mehr zum Strand, seit vor 40 Jahren eine Gruppe Bekiffter, auf der Suche nach einen gestrandeten Octopus, ihren VW-Bus im Meer versenkt haben. Der mittlerweile achtzigjährige Henry hat die Wissenschaft an den Nagel gehängt und aus seinem Labor einen Strandkiosk gemacht, als er feststellte, dass sich mit dem Verkauf von Bierdosen mehr Geld machen lässt. Er führt den Laden mit der zweiundzwanzigjährigen russischen Katalogbraut Tatjana, die er sich vor einem Jahr bestellt hat, einfach weil ihm sonst keiner helfen wollte. Die Ehe wird offen geführt. In erster Linie, weil sich Henry vehement weigert, Viagra zu nehmen, einfach weil er es nicht erfunden hat. Tatjana kommt das entgegen, denn sie ist eigentlich total scharf auf Rettungsschwimmer Aaron, der außer schwimmen nicht viel kann. Vor allem, wenn es ums Denken geht, ist er direkt völlig überfordert.

Erwähnter Aaron steht gerade mit seinem Fernglas auf dem Aussichtsturm und wundert sich darüber, dass alles so klein erscheint. Tatjana kommt im Bikini vorbei, den sie ständig trägt, einfach weil Film. Sie weist ihn mit schlechtem riussischen Akzent darauf hin, dass es mehr bringt, das Fernglas richtig herum zu halten. Aaron freut sich über diese neue Erkenntnis und bedankt sich bei Tatjana, die ihn anlächelt, was sich zu einem schockierten Blick ändert, als er vom Turm fällt. Oberaufseher Blake kommt angelaufen und untersucht den Gefallenen. Seine Diagnose: „Er scheint verletzt zu sein.“ Deshalb bringt er ihn ins Krankenhaus.

Dort wird Aaron von Ärztin Christine untersucht und nach drei Sekunden ist klar: Das Bein ist durch. Blake flirtet etwas mit Christine rum, als deren Ehemann Mark auftaucht. Blake macht sich mal lieber vom Acker und bringt Aaron nach Hause, der mittlerweile einen Gips verpasst bekommen hat.

Tatjana schreibt ein russisches Gedicht auf Aarons Gips und malt ein Herzchen drunter. Aaron fragt, warum sie so ein Kauderwelsch kritzelt und ob sie das Schreiben nie gelernt hat. Tatjana findet das süß.

Abend. Junge Leute feieren eine Party am Strand. Tatjana ist auch da und säuft sich Wodka rein, um noch mal zu unterstreichen, dass sie Russin ist. Aaron kann leider nicht mitfeiern und sitzt zu Hause am Fenster. Durch sein Fernglas gafft er die Partypeople an. Als einer von denen ins Meer pissen will, beobachtet Aaron, wie er von einem Riesenoctopus ins Wasser gezogen wird.

Natürlich glaubt keiner an Aarons Octopusgeschichte. Liegt auch daran, dass niemand den Typen kannte und deshalb auch niemand den Pisser vermisst. Deshalb geht der normale Strandwahnsinn weiter. Pseudocoole Surfer, spielende Kinder, sonnenbadende Oben-Ohne-Tussis, vor Hitze zusammenbrechende Jugendliche, die nach dem Kater vom Vorabend, besser im Hotel geblieben wären. Aaron sitzt auf der Veranda und erzählt Tatjana, die keinen Kater hat, um noch mal klar zu machen, dass sie Russin ist und saufen kann, wie Harald Juhnke, von dem Octopus. Tatjana weiß nicht, was ein Octopus überhaupt ist, deshalb pantomiert Aaron das ganze für sie, um sie noch mehr zu verwirren und fällt dabei von seinem Stuhl.

Nachdem damit der schlechte Slapstickhumor endgültig vorgegeben ist, gehts in den Kiosk von Henry, wo aber nichts passiert. Man muss nur noch mal kurz daran erinnern, dass der auch noch da ist.

Ein kleines Mädchen vergräbt einen Typen im Sand. Mama kommt vorbei und stellt fest, dass der Kerl nicht gerade gesund aussieht. Ein Schrei, Blake rennt los und buddelt die Leiche aus. Diese hat zwei große Bissspuren im Oberkörper und sieht aus, als wäre ihm die komplette Körperflüssigkeit ausgesaugt worden.

Tatjana, die gerne Körperflüssigkeiten aus Aaron saugen würde, kommt vorbei und meint, dass der Typ gestern Abend auf der Strandparty war. Aaron kommt auf Krücken über den Strand gehumpelt, fällt in den Sand und erklärt, dass es sich um den Typ handelt, der von dem Octopus angegriffen wurde. Blake hält das immer noch für Quark.

Aber dann bricht Panik aus. Eine Armee von riesigen Octopussen, oder Octopussies, oder Octopusses, oder wasauchimmer die Mehrzahl von Octopus ist, stapft auf ihren Tentakeln an Land und beißt mit riesigen Zähnen die Oben-Ohne-Sonnenbaderinnen. Alle, die nur wegen der Brüste dabei waren, können an dieser Stelle aufhören zu lesen.

Menschenmassen rennen über den Strand, Aaron humpelt auf Krücken hinterher. Die Monster machen ein paar Redshirts, oder in diesem Fall Redbikinis platt. Blake, Aaron und Tatjana retten sich in Henrys Kiosk. Der will wissen, was los ist. Blake zeigt es ihm durchs Fenster. Draußen stapfen die Tentakelspinnen vorbei. Henry ist begeistert, weil er sowas noch nie gesehen hat. Blake sagt, er auch nicht, aber er wollte es auch nicht sehen. Aaron legt sich aufs Maul. Tatjana trinkt nen Schluck Wodka.

Den Rest des Tages und die Nacht verbringt man im Kiosk, mit tiefgründigen Gesprächen über russische Getränke, russische Katalogbräute und das amerikanische Gesundheitssystem. Am nächsten Morgen traut sich Blake raus und sieht eine Spur der Verwüstung am Strand. Er ruft im Krankenhaus an. Das schickt Christine, die die am Strand liegenden Leute untersucht, aber bei den meisten nur noch den Tod feststellen kann.

Henry erzählt von seinen Spinnenexperimenten und schlussfolgert, dass eine Spinne einen Octopus gebissen haben muss, wodurch eine völlig neue Rasse von Octopusspinnen entstanden ist. Und da sich Spinnen, so wie Octopusse, gerne in Höhlen aufhalten, glaubt er, dass die Tiere in einer Höhle in der Nähe des Strands sind. Mark kommt vorbei und will Christine zum Dinner abholen, aber Christine will mit Blake und Henry in die Höhle klettern, um sie notfalls verarzten zu können, wenn sie von den Monstern angefallen wurden. Mark ist weniger begeistert, geht dann aber mit, weil er Christine nicht mit den „Bekloppten“ losziehen lassen will.

Tatjana kümmert sich um Aaron, während die anderen zur Höhle gehen. Dort streitet sich Mark mit Christine, weil er eigentlich überhaupt keinen Bock hat, durch dunkle Höhlen zu latschen. Zudem wird es immer feuchter, denn das Wasser wird tiefer. Glücklicherweise hat jeder zufällig seine Taucherausrüstung dabei und man kann abtauchen. Schwimm, schwimm, schwimm, dann Cut zu Aaron und Tatjana, die rumturteln, dann wieder Geschwimme, alles zu Dudelmusik. Unter Wasser taucht dann hinter Mark eine Octopusspinne auf. Die anderen, die vor ihm schwimmen, kriegen nichts davon mit. In Panik verschwimmt sich Mark in dem Höhlenkomplex und verfängt sich in einem Unterwasserspinnennetz. Der Octopus schwimmt herbei, packt ihn mit seinen Tentakeln an allen Gliedern und reißt ihn in Stücke. Die anderen tauchen auf und befinden sich in einem unterirdischen Raum, der voll mit Spinnweben und eben den Octopusspinnen ist. Blake ist ein Mann, der immer einen Plan hat. Er hat einen Benzinkanister dabei und eine Leuchtfackel. Mit dieser Kombination will er die Höhle abfackeln.

Tatjana und Aaron kriegen derweil Besuch von einer Octopusspinne, die beginnt, das Dach des Kiosks abzudecken. Aaron und Tatjana verstecken sich unter einem Tisch, aber der wird keinen großen Schutz bieten. Die Octopusspider wirft den Tisch zur Seite, Aaron tritt mit seinem Gipsbein nach dem Vieh. Das Tier beißt zu und verfängt sich mit den spitzen Zähnen im Gips. Aaron wird durch die Gegend geschleudert. Tatjana nutzt die Gelegenheit, um das Monster mit einer Dose Insektenspray zu erlegen. Sie kümmert sich um Aaron, der scheinbar noch am Leben ist, da die Zähne nicht durch den Gips kamen.

In der Höhle wundert man sich langsam, wo Mark eigentlich abgeblieben ist. Nachdem man sich sicher ist, dass er wohl nicht mehr auftauchen wird, diskutiert man, wer denn todesmutig mit dem Benzinkanister und der Fackel in die Mitte der Höhle läuft, um alles in Brand zu setzen. Henry meldet sich freiwillig, weil er ja auch für das Problem verantwortlich ist. Christine und Blake tauchen zurück. Henry verteilt das Benzin in der Höhle, indem er durch die Gegend läuft, Bissen ausweicht und die Leuchtfackel schwingt. Dann steht er in der Mitte des Raums und wird von einer der Spinnen erwischt. Mehrere der Viecher reißen ihn auseinander, aber die Fackel fällt in eine Benzinpfütze und setzt die Höhle in Brand.

Christine und Blake tauchen auf und gehen zurück zum Kiosk. Sie finden die Trümmer und die tote Octopusspinne vor. Tatjana und Aaron haben sich hinter dem Kiosk versteckt. Sie kommen, als nach ihnen gerufen wird. Blake will wissen, was passiert ist und Tatjana erklärt, dass Insektenspray einfach super ist. Blakes Hoffnung, dass Henry heldenhaft alle Octopusspinnen abgefackelt hat, wird schnell zerstört, denn die Tiere sind vor dem Feuer geflüchtet und fallen jetzt in die Hafenstadt Octo Bay ein.

Blake hat wie immer einen Plan. Alles Insektenspray aus dem Kiosk wird eingepackt und auch die Supermärkte werden geplündert. Währenddessen zerlegen die Octopusspinnen die Stadt und deren Bewohner mit viel Gemetzel. Blake will sie mit einer Riesenladung Insektenspray erledigen. Christine schlägt vor, mit dem Helikopter aus dem Krankenhaus über die Stadt zu fliegen und das Spray von oben zu verteilen. Gesagt, getan. Der Heli fliegt los und man sprüht mit dem Spray rum. Allerdings springt eine der Spinnen von einem Dach an den Helikopter. Der Pilot verliert die Kontrolle. Blake, Tatjana, Christine und Aaron springen ab und landen auf einem Dach. Der Heli stürzt mitten in die Stadt und eine gewaltige Insektensprayexplosion erzeugt eine Feuerwelle die die Stadt, die letzten überlebenden Bewohner und die Spinnen abfackelt.

Auf dem Dach küssen sich Tatjana und Aaron und auch Blake und Christine schauen sich in die Augen, wissend, dass sie eine gemainsame Zukunft vor sich haben. Als letzten Gag erlegt Tatjana eine kleine Spinne mit der letzten übriggebliebenen Dose Insektenspray. Alle lachen und das wars.

Oder nicht? In jedem schlechten Horrorfilm muss am Ende natürlich etwas überleben. Nach den Endcredits schwimmt eine Octopusspider durchs Meer. Über ihr fährt ein Kreuzfahrtschiff übers Wasser. Das Vieh nimmt Kurs auf das Schiff …

Kingdom Of The Spiders – Horrorctober 2014

Zeit für etwas Tierhorror. Ich hatte die Wahl zwischen Schlangen und Spinnen. Da ich aber zuletzt schon im Dschungel war, und die Schlangen wohl auch genau dort ihr Unwesen treiben werden, habe ich mich erst mal für die Spinnen entschieden.

KINGDOM OF THE SPIDERS – Mörderspinnen – USA – 1977 – 97 Min.

Starring: Der erste Captain der Enterpise

Drei Sekunden rum und von der Musik hab ich schon jetzt nen Tinitus. Dann schlägt das aber zum ruhigen Country um, was nicht unbedingt besser, aber erträglicher ist.

Es geht los, auf einer Farm irgendwo mitten in der Wüste. Freude darüber, dass die einzige Kuh gesund ist. Das kann man schon mal ausgiebig feiern. Macht man aber nicht, denn nach tausend Nahaufnahmen der Kuh gehe ich davon aus, dass sie gerade von einer Spinne gebissen wurde. Sicher kann man da aber nicht sein.

Captain Kirk fängt nen Bullen im Nirgendwo und ballert ihm ne Spritze in den Arsch. Dann fängt er seine Begleiterin mit einem Lasso, fummelt etwas mit ihr rum, nur um sie dann wegzustoßen, weil er nicht sein Bruder ist. Äh, ja. Ich erwarte keine Erklärung.

Rack wird dann zu einem Notfall gerufen, denn er ist der Wüstentierarzt. Es geht, oh Wunder, um eine kranke, sabbernde Kuh. Rack nimmt die Kuh mit nach Hause, um weitere Untersuchungen anzustellen und findet heraus, dass er keine Ahnung hat, was los ist. Und dass die Kuh tot ist.

Farmer Fred, oder wie auch immer er heißt, ist untröstlich über den Verlust seiner Kuh und … Meine Fresse, wer zur Hölle nimmt seinen Ochsen auf dem Rücksitz mit? Aber ging ja auch nicht anders, denn auf der Ladefläche ist ja schon der Hahn. Naja, an der Dorftanke will Rack mal seine Reifen wechseln lassen und wenn ich mir den Schuppen so ansehe, würde ich lieber auf den Felgen weiterfahren.

Iiiiihhhh … eine Spinne. Damit konnte man jetzt nun wirklich nicht rechnen. Der Reifenprofi wird gebissen und ist nicht begeistert.

Und da ist die reiche Tussi aus der Großstadt, die in keinem Film dieser Art fehlen darf. Nachdem sie Rack für den Tankwart gehalten hat, verrät der ihr, wo sie ein Zimmer mieten kann. Nachdem das erledigt ist, sucht sie Rack auf, weil sie scheinbar nen guten Tierarzt braucht. Bei dem war zuvor auch schon der Bürgermeister, um sich erst mal ein paar Kannen reinzuschütten.

Diane, die Tuse aus der Stadt, hat die Blutergebnisse der Kuh dabei und erklärt, dass sie durch Spinnengift verreckt ist. Rack hält das für unwahrscheinlich, aber ist eben so.

Diane ist dann auch für die unausweichliche Duschszene verantwortlich. Beim frisieren findet sie eine Vogelspinne und bringt sie nach draußen. Ähm, so richtig Mörderspinnenmäßig war das jetzt aber nicht.

Diane und Rack besuchen den ehemaligen Kuhbesitzer und finden dessen toten Hund. Kurzer Test und drei Sekunden später ist klar, dass der Hund auch an einem Spinnenbiss gestorben ist. Der Kuhmeister zeigt ihnen einen Spinnenhügel, den er am Morgen gefunden hat. Also einen Haufen Dreck, in dem tausende von Spinnen leben. Diane nimmt eine mit, um ein paar Test zu machen, weil sie eben gerne testet.

Rack und Diane gehen was trinken und labern rum, wie man das halt so macht. Danach quatscht man in Dianes Raum weiter und wir wissen alle, wo das Geschnulze hinführt. Jetzt macht mal voran da. Ich will Spinnen sehen!

Bevor sie in der Kiste landen, haben sie aber noch Plan B und wollen Spidermountain abfackeln. Kuh-Karl hat gerade den selben Plan. Das wird aber erst mal unterbunden, als ein wilder Stier ausbricht und dann, übersät mit Spinnen, zusammenbricht. Let the Fackeling begin. Expertenmäßig, wie sie nun mal sind, stecken sie natürlich nur einen Teil des Hügels in Brand, was dafür sorgt, dass die anderen Spinnen ne Fliege machen.

Rack und Diane reiten mit Racks Nichte in die Wüste und … stehen eben in der Wüste rum. Christopher Kuh-lombus fährt derweil raus, um die Welt zu erforschen, oder so. Weit kommt er aber nicht, denn eine Spinne beißt ihm ins Auge. Kurz darauf wird sein Wagen gefunden, in dem er völlig zugespinnt rumhängt.

Nachdem dann eine halbe Ewigkeit gar nix passiert, passiert immer noch nichts. Dann hebt ein Typ mit nem Flugzeug ab und wird, nachdem man ihm acht Stunden beim Rumfliegen zusehen durfte, von den Spinnen angefallen, woraufhin er mit dem Flieger in die Tankstelle stürzt.

Die Frau des verblichenen Kuhfarmers stellt sich als äußerst intelligent heraus. Die Spinnen fallen in ihr Haus ein und sie ballert mit einem Revolver durch die Gegend. Highlight ist dann, dass sie, als eine Spinne auf ihrer Hand sitzt, sich die komplette Hand wegballert. Hauptsache die Spinne ist weg.

Und es folgt direkt das nächste Highlight, in Form von Overacting aus der Hölle. Racks Nichte schaukelt rum und unter ihr ist alles voller Spinnen. Die Mutter sieht das und läuft, hysterisch schreiend und einen Besen schwingend, nach draußen. Das ist die erste Lektion auf jeder Schauspielschule, glaube ich. Die Mutter schafft es nicht, aber Rack eilt zur Rettung seiner Nichte.

Jetzt sind die Spinnen wirklich überall und die Hauptaufgabe der Darsteller besteht darin, mit den Händen an sich rumzuwischen und so zu tun, als würden sie Spinnen wegschlagen. Und überall Leichen zu finden. Und Spinnen wegzuwischen. Und durch die Gegend zu rennen. Und Spinnen wegzuwischen. Und rumzuschreien. Und Spinnen wegzuwischen. Und doof zu gucken. Und Spinnen wegzuwischen.

Mehr passiert dann eben in den letzten 20 Minuten auch nicht mehr. Bis Rack dann im Keller von den Spinnen erwischt wird und sich in die Küche schleppt, um dort vor allen anderen Anwesenden zusammenzubrechen.

Sonnenaufgang über Tarantula Valley. Shatner ist wieder fit, weil Spinnengift bei ihm nicht wirkt, oder weil er schon mal von einer radioaktiven Spinne gebissen wurde und jetzt Spiderman ist, oder weil eben sonst niemand die Tür mit einem Hamer aufbrechen kann. Ein Blick nach draußen verrät jedenfalls, dass das ganze Dorf von Spinnenweben übersät ist und es kein Entkommen geben wird.

Glücklicherweise gibt es für mich ein Entkommen, denn an dieser Stelle ist der Streifen dann vorbei und ich kann mich wieder aufregenderen Dingen widmen. Zum Beispiel einem anderen Spinnenfilm.

Hier ist die Horrorctober Übersicht.

Horrorctober 2014

Es wird spooky, hier im Blog. Oder auch nicht. Whatever. Jedenfalls steht der Horrorctober an. Wer nicht weiß, worum es dabei geht, kann HIER alles dazu nachlesen.

 

Wie es sich für diesen Blog gehört, habe ich 13 echte Knaller rausgesucht, die dann auch alle ihren wohlverdienten Schrotteintrag kriegen werden. Es erwarten uns Zombies, Killer, Spinnen, Schlangen, Dämonen und alles, was das Horrorherz begehrt.

 

Hier also meine 13 Horrorfilme, direkt aus der Schrottfabrik:

 

ALL CHEERLEADERS DIE – 2013

BLOODY MARY – 2006

CABIN FEVER – 2002

CLOWNHOUSE – 1989

DARIO ARGENTOS PHANTOM OF THE OPERA – 1998

DEMON ISLAND – 2002

FLIGHT OF THE LIVING DEAD: OUTBREAK ON A PLANE – 2007

KING COBRA – 1999

KINGDOM OF THE SPIDERS – 1977

PARASOMNIA – 2008

ROADSIDE MASSACRE – 2012

SLEEPAWAY CAMP – 1983

ZOMBIE WOMEN OF SATAN – 2009

Filmschrott TV-Tipps 27.09. – 03.10.2014

Ich könnte ja jetzt erst mal darauf eingehen, dass sich am Samstag auf PRO 7 wieder mal Z-Promis im Boxring gegenseitig in die Fresse hauen und es tatsächlich Leute zu geben scheint, die sich den Scheiß angucken, aber Schrott wäre dafür noch untertrieben. Deshalb komme ich lieber zu den wirklich „interessanten“ Sachen:

SAMSTAG

20.15 Uhr – TELE 5 – Vipers – Tara Reid rennt vor Schlangen weg.

22.10 Uhr – TELE 5 – Arachnoquake – Edward Furlong rennt vor Spinnen weg.

So besoffen, wie die beiden im realen Leben immer zu sein scheinen, fürchte ich, dass sie nicht weit kommen werden.

Am Sonntag rennt keiner weg, da bleiben alle schön zu Hause auf dem Sofa.

MONTAG

20.15 Uhr – KABEL 1 – Catwoman – Halle Berry im hautengen Catsuit. Moment mal, warum war das noch mal Schrott? Mehr braucht ein guter Film doch eigentlich gar nicht, oder?

20.15 Uhr – TELE 5 – Meteor Apocalypse – Wer nicht auf eine heiße Beere steht, kann sich alternativ Meteoriten ansehen, die auf die Erde regnen. Leider ist mir nicht bekannt, ob ne geile Tussi im Catsuit vorkommt. Aber ich fürchte nicht.

22.00 Uhr – TELE 5 – Apocalypse Earth – Nachdem die Erde von Aliens übernommen wurde, fliehen die Menschen ins All. Erinnert irgendwie an LOST IN SPACE. Ist wahrscheinlich auch genau so, äh, gut.

DIENSTAG

22.05 Uhr – RTL NITRO – Hollywood Monster – Der Geist eines Butlers spukt in einer Uhr rum und weist ein paar Blagen darauf hin, dass in einem alten Haus ein Schatz versteckt ist. Aber wisst ihr, was das beste daran ist? Der Müll ist von Roland Emmerich. Na dann, viel Spaß.

DONNERSTAG

20.15 Uhr – VOX – Fast & Furious – Äh, der Teil, wo sich dann der ganze Cast wieder erblödet hat, bei dem Kack mitzumachen. Hab jetzt keinen Bock, den Untertitel hier hin zu schreiben. Das wäre pure Zeitverschwendung.

FREITAG

02.25 Uhr – PRO 7 – Outpost – In einem Nazibunker lauert ein Vieh, oder Dämon, oder ne menschliche Kuh, oder was weiß ich. Jedenfalls was echt gefährliches. Spannung ist garantiert.

03.55 Uhr – PRO 7 – Dracula 2 – Medizinstudenten erwecken Dracula zum Leben. Mit Sicherheit viel besser, als Teil 1. Wer will schon Vampire in alten Schlössern? Jeder will Vampire in der Medizinschule. Ist doch klar.

Habt ihr auch noch Tipps parat? Dann lasst nen Kommentar da.

Irreführende Weltraumnavigation

„Houston, we have a problem!“ – Apollo 13, 1995

Hollywood hat ebenfalls ein Problem. Es nennt sich: Ideenlosigkeit. Unendliche Fortsetzungen und Remakes wechseln sich auf den Leinwänden ab. Aber was macht man, um die Zeit zwischen Fortsetzungen und Remakes zu überbrücken? Man stöbert in alten TV-Archiven, auf der Suche nach Serien, die man auf der großen Leinwand neu aufarbeiten kann, um dieses Unternehmen dann völlig in den Sand zu setzen. Ein Beispiel für diese Vorgehensweise gibt es hier:

LOST IN SPACE – USA – 1998 – 125 Min.

Starring: Oldboy, wenn er ein Mann ist, und ein Freund

Die Vorgeschichte ist schnell erklärt: Familie Robinson soll, im Jahre 2058, mit einem Raumschiff zu einem Planeten fliegen, um dessen Besiedlung vorzubereiten. Fertig.

Erst mal greifen direkt irgendwelche Terroristen die Raumstation an, aber Major Don West, gespielt von Matt LeBlanc, eilt zur Rettung. Nebenbei haut er billige One-Liner raus und rettet seinem Kumpel das Leben. Unser Held des Films ist also gefunden und mit LeBlanc natürlich großartig besetzt. Der beweist direkt, dass es für ihn wohl keine große Herausforderung dargestellt haben dürfte, in Friends einen schlechten Schauspieler zu mimen.

Eine Lehrerin beschwert sich bei Mutter Robinson über ihren Sohn, der wohl ein ganz schlauer Kopf ist und ständig mit Technikkrempel rumexperimentiert. Dabei hat er die Stromversorgung der Schule lahmgelegt, was die Lehrerin ganz schön auf die Palme bringt. Den kleinen Will interessiert das wenig und er verwandelt den Körper seiner Lehrerin in der Hologrammübertragung in nen Drachen und anderen Kram. Der Haussegen hängt schief, als Tochter Robinson klarstellt, dass sie absolut keinen Bock hat, ins All zu fliegen und lieber Party mit ihren Freunden machen würde.

Da der ursprüngliche Pilot wegen ner Grippe nicht fliegen kann – eigentlich ist er tot, aber dass darf keiner wissen – wird kurzerhand Major West der Mission hinzugefügt, der genau so begeistert ist wie Tochter Robinson, da er lieber Terroristen wegbomben will.

Neben William Hurt, der Vater Robinson spielt, hat sich auch Gary Oldman überreden lassen, in diesem Streifen mitzumischen. Der verhandelt gerade seinen Preis für die Sabotierung der Mission, denn er ist ein Undercover-Spion oder so was.

West schmeißt sich an die ältere Tochter Robinson ran, was Vater Robinson natürlich gar nicht gefällt. Der streitet sich zu Hause angekommen mit seiner Frau, womit jetzt endgültig klar ist, dass hier jeder jeden kacke findet.

Oldman schleicht sich in einer Nacht und Nebel Aktion – naja, eher Nacht ohne Nebel – auf das Schiff und manipuliert einen Roboter, damit der alle killt, die auf dem Schiff sind. Sein Boss betrügt ihn aber und knockt ihn irgendwie über Funk aus, wodurch er nicht mehr vom Schiff kommt und mitfliegen darf. Die Robinsons werden in ihren Kapseln eingefroren und West hebt ab.

Bei der Gestaltung des Raumschiffs hat man sich voll ins Zeug gelegt. Das Teil sieht aus, als hätte man zwei Suppenteller übereinandergestülpt. Nix gegen Old-School, aber etwas mehr Einfallsreichtum kann man ja wohl verlangen. Immerhin wird die Außenhülle abgesprengt und es erscheint ein fliegendes Frisbee mit Windschutzscheibe.

Nachdem West sich in seinen privaten Kühlschrank begeben hat, wacht Oldman – dessen Namen man immer noch nicht erfahren hat – auf. Auch wenn ihm seine Hand durch die komische Funkausknockaktion ganz schön schmerzt, versucht er den Roboter aufzuhalten, der im Schiff Amok läuft. Dazu weckt er die Robinsons auf und man ballert wild durch die Gegend, was den Roboter wenig beeindruckt. Der Sohn mit Einstein-IQ schafft es dann im Vorbeigehen, die Kontrolle über den Todesroboter zu übernehmen und rettet vorerst die Mission. West will Oldman um die Ecke bringen, aber der ist scheinbar der Einzige, der Judy retten kann, die noch in ihrer Gefrierkammer eingeschlossen ist – und zwar in dem er die Kammer mit ner Brechstange aufhebelt. Das kann nämlich sonst niemand. Da man zu nah an der Sonne ist, beschließt man, durch sie hindurch zu fliegen. Ja, durch die Sonne hindurch. Äußerst genialer Plan. Kaum warm, aber das Schiff kann das wohl ab. Dabei reist man dann durch die Zeit, oder den Raum, oder beides, oder was auch immer, jedenfalls gibt’s Bullet-Time und man landet … irgendwo.

West überzeugt Dr. Smith – so heißt Oldmans Charakter – mit Waffengewalt, ihn zu begleiten, ein verlassenes Schiff zu erkunden. Man erfährt, dass das verlassene Schiff auf der Suche nach ihnen war. Bevor man weiter darüber nachdenken kann, verfolgt man einen Weltraum-Chamäleon-Affen in den schiffseigenen Regenwald und wird von Space-Spinnen angegriffen. Aber Major West hat einen ausfahrbaren Ritterhelm in seinem Hemdkragen versteckt und ballert, durch diesen geschützt, die Spinnen weg. Eine der Spinnen kratzt Smith am Rücken, obwohl es den gar nicht gejuckt hat. Die Flucht gelingt und West bombt das Schiff weg, weil er Spinnen hasst. Bei der Flucht vor der Druckwelle der Explosion stürzt man auf einem fremden Planeten ab.

Die Story dümpelt mit jeder Menge Schuldzuweisungen und dummen Geschwafel vor sich hin und man geht erst mal pennen. Am nächsten Morgen entdeckt man eine gewaltige Weltraumblase im Wald. Vater John vermutet, dass es eine Zeitblase ist, wie eine durch die sie im Weltall geflogen sind. Sein Sohn vermutet, dass jemand eine Zeitmaschine gebaut hat, die für diese Blase verantwortlich ist, was sich später auch als wahr herausstellen wird – sorry für den Spoiler – was aber absolut nicht erklärt, wo denn eigentlich die Zeitblase im Weltraum herkam. Es werden noch ein paar Sentimentalitäten ausgetauscht, dann brechen John und Don auf, um die Zukunft zu erkunden. Will baut derweil nen neuen Roboter und die Mädels reparieren das Schiff. In der Zeitblase werden West und Robinson erschossen. Im Schiff quatscht Smith Will zu, damit dieser ihn in die Zeitblase begleitet. Will, der technisch ein Genie ist, aber sonst scheinbar die Intelligenz von Mondgestein besitzt, lässt sich natürlich schnell überzeugen und man latscht zum Wald der Zukunft. Dort findet Smith die Gräber der Weiber.

John findet sich in einer zukünftigen Version seines Schiffes wieder und trifft auf Old Will. Der hat eine Zeitmaschine gebaut und will den Start des Fluges in der Vergangenheit verhindern. Young Will gibt Smith ne Waffe, was sich natürlich als Fehler herausstellt. Der stürmt das Schiff der Zukunft und übernimmt den Laden. Er will selber zurück in die Vergangenheit reisen, aber hier kommt Spider-Smith, der durch den Spinnenbiss zu einem Spinnenmann nutiert ist, und haut seinem jungen Ich in die Fresse und wirft ihn von einer Plattform. Spider-Smith scheint seinen Plan nicht ganz durchdacht zu haben, denn würde der Tot seines alten Ichs nicht ein Paradoxon bedeuten, in dem er ihn gar nicht von der Plattform hätte werfen können? Doc Brown könnte das sicher genauer erklären.

Young Will labert den Roboter der Zukunft zu, der dadurch die Seiten wechselt, weil Will der Roboterpflüsterer ist. Die Frauen ballern eine Leuchtrakete in die Zeitkuppel und keiner weiß warum. Old Will stellt fest, dass Spider-Smith ihn verraten hat – was für eine Wende – und die Frauen gekillt hat. Spider-Smith ist schwanger und will die Erde beherrschen. Dafür braucht er natürlich Wills Zeitmaschine. Old Will wird gekillt, aber sein Vater ist zur Stelle. Er haut Spider-Smith nen Schraubenschlüssel in die Fresse, worauf der von den Spinnenbabys gefressen wird, da diese ihre eigenen Verwundeten essen.

Don und Nicht-Spinnen-Smith erreichen das Original-Schiff und heben ab. Old Will lebt natürlich doch noch und guckt gemeinsam mit seinem Vater zu, wie das Schiff in einem Asteroidenhagel explodiert. Will hat ne Idee, wie er das rückgängig machen kann, und stößt seinen Vater in die Zeitmaschine. Der landet im Schiff kurz bevor es versucht hat den Planeten zu verlassen. John hat den Plan der Pläne und schlägt vor, durch den Planeten hindurchzufliegen. Warum auch nicht? Hat ja auch schon bei der Sonne funktioniert. Man entkommt und fliegt Richtung Heimat, auch wenn kein Mensch weiß, wo das eigentlich ist. Und das war’s dann. Nebenbei hat man wohl völlig vergessen, dass man den spinnenbissverseuchten Smith noch an Board hat, den man jetzt mit nach Hause nimmt. Aber was soll’s, Hauptsache die Familie ist gerettet. Scheiß auf die Erde.

Immerhin haben wir gelernt, dass Weltraum-Chamäleon-Affen echt süß sind.