Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Roddy Piper

Schrott Awards 2017

Zum dritten Mal gibt es also nun schon die Schrott Awards. Dieses Jahr steht neben der großen Preisverleihung vor allem das gewaltige Aufeinandertreffen der Wrestlinggrößen Hulk Hogan und Rowdy Roddy Piper auf dem Programm. Deshalb sind neben den Filmgrößen, die sich jedes Jahr mit Hilfe von Zeitmaschinen und Teleportalen, die Doktor Emil Braun zur Verfügung gestellt hat, auf dem Filmschrottplatz versammeln, auch einige Wrestlinglegenden angereist, um dem Treiben hier zuzuschauen. Das dürfte unterhaltsam werden.

Aus Kostengründen (und weil unser Grafiker keinen Bock hatte) müssen wir dieses Jahr leider auf ein in 10 Sekunden hingeschludertes Plakat zu diesem Anlass verzichten. Aber wer braucht das schon, wenn man eine grandiose Gala der absoluten Extraklasse vor sich hat? Genau. Niemand. Leider haben wir beides nicht.

Dafür haben wir Thorsten Trümmer hier, der Backstage steht, um Leute zu interviewen. Thorsten, was ist los da hinten?

„Ja, ich bin auch hier. Und das habe ich nicht euch zu verdanken. Samuel L. Jackson hat mich nur gehen lassen, weil er berechtigterweise annahm, dass man mit mir als Geisel sowieso nichts erpressen kann.“

Ja, Thorsten, wir sind auch alle … äh … froh, dass du wieder da bist.

„Natürlich seid ihr das. Jedenfalls stehe ich hier hinten und warte auf meine Interviewpartner, die hier ihre Meinung zum späteren großen Kampf abgeben werden.“

Nun, wir können es kaum erwarten. Aber jetzt starten wir erst mal die Show.

SCHROTT AWARDS 2017

Durch den Abend führt dieses Jahr niemand geringeres als: JESSE VENTURA!!!

„Danke. Es wird sicher eine überragende Show. Wir haben Filme und wir haben Wrestling. Wenn wir jetzt noch irgendwie Politik hier rein kriegen, hätten wir alles, was ich zum leben brauche.

Aber beginnen wir erst mal mit Filmen. Den Preis für den charismatischsten Charakter überreicht Roland Emmerich, König des Weltuntergangs und des Vergessens seiner Muttersprache.“

„Guten Abend. Charaktere sind very important in Filmen. Deshalb gab es in meinen Films nie wirklich welche. Um genau zu sein, habe ich mit jedem weiteren Film noch beschissenere Characters in meine Movies gewritten. Und niemand has it gemerkt. So unbelievably gut bin ich in der austauschbaren Scheiße, die ich produce. Mann, hab ich Money mit der Stupidity der Leute gemacht. Und das ganz without Charakteren. But hier geht es um Characters, die was geleistet haben. Deshalb sind auch keine aus meinen Movies dabei. Der charismatischste Charakter ist:

DER ICECREMEMAN AUS BLACK SWARM!!!“

„WOW!!! Zwei hintereinander.“

Äh, Moment mal. Das ist der Eiscrememann aus Ice Cream Man. Der hat letztes Jahr gewonnen.

„Danke, dass ihr alle auch weiterhin an die Eiscreme glaubt. Die Eiscrememanninnung dankt euch sehr. Kauft mehr Eis, Kinder! Es ist aus euch gemacht. Muahahaha.“

Das war ja direkt eine faustdicke Überraschung. Nicht nur, dass der absolute Außenseiter gewonnen hat. Offensichtlich hat sich auch noch eine Eiscremevereinigung gebildet. Wer hätte damit gerechnet.

Wir schalten jetzt erst mal Backstage, wo Thorsten Trümmer einen ersten Gast am Mikrofon hat.

„Ich stehe hier mit Wrestler und Santa Claus Bill Goldberg, der extra hier ist, um sich den Kampf anzugucken. Bill, was ist dein Tipp?“

„Ich geb euch mal einen Tipp. Ihr solltet Santas Slay noch mal für die Schrott Awards nominieren. Der Film ist der beste Film aller Zeiten. Schließlich spiele ich darin mit.“

„Ja, aber er hat bei all seinen Nominierungen im ersten Jahr nichts gewonnen. Und du warst nicht mal nominiert.“

„Zweifelst du etwa an meinen Fähigkeiten als Darsteller und Santa?“

„Nein, natürlich nicht. Ich … äh …“

„BRUUUUAAAAHHHHHRRRRGGGGGGHHHHHH!!!!“

Oh mein Gott! Bill Goldberg hat Thorsten Trümmer durch einen Tisch geworfen. Das Buffet war noch nicht mal eröffnet.

Geben wir ab an Jesse Ventura.

„Hier ist ja wirklich was los. Machen wir also schnell weiter. Vielleicht mit etwas Musik. Kämmt euch schnell die Haare, denn hier kommt Hair-Metal aus der Hölle. Es sind Thor und die Tritonz mit ‚We live to rock‘. Ich gehe so lange was politisches machen.“

„Wow. Das war … schlimmer als erwartet. Als nächstes werden die kultverdächtigsten Kostüme ausgezeichnet. Hier, um den Preis zu überreichen: Ein Mädchen, das total auf Cosplay abfährt.“

„Tihihihi. Hallo. Tihihihi. Ihr seht alle so cool aus. Tihihihihi. Und ihr musstet euch dafür nicht mal verkleiden. Tihihihi.“

Weiß sie wohl, dass die Leute hier aus allen möglichen Epochen und aus allen möglichen Ländern angereist sind und deshalb aussehen wie ein bunter Haufen Irrer, der aus einem Zirkus geflohen ist?

„Also, ich soll ja hier das beste Kostüm ehren. Und da ich leider selbst nicht zur Wahl stehe, obwohl ich mir so viel Mühe gegeben habe, auszusehen wie meine persönliche Heldin Sailor Moon, muss ich wohl jemand anderen zum Sieger ernennen.“

Sie hat wirklich überhaupt keine Ahnung, wo sie hier ist, oder? Ah, sie öffnet den Umschlag mit dem Sieger.

„Iiiih, was soll das denn sein? Das ist doch kein gutes Kostüm. Das würde ich mir nicht mal als Haustier halten. Der Gewinner ist dieses komische Glubschie-Vieh.“

Ich schätze mal, sie meint das MONSTER VOM PARTY BEACH. Ah, da kommt es auch schon auf die Bühne … und frisst die Cosplayerin. Moment, es will was sagen.

„Blurps. Blahlagralumahrgo. Börps.“

Äh, ja, das war zumindest eine kurze Dankesrede. Ich höre gerade, dass Thorsten Trümmer den kleinen Zwischenfall überlebt hat. Thorsten wie geht es dir?

„Als ob dich das wirklich interessieren würde. Ich habe hier Wrestler und Schauspieler Kevin Nash neben mir, der ja bekanntlich ein sehr guter Freund von Hulk Hogan ist. Kevin, was glaubst du, wie das große Match heute ausgehen wird?“

„Was für eine doofe Frage. Hulk Hogan wird natürlich Roddy Piper die Scheiße aus dem Leib prügeln. Piper konnte Hogan nie besiegen und daran wird sich auch heute nichts ändern. Er kann in so vielen schlechten Filmen spielen wie er will. Beachte das Adjektiv: „Spielen.“ Hogan ist nicht zum spielen hier. Und ich auch nicht.“

Oh nein, Kevin Nash hat Thorsten Trümmer durch einen neuen Tisch gepowerbombt … was will man machen.

Jesse, was ist auf der Bühne los?

„Die Leute sind langsam richtig heiß auf das große Match. Aber vorher haben wir noch ein paar Preise zu verleihen. Hier um den Preis für die elegantesten Effekte zu überreichen: Visual Effects Legende Ray Harryhausen!“

„Visuelle Effekte sind einen langen Weg gegangen. Von der wunderbaren Stop-Motion-Technik hin zu der ekelhaften CGI-Ära, in der heute alle Effekte komplett untergehen, weil alles nur noch Bombast ist. Aber ich habe die Zukunft gesehen. Wo wir schon Zeitmaschinen hier haben, kann man das ja auch mal nutzen. Also bin ich in die Zukunft gereist, um mir anzuschauen, wie die Effekte dort aussehen. Und ich habe ein Beispiel mitgebracht. Hier ist ein Hologramm-Zyklop aus der Zukunft!“

„Hier ist ein Hologramm-Zyklop aus der Zukunft!“

„Wo ist mein Hologramm-Zyklop aus der Zukunft?“

Äh, Ray, der Zyklop jagt gerade Thorsten Trümmer durch den Backstagebereich. Ich glaube nicht, dass er Lust hat auf die Bühne zu kommen.

„Hm, er sollte mir den Umschlag mit dem Sieger überreichen. Na ja, was solls? Sagen wir einfach, der Sieger ist: Rock N Roll Nightmare!!!“

Klingt plausibel. Hier um den Preis anzunehmen, ist Jon Mikl Thor, der Hauptdarsteller aus dem Film.

„Vielen Dank. Das ist echt unglaublich … unglaublich, dass ihr nicht mal einen Thron für mich auf die Bühne gestellt habt. Ich habe immerhin den Teufel persönlich geschlagen. Ich sollte euer König sein. Stattdessen kriege ich hier eine billige vergoldete Mülltonne. Unglaublich. Dabei ist meine Karriere noch lange nicht in der Mülltonne, wie die der meisten anderen Idioten hier. Ich fange gerade erst an. Ich gehe jetzt Backstage und töte den Zyklopen.“

Das dürfte interessant werden. Thor ist zu He-Man-Thor mutiert und sucht jetzt nach dem Zyklopen. Ich denke wir lassen ihm erst mal seinen Spaß, bevor wir ihm erklären, dass man ein Hologramm nicht töten kann und machen erst mal weiter mit Thorsten Trümmer, der dem Zyklopen offenbar entkommen ist.

„Ich hasse den Filmschrottplatz. Neben mir steht jemand, der den Filmschrottplatz ebenfalls hasst. Ehemaliger Wrestler und Actionstar Dwayne „The Rock“ Johnson.“

„Endlich, ist The Rock zurück auf dem Filmschrottplatz … Moment mal … The Rock war noch nie hier … Du hast recht. The Rock hasst den Filmschrottplatz. Wie kann es sein, dass The Rock hier noch nicht vertreten ist? Hat The Rock etwas nicht genug Müll gedreht, mit den ganzen Fast & Furious Filmen?“

„Ich glaube …“

„Es ist egal was du glaubst! The Rock war Herkules, du Jabroni!“

„Ja … was?“

„Halt den Mund und lern deine Rolle, Jabroni! The Rock war die Zahnfee! Es wird höchste Zeit, dass der Filmschrottplatz sich die Nase putzt und dann riecht, was für Scheißfilme The Rock kocht.“

Huch, The Rock hat Throsten Trümmer durch einen weiteren Tisch geslamt. Und jetzt will er scheinbar zurück ins SmackDown Hotel, weil ihm der Filmschrottplatz auf den Sack geht. Sein Verlust. Er verpasst ja nur das größte Match aller Zeiten. Das große Aufeinandertreffen zwischen Hulk Hogan und Rowdy Roddy Piper. Jesse, wie sieht es aus?

„Der Ring ist aufgebaut und gleich ist es so weit. Der große Kampf kann beginnen. Der Verlierer wird nie wieder einen Fuß auf den Filmschrottplatz setzen. Der Gewinner darf anschließend feierlich den Gewinner des Schrottigsten Streifens verkünden. Wenn das mal nicht ein großartiger Preis ist.

Natürlich werde ich mir die Chance nicht entgehen lassen, das Match zu kommentieren. Leider wurde mir ein Co-Kommentator aufgedrängt, aber ihr könnt ja versuchen, ihn zu ignorieren.“

„Ignorieren? Ich bin der große Vince McMahon. Der größte Wrestling-Promoter aller Zeiten.“

„Wrestling, McMahon? Ich denke, du machst ‚Sports Entertainment‘ und arbeitest nicht mit Wrestlern, sondern mit ‚Superstars‘.“

„Trotzdem.“

„Herrjeh, das wird sicher lustig.“

I am a real american, fight for the right of every man …

„Hier kommt er, Jesse. Hulk Hogan ist sein Name.“

„Lust ist sein Name.“

„Du bist doch nur eifersüchtig.“

„Eifersüchtig worauf, McMahon? In den 80ern und 90ern wollte er Miss Elizabeth ins Bett kriegen und hat es nicht geschafft. Also hat er ein paar Jahre später einen Heimporno gedreht. Er ist eine der sieben Todsünden persönlich.“

„Interessant …“

„Hau ab, Kevin Spacey. Dreh erst mal richtige Scheißfilme, bevor du mir hier ins Wort fällst.“

„Und hier kommt der Gegner des Hulksters.“

dudel dudel quietsch krächz dudel dudelsackgedudel

„The Rowdy One. Rowdy Roddy Piper!“

„Du meinst der ‚Betrogene‘, McMahon. Dieser Mann sollte eine goldene Mülltonne haben. Wenn nicht sogar alle.“

„Vielleicht kann er sich heute eine verdienen. Es könnte ein Vorteil für ihn sein, dass es ein Match ohne Regeln ist.“

„Ja, die beiden können sich auf dem ganzen Schrottplatz austoben. Das wird großartig, McMahon. Lasst uns anfangen.“

„Guck dir Hulk Hogan an, Jesse. Was für Muskeln. Er ist ein echter Star. Jeder Star hat richtige Muskeln aus jahrelangem Steroidmissbrauch angesammelt.“

„Pft, Piper wird mit ihm heute den Boden aufwischen. Da hat er schon einen Headlock angesetzt. Guck dir den Headlock an, McMahon. Jede Bewegung von Piper sagt ‚heute ist mein Tag‘.“

„Aber der Hulkster befreit sich, Jesse.“

„Verdammter Headlock. Die Deutschen nennen ihn ‚Schwitzkasten‘. Wusstest du das, McMahon? Die sind völlig bekloppt. Kein Wunder, dass der nix bringt.“

„Der Hulkster mit dem Bodyslam. Was für ein Manöver.“

„Er sollte aufhören, sich selbst zu feiern und sich auf seinen Gegner konzentrieren, McMahon. Da. Piper steht wieder und sticht ihm in die Augen. Großartig. Wie ich immer sage: ‚Gewinne wenn du kannst, verliere wenn du musst, aber betrüge jedes Mal.“

„Wann hast du das gesagt?“

„Hörst du mir überhaupt jemals zu, McMahon?“

„Ich versuche es nicht zu tun.“

„Der Sleeper Hold!!!! Piper wird gewinnen.“

„Nein, der Hulkster hulkt up und jetzt gibt es für Roddy kein Entkommen mehr. Big Boot. Und der Leg Drop soll folgen … was ist das? Zwei interstellare Kopfgeldjäger aus dem Ritter aus dem All sind plötzlich im Ring gelandet und greifen Hulk Hogan an.“

„Ha Ha! Sie haben den Ritter aus dem All endlich in die Finger gekriegt, McMahon. Das ist großartig.“

„Es ist unfair, Jesse.“

„Ach, sei kein Spielverderber, McMahon. Hogan hat sich viele Feinde gemacht.“

„Interstellare Feinde? Das geht zu weit.“

„Das hätte er sich vorher überlegen müssen … Moment mal. Was ist das, McMahon? Wer sind die Leute?“

„Das sind Carl Weathers und Shannon Tweed! Hogans Kollegen von den Shadow Warriors!“

„Was wollen die Idioten hier, McMahon?“

„Sie helfen Hogan, Jesse.“

„Das ist unfair.“

„Sei kein Spielverderber, Jesse. Hogan und Piper sind wieder alleine im Ring … nein, warte, sie sind neben dem Ring und prügeln mit den überall rumliegenden Filmrollen von Schrottfilmen auf sich ein. Was für ein Manöver.“

„Piper hat hier den klaren Vorteil. Er ist ein echter Kämpfer.“

„Warte mal eine Minute, Jesse. Ist das da vorne nicht Thor und der Hologramm-Zyklop?“

„Äh, ja, sieht ganz so aus. Thor schlägt sich gar nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass sein Gegner nicht mal materiell anwesend ist. Ich fürchte allerdings, ihm wird früher oder später die Luft ausgehen.“

„Ich fürchte, das passiert genau in diesem Moment. Er ist halt nicht mehr der Jüngste. Gegen den Erzengel hatte er 30 Jahre weniger auf dem Buckel. Du weißt, wovon ich spreche, Jesse.“

„Was soll das bedeuten, McMahon? Meinst du etwa, ich kann nicht mehr mit den Schwächlingen da draußen mithalten?“

„Du bist jetzt Politiker, Jesse.“

„Das ist ein hart umkämpftes Feld, McMahon.“

„Für Thor ist der Kampf jedenfalls vorbei, wie es scheint. Der Zyklop feiert zufrieden. Da kommen auch schon die Sanitäter mit dem Sauerstoffzelt.“

„Viel wichtiger ist ohnehin, was im Ring passiert. Guck genau hin, McMahon. Piper hat alles im Griff und würgt Hogan in den Seilen.“

„Es sieht tatsächlich schlecht aus für den Hulkster. Aber man darf ihn nie abschreiben.“

„Vergiss es, McMahon. Der Kampf ist vorbei … warte, was ist das? Sieht aus wie eine Gruppe von Trump-Wählern.“

„Ich glaube, es ist eine Horde von Froschmutanten, Jesse.“

„Macht kaum einen Unterschied, McMahon.“

„Es sind viele. Sehr viele.“

„Ich habe nicht das Gefühl, dass sie wegen dem Wrestlingmatch hier sind, McMahon.“

„Ich glaube, du hast recht, Jesse …“

„Warte mal, McMahon. Einer von ihnen hat Thorsten Trümmer in die Fresse gehauen und ihm sein Mikrofon weggenommen. Ich glaube, er will was sagen.“

„Quak, ihr Affen. Wir sind die Froschmutanten aus Frogtown. Und wir sind hier für Rache.“

„Sie wollen sich an Roddy Piper rächen, Jesse.“

„Nein, wir wollen uns nicht nur an Sam Hell rächen, dafür, dass er uns vor Jahren unseren Harem streitig gemacht hat. Wir werden die Menschheit auslöschen, weil sie uns nicht geholfen haben, einen neuen Harem aufzubauen. Wir wollten nur ein paar Frauen haben. Ihr habt uns keine gegeben. Jetzt werden wir uns einfach die Frauen nehmen, die wir brauchen und den Rest der Menschheit vernichten. Quak, ihr Affen.“

„Meinst du, wir sollten ihnen sagen, dass die einzige weibliche Person hier die Cosplayerin war, die vorhin vom Party Beach Monster gefressen wurde, Jesse?“

„Vergiss es, McMahon.“

„Wo ist denn dein Hemd, Jesse?“

„Wir treten ihnen in den Arsch, McMahon.“

Jesse Ventura hat sich zu den Wrestlern in den Ring begeben. Das Match können wir wohl vergessen. Hogan und Piper geben sich die Hand. Sie haben offensichtlich das Kriegsbeil begraben. Das Monster vom Party Beach hat sich ebenfalls dazu gesellt. Zusammen wollen sie die Froschmutanten erledigen. Dürfte schwierig werden. Es sind tausende Froschmutanten. Sie waren offenbar sehr tüchtig in den letzten Jahren. Der Hologramm-Zyklop hat sich auch hinter die Wrestler gestellt – auch wenn ich nicht weiß, was der ausrichten will, außer die Froschmutanten zu ermüden, wie Thor vorhin. Der hat sich auch wieder aufgerappelt und stellt sich ebenfalls den Froschmutanten entgegen. Vermutlich ist die Menschheit verloren.

Oh mein Gott, die Froschmutanten überrennen die paar Menschen und Monster im Ring einfach. Wir haben keine Chance. Moment mal, was ist das. Michael Bay mit einer Fliegerstaffel aus Pearl Harbor mit guten Amerikanern und bösen Japanern. Sie haben sich offenbar verbündet und greifen die Massen an Froschmutanten an. Meine Herren, was für ein Gemetzel. Überall fliegen Froschschenkel durch die Gegend. Leider sind keine Franzosen hier, sonst hätten wir endlich das Buffet eröffnen können.

„Ha Ha, denen haben wir es gezeigt, McMahon.“

„Du blutest, Jesse.“

„Ich habe keine Zeit zum bluten. Ich habe hier den Umschlag mit dem Sieger für den schrottigsten Streifen. Gewonnen hat ROCK’N’ROLL NIGHTMARE!!!“

„Jaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!“

„Thor, was machst du mit dem Froschmutantenkopf unter deinem Arm?“

„Ein Andenken an diesen großen Tag. Der kommt an meine Wand direkt neben die goldene Mülltonne.“

Ein versöhnliches Ende der Schrott Awards. Das ist ja mal was ganz neues. Vielen Dank für …

„Nicht so schnell. So einfach werdet ihr den Froschmutantenkönig nicht los. Ich werde jetzt mit meiner Rakete ins All fliegen – und nein, ich werde euch nicht verraten, woher ich eine Rakete habe -, aber ich werde wieder kommen. Verlasst euch drauf. Muahahahahaha. Muahahahahahaha!!! MUAHAHAHAHAHAHA!!! Quak, ihr Affen.“

Werbeanzeigen

Showkampfgeschreddel aus der 80ies Era Of Everything Crappy

Während ihr noch damit beschäftigt seit, den Schrottfilm des letzten Jahres zu wählen, wird es langsam Zeit, die Schrottfilme für dieses Jahr zu sammeln. Da bei den Schrott Awards ja bekanntlich das große Aufeinandertreffen zwischen Hulk Hogan und Roddy Piper auf dem Plan steht, gibt es als Einstimmung direkt mal einen Wrestlingfilm. Aber nicht irgendeinen Wrestlingfilm. Nein, es ist ein Wrestingfilm aus der berühmten Rock’N’Wrestling Ära. Ihr wisst schon: MTV und Wrestling passten damals zusammen wie … wie … Okay, eigentlich passten sie überhaupt nicht zusammen, aber das hat sie nicht daran gehindert, irgendwelchen Scheiß gemeinsam zu produzieren. Hiermit hatte MTV zwar nix zu tun, aber sie hätten können, oder so … ich kann kein Deutsch. Also reisen wir lieber in die USA und genießen:

BODY SLAM – Verschwitzte Körper – USA – 1986 – 89 Min.

Starring: Ein Viertel vom A-Team, der Froschmutantenarschtreter und jede Menge Wrestler

Als erstes muss hier mal kurz festgehalten werden, dass die Musik des Films die absolute Hölle ist. Stellt euch vor Justin Bieber würde in der Zeit zurückreisen und in den 80ern eine Boygroup gründen. So klingt das Gedudel. Und Dirk Benedict hört sich die Kacke freiwillig an, während er im Lamborghini durch … ist das Los Angeles? Keine Ahnung. … die Stadt cruist wie Massive Töne in besten Zeiten. Übrigens haben alle Frauen n dem Film scheinbar nur das Nötigste an. Der Film läuft zwei Minuten und wir hatten schon eine Tussi im Bikini und eine Fitnesstrulla im knappen Top. Fehlt eigentlich nur noch ein FKK-Strand, dann haben wir alles abgedeckt.

Benedict ist Musikproduzent und er soll eine Kampagne für irgendeinen Politiker oder so ins Leben rufen und mit seinen Musikacts unterstützen. Anfangs sträubt er sich, aber dann bescheißt er den Autohändler Scotty mit gefälschten Springsteen-Tickets und klaut ihm ein Auto. Das übrigens mit dem Schlüssel abfahrbereit auf dem Platz steht. Wenn der Autohändler nicht täglich zwölf mal beklaut wird, läuft irgendetwas falsch mit der Kriminalität in der Stadt.

Mr. Kim will Geld von Benedict, also zerstören seine Affen das geklaute Auto. Harry Smilac, so der Name von A-Team#3 hier, ist nicht erfreut und denkt dann doch mal drüber nach, diese Kampagne zu unterstützen, um ein paar Kröten zu machen.

Apropos Kröten: Da ist Sam Hell. Aber hier heißt er Quick Rick Roberts und Harry mischt sich einfach mal in Verhandlungen zwischen ihm und irgendeinen Typen ein, weil er glaubt, Rick Roberts wäre Musiker. Dabei ist er natürlich Froschmutantenjäger. O, und Profi Wrestler. Als Harry das erfährt, fällt er aus allen Wolken, denn jetzt muss er einen Wrestler managen. Fragt mich nicht warum. In den 80ern war das einfach so. Man labert scheiße und plötzlich ist man Wrestlingmanager. Heute ist das viel schwieriger. Heute muss man mindestens zweimal Scheiße labern.

Wo er schon dabei ist, schmeißt er sich noch an eine heiße Tussi ran und schlägt ihr vor, Model zu werden, denn er ist im Management und so. Jetzt will er es aber wissen. Und da Quick Ricks Partner gerade da ist, will er den auch noch unter seine Fittiche nehmen.

Captain Lou Albano hat hier den unfassbar einfallsreichen Namen Captain Lou Murano und er ist alles andere als glücklich darüber, dass Harry ihm seinen Rick ausgespannt hat und schickt ein paar Handlanger vorbei, damit sie Harry aufmischen. The Cannibals sind die Tag Team Champions und sie wollen Harry die Finger brechen. Aber Rick kommt zur Rettung und es passiert … nichts. Da hat man all die Wrestler auf einem Fleck und dann gibt es nicht mal vors Maul. Laaaaame.

Es folgen 5 MInuten Wrestlingmatch ohne Kommentar oder Dialog oder irgendwas, das irgendwas mit dem Film oder irgendwas anderem zu tun hat. Rick und sein Partner Tonga Tom gewinnen. Harry freut sich, aber ihm fehlt irgendwas. Die beiden brauchen Publicity. Die kriegt aber erst mal Captain Lou …ich hab den bescheuerten Nachnamen vergessen … in einer Wrestlingtalkshow. Ebenfalls zu Gast ein Kleinwüchsiger Opa und Harry. Harry meint, dass Wrestling etwas frisches braucht, der Captain ist da anderer Meinung und haut ihm vors Maul.

Harry turtelt mit der Modeltante von vorhin rum und ich überspringe das. Das letzte was dieser Film braucht ist eine lahme Lovestory.

Ach ja, Harry hat ja auch noch eine Band unter Vertrag. Die heißt „Kicks“ und sie sieht so aus, als würde sie richtige Scheißmusik machen. Ach, sind ja die 80er, also machen sie definitiv richtige Scheißmusik. Jedenfalls holt er sie für die Kampagne für den Senator ran, die scheinbar auch noch läuft. Der Auftritt ist natürlich kein Erfolg, zumal sonst kein Star da ist. Harry hat sich vorsichtshalber verpisst und als Frau verkleidet, damit ihn niemand findet.

Es kommt zum großen Match der Cannibals gegen Rick und Tom. In einem Chain Match wohlgemerkt. Interessant. Sowas gab es in der Kindergartenliga WWF damals nicht zu sehen. Sogar Blut gibt es. Tom und Rick kriegen so richtig die Fresse dick und auch Harry im Kleid wird vermöbelt. Alle liegen im Krankenhaus und Harry will nicht weiter machen, weil das echt nicht sein Business ist. Was für ein Hemd.

Roberts belabert Harry und der hat plötzlich den genialsten Einfall seit Vince McMahon WrestleMania erfunden hat: Er will mit den Wrestlern UND der Kackband „Kicks“ auf Tour gehen. Das schreit natürlich nach einer Montage aus Wrestling und Szenen von Harry als Busfahrer.

Veranstaltet wird in den tollsten Turnhallen der USA. Da man keine Gegner hat, dürfen einfach zwei Zuschauer, die gerade Bock haben, gegen das RickTomTeam antreten. Irgendeine Orgeloma orgelt während dem Kampf rum und die „Kicks“ kontern mit ihrem Kackgitarrengeschreddel. Es ist die absolute Soundhölle. Selbst die Musik der 80er ist nicht SO scheiße. Montage Nummer 2 bringt keine neuen Erkenntnisse, aber den offiziellen Body Slam Song – nicht performt bei Cindy Lauper. Aber klingt genau so. Also scheiße.

Der Captain und Harry (und der kleine Opa) sind wieder in der komischen Wrestlingtalkshow. Da macht man ein Winner Takes All Match klar. Wenn Team QuickTonga gewinnt sind sie die Champs, wenn die Cannibals gewinnen, verpisst sich Harry aus dem Wrestlingbusiness. Das wird sicher spannend.

Vorher macht Harry aber noch mit dem Möchtegernmodel rum. Ich dachte, ich erwähne das mal, falls das doch noch wichtig werden sollte – was äußerst unwahrscheinlich ist.

Und dann ist es soweit: Es ist als wären der SuperBowl, die World Series und die Academy Awards alle zusammen an einem Abend. So groß ist angeblich dieses Ereignis in der Turnhalle um die Ecke.

Wooooooo! Selbst der NWA World Champion Ric Flair ist da. Wenn einer diesen Film retten kann, dann er. Leider macht er nichts außer winken. Genau so wie Freddie Blassie und Bruno Sammartino. Wie zur Hölle konnten die den überreden, da mitzumachen? Der hasst doch alles moderne im Wrestling. Also alles nach 1912.

Mr. Kim und der Senator und einfach alle sind auch da. Leider auch die „Kicks“, die live spielen und … ach, lassen wir das. Die Cannibals kommen rein und zerlegen das komplette Set der „Kicks“. Alle Instrumente im Arsch. Die „Kicks“ können nicht mehr spielen. Warum soll ich die Cannibals eigentlich hassen? Ich bin jetzt eindeutig für die.

Dann startet der große Kampf und Harry und Lou prügeln sich auch direkt draußen rum. Alles, was dazu gehört. Außer Spannung natürlich. Ja, Wrestling ist abgesprochen. Das wissen wir wohl mittlerweile alle. Und niemals war der Sieger so klar wie hier. Allerdings hatte man auch noch nie so ein dermaßen lahm inszeniertes Ende wie hier. Also gewinnen die TongaQuickKicks so nebenbei die Titel und man hält sich gar nicht lange mit Feiern auf sondern bringt direkt die End Credits.

Verpasst nicht die SchrottAwards mit dem sicher spannenderen Match zwischen Quick Rick Roberts und Hulk Hogan. Nur hier auf dem Filmschrottplatz.

Schlecht kopierte Magie

„Hey, it’s a kind of magic! “ – Highlander, 1986

Ja. Heute wird es magisch, denn nach dem großen Erfolg der Harry Potter Filme, beschlossen einige schlaue Typen, dass man von diesem Erfolg auch ein Stück abhaben will und produzierten einen eigenen Magiefilm, mit einem Elfjährigen, der, nun ja, halt auch zaubern kann.

THE MYSTICAL ADVENTURES OF BILLY OWENS – Canada – 2008 – 83 Min.

Starring: Sam Hell und niemand mit Schauspielausbildung

Wasser, Mondlicht, ein Ruderboot, Sam Hell, äh, William Thurgood und Victor Mould paddeln durch die Gegend. Ein Sturm zieht auf und William will umkehren. Victor aber nicht, denn sie haben etwas Wichtiges zu erledigen. Das muss aber verschoben werden, denn ein Wasserdrache greift das Boot an und killt Victor.

Billy (was nebenbei die Kurzform von William ist, womit wir hier schon mal zwei Charaktere mit dem gleichen Namen haben) Owens wird heute 11. Zusammen mit seinen Freunden Devon, der scheinbar gegen alles allergisch ist, was auf diesem Planeten existiert, und der Erzählerin, die ihren Namen nicht verrät, hängt er erst mal in der Schule ab. Hey, Victor ist der Geschichtslehrer. Ich dachte, der wäre tot. Ich bin schon jetzt total überfordert. Und Doppel-Hey, die Erzählerin ist voll die Streberin. Erinnert mich an jemanden, aus so ner Buchverfilmung in 8 Teilen.

Der Schulbully Curt zockt Billy seine Geburtstagskohle ab. Die Erzählerin steht dabei ständig mit Weisheiten zur Seite, auch wenn ich nicht weiß, wem das helfen soll. Nach einer Verfolgungsjagd, naja, ich nenne das mal so, aus Mangel an Alternativen, landet Billy im Laden von Thurgood.

Da Billy zufällig in dem Shop ist, kauft er einen Zauberstab. Devon und die Streberische tauchen ebenfalls auf und Mandy, wie sie heißt, erklärt die Funktionen des Pulsschlags. Meiner ist schon kurz vor 180, so spannend ist das alles. Natürlich hat sie auch noch ein paar Schlauheiten zu Zauberstäben auf Lager.

Mandy praktiziert Thai-Chi, die Jungs zocken Videospiele. Billy testet seinen Zauberstab aus und zaubert einen gelben Lichtstrahl, oder einen gelben Ball, oder was auch immer. Die Party ist in vollem Gange, mit anderen Worten: Es gibt Kuchen und Devon pennt bei Billy. Mandy ist nicht da, weil, äh, Thai-Chi? Das Buch Unnützes Wissen für Fortgeschrittene lesen? Ihren Eltern mit ihren Weisheiten auf den Sack gehen? Man weiß es nicht genau.

Morgens geht man zurück zu Thurgoods Laden, aber der hat geschlossen. Billy will Mandy seine Zauberkünste demonstrieren und versagt völlig. Ist ja auch klar, hat nämlich das Zauberwort vergessen. Mit dem Wort Bitte öffnet sich die Tür zum Laden. Thurgood erzählt was abgeht und bringt den Blagen das Zaubern bei. Nicht wirklich schwer, denn man muss einfach mit dem Zauberstab Wörter in die Luft schreiben, oder komische Zeichen kritzeln, dann läuft das.

Auf dem Weg zur Bücherei treffen sie Curt, der Billy am Montag die Fresse polieren will. Das kann also noch warten. An einem Steinzeitcomputer entdecken sie den Namen Victor Mould, also ihr Geschichtslehrer. Sie lassen sich in der Bibliothek einsperren , um noch mehr zu erfahren. Glücklicherweise gehen mit dem Zauberwort alle Türen auf.

Die Gang schleicht zwischen den Bücherregalen umher und finden irgend ein Buch mit Hieroglyphen. Sie sehen ein Gespräch zwischen William und Victor, der seine Kräfte durch Hass verloren hat, oder so was. Der taucht dann mit Curt in der Bücherei auf und erklärt, dass die Zahl 11 eine Masternumber ist, und da Billy am 11.11. 11 geworden ist, ist er irgendwie special. Die Gang kann entkommen, als der Nachtwächter auftaucht.

Die Jungs schmieden einen Plan gegen Curt, der folgendermaßen aussieht: Wegrennen. Und falls sie zu nahe kommen, schneller rennen. Einfallsreich.

Sportunterricht. Äh, aufregend. Curt verfolgt Billy durch die Sporthalle und den Rest der Schule. Victor ist auch zur Stelle und sucht nach einer Karte. Irgendeine Tussi beamt sich in den Raum und sagt Victor, dass er aufhören soll, rumzuzaubern. Irgendwie ist hier scheinbar jeder magisch begabt.

Wlliam und die Beamtussi labern rum und gucken sich den Mond an. Montag soll wohl alles scheiße werden, was William im Mond deutet.

FEUER! Thurgoods Shop fackelt ab. Die Kids retten ihn aus dem Laden. Am nächsten Morgen stellen sie fest, dass Billys Vater, der übrigens William heißt, womit wir bei drei Williams in einem Film sind – hat Arthur Spooner das Drehbuch geschrieben? – den Schlüssel zur Karte hat. Äh, ja, fragt nicht. Es stellt sich heraus, dass Billys Eltern Magier sind und Billy muss die Stadt retten, weil … sonst ist sie halt im Arsch. Sie schicken Billy zum Phönix, der ihm mit der letzten Aufgabe helfen soll.

Thurgoods Shop ist wieder intakt, weil magisch und so. Thurgood beamt die Kids in einen Wald, wo Yoda sie erwartet. Naja, es ist nicht wirklich Yoda, aber ich habe keine Ahnung, was das Ding darstellen soll. Der gibt ein paar Tipps und die Blagen rennen durch den Wald. Victor und Curt sind selbstverständlich auch da.

Die Kids können durch ein Portal zurück zu Thurgood fliehen, der ihnen sein Boot leiht, um über den Fluss zu rudern. Sie erreichen eine Höhle und latschen minutenlang durch die Dunkelheit. Sie finden ein Schwert bei einem toten Ritter. Mandy fällt in ein Loch, weil sie alles weiß, nur nicht, dass man im Dunklen vorsichtig sein muss. Die Jungs klettern runter und puzzeln eine Tür offen.

Der tote Ritter erwacht zum Leben und teleportiert sich zu den Kids. Er schlägt vor, dass Billy und seine Freunde diesen Ort verlassen, aber Devon erschlägt den Untoten mit dem Schwert.

Victor kommt mal wieder vorbei und will das Zepter haben, dass der Untote verloren hat. Da Billy nicht bereit ist, das Zepter abzugeben, lässt Victor Steine von der Decke regnen. Spielt aber keine Rolle, denn die Kids latschen einfach weiter.

Der Wasserdrache ist am Start und wird nach drei Sekunden erledigt. Wer braucht schon nen Showdown?

Zum Schluss steht das große Treffen der Magier an. Billys Eltern bringen die Karte mit. Woher sie die haben, weiß kein Mensch.

Curt kriecht durch die Höhle und findet das Zepter, oder irgendwas leuchtendes und … to be continued? Ach du scheiße! Der Crap hier hat tatsächlich eine Fortsetzung!

BILLY OWENS AND THE SECRET OF THE RUNES – Canada – 2010 – 81 Min.

Immerhin ist der Müll schon mal zwei Minuten kürzer, was die Qualen, die man beim Ansehen erleiden muss, zumindest minimal einschränkt.

Sommerferien! Yay! William Thurgood, mit neuem Haarschnitt, bringt den Kids etwas über Selbstlosigkeit bei. Mandy hat natürlich voll den Plan davon und muss ganz dringend ihren Senf dazu geben. Dann erzählt Thurgood was von weißer und schwarzer Magie und pennt fast ein. Als die Blagen weg sind, passiert genau das.

Die Gang baut ein Baumhaus und … nix.

Am Abend geht es mit Billys Eltern auf die Kirmes und die Blagen bescheißen beim Ringewerfen und Mandy gewinnt eine Halskette. Curt hängt natürlich auch auf dem Rummel rum und kriegt sich mal wieder mit Billy in die Haare. Mehr passiert aber erst mal nicht. Nach unfassbar aufregenden Karusselfahrten, droht eine Gondel im Riesenrad zu fallen, aber Billy, der mit seinem Zauberstab den Tag retten könnte … macht gar nix. In einer todesmutigen Rettungsaktion, eilt der Riesenradbesitzer zur Hilfe, und … schraubt eine Schraube fest. Meine Fresse, diese Dramatik ist kaum zu ertragen.

Thurgood pennt immer noch. Die Kids versuchen ihn zu wecken, aber William hat einen festen Schlaf. Billys Mutter kommt zufällig vorbei und nimmt Thurgood mit nach Hause. Vorher fährt noch seine Seele, oder seine Magie, oder sein Verstand, oder was auch immer, in Mandys Kette.

Diese Kette stellt sich als Schlüssel zum Zepter heraus. Und wenn sie erfolgreich sind, in was weiß ich, worum es hier eigentlich geht, fährt Thurgoods Seele zum Mond, oder so.

Mandy und Cousine Danny reiten. Billys angewachsener Zauberstab verändert seine Konsistenz bei Dannys Anblick. Devon bleibt bei Danny, um ihr beim Pferdeputzen, und eventuellem anderem Geschrubbe zu helfen, ähem, Mandy und Billy latschen zum Baumhaus. Da zaubern sie rum, um ihre tolle Wohnung zu tarnen. Devon und Danny, die, aus irgendeinem Grund, ein Wiesel dabei hat, kommen vorbei und die Vierergruppe labert minutenlange Kacke, die zu absolut gar nix führt.

Thurgood erscheint aus Mandys Kette und quatscht irgendwelchen Quark, der uns genau so weiter bringt, wie das minutenlange Gequatsche vor, äh, ein paar Minuten.

Billys Mutter bezweifelt, ob ihr Sohn beriet ist, das Kaff zu retten, in dem sie wohnen. Gwendolyn – keine Ahnung wer das ist, ich glaube die Schulrektorin – erklärt irgendwas, Thurgood taucht auch noch mal auf und labert weiteren Scheiß über das Zepter und den Schatz und Bla. Gwen gibt der Gruppe Schutzhalsketten, oder sowas in der Art. Man muss sich das alles selbst zusammenbasteln, denn erklärt wird hier ja nix.

Nachts im Baumhaus. Palaver ohne Sinn Teil 42. Wölfe heulen. Danny ist nicht überzeugt von dem ganzen Quark, aber Mandy überredet sie, mit in die dunkle Todeshöhle aus Teil 1 zu kommen.

Gelatsche durch die dunkle Höhle. Sackgasse. Devon will helfen, aber Mandy meint, er baut nur Scheiße, und soll sich lieber an die Wand stellen. Das tut Devon und man kopiert knallhart den Tempel des Todes Gag, in dem Short Round sich an die Wand lehnt und einen Schalter auslöst, der eine Tür öffnet. Devon fällt durch die Wand ins Wasser. Alle anderen springen hinterher.

WASSERDRACHE IS BACK FOR ACTION! Oder auch nicht. Danny bequatscht das Vieh, denn sie ist die Drachenpflüsterin, damit es ruhig bleibt und Billy zaubert den Drachen einfach weg.

Man kommt in die Kammer der gefolterten Seelen. Klingt gut. Ich erwarte gar nix. Aber ich kriege mehr, als ich erwartet habe, denn in der Kammer fliegen die Geister von toten Fischen rum, oder was auch immer das darstellen soll. Billy zaubert ein Gerüst, über das Danny das Zepter erreichen kann. Und dann …

… ist man wieder draußen. Bloß keine zu große Spannung aufkommen lassen. Was sagt es eigentlich über mich aus, dass ich das Gefühl habe, dass Mandys Brüste von Szene zu Szene größer werden? Vielleicht magische Brüste, wer weiß. Anyway, irgendein Vieh verfolgt irgendwelche Kinder durch den Wald. Die Gang versteckt sich. Curt und Victor sind auch im Busch. Victor hat wohl seinen Frisörtermin verpasst, oder er hat magische Haare. Der Riesenradfritze ist auch dabei.

Sie kommen an dem getarnten Baumhaus an, aber Victor, Übermagier der er ist, weiß natürlich was abgeht. Thurgood ist wieder da und macht klar, dass der Kampf gegen Victor nicht leicht wird. Danke für die Info, William. Außerdem erklärt er, dass sie ihre magischen Fähigkeiten opfern müssen, wenn sie ihre Mission erfolgreich beenden wollen. Na, hoffentlich passiert das bald.

Der große Kampf gegen Victor steht an, während Devon mit nem Vogel kämpft. Victor und Billy beschießen sich mit Glitzersternen, wie die Glücksbärchis. Der Vogel klaut das Zepter, Billy fällt aus dem Baumhaus, aber da er der King of Magic ist, kann er fliegen wie Peter Pan. Also fliegt er hinter dem Raben her und holt das Zepter zurück.

Cut und man ist am Fluss. Was mit Victor und dem Riesenradtypen ist, bleibt verborgen. Durch den Wald, Speere fliegen, Pfeile sausen durch die Luft, kein Mensch weiß, wer die Verfolger sind, aber Hauptsache, die Vier können mal wieder vor etwas wegrennen.

Curts Kopf schwebt in der Luft und droht damit, die Gang zu erledigen. Am meisten freut er sich darüber, dass sie in SEINEM Wald sind. Curt besitzt Ländereien? Ist bestimmt reich. Kein Wunder, dass er so ein Arsch ist.

Nach Stunden im Wald, in denen nicht das Geringste passiert, ist Devon verschwunden. Oder auch nicht, denn er kommt aus einem Busch gelatscht. Man, kann dem Drehbuchautor vielleicht mal irgendjemand etwas über Spannung, Dramatik, oder einfach über das Geschichten schreiben an sich erklären?

Man erreicht einen alten Leuchtturm. Laber, laber, palaver, quatsch, quatsch, bla, Mandy schreibt einen Schutzzauber an die Wand, aber Curt ist schon drin und er hat ein Schwert dabei. Auf dem Leuchtturm, äh, was wollen die eigentlich da? Scheinbar gar nix, denn Billy zaubert ein Seil, an dem alle runterklettern können. Devon hält Curt auf, und liefert sich mit ihm den grandiosesten Schwertkampf seit, naja, dem Kampf gegen den untoten Ritter in Teil 1. Danny kann das nicht mit ansehen und schießt Curt mit einem Super-Stern-Stoß vom Leuchtturm.

Uh, Möwen. Am Strand verbindet Billy das Zepter mit dem Zauberstab und Thurgood erscheint. Nach einigen schlauen Sprüchen von den Blagen, die alle was gelernt haben, was ich mir nun mal gar nicht erklären kann, denn gelernt hab ich hier nix, geben sie ihre Kräfte auf, und Thurgood verabschiedet sich. So long, and thanks for all the fishghosts.

Aber in einer großartigen Fügung des Schicksals taucht Thurgood doch wieder auf und alle freuen sich ihres, von jetzt an, nicht magischen Lebens.

Kein … to be continued? Danke dafür. Zum Schluss gibt es noch ein paar unlustige Outtakes, was zumindest meine Theorie, dass hier alles in einem Take runter gedreht wurde, widerlegt. Also doch was gelernt.