Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Sci-Fi

Förderung von Gedankenblitzen

„Is it safe?“ – Marathon Man, 1976

Nö, ist es nicht. Zumindest in diesem Film ist gar nix sicher. Außer die Gewissheit, dass es sich mal wieder um absoluten Müll handelt.

CRASH POINT ZERO – Final Crash: Concorde in den Tod – USA – 2001 – 93 Min.

Starring: The Cast From The One With The Virusinfected Snakes

Es schneit in den Bergen. Und irgendwelche Typen latschen durch den Schnee. Sie erreichen ihr Ziel, und zwar irgendeine Stelle im Nirgendwo, an der die radioaktive Strahlung höher ist, als an anderen Stellen, oder so. In einer Höhle finden sie Teslas Todesstrahl, mit dem man per Gedanken eine atomare Explosion auslösen kann. Oh Yeah, das kann nur gut werden. Oder besser gesagt, totaler Bullshit. Jedenfalls wollen sich zwei der Typen das Ding unter den Nagel reißen, aber Dr. Hunter bombt sie durch Gedankenübertragung weg. Der anschließende Plan ist die Todesmaschine zu zerstören. Warum man das Teil dann mit in ein Flugzeug nimmt, bleibt unbeantwortet.

Im Flugzeug sitzt das Who-Is-Who der amerikanischen Z-Prominenz. Irgendein Model, ne Fernsehmoderatorin und andere Koryphäen der Unterhaltung. Nicht zu vergessen eine Horde bewaffneter Terroristen, die von einem Typen namens Beck angeführt werden. Die wollen natürlich den Todesstrahl, von dem sie aus dem Internet erfahren haben. Woher auch sonst? Das World Wide Web weiß einfach alles! Hunter ist aber nicht bereit, die Maschine kampflos aufzugeben, schnappt sich eine Knarre und ballert rum. Kurz darauf stürzt der Flieger in den Bergen ab.

Hunter schickt seine Tochter Nadia mit der Maschine los. Die soll die CIA verständigen. Dass man eigentlich keine Ahnung hat, wo zur Hölle man eigentlich ist, scheint keine Rolle zu spielen. Beck kriegt das mit und nimmt die Verfolgung auf. Nadia kann ihn aber an nem Bach abhängen.

Agent Jason Ross, der Dr. Hunter und die Maschine zur CIA bringen soll, will Hunter suchen, aber kriegt keine Erlaubnis.

Im Flugzeug stellt der Pilot klar, dass man frühestens am nächsten Tag nach ihnen suchen wird. Deshalb sollte jemand Hilfe holen. Äh, wozu hatte Hunter seine Tochter noch mal losgeschickt? Die erreicht eine Hütte am Arsch der Welt und ruft bei der CIA an. Die Abgestürzten besaufen sich derweil. Einige von ihnen wollen Hilfe holen und ziehen los. Ein Bär kommt vorbei, aber macht erst mal nix. Das Model hat schon nach zwanzig Metern keinen Bock mehr, aber man latscht trotzdem weiter, um eine Unterkunft für die Nacht zu finden.

Beck kommt an ein Motel und ruft bei ein paar Freunden an. Der Hilfeholtrupp findet ne Höhle, in der sie pennen wollen. Im Flugzeug sitzt ein Diabetiker, dessen Medizin natürlich weg ist. Es wird viel rumgequatscht und es stellt sich heraus, dass die Leute der Suchgruppe wohl keine Freunde mehr werden.

Nadia besäuft sich in der Hütte und spielt mit der Teslamaschine rum. Im Flugzeug beschließt ein Typ nach Feuerholz zu suchen. Warum auf die Idee keiner gekommen ist, als es noch hell war, wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben. Hunter macht sich an eine Schriftstellerin ran. Der Bär killt den Typen, der Feuer machen wollte.

Agent Ross kommt mit nem Helikopter an der Hütte an. Beck hat plötzlich auch nen Hubschrauber und ballert die Hütte zu Kleinholz. Ross und Nadia fliehen mit nem Jeep und Ross bringt die schlechtesten Oneliner, seit Menschengedenken. Man erreicht einen Zug und springt auf.

Der Zustand des Diabetikers verschlechtert sich. Hunter geht mit einem anderen Typen auf Bärenjagd. Der Suchtrupp kämpft sich durch den Schnee. Einer von ihnen gibt den Löffel ab, was den Rest aber eher kalt lässt. Hunters Kumpel ballert das komplette Magazin aus der Waffe leer, weil er nen Baum für den Bären hält. Hunter ist nicht erfreut.

Im Zug haben sich Nadia und Ross am Arsch. Im Flugzeug versucht Hunter weiter, die Schriftstellerin flachzulegen. Der Suchtrupp sieht in der Ferne einen Hubschrauber und jemand hat die großartige Idee, durch etwas Rumgeballer auf sich aufmerksam zu machen. Das hat allerdings den Nebeneffekt, dass eine Lawine ausgelöst wird, bei der der Pilot draufgeht.

Hunter und sein Kumpane gehen auf nächtliche Bärenjagd. Hunter hat extra dafür einen Stock in Batteriesäure getunkt. Was auch immer das bringen soll. Im Zug gibt’s den tollen Twist, dass einer von Jasons Agenten mit Beck zusammenarbeitet. Der macht sich mit dem Todesstrahl vom Acker. Ross killt seinen Ex-Kollegen. Beck haut mit nem Tanklaster ab. Ross ist wie jeder gute CIA-Agent eine ganz ehrliche Haut und lässt Nadia ein Auto klauen. Er selbst springt auf den Laster auf.

Hunters Partner wird vom Bär attackiert. Hunter ballert den Bär ab, kann seinen Kumpel aber nicht mehr retten. Ross hat sich in der Zwischenzeit den Laster unter den Nagel gerissen, fährt den aber zu Schrott. Beck will Ross abknallen, aber die Bullen kommen. Die sind aber wohl auf Becks Seite. Warum weiß kein Mensch. Nadia ballert durch ne Straßensperre und holt Ross ab. Der hat die Selbstzerstörung an Teslas Gedankenbombe aktiviert. Beck krallt sich den Koffer aber es fliegt alles in die Luft.

Die letzten zwei Überlebenden der Lawine werden von einem Rettungshubschrauber abgeholt. Auch die Leute im Flugzeug werden gerettet und alle lebten glücklich und zufrieden, bis ans Ende ihrer Tage. Zumindest, bis Hunter die nächste verschollene Todesmaschine ausbuddelt.

Kurz und schmerzvoll, mal wieder. Aber immerhin haben wir gelernt, dass Nikola Tesla wohl mehr auf dem Kasten hatte, als nen Stromkreis zu schließen.

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Dieser Film darf nie passieren #2

Back by popular demand. Nachdem der erste Teil so gut ankam – und ich mir glücklicherweise eine Möglichkeit der Fortsetzung offen gehalten habe – geht es jetzt weiter mit unser aller Lieblings-Cyborg-Jägern.
Während ich mir beim Vorgänger noch Gedanken gemacht habe, wollte ich hier dem Stil einer Fortsetzung treu bleiben, und habe das ganze in einer Stunde zusammengefuckelt. Na dann, viel Spaß.

FILMSCHROTT Presents

A BAY/EMMERICH PRODUCTION

Til Schweiger Megan Fox

NEW YORK HEAT

New York, die Stadt der … die Stadt des … die Stadt, die, äh … New York, die Metropole. So. Die Stadt ist belebt. Überall ist was los. Viele Menschen. Viele Gebäude. Viele Taxis. Streunende Hunde. Streunende Katzen. Streunende Penner. Alles was dazu gehört, eben.

Jack Jackson und Joan Jones ignorieren diesen Trubel momentan. Denn sie sind im Bett und machen das, was man da eben so macht. Schlafen. Nach den Vorkommnissen aus Teil 1, sind sie vom Dienst suspendiert. Man hielt es nicht für angemessen, sie weiter zu beschäftigen, nachdem sie indirekt für die Versenkung von Hawaii verantwortlich waren. Trotzdem können sie es sich noch leisten in einem Bonzenappartement mitten in Manhattan zu wohnen.

Der Wecker klingelt, was den üblichen Tagesablauf der beiden, bestehend aus Aufstehen, Frühstücken, vor dem Fernseher rumgammeln, sich rumzoffen und Versöhnungssex, in Gang bringt.

Das Meer. Es rauscht. Es wellt. Es macht eben das, was das Meer so macht. Mitten im Meer befindet sich eine kleine Insel. Am Strand dieser Insel steht eine Frau. Ihr bekiffter Blick lässt vermuten, dass sie einige fragwürdige Pflanzen auf der Insel gefunden hat. Aber es handelt sich nur um Kristen Stewart aus Teil 1, die auf das Meer hinausblickt.

Auf dem Meeresgrund liegt das Wrack eines Tankers. Fische schwimmen herum. Haie fressen die Fische. Ein Wal frisst die Haie. Der Wal wird von einem Laser zerfetzt. Drei metallene Gestalten laufen durch die Blutwolke.

Am Strand gehen sie an Land. Kristen Stewart schneidet sich ein Stück Haut ab und reicht es rum. Bei der Berührung der Haut, nehmen die Cyborgs wieder ihre menschliche Gestalt an. Arnie, Affleck und Diesel. „We are back“, sagt Schwarzenegger. Gemeinsam latschen sie in den Dschungel.

Schweiger kauft sich was zu saufen. Ein Dieb will eine Palette des feinsten, roten Tropfens aus dem Tetra Pak stehlen, aber Jack haut ihn um und säuft sich den Wein selber rein. Die Cops kommen und wollen den jungen Typen verhaften. Aber Jack meint, dass er sich um den Jungen kümmern wird. Er braucht nämlich einen Saufkumpanen. Natürlich erzählt er das den Bullen nicht. Der Name des Jungen ist Mark Marks, gespielt von Zac Efron. Die beiden gehen zu Jacks Wohnung. Joan ist angepisst, was Megan Fox dadurch darstellt, dass sie eine Tür knallt. Zu keiner Zeit ist eine Kamera auf ihr Gesicht gerichtet, weil sonst jeder sehen würde, dass sie gar nicht wütend ist.

Am Strand segelt ein Schiff davon, dass die Cyborgs kurzerhand gebaut haben. Ja, die können das. Was meint ihr, wie einfach es ist, mit nem Laser Holz zu bearbeiten?

Abend in der Stadt. Die Alkoholvorräte sind aufgebraucht. Mark erzählt, dass er auf der Straße lebt, seit er von zu Hause abgehauen ist. Charakterbeschreibung abgehakt. Mehr wird nicht kommen.

Joan guckt aus dem Fenster zum Mond und stellt fest, dass es so aussieht, als würde sich auf ihm etwas bewegen. Foreshadowing. (Diese Szene wurde noch schnell von einem Praktikanten ins Drehbuch gekritzelt.)

15 Minuten des Films rum und noch keine Explosion. Das muss sich ändern. Die Cyborgs erreichen mit ihrem Schiff die Stadt und lasern alles weg. Chaos, Explosionen, schreiende Menschen, bellende Hunde, miauende Katzen, rülpsende Penner. Alles was dazu gehört.

Die Geräuschkulisse geht auch an Jack, Joan und Mark nicht vorbei. Fox guckt aus dem Fenster und weiß sofort: „They’re back.“ Glücklicherweise haben sie ein riesiges Waffenarsenal im Hinterzimmer. Bewaffnet bis an die Zähne stürmen sie die Straße. Mark hat ebenfalls eine Knarre gekriegt. Natürlich kann er damit umgehen, weil er es einfach kann.

Stewart macht den anderen Cyborgs klar, dass es ihr Ziel ist, Kontakt mit ihren Leuten aufzunehmen. Arnie hat den Plan. Telefonzelle!

Der Mond. Er leuchtet. Er … ach, lassen wir das. Der Mond macht ja ohnehin nicht wirklich viel. Auf dem Mond parken einige Raumschiffe und überall laufen Leute rum. Es handelt sich natürlich um Cyborgs. Einer von diesen geht an sein Telefon.

Nach dem Gespräch brechen die Raumschiffe auf.

In der Stadt laufen Jack (wieder völlig nüchtern), Mark (nüchtern wie eh und je) und Joan (spielend, als wäre sie zu besoffen, irgendwas zu raffen, wie immer) durch die Stadt und finden die Cyborgarmee.

Balleraction. Wuhu! Arnie schmeißt erst mal die Telefonzelle nach den Bewaffneten. Die weichen aus und eröffnen das Feuer. Laserstrahlen fliegen durch die Luft. Einer davon erwischt einen Transporter voll mit Gasflaschen. Diese wirbeln unkontrolliert durch die Gegend und erwischen Diesel, der dadurch seinen Kopf verliert und explodiert. Die restlichen fliegen in Autos, Schaufensterscheiben und anderes Gedöns, und bringen alles zur Explosion.

Die Raumschiffe fliegen über irgendein Land hinweg und ballern aus allen Rohren. Viel Boom Boom und so.

Jackson, Joan und Marks haben sich hinter einigen Autos verbarrikadiert. Stewart, Arnie und Affleck zielen, wollen feuern, aber … eine Gruppe von Pennern, die ihr Territorium verteidigen wollen, bewerfen sie mit Bierflaschen.

Der Präsident (Eddie Murphy) wird über die Lage in Kenntnis gesetzt. Er muss eine Entscheidung treffen. Der böse Army-General, der niemals fehlen darf, überredet ihn dazu, die Raumschiffe mit Atomraketen wegzuballern.

In der Stadt wurden die Penner ausgeschaltet, aber Jack, Joan und Mark haben die Möglichkeit genutzt, um zum Hafen zu fliehen. Der Plan ist, die Cyborgs raus aufs offene Meer zu locken und sie da endgültig auszuschalten. Wie? Weiß keiner. Sie kapern ein Schiff, das zufällig rumsteht, und fahren los.

Die Cyborgs nehmen in ihrem selbstgebauten Schiff die Verfolgung auf.

Joan und Mark schauen sich auf ihrem Schiff um, während Jack das Teil fährt. In Containern lagern verschiedene Chemikalien.

In New York geht alles zu Bruch, was da ist. Hochhäuser stürzen ein. Autos fliegen durch die Gegend. Cyborgs und Raumschiffe ballern einfach alles nieder. Der Atomraketenangriff bringt nicht den gewünschten Erfolg. Präsident Murphy ist nicht erfreut und kackt den Militärfritzen an, der diese grandiose Idee hatte. Der hat Plan B. Napalm. Murphy meint aber, dass die Viecher scheinbar aus Metall sind. Commander Planlos entgegnet, dass auch Metall bei großer Hitze schmilzt. Präsideddie lässt sich überzeugen.

Die Cyborgs holen das Schiff ein und entern den Kahn. Hier bietet sich ein Oliver Kahn Cameo an, aber den Schreibern fiel nix ein. Jedenfalls latschen die Cyborgs über das Deck und suchen nach den Verfolgten. Diese haben sich versteckt. Die Cyborgs entdecken einen offenen Container und betreten ihn. Die Verfolgten schwingen sich an Ketten vor den Container und eröffnen das Feuer. Die Kugeln richten zwar bei den Cyborgs keinen Schaden an, aber durchlöchern die Fässer im Container. Die Salzsäure fließt aus den Fässern und löst langsam das Metall auf, aus dem die Cyborgs bestehen. Der Container wird verschlossen, das Cyborgschiff geentert und man fährt zurück.

Joan blickt in den Himmel. Über ihnen schwebt das Mutterschiff. Joan schaut ihre Mitstreiter an und erklärt, dass die einzige Möglichkeit, die Cyborgs aufzuhalten, die ist, das Mutterschiff zu zerstören, weil es als Datenquelle aller Kampfroboter dient. Woher sie das weiß? Das will auch Jack wissen. Joan nimmt ein Messer, das sie zufällig dabei hat und schneidet sich den Arm auf. MEGATWIST! Sie ist ebenfalls ein Cyborg from Outer Space. Sie ist vor Jahren auf der Erde abgestürzt und hat sich an die Menschen gewöhnt und sie lieben gelernt. Vor allem Alki-Jack.

10 Minuten lange Zerstörungsorgie in New York. Brücken begraben Autos unter sich. Scheiße explodiert am laufenden Band. Ein Tornado … taucht ausnahmsweise nicht auf. Stattdessen gibt es Blitze schleudernde Kampfroboter, die zerlegen, was die Cyborgs stehen lassen. Der Napalmangriff verpufft. Naja, nicht ganz, denn kaum ein Mensch überlebt das Geschehen. Die Cyborgs ballern munter weiter. Nur einer geht drauf, weil er von einer Autobahnbrücke begraben wird, nachdem das Feuer langsam die Stützpfeiler weggeschmolzen hat.

Jack und Mark wollen Joan helfen, das Mutterschiff zu zerstören. Die hat einen Plan. Einen Computervirus einspeisen, indem sie in das Herz des Schiffs gelangt. Jack will wissen, wie sie das anstellen will. Die Antwort liegt auf der Hand. Natürlich kann sich jeder Aliencyborg teleportieren. Das wird dann auch direkt demonstriert und die drei landen im New Yorker Appartment, das noch völlig intakt ist. Scheinbar ist es von einem Schutzschild gegen Atom- und Napalmangriffe umgeben.

Joan tippst an ihrem Laptop rum und hat den Virus fertig geschrieben. Sie verabschiedet sich, in einer herzzerreißenden – oder Würgreiz erzeugenden, je nach Ansicht – Szene, mit einem Kuss von Jack. Sie wird nicht zurückkehren, denn alle Cyborgs werden verrecken, wenn sie ihren Plan in die Tat umsetzt. Auch sie. Jack will sie aufhalten, aber sie muss es tun und bla. Sie beamt sich davon. Jack und Mark schauen sich an und treffen die stille Übereinkunft, alles wegzuballern, was mechanisch ist. Sie stürmen aus der Tür und cut …

Joan ist im Mutterschiff und trifft auf David Hasselhof, der den Angriff der Cyborgs leitet. Er quatscht Joan zu, dass sie eine von ihnen ist und so weiter. Die Andeutung, dass Joan die Seiten wechseln könnte, darf nicht fehlen, aber am Ende drückt sie natürlich auf Enter und speist das Virus ein. Brutzel flacker fling fling zosch und alle Cyborgs, Kampfroboter und Raumschiffe gehen zu Boden.

Jack und Mark stehen mitten in dem Chaos und sehen zu, wie um sie herum alles zusammenbricht. Sie werfen die Waffen weg und finden eine Flasche Schnaps in den Überresten eines Spirituosengeschäfts. Die Flasche wird geöffnet und die Siegesfeier kann beginnen.

Die Credits laufen runter, aber Moment. Da kommt noch was.

Auf dem Mond steht eine Gestalt in einem schwarzen Umhang und blickt zur Erde. Die Kamera zoomt auf sein Gesicht. Seine Augen glühen grün. Es ist ein Cyborg der neuen JCVD-Klasse.

Robotronischer Schauspielunterricht – Klasse 1

„Thats not a spaceship, thats a Transformer“ – Spaceballs

Nicht ganz, denn da gibt es auch noch andere Kampfroboter aus dem Weltall. Man kann natürlich darüber streiten, ob die Transformers-Streifen gut waren. Klar, es war bei weitem nicht die Neuerfindung des Kinos. Klar, die Storys waren ziemlich simpel gestrickt und nur Mittel zum Zweck. Klar, Megan Fox war dabei. Aber das alles war trotzdem irgendwie unterhaltsam und tausendmal besser, als das Grauen From Outer Space, das uns heute erwartet.

TRANSMORPHERS – USA – 2007 – 86 Min.

Starring: Ja, meine Fresse, da hat man wirklich einen unfassbar unbegabten Haufen zusammengetrommelt. Deshalb kennt man wohl auch keine Sau davon und wird mit etwas Glück nie wieder etwas von ihnen sehen.

Auf einem 20.000.000 Lichtjahre entfernten Planeten gibt es Leben. Und wie die Menschen eben sind, schickt man eine Botschaft des Friedens. Jetzt schon eher unrealistisch das Ganze. Menschheit und Frieden schließt sich irgendwie aus. Allerdings sind wohl auch die Lebewesen von dem Planeten nicht die friedlichsten, denn die bomben direkt mal die halbe Erde weg und übernehmen die Macht.

Die Menschen planen einen Gegenschlag mit einem magnetischen Kraftfeld. Mit diesem will man einen Roboter fangen und auf Schwachstellen untersuchen. Nach der Einsatzbesprechung mit allen Beteiligten, geht der Spaß los. Natürlich dürfen auch die üblichen Waffenvernarrten nicht fehlen, die eigentlich nur alles wegbomben wollen, was sich bewegt. Die Chance dazu ergibt sich dann auch, als der erste Roboter auftaucht. Nebenbei sind die Animationen hier so ziemlich die größte Grütze, die jemals einen Computer verlassen hat, aber was will man auch erwarten. Irgendwie hacken sich die Maschinen dann in das Kommunikationssystem. Das muss deshalb runtergefahren werden, wodurch alle die draußen sind verrecken, weil sie nicht zurück können, oder so.

Irgendeine Tussi hat Plan B. Nämlich den Verräter Warren Mitchell zurückzuholen, damit der die Roboter platt macht. Weil alle anderen sich vor den Robotern in die Hose pissen, stimmen sie dem Plan zu. Mitchell wird aufgetaut, nachdem er fünf Jahre lang eingefroren war. Der ist aber irgendwie weniger begeistert von seiner Begnadigung. Vielleicht, weil er jetzt in diesem Scheißfilm mitspielen muss.

Nach jeder Menge Gequatsche und dem Aufbringen von alten Erinnerungen, die sich mehr oder weniger auf die typischen „Wer hat damals wen gefickt“-Geschichten beschränken, sortiert Mitchell erst mal ein paar von den ihm unterstellten Soldaten aus, indem er ihnen in die Schnauze haut. Nur eine Frau darf bleiben, weil es ihr, im Gegensatz zu den anderen, gelingt, ihm eine zu knallen. Um die anderen Luschen zu ersetzen, fragt Mitch bei ner alten Freundin namens Claire nach, ob die nicht Bock hat, zu helfen, weil sie doch so gerne Befehle missachtet. Die bringt also ihr Team mit und die Mission kann starten.

Der Doktor erklärt noch mal, worum es geht und versucht dabei, Boris Becker Konkurrenz zu machen, indem er das Wort „Äh“ geschätzte acht Millionen mal, in drei Sätzen benutzt. Der Plan ist nebenbei immer noch, einen der Roboter gefangen zu nehmen, um über dessen Schaltkreis, oder Mikrochip, oder Platine, oder was auch immer, alle anderen Roboter abzuschalten.

Irgendwelche Tussis, und Claire, hauen sich in der schlechtesten Kampfszene der Filmgeschichte auf die Fresse. Die Jungs saufen sich derweil die Hucke voll, um sich auf den Kampfeinsatz vorzubereiten. Der Doktor hat eine selbstgebaute Androidin dabei, was die meisten Leute in der Truppe nicht so toll finden, da es ja nun mal Roboter sind, gegen die sie kämpfen. Itchy allerdings, findet das Teil voll scharf und will auch eine haben. Ich fürchte, ich weiß, was er damit vorhat.

Zeit für den Einsatz. Eine ganze Horde Roboter kommt angelatscht, aber außer scheiße auszusehen, machen die nicht viel. Allerdings lässt die nächste Welle nicht lange auf sich warten und es folgt die billigste Actionszene aller Zeiten. Ohne Scheiß, das Budget für die Effekte kann nicht mehr als 5 Euro betragen haben, denn was die hier bringen, hätte jeder Zwölfjährige auf seiner PlayStation basteln können. Die Soundeffekte sind übrigens genau so kacke. Der Plan gelingt aber trotzdem irgendwie, allerdings wird eine Tucke von den Robotern entführt. Deshalb nimmt eine andere die Verfolgung auf. Dadurch werden beide vom Rest der Truppe abgeschnitten.

Der große Twist folgt. Die Roboter sind gar keine Roboter, sondern stark gepanzerte Aliens. Toll. Was macht das jetzt für nen Unterschied? Na, was soll’s. Der Doktor nimmt, entgegen aller befehle, einen Teil des Roboteralienviechs mit zurück zum Stützpunkt, wodurch die anderen Roboteralienviecher ihren Standpunkt aufspüren können.

Die Roboter rücken an. Der Doktor fackelt etwas rum und hat nen ganz tollen Plan. Er hat irgendwas in dem Roboter umgepolt und jetzt muss das Teil in einen der anderen Roboter eingebaut werden. Da das aber nicht funktionieren kann, nutzt man einen Androiden. Aber nicht irgendeinen Androiden, sondern den ersten Androiden, den der Doktor gebaut hat: Warren Mitchell. Wow, was für ein Monstertwist. Ich vermute jetzt einfach mal, dass das hier alle Androiden sind und die deshalb so unfassbar hölzern spielen.

Mitch und der Doc ziehen los, um den letzten Plan auszuführen und alle Alienbots lahmzulegen. Alle anderen stellen sich draußen den Aliens entgegen. Weil grottenschlecht animierte Roboter aber noch nicht scheiße genug sind, braucht dieser Film unbedingt noch eine große Bluescreenszene. Die gibt es, als die Gruppe um Mitch und den Doktor auf fliegenden Motorrädern durch die Gegend ballert. Die erreichen dann die beiden versprengten Weiber, aber können nur noch eine davon retten. Dramatik pur an dieser Stelle. Wie immer, wenn ein talentloser Schauspieler versucht, traurig zu sein. Funktioniert auch hier überhaupt nicht. Weil der Streifen aber eh totaler Bullshit ist, lebt sie doch noch, was jetzt natürlich für Freude sorgen sollte, aber nicht hier. Hier reicht ein kurzes, emotionsloses „Du lebst“. Charakterdarsteller par excellence in dem Film.

Falls sich nebenbei jemand fragt, warum der Schinken eigentlich Transmorphers heißt: Die Roboter können sich natürlich verwandeln, oder transmorphisieren. Und zwar von rumballernden Robotern in … anders aussehende rumballernde Roboter. Ist schon der Wahnsinn, was diese Aliens so alles können.

Mitch verabschiedet sich von seiner ehemaligen Freundin, der es immerhin gelingt traurig auszusehen und sogar ein paar Tränen zu vergießen. Dann macht sich der erste Android auf, um den Plan auszuführen, den ich übrigens immer noch nicht kapiert habe. Trotzdem geht der aber selbstverständlich auf und alle Roboter kacken ab. Mitch aber leider auch, womit der Film dann auch endet. Obwohl „leider“ hier nicht richtig ist. Mitch aber „scheißegalerweise“ auch, passt an dieser Stelle besser.

Immerhin haben wir gelernt, dass „Wir kommen in Frieden“ auch nicht mehr das ist, was es mal war.

Media Monday #157

Immer noch WM, aber der Media Monday kann nicht warten.

 

1. Die einen treten sang- und klanglos ab, andere SchauspielerInnen ruinieren sich ihren Ruf im Alter mit halbgaren Rollen. Meryl Streep allerdings hat es geschafft, mich bis heute in ihren/seinen Rollen zu begeistern, denn die hat es einfach drauf und Eskapaden rund um sie sind mir auch keine bekannt. Sie konzentriert sich einfach darauf, gute Filme zu machen und genau so sollte das sein. (Außerdem passt das gerade so gut hier zu) .

2. Weil letzte Woche vehement danach verlangt worden ist (und die WM ja schließlich immer noch läuft): Der beste Fussballfilm von den drei, oder so, die ich kenne, ist Hooligans. Obwohl da nicht unbedingt der Fußball an sich im Mittelpunkt steht .

3. Wenn es darum geht, eine historische Persönlichkeit zu verkörpern, hat meiner Meinung nach ______ in ______ den besten Job gemacht, weil ______ . Fällt mir ehrlich gesagt nix zu ein, weil ich auch nie weiß, welche Filme davon jetzt eigentlich tatsächlich so passiert sind und welche Fiktional. Mel Gibson als William Wallace, Russel Crowe als, äh, Gladiator eben waren cool, aber wie nah das jetzt an den echten Typen war, vermag ich nicht zu beurteilen.

4. Früher konnte ich mit dem Genre Science-Fiction überhaupt nichts anfangen, aber nachdem ich festgestellt hatte, dass es dabei nicht nur um Aliens und Raumschiffkämpfe geht hat mich das bekehren können, weil das Feld doch sehr breit gefächert ist .

5. Das unsinnigste Merchandise-Produkt, das ich je gesehen habe ______ . Kenne ich mich nicht aus, kaufe so nen Kram nicht. Wahrscheinlich ein sprechender Toaster zu nem Animationsfilm, oder so.

6. Taschenbuch, Hardcover oder eBook? Taschenbuch, weil handlicher und besser zu blättern.

7. Zuletzt gesehen habe ich Costa Rica gegen Griechenland und das war 120 Minuten lahmes Ball hin und her Geschiebe , weil einfach keiner da was gebacken gekriegt hat. Das Elfmeterschießen war dann aber spannend.